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Juli/August 2013

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Brancheninformationen aus der Region Berlin/Brandenburg INHALT

Berlin/Brandenburg schneidet hervorragend ab

PARTNER fermtec GmbH: Kompetent und flexibel....4

Die Stiftung Warentest hat regionale Lebensmittel unter die Lupe genommen und die Ergebnisse unter dem Titel „Ein Stück Heimat, bitte“ in der jüngsten Ausgabe ihrer Fachzeitschrift „test“ (Ausgabe 07/2013) veröffentlicht. Im Fokus der Untersuchung standen drei Warengruppen in drei Regionen: Apfelsäfte, Milch und Eier in den Großräumen Berlin/Brandenburg, Köln und München. Trotz strengster Maßstäbe schnitten die Produkte aus Berlin und Brandenburg hervorragend ab. So wurden die naturtrüben Apfelsäfte von Bio Company mit „sehr gut“ bzw. von Werder Frucht (unter dem pro agro-Label VON HIER) mit „gut“ bewertet. Beide Produkte stammen aus dem Hause Süßmost- und Weinkelterei Hohenseefeld. Bei frischer Vollmilch erreichten die Gläserne Molkerei (Münchehofe) und Hemme Milch (Angermünde) die vordersten Plätze mit jeweils „sehr gut“. Das gleiche Zertifikat erhielten die frischen Bio-Eier von Gut Schmerwitz (Wiesenburg), die ebenfalls unter der Regionalmarke VON HIER vermarktet werden.

MESSEN Mit BEN bei der LE GOURMET....................5

Kein Verkauf unter Einstandspreis

AKTUELL Neues für die und aus der Region..................1 PORTRÄT EIS-Zauberei voller Ideen......................2 PRODUKTE Spezialitäten aus der Region..................3

INSIDE Potsdamer Erlebnisnacht...................6 INSIDE Internethandel und Markenverjüngung..........7 TERMINE Wichtige Daten und Fakten.......................8

KÜRZLICH GELESEN „Es ist eine Besonderheit von uns Mittelständlern, dass wir alles führen, was die eigene Region uns bietet.“ Friedhelm Dornseifer Lebensmittelkaufmann

Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hat sich kürzlich auf einen Kompromiss zur 8. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verständigt. Damit ist es Handelsunternehmen mit überlegener Marktmacht auch in den nächsten fünf Jahren verboten, Lebensmittel unter Einstandspreis zu verkaufen. Dies ist lediglich in Ausnahmefällen zulässig, etwa um einen unmittelbar bevorstehenden Verderb der Ware zu verhindern.

Mehr EU-Geld für landwirtschaftliche Kleinbetriebe Die 27 EU-Agrarminister haben beschlossen, dass die Landwirte ökologischer wirtschaften sollen. Von den Zahlungen an die Bauern (rund 60 Mrd. €) wird knapp ein Drittel an Umweltleistungen geknüpft, berichtet Spiegel online. Kleinbetriebe bekommen künftig mehr Geld.

Bewerbungen für Landpartie 2014 Die ersten Bewerbungen für die Brandenburger Landpartie im nächsten Jahr (14./15. Juni 2014) sind bereits eingegangen. Wer daran teilnehmen will, sollte folgende Informationen einreichen: Beschreibung des Betriebes und Darlegung des landwirtschaftlichen Bezuges; Beschreibung des Programmablaufs (Bühne, Musik, Hof- bzw. Feldführungen, Angebot an regionalem und saisonalem Essen), Einbindung von Partnern aus der Region (traditionelles Handwerk, Kulturangebot etc.), Parkplatzkapazität und räumliche Bedingungen. Die Bewerbungsfrist endet im Dezember 2013. Informationen: kontakt@proagro.de

