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Ensemble Delirio

Peter Androsch

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SAISON

Jan/Feb/März

Maria Erlacher

prächtige Barock- und Passionsmusik Beim Festival Barock- und Passionsmusik stimmt sich das Brucknerhaus auf die prächtige Barockmusik ein. Neben einer musikalischen Reise von Wien über Prag und Leipzig bis nach Lübeck mit dem Ensemble Delirio und der Würdigung von Georg Philipp Telemanns Tafelmusik findet hier auch die Uraufführung der Passion des oberösterreichischen Komponisten Peter Androsch seinen Platz. Es folgen zwei ausgewählte Stabat Mater von Logroscino und Pergolesi. Eine Reise von Nord nach Süd durch den deutschsprachigen Raum Die vier Musiker des Ensembles Delirio sind gefragte Solisten, Dozenten sowie Konzertmeister und Stimmführer in führenden Originalklangorchestern. Ihre kammermusikalischen Begegnungen sind aufgrund der vielfältigen Verpflichtungen selten, aber umso explosiver und intensiver, wie der Name Delirio bereits vermuten lässt. Im Brucknerhaus geben sie ihr Debüt mit einem neuen Programm, dessen Repertoire österreichische und norddeutsche Musik umfasst, die Reise führt von Süd nach Nord, von Wien über Prag und Leipzig bis in die Hansestadt Lübeck. Sie geben prächtige Werke zum Besten, unter anderem Stücke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. 16.3., Barocke Meister aus dem deutschsprachigen Raum

Tafeln mit Telemann Georg Philipp Telemann liegt dem jungen Barockensemble L’Accademia Giocosa sehr am Herzen, die erste CD des Kammerorchesters wurde umgehend mit dem „Diapason d’or-Preis“ ausgezeichnet. Den 250. Todestag

des Komponisten nehmen die MusikerInnen aus München zum Anlass, sein bekanntestes Werk, die Tafelmusik, zu würdigen – gleichsam der Höhepunkt der höfischen Tafelmusik. Die musikalische Leitung übernimmt Stefano Barneschi, der auf den bedeutendsten Bühnen der Welt konzertiert, u. a. als Konzertmeister von Il Giardino Armonico.

Christa Ratzenböck, Robert Holzer und Katerina Beranova gewonnen werden. Sie stehen gemeinsam mit dem Ensemble und Chor für zeitgenössische Musik der Anton Bruckner Privatuniversität unter dem Dirigat von Thomas Kerbl auf der Bühne.

21.3., „Tafeln mit Telemann“

Stabat Mater - Der Schmerz der Mutter Jesu Der Schmerz der Mutter Jesu über die Kreuzigung des Sohnes wurde zunächst in einem mittelalterlichen Gedicht („Stabat mater dolorosa“) beschrieben, dessen Autorschaft nicht geklärt ist. Aus den zahlreichen Vertonungen des Stabat Mater hat das Collegium Wartberg für das Konzert im Brucknerhaus Pergolesis Werk ausgewählt, eine der bedeutendsten Kompositionen des 18. Jahrhunderts und bis heute sehr beliebt. Weitaus weniger bekannt ist das Werk von Nicola Bonifacio Logroscino (1698 bis ca. 1765), dessen Wiederentdeckung sich unbedingt lohnt. Das fabelhafte Solistenduett Maria Erlacher (Sopran) und Markus Forster (Altus) wird begleitet von hervorragenden VertreterInnen der historischen Aufführungspraxis aus Österreich und der Slowakei in solistischer Besetzung.

Peter Androschs Passion – Uraufführung Die Passion als musikalische Gattung ist tief in der Kirchenmusik verankert und hat über Jahrhunderte eine große Anzahl von Komponisten herausgefordert. Selbst führende zeitgenössische Komponisten schrieben zuletzt Passionen oder Passions-Annäherungen wie Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm und Tan Dun. Die Vielfältigkeit der Perspektiven und Zugänge zur Leidensgeschichte Jesu wird Peter Androsch durch seine neue Komposition erweitern. Sein Werk ist eine Auftragskomposition des Brucknerhauses Linz und lässt apokryphe und kanonische Texte zusammenfließen. Peter Androsch wurde 1963 in Wels geboren, als Komponist ist er seit den 1990erJahren vielfältig tätig. Für die Uraufführung seines Werkes konnten die SängerInnen

22.3., Peter Androsch: Passion

28.3., Stabat Mater mit Maria Erlacher

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Brucknerhaus Monatsmagazin Jänner-März2017  
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