Page 1

00

Inhaltsverzeichnis Jahresbericht 2000

Jahresbericht des Gesch채ftsf체hrers

2

Total Quality Management

3

Jahresberichte aus den Centern

10

Bilanz

17

Erfolgsrechnung

18


D

Die Faszination der Veränderung Leben heisst lernen, ob aktiv oder passiv. Das gilt nicht nur für Brüggli als Unternehmung sondern für das ganze Kader, jeden Mitarbeiter und vor allem auch für unsere Klienten in den unterschiedlichen beruflichen Massnahmen. Wir sind tagtäglich in Veränderungsprozessen eingebunden, ob wir diese nun wollen und akzeptieren oder nicht. Wer die Veränderungen rechtzeitig erkennt, hat entscheidende Vorteile und es öffnen sich ihm neue Türen. Was erst bedrohlich erscheint, wandelt sich in Herausforderung und Faszination. Man gewinnt neue Sichtweisen, dringt in neue Wissensgebiete vor, beispielsweise bei einer neuen Ausbildung, und verändert dabei sich selbst. Oft wissen wir nicht welchen Einfluss wir in einem Veränderungsprozess haben oder welchem Einfluss wir wie stark ausgesetzt sind. Keiner kann die komplexen Zusammenhänge und Dynamiken völlig durchschauen und schon gar nicht steuern. Wir haben im Jahr 2000 fruchtbare Rahmenbedingungen gestaltet, sind auf Bedürfnisse von Mitarbeitern und Kunden eingegangen, haben aus Kostengründen nach neuen Wegen gesucht, die Wirtschaftlichkeit, Qualität, Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Prozesse überprüft. Die verantwortlichen LeiterInnen und MitarbeiterInnen auf allen Stufen haben dabei ihre Kreativität, Erfindergabe und ihr Können auf definierte und erreichbare Ziele ausgerichtet. Viele trugen ihren Teil zum Erfolg bei und erlebten dabei selbst Erfolg. Das Kader ist stets dafür verantwortlich, die Rahmen bedingungen so zu gestalten, dass möglichst alle MitarbeiterInnen mit Behinderung von den laufenden Veränderungsprozessen optimal profitieren und dabei vor allem

ihre Fähigkeiten und Ressourcen aktiviert werden. Brüggli war wiederum voller Ideen, Veränderungen und Gelegenheiten, so dass die interessierten MitarbeiterInnen die Möglichkeiten ergriffen, um ihre neu entdeckten Kräfte und Fähigkeiten zu erproben und auszuleben. Die einen lernten dabei schnell, entdeckten rasch, machten Fortschritte von einer natürlichen Neugierde angetrieben, die anderen zeigten eher Mühe, passten sich an und waren eher passiv, Veränderungen waren eher Pflicht und beängstigten. Man sagt, jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Wir versuchen immer wieder Lernen und Verändern als sportliche Herausforderung zu sehen. Dabei kann Faszination in allen Bereichen und Lagen des Lebens entstehen, selbst wenn diese sich im ersten Moment als unangenehm und störend zeigen, wie beispielsweise die schnöde Beobachterstory im Sommer, die jedoch interessante neue Perspektiven und Visionen eröffnete. Das Jahr 2000 war in dieser Hinsicht faszinierend, bewegend und reich an Erfolg. Wir konnten die Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenzufriedenheit erhöhen, die Professionalität im sozialen Bereich markant steigern, die Durchlaufzeiten verbessern, wenn auch noch nicht optimal, die Arbeitsqualität steigern, die Produkte-Entwicklung forcieren, die Geschäftsbeziehungen verstärken und vieles mehr, wie Sie aus den nachfolgenden Tätigkeitsberichten ersehen können. Ich bleibe dabei – Leben ist lernen und Lernen ist leben. Ich danke allen, die uns in irgendeiner Form dabei behilflich waren, selbst wenn es nicht ihre Absicht war. Kurt Fischer Geschäftsführer


Q

Total Quality Managementsystem Legal Compliance

Qualitäts- und Umweltmanagementsystem

Kontinuierlich wurde seit Jahren im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten nach neuen Wegen und Massnahmen gesucht.

Die einzelnen Abläufe müssen sich an den geltenden Gesetzen und Verfügungen orientieren wie zum Beispiel die Anpassung der ISO Normen 2000. Ein Schwerpunkt wird auf die transparente Entsorgung der Produktionsnebenstoffe durch ausgewiesene Spezialunternehmen gelegt. Durch das Abfallmanagement werden sämtliche Abfallprodukte getrennt und je nach Möglichkeiten dem Recycling oder der Entsorgung zugeführt. Der geplante Anschluss an die Branchenlösung zur Erfüllung der EKAS-Richtlinien wurde infolge der Brügglispezifischen Komplexität nicht durchgeführt. Um die nötige Fachkompetenz zur Erfüllung dieser Richtlinien gewährleisten zu können, wird der Leiter des Sicherheitsdienstes im Jahr 2001 eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Die Steigerung der Sonderabfälle hat sich daraus ergeben, dass im Jahr 1999 nur eine Lieferung entsorgt wurde. Im Jahr 2000 wurde nebst einer Produktionssteigerung von 10 % noch eine Lieferung von 1999 entsorgt. Dieser Rhythmus wird auch in Zukunft beibehalten, so kann über die durchschnittlich jährliche Entsorgungsmenge im Zwei-Jahres-Rhythmus eine relevante Aussage gemacht werden.

Abfälle

Sonderabfälle

Editorial Diese beiden Begriffe stehen stellvertretend für die Geschäftspolitik von Brüggli. Angestrebt wird eine optimale Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen bei gleichzeitiger Achtung von Mensch und Natur. Dabei ist uns die Kundenzufriedenheit ebenso wichtig wie die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer MitarbeiterInnen oder der Schutz unserer Umwelt. Mit den beiden Zertifikaten nach ISO 9001 und ISO 14001 bekennt sich das Brüggli zu obengenannten Forderungen. An präzise festgelegte Normen und Verpflichtungen werden wir Jahr für Jahr neu gemessen. Ein Aufwand der uns aber nicht zu hoch ist. Denn eine erfolgreiche Unternehmenspolitik misst sich nicht nur am kurzfristigen Erfolg sondern vor allem an der langfristigen Kooperation mit allen Beteiligten. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

1998

1999

2000

1998

1999

2000

3


Arbeitssicherheit

Mitarbeiterkompetenz Neben den technischen und administrativen Massnahmen erhält die Kommunikation beim Umweltmanagement nach ISO 14001 grosses Gewicht. Mitarbeiterschulungen gegen innen sind ebenso wichtig wie auch eine offene Informationspolitik gegenüber Behörden und interessierten Kreisen. Die prozessorientierte Auftragsabwicklung erfolgt bereichsübergreifend. Im Zentrum steht der Kunde, der rasch und in guter Qualität beliefert sein will. Dazu müssen sämtliche Abteilungen und MitarbeiterInnen am selben Strick ziehen. Gefordert wird ein Miteinander über die Bereiche hinaus. Dazu bietet das neu eingeführte Produktionsplanungssystem sowie das Doku-Programm die besten Voraussetzungen.

