BODYMEDIA Fitness-Ausgabe 6-2021

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Das Fachmagazin für Fitness und Gesundheit Ausgabe 6-2021

Nur zufriedene Mitglieder bleiben ab Seite 54

Clubreport Gesundheitspark Nidda ab Seite 16 Neue Trends für die Fitnessbranche ab Seite 24 Marktübersicht Aggregatoren ab Seite 66


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Editorial Ausgabe 6/2021

Liebe Leserin, Lieber Leser, Wann waren Sie zuletzt mal so richtig zufrieden? Mit sich und der Welt im Reinen und alles war gut, so wie es war? Eine schwierige Frage, gerade zu einer Zeit, die eine erneute starke Umwälzung durch verschiedene Einflüsse von außen mit sich bringt. Und trotzdem sind wir in der Lage immer wieder Oasen der Ruhe zu schaffen. Sei es durch ein Treffen mit Freunden, einem entspannten Feierabendgetränk oder auch einem Streifzug durch die Natur. Es gibt aber noch eine Zufriedenheit, die einen besonderen Wert hat und nicht so einfach von anderen außerhalb der Fitnessbranche hergestellt werden kann, und zwar die Zufriedenheit nach einem guten Training. Sei es in der Sauna, an der Fitnesstheke beim wohlverdienten Eiweißshake oder auf dem Nachhauseweg – das Gefühl der Zufriedenheit nach einem Training ist einfach unbeschreiblich. Und so geht es sicherlich auch vielen unseren Mitgliedern, denen wir dieses Gefühl ermöglichen. Und so kommen sie immer wieder gerne zu uns, um das Gefühl erneut erfahren zu dürfen. Nun wäre es schön, wenn das schon alles wäre, um einen Kunden langfristig glücklich zu machen und an sich zu binden. Aus der Praxis heraus wissen wir alle, dass es etwas mehr Arbeit bedarf, um das zu schaffen. Die Kundenansprüche werden immer höher und immer mehr Betreiber verstehen, dass es nicht ausreicht, immer nur das neueste Equipment bereitzustellen, um glückliche Kunden bei sich zu haben. Es ist ein ständiger Prozess des Iterierens und der Entwicklung neuer Ideen. In unserem Themenschwerpunkt widmen wir uns genau dieser Sache – wie kann man Mitglieder glücklich machen und so betreuen, dass sie langfristig bei uns im Fitnessstudio trainieren wollen.

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Ein Thema, das sicherlich in einem untergeordneten Maße eine Rolle bei der Mitgliederzufriedenheit spielt, aber selten beachtet wird, ist das Aufgreifen von Trends. So können Bedürfnisse von Mitgliedern befriedigt werden, die aktuell vorherrschen. Daher wollen wir auf die Trends für das kommende Jahr schauen. Für uns von der BODYMEDIA beginnt das nächste Jahr mit etwas ganz Besonderem: einem neuen Layout für die BODYMEDIA. Wir haben lange an einem Relaunch unseres Designs gearbeitet und präsentieren mit der Ausgabe 1-2022 unser komplett überarbeitetes Magazin-Layout. In unserer mittlerweile 16-jährigen Geschichte gab es noch nie so einen umfassenden Eingriff ins Layout wie jetzt. Sie können sich auf jeden Fall auf den neuen Look freuen.

Zufriedene Mitglieder bleiben ihrem Fitnessstudio länger treu – das ist die Kernaussage unseres Themenschwerpunkts, in dem unsere Autoren Tipps zur Mitgliederbin-

Und nun viel Spaß beim Lesen!

dung geben. So komplex der Sachverhalt auch ist, so einfach kann man ihn

Ihr

mithilfe unterschiedlicher Lachgesichter darstellen. Das Ziel muss klar sein: Möglichst viele Mitglieder glücklich zu machen.

Jonathan Schneidemesser

Titelgestaltung: Manuel Fröhlich

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Inhalt Die Themen im Überblick

03 Editorial 08 News

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Eine Location, vielfältige Möglichkeiten Der Activ Campus in Bochum hat optisch einiges zu bieten

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Verschiedene Themenwelten für mehr Gesundheit und Wohlbefinden Der Gesundheitspark Nidda im Portrait

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Welche Fitness-Trends sind 2022 zu erwarten? Wir haben Trend-Experten aus der Branche befragt

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Die Zukunft der Gesundheit Auszüge aus dem Health Report 2022

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Fitnesstechnologie – Freund oder Feind? Dieser Frage sind EGYM und Pulse nachgegangen

42 Vom Zettelwerk zum digitalen Verkauf Der Online-Verkauf von Mitgliedschaften ist ein wichtiger Schritt für Fitnessstudios 48

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Trends in der Digitalisierung Dominik Weirich über die Folgen digitaler Trends

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Mitglieder-Betreuungskonzepte als Schlüssel zum Erfolg Ein Überblick über aktuelle Mitglieder-Betreuungskonzepte

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Hybrides Angebot als Erfolgsfaktor Die Digitalisierung in der Fitnessbranche wird zukünftig weiter voranschreiten

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Keine Angst vor digitaler Betreuung Mehr Mut zu digitaler Mitgliederbetreuung

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Einleitung Marktübersicht Aggregatoren Alle Anbieter auf einen Blick

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„Die Lust auf Fitness und Gesundheit ist überall zu spüren“ Ein Interview mit Benjamin Roth

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Rückblick auf die MEET THE TOP Fitness 2021 Auch die 20. Auflage der MEET THE TOP Fitness war wieder ein voller Erfolg

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Viva Fitness übernimmt marea Fitness Geschäftsführer Viktor Reimchen spricht über die Expansionsoffensive

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Nach Flutkatastrophe: Robinson WellFit Rheinbach wiedereröffnet Jede Menge Arbeit und Herzblut wurde in en Wiederaufbau gesteckt

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Warum Fitnessstudios Auto-Ladesäulen für ihre Mitglieder anbieten sollten Grüne Unternehmen sind bei vielen Mitgliedern gerade im Trend

96

Kolumne: Recht sportlich Auswirkungen der Pandemie auf die Rechte und Pflichten aus einem Fitnessstudiovertrag

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Sich selbst anpassen, um zu motivieren Moderne Führungskräfte motivieren anders


Inhalt Die Themen im Überblick

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Das waren die BODYMEDIA Innovation Days 2021 Die Events fanden im September und Oktober in Ludwigsburg und Bonn statt Kollegen sind auch nur Menschen – Lernen, mit ihnen auszukommen In einem Unternehmen arbeiten viele unterschiedliche Charaktere

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Als Team gute Entscheidungen treffen Welche Methoden haben sich bewährt?

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An die eigene und gemeinsame Kraft zur Veränderung glauben Wie man Selbstzweifel überwindet

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Branchentreff in Faro Die vierte Seminarreise by Linzenich

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126 Neue Kunden und mehr Zusatzeinnahmen durch die Idiag AtemLounge Das Businessmodell im Portrait 132

Die BIA-Messung als Grundlage für einen Ernährungsplan nutzen Wie kann man die Mitglieder mit weiteren Hilfestellungen versorgen?

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Wie Bewegungen besser erlernt werden können Gibt es hierfür einen optimalen Weg?

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„Es bedarf mehr als nur Online-Marketing, um erfolgreich zu sein“ Die Pflichtdisziplinen, um neue Kunden zu gewinnen

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„Kunden identifizieren sich mit dem Image der Marke“ Worauf der Erfolg von Power Plate zurückzuführen ist

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Frauen in Führungspositionen Warum mehr Frauen in Führungspositionen gehören

152 Inserentenverzeichnis 153 Vorschau 154 Zeitstrahl

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News & more Weitere News auf www.bodymedia.de

Peloton-Aktie stürzt ab Peloton hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr drastisch zusammengestrichen. Peloton rechnet nun mit Erlösen zwischen 4,4 Milliarden und 4,8 Milliarden Dollar. Vor drei Monaten war das Unternehmen noch von 5,4 Milliarden ausgegangen. Die Folge: Anleger ließen die Aktie nachbörslich um rund 28 % abstürzen. In dem Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 6 % auf 805,2 Millionen Dollar. Unterm Strich machte Peloton einen Verlust von 376 Millionen Dollar. Auf dem Ergebnis lasten u. a. höhere Logistik-Kosten. Kontakt: +49 (0) 800 / 0010028 // www.onepeloton.de

eaglefit® präsentiert neues EMS-Studio-Konzept Das eaglefit® EMS-System ist kabellos via Funk überall ansteuerbar und ermöglicht ein Training für bis zu zehn Personen. Die Kunden der Fitnessstudios erhalten ihren eigenen kabellosen Trockenanzug, der höchsten Hygienestandards entspricht. Die POWERBox wird direkt am Anzug getragen und bietet die Möglichkeit, kabelloses freies Training im Kursraum, auf der Trainingsfläche und im Freien uneingeschränkt durchzuführen. Der HUB ist das Herzstück des eaglefit® EMS-Systems. Er versorgt gleichzeitig alle POWERBoxen mit dem Signal, welches von der App im Tablet ausgeht. Das Konzept ist so konzipiert, dass Trainierende auch zuhause trainieren können. Kontakt: +49 (0) 7345 / 91880000 // www.eaglefit.de

GA Shaker+ 2.0 erhält EU-Patent Nach zweijähriger Prüfung hat die aus dem TV-bekannte Trinkflasche GA Shaker+ 2.0 das EU-Patent für 42 Länder erhalten. Die Multifunktionsflasche, die in Deutschland produziert wird, ist u. a. mit einer Magnetfunktion ausgestattet, sodass sie an Fitnessgeräten angebracht werden kann. Zudem verfügt der GA Shaker+ 2.0 über einen Karten- und Smartphone-Halter. Um die Bekanntheit und den Vertrieb der cleveren Trinklasche in Europa voranzutreiben, ist Inhaber und Erfinder Gazi Avakthi auf der Suche nach Kooperations- Distributions- und Vertriebspartnern. Zudem sollen im kommenden Jahr einige neue Produkte gelauncht werden. Kontakt: +49 (0) 561 / 28760669 // www.ga-shaker.com

HARDY’s: Zertifiziert als attraktiver Arbeitgeber HARDY’s Fitness ist von Great Place to Work® als „Attraktiver Arbeitgeber“ zertifiziert worden. Das Zertifizierungsprogramm „Great Place to Work® Certified“ wird vom internationalen Forschungs- und Beratungsinstitut vergeben und steht für ein besonderes Engagement bei der Gestaltung der Arbeitsplatzkultur. Bestandteile des Zertifizierungsprogramms sind ein unabhängiges, anonymes Feedback der Mitarbeitenden und die Analyse von Maßnahmen und Programmen der Personalarbeit. Kontakt: +49 (0) 8192 / 93330 // www.hardys-freizeit.de 08


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Technogym verzeichnet Wachstum um 21  % In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz von Technogym um 21 % auf 424,8 Millionen Euro, verglichen mit 351,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das Wachstum im B-to-B-Kundensegment stieg in diesem Zeitraum, u. a. durch die Lockerungen der CoronaVerordnungen, um 15 % auf 292 Millionen Euro. Gleichzeitig ist das Interesse an Produkten und Dienstleistungen für den Heimgebrauch nach wie vor groß und das Wachstum stieg um 36 % auf 133 Millionen Euro. In Europa ist Technogym um insgesamt 15,6 % gewachsen. Kontakt: +49 (0) 6102 / 822380 // www.technogym.com

mobee® 360 mit neuer Schnittstelle zu InBody Die Schnittstelle zwischen InBody und mobee® 360 ermöglicht eine Verbindung zwischen den BIA-Messungen und der Plattform für digitale Diagnostik. Nutzer, die mit InBody und mobee® 360 Premium arbeiten, erhalten ab sofort alle Daten an einer zentralen Stelle. Durch die neue Schnittstelle wird eine Kombination der gewonnenen BIA-Daten mit weiteren wichtigen Faktoren wie Körperstabilität, Wirbelsäulenfunktion, Beweglichkeit, HRV etc. in themenübergreifenden Auswertungen möglich. Zudem werden die InBody-Ergebnisse zur noch verständlicheren und anschaulicheren Kommunikation der Ergebnisse gegenüber Endkunden neu aufbereitet. Kontakt: +49 (0) 656 / 16977177 // www.sportmed.eu

EASYFITNESS und Urban Sports Club starten Zusammenarbeit EASYFITNESS und Urban Sports Club starteten am 1. November ihre exklusive Zusammenarbeit. Durch die Partnerschaft mit EASYFITNESS können die Mitglieder von Urban Sports Club innerhalb der M-, L- und XL-Mitgliedschaft täglich in den 29 Studios einchecken, die von EASYFITNESS selbst betrieben werden. Die Studios sollen vor allem auch von den Firmenkunden in den Einzugsgebieten profitieren. Mitglieder von Urban Sports Club können per App an 29 Standorten einchecken oder mit den Live-Online-Kursen zu Hause und auf Reisen trainieren. Kontakt: +49 (0) 30 / 544450777 // www.urbansportsclub.com

First Debit feiert 10-jähriges Jubiläum Die First Debit GmbH (debifit) feiert dieses Jahr 10-jähriges Jubiläum. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Hamm über 40 Mitarbeiter. Herausforderungen wie gesetzliche Veränderungen, neue Kundenanforderungen oder auch die Covid-Pandemie wurden seitdem gemeistert. Die Verantwortlichen der First Debit GmbH (debifit), Reinhard und Tobias Domnowski, bedanken sich bei allen Partnern und Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei den Mitarbeitern für ihr Engagement. Kontakt: +49 (0) 2381 / 9954030 // www.debifit.de

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FACEFORCE erweitert Team FACEFORCE erweitert das Team um insgesamt drei weitere Arbeitsplätze in den Bereichen Client Success und Sales. Einer der drei Arbeitsplätze ging an Leon Steffgen, der mit seiner Leidenschaft für Sport und durch seine Kommunikationsstärke überzeugt und ab sofort die Bereiche Sales und Client Success unterstützt. Kontakt: +49 (0) 681 / 96592420 // www.face-force.de

Airpressure Bodyforming launcht 3. Hardware-Generation von Slim Belly Im Frühjahr 2022 launcht die Airpressure Bodyforming GmbH die 3. Hardware-Generation von Slim Belly. Die neue Hardware-Generation zeichnet sich durch ein neues Design, optimierte Technik sowie erhöhte Usability in der täglichen Praxis aus. Die Pneumatik-Einheit ist deutlich kleiner und leichter als zuvor. Mit dem Lizenzkonzept Slim Belly® / Slim Legs® können Partnerstudios signifikante Ergebnisse bei der Gewinnung und Bindung von Mitgliedern sowie deutliche Umsatzsteigerungen erzielen. Kontakt: +49 (0) 89 / 21529700 // www.slim-belly.com

clever fit und EGYM kooperieren Das gemeinsame Konzept, der Digital Fitness Floor, verbindet das Fitnessstudio mit Smart-Strength- und Smart-Flex-Geräten und künstlicher Intelligenz. Die neue clever fit App wird mit Unterstützung von EGYM gelauncht und stetig weiterentwickelt. Im Studio selbst liefern der EGYM Fitness Hub und die daran angebundenen Geräte die noch fehlenden Daten zur Errechnung des EGYM BioAge. Damit können die eigenen Trainingsfortschritte verfolgt werden. Mittels Körperanalysen, Kraft- und Flexibilitätsmessungen passt sich das Trainingsprogramm im Digital Fitness Floor an das individuelle Trainingsziel an. Kontakt: +49 (0) 819 / 142211 // www.clever-fit.de

Eleiko stellt neue Rack-Serie Prestera vor Die Prestera-Racks verfügen über eine optimierte Geometrie. Zusammen mit einem skalierbaren Design und bewusst gewählten Materialien entspricht das Eleikos „Weniger-ist-mehr“-Ansatz im Krafttraining, ohne dabei auf Langlebigkeit und Haltbarkeit zu verzichten. Die Pfosten, aus 3 mm Stahl gemacht, und die präzisen Lochabstände sind sowohl auf Kniebeugen als auch auf Bankdrücken ausgelegt. Sie verschaffen den Trainierenden mehr Freiraum innerhalb des Racks, ohne dass dabei auf Stabilität verzichtet wird. Es besteht die Möglichkeit, zwischen dem Half Rack, Double Half Rack oder Power Rack-Rahmen auszuwählen und das Rack mit einer Auswahl an Langhantel-, Fitness- und Lagerung-Attachments auszustatten. Kontakt: +49 (0) 9825 / 7839390 // www.eleiko.com 10


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Bodystreet erhält Green Franchise Award Bodystreet konnte zum ersten Mal den Green Franchise Award gewinnen. Die Preise wurden am 28. Oktober verliehen. Bis zum 1. September hatten sich 33 im Franchiseverband organisierte Unternehmen gemeldet, um eine der Auszeichnungen zu erhalten. Seit 2019 ist die Bodystreet GmbH klimaneutral. Mit dem Erwerb von Klimaschutzzertifikaten haben die Bodystreet Global Headquarters auch 2021 ihre Treibhausgasemissionen ausgeglichen und helfen so einem zertifizierten, internationalen Klimaschutzprogramm mit Gold-Standard in Tanzania. Kontakt: +49 (0) 89 / 45224150 // www.bodystreet.de

ICG-App mit neuer Premium-Funktion In der neuen Premium-Funktion der ICG App stehen ab sofort u. a. virtuelle „Studio und Scenic Coach“ Video-Workouts und über 130 Coach-By-Funktionen zur Verfügung. Hinzu kommen 200 verschiedene und kostenlose Workouts der ICG-Experten und neuen Anzeigefunktionen, wie z. B. die grafische Darstellung der individuellen Herzfrequenz-Zonen. Über das Target Training gibt es die Möglichkeit individuelle Ziele zu setzen und diese für einen vorab bestimmten Zeitraum zu verfolgen. Kontakt: +49 (0) 911 / 544450 // www.indoorcycling.com


News & more Activ Campus

Eine Location, vielfältige Möglichkeiten Text Constantin Wilser

Der Activ Campus in Bochum hat optisch einiges zu bieten. Doch mindestens genauso beeindruckend ist das innovative Konzept, das sich hinter dem Neubau verbirgt. Geschäftsführerin Patricia Andrew vereint auf zwei Etagen verschiedene Zielgruppen und Branchen, die Synergien nutzen und voneinander profitieren können. Der Name Andrew ist in der deutschen Fitnessbranche fest verankert. Jimmy Andrew zeichnet als Gründer für das Unternehmen Scotfit verantwortlich und wird dabei seit einigen Jahren von seinem Sohn James unterstützt. Patricia Andrew bietet Yoga-Konzepte an und hat sich mit ihrer Firma ACT Support auf Desinfektionslösungen für die 12

Fitness- und Gesundheitsbranche spezialisiert. Ihre neueste Herzensangelegenheit ist der Activ Campus, der am 3. September, nach eineinhalb Jahren Bauzeit, feierlich eröffnet wurde. Rund 550 Gäste kamen über den Tag verteilt zur Einweihungsparty. Zu den Gästen zählten Freunde und langjährige Partner, darunter natürlich auch einige be-

kannte Gesichter aus der Fitnessbranche sowie einige regionale Größen wie z. B. Comedienne Waltraud Ehlert. Das Konzept Der Activ Campus ist ein ganzheitliches Kompetenzzentrum und vereint Bewegung, Gesundheit, Sport und Fitness, Fort- und Weiterbildung und


News & more Activ Campus

Patricia Andrew, Geschäftsführerin des Activ Campus, bei der Eröffnungsfeier in der Eventküche

Business unter einem Dach. Im Erdgeschoss des Activ Campus ist neben der Zentrale von Scotfit die Physiotherapiepraxis namens Bewegungsstätte untergebracht. In der modernen Praxis, die von Frederik Bernstein geleitet wird, sind 10 Physiotherapeuten tätig. Neben den Behandlungskabinen steht den Patienten modernstes Trainingsequipment zur Verfügung. Außer den Trainingsgeräten von Scotfit und EGYM gehören auch der skillcourt und eine Körperanalysewaage von seca zur Ausstattung. Auffällig sind im gesamten Activ Campus das moderne und zugleich edle Interior und Design. Auf der oberen Etage befinden sich verschieden große, stylisch eingerichtete Seminarräume, die für verschiedene Zwecke wie zum Beispiel Yoga-Kurse, Tanzkurse, Fortbildungen, Business-Coachings, UnternehmerNetzwerke und Workshops gemietet werden können. Zudem bietet der Activ Campus auch ein eigenes Angebot an Seminaren und Workshops, welches sowohl Einzelpersonen als auch Unter-

nehmen anspricht. Die Veranstaltungen finden hauptsächlich in den Bereichen Entspannung, aktive Stressbewältigung, gesunde Ernährung, Steigerung der Leistungsfähigkeit und Teambuilding statt. Eines der Highlights des Activ Campus ist die große, topmoderne und komplett ausgestattete Eventküche. Unternehmen können die Location mieten, mit oder ohne Koch, um ihre Firmenfeiern oder Teambuildingmaßnahmen durchzuführen. Am Küchenblock können Gruppen von 8 bis 30 Personen das Thema Kochen erleben. Ob als Live-Cooking-Event mit einem Starkoch oder als Kochkurs, Interessenten können aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen. Zukünftig sollen zudem auch Koch-Events mit Spitzenköchen des beliebten Restaurant Five stattfinden. „Das Interesse an den Seminarräumen und an der Eventküche wird immer größer. Einige wollen selbst unter Anleitung kochen, andere sich bekochen lassen und den guten Service genießen. Wir arbeiten mit drei verschiedenen Partnern zusammen,

sodass wir ein Catering für jeden Geschmack und Geldbeutel bieten können“, erklärt Patricia Andrew. Auf der oberen Etage befinden sich zudem einige Räumlichkeiten, die sogenannten Working-Spaces, die fest vermietet sind. Zu den Mietern zählen u. a. Yoga Vidya und ein VideoProduzent. Der hintere Bereich des oberen Stockwerks ist außerdem an ein Beauty-Studio vermietet. Fazit Patricia Andrew hat viel Herzblut in den Activ Campus investiert. Mit viel Engagement arbeitet sie daran, ihre Vision, nämlich eine Location zu schaffen, die Bewegung, Sport, Fitness, Spaß und Business vereint, weiter voranzutreiben. Die Chancen stehen gut, dass diese Vision zukünftig auf großes Interesse stößt. Denn der Activ Campus ist modern, cool, bietet flexible Arbeitsplätze und spricht mit seinem Konzept verschiedenste Zielgruppen an. Als weiterer Pluspunkt kommt die zentrale Lage mitten im Ruhrgebiet hinzu. 13


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Lounge und verschaffen sich so einen zusätzlichen „Raum“ in Ihrem Studio. Bestimmen Sie aus der vielfältigen Auswahl Ihr Motiv. Solevitarium: hinsetzen – einatmen – genießen In einer wunderschönen Umgebung mit fantastischem Panorama können Körper, Geist und Seele für eine kurze Zeit Urlaub machen. Der Sole-Ultraschallvernebler erzeugt aus einer speziellen Solelösung mikrofeinen, trockenen Nebel der über die Atmung und über die Haut aufgenommen wird. In Verbindung mit reinem Sauerstoff und negativen Ionen entsteht die optimale Vitalkur für den ganzen Körper.

