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BPW Germany Jahresjournal 2014 B U S I N E S S A N D P R O F E S S I O N A L W O M E N – G E R M A N Y E .V.

BPW INTER NATIONA L

BPW Frauen aus

50 LÄNDERN beim 28. BPW International Congress in Jeju, Korea EQUA L PAY DAY

Ein Tag mit

8760 Stunden

YOU NG BPW

In der

ERSTEN REIHE sind immer Plätze frei

NETZWERK UND KREATIVITÄT In Zeiten der Not und des Mangels sind Kooperationen wichtig. Aber in Zeiten des Überflusses und des Wohlstandes?


BUSINESS AND PROFESSIONAL WOMEN Als Dachverband von 42 regionalen BPW Clubs in ganz Deutschland setzt sich der BPW Germany für die Chancengleichheit in Beruf, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein. Im BPW engagieren sich berufstätige Frauen aller Branchen. Sie sind angestellt oder selbstständig tätig. Der deutsche Verband ist Mitglied des BPW International (International Federation of Business and Professional Women). Mit weltweit etwa 30.000 Mitgliedern ist der BPW International einer der größten internationalen Verbände berufstätiger Frauen mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat. Er hat ständige Vertreterinnen bei der UNO in New York, Paris, Wien, Genf sowie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und im Europarat in Straßburg. BPW Netzwerke in rund 100 Ländern eröffnen Kontakte zu Frauen in aller Welt. Das schafft Verbindungen und öffnet Türen. Gefördert werden nicht nur globales Denken und Handeln im Berufs- und Geschäftsleben, sondern auch die Völkerverständigung. Die Business and Professional Women (BPW) Germany engagieren sich für: • gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit (Equal Pay Day), • mehr Frauen in leitenden Positionen in Wirtschaft und Politik, politisch- gesellschaftliche Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene, • mehr qualifizierte Arbeitsplätze für Frauen, • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für Frauen und Männer • existenssichernde Beschäftigungsverhältnisse • wachsenden weiblichen Einfluss bei politischen Entscheidungen, • weiteren Ausbau und Pflege lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Frauennetzwerke.

BPW Germany Unternehmensmitglieder

BPW Bundesgeschäftsstelle BPW Germany e.V. Eva Danninger Bundesgeschäftsstelle Sigmaringer Straße 1 10713 Berlin Tel. +49 (030) 311 705 15 info@bpw-germany.de www.bpw-germany.de

BPW Bundesvorstand Henrike von Platen Präsidentin hvp@bpw-germany.de Rosemarie Steinhage Vizepräsidentin r.steinhage@bpw-germany.de Sigrid Beyer Schatzmeisterin s.beyer@bpw-germany.de Johanna Marius Vorstandsmitglied j.marius@bpw-germany.de Martina Lenhardt Vorstandsmitglied m.lenhardt@bpw-germany.de Brigitte Lausch Vorstandsmitglied b.lausch@bpw-germany.de Sonja Still Schriftführerin s.still@bpw-germany.de


I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

BPW Germany

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Business and Professional Women Germany

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Impressum

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Editorial | Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

36 BPW International Congress 2014 Jeju, Korea 700 Teilnehmerinnen aus 50 Ländern von Henrike von Platen und Johanna Marius

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Editorial | Henrike von Platen

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Die Clubs im BPW Germany

BPW International

BPW Europe

19 Kerzenlichtfeier in Bremen

43 D·A·CH Tagung in Lochau am Bodensee Equal Pay is more than equal salary von Rosemarie Steinhage

21 Publikationen von BPW-Mitgliedern 2013/2014

22 Young BPW In der ersten Reihe sind immer Plätze frei von Martina Lenhardt 24 Equal Pay Day Ein Tag mit 8760 Stunden von Karin Aigner 42 Live aus den BPW Clubs 47 Backlist BPW Material

BPW Germany Conference & 9th BPW Danube Net Businesswomen Forum

Titelthema Netzwerke

28 Building on Diversity Karrierewege für Frauen mit Familie von Rosemarie Steinhage

BPW Germany Representative

48 2. Deutsch-Arabisches Frauennetzwerkforum im Auswärtigen Amt, Berlin

Mehr Gleichstellung für Wachstum und Beschäftigung im Europäischen Haus, Berlin

49 BPW International Executive Board 2014-2017

Internationaler Besuch in der BPW Bundesgeschäftsstelle

50 Leader.In. Wake up to a new World

Neues Unternehmensmitglied Dr. Mittermaier, Blaesy & Cie. Personalberatung Bonn

51 ECC zu Gast in Berlin BPW Germany zu Gast bei BPW Bern 52 Termine

32 Netz-Werke Beziehungen mit Anspruch von Uta Zech 34 Sheryl Sandberg Die Chefnetzwerkerin über Kompetenz und Verantwortung von Anna Dombrowsky 44 Mentoring Ein Tool zur Karriere- und Persönlichkeitsplanung von Brigitte Lausch

IMPRESSUM V.i.S.d.P.: Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany e.V.  ·  hvp@bpw-germany.de Geschäftsstelle: BPW Germany e.V.  ·  Sigmaringer Straße 1  ·  10713 Berlin Korrektorat: Uta Zech, Waltraud Kratzenberg-Franke Koordination: Walter Dombrowsky, Henrike von Platen, Sonja Still, Rosemarie Steinhage Fotos: Agentur Bildschön, Bildarchiv des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Inga Haar, BAFzA, Walter Dombrowsky, AutorInnen Gestaltung: Zech Dombrowsky Design  ·  www.zech-dombrowsky.de Druck: Möllerdruck, Ahrensfelde  ·  Auflage: 4.000  ·  Oktober 2014

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BPW Germany 2014


Editorial

Das Elterngeld und das Elterngeld Plus: Familie und Beruf von Anfang an gemeinsam Die Lebensentwürfe junger Eltern haben sich verändert. Im Mittelpunkt der Bedürfnisse vieler Eltern steht heute, die Anforderungen in Familie und Beruf besser als bisher zu vereinbaren und partnerschaftlich aufzuteilen. Es hat sich schon viel getan in den letzten Jahren: Das Elterngeld und der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder ab einem Jahr sind mit einer erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einhergegangen. In vielen Branchen werden Fachkräfte dringend gesucht; gleichzeitig ist es für gut die Hälfte aller Mütter mit ein- und zweijährigen Kindern inzwischen selbstverständlich, wieder zu arbeiten. 41 Prozent der Mütter mit einjährigen und 54 Prozent der Mütter mit zweijährigen Kindern waren im Jahr 2012 zurück im Beruf. Vor Einführung des Elterngeldes war es nur ein Drittel. Befördert durch die Partnermonate des Elterngeldes, betreuen zugleich mehr Väter als jemals zuvor ihre Kinder. Inzwischen nimmt sich ein Drittel der Väter mithilfe des Elterngeldes Zeit für die Betreuung seines Neugeborenen. Müttern gelingt es so, leichter wieder in den Beruf einzusteigen, eigene Aufstiegsmöglichkeiten zu verfolgen, ökonomisch auf eigenen Füßen zu stehen und langfristig ihre Alterssicherung zu verbessern. Partnerschaftlichkeit ist also auf dem Vormarsch, aber noch längst nicht so weit wie es sich die Familien wünschen. Gut 60 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren halten eine partnerschaftliche Aufteilung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für das ideale Lebensmodell. Aber nur 14 Prozent gelingt es, dies auch umzusetzen. Diese Lücke will die Bundesregierung zu schließen helfen. Sieben Jahre nach der Einführung des Elterngeldes wird eine Reform des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes den Wünschen der Eltern nach mehr Partnerschaftlichkeit und mehr Zeit für die Familie nachkommen. Das Elterngeld Plus richtet sich an die Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes bereits während ihres Elterngeldbezugs in Teilzeit erwerbstätig sein wollen. Für diese Eltern fällt bisher das Elterngeld monatlich deutlich geringer aus als ohne eine Teilzeittätigkeit. Auch wenn sie nicht in vollem Umfang erwerbstätig sind, gilt nach der derzeitigen Regelung ein ganzer Elterngeldmonat als „verbraucht“. Diesen Nachteil gleicht das Elterngeld Plus nun aus, das zum 1. Juli 2015 in Kraft treten soll. Wer nach der Geburt seines Kindes bis zu 30 Wochenstunden Teilzeit arbeitet, bekommt das Elterngeld länger. Aus einem Elterngeldmonat werden zwei Elterngeld Plus-Monate. Neben dem Elterngeld Plus soll ein Partnerschaftsbonus eingeführt werden für die Elternpaare, die sich gemeinsam um das Kind kümmern und beide zwischen 25 und 30 Wochenstunden erwerbstätig sind. Sie erhalten jeweils vier zusätzliche Elterngeld-Plus-Monate. Der Partnerschaftsbonus soll es Eltern erleichtern, in einer frühen Phase der Elternschaft in die partnerschaftliche Arbeitsteilung hineinzufinden. Von Partnerschaftlichkeit profitieren alle: Die Mütter, die Väter und insbesondere die Kinder, die beide Elternteile als gleichgewichtige Bezugspersonen mit weniger Zeitdruck erleben. Moderne Familienpolitik ist Politik für Partnerschaftlichkeit.

Manuela Schwesig Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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BPW Germany 2014


Editorial

Liebe Business and Professional Women, liebe Leserinnen und Leser! Weltweites Netzwerken – unter diesem Motto lässt sich das vergangene Jahr prägnant zusammenfassen. Netzwerken ist auch das Titelthema des dritten BPW Jahresjournals, das Sie in Händen halten. Es lässt das letzte Jahr noch einmal Revue passieren: Den internationalen Kongress auf der traumhaften Insel Jeju im südkoreanischen Pazifik. Internationaler BPWBesuch in Deutschland aus Ägypten, Benin und Israel. Die D-A-CH-Tagung im österreichischen Lochau/Vorarlberg. Die unzähligen Aktionen zum Equal Pay Day. Und nicht zu vergessen die vielen intensiven Begegnungen in Deutschland bei den vielfältigen Veranstaltungen in den Clubs. Ein Netzwerk ist zum Netzwerken da und genetzwerkt wird hier unter Frauen und mit Männern, real und virtuell. In der Gruppe Leader.In im Onlinenetzwerk linkedin können Sie darüber mit mir diskutieren. Ein Ergebnis dieser Debatte ist die Unterteilung des Netzwerkens in drei Phasen, die Gedulds-, die Pflege- und die Erntephase. Und die Erkenntnis, dass nicht die Größe meiner Kontaktdatensammlung ausschlaggebend ist, sondern die Qualität. Die entscheidende Frage ist, was biete ich meinem Gegenüber an Mehrwert. Stellen Sie sich diese Frage manchmal? Warum sind Sie Mitglied im BPW Germany? Oder warum sind Sie es noch nicht? Mein Hauptbeweggrund, 2007 in dieses Netzwerk einzutreten, war reiner Wissensdurst. Ich wollte meinen Horizont erweitern, über meinen Tellerrand hinausschauen und Frauen aus der ganzen Welt, aus allen möglichen Branchen und Berufsgruppen kennenlernen. Es war die richtige Entscheidung. Es ist daraus weit mehr entstanden, als ich dachte. Wenn Sie motivierende Gründe suchen, um beim BPW mitzuwirken, stehe ich Ihnen gerne Rede und Antwort. Ich freue mich über jedes Gespräch und jede Anregung, die unser gemeinsames Netz bereichert und vergrößert. Besonders erfreut bin ich, in dieser dritten Ausgabe unser drittes Unternehmensmitglied zu begrüßen. Herzlich Willkommen, Dr. Mittermaier, Blaesy & Cie.! Einen Vorgeschmack auf die geplante Kooperation finden Sie in diesem Heft. Noch ein Gedanke, der mir in letzter Zeit besonders in Gesprächen mit Männern immer wieder begegnet: Ohne die Quote kommt das Matriarchat – Utopie oder Wahnsinn? Wenn es wahr ist, dass sich das Thema Mehr Frauen in die Aufsichtsräte durch den demografischen Wandel von selbst erledigt, ist es Zeit für die Genderquote. Sie beschleunigt den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer fairen Verteilung und einem gemeinschaftlichen Miteinander der Geschlechter. Sie sorgt dafür, dass die Balance nachhaltig für alle wirkt. Denken Sie das Unfassbare, seien Sie mutig in ihren Entscheidungen und stehen Sie ein für ein solidarisches Miteinander und eine faire Zukunft. Von Frauen und Männern für Männer und Frauen. Gemeinsam!

Henrike von Platen Präsidentin BPW Germany e.V.

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BPW Germany 2014


1. Vorsitzende Daniela Lurz info@bpw-allgaeu.de

2. Vorsitzende Chantal Bussmann 2.vorsitzende@bpw-aachen.de

2. Vorsitzende Monika Moser info@bpw-allgaeu.de

Gründungsjahr: 1980 28 Mitglieder

Ein Clubjahr mit beachtenswerten Vorträgen aus den eigenen Reihen, Aktivitäten rund um den EPD und Networking pur Es wurden zehn Veranstaltungen und drei offene Netzwerkabende für 28 Mitglieder organisiert: Yinhua Bebronne-Zhu vermittelte ihren Berufsalltag des Handels und Marketings an einem Clubabend mit dem anschaulichen Thema: „Einführung zu Perlen, ihre Entstehung und ihre Eigenschaften“. Die Vorsitzende Kornelia Bebronne brachte den Aachener BPW-Frauen Grundlegendes aus ihrem Berufsalltag näher und gestaltete einen Clubabend zum Thema „Einführung ins Markenrecht“. Cindy Jaspers gestaltete einen kurzweiligen Clubabend zur Kunst des „Elevator Pitch – Die Kunst der erfolgreichen und authentischen Selbstdarstellung in 60 Sekunden“, an den wir uns bei der einen oder anderen Gelegenheit gerne erinnern werden. Das vorweihnachtliche Highlight war die Bücherpräsentation von Franzis Hensch, die uns nicht nur aktuelle und spannende Bücher vorstellte, sondern uns auch Inspiration für das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für Freunde oder Verwandte mit gab. Ein Highlight des Clubjahres war bestimmt der gut besuchte Neujahrsempfang im Tonnengewölbe des Ratshauses in Aachen. Professorin Dr. Doris Klee präsentierte uns interessante Facts and Figures rund um das Thema Frauen und Familie an der RWTH. Als Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs ist sie zuständig für die nachhaltige Etablierung von

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BPW Germany 2014

familienfreundlichen Arbeitsund Forschungsstrukturen. Den Themenschwerpunkt bildete auch dieses Jahr der EPD mit drei Veranstaltungen innerhalb von vier Tagen. Bereits am 18. März war der BPW Club Aachen hauptverantwortlich für eine Podiumsdiskussion mit lokalen Politikerinnen aller Fraktionen zum Thema „... und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen….“. Zudem beteiligte sich der BPW Club Aachen an zwei Infoveranstaltungen in Kooperation mit dem Frauennetzwerk der Städteregion Aachen. Während des Jahres unterstreichen mehrere Aachener BPWFrauen die Wichtigkeit des EPD indem sie mit der roten BPW Business Tasche, die vom Club Mettmann in Zusammenarbeit mit Volker Lang entwickelt wurde, unterwegs sind. Dreimal trafen sich BPW und Interessentinnen zu einem gemütlichen offenen Netzwerkabend bei Flammkuchen und einem Glas Wein. Eine hervorragende Gelegenheit sich persönlich besser kennen zu lernen und das Netzwerk weiter zu entwickeln. Neben den offiziellen Clubveranstaltungen fanden sich auch gleichgesinnte Frauen für einen selbstorganisierten Englischkurs und zu kulturellen Themen unter dem Motto „ Kaffee, Kuchen und Kultur“. Seit der Mitgliederversammlung am 2. April ist der Club Aachen mit einem neuen Vorstand und mehreren aktiven Mitgliedern unterwegs in ein neues spannendes Clubjahr.

Club Allgäu

Club Aachen

1. Vorsitzende Thekla Bauwens 1.vorsitzende@bpw-aachen.de

Beim BPW Allgäu treffen sich monatlich die inzwschen zehn Mitglieder. Klein und fein, aber qualitativ hochwertig besetzt durch Frauen in Führungsposition ist die Runde. Die Besonderheit ist, das der BPW Allgäu maximal zweimal im Jahr ein Vortragsthema hat. Die Frauen haben schon vor einiger Zeit beschlossen, dass der Austausch untereinander im Vordergrund steht und jede ihren Teil beitragen kann. Daher lautet das Thema immer gleich: „Was mich bewegt“ – jede ist eingeladen ihr Thema dazu mitzubringen. In einer kurzen drei Minuten Runde werden die Themen kurz vorgestellt. Wenn zu viele Themen am Tisch sind, wird kurzerhand abgestimmt, welche Themen näher beleuchtet werden. Und bisher sind die Themen dazu nie ausgegangen. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr der Equal Pay Day 2013. Er fand am 20.03.2013 im Kino „Colloseum“ mit dem Film „We want Sex (Equality)“ in Kempten statt. Die 60 Besucher und Besucherinnen suchten regen Austausch am Infostand und freuten sich über ein reichhaltiges Fingerfood Buffet. Die

Gründungsjahr: 2009 10 Mitglieder

humorvolle Herangehensweise an das Thema wurde bei allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen. An diesem Tag hatte unsere Kinovorstellung die meisten Besucher*innen, teilte uns die Kinoleitung erfreut mit. Das Rathaus in Kempten hängt alljährlich die Equal Pay Day Fahne vor ihren Türen auf und legt unser Informationsmaterial aus. Damit zeigt die Stadt Kempten ihre Solidarität. Während des Jahres 2013 wechselten wir die Homepage, weil der bisherige Betreiber Konkurs ging. Die Seite des BPW Allgäu wurde neu aufgesetzt und ist jetzt wieder erreichbar. Nachrichten des Dachverbandes werden automatisch mit eingestellt. Immer wieder ein tolles Erlebnis ist unsere Weihnachtsfeier. In einem wahren Kocherlebnis zaubern wir gemeinsam ein 3-Gänge Menü und lassen es uns anschließend bei Kerzenschein im schönen Altbau-Dachgeschoß einer gemeinnützigen Einrichtung hoch über Kempten gut schmecken. Auch Gäste sind herzlich willkommen.


1. Vorsitzende Cornelia F. Krämer cornelia_f_kraemer@bpw-berlin.de

2. Vorsitzende Ulrike Schmidt info@handelskontor-sued.de

Gründungsjahr: 1950 118 Mitglieder

Gründungsjahr: 2001 31 Mitglieder

Equal Pay Day – Rap Musik & Rhythmus: We will rock you! (Brian May, Queen, 1977), Text: Susanne Feile (2014)

Bum Bum Bäng ... Männer kriegen mehr, Frauen eben nicht. Gerechtigkeit muss her und zwar auf kurze Sicht. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Zweiundzwanzig Prozent, das darf doch nicht sein,
der Unterschied zu groß, drum trommeln wir jetzt los. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Minijob und Co.
machen uns heut nicht mehr froh. Dagegen was zu tun,
das erfordert Mut. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Frauen sind zusammen stark und kommen aus dem Quark. Wir machen den Mund auf, unsre Gehälter müssen rauf. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng... Wir schuften alle hart
und werden doch nicht reich. Doch das Mindeste muss sein: Wir verdienen alle gleich. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Egal ob Frau ob Mann,
wir halten alle zamm! Arbeitgeber, seht her!
Frauen brauchen einfach mehr. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Irgendwann sind wir alt. Was passiert denn dann? Armut ist kein Spaß,
weder für Frau noch Mann. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Geld regiert die Welt!
Doch wo bleibt da der Mensch? Drum kommt in unser Zelt
und informiert Euch jetzt. EQUAL EQUAL PAY DAY; PAY DAY; PAY DAY Bum Bum Bäng ... Unsre Stimmen tragen weit, die Trommeln schlagen laut, heut‘ beginnt die neue Zeit und wir freu’n uns drauf.

Club Berlin

Club Augsburg Das Thema Frauen ist gut in der Fuggerstadt eingebunden. Das zeigt sich jährlich beim Equal Pay Day, an dem die sechs Aktionspartner immer wieder ein einzigartiges Programm planen. Es gab 2014 Lohnlückenkekse, Samba, Trommeln und Gesang sowie den ersten Equal Pay Day - Rap. Zentral vor dem Rathaus unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters fand eine Straßenaktion statt, die in einem Video zusammengefasst wird: www.youtube.com/watc h?v=Lnjq316rdas&feature=yo utu.be Das Clubleben besteht aus regelmäßigen Stammtischen, bei denen sich die Clubfrauen intensiv austauschen, das jährliche Sommerfest, das schon legendär von Clubfrau Connie Stiebert auf der Gitarre untermalt wird, sowie die kombinierte Weihnachts- und Kerzenlichtfeier zum Jahresende. Die monatlichen Clubabende präsentieren die Kompetenzen der einzelnen Clubfrauen als auch Themen rund um das Berufsleben. Themen wie „Astrologie – Esoterik oder Planungsmethode für Ihr Business?“ von Astrologin und Trainerin Ute Mayrhofer, „Betreuung, Entmündigung, Vollmachten“ von Finanzberaterin Helga Kuht oder „Home Staging – So machen Sie Ihre Immobilie fit für den Verkauf “ von Wohnberaterin Cornelia Reichel zeigen, wie vielfältig das Betätigungsfeld der Augsburgerinnen ist. Im zweiten Halbjahr wird der Club Augsburg sehr viel unterwegs sein: Auf dem Programm stehen eine Diskussion zum DURCHBLICK im Business, Business-Frisuren sowie Angebote zur Work-LifeBalance wie Töpfertage, eine Kräuterführung sowie ein BierTasting.

1. Vorsitzende Susanne Feile info@bpwclub-augsburg.de

Das Leben im BPW Club Berlin pulsiert im Hauptstadtrhythmus. Vielfältig und attraktiv, in einer hochprozentigen Mischung aus Workshops, Diskussionen, Informationen und Netzwerken. Immer wieder aktuell: Familienpolitik. Wie muss sie sich in Deutschland verändern, damit die Familienphase keine Nachteile in Beruf, Karriere und bei der Rente hat? Lisa Paus, Mitglied des Bundestages für die Grünen, forderte bei der Sommerlounge die Abschaffung des Ehegattensplittings, das das überholte Alleinverdienermodell unterstützt. Und endlich ausreichende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Andere Länder sind da weiter. Während in Deutschland die Präsenzkultur immer noch zu besonders langen, aber uneffektiven Arbeitszeiten führt, setzen vor allem die skandinavischen Länder auf eine effiziente Ergebniskultur und – wie Belgien, die Schweiz und Frankreich – auf flexible Arbeitszeit- oder Teilzeitmodelle. In Asien folgt die Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen traditionellem Muster. Hausarbeit und Kinder sind Frauensache, ganz gleich, wie engagiert die Frauen in ihrem Beruf sind, unterstrich Gastrednerin Mai Dang-Goy, Geschäftsführerin bei der Dussmann Group und langjähriges BPW-Mitglied, bei der Veranstaltungsreihe Rollenbilder in anderen Kulturen. Während östliche Gepflogenheiten im Business durchaus Vorteile bringen, sieht sie im Privaten noch viel Änderungsbedarf. Wer Leistung will, muss Sinn bieten, erklärte Freya Funk in ihrem Workshop Sinn- und Werteorientierung als Handlungsgrundlage. Und

forderte Männer und Frauen mit Führungsverantwortung auf, die Aufgaben ihrer Mitarbeiter*innen im großen Ganzen zu verorten, so dass sie einen Sinn darin finden können. Dass jeder Mensch Wertewidersprüche in sich trägt, die zu Zielkonflikten führen, hält sie für ganz normal. Wichtig ist, sie durch eine bewusste Entscheidung zu lösen. Hoch- und Tiefstatus formen den kinetischen Tanz des Lebens. Auf der Straße, im Vorstellungsgespräch, unter Freunden. Während der Hochstatus-Typ sich seiner sicher ist und unantastbar, entschuldigt sich der TiefstatusTyp fortwährend. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, denn gleicher Status lässt uns sympathisch erscheinen. Wie Körperhaltung und Sprache den Status unterstützen, zeigte Uta Zech in ihrem praxisnahen Workshop Machtspiele. Lean in, das Buch von Sheryl Sandberg, stellte eine begeisterte Jutta Wepler den Young BPWs vor. Erfolg verspricht: sich mit an den Tisch setzen statt in zweiter Reihe zu stehen und Erfolgsteams bilden, die sich gegenseitig unterstützen. Workshop zu Erfolgsteams folgt! Und immer wieder – Netzwerken. In unterschiedlichsten Varianten. Ob kurzer und knackiger Business Speed Talk oder entspanntes Flying Dinner, das Vernetzen mit Berliner Netzwerken – virtuellen und ganz realen – oder bei der Nikolausfeier: Was uns weiterbringt, sind die Beziehungen, die wir untereinander haben. Die können wir auf jeder Art von Veranstaltung vertiefen.

