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FEMALE FOCUSED


welcome & line up 2018!

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welcome to

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22. l 23. l 24.06.2018 DRESDEN FREITAG

KENNY KENNY OH OH l GYM Tonic l OREE l EX-DIEL

SAMSTAG Dark Times l Gattaca l Choral Hearse WEAK TIES l ORANG ORANG PARTY!

SAMSTAG & SONNTAG Workshops, Vorträge, Film fb/boeseundgemein666 boeseundgemein666.org Scheune | Alaunstr. 36-40 | 01099 Dresden


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Dears! We have a message for you! böse&gemein ist ein nicht-kommerzielles, community-based DIY-Festival (DIY = do it yourself) in Riot Grrrl*Tradition. Alle sind dazu aufgerufen, sich an der Ausgestaltung eines safe(r) Community-Spaces zu beteiligen und eine gemeinsame und diverse feministische Utopie zu kreieren. Wir sind #positiv und uns sicher, dass das mit der Revolution klappt. Wir freuen uns auf alle Gäst*innen, Künstler*innen und Referent*innen und sind aufgeregt, euch alle kennenzulernen. Jede einzelne Person ist wichtig! Sexismus, Homophobie, Transphobie, Rassismus, Rummackern und andere Diskriminierungsformen werden nicht toleriert.

Betreute Kidz Zone Konzerte 11 € pro Tag oder 22 € für beide Tage Unterstützer*innen-Festivalticket 25 € Vorträge & Workshop kostenfrei Feministische Schlafplatzbörse boeseundgemein@posteo.de Find the englisch schedule at page 6 & 7.

SPRACHEN I LANGUAGES

Whispered interpreting into Arabic and English is available during talks.


Zeitplan & line up 2018!

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Freitag, 22.06. 19 Uhr | Überall The Missies Performance “You Should No”

Bands KENNY KENNY OH OH  GYM Tonic l OREE l EX-DIEL

19 - 21 Uhr | Wolkensaal Festivaleröffnung mit Buchpräsentation & Podium: Our Piece of Punk Mit den Herausgeber*innen, Autor*innen & böse&gemein Samstag, 23.06. 10:30 - 15 Uhr | Draußen, hinter der Scheune Graffiti Workshop Mit Bubbles und Buttercup 11 - 13 Uhr | Queeres Penthouse Queer? #letsnetz Vernetzungsbrunch Mit Euch und Levi vom böse&gemein 12 - 14 Uhr | Wolkensaal Kritische Männlichkeit(en) – Praxisbezogene Perspektive Mit Marc Brandt 13 - 14:30 Uhr | Goldfoyer Schwarze Frauenbewegung in Deutschland Mit Aminata Touré

15 - 16:30 Uhr | Wolkensaal Wer hat Angst vor den Kanak Gals? Diversitätssensible und intersektionale Perspektiven auf weißen Feminismus Mit Aylin Karabulut 17 - 18:30 Uhr | Goldfoyer Feministische Bewegungen und Sexarbeit Mit Ursula Probst und Ruby 17 - 18:30 Uhr | Wolkensaal Poly leben – Wie funktioniert das eigentlich? Mit Inna Baringberg Bands Dark Times l Gattaca l Choral Hearse WEAK TIES l ORANG ORANG PARTY!!


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Sonntag, 24.06. 11 - 12:30 Uhr | queeres Penthouse Spektrum A* – Sex kann man haben, muss man aber nicht Mit A*Team 11 - 14 Uhr | Wolkensaal Einfach nur Fesseln Mit Lisa & Kosmin 11 - 14 Uhr | Ballettstudio Espiral Playfight_Queerfight Mit Alexander Hahne 14 - 16:30 Uhr | Goldfoyer AUSTAUSCH-RAUM zu Selflove & Bodypositivity Mit Feministische Waffelgang 14:30 - 16:30 Uhr | queeres Penthouse Embracing Jealousy Mit Inna Baringberg 14:30 - 16:30 Uhr | Wolkensaal Du kannst dich mal gern haben – Körperarbeit mit Bild & Tanz Mit Constanze Schulte

17 - 19 Uhr | Wolkensaal Fummel, Sekt & Genderwahn – Von der Vertuntung des Menschen orgt!) (Fällt aus, für Ersatz wird ges 17 - 19 Uhr | Goldfoyer Jenseits von Schuld und Fetisch – Über jüdischen Feminismus Mit Debora Antmann 20:00 Uhr Grand Finale // PornFilmWatching Programm wird bald veröffentlicht!


timetable & line up 2018!

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Friday, 22.06. 7 pm | everywhere The Missies Performance “You Should No”

Bands KENNY KENNY OH OH l GYM Tonic l OREE l EX-DIEL

7 - 9 pm | Wolkensaal (Clouds saloon) Festival opening with book presentation and podium discussion: “Our piece of Punk” with the editors, authors & böse&gemein

Saturday, 23.06. 10:30am - 3pm | Outside, behind the “Scheune” Graffiti Workshop for grrrlz With Bubbles and Buttercup 11 - 1 am | Queeres Penthouse Queer? #letsnetz Networking Brunch With you and Levi from böse&gemein 12pm - 2pm | Wolkensaal (Clouds saloon) Critial Masculinity – a practice related perspective With Marc Brandt 1pm - 2:30 pm | Goldfoyer Black Feminist Movement in Germany With Aminata Touré

3pm - 4:30pm | Wolkensaal Who’s afraid of the Kanak Gals? Diversity sensitive and intersectional perspectives towards with feminism With Aylin Karabulut 5 - 6:30pm | Goldfoyer Feminist movement and sexwork With Ursula Probst and Ruby 5 - 6:30pm | Wolkensaal Poly leben – how does this actually work? With Inna Baringberg Bands Dark Times l Gattaca l Choral Hearse WEAK TIES l ORANG ORANG PARTY!!


