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Das BPW Germany Jahresjournal 2012 Business and Professional Women – Germany e.V.

GE KOOPERATION

BUILDING ON DIVERSITY BPW GERMANY

Aachen Allgäu Augsburg Berlin Bielefeld Bochum Bonn Bremen Bremen-Nord Bremerhaven Burghausen Dresden Düsseldorf Erfurt Essen Frankfurt am Main Freiburg Göttingen Hamburg Hamm Hannover Hildesheim Homburg-Saar-Pfalz Kaiserslautern Karlsruhe Kassel Kiel Köln Kreis Osterholz Lübeck Mannheim-Ludwigshafen Mettmann München Münster Nürnberg Osnabrück Regensburg Region Lörrach Schleswig Holstein Saarbrücken Stuttgart Ulm Wiesbaden Würzburg

DACHTAGUNG IN LINDAU CLUBS STELLEN SICH VOR GLEICHSTELLUNG KANN NUR GEMEINSAM GEHEN EPD 2013

GESUNDHEITSBERUFE SIND WEIBLICH


I N H A LT S V E R Z E I C H N I S Business and Professional Women Germany  –  3 BPW ist engagiert Editorial | Henrike von Platen  –  4 Rio + 20 | Integrale Nachhaltigkeit  –  5 BPW International Die Clubs im BPW Germany  –  6 BPW Nachrichten | Personalien | Unterstützung  –  22 Karriere-Taktiken für Frauen  –  26 Henrike von Platen Männer in der Geschlechterpolitik – 28 Markus Theunert, Vorsitzender des Dachverbands männer.ch Simone Denzler Gleichstellung kann nur gemeinsam gehen – 29 Henrike von Platen Die D-A-CH-Tagung in Lindau 2012 – 30 Uta Zech Diversity – Vielfalt leben | GE Germany – 32 Susanne Heiss Equal Pay Day 2012 | Rekordbeteiligung – 34 Simone Denzler 4. Symposium Einfluss. Macht. Erfolg, Wiesbaden – 36 Rosemarie Steinhage Auftaktveranstaltung Karrierewege für Frauen – 38 Kooperartionsprojekt von GE Capital und BPW Germany Uta Zech Transformationsprozesse im Nahen und Mittleren Osten – 40 Johanna Marius Fotoalbum Building on Diversity, Berlin  –  42 EPD Spot Uraufführung  –  44 Conférence Européene EPD, Marseille  –  45 Equal Pay Day, Berlin  –  46 BPW D-A-CH-Tagung, Lindau  –  47 Global Summit of Women, Athen  –  48 FidAR Forum IV, Berlin  –  49 BPW Clubs – ein Netzwerk, eine Lobby – 50 Sonja Still Termine – 52

BPW Bundesgeschäftsstelle

BPW Germany e.V. Waltraud Kratzenberg-Franke Koordinatorin Bundesgeschäftsstelle Sigmaringer Straße 1 10713 Berlin Tel. +49 (030) 311 705 15 info@bpw-germany.de

BPW Bundesvorstand

Henrike von Platen Präsidentin hvp@bpw-germany.de Isabell Rieder Vorstandsmitglied i.rieder@bpw-germany.de Johanna Marius Vorstandsmitglied j.marius@bpw-germany.de Sigrid Beyer Schatzmeisterin s.beyer@bpw-germany.de

IMPRESSUM V.i.S.d.P.: Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany e.V.  ·  hvp@bpw-germany.de Geschäftsstelle: BPW Germany e.V., Sigmaringer Straße 1, 10713 Berlin Korrektorat: Simone Denzler  ·  Pressesprecherin BPW Germany, Isabell Rieder Koordination: Walter Dombrowsky, Henrike von Platen Fotos: Inga Haar  ·  info@business-fotografie.de, ·  istockphoto - Joel Carillet, Malte F., AutorInnen Gestaltung: Zech Dombrowsky Design | Konzepte für Kommunikation und Design Druck: Brandenburgische Universitätsdruckerei  ·  Auflage: 4.000  ·  Oktober 2012

Sonja Still Schriftführerin s.still@bpw-germany.de


BUSINESS AND PROFESSIONAL WOMEN Als Dachverband von 44 regionalen BPW Clubs in ganz Deutschland setzt sich der BPW Germany für die Chancengleichheit in Beruf, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein. Im BPW engagieren sich berufstätige Frauen aller Branchen. Sie sind angestellt oder selbständig tätig. Der deutsche Verband ist Mitglied des BPW International (International Federation of Business and Professional Women). Mit weltweit etwa 30.000 Mitgliedern ist der BPW International einer der größten internationalen Verbände berufstätiger Frauen mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat. Er hat ständige Vertreterinnen bei der UNO in New York, Paris, Wien, Genf sowie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und im Europarat in Straßburg. BPW Netzwerke in rund 100 Ländern eröffnen Kontakte zu Frauen in aller Welt. Das schafft Verbindungen und öffnet Türen. Gefördert werden nicht nur globales Denken und Handeln im Berufs- und Geschäftsleben, sondern auch die Völkerverständigung. Die Business and Professional Women (BPW) Germany engagieren sich für: • gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit (Equal Pay Day), • mehr Frauen in leitenden Positionen in Wirtschaft und Politik, politisch-gesellschaftliche Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene, • mehr qualifizierte Arbeitsplätze für Frauen, • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – nicht nur für Frauen, • mehr versicherungspflichtige Absicherung für alle Frauen, • wachsenden weiblichen Einfluss bei politischen Entscheidungen, • weiteren Ausbau und Pflege lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Frauennetzwerke.

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BPW Germany 2012


Liebe Business and Professional Women, liebe Leserinnen und Leser, Sie halten das erste Jahresjournal des BPW Germany in Ihren Händen. Der Weg von der Idee bis zur Veröffentlichung war lang und aufregend. Ich wünsche Ihnen ein kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen! Die Gründerin unseres Internationalen Verbandes sagte in den zwanziger Jahren: „Vergiss nicht, dass du dich für wirkliche wichtige Dinge engagierst – für etwas, das mit Geld nicht zu bezahlen ist – für etwas, dass nur erworben werden kann, indem wir unser Bestes geben – für etwas, durch das unsere Welt besser wird, und Männer und Frauen selbstbestimmt leben können. Sei pragmatisch in deiner Arbeit, aber verliere nie unsere Vision aus den Augen.“ Unsere Vision ist eine Welt, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Es reicht nicht, dass sie es auf dem Papier sind, in Verträgen und Gesetzen. Männer und Frauen müssen gleiche Chancen haben, so behandelt werden und sich auch so fühlen. Damit sich dies erfüllen kann, ist es notwendig, dass jede und jeder Einzelne von uns den Sinn erkennt, der darin steckt, und an der Erreichung des Ziels mitwirken und teilhaben möchte. Diese Motivation benötigen wir damit BPW Germany DER Verband für berufstätige Frauen sein kann, in dem Frau „dabei sein will“, um für sich einen Sinn zu erfüllen und gemeinsam die Welt ein Stückchen zu verändern. Unser Verband, der international zu den größten Verbänden für berufstätige Frauen zählt, ermöglicht jedem Mitglied einen persönlichen Einblick, ein Eintauchen in andere Kulturen und verbindet uns so mit der Welt. Aber wie setzen wir die Vision in gelebte Realität um? Ich bin davon überzeugt, dass eine echte Gleichstellung nur im Dialog der Geschlechter möglich ist. Männer und Frauen müssen für eine Gleichstellungspolitik gewonnen werden. Unsere Sprache muss sich ändern. Sprechen wir von „Gender-“ statt von „Frauenquote“! Beim Reizwort „Frauenquote“ fühlen sich Männer diskriminiert und Frauen abgestempelt. Tauschen Sie Teilzeit ein gegen individuelle Arbeitszeit. Seien Sie achtsam in Ihrer Wortwahl. Es geht uns immer um einen gerechten Frauen- und Männeranteil in allen Positionen und auf allen Ebenen. Dass Männer von Diversity und Genderquoten genauso profitieren, ist den meisten bereits klar.

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BPW Germany 2012

Um den Dialog zwischen den Geschlechtern zu fördern, achten wir seit Anfang des Jahres bewusst auf eine 50/50 Genderquote auf allen unseren Veranstaltungen und Podien. Die Frage, wie Frauen ihre Potenziale zukünftig erfolgreicher einsetzen und wie Firmen Diversität für ihren Erfolg nutzen können, können wir nur gemeinsam mit Männern beantworten. Durch die Möglichkeit, Unternehmen und Fördermitglieder aufzunehmen, hat der BPW Germany im vergangenen Jahr den Rahmen geschaffen, dauerhaft in den Dialog mit der Wirtschaft und damit den Männern zu treten. Aktuellstes Beispiel ist die Kooperation mit unserem ersten Unternehmensmitglied, in der sich wirtschaftliches Know-how und die Erfahrung eines frauenpolitisch aktiven Netzwerks zu einer wegweisenden Seminarreihe verbindet. Wir brauchen die Wirtschaft und die Wirtschaft braucht uns! Wir hoffen, dass dieses Pilotprojekt vielen Frauen den Weg zurück in den Beruf ermöglicht und diese Kooperation zwischen Verband und Unternehmen viele Nachahmer findet. Als eines der größten Netzwerke für berufstätige Frauen muss es unser Anliegen sein, die Diskussion und kritische Auseinandersetzung mit der Position der Frau im heutigen Wirtschaftsleben in die Gesellschaft zu tragen. Der Dialog ist auf allen Ebenen immer wieder zu führen, so lange, bis sich etwas ändert und zwar nachhaltig und dauerhaft. Die Bilder in den Köpfen der Menschen zu verändern ist dabei eine der größten Herausforderungen. Dieser können wir uns nur gemeinsam stellen und so unseren Beitrag leisten, unsere Forderungen wahr werden zu lassen. Wir engagieren uns für mehr Frauen in Führungspositionen, gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit statt Entgeltlücke 23% und Rentenlücke 59%, sowie wachsenden weiblichen Einfluss bei politischen Entscheidungen. Seien Sie stolz darauf, Business and Professional Women zu sein. Wenn Sie noch kein Mitglied sind, machen Sie unsere Mission zu der Ihren und werden Sie Teil einer großen Gemeinschaft. Wir freuen uns auf Sie! Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, die Welt ein Stück zu verändern und unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Denn Gleichstellung kann nur gemeinsam gehen.


Rio+20

INTEGRALE NACHHALTIGKEIT GREEN & INCLUSIVE BUSINESS Einen 100-Millionen-EURO Integralen Fonds für Green & Inclusive Businesses haben die Business and Professional Women International gemeinsam mit AQAL Investing und CXCatalysts anlässlich des UN-Gipfels für nachhaltige Entwicklung Rio+20 ins Leben gerufen. Maßgeblich daran beteiligt war Dr. Mariana Bozesan, Fördermitglied im BPW Germany sowie Präsidentin & Gründerin von AQAL Investing, einer in München basierten Integral Investment Company. Insgesamt haben internationale BPW-Verbände 20 Eingaben für nachhaltige und vor allem frauengeführte Unternehmen in Rio+20 getätigt. Folgender gemeinsamer Dankesbrief des BPW International, BPW Germany, BPW Turkey und BPW Brazil ging an UNGeneralsekretär Ban Ki-moon: Dear Secretary General Ban Ki-moon ,

this note is long overdue but given some NGO’s rejection of the final document, we feel we must submit this so this stakeholder engagement process continues to evolve in a positive manner. We are extremely grateful to Chantal Line Carpentier and UN DESA’s Major Groups team under the direction of Mr. Sha and Mr. Seth that International Federation of Business & Professional Women was invited to the Dutch Government‘s Rio + 20 Business Consultation co-organized with the International Chamber of Commerce, UN Global Compact, and World Business Council for Sustainable Development this past April in the Hague. BPW International represents more than 70,000 business and professional women in 95 countries. While we have been ECOSOC accredited for more than six decades, this is our first time to be formally engaged in this process thanks to Chantal Line’s efforts to bring business women’s voice to the table. We have always been involved with the Commission on the Status of Women and other traditional women-centered

UN initiatives but CSD was one we had overlooked. As a result of attending the consultation at The Hague, we realized the potential our members could bring to the sustainable development movement and our global transition to green economic growth. We have always lived and operated sustainably, but now we know there is a name and process for what we do and a framework that allows us to better communicate our efforts. While some parties are disappointed in the final document, we found the stakeholder outreach extremely valuable as it opened our minds to the potential we could do as well as connected us to new processes and partners so we can be heard. Given the historic nature of this meeting we plan to submit at least 20 commitments before we leave Rio so that when our children and grandchildren ask what we did, we have something tangible and concrete to point to. We are strong supporters of UN Women and UN Global Compact, making the Women’s Economic Principles a strategic priority for all of our chapters around the world. The World Business Council for Sustainable Development’s Vision 2050’s must haves for 2020 specifically highlighted women’s economic empowerment and because of these very important documents, we have found new entry points for our business and professional women to engage within their organizations and communities.

G2i2 Summit this October at the Bangalore, India campus of BASD Chair Infosys. Through this Rio+20 process we learned there are companies and governments who are committed to sourcing or supporting women-owned businesses and entrepreneurs and we want to continue to learn more of how to work with them and support their efforts. This week we heard about the impressive inclusive business initiatives of multinational companies like Unilever, Coke, Pepsi, Nestle and Greif. Conversations with Swedish Minister Gunilla Carlsson, New Zealand’s Deputy Minister Amanda Ellis, Dutch Minister Kitty van der Heiden and Danish Minister Ida Auken truly inspired us and helped shaped our minds about how we and our members can accelerate sustainable development. We hope you and the UN continue to engage the stakeholders. Through our collective understanding and contributions we can all make the world a better place for everyone and future generations. We thank you again and the UN DESA Major Groups team for opening your processes to us so we can find ways to help you implement the outcome of this timely and inspirational conference. Sincerely, Ms. Freda Miriklis,

President, International Federation of BPW We have already made Rio+20 commitments to create and support nearly 8,000 women-owned green economy businesses around the world and I assure you there will be more. One of our BPW NY members, Tess Mateo of CXCatalysts, has committed to launch a Global Green Inclusive Innovation (G2i2) Summit and BPW Munich member Dr. Mariana Bozesan has committed to create a 100 million Euro Integral Fund. We invite you to join us at our inaugural

Ms. Tess Mateo,

BPW NY, Managing Director, CXCatalysts Dr. Mariana Bozesan,

BPW Germany, President AQAL Investing Dr. Arzu Ozyol,

BPW Turkey, President Hydra Consulting Mrs. Yara Blochtein,

BPW Brazil, Tree for Life

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BPW Germany 2012


1. Vorsitzende Daniela Lurz info@bpw-allgaeu.de

2. Vorsitzende Yinhua Bebronne-Zhu Bebronne-zhu.yinhua@t-online.de

Gründungsjahr: 2009 14 Mitglieder

Gründungsjahr 1980 30 Mitglieder

Seit dem 6. März 2012 ist der neue Club-Vorstand des BPW Club Aachen e.V. im Amt und durfte sofort mit der Planung und Durchführung des Equal Pay Day am 23. März 2012 starten. Neu eingeführt haben wir einen Lady’s Lunch, zu dem neben den Clubfrauen auch das Frauennetzwerk Aachen sowie über lokale Medien alle interessierten Frauen eingeladen waren. Dies war ein schöner Beginn in einen ereignisreichen Tag zum Thema „Lohnfindung“ mit einem Infostand und einem Flashmop. Beendet haben wir den Tag im Kino. Der Film „Wer weiß, wohin“ war ein schöner Abschluss. Unsere Club-Vision für 2012

Ausreichend Zeit für die Umsetzung und Verwirklichung unserer gesetzten Ziele:

Neugewinnung von Clubfrauen und Wiedererweckung des Young BPW Aachen

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir in einem ersten Schritt am 30. September 2012 an dem ganztägigen Aktionstag der Aachener Vereine „EhrenWERT!“ teilnehmen und den BPW Club Aachen hoffentlich interessant und ansprechend präsentieren. Dabei sollen Interessentinnen die Gelegenheit erhalten, sich vor Ort ausführlich über den BPW und seine Möglichkeiten als gemeinnütziges und internationales Frauennetzwerk im Allgemeinen und den BPW Club Aachen und seine Aktivitäten im Besonderen zu informieren. Sie können sich in einem zweiten Schritt zu einem Interessentinnen-Brunch unseres Clubs zum Thema „Was tun, wenn der Headhunter klingelt“ anmelden. Mit unseren Clubfrauen freuen wir uns also auf tolle Veranstaltungen mit vielen neuen Interessentinnen.

Aktion zum Equal Pay Day 2012 in Aachen

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BPW Germany 2012

Club Allgäu

Club Aachen

1. Vorsitzende Kornelia Bebronne 1.Vorsitzende@bpw-aachen.de

Zurzeit sind wir 13 Mitglieder im noch jungen Club Allgäu. Ein kleiner, aber feiner Zusammenschluss von Frauen, die sich gegenseitig umso besser kennen, schätzen und empfehlen können. Sich aktiv auszutauschen und gegenseitig mit Rat und Tat zu unterstützen sind Schwerpunkte bei unseren Netzwerktreffen. Wir mögen es aber auch provokant. Der Oktobervortrag 2012 steht unter dem Motto: Das Arroganzprinzip – so haben Frauen mehr Erfolg im Beruf. Das Thema Frauen in Führungspositionen ist immer wieder eine Herausforderung für uns. Wir arbeiten eng zusammen mit dem Koordinationsbüro Frau & Beruf und mit der Hochschule in Kempten. Das alljährliche Hochschulforum Frau & Beruf begleiten wir als Partner, um fakultätsübergreifend Studentinnen beim effektiven Start in den Beruf zu unterstützen.

Die DACH-und Frühjahrstagung in Lindau hat bestätigt: Die Wirtschaft braucht die Frauen. Rollenvorbilder sind gefragt, um Frauen Mut zu machen, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb suchen wir Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen, die unseren Club als Mitglieder bereichern können.


Der BPW-Club Augsburg ließ das Jahr 2011 mit einem großen Knall ausklingen: einem rauschenden Fest, das zugleich Weihnachtsfeier, Kerzenlichtfeier und Jubiläumsfeier war. Gefeiert wurde der 10. Geburtstag des Clubs, der 2001 von Clubfrau Anne Brack gegründet wurde. Sie zog damals von Regensburg nach Augsburg und wunderte sich, dass es in der drittgrößten Stadt Bayerns noch keinen BPW-Club gab. Der Rest ist sozusagen Geschichte, und so war das Fest am 9. Dezember im Porzellanzimmer des Schloss Aystetten dann auch der Höhepunkt des Augsburger BPW-Jahres 2011. Musikalisch umrahmt wurden die Festlichkeiten vom Duo Sternschnuppe, kulinarisch wurden die Clubfrauen mit italienischer Feinkost verwöhnt. Außerdem führten die fünf bisherigen ersten Vorsitzenden Anne Brack, Sylvia Schaab, Birgit Adam, Sarah Hueber und Susanne Feile die Kerzenlichtzeremonie durch. Ein weiterer Meilenstein im BPW-Jahr ist auch in Augsburg der Equal Pay Day. Auch dieses Jahr tat sich der Augsburger Club mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg und dem Katholischen Deutschen Frauenbund zusammen. Bei einer Straßenaktion wurden rund 600 rote Taschen unter die Augsburgerinnen gebracht. Abends luden die Bündnispartner dann zu einem Empfang ins Rathaus. Hier unterhielt die Kabarett-Gruppe des Verbraucherservice Augsburg mit einem Sketch. Zum Nachdenken regte der Vortrag von Dr. Simone Strohmayr, SPD-Landtagsfrakti-

1. Vorsitzende Cornelia F. Krämer cornelia_f_kraemer@bpw-berlin.de

2. Vorsitzende Sarah Hueber sarah@bpwclub-augsburg.de

2. Vorsitzende Uta Zech u.zech@bpw-berlin.de

Gründungsjahr: 2001 34 Mitglieder

on, zum Thema „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ an. Trotz allem stellte Susanne Feile, 1. Vorsitzende des BPW Clubs Augsburg, zum Abschluss fest: „Ich bin eine Frau – und das ist gut so“. Obwohl der Equal Pay Day in Augsburg langsam immer bekannter wird, kann der Club allein mit inhaltlicher Arbeit noch nicht genug Frauen erreichen. Deshalb ist auch im kommenden Jahr wieder ein wichtiges Ziel des Clubs, die Bekanntheit von BPW zu erhöhen. Straßenaktionen wie zum Equal Pay Day leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Der BPW-Club Augsburg trifft sich zweimal im Monat: am ersten Dienstag im Monat zu einem Vortragsabend, am vierten Dienstag zum Stammtisch mit lockerem Netzwerken. Neu eingeführt wurde die Reihe BPW vor Ort, bei der Clubfrauen an ihrem Arbeitsplatz besucht werden und sich und ihre Arbeit präsentieren können. Auch Nicht-Mitgliedern steht diese Möglichkeit offen, allerdings gegen eine Gebühr.

Club Berlin

Club Augsburg Zehnjähriges Jubiläum und viele rote Taschen

1. Vorsitzende Susanne Feile susanne@bpwclub-augsburg.de

Karriereförderung für Frauen. Ein Thema, vielschichtig wie kaum ein anderes. Heißdiskutiert in der Öffentlichkeit, auf Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Couleur und natürlich im BPW. Zum einen sind da die alten Rollenmodelle, die immer noch in den Köpfen von Frauen und Männern herumspuken. Um diesen hartnäckigen Gespenstern aus grauer Vorzeit zu begegnen, hat der BPW Club Berlin seine Veranstaltungsreihe Erfolgreiche Frauen live ins Leben gerufen. Nach Sarah Wiener, Renate Künast, Dagmar Reim und Gesine Schwan beehrte uns dieses Jahr Dr. Sigrid Nikutta. Seit 2010 ist sie Vorsitzende der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG), Deutschlands größtem Verkehrsunternehmen. Ein Job, der Kompetenz in Personalführung, Produktion und Technik erfordert. Mit einem charmanten Augenzwinkern verriet sie ihre Erfolgsformel: „Ich weiß, was ich kann und schätze mich selbst. Ich stelle mir klare Ziele, die ich im Team auch erreichen kann – und ich will nicht perfekt sein.“ Ein Statement mit Vorbildcharakter. Beschwingt vom zierlichen Vorbild mit so viel Power beschloss der neugewählte BPW Berlin Vorstand, eine Karrieremesse für Frauen mit Aufstiegsambitionen ins Leben zu rufen. Das ist noch nicht tollkühn. Der Entschluss,

Gründungsjahr: 1950 84 Mitglieder

nicht zu kleckern, sondern zu klotzen und Fördergelder zu beantragen, wohl. Ohne zu ahnen, dass schon die Antragsstellung eine Vollzeitstelle im gehobenen Management zu einer angenehmen Freizeitbeschäftigung disqualifiziert. Vom Zeitdruck ganz abgesehen. Aber dank einer wunderbaren Taskforce und ihrem unermüdlichen Einsatz ist es gelungen. Der Antrag ist abgegeben und harrt seiner Beurteilung. Die Umsetzung wird ein Kinderspiel. Die Abrechnung das kalte Grauen. Bis wir wissen, ob wir dürfen, wie wir gerne wollen, beschäftigen wir uns mit dem, was mindestens so notwendig ist für die Karriereförderung. Wir netzwerken. Ob beim Flying Dinner mit Kultstatus, beim neudeutschen SpeedTalk oder beim club evening with international business Women, das Ziel ist das gleiche: wissen was du machst, mitteilen was ich mache und sehen, was wir zusammen machen können. Auf geht’s.

