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Postvertriebsstück B12718

Der BPW ist Mitglied im Deutschen Frauenrat und in der International Federation of Business and Professional Women

BPW-Germany e. V., Geschäftsstelle Lange Straße 3, 37127 Niemetal/PVST Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt D 12718

BPWJournal

03/2010

Spezial: Leadership AG-Tagung Arbeitsrecht: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz Rückblick Equal Pay Day BPW Akademie


Frauen in Führungspositionen

Liebe BPW, liebe Leserinnen, mitten in die Diskussion über Quoten für Frauen in Führungspositionen fällt diese Ausgabe des BPW Journals zum Thema Leadership. Frauen in Führungspositionen sind immer noch die Ausnahme, auch wenn ihre Zahl stetig zunimmt. Doch nach wie vor werden sie ein Stück weit wie Exoten behandelt. Unlängst hat das Handelsblatt in einer Serie die Top 100 Aufsteigerinnen der deutschen Wirtschaft präsentiert. Von Simone Bagel-Trah, Chefin des Aufsichtsrats bei Henkel, über Christine Bortenlänger, Chefin der Börse München, bis hin zu Barbar Kux, Einkaufschefin von Siemens. Es gibt sie also, die Frauen in Top-Positionen. Auch in unseren Reihen, wie dieses Heft eindrucksvoll vermittelt.

02 Editorial

Für den BPW ist das eine wunderbare Gelegenheit, einen Beitrag zur aktuellen Diskussion zu leisten. Denn das Thema Leadership wird auch beim BPW ganz groß geschrieben: Sei es im Austausch innerhalb der Clubs, durch die Möglichkeit, als Clubvorsitzende oder Projektleiterin Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen, oder aber auch dadurch, Frauen in Führungsaufgaben zu schulen, wie das beim IDP/PEP-Programm und dem neuen Programm Führungskräftetraining für Vorstände geschieht. In diesem Heft zeigen wir, wie es Führungsfrauen in den USA, Europa, den Golfstaaten, aber auch in Deutschland in Spitzenpositionen geschafft haben und wie es ihnen dabei geht. Doch wir greifen auch Themen aus der aktuellen Diskussion auf und berichten über die Diskus­ sionsveranstaltung zum neu gegründeten Frauenbeirat der Hypovereinsbank. Darüber hinaus stellt die Bestsellerautorin und Trainerin für Führungsfrauen Marion Knaths dar, was Frauen zu tun haben, um in einer männerdominierten Führungsriege nach oben zu kommen. Und natürlich erfahren auch neue Führungsfrauen, wie sie die ersten 100 Tage in der neuen Position exzellent meistern. Nun, die aktuelle Diskussion zur Frauenquote war längst überfällig – schließlich ist man in anderen Ländern schon wesentlich weiter als bei uns. Ob Quote oder nicht, langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass es ohne das weibliche Potenzial nicht geht. Das ist auch ein Aufruf an alle Frauen, mögliche Zweifel an ihrer Führungskompetenz über Bord zu werfen und sich dort zu positionieren, wo sie hingehören: nach oben! Ihre Dagmar Bischof Präsidentin BPW Germany e.V.


Inhalt BPW Journal 03/2010

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 BPW Germany . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Aus den Clubs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Rückblick Equal Pay Day . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 AG-Tagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Neues aus dem Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Young BPW . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Mentoring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 SPEZIAL: Leadership . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Arbeitsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 BPW Akademie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Marktplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Kolumne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Buchempfehlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Forum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Clubkontakte / Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Zuständigkeiten im Bundesvorstand des BPW Germany e.V. Equal Pay Day, Geschäftsstelle, Politik, Presse Präsidentin, Dagmar Bischof | Bassumer Straße 14, 28816 Stuhr | Tel. 0421/89 54 28 | d.bischof@bpw-germany.de Clubgründung, Clubbetreuung, Tagungen 1. Vizepräsidentin, Gabriele Freund | Tannenblick 10, 21224 Rosengarten | Tel 04108 41 38 34 | g.freund@bpw-germany.de Internet, Öffentlichkeitsarbeit, Journal Isabell Rieder | Lehbacher Straße 104, 66113 Saarbrücken | Tel. 0681 6 38 86 47 | i.rieder@bpw-germany.de Mentoring, IDP/PEP-Training, Young BPW Anne-Cathrin Schreiber | Im Winkel 1, 37181 Hardegsen | Tel. 0 55 05 10 73 | a.schreiber@bpw-germany.de Internationales 4. Vizepräsidentin, Henrike von Platen | Hackerstraße 1 | 12161 Berlin | Tel. 030 30 81 10 91 | h. platen@bpw-germany.de Finanzen Sigrid Beyer | Wedellstraße 11, 12247 Berlin | Tel: 0 30 13 89 60 60 | s.beyer@bpw-germany.de Schriftführerin Bettina Haupt | Leonrodstr. 66/2, 80636 München | Tel. 089 15 80 37 90 | b.haupt@bpw-germany.de


Der BPW Germany e.V.

BPW International ist eines des größten Berufsnetzwerke von Frauen weltweit. Der deutsche Verband BPW Germany e.V. ist in über 40 Städten vertreten. Der BPW ist überkonfessionell, überparteilich und berufsübergreifend.

04 BPW Germany

Wenn Sie Mitglied des BPW Germany e.V. werden wollen, dann besuchen Sie den BPW Club in Ihrer Stadt! Überzeugen Sie sich vor Ort über das interessante Angebot des BPW Germany e.V. Lernen Sie viele interessante Frauen aus unterschiedlichen Branchen kennen. Selbstständige, Angestellte, Managerinnen. Informieren Sie sich über das BPW Mentoring Programm, den Young BPW für Frauen bis 34 und über die vielen Vorteile, die ein international aufgestellter Verband seinen Mitgliedern bieten kann. Internationale Kongresse, internationaler Wissensaustausch, internationale Kontakte, Weiterbildungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt. Selbstverständlich erhalten alle BPW Mitglieder vier Mal jährlich das BPW-Journal mit interessanten Beiträgen aus dem Club- und Verbandsleben sowie Artikeln, die insbesondere berufstätige Frauen bewegen.

Unsere Ziele • • • • • • •

Mehr Frauen in leitenden Positionen in Wirtschaft und Politik Mehr qualifizierte Arbeitsplätze für Frauen Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – nicht nur für Frauen Mehr versicherungspflichtige Absicherung für alle Frauen Mehr weiblicher Einfluss in politischen Entscheidungen Weltweite Kooperation, Freundschaft und Verständigung zwischen Frauen in Beruf und Geschäft Weiterer Ausbau und Pflege lokaler, nationaler und internationaler Netze

Unser Angebot Equal Pay Day – Aktionstag für Entgeltgleichheit www.equalpayday.de Mentoringprogramm für Frauen aller Branchen, Ebenen und Altersklassen BPW Akademie für Wiedereinsteigerinnen PEP – Personal Empowerment Program Arbeitsgruppen zu: - Politik, Bildung & Wirtschaft, Recht & Finanzen, Internationales, CSR Corporate Social Responsibility, Clubgründung, 50 Plus, Internet

Weiter Informationen unter: www.bpw-germany.de und www.bpw-international.org


Text von Daniela Lurz, Club

Allgäu

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m 19. Mai 2010 fand in Kempten das Hochschulforum Frau und Beruf unter dem Motto „Frauen und Führung“ statt, das von rund 60 Studentinnen besucht wurde. Der erste Teil der Veranstaltung bestand aus Workshops, darunter auch einer zum Thema „Gute Führung beginnt bei sich selbst“, der von Daniela Lurz (1. Vorsitzende BPW Allgäu) moderiert wurde. Die interessierten Studentinnen durften selbst erarbeiten und in einem Rollenspiel erleben, was gute Führung bedeutet, worauf sie als Frau achten müssen und welche Qualitäten sie als Frau für Führungspositionen mitbringen sollten. Die anschließende Podiumsdiskussion zeigte schon allein durch die große Zahl männlicher Teilnehmer, dass Frauen in Führungsposition im Allgäu noch nicht stark vertreten sind. Einhellig war man der Meinung, dass Frauen nicht anders führen und dass eigentlich jede Frau die Chance auf Karriere hat. Daniela Lurz vom BPW Allgäu stellte klar, wo die Unterschiede liegen und wo Chancenungleichheiten besteht: Die Spielregeln sind männlich, Frau muss diese kennen, stellte sie dar. Authentisch bleiben als Frau ist besonders wichtig – das war auch die Anmerkung einer anderen weiblichen Führungskraft in der Runde. Siadis Cassiani (3. Vorsitzende BPW Allgäu) leitete den Stand des BPW Allgäu und informierte die interessierten Studentinnen über die Arbeit des BPW.

Frauen-Arroganztraining mit Dr. Peter Modler Text von Viktoria Balensiefen, Club

Bonn

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it seinem „Arroganztraining für Frauen“ elektrisierte Coach und Unternehmensberater Dr. Peter Modler im Juni die Frauen des BPW Bonn. Im höchst unterhaltsamen Rollenspiel verdeutlichte er mit seinem Sparringpartner die Fremdsprache „Männlich geprägte Berufsumgebung“. Zur großen Verblüffung aller wurde damit sichtbar, ab welchem Punkt und mit welchem Verhalten Männer zuhören und verstehen, was Frauen sagen wollen. Dazu zeigte Dr. Modler Verhaltensweisen, die Frauen als eher ungewohnt, unhöflich, ein wenig grob und fast schon „unweib-

lich“ einstuften – die Männer jedoch als völlig neutral sehen. Und vor allem: Erst so verstehen Männer die Aussagen. Dr. Modler verglich diese Verhaltensweisen mit einem Muskel: Die anfangs ungewohnten Bewegungen und Verhaltensweisen können trainiert und damit ganz natürlich werden. Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Frauen des BPW Bonn und viele Gastfrauen heftig und kamen zu folgendem Ergebnis: Viele wollen demnächst bewusst den „Durchsetzungs-Muskel“ trainieren, um ein breiteres Verhaltensrepertoire nutzen zu können. Das Ziel dabei ist: Selbstverständlich ganz einfach erfolgreich sein!

Bremen macht mIt! Die „Nürnberger Resolution“ Text von Ursula Niemann, Club

Bremen

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eit Herbst 2009 gehört auch der BPW Bremen der partei­ übergreifenden Organisation „Nürnberger Resolution“ an und kann stetig neue Erfolge verbuchen. Die Nürnberger Resolution, eine Projektgruppe, die 2008 von Dr. Martine Herpes in Nürnberg initiiert wurde, spricht sich für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten und Führungspositionen aus. Innerhalb des BPW Bremen hat sich im Herbst 2009 rund um das Thema eine Projektgruppe gebildet und kann bereits Erfolge verzeichnen. Erste Befürworter und Unterzeichner aus Wirtschaft und Politik sind gefunden. Besonders erfreulich und gleichermaßen wichtig ist unser aktueller „Neuzugang“ Dr. Andreas Bovenschulte, SPD-Landesvorsitzender im Lande Bremen. Die Bremer Projektgruppe möchte die Nordclubs in ihrer Arbeit für die Nürnberger Resolution gewinnen und unterstützen. Dazu bietet sie eine ausführliche Projektvorstellung zur Einführung an. Darüber hinaus haben die Bremerinnen einen Vortrag zum Thema „Aufgaben, Rechte und Pflichten von Aufsichtsräten“ erarbeitet. Dieser Vortrag soll alle Interessierten informieren, aufklären und die Scheu vor der Annahme eines solchen Amtes nehmen. Übrigens: Der Wirbel um die Resolution wirkt – die Zeitschrift "Cosmopolitan" veranstaltet derzeit eine Unterschriftensammlung zu einer 40prozentigen Quotenforderung. Die gesammelten Stimmen sollen der Familienministerin Kristina Köhler vorgelegt werden. Weitere Informationen zur Projektvorstellung für die Nordclubs erhalten Sie bei Ursula Niemann, Tel. 0421 420447, Mail: nr40@bpw-bremen.de

Kleinanzeige

In Rollenspielen bringt Dr. Peter Modler Frauen „unweibliche“ Verhaltensweisen bei.

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05 Aus den Clubs

BPW Allgäu beim Hochschulforum Frau und Beruf


Neue Vorstandsmitglieder in Burghausen Text von Angela Hupfauf, Club

Burghausen

Von links nach rechts: Gwendolyn Huss (2. Schriftführerin), Claudia Semmler (Schatzmeisterin), Agnes Koch (1. Vorsitzende), Nicole Commeßmann (2. Vorsitzende), Alexandra Vogg (1. Schriftführerin)

06 Aus den Clubs

A

m 26. Januar 2010 begrüßte Agnes Koch, 1. Vorsitzende des Clubs Burghausen, im Hotel Glöcklhofer ihre Clubfrauen zur Mitgliederversammlung. Auf dem Programm stand neben allgemeinen Themen auch die Neubesetzung einiger Vorstandsämter. So wurde Nicole Commeßmann zur 2. Vorsitzenden gewählt, 3. Vorsitzende wurde Tuna Cürükova. Den Vorstand unterstützen außerdem: Rita Burggraf (1. Kassenprüferin/Vertretung der Presse), Andrea Lotz (2. Kassenprüferin) und Angela Hupfauf (Presse).

aus Hannover (die sich im Übrigen im dortigen BPW-Vorstand engagieren) haben sich auf Unternehmenstheater und Storytelling spezialisiert und zeigten eine Auswahl ihres Repertoires. Sie nutzen dabei das Theater, um mittels herrlich karikierter Figuren Situationen aus dem Berufsleben zu veranschaulichen. Durch die spielerische Herangehensweise, die Sinne und Emotionen anspricht, gelingt ihnen so der Zugang auch zu bisweilen schwierigen und sensiblen Themen wie beispielsweise ein hoher Krankenstand, ungleiche Bezahlung oder der Umgang mit Demenz in der Pflege. In rasender Geschwindigkeit zogen sich die beiden immer wieder um und wechselten die Charaktere. Zum Schluss luden Renate und Erwin in ihre Verkaufsshow ein – dieses Mal unter dem Thema „Erfolgsprodukte für Businessfrauen“. Die beiden stellten mit vielerlei Augenzwinkern unter anderem die sogenannten „Blender“ für die Handtasche vor: Artikel, die dem männlichen Auge sofort auffallen und in einer von Männern dominierten Sitzung jeder Frau auf Anhieb einen scheinbaren Kompetenzzuwachs verleihen würden. Kaum legt eine Frau z.B. Akkuschrauber, Autobild oder ähnliche Männerprodukte auf den Tisch, kann sie ihre Ideen besser durchsetzen. Zudem weiß Renate: Frauen brauchen Erfolgsmottos. Die Göttinger BPW-Frauen konnte sie dazu bewegen, in kurzer Zeit erste Ideen zu entwickeln. Vielleicht finden diese sich demnächst auf Renates Homepage wieder.

Vorstandswahlen in Frankfurt Text von Simone Bittner-Posavec, Club

Frankfurt

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ute Stimmung, fotografisch-beschwingte Erinnerungen an die Jubiläumsfeier 2009 und reichlich Zeit zum Netzwerken ließen die Mitgliederversammlung des Clubs Frankfurt am 19. Mai 2010 zu einem besonderen Ereignis werden. Außerdem mussten drei Vorstandsämter neu besetzt werden, denn Stefanie Bessin, Anna Bouvier und Martina Voll schieden aus dem Vorstand aus. Der lang anhaltende Applaus, mit dem sie verabschiedet wurde, war für Stefanie Bessin ein schöner Abschluss ihrer vierjährigen Amtszeit. Mit hoher Zustimmung wurden in den Vorstand gewählt: Verena Kipp (2. Vorsitzende), Renate Glitz (Schriftführerin) und Maria Schwertl-Staubach (Beisitzerin). Sie werden von nun an Simone Bittner-Posavec (1. Vorsitzende), Beate Maikranz (Schatzmeisterin) und Andrea Wagner (Beisitzerin) tatkräftig unterstützen.

Renate und Erwin mischen BPW GÖttingen auf Text von Petra Kersten-Kühne, Club

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Göttingen

inen abwechslungsreichen und äußerst unterhaltsamen Abend bescherte das Duo Barbara Messer und Sandra Masemann alias Renate und Erwin dem BPW Göttingen. Die beiden Trainerinnen

In der Altenpflege: Barbara Messer und Sandra Masemann alias Renate und Erwin

Hildesheim aus weiblicher Perspektive Text von Karin Jahns, Club

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Hildesheim

u einer etwas anderen Stadtführung aus weiblicher Perspektive trafen wir uns vom BPW Club Hildesheim zu Beginn der Sommerzeit mit der Stadtführerin Melsene Meyer am Hildesheimer Rathaus. Sie erläuterte uns dort Einzelheiten zur Hildesheimer Jungfrau, die als Statue mit Blick auf den Marktplatz das Rathaus verziert. Der Legende nach fing sie im Dreißigjährigen Krieg mit ihrer Schürze feindliche Kugeln auf und bewahrte damit die Stadt vor der völligen Zerstörung. Zahlreiche Inschriften und bildliche Darstellungen ringsherum ließen einen Eindruck entstehen, wie Frauen in den vergangenen Jahrhunderten ihr alltägliches Leben in der Stadt gestalteten und das Miteinander prägten. Mit interessanten Kurzgeschichten brachte uns Melsene Meyer die Frauen der Vergangenheiten nah. Leider wird das weibliche Wirken in der Stadt nicht nachhaltig deutlich: Von den mehr als 800 Straßennamen sind nur etwa 40


Auf neuen Wegen zum Ziel: Ein interaktiver Abend mit der Coaching-AG Karlsruhe Text von Uta Leonhardt, Club

Karlsruhe

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m Berufsleben gibt es immer wieder Situationen, die sich im Alleingang nur schwer bewältigen lassen. Steigende Anforderungen, Umstrukturierungen oder private Veränderungen werden dann zu scheinbar unüberwindbaren Hürden. In einem solchen Fall kann ein gezieltes Coaching helfen. Was genau bei einem Coaching passiert und wie man einen passenden Coach findet, diskutierte die Karlsruher Coaching-Arbeitsgruppe mit interessierten BPW-Frauen und Gästen. In einer dynamisch und interaktiv gehaltenen Präsentation stellten Karin Beckert, Eva Wolter, Ulrike Heiß und Ilona SchielEisen ihre jeweiligen Konzepte vor und erläuterten Ziele und Wirkungsweisen eines Coachings. So wurde unter anderem deutlich, worin die wesentlichen Unterschiede zu einer Therapie bestehen: Der Coach hat vor allem die Aufgabe eines Sparring-Partners und Begleiters. Er unterstützt den Coachee durch gezielte Analyse seiner Probleme dabei, ausgetretene Pfade zu verlassen und so neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, gibt aber keine Richtung vor. Ein kurzes Live-Coaching mit einer der Clubfrauen zeigte, wie ein solches Gespräch in der Praxis ablaufen kann. Bleibt noch die Frage, wie man am besten einen geeigneten Coach findet. Neben Referenzen und Empfehlungen sowie einer entsprechenden Ausbildung kommt es vor allem darauf an, dass die Chemie zwischen Coach und Coachee stimmt und sich auf dieser Basis eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung entwickeln kann. Nur dann können Blockaden gemeinsam gelöst und neue Wege angedacht, ausprobiert und gegangen werden.