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Clubreport Gesundheitspark Nidda

Verschiedene Themenwelten für mehr Gesundheit und Wohlbefinden Text Constantin Wilser

Fitness, Prävention, Rehabilitation und Wellness – der Gesundheitspark vereint verschiedene hochmoderne und topausgestatte Themenwelten. Ziel ist es, die Mitglieder auf dem Weg zu einem nachhaltig gesünderen und aktiveren Lebensstil zu unterstützen. Hierfür hat Inhaber Stefan Euler das Angebot in den vergangenen Jahren stetig sinnvoll erweitert und ein Ambiente geschaffen, in dem sich die verschiedenen Zielgruppen wohlfühlen. Die Anfänge des Gesundheitsparks Nidda gehen bis in das Jahr 1996 zurück. Der damalige Name des 400  m2 großen Studios lautete „Fit & Fun Fitnessclub“. Stefan Euler, der zuvor ein Sportfachgeschäft führte und Events organisierte, ist bereits seit 1999 Studioleiter. Der heute 52-Jährige ist gemeinsam mit seiner Frau, Sonja de Santis-Euler, hauptverantwortlich für den Aufschwung. 2012 erfolgte die Namensänderung in Gesundheitspark Nidda. Der neue Name ging einher mit einem kompletten Umbau und einem vollkommen neuen Konzept. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Gesundheitsparks Nidda wurde 2018 gelegt, als das Studio durch einen Anbau erweitert wurde. Heute trainieren 2.700 Mitglieder in der 2.300 m2 großen Premiumanlage. Alt- und Neubau perfekt miteinander kombiniert Sobald man die Eingangstür des Gesundheitsparks Nidda öffnet, steht man mittendrin im Geschehen. Sofort schweifen die Augen in Richtung Trai16


Clubreport Gesundheitspark Nidda

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Clubreport Gesundheitspark Nidda

Eine der Themenwelten im Gesundheitspark Nidda widmet sich dem Thema Beweglichkeit. An den modern gestalteten Raum schließt die Yoga-Lounge an ningsgalerie. Von der oberen Etage aus, wo sich der Kraft- und Kardiobereich befindet, können die Mitglieder die untere Ebene und den Parkplatz überblicken. Hier befinden sich neben dem Check-in- und dem Bistrobereich zwei elektronische Gerätezirkel, der Diagnostikbereich inklusive Beratungs-Lounge, der große Kursraum sowie der Functional-TrainingKursraum. Was sofort auffällt, ist das moderne, schicke Design. Zahlreiche Motivationssprüche, die die Wände zieren, sowie stylische Lampen, die von der hohen Decke herabragen, sorgen für das gewisse Etwas. Romina Ettl und Dustin Kuhl von Fifty Fifty Design haben im Zuge des Um- und Neubaus 2018 aber nicht nur auf ein zeitloses Design und Interior geachtet, sondern durch den Einsatz von ver-

Der Kursbereich ist wichtiger Bestandteil im Gesundheitspark Nidda. Rund 50 Kurse pro Woche werden in den vier Kursräumen angeboten 18

schiedenen Stilen und Farben in den jeweiligen Räumen Themenwelten geschaffen. Der Functional-Training-Kursraum, der in coolem Schwarz gestaltet wurde, hebt sich deutlich von den hellen Farben auf der Trainingsfläche ab. Die unterschiedlichen Farben und Stile sind sozusagen auch eine Art Orientierungshilfe bzw. Wegweiser für die Mitglieder. Die weiteren Themenwelten bzw. das weitere Trainingsangebot befindet sich im angebauten Teil des Gesundheitsparks Nidda. Den Verantwortlichen ist es gelungen, Alt- und Neubau sowohl thematisch als auch stilistisch perfekt miteinander zu verbinden. In einer Themenwelt können die Mitglieder Beweglichkeits- und Vibrationstraining durchführen. Selbstverständlich wurde auch

hier bei der Gestaltung auf die Details Wert gelegt. Die schwarzen Geräte in Kombination mit dem edlen Holzboden, den weißen Tapeten, den großen runden Spiegeln und den Topfpflanzen, die von der Decke hängen, erzeugen die gewünschte, ruhige Trainingsatmosphäre. Passend dazu schließt an diesen Bereich direkt die Yoga-Lounge an. „Wir haben vier Kursräume und bieten pro Woche 50 Kurse an. Unserem Kursbereich schenken wir große Bedeutung, da wir davon überzeugt sind, dass Mitglieder uns länger erhalten bleiben, wenn sie regelmäßig in der Gruppe trainieren. Wir führen deshalb sehr detaillierte Statistiken und freuen uns, dass über 50 % unserer Mitglieder regelmäßig unsere Kurse besuchen“, erklärt Stefan Euler. Zum Kursangebot zählen zahlreiche Präventionskurse so-


Clubreport Gesundheitspark Nidda

Von der Galerie aus, kann man den Trainingsbereich auf der unteren Ebene überblicken

wie mit Reha-Kids eine Besonderheit. „Reha-Kids bieten wir seit drei Jahren an. Hier wird ein spezielles Trainingsangebot für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren angeboten, das komplett von der Krankenkasse übernommen wird. Das Angebot wird sehr gut angenommen. Schöner Nebeneffekt ist, dass wir einige Eltern von einer Mitgliedschaft überzeugen konnten“, erklärt Jessica Mörschel, die bereits seit zwölf Jahren im Unternehmen tätig und mittlerweile Studioleiterin und Prokuristin ist. Eine weitere Themenwelt widmet sich dem Thema Rücken. Hierfür stehen in einem Trainingsraum u. a. Geräte von Dr. WOLFF zur Verfügung. Auch für die Fans von freiem und härterem Training hat der Gesundheitspark Nidda eine entsprechende Themenwelt parat. Die komplett in Schwarz gehaltene Area verfügt über zahlreiche Racks und Geräte sowie einen großen Freihantelbereich. Bilder von Größen wie Arnold Schwarzenegger und „The Rock“, inklusive passender Zitate, sorgen für reichlich Motivation. „Als ländliche Anlage ist es wichtig, dass wir einer möglichst breiten Zielgruppe das passende Angebot machen können. Dementsprechend ist unser Publikum bunt gemischt. Sowohl jung als auch alt fühlen sich bei uns wohl“, erklärt Stefan Euler. Aber auch Nichtmitglieder fühlen sich im Gesundheitspark Nidda wohl, das zeigen die zahlreichen Kooperationen mit Vereinen aus der Umgebung, die

vor allem während der Saisonvorbereitung die Trainingsmöglichkeiten nutzen, und die Zusammenarbeit mit einem Sportgymnasium. Wellness und Ernährung runden das ganzheitliche Angebot ab Der Wellnessbereich wurde während des Lockdowns erneuert. Neben Lichttherapie und Hydro-Massage zählen zwei Saunen zum Angebot. Die Mitglieder können auf der kleinen, aber feinen Terrasse entspannen oder in einem der beiden Ruheräume relaxen. Selbstverständlich sind auch im Wellnessbereich die Kreativität in Sachen Design und die Liebe zum Detail zu erkennen. Wie

in den Umkleiden und den Toiletten sind die Dschungel-Tapeten ein echter Hingucker. Auch mit einer normalen Lampe hat sich Stefan Euler nicht zufriedengegeben. Sein Mitarbeiter, der als Handwerker festangestellt ist, hat in die Decke des Ruheraums eine selbstgebaute Lampe integriert, die einem Sternenhimmel gleichkommt. Da Abnehmen zu den Hauptmotiven für einen Besuch im Fitnessstudio zählt, kommen im Gesundheitspark Nidda seit Jahren die Abnehmprogramme von myline erfolgreich zum Einsatz. „Wir schulen und unterstützen unsere Kunden durch unsere Lebensphilosophie auch im Ernährungsbewusstsein

Der Kraft- und Kardiobereich befindet sich auf der Galerie

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Clubreport Gesundheitspark Nidda

Der Wellnessbereich im Dschungel-Look bietet zwei Saunen, Hydro-Massage, Lichttherapie und mehrere Ruheräume

In einer weiteren Themenwelt kommen Fans von freiem Training auf ihre Kosten. Die stylische Area ist komplett in schwarz gestaltet

In einer weiteren Themenwelt kommen Fans von freiem Training auf ihre Kosten. Die stylische Area ist komplett in schwarz gestaltet

Der Gesundheitspark Nidda wurde 2018 durch einen Anbau (weißes Gebäude links im Bild) erweitert und bei der Ernährungsumstellung zur nachhaltigen Figurverbesserung“, erklärt Studioleiterin Jessica Mörschel. Angebot und Mitarbeiter als Erfolgsgeheimnis Einen Hauptgrund für den Erfolg des Gesundheitsparks Nidda sieht Stefan Euler in dem hochwertigen, vielseitigen Angebot, das eine breite Zielgruppe anspricht. „Uns ist es in den letzten Jahren gelungen, uns Stück für Stück als Premium- und Gesundheitsanbieter zu positionieren. Unsere Mitglieder wissen unsere Qualität und das gute PreisLeistungs-Verhältnis zu schätzen“, erklärt der Inhaber. Neben dem BasisAngebot können weitere Module wie z. B. Personal Training, Lichttherapie, Massage, Wellness, Vibrationstraining oder regelmäßige Diagnostik-Checks, u. a. mit dem Bodyscan, cardioscan oder dem milonizer on top gebucht werden. Weiterer, wichtiger Bestandteil des Erfolgsgeheimnisses, das macht Stefan Euler immer wieder deutlich, sei sein 20

Team. Er legt einerseits sehr großen Wert auf Beständigkeit, was z. B. daran deutlich wird, dass Jessica Mörschel bereits seit zwölf Jahren den Gesundheitspark Nidda leitet. Andererseits ist es dem Inhaber wichtig, sein 22-köpfiges Mitarbeiterteam stetig durch neue, motivierte Mitarbeiter zu erweitern und als Ausbildungsbetrieb auch Verantwortung zu übernehmen. Derzeit zählen zum Team sechs BA-Studenten. Das Engagement der Mitarbeiter wird z. B. bei den regelmäßig stattfindenden Events deutlich. Bei den Medical Days Ende Oktober, die in Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenkassen stattfanden, konnte der Gesundheitspark Nidda zudem einmal mehr seine Stellung als Gesundheitsanbieter unterstreichen. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist für Stefan Euler Menschlichkeit. Auch deshalb findet mindestens einmal im Jahr ein Charity-Event im Gesundheitspark Nidda statt. So treten beispielsweise Unternehmen gegen Gebühr bei einem Cycling-Marathon an. Die Erlöse kommen dann abwech-

selnd verschiedenen Einrichtungen wie dem Kinder-Hospiz in Wiesbaden oder dem ortsansässigen Tierheim zugute. Fazit Der Gesundheitspark Nidda ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Anlage über Jahre wachsen und erfolgreich sein kann. Die Zertifizierung nach DIN EN 17229 und DIN 33961, die Urkunde als Medical Active Partner und die Auszeichnung für die Arbeit mit dem myline-Abnehmprogramm verdeutlichen diese Entwicklung eindrucksvoll. Auch wenn sich im Gesundheitspark in den letzten Jahren einiges getan hat, ist eines geblieben: Das Team lebt und setzt die Vorgabe von Inhaber Stefan Euler, den Menschen in den Vordergrund zu stellen, Tag für Tag perfekt um. Das Resultat sind langjährige, zufriedene Mitglieder, die auch in schweren Zeiten wie der Corona-Pandemie ihrem Studio die Treue halten. Mit dieser Strategie stehen dem Gesundheitspark Nidda viele weitere, erfolgreiche Jahr bevor.


Clubreport Gesundheitspark Nidda

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Die neuen Trainingswelten von milon und five Mehr Möglichkeiten, mehr Freiheit und mehr Erfolg im Training – das versprechen die neuen Trainingswelten von milon und five. Dank des modularen Aufbaus lassen sich bestehende Konzepte und Techniken sinnvoll kombinieren und alle Zielgruppen adressieren – vom Patienten bis zum Leistungssportler. Der neue ganzheitliche Ansatz hat auch Tobias Labermeier überzeugt. Der Physiotherapeut und Geschäftsführer der Vitova-Gruppe setzt die Trainingswelten für ein neues Vorzeigeprojekt im Rahmen der „Boris Becker International Tennis Academy“ um. Die Trainingswelten von milon und five greifen perfekt ineinander und vereinen sich zu einem effektiven, ganzheitlichen Gesundheitstraining, das nach neuesten sportwissenschaftlichen und physiotherapeutischen Erkenntnissen

ausgerichtet ist. Von der geführten Bewegung hin zur freien Kraftkoordination bieten die Module allen Trainierenden ein dauerhaft abwechslungsreiches Erlebnis – angefangen von der biomechanischen Funktionsanalyse und dem Screening bis hin zu mehrdimensionalen Übungen samt Trainingskontrolle und smarter Steuerung. Ein Herzstück bildet die neue Kombination aus Kraft und Beweglichkeit, aber auch die Ausbildung von kognitiven Fähigkeiten hat ihren Platz. Und wer sich beim freien Training sicherer fühlt, kann mit dem

Die Trainingswelten bauen aufeinander auf und lassen sich sinnvoll kombinieren, aber auch mit bestehenden Angeboten ergänzen 22

völlig frei konfigurierbaren Satztraining an den Q-free-Geräten arbeiten. Tobias Labermeier: „Mich haben vor allem der logische Aufbau und das in sich abgeschlossene System überzeugt. Bisher musste man sich als Trainer oder Trainierender entscheiden: Gehe ich den medizinischen Weg oder den allgemeinen Fitnessweg? Jetzt sehe ich eine schlüssige Kundenreise, die alle Facetten des Trainings abbildet, den Trainingserfolg sicherstellt und mir als Unternehmer nachvollziehbare Prozesse ermöglicht.“

Kontakt milon industries GmbH An der Laugna 2 86494 Emersacker Tel. +49 (0) 8293 / 965500 E-Mail: kontakt@milon.de Web: www.milon.com/trainingswelten


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Themenschwerpunkt Trends 2022

Welche Trends sind 2022 zu erwarten? Text Constantin Wilser

Die Frage, welche Trends in Fitness- und Gesundheitsstudios zu erwarten sind, ist gerade im Hinblick auf die Corona-Pandemie noch spannender als in den Vorjahren. Mit welchen Geräten, Tools, Konzepten und Strategien wird es Clubbetreibern gelingen, verlorene Mitglieder zurückzuerobern und neue Kunden zu gewinnen? Wir haben uns umgehört und sowohl Vertreter der Industrie, Studiobetreiber und weitere Branchenexperten nach ihren Meinungen gefragt. Henrik Gockel, Geschäftsführer PRIME TIME fitness Welche Trends zeichnen sich 2022 für die Trainingsfläche ab? „Vor elf Jahren haben wir das PRIME TIME fitness PREMIUM Trainingskonzept entwickelt. Die reine Trainingsfläche, ohne Kursräume, bestand 2010 aus ca. 45  % Krafttrainingsgeräten inklusive Zirkel, 45  % Kardiogeräten und ca. 10  % freiem Training. Heute sind diese drei Bereiche in unseren Clubs gleich groß. Ich denke, dieses Setup wird auch im Jahr 2022 in Kombination mit unseren Outdoor- und VirtualLive-Workouts erfolgreich sein. 2020 und 2021 war das Personal Training der einzige Mitgliederbereich, der von 8  % auf 12  % gewachsen ist. Hier erwarten wir ein Potenzial von bis zu 20  %, denn 24

für immer mehr Menschen hat Training einen hohen Stellenwert. Suboptimal ist, dass im Club viele Daten generiert, aber viel zu wenig zum Nutzen der Mitglieder genutzt werden. Ich gehe davon aus, dass die digitalen Anbieter unserer Branche sich da 2022 zusammenraufen und offene Schnittstellen anbieten müssen, damit wir als Betreiber die Produkte frei wählen können, die wir nutzen. Geschieht das nicht, wird womöglich ein großer Anbieter eine digitale Disruption der Trainingsfläche anstoßen und dann wird es keinen Software- oder Geräteanbieter mehr geben, der Datenhoheit hat, sondern machtvolle neue Player wie z. B. Apple oder Google oder ein Affiliate dieser wird die Datenmacht übernehmen.“


Themenschwerpunkt Trends 2022

Frank Böhme, Geschäftsführer Just Fit und Synfit 334 GmbH Auf welche Marketing-Trends sollten Studiobetreiber 2022 bauen und warum? „Ich glaube, dass das beherrschende Thema der diesjährigen MEET THE TOP das Thema geldwerter Vorteil bei Betrieblichem Gesundheitsmanagement war und damit verbunden die neue Kooperation für gesundheitsorientierte Fitnessclubs mit dem Zertifizierer Synfit334. Nicht zuletzt durch den Vortrag von Marcel Wergen und mir wurde das extrem beschleunigt und die Nachfrage hält bis heute an. Alleine durch MEET THE TOP haben mehr als 20 Clubs eine Vereinbarung unterschrieben. Firmenfitness ermöglicht ein schnelles Mitgliederwachstum, was wir gerade nach Corona benötigen. Und Synfit334 kann dabei helfen. Synfit334 geht komplett in die

Vorleistung und erst wenn die zentrale Prüfstelle ZPP ihr Okay gibt, fallen geringe Gebühren an, die bereits durch zwei Mitgliedschaften gedeckelt sind. Aber das Beste ist, dass wir dann on Top, noch die ortsansässigen Finanzämter dazu bewegen, das steuerlich abzusegnen. Bereits jetzt haben über 60 Finanzämter ihr steuerliches Go gegeben. Der nächste Vorteil ist, dass gesundheitsorientierte Fitnessclubs sich klar vom Wettbewerb abgrenzen können und für Firmen und Krankenkassen interessant werden. Mein politisches Ziel ist nach wie vor die Senkung der MwSt. auf 7 % und das werden wir in Berlin nur durch geprüfte und staatlich anerkannte Qualität erreichen können. Dafür kämpfe ich als Senator im Senat der Wirtschaft in Berlin und bei jeder politischen Veranstaltung.“

Stefan Weiffen, Partner-Experience-Manager, LES MILLS Germany GmbH Welche Trends werden 2022 in den Kursräumen zu beobachten sein?