Vorstandsriege BPW Club Berlin 2012

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BPW Germany 2012


1. Vorsitzende Viktoria Balensiefen vorsitzende@bpw-bonn.de

2. Vorsitzende Agnieszka Wrobel a_wrobel76@yahoo.com

2. Vorsitzende Claudia Thalmann vorsitzende@bpw-bonn.de

Gründungsjahr: 2011 17 Mitglieder

Der BPW Bielefeld wurde am 5. Mai 2011 von 11 Frauen gegründet. Bis zum Jahresende 2011 schlossen sich sechs neue Mitglieder an. Für die ostwestfälische Metropole eine beachtliche Zahl, lautet doch ein altes Sprichwort dieser Region, dass man zunächst einen Sack Salz miteinander gegessen haben muss, bevor man Vertrauen fasst. Den ersten Netzwerktreffen nach Gründung folgten die ersten Taten. Ein Frauentag im Juli bot allen Frauen die Möglichkeit des besseren Kennenlernens und diente als Ideenschmiede für erste gemeinsame Projekte. Eine gute Grundlage für den jungen Club, sich im Herbst mit interessanten Veranstaltungen der Öffentlichkeit erstmals zu präsentieren. Der Vortrag Wir Frauen im Flirt mit der Macht, der das Thema Status im Arbeitsleben aufgriff und von Businesstrainerin Tanja Bastian gehalten wurde, fand lebhaftes Interesse. Die Autorenlesung zweier Mitglieder

Crime meets Lyrics – ein abwechslungsreicher Abend zwischen Hochspannung von Dr. Eva Reichmann und Balsam für die Seele von Carmen Zander-Helmle, machte die Vielseitigkeit der Clubfrauen deutlich. Zu Beginn 2012 nahm die 1. Vorsitzende Dr. Janina Zippel einen Karrieresprung ins Ausland wahr. Auf der ersten Mitgliederversammlung im Februar 2012 wurde Carmen Zander-Helmle mit großer Mehrheit zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der noch junge Club durchlebte eine Phase der Reorganisation. Aufgrund der positiven Erfahrung aus dem ersten Frauentag 2011 wurde schon früh die Idee geboren, auch in 2012 wieder einen Frauentag zu veranstalten und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Für das kommende Club-Jahr sind wiederum interessante Vorträge im Programm. Geplant sind zudem MottoNetzwerkabende zu Themen wie EPD, Gleichstellung oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gründungstag 5. Mai 2011 vl: Julia Remmert, Anja Zimmermann, Dr. Eva Reichmann, Bianca Siewert, Ramona Beisiegel, Kalina Bojanowski, Agnieszka Wrobel, Cora Jantz, Dr. Janina Zippel, Susanne Thoeren, Susanne de Reuter Frauentag Juli 2012 vl: Brit Höke, Susanne Thoeren, Carmen ZanderHelmle, 1. Vorsitzende, sitzend, Bianca Siewert, Julia Remmert, Ramona Beisiegel, Kalina Bojanowski, Ingrid Troestrum Foto: Susanne de Reuter

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BPW Germany 2012

Club Bonn

Club Bielefeld

1. Vorsitzende Carmen-Zander-Helmle erste-vorsitzende@bpw-bielefeld.de

Herzlich Willkommen beim BPW Bonn! Wir sind ein aktiver Club mit über 60 Frauen zwischen 23 und 63 Jahren. Sie finden bei uns (leitende) Angestellte, Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen aus den unterschiedlichsten Branchen. Mitgliedsfrauen und Interessentinnen erfahren bei uns viel Austausch, Rückhalt und Unterstützung bei Fragen rund um Beruf und persönliche Fragen. Unser abwechslungsreiches Programm schätzen Mitgliedsfrauen und Interessentinnen, zu dem wir uns spannende Frauen und Männer als Referenten einladen. Mitglieder nehmen dazu das exklusive BPW on Tour wahr, bei dem wir von der Weinprobe bis zum Late-Night-Shopping zweimal jährlich das Besondere bieten. Das Angebot ergänzen wir um Visitenkarten-Partys, Seminare und Workshops – und natürlich Feste und Feiern. In 2011 sind wir 60 Jahre alt geworden, und damit einer der ältesten BPW Clubs Deutschlands. Dieses Jubiläum haben wir mit einem wunderbaren Gala-Abend gemeinsam mit vielen Gästen und BPW-Freunden aus Deutschland und Europa begangen. In Bonn sind wir gut vernetzt mit Wirtschaft und Politik – von der Lokal- bis hin zur Bundespolitik. Dazu pflegen wir Kontakte zu den UN-Organisationen, Hochschulen und den anderen Verbänden in der Region. Wir sind bekannt als der Verein, der den Equal Pay Day seit Jahren mit starken Partnern erfolgreich organisiert. Auch bei frauen-

Gründungsjahr: 1952 64 Mitglieder

politischen Fragen sind wir ein anerkannter und kompetenter Ansprechpartner, der selbstverständlich angesprochen und mit einbezogen wird. Dazu engagieren wir uns auch lokal: seit 2010 bieten wir gemeinsam mit einem Bonner Gymnasium ein SchülerinnenMentorin-Progamm an. Bald startet der dritte Jahrgang, und wir werden wieder rund 15 Mädchen im 1:1 Mentoring für ein Jahr begleiten auf dem Weg zu Berufswahl bzw. Studienplatzwahl. Unser Ziel ist hier, den Übergang Schule – Beruf für die Mädchen einfacher und erfolgreicher zu gestalten. Weiter möchten wir unterstützen, sich auch über unbekannte oder ungewöhnliche Berufe zu informieren, und natürlich auch die Aspekte Einkommen und Stellenmarkt einzubeziehen. Gerne berichten wir Ihnen mehr über alle weiteren Initiativen und Projekte bei uns. Stöbern Sie auch auf unserer Webseite und lesen Sie unsere Newsletter – hier können Sie verfolgen, was wir machen, und sehen, wie wir aussehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns in Bonn! Bis dahin herzliche Grüße, auch im Namen meiner Vorstandskolleginnen und der Mitgliedsfrauen,


Weil Bremerhaven ein bedeutender Wissenschaftsstandort ist, haben wir im Jahr 2010 die BPW Frühjahrstagung unter dem Motto „Frauen in MINT-Berufen mit großem Erfolg ausgerichtet. Die Diskussionen und Workshops fanden in der Hochschule Bremerhaven statt, Exkursionen führten die Teilnehmerinnen aber auch in das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung und ins Auswanderhaus.

2. Vorsitzende Heike Gottschalk h.gottschalk@albrecht-mediapro.de Gründungsjahr: 1974 28 Mitglieder

aus der Wirtschaft, die aufzeigte, was es braucht, um Stolpersteine auf dem „Weg nach oben“ zu überwinden. Das Programm wird in Bremerhaven und der Partnerstadt Bremen gut angenommen. Unser Ziel für die Zukunft ist es daher, BPW als Netzwerkpartner für Frauen, die vor beruflichen Entscheidungen stehen, weiter zu etablieren. Und wir wünschen uns noch mehr Frauen, die sich trauen, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Dabei wollen wir gern unterstützen.

Club Burghausen

Club Bremerhaven BPW Bremerhaven ist schon lange “im Geschäft”. Gegründet wurde der Club 1974. Die Mitgliederzahlen sind über die Jahre bei etwa 30 Frauen relativ stabil. Schön sind der breite Branchenmix und die Vielfalt der Clubfrauen. Die jüngste Clubfrau ist 32 Jahre alt und arbeitet als Ingenieurin in einem Unternehmen, die älteste 67 Jahre alt, war selbständige Geschäftsfrau und angestellt tätig und ist inzwischen Rentnerin und weiterhin aktiv tätig.

1.Vorsitzende Waltraud Lindenau-Niemeyer w.lindenau-niemeyer@roots-wings.de

BPW Burghausen Highlight im März 2012 Im März dieses Jahres fand in Burghausen ein Führungsseminar für Frauen statt. Als Tagungsort wurde das Haus der Begegnung gewählt – ein Ort mit angenehmer Atmosphäre in hellen Räumen mit Blick in einen verträumten Innenhof. Der Kurs selbst war ein interaktives Trainingsprogram – durchgeführt von Ingrid Asche und Conny Montague, die es verstanden eine vertrauensvolle und offene Atmosphäre zu schaffen. Auf dem Programm standen Themen über Verhaltens- und Kommunikationsstile, Teamarbeit, Präsentationen, Spontan reden, Gehaltsverhandlungen, Netzwerken, Führungsqualitäten, Öffentlichkeitsarbeit und persönliche Ziele.

1. Vorsitzende Kerstin Hinterholzer 1.vorsitzende@bpw-burghausen.de 2. Vorsitzende Petra Egner-Fink 2.vorsitzende@bpw-burghausen.de Gründungsjahr: 2000 32 Mitglieder

zuheben war das kompetente Feedback der Trainierinnen. Im Laufe des 2-tägigen Programms wuchs die Gruppe, deren Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern kamen, zu einem Team zusammen, das wohlwollend und offen Feedback geben konnte. Gut gerüstet mit Tipps von Trainerinnen und Gruppenmitgliedern und gestärkt durch die Erfahrungen aus den praktischen Übungen starteten wir in die kommenden Wochen und konnten unsere neuen Erkenntnisse in die Tat umsetzen. Das Seminar für Frauen und von Frauen war ein Highlight im Jahr 2012 für den Club Burghausen, der dies anbieten konnte und für die Teilnehmerinnen. Empfehlenswert für alle Frauen.

Unterstützt wurde dies durch Gruppenarbeit, Rollenspiele und Einzelvorstellungen. Hervor-

Aus dieser Frühjahrstagung ergab sich die Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Sozialakademie WiSoAk Bremerhaven und weiteren Koordinationspartnerinnen. Gemeinsam haben wir ein Qualifizierungsprogramm aufgelegt mit dem Ziel, Frauen für Managementaufgaben zu qualifizieren (www.wisoak.de Frauenprojekt QuaFiMa). Unter dem Motto „Frauen im Aufstieg – Qualifizierung von Frauen in betrieblichen Funktionen und im Management“ bieten BPW-Frauen und qualifizierte Frauen aus unterschiedlichen Institutionen Bremerhavens in diesem Programm Workshops und Vorträge an. Und wir organisierten in diesem Jahr gemeinsam eine Podiumsdiskussion mit role models

10 jähriges Jubiläum Burghausen

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BPW Germany 2012


2. Vorsitzende Babett Friedland info@bpw-dresden.de Gründungsjahr: 1997 26 Mitglieder

Der Dresdner BPW-Club sieht sich als Verband für berufstätige Frauen. Ziel ist die gegenseitige Förderung und Unterstützung bei der wirtschaftlichen, beruflichen und persönlichen Entwicklung. Wir wenden uns an Frauen aus allen Berufen, die selbständig, freiberuflich oder angestellt arbeiten. Wir informieren mit unseren monatlichen Vortragsabenden über frauenrelevante Themen aus der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zudem geben wir Frauen die Möglichkeit, sich durch unseren Club zu vernetzen und sich für ihre Berufstätigkeit zu stärken. Veranstaltungen mit großer Resonanz

2011: Podiumsdiskussion zum Thema Frauenbilder – Männerbilder – Zukunftsbilder 2012: Podiumsdiskussion zum Thema Frauenberufe – unterbezahlt, schlechter bewertet, ausgenutzt? Veranstaltung zum Thema Lohngerechtigkeit am Arbeitsmarkt

Die Veranstaltungen zum Equal Pay Day stärken die Wahrnehmung des Clubs in der kommunalen Umgebung. Dadurch, dass für die EPD-Veranstaltung 2012 die Sächsische Sozialministerin Christine Clauß als Schirmherrin sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah, als Moderatorin gewonnen werden konnten, ist die Wahrnehmung enorm gestiegen. Beispielsweise ist aufgrund der Veranstaltung eine Sonderserie in der Sächsischen Zeitung Frau, Firma & Familie entstanden, in deren Reihe über das Engagement einzelner Clubfrauen und über den Club ausführlich berichtet wurde. Das gab einen enormen Clubmitgliederzuwachs. Der Dresdner BPW-Club wird im kommenden Jahr den Frühjahrskongress ausrichten. Als Gastgeber in der geburtenfreundlichen Stadt Dresden wird sich alles um das Thema Generationen – Familie, Arbeit, Bildung drehen.

Veranstaltung zum EPD 2012 im Dresdner Kulturrathaus. vlnr. Monika Bresche (Arbeitsgeberverband der Ostdeutschen Papierindustrie), Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah (Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden), Heike Reinhold (BPW Dresden), Anett Hermann (BPW Dresden), Dr. Andrea Benkendorff (1. Vorsitzende BPW Dresden)

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Club Düsseldorf

Club Dresden

1. Vorsitzende Dr. Andrea Benkendorff info@bpw-dresden.de

1. Vorsitzende Dr. Sabine Küsters sabine.kuesters@bpw-duesseldorf.de 2. Vorsitzende Sandra Meven sandra.meven@bpw-duesseldorf.de Gründungsjahr: 1952 63 Mitglieder

Club Düsseldorf feiert 60-jähriges Bestehen

chings zur Verfügung, die gut gebucht waren.

Als einer der Clubs der ersten Stunde blickt der Club Düsseldorf auf eine nun 60-jährige Geschichte zurück.

Dem 60-jährigen Jubiläum des BPW Düsseldorf möchten wir nun das Wochenende des 07.-08. September widmen. Wir freuen uns auf alle Mitglieder, Bekannte und alle anderen uns Wohlgesinnten, die dieses Jubiläum mit uns feiern. Beginnend mit Freitagabend haben wir ein abwechslungsreiches und geselliges Programm zusammengestellt. Am Samstagabend folgt dann der Höhepunkt: das festliche Dinner im Theatersaal des Künstlervereins Malkasten, wo uns ein 3-gängiges Menü mit vorherigem Prosecco-Empfang erwartet. Wir freuen uns auf Grußworte unserer Ehrengäste und haben für den Abend weitere Überraschungen geplant.

Wir haben Partei ergriffen für Frauen, haben Frauen aus unterschiedlichen Berufen miteinander vernetzt und uns dafür eingesetzt, den Einfluss von Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit zu vergrößern. Kurz: Wir haben den BPW in Düsseldorf zu einer frauenpolitischen Größe gemacht, die nicht mehr wegzudenken ist. Wir haben gute Kontakte in das Ministerium für Gesundheit, Erziehung, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen und zur Kommunalpolitik aufgebaut und waren 2011 im Ministerium Teil des Planungs-teams für den 100. Internationalen Frauentag. Im Rahmen des Equal Pay Day 2012 haben wir eine moderierte Podiumsdiskussion zum Thema Entgeltgleichheit veranstaltet, in der die wirtschaftliche, gewerkschaftliche und rechtliche Seite der Lohnfindung diskutiert wurde. Im Anschluss an die Diskussion standen renommierte Coaches und Trainer – teilweise Clubfrauen des BPW Düsseldorf – für je 25-minütige Speed-Coa-

Um dem Abend den festlichen Anstrich zu verleihen, werden wir unsere traditionelle Kerzenlichtfeier begehen, bevor wir den Abend mit DJ und Party abrunden. Unser besonderer Dank gilt der Sparda-Bank West eG. Ihre großzügige Spende ermöglicht, dass unsere Feier in würdigem Rahmen in dem wunderbaren Theatersaal statt finden kann. Wir sind gespannt auf die kommenden 60 Jahre und freuen uns auf zahlreiche Teilnahme an unserem Jubiläum.


1. Vorsitzende Mandy Hindenburg hindenburg@bpw-essen.de

2. Vorsitzende Eva-Maria Schüler bpw@architekturbuero-schueler.de

2. Vorsitzende Silke Schöneberg schoeneberg@bpw-essen.de

Gründungsjahr 1993 18 Mitglieder

Fernsehen über die Thüringer Grenzen hinaus wahrgenommen. Unsere Clubfrauen entscheiden gemeinsam, welche Themen an den Clubabenden im Vordergrund stehen und bringen sich bei der Organisation der Abende mit ein. Neben einem Vortrag zu ‚Streitkultur zwischen Frauen und Männern‘, einer BetriebsBesichtigung in der Wachstumsbranche Lagerlogistik, einem Erlebnisbericht einer Autorin über ihre Wanderung auf dem Jakobsweg oder einem Gespächsabend zum Thema ‚Alltag von Frauen in der Bundeswehr‘ interessieren wir uns in diesem Jahr in unserer Reihe ‚Frauen in anderen Kulturen‘ für die Lebensumstände von Frauen in China. Enge persönliche Kontakte und Freunschaften sind über die Jahre zum Göttinger BPW-Club und dem Club Poznan/Polen als Twinning Partner entstanden, die wir über gemeinsame Veranstaltungen pflegen und genießen.

Club Essen

Club Erfurt BPW Germany Club Erfurt e.V. Unser kleiner Club konnte über Ab- und Zugänge seine Mitgliederzahl zwischen 15 und 20 Clubfrauen ständig konstant halten. Als Forum des Gedankenaustausches berufstätiger Frauen engagieren sich unsere Frauen sowohl bei Veranstaltungen des Landesfrauenrates Thüringen, der Gleichstellungsstelle der Stadt Erfurt und unterstützen sich auch gegenseitig erfolgreich beruflich in unserem kleinen Netzwerk. Mit Einführung des EPD konnten wir über die Jahre ein Netzwerk mit Frauen und unterstützenden Männern verschiedener Berufsverbände, Organisationen, Vereinen und Behörden knüpfen. So war es 2012 möglich, im Foyer der IKEA-Filiale Erfurt junge Familien mit dem EPD und dessen Grundgedanken vertraut zu machen. Im Vorfeld wurden wir von der Tagespresse und dem Stadtradio mit einer einstündigen Sendung über den EPD unterstützt. Ein gemeinsamer Auftakt fand mit der Thüringer Sozialministerin, dem Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, unserem Club, dem DGB und den RadfahrerInnen des Seniorenschutzbundes auf dem Erfurter Fischmarkt statt. Dieser Auftritt wurde schließlich auch als kleiner Beitrag im MDR

1. Vorsitzende Bettina Wiesel wiesel.bettina@gmx.net

Der BPW Club Essen e.V. wurde im Juni 2011 von einem jungen Vorstand übernommen mit der Vision Zusammen sind wir stark. Mit diesem Motto ist der Club von 19 Mitgliedsfrauen auf knapp 30 gewachsen. Der neue Wind weht mit viel Freude und Spaß, von einem attraktiven Programm über besuchsstarke und informative Netzwerkabende bis hin zur einen neuen Auftreten. Der BPW Club Essen präsentiert sich mit einem erfrischenden, direkten und zielstrebigen Erscheinen. Das führt dazu, dass ein lockeres und aktiveres Clubleben entstanden ist, wo die Balance zwischen Geben und Nehmen besteht, wo jeder gern unterstützt und das Know-how der einzelnen Clubfrauen im Vordergrund steht.

Gründungsjahr 2007 32 Mitglieder

hohe Wahrnehmung in Essen bei Frauen und Männern gleichermaßen bescherte. Zusammen mit anderen Vereinen wollen wir uns durch Projekte und Benefizveranstaltungen zeigen und auf unsere Ziele aufmerksam machen. Professionalität und Engagement arbeiten hierbei eng zusammen. BPW Start, ein neues Projekt unseres Clubs, wird ab 2013 junge Berufsstarterinnen mit einer zweijährigen Clubmitgliedschaft und unseren internen Erfahrungen unterstützen. Unser Ziel, zu wachsen und zu wirken, wird auch 2013 weiterhin im Fokus stehen. Denn nur mit einem starken, seriösen und professionellen Auftreten werden wir Großes bewirken.

Im März, zum Equal Pay Day, hatten wir eine sehr erfolgreiche Filmvorführung, die uns eine

Sicher eingekleidet im Mai 2012, damit wir im Logistiklager der BLG nicht verloren gehen (Foto: Eva-Maria Schüler)

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BPW Germany 2012


2. Vorsitzende Dr. Maria L. Staubach 2.vorsitzende@bpw-frankfurt.de Gründungsjahr: 1999 86 Mitglieder

BPW Club Frankfurt am Main: Strategie-Workshop schärft Blick nach innen Unter dem Motto BPW Club Frankfurt: Das Kompetenznetzwerk für qualifizierte Frauen waren alle Mitgliedsfrauen Ende 2011 zum Strategie-Workshop eingeladen. Rund 25 Frauen nahmen die Gelegen­­heit wahr, intensiv zu diskutieren, wie der Club die bis Mai 2013 dauernde Amtsperiode des jetzigen Vorstandes gestalten will. Ziel war es dabei, gemeinsam Stärken und Kernthemen unter die Lupe zu nehmen, um das Clubleben weiter zu bereichern und – im nächsten Schritt – den Club Frankfurt im politischgesellschaftlichen wie auch im unternehmerischen Umfeld auf regionaler Ebene weiter zu positionieren. Von Beginn an war klar, dass der Abend im Sinne von Verbindlichkeit der Ergebnisse mit einem ge­meinsam getragenen Auftrag an den Vorstand, als Richtschnur für das weitere Vorgehen, enden müsse. Der Blick auf erfolgreiche Aktivitäten, wie die thematisch vielfältigen Vortragsveranstaltungen, leitete eine konstruktive Diskussion ein. Diese positive Stimmung gilt es, in das Clubleben zu tragen und bei verschiedenen Gelegenheiten, z. B. auf den Clubabenden, die Kommunikation noch stärker zu pflegen. Ziel ist es, sämtliche Aktivitäten transparenter zu gestalten und Impulse für weiteres Engagement zu setzen.

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BPW Germany 2012

Wir stärken das Netzwerk: So könnte die Überschrift über die im Workshop beschlossenen Maßnahmen lauten. „Der Fokus liegt klar darauf, sich noch besser kennenzulernen und dabei mehr über­einander zu erfahren – beruflich und privat“, erläutert Simone Bittner-Posavec, 1. Vor­­ sitzende des Clubs Frankfurt. Erste Vorschläge wurden Anfang 2012 gleich in die Tat umgesetzt. So trifft der immer freitags stattfindende Quick Lunch in der Frankfurter Club-Loca­t ion­­, der Kameha Suite, auf sehr positive Resonanz. Eine weitere Maßnahme zum besseren gegenseitigen Kennenlernen ist es, die Arbeitsgruppen regelmäßig auf den Clubabenden zu Wort kommen zu lassen. Die Idee: Die AG-Frauen stellen sich und ihre Aktivitäten vor und wecken bei anderen Mitgliedern das Interesse, ebenfalls mitarbeiten und das Clubleben aktiv mitgestalten zu wollen. Ein neuer Vorschlag, der auf dem Workshop hohen Zuspruch fand, nahm inzwischen konkrete For­men an: Das Bilden von Kleingruppen, bestehend aus unterschiedlich aktiven Clubfrauen. Auch hier geht es darum, sich noch besser kennenzulernen, mehr voneinander zu erfahren und sich gegenseitig zu unterstützen. So kann es gelingen, besonders diejenigen Frauen, die sich zurückgezogen haben, wieder näher an den Club heranzuführen.

Club Göttingen

Club Frankfurt

1. Vorsitzende Simone Bittner-Posavec 1.vorsitzende@bpw-frankfurt.de

BPW Göttingen Award 2012 Der BPW Club Göttingen e.V. wird Ende des Jahres 2012 zum ersten Mal den BPW Göttingen Award vergeben. Mit dieser Auszeichnung sollen frauenpolitische Initiativen, Gruppierungen oder auch Einzelpersonen gefördert werden, die sich in Göttingen nachhaltig für die Förderung der Gleichberechtigung bzw. die berufliche Weiterentwicklung von Frauen engagieren. Der Award ist verbunden mit einem Preisgeld und wird in einem feierlichen Rahmen am 11. Dezember 2012 verliehen. Die Stadt Göttingen hat, wie viele andere Städte auch, mit dem Land Niedersachsen einen Entschuldungshilfevertrag abgeschlossen. Darin ist festgelegt dass das Land die Schulden der Kommune übernimmt; im Gegenzug darf die Stadt in den nächsten 10 Jahren keine neuen Schulden machen. Das funktioniert nur, wenn freiwillige Zuschüsse zu sozialen und kulturellen Einrichtungen gestrichen werden. Auch frauenpolitische Initiativen leiden darunter. Das hat der BPW Club Göttingen e.V. zum Anlass genommen, diesen Preis auszuloben. Die Bewertungskriterien und Bewerbungsunterlagen sind ab September 2012 auf der Homepage des BPW Club Göttingen e.V. zu finden.

