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Architektur und Politik

MODULØR

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Architektur und Politik der terror der ideAlen stAdt dr. AtAlAy FrAnck: VerwAndte disziPlinen kAntonsbAumeister Fritz schuhmAcher im gesPräch Politik entdeckt bAukultur

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MODULØR

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EDITORIAL

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thema architektur und politik

pOLITIsch MOTIvIERT Beim Durchblättern des vorliegenden Modulør, werden Sie feststellen, dass auch in dieser Ausgabe das Titelthema mit interessanten und inspirierenden Bauprojekten illustriert wird. Einerseits mit dem Justizgebäude im portugiesischen Gouveia, das durch den gekonnten Umgang mit offenen und geschlossenen Volumen beeindruckt. Licht und Schatten, Ein- und Durchgänge lassen den Bau offen und einladend wirken. In facettierten Flächen überspannt eine Membrane die Fassaden des IKRKLogistikzentrums bei Genf, eines faszinierenden Neubaus von Group 8 aus Genf. Dass ein Hilfswerk sich einen so wagemutigen Bau zutraut, ist beeindruckend. Und demonstriert, dass nonkonforme Architektur nicht teurer als eine konservative sein muss. Dies verdeutlicht auch das Projekt von Shigeru Ban, ein temporärer Konzertsaal für die vom Erdbeben zerstörte norditalienische Stadt L’Aquila. Entgegen dem fehlenden Willen der politischen Führung hat dort Shigeru Ban in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Ingenieurwesen und Architektur der Universität L’Aquila in Eigeninitiative den mobilen Bau geplant und errichtet. Eine ideologisch wie auch politisch motivierte Aktion, die wir gerne passend zum Titelthema publizieren.

Gerald Brandstätter Chefredakteur gerald.brandstaetter@modulor.ch

„Learning from Las Vegas“, anno 1968 von Robert Venturi und Denise Scott Brown herausgebracht, hat es auf den Punkt gebracht: Architektur kann Zeichen setzen, prägt ihr Umfeld und hat eine klare Botschaft. Gerade dieser prägende und zeichenhafte Charakter der Architektur kann bewusst eingesetzt werden, um Botschaften auszusenden oder diese im wörtlichen Sinn zu untermauern. Architektur als Markenbotschafter ist ein Phänomen der jüngeren Geschichte, Architektur als Manifest politischer Botschaften ein altbekanntes Instrument. Politik hat ihren Ursprung im griechischen Wort „polis“, was so viel wie Stadt(staat) bedeutet. Politik ist die Steuerung von Staat und Gesellschaft durch das Herbeiführen von Entscheiden für die Sache der Öffentlichkeit. Über die Methoden der Politik wird Einfluss genommen auf die Rahmenbedingungen der jeweiligen Gesellschaft. Und auf deren architektonische Ausformung. Politik und Architektur sind in gewisser Hinsicht verwandte Disziplinen: Architektur – das Planen und Errichten von Bauwerken, im weiteren Sinne das Gestalten des Stadt- und Landschaftsraumes – ist ebenso wie die Politik dem Gemeinschaftlichen verhaftet. Architektur findet immer öffentlich statt, wodurch sie auch politisch ist, denn Architektur wirkt wie die Politik auf unsere Gemeinschaft. Architektur ist vielfältig: Sie kann dem Individuum und seinem Massstab entsprechen; sie kann aber auch pompös und monumental sein und so das Individuum beeindrucken oder gar einschüchtern. Die Verschränkung von Politik und Städtebau bestätigt sich augenfällig bei städtischen Repräsentationsbauten, wo herrschende politische Ideen in Stein gehauen werden (und seit je in Stein verewigt worden sind). Politik und Architektur sind kaum voneinander zu trennen, sind voneinander abhängig; befruchten sich gegenseitig, gehen in ihren Absichten aber oft diametral auseinander. Unsere Kultur ist eine durch Architektur und Raum konstituierte urbane Kultur, in der soziale und ästhetische Ansprüche immer wieder aufs Neue mit politischen und ökonomischen Interessen vermittelt werden müssen. Im Wechselspiel von Politik und Architektur geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen sich Baukultur verwirklichen kann, wo sie gefördert oder wo sie behindert wird.

einladung: architektur im Film Am 2. November findet während der Ausstellung „Neue Räume“ in Zürich-Oerlikon der von Modulør organisierte Filmabend „Architektur im Film“ inklusive Expertendiskussion statt. Chefredakteur Gerald Brandstätter wird mit Experten und anhand von Filmausschnitten das Thema zu durchleuchten versuchen. Als Experten sind mit dabei: • Doris Agotai, Architektin ETH und Leiterin des ETHLehr- und -Forschungsbereichs „Raumkonzepte in Film und Architektur“ • Marcel Bächtiger, freischaffender Filmemacher und dipl. Architekt ETH • Johannes Binotto, Anglist und Kulturwissenschaftler der Universität Zürich • Marc Schwarz, Filmautor und dipl. Architekt ETH. Die Anzahl Plätze ist beschränkt. Jetzt anmelden unter redaktion@modulor.ch, infos unter www.modulor.ch.

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INHALT

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MODULØR #7 2011

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eDitORiaL

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FORUM

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Vis-a-Vis Marianne Burkhalter

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theMa aRchitektUR UND POLitik

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kOLUMNe Herbert Imbach-Röbbeling

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aRchitektUR Logistikzentrum des IKRK, Genf Justizpalast, Gouveia, Portugal Temporärer Konzertsaal, L‘Aquila, Italien

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iMMObiLieN Die trinationale Stadt am Rhein

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aktUeLL GU als Hypothek oder als Chance?

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SeRvIce

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spezial Beschläge Treppen und Aufzüge Küchen und Küchengeräte

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Willkommen zuhause Wilkhahn ist seit vielen Jahrzehnten führender Anbieter von Büro- und Konferenzeinrichtungen. Dass unsere neuen Kreationen Chassis, Aline, DinA und Stitz auch im privaten Umfeld einen erfrischenden Akzent setzen, ist noch weniger bekannt. Dies soll sich ändern! Überzeugen Sie sich selbst an der Ausstellung und DesignEvent «neue räume 11». Eintrittskarten unter wilkhahn.ch/neueraeume

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HADID zUM zwEITEn

KIRCHE MIT DURCHBLICK Zwei junge Architekten, Pieterjan Gijs und Arnout Van Vaerenbergh, haben in der belgischen Region Haspengouw eine Kirche realisiert, durch die hindurchgesehen werden kann. „Reading Between the Lines“ heisst das Projekt, ein 10 m hohes Bethaus, das aus 100 Stahlschichten und 2000 Stahlstützen besteht. Es handelt sich um einen Teil des vom Haus für aktuelle Kunst Z33 koordinierten Z-OUT-Projekts: ein ehrgeiziges Programm öffentlicher Kunst, das in den nächsten fünf Jahren verschiedene Projekte quer durch die flämische Region von Limburg generieren wird. Je nach Perspektive des Betrachters nimmt man das neue Bauwerk entweder als massives Volumen wahr, oder es scheint sich teils oder ganz in der Landschaft aufzulösen. Es ist gleichzeitig an- und abwesend. Schaut man hingegen vom Innern der Kirche in die umgebende Landschaft, so wird diese von abstrakten Linien neu definiert. Die Gestaltung des Baus nimmt Bezug auf die Architektur der zahlreichen Kirchen in der Region, doch durch den Einsatz horizontaler Platten wird das Konzept der traditionellen Kirche in ein „durchsichtiges“ Kunstobjekt verwandelt. sg www.gijsvanvaerenbergh.com

Zum zweiten Mal in Folge wurde Zaha Hadid vom Royal Institute of British Architects mit dem prestigeträchtigen Stirling Prize bedacht. War es letztes Jahr das MAXXI in Rom (siehe Modulør 7/2010), so ging der Preis in diesem Jahr zur allgemeinen Überraschung an die Evelyn Grace Academy im Londoner Problemviertel Brixton. Als haushoher Favorit war das Velodrom von Hopkins Architects gehandelt worden, das den Publikumspreis für sich verbuchen konnte. In Abwesenheit Hadids nahm Patrik Schumacher den Preis für das Büro entgegen. Der Applaus unter den Anwesenden der Verleihung fiel entsprechend verhalten aus. Die Jury stellte sich auf den nachvollziehbaren Standpunkt, dass die Tauglichkeit des Velodrom als olympische Stätte erst unter Beweis gestellt werden müsse, und entschied sich stattdessen einstimmig und offenbar ohne weitere Diskussionen für Hadids Schulkomplex, dem das Kunststück gelingt, auf beengtem Raum vier Schulen samt Sportanlage unterzubringen. Unter den Finalisten befand sich einmal mehr David Chipperfield, der jedoch mit dem Museum Folkwang ebenso chancenlos blieb wie Bennetts Associates mit dem Umbau der Royal Shakespeare and Swan Theatres, O’Donnell & Tuomey mit dem Kulturzentrum An Gaeláras sowie AHMM mit dem Bürogebäude Angel. pz www.zaha-hadid.com, www.architecture.com

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Holzer Kobler ArcHiteKtureN: „GooD GuYS“ Hunderte internationale Designer, 1,5 Millionen Besucher, das grösste Museum der Welt: Die Triennale war eine Veranstaltung der Superlative. „REN: Good Design“ - unter diesem Motto wurde bis 17. Oktober 2011 zeitgenössisches, internationales und chinesisches Design gezeigt. Barbara Holzer, Tristan Kobler und Li Degeng kuratierten an der „First Beijing International Design Triennial“ im chinesischen Nationalmuseum in Peking die Ausstellung „Good Guys“. Sie präsentierten Objekte von 45 Designern aus der ganzen Welt. Mit dabei waren unter anderem auch die Schweizer Sara Vidas, Claudia Caviezel und Atelier Oï. Die Inszenierung der Ausstellung bestand aus einer eindrücklichen Installation aus rund 600‘000 Essstäbchen, die einen durch den 1000 m² grossen Raum mäandrierenden Drachen formen. Die Figur hebte und senkte sich, und in, um, hinter und vor dieser Installation waren die rund 450 Ausstellungsobjekte zu entdecken. Die Besucher wurden dabei umhüllt von einer Soundinstallation des Berliner Komponisten Moritz Gagern. gb www.holzerkobler.ch, http://en.bidt.org

1.PreiS ruiNelli ASSociAti ArcHitetti, SoGlio Der Callwey-Verlag sucht jeweils die besten Einfamilienhäuser des Jahres aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Entscheidung der diesjährigen Jury für die umgebaute Scheune in Soglio von Ruinelli Associati fiel einstimmig aus. Kein anderes Wohnhaus innerhalb der grossen Auswahl konnte so eindeutig überzeugen und begeistern. Die bestehende Scheune mit ihrem Natursteinmauerwerk, den auf Abstand gelagerten Holzbohlen im First und dem originalen Steinplattendach ist für sich schon ein Meisterwerk an materialisierter Regionalität und Authentizität. Der Ansatz, beim Umbau eben nicht auf einen deutlichen Kontrast von Neu und Alt zu setzen und auch keine Box im Sinne eines Hauses im Haus ins Innere zu platzieren, sondern stattdessen Alt und Neu miteinander zu vermengen, also weiterzubauen, wird als sehr glücklich angesehen. Denn das, was der Architekt Armando Ruinelli als neue Materialität hinzufügt, wie Stampfbeton für alle Wände und rohe Eichenplatten für alle Decken, fügt sich hervorragend mit dem Bestand. Herausgekommen ist eine wunderbar sinnliche Kombination. Das Umbauprojekt von Armando Ruinelli wurde bereits mit dem Award Best Architects 12 ausgezeichnet. gb www.ruinelli-associati.ch

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ENTLANG DER SEINE Die Basler HHF Architekten zusammen mit den Pariser Landschaftsarchitekten AWP agence de reconfiguration territoriale konnten den internationalen Wettbewerb für die Realisierung neuer Pavillons am Ufer der Seine für sich entscheiden. Auf einem zukünftigen 113 ha grossen Parkgelände in Carrières-sous-Poissy, der Villa Savoye nahe liegend, soll eine Reihe öffentlicher Pavillonbauten entstehen. Der zukünftige Grünraum Parc paysage et récréatif des bords de Seine wird ein Besucherzentrum, ein Restaurant, ein Observatorium und ein Dutzend kleinere Infrastrukturbauten beherbergen. Den bekannten Kinderholzbausteinen ähnlich basieren die Pavillons und die kleinen „follies“-Infrastrukturen auf einem Modulsystem aus Holz: Wiederholungen und Kombinationen unterschiedlicher Grössen und Rahmen mit verschiedenen Winkeln. Diese Annäherung ermöglicht interessante und unkonventionelle Strukturen und somit ein breites Spektrum möglicher Variationen mit einer limitierten Anzahl Elemente. Ausserdem besteht eine grosse Flexibilität für mögliche Anpassungen in der Zukunft und während der Bauphase. Es entstehen kleine Pavillongruppen entlang der Seine, jeder Bau jeweils mit eigenem Raum und eigener Atmosphäre. sg www.hhf.ch, www.platforms.fr

VALERIO OLGIATI IM MOMA TOKYO Durchwegs kein Dienstleister: Valerio Olgiati zählt spätestens seit der Realisierung des Schulhauses in Paspels zu den wichtigsten Exponenten der Schweizer Architekturszene. Nicht nur widmet ihm nun „El Croquis“ eine eigene Ausgabe, der Befürworter einer Autorenarchitektur bekommt als erster Architekt überhaupt eine Einzelausstellung im National Museum of Modern Art (MOMA) in Tokyo. Bisher waren Architekten in dem renommierten Museum lediglich in Gruppenausstellungen vertreten. Grossformatige Modelle von neun seiner Projekte werden gezeigt. Einige der Exponate waren bereits auf der von Kazuyo Sejima kuratierten internationalen Architektur-Biennale in Venedig zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 1. November 2011 bis zum 15. Januar 2012. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (GTA) der ETH Zürich und steht unter der Schirmherrschaft der Schweizer Botschaft in Japan und Pro Helvetia. Hoffentlich werden Olgiatis zukünftige Projekte auch nach all dem Erfolg weiterhin auf dem einen basieren: auf der Idee nämlich. sg www.olgiati.net

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UWA SpREItENBAch Exakt 376 Arbeitstage nach dem Spatenstich feiert die Umwelt-Arena in Spreitenbach am 28. Oktober 2011 Aufrichte. Wer nach umweltfreundlichen Technologien und „grünen“ Dienstleistungen sucht, findet ab Herbst 2012 unter einem Dach alle Informationen und Produkte rund ums Thema „umweltbewusst Leben“. Das Angebot deckt alle Bereiche des Alltags ab: von Ernährung, Haushalt, Freizeit und Ferien über Textilien und Mode bis hin zu Mobilität, Hausbau, Energieeffizienz und Ökonomie. Das schweizweit erste Kompetenzzentrum für Ökologie ist ab 2012 die Plattform für Besucher, Unternehmen und Organisationen, die sich mit Fragen der Nachhaltigkeit und Umwelttechnik beschäftigen und die Ökologie und Ökonomie vereinen möchten. sg www.umweltarena.ch

BEDINGUNG: JUNGES BÜRO Im Dezember vergangenen Jahres brannte das Foyer der Chliriethalle Oberglatt ab. Deshalb wurde ein zweistufiger Projektwettbewerb für einen Ersatz des fehlenden „Kopfgebäudes“ ausgelobt. Bemerkenswert ist, dass die Gemeinde Oberglatt als Auftraggeberin den Mut hatte, für die zweite Stufe ausschliesslich acht „junge“ Architektenteams einzuladen. Das Preisgericht entschied sich für das Projekt „Konsens“ von Frei + Saarinen Architekten. Die Idee besteht darin, aus Bestand und neuem Kopfbau eine Einheit zu bilden, wobei der neue Anbau durchaus auch neue räumliche Qualitäten schafft, die sich nicht aus einer reinen Entwicklung des Neuen aus dem Bestand heraus ergeben würden. Die mit Eternit bedeckten Dachflächen der bestehenden Halle werden verlängert, beim neuen Eingang erhalten sie über eine Faltung eine prägnante Gestalt. Durch eine geschickte Anordnung der verschiedenen Zugänge wird der Aussenraum gegliedert: Hauptauftritt mit grossem Foyer an der Nordwest-Ecke und, daran angrenzend, der Sportzugang in günstigem Bezug zu den Aussensportanlagen; die leicht zurückversetzte Anlieferung an der Nordostecke steht in Verbindung mit der Zufahrt für Motorfahrzeuge. sg www.freisaarinen.ch

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zentrum staldenbach Auf dem ehemaligen Industrieareal Verwo-Gysko in Pfäffikon SZ entsteht bis 2014 eine Überbauung mit einer gemischten Nutzung von Wohnen und Arbeiten. Das Zentrum Staldenbach öffnet eine grosse Fussgängerverbindung zwischen dem Bahnhof und dem Ortskern. Insgesamt neun Neubauten unterschiedlicher Höhe gruppieren sich entlang des Bachlaufs, der Fussgängerverbindung und um einen leicht erhöhten Wohnhof. Das gesamte Zentrum ist über eine unterirdische Parkgarage erschlossen und damit verkehrsfrei. Die Bauherrschaft, die Helvetia-Versicherung, legte am 6. Oktober 2011 gemeinsam mit den 720° Architekten und dem Gemeindepräsident den Grundstein für das Zentrum Staldenbach. Die Wohn- und Geschäftsüberbauung umfasst 94 Wohnungen und rund 7500 m² Dienstleistungs- und Gewerbefläche. Die Grundsteinlegung bildet den Start für die Rohbauarbeiten, die je nach Gebäude bis Sommer 2012 und Sommer 2013 dauern. Die Wohnungen und Dienstleistungsflächen werden vom Frühjahr 2013 bis Anfang 2014 etappenweise bezogen. sg www.720grad-architekten.ch, www.zentrum-staldenbach.ch

erster minergie-P-eco-bau Die Voelki Partner AG Architekten bauen für den Kanton Zürich ein neues Verwaltungsgebäude. Der Neubau kostet 11,485 Millionen Franken und wird das erste Gebäude des Kantons Zürich im Minergie-P-Eco-Standard sein. Die Fertigstellung ist auf Anfang 2013 geplant; in die Räumlichkeiten werden Teile der Gesundheitsdirektion einziehen. Der Neubau gliedert sich selbstverständlich in die Häuserzeile an der Stampfenbachstrasse ein und nutzt die baurechtlichen Möglichkeiten optimal aus. Auf fünf Stockwerken und zwei rückversetzten Attikageschossen können rund 110 Arbeitsplätze eingerichtet werden. Im Erdgeschoss sind auf der Vorderseite mit direktem Zugang von der Stampfenbachstrasse her Räumlichkeiten für Gewerbe mit Publikumsverkehr geplant. gb www.voelki.ch

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GETRENNTES DOPPELHAUS

DIE NŒRD-FABRIK

In Oberweningen im Kanton Zürich sind trotz schmalem Grundstück zwei frei stehende Einfamilienhäuser entstanden. Es handelt sich um das jüngste Projekt von L3P Architekten. Der Grundtyp Doppelhaus wird neu interpretiert. Die zwei Gebäudehälften wurden voneinander getrennt, und entstanden sind polygonale Körper, deren leichtes Knicken keine direkten gegenseitigen Einblicke ermöglicht. Ein Wasserbecken wurde im Raum zwischen den Volumen realisiert. Die Lage im Gelände prägt auch den Innenbereich. Das Erschliessungskonzept ordnet die Räume im Splittlevel-Verfahren und lässt den Hangverlauf auch im Gebäude erlebbar werden. Während die Innenwände gemauert und fein verputzt sind, tragen der Sichtbeton der Aussenwände, die geschliffenen und schwarzen fugenlosen Böden sowie die grossen Fensterflächen zur technisch-kühlen Materialisierung bei. sg

Der vom Winterthurer Architekturbüro Beat Rothen entworfene Bau Nœrd an der Binzmühlestrasse 170 in Zürich ist flexibel nutzbar und nachhaltig gebaut. Die Hallen und Räume sind exakt auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Taschenmanufaktur Freitag Lab. AG zugeschnitten, die vom Kreis 5 nach Zürich-Oerlikon umgezogen ist. Die Rauheit des Rohbaus ist spürbar geblieben. Verwendet wurden Industrieprodukte wie Maschendraht oder gelb chromatiertes Blech und ökologische, nachhaltige Baustoffe wie Recyclingbeton oder Fassadenelemente aus Rockpanel. Das Herzstück bildet die 7 m hohe Fabrikationshalle mit grossen Oberlichtern, die von vier Dienstleistungstrakten umfasst wird. Das als Galerie eingefügte Zwischengeschoss mit umlaufenden Korridoren und grosszügigen Verglasungen zur Halle ermöglicht den direkten Austausch von Verwaltungs- und Produktionseinheiten. Über der Hallenebene entwickelt sich eine Landschaft mit hügelartiger Topografie und unterschiedlich hohen, mäanderförmigen Baukörpern. Diese Flächen können unabhängig von der Halle vermietet und von den Nutzern individuell bespielt werden. Die begrünte Kieslandschaft als Gegenpol zur industriellen Arbeitswelt und die eigene Dachkantine bieten den Benutzern eine zusätzliche Aufenthaltsqualität. Die umlaufenden Balkone dienen der Statik, die auf einem stringenten Stützenraster und optimalen Spannweiten beruht. Gleichzeitig bieten sie den Mietern eigene Aussenräume und funktionieren als Wetterschutz für die Fassade. Die grossen Holzfenster ermöglichen überall eine natürliche Belichtung und Belüftung. sg

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Mobimo tower

baufelder a b C

Sitzbank von RotzleR kRebS Platz nehmen im städtischen Raum: Die auffallend geformte Sitzbank aus DuPont Corian in der neu gestalteten Begegnungszone rund um den Bahnhof in Winterthur bietet gleich zwei Arme zum Sitzen und Entspannen an. Realisiert im hellen Farbton Sand, stellt das höchst funktionale Freiraumelement mit seiner besonderen Ästhetik ein Beispiel für zeitgemässe Stadtmöblierung dar. Gleichzeitig wird der öffentliche Raum zur Bühne für lebendiges und soziales Miteinander. Verantwortlich für die Planung und Gestaltung des Sitzobjektes ist das Landschaftsarchitekturbüro Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten aus Winterthur. Inspiriert von der Designfreiheit von DuPont Corian wählten die Planer die Form eines Bumerangs für das attraktive Sitzobjekt. Das High-Tech-Material ist für seine thermische Verformbarkeit und optisch fugenlose Verarbeitung bekannt und ermöglichte so die Realisierung des monolithischen Entwurfs in einer Gesamtlänge von 24 Metern. Mit eleganter Leichtigkeit bespielt die Sitzbank den Raum und eröffnet darüber hinaus interessante Perspektivenwechsel. Zielsicher weisen die Arme in Richtung der einzelnen Stadtteile und verbinden diese miteinander, während die organisch-gebogene Form der Installation zum Verweilen einlädt. gb www.rotzler-krebs.ch

pfingstweidpark

aM pfingStweidpaRk Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten wurde nun der Grundstein zur Wohnüberbauung „Am Pfingstweidpark“ in Zürich-West gelegt. Bis Herbst 2013 entstehen, unmittelbar neben dem soeben fertiggestellten Mobimo Tower, 239 neue Miet- und Eigentumswohnungen. Die gesamte Überbauung wurde vom Zürcher Architekturbüro Meili, Peter Architekten entworfen. Der Verkauf der Eigentumswohnungen in den drei siebengeschossigen Wohnbauten ist bereits erfolgreich gestartet, der Vermietungsstart ist für Anfang 2012 geplant. In den beiden Gebäuden A und B werden bis Herbst 2013 143 Studios, Lofts und Wohnungen im Stockwerkeigentum erstellt, im Gebäude C bis Sommer 2013 96 Mietwohnungen sowie im Erdgeschoss 1300 m² für Gewerbe/Retail. Die durchdachte Gestaltung der drei länglichen Bauten beinhaltet insgesamt 32 verschiedene Wohnungstypen mit Ausblick auf Geleise oder Park. Der genetische Code, wie Architekt Marcel Meili das architektonische Grundmuster der drei Häuser nennt, ist ungewöhnlich. Denn die Raumordnungen und Zimmerschnitte brechen mit herkömmlichen Konventionen. Der Fokus liegt auf Grosszügigkeit und einem grossartigen Ausblick. Die Individualität der Gestaltung steht im Vordergrund. sg www.meilipeter.ch

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Wohnüberbauung Wieslergasse in Zürichhöngg abgeschlossen

geplant: sandi apartment resort

An der Wieslergasse 26-30 in Zürich-Höngg sind drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zehn Geschoss- und Maisonette-Eigentumswohnungen entstanden. Das tiefe und schmale Grundstück verläuft parallel zum abfallenden Gelände und grenzt südlich an eine Freihaltezone mit Park. Die drei Baukörper reihen sich wie Findlinge entlang der Hangkante. Durch Gebäudeausstülpungen und Attikaanordnungen erhalten die plastisch differenzierten Baukörper einen skulpturalen Ausdruck, der gut zu ihrer städtebaulichen Lage am Rande eines offenen Aussenraumes passt. Faltschiebeläden und unregelmässig angeordnete, bodentiefe Fenster sorgen für ein interessantes Fassadenspiel. Die vom Zürcher Architekturbüro Peter Felix Partner AG konzipierte und realisierte Wohnüberbauung Wieslergasse wurde vor kurzem bezogen. Die Leistungen des Architekturbüros umfassten dabei Projektabwicklung, Bauprojekt, GU-Submission und Ausführungsplanung. Die unkonventionellen Wohnungen mit aussergewöhnlich hoher Wohn- und Lebensqualität sind das erste abgeschlossene Projekt der Dynamis Invest AG, eines Unternehmens, das für eine neuartige Idee der Immobilienfinanzierung steht. gb www.peterfelix.com