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BPW Germany 2014


Club Bonn

2. Vorsitzende BPW Bonn e.V. Michaele Körner 2.vorsitzende@bpw-bonn.de Gründungsjahr: 1951 61 Mitglieder

Der BPW Bonn hat einen neuen Vorstand. An dieser Stelle möchte ich Viktoria Balensiefen als Vorsitzende, Claudia Thalmann als 2. Vorsitzende, Petra Olligschläger als Schriftführerin und Regina Vossen als alte und neue Schatzmeisterin für ihre geleistete Arbeit danken. Für alle, die uns noch nicht kennen, eine kleine Vorstellungsrunde des neuen Vorstands: Schriftführerin Mein Name ist Ulrike Beverungen. Ich bin Teamlead im Support für Klinische Arbeitsplatzsysteme. Ich bin 44 Jahre und Mutter eines 14 Jahre alten Sohnes. Mich interessiert der Austausch im Netzwerk mit Frauen aus den verschiedenen Berufsbereichen und ihren Erfahrungen. Ich freue mich, in meiner Amtszeit mit meinen Vorstandskolleginnen zusammen ein interessantes Programm zu gestalten, das die Mitglieder im beruflichen als auch im privaten Bereich fördert. Zudem ist mir der Ausbau des Mentoring-Programms, die politische Einflussnahme des BPW und die Zusammenarbeit mit anderen Frauennetzwerken wichtig. Schatzmeisterin Als neue und alte Schatzmeisterin bin ich vielen Mitgliedern schon bekannt. Mein Name ist Regina Vossen. Ich arbeite als selbstständige unabhängige Finanzberaterin und -maklerin. Ich bin 59 Jahre alt, verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn. Für das Amt der Schatzmeisterin habe ich mich erneut beworben, weil mich das Thema Geld auch beruflich beschäftigt und mir die Arbeit damit Spaß macht. Geordnete Finanzen, ein wirtschaftlicher Umgang mit den Clubbeiträgen und der Einsatz unserer Mittel für wichtige

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BPW Germany 2014

und sinnvolle Projekte des BPW Bonn sind mir sehr wichtig. 2. Vorsitzende Mein Name ist Michaele Körner und ich bin als 2. Vorsitzende gewählt worden. Ein Frauennetzwerk zum Austausch von Erfahrungen ist eine wunderbare Möglichkeit, berufliche Situationen zu verbessern. Ich arbeite als Qualitätsmanagerin in einem Unternehmen mit siebzig Mitarbeiter*innen im Bereich der Medizintechnik. Vorher habe ich als PC-Administratorin gearbeitet. Sicherlich mit ein Grund, warum mir soziale und berufliche Netzwerke nahe liegen. Daher unterstütze ich den BPW durch die Betreuung bei Facebook, Xing und sonstigen digitalen Medien. 1. Vorsitzende Mein Name ist Marion West. Ich bin frische 50 Jahre alt, bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. Aber ich bin mit Leib und Seele Tante! Über 20 Jahre bin ich bei der Deutschen Telekom in verschiedenen Funktionen tätig. Zurzeit ist es eine Position als Senior Expert Process Management bei der Produktions- und Prozesssteuerung der Telekom Deutschland. Meine Haupttätigkeiten liegen für den Club Bonn in der Vertretung nach außen und den organisatorischen Dingen. Mir ist es wichtig, dass der BPW Bonn den berufstätigen Frauen eine Plattform bietet für relevante Informationen – seien sie persönlich oder beruflich. Des Weiteren ist es mir ein Anliegen, dass über die Generationen hinweg die Kommunikation gefördert wird. Seit vielen Jahren begleite ich in unterschiedlichen Organisationen (KIM, BPW und Telekom) Mentees auf ihrem Weg zu ihren Zielen.

Club Burghausen

1. Vorsitzende Marion West 1.vorsitzende@bpw-bonn.de

Die Mitgliederzahl bleibt konstant hoch für eine Kleinstadt, aber darüberhinaus bleibt BPW Burghausen in Bewegung. Mit Alexandra Starflinger und Anita Hüttl gibt es im Vorstand zwei neue Kräfte und im Veranstaltungskonzept gibt es Neuerungen. Mit dem Professional Women´s Treffpunkt wurde ein offener Abend eingeführt, bei dem Gäste willkommen sind. Im Moment ist die Lust und Laune auf Austausch groß. Dieser Abend bietet Zeit und Luft zum Dialog, aber auch zur Vorbesprechung und Teambildung für die nächsten Projekte. Equal Pay Day 2014 Diese Offenheit spiegelte sich auch in der diesjährigen Aktion zum Equal Pay Day wieder. Arbeitete man letztes Jahr in einem Workshop an den Faktoren, die Frau selbst beeinflussen kann, um ihren Teil zur Verkleinerung der Lohnlücke beizutragen, ging man diesmal aktiv auf die Leute zu. Vor dem Stadtkino wurde ein Informationsstand errichtet. Thema: MINI-ROCK, MINIJOB, MINI-RENTE. Zwei auf großen Kleiderständern drapierte Kleider - natürlich in Rot und mit dem Motto des EPD 2014 versehen – dienten als Blickfang. Es wurden rote Geldbörsen verlost und für die Naschkatzen gab es rote Taschen in Form von Gebäck. So schafften die Burghauser BPW-Frauen die richtige Atmosphäre, um den vielen Frauen und Männern ihr Anliegen mit viel Witz und Charme näher zu bringen. Workshops Am Anfang stehe ich! und Social Media

In Burghausen wird intensiv an dem Ziel des Dachverbandes gearbeitet, möglichst kostengünstige Angebote zur beruflichen und persönlichen Weiterentwick-

1. Vorsitzende Kerstin Hinterholzer 1.vorsitzende@bpw-burghausen.de 2. Vorsitzende Petra Egner-Fink 2.vorsitzende@bpw-burghausen.de Gründungsjahr: 2000 29 Mitglieder

lung für berufstätige Frauen zu schaffen. Im Herbst 2013 fand ein kostenloser Workshop mit dem Thema Am Anfang stehe ich! statt, in dem Methoden zur Stärkung der beruflichen und persönlichen Kompetenz vermittelt wurden. Die Kommunikationstrainerin Conny Montague gab den Teilnehmerinnen verschiedene Strategien zur bewussten Zielsetzung, Gesprächsführung und Stärkung des Selbstwertgefühls mit auf den Weg. Die Burghauserin ist seit diesem Jahr europaweit für die Business and Professional Women in der Sparte leadership und lifelong learning zuständig. Im Frühjahr 2014 startete man mit dem Thema Social Media ins neue Jahr. Externe Referenten (Carpenter Consulting, Rosenheim) leiteten die Teilnehmerinnen an, wie sie in der medialen Vielfalt das richtige Portal zur Repräsentation der eigenen Person oder Firma auswählen und effektiv gestalten können. Interessierte Frauen konnten sich einen umfangreichen Überblick über dieses Thema machen. 1. Überregionales Netzwerktreffen Im Oktober 2013 fand auf Initiative des BPW Club Burghausen das erste überregionale Netzwerktreffen auf Gut Ising am Chiemsee statt. Daran teilgenommen haben 34 Frauen aus den BPW Clubs Burghausen, Salzburg, Salzkammergut und Tirol sowie der UHD Rosenheim. Extra angereist sind auch die Präsidentinnen der Clubs in Wien und Linz. Im Mittelpunkt stand das Thema Netzwerken, das in Form eines World Cafés diskutiert wurde.

P.S. BPW Burghausen wird am 22.06.2015 15 Jahre alt.


Zusätzlich zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung stellt der Club Düsseldorf mit weit mehr als zwanzig Terminen wieder ein facettenreiches Jahresprogramm auf die Beine. Eingebettet in Vorträge und

1. Vorsitzende Gabriele Schuh info@bpw-erfurt.de

2. Vorsitzende Jill Tatzreiter jill.tatzreiter@bpw-duesseldorf.de

2. Vorsitzende Birgit Schuster birgitschuster_@gmx.de

Gründungsjahr: 1952 76 Mitglieder

Exkursionen, bieten die traditionellen BPW-Monday-Abende Mitgliedern und Gästen ausreichend Zeit zum persönlichen Kennenlernen und Netzwerken. So trifft sich ‚frau‘ u.a. bei exklusiven Führungen, beispielsweise am Airport Düsseldorf, um einmal einen Blick hinter die Kulissen dieses internationalen Umschlagplatzes zu werfen, oder zum architektonischen Rundgang durch den Medienhafen. Die interaktive Buchvorstellung M.U.T - Motivation, Umsetzung und Tatkraft – entführt die Teilnehmerinnen dagegen auf eine spannende Abenteuerreise und die Suche nach dem persönlichen Erfolgskurs. Vortragsabende zu Themen wie Burn Out, Erfolgreich Werben, Kommunikationsmöglichkeiten unserer Stimme, u.v.m. runden das anspruchsvolle Jahresprogramm 2014 ab, das von mittlerweile 76 Mitgliedern und einer großen Anzahl Interessentinnen geschätzt wird. 
„Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2015, mit vielen bekannten und neuen Gesichtern!“

Club Erfurt

Club Düsseldorf „Mit dem „FrauenErfolgsForum 2014“ ist dem Düsseldorfer BPW Club ein sensationeller Jahresauftakt gelungen. Ein Kongress, der einen wunderbaren Rahmen für das niveauvolle Programm rund um das Thema „Erfolgsfaktor Resilienz“ bot. Über siebzig Frauen nahmen teil, um sich professionelle Tipps von den Trainerinnen und Rednerinnen in Vorträgen, Interviews und Workshops zu holen. Kurz gesagt: Wie „frau“ es schafft, in schwierigen und stressvollen Situationen neuen, lösungsorientierten Auftrieb zu bekommen souverän, kraftvoll, weiblich. 
„Es war eine tolle Veranstaltung, mit tollen Frauen und tollen Gesprächen. - Fortsetzung folgt!“, freut sich Dr. Sabine Küsters, 1. Vorsitzende des Clubs. „Das FEF 2016 ist bereits in Planung und wir hoffen, dann noch mehr Frauen für dieses Event zu begeistern.“

1. Vorsitzende Dr. Sabine Küsters vorstand@bpw-duesseldorf.de

„Liebe Frauen, mit 20 ist man den Kinderschuhen entwachsen, hat die pubertäre Lümmel- und Findungsphase hinter sich, hat sich hoffentlich erfolgreich von seinen Eltern emanzipiert und steht so langsam auf eigenen Füßen, ist aber glücklich, noch das Netz und den doppelten Boden von zu Hause unter sich zu wissen. Mit 20 ist man jung, neugierig und voller Tatendrang, möchte etwas bewegen, sich etablieren, sich beweisen. Wir sind 20! All die genannten Attribute treffen so ziemlich auch auf unseren Erfurter Club zu. Auch wenn wir etwas gemogelt haben mit unserem Alter. Denn eigentlich sind wir offiziell erst knapp 19 Jahre alt. Wie das? Bevor Erfurt am 13. Januar 1995 offiziell im Vereinsregister eingetragen wurde, gab es den Erfurter DVBF nur als sogenannten Vorverein. Dieser wurde am 3. Dezember 1993 von sieben Frauen bei adventlichem Kerzenschein im ehemaligen Frauenzentrum in der Erfurter Espachstraße gegründet. Das ist so ziemlich vor genau 20 Jahren gewesen. Die richtige große Gründungsfeier gab es aber erst am 25.03.1995, also nach Eintragung im Vereinsregister. Und diese Feier fand in genau diesen Räumen des damaligen Hotel Kosmos statt. Was die Räume angeht, sind wir uns also treu geblieben. Auch unser Musiker Jürgen Hofmann hat uns bereits damals den Abend wunderbar musikalisch umrahmt, wie er uns die ganzen 20 Jahre begleitet hat. Nur die Gästeschar haben wir diesmal ein wenig kleiner gehalten – wir haben uns bewusst für eine Feier ohne offizielle Vertreter

Gründungsjahr: 1993 20 Mitglieder

aus Stadt beziehungsweise Land, aus Politik und Wirtschaft, ohne Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte, ohne Presse entschieden. Wir wollten eine intime Feier ohne überbordende Festreden und ohne Protokollzwang. Wir wollten eine gute Zeit verbringen mit Wegbereiter*innen und Wegbegleiter*innen, mit liebgewonnen Freund*innen feiern und deshalb freuen wir uns sehr, dass ihr alle hier seid. Ihr habt zum Teil weite Wege auf euch genommen, um heute Abend bei uns zu sein. Und so konnten wir liebe Gäste aus unserem Twinning-Club Poznan (Polen) begrüßen, Annegret Hastedt aus Bremen, die unseren Club mit aus der Taufe gehoben hat und eine der sieben Gründungsfrauen ist, unsere Göttinger Frauen, mit denen uns über all die Jahre eine besonders herzliche Freundschaft verbindet, und ganz besonders Ilse Wissemann, ohne deren hohes Engagement und Hartnäckigkeit es unseren Club wohl nie gegeben hätte. Es fehlte jedoch jemand in unserer Runde, die sich so sehr gewünscht hatte, diesen Abend noch miterleben zu dürfen – unsere Clubfrau und Gründungsmitglied Bridge C. Vargo. Sie hatte sich am 10. November von dieser Welt verabschiedet mit einer wunderbaren Botschaft für uns: Liebe Freunde und Mitstreiter, nun war es Zeit für mich zu gehen. Ich möchte mich bei Euch bedanken für die Stunden, die wir miteinander hatten und versichere Euch: Ich hatte ein gutes Leben. Behaltet mich als temperamentvolle Frau mit erstaunlichen Einfällen und als Streiterin für Gleichstellung in Erinnerung. Gracias a la vida! Danke für dieses Leben!

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BPW Germany 2014


Club Essen

2. Vorsitzende Silke Schöneberg schoeneberg@bpw-essen.de Gründungsjahr: 2007 45 Mitglieder

Der BPW Club Essen arbeitet mit vielen Projekten stetig daran, das Netzwerk zu erweitern, mehr Synergien für unsere Clubfrauen zu schaffen und nachhaltig Ziele des BPW Germany zu vertreten. Sehr erfolgreich war der Club mit seiner Veranstaltung Die Welt zu Gast im Ruhrgebiet. Wir haben viele Frauen begrüßt und tolle Aktionen rund ums Ruhrgebiet veranstaltet. Jedes Event war ein voller Erfolg, in dem Spaß, gute Gespräche und viel Wissen geboten wurde. Besondere Grüße und ein herzliches Dankeschön für die Teilnahme gilt Frauen aus Bielefeld, München, der Schweiz und unserem Partnerclub Kiel. Die Partnerschaft mit dem BPW Club Kiel haben wir intensiviert. Dieses Jahr luden wir Frauen aus Kiel zu unserer Kerzenlichtfeier ein, die wir wie jedes Jahr mit einer besonderen Zeremonie gestaltet haben. Jede Clubfrau hat einen Wunsch ausgesprochen und aufgeschrieben. Die Wünsche haben wir an alle Frauen auf der Welt weiter geleitet. Die Kerzenlichtfeier fand direkt vor unserem Sommerfest statt, das wir wie jedes Jahr zusammen mit den Familien und Freunden unserer Mitglieder ausgerichtet haben und an dem die Kieler Frauen auch teilnahmen. Dieses Jahr haben wir eine Kanutour organisiert mit anschließendem Grillfest. Um unsere Partnerschaften weiter auszubauen, sind für die kommenden Jahre Ausflüge zu anderen Clubs in Deutschland geplant.

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BPW Germany 2014

Der Club zeichnet sich auch dadurch aus, dass wir für jede Clubfrau und ihr persönliches Interesse Mittel und Wege finden, sie zu unterstützen. Vorallem mit dem Mentoring-Programm, den Erfolgsteams und mit unserem Projekt Gründerinnen ist es uns gelungen, eine gute Mischung dafür zu schaffen. Auch im zweiten Jahr war das Programm Gründerinnen erfolgreich. Das Feedback aus dem Vorjahr ist überwältigend. Wissen, Kompetenz und die vielen Tipps, die unsere Mitglieder den Gründerinnen an die Hand gegeben haben, sind so vielfältig und umfangreich, dass jede Teilnehmerin danach sagen konnte „ich gründe“ oder „ich gründe nicht“. Auch hatten wir 2014 wieder tolle Veranstaltungen zum Equal Pay Day. Die Kontakte in Essen konnten wir weiter ausbauen, viele Kooperationen schließen und gemeinsam mit ihnen den Equal Pay Day erfolgreich gestalten. In diesem Jahr gab es ein besonderes Highlight. Wir haben Schüler aus einer Gesamtschule nach der Filmpräsentation „We want Sex“ gebeten, das Thema künstlerisch umzusetzen. Die entstandenen Bilder haben wir versteigert und den Erlös der Gesamtschule Nord aus Essen gespendet. Getreu dem Motto, junge Menschen auf das Thema Equal Pay aufmerksam zu machen, wurde heiß diskutiert und aktiv mitgemacht. Es macht Spaß, sich beim BPW Club Essen auszutauschen, mit ihm zu wachsen und aktiv dabei zu sein!

Club Göttingen

1. Vorsitzende Mandy Hindenburg hindenburg@bpw-essen.de

„Danke, emanzipiert sind wir schon. Oder fehlt da vielleicht noch was? “ Das war das Thema eines Clubabends in Göttingen über den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, und kann als Leitfrage - nicht nur im Jahr seines 60-jährigen Bestehens - für unsere bisherige und zukünftige Arbeit gesehen werden. Im Gründungsjahr 1954 war Emanzipation kein beliebtes Thema. Mit Überzeugungskraft und Beharrlichkeit mussten Frauen motiviert werden, Verantwortung in Politik und Beruf zu übernehmen. Da hat sich mittlerweile vieles verbessert, dennoch stellt sich der Club Göttingen immer neu auf die Situation in der Gesellschaft ein. Mit dem Fokus auf Berufstätigkeit und Weiterbildung von Frauen leistet der Club einen Beitrag dazu, dass Frauen eine bessere Plattform für ihre eigene Existenz erreichen können. Wir können mit dem Erreichten zufrieden sein, sollten es aber auch weiterhin verteidigen und unser Forum nutzen, um frauen-, familien- und gesellschaftspolitische Themen auf den Tisch zu bringen und entsprechende Entscheidungen zu beeinflussen. Dafür haben wir im Laufe der Jahre ein Netzwerk über die eigene Organisation hinaus gebildet, sind im Göttin-

1. Vorsitzende Christine Krumm c.krumm@bpw-goettingen.de 2. Vorsitzende Marlies Schügl marlies.schuegl@bpw-goettingen.de Gründungsjahr: 1954 49 Mitglieder

ger Frauenforum vertreten und kooperieren zum Beispiel mit der Vereinigung Niedersächsischer Bildungsinitiativen und der Volkshochschule Göttingen. Im 60. Jahr seines Bestehens befasste sich der Club während einer Tagung mit dem Thema „Zukunft der Arbeit“. Daraus ergeben sich sicherlich weitere Themen, die auf Clubabenden diskutiert werden können. Die Themen, die wir im vergangenen Zeitraum auf unseren Clubabenden vorgestellt haben, waren etwas nüchterner, aber nicht weniger von Bedeutung. Wir haben uns zum Beispiel über das Ehe- und Familienrecht mit seinen aktuellen Änderungen, über Finanzstrategien speziell für Frauen und das für viele noch unbekannte Feld des Erbrechts informiert. Im Hintergrund hat fast ein Jahr lang eine Arbeitsgruppe, bestehend u.a. aus Steuerberaterinnen und Rechtsanwältinnen, die Satzung unseres Club überarbeitet und mit uns diskutiert. Mit unseren Twinning-Partnerinnen aus Erfurt und Poznan in Polen pflegen wir einen lockeren Austausch und treffen uns in der Regel einmal im Jahr entweder in Göttingen, Erfurt oder Poznan.


2. Vorsitzende Andrea Cammann zweite.vorsitzende@bpw-hh.de Gründungsjahr: 1951 40 Mitglieder

falt der Expertise in verschiedensten Bereichen, Branchen, Arbeitsstrukturen und die Vernetzung der Erkenntnisse, Erfahrungen und Kompetenzen. Highlights unseres Clublebens sind interessante Vorträge und Veranstaltungen sowie unser Sommerfest, welches wir in diesem Jahr unter dem Motto „Red Dinner“ wieder bei unserer Clubfrau Marianne Herdt zelebrierten. So konnten wir unter anderen Dr. Christina Boll vom HWWI, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut, mit einem Vortrag zum Thema „Weibliche Karriere, mit Weitblick v.l. Brigitte Friebe-August, Elke Weymann, Kati Gust, in die Berufs- und Ines Franckenberg, (ohne: Andrea Cammann und Lebensplanung“ Carola Wetzer-Eder). sowie Trixi LangeHitzbleck, M. A., Seefrau und mit Kultur, Architektur, vielen Expertin für Polarreisen zum Grünanlagen und dem einmaliThema „Ungewöhnliche Kargen Hamburger Flair von Alster und Elbe. rierewege von Frauen“ bei uns Die auch als „Hamburg, meine begrüßen. Perle“ besungene Stadt zieht Unser Clubmotto ist „Aktiv mit ihrer Vielfalt kreative Köpfe für BPW, aktiv für Hamburg!“. aus allen Bereichen an, die die Jede Clubfrau kann sich aktiv Stadt aktiv mitgestalten und mit ihren Ideen und Beiträgen oftmals Hamburg nicht wieder einbringen. Daneben liegt ein verlassen. weiterer Schwerpunkt auf dem Genau mit dieser Einstellung Bereich Mentoring, für welches bringen wir uns als BPW in wir gerade ein Mentoring-Team Hamburg ein. Unser Ziel ist es, ins Leben rufen. sowohl die kreativen, innovatiWir freuen uns auf Ihren Beven Frauen im Business für den such und den Austausch, gern Club zu begeistern, als auch die persönlich bei einem unserer Frauen, die über langjährige Clubabende oder über unsere Erfahrung im Business verfügen Website www.bpw-hh.de. und dieses anderen zur Verfügung stellen und einbringen können. Wir schätzen die Viel-

Club Hannover

Club Hamburg Hamburg, mit ca. 1,8 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands, ist eine ganz besondere Stadt, durch die lange Hansetradition und den Hafen weltoffen, ein alteingesessener und zugleich sehr innovativer Wirtschaftsstandort, mit vielen Unternehmen in den verschiedensten Bereichen, verbunden

1. Vorsitzende Kati Gust erste.vorsitzende@bpw-hh.de

Es wurde gekartet und gestöckelt – Erfolgreich netzwerken mit Visitenkartenparty und Fitness-Gruppe

Am 11. September 2013 gab es am Clubabend eine SchnupperVisitenkartenParty. Fünfzehn Teilnehmerinnen konnten von Barbara Felten, Schriftführerin des BPW Hannover, ganz praktisch erfahren, wie eine VisitenkartenParty abläuft und welche Ziele sie verfolgt. Barbara Felten gibt das FrauenBranchenBuch Hannover heraus und veranstaltet in diesem Zusammenhang selbst regelmäßig solche Businesstreffen. „Meiner Meinung nach sind neben digitalen nach wie vor persönliche Netzwerke wichtig“, sagt Barbara Felten. „Sie haben den Vorteil, dass Sie die Personen kennenlernen und einschätzen können. Eine VisitenkartenParty bietet Frauen eine Plattform dafür. Zwei/drei Stunden am Abend oder Wochenende sind dann eine günstige Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen.“ Jede Frau hatte zwei Minuten Zeit, sich, ihr Unternehmen und/oder Anliegen vorzustellen – der Clou dabei: Die Zeit wird gestoppt. Das war für viele aufregend, denn sie waren es nicht gewohnt, sich in Kürze zu präsentieren. Bei Sekt, Selter und Knabbereien kamen die Frauen miteinander ins Gespräch. Für den BPW Hannover brachte dieser Abend mehrere Interessierte, die seit dem immer wieder vorbeischauen.

