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Division M

Division 2

Division 1

VORWORT: „Trockenübung vor der Action“ Quasi mit dem Fallen der letzten Flagge beim Saisonfinale in Hockenheim 2013 wurden die Weichen für die kommende Saison gestellt und es ist deutlich absehbar, dass auf den Rennstrecken in der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB / ADAC Procar die Dramatik stark zunehmen wird. Als „ Lautsprecher“ der Serie freue ich mich schon jetzt auf das um die Division M erweiterte Paket, in der sich die Fahrzeuge der ehemaligen Mini-Trophy tummeln können. Es wird also reichlich Action an allen Fronten geben. Das Team der Serienorga hat für 2014 eine Basis geschaffen, von der wir uns nun auf der Motor Show Essen ein Vorabbild machen dürfen. Die Trockenübung der neuen Gemeinsamkeit auf drei Ebenen findet hier ihren ersten offiziellen Auftritt und das Steigen des Adrenalinspiegels wird dabei unweigerlich spürbar sein. Gerade die Nähe zu den Fahrern sowie den Teams im Fahrerlager durch die „ Politik“ der offenen Zelte macht es möglich, einen wirklichen Einblick in die Welt des Tourenwagensports zu bekommen. Die Boxengasse wird in dieser Ausgabe natürlich den Fokus auf die gerade abgeschlossene Saison und die Planungen für das kommende Jahr legen, ergänzt durch spannende Einblicke in die Teamwelt der DTC/ADAC PROCAR. Mir bleibt derweil nur eines zu sagen: Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe und eben solchen auch bei der persönlichen Vorbereitung auf die neue Saison! Eure „Power aus dem Tower“ Swen Wauer

Herausgeber: mediabel c/o Stefan Gottschalk Gronaustraße 42 42285 Wuppertal Internet / E-Mail: www.die-boxengasse.de gottschalk@mediabel.de

V.i.S.d.P. Stefan Gottschalk

Fotos: Ralf Ääro Burkhard Kasan

Anzeigenleitung: Stefan Gottschalk

Redaktion / Mitarbeiter: Katharina Brüggmann Annika Göcke Thomas Tometzki Marek Musiol

Cover: Ralf Ääro

Auflage: 5.000 Stück Redaktionsschluss: 25.11.2013

Layout & Gestaltung: Katja Gottschalk - maexx.org

ePaper/weblinks: www.issuu.com/Boxengasse www.adac-procar.de


Division 1

Division 2

Division M

CARlo - der Community-Award Inhaltsverzeichnis Seite 3 Vorwort von Swen Wauer

Seite 4 - 5 CARlo Community-Award Seite 6 - 7 Sieger Division 1: Jens Weimann Seite 8 - 9 Sieger Division 2: David Griessner Seite 10 - 11 Das Meisterinterview Seite 12 Rückblick Saison 2013 Seite 14 - 15 INSIDER Kolumne: „Bleibt alles anders“ Seite 20 - 21 Mit den Mini in die DTC/ADAC PROCAR

Wer hätte das gedacht!? 2014 wird der schöne Community-Award in seine dritte Saison gehen. Mittlerweile ist der “Motosport Oscar" gar nicht mehr aus dem Paddock der DTC/ADAC PROCAR wegzudenken. Die Zeremonie gehört seit diesem Jahr längst zur festen Veranstaltung im Fahrerlager. Wir sind uns sicher, das haben vor CARlo nicht viele FanAwards geschafft. Deswegen möchten wir uns bedanken, ohne euch, die Partner, Paten und Freunde wäre aus CARlo nicht das , was er jetzt ist!

Premiere des FairPlay Awards powered by be-parts.com! 2013 wurde das erste Mal der Fair Play CARlo vergeben. Ihr habt euren fairsten Fahrer der Saison 2013 gewählt und so durfte sich Thomas Krebs in Hockenheim über die Glas-Trophäe und den superleichten OMP Fahreroverall One Suit S freuen, der von be-parts.com für den FairPlay Award zur Verfügung gestellt wurde.

