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Schimmelbefall in Wohnr채umen


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Schimmelpilzvorkommen Schimmelpilze sind ein Bestandteil

– aufzunehmen. Kommt dann noch

tenen Schimmelpilzbefall in Wohn-

dass ein erneuter Befall nicht auf-

unserer natürlichen Umwelt. Sie kommen in der Natur ebenso vor wie in Innenräumen. Eine natürliche

eine Innenraumbelastung durch Schimmelpilzwachstum und zusätzliche Sporenbildung hinzu, können

räumen schnellstmöglich zu unterbinden und dafür Sorge zu tragen,

treten kann.

Sporenbelastung in Wohnräumen ist diverse gesundheitliche Beeinträchnicht zu verhindern, da die luftgetigungen auftreten. Untersuchungen, die bereits Mitte der 90er Jahre durchgeführt wurden, zeigen, dass die Nutzer von

Neueste Untersuchungen des MaxPlanck-Institutes für Chemie und

schimmelpilzbelasteten Innenräumen häufig an Atemwegserkran-

der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zeigen, dass sich in einem Kubikmeter Außenluft 1.000 bis

kungen (70 %) und Allergien (50 %) leiden. Auch wenn nicht immer ein unmittelbarer Zusammenhang zwi-

10.000 Pilzsporen befinden, von denen ein Teil allein durch die

schen den Erkrankungen und den Schimmelpilzvorkommen nachge-

Atmung in den menschlichen Organismus gelangt.

wiesen werden kann, zeigen die Zahlen aber doch, dass eine

Allein über die Atmung »an der frischen Luft« besteht also die Möglichkeit, potenzielle Krankheitserre-

Gesundheitsgefahr von Schimmelpilzen in Wohnräumen ausgehen kann.

ger – wie z. B. Schimmelpilzsporen

Es gilt also in jedem Fall, aufgetre-

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tragenen Pilzsporen schon durch die normale Fensterlüftung in die Wohnung gelangen.


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Schimmelpilzwachstum Schimmelpilze benötigen im Wesentlichen viel Feuchtigkeit, um

Feuchteursache: Ursachen für hohe Untergrundfeuchten können z. B. folgende sein:

Es sind also nicht immer Bau- oder Leitungsschäden, die einen Schim-

wachsen zu können. Um einem Schimmelpilzwachstum

· eindringendes Regenwasser

melbefall verursachen, sondern in einem hohen Maße auch das Raum-

vorzubeugen bzw. einem vorhandenen Schimmelpilz die Lebensgrundlage zu entziehen, müssen die gefährdeten Flächen schnellstmöglich getrocknet und die Ursachen für die aufgetretene Feuchtigkeit abgestellt werden.

durch: · undichte Dächer · Mauerwerksrisse · ungeeigneten Fassadenputz · defekte Dachrinnen und Fallrohre · zu hohe Neubaufeuchte

· Kondenswasseranfall: · durch unzureichendes Heizen und Lüften

nutzerverhalten, insbesondere die individuellen Lüftungsgewohnhei-

· auf vorhandenen Wärmebrücken · durch unzureichende Wärme-

ten, die das Schimmelpilzwachstum fördern können.

dämmung · Rohrbrüche und Leitungswasserschäden

Schimmelpilzvermeidung Alle Maßnahmen, die für trockene

werden. So ist es häufig möglich,

Gebäudeoberflächen sorgen, helfen

nur durch den Einsatz von alkali-

Schimmel zu vermeiden. Gleichzei- schen Silikatbeschichtungen – tig kann einem Schimmelpilzwachs- anstelle von Tapeten und Dispersitum auch durch die Reduzierung onsfarben – ein Schimmelpilzdes Nährstoffangebotes begegnet

wachstum sicher zu verhindern.

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Lüften

Allein durch unangemessenes Lüf-

in der Wohnung oder ein nicht

nen Einfluss auf die Raumluftfeuch-

an ca. +12 °C kalten Wandflächen

ten kann eine Wohnung, die – ohne jegliche bauliche Verände-

abgedecktes, größeres Aquarium lassen die Raumluftfeuchte schnell

te nehmen. Von großer Bedeutung ist hier der

kommen – diese sind im Bereich von Gebäudeecken keine Seltenheit.

rung – Jahrzehnte trocken und schimmelpilzfrei war, in eine »Schimmelpilzbrutstätte« verwan-

auf Werte ansteigen, die ein vermehrtes Lüften erforderlich machen. Ebenso führt eine Erhö-

Einbau neuer, dichter Fenster ohne weitere Maßnahmen. Die alten, nicht dicht schließenden

Durch eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung kann die Ecktemperatur deutlich erhöht und ein Kon-

delt werden. Hierbei ist eine andauernd zu hohe Raumluftfeuchtigkeit die Basis für einen Kondenswasser-

hung der Anzahl der Bewohner Fenster »garantierten« häufig einen zwangsläufig zu einer Erhöhung der einmaligen Raumluftwechsel pro Raumluftfeuchte, die natürlich durch Stunde, der für einen guten Feuch-

denswasseranfall auch bei über 85 % r. F. sicher vermieden werden.