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Saturday, 24.06. 11am - 12:30pm | queeres Penthouse Spektrum A* – People can have sex, but they don’t have to. With A*Team 11am - 2pm | Wolkensaal Simply chained up With Lisa & Kosmin 11am - 2pm | Ballettstudio Espiral Playfight_Queerfight With Alexander Hahne 2 - 4:30pm | Goldfoyer EXCHANGE-ROOM to Selflove & Bodypositivity With “Feministische Waffelgang” (Feminist waffel gang”) 2pm - 4:30pm | queeres Penthouse Embracing Jealousy With Inna Baringberg 2:30 - 4:30pm | Wolkensaal It’s ok to like yourself – Bodywork with images and dance With Constanze Schulte

5 - 7pm | Wolkensaal Drag, bubbly & gender craze – About the faggotisation of mankind (Event is off, t!) we‘re looking for replacemen 5 - 7pm | Goldfoyer Beyond blame and fetish – About jewish feminism With Debora Antmann 8 pm Grand Finale // PornFilmWatching program is coming soon!


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Bandtexte by the fabulous John Klein

Choral Hearse // Berlin Wieder einmal; in Berlin gegründet. Diesmal kommen die vier Frauen aus der Band aus den Vereinigten Staaten, Israel und Algerien. Irgendwo las ich „Fast schon sphärisch, leider humorlos.“ Hearse= der Leichenwagen. Hallo? Wie, wieso, warum sollte ein Leichenwagen humorvoll sein? Angenehm dunkel, wundervoll schwer, spielen sich CHORAL HEARS ihre Lieder ein. Düster, bedrohlich, selbst beschrieben als: androgynous, witchyvoices. Also kurz ein Ausflug zu den Tracks: mire exhumed = ausgegrabener Schlamm. Chronic departure = eine ständige Abreise. Genau so klingt es. Die Lieder halten das, was sie im Titel versprechen. Und sie bleiben der Geschichte des Metal treu; mit den wundervollen, fast akustischen Intros, dem langsamen und bedachten Aufbau jedes Songs, allerdings hier eines mulmig-unbequemen Konzepts und so gar keiner Auflösung. Das ist womöglich der queere Part innerhalb der Musik von CHORAL HEARSE; Sorry Leute, es gibt keine Auflösung. Aber das wird von einem Leichenwagen auch nicht erwartet.. Manchmal auch zäh, aber wer melancholisch mag und schwer und die Dunkelheit, verweilt. So soll es sein.



SAMSTAG | 23.06.2018


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Dark Times // Norwegen Der Bandname des Trios DARK TIMES ist nicht programmatisch hier. Auch wenn sie aus Norwegen, genauer Oslo kommen. Als norwegische Band im amerikanischen Underground-Punk-Magazin Maximum RocknRoll sowie dem NME und Brooklyn Vegan besprochen zu werden, wäre ein großer Schritt hinaus, aus einer partiellen Dunkelheit, die aber in der Musik sowieso nicht zu finden ist. Mich erinnern sie sogar ein wenig an The Runaways. Schnell, laut, ein wenig schroff, aber eben schroff genug. Sie passen nicht und halten auch keinem Vergleichen stand. Sie legen sie ein unglaubliches Tempo vor, in das du dich hinein legen kannst, wie in eine Kurve. In Girl Hate ist die Stimme über den Gitarren zu hören und versucht gar nicht erst mitzukommen. Aber das will auch niemand. Mensch kann ihnen beim Vorwärtsstürmen zuhören und zusehen. Denn das Ganze anzuschauen ist auch eine wahre Wonne, um es mal so zu beschreiben. Sie wirken gemütlich, sind es aber nicht. Ein Wodka-Tonic mit viel Eis zum zuhören. Bemerkenswert ist auch das Artwork von Maren Karlson, die hier sowohl Cover als auch T-Shirt Vorlagen erstellte, die es hoffentlich beim böse&gemein-Merch zu erwerben gibt. Maren ist auch Gestalterin des Girl Gang Zine. Somit gibt es einige Referenzen für Sonnenaufgänge mit den DARK TIMES.

SAMSTAG | 23.06.2018


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Ex-Diel // Leipzig This is Postpunk. Der Sound ist fast schon narrativ – er erzählt eine Geschichte und der grafische DIYStil des Covers gehört hier durchaus dazu. Was da in der Musik steckt ist jede Menge Joy Division, aber nicht so stringent wie eine Landstraße. Auch ein wenig The Ex, was schon sehr nah dran ist. Nicht ganz so dunkel vielleicht. Es lässt sich auch gut ein Film dabei vorstellen. Viel Leichtes in der punkigen Schwere. Aber sie treiben niemanden an. Es klingt zwischendurch auch ein wenig verzweifelt und hilflos, auch erschöpfend, aber das darf bei musikalischen Geschichten ruhig sein (bei Anderen auch). Die Melodien überlagern sich und die Stimme zerreißt dann doch, wenn etwas erkannt werden will. Abruptes aufhören, dann wieder ausklingen. EX-DIEL ist zu empfehlen, an eine Säule oder Wand gelehnt, mit einem kühlen Getränk und ruhig, ganz ruhig eintauchen. Und dann tanzen. Vielleicht. Oder einfach mal heulen. Auf jeden Fall Zugabe.



FREITAG | 22.06.2018


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Gattaca // Tschechien Recherchiere ich den Namen Gattaca, komme ich immer wieder auf den Film, der in der Tat nicht ganz uninteressant ist. Ich zitiere mal: Is that the only way you can succeed to see me fail? For someone who was never meant for this world, I must confess I‘m suddenly having a hard time leaving it. Of course, they say every atom in our bodies was once part of a star. Maybe I‘m not leaving... maybe I‘m going home. All das stimmt auch im Bezug auf die Band. Fast schon lyrisch? Auf jeden Fall wild und unendlich brutal in der musikalisch besten Weise. Es ist zum Wegrennen und gleichzeitig Stehenbleiben. Die Musik von GATTACA ist medusenhaft, mensch könnte zu Stein werden, wenn wir uns wegdrehen und versuchen zu fliehen. Bei Bandcamp steht; vegan, Punk, CZ. Sie coverten einen Song der Band R.A.M.B.O und nennen es Tribut. Diese wiederum sind eine amerikanische Punkrockband, die für Straight Edge, Anarchie, vegan und Crust Punk steht. Es gibt auch ein Nebenprojekt namens MARNOST, das so viel wie Vergeblichkeit, aber auch Eitelkeit bedeutet. Und falls nicht ohnehin schon Stein, dann fängt da das Gefrieren an. Gut so, denn das bedeutet bleiben und erleben!!! Ob MARNOST, oder hier die Chance mit GATTACA. Es geht in die Adern. It hurts.