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Porträt

EIS-Zauberei: Pures Eis, individuell „gezaubert“ Das von Wolfgang Brasch 1990 gegründete und geführte Familienunternehmen fertigt ausgefallene Eissorten mit einer weltweit einzigartigen Technik. Im eigenen „EiZ-Café“ am Geschäftssitz Rheinsberg sieht man in der üblichen Auslage kein Eis, sondern Früchte, Kräuter, Gewürze und vieles Außergewöhnliche mehr – eine ganz andere Eiswelt. Das „EiZ“, wie es der Inhaber markenbewusst als Kürzel von „EIS-Zauberei“ nennt, wird praktisch à la carte auf individuellen Kundenwunsch hergestellt – ohne Zugabe von Farb- und Aromastoffen, ohne Gluten oder Laktose sowie fett- und zuckerfrei. Herzstück der EIS-Zauberei ist eine vor zehn Jahren von Wolfgang Brasch entwickelte und in Kooperation mit regionalen Firmen in Rheinsberg gefertigte Maschine, die ein so frisches, natürliches und individuell gewünschtes Produkt in sehr kurzer Zeit herstellen kann. Das einmalige Design entstand in enger Zusammenarbeit mit Studenten der Fachhochschule in Potsdam. Diese Eismixmaschine, getauft auf den Namen „Magic One“ funktioniert auf einfache mechanisch/elektrische Bedienung. Sie vermischt die möglichst naturbelassenen Zutaten, für die sich der Kunde individuell entschieden hat, mit einem Basiseis und füllt es in eine Eistüte oder einen Eisbecher. Geschmacks- oder Farbänderungen durch die verschiedenen Zutaten können durch eine kleine Zwischenspülung für die jeweils nächste EiZsorte entfernt werden. Die Leistung von „Magic One“ liegt bei ca. zwei EiZ/Min. oder bis zu 800 EiZ/Tag.

Eismixmaschine „Magic One“

„EIS-Zauberer“ Wolfgang Brasch

Aktuell werden sieben verschiedene Basiseis-Sorten angeboten: neutral, mit Joghurt oder Schokolade sowie ein laktosefreies Zitroneneis. Für das Bio-Konzept gibt es das neutrale, das Joghurt- oder insbesondere das Reismilcheis – ein laktosefreies, veganes Basiseis, das gerade bei dieser sich stark entwickelnden Verbrauchergruppe hohen Zuspruch findet. Die „EiZbar“, das kleinste und mobile Konzept der „EiZmanufaktur“, ist die Arbeitsstation für den EIS-Zauberer. Sie benötigt nur einen Stromanschluss von 230V/10A und eine Stellfläche von geringer als einem Quadratmeter, die Eismixmaschine ist aufgesetzt. Die EiZBar präsentiert zur Auswahl verschiedene EiZzutaten und beherbergt das Basiseis, das in speziellen Folien abgefüllt und länger als 18 Monate bei -18°C haltbar ist. Somit ist alles Notwendige auf einem Platz für den erfolgreichen Eisverkauf konzentriert. Dieses bestechend einfache Konzept wird von der EIS-Zauberei weltweit als Lizenz verkauft und ist z.B. in Deutschland an über 60 Standorten zu finden, international in bereits 17 Ländern.

Individuelle Sortenvielfalt und die Natürlichkeit der selbst erfundenen Eissorten geben der EIS-Zauberei praktisch ein Alleinstellungsmerkmal. Das Produkt ist 100prozentig pur und verfügt über den natürlichen Geschmack der von den Kunden ausgewählten Zutaten, wie z.B. Erdbeere, Himbeere, Ingwer, Cerealien, Minze und andere. Diese Zutaten, kombiniert je nach individuellem Geschmack, werden live vor den Augen der Kunden frisch zubereitet.