Stör- und Notfälle

1998

1999

2000

Speziell geschult wurde der Sicherheitsdienst in den Bereichen: psychiatrische Notfälle, medizinische Notfallsituationen, Kontrolle und Hilfestellung im Bereich Arbeitssicherheit sowie der Umgang mit gefährlichen Gütern und deren Sofortmassnahmen in den Bereichen Druckerei und Lager. Die Schulung und entsprechende Beschriftung «Evakuation im Notfall» hat sich in einem Ernstfall bereits bewährt. Im Bereich Gebäudesicherheit «Stör- und Notfälle» wurden sämtliche Aussentüren speziell über eine elektronische Schliessanlage gesichert. Controlling Die durchgeführten «rollenden Audits» in allen Bereichen, ausgeführt durch die Ressortleiter, haben sich sehr gut bewährt. So konnten die in einem Massnahmenkatalog festgehaltenen Schwachstellen fortlaufend korrigiert und auf deren Wirksamkeit überprüft werden. Um die Früherkennung von Schwachstellen optimieren zu können, haben wir – als Pilotprojekt mit der Firma Impos – ein «Cockpit-Programm» entwickelt. Abweichungen der vorgegebenen Kennzahlen, positiv wie negativ, werden mittels optischer Signalisierung angezeigt, so dass sofort reagiert werden kann. Wir sind überzeugt mit diesem Programm den administrativen Aufwand um einiges reduzieren und somit die frei werdenden Ressourcen anderweitig einzusetzen zu können. Das am 18. August 2000 durchgeführte externe Überwachungsaudit 9001/14001 durch die Firma SGS hat keine Korrekturmassnahmen ergeben. Ausschnitt Auditbericht Firma SGS ISO 9001/14001

Arbeitssicherheit

1998

1999

2000

«Wie bereits in den letzten Jahren gesehen, entwickelt und verbessert sich das QMS/UMS/SMS-System der Brüggli Produktion und Dienstleistungen laufend. Die in das System integrierten Anforderungen des BSV wurden im Personalbereich, in der Küche und im Wohnbereich auditiert. Die Anforderungen werden generell sehr gut umgesetzt. Die Brüggli Produktion und Dienstleistungen setzt ihr integriertes Managementsystem vorbildlich um und erfüllt alle Anforderungen zur Aufrechterhaltung des QM- und UM-Zertifikats.»


Produkteökologie Neue ökologische Kriterien wurden in der Lieferantenbewertung/Lieferantenbeurteilung eingebaut und neu gewichtet. Die im Entwicklungsablauf vorhandene UmweltCheckliste kam im neuen Entwicklungsprojekt «Leggero Quattro» bereits zur Anwendung. Dank der konsequent durchgeführten Lieferantenbewertung und einer guten Wareneingangskontrolle konnte eine gute Qualität der Zulieferungen erreicht werden. Das Thema «Produktehaft» wurde uns durch einen, auf diesem Gebiet spezialisierten Juristen, vermittelt. Ferner wurde unsere gesamte Produktepalette in Zusammenarbeit mit diesem Rechtsanwalt analysiert und wo nötig entsprechende Änderungen resp. Anpassungen eingeleitet, um dem Kunden eine optimale Sicherheit zu gewährleisten. Energie und Stromdatenerfassung Der erhöhte Treibstoffverbrauch wurde durch die mangelnde Lagerkapazität im Brüggli (Transporte ins Aussenlager) verursacht. Ab September 2001 können sämtliche Aussenlager aufgelöst werden, da intern im 2. UG ca. 1300 m 2 Lagerfläche hinzugemietet werden. Ein weiterer Verursacher war die erhöhte Aussendienstaktivität unseres Verkaufes. Die Erhöhung der Stromkosten bzw. des Stromverbrauches konnte dank dem installierten Spitzenstrommanager und der Blindstromanlage trotz erhöhter Aktivität im Produktionsbereich (Schutzgas-/Punktschweissen und erhöhter Auslastung der CNC-Maschinen) im Rahmen gehalten werden. Der Heizölverbrauch kann wegen der zentralen Heizungsanlage nicht beeinflusst werden. Im Jahr 2001 wird diese Thematik mit Fachpersonen angegangen.

Energieverbrauch

1998

1999

Aussichten 2001 • • • • • • •

Durchführung interner/externer Audits Förderung/Schulung Feedbackkultur Sicherheit im Wohnbereich Ökologie im Hausdienstbereich Erhöhung der Fachkompetenz im Sicherheitsdienst Evaluation Energieeinsparung durch Solarenergie Überprüfung der Lagersituation (Aussenlager)

Die Brüggli Produktion- und Dienstleistung ist – wie schon berichtet – mit den beiden Zertifikaten ISO 9001/ ISO 14001 zertifiziert. Die Leistungen, die damit verbunden sind, bilden die Grundlage für das Total Quality Management TQM, welches den MitarbeiterInnen eine möglichst hohe Sachkompetenz, Entscheidungsfindung und ein grosses Mitspracherecht zugesteht. Heidi Leitner / Luigi Berini Leiterin / Leiter Qualität und Umwelt

2000

5


Bildung Das Jahr 2000 prägte den Bildungsbereich im Brüggli mit einer Vielfalt von Ereignissen und Bewegungen. Schlagwörter dabei waren u.a. Schlüsselqualifikationen, Kompetenzen, Förderplanung und Berufsagogik. Ausbildungen Mit Stolz und Freude durften unsere AusbildnerInnen 15 MitarbeiterInnen nach erfolgreicher Ausbildung entlassen. Neun davon haben einen BBT-Fähigkeitsausweis und sechs ein Zertifikat SIZ entgegennehmen dürfen.

Erfolgreiche Abschlüsse 1 CNC-Operator

BBT-Anlehre

2 Jahre

1 Qualitätskontrolleur

BBT-Anlehre

2 Jahre

1 Lagerist (mit Diplom)

BBT-Lehre

3 Jahre

1 Offsetdrucker

BBT-Lehre

4 Jahre

1 Druckausrüster

BBT-Lehre

2 Jahre

4 Büroangestellte (2 mit Diplom)

BBT-Lehre

2 Jahre

6 Informatik-Anwender SIZ (Schweiz. Informatiker-Zertifikat)

Im August hiessen wir erneut 20 Auszubildende in unserem Betrieb willkommen. Während den nächsten 2-4 Jahren werden sie sich das nötige Rüstzeug holen, um in der freien Wirtschaft ihren Platz zu finden. Nebst einem ausgewiesenen fachlichen Können werden sie in der Berufsschule und am Arbeitsplatz Gelegenheit haben, ihre Sozial-, Methoden und Selbstkompetenz zu reflektieren und zu festigen.

Um möglichst viel über Betrieb, Personen, Produkte, Räumlichkeiten etc. zu erfahren und gleichzeitig erste Erfahrungen zu machen, wurden die Lehrlinge mit der Aufgabe empfangen, sich in den ersten Wochen «selbständig» kundig zu machen. Das hiess, Anschlagbretter studieren, die Brüggli-Hompage durchstöbern, Prospekte lesen, Termine mit Vorgesetzten aushandeln, einen Fragenkatalog zusammenstellen, sich Produkte und Produktionsabläufe erklären lassen usw. In manchen Bereichen waren auch kleine Tätigkeiten auszuführen, welche bleibende Erinnerungen hinterliessen. Förderplanung «Es besteht für jede Person eine individuelle Förderplanung. Die Überprüfungsperiode ist festgelegt». Dies ist eine der qualitativen Bedingungen für Institutionen, welche einen Leistungsvertrag mit dem Bundesamt für Sozialversicherung eingehen.