SAMSTAG | 23.06.2018


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Gym Tonic // Berlin Wenn eine Band aus Berlin kommt, gilt meistens noch den Zusatz; in Berlin gegründet. GYM TONIC führt Menschen aus Frankreich und Kanada zusammen. Vier Leute, darunter Ex-Mitglieder von The Anna Thompsons und Canyon Spree. Sie klingen, als wären sie schon in einer Schulband zusammen gewesen und würden noch immer zusammen spielen. Und ihre Bühnenpräsentation erweckt diesen Eindruck ebenso. Um mit den Metaphern der Getränke zu bleiben; das hier ist der Aperol Spritz der Musik, falls das zu erwerben ist. Etwas Leichtes und Erhebendes (wer es mag). Eine Mischung aus Surfmusik und Speedpunk, äußerst energetisch zusammengehalten mit Sythi-Sound. Und die Assoziation mit dem Wort GYM geht auf. Wir gehen davon aus, dass vor der Bühne beim Tanzen mehr geschwitzt werden wird als im durchschnittlichen Fitnessstudio. Gymand Tonic war eine Single, die aus einer Improvisation des Musikers James Andrew (Gym) Dakin und dem Work-out Recording von Jane Fonda stammte. Sie stimmte der Veröffentlichung nicht zu. Es entstand etwas anderes. Aber hier gibt es die Möglichkeit eines sanften Work-Outs mit GYM TONIC. Gebt einen Schuss Tequila in den Drink.



FREITAG | 22.06.2018


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Kenny Kenny Oh Oh // Leipzig “Die Kennys sind die Art von Freundinnen, die wir als junge Punk-Girls alle gern gehabt hätten!“ Zitat Ende. (Direkt aus den internen Reihen von böse&gemein). Nicht nur, das Leipzig, von Dresden aus gesehen ja auch „nebenan“ liegt. Die Frauen von Kenny Kenny Oh Oh sind auch nahbar, verständlich, wollen es sein und sich darüber auch mitteilen. Nicht nur in Texten und Liedern, auch in ihrer Präsenz. Der Grundton in einem Interview lautet: Lass dich nicht aufhalten! Schon allein das unterscheidet KENNY KENNY OH OH von vielen anderen Bands. Klar ist es ein Spaß, aber hier findet auch sehr direkt die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Widerständen statt. Es ist eine schöne Vorstellung, dass die Interviews, die Texte, die Aussagen mal in Schulen zu hören wären. An den Wurzeln eines eventuell neuem Bewusstseins, was sich diese Frauen ja auch innig wünschen. Einfach erzählen. Denn in den Fanzines und Underdog-Blogs ist so viel zu lesen. Das der Bandname von einem Lied von Le Tigre stammt und das die Quelle der Inspiration unter anderem auch Bikini Kill ist (was nicht verwundert). Da wird die Punk-Tasche voll gepackt. Voll von wörtlichen Flyern, die verteilt werden wollen. Gerade, aber nicht nur in der Hardcore Szene, die Bands wie KENNY KENNY OH OH immer wieder in Frage stellen. Darum geht es der All Girl- Band auch. Mit ihrer Präsenz immer wieder die steif (…) werdenden Strukturen zu durchbrechen, mit dem: Ich will das jetzt und ich mach das eben auch. Go for it! Endlich, endlich auch bei diesem Festival zu sehen, zu hören und mit Sicherheit zu sprechen, auf ein Bier an der Bar.

FREITAG | 22.06.2018


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Orang Orang // Überall her They made me crazy. Aber in einer guten Art und Weise. Da stellen sich die Fragen: Was ist das eigentlich für eine Band? Und: Woher kommen die? Die Band fand sich zusammen auf einem Festival (Fluff-Festival 2017, sieh an) und deren Members rekrutieren sich aus mehreren anderen Bands, u.a. den Weak Ties, die ja auch auf diesem Festival spielen. Aber auch (haltet euch fest) aus den Bands Abest, Farson, Saturnsaturday und UNRU. Es handelt sich demnach um eine Art super-group, einem Cocktail von einer Band, wobei ich wieder bei den Getränke-Metaphern bin. So viel dazu, das Punk vereint! Im Kern (Wortspiel; core). Und wahrscheinlich sind ORANG ORANG auch so zu beschreiben. So laut bunt, wenn Punk bunt sein kann. Also wirklich wie der Name diese Assoziation vermittelt, dabei ist Orang Orang indonesisch und heißt Mensch. Ein taffes, anspruchsvolles Projekt, dass das, was bei den anderen Bands auf dem Tablett liegt, noch weiter kocht. Laut und schrill. Mit Melodien, für die es einfach mal Geduld braucht. Die mit serviert wird. Auf Eis! Aber Vorsicht, der Cocktail ist hochprozentig! ORANG ORANG-Sängerin Rebecca hat im Rahmen des ersten Auftritts der Band das erste Mal überhaupt ins Mikro gebrüllt, vorher sang sie mit ihrem Einfrauprojekt Saturnsaturday, nie live, nur für sich. Sie sagt: „Ich habe hauptsächlich mit Musik angefangen, weil ich von bestimmten Geräuschen oder Tönen geträumt habe und musste die einfach irgendwie zusammenbringen. Ich berste vor Texten und Ideen und will das in egal welcher Form aus mir herausbringen, ob mit Musik oder anders.“



SAMSTAG | 23.06.2018


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Oree and friends // Dresden OREE ist ein Projekt, das über Carina Hajek Ursprünge und Verbindungen zur Band The Tinted House hat. OREE wurde extra für dieses Festival gegründet, natürlich mit der Option; ongoing. OREE hieß übrigens die Straße, auf der Carina Hajek als Kind gelebt hat. Ihre Friends für das Festival sind zwei Musikerinnen aus Dresden, die aus völlig anderen Richtungen kommen. Das impliziert eine unglaubliche Überraschung, was etwas Wundervolles für ein Festival ist. böse&gemein als Teil der Bandgeschichte! Carina Hajek, die amerikanische Belgierin, der Dresden gut gefällt (wir können das akzeptieren, weil Carina uns gefällt) ist musikalisch in der Stadt umtriebig, ist hier und da mit ihrem fesselnden Gesang zu hören, der hauchenden oder fordernd vorgetragen wird, aber definitiv immer in eine andere, etwas schräge Welt entführt. Ein bisschen wie bei Alice im Wunderland, wo du nicht weißt, welches Fabelwesen hinter dem nächsten Baum hervorspringt und dir wohlschmeckenden Tee anbietet. OREE proben aktuell zwei Mal in der Woche für ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Wir könnten uns nichts Fantastischeres vorstellen, als dass diese Band das Festival eröffnet!