1. Vorsitzende Isabella Wolter i.wolter@bpw-goettingen.de 2. Vorsitzende Doris Körner d.koerner@bpw-goettingen.de Gründungsjahr: 1954 52 Mitglieder


Unsere Clubabende finden am 1. Dienstag eines Monats im modernen, maritimen 25hours Hotel in der Hafencity statt. Hierbei reicht das Spektrum von wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen bis hin zur persönlichen Weiterentwicklung. „Stark, sexy, frei – die Clownin“ - dieser interaktive Vortrag im vergangenen Jahr eröffnete uns neue Perspektiven. Für ebenfalls großes Interesse sorgte der Vortrag Gegenwärtige Lage und die Aussichten für die Hamburger Wirtschaft von Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin der Hamburger Handelskammer. Ein besonderer Abend in 2012 mit vielen Clubfrauen und Interessentinnen war das Speednetworking: wir konnten uns einmal ganz anders über unsere beruflichen Tätigkeiten austauschen, haben neue Impulse erhalten, wertvolle Kontakte geknüpft und gepflegt. Das Highlight in 2012 war unsere sehr erfolgreiche Veranstaltung zum Equal Pay Day mit dem Motto Gut verhandelt = mehr verdient ?! in der Patrio-

2. Vorsitzende Eva Friederike Musahl zweite.vorsitzende@bpw-hh.de Gründungsjahr: 1951 46 Mitglieder

tischen Gesellschaft von 1765. Neben einer Podiumsdiskussion mit Fachfrauen aus Wirtschaft und Politik, Verbänden und Gewerkschaften umfasste unser Veranstaltungsangebot auch ein Speedcoaching, das auf große Resonanz stieß. Wir konnten dafür das Interkulturelle Frauenwirtschaftszentrum (Unternehmer ohne Grenzen e.V.) und die KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. als Kooperationspartner gewinnen. Zudem kooperieren wir mit success in balance, dem Angebot im Rahmen der Gleichstellungsarbeit in der Fakultät Wirtschafsund Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Wir werden auch in Zukunft spannende Vorträge organisieren, möchten zudem unser kulturelles Angebot ausweiten und sowohl die Youngs als auch die AG professional 50 plus stärken. Mit dem Programm BPW aktiv wollen wir unser Clubleben noch aktiver gestalten. Wir werden außerdem unsere Kooperationen ausweiten und festigen. Wir freuen uns besonders darüber, dass sich auch viele junge Frauen für unser Netzwerk interessieren.

Club Hannover

Club Hamburg Wir im Club Hamburg bilden mit unserem Netzwerk die Grundlage für viele gemeinsame Ideen und Projekte und gestalten durch unser Engagement in vielfältiger Weise das Clubleben interessant, wertvoll und lebendig. Unsere Clubfrauen sind teils angestellt und teils selbstständig … über alle Branchen verteilt … zwischen 29 und 73 Jahre alt.

1. Vorsitzende Kristina Jürgens erste.vorsitzende@bpw-hh.de

1. Vorsitzende Heike Rohdenburg rohdenburg@bpw-hannover.de 2. Vorsitzende Ulrike Pöhler Gründungsjahr 1996 13 Mitglieder

Wir sind ein kleiner, aber feiner Club. Unsere Interessen liegen im Netzwerken vor Ort, bei der Initiative „Nürnberger Resolution, mehr Frauen in Aufsichtsräte und Führungspositionen“ sind wir aktiv und nehmen an Veranstaltungen des Landesfrauenrates teil. Es gibt Clubabende wie das „Gelage im Park“ und Diskussionsabende z.B. zur Meinungsbildung über eine Frauenquote. Im Herbst wollen wir uns mit der Frage der „Strategie für ein erfolgreiches Berufsleben“ befassen und sind auch sonst engagiert beim Equal Pay Day. Und vor Weihnachten gibt es einen gemeinsamen Koch-Event.

Equal Pay Day Aktion des BPW Hannover

Auch in 2013 werden wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern - insbesondere zum Equal Pay Day – mit erfolgreichen Veranstaltungen auf uns aufmerksam machen.

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2. Vorsitzende Nicola Volckmann office@volckmann-media.de Gründungsjahr: 2008 30 Mitglieder

Nicht nur zum Equal Pay Day, im beruflichen Alltag ist es immer wieder wichtig, sich auf Gehaltsverhandlungen vorzubereiten. Der BPW Club Hildesheim hatte dazu Martina Boden, Coach für Kommunikation und Führen, OutplacementBeraterin und Fachautorin für Personalthemen zu Gast. In dem Workshop Erfolgreich Gehaltsverhandlungen führen gab sie den Zuhörerinnen Werkzeuge an die Hand, um gut vorbereitet in die nächste Verhandlungsrunde über das eigene Gehalt zu starten.

Club Kaiserslautern

Club Hildesheim

1. Vorsitzende Karin Jahns k.jahns@stadt-hildesheim.de

Der BPW Club Kaiserslautern stärkt und verbindet Frauen im Berufs- und Geschäftsleben. An einem Leitbild soll 2013 gearbeitet werden. Unsere Highlights in 2011/2012

Viele interessante Clubabende, beispielsweise die Lesung der Krimiautorin Petra Busch im November 2011 oder Betriebsbesichtigung bei Pfaff. Ebenso der Start mehrerer Erfolgsteams. Eine neue Website. Mitgliederbefragung Sommer 2012.

1. Vorsitzende Cornelia Mast 1.Vorsitzende@bpw-KL.de 2. Vorsitzende Heike Abidi 2.Vorsitzende@bpw-KL.de Gründungsjahr: 2009 36 Mitglieder

Geplant sind weitere Erfolgsteams, Beteiligung am Mentoring-Programm, Workshops und Seminare für Mitglieder, Clubabende mit Vorträgen für Mitglieder und Gäste, Diskussionsabende, Entwicklung eines Leitbildes. Der Club existiert jetzt im vierten Jahr und hat zur Zeit 36 Mitglieder, die positive Entwicklung der ersten Jahre hält an.

Der BPW Club Kaiserslautern wird in der kommunalen Umgebung als Bereicherung des sozialen und kulturellen Angebotes für berufstätige Frauen wahrgenommen.

BPW-Stand in der Nacht der Wissenschaft, Uni Kaiserslautern, 2011

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1. Vorsitzende Birgit Prange info@bpw-kiel.de

Club Kassel

2.Vorsitzende Sylvia Leinemann 2.Vorsitzende@bpw-kassel.de

2. Vorsitzende Yvonne Deerberg deerberg@bpw-kiel.de

Der BPW-Club Kassel zeichnet sich durch sehr unterschiedliche Frauen aus. Verschiedene Berufgruppen, unterschiedliche Temperamente und Alterstufen treffen aufeinander. Wir haben über die Zeit ein vertrauensvolles Netzwerk gewoben. Über eine Erweiterung freuen wir uns jederzeit! Ein Club lebt von den Ideen und der Mitarbeit seiner Mitglieder. Mitmachen ist daher ein Leitmotiv des BPW-Clubs Kassel. Ein Highlight im Jahr 2011 war der Blick hinter die Kulissen des Kinos Cineplex Capitol. Nach einer Stärkung mit feinen Häppchen und Getränken wurde uns die Filmvorführtechnik erklärt und wir konnten auch einen Blick in die ansonsten für den Publikumsverkehr verschlossenen Räume werfen. Zudem bekam jede von uns zur Vorführung des Films What a man ein Kino-Menü (Softdrink + Popcorn) spendiert.

Ereignis versäumt haben: in 5 Jahren ist es wieder soweit! Die Idee des Mitmachens ist nicht bloß Programm, sondern Wirklichkeit im BPW-Club Kassel. Die Vorstandssitzungen gestalten wir gerne als offene Sitzungen, zu denen wir alle Mitgliedsdamen einladen, damit diese ihre Ideen einbringen können.

Im Jahr 2012 haben wir schon einige interessante Abende zusammen verbracht. Wir freuen uns auf weitere im Jahresverlauf. Am Equal-Pay-Day haben wir dieses Jahr einen Vortrag mit dem Titel Paroli bieten gehört. Die dabei gelernten Techniken nützen den Teilnehmerinnen sicher bei Gehaltsverhandlungen sowie im alltäglichen Berufsleben. Im Mai erlebten wir eine spannende Führung durch das Werk der Firma B.Braun / Melsungen, in dem Infusionslösungen steril verpackt werden. Technik, die begeistert! Kurz bevor steht die Führung anläßlich der Weltkunstausstellung Documenta, die zur Zeit zum 13. Mal in Kassel stattfindet. Für diejenigen, die dieses

Gründungsjahr: 2004 19 Mitglieder

Unsere Treffen kündigen wir unter: www.bpw-kassel.de an. Einfach vorbei kommen. Wir freuen und auf Sie!

Club Kiel

1. Vorsitzende Petra Draschoff-Hennig 1.Vorsitzende@bpw-kassel.de

Die Vorsitzende Birgit Prange fasst die Kieler Clubziele zusammen: „Wir unterstützen Frauen dabei, ihre Lebensqualität zu erhöhen. Wir arbeiten alle an einem erfüllten Berufsleben und einer sinnvollen Aufteilung der Lebenszeit. Wir wollen: vielfältigen Austausch mit anderen, dass unsere Kinder gut betreut sind, Zeit für Genuss, Erholung, Familie und persönliche Weiterentwicklung.“ Dieses Ziel spiegelt das Clubprogramm 2012 mit Vorträgen unter dem Motto Weiterbildung, Spaß und Geld wider. Bitte Termin merken: Am Samstag, 9. März 2013, veranstaltet der Kieler BPW gemeinsam mit Soroptimist International Baltic Kiel, dem FrauenErfolgsForum (Kreis Plön) und der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein den Wertekongress Selbstwert – Marktwert – Geldwert. In den Kongress thematisch eingebunden sein werden der Internationale Frauentag und der Equal Pay Day.

Gegründet März 2000 38 Mitglieder

Mentoring im BPW stand im Mittelpunkt des Neujahrsevents 2012: Die Beauftragte des Bundesverbandes Ulrike Kessler führte kompetent und mitreißend ins Thema ein, Erfahrungsberichte von Mentorinnen und Mentees rundeten den Abend ab. Im Weinladen unserer Clubfrau Gabriele Schnura entstand im angenehmen Ambiente eine anregende Atmosphäre, die Gäste und Mitglieder schnell ins Gespräch brachte. Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Urkunden BPW aktiv in Bronze an fünf Frauen und in Silber an eine Frau. Im zweiten Jahr mit BPW aktiv ist das Clubleben deutlich abwechslungsreicher und lebendiger geworden. Der Kieler Club hat seit Jahren eine stabile Mitgliederstärke zwischen 35 und 40 Frauen. Durch Neuaufnahmen sind die wenigen Austritte meist ausgeglichen. Seit über zehn Jahren ist die Kieler Clubatmosphäre geprägt von reger Mitarbeit und einem herzlichen Miteinander. Die Aktivenquote der Mitglieder liegt stabil bei etwa 90 Prozent – fast jedes Mitglied nimmt an Clubabenden, Festen oder Ausflügen teil. Birgit Prange sagt dazu: „Das motiviert uns alle sehr – sowohl im Clubleben als auch in der Vorstandsarbeit!“

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BPW Germany 2012


Club Köln

2. Vorsitzende Sonja Dominikowski bpw@dominikowski.net Gegründet: 1990 58 Mitglieder

Immer bleibt das quälende Gefühl, es könnte so viel mehr geschehen – und doch: Wir haben einiges auf die Beine gestellt. Unsere BPW waren präsent • auf dem Unternehmerinnen- und Managerinnentag in Gel senkirchen, der im kommenden Jahr wieder stattfindet, • auf dem Girls Day • auf dem Kongress Frauen an die Spitze, auf dem sich die Kölner Fraueninitiativen vorstellen • auf dem Internationalen Frau entag, zu dem in Köln rund 300 Frauen in das Rathaus strömten, • bei der regelmäfligen Existenz- gründerinnen-Veranstaltung der Arbeitsagentur Köln und vielem mehr. Wir sind verdrahtet im Arbeitskreis Kölner Frauenorganisationen AKF, stehen in engem Kontakt mit der Kölner Gleichstellungsbeauftragten, tauschen

uns regelmäflig mit anderen Netzwerken aus und laden uns gegenseitig zu Veranstaltungen ein. Unsere Erfolgsteams arbeiten weiter. Endlich fertig geworden ist unsere Website - dank des neuen Konzepts von BPW Germany, für das wir uns schnell entschieden haben. Schön ist es, dass immer wieder neue Interessentinnen den Weg zu uns finden, was sich auch in einer wieder steigenden Mitgliederzahl und einem regen Austausch der Mitglieder untereinander niederschlägt. Und ganz wunderbar ist es, dass der Vorstand viele Mitstreiterinnen aus den Reihen der Mitglieder gefunden hat, die uns bei Teilaufgaben tatkräftig unterstützen – von der Betreuung der Website über die Pressearbeit bis hin zu der Organisation von Kulturevents.

Club beim Unternehmerinnen- und Managerinnentag 2011 in Gelsenkirchen

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BPW Germany 2012

Club Mannheim Ludwigshafen

1. Vorsitzende Brigitte Lausch bpw-koeln@web.de

BPW Mannheim-Ludwigshafen: 60 Jahre Business-Netzwerk In diesem Jahr feiert der BPWClub in der Metropolregion Rhein-Neckar sein 60-jähriges Bestehen. 1952 gegründet, ist der Club eines der ältesten Netzwerke berufstätiger Frauen in der Region. Er unterstützt berufstätige Frauen in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und den umliegenden Städten und Gemeinden bei der Umsetzung ihrer beruflichen Ziele. Netzwerkabende und Vorträge, Workshops und gemeinsame Projekte machen den Club aus. Seit Einführung des Equal Pay Days in Deutschland ist der Club mit Rote-Tasche-Lunches, Podiumsdiskussionen, Info-Ständen oder Film-Events aktiv an der Initiative beteiligt. 2012 veranstaltete der BPW Mannheim-Ludwigshafen gemeinsam mit anderen Wirtschafts-Frauennetzwerken der Metropolregion, unter anderem

1. Vorsitzende Dr. Hildegard Flach hildegard.flach@ bpw-mannheim-ludwigshafen.de 2. Vorsitzende Dr. Elke Koser elkekoser@yahoo.de Gründungsjahr: 1952 36 Mitglieder

dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und den Heidelberger Unternehmerinnen, den Kongress „Frauen unternehmen Zukunft!“. Mehr als 100 Frauen diskutierten und informierten sich unter anderem zu den Themen Frauen in Führungspositionen, Existenzgründung oder Mentoring. Zum Equal Pay Day 2010 wurde bereits ein Kontakt zur kommunalen Gleichstellungsstelle der Stadt Heidelberg aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit den drei großen Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg in Punkto Frauenförderung, Frau und Kultur sowie Frau und Arbeit soll in Zukunft noch verstärkt werden. Ein Austausch mit den angrenzenden Clubs in Karlsruhe, Frankfurt und Stuttgart findet in der Programmgestaltung statt. Der Club, der rund 40 weibliche Mitglieder zählt, ist aktuell wieder am Wachsen.


Obwohl der Club noch in der Gründungsphase ist, belebt der BPW Kreis Mettmann mit zahlreichen Veranstaltungen bereits bis heute das gesellschaftspolitische Leben. Eines der Highlights war die Podiumsdiskussion zum Thema Neue Wege im Arbeitsleben: Vom Angestelltendasein in die Selbständigkeit bei der vier Frauen von ihren unterschiedlichen Erfahrungen berichteten. Für den Herbst 2012 sind neben einer Firmenbesichtigung der Haaner Felsenquelle, dem einzigen Mineralbrunnen

2. Vorsitzende Dr. Ute Sophie Fuchs 2.Vorsitzende@ bpw-kreis.mettmann.de Gründungsjahr: 2012 12 Mitglieder

im Bergischen Land, auch ein Event zur besseren Vernetzung aller Frauen-Netzwerke im Kreis Mettmann in Kooperation mit Michaela Noll, MdB geplant. Der Höhepunkt wird dann im Dezember die offizielle Gründungsfeierlichkeit in Verbindung mit der BPW-Kerzenlichtfeier sein. Und selbstverständlich wird dann auch 2013 das nationale Engagement zum Equal Pay Day im Kreis Mettmann mit einer Veranstaltung unterstützt. Von vier auf zwölf Mitglieder innerhalb weniger Wochen und zusätzlich einer wachsenden Zahl von ca. 15 – 20 Interessentinnen lassen sich weitere interessante Veranstaltungen planen. Der erste Dienstag eines Monats ist daher im Kreis Mettmann ab 19:30 Uhr für den BPW reserviert!

Firmenbesichtigung der Haaner Felsenquelle (Gabriele und Helmut Römer)

Club München

Club Mettmann Die Idee, sich in das nationale und internationale Netzwerk des BPW zu integrieren kam vier Damen im Frühjahr 2011 in Mettmann. Nach zwei Informationsveranstaltungen im Sommer und Herbst 2011 war schnell klar, dass ausreichend Interesse und Bedarf besteht, die Position der berufstätigen Frau auch im Kreis Mettmann zu stärken.

1. Vorsitzende Dagmar Christiane Flügge 1.Vorsitzende@bpw-kreis.mettmann.de

Der Ortsclub München ist der größte der deutschen Clubs. Mit unserem umfangreichen Clubprogramm (Young BPW Themenabend, BizLounge Dinner, Clubabend mit Vortrag und Unternehmerinnen-Lunch) bieten wir die Möglichkeit, jede Woche an einem BPW-Event teilzunehmen und interessante Frauen zu treffen. Dank dem großen Engagement unserer Clubfrauen auf bundesweiter und internationaler Ebene verfügen wir über ein breites Netzwerk innerhalb des BPW sowie bei anderen Frauenverbänden. Diese Vernetzung nutzen wir aktiv beim Equal Pay Day. Im Jahr 2008 standen fünf Frauen in der Münchner Fußgängerzone und machten mit riesigen roten Taschen auf die Lohnungleichheit aufmerksam. Schnell entstand ein Aktionsbündnis mit befreundeten Netzwerken, im Jahr 2010 dann die Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt München. Seit Januar 2011 haben wir einen Sitz in der Stadtratskommission für die Gleichstellung der Frau der Landeshauptstadt München und koordinieren dort federführend das Aktionsbündnis aus mittlerweile über 30 Bündnispartnern. Bei uns finden Sie Angestellte und Unternehmerinnen, Fach- und Führungsfrauen, Netzwerkerinnen aus (fast) allen Branchen und Altersgruppen. Wir sind stolz auf die gute Resonanz für unser Clubprogramm, das sich am internationalen Motto des BPW für die Jahre 2012 bis 2014 ausrichtet: Empowered Women Leading Business – From the Top, At All Levels, In the Community. Wir haben getreu diesem Motto im Jahr 2012 Führungsfrauen aus

1. Vorsitzende Angelika Collisi 1.vorsitzende@bpw-muenchen.de 2. Vorsitzende Astrid Bendiks 2.vorsitzende@bpw-muenchen.de Gründungsjahr: 1951 130 Mitglieder

verschiedenen Lebensbereichen nach München gebeten: Jasmin Solfaghari, einzige weibliche Opern-Regisseurin berichtete im April von ihren Erfahrungen in der Männerdomäne. Sabine Schwind von Egelstein machte uns mit den Feinheiten der Business Etikette vertraut, und Monica Wagner-Manslau (BPW München), Christine Heinze (BPW Frankfurt) und Sina Steinbrenner (BPW Stuttgart) veranschaulichten im Mai das Mentoring-Programm des BPW aus Theorie und Praxis. Dabei haben wir festgestellt: Mitgliedschaft im BPW, das ist wie verteiltes Mentoring! Die Highlights der vergangenen Saison waren der Neujahrsempfang und die Kerzenlichtfeier im Seehaus im Englischen Garten mit fast 100 Besuchern. Henrike von Platen gab uns die Ehre, die Zeremonie durchzuführen, Sylvia Dillinger-Brigl, Mitglied des European Coordinating Committee gab Einblicke in BPW International, und Michaela Pichlbauer, Leiterin der Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München spannte den Bogen zur lokalen Zusammenarbeit im Rahmen der Kommission und des Equal Pay Day. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches zweites Halbjahr, dann mit Sabine Schmelzer, BPW European Regional Coordinator beim Sommertreffen im August, mit dem Clubtag Alles RECHT weiblich, den Clubabenden und Biz Lounges, Young BPW Themenabenden und Unternehmerinnen-Lunches, bei denen wir uns kennenlernen, Bekanntschaften vertiefen und unser Netzwerk weiterspinnen. Wir freuen uns auf Sie!

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BPW Germany 2012


2. Vorsitzende Karin Schnappauf karin.schnappauf@bpw-regensburg.de Gründungsjahr 2000 28 Mitglieder

So macht Netzwerken Sinn – und Spaß! In einer Zeit, in der mehrere Umbrüche im Leben der Regelfall sind, wird die Fähigkeit zum Netzwerken zur Schlüsselkompetenz. Denn: die eigene Leistung ist nur ein Faktor, mit dem ich (potentielle) Arbeit- oder Auftraggeber überzeuge. Die eigene Bekanntheit und meine beruflich nutzbaren Kontakte spielen dabei weitere wichtige Rollen. Was nachhaltiges Netzwerken bedeutet und welchen Nutzen frau daraus ziehen kann, zeigten Ruth Mößmer und Karin Schnappauf vom Club Regensburg sowie Anne Holler-Kuthe vom Club München. Auf dem wunderbaren Freisitz direkt am Donauufer konnten die zwanzig anwesenden Frauen natürlich auch aktiv netzwerken. Mit dabei: Prof. Dr. Nina Leffers, Professorin für internationale Unternehmensführung an der

Uni Regensburg, Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte und beratendes Mitglied in der Leitung der Hochschule Regnsburg und Landessprecherin der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Doris Knödl vom Club Burghausen. Neuer Auf bruch Im Juli 2012 fanden Neuwahlen statt: Ingrid Asche ist nun 1. Vorsitzende, Karin Schnappauf geht in ihre zweite Amtszeit als 2. Vorsitzende. Schatzmeisterin ist Ruth Mößmer. Zur Beisitzerin wurde Judith Ferdigg ernannt. Die neuen Führungsfrauen wollen den BPW Solidaritätskodex zur Grundlage des Clublebens machen. Auch will sich der Club aktiv am neugegründeten „regionalen Bündnis für Chancengleichheit“ beteiligen.

Club Saarbrücken

Club Regensburg

1. Vorsitzende Ingrid Asche ingrid.asche@bpw-regensburg.de

1. Vorsitzende Lisa Spier lisa.spier@bpw-saarbruecken.de

Highlight des vergangenen Jahres war eindeutig unsere diesjährige Kerzenfeier, an der die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Annegret KrampKarrenbauer, als Ehrengast teilnahm.

Nachbarclub Homburg und aus dem befreundeten Verband bsb, die Frauenbeauftragte der Universität des Saarlandes und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neunkirchen.

