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Wirtschaft & Umwelt

ANDRÉ HELLERS EXPOSÉ ZUR GESTALTUNG DES HOFBURGGARTENS

Brixner Paradies

Im Juni wurde André Heller beauftragt, ein erstes Exposé zur Gestaltung des Hofburggartens zu erstellen. Ende November wurde es erstmals vorgestellt – und Mitte Dezember gab der Brixner Gemeinderat mit überragender Mehrheit bereits grünes Licht zur weiteren Planung. Nun ist die Landesregierung gefordert, mit demselben Tempo die nächsten Schritte einzuleiten.

M

ögen die Visionen Ge­ stalt annehmen!“, sagte Bischof Ivo Muser im Rahmen der Pressekonferenz mit André Heller, die am 25. Novem­ ber im Forum Brixen stattfand. Es war um die Mittagszeit, und Heller hatte vorher drei Stunden lang erstmals sein von vielen Brix­ nern lange erwartetes Exposé­zur Gestaltung des Hofburggartens vorgestellt. Eingeladen waren neben dem Bischof alle Brixner Stadt- und Gemeinderäte, Landes­ hauptmann Arno Kompatscher, Kultur-Landesrat Philipp Acham­ mer, die Eisacktaler Landtagsabge­ ordneten aller Fraktionen sowie

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einige Interessensvertreter. De fac­ to war es eine Erweiterung jener Gruppe, für die die Gemeinde­ verwaltung bereits am 16. Juni im Hotel Elephant einen ersten Gedankenaustausch mit André Heller organisiert hatte. Nun war man gespannt, ob Heller die im Juni gelieferten Anregungen in sein Exposé aufgenommen hatte.

Positive Resonanz. Die Resonanz

aus dieser etwa 45 Personen star­ ken Gruppe war gewaltig. „Hier entsteht etwas Erhabenes und Zeitloses“, sagte der Landeshaupt­ mann. „Es wird ein Garten des Dialogs, der Begegnung, der Of­

fenheit“, sagte Philipp Achammer. „Ich habe nach diesem Vormittag ein gutes Gefühl, und ich wünsche mir, dass dieses Projekt bei allen Brixnern dieselbe Begeisterung hervorruft“, sagte der Bischof. Die Presse war bei dieser Vorstellung nicht eingeladen, aber als sich die anschließende Pressekonfe­ renz etwas verzögerte, habe ich mich in den Saal geschlichen und konnte als ungesehener Zaungast die einzigen kritischen Töne ver­ nehmen, die erwartungsgemäß von Waltraud Kofler-Engl kamen. Die Direktorin im Amt für Bauund Kunstdenkmäler klammerte sich an ihre Vorstellung, dass hier

ausschließlich ein Obstgarten ent­ stehen solle, aber André Heller besänftige sie: „Ich glaube fest daran, dass wir bei der Eröffnung gemeinsam Hand in Hand durch diesen wunderbaren Garten ge­ hen werden.“ Im Rahmen der Pressekonfe­ renz kündigte Bürgermeister Peter Brunner an, dass es im Dezember auch für die Brixner Bevölkerung die Möglichkeit geben werde, das Exposé André Hellers kennenzu­ lernen. Am Nachmittag des 13. Dezember löste er sein Verspre­ chen dann ein – und diesmal war ich dabei und habe das Aufnah­ megerät mitlaufen lassen. Nach

Brixner 335 – Dezember 2017  
Brixner 335 – Dezember 2017  

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