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Oktober 2012

Newsletter Brancheninformationen aus der Region Berlin/Brandenburg

INHALT AKTUELL Neues für die und aus der Region...................1 PORTRÄT Apfelgalerie Schöneberg .......................2 PRODUKTE Spezialitäten aus der Region...................3 MARKETING Plattform „Bauer sucht Koch“...........4

Einsatz für bessere Schulverpflegung Der von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg initiierte „Tag der Schulverpflegung“ (23. Oktober 2012) will Schülerinnen und Schüler, Schulen, Kommunen, Eltern und Essensanbieter gleichermaßen aktivieren, sich gemeinsam für eine bessere Schulverpflegung einzusetzen. Mit eigens für diesen Tag entwickelten Rezepten („Brandenburger Schulmenü“) werden schmackhafte Mahlzeiten mit Regionalbezug beispielhaft hergestellt. Im Unterricht und an außerschulischen Lernorten können sich Schülerinnen und Schüler Wissen über Herkunft und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln aneignen. Im Land Brandenburg sind über 30 Schulen sowie mehr als 20 Essensanbieter dem Aufruf der Vernetzungsstelle gefolgt. Zu den Partnern der Initiative gehört unter anderem das Brandenburger ErnährungsNetzwerk.

Auf Erkundungstour bei der Polagra-Food

TERMINE Wichtige Daten und Fakten........................7

Die jährlich stattfindende Polagra-Food in Poznan (Posen) gilt als die größte Messe des Nahrungsmittel- und Cateringgewerbes Osteuropas – Grund genug für die BEN-Netzwerkmanager Stefan Bregulla (IHK Potsdam) und Kai Rückewold (pro agro) sowie für Dr. Detmar Leitow (Clustermanager Ernährungswirtschaft der ZukunftsAgentur Brandenburg), sich in der zweiten Oktoberwoche ein Bild vor Ort zu machen. Die Ausstellung für Lebensmittel und Getränke war begleitet von den Fachmessen Polagra-Tech, Polagra-Gastro, Invest-Hotel und Targopack. Die Besucher hatten somit Gelegenheit, unterschiedliche Schwerpunkte der Ernährungsbranche zu erleben. Als Besuchermagnet erwies sich die parallel stattfindende Verbrauchermesse „Geschmack der Regionen“. Vor dem Hintergrund der zehnjährigen Partnerschaft zwischen Polen und dem Land Brandenburg will das Posener Marschallamt Brandenburger Unternehmen für die Teilnahme an dieser Messe im kommenden Jahr gewinnen.

KÜRZLICH GELESEN

Fünf Jahre VON HIER – eine Erfolgsgeschichte

INSIDE Serie (Folge3): Fordern und Fördern.........5 INSIDE BEN-Stammtisch: Messen..............................6

„Der Kunde will ein Produkt aus der Heimat und vor allem ein sicheres.“ Harald Rissel EDEKA Südwest

Anlässlich des Jubiläums der Regionalmarke VON HIER besuchte der Landesminister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, Anfang Oktober die Kaiser’s-Filiale in der Brandenburger Straße in Potsdam. Bei einem Rundgang im Markt konnte er sich in Begleitung von Tobias Tuchlenski, Regionalmanager der Kaiser’s Tengelmann GmbH, und Manfred Memmert, Vorstandsvorsitzender des Verbandes pro agro, ein Bild vom erfolgreichen Label machen. 27 heimische Produzenten mit 75 Erzeugnissen – darunter gut ein Drittel Bio-Produkte – haben sich mittlerweile unter der Regionalmarke versammelt (siehe BEN-Newsletter vom September 2012). 1


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Brancheninformationen aus der Region 10/2012