1. Vorsitzende Heike Rohdenburg rohdenburg@bpw-hannover.de 2. Vorsitzende: Ulrike Pöhler ulrike@ulrike-poehler.de Gründungsjahr: 2008 15 Mitglieder

im Sommer 2013 zu einem Club-Gestöckel, das Power für jede einzelne und Austausch miteinander brachte. Etwa jeder fünfte Deutsche geht mit Stöcken, bei den Frauen über 50 Jahren sogar jede Dritte. Es ist eine der gesündesten AusdauerSportarten. „Die schwungvollen Armbewegungen kräftigen außerdem Arme, Schultern und Rücken“, erläuterte die Physiotherapeutin. „Zudem hilft das flotte Gehen beim Abnehmen. Bei einem Tempo von etwa sechs Kilometer die Stunde, werden in dieser Zeit rund 400 Kilokalorien verbraucht.“ Vorausgesetzt, die Technik stimmt. Diese wurde uns dann in der Eilenriede, dem hannoverschen Stadtwald erklärt. Wie müssen die Stöcke gesetzt werden? Viele setzen sie zu weit vor dem Körper auf oder stoßen sich damit ab. Andere gehen wirklich am Stock, sie stützen sich darauf. Die Nordic Walking-Expertin riet: „Strecken Sie beim Auf kommen das Knie nicht durch und gehen Sie nicht zu fersenbetont. Lange Schritte belasten Knie, Hüfte und Rücken unnötig. Wenn die Ferse zu steil aufgesetzt oder das Knie extrem streckt wird, werden die Gelenke zu sehr beansprucht.“ So stöckelten wir los, eine Stunde ging wie im Flug vorbei. Diese Einführung bereitete uns soviel Spaß, dass wir eine feste Walkgruppe gründeten.

Ein Nordic Walking -Schnupperworkshop Fit mit zwei Stöcken von Physio- und Manualtherapeutin Rita Folgmann führte

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BPW Germany 2014


1. Vorsitzende Ann Troy-Inniss info@bpw-kiel.de

2. Vorsitzende Katariina Hall 2.vorsitzende@bpw-kl.de

2. Vorsitzende Sonja Kammerlander kammerlander@bpw-kiel.de

Gründungsjahr: 2009 31 Mitglieder

„Frauen stärken und verbinden! Je größer die Vielfalt, desto lebendiger der Austausch“: Das ist das Motto in Kaiserslautern. Mit Hartnäckigkeit und viel Engagement in der Öffentlichkeit ist der Bekanntheitsgrad des Clubs weiter ausgebaut worden – mit Erfolg. Bereits im Februar 2014 gab es vier neue Clubfrauen. Heike Thompson, die 1. Vorsitzende, hat sich vor allem den Kontakt zu anderen Frauennetzwerken und Frauenvertretungen auf die Fahne geschrieben. So wird es zukünftig enge Absprachen mit dem Landfrauenverband und mit den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und des Landkreises geben bezüglich öffentlicher Veranstaltungen und Programmthemen. Bei den Großveranstaltungen von KL connect e.V. – women, einem weiteren Forum für Frauen in Führungspositionen, ist der Club Kaiserslautern bereits eine feste Größe. So sind bei der Auftaktveranstaltung „Open Space Conference“ am Fraunhofer Institut, Kaiserslautern, zahlreiche Kontakte zur TU und FH in Kaiserslautern geknüpft worden. Hier findet ein enger Dialog statt. Das BPW-Jahr fängt traditionell mit einem SpeednetworkingAbend an. Dieser hatte dank großer Presseberichte und sogar einem Radiobeitrag sehr großen Zulauf. Aus diesem Grund verzichten die Clubfrauen auf ihr Sommer-Event und starteten im Juli eine zweite Runde. Besonderes Interesse gibt es an den Erfolgsteams, die in Kaiserslautern ausgesprochen aktiv sind. Im März 2014 ging ein

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BPW Germany 2014

neues Erfolgsteam an den Start. Mittlerweile gab es bereits fünf Erfolgsteams, von denen zwei sich immer noch treffen, um sich gegenseitig zu unterstützen und nach vorne zu bringen. Der Clubabend im März wurde gleichzeitig als EPD-Aktion genutzt. Zwar kamen, anders als zugesagt, keine Politikerinnen aus der Region, aber auch ohne diese konnte sich die Podiumsbesetzung sehen lassen. Frauen aus den unterschiedlichsten beruflichen Feldern und in unterschiedlichsten Lebensphasen diskutierten zunächst unter sich, um dann im Anschluss das Plenum mit einzubeziehen. Der Abend war ein voller Erfolg. Im Oktober freuen wir uns besonders auf die Autorinnenlesung unserer Clubfrau Heike Abidi, die seit 2012 bereits 7 Bücher veröffentlich hat – vom Jugendroman über Frauenromane zu einem Krimi und nicht zuletzt eine Zeitreise auf ABBAs Spuren. Ein weiteres Highlight wird die Kerzenlichtfeier im November 2014 sein. Diese findet im Club Kaiserslautern erstmals statt. Darauf freuen wir uns alle besonders und bedanken uns bereits jetzt bei Katariina Hall (2. Vorsitzende) und Madeleine Dengel für ihr großes Engagement. Weitere Infos zum Club und dem Programm unter: www.bpw-kl.de

Club Kiel

Club Kaiserslautern

1. Vorsitzende Heike Thompson 1.vorsitzende@bpw-kl.de

Gegründet: März 2000 46 Mitglieder

Neue Führung – neues Thema: Interkulturelle Kompetenz

Young BPW - Erfolg durch Frauen-Karriere-Tandem

Die neue Vorsitzende Ann TroyInniss und ihre Stellvertreterin Sonja Kammerlander starten in die neue Amtszeit und haben als Jahres-Motiv das Thema Interkulturelle Kompetenz gewählt. Schon zur Kerzen-Zeremonie trug Gastrednerin Sonja Göttel, MBA/M.A. des International Tourism Management der FH Westküste, zum Thema Interkulturelle Kompetenzen – ein Thema unserer Zeit vor. „Die Gesellschaft ändert sich, der Anspruch an das berufliche Engagement und an den BPW Club Kiel“, so Ann Troy-Inniss. „Das grundlegende BPW-Thema ‚Lebenslanges Lernen‘ werden wir – angelehnt an die Club-Vision ‚Wir lernen heute was wir morgen brauchen‘ – auf den zeitnahen Bedarf ausrichten. Wir wollen den BPW Kiel über die Grenzen hinaus bringen, neue Weichen stellen und führen daher eine Mitgliederbefragung durch. Vorrangig fördern wir Business Support. Dass aus der Zusammenarbeit auch Freundschaften entstehen, das erfahren wir immer wieder mit großer Freude. Das soll ein Anreiz für neue Mitglieder sein.“

Die Clubfrauen möchten ihre beruflichen Erfahrungen und Fachkompetenzen jungen Frauen zur Verfügung stellen. Dafür plant BPW Kiel einen Mentorinnenpool aufzubauen, ab 2016 soll ein entsprechendes Mentoring-Programm im Netzwerk angeboten werden.

Nationales / Internationales BPW Kiel pflegt und intensiviert Kontakte zu den lokalen, nationalen und internationalen Clubs: Clubfrauen besuchen den Internationalen HanseTag in Lübeck und das Danube Net Business Women Forum in Regensburg. Seit 2013 pflegt BPW Kiel eine Partnerschaft mit dem Club Essen. Die Clubs besuchen sich gegenseitig, zum Beispiel zur Kieler Woche oder zur Kerzenlichtfeier in Essen. Der Kieler BPW hat internationale Kontakte geknüpft zu Frauen in Roja, Lettland, und zum BPW Irland, um nachhaltige Partnerschaften zu bilden und zu fördern.

ESF Projekt Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung BPW Kiel wird sich um das ESFfinanzierte Projekt Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung bewerben. Zusammen mit einem Kooperationspartner aus der Region wird ein Konzept beim Landesministerium eingereicht. Themen wie die Frage der Chancengleichheit von Frauen und Männern, von familienfeindlichen Unternehmensstrukturen, von zukunftsorientierter Personalentwicklung sollen im konjunkturschwachen Norden durch den BPW befördert werden. Regional Tagung Nord und Kieler Wertekongress

2015 ist ein Jubiläumsjahr für den BPW Kiel. Er besteht dann 15 Jahre. Die BPW Nordclubs werden daher zu einer Regional Tagung Nord am 14. Februar 2015 nach Kiel eingeladen. Und es wird wieder – unter Mitwirkung des BPW – einen Kieler Wertekongress geben. Der Titel: Die Macht ist weiblich - macht nichts! Gestalten.Entscheiden.Führen. Die wesentliche Diskussion, u.a. in einem World Café, wird zu der Frage geführt werden: Was verbinden Frauen mit dem Begriff Macht – beruflich und privat. Es geht um Vorbilder, WerteVorstellungen, Insignien, Freud und Leid. Es geht um das Positive, den Erfolg. Was geschieht, wenn Macht weiblich ist? Termin bitte vormerken: 7. März 2015.


Mit einem alten Rezept hat BPW Köln einen ganzen Schwung neuer Mitglieder im Club begrüßen können: den Erfolgsteams. Nicht nur, dass alle Veranstaltungen, die das Stichwort „Erfolg“ im Titel tragen, Besucherinnen magisch anziehen. Mit dem erneuten Angebot von Erfolgsteams haben wir dem Wunsch vieler Mitglieder entsprochen und zugleich einen ganzen Schwung Interessentinnen anziehen können. Was haben wir gemacht? Annette Schmitges und Georgia Hüls vom BPW Köln haben ein Konzept erarbeitet. Dieses wurde kommunikativ in einen ansprechenden Flyer gepackt. Ein BPW-Clubabend und ein Workshop zum Thema folgten. Schließlich starteten die ersten Teams unter der Moderation der beiden Clubfrauen mit großem Enthusiasmus und viel Schwung. Das Fazit: Interaktive Angebote mit direktem Nut-

2. Vorsitzende Claudia Thiel info@thiel-consulting.de Gründungsjahr: 1990 61 Mitglieder

zen für die Teilnehmerinnen haben große Anziehungskraft. Ebenfalls gut besucht waren auch wieder unsere Workshops und Speedcoachings, die wir anlässlich unserer Veranstaltung zum Equal Pay Day im Kölner Rotonda Business Club anboten. Diesen bereicherte in diesem Jahr erstmals die Wuppertaler Kabarettistin Renate Ulke-Baum mit einer launigen Abhandlung über den „Igel Päi däi“ aus der Sicht ihrer Putzfrau Reni Reinlich. Ihr Fazit: Am Zahltag ist eh Qual!

Club Mannheim-Ludwigshafen

Club Köln

1. Vorsitzende Georgia Hüls ghuelsbpw@t-online.de

Der erste Dienstag im Monat ist als thematischer Clubabend im Kalender markiert, bei dem Gäste immer willkommen sind. Auch beim Jour fix, der in wechselnden Abständen zum lockeren Netzwerken angeboten wird, treffen sich interne und externe Netzwerkerinnen. In den vergangenen Monaten gab es zusätzlich zu diesen regelmäßigen Terminen weitere Highlights. Für Mitglieder und Gäste war der Sommerausflug nach BadenBaden zur Nolde-Ausstellung mit hervorragender Führung ein besonderes Erlebnis. Beim traditionellen Gänseessen im November und bei der Weihnachtsfeier – diesmal ganz stimmungsvoll mit Posaunenduo, Gebäck und gemeinsamem Liedersingen – boten sich angenehme Netzwerkgelegenheiten. Der Kontakt mit anderen Clubs und Verbänden in der Region wurde intensiv gepflegt: Im November wurde unsere Clubfrau Elisabeth Wittke als Beisitzerin in den Vorstand des Landesfrauenrates Rheinland-Pfalz gewählt, und seit November ist Martina Lenhardt für das BPW YoungRessort im Vorstand von BPW Germany aktiv. Wir haben uns beim Existenzgründungstag Rheinland-Pfalz in Frankenthal mit Stand und Workshop beteiligt und waren erneut beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim vertreten. Wie bereits in den letzten Jahren war der BPW Club MannheimLudwigshafen treibende Kraft bei der Gestaltung des Equal Pay Day und bei der Gestaltung des Internationalen Frauenfestes anlässlich des Weltfrauentages in Ludwigshafen sehr aktiv. Beide Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit Verbänden und Initiativen aus der Region statt, mit den Gleichstellungsbe-

1. Vorsitzende Dr. Bettina Laugwitz 1.vorsitzende@ bpw-mannheim-ludwigshafen.de 2. Vorsitzende Dr. Elke Koser 2.vorsitzende@ bpw-mannheim-ludwigshafen.de Gründungsjahr: 1952 40 Mitglieder

auftragten der Stadt Ludwigshafen und des Rhein-Pfalz-Kreises etwa, dem Internationalen Frauencafé Ludwigshafen und dem lokalen DGB. Ein ganz besonderes Ereignis für den Club war die gemeinsame Veranstaltung Jenseits des Schocks: Wenn Krankheit das Leben ändert mit dem Deutschen Ärztinnenbund, Deutschen Juristinnenbund und Heidelberger Unternehmerinnen – Hier ein Einblick: Die ZDF-Moderatorin und Buchautorin Susanne Conrad zog das Publikum in ihren Bann: Diagnose Krebs mit 43 Jahren. Als Mutter dreier Kinder von damals 17, 14 und acht Jahren. Die prominente Gastreferentin sprach beim Netzwerkdialog am 4. April 2014 über das Davor und Danach ihrer Brustkrebs-Erkrankung. Die 80 Gäste, meist Frauen, im Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg ließ sie an ihren Ängsten von vor einigen Jahren teilhaben – und daran, wie sie den Emotionen nachgespürt ist, um sie schließlich zu bewältigen. Nach dem emotionalen Teil des Abends beleuchteten zwei Expertinnen der Universitätsmedizin Mannheim eine solche Situation aus Sicht der Medizin und Medizinethik: Die Anästhesistin Dr. Simone Rapp, Oberärztin auf einer Intensivstation des Mannheimer Universitätsklinikums, und Dr. Dorothee Dörr, Leiterin des Ethikkomitees, empfahlen eine Patientenverfügung und weitere sinnvolle Regelungen. Die Rechtsanwältin Dr. Anna-Dorothea Polzer klärte die Zuhörerinnen über Fragen zur PatientenSelbstbestimmung auf. Der BPW Club Mannheim-Ludwigshafen setzt die Kooperation und den erfolgreichen Netzwerkdialog 2014 engagiert fort.

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BPW Germany 2014


1. Vorsitzende Barbara Eckhorst vorstand@bpw-muenster.de

2. Vorsitzende Kunigunde Wagner 2.vorsitzende@bpw-muenchen.de Gründungsjahr: 1955 120 Mitglieder

BPW München ist der größte Club in Deutschland. Wir bieten jeden Monat ein buntes Clubprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen an: Young BPW Themenabend, Clubabend mit wechselnden Vorträgen, Bizlounge und Businesslunch. Damit hat jedes Mitglied die Möglichkeit, jede Woche an einem BPW-Event teilzunehmen, interessante Frauen zu treffen und zu Netzwerken. Dank dem Engagement unserer Clubfrauen auf bundesweiter und internationaler Ebene verfügen wir über ein breites Netzwerk innerhalb des BPW sowie bei anderen Frauenverbänden. Ganz besonders freuen wir uns, dass zwei Clubfrauen vom Club München, Sonja Still und Johanna Marius, im Bundesvorstand sind. Unsere Vernetzung nutzen wir aktiv beim Equal Pay Day. Im Jahr 2008 standen fünf Frauen in der Münchner Fußgängerzone und machten mit riesigen roten Taschen auf die Lohnungleichheit aufmerksam. Schnell entstand ein Aktionsbündnis mit befreundeten Netzwerken, im Jahr 2010 dann die Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt München und dem Stadtbund Münchner Frauenverbände. Seit Januar 2011 haben wir einen Sitz in der Stadtratskommission für die Gleichstellung der Frau der Landeshauptstadt München und koordinieren dort federführend das Aktionsbündnis aus mittlerweile über 47 Bündnispartnern. In diesem Jahr sah der Marienplatz rot: viele Frauen strickten eine überdimensionale rote Geldbörse mit großen Luftmaschen als symbolischen Wert für den großen Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern.

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BPW Germany 2014

Unsere Mitglieder setzen sich aus einer bunten Mischung zusammen: Angestellte und Unternehmerinnen, Fach- und Führungsfrauen, Netzwerkerinnen aus (fast) allen Branchen und Altersgruppen. Wir sind stolz auf die gute Resonanz für unser Clubprogramm, das sich am internationalen Motto des BPW für das Jahr 2014 ausrichtet: Empowered Women Leading Business – at all levels and from the top. Wir haben getreu diesem Motto im Jahr 2014 ein buntes Programm zusammengestellt. Professor Dr. Martina Schraudner, Mitglied in verschiedenen Beratungskreisen und Gutachtergremien, stellte im Juni eine Studie vor, die zeigte, dass Einzelmaßnahmen wie beispielsweise zur besseren Vereinbarkeit von Karriere und Familie oder Maßnahmen zur Kompetenzerweiterung von Potenzialträgerinnen wie Mentoring- und Seminarangebote nicht ausreichen, Karrierebrüche von Frauen zu vermeiden. Was brauchen Frauen also um Karriere zu machen? In einem spannenden Vortrag veranschaulichte sie anhand von Praxisbeispielen was zu Karrierebrüchen von Frauen führt und wie die Karriere von Frauen gefördert werden kann. Unsere Clubfrau Barabara Lerch zeigte uns in einem interaktiven Vortrag wie man auch in schwierigen Situationen souverän agiert. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches zweites Halbjahr mit spannenden neuen Programmthemen. Ein Highlight ist immer das Sommertreffen im August mit vielen Clubfrauen. Auch benachbarte Clubs kommen gerne zu diesem Treffen. Es gibt genügend Gelegenheiten, die tolle Atmosphäre und die Clubfrauen kennenzulernen.

Club Münster

Club München

1. Vorsitzende Astrid Bendiks 1.vorsitzende@bpw-muenchen.de

„BPW macht Politik“ – unter diesem Motto standen zwei Veranstaltungen der Politik-AG des BPW-Clubs Münster. Zur Bundestagswahl 2013: Was haben ein rotes GummiEntchen, ein Honigglas, ein Kinder-Windrad und ein „LebeFreiheit“-Button mit Frauenpolitik zu tun? Spontan mussten sich vier Bundestagskandidat*innen aus Münster und Umgebung am 22.08.2013 im Hotel Kaiserhof dazu etwas einfallen lassen. Bei der Podiumsdiskussion des BPW Clubs Münster forderte Moderator Matthias Menne die Politiker*innen dazu auf, ihre jeweiligen Wahl-Werbegeschenke mit einem Statement zur Frauenpolitik zu verknüpfen. Welche Partei will das Ehegattensplitting abschaffen? Wer befürwortet Minijobs, und auf welchem Wege soll eine Entgeltgleichheit durchgesetzt werden? Den Fragen der Wähler*innen stellten sich Sybille Benning (CDU), Christoph Strässer (SPD), Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) und Johannes Philipper (FDP). Auch wenn in knapp zwei Stunden viele Probleme nur angerissen werden konnten, äußerten sich Politiker*innen und Wähler*innen am Ende positiv über die angeregte Diskussion. Zur Europawahl 2014: Frieden, Freizügigkeit, Binnenmarkt, internationale Verständigung, eine hohe Mobilität: Das alles sind wesentliche Errungenschaften der EU, die für viele Bürger selbstverständlich geworden sind. Darüber waren sich vier Politiker*innen und Sachverständige einig, die am 03.April 2014 im Hotel Mauritzhof über die Europäische Union informierten und diskutierten. Eingeladen waren

2. Vorsitzende Sylvia Pohl vorstand@bpw-muenster.de Gründungsjahr: 1997 44 Mitglieder

als Podiumsteilnehmer*innen Frauen und Männer, für die Europa zum Alltag gehört. Günter Klemm, zuständig für Europafragen und Fördermittelinformationen bei der Wirtschaftsförderung Münster, die EU-Abgeordnete Birgit Sippel, David Schrock, NRW-Vorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten, und Ninja Schmiedgen von FutureLab Europe. Die von Matthias Menne moderierte lebhafte Diskussion drehte sich um die Mechanismen der europäischen Gesetzgebung, um den Alltag der EU-Abgeordneten, aber auch um Probleme wie Rechtspopulismus oder EUErweiterung. Auch wenn sich die vier Podiumsredner*innen im Detail nicht immer einig waren, beantworteten sie doch eine Frage einstimmig mit „Ja“: Zu Europa gibt es keine Alternative. Neben Politik haben wir noch viele andere Dinge gemacht: die Regionaltagung der Nordclubs im August 2013 ausgerichtet, am Abend des gleichen Tages ein überregionales Sommerfest gefeiert, Vortragsabende angeboten, den EPD 2014 durchgeführt, nationale und internationale Tagungen besucht, Feste gefeiert, unser Netzwerk gepflegt, und, und, und... Herzlichen Dank an alle Clubfrauen dafür! BPW ist bunt und vielfältig, und wir arbeiten daran, dass es so bleibt! Schauen Sie einfach mal bei uns vorbei – auf unserer homepage oder persönlich – der BPW-Club Münster freut sich auf Sie!


Der diesjährige Neujahrsempfang des BPW Saarbrücken fand nun schon zum zweiten Mal im Schuhhaus City Nova in der Saarbrücker Innenstadt statt. Wie schon im letzten Jahr war der Zuspruch groß und fast 50 Clubfrauen und Interessentinnen trafen sich in zwangloser Atmosphäre in den Räumen des bekannten Saarbrücker Schuhhauses. Neben den neuesten Frühjahrsmodellen bekannter Schuhlabels waren auch Exponate der Künstlerin Sonja Weber zu bewundern, die persönlich auf interessierte Fragen Auskunft gab.

2.Vorsitzende Doris Mailänder-Rech doris.mailaender-rech@bpw-saarbruecken.de Gründungsjahr: 2003 59 Mitglieder

Frauen und Schuhe … typisch!! Ja … und oder gerade deswegen! Wie kaum ein anderer Ort erzeugt ein Schuhhaus bei Frauen gute Laune. Gibt es daher einen besseren Ort, um mit bisher noch Unbekannten in ein zwangloses Gespräch zu kommen und neue Bekanntschaften zu knüpfen? Das gelang an diesem Abend hervorragend. Auch Crémant und Fingerfood trugen dazu bei, bei Clubfrauen und Interessentinnen einen regen Gedankenaustausch zu initiieren. Alles in allem also eine gute Idee, diesen Ort zu wählen. Denn wer schafft es schon, aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen? Typisch Frau eben!