Wir freuen uns, dass wir Frau Kramp-Karrenbauer für die Idee der Kerzenfeier und damit für die internationale Verbundenheit von Frauen, aber auch für die politische Arbeit des BPW begeistern konnten. So würdigte Frau KrampKarrenbauer denn auch in ihrer Rede die Bedeutung des BPW Club Saarbrücken: Einerseits lokal verankert, andererseits mit internationalem Hintergrund agierend, zog sie Parallelen zwischen dem BPW und der saarländischen Landespolitik. Auch die Gründerin unseres Clubs, Frau Dr. Christiane Weber, nahm an der Feier teil. Weitere Gäste waren Vorstandsund Clubfrauen aus unserem

2. Vorsitzende Elke Rieder elke.rieder@bpw-saarbruecken.de Gründungsjahr: 1992 57 Mitglieder

Wir fühlen uns dadurch ermutigt, in diese Richtung weiterzugehen. Für Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2012 konnten wir die ehemalige Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales, Frau Dr. Regina Görner, und die Europaabgeordnete Frau Doris Pack als Referentinnen gewinnen. Im nächsten Jahr steht unsere Geburtstagsfeier auf dem Programm. Das 10jährige Bestehen unseres Clubs möchten wir mit möglichst vielen Gästen aus den anderen Clubs, aber auch mit Gästen aus der saarländischen (Frauen-) Politik feiern. Sobald der Termin feststeht (wahrscheinlich Mai), wird er auf unserer homepage veröffentlicht!

Kerzenfeier mit der Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer

BPW Regensburg Netzwerktreffen

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BPW Germany 2012


Nein! Wir Frauen vom BPW Schleswig-Holstein-West e. V. leben hier (www.bpw-schleswigholstein-west.de). Wir arbeiten hier und lieben dieses Land. Deswegen trägt unser Club seinen Namen und deswegen fühlen wir uns für mehr als für nur eine Stadt verantwortlich. Unser Wirkungsgebiet umfasst die Kreise Pinneberg, Dithmarschen, Steinburg und Segeberg. Und ehrlich gesagt hatten wir auch keine andere Wahl. Als wir uns am 22. Mai 2012 gründeten brauchten wir mehr Platz. Mehr Raum. Und mehr Horizont.

2. Vorsitzende Raffaela Wetzel vorstand@ bpw-schleswig-holstein-west.de Gründungsjahr: 2012 10 Mitglieder

Denn es stimmt. Die Westküste ist in Sachen Business und Profession ein bisschen flach auf der marschigen Länderbrust und gerade hier mit Großstädten spärlich bestückt. Da war es nur logisch, über den Deichrand hinauszuspähen und das Netz ein bisschen weiter auszuwerfen. Und da sind wir nun! Frisch gegründet, zehn Frauen stark und voller Tatendrang und Streit- und Abenteuerlust! Aktuell arbeiten wir gerade unser Programm aus und schmieden wilde Pläne. Was wir wollen? Viele neue Mitgliederinnen und viele Unternehmen als Mitglieder gewinnen, uns bekanntmachen, uns vernetzen und die gestrigen Strukturen in Schleswig-Holstein mit Lust und Wonne auf brechen! Wenigstens ein bisschen. Und dabei summen wir nicht diesen ollen Song von `79 – sondern „We will rock you“ .

BPW Schleswig Holstein oben vlnr. Carola Ruge (Diabetes-Beraterin), Gisela Malasch (Unternehmerin), Jessica Siemers (Hypnosetherapeutin), Birgit Schmidt-Harder (Journalistin), Nancy Holst (Unternehmerin, 1. Vorsitzende), Verena Schwarz (Volkswirtin), sitzend vlnr. Raffaela Wetzel (Coach/Persönlichkeitsentwicklerin), Maren Schmidt (Soziologin und Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Elmshorn), Katja Wohlers (Texterin)

Club Stuttgart

Club Schleswig Holstein Sie haben’s schon gewusst, oder? Hinter Hamburg kommt ja nicht mehr viel. Der wilde Westen vielleicht (Sie erinnern sich an den Song von 1979?), der Punkteknast für Gesetzlose auf vier Rädern und viel trauriges Wasser (Treene, Sorge, Krückau, Mord- nee, Nordsee). Das war’s dann aber auch. Oder etwa nicht?

1. Vorsitzende Nancy Holst vorstand@ bpw-schleswig-holstein-west.de

„Aus jeder unserer Veranstaltungen gehe ich inspiriert nach Hause“ sagt Dagmar Bunk, die Vorsitzende des BPW Club Stuttgart auf die Frage, was denn so spannend im BPW sei. Auf dem Sommerfest des Clubs mitten in der Stuttgarter Innenstadt sind um die zwanzig Mitglieder und Interessentinnen zum Netzwerken vor der Sommerpause zusammengekommen. „Ich lerne jedes Mal wieder neue, außergewöhnliche Frauen auf unseren Veranstaltungen kennen und bekomme dadurch viele Impulse für meine Arbeit“ ergänzt eine Mitgliedsfrau. Die bunte Mischung der Mitglieder macht das Netzwerken im BPW Club Stuttgart so spannend: junge und jung gebliebene Frauen, Angestellte und Selbstständige, alteingesessene Unternehmerinnen und frisch gebackene Gründerinnen, aus unterschiedlichen Branchen der Privatwirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst, parteiunabhängig und überkonfessionell. Der Stuttgarter Club bietet seinen Mitgliedern viele Möglichkeiten sich zu vernetzen, zu informieren und fundierte Positionen zu Frauenthemen zu beziehen: regionale Veranstaltungen wie „Frauen stellen ihr Geschäftsmodell vor“, Business Lunch-Angebot in der Stadt, Netzwerkabende, Vorträge und After-Work-Treffen sowie Aktivitäten zum Equal Pay Day. Highlights und weitere Impulsquellen sind überregionale und internationale Treffen wie der BPW International Kongress 2011 in Helsinki und die D-A-CH-Tagung in Lindau im Mai. Nationale und internationale Kontakte werden geknüpft und vertieft, der Blickwinkel erweitert sich von regional über national bis interna-

1. Vorsitzende Dagmar Bunk info@bpw-stuttgart.de 2. Vorsitzende Karen Ekman-Baur kekmanbaur@gmail.com Gründungsjahr: 1992 37 Mitglieder

tional. Beide Aspekte inspirieren die Teilnehmerinnen, ihre neu geschlossenen oder reaktivierten Kontakte zur Umsetzung von Karrierezielen, zur Veränderung im Arbeitsumfeld oder auch zur Verstärkung des Engagements im eigenen Club einzusetzen. Das hat auch die gemeinsame Reise einer Gruppe von Mitgliedsfrauen nach Lindau zur D-A-CH-Tagung gezeigt. Durch die gemeinsame Anfahrt und Unterbringung entstand der Raum, sich näher kennenzulernen und in vielen Fragen genauer auszutauschen als das im BPW-Alltag so möglich ist. Dadurch hat sich auch signifikant die Arbeit im Gesamtvorstand qualifiziert und es ist leichter geworden, neue Frauen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Es hat sich auch gezeigt und bestätigt, dass BPW für alle berufstätigen Frauen einen Raum bietet, um sich auszuprobieren. Sei es in der Vorstandsarbeit oder im Veranstaltungsengagement. Manch eine Frau entdeckt dadurch ganz neue Talente an sich. Davon kann der BPW Club Stuttgart nur profitieren. Und diesen Eindruck gab auch das Sommerfest wieder: Lauter strahlende, gut gelaunte und motivierte Frauen, die mitten im Berufsleben stehen mit vielen Talenten und kreativen Ideen. Da können wir noch viel machen im BPW Club Stuttgart. Mach mit bei uns!

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BPW Germany 2012


Club Ulm

2. Vorsitzende Dagmar Rippstain d.rippstain@bpw-ulm.de Gegründet: 2001 39 Mitglieder

Tradition heißt, nicht die Asche zu bewahren, sondern das Feuer am brennen zu halten Ricarda Huch (1864-1947) „Wir sind zusammengekommen, um einer der einflussreichsten Organisationen der Welt Tribut zu zollen….“ Mit diesem Satz beginnt seit über 75 Jahren die Zeremonie der Kerzenlichtfeier weltweit. In diesem Sinne feierte BPW Ulm am 18. November nicht nur ihre Kerzenlichtfeier, sondern auch ihr 10 jähriges Jubiläum. Beim Aperitif in der Bar, begleitet von “Charlys“ Pianomusik, eröffnete Nathalie Wenzel (3. Vorsitzende BPW Ulm) die Kerzenlichtfeier. Anlass für die Vizepräsidentin von BPW Germany, Johanna Marius, die Präsidentin von Austria, Heidrun Matthäus und weiteren Clubfrauen aus Vorarlberg und Stuttgart, mit uns zu feiern. Nach der Begrüßung öffneten sich die Türen in den festlich geschmückten Saal und die anwesenden Damen suchten ihre Plätze an den nach Kontinenten gekennzeichneten Tischen. Bunt gemischt kamen die Damen in anregende Gespräche. Nach der ersten Stärkung am VorspeisenBuffet, moderierte Ann-Kathrin Kühr, 1. Vorsitzende BPW Ulm, den Rückblick auf 10 Jahre BPW Ulm. Mit bunten Klebezetteln

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BPW Germany 2012

an einer großen Wand konnten wir nicht nur BPW Ereignisse und markante deutsche Daten ansehen, alle durften anschließend die Wand mit eigenen wichtigen Erlebnissen ergänzen. Das Gesamtwerk verdeutlichte noch einmal, daß BPW erst durch die Vielseitigkeit und Lebendigkeit jeder Einzelnen zu dem wurde, was er heute ist. Gestärkt von kulinarischen Streifzügen um ein köstliches Buffet würdigten wir an einer großen Tafel in unserer Kerzenlichtzeremonie - in Anlehnung an die über 75 jährigen Tradition – die Individualität und das Engagement der Frauen in allen Ländern dieser Welt, indem jede für ein Land eine Kerze anzündete. Als Abschluß wurde diesmal nicht das sonst übliche Gebet gesprochen, diesmal sangen alle 70 Frauen den Gospelsong little light of mine. Warme Klänge füllten den Raum… Während des Desserts trat plötzlich als weiterer Höhepunkt Meister Eckart an jeden Tisch und lud uns persönlich zu seiner ganz besonderen Show ein. Er faszinierte mit obskuren Zaubereien, Metamorphosen und Mentalmagie. Der kurzweilige Abend wurde von der Fotografin Carola Gietzen im Bild festgehalten.

Club Wiesbaden

1. Vorsitzende Ann-Kathrin Kühr a.kuehr@bpw-ulm.de

Das Highlight 2011

Equal Pay Day (EPD) am 25. März 2011 in Kooperation mit Saskia Veit-Prang, der kommunalen Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt Wiesbaden und Dr. Claudia Nagel vom Verband Deutscher Unternehmerinnen (VDU): Enthüllung einer Euro-Installation (in der ein Stück von 23 % fehlt) der Künstlerin Patricia Glass im Rathausfoyer; Vortrag zum Gender Pay-Gap von Martin Beck, Statistisches Bundesamt Wiesbaden; Podiumsdiskussion mit Martin Beck, Statistisches Bundesamt; Claudia Nagel, VDU-Frankfurt; Nicole Pilger, Rechtsanwältin; Sylvia Schröpl; Personalleitung der VINCI Facilities und Dr. Carola Voelkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wiesbaden. Das Highlight 2012

5. Mai 2012 4. BPW Symposium in Kooperation mit der IHK Wiesbaden Einfluss.Macht.Erfolg. Frauen übernehmen Führung Mit Vorträgen von Frau Prof. Dr. Jutta Rump, Professorin für BWL, internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung der FH Ludwigshafen und Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability, Ludwigshafen und Bascha Mika, Publizistin und Professorin an der Universität der Künste, Berlin;

1. Vorsitzende Rosemarie Steinhage 1.Vorsitzende@bpw-wiesbaden.de 2. Vorsitzende Marion Wilms-Bouffier 2.Vorsitzende@bpw-wiesbaden.de Gründungsjahr: 1951 53 Mitglieder

World Café und Podiumsdiskussion. Gute Kooperation mit Institutionen vor Ort bspw. dem Referat der kommunalen Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt Wiesbaden, mit den Frauenverbänden in Wiesbaden: jährlich eine gemeinsame Veranstaltung; mit „Berufwege für Frauen“; Kooperation und gemeinsame Projekte mit der Frauenbeauftragten der Agentur für Arbeit, Wiesbaden. Planungen für Herbst 2012:

Kooperation mit der Arbeitsagentur, der Frauenbeauftragten von Wiesbaden und der Frauenbeauftragten des Rheingau Taunus Kreises bei einem Infotag für Wiedereinsteigerinnen mit Workshops, Vorträgen und Ständen (Markt der Möglichkeiten). Präsentation des BPWNetzwerkes Kooperation mit dem CoachingCenter für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Mainz: Vorstellen des BPWNetzwerkes und Teilnahme an Podiumsdiskussion Vorstandswechsel Frühjahr 2013 und damit wird vieles anders als jetzt sein


Club Würzburg Frauen stärken Frauen – gemeinsam zum Erfolg

Auch 25 Würzburger Frauen haben am 21. März 2009 die Ziele des BPW unterschrieben und gesellschaftspolitische Verantwortung zur Stärkung der Frauen in Beruf und Familie übernommen. Neben zahlreichen Veranstaltungen wie Vorträgen und Netzwerkabenden, getreu unserem Clubmotto: „Frauen stärken Frauen – gemeinsam zum Erfolg“, liegt ein Themenschwerpunkt unserer jährlichen Aktivitäten auf dem Equal Pay Day. Bereits zum dritten Mal seit Gründung des BPW Club Würzburg, haben wir durch verschiedene Aktionen auf die bestehenden Lohnunterschiede aufmerksam gemacht. Solange das so ist, ist es uns wichtig ein Zeichen zu setzen. Wie ein roter Faden zieht sich die alljährliche Arbeit an diesem Thema durch unser „Clubleben“ und verbindet uns mit anderen Frauennetz-

1. Vorsitzende Uschi Engert uschi.engert@bpw-wuerzburg.de 2. Vorsitzende Susann Fiedler susann.fiedler@bpw-wuerzburg.de gegründet 2009 9 Mitglieder

werken und öffnet Türen in Beruf und Gesellschaft in der Fränkischen Region. So fand im März 2012 eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Thema: „Arbeitswelt im Wandel – Chancengleichheit als Wettbewerbsvorteil“ statt. 2013 wird im Rahmen des Equal Pay Day eine Veranstaltung mit dem Bündnis EPD stattfinden. Es wird Fachvorträge geben. Im Herbst mit Martina Hemrich zum Thema: Der Ton macht die Musik. Auch an unserer Netzwerkwanderung in den Eibelstädter Weinbergen im Juli, zusammen mit anderen Frauennetzwerken aus Würzburg, wurden neue Bekanntschaften geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Der Ausbau und die Pflege unseres lokalen Netzwerkes ist ein Schwerpunkt den ich mir als 1. Vorsitzende für dieses Jahr gesetzt habe. Mein Ziel ist es, dass der BPW-Club Würzburg für Frauen eine Kraft- und Inspirationsstelle wird.

Club Bochum

Club Karlsruhe

1. Vorsitzende Mary Noll info@bpw-bochum.de

1. Vorsitzende Anne Habbel info@bpw-karlsruhe.de

2. Vorsitzende Silke Echterhoff s.echterhoff@t-online.de

2. Vorsitzende Karin Beckert karin.beckert @holzhauser-partner.com

Gründungsjahr: 2006 16 Mitglieder

Club Bremen 1. Vorsitzende Susanna Christinck erste-vorsitzende@bpw-bremen.de 2. Vorsitzende Petra Navel zweite-vorsitzende@bpw-bremen.de Gründungsjahr: 1951 64 Mitglieder

Club Bremen-Nord 1. Vorsitzende Barbara Oltmann bau-kontor@freenet.de 2. Vorsitzende Gerlinde Eickhoff eickhoff@energiefeld-technik.de Gründungsjahr: 2002 13 Mitglieder

Club Freiburg 1. Vorsitzende Gabriele Matt RAGMatt@aol.com 2. Vorsitzende Emanuela Pesché pesche@multimondo.com gegründet: 2001 18 Mitglieder 18

Club Hamm 1. Vorsitzende Barbara Claesberg-Wawerka 1.vorsitzende@bpw-hamm.de 2. Vorsitzende Manuela Wortmann 2.vorsitzende@bpw-hamm.de Gründungsjahr: 1999 33 Mitglieder

Club HomburgSaar-Pfalz 1. Vorsitzende Andrea Böwendorf bpw@boewendorf.de 2. Vorsitzende Dr. Barbara Oehl-Jaschkowitz info@bpw-homburg-saarpfalz.de Gründungsjahr: 2005 26 Mitglieder

Gründungsjahr: 1951 73 Mitglieder

Club Lörrach 1. Vorsitzende Angelique Kordinand Kordinand@gmx.de Gründungsjahr: 1955 22 Mitglieder

Club Lübeck 1. Vorsitzende Kathrin Ostertag 1.vorsitzende@bpw-luebeck.de 2. Vorsitzende Anja Babbe-Wulf 2.vorsitzende@bpw-luebeck.de Gründungsjahr: 1953 27 Mitglieder

Club Münster 1. Vorsitzende Barbara Eckhorst 1.vorsitzende@bpw-muenster.de 2. Vorsitzende Jutta Fricke info@jutta-fricke.de Gründungsjahr: 1997 68 Mitglieder

Club Nürnberg 1. Vorsitzende Sylvia Mauderer sylvia.mauderer@service.volksfuersorge.de Gründungsjahr: 1997 27 Mitglieder

Club Osnabrück 1. Vorsitzende Susanne Mirza erste-vorsitzende@bpw-osnabrueck.de 2. Vorsitzende Christiane Orschulik zweite-vorsitzende@bpw-osnabrueck.de Gründungsjahr: 2006 6 Mitglieder

Club Osterholz 1. Vorsitzende Barbara Oltmann bau-kontor@freenet.de Gründungsjahr: 1998 12 Mitglieder

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BPW Germany 2012


Der BPW Germany begrüßt seine ersten Fördermitglieder!

Bundesverdienstkreuz für Ilse Wissemann Im Januar 2012 wurde Ilse Wissemann in einem feierlichen Akt das Bundesverdienstkreuz für ihr ehrenamtliches Engagement im BPW Germany e.V. überreicht. Herzlichen Glückwunsch Ilse!! Ihre Rede zum Festakt: Sehr geehrter Herr Suermann, liebe Familie und Freunde und besonders liebe BPW – Frauen von nah und fern! Ich kann es immer noch nicht richtig fassen, daß ich für eine ehrenamtliche Tätigkeit, die mir viel Freude, manchmal auch etwas Ärger gemacht hat, mit einem Verdienstorden der Bundesrepublick Deutschland ausgezeichnet werde. Es gibt zigtausende ehrenamtlich tätige Personen, die solch eine Auszeichnung verdient haben. Trotzdem freue ich mich natürlich und bin sehr stolz. Allerdings nehme ich diese Auszeichnung auch stellvertretend für all die Frauen an, die mit mir zusammen gewirkt haben: berufstätige Frauen aus den Clubs Göttingen, Hannover, Bremen, Aachen oder Erfurt z.B. Edda Neumann, Dagmar Bischof, Elsbeth Bötel, Gerda Brüderlin oder Ingrid Theurich um nur ein paar Namen von vielen im Laufe von über 25 Jahren zu nennen. Angefangen hat mein Interesse an Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in verschiedenen Berufen ziemlich eigennützig. Ich wollte wissen, welche Vorlieben, welche Einflüsse von der Familie, vom gesellschaftlichen Umfeld, vom Wohnort usw. Frauen bewegten dies oder jenes zu tun. Dazu gab und gibt mir der Verband die Gelegenheit, Verständnis aufzubringen, Vorurteile abzubauen und Erfahrungen auszutauschen.

Ich bin keine politische Aktivistin, sondern versuche im kleinen, zwischenmenschlichen Bereich etwas dafür zu tun, lokal, national und international Frauen miteinander ins Gespräch zu bringen, ihre Erfahrungen auszutauschen, ihr Selbstwertgefühl zu fördern und Verantwortung zu übernehmen. Ich habe beeindruckende Frauen kennengelernt und über die Jahre hervorragende Mitstreiterinnen gehabt, mit der gleichen Idee, berufstätige Frauen zu motivieren, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und für die Belange der berufstätigen Frauen einzutreten und Verständnis zu wecken. Sehr wichtig waren mir dabei auch die internationalen Verbindungen durch den internationalen Verband. Bei Kongressen weltweit kommen die verschiedensten Frauen zusammen, man erlebt für sich selbst z.T. lustige, fremdartige, aber auch manchmal erschütternde Situationen. Das alles trägt zum Erkennen und Verstehen der arbeitenden Frauen bei und soll uns alle motivieren, den Zusammenhalt zu fördern und auch Verantwortung zu übernehmen. aIch hoffe, durch mein Zutun meine Ideen und Erkenntnisse an die nächste Generation weiter gegeben zu haben und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Ilse Wissemann BPW Göttingen

BPW Germany 2012

„Nachhaltigkeit entsteht wenn wir die Parität zwischen People, Planet und Profit erreicht haben. Dann erst wird es uns möglich sein auch das notwendige Kapital zur Realisierung einer nachhaltigen Wirtschaft zu aggregieren.“

Regine Sixt Senior Executive Vice President Sixt International „Ich unterstütze das Frauennetzwerk BPW, weil angesichts des Fachkräftemangels jeder Betrieb auf lange Sicht seine Zukunft verspielt, wenn er die Hälfte aller Talente diskriminiert.“ Petra Herrmann General Manager European Customs Compliance, Panasonic Europe: „Derzeit denken Wirtschaftsbosse, sie brauchten die Frauen nicht, weil die Kundinnen nicht fragen, wer im Vorstand sitzt, wenn sie den Einkaufswagen füllen. Das muß sich ändern! Ich fördere BPW Germany, weil ich nicht noch länger warten will, für uns, unsere Kinder, unsere Zukunft!“

Ilse Wissemann, Dagmar Bischof (r)

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Dr. Mariana Bozesan AQAL Investing:


Freda Miriklis

Kommunikation und Internet Das Kommunikationskonzept wurde Mitte des Jahres den 1. Vorsitzenden zur Verfügung gestellt. Im ersten Schritt ist das Konzept ein grober Überblick und Leitfaden für die Kommunikationsmöglichkeiten der Clubs. In einem zweiten Schritt werden die Leitfäden für die unterschiedlichsten PR-Instrumente erarbeitet und im Intranet zur Verfügung gestellt. Langfristig entsteht so ein Tool, das von allen Clubvorständen genutzt werden kann, um die Kommunikation innerhalb des Clubs und auch nach außen zu verbessern. Der Internetauftritt wird von den einzelnen Clubs und der Öffentlichkeit immer mehr genutzt – viele Medienanfragen und allgemeine Anfragen interessierter Frauen erfolgen über die neue BPW Germany-Website. Einige Clubs haben bereit Clubpakete gebucht und ihr Website bereits umgesetzt. Im Intranet werden neben einer SucheFunktion wichtige Dokumente, Leitfäden und Grafik-Dateien zum Download bereitstehen.

Empowered Women Leading Business Das Motto der dreijährigen Amtszeit unserer aktuellen internationalen Präsidentin Freda Miriklis lautet Empowered Women Leading Business – Starke Frauen führen im Geschäftsleben – ganz oben, auf allen Ebenen und an der Basis. Das Motto zeigt, wo wir uns selbst sehen: als Empowered Women – engagierte, starke Frauen, in Führungspositionen, in allen Bereichen der Gesellschaft. In ihrer Jahresansprache bittet sie, dass wir alle uns die Definition des BPW für business – Wirtschaften und Geschäfte machen – aneignen. Die umfassende Definition von BPW business – wirtschaftliches und unternehmerisches Handeln im BPW-Sinne lautet: In diesem Sinne beschreibt business wirtschaftliches und unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen: global, länder- und regionenspezifisch und lokal vor Ort in Städten und Gemeinden; es schließt die gesellschaftlichen Aspekte unternehmerischen Handelns mit ihren sozialen und ökologischen Folgen mit ein.