Seite 22 - 23 Der Motorsport-Coach: Frank Meinhardt Seite 24 INSIDEtechnik: Datalogger Seite 27 Virtual vs. real racing Seite 28 - 29 Impressionen Saison 2013 Seite 30 vorläufiger Rennkalender 2014

Thomas Krebs (Mitte) bekam seinen ersten FairPlay CARlo von seinem Teamkollegen und Namensvetter Thomas Winkelhock am Hockenheimring überreicht.


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Pokale NRW

HALL OF FAME Julia Trampert Liqui Moly Team Engstler Nils Mierschke Mierschke Motorsport Milenko Vukovic Vukovic Motorsport Guido Thierfelder ETH Tuning David Griessner Glatzel Racing Lennart Marioneck Liqui Moly Team Engstler Markus Huggler Huggler Motorsport

Michael Wundrock, Geschäftsführer Pokale NRW (rechts)

Oschersleben Zandvoort (NL) Sachsenring Oschersleben Red Bull Ring (A) Lausitzring Nürburgring

THATE Motorsport

Glory-Award 2012

ETH Tuning

Glory-Award 2012

Julia Trampert Liqui Moly Team Engstler

Oschersleben

Johannes Leidinger Liqui Moly Team Engstler

Spa-Francorchamps (B)

Thomas Krebs Liqui Moly Team Engstler

Sachsenring

Kai Jordan Glatzel Racing

Nürburgring

Ralf Glatzel Glatzel Racing

Red Bull Ring (A)

Pascal Hoffmann NK Racing

Lausitzring

Thomas Krebs Liqui Moly Team Engstler

Slovakiaring (SK)

Andreas Rinke ETH Tuning

Hockenheimring

Thomas Krebs Liqui Moly Team Engstler

Fairplay powered by beparts.com

Glatzel Racing

Glory-Award 2013

Liqui Moly Team Engstler

Glory-Award 2013

Andreas Rinke (links) bekommt seinen CARlo für das Rennen am Hockenheimring von Rainer Bastuck 5


Division 1

Sieger Division 1: Jens Weimann / Thate Motorsport „Besser spät als nie“ dürfte sich Jens Weimann gedacht haben. Rund sieben Wochen nach dem letzten Rennen am Hockenheimring konnte er sich über seinen zweiten Titel in Folge freuen. Die Berufung, wegen der die Ergebnisse des Saisonfinales nur vorläufig waren, wurde zurück gezogen und der Pilot von Thate Motorsport als Champion der Division 1 somit bestätigt. Vom ersten Rennen an duellierte er sich mit Johannes Leidinger und zeigte, dass er es auf den zweiten Titel abgesehen hatte. Dass dieser Titel 2013 in mehrfacher Hinsicht ein besonderer ist, wissen wir jetzt: Vorerst wird es auch der letzte sein. Zukünftig kümmert sich das norddeutsche Familienteam um die Kartkarriere von Tochter Jule.

Mit Konstanz zur Meisterschaft Die Leidenschaft zum Motorsport steckt bei allen Teammitgliedern von Thate Motorsport in den Genen. Spaß bei der Arbeit und ehrgeizige Ziele schlossen sich aber nie aus – dafür ist Jens Weimann auch zu viel Perfektionist. Zusammen mit seiner Frau, Teamchefin Nicole, führt er seit Anfang an das Team, das mit einem Ford Fiesta anfing, dann in der Division 1 mit dem bekannten Mercedes C200 antrat, bevor sich Weimann in seine „ Ella“ verliebte. Der BMW 320 si E90 brachte ihm und dem Team endlich den gewünschten Erfolg. Die beiden waren ein erfolgsverwöhntes Gespann, freuten sich aber bei jedem Rennen über starke Konkurrenz. Jens Weimann wird man im Fahrerlager vermissen – als Tourenwagenfahrer mit Leib und Seele und einen großen Unterstützer der DTC/ADAC PROCAR. Genauso wird er der Konkurrenz als Fahrer auf der Rennstrecke fehlen.