Club Schleswig Holstein West

Club Saarbrücken Der etwas andere Neujahrsempfang … in einem Schuhhaus

1. Vorsitzende Elke Rieder elke.rieder@bpw-saarbruecken.de

„Frauen verdienen mehr!“ und andere Aktionen für Entgeltgleichheit

Mit einem dreitägigen Aktionsprogramm und einer zweiwöchigen Ausstellung rund um den bundesweiten Equal Pay Day am 21. März machten sich Frauen in Elmshorn für die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen stark. Gemeinsam als Aktionsbündnis haben das Karrierenetzwerk Business and Professional Women (BPW) Club Schleswig-Holstein West und das Frauennetzwerk Elmshorn ein Programm auf die Beine gestellt, um mit Frauen ins Gespräch zu kommen und ein Zeichen zu setzen. Die Ausstellung „Frauen verdienen mehr!“ wurde vom 17. bis 28. März im Kollegiumssaal des Rathauses Elmshorn gezeigt. Erstellt wurde sie von den Gleichstellungsbeauftragten im Landkreisgebiet Pinneberg. Die Ausstellung erläutert den Equal Pay Day und gibt Hintergrundinformationen. „… und raus bist du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“ lautete das diesjährige Motto des Equal Pay Day. Darum ging es am Donnerstag, 20. März, im Rathaus der Stadt Elmshorn. Aufgeworfen war die Frage: „30-Stunden-Woche für alle? – Gewünschte und tatsächliche Arbeitszeit – Folgen und Reformoptionen“. Auf Einladung des Aktionsbündnisses sprach die Volkswirtschafts-Professorin Dr. Miriam Beblo, Universität Hamburg, über Verbreitung und Ausmaß von Teilzeitarbeit, über Teilzeitwünsche und regte an, wie eine Umverteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit aussehen kann. Maren Schmidt, 1. Vorsitzende

1. Vorsitzende Maren Schmidt vorstand@ bpw-schleswig-holstein-west.de Gründungsjahr: 2012 10 Mitglieder

des Clubs Schleswig-Holstein West und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Elmshorn dazu: „Im Rahmen des Equal Pay Day boten wir diese Vortragsveranstaltung an, in der es auch um die Verteilung von Arbeitszeit geht. Wenn es so bleibt, dass Männer (zu) viel im Beruf arbeiten und Frauen (zu) viel in Haushalt, bei der Kindererziehung und in der Pflege von Angehörigen, wird sich nur schwer etwas ändern. Wir wollen Lösungen entwickeln.“ Am Equal Pay Day organisierte der BPW eine große Rote-Taschen-Näh-Aktion in Elmshorn. Viele Frauen trafen sich, um gemeinsam rote Taschen zu nähen und sich nebenbei über die Hintergründe des Equal Pay Day zu informieren. Vorstandsfrau Carola Ruge, Diabetesberaterin, handhabt die Nähmaschine virtuos, entwarf den Taschenschnitt und teilte den Teilnehmerinnen gekonnt in einer Fertigungsstraße die verschiedenen Aufgaben Zuschneiden, Zusammennähen und Verzieren zu. Die fertigen Taschen wurden zugunsten der Anti-Gewalt-Arbeit des Frauentreff Elmshorn (Frauen helfen Frauen in Not e.V.) gegen eine Spende abgegeben. Die Landtagsabgeordnete der SPD, Beate Raudies, war mit Begeisterung bei der Nähaktion dabei. Sie betonte: „Es ist ein Skandal, dass Frauen heutzutage immer noch 80 Tage mehr arbeiten müssen, um das Lohnniveau von Männern zu erreichen. Ich frage mich, wann wir endlich eine gleiche Bezahlung erreichen.“

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BPW Germany 2014


1. Vorsitzende Birgit Fuchs b.fuchs@bpw-ulm.de

2. Vorsitzende Claire Blaschke 2.vorsitzende@bpw-unterfranken.de

2. Vorsitzende Brigitte Reichhardt b.reichhardt@bpw-ulm.de

Gegründet: 2014 12 Mitglieder

Neuer landkreisübergreifender BPW Unterfranken e. V. ist aktiv

Seit April 2014 gibt es in Unterfranken einen neuen Club, den BPW Unterfranken. Die mittlerweile zwölf aktiven Clubfrauen aus den Landkreisen Bad Kissingen, Schweinfurt und Würzburg haben sich zusammengefunden, um die unterfränkische Region um ein weiteres interessantes Frauennetzwerk reicher zu machen. Interessentinnen aus anderen Landkreisen sind schon auf den Plan gerufen. Es sind Frauen, die sich persönlich und beruflich weiterentwickeln wollen. Aktive Frauen, die sich beispielsweise zusätzlich neben ihrem Beruf sozial engagieren oder die neben Mann und Kindern und Beruf noch zusätzlich studieren oder einen neuen Beruf erlernen. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit haben alle neuen Clubfrauen einen gemeinsamen Nenner: Sie können sich mit den Zielen und Wertvorstellungen des BPW Germany identifizieren. Aus diesem Grund verlief die Gründung des BPW Clubs Unterfranken zügig und reibungslos. Die 1. Vorsitzende des BPW Unterfranken, Jacqueline Vera Mihm, hatte bereits 2003 in Baden-Württemberg den BPW Club Hohenlohe ins Leben gerufen und war begeistert von dem großen persönlichen und beruflichen Mehrwert für die sich im Club engagierenden Frauen. So war es auch 2014 ihr Hauptanliegen, an ihrem jetzigen Wohnort Hammelburg den Impuls für eine Neugründung zu geben, um so unterschiedliche und interessante Frauen an einen Tisch zu bringen.

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BPW Germany 2014

Bereits beim Informationsabend, der Gründungsveranstaltung und am ersten Clubabend, bei dem das aktuelle Halbjahresprogramm gemeinsam erarbeitet wurde, zeigte es sich, dass eine gute, vertrauensvolle und offene Atmosphäre vorhanden ist. Eine Atmosphäre, in welcher Faktoren wie Lebens- und Berufserfahrung, Kontakte, familiäre Erfahrungen und ein positives Interesse am anderen und an einem effektiven Miteinander die wesentlichen Säulen bildet. Den eigenen Fokus erweitern, sich landkreisübergreifend vernetzen, Neues erfahren und umsetzen, dies alles haben sich die unterfränkischen Frauen zum Motto gemacht. Das aktuelle Programm trägt dieser Intension Rechnung: Von gesundheitlichen Themen wie Sind Sie sauer? oder Fit im Büro über den richtigen Umgang mit aggressiven Gefühlen und dem Wissen um die interkulturellen Erfolgsfaktoren für internationale Teams bis hin zum Thema Vom Arbeitstier zum Alphatier – lüften Sie ihren Erfolgscode! reicht das Spektrum. Sommerliche Netzwerkabende, herbstlich Medienabende und ein winterliches Weinsensorikseminar sorgen für die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre vernetzen zu können. Die Mitglieder des BPW Clubs Unterfranken freuen sich auf neue Interessentinnen und Mitglieder anderer BPW Clubs, die an nachhaltigen Netzwerken interessiert sind. Clubabend ist jeder 2. Mittwoch im Monat. Je nach Veranstaltung wechselt der Ort. Mehr Informationen erhalten Sie unter Tel. (0172) 619 75 78.

Club Ulm

Club Unterfranken

1. Vorsitzende Jacqueline Vera Mihm 1.vorsitzende@bpw-unterfranken.de

Neuer Vorstand im BPW Ulm Am 22. Mai 2014 waren im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung unsere Clubfrauen zur Neuwahl des Vorstands aufgerufen. Ann-Kathrin Kühr, die bisherige 1. Vorsitzende des Clubs Ulm, und unsere Schatzmeisterin Hildegard Kuch-Kuthe beendeten satzungsgemäß ihre Vorstandstätigkeit nach vier beziehungsweise sechs Jahren im Amt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank Ann-Kathrin und Hilde für die bisher geleistete Arbeit!

Wie viele andere Vereine und Clubs merken auch wir – deutlicher als früher –, dass wir im Wettbewerb mit einer Vielzahl an attraktiven Netzwerken stehen, die um Interessentinnen und letztlich um Mitglieder werben. Das spiegelt sich leider auch in der Teilnahme an unserem monatlichen Businesslunch und den regelmäßigen Clubabenden wider. Umso mehr freut es uns, dass sich ein neues Vorstandsteam aus fünf sehr engagierten Frauen bereit erklärt hat, die Herausforderung anzunehmen, unser Clubleben neu zu beleben und zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir bereits im

Gegründet: 2001 32 Mitglieder

Rahmen unseres Neujahrsempfangs eine Mitgliederbefragung gestartet. Basierend auf diesen Ideen wurde ein abwechslungsreiches Programm erstellt, um den Erwartungen und Interessen unserer Mitglieder Rechnung zu tragen und für Interessentinnen attraktiv zu sein. Zusätzlich wird das Vorstandsteam projektbezogen von einigen Clubfrauen tatkräftig unterstützt. Neben der aktiven Mitgliederwerbung sind unsere weiteren Pläne die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung, insbesondere auch die Verbesserung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der weitere Ausbau von Kooperationen mit Vereinen und Verbänden im Raum Ulm/ Neu-Ulm sowie die Kontaktpflege zu und Zusammenarbeit mit den benachbarten Clubs wie etwa Augsburg, Kempten, München und Stuttgart. So sehen wir optimistisch in die Zukunft und freuen uns auf ein lebendiges und anregendes Clubleben mit neuen und alten aktiven Clubfrauen – oder kurz „Club Ulm ist BPWaktiv!“

Gruppenbild vlnr: Maxi Schwarz (Beisitzerin), Brigitte Reichhardt (2. Vorstand), Birgit Fuchs (1. Vorstand), Birthe-Verena Wong (Schatzmeisterin), Renate Kögel (Beisitzerin)


Unsere Clubabende entwickelten sich 2013 zum Renner. Neben Clubfrauen erschienen immer mehr Interessentinnen, die gezielt nach Frauenverbänden googelten oder den Club empfohlen bekamen! Nach drei Schnupperabenden entschieden sich 2013 sechs Frauen und 2014 bisher elf Frauen Clubfrau zu werden. Der 2014 eingeführte Clubabend Spezial für Interessentinnen wurde sehr gut angenommen. Vortragsabende und Firmenkooperation Gelegenheit sich über interessante Themen zu informieren und auszutauschen, boten die Vortragsabende. Clubfrau Cristiana Moschini-Dubois zeigte, wie wir durch eine Kulturbrille auf andere Völker sehen und Stereotype uns schützen, aber auch zu Missverständnissen führen. Clubfrau und BPW-Vizepräsidentin Rosemarie Steinhage berichtete über ihre Coachingerfahrungen bei der Weitergabe von Familienunternehmen. Ausnahmefrauen stellten die Herausgeberin der Buchserie Work-Life-Balance: Porträts von Frauen zwischen Privatleben und Beruf Luscha Dorner und die Autorin Adelheid Omiotek für die Mode- und Medienbranche vor. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde intensiv die Frage diskutiert, ob selbstständige Frauen auch von ihrer Arbeit leben können.

2. Vorsitzende Heidrun Kurtz h.kurtz@kklw.de Gründungsjahr: 1951 60 Mitglieder

Dahin gehen, wo wir Frauen erreichen, war der Ausgangspunkt für das neue Format „BPW im Dialog – Frauennetzwerk trifft Unternehmen“. Ende 2013 fand der erste Abend dieser Art mit und bei der Nassauischen Sparkasse statt. Mit über 70 Teilnehmerinnen ein voller Erfolg. Diese tolle Resonanz verzeichneten wir auch beim Märzvortrag 2014 zum Thema Mimikresonanz von Isabella Herzog. Weitere Aktivitäten Der Vorstand definierte in einem Strategietreffen sein Selbstverständnis als starkes branchenunabhängiges Netzwerk berufstätiger Frauen. Das Erarbeitete wurde in einem Flyer und einem Roll-up dargestellt, um die Außenwirkung zu verstärken.

Beim Infotag Wiedereinstieg 2013 der Agentur für Arbeit stießen die BPW-Seminare Building on Diversity auf großes Interesse bei den Besucherinnen. Auch 2014 wurde der EPD mit dem Referat Kommunale Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden organisiert. In einem Speed-Coaching erhielten Frauen Beratung zu aktuellen Lebensfragen. Das Red Dinner – eine im Zentrum Wiesbadens aufgestellte, gedeckte, rote Tafel – lud zum Verweilen ein. Ausblick Ziel des Vorstands ist es, die positive Entwicklung des Clubs voranzutreiben und nachhaltig zu wachsen. Gemeinsam mit engagierten Clubfrauen soll die Öffentlichkeitsarbeit erweitert und der gestiegene organisatorische Aufwand gemeistert werden. Für den 8. Mai 2015 ist das nächste Symposium geplant.

Club Würzburg

Club Wiesbaden Unser Club wächst Für Wiesbaden verzeichnen wir ein stetig wachsendes Interesse von Frauen jeden Alters, sich zu vernetzen und zu engagieren. Auch Firmen sind offen für gemeinsame Aktivitäten … Aber der Reihe nach.

1. Vorsitzende Marion Wilms-Bouffier 1.vorsitzende@bpw-wiesbaden.de

... und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen Auch in diesem Jahr war das Würzburger Bündnis zum Equal Pay Day am 21.03.2014 aktiv, um über die Fakten und Hintergründe des Tages der Lohngerechtigkeit für Frauen aufzuklären. Bezugnehmend auf das bundesweite Motto: „... und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“, wurden die Passantinnen und Passanten über die Langzeitfolgen von Minijobs und Teilzeit informiert. Darüber hinaus bekamen Interessierte viele Informationsmaterialien zum Thema Arbeitsrecht in Minijobs und die Auswirkungen auf die spätere Rente. Blickfang auf dem Unteren Markt waren drei Schaufensterpuppen mit der Aufschrift Minirock – Minijob – Minirente. Unterstützt wurde das Bündnis durch den Besuch von Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake (SPD) sowie den beiden Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt Muchtar Al-Gusain (SPD) und Christian Schuchardt (CSU). Um auch jene Menschen zu erreichen, die keine Gespräche am Info-Stand wünschen, wurde diesmal eine irritierende Maßnahme eingebaut: Etwas abseits vom Stand saßen mitten auf dem Marktplatz ein Mann und eine Frau auf einem Klappstuhl, die eine überdimensional große EPD-Zeitung (von der Berliner EPD-Geschäftsstelle) lasen und durchaus Aufmerksamkeit und große Neugierde weckten.

1. Vorsitzende Uschi Engert uschi.engert@bpw-wuerzburg.de 2. Vorsitzende Susann Fiedler susann.fiedler@bpw-wuerzburg.de Gründungsjahr: 2009 7 Mitglieder

Wie sich zeigte, ist der Equal Pay Day inzwischen vielen Bürgerinnen und Bürgern geläufig. Während der überwiegende Teil der Passantinnen und Passanten die Aktionen gut und wichtig findet, nach Gründen und Gegenmaßnahmen fragt, gibt es auch nachdenklich machende Einzelmeinungen. „Ich bin gut ausgebildet und werde gut bezahlt“ (so eine jüngere Frau), „Lasst mich doch mit dem ganzen Frauenkram in Ruhe“ (ebenfalls eine jüngere Frau) im Extremen oder: „Ich teile Ihre Meinung. Aber ich bin mir sicher, dass dies alles nichts ändern wird!“ Eine weitere Veranstaltung zum Thema folgte in der Woche darauf. Am 2. April 2014 fand die Fachtagung „Minijob für Mama – Karriere für Papa? Neue Wege der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern“ im Landratsamt Würzburg statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung wurden durch kompetente Gesprächspartner*innen angeregt, darüber nachzudenken, wie bezahlte Erwerbsarbeit und unbezahlte Familienarbeit in der Familie neu gedacht werden können.

Für das Equal Pay Day Bündnis Würzburg Uschi Engert (BPW Würzburg) Evelyn Bausch (KAB) Stephanie Böhm (Akademie Frankenwarte)

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BPW Germany 2014


Mitgliederversammlung BPW Germany 2. November 2013 und 12. April 2014 in Berlin

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BPW Germany 2014


Club Bielefeld

Club Hamm

Club Kreis Osterholz

2.Vorsitzende Agnieszka Wrobel info@bpw-bielefeld.de

2. Vorsitzende Barbara Claesberg-Wawerka 2.vorsitzende@bpw-hamm.de

2. Vorsitzende Petra Stubakow p_stubakow@web.de

Gründungsjahr: 2011 14 Mitglieder

Gründungsjahr: 1999 32 Mitglieder

Gründungsjahr: 1998 12 Mitglieder

Club Bremen

Club Hildesheim

Club Lübeck

2. Vorsitzende Sadia Shakil zweite-vorsitzende@bpw-bremen.de

2. Vorsitzende Nicola Volckmann office@volkmann-media.de

2. Vorsitzende Anja Babbe-Wulf 2.vorsitzende@bpw-luebeck.de

Gründungsjahr: 1951 55 Mitglieder

Gründungsjahr: 2008 29 Mitglieder

Gründungsjahr: 1953 28 Mitglieder

Club Bremen-Nord

Club Homburg-Saar-Pfalz

Club Regensburg

1. Vorsitzende Kirsten Trapp ktrapp.bpw@gmx.de

1. Vorsitzende Ingrid Asche ingrid.asche@bpw-regensburg.de

2. Vorsitzende Ute Hannemann ute.hannemann@t-online.de

2. Vorsitzende Ute Fechner utefechner@t-online.de

2. Vorsitzende Karin Schnappauf karin.schnappauf@bpw-regensburg.de

Gründungsjahr: 2002 11 Mitglieder

Gründungsjahr: 2005 27 Mitglieder

Gründungsjahr: 2000 33 Mitglieder

Club Bremerhaven

Club Karlsruhe

1. Vorsitzende Kalina Bojanowski erste-vorsitzende@bpw-bielefeld.de

1. Vorsitzende Dagmar Geffken erste-vorsitzende@bpw-bremen.de

1. Vorsitzende Barbara Oltmann bau-kontor@freenet.de

1. Vorsitzende Maren Watzkat 1.vorsitzende@bpw-bremerhaven.de

1. Vorsitzende Manuela Wortmann 1.vorsitzende@bpw-hamm.de

1. Vorsitzende Karin Jahns k.jahns@stadt-hildesheim.de

1. Vorsitzende Barbara Oltmann bau-kontor@freenet.de

1. Vorsitzende Kathrin Ostertag 1.vorsitzende@bpw-luebeck.de

Club Region Lörrach

1. Vorsitzende Margrit Roder-Öschger 1.vorsitzende@bpw-loerrach.de

1. Vorsitzende Catriona Thomas catriona.thomas@t-online.de

2.Vorsitzende Heike Gottschalk 2.vorsitzende@bpw-bremerhaven.de

Gründungsjahr: 1951 60 Mitglieder

2.Vorsitzende Margarete Schmidt info@bpw-loerrach.de

Gründungsjahr: 1974 28 Mitglieder

Club Kassel

Gründungsjahr: 1955 17 Mitglieder

1. Vorsitzende Dr. Andrea Benkendorff info@bpw-dresden.de

2. Vorsitzende Gerda Suresch 2.vorsitzende@bpw-kassel.de

Club Stuttgart

2. Vorsitzende Babett Friedland info@bpw-dresden.de

Gründungsjahr: 2004 16 Mitglieder

Gründungsjahr: 1997 34 Mitglieder

Club Kreis Mettmann

1. Vorsitzende Sylvia Leinemann info@bpw-kassel.de

Club Dresden

Club Frankfurt am Main

1. Vorsitzende Elke Ahrens info@bpw-stuttgart.de Gründungsjahr: 1951 34 Mitglieder

1. Vorsitzende Dagmar Christiane Flügge 1.vorsitzende@bpw-kreis.mettmann.de

1. Vorsitzende Jessica Hamburger 1.vorsitzende@bpw-frankfurt.de

2. Vorsitzende Gabriele Römer 2.vorsitzende@bpw-kreis-mettmann.de

2.Vorsitzende Erika Romero 2.vorsitzende@bpw-frankfurt.de

Gründungsjahr: 2012 12 Mitglieder

Gründungsjahr: 1999 71 Mitglieder

Kerzenlichtfeier in Bremen

Gast, Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany e.V., Annegret Ahlers, 1. Vorsitzende Landesfrauenrat Bremen BFA

v.l.n.r. Ursula Niemann (BPW Bremen), Claudia Bölling, 1.Vorsitzende BPW Club Bremen

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BPW Germany 2014


Der ultimative Wiesnführer 2014

Theorie- und Praxiszuschnitt auf Familienunternehmen Wie kann ein auf die Bedürfnisse von Familienunternehmen zugeschnittenes, effizientes und menschengerechtes Personalmanagement aussehen? Lassen sich wertebasiertes Handeln und Unternehmenserfolg kombinieren? Robert Kebbekus und Dana Haralambie verknüpfen interdisziplinäres Hintergrundwissen aus der Wissenschaft mit erprobten Methoden aus der systemischen Coaching- und Beratungspraxis und bieten ein wirksames Instrument zur Selbstpositionierung: den Basistest für Unternehmensentwicklung.

Dana Haralambie u.a. (BPW Bonn) Personalmanagement in Familienunternehmen 284 Seiten und Downloadmaterial Oktober 2014 ISBN 978-3-525-40367-9 Vandenhoeck & Ruprecht ca. 39,99 EUR

Sonja Still (BPW Germany) MERIAN guide Münchner Wiesn 2014 128 Seiten. 7,99 EUR ISBN 978-3-406-64827-4

Noch cooler geht nicht! Der Gut & Günstige Kochplan

Sylvia Schaab (BPW Club Augsburg) Kochplan | Gut & günstig kochen mit System 208 Seiten 16,9 x 17,5 cm ISBN 978-3-86851-094-2 März 2014 16,90 EUR

Schluss mit dem Kochbuch wälzen! Wir starten die große KochOffensive für Einkaufsmuffel. Das Prinzip: 1× einkaufen, 7× loskochen und nichts wegwerfen – für unter 70 Euro pro Woche für 4 Personen. Und das ganze Buch ist auch noch toll gestaltet.

Tatsächlich 13!

Heike Abidi (BPW Club Kaiserslautern) Tatsächlich 13 1. April 2014 broschiert, 176 Seiten PINK! ISBN: 978-3864300257 empfohlenes Alter: 11-13 Jahre 9,99 EUR

2013

Heike Abidi (BPW Club Kaiserslautern) Nachts sind alle Schafe schwarz 1.10.2013 Droemer Knaur ISBN: 9783426513941 368 Seiten 8,99 EUR

BPW Germany 2013

Der Countdown läuft! Bald wird Henriette 13 und somit offiziell ein Teenager. Sie will noch einige wichtige Dinge rausfinden – was Verliebtheit ist, wie man toll küssen kann, wie Jungs ticken oder warum Eltern immer so oberpeinlich sind. Heike Abidi schreibt wunderbar leicht und unbefangen über die spannende, aber auch verunsichernde Zeit der Pubertät – ein Thema, das alle jungen Mädchen beschäftigt.

Nachts sind alle Schafe Schwarz

nen lieder n o i t a tg ik P ubl PW-Mi B von/2014

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„Wie man eine Lederhose anzieht – und was man sonst zur Wiesn wissen muss, steht in einem neuen Merian. Aber das ist, andererseits, das Schöne an diesem Merian: Dass er das Originale und das Unverwechselbare, das Besondere und Einmalige der Wiesn in einer Weise beschreibt, dass einem – ob man will oder nicht – am Ende doch das Herz aufgeht … „ so Hermann Weiß aus Die Welt, vom 19. August 2013.

Tierisch unterhaltsam und saukomisch: Becky, Caro und Greta erfinden aus einer Sektlaune heraus ein pseudoesoterisches Geschäftsmodell: animalistische Balance! Gut vernetzt sind die Frauen und über Nacht boomt das Geschäft um scheues Reh und falsche Schlange. „Wer sich nicht dem Verdacht aussetzen möchte, eine Meise unterm Pony zu haben, sollte das Buch möglichst nicht morgens in der Bahn lesen“, schreibt die Kritik. Die Mitfahrer könnten aus ihrem Alltagsfrust fallen. Vorsicht, Lachmuskelkater!


Barbara Richert-Huemer (BPW Club Augsburg) DIEHL Damit Ihr Eine Lobby Habt Taschenbuch Eigenverlag zu bestellen unter dielh@gmx.de . 9.95 Euro

Ein LifeGuide, ein Mutmacher für junge Menschen und deren Familien.

Sozialkompetenz! Kommunikation und Beziehungen neu gestalten

Barbara Richert will Jugendlichen Mut machen, indem sie immer wieder betont, dass es schön sei, zu leben. Dass das Leben viel für jeden bereit halte und dass es sich lohne, in schwierigen Situationen mal Hilfe bei Erwachsenen zu suchen. Die Mutter von zwei Töchtern übt auch Kritik an der Politik und der Wirtschaft, die „die Jugend verheizt“. Die Schwäbische Post schreibt: „Sie ruft deshalb zu dem Mut auf, sich zu widersetzen, wenn sich eine Sache falsch anfühlt.“

Vertrauen in sich und andere – verlässlich – guter Zuhörer – offen für neue Kontakte – empathisch – Interessen abgleichend – weiß, was getan werden muss – wird aktiv, wenn es nötig ist – verhält sich schubladenunabhängig – ist gut vernetzt – geht auf Menschen zu – wertet andere auf – belastbar – konfliktfähig – kann motivieren – teamfähig – kann überzeugen – gute Wahrnehmungsfähigkeit – guter Kommunikator – guter Feedbackgeber – verantwortungsbewusst – …

Gabriele Mühlbauer (BPW Club Augsburg) Souverän verhandeln auf Augenhöhe Hörbuch Verlag ABOD ISBN 978-3-95471-292-2, 2014 16,95 EUR

MERIAN momente GARDASEE

Sonja Still (BPW Germany) MERIAN momente Gardasee Gabal 270 Seiten 29,90 EUR ISBN 978-3-869-36437-7

Wollen Sie in der nächsten Geldverhandlungsrunde Ihren Marktwert kennen und eine angemessene Vergütung aushandeln? Lassen Sie sich in die Welt des Tanzens entführen und wundern Sie sich über die Leichtigkeit. Das kennen Sie alle: auffordern, einen Korb kriegen oder auf die Füße treten. Erfahren Sie, wie das mit Geld verhandeln zusammenhängt. Beschäftigen Sie sich mit Ihren Verhandlungstanzpartnern, Ihrem Führungsstil und dem Schlussapplaus.

