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Mai 2012

Newsletter Brancheninformationen aus der Region Berlin/Brandenburg

INHALT AKTUELL Neues für die und aus der Region...................1 PORTRÄT Hemme Milch stellt sich vor.....................2 PRODUKTE Spezialitäten aus der Region...................3 PARTNER Fegro/Selgros baut Regionalität aus........4 MESSEN Slow Food: Erfolg in Stuttgart........................5 INSIDE Neue Serie: Fordern und Fördern........6

Kennzeichnung: Verlässliche Informationen „Der Lebensmittelmarkt in Deutschland funktioniert!". Mit diesen Worten hat BLL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Matthias Horst der Darstellung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes widersprochen, wonach es in Deutschland keinen „funktionierenden Qualitätswettbewerb" gebe. Die Forderungen nach weiteren „verlässlichen Labels" oder der klaren Kennzeichnung von Qualitätseigenschaften gingen an der Marktrealität vorbei. „Schon heute findet der Verbraucher auf den Verpackungen eine große Anzahl qualitätsrelevanter Informationen, angefangen bei rechtlich geregelten, freiwilligen Herkunftsbezeichnungen bis hin zum Qualitätssiegel QS. Darüber hinaus informiert das Zutatenverzeichnis auf einen Blick verlässlich über alle Zutaten, die bei der Herstellung des Lebensmittels verwendet wurden." www.bll.de

Gut für die Zukunft von Bio-Produkten Die EDEKA hat 2011 ihre Position im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gestärkt. Wichtigster Wachstumstreiber ist das von 4.500 selbstständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft: Die Umsätze stiegen hier erstmals über 20 Mrd. €. Im Jahresverlauf eröffnete der Einzelhandel des Verbundes mehr als 190 neue Märkte – gut für die Zukunft der Bio-Produkte, da sich die EDEKA-Kaufleute besonders dafür einsetzen. www.ein-herz-fuer-bio.org

KONTAKTE Wichtige Termine und mehr............7

Bewerbung um Deutschen Verpackungspreis

RESPONSE Workshops und Leserbrief...................8

Ab sofort können sich Unternehmen um den Deutschen Verpackungspreis bewerben. Die Gewinner werden unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ermittelt und im Rahmen einer festlichen Gala prämiert. Anmeldungen unter: www.verpackungspreis.de

KÜRZLICH GESAGT „Regionalität bei hoher Qualität ist ein geeigneter Ansatz, um auch als kleinerer Anbieter auf dem globalisierten Markt bestehen zu können.“ Jörg Vogelsänger Landeswirtschaftsminister

Auch kleinere Losgrößen möglich Beim BEN-Stammtisch „Verpackung in der Lebensmittelindustrie“ war über das Problem diskutiert worden, dass kleine und mittlere Unternehmen sich häufig außer Stande sehen, die in der Regel vorgegebenen Mindestlosgrößen – die Rede war von 5.000 Stück – abzunehmen. Auf unseren Bericht im BENNewsletter 04/2012 hat sich die FMS-Verpackungen GmbH gemeldet und ihre Bereitschaft erklärt, kleinere Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. Denkbar sei auch, die Losgröße in mehrere Tranchen aufzuteilen und innerhalb eines Jahres abzurufen, wobei nur die jeweilige Tranche in Rechnung gestellt würde. Kontakt: FMS-Verpackungen GmbH, Uwe Steffen, Tel.: 03647/46980, Mobil: 0160/90542917. 1


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Porträt

„Zwischen Kuh und Kunden gibt es nur ...“ Hemme Milch in Schmargendorf ist ein junges Unternehmen – aber nur, was den Standort betrifft: „Keimzelle“ ist der landwirtschaftliche Familienbetrieb in Niedersachsen, der seit 1589 besteht und heute in 21ster Generation geführt wird. Gut vierhundert Jahre später, 1998, machte sich der jüngste Sproß in die Uckermark auf und gründete dort mit zunächst vier Arbeitskräften die Hemme Milch GmbH. Aus bescheidenen Anfängen ist ein moderner Betrieb geworden, der mit zwanzig Mitarbeitern täglich 13.000 kg Milch von ca. 450 Kühen verarbeitet und vertreibt. Damals wie heute pflegt man das bodenständige und kundennahe „Milchmannsystem“, über das inzwischen ca. 3.000 private Haushalte sowie rund 200 Kindergärten und Schulen beliefert werden.