Erstes Unternehmensmitglied im BPW Germany General Electric (GE) Germany „Das Thema Diversity hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert, das wir mit verschiedenen Initiativen, Programmen und nun auch mit der Mitgliedschaft beim BPW Germany gezielt fördern.“ Joachim Secker, CEO GE Capital in Deutschland

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BPW Germany 2012


YOUNG BPW Gemeinsam mit der Young BPW Repräsentation Ines Martin gab es auch im letzten Jahre wieder einige Veranstaltungen der Young BPW: Unbestrittener Höhepunkt waren jeweils die Girl‘s Night Out- Abende bei den Bundesveranstaltungen. Egal ob Kneipe, Cocktailbar oder Stadtbummel – wir hatten immer Spaß und diskutierten die unterschiedlichsten Themen. Interessant ist immer wieder der Austausch zu dem Thema Junge Frauen und Karriere. Aus diesem Grund lautet auch das Young BPW Motto 2012/2013 Frauen auf dem Weg nach oben. Zu dem Thema werden Workshop, Seminare und Rolemodels entwickelt, die dann jeweils bei den Bundesveranstaltungen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus kommt eine Plattform zum Einsatz, auf der Dokumente, Wissenstext, Links und vieles mehr zu dem Thema bereitgestellt wird.

Journal zum Equal Pay Day Ausgabe 2012

Neue Ausgabe zum Equal Pay erscheint Das Schwerpunktthema zum neuen Equal Pay Day ist Lohnfindung im Gesundheitswesen. Machen Sie mit und bereichern Sie die neue Ausgabe 2013 mit Beiträgen. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei Equal Pay Day Office | Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit Dagmar Schwarz, Koordinatorin Tel. (030) 311 705 17 d.schwarz@equalpayday.de www.equalpayday.de

Gerne kommen Ines Martin oder Isabell Rieder bei den Clubs vorbei und stellen Young BPW bei Veranstaltungen, z.B. einem Frühstück, vor.

19.04. bis 21.04.2013

Jahrestagung des BPW Germany in Dresden

Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen präsentiert sich als weltoffene Stadt der Wissenschaft und Kunst und begeistert als Gesamtkunstwerk: Faszinierende Bauwerke und eine beeindruckende Museumslandschaft und Klangkörper, die Weltruhm genießen. Die Stadt wird Elbflorenz genannt aufgrund seiner barocken und mediterranen Architektur in der landschaftlich reizvollen Lage an der Elbe. Mit seinen sanften Hängen strahlt Dresden ein südländisches Flair aus. Paris hat die Mona Lisa, Dresden die Sixtinische Madonna – Raffaels Kultbild entstand kurz nach da Vincis berühmtem Frauengemälde. Die schönste Frau der Welt wurde in diesem Jahr 500 – unter diesem Slogan feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Raffaels Meisterwerk.

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BPW Germany 2012

Dresden ist nicht nur eine Kunst- und Kulturstadt – sie ist auch eine junge und attraktive Großstadt sowie ein hochdynamischer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit großen Potentialen für die Zukunft. Dresden ist Deutschlands Stadt mit der größten Forschungsdichte: Alle vier großen außeruniversitären Forschungsorganisationen sind hier vertreten. Die Technische Universität Dresden ist die einzige Exzellenz-Universität der neuen Bundesländer. Bestens motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter, von denen 55 Prozent im High-Tech-Bereich arbeiten, bilden das Rückgrat des Wirtschaftsstandorts Dresden In Dresden fällt es leicht, die Balance zwischen Beruf und Freizeit zu halten. Dafür sorgt das umfangreiche Betreuungsangebot für Kinder. Immerhin ist Dresden die »Geburtenhauptstadt« Deutschlands. Die Stadt macht alles, damit sich die Kleinen und ihre Eltern wohl fühlen. Keine deutsche Großstadt bietet mehr Kita-Plätze pro Einwohner. Damit die Zahl der Studenten weiterhin steigt und der Hochtechnologie-Standort auch zukünftig auf qualifiziertes Personal zurückgreifen kann, wird bereits der ganz

Der BPW trauert um Renata Helena Blodow Ehrenmitglied im Club München

Ganz betroffen haben wir vom Ableben unseres langen BPW Mitglieds Renata Helena Blodow erfahren. Renata war fast 50 Jahre Mitglied im BPW. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als 1. Vorsitzende für Club München und Vizepräsidentin des BPW Germany, hat sie maßgeblich dazu beigetragen, das Europäische Board ins Leben zu rufen und wurde allererste Europäische Koordinatorin für BPW. Ihr Engagement, vorgelebt mit Energie und Lebensfreude, hat den BPW nachhaltig geprägt! Unvergesslich! Danke, Renata!

junge Nachwuchs konsequent gefördert und für Wissenschaft und Technik begeistert. Erfolgreiche Beispiel dafür sind das Schülerrechenzentrum, die Kinder-Uni Dresden und die Projekte des Netzwerks »Dresden - Stadt der Wissenschaften«. In diesem frauenfördernden Umfeld gründete sich 1997 der Dresdner BPWClub. Die Motivation war: Treffen von gleichgesinnten Frauen, ein regelmässiger Austausch und so ein Zugang zu den Vielfältigkeiten der Welt finden. Der Club hat heute 30 Mitglieder. Fast alle Frauen sind Akademikerinnen, haben Kinder und bekleiden Führungspositionen. BPW Dresden informiert mit monatlichen Vortragsabenden über frauenrelevante Themen aus der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sehr aktiv bringen sich die Frauen zum Equal Pay Day ein. Gemeinsam wird dieser Tag mit anderen Frauennetzwerken gestaltet. Der BPW Dresden richtet die Jahrestagung des BPW Germany 2013 aus. Wir freuen uns auf eure Teilnahme. Mehr Details auf www.bpw-germany.de


BPW engagiert sich für mehr Frauen in leitenden Positionen

Die Initiatorinnen der Berliner Erklärung

Berliner Erklärung

FidAR

Die Berliner Erklärung ist ein Aufruf zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis für die Verwirklichung der Gleichberechtigung in Deutschland, insbesondere der Chancengleichheit in der Wirtschaft. Die Berliner Erklärung wurde von Bundestagsabgeordneten aller Parteien und sechs maßgeblichen Frauenverbänden gemeinsam initiiert und formuliert. Ziel der Initiative ist es, mehr Frauen in die Entscheidungsprozesse der Wirtschaft einzubeziehen – paritätisch und gleichberechtigt. Angesichts des Scheiterns aller bisherigen Versuche, dieses Ziel mit freiwilligen Vereinbarungen zu erreichen, fordert die Berliner Erklärung eine verbindliche gesetzliche Regelung zur geschlechtergerechten Besetzung von Entscheidungsgremien der Wirtschaft, in einem ersten Schritt eine Quote für die Aufsichtsräte der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen, die zunächst mindestens 30 Prozent betragen soll. Die Initiatorinnen der Berliner Erklärung sind Rena Bargsten , Vorstands-Sprecherin, European Women‘s Management Development Dorothee Bär, MdB Ekin Deligöz , MdB Carlotta Köster-Brons , Geschäftsführerin, Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. Sibylle Laurischk , MdB Cornelia Möhring , MdB Rita Pawelski, MdB Ramona Pisal , Präsidentin, Deutscher Juristinnenbund e.V. Henrike von Platen , Präsidentin, Business and Professional Women BPW Germany e.V. Brigitte Scherb, Präsidentin, Deutscher LandFrauenverband e.V. Monika Schulz-Strelow, Präsidentin, FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. Dagmar Ziegler, MdB www.berlinererklaerung.de

Die Initiative FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. – wurde Ende 2006 von Frauen in Führungspositionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit dem Ziel gegründet, den Frauenanteil in den deutschen Aufsichtsräten signifikant und nachhaltig zu erhöhen. FidAR ist unabhängig, überparteilich und überregional. FidAR leistet nachhaltige, kompetente Überzeugungsarbeit, um Entscheider in Wirtschaft und Politik für die Durchsetzung von Maßnahmen für einen höheren Frauenanteil in den Führungsebenen der Wirtschaft zu gewinnen. Große Beachtung finden die regelmäßigen Veranstaltungen wie das FidAR-Forum sowie der Women-onBoard-Index (WoB-Index), mit dem FidAR Transparenz bei der Besetzung der Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen herstellt. FidAR fordert wirksame Maßnahmen, um den Frauenanteil in den Aufsichtsräten und im Top-Management deutscher Kapitalgesellschaften deutlich zu steigern, insbesondere eine verbindliche gesetzliche Quote von mindestens 30 Prozent für die Aufsichtsräte aller der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaften. FidAR unterstützt den Plan von EU-Kommissarin Viviane Reding, eine europaweite Geschlechterquote für die Aufsichtsräte der großen europäischen Unternehmen und Staatsbetriebe einzuführen. www.fidar.de

Nürnberger Resolution Der Inhalt der Nürnberger Resolution, wie 2008 erstellt, besteht aus vier Forderungen: entsprechend dem norwegischen Modell im Aktiengesetz festzulegen, dass die Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften bis zum Jahr 2013 jeweils mindestens zu 40 Prozent mit Frauen und Männern besetzt sein müssen, die Definition von Qualifikationsstandards für männliche und weiblliche Aufsichtsratsmitglieder und die entsprechende gesetzliche Verankerung, den Auf bau und die Weiterentwicklung einer zentralen Datenbank, in die sich potentielle Aufsichtsratsmitglieder eintragen können und ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft u.a. zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen Die Nürnberger Resolution ist parteiübergreifend und die Unterschrift erfolgt als Privatperson. Wenn ganze Organisationen sich anschließen, wird dies speziell kenntlich gemacht. Mit dem Update von 2012 erkennt die Nürnberger Resolution explizit die 30% -Forderungen der Berliner Erklärung als möglichen Zwischenschritt zur Erreichung der paritätischen Besetzung in Aufsichtsräten an. Der breite Konsens aller Parteien wird als wichtiger angesehen, als endgültige Lösung zu fordern. Deswegen ruft die Nürnberger Resolution dazu auf die Berliner Erklärung zu unterzeichnen und die Nürnberger Erklärung, wenn die 40% bevorzugt werden. www.nuernberger-resolution.de

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KARRIERE-TAKTIKEN

FUR FRAUEN

7 TIPPS FÜR FRAUEN, DIE IN FÜHRUNG GEHEN WOLLEN VON HENRIKE VON PLATEN, PRÄSIDENTIN BPW GERMANY

1. Überwinden Sie begrenzende Glaubensmuster

2. Erkennen Sie Ihre Stärken

3. Definieren und verfolgen Sie Ihre Ziele

4. Widerstehen Sie dem Perfektionismus

Althergebrachte Rollenstereotype halten sich hartnäckig. Überdenken Sie, ob folgende Sätze wirklich stimmen: „Mädchen können kein Mathe.“ „Frau und Ingenieur, das passt nicht zusammen“ „Mutter und Führungskraft, wie soll das denn gehen“ Auch eigene Glaubensmuster schmälern unser Selbstbewusstsein. „Das kannst Du nicht“, „Das ist für Dich zu schwer“, solche Sätze halten sich oft ein Leben lang – außer man ersetzt sie durch neue, Mut machende Aussagen. Probieren Sie Dinge aus, die Sie noch nie gemacht haben – was kann schon passieren?

Gerade Frauen wissen oft besser, was sie nicht können, als was sie können. Notieren Sie sich Ihre Stärken und konzentrieren Sie sich darauf.

Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen Wer sich Ziele setzt, hat gute Chancen, dorthin zu gelangen. Überlegen Sie, wo Sie hin möchten oder was Sie tun wollen. Brechen Sie langfristige Ziele auf kleine Zwischenziele herunter und verfolgen Sie diese beständig. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen – auch Umwege führen zum Ziel. Nutzen Sie stattdessen die Chance, aus Ihren Fehlern zu lernen.

Gerade für Frauen ist Perfektionismus ein echter Karrierekiller. Alles, was Sie tun, kann natürlich immer noch besser und schöner gemacht werden. Aber führt der Aufwand dafür wirklich zu einem größeren Nutzen? Setzen Sie Prioritäten – und seien Sie mit „fast perfekt“ zufrieden. Fleiß allein führt nicht zu beruflichem Erfolg.

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2. Erkennen Sie Ihre Stärken 1. Überwinden Sie begrenzende Glaubensmuster

Gerade Frauen versuchen oft, als Einzelkämpferinnen zu bestehen. Wer aber im Beruf wirklich weiterkommen möchte, braucht Kontakte und ein Netzwerk, das Unterstützung, Tipps und Hilfestellung bietet. Gerade Frauen brauchen den Austausch in einem geschützten Rahmen. Hier setzt der BPW Germany an. Wir sind ein professionelles, weltweites Netzwerk, das berufstätige Frauen aller Branchen und Hierarchiestufen zusammenbringt und seit 60 Jahren in der Entwicklung ihrer Potenziale unterstützt.

3. Def inieren und verfolgen

– und reden Sie darüber Sie haben ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen? Sie haben ein positives Feedback von einem Kunden erhalten? Sorgen Sie dafür, dass andere davon erfahren! Nur wenn die Entscheidungsträger in Ihrer Firma wissen, was Sie leisten, können Sie eine Gehaltssteigerung oder eine Beförderung bewirken. Vergessen Sie die anerzogene weibliche Bescheidenheit – Eigenlob stinkt nicht!

4. Widerstehen Sie dem Per fektionismus Sie Ihre Ziele

Ergreifen Sie Chancen, wenn Sie sich Ihnen bieten und streichen Sie einen Satz aus Ihrem Kopf, nämlich: „Das kann ich nicht, das hab ich ja noch nie gemacht.“ Wenn Ihnen eine interessante Position vorgeschlagen wird, zweifeln Sie nicht an Ihrer Qualifikation. Zögern Sie nicht und greifen Sie zu. Männer machen das auch!

5. Ergreifen Sie Chancen

7. Suchen Sie sich Unterstützung

6. Genießen Sie Ihre Erfolge

6. Genießen Sie Ihre Erfolge

7. Suchen Sie sich Unterst ützung

5. Ergreifen Sie Chancen

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MÄNNER IN DER GESCHLECHTERPOLITIK BEREICHERUNG ODER PROVOKATION BPW-ABENDESSEN MIT MARKUS THEUNERT VON SIMONE DENZLER, PRESSESPRECHERIN BPW GERMANY

B Markus Theunert (1973) hat an den Universitäten Basel und Bern Psychologie und Soziologie studiert und ist seit rund zehn Jahren in der politischen Interessensvertretung tätig. Im Jahr 2000 gründete er die Schweizer Männerzeitung (www.maennerzeitung. ch). Seit 2005 präsidiert er den Dachverband männer.ch (www.maenner.ch), der sich als „Sprachrohr für Buben-, Männer- und Väteranliegen“ versteht. Er ist zudem Mitglied in der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen (www.frauenkommission.ch), dem gleichstellungspolitischen Expertinnen- und Expertengremium der Schweizer Bundesregierung sowie Mitinitiant des Schweizer Vätertags (www.vaetertag.ch). Daneben ist er Inhaber der Firma Social Affairs GmbH und bietet psychologische Seminare für wache Erwachsene an. >> www.socialaffairs.ch >> www.quellpunkt.ch Literaturhinweis: Theunert, Markus (2012) (Hrsg.). Männerpolitik. Was Jungen, Männer und Väter stark macht. Wiesbaden: Springer VS.

erlin. Um den Weg von der rechtlichen zur tatsächlichen Gleichstellung zu schaffen, müssen Frauen und Männer einen neuen Geschlechtervertrag aushandeln und die althergebrachte Rollenzuweisung überwinden. Davon ist Markus Theunert, Vorsitzender des Dachverbands männer.ch, überzeugt. Wie das gelingen kann und wie er es schaffen will, auch Männer für seine Gleichstellungspolitik zu gewinnen, erläuterte Theunert anlässlich eines Führungstreffens der Business and Professional Women (BPW) Germany. Gleichstellungpolitik 3.0 nennt Theunert seine Idee. Damit meint er eine Gleichstellungspolitik, die nicht mehr nur ausschließlich darauf abzielt, Frauen durch Frauen zu fördern – oder sich darauf beschränkt, Männer zur gleichstellungspolitischen Zielgruppe zu erklären. Seine Idee von Gleichstellung setzt auf den Dialog der Geschlechter und darauf, Männer zu Akteuren im Gleichstellungsprozess zu machen. „Wenn wie bisher die Frauen mit sich selbst verhandeln, wie die Geschlechterordnung neu gestaltet werden soll, dann ist das eine relativ einsame Angelegenheit, die wenig Impakt haben wird auf die Masse der Männer“, gab Theunert den etwa 30 Frauen und zwei Männern – darunter zwei Journalistinnen von der taz und der Süddeutschen und ein Journalist von ZDF aspekte – zu bedenken. Dass Männer für einen Dialog erst gewonnen werden müssen, ist ihm bewusst. Männern zu erklären, was sie von einer Gleichstellung der Geschlechter haben, um sie so zu aktiven Mitgestaltern zu machen, sieht er als eine wichtige Aufgabe in der Gleichstellungspolitik: „Es gilt, den Benefit für Männer konkret zu benennen und von dort aus zu versuchen, politische Rückendeckung zu bekommen“, erläuterte der studierte Psychologe und Soziologe seine Strategie. Dass Männer diesen Benefit bisher nicht sehen, ist seiner Meinung nach einer der Gründe dafür, dass es seit Jahren in Punkto Gleichstellung kaum echte Fortschritte gibt. Männern wird

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vermittelt, sie seien defizitär, weil sie zu wenig tun, und unfair, weil sie nicht teilen wollen. Diese „unangenehme Suppe aus schlechtem Gewissen und verzichten müssen“ führt laut Theunert dazu, dass Männer im Gleichstellungsprozess bislang bestenfalls interessierte Beobachter sind. Dabei gibt es, so Theunert, auch unter Männern die Sehnsucht danach, neue Rollen auszuprobieren, ohne gleich verurteilt und abgewertet zu werden. Das ist auch die Voraussetzung für eine geschlechtergerechte Aufteilung von Erwerbsarbeit und Nichterwerbsarbeit. Um das zu erreichen, ist es nötig, einvernehmlich einen neuen Geschlechtervertrag auszuhandeln – im Dialog zwischen Frauen und Männern. Ein schönes Bild hat Theunert dafür: „Gleichstellungspolitik kann man sich als Bürogemeinschaft mit einem Frauenraum, einem Männerraum und einem gemeinsamen Besprechungszimmer vorstellen“, veranschaulicht er seine Idee. Die anwesenden BPW-Frauen hat Theunert mit seinem Vortrag jedenfalls für seine Idee begeistern können. Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany, sicherte ihm die Unterstützung des Frauennetzwerks zu und freute sich auf den Beginn eines konstruktiven Geschlechterdialogs mit einem gemeinsamen Ziel: Chancengleichheit für Frauen und Männer.

Henrike von Platen und Simone Denzler im Gespräch mit Markus Theunert


GLEICHSTELLUNG KANN NUR GEMEINSAM GEHEN KOMMENTAR FÜR THE EUROPEAN VON HENRIKE VON PLATEN, PRÄSIDENTIN BPW GERMANY

Vor 15 Jahren setzte der Vertrag von Amsterdam Gender Mainstreaming auf die europäische Agenda. Das Ziel der Gleichstellung von Männern und Frauen auf allen gesellschaftlichen Ebenen findet sich auch im Grundgesetz: Der Staat „wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Bisher äußerte sich das meist in Form von Frauenförderung – doch es mehren sich die Stimmen derer (Männer und Frauen), die finden: Männer sind in einigen Bereichen die Benachteiligten und müssten gefördert werden. Brauchen wir also neue Formen der Gleichstellung, von der Jungen und Männer stärker profitieren?

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eit Jahrhunderten kämpfen Frauen für Ihre Rechte. Für das Recht wählen zu dürfen, für das Recht an einer Universität zu studieren oder für das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen. Schon immer haben Frauen diese Rechte, die eigentlich nur eine Gleichstellung mit den Männern darstellten, nicht auf dem silbernen Tablett präsentiert bekommen. Die Angst ging um, bei den Männern. Doch immer gab es auch solche, die verstanden, dass es für eine moderne, demokratische Gesellschaft nötig ist, eine egalitäre Partnerschaft von Männern und Frauen zu erreichen. Und sie verstanden auch: Von einem fairen Miteinander profitieren Frauen wie Männer, ja, die ganze Gesellschaft. Das ist es, was Gleichstellungpolitik heute fordert: Gleiche Chancen mit gleichen Entfaltungsmöglichkeiten für Männer und Frauen. Nach wie vor ist es so, dass Frauen, obwohl längst Bildungsgewinner, auf dem (bezahlten) Arbeitsmarkt die schlechteren Karten haben. Dass sie im Schnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer, dass sie immer noch in den Top-Positionen der deutschen Wirtschaft fehlen und dass sie finanziell dafür bestraft werden, weil sie Mütter werden können oder sind, ist nach wie vor ein wichtiges Thema der Gleichstellungspolitik. Mädchen und Frauen müssen weiterhin gefördert werden, um ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern zu erreichen. Heute zeigt sich aber auch, dass auch Männer mit den alten Rollenbildern des gut verdienenden Mannes, der sein Leben in der Firma verbringt, und der Frau, die sich neben ihrem Teilzeitjob unentgeltlich um alle Dienstleistungen des täglichen Lebens kümmert, nicht mehr zufrieden sind. Aber wie kann eine neue Rollenverteilung erreicht werden?

schlechter möglich ist. Männer müssen für eine Gleichstellungspolitik gewonnen werden. Sprechen wir zum Beispiel von Genderanstatt von Frauenquote! Beim Reizwort Frauenquote fühlen sich Männer diskriminiert und Frauen abgestempelt. Es geht uns nicht darum, in Zukunft nur noch Frauen im Topmanagement zu sehen. Es geht um einen gerechten Frauen- und Männeranteil. Dass Männer davon profitieren, ist einigen bereits klar: Eine gleichmäßigere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, gleiche Karrierechancen und eine gerechtere Aufteilung der finanziellen Ressourcen zwischen den Geschlechtern ist nicht nur die Voraussetzung dafür, dass Männer ein neues Rollenbild leben können. Gemischte Teams steigern zudem den Erfolg von Unternehmen. Das belegen Studien. Um den Dialog zwischen den Geschlechtern zu fördern, haben wir auf der 3-Länder-Tagung der Business and Professional Women (BPW) bewusst Männer hinzugeholt. Die Frage, wie Frauen ihre Potenziale zukünftig erfolgreicher einsetzen können und wie Firmen Diversität für ihren Erfolg nutzen können, können wir nur gemeinsam mit Männern beantworten. Durch die Möglichkeit, Unternehmen als Mitglieder sowie männliche Fördermitglieder aufzunehmen, hat der BPW Germany den Rahmen geschaffen, dauerhaft in den Dialog mit der Wirtschaft und damit den Männern zu treten. Für Chancengleichheit gibt es viele gute Gründe. Lassen Sie uns auch gemeinsam mit Frauen und Männern daran arbeiten. Denn Gleichstellung kann nur gemeinsam gehen.