Braintrust: Ein ungewöhnliches Angebot Text von Margrit Hintz,

sen Ansatz nur zu gut nachvollziehen. Sie entwickelte ihn weiter und lud nun Margrit Hintz ein, das Braintrust-Prinzip (siehe das Buch von Alex S. Rusch: Multiplizieren Sie Ihren Erfolg mit dem Braintrust-Prinzip) mit ihr umzusetzen. Birgit Prange erläutert ihre Idee: „Wir mögen beide Herausforderungen, wollen uns weiterentwickeln, uns Ziele setzen und sie auch erreichen. Doch allein kann jede leicht den Mut verlieren oder ihre Ziele aus den Augen verlieren. Zu zweit können wir uns jedoch gegenseitig motivieren, fordern und dann auch unsere Erfolge feiern.“ Anders als ein Erfolgsteam nach Barbara Sher ist ein Braintrust nicht zeitlich befristet. Erreichte Ziele werden gefeiert, dann werden neue Ziele gesetzt. So begleiten sich beide Frauen über einen längeren Zeitraum, unterstützen sich gegenseitig und profitieren voneinander. In den Worten von Margrit Hintz: „Ich freue mich auf viele Treffen zur Erfolgskontrolle, Manöverkritik, zum Nachjustieren und Abhaken der erreichten Ziele. Das ist professionelle weibliche Partnerschaft!“

10 Jahre BPW Kiel Text von Gesa Gaedeke,

Club Kiel

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er Kieler BPW-Club besteht seit zehn Jahren – und er ist eine ganz besondere Erfolgsgeschichte: Gegründet im Jahr 2000, stand er nach einem Jahr fast vor dem Aus und startete dann so richtig durch: aktuell mit 39 Mitgliedern, einer Bundestagung in Kiel, einem Regionaltreffen, einem Sommer-NetzwerkHanse, zahlreichen Extra-Veranstaltungen, unzähligen tollen Vortragsabenden, einem europaweiten Probelauf für das Programm „BPW-aktiv“ – die Liste ist lang. Bei der Jubiläumsfeier am 1. Februar 2010 fasste die Festrednerin Svea Kuschel das Erfolgsgeheimnis des Kieler BPW zusammen: „Ein gutes Netzwerk zeichnet sich … durch den Zusammenhalt der Mitglieder untereinander aus.“ Der nördlichste Club kann seit seinem Neustart 2001 eine ganz besondere, für die Mitglieder sehr motivierende Atmosphäre halten. Darauf sind die Kielerinnen stolz. Die Jubiläumsfeier bereicherten eine launige Festrede der BPW Germany Past-Präsidentin Svea Kuschel über „Frauennetzwerke – Wege zum Erfolg“ und Thementische zum Netzwerken. BPWPräsidentin Dagmar Bischof und Vizepräsidentin Gabriele Freund gratulierten persönlich dem Club, der 2009 einen Mitgliederzuwachs von 30 Prozent verbuchte.

Club Kiel

A

nfang des Jahres schlossen sich zwei Kieler Clubfrauen zu einem „Braintrust“-Team zusammen, um gemeinsam an ihren Zielen zu arbeiten. Alles begann mit einer E-Mail, die Margrit Hintz von Birgit Prange, ihrer langjährigen Weggefährtin im BPW Kiel und in der Vorstandsarbeit, erhielt. Darin unterbreitete ihr Birgit Prange folgendes Angebot: „Ich möchte dich in den nächsten zehn Jahren begleiten, mit dir neue Ziele definieren, dich motivieren, neue Herausforderungen zu suchen und zu meistern.“ Margrit Hintz hatte nämlich festgestellt, dass nun noch zehn Berufsjahre vor ihr lagen, und überlegte, was sie in diesen zehn Jahren noch erreichen und gestalten wollte. Als strategische Planerin und Finanzberaterin konnte Birgit Prange die-

Der Club Kiel feiert 10-jähriges Jubiläum

07 Aus den Clubs

mit weiblichen Namen versehen. Der weitere Weg durch die Innenstadt führte über die früheren Badehäuser, bedeutende Kirchen und Wohnhäuser zu einem Wohnprojekt nahe der in diesem Jahr seit 1000 Jahren bestehenden Michaeliskirche. In diesem wunderschönen Bereich der Innenstadt werden neue Wohnformen mit der Gemeinnützigen Baugesellschaft Hildesheim umgesetzt – ein Thema, das gerade bei den Frauen in Hildesheim auf großes Interesse stößt.


Augsburg: Infostand und Workshop-Programm Text von Sarah Hueber, Club

Augsburg

08 Equal Pay Day

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eben einem Infostand in der Augsburger Innenstadt veranstaltete der BPW Club Augsburg mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg eine kostenlose Workshop-Reihe zum Thema „Frau im Beruf“ im Augsburger Zeughaus. Drei Referentinnen und Referenten spendeten jeweils einen Workshop: Augsburger Clubfrauen informieren „Mentales Training“ (Gain der Fußgängerzone briele Mühlbauer), „Frau. Macht.Karriere.®“ (Oliver Schlossarek) und „Stressbewältigung für Frauen“ (Susanne Feile). Mir diesem dritten Equal Pay Day haben wir in Augsburg bereits deutlich mehr Menschen erreicht als in den beiden Jahren zuvor. Neben dem Club waren auch die SPD-Frauen mit von der Partie. Medieninteresse war durchaus vorhanden, doch leider war das Interesse an unseren kostenlosen(!) Workshops seitens der Frauen relativ gering. Schön für die Teilnehmerinnen, die dort waren – sie bekamen sozusagen „Intensivtrainings“. Das zeigt uns aber auch, dass in dem Bereich noch einiges an Arbeit vor uns liegt. Packen wir’s an!

Burghausen: In der TALKERIA im Radio Text von Angela Hupfauf, BPW

Burghausen

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nlässlich des Equal Pay Days lud der regionale Radiosender ISW den BPW-Club Burghausen zu einem Talk ein. Unter der Überschrift „Entgeltgleichheit schaffen – Ursachen angehen“ wurde im Erzählcafé TALKERIA auf die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen weiblichen und Agnes Koch (1. Vorsitzende männlichen ArbeitBurghausen, links) mit nehmern in Deutschland Moderatorin Daniela Lorenz aufmerksam gemacht. Moderatorin Daniela Lorenz verstand es auf reizende Weise, ihre Gäste zum Mitdiskutieren anzuregen.

Bonn: Starke Partnerschaft für Lohngleichheit Text von Viktoria Balensiefen, Club

Bonn

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er BPW Bonn veranstaltete am 26. März 2010 gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn eine Podiumsdiskussion im Ratssaal der Stadt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Horst Naaß führte Tom Pätz durch die Veranstaltung. Mit Prof. Dr. Jens Böcker vom Fachgebiet Wirtschaftswissenschaften/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Dr. Ulla Esser von der Universität Bonn, Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe und Ruth Hieronimy, ehemalige Abgeordnete im Europa-Parlament, diskutierte ein vielseitiges Podium kontrovers und angeregt. Auch wenn in 90 Minuten keine Lösung für die bestehende Ungleichheit bei den Gehältern gefunden werden konnte, zeigte die Diskussion die vielen Facetten der Gründe und Einflussfaktoren. Spontan boten an diesem Abend Victoria Appelbe für die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn und Prof. Böcker an, zum Equal Pay Day 2011 zusammenzuarbeiten. Damit hat der BPW Bonn neben der Gleichstellungsstelle nun weitere starke Partner als Mitstreiter für seine Sache gewonnen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Frankfurt: Speed-Coaching für ein höheres Gehalt Text von Simon Bittner-Posavec, Club

Frankfurt

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it einem SpeedCoaching zum Thema „Wie kriege ich, was ich verdiene?“ im Frankfurter Presseclub machte der BPWClub Frankfurt auf die Lohnungerechtigkeit Frauen im Gespräch beim Speed-Coaching aufmerksam. Ziel war es, betroffenen und interessierten Frauen Stärke und Selbstvertrauen in allen Verhandlungen zu vermitteln. An fünf Tischen saß als Gastgeberin je eine erfahrene Clubfrau, die die Gespräche leitete. Jeweils acht Frauen besuchten gemeinsam die Tische und wechselten nach 20 Minuten zur nächsten Gastgeberin, die ihnen mit Tipps und Tricks zur Seite stand. Hauptaufgabe der Gastgeberinnen war jedoch, die Frauen anhand von Sätzen wie „Was bin ich wert?“ oder „Misserfolge? Gibt es nicht“ ins Gespräch zu bringen und zusammen mit den Teilnehmerinnen durchsetzbares Verhalten und Lösungen zu entwickeln.

Hamburg: Kostenloses Coaching und Podiumsdiskussion Text von Christiane Clobes,

„F

BPW Hamburg

rauen steigen auf – Mut Macht Geld“: Unter diesem Motto lud der Hamburger BPW Club am Equal Pay Day in die Mozartsäle ein. Angeboten wurde ein kostenloses Coaching in Sachen Gehaltsverhandlungen für Frauen. 25 Coaches standen hierfür zur Verfügung und verzichteten zugunsten der Lohnge-


rechtigkeit auf ihr Honorar. Außerdem veranstaltete der Club Hamburg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gender Pay Gap“. Teilnehmerinnen der Diskussion waren Angela Bähr, die Leiterin der Arbeitsstelle Vielfalt des Hamburger Senats, Silke Luinstra als Vertreterin des Vereins berufstätiger Mütter und Väter, Imke Wübbenhorst als ehemalige U19-Fußball-Nationalspielerin, Roswitha von der Markt, Business-Coach mit Erfahrung als Führungsfrau in der Wirtschaft, sowie Christiane Clobes, 1. Vorsitzende des BPW Clubs Hamburg. Die Moderation übernahm die Journalistin Dr. Heide Soltau. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ließen die Frauen symbolisch Luftballons mit daran befestigten Gehaltswünschen in den sonnigen Hamburger Himmel steigen. Neben den Coachings, der Podiumsdiskussion und der Luftballonaktion konnten sich die Teilnehmerinnen über die Angebote der „Hamburger Karriereschmiede“ und „worklife“ der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. informieren. Außerdem stellte die Büchergilde Hamburg einen hervorragend ausgestatteten Büchertisch zum Thema Beruf und Karriere zur Verfügung.

uns auf nächstes Jahr! Fazit: Der Marienplatz wird immer roter, die Medien berichten ausführlicher, die Politiker bekommen durch die Öffentlichkeit zunehmend Druck – unser „Baby“ ist schnell erwachsen geworden.

Regensburg: Dialog für Beseitigung der Ungleichheit Text von Ulrike Buck, Club

Regensburg

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n Regenburg lud der BPW Club zu einem Gespräch ins Möbelhaus KARE ein. Betroffene und Interessierte konnten sich zwei Stunden lang zum Thema „Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern“ austauschen. Außerdem hatten zahlreiche Regensburger Geschäfte ihre Schaufenster mit roten Taschen geschmückt. Oft bekamen Frauen mit roten Taschen oder dem Rote-Tasche-Pin des BPW Rabatte in den Geschäften.

Wiesbaden: Gehälter auf der Waagschale

In den Hamburger Mozartsälen dominierte die Farbe Rot.

München: Aktion ROT auf dem Marienplatz Text von Eva Wobbe, Club

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München

enn man bedenkt, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, kann der BPW Club München wirklich stolz sein. Wir haben den richtigen Standplatz und das richtige Motto gewählt und damit einen guten Start hingelegt. Bereits letztes Jahr hatten wir viele andere Frauennetzwerke ins Boot geholt. 2010 kamen noch der Deutsche Gewerkschaftsbund Region München und die Landeshauptstadt München / Gleichstellungsstelle für Frauen dazu, sodass wir noch einmal ein Plus an Teilnehmerinnen und eine größere Medienpräsenz erzielen konnten. Zusätzlich wurde die Projektarbeit durch Trainingsmodule von Change-Management-Beraterin Angelika Collisi unterstützt. Dadurch wurde die Zusammenarbeit innerhalb des netzwerkübergreifenden Organi­sationsteams noch effektiver. Und so ging es auf dem Marienplatz am 26. März recht quirlig zu: Es war toll, zu sehen, wie all die Frauen zwei Stunden lang engagiert auf die Passanten zugingen, sie informierten, mit ihnen diskutierten, Info-Taschen verteilten und sogar den Windböen (wir hingen öfters an den Stangen der Zelte, um nicht weggeweht zu werden!) und dem Regen trotzten. Anschließend ging es zur Diskussion ins Rathaus – ebenfalls ein voller Erfolg: Wir freuen

Zu einer plakativen Aktion mit symbolischem „Gehälteraufwiegen“ lud der Club Wiesbaden anlässlich des bundesweiten Equal Pay Day ein. Die Veranstaltung unter dem Motto „Wer bekommt was?“ vor dem Landtag auf dem Schlossplatz musste zwar aufgrund starken Regens unter schützende Schirme ausweichen, dennoch war die Resonanz bei Beteiligten und Medien gut. Mittels einer großen antiken Waage wurden die ungleichen Gehälter von Männern und Frauen optisch wirkungsvoll gegen­ einander aufgewogen. Damit machte BPW Wiesbaden ein­dring­lich auf die bestehenden Entgelt-Unterschiede aufmerksam. In der hessischen Landeshauptstadt fand in diesem Jahr erstmalig eine derartige öffentlichkeitswirksame Veranstaltung zum „Gleichbezahl-Tag“ statt. Engagierte Unterstützung kam von prominenten Rednerinnen und Rednern: Petra Müller-Klepper (Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit), Claudia Ravensburg (CDU), Kordula Schulz-Asche (Die Grünen), Lisa Gnadl (SPD) und Hans-Christian Mick (FDP).

Fliegengewicht oder Schwergewicht? Petra Müller-Klepper, Staats­ sekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, bringt ihr Gehalt auf die Waagschale.

09 Equal Pay Day

Text von Heike Schmitt, Club Wiesbaden


Ergebnisse aus der Programmgruppe „Rote Tasche“ Text von Doris Körner, Club Leitung AG „Rote Tasche“

Göttingen

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as erste Arbeitstreffen der neu formierten Gruppe „Rote Tasche“ auf der AG-Tagung am 26. Juni verlief erfolgreich. Aktuell besteht die Gruppe aus fünf Mitgliedern: Susann Fiedler (Club Würzburg), Barbara Oltmann (Club Kreis Osterholz), Angela McEwen (Club Hamburg), Tuna Cürükova (Club Burghausen) und Doris Körner (Club Göttingen). Nachdem jede Teilnehmerin ihre Schwerpunktthemen genannt hatte, kristallisierten sich schnell zwei Arbeitsgebiete für die kommenden Monate heraus. Zum einen werden wir ein neu entwickeltes Tool für einen Gehaltsvergleich („eg-check“) unter die Lupe nehmen und dazu ein Faktenblatt für den Bundesvorstand und eventuell auch die Clubs erstellen. Zum anderen wollen wir uns mit dem Thema „Rollenstereotype“ befassen, da dieses das Schwerpunktthema für den Equal Pay Day 2011 ist. Hierzu werden wir verfügbare Informationen kurz und präzise aufbereiten, die die Einarbeitung der Clubs in das Thema erleichtern. Darüber hinaus geben wir den Clubs eine Ideensammlung an die Hand, wie das Thema „Rollenstereotype“ in Veranstaltungen aufgegriffen werden kann. Mit der Festlegung eines Schwerpunktthemas für den EPD 2011 erreichen wir mehr Fokussierung und können so die Durchschlagskraft erhöhen. Ziel ist es, das Konzept „Rollenstereotype“ zur Umsetzung in den Clubs bis Mitte Oktober 2010 vorliegen zu haben. Sollten Sie sich mit diesen Themen zur tatkräftigen Mitarbeit angesprochen fühlen, freue ich mich über Ihre E-Mail.