Gunnar Hemme

„Zwischen Kuh und Kunden gibt es nur Hemme Milch“, umschreibt Inhaber Gunnar Hemme das Prinzip. „Das schafft Transparenz und Authentizität“, erklärt er. Das gilt auch dann, wenn als „Kunde“ der Handel firmiert, denn seit nunmehr drei Jahren beliefert Hemme EDEKA/Reichelt, Kaiser’s Tengelmann und neuerdings REWE. Das hat zu einer merklichen Steigerung der verarbeiteten Milchmenge geführt. Größten Wert legt Gunnar Hemme auf artgerechte Haltung und gesunde Ernährung der Kühe sowie auf kurze Wege von der Produktion bis zur Verarbeitung der Milch.

Die Landwirtschaft wird vom Milchgut Schmargendorf KG betrieben, wobei die Molkerei nur 120 Meter vom Kuhstall entfernt liegt und mit einer direkten, unterirdischen Milchleitung verbunden ist. Der Hof selbst und die zugehörigen Flächen befinden sich im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin; der Futterbedarf wird zu 90 Prozent im Betrieb erzeugt. Auf diese Weise sind gesunde Ernährung der Tiere und gleichbleibend hohe Qualität der Milch garantiert. Folgende Produkte werden in der Molkerei hergestellt: Tagesfrische Milch: Sie wird lediglich pasteurisiert, weder ultrahocherhitzt noch homogenisiert. Durch dieses traditionelle Verfahren kann die Milch noch aufrahmen, wodurch der ursprüngliche Geschmack voll erhalten bleibt. Das Produkt gibt es mit natürlichem Fettgehalt (mindestens 3,7 Prozent) und teilentrahmt (1,8 Prozent). Joghurt: Nach dem „Dicklegen“ wird er cremig gerührt, mit Früchten vermengt und abgefüllt. Fassbutter und Buttermilch: Die Fassbutter ist eine klassische Kontakt: Sauerrahmbutter. Der frische Geschmack entsteht durch Säuerung des Butterungsrahms. Die Buttermilch zeichnet sich durch Hemme Milch GmbH&Co. KG Heideweg 4 einen maximalen Fettgehalt von 1 Prozent aus. ALSAHNA: Die handwerklich hergestellten Frischkäsesorten wer- 16278 Angermünde den in großen Käsewannen verarbeitet. Durch das alt bekannte Tel. 03331/25 25 25 Fax 03331/25 25 26 Pressverfahren werden die anfallende Molke abgetrennt und www.um-hemme-milch.de der Frischkäse anschließend abgefüllt.