Als Netzwerk berufstätiger Frauen setzen wir uns seit Jahrzehnten für gleiche Chancen für Frauen und Männer ein. Um ein Gleichgewicht der Möglichkeiten herzustellen, ist es unerlässlich, Frauen zu unterstützen. Wir sind aber auch davon überzeugt, dass eine echte Gleichstellung nur im Dialog der Ge-

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Programmablauf  Samstag, 5. Mai 2012 9:00 – 09:45 Uhr Registrierung 9:45 – 10:00 Uhr Begrüßung Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany 10:00 – 15:00 Uhr Themenorientierte Debatten mit Publikumsbeteiligung Moderation: Alexander-Klaus Stecher (D) 10:00 – 10:25 Uhr Keynote I – Wer braucht schon Frauen in der Wirtschaft? Dr. Monique R. Siegel, Trendinterpretin, Wirtschaftsberaterin, Bestsellerautorin (CH) 10:25 – 11:10 Uhr Debatte: Was sollen Frauen? Was ist volkswirtschaftlich wichtiger: Kindersegen oder Wirtschaftsaufschwung? Dr. Monique R. Siegel, Trendinterpretin, Wirtschaftsberaterin, Bestsellerautorin (CH) Thomas Perry, geschäftsführender Gesellschafter Q | Agentur für Forschung (D) Heidi Senger Weiss, Unternehmerin, GW Transport + Logistik (A) 11:10 – 11:40 Uhr Kaffeepause 11:40 – 12:05 Uhr Keynote II – Funktion der Frauen in der Wirtschaft Erwin Lebon, HR Director GE Germany (D) 12:05 – 12:50 Uhr Debatte: Was können Frauen? Sind Frauen die besseren Chefs? Soft Skills oder Zickenalarm? Erwin Lebon, HR Director GE Germany (D) Elke Aichernig-Handler, OI Lean Manager Europe, Cytec Industries Incorporated (A) Prof. Dr. Steffen A. Schmidt, Zürcher Hochschule der Künste (CH) 12:50 – 13:50 Uhr Mittagessen 13:50 – 14:15 Uhr Keynote III – Position der Frauen im Wertewandel Renate Moser, geschäftsführende Gesellschafterin InterSky Luftfahrt GmbH (A) 14:15 – 15:00 Uhr Debatte: Was wollen Frauen? Mitbestimmung, Macht, Einfluss, Quote, Work-life-balance, Familie, Kinder? Renate Moser, geschäftsführende Gesellschafterin InterSky Luftfahrt GmbH (A) Prof. Dr. Thomas Hinz, Schwerpunkt Demoskopie, Universität Konstanz (D) Rosmarie Michel, Past-Präsidentin BPW International Unternehmerin (CH) 15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause 15:30 – 16:50 Uhr Moderierte Podiumsrunde mit Publikumsbeteiligung Henrike von Platen, BPW Germany, Präsidentin Heidrun Matthäus, BPW Austria, Präsidentin Monique Ryser, BPW Switzerland, Präsidentin Béatrice Lüthi, CEO Lüthi-Aufzüge AG (CH) Thomas Perry, geschäftsführender Gesellschafter Q | Agentur für Forschung (D) Prof. Dr. Thomas Hinz, Schwerpunkt Demoskopie, Universität Konstanz (D) 16:50 – 17:00 Uhr Danksagung Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany 19:00 Uhr Gala Dinner in der Bayerischen Spielbank Lindau Dinner speech: Christina Voormann, Vorsitzende des Lakota Village Fund e.V. und Produzentin (D) 22:00 Uhr Young BPW Nightfever im Marmorsaal Nachtschwärmer willkommen

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AUF ZU

NEUEN U Die D-A-CH-Tagung 2012 in Lindau VON UTA ZECH, 2. VORSITZENDE BPW BERLIN

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rovokation, wohin das Auge reicht: Schon der Titel: Frauen in der Wirtschaft – Herausforderung, Notwendigkeit oder Zumutung? Dann sind Männer zu dieser Tagung eines Frauenverbandes eingeladen, herzlich! eingeladen. Das Galadinner findet in der Spielbank statt, einem Ort falscher Glücksversprechen, und - Männer dürfen Reden schwingen - Rederecht für die Feinde! Alles beginnt mit einer charmant vorgetragenen, dafür nicht minder provokanten These: Wer braucht schon Frauen in der Wirtschaft? Die das fragt, heißt Dr. Monique R. Siegel, kommt aus der Schweiz und ist Trendinterpretin, Wirtschaftsberaterin, Bestsellerautorin. Wer nicht? ist ihre lapidare Antwort. Das bestätigen die jüngsten Megatrends. Die Generation der Millennials, um 1980 geboren, wird die Welt auf eine grundlegend neue Art gestalten: Sie wollen klare Strukturen ohne Fix- und Blockzeiten. Spürbare Führung durch Feedback, Lob und Mentoring. Wertschätzung. Individuelle Arbeitszeiten. Sie fordern Teamwork, ein entwicklungsfähiges Umfeld, Work/ Private Life-Balance, Fairness, Gleichstellung. Merkmale, die gemeinhin als weiblich belächelt werden. Als unwirtschaftlich. Traumtänzereien weiblicher Weichspüler. – Doch dieser Forderungskatalog entspringt den Gehirnen von Männern und Frauen mit der lichten Gewissheit, dass er nur durch beide Geschlechter zu verwirklichen ist. Die neue Business-Moral hat auch einen Namen: LOHAS für Lifestyle of Health and Sustainability. Die Frauen im Saal finden sich wieder in dieser seit Jahren zu beobachtenden Entwicklung. Eine beflügelnde Vision. Doch schon setzt die Wirklichkeit zum Sprung an, um das zarte Gebilde zurück auf die Erde zu holen. Diejenigen, die da auf dem Podium zur ersten Diskussionsrunde sitzen, stellen sachlich fest: Wer als Frau Kinder hat, tut sich schwer mit der Karriere. Immer noch ist Kindererziehen Frauensache. Immer noch fehlen Kinderbetreuungsplätze. Immer noch fällt es Frauen schwer, nach


UFERN der Babypause in den Beruf zurückzukehren. Immer noch sehen viele Unternehmen keine Notwendigkeit, sich um die gut ausgebildeten Frauen zu bemühen. Immer noch haftet Frauen der Makel an, Kinder bekommen zu wollen und dann auszufallen – als wäre das eine vorprogrammierte Geschlechtskrankheit. „Frauen, seid mutig! Es geht! Und zwar beides!“, ruft Heidi Senger-Weiss aufmunternd in den Saal. Sie ist österreichische Unternehmerin und Aufsichtsratsvorsitzende des Logistikunternehmens Gebrüder Weiss. Frauen bedenkt, dass heiraten schon lange nicht mehr bis ans Ende der Tage versorgt sein bedeutet, pflichtet Thomas Perry bei, geschäftsführender Gesellschafter der Q-Agentur für Forschung. Nach einer Scheidung gibt es keinen Karrieresprungbonus für gute Haushaltsführung. Die Gehaltseinbußen hinterlassen tiefe Spuren bis in die Rente. Forschung und Erfahrung sind sich einig: Klebrige alte Rollenbilder in Geist und Seele plus Familien verneinende statt bejahende Unternehmens- und Gesellschaftsstrukturen sind nicht nur Hemmschuh für die Karriere der Frauen, sondern Selbstmordanschläge der Wirtschaft. Kaffeepause. Der Saal brodelt. Hitzige Debatten soweit das Ohr reicht. Deutlich vernehmbar werden Rufe laut, dass solche Tagungen unbedingt für Männer und Frauen veranstaltet werden sollten. Für Männer? Die erste Provokation entpuppt sich als genialer Schachzug. Dazwischen eine strahlende Frau Siegel, die ihren Optimismus kostenlos verschenkt, während sie geschäftstüchtig ihre Bestseller verkauft. Danach kommt Erwin Lebon, Personalchef von GE Germany. GE Germany wiederum ist das erste Unternehensmitglied des BPW Germany. Locker zitiert er aus Studien Zahlen und Fakten. Frauen machen die Hälfte des globalen Talent-Pools aus. Gemischte Teams sind innovativer, kreativer und erwirtschaften am Ende des Tages höhere Gewinne. Frauen sind auch nicht weniger mobil als Männer, Männer sind nicht ambitionierter als Frauen. Gute Gründe, dass GE Frauen verstärkt fördert. Nicht nur mit

Frauen in der Wirtschaft – Herausforderung, Notwendigkeit oder Zumutung?

schönen Worten, sondern mit Taten. Gemeinsam mit BPW Germany startet GE Capital Building on Diversity – Karrierewege für Frauen. Ring frei für die zweite Podiumsrunde: Frauen als Chefs – kann das gut gehen? Elke Aichernig-Handler, OI Lean Manager Europe bei Cytec Austria, ist mit Erwin Lebon einer Meinung: Frauen sind zu bescheiden, Frauen klappern nicht mit ihrem Können, Frauen verkaufen sich unter ihrem Wert. Das beginnt bei der Bewerbung, zieht sich durch das Vorstellungsgespräch und gipfelt darin, dass Frauen zwar fleißig sind, sich aber nicht schlau genug verkaufen. Professor Steffen Schmidt, Professor an der Zürcher Hochschule der Künste, lässt sacht durchblicken, dass Frauen wohl die „Siegermentalität“ fehlt. Na dann, Mädels, schärft die Messer! Doch erst mal nur für’s Mittagessen. Die Referenten und Referentinnen, infiziert von ihren Ideen, stellen sich Aug’ in Aug’ dem gemeinen Volk. Vor lauter Diskutieren ist kaum Zeit, das opulente Buffet umfassend zu goutieren. Inspiriert, aber mit Verspätung nehmen alle wieder ihre Plätze ein. Am Rednerpult jetzt Renate Moser, geschäftsführende Gesellschafterin der InterSky. Weltweit die einzige Frau, die eine Luftfahrtgesellschaft gegründet und geleitet hat. Chapeau. Mit österreichischem Charme macht sie sich für beide Geschlechter stark. Denn die Wirtschaft braucht die männlichen und die weiblichen Stärken, vor allem aber eine neue moralische Haltung. Weg von der Macht des Stärkeren, hin zu mehr Selbstverantwortung und sozialer Kompetenz. Nächste Podiumsrunde. Was wollen Frauen? Geld, Macht, Einfluss, Quote, Kinder? Alles! Doch der Weg dorthin ist steinig. Thomas Hinz, Professor für empirische Sozialforschung an der Universität Konstanz, hat es untersucht. Seine Studie zum Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bestätigt, dass Kompetenz allein nicht genügt, um aufzusteigen. Denn gebildet sind sie, die Frauen. Doch dann machen sie in ihrem Berufsleben Erfahrungen, die sie von

D-A-CH Tagung

4. - 6. Mai 2012 im Hotel Bayerischer Hof, Lindau

ihren hoch gesteckten Zielen Abstand nehmen lassen. Es fehlt an Unterstützung. Es entsteht Unsicherheit. Es folgt Rückzug. Ist wohl doch nichts für mich. Auftritt Rosmarie Michel. Schweizer Unternehmerin, Past-Präsidentin des BPW International, personifizierte Schlagfertigkeit. Glückliche Schweiz ob solcher Frauen! Sie rät pragmatisch: 1. Das, was man mit Herzblut macht, nutzen, um seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. 2. Sich erst Vertrauen erarbeiten, dann Forderungen stellen. 3. Sozialkompetenzen nutzen und die Solidarität unter Frauen pflegen. Netzwerken! ruft Thomas Hinz, nichts ist besser als Netzwerken, und zwar nicht nur unter Frauen, sondern auch mit Männern. Schade, dass bei der Tagung nur 13 tapfere von dieser Spezies zur Verfügung stehen. Nach kurzer Stärkung folgt der letzte Waffengang. Quote ja oder nein. Auf jeden Fall, sagt Henrike von Platen, doch bitte unter der Bezeichnung „Gender Balance“. Wiederspruch im Zuschauerraum und auf dem Podium. Der Quotenfrau haftet ein Makel an, finden die Frauen und sprechen von Luxusproblemen, von wirtschaftlichen Gründen, die die Vision der LOHAS ins Reich der Utopien schickt. Das ist die Stunde der Männer. Thomas Perry und Thomas Hinz erheben ihre Stimmen für die Frauen. Ohne Quote geht es nicht, wiederholen sie kopfschüttelnd, wir haben es getestet, über zehn Jahre beobachtet, in Studien und Prozenten dargestellt. Es ist nicht für das Ego der Frauen, es ist nicht gegen die Männer. Es ist für die Wirtschaft. Die Menschen. Die Zukunft. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Gern geben wir solchen Männern das Wort und wünschen uns, dass es sie bald gibt wie Sand am Meer. Vermischt mit schillernden, aufmüpfigen Schweizerinnen. Für eine menschlichere Arbeitswelt. PS: Selbst die Spielbank hält ihr Glücksversprechen. Leider nicht für alle.

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Diversity – Vielfalt leben

GE GERMANY VON SUSANNE HEISS

General Electric (GE) Germany ist seit dem 23. Mai 2012 das erste Unternehmensmitglied im BPW. Initiiert wurde die Mitgliedschaft maßgeblich von GE Capital in Deutschland. Mit der Mitgliedschaft unterstützt GE Germany die Ziele des Verbandes finanziell und verpflichtet sich gleichzeitig dazu, Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmen weiter voranzutreiben.

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oziale Vielfalt konstruktiv nutzen – so könnte der Gedanke hinter dem Begriff Diversity verstanden werden. Denn: Menschen sind unterschiedlich – in ihrem Äußeren, ihren Ansichten, ihrem Alter, ihrer sexuellen Orientierung, ihrem Lebensstil und und und. Genau diese Vielfalt macht das Miteinander so spannend.

die naturwissenschaftlich-technischen Berufe, die das Unternehmen zu bieten hat, zu nutzen. Bereits rund ein Drittel aller GE-Mitarbeiter in Deutschland sind Frauen. „Doch das Verhältnis darf gerne noch besser werden“, erklärt Erwin Lebon, Senior HR-Manager bei GE Germany. Deshalb gibt es seit einiger Zeit auch für GEMitarbeiter einen extra Bonus, wenn sie gezielt weibliche Talente für GE empfehlen.

Bei GE wird weltweit sehr großer Wert auf Diversity oder soziale Vielfalt gelegt. GE ist ein globales Technologie-, Service- und Finanzunternehmen mit mehr als 300.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern. Es konzentriert sich auf Innovationen in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen, Transport und Infrastruktur. In Deutschland ist GE ist seit über 100 Jahren aktiv. Aus dem Engagement ist ein in Deutschland fest verwurzeltes Unternehmen gewachsen, das heute rund 7.000 Mitarbeiter in über 70 Standorten umfasst.

Auch an bundesweiten Initiativen wie dem Girls‘ Day nimmt GE Germany mit seinen verschiedenen Unternehmensbereichen und einigen Standorten jedes Jahr teil, um Mädchen möglichst früh für naturwissenschaftlichtechnische Berufe zu begeistern. Erfahrene GE-Mitarbeiterinnen stehen den Schülerinnen an diesem Tag Rede und Antwort und geben ihnen Einblicke in ihre Berufswelt.

Auch für GE in Deutschland nimmt Diversity einen hohen Stellenwert ein. So gibt es seit Oktober 2011 die dezidierte Rolle eines Diversity Leader für GE Germany, die Sirje Deringer aus dem Bereich Human Resources einnimmt. „Damit die Vielfalt in unserem Unternehmen aktiv gefördert wird“, berichtet Deringer, „haben wir sie zur Chefsache erhoben und einen internen Befürwörter und Schirmherr aus der obersten Führungsebene von GE Germany gewinnen können.“ Die Schirmherrenrolle nimmt Stephan Reimelt, CEO von GE Energy Germany, ein, und er weiß: „Nur durch unsere unterschiedliche Ansichten können wir mehr, vielfältigere und damit bessere Ideen erzeugen und damit das Unternehmen voranbringen. Ich stehe absolut hinter dem Konzept des Diversity Managements.“ Doch wie genau fördert das Unternehmen die Vielfalt seiner Mitarbeiter in Deutschland? Starker Partner des MINT-Pakts

Einer der ersten Schritte für GE Germany war, Partner des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen zu werden. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Genau hier will GE mit ansetzen, um das Potenzial von Frauen für

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Frauenetzwerk mit langer Tradition

Dass GE bereits seit vielen Jahren ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen legt, wird auch am Women’s Network deutlich, dem GE-eigenen Frauennetzwerk. Das Women’s Network ist eines der größten professionellen Frauennetzwerke der Welt. Gegründet 1997, umfasst es heute mehr als 100.000 Frauen in 45 Ländern. Die deutschsprachigen Länder sind in der Region Central West zusammengefasst. Die Frauen in dieser Region haben allein im ersten Halbjahr 2012 rund 60 Veranstaltungen ausgerichtet, die von mehr als 1.000 GE-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen besucht worden waren. Konkret geht es beim Women’s Network darum, sich persönlich aber auch virtuell über den eigenen Women’s Network-Blog auszutauschen, Erfahrungen sowie interessante Neuigkeiten rund um Frau im Beruf und in Führungsprositionen zu teilen und den Kolleginnen mit Tipps sowie Rat und Tat zur Seite zu stehen. Schwerpunkte der Aktivitäten umfassen die berufliche Weiterentwicklung durch beispielswisse Gespräche mit Experten von innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Zudem konzentriert sich das Women’s Network auf GE-eigene Initiativen wie Frauen im Vertrieb oder Frauen und Technologie. Mit dieser Erfahrung von GE und seinem Fokus auf Diversity und Frauenförderung ist es


nicht verwunderlich, dass GE Germany im Frühjahr 2012 das erste Unternehmensmitglied des BPW Germany geworden ist. Diversity – mehr als nur Frauenförderung

Dass Diversity jedoch noch viel mehr als nur Frauenförderung ist, stellt das Unternehmen mit zahlreichen weiteren Aktivitäten unter Beweis: „Bei GE wollen wir die soziale Vielfalt konstruktiv nutzen“, berichtet Diversity Leader Sirje Deringer. „Deshalb befürwortet GE weltweit die Akzeptanz von Minderheiten und hat beispielsweise die GE GLBT (Gay Lesbiand Bisexual Transgender) Alliance ins Leben gerufen.“ Dieses Netzwerk ist in regionalen Gruppen organisiert und besteht mittlerweile aus mehr als 1.700 GE GLBT-Mitarbeitern weltweit! Auch in Deutschland gibt es seit April 2012 ein nationale Gruppe. Damit stellt das Unternehmen sicher, dass es in Deutschland Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für GLBT-Mitarbeiter gibt, die sich aufgrund ihrer Sexualität in ihrem Alltag oder innerhalb des Unternehmens mit Problemen konfrontiert sehen oder einen Ratschlag bezüglich des eigenen Umganges mit ihrer Sexualität benötigen. Auch auf Europas größter Recruiting-Messe, der MILK-Messe, die am 6. Juni 2012 in Berlin stattgefunden hat, war GE dieses Jahr erstmals vertreten. „Nicht umsonst heißt der Leitspruch, den wir bei GE Germany gewählt haben: Vielfalt leben“, weiß Deringer und freut sich über die erste Resonanz seit Gründung der deutschen GLBT-Gruppe. Entspannte Situation zuhause, entspannte Situation im Job

Als Unternehmen ist es GE wichtig, dass sich seine Mitarbeiter voll auf ihren Job konzentrieren können und sich nicht täglich mit der Sorge um Familienmitglieder oder mit der Organisation ihres Haushalts belasten müssen. Denn: Wer eine entspannte Situation zuhause und in der Familie hat, kann sich tagsüber bei GE besser einbringen – so der Grundsatz von GE. „Aus diesem Grund haben wir eine Vereinbarung mit einem Familienservice getroffen, der Besser Betreut GmbH“, berichtet Deringer über die neueste Partnerschaft des Unternehmens. Wenn Mitarbeiter Bedarf an etwa einer Ta-

gesmutter oder einem Seniorenbetreuer haben, können sie nach ihrer Anmeldung über die Internetseite des Familienservice auf über 25.000 Betreuer zugreifen – und das in ganz Deutschland. Die Kosten für die Nutzung der Online-Datenbank sowie für die Beratungsund Vermittlungsleistungen übernimmt GE Germany für alle Mitarbeiter in Deutschland. Die Kosten für die jeweilige Unterstützungsund Betreuungsleistung übernehmen dann die jeweiligen Mitarbeiter selbst. Auf diese Weise schafft GE in Deutschland eine gute Basis und bietet Unterstützung, um Beruf und Familie für Männer wie für Frauen wirklich sinnvoll vereinbaren zu können. „Im September sind wir zudem der Unternehmensinitiative sowie dem Verein der Charta der Vielfalt beigetreten. Wir haben also bereits eine Menge mit unserem Diversity Management bei GE in Deutschland erreicht“, fasst Sirje Deringer die gestarteten Initiativen zusammen. Und sie verspricht: „Weitere Aktivitäten werden folgen.“

Über GE Germany In Deutschland ist GE an mehr als 70 Standorten mit rund 7.000 Mitarbeitern vertreten. Schwerpunkte sind grüne Technologien, Medizintechnik, Forschung und Entwicklung sowie Finanzdienstleistungen. GE gehört zu Deutschlands attraktivsten Arbeitgebern. Das Unternehmen ist Top Arbeitgeber und Top Arbeitgeber Ingenieure und hat laut der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises mit ecomagination eine der drei nachhaltigsten Zukunftsstrategien in Deutschland.

GE legt als weltweit agierendes Unternehmen sehr großen Wert auf Diversity und die Vielfalt seiner Mitarbeiter. Auch in Deutschland ist GE in diesem Bereich sehr aktiv.

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EQUAL PAY DAY 2012

REKORDBETEILIGUNG FUR GLEICHE EINKOMMENSCHANCEN VON SIMONE DENZLER, PRESSESPRECHERIN BPW GERMANY

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it Flashmobs, Speed-Coachings, Demos und vielen weiteren Aktionen wurde am 23. März 2012 lautstark darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen in Deutschland nach wie vor im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer: Es war Equal Pay Day. Zahlreiche Verbände, Gewerkschaften und Parteien schlossen sich den Forderungen der Business and Professional Women (BPW) Germany, Initiatorinnen und Koordinatorinnen des Aktionstags in Deutschland, nach gleichen Einkommenschancen für Frauen und Männer an. Mehr als 700 Veranstaltungen zum Schwerpunktthema Lohnfindung wurden zum fünften Equal Pay Day in Deutschland gemeldet. Damit haben sich die Aktionszahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal mehr als verdoppelt. 23 Prozent – eine Zahl wie eingemeißelt titelte die ARD Tagesschau am Equal Pay Day und deutete damit an, dass sich die Entgeltlücke in den letzten zehn Jahren nicht bewegt hat. Gleichstellungsbeauftragte

und Gewerkschaften, aber auch Parteien jeglicher Couleur äußerten sich zum Thema ungleiche Bezahlung und forderten endlich Lösungen. Über 200 Unternehmen unterstützten mit eigenen Aktionen die Ziele des Equal Pay Day. Die Resonanz auf die Forderungen des BPW Germany nach Entgeltgleichheit war überwältigend. Zu Recht. Denn ungleiche Bezahlung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Obwohl Frauen heute so gut ausgebildet sind wie nie zuvor, starten sie bereits mit niedrigeren Gehältern ins Berufsleben. Die Lohnlücke steigt mit dem Alter und sogar mit der Führungsverantwortung. Erziehungszeiten, Teilzeitarbeit und schlechter bezahlte Frauenberufe führen schließlich dazu, dass aus der Entgeltlücke eine Rentenkluft von rund 60 Prozent wird. Für Deutschland bedeutet dies nicht nur eine geringere Binnennachfrage und weniger Investitionen, sondern auch weniger Steuereinnahmen und Sozialbeiträge. Frauen tragen ein besonders großes Risiko, im Alter arm zu sein, was wiederum die Sozialkassen

belastet. Jede fünfte Frau in Deutschland ist heute aber Familienernährerin und als solche auf ein existenzsicherndes Einkommen und eine entsprechende Rente angewiesen. Um auf die Ursachen und Folgen der Entgeltlücke aufmerksam zu machen und Lösungen für ihren Abbau zu finden, initiierte der BPW Germany 2008 den Equal Pay Day, den internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, in Deutschland. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women (BPW USA), die 1988 die Red Purse Campaign ins Leben riefen, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen. Diesen Gedanken, angeregt von IŞınay Kemmler, griff der BPW Germany auf und startete die Initiative Rote Tasche. Aus dieser Idee ist der bundesweite Equal Pay Day entstanden. Die roten Taschen sind seither zum Symbol für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen geworden.