Die Maurus Frei Partner AG baut für die Nussbaumer Bauunternehmung AG das Hotel Sandi in Bad Ragaz zum Sandi Apartment Resort um, einem Mix aus Hotel-, Residenz- und Wohneinheiten. Das Hotel Sandi steht seit 68 Jahren für Hotellerie und Gastronomie in höchster Qualität mit persönlicher Gastfreundschaft. Nach 40 Jahren wird das Hotel nun altershalber am 1. Januar 2012 in die Hände der Nussbaumer Bauunternehmung AG übergeben. Diese beabsichtigt, den für den Ort und die Region bedeutenden Hotelbetrieb zu erhalten und im Rahmen einer Neupositionierung und Ergänzung durch Wohneinheiten weiter auszubauen. Damit können interessante Synergien unter Dienstleistern und Bewohnern der Anlage geschaffen werden. So profitieren die Bewohner von einem guten Serviceangebot mit verschiedenen Dienstleistungen. Die gute Vernetzung und Verbindung der einzelnen Konzeptmodule ergänzen die Einzelteile zu einer interessanten Anlage. Die Anlage mit 4-Stern-Niveau bietet mit grosszügigen Wohneinheiten und dem Hotel mit Shops und Dienstleistungsanbietern ein Zuhause für Bewohner mit gehobenen Ansprüchen. Das Nutzungskonzept bietet allen – dem Vollzeitbewohner, dem Ferienwohnungsbesitzer und dem Kurzzeitgast im Hotel – ein schönes Zuhause, eingebettet in einer attraktiven Anlage. Das Sandi Apartment Resort, Bad Ragaz und die Nachbarorte ergänzen sich damit zu einer interessanten Umgebung mit vielen Möglichkeiten. Die Nussbaumer Bauunternehmung AG kann durch Ihre Erfahrung in der Realisierung von komplexen Bauten viel Wissen einbringen; Präzision sowohl im Bauablauf als auch im Bau selbst helfen Qualität und Kosteneinhaltung zu garantieren. gb www.maurusfrei.ch, www.nussbaumerbau.ch

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VIS-A-VIS Marianne Burkhalter

Frau Burkhalter, welche Aufgaben beschäftigen Sie gerade? Neben Arealüberbauungen in der Stadt Zürich und einer Umstrukturierung eines Fabrikgebäudes in Lofts arbeiten wir zurzeit an zwei Hotelprojekten. Ihr Ort liegt diametral auseinander, einmal am Flughafen, einmal in Andermatt in den Bergen. Dabei beschäftigt uns die Frage der Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Nicht die Bauherren verändern sich, die sind längst global denkende Leute geworden, sondern die mehrdeutigen, gegensätzlichen Orte sind es, die uns Architekturproduzenten herausfordern. Haben Sie eine Idee von Schönheit? Mich interessiert das Thema. Es ist brisant in einer Zeit des von Lifestyle geprägten Alltags. Es gibt eine stimmige Schönheit der Landschaft, wo es jedem Individuum den Atem verschlägt. Schönheit ist x-mal beschrieben worden, immer als eine geistige Errungenschaft. Es gibt die perfekte Proportion der griechischen Tempel, den perfekten Körper, das platonische Ideal. Ich denke, dass Schönheit in den verschiedenen Kulturen anders definiert wird. Sie ist das Lebenselixier, der Antrieb unserer Gesellschaft. Wahre Schönheit gibt es nicht, das sind Beschreibungen, Gefühle, Stimmungen, Vertrautheit, das Alte, das Schöne! Als Architekten arbeiten wir mit Sorgfalt und Hingabe, bis Proportion, Farbe und Detail stimmen und wir eine versteckte Schönheit darin finden können. Wann wird ein Gebäude zu Architektur? Dazu eine ganz aktuelle, persönliche Antwort: eine Kapelle auf einer griechischen Insel, 3 auf 6 m die Abmessungen, zwei im Grundriss eingeschriebene Quadrate. Die Raumproportionen im Goldenen Schnitt, von aussen ein weisser Kubus, im Inneren wird der Schnitt zu einem „stehenden“ Trapez. Die farbigen Fresken haben die Bedeutung von etwas Ausserordentlichem, von einem Urhaus. Ein Haus, so klein, wird zur grossen Architektur, da das Gefühl, dort drin zu sein, einen überwältigt.

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„POTENZIAL FÜR VISIONÄRES“

Marianne Burkhalter, aufgewachsen in Thalwil, hat nach ihrer Ausbildung als Bauzeichnerin und Kursen an der Princeton University in den USA in verschiedenen Büros in der Schweiz, Florenz, New York und Los Angeles und zum Teil selbstständig als Architektin gearbeitet, bis sie 1984 mit Christian Sumi das gemeinsame Büro in Zürich gründete. Sie lehrte als Gastprofessorin am Southern California Institute of Architecture SCI-ARC in Los Angeles und in Lausanne an der EPFL. Seit 2007 ist sie Professorin an der Accademia di Architettura (Università della Svizzera Italiana) in Mendrisio. www.burkhalter-sumi.ch

Welche Tugenden sollte ein Architekt erfüllen? Das heutige Arbeitsfeld des Architekten bedingt einen positiv gelaunten Generalisten, einen Überflieger, flexibel im Kopf, mit einem guten Gemüt und Überzeugungskraft. Als Architekten stehen wir in Verantwortung dem Gebauten, der Umwelt gegenüber. Wir müssen uns kritische Fragen gefallen lassen, dabei ist unsere kulturelle und politische Haltung ausschlaggebend. Die Bereitschaft, stets Neues zu denken und nach Misserfolgen den „Reset“ zu wagen.

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Das Ansehen der Architektenschaft ist noch immer stark in der Gesellschaft verankert. Die Stellungnahmen der Architekten werden zum Beispiel in Gremien und Jurys respektiert und gelten als „Guideline“ für zukünftige Projekte. Insofern sind diese Äusserungen ein Teil der Meinungsbildung für Politiker und Investoren und sind Teil einer kulturellen Verantwortung. Ich bin begeistert, wenn sich eine jüngere Generation in wichtigen städtebaulichen Fragen äussert und konkrete Projekte erstellt und die Zukunft von Regionen nicht alleine dem Zufall von Investorenprojekten überlässt. Welche Rolle sollte heute die Politik gegenüber der Architektur spielen? Die Politik, insbesondere die Parteipolitik, hätte meiner Ansicht nach sehr viele „verborgene“ Themen und Fragen aufzuwerfen, die angesichts der heutigen prekären Raumentwicklung näher untersucht werden könnten. Das Klagelied über Dichte und Enge der Schweiz wird zu viel der Migration zugeschrieben, statt sich mit politischen Themen wie Bodenpreise, Quartiererhalt und dem Grossraum Schweiz zu befassen. Die Schweiz hat das politische Potenzial, auch visionäre Projekte zu realisieren und gerade im Zusammenhang mit der Energiefrage Vorbildliches zu leisten. Kann Architektur die Welt verbessern? Das glaube ich nicht. Sie kann weder Hunger stillen, noch kann sie Kriege verhindern. Aber sie kann uns in gewissen Momenten glücklich machen. Die Visionen der Sozialutopisten beispielsweise beinhalten Ansätze einer grundlegenden Veränderung und Reform der Gesellschaft. Der Glaube der Moderne, die Welt durch bessere Architektur zu verbessern, hat sich nicht bewahrheitet. Wir Architekten sind keine Philosophen, die reden und zitiert werden wollen, wir sind Träumer und Macher zugleich und im besten Fall Kulturmenschen, die aktiv an der Gestaltung der Welt teilnehmen.

Welche Rolle spielt der Architekt in der Gesellschaft?

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THEMA Architektur und Politik

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DAS THEmA ARCHITEKTUR UND POLITIK Im ÜbERbLICK 028

ARCHITEKTUR UND POLITIK – ARCHITEKTURPOLITIK? Häufig reagieren Architekten vorsichtig oder gar ablehnend, wenn von Architektur und Politik die Rede ist. Dies hat offensichtliche Gründe. von Dr. Oya Atalay Franck

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DER TERROR DER IDEALEN STADT Architektonische Utopien folgen meist ihrer eigenen Ideologie. Propagiert wird dabei nur bedingt die Vorherrschaft eines bestimmten politischen Systems. von Johannes Binotto

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POLITIK UND STADTPLANUNg – Am bEISPIEL bASEL-STADT Kommunikation als wichtigste Aufgabe: ein Gespräch mit dem Basler Kantonsbaumeister und Leiter des Hochbau- und Planungsamtes des Kantons Basel-Stadt Fritz Schumacher. von Katharina Marchal

Zürich-West ist ein prosperierendes Entwicklungsgebiet, wo ein neues Stadtgebiet am Entstehen ist. Die politischen Weichen wurden bereits vor Jahrzehnten gestellt mit dem Ziel, eine funktionale Durchmischung mit den Nutzungen Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit für einen attraktiven neuen Stadtteil entstehen zu lassen.

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POLITIK ENTDECKT bAUKULTUR Das baukulturelle Erbe geniesst einen hohen Stellenwert innerhalb der eidgenössischen Kulturpolitik. Zeitgenössische Architektur fristet hingegen oft ein Schattendasein. von Dr. Claudia Schwalfenberg

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POLITIK, ARCHITEKTUR, POTENzIALE In der Schweiz existieren 140‘000 Gesetzes- und Verordnungsartikel im Planungs- und Bauwesen. Diese föderalistische Vielfalt muss reduziert, vereinheitlicht und vereinfacht werden. von Sabrina Contratto Ménard

WEiTERE THEMEnRELEvAnTE ARTikEL: Das Entwicklungsgebiet „3Land“, ab Seite 82 Schweizer wählen Architekten, Kolumne Seite 59

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THEMA Architektur und Politik Politische Architektur

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Architektur und Politik – ArchitekturPolitik? von Oya Atalay Franck (Text) und Simone Vogel (Fotos)

Häufig reagieren Architekten vorsichtig oder gar ablehnend, wenn von Architektur und Politik die Rede ist. Dies hat seine offensichtlichsten Gründe in den für viele negativen Konnotationen des Begriffes „Politik“. Politik gilt als das Gebiet der Machtspiele, der Intrigen, des Konformismus und des Opportunismus.

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THEMA Politische Architektur

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In Umfragen weisen Politiker oft das tiefste Ansehen aller Berufsgruppen auf, ein noch tieferes als Marketingfachleute und Manager. Mit dem Begriffepaar „Architektur und Politik“ werden undemokratische oder gar totalitäre Tendenzen assoziiert, wobei je nach Blickwinkel die Architektur in diesem Gespann unschuldiges Opfer oder willfähriger Handlanger der Politik ist. Dieser Reflex verstellt leider die Sicht auf die Bedeutung der Politik für unsere Gesellschaft, für die sie gewissermassen conditio sine qua non ist. Politik ist der Prozess der legitimen Einflussnahme auf die demokratischen Entscheide – zu diesen Entscheiden gehören auch jene, die unsere gebaute Umwelt und den Siedlungs- und Landschaftsraum betreffen, das Tätigkeitsgebiet der Architektur. Natürlich gibt es in der Geschichte zahllose Beispiele für die Vereinnahmung der Architektur durch die Politik, für ihre Instrumentalisierung zugunsten fragwürdiger Positionen, aber auch für ihre Anbiederung bei autoritären Machtsystemen. Einige der berühmtesten und fähigsten Architekten der jüngsten Geschichte hatten bekanntlich keine Hemmungen, sich ganz unterschiedlichen Regimes anzudienen. Eine der wesentlichen Qualitäten der Architektur ist, dass sie direkt auf die Seele der Menschen einwirken kann; dies ist ihr grosses Potenzial, birgt aber auch Gefahren. Verdächtig sind vor allem jene Formensprachen, die Autorität und Doktrin implizieren. Der Architekt sieht sich selbst bekanntlich gerne als Freidenker, als ausserhalb unreflektierter Konventionen stehender Individualist oder

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gar als Künstler, der durch originäre Arbeit die Grundlagen für neue gesellschaftliche Paradigmen gestaltet. Gerade der Künstler-Architekt ist empfindlich gegenüber Einschränkungen seiner Freiheit durch Konformismus und Gleichschritt; er will autonom bleiben vom stromlinienförmigen Denken der Massen, nur seinem künstlerischen Gewissen verpflichtet. Er sieht sich nicht in erster Linie als „Problem-Solver“, sondern er will mit den Werkzeugen des architektonischen Gestaltens dem Wesen der Gesellschaft auf den Grund gehen und ihm seinen räumlichen Ausdruck geben. Verwandte disziplinen Um sich von den Vorurteilen gegenüber dem Begriff der Politik zu befreien und zu einer unvoreingenommenen Betrachtung ihres Verhältnisses zur Architektur zu gelangen, ist es hilfreich, der Herkunft des Wortes nachzugehen. Politik hat ihren etymologischen Ursprung im griechischen Wort „polis“: Stadt(-staat). Politik ist die Steuerung von Staat und Gesellschaft durch das Herbeiführen von Entscheiden, das Management der „res publica“, der „Sache des Öffentlichen“. Über die Methoden der Politik nehmen wir Einfluss auf die Rahmenbedingungen unserer Existenz im Gemeinwesen und damit auf unser eigenes Geschick. Politik und Architektur sind in gewisser Hinsicht verwandte Disziplinen: Architektur – das Planen und Errichten von Bauwerken, im weiteren Sinne das Gestalten des Stadtund Landschaftsraumes – ist ebenso

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THEMA Architektur und Politik Politische Architektur

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THEMA Politische Architektur

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wie die Politik dem Gemeinschaftlichen verhaftet. Architektur findet kaum je nur im Verborgenen statt; sie ist meist öffentlich, auch dann, wenn es sich um private Bauwerke handelt. Durch ihre Öffentlichkeit ist sie auch politisch, denn Architektur wirkt wie die Politik auf unsere Gemeinschaft. Es ist der architektonische Raum, in dem das öffentliche Leben und damit die Politik stattfindet. Architektur ist vielfältig: Sie kann klein von Format und intim sein und dadurch dem Individuum und seinem Massstab entsprechen; sie kann auch pompös und monumental sein und so das Individuum zum Zwerg machen. Wie in der Politik spielt auch in der Architektur das Atmosphärische eine grosse Rolle und damit einhergehend das Streben nach Dominanz. Für die Darstellung dieser Dominanz hat die Architektur ihre eigenen Formsprachen und Raumparadigmen entwickelt. Wenn wir das Verhältnis von Architektur und Politik analysieren wollen, müssen wir der Bedeutung, die Architektur beansprucht beziehungsweise die ihr von der Gesellschaft zugewiesen wird, auf den Grund gehen. Jede Architektur will etwas bedeuten; jede Architektur ist auch in der einen oder anderen Art „bedeutsam“. Ob diese der Architektur innewohnende Bedeutung aber „gutartig“ oder „bösartig“, demokratisch oder oppressiv ist, ist nicht immer offensichtlich. Wir wissen: Historizismus ist nicht per se faschistisch und moderne Architektur nicht ohne weiteres demokratisch. Die Bauten Gottfried Sempers beispielsweise repräsentieren die Überwindung der autokratischen Systeme und den Sie-

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geszug der bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Die Casa del Fascio von Giuseppe Terragni hingegen ist zwar ein Meisterwerk der Moderne, das aber – wie ihr Architekt – ganz in dem propagandistischen Dienst von Mussolinis totalitärem Regime stand. Architektur kann auch auf ganz anderer, aber ebenso politischer Ebene Bedeutung beanspruchen: Es gibt, wir kennen dies spätestens seit Frank Gehrys Guggenheim-Museum in Bilbao, eine Architektur, die sich explizit in den Dienst des (politischen) Standortmarketings stellt. Das Wesen dieses Bauens ist das Erzeugen eines architektonischen Spektakels, das die Gesellschaft begeistert und die Massen anlockt. Architektonisches Pathos wird so zum „Asset“ im Wettbewerb der Städte. Gehrys Museum in Bilbao und Nouvels Kultur- und Kongresszentrum für Luzern dürften ihre Investitionskosten – volkswirtschaftlich gesehen – längst amortisiert haben. Die Epigonen dieser Tendenz hingegen haben weniger Grund zur Freude, denn mit jeder Bilbao-Kopie sinkt das Interesse der Öffentlichkeit an derlei Bauten. regulatiVe als teil der architektur Es gibt schliesslich auch eine Architektur, die aufgrund ihres Zweckes politisch ist. Es ist aufschlussreich, auf welch vielfältige Weise in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Entwurfsaufgabe „Parlamentsgebäude“ gelöst worden ist. Die Parlamentsgebäude für Wales und Schottland, die im Zuge der Autonomisierung der

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THEMA Architektur und Politik Politische Architektur

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THEMA Politische Architektur

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britischen Landesteile entstanden sind, zeigen beispielhaft das Spektrum gegenwärtiger Positionen: hier Richard Rogers mit einer fast klassisch zu nennenden Interpretation des Glaspalasts, der Transparenz der politischen Entscheidungen suggerieren will; dort Enric Miralles und Benedetta Tagliabue, die die Volksvertretung als „Stadt in der Stadt“ und als Gleichzeitigkeit vieler kollektiver Orte gestalteten. Angesichts der Bedeutung der Architektur für den öffentlichen Raum ist die Zurückhaltung der Architekten gegenüber dem direkten politischen Engagement zumindest erstaunlich. Eine der unmittelbaren Aufgaben der Politik ist die Ausarbeitung und Festlegung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Gesellschaft; dazu zählen auch Verordnungen, Reglemente, Weisungen und Normen. Gerade das Bauen ist einem Urwald an Vorschriften ausgesetzt, die es bändigen und in geordnete Bahnen weisen sollen. Diese Regulative verfolgen ganz unterschiedliche Absichten: Die Erhöhung der betrieblichen Sicherheit des Bauwerkes und seiner technischen Systeme, die Nutzbarkeit von Bauten durch Menschen mit Behinderungen, aber auch die Festlegung von Vergabeverfahren im öffentlichen Bereich, die Optimierung der Nutzung des Siedlungsraumes mittels Zonenplanung und die Verbesserung der Energieeffizienz und des Schadstoffausstosses von Bauwerken gehören dazu. das handeln in schemata Viele dieser Regulative sind sinnvoll oder sogar notwendig. Die Vor-

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schriften zum Submissionswesen beispielsweise sichern den wettbewerblichen Zugang zum Auftragsmarkt auch für junge Planerbüros, und sie beugen der Korruption und der Misswirtschaft bei der öffentlichen Hand vor. Direkt und indirekt beeinflussen diese Gesetze, Verordnungen, Normen, Leitlinien und Weisungen aber auch ganz wesentlich die Voraussetzungen für die Architektur per se. Gerade die Vorschriften zur Energieeffizienz von Gebäuden schränken gewissermassen als „Nebeneffekt“ die formale Ausgestaltung der Bauwerke deutlich ein. Die Minergie-Standards – bald allgegenwärtig im öffentlichen und privaten Bauen – legen direkt und indirekt die Orientierung der Bauten nach den Himmelsrichtungen, die Dicke der Wände und die Anwendbarkeit von Baumaterialien fest. Ganz allgemein fördern Normen und technische Weisungen das Handeln in Schemata, und sie führen zum Primat des Messbaren über das „nur“ subjektiv Bewertbare, denn es ist wesentlich einfacher, die Erfüllung einer technischen Norm zu prüfen, als beispielsweise in einer Güterabwägung die Erdbebensicherheit eines Bauwerkes mit seiner ästhetischen Qualität – auch ein gesellschaftlicher Wert – in Beziehung zu setzen. architekten: in die politik! Dabei ist zu bedenken, dass die technischen Normen zwar von der Politik in Kraft gesetzt, aber meist in Expertengruppen vorbereitet werden. In diesen Gruppen sind jedoch naturgemäss die Architektur als Querschnitts-

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thema beziehungsweise die Architekten als Generalisten, als „Experten für die Gesamtheit der gesellschaftlichen, kulturellen und technischen Aspekte des gebauten Raumes“, oft gar nicht vertreten. Etwas pointiert formuliert: Die Architektur wird massgeblich geprägt von der Arbeit von Expertengruppen, in denen Bauphysikspezialisten oder Elektroingenieure sitzen, aber keine Architekten. Während den Normen ein gesellschaftlicher Wert nicht abgesprochen werden kann, ist das Denken in Normen ein Denken in Korsetten. Die „freie Atmung“ im Sinne von Kreativität und Erfindungsreichtum wird dadurch nicht unterstützt – auch dies ein Effekt, der zur kritischen Beurteilung eines um sich greifenden Normenwesens gehört. Umso bedauerlicher ist deshalb, dass die Architekten nur wenig Einfluss auf die Gestaltung dieser Gesetze und Normen nehmen. Immerhin gibt es auch jene, die für ein vermehrtes politisches Engagement auf den verschiedensten Ebenen argumentieren und sich mit architekturpolitischer Absicht für strategische Positionen, beispielsweise im öffenlichen Be-

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reich, bewerben. Viele ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Praxis empfinden es jedoch karrierebezogen als Rückschritt, den Zeichentisch gegen den Tisch eines „Bürokraten“ einzutauschen. Dabei ist es offensichtlich, dass – wenn uns architektonische Qualität und guter Städtebau ein Anliegen sind – wir dafür sorgen müssen, dass Architektinnen und Architekten auch an jenen Stellen sitzen, an denen frühzeitig die Weichen gestellt werden. Die Architekten, die sich aus diesen politischen Prozessen heraushalten, schwächen sich selbst und ihre Anliegen gegenüber der Gesellschaft.

Dr. Oya Atalay Franck ist ausgebildete Architektin mit einem Master der Rensselaer Polytechnic Institute, Troy NY. Doktoriert hat sie an der ETH Zürich. Seit 2009 ist sie Studienleiterin Architektur und Dozentin am Dept. Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen, ZHAW. Sie hat diverse Schriften publiziert zu den Themen Architektur und Politik.

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THEMA Architektur und Politik

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Descartes, Le corbusier unD Der terror Der iDeaLen staDt

von Johannes Binotto (Text)

Architektonische Utopien folgen meist ihrer eigenen Ideologie. Propagiert wird dabei nicht die Vorherrschaft eines bestimmten politischen Systems, welches dann durch Bauten repräsentiert werden soll, sondern vielmehr die Totalherrschaft der Architektur selbst. Die ideale Stadt vertritt keinen anderen als ihren eigenen Totalitarismus.

Le Corbusiers Skizze einer idealen, aufgeräumten und orthogonal strukturierten Stadtvision.

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THEMA Architektur und Politik

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„Politik“: Der Begriff stammt etymologisch von „Polis“ (πόλις) ab, dem griechischen Wort für „Stadt“. Politik ist somit zunächst einfach all das, was die Stadt betrifft. Die Stadt und ihr Aufbau können darum gar nicht anders, als immer auch eminent politisch zu sein. Diese Verschränkung von Politik und Städtebau, wie sie die Etymologie nahelegt, bestätigt sich augenfällig im Falle von städtischen Repräsentationsbauten, welche herrschende politische Ideen in Stein und Mörtel darstellen sollen. Die Beispiele reichen von den Palästen der Monarchien zu den Volkshäusern des Bürgertums, von den Plänen von Hitlers Architekt Albert Speer, Berlin zur „Welthauptstadt Germania“ umzugestalten, bis zu den Monumentalbauten im nordkoreanischen Pjöngjang. Sie alle sind, was man „gebaute Ideologie“ nennen könnte. Was aber, wenn Ideen nicht erst in Bauten übersetzt werden müssen, sondern selbst schon Architektur sind. Sagt man nicht, ein Argument habe einen bestimmten „Aufbau“? Spricht man nicht von „Fundamenten“, wenn man die eigenen Überzeugungen meint? Wir denken in „Stufen“ und über „Schwellen“ hinweg. Es scheint, als könnten wir gar nicht anders als mit und durch architektonische Metaphern zu denken.