Porträt

Alte Sorten als Alleinstellungsmerkmal In der „Apfelgalerie Schöneberg“ (Berlin) dreht sich alles um den Apfel – genauer: fast alles. Denn Inhaberin Caty Schernus (Foto unten) führt in ihrem Geschäft nicht nur eine Vielfalt alter und neuer Apfelsorten, sondern – je nach saisonaler Verfügbarkeit – auch Birnen, Kartoffeln, Pflaumen, Mirabellen, Spargel, Kirschen, Erdbeeren und seit neuestem Aprikosen und Pfirsiche. All diese regionalen Produkte stammen zusammen mit den hochwertigen, absolut naturbelassenen Säften aus dem elterlichen Obsthof Schernus & Bröcker in Frankfurt/Oder. Es handelt sich also im besten Sinne des Wortes um einen reinen Familienbetrieb, da entlang der Wertschöpfungskette – von der Erzeugung bis zur Vermarktung – praktisch alles in einer Hand liegt. In der Schöneberger „Apfelgalerie“ findet man neben den Eigengewächsen als Ergänzung aber auch Produkte der „Apfelgräfin Daisy von Arnim“ aus der Uckermark (Haus Lichtenhain, siehe BENNewsletter vom Oktober 2011), darunter Apfelchips, Gelees und Chutneys. Nicht zu vergessen die Obstbrände und Liköre der Obstbrennerei Kullmann & Sohn sowie Honig von regionalen Imkern. Bei aller Produktvielfalt beruht das eigentliche Kerngeschäft jedoch auf den Erzeugnissen des familieneigenen Obsthofs, dessen Plantagen seit 1990 von Claudia Schernus und ihrem Mann Thomas Bröcker bewirtschaftet werden. Die Obst- und Gemüseanbaufläche beträgt ca. 50 Hektar und wird nach den Richtlinien der kontrollierten Integrierten Produktion bewirtschaftet, das heißt: hauptsächlich biologischer Pflanzenschutz, minimaler Einsatz chemischer Mittel und ständige Überwachung durch Laborkontrollen. Durch Direktvermarktung finden die Erzeugnisse auf kürzestem Weg zum Verbraucher. Mag auch ein solcher Betrieb für diese Breitengrade, also in der Region Berlin/Brandenburg nichts Ungewöhnliches sein, so weist der Obsthof eine nicht alltägliche Besonderheit auf: 200 verschiedene, zum Teil sehr alte Apfelsorten werden hier angebaut. Wobei sich die berufliche Herkunft des Ehepaares auf ideale Weise ergänzt: Während Thomas Bröcker als Gartenbauingenieur und Obstbauer mit längjähriger Erfahrung das fachliche Know-how einbringt, steuert Claudia Schernus als ehemalige Diplom-Bibliothekarin das Bewusstsein für Pflege und Bewahrung des Überlieferten bei. Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm, und so fühlt sich Tochter Caty Schernus dieser Tradition verpflichtet. Seit 2007 führt sie die „Apfelgalerie Schöneberg“, wo sie ausschließlich Produkte aus der Region Brandenburg anbietet. Da man Äpfel gut lagern kann, gibt es sie fast rund ums Jahr. Zur Erntezeit im Herbst gehören viele seltene, alte Apfelsorten wie Gravensteiner, Goldparmäne und Ananasrenette zum Sortiment. „Wir haben es geschafft, die alten Apfelsorten zu unserem Alleinstellungsmerkmal zu machen“, sagt Kontakt: sie. Dahinter steckt systematische Aufbau- und Informationsarbeit Apfelgalerie Schöneberg Caty Schernus etwa durch Sortenschauen auf Herbstfesten oder auf dem StauGoltzstraße 3 denmarkt im Botanischen Garten (Berlin). Bewährt hat sich auch 10781 Berlin die „Sortenbox“ – ein Karton mit sechs verschiedenen ApfelsorTel. 030/44 70 56 30 ten, der gern verschenkt wird. Neben der Apfelgalerie Schönewww.apfelgalerie.de berg betreibt die Familie auch einen Verkaufsstand im Oderturm Frankfurt/Oder.

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Brancheninformationen aus der Region 10/2012