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Produkte

African BBQ aus dem Hause Würzlust in Schulzendorf bringt einen Hauch des südlichen Kontinents in jede Küche. Der intensive Duft von Coriander, Pfeffer, Fenchel, Meersalz, Knoblauch, Zwiebeln, Zimt, Anis, Ingwer, Nelken, Cumin, Piment und Chilis vereint Gewürze aus unterschiedlichen Ländern zu einem intensiven Geschmackserlebnis. Die Mischung eignet sich ideal zum Marinieren von Fleisch- und Geflügelgerichten und verleiht jeder Party die richtige Würze. Auf künstliche Aroma- und Zusatzstoffe wird bewusst verzichtet. Kontakt: Würzlust, Lessingstraße 20, 15732 Schulzendorf, Tel.: 033762/8168-98, Fax: 033762/8168-99. Die Grünlichtenberg Kartoffel- & Gemüseverarbeitungs GmbH hat sich mit seinen Erzeugnissen einen überregionalen Namen gemacht. Auch Convenience-Produkte gehören zum Portfolio – wie zum Beispiel der fertig zubereitete Kloßteig aus gekochten Kartoffeln in den Verpackungseinheiten 750 g / 2,5 kg / 5 kg. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Den fix und fertigen Kloßteig aus der Packung nehmen, Klöße formen und ca. 30 Minuten in kochendem Wasser ziehen lassen. Wer es noch bequemer haben will, kann auf bereits geformte Klöße in Verpackungseinheiten á 60 oder 150 Stück zurückgreifen. Kontakt: Alte Plessaer Str. 17, 04932 Hirschfeld, Tel.: 035343/7660. Die Marmeladenmanufaktur Lehde liegt im Herzen des Spreewalds, im bekannten Lagunendorf gleichen Namens. Dort werden die Produkte in handwerklicher Arbeit nach dem Motto hergestellt: „Die Natur des Spreewalds auf den Tisch.“ So ist auch das Holunder-Prosecco-Gelee entstanden, in dem italienische Lebensfreude und heimische Natur vereint sind. Dabei rundet die traubige Note aus Italien die ursprüngliche Herbe des Holunders ab. Alle Produkte sind durch den Spreewaldverein kontrolliert und zertifiziert. Da Frische und Qualität oberste Priorität haben, sind Teile des Angebots nur saisonal erhältlich. Kontakt: Marmeladenmanufaktur Lehde, An der Lischka 3, 03222 Lübbenau, Tel.: 03542/80812. „Gut essen – gut leben.“ Gemäß dieser Devise verfährt man auf Gut Hesterberg, wo die Wurstwaren nach Hausmacherart hergestellt werden – ohne zusätzliche Konservierungs- und Farbstoffe und nach alten Rezepturen. Die Schweine kommen von zertifizierten Bauernhöfen aus der Region und werden in einem Partnerbetrieb in Neuruppin geschlachtet. Sie bekommen weder Antibiotika noch andere Leistungsförderer. Mit wöchentlicher Schlachtung ist Frische garantiert: Oft sind die Produkte, die ab 4 Uhr morgens produziert werden, schon vormittags in den eigenen Filialen. Zusätzlich ist man bei Reichelt gelistet. Kontakt: Gut Hesterberg, Gutsallee 1, 16818 Neuruppin-Lichtenberg, Tel.: 03391/70060. Die natürlichen Aromen von Früchten, Kräutern und Gewürzen möglichst unverfälscht zu erhalten, ist das Ziel der Rheinsberger „EIS-Zauberei“. Hier werden weder künstliche Geschmacksverstärker noch naturidentische Aromen verwandt. Das Basis-Eis in vier unterschiedlichen Sorten ist ein reines Naturprodukt, kalorienarm sowie fett- und zuckerreduziert. Die wichtigsten Zutaten sind Milch, wenig Zucker und Fruchtzucker, Butter sowie Guakern- und Johannesbrotkernmehl und je nach Geschmacksrichtung Joghurt und Kakao. Kontakt: EIS-Zauberei, Kurt-Tucholsky-Str. 36, 16831 Rheinsberg, Tel.: 033931/724-0, Fax: 033931/724-10. 3


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Partner

FEGRO/SELGROS Cash & Carry: Regionalität ausbauen FEGRO/SELGROS ist als Cash & Carry-Unternehmen professioneller Partner für Gastronomen, Kioske, Einzelhändler und andere Gewerbetreibende. Es bietet bundesweit geballte Kompetenz, Qualität, Frische, Vielfalt und Service – und das alles unter einem Dach. Ursprünglich entstand das Unternehmen aus den Märkten FEGRO und SELGROS. Bereits 1959 wurde der erste SELGROS-Markt eröffnet. Sieben Jahre später gab es den ersten FEGRO-Markt.

Im Jahre 1989 wurde die OHG FEGRO/SELGROS Gesellschaft für Großhandel mbH & Co. gegründet, die gegenwärtig auf nationaler Ebene über 43 leistungsstarke Cash & Carry-Märkte verfügt. Zentraler Firmensitz ist Neu-Isenburg. FEGRO/SELGROS gehört heute zur transGourmet-Gruppe, einer hundertprozentigen Tochter der Coop Genossenschaft in der Schweiz.