Zeit grosse Städte geworden sind, im Vergleich mit diesen regelmässigen Plätzen, die ein Ingenieur nach seiner Fantasie auf der Ebene abmisst, gewöhnlich so unsymmetrisch, dass man zwar in ihren einzelnen Häusern, jedes für sich betrachtet, oft ebenso viel oder mehr Kunst als in denen der regelmässigen Städte findet; aber sieht man, wie die Gebäude nebeneinander geordnet sind, hier ein grosses, dort ein kleines, und wie sie die Strassen krumm und ungleich machen, so möchte man sagen, es sei mehr der Zufall als der Wille vernünftiger Menschen, der sie so geordnet habe.“ Descartes dient das Bild des vielfach ausgebesserten Hauses oder der unregelmässigen Stadt dazu, die Widersprüchlichkeit früherer philosophischer Systeme zu veranschaulichen. Zugleich aber liefert damit die Architektur auch das Vorbild für ihr eigenes ambitioniertes Unterfangen, ein neues Denken zu etablieren. Der Philosoph sieht sich im Folgenden denn auch als jener erwähnte Ingenieur, der die Häuser und Viertel niederreissen lässt, um am alten Ort eine neue, geordnetere, gleichsam „vernünftigere“ Stadt aufzubauen. Das cartesianische Denkregime, diese Politik des Rationalismus, ist von einem bestimmten Bild der Polis nicht zu lösen. Bemerkenswerterweise gibt es für Descartes nicht den Hauch eines Zweifels, dass eine Stadtarchitektur, die nur von einem einzigen Baumeister geplant, gebaut und kontrolliert wird, in jedem Fall besser sei als eine natürlich gewachsene Stadt voller Widersprüche. So problematisch uns diese Ansicht heute scheinen mag, sie fand ihre exakte Entsprechung in den Städtebauvisionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So schreibt der Bauhaus-Architekt Ludwig Hilberseimer 1924 in seinem Artikel „Grossstadtarchitektur“ gleichsam Descartes fort und fordert, der Architekt habe alles Widersprüchliche auszumerzen: „Reduktion der architektonischen Form auf das Knappste, Notwendigste, Allgemeinste. Eine Beschränkung auf die geometrisch kubischen Formen: die Grundelemente aller Architektur [...] Der allgemeine Fall, das Gesetz wird verehrt

Politik des Rationalismus

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„reduktion der architektonischen Form auf das Knappste, notwendigste, allgemeinste. eine beschränkung auf die geometrisch kubischen Formen: die Grundelemente aller architektur.“

Ein besonders prägnantes Beispiel dafür, wie unmittelbar Idee und Bau verbunden sind, liefert kein Geringerer als René Descartes, der Begründer der modernen Philosophie. So wird der aufmerksame Leser seines „Discours de la méthode“ von 1637 feststellen, wie häufig sich der Text ausführlich auf Architektur und Städtebau bezieht, und das an ganz wesentlichen Stellen des Textes. So schreibt Descartes zu Beginn des zweiten Teils seines Discours: „So sieht man, dass die Gebäude, die ein einziger Baumeister unternommen und vollendet hat, gewöhnlich schöner und besser geordnet sind als die, welche mehrere auszubessern bemüht waren, indem sie alte, zu andern Zwecken gebaute Wände benutzten. So sind jene alten Städte, die anfänglich nur Burgflecken waren und im Laufe der 038

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Utopischer Gegenentwurf zu dem, was Le Corbusier als „Stadt des Esels“ beschreibt.

und herausgehoben: Die Ausnahme wird umgekehrt beiseite gestellt, die Nuance weggewischt, das Mass wird Herr, das Chaos gezwungen, Form zu werden: logisch, unzweideutig, Mathematik, Gesetz.“ aufgeRäumtes Bauen, aufgeRäumtes denken Was bei Descartes noch Hirngespinst und blosse Metaphorik ist, wird von Hilberseimer wörtlich genommen und zum Plan einer idealen Stadt gemacht. Noch konkreter und schockierender tut dies zur selben Zeit Le Corbusier mit seinem cartesianischen Plan „Voisin“ für Paris aus seinem Städtebau-Buch „Urbanisme“ von 1925. Dabei erweist sich Le Corbusiers Buch schon mit den ersten Zeilen auch als politische Kampfschrift gegen die herrschenden Verhältnisse. So beginnt Le Corbusier das erste Kapitel mit den Worten: „Der Mensch geht gerade, weil er ein Ziel hat; er weiss, wohin er geht. [...] Der Esel geht im Zickzack, verweilt ein we-

nig, das Hirn aufgeweicht und verwirrt [...] Der Esel hat alle Städte des Kontinents gezeichnet, auch Paris, leider.“ Mit dieser empörenden Metapher vom „Weg des Esels“, die im ganzen Buch immer wieder zur Anwendung kommt, bezeichnet Le Corbusier die gewundene Strasse, notabene in der Altstadt von Paris, gegenüber der geraden Linie, die das Ideal darzustellen habe. Doch offensichtlich beschreibt der Architekt mit dem Eselsweg nicht nur eine Form, sondern wertet diese zugleich. Die Rhetorik ist klar genug und erinnert unangenehm an die Tiermetaphern, wie sie später der Nationalsozialismus gegenüber Randgruppen anwenden wird: Nur wer den geraden Weg geht, ist ein Mensch, wer vom Weg abweicht, ist ein Esel. Was wir uns aber als utopischen Gegenentwurf zu jener „Stadt des Esels“ vorzustellen haben, wird am besten ersichtlich in den Plänen und Zeichnungen, die Le Corbusier seinem Text beilegt (vgl. Abbildungen). In diesen Darstellungen verwirklicht sich, was Descartes beschreibt. Die vom Philosophen 039

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Luftaufnahme der intakten Pariser Altstadt, unter der Le Corbusier in der Bildunterschrift fragt, ob es sich dabei um eine Darstellung des siebten Höllenkreises in Dantes „Inferno“ handle.

imaginierten „regelmässigen Plätze, die ein Ingenieur nach seiner Fantasie auf der Ebene abmisst“, sind im Modell realisiert. Nun ist aber Paris keine unbebaute Fläche, genauso wenig, wie Descartes Philosophie voraussetzunglos ansetzt. Stattdessen sprechen Philosoph wie Architekt davon, dass zunächst aufgeräumt werden muss mit dem, was vorher da war an Bauten und Denken. Wie schockierend brutal sich dabei Le Corbusier diese „Aufräumarbeit“ konkret vorstellt, zeigen zwei Luftaufnahmen der Pariser Altstadt vor und nach dem radikalen Eingriff. In der Bildunterschrift unter dem ersten Bild vom noch intakten Paris (Abb. oben) fragt Le Corbusier, ob es sich dabei um eine Darstellung des siebten Höllenkreises in Dantes „Inferno“ handle. Entlarvend seien diese Bilder, schreibt Le Corbusier, wie ein Schlag mit einem Stock, und sie würden zeigen, wie in solch einer Stadt zwangsläufig Tuberkulose, Demoralisierung, Elend, Schande triumphieren müssten. Die Stadt selbst wird damit als eigentliche Krankheit diffamiert, die es auszurotten gilt. Wie

gewalttätig Le Corbusiers Blick auf Paris ist, zeigt sich jedoch nicht erst in diesen harschen Worten. Vielmehr spricht bereits der Blickwinkel, aus dem diese Bilder entstanden sind, Bände: Diese Ansicht der Stadt, im 90-Grad-Winkel von oben – ist das nicht genau jene Perspektive, die ein Pilot einnimmt, bevor er seine Bomben über feindlichem Gebiet abwirft? Krieg sei die blosse Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, heisst es bei Carl von Clausewitz. Der Städtebau träumt von derselben kriegerischen Politik. In der Tat pflegt Le Corbusier in den Dreissigern den Kontakt mit Mussolini und sucht nach der deutschen Invasion in Frankreich die Nähe zu der von den Nationalsozialisten eingesetzten Vichy-Regierung. Solch eine Hinwendung zu den Diktaturen der Zeit kommt freilich nicht von ungefähr. Die Affinität zur totalitären Politik wohnt vielmehr schon Le Corbusiers Plan für Paris auf offensichtliche Weise inne, wenn er vorschlägt, weite Teile der Stadt mit einem Schlag auszuradieren, um Platz zu schaffen für das eigene rigide Stadtkonzept, das keine Abweichung zulässt.

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Das alte und kranke Paris, „nach den Launen eines Esels“ entstanden (links), neben dem konstruierten und gesunden Paris, wie es Le Corbusier mit seinem Plan „Voisin“ propagierte.

schReckliche utoPien Und doch ist die in regelmässigen Abständen von Journalisten wieder neu aufgeworfene Frage, inwiefern Le Corbusier dem europäischen Faschismus zuzurechnen sei, allzu simpel gestellt. Es wäre zu banal, die von Le Corbusier vorgestellten Stadtvisionen als Verkörperungen einer konkreten politischen und von aussen an sie heran getragenen Ideologie lesen zu wollen. Ebenso wäre es voreilig, Le Corbusiers in späteren Jahren vollzogene demonstrative Abwendung von der Realpolitik für bare Münze zu nehmen. Die Verschränkung von Architektur und Ideologie, wie man sie in „Urbanisme“ findet, ist komplexer und grundsätzlicher: So wie bei Descartes die neue Politik des Denkens nicht erst in architektonische Form umgemünzt zu werden braucht, sondern immer schon architektonisch verfasst ist, so sind umgekehrt Le Corbusiers architektonischen Utopien bereits ihre eigene Ideologie. Le Corbusiers Plan für Paris propagiert nicht die Vorherrschaft eines bestimmten poli-

tischen Systems, welches dann durch Bauten repräsentiert werden soll, sondern vielmehr die Totalherrschaft der Architektur selbst. Die ideale Stadt vertritt keine andere als ihre eigene Politik: Alle Macht der Architektur! Wie so viele totalitäre Ideologien behält sich auch diese Politik des Städtbaus vor, nur das Beste für seine Bewohner zu wollen. Der Wille zur Reinheit und Idealität, der sich in Le Corbusiers Plan „Voisin“ zeigt, soll auch zur Gesundung des Volkes beitragen: wenn der Architekt im Stadtbild des alten Paris die Ursache von Tuberkulose, Demoralisierung, Elend und Schande eruiert, so sollen mit der Zertrümmerung der Stadtviertel auch diese Volkskrankheiten eliminiert werden. In der idealen Stadt, mit ihrer allumfassenden Ordnung und Strenge, wird auch die Krankheit nicht mehr nisten können. Was aber, wenn diese absolute, die ideale Stadt der Moderne selbst schon eine viel grössere Krankheit darstellt als all jene Leiden, denen sie Abhilfe zu schaffen versucht? Zu Recht ergreift den heutigen Betrachter Unwohlsein angesichts solcher 041

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utopischer Stadtpläne: Denn in perfekten Städten lässt sich nicht leben. So bekannte auch Ludwig Hilberseimer, 40 Jahre nachdem er seine Vision einer idealen Stadt vorgestellt hatte, wie absolut unmenschlich sein Projekt ihm rückblickend erscheine. Was er propagiert habe, sei nichts als eine völlig sterile Asphalt- und Zementlandschaft, die eher einer Nekropole als einer Metropole ähnle. Gerade die strenge Ordnung der idealen Stadt macht sie unbewohnbar. Das ist denn auch die letzte fatale Konsequenz von Mies van der Rohes berühmtem Diktum „Less is more“, welches zur politischen Parole nahezu der gesamten modernen Architektur werden sollte: wenn man die Reduktion bis zum Letzten treibt, wird ihr schliesslich auch der Bewohner selbst zum Opfer fallen müssen. „Less is a bore“ schrieb der Architekt Robert Venturi in den 60er-Jahren.

Agoraphobie, und die Glasarchitektur eines Mies van der Rohe zeigt nachts ihren Schrecken: während am Tag das Glas den Hausbewohnern freie Sicht ermöglicht, verkehrt sich diese Offenheit bei einbrechender Dunkelheit in ihr Gegenteil. Wer nun das Licht anmacht, für den verwandelt sich die Fensterfront in eine Spiegelwand. Statt hinaus sieht er immer nur sich selber. Wer kennt sie nicht, die Angst, die einen in solchen Räumen befällt, die paranoide Vermutung, dort hinter den spiegelnden Wänden stehe einer, der uns heimlich betrachte. Der Aussichtsturm wird zum unheimlichen Gefängnis, mit dem Bewohner zugleich als Häftling und Wärter. So zeigt die ideale Architektur ihre paranoide Fratze. Die von Descartes inspirierte „rationalistische Architektur” der Moderne schlägt ins Irrationale und Psychotische um. So fällt die ideale Stadt ihrem eigenen Terror zum Opfer. Die Architekten tun demnach gut daran, eine bescheidenere Politik der Stadt zu verfolgen: weniger ideal, weniger paranoid. In diesem Sinne ist weniger vielleicht doch mehr.

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Die ideale stadt vertritt keine andere als ihre eigene Politik: alle Macht der architektur!

BescheideneRe Politik deR stadt? In eben diesem Sinne wären denn auch die Warnungen des Psychiaters und Philosophen Jacques Lacan zu verstehen, der in den 1970er-Jahren die Analytiker davor warnte, allzu rigoros sämtliche Symptome ihrer Patienten auflösen zu wollen. Denn wo jegliches Symptom fehlt – so Lacan – herrscht nicht Gesundheit, sondern abgrundtiefe Paranoia. Wo die Perfektion uneingeschränkt regiert und das Ideal verwirklicht ist, dort wird noch das kleinste Detail zur fundamentalen Bedrohung, das unerträgliche Angst auslöst. Die Reinheit selbst macht psychotisch. So schlägt denn auch diese Politik der Reinheit, wie man sie bei Le Corbusier, aber auch bei anderen Architekten der Moderne antrifft, unversehens in Paranoia um. Wie schnell dies geschehen kann, lässt sich kaum eindrücklicher zeigen als anhand des Begriffes der „Transparenz“. Die Transparenz – so haben die Architekturhistoriker Colin Rowe und Robert Slutzky gezeigt – ist der grosse gemeinsame Nenner der modernen Architektur, Inbegriff für deren Politik der Reinheit und Idealität. Die Leere zwischen den Wolkenkratzern in Le Corbusiers Plan „Voisin“ oder die Glasfassade von Mies van der Rohes Seagram Building in New York – sie wollen der Transparenz zu ihrem Recht verhelfen und schaffen zugleich panischen Schrecken. In der weiten Ebene des Plan „Voisin“ ergreift den Menschen

Johannes Binotto ist Kulturwissenschaftler und Assistent am Englischen Seminar der Universität Zürich sowie freier Autor. Er hat verschiedene Aufsätze zu den Schnittstellen zwischen Film, Raumtheorie und Psychoanalyse publiziert und hat mit einer Studie über das Unheimliche und dessen räumlicher Darstellung in den Künsten doktoriert. www.binotto.ch/johannes

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Politik und StadtPlanung – am BeiSPiel BaSel-Stadt von Katharina Marchal (Text)

Der Gesellschaft Planung zu kommunizieren ist eine der grössten Herausforderungen für Fritz Schumacher, den Basler Kantonsbaumeister und Leiter des Hochbau- und Planungsamtes des Kantons Basel-Stadt. Im Interview veranschaulicht er, welche lokalen und überregionalen Fragen ihn beschäftigen.

Herr Schumacher: Wo liegen die Schwerpunkte des Planungsamts in Basel-Stadt? Das Planungsamt wird in drei thematische Schwerpunkte gegliedert. In der übergeordneten Abteilung Raumplanung wird die kantonale Richtplanung entwickelt, die wiederum von der Abteilung Arealentwicklung und Städtebau umgesetzt wird. Die dritte Abteilung regelt die Planung des öffentlichen Raums. Die Abteilung Arealentwicklung und Städtebau plant derzeit die Umsetzung einer grossen Entwicklung im Süden von Basel, im ehemaligen Materiallager auf dem Dreispitz. Das 50 ha grosse Areal gehört zur Hälfte Basel-Stadt und der Gemeinde Münchenstein, Kanton Baselland. Die kantonsüberschreitende Planung erfolgt zusammen mit den Grundeigentümern, der Christoph-Merian-Stiftung. Die Planung begann 2001; mit der Hochschule für Kunst und Gestaltung (HGK) und dem Campus des Bildes werden die ersten Bauten umgesetzt. Unsere Aufgabe ist es, den 400 Baurechtsnehmern die Entwicklungspotenziale und Chancen aufzuzeigen, die sich durch die neuen Nutzungen wie Wohnen und Dienstleistungsbereiche ergeben. Entwickeln lässt sich nicht lösen vom dem Faktor Verdrängen. Der neue Standort der HGK-FHNW auf dem Dreispitz

wird zu einer Cluster-Bildung führen. Das angrenzende Gundeldinger Quartier steht im Sog dieser Entwicklung. Wo stossen die entwicklungsSchwerpunkte an ihre grenzen? Ein übergreifendes Thema ist das Wohnen, das uns in der Zonenplanrevision stark beschäftigt hat. Hier stossen wir an unsere politischen und geografischen Grenzen. Basel-Stadt ist ein Stadtkanton mit rund 37 km² Fläche und knapp 190‘000 Einwohnern. Der Flächenverbrauch wächst, nicht unbedingt proportional mit den Einwohnern. Er steigt durch die geänderten Lebensgewohnheiten, aber auch bei den Infrastrukturen in Schulen und am Arbeitsplatz. Basel lebt in einem permanenten Kampf um die Ressource Boden. Dieser Wachstumsdruck muss durch eine innere Verdichtung aufgefangen werden. Doch der Handlungsspielraum wird immer enger, sieht man auf die letzten Abstimmungen zurück. Man kommt immer wieder ins Dilemma mit den Partikulärinteressen. Beispiel Landhof-Initiative: Der Sportplatz Landhof sollte für Wohnungsbauten genutzt werden, doch das Stimmvolk entschied letztes Jahr, ihn grün und als nicht überbaubar zu taxieren. Dieses

Jahr entschied sich das Stimmvolk bei der Familiengarten-Initiative gegen die Wohnraum-Erweiterung auf dem Areal der Familiengärten im Osten Basels. Nach diesen Rückschlägen stellen wir uns wieder die Frage: Wo und wie organisieren wir die Ressourcen, die wir für den Wohnungsbau benötigen? Um die bestehenden Flächen besser zu nutzen, muss das Hochhaus als integraler Teil der Stadtstruktur gesehen werden. Wir wollen es besser lösen als in der letzten Hochhaus-Epoche der 1960/70er-Jahre. Die neue HochhausEntwicklung wird nicht flächig, sondern punktuell sein. Und es werden spezifische Rahmenbedingungen gesetzt, die aufzeigen, wie man erhöhen kann – siehe das Projekt für den 90 m hohen WarteckWohnturm beim Messeplatz. Welche politischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, um hochkarätige architektur entstehen zu lassen? Im Baubewilligungsverfahren entscheidet der Paragraf 58, der den positiven Gestaltungsanspruch formuliert. Rund fünf Prozent der Baubewilligungen werden aufgrund ästhetischer oder gestalterischer Mängel im ersten Durchgang nicht bewilligt. Um eine höhere Erfolgsquote zu erreichen, müssen wir die privaten 045

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Der Claraturm von Warteck-Invest, nach Plänen von Morger + Dettli Architekten, Basel.

Akteure des Bauens stärker einbinden und motivieren, sich frühzeitig zu informieren. Das Planungsamt unterstützt bauwillige Bauherren bei Testplanungen, Studienaufträgen oder Wettbewerbsfragestellungen. In der Rolle der Unterstützer muss der Kanton mit gutem Beispiel vorangehen. Der Wettbewerb bei öffentlichen Gebäuden generiert bei entsprechend qualifizierten Verfahren gute Beiträge für das Weiterbauen der Stadt. Es wäre sinnvoll, ein Beratungsinstrument zwischen den Bewilligungs- und Planungsbehörden einzustellen. Diese Aufgabe könnten qualifizierte Personen der Stadtbildkommission übernehmen, oder sie könnte wie in Zürich im Planungsamt integriert sein. Eine in der Verwaltung angeordnete, kompetente Fachstelle hat den Vorteil, dass sie in das laufende Geschehen der Stadtplanung eingebunden sein kann. gibt es ihrer meinung nach eine gesamtschweizerische architekturpolitik? Die ländlich geprägten Kantone in der Schweiz haben eine komplett andere Perspektive auf die Siedlungs- und Städ-

teplanung als die urbanen Zentren. Das verunmöglicht eine einheitliche Raumplanungspolitik und eine einheitliche Baudoktrin. Zum Beispiel werden auf Bundesebene Verdichtungsvorgaben gemacht, die die Landkantone nicht einhalten wollen oder können, da die Diskussion über Steuerwettbewerb und die Konkurrenz um Arbeitsplätze im Vordergrund stehen. Damit bleibt der Pro-Kopf-Verbrauch von Bauland in den ländlichen Kantonen höher. Es gibt keine Übereinstimmung über die Themen Nachhaltigkeit im Umgang mit dem Boden. Das liegt auch an der Schweizer Planungshoheit in den Kantonen und der starken Stellung der Kommunen im Bauund Planungsgeschehen. Die Schweiz ist kein zentralistisch geführter Staat wie

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Deutschland mit einem einheitlichen Bundesbaugesetzt, sondern ein Land mit 26 kantonalen Gesetzen und 2000 Gemeinde-Ordnungen. Obwohl 3/4 der Schweizer Bevölkerung in städtischen Agglomerationen wohnt, steht sie der Urbanität negativ gegenüber. Die Stadt weckt bei der ländlichen und bei der städtischen Bevölkerung negative Assoziationen wie laut, kriminell, schmutzig. Städte wie Riehen mit 20’000 Einwohnern bezeichnen sich bewusst als Dorf und nicht als kleine Stadt. Die junge Generation müsste ein neues Verständnis zu einer schweizerischen Urbanität bekommen. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn ist die gebaute Architektur in der Schweiz auf einem sehr hohen Niveau. Unsere berufliche und akademische Ausbildung geniesst einen sehr guten Ruf. Hinzu kommt, dass viele Firmen und institutionelle Bauherren in den letzten Jahren ein stärkeres Bewusstsein für hochwertige und nachhaltige Architektur entwickelt haben. Qualitative Architektur kann ein Arbeitsgebiet und die Arbeitsleistung positiv beeinflussen, die Beziehung zu Firmen, aber auch zum Investor verbessern und damit eine nachhaltige Rendite ermöglichen. Ein fast plakatives Beispiel: Neue Bauherrschaften wie Novartis, die in ihren früheren Konstellationen (Sandoz) eine bewusste Anti-Architektur-Haltung bezogen hat, veranschaulicht heute auf dem Novartis Campus, wie sehr eine qualitativ hochwertige Architektur im Interesse einer Bauherrschaft liegen kann. Siehe auch Artikel auf Seite 82: „Die trinationale Stadt am Rhein“.

Fritz Schumacher studierte Architektur und Stadtplanung an der Kunstakademie Düsseldorf, Universität GHK Kassel und am NorthLondon Poly. Er arbeitete drei Jahre als selbstständiger Architekt, bevor er 1984 die Leitung der Stadtplanung der Stadt St.Gallen übernahm. Seit 1994 ist er Kantonsbaumeister und Leiter des Hochbau- und Planungsamtes des Kantons Basel-Stadt, das 2010 die Denkmalpflege integrierte. Fritz Schumacher ist Mitglied des BSA, SIA und der Deutschen Akademie für Städtebau (DASL); er war an mehreren Schweizer Hochschulen als Dozent und Lehrbeauftragter tätig und ist Jurymitglied und Experte in zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerbsverfahren.

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Politik entdeckt baukultur von Claudia Schwalfenberg (Text) und Zeljko Gataric (Foto)

Dass die Kulturpolitik Architektur und Baukultur bisher weitgehend vernachlässigt hat, stimmt und stimmt nicht. Das baukulturelle Erbe geniesst traditionell einen hohen Stellenwert innerhalb der eidgenössischen Kulturpolitik. Die zeitgenössische Baukultur muss sich dagegen bis heute mit einem Platz am Katzentisch begnügen. Ein Ende September ins Bundesparlament eingebrachtes Postulat gibt jetzt Hoffnung. Es fordert endlich ein Förderkonzept für zeitgenössische Baukultur.

Die Wertschätzung des baukulturellen Erbes reicht bis ins vorvorige Jahrhundert zurück. Der Bundesbeschluss zum Schutz historischer Denkmäler von 1886 steht ganz am Anfang der kulturfördernden Massnahmen des Bundes. Im Jahr 1962 erhielt der Naturund Heimatschutz sogar Verfassungsrang. Ein eigenes Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz folgte 1966.

Trotz dieser ehrwürdigen Tradition und im Gegensatz zu anderen, auch jüngeren Sparten wie dem Film tritt das zeitgenössische Baukulturschaffen aber bis heute nicht als eigene Sparte in Erscheinung. Beim Bundesamt für Kultur firmiert Architektur aktuell unter Kunst, während Innen- und Landschaftsarchitektur dem Design zugeordnet sind. Das ist so, als ob der Film unter Literatur liefe, weil beide 049

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Geschichten erzählen. Dass Personen als Experten fungieren, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Baukultur gar keine Fachleute sind, ist nur eine Konsequenz. Disziplinen wie die Ingenieurbaukunst kommen nicht einmal als Appendix vor. Von einer kohärenten Gesamtstrategie ganz zu schweigen. Verständnis Von Baukultur etaBlieren Auch in der Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2012–2015 fehlt zeitgenössische Baukultur mit punktuellen Ausnahmen wie Kultur als Wirtschaftszweig, Preise im Bereich Kunst und Biennale Venedig. Die Botschaft regelt die strategische Ausrichtung der Kulturförderung des Bundes und ihre Finanzierung erstmals in einem eigenen Gesetz. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) hat letztes Frühjahr unter Vorsitz seines Präsidenten Daniel Kündig den runden Tisch Baukultur Schweiz lanciert, um ein neues, zeitgemässes Verständnis von Baukultur zu etablieren, das als Grundlage für eine Neuausrichtung der Kulturpolitik dient. Wesentliche Ziele sind ausserdem die systematische Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich Baukultur, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für historische und zeitgenössische Baukultur sowie die Teilhabe am europäischen Diskurs zur Baukultur. Die Allianz hat diesen Sommer ein Manifest zur Baukultur veröffentlicht, das eine Definition von Baukultur in acht Thesen liefert, das bisherige Verständnis von Baukultur beleuchtet und beispielhafte Fördermassnahmen in den drei Bereichen Bewahren, Fördern und Vermitteln benennt. Diese Trias bildet auch den Kern des Manifests: „Nach Ansicht des runden Tischs Baukultur Schweiz ist es

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Aufgabe der Kulturpolitik, das baukulturelle Erbe zu bewahren und weiterzuentwickeln, das aktuelle Baukulturschaffen zu fördern und Baukultur in all ihren Facetten zu vermitteln.“ Zehn Institutionen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Planung, Heimatschutz, Archivierung, Vermittlung, Bauwirtschaft und öffentliche Verwaltung tragen das Bekenntnis zu einem ganzheitlichen Verständnis von Baukultur mit.

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zeitgenössischer Baukultur, wenn die Regierung das Postulat annähme. Sie würde damit sowohl gegenüber dem Parlament als auch gegenüber der Öffentlichkeit ein wichtiges Zeichen zugunsten zeitgenössischen Schaffens setzen.

Förderkonzept der zeitgenössischen architektur Der SIA sucht gezielt das Gespräch mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern, um sie für zeitgenössische Baukultur als unverzichtbaren Teil einer zeitgemässen Auffassung von Architektur zu gewinnen. Im Juni lud er zu einem Informationsgespräch nach Bern. Im August hatte Daniel Kündig dann die Gelegenheit, vor der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur zu sprechen. Die Diskussion über die Notwendigkeit der Förderung zeitgenössischer Baukultur mündete in ein Postulat, das Nationalrat Hans Stöckli Ende September in den Nationalrat eingebracht hat. Stöckli fordert, „die Basis für ein eigenes Förderkonzept der zeitgenössischen Architektur und der aktuellen Baukultur insgesamt zu schaffen und diese Grundlage in einem Bericht vorzulegen“. Der Bericht soll aufzeigen, „welche Massnahmen im Bereich der Vermittlung, der Archivierung, der Auszeichnung und zur Förderung des Wettbewerbs im Bereich zeitgenössischer Baukultur nötig und welche finanziellen Mittel für die einzelnen Sparten zur Verfügung zu stellen sind“. 34 Personen aus allen Fraktionen haben das Postulat unterschrieben. Es wäre ein entscheidender Schritt für die Förderung

Dr. phil. Claudia Schwalfenberg ist Germanistin, Geschäftsführerin der Berufsgruppen Architektur und Ingenieurbau im SIA und Projektleiterin des runden Tischs Baukultur Schweiz.