„Unser jüngst veröffentlichter Global Fitness Report 2021 belegt, dass Live-Fitness-Erlebnisse noch immer

ganz oben auf der Liste der Studiomitglieder stehen. Dennoch möchten 80  % der Mitglieder zukünftig auch digitale Workouts in ihren individuellen Trainingsplan integrieren. Das Kurserlebnis auch zu den Mitgliedern nach Hause zu bringen und den Zugang dazu so einfach wie möglich zu gestalten wird zukünftig der Schlüssel zum Erfolg sein. Um die vielen Neueinsteiger in den Kursräumen unterzubringen, bieten sich für alle Kursgenres Kurzformate der Kurse an, die für viel Abwechslung beim Training sorgen. HIIT-Workouts sind dabei nach wie vor die beliebteste Trainingsform und innovative Cycle-Workouts erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Eine aktive Einbindung des Kursbereichs in die Trainingspläne der Mitglieder sowie Challenges steigern Interaktion, Motivation und das Communitygefühl im Studio. Studios mit Live-, virtuellen und digitalen Fitnesslösungen werden die Bedürfnisse ihrer Mitglieder am besten bedienen und Trendsetter für 2022 sein.“ 25


Themenschwerpunkt Trends 2022

Nerio Alessandri, Gründer und CEO von Technogym Was wird Ihrer Meinung nach der Mega-Trend 2022 in Fitness- und Gesundheitsanlagen sein? „Auf der ganzen Welt kommen die Menschen wieder zurück zum Training in die Studios. Gesundheit und Wellness sind, mehr denn je, zur absoluten Priorität geworden. Mit der Folge, dass die Studios die erste Anlaufstelle der Kunden sind und sich darauf verlassen wird, dass durch geplantes und betreutes Training sämtliche Fitness-, Sportund Gesundheitsprogramme begleitet werden. Die Beschleunigung des digitalen Trainings sowie des HomeTrainings in den letzten Jahren stellt für die Fitnessstudios eine große Chance dar. Viele Menschen, die während des Lockdowns nicht im Studio trainieren konnten, waren zu Hause weiter

aktiv und sind nun motiviert, an das Home-Training anzuknüpfen. Zudem können sich diejenigen, die über die digitalen Zugänge erstmals mit körperlicher Aktivität und Training begonnen haben, nun auf das vollständige Trainingserlebnis freuen, das nur ein professionelles Fitnessstudio bieten kann. Auf der anderen Seite fällt es denjenigen, die während der Pandemie nicht zu Hause trainiert haben, noch schwer, den Weg zurück in die Clubs zu gehen. Demnach ist das hybride Geschäftsmodell die Zukunft der Fitnessbranche. Menschen werden sowohl zu Hause als auch in den Studios trainieren. In diesem Kontext stellen die digitalen Innovationen das Instrument für Studios dar, die Welle der Transformation reiten und als Chance und Potenzial nutzen zu können.“

Philipp Roesch-Schlanderer, EGYM CEO

Wie wird sich die Digitalisierung 2022 in deutschen Studios weiterentwickeln? Welche Trends sind zu erkennen? „Den Betreibern ist bewusst, dass sich die Branche in einem massiven Wandlungsprozess befindet. Entsprechend hoch ist ihre Bereitschaft, in die Technologie ihrer Einrichtungen zu investieren: Drei Viertel der von uns im Rahmen einer Studie befragten 275 Entscheider gaben an, dass sie 2022 Investitionen planen. Fast die Hälfte derjenigen, die das nicht vorhaben, hat bereits investiert (siehe auch Artikel auf Seite 38/39). Zwei Drittel legen die Priorität ihrer Investitionen auf die Optimierung des Kundenerlebnisses bzw. die Steigerung ihrer Produktivität. Über 60 % investieren, um ihre Einrichtung von anderen zu unterscheiden, während nur eine Minderheit versuchen möchte, mit der Heimfitness-Technologie zu konkurrieren. EGYMs ganzheitliches Fitness-Ökosystem unterstützt die Betreiber mit Konnektivität, intelligenten Geräten und Integration von Drittanbieter-Equipment dabei, sich mit allen sportlichen Aktivitäten der Trainierenden zu verbinden. So holen Betreiber ihre Mitglieder immer genau dort ab, wo sie sind.“

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Themenschwerpunkt Trends 2022

MODULAR + KOMBINIERBAR Nutzen Sie unsere modularen Trainingssysteme separat oder kombinieren Sie sie nach Ihren Wünschen.

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Hans Muench, Muench Solutions GmbH und internationaler Branchenexperte Inwiefern wird die Corona-Pandemie die Trends 2022 beeinflussen? „Die Pandemie hat zwar viele von uns dazu gezwungen, Fitness in geschlossenen Räumen zu betreiben, aber sie hat auch dazu geführt, dass neue Training-Alternativen an Popularität gewonnen haben. Neue Trainingsmöglichkeiten sind wie Pilze aus dem Boden geschossen und haben eine Vielzahl neuer Fitnessbegeisterter angezogen, die ihre neu entdeckten Hobbys wahrscheinlich noch lange nach dem Ende der Pandemie weiterführen werden. Planen Sie als Studiobetreiber Ihr Business so, dass Sie den Anforderungen von morgen gerecht werden. Laut URBN Playground werden die folgenden acht Trends das Jahr 2022 prägen: 1. Online-Fitness wird immer beliebter, 2. Personal Training gewinnt an Popularität, 3. Do-ityourself-Workout-Apps werden stärker genutzt, 4. Training mit dem eigenen Körpergewicht, 5. Achtsamkeit rückt in den Fokus und ist genauso wichtig wie Fitness, 6. die Akzeptanz von Wearable-Technologie steigt, 7. Fitness in der Natur und an der frischen Luft stehen im Mittelpunkt und 8. Fitnessstudios legen Wert auf Vielseitigkeit. Ich

Thomas Nemmaier, stellvertretender CEO ACISO

persönlich sehe zudem noch zwei weitere Trends: Übernahmen von schwächelnden Studios werden zunehmen

und Zusatzverkäufe z. B. durch Personal Training werden für Clubbetreiber zunehmend wichtiger.“

Auf welche Marketing-Trends sollten Studiobetreiber 2022 bauen und warum?

Informationskanäle im lokalen Markt zu kommunizieren steht an erster Stelle. Unsere Kunden profitieren von den ACISO-full-service-Leistungen: Dazu gehört die komplette Palette des ganzheitlichen Online-Marketings wie die hybride Plattform, Website 3.0, OnlineLeadgenerierung und App-Lösungen, alle Offline-Werbetools wie KundenMagazine, Print-Medien mit spezieller Haptik sowie die Basis für erfolgreiches Marketing – die umfassende strategische und marketingspezifische Beratung durch das ACISO-SpezialistenTeam. Mehr denn je tritt nach der Pandemie wieder der Mensch in den Mittelpunkt: Ein starkes, kompetentes und engagiertes Mitarbeiter-Team, gecoacht von einem authentischen Studioinhaber bzw. Studioleiter, wird zum Erfolgsfaktor Nr. 1 im lokalen Fitnessmarkt!“

„Aufbauend auf die unsere Branche betreffenden Mega-Trends individuelle Gesundheit, Digitalisierung/Connectivity und persönliche Sicherheit gilt es, das gesamte Studio-Marketing digital und analog konsequent den Unternehmenswerten und der Unternehmensphilosophie zu unterstellen. Ein unverkennbarer Marktauftritt, eine eindeutige Positionierung, eine konsequente Kundenfokussierung. Entscheidend für den zukünftigen Erfolg ist die Relevanz der Fitnessstudios aus Sicht der Endkunden. Für körperliche Fitness, gesundheitsorientierten Lifestyle und als sozialer Treffpunkt! Diese Kernkompetenzen zu leben und aktiv über alle 28


Themenschwerpunkt Trends 2022

Alexander Pfitzenmeier, Geschäftsführer der IFAA Welche aktuellen Entwicklungen sind derzeit im Ausbildungsmarkt zu beobachten? Welche Trends werden sich 2022 dauerhaft durchsetzen? „Altbewährtes wie Emotionen, PräsenzAusbildungen, persönliche Kontakte und Kundenbetreuung werden wieder stark in den Fokus rücken. Im Kontext der Online-Globalisierung wird Mitarbeiter-Qualifikation noch viel erfolgsrelevanter als bisher. Aber in den zurückliegenden 18 Monaten wurde bei vielen Unternehmen der Schalter umgelegt. Obwohl die IFAA schon seit fast 40 Jahren innovativ und höchst agil ist, hätte ich es mir vor zwei Jahren kaum vorstellen können, dass wir in so kurzer Zeit so viele Neuerungen auf die Straße bringen könnten. Die Vorteile von OnlineEducations, hybriden Ausbildungen, Video-Streamings, Online-Campussen

und Ähnlichem haben jetzt ihren Platz im Bewusstsein der Menschen. Wir sind froh und stolz, dass wir dies alles noch zu Lockdown-Zeiten anbieten konnten und es nun bereits bedarfsgerecht weiterentwickeln können.“

Dominik Weirich, Geschäftsführer FACEFORCE GmbH

Auf welche Marketing-Trends sollten Studiobetreiber 2022 bauen und warum? „Nachdem die Corona-Pandemie mit über 2 Millionen Mitgliedern Verlust zu Buche schlägt, sind die Herausforderungen für den Fitness- und Gesundheitsmarkt klar definiert: zurück zu alter Stärke und mit voller Kraft in Richtung Mitgliederaufbau. Und dazu braucht es einen durchgehenden Strom an Interessenten. Von unseren 1.500 Kunden bekommen wir aktuell verstärkt die Nachfrage nach Maßnahmen über

alle Kanäle hinweg – zu Recht. Fakt ist, dass es viele Kanäle gibt, um Menschen dazu zu bewegen, sich selbst zu bewegen. Kostengünstige Kanäle sind nach wie vor Facebook, Instagram & Co. Weitere Kanäle wie Printanzeigen oder großformatige Offline-Werbemaßnahmen dürfen jedoch nicht fehlen. Auch im Offline-Bereich gibt es durchaus digitalisierte Maßnahmen, um Interessenten zu begeistern. In virtueller Realität gibt es z. B. Promotion-Systeme wie ELIAS, der virtuelle Beratungsassistent der FACEFORCE, welcher altbackene Glückskekse und Glücksräder ablöst. All diese Maßnahmen sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und nach der Pandemie sind wir nicht in der Situation zu sagen, dass man nur einen Kanal bespielt und somit nur einen Teil des Marktes abholt. Als betriebswirtschaftliche Richtlinie für Wachstum im Fitness- und Gesundheitsbereich gilt es 10 % des Vorjahres-Bruttoumsatzes als Marketingbudget einzuplanen. Nur wer jetzt aus allen Rohren feuert und das mit Ausdauer, wird das Ende der Pandemie relativ schadlos überstehen.“

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Hugo Braam, Gründer und CEO Virtuagym Wie wird sich die Digitalisierung in deutschen Studios im Jahr 2022 weiterentwickeln? Welche Trends lassen sich erkennen? „Die deutsche Fitnessbranche befindet sich noch im Transformationsprozess. Aktuelle Innovationen geben Fitnessstudios mehr Möglichkeiten, sich außerhalb der eigenen vier Wände des Fitnessstudios besser mit Kunden zu verbinden und Geschäftsprozesse zu verbessern, und die Entwicklung von Fitness-Software schreitet mit Hochdruck voran. Ich sehe zwei große Trends: Erstens wird die Digitalisierung Fitnessstudios dabei helfen, sich von Gesundheitsclubs zu Gesundheits-

zentren zu entwickeln, die ein ganzheitlicheres Angebot bieten. Mit der Unterstützung von Technologie können Studios nun verschiedene Dienste in eine nahtlose mobile App-Erfahrung einbinden. Diese können von der Integration von Wearable-Technologie bis hin zu Ernährungsberatung und Meditation reichen. Zweitens wird es eine breitere Akzeptanz von Online-VideoWorkouts geben. Ob per Live-Streaming oder durch direktes Hochladen auf integrierte Club-Apps, Fitnessstudios werden versuchen, ihren Kunden die Flexibilität zu geben, zu trainieren, wann, wo und wie sie wollen, da dies das persönliche Engagement und damit die Kundenbindung verbessert.“

Thorsten Grießer, Gründer und Gesellschafter GainCube Solutions GmbH Wird es Trends aus diesem Jahr geben, die sich 2022 etablieren? Wenn ja, warum? „Grün, Klimaneutralität und OutdoorFitness sind die Mega-Trends, die ab 2022 einen besonderen Stellenwert in der Fitnesswirtschaft haben sollten. Wenn die Bürger einer Stadt nicht wis-

sen, wo sie mit und ohne Betreuung Outdoor sportlich aktiv werden können, werden sie weiterhin eher nichts tun. Draußen warten neue Zielgruppen und neue Synergien, z. B. mit Vereinen oder der Stadt, die mit grünen Gesundheitslösungen an der frischen Luft bedient werden wollen. Eine möglichst standardisierte, nachhaltige Bereitstellung von

modernen, digital vernetzten und 24/7 zugänglichen Outdoor-Sport-Orten sind Trend und zugleich Grundvoraussetzungen für die Aktivierung und dauerhafte Information von Bürgern, Inaktiven und Unentschlossenen in ganz Europa. Intelligente Outdoor-Trainingsanlagen, wie der MyGreenestClub, sind sichere und neue Trainingsareale für Laien und Sportler zugleich. Hier die Top-7-Trends für OutdoorFitness-Innovationen von morgen: 1. Sport im Park als Gruppenerlebnis und neue Sport-Lifestyleflächen in den Städten werden als kostenneutraler Einstieg in die Outdoor-Trainingswelt verstärkt angeboten und professionalisiert. 2. Mobile Fitnessclubs werden in Städten zum Einsatz kommen. 3. Temporäre Trainingsareale auf und an Fitnessclubs, z. B. auf Parkplätzen, werden entstehen. 4. Rooftop-Outdoor-Gyms werden zum place to train. 5. Outdoor-Communitys für urbanes Training werden auf- und ausgebaut. 6. Grüne Freiräume in der Stadt werden mehr und mehr zu Sport-Orten der Zukunft. 7. Erste professionelle und sichere Outdoor-Clubs werden in Städten gebaut.“

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Stefan Tilk, Chief Advisor New Business FitTech Company GmbH

Was wird Ihrer Meinung nach der MegaTrend 2022 in deutschen Studios sein? „In Zeiten nach oder besser mit Corona, geprägt durch Unwägbarkeiten wie 3G/2G und intransparente Kosten für Tests, wird es für die Fitnessclubs in 2022 nicht darum gehen,

Wolf Harwath, Geschäftsführer milon Gruppe Wie wird sich die Digitalisierung 2022 in deutschen Studios weiterentwickeln? Welche Trends sind zu erkennen? „Das Fitness- und Gesundheitssystem weltweit muss in den kommenden Jahren einem massiven Änderungsbedarf gerecht werden. Dieser resultiert insbesondere aus der Digitalisierung. Corona hat diesen Trend noch verstärkt. Im Vergleich zu früher sind heute Lösungen gefragt, die sämtliche Studioprozesse ganzheitlich digital abbilden. Dabei zeigt sich immer mehr, dass ‚one fit’s all‘ nicht

den Mega-Trend zu finden, sondern darum, den Mitgliedern und denen, die es noch werden wollen, wieder die Freude am regelmäßigen Training zu vermitteln. Die Möglichkeiten der Digitalisierung helfen dabei, immer individueller auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen: Check-up-Ergebnisse und laufend aktualisierte Trainingspläne können über Smartphone geteilt und besprochen werden, Chatfunktionen in Apps ermöglichen es den Mitarbeiter:innen, nicht nur im Club, sondern auch darüber hinaus mit den Kund: innen Kontakt zu halten und diese zu motivieren. Die zunehmende Erfassung von Daten in allen trainingsrelevanten Bereichen des Studios ermöglicht es, die Trainingserfolge noch umfassen-

der zu erfassen, auszuwerten und im Sinne des Kunden zu bewerten. Neue Technologien und AI zur immer besseren Bewegungserkennung werden eine 1:1-Betreuung auch ohne einen Personal Trainer ermöglichen. All diese Technologien führen aber nur dann zum Erfolg, wenn sie von Menschen für Menschen eingesetzt werden, und das heißt für den Club: Weiterbildung, Weiterbildung und noch einmal Weiterbildung der Mitarbeiter:innen! Nur so werden technologische Entwicklungen für viele Kund:innen nutzbar gemacht. Auch der Wunsch des Verbrauchers, hybride Lösungen zu nutzen, wird weit über das Jahr 2022 hinausreichen. Diejenigen, die solche Konzepte und Produkte entwickeln, werden die Gewinner sein.“

funktioniert, denn Anbieter von Trainingsgeräten können all das in einer einzigen Mega-App schlichtweg nicht liefern. Das ist der Job von Mitgliederverwaltungsprogrammen, den digitalen Mittelpunkten in Studios und Physiotherapiepraxen. Unternehmensprozesse wie Performance Marketing oder Community Management müssen gemeinsam mit neuen Upsell-Strategien sowie den Trainingsdaten auf einer Plattform abgebildet werden. Das Problem dabei: Die meisten Verwaltungsprogramme können auf zu wenig Trainingsdaten zugreifen. Hier kommen wir als Gerätehersteller ins Spiel. Seit 2011 stellen wir mit der milon cloud valide und über lange Zeit fundiert aufbereitete Trainingsdaten zur Verfügung. Das ist unser wissenschaft-

liches Steckenpferd, hier sind wir Profis und darauf werden wir uns auch in Zukunft fokussieren. Kurz und knapp: Wir werden uns öffnen, unsere Trainingsdaten ganzheitlichen Plattformen zur Verfügung stellen und maximalen Kundennutzen bieten.“

Christine Schacht, Bildungsexpertin der IST-Hochschule Welche aktuellen Entwicklungen sind derzeit im Ausbildungsmarkt zu beobachten? Welche Trends werden sich 2022 dauerhaft durchsetzen? „Viele Bildungsanbieter auf dem Fitnessmarkt setzen seit der CoronaPandemie auf Online-Kurse. Das ist nicht verkehrt, wir beim IST arbeiten jedoch bereits seit vielen Jahren nach

dem Blended-Learning-Ansatz und verbinden sinnvoll neueste OnlineMethoden mit ebenso wichtigen Präsenzphasen. Denn klar ist auch: Das beste Argument, um seine Kunden nachhaltig zu überzeugen, sind bestens ausgebildete Trainer. Deswegen setzt das IST seit über 30 Jahren sehr erfolgreich auf fundierte Trainer-Ausbildungen. Für uns ist klar: Auch 2020 ist Qualität das wichtigste Kriterium. Und gleichzeitig die beste Werbung.“ 31


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Digitale Komponenten ergänzen das Training an der SpeedLetiX-Trainingsarena

SpeedLetiX: Kognitives & Koordinatives Training als Erfolgskonzept

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und in einer Welt, die bunt, laut und blinkend ist. Eindrücke fallen von allen Seiten auf uns ein: Musik, Nachrichten, Bilder, Werbung und vieles mehr. Um damit umgehen zu können, müssen die richtigen Entscheidungen immer noch schneller getroffen werden. Unsere Wahrnehmung sowie Denkund Verarbeitungsprozesse müssen zu 100 % leistungsfähig sein. Das heißt, die Anforderungen an die Entwicklung der visuell-kognitiv-motorischen Fähigkeiten eines Menschen im Alltag, Beruf und Sport werden immer wichtiger und anspruchsvoller, was bedeutet, dass diese Bereiche auch zukünftig verstärkt und gezielt trainiert werden müssen. Hightech-Trainingsarena Genau an diesen Anforderungen knüpft SpeedLetiX als Hightech-Trainingsarena an. Komplexe Bewegungsmuster aus Alltag, Beruf und Sport werden ins Training übertragen, die Leistungsfähigkeit in Bewegungsabläufen und Denkprozessen wird verbessert und durch moderne Softwarelösung sichtbar und auswertbar gemacht. 32

Durch das Zusammenspiel von Software und Sensorik ergeben sich ganz neue diagnostische und therapeutische Ansätze. Sportlern, Kindern und Jugendlichen, Reha-Patienten sowie Senioren ermöglicht das Training mehr Gesundheit, schnellere Ausheilung und verbesserte Leistungsfähigkeit. SpeedLetiX steht für: digitale Trainingsanweisung/-steuerung; Übungen, Aufgaben, Spiele werden visuell dargestellt. Umsetzung von Bewegungsabläufen mit hohem Anspruch an Denken, Handeln, Bewegen; Rückspielen und Verarbeiten der Signale; Auswertung und weitere Handlungsableitung zur Trainingssteuerung. • Digitales Training der Zukunft – verbessertes Bewegungsgefühl, gepaart mit optimierter Denkprozessleistung

durch technische Innovation • Zertifiziertes Kurskonzept nach § 20 SGB V • Benutzerfreundliche Trainingssteuerung per App • Spielerisches und dennoch gezieltes Trainieren von vernachlässigten Bereichen • Sport als Erlebnis • Körperliche und geistige Herausforderung

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Die Zukunft der Gesundheit Text Corinna Mühlhausen

Welche Trends werden das gesellschaftliche Leben und die Arbeitswelt prägen und wichtiger Bestandteil eines gesundheitsorientierten Lifestyles sein? Die Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen befasst sich mit diesen Fragen und schaut dabei über den Tellerrand. Ihre wichtigsten Erkenntnisse hat sie im Health Report 2022 zusammengefasst, aus dem sie einige Auszüge vorstellt. Vor allem die Covid-19-Pandemie hat zu einigen Veränderungen im Sozialverhalten geführt. Zwei Beispiele, die jeder aus seinem Alltag kennt, sind die neuen Begrüßungsrituale und das neue, gestiegene Bewusstsein für Hygiene. Doch wie geht es nach der Pandemie mit diesen neuen Errungenschaften weiter? Neue Hygiene-Etikette und Begrüßungsrituale Seit Corona üben wir uns in neuen Ritualen bei der Begegnung mit anderen und nehmen ein neues Bewusstsein für Hygiene und Infektionsrisiken mit in die Zukunft. Die neue Normalität der Berührung zeigt sich beim Einüben neuer Begrüßungsrituale. Ein Trend, der bereits vor Corona an Fahrt gewonnen hat: die Angst vor Viren und Bakterien und der Wunsch nach keimfreien Umgebungen. Im Health Report 2020 haben wir diesen Trend mit dem Begriff Germophobia beschrieben. Schon vor der ersten 34

Infektionswelle im Jahr 2020 erlebte der Markt mit Desinfektionsmitteln und Hygieneprodukten für den Alltag einen regelrechten Boom. Und nach der Pandemie? Werden wir unser Verhalten in Bezug auf Hygiene und Berührungen wieder zurückdrehen? Vermutlich werden sich vor allem die PandemieInnovationen halten, die den Graben zwischen Abstand und Berührung verkleinern: Mund- und Gesichtsmasken, die weniger medizinisch als vielmehr stylisch aussehen. Das japanische Start-up Donut Robotics beispielsweise hat eine smarte Maske namens C-Face entwickelt, die sich mit dem Handy verbindet und so als Device für Anrufe und Textnachrichten fungiert und sogar über eine Übersetzungsfunktion verfügt. Weitere Trends sind Desinfektionsmittel, die in hochwertigen, recycelten Aluminiumflaschen stecken und die Haut zusätzlich pflegen. Wir können davon ausgehen, dass sich die meisten Menschen auch nach dem

Ende der Pandemie bewusst für oder gegen bestimmte Rituale zur Begrüßung entscheiden werden. Umarmungen und der verbindliche Händedruck werden voraussichtlich sparsamer, aber nachdrücklicher zum Einsatz kommen. Mental Imbalance Youth – Die verletzte Generation Noch nie zuvor gab es so viele Kinder und Jugendliche, die in Bezug auf ihre mentale Gesundheit herausgefordert sind. Die Generation Z leidet stärker als jede andere Jugendgeneration vor ihr unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, depressiven Symptomen und Depressionen – Probleme, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurden. Die Isolation des Lockdowns, die fehlenden Strukturen im Tagesablauf und der Bildungsrückstand durch das oftmals nur mäßig erfolgreich umgesetzte Homeschooling machen den jungen Menschen nachhaltig zu schaffen. Auch die Rolle von Computer-


Themenschwerpunkt Trends 2022

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Themenschwerpunkt Trends 2022 die viel von zu Hause aus arbeiten, ins Büro kommen, dann ja meist für den Austausch untereinander. Weniger, um konzentriert zu arbeiten“, ist Frank Karcher, Personalleiter Deutschland von Tata Consultancy Services, überzeugt. Das IT-Unternehmen beschäftigt weltweit 450.000 Mitarbeiter und strebt langfristig eine Präsenzzeit von nur noch 25 % im Büro an (Bergmann 2020).

alle Kanäle hinweg muss noch weiter ausgebaut werden.