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Der Titel ist ein würdiges Abschiedsgeschenk und wer weiß.....die Rennen im Rahmen des 24h Rennens am Nürburgring reizten Weimann schon immer.


Division 2

Sieger Division 2: David Griessner / ETH Tuning Dass David Griessner für ETH Tuning starten wird hat zum Saisonauftakt in Oschersleben viele Fans überrascht. Ohne jegliche Testfahrten mit dem neuen Fahrzeug entschied sich der gerade mal 18- jährige Österreicher kurz vor dem ersten Rennen in Oschersleben für das Troisdorfer Peugeot-Team und übernahm das Auto vom Titelverteidiger Guido Thierfelder. Saison mit Höhen und Tiefen Sein Talent zeigte Griessner schon 2012 bei seinen Gaststarts in der DTC/ADAC PROCAR. Aber wie wird ein talentierter Nachwuchspilot mit dem Erwartungsdruck und eventuellem Erfolgsdruck fertig? Schließlich sitzt Griessner im Auto des amtierenden Meisters – und hat nicht einen einzigen Testkilometer im Vorfeld absolvieren können. Aber schon zum Saisonauftakt zeigte sich, dass er sich zu 100% auf sein Team verlassen kann. In Troisdorf weiß man einfach, welche Schraube man drehen muss, um ein Auto optimal vorzubereiten.

Auf dem Ardennen-Kurs in Spa tat sich Griessner schwer und haderte zudem mit der Technik – nach Platz 2 und einem Sieg in der Magdeburger Börde folgten „ nur“ zwei sechste Plätze. Die Antwort hatte er aber am Sachsenring parat: Mit einem Doppelsieg schob er sich bis auf zwei Punkte an Ralf Glatzel heran, der die Division 2 anführte. Ausgerechnet beim TeamHeimspiel am Nürburgring übernahm Griessner nach einem weiteren Doppelsieg die Führung in der Division 2 – und gab sie bis zum Saisonende nicht mehr ab.

Auch sein spektakulärer Unfall bei der vorletzten Veranstaltung, der sein Auto nachhaltig beschädigte, änderte daran nichts. ETH disponierte für das Saisonfinale kurzfristig um, Griessner nahm im Peugeot von Rinke Platz und gab seinem Teamkollegen Schützenhilfe, der prompt einen Doppelsieg einfuhr. Herzlichen Glückwunsch an das siegreiche Team ETH Tuning und David Griessner, den jüngsten DTC/ ADAC PROCAR Champion.


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Division 1

Division 2

David Griessner & Jens Weimann „Das Meisterinterview“ Welche Rennstrecke ist deine Lieblingsrennstrecke? DG: Spa-Francorchamps und natürlich der Red Bull Ring, meine Heimrennstrecke! JW: Meine Lieblingsstrecke ist der Sachsenring, denn der ist wie eine kleine Nordschleife. Die Strecke ist in die Landschaft eingebaut, es geht bergauf, bergab, es gibt hängende Kurven. Der Sachsenring ist eben nicht so eine Retortenrennstrecke, die auf dem Zeichenbrett entstanden ist und fordert etwas mehr fahrerisches Können. Was war dein Lieblingsmoment der Saison 2013? DG: Das war der erste Sieg in Oschersleben. Ich war einfach nur glücklich. Die zwei Siege in meiner Heimat auf dem Red Bull Ring waren auch genial, denn da waren auch viele Freunde und Bekannte vor Ort. JW: Der beste Moment war vorgestern als verkündet wurde, dass wir tatsächlich Meister geworden sind! Frage: Was möchtest du deinem Team zum Saisonabschluss noch sagen? DG: Ich möchte mich einfach nur bedanken – bei meinem Team ETH Tuning, bei allen Beteiligten, Freunden, Fans, Unterstützern und Sponsoren. Von Herzen vielmals „ danke“ für diese unvergessliche Saison. JW: Ich danke meinem Team für die mittlerweile zehnjährige Unterstützung. Sie haben alle mein Hobby zu ihrem gemacht und das mit wahnsinnig viel Engagement und auch Ehrgeiz. Und trotz langer und lustiger Abende im Thate-Zelt konnte ich mir immer sicher sein, am nächsten Morgen ein perfekt vorbereitetes Auto vorzufinden - egal wie früh die erste Session begann. 10