FREITAG | 22.06.2018


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Weak Ties // Bielefeld Muss eine Vier-Uhr-morgens Namensfindung gewesen sein, denn hier bei den WEAK TIES aus Bielefeld ist nichts, aber auch gar nichts weak. Zur Namensfindung ein anderes Mal. Die Musik der vier erinnert an Punk aus den 80er Jahren, an POISON IDEA, BLACK FLAG oder MINOR THREAT. Laura, die Sängerin, ist die Frau auf dem diesjährigen Festival-Plakat. Ein Bild auszuwählen von vielen ist ohnehin immer schon schwer genug. Aber dieses Foto sagt sehr viel darüber aus, wie WEAK TIES spielen und über was sie in ihren Songs sprechen (womit sich böse&gemein sehr gut verbinden kann): kratzig, biestig, ausdauernd, inbrünstig, vor allem Letzteres. So wie Punk eben sein muss. Die Stimme klingt nicht wie aus dem Bauch heraus, sondern durch alles, aber auch alles durch. WEAK TIES sind so etwas wie schnell abgespieltes Karate und machen dazu noch sehr viel Spaß auf der Bühne. Sie gehen mit. Wir versprechen euch, alles, aber auch alles wird zucken. WEAK TIES überrollen, aber in der guten Art, in der orgiastischen. Vorher noch ein Russisch Koks (Kaffee mit Wodka, for whom it may concern), weil: YOU HAVE TO BE STRONG.



SAMSTAG| 23.06.2018


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programm!

Donnerstag / Freitag / Samstag

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Freitag | 22.06.2018 19 Uhr

The Missies Performance „You Should No“ Überall 19 - 21 Uhr

Festivaleröffnung Podium: Queer*Feminismus im Punk Mit den Herausgeber*innen & Autor*in des Buches „Our Piece of Punk“, der Autor*in vom Zine „Femtrail“ & böse&gemein | Wolkensaal Mehr als fünfundzwanzig Jahre nach dem Manifest der Riot Grrrls ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: Was ist passiert seit 1991? Sind die Forderungen der Riot Grrrls von damals eingelöst? Was sind neue sowie immer noch währende Diskurse in der Szene? Tot ist Punk nicht – sagen wenigstens die einen – und auch heute fehlt es nicht an kritischen Stimmen in Bezug auf Rassismus, Sexismus, Homound Trans*phobie in der Punkszene. Einge davon kommen in dem von Barbara Lüdde und Judit Vetter herausgegebenen Buch »Our Piece of Punk« zu Wort. Wir wollen die Festivaleröffnung dazu nutzen ebenfalls mit den Autor*innen ins Gespräch über die aktuelle Punkszene aus queer_feministischer Sicht zu kommen, uns gemeinsam austauschen, weiter zu diskutieren und Ideen zu spinnen. ab 21 Uhr

Konzerte (on time!) Oree I Ex-Diel I Kenny Kenny Oh Oh I Gym Tonic


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The Missies


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Samstag | 23.06.2017 10 - 15 Uhr

Graffiti Workshop Mit Bubbles und Buttercup | Draußen, hinter der Scheune Seid ihr fasziniert von vollgeschmierten Toilettenkabinen, rotzigen Tags und bunten Wänden? Habt ihr euch schon mal gefragt, wie viel Arbeit hinter einem Hall-Piece* eigentlich steckt? Vom Sketch bis zum fertigen Piece – bei uns könnt ihr alles mal ausprobieren. Wir zeigen euch, was ihr aus ‘ner Dose alles rausholen könnt. Wenn ihr Lust habt, meldet euch bitte mit Namen und Alter an. Beeilt euch, denn die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Kommt bitte in alten Klamotten (auch Schuhen!), bei denen ihr kleinere oder größere Farbkleckse verkraften könnt und bringt bestenfalls Vorstellungen mit, was ihr unbedingt schon mal ausprobieren wolltet. Ansonsten braucht ihr nur eure Brotdose, Federmappe und ein wenig weißes Papier – um Dosen und den Rest kümmern wir uns. Bis dann, wir freuen uns auf euch! Wir empfehlen eine Spende von 10 Euro, um die anfallenden Unkosten zu decken. Wenn du dies nicht leisten kannst, kein Problem, sag uns bitte Bescheid, wir finden eine Lösung. * Hall: oft legale, größere Fläche an der gesprüht wird Zur Person Wir sind Bubbles und Buttercup. Zum Graffiti kamen wir vor ca. 5 und 10 Jahren, unsere Zugänge waren dabei unterschiedlich. Während Bubbles vornehmlich durch Freunde anfing zu sprühen und sich auf Character (Figuren) spezialisierte, startete Buttercup vorerst allein, fand aber schnell Partner*innen und betreibt klassisches Stylewriting (Buchstaben). Von schnellen Malaktionen bis hin zu ausgefeilten Konzeptwänden sind wir in den unterschiedlichsten Spielarten des Graffiti erprobt und für jeden Schabernack zu haben. Für dieses Angebot sind FLTI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter) und Nicht-binäre-Menschen herzlich eingeladen, teilzunehmen. Bitte anmelden unter: boeseundgemein@posteo.de