Internes Schulungsprogramm 2000 für alle MitarbeiterInnen Datum

Thema / Lektion

Referent/en

20. Juni 2000

Jahresbericht und Jahresrechnung 1999

K. Fischer

EKAS Richtlinien

E. Heule

19. September 2000

05. Dezember 2000

Evakuation mit Sicherheitsdienst

R. Stutz

Einführung in Schlüsselqualifikationen

L. Berini

Allgem. Betriebsinfos/Personelles

E. Heule/H. Leitner

Vorstellung neue Homepage

K. Fischer

Vorstellung Virtuelle Werkstätte Ostschweiz VWO

A. Hungerbühler

GFK-Arena mit den RessortleiterInnen

E. Gregorini

Auswertung MitarbeiterInnen-Umfrage

K. Fischer

Grundlagenreferat zum Thema HIV/Aids

D. Bruttin

Standorte zum Thema HIV/Aids

Aids-Hilfe Thurgau


AGOGIS, ein Aus- und Weiterbildungsinstitut im Sozialbereich, hat im Eilzugstempo die Anliegen aus diesem Workshop in einen Modul-Lehrgang Arbeitsagogik umgesetzt. Die Ausbildung wird mit ca. 70 Ausbildungstagen in 3-5 Jahren mit einem Zertifikat (später Diplom) abgeschlossen. Im ersten Lehrgang ab Mai 2001 werden bereits zwei Bereichsleiter vom Brüggli dabei sein. Erich J. Heule, Leiter Bildung

Soziales

Eine Arbeitsgruppe von INSOS Ostschweiz befasst sich mit diesem Hauptthema. Dabei geht es um Fragen von Grenzen und Möglichkeiten der Förderplanung. Die Meinung herrscht vor, dass auch MitarbeiterInnen mit einer Behinderung nach dem Normalitätsprinzip Fortbildung erfahren sollen. Hierbei gehen die meisten Teilnehmer der Arbeitsgruppe davon aus, dass Förderung erwünscht ist, nicht aber gegen den Willen einzelner verordnet werden soll. Jede Institution sucht sich ihren eigenen Weg. Der Austausch von Erfahrungen wird im September 2001 an einer Tagung im Brüggli weitergeführt. Aus- und Weiterbildung Kader In der Ausbildung zum Systemischen Berufsagogen, zur Systemischen Berufsagogin besuchten wir folgende Workshops: • Berufs- und Lebensplanung Peter W. Gester, IGST Heidelberg Ulrich Clement, IGST Heidelberg • Soziale Sicherheit, Sozialversicherungen Gertrud E. Bollier, gebo Pfaffhausen • Grundlagen zu Psychopharmaka Markus Hauser, Schule für Pflegeberufe, Münsterlingen Als Abschlussarbeit dieser Ausbildung wollen wir gemeinsam eine Dokumentation als Nachschlagewerk zusammenstellen. Eine interne Lerngruppe hat dazu in aufwändiger Arbeit Struktur und Inhalte gestaltet. Alle AusbildungsteilnehmerInnen erhielten ein Thema für diese Dokumentation zugeordnet, welches sie in einer Einzelarbeit so bearbeiten, dass eine praxisnahe Beschreibung jederzeit hilfreich konsultiert werden kann. Ein Seminar «Beobachten und Berichten» im Januar 2001 soll uns zur professionelleren Berichterstattung verhelfen. Die Zertifizierung ist im Rahmen des Kaderseminars im Mai 2001 vorgesehen. Im Sinne einer ständigen Verbesserung und Reflektion in unserer agogischen Tätigkeit sollen weitere Module als Weiterbildung ergänzend zu dieser Ausbildung folgen. An einem INSOS-Workshop im Februar 2000 wurde ein Profil für «Arbeitsagogik» ausgearbeitet. Als Fachleute sind ArbeitsagogInnen an der Verbindungsstelle zweier unterschiedlicher Welten zu Hause. Sie kennen sich in der Welt der Wirtschaft genauso aus wie in der Welt der Begegnung und der sozialen Unterstützung.

Dank unseren Kunden und Auftraggebern, die uns auch dieses Jahr ihr Vertrauen geschenkt, die Treue gehalten, ihre Aufträge an uns vergeben und unsere Produkte gekauft haben, ist es uns wieder gelungen, unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sinnvolle, abwechslungsreiche Arbeiten zu übertragen, mit denen sie sich identifizieren und stolz darauf sein können. Dadurch wird es uns immer wieder ermöglicht, unsere Aufträge, die uns seitens der IV übertragen werden, wahrzunehmen. Das kann sein: Berufliche Massnahmen im Sinne einer Abklärung, eines Arbeitstrainings, einer Ausbildung, einer Umschulung durchzuführen und geschützte Dauerarbeitsplätze anzubieten. Damit wir all den Aufgaben, die sich uns sowohl im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Bereich stellen, gerecht werden können, sind wir auf regen Austausch und eine enge und gute Zusammenarbeit mit all unseren «Partnern» und deren Rückmeldungen angewiesen. Im kommenden Jahr ist deshalb unter anderem ein kantonsübergreifender IV-Apéro geplant, da der mit der IV-Thurgau dieses Jahr durchgeführte wiederum ein voller Erfolg und auch das Echo darauf durchwegs positiv war. Für die gute Zusammenarbeit ein herzliches Dankeschön an alle unsere «Partner». Die im Herbst durchgeführte Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenbefragung hat uns gezeigt, dass wir mit unserem «Schiff» auf dem richtigen Kurs sind. Nur einige wenige Punkte wurden durch unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als eher negativ bewertet oder zumindest mit einem Wunsch zur Veränderung beschrieben. Auf einen Teil davon konnte, mit bereits noch in diesem Jahr eingeleiteten Veränderungen, eingegangen werden. Unser Ziel ist es, durch jährlich durchgeführte Befragungen, rasch und gezielt allfällig nötig werdende oder gewünschte Änderungen oder Verbesserungen vornehmen zu können.

Personalbestand 1987 bis 2000

7


Durch diese Massnahme wird sicher der ohnehin schon hohe Zufriedenheitsgrad unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch steigen. Dass wir mit unseren Ausbildungs- und Arbeitsplatzangeboten richtig liegen, zeigt die hohe Nachfrage in diesem Jahr. Total 412 Personen haben um einen Platz nachgefragt. Diese Zahl setzt sich aus Nachfragen nach Abklärungs-, Ausbildungs-, Arbeitstrainings- und Schnupperplätzen und nach Dauerstellen zusammen. Vielen Anfragen um einen Platz konnten wir dank unserem vielfältigen Angebot und der Flexibilität der Kadermitarbeiter und -mitarbeiterinnen entsprechen und eine Platzierung vornehmen. Die für uns mit dem Aufenthalt unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbundenen, vielseitigen, anspruchsvollen Aufgaben forderten einen engagierten Einsatz aller Kadermitarbeiter und -mitarbeiterinnen. An dieser Stelle geht der Dank speziell an sie. Die vom ganzen Brüggli-Kader bereits im letzten Jahr begonnene Ausbildung zum systemischen Berufsagogen hatte auch in diesem Jahr ihren festen Platz. Die damit gewonnenen Erkenntnisse, der Austausch untereinander, geben uns allen mehr Sicherheit und Professionalität im Umgang mit unseren Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und unseren «Partnern» und in der Erfüllung der vielseitigen, anspruchsvollen Aufgaben.

Im Wissen, dass alles einem steten Wandel unterliegt, sind wir uns der Verantwortung bewusst, dieses in unseren Prozessen immer wieder neu zu überdenken und in unser Handeln einfliessen zu lassen. Trotz erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt gelingt es erfreulicherweise vielen unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus einer beruflichen Massnahme auf die eine oder andere Art wieder Fuss zu fassen. Sei dies mit einer Stelle in der freien Wirtschaft, mit einer internen oder externen weiterführenden Massnahme oder einem internen oder externen geschützten Arbeitsplatz. Damit unsere austretenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich besser auf dem Arbeitsmarkt bewerben und wir sie dabei besser unterstützen können, wurde ein Bewerbungsschulungskonzept erarbeitet. Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird die Gruppe der austretenden Lehrlinge im Hinblick auf ihre Stellensuche durch einen Kadermitarbeiter und eine Kadermitarbeiterin geschult werden. Sollte sich dies bewähren und gewünscht werden, ist geplant, weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich im Prozess der Aussenorientierung befinden, mit einer Bewerbungsschulung darin zu unterstützen. Elisabeth Mayer, Leiterin Soziales

PR/ Kommunikation

Unsere Plätze waren in diesem Jahr folgendermassen besetzt: Abklärung

Arbeitstraining

Ausbildung

Dauer

Januar

29

17

63

107

Schnuppern 2

Februar

33

20

62

111

7 5

März

38

19

61

112

April

37

22

64

108

-

Mai

41

20

62

105

2

Juni

44

17

57

105

3

Juli

40

13

51

105

3

August

32

12

67

109

-

September

39

10

65

113

1

Oktober

44

09

66

111

3

November

50

07

66

119

1

Dezember

47

06

62

117

3

Durchschnitt pro Monat

39,5

14,3

62,1

110,1

2,5

Eine Zielsetzung im vergangenen Jahr war, das Corporate Design in allen Bereichen, also nach innen und aussen, weiter umzusetzen und fertigzustellen. Dies konnte im Wesentlichen realisiert werden und kann zum heutigen Zeitpunkt als abgeschlossen betrachtet werden. Zumal wir aus Sicht des Kunden und Lieferanten, bezüglich der Philosophie gegenüber dem neuem Auftritt, eine gute Note und ein positives Echo erhalten haben. Aus der Perspektive der Firma Brüggli konnten wir ein Auseinanderdriften unserer verschiedenen Center im Auftritt nach innen und aussen verhindern, ja sogar die Werbemittel und Auftritte zusammenführen und vereinheitlichen. Es ist mir jedoch bewusst, ein Corporate Design bleibt ein flexibles Gebilde, welches immer kritisch durchleuchtet werden will, sich stetig wandelt und den neuen Gegebenheiten und veränderten Entwicklungen angepasst werden muss.