Hast du eine Marotte oder eine seltsame Angewohnheit? DG: Ja, die habe ich wohl. Ich trage zu jedem Qualifying und zu jedem Rennen die gleiche Unterhose. Im Qualifying die „ schnelle“ und im Rennen die „ konstante“. Ich würde sagen, das ist schon eine echte Marotte. JW: Seltsam ist es zwar nicht, aber ich fahre generell nicht mit „ Ella“ los, bevor sie nicht von einem der Mechaniker einen Klaps auf´s Dach bekommen hat. Dann weiß ich, dass wir bereit sind und es los gehen kann. Frage: Wo wird der Meisterpokal 2013 stehen? DG: Er wird zu den anderen Pokalen in meiner Sammlung kommen, aber an eine Stelle, wo er besonders gut sichtbar ist. Für mich ist es wichtig, das vor Augen zu haben, was ich schon erreicht habe. So tanke ich auch neue Energie, für die anstehenden Aufgaben. JW: Der wird in unserer Motorsportabteilung neben dem Meisterpokal der Saison 2012 seinen Platz bekommen.


Division 1

Division 2

R체ckblick: Saison 2013 - acht Rennwochenenden, 16 Rennen - 28 Fahrer aus 7 Nationen - Gesamtstreckenl채nge: 36227 m - l채ngste Rennstrecke: Spa: 7004 m, k체rzeste: Eurospeedway 3442 m - Rennminuten insgesamt: 400 Rennminuten = 210 Rennrunden in der Division 1 und 201 Rennrunden in der Division 2 Gesamtrenndistanz 2013: Division 1: 901,188 km Division 2: 858,194 km - gewonnene Qualis: Division 1: Leidinger: 5, Weimann, 2, Klien 1 Division 2: Griessner 5, Rinke 2, Glatzel 1 - schnellste Rennrunden: Division 1: Leidinger 7, Weimann 6, Klien/Winkelhoch/Huggler je 1 Division 2: Griessner 10, Jordan/Rinke je 2, Krebs/Mierschke je 1 - Siege: Division 1: Leidinger 8, Weimann 4, Winkelhock 2, Huggler/Klien je 1 Division 2: Griessner 10, Rinke 2, Glatzel/Jordan/Krebs/Krauchuk je 1

Meisterschaftsstand Division 1 2013: Name

Team

Punkte

1. Jens Weimann (GER)

Thate Motorsport

106

2. Johannes Leidinger (GER)

Liqui Moly Team Engstler

92

3. Markus Huggler (SUI)

Huggler Motorsport

68

4. Ardi van der Hoek (NL)

RSK Motorsport

26

5. Thomas Winkelhock (GER)

Liqui Moly Team Engstler

20

Meisterschaftsstand Division 2 2013: 1. David Griessner (AUT)