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11 - 13 Uhr

Queer? #letsnetz Vernetzungsbrunch Mit Euch und Levi vom böse&gemein | Queeres Penthouse Vernetzungsbrunch_specially for genderqueer/non binary/genderfluid/agender/bigender/ trans/inter

„Wie es gibt nicht nur männlich und weiblich?“ „aber du bist doch ne Frau?!“ „Ach, das ist doch auch nur ne Phase!“ „Queer-was? Noch nie gehört!“ „Ach du bist also gar kein richtiger Mann!“ „Wasn so schwer dran sich zu entscheiden?“ „Dieser ewige Gendergaga kotzt mich an“ „haben die sonst keine Probleme?!“ Solche Sprüche kommen dir nur zu bekannt vor? Begleiten dich womöglich sogar täglich? Gehen dir mehr als nur hart auf die Nerven? Verletzen dich? Der Vernetzungsbrunch kann ein Ort des Austauschs, des Supports, und der Solidarität sein. Vorhandenes Wissen über beispielsweise Namensänderung und Personenstandsänderung, Ideen und Erfahrungen im Umgang mit feindlichen Sprüchen und übergriffigen Situationen und und und können geteilt werden. #sharingiscaring Alles in entspannter und safer Atmosphäre, alles kann, nix muss. Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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12 - 14 Uhr

Kritische Männlichkeit(en) –  Praxisbezogene Perspektive Mit Marc Brandt | Wolkensaal Theorien zu Kritischen Männlichkeit(en) haben persönliche sowie politische Ziele im Blick. Persönlich beispielsweise, dass der Gefühlsabwehr-Körperpanzer zugunsten von Körperwahrnehmung und Empathie weicht. Politisch werden durch Kritik Herrschaftsansprüche, gesellschaftliche Einengungen und Erwartungen an Gender in Frage gestellt. Eine intensive und kontinuierliche Auseinandersetzung mit sich und mit anderen ist erforderlich. Erster Ansatzpunkt ist hierbei der persönliche Bezug, denn männliche Herrschaft ist tief in Körper eingeschrieben: Die Privilegien, die von klein an eingeübten Dominanz-Verhaltensmuster, der statusorientierte Habitus. Wie lässt sich Männlichkeitskritik nicht nur theoretisch entwickeln, sondern auch im eigenen Verhalten sowie in der kulturellen und politischen Praxis konkret umsetzen? Zur Person Marc Brandt arbeitet in der geschlechterreflektierten Kinder- und Jugendhilfe bei Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V., sowie als Dozent in der Erwachsenenbildung. Aus Party-Orga- und politischen Gruppen, sowie auch als DJ, kennt er Auseinandersetzungen mit Antisexismus im subkulturellem Kontext. Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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13 - 14:30 Uhr

Schwarze Frauenbewegung in Deutschland Mit Aminata Touré | Goldfoyer Aminata Touré, erste Schwarze Abgeordnete in Schleswig-Holstein, wird uns in ihrem Vortrag Einblicke in das Thema des Black Feminism geben. In ihrer Abschlussarbeit setzte sie sich mit der Schwarzen deutschen Frauenbewegung auseinander. Ganz konkret ging sie der Frage nach, wie politisch das Tragen des natürlichen Afros für Schwarze Frauen in Deutschland ist. Diese und andere Aspekte rund um das Thema des Feminismus Schwarzer Frauen in Deutschland wird sie in ihrem Vortrag thematisieren. Es geht um die Heranführung an das Thema und die übergeordnete Frage, wie man feministische Bewegungen stärker zusammenführen und –denken kann. Seit jeher Teil der Frauenbewegung, möchten wir mit diesem Vortrag Raum für die spezifischen Kämpfe Schwarzer Frauen* und Feminist*innen geben, die bis heute zu oft in der allgemeinen Kategorie „Feminismus“ untergehen oder unsichtbar gemacht werden. Zur Person Aminata Touré wurde 1992 in Neumünster geboren. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften und Französischen Philologie in Kiel und Madrid schrieb sie 2016 ihre Bachelorarbeit zum Thema „Natural Hair Movement als politische Ausdrucksform des Schwarzen Feminismus“. Seit 2017 ist sie Landtagsabgeordnete in Schleswig-Holstein für Bündnis 90/Die Grünen. In ihrer Fraktion ist sie Sprecherin für Flüchtlings-, Frauen und Gleichstellungs-, Kinder- und Jugendpolitik sowie Verbraucher*innenschutzpolitik. Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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Aminata Touré


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15 - 16.30 Uhr

Wer hat Angst vor den Kanak Gals? Mit Aylin Karabulut | Wolkensaal

Diversitätssensible und intersektionale Perspektiven auf weißen Feminismus Feministische Diskurse und Praxis sind in Deutschland überwiegend von weißen FLTI* gerahmt. Die fehlende Repräsentation und Sichtbarkeit von pocs in feministischen Auseinandersetzungen und politischen Kämpfen verweisen dabei auf ein gesamtgesellschaftliches Ungleichgewicht. Linke Räume sind dabei ebenso wie feministische in gesamtgesellschaftliche Machtund Herrschaftsverhältnisse eingelassen; gleichwohl sie diese kritisieren und transformieren wollen. Somit stellt sich die Frage nach der (Re-)Produktion von bestehenden Ungleichheiten in diesen Kontexten. Der Vortrag diskutiert vor diesem Hintergrund die Barrierefreiheit des Feminismus in Deutschland aus einer poc Perspektive. Die intersektionale (=ungleichheitsverschränkende) Perspektive des Vortrags möchte auf diese Weise einen Beitrag zur kritischen Reflexion von Privilegien sowie Repräsentation leisten. [Setzen wir uns kritisch damit auseinander, welche Transformationsprozesse notwendig sind, reflektieren wir kritisch Ungleichheit(en), Privilegien und Barrieren & embracen wir Diversität!] Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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17 - 18.30 Uhr