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Politik, Architektur, PotenziAle von Sabrina Contratto Ménard (Text) und Zeljko Gataric (Foto)

Schweizer Architektur ist – heute mehr denn je – ein internationaler Exportschlager. Auch der Heimmarkt weist eine oft unaufgeregte, eben typisch schweizerische, hohe Qualität auf. Als Gegenkraft zum immer komplexer werdenden Bauprozess steht die Forderung nach Vereinfachungen. Einige Denkanstösse.

So wie vor Jahren in der Schweiz unter den Kantonen Definitionen und Messweisen zu feuerpolizeilichen Aspekten harmonisiert wurden – das Feuer brannte quasi unterschiedlich heiss in den Kantonen – ist es eine wichtige Aufgabe, die Bewilligungsverfahren zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Dem Bund wie auch den Kantonen ist seit Jahren bewusst, dass in den Bewilligungsverfahren erhebliches Optimierungsund damit Einsparpotenzial liegt. Dazu ein Beispiel: In der Schweiz ist das Baurecht kantonal (Planungs- und Baugesetz [PBG]) beziehungsweise kommunal (Bau- und Zonenordnung [BZO]) geregelt. Eine der Folgen davon sind über 140‘000 Gesetzes- und Verordnungsartikel im Planungs- und Bauwesen. In diesen Artikeln wird beispielsweise die Gebäudehöhe 26-mal unterschiedlich definiert, oder es finden sich rund 2000 Versionen der dreigeschossigen Wohnzone. Diese föderalistische Vielfalt von Regelungen ist unnötig und verursacht vermeidbare volkswirtschaftliche Kosten. An der Schweizerischen Bau, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) einigte 052

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man sich nach jahrelangem Ringen erfreulicherweise auf die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB). In dieser Vereinbarung werden 30 formelle Baubegriffe einheitlich definiert und beschrieben. Kurz: ein positiver Schritt in die richtige Richtung.

Die Sensibilisierung für Architektur, für Baukultur soll schon in der Grundschulausbildung initiiert werden, so wie dies das Projekt „Spacespot“, eine Zusammenarbeit von BSA, ETH und Gymnasien, seit dem Jahre 2000 vorbildlich tut. Dazu gehört auch die langjährige Forderung des SIA, dass die Berufsbezeichnung „Architekt / Architektin“ geschützt werden muss.

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BauBewilligung und wertpapier pragmatismus und vision Auch das in letzter Zeit immer häufiger beanspruchte Einspracherecht auf kommunaler Ebene kann als veraltet und unzeitgemäss bezeichnet werden. Dies ist dann besonders ärgerlich, wenn der Einspruch aus persönlicher Frustration, aus einer langjährigen Fehde zwischen den Parteien oder einfach aus finanzieller Absicht gemacht wird. Das führt bei vielen Planungsbüros zum Um- und Missstand, dass eine Grosszahl der bearbeiteten Projekte aus unsachlichen Einsprachegründen ein, zwei oder noch mehr Jahre stillstehen und verzögert werden. Trotzdem muss der Bauherr das Grundstück in dieser Zeit weiterhin verzinsen. Die Planer sind dabei oft mit schwierig zu handhabendem „Stopp and Go“ konfrontiert, was im unangenehmsten Fall zu Entlassungen von Mitarbeitern führt. Diese Verzögerungen sind wirtschaftlich gesehen ein erhebliches Erschwernis und in jedem Fall ein Riesenärger. Die teilweise hohen Kosten tragen die Bauherren, die Investoren wie auch die Fachplaner. Und die verursachenden Einsprecher? Sie ignorieren das finanzielle Trauerspiel, da sie im Normalfall für den finanziellen Schaden nicht aufkommen müssen, ja, oft sogar mit einer finanziellen Abfindung rechnen können. Baukultur und nichtrelevanz Es ist Zeit (nicht nur, weil der SIA 2012 sein 175-jähriges Bestehen feiern darf), wieder einmal über die zentrale Bedeutung von Baukultur in allen ihren Facetten, über Ingenieurkunst und über Architektur nachzudenken und zu sprechen. Eine Relevanz für die gesamte Gesellschaft, sei es aus einer wirtschaftlichen, einer ökologischen, einer sozialen, einer finanziellen oder einer kulturellen Perspektive. Diese Themen müssen in der Gesellschaft besser verankert werden, und dabei können auch die politischen Entscheidungsträger wichtige Akzente setzen. Denn die Kultur des Bauens ist ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität und der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der Schweiz. Schliesslich verbringen wir den Grossteil unseres Lebens innerhalb von Gebäuden. Baukultur ist somit ein wichtiges Element in der äusseren Wahrnehmung unseres Landes. Deshalb ist ein Grundverständnis von Baukultur, deren Wertschätzung, Image und Status von grosser Bedeutung, auch um eine fruchtbare Kommunikation unter allen beteiligten Partnern zu erreichen. Aus diesen Gründen ist es sehr erstrebenswert, einer breiten Bevölkerung so früh wie möglich ein baukulturelles Verständnis näherzubringen.

Der Föderalismus in der Schweiz hat auch für das Baugewerbe Vor- und Nachteile. In unserer Zeit mit all den Vernetzungen und komplexen Prozessen müssen die Vorteile gestärkt und die Nachteile schrittweise beseitigt werden. Um gute, nachhaltige Architektur bauen zu können, müssen Politik, Wirtschaft und öffentliches Interesse zusammenspielen. Nur so kann die hohe Qualität der Schweizer Architektur beibehalten und gleichzeitig die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz etc. umgesetzt werden, ohne dabei die Kosten explodieren zu lassen. Dazu braucht es kompetente, erfahrene, weitsichtige, gut ausgebildete, starke Persönlichkeiten mit Durchsetzungsvermögen, die auch ein gesundes Risiko nicht scheuen. Nicht das Festhalten an Altbewährtem darf im Vordergrund stehen, sondern die Vision. Das Zusammenspiel der wichtigen Entscheidungsträger ist matchentscheidend, um miteinander qualitativ hochstehende, gute Bauwerke umsetzen zu können. architektur und rezept Gute Architektur zu denken, zu planen und zu realisieren, bedeutet, aus der vorgegebenen kontextuellen Situation das Optimum herauszuholen, in städtebaulicher, gestalterischer, funktionaler und auch wirtschaftlicher Hinsicht. Es bedeutet, den Ort räumlich zu stärken, die Struktur und die Hülle sensibel, präzise und nachhaltig zu gestalten, der geforderten Nutzung die ideale Struktur zu bieten und eine langfristig werthaltige, marktsichere Immobilie zu schaffen. Gute Architektur bedeutet schliesslich auch gesellschaftspolitische Beständigkeit, hoher formaler Anspruch, nutzerspezifische Akzeptanz und eine zufriedene Bauherrschaft.

Sabrina Contratto Ménard hat 1999 an der ETH Zürich in Architektur diplomiert. Sie ist seit 2002 für das Architekturbüro Baumschlager Eberle tätig, seit 2007 als Partnerin und Geschäftsleiterin des Büros in Zürich.

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Links und infos zum thema architektur und poLitik

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MODULØR Magazin

KOLUMNE Herbert Imbach-Röbbeling

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schweizer wählen architekten!

In der Schweiz gab es einmal eine Bauernpartei – aus der die SVP hervorging. Noch heute ist jeder achte Parlamentarier in der Landwirtschaft tätig. Deshalb steht auch kaum ein Wirtschaftssektor derart im Rampenlicht der Politik. Es gibt auch keinen anderen, der über ein eigenes Bundesamt verfügt. Im Jahr 1996 nahmen Volk und Stände einen Landwirtschaftsartikel in die Verfassung auf. Danach hat der Bund dafür zu sorgen, dass die Landwirtschaft einen wesentlichen Beitrag leistet zur sicheren Versorgung der Bevölkerung, Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und Pflege der Kulturlandschaft. Diese Leistungen werden mit Direktzahlungen von jährlich rund 2,5 Milliarden Franken abgegolten. Der schweizerische Lebensraum ist allerdings primär ein städtischer, auch wenn wir unser Land noch immer als wildromantisches Berg- und Landwirtschaftsland wahrnehmen und auf Postkarten und Werbevideos festhalten. Rund ¾ der Schweizer Bevölkerung wohnen in städtischen Gebieten. Und hier liegen auch die eigentlichen Herausforderungen. Klimaschutz, Mobilität, Bevölkerungswachstum. Der Schutz der Landschaft beginnt bei der Planung unserer Städte. Kaum ein Berufsstand ist auf diesem Aufgabenfeld so gefordert, aber auch so kompetent wie Architekten, Stadtplaner, Landschafts- und Innenarchitekten. Bloss – wo sind die Architekten? In der Schweiz gab und gibt es keine Architektenpartei. Im Nationalrat sitzen rund zehnmal weniger Architekten als Bauern. Nicht besser sieht es in den städtischen Parlamenten aus: Im Zürcher Gemein-

derat gibt es drei Architekten, im Basler Grossen Rat gerade noch einen, und in Bern gibt keines der Ratsmitglieder an, sich beruflich mit Architektur zu befassen. Deshalb erhalten Architekten in der Schweiz auch keine Direktzahlungen für ihren wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Pflege des schweizerischen Lebensraums.

auch in der breiten Bevölkerung verstanden wird. Dabei wären sie entschieden im Vorteil: Architekten können mit Bildern kommunizieren und Emotionen wecken. Architekten können Geschichten erzählen, die – im Gegensatz zu abstrakten Aussagen – haften bleiben. Architekten müssen sich in die Gesellschaft und Politik hineinbewegen, in Erörterungs-, Beratungs- und Entscheidungsgremien sowie Institutionen. Sie dürfen nicht warten, bis sie von Medien, Parteien oder Interessengruppen gefragt werden. Letztes Wochenende habe ich Architekten gewählt – Sie auch?

Stumme GIlde Mindest eine Gemeinsamkeit zeichnet Bauern und Architekten aus: Beide arbeiten auch an Wochenenden. Nur finden Bauern trotzdem Zeit, sich politisch zu engagieren. Anders die Architekten. Kanäle wären zwar da, werden aber kaum genutzt. Den Blog der Zeitschrift „Hochparterre“ lesen rund 4000 Personen täglich, das ist beachtlich. Die Anläufe, Diskussionen zu entfachen, scheitern jedoch immer wieder kläglich. Wenn sich zum geplanten Roche-Turm fünf Leser mit kritischen Kommentaren melden, macht die Redaktion den Schampus auf, wie sie selber schreibt. Aus politischen Prozessen haben sich die Architekten, mit ein paar wenigen Ausnahmen, fast gänzlich verabschiedet. Dies ist umso erstaunlicher, als immer häufiger politische Entscheide das Schicksal von Projekten bestimmen. Und wenn architektonische Debatten stattfinden, dann häufig im Feuilleton. Anders als die Bauern haben Architekten ihre Sprache noch nicht gefunden, die

Herbert Imbach-Röbbeling (43) ist Partner der Kommunikationsagentur Gremlich Fatzer Partner in Zürich. Als dipl. Architekt ETH hat er sich auf die umfassende kommunikative Begleitung von Bau- und Immobilienprojekten spezialisiert. www.gremlichfatzer.ch

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aRchITEKTUR Logistikzentrum des IKRK, Genf

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aRchITEKTEn Group 8, Genf www.group8.ch BaUhERRschafT Internationales Komitee vom Roten Kreuz BaUZEIT 2009–2011

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Facettiertes Logistikzentrum mit charakter

Logistikzentrum des ikrk, genf

Als klares Statement, fernab traditioneller Lagerhausarchitektur, haben Group 8 in Genf für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ein eindrückliches Logistikzentrum realisiert. Formal erinnert es an gespannte Zeltplanen. von Gerald Brandstätter (Text) und Régis Golay/Federal Studio (Fotos)

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), 1863 gegründet, ist das wohl älteste international tätige humanitäre Hilfswerk. Seine weltweiten Aktivitäten beinhalten die Vermittlung zwischen Kriegsparteien, die Pflege von Verwundeten, den Besuch von Kriegsgefangenen und politischen Häftlingen, die Wiederherstellung des Kontakts zu Angehörigen, den Schutz der Zivilbevölkerung, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und weitere Formen der Unterstützung von

Konfliktopfern. Die nationalen Rotkreuzund Rothalbmondgesellschaften unterstützen das IKRK mit Geldmitteln, Hilfsgütern und Delegierten. Das IKRK und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), 1866 gegründet, sind strukturell unabhängig voneinander. Als eine nationale Rotkreuzgesellschaft ist das SRK im Ausland in den Bereichen Nothilfe, Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit tätig; mit dem IKRK arbeitet es in verschiedenen Ländern vor Ort zusammen. 061

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aRchITEKTUR Logistikzentrum des IKRK, Genf

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Wie eine Zeltplane überspannt eine weisse Membrane die Fassade.

starke symboLik Für die umfassende Organisation und die weltweite logistische Betreuung werden entsprechende Logistikzentren benötigt, um Medikamente und Hilfsgüter für den Transport in die Krisenregionen zu sammeln und zwischenzulagern. Für das neue Logistikzentrum bei Genf hat sich das Genfer Architekturbüro Group 8 von der Geschichte sowie den vom IKRK in den Krisengebieten eingesetzten Materialien und Formen inspirieren lassen: Über der quadratischen Gebäudegrundfläche mit dem zweigeschossigen Baukörper spannt sich eine Haut aus wasserdichter Leinwand. Die verschiedenen Funktionen innerhalb des Baus werden durch die zeltartige Bedachung vereinheitlicht.

Die markante formale Aussage wird durch deren Symbolik noch verstärkt: Die gespannt-facettierte Textilfassade erinnert an die logistischen Arbeiten des IKRK zu Ernährung und medizinischer Versorgung, an die meist weissen Zelte, in denen Flüchtlinge in Lagern Zuflucht und Schutz finden. Die weisse Farbe unterstreicht zudem die Idee der Neutralität, auf die sich das IKRK beruft. in die natürLiche hangLage eingebettet Die gespannte Aussenhaut zieht sich bis weit zum Boden hinab, lässt nur dort den Zugang frei, wo auch einer bei Fenstern oder Türen benötigt wird. So an der Südwest-Fassade, wo Raum für die Anlieferung und das Andocken der Sattel-

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Der Längsschnitt zeigt die Gliederung in Hochregallager und Administration.

Der Querschnitt legt die Warenannahme (unten) und die Büros (oben) frei.

Nur bei den Öffnungen für Fenster und Türen wird die facettierte Fassadenhaut durchbrochen.

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aRchITEKTUR Logistikzentrum des IKRK, Genf

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Der öffentliche Bereich ist lichtdurchflutet, hell und offen gestaltet.

schlepper freigegeben wird. Im hinteren Gebäudeteil befindet sich das 12 m hohe Hochregallager. Hier werden Arzneimittel, orthopädische Geräte und Utensilien für die Wasseraufbereitung gelagert. Diese Materialien werden an die IKRKDelegierten in den humanitären Krisengebieten auf der ganzen Welt versendet. Zwei Drittel des Gebäudes dienen der Lagerung, ein Drittel belegt die Administration. Auf der Südwestseite werden verschiedene Funktionen gesammelt, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen: Im überhohen Erdgeschoss kommt die Ware rein, wird dann sortiert, gruppiert und im Hochregallager zwischengelagert. Im darüberliegenden 1. und 2. Geschoss befinden sich Büroarbeitsplätze. Diese sind mittels eines zentralen rechteckigen

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Der Warenfluss ist von den Büros aus immer einsehbar.

Atriums miteinander verbunden und mit Tageslicht aus einem Dachausschnitt versorgt. Das Atrium soll eine optimale Kommunikation zwischen den Arbeitsgruppen fördern und die Einheit sowie den Teamgeist garantieren. Vom 1. Bürogeschoss zugänglich ist auch die Terrasse, die sich als geschützter Aussenraum zwischen Büro und der Gebäudehülle darbietet; ein offener Freiraum innerhalb der Gebäudehülle. hohe funktionaLität Das Gebäude ist in Dimension und Ausrichtung dem ursprünglichen Hangverlauf angepasst. Die natürliche Topografie des leicht abfallenden Geländes konnte optimal genutzt werden. So befinden sich hangseitig im Untergeschoss die Autoein-

stellplätze für die Mitarbeiter wie auch klimatisierte Archivräume, in denen einzigartige und unersetzliche Dokumente über die weltweiten humanitären Missionen gelagert werden. Hangabwärts konnten zusätzliche Arbeits- und Schulungsräume angesiedelt werden, mit freier Sicht nach draussen und deckenhohem Tageslichteinfall. Der gute und ebene Zugang zu den Andockstellen für die Sattelschlepper gewährleistet einfachstes Manövrieren für die Fahrzeuge. Die vier Docks wurden linear gruppiert, um die hohe Fahrzeugfrequenz bewältigen zu können. Die unterschiedlichen Funktionen des Gebäudes sind so rationell wie möglich implantiert worden, durch das Minimieren von queren Bewegungsabläufen und einer direkten Verbindung zu den Be-

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Viel Tageslicht gelangt von den Dachoblichtern durch das Atrium in die BĂźroebenen.

Ăœber zwei Geschosse erstreckt sich das Warenlager.

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aRchITEKTUR Logistikzentrum des IKRK, Genf

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Durch die Membrane wird nach dem Eindunkeln der Baum vom Dachgarten sichtbar.

reichen Rezeptionzone, Lagerzonen, Vorbereitungsbereiche sowie den Ab- und Zuladezonen. Die gespannte Fassade schafft eine facettierte und skulptural wirkende Oberfläche, die sich von den traditionellen Industriebauten der Nachbarschaften stark abhebt, trotz oder gerade wegen der Verwendung von gewöhnlichem, industriellem Konstruktionsmaterial. Der bepflanzte Dachausschnitt verstärkt die Orientierung nach innen. Die Haupttragstruktur des Neubaus besteht bei den grossen Spannweiten aus Stahl, ansonsten wurde Stahlbeton verbaut, in Verbindung mit Sandwichelementen für die thermische Hülle. Alle Materialien, besonders auch im Innenraum, wurden nach deren Lebensdauer

und nach nachhaltigen Kriterien ausgesucht. Gekostet hat der markante Neubau 33 Millionen Franken. Seit dem Gründungsjahr 2000 haben die neun Partner von Group 8 mit ihrem 70-köpfigen Team immer wieder mit aussergewöhnlichen Projekten von hoher Prägnanz auf sich aufmerksam gemacht. Das Ziel eines jeden Projektes ist es, die bestmögliche Lösung innerhalb der architektonischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen in einen architekturrelevanten Kontext zu bringen. Das Logistikzentrum des IKRK verdeutlicht diesen Ansatz erneut.

Das 1.Obergeschoss mit dem Baum auf der Dachterrasse.

Das Erdgeschoss mit dem zweigeschossigen Hochregallager im linken Gebäudeteil.

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aRchITEKTUR Justizpalast, Gouveia, Portugal

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aRchITEKTEn Barbosa & Guimarães Arquitectos www.barbosa-guimaraes.com BaUhERRschafT Instituto de Gestão Financeira e Infraestruturas da Justiça BaUZEIT 2008–2011

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domus iustitiae JUSTIZPALAST, PORTUGAL

In Gouveia, dem Einreisetor in die Serra de Estrela im Nordosten Portugals, ist ein neues, imposantes Gerichtsgebäude aus weissem Sichtbeton entstanden. Die besondere Herausforderung bestand für die Architekten Barbosa und Guimarães darin, der Funktion einen repräsentativen Eindruck zu verleihen. von Sarah Gatto (Text) und Fernando Guerra/Sérgio Guerra (Fotos)

Weisser Sichtbeton formt das skulpturale Volumen des neuen repräsentativen Gerichtsgebäudes in der portugiesischen Stadt Gouveia.

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aRchITEKTUR Justizpalast, Gouveia, Portugal

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Eine grosszügige Rampe führt zur urbanen Platzebene hinauf.

Zwischen zwei öffentlichen Gärten, am Ende der Rampa Monte Do Calvário in der portugiesischen Stadt Gouveia, befindet sich das monolithische Volumen des neuen Gerichtshofs. Weisser Sichtbeton formt die skulpturale Fassade, die über dem hellen Sockel zu schweben scheint. Das Architekturbüro Barbosa und Guimarães hat den Abriss des bestehenden Gebäudes, das das gesamte Grundstück besetzte, benutzt, um einen neuen urbanen Aussenplatz mit der Grösse und Würde eines Justizpalasts zu realisieren. INS GERICHT SPAZIERT Im Dialog mit den hellen Granitwänden, die ihre Umgebung definieren, nimmt

die „Plaza“ die Form eines Verkehrsengpasses an, auf dem der Sitz des Tribuns ruht. Vom Stadtzentrum her kommend führt eine grosszügige Rampe zur Platzebene hinauf, über einige Treppenstufen im Osten gelangt man zur Strasse hinunter. Dieser öffentliche Aussenraum wird zum verbindenden Element zwischen den verschiedenen Niveaus des Terrains und des neuen Volumens. Er führt sowohl zum darunterliegenden Standesamt der Stadt als auch zum Gerichtshof im Obergeschoss. Das auf vier stämmigen Stützquadern stehende Gebäude sorgt für Transparenz und Verbindung zwischen den beiden Gärten, die es im Norden und Süden abgrenzen. Vielfältige räumliche Bezüge

Der öffentliche Aussenplatz nimmt die Form eines Verkehrsengpasses an. Er wird zum verbindenden Element zwischen den verschiedenen Niveaus.

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Schnitt: Das Obergeschoss, das eigentliche Gerichtsgeb채ude, scheint 체ber dem Platz zu schweben.

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Eine zentrale Freitreppe f체hrt die Besucher zwischen imposanten Betonw채nden zum Foyer.

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aRchITEKTUR Justizpalast, Gouveia, Portugal

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In den tragenden Quadern sind geschosshoch die Worte „Domus Iustitiae“ eingemeisselt.

zwischen innen und aussen entstehen, der öffentliche Raum fliesst durch das gesamte Bauwerk. Das Gericht ist über eine grosszügige zentrale Freitreppe zugänglich, die die Besucher von der Platzebene zum Herzen des Gebäudes im Obergeschoss führt. Richtung Himmel sich öffnend, wird der Aufstieg eingerahmt durch die beengende Betonmasse des umliegenden Gebäudes. Am oberen Ende der breiten Treppe kommt der Besucher schliesslich zum befreienden Foyer, das longitudinal das Gerichtsgebäude durchquert und durch eine grossflächige Verglasung eine nahe Beziehung mit dem Garten und den vorhandenen Baumkronen schafft. Durch eine Reihe shedartiger Oberlichter

tritt im Inneren des zentralen Gerichtsraums Tageslicht ein, und die Büros geniessen den schönen Ausblick auf der im Norden liegenden Grünanlage. Der Gerichtssaal differenziert sich von den Nachbarräumen durch die vollflächige Wandverkleidung aus brasilianischem Hartholz. Auch Boden, Wände und Möbel im Saalinneren sind aus demselben Material gefertigt. Das Standesamt, das unabhängig agiert, ist in dem „vollen“ in die Erde versenkten Gebäudeteil positioniert. Dieser öffnet sich zu einem Innenhof hin, der direkt auf den Nordgarten Bezug nimmt. Unter dem Platz verborgen befindet sich ein öffentliches Parkhaus, das über die benachbarten Strassen im Osten erschlossen ist.

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Der Einschnitt im รถffentlichen Aussenplatz wird zum Innenhof, zu dem hin sich das Standesamt รถffnet.

Der รถffentliche Raum fliesst durch das gesamte Bauwerk.

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aRchITEKTUR Justizpalast, Gouveia, Portugal

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Der Gerichtssaal differenziert sich durch die Wandverkleidung aus brasilianischem Hartholz.

Eine Reihe shedartiger Oberlichter führt Tageslicht im Inneren des zentral gelegenen Gerichtsraums.

WEISSE IMPOSANZ In den vier Quadern, die das Obergeschoss tragen, sind Aufzüge, Treppenhäuser und Technik untergebracht. Diese Kerne sind versetzt zueinander angeordnet, und in jedem sind, jeweils in anderer Richtung zeigend, geschosshoch die Worte „Domus Iustitiae“ eingemeisselt. Das eigentliche Gerichtsgebäude scheint über dem Platz zu schweben. Die tragenden Fassaden des Obergeschosses wirken statisch als Fachwerkträger, jede Teilfläche der dreidimensional modellierten Fassade ist verschieden, trotzdem ist ein ausgewogenes Gleichgewicht der Masse und der Proportionen zu spüren. Die Würde und die Symbolik, die ein

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solch repräsentatives Gebäude wie der Justizpalast haben sollte, werden durch den monolithischen und singulären Charakter des weissen Betonvolumens erreicht – vor allem durch das ausdrucksstarke Erscheinungsbild seiner Fassaden mit den trichterförmigen Öffnungen.

Grundriss 1. OG: Die zentrale Treppe führt zum Gericht.

