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7. 7. 2005

Alles nichts Neues... Wenn ich morgens so mit meinem Kaffee durch die Gänge spaziere und mich mit meinen Mitschülern unterhalte, dann treffe ich früher oder später unweigerlich auf einige der wenigen Fans unseres Blattes. Meldungen wie „Endlich haben wir hier eine ordentliche Schülerzeitung“ und „Wurde aber auch langsam Zeit“ sind da bestimmt keine Seltenheit mehr. Aber stimmt das auch? Ist der „Tanzenbörger“ wirklich die erste Schülerzeitung in unserer Schule, kann das sein? Ich konnte das nicht glauben und deshalb informierte ich mich bei Herbert Kulnik. Vor einigen Jahren schien es hier schon einmal eine ernstzunehmende Schülerzeitung gegeben zu haben. Ich konnte mir Einblick in mehrere Ausgaben der „Fackel“ verschaffen und mir fielen auf Anhieb die großen Ähnlichkeiten auf. Das Format war haargenau das gleiche (A5Querformat) und die Redakteure stammten hauptsächlich aus der 7a und der 8a, genau wie es bei uns der Fall ist. In jeder Ausgabe war eine Aufforderung zum Spenden zu finden. Wahrscheinlich finanzierte sich so die „Fackel“. Herausgeber war eine religiöse Gemeinschaft namens Marianische Kongregation. Neben vielen Beiträgen, die religiöse Themen und kirchliche Dinge behandelten, fanden in der „Fackel“ aber auch

Tanzenbörger Nachrichten über – damals - aktuelle Geschehnisse ihren Platz. So konnte ich zum Beispiel einen Blick auf den Bericht über den plötzlichen Tod von Jimi Hendrix und Janis Joplin werfen. Ich bemerkte ebenfalls die zahlreichen Portraits und Umfragen, wie das Interview mit dem jungen Karl Quendler. Einige Artikel stammten sogar vom damaligen Bischof Josef Köstner, der unter anderem einen Aufsatz über die richtige Erziehung von Schülern verfasst hatte. Natürlich gab es in der „Fackel“ auch Beiträge zu weniger ernsten Themen - wie man sie vorwiegend auch im „Tanzenbörger“ finden kann in Form von Comics und Statistiken zu Extremen, wie etwa dem geringsten Seifenverbrauch in Tanzenberg. Gedichte, die von Schülern aus unterschiedlichen Klassen verfasst worden waren, konnte man in der „Fackel“ häufig bestaunen. Hier ein Beispiel: [JB]

Seite 5 Es gibt Tage, da hat man Angst auf morgen. Es gibt Tage, da freut man sich. Es gibt Tage, voll von Sorgen. Es gibt auch Tage ohne Licht. Doch jeden Tag sucht man ein freudiges Gesicht. Jeden Tag hofft man auf morgen, sucht ein Licht und vertreibt die Sorgen. Man macht ein freudiges Gesicht, was nicht immer gelingt, und auf der Suche nach Licht ist man traurig, lächelt, oder singt. So vergehen die Tage. Ob im Licht, oder in Dunkelheit, es verrinnt die Zeit. Seien es Tage des Fallens, oder Tage des Erhebens, sie vergehen, verhallen, die Tage des Lebens. Ferdinand Stückler Wenn du dich jetzt für ein paar Originaltexte interessieren solltest, tu dir bitte keinen Zwang an und melde dich gleich bei mir unter jburgstaller@gmx.at. Ich habe einige Beiträge abfotografiert und in hoher, gut lesbarer Auflösung gespeichert. Das Interview mit Karl Quendler und die Extreme in Tanzenberg sind übrigens auch dabei.

Der Sterndeuter Einst lebte in China am Hof des Kaisers ein weiser Sterndeuter, auf dessen Voraussagungen der Kaiser viel hielt. Als er ihm aber eines Tages etwas Schlechtes voraussagte, wurde der Kaiser zornig, und schrie: "Ich werde dich vom Leben zum Tod befördern lassen, und da du ein Sterndeuter bist, kannst du wohl auch voraussagen wann das geschehen wird!" Aber der Sterndeuter war ein kluger Mann, denn nach seiner Antwort wagte es der Kaiser nicht mehr ihn hinrichten zu lassen. Was hat er geantwortet? [Georg Rauchenwald] Auflösung des letzten Rätsels: Sie hatte gehofft, den Mann erneut auf dem Begräbnis zu treffen. Dieser Test wurde von amerikanischen Psychologen entwickelt, um herauszufinden, ob jemand die gleiche Denkweise wie ein Killer besitzt. Angeblich hat eine Vielzahl an eingesperrten Serienkillern an diesem Test teilgenommen und ihn großteils "richtig" beantwortet. Es wurde keine richtige Antwort eingesandt.

Tanzenbörger - Ausgabe 13  

Die 13. Ausgabe des Tanzenbörgers

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