Kontakt: EIS-Zauberei Wolfgang Brasch Kurt-Tucholsky-Straße 36 16831 Rheinsberg Tel. 033931/7240 E-Mail: office@eiszauberei.de www.eiszauberei.de

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Produkte

Das „BB-Ei“ der Landkost-Ei GmbH (Bestensee) vereint jahrzehntelanges, gewachsenes Wissen bezüglich artgerechter Hühnerhaltung und Eiererzeugung. Wegen der kurzen Transportwege zeichnet es sich durch besondere Frische aus. Ein weiteres Qualitätsmerkmal: Es stammt von Legehennen, die in vorbildlichen Ställen leben (Bodenhaltung) und deren Futter gentechnikfrei ist. Legebetriebsnummer, MHD-Datum und der Schriftzug „Das BB-Ei“ werden auf das Ei gestempelt. Durch die umweltfreundliche, recycelte Klarsichtverpackung kann der Konsument jedes Ei ohne Berührung kontrollieren und zuordnen. Kontakt: Landkost-Ei GmbH, Motzener Straße 111, 15741 Bestensee, Tel. 033763/79-146, Fax 033763/79-194. Die Suppen, Chutneys und Soßen von Babelfood (Werder) werden in dem kleinen „Einfrau“-Betrieb alle von Hand selber hergestellt. Sämtliche Produkte stammen aus biologischem Anbau, hauptsächlich aus der näheren Umgebung. Das heißt, neben der hohen Bioqualität legt man besonderen Wert auf die Regionalität der Herstellung und Vermarktung. Zum kleinen, aber feinen Sortiment gehören: Borschtsch, marokkanischer Kichererbseneintopf, Chili sin Carne (vegan), Kürbis-Ingwer-Suppe, verschiedene Soßen und vieles mehr. Kontakt: Babelfood, Alida Babel, Dicke Eiche 10, 14542 Werder, Tel. 0160/1439303.

Neu Die bei Gourmets hoch geschätzten Brandenburger Barbarie-Enten (Dithmarscher Geflügel GmbH) gibt es – neben der frischen Variante – jetzt auch tief gekühlt. Die Tiere werden absolut artgerecht aufgezogen: Sie leben in Bodenhaltung und erhalten weder Antibiotika noch Wachstumsförderer. Mindestens 60 Prozent des Futters bestehen aus heimischen Getreiden, den Rest machen Raps, Sonnenblumen, Erbsen, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente aus. Geschlachtet wird ausschließlich im aufwendigen Trockenrupfverfahren, durch Luftkühlung wird die Aufnahme von Fremdwasser durch das Fleisch vermieden. Kontakt: Dithmarscher Geflügel GmbH & Co. KG, Am Fuchsbau 24, 14554 Seddiner See, Tel. 033205/2678-0, Fax 033205/2678-18. Der „Xucker light (Erythrit)“ aus dem Hause kiwikawa GmbH ist ein Süßstoff der besonderen Art: Erythrit ist ein praktisch kalorienfreier, natürlicher und zahnfreundlicher Zuckerersatz. Der Geschmack ist mild süß, so dass das Produkt sich sehr gut für Süßspeisen und Getränke eignet. Vor allem Diabetiker schätzen seine absolut Blutzucker-neutralen Eigenschaften. In Japan wird Erythrit schon seit 1990 in vielen Lebensmitteln eingesetzt. Auch in der EU wurde es 2006 ohne Mengebeschränkungen als Lebensmittel zugelassen. Kontakt: kiwikawa GmbH, Geneststr. 5, 10829 Berlin, Tel. 030/5360-5855, Fax 030/5360-5877. Im Familienhotel Brandtsheide (Naturpark „Hoher Fläming“) hatte man die Idee, den Wanderern eine nahrhafte, Energie spendende „Kleinigkeit“ mit auf den Weg zu geben. So entstand das „Märkische Wanderbrot“, das überwiegend aus heimischen Zutaten besteht, und zwar aus Trockenfrüchten (Pflaumen, Aprikosen, Rosinen, Äpfel), Walnüssen, Haferflocken, Mehl, Eiern und Rum. Das Produkt ist sehr vitamin- und mineralreich und wird ohne Industriezucker hergestellt. Durch seine fruchtige Süße ist das Wanderbrot auch gut geeignet für Kinder als Alternative zum kalorienreichen Schokoriegel. Kontakt: Familienhotel Brandtsheide, Bahnhofsallee 8c, 14827 Wiesenburg/Jeserig, Tel. 033849/796-0, Fax 033849/796-45.