Gemeinsam für Entgeltgleichheit: Mitglieder der AGs Rote Tasche und Politik

Ergebnisse des IDP/PEP Trainerinnentreffens Juli 2010

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ehr konstruktiv und inspirierend in toller Atmosphäre verlief das diesjährige IDP/PEP Trainerinnentreffen in München. Neben der Reflexion der bisherigen Erfahrungswerte standen Zukunftsperspektiven inkl. Modul-Entwicklung im Vordergrund. Weitere Aufbaumodule zu den Themen Interkulturelle Kompetenz, Englische Sprachkompetenz für Clubvorstände, Konfliktmanagement, Virtuelle Kommunikation, Familie und Karriere / Work-Life-Balance sowie ein Spezialangebot zum Thema Wertebasierte Unternehmens- und Personalentwicklung (nach Theresia Maria Wuttke) werden vom IDP/PEP Team unter der Federführung von Sabine Gerhard, Anne Schreiber, Conny Montegue, Johanna Marius, Gudrun Weber und Ingrid Asche erarbeitet. Eine neue europaweite PEP Train-the-Trainer Zertifizierung ist ebenfalls in der Entwicklung. Zudem wird im Rahmen Synergien tragender Kompetenzen die Entwicklung des Führungskräfte­­-

trainings für BPW Clubvorstände unter der Federführung von Rosemarie Steinhage unterstützt. Sabine Gerhard übernimmt künftig die Gesamtleitung des IDP/PEP Programms für Deutschland von Anne Schreiber. Beide Frauen teilen sich in Zukunft zusätzlich die Verantwortung für die Leadership- and Lifelong Learning Task Force Europa und werden dabei von aktiven IDP/PEP Trainerinnen unterstützt.

Programmgruppe, Arbeitsgemeinschaft, Arbeitsgruppe …: Nicht der Name macht es – auf das Ergebnis kommt es an! Und das war gut! Text von Dietlinde Kunad, Club Leitung AG Politik

Nürnberg

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itgliedsfrauen des „ harten Kerns“ und neue, junge, ebenfalls am Thema Politik interessierte Clubfrauen trafen zunächst mit den Teilnehmerinnen der „Roten Tasche“ zu einer kurzen Vorstellungsrunde zusammen, die von der stellvertretenden Leiterin der AG Politik Martina Rudolph (Club Berlin) moderiert wurde. Ziel war es, bei den vom Bundesvorstand, aber auch von Clubs und Mitgliedsfrauen zur Bearbeitung vorgegebenen Themen „Quotierung von Aufsichtsrats- und Vorstandsposten“, „Betreuungsgeld“ und „Familiensplitting“ Schnittstellen mit Themen der Gruppe „Rote Tasche“ aufzuzeigen. Nachdem beide Gruppen ihre Zielsetzungen gesondert diskutiert und behandelt hatten, kam nach der Kaffeepause noch mit Waltraud Gemein die Leiterin der Gruppe „Bildung und Wirtschaft“ zu uns, um die aus Sicht dieser Arbeitsgruppe relevanten Aspekte miteinzubringen. Unser Fazit: Wenn es diese Projekt- und Gruppentagung noch nicht geben würde, dann würden wir sie erfinden, denn wir haben unser Netzwerk in hervorragender Weise genutzt, um unseren Argumenten mehr Gewicht zu verleihen und in einer sehr guten kollegialen Atmosphäre Position zu beziehen. Diesen Sachverstand unserer Clubfrauen werden wir in den Formulierungsvorschlägen für den Bundesvorstand zu den Anträgen an die Mitgliederversammlung in Bochum miteinbringen. Unser Programm lautet: B P W = Better Pay For Women!

Ansprechpartnerinnen AGs AG Clubgründungen Anne Holler-Kuthe, holler-kuthe@t-online.de AG CSR (Corporate Social Responsibility) Karla Viebahn-Eisfeld, karlav@gmx.de AG forever50 Gabriele Freund, g.freund@bpw-germany.de AG Internationales Edda Neumann, e.neumann@bpw-germany.de AG Internet Elke Hegemann, hegemann@cad-hegemann.de AG Politik Dietlinde Kunad, dietlindekunad@web.de AG Recht & Finanzen Eva Seidel, eva.seidel.vhs.@stadt-frankfurt.de AG Rote Tasche Doris Körner, d.koerner@bpw-germany.de Akademie Carmen Kraushaar, carmen.kraushaar@bpw-akademie.de Hanse Netzwerk Ulrike Bauer, u-bauer@gmx.net IDP/PEP Anne-Cathrin Schreiber, a.schreiber@bpw-germany.de und Sabine Gerhard s.gerhard@bpw-germany.de Mentoring-Programm Isabella Wolter, i.wolter@bpw-goettingen.de Twinning Henrike von Platen, h.platen@bpw-germany.de Young BPW Anne Hoffmann, young-bpw@bpw-germany.de


Neues aus dem Vorstand Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung – Finanzausschuss Der BPW Germany war am 9. Juni 2010 zur Anhörung des „Entwurf eines Gesetzes über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen“ nach Berlin eingeladen. Da der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf bat, im weiteren Gesetzgebungsverfahren die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer, insbesondere durch entsprechend erweiterte Verordnungsermächtigungen, sicherzustellen, wurde der BPW auf Vorschlag der Fraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingeladen, an der Anhörung teilzunehmen und Stellung zu beziehen. Der Bundesrat hält es für dringend erforderlich, in dieser gleichstellungspolitischen Sachlage grundsätzlich alle Möglichkeiten zu nutzen, auf die Vergütung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Bereichen Rücksicht zu nehmen. Er empfiehlt, die Vergütungssysteme so zu gestalten, dass eine Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen vermieden wird. Der Bundesrat bezieht sich in seiner Forderung auf die Aufhebung der Entgeltdiskriminierung von Frauen auf den Vertrag von Lissabon, Artikel 141 sowie Artikel 3 Absatz 2 unseres Grundgesetzes.  Dagmar Bischof

Dagmar Bischof beim Ökumenischen Kirchentag Dagmar Bischof folgte einer Einladung der Veranstalter des 2. Ökumenischen Kirchentages und referierte am 15. Mai 2010 beim Zentrum Frauen zum Thema „Seile binden – Netze knüpfen: Frauenperspektiven auf Chancen und Herausforderungen von Netzwerken und Seilschaften“. Als Vertreterin des BPW stellte sie unser internationales Netzwerk für berufstätige Frauen vor und erklärte unsere Aktivitäten in Sachen Chancengleichheit von Frauen und Männern in Beruf, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Vor allem war es ihr wichtig klarzumachen, dass Netzwerke für berufstätige Frauen mittlerweile ein Muss sind, um Kontakte und Beziehungen in Anspruch zu nehmen, Anliegen durchsetzen zu können und gleichzeitig von den Erfolgen der Anderen zu profitieren. Dagmar Bischof

Neue Website für die GEAR-Kampagne Die Informationen zur GEAR Kampagne für eine Reform der UN sind auf eine neue Webseite umgezogen: www.gearcampaign.org.  Henrike von Platen

Bei folgenden Gelegenheiten hat unser Vorstand den BPW Germany e.V. in den vergangenen Monaten nach außen vertreten.

Erfahrungsaustausch mit Afrika Am Abend des 11. Juni 2010 traf Henrike von Platen zusammen mit Sigrid Beyer die regionale Koordinatorin für Afrika, Huguette Akplogan-Dossa. Sie war in Berlin zu einem Symposium mit dem Thema „Recht auf Nahrung“. Im Gespräch wurden Erfahrungen zum Clubaufbau und den Unterschieden zwischen Deutschland und Afrika besprochen. In Afrika sind in den letzten zwei Jahren einige neue Clubs entstanden und Huguette Akplogan-Dossa hat sich zum Ziel gesetzt, in ihrer Amtszeit bis Helsinki noch mindestens fünf weitere zu gründen. Sie lädt alle BPW aus Deutschland herzlich ein, Mitte November 2010 nach Benin zum regionalen Kongress zu kommen.  Henrike von Platen

09. Juni Berlin – Deutscher Bundestag – Finanzausschuss: Anhörung zu Gesetzentwurf und Anträgen zum Thema „Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen“

Nächster Equal Pay Day am 25.03.2011 Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern stagniert in Deutschland bei 23 Prozent. Das belegen die am 31. Mai 2010 veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Um gegen die vielfältigen Ursachen von Entgeltunterschieden vorzugehen, ruft das nationale Aktionsbündnis für Entgeltgleichheit zu einem weiteren Equal Pay Day am 25. März 2011 auf. Das Bündnis will zum nächsten Aktionstag vor allem die in Deutschland so verfestigten Rollenstereotype in den Fokus nehmen. Bundesweit sollen Maßnahmen und Aktionen entwickelt werden, um Rollenstereotype und deren „Verstärker“ aufzudecken und abzubauen.  Dagmar Bischof

Wer?

Was?

Wann?

Wo?

22. Juni Hannover – Vorbereitung Equal Pay Day 2011 12. Juli Hannover – Bündnistreffen EPD 13. Juli Berlin – BMFSFJ – Weiterführung EPD 2012 und Durchführung von Gehaltsverhandlungstrainings durch den BPW 3.-5. September St. Gallen – D-A-CH Treffen 25. September Posen/Polen – Jubiläum 20 Jahre BPW Polen 28. September Club Hildesheim - Vortrag Twinning

Henrike von Platen 20. Mai Hannover – Equal Pay Day, Bündnistreffen 23. –27. Mai Berlin – International Symposium on Cultural Diplomacy 16.–22. Juni Toronto – BPW Canada Biennial Convention

11 Vorstand

Dagmar Bischof 15. Mai München – 2. Ökumenischer Kirchentag, Referentin „Seile spannen – Netze knüpfen“


Young BPW

In Veränderungsprozessen

Text von Anne Hoffmann und Anne Schreiber

12 Young BPW

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ach der Young-BPW-Umfrage im Dezember letzten Jahres (wir berichteten) und einer daraus resultierenden YoungBPW-Standortbestimmung auf der BPW-Frühjahrstagung in Bremerhaven 2010 mit einer externen Referentin zeigt sich das gewünschte Young-BPW-Profil von heute in einem neuen Kleid. Nicht nur unsere Youngs haben sich verändert, sondern auch ihr Bedarf und ihre Wünsche innerhalb des BPW haben sich im Verhältnis zu den letzten Jahren gewandelt. Die wichtigsten Resultate der Young-BPW-Standortbestimmung haben wir hier zusammengefasst: Young BPW sehen sich als: • Jung und dynamisch, fit und interessiert, branchenübergreifend offen und flexibel. Young BPW richtet sich an junge Frauen, die ihren beruflichen und privaten Weg bewusst gestalten, innerhalb des BPW praktisch lernen möchten (zum Beispiel in Vorstandsämtern oder zeitlich begrenzter Projektarbeit mit Zertifikat), Neuerlerntes ad hoc in ihr Leben integrieren und Erfolge bewusst genießen möchten. • eine Teilmenge des BPW, die nicht mehr als „Programm- oder Projektgruppe“ verstanden werden möchte. Young BPW sehen sich als Mitglieder in einer speziellen Altersgruppe mit speziellen Interessen, die gewahrt und wahrgenommen werden möchten, die jedoch stärker als bisher integrativ und altersübergreifend im lokalen und regionalen BPW-Wirken mit anderen BPW erlebt werden wollen. Young BPW wünschen sich • Miteinander und voneinander lernen: eine gezielte, praktische Förderung auf einer Win-Win-Basis für Beteiligte, zum Beispiel durch Aktionsangebote der BPW-Frauen. Vorschlag: ein YoungBPW-Voucher-Paket, das verschiedene Angebote von Clubfrauen für Youngs und Angebote für Youngs an BPW-Clubs beinhaltet, lokal, regional und national. • Ermäßigte Mitgliedsbeiträge sowie günstigere Tagungskosten für Schülerinnen (Abschlussjahrgänge), Studentinnen und Berufseinsteigerinnen

Und was jetzt? AKTION! WER MACHT MIT? BPW für Young BPW gesucht: Wir möchten ein Konzept für ein Young BPW-Voucher-Paket entwickeln und suchen euch zum Mitmachen, Mitgestalten und Mitentscheiden. Bitte melden bei Anne Hoffmann unter young-bpw@bpw-germany.de

Twitter-Tipp: Young BPW in Frankreich Die Young BPW aus Frankreich möchten mit den deutschen Youngs über Twitter Kontakt halten, Sie sind zu finden unter www.twitter.com/Youngbpwfrance. Danke an Henrike von Platen für den Hinweis.

Terminkalender Nächstes Young-BPW-Treffen: Young-BPW-Wochenende 22.–24.10.2010 • Start am 22.10. mit einem „Warm-up“ um ca. 19:00 Uhr in München • 23.10. Teilnahme an der Messe ERFOLG mit Spezialangebot und Abendprogramm • 24.10. Abschluss mit Brunch „Meet ’n’ Greet“ Die Anmeldung mit weiteren Informationen folgt.


Das BPW Mentoring-Programm

Practical leadership through wild water

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uch vor dem BPW-Mentoring-Programm hat der Wandel nicht halt gemacht. Vor gut einem Jahr traf sich das 6-köpfige Mentoring-Team voller Elan und Motivation zu einem Neustart. Mit guten Ideen im Gepäck wurden wir durch überraschende Herausforderungen schnell auf die Probe gestellt. Wildwasser ahoi Das Matching, Kernstück des Mentoring-Prozesses, hat uns Geduld gelehrt. Es hat zum Ziel, Rat suchende (Mentees) und Rat gebende (Mentorinnen) Frauen zusammenzubringen. Die Nachfrage unserer Mitglieder hat gezeigt, dass eine Einzelperson dem Arbeitsanfall für die Matching-Prozesse auf Bundesebene dauerhaft alleine nicht Rechnung tragen kann. Britta Stollhans hat die Matching-Aufgabe dennoch verantwortungsbewusst über viele Monate hin nahezu alleine getragen. Regelmäßige Aufrufe zur Unterstützung im Matching-Bereich in allen BPW-Medien und bei BPW-Tagungen blieben weitestgehend erfolglos. Nach der Übernahme des Mentoring-Programms entschieden wir uns daher in Absprache mit ehemaligen Mentoring-Verantwortlichen und dem Bundesvorstand, ein neues Mentoring-Konzept zu entwickeln. Mit dem Boot in die Zukunft Die bisherigen Erfahrungen und Rückmeldungen haben gezeigt, dass ein regionaleres Mentoring innerhalb des BPW gewünscht ist, um Mentorinnen und Mentees gezielter und schneller zusammen zu führen. Dies verbessert die Kommunikationsstruktur und gewährleistet so eine effektivere Mentoring-Prozessgestaltung. Bei regionalen Mentoring-Veranstaltungen werden Kosten gespart. Club Hannover führte ein Pilotprojekt erfolgreich durch, das uns in unserer Idee, das BPW-Mentoring-Angebot zu dezentralisieren, bestärkte. Neben dem bundesweiten Matching, das weitergeführt werden soll, ist der Aufbau von regionalen Matchingstandorten vorgesehen. Die Mentoring Clubansprechpartnerinnen, die nahezu jeder Club hat, sollen stärker eingebunden werden. Dezentral in zunächst drei Regionen sollen je zwei Mentoring Ansprechpartnerinnen durch das Mentoring-Team ge-

schult werden, zweimal im Jahr zu matchen. Dadurch erhoffen wir uns, die persönlichen, regionalen Kontakte für das Matching besser nutzen zu können und Mentoring-Anliegen unserer Mitglieder zeitnah und effizient für alle beantworten zu können. Unter der Federführung von Ulrike Kessler ist eine gezieltere Einbindung von Hochschul- und Schulkontakten vorgesehen, deren Bedeutung das Beispiel der Schul-Mentoring Initiative des Club Bonn zeigt. NEU: Im Rahmen ihrer BPW Mentoring Partnerschaften haben Mentees und Mentorinnen die Möglichkeit an einem IDP/PEP Gruppentraining teilzunehmen. Ausblick Matching-Prozess Es ist vorgesehen, von ganzjährigem, kontinuierlichen Matching auf zweimal jährliches Matching umzustellen. Zu zwei festgelegten Terminen pro Jahr können sich Mentees um einen Mentoring-Partnerschaft bewerben. Der Vermittlungsprozess erfolgt zeitlich begrenzt. Nach Abschluss der Vermittlungsphase ist ein Auftakttreffen mit den Mentoring-Verantwortlichen und den Teilnehmerinnen geplant. Anschließend beginnt der MentoringProzess, mit einer Dauer von drei bis zwölf Monaten. Mentees und Mentorinnen werden durch die Mentoring-Verantwortlichen unterstützt. Der Matching Prozess auf Bundesebene wird weiterhin federführend von Petra Navel übernommen. Diese wird durch regionale Matching-Angebote wesentlich entlastet, sodass sich beide Initiativen zielgerichteter auf an sie adressierte Matchingwünsche konzentrieren können. Die Implemtierung einer Mentoring-Datenbank über die BPW-Germany Homepage ist ebenfalls vorgesehen. Fördermittel Zusätzlich möchten wir auch weiterhin versuchen, öffentliche Fördergelder zur Professionalisierung des BPW-Mentoring-Programms zu bekommen. Unterstützung ist herzlich willkommen. Wir bedanken uns bei allen für die Unterstützung und ermutigenden Gespräche!

13 Mentoring

Text von Isabella Wolter und Anne Schreiber


Führung in den USA

Women in Leadership

Text von Evelyn Y.K. Lee, New York, Ehrenmitglied BPW Club München, übersetzt und bearbeitet von Sylvia Schaab

Evelyn Y.K. Lee ist Gründerin und Geschäftsführerin des Finanzunternehmens Vine Group. Die Weltenbürgerin ist in Hong Kong geboren, besitzt die kanadische Staatsbürgerschaft und lebt teilweise in New York.