Produkte

Neu Der Lobetaler Bio-Naturjoghurt wird in befristeten Aktionszeiträumen in einen besonderen Becher abgefüllt – den Naturschutzbecher. Die Idee für das besondere Gebinde haben Molkereimeister Michael Kuper von der BioMolkerei Lobetal und der Leiter des Naturparks Barnim, Dr. Peter Gärtner, gemeinsam entwickelt. Drei Cent pro verkauften Becher werden für ein konkretes Naturschutzprojekt gespendet, das zusätzlich auf dem Becherdeckel präsentiert wird. Das Produkt an sich ist mit dem bekannten Naturjoghurt mild identisch; lediglich das Design ist verändert. Kontakt: Hoffnungstaler Werkstätten eGmbH, Sydower Feld 1, 16359 Biesenthal, Tel. 03337/430200. Die Produkte der Wildmanufaktur „Hirschmark“ werden nach alter Tradition fast ausschließlich in Handarbeit hergestellt. Verwendet werden heimische Rohstoffe und ausgesuchte Gewürze, wobei auf Haltbarkeitsstoffe und andere Hilfsmittel verzichtet wird. Zum Sortiment zählen folgende Spezialitäten: Wildschwein- und Hirschschinken, Hirschsalami, Wildleberwurst mit Preiselbeeren, Wildschwein in Aspik, Knacker und Stifte, Wildbret und Pute zerwirkt in Braten (küchenfertig). Auftragsarbeiten speziell für Jäger werden entgegengenommen. Kontakt: Hirschmark Vertriebs GmbH, Karl-Marx-Str. 77, 16816 Neuruppin, Tel. 03391/512996, Fax 03391/659236. Berlin ist die grünste Stadt Europas. Es gibt über 416.000 registrierte Bäume. In den Parks und Gärten tummeln sich 3.000 Bienenvölker – fernab von Monokulturen und Pestiziden, von 500 Imkern betreut. So gesehen ist Berliner Honig eine absolute Spezialität, die von Berliner Bärengold - selbst als Imker tätig – vertrieben wird. Es ist ein handgemachtes, hochwertiges Produkt und wegen der Vielfalt von Blumen und Bäumen in der grünen Hauptstadt von hoher Komplexität und Intensität. Zu den jüngsten Sorten zählen unter anderem „Frische Linde 2012“ oder „Ernte 2012 Spezial“ (Robinie und Ahorn). Kontakt: Berliner Bärengold GmbH, Platz der Vereinten Nationen 1, 10249 Berlin, Tel. 030/30503.44444. Transparenz und Glaubwürdigkeit zählen bei der Gläsernen Molkerei Münchehofe zum absoluten Credo. Der Weg, den die Bio-Milch vom Landwirt über die Produktion bis zum Verbraucher geht, ist jederzeit nachvollziehbar. Die Herstellung kann über einen gläsernen Besuchergang vor Ort besichtigt werden. Tradition, Innovation und neueste Techniken vereinen sich unter dem Dach des modernen Molkereigebäudes. Zum Portfolio gehören verschiedenste Milch- und Käsesorten, sowie Butter, Quark, Sahne und Milchpulver – alles in reiner Bio-Qualität. Kontakt: Gläserner Molkerei, Molkereistraße 1, 15748 Münchehofe, Tel. 033760/2077-0, Fax 033760/2077-10. So einfach der Firmenname klingt, so vielseitig ist das Produktangebot: „Zimmermanns Senf“ hat in den 14 Jahren seines Bestehens eine ganze Palette von Senfspezialitäten entwickelt, die weit über das übliche Maß hinausgeht. 44 Sorten finden sich unter dem Dach der Manufaktur – vom schnörkellos einfachen Produkt über den Apfel-, Bier- und Bärlauchsenf bis zum exotisch-scharfen Habanero mit Chili. Doch bei der reinen Senfproduktion ist es nicht geblieben: Ketchup in verschiedenen Varietäten, Worchestersauce, Senflikör, Gewürze und Honig gehören inzwischen ebenso zum Sortiment wie Senfnudeln, Salze oder Weine. Kontakt: Zimmermanns Senf, Hebewerkstraße 81, 16248 Niederfinow, Tel. 033362/70713, Fax 033362/70484. 3


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Brancheninformationen aus der Region 10/2012