Oliver Schneider

Die Expansion über die deutschen Grenzen hinaus begann 1997 mit der Eröffnung des ersten SELGROS Cash & Carry–Marktes in Polen. Es folgten weitere Auslandsaktivitäten in Rumänien und Russland. In allen drei Ländern ist man heute mit insgesamt 39 Standorten vertreten. FEGRO/SELGROS hat die Großhandelsmärkte so gestaltet, dass die Kunden ihren kompletten Warenbedarf mit nur einem Einkauf decken können – individuell, bequem und zeitsparend. Die leistungsstarken Betriebe bieten deshalb auf Verkaufsflächen bis zu 11.000 m² mehr als 25.000 Food- und 28.000 Non Food-Artikel an. Zur Philosophie zählen in erster Linie ausgeprägte Kundennähe und hohes Qualitätsversprechen.

Zu den prägenden Eigenschaften des Unternehmens gehört es, sich flexibel den regionalen und lokalen Bedürfnissen anzupassen. Neben bekannten internationalen Marken findet sich bei FEGRO/SELGROS ein breites Sortiment regionaler Produkte in den Regalen. Mehr noch: Die SELGROS-Märkte in Cottbus, Stahnsdorf, Falkensee, Ahrensfelde und Berlin haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Sortimente aus der Region Berlin/Brandenburg weiter auszubauen.

„Wir können schon heute mit Stolz sagen, dass wir ein umfangreiches Sortiment regionaler Produkte anbieten. Dennoch sind wir weiter bemüht, die Regionalität auszubauen und damit den Wünschen unserer Kunden zu entsprechen“, sagt Geschäftsleiter Kontakt: Oliver Schneider. Zu seinen Aufgaben als Regionalbeauftragter OHG FEGRO/SELGROS Berlin/Brandenburg zählt es unter anderem, neue Artikel zu Cash & Carry GmbH & Co. sichten und in das bestehende Sortiment zu integrieren. Die Bärenbrücker Straße 2 nächste Maßnahme steht unmittelbar bevor: In Zusammenar03042 Cottbus beit mit pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen RauTel.: 0355/75 18-0 mes im Land Brandenburg wird FEGRO/SELGROS in den komFax: 0355/75 18-199 menden Wochen etliche Produkte der Marke „Von Hier“ ins www.fegro-selgros.de Sortiment aufnehmen.

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Messen

Rückbesinnung auf Herkunft und Produktion von Lebensmitteln Auf der Slow-Food-Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart (12. bis 15. April 2012) haben rund 400 Aussteller aus ganz Europa ihre Spezialitäten präsentiert. Jeder von ihnen musste zuvor einen anspruchsvollen Prüfungsprozess durchlaufen, an dessen Ende das zur Teilnahme berechtigende Slow-Food-Zertifikat stand. Bereits zum vierten Mal in Folge organisierte pro agro mit Unterstützung des Landes und der EU den Auftritt mittelständischer Unternehmen aus Brandenburg. Auf dem Gemeinschaftsstand vertreten waren:

In diesem Jahr feiert Slow Food Deutschland sein 20-jähriges Bestehen. Ähnlich wie das 1986 gegründete italienische Vorbild stand am Anfang der Genuss: leckeres Essen und guter Wein. Heute ist Slow Food weltweit die einzige Bewegung, die Produzenten und Konsumenten unter einem Dach vereint.

In Berlin und Brandenburg hat Slow Food derzeit rund 800 Mitglieder und Förderer, die in so genannten „Convivien“ organisiert sind (convivium = Tafelrunde, Gastmahl, Miteinander): das große Hauptstadt-Convivium Berlin und die ländlichen Convivien Potsdam-Wannsee-Mittelmark und Barnim-Oderland.