I 14 Spezial

n den USA machen sich Führungsfrauen daran, die Politik zu erobern. Jüngste Beispiele sind eBays ehemalige CEO Meg Whitman oder Hewlett Packard Ex-Geschäftsführerin Carly Fiorina. Was passiert da gerade? Glauben die Menschen, dass Frauen die Probleme lösen können, die gerade die Menschen bewegten? Sind Frauen vielleicht die besseren Anführer? Was bedeutet eigentlich Führung? In 15 Jahren als Führungskraft in internationalen Unternehmen konnte ich mir einen guten Überblick zum Thema Leaderhship verschaffen: A leader is a person who knows exactly what he/she wants to do in life – both professionally and personally. They have a “Purpose” and this purpose is guided by a “Clear Vision”. They will pursue their goal(s) regardless of challenges or setbacks with undivided enthusiasm and passion. A true leader never gives up, has the ability to communicate that purpose to their peers, and has influence. Leaders are honest, open, confident and courageous, with integrity and not afraid to take risks. Leaders are perpetual students. I live by this definition but leveraging the unique talents that come from being a business woman. These are special gifts that we as women all possess. Ich lebe nach meiner Definition von Führung: Ich weiß, was ich will, habe eine Vision, verfolge begeistert meine Ziele und kann diese anderen gut vermitteln. Der Schlüssel dazu ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Eine gute Führungskraft erkennt jedoch auch Chancen frühzeitig, kommuniziert diese effektiv und schlägt dann Kapital daraus. Dieses Kommunikations- und Organisationstalent besitzen vor allem Frauen und darin liegt unsere große Stärke. Wo gibt es Schwierigkeiten? Natürlich stoße auch ich auf Probleme, die ich aber eher als Herausforderung ansehe: These issues include: the selection of personnel, building trust over time, making good decisions on a very intense and demanding schedule, monitoring changes in industry and in the economy (anticipating uncontrollable factors), managing resource efficiency and

allocation, managing personnel conflicts, gaining and understanding business mandates, driving towards consensus on operating matters, resolving conflicting roles and overlap in responsibilities. Oft besteht die Herausforderung einer Führungskraft darin, Konflikte zwischen Mitarbeitern zu lösen und beiden Parteien das Gefühl zu geben, dass sie ein Teil des Unternehmens sind und wichtig genommen werden. Solche Herausforderungen darf man nicht persönlich nehmen und man muss stets seine Objektivität behalten. Persönliche Gefühle haben im Geschäftsleben nichts verloren, da geht es um sachbezogene Objektivität – dennoch können alle Beteiligten außerhalb des Business freundschaftlich miteinander umgehen. Was macht Frauen erfolgreich? Es sind unsere sozialen Fähigkeiten, die uns zu guten Führungspersönlichkeiten macht: In my opinion, women are indeed better creatures in social skills and have an edge in social competence. I think most women are better communicators and have the ability to express and share their thoughts more openly. Since communications is one of the keys in any business dealings, a woman’s ability to convey thoughts effectively is a definite asset. Since social skills are fundamental to emotional intelligence, and emotional intelligence affects a leader’s ability to make effective decisions, women having great social skills are a highly valuable asset to be a great leader. Wegen ihrer hohen sozialen und emotionalen Intelligenz besitzen Frauen die Fähigkeiten, Menschen zu motivieren und sie dazu anzutreiben, die Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. Das sind die bedeutenden Erfolgsfaktoren für organisatorische Beweglichkeit, Innovation und Wachstum und damit wichtig für den Unternehmenserfolg. Frauen sind gute Teamplayer und können sich sehr gut in die Lage der unterschiedlichen Interessengruppen versetzen und deren Bedürfnisse anderen nahe bringe. Kurzum, wir schlagen


Was unterscheidet weibliche von männlichen Führungseigenschaften? Frauen müssen Vorurteile einer männlich dominierten Gesellschaft überwinden. Oft wird das als unbewusste Befangenheit bezeichnet: Females have to fight way harder to be accepted in a leadership role. It is accepted in “old-school” business that leaders at the top of organizations are men. A woman has to work super hard to gain acceptance and recognition. In my opinion, it is harder for a woman to gain acceptance just because she is a woman. Frauen müssen also härter arbeiten als Männer, um akzeptiert zu werden. Noch immer gibt es Leute, die die Führungseigenschaften von Frauen anzweifeln, nur weil sie Frauen sind. In den 1950er-Jahren waren Frauen in Top-Führungspositionen eine Seltenheit! Doch noch heute gibt es die unterschwellige kulturelle Wahrnehmung, dass Männer Führungspersönlichkeiten sind, weil sie entschlussfreudiger seien als Frauen – und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen ist nun einmal eine der Schlüsselqualifikationen, die Führungskräfte haben sollten. Doch während die Zeit voranschreitet, verbessern sich die Dinge und in global agierenden Unternehmen wird die Vielfalt – auch in geschlechtsspezifischer Hinsicht – betont. Was bedeutet es, weibliche Führungskraft zu sein? Natürlich ist es auch für Frauen anstrengend und einsam, den ganzen Tag Dinge auf die Beine zu stellen: A lot of the times, it can be lonesome working day in and day out to mobilize things. Women are very supportive of my work since I’m breaking new ground and creating a path for their recognition and success.

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich mich stets für die Förderung von Frauen im Business und der Gesellschaft engagiert – sei es finanziell oder auch als Mentorin. So habe ich eine junge chinesische Studentin bei einem Forschungsprojekt für ihr Master-Programm unterstützt. Gleich nach dem Abschluss bekam sie einen vielversprechenden Job bei einem der fünf großen international tätigen Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Ich fühle mich sehr privilegiert, eine internationale Firma wie meine zu leiten und dennoch Zeit zu finden, mich mit anderen Frauen auszutauschen: I feel privileged to be able to work and operate my international boutique investment and merchant banking firm, and find time to respond and share my ideas with other females. I enjoy working with other female business women and I am very excited to see more females joining the entrepreneurial business world. Most recently, I just started working and partnering with a woman in my key project; we have a lot of respect for each other’s background and experience, and I look forward to working and supporting more women for many years to come. 

www.vinegroup.com.

Den ganzen Text in englischer Sprache finden Sie auf den Seiten des BPW Journals unter www.bpw-germany.de.

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Brücken zwischen unterschiedlichen Geschäfts- und persönlichen Kulturen. Für Verhandlungen sind diese Eigenschaften unerlässlich und das macht Frauen vertrauenswürdig.


„Yes, we can“

Was Führungsfrauen vom amerikanischen Leadership-Konzept lernen können Text von Sabine Gerhard

Sabine Gerhard M.A. ist Theologin, interkulturelle Trainerin, Coach und Mentorin unter anderem bei der Katholischen Hochschulgemeinde der TU München und leitet Leadership-, IDP- und Empowerment-Programme.  E-Mail: gerhard@khg-tum.de

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iele meiner amerikanischen Freunde waren ganz begeistert, als in Deutschland eine Frau die Führung des Landes übernommen hat. „What about her charisma?“, war ihre Frage an mich. Das ist gar nicht leicht zu beantworten, erscheint doch Frau Merkel zwar als fachkompetent, geradlinig, nüchtern, fleißig und abwägend – kurz als „typisch deutsch“ – und als Bundeskanzlerin gut geeignet, aber ihr Charisma? Das ist selbst für Kenner der politischen Szene schwer in Worte zu fassen. Sie versucht, „die Dinge richtig zu tun“, was als typische Managerkompetenz gilt. Sie verkörpert jedoch nur teilweise die typischen LeadershipEigenschaften. Ganz anders Obama: Mit seinem Slogan „Yes, we can“ bringt er effektiv und charismatisch das Wesen von Leadership auf den Punkt. Er verkörpert visionär-forderndes Denken, eine charismatische Ausstrahlung, hat den Mut, Grenzen zu überschreiten und im Handeln auf die Zukunft hin Menschen zu aktivieren und mitzureißen. Viele Deutsche sind von diesem Auftreten begeistert und wünschen sich Menschen wie ihn als Akteur in der deutschen Politik- und Wirtschaftslandschaft. Die Frage ist, kündigt sich hier in Deutschland ein Wertewandel im Bereich der Führungskompetenzen an? Antwort: Wenn Frau künftig in Deutschland in Führungspositionen erfolgreich sein will, erscheint eine Orientierung am amerikanischen LeaderchipStil als zukunftsweisend.

Was sind die Kennzeichen des amerikanischen LeadershipStiles? Diese Leader sind: • Zukunftsorientiert: Sie schaffen mit Charisma eine Vision, begeistern ihr Team dafür und ordnen ihre Entscheidungen dieser Vision unter. • Risikofreudig: Sie übernehmen gerne kalkulierte Risiken, handhaben Konflikte souverän und passen sich umsichtig an neue Entwicklungen an.

• Ausdauernd: Sie verfolgen ihre Ziele beständig – auch gegen Hindernisse. • Klar kommunizierend: Sie hören aufmerksam zu, sind sowohl im schriftlichen Ausdruck als auch im Vortrag strukturiert, überzeugend und klar verständlich. • ­Strukturkompetent: Sie durchschauen hausinterne Machtstrukturen und Netzwerke und nutzen sie klug. • Gelassen: Sie bleiben auch in Krisen ruhig und behalten den Überblick. •­ Selbstbewusst: Sie können ihre Wirkung sicher einschätzen. • Fürsorglich: Sie zeigen Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse und beruflichen Sorgen und Nöte ihrer Mitarbeiter. • Humorvoll: Mit wohldosiertem Humor lösen sie auch größere Spannungen. Wenn man sich diese Liste anschaut, so erscheinen Frauen auch in Deutschland prädestiniert, Leadership in die Firmenlandschaft zu bringen, da viele der oben genannten Leadership-Charakteris­ tika schon jetzt von Frauen ganz selbstverständlich beherrscht werden. Während viele Männer meinen, diese Kompetenzen in Wochenend-Crash-Kursen nachholen zu können, hapert es bei vielen regelmäßig an einer nachhaltigen Umsetzung. Frauen haben sich diese Leadership-Skills dagegen meist schon in ihrer Sozialisation zu eigen gemacht. Daher ist es umso erstaunlicher, dass Frauen zwar diese Fähigkeiten besitzen, aber deren Umsetzung in tatsächlichen Führungspositionen zu wenig vorantreiben. Ein Grund könnte der vielen Frauen häufig eigene Perfektionismus sein. Sie trauen sich – bewusst oder unbewusst – ihre schon bestehenden Kompetenzen nicht zu und sabotieren sich somit selbst: „Nein, so weit bin ich noch nicht! Vielleicht sollte ich noch ein Führungstraining machen. Ich möchte nicht, dass meine Beziehung (bzw. meine Familie) darunter leidet.“ Hand aufs Herz: Kennen Sie diese Aussagen auch von Männern? Stattdessen sollte unser Motto lauten: „Yes, we can! “


Leadership Deutschland

Deutsche Frauen brauchen mehr Selbstvertrauen Das Gespräch mit Mai Dang-Goy führte Sylvia Schaab

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as hat Dich dazu bewogen, eine Führungsposition anzunehmen? Ich wollte etwas bewegen und selbst gestalten – also auch einmal die erste Geige spielen. Natürlich gab es auch einen finanziellen Aspekt. Als ich meinem Chef sagte, dass ich eine verantwortungsvollere Aufgabe/Position anstrebe, hat er sehr positiv reagiert und bald darauf wurde ich in das erste Assessment-Training eingeladen. Wie erlebst Du deine Rolle als weibliche Führungskraft in einer männerdominierten Branche? Als Frau und Ingenieurin wirst du beobachtet, ob du was von deinem Fach verstehst und wie dein Umgangston mit Männern ist. Aber mit gesundem Selbstvertrauen ist es mir gelungen, die Achtung und das Vertrauen der Kollegen zu gewinnen. Dazu gehörte auch, sich einzugestehen, etwas einmal nicht zu wissen. Wichtig war, nach der goldenen Regel zu leben: Tue das, was du für richtig hältst, ohne den Freiraum anderer zu verletzen, und sei deinen eigenen Werten treu. Es bedarf viel Selbstreflexion, um das eigene Potenzial zu erkennen. Manchmal kamen mir auch Zweifel, ob ich das alles schaffe. Um mich dann selbst wieder aufzubauen und zu motivieren, machte ich mir selbst bewusst, dass ich mein Bestes gebe, und lerne es das nächste Mal besser zu machen. Dabei halfen mir Coachingstunden sehr weiter. Geholfen haben auch die positiven Feedbacks, dass ich den Kollegen weit voraus war – vor allem im Persönlichkeitsprofil. Meine Erfahrung als Krankenschwester und damit der Umgang mit Menschen hat mich eben sehr geprägt. Was ist in einer Führungsposition wichtig? Wichtig ist es, die Balance zu halten. Dazu zählt, sich mit Freude und Bewegung zu entspannen und weniger Multitasking-Tätigkeiten durchzuführen, um sich besser zu konzentrieren. Es gehört auch dazu, Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese sich später als falsch herausstellen. Es ist besser, sie dann zu korrigieren und daraus zu lernen und daran zu wachsen.

Man sollte sich mit Menschen umgeben, die den eigenen Werten entsprechen, und sich von Energiesaugern, distanzieren. Emotionale Kritik sollte man als positiven Spiegel betrachten, um das Selbstbild mit dem Fremdbild abzugleichen: „Will ich so sein bzw. auf andere wirken?“ Aus der inneren Motivation heraus agieren: Das bedeutet, weniger aus der Muss-Motivation zu handeln, sondern über die Will-Motivation zur inneren Freiheit der Darf-Motivation zu gelangen. Wissen genügt nicht, sondern das Wissen muss täglich angewandt werden, um Erfolgserlebnisse zu erfahren und um authentisch zu wirken. Was kannst Du anderen Frauen mitgeben, die Karriere machen wollen? Zunächst sollten Frauen für sich Visionen und Ziele formulieren und bei sich selbst anfangen, Selbstvertrauen aufzubauen sowie Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. In Deutschland kleiden sich ja viele Frauen in Bescheidenheit, weil sie oft durch die Erziehung in ein starres Rollenstereotyp gedrückt werden. Meine Mutter gab mir mit, dass ich meine Intelligenz dafür einsetzen darf, mich finanziell unabhängig zu machen und um meine freie Entscheidung souverän zu bewahren. Das beste geschützte Trainingsfeld für die eigene Persönlichkeitsentfaltung war für mich der BPW: Durch die Gründung des Young BPW München lernte ich, effizient zu organisieren, Kontakte knüpfen und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Als 3. Vorsitzende im Club München trainierte ich durch Umgang mit den Clubfrauen, selbst Frau zu bleiben. Schließlich lernte ich als 1. Vorsitzende des Clubs München ohne Macht zu führen, sondern durch Wertschätzung. Dank dieser Erfolgserlebnisse bin ich heute beruflich und privat da angekommen bin, wo ich es mir vor 15 Jahren vorgestellt habe. Gerade bin ich dabei, meine nächste Vision zu formulieren und diese in sieben Jahren zu erreichen. Denn mit einem Ziel vor Augen, geht es schneller, leichter, gehaltvoller und mit viel Lebensfreude. 

www.dang-goy.de

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Mai Dang-Goy ist Projektmanagerin und Mitglied im Führungskreis der Dussmann Beteiligungs- und Management GmbH.


Leadership in Europa

Perspektivenwechsel: Als Führungskraft aus Nord-Irland über die USA und Deutschland nach England Mit Barbara Hill, Head of Consumer & Retail Marketing für UK in einem internationalen Pharma-Konzern, sprach Karin Beckert, BPW Club Karlsruhe

Barbara Hill arbeitet seit 2008 in Kundenbetreuung und Vertrieb in England in der zweiten Hierarchieebene. 15 Personen berichten direkt an sie. Zuvor war sie in Deutschland Leiterin Global Branding & Communication und hat Länder von USA über Europa bis Asien betreut. Das komplette Interview lesen Sie im Internet auf den Seiten des BPW Journals unter www.bpw-germany.de.

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ine Studie besagt: Für 1/3 der Frauen war es ein bewusster Schritt, 2/3 sind eher zufällig in eine Führungsposition gekommen. Wie war es bei Dir? Bei mir war es kein Zufall. Ich wollte mich nach meiner ersten Stelle bewusst verändern und habe gezielt bei einem Marktführer globale Verantwortung gesucht. Nach fünfeinhalb Jahren internationaler Arbeit habe ich mich dann für den Wechsel auf die jetzige Stelle in UK interessiert, weil ich Verantwortung vor Ort übernehmen wollte und mir diese Erfahrung noch fehlte. Auf lange Sicht möchte ich wieder international arbeiten.