Feministische Bewegungen und Sexarbeit Mit Ursula Probst und Ruby | Goldfoyer

Sexarbeit (oder Prostitution) ist ein komplexes Thema, das immer wieder zum Streitpunkt für feministische Bewegungen wird. In diesem Vortrag wollen wir besprechen, welche feministischen Ansätze zu Sexarbeit es gibt und wo Reibungspunkte liegen, um schließlich der Frage nachzugehen, wie mit Sexarbeiter*innen solidarische Positionen aussehen können. Zur Person Ursula Probst ist Sozial- und Kulturanthropologin und arbeitet zur Zeit an ihrer Promotion zu den Erfahrungen und Perspektiven von Menschen aus zentral- und osteuropäischen Ländern, die in Berlin in der Sexarbeit tätig sind. Mit dem Thema Sexarbeit hat sie sich bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen Forschungsprojekten beschäftigt, darüber hinaus versucht sie sich zu den Themen sexuelle und reproduktive Rechte zu engagieren. Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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Inna Baringberg

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17 - 18.30 Uhr

Poly leben – Wie funktioniert das eigentlich? Mit Inna Baringberg | Wolkensaal Ich glaube die meisten Menschen empfinden durch Polyamorie eine Form von Erleichterung in ihrem Leben - endlich ein Begriff, ein Konzept für das wonach sie sich schon die ganze Zeit gesehnt haben. Ich empfand es ehrlich gesagt eher als einen ziemlich anstrengenden Wendepunkt in meiner Beziehung. Vieles daran hat mich herausgefordert, an meinen Grundüberzeugungen gerüttelt und mich ehrlich gesagt komplett verändert. Das war anstrengend, wunderschön und aufregend. Ich möchte gerne mit euch meine Erfahrungen aus den letzten 5 Jahren teilen. Anstatt über Polyamorie zu schwärmen, teile ich lieber meine widersprüchlichen, intimen, traurigen und zum schmunzeln anregenden Erfahrungen mit euch. Ich ziehe ein kleines polyamores Zwischenfazit meines Lebens, schwärme über neue Herausforderungen und frage mich, was ich anders machen würde wenn ich könnte. Zur Person Inna bloggt auf polyplom.wordpress.com über ihre polyamoren Abenteuer und Geschichten als Queere dyke in Berlin. Seit ein paar Jahren gibt sie mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut Workshops zum Thema Eifersucht und Polyamorie. www.polyplom.wordpress.com Offen Für Alle / Keine Anmeldung 21 Uhr

Konzerte (on time!) Orang Orang I Weak Ties I Choral Hearse I Gattaca Dark Times PARTY! Line-Up: Shannon Soundquist // 80s Wave / ProZecco Klappheck & Böhme // fancy female Pop / Böse & Gemein Twizted Liz // Basz boosted female* artists/ ProZecco


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Sonntag | 24.06.2017 11 - 12.30 Uhr

Spektrum A* – Sex kann man haben, muss man aber nicht Mit A*Team | queeres Penthouse A*sexualität in all ihren Facetten ist schon genauso alt, wie andere, uns vielleicht bekanntere sexuelle Orientierungen. Doch erst seit kurzem sammeln sich Menschen unter dem Begriff der A*sexualität und/oder -romantik und treten aktiv in Austausch miteinander, sowie mit Menschen der gesamten queeren Community. Der von Ehrenamtlichen des Gerede e.V. veranstaltete Workshop soll unter aktiver Teilnahme aller Interessierten die Themen A*sexualität und A*romantik, sowie viele andere sexuelle Orientierungen des „Spektrums A“ ansprechen, erklären, erläutern und hinterfragen. Was ist überhaupt A*sexualität? Welche Orientierungen gibt es noch? Wie gestalten a*sexuelle Menschen ihr Leben und/oder ihre Beziehungen? Neben Diskussion, Input und Methoden stellen sich außerdem Vertreter*innen des A*Teams zur Verfügung, um Fragen zu ihrem Alltag und ihrer Lebensweise zu beantworten. Zur Person Das A*Team ist eine Gruppe für asexuelle* und aromantische* Menschen in Dresden. www.gerede-dresden.de/index.php/ateam.html Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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11 - 14 Uhr

Einfach nur Fesseln Lisa & Kosmin  | Wolkensaal Fesseln heißt, einem Körper zu begegnen und sich auf den anderen Menschen einzulassen. Fesseln ist eine Form der Kommunikation und wie ihr den Moment füllt, ist euch selbst überlassen. Fesseln kann wunderbar wehtun, aber auch eine sanfte Umarmung sein. Fesseln heißt häufig, sich gegen Macker durchsetzen zu müssen, die den Hängepunkt für sich beanspruchen. Wir wollen mit euch einfach nur fesseln, ohne uns in den rassistischen und sexistischen Geschlechterstereotypen der westlichen Fesselszene zu verlieren. Anfangs geben wir euch einen Einblick in die Herkunft der verwendeten Fesseltechniken. Zusammen üben wir, nein zu sagen und führen einfache Fesselungen mit euch durch. Es bleibt Zeit, eure eigenen Ideen auszuprobieren. Es werden bewegungseinschränkende Fesselungen in Bildern gezeigt und Polizeigewalt erwähnt. Die erklärten Fesselungen können, müssen aber nicht bewegungseinschränkend sein. Informationen zur Teilnahme Bitte meldet euch vorher bei uns an. Ihr könnt problemlos allein teilnehmen, merkt bitte an, wenn euch ein:e Fesselpartner:in fehlt. Bitte nehmt nur teil, wenn ihr euch dazu in der Lage fühlt – schlaft vorher, esst Frühstück. Seile sind vorhanden; am besten fesselt es sich in bequemer, eher enger Kleidung. Die Teilnahme ist auf eigene Gefahr. Selbstverständnis Wir sind akademisch gebildet, weiss und von Sexismus betroffen. Lisa fesselt seit einem Jahr, Kosmin seit vier. Kosmin ist außerdem von Transfeindlichkeit und der Feindlichkeit gegenüber psychisch gestörter Menschen (Saneismus) betroffen. Für dieses Angebot sind FLTI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter) und Nicht-binäre-Menschen herzlich eingeladen, teilzunehmen. Bitte anmelden unter:boeseundgemein@posteo.de


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11 - 14 Uhr

Playfight_Queerfight Mit Alexander Hahne | Ballettstudio Espiral Beim Playfight Queerfight begegnest du einem selbstgewählten Gegenüber in der Mitte aufmerksamer Menschen, die zuschauen. Dies bietet dir die Möglichkeit, deine Kraft zu spüren und dich und dein Gegenüber unmittelbar kennenzulernen und zu konfrontieren. Wir machen ein längeres Warm-up zusammen um uns einzustimmen und Kontakt aufzunehmen. Um deine Grenzen kennen zu lernen und zu schauen mit welcher Intention du in das Playfight Queerfight Ritual gehen wirst. Du entscheidest was du willst - spielen? kämpfen? Lustvolles miteinander? Grenzen erleben und dich spüren? Powerplay? Wie ein Welpe kabbeln? Etwas ganz anderes? Deutsch oder Englisch möglich. Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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programm!