Mentales Training! Erfolge und Siege beginnen im Kopf

Gabriele Mühlbauer (BPW Club Augsburg) Mentales Training | Erfolge und Siege beginnen im Kopf Hörbuch Verlag ABOD 2013 ISBN 978-3-95471-174-1 16,90 EUR

«Unbegreiflich: Froschperspektive statt Helikopterblick»

Ein Impulsgeber für den beruflichen Alltag

Petra Basler u.a. (BPW Club Düsseldorf ) Das kleine Buch vom GROSSEN M.U.T. gebunden 138 Seiten 14,90 EUR ratio-books ISBN: 978-3-939829-48-5

Wie schaffe ich es, allen Anforderungen gerecht zu werden? Wie gehe ich mit Veränderungen und der wachsenden Dynamik erfolgreich um? Welche Stärken habe ich und wie kann ich diese in meinem beruflichen Alltag zielgerichtet nutzen? M.U.T.: Eine außergewöhnliche Schreibweise, Form und Lösung bietet Das kleine Buch vom GROSSEN M.U.T.. Lassen Sie sich inspirieren von der Fabel der Abenteuerreise des kleinen Samenkorns Max auf seinem Weg in das Land des Lichts.

„Jeder Mensch ist in der Lage das Beste in sich zu aktivieren.“ Im Mentaltraining sind hochwirksame Techniken und Methoden gebündelt, die leicht zu erlernen sind und sich überall, ohne fremde Hilfsmittel, einsetzen lassen. Gabriele Mühlbauer zeigt in diesem Hörbuch diese Techniken und Methoden auf. Jeder kann Mentales Training für sich nutzen. Das Hörbuch beinhaltet praktische Übungen zu Mentalen Methoden und Techniken.

Monique R. Siegel (BPW Zürich) War‘s das schon? Wie Frauen ihre Chancen verpassen 240 Seiten Orell Füssli; 2014 19.95 EUR ISBN 978-3-280-05550-2

Frauen können heutzutage überall Top-Positionen einnehmen und ihren Einfluss geltend machen. Aber offenbar haben viele das noch gar nicht gemerkt! Dabei gibt es für Frauen jeden Grund, die sich bietenden Möglichkeiten beherzt zu ergreifen. Ein animierend-mutmachendes Buch über den Siegeszug der Frauen, der längst begonnen hat.

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BPW Germany 2014


Young BPW Workshop Spiele der Macht, Berlin, April 2014, Young BPW Repräsentantin Germany Anja Gerhartz, WorkshopLeitung Jutta Wepler, und Martina Lenhardt, Mitglied Bundesvorstand, Ressort Young BPW.

28. BPW International Congress, Jeju Island, Korea, Mai 2014, Young BPW Mitglieder aus Afrika, Barbados, Japan, Young BPW International Repräsentantin Ketlin Tackman, Young BPW Repräsentantin Germany Anja Gerhartz.

Von Martina Lenhardt, Mitglied des Vorstands und Ressort Young BPW

Young BPW

In der ersten Reihe sind immer Plätze frei er BPW zählt zu den Schwergewichten unter den Frauennetzwerken und wir sind stolz darauf, was wir mit unserem Engagement erreicht haben. Ich denke hier zum Beispiel an die von Jahr zu Jahr steigende Publicity beim Equal Pay Day. Nichts desto trotz gibt es immer noch Luft nach oben. Oder wie sagte einer meiner Profs im Studium immer: „In der ersten Reihe sind immer noch Plätze frei.“ In meiner Amtszeit im Bundesvorstand als Zuständige für Young BPW werde ich den Bekanntheitsgrad des BPW steigern und noch mehr junge Frauen für den BPW begeistern. Denn die aktive Mitgliedschaft macht Spaß und bringt Vorteile im Job. Durch Aufgaben, die man in einer Projektgruppe wie aktuell bei StudentBPW übernimmt, können sich junge Frauen im Projekt-

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BPW Germany 2014

management, in freier Rede oder in Verhandlungstechnik üben. Wer schon einmal erfolgreich ein Sponsoring verhandelt hat, kennt die besten Kniffe, um bei der nächsten Gehaltsverhandlung zu punkten. Um sich überregional zu vernetzen, gibt’s monatlich eine Telefon- oder Skypekonferenz, an der alle interessierten Young BPW teilnehmen können. Hier kann man sich Ideen für das eigene Engagement im Club holen, gemeinsam neue Ideen entwickeln und vorantreiben, Meinungen und Unterstützer*innen finden, überregionale Kontakte knüpfen, kurzum: Aktiv sein und dabei Spaß haben! Unsere Young BPW-Repräsentatin Anja Gerhartz ist seit April 2014 neu im Amt und bereits sehr aktiv. „Beim BPW International Congress in Jeju, Korea, waren besonders viele

Young BPW Mitglieder dabei. Gerade für junge Frauen bietet das weltweite Netzwerken Chancen, ihre Ideen einzubringen und in einem internationalen Team umzusetzen und neue berufliche Kontakte zu knüpfen. Als delegiertes BPW Mitglied kann man bei internationalen Kongressen mit entscheiden, wer die neue internationale Präsidentin wird oder die neue Young BPW International Repräsentantin”, resümiert Anja Gerhartz ihre ersten spannenden Wochen im Amt. Gemeinsam mit anderen Youngs werden wir unsere Methoden-Kenntnisse und Soft Skills ausbauen, weil uns das für den beruflichen Erfolg neben den Fachkenntnissen wichtig ist. So hat im April bereits ein bemerkenswerter Workshop mit dem Titel Spiele der Macht. Wie junge Frauen sich in einer Männer dominierten Arbeitswelt durchsetzen.


women&work, Bonn, Mai 2014, Young BPW Mitglied Jill Tatzreiter und Rona Dahlhoff, Club Düsseldorf.

„Get the perfect look“, Young BPW Modeevent, April 2014, Young BPW Mitglieder Agnieszka Rzepka, Hanna Tillmanns, Franziska Plantz, Club Berlin.

Beim EPD Forum in Dresden

Du möchtest auch dabei sein, dann schreibe eine E-Mail an unsere Young BPWRepräsentantin Anja Gerhartz: young-bpw@bpw-germany.de

in Berlin stattgefunden. Nach diesem erfolgreichen Start werden weitere Themen wie Verhandlungsstärke oder Macht der Stimme in den Young Reihen diskutiert. Details und Termine folgen.

Mein Anliegen, Bekanntheit und Image zu steigern, spiegelt sich in der Präsenz auf den wichtigen Karrieremessen in Deutschland. Meine Erfahrung auf der WomenPower im Rahmen der Hannovermesse und der Women&Work in Bonn in 2014 hat gezeigt, dass es Spaß macht, Interessentinnen für BPW-Themen zu begeistern. Es ist sehr erstaunlich, welche Power in den Besucherinnen dieser Messen steckt. Weitere Botschafterinnen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau stehen oft direkt vor uns. Wir müssen sie nur

sehen, ansprechen und in unser geniales Team der BPW-Frauen aufnehmen. Voller Spannung blicke ich auf die bevorstehenden BPW-Kongresse in Schloss Lochau (DACH-Tagung) im Juni 2014 und die Herbsttagung mit Danube Net in Regensburg im November 2014. Neben der MV und der GV bilden diese Veranstaltungen immer einen tollen Rahmen, um sich überregional zu vernetzen. Sollte es kein eigenes Programm für Young BPW geben, werden wir uns auf jeden Fall zu einem lockeren „Young BPW Get together“ treffen.

Habt Ihr Fragen, Anregungen oder auch Kritik? Wir freuen uns auf Eure Nachricht! Martina Lenhardt, Bundesvorstand, Ressort Young BPW, m.lenhardt@bpw-germany.de Anja Gerhartz, Young BPW Germany Repräsentantin, young-bpw@bpw-germany.de

www.bpw-germany.de www.facebook.com/YoungBPWGermany

Vom 12. bis 14. Dezember 2014 findet das 2. Young BPW Symposium in Tallinn statt. Seid dabei und lernt andere Young BPW Mitglieder aus ganz Europa kennen! „Young BPW is back!“

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BPW Germany 2014


Von Karin Aigner, Pressesprecherin BPW Germany e.V.

equal pay day

Ein Tag mit 8.760 Stunden

W

Der Equal Pay Day im Spiegel der Medienberichterstattung, Diskussionen und Forderungen Von Karin Aigner, Pressesprecherin BPW Germany e.V.

ir müssten, wir könnten, wir sollten: An keinem anderen Tag im Jahr werden vollmundiger Forderungen zum Thema Entgeltungleichheit gestellt. Die › Frau ‹, die › Kollegin ‹ – das scheinbar unbekannte Wesen, wird rund um diesen Termin auf einmal neu entdeckt. Danach läuft das Thema wie in jedem Jahr leider nur noch im Sparmodus weiter. Es ist mir schleierhaft, warum es immer nur in Trippelschrittchen voran geht, warum der große Schritt nach vorne immer wieder fehlt – vorausgesetzt, Politiker, Firmenchefs und auch die betroffenen Frauen meinen wirklich, was sie sagen.

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BPW Germany 2014

Dabei ist eines ganz klar: Der EPD ist ein Tag mit 8.760 Stunden! Jedes Thema rund um Entgeltungleichtheit, Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit, gläserne Decke, Einkommensschere muss ganzjährig präsent sein, diskutiert und gelöst werden. In der Firma wie zu Hause. Schließlich ist auch Rom nicht an einem Tag erbaut worden – Geduld und Ausdauer sind gefragt. Nach jahrelanger und unermüdlicher Arbeit gab es zum EPD 2014 eine beeindruckende Intensitätskurve öffentlichen Interesses mit über 11 000 Veröffentlichungen. Rund um den Begriff Equal Pay Day wurden Geschichten

unter anderem zu den Themen Lohnungleichheit, Lohnpolitik, Gender Pay Gap veröffentlicht und immer wieder wurde auf den Stichtag (21.3.) verwiesen. Auch diverse Anregungen zu dem von BPW vorgeschlagenen Schwerpunktthema wurden aufgegriffen, das unter dem Fokus stand: › … und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbsunterbrechung von Frauen ‹. Wie sehr wir mit diesem Schwerpunktthema den Nerv der Zeit getroffen haben, zeigten zahlreiche engagierte Nachfragen und Veröffentlichungen, zum Beispiel unter der Headline: › Vollzeit, Teilzeit oder Hausfrau ‹ oder › Teilzeit für Frauen – Honigspur in die Karrierefalle ‹.


Direkt am 21.3. gab es mit gezielt gestreuten Beiträgen seitens von BPW rund um das Thema „Equal Pay Day“ überregional allein im ZDF sechs Beiträge, ebenso in N24, nt-v, RTL Punkt 12, Deutsche Welle. Die Präsenz in diversen TV-Interviews von Henrike von Platen wie im Morgenmagazin, in Volle Kanne oder Punkt 12 unterstrich den Erfolg von BPW Germany und der Geschäftsstelle Entgeltgleichheit zum Equal Pay Day und verspricht eine gewisse Nachhaltigkeit. Das gilt auch für die Interviews in regionalen Hörfunkbeiträgen (zum Beispiel NDR, Radio Bremen, Bayern-Radio, Deutschlandfunk) oder Gastbeiträgen in Huffington Post oder Handelsblatt. Unter anderem nahmen auch die Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswoche, Handelsblatt, FAZ, Die Zeit, Focus online, das Hamburger Abendblatt oder die Berliner Morgenpost den Equal Pay Day zum Anlass, um mit den unterschiedlichsten Berichten auf die Lohnungleichheit hinzuweisen. Sogar in der „Bunten“ konnte die Meldung „Am 21.3. ist Equal Pay Day“ unter „Nachrichten der Woche“ platziert werden. Ein wichtiger Punkt für die Verankerung des Themas in den Köpfen ist unsere intensive, ganzjährige Medienarbeit – inklusive Social Media. Entgeltungleichheit versteckt sich hinter so vielen Masken, was Anfragen zu den Themen „Weiblicher Humor in deutschen Führungsetagen“, „Karriere-Netzwerke“ , „Papa-Zeit“ oder „Eigener Führungsstil“ zeigen. In der intensiven Zusammenarbeit im März mit Kollegen und Kolleginnen der verschiedensten Printausgaben, TV- und Hörfunkstationen ist mir aufgefallen, wie

sensibel dieses Thema betrachtet wird, beziehungsweise mit welch unterschiedlichen Informationswünschen man an mich herangetreten ist, was folgende Kurzauszüge von Mails zeigen: … am Freitag ist ja der von Ihnen errechnete Equal Pay Day für Deutschland. Frage: Wie sieht es in anderen Ländern aus? Wann ist bei unseren Nachbarländern der Equal Pay Day? Oder: … wir wollen uns morgen in unserem Programm auch mit dem Thema Lohnlücke beschäftigen. Dabei sollen zwei Fragen im Vordergrund stehen: 1. Warum verdienen Frauen weniger, auch wenn sie mit gleicher Qualifikation die gleiche Arbeit ausüben wie der männliche Kollege? Was sind die Gründe für diesen Lohnunterschied? Oder: … ich würde mich freuen, wenn Sie wieder einmal einen Gastkommentar zu diesem Thema für mich hätten! Oder: … danke für Ihre Tipps. Ich habe jetzt zwei Frauen, die Lust hätten, bei unserem Film mitzumachen. Ich würde gerne noch einmal mit Ihnen telefonieren, um genaueres über die equal pay day Initiative zu erfahren und warum der Schwerpunkt in diesem Jahr auf Minijobs beziehungsweise Teilzeit liegt. Oder: … danke für Ihre Erklärungen. Ich war darauf so nicht vorbereitet und konnte aus dem Stand keine plausible Erklärung dafür geben, dass in Schweden zwar der

EPD am 16. April „begangen“ wird, also gut drei Wochen später als in Deutschland, die Schwedinnen aber trotzdem (im Durchschnitt) eine Gehaltslücke von „nur“ 16 % (nach Eurostat) haben, also vergleichsweise besser dran sind als die Frauen in Deutschland. Oder: Wir wollen gern über den equal pay dayberichten, besonders im Hinblick auf die Studienergebnisse des Statistischen Bundesamts. Oder: Darüber hinaus bräuchten wir noch Beispiele, anhand derer man die Situation erklären könnte (z. B. Frau in Beruf, die weniger verdient als ihre männlichen Kollegen oder die einen Beruf ergriffen hat, in dem die Verdienstmöglichkeiten nicht so gut sind wie bei Männern). Wir konnten auch die ausgefallensten und aufwändigsten Fragen und Wünsche bedienen. Alleine der Hinweis auf unsere sehr informative EPD-Internetseite reichte – besonders in den Wochen vor dem EPD – nicht aus. Wichtig und gewünscht war eine persönliche und direkte Ansprache wie auch ein intensiver Dialog. Nur die entschiedene Orientierung an greif baren Werten sichert den langfristigen Erfolg. Deshalb müssen wir ganzjährig die Werbetrommel rühren. Protagonisten und Prominente sollten bundesweit von BPW Germany-Mitgliedern gewonnen werden, um noch medienwirksamer aufgestellt zu sein. Um spannende und aktive Zeichen zu setzen, muss eine überregionale Zusammenarbeit aller BPW Mitglieder transparenter

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BPW Germany 2014


equal pay day 2014 sein, wie auch mehr Freude an einem lebendigen Austausch möglicher Aktionen. Auch wenn BPW international branchen- und berufsübergreifend tätig ist, was uns von anderen Frauennetzwerken positiv hervorhebt, spricht nichts über Aktionen, die ein Einzelthema hervorheben oder uns branchenspezifisch agieren lassen. Was bei einer ganzjährigen Pressearbeit auch von Medienvertretern gerne angenommen wird. Das zeigt zum Beispiel die enorme Medienresonanz auf die Aktion von „Pro Quote“, die unlängst eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent auf allen Führungsebenen in allen Print- und Onlinemedien, TV und Radio bis 2017 forderte. Jeder Schritt, der unser Anliegen eines erfolgreichen Frauennetzwerkes im Gesamtpaket entscheidungswollend unterstützt, ist zu befürworten. „Geringeres Einkommen, unten auf der Karriereleiter, weniger Einfluss“: Das darf nicht länger wie ein Wehklagen klingen, eher wie eine Kampfansage. Darüber muss ganzjährig das ehrliche und aktive Netzwerken gestülpt sein, wie es der BPW bietet, um durch die Pflege von Informationen und Kontakten den Weg nach oben zu ebnen und Frauen zu

Equal Pay Day in Berlin Neukölln, Flaggen hissen mit Bürgermeister Heinz Buschkowsky

mehr Einfluss in der Wirtschaft und der Politik zu verhelfen. Ich bin überzeugt, dass noch mehr Medien noch mehr Themen aufgreifen möchten, und zwar ganz-jährig, nicht nur an einem Tag im Jahr. So gesehen ist der EPD ein Tag mit 365 x 24, also 8760 Stunden. Dazu brauchen Medienvertreter ganzjährig Anregungen rund um die Themen Frauennetzwerke und Entgeltungleichheit. Themen, die Emotionen wecken, die Herausforderungen versprechen, faktenorientiert sind und Lösungen vermitteln. Die Gesellschaft kann es sich nicht leisten, gut ausgebildete Frauen nicht zu fördern. BPW ist als Gruppe sichtbar und stark – je mehr wir veröffentlichen, wer wir sind, was wir wollen und was wir erreicht haben, desto mehr wird sich der Kreis zum EPD schließen. Übrigens: Der nächste EPD findet am Freitag, 20. März 2015 statt. Bis dahin haben wir noch viel vor. Gemeinsam.

Equal Pay Day Straßenaktion in Würzburg mit großem Leseblatt im DIN A2 Format und Puppen Mini-Rock, Mini-Job und Mini-Rente

Equal Pay Day Flaggen hissen in Berlin Charlottenburg, vlnr. Waltraud KratzenbergFranke (Projektmanagerin Forum Equal Pay Day), Barbara Loth (Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen), Christine Rabe (Gleichstellungsbeauftragte Berlin Charlottenburg), sitzend: Dagmar Terbeznik (ehem. 1. Vorsitzende BPW Berlin)


Equal Pay Day Aktion in Erfurt

Red Dinner zum EPD in Wiesbaden In Wiesbaden organisierte Rosemarie Steinhage vom BPW Club Wiesbaden und Vizepräsidentin BPW Germany in Kooperation mit Birte Simonsen vom Referat Kommunale Frauenbeauftragte ein Red Dinner. Das Red Dinner - angelehnt an die roten Zahlen in den Geldbörsen von Frauen - symbolisiert, dass Frauen und ihren Kindern in Deutschland ¼ des monatlichen Gehalts fehlt, das Männern bei gleichwertiger Arbeit zur Verfügung steht. Das wird spürbar bei Mahlzeiten, im Haushalt, bei Kleidungskauf, Bildung, Freizeit. In der Wiesbadener Fußgängerzone stand eine lange Tafel, gedeckt mit roter Tischdecke, weißen Tassen und Tellern mit EPD Logo. Für jeden am Dinner Teilnehmenden fehlte ¼ des servierten Käsekuchenstückes. Eine Bläsergruppe der Wiesbadener Musikakademie lockte mit einem Spontanchor von Frauen zahlreiche Passant*innen an, die sich gerne unter die Sänger*innen mischten. Auf die Melodie von Freude, schöner Götterfunken sangen sie das selbst getextete Lied „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, dafür stehen wir heut hier – das Gehalt von Frauen muss sich ändern, 22% plus, das fordern wir …“. Dem Chor schlossen sich auch Oberbürgermeister Sven Gerich, die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper und die Frauenbeauftragte Rita Czymai aus dem Rhein Taunus Kreis an, die sich durch die Teilnahme an der Aktion solidarisch zeigten.

Equal Pay Day Aktion in Augsburg

Equal Pay Day in Berlin am Brandenburger Tor mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Equal Pay Day Podium in Kaiserslautern

Equal Pay Day Aktion in Wiesbaden mit Oberbürgermeister Sven Gerich

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Von Rosemarie Steinhage, Vizepräsidentin BPW Germany

Building on Diversity

Karrierewege für Frauen mit Familie Gut ausgebildete junge Frauen verlassen mitten in ihrer Karrierelaufbahn wegen Kindern und Familie das Unternehmen und kehren in (kleiner) Teilzeit oder gar nicht zurück. Die Positionen, die sie dann einnehmen, liegen in der Regel deutlich unter ihrer Qualifikation. Lang fristig ist das sehr unbefriedigend, weil sie damit weder ihren Lebensunterhalt bestreiten können noch später eine Rente bekommen, von der sie leben können.

A

uch für Unternehmen stellt diese Situation aus verschiedenen Gründen einen großen Verlust dar: Sie haben in die Mitarbeiterinnen investiert. Diese nehmen Wissen mit, ohne es im Unternehmen weiterzugeben. Untersuchungen beweisen, dass gemischtgeschlechtliche Teams auf Mitarbeiter- und Führungsebenen den Unternehmenserfolg fördern. Nicht zuletzt sind Frauen leistungsstark, engagiert, realistisch und zuverlässig, was Arbeitseinteilung und Umsetzung der Aufgaben betrifft. Sie bringen viele Soft Skills in die Unternehmen ein, von denen alle profitieren. Aus diesem Grund investieren einige Unternehmen wie beispielsweise GE Capital genau an dieser Stelle: der Familiengründungsphase. Sie wollen eine Bewusstseinsund eine Verhaltensänderung bei Frauen bewirken, damit mehr Frauen nach der Babypause ins Unternehmen zurückkehren. So entstand eine Kooperation über drei Jahre zwischen dem internationalen Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) – Germany e.V. und GE Capital. Gemeinsam entwickelte man eine Idee für ein Seminarkonzept. Zielgruppe sind Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen, die eines gemeinsam haben: Sie möchten beruflich etwas erreichen und gleichzeitig ihr privates Umfeld zufriedenstellend gestalten. Inhalte der Seminare sind eine berufliche und private

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Standortbestimmung, sich eigene berufliche Ziele setzen, sich mit den Spielregeln der Arbeitswelt (wieder) vertraut machen, Karriere als eine berufliche Möglichkeit auch mit Familie zu sehen, Selbstmarketing, Zeiteinteilung und vieles mehr. Darüber hinaus bieten die Seminare die Möglichkeit sich beruflich zu vernetzen, was den beruflichen Wiedereinstieg und/oder eine Neuorientierung erleichtert. An allen Seminaren nehmen Führungskräfte oder Personaler*innen von GE teil. Damit können die Teilnehmerinnen durch den direkten Kontakt zu Vorgesetzten aus einem großen Unternehmen Hürden, Befürchtungen und Vorurteile abbauen. Die Möglichkeit, Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen mit Personaler*innen oder Vorgesetzten zu führen, verringert Ängste und erhöht die Motivation zurückzukehren.


Sieben Fakten, Mythen und Empfehlungen für Frauen Die Fakten:

Die Mythen:

1. Trotz hervorragender Ausbildung, bester Schulabschlüsse bringt die Elternschaft Frauen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Bis zum Alter von ca. 30 Jahren verlaufen die Berufs- und Erwerbsbiographien von Frauen und Männern etwa gleich. Sie verdienen ungefähr gleich viel und starten in ihre Berufskarrieren. Kinder verursachen dann jedoch extreme Brüche in den Berufs- und Erwerbsbiografien von Frauen.

1. Kinder brauchen vor allem die Mütter besonders im Kleinkindalter. Das bedeutet: Viele Mütter, die daran glauben, planen schon von vorneherein einen großen Teil der Elternzeit nur für sich ein. Fakt ist: Kinder brauchen liebevolle Erwachsene, die sich verlässlich um sie kümmern. Das müssen nicht die Eltern sein.