Altland UG Klosterbrauerei Neuzelle Manufaktur von Blythen Christine Berger GmbH Brandenburg Spezialitäten Frank Freiberg Die Senf Elfen Fläminger Genussland Mühle Steinmeyer Gläserne Molkerei Obstweinkellerei Bestwinus und Spreewaldfisch Verarbeitungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH. Die Slow-Food-Messe, die den bewussten Genießer und Fachbesucher gleichermaßen ansprach, war Teil der Stuttgarter Frühjahrsmessen, die sich Themen wie Nachhaltigkeit, globale Fairness, Ökologie und gesunder Ernährung widmet. Damit hatte man offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen: Volle Hallen, gut besuchte Vorträge und außergewöhnliche Geschmackserlebnisse prägten das Bild an allen vier Messetagen.

„Wir sind mit dem Verlauf der Slow-Food-Messe in Stuttgart sehr zufrieden“, bilanzierte Dr. Ursula Hudson, stellvertretende Vorsitzende von Slow Food Deutschland. Der „Markt Seit 2007 gibt es die Slow-Fooddes guten Geschmacks“ sei für Besucher wie Aussteller ein Messe in Stuttgart. Sie ist ein beeindruckendes und hoch informatives Erlebnis gewesen – Schaufenster für gute Lebensmitein Urteil, dem sich pro agro und die beteiligten Unternehtel und Messlatte zugleich. Pro men aus Brandenburg uneingeschränkt anschlossen. Lobende agro ist dort seit 2009 mit einem Worte fand auch Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur Gemeinschaftsstand vertreten. und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. „Das Motto der Slow-Food-Bewegung – Genuss mit Verstand – entspricht nicht nur der Philosophie vieler brandenburgischer Unternehmen. Es passt auch als Markenzeichen der Brandenburger selbst“, bekräftigte er und fügte hinzu: „Wir erleben in Brandenburg den erfreulichen Trend, dass Herkunft aus der Heimat sowie spezielle Geschmacksrichtungen und Rezepturen mehr und mehr von den Verbrauchern honoriert werden. Kunden schätzen wieder den guten Geschmack der vor der Haustür hergestellten Produkte.“ Brandenburg kompakt: Die Aussteller

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Inside

Fordern und Fördern (1)

Know-how vermitteln und Kontakte knüpfen Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk, kurz BEN, hat sich zur Aufgabe gestellt, die regionale und überregionale Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und wirtschaftsnahen Einrichtungen der Ernährungsbranche zu verbessern. Das Netzwerk bietet Unternehmen die ideale Plattform zur Vernetzung, Kooperation, Information, Innovation und somit zur gemeinsamen Markterschließung und Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Der Verein besteht seit 2007 und zählt heute 50 Mitglieder.

Eine Serie über Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Ernährungswirtschaft. Heute: Die Aufgaben von BEN

Zur Erreichung der wirtschaftlichen Ziele von UnternehmerInnen in der Metropolregion BerlinBrandenburg wollen wir vorrangig die Wertschöpfung in sogenannten Wertschöpfungsketten von der landwirtschaftlichen Primärproduktion bis zum Verbraucher steigern, das heißt die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig und zum Nutzen der UnternehmerInnen und Einwohner der Region mitgestalten. Dazu gehört auch die Verarbeitung der eigenen landwirtschaftlichen Rohstoffe zu Lebensmitteln mit hoher handwerklicher Qualität nach traditionellen Rezepten und Verfahren. Zunehmend werden auch andere regionale Rohstoffe zu typisch heimischen und modernen Produkten verarbeitet. Das zunehmende Interesse der Verbraucher an regionalen bzw. ländlichen Themen schafft auch Märkte über die regionalen Lebensmittel und den Tourismus hinaus. Im Lebensmitteleinzelhandel ist eine eindeutige Kennzeichnung der regionalen Lebensmittel erforderlich, um dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, die regionale Herkunft der Produkte in seine Kaufentscheidung einfließen zu lassen. Der Konsument möchte Lebensmittel mit regionaler Herkunft kaufen – unabhängig davon, ob sie direkt aus einem bestimmten Ort oder aus benachbarten Gegenden stammen. Die Entscheidung, was Regionalität bedeutet, liegt dabei beim Verbraucher selbst. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Information, wo und woraus das Produkt hergestellt wird, leicht zu beschaffen ist. Durch überregionale Verbrauchernachfrage kann mit Regionalität die wirtschaftliche Entwicklung in strukturschwachen Regionen Brandenburgs entscheidend und dauerhaft gefördert werden. Dass die Konsumenten mit ihrer Kaufentscheidung für regionale Produkte bewusst auch den ländlichen Raum unterstützen wollen, zeigen zahlreiche Befragungen. Zu den Herausforderungen der Lebensmittelindustrie gehören die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der Klima- und Demografiewandel, Rohstoff- und Energiekosten sowie Nachhaltigkeit. Brandenburger Unternehmen sind in Deutschland kaum bekannt – bis auf wenige Ausnahmen. Mittelständische Lebensmittelhersteller brauchen Handelspartner, um sich einen Namen zu machen. Im Wettbewerb spielt Marketing eine entscheidende Rolle – und genau in diesem Rahmen unterstützen wir unsere Mitgliedsfirmen und pflegen Kontakte zu den großen Handelsketten. Unser Ziel ist es, die Präsenz regionaler Produkte in den Regalen zu stärken. Unsere gute und gewachsene Beziehung zum Einzelhandel leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Aktivitäten von BEN sind die Netzwerkmanager: Stefan Bregulla Tel.: 0331/2786-284 Fax: 0331/2786-191 stefan.bregulla@potsdam.ihk.de

