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7. 7. 2005

Probleme zum Selberbasteln Alles was ihr dafür braucht ist euer eigener Körper und euer Denkvermögen und etwas Geld bzw. kein Geld. Es gibt unzählige Probleme, die man sich mit diesen einfachen Mitteln ganz schnell selbst einhandeln kann. Ein ganz einfaches für den Anfang. Geh in ein Lebensmittelgeschäft, am besten zum Billa, nimm dir ein Einkaufswägelchen und räum es bis zum Rand hin mit Artikeln voll! Dann gehst du zur Kassa und lässt die Kassiererin alles einscannen. Dann räumst du alles wieder ins Wägelchen und wenn die Kassiererin das Geld verlangt rennst du schnell mit dem Wagen aus dem Billa und dann einfach irgendwohin. So schnell hast du ein fettes Problem am Hals. Eine andere Möglichkeit, die aber etwas Geld für die Durchführung benötigt, finde ich selbst nicht besonders gut und sollte lieber nicht zu Hause nachgemacht werden. Betrinke dich! Du glaubst gar nicht wie schnell du dir hunderte von Problemen einhandelst. Besonders wirkungsvoll wird diese Möglichkeit wenn du dich auf einem Schulausflug befindest. Also noch mal, ich selbst lehne diese Möglichkeit ab und wünsche mir, dass sie niemand nachahmt. Eine andere sehr effektive Option dir ein tolles Problem einzuhandeln ist diese. Du bist auf einer Party und findest ein Mädchen ganz nett. Im Laufe des Abends nehmen dann die Dinge ihren Lauf und du das Mädchen in die Arme.

Tanzenbörger Nach dem du sie einige Zeit lang geküsst hast, kommt sie auf den Gedanken dir zu sagen, dass dies mehr als nur ein kleiner Partyspaß ist. Da sie dir gefällt, denkst du dir nichts dabei und eure Beziehung vertieft sich. Als du sie am nächsten Tag wieder siehst beachtet sie dich nicht mehr. Du forderst sie auf mit dir zu reden. Gesagt, getan. Sie gesteht mehr für dich zu empfinden als nur freundschaftliche Gefühle. Da es dir vermeintlich ähnlich geht, sagst du ihr dasselbe. Doch sie sagt sie habe einen Konflikt zwischen ihrem Kopf und ihrem Herzen; ihr Herz will aber der Kopf nicht. Als krönenden Abschluss küsst ihr euch noch mal und lasst dann den Dingen ihren Lauf. Die darauf folgenden Tage verlaufen absolut sch... Dann, als du mit ihr reden willst, sagt sie dir, dass sie dich vor drei Tagen nur angelogen hat um dich nicht zu verletzten und bemerkt in dem Moment wahrscheinlich nicht, dass diese Situation noch viel verletzender ist. So und hier hast du dein Problem. Du hast dich ganz toll gefreut endlich mal ein nettes Mädchen kennen gelernt zu haben und dann das. Mist! Und zum Abschluss ein ganz toller Weg dir ein ganz dickes Problem zu beschaffen. Pass in der Oberstufe in Mathe nicht auf, sondern mal nur Herzen und Kreise in dein Matheheft. Du wirst die Matura nie schaffen! Also viel Spaß beim ausprobieren. [BB]

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Gute, alte Zeiten

Wo

sind sie hin, die guten alten Zeiten? Damals als alles noch ein bisschen gemütlicher und stressfreier verlief? Damals, als noch nicht solch ein großer Druck auf den Schultern der Redakteure des Tanzenbörgers lastete. Vorbei sind diese Zeiten, aus und vorbei. Nach zahlreichen Zeitungsartikeln und Auszeichnungen über/für das unregelmäßig erscheinende Blatt mitteilungsbedürftiger Schüler wächst der Druck, der auf den Redakteuren lastet, ins Unerträgliche. Die Leser fordern mehr Ausgaben, umfangreichere Exemplare, Farbdruck und und und... Und die Redakteure können vor lauter Verzweiflung nur noch den Kopf schütteln. Doch nicht nur der Druck von Außen wird immer größer, auch im Inneren der besten SchülerInnnenzeitung des Landes werden die Leistungsanforderungen immer größer und größer. Nicht ganz unschuldig an dieser für die Schreiberlinge sehr unangenehmen Situation ist der Chefredakteur des Blattes. Heißt es zwar auf jeder zweiten Seite des Tanzenbörgers „Der Tanzenbörger erscheint in unregelmäßigen Abständen, abhängig von der Kreativität der Autoren…“, und auch im Titel „unregelmäßig erscheinendes Blatt mitteilungsbedürftiger Schüler“, so scheint es so als ob der Tanzenbörger immer dann erscheint, wenn es wieder einmal an der Zeit ist, dass es in der Kasse des Chef-Schreibers klingelt. So steht nicht mehr objektive und seriöse Berichterstattung im Vordergrund, sondern es zählt nur noch das „schnelle Geld“. Dass das Niveau der SchülerInnenzeitung darunter leidet ist klar und wird vom Chefredakteur des Geldes wegen gerne in Kauf genommen. So wird er weiter, ohne Rücksicht auf das Privatleben seiner Redakteure, Artikel um Artikel einfordern und die „Deadlines“ weiterhin verkürzen. Und irgendwann, werden die Redakteure nicht mehr können, vor lauter Erschöpfung, denn schließlich sind sie auch nur Menschen und keine Maschinen. [HT]

Tanzenbörger - Ausgabe 13  

Die 13. Ausgabe des Tanzenbörgers

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