Krisenmanagement Bericht Beobachter

Betriebsanlass Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äusserten den Wunsch, wieder einmal im Rahmen der Abteilung einen Betriebsausflug zu erleben. Die Begründung liegt auf der Hand. Es gebe doch im kleinen Rahmen mehr Ausflugsmöglichkeiten, die Abteilungen seien flexibler und es lasse auch eine branchenspezifische Exkursion zu. Diesem Wunsch wurde dieses Jahr entsprochen und so ging jede Abteilung ihren eigenen Weg und gestaltete ihren Ausflug ganz individuell. Über die einzelnen Ausflugsziele ist einiges in der Hauszeitung zu lesen. Hauszeitung Auch diese hat sich im zweiten Erscheinungsjahr gefestigt und verwurzelt, ja kaum mehr von unserer Medienkultur im Brüggli weg zu denken. Sie hat sich zu einem wichtigen Informationsträger und Sprachrohr der einzelnen Center etabliert. Ein «Dank» gebührt unseren beiden Lehrlingen der Druckvorstufe. Haben sie doch im Berichtsjahr die Redaktionsleitung übernommen, leisten die grösste Arbeit bezüglich Produktion und haben die Gestaltung und das Erscheinungsbild mit viel Engagement und Einsatz in ein gefälliges und originelles Konzept eingebettet.

Ein ereignisreiches und bewegtes Erlebnis war der negative und wohl schlecht recherchierte und diffamierende Bericht des Beobachters letzten Frühling. Galt es zu diesem Anlass wieder einmal unser Krisenmanagement unter Beweis zu stellen. Zu diesen Massnahmen sind zu zählen: – Analyse und Auswertung des Berichts – Aufklärungs- und Erläuterungsmeetings intern/extern – Informations- und Auskunftsveranstaltungen bei den verschiedenen Behörden und Ämter sowie dem Vorstand, Kunden und Lieferanten – Gegenbericht erstellen – Presseinformation vorbereiten – Rechtslage abklären und mögliche Strafklagen vorbereiten Nach anfänglicher Niedergeschlagenheit, Unverständnis und Wut, wächst immer mehr die Erkenntnis, dass solch ein Ereignis eine Firma und einzelne Personen auch reifer und abgeklärter erscheinen lassen und durchaus eine positive Lebenserfahrung daraus gewonnen werden kann. Ebenfalls hat es uns als Brüggli deutlich gemacht, dass unser Kommunikationskonzept mangelhaft und ungenügend ist und überdacht werden muss. Somit haben wir uns im kommenden Jahr zum Ziel gesetzt, ein neues Kommunikationskonzept – ausgerichtet auf Mittel- und Langfristigkeit – zu erarbeiten. Dabei können wir auf Hilfe von einem externen Berater zurückgreifen und uns begleiten lassen. Alois Schütz, Leiter PR/Kommunikation

Organigramm der Brüggli-Hauszeitung «Unterwegs»

9


C

Jahresberichte aus den Centern Industriecenter

Lohnarbeit

Die Akzeptanz unserer Produkte auf dem Schweizer wie auch Europäischen Markt ist ungebrochen. Dank dieser Situation waren die 120 Mitarbeiter des Industriecenters, in den Dienstleistungsbereichen Verkauf, Technisches Büro und den Produktionsbereichen Textil, Montage und Mechanik voll beschäftigt. Auch die budgetierten finanziellen Ziele konnten erfüllt werden. Neben der Akzeptanz unserer Eigenprodukte spielte die virtuelle Vernetzung (Virtuelle Fabrik Euregio Bodensee / Virtuelle Werkstatt Ostschweiz) in der erfolgreichen Aquisition im Lohnarbeitsbereich eine wichtige Rolle. So sind wir heute in der Lage nicht nur die für unsere sozialen Aufgaben wichtige Voraussetzung der Vollauslastung mit abwechslungsreicher, interessanter Arbeit zu erfüllen, wir sind in der Situation, Arbeiten aus dem Prozessablauf an andere Firmen weitergeben zu können. Die Einführung des neuen Produktionsplanungssystems eröffnet uns die Möglichkeit früh Überkapazitäten zu erkennen und Mass nahmen im Outsourcingbereich einzuleiten. Die ganze Umstrukturierung des Systems hat von allen MitarbeiterInnen sehr viel Geduld, Verständnis und Einsatz gefordert. Das neue System bietet unseren Lehrlingen eine wichtige Plattform auf dem Weg der beruflichen Eingliederung.

Entwicklung

Das Modell Twist der Leggero-Linie wurde durch die TüV Product Service Stelle, München, nach der Norm der STVZO § 62 geprüft und zertifiziert. Erstmalig verwenden wir eine Bedienungsanleitung mit produktehaftungsrelevanter redaktioneller Überarbeitung in fünfsprachiger Ausführung. Die Bauartprüfung der becco®-Anhängerkupplung ist soweit fortgeschritten, dass 90 % der Kriterien erfüllt sind. Das überarbeitete PU-Gelenk ist nun mit integriertem Stahldrahtseil erhältlich und für die Produktion und den Verkauf ab 2001 freigegeben. Die in diesem Jahr entwickelte becco®-Nabenkupplung konnte der laufenden Prüfung angehängt werden und ist ebenfalls ab 2001 erhältlich. Als Kupplung bietet das becco®-System nun eine breite Einsatzmöglichkeit wie sie kaum von einem Bauart geprüften System abgedeckt wird. Verkauf Der Leggero SunLiner wurde erfolgreich in drei verschiedenen Varianten, – Comfort, die Anhängerliege – Siesta, die Liege mit Sonnensegel – Solo, die praktische Designer-Liege im Schweizer Markt eingeführt. Im Jahr 2001 ist die Markteinführung Europa geplant. Neben dem erfolgreichen Verkauf des Leggero Twist, hat die bewährte Classico Linie nach wie vor eine gute Marktakzeptanz.

1,0% 1,5% 2,0% 4,0%

Neu konnte dieses Jahr neben dem Vertrieb mit der Firma Slittino auch ein Produktionsabkommen getroffen werden, so dass ab September 2000 mit der Schlittenproduktion begonnen werden konnte.

1,0%

5,5%

Schweiz

42,0

Deutschland

43,0

Niederlande

5,5

Dänemark

4,0

Österreich

2,0

Frankreich

1,5

Norwegen

1,0

Diverse

1,0


Handelsprodukte Der «Slittino» wird schon im zweiten Jahr von uns vertrieben, dieses Jahr wurde das bestehende Modell um ein neues Modell «Slittino Veloce» (1-Sitzer) ergänzt und auch farblich erweitert. Trotz respektablem Erfolg – konnten doch weit über 5000 «Wetzer» Boards alleine in der Schweiz verkauft werden – wird der Vertrieb im nächsten Jahr wieder die Firma Wetzer übernehmen. Nach wie vor werden die nun schon berühmten «Freitagtaschen», die in einer ansehnlichen Stückzahl in unserer Textilabteilung produziert werden, erfolgreich verkauft. Aussichten 2001 Im folgenden Jahr wird das bestehende Leggero Programm beibehalten und um eine Sonderversion Leggero Classico Edition 2001 und einigen Farbvarianten erweitert. Gemeinsamer Marktauftritt «Flyer Powerbike und Leggero Twist». An den Herbstmessen 2001 wird die neue Anhängerfamilie «Leggero Quattro» vorgestellt.