Marketing

Neue Vermarktungsplattform gestartet Das Thema „Bauer sucht Koch“ ist derzeit in aller Munde. Auf der “Hausmesse mit Heimatgeschmack“ am 11. Oktober startete der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, im Beisein von regionalen Erzeugern und interessierten Gastronomen die Vermarktungsplattform www.bauer-sucht-koch.de und eröffnete die Hausmesse für Regionale Produkte auf Schloss Diedersdorf. Die heimatlichen Gefühle nimmt der Besucher zuerst durch den Geschmack wahr. Bei der Hausmesse mit „Heimatgeschmack“, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand, präsentierten Aussteller aus der Region ihre kulinarischen Spezialitäten. Eingeladen waren vor allem Entscheider des Lebensmittelhandels, Großhändler und Gastronomen. Denn die Messe soll für lokale Anbieter die Türen öffnen zu einem größeren Markt. „Hier haben auch kleinere Firmen, die sonst im Handel gar keine Chance haben, die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren“, erklärte Manfred Memmert, Vorstandsvorsitzender von pro agro. Über 30 Aussteller sind gekommen, davon 15 neue, um ihre Produkte zu zeigen. „Es sind einige Namen dabei, die man aus den Regalen der Supermärkte schon kennt. Aber in der Kooperation mit Großhandel und Gastronomie gibt es noch Reserven“, sagte Dr. Gerd Lehmann, Geschäftsführer des Verbandes pro agro. Er plädierte dafür, dass hierzulande – wo immer möglich – Produkte aus der Region genutzt werden. Das diene nicht nur dem Heimat verbundenen Genuss, sondern vor allem der Sicherung vieler Arbeitsplätze. Laut einer aktuellen Studie liegen regionale Erzeugnisse beim Einkaufsverhalten zunehmend im Trend. 37 Prozent der Bevölkerung kaufen regelmäßig Produkte aus der Region, weitere 44 Prozent zumindest gelegentlich. Regionalität ist also eine Forderung der Verbraucher nach Lebensmitteln mit einer nachvollziehbaren Herkunft. Auf diese Forderung hat zuerst der Lebensmitteleinzelhandel mit einem verstärkten Angebot regionaler Lebensmittel geantwortet. Aktuell gewinnt das Thema auch immer stärker in der Gastronomie und bei Großverbrauchern an Bedeutung. Im Land Brandenburg befindet sich der Tourismus weiter auf Wachstumskurs. In den letzten fünf Jahren wurden erhebliche Zuwächse beim Übernachtungsaufkommen erreicht. Die Gastronomie kann an dieser positiven Entwicklung gegenwärtig nicht angemessen partizipieren. Als Ursache wurde das geringe Angebot regionaler Produkte auf den Speisekarten im Saisonverlauf genannt; traditionelle Rezepte müssen weiter entwickelt werden. Dem trägt auch das Landestourismuskonzept mit dem Querschnittsthema „Natur, Essen und Trinken,...“ Rechnung. Als prioritäre Maßnahme vereinbarten die Projektpartner pro agro, DEHOGA, IHK, Landesgartenbauverband, Landesbauernverband und Landesjagdverband den Aufbau einer Kooperations- und Informationsplattform im Internet. Ziel: Vermarktung regionaler Produkte und Vernetzung der Erzeuger Brandenburger Spezialitäten mir Hotels und Gaststätten, damit regionale und frische Erzeugnisse wieder verstärkt ihren Weg in die Küchen finden. Das steigert die Wertschöpfung in Landtourismus und Gastronomie, wodurch Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden. Einzelhändler und Großhändler haben ebenfalls die Möglichkeit, sich mit ihren regionalen Produkten zu präsentieren; auch Logistikunternehmen können die Website als Forum nutzen, um ihre Dienstleistungen anzubieten.

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Brancheninformationen aus der Region 10/2012

Zusammenführung von Stärken und Kontakten Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk bündelt die Interessen, Informationen und Kompetenzen seiner Kontakte, um den Akteuren der Ernährungsbranche kompetent als Ansprechpartner zu dienen.

Inside

Fordern und Fördern (3) Eine Serie über Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Ernährungswirtschaft. Heute: Das Wirken von BEN aus Sicht der Initiatoren

Das ursprünglich als INNOPUNKT-Projekt von der Industrie- und Handelskammer Potsdam ins Leben gerufene Netzwerk existiert seit 2007 im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und nach ausdrücklichem Wunsch der beteiligten Partner weiter. Die mit dem Verband pro agro geschaffene Kooperationsstruktur, die durch das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg gefördert wird, basiert somit auf der konkreten Motivation Brandenburger Akteure. Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk profitiert somit einerseits von den Kompetenzen beider Häuser und andererseits vom ständigen Kontakt zu Mitgliedern und anderen Akteuren der Branche. Der Vernetzungsgedanke steht im täglichen Handeln des Netzwerksmanagements an zentraler Position. Als Ansprechpartner ist das Netzwerk somit auch in der Lage, konkrete Anliegen in die politische Ebene zu kommunizieren. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam würdigt mit dem Engagement im Kooperationsnetzwerk über 1.000 Branchenbetriebe im Kammerbezirk. Renè Kohl Vorsitzender des Vorstandes BEN Hauptgeschäftsführer IHK Potsdam

Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk ist eine erfolgreiche Kooperation, die zum Nutzen der Unternehmen die Stärken und Kontakte der beteiligten Partner zusammenführt. Durch das gemeinsame Management von BEN durch die Netzwerkmanager Kai Rückewold (pro agro e.V.) und Stefan Bregulla (IHK) stehen den interessierten Unternehmen schon mehrere Jahre zwei bekannte Ansprechpartner für Projekte zur Verfügung, die auf die gesamte Angebotspalette beider Kooperationspartner zugreifen können und so die optimalen Lösungen finden. Die Zusammenarbeit nutzt die spezifischen Angebote aus dem Bereich des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten zur Förderung der Ernährungswirtschaft. So werden die begrenzten Mittel beider Ministerien auf eine sehr wirksame Weise für die Branche erschlossen. pro agro e.V. bringt in die Zusammenarbeit mit BEN darüber hinaus auch seine vielfältigen Handelskontakte für die Vermarktung der Lebensmittel aus Brandenburg ein. Dr. Gerd Lehmann Geschäftsführer pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg e.V.

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Inside

Bündelung regionaler Interessen Beim 21. BEN-Stammtisch drehte sich alles ums Thema „Messen“. Gastgeber war die Firma Katjes Bonbon GmbH, in deren Potsdamer Niederlassung nahe dem Babelsberger Filmpark seit 2006 die nicht nur bei Kindern begehrten Produkte in einer hochmodernen Anlage hergestellt werden. Unter der fachkundigen Leitung von Werksleiter Manfred Kappler hatten die Teilnehmer Gelegenheit, das Unternehmen näher kennenzulernen und auf dem „Gläsernen Gang“ – ein be- Blick vom „Gläsernen Gang“ in die Produktionshalle bei Katjes. liebter Besuchermagnet! – die Produktion zu live verfolgen. In einem Rückblick auf die ANUGA 2011 berichtete Matthias Montel (Schlossbrauerei FürstlichDrehna) über unerwartet hohes Interesse ausländischer Fachbesucher. Man habe deswegen die Informationsmaterialien sprachlich angepasst. Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern, dass umfassende Formate wie ANUGA oder Internationale Süßwarenmesse (ISM) weniger als Order-, sondern mehr als Informationsmessen zu verstehen sind. Frank Lienig (Liven GmbH) sprach in diesem Zusammenhang von einem „Testfeld“ für Produzenten; große Unternehmen bleiben solchen AllroundVeranstaltungen allerdings eher fern, was wiederum die Chancen für Klein- und Mittelbetriebe erhöht. Neben dem „Generalisten“ ANUGA gibt es noch die Spezialmesse InterMopro/InterMeat/InterCool in Düsseldorf, die sich auf die namensgebenden Warengruppen konzentriert. Sie findet jeweils im Jahreswechsel mit der ANUGA statt, hat aber in diesem Jahr weniger Zuspruch bei Ausstellern und Besuchern gefunden. Das ist jedoch nicht als allgemeiner Trend für alle Spezialmesse zu verstehen. So nannte Hans-Jörg Ullrich (Schilkin GmbH) beispielsweise die Düsseldorfer Pro Wein als wichtigste Ausstellungsplattform in diesem Segment. Laut Dorothea Berger (Christine Berger GmbH) ist es überdies unerlässlich, bei Endverbrauchermessen wie Bio Fach (Nürnberg), Le Gourmet (Leipzig) oder Slow Food (Stuttgart) präsent zu sein, um die Produkte über Verkostungsaktionen direkt bekannt zu machen. Das bedeutet zwar erhöhten Investitionsaufwand, schafft aber auch Kaufpotenzial. Birgit Lincke (Essigart OHG) kritisierte das geringe Fachbesucheraufkommen bei den für die Aussteller kostenlosen Produktbörsen und schlug vor, den Veranstaltungen mehr Eventcharakter zu verleihen – eine Anregung, die Stefan Bregulla (BEN) zu dem Hinweis veranlasste, dass solche Überlegungen bereits in die Planungen für 2013 eingegangen sind. Zu berücksichtigen seien dabei jedoch die Zusatzkosten. Aus Kostengründen sprach sich Susanne Posth (Senf-Elfen) für eine logistische Bündelung von regionalen Anbietern bei Messen aus – ein Gedanke, der von Marita Jänicke (Marita’s Wildfrüchte) geteilt wurde und in den Vorschlag mündete, sich bei der „Le Gourmet“ in Leipzig unter einem gemeinsamen Brandenburger Dach zu versammeln. Hans-Jörg Ullrich mahnte an, das Konzept zu Ende zu denken: Bündelung fängt bei der kollektiven Lieferung an und endet in der gemeinsamen Produktion.

