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titel: kommunikation | Unternehmen

Dabei sein ist viel. Social Media sind die unbestrittenen Protagonisten der aktu-

ellen Diskussion rund um das Thema Kommunikation. Doch was bringen die vielen Plattformen, Blogs und Foren den Unternehmen wirklich? „M“ wollte es von den Betrieben selbst wissen.

Der Weinblogger Homepage, Blog, Facebook: Um mit Kunden, Weinkennern und Freunden seines Betriebes zu kommunizieren, zieht der Margreider Weinproduzent Armin Kobler sämtliche Register. Mit einer Anbaufläche von knapp zwei Hektar und einer Jahresproduktion von 15.000 Flaschen sei er nur ein ganz kleines Rad in der Südtiroler Weinwirtschaft und müsse sich deshalb um so

mehr um die Aufmerksamkeit des Marktes bemühen. „Am Anfang habe ich mir eine Website gebaut“, sagt der 49-Jährige. „Die führe ich immer noch, aber sie war mir viel zu statisch. Außerdem bin ich ständig auf der Suche nach etwas Neuem.“ Und so habe er zunächst das Bloggen und dann Facebook entdeckt. Seitdem hat Kobler einen eigenen Blog im Netz. Mit seinem

Onlinetagebuch begleitet er Kenner und Kunden durch das Weinjahr. „Ich schreibe im Schnitt einmal wöchentlich.“ Die Einträge sind eine Mischung aus fachlichen Informationen und persönlichen Erfahrungen. Damit kommt er bei den Lesern gut an. „Immer wieder treffe ich Leute, die mich persönlich nicht kennen, sehr wohl aber den Blog“, sagt Armin Kobler. Auch freue er sich, dass die Leute über seine Seite hinaus weiterdiskutieren. „Deshalb ist bei mir auch alles zweisprachig, damit alle alles verstehen und mitreden können.“ Sogar die Kommentare und Antworten der Besucher schalte er erst frei, nachdem er sie übersetzt habe. Das Gebloggte sollte, so die Absicht, eine bleibende Spur hinterlassen. „Auf Facebook hingegen kommen die etwas ,vergänglicheren‘ Meldungen.“ Homepage, Blog und Netzwerk betreue er selbst. Das koste ihn rund eine Stunde Arbeit pro Tag. 1.500 Weininteressierte haben 2013 im Schnitt monatlich Koblers Blog gelesen. „Das ist nicht schlecht für einen so kleinen Betrieb.“ Außerdem sei die durchschnittliche Besuchsdauer mit acht Minuten recht lang. „Meine bereits etablierten Kollegen werden auf solche Maßnahmen verzichten können, aber ich habe erst 2006 mit der Weinproduktion begonnen. Ich kenne nur Krisenjahre.“

Die Rundflieger „Wenn wir den allerletzten Sitzplatz für einen unserer Rundflüge ,last minute‘ auf unserer Facebook-Seite posten, dann dauert es meist nicht länger als eine halbe Stunde, und das Ticket ist verkauft“, sagt Helmuth Zingerle, Teilhaber und Chefpilot der Laaser Airway Helicopters. Von Laas, Meran und TerWeinproduzent Armin Kobler ist als kleiner Fisch in der großen Welt der Blogs unterwegs. 18  m | APRIL, MAI, JUNI 2014

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M - Magazin für Destinationsmarketging in Südtirol 02-14  

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