Arbeitspsychologinnen und Architekten wie z. B. Gerhard Matzig, Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, fordern nun, die Büros so umzugestalten, dass sie der neuen Arbeitsrealität entsprechen, beispielsweise durch die Einrichtung neuer Denk- und Sozialräume. All das muss in der Büroarchitektur von morgen bewusst herbeigeführt werden, denn diese können zumindest teilweise genutzt werden, um Gesundheit und Wohlgefühl der Mitarbeitenden zu stärken, und damit nicht zuletzt auch deren Produktivität. Dieses Vorhaben gelingt durch Flächen, die für kreative Arbeit, Entspannung und Pausen, den Powernap in der Mittagspause, Sportund Bewegungsangebote oder die Anbindung an moderne Urban-NatureOptionen bieten.

Resonanzräume – Der Büroimmobilienmarkt der Zukunft Die Corona-Krise verändert, wie und wo wir arbeiten – und somit auch die Funktion des Arbeitsplatzes. Büros werden zu Räumen der Begegnung und mentalen Berührung. Der Resonanzraum ersetzt den Präsenzraum. Diese Entwicklung bietet gesundheitliche Herausforderungen, aber auch Vorteile für die körperlich-geistige Balance. Eine wichtige, bleibende Veränderung, die die Covid-19-Pandemie erzeugt hat, ist die Stärkung des Homeoffice. In der Folge sinkt dadurch nicht nur die Zahl der benötigten Büroimmobilienflächen, sondern es verändern sich auch die Anforderungen an diese: Büros sind immer weniger Orte, in denen still gearbeitet wird, sondern sie wandeln sich zu Räumen der Begegnung und zu Orten, an denen Menschen mental berührt werden wollen. Durch diese Entwicklung wird sich nicht nur die insgesamt benötigte Büroimmobilien-Fläche verändern, sondern auch die Nutzung der Räume: „Wir gehen davon aus, dass Gemeinschaftsflächen noch zunehmen werden. Wenn Mitarbeiter,

Zur Person Seit vielen Jahren erhebt die Forscherin Corinna Mühlhausen in regelmäßigen Abständen Zahlen und Fakten, sammelt Beispiele und widmet sich den Entwicklungen unter dem Schlagwort „Healthstyle“. Ihre Gastprofessur für Trend- und Zukunftsforschung, die sie derzeit an der Technischen Hochschule Lübeck am Fachbereich Architektur innehat, nutzt die studierte Gesellschafts- und Kommunikationswirtin auch dazu, ihre Erfahrungen rund um das Thema Gesundheit mit den Notwendigkeiten einer nachhaltigen Stadtplanung in Einklang zu bringen. Die Gesundheitsbauten der Zukunft werden somit zum Spiegelbild gesellschaftlicher Megatrends.

Der Health Report 2022 bietet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Gesundheitsmärkte und zeigt auf, welchen Einfluss die Covid-19-Pandemie auf das Gesundheitssystem haben wird spielen, Social Media und eine in der Corona-Krise allgemein erhöhte Zeit vor dem Bildschirm, die so gut wie alle der unter 18-Jährigen betraf, sind nicht eindeutig zu klären. Es scheint einerseits einen Zusammenhang zu geben, dass sich eine hohe Mediennutzungszeit und ein schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl gegenseitig verstärken; andererseits sind besonders die Social-Media-Kanäle, allen voran TikTok und Instagram, für jüngere Menschen eine wichtige Plattform zum Austausch, auch über psychische Probleme. Es gilt festzuhalten: Die Generation Z holt sich wie keine andere Generation vor ihr im Falle von psychischen Herausforderungen professionelle Unterstützung. Die Bereitschaft, nicht nur am physischen, sondern auch am psychischen Wohlbefinden und der mentalen Gesundheitserhaltung zu arbeiten, werden sich die Kinder und Jugendlichen von heute sicherlich auch als Erwachsene erhalten. In Zukunft werden weitere Angebote benötigt, die bei psychischen Ungleichgewichten Hilfe bieten. Vor allem die Möglichkeit der psychologischen und psychotherapeutischen Betreuung und Begleitung über 36


Themenschwerpunkt Trends 2022

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Fitnesstechnologie – Freund oder Feind? Text Constantin Wilser

Fitnesstechnologie – Freund oder Feind? Dieser Frage sind EGYM und Pulse nachgegangen und haben 275 Entscheidungsträger von Fitnessstudios und Gesundheitseinrichtungen zu diesem Thema befragt. 80 % der Befragten kamen aus Europa. Die Datenerhebung fand im Zeitraum vom 15. Juni bis 15. Juli statt. Folgend werden die wichtigsten Erkenntnisse der Befragung zusammengefasst. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, wie sich die Veränderungen in der Fitnessbranche und beschleunigende Faktoren wie die COVID-19-Pandemie auf die Investitionen in Technologie ausgewirkt haben. Planen Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen, in Zukunft vermehrt in Fitnesstechnologie zu investieren? Und welche Investitionen werden dabei priorisiert? Investitionen während Corona Während der COVID-19-Pandemie haben viele Betreiber Investitionen in Streaming-Inhalte und virtuelle Kurse (42  %) sowie die Einführung von Apps für Smartphones priorisiert (42   %). 63  % der Betreiber sind davon überzeugt, dass digitale Angebote wie Streaming-Inhalte oder virtuelle Kurse ihnen im Wettbewerb helfen werden. Interessant ist, dass von denjenigen, die digitale Angebote als Wettbewerbsvor38

teil ansehen, sich 23  % nicht zutrauen, diese langfristig selbst instand halten und auch warten zu können. Obwohl ein Großteil Investitionen in Technologie als wertvollen Schritt betrachtet, um das Trainingserlebnis über die Grenzen der eigenen Anlage hinaus zu erweitern, werden die Entwicklungen auf diesem Gebiet durchaus auch kritisch gesehen. Auf die Frage „Welche technologische Entwicklung ist deiner Meinung nach die größte Bedrohung für dein Unternehmen?“ gaben 41   % an, dass sie Streaming-Inhalte und virtuelle Personal Trainer als Gefahr für ihr Business sehen. 34   % sind der Meinung, dass Technologien für das Training zu Hause eine Bedrohung darstellen, 21  % stufen Fitness-Apps und 4  % Wearables als ernst zu nehmende Konkurrenz ein. Neben den Investitionen für StreamingInhalte und virtuelle Kurse haben 37  %

in technologische Tools für die Trainingsfläche und 36  % in individuelles Training und weitere technologische Dienstleistungen investiert. Nur 9  % der Befragten gaben an, keine Ausgaben für Technologie getätigt zu haben. Welche Investitionen sind für 2022 geplant? Rund drei Viertel (74,5  %) der Betreiber geben an, dass sie im nächsten Jahr Technologie-Investitionen in ihrer Fitness- oder Gesundheitseinrichtung planen. Die meisten derjenigen, die im nächsten Jahr nicht planen, TechnologieInvestitionen zu tätigen, haben bereits in diesem Bereich investiert (43  %). Für den Rest der Befragten sind fehlendes Budget (21   %), eine unklare Investitionsrendite (14  %) sowie die Unsicherheit darüber, in was investiert werden soll (10  %), die Hauptgründe dafür, kein Geld für digitale Angebote auszugeben.


Was ist der Hauptgrund, warum du diese Investitionen priorisierst?

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61.5%

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Differenzierung im Wettbewerb mit anderen Studios

Was ist der Hauptgrund, warum du diese Investitionen priorisierst?

Wettbewerb mit HeimfitnessTechnologien

17.5%

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Reduktion operativer Kosten

Reduktion der

Kosten für die Mitgliedergewinnung

Abbildung 1 verdeutlicht, warum Fitnessstudiobetreiber Geld für Digitalisierung ausgeben

61.5%

61,5   % der Entscheidungsträger gaben an, dass sie in Technologie investieren, um ihre Einrichtung stärker von anderen Fitnessstudios zu differenzieren. Nur 13  % erhoffen sich von ihren Investitionen vor allem, dass sie mit der Heimfitness-Technologie konkurrieren können. 17,5  % erhoffen sich, dass sie durch ihre Investitionen ihre operativen Kosten senken können, 8  % erhoffen sich eine Reduktion der Kosten für die Mitgliedergewinnung.

13%

Das Mitgliedererlebnis zu verbessern hat Priorität Ergebnisse der Befragung verdeutWelche SchwerpunkteDiesetzt du bei lichen, dass Zwei Drittel (66  %) schwerdeinen Technologie-Investitionen? punktmäßig in Technologien investieren, Welche Schwerpunkte setzt du bei um das Mitgliedererlebnis zu verbesdeinen Technologie-Investitionen? Mitglieder-Erlebnis 52% sern, die Produktivität zu steigern oder Mitglieder-Erlebnis 17.5% 8% beides. Nach der Einschätzung von Reduktion Reduktion der

70  % der Betreiber ist der wichtigste Teil operativer Kosten für die Kosten Mitgliedergewinnung des Mitgliedererlebnisses entweder das 39% individuelle Training und weitere DienstProduktivität Produktivität leistungen oder die Trainingsfläche. 36% 36  % der Technologie-Investitionen werMarketingTechnologie Marketingden für den Bereich Marketing, 21  % für Technologie die Verwaltung getätigt. Differenzierung im Wettbewerb mit anderen Studios

Wettbewerb mit HeimfitnessTechnologien

52%

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Verwaltung

21%

Verwaltung

Abbildung 2 zeigt, in welchen Bereichen Studiobetreiber am häufigsten in digitale Tools investieren

Welche technologische Entwicklung ist deiner Meinung Welche Entwicklung deiner Meinung nach dietechnologische größte Bedrohung für dein ist Unternehmen? nach die größte Bedrohung für dein Unternehmen?

34% 34%

Technologien für das Training zu Hause Technologien für das Training zu Hause

41% 41% Streaming Inhalte & virtueller Personal StreamingTrainer Inhalte(PT) & virtueller Personal Trainer (PT)

Abbildung 3 veranschaulicht, dass Clubbetreiber in technologischen Entwicklungen durchaus auch Gefahren für ihr Business sehen

21% 21%

Fitness Apps Fitness Apps

4% 4%

Wearables & Gadgets Wearables & Gadgets

Die Schwerpunkte bei Investments für die Trainingsfläche Um das Mitgliedererlebnis durch Investitionen in die Trainingsfläche zu verbessern, planen mehr als die Hälfte der Befragten (59  %), in die Produktivität von Trainern und Mitarbeitern sowie in intelligente Fitnessgeräte zu investieren (54,5  %). 45  % der Befragten gab an, Geld für Studio-Apps, Vernetzung und Integration ausgegeben zu haben, 37  % investierten in Tools zur Bewertung der Mitglieder. Im Zuge der Datenerhebung wurde auch die Frage gestellt, welche der folgenden Funktionen dazu bewegen würden, vermehrt auf digital vernetzte Fitnessgeräte und -technologien zu setzen. Auf Platz 1 landete die Antwort Leistungsbewertung und Trainingsempfehlungen, gefolgt von digitalen Betreuungstools für Mitglieder und Trainer und Fortschrittsvisualisierung und Gamification. Auf Platz 4 landete die Antwort Marketingunterstützung zur Bewerbung des Studios. Abgeschlagen auf Platz 5 landeten die Wearables. Quelle: EGYM Whitepaper

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Themenschwerpunkt Trends 2022

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Themenschwerpunkt Trends 2022

Vom Zettelwerk zum digitalen Verkauf Text Christian Hörl

Der Online-Verkauf von Mitgliedschaften ist einer der wichtigsten Schritte für die digitale Zukunft der Fitnessstudios. Vorreiter in diesem Segment ist Christian Hörl mit der DSB GmbH. In diesem Artikel erklärt er, worauf es beim Verkauf von Online-Mitgliedschaften ankommt. Werfen wir einen Blick zurück. Rein in die 80er- bis 90er-Jahre. Eine spannende Zeit für Fitness. Die Branche steckt immer noch in den Kinderschuhen. Das Angebot ist in der Regel einfach und überschaubar. Die größte Herausforderung: die Trainierenden ganzjährig bei der Stange zu halten. Die Branche reagiert auf dieses Problem mit einer einfachen, aber höchst wirkungsvollen Strategie – der Einführung von Ganzjahres-Abos. Diese werden schon nach kurzer Zeit zum großen wirtschaftlichen Treiber der Branche. Der Verkauf gestaltet sich einfach und so war nahezu jeder Clubmitarbeiter in der Lage, ein Abo abzuschließen. 42

Vom einfachen Angebot zur komplexen Angebotsmatrix Parallel dazu etablieren sich mehr und mehr Beratungsfirmen am Markt, die dazu raten, das Angebot zu erweitern und weitere Gebühren einzuführen. Aus dem übersichtlichen Angebot wird schon bald eine komplexe Angebotsmatrix, die von zahlreichen Faktoren abhängt, wie z. B. Laufzeiten, Alter, Ausbildungsstatus, Trainingsintensität, Umfang der Leistungen usw. Der Verkauf gestaltet sich zunehmend schwierig, da die Kunden vor vielen Entscheidungen stehen. Selbst Mitarbeiter durchblicken die Angebotsstruktur nunmehr nach intensiver Einarbeitung.

Der Verkäufer als neues Jobprofil Es entsteht ein völlig neues Jobprofil: der Verkäufer, der eine wesentlich bessere Performance abliefern sollte als ein „einfacher“ Mitarbeiter an der Rezeption. Am besten gut geschult und immer nur per Termin verfügbar. Nicht selten kommt es vor, dass spontane Walk-ins wieder nach Hause geschickt werden, um einen Tag später – mit Termin – wiederzukommen. Man vermeidet es tunlichst, allzu leichtfertig und auf die Schnelle Preise nach außen zu kommunizieren. Man soll sich vor Ort informieren, denn schließlich benötige man eine umfangreiche Bedarfsanalyse, um das passende Angebot zu formulieren.


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Themenschwerpunkt Trends 2022 keiten. Im Mittelpunkt stehen immer wieder das Interesse und die Anforderungen des Kunden. Dieser muss sofort verstehen, was er kauft. Nur dann kann eine schnelle Entscheidung getroffen werden. Kleingedrucktes gehört der Vergangenheit an. Maximale Transparenz und Kundenzentrierung müssen das Credo sein. Kostenlose Testphasen, ein Grundbetrag mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit und individuelle Upselling-Angebote sind eine Selbstverständlichkeit. Dahinter steht die Idee, dass jedes Mitglied nur das bezahlt, was es auch wirklich nutzt bzw. nutzen möchte.

Erfolgreicher Online-Verkauf ist im Kern eine komplexe und ausgeklügelte Angelegenheit, die der Kunde jedoch als äußerst einfach und bedienerfreundlich wahrnimmt

Dem zukünftigen Kunden gefällt das nicht wirklich. Er reagiert im besten Fall mit Ungeduld, im schlechtesten Fall mit komplettem Verzicht und Absage des Termins. Die Clubs werden in den 2000er-Jahren zunehmend abhängig von der Performance des Verkäufers. Leads und Weiterempfehlungen sind die neue Währung und Verkaufsstatistiken werden zum neuen Testament. Große Firmen entdecken das Abo-Modell Zwischen 2010 und 2015 wandelt sich das Bild plötzlich schlagartig. Dank der Digitalisierung ist es erstmals möglich, Abos auch online zu verkaufen. Viele große Firmen wie Amazon, Netflix usw. entdecken jetzt das Abo-Modell für sich und profitieren vom enormen wirtschaftlichen Potenzial. Die User-Freundlichkeit wächst zunehmend und so ist es mit einem Mausklick möglich, Abos abzuschließen, zu verwalten oder auch zu beenden. Nur die Fitnessbranche – einst AboVorreiter – zögert noch. Die komplizierten Mitgliedschaftsformen erweisen sich nun als Handbremse auf dem Weg zum digitalen Verkauf. Viele Clubs halten an ihrer Angebotsmatrix fest, mit der Gefahr, den digitalen Anschluss zu verpassen. Der Kunde hat längst andere Erwartungen. Er will sich schnell und transparent informieren, um eine eigenständige Entscheidung zu treffen, 44

unabhängig von Standort oder Uhrzeit. Am liebsten vom Sofa aus, um 23 Uhr abends. Die Branche zieht nach Heute – nach der schwersten Krise, die die Fitnessbranche je erlebt hat – hat die Digitalisierung in fast jedem Club Einzug gehalten. Manchmal mehr, manchmal weniger intensiv. Der klassische Verkäufer hat inzwischen ausgedient, er wird mehr und mehr durch eine

Performance Marketing statt Einzelaktionen Sind diese Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Online-Verkauf erfüllt, geht es in einem nächsten Schritt darum, das gesamte Marketing darauf auszurichten. Die Firma DSB – der Vorreiter auf dem Gebiet des Online-Mitgliedschaftsverkaufs – setzt auf sogenanntes Performance Marketing: Jede Maßnahme wird datenbasiert entwickelt, umgesetzt und gemessen. Jeder Schritt, jede Maßnahme wird aufeinander abgestimmt und folgt einem durchdachten großen Ganzen. Angefangen von der kompletten Kampagnengestaltung bis hin zur zielgruppenspezifischen Google- und Facebook-/Social-Media-Ads-Planung. „Eine Präsenz

Die User-Freundlichkeit wächst immer mehr – oft reicht 1 Mausklick, um ein Abo abzuschließen verkaufsorientierte Website ersetzt. Doch für erfolgreichen Online-Verkauf braucht es mehr als das. Wer lediglich seine Preisliste ins Netz stellt und darauf hofft, dass die Abschlüsse automatisch eintrudeln, wird lange warten. Erfolgreicher Online-Verkauf ist im Kern eine komplexe und ausgeklügelte Angelegenheit, die der Kunde jedoch als äußerst einfach und bedienerfreundlich wahrnimmt. Digitalisierung setzt Transformation voraus Meistens geht der Digitalisierung eine komplette Transformation des Clubs voraus. Alles muss hinterfragt werden: Angebote, Abläufe und Zuständig-

auf sozialen Medien und Netzwerken ist dafür unerlässlich, genauso wie ein durchdachtes Suchmaschinen-Management im Sinne eines Powerlistings oder die Steuerung und Überwachung von Kunden-Bewertungen“, so DSB-Geschäftsführer Christian Hörl. Die Firma DSB weiß aus langjähriger Erfahrung, wovon sie spricht. Als erste Firma, die im deutschsprachigen Raum in der Lage war, online Abo-Abschlüsse zu tätigen, hat sie schon 2014 eine Cluberöffnung ausschließlich mit digitalem Verkauf sehr erfolgreich durchgezogen. Bis heute wurden Hunderttausende Online-Abos abgewickelt. Eine Einbeziehung aller relevanten