Kai Rückewold Tel.: 03328/33767-22 Fax: 03328/33767-69 rueckewold@proagro.de

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Newsletter 17.-19.05. 2012

Brancheninformationen aus der Region 05/2012

Kontakte

BraLa – die größte regionale Leistungsschau

Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (BraLa) im MAFZ – Erlebnispark Paaren in Glien ist die größte Leistungsschau der Agra- und Ernährungswirtschaft sowie des gesamten ländlichen Raumes in Brandenburg. Ein wichtiger Bestandteil ist seit Jahren der pro-agro-Erlebnismarkt mit den vernetzten Leistungsbereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Direktvermarktung, Landtourismus als Einkaufen beim Bauern, Pferde- und Reiterhöfe sowie Landgasthöfe. www.brala.eu 19.-20.05.2012

Erneut treffen sich die Rohköstler

Die Messe „Rohvolution“ in Freiburg bietet einen regen Informationsaustausch zwischen Vitalköstlern sowie fachkundigen Frauen und Männern der Rohkostbranche. Sie wurde im Jahre 2008 erstmals organisiert und findet auch 2012 an verschiedenen Orten Deutschlands statt. Es handelt sich um eine Ausstellung mit Anbietern rund um die rohköstliche Ernährung. Vorgestellt wird beispielsweise das ganze Spektrum an Entsaftern und Geräten, die es noch leichter machen, Rohkost selbst zuzubereiten. Neben frischen Smoothies und Säften, die man probieren kann, erfahren Besucher vieles zur Keim- und Sprossenzucht und deren vielfältigen Einsatzmöglichkeit in der Rohkosternährung. Außerdem finden Vorträge und Workshops zum Thema Rohkost statt. Weitere Informationen: www.rohvolution.de

22.-23.05.2012

„Welt der Handelsmarken“ in Amsterdam

Die PLMA (Private Label Manufacturers Association) unterstützt Hersteller und Einzelhändler bei der Einrichtung ihrer eigenen Handelsmarkenprogramme. Seit fast 26 Jahren trifft sich auf der jährlichen internationalen Fachmesse die Branche, um neue Produkte kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen sowie sich von innovativen Ideen inspirieren zu lassen. Präsentiert werden fast 3.600 Ausstellungsstände inklusive 42 nationaler und regionaler Pavillons. Ausgestellt werden u.a. Produkte wie Frisch-, Kühl- und TK-Lebensmittel, Getränke und haltbare Lebensmittel, Kosmetika, Gesundheits- und Schönheitsartikel sowie Haushalts- und Küchenprodukte. Weitere Informationen: www.plmainternational.com