Hast Du Kolleginnen auf der Deiner Führungsebene? In den USA hatte ich immer eine oder zwei Kolleginnen, in Europa keine. Es gibt immer die üblichen 3-5 Prozent Frauen in dieser Ebene und man kennt sich schnell persönlich. Das ändert sich für die nächste Generation von Frauen, die jetzt so um die 30 Jahre ist. In unserem Unternehmen wurde gerade die Frauenquote eingeführt und die Personalabteilung will dort etwas bewegen und führt sogar Listen darüber, was getan wird. Für mich ist die Quote ein Schritt in die richtige Richtung. Teilzeit und Flexibilität für Frauen bzw. Eltern ist ebenso wichtig. Globale Unternehmen sind zunehmend bereit – wenn es die finanziellen Strukturen erlauben – mehr zu machen. Dennoch ist immer noch der jeweilige Chef dafür verantwortlich, was umgesetzt wird. Wie bist Du als Vorgesetzte Deinen Mitarbeitern gegenüber? Mir ist mehrfach gesagt worden, dass ich sehr tough sein kann und Einsatz erwarte. Ich bin aber auch in der Lage, eine Coachrolle einzunehmen, wenn Mitarbeiter das wünschen. In der Führung sind mir wichtig: Geradlinigkeit, Offenheit für die Gedanken anderer, Projektfähigkeit, Teamgeist, Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und besonders Gerechtigkeit. Siehst Du Unterschiede in den Ländern, was Zusammenarbeit und Führung anbelangt? In Deutschland wird mehr diskutiert und analysiert, bevor man ein Projekt startet. Zudem wird sehr weit im Voraus geplant, was

meine englischen Kollegen anfangs verwunderte. In den USA spricht der Chef zuerst und weist die Richtung. Dann kann jeder sagen, was er denkt, aber es wird weniger kritisch beleuchtet. Amerikaner sind weniger detailversessen und verzetteln sich nicht. Mit einem Chef aus den USA zu arbeiten, ist sehr angenehm, weil man weiß, woran man ist. Ein Richtig oder Falsch gibt es aber nicht – es ist nur eine andere Herangehensweise. Wir beide kennen uns aus einer Kollegialen Beratungsgruppe von Führungskräften und Beratern. Welche Rolle hat diese Intervision in Deiner beruflichen Entwicklung gespielt? Wesentlich und neu war für mich die psychologische Herangehensweise an Dinge. Es war für mich anfangs fremd, über den Gesichtsausdruck anderer nachzudenken, da ich eher auf inhaltliche Themen achtete. Die Intervision hat mir deutlich gemacht, dass das Eingehen auf Einzelne fast genauso wichtig ist wie das Inhaltliche. Das wirkt auch noch heute fort und häufig kann ich bei Besprechungen, bei Workshops und im Alltag „Werkzeuge“ einbringen, die ich dort gelernt habe. So mache ich bewusste Pausen, kann komplexe Strukturen besser verstehen, und Situationen laufen lassen, um Prozessen ihren freien Gang zu lassen. Intervision und Austausch mit unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Branchen fehlen mir hier in England. Was tust Du für die Balance Beruf und Freizeit? Ich bin von Montag bis Freitag extrem darauf bedacht, viel zu leis­ten und zu erledigen. Das Umschalten auf Freizeit fällt mir schwer! Am besten geht es mit einem völlig anderen Thema. Und so habe ich heute einen halben Tag Gartenarbeit gemacht und meine Tomaten gepflegt – das ist eine erholsame Tätigkeit. Karin Beckert ist Coach, Konflikt- und Organisationsberaterin bei Holzhauser & Partner. Beide waren fünf Jahre in einer selbst organisierten Kollegialen Beratungsgruppe, die in Intervision eigene komplexe oder schwierige berufliche Situationen bearbeitete. karin.beckert@holzhauser-partner.com


Leadership in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Wie arabische Frauen am Golf die gläserne Decke durchbrechen Text von Kristin Augsburg und Dr. Isabell Claus

Kristin Augsburg ist Kulturreferentin am deutschen Generalkonsulat in Shanghai. Dr. Isabell Claus ist Vorstandsassistentin bei der Bayrischen Börse AG. Beide haben länger in den VAE gearbeitet und gemeinsam das Buch „Leadership and the Emirati Woman: Breaking the Glass Ceiling in the Arabian Gulf“ geschrieben, das im LIT Verlag erschienen ist [ISBN: 3643102518].

ie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind ein relativ junges Land. Seit der Gründung 1971 hat es sich in Rekordzeit zu einem modernen Staat entwickelt, der heute Wirtschafts- und Logistikzentrum des Nahen Ostens ist. Dieses Wachstum war nur mit Hilfe von ausländischen Arbeitskräften möglich. Heute sind in den VAE über 80 Prozent der Bevölkerung Ausländer. Aber es ist nicht nur dieser demographische Wandel, der die Herrscherfamilien der VAE dazu bringt, die emiratische Bevölkerung und insbesondere die Frauen dazu zu motivieren, ihren Platz in der Gesellschaft und der Wirtschaft einzunehmen. Es ist vor allem der Vision des Gründungsvaters S.H. Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan und dem Engagement seiner Frau Sheikha Fatima bint Mubarak Al Ketbi zu verdanken, dass emiratische Frauen heute in vielen wichtigen Positionen sitzen. Sheikha Fatima, die „Mutter der Nation“, machte Frauenförderung zu ihrem zentralen Thema und gründete die ersten Alphabetisierungsprogramme und Frauennetzwerke. Heute gibt es in den VAE Ministerinnen, Richterinnen, Botschafterinnen und Pilotinnen. Es ist vor allem der Förderung durch wichtige Führungspersönlichkeiten zu verdanken, dass Frauen heute als wichtige Ressource angesehen werden. Bildung und Emiratisierung bringen Frauen in Führungspositionen Mehrere Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Frauenförderung in den VAE: Bildung, Emiratisierung und insbesondere die Unterstützung der Herrscherfamilien. Mehr als 2/3 der Universitätsabsolventen der VAE sind Frauen. Auf einer politischen Ebene hat der Federal National Council (ein Beratungsgremium und Quasi-Parlament) mit acht weiblichen Mitgliedern von insgesamt 40 eine Frauenquote von 22,5 Prozent. 2004 wurde eine Frau zur Wirtschaftsministerin ernannt, I.H. Sheikha Lubna Al Qasimi ist heute Ministerin für Außenhandel. Auch Emiratisierung ist ein Faktor – mit diesem Programm soll die Abhängigkeit der VAE von externen Arbeitskräften reduziert werden, beispielsweise durch Einführung von Quoten für Emiratis in bestimmten Sektoren und durch gezielte Trainings. Und ein weiterer Aspekt

ist nicht zu unterschätzen: Emiratische Frauen haben den Vorteil der „extended family networks“: Für die Kinder sorgen entweder Familienmitglieder oder günstige Hausangestellte. Die meisten Regierungsinstitutionen und immer mehr Privatunternehmen bieten zudem Kindertagesstätten für ihre Mitarbeiter an. Traditionen sind kein Widerspruch für weiblichen Aufstieg Die VAE haben das Glück, dass sie von jeher wichtige Herrscher hatten, die keinen Widerspruch darin sahen, Frauen in den Bereichen Bildung und Arbeit zu fördern, mit anderen entwickelten Nationen Schritt zu halten und gleichzeitig arabische und islamische Traditionen zu wahren. Diese Visionäre sorgten auch für ein Umdenken in den traditionellen Elementen der Gesellschaft. Ob eine Frau arbeiten geht, hängt allerdings immer noch stark von ihrer Familie bzw. ihrem Ehemann ab. In der jungen, modernen Generation ist dies zunehmend kein großes Thema mehr – was unter anderem auch mit steigenden Lebenskosten zu tun hat. Zu Beginn dieser Entwicklung gab es jedoch auch viele kritische Stimmen. Von den Frauen, die für das Buch interviewt wurden, haben viele ihre berufliche Entwicklung der Offenheit und Unterstützung ihrer Väter zu verdanken. Eine Emirati sprach von ihrer Mutter, die zwar selbst noch das traditionelle Leben hinter verschlossenen Türen lebte, sich für ihre Tochter aber eine größere Zukunft erträumte. Grundsätzlich sind Geschäftstätigkeiten von Frauen in der arabischen und islamischen Welt absolut akzeptabel. Gewisse Regeln müssen dennoch eingehalten werden. So finden beispielsweise keine Termine alleine mit Männern hinter verschlossenen Türen statt. Frauen bringen also lieber Kollegen mit oder verlegen das Treffen an einen öffentlichen Ort. 

claus@boerse-muenchen.de

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Changing Leadership

Warum wir eine neue Kultur der Führung brauchen … Text von Nia Leitl

Antonia (Nia) Leitl ist Dipl. Ing. Architektin, Stadtplanerin, Mediatorin sowie ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht München in Sachen Bau- & Städtebaurecht. E-Mail: aleitl@baunetz.de

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so lautete das Motto der Podiumsdiskussion, zu der der Vorstand der HypoVereinsbank und der neugegründete Frauenbeirat der HVB geladen hatten und die gekonnt-spitzfindig von Moderator Steffen Seibert moderiert wurde. Dr. Susanne Weiss, Aufsichtsratsmitglied und Gründungspräsidentin des HVB Frauenbeirates, der aus 28 Frauen besteht, eröffnete den Abend mit den Worten: Der Beirat soll nicht „schmücken“, sondern den Vorstand beraten und er hat vor allem auch Initiativrecht. Überrascht vom fast ansturmartigen Interesse am Frauenbeirat, hofft man nun bald auf Frauenzuwachs im Vorstand. Dr. Theodor Weimer, HVB-Vorstandssprecher, forderte, Führung müsse sich Situationen, real wie virtuell, anpassen und ein „Leader“ müsse vor allem authentisch sein. Es dürfe kein Strategiegequatsche wie in den letzten 20 Jahren geben, sondern Austausch über einen Wertekanon entstehen. Leitbilder wie die „working family“ würden immer wichtiger. Unter dem Motto „Trends & Werte einer neuen Führungskultur“ diskutierte Trendforscher Professor Peter Wippermann, der den Begriff „Ich-AG“ prägte, mit Pater Anselm Bilgri, ehemaliger Prior von Kloster Andechs, der meinte, der Mensch sei gleich geblieben, nur die Technik habe sich verändert und dürfe nicht dominieren. Dagegen sieht Wippermann sehr wohl Veränderungen der Menschen hin zum Wandel gen Netzwerkgesellschaft, wobei die Jungen unter 25 Jahren neue Werte bei Selbstvermarktung, Kommunikation und Kooperation im Web 2.0 setzten. Das Fazit: Ein authentischer Chef hat eine eigene Haltung, ist dabei flexibel und lebt vor allem die neue Unternehmenskultur vor. Anschließend stellte der namensverwandte Sozialforscher Dr. Carsten Wippermann die SINUS-Studie „Brücken und Barrieren für Frauen in Führungspositionen“ vor, die von Bundesfamilienministerin Kristina Köhler, der Schirmherrin dieser Veranstaltung, veröffentlicht wurde. Und so hält auch Monika Schulz-Strelow, Präsidentin der FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V., zementierte Werte für die Hauptbarrieren, die Frauen

am Aufsteigen hindern. Dass Frauen in der Regel effektiver seien, belegte sie durch ein Beispiel im Fußballkontext: Frauen fragen eher einmal, wo das Tor steht – also nach der Richtung – während Männer notfalls auch ohne Tor spielen. Zudem sei bei Frauen die Kombination aus Macht und Gier noch nicht so ausgeprägt. Doch um Veränderung voranzutreiben, bedürfe es Hebel wie ein modernes Personalmanagement und ein verändertes Rollenbild. Changing Leadership aus Unternehmenssicht In großer Runde wurde nun Changing Leadership aus Unternehmenssicht beleuchtet. Dabei kam man zu dem Schluss, dass Hierarchien überholt seien, da Leben und Wirtschaft zu komplex und so für den Einzelnen nicht mehr überschaubar seien. Netzwerke seien dagegen nötig, diese agieren aber eben anders. Unsicherheit durch Globalisierung sei nur mit partizipativer Führung beizukommen. Die weiblichen 50 Prozent der Intelligenz kaum zu nutzen, sei ein Unding, so die Runde. Das alte Führungsklischee „male & pale“ gehöre revidiert. Zudem sollte man die digitale Welt besser nutzen, beispielsweise durch den Aufbruch ins Wissensmanagement. Mediale Veränderungen zögen zwangsweise auch Veränderungen im Führungsstil nach sich. Freisetzung von Kreativität und Freiraum für Vernetzung sei nötig, um Arbeit nicht hierarchisch, sondern projektbezogen zu gliedern. Führung sei schließlich bis zum gewissen Grad erlernbar, müsse aber auch gewollt sein und die Verantwortung dafür müsse übernommen werden. Diese Erkenntnisse sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, was aber auch nicht ernsthaft erwartet wurde. Zumindest ist es ein Indikator dafür, dass langsam Bewegung auch in sehr traditionell denkende Branchen wie Banken kommt … und das macht Hoffnung! Links: www.hvb-frauenbeirat.de http://bit.ly/bq7PGU oder http://www.fidar-einegutewahl.de/fileadmin/user_upload/ MAIN-dateien/Bruecken_und_Barrieren_wippermann.pdf


Mit Selfempowerment zum Leadership-erfolg

Frauen auf Erfolgskurs – IDP/PEP Training Text von Anne Schreiber und Sabine Gerhard

Die nächsten IDP/PEP Trainings: 24.-26. September 2010 Nürnberg, in Zusammenarbeit mit Club Nürnberg und den Hochschulen Nürnberg und Erlangen 19.-21. November 2010 München, in Zusammenarbeit mit dem Genderzentrum der TU München

Welches Ziel verfolgt das IDP/PEP Training? Das Training vermittelt die Grundlagen für die wichtigsten Fähigkeiten und Kenntnisse die „Frauen auf Erfolgskurs“ benötigen. Sie lernen, für sich selbst und andere die Führung zu übernehmen, mit Power, dem entsprechenden Durchsetzungsvermögen und einem adäquaten Auftritt ihre Interessen zu vertreten und in Verhandlungen zu gewinnen. An wen richtet sich das IDP/PEP Trainingsangebot? An Frauen in Veränderungsprozessen, die • ihren nächsten Karriereschritt planen und eine Führungsposition anstreben, ob in Unternehmen, in Verbänden oder in der Selbstständigkeit • nach der Uni ihre ersten Karriereschritte gezielt angehen wollen • durchstarten, sich weiterentwickeln oder beruflich umorientieren möchten Welche Inhalte prägen das IDP/PEP Training? Themen wie Führungsqualitäten entwickeln, Verhaltens- und Kommunikationsstile kennenlernen, effektive Teamzusammensetzung, erfolgreich Netzwerken, Präsentationstechniken, Selbst-

marketing und Öffentlichkeitsarbeit u.v.m. sind integriert. Die Inhalte werden anhand von praktischen Übungen vermittelt. Dazu gehören unter anderem 2-Minuten-Stegreifreden, 5-Minuten-Präsentationen, Vorstellungsgespräche und Verhandlungs­ übungen im Rollenspiel sowie umfassendes Feedback. Der IDP/PEP Trainingsablauf: Zwei Tage lang lernen 8 – 12 Frauen intensiv und interaktiv, in Führung zu gehen, ihre individuellen Werte (wieder) zu entdecken und zu integrieren, auszuprobieren, Spaß zu haben und Gelerntes umzusetzen. Die Investition: BPW Spezialpreis für Mitglieder 300 EUR und für externe Interessentinnen 400 EUR. Sonderpreise (z.B. für Studentinnen) auf Anfrage. Der Nutzen für Teilnehmerinnen ist nach eigener Aussage das vielseitige, klare und konstruktive Feedback von den Trainerinnen und von den anderen Teilnehmerinnen sowie die Übungselemente. Der Gewinn aus bisherigen Führungs- und Lebenserfahrungen wird wieder in das Bewusstsein geholt und mit neuen Aspekten angereichert. Befragungen von IDP/PEP Trainerinnen und Teilnehmerinnen haben gezeigt, dass das Programm ein hervorragender „Leadership-Check“ sowohl für junge Frauen am Beginn ihrer Karriere als auch für Frauen in Führungspositionen ist. Dies wurde auch durch die wissenschaftliche Untersuchung des IDP Programms von Sabine Gerhard im Rahmen ihrer Masterarbeit nachgewiesen. Neue Akzente mit zusätzlichen Angeboten: Neben dem IDP/PEP Grundlagentraining werden unter IDP/ PEP Plus Spezialthemen angeboten: Wer sich internationalen Herausforderungen stellen möchte, kann ab sofort das IDP/PEP Training in englischer Sprache buchen. Darüber hinaus ein Training Grundlagen Projektmanagement von Mai Dang-Goy und Angelika Collisi, Werkzeuge und Spielregeln der Projektarbeit. Weiteres unter www.bpw-germany.de

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Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung müssen nicht nur Politik, Gesellschaft und Bildungssysteme umdenken und verstehen lernen, dass Frauen in internationalen, leitenden Positionen ein Gewinn sind. Auch wir Frauen sind dazu aufgefordert, etwas für uns zu tun. BPW bietet seinen Mitgliedern seit 2007 ein Führungsgrundlagentraining an. Ein von BPW entwickeltes interaktives Leadershipprogramm, speziell für Frauen, um sie kompakt durch ein modular aufgebautes Training auf Führungsaufgaben im beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Bereich vorzubereiten. Ende 2009 wurde das IDP Programm (Individual Development Program) auf Initiative des BPW International weltweit in PEP (Personal Empowerment Program) umbenannt und derzeit in Deutschland modifiziert und ausgebaut. Bis zum Abschluss der Weiterentwicklung ist das kompakte Trainings­programm IDP/PEP weiterhin in seiner ursprünglichen Form verfügbar.


Hürden auf dem Weg nach oben

Aufstiegsregeln in männerdominierten Führungsriegen Das Gespräch mit Marion Knaths führte Sylvia Schaab

Marion Knaths bekleidete mehrere Führungspositionen, bevor sie sich mit Sheboss selbstständig machte. Sie unterstützt Frauen darin, sich für Führungspositionen fit zu machen und hat das Buch „Spiele mit der Macht. Wie Frauen sich durchsetzen“ geschrieben.

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oran liegt es, dass bisher so wenige Frauen Führungspositionen innehaben? In von Männern dominierten Führungsriegen trauen die Männer Frauen Führungsaufgaben oft nicht zu. Das liegt an alten Denkstrukturen und Rollenbildern. Konservativ denkende Männer glauben beispielsweise, dass Frauen die notwendigen Kompetenzen fehlen und sie auch einfach andere Aufgaben haben. Andere Männertypen sehen die gesellschaftlichen Hürden und glauben, dass Frauen einfach wenig Akzeptanz in der Führung haben, sind aber grundsätzlich bereit, sie zu unterstützen. Eine dritte Gruppe schaut nur nach individueller Leistung und meint, dass Frauen einfach nicht gut genug sind. Und was ist mit den Frauen? Trauen sie sich Führungsaufgaben zu? Frauen sind viel kritischer mit sich selbst. Wenn sie nicht min­ destens neun von zehn Punkten einer Stellenausschreibung erfüllen, bewerben sie sich erst gar nicht auf diese Position. Und bei einem Vorstellungsgespräch erklären sie dann ausführlich, warum ihnen dieser eine Punkt fehlt. Männern dagegen reicht es bereits, wenn sie fünf der zehn Punkte erfüllen und diese Pluspunkte präsentieren sie dann auch ausführlich im Gespräch. Ebenso sind viele Frauen zögerlich, wenn es darum geht, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Wird eine Frau gefragt, ob sie ins Management aufsteigen will, geht sie nach Hause und überlegt eine Woche lang, ob sie sich das zutraut, während ein Mann sich per Geburt dazu in der Lage sieht. Welche Hürden haben Frauen zu überwinden, um in männliche Führungsriegen vorzudringen? Frauen müssen verstehen, welche Regeln dort herrschen. Besteht die Führungsriege zu über 70 Prozent aus Männern, dann sind die Kommunikationsstrukturen nun einmal männlich geprägt. Daher muss man als Frau diese Strukturen verstehen und sich darauf einlassen. Oft verstehen Frauen einfach die Spielregeln nicht und haben daher keine Lust darauf. Aber wenn sie erst einmal wissen, wie der Hase läuft, dann sind sie durchaus dazu bereit, mitzuspielen.