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aRchITEKTUR Temporärer Konzertsaal, L‘Aquila, Italien

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aRchITEKTEn Shigeru Ban Architects, Tokyo www.shigerubanarchitects.com BaUhERRschafT L‘Aquila BaUZEIT 2010 – 2011

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SOUVERÄNE SOLIDARITÄT TEMPORÄRER KONZERTSAAL, L‘AQUILA, ITALIEN

Am 6. April 2009 um 3 Uhr nachts traf ein verheerendes Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richter-Skala die circa 100 km nordöstlich von Rom gelegene Hauptstadt der Abruzzen, L’Aquila. Architekt Shigeru Ban realisierte in Zusammenarbeit mit dem von ihm gegründeten Voluntary Architects’ Network (VAN) in überraschend einfacher und überaus intelligenter Weise eine temporäre Konzerthalle für das „Salzburg der Abruzzen“. von Sarah Gatto (Text) und Fabio Mantovani (Fotos)

L’Aquila liegt auf rund 700 m im weiten Aterno-Tal, das von allen Seiten von den abruzzischen Bergen beherrscht wird, darunter im Osten dem Gran Sasso, dem höchsten Berg des italienischen Festlands ausserhalb der Alpen. Der Apenninbereich in Italien wird von zwei Plattengrenzen durchlaufen. L’Aquila wurde deshalb häufig von Erdbeben heimgesucht, so auch im April 2009. Die grössten Gebäudeschäden entstanden in der mittelalterlichen Altstadt von L’Aquila, die nach dem nächtlichen Beben komplett in Schutt lag. Immer noch unsicher wegen der anhaltenden Nachbeben, wurde die Innenstadt zur „roten Zone“ erklärt und gesperrt. Die Überlebenden wurden 077

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Soziales Engagement gepaart mit innovativer Baukunst: Shigeru Ban baut mit einfachsten Mitteln eine hoch funktionale Architektur.

Foyerseitig bedeckt ein roter Vorhang die aus Sands채cken gef체llte Stahlger체stwand des Konzertsaals.

Die quadratische Halle wird diagonal von einem elliptischen, mit rotem Tuch bekleideten Saal geschnitten.

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aRchITEKTUR Temporärer Konzertsaal, L‘Aquila, Italien

Zwischen den günstigen, tragenden Kartonsäulen fällt viel Tageslicht in den Eingangsbereich.

gezwungen, Zuflucht in Zeltlagern zu suchen, sodass das einmal pulsierende Zentrum zur verlassenen Geisterstadt wurde. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte den Wiederaufbau nach dem Erdbeben zur medienwirksamen Chefsache und behauptete, ein Wunder zu vollbringen. Sinnlos zu erwähnen, dass die Realität jedoch nicht so rosig abgelaufen ist. Damit die Regierung im September 2009 die Übergabe von Fertighäusern als „miracolo“ feiern konnte, mussten die Überlebenden des Erdbebens sechs Monate in Zelten ausharren. Der Wiederaufbau liess weiter auf sich warten. Stattdessen kümmerte sich die Regierung um das „New-Town-Konzept“: Um der Öffentlichkeit Seriosität vorzutäuschen und sich als Retter zu inszenieren, überreichte Italiens Premier höchstpersönlich den Obdachlosen die Schlüssel zu den neuen erdbebensicheren Mehrfamilienhäusern auf der grünen Wiese. Es handelt sich um eine komplett vorfabrizierte „New Town“ in amerikanischem Stil, die die Regierung rund um L’Aquila bauen lässt. Tausende von Aquilanern leben noch immer in prekären Wohnsituationen. Die ganze historische Innenstadt, einst kulturelles Zentrum der Region, bleibt auch zwei Jahre nach dem Erdbeben unbewohnbar.

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Als Bauplatz für den Konzertsaal wurde eine unbenutzte Strassenbahnhaltestelle gewählt.

Die ovale Tragstruktur aus Stahlgerüsten wurde mit Sandsäcken gefüllt, die als Schallschutz dienen.

DAS MUSIKLEBEN L’Aquila hat eine Bevölkerung von etwa 73‘000 Menschen, und circa 30 Prozent davon besteht aus Studenten der Universität, des Musikkonservatoriums und anderer, die mit diesen Instituti079

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aRchITEKTUR Temporärer Konzertsaal, L‘Aquila, Italien

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Die Feier zur Eröffnung des Konzertsaals am 7. Mai 2011 wurde mit musikalischer Begleitung des von Tomomi Nishimoto geführten Orchesters zelebriert.

onen eng verbunden sind. Wegen seines kulturell reichen Stadtlebens bezeichnete einst der Pianist Arthur Rubinstein L’Aquila als das „Salzburg der Abruzzen“. Seit der völligen Zerstörung des Konservatoriumsgebäudes und der Konzerthalle waren die Aussichten für den Neustart der Klassen und Konzerte noch sehr vage. Der Stadt fehlten Konzert- und Probensäle. Das blühende Musikleben der Stadt war vorbei. Orchester, Konzertveranstalter und Studenten des örtlichen Konservatoriums mussten eine Zwangspause einlegen. Viele davon waren gezwungen, unweigerlich in andere Städte umzuziehen, was starke Auswirkungen auf die Finanzen der Stadt zur Folge hatte. Sensibilisiert vom ebenfalls erdbebengefährdeten Heimatland Japan, setzten sich Shigeru Ban und sein Team für die Musiker in L’Aquila ein und planten, einen temporären Konzertsaal zu errichten. Geleitet wurde das Projekt durch das japanische Architekturbüro in Zusammenarbeit mit Professoren und Studenten des Fachbereichs Ingenieurwesen und Architektur der Universität L’Aquila. Teil des Entwurfs und der Konstruktion wurde in Form eines Workshops von Studenten realisiert. KARTONRÖHRENARCHITEKTUR Eine unbenutzte Strassenbahnhaltestelle wurde als Bauplatz gewählt und das vorhandene einfache Stahlrahmendach mit langer Spannweite wieder genutzt. Röhren aus günstigem, leichtem Recyclingkarton wurden als Stützelemente für die

Halle verwendet. Hergestellt wurden diese Kartonröhren in einer Fabrik am Stadtrand von L‘Aquila. 60 cm beträgt ihr Durchmesser, 5,95 m ihre Höhe. Im Innenraum schneidet ein elliptischer Saal diagonal die quadratische Halle. Die ovale Tragstruktur aus Stahlgerüsten und eng aneinandergereihten Kartonröhren, mit je einem Durchmesser von 25 cm, bildet die Wand des Konzertsaals. Für den Schallschutz ist diese mit Sandsäcken gefüllt und foyerseitig mit einem roten Vorhang bedeckt worden. Gegenüber dem Konservatorium Alfredo Casella liegend, bietet die vorübergehende Konzerthalle mit einer Fläche von 702 m² Raum für 230 Besucher und kann auch für Vorträge, Symposien der Universitäten und für viele andere öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Der Bau besteht aus Stahl, Karton und lehmgefüllten Säcken und bildet einen dauerhaften und funktionalen Raum, der jederzeit zerlegt und überall aufgebaut werden kann. Die Finanzierung des Konzertsaals wurde teilweise von der japanischen Regierung unterstützt, und der Rest durch grosszügige Spenden aufgebracht. Gemäss Zeitplan begann der Bau im August 2010 und wurde Ende Oktober fertiggestellt. Am 7. Mai 2011 fand nun die Eröffnungszeremonie statt. Die Musikerstadt L’Aquila hat nun wieder ihre Konzerthalle. Die einfachsten Lösungen sind zwar meistens am schwierigsten zu erarbeiten, doch hier ist mit profanen Materialen vor allem Architektur entstanden – diesmal aus solidarischem Antrieb.

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IMMOBILIEN Architektur und Politik

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Die trinationale StaDt am rhein von Katharina Marchal (Text)

Der Stadtkanton Basel-Stadt stösst in mehrfachem Sinn an seine Grenzen; im Norden an Deutschland, im Westen an Frankreich und im Süden und Osten an den Halbkanton Baselland. Aufgrund limitierter Bodenressourcen ist Basel gefordert, nebst der Optimierung der Strukturen, das Stadtwachstum mit der Agglomeration und den Landesnachbarn zu planen und abzustimmen.

Funktionale Identitäten innerhalb des Rheinraums: 1 Rheininsel ein hochwertiger Arbeits-, Wohn- und Freizeitstandort am Wasser 2 Ufer Klybeck ein neuer Abschluss für das Klybeckquartier am Ufer des Rheinkanals 3 Quartier du Diamant ein neuer Entwicklungsschwerpunkt an der Schnittstelle von Huningue und Novartis Campus 4 „Villages Nature“ Palmrain ein besiedelter Naturpark als Auftakt zur Petite Camargue Alsacienne 5 Patchwork-Stadt Friedlingen ein vielfältig durchmischtes Hafenwohnquartier mit Marina, Shop-Spot und Gewerbehöfen

Mit der Umsetzung der unterirdischen Nordtangente in den 1990erJahren begann die Neuordnung der Stadtstrukturen in Basel Nord – in den Quartieren St. Johann und Kleinhüningen. Der nachfolgende Planungsperimeter umschreibt ein weit grösseres Gebiet, vom Bahnhof St. Johann über den Wiesenkreisel bis zum ehemaligen Güterbahnhof-Areal (nt-Areal). Dazwischen liegt der Hafen von Kleinhüningen, der sich mit den Konsequenzen des Strukturwandels in der Industrie konfrontiert sieht. Auf der Basis der ersten Testplanung für die Hafen- und Stadtentwicklung auf dem Klybeckquai und der Westquai-Insel wurde das Konzept von Winy Mass (MVRDV), Holland,

in Zusammenarbeit mit den Basler Stadtplanern Philippe Cabane und Martin Josephy vertieft. Die Weiterbearbeitung der Hafen- und Stadtentwicklung über den Rhein setzte die Dreilandplanung voraus. Die im gemeinsamen Planungsprozess von Basel-Stadt, der französischen Gemeinde Huningue und der deutschen Gemeinde Weil am Rhein entworfene Vision führt vor, wie aus der trinationalen Agglomeration eine trinationale Stadt entwickelt werden kann. Das als „3Land“ bezeichnete Entwicklungsgebiet umfasst mehr als 160 Hektaren beidseits des Rheins zwischen der Dreirosen- und der Palmrainbrücke. Mit den unterschiedlichen Stadtquartieren kann Raum für rund 20’000 Wohn- und Arbeitsplät-

6 Hüningen städtisches Wohnen mit Gastronomie und spezialisiertem Einzelhandel 7 Novartis Campus Hüningen Reserveflächen für eine Erweiterung des Novartis Campus sowie firmeneigene und öffentliche Sport- und Freizeitanlagen 8 Areal Klybeck ein Dienstleistungs- und Forschungsstandort für Novartis und mit der Life-Science-Branche assoziierte Unternehmen mit Anschluss an das bestehende Wohngebiet im Norden

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Das als „3Land“ bezeichnete Entwicklungsgebiet umfasst eine Fläche von mehr als 160 Hektaren, beidseits des Rheins zwischen der Dreirosen- und der Palmrainbrücke.

ze geschaffen werden. Dies eröffnet eine neue Zukunftsperspektive für die ganze Region (siehe Visualisierung oben). Das RheinRaum-Konzept Die im 20. Jahrhundert sich ausbreitenden Industrie- und Hafengebiete im Dreiländereck verwehrten grösstenteils den öffentlichen Zugang zum Rhein. Die Desindustrialisierung und Umstrukturierung in den Basler Rheinhäfen und Industriegebieten im trinationalen Agglomerationsraum bietet nun die Chance, auf den grossen Flächenreserven hochwertige Nutzungen direkt am Rhein anzusiedeln. Die heutigen städtebaulichen Strukturen im Stadtentwicklungsgebiet

formieren ein Bild aus Hinten und Vorne, aus neuen Zentren neben Industriebrachen und in Sackgassen endenden Strassen. Weitläufige Natur- und Landschaftsräume aus dem Sundgau, den Rheinauen und dem Wiesetal treffen aufeinander; mit der städtebaulichen Entwicklung können diese Naherholungsgebiete mit den städtischen Wohn- und Arbeitsgebieten vernetzt werden. Diese landschaftliche Vernetzung von Rhein, Wiese und Canal de Huningue bildet ein gemeinsames Identitätsmerkmal. Den konzeptionellen Rahmen für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität bildet der Rheinraum. Der Rhein als verbindendes und grenzüberschreitendes Element ist Freizeitort, Verkehrsader

und Naturspender. Die Rheinufer sollen über die gesamte Strecke öffentlich zugänglich werden. Dem lang blockierten Veloweg entlang des Rheins werden die Grenzen geöffnet. Neue und bestehende Brücken ermöglichen eine gemeinsame Entwicklung über den Rhein hinweg. Jeder Brückenschlag hat einen anderen Schwerpunkt; ob durch neue Verkehrsinfrastrukturen, wie ein Tram von Kleinhüningen nach Saint-Louis, oder nach Vorbild bestehender Fussgängerbrücken, wie der Europabrücke von Weil am Rhein nach Huningue. Die bestehenden städtischen Strassenzüge werden zu einem Ring von Stadtstrassen, Boulevards und Avenuen ergänzt. Innerhalb des Rheinraums passen sich die städtebaulichen

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Visualisierung 1: In Hüningen (Huningue) auf französischer Seite liegt das grösste Entwicklungsgebiet. Hier soll auch ein „Village Nature“ Palmrain entstehen.

Visualisierung 2: Im deutschen Friedlingen soll Weil bis an den Rhein geführt und so das bestehende Gewerbegebiet verdichtet und urbanisiert werden.

Visualisierung 3: Auf der Rheininsel soll ein hochwertiger Arbeits-, Wohn- und Freizeitstandort entstehen.

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IMMOBILIEN Architektur und Politik

Typologien der einzelnen Quartiere der Identität des Ortes und den unterschiedlichen kulturell geprägten Planungsstrategien an. Win-Win-situation Auf französischer Seite liegt das grösste Entwicklungsgebiet mit rund 100 Hektaren. Das südliche Gebiet – an der Schnittstelle von Huningue und Novartis Campus – soll durch neue Unternehmen im Bereich der Life Sciences, Forschung oder Dienstleistung belebt werden. Aufgrund der riesigen brachliegenden Industrie-flächen schlägt MVRDV hier eine übersichtliche, prägnante, stadträumliche Struktur vor, mit Namen „Quartier du Diamant“. Im Norden der Stadt kann sich ein neues Eco-Quartier direkt am Rhein entwickeln, ein besiedelter Naturpark als Auftakt zur Petite Camargue Alsacienne, genannt „Villages Nature“ Palmrain (siehe Visualisierung 1). Im deutschen Friedlingen soll Weil „an den Rhein“ angebunden werden. Der bestehende Hafen- und Gewerbestandort kann schrittweise nachverdichtet, urbanisiert und attraktiver gestaltet werden. Um das bestehende Einkaufszentrum soll die sogenannte Patchwork-Stadt mit einem vielfältig durchmischten Hafenwohnquartier mit Marina, Shop-Spot und Gewerbehöfen entstehen (siehe Visualisierung 2). Im Zentrum der baselstädtischen Planung steht die zukünftige Nutzung von Klybeck- und Westquai (siehe Visualisierung 3). Auf der Rheininsel soll ein

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hochwertiger Arbeits-, Wohn- und Freizeitstandort am Wasser entstehen. Die Typologien und die differenzierten Parzellierung auf der Insel ermöglicht eine Durchmischung von Investoren und damit Lebensstilen. Das Klybeckquartier erhält am Ufer des Rheinkanals einen neuen Abschluss. Auf den französischen Reserveflächen soll der heutige Masterplan des Novartis Campus über die Grenzen erweitert werden und firmeneigene und öffentliche Sport- und Freizeitanlagen anbieten. Mit der neuen Brücke von der Rheininsel zum „Quartier du Diamant“ soll die erste wichtige grenzüberschreitende Erschliessung des Hafengebiets umgesetzt werden. Diese erfolgt im Rahmen der IBA 2020 in den nächsten zehn Jahren. Noch in diesem Jahr wird eine Planungsvereinbarung ausgearbeitet und bis Ende 2012 ein trinationaler Masterplan vorliegen. Das Ziel ist, für alle Partner eine Win-win-Situation zu gestalten. Mit der unterzeichneten Absichtserklärung bekennen sich die drei Städtepartner zu einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Planung des Stadtraums entlang des Rheins. Diese Entwicklung soll zu einem „städtebaulichen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mehrwert gegenüber nicht abgestimmten Entwicklungen führen“. Die weiteren Planungen erfolgen in Abstimmung mit den Grundeigentümern, den auf den Arealen tätigen Grossfirmen und Häfen. Die Planungen des zu erarbeitenden trinationalen Masterplans werden auf Seite der Stadt Huningue

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durch Instrumente auf kommunaler und regionaler Ebene umgesetzt: Der SCOT (Schéma de Cohérence Territoriale) muss die angedachte Brücke über den Rhein integrieren, während die Ergebnisse des Masterplans in der städtischen Nutzungsplanung PLU (Plan local d‘urbanisme) übernommen werden. Die Stadt Weil am Rhein erstellt auf der Basis des zu erarbeitenden Masterplans einen sogenannten „Rahmenplan“, unter Beteiligung von Politik und Bürgerschaft, der Eigentümer und Hafenwirtschaft. Die Ergebnisse des Masterplans wie auch die Verlagerung des Containerumschlags Schiff-Bahn fliessen in Basel-Stadt in einen Stadtteilrichtplan ein, zu welchem sich die Bevölkerung im Rahmen einer Planauflage äussern kann.

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Den Heraus forde rungen der Zeit trotzen, denken Sie Trespa

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AKTUELL GU als Hypothek?

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GU AlS HypotHek oder AlS CHAnCe? Bei grösseren Bauvorhaben arbeiten Bauherr und Architekt zunehmend mit einer Generalunternehmung (GU) zusammen. Doch nicht immer ist das Dreiergespann von Erfolg gekrönt – die Chemie muss stimmen.

In Schwerzenbach im Kanton Zürich entsteht mit dem Projekt „Im Vieri“ eine Überbauung, die ein innovatives Konzept verfolgt, in welchem alle Generationen bunt gemischt zu Hause sind. Insgesamt sind 188 Wohnungen mit 2 ½ bis 5 ½ Zimmern geplant, davon rund ein Drittel altersgerecht mit individuellem Service, ein Wohn- und Pflegeheim sowie eine Kindertagesstätte. Das Areal wird in fünf unabhängige Baustellen aufgeteilt. Mit dieser „Insel-Bauweise“ werden die 14 Mehrfamilienhäuser in rund 18 Monaten bis Mitte 2012 fertiggestellt sein. Bauherr dieses Projektes ist die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich. Zum Interview treffen sich Peter C. Jakob und Stephan Grosch von Bauart Architekten sowie Beat Schwerzmann und Stephan Wüthrich von der Arigon Generalunternehmung AG, die gemeinsam das 4-Generationen-Projekt „Im Vieri“ in Schwerzenbach realisiert haben.

Herr Jakob, Sie als Architekt investieren viel Herzblut in ein projekt. Weshalb überlassen Sie die Ausführung eine GU? Jakob: Dies hat zwei Gründe: Einerseits stellen Bauherren und Investoren hohe Ansprüche an die Baurealisation und teilen das Risiko gerne mit einem kapitalkräftigen Partner – sprich einer GU. Anderseits befinden wir uns in einem gut funktionierenden Immobilienmarkt, da lohnt sich die Spezialisierung und Konzentration auf die eigenen Stärken, in unserem Fall die Planung und Architektur. Verlieren Sie nicht den einfluss auf das endresultat? Grosch: Bei einem Partner auf Augenhöhe kann das Gegenteil der Fall sein und sich ein komfortabler Vorteil ergeben. Mit der Arigon als Sparringspartner können wir die Herausforderungen dieses Grossprojektes gemeinsam meistern, und jeder kann seine Kompetenz einbringen. Schwerzmann: Dem kann ich nur zustimmen. Wenn alle Partner zusammenspannen und ihren Erfahrungsschatz in die Waagschale werfen, entfaltet sich ein Potenzial, das einen echten Mehrwert für das Bauobjekt und den Investor bedeutet. Da braucht es eine Bereitschaft, sich aufeinander

einzulassen und an einem Referenzbau mitzuwirken; nur so entsteht ein Resultat, das die Erwartungen erfüllt oder gar übertrifft. Also läuft immer alles wie am Schnürchen? Schwerzmann: Nein, das wäre ja viel zu langweilig (lacht). Die Kunst des Bauens besteht darin, die Hürden zu nehmen und das beste Resultat zu erzielen – im Interesse des Bauherrn. Kein Bau dieser Dimension kann nach Programm abgespult werden, dafür sind die Anforderungen an die Architektur, das Handwerk und die Materialien einfach zu hoch. Jakob: Zu leicht wollen wir es euch ja auch nicht machen (lacht). Weshalb entschieden Sie sich für Arigon? Jakob: Für uns ist es das erste Projekt mit Arigon. Bei der Ausschreibung beeindruckten uns die Referenzen der realisierten, anspruchsvollen Objekte. Auch im direkten Austausch während der Evaluationsphase stimmten die fachliche Komponente wie auch der persönliche Umgang. So war es offensichtlich, die Arigon zur Ausführung zu empfehlen. Der Preis stimmte ebenfalls, und der Bauherr setzte auf Arigon als GU. 089

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AKTUELL GU als Hypothek?

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Im Gespräch: (v.l.n.r.) Peter C. Jakob und Stephan Grosch von Bauart Architekten sowie Beat Schwerzmann und Stephan Wüthrich der Arigon Generalunternehmung AG.

In der Branche ist seit langem zu hören, dass die preise unter druck sind. War der preis letztlich das Zünglein an der Waage für die Auftragserteilung an die Arigon? Schwerzmann: Der Preis ist wichtig, gewiss. Als massgebend erwies sich aber vielmehr der konkrete Leistungsausweis und dass die Köpfe zusammenpassten. Wird die persönliche komponente nicht zum Zündstoff in einer professionellen Zusammenarbeit? Jakob: Die Chemie muss stimmen, das war dem Bauherrn und uns von Anfang an wichtig. In der Branche hört man des Öfteren, dass die GU nach Erhalt des Auftrags umgehend zum Bauherrn rennt, 100 Sachen infrage stellt und den Architekten aushebelt. Der Bauherr setzt mit einer transparenten Ausschreibung den Grundstein für den erfolgreichen Bau – die Wahl der passenden Partner macht es aus. Wüthrich: Bei der Bauausführung setzen wir uns intensiv mit der Architektur auseinander, auch wir schätzen einen wegweisenden Baustil. Unter dem Strich profitieren dabei alle: Dem Bauherrn ist eine erfolgreiche Vermarktung beschert, der Architekt erkennt sich bei der Ausführung auch in den Details wieder, und für alle am Bau Beteiligten entsteht ein Referenzobjekt – darauf legen wir grossen Wert.

das objekt befindet sich noch im Bau. Gab es denn schon knifflige Situationen? Grosch: Ja, bestimmt. Der Anspruch an ein solches Objekt ist von Anfang an hoch, schliesslich wollen wir ein einwandfreies Werk. Wüthrich: Genau in solchen Momenten zählen das gegenseitige Vertrauen und der Respekt für die Arbeit des anderen. Man springt nicht gleich zum Bauherrn, sondern setzt sich an einen Tisch und sucht Lösungen. Worin bestehen die konkreten Vorteile bei der Zusammenarbeit mit einer GU? Grosch: Bei der Beschaffung von Materialien beispielsweise kann Arigon ihre Stärke ausspielen. Im konkreten Fall verbauen wir ausschliesslich Holz-Metall-Fenster anstelle der budgetierten Kunststoff-Metall-Fenster. Ein echter Mehrwert für den Investor. Wüthrich: Architektonische und bautechnische Bedürfnisse gilt es unter einen Hut zu bringen. Bestimmt bringt unsere Nähe zu Unternehmern und Lieferanten grosse Vorteile. Bauen stellt zu jeder Zeit hohe Anforderungen, da müssen wir uns an die richtigen Partner halten. De facto haften wir mit unserem eigenen Geld – Vorsicht ist angesagt.

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Wird die eingespielte partnerschaft nicht träge und einfallslos? Grosch: Genau das Gegenteil ist der Fall. Jeder konzentriert sich auf sein Fachgebiet. Architektonisch anspruchsvolle Projekte bedingen einen künstlerisch kreativen Freiraum. Arigon hält uns den Rücken frei. Kürzlich überraschte uns das GU-Team mit einer ausführungsreifen Lösung für die unterschiedlich farbigen Fassaden. Während der Ausschreibung waren hier noch Detailfragen offen. Wüthrich: Das freut uns zu hören. Schliesslich wünschen wir uns, dass sich alle Generationen im fertigen Bau zu Hause fühlen und sich der einzigartigen Architektur erfreuen. Würden Sie die Zusammenarbeit mit Arigon wieder eingehen und wenn ja, weshalb? Jakob: Der Bau ist noch in Arbeit. Nach dem heutigen Stand und der gemachten Erfahrung kann ich nur Positives berichten. Arigon ist der passende Partner für dieses Projekt. Basis für den Erfolg war aber die gute Ausschreibung, die wenig Interpretationsspielraum zuliess. Schwerzmann: Bauart gehört zu den Grossen in der Schweizer Architektur. Das spornt uns an, und wir bereuten die Zusammenarbeit noch keinen Tag. Ja, das tönt schon fast wie ein Ehegelöbnis (lacht). Der Bauherr hatte mit seiner Rolle als Heiratsvermittler zweifellos eine glückliche Hand bewiesen.

© Ralph Bensberg

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MODULØR Produkte

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KOMBINIERBAR

FARBEN DER NATUR

„Alea“ macht Stapelbarkeit und die Kombination unterschiedlicher Korpustiefen möglich, um jede Wohn- und Bürokombination individuell zu gestalten. Die feine Linienführung gepaart mit mathematischem Kalkül ergibt eine Variantenvielfalt, die kaum Grenzen kennt: 7 Breiten, 3 Tiefen, 9 Höhen, 8 Holzoberflächen, 19 Lackfarben in matt und hochglänzend, Glas glänzend oder in Veloursglas sowie Alucobond. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit oder ohne Griff zu gestalten oder die Schubkästen abweichend zur Korpusfarbe zu variieren. KETTNAKER.