2. Während Frauen in Elternzeit sind (und ihren Männern beruflich den Rücken frei halten), starten die Männer durch. Sie machen Karriere, verdienen mehr Geld, was ab jetzt ein ausschlaggebender Faktor ist, weshalb Mütter nicht arbeiten brauchen/sollen /dürfen. 3. Nach der Elternzeit arbeiten Frauen in Minijobs oder (kleiner) Teilzeit. Damit sinken das Gehalt, das Selbstwertgefühl und auch die Verankerung im Beruf. Die Chance, aus Minijobs wieder in eine Festanstellung zu kommen, ist gering. Die Auswirkungen auf die Rente gravierend. 4. Das Ehegattensplitting ist keine Unterstützung für gleichberechtigte Beziehungen und Alleinerziehende. Es ist ein steuerlicher Vorteil für die Ehepaare, bei denen ein Teil deutlich weniger verdient als der andere. Ein Relikt aus der Nachkriegszeit. Nach einem Jobverlust des Mannes, nach Trennung oder Scheidung haben Alleinerziehende dadurch keinerlei steuerliche Vorteile. Auch der Versorgungsausgleich wurde in den letzten Jahren sehr verschlankt. 5. Einige Frauen nutzen die Elternzeit, sich aus nicht zufriedenstellenden Arbeitsverhältnissen zu entfernen. Das ist eine Falle. Die Elternzeit ist nur dann geeignet nach neuen Jobs zu suchen, wenn Mütter sich klare Ziele setzen, die sie in der Elternzeit auch umsetzen können. 6. Das berufliche Wissen und das Selbstwertgefühl von Frauen, die sich in beruflicher Auszeit befinden, nimmt während dieser Zeit rapide ab und erschwert es, mutig wieder einzusteigen. 7. Frauen verzichten auf Kinder und/oder Karriere, weil verschiedene Glaubenssätze in den Köpfen von Frauen und Männern noch fest verankert sind – siehe nächste Spalte: Die Mythen.

2. Krippenaufenthalt verursacht Stress und schadet den Kindern. Fakt ist: Das hängt von der Krippe und dem Stress ab. Positiver Stress bietet Wachstums- und Entwicklungsanreize. Gute Kindertageseinrichtungen wirken sich sehr positiv auf die Kinder aus. Kinder bekommen hier viele Entwicklungsund Lernmöglichkeiten, die das Elternhaus nicht bieten kann, zum Beispiel soziale Kompetenzen, Rollenlernen, Umgang mit Gleichaltrigen, Lernen in Gruppen. 3. Kinder und Beruf /Kinder und Karriere schließen sich aus. Fakt ist: Kinder und Beruf/ Kinder und Karriere sind bei guter Planung und Beteiligung beider Elternteile durchaus zufriedenstellend vereinbar. Die Vereinbarkeit stärkt den Selbstwert von Frauen, sichert Mütter finanziell ab und schützt vor Altersarmut. Ihre Kinder werden selbstsicherer und selbstständiger. 4. Mütter erziehen ihre Kinder besser als Tagesmütter. Mütter, die ihre (Klein-) Kinder weggeben, sind Rabenmütter. Fakt ist: Mütter, die ihre Kinder nicht selbst versorgen, können sehr gute Mütter sein, wenn sie ihr Kind gut versorgen lassen. Die Wirkungen, die ausschließlich einer leiblichen Mutter zugeschrieben werden, entsprechen einer Ideologie, einem Mutterbild, das nicht mehr zeitgemäß ist. Damit tappen Frauen in eine Falle. 5. Die Bezahlung der Tagesmutter kostet viel Geld. Da kann ich es besser selbst machen. Fehleinschätzung: Das eigene Einkommen verhindert bei Jobverlust des Mannes, bei Trennung und Scheidung oder Tod des Gatten Isolation, Hartz IV sowie Altersarmut. 6. Keiner macht den Haushalt, Wäsche, Einkauf … wenn die Mutter arbeitet. Für den Haushalt sollten nicht allein die Mütter zuständig sein. Es ist eine Frage der Arbeitsaufteilung im Haushalt. Die anfallenden Aufgaben und die Aufgaben, die für Mütter hinzukommen, wenn sie zu Hause bleiben, werden leicht unterschätzt, beispielsweise das Auto des Mannes in die Werkstatt fahren, Reparaturen erledigen lassen, Kinder in die Schule und zu Freizeitaktivitäten fahren, etc. Zudem sind haushaltnahe Dienstleistungen steuerlich absetzbar. 7. Der Partner ist beruflich zu sehr eingespannt als dass er sich gleichberechtigt an der Kinderversorgung beteiligen kann. Fakt ist: Gerechte Arbeitsaufteilung im Haushalt und an der Kindererziehung sind eine Frage der Absprachen unter Partnern. Die Abgabe einiger Aufgaben an Dritte entspannt die Situation in der Familie.

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Empfehlungen für Frauen und ihre Partner*innen Wenn Sie diese Empfehlungen beachten, kommen Sie gestärkt aus der Elternzeit zurück. Sie finden sich im Unternehmen schnell wieder zurecht; gegebenenfalls können Sie sogar gleich aufsteigen.

1

Verbannen Sie alle oben zitierten Familien-

2

Ideologien aus Ihrem Kopf! Planen Sie die Elternzeit realistisch gemeinsam mit dem/ der Partner*in und gegebenenfalls weiteren einzubeziehenden Personen: Welches Ar-

aus dem verwandtschaftlichen Umfeld einbeziehen, immer auch Gegenleistungen erwartet werden, die Sie in dieser Zeit nicht unbedingt leisten können. Deshalb versuchen Sie, die Hauptbetreuung außerfamiliär und bezahlt zu regeln. So sind Sie freier!

beitszeitmodell wollen Sie leben?

5

Setzen Sie vor der Elternzeit fest, wann Sie

6

wiederkommen wollen. Auch Ihr Vorgesetzter will für die Zeit Ihrer Abwesenheit die Erledigung Ihrer Aufgaben gut planen. Besprechen Sie Ihr Arbeitszeitmodell mit Ihrem Vorgesetzten - vor der Auszeit - und treffen Sie gemeinsam (schriftlich) Vereinbarungen. Wichtig ist nicht das Modell, sondern dass die Arbeit zufriedenstellend erledigt wird.

Wie Frauen für sie wichtige private Lebensinhalte zufriedenstellend gestalten und außerdem erfolgreich im Beruf sein können, ist Inhalt der Seminare, die BPW Germany in Kooperation mit GE Capital Germany bundesweit anbietet.

und höhere Gewinne erzielen. Diese Seminare motivieren und unterstützen Frauen, mit Freude ihre Berufstätigkeit (wieder) aufzunehmen, berufliche Wünsche und/oder Ziele realistisch einzuschätzen und zu verwirklichen.

ZIELGRUPPE

INHALT

Frauen, die vor, während oder nach der Eltern- oder Pflegezeit ihr Berufsleben wieder aufnehmen und/oder ihre nächsten Karriereschritte planen.

In diesen Seminaren erarbeiten sich die Teilnehmerinnen ihre zukünftigen beruflichen Ziele, wie sie den (Wieder-)Einstieg vorbereiten, wie sie mit dem jeweiligen Unternehmen Kontakt halten oder nach einer Auszeit wieder aufnehmen, sich bewerben und wie sie selbstbewusst auftreten. Die Teilnehmerinnen können ihre Erfahrungen und Fragen über die bevorstehenden Veränderungen in der Familie und im Beruf austauschen und diskutieren.

ZIEL Unternehmen erhöhen den Anteil von Frauen (auch in Führungspositionen), weil Unternehmen mit einem ausgewogenen Gender-Verhältnis auf allen Hierarchieebenen erfolgreicher sind

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Beachten Sie, dass von Personen, die Sie

Achten Sie auch auf ihre Beziehung! Ver-

abreden Sie sich mindestens einmal pro Woche mit Ihrem/Ihrer Partner/Partnerin, um gemeinsam ohne Kind/er etwas zu unternehmen (Sport, Kino, Theater, Oper, Freunde besuchen …). Auch dafür brauchen Sie einen Babysitter, der verlässlich ist.

Innere und äußere kritische Stimmen werden gehört und ein zufriedenstellender Umgang damit angestrebt. Die Teilnehmenden üben in Rollenspielen Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen. Relevante Informationen über unterschiedliche Arbeitsmodelle und wichtige Impulse für ein realistisches Zeitmanagement runden die Seminare ab.

METHODEN Kurzvorträge der Trainerinnen, Metaplan und weitere Visualisierungen von Inhalten, Kleingruppen, strukturierter Erfahrungsaustausch, Praxissimulation, Rollenspiele.


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Jetzt ist es Zeit, die Planung umzusetzen:

Sie benötigen eine verlässliche Unterbringungen für Ihr Kind, einen Kitaplatz oder eine Tagesmutter.

7

Setzen Sie Ihr Geld unbedingt für Kin-

derbetreuung ein. Daran sollten Sie nicht sparen! Das nützt Ihnen und Ihren Kindern ungeheuer! Es rechnet sich in jedem Fall: für Ihre Beziehung, für die Entwicklung Ihrer Kinder und auch für Ihre Altersrente (auch wenn Sie da jetzt noch nicht dran denken mögen).

Berlin Düsseldorf Frankfurt Hamburg München (Oberhaching) Regensburg In 2014 werden 8 Seminare mit denselben Inhalten an verschiedenen Standorten angeboten.

Die Seminare finden 2014 zum letzten Mal statt. Die Ergebnisse sind durchaus positiv. Wir werden darüber an dieser Stelle 2015 berichten. Anmeldung unter: www.bpw-germany.de/building on diversity

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Vereinbaren Sie auch, wie Sie mit Ihren

Vorgesetzten, Kollegen und Kolleginnen während der Elternzeit Kontakt halten. Das betrifft: die Teilnahme an Meetings und anderen wichtigen Besprechungen, sich im Verteiler für betriebliche (und kollegiale) Informationen aufnehmen lassen. Überlegen Sie gemeinsam, an welchen Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahmen Sie während der Elternzeit teilnehmen wollen. Signalisieren Sie, wenn Sie bereit sind in der Zeit auch in neue Projekte eingebunden zu werden. Das (alles) erleichtert Ihnen den Wiedereinstieg und vermindert Reibungsverluste.

München (Oberhaching)

Freitag / Samstag 9.-10. Mai 2014

Regensburg

Freitag / Samstag 14.-15. November 2014

Seminarleitung

Dagmar Dittmann

Berlin

Freitag / Samstag 13.-14. Juni 2014

Berlin

Freitag / Samstag 26.-27. September 2014

Hamburg

Freitag / Samstag 21.-22. November 2014

Seminarleitung

Dr. Anett Hermann

Frankfurt

Freitag / Samstag 27.-28. Juni 2014

Düsseldorf

Freitag / Samstag 12.-13. September 2014

Frankfurt

Freitag / Samstag 10.-11. Oktober 2014

Seminarleitung

Rosemarie Steinhage

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BPW Germany 2014


Von Uta Zech, BPW Berlin

Netz-Werke

Beziehungen mit Anspruch Netzwerke. Gepriesen und gehypt als d a s ultimative Mittel zur Kundenakquise, als Sprosse zum Aufstieg und als Eintrittskarte für Job und Karriere. Was steckt dahinter, was können Netzwerke und welchen Einsatz fordern sie?

N

etzwerk ist ein Ausdruck für eine schematische Darstellung von Beziehungen. Es gibt Knoten, die über Maschen mit anderen Knoten verbunden sind. Je enger die Maschen, je dichter die Anordnung von Knoten, je unverwüstlicher der Faden, umso stabiler das Netz. Semantisch setzt sich der Begriff aus zwei Worten zusammen, Netz und Werk. Netz assoziiert Sicherheit, Halt, zusammen etwas schaffen, gemeinsam stark sein. Gleichheit, Gleichberechtigung. Werk assoziiert Arbeit. In diesem Fall: Beziehungsarbeit. Netzwerke sind so alt wie die Menschheit. Sich zusammen zu schließen, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern, war schon für die Jagd eine effektive Taktik. Als Business Clubs unter Händlern begegnen sie uns dort, wo größere Städte und mit ihnen Handelsnetze entstehen. Wie vor 6.000 Jahren in Uruk, Stadt im mesopotamischen Zweistromland, Zentrum der sumerischen Kultur. Auf die Sumerer folgen Ägypter, Phönizier, Griechen, Karthager und Römer, die Hanse im Mittelalter. Händler, Politiker, die Eliten der Gesellschaft wussten den Austausch von Informationen, Wissen, Waren und Beziehungen zu schätzen. Organisation und Ausformung waren seit jeher unterschiedlich wie die Menschen: Kooperationen, Genossenschaften, Vereine als Zusammenschluss von Vertreter*innen gleicher Interessen. Seilschaften, Vitamin B, eins-zu-einsBeziehungspflege zur Unterstützung des individuellen Fortkommens. Und

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zuletzt das virtuelle Social Networking der Online-Community. Mein Ururgroßvater gründete 1901 mit 35 Mitstreitern in einem revolutionären Akt die Winzergenossenschaft eines kleinen, pfälzischen Ortes, die bis heute existiert und vorzüglichen Wein produziert. Ein Zusammenschluss aus der Not, um unabhängig vom Wohlwollen der Großgrundbesitzer zu werden, die damals nach Gutdünken den kleinen Winzern ihr Lesegut abkauften – oder auch nicht. Die Genossenschaftsidee entwickelte Friedrich Wilhelm Raiffeisen Mitte des 19. Jahrhunderts, um der vom Hunger bedrohten Landbevölkerung bezahlbare Kredite und günstige Einkaufsbedingungen für Saatgut, Futter und Gerätschaften zu ermöglichen. „Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“, war Raiffeisens Überzeugung. Einzahlen in einen gemeinsamen Topf, wenn die Situation es erlaubt, um im Fall der Not darauf zurückgreifen zu können. Netzwerk als praxistaugliche Kooperationsform, die in Mangelsituationen die Leistungen der Einzelnen bündelt, um das Überleben aller zu sichern. Ein evolutionäres Prinzip. In Zeiten der Not und des Mangels sind Kooperationen überlebenswichtig. Aber in Zeiten des Überflusses und des Wohlstandes? Welchen Vorteil haben sie da? Mein Vater war 40 Jahre Kommunalpolitiker in einer kleinen, pfälzischen Gemeinde. Er war Rektor an der örtlichen

Grund- und Hauptschule und nannte fast alle Bürger*innen seines Ortes beim Vornamen. In allen Vereinen, die es in dem Ort gab, war er Mitglied. Nicht weil er Titel sammelte, sondern um durch das Vernetzen von Netzwerken Projekte umzusetzen, für die es im Ort eine begeisterte Lobby brauchte. Ein Straßenfest mit offenen Winzerhöfen, Weinverkauf und Straußwirtschaften. Ein Brunnenwanderweg. Die Sanierung des Alten Rathauses. Durch die Vernetzung verkürzten sich die Wege. Ein Anruf unter Mitstreiter*innen und das Projekt war einen Schritt weiter, zog Kreise, aktivierte viele. Persönliche Beziehungen, strategisch und herzlich. Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe GmbH (BSR), netzwerkt für die BSR nach außen und innen. Nach außen in Form von Kooperationen mit Mitbewerbern wie dem privaten Abfallentsorgungsunternehmen ALBA. Nach innen kreuz und quer in der Hierarchie. Sie fuhr mit den Müllwerkern eine Tour mit, nicht als Beifahrerin, sondern als Mülltonnenschlepperin. Kehrte eine Schicht die Straßen Berlins. Sie wollte wissen, was das für eine Knochenarbeit ist, und einen persönlichen Draht zu denen auf bauen, die selten in den Vorstandsetagen vorbei kommen. Sich zu begegnen statt unpersönliche E-Mails zu schreiben, dazu fordert sie auch ihre Mitarbeiter*innen auf: „Seien Sie mutig. Reden Sie miteinander!“ Was innerhalb der BSR gilt, gilt auch nach außen: „Wenn man jemanden schon mal gese-


hen hat, greift man leichter zum Telefon“, sagt sie im Gespräch. Führung durch unpersönliche Anweisungen von oben nach unten lehnt auch Margarete Koppers ab, Vizepräsidentin der Berliner Polizei. Sie zieht Vereinbarungen autoritären Weisungen vor. Und das in der militärisch geprägten Berliner Polizeibehörde. Die Vereinbarungen werden gemeinsam getroffen, nehmen Perspektiven und Erfahrungen der Mitarbeiter*innen aus allen Abteilungen der Behörde auf. Sich als Führungsperson vertikal zu vernetzen geschieht nicht aus der Not. Die respektvolle Beziehung zur Basis, zu wichtigen Knotenpunkten in diesem riesigen Behördenapparat fördern die Bereitschaft der Mitarbeiter*innen, Veränderungen mitzutragen. Und garantiert der Leitung, zeitnah über Schwierigkeiten informiert zu sein. Beziehungsarbeit auch hier. Beziehung beinhaltet sich zu kennen. Stärken und Schwächen von einander zu wissen, Vertrauen zu investieren und gegenseitigen Respekt. Verantwortung. Die Fähigkeit, streiten zu können. Zu scheitern und aufgefangen zu werden. Beziehungen entstehen durch klare Bekenntnisse. Nicht zu Formen, sondern zu Inhalten. Beziehung ist kein Geschenk und keine heilige Kuh und kein Selbstbedienungsladen. Beziehung bedeutet handeln, machen, zusammen arbeiten. Beziehung ist ein Geschäft, eine auf Gewinn abzielende Handlung. Arbeit. In Netzwerken, die den Namen verdienen, geht es um Nutzen. Nutzen für alle, nicht nur für einen. Frauen verwechseln das oft. Sie sind nett zu einander. Solidarisch. Helfen sich. Alles schön und gut. Aber: Nette Mitglieder ergeben nette Netzwerke. Auf dem Niveau von Kaffeefahrten, einer farblosen Schwarmmasse gleich, die ihren Instinkt verloren hat. Der Netzwerker, die Netzwerkerin sind keine Gutmenschen. Sie kennen ihre Interessen. Die Bauern und Bäuerinnen, die unabhängig von den Großgrundbesitzern sein wollen. Winzer*innen, die erkennen, dass ihr Dörfchen Charme hat, der sich ausbauen lässt, und über die Vermietung von Ferienwohnungen auch der Wein gut zu verkaufen ist. Frauen, die feststellen, dass es sich lohnt für neue Rollenbilder zu kämpfen, weil das für jede einzelne von ihnen Chancen im (Arbeits-)Leben ermöglicht. Netzwerke strategisch zu nutzen bringt

Organisation und Mitglied Gewinn. Das beginnt bei der Auswahl des Netzwerkes und geht weiter mit der Selbstdarstellung, der eigenen Positionierung im Netzwerk. Sichtbar zu werden, um wahrgenommen zu werden, ist notwendig für das, was über die Arbeit an der gemeinsamen Idee hinaus von Netzwerken erwartet wird: sich zu empfehlen, sei es als Unternehmen oder als geeignete Bewerberin oder geeigneten Bewerber für eine Stelle. Nur wer sich zeigt, für den kann ich Multiplikator*in sein, ihn in meinen anderen Beziehungsgeflechten weiter verweben. Nur dann ist das Netzwerk lebendig, bleibt elastisch und flexibel. Netzwerke, in denen die Mitglieder ihre Kompetenzen und die der anderen Mitglieder kennen, weil sie sich einbringen, weil sie wissen, wozu sie taugen, wozu sie nützlich sind, weil sie den Mut haben, sich zu definieren, ihre Stärken sichtbar zu machen, sich Kanten und Ecken zu geben, entwickeln eine Dynamik, die sie anziehend macht. Das gilt für Netzwerk und Mitglied. Intelligente Netzwerke zeichnen sich durch die Haltung ihrer Mitglieder aus. Die fragen nicht: Wie kann ich mir das Netzwerksystem untertan machen und für mich ausnutzen? Sie erkennen, dass sie Teil des Systems sind und das System sie stärkt. Ihre Haltung ist: Frage nicht, was dein Netzwerk für dich tut, sondern frage dich, was du für dein Netzwerk tun kannst. Frei nach John F. Kennedy. Dafür muss ich wissen, wozu ich nützlich bin, was ich tauge. In der entspannten Situation im Netzwerk können wir mutig und kreativ ausprobieren, was uns im Berufsleben das Genick brechen könnte. Ein Netzwerk ist keine Fachschulung, dafür sind wir selbst verantwortlich. Aber wir können testen, wie ein selbstbewusster Auftritt aussieht, was unsere Führungsqualitäten sind, wie wir unserem inneren Misstrauen und unserer Unsicherheit paroli bieten können. Wenn – wenn wir in das Netzwerk nicht nur eintreten, sondern dort auch auftreten, sichtbar werden. Es summt ein leiser Zweifel: Was gewinne ich, wenn ich mein Wissen zur Verfügung stelle statt es ausschließlich für mich selbst zu nutzen? Welchen Vorteil hat Kooperation gegenüber Auf kauf, Fusionen, feindlicher Übernahme inklusive Auflösung des konkurrierenden Unternehmens? Welchen Mehrwert bietet der Homo cooperativus gegenüber dem Homo oeconomicus? Unternehmen, Konzerne wie Mittel-

ständler, gehen Kooperationen ein, weil sie gemeinsam besser und wettbewerbsfähiger sind. Sie gehen sie freiwillig ein, nicht weil sie gezwungen sind. Das spezifische Wissen von Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, der freiwillige Zusammenschluss von spezialisierten Unternehmen, kreative und fachübergreifende Vernetzung ist ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil in einer Welt, die komplex und globalisiert ist wie die unsere. Virtuelle Netzwerke gehen einen Schritt weiter. Sie vernetzen nicht mehr Personen, sondern Räume. Beispiel Wikipedia. Das freie Betriebssystem Linux. Oder Arbeitsplattformen in Clouds. „Beim vernetzten Wissen ist die schlaueste Person im Raum nicht mehr die, die vorne steht und uns belehrt. Es ist auch nicht die Gesamtheit der Kenntnisse der Menschen im Raum. Die schlaueste Person ist der Raum selbst: Das Netzwerk, das die Menschen und Ideen im Raum verbindet und sie mit denen verbindet, die nicht im Raum sind.“, sagt der amerikanische Internet-Philosoph David Weinberger. Und fordert alle auf, solche Räume, solche smart-rooms zu bilden, die sich wiederum gegenseitig vernetzen, um mit ihrem gesammelten Wissen Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Allen wird alles gemeinsam sein. Die Idee der frühchristlichen Urkirche gekreuzt mit einem anarchischen Utopia scheint im virtuellen Raum Wirklichkeit zu werden. Hierarchien werden flach oder überflüssig, es setzt sich durch, was funktioniert. Oder doch derjenige, der nicht das Wissen, sondern mehr Likes hat. Das größere Netzwerk. Seine Ideen schneller verbreiten kann, um sie wahrer zu machen. Beziehungen. Da sind sie wieder. Sie sind das Material, aus dem alle Netzwerke gestrickt sind. Nicht Seilschaften, nicht Klüngel. Gestaltete, ernsthafte Beziehungen. Die Kunst besteht darin, sie strategisch einzusetzen, in realen Netzwerken oder in virtuellen. Wir schließen uns nicht mehr aus der Not zusammen. Die Erkenntnis, dass wir kooperieren können und daraus für uns und für andere einen Gewinn ziehen, lässt uns in Netzwerken zusammenfinden. Das ist unsere Chance. Nutzen wir sie.