ETH Tuning

104

2. Ralf Glatzel (GER)

Glatzel Racing

89

3. Andreas Rinke (GER)

ETH Tuning

81

4. Yury Krauchuk (BLR)

Glatzel Racing

80

5. Thomas Krebs (DEN)

Liqui Moly Team Engstler

53


Division 1

Division 2

Division M

INSIDER: Stefan Gottschalk Kolumne - „Bleibt alles anders“ Normalerweise ist man gewohnt, dass es zur Winterpause etwas ruhiger wird, umso mehr Spaß macht es aber, wenn man merkt, dass sich etwas bewegt. Und es bewegt sich viel im Moment. Die Serienorganisation der DTC/ADAC PROCAR stellt die Weichen für die Saison 2014 und – auch wenn die Rahmenbedingungen größtenteils gleich bleiben, so gibt es doch einige Neuigkeiten. Die wohl offensichtlichste Änderung ist das Hinzufügen der Division M(ini), in der ab 2014 die Fahrzeuge der ehemaligen Mini Trophy an den Start gehen. Dass es kaum Änderungen an deren technischem Reglement geben wird, macht es für die Fahrer und Teams leicht, die vorhandenen Fahrzeuge, denen sonst ein Betätigungsfeld fehlen würde, wieder auf die Rennstrecke zu bringen. Die Fans wird es sicher freuen. Die Division 2 hat sich in den vergangenen Jahren zur festen Größe in der Rennserie gemausert. Durchschnittlich zehn 1,6 Liter SaugerFahrzeuge waren am Start und boten jede Menge Action auf der Strecke. Für 2014 ist die Division fest eingeplant und auch die ersten Nennungen sind bereits bei der Serienorga eingegangen. Die spritzigen Kleinwagen erfreuen sich großer Beliebtheit: Mit rund 185 PS bieten sie einen richtigen Eindruck vom Tourenwagensport und sind gleichzeitig perfekte Fahrzeuge für Nachwuchspiloten. 2013 waren sechs Rookies in der Division 2 unterwegs – zwei davon aus dem Förderkader der ADAC Stiftung Sport. Kein Wunder, schließlich haben u.a. GT-Fahrer wie Christopher Mies und Philip Geipel auch im Rookie Cup in der Division 2 der DTC/ADAC PROCAR begonnen. Als Gegenstück zum Rookie Cup wird es 2014 auch einen Gentlemen Cup geben für erfahrene Piloten. 14


DTC des DMSB / ADAC PROCAR Ausblick 2014

In der Division 1 werden auch neue Wege beschritten. Die Klasse muss und soll für die Zukunft neu aufgestellt werden. Das bestehende 1,6 Liter Turbo-Reglement ist überarbeitet worden und bietet eine kostengünstigere Alternative für den Einstieg in die höchste Klasse der DTC/ ADAC PROCAR. Schon jetzt bauen Teams die neuen Fahrzeuge, die 2014 erstmals im Grid zu sehen sein werden. Sie ergänzen die Klasse der 2 Liter-Fahrzeuge. Um die Winterpause zu verkürzen, wird es erstmals auch die Möglichkeit geben, virtuell ein DTC/ADAC PROCAR-Fahrzeug zu steuern. Zusammen mit dem Simracing Deutschland e.V. wird eine entsprechende Serie auf den Weg gebracht.

Das Team der Boxengasse und ich freuen uns auf die kommende Saison, die wir als offizielles Fanzine weiter begleiten werden. Keep racing, Euer 15


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Division M

Mit dem Mini in die DTC/ADAC PROCAR 20


Die populären Mini John Cooper Works Challenge Fahrzeuge finden in der kommenden Saison ein neues „ Zuhause“ in der DTC/ADAC PROCAR. Zusammen mit Fahrern und der bisherigen Organisation ist eine Basis gefunden worden, um die Minis in der für sie reservierten Division M(ini) starten zu lassen.

Grundlage für die zukünftigen gemeinsamen Rennen ist von technischer Seite das bestehende Reglement der Mini Trophy. Die Fahrzeuge können ohne größere Umbauten in der neu geschaffenen Division M antreten. „ Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen bereits seit einiger Zeit. Inzwischen sind wir so weit, dass das technische Reglement bis auf Kleinigkeiten besprochen ist und nun durch unseren Technischen Kommissar festgelegt werden kann“ , so Serienleiter Rainer Bastuck.