BPW Hannover

BPW Würzburg

BPW Münster

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Equal Pay Day 2013: Lohnfindung in Gesundheitsberufen Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit / Forum Equal Pay Day

Um die Initiative des Equal Pay Day über den Aktionstag hinaus durch ein ganzjähriges Engagement zu stärken, öffneten im September 2011 die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit und das Forum Equal Pay Day ihre Pforten. Die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit stellt Leitfäden für Veranstaltungen, Werbemittel und Informationsmaterial zum Thema Entgeltgleichheit bereit und koordiniert die Aktionen in Deutschland. Das Forum Equal Pay Day ergänzt den Aktionstag durch ganzjährige Informationsveranstaltungen für Unterstützerinnen und Unterstützer. Dadurch sollen weitere Akteurinnen und Akteure gewonnen werden. Jedes Jahr wird ein neuer thematischer Schwerpunkt festgelegt, zu dem passende Partner eingebunden werden. Wie die unterschiedlichen Löhne entstehen und wer sie festlegt, darum ging es beim Equal Pay Day 2012 und den vorbereitenden Equal-PayDay-Foren in Berlin, Nürnberg, Wiesbaden und Aachen. Schwerpunktthema für 2013 ist die Lohnsituation in Gesundheitsberufen. Ziel ist es, mit dem Equal Pay Day die Debat-

BPW Dresden

te über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland in die Öffentlichkeit zu tragen, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, zu sensibilisieren und Entscheider zu mobilisieren, damit sich die Lohnschere schließt. Das Datum des Aktionstags markiert den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. 2013 findet der Equal Pay Day am 25. März statt. Die Durchführung des Aktionstags wird seit 2008 durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Für die Einführung des Equal Pay Day in Deutschland erhielten die Initiatorinnen 2009 den Innovationspreis Ausgewählter Ort im Land der Ideen. Dr. Bettina Schleicher, Past-Präsidentin des BPW Germany und maßgeblich an der Einführung des Equal Pay Day in Deutschland beteiligt, erhielt 2009 für ihr ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Gesundheitsberufe sind weiblich: 80 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche sind Frauen. Das Einkommen in diesem Berufszweig ist jedoch im Gegensatz zu gleichwertigen Ausbildungsberufen am unteren Rand der Gehaltsstatistiken zu finden. Die schlechtere Bezahlung von Berufen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, ist eine wesentliche Ursache für die Entgeltlücke von 23 Prozent. Aber auch angestellte Ärztinnen verdienen rund ein Viertel weniger als ihre Kollegen. Um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken, müssen Gesundheitsberufe aufgewertet und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Am 25. März 2013, dem sechsten Equal Pay Day in Deutschland, soll darauf aufmerksam gemacht werden. Bereits auf den Equal-Pay-Day-Foren 2012 in Berlin (8.10.), Stuttgart (13.10.), Hamburg (20.10.), Dresden (1.11.) und Düsseldorf (23.11.) stellen Fachleute aus dem Gesundheitswesen das Thema vor. Mehr dazu unter www.equalpayday.de

BPW Berlin

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FRAUEN NEHMEN EINFLUSS AUF DIE FUHRUNGSETAGEN 4. SYMPOSIUM EINFLUSS.MACHT.ERFOLG 5. MAI 2012, WIESBADEN

VON ROSEMARIE STEINHAGE · 1. VORSITZENDE BPW WIESBADEN

Statussymbole einfordern Trotz hervorragender Ausbildungen, mit Kompetenzen bestens ausgestattet, sind Frauen in Deutschland in Führungsetagen bisher kaum anzutreffen. In den 30 DAX orientierten deutschen Unternehmen sind nur 3,7% der Vorstandsmitglieder weiblich. In den Aufsichtsräten der 200 umsatzstärksten Unternehmen sitzen 11,9% Frauen. Zu wenig, finden die Referentinnen und Teilnehmerinnen des 4. Symposiums, das der BPW Wiesbaden in Kooperation mit der IHK Wiesbaden durchführte. Die Veranstaltung beleuchtete die aktuelle Führungsrolle der berufstätigen Frau in Wirtschaft und Gesellschaft.

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ie hatten Frauen bessere Chancen, die Unternehmensspitze zu erobern“ betonte Elisabeth Ganss, Vizepräsidentin der IHK Wiesbaden und Hausherrin in ihrer Begrüßungsrede. Aus der Perspektive der Geschäftsführerin der Dow Corning GmbH, hob sie die Notwendigkeit von mehr Frauen in Führungspositionen hervor. Das bringe den Unternehmen Wettbewerbsvorteile – eine Quotenregelung hielt sie jedoch für nicht angebracht.

Studien belegen, dass gemischtgeschlechtliche Teams erfolgreicher sind als andere, so Rosemarie Steinhage, 1. Vorsitzende des BPW-Wiesbaden, in ihren Grußworten. Wenn Frauen hochquachen Frauen, um lifiziert und bestens ausgestattet für Führungspositionen dennoch Key Note Speakerin Frau erfolgreich zu dort nicht ankommen, stelle sich Prof. Dr. Jutta Rump, Proführen? die Frage, ob Bildung, Leistung, fessorin für BWL, InternatiQualifikation tatsächlich die entonales Personalmanagement scheidenden Kriterien für das Erreichen von und Organisationsentwicklung, Mitglied der hohen Führungspositionen sei. Hochschulleitung der Hochschule LudIn Unternehmen, in denen Einfluss und wigshafen und Direktorin des Instituts für Macht zu 50% in Frauenhand liege, profiBeschäftigung und Employability, Ludwigstierten Unternehmen und Frauen gleicherhafen berichtete entlang ihrer eigenen berufmaßen. Um das Ziel zu erreichen, müssten lichen Werdegangs im Hochschulbereich, beide Geschlechter, Männer und Frauen, welche Hürden sie auf ihrem Karriereweg nehmen musste und wie wenig sie auf beihre Einstellungen, ihr Denken und Handeln verändern. Beruhigend an der momenstimmte Situationen vorbereitet war. „Wir tanen gesellschaftlichen Situation sei, dass alle“, damit meinte sie sich und das Auditoder Einfluss von Frauen permanent wachse. rium „haben eine bestimmte Denkweise geDas Symposium sei ein Beitrag dazu. lernt, die wir selbst erkennen und verändern Stellvertretend für die kommunale Frauenbesollten.“ Selbstkritisch erzählte sie, welche

Prof. Dr. Jutta Rump

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auftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden begrüßte Birte Siemonsen die Teilnehmenden und konstatierte, dass bei der hohen Kompetenz und Qualifikation von Frauen, den Wettbewerbsvorteilen und größeren Erfolgen, die Unternehmen durch die Erhöhung ihres Frauenanteils in Führungspositionen erzielen nicht nachvollziehbar sei, weshalb Unternehmen dermaßen zurückhaltend in der Karriereförderung von Frauen sind. Da es keinen Erfolg ohne Frauen gebe (Tucholsky), sollten Unternehmen jetzt die richtigen Weichen stellen. Siemonsen betonte darüber Welche Einstelhinaus die gute Kooperatilungen, welches on des Frauenreferates mit dem BPW und die intensive Denken und Netzwerk-Arbeit des BPW Handeln brauvor Ort.

Rosemarie Steinhage 1. Vorsitzende BPW Wiesbaden

Birte Siemonsen


Fotos: Katharina Kahlcke

Denkweisen und Einstellungen sie bei sich selbst manchmal feststellt. Beispielsweise berichtete ihr ein junger Angestellter in einem Personalgespräch, dass seine Frau schwanger sei und sie Elternfreuden entgegensähen. Frau Rump gratulierte ihm herzlich. Erst später fiel ihr auf, dass sie wahrscheinlich bei derselben Mitteilung einer Mitarbeiterin nicht so erfreut gewesen sei. Bascha Mika, Publizistin und Professorin an der Universität der Künste, Berlin, Buchautorin und ehemalige Chefredakteurin der taz provozierte mit ihrem Vortragstitel Frauen übernehmen Führung – auch für sich selbst?. Sie konstatierte, dass es in allen Fragen der Macht, übel für den weiblichen Teil der Gesellschaft aussehe. Frauen dominierten weder in der Wirtschaft noch im Privaten. An dieser Situation trügen Frauen auch ihren Anteil: „Sie müssen Führung endlich auch für sich selbst übernehmen.“ In einem Round Table Gespräch zum Thema: Welche Einstellungen, welches Denken und Handeln brauchen Frauen, um erfolgreich zu führen? diskutierten vor dem Auditorium kontrovers: Bascha Mika (Berlin), Dr. Kirsten Appel, Director CD Legal Aareal Bank, AG (Wiesbaden), Mai Dang Goy, Geschäftsführerin Dussmann Beteiligungsund Mangement GmbH (München), Sylvia Schröpl, Prokuristin und Personalleiterin VINCI Facilities GmbH (Mannheim), sowie Tina Humburg, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Homestaging and Redesign (Wiesbaden). Die Frage, ob Macht positiv oder negativ zu oben vlnr. Bascha Mika – Publizistin, Sylvia Schröpl – VINCI Facilities GmbH, Heike D. Schmitt – PR-Consultant, Dr. Kirsten Appel – Aareal Bank AG, Tina Humburg – Deutschen Gesellschaft für Homestaging and Redesign, Mai Dang Goy – Dussmann Beteiligungsund Mangement GmbH

bewerten sei, wurde von den Podiumsteilnehmerinnen unterschiedlich betrachtet. Im Gegensatz zu vielen Frauen, die den Begriff Macht negativ bewerten, besetzt Mai Dang Goy, als Bauingenieurin unter den Top 25 ihrer Branche in 2011, die Begriffe: Einfluss.Macht.Erfolg. positiv. Mit EINFLUSS verknüpft sie Gestaltungsspielraum. MACHT übersetzt sie mit Verantwortung übernehmen für sich selbst und für die ihr übertragenen Handlungsbereiche. Schließlich bedeutet ERFOLG für sie die Summe der gemachten Lernerfahrungen in Projekten, gekrönt mit dem Erreichen des Projektziels. Bevor die Frage, was Frauen brauchen, um erfolgreich zu führen, näher beleuchtet werden konnte, diskutierte das Podium, ob Frauen überhaupt führen wollen und wie sie das in ihrem Verhalten und Handeln zeigen. Dass Frauen und Männer durchaus unterschiedlich an ihre Karrieren herangehen, verdeutlichte Frau Schröpl an Beispielen. Während Frauen gefragt werden wollen, ob sie eine bestimmte (Führungs-) Position übernehmen wollen und gegebenenfalls auch ablehnen, gehen Männer offen auf ihre Vorgesetzen zu und fragen von sich aus, wann sie aufsteigen können und wann es eine Gehaltserhöhung gibt. Männliche Vorgesetzte sind überzeugt, dass eine Frau, die sich für eine offene Stelle nicht interessiert und nicht fragt, den Job auch nicht will. Um solchen Missverständnissen vorzubeugen, hat Schröpl bei VINCI Seminare eingeführt, die Männer und Frauen für die

Führungsrolle sichtbar ausüben Bescheidenheitsfalle

jeweiligen Verhaltens- und Reaktionsweisen sensibilisieren sollen. Darüber hinaus gibt es einen Boni-Katalog für Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiterinnen unterstützen, in Führungspositionen zu gelangen und die erfolgreich mehr Führungspositionen mit Frauen besetzen. Schließlich stellte sich die Frage nach einer Quote für Unternehmen, um Führungspositionen auf allen Ebenen anteilig mit Frauen und Männer zu besetzen. Bascha Mika, die sich selbst als Quotenfrau bezeichnete, weil ihr Verlag 1998 einen Proporz festlegte, argumentierte, die Quote sei für Frauen nur ein Instrument auf dem Weg zum Erfolg. Die Quote sei eine Krücke, die man wegwerfe, wenn man sie nicht mehr brauche. Hier schaltete sich das Auditorium aktiv ein und diskutierte das Für und Wider einer Frauenquote. Ein World-Café mit Kaffee und Kuchen rundete die Veranstaltung ab. Es diente dazu, das Publikum miteinander ins Gespräch zu bringen. In dem von Trainerinnen moderierten Prozess konnten die Teilnehmerinnen ihre eigenen Gedanken und Meinungen zu den diskutierten Themen einbringen sowie über ihre nächsten eigenen Schritte in Richtung Führung-übernehmen miteinander austauschen.

Bascha Mika Publizistin Elisabeth Ganss Vizepräsidentin IHK Wiesbaden

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AUFTAKTVERANSTALTUNG

KARRIEREWEGE FÜR FRAUEN START DES KOOPERATIONSPROJEKTES VON GE CAPITAL UND BPW GERMANY IN BERLIN AM 28. AUGUST VON UTA ZECH, 2. VORSITZENDE BPW BERLIN

D

as Umspannwerk in BerlinKreuzberg, auch bekannt als Kathedrale der Energie, ist ein guter Ort für eine Auftaktveranstaltung zum Thema Building on Diversity - Karrierewege für Frauen. GE Capital und BPW Germany haben sich gemeinsam aufgemacht, Frauen und insbesondere Mütter bei ihrem Karriereweg zu unterstützen. Ein weltweit agierendes Unternehmen und ein Verband für berufstätige Frauen, die ihre Kooperation mit einer Podiumsveranstaltung starten. Oder doch eine revolutionäre Zelle, die einen Wertewandel in Unternehmen und Gesellschaft plant? Seit Jahren wird in Deutschland über Frauenquote und Fachkräftemangel debattiert. Geändert hat sich in den letzten zehn Jahren wenig. Betreuungsplätze bleiben Mangelware, Familiengründung

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wird in vielen Firmen als kostenintensiver Privatspaß angesehen, Erziehungszeit und Teilzeitarbeit wirken wie Karrierblocker. Immer noch sind die Führungsetagen Männer dominiert. Dabei propagieren selbst angesagte Wirtschaftsinstitute gemischte Teams als Erfolgsgaranten. Sie sind kreativer, innovativer, mit besserer Performance bei Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl, Börse. Eine Erkenntnis, die bis jetzt kein Umdenken, keinen Wandel zeitigte. Wo sind sie, die gut ausgebildeten Frauen, und wie kommen sie in die Unternehmen? Ein Teil davon verschwindet in der Kinderfalle, wird unsichtbar und bleibt auch dort. Dank der unausrottbaren Rollenbilder - der Mann als Alleinverdiener, die Frau als unbezahlte Hegerin und Pflegerin - schaffen nur 20 Prozent der Frauen den

Weg zurück in den Beruf. In ihren Beruf noch weniger. Ihnen fehlt das Selbstbewusstsein, sich für Stellen zu bewerben, die ihrer Qualifikation entsprechen. Viele bevorzugen den schlecht bezahlten, anspruchslosen Job an der Kasse der Drogeriemarktkette. Heidi Holzhauser, in der Bundesagentur für Arbeit Expertin für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, kann davon ein Lied singen. Hier sind die Unternehmen gefragt, sagt Dr. Annette Niederfranke, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Um dem Fachkräftemangel zu entgehen, müssen sie auf die stille Reserve des Arbeitsmarktes zugehen. Die Frauen. Sie zurückholen, nach der Babypause. Oder noch besser: Sie erst gar nicht gehen lassen, sagt Dr. Constantin Terton, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik der IHK


vlnr Rosemarie Steinhage, Dr. Anett Hermann und Angelika Collisi

Berlin. In Kontakt mit ihnen bleiben, sie über die Entwicklungen im Unternehmen informieren, familienkompatible Arbeitszeiten und -plätze anbieten. Jetzt sollen sich die Unternehmen auf Frauen und Männer mit Kindern einstellen? Fehlzeiten, wenn das Kind krank ist, Frauen, die wegen Schwangerschaft ausfallen, ist das nicht teuer für das Unternehmen? Christhard Läpple vom ZDF, der die Podiumsdiskussion moderiert, stellt die Frage provokativ in den Raum. Frauen mit Kindern sind dann kein Risiko, wenn Unternehmen ihre Strukturen verändern, fordert Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany. Statt der üblichen starren Präsenzkultur eine Ergebniskultur fördern, individuelle Arbeitszeiten und -orte anbieten. Gute Ansätze und dank Laptop und Smartphone durchaus möglich. Einigkeit auf dem Podium. Was so einfach klingt, setzt ein Umdenken in den Köpfen aller voraus: Kinder und Familie nicht mehr als unwichtige Nebenbaustelle zu sehen, die dem Beruf, dem Geldverdienen untergeordnet werden muss, sondern als andere, gleichwertige Lebensphase. Ein Aufruf an Männer und Frauen, Kinderbetreuung und Gelderwerb in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu meistern. Andere Nationen, allen voran die skandinavischen Länder, haben es uns vorgemacht. Joachim Secker, CEO GE Capital Germany erklärt, dass Diversity bei GE Chefsache ist. GE ist ein weltweit agierendes Technologie-, Service- und Finanzunternehmen mit mehr als 300.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Schwerpunkte sind Innovationen in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen, Transport und Infrastruktur sowie Finanzdienstleistungen. Soziale Vielfalt ist für Joachim Secker der Garant, dass umfassend und in alle Richtungen gedacht, erfunden, entwickelt wird. Die Ideen, die so entstehen, sind einfallsreicher und aussichtsreicher. Doch auch bei GE gibt es noch zu wenig Frauen, besonders in den Führungsetagen. Deshalb hat das Unternehmen in vier

Berlin 10.-11.11.2012 Seminarleitung Dr. Anett Hermann Ort GE Germany Culemeyerstr. 1 12277 Berlin Düsseldorf 17.-18.11.2012 Seminarleitung Rosemarie Steinhage Ort GE Capital Fritz-Vomfelde-Str. 30 40547 Düsseldorf Oberhaching 17.-18.11.2012 Seminarleitung Angelika Collisi Ort GE Capital Bajuwarenring 5 82041 Oberhaching

Ländern die Initative Building on Diversity gestartet, in Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland. In Deutschland zielt die Kooperation mit dem BPW Germany darauf ab, Frauen nach der Elternzeit den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern und sie bei ihren Karrierezielen zu unterstützen. Bei GE gibt es schon seit 1997 ein firmeninternes Woman’s Network, das weltweit mehr als 100.000 Mitglieder aufweist. Zwei andere Initiativen sind frisch gestartet: Ein Female Referral Bonus belohnt Mitarbeiter, wenn sie talentierte Frauen für eine Karriere bei GE ins Unternehmen bringen. Der Family Support Service arbeitet mit Familienorganisationen rund um die Betreuung von Kindern und älteren Menschen zusammen. Auch um die Rahmenbedingungen kümmert sich das Unternehmen vorbildlich.

logie der Frauen. Christhard Läpple wirft den Begriff Arroganztraining in die Runde. Einstimmig abgelehnt. Henrike von Platen findet, dass eine Kopie von männlichen Eigenschaften den Gewinn von Diversity ad absurdum führt. Wichtiger als Arroganz ist Selbstbewusstsein, klar formulieren zu können, welche Ziele ich habe und wie ich sie umsetzen will. Bei den Seminaren, die BPW mit Unterstützung von GE Capital in diesem Herbst und in den nächsten zwei Jahren anbietet, wird es um selbstbewusste Bewerbungsgespräche, Gehaltsverhandlungen und Zielvereinbarungen gehen. Die Seminare sind für alle Frauen offen, nicht nur für Mitarbeiterinnen von GE Germany oder Mitglieder des BPW. Im Umspannwerk wurde bis spät in die Nacht energiegeladen diskutiert. Was sich in den Chefetagen durch wirtschaftlichen Druck allmählich durchsetzt, ist noch lange nicht bis in die unteren Führungsebenen durchgesickert. Geschweige denn in der Gesellschaft verankert. Bis die Strukturen der Firmen so sind, dass Familiengründung positiv bewertet wird, bis Geldverdienen und Kinderbetreuung partnerschaftlich aufgeteilt werden können, ohne dass sich Teilzeitarbeit als beruflicher Stillstand auswirkt, ohne wahlweise als Rabenmutter oder Weichei diffamiert zu werden, ist es in Deutschland noch ein weiter Weg. Der Weg einer Kulturrevolution. Unternehmen, die sich diesem Prozess wie GE aktiv stellen, sind Garant dafür, dass es gelingen wird. Es muss.

Was vom restlichen Deutschland nicht immer behauptet werden kann. Immer noch fehlen Kindergartenplätze, allein 160 000 von den bis August 2013 versprochenen Betreuungsplätzen für Kinder ab einem Jahr. Dr. Annette Niederfranke ist zuversichtlich, dass der Druck groß genug ist, um Baubedingungen zu verändern und mehr Erzieher und Erzieherinnen auszubilden. Zuletzt geht es doch wieder um die Psycho-

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FRAU – MACHT – VERÄNDERUNG

TRANSFORMATIONSPROZESSE IM NAHEN UND MITTLEREN OSTEN INTERNATIONALE TAGUNG UND LESUNG – VOM 19. BIS 21. JULI IN MÜNCHEN

VON JOHANNA MARIUS · MITGLIED DES BUNDESVORSTANDES BPW GERMANY

Die Proteste und Revolutionen im Nahen und Mittleren Osten haben tiefgreifende politische und soziale Veränderungen angestoßen. Wie sehen diese Veränderungen aus und was bedeuten sie für die Frauen, ihr Selbstbild und ihre politische Macht? Was muss weiter geschehen, um die Situation der Frauen zu verbessern? Und wie können Deutschland und die EU die Veränderungen an der Basis unterstützen? 40 

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Am 22. April 2013 findet die Vorkonferenz zu den Cairo Conferences mit dem Thema interkulturelle Kompetenz und Verständnis statt. Mehr Informationen zu der Konferenz gibts bei Johanna Marius, BPW Germany.