Ausbildung Um den laufenden Ausbildungsanforderungen gerecht zu werden, wurde für die Bereiche Montage und Mechanik ein Ausbildungsleiter im Vollpensum rekrutiert und auch die entprechenden Anpassungen im Maschinenpark für das Jahr 2001 budgetiert und geplant. Neben Vermittlung von Fachkompetenz hat uns dieses Jahr stark die Bewusstmachung, Förderung und Auswertung der Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenz beschäftigt. Ein entsprechendes Konzept wird im nächsten Jahr erarbeitet. Die positive Akzeptanz im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Markt gibt uns Mut und Zuversicht, auch das nächste Jahr mit dem eingeschlagenen Kurs weiterzufahren, um das Ziel einer Balance zwischen unseren sozialen wie auch wirtschaftlichen Aufgaben anzustreben. Luigi Berini, Leiter Industriecenter

11


Druckerei Das Geschäftsjahr 2000 durchlebten wir mit zwei ganz unterschiedlichen Sicht- und Erfahrungsweisen! Im Bereich der Produktion-, Kunden- und Auftragsseite erfuhren wir ein ausgeglichenes und geordnetes Berichtsjahr. Wir waren durchwegs ausgelastet und die Auftragsbücher waren prall gefüllt. Ein leichter Zuwachs konnte im Jahresumsatz «Produkte» realisiert werden. Jedoch zeigt sich klar, wir sind bei der Auslastung bezüglich Maschinen wie Personal an einem Punkt angelangt, der einen quantitativen Zuwachs und qualitative Verbesserung kaum mehr zulässt. Dieser Umstand bewog uns im vergangenen Jahr nach Lösungen und Entwicklungsszenarien zu suchen, um den Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein und gleichzeitig dem gestiegenen Auftragsvolumen und den gesteigerten Bedürfnissen der Kunden bezüglich der Produktqualität Rechnung zu tragen. Mit diesem Anforderungsprofil und Vorgabe besuchten wir im Frühling die DRUPA in Düsseldorf, die weltgrösste Ausstellung für Drucktechnologie. Das Resultat war der Entscheid, für das kommende Jahr eine Vierfarben-Druckmaschine des Typs Heidelberg anzuschaffen, welche neben der Ausbildungsqualität unserer Lehrlinge ebenfalls eine quantitative vor allem aber qualitative Verbesserung bringen wird. Zum Produkte-Umsatzgefüge der Druckerei im vergangenen Jahr sehen sie untenstehend ein Diagramm, welches Ihnen einen Einblick in unsere Kundenstruktur gibt. Wir teilen den Kundenstamm in A-, B- und C-Kunden auf. Daraus ersehen Sie, dass das Potential einiger Kunden, sogenannte A-Kunden, die Hälfte des ProdukteUmsatzes ausmachen. Auf den Kundenservice und die Kundenpflege wollen wir im kommenden Jahr vermehrt unser Augenmerk richten und unsere Kräfte dafür einsetzen, ist dies doch unser wichtigstes Kapital in Bezug auf die Produktwertschöpfung und die täglichen Arbeiten.

Produkte-Umsatz ca. Fr. 1’300’000

Wesentlich weniger stabil lief das Geschäftsjahr aus Sicht der Kader- und Führungspersonen ab. Der neue Leiter der Druckvorstufe verliess uns nach acht Wochen in der Probezeit wieder. Somit war Frau Burkhard mit der Leitung dieser technisch sensiblen Abteilung über längere Zeit allein. Nach den Sommerferien konnte die vakante Stelle jedoch wieder erfolgreich besetzt werden und die Druckvorstufe wurde auch gleichzeitig mit neuen Ideen beseelt. Zum zweiten musste die Leiterstelle Ausrüstservice ebenfalls neu besetzt werden, da uns die langjährige Leiterin Frau Karin Mäder auf Mitte Jahr verliess. Zu guter Letzt entschied sich Herr Heule, Leiter Ausrüstservice und Heliografie und Mitbegründer und Baumeister der Druckerei, intern eine neue Herausforderung anzunehmen. Dies führte zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung und Neuorganisation der Druckerei. Also nochmals Turbulenzen, Unsicherheiten für viele Mitarbeiter und zudem viele Stunden Einsatz der Leiter für die neue Planung. Jedoch, jede Veränderung ist auch eine Chance! Unter diesem Motto nahmen wir die Herausforderung an. Nach gemeinsamen und ausführlichen Gesprächen und verschiedenen Szenarien entschieden wir uns für unten gezeigte Neuausrichtung. Mit dieser Neuorganisation hoffen wir, eine gute, verlässliche, kompetente und schlagkräftige Abteilung konzipiert zu haben und für die neuen und zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen gerüstet zu sein.

585’000 Fr.

Marketing/AVOR/Sachbearbeitung Druckerei 165’000 Fr.

2 Kaderstellen

Vorstufe und Plottservice 550’000 Fr.

2 Leiter

Druck 2 Leiter A-Kunden über Fr. 50’000 pro Jahr B-Kunden über Fr. 10’000 pro Jahr ca. 250 Kleinkunden unter Fr. 10’000 pro Jahr

Ausrüstservice (Druckausr./ Ausrüstserv./Heliografie) 3 Leiter


Informatik

Mit Genugtuung erlebten wir das vergangene Jahr im Hinblick auf unsere Mitarbeiter. Zwei Lehrlinge konnten ihre Prüfung mit Erfolg abschliessen und ihr Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen. Im Druckbereich war es insgesamt der dritte Lehrling der als Offsetdrucker abgeschlossen hat. Im Druckausrüsten, welches ein junger Berufsstand ist, konnte der erste Lehrling seine 2-jährige Ausbildung abschliessen. Beide fanden nach kurzer Zeit eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt und konnten somit erfolgreich eingegliedert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch sechs weitere Lehrlinge in Ausbildung. 2 Lehrlinge Druckvorstufe (Polygraf 4 Jahre) 3 Lehrlinge Druck (Offsetdrucker 4 Jahre) 1 Lehrling Druckausrüsten (Druckausrüster 2 Jahre)

Ausblick Es gilt nun, im kommenden Jahr, die vollzogenen Schritte der Umstrukturierung setzen zu lassen, Erfahrungen zu sammeln und eventuell Korrekturen einzuleiten. Als weiteres die neuen Maschinen und Geräte (Schneidmaschine/Druckmaschine/Colormanagement) kennen zu lernen und die ersten Erfahrungen zu machen. Es wird sich ebenfalls zeigen, ob die neue Weichenstellung in der Organisation der Druckerei die Erwartungen erfüllen und vor allem die Klienten und Mitarbeiter sich damit zurecht finden und die gewohnte Arbeitssicherheit wieder gewonnen werden kann. Alois Schütz, Leiter Druckerei