Wannen und extraflache Duschen aus farbigem Stahlemail sind so dauerhaft wie zeitlos – die Kollektion „Indian Summer“ überzeugt mit fünf neuen Farben. Die „Indian Summer“-Töne in der KALDEWEI-Kollektion „Coordinated Colours“ verbinden die Leidenschaft für natürliche Botschaften: Die Farben senden warme Signale an den Badbenutzer, sie erden ihn mit den Farben der Natur und sind auf die Designsprache moderner Architektur abgestimmt. Die mit der Badausstattung abgestimmten farbigen Duschen schenken dem Bad eine neue Sinnlichkeit.

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Schiebetüren: Elegant und energieeffizient.

Schiebetüren und Verglasungen grossformatig und hoch dämmend, äusserst schlanke Profile und erstklassige Verarbeitung. Dazu hoher Bedienungskomfort und Uw-Werte bis 0.59 W/(m 2K). Unser Verständnis von Fenstertechnik!

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pERFEKTE OBjKETMÖBLIERUNG

NEWcITY FüR DAS BüRO

„Morph“ geht eine ungewöhnliche Materialkombination ein: Ein Gestell aus Vollholz trägt eine leichte Formholzschale. Die Beinstellung gibt dem Stuhl eine besondere Haltung, als hätte er Standund Spielbein. Das skulptural verformte Untergestell drückt das Zusammenspiel aus Standfestigkeit und Dynamik aus. Dank seiner zierlichen Erscheinung beansprucht der unkompliziert und leicht anmutende Stuhl wenig Raum. Der zu „Morph“ passende Tisch „Cena“ mit abgeschrägter Tischplatte zeichnet sich durch einen starken, selbstbewussten Charakter aus. Weitere Produkte wie Sessel, Betten, Regale oder Sideboards runden das objekttaugliche Sortiment von ZEITRAUM ab.

So unterschiedlich wie der Arbeitsstil und die Aufgaben, so unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse an den Arbeits- und Stauraum. Alles findet seinen Platz in den vielseitigen Schränken von „New City“ von HAWORTH, ob im direkten Griffbereich oder im Raum. Die „New City“-Schrankmöbel lassen sich flexibel in die Gestaltung verschiedener Arbeitsplatzkonfigurationen einbinden und bieten volle Beinfreiheit, da nichts unter dem Arbeitstisch stört. Platziert im Anschluss an den universell einsetzbaren „New City“Arbeitstisch, bewähren sie sich als begehrte zusätzliche Ablagefläche. Das Aufbewahren vertraulicher Dokumente ist dank Zentralverschluss sehr komfortabel.

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© Architektur Schmidhuber + Partner / Ausstellung Milla + Partner / Photo Andreas Keller

cLEVER VERBUNDEN

Entdecken Sie die neue Leichtigkeit

Seit über 190 Jahren produziert THONET Möbel für den Wohn- und Objektbereich. Designklassiker aus Bugholz wie der berühmte Kaffeehausstuhl, Stahlrohrmöbel aus der Bauhaus-Zeit, darunter der Typus des Freischwingers, wurden mit den Jahren ergänzt durch zahlreiche neu entwickelte Sitzmöbel für den anspruchsvollen Objektbereich. Neue Entwürfe entstehen zusammen mit namhaften Architekten und Designern. Zum Beispiel das neue Programm „S 160“: Formschön, komfortabel und vielfältig in den Ausführungen wurde es für die Einrichtung von Veranstaltungsräumen, Sälen und Kantinen entwickelt. Es lässt sich eng stapeln (bis zu 22 Stühle) und verfügt über die clevere Verbindungstechnik der Programme „S 260“ und „S 360“, bei der Armlehnstühle einfach, sicher, platzsparend und ohne Werkzeug dank dem patentierten System ineinander verkettet werden können. Mit drei Stuhlbreiten, mit niedrigem oder hohem Rücken und unterschiedlichen Polstermöglichkeiten bietet das Programm „S 160“ ein breites Einsatzspektrum.

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zWEI FORMEN – EIN STUHL

cHASSIS zUM SITzEN

Das multifunktionale Stuhlsystem, das sich den unterschiedlichsten Bedürfnissen anpasst: Bei „Oneman“ – „Twoman“ kommen Armlehnen, Schreibtablare, Reihenverbindungen, Sitzplatznummerierung und viele weitere Funktionen individuell zum Einsatz. Trotz der zahlreichen Optionen hat der Stapelstuhl eine einfache Formensprache mit einer unverwechselbaren, taillierten oder geraden Silhouette. Die tragende Funktion übernehmen die beiden Beinpaare aus Aluminiumdruckguss, die jeweils durch die bewährte Konsolenklebetechnik mit dem Sitzkörper verbunden sind. DIETIKER

Am Anfang stand die Idee des Designers: Wie ein edler und eleganter Fahrradsattel sollte der neue Universalstuhl namens „Chassis“ technische Stabilität und Präzision mit Komfort und körpernaher Form verbinden. Entstanden ist ein leichter, komfortabler und gut zu greifender Vierbeiner, bei dem Tragstruktur und Schale zu einer sinnlichen, markant eigenständigen Einheit verschmelzen. WILKHAHN

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MIT FOLIE BESpANNT

SANFTER BOGEN

Der Eishockey-Club Urdorf gehört zu den renommiertesten Vereinen im Schweizerischen Eishockeyverband. Nun erhält das offene Eisfeld ein „Bogendach“. Mit einer gut 2500 m² grossen, lichtdurchlässigen Textilfolie ist die Konstruktion bespannt und besticht durch Ästhetik. Auch in puncto feuerpolizeilicher Aspekte kann das Dach überzeugen. Ein weiteres Plus ist die PVC-Folie, welche UV-beständig und extrem lichtdurchlässig ist. Dadurch herrscht in der Halle eine angenehme, helle Atmosphäre, und der Beleuchtungsaufwand respektive der Energieverbrauch reduzieren sich erheblich. BIERI TENTA

Die Form von „Ecostat Select“ entwickelt sich von der breiten, flachen Glasplatte in einem sanften Bogen zur Wand hin. Ermöglicht wurde diese Formgebung durch eine neu entwickelte Anschlusstechnik sowie die deutlich kleiner gewordenen Thermostat-Kartuschen. Den Thermostat gibt es als Einzelprodukt für die Wanne oder die Dusche, etwa in Verbindung mit einem Brausenset, sowie als Modell mit Ecosmart-Funktion: Die eingebaute Sperre begrenzt den Durchfluss um bis zu 50 Prozent auf etwa 10 l pro Minute. HANSGROHE

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LEUcHTENIKONE Grösse und Lichtleistung des „PAD“-Strahlers definieren einen zukunftsweisenden Standard architektonischer Beleuchtung. So gewährleistet das Design trotz minimaler Masse einen maximalen Tausch an Wärme, indem neuartige LED-Muster mittels eines Keramiksubstrats in direkten Thermokontakt mit den wärmeableitenden Flächen gebracht werden. Den „PAD“-Strahler gibt es in drei Ausführungen: mit Drei-Phasen-Schienenadapter, mit Baldachin für die Deckenmontage und für das Leuchtensystem „Algoritmo“ von ARTEMIDE. info@artemide.ch, www.artemide.ch

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ENTSpANNUNG pUR

VERNETzTES ARBEITEN

Dieser Sessel von BIELEFELDER WERKSTAETTEN kann sich sehen lassen: „Icon“ ist ein leichter Lounge- und Relaxsessel mit einer perfekten Ergonomie. Erreicht wird diese, ebenso wie die Luftzirkulation, durch die Gliederung des Sitzes und Rückens in einzelne Elemente. Neben dem aussergewöhnlichen Design bietet der Sessel eine Dreh- und feststellbare Wippfunktion, die durch einen ergonomischen Hocker ergänzt werden kann.

Die globale Arbeitswelt kennt keine Pausen oder Grenzen. Dies belegen ethnografische Studien, die bei STEELCASE das Fundament für die Entwicklung von innovativen Bürolösungen darstellen. Als Arbeitstool für Teams hat der Weltmarktführer für Büromöbel die Insel „Media:Scape“ entwickelt, an der bis zu acht Personen an vier Monitoren simultan an einem Projekt arbeiten können. Über eine HD-Videokonferenz-Funktion können Kollegen von entfernten Arbeitsorten beteiligt werden. So wird nicht nur die physische Zusammenarbeit, sondern auch die virtuelle Zusammenarbeit mit Kollegen an anderen Standorten unterstützt.

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Selten vereint: Schönheit & Intelligenz.

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SPEZIAL Beschläge

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sicherheit als erste priorität von Lara Viceconte (Redaktion)

Moderne Objekte erfordern auch in puncto Sicherheit und Begehkomfort Lösungen, die für fast jeden Anspruch anpassbar sind. Auch Design und Eleganz sollten dabei nicht zu kurz kommen.

Die „DCW Bustechnologie“ ermöglicht den direkten Anschluss von doRma Motorschlössern und Fluchtwegsicherung. Durch einfaches Anschliessen weniger Leitungen und nahezu automatische Parametrierung wird die zuverlässige Funktion des gesamten Systems gesichert. info.dorma@ch, www.dorma.ch

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1 Der völlig neu konzipierte Digitalzylinder von kaba zeichnet sich nebst der neuen Optik durch die innovative Haptik sowie die optische als auch akustische Zutrittssignalisierung aus. Es kommen modernste RFIDTechnologien und Sicherheitskonzepte zum Einsatz. Die Elektronik ist besonders leistungsfähig und dabei gleichzeitig sehr energieeffizient. Dank des modularen Aufbaus wird eine einfache Installation ermöglicht. Bereits ausgezeichnet wurde der Zylinder mit seinem erstklassigen Design mit dem IF Gold Award. info@kaba.ch, www.kaba.ch 2 Die flächenbündigen Rosetten von gLutz lassen sich mit sämtlichen

Türdrückermodellen des Schweizer Marktleaders kombinieren. Mit den vielfältigen Lagerungsmöglichkeiten – einwärts, halbeinwärts und auswärts – bietet das Unternehmen eine Exklusivität auf dem Markt. Für eine einfache Montage garantiert ein durchdachtes Bohr- und Fräslehrensystem. Die hochwertigen Schilder und Rosetten verleihen Türen eine bis anhin nicht gesehene Eleganz. Mit seinen neuen flächenbündigen Beschlägen kombiniert das Unternehmen anspruchsvolles Design mit hoher Funktionalität und bewährter Sicherheit. glutz@info@com www.glutz.com

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SPEZIAL Beschläge

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3 „Biokey“ ist das patentierte, biometrische Zutrittssystem mit Fingerabdruckerkennung. Als Stand-AloneAnwendung besticht das Produkt von keso durch seine einfache Bedienung. Dank des Masterfinger-Konzepts lassen sich alle Programmierungen über die Ausseneinheit vornehmen, ohne zusätzliche Soft- oder Hardware. „Biokey“ bietet ein Höchstmass an Sicherheit: Der Finger wird nicht aufgelegt, sondern über den robusten, thermischen Zeilensensor gezogen. Dadurch bleibt kein Fingerabdruck zurück, der für eine Nachbildung missbraucht werden könnte. Weder unterschiedliche Hauttypen noch kleinere Verletzungen an den Fingern beeinträchtigen die Erfassung von Fingerabdrücken. info@keso.com, www.keso.ch 4 Ergänzungen der Beschäge sind bei hewi keine Nebensache, sondern ein

Teil des Gesamtkonzeptes. So wurden mit den neuen Schildern und Rosetten weitere Design- und Sicherheitsoptionen für bereits bestehende Serien und Systeme geschaffen. So beispielsweise durch die „Serie 211“ mit dem flächigen Schmalschild, mit all seinen Ecken und Kanten. Es unterstützt die klare und gerade Formensprache von bereits bestehenden Systemen „100“ und der Serien „211“ und „180“. rschmidli@hewi.ch, www.hewi.ch

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5 Das Unternehmen fsb bietet eine Vielzahl von Neuheiten an sowie eine grosse Bandbreite an Klassikern. Das Modell „1102“ beispielsweise ist ein solcher Klassiker und geht zurück auf ein Re-Design von Alessandro Mendini, der 1986 den bekannten Gropius-Türdrücker im Rahmen des firmeneigenen Design-Workshops durch einen Materialaustausch und eine Nut neu gestaltete. Aufgrund der Beliebtheit dieses Entwurfs wird das Modell „1102“ in vier Materialien angeboten. Für viel begangene Türen wird aufgrund ihrer Solidität die Ausführungen in Edelstahl empfohlen. rene.mogy@fsb.de, www.fsb.de

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Nie war es einfacher, Zutrittsrechte zu managen. Die Software fĂźr den sicheren Zutritt â&#x20AC;&#x201C; SecuriGate

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SPEZIAL Treppen und Aufzüge

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hoch hinaus von Lara Viceconte (Redaktion)

Sicherheit und Energieeffizienz im Fokus des Liftbaus, optimale Einfügung in die Umgebung beim Treppenbau: Das sind Anforderungen, die es bei der Überwindung von Höhenunterschieden zu erfüllen gibt.

Der „Maxispace“ von kone ohne Gegengewicht eignet sich hervorragend für Modernisierungen. Er eignet sich bestens für den nachträglichen Einbau in bestehende Gebäude und hat eine maximale Nutzenlast von 800 kg. kswmail@kone.com, www.kone.com

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1 Seit Anfang Jahr befindet sich bei der kantonalen Gebäudeversicherung in Herisau ein wunderschöner Glaslift von as aufzüge. Der Glasliftschacht und der maschinenraumlose Lift des Typs „Winner“ setzen nun einen attraktiven Kontrast zum rund 100 Jahre alten Treppenhaus mit der renovierten Eingangstür, den Granitstufen und den geschmiedeten Geländern mit Holzhandläufen. Zwar befindet sich jetzt die ganze Stahlkonstruktion des Liftschachts innerhalb der Glaswände. Da aber ein ungetöntes Glas verwendet wurde, bleiben Lift wie Stahlskelett voll sichtbar und zeigen die ganzen technischen Funktionen und das faszinierende Auf und Ab. info@lift.ch, www.lift.ch

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2 Modernes Design, spannende Materialmixturen, edle Hölzer und die leichte, fast schwebende Anmutung sind charakteristisch für fast alle „Faltwerktreppen“ aus dem Hause der coLumbus ag. Elegante Kombinationen wie die nahtlose Verbindung zwischen Stufen und Setzstufen – in Verbindung mit einem Geländer aus Verbundsicherheitsglas und aufgesetztem Doussie-Handlauf als Kontrast – machen coLumbus -Treppen zum raumprägenden Gestaltungselement. info@columbus.ch www.columbus.ch

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3 Durch die vielfältigen Einsatzvarianten von Glas werden Geländer und Brüstungen zu ebenso harmonischen wie expressionistischen Designobjekten. Die Palette der Möglichkeiten definiert einen gestalterischen Freiraum, den Innenarchitekten und Architekten immer neu erfinden. Verschiedene Glastypen, Farben und Strukturen der Glasoberfläche stehen zur Auswahl. In Geländern aus dem Sortiment „Swissrailing“ verschmelzen Transparenz und Zuverlässigkeit zu einem eleganten und zeitgemässen Gestaltungselement. gLas tRösch info@glastroesch.ch www.glastroesch.ch

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4 Der Sonderaufzug „E50“ ist speziell für Personen mit Gehbehinderungen konzipiert. Auf der Plattform gelangt man sicher und bequem von einem Stockwerk ins andere. Der integrierte Notablass ermöglicht es, auch bei Stromausfall in die unterste Etage zu gelangen. Der Aufzug kann auch nachträglich und ohne grosse Umbauten eingebaut werden. Das Modell verfügt über eine Plattform, die in einem geschlossenen Schacht fährt. Durch diese minimale notwendige Grundfläche ist der Aufzug äusserst platzsparend. högg Liftsysteme

info@hoegglift.ch, www.hoegglift.ch 5 Die freitragenden Treppen von keLLeR tReppenbau sind moderne und vielfältige Treppenlösungen mit Eleganz und Leichtigkeit. Sie sind schalldämmend, pflegeleicht und kindersicher. Jede Treppenstufe ist mit je einem Wandanker in der Wand befestigt, und die Stufen sind untereinander mit Stufenabstandshaltern verbunden. Die Tritte werden mittels Staketen am Handlauf aufgehängt, wodurch die Treppe schwebend wirkt. info@keller-treppen.ch www.keller-treppen.ch

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SPEZIAL Treppen und Aufzüge

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Aufzüge werden immer sicherer und effizienter

Auch an das sicherste Fortbewegungsmittel – den Lift – stellen sich laufend neue Anforderungen. Dabei sind sowohl die Hersteller als auch die Betreiber gefragt, wie sich an der diesjährigen Fachtagung für Aufzugssicherheit zeigte. Wie macht man Aufzüge sicherer und gleichzeitig energieeffizienter? Was fordern die Gesetze, und welche steuerlichen Anreize gibt es? Diese und andere Fragen waren Inhalt der Fachtagung „Aufzugssicherheit und Energieeffizienz“ der Schweizerischen Vereinigung für Aufzugssicherheit (SVAS-ASSA), die am 23. September im Verkehrshaus Luzern stattfand. Unter den rund 120 Teilnehmenden befanden sich Vertreterinnen und Vertreter der Liftbranche, Liftbetreiber sowie SVAS-Mitglieder wie zum Beispiel Behördenmitglieder. Auch wenn Aufzüge zu Recht als sicherstes Fortbewegungsmittel gelten, werden sie laufend weiterentwickelt und an neue Normen und Gesetze angepasst. Dabei stehen insbesondere Sicherheit und Energieeffizienz im Fokus.

Dass eine Modernisierung den Energiebedarf sogar stark reduzieren kann, zeigt das Beispiel der Greentowers der Deutschen Bank in Frankfurt. Peter Lüsebrink vom Hamburger Ingenieurbüro für Fördertechnik veranschaulichte, wie dank modernster Frequenzumrichtertechnologie und Energierückgewinnung mit Schindler der Energiebedarf der 21 Aufzüge um 54 Prozent gesenkt werden konnte. Das entspricht dem Strombedarf von rund 40 Haushalten. Verbessert ein Aufzugsbetreiber die Energieeffizienz oder die Sicherheit seiner Lifte, kann er die dadurch entstandenen Kosten von den Steuern abziehen – genauso wie werterhaltende Modernisierungen. In seinem Referat gab Martin Byland von der TBO Treuhand AG Zürich Tipps dazu. So lässt sich zum Beispiel mit einer zeitlich geschickten Planung und Etappierung erheblich Steuern sparen.

Grosse enerGieersparnis möGlich

In puncto Sicherheit bestehender Aufzüge und Fahrtreppen tut sich ebenfalls einiges: Neben den Kantonen Genf und Zürich hat sich jetzt auch der Kanton Freiburg entschieden, Teile der SNEL (Safety Norm for Existing Lifts) umzusetzen und alte Installationen zu modernisieren. Und der Kanton Neuenburg hat ein Sicherheitsreglement für bestehende Aufzüge ausgearbeitet. Zusätzlich wurde in der Schweiz per Anfang 2011 die neue europäische Sicherheitsnorm für bestehende Fahrtreppen – die Safety Norm for Existing Escalators (SNEE) – als SIANorm 370.122 publiziert. Sie hat allerdings, wie auch die SNEL, keinen gesetzlichen Charakter. Thomas Goetschi (Fachinspektorat SVASASSA) gab einen Überblick zum Stand

Während neu erstellte Aufzüge strenge Sicherheitsnormen erfüllen und eine immer höhere Energieeffizienz erreichen, müssen bestehende Anlagen zuerst auf die neusten Sicherheitslevel gebracht werden. Ein Unterfangen, das bisweilen knifflig sein kann, wie Urs Lindegger von der European Lift Association in seinem Referat darlegte. Denn Sicherheit und Energieeffizienz können einander entgegenwirken: Mit steigendem Sicherheitslevel erhöht sich auch der Stand-by-Verbrauch. Durch Fahren mit moderner Antriebstechnik und anderen Effizienzmassnahmen lässt sich dieser Effekt kompensieren.

der Umsetzung der SNEL, und Michel Jolliet vom Kanton Freiburg (Inspection cantonale des installations électriques) teilte mit, dass sein Kanton die sieben Punkte aus den Zürcher Richtlinien über die Erhöhung der Sicherheit an bestehenden Aufzügen (ESBA), die ja bekanntlich seit 2008 im Kanton Zürich gesetzlich zwingend sind, übernehmen möchte. Unabhängig davon, ob die geplante Gesetzesrevision zustande kommt, will der Kanton Freiburg demnächst sämtliche alten Aufzüge in Staatsbesitz sicherheitstechnisch revidieren. Der letzte Teil der Fachtagung für Aufzugssicherheit stand im Zeichen der Vorschriften und Normen und wie diese von Aufzugsherstellern und -betreibern umgesetzt werden können. Es zeigte sich dabei, wie sich der neuste Stand der Technik auch bei Liften laufend ändert und die Technologie, besonders in Sachen Energieeffizienz, grosse Fortschritte macht.

UmsetzUnG von Gesetzen Und härteren richtlinien

Die SVAS-ASSA hat eine Broschüre zur Situation in der Schweiz publiziert. Diese und weitere Informationen können unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.sav-asa.ch

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SPEZIAL Treppen und Aufzüge

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6 Der Lastenaufzug von Lüthi hat ein Maximalgewicht von bis zu 5500 kg und eignet sich somit optimal für den Transport von landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie beispielsweise Traktoren. Um Beschädigungen an den bewegenden Türen durch ausfahrende Fahrzeuge zu vermeiden, werden bei Türbewegungen orange Blinkleuchten aktiviert. Ebenfalls wichtig für zuverlässige Warenaufzüge ist die robuste Ausrüstung, dazu gehören auch solide Stossleisten an den Wänden. Denn wenn bei der Konstruktion Abstriche gemacht werden, sind später teure Reparaturen zu erwarten – denn mit Staplern und Palettenrollis wird oft nicht gerade zimperlich umgegangen. contact@luethi-aufzuege.ch www.luethi-aufzuege.ch

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7 Wenn ein voll besetzter Aufzug eine Abwärtsfahrt oder ein leerer Aufzug eine Aufwärtsfahrt macht, wird elektrische Energie erzeugt, die ein herkömmlicher Antrieb in ungenutzte Wärme umwandelt. Der „ReGen“ von otis speist diese elektrische Energie in das hausinterne Stromnetz zurück, wo sie von anderen Verbrauchern genutzt werden kann. Dadurch ist eine Stromeinsparung von bis zu 75 Prozent möglich – eine Rückspeisung sauberer Energie, wodurch Wärmeentwicklung verhindert wird. info.ch@otis.com, www.otis.com 8 Die Treppenkonstruktion von a. Lanz mit den aufgesattelten

Mittelholmwangen versprüht eine gewisse Leichtigkeit. Die Kombination der verschiedenen Materialien – Stahl farbig behandelt, CrNi-Stahl und Stufen aus Holz/Platten – kommt gerade in grossen Räumen ideal zur Geltung. Im Eingangsbereich sind die Stufen als Wannen ausgebildet und anschliessend mit dem gleichen Plattenbelag wie die angrenzenden Böden belegt. Der Lauf zur Galerie ist mit Massivholzstufen in Eiche ausgeführt, die Holzstufen selbst sind mit einem Gleitschutzprofil versehen, damit auch ein Betreten ohne Schuhe nicht zur Sicherheitsfalle wird. info@lanz-metallbau.ch www.lanz-metallbau.ch

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SPEZIAL Küchen und Küchengeräte

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das küchenparadies von Lara Viceconte (Redaktion)

Wer heute auf der Suche nach einer neuen Küche ist, steht vor einem riesigen Angebot und hat eine Vielfalt an Optionen, wenn es um deren Gestaltung geht. Doch welches Produkt ist das Geeignete? Eine Übersicht.