Zwar ist es eine Herausforderung, eine zuvor eigenständige Rennserie in eine bestehende zu integrieren, aber mit dem gemeinsamen Ziel der Saison 2014 vor Augen, sind wichtige Entscheidungen bereits einvernehmlich getroffen worden. Die Bemühungen tragen inzwischen auch Früchte. Die ersten Fahrer haben sich bekannt und bereits jetzt in der Division M für die neue Saison eingeschrieben.

Die Division M(ini) ergänzt als dritte Division das Starterfeld der DTC/ADAC PROCAR. Noch bis zum Ende der Motorshow in Essen können sich Fahrer zum vergünstigten Preis für die Saison 2014 voreinschreiben.

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Ein Einblick in die Arbeit von Motorsportcoach Frank Meinhardt Coaching ist derzeit in aller Munde und wir freuen uns, dass wir einen der engagiertesten Motorsport Coaches auch bei allen Veranstaltungen der DTC des DMSB – ADAC PROCAR in unserem Fahrerlager bei der Arbeit beobachten können.

Ideal ist es natürlich in meinem Coachingmobil, mit dem ich meist zu den Rennstrecken unterwegs bin. Dafür braucht es nicht viel Zeit und sie ist daher auch prädestiniert für die Anwendung im Motorsport. Ich kann praktisch überall coachen, sei es im Fahrerlager oder in der Boxengasse.

Frank Meinhardt ist Motorsportler, MotorsportFan und natürlich Coach und hat sich selbst perfekte Arbeitsbedingungen geschaffen.

„Ich kann Leistungspotential optimieren“

Seit 2011 betreut er erfolgreich auch Tourenwagenpiloten unserer Serie und unterstützt sie auf ihrem Weg zur persönlichen Bestleistung. Ein Grund mehr für uns, mal in das imaginäre Arbeitszimmer von Frank Meinhardt zu schauen und sich die Prinzipien seines Coachings erklären zu lassen. Was fasziniert dich an wingwave? Frank Meinhardt: Es ist eine so genannte Kurzzeit-Coaching-Methode, nach der ich lange Zeit gesucht habe. Ich bin kein Typ, der den Menschen sagen will, was sie tun sollen. Sie kommen zu mir, weil sie ein Problem haben, wir arbeiten zusammen und sie kommen selbst auf ihre ideale Lösung. Danach wird diese Lösung direkt im Unterbewusstsein verankert und ist sofort als Ressource nutzbar. Das heißt, die Fahrer können nach dem Coaching unmittelbar umsetzen, was sie sich vorgenommen haben. Das ist wingwave und für mich die ideale Methode, um zu coachen. Perfekt ist, dass ich jederzeit kurzfristig auf Stresssituationen mit der Methode reagieren kann. 22

Was können die Teams und die Fahrer dann von dir bzw. einem Coaching erwarten? Frank Meinhardt: Generell ist eine Optimierung der sportlichen Leistung im Rahmen der eigenen Fähigkeiten zu erwarten. Ich kann keine Wunder vollbringen und jemanden, der noch nie im Regen gefahren ist, zum besten Regenfahrer der Nation machen. Ich kann diesen Fahrer allerdings durch Coachings schneller an sein volles Leistungspotential im Regen heranführen und damit seine Lernkurve optimieren. Und ich kann konkrete Probleme lösen, die zu Blockaden und damit zu Leistungseinschränkungen führen. Die sind bei einem Motorsportler unterschiedlich und auch vielfältig: die falschen Bremspunkte, Angst beim Start vor einer Kollision, Angst vor dem aggressiven Zweikampfverhalten eines Gegners, Bedenken, dass ein Gegner überholt, aber auch ein Unfall usw. Angst ist die gängigste Emotion, auch wenn sich das komisch anhört, aber an ihr kann man ganz wunderbar arbeiten! Sie ist aber nicht generell schlecht – sondern nur dann, wenn die Angst zu Stress führt. Und dann bin ich zur Stelle.