Welchen Unterschied gibt es denn? Während die Frauen eher eine non-hierarchische Kommunika­ tionsform pflegen und es als höflich erachten, in die Runde zu sprechen, richten die Männer ihre Ansprache immer an den Ranghöchsten. Nur so wird man von der Gruppe gehört. Gibt eine Frau nun ihre Meinung kund und spricht in die Runde, hört ihr keiner zu. Sagt fünf Minuten später Kollege Meier das Gleiche direkt zum Chef, hören alle aufmerksam zu und loben den guten Vorschlag. Es genügt eben nicht, nur gute Leistung zu bringen, die Leistung muss auch gesehen werden und Frauen sollten daher auf sich aufmerksam machen. Und wenn Frauen dann an der Macht sind? Wenn erst einmal genügend Frauen im Management sind, wird sich die Kommunikationskultur ändern. Sind mehr als 1/3 der Führungsriege Frauen, werden männliche und weibliche Kommunikationsmodelle gemischt und es kommt in der Regel etwas Besseres heraus. Das kann man bereits in den USA beobachten, wo der Frauenanteil in Führungspositionen schon viel höher ist als bei uns. Zumindest bei Microsoft Deutschland sind mehr als 30 Prozent der Führungskräfte weiblich und es herrscht dort für Frauen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Ich kenne sogar eine weibliche Managerin, die extra deswegen dorthin gewechselt hat. Denken Sie, dass eine Quote notwendig ist, um in Deutschland mehr Frauen in Führungspositionen zu katapultieren? Der Vorteil einer Quote ist, dass sie den Blick der Entscheider für potenziell geeignete Frauen öffnet. Es ist ja nicht so, dass dadurch unqualifizierte Frauen in Führungspositionen aufrücken, sondern vielmehr ein betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Nutzen entsteht. Das Potenzial von Frauen, die hoch qualifiziert sind, wird besser ausgenutzt. Es werden ja auch andere Größen durch Zielvorgaben im Unternehmen vorangebracht, da ist es meiner Meinung nach nur vernünftig, dass man auf diese Weise das weibliche Potenzial in Unternehmen nutzt. www.sheboss.de


Oben angekommen

Die ersten 100 Tage als Führungskraft Text von Diana Ochs

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ie haben es geschafft! Sie steigen in eine neue Position auf, starten als Führungskraft in einem neuen Unternehmen. Sie wollen Ihre Sache gut machen. Neben der Vorfreude beschäftigt Sie sicher die Frage „Wie steige ich optimal ein?“ Der wichtigste Tipp für die ersten 100 Tage: In der Ruhe liegt die Kraft! Aktionismus ist völlig fehl am Platz. Beschäftigen Sie sich vor dem Start intensiv mit sich selbst. Um souverän zu agieren, ist es wichtig, dass Sie sich Ihres Wertes, Ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten bewusst sind und Ihre Ziele klar formuliert haben. Je klarer und authentischer Sie sind, desto schneller wird man Sie als neue Führungskraft akzeptieren und respektieren. Wurden Sie explizit als weibliche Führungskraft ins Unternehmen geholt? Von Frauen wird häufig ein integrierender Führungsstil erwartet. Kommunikationsstärke, Teamgeist, emotionale Intelligenz, Sachorientierung werden oft positiv gesehen und sind gewollt. Frauen eilt der Ruf voraus, das Betriebsklima positiv zu beeinflussen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut zu motivieren. Gehört dies zu Ihren ausgesprochenen oder unausgesprochenen Aufträgen, stellen Sie Ihre kommunikativen und sozialen Kompetenzen in den Vordergrund. Sorgen Sie von Anfang an für eine gute Informationspolitik Beginnen Sie Ihren Ein- oder Aufstieg mit einem positiven, deutlichen Signal. Stellen Sie sich mit Ihren Aufgaben, Aufträgen und Befugnissen vor – so bieten Sie Orientierung und minimieren Spekulationen. Dies kann im Rahmen eines Einstands oder einer ersten Besprechung geschehen, durch einen offenen Brief mit Foto an alle, mit denen Sie künftig zusammenarbeiten. Denken Sie dabei nicht nur an Ihr Team und Ihre Vorgesetzten, sondern auch an Personen an wichtigen Schnittstellen, Kolleginnen und Kollegen Ihrer Führungsebene und den Betriebsrat. Suchen Sie auch danach den persönlichen Kontakt, denn die Beziehungen zu den Menschen im Unternehmen sind entscheidend für Ihren Erfolg und sollten von Anfang an gepflegt werden. Bewegen Sie sich in den ersten Wochen als Forscherin durchs Haus. Sammeln Sie Informationen, beobachten Sie, stellen Sie Fragen. Gespräche mit Ihrem Team und Vorgesetzten sind zu-

nächst Ihre wichtigste Aufgabe. Nehmen Sie sich die Zeit, die Menschen kennenzulernen – mit ihren Qualifikationen, Erfahrungen, Zielen, Ideen, Zuständigkeiten, persönlichem Hintergrund und kritischen Anmerkungen. Bemühen Sie sich möglichst gleichermaßen um alle: Um jene, die offen und herzlich sind genauso wie um diejenigen, die Ihnen eher zurückhaltend und kritisch begegnen. Erzählen Sie auch von sich: wer Sie sind und woher sie kommen. Kurz: Sorgen Sie von Anfang an für eine gute Informationspolitik. Informationen sammeln Machen Sie in den ersten Gesprächen keine voreilige Zusagen. Sie müssen die Gesamtsituation beurteilen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Gönnen Sie sich jeden Tag eine halbe Stunde, in der Sie Ihre neu gewonnenen Informationen und Eindrücke sacken lassen und in Ihrem Notizbuch festhalten – so geht Ihnen bei der Flut an Neuem nichts Wichtiges verloren. Wenn Sie einen ersten Überblick gewonnen haben, ist es an der Zeit, die Erkenntnisse zu analysieren. Diskutieren Sie die identifizierten Handlungsfelder mit den Beteiligten, binden Sie sie mit ihrem Know-how und ihren Erfahrungen ein. Würdigen Sie die Leistungen Ihrer Vorgängerin oder Ihres Vorgängers, wenn Sie Veränderungen anstreben. Denken Sie beim Einleiten erster Schritte nicht nur in großen Zusammenhängen, initiieren Sie auch Maßnahmen, die kurzfristig Wirkung zeigen, damit Ihre Führung mit positiven Effekten verknüpft wird. Achten Sie auf konsequente Umsetzung und holen Sie sich bei Ihren Vorgesetzten Feedback. Mit strukturierter Vorgehensweise und kollegialer Wertschätzung bereiten Sie in den ersten 100 Tagen den Boden für Ihren Erfolg! Last but not least: Gönnen Sie sich kleine Verschnaufpausen und genießen Sie Ihre ersten Erfolge! www.dunkelrot-beratung.de

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Diana Ochs berät mit Ihrem Unternehmen dunkelrot Frauen und Kleinbetriebe unter anderem in Führungsfragen, Standortbestimmung und Perspektiventwicklung und Frauen in Männerdomänen.


Arbeitsrecht

Ansprüche von Arbeitnehmerinnen bei Diskriminierung am Arbeitsplatz Text von Katharina Lohse

Katharina Lohse Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht in Frankfurt. Kontakt: K.Lohse@HeReColl.de, www.HeReColl.de

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eit 2006 gibt es im deutschen Arbeitsrecht ein Antidiskriminierungsgesetz. Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (nachfolgend Gleichbehandlungsgesetz genannt) ist es, Menschen vor Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu schützen. Da bis heute von der Diskriminierung wegen des Geschlechts in der Praxis überwiegend Frauen betroffen sind, beschäftige ich mich hier mit den Schutzmechanismen der geltenden Gesetze in diesem Fall. Benachteiligungsverbote für Frauen im Gleichbehandlungsgesetz: 1. Verbot von Diskriminierungen bei der Auswahl und Einstellung von Beschäftigten sowie bei deren beruflichem Aufstieg. Eine Diskriminierung von Frauen liegt dann vor, wenn ein Mann auf Grund seines Geschlechts eingestellt wird, obwohl die Frau höher qualifiziert und somit besser geeignet für diese Stelle gewesen wäre. Das Gleiche gilt im Fall einer bevorzugten Beförderung eines Mannes. Neben solchen unmittelbaren Benachteiligungen, die unter die Diskriminierungsverbote des Gleichbehandlungsgesetzes fallen, gibt es aber auch mittelbare Benachteiligungen wegen des Geschlechts. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn besondere Regeln für Teilzeitbeschäftigte eingeführt werden. Da Frauen im Gegensatz zu Männern überwiegend teilzeitbeschäftigt sind, können Frauen davon mittelbar besonders betroffen und benachteiligt sein. 2. Das Gleichbehandlungsgesetz schützt Arbeitnehmerinnen auch vor diskriminierenden Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen. So ist es zum Beispiel diskriminierend, nur für die weiblichen Beschäftigten Überstunden anzuordnen. Hierzu gehört auch die unterschiedliche Vergütung von Mann und Frau für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Unterschiedliche Bezahlung auf Grund von unterschiedlicher Qualifikation, die auch in einer längeren Betriebszugehörigkeit und Beschäftigung auf einem be-

stimmten Arbeitsplatz liegen kann, kommt dagegen nicht als Diskriminierungsgrund in Betracht. 3. Auch Entlassungsbedingungen dürfen nach dem Gleichbehandlungsgesetz nicht diskriminierend sein. Ein Arbeitsverhältnis darf also nicht mit der Begründung befristet werden, dass es automatisch ende, sobald die Arbeitnehmerin schwanger wird. 4. Verstößt ein Arbeitgeber gegen das Benachteiligungsverbot, sieht der § 15 des Gleichbehandlungsgesetzes Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche vor. Danach hat der Arbeitgeber die Vermögensschäden, die aus der Verletzung gegen das Benachteiligungsverbot entstanden sind, zu ersetzen. Der Arbeitgeber muss in diesem Fall seine Nichtschuld beweisen, wenn er sich darauf berufen will, eine Arbeitnehmerin nicht schuldhaft diskriminiert zu haben. Der Schadensersatzanspruch umfasst Vermögensschäden wie ein entgangener Verdienst und den Ersatz vergeblicher Vorstellungs- und Bewerbungskosten. Einen durchsetzbaren Anspruch auf Einstellung, Wiedereinstellung oder Beförderung gibt es hingegen nicht. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber einer wegen einer Diskriminierung abgewiesenen Bewerberin jedoch auch eine angemessene Entschädigung für die Diskriminierung zahlen. Das Gesetz sieht nur in dem Fall eine Obergrenze von drei Monatsgehältern als angemessene Entschädigung vor, wenn die Bewerberin auch bei benachteiligungsfreier Auswahl nicht eingestellt worden wäre. In allen anderen Fällen von Diskriminierung ist die Höhe der Entschädigung in das Ermessen des jeweiligen Arbeitsgerichts gestellt. Die Gerichte haben dabei die Besonderheiten des Einzelfalles, die Schwere des Verstoßes, das Ausmaß des Verschuldens und/oder das Vorliegen eines Wiederholungsfalles zu berücksichtigen. Die Entschädigungszahlung soll auch eine abschreckende Wirkung auf den Arbeitgeber haben. Als Orientierung dient dabei die Obergrenze von drei Monatsgehältern, jedoch können in besonders krassen Fällen die Gerichte auch weit darüber hinausgehen.


Schutz vor Benachteiligungen bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen des Geschlechts ist ebenfalls sanktioniert, allerdings nicht durch das Gleichbehandlungsgesetz, sondern unter anderem durch das Kündigungsschutzgesetz. So bedürfen Kündigungen, deren Wirksamkeit sich nach dem Kündigungsschutzgesetz richten, eines betriebs-, verhaltens- oder personenbedingten Grundes. Ein diskriminierender Grund ist hierfür nicht ausreichend. Darüber hinaus sind Arbeitnehmerinnen vor diskriminierenden Kündigungen auch außerhalb des Anwendungsbereichs des Kündigungsschutzgesetzes in den sogenannten Kleinbetrieben mit nicht mehr als zehn Arbeitnehmern geschützt, wenn diese Kündi-

gung sittenwidrig sind. Die Kündigung einer Arbeitnehmerin, weil sie eine Frau ist, wäre sittenwidrig. Das Gleichbehandlungsgesetz schützt also nicht vor diskriminierenden Kündigungen, hier sind die Frauen jedoch durch andere Gesetze und Regelungen geschützt. Resümee Falls Sie als Frau an Ihrem Arbeitsplatz oder bei einer Bewerbung wegen Ihres Geschlechts oder aus einem anderen Grund diskriminiert werden, kann es sich lohnen, sich zur Wehr zu setzen. Sie sollten sich dabei von kompetenter Seite beraten und unterstützen lassen. Zumindest dann, wenn andere Alternativen nicht infrage kommen, sollten Sie schon wegen der teilweise kurzen Fristen nicht zögern, sich rechtzeitig gegebenenfalls kompetenter anwaltlicher Beratung zu versichern, um ihre Rechte in Anspruch zu nehmen und durchzusetzen. Hilfreich ist dabei natürlich, wenn Sie von Anbeginn der diskriminierenden Handlung oder Äußerung über die Diskriminierung „Protokoll“ führen, also Fakten und Indizien festhalten und sammeln. Notieren Sie Datum und Art der Diskriminierung genauso wie mögliche Zeugen oder sonstige Beweise und bewahren Sie geeignete Beweismittel – z.B. E-Mails oder andere Schreiben mit diskriminierendem Inhalt etc. – auf. Wenn Sie, als Arbeitgeberin oder Angestellte mit Führungsverantwortung von diskriminierenden Handlungen in Ihrem Betrieb Kenntnis erlangen, sollten Sie ebenfalls rasch handeln und sich gegebenenfalls anwaltliche Hilfe suchen, damit es zu keinen weiteren Diskriminierungen kommt. Arbeitgeberinnen möchte ich auch dringend anraten, verbindliche Antidiskriminierungsrichtlinien oder -anweisungen für ihren Betrieb festzulegen.

25 Arbeitsrecht

Geltendmachung von Ansprüchen nach dem Gleichbehandlungsgesetz Fühlt sich eine Frau allein wegen ihres Geschlechts bei einer Bewerbung oder am Arbeitsplatz diskriminiert, kann und sollte sie sich dagegen wehren. Dabei muss sie bei einem späteren Prozess vor dem Arbeitsgericht die Fakten vortragen, die eine geschlechtsspezifische Benachteiligung vermuten lassen. Dazu gehören öffentliche Äußerungen einer diskriminierenden Einstellungspolitik des Arbeitgebers oder auch eine geschlechtsspezifische Stellenausschreibung. Ein unterdurchschnittlicher Frauenanteil im Betrieb kann ebenso als Indiz ausreichend sein. Wenn der Vorwurf der Diskriminierung auf diese Weise glaubhaft vorgetragen werden kann, muss der Arbeitgeber beweisen, dass dieser Vorwurf falsch ist. Kann er das nicht, wird er verurteilt. Ansprüche müssen allerdings binnen einer Frist von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden. Die Frist beginnt im Falle einer Bewerbung um eine neue Stelle oder um einen beruflichen Aufstieg mit dem Zugang der Ablehnung. Ansonsten zu dem Zeitpunkt, in dem die Frau von ihrer Benachteiligung Kenntnis erlangt hat. Lehnt der Arbeitgeber die Regulierung der Ansprüche ab oder reagiert er überhaupt nicht, muss innerhalb von drei Monaten, nachdem der Anspruch schriftlich geltend gemacht wurde, Klage erhoben werden.