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Partner

Ein ganzes Bündel von Leistungen Die fermtec GmbH entstand im Jahre 2000 durch Initiative ihres Geschäftsführers Dr. Jürgen Schöber als Firmenausgründung aus der TU Berlin. Aufbauend auf den guten Kontakten zu kleinen und mittleren Unternehmen der Brauereibranche, zu anderen Forschungseinrichtungen sowie zu Maschinenund Anlagenbaubetrieben hat sich das Mitglied des Brandenburger ErnährungsNetzwerks (BEN) zu einem anerkannten Partner für die Industrie und die Forschungskooperation entwickelt. Herzstück des Berliner Unternehmens ist die im Jahre 2005 umfassend rekonstruierte und modernisierte 50 Liter-Versuchsbrauerei mit dem daran angegliederten Labor für chemische Brauereianalysen. Insbesondere die Untersuchungen zum Filtrationsverhalten von Bieren und das Hefemanagement gehören zu den Kernkompetenzen der fermtec GmbH.

Die Versuchsbrauerei

Den Leistungsumfang hat man im Verlauf der Jahre systematisch ausgebaut. Seit 2003 wurden Ausrüstungen zur kleintechnischen Weinherstellung sowie zur Obst- und Gemüseverarbeitung integriert. Hinzu kommt die Kompetenz auf den Gebieten der Milchsäurefermentation und zur Verwertung von Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie für die Bioethanolherstellung. Zur Angebotspalette gehört seit 2007 auch die Entwicklung von alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Die wesentlichen Dienstleistungen auf einen Blick:

Hefepropagation, Hefereinzucht Bierproduktion, Rohstoffaufbereitung Bierfiltration, Cross-Flow-Membranfiltration Wein- und Fruchtweinherstellung Milchsäurefermentation (probiotische Getränke, Functional Drinks) Chemische und mikrobiologische Analysen Entwicklung von alkoholfreien Getränken, Gärungsmischgetränken und Bieren Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie und Bioethanolherstellung Technische und wissenschaftliche Beratung Projektmanagement, Vor-Ort-Service Leerflaschensortierung. Dazu zwei Beispiele aus der Praxis: Zum einen hat das Unternehmen gemeinsam mit dem ILU e.V. aus Bergholz-Rehbrücke ein extrudiertes Spezialmalz („C-Malt“) entwickelt – ein farb- und aromaintensives Granulat mit einer komplexen Vielfalt an Farbtiefen auf der Grundlage verschiedener Malzausgangsstoffe. Das Produkt ist als Basissubstrat für die Herstellung von Bierkonzentraten geeignet. Zum anderen ist man seit Ende 2011 Kooperationspartner der Agrargenossenschaft Münchehofe e.G., wo es um die Realisierung eines bis Ende 2013 laufenden und vom Land Brandenburg geförderten Projekts geht. Inhalt des Projekts ist die Entwicklung und praxisnahe Testung eines Verfahrens zur Herstellung eines stickstoff- bzw. nährstoffreichen sowie lagerfähigen organischen Düngers auf Molkebasis mit hoher Bioverfügbarkeit und Boden verbessernder Wirkung. Dr. J. Schöber

Kontakt: fermtec GmbH Köpenicker Straße 325, Haus 201 12555 Berlin Tel. 030/65762340 www.fermtecgmbh.de 4