Im Jahr 2000 wurden in der Brüggli-Informatik die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft in verschiedener Hinsicht gestellt. Das schnell wachsende interne Netzwerk musste nicht zuletzt aus Performance-Gründen einem Redesign unterzogen werden. Sämtliche Netzwerk-Komponenten (Switches, Netzwerkkarten, PrintServer) wurden umgestellt auf Fast-Ethernet (100MB) im Benutzer-Bereich und auf GigaEthernet (1000MB) im Backbone-Bereich. Die Einführung von verschiedenen Softwaren im ganzen Betrieb, z.B. PPS, erforderte den Austausch von ca. 30 PCs. Dazu kamen noch einige Umstellungen und Reorganisationen in den Profitcentern dazu, die IT-mässig von der Informatik zu bewerkstelligen waren. Die «netagentur» wandelte sich im Rahmen unserer angestrebten Nischenpolitik vom reinen ISP (Internet-Service-Provider) zum ASP ( Application-Service-Provider). Mit unseren selbstentwickelten Internet-Tools, wie Shopping-Lösungen (E-Commerce), Projekt-Management, Forum, Mailinglist, Postkarten, Gästebuch, Real-Audio/ Video, usw. konnten wir uns auf dem heissumkämpften Markt klar positionieren. Dank dem Baukasten-Prinzip ist eine rege Nachfrage zu verzeichnen und im BrüggliRechenzentrum laufen zur Zeit immerhin schon an die 1’100 www-Adressen. Der Dial-Access-Bereich (Einwählen via Modem und/ oder ISDN ins Internet) wurde von uns kostenpflichtig weitergeführt. Dies erfolgte mehr im Rahmen eines kompletten Internet-Angebotes für KMU, mit SMS und Fax via Mail, wie als zukunftsträchtiger Markt. Die Einführung des neuen Mail-Server stiess auf grossen Zuspruch, da nun die Domain-Inhaber via Browser selber in der Lage sind für ihre Domain neue Postfächer usw. zu eröffnen und/oder zu administrieren. Dies entspricht auch den allgemeinen Tendenzen, dass die ISP mit neuen Systemen und Applikationen die ganze Administration zum Kunden verlagern, um Kosten zu sparen. Die grossen Carrier rüsten sich neu im Standleitungsbereich mit ADSL (Standleitungen über 2-Draht-Kupferleitungen). Eine dieser xDSL-Technologien verwenden wir schon bald 2 Jahre für Standleitungen hier in Romanshorn mit grossem Erfolg.

13


Da Romanshorn und auch andere Ostschweizer-Gegenden, die nicht zu den Grossagglomerationen zählen, für die grossen Carrier nicht interessant sind, darf hier noch einiges erwartet werden. Dies führte auch dazu, dass in Appenzell ein PoP (Point of Present) für diesen Zweck eröffnet wurde, der von der Wirtschaftsförderung des Kantons Appenzell I.Rh. für die Neuansiedlung von IT-Firmen als Wettbewerbsvorteil verwendet wird. Unsere Standleitung in Romanshorn wurde auf Grund des regen Zuwachses im Hostingbereich von 512kB auf 1MB Bandbreite erhöht, der nächste Update steht schon wieder in der Warteschlange. Im Jahr 2000 konnten mit namhaften Firmen der ITBranche interessante Partnerschaften im Internet und Ausbildungsbereich eingegangen werden. Auch diverse sehr interessante Projekte konnten umgesetzt werden, wie z.B für das Bundesamt für Gesundheitswesen oder für das Amt für Jugend- und Berufsberatung des Kantons Zürich. Ein Verzeichnis über die Sites und Shops, die durch uns realisiert oder bei uns gehostet werden, ist unter unserer Internetseite http://www.netAgentur.com in der Referenzliste zu finden. Das Soziale-Netz «www.sonet.org» erfuhr ein komplettes Redesign und wandelte sich von der reinen SuchDatenbank zur Sozialen-Plattform mit Redaktionssystem, das intern und extern mit entsprechenden redaktionellen Beiträgen gepostet wird. In der nächsten Phase folgt nun die internationale Ausrichtung auf den ganzen europäischen deutsch-sprachigen Raum, mit DE und AT. Die in unserer Abteilung angebotenen Ausbildungen zum Informatik-Anwender SIZ (Schweizerisches Informatik Zertifikat), Office-Supporter SIZ, PC/LAN-Supporter SIZ, und Web-Publisher SIZ erfreuen sich weiterhin reger Nachfrage und sind die wichtigste Stütze, um den Puls des Marktes zu spüren. Das ganze Angebot ist nach wie vor in der Schweiz einmalig. Der Stellenwert dieser beruflichen Massnahmen ist immer noch hoch, da solche Fachpersonen sehr gesucht sind. Dies schlägt sich auch in unserer Wiedereingliederungsstatistik zu Buche. Fast alle Absolventen konnten in der freien Wirtschaft platziert werden. Nur dank den von uns angebotenen Dienstleistungen (Internet, Support, Netzwerk) haben die Auszubildenden ein optimales, mit modernster Technik eingerichtetes Lernfeld zur Verfügung. Dieses Umfeld erleichtert unseren Auszubildenden die erfolgversprechende Absolvierung des Abschlusses. Die Nachfrage ist weiterhin sehr rege, so konnten auch in der Informatik vermehrt Arbeitsplätze für Dauerbeschäftigte geschaffen werden, wie z.B. die eigene Telefonzentrale für die Informatik. Personell konnte das Ausbildungs-Team mit Ezio Gregorini verstärkt werden. Die Stelle im InformatikBetrieb konnte leider noch nicht besetzt werden, Diese Vakanz im INF-Betrieb brachte allen eine grosse Mehrbelastung und verlangte einiges ab bezüglich Betreuung, Support und Tagesgeschäft. Wie eingangs erwähnt, sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Strategie ASP (Application-Service-

Provider), Vermarktung der eigenen Tools und Applikationen, Verlagerung der Administration zum Benutzer, konsequenter Ausbau der technischen Infrastruktur, Partnerschaften mit IT-Firmen und Carriern und Konzentration auf die Kernkompetenzen sind darum die Schwerpunkte fürs folgende Jahr. Reto Fuchs, Leiter Informatik

Gastronomie Dieser vorliegende Jahresbericht unserer Gastronomie legt ein beeindruckendes Zeugnis davon ab, was dank dem grossherzigen und grosszügigen Einsatz jedes einzelnen Mitarbeiters und jeder Mitarbeiterin für unser Cafiti hat geschaffen und bewirkt werden können. Der Dank gebührt vorab unserer Kundschaft, die unser Angebot schätzt und auch rege Gebrauch davon macht. Qualitätssicherheit hat für den Gastrobereich einen sehr hohen Stellenwert. Dank unseren motivierten Mitarbeiter/innen, die unseren Stellenwert betreffend hygienischem und prozessorientiertem Arbeiten zum Wohle aller kennen und leben, haben wir unsere Qualität beibehalten können. Als kleines Beispiel sei hier nur erwähnt, dass zur Herstellung der Sandwiches mit Gummihandschuhen gearbeitet wird. Unsere Produkte wurden als den Vorschriften entsprechend sauber und korrekt identifiziert. Ende Jahr wurde uns dies durch die Lebensmittelkontrolle des Kanton Thurgau bestätigt. Im Jahr 2000 haben wir, trotz Millenium-Bugs, im Restaurationsbetrieb etliche Verbesserungen durch das aktivieren unserer Ressourcen erreicht. Durch eine neu geschaffene Stelle – eines sogenannten «SPRINGERS» – sind wir nun in der Lage, unsere Einkäufe in eigener Regie zu koordinieren. Dies geschieht seit April des Jahres 2000 und hatte zur Folge, dass unser langjähriger Hauptlieferant der Küchen- und Gebrauchsgegenstände nicht weiter berücksichtigt werden konnte. An dieser Stelle deshalb noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Familie Buhholzer, unseren Einkäufer seit den ersten Stunden des Brüggli. Ein weiterer Eckpfeiler unserer Aktivitäten im zurückliegenden Jahr betraf die regionale Förderung unseres Bekanntheitsgrades. Die Werbung für unseren Sonntagsbrunch haben wir unter anderem durch