Die BPW Akademie nimmt Fahrt auf:

„Summer School 2010“ erstmals in Berlin Text von Sonja Still, Club München

Role Models in MINT-Berufen BPW-Frauen sind dazu aufgerufen, sich als Role Model an Schulen zu präsentieren: Sie möchten sich als Role Model zur Verfügung stellen? Sie suchen Kontakt zu Role Models? Ihre Ansprechpartnerin ist Waltraud Gemein waltraud.gemein@bpw-akademie.de

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mmer wieder wird gefragt, was die BPW Akademie eigentlich mache – die Antwort ist einfach: Sie ist sehr aktiv. Das visionäre Projekt des BPW Germany, Frauen aus MINT-Berufen beim Wiedereinstieg in den Beruf zu unterstützen, stellt sich auch 2010 den Herausforderungen. Erneut ist es der Projektleiterin Carmen Kraushaar gelungen, Drittmittel und Fördergelder zu akquirieren und qualifizierte Kooperationspartner zu gewinnen. Darum kann die BPW Akademie nun erstmals auch in Berlin ein Qualifizierungsprogramm für Frauen präsentieren, die einen Wiedereinstieg in MINT-Berufe planen. Darüber hinaus haben die Frauen der BPW Akademie viel angeschoben, damit das MINT-Thema und die Arbeit der Akademie innerhalb des BPW Germany präsenter und greifbarer werden. So wurde unter anderem eine Kooperation mit dem VDI unterzeichnet, um aus dem BPW Role Models für Schulen zu rekrutieren. „Summer School“ in Berlin Dieses Jahr bietet die BPW Akademie vom 19. bis 24. Juli 2010 in Kooperation mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin eine „Summer School“ für Wiedereinsteigerinnen in MINT-Berufe in Berlin an. Auf dem Lehrplan stehen die Bereiche „IT – Telekommunikationstechnik“ und „Ingenieurwesen – Rapid Prototyping“. In kooperierenden Unternehmen können die Absolventinnen Praxiserfahrung sammeln. Bei Cisco Systems GmbH lernen die Summer-School-Absolventinnen mit IT-Schwerpunkt aus Industrieperspektive, welche Entwicklungen derzeit bei webbasierter Kommunikation in Unternehmen anstehen. In Laborübungen werden an der Beuth Hochschule für Technik die neuen Erkenntnisse praktisch erprobt und vertieft. Für Absolventinnen mit Schwerpunkt Ingenieurwissenschaft steht nicht nur die praxisnahe Einführung zu Rapid Prototyping an. Die Frauen können in dieser Woche auch eine qualifizierte Ausbildung zur Laserschutzbeauftragten durchlaufen. Dies wird ihnen in einem anerkannten Zertifikat bestätigt. Weitere Lehr-Module des Qualifizierungsprogramms sind „Un-

ternehmerisches Denken und Handeln“ sowie „Überfachliche Schlüsselqualifikationen“, die sogenannten Leadership Soft Skills. Nach Abschluss des Seminars erhalten alle Teilnehmerinnen zusätzlich ein Referenzzertifikat der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Während die Teilnehmerinnen ihr Wissen auffrischen, können ihre Kinder an einem Betreuungsprogramm teilnehmen, das ebenfalls ganz im Zeichen von MINT steht. Bereits zum zweiten Mal in München Auch in München wird es 2010 wieder eine Summer School in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) München geben. Schwerpunkt ist neben „Robotik“ die Helikopter-Technologie. Das genaue Programm ist auf der Website der BPW Akademie zu finden. Die maßgeschneiderte Starthilfe für MINT-Wiedereinsteigerinnen fand in München erstmals 2009 statt. Zusammen mit der TU München und Partner-Unternehmen absolvierten Teilnehmerinnen aus Bayern das Qualifizierungsprogramm. Es wurde zum Leuchtturmprojekt gewählt und vom Bayrischen Familienministerium finanziell unterstützt. Role Models, Coaches und Präsentation Gleichzeitig arbeiten die Frauen der BPW Akademie daran, dass mehr Mitglieder des BPW Germany von den Aktivitäten der Akademie erfahren. Zur AG-Tagung in Göttingen boten Waltraud Gemein (Club Karlsruhe), Marion West (Club Köln) Sonja Still und Carmen Kraushaar (beide Club München) eine Präsentation und Informationen für die Clubs an. Eine erste Infostation zum Thema MINT gab es bereits auf der Frühjahrstagung in Bremerhaven. Darüber hinaus sind BPW-Frauen eingeladen, sich als Role Model Schülern und Schülerinnen zu präsentieren. Mindestens 20 Frauen mit abgeschlossenem Studium in einem MINT-Fach sollen von ihren Erfahrungen aus Studium und Beruf berichten. Zudem können alle BPW-Frauen, die einen Beitrag zum Thema MINT-Berufe leisten können, gerne ihre aktuellen Termine und Seminarangebote auf der Website der Akademie www.bpw-akademie.de einstellen


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Marktplatz

05.06.2010

22:04 Uhr

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ERFOLG 2010 Ein Forum für Businessfrauen ERFOLG MACHT MUT BPW München bietet eine ganztägige Businessmesse mit interessanten Vorträgen, Workshops & Ausstellern.  Was braucht Frau zum Erfolg?  Wie geht Frau mit Macht um?  Wie präsentiert sich Frau?  Welche neuen Medien braucht Frau?  Wie flexibel muss Frau sein?

e-Mail: anke.weier@welcome-guide.de website: www.welcome-guide.de

Sie wollen sich & Ihr Business auf einem Messestand präsentieren? Sie möchten uns unterstützen durch Sponsoring, Anzeigen, Spenden...? Bitte fragen Sie uns einfach per Mail: holler-kuthe@t-online.de (Projektleiterin)

Katharina Lohse Rechtsanwältin Fachanwältin für Arbeitsrecht

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Herrlein Reeh & Coll. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft

Große Friedberger Str. 32 60313 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (69) 21 93 086-0 Fax: +49 (69) 21 93 086-22

Zusätzlich feiern die Young BPW Germany ihren jährlichen Event (Fr. 22.–So. 24.10.); Meetings & Talks rund um die ERFOLG

K.Lohse@HeReColl.de www.HeReColl.de

HMK IDEE + ENTWICKLUNG Leadership Coaching

HeideMarie Klein Mauerkircherstraße 172 · 81925 München Telefon: +49 89 388 79637 · Fax: +49 89 388 79851 Mobil: +49 172 867 5636 · info@kleinleadershipcoach.de www.xing.com/profile/HeideMarie_Klein www.coachfederation.de/www.php/klein.html

informativ, anregend und Mut machend: Am 23. Oktober 2010 von 9 Uhr bis 18 Uhr Kolpinghaus München/Adolf-Kolpingstr. 1 Eintritt: Clubfrauen 59,- €/Gäste: 79,- € Anmeldung & Infos: www.bpw-erfolg.de Im Auftrag des Vorstands Koordination ERFOLG: Eva Wobbe 3. Vorsitzende BPW Germany Club München

Zielgruppen ➟ Frauen in Führungspositionen und auf dem Weg dort hin ➟ Führungskräfte vor und nach der Auslandsentsendung (englisch-sprachige Länder) ➟ Unternehmerinnen, auch in der Nachfolge Themenschwerpunkte ➟ Leadership-Themen ➟ Berufliche und private ‚Transit‘-Zeiten ➟ Karriereplanung und Wieder-Einstieg ins Berufsleben Angebot ➟ Einzel-, Team- und Gruppen-Coaching (Gruppen zu ausgewählten Themen) ➟ Mentoring und Beratung für Jung-Coaches (Anfänger im Coaching) Sprachen in Deutsch und Englisch

Format in Person oder per Telefon

Erstgespräch und 30-minütiges Probecoaching kostenfrei. Honorar auf Anfrage.

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Kulturelle Kompetenz - hier und dort - durch • Passende Vorbereitung • Landeskundliche Infos • China, Singapur – Asien


Die Spinnen, die Germanen

Die Quote als Fahrstuhl für Frauen in die Topetagen der Unternehmen Glosse von Nicole Beste-Fopma

Nicole Beste-Fopma ist freie Journalistin und Redakteurin mit einer eigenen Agentur. Für kleine und mittlere Unternehmen übernimmt sie die Pressearbeit und verantwortet als Chefredakteurin die Noblesse Magazine.

N 28 Kolumne

orwegen hat sie seit 2004. Schweden hat sie auch schon etwas länger. Spanien führte sie 2007 ein und Frankreich und die Niederlande steht kurz davor. Nur die Regierung eines großen germanischen Landes im Herzen Europas weigert sich noch, sie einzuführen: die Quote! Genauer gesagt, die Frauenquote! Nichts spaltet die Frauen-, aber auch die Männerwelt im Augenblick mehr als die Diskussion um diese Frage: Quote oder keine Quote? „Eine Quote brauchen wir nicht! Wer gut ist, kommt an die Spitze. Egal, ob Mann oder Frau“, sagen die einen. Die anderen behaupten: „Spätestens wenn Frau Familie und Beruf unter einen Hut bringen will, stößt sie an die berüchtigte, 'gläserne' Decke“. Und die Karriere nimmt ein abruptes Ende. Aber lassen Sie uns das Ganze doch mal nüchtern betrachten. Tatsache ist: Frauen machen mehr als 50 Prozent der Gesellschaft aus. Tatsache ist auch: Junge Mädchen haben nicht erst seit gestern die besseren Schulabschlüsse, verlassen mit Bestnoten die Universitäten – durchaus auch in Fächern, die fälschlicherweise noch als „Männerfächer“ gelten. Und: Frauen wollen genau so wie Männer Karriere machen. Warum sind dann nicht 50 Prozent der Führungskräfte weiblich? Studien namhafter Unternehmen wie McKinsey haben zwar nachgewiesen, dass Unternehmen mit mehr als zwei Frauen an der Spitze wesentlich mehr Umsatz machen, aber es gibt noch immer Männer – und leider auch Frauen – , die davon überzeugt sind, dass, wird eine Quote eingeführt, sich nicht Qualität, sondern Geschlecht durchsetzt. Unter diesen Frauen befindet sich auch unsere Mutter der Nation, Eva Herman. Nicht genug, dass sie die Mütter zurück an den Herd schicken wollte, jetzt propagiert sie auch noch, die Frauenquote wäre ungerecht für Männer und teuer für Unternehmen. Würden Frauen über die Quote in Führungspositionen kommen, würde nicht nach Können, son-

dern nach Geschlecht ausgewählt. Und viele der Frauen wären den Anforderungen dort oben, wo die Luft so dünn ist, nicht gewachsen. Wenn das stimmt, na dann: Gute Nacht, Telekom. Die will nämlich tatsächlich dem weiblichen Geschlecht mehr Platz in den Führungsetagen einräumen. Sogar weibliche Aufsichtsräte soll es geben! Bis 2015 sollen 30 Prozent dieser Mannschaft aus einer Frauschaft bestehen. Und damit nicht genug: Die Telekom will auch noch ein millionenschweres Programm für Kinderbetreuung aufsetzen. Ja, spinnen die denn! Nicht genug, dass die Telekom sich mit Frauen an der Spitze um ihren Unternehmenserfolg bringen will! Jetzt wollen die auch noch Millionen von Euro in deren Kinder investieren. Von denen, rein statistisch, 50 Prozent weiblich sind. Das Einzige, was mich bei der ganzen Sache noch etwas Hoffnung schöpfen lässt, ist die beruhigende Tatsache, dass es die Telekom ist, die sich das vorgenommen hat. Warum? Ganz einfach: Bei der Telekom geht es um Telefone. Telefone brauchen beide Geschlechter, aber in erster Linie eben doch die Frauen. Denn es sind die Frauen, die den meisten Wert auf Kommuni­ kation legen. Wenn also jemand sich in die Zielgruppe der Telekom­kunden hinein versetzen kann, dann doch Frauen! 

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zeit zum lesen – unsere buchempfehlungen für sie

Als es noch keinen BPW gab … Um in der Geschäftswelt dauerhaft zu bestehen, sind Eigenschaften wie Durchsetzungskraft, Kreativität, Qualitätssinn und Weitblick unabdingbare Voraussetzung. Charakterzüge, die allen 22 Frauen gemein sind, die Claudia Lanfranconi und Antonia Meiners in ihrem Buch „Kluge Geschäftsfrauen“ vorstellen. Beginnend bei Pionierinnen wie Madame Tussaud oder Margarete Steiff über willensstarke Witwen wie Katharine Graham und Madame Clicquot, die die Geschäfte ihres Mannes übernommen haben, bis hin zu modernen Meisterinnen der Schönheit wie Miuccia Prada oder Estée Lauder stellen die Autorinnen die bemerkenswerten Leistungen und Erfolge international renommierter Unternehmerinnen vor. Nicht alle der portraitierten Unternehmerinnen sind heute namentlich einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Ihre Erfindungen aber sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und ihre Lebensläufe sind Motivation und Inspiration für alle, die die Karriereleiter hinaufsteigen wollen.

Der Überlebenshelfer für Frauen mit Krebs Krebs – nach dieser Diagnose ist vieles schlagartig anders. Die private und berufliche Lebenssituation ist komplett verändert. Gefühle wie Angst, Wut, Schmerz, Traurigkeit, Einsamkeit und Überforderung wechseln sich ab. Dazu kommen anstrengende Therapien und Arztgespräche – und das normale Leben mit Familie, Freunden, Partnerschaft und Job muss auch noch irgendwie weitergehen. Krebs ist heute kein Todesurteil mehr. Nach einer Krebserkrankung gestalten viele Frauen ihr Leben bewusst neu. Doch wie kann dies gelingen? Was kann man selbst für die seelische Heilung tun? Andrea Länger, Dipl.-Sozialpädagogin und freiberufliche Trainerin, vermittelt Frauen eine innere Haltung, einen praktischen Umgang und eine Perspektive für das Leben während und nach der Krebserkrankung. Aus eigener Erfahrung bezieht sie ihre Übungen, Tipps und Rituale direkt auf die täglich zu bestehenden Situationen und Gefühle: Sie wirken sofort und aktivieren die positiven Ressourcen und Selbstheilungskräfte. Ein Tagesbegleiter, mit dem Frauen jeden Tag Lebenslust erleben. Andrea Länger: Das Lebenslust-Prinzip. Praktische Strategien für Frauen mit Krebs. Kreuz Verlag, Freiburg, 2010. ISBN 978-3-7831-3478-0, EUR 14,95

Die Regeln für Erfolg und mehr Lebensqualität Wachsender Arbeitsfrust, ständiger Zeitdruck, immer mehr Opfer für die Karriere bringen – das muss nicht sein. Womenomics bringt die Lösung für die Probleme berufstätiger Frauen, die arbeiten und erfolgreich sein wollen – aber zu ihren eigenen Bedingungen. Die amerikanischen TV-Journalistinnen Claire Shipman und Katty Kay fassen unter dem Begriff „Womenomics“ die Chancen und Bedingungen zusammen, die Frauen eine Karriere mit einem höheren Maß an Selbstbestimmung ermöglichen. Dabei fordern sie ein Umdenken und eine Neubestimmung dessen, was Erfolg im Arbeitsleben wirklich bedeutet: ergebnisorientierte Arbeit, Konzentration auf das Wesentliche und Verzicht auf Perfektionismus, alternative Arbeitszeitmodelle. Heimarbeit und die Nutzung der neuen Technologien, ohne sich zum Sklaven der permanenten Erreichbarkeit zu machen, sowie eine bessere Balance. Claire Shipman / Katty Kay: Womenomics. 1. Bestimmen Sie Ihre eigenen Erfolgregeln 2. Leben und arbeiten Sie endlich so, wie Sie es wirklich wollen. Eichborn Verlag. Frankfurt am Main, 2010 ISBN 978-3-8218-5996-5, EUR 19,95

29 Buchempfehlungen

Claudia Lanfranconi/Antonia Meiners: Kluge Geschäftsfrauen. Elisabeth Sandmann Verlag, München, 2010 ISBN 978-3-938045-22-0, EUR 24,95


Der BPW Germany e.V.

Kurz gemeldet: Ankündigungen / Einladungen / Telegramm ERFOLG 2010: Ein Forum für Businessfrauen in München Text von Eva Wobbe, Club München Am 23. Oktober 2010 veranstaltet der BPW Germany Club München die „ERFOLG 2010“ – ein Forum für Businessfrauen unter dem Motto: ERFOLG.MACHT.MUT

30 Forum

Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie: • Was bedeutet softwareunterstützte Selbstorganisation, Videomarketing und Kaltakquise? • Wie kann ich mich/meine Firma mit neuen Technologien und Kommunikationsstrukturen erfolgreicher am Markt positionieren? • Wie finanziere ich die nötigen Investitionen? • Wie präsentiert sich die Businessfrau heute? • Wie positioniere ich mich im Web 2.0 und welche Medien nutze ich dafür? Die Businessmesse mit Vorträgen, Workshops & Ausstellern findet am 23. Oktober 2010 von 9.00 bis 18:00 Uhr im Kolpinghaus München (Adolf-Kolping-Str. 1) statt und kostet für BPW-Mitglieder 59,- Euro, für Gäste 79,- Euro (inklusive Mittagessen, Kaffeepausen & Happy Hour). Infos und Anmeldung: www.bpw-erfolg.de

BPW Journal goes Twitter Alles Neue und Wissenswerte rund um das BPW Journal gibt es jetzt auch bei Twitter. Die beiden Chefredakteurinnen Birgit Adam und Sylvia Schaab zwitschern regelmäßig die neuen Themenschwerpunkte, Deadlines und den Stand des aktuellen Heftes. Damit sind Sie immer darüber informiert, wann Sie Ihre Artikel schicken können, und erfahren als Erstes, wenn das neue Heft in Druck geht. Darüber hinaus freuen wir uns auf regen Austausch über mögliche Themen, Artikelangebote oder auch Anzeigeninteressentinnen. twitter.com/bpwjournal

Komm zur Ruhr! Mitgliederversammlung 2010 in Bochum Text von Vicki Marschall, Club Bochum Ganz Europa blickt in diesem Jahr auf das Ruhrgebiet. Zumindest kulturell. Die Metropole mit ihren rund fünf Millionen Einwohnern ist Europas Kulturhauptstadt. Fast ebenso viele Besucher zählten die Veranstalter bereits im ersten Halbjahr. Die unzähligen Projekte sprechen nicht nur Kulturinteressierte, sondern weite Teile der Bevölkerung an: So sangen Menschen im gesamten Ruhrgebiet beim „Day of Song“ um kurz nach 12 Uhr das berühmte Steigerlied. Große gelbe Ballons machten mehr als eine Woche lang darauf aufmerksam, wo sich früher Zechen befanden. Beim Projekt „Still-Leben Ruhrschnellweg“ wurde für einen Tag die A40 gesperrt. Die Hauptschlagader des Ruhrgebiets war mit 60 gesperrten Kilometern die längste Tafel der Welt, an der sich auch der BPW Club Bochum präsentierte. Die Kulturhauptstadt ist für den Club im Herzen des Ruhrgebiets der Anlass, die Mitgliederversammlung des BPW Germany auszurichten. Vom 5. bis 7. November wird diskutiert, abgestimmt, der Bundesvorstand gewählt und natürlich genetzwerkt. Der Anmeldezettel liegt dieser Ausgabe bei. Außerdem kann das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden werden: Clubfrauen, die die Mitgliederversammlung zum Kurz­ urlaub erweitern möchten, können sich an die Tourismuszentrale Bochum Marketing oder den Club Bochum wenden. Die Clubfrauen blicken gespannt auf ihre erste Bundestagung und sagen es mit dem Bochumer Jungen Herbert Grönemeyer: Komm zur Ruhr! Infos und Programm der Kulturhauptstadt: www.ruhr2010.de