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Messen

LE GOURMET in Leipzig: Hervorragendes Umfeld Feinschmecker und Hobbyköche können sich auf einen besonderen Leckerbissen freuen: Vom 14. bis 17. September 2013 lädt die Leipziger Messe erneut zum Genießertreff LE GOURMET ein. Rund 130 Aussteller kredenzen ihre kulinarischen Köstlichkeiten – beginnend bei regionalen Erzeugnissen wie Wildspezialitäten, Käse, Gewürze und Obst über Schokolade, Eis und süße Backwaren bis hin zu Kaffee, Tee und Wein. Dabei können die Besucher nicht nur schauen, kosten und kaufen, sondern sich in Kochshows inspirieren lassen sowie in Workshops die eigenen Fertigkeiten vervollkommnen. Zu den Höhepunktendes Programms gehören unter anderem die Shows mit Sternekoch Marcello Fabbri (Gourmetrestaurant „Anna Amalia“ im Weimarer Hotel „Elephant“) sowie mit Fernsehkoch Carsten Dorhs. Tipps vom Profi bekommt man auch in der „Knoff Hoff-Zone“. Hier lüftet zum Beispiel Chocolatier Olav Praetsch aus Wermsdorf das Geheimnis von feinen Trüffelpralinen und Schokoladenleberwurst; außerdem verrät er, wie man aus Kakaobohnensplittern eine knusprige Bratenkruste zaubert. Weitere praktische Ratschläge gibt es rund um den Kürbis, für Thüringer Klöße und vieles mehr. Ein Marktplatz regionaler Spezialitäten demonstriert, welche schmackhaften Produkte unmittelbar vor unserer Haustür wachsen oder erzeugt werden. Neueste Cocktail-Trends mit und ohne Alkohol lernt man bei der Deutschen Barkeeper-Union kennen. Dass sich Grillen nicht auf Bratwurst und Steak beschränken muss, ist im Grill-Areal anschaulich erleben. Hier kann man sich in Kursen das notwendige Rüstzeug für die nächste Grillsaison holen. Und wer in der heimischen Küche das eine oder andere ausprobieren möchte, erhält an der „Rezeptwand“ die entsprechende Anleitung.
 Parallel zur LE GOURMET findet die Fachmesse für das Gastgewerbe GÄSTE statt, die für den kulinarisch interessierten Besucher weitere Attraktionen bereithält. Dazu gehören z.B. der Internationale Leipziger Preis der Köche, der Profiköche aus aller Welt vereint, sowie der „Innovationspreis Leipzig Exklusiv“, der in diesem Jahr seine Premiere erlebt. Unter dem Motto „Risotto mit Biss - von original bis originell“ präsentiert der Innovationspreis in moderierten Shows neue Ideen für Risotto-Gerichte. Diese und viele andere Aktivitäten werden wieder eine Vielzahl von Besuchern auf das Messegelände locken. Folglich bietet die LE GOURMET auch für Brandenburger Aussteller ein hervorragendes Umfeld. Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) bereitet deshalb eine Gemeinschaftsbeteiligung vor. BEN ist in diesem Jahr das erste Mal auf der Messe vertreten und hat für sich und seine Branchenunternehmen eine Gesamtfläche von 50 m² reserviert. Mit dabei sind derzeit folgende BEN-Mitgliedsunternehmen: Brandenburg Spezialitäten, Candé Natura, EIS-Zauberei, essigart, die Senf-Elfen und Schlossbrauerei Fürstlich Drehna. „Für uns ist es sehr wichtig, dabei zu sein“, betont Wolfgang Brasch (EIS-Zauberei). „Wer regionale Spezialitäten herstellt, kann sich gegenüber dem Wettbewerber hervorragend profilieren.“ Für die Senf-Elfen wiederum ist das Konzept der Parallel-Messen reizvoll: „Das bringt uns reichlich Fachbesucher, z.B. aus der Gastronomie“, sagt Susanne Posth. Überdies biete der Standort Leipzig eine gute Chance, auch andere Regionen der neuen Bundesländer zu erreichen. Ähnlich sieht das Matthias Montel (Schlossbrauerei Fürstlich Drehna): „Wir sind im Großraum Leipzig noch nicht hinreichend bekannt, so dass wir die Messe als willkommene Gelegenheit sehen, unsere Produkte dort zu präsentieren.“ Eine Teilnahme lohnt sich also. Interessenten aus Brandenburg können sich an das BEN-Netzwerkmanagement wenden: kristin.maeurer@potsdam.ihk.de oder rueckewold@proagro.de 5