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Von Anna Maria Dombrowsky, Praktikantin in der EPD Geschäftsstelle

Sheryl Sandberg

Die Chefnetzwerkerin über Kompetenz und Verantwortung

B

is vor vier Wochen hatte ich noch nie etwas von Sheryl Sandberg gehört. Ich wusste nicht, dass sie seit 2008 Geschäftsführerin von Facebook ist, dem größten Netzwerk der Welt. Dass Facebook überhaupt einen weiblichen Chief Operating Officer (COO) hat. Auch nicht, dass die Frankfurter Rundschau Sheryl Sandberg 2012 auf Platz sechs der zehn mächtigsten Frauen der Welt listete. Doch plötzlich begegnete ich ihr ständig. Zeitungen und Netzmedien berichteten über sie, BloggerInnen lobten und kritisierten ihr Tun, mein Bekanntenkreis spaltete sich in pro und contra. Warum? Sheryl Sandberg hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie berufstätige Frauen aufruft, sich in ihrem Job anzustrengen, problemorientiert zu denken und, statt an sich selbst zu zweifeln, sich in den Beruf reinzuhängen. Weil es sich lohnt. Sheryl Sandberg, Jahrgang 1969, studierte an der Harvard University und an der Harvard Business School. Bevor sie Geschäftsführerin von Facebook wurde, war sie Vizepräsidentin des globalen Online-Verkaufs bei Google und Stabschefin im US-Finanzministerium. Sie ist eine einflussreiche Frau. Im Jahr 2010 wurde sie außerhalb ihrer Geschäftskreise bekannt durch ihren Beitrag auf TED-Talk „Why we have too few women leaders“ (Warum wir zu wenige weibliche Führungspersonen haben). ted.org veröffentlicht Vorträge unter dem Motto „Ideas worth spreading“. Drei Jahre später erschien Lean In – Frauen und der Wille zum Erfolg, eine ausführlichere Version davon. Die für viele Frauen schockierende Aussage des Buches: Karriere klappt nicht von alleine, du musst dich reinhängen! „Was würden Sie tun, wenn Sie keine Angst hätten?“, fragt Sheryl Sandberg. Sie hat festgestellt, dass Frauen von Anfang an zögerlicher an neue Aufgaben

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im Berufsalltag herangehen. Ständig hinterfragen sie, welchen Einfluss eine neue Tätigkeit auf die Zukunft oder die Familie haben könnte. Wenn sich ein Kind ankündigt, steigen sie mehrere Jahre aus der Berufswelt aus, um sich um den Nachwuchs zu kümmern, und werden – falls sie wieder einsteigen – für ihre Arbeit schlechter bezahlt. Sie steigen seltener auf als ihre männlichen Kollegen, die schon länger auf eine Beförderung hingewirkt haben. Durch ihre oft zurückhaltendere Art erhalten Frauen auch ohne Familienpause weniger Gehalt. Sheryl Sandberg fordert Frauen auf, sich mit an den Tisch zu setzen – wer sich im Beruf einbringen möchte, muss mitreden. Dazu gehört, dass man sich neue Herausforderungen zutraut und nicht vor dem Unbekannten zurückschreckt. Gleichberechtigung führt zu glücklicheren Ehen. Wer eine Familie gründen möchte und weiterhin einer Vollzeitstelle nachgehen will, müsse sich den richtigen Partner suchen. Einen, der bereit ist, die Arbeit zu Hause zu übernehmen. Denn auch das ist noch keine Selbstverständlichkeit. Rollenklischees existieren leider auch noch im 21. Jahrhundert. Das zeigt das bestürzende Ergebnis der „Heidi/Howard“-Studie der Harvard Business School: Berufstätige Frauen werden zwar als ebenso kompetent wie Männer angesehen, erhalten aber das Etikett unsympathisch. Besonders, wenn sie kalkuliert nach Macht streben. Es gilt so viel zu optimieren, schreibt Sheryl Sandberg. Schon kleine Taten können Großes verändern. Als Beispiel führt sie wieder die Harvard Business School (HBS) an. In der Vergangenheit hatten männliche Studierende bessere Ergebnisse als Studentinnen und ausländische Studierende. 2010 begann die Universität über die Herausforderungen für Frauen und ausländi-

sche Studierende zu diskutieren. Es gab keine großen Reformen, nur die Bitte, achtsamer miteinander umzugehen, zum Beispiel bei der Wortwahl. Im nächsten Jahr fanden kleinere Gruppenprojekte statt, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kommilitonen und Kommilitoninnen zu fördern. Schon im nächsten Jahr war das Leistungsgefälle verschwunden. Sheryl Sandberg selbst ist Vollzeit arbeitende Mutter zweier Kinder. Sie sagt nicht, dass ihr Lebensweg der einzig richtige ist. Aber wer die Karriere schaffen möchte, kann trotzdem eine Familie haben (und umgekehrt). Das Buch mit den deutlichen Ansagen ist ein Erfolg. Viele Frauen finden sich darin wieder, Leserinnen und Leser sprechen das Thema an ihrem Arbeitsplatz an und leiten Schritte in die richtige Richtung ein. Wo der Erfolg weilt, lauert die Kritik an der nächsten Ecke. So ist es auch in diesem Fall. Da ist die Tatsache, dass Sheryl Sandberg eine Privilegierte ist. Sie ist weiß, kommt aus einer gebildeten Familie, hatte die Möglichkeit, an einer Eliteschule zu studieren und sich ein Netzwerk aufzubauen. Ihr Vermögen wird derzeit auf eine satte Milliarde geschätzt. Die Businessfrau schreibt, dass sie ein schlechtes Gewissen hat, weil sie arbeitet, anstatt Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sie mag ein unangenehmes Gefühl haben – aber sie kann sich qualifizierte Kinderbetreuung rund um die Uhr leisten. Andere Eltern, besonders alleinerziehende aus niedrigeren Gehaltsklassen, haben kaum eine Wahl – sie können sich nicht noch mehr „reinhängen“, weil sie niemanden haben, der auf ihren Nachwuchs aufpasst. Kritik erntete Sheryl Sandberg auch für ihre Ban bossy-Kampagne. Im gleichen Verhältnis, wie Führungskompe-


tenz bei Männern als sympathisch und bei Frauen als egoistisch und zickig wahrgenommen wird, lobt man Jungen mit dem Adjektiv bossy. Im Deutschen gibt es dafür keine adäquate Übersetzung. Bossy Jungen haben die Fähigkeit zu führen, sie wissen, wo es lang geht. Mädchen werden als bossy bezeichnet, wenn sie sich aufmüpfig verhalten und nicht ihr Rollenklischee vom zurückhaltenden, lieben Kind erfüllen. Um dem Einhalt zu bieten, ruft Sheryl Sandberg dazu auf, das Wort bossy im Sprachgebrauch zu vermeiden. Bekannte Unterstützerinnen der Kampagne sind Beyoncé, Jennifer Garner oder Jane Lynch. Sie glauben, dass der Ehrgeiz von Mädchen, nach Führungspositionen zu streben, bereits in der Kindheit unterdrückt wird, weil Eigenwille und Standhaftigkeit bei Frauen als negative Charakterzüge gelten. Das mag stimmen – das eigentliche Problem wird durch das Verbot eines Wortes nicht behoben. Zahlreiche Blogger*innen, darunter viele Feminist*innen, beschwerten sich, die Kampagne begünstige das Bild vom schüchternen, viel zu netten Mädchen, das im Schutze seiner Förderer zur unfähigen Führungsperson herangezogen werde. Anstatt sich ein dickes Fell wachsen zu lassen und den Aufstieg durch Eigeninitiative zu schaffen. Weder Sheryl Sandberg noch ihre Unterstützer*innen wollen durch ein Verbot des kleinen Wörtchens die Meinungsfreiheit einschränken. Ihr Ziel haben sie erreicht: aufmerksam darauf zu machen, dass Mädchen und Jungen, Frauen und Männer nach ungleichen Maßstäben bewertet werden. Keineswegs will sie Frauen in die Opferrolle drängen. Im Gegenteil, sie weiß, dass Frauen sich oft selbst im Weg stehen und sich gegenseitig am Aufstieg hindern. Die COO von Facebook hat ein Buch geschrieben, das Frauen zur Selbstverantwortung ruft. Ja, wir sind benachteiligt. Aber jammern hilft uns auch nicht

weiter. Wir müssen handeln. Deshalb sorgte sie dafür, dass bei Google Parkplätze für Schwangere eingeführt wurden. Sheryl Sandberg kann nicht für alle Frauen der Welt sprechen. Diesen Anspruch stellt sie nicht. Aber sie hat beobachtet, dass Frauen zurückstecken, wenn sie austeilen müssten. Ihr wird vorgeworfen, nicht Frauen, sondern die Institutionen müssten sich ändern. Doch Politik und Gesellschaft werden Chancengleichheit und flexible Arbeitszeiten für Frauen und Männer nur dann umsetzen, wenn man ihnen zeigt, wie sinnvoll und effizient solche Lösungen sind. Die Frage, was sich zuerst ändern muss, ob Institutionen sich um weibliche Führungspersonen bemühen oder ob Frauen zuerst ihre inneren Barrieren überwinden müssen, ist wie die Frage nach der Henne und dem Ei, schreibt Sheryl Sandberg. Das eine führt zum anderen, am besten arbeiten wir an beidem gleichzeitig. Wichtig ist, dass wir das Ziel im Blick behalten: Die Strukturen müssen sich ändern. Zu Gunsten der Familie die Karriere aufgegeben zu haben, begründen zu viele Frauen damit, dass es zu diesem Zeitpunkt die einfachste Lösung gewesen sei. Jahre später bereuten sie es – während ihre Lebenspartner einen lebensfüllenden, gut bezahlten Beruf ausführten, waren sie selbst unzufrieden mit der Arbeit im Haus oder lagen im Job viele Jahre hinter ihren männlichen Kollegen zurück. Diese sogenannten persönlichen Entschlüsse sind keineswegs individuelle Entscheidungen! Frauen stellen sich nicht oft genug in den Vordergrund oder treten nicht selbstbewusst auf. Studien zeigen: Frauen führen ihren Erfolg auf Glück und ihre Umgebung zurück, während Männer ihn ihrem eigenen Talent zuschreiben. Bei Selbsteinschätzungen trauen sich Frauen weniger zu und übernehmen nicht gern neue Aufgaben; Männer dagegen überschätzen sich tendenziell und sehen neue Aufträge als gewünschte Herausforderung. Mit ihrem Buch rüttelt Sheryl Sand-

berg auf – wie vor ihr bereits die deutsche Journalistin Bascha Mika in ihrem 2011 erschienen Buch Die Feigheit der Frauen – Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug. Auch die Facebook-Managerin ruft dazu auf, sich nicht durch Rollenklischees von der Karriere abbringen zu lassen. Frauen sollten sich nicht selbst blockieren. Sheryl Sandberg verlangt mit keiner Silbe Allgemeingültigkeit. Wenn eine Frau sich auf die Kindererziehung konzentrieren will, ohne Geld zu verdienen; wenn sie nicht Karriere machen will; wenn ihr Lebensplan anders aussieht und sie damit glücklich ist – dann will ihr niemand widersprechen. „Lean in“ richtet sich an jene, die mehr im Beruf wollen und sich fragen, ob Kind und Karriere zusammenpassen. Es mag sein, dass das Buch eher einer ehrgeizigen Informatikstudentin helfen wird als einer hart arbeitenden, unterbezahlten Hebamme. Doch Sheryl Sandberg stößt die Diskussion für alle an. Durch ihre Bekanntheit gewinnt das Thema große Aufmerksamkeit. Die Geschlechtergleichheit muss weiterhin gefordert und gefördert werden. Trotzdem sollten Frauen ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren. Manchmal darf man getrost die Selbstzweifel beiseite schieben. Auch die anderen dürfen ab und zu zurückstecken.

(COO) ist eine Managerin, die das operative Geschäft leitet beziehungsweise betreut. Zu ihren Aufgaben zählen die Leitung, Steuerung und Organisation der gesamten Betriebsprozesse und der betrieblichen Leistungen.

Foto: Michael Wuertenberg

Eine Chief Operating Officer


Haenyo, Seefrauen. Die Taucherinnen der Insel bleiben ohne Atemgeräte bis zu vier Minuten unter Wasser, um nach Meeresfrüchten zu tauchen.

Von Henrike von Platen (Präsidentin BPW Germany) und Johanna Marius (Vorstand BPW Germany)

BPW International Congress 2014 Jeju, Korea

700 Teilnehmerinnen aus 50 Ländern

S

eit 1500 Jahren gibt es hier Haenyo, Seefrauen. So werden die Taucherinnen der Insel genannt, die ohne Atemgeräte bis zu vier Minuten unter Wasser bleiben können, um nach Meeresfrüchten zu tauchen. Sie haben die matriarchale Struktur auf der Insel spürbar geprägt. Heute gibt es noch 5000, die jüngste 35 und die älteste aktive Seetaucherin ist 93 Jahre alt. Welchen besseren Ort hätte man sich für den 28. Internationalen Business and Professional Women (BPW) Kongress denken können? Die Versammlung tagte vom 24. bis zum 27. Mai. Unter den rund 700 Teilnehmerinnen waren 15 Deutsche. Die Empowered Women wählten einen neuen Vorstand, beschlossen wegweisende Resolutionen und führten hitzige Debatten zur globalen Frauen- und Genderpolitik. Für alle Teilnehmerinnen waren es unvergessliche Tage. Schon die Eröffnungszeremonie hinterließ einen nachhaltigen Eindruck: Tänzerinnen in wal-

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lenden Gewändern bewegten sich im Takt zu Schlagzeugern mit brennenden Stäben und Trommeln aus Wasser. Sie stellten die Elemente der Insel dar – Luft, Feuer und Wasser. Anschließend wurde ein BPWSong aufgeführt, mehrere Ansprachen gehalten und Auszeichnungen vergeben. Zum Schluss trugen Repräsentantinnen die Fahnen ihrer Länder auf die Bühne. Der Internationale Kongress hatte begonnen. Bei den Plenarsitzungen wurden verschiedene Resolutionen abgestimmt. Es wurde beschlossen, dass sich der BPW für die Einhaltung und Verbreitung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzt, insbesondere in Bezug auf Frauen. Außerdem wurde über einen an die UN gerichteten Antrag entschieden, der „Gender Empowerment“ bei Entscheidungsprozessen im Katastrophenmanagement fordert. Der BPW Europe reichte eine Resolution zu Geschlechtergleichgewicht in Vorständen


Foto: Douglas Knisely

Die Vulkaninsel Jeju ist eines der Paradiese dieser Erde. Das Land bedeckt von frischem Grün, Blüten in leuchtenden Rottönen sprenkeln die Natur. Schroffe Felsen ragen schwarz in den Himmel. Unermüdlich umrauschen Wellen die Insel.

ein, aus Deutschland kam ein Aufruf, Kampagnen zu fairen Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie zu unterstützen. Des Weiteren stellt sich der BPW gegen Kinder- und Zwangsheiraten und verfasste eine Stellungnahme zur Commission on the Status of Women der UN. Alle Anträge wurden angenommen und können unter www.bpw-international. org/intranet/c-o-n-g-r-e-s-s-2014/congress-papers-2014 eingesehen werden. Ein spektakuläres Highlight war das Gala-Dinner. Koreanische Tänzerinnen zeigten ihr Können und bei der anschließenden Modenschau wurden traditionelle Trachten präsentiert – zur Überraschung aller modelten auch die BPWI-Präsidentin Freda Mirklis und die BPW-Korea Präsidentin Insil Lee. Zwischen Plenen und gemeinsamen Abendessen wurden zahlreiche Workshops angeboten, darunter auch vier aus Deutschland. Die deutsche Präsidentin Henrike von Platen referierte über Frauen in Vorständen und zusammen mit Bettina

Schleicher über den Equal Pay Day. Von dem Projekt Women for Water berichtete Lesha Witmer. Ilka Heinze informierte über die sozialen Aspekte von wirtschaftlichen Zusammenbrüchen. Die deutschen Teilnehmerinnen trafen sich jeden Tag nach dem Mittagessen und besprachen die Themen der General Assembly und die Inhalte der Workshops, an denen sie teilgenommen hatten. Der BPW Germany war ein Co-Host der Dine Arounds: Im Shangri-la Yacht Club gab es ein scharf gewürztes Buffet von rohem Fisch und Meeresfrüchten. Überhaupt genossen die Teilnehmerinnen das koreanische Essen. Bei Tintenfisch mit Reis und Seetang entstanden in herzlicher Atmosphäre vielfältige Gespräche. Man tauschte Erfahrungen aus, scherzte gemeinsam und knüpfte neue Kontakte. Auch kulturelle Ausflüge fanden ihren Platz. Bereits zwei Tage vor Kon-

gressbeginn führte eine Tour über die Insel. So erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die Lebensweise der Jejuerinnen. Besucht wurden eine Designerin, besagte Seefrauen, ein Heim für alleinstehende junge Mütter und eine Töpferin. Eine Hand voll BPW wagte sich sogar in den kalten Pazifik – ein Bad im tiefsten Meer der Erde wollten sie sich nicht entgehen lassen. Angespannt war die Stimmung, als es um die Wahl des neuen Vorstands ging. Zum ersten Mal seit vielen Jahren bewarben sich je zwei Frauen um Präsidentschaft und Vizepräsidentschaft. Um die Präsidentschaftskandidatinnen bildeten sich Lager: Die bisherige Vizepräsidentin Huguette Akplogan-Dossa aus Benin kandidierte mit der Begründung, es sei endlich Zeit für Afrika. Ihre Gegnerin war Yasmin Darwich aus Mexiko, die seit 30 Jahren in verschiedenen Funktionen beim BPW aktiv ist. Bei der Abstimmung zur Präsidentin konnte sich die Mexikanerin mit knapper Mehrheit

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durchsetzen. Vize Präsidentin für UN wurde Arzu Ozyol aus der Türkei, die, obwohl sie als einzige für den Posten kandidierte, nur wenig mehr als die Hälfte der Stimmen einholte. Um die Vize Präsidentin Membership bewarben sich die Ägypterin Armany Asfour, Manjul Batra aus Kalifornien und noch einmal Huguette Aklogan-Dossa. Die Abstimmung gewann knapp Armany Asfour und wurde zur Ersten Vizepräsidentin ernannt. Am letzten Abend präsentierte sich die ägyptische Delegation als Gastgeberin für 2017. Bei der Farewell-Party sorgte sie für Essen und Unterhaltung. Hier ergab sich für die BPW-Frauen die vorerst letzte Gelegenheit zu internationalem Austausch und ausgelassenem Beisammensein. Die anstrengenden vier Tage haben den Netzwerkerinnen wieder einmal gezeigt, dass es Mitstreiterinnen auf der ganzen Welt gibt.

Sibylle Kappler-Dragmanli „Absolute Highlights sind für mich immer die Dynamik und die Kraft, die von den Teilnehmerinnen ausgeht, was für meine weitere Arbeit im BPW Club eine außerordentliche Inspiration darstellt!“

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Deutsche Delegation, Ilka Heinze (BPW Berlin), Lesha Witmer (BPW Würzburg), Henrike von Platen (BPW Germany), Annegret Hastedt (BPW Bremen), Carmen Kraushaar (BPW München) Sibylle KapplerDragmanli (BPW Karlsruhe), Johanna Marius (BPW Germany)


Freda Miriklis, PastPresident BPW International (2011-2014) Insil Lee, President BPW Korea

Monika Welti, Vice President BPW Switzerland

Young Hai Park, BPW Korea Cathy Savioz, Vice President BPW Switzerland

Bettina Schleicher, Past-President BPW Germany Henrike von Platen, President BPW Germany

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Henrike von Platen, Huguette Akplogan Dossa und Ehemann, Gabriella Canonica

Christine Heinze, BPW Frankfurt Ulrike Bauer, BPW Bremen

Delegation BPW Germany, mittig in rot Yasmin Darwich, President BPW International 2014-2017

„Mir hat es total viel Spaß gemacht als Volunteer unsere Funktionsträgerinnen beim Ablauf der Generalversammlung zu unterstützen und dabei mit Frauen aus anderen Kontinenten zusammen zu arbeiten, aber auch mit ihnen zu lachen.“ Christine Heinze

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„Bedanken möchte ich mich bei BPW Korea und beim letzten Internationalen Vorstand, speziell bei Freda, unserer australischen Past Präsidentin und Sabine Schmelzer für die geleistete Arbeit in den letzten 3 Jahren.“ Ulrike Bauer

„Für mich gab es drei Highlights: Teil der deutschen Delegation zu sein war seltsam, aber eine große Freude – danke meine Damen! Meine unerwartete, ungeplante Wahl zur Vorsitzenden des Ausschusses „Environment, sustainable development & Water of BPWI“. Unsere Bemühungen um eine neue, moderne Konstitution und klare Richtlinien, die in Korea wieder „BPW ist für mich eine große, welt-

bestätigt wurden.“

weite Familie mit faszinierenden Frau-

Lesha Witmer

en, die einen überall willkommen heißen und unterstützen! Beim Kongress konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln und viel lernen. Vor allem unseren Young BPW Mitgliedern kann ich nur empfehlen, an internationalen Kongressen teilzunehmen. Dadurch hat man die Chance, den BPW von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Es ergeben sich tolle Möglichkeiten, international zu Netzwerken und neue Ideen für die BPW Arbeit zu bekom-

BPW Taiwan

men. Außerdem hat man bei internatiMonique Ryser, President BPW Switzerland und Henrike von Platen

onalen Kongressen auch die Möglichkeit, sich eine Mentorin zu suchen, die Tipps für die weitere Entwicklung bei BPW und im Beruf bereithält.“ Anja Gerhartz, Repräsentantin Young BPW

Bettina Schleicher, Chair of International EPD Taskforce

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Ein Netzwerk über eine Organisation ist naturgemäß langlebiger und überdauert oft Jahrzehnte. Personennetzwerke oder Seilschaften hingegen zerfallen in der Regel spätestens mit dem Karriereende seiner Mitglieder.

Live aus den BPW Clubs

BPW Erfurt feierte 20-jähriges Jubiläum. „Mit 20 …“ schreibt die 1. Vorsitzende Gabriele Schuh, „… ist man jung, neugierig und voller Tatendrang, möchte etwas bewegen, sich etablieren, sich beweisen.“ Wir gratulieren ganz herzlich.

m BP tar zu n e m Kom

rnal W-Jou

der sehr mer wie im s n e br ig preche n eft ist ü r so ne n s e P le „Das H ie r llen . V eine ode aufgefa und die n positiv a l a n ur ns f d a s Jo o n zu u mich au urch sch d a d t a F ra u h a nde re n .“ gefunde Danie

, BP la Lurz

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Der Begriff Seilschaft kommt ursprünglich aus dem Bergsport Er bezeichnet beim Klettern eine durch ein Berg- oder Kletterseil verbundene und damit gegen Absturz gesicherte Gruppe von Personen. Der Begriff wird in Politik und Wirtschaft auch im übertragenen Sinne für informelle Gruppierungen von Personen benutzt, die ihr berufliches oder anderweitiges Vorankommen gegenseitig fördern.

äu

Netzwerktreffen Am 26. Oktober 2013 fand auf Initiative des BPW Club Burghausen das erste überregionale Netzwerktreffen am Chiemsee mit den BPW Clubs Burghausen, Salzburg, Salzkammergut, Tirol sowie den Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung Rosenheim e.V., statt. Extra angereist sind die Präsidentinnen der BPW Clubs Wien und Linz.

Meine geliebte Welt Henrike von Platen trifft Sonia Sotomayor, Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, bei der Vorstellung der deutschen Ausgabe ihres Buches My mundo adorado. Der liberalen Juristin Sotomayor wird von Kritikern vorgeworfen, sie habe in einer Rede die Erfahrung einer weisen Latina (wise latina) als höherwertiger als die eines männlichen Weißen angepriesen. Ihre Nominierung für den Supreme Court wird als Umsetzung des Affirmative-Action-Konzepts gesehen.

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Meine geliebte Welt. C.H.Beck, München, ISBN 978-3-406-65947-8


Von Rosemarie Steinhage, Vizepräsidentin BPW Germany

Equal Pay is more than equal salary

D·A·CH Tagung in Lochau

am Bodensee

20.-22. Juni 2014

E

qual Pay is more than equal salary!“ Unter diesem Motto fand die diesjährige DACH-Tagung – ausgerichtet von BPW Austria - in Lochau bei Bregenz statt. Zu den sechs Handlungsfeldern, die BPW Austria für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ausweist, nämlich Berufswahl, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Personal Leadership, Personal Balance, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Karriere, hatten sie Vorträge und Workshops organisiert. Auswahl und Inhalt der Workshops verdeutlichte: Wenn „Equal Pay“ für Frauen und Männer gleichermaßen umgesetzt ist – haben wir einen Großteil der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft erreicht. Das ist tatsächlich mehr als das gleiche Gehalt am Monatsende auf dem Konto! Die Workshopinhalte: Bei der Berufswahl sollen Frauen sich bewusster mit der Bezahlung in dem zu wählenden Berufsfeld auseinandersetzen. Der Workshop Gleicher Lohn für gleiche Arbeit setzte sich mit der Entgeltungleichheit auseinander und forderte, dass es eine vom Geschlecht unabhängige Bezahlung geben sollte.

Personal Leadership setzte auf Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Übernahme von mehr Verantwortung im Beruf. Frauen tragen viel Verantwortung für die Kinder, Eltern, Haus und Garten. Sie sollten – unabhängig von den Zielen für ihre Familie - sich selbst Ziele setzen und umsetzen. Personal Balance erinnerte, dass Frauen auch die Selbstfürsorge bei allem, was sie leisten, nicht vergessen sollten. Um alle vorhandenen eigenen Ressourcen im Leben zu nutzen, den eigenen Selbstwert zu bewahren, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf notwendig. Zufriedenstellend wird sie, wenn Frauen auch von ihren Männern mehr Verantwortung dafür einfordern. Karriere - ein Weg, der Frauen ermutigt: Es gibt viele Möglichkeiten, Chancen, Berufswege. Frauen müssen sie ergreifen. Etwa 80 Teilnehmerinnen waren bei strahlendem Sommerwetter an den Bodensee gereist, um sich auf Schloß Hofen mit den Inhalten auseinanderzusetzen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Die Tagung fand bei beeindruckendem Sonnenuntergang ihren Ausklang über den Dächern von Bregenz mit einem Candle-Light-Dinner und Tanz bis tief in die Nacht.