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INSIDEcoaching:

Motorsport-Coach - Frank Meinhardt Das ist ein toller Effekt von meinem Beruf: Ich habe es stets mit neuen Herausforderungen und Menschen mit ihren individuellen Problemen und Lösungen zu tun. Ich freue mich auch immer wieder, wenn ich an den Rennstrecken, in der Boxengasse oder im Fahrerlager angesprochen werde. Was fasziniert dich an der DTC - ADAC PROCAR? Frank Meinhardt: Vor allem fasziniert mich die Chancengleichheit. Alle sind auf identischem Material unterwegs, da das per Reglement so festgelegt ist. Entscheidend ist also wirklich der Fahrer, und das macht es zu so einem spannenden Betätigungsfeld für mich. Außerdem ist das Miteinander sehr kollegial, fast familiär. Es gibt beinharte Kämpfe auf der Strecke, das ist klar, aber im Fahrerlager herrschen Respekt und auch Anerkennung für die Leistung des anderen.

Wo setzt die Methode im Motorsport an? Wingwave ist eine punktuelle Coaching Methode. Frank Meinhardt setzt mit ihr dort an, wo die volle Leistungsausbeute des Piloten blockiert wird. Eine Blockade tritt immer dann auf, wenn man anders handelt als man eigentlich möchte. Das setzt Stress frei, der den Piloten blockiert. Meinhardt bespricht das konkrete Problem daraufhin mit dem Fahrer, arbeitet mit ihm, so dass der Fahrer die Lösung seines Problems erarbeitet und sich die Blockade im Unterbewusstsein dadurch löst. Verifiziert wird der Erfolg des Coachings u.a. durch die Rundenzeiten, die Meinhardt aufmerksam aus der Boxengasse mitverfolgt.

Was bedeutet „Wingwave“? Das ist ein Kurzzeit-Coaching-Konzept mit einer sehr effektiven Kombination aus bereits bewährten psychologischen Coaching-Elementen. Es gibt eine spezielle Variante, die für den Leistungssport angewendet werden konnte. In dieser geht es um Blockaden, die nach Verletzungen auftreten und neue Verletzungen an genau der gleichen Stelle betrafen. Frank Meinhardt hat dort den Ansatz für den Motorsport gesehen. Er selbst fährt Rallye und hatte schon mit vielen Leuten gesprochen und war sich sicher, dass die Blockaden, die es bei den Piloten gab, durch wingwave lösbar sein müssen – und lösbar sind! Um sich selbst und die Methode stets zu testen, coacht sich Meinhardt im Rallyeauto auch selbst!


Division 1

Division 2

INSIDEtechnik:

Datalogger

Ein Datalogger ist ein Datenerfassungssystem, das in der DTC/ADAC PROCAR während den freien Trainings, dem Zeittraining und den Rennen bestimmte Daten aufzeichnet. Im technischen Reglement der DTC/ADAC PROCAR ist der Datalogger für alle Divisionen vorgeschrieben. Es misst die Motordrehzahl in Abhängigkeit von der Position der Drosselklappe. Zusätzlich wird bei den Turbomotoren noch der Ladedruck des Motors aufgezeichnet. In den einzelnen Divisionen gibt es je nach Motorkonzept eine maximal erlaubte Motordrehzahl und ggf. einen maximalen Ladedruck. Die aufgezeichneten Daten werden so für jedes einzelne Fahrzeug den Technischen Kommissaren zur Auswertung und Überprüfung bereit gestellt. Die Teams können die Datalogger des ExklusivLieferanten Obinger, über die Organisation der DTC/ADAC PROCAR käuflich erwerben oder aber auch für eine Veranstaltung mieten. Im Prinzip sind alle Datalogger gleich, jedoch besitzen noch einige langjährig anwesende Teams die etwas ältere Version der Datalogger, die sich jedoch größtenteils nur durch den Anschluss unterscheiden. Sie werden im Innenraum der Fahrzeuge untergebracht und sind meistens auf der Beifahrerseite am Boden oder am Armaturenbrett befestigt. 24