Wohnen

das Aufhängen von Transparenten an einer nahegelegenen Bahnbrücke über die Hauptstrasse des Restaurants verstärkt. Diverse Inserate in örtlichen Zeitschriften, Veranstaltungsführern und Kalendern wirkten dahinführend, dass das Cafiti auch in Romanshorn bekannt wurde. Ferner haben wir, zum gesundheitlichem Wohle unserer Kundschaft, eine Saftzentrifuge gekauft, um damit frische Fruchtsäfte live vor unseren Gästen zu pressen. Das Angebot wird saisonal eingesetzt und rege genutzt. Unser Allrounder war des weiteren bemüht, durch einen frischen Anstrich unserer Lokalitäten seinen Beitrag zur allgemeinen Zufriedenheit unserer Kunden zu leisten. Auch der Wechsel neuer Tischplatten gehörte in diese Kategorie. Hier noch ein paar Muster, die belegen, was wir im letzten Jahr so umsetzten, um den Wünschen unserer Kundschaft gerecht zu werden. Beim Gebäck wurden 22’720 Gipfel umgesetzt. Unser selbstgebackenes Brot erreichte stolze 621 Kilogramm im zurückliegenden Jahr. Die Milchprodukte und das Fleisch haben 16 % an Gewicht zugelegt und auch der Glacekonsum, obwohl keine Coupes mehr hergestellt wurden, ist um 66 % gestiegen. Punkto Frischbohnenkaffee wurden 390 Kilo gemahlen und in flüssiger Form genossen. Des weiteren wurden 38’000 Becher von unseren Getränkeautomaten recycliert. Im kalten Getränkebereich erreichte das Naturmineralwasser den Spitzenrang mit 3436 getrunkenen Litern. Der bereichsinterne Betriebsausflug, der bei unserem Sechstage-Rhythmus jeweils an einem freien Samstag stattfindet, führte uns im September nach Chiavenna via Julierpass und Mittagessen in Castasegna. Retour wählten wir die Route über den Splügenpass nach Romanshorn. Das Personalessen am 8. Dezember rundete dieses Jahr ab. Abschliessend möchte ich noch allen Mitarbeiter/innen recht herzlich für ihre oftmals nicht einfache Aufgabe und ihr grosses Engagement danken. Die Flexibilität, den Arbeitseinsatz auch unter teilweise extremen Situationen zu erbringen, die Bereitschaft für «UNSER CAFITI» Ausserordentliches zu leisten, führten zu einem Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung, die unsere Art schätzen. Danke auch unseren heimlichen Helfern/innen im gesamten Betrieb.

Die Besonderheit der Institution Brüggli demonstriert sich auch im Bereich Wohnen. Können andere Anbieter von Wohnangeboten auf einer gewissen Konstanz, was die Dauer der Mietverhältnisse anbelangt, aufbauen, herrscht bei uns über das Jahr gesehen ein reges Kommen und Gehen. Die unterschiedlichste Herkunft und die verschiedensten Vorstellungen der BewohnerInnen verlangen vom Leiterteam oft ein grosses Mass an Einfühlungsvermögen, Improvisationstalent und Diplomatie ab. Nach dem Leitsatz «Hilfe zur Selbsthilfe» gilt es mit den BewohnerInnen fallbezogen eine möglichst optimale Lösung zu finden. Dass uns dies in der Mehrzahl gelingt, bestätigen uns die positiven Rückmeldungen aus den Austrittsbefragungen der BewohnerInnen. Unsere Arbeit wäre aber ohne die fruchtbare Zusammenarbeit mit allen zuweisenden Stellen gar nicht möglich. Wir möchten uns an dieser Stelle für das gute Zusammenspiel herzlich bedanken und hoffen natürlich auch weiterhin auf eine positive Entwicklung. Das hohe Mass an Flexibilität, Einsatz und Arbeit verdeutlichen die nachfolgenden Zahlen am eindrücklichsten. Das Ergebnis der Belegung wurde durch mehrere, krisenbedingte Abbrüche im letzten Vierteljahr 2000 knapp unter das gesetzte Ziel gedrückt.

Belegung

Frauen

Bewegungen

Austritte

Männer

Eintritte

Gesamt

Soll

Anmeldung ohne Eintritt

Gery Degen, Leiter Cafiti

15


Neben der menschlichen Seite gilt es als weiteres Kriterium des Leistungsauftrages auch die Wirtschaftlichkeit des Bereichs im Auge zu behalten. Wir freuen uns, dass uns dies auch im vergangenen Jahr gelungen ist. Die Aufrechterhaltung und ständige Optimierung der Qualität in allen Bereichen lässt sich anhand der Resultate der regelmässig stattfindenden internen und externen Audits messen. Letztes Jahr zeigten sich im Bereich Wohnen geringfügige Schwachstellen, deren Eliminierung eine Aufgabe mit grosser Priorität war. Die Überarbeitung der diversen TQM-Unterlagen harrt noch des Abschlusses und wird aus diesem Grunde als eines der Ziele für das Jahr 2001 ins Auge gefasst. Personelle Veränderungen enthalten immer auch die Chance einer Reflektion und eines Neubeginns. Durch das Ausscheiden der bisherigen Leiterin und den Gewinn von Frau Susanne Hoffmann als neue, dynamische Nachfolgerin, eröffnen sich uns Möglichkeiten, die bisherigen Strukturen und Abläufe zu überdenken und zu prüfen. Es freut uns, eine überaus kompetente Mitarbeiterin in unseren Reihen begrüssen zu dürfen. Unter diesen Voraussetzungen nehmen wir mit frischem Elan die neuen Ziele für das Jahr 2001 in Angriff, die da sind: Überarbeitung WG Konzept, Bearbeitung der TQM-Unterlagen, Erreichung einer Auslastung von 90%, und nicht zu vergessen der Abschluss der Ausbildung zum Systemischen Berufsagogen.

Lager Der Abschluss der ersten Lageristenausbildung bildet einen Meilenstein des technischen Dienstes. Mit Freuden stellt sich der frisch ausgebildete Lagerist den Herausforderungen der freien Wirtschaft. Als Optimierungsmassnahme und Ausbildungserweiterung im Lager dient die halbautomatische Wickel-Verpackungsmaschine. Einsparen von Material und qualitativ besser geschützte Versandware bringen Fortschritte für UMS und Arbeitsabläufe und berücksichtigt die Kundenzufriedenheit. Der Lagerleiter absolvierte den Agogis-Lehrgang für Ausbildner. Hausdienst Mit dem Betriebswachstum erweitern sich die Aufgaben des Hausdienstes. Stellennachfrage: 15 Personen Praktikas extern: In vier verschiedenen Betrieben Kursbesuche bei Diversey Lever

Belegung

1999

2000

Berufliche Massnahmen/Ausbildung

1

4

Dauerarbeitsplätze

5

6

Total

6

10

René Buser, Bereichsleiter Wohnen

Sicherheitsdienst Mitarbeiter-Schulung

Technischer Dienst Transport Aus dem provisorischen Chauffeurdienst entstand im Laufe des Jahres ein strukturiertes Transportwesen. Unsere Devise war, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Resultat: Drei verschiedene Teams bewältigen als eine Arbeitsgemeinschaft den enormen Anspruch der umfassenden Auftragslage des Transportwesens.

• • •

Arbeitsaufteilung: Transport (Chauffeur) Koordination (Warentransporte, Auftragsbearbeitung, Personaltransporte) Fahrzeug-Unterhalt (Reinigung der Fahrzeuge)

Im Sinne von informieren, vorbeugen und mitdenken wurden Mitarbeiter-Schulungen durchgeführt. Die Belegschaft soll die organisatorischen Abläufe des Sicherheitsdienstes kennen und sich in Notfällen richtig verhalten und unterstützend mitwirken können. Überwachung von Gebäuden und technischen Anlagen • •

Optimieren von: Brandmeldesystem / Evakuationsplan Schliesssystem Roger Stutz, Leiter Technischer Dienst


Bericht der Revisoren Als Revisoren haben wir in Ausübung des uns übertragenen Mandates die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz und Erfolgsrechnung) der Brüggli Produktion und Dienstleistung für die am 31. Dezember 2000 abgeschlossene Jahresrechnung geprüft. Für die Jahresrechnung ist der Vereinsvorstand verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilen wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes Gesetz und Statuten. Im weiteren bestätigen wir die Richtigkeit und Vollständigkeit gemäss Gliederung nach Kontenrahmen HVS. Die Abrechnung für den Wohnbereich ist separat ausgewiesen. Die Abrechnung mit der Rentenanstalt für die Altersvorsorge wurde speziell kontrolliert und für richtig befunden.