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14 - 16:30 Uhr

AUSTAUSCH-RAUM zu Selflove & Bodypositivity Mit der Feministischen Waffelgang  | Goldfoyer Aufbauend auf unserem Workshop zu Selflove & Bodypositivity vom letzten Jahr laden wir euch diesmal zu einem gemütlichen Austauschraum ein, in dem gequatscht, gemalt, gebastelt, miteinander diskutiert und am Thema (weiter)gearbeitet oder auch einfach nur rumgehangen und geglitzert werden darf. Habt ihr Lust, mit uns gemeinsam Strategien und Botschaften auszutüfteln, um mehr Bodypositivity in die Szene zu tragen? Dann kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch! Der Raum ist für die gesamte Zeit offen zugänglich. Eure Waffel-Gang Zur Person Wir sind 6 Freundinnen aus dem Ruhrgebiet. Feminismus und vor allem die Themen Selflove und Bodypositivity haben uns zusammen gebracht“ gekönt von einer gemeinsamen Liebe für Waffeln und Einhörner. Aus unseren Treffen heraus ist die Idee entstanden, die Fragen, die uns beschäftigen, auch in Form von Workshops und Zines mit anderen zu teilen, zu diskutieren und “so hoffen wir“ gemeinsam Momente von Empowerment zu schaffen. feministischewaffelgang.wordpress.com Offen Für Alle / Keine Anmeldung


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14:30 - 16:30 Uhr

Embracing Jealousy Mit Inna Baringberg | queeres Penthouse Eifersucht ist ein Mysterium. Selten wird darüber geredet, noch seltener gehen wir in die Tiefe, entschlüsseln das komplizierte Geflecht und holen es von seinem furchteinflößenden Thron. In den meisten Ratgebern wird es zu einem negativen und ablehnenswerten „Gefühl“ abgestempelt. In der Folge fühlen sich die meisten Menschen schlecht und haben das Gefühl zu scheitern. Nicht in diesem Workshop. Indem wir entschlüsseln, was sich hinter Eifersucht verbirgt, können wir unseren Ängsten und Sorgen begegnen und sie angehen. Anstatt uns noch länger darüber zu ärgern, dass wir immer noch Eifersucht empfinden, können wir sie als Teil von uns akzeptieren und sie dementsprechend behandeln. Die positiven Aspekte von Eifersucht werden dabei ebenso eine Rolle spielen, wie diejenige, für die wir einen Umgang finden wollen. Durch unterschiedliche Methoden, in Einzelarbeit und Gruppengesprächen, habt ihr die Möglichkeit Aspekte eurer Eifersucht kennenzulernen, euch auszutauschen – natürlich nur so viel wie ihr mögt und euch gut tut – und entwickelt durch das Wissen, was hinter Eifersucht steht, Hilfsmittel für einen Umgang damit. Zur Person Inna bloggt auf polyplom.wordpress.com über ihre polyamoren Abenteuer und Geschichten als Queere dyke in Berlin. Seit ein paar Jahren gibt sie mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut Workshops zum Thema Eifersucht und Polyamorie. www.polyplom.wordpress.com Offen Für Alle / Bitte anmelden unter: boeseundgemein@posteo.de


programm!

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14:30 - 16:30 Uhr

Du kannst dich mal gern haben – Körperarbeit mit Bild & Tanz Mit Constanze Schulte | Wolkensaal Unser Körper weiß mehr als das Hirn mitunter in Worte fassen kann. Deswegen wollen wir uns im Workshop behutsam dem körpereigenen Wissen annähern und eine intime Beziehung zu uns selbst eingehen. Das ist nicht nur Self-Love, sondern auch Self-Surprise! Nach einem kurzen Input und Warmup wird ein kreativer Prozess angeleitet. Wenn wir gemeinsam erfahren, was alles sowieso schon in uns steckt – an Antworten, Fähigkeiten und Wissen – kann uns langsam immer egaler werden, was von außen von uns gewollt wird. Empower yourself – let’s dance! Keine tänzerische Vorerfahrung nötig. Bequeme Klamotten mitbringen Zur Person Constanze Schulte ist Feministin und Kulturpädagogin mit Schwerpunkt Tanz und Körper. Sie arbeitet an der Ruhr-Universität Bochum im Kontext Kulturelle Bildung und transkulturelle Sensibilisierung. Freiberuflich realisiert sie verschiedene Tanzprojekte für alle Altersgruppen und entwickelt seit 2014 eigene Performances. Die Verbindung von individueller Körperlichkeit und einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive ist ihr dabei besonders wichtig. Für dieses Angebot sind FLTI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter) und Nicht-binäre-Menschen herzlich eingeladen, teilzunehmen. Es ist keine Anmeldung nötig. 17 - 19 Uhr

Fummel, Sekt & Genderwahn – Von der Vertuntung des Menschen

orgt!)

(Fällt aus, für Ersatz wird ges


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programm!