Division M


Division 2

Division 1

Virtual vs. real racing: Michael Bräutigam im BMW 320si E90 Das erste Aufeinandertreffen der beiden gab es bereits 2008 im Rahmen der WTCC Masters der Racersleague auf Basis von „Race07“ - einer Simulation, die von den Entwicklern gemeinsam mit WTCC Teams ausgearbeitet worden ist. Virtuell war Bräutigam schon früh mit dem BMW 320 si E90 sehr erfolgreich: 2008 und 2009 holte er sich zwei Titel. Beim realen Saisonauftakt 2013 der DTC des DMSB - ADAC Procar in Oschersleben folgte der „echte Test“ mit dem BMW 320si E90. Die Chance für den ultimativen Vergleich. Vorbereitet wird sich natürlich virtuell. „Das ist eine optimale Schulung für die Reflexe. Man hat den Vorgang bei dem man z.B. am Lenkrad spürt, wann das Heck weggeht und wie man gegenlenken muss, bereits verinnerlicht.“ Der größte Unterschied ist jedoch das „Popometer.“ Dieses lässt sich mit der Simulation nicht trainieren, einzig seine Kart-Erfahrung hilft ihm auf der realen Rennstrecke. Das Wirken der Fliehkräfte und das Arbeiten der Reifen hinterlässt Eindruck. „Ich war vor allem erstaunt, dass man so spät bremsen kann und was für Kräfte dabei auftreten,“ beschreibt Michael seine Eindrücke. Ein ordentlicher Tritt auf die Bremse ist bei fehlendem Bremskraftverstärker allerdings auch nötig. Nicht nur die Bremsleistung, auch die Beschleunigung ist bemerkenswert. „Es ist beeindruckend wie viel Kraft ein 2-LiterSaugmotor in einem Tourenwagen entwickelt,“ gibt Bräutigam zu. Ein weiterer Unterschied ist die körperliche Belastung: Mindestens 3 Liter isotonischer Drink selbst bei nur einer Session am Tag sind unerlässlich. Die Trinkflasche ist ständiger Begleiter, auch Tage nach dem Rennen noch in Bräutigams Träumen. Sein Fazit: „Das in der Simulation Gelernte hilft im echten Rennwagen. Aber es sind trotzdem zwei verschiedene Welten und wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich immer fürs reale Renncockpit entscheiden.“

Der größte Unterschied ist jedoch das „Popometer.“ 27


Division 1

Division 2

Impressionen

Saison 2013

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Division M


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Division 1

Division 2

Division M

vorl. Kalender 2014 * 25. - 27. April / ADAC GT Masters Weekend Oschersleben 09. - 11. Mai / ADAC GT Masters Zandvoort (NL) 23.- 25. Mai / ADAC GT Masters Weekend Lausitzring 06.-08. Juni / ADAC GT Masters Red Bull Ring (A) 19.-21. Juni / ADAC Zurich 24h Rennen N체rburgring 29. - 31. August / ADAC GT Masters N체rburgring 19. - 21. September / ADAC GT Masters Sachsenring

Weblinks: www.adac-procar.de www.INSIDE-PADDOCK.com www.playseatstore.de wwww.pokale-nrw.de

*

eine achte Veranstaltung wird noch

bekannt gegeben!

Das Team der Boxengasse sucht Verst채rkung ! Egal ob Redakteur, Webmaster oder VideoDesigner. Wenn Du Lust hast, an einem interessanten Projekt mitzuarbeiten, bist Du herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich... Kontakt: redaktion@die-boxengasse.de

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Die Boxengasse, Ausgabe #12/2013