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Im Mittelpunkt aller Anpassungen steht immer wieder das Interesse und die Anforderungen des Kunden

Social-Media-Kanäle war von Anfang an fester Bestandteil der Strategie, um Interessenten zu genieren. Webseiten, die verkaufen Egal, wo der Interessent „abgeholt“ wird, am Ende landet er auf der verkaufsoptimierten Website, die ihrerseits wieder bestimmte Kriterien erfüllen sollte. Die Firma DSB setzt dabei auf eine deutliche Differenzierung von Interessenten und Kunden. Ein einmal eingeloggter Kunde findet auf der Club-Website lediglich die Informationen, die für ihn relevant sind: Kurspläne, Terminbuchungen, Datenverwaltung, aktuelle Aktionen für Zusatzangebote – sogenannte ADD-ONs zur Mitgliedschaft – oder den Zugang zum Live-Stream der Kurse. Klassische Abo-Angebote für Neukunden werden den bestehenden Kunden nicht angezeigt. Ganz anders gestaltet sich die Website für einen zukünftigen Kunden, der sich über den Club im Allgemeinen informieren möchte und womöglich kurz vor der Kaufentscheidung steht. Hier zeigt die Website ausschließlich verkaufsrelevante Inhalte an und jede Seite verfügt über einen „Mitglied werden“-Button. Je weniger Ablenkung vom eigentlichen Ziel, desto besser. Auch eine Weiterleitung auf eine externe Verkaufsseite wirkt sich sehr negativ auf die Abschlussrate aus. Der Kunde soll sich von Anfang bis Ende in der jeweiligen Club-Welt bewegen. Das schafft Sicherheit und Vertrauen. Das oberste Firmencredo von DSB ist die maximale Transparenz für den 46

Kunden. „Als wir DSB gegründet haben, wollten wir den Fitnessclub der Zukunft erschaffen, hochautomatisiert und digital auf der einen Seite und mit maximaler Kundenorientierung auf der anderen Seite. Durch unseren Leitsatz – dass jeder Kunde alles selbst steuern kann – war klar, dass wir auch den Anmeldeprozess diesem Grundsatz unterwerfen müssen“, so Christian Hörl. Die klassische Weiterempfehlung digital gedacht Ist der Interessent schließlich zum Kunden geworden, steht ein weiterer wichtiger Schritt innerhalb des Performance Marketings an: die digitale Weiterempfehlung. Weiterempfehlungs-Marketing hat innerhalb der Fitnessbranche eine lange Tradition. Viele Kampagnen, wie zum Beispiel die in der Branche fest etablierte Sommer-Kampagne, bauen darauf auf, dass zufriedene Mitglieder andere für den Club und das Training begeistern. Menschen treffen sich heute auf sozialen Plattformen, tauschen sich darüber aus und treten miteinander in Kommunikation. Daher liegt es nur allzu nahe, diese Kanäle für das Weiterempfehlungsmarketing zu nutzen, auf spielerische und sympathische Art und Weise. Ein gutes digitales Empfehlungs-Marketing führte in den DSBClubs dazu, dass diese darüber über 40 % der Neukunden gewinnen. Das führt zu erheblichen Kosteneinsparungen beim Werbebudget und zu steigenden Mitgliederzahlen.

Fazit Die Fitnessbranche vollzieht einen großen Wandel. Fitnessclubs bleiben aber auch weiterhin die zentrale Anlaufstelle für Menschen, die an ihrer Gesundheit und ihrer Fitness arbeiten wollen. Der Mensch steht zumindest in vielen Leitbildern von Betrieben immer im Mittelpunkt – das muss jetzt auch gelebt werden und die Angebote danach ausgerichtet werden. Letztlich auch Dank der Digitalisierung ist es für Betriebe heute unerlässlich, den Kunden mit seinen Wünschen und Anforderungen wirklich in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu stellen.

Zum Autor Christian Hörl hat über 30 Jahre Berufserfahrung in der Fitnessbranche. Er ist Inhaber von 16 Fitnessanlagen in allen AngebotsSegmenten, inklusive Ernährungszentrum, Physiotherapie, privater Krankenanstalt und Kosmetikzentrum. In Partnerschaft mit Siggi Manz ist er Geschäftsführer der Firma DSB-digital systemische Betriebskonzepte GmbH und kümmert sich dabei um die digitale Transformation von Fitnessbetrieben.


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Trends in der Digitalisierung Text Dominik Weirich

Trends! Eines der wichtigsten Worte, wenn es um wirtschaftliche Wachstumschancen geht. Trends entstehen immer dann, wenn sich die Ausgangssituation verändert und/oder sich die Möglichkeiten weiterentwickeln. Auch wenn sich die technischen Möglichkeiten weiterentwickelt haben, sind die heutigen Faktoren, welche digitale Trends beschleunigen, sicherlich aufgrund der Corona-Pandemie entstanden. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine weltweite Krise, welche dazu geführt hat, dass sich so viele Lebens- und Geschäftsbereiche in so kurzer Zeit gewandelt haben. Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Fitness- und Gesundheitsbranche zeigt, dass ein Fachkräftemangel einsetzt und während der Pandemie weit über 2 Millionen Mitglieder deutschlandweit gekündigt haben. Diese beiden Tatsachen beschleunigen nun den digitalen Wandel und ziehen einige Trends nach sich. Daher werfen wir im Folgenden einen Blick auf die digitalen Trends in Bezug auf die Mitarbeitergewinnung als auch die Mitgliedersituation. Einige haben das Potenzial, Teil der Zukunft zu werden, andere werden jedoch als Strohfeuer in die Post-Pandemie-Geschichte der Branche eingehen. 48

Digitale Trends im Hinblick auf die Mitarbeitergewinnung Die Corona-Pandemie hat durch den Lockdown dazu geführt, dass viele Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen mussten. Vielerorts wurde versucht, für finanzielle Kompensation bei den Mitarbeitern zu sorgen. Allerdings stieg mit andauerndem Lockdown immer mehr die Ungewissheit und somit kam es, ähnlich wie in der Gastronomie, zu einem Mitarbeiterschwund. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: 1. Mitarbeiter durch Automatisierung ersetzen 2. Mitarbeiter durch digitale Wege rekrutieren

Die erste Möglichkeit klingt wirtschaftlich interessant. Man spart sich die Personalwerbung, die Personalauswahl, die Personalführung und last but not least die Personalkosten. Durch Automatisierung werden allerdings auch die Umsätze gedämpft. Am Beispiel des Vertriebs in Fitnessanlagen: Je höher der Preis der Mitgliedschaft, umso besser muss das Portfolio, aber auch der Vertriebsmitarbeiter sein. Wird der Vertrieb weitestgehend digital gestaltet, darf der Mitgliedsbeitrag eine gewisse Grenze nicht überschreiten, denn ansonsten wird er erklärungsbedürftig. Was man sich also auf der einen Seite spart, bezahlt man im Umkehrschluss


Themenschwerpunkt Trends 2022

Die Akquise von neuen Interessenten, u. a. durch digitales Marketing, ist für Fitness- und Gesundheitsanlagen unabdingbar

mit niedrigeren Margen und somit geringeren Gewinnen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, über Online-Kanäle einen Mitarbeiterpool aufzubauen. Dazu braucht es digitale Systeme und das Know-how hinsichtlich sozialer Online-Plattformen wie Facebook oder Instagram als auch berufsbezogener sozialer Netzwerke wie LinkedIn. Durch diese Art der Digitalisierung werden ebenfalls Kosten gespart, denn die Streuverluste über Printmedien sind einfach mittlerweile zu hoch. Positiv fällt hier ins Auge: Bei guter Auswahl und Führung der Mitarbeiter sind entsprechend höhere Margen möglich. Digitale Trends in Hinblick auf Mitglieder und Interessenten Im Bereich der Interessenten und Mitglieder hat die Corona-Pandemie ebenfalls gewütet. Insbesondere ist die Fluktuationsquote gestiegen. Dies macht zum Abklingen der Pandemie die Akquise von neuen Interessenten unabdingbar. Auch in diesem Bereich hat sich einiges getan: So ist durch das Umverteilen der Budgets von Printmarketing auf digitales Marketing die Steigerung der Effizienz enorm. Mittlerweile sind die Jahresmarketingplanungen komplett digitalisiert und weitestgehend automatisiert möglich. Dies bedeutet einen regelmäßigen Interessenten-

strom durch die Anlage. Und dies ist ganz unabhängig davon, ob man mit viel Personal oder wenig Personal arbeiten will. Aber auch am bestehenden Mitglied ist vieles automatisierbar. Hier sind z. B. die Check-in-Prozesse oder die Verkaufsprozesse von Produkten wie Shakes durch Digitalisierung vollautomatisch möglich. Ob dies zur eigenen Anlage passt oder nicht, muss der Betreiber allerdings selbst abwägen. Als Faustformel gilt: Je individualisierter und somit ertragsreicher ein Angebot ist, umso höher ist der Personalaufwand. Auch bei dem Thema der höheren Individualität können digitalisierte Prozesse helfen, z. B. indem Trainingspläne genauer als je zuvor durch digitale Langzeitmessmethoden an den Trainierenden angepasst werden können. Folgen digitaler Trends Wie man es auch dreht oder wendet – die Digitalisierung hat durch Corona einen starken Schub bekommen. Was dadurch passiert, ist wirtschaftlich betrachtet eine Beschleunigung des Auseinanderdriftens des Discount- und Premiummarktes. Genau genommen bricht der mittelpreisige Sektor weg, denn dieser verliert seine Anteile an den Discount- und den Premiummarkt. Und wenn dies passiert, so weiß man aus jeder anderen Branche, dass es

nur noch der Mensch ist, der im Endeffekt den Unterschied macht. Daher muss man sich, um korrekte Richtungsentscheidungen zu treffen, sowohl über die wirtschaftlichen als auch die menschlichen Aspekte Gedanken machen. Skalierung als digitaler Trend Egal welchen Weg man in der Digitalisierung geht, ob Discount oder Premium, Fakt ist: Jede Entscheidung hat wirtschaftliche Auswirkungen. Wenn man es richtig anstellt, haben beide Wege positive wirtschaftliche Effekte, jedoch ist das Setting ein grundlegend anderes. Dazu muss man sich die Assets, also die Werthaltigkeit, genau anschauen. Anhand von zwei Beispielanlagen wollen wir dies verdeutlichen: Die vollautomatisierte Discountanlage A liefert pro Anlage ein geringes Asset. Daher treten Discountanlagen auch fast ausschließlich in Ketten auf. Der Grund dafür liegt meist im Preis- und Volumendumping. Discountanlage A hat häufig Beiträge um die 30 Euro und Laufzeiten von nur einem bis wenigen Monaten. Hier wird also der bereits sportaffine Massenmarkt angegangen. Daher verfügen diese Anlagen oftmals über 2.000 Mitglieder. Das bedeutet einen monatlich garantierten Umsatz am Beispiel von Discountanlage A von 60.000 Euro. Der Monatsbeitrag in der 49


Themenschwerpunkt Trends 2022

Um einen geeigneten Mitarbeiterpool aufbauen zu können, werden digitale Systeme und das Know-how hinsichtlich sozialer Online-Plattformen, wie Facebook oder Instagram als auch berufsbezogener sozialer Netzwerke wie LinkedIn, benötigt

Beispiel-Premiumanlage B hingegen liegt bei ungefähr 50 Euro und die Vertragslaufzeit beträgt 12 Monate. Solche Premiumanlagen verfügen oftmals über 1.000 Mitglieder. Der garantierte vertragliche Umsatz liegt bei Premiumanlage B also bei 600.000 Euro. Dies spielt zum Beispiel auch bei der Veräußerung von Anlagen eine empfindliche Rolle. Will der Betreiber einen Exit angehen, sind für den Verkauf die garantierten Vertragswerte entscheidend. Das ist auch der Grund, warum Discounter fast ausschließlich in Ketten auftreten. Damit die Höhe des Asset 600.000 Euro beträgt, bedarf es zehn der obigen Beispielanlagen. Welche Philosophie man wählt, ist wirtschaftlich gesehen also Geschmackssache. Der Premiumanbieter hat hohe Personalkosten und hohe Personalverantwortlichkeit. Der Discounter hingegen hat hohe Verbindlichkeiten hinsichtlich der Immobilien und natürlich auch gegenüber den 20.000 Mitgliedern, die er braucht, um die Höhe des Premium-Assets in dem Beispiel der Premiumanlage B zu erreichen. Was man sich auf der einen Seite an Personalverantwortlichkeit spart, legt man auf der anderen Seite an Verbindlichkeiten zu und umgekehrt. Logisch! Menschlichkeit als digitaler Trend Jeder hofft doch, dass er unverzichtbar ist, oder? Dass sein eigenes Leben ei50

nen Sinn hat, oder? Ganz klar: Ja. Digitalisierung wird häufig als Automatisierung missverstanden. Automatisierung ist Teil des Rationalisierungsprozesses und ganz sicher nicht per se schlecht. Allerdings gilt es, wie wirklich erfolgreiche Unternehmer aus dem mittelständischen Sektor wissen, digitale Trends auf einem moralisch intakten Kompass aufzusetzen, sofern man zu werthaltigem Unternehmenswachstum kommen will. Eine der eher unbekannteren Figuren ist sicherlich Bodo Jansen mit seiner Hotelkette Upstalsboom. Durch das Etablieren des digitalen Trends „Menschlichkeit“ unter Beachtung neurophysiologischer Aspekte gelang es seinem Unternehmen zwischen 2009 und 2013, den Umsatz auf 42 Millionen Euro zu verdoppeln. Wohlgemerkt bei 80 % geringerer Mitarbeiterfluktuation. Ein wohl wesentlich prominenteres Beispiel ist die Drogeriekette DM, die mit 6,9 Milliarden Euro und ihren 1.500 Auszubildenden sicherlich nicht allzu viel falsch gemacht hat. All dies wurde jedoch erst durch starke Führungspersönlichkeiten möglich, welche digitale Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung etabliert haben. Nicht die typischen Online-Lernerfolgskontrollen, sondern wahrhaft am Lernenden ausgerichtete wertschätzende teils analoge, teils digitale Prozesse. Wer sich für die Prozesse interessiert, welche dazu führen, durch Digitalisierung und entsprechende Führung die Rentabili-

tät des eigenen Unternehmens um ein Vielfaches zu steigern und dabei sogar die Mitarbeiter- und Kundenfluktuation zu senken, der findet auf der Seite www.kulturwandel.org erste Impulse. Jetzt gilt es, die verlorenen Mitglieder und Mitarbeiter wieder aufzubauen und die Chancen der Digitalisierung in Wachstum zu wandeln. Otto von Bismarck schreibt über den Wiederaufbau nach Krisen: „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends.“ In diesem Sinne ist das Ende der Pandemie willkommen, um als erste Generation nach der Krise mit voller Kraft und vollem Einsatz neue Vermögenswerte aufzubauen!

Zur Person Dominik Weirich ist Diplom-Sportwissenschaftler mit den Schwerpunkten Soziologie, Psychologie und Ökonomie. Er ist Buchautor und Speaker. Als Geschäftsführer der FACEFORCE GmbH entwickelt er selbst Innovationen für die Fitnessbranche.


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Themenschwerpunkt Mitglieder-Betreuungskonzepte

Mitglieder-Betreuungskonzepte als Schlüssel zum Erfolg Text Thomas Taimer

Erfolgreiche Mitgliederbetreuungssysteme sind der Schlüssel zur Kundenbindung und Kundengewinnung überhaupt. Zu ihrer näheren Betrachtung sollte zunächst die Frage beantwortet werden, was eine gute Betreuung für den Kunden bedeutet. Wann fühlt sich ein Mitglied aus seiner Sicht gut in das Training eingewiesen, bestens und nachhaltig gut betreut und was muss geschehen, damit ein Kunde auch nach ein oder zwei Jahren im Studio immer wieder neue, motivierende Trainingsimpulse verspürt? Eines ist für die Trainer und ihren Kundenumgang unzweifelhaft unabdingbar: jeden Kunden als Individuum anzusehen und den absoluten Willen zu haben, die definierten Ziele gemeinsam mit ihm zu erreichen. Ehrliches Interesse verbunden mit fachlicher Kompetenz und herzlichem Umgang sind die Basis einer guten kompetenten Betreuung und des Trainingserfolges. Es gilt herauszufinden, was das richtige Training für den jeweiligen Kunden ist und dies individuell angemessen zu planen, weder mit einer Unterforderung noch mit einer Überforderung, sondern jederzeit wirksam zielgerichtet unterstützend. Welche Mitglieder-Betreuungskonzepte gibt es? Es stehen mittlerweile die unterschiedlichsten Konzepte und Systeme am Markt zur Verfügung. Die Bandbreite ist groß: zum einen gibt es Konzepte, die offline schon seit vielen Jahren erfolgreich angewendet werden wie bspw. Fit100, Fit50, zum anderen digitale Systeme für die modernere Anwendung von Herstellern wie z. B. die Apps der führenden Geräteanbieter. Relevant ist die Entscheidung dahingehend, welcher Club welches Konzept umsetzen kann. Es gibt Studios, die leider bis heute nicht über stabiles WLAN verfügen und denen daher die Grundvoraussetzungen für eine digitale Betreuung schlicht fehlen. Ande54


rerseits gibt es Anlagen, die sich im Hinblick auf die Mitarbeitersituation keine personalintensive Offlinebetreuung leisten und nur digital arbeiten können. Es muss differenziert werden, um welchen Club es sich handelt, wie viele Mitglieder und welche Mitarbeiterressourcen und Strukturen vorhanden sind. Erfolgreiche Anwendung haben analoge Systeme wie z. B. Fit100 in der Vergangenheit gefunden. Sie haben gezeigt, dass ein Club mittlerer Größe hier hervorragende Betreuung leisten kann. Der intensive und regelmäßige Kundenkontakt ist gewährleistet, da jede Trainingseinheit persönlich vom Trainer gegengezeichnet wird. Das System verbindet Trainings- und Erfolgskontrollen in der Dokumentation und wirkt fluktuationssenkend. Regelmäßige Zielgespräche, die Erhebung des Status quo und die Besprechung der nächsten Trainingsperiode geben Sicherheit und Vertrauen. Die Schwachstelle dieses Systems ist, dass hier nur die aktiven Mitglieder betreut werden. Was zeichnet gute MitgliederBetreuungskonzepte aus? Ein gutes Betreuungskonzept benötigt generell einen strukturierten Eingliederungsprozess und eine dauerhafte intelligente Kontaktverfolgung. Es sollten alle notwendigen Daten des Kunden erfasst werden können, um einen optimalen Betreuungsablauf zu gewährleisten. Einen Ansatz zum Thema effektives Betreuungsprogramm liefert z. B.

das Hybridsystem von ACISO. Zum einen deckt es den optimalen Einstieg für den Neukunden ab, d. h. die digitale Unterstützung in der Betreuung, zum anderen auch die dauerhafte Onlinebetreuung des Kunden über mehrere Jahre im Studio mit stets attraktiven Inhalten passend zu seinem Training. Darüber hinaus bietet es, ständig aktualisiert, den Studios einen Funnel zur Interessentengenerierung über Trainingsangebote und Inhalte wie Kurse, Infoeinheiten usw. Ein großer Vorteil des digitalen Systems ist es, dass Prozesse skalierbar abgebildet werden können. Des Weiteren muss beachtet werden, dass Mitglieder, die im Studio trainieren, die Betreuung durch den Trainer als intensiv wahrnehmen. Die soziale Komponente und Kompetenz sind ein ausschlaggebender Faktor in der Mitgliederbindung. Es gilt dabei deutlich zu unterscheiden, ob der Trainer lediglich anwesend oder tatsächlich präsent ist. Entscheidend dafür ist neben der Trainerpersönlichkeit die Tatsache, dass dem Trainer verschiedene Aufgaben, definiert und hinreichend geschult, vorliegen. Ein entsprechender Aufgabenkatalog für die Flächenbetreuung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Darin sollte notiert sein, welche Themen angesprochen werden, welches Mitglied wie angesprochen wird und welche Aufgaben zusätzlich zur Betreuung in Sachen Produktverkauf und Aktionen, die im Studio stattfinden, anfallen. Aufmerksamkeit ist hier das Schlüsselwort.