Themenschwerpunkte für die kommenden Hefte: Nächstes Spezial:

Übernächstes Heft:

Werte & Ethik

Redaktionsschluss: 15. September 2010

Equal Pay Day / Rollenstereotype Redaktionsschluss: 1. Februar 2011

Wer etwas zu diesen Themen beitragen möchte sei es in Artikeln, Interviews, Ideen oder Anzeigen schickt seine Anregungen bitte an journal@bpw-germany.de


BPW Clubkontakte Club Aachen: Thekla Bauwens | info@stb-bauwens.de | www.bpw-aachen.de Club Allgäu: Daniela Lurz | daniela.lurz@gmx.de Club Augsburg: Sarah Hueber | mail@bpwclub-augsburg.de | www.bpwclub-augsburg.de Club Berlin: Barbara Klose-Hecht | barbara.klose-hecht@bpw-berlin.de | www.bpw-berlin.de Club Bochum: Vicki Marschall | bpw@vicki-marschall.de | www.bpw-bochum.de Club Bonn: Viktoria Balensiefen | 1.vorsitzende@bpw-bonn.de | www.bpw-bonn.de Club Bremen: Christiane Niebuhr-Redder | erste-vorsitzende@bpw-bremen.de | www.bpw-bremen.de Club Bremen-Nord: Barbara Oltmann | bau-kontor@freenet.de Club Bremerhaven: Stefanie Bressel | stefanie.bressel@bpw-bremerhaven.de | www.bpw-bremerhaven.de Club Burghausen: Agnes Koch | agnes.koch@t-online.de | www.bpw-burghausen.de Club Dresden: Andrea Benkendorff | bpw-dresden@bpw-germany.de Club Düsseldorf: Dr. Sabine Küsters | info@bpw-duesseldorf.de | www.bpw-duesseldorf.de Club Erfurt: Bettina Wiesel | info@bpw-erfurt.de | www.bpw-erfurt.de Club Essen: Irmgard Diephaus | diephaus@bpw-essen.de | www.bpw-essen.de Club Frankfurt: Simone Bittner-Posavec | 1.vorsitzende@bpw-frankfurt.de | www.bpw-frankfurt.de Club Freiburg: Gabriele Matt | ragmatt@aol.com | www.bpw-freiburg.de Club Göttingen: Joëlle Blache | j.blache@bpw-goettingen.de | www.bpw-goettingen.de Club Hamburg: Christiane Clobes | clobes@bpw-hh.de | www.bpw-hh.de Club Hamm: Barbara Claesberg-Wawerka | b.claesberg-wawerka@gmx.net | www.bpw-hamm.de Club Hannover: Heike Rohdenburg | rohdenburg@bpw-hannover.de | www.bpw-hannover.de Club Hohenlohe: Gerlinde Fink | linde.fink@web.de Club Homburg-Saar-Pfalz: Andrea Böwendorf | bpw@boewendorf.de | www.bpw-homburg-saarpfalz.de Club Kaiserslautern: Maria Schaumlöffel | 1.vorsitzende@bpw-kl.de | www.bpw-kl.de Club Karlsruhe: Anke Paulick | info@bpw-karlsruhe.de | www.bpw-karlsruhe.de Club Kassel: Petra Draschoff-Hennig | 1.vorsitzende@bpw-kassel.de | ww.bpw-kassel.de Club Kiel: Claudia von Höveling | info@bpw-kiel.de | www.bpw-kiel.de Club Köln: Brigitte Lausch | lauschbpw@googlemail.com | www.bpw-koeln.de Club Lübeck: Maren Gutzmann | maren.gutzmann@bpw-luebeck.de | www.bpw-luebeck.de Club Mannheim-Ludwigshafen: Dr. Hildegard Flach | hildegard.flach@bpw-mannheim-ludwigshafen.de | www.bpw-mannheim-ludwigshafen.de Club München: Mai Dang-Goy | 1.vorsitzende@bpw-muenchen.de | www.bpw-muenchen.de Club Münster: Lisa Sommer | LisaSommer-MS@web.de | www.bpw-muenster.de Club Nürnberg: Sylvia Mauderer | sylvia.mauderer@service-volksfuersorge.de | www.bpw-nuernberg.de Club Osnabrück: Alexandra Paul | erste-vorsitzende@bpw-osnabrueck.de | www.bpw-osnabrueck.de Club Kreis Osterholz: Barbara Oltmann | bau-kontor@freenet.de Club Regensburg: Ulrike Buck | kontakt@bpw-regensburg.de | www.bpw-regensburg.de Club Region Lörrach: Angelique Kordinand | team@bpw-weil.de Club Saarbrücken: Doris Mailänder-Rech | info@bpw-saarbruecken.de | www.bpw-saarbruecken.de Club Stuttgart: Alexandra Klaes | info@bpw-stuttgart.de | www.bpw-stuttgart.de Club Ulm: Christine Knebelkamp | c.knebelkamp@bpw-ulm.de | www.bpw-ulm.de Club Wiesbaden: Rosemarie Steinhage | 1.vorsitzende@bpw-wiesbaden.de | www.bpw-wiesbaden.de Club Würzburg: Sabine Osmanovic | sabine.osmanovic@bpw-wuerzburg.de | www.bpw-wuerzburg.de

Impressum BPW Journal | Erscheinungsweise: viermal jährlich Auflage: 2 500 Chefredaktion: Birgit Adam, Tel.: 0821 5083618 | Sylvia Schaab, Tel.: 0821 4101102 | journal@bpw-germany.de Koordination zum BV: Isabell Rieder V.i.S.d.P.: Dagmar Bischof, Präsidentin BPW Germany e.V. c/o BPW Geschäftsstelle Gestaltung: deernsundjungs design, agentur für markenkommunikation, Elbchaussee 18, 22765 Hamburg, www.duj-design.de Umsetzung: Rosenrot Design, Theresa Meixner, Schubertstraße 10, 63791 Karlstein, www.rosenrot-design.de Druck: Druckerei Joachim Lutz, Bruno-Dressler-Straße 9b, Tor 6, 63477 Maintal Geschäftsstelle BPW-Germany e.V. Leitung: Christine Krumm, Sigmaringer Straße 1, 10713 Berlin, Tel.: 030 31170515, Fax: 030 31170516, info@bpw-germany.de Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Unverlangt eingesandte Beiträge, Manuskripte und Bilder werden nicht zurückgeschickt. Die Redaktion behält sich Kürzungen der eingereichten Beiträge vor. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2010. Titelbild: Franz Pflügl, Fotolia - Bild Seite 12: Bernd Leitner, Fotolia - Bild Seite 19: Nikolai Sorokin, Fotolia

31 Clubkontakt | Impressum

Club Hildesheim: Karin Jahns | k.jahns@stadt-hildesheim.de


termine Club Augsburg 22.07. Stammtisch | 10.08. Sommerfest | 24.08. Stammtisch | 14.09. Vortrag „Das Arbeitsverhältnis – eine Beziehung auf Vertrauensbasis?“ | 28.09. Meet ’n’ Greet | 12.10. Vortrag „Gehaltsverhandlungen – Jonglieren mit dem eigenen Wert und anderem“ | 26.10. Stammtisch | 09.11. Vortrag „Business-Food“ BPW Berlin 01.07. Clubabend | 05.08. Clubabend | 22.08. Sommerbrunch des Young BPW | 28.08. BPW Berlin goes „Green”: Partner/innen- und Familienevent in Golfakademie Schloss Wilkendorf | 02.09. Club Evening “Networking with international business women in Berlin“ | 07.09. Vortrag „Frauenbilder in anderen Kulturen – Afghanistan“ | 07.10. Clubabend: Netzwerkabend mit der Frauen-Union der CDU und den Liberalen Frauen e.V. der FDP | 26.10. Mein Arbeitsplatz: Zielgerichtete Kreativitätsmethoden, Agentur Zech Dombrowsky Design | 04.11. Clubabend „Möglichkeiten der neuen BPW-Website“ Club Bonn 22.07. Stammtisch | 03.08. Clubabend „Politik made in Bonn“ | 12.08. Exkursion zum DHL Innovation Centre/Troisdorf | 19.08. Stammtisch | 07.09. Clubabend „Von der Nussschale zur Galeere – Wie mache ich Gegner zu Mit-Ruderern?“ | 23.09. Stammtisch Club Bremen 04.08. Clubabend | 18.08. Vortrag „Als psychosoziale Beraterin in der Welt der Gehörlosen“ | 01.09. Vortrag „Vorsorgen statt draufzahlen“ | 15.09. Clubabend | 06.10. Vortrag „Karrierebausteine: Die internationale Karriereleiter mit dem richtigen Interview erklimmen“ | 20.10. Clubabend | 03.11. Vortrag „Damit Sie auf der Arbeit nicht alt aussehen …“ Club Bremerhaven 20.07. Vortrag „Was macht eine Pastorin heute?“ | 21.08. Sommerausflug „HexenErlebnistour“ | 22.09. Vortrag „Business Feng Shui“

Club Hildesheim 27.07. Biergartentermin zum Netzwerken | 24.08. Vortrag „Neue Wohnformen“ | 28.09. Vortrag „BPW Twinning“ | 26.10. Vortrag „Erfolgscoaching in der Gruppe“ Club Homburg-Saar-Pfalz 02.09. Themenreihe „Clubfrauen stellen sich vor“ | 07.10. Kerzenfeier | 04.11. Clubabend mit Martinsgansessen Club Kaiserslautern 02.09. Vortrag „Business Feng Shui“ | 01.10. Vorstellung des BPW MentoringProgramms | 04.11. Vortrag „Hilfe, Job zu vergeben! Effektive Mitarbeiterauswahl“ Club Karlsruhe 15.07. Talkrunde zu Wissensmanagement in Eltern- und Pflegezeit | 15.08. Radtour ins Grüne | 29.09. Kamingespräch der BPW-Unternehmerinnen mit einer Führungskraft von Michelin Reifenwerke Karlsruhe | 14.10. Vortrag „Hilfe, ein Headhunter ruft mich an | 20.10. Firmenbesichtigung bei Rosemarie Vollmer, Künstlerin Club Kassel 09.09. Vortrag „Kommunikation für Könner“ | 07.10. Besichtigung der Dispatchingzentrale bei „wingas“ | 04.11. Vortrag „Speedreading“ Club Kiel 03.08. Sommerfest | 30.08. Unternehmerinnenstammtisch | 07.09. Vortrag „Die Mehr-Methode“ | 27.09. Businesslunch | 14.10. Clubabend BPW Köln 29.07. BPW on Tour | 09.08. Frühstück mit Erfahrungsaustausch | 25.08. Stammtisch | 08.09. Vortrag „Die Sehnsucht nach dem Mehr“ | 13.09. Young BPW „Assessment Center“ | 29.09. Clubabend „Ayurveda für Frauen“

Club Burghausen 17.07. Regiotagung-Süd | 24.08. Sommerfest | 28.09. Vortrag „Wer zahlt später meine Rente? Kann ich meinen Lebensstandard halten?“ | 06.10. After Work | 26.10. Panel „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ | 03.11. After Work

Club Lübeck 21.07. Netzwerkabend „Umgangsformen“ | 19.08. Business Lunch | 04.09. Regionaltreffen Nord | 20.09.Netzwerkabend „Wahl der richtigen Gesellschaftsform“ | 12.10. Business Lunch | 28.10. Workshop „Arroganztraining“ | 10.11. Netzwerkabend „Wirtschaft und Familie“

Club Düsseldorf 25.07. Internationales Frauenfrühstück 07.08. Tagesworkshop „Sie sind aber eine Marke“ 09.08. Netzwerkabend 30.08. Vortrag „Arroganztraining für weibliche Führungskräfte“ 06.09. Netzwerkabend 20.09. Vortrag „Bewerbung und Vorstellungsgespräch“ 04.10. Netzwerkabend 18.10. Vortrag „Konflikte, die (un)heimlichen Energiefresser

Club Mannheim-Ludwigshafen 30.07. Jour Fixe | 07.08. Sommerausflug ins Frieder-Burda-Museum, Baden-Baden | 26.08. Jour Fixe | 07.09. Clubabend „Wie uns der Orient das Leben verschönert“ | 27.09. Jour Fixe | 05.10. Clubabend „Fallstricke der Macht: Warum Frauen auf dem Weg nach oben stolpern können“ | 26.10. Jour Fixe | 02.11. Clubabend „Das ABC der Konfliktlösung“ | 19.11. Traditionelles Gänseessen

Club Erfurt 20./21.08. Netzwerken mit dem Göttinger Club im Rahmen der Erfurter Domstufenfestspiele | 22.09. Themenabend „Arbeitslos – Hartz IV – was nun?“ | 13.10. Mitgliederversammlung | 10.11. Themenabend „Frauen in anderen Kulturen: Afrika“

Club München 22.07. Clubabend / Exkursion „Frauenwohnen EG“ | 29.07. Mitgliederversammlung | 19.08. Sommerempfang | 06.09. Young BPW „Finanzierung - Vorbereitung auf das Bankgespräch“ | 30.09. Clubabend „Von der Selbständigkeit ins Unternehmertum“ | 14.10. Clubabend „Finanzen, Vorsorge und Versicherung“ | 23.10. ERFOLG 2010 | 25.11. Clubabend „Trends und Perspektiven im Markt für erneuerbare Energien“

Club Essen 04.08. Networking 01.09. Vortrag „Nicht nur Kleider machen Leute“ 06.10. Vortrag „Wie Depression mein Leben änderte“ 03.11. Vortrag „Was hat eine dicke Frau im Ballett zu suchen? 4 Jahre AGG“ Club Frankfurt 04.08. Vortrag „Social Media Marketing: Web 2.0, Twitter, Facebook & Co” | 18.08. Clubabend | 23.08. AG Unternehmerinnen | 25.08. Young-BPW-Stammtisch | 01.09. Vortrag „Lohndiskriminierung: Wie Frauen sich erfolgreich wehren können. Und was das AGG bisher gebracht hat“ | 15.09. Clubabend | 20.09. AG Unternehmerinnen | 29.09. Young-BPW-Stammtisch | 06.10. Top-Frauen live: Petra Hesser, Geschäftsführerin IKEA Deutschland, Wallau | 20.10. Clubabend | 25.10. AG Unternehmerinnen | 27.10. Young-BPW-Stammtisch | 03.11. Vortrag „Paroli bieten – souveräner Umgang mit unfairen Äußerungen“ Club Göttingen 10.08. „Ich kann …“ – BPW Frauen stellen ihre Kompetenzen vor | 24.08. Besuch bei „Lotta Karotta, dem Bio-Lieferservice aus der Region“ mit Verkostung | 14.09. Vortrag „Soziale Netzwerke im Netz – heute schon gexingt?“ | 02.10. Kooperationsveranstaltung „Persönlichkeitstraining mit Pferden“ | 12.10. Vortrag „Frauen bei der Polizei – Randgruppe oder Zukunft?“ | 23.10. Herbstausflug, Fahrt nach Bremerhaven ins Klimahaus | 26.10 Denkanstöße zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ | 09.11. "amingespräch mit Frauen aus Politik und Wirtschaft: „Frauen verdienen mehr! Frauen in Führung!“ Club Hamm 04.09. Sommerfest | 21.09. Vortrag „Deutsche Mütter sind anders. Warum denn?“ | 26.10. Vortrag „Klimawechsel? Wechseljahre – von wegen alles beim Alten!“ | 09.11. BPW intern „Duftoasen im Alltag und ihre Wirkungen“

Club Münster 15.09. Unternehmerinnentreff | 16.09. Vortrag „Erfolgreich durch Eigencoaching“ | 21.10. Vortrag „Es geht auch anders – kreative Problemlösungsstrategien“ | 17.11. Unternehmerinnentreff | 18.11. Vortrag „Wirksame Gesprächsgestaltung am Telefon“ Club Regensburg 17.09. Business-Lunch | 25.09. BPW-Ausflug „Mut zum Hut“ in Neuburg a. d. Donau | 19.10. Vortrag „Lu Jong – tibetisches Heilyoga“ | 22.11. „Litera-Tour“ in der Stadtbücherei Neutraubling Club Saarbrücken 08.09. Vortrag „Die Kraft der Visionen“ | 12.10. Vortrag „Überraschungen im Deutsch-Französischen Garten“ | 09.11. Mitglieder-Speed-Dating Club Stuttgart 20.09. Workshop zum Thema „Stimme“ Club Ulm 07.09. Business Lunch | 28.09. Vortrag „Was mache ich nur? Leichter Entscheidungen treffen“ | 05.10. Business Lunch | 18.10. Vortrag „Beautiful-Face (Bio-energetische Körperbehandlung mit Schwerpunkt Gesicht)“ | 02.11. Business Lunch | 18.11. Vortrag/Workshop „Worte wirken! Warum?“ Club Wiesbaden 28.07. Young BPW Networking | 02.08. Clubabend | 27.08. Netzwerken mit Genuss – Business-Gespräche im Garten. | 06.09. Clubabend | 16.09. Speed Contacting – aktiv netzwerken | 29.09. Young BPW Networking | 04.10. Clubabend | 21.10. Vortrag „Konflikt als Chance – Konflikte erkennen und lösen“ | 01.11. Clubabend


BPW Journal 03/2010 Leadership  

Die Zeitschrift für und von BPW Mitgliedern. In dieser Ausgabe mit dem Titelthema Leadership.

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