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Inside

Mit BEN bei der Potsdamer Erlebnisnacht „Erleben, shoppen, genießen“ lautet das Motto der 9. Potsdamer Erlebnisnacht, die am 27. Juli 2013 zwischen 10 und 22 Uhr wieder Scharen von Besuchern ins Zentrum der Landeshauptstadt locken wird. Die von der Bevölkerung bestens angenommene Erlebnisveranstaltung, die seit 2005 am letzten JuliSamstag in der barocken Innenstadt stattfindet, wird vom Potsdam mittendrin e.V. bzw. von der P3 Projekt GmbH in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Medien und Wirtschaft – darunter auch das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) – organisiert. Mehr als 40 gastronomische Einrichtungen bieten Live-Unterhaltung von Klassik und Jazz bis Reggae und Rock. Kleine Bühnen, lauschige Plätze und überraschende Einblicke sollen den Potsdamern Lust auf ihre Stadt machen. Gutes Essen, regionale Produkte, der Cocktail an einer Bar auf der Straße oder das kühle Bier – in der Region gebraut – gehören genauso dazu wie das Gespräch mit Freunden, Nachbarn oder neuen Bekannten. Kurzum: Die Devise „Potsdam mit allen Sinnen erleben“ soll vor allem der regionalen Wirtschaft zugute kommen. Die Erlebnisnacht ist also letztlich ein Marketinginstrument für die vor Ort ansässigen Gewerbetreibenden. Besonders Gastronomie/Hotellerie und Handel profitieren von zahlreichen und kaufkräftigen Besuchern. Im direkten Umfeld des Brandenburger Tors wird erstmals der „Marktplatz der Region“ aufgebaut, wo sich BEN als zentraler Partner engagiert. Hier können Hersteller regionaler Spezialitäten ihre Produkte präsentieren und verkaufen – z.B. Milchprodukte, Eis, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Feinkost, Säfte und Bier. Erzeugern und Verarbeitern bietet sich eine hervorragende Plattform, mit einer Vielzahl von Besuchern in Kontakt zu kommen sowie für ihre Ware gesprächsweise und durch Verkostung bzw. Verkauf zu werben. Im Zentrum des Marktplatzes steht das Kochen in einer open air-Küche (Kochstudio). Hier bereiten Potsdamer Köche verschiedene Speisen unter Verwendung regionaler Produkte vor Publikum her und verkaufen ihre Kreationen anschließend in Probierportionen. Ein unterhaltendes Bühnenprogramm soll den „Marktplatz der Region“ abrunden und die Landeshauptstadt sowie Brandenburg mit seinen regionalen Produkten für den Besucher unvergesslich machen. Erklärtes Ziel des Regionalmarktes ist es folglich, Lust auf das intensive Erleben der Region zu wecken, und zwar kulinarisch wie ökologisch. Es geht um Sensibilisierung und Anregung des Endverbrauchers zum Einkauf von Produkten bei regionalen Erzeugern und Herstellern. Außerdem werden Schnittstellen zur Vernetzung mit Potsdamer Gastronomen geschaffen, um auch hier einen Markt für regionale Erzeugnisse zu eröffnen. Der „Marktplatz der Region“ soll sich in den kommenden Jahren etablieren, d.h. zu einem festen Bestandteil der Erlebnisnacht ausgebaut werden und weiter wachsen. 6


