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zine.net/reviews trägt simple Gedanken und Beobachtungen zu unserer Alltagswelt vor, die durch ihren Realismus dem Album eine kalte Tiefe geben. Wem nun beim Hören der CD und Betrachten des Booklets ein Gefühl beschleicht, das hinter den hübsch bandagierten Gesichtern nicht gerade unbekannte Nachwuchsmusiker stecken, hat Recht und bekommt ein Lolli. (Spider)  6 Myspace.com/RosseBrigade

Mergel Kratzer „Isotop“ Seit 28.11.09, RecDep Göteborg ist ein 3er-Sofa & Joel Nygren sitzt stets in der Mitte. Nach Geschlechter-Wechsel der Beisitzer, umfänglicher Politur im Erscheinungsbild sowie Gründung eines eigenen Labels, wirft der (gar nicht) alte Schwede wieder seinen Bulldozer an & präsentiert mit durchaus berechtigtem Stolz das erste Album. Dieses wird „Iso“tonisch mit Respekt-Bites an Kevin Crompton eröffnet... der Sound ist crisp wie Knäckebrot & hat seine Höhepunkte wenn Kratzdistel Klüft auch mal ans Mikro darf. Im Anschluss schnurrt die CoverPussy melodiöser durch die Maske, die Grenzen zwischen EBM & Synthie-Pop verwischen vielschichtig ein ums andere Mal & hinterlassen tiefe Kratzer im Electro-Fachgeschäft. Respekt & „Get a taste“! (Klassmann)  6 Mergelkratzer.de

Phallus Dei „A Day In The Life Of Brian Wilson“ Seit 22.01., Big Blue Records Phallus Dei haben seit dem Jahr ihrer Gründung 1988 diverse Metamorphosen vollzogen. Sie verstehen die hohe Kunst Klangbilder zu erschaffen. Wer sich nach einem Album der

Krautrocklegende Amon Düül II benennt, sollte diese Voraussetzung freilich mitbringen. Vorweg: Dieses Album hätte das Potenzial eines der Top-Alben des Jahres 2010 zu werden, wenn die Szene nicht so Clubhitgeil wäre. Erfreulich ist, kein Geringerer als John Walker von den legendären Walker Brothers konnte zur Mitarbeit motiviert werden. Damit erfüllte sich die Band einen lang gehegten Traum. „Will You Come Now“ ist dann auch das herausragende Stück, bei welchen Herr Walker seine einzigartige Stimme präsentiert. Als zweite Gaststimme fungiert die kanadische Sängerin und Komponistin Clara Engel. Wie wohl LSD-Dauerlutscher und Strandjunge Brian Wilson dieses Album findet? Und warum grüßen Phallus Dei auf ihrem 2001 Album „Nature Mortes“ Dieter Bohlen? (Sir Raze)  6 Phallusdei.com

Pulcher Femina „Darkness Prevails“ Seit 22.01., Decadance Rec. „Schönes Fräulein“ oder so ähnlich könnte man den Bandnamen des italienischen Synth-, beziehungsweise mittlerweile Futurepoppers übersetzen, allerdings passt der nun seitdem dem Weggang von Sängerin Nr. 2, Daniela Bruno nicht mehr so ganz. Schade auch, denn gerade der weibliche, schwebende Gesang machte das letzte Album „Shadow Of The Lovers“ so besonders. Nicht zuletzt auch war die produzententechnische Veredelung durch Volker Lutz (T.O.Y.) positiv hörbar. Das neue Werk allerdings stampft leider größtenteils recht gleichförmig und anbiedernd daher und auch gesanglich gibt’s nicht viele Variationen. Ein paar schöne Melodien sind zwar dabei, aber leider werden die durchlaufend unter ausgenudelten 08/15-Beats begraben. Das hat man davon, wenn man alles alleine machen will, lieber Roberto! Gähn! (Fräulein Beymer)  6 PulcherFemina.com

„The Hillside Strangler“ Ascot Elite Wir schreiben das Jahr 1977. Kenneth Bianci wurde soeben bei der Polizei abgelehnt und ist frustriert. Seine Mutter hat ebenfalls keine Lust mehr auf seine

Anwesenheit, denn ein Mann über 30 sollte nicht mehr zu Hause wohnen. Also zieht er kurzerhand zu seinem Cousin Angelo. Dieser verdient sich mit dubiosen Geschäften den ein oder anderen Dollar nebenbei und kommt eines Tages auf die grandios originelle Idee, Nutten zu beschäftigen. Also sorgt man mit eher nicht legalen Mitteln für weibliches Personal. Doch die Konkurrenz schläft nicht und verpasst den beiden einen Denkzettel. Das ist der Auslöser für eine grausame Mordserie, denn die beiden rächen sich nun. Hört sich interessant an, ist aber vollkommen einschläfernd und ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Langweiler überall gute Kritiken bekommt. Auch die Darstellung von Herrn Howell finde ich ziemlich mau, aber der dümpelt ja schon seit Jahren in C-Movies herum, die nicht mal den Sprung in Provinzkinos schaffen. Die Morde sind wohl auch geschnitten, interessieren aber auch niemanden mehr, denn als der erste passiert, sind bereits qüalend langweilige 40 Minuten vergangen, in denen man jede Menge „coole“ typische 70er Jahre Sprüche erdulden muss, die einem irgendwann zum Hals raushängen. Fazit: Vollkommen langweilige Mischung aus Drama und Thriller (das Wort schon fast ein Hohn), die weder spannend noch unterhaltsam oder sonst irgendwas ist. Der Streifen ist bereits aus dem Jahre 2004, war aber verschollen das wäre er besser mal geblieben. Gääääääääääääähn. (Chucky) 

BODYSTYLER #34 (Feb / Mär . 2010)  

Bodystyler #34 (Feb / Mär . 2010) - X Marks The Pedwalk, Nitzer Ebb, 18 Summers, Davos, Distain, Eurocide, Neotek, Patenbrigade: Wolff, Stat...

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