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Aktivitäten von BEN sind die Netzwerkmanager: Stefan Bregulla Tel.: 0331/2786-284 Fax: 0331/2786-191 stefan.bregulla@potsdam.ihk.de

Kai Rückewold Tel.: 03328/33767-22 Fax: 03328/33767-69 rueckewold@proagro.de 6


Newsletter 19.-21.10.2012

Brancheninformationen aus der Region 10/2012

Termine

Food+Taste 2012 in Frankfurt/Oder

Auf der 7. Internationalen Lebensmittelmesse wird ein vielfältiges regionales bis internationales Angebot für gesunde und ausgewogene Ernährung gezeigt. Zahlreiche Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren verschiedenste Produkte von Weinen, Likören und Brandy über Gebäckspezialitäten, Molkereiprodukte und Wurstwaren bis zu Weinbergschnecken. „Schauen und probieren“ lautet die Devise, wobei die Food+Taste den Lebensmittelproduzenten aus Brandenburg sicherlich diverse Anregungen für das eigene Sortiment geben kann. Infos: www.messe-food.de 22.10.2012

HACCP-Schulung und Lebensmittelsicherheit

Für Unternehmen, die entlang der Produktionskette von Lebensmitteln tätig sind, gibt es eine Reihe von Kundenanforderungen und gesetzlichen Bestimmungen (HACCP). Letztere werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, damit die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk veranstaltet dazu in den Räumen der IHK Potsdam einen Workshop (15 bis 18 Uhr). Ergänzend wird die DIN 10524:2009-05 „Lebensmittelhygiene-Hygieneschulung“ vorgestellt. Damit einher geht der Erwerb eines Schulungsnachweises. Überdies erhalten die Teilnehmer eine Schulung zur Lebensmittelkennzeichnungs- und Health-Claims-Verordnung. Die Veranstaltung ist für Mitglieder kostenfrei (Nichtmitglieder: 25 €). Weitere Informationen und Anmeldung: www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de 29.10.2012

Tag der Ernährungswirtschaft 2012

Veranstalter der Konferenz sind BEN, die IHK Potsdam, der Verband pro agro, die ZukunftsAgentur Brandenburg, die Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie Berlin-Brandenburg und die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau. Die kostenfreie Veranstaltung im Schloss Diedersdorf (Beginn: 13 Uhr) dient einerseits dazu, den offiziellen Start des Clusters Ernährungswirtschaft bekanntzugeben und die Möglichkeiten der Clusterstrategie des Landes Brandenburg zu diskutieren. Andererseits steht das Image heimischer Lebensmittel als Grundlage für das Herkunftsmarketing im Fokus. Weitere Informationen und Anmeldung: www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

02.11.2012

Akzeptanz des Neuheitenregals

Im Rahmen eines Pressetermins wird eine Untersuchung von Studenten der Fachhochschule Brandenburg (Havel) zum Thema „Produktneuheiten im Einzelhandel – Theoretische Analyse und empirische Untersuchung von Neuprodukteinführungen am Beispiel EDEKA“ vorgestellt. Gegenstand der Arbeit ist das kürzlich in einigen Märkten eingeführte „Neuheitenregal“ für regionale Konsumgüter. Initiiert wurde das Projekt von EDEKA und pro agro. Die studentische Arbeit fokussiert auf Kundenakzeptanz und Kaufverhalten mit Blick auf die im Neuheitenregal präsentierten Produkte. Informationen: Ben-Netzwerkmanager Kai Rückewold, Tel. 03328/33767-22 IMPRESSUM Herausgeber: Brandenburger ErnährungsNetzwerk e.V. c/o Industrie- und Handelskammer Potsdam Breite Straße 2 a-c 14467 Potsdam Stefan Bregulla: Tel. 0331/2786-284 Kai Rückewold: Tel. 03328/33767-22 www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

Redaktion: Diplom-Volkswirt Matthias Kersten M+S Kersten GbR Baseler Straße 136 12205 Berlin Telefon: 030/76 90 45-45 Fax: 030/76 90 45-47 m.kersten@mediafritzen.de

Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) wird vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

7 8„Kunden von morgen heute erreichen – authentisch handeln, nachhaltig überzeugen.“ So lautet das


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