Bild oben, von links: Rosemarie Steinhage (Vizepräsidentin BPW Germany), Christa Kirchmair (Präsidentin BPW Austria), Erica Brändle (Past Präsidentin BPW Club Wil, Schweiz) Bild mitte: Impression beim Abendessen in Schloss Hofen. Lochau Bild unten, von links: Christa Kirchmair, Präsidentin BPW Austria, Rosemarie Steinhage, Vizepräsidentin BPW Germany, Sabine Schmelzer, Past Regional Coordinator BPW Europe

Sabine Schmelzer, Past Regional Coordinator BPW Europe

Beatrice Achaleke, Trainerin für Diversity Leadership und Autorin

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Ein Interview mit Brigitte Lausch (Vorstand BPW Germany), von Rosemarie Steinhage

Mentoring

Ein Tool zur Karriere- und Persönlichkeitsplanung

Frau Lausch, BPW Germany hat nenfalls später bei beruflichen Veränein eigenes Mentoring-Programm derungen für sich nutzen. und Sie sind im Bundesvorstand die Mentoring – richtig angewandt - hat Zuständige dafür. Was ist das BPW viel mit Netzwerken gemeinsam. Der Mentoring-Programm? Gedanke des Gebens und Nehmens Brigitte Lausch: Mentoring ist ein spielt auch hier eine wichtige Rolle. Personalentwicklungsinstrument, das beispielsweise in Unternehmen Crossmentoring ist eine zur gezielten NachwuchsförKooperation zwischen zwei derung eingesetzt wird. Junge Mentoring oder mehreren UnternehNachwuchskräfte beziehungs- – richtig men, die sich gegenseitig weise neue Mitarbeiter*innen angewandt - Mentees oder Mentor*innen werden bei der beruflichen zur Verfügung stellen. DaEntwicklung durch erfahre- hat viel mit mit bekommen Mentees Wissen und vor allem ne Mitarbeiter*innen oder Netzwerken Führungskräfte unterstützt. gemeinsam. Kontakte aus anderen UnMentor*innen geben ihr Er- Der Gedanke ternehmen, was ihr Erfahfahrungswissen (Wissen über rungswissen vergrößert, des Gebens Strukturen/Abläufe im UnterBeziehungen herstellt und nehmen und fachliches Wis- und Nehmens ihnen einen Wissens- und sen) an eine noch unerfahrene spielt auch Kontakte-Vorsprung vor neue Mitarbeiterin weiter. Die hier eine anderen NachwuchsThemen, die besprochen werkräften sichert. Auch die wichtige Rolle. Mentor*innen profitieren, den, werden von beiden Seiten eingebracht. Seitens der Mentor*innen weil sie darüber ebenfalls gezielt Konbeispielsweise, was sie glauben, was die takte zu anderen Unternehmen herstelMentee über das Unternehmen und zu len können. ihrer eigenen persönlichen und fachlichen Entwicklung wissen sollte und wo Ist eine Mentor*in mit einem Coach sie eventuell Entwicklungsbedarf beim gleichzusetzen? Mentee sehen. Seitens des Mentees Nein, Mentor*innen sind – im Gegensind alle beruflichen Fragen möglich, satz zu Coaches - für diese Tätigkeit zum Beispiel zu Verhalten gegenüber in der Regel nicht ausgebildet. Sie Kollegen*innen und Führungskräften, verfügen aufgrund ihres Alters, ihrer Selbstpräsentation, Karriereplanung, beruflichen Entwicklung, längeren Persönlichkeitsentwicklung, Weiter- Zugehörigkeit zum Unternehmen und ihrer beruflichen Kontakte über einen bildungen und vieles mehr. Mentor*innen haben Kontakte im Erfahrungs- und Wissensvorsprung, eigenen Unternehmen, zu Geschäfts- den sie an die Mentees weitergeben. parter*innen, Kund*innen und Kooperationspartner*innen. Sie laden die Warum macht BPW das? Mentees zu Veranstaltungen und zu BPW ist ein Netzwerk für berufstätige Meetings ein, die sie besuchen. Sie Frauen, das die berufliche Gleichbeöffnen ihnen Türen, indem sie sie mit rechtigung von Frauen und Männern wichtigen Persönlichkeiten in- und zum Ziel hat. Die Mitglieder bei BPW außerhalb des Unternehmens bekannt sind berufstätige Frauen aus vielen machen. Das hilft Mentees, sich zu ver- unterschiedlichen Berufen und Brannetzen. Die Mentees lernen, wie man chen. Mentoring ist eine Möglichkeit, wichtige Kontakte knüpft, pflegt und die Vernetzung von berufstätigen Frauausbaut, und sie können diese gegebe- en untereinander zu fördern und vor

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allem junge Frauen mit notwendigem fachlichen Wissen und mit Wissen über die Struktur und den Auf bau von Unternehmen zu versorgen. Und sie miteinander oder mit für sie wichtigen Personen zu vernetzen. Frauen sind in Unternehmen oftmals nicht so fest verankert wie Männer. Das hat viele Ursachen: Zum einen, weil Frauen wegen Kindererziehungszeiten immer mal in ihrer Berufstätigkeit aussetzen und wieder den Anschluss suchen; zum anderen, weil Frauen eine andere berufliche Geschichte haben als Männer. Frauen sind im Privaten sehr gut vernetzt. Beruflich investieren sie weniger Zeit als Männer in Netzwerken, weil sie immer die Familie, Kinder und Haushalt mitdenken. Da kann Mentoring sehr hilfreich sein. Das Mentoring-Programm des BPW ist ein Angebot für seine Mitglieder und für Unternehmensmitglieder. Was passiert genau beim Mentoring? Beim Mentoring begleitet eine berufsund lebenserfahrene Mentorin beziehungsweise ein Mentor einen oder eine Mentee über einen von beiden festgelegten Zeitraum. Meistens sind es sechs oder zwölf Monate. Das Tandem arbeitet vertrauensvoll miteinander nach klar definierten Regeln. Ziel ist es, der Mentee bei konkreten beruflichen Fragestellungen weiterzuhelfen. Je konkreter die Ziele, desto präziser können Beratung, Empfehlungen und Austausch erfolgen. Ist das nur ein Angebot für jüngere Frauen? Nein, im Prinzip kann man Mentoring


in jeder beruflichen Phase nutzen. In der Regel sind es jedoch Ältere, Berufserfahrene, die Jüngere unterstützen. Wer sind die Mentorinnen? In der Regel BPW-Mitglieder, manchmal auch externe berufstätige Frauen oder Männer, die nicht Clubmitglied sind. Über seine gute Vernetzung versucht BPW, passende Mentor*innen für die jeweilige Mentee zu finden. Wie finden Sie passende Mentor*innen? Die Mentee füllt einen Fragebogen aus, was genau sie sucht. Dann sucht der entsprechende BPW Club zunächst in der gewünschten Stadt nach einer/ einem Mentor*in. Steht dort niemand Passendes zur Verfügung, wenden sie sich an die Nachbarclubs oder die Regionalbeauftragten. Wenn ich als Vorstandsmitglied des BPW Germany direkt angefragt werde, leite ich die Anfrage zunächst an den örtlichen Club weiter. Welche Themen können besprochen werden? Im Grunde alle beruflichen Themen, beispielsweise: Wie komme ich in meinem Unternehmen weiter? Wie zeige ich mich, wenn ich eine spannende Aufgabe übernehmen möchte? Wie plane ich meine Karriere? Wie löse ich einen Konflikt mit meiner Kollegin? Das sind mögliche Themen. Mentees sollten klare Vorstellungen

haben, welche Ziele sie im Mentoring verfolgen wollen. Das Mentoring ist zeitlich begrenzt. Deshalb ist es gut zu wissen, was man in dem geplanten Zeitraum erreicht haben will.

stand steht in engem Kontakt mit den Aktiven in den Clubs. Durch Workshops findet unter den aktiven Mentoring-Betreiberinnen in den Clubs ein regelmäßiger Austausch statt.

Wen könnte ich ansprechen, wenn ich mich für das Mentoring interessiere? Entweder wendet man sich an die Ansprechpartnerin für Mentoring in den jeweiligen örtlichen Clubs oder an die Ansprechpartnerin auf Bundesebene. In vielen Clubs gibt es Ansprechpartnerinnen für Mentoring.

Welchen Nutzen haben die Mentor*innen davon? Warum machen die das unbezahlt? Auch wenn es zunächst so aussieht, dass Mentoring vor allem den Mentees nutzt, profitieren auch die Mentor*innen nicht unerheblich. Der Grundgedanke des Netzwerkens basiert auf gegenseitigem Geben und Nehmen. Das gilt auch für das Mentoring. Die Mentor*innen werden gefordert, gezielt Kontakte auch zu anderen Mentor*innen aufzubauen und können dadurch selbst im eigenen Netzwerk und darüber hinaus neue Kooperationen herstellen. Schließlich bleiben sie jung im Denken, was sich auf ihr Führungsverhalten und ihr gesamtes Leben auswirken wird.

Wie läuft das Mentoring ab? Am Anfang sollte man sich persönlich kennenlernen, um zu prüfen, ob man sich sympathisch findet und miteinander arbeiten kann. Schließlich geht es um einen sehr vertrauensvollen Austausch und beide Seiten geben viel voneinander preis. Wenn man sich entschieden hat zusammenzuarbeiten, werden Ort und mögliche Termine (Häufigkeit der Treffen) geklärt. Jede Seite bereitet sich auf das jeweilige Treffen vor. Am besten schickt die Mentee eine Tagesordnung vorher an den/die Mentor*in, damit diese*r sich vorbereiten kann. In dem gemeinsamen Treffen oder Call werden dann alle Punkte besprochen. Die Gespräche können auch telefonisch, per E-Mail oder Skype stattfinden. Mentoring ist Netzwerken und in den Fällen besonders erfolgreich, wenn beide in einer Stadt sind, sodass persönliche Kontakte, gegenseitige Einladungen zu Veranstaltungen ausgesprochen und angenommen werden können.

Ich hätte niemals gedacht, wie sehr alle Seiten vom Mentoring profitieren können und wie nah Mentoring dem Netzwerkgedanken überhaupt ist, wenn man es aktiv einsetzt. Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Welche Rolle spielt BPW Germany beim Mentoring? BPW Germany hält das Angebot vor. Mentoring ist Teil des Vernetzungsgedankens und fördert die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern im Beruf. Die Ansprechpartnerin im Bundesvor-

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Wie Mentoring allen Beteiligten nützt Nutzen für die Mentees

Mentor*innen profitieren durch

Sie können alle Fragen rund um ihr Berufsleben stellen und mit einer erfahrenen Person besprechen. Sie erhalten Feedback für ihr Verhalten, ihr Auftreten, ihre Selbstpräsentation

• die Einblicke in berufliche Neuerungen, junge soziale Netzwerke, aktuelle Neuigkeiten, was beispielsweise Software und digitale Vernetzung betrifft.

Sie lernen

• Einblicke in die aktuelle Forschung • kreative Ideen, Impulse und undogmatische Anregungen junger Leute

• Aufgabenbewältigung effizienter zu gestalten

• lernen viel über die Kommunikation von jungen Leuten, was ihnen auch als Führungskraft nutzt, wenn sie über den Tellerrand schauen wollen.

• die Kontakte der Mentees

• die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen besser kennen und einschätzen

Sie bekommen

• Ideen für ihre berufliche Entwicklung

Sie können

• Einblicke in die Strukturen verschiedener Organisationen

• qualifizierten Nachwuchs für das eigene Unternehmen rekrutieren und diesen für das eigene Unternehmen auf bauen

• Mut und Unterstützung, die notwendigen Schritte zur eigenen Karriere zu entwickeln und diese zielstrebig zu verfolgen Sie profitieren

• von den beruflichen Erfahrungen ihrer Mentor*innen • von den Kontakten ihrer Mentor*innen • von der Einbindung in bestehende Netzwerke • von Impulsen und der konkreten Unterstützung, die angeboten werden (Praktika, Stellenangebote, Karriereförderung, etc.)

• das eigene Führungsverhalten reflektieren • das eigene Verhalten und berufliche Handeln angeregt durch Fragen der Mentees reflektieren • das eigene Verhalten jungen Menschen gegenüber reflektieren • soziale und kommunikative Kompetenzen reflektieren und trainieren Auch Unternehmen profitieren vom Mentoring ihrer Mitarbeiter*innen und Führungskräfte durch

freundschaftliche Vernetzung über Hierarchieebenen, bereichsübergreifend und sogar standort-/länderübergreifend. Informationen werden schneller weitergereicht. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass eine intensive Kommunikations- und Kooperationsstruktur über Abteilungs- und Organisationsgrenzen hinweg durch Mentoring gefördert wird.

• Ziele und Aktivitäten von Organisationseinheiten werden diskutiert und dadurch transparent • gegenseitige Erwartungen und auch Vorbehalte werden geklärt • Synergieeffekte werden identifiziert und können genutzt werden • gemeinsame Projekte werden definiert und umgesetzt • Ängste vor Veränderungen werden abgebaut.


BPW Germany Conference & 9th BPW Danube Net Businesswomen Forum 6 – 9 November 2014 Regensburg, Germany

Material

BPW Germany

Equal Pay Day Journal 2014 Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen 32 Seiten

Equal Pay Day Journal 2013 Lohnfindung in Gesundheitsberufen 36 Seiten

Backlist

Equal Pay Day Journal 2012 Lohnfindung geschlechtergerecht? 32 Seiten

FEMALE ENTREPRENEURSHIP AND WOMEN IN BUSINESS WITH REGARD TO THE STRATEGY OF THE EUROPEAN UNION With this joint convention of BPW Germany and the BPW Danube Net, the women express their commitment to a Europe where togetherness, cooperation and dialogue are priorities. Women from the Danube region are presenting their companies and innovative, cross-border projects of sustainable business management for a new Europe of economic stability and justice. EU- representatives explain the political goals of the EU’s Danube strategy for the promotion of women in all areas of the economy and report how women are actively contributing to growth and prosperity in Europe across all borders. The BPW Danube Net, the network for professional women in the Danube region is a living example for lived Europe since 2006. This congress taking place in Regensburg, the beautiful city on the Danube, in the historical „Salzstadel“ on the banks of the river, offers women from Germany and the Danube region a unique chance to experience pure European WomenPower. Participants will be able to exchange ideas and make business contacts with successful and savvy businesswomen in all professions and branches of industry, as well as attending men. Lectures, presentation, panel discussions, B2B dialogues and intercultural spaces promise a varied programme and exciting international encounters.

BPW Germany Journal 2012 52 Seiten

BPW Germany Journal 2013 52 Seiten

It would give us a great pleasure to welcome you in Regensburg! PRI C E S Complete Conference Booking: Thursday-Sunday Conference and Workshops, Mayor Reception, Gala Dinner, Sightseeing Tour Early booking until 15.9.2014 Late booking from 16.9.2014 Member 250,00 € Member 300,00 € Guest 280,00 € Guest 330,00 € Early Booking Conference Late booking without Gala Dinner without Gala Dinner Member 195,00 € Member 225,00 € Guest 245,00 € Guest 275,00 € Booking Gala only: 60,00 EUR

BPW Germany Image Broschüre Ausgabe 2014 24 Seiten

Registration online: www.bpw-germany.de/aktivitaeten/bpw-conference-and-danube-netregistration


2. Deutsch-Arabisches Frauennetzwerkforum im Auswärtigen Amt, Berlin 24. Oktober 2013

BPW Germany auf dem Frauennetzwerkforum in Berlin mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Uta Zech (BPW Berlin) informiert am BPWGermany-Stand

Mehr Gleichstellung für Wachstum und Beschäftigung im Europäischen Haus, Berlin Eine Kooperationsveranstaltung der Europäischen Kommission und BPW Germany 20. Februar 2014

Der Europäische Rat hat im Rahmen der einmal im Jahr auf Basis von Analysen der Europäischen Kommission erarbeiteten „Länderspezifischen Empfehlungen“ für Deutschland Handlungsbedarf identifiziert mit hoher gleichstellungspolitischer Relevanz. Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit von Business and Professional Women Germany haben zu dieser Thematik die Veranstaltung initiiert und eingeladen.

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ, mit Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany

Dr. Daniela Bankier, geschäftsführende Direktorin der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern der Generaldirektion Justiz der Europäischen Kommission

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Podiumsteilnehmer, vlnr. Ingmar Jürgens, Senior Advisor für wirtschaftspolitische Steuerung und Europäisches Semester, Prof. Stephan Klasen, Georg-August-Universität Göttingen Dr. Christina Boll, HWWI,

Dr. Johannes Geyer, DIW Christel Riedel, Projektleiterin Forum Equal Pay Day, Dr. Daniela Bankier, geschäftsführende Direktorin Marije Cornelissen, EP Abgeordnete


BPW International Executive Board 2014-2017

BPW International Executive 2014-2017 vlnr: Ketlin Tackman (Young BPW Representative), Beatriz Fett (Secretary), Jo Ann Pozzi (Finance Director), Arzu Ozyol (2nd Vicepresident UN), Freda Miriklis (Immediate Past-President), Yasmin Darwich (President), Amany Asfour (1st Vicepresident Membership), Adenike Adeyanju-Osadolor (Regional Coordinator Africa), Susan Jones (Regional Coordinator - Asia Pacific), Karin Raguin (Regional Coordinator Europe), Marta Susana Solimano (Regional Coordinator - Latin America), Bessie Hironimus (Regional Coordinator - North America)

Internationaler Besuch in der Bundesgeschäftsstelle

Dr. Hana Elroy, President BPW Tel-Aviv zu besuch in Berlin

Waltraud KratzenbergFranke, Dr. Armany Asfour (First Vicepresidentin BPW

International), Henrike von Platen und Christel Riedel

Huguette Akplogan Dossa, Past First Vice President BPW International, (BPW Benin) zu Besuch in Berlin

Waltraud KratzenbergFranke (Projektmanagerin Forum Equal Pay Day) Henrike von Platen (Präsidentin BPW Germany), Uta Zech (BPW Berlin), Huguette Akplogan Dossa (Past First Vice President BPW International, BPW Benin) Ilka Heinze und Sabine Desauer (beide Vorstand BPW Berlin)

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Leader.In. Wake up to a new World 8. Mai 2014 in Berlin

Marion Rövekamp (Vorstand Personal der DB Regio AG), Henrike von Platen (Präsidentin BPW Germany)

Tina Müller (Vorstandsmitglied und Chief Marketing Officer der Adam Opel AG)

Ein neues Unternehmensmitglied im BPW Germany – auf gute Zusammenarbeit!

Viel diskutiert – nicht viel passiert …, liebe Mitglieder des BPW Germany, war unser Eindruck nach Erscheinen des Statusbericht Dax30 und zahlloser Artikel in Tages- und Wirtschaftspresse zur angestrebten Verbesserung des Frauenanteils in Managementpositionen. Und wir waren nicht einmal überrascht, lösen doch alle bisherigen Ansätze nicht das Kernproblem, dass der Besetzungsprozess an einer Vielzahl hoch qualifizierter Frauen schlichtweg vorbeigeht. Kaum eine der Positionen landet zum Beispiel über eine Stellenanzeige im offenen Arbeitsmarkt, und selbst wenn, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie von vielen Interessentinnen nicht gesehen wird. Von Transparenz also keine Spur. Was aber über Personalberater besetzt wird, erleidet meist das systembedingte Schicksal: Die Suche nach Inhabern vergleichbarer Positionen bei kleineren Mitbewerbern oder in der Managementebene darunter bei gleich großen oder größeren Zielfirmen führt beim heutigen Frauenanteil im Management weit überwiegend zu: Männern. Kein Unternehmen wird aber den Aufwand treiben, die gesamte Republik zu durchkämmen, wenn auf herkömmlichem Weg reichlich gut qualifizierte Kandidaten generiert werden können. Chancengleichheit? Fehlanzeige! Mit FrauenPunktManagement ® und unserer Mitgliedschaft im BPW Germany beschreiten wir – ganz im Sinne von Netzwerk und Kreativität – einen völlig neuen, einzigartigen, einfachen und Ziel führenden Weg, der für die suchenden Unternehmen nicht einmal teurer wird. Wir schaffen mehr Transparenz über attraktive Managementpositionen genau dort, wo Sie sich treffen: beim BPW Germany. Und Sie als mögliche Kandidatin – das liegt uns besonders am Herzen – bleiben Frau Ihrer Daten. Lassen Sie sich überraschen, was wir Ihnen in den nächsten Wochen im Detail vorstellen möchten. Wir sind positiv gespannt auf Ihre Resonanz und davon überzeugt, dass wir gemeinsam eine Menge bewegen können. Herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme als Unternehmensmitglied im BPW Germany – auf gute Zusammenarbeit! Ihr Alfred Fernholz Partner Dr. Mittermaier, Blaesy & Cie. GmbH & Co. Personalberatung Bonn KG Bundeskanzlerplatz 2-10 53113 Bonn fernholz@drmbp.de www.drmbp.de

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BPW Germany 2014


BPW Bern

2. November im Kulturcasino Bern

Rosemarie Steinhage, Vizepräsidentin BPW Germany

Michelle Bühler, 1. Vorsitzende Club Bern und Rosemarie Steinhage, Vizepräsidentin BPW Germany

Leader.In Lunch am Tag der Deutschen Industrie 23. September 2014

Das ECC European Coordinating Committee auf seiner Klausurtagung in Berlin 23. September 2014

Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany Dr. Heiko Willems, Abteilungsleiter BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin BMFSFJ

ECC unten rechts: vlnr Giuseppa Bombaci (ECC Member), Alexandra Preuss (Finance Officer), Maria Socratous (ECC Member), Henrike von Platen (BPW Germany), Karin Raguin (Regional Coordinator Europe)

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BPW Germany 2014


TERMINE

WOMEN’S EMPOWERMENT PRINCIPLES Podiumsdiskussion mit Henrike von Platen

14.10. - 16.10.2014

BPW auf der Zukunft Personal in Köln

15.10. - 17.10.2014

Women‘s Forum Global Meeting, Deaville/France Leading for a more equitable world

13.10.2014

31.10 - 01.11.2014

BPW Gesamtvorstandssitzung in Berlin und Abendveranstaltung mit Yasmin Darwich, Präsidentin BPW International

Entgeltgleichheit von Frauen und Männern ESF-Jahresveranstaltung 2014 in Fulda, Podium mit Henrike von Platen

05.11.2014

Equal Pay Day Auftaktveranstaltung in Berlin

06.11. - 09.11.2014

BPW Tagung & Danube Net in Regensburg

08.11.2014

PEP-Training in Köln

10.11.2014

EPD Forum Düsseldorf

14.11. - 15.11.2014

Seminar: Building on Diversity - Karrierewege für Frauen in Regensburg

21.11. - 22.11.2014

Seminar: Building on Diversity - Karrierewege für Frauen in Hamburg

03.12.2014

EPD Forum Frankfurt a.M.

12.12 - 14.12.2014

Young BPW Symposium in Tallinn, Estland

09.03. - 20.03.2015

CSW59 - Commission on the Status of Women, New York City

20.3.2015

Equal Pay Day

20.03. - 22.03.2015

Young BPW Workshop/Wochenende mit YBPW aus A und CH, München

17.04.2015

BPW auf der WoMenPower Hannover

25.04.2015

BPW auf der women&work - Karrieremesse für Frauen in Bonn

27.04. - 30.04.2015

Cairo Women Empowerment Summit

13.06.2015

Mitgliederversammlung des BPW Germany in Berlin

31.10.2015

BPW Gesamtvorstandssitzung in Berlin

23.09. - 25.09.2016

BPW European Congress, Zürich

2017

BPW International Congress, Cairo

03.11. - 04.11.2014

BPW International Präsidentschaftsübergabe, von links: Yasmin Darwich, President 2014-2017 und Freda Miriklis,Past President 2011-2014

BPW Jahresjournal 2014  

Das BPW Jahresjournal für Mitglieder und Interessierte befasst sich u.a. mit den Themen Netzwerken, Gleichstellung, Karrierewege für Frauen,...

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