Die drei Stufen des Betreuungsaufwands Zusammenfassend betrachtet ist der Betreuungsaufwand für die Mitglieder in drei Stufen zu unterteilen: - Die erste Stufe bildet der Eingliederungsprozess des Neukunden, der sich über mehrere Wochen mit guten Terminen und Inhalten erstrecken sollte. - Zweitens ist die dauerhafte Eins-zueins-Betreuung in regelmäßigen Abständen mit entsprechenden Testings oder einem Trainingsprogramm für den Kunden einzuhalten. - Die dritte Stufe bildet die dauerhafte Präsenzbetreuung auf der Trainingsfläche mit Motivation, Korrekturanmerkungen und dem Setzen neuer Impulse ab, sodass der Kunde das Studio aufgrund der ganzheitlichen Kompetenzen vertrauensvoll weiterempfiehlt.

Zur Person Thomas Taimer ist ACISO Consultant und Referent der ACISO ACADEMY. Kontakt: Thomas.Taimer@aciso.com

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Themenschwerpunkt Mitglieder-Betreuungskonzepte

Hybrides Angebot als Erfolgsfaktor Text Stefan Weiffen

Viele Fitnessstudios haben während des Lockdowns aus der Not heraus damit begonnen, Kurse per Livestream zu übertragen, um mit ihren Mitgliedern in Kontakt zu bleiben und ihnen ein WorkoutErlebnis zu Hause zu bescheren, das sie trotz geschlossener Türen an das Studio binden sollte. Ist mit den Home-Workouts nach der Wiedereröffnung der Studios wieder Schluss oder hat sich diese Möglichkeit des Trainings nicht längst etabliert? Antworten auf diese Fragen gibt Stefan Weiffen. Der digitale Fitnesskonsum ist nicht mehr aufzuhalten. Das sieht man bei vielen großen weltweit operierenden Anbietern, die sich, durch den Lockdown begünstigt, sehr gut positioniert haben. Fakt ist: Der Lockdown hat unser Fitnessverhalten nachhaltig verändert. Als Studiobetreiber wird es zur Notwendigkeit, seine Kunden zuzüglich zum Angebot im Studio mit einem gut durchdachten digitalen Konzept enger an sich zu binden. Durch die neu entstandene Nachfrage nach digitalen Fitnessangeboten haben Clubbetreiber nun die Chance, ihr Fitnessstudio zu ihren Mitgliedern nach Hause zu bringen, und zwar direkt ins Wohn- oder Arbeitszimmer oder dorthin, wo die Kunden das Angebot nutzen möchten. Der Faktor Mensch spielt eine immer wichtigere Rolle Das Kursangebot verschiedener HomeWorkouts eröffnet für viele Menschen komplett neue Wege und viele sind nun, mehr denn je, in der Lage, Fitness in ihren neuen Alltag zu integrieren. Es gibt kaum noch Ausreden, um nicht fit und aktiv zu sein, und genau das liegt auch im Interesse jedes Studiobetreibers. Das Schöne ist, dass trotz der gefühlt unendlichen Digitalisierung der Faktor Mensch eine immer wichtigere Rolle spielt. Bei wem möchte man digital trainieren? Bei einem unbekannten Fitnesstrainer aus der digitalen Welt oder eher bei dem Trainer, den man aus den Kursen im Studio kennt und bei dem man sich bis dato gut betreut und aufgehoben gefühlt hat? Die Antwort hat vermutlich jeder direkt parat und entscheidet sich für den Trainer aus dem Studio. Für Clubbetreiber bedeutet das, dass sie jetzt nur noch zwei Fliegen mit einer 56


Themenschwerpunkt Mitglieder-Betreuungskonzepte Klappe schlagen müssen. Sie sollten ihren Mitgliedern über eine studioeigene App oder über einen Log-in-Bereich auf der Studio-Website alle Kursangebote, die live im Studio stattfinden, auch digital zu Hause oder für unterwegs zur Verfügung stellen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Es entstehen keine zusätzlichen Trainerkosten, die Reichweite wird erweitert und der Kursraum um einen digitalen Raum vergrößert, ohne dass Mehrkosten, Zugangsbeschränkungen und die Erstellung von Hygienekonzepten notwendig sind. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass das technische Set-up auch den Teilnehmern, die per Livestream dabei sind, ein tolles Trainingserlebnis ermöglicht. Ein solches Set-up ist ein einmaliges Investment, das sich lohnt. Wer sich jetzt die Frage stellt, warum die Mitglieder bei solch einem professionellen Angebot an Home-Workouts noch ins Studio kommen sollen, dem sei gesagt, dass ein Live-Kurserlebnis das TrainingsErlebnis Nummer 1 für Mitglieder ist und auch bleiben wird. Dieses Erlebnis

Der BAVARESE Fitnessclub in Kolbermoor zeigt, wie es gelingt, mit einem durchdachten, digitalen Kursangebot den Mitgliedern einen echten Mehrwert zu bieten so gut wie möglich zu gestalten sollte für Clubbetreiber Top-Priorität haben. Das Ambiente, die Soundqualität, die Atmosphäre im Kursraum und das Equipment sollten so gut sein, dass der Motivationsfaktor nicht zu toppen ist.

Flexibilität und einfacher Zugang als Schlüssel zum Erfolg Denken Sie an Ihr eigenes Konsumverhalten. Konsumieren Sie nicht auch anders als vor dem Lockdown? Flexibilität und ein einfacher Zugang sind der

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Themenschwerpunkt Mitglieder-Betreuungskonzepte Schlüssel zum Erfolg. Deshalb wachsen Unternehmen wie Amazon, Netflix und Co. so rasant. Die Möglichkeit für Ihre Kunden und potenziellen Neukunden, digital auf die Trainingsangebote Ihres Studios zugreifen zu können, ist die logische Konsequenz, diesem Trend beim Konsumverhalten auch im Fitnesssegment gerecht zu werden. Erfolgreiche, digitale Positionierung Viele Partnerstudios von LES MILLS haben sich bereits erfolgreich in der digitalen Welt positioniert und schaffen es, allein durch ihr digitales Angebot Kunden zu binden und Neukunden zu gewinnen. Der BAVARESE Fitnessclub in Kolbermoor hat z. B. einen komplett digitalen Kurspalast geschaffen, der den Mitgliedern fünf Kursräume bietet. Ein Raum wird ausschließlich für digitale Kurse und für die OnDemand-Option genutzt. Zudem wird den Mitgliedern mit einer rein digitalen Kursbuchung und einem vielseitigen Livestreaming-Angebot große Flexibilität geboten. Jede Live-Class im Studio wird mit einem Klick auch per Livestream übertragen, die Musikanlage ist gleichzeitig ein Streaming-Rack und beim Einlass ins Studio wird bei jedem Mitglied automatisch der 3G-Status überprüft. Um bei der Digitalisierung nicht in Anonymität zu verschwinden, nutzt das Studioteam die gewonnene Zeit dafür, sich intensiver um die Betreuung der Mitglieder zu kümmern, per-

Studiobetreiber haben durch live-gestreamte Kurse keine zusätzlichen Trainerkosten, die Reichweite wird erweitert und der Kursraum wird um einen digitalen Raum vergrößert, ohne dass Mehrkosten und Zugangsbeschränkungen

sönlichen Kontakt zu suchen und das bestmögliche Mitgliedererlebnis zu kreieren. Welche Wünsche bleiben da für Mitglieder noch offen? Fazit Die Digitalisierung in der Fitnessbranche wird zukünftig weiter voranschreiten. Der größte Fehler, den Studios jetzt machen können, ist die Augen davor zu verschließen. Seien Sie aktiv, trauen

Tipps für das digitale Studioangebot 1. Setzen Sie auf Qualität! Stellen Sie sich immer die Frage: Wie würde ich persönlich gerne trainieren? Welcher Auftritt passt zum Werteversprechen meiner Anlage? 2. Trauen Sie sich, Ihr Studio digital zu positionieren. Sie befinden sich mit dem digitalen Fitnessmarkt automatisch in Konkurrenz, ob Sie nun selbst ein Angebot haben oder nicht. Mit einem eigenen digitalen Angebot haben Sie aber mehr Chancen am Markt als ohne. 3. Bieten Sie Ihren Kunden die maximale Flexibilität, die zu ihrem Alltag und Trainingsverhalten passt. 4. Sorgen Sie dafür, dass Menschen lieber in Ihrem Studio trainieren als digital. Machen Sie das Studio zu einer Erlebniswelt, in der sich jeder Besuch lohnt. 5. Nutzen Sie Ihre Mitarbeiter als Markenbotschafter, insbesondere in der digitalen Welt. Trainer sind glaubhafte Influencer in der SocialMedia-Welt, die dem digitalen Angebot die persönliche und menschliche Note verleihen. 6. Stellen Sie nicht einfach nur ein digitales Angebot ins Netz, sondern kreieren Sie eine Story, die zu Ihrem Studio passt und die eine logische Erweiterung des Studioangebotes darstellt.

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Sie sich, Ihren eigenen digitalen oder Hybrid-Kursraum zu eröffnen, und nutzen Sie die Vorteile für Ihren Erfolg. Übrigens absolviere ich persönlich 80  % meines Trainings im Studio. Digitale Angebote nutze ich besonders, wenn ich es mal nicht ins Studio schaffe. Ich würde darauf nicht mehr verzichten wollen und so wird es bestimmt auch der Mehrzahl Ihrer Mitglieder und potenziellen Neumitgliedern gehen.

Zur Person Stefan Weiffen ist Partner-Experience-Manager bei LES MILLS Germany und seit vielen Jahren in der Fitnessbranche tätig. Er war u. a. Key-Account-Manager der Reebok-Fitness-Germany GmbH, LES MILLS-Trainingsmanager und Club-Performance-Manager. Seine langjährige Erfahrung in allen Bereichen der Gruppenfitness macht Stefan Weiffen zu einem erfahrenen und kompetenten Ansprechpartner für Studiobetreiber in ganz Deutschland.


Themenschwerpunkt Mitglieder-Betreuungskonzepte

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Themenschwerpunkt Digitalisierung

Keine Angst vor digitaler Betreuung Text Tino Heidötting

Nachdem wir nun fast 18 Monate Corona-Herausforderung hinter uns haben, zeichnet sich in diesem Herbst ein Übergang ab, hinein in eine Situation, in der die durchaus wechselnden Corona-Bedingungen als ein latent vorhandenes Problem wahrgenommen werden. Die Pandemie hat im Bereich der Digitalisierung gnadenlose Defizite aufgezeigt und viele Betreiber zum schnellen Handeln gezwungen.

Gerade wer sich im Frühjahr 2020 eines vor allem im Studio aktiven Kundenstamms erfreuen konnte, wurde vom Lockdown und dem folgenden Betrieb mit starken Einschränkungen kalt erwischt. Die wenigsten waren in der Lage, innerhalb von wenigen Tagen auf eine Online-Trainingsbetreuung via Studio-App und Online-Anmeldung für ihre Online-Kursangebote umzustellen. Angst vor Digitalisierung? Vielmehr sollte sich die Branche eingestehen, dass vor allem diejenigen besonders betroffen waren, die sich in den Jahren zuvor durchaus darauf verlassen hatten, dass man noch lange ohne ein wirksames Digitalisie60

rungskonzept auskommen würde. Mangelnde Affinität zum Smartphone, Angst vor Datendiebstahl und weitere Faktoren kann man durchaus selbstkritisch als bloße Ausreden sehen, um es einfach bei dem zu belassen, was nicht nur recht und billig, sondern auch bis vor zwei Jahren mit wenig Aufwand dennoch profitabel war. Hauptsache der Kunde kommt weiter ins Studio und lieber Abstand nehmen von allen Lösungen, mit denen der Kunde möglicherweise daheim oder bei attraktivem Sommerwetter gar draußen trainieren würde. Anders aber bei den wenigen, die ihr Angebot vor allem darauf ausgerich-

tet haben, dem Kunden genau jene Dienstleistung zu erbringen, die er völlig unabhängig vom Trainingsort nicht selbst aufbringen kann: Motivation aufrechterhalten, Ansprechpartner bei Fragen und Problemen sein, professionell betreuen und mit Ansprachen zum richtigen Zeitpunkt dafür sorgen, dass der Kunde den selbst gesetzten Zielen treu bleibt. Auf diese Weise macht man sich unentbehrlich, egal wo der Kunde trainiert und welche Mittel er einsetzt. Das Smartphone des Mitglieds im Mittelpunkt Natürlich ist es dabei im Interesse von Kunde, Trainer und Therapeut, dass man regelmäßig direkten Kontakt hat.


Themenschwerpunkt Digitalisierung

Performance kommt von innen

Spitzenleistung entsteht nicht zufällig. Sie entsteht, wenn jeder Teil einer Maschine in Harmonie arbeitet. Genau wie bei einem Hochleistungsauto erreicht der eigene Körper seinen Höchstwert, wenn jedes Element so gut ist, wie es nur sein kann. Um zu verstehen, was unter der “Motorhaube” Ihrer Mitglieder vor sich geht, wählen Sie Tanita und beschleunigen Sie ihren Weg zur Gesundheits- und Fitness Perfektion. Eigentum statt Mieten Finanzieren schon ab 99€ im Monat. Fordern Sie Ihr persönliches Angebot an. sales.dach@tanita.eu +49 (0) 711 34208992 www.tanita.de 000


Themenschwerpunkt Digitalisierung

Durch Apps & Co. erweitern sich die Möglichkeiten der Trainer bei der Betreuung der Mitglieder

Das wird aber nur in seltenen Fällen wirklich bei jedem Training möglich, erwünscht oder überhaupt bezahlbar sein. In den meisten Fällen soll der Kunde eben auch auf sich gestellt nicht nur irgendein, sondern das auf ihn zugeschnittene Trainingsprogramm absolvieren. Spätestens dabei wird die Digitalisierung interessant: Fragen zum Training, Schwierigkeiten bei der Umsetzung – das sollte nicht bis zum nächsten Vis-a-vis-Termin aufgeschoben werden. Das lässt sich vielmehr auch mit einer kurzen Chat-Anfrage an den Betreuer klären – wenn man für entsprechende Strukturen sorgt. Das naheliegendste Mittel ist das Smartphone des Trainierenden, das inzwischen entgegen aller Unkenrufe auch eine große Verbreitung unter Senioren gefunden hat. Berufstätige kommen ohnehin nicht mehr ohne digitale Erreichbarkeit und somit auch kaum ohne Smartphone aus. Durch die aktuellen Trends erweisen sich die Geräte auch bei allen anderen Gelegenheiten als Anlaufstelle zur Kontaktaufnahme auf jede erdenkliche Weise, also per Text, Audio, Video oder Chats und nicht erst seit Corona auch als Sammelstelle für persönliche Fitness- und Gesundheitsdaten. Allein das zeigt, wie weitgehend sich der Kunde schon auf das Digitalzeitalter eingestellt hat. Fehlt nur noch die Breite der Dienstleister im Fitness- und Therapiebereich. 62

Digitalisierung will gut durchdacht sein Natürlich entwickelt man ein digitales Betreuungskonzept nicht von selbst. Ein solches Konzept will auch gut durchdacht sein und häufig gilt hier das Motto „weniger ist mehr“. Es sind häufig nicht die fehlenden Angebote oder noch tollere Geräte, die den Kunden davon abhalten dranzubleiben. Es sind eher der Schweinehund, unrealistische Zielsetzungen und natürlich die Stärke der Gewohnheit des Mitgliedes, wieder in alte Verhaltensmuster zu fallen. Ge-

det, wird weitaus umfassender, eben auch beim Training zu Hause und am Arbeitsplatz, begleitet, unterstützt und motiviert. Allein schon das Bewusstsein, dass die täglichen kleinen Übungsfortschritte auch dem Trainer bzw. Therapeuten übermittelt werden, ist ein erheblicher Motivationsfaktor. Hinzu kommen klare Vereinbarungen, wie der Kunde gezielt an die selbst gesetzten Ziele erinnert wird, wenn diese gefährdet sind. Auch für den Betreuer, gleich ob Trainer oder Therapeut, erweitern sich die Möglichkeiten.

Eine App erweist sich als verlängerter Arm für Trainer und Therapeuten, ohne sie ersetzen zu wollen rade daher ist es so wichtig, mit dem Kunden ein gutes Zielgespräch und abschließendes Commitment zu erzielen, um ihn dann einem entsprechendem Betreuungsszenario zuzuweisen. Zum Glück gibt es heute digitale Möglichkeiten, wie z. B. eine Mitglieder-App, als zentrales Kommunikationstool, um den Kunden teilweise vollautomatisiert und dennoch sehr individuell an Angebote und Vereinbarungen zu erinnern. Dem Kunden sollten die Vorteile einer digitalen Betreuung vor Augen geführt werden: Wer sich dafür entschei-

Neben dem gesparten Zeitaufwand durch automatisierte Ereignisse und eine digital unterstützte Trainings- und Therapieplanung lässt sich auch viel früher bemerken, ob der Kunde womöglich kurz davor steht, das Training aufzugeben. Enger Kontakt dank digitalier Betreuung Die Kombination aus der Software und App wie z. B. von medo.check mit der Fitness-Software sowie der medo.coach-3-App ist eine optimale Lösung, um Betreuung, Therapie


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Themenschwerpunkt Digitalisierung

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Themenschwerpunkt Digitalisierung

Mithilfe digitaler Unterstützung kann das Mitglied überall trainieren – im Fitnessstudio, im Büro oder zuhause. Die Betreuung in Form der App trägt er dabei immer mit sich

und Training zu organisieren. Die im Erstgespräch ermittelten und mit dem Kunden abgestimmten Trigger-Punkte, d. h. regelmäßige Ansprachen, Trainingsplanaktualisierungen und Termine, werden von der Software angekündigt und ihre Einhaltung nachverfolgt. Trainingspläne, aber auch Dokumente wie Check-up-Auswertungen, gehen papierlos direkt an die App. Diese wird für den Kunden zur Ausgangsplattform für das tägliche Training, aber auch für organisatorische Dinge, wie die Terminabstimmung oder die Buchung von Zusatzleistungen. Trainingsfeedbacks werden beim Trainer sofort sichtbar und können bei Bedarf nicht nur kommentiert, sondern auch in Form von Änderungen am Trainingsplan berücksichtigt werden. Dazu kommen Automatismen wie Fitness-News, täglich wechselnde Motivations-Ansprachen und die Weiterleitung erfasster Gesundheitsdaten. Per Chat ist die Hemmschwelle besonders gering, Fragen zur Übung zu stellen. Die betreffende Übung wird aus dem Training heraus gleich an die Chat-Nachricht angehängt. Für Trainer und Therapeuten ist die digitale Betreuung die Möglichkeit, mit dem Kunden in engem Kontakt zu bleiben, ohne dass Entfernung dabei stört. Der Kunde kann genauso im Studio trainieren, wie auch am Arbeitsplatz 64

oder zu Hause. Der Betreuer rückt eher näher an den Kunden heran: Hilfestellung, Feedback und auch die zuweilen nötige Erinnerung erreichen den Kunden zeitnah und direkt. Das breit gefächerte Übungsangebot macht es einfach, Trainingspläne immer wieder interessant neu zu gestalten. Spezielle Übungen für den (Homeoffice-) Arbeitsplatz, Training mit dem eigenen Körpergewicht, aber auch hunderte Übungen mit Kleingeräten, die sich überall hin mitnehmen lassen – von Faszienrolle bis Kettlebell – stehen zur Verfügung. Die große Mehrzahl der Übungen wird durch professionelle Videos visualisiert und insbesondere können auch selbst erstellte Übungen mit eigenem Videomaterial hinterlegt werden. Das ersetzt nicht den wichtigen Direktkontakt und das Einstudieren von Übungen im 1:1-Training, bedeutet aber dennoch, dass der Betreuer auch bei neuerlichem Inkrafttreten von Kontaktbeschränkungen nicht den Kopf in den Sand stecken muss. Das durch die App unterstützte Training muss auch nicht aus dem sturen Abarbeiten von Wiederholungszahlen bestehen. Workouts im Zirkel oder Tabata-Stil sowie praktisch beliebige Kombinationen aus Split-Plänen sind ebenfalls möglich. Eine App erweist sich somit als verlängerter Arm für Trainer wie Therapeuten,

ohne sie ersetzen zu wollen. Stattdessen ist die Kombination aus professioneller Betreuung und Fitness-App ein verlängerter Arm für Trainer und Therapeuten, deren Leistung dadurch ohne Mehraufwand bis in die eigenen vier Wände des Trainierenden reicht. Dann führt auch eine von außen aufgezwungene Kontaktsperre nicht zum Abbruch von Training oder Therapie und das wertvolle Vertrauensverhältnis zum Patienten und Kunden wird weit weniger belastet als durch eine wochenlange Funkstille. Schließlich ist ja selbst das regelmäßige Nachhaken bei ausbleibendem oder unzureichendem Trainingsfeedback letztendlich auch Teil des Kundenauftrags. Das leistet digitale Betreuung heutzutage sogar am anderen Ende der Welt, ohne dass man die Distanz störend wahrnimmt.

Zum Autor Tino Heidötting ist Gesundheitsexperte und seit über 20 Jahren Inhaber und Geschäftsführer der Firma medo.check, dem Anbieter für Softwarelösungen für Fitnessund Gesundheitsdienstleister.