anfall.

vermehrtes Lüften abgeführt wer-

teabbau sorgte; in Verbindung mit

Grundsätzlich empfiehlt es sich, alle

Die Anschaffung von vielen großen Grünpflanzen, das Wäschetrocknen

den muss. Auch Modernisierungsarbeiten kön-

zweimaligem Stoßlüften pro Tag, Eingriffe in die Bausubstanz sorgfälwar in der Regel für ein ausreichen- tig von Architekten planen zu lasdes Lüften gesorgt. sen, um später keine unliebsamen Die modernen, dichten Fenster lassen maximal 1/3 der Luftmenge durch Fugen in den Raum einströmen, was dann zwingend ein anderes Lüftungsverhalten erfordert oder den Einbau von mechanischen Lüftungssystemen notwendig macht, will man keine zu hohen Raumluftfeuchtigkeiten riskieren. In ungedämmten Altbauten kann es bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % zu Tauwasseranfall

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Überraschungen erleben zu müssen.


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Schimmelpilzsanierung Ist ein Schimmelbefall in Innenräumen vorhanden, sollte dieser

Kleine Flächen können z. B. mit 70prozentigem Alkohol oder Chlor-

• »Handlungsempfehlung für die Sanierung von mit Schimmelpil-

schnellstmöglich beseitigt werden. Ebenso ist die Ursache zu ermitteln

bleichlauge desinfiziert werden, um ein weiteres Pilzwachstum zu ver-

zen befallenen Innenräumen« vom Landesgesundheitsamt

und abzustellen. Abgesehen von einem Befall kleineren Umfangs

hindern. Bei größeren Flächen oder tiefer

Baden-Württemberg (www.landesgesundheitsamt.de)

(nur oberflächlicher Befall, < 0,5 m²) sollten die Sanierungsarbeiten von Fachfirmen ausgeführt

gehendem Befall ist eine Sanierung unter Berücksichtigung der einschlägigen Empfehlungen und Ver-

• »Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen« vom

werden.

ordnungen durchzuführen.

Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.de) • »Biostoffverordnung (BioStoffV)«

• »Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe 500« (www.baua.de) • »Arbeitsschutzgesetz«

§

Beschichtungen Zur weiteren Vermeidung von

Silikat-Klimafeinputz ELF 1808 ist in Kochen oder Duschen – von 50 %

Schimmelpilzbefall auf Wand- und

der Lage, innerhalb einer Stunde ca. auf 95 % r. F. ansteigen, so ergäbe

Deckenflächen können zwei Wege beschritten werden. Zum einen können wirkstoffhaltige

35 g/m² an Feuchtigkeit zu puffern. Sind die Wandflächen eines Wohnraumes (Grundfläche 20 m²) mit

Anstrichstoffe eingesetzt werden, die einen Pilzbefall sicher verhindern. Diese Anstriche sind in der

Silikat-Klimafeinputz ELF 1808 beschichtet, ergibt sich für diesen Raum eine Gesamtpuffermenge von

dieses eine Erhöhung der Luftfeuch- hohe Feuchtigkeit zu vermeiden. te um ca. 500 g, bezogen auf das Durch Sorptionsvorgänge können Luftvolumen im Raum. nur kurzzeitig auftretende FeuchteSilikat-Klimafeinputz ELF 1808 ist in spitzen, wie z. B. beim Kochen oder der Lage fast die dreifache Menge Duschen, ausgeglichen werden. zu puffern und nach Absinken der Sorption setzt immer voraus, dass

Regel nicht allergikergeeignet und sollten zumindest für den Einsatz in Wohnräumen geprüft und zugelas-

ca. 1.400 g. Würde die Luftfeuchte im vorgenannten Raum – z. B. durch

Raumluftfeuchte wieder an die Raumluft abzugeben. Auch wenn sorptionsfähige Unter-

gründe vorliegen, muss ausreichend gelüftet werden um eine dauerhaft

die aufgenommene Feuchtigkeit auch wieder abgegeben werden kann.

sen sein. Nach AgBB-Kriterien geprüfte Schimmelschutzbeschichtungen – z. B. Brillux Schimmelschutz 930 – dürfen auch in Wohnräumen eingesetzt werden. Wenn die Schadensursache zuverlässig beseitigt ist, sind wirkstoffhaltige Anstrichstoffe allerdings überflüssig. Zum anderen können allergikergeeignete und wirkstofffreie Silikatprodukte eingesetzt werden. Silikatfarben bieten aufgrund ihrer hohen Alkalität einen guten Schutz vor einem erneuten Befall. In Verbindung mit Silikat-Klimafeinputz ELF 1808, der Feuchtespitzen durch Sorption abfedern kann, stellt diese Ausführung die umweltverträglichste Variante dar. 5


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Desinfektionsmittel für pilzbelastete Flächen

Universal-Fungizid 542 Farbloses, fungizides und algizides

Anti-Schimmel 3430 Zugelassenes Desinfektionsmittel.