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Inside

Neue Absatzchancen durch Internethandel und Markenverjüngung Das E-Business stellt die Betriebe der Ernährungswirtschaft vor neue Herausforderungen. Ob die Gestaltung der unternehmenseigenen Websites mit integriertem Webshop, der Einsatz und die Steuerung der Möglichkeiten im Social Media-Bereich oder die Eingliederung in die gesamte Unternehmensstrategie – all diese Punkte muss man im Auge behalten, wenn sich die gewünschten geschäftlichen Erfolge einstellen sollen. Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) hat die LAB – Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH auf der Grundlage der EU- und Bundesvorgaben beauftragt, das Thema Markenverjüngung zur Verbesserung von Marketing und Vertrieb, die Nutzung elektronischer Medien sowie die Integration und Darstellung der Qualitätsmanagementsysteme im Rahmen eines Projekts zu analysieren und neue Lösungsansätze zu entwickeln. Dies wurde in folgenden Teilschritten umgesetzt: Gemeinsam mit dem BEN-Mitglied Gut Hesterberg GmbH wurde im Rahmen des Projekts ein Praxisbeispiel erarbeitet. In Seminaren mit speziell entworfenen Schulungsinhalten erhielten BEN-Mitglieder sowie interessierte Unternehmen und Multiplikatoren der Ernährungswirtschaft die Möglichkeit, sich in den Schwerpunkt-Inhalten vor Ort bzw. bei der LAB GmbH weiterzubilden. Aus den Erfahrungen mit den Unternehmen wurde ein Leitfaden erarbeitet, der allen BENMitgliedern und interessierten Betrieben der Ernährungswirtschaft zugänglich ist. Gerade die Ernährungswirtschaft rückt immer stärker in den Fokus der öffentlichen Meinung. Insofern bleibt den Unternehmen keine Möglichkeit, dem wachsenden Einfluss der elektronischen Medien auszuweichen. Dabei kommt es nicht auf die Größe und Produktionskapazität des einzelnen Betriebes an, sondern auf die Inhaltstoffe und Bestandteile des Produkts, die dessen Image beeinflussen. Gütesiegel können das Vertrauen des Verbrauchers festigen und sie zu Stammkunden machen. Die hohen Zuwächse auf allen Gebieten im Online-Bereich, die vielfältigen Möglichkeiten der Diskussionsforen und Social Media-Portale, aber auch eine stark zunehmende Nutzung der Möglichkeiten des Internets durch die ältere Generation zwingen praktisch jedes Unternehmen der Ernährungswirtschaft, sich mit dem Thema Markenverjüngung und E-Business auseinander zu setzen. Zwar kann kein Unternehmen gezwungen werden, sich in diesem Bereich zu engagieren. Doch es muss spätestens dann passieren, wenn der Handel es fordert. Insofern ist eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema unabdingbar. Die Nutzung von elektronischen Medien und die Darstellung von Qualitätsmanagementsystemen spielen im Prozess der Markenverjüngung eine entscheidende Rolle. Gerade jüngere Verbraucher hinterfragen über die elektronischen Medien zunehmend Herkunftswege und Wertschöpfungsketten und treffen aus diesen Informationen heraus ihre Kaufentscheidung. Für Marketing und Vertrieb ergeben sich daraus neue Herausforderungen, nämlich die elektronischen Medien hochprofessionell zu bedienen und nicht nur unter „ferner liefen“ einzuordnen. Den „Leitfaden zur Markenverjüngung und Nutzung elektronischer Medien in der Ernährungswirtschaft“ finden Sie unter www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de, Rubrik Publikationen)

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Aktivitäten von BEN sind die Netzwerkmanager: Kristin Mäurer Tel.: 0331/2786-284 Fax: 0331/2786-191 kristin.maeurer@potsdam.ihk.de