Die Architektur dieser Stahlküche von foRsteR nimmt Rücksicht auf die praktischen Bedürfnisse, ohne an Eleganz zu sparen. Ein wichtiger Aspekt sind die kurzen und effizienten Arbeitswege zwischen den Möbeln mit viel Stauraum. forster.kuechen@afg.ch,, www.forster-kuechen.ch

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1 Lifestyle zieht in die Küchen ein. Innovationen mit edlen Materialien und ästhetische Funktionalität bis ins letzte Detail. Das neue Modell „HT 53“ von bRunneR küchen besticht durch Lichtspiele am Boden und an der Decke. Sie geben der Kochinsel und dem integrierten Dampfabzug eine gewisse Leichtigkeit. Die Arbeitsund Kochinsel vergrössert optisch den Raum zum Essen und Wohnen – eine edle Leichtigkeit in Weiss und Schwarz. info@brunner-kuechen.ch www.brunner-kuechen.ch

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2 Kluge Lösungen für den Küchenbau findet man bei sanitas tRösch : Das führende Unternehmen bietet mit verschiedenen ausgesuchten Marken ein spannendes Potpourri. Design und Ausstattungen präsentieren sich in hoher Vielfalt und verführerischen Varianten – verbunden mit kompetenter Beratung, sorgfältiger Planung und Montage. Zu den designstarken Angeboten gehört beispielsweise „Next 125“, mit dem sich aussergewöhnliche Küchenkonzepte umsetzen lassen. sanitastroesch@sanitastroesch.ch www.sanitastroesch.ch

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3 poggenpohL beschreitet mit seiner gemeinsam mit dem Hamburger Architekten Hadi Teherani entworfenen „+Artesio“ neue Wege. Das innovative Küchenkonzept geht weit über die branchentypischen Einbauküchen hinaus und bietet vielmehr eine ganzheitliche Lösung, bei der Möbeldesign, Wand, Boden und Decke architektonisch miteinander verschmelzen. So entsteht ein ganzheitliches Raumkonzept, bei dem die Themen Haus, Architektur, Wohnen und Küche ineinanderfliessen. info@poggenpohl.ch www.poggenpohl.ch

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4 Die heid-küchen -Modelle haben keine Namen – sie werden immer individuell, nach Beratung mit den hauseigenen Innenarchitekten gefertigt. Es gibt Küchen aus allen möglichen Materialien. Spezialisiert ist das Unternehmen jedoch klar auf „Glasküchen“, glanz oder matt in 1800 Farbtönen. Die Komponenten der abgebildeten Küche sind Glas, Stein und Spiegel. Einen besonderen Clou bietet der Abzug in Spiegeloptik. Die gesamte Küche wirkt durch die hellen Farben und das Spiegelglas offen und eignet sich hervorragend für den Einbau in einer modernen Wohnlandschaft. office@heid.ch, www.heid.ch 5 eLectRoLux hat einen revolutionären Backofen lanciert – „Inspiro“, den ersten Vertreter seiner Art, der automatisch die richtige Zubereitungsmethode bestimmt und so ein perfektes Ergebnis garantiert. Der neue Backofen gibt mehr Sicherheit für ein perfektes Gelingen, und als Gastgeber muss man nicht ständig ein Auge auf den Backofen haben. Der eigentliche Durchbruch besteht in der Art und Weise, wie der Backofen die Hitze regelt. Der „Inspiro“ bestimmt die richtige Endtemperatur des Gerichts und wählt die Garmethode (Backen, Grillen, Umluft) oder eine Kombination dieser Methoden, um das erwünschte Ergebnis zu erzielen. info@electrolux.ch www.electrolux.ch

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6 Silestone ist weltweit führend im Bereich Quarzoberflächen für Küche und Bad. Mit ihrer neuen Farbserie „Nebula“ haben sie zu den Sternen gegriffen, vom Kosmos inspiriert. Die sechs Farben eröffnen ein ganzes Universum an Ideen für neue Entwürfe. Dank der innovativen Vielfalt der Farben und Oberflächen entspricht „Nebula“ den höchsten Ansprüchen für die Gestaltung von zeitgenössischen Raumkonzepten. Die folgenden Farben sind dabei erhältlich: Lyra, Lagoon (wie abgebildet), Cygnus, Altair, Merope, Doradus. cosentino zurich@cosentinogroup.net www.cosentinogroup.net 7 Herkömmliche Deckenlüfter erreichen aufgrund des grossen Abstands zum Kochfeld oftmals keine ausreichende Absaugleistung. Die Deckenlifthaube „Skyline“ löst dieses Problem durch eine stufenlose elektronische Höhenverstellung. Per eleganter Fernbedienung wird die Haube auf die gewünschte Arbeitshöhe gefahren und entfaltet dort ihre volle Wirkung. Ist der Kochvorgang beendet und fängt der gemütliche Teil des Abends an, fährt sie wiederum per Knopfdruck unter die Decke und verschwindet so aus dem Sichtfeld. wesco info@wesco.ch, www.wesco.ch 8 Eine besonders schöne Tiefenwirkung und eine seidenweiche Haptik sind das besondere Kennzeichen der „Ios-M“-Fronten aus matt satiniertem Echtglas, die dieser Küche ihre unverwechselbare Ausstrahlung geben. Die klare architektonische Gliederung wird unterstrichen durch den starken Farbkontrast von Schwarz und Weiss. Das im Programm „Ios“ eingesetzte 4 mm starke vergütete Weissglas ist von der Rückseite lackiert, und neben den drei in der Kollektion angebotenen Farben Schwarz, Firn und Magnolie stehen wahlweise alle RAL-Classic-Farben zur Auswahl. Leicht küchen stephan.mathys@leicht.de www.leicht.de

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9 Boots- und Küchenbau haben eine charakteristische Gemeinsamkeit – die Leidenschaft für hochwertige Qualität und präzise Verarbeitung. „Marecucina“ von aLno bindet Elemente wie Segel, Masten, Schiffsablagen, Nussbaumoberflächen und verchromte Dekoreinlagen stilvoll in ihre Gestaltung ein. Die abgerundeten Formen erinnern an eine elegante Boots-Pantry und schlagen eine Brücke zwischen Urlaub und Alltag – eine Hommage an die maritime Lebensart. mail@alno.ch, www.alno.ch

12 Übersicht in der Küche ist viel wert. Der „Convoy“ ist ein neues Auszugssystem von peka, das speziell für den Einsatz als zentraler Vorratsschrank entwickelt wurde. Die Tablare des Schrankes können in der Höhe stufenlos verstellt und dem Ladegut angepasst werden. Der „Convoy“ bietet grösstmögliche Flexibilität und die Möglichkeit, die Schrankausstattung schnell und einfach wechselnden Lebenssituationen oder geänderten Bedürfnissen anzupassen. peka@peka-system.ch www.peka-system.ch

10 Namengebend und formprägend für die „Library“ by Starck sind die Regale über den Küchenschränken. Ob klassisch mit Kochutensilien oder mit Büchern bestückt, der Übergang zwischen Kochen und Wohnen ist fliessend. Getragen wird die Küche durch zwei Trumpet-Tabels. Konturwangen und Chromstahlarbeitsplatten verleihen der Küche ihren individuellen Charakter. Dieser wird durch die Konturprägung der Fronten und den umlaufenden Chromrahmen weiter verstärkt. waRendoRf warendorf@afg.ch www.warendorf-kuechen.ch

13 Sie ist einzigartig in der Form und sehr gut bei der Absorbierung von Küchengerüchen – die neue Designlinie „DA 7000 Aura“ wurde konsequent als Dunstabzugshaube für den Umluftbetrieb entwickelt. Die Inselhaube hängt an vier fast unsichtbaren Seilen mit dezenten Befestigungselementen und mit sehr hoher Tragkraft. Damit überzeugt sie, leicht und schwebend, ohne Kamin, als funktionelles Designelement in jeder offenen Küche. Die neue „Aura“ kombiniert innovatives Design und den energieeffizienten Umluftbetrieb. mieLe info@miele.ch, www.miele.ch

11 Die Natura-Fronten im Farbton Wood-Natur und querfurniertes Echtholz mit durchlaufender Maserung sind Bestandteile der „Modern Art 2 Natura“-Küche von aLLmiLmö. Die Edelstahl-Traversenverkleidung ist durchlaufend schwarz lackiert, bei den Unterschränken verläuft sie horizontal, bei den Hochschränken vertikal. Die Arbeitsplatten und Wangen sind im Farbton Schwarz furniert. gieseck@allmilmoe.de www.allmilmoe.com

14 „Centinox“ ist das Spülenrüstzentrum der Sonderklasse. Das besondere Extra ist die Designfunktionsstufe für das Zubehör. Die Spüle eignet sich für den Obeneinbau und den flächenbündigen Einbau. Passend dazu gibt es den kubischen Drehknopf in Chrom oder mit Edelstahlfinish. Das multifunktionale Abtropfbecken eignet sich in Kombination mit der Abtropfschale zum Rüsten und Zubereiten und für den Einsatz in marktüblichen Steamer-Backöfen. Das Abtropfbecken lässt sich passgenau im idealen Bodenabstand für die Dampfzirkulation in die Abtropfschale legen und gemeinsam im Steamer positionieren. fRanke ks-info.ch@franke.com www.franke.com

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15 Die Schreinerei spicheR entwirft nicht nur Betten und Tische, sondern produziert in ihrer Werkstatt persönliche Küchen nach jeweiligem Kundenwunsch. Dabei verwendet sie verschiedene Frontmaterialen, wie beispielsweise „MDF“. Die Holzoberflächen werden zusätzlich geölt, um sie pflegeleichter zu machen. So ergibt sich dann die Möglichkeit einer Küche aus schwarz durchgefärbtem „MDF“. spicher@spicher.ch, www.spicher.ch

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16 Egal ob beim Kochen von Pasta und Gemüse, beim Teezubereiten, Pfannensäubern oder zum Sterilisieren von Babyflaschen – kochendes Wasser wird ständig benötigt. Dank quookeR geht dies künftig noch sicherer, schneller und energieeffizienter mit dem „Quooker KochendWasser-Hahn”. Diese energieeffiziente, zeitsparende und überaus sichere Erfindung macht jeden Wasserkocher und andere Geräte überflüssig und begeistert durch seine enorme Convenience. Denn der „Quooker“ liefert sofort die Menge an 100 °C heissem Wasser, die man benötigt. info@quooker.ch, www.quooker.ch 17 Die Firma stöckLi setzt mit den Abfallsystemen „Müllex Boxx-R“ einen neuen Qualitätsmassstab: optimaler Bedienkomfort gepaart mit einem robusten Schienensystem. Design und Farben sind den neuen Küchentrends angepasst. Die Abfallbehälter in edlem Anthrazit harmonieren mit der modernen Formgebung. Das neue Abfallsystem gibt es für alle Unterschrankbreiten (40–60 cm) und für jeden Komfortanspruch. Ganz nach Kundenwunsch kann es individuell aus- oder nachgerüstet werden. Die Standardausstattung beinhaltet ein stabiles Schienenauszugssystem mit integriertem Dämpfer, eine herausziehbare Ablage für Küchenutensilien und einen Eimer für maximale Befüllung. info@muellex.ch, www.muellex.ch

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18 Grifflos, geradlinig, designstark – „Y-Line“ heisst der neue Küchenklassiker von eisenRing, der neue Massstäbe setzt. Er ist grifflos und geradlinig im Design, ergonomisch und variationsreich in der Planung, was zu einem unschlagbaren Preis führt. Es wurde bewusst auf eine betont puristische Formensprache gesetzt, womit höchste Ansprüche erfüllt wurden im Zusammenspiel mit Form, Funktion und Ergonomie. info@eisenring-kuechenbau.ch www.eisenring-kuechenbau.ch 19 Die klaren Linien und Formen sowie die minimalen Eckradien von 15 mm verleihen der Modellreihe „Purino“ eine elegante puristische Optik. Ästhetisch wie funktional passt dieses Wasserzentrum in jedes Küchenkonzept und dank modernster, ökologischer Fertigungstechnologie auch in jedes Budget. Der „Purino“ glänzt aber nicht nur mit den visuellen Reizen, sondern bietet auch funktionelle Vorteile. Dank der engen Innenradien ist das Modell besonders reinigungsfreundlich und bietet mehr Platz für die Reinigung von grossen Pfannen und Backblechen. suteR inox suter@suter.ch, www.suter.ch 20 Was aus der Gastronomie schon lange nicht mehr wegzudenken ist, bringt auch im Privathaushalt entscheidende Vorteile. Kochen mit „Induktion“ ist so beliebt, weil die Energieübertragung direkt auf den Pfannenboden erfolgt, dadurch wird keine Energie verschwendet, und effizientes Kochen gelingt so in Perfektion. Durch innovative Slider-Bewegungen können die Kochstufen verstellt werden. Das neue Slider-Konzept bietet höchsten Komfort. Mit dem Finger nach links oder rechts gleitend, kann die Stufenwahl vorgenommen werden. Die Bedienung ist um die Wischschutztaste sowie die Wiederherstellfunktion erweitert worden, was das Kochen noch mehr erleichtert. V-zug info@vzug.ch, www.vzug.ch

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21 Die Einbaukältegeräte der Premiumklasse „Cool Professional“ von bosch ermöglichen dank eines innovativen Technikkonzepts bei der Kühlung deutlich mehr Nutzraum als bisher. Jegliche Anforderungen werden von den zwölf Modellen erfüllt, die heutzutage an Kühlgeräte gestellt werden - höchste Effizienz beim Stromverbrauch, umfassende Flexibilität bei der Beladung, Küchentechnologie auf neustem Stand, modernste Komfortmerkmale und exklusives Design. In den neuen Einbaukältegeräten befindet sich der Kompressor im Sockel, was mehr Platz im Innenraum schafft. ch-info.hausgeraete@bshg.com www.bosch-home.com

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22 Eine völlige Neuheit bietet whitehouse mit der „Domaplasma Umlufttechnologie“. Die neue Technik besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Wirkstufen. In der Vorabscheidung wird im Labyrinthfilter der Kochdunst von Feststoffen, Kleinstpartikeln und Aerosolen befreit. Nach dieser Vorfilterung wird der Kochdunst mit Sauerstoff angereichert, und bisher nicht oxidierte Geruchsmoleküle werden im Katalysator zur Restoxidation geführt. Der Katalysator ist gleichzeitig auch ein Speicherreaktor, denn er wandelt die Gase in Luftsauerstoff um und regeneriert sich dabei automatisch. Das System ist absolut wartungsfrei. Somit gelangt nur saubere, keimfreie Luft in den Wohnraum zurück. info@whitehouse.ch www.whitehouse.ch 23 Die sibiR gRoup bietet ein breites Sortiment der extravaganten Küchendesignlinie „Gorenje designed by Karim Rashid“ in der Schweiz an. Die Produktlinie ist geprägt durch weiche Rundungen und edle Oberflächen aus gebürstetem Aluminium. Der vertikal verlaufende LED-Streifen verleiht dem Küchenambiente, je nach Stimmung, in sieben verschiedenen Farben eine ganz besondere Note. Sei das die Farbe Pink oder Blau, die LEDStreifen sind vom Einbaubackofen bis hin zur Dunstabzugshaube vielseitig einsetzbar. info@sibir.ch, www.sibirgroup.ch

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Besuchen Sie uns an der Swissbau 17.-21.1.12, Halle 2, Stand F76/G72.

Modulor / Inserat 17. Herbstseminar 2011: Format 186x72 mm, Satzspiegel

17. Herbstseminar 2011 100 Prozent Erneuerbar mit Energieeffizienz Potentiale – Massnahmen – konkrete Beispiele für den Gebäudebereich Donnerstag, 24. November 2011, BERNEXPO, Bern

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Focus Events AG Solothurnstrasse 102, CH-2504 Biel Tel. +41 32 344 03 16 manuela.naef@bfh.ch www.hausbaumesse.ch/herbstseminar

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Visit Raumplus Schweiz AG

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EiN PLUs iM RAUM Individuelle Lösungen für Arbeitsstätten und Privathaushalte erfordern Flexibilität in der Anwendung, Vielfalt im Design und ausgereifte Technik – diese Anforderungen erfüllen die Gleittüren, Raumteiler und Schranksysteme von Raumplus seit mehr als 25 Jahren. In dieser Zeit hat das von Jürgen Guddas 1986 gegründete Unternehmen vielfach mit seinen massgefertigten Produkten zur intelligenten Organisation und eleganten Gestaltung von Räumen beigetragen. Was als kleines, aber kräftiges Pflänzchen begann, konnte von Schwiegersohn Carsten und Tochter Uta Bergmann zu einem weltweit agierenden Unternehmen ausgebaut werden. Mittlerweile ist Raumplus auf allen Kontinenten zu Hause und hat Partner in 58 Ländern, darunter Firmenbeteiligungen in China, den USA, Kanada, Russland und der Schweiz. Im Jahr 2008 wurde die Raumplus Schweiz AG gegrün-

det, ein leistungsstarker Handelsbetrieb, der sich als Gesamtanbieter auf die hochwertigen Schiebetür- und Innensysteme spezialisiert hat. Als Generalimporteur der Produkte von Raumplus plant und konfektioniert das Unternehmen alle Schiebetüren und Innensysteme genau nach Mass.

MASSGENAU UND FLEXIBEL Raumplus hat Schranksysteme und Raumteiler auf Basis des Gleittürprinzips entwickelt, die persönliche Designlösungen jenseits von Standards und Normprodukten bieten. Räume lassen sich mittels grossformatiger Schiebe- und Falttüren flexibel unterteilen. Regale, Ablageflächen und Stauräume können hinter den kombinationsreichen Elementen verborgen werden.

Raumplus passt in jeden Raum und in jede Nische. Entsprechend werden auch die Raumplus-Innensysteme nach Mass gefertigt.

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Techniker, Ingenieure und Designer entwickeln gemeinsam die Raumplus-Systeme ständig weiter, um die Qualität und Produktvielfalt zu sichern, zu verbessern, aber auch um das Angebot kundenorientiert zu erweitern. In eigenen Testvorrichtungen werden vorhandene Komponenten ständig in Dauertests geprüft, darüber hinaus wird bei neuen Produkten die Alltagstauglichkeit geprüft, und zwar nicht nur in Dauertests, sondern auch in Extremsituationen wie bei Vandalismustests. Die Raumplus-Systeme sind vielseitig einsetzbar. Ob als korpusunabhängige oder deckenhohe Schranklösung – mit den korpusunabhängigen Gleittüren und individuell planbaren Innensystemen gewinnt man nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der individuellen Raumgestaltung. Und zwar vom Boden bis zur Decke und von Wand zu Wand oder aber auch als raumunabhängige Anwendung. Die Systeme passen sich massgenau den räumlichen Gegebenheiten an. So sind eine Dachschräge (seitlich oder nach hinten) oder ein Deckensturz kein Hindernis, den Raum bis in den letzten Winkel für ein Schranksystem nutzen zu können.

WAHL VERSCHIEDENER BAUWEISEN

Das Familienunternehmen gehört in 58 Ländern zu den führenden Anbietern von hochqualitativen Schiebetüren und Schrank-, Trennwandsystemen.

Bei den qualitativen Innensystemen manifestieren sich Ordnung und Funktion: angefangen bei dem preisgekrönten Premiumprodukt „Cornice“, dem flexiblen Stollensystem „Uno“, dem designorientierten „Legno“ über das Basismodell „Ecoline“ bis hin zum Stauraumwunder „Rima“. Grundsätzlich kann je nach Bedarf zwischen verschiedenen Bauweisen gewählt werden: der Rahmen-, der Stollen- und der Korpus-Bauweise. „Cornice“ beispielsweise ist das Innensystem von Raumplus, das mit seinen Elementbreiten von bis zu 2 m – bei einer filigranen Rahmenkonstruktion bis zu einer Höhe von 3 m – individuelles Wohndesign auf Mass gefertigt ermöglicht. Die Fachböden erscheinen beispielsweise als „freischwebend“ durch die nahezu unsichtbare, eingelassene Fachbodenaufhängung. Nicht nur dieses Detail sorgt beim Nutzer für einen optischen Hochgenuss. Perfektion in Design, Qualität im Detail, mit exzellent aufeinander abgestimmten Materialien und vielen liebevoll durchdachten und ausgearbeiteten Accessoires. So verleiht dieses Innensystem die besondere Note und bringt Komfort in den Alltag.

Als Handelspartner der Raumplus GmbH mit Sitz in Bremen beliefert die Raumplus Schweiz AG mit fünf Personen den Schweizer Markt mit massgeschneiderten Lösungen. Raumplus Schweiz AG, Büttenen 9, CH-4203 Grellingen info@raumplus.ch, www.raumplus.ch

Ob von Wand zu Wand, vom Boden bis zur Decke oder als raumunabhängige Anwendung, ein Raumplus-Element wird immer passgenau für jede Raumsituation angefertigt.

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TaLk Alex Stadler, Vola AG

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iM GespRäch MiT aLeX sTaDLeR, VOLa aG (schweiz) von Sarah Gatto

Vola ist bekannt als Armaturenhersteller im Einflussbereich von Arne Jacobsen. Das Gespräch mit Alex Stadler, der Geschäftsführer der Vola AG (Schweiz), gibt Auskunft über Aktuelles und Neues.

Vola bietet ein umfassendes Einrichtungssortiment für das gehobene Bad.

Herr Stadler, seit vielen Jahren ist Vola in zahlreichen international renommierten Projekten vertreten. Was zeichnen Armaturen und Accessoires von Vola aus, warum sind VolaProdukte am Markt erfolgreich? Armaturen und Accessoires von Vola stehen seit nun mehr als vier Jahrzehnten für klassisches, zeitlos gültiges Design, das die Handschrift des international renommierten Architekten Arne Jacobsen trägt. Vola definiert sich über die Klarheit der Konstruktion und Einfachheit der Form. Auf das Wesentliche reduziert, lässt sich Vola hervorragend in die moderne Architektur integrieren. Ein weiterer Grund für den Erfolg der Marke ist das modulare Baukastensystem. Dies ist bei den Archi-

tekten sehr beliebt, da sie ihre Armaturen selber zusammenstellen können. Das heisst, sie haben die Möglichkeit selber zu bestimmen, welche Systemteile sie kombinieren wollen. Unsere Produkte sind allererste Qualität, zudem wird unser Sortiment laufend mit bahnbrechenden Innovationen weiterentwickelt. Seit der Gründung von Vola im Jahre 1873 bis heute: Wie entwickelte sich das Badezimmer in diesem Zeitraum aus der Sicht von Vola? Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts hat das Badezimmer verschiedene Epochen und Stilrichtungen durchlebt. Als die ersten Vola-Armaturen 1968 auf den Markt kamen, waren die Badezimmer

konservativ und einfach eingerichtet, sie dienten als Nasszellen für die Körperpflege. Entsprechend dieser Tatsache musste sich Vola eine Art „Bereitschaft“ für Design erst einmal erarbeiten. Heute sind Design, Ausstattung und technischen Möglichkeiten im Badezimmer keine Grenzen gesetzt. Das Badezimmer ist zu einer Oase der Pflege und Entspannung geworden, entsprechend länger halten sich die Leute im Bad auf und investieren auch mehr Geld für das schöne private Bad oder die eigene Spa-Anlage. Das Unternehmen zählt zur „Haute Couture“ für Bad und Küche. Es behält weiterhin die ursprünglichen Prinzipien eines puristischen und klassischen Designs. Kann sich Vola völlig

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Trends verweigern, ohne sich ausserhalb des Wettbewerbs zu stellen? Vola verweigert sich keinen Trends, im Gegenteil. In den vergangenen 40 Jahren hat Vola viele der aktuellen Trends gesetzt. Wir haben als Familienunternehmen bereits in den 1960er-Jahren Unterputz-EingriffMischventile auf den Markt gebracht (alle technischen Funktionsteile sind in der Wand verborgen, nur Griffe und Ausläufe sind sichtbar). Das war damals eine absolute Weltneuheit. Heute, fast 50 Jahre später, haben alle bedeutenden Armaturenhersteller Unterputzmischer in ihrem Sortiment. Auch die Vola-typischen, zylindrischen Formen sind weitgehend von vielen Mitbewerbern übernommen worden. 2009 haben wir erstmals Unterputz-Handtuchwärmer präsentiert. Das ist heute ein „Renner“ im Sortiment. Als Kunde können sie zudem die Anzahl der Heizstäbe und die Distanz dazwischen selber bestimmen. Auch das bietet sonst kein anderer Hersteller. Die Anforderungen der Technik wachsen kontinuierlich. Mit welchen Mitteln erfüllt Vola die Ansprüche von heute? Vola hat sich immer zum Ziel gesetzt, technisch höchststehende Produkte anzubieten. Alle Armaturen verfügen über modernste Technik wie Keramikventile und Thermostatkartuschen. Alle Armaturenteile sind aus Metall gefertigt, es gibt keine Kunststoffteile an Armaturen, die zum Beispiel nur in Chromfarbe lackiert sind. Als einziger Armaturenhersteller fabriziert Vola zudem das gesamte Sortiment in massivem Edelstahl. Das heisst, alle Armaturenteile werden aus Edelstahlrohren und -platten gefräst und sind durch und durch Edelstahl. Vola verarbeitet nur erstklassige Materialien. Bereits seit mehreren Jahren verwenden wir für die Herstellung der verchromten Armaturen nur bleifreies Messing, was einen wesentlichen Beitrag an die Gesundheit der Benutzer leistet. Vola hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem hochmodernen Industriebetrieb entwickelt und produziert mit rund 120 hochqualifizierten MitarbeiterInnen am Standort Horsens in Dänemark.

„Runde Serie“: Ein neues Designkonzept für Papierhandtuchspender und Papierabfallaufnahme.

Vola hat nun die ersten Produkte der „Runden Serie“ auf den Weg gebracht. Worum geht es dabei? Unser Unternehmen ist bestrebt, möglichst in allen Bereichen, sei es im Badezimmer, Gäste-WC oder auch in öffentlichen Nasszellen, ein passendes Sortiment anzubieten. Daraus entstanden ist die neue RS Line (Runde Serie). Ziel war es, formschöne Abfalleimer und Papiertuchspender zu entwickeln. Und getreu dem Prinzip der Armaturen sollen die Funktionsteile der RS Line ebenfalls in die Wand eingebaut werden können. Zwar ist der Abfalleimer auch als Aufputz (wandmontiertes) Modell erhältlich, doch sind wir überzeugt, dass sich die Unterputzmontage auch bei Abfalleimern und Papierspendern durchsetzen wird. Übrigens: Die „Runde Serie“ hat von der Jury des Plus X Award in Düsseldorf in ihrer Kategorie den 1. Preis erhalten und ist zum Produkt des Jahres gekürt worden. Bei Neuentwicklungen: Stammen diese aus existierenden Projekten, also einem Bedarf des Marktes, oder wie entstehen Produktneuheiten bei Vola? Einerseits erhalten wir in Gesprächen mit Architekten und Planern wichtige Inputs für Neuheiten, Produkte oder Lösungen, die so noch nicht existieren. Auf der anderen Seite ist Vola bestrebt, das Sortiment gezielt auszubauen und weiterzuentwickeln. Neuentwicklungen entstehen immer unter dem Aspekt, dass die Designphilosophie von Arne Jacobsen strikt eingehalten wird. Gerade die absolute Designtreue

zu Arne Jacobsen ist es, welche Vola zur beliebtesten Armaturenserie von weltbekannten Architekten macht. Unsere Marke ist ein eindrückliches und ausgeprägtes Designkapital, das in Bezug auf Eleganz und Zeitlosigkeit einzigartig ist. Und dabei soll es auch in Zukunft bleiben. Können Sie uns einige namhafte Referenzobjekte in der Schweiz nennen, die mit Vola ausgestattet worden sind? In unserem Land vertrauen Hotelbetreiber, Unternehmen und natürlich viele Private Bauherren auf Vola. Bekannte Referenzobjekte sind beispielsweise Roche Forum Buonas, Hotel Greulich in Zürich, The Hotel von Jean Nouvel in Luzern, Hotel Widder in Zürich, Novartis Campus in Basel, Bank Wegelin in St. Gallen, UBS-Ausbildungszentrum Wolfsberg in Ermatingen, Al Porto Marina Hotel in Lachen oder Roche Diagnostics in Rotkreuz ZG.