Themenschwerpunkt Digitalisierung

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Marktübersicht Aggregatoren

Marktübersicht Aggregatoren Aggregatoren erleichtern uns im Alltag die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Angeboten. Besonders aus den Bereichen des Musik- und Videostreamings und der Essenslieferdienste sind sie nicht mehr wegzudenken. Auch in der Fitnessbranche gibt es immer mehr Unternehmen, die sich als Sport-Aggregator positionieren und den Kunden aggregierte Angebote einzelner Sport- und Fitnessunternehmen anbieten. Ein Aggregator ist laut Definition ein Dienstleister, der für seine Kunden verschiedene Angebote auswählt, sie zusammenstellt und ihnen zum Kauf anbietet. Dafür muss der Kunde in der Regel einen Vertrag mit dem Aggregator abschließen und erhält somit das Recht, die Angebote von verschiedenen Dienstleistern zu nutzen. Die Verbreitung eines aggregierten Angebots einzelner Sport- und Fitnessangebote hat sich mittlerweile etabliert und wird von immer mehr Fitnessstudios eingesetzt. Für den Kunden ist der Benefit offensichtlich: Das Angebot der Unternehmen ist vielfältig und spricht somit viele unterschiedliche Zielgruppen an. Die Auswahl reicht von einem Zugang zu Verbundpartnern, wie Fitnessstudios und Schwimmbädern bis hin zu Wellnessangeboten, Kletterhallen und 66

Tanzstudios. Den Kunden bieten sich somit ein flexibler Zugang zu vielfältigen Angeboten sowie eine einfachere Produktauswahl. Auch die Firmenfitness ist heutzutage ein wesentlicher Treiber für Aggregationsangebote. Die Bereitschaft von Unternehmen, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren, steigt deutlich. Aggregatoren bieten nicht nur den Kunden einen Vorteil, sondern auch den Unternehmen. Sport-Aggregatoren können den Fitnessstudios, zusätzlich zu den bestehenden Mitgliedern, zu neuen potenziellen Kunden und dem Erschließen neuer Kundengruppen verhelfen. Außerdem können sie die Auslastung der Kapazität erhöhen und somit zusätzliche Erlöse generieren. Den Fitnessstudiobetreibern bietet sich somit die Möglichkeit, die Besucher von dem qualitativen Angebot des

Fitnessstudios zu überzeugen und sie langfristig als Mitglieder zu gewinnen. Weitere Vorteile für Fitnessstudiobetreiber können kostenfreies (Online-) Marketing und Vertrieb sowie eine größere Bekanntheit sein. Fitnessstudiobetreiber sollten, trotz potenzieller Neukundengewinnung und zusätzlicher Erlöse, die Bedürfnisse und Wünsche der Mitglieder nicht aus den Augen verlieren und im schlimmsten Fall vernachlässigen. Die Mitgliedschaft durch den Aggregator sollte daher zum Beispiel nicht unwesentlich teurer oder sogar günstiger sein als die traditionelle Mitgliedschaft der Fitnessstudiokunden. Wichtig ist, allen Kunden attraktive Angebote zu bieten und sie dadurch von der Qualität des Fitnessstudios zu überzeugen. In unserer Übersicht stellen wir Ihnen die wichtigsten Anbieter vor.


Marktübersicht Aggregatoren

Gympass Als reiner B2B-Player und weltweit größte Corporate-Wellbeing-Lösung mit über 1.000 Mitarbeitenden und einer Unternehmensbewertung von über $  2,2 Milliarden wird Gympass zum Gewinn für Fitnessstudios. Gympass wächst rasant und ist weltweit bereits wieder deutlich auf einem Pre-COVID-Level. Das Unternehmen bietet Zugang zu Sport- und Wellnesseinrichtungen, virtuellen Live-Kursen und Personal Trainings. Auch Wellbeing-Apps und Therapien für mentale Gesundheit gehören zum Angebot. Gympass zielt auf die inaktiven Menschen ab und erzielt somit ca. 80  % Neugeschäft für Studios. Gympass ist für Partnerstudios kostenfrei, 100  % digital und ohne operativen Mehraufwand. So entstehen zusätzliche Umsätze aus einem neuen Vertriebskanal neben dem klassischen Privatkundengeschäft. Von Fitness, Yoga, über Bouldern, bis zu Meditation oder Ernährungsberatung bündelt Gympass weltweit über 50.000 der besten Fitnessstudios.

Oskar-von-Miller-Ring 20 80333 München +49 (0) 30 / 81304502 gympass@mashupcommunications.de www.gympass.com

GymPool Der Sport-und Freizeitmarkt hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Das Angebot wird immer vielfältiger. Allerdings ist es kaum möglich, das umfangreiche Angebot flexibel zu nutzen. Wir haben GymPool mit dem Ziel gegründet, Menschen mit wenig Aufwand den Zugang zu verschiedenen Sport und Freizeitangeboten näher zu bringen. Durch den Zusammenschluss verschiedener Anbieter können unsere Kunden mit nur einer einzigen Mitgliedschaft die Angebote unserer Partner unbegrenzt nutzen. Gleichzeitig erschließen wir für unsere Partner neue Zielgruppen, erhöhen die Auslastung und das ohne weiteren Aufwand und Kosten. Seit der Gründung von GymPool haben wir mehrere hundert Partner von unserer Idee überzeugt. Werde Teil des GymPool-Netzwerkes für die Bewegung der Menschen!

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Marktübersicht Aggregatoren

Hansefit GmbH & Co. KG Hansefit ist das führende Firmenfitness-Netzwerk in Deutschland und den Niederlanden. Das Unternehmen dient als aggregierende Plattform für Firmenfitness und erlaubt den Arbeitnehmern seiner Firmenkunden den Zugang zu zahlreichen Verbundpartnern wie Fitnessstudios, Schwimmbädern, Wellnessangeboten, Kletterhallen oder Tanzstudios. Die Mitglieder können sich durch umfangreiche Digitalangebote auch unabhängig von Ort und Zeit fit halten (u. a. mit fitbase). Zur Hansefit-Gruppe gehören zudem die Unternehmen fitbase und Bedrijfsfitness Nederland (BFNL). fitbase bietet zertifizierte Online-Präventionsmaßnahmen aus den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Entspannung an und ist damit ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). BFNL ist der Marktführer im Bereich Firmenfitness in den Niederlanden. Sie möchten als Verbundpartner Teil des Hansefit-Netzwerks werden oder Ihren Mitarbeitern Firmenfitness bieten? Dann sprechen Sie uns an!

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qualitrain GmbH Zusatzumsatz durch Firmenkunden mit qualitrain Mit mehr als 2.800 Firmenkunden gehört qualitrain zu den am schnellsten wachsenden Anbieter im Bereich Firmenfitness. Mit einem speziellen Aktivierungskonzept erreicht qualitrain nicht nur sportbegeisterte Menschen, sondern schafft es insbesondere auch sportlich inaktive Mitarbeiter zu erreichen. Beispielsweise war jedes 4. Mitglied von qualitrain vorher noch nie Mitglied in einem Fitnessstudio. Warum qualitrain als Partner? Die Akquise von Firmenkunden ist aufwendig und dauert in der Regel lange. Reduzieren Sie Ihren Aufwand in der Ansprache von Unternehmen und profitieren Sie zu attraktiven Konditionen von unserem Angebot. Ihre Vorteile auf einen Blick: Attraktives Vergütungsmodell, ein starker Partner in der Ansprache von Firmen, kein Aufwand für Vertrieb und Marketing, keine Kosten, Provision bei Neukundenempfehlung

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Marktübersicht Aggregatoren

Sportnavi.de GmbH Sportnavi bietet mit nur einer Mitgliedschaft Zugang zu tausenden von Sport- und Wellness-Möglichkeiten an allen Partner-Standorten. Egal ob Fitness, Schwimmen, Yoga oder Wellness: Jedes Mitglied des Sportnetzwerks kann zwischen einer Vielzahl von Sport-Möglichkeiten und Standorten wählen. Das Angebot wird dabei ständig erweitert. Auch die monatliche Laufzeit bietet maximale Flexibilität. Als Spezialist für Firmenfitness hilft Sportnavi auch anderen Unternehmen bei der Steigerung der Arbeitgeber-Attraktivität, Gesundheitsförderung der Mitarbeiter und Stärkung des Team-Gedankens. Dabei ist eine Kostenteilung der Mitgliedsbeiträge zwischen Firma und Mitarbeiter möglich – steuerlich begünstigt durch Nutzung des geldwerten Vorteils. Eine Win-Win-Lösung für jede Firma und ihre Mitarbeiter:innen. Das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Verl bei Gütersloh betreut seit über 10 Jahren alle Kunden und Partner persönlich.

Schmiedestrang 22 33415 Verl +49 (0) 5246 / 9342000 info@sportnavi.de www.sportnavi.de

Urban Sports Club Urban Sports Club bietet eine flexible Sport- und Wellness-Mitgliedschaft. Ziel ist es, Menschen über das größte und vielfältigste Angebot zu einem gesünderen und aktiven Lebensstil zu bewegen. Von Fitness, Yoga, Schwimmen und Klettern über Teamsport bis hin zu Wellness: Mitglieder können sich aus über 50 Sportarten ihren individuellen Trainingsplan zusammenstellen und Sportarten entdecken, für die sie sich begeistern. An über 10.000 Partner-Standorten in sechs Ländern in Europa (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Portugal) können Mitglieder per App zum Sport einchecken. Als Unternehmensgruppe mit OneFit hat das Netzwerk von Urban Sports Club mehr als 12.000 Partnerstandorte. Das Angebot für Privat- und Firmenkund:innen umfasst Training im Studio, im Freien, Online-Kurse per Livestream und On-demand-Kurse. Insgesamt sind an den europäischen Standorten Mitarbeitende aus über 40 verschiedenen Nationen beschäftigt.

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Körperanalyse mit mobilem und kabellosen Bia-Messgerät Die Firma eBIODY hat sich verschrieben, Anbieter von BGM und betrieblicher Gesundheitsförderung aktiv zu unterstützen. Ziel ist es, mit einem mobilen und kabellosen BIA-Messgerät dem zuständigen Fachpersonal ein Werkzeug zur Körperanalyse zur Verfügung zu stellen. mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden.

eBIODY stellt ein mobiles und kabelloses BIA-Messgerät zur Körperanalyse zur Verfügung

Gesundheit erhalten, auch am Arbeitsplatz, ist eine vielschichtige Herausforderung. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebenden, Arbeitnehmenden mithilfe von externen Partnern wie Fitnessstudios, Personal Trainer, aber auch medizinischem Fachpersonal zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dies kann durch eine Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden: • Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen 70

• Förderung einer aktiven Beteiligung der Mitarbeitenden • Stärkung persönlicher Kompetenzen • Bewegungsförderung • Ernährungsberatungen BGM schafft ein leistungsförderndes Betriebsklima BGM schafft ein leistungsförderndes Betriebsklima, bessere Arbeitsbedingungen und ein bewussteres Gesundheitsverhalten, reduziert krankheitsbedingte Ausfälle und legt die Basis für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Es ist die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse

Betriebliches Gesundheitsmanagement zielt nicht nur auf individuelle Verhaltensänderungen ab, sondern auch auf eine Optimierung der Verhältnisse, d. h. der betrieblichen Arbeitsbedingungen und Strukturen. Wichtig ist, dass Unternehmen Maßnahmen zur Optimierung der betrieblichen Rahmenbedingungen erfolgreich umsetzen und Betriebliches Gesundheitsmanagement als Bestandteil des Unternehmensmanagements betrachten. Unternehmen, die Gesundheitsmanagement neu in die Organisation einführen möchten, finden z. B. Unterstützung durch eBIODY und deren Kooperationspartner in Deutschland.

Kontakt eBIODY Deutschland Worringer Str. 30 50668 Köln E-Mail: infos@ebiody.com Web: de.ebiody.com


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Interview Urban Sports Club

„Die Lust auf Fitness und Gesundheit ist überall zu spüren“ Interview Constantin Wilser

Aggregatoren haben in den vergangenen Jahren für die Fitness- und Gesundheitsstudios an Bedeutung gewonnen. Urban Sports Club ist einer der großen Player, der u. a. durch TV-Werbespots zum Sporttreiben animieren und zum verbesserten Image der Branche beitragen möchte. Welche konkreten Ziele das Unternehmen mit seinen Marketing-Kampagnen verfolgt, warum viele Betreiber Aggregatoren kritisch sehen und wie die Zukunftspläne von Urban Sports Club aussehen, darüber haben wir mit Mitgründer und CEO Benjamin Roth gesprochen. BODYMEDIA: Immer mehr Studios in Deutschland setzen auf die Zusammenarbeit mit Aggregatoren. Warum wird sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen? Benjamin Roth: Mittlerweile gibt es seit über zehn Jahren Plattformen im Sport- und Fitnessbereich in Deutschland. Früher gab es bei manchen Betreibern und Studioinhaberinnen vielleicht erst einmal Befremden über dieses neue Modell. Über die Zeit hat sich das gelegt. Inzwischen gehören wir zum Fitness-Ökosystem ganz natürlich dazu. Ähnlich ging es den Discountern am Anfang. Die positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit uns haben sich aber herumgesprochen. Fast alle Ketten arbeiten inzwischen mit einem oder mehreren Aggregatoren zusammen. Das Geschäftsmodell von Urban Sports Club haben wir entlang der bekannten Mega-Trends erschaffen und entwickelt: New Work, Mobilität, Gesundheit, aber auch Konnektivität und Individualisierung. Diese Trends wirken sich auf immer breitere Schichten der Gesellschaft aus. Immer mehr Partner erkennen durch diese Trends den klaren Mehrwert der Kooperation mit Urban Sports Club: Wir erhöhen die Reichweite und Bekanntheit unserer Partner. Allein im vierten Quartal 2021 investieren wir mehr als 10 Millionen Euro in Online-Marketing, TV und klassische Außenwerbung in Deutschland, um Menschen zum Sport zu motivieren. Zudem erhöhen wir die Umsätze unserer Partner. Durch die Kooperation kommen mehr Menschen in die Studios, deren Besuche wir den Partnern 72


Interview Urban Sports Club

Benjamin Roth (r.) hat 2012 gemeinsam mit Moritz Kreppel Urban Sports Club gegründet

zentral vergüten. Mit unserem bundesweit und europaweit agierenden Salesteam kümmern wir uns um den langwierigen Firmenfitnessvertrieb. Wir haben bereits über 2.000 Unternehmen im Portfolio, die den Sport und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördern. Es gibt außerdem keine Grundgebühr für unsere Partner, daher sind die genannten Leistungen für sie kostenfrei. Zudem tragen wir das komplette Risiko bei Zahlungsausfällen durch Mitglieder. BODYMEDIA: Der ein oder andere Clubbetreiber ist der Meinung, Aggregatoren würden die Clubs Mitglieder kosten. Warum ist das nicht so und wie entgegnen Sie Kritikern? Benjamin Roth: Natürlich kommt es vor, dass ein Mitglied von einem Studio zu einer Plattform oder anderen Anbietern wechselt. Genauso wie es auch in die andere Richtung geht. Unsere Erfahrung und das Feedback unserer Bestandspartner zeigen, dass die große Mehrheit der Menschen, die wir in die Clubs bringen, vorher noch nie dort waren. Wichtig ist immer, das Ziel der Kooperation vor Augen zu führen. Viele Studios wollen bekannter werden, wollen mehr Besuche, höhere Umsätze oder wollen mit uns ihre Expansion

befeuern. An diesen Zielen lassen wir uns in der Kooperation messen. Denn nur wenn wir gemeinsam am gleichen Strang ziehen, können wir eine langfristige und nachhaltige Partnerschaft erreichen. Übrigens ein wichtiger Hebel, der hilft: Urban Sports Club stellt sicher, dass das Modell die Gruppe der Sporttreibenden in den Clubs durch klare Grundvoraussetzungen erweitert. Erstens kostet eine Mitgliedschaft bei Urban Sports Club immer mehr als direkt im Studio. Zweitens bezahlen Mitglieder, die nur einen Club nutzen, bei Urban Sports mehr als direkt im Studio. Das ist ein guter Indikator. BODYMEDIA: Seit einiger Zeit sind im TV Werbespots von Urban Sports Club zu sehen. Welche konkreten Ziele verfolgen Sie damit und sind Ihre Pläne bis dato aufgegangen? Benjamin Roth: Wir wollen die Menschen aktivieren und zurück in die Studios bringen. Es ergab im ersten Halbjahr wenig Sinn, groß zu werben. Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt, Marketingmaßnahmen zu ergreifen, um die Menschen zu aktivieren, ihnen dabei zu helfen, die über Corona zugelegten Kilos zu verlieren und sie über den Sport wieder zusammenzubringen. Wir

haben uns entschieden, dieses Mal sogar zwei verschiedene TV-Spots parallel laufen zu lassen. Mit unserem klassischen TV-Spot wollen wir die Lust am Sport wecken und vor allem die Bekanntheit bei denen erhöhen, die auf dem Sofa sitzen und noch gar nicht aktiv sind. Unser neuer B2B-Spot soll Mitarbeitende motivieren, ihre Arbeitgebenden nach Firmenfitness-Angeboten zu fragen. BODYMEDIA: Ende Juni hat Urban Sports Club in einer Finanzierungsrunde mehr als 80 Millionen von der ProSiebenSat1. Group erhalten. Für welche Bereiche wurden und werden Sie dieses Geld einsetzen? Wie sehen die konkreten Pläne für die nächsten Jahre aus? Benjamin Roth: Wir investieren in Marketing und langfristige TV-Kampagnen, die auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Das Mediavolumen kommt daher auch unseren Partnerinnen und Partnern zugute. Es geht uns um Wachstum in unseren Bestandsmärkten in Europa. Der größte Teil davon geht nach Deutschland, danach kommen die Niederlande, wo wir als Gruppe mit OneFit aktiv sind. Außerdem sind Investitionen in unsere Technologie ge73


Interview Urban Sports Club

Die Zentrale von Urban Sports Club in Berlin

plant, um Mitglieder datenbasiert dabei zu unterstützen, die für sie idealen Sportangebote der Partner zu finden. Das bedeutet für die Clubs dann auch wieder neue Besuche. BODYMEDIA: Firmenfitness ist eines der Themen, die bei Urban Sports Club im Fokus stehen. Warum stufen Sie diesen Bereich als so wichtig ein und inwiefern spiegelt sich das im Unternehmen wider? Benjamin Roth: Wir bieten eine Lösung für Trends und Herausforderungen, die der gesellschaftliche Wandel mit sich bringt. Dazu gehören Individualisierung und eine hybride Arbeitswelt. Eine Firmenfitness-Mitgliedschaft soll zum Standard-Benefit werden. Die Nachfrage der Unternehmen ist ungebrochen und wurde 2020/21 sogar beschleunigt. Gesundheit im Unternehmen und das Reduzieren von Fehltagen durch Krankheit sind ein Thema für Unternehmen jeder Größe. Psychische Erkrankungen sind der zweithäufigste Grund für Fehltage am Arbeitsplatz und Krankschreibungen in Deutschland. Wenn man sich den Fehlzeiten-Report 2021 der AOK anschaut, sieht man, dass mehr als ein Fünftel der Fehlzeiten der AOK-versicherten Arbeitnehmenden auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückzuführen sind, an zweiter Stelle folgen die psychischen Erkrankungen mit 12 %. Wir setzen uns dafür ein, dass die Firmen verstehen, wie sozial und gesundheitsrelevant Sport ist und dass Ausdauer- und Kraftsport eben74

so wie Yoga funktionieren – Hauptsache, die Menschen tun etwas. Da wir ein sehr breites Angebot mit über 50 Sportarten und Entspannungsangeboten in der Mitgliedschaft haben, ist das für Firmen ein sehr gutes Argument, in ihre Belegschaft und die Gesundheit zu investieren. Auch hier streben wir langfristige Partnerschaften an. Arbeitgebende sehen den Vorteil von Urban Sports Club, sie möchten ihren Mitarbeitenden und sich selbst gleichzeitig etwas Gutes tun. Beim Recruiting profitieren sie in ihren Stellenanzeigen

ßerdem wird es einen massiven Ausbau unserer Sales-Einheit in Deutschland geben, um noch mehr Unternehmen von Firmenfitness zu überzeugen. BODYMEDIA: Fitnessstudios mussten auf die Corona-Pandemie reagieren und haben u. a. Online-Angebote in ihr Portfolio aufgenommen. Welche Veränderungen hat Corona bei Urban Sports Club hervorgerufen und wie zufrieden sind Sie mit der Umsetzung und den Ergebnissen der ergriffenen Maßnahmen?