22.05.2012

Preisverleihung Supermarkt des Jahres in Köln

Zur Jubiläumsveranstaltung „SuperMarkt des Jahres“ lädt die Lebensmittel Praxis in den Tanzbrunnen Köln ein. Seit 1993 prämiert das Fachmagazin die besten Handelskonzepte, die schönsten Läden und ertragreichsten Geschäfte in unterschiedlichen Kategorien. Auf dem jährlichen Branchen-Highlight treffen sich rund 800 Entscheider aus Handel und Industrie, um gemeinsam die Gewinner zu feiern und Kontakte zu pflegen. Um 15.30 Uhr findet zunächst ein Fachforum mit unterschiedlichen Vorträgen statt; Themen: „Zentrale: Welche Absatzkanäle erfolgreiche Händler und Hersteller bedienen sollten“; „Markt: Wer die Maßstäbe im internationalen Vergleich setzt“; „Verkauf: Was erfolgreiche Händler bieten müssen.“ Ab 18 Uhr werden die besten Handelsteams präsentiert und prämiert. Weitere Informationen und Anmeldung: www.lebensmittelpraxis.de

09.-10.06.2012

18. Brandenburger Landpartie

Diese ganz besondere Einladung ins Märkische, eine Initiative von pro agro, findet in diesem Jahr zum 18. Mal statt. Wie schon in den Vorjahren, als jeweils mehr als 100.000 Besucher auf Entdeckungstour ins ländliche Brandenburg gingen, werden auch diesmal zahlreiche Gäste aus den Städten der Region erwartet. Den Auftakt machen etliche Betriebe aus Vehlefanz und Schwante, darunter auch BEN-Mitglied Bäckerei/Konditorei Plentz. Informationen: www.proagro.de

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Brancheninformationen aus der Region 05/2012

Response

Workshop-Themen Beim BEN-Stammtisch „Verpackung in der Lebensmittelindustrie“ (27. März 2012) wurden zwei Workshops angeregt. Welche thematischen Schwerpunkte sind für Sie dabei besonders wichtig?

Workshop „Design von Verpackungen“: ____________________________________________

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Workshop „Kennzeichnung von Produkten“: _______________________________________

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_______________________ Ort/Datum

______________________________ Firma/Stempel

__________________ Unterschrift

Bitte schicken/faxen an: BEN e.V., c/o IHK Potsdam, Breite Straße 2a-c, 14467 Potsdam, Fax: 0331/2786-191 LESERBRIEFE Betr.: „Verpackung in der Lebensmittelindustrie“ (BEN-Newsletter 04/2012) Die Statements zur Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln haben gezeigt, dass dies für Hersteller eine sehr komplizierte Materie ist: Zumal es nicht nur um die Zutatenliste, Nährwertkennzeichnung oder Verkehrsbezeichnung geht, sondern künftig – gemäß Health-Claims-Verordnung der EU – auch viel strengere Regeln für gesundheitsbezogene Angaben gelten. Auch die neue Lebensmittelinformationsverordnung gilt es zu beachten. Ich empfehle deshalb, sich vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) beraten zu lassen, um nicht in die Kennzeichnungsfalle zu tappen. Heidrun Franke, Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. Anm. der Redaktion: BEN hat bereits mit dem BLL Kontakt aufgenommen. Dort ist man bereit, im Rahmen eines Workshops über die Thematik zu referieren. IMPRESSUM Herausgeber: Brandenburger ErnährungsNetzwerk e.V. c/o Industrie- und Handelskammer Potsdam Breite Straße 2 a-c 14467 Potsdam Stefan Bregulla: Tel. 0331/2786-284 Kai Rückewold: Tel. 03328/33767-22 www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

Redaktion: Diplom-Volkswirt Matthias Kersten M+S Kersten GbR Baseler Straße 136 12205 Berlin Telefon: 030/76 90 45-45 Fax: 030/76 90 45-47 m.kersten@mediafritzen.de

Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) wird vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

8 8„Kunden von morgen heute erreichen – authentisch handeln, nachhaltig überzeugen.“ So lautet das


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