Alex Stadler ist Geschäftsführer der Vola AG (Schweiz). info@vola.ch, www.vola.ch

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Holcim AwArd 2011 An bfH Ein Forschungsteam der Berner Fachhochschule hat am 8. September 2011 in Casablanca einen Acknowledgement Prize des internationalen Holcim Award für die Region Afrika/Naher Osten gewonnen. Der Preis honoriert ein Projekt, das Bauplatten aus landwirtschaftlichen Reststoffen entwickelt. Diese sollen in Nigeria zur Erstellung von erschwinglichem Wohnraum eingesetzt werden. Als Massstab zur Beurteilung dienten fünf Target Issues, mit denen die Holcim Foundation nachhaltiges Bauen definiert. Drei davon orientieren sich am Konzept einer Leistung, in welcher soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte miteinander in Einklang sind. Die übrigen beschäftigen sich mit kontextuellen und ästhetischen Auswirkungen, Innovation und Übertragbarkeit. Mit der Zielsetzung, Baumaterialien einfacher und für breitere Bevölkerungsgruppen verfügbar zu machen, engagieren sich die Projektmitglieder sozial. Durch die Verwendung von Reststoffen aus der Landwirtschaft und die Reduktion des Imports von anderen Baumaterialien ist das Projekt ökologisch ausgerichtet. Wirtschaftlich setzen sich die Projektmitglieder für neue Möglichkeiten der lokalen Bauern und Holzwerkstoffhersteller ein. Als Verbindungsmittel dient Tannin. Die Verwendung des natürlich vorhandenen Klebstoffs Tannin basiert ebenfalls auf einer Entwicklung der BFH und wird in diesem Projekt innovativ eingesetzt. sg www.ahb.bfh.ch

neue Ausstellung für beläge Aus kerAmik, nAturstein und Holz Neue Technologien bei Keramikprodukten überraschen mit ungewöhnlichen Oberflächen und Texturen. Unterschiedlichste Formate verändern das Raumgefühl je nach Wunsch. Dünne und leichte Platten eröffnen völlig neue Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Leichte Trennwände, abgehängte Akustikdecken und sogar Möbel sind heute in Keramik realisierbar. Dieser Entwicklung trägt das neue Ausstellungskonzept von HGC Wand- und Bodenbeläge Rechnung: In Kuben werden Produkte aus verschiedenen Keramik- und Natursteinwelten gezeigt, als Muster zum Anfassen und Fühlen, auf Bildern in Räumen verlegt und interaktiv mittels Touchscreens. Anfang September 2011 wurde die neue Ausstellung feierlich eröffnet. Zusammen mit der Expo Legno von Holzwerkstoffe Gfeller AG ist mit 2000 m² Fläche die grösste Ausstellung für Beläge aus Keramik, Naturstein und Holz entstanden. sg www.hgc.ch

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VitrA: mAssAnfertigung für den pApst Im Fundus von Vitra befindet sich ein Stuhl, auf dem einst Papst Johannes Paul II. gesessen hat. Aus diesem Grund kam dem Weiler Oberbürgermeister Wolfgang Dietz die Idee, den deutschen Papst Benedikt XVI. bei seinem Deutschlandbesuch in Freiburg auf einem echt regionalen Designerstück Platz nehmen zu lassen. Massstab politischer Arbeit dürfe nicht „der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein”, sagte Benedikt XVI. bei der ersten Rede eines Papstes im Deutschen Bundestag. Während der abschliessenden Rede im Freiburger Konzerthaus sass das Oberhaupt der katholischen Kirche auf einem speziell angefertigten Stuhl: Aus weissem Leder und mit dem päpstlichen Wappen von Hand bestickt, handelt es sich um eine Sonderanfertigung des eleganten Bürostuhls „Skape”. Sie ist eigens den Mitarbeitern von Vitra zu verdanken, die neben Kreativität vor allem höchste Handwerkskunst bewiesen haben. sg www.vitra.com

TELEgRaMM dormA erzielt umsAtzrekord

losinger mArAzzi Ag: Aus zwei wird eins

leHrgAng für bAuund rAumAkustik

100 tAge tAlsee

Die Dorma-Gruppe hat Umsatz und

Die beiden Berner Bauunternehmen

Der neu überarbeitete Zertifikatslehr-

Talsee – blickt mit Stolz und Freude

Ergebnis deutlich gesteigert. Im Ge-

Losinger Construction AG und Marazzi

gang der Fachhochschule Nordwest-

bereits auf die ersten 100 Tage seit dem

schäftsjahr 2010/11 wuchs der kon-

Generalunternehmung AG operieren

schweiz befasst sich mit dem Thema

Markenwechsel von 4B Badmöbel zu

solidierte Nettoumsatz des Unterneh-

neu unter dem gemeinsamen Fir-

Bau- und Raumakustik. Er umfasst eine

Talsee zurück.

mens um 10,3 Prozent auf 944,4 Mio.

mennamen Losinger Marazzi AG. Die

viertägige Einstiegswoche sowie zwölf

Als individueller Anbieter von wohn-

Euro. Bereinigt um Akquisitions- und

Perspektiven sind ausgezeichnet: So

Unterrichtstage, jeweils freitags. Die

lichen Bädern im Markt hat sich das

Währungseffekte ist der Umsatz im

steht für das laufende Geschäftsjahr

für das FHNW-Zertifikat notwendige

Unternehmen schnell einen Namen

Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent

ein Auftragseingang in Rekordhöhe

Projektarbeit ist als praktische Arbeit zur

gemacht und sich erfolgreich als

gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern

von 1 Mrd. Franken in Aussicht, und

Erlangung des Titels „Akustiker SGA“

Anbieter von designorientierten und

(EBT) betrug im Berichtsjahr

das Portfolio der Entwicklungsprojekte

der Schweizerischen Gesellschaft für

hochwertigen Badmöbeln etabliert.

56,6 Mio. Euro und liegt um 5,4 Pro-

liegt bei beinahe 4 Mrd. Franken. Mit

Akustik zugelassen. Das CAS Akustik

Dass es weit mehr als eine Fortsetzung

zent höher als im Vorjahr. Die Zahl

der Entwicklung und Realisierung drei

ermöglicht zusammen mit dem CAS

des Bisherigen ist, zeigt sich an den

der Beschäftigten stieg im Geschäfts-

bedeutender Quartiere in der Schweiz

Bauphysik und einem weiteren CAS aus

vielen positiven Rückmeldungen der

jahr 2010/11 auf 6546 Mitarbeite-

positioniert sich das Unternehmen als

dem Bauphysikbereich das FHNW-

Kunden zur einzigartigen Vielfalt in der

rinnen und Mitarbeiter.

Referenzunternehmen.

Diplom DAS Bauphysik.

Auswahl und in den Massen.

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Die neue Schweizer Marke im Bad –

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LITERATUR

MODULØR Service

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Buchtipp

die welt als entwurf (ganzes Buch klein geschrieben!) von Bernhard Aebi „ein buch, das ich vor 20 jahren gekauft habe und das mich damals, heute und auch in der zukunft bei meiner arbeit begleitet. das schaffen des grafikers und gestalters otl aicher ist das resultat der stetigen auseinandersetzung mit der wahrnehmung. der frage, wie etwas vermittelt werden soll. er streitet philosophisch über sinn und unsinn des designs. ruft ins bewusstsein, dass alles, was wir täglich brauchen, irgendwann gestaltet wurde und alles, was wir gestalten, irgendwann wahrgenommen wird. dies entspricht meiner auffassung der verantwortung des gestalters gegenüber der gesellschaft. es ist eine bekennung zur gestaltung, die sich an der selbstverständlichkeit orientiert. nachhaltiges design. nichts wird entworfen. alles wird entwickelt, wie ein industrieprodukt. der prozess beginnt von neuem, wenn das fertige weiter entwickelt wird. sei es ein einfacher gegenstand, eine maschine oder ein gebäude. die ästhetik ist abhängig von inhalt und aufgabe, das aussehen die gebrauchsanweisung. „ein stuhl, auf dem man nicht sitzen kann, ist schlechtes design“, so otl aicher. ästhetik ohne ethik tendiert zur täuschung. es geht um das produkt als ganzes, nicht allein um seine äussere form. die beziehung von denken und machen.“

Weibliche Profession

Gestalt der Bewegung

Das weibliche Geschlecht ist im Vormarsch, so auch in der Architektur, wo Frauen immer mehr im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Doch inwieweit wird sich die Verschiebung der Relation auch auf die Profession und Lehre auswirken? Werden Strukturen, Zielsetzungen und diskursive Inhalte deshalb verändert? Was ist Architektur, wenn geschlechtsspezifische Handlungsstrategien zugunsten komplexer Differenzierung überwunden werden? Bekannte internationale Architektinnen berichten von ihren akademischen und professionellen Erfahrungen, sowie von ihren Visionen für die Zukunft. Junge, aufstrebende Frauen und Pionierinnen kommen zu Wort, sie alle beziehen kontrovers Stellung zu relevanten Themen des Diskurses und fordern zum (Um-)Denken heraus. Entstanden ist ein inspirierendes und optimistisches Nachschlagewerk für das alltägliche Handeln junger Architekten. lv

Bewegung ist elementar und flüchtig zugleich, sie ist grundlegende Voraussetzung für das Überleben und für unsere Kultur. Bewegung ist funktionale Basis der Entdeckung, Vermessung und Erschliessung unserer Lebenswelt. Bewegung zu erklären und zu berechnen, sind zentrale Fragestellungen unserer Kultur, die auf Bewegung basiert und sie gestaltet und der eine Geschichte der Dynamik und Beschleunigung zugrunde liegt. Vertreter unterschiedlicher Disziplinen – von der Architektur bis zum Automobildesign – beleuchten in diesem Band die Darstellung von Bewegung in Kunst, Architektur, Gestaltung, Alltag, Tanz und Technik. Dabei werden nicht nur historische Entwicklungen nachvollzogen, sondern oft überraschende grenzüberschreitende Zusammenhänge deutlich und aktuelle Tendenzen diskutiert. Das Buch enthält Beiträge von Inge Baxmann, Margitta Buchert, Söke Dinkla, Christophe Girot, Scott de Lahunta, Claus Pias, Stephan Rammler, Annett Zinsmeister und Interviews mit Michael Schumacher und Chris Bangle. lv

Tanja Kullack: Architektur – eine weibliche Profession, Jovis, 2011, Broschüre, 192 Seiten, zahlreiche Abbildungen ISBN 978-3-86859-114-9, 38.60 Franken

Annett Zinsmeister: Gestalt der Bewegung, Jovis, 2011, Broschüre, 240 Seiten, zahlreiche Abbildungen ISBN 978-3-86859-110-1, 38.60 Franken

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MODULØR Service

TERMINE

AUssTELLUNgEN Weil am Rhein rudolf steiner – die alchemie des alltags

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Anlagen als Ganze und ihre Situierung

in ihrem jeweiligen kulturellen und

sind die sieben Setdesigns für das

innerhalb des Stadt- oder Naturraums

städtebaulichen Kontext.

Schweizer Fernsehen: Mit den Studios,

in den Blick.

www.museum-gestaltung.ch

unter anderem für die Sendungen „Ta-

www.fotomuseum.ch

bis 2.1.12

gesschau“, „Meteo“ und „Sport“, prägte

26.11.11 bis 12.2.12

er das Bild einer modernen nationalen

ZüRich PriX acier 2011

Sendeanstalt. Das Lebenswerk des

Rund 30 Projekte wurden anlässlich

Ausstellung des Instituts gta in Zusam-

Zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners

WinteRthuR glasklar?

präsentiert das Vitra-Design-Museum

Glas fasziniert – die jahrhundertealte

der diesjährigen Ausschreibung des

menarbeit mit dem Studio Hannes Wett-

die erste grosse Retrospektive.

Begeisterung für dieses glitzernde

Prix Acier eingereicht. Damit hat der

stein, Zürich, in der Haupthalle der ETH

Steiners architektonisches Haupt-

Material ist wohl darauf zurückzufüh-

Schweizer Stahlbaupreis eine starke

Zürich dokumentiert und gewürdigt.

werk ist das Goetheanum in Dornach

ren, dass Glas lange Zeit der einzige

Resonanz erhalten. Aus diesen Pro-

www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch

(1924–1928). Allein dieser Bau gilt als

transparente Feststoff war. Dieser

jekten hat die Fachjury des Stahlbau

bis 3.11.11

architekturgeschichtlicher Meilenstein,

Eigenschaft hat der Werkstoff seine

Zentrums Schweiz drei Auszeich-

da niemals zuvor das Material Beton

Kostbarkeit zu verdanken. Doch auch

nungen sowie acht Anerkennungen

in einem solchen Massstab skulptural

seine aussergewöhnliche Formbar-

ausgelobt. Die Präsentation der Pro-

eingesetzt worden war. Von Dornach

keit verlieh Glas schon immer eine

jekte und die Preisverleihung fanden

aus verbreitete sich Steiners soge-

besondere Bedeutung. Die Ausstel-

am 15.9. an der ETH Hönggerberg

nannte Anthroposophie, die Mensch,

lung widmet sich diesem verblüffend

statt und bildeten zugleich den Auftakt

Natur und Kosmos in einen engen

widersprüchlichen Material, das in sei-

zu der Ausstellung in der ARchENA.

BeRn hausbau- und energie-messe

Zusammenhang stellt.

ner Erscheinung scheinbar eindeutig,

www.szs.ch/prixacier,

Die Schweizer Hausbau- und Energie-

www.design-museum.de/museum/

im Aufbau und seiner Verarbeitung

bis 7.11.11

Messe ist die national führende

ausstellungen/steiner

aber äusserst komplex ist.

15.10.11 bis 1.5.12

www.gewerbemuseum.ch

Designers wird nun erstmals in einer

MEssEN

Kongress-Messe für energieeffizientes

ZÜRICH hannes Wettstein, 1958–2008

Bauen und Sanieren. Rund 400

Hannes Wettstein war einer der innova-

bietet sich eine Vielzahl an Produkten,

tivsten und einflussreichsten Gestalter

Innovationen, Dienstleistungen und

Über 40 Jahre lang hat das Foto-

ZüRich hochhaus. Wunsch und Wirklichkeit

der Schweiz. Seine Produkte, Möbel und

Kontakten für das Bauvorhaben.

grafenpaar Bernd und Hilla Becher

Etwa die Hälfte der Hochhäuser in

Innenraumgestaltungen prägen unseren

www.hausbaumesse.ch

an einer Bestandesaufnahme von

aller Welt wurde in den letzten zehn

Alltag und das Designverständnis un-

24.11.11 bis 27.11.11

Gebäuden der Industriearchitektur

Jahren gebaut, was das Hochhaus

serer Zeit. Bereits mit seinem allerersten

gearbeitet. Ihre Fotografie will diese

zu einem prägenden Bestandteil

realisierten Entwurf landete er einen De-

verborgenen skulpturalen Qualitäten

der Stadt macht. Anhand von Fotos,

signklassiker. Über 300 weitere Möbel,

ZüRich design+design

verdeutlichen und sie als unterge-

Filmen, Modellen und Plänen zeigt die

Produkte, Innenräume und Setdesigns

Design+Design lädt zur fünften Ausga-

hende Baukultur historisch dokumen-

international ausgerichtete Ausstel-

sollten noch folgen. Wettsteins in der

be des „Salons für Vintage-Möbel-De-

tieren. Die Ausstellung nimmt die

lung aktuelle Bauten und Projekte

Schweiz wohl bekannteste Entwürfe

sign“ ein. Im grossen Vortragssaal des

20.11.11 bis 27.5.12

WinteRthuR bernd und hilla becher

sia-kurse Biel bEvor Man projEktE in dEn Sand SEtzt | nachhaltigkEit von projEktEn bEurtEilEn Haben Sie ein spannendes und ambitiöses Projekt, das noch nicht gegessen ist? Dann ist eine Nachhaltigkeitsbeurteilung Ihre Hilfe! Aus der Praxis kommt die Erfahrung, dass eine gut geführte Nachhaltigkeitsbeurteilung eines Projektes folgenden Nutzen bringt: • Auswirkungen, Chancen und Gefahren frühzeitig erkennen • Verbündete und Gegner identifizieren • Verbesserungen anbringen oder Varianten vergleichen • Solide Entscheidungsgrundlagen bereitstellen • Argumente für die Legitimierung eines Projekts liefern und diese wirksam kommunizieren. www.sia.ch/form, 17.11.11 bis 18.11.11 ZüRich EffiziEnt und ErfolgrEich bEi SitzungEn und bESprEchungEn, Für Baufachleute sind Besprechungen und Sitzungen unerlässlich, um Entscheidungen zu treffen und Informationen auszutau-

schen. Oft lässt die Qualität dieser Meetings jedoch zu wünschen übrig. Optimieren Sie durch diesen kurzweiligen und praxisorientierten Workshop Ihre Techniken und Methoden, um Ihre Sitzungen und Besprechungen effizient zu gestalten. Lernen Sie die wichtigsten Regeln für die Vorbereitung, Durchführung sowie für das erfolgreiche Moderieren von Meetings kennen. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps und Tricks, um auch schwierige Situationen erfolgreich meistern zu können. www.sia.ch/form, 8.11.11 ZüRich ErfahrungEn bEi dEr anwEndung von Sia 113, fM-gErEchtE bauplanung und rEaliSiErung Bauwerke gehören zu den langlebigsten Wirtschaftsgütern überhaupt. Nach einer relativ kurzen Bauphase stehen sie über Jahrzehnte zur Verfügung. Da in den der Bewirtschaftung vorgelagerten Phasen die Weichen für eine erfolgreiche Nutzung gelegt werden, wird zunehmend ein umfassendes Verständnis betreffend des Lebenszyklusses von Immobilien angestrebt. Die Anfang 2010 in Kraft getretene Empfehlung SIA 113 dient als Leitfaden für die Berücksichtigung aller Facility-Management-Aspekte in den einzelnen Phasen und zeigt auf, welche Entscheide

Aussteller stellen an der Messe ihre Neuheiten aus. Für die Besucher

wann herbeigeführt werden müssen. Die Referenten des Kurses waren an der Ausarbeitung der Empfehlung massgeblich beteiligt und geben nun anhand von Erfahrungsberichten Einsicht in die Praxis. www.sia.ch/form, 9.11.11 ZüRich bEdEutung dEr wärMESpEichErfähigkEit bEiM EnErgiEbEwuSStEn bauEn Mit der Neuauflage element 29 – Wärmeschutz im Hochbau werden u. a. neue Verfahren zum instationären Verhalten von Gebäuden vorgestellt. Der vorliegende Kurs hat zum Ziel, den Einfluss der Wärmespeicherfähigkeit im Hinblick auf Komfort und Energieverbrauch aufzuzeigen. Im Vordergrund stehen der sommerliche und winterliche Wärmeschutz. Es werden sowohl vereinfachte Nachweisverfahren als auch dynamische Gebäudesimulationen vorgestellt und die erforderlichen Grundvoraussetzungen erläutert. Der Kurs richtet sich an Bauphysiker, Ingenieure und interessierte Architekten. Im Kurspreis ist die neue Ausgabe element 29 – Wärmeschutz im Hochbau inbegriffen. www.sia.ch/form, 16.11.11

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Kunsthauses Zürich präsentieren rund

einer spannenden Sonderausstellung

bAsEL the object of zionism. architektur und staat israel 1948–73

zum Schweizer Designpionier Jacob

bis 22.1.12

20 Galeristen ihre besten Vintage-Möbel. Daneben ist Design+Design mit

Müller zu Gast im Architekturforum.

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26.11.bis 27.11.11

ZüRich neue räume 11 Die grösste internationale Wohn- und Möbelausstellung der Schweiz „Neue Räume 11“ wird auch dieses Jahr stattfinden, und zwar auf rund 8‘000 Quadratmetern in den ABB-Hallen in Zürich-Oerlikon. www.neueraeume.ch 1.11.11 bis 6.11.11 Die Entstehung und Entwicklung des Staates Israel stellt ein

ZüRich architektur im film

einzigartiges Projekt in der Geschichte der Moderne dar.

Am Abend des 2. November findet

Entwicklungsgeschwindigkeit – Israel hat seine Bevölkerung

während der „Neue Räume 11“ der

innerhalb von 50 Jahren zehnfach verdoppelt. Einzigartig

von Modulør organisierte Filmabend

sind auch die ideologischen Wurzeln (eine Mischung aus

„Architektur im Film“ inklusive Exper-

utopischen, sozialistischen, biblischen und orientalischen

tendiskussion statt.

Vorstellungen), die Umstände der Realisierung (Schutz für

www.modulor.ch,

bestimmte Bevölkerungsgruppen lässt andere zu Flüchtlin-

redaktion@modulor.ch

gen werden) und schliesslich auch die Vorliebe für architek-

2.11.11 ab 17.00 Uhr

tonische Experimente: Israel wurde zu einem Laboratorium

Dies betrifft nicht nur den beispiellosen Massstab und die

der Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere für den Strukturalismus und Brutalismus. www.sam-basel.org

ZüRich diE richtigE planung dEr pEnSioniErung Mit der Pensionierung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Es ist wichtig, sich mit den finanziellen Fragen, die sich mit dem Austritt aus dem Erwerbsleben stellen, frühzeitig auseinanderzusetzen. Gerade bei der Pensionskasse bestehen üblicherweise beträchtliche Gestaltungsmöglichkeiten. Je nach gewählter Variante sind dabei aber Fristen zu beachten. Gleichzeitig sind auch andere Bereiche wie das Erbrecht oder die Nachfolgeregelung im Unternehmen mit zu berücksichtigen. Durch die rechtzeitige Klärung der Wünsche und Möglichkeiten bei der Pensionierung können die Weichen richtig gestellt werden. Mit diesem Seminar möchten wir Ihnen die wichtigsten Punkte bei der finanziellen Planung der Pensionierung aufzeigen. Das Schwergewicht liegt bei der beruflichen Vorsorge. Es werden aber auch die Leistungen der AHV erörtert, und es wird auf die steuerlichen Konsequenzen hingewiesen. Der Beantwortung von Fragen wird ein grosses Zeitfenster eingeräumt. www.sia.ch/form, 17.11.11

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ZüRich konzEptE dEr officE-prograMME nutzEn und produktivEr arbEitEn Office-Programme sind in der heutigen Bürowelt weit verbreitet und werden oft mehr verwendet als die Branchenlösungen. Erfahrungen zeigen, dass die darin vorhandenen Konzepte nur wenig angewendet oder gar händisch nachgebildet werden, weil die notwendigen Kniffe nicht bekannt sind. Der Autor sollte sich dabei auf seine Aufgabe, das Verfassen von Inhalten und Lösungen, konzentrieren können, das Umsetzen inkl. Formatieren hingegen sollte dank passendem Einsatz und unter Ausnutzung der Möglichkeiten mehrheitlich durch den Computer vorgenommen werden. Dabei steht nicht eine Auflistung aller vorhandenen Funktionen im Vordergrund, sondern der lösungsorientierte Ansatz: Welche Funktionen sind nützlich für einen praktischen Einsatz? Der Kurs richtet sich an alle Anwender von Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogrammen, ob vom Marktleader oder aus dem Open-SourceBereich: Die Konzepte dahinter sind dieselben. www.sia.ch/form, 18.11.11

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Verdichtung kann auch heissen, Zwischenräume zu nutzen. So wie dieses Beispiel aus Moskau, wo Za Bor Architects für ihr dreigeschossiges Gebilde mit dem „ARCH Moscow“ prämiert wurden. Ihr polygonales Konstrukt mit 230 m² Bodenfläche bietet eine Lösung für unkonventionelle Büroräumlichkeiten. www.zabor.net

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IMPRESSUM / VORSCHAU

MODULØR Service

IMPRESSUM

VORSCHAU

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Modulør 4. Jahrgang, www.modulor.ch Herausgeberin Boll Verlag AG Stationsstrasse 49, Postfach 129, 8902 Urdorf Tel. 044 735 80 00, Fax 044 735 80 01 info@bollverlag.ch, www.bollverlag.ch

ModuLØr #8 2011

Redaktion, redaktion@modulor.ch Anzeigen, anzeigen@modulor.ch Abonnemente, abo@modulor.ch

BAUkULtUR VS. tOURISMUS

gescHäftsfüHrer Thomas Walliser, thomas.walliser@bollverlag.ch cHefredakteur Gerald Brandstätter, gerald.brandstaetter@modulor.ch autoren in dieser ausgabe Oya Atalay Franck, Johannes Binotto, Sabrina Contratto Ménard, Sarah Gatto, Herbert Imbach-Röbbeling, Katharina Marchal, Claudia Schwalfenberg, Lara Viceconte art direction Moritz Ulrich, moritz.ulrich@modulor.ch fotografie Simone Vogel, simone.vogel@modulor.ch Lektorat Rita Frommenwiler, Josefine Gamma kundenberatung Lorenza Balzarini, lorenza.balzarini@modulor.ch Beatrice Leuenberger, beatrice.leuenberger@modulor.ch Marcel Gasche, marcel.gasche@modulor.ch Für Italien: Danilo Lepori, danilo.lepori@modulor.ch druck AVD Goldach, Sulzstrasse 10, 9403 Goldach Tel. 071 844 94 44, Fax 071 844 95 55 Preise Jahresabonnement (8 Ausgaben) 89 Franken (Ausland zzgl. Portokosten); Einzelheft 14 Franken erscHeint aM 14. dezeMber 2011 issn 1662-7741

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Namentlich oder mit Initialen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder und Datenträger aller Art übernimmt der Verlag keine Haftung.

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Von Anfang an klar: die Küche von Sanitas Troesch.

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Ruf Lanz

Modulor 07 2011  

Modulor 07 2011 vom 26. Oktober 2011

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