Bleichwirkung kann es bei Textilien, tapezierten Oberflächen, elastischen

Spezial-Konzentrat zur wirksamen

Beseitigt Schimmel, Pilze, Algen,

Dichtungsmassen sowie bei gefärb-

Desinfektion schimmel- und algenbefallener Flächen (nach der Reinigung).

Moder, Bewuchs, Bakterien und Gerüche im Innenbereich auf Farben, Fliesen, Fugen, Steinen, Putz

tem, unlackiertem Holz zu Farbveränderungen kommen. Metalle nicht besprühen, ggf. sofort mit viel Was-

• zugelassenes Desinfektionsmittel • für außen und innen • wasserverdünnbar

usw. Schimmel vor dem Besprühen nicht entfernen (Sporenaufwirbelung). Befallene Flächen an Decken

ser abwaschen. Nicht mit anderen, insbesondere säurehaltigen Produkten verwenden. Nach Gebrauch

• pilz- und algenbekämpfend

und Wänden aus kurzer Entfernung

Sprühvorrichtung mit klarem Was-

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und

(3–5 cm) besprühen. Dauerelastische Fugen oder Fliesenfugen nach

ser gründlich reinigen.

Produktinformation lesen.

ca. 10 Minuten abwaschen, um

BAuA: Reg.-Nr. N - 13176

Rückstände zu entfernen. Durch

Wirkstoffhaltige Innenwandbeschichtungen Schimmelschutz 930

• lösemittel- und weichmacherfrei

Spezial-Dispersionsfarbe für hoch-

• wasserverdünnbar

wertige fungizide und bakterizide Decken- und Wandanstriche pilzgefährdeter und pilzbefallener Flächen

• für innen • über das Brillux Farbsystem • entspricht den Anforderungen des abtönbar Ausschusses zur gesundheitliBiozide sicher verwenden. Vor

innen. Besonders in durch hohe Luftfeuchtigkeit gefährdeten Räumen.

chen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) • stumpfmatt • geruchsneutral • Nassabriebbeständigkeit Klasse 2 • Deckvermögen Klasse 2 bei 7 m²/l

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• fungizid und bakterizid ausgerüstet

Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen. BAuA: Reg.-Nr. N - 22164


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Innenwandbeschichtungen auf Silikatbasis Farbkonzentrat ELF 9018 Für Allergiker geeignet, zum Abtö-

Silikat-Klimafeinputz ELF 1808 Feinkörnige feuchtepuffernde Calci-

nen von Silikatfarben und allergikergeeigneten Produkten von Brillux

umsilikat-Beschichtung für Wandund Deckenflächen im Innenbe-

für den Innen- und Außenbereich. Erhältlich in 7 Farbtönen, auch

reich. Nimmt Feuchtigkeit auf und entzieht dadurch dem Schimmelpilz

untereinander mischbar. • ELF = emissionsarm, lösemittelund weichmacherfrei

die Lebensgrundlage. • ELF = emissionsarm, lösemittelund weichmacherfrei

• dermatologisch getestet • matt • wetterbeständig

Dermatest Gm bH Engelstrasse 37 48143 Münste r Germany

• einkomponentig • farbklar • mischkräftig • erhältlich in 7 Farbtönen, unter-

Dermatologisc h getestet „sehr gut“

2007

• für Allergiker geeignet • dermatologisch getestet • strukturierbar • abtönbar mit Farbkonzentrat ELF 9018 • für innen

einander mischbar • auch in Silikat-Fassadenfarbe 1804 und Silikat-Finish 1811 einsetzbar

Silikat-Innenfarbe ELF 1806 Silikatfarbe für hochwertige De-

• weiß für Allergiker geeignet (TÜV geprüft)

cken- und Wandanstriche, besonders auf verkieselungsfähigen, mineralischen Untergründen. Nach

• ELF = emissionsarm, lösemittelund weichmacherfrei • für innen

vorherigem Grundanstrich zur Haftvermittlung auch auf Gipsputz, Gipskartonplatten, matten Dispersi-

• stumpfmatt • Nassabriebbeständigkeit Klasse 3 • Deckvermögen Klasse 1 bei

onsfarbenanstrichen usw.

7 m²/l • hochdiffusionsfähig • leicht verarbeitbar

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Brillux Postfach 16 40 48005 M端nster Tel. +49 (0)251 7188-792 Fax +49 (0)251 7188-439 www.brillux.de info@brillux.de

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2299/026/30/0210 8826.9631.0011

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Produkte und Systeme zur Schimmelvorbeugung und -bekämpfung

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