Bilanz

Bilanz per 31.12.2000 PASSIVEN

AKTIVEN Umlaufvermögen Kasse Post Debitoren Betreute Übrige Debitoren Delkredere Darlehen Verrechnungssteuerguthaben Vorräte

CHF 25’269.30 5’912.30 939’669.98 2’061’764.08 -500’000.00

2’808’382.36

Anlagevermögen 12’489’712.22

Wertberichtigung Werkstätte

-9’051’485.22

Fahrzeuge Wertberichtigung Fahrzeuge Einrichtungen Wohnheim

2’330’000.00

Rückstellungen

2’510’000.00

Transitorische Passiven

293’207.35

Total Fremdkapital

7’579’556.02

Vereinskapital

2’481’349.34

Total Eigenkapital

2’481’349.34

3’844’870.15 -1’394’696.15 9’908’601.53 -8’573’271.53 110’002.70 -101’698.70 176’052.75

Wertberichtigung Wohnheim

-155’564.75

Total Anlagevermögen

7’252’523.00

Bilanzsumme

1’595’912.39

Hypothekarschulden

Eigenkapital

Immobilien Werkstätte

Wertberichtigung Betriebseinr.

Bankschulden

21.90

Total Umlaufvermögen

Betriebseinrichtungen

CHF 850’436.28

220’790.00 53’852.80

Immobilien Wohnheim

Kreditoren

1’102.00

Transitorische Aktiven

Wertberichtigung Wohnheim

Fremdkapital

10’060’905.36

Wir empfehlen,

10’060’905.36

...die vorliegende Jahresabrechnung zu genehmigen ...dem Vorstand und den verantwortlichen Organen und Kommissionen sowie der Leitung der Institution unter bester Verdankung der geleisteten Dienste Entlastung zu erteilen. Romanshorn, 10. 04. 2001 Die Revisoren: Thomas Binder, Martin Ribler und Markus Traber

17


Erfolgsrec

Erfolgsrechnung vom 1.1. 2000 bis 31.12.2000 Betrieb

Wohnen

Total Brüggli

3’897’263.60

181’555.00

4’078’818.60

989’161.85

0.00

989’161.85

4’886’425.45

181’555.00

5’067’980.45

Personalaufwand Löhne Kader Löhne und Sozialleistungen für Angestellte mit Behinderung Total Löhne AHV, ALV, FAK

334’529.15

15’617.20

350’146.35

Pensionskasse

247’434.75

15’703.95

263’138.70

Unfallversicherung

33’999.30

1’686.00

35’685.30

Krankentaggeldversicherung

16’729.40

993.80

17’723.20

632’692.60

34’000.95

666’693.55

Total Sozialleistungen Aus- und Fortbildung

249’843.73

4’257.10

254’100.83

übriger Personalnebenaufwand

503’422.83

4’940.75

508’363.58

Leistungen Dritter

163’319.00

15’514.00

178’833.00

Total Personalnebenaufwand

916’585.56

24’711.85

941’297.41

6’435’703.61

240’267.80

6’675’971.41

Haushaltartikel

0.00

9’901.80

9’901.80

Total Haushalt

0.00

9’901.80

9’901.80

Unterhalt und Reparaturen Immobilien

124’828.52

73’532.05

198’360.57

Unterhalt und Reparaturen Mobilien

328’677.22

4’779.86

333’457.08

Total Personalaufwand Sachaufwand

Unterhalt und Betrieb Fahrzeuge

27’462.23

3’918.76

31’380.99

Werkstattmaterial und Werkzeuge

209’004.24

15’702.65

224’706.89

Total Unterhalt und Reparaturen

689’972.21

97’933.32

787’905.53

Mietzinse

182’457.76

131’977.76

50’480’00

Nebenkosten

41’820.00

6’731.50

48’551.50

Leasing

75’262.57

0.00

75’262.57

Kapitalzinsen

57’615.47

1’538.33

59’153.80

Hypothekarzinsen

178’912.20

35’620.80

214’533.00

Abschreibungen auf Immobilien

184’719.49

76’555.15

261’274.64

Abschreibungen auf Mobilien

719’019.46

11’031.15

730’050.61

4’470.00

0.00

4’470.00

1’393’796.95

181’956.93

1’575’753.88

Energie

84’985.49

25’101.45

110’086.94

Total Energie und Wasser

84’985.49

25’101.45

110’086.94

Abschreibungen auf Fahrzeuge Total Aufwand für Anlagennutzung

Büromaterial, Drucksachen

121’648.68

1’526.47

123’175.15

Telefon, Porti, Postcheckgeb.

209’126.97

3’302.90

212’429.87

Spesen

110’092.59

4’119.50

114’212.09

Beratungen

143’521.70

0.00

143’521.70

übriger Büro- und Verwaltungsaufwand

321’591.35

190’768.13

512’359.48

Total Büro und Verwaltung

905’981.29

199’717.00

1’105’698.29


Betrieb

Wohnen

Total Brüggli

Sachaufwand Fertigwaren-Einkauf

1’055’957.37

0.00

1’055’957.37

Rohmaterial-Einkauf

2’422’659.73

0.00

2’422’659.73

Verbrauchsmaterial Fremdarbeiten an Erzeugnissen übriger Betriebsaufwand Total Werkzeug- und Materialaufwand

42’344.37

0.00

42’344.37

266’346.16

0.00

266’346.16

72’505.15

0.00

72’505.15

3’859’812’78

0.00

3’859’812.78 38’038.60

Sachversicherungen

35’415.20

2’623.40

Gebühren und Abgaben

30’656.27

9’184.50

39’840.77

übriger Sachaufwand

391’658.63

3’161.40

394’820.03

Total übriger Sachaufwand

457’730.10

14’969.30

472’699.40

7’392’278.82

529’579.80

7’921’858.62

13’827’982.43

769’847.60

14’597’830.03

4’252’957.00

602’800.00

4’855’757.00

22’610.00

0.00

22’610.00

4’275’567.00

602’800.00

4’878’367.00

Kostgelder

0.00

67’111.75

67’111.75

Total Selbstzahler Wohnen

0.00

67’111.75

67’111.75

6’915’180.25

0.00

6’915’180.25

384’561.16

0.00

384’561.16

Erlösminderungen

-572’983.29

0.00

-572’983.29

Total Erträge aus Produktion

6’726’758.12

0.00

6’726’758.12

Mietzinsertrag

0.00

25’325.50

25’325.50

Total Miet- und Kapitalzinsertrag

0.00

25’325.50

25’325.50

Beiträge und Spenden Private

978.00

0.00

978.00

Total Beiträge und Spenden

978.00

0.00

978.00

Total Betriebsertrag

11’003’303.12

695’237.25

11’698’540.37

Total Betriebsergebnis

-2’824’679.31

-74’610.35

-2’899’289.66

-244’605.83

0.00

-244’605.83

275’751.95

0.00

275’751.95

31’146.12

0.00

31’146.12

Ergebnis vor Beiträgen, Subventionen

-2’793’533.19

-74’610.35

-2’868’143.54

Betriebsbeitrag IV

2’957’906.88

75’000.00

3’032’906.88

2’957’906.88

75’000.00

3’032’906.88

164’373.69

389.65

164’763.34

Total Sachaufwand Total Aufwand Betriebsertrag Ausbildungs- und Kostgeld IV Ausbildungs- und Kostgeld NIV Total Ertrag für berufliche Massnahmen

Produktionsertrag Ertrag aus Dienstleistungen

Betriebsfremder Erfolg übriger zeitfremder Aufwand übriger zeitfremder Ertrag Total übriger zeitfremder Erfolg

Total Betriebsbeitrag IV Reingewinn 2000

19

Jahresbericht 2000  

Jahresbericht 2000

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you