A

ntworten auf diese Fragen nach den Aufständen vorwärts. Der Slogan suchten TeilnehmerInnen und stammt übrigens von Suzanne Mubarak, Podiumsgäste bei der Internader Frau des abgesetzten Präsidenten. tionalen Tagung TransformaDas neue Frauenbild wirbelt vor allem tionsprozesse im Nahen und die Städte auf. Auf dem Land arbeiten die Mittleren Osten Ende Juli Frauen mit und haben deshalb allgemein ein positives Image. Voller Hoffnungen in München. Zu der Veranstaltung hatte zeigen sich auch die Menschen in „Voices das NordSüd-Forum eingeladen, bei dem of Tahrir“. In dem Film werden Frauen auf BPW München Mitglied ist. Am ersten Abend lasen drei Autorinnen dem Tahrirplatz gefragt, wie sich der Allaus Ägypten und Palästina aus ihren Wertag der Frauen verändert hat. Die Antworken. Den Anfang machte Faten Mukarker, ten waren durchweg positiv: sie erleben eine palästinensische Friedensaktivistin Meinungsfreiheit, die Angst ist überwunden und sie sind stolz auf ihr Land. Die Reund Schriftstellerin. Sie ist Christin, in Bethlehem geboren und in volution hat ihnen Mut geder Nähe von Köln aufgemacht und sie können sich Durch die Prowachsen. Mit 20 Jahren ging selbst behaupten, wenn die teste sollte erst sie nach Palästina zurück. In Angst vor Veränderungen ihrem Buch Leben zwischen die Lage im Land bei manchen auch noch Grenzen erzählt sie von den mitschwingt. verbessert wer- leise Bei den letzten Wahlen haEinschränkungen, die Frauden und dann ben die ägyptischen Frauen en in Palästina durch Kultur und durch Politik gesetzt wollte man sich allerdings Parlamentssitze werden. Salwa Bakr gehört verloren. Waren es vor der um die Frauenzu den führenden ägyptiWahl etwa 15 %, sind es frage kümmern. jetzt gerade noch 2,4 %. schen Schriftstellerinnen. Sie setzt sich vehement und Das sind bei insgesamt 498 Das war ein leidenschaftlich für den inParlamentsmitgliedern gegroßer Fehler. terkulturellen Dialog zwirade mal 12 Frauen. Eine Frauenquote gibt es in schen der arabischen und Ägypten nicht. der westlichen Welt ein. Schwerpunkt Zeit für eine Exkursion nach Libyen. Denn ihrer Erzählungen ist die Situation der einfachen, nicht privilegierten Frauen in hier existiert einen Frauenquote. In der Ägypten. Zauber des Türkis heißt das Buch libyschen Clan-Gesellschaft besetzen 15 von Mai Khaled, ägyptische SchriftstelFrauen Posten in den Ministerien für Gelerin, Literaturübersetzerin, Radio- und sundheit, Soziales und Justiz. Allerdings Fernsehjournalistin. Sie beschreibt in bezeichnete sie die libysche Referentin als eindringlichen Worten die Befreiung und inkompetent. Als Mitglieder der Sisters of Islam, der weiblichen Seite der Muslim Selbstfindung zweier ägyptischer Frauen. Zauber des Türkis ist auch in deutscher Brotherhood, seien sie nichts als treue AnSprache lesenswert. hängerinnen des bestehenden Regimes. Was die Autorinnen in ihren Geschichten Trotz der Veränderungen ist in Ägypan Hand von Einzelschicksalen geschilten häusliche Gewalt weitverbreitet. Es dert hatten, wurde in den Podiumsdiskusist ein Merkmal der ägyptischen Kultur, sionen und Präsentationen der folgenden dass man sich in einem Konflikt auf die Seite des Stärkeren stellt. Das sind selten Tage durch Zahlen und Fakten vertieft. die Frauen. Deshalb relativieren Frauen Besonders in Ägypten hat sich durch die Misshandlungen, die Familien vermitteln, Revolution die Situation der Frauen verbessert. Gut, dass die Ägypterinnen die die Frauen schweigen. Frauenfrage von Anfang an auf die Agenda Basma Abd El Aziz, Medizinerin und Psyder Revolution setzten. Ihr Slogan Frauchiaterin im Gesundheitsministerium, ist enrechte sind Menschenrechte treibt sie auch Frauenrechtlerin und preisgekrönte Auto-

rin. Sie fordert die Frauen auf, das Schweigen zu brechen. Unterstützung erhalten sie von einer Organisation in Kairo, die sich Gender-Gerechtigkeit zum Ziel gesetzt hat. Auch Basma gehört der Organisation an und kümmert sich um die psychiatrische Behandlung von Gewaltopfern. Im Iran haben die Proteste am Frauenbild nichts geändert. Seit 2009 verbesserten sich weder die Lebensumstände noch die Rechtslage für Frauen, berichtet Shadi Sadr von Justice for Iran. Der Plan, zuerst das Land umzugestalten und sich dann um die Frauenfrage zu kümmern, ließ sich nicht umsetzen. Frauenthemen sind weder ins Bewusstsein der Revolutionäre noch in das der Frauen gerückt. Sie haben nach wie vor keine Stimme und müssen jetzt über einen neuen Ansatz nachdenken. Alle Sprecherinnen und Sprecher sind sich einig: die liberalen Kräfte, die Minderheiten, die Frauen brauchen auch nach dem arabischen Frühling die Unterstützung durch Deutschland und die EU. Gefragt sind humanitäre Mittel, Unterstützung beim Bau von Schulen für alle, nicht nur für Privilegierte, Ausbildungsförderung für Mädchen, Hilfe für die Gewaltopfer. Waffen und Geld für die Regierungen lehnen die Diskutanten ab. Die Hilfe darf nicht den Regierungen als Machtmittel in die Hände fallen, sie muss direkt bei den betroffenen Menschen ankommen. Das schließt aus, dass die Region nur als neuer Absatzmarkt der EU angesehen wird – auch für Waffenlieferungen. Ebenso verbietet sich eine Einmischung in die Frauenfrage. Statt westlicher Agenda ist Bildung für Mädchen wirkungsvoller, fordert Salwa Bakr. Eine Möglichkeit sich selbst ein Bild zu machen, arabische Frauen kennen zu lernen und mit ihnen in den Dialog zu treten, bieten die nächsten Cairo Conferences vom 22. bis 25. April 2013 in Kairo.

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AUFTAKTVERANSTALTUNG BUILDING ON DIVERSITY AUGUST 2012, BERLIN

vlnr. Johanna Marius, Rosemarie Steinhage, Dr. Anett Hermann, Henrike von Platen, Angelika Collisi, Sigrid Beyer

oben vlnr. Sirje Deringer, Birgit Gehring, Ellen Raahede-Secher unten Henrike von Platen, Dr. Annette Niederfranke, Christhard Läpple, Ellen Raahede-Secher, Dr. Constantin Terton

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Kristina Jürgens 1. Vorsitzende BPW Hamburg

oben Simone Denzler, Pressesprecherin BPW Germany, Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany, Waltraud Kratzenberg-Franke Koordinatorin Bundesgeschäftsstelle BPW Germany Dr. Annette Niederfranke, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Joachim Secker Chief Executive Officer, GE Capital Germany


oben Susanne Heiss Employee Communications Manager GE Germany Dr. Wolfgang Dierker Leiter Regierungsbeziehungen General Electric

unten Christine Rabe Gleichstellungsbeauftragte (Charlottenburg-Wilmersdorf)

unten Dr. Constantin Terton, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik der IHK Berlin

oben Dr. Annette Niederfranke, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Heidi Holzhauser, Expertin Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Bundesagentur für Arbeit, Christhard Läpple · ZDF mitte Simone Denzler, Pressesprecherin BPW Germany, Christhard Läpple · ZDF, unten Henrike von Platen, Ingrid Asche,   BPW Germany 2012 1. Vorsitzende 43 BPW Regensburg


EQUAL PAY DAY SPOT URAUFFÜHRUNG GLEICHER LOHN FÜR GLEICHWERTIGE ARBEIT FEBRUAR 2012, BERLIN

oben Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration, Frauen, Henrike von Platen unten Andrea Schatz (sitzend) Senatsverwaltung, Christine Rabe (2. vr), Gleichstellungsbeauftragte (Charlottenburg-Wilmersdorf) Brigitte Kowas (r), Gleichstellungsbeauftragte (Reinickendorf), DarstellerInnen: Laura Becker Dehning, Paulina Lange, Behrend Yangues Hinrichs, Oliver Henning

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Simone Denzler · Pressesprecherin BPW Germany,


CONFÉRENCE EUROPÉNNE EQUAL PAY DAY 2012 MÄRZ 2012, MARSEILLE

Speakers: • Henrike von Platen, President BPW Germany • Pille Ruul, President BPW Estonia • Johanna Durand, economist, instructor for professional equality • Serge Derick, member of board of directors of Caisse d‘Epargne • Karine Musset, BNP Paribas • Colette Faravel, president of Women Commission at CGPME, employer confederation

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EQUAL PAY DAY 23. MÄRZ 2012

Dagmar Schwarz, Katharina Greszczuk, Dr. Anja Heinze, Eva Maria Welskop-Deffaa, Henrike von Platen

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Eva Wildhardt, Bundesgeschäftsstelle Equal Pay Day

Uta Zech 2. Vorsitzende BPW Berlin

Barbara Klose-Hecht ehem. 1. Vorsitzende BPW Berlin


BPW D-A-CH TAGUNG FRAUEN IN DER WIRTSCHAFT MAI 2012 , LINDAU

oben Heidrun Matthäus Präsidentin BPW Austria Henrike von Platen Präsidentin BPW Germany Monique Ryser Präsidentin BPW Switzerland mitte Henrike von Platen und Rosmarie Michel, Past Präsidentin BPW International unten Henrike von Platen, Sabine Schmelzer, BPW Regional Coordinator Europe

Henrike von Platen Judith Williams Alexander-Klaus Stecher

Erwin Lebon, HR Director GE Germany Dr. Monique R. Siegel, Trendinterpretin, Wirtschaftsberaterin, Bestsellerautorin D-A-CH Tagungs-Auditorium

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GLOBAL SUMMIT OF WOMEN 31. MAI BIS 2. JUNI 2012 ATHEN

oben Anna Maria Llopis sitzend Irine Natividad Präsidentin Global Summit od Women

oben Kikoula Cotsapas, BPW Cyprus Freda Mirklis, Präsidentin BPW International Alexandra Galanou, Präsidentin BPW Cyprus Arzu Ozyol, Präsidentin BPW Turkey Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany Birgit Hayen, ehem. Vorstandsmitglied BPW Germany rechts Empfang im Garten der Deutschen Botschaft mit Botschafter Wolfgang Dold in Athen

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Simone Denzler · Pressesprecherin BPW Germany, Henrike von Platen · Präsidentin BPW Germany, Waltraud Kratzenberg-Franke · Geschäftsstellenleiterin BPW Germany Simone Denzler · Pressesprecherin BPW Germany,


FIDAR FORUM IV FRAUEN IN DIE AUFSICHTSRÄTE MAI 2012 , BERLIN

oben Monika Schulz-Strelow Präsidentin FidAR e.V.

Sigrid Beyer, Schatzmeisterin BPW Germany und Henrike von Platen

unten Prof. Dr. Gesine Schwan Elke Benning-Rohnke Wolfram Wickert Dr. Angelika Dammann Thomas Sattelberger

Auditorium im Umspannwerk Berlin-Kreuzberg

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BPW CLUB

EIN NETZWERK, EINE LOBBY UND EIN FELD ZUM LERNEN VON SONJA STILL · MITGLIED DES BUNDESVORSTANDES BPW GERMANY

W

er im BPW nicht nur teilhaben, sondern auch mitgestalten will, kann dies tun. Die Vorstandsarbeit kostet sicherlich Zeit und verlangt Engagement; und das neben der normalen Belastung im Beruf. Doch Vorstandsarbeit ist der Universität Leben gleichzusetzen, so hat es Sylvia Dillinger-Brigl, Past-President des BPW Austria, einmal geäußert. Heute engagiert sie sich auf europäischer Ebene. Denn der einzelne Club im BPW arbeitet zwar lokal, aber letztlich sind BPW-Frauen weltweit vernetzt. Der BPW Germany ist schließlich Teil im weltumspannenden Netz von BPW International. Wer das Vorstands-Amt eines Clubs als Führungstraining begreift, kann eine Menge lernen: Strategien entwickeln und umsetzen, Einfluss nehmen, Teams bilden, Projekte oder Sitzungen leiten, Konflikte managen, oder, den Umgang mit Medien, mit Technik Tools oder neuen ArbeitsMethoden. Aber frau lernt auch Diplomatie, erwirbt oder stärkt ihre Kompetenz in Auftritt und beim Repräsentieren, übt den Umgang mit VIPs und Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Um Illusionen vorzubeugen: es ist nicht so, dass ein Amt in einem Führungsgremium nur leicht fällt. Frauen, auch die im BPW, sind fordernd. Frauen können manches Mal Standpunkt und Person nur schwer trennen. Frauen wollen manches Mal endlich irgendwo Macht und Anerkennung – und wenn es nicht im Beruf geht, dann eben im Ehrenamt. Sie opfern sich auf, sie sind auch mal beleidigt, sie reagieren schon mal unverständlich. Es menschelt sehr. Aber, Vorstandsarbeit ist letztlich eine persönliche und menschliche Bereicherung. Cornelia Krämer ist Führungscoach mit eigenem Institut und Vorsitzende des BPW Club Berlin. In der Vorsitzenden vereint sich perfekt die persönliche Professionalität mit ihrer Vision, Frauen in bessere und besser bezahlte Positionen zu bringen. Aus ihrer täglichen Arbeit weiß sie, wo Frauen und Männer im Mittelstand Scheu voreinander haben.

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„Männer haben Scheu, Frauen einzustellen oder zu fördern, weil sie den Laden zu sehr aufmischen könnten“, ist ihre Erfahrung, „Frauen wiederum haben Scheu, sich auf den ätzenden Bewerbungsmarathon zu begeben und geben sich mit Weniger zufrieden“. In ihrer Führungsfunktion bei BPW kann sie genau das beeinflussen: Frauen

Gabriele Brückner Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft Kassenprüferin BPW Club München

„Ich bin mir über den Wert meiner Arbeit und meines Könnens viel bewusster“

Cornelia Krämer, Unternehmerin 1. Vorsitzende BPW Club Berlin

stärken, Frauen unterstützen und auf den Weg zu einer Führungsposition bringen. „Damit trage ich vielleicht ein kleines Mosaiksteinchen zum großen neuen Bild in Berlins Wirtschaft bei“, hofft sie. „Und es tut gut, Frauen in Teams zusammen zu führen, sie aus einer zurückhaltenden Rolle zu holen. Das ist auf allen Ebenen eine menschliche Bereicherung. Das bringt jeder etwas, ihnen und mir. Denn aus diesem gemeinsamen Tun ergibt sich Spaß, Freude und Empathie für einander.“ Wir sind eine BPW

Warum wir bei BPW dabei sind und was wir davon haben Der BPW Germany e.V. hat gut 2000 Mitglieder. Alle, die dabei sind und sich einbringen, haben ihre ganz eigene Geschichte dazu zu erzählen. Drei Frauen, die sich soeben für ein Ehrenamt zur Verfügung gestellt haben und sich im Club München in den Vorstand wählen ließen, haben wir befragt: warum macht Ihr das?

Gabriele Brückner ist seit vielen Jahren Mitglied bei BPW, so ganz genau weiß sie es nicht auf die Schnelle. „Heute stelle ich mein Licht nicht mehr unter den Scheffel“, sagt sie. „Dabei hat mir BPW geholfen.“ Früher ging es im Beruf oft um’s Sich-Zutrauen. Zum einen sind die Seminare und Vorträge, die vom Club angeboten werden, für die 43-Jährige hilfreich. Zum andern ist der persönliche Kontakt zu den Frauen, die im Verband dabei sind, so unglaublich förderlich. „Das Dinner in der Biz-Lounge schaut nach außen so aus, als würde es einfach nur ein nettes Plaudern sein.“ erzählt Gabriele Brückner. „Doch der Austausch mit den Frauen, ihre Ideen, wie sie eine berufliche Situation anpacken, hat mir oftmals für meine Belange die Augen geöffnet, die Antennen geschärft  und mich motiviert. Früher dachte ich, ich müßte alles alleine lösen, heute hole ich mir gezielt Informationen, wenn ich nicht weiter komme.“ BPW machen einander Mut, sie unterstützen einander. Gerade dann, wenn es mal schwieriger im oder mit dem Job ist. Natürlich muss jede sich noch selbst um ihre beruflichen Herausforderungen kümmern. Aber wenn es schwieriger wird, dann hat man ein Netz, aus dem man sich Rat holen kann. Und wenn es neue Herausforderungen gibt, machen die BPW einem Mut, diese anzunehmen. „Ohne den Zuspruch, hätte ich mir meine heutige Führungsposition vielleicht nicht so zugetraut“, überlegt Gabriele Brückner, die als Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft tätig ist.


Eine BPW sein – dafür gibt es viele gute Gründe. So viele, wie es unterschiedliche Frauen gibt. BPW ist ein Netzwerk, in dem frau sich jederzeit Rat holen kann. Es ist eine Lobby, mit dem die Rechte für Frauen in die Politik getragen werden. Es ist ein gutes Feld, sich und seine Fähigkeiten auszuprobieren.

Mit ihrem eng getakteten Terminkalender bleibt inzwischen weniger Zeit, regelmäßig das reiche Angebot des Programms im Club München zu nutzen. So besucht sie nur gezielt Vorträge, deren Themen sie interessieren.  Aber sie nutzt ihr Netzwerk. „Wenn ich einen Experten, einen Dienstleister oder was auch immer für ein Projekt suche, dann rufe ich beim Vorstand an und schon finde ich diejenige, die genau das kann, was ich brauche. Denn ich kann mich drauf verlassen: wenn der Club-Vorstand jemanden empfiehlt, dann ist bei der Frau soviel Knowhow vorhanden, dass ich meine Aufgabe mit ihr zusammen lösen werde“. Und weil ihr das soviel bedeutet, will sie auch für den Club etwas tun. Darum hat sie sich für ihr Amt zur Verfügung gestellt.

Margit Taschauner Executive Assistant für den Vice President und General Manager bei SuccessFactors, eine SAP Company 3. Vorsitzende BPW Club München

„Ich schätze den geschützten Raum in dem man für den Job lernen kann und die Vielfalt an Input, den das Clubleben im BPW bietet“

Margit Tschauner ist seit 2 Jahren bei BPW. „Spannend ist für mich dieses ungemein breite Spektrum an Branchen und Berufen der Frauen“, sagt sie, „So unterschiedlich wir sind, wir haben dennoch ein gemeinsames Ziel: wir wollen uns für den Beruf und im Berufsleben stärken.“ Da geht es nicht nur um das alte Schlagwort Gleichberechtigung. Es geht darum, dass Frauen wirkliche und echte Chancengleichheit haben. Der

BPW Germany e.V. hat den Equal Pay Day in Deutschland installiert, damit steht der BPW für die Forderung nach Lohngleichheit von Männern und Frauen. Das Gender Pay Gap, also die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau, ist etwas, das Margit Tschauner reduzieren will. Dafür engagiert sie sich im Club. Noch immer gibt es eine Lohnungleichheit von 23%, im selben Beruf, in der selben Position, in der gleichen Branche. Diese Ungleichheit wächst sich bis zu 59% Unterschied in der Rente aus. Und das, obwohl die Frauen von heute beste Ausbildung und beste Weiterbildung vorweisen können. Aber natürlich sind es auch die unpolitischeren Dinge, die für sie im Clubleben von Bedeutung sind. In einem Projektteam mit Teilnehmern zu arbeiten, die alle aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, sieht sie als ungemein inspirierende und wertvolle Erfahrung. „Bei Projektteams in meinem beruflichen Umfeld kommen ja alle Beteiligten meistens mehr oder weniger mit dem gleichen Hintergrund und ähnlicher Berufserfahrung zusammen, bei Projektarbeit mit dem BPW bieten sich hier jedoch viel mehr Facetten. Und natürlich ist es einfach auch schön, diese vielen unterschiedlichen Frauen zu kennen. Ich kann lernen, ich darf fordern, wenn ich Input oder Hilfe brauche und ich kann fördern, wenn ich andren etwas geben kann – und das in einem Umfeld mit Frauen, die alle soviel Know-how und Persönlichkeit mitbringen“. Margit Tschauner fühlt sich durch die Mitgliedschaft bei BPW sowohl beruflich als auch privat gefördert und gestärkt.

Alexandra Engel ist seit 5 Jahren im BPW Ihr Vorstand hatte es ihr empfohlen, zum Netzwerk des BPW zu gehen. Zu dieser Zeit war sie noch Vertriebsleiterin einer VR Bank in Baden-Württemberg. Damals wie heute ist es noch etwas ungewöhnlich, dass ein Vorgesetzter diesen Schritt empfiehlt. Doch der Mann wollte seine Mitarbeiterin stärken, wusste, wie wichtig ein Netzwerk für berufstätige Frauen ist. Alexandra hat ihren Schritt nie bereut. „Der BPW war mir nicht nur, aber besonders in schwierigen Businesszeiten immer ein Anker”, sagt sie. Der Austausch mit anderen Frauen, die voll im Berufsleben stehen, hat ihre eigene Perspektive bereichert. „Durch das Engagement der aktiven Frauen wurde ich immer wieder bestärkt voraus zu blicken. Meine Teilnahme an den Clubabenden gaben mir das Gefühl, erstens nicht alleine mit meinen Themen zu sein, und zweitens eine Zugehörigkeit zu erleben, die stabil und stärkend wirken kann, wenn man sie selbst lebt.” Inzwischen lebt sie in Bayern, managt ihre eigene Firma: Coaching-Training-Beratung im Finanzwesen und findet im BPW noch immer die richtigen Ansprechpartner; eben weil das Netzwerk des BPW so ein breites Spektrum an Möglichkeiten bietet und so viele unterschiedliche Frauen hier zusammenkommen. „Dies hat in mir das Bedürfnis geweckt, wieder etwas an den Club zurückzugeben “, sagt sie. „Und das lebe ich nun im Rahmen meiner Tätigkeit als Schriftführerin im BPW Club München aus.“

Alexandra Engel Unternehmerin, FührungskräfteCoach und Trainerin ökonomische Verbraucherbildung im Finanzwesen, Schriftführerin BPW Club München

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TERMINE

in Dresden: 19.04.-21.04.2013 BPW Jahrestagung 2013

28.09.-30.09.2012

BPW Europe Congress 2012 in Sorrent

28.09.-30.09.2012

Young BPW International Congress

08.10.2012

Equal-Pay-Day-Forum Berlin: Auftaktveranstaltung

10.10.2012

Starke Frauen. Starke Unternehmen!? – Wirtschaftlicher Erfolg durch gezielte Frauenförderung.

12.10.-14.10.2012

Fit for Business - Autumn Conference Davos

13.10.2012

Equal-Pay-Day-Forum Stuttgart

20.10.2012

Equal-Pay-Day-Forum Hamburg

01.11.2012

Equal-Pay-Day-Forum Dresden

03.11.-04.11.2012

BPW Germany Mitgliederversammlung

10.11.-11.11.2012

Seminar: Building on Diversity – Karrierewege für Frauen, Berlin

16.11.-18.11.2012

7. BPW Danube Net Businesswomen Forum, Wien/Österreich

17.11.-18.11.2012

Seminar: Building on Diversity – Karrierewege für Frauen in München/ Oberhaching

17.11.-18.11.2012

Seminar: „Building on Diversity – Karrierewege für Frauen“ in Düsseldorf

23.11.-24.11.2012

PEP (IDP) Training in München in Kooperation mit dem Genderzentrum der TU München

23.11.2012

Equal-Pay-Day-Forum Düsseldorf

01.12.-03.12.2012

ASIA PACIFIC REGIONAL CONFERENCE

22.02.-24.02.2012

Personal Empowerment Program Train-the-Trainer / Munich

01.03.-02.03.2013

BPW International Annual Leaders Summit 2013, New York

4.03.-15.03.2013

The fifty-seventh session of the Commission on the Status of Women

25.03.2013

EQUAL PAY DAY

19.04.-21.04.2013

Jahrestagung des BPW Germany e.V. in Dresden

22.04.-25.04.2013

Cairo Conferences in Kairo

23.05.-27.05.2014

BPW International Congress Korea

29.06-30.06.2013

Gesamtvorstandssitzung BPW Germany

BPW Germany, BPW Europe, BPW International BPW Europe, BPW International BPW Germany BPW Germany

BPW Europe BPW Germany BPW Germany BPW Germany BPW Germany BPW Germany BPW Germany BPW Europe BPW International BPW Germany

BPW Germany BPW Germany

BPW Germany BPW Inter national BPW Europe BPW International UN Headquarters New York BPW Germany BPW Germany Cairo Conference BPW Germany, BPW Europe, BPW International BPW Germany

BPW Jahresjournal 2012  

Jahresjournal des BPW Germany, Vorstellung aller Deutschland weiten Clubs

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