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17 - 19 Uhr

Jenseits von Schuld und Fetisch – Über jüdischen Feminismus Mit Debora Antmann | Goldfoyer Wer hier auf einen Vortrag zu Antisemitismus hofft, wird leider enttäuscht! Wer dagegen Lust hat eine Idee davon zu bekommen, was jüdischer (Queer_)Feminismus ist: THAT‘S YOUR PLACE TO BE!!! Dabei kreist der Abend um 1 Millionen Fragen: Warum brauchen wir dringend jüdische Perspektiven in unseren Debatten um Intersektionalität? Warum wären/sind jüdische Perspektiven eine Bereicherung unserer unjüdischen queeren und feministischen Politiken? Warum ist „jüdisch“ nicht gleich religiös? Warum ist religiöse_r Jüd_in zu sein aber durchaus widerständig? Was sind eigentlich wc-Deutsche? Wer war eigentlich der Schabbeskreis? Welche Geschichte jüdisch-lesbischen Widerstands gibt es in der BRD? Und was hat das alles mit Queer_Feminismus zu tun? Ganz schön viel auf einmal? Auf jeden Fall! Denn das Judentum versteht Fragen als Ursprung von Wissen! Schauen wir also gemeinsam wohin wir kommen und ob wir am Ende überhaupt Antworten brauchen. An alle Jüd_innen: Ich freue mich auf Euch. Bringt gerne Eure Gedanken und Fragen mit! Hinweis für christlich-sozialisierte Menschen: nehmt mit Euren Fragen und Anmerkungen bitte Rücksicht auf alle anderen. Zur Person Debora Antmann / Debs - Queer_Feministin, Aktivistin, Bloggerin („Don‘t degrade Debs, Darling“), Online-Kolumnistin beim Missy Magazine, wütende Jüdin, politische Bildnerin, semi-aktive Körperkünstlerin und verhinderte Superheldin. Ihre Themen sind vor allem: jüdische Identität, intersektionaler Feminismus, Heteronormativität/ Heterosexismus, Körpernormen, jüdisch-lesbische Widerstands- und Intersektionalitätsgeschichte in der BRD der 1980er und 1990er Jahre und der (un-)jüdische (Queer_)Feminismus der Gegenwart. www.polyplom.wordpress.com Offen Für Alle / Keine Anmeldung 20 Uhr

Grand Finale // PornFilmWatching Programm wird bald veröffentlicht!


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Selbstdarstellung // Musikprogramm!

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ALLGEMEINE INFOS >W  enn ihr Schlafplätze braucht, meldet euch bitte bei uns. People of Dresden: Wenn ihr unsere wunderbaren und spannenden Festivalgäst*innen, Künstler*innen oder Referent*innen aufnehmen möchtet, meldet euch bitte für die feministische Schlafplatzbörse! >W  ir haben eine Kidz-Zone auf dem Festival! Jippi. >W  ir bieten Rückzugsräume für Schwangere, Menschen mit ganz kleinen Kindern und Menschen, die Ruhe brauchen, an. >W  ir bieten, in Kooperation mit dem Gerede e.V., Flüsterübersetzung der Inputs in Arabisch und Englisch an. Wenn ihr Übersetzung braucht, meldet euch beim böse&gemein-Team (sind gekennzeichnet). >W  ir werden eine interne (für alle Beteiligten) und externe (für alle Gäst*innen) Awarenesz-Struktur haben. Infos bekommt ihr vor Ort. >D  ie Scheune ist leider noch nicht barrierefrei (ändert sich in zwei Jahren). Der Konzertraum kann nur über eine Treppe erreicht werden. Wir planen aktuell noch an barrierearmen Zugängen. Gern planen wir mit dir gemeinsam deinen Besuch. Es gibt ein barrierefreies Festivalgelände (Vortragsort = Goldfoyer) und ein WC im Untergeschoss. >W  ir werden – wie immer – eine Solikasse anbieten. Wir starten mit 50 Euro aus der Kollektivkasse, um allen Menschen den Zugang zum Festival zu ermöglichen. Alle Gäst*innen sind eingeladen, in die Solikasse einzuzahlen. >W  ir starten nach Möglichkeit mit Allem sehr pünktlich.

Kontakt für alle Belange: boeseundgemein@posteo.de


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Feministisch Futtern & Solidarisch Spenden Wer feiern kann, muss auch futtern dürfen: beim Festival versorgt euch das KüFa-Kollektiv „Nathalie Lemel“ mit leckerem Essen. Dazu gibt‘s DIY-Smoothies against patriarchy - Pick the apple, smash all fruits and turn everything upside down! Die Spenden kommen feministischen Aktionen in der sächsischen Provinz und der Antirepressionsarbeit zugute.

Punk Positiv Punk bedeutet für uns Selbstermächtigung, Selbermachen, Phantasie und Energie. Punk hat nichts mit einem Outfit oder einer bestimmten Musikrichtung zu tun, Punk kommt von Innen. Seit riot grrrl haben sich die Ansprüche an einen inkludierenden Feminismus verändert, die Vorstellung von Geschlecht und Identität ebenso. Die Machtfrage, die riot grrrl in (Cis-)männerdominierten Szenen gestellt (und beantwortet) hat, ist gleich geblieben. Geändert hat sich wenig. Es geht darum, durch die Verbindung von Feminismus und Punk erlebbare Freiräume zu schaffen – auf und vor der Bühne. Mitgerissen sein durch Musik, Community und Energie – gemeinsam schwitzen, atmen, schreien, tanzen. Es braucht mehr Aufwand, um die Atmosphäre auf einem Konzert nachhaltig zu ändern, als in deine Facebook-Veranstaltung „no sexism“ zu schreiben.

Gehen wir es an!


timetable & line up 2018!

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#  53


timetable & line up 2018!

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Kooperationspartnerinnen Unser Rahmenprogramm wird unterstützt von: Rosa-Luxemburg-Stiftung | Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen | Referat für Gleichstellungspolitik StuRA | linksjugend [‚solid] Sachsen | Sarah Buddeberg | Monika –Lazar-Initiativefonds | Gerede E V Dresden | Frauenbildungszentrum Dresden | Stiftung Äußere Neustadt Dresden


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Let’s

fall in

wit

&

Music Fem

each


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#  57

love

th

Art minism

other!


fb/boeseundgemein666 boeseundgemein666.org Scheune | Alaunstr. 36-40 | 01099 Dresden

böse&gemein festival 2018 Programmheft  

Alle Infos zu Bands, Vorträgen und Referent*innen des quere-feministischen böse&gemein Festivals 2018 in Dresden.

böse&gemein festival 2018 Programmheft  

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