Kai Rückewold Tel.: 033230/2077-22 Fax: 033230/2077-69 rueckewold@proagro.de 7


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Termine

„Marktplatz der Region“ in Potsdam Im Rahmen der Potsdamer Erlebnisnacht (Veranstalter: Potsdam mittendrin e.V. und P3 Projekt GmbH) wird vor dem Brandenburger Tor erstmals ein „Marktplatz der Region“ aufgebaut, wo sich BEN als zentraler Partner engagiert (siehe Seite 6). Hier können Hersteller regionaler Spezialitäten ihre Produkte präsentieren und verkaufen. Erzeugern und Verarbeitern bietet sich eine hervorragende Plattform, mit einer Vielzahl von Besuchern in Kontakt zu kommen. Weitere Informationen: www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

27.07.2013

16.-18.08.2013

Buckower Strohballenfest

Seit mittlerweile 16 Jahren lädt Bauer Werner Mette jeden August auf seinen Acker ein, um das Buckower Strohballenfest zu feiern. Dieses ganz besondere Ereignis findet unter freiem Himmel statt; auch diesmal werden wieder tausende Besucher erwartet. Die Idee, Großstädter und Landwirtschaft durch dieses Fest einander näher zu bringen, setzte Werner Mette gemeinsam mit seinem Freund Christian Rieth in die Tat um. Weitere Informationen: www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de 24.-25.08.2013

13. Elbebadetag mit pro agro-Erlebnismarkt

Eine bunte Mischung aus Land- und Radurlaub, kulinarischen Spezialitäten sowie ländlichem Handwerk und Brauchtum – das ist der pro agroErlebnismarkt anlässlich des Elbebadetages am Nedwighafen in Wittenberge. Hier werden Spezialitäten von kleinen und mittleren Unternehmen zum Kosten und Kaufen angeboten. Ideen für den nächsten Urlaub, Ausflugsziele für die ganze Familie und andere Informationen ergänzen das Angebot. Informationen: www.proagro.de 10.09.2013

Tag der Direktvermarktung und Ernährungswirtschaft

Zunehmend mehr Verbraucher wollen wissen, unter welchen Bedingungen Lebensmittel hergestellt werden und greifen deshalb bevorzugt zu regionalen Produkten. Dieses Potenzial soll für die wirtschaftliche Entwicklung der Direktvermarkter und Unternehmen der Ernährungswirtschaft stärker erschlossen werden. Diesem Thema stellen sich das Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg und der Verband pro agro und laden zu einer Weiterbildungs- und Informationsveranstaltung mit Ideenaustausch in die Heimvolksschule am Seddiner See ein (Beginn: 9:30 Uhr, Kosten: 10 € pro Teilnehmer). Anmeldung bis 4.9.2013. Ansprechpartner: Dr. Klaus Benthin, Tel. 033205/2500-0.

24.09.2013

Berliner Produktbörse

Die IHK Berlin möchte die Vernetzung zwischen Erzeugern und Verarbeitern regionaler Produkte und Spezialitäten mit Gastronomen, Hoteliers, Händlern und touristischen Einrichtungen stärken. Während der Produktbörse in den Räumen der IHK Berlin haben Interessenten die Gelegenheit, ihre Erzeugnisse den Fachbesuchern ohne Ausstellergebühr zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und neue Kunden zu gewinnen. Informationen/Anmeldung: Luisa Pawlowski, Tel. 030/31510-412.

IMPRESSUM Herausgeber: Brandenburger ErnährungsNetzwerk e.V. c/o Industrie- und Handelskammer Potsdam Breite Straße 2 a-c 14467 Potsdam Kristin Mäurer: Tel. 0331/2786-284 Kai Rückewold: Tel. 033230/2077-22 www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

Redaktion: Matthias Kersten Diplom-Volkswirt / Journalist Baseler Straße 136 12205 Berlin Telefon: 030/76 90 45-45 Fax: 030/76 90 45-47 m.kersten@mediafritzen.de

Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) wird vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

8 7 8„Kunden von morgen heute erreichen – authentisch handeln, nachhaltig überzeugen.“ So lautet das

20 BEN-Newsletter Juli2013 August2013  
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