„Wir erhöhen die Reichweite und Bekanntheit unserer Partner.“ von unserer Brand, wenn sie mit der Mitgliedschaft als Benefit werben – und damit auch im Bereich Employer Branding. BODYMEDIA: Wie hoch ist derzeit der Anteil an Firmenfitness-Kunden? Warum ist es Ihrer Meinung nach wahrscheinlich, dass dieser Bereich zukünftig weiter wächst? Benjamin Roth: Der Anteil an Firmenund B2C-Mitgliedern ist aktuell ziemlich genau halb-halb. Der Firmenbereich ist im August stärker gewachsen als das Geschäft mit Endkundinnen und -kunden. Dieser Trend setzte sich im Herbst fort. Wir bauen auch die Produkte für Firmen aus, z. B. durch ein neues Portal, in dem die Firmen die Mitgliedschaften selbst verwalten können. Au-

Benjamin Roth: Die Livestream-Kurse unserer Partner sind für uns ein wichtiger Bestandteil geworden. Allgemein ist der Online-Teil unseres Produkts mit Video-on-Demand und neuen Formaten, die wir auf den Markt bringen wollen, aber nur Ergänzung und kein Ersatz für die Besuche vor Ort. Wir sehen, dass die Online-Nutzung sich bei ca. 10–15 % einpendelt. Das variiert je nach Jahreszeit und Land. Die Mehrheit lässt sich bisher allerdings nicht von Online-Angeboten allein motivieren. Aktuell sind es hauptsächlich die sehr motivierten und tendenziell performance-orientierten Menschen, die Livestream-Kurse als Zusatz von zu Hause aus oder auf Reisen machen. Interessant zu sehen ist, dass es über 80 % Frauen sind, die die Live-


Interview Urban Sports Club

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Interview Urban Sports Club

Urban Sports Club hat über 2.000 Unternehmen im Portfolio, die den Sport und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördern

Online-Kurse nutzen. Yoga-, Fitness-, Pilates- und Tanz-Kurse spielen hier eine große Rolle. Wichtig ist Online für uns auch im Firmensegment: Menschen arbeiten jetzt schon, und in der Zukunft vermehrt, mit hybriden Arbeitsmodellen von überall aus. Mit uns finden die Mitarbeitenden hybride Sportmöglichkeiten mit Training vor Ort oder eben online, wenn entweder der Weg ins Studio zu weit ist oder sie auf bestimmte Trainerinnen und Lehrer auf Reisen nicht verzichten wollen. Das erwarten die Firmen von uns. BODYMEDIA: Die Mitgliederzahlen sind in den deutschen Studios aufgrund der Corona-Pandemie stark gesunken. Mitgliederrück- bzw. -neugewinnung hat dementsprechend für alle Betreiber höchste Priorität. Inwieweit profitiert Urban Sports Club von dieser Situation? Benjamin Roth: Auch wir haben in der Pandemie viele Mitglieder verloren. Da sitzen wir alle in einem Boot. Unser Vorteil ist aber, dass die Rückgewinnung recht schnell gehen wird. Bereits jetzt sind viele unserer Partner wieder auf dem Auszahlungsniveau von 2019. Die aktuellen Trends helfen unserem hybriden Sport-Modell: Remote Work, 76

Individualisierung und der Wunsch nach Flexibilität. Viele Betreiber:innen kommen gerade bei Urban Sports neu dazu, wie unter anderem die JONNY M. Fitness Clubs, PRIME TIME fitness oder Rocycle aus dem Indoor-CyclingBereich. Sie nehmen durch eine Kooperation mit uns eine Abkürzung, um schnell zu alten Umsatzniveaus zu kommen. BODYMEDIA: Für die Fitness- und Gesundheitsbranche ist es eine schwierige Zeit. Warum schauen Sie dennoch optimistisch in die Zukunft? Benjamin Roth: Es ist eine wirklich schwierige Zeit. Dennoch gibt uns das Ende des Lockdowns viel Energie. Die Lust auf Fitness und Gesundheit ist überall zu spüren. Die Branche transformiert sich zu einer datengetriebenen Fitnessbranche, die die Gesundheit der Menschen in den absoluten Mittelpunkt stellt. Bei dieser Entwicklung werden wir einen großen Beitrag leisten und unseren Partnern mittels der Daten helfen, ihre Angebote weiter zu optimieren. Dieser Branche steht eine aufregende Zukunft bevor. Und mit unseren großen Investitionen in Marketing wollen wir nicht nur uns, sondern allen zeigen: Es geht aufwärts!

BODYMEDIA: Vielen Dank für das Interview.

Zur Person Benjamin Roth ist Mitgründer und CEO von Urban Sports Club, dem führenden Anbieter für flexible Sport- und Wellness-Mitgliedschaften in Europa mit Hauptsitz in Berlin. Sein erstes Sports-TechStart-up baute er 2009 nach mehreren Jahren in der Beratung auf. Sein zweites, anfangs eigenfinanziertes Start-up Urban Sports Club gründete er gemeinsam mit Moritz Kreppel im Jahr 2012. Ihr Ziel dabei war und ist, Menschen über das größte und flexibelste Angebot zum Sport zu motivieren und sie damit zu einem gesunden, aktiven Lebensstil zu inspirieren. Benjamin Roth verfügt über mehr als 15 Jahre Expertise in den Bereichen Unternehmensgründung und Consulting.


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Rückblick auf die MEET THE TOP Fitness 2021

Text Jonathan Schneidemesser

Was braucht es mehr für ein gutes Netzwerk-Event als ein angenehmes Ambiente und angenehme Gesprächspartner? Nicht viel, und deshalb war auch die 20. Auflage der MEET THE TOP Fitness wieder ein voller Erfolg. Knapp 400 Vertreter der deutschsprachigen Fitness- und Gesundheitsbranche trafen sich im Lufthansa Seeheim Hotel zum effektiven Netzwerken. Nachdem die MEET THE TOP Fitness 2020 kurz vor dem ersten Lockdown des öffentlichen Lebens stattfinden konnte, seitdem aber keine Veranstaltungen dieser Größe in der Fitnessbranche möglich waren, ließen die Teilnehmer keine Chance ungenutzt, um sich auszutauschen und zu netzwerken. Dazu lud die sonnendurchflutete Terrasse des Lufthansa Seeheim Hotels auch regelrecht ein, denn aufgrund der besonderen Umstände hatte sich das MTT-Team dazu entschieden, die MEET THE TOP Fitness 2021 in Deutschland zu veranstalten. Als Location wurde das exklusive Lufthan78

sa Seeheim Hotel gewählt, das einen angenehmen Rahmen für die vorgewählten 20-minütigen 1:1-Speed-Dating-Termine zwischen Inhabern von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen und der Industrie bot. Bestimmt wurden die Termine bereits im Vorfeld der Veranstaltung via Online-Wahl. Dazu konnten die Vertreter der Industrie potenzielle Gesprächspartner auswählen. Um die Meetings noch effektiver zu machen, vergaben die Betreiber ebenfalls Wünsche und signalisierten damit den Industriefirmen, dass sie ein Gespräch wünschen. An den beiden Meetingtagen fanden über 1.824 Meetings statt.

Der Eindruck des ersten Tages der Veranstaltung bestätigte sich erneut. Beide Gesprächsseiten genossen den Austausch untereinander, was ein angenehmes Gesprächsklima erzeugte und ein gutes Miteinander erlaubte. Dementsprechend war die Atmosphäre durchweg positiv und sehr produktiv. Gut besuchte Vorträge In den letzten Jahren wurde die Veranstaltung durch Vorträge ergänzt, die den Teilnehmern wertvolle Ideen für ihr Business vorstellten. Neben dem Vortrag zum Umgang mit der MTTApp zeigte Hans Muench in seinem


Events & Messen MEET THE TOP Fitness

Ein elementarer Bestandteil der MEET THE TOPVeranstaltung sind die Vorträge aus unterschiedlichen Themenfeldern am Nachmittag

Das Sponsorendinner am Samstagabend war eines der Highlights des Events

Auf dem Marktplatz konnten die unterschiedlichsten Geräte auf Herz und Nieren getestet werden

MTT-Knigge am Vorabend der Veranstaltung interessierten Neuteilnehmern die wichtigsten Verhaltensregeln in- und außerhalb der Meetings auf. Am Freitag und Samstag leitete dann Life-Coach und Speaker Tobias Conrad als Moderator durch die Vorträge. Der Start wurde von Frank Böhme und Marcel Wergen gemacht, die eine Möglichkeit aufzeigten, wie man mit steuerlich begünstigen BGF-Kooperationen sein Firmenfitness-Programm stärken kann. Neue, vernetzte und grüne Outdoor-Lösungen wurden von Thorsten Grießer und Alexander Blocher unter dem Schlagwort Outdoorization vorgestellt. Die Gründerin des FitTech-Summits, Natalia Karbasova, war ebenfalls als Speakerin vor Ort. Sie nahm ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch die Digitalisierung der Branche und die FitTech-Start-ups der Zukunft. Die Frage,

wie nach der Pandemie neue Mitglieder gewonnen werden können, stellte und beantwortete Benjamin Roth vom Urban Sports Club. Den Abschluss des ersten Vortragstages machte Tobias Conrad selbst, indem er seinen Zuhörern die Marketing-Macht von Personal-Branding vorstellte. Am zweiten Tag eröffnete er die Vortragsreihe mit seinem Thema „Starke Kommunikation als Führungskraft“. Einen rechtlichen Überblick über die Auswirkungen des Gesetzes für faire Verbraucherverträge für Fitnessstudios gab Dr. Hans Geisler. Wie Betreiber ihre digitale Reputation mit Online-Bewertungen upgraden können, zeigte Nikolai Tauscher von der igroup Internetagentur. Till Pitschel von Studio Analytics sprach über technische Möglichkeiten zur Reduktion der Mitgliederfluktuation. Zum Abschluss des Vortragsprogramms sprach Mario

Görlach über die Notwendigkeit von Training für ein gesundes Leben. Kulinarisch exquisit Auch die kulinarischen Bedürfnisse wurden auf der MEET THE TOP Fitness 2021 erfüllt. So wurde am Freitagabend ein Street Food Festival mit Essensständen veranstaltet, in dessen Rahmen die Teilnehmer sich durch die Spezialitäten unterschiedlicher Nationalitäten probieren konnten. Am Samstagabend fand das Sponsoren-Dinner statt. Am Ende des Events waren sich alle Teilnehmer einig, dass das Event top organisiert war und wieder viele neue Geschäftskontakte entstanden sind. Die nächste MEET THE TOP Fitness findet vom 24.–27. März 2022 statt – dann wieder auf der Sonneninsel Mallorca im Protur Biomar. 79


Events & Messen MEET THE TOP Fitness

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Events & Messen MEET THE TOP Fitness

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Fitnessanlagen brauchen neue Mitglieder – FACEFORCE liefert die Lösungen Der gesundheitliche Nutzen von Fitness- und Gesundheitsanlagen ist für Experten unbestritten. Durch die Corona-Pandemie wurden die Mitglieder allerdings in die Passivität gezwungen. Das Resultat: Mehr als 1,5 Millionen Mitglieder gingen verloren. Sie haben gekündigt! Das Einzige, was Fitness- und Gesundheitsanlagen jetzt also wirklich brauchen, sind neue Mitglieder und damit verbunden natürlich Umsätze. FACEFORCE hat dazu neue und agile Lösungen entwickelt. Um das Problem zu erkennen, welches die Gesundheitsbranche im Allgemeinen hat, ist zunächst die Einordnung der Dienstleistung anhand eines Beispiels sinnvoll: Bei betreutem Muskeltraining handelt es sich um eine aktive körperbezogene Dienstleistung. Im Vergleich dazu ist der Friseur eine passive körperbezogene Dienstleistung. Dreimal dürfen Sie raten, wo die Menschen lieber und vor allem regelmäßig ihr Geld ausgeben. Beim Friseur! Und warum? Ganz einfach: Beim Friseur zahlt man 50 € und hat keine 30 Mi-

nuten später ein besseres Aussehen. Ohne sich anzustrengen, wohlgemerkt. Beim betreuten Training zahlt man 50  € und hat im besten Fall 12 Wochen später erste leichte Erfolge. Und diese Erfolge aber auch nur, wenn man sich tatsächlich angestrengt hat. Neue Lösungen für Interessenten und Mitglieder Und genau diese Probleme werden durch das neue FACEFORCE-Universum gelöst. Den Kunden der FACEFORCE stehen ab sofort komplett neue Wege

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offen, welche Mitglieder und Umsätze generieren. Wie das funktioniert? Um neue zahlende Mitglieder zu generieren, benötigt man einen Strom von Interessenten durch die Fitnessanlage. Dazu liefert das FACEFORCE-Universum mittlerweile mehr als 100 Lösungen. Aber natürlich muss kein Kunde von FACEFORCE im neuen Universum suchen. Eine spezielle Abteilung kümmert sich um den Kundenerfolg und die richtige Lösung für jeden Bedarf. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr per Telefon, Mail oder Videokonferenz erreichbar. Hier bekommt der Betreiber immer die passende Antwort. Aber nicht nur für jeden Bedarf vorgefertigte, sondern nun auch vollständig individualisierbare Lösungen runden das Portfolio ab. Nicht nur Interessenten, sondern Umsätze direkt online generieren Ein weiterer Teil des FACEFORCEUniversums zielt auf direkte Umsätze ab. Auch Umsätze, welche von Mit-


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Daher bietet mitfitPAY die beliebtesten und am meisten verbreiteten Zahlungsmöglichkeiten wie paypal, Kreditkarte oder Sofortzahlung an. Dadurch haben Sie endlich auch Interessenten, die nicht nur interessiert sind, sondern auch kaufen können. Und der Clou: Als FACEFORCE-Kunde kann man mitfitPAY jederzeit monatlich hinzu- oder abbuchen. Weitere digitale Produkte als Marketingtreiber Nachdem nun diese Mitglieder und Umsätze gesichert sind, bietet das Universum auch noch Platz für zusätzliche digitale Begeisterung. Mit coronakonformer kontaktloser 3-D-Körpervermessung erfreut man nicht nur den visuellen Kundentyp, sondern auch den Kunden, der die AHA-Regeln strikt befolgt. Mit HOLOSCAN wird es nämlich möglich, komplett kontaktlos und mit dem notwendigen Abstand den Kunden zu vermessen und ihm im Anschluss sein eigenes Hologramm in der kostenlosen App direkt auf sein Smartphone zu senden. Das

erzeugt nicht nur Weiterempfehlungen, sondern auch durch speziell darauf angelegte Kampagnen direkt neue potenzielle Mitglieder. Für all jene Clubbetreiber, die noch weiter gehen und die Mitglieder als auch Interessenten eindrucksvoll über den Gesundheitsnutzen aufklären wollen, steht ELIAS als virtueller Berater ebenfalls zur Seite. Neu ist hier: ELIAS steht als Leihsystem zur Verfügung. Dies bedeutet für FACEFORCE-Kunden, dass die Hardware nicht erst selbst angeschafft werden muss, sondern lediglich für die Dauer der Nutzung geliehen wird.

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Interview VIVA Fitness

Erster Schritt der Expansionsoffensive: Viva Fitness übernimmt marea Fitness Interview Constantin Wilser

Die Fitnesskette Viva Fitness wächst. Durch die Übernahme der sechs Standorte von marea Fitness zum 1. Oktober steigt die Zahl der Studios auf 48. Welche Expansionspläne die Verantwortlichen von Viva Fitness verfolgen, wie diese strategisch umgesetzt werden sollen und welche Herausforderungen damit verbunden sind, erklärt Geschäftsführer Viktor Reimchen im Interview. BODYMEDIA: Viva Fitness hat die sechs Standorte von marea Fitness übernommen. Wann gab es die erste Kontaktaufnahme und wie lange haben die Verhandlungen dieser Transaktion gedauert? Viktor Reimchen: Der Prozess der Übernahme ging relativ schnell. Als wir erfahren haben, dass die Studios zum Verkauf stehen, haben wir die Standorte besichtigt. Danach gab es ein sehr angenehmes Treffen mit dem bisherigen Eigentümer Markus Staack. Mit ihm wurden wir uns innerhalb von einer Stunde über den Kaufpreis und die weiteren Modalitäten einig. Ihm war es vor allem sehr wichtig, seine 100 Mitarbeiter in guten Händen zu wissen. Danach wurden die Verträge aufgesetzt. Die Abwicklung des Deals, also von der ersten Besichtigung der 84

Studios bis zur Vertragsunterschrift, hat vier Wochen gedauert. BODYMEDIA: Wird marea Fitness als Marke nach der Transaktion bestehen bleiben? Und was passiert mit den bisherigen Mitarbeitern von marea Fitness? Viktor Reimchen: Wir haben uns dazu entschieden, dass die hinzugekommenen sechs Studios vorerst unter dem Namen marea Fitness weiterlaufen. Damit wollen wir vor allem auch erreichen, dass die bisherigen Mitglieder und Mitarbeiter nicht verunsichert werden. In einigen Monaten werden die Anlagen dann unter einem neuen Brand laufen. Alle Mitarbeiter von marea behalten ihre Jobs. Das war dem Vorbesitzer, aber auch uns sehr wichtig. Wir möchten in

den nächsten Wochen und Monaten jeden einzelnen Mitarbeiter ganz genau kennenlernen, um die jeweiligen Stärken beurteilen zu können. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die neuen Mitarbeiter unseren Betreuungsqualität weiter verbessern werden. Das Thema Mitarbeiter und Förderung von Talenten und Fachkräften sehen wir als einen der zentralen Punkte an bei unseren weiteren Expansionsplänen. Wir haben nach dem zweiten Lockdown alle Gehälter angehoben und weitere Strategien entwickelt, um die Motivation unseres Personals zu erhalten bzw. zu erhöhen. Uns ist es wichtig, dass wir jedem einzelnen Perspektiven aufzeigen. Wir möchten unsere Ziele mit unseren Mitarbeitern teilen, sodass es auch zu deren Ziel wird. Zum anderen wird es sehr wichtig sein, talentierte


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Interview VIVA Fitness Nachwuchskräfte für uns zu gewinnen und langfristig binden zu können, und da sind wir gerade dabei, verschiedene Systeme zu entwickeln. BODYMEDIA: Warum war es so wichtig, die marea-Studios zu übernehmen? Viktor Reimchen: Wir haben uns schon vor einiger Zeit dazu entschieden zu expandieren. Und jetzt war genau der richtige Zeitpunkt, um den ersten Schritt in Sachen Expansion zu machen. Die Studios passen konzeptionell sehr gut zu dem, was wir vorhaben. Zudem sehen wir es u. a. als großen Vorteil an, dass die marea-Standorte sich in unmittelbarer Nähe zu unseren Viva-Studios befinden. So können wir schneller vor Ort sein und das macht es für uns einfacher, Prozesse umzustellen. Durch den Zugewinn der marea-Studios können wir Erfahrungen sammeln und Dinge lernen, die für unsere weitere Expansion wichtig sein werden. BODYMEDIA: Wie genau sehen die weiteren Expansionspläne von Viva Fitness aus? Viktor Reimchen: Die Übernahme der marea-Studios war erst der Anfang unserer Expansion. Unser Ziel ist es, dass bis Ende 2022 100 Studios zu uns gehören. Wir befinden uns bereits in Gesprächen bezüglich weiterer möglicher Übernahmen. Es ist denkbar, dass wir zukünftig auch Einzelstudios übernehmen, aber generell liegt unser

Die Übernahme der sechs Standorte von mare Fitness soll der Start einer großen Expansionsoffensive von Viva Fitness sein

Verhandlungen entscheidend mitwirken. Da wir bemerkt haben, dass der Umbau von Studios derzeit sehr lange dauert, da viele Handwerksunternehmen überlastet sind, haben wir ein eigenes Bauunternehmen namens Buba Bau gegründet. Die bisher fünf Mitarbeiter werden dann ausschließlich für den Bau bzw. Umbau unserer Clubs verantwortlich sein. Auch hier war es uns sehr wichtig, den Mitarbeitern Perspektiven aufzuzeigen und die Motivation hochzuhalten. Deshalb

Bis Ende 2022 sollen 100 Studios zur Viva Unternehmensgruppe gehören Hauptaugenmerk auf der Übernahme von Studioketten. Derzeit befinden sich unsere Studios in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Unsere Pläne sehen vor, dass wir bundesweit expandieren. Um unsere Ziele zu erreichen, haben wir uns intensiv auf die bevorstehende Expansion vorbereitet und hinter den Kulissen hart daran gearbeitet, die passenden Strukturen zu schaffen. So haben wir beispielsweise neun Expansionsleiter installiert, die sich deutschlandweit nach passenden Standorten umschauen und dann auch bei den 86

haben wir uns dafür entschieden, dass das gesamte Team unserer Baufirma ausschließlich 40 Stunden an vier Tagen die Woche arbeitet. Damit hat jeder ein verlängertes Wochenende und mehr Zeit für die Familie. Wir sind davon überzeugt, dass sich dieses Modell auszahlen wird. BODYMEDIA: Welche Änderungen gehen mit den Expansionsplänen einher? Viktor Reimchen: Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir neben Viva Fitness eine weitere Fitnesskette gründen möchten. Die Viva-Studios werden zukünftig unsere Premiumanla-

gen sein, während die Clubs der neuen Kette im Discountsegment angesiedelt sein werden. Nur so wird es möglich sein, dass wir unsere Expansionsziele erreichen. Wenn es sich anbietet, sind wir nicht abgeneigt, dass auch der ein oder andere neue Viva-Fitness-Standort hinzukommt, der Großteil der Anlagen, die wir übernehmen, wird aber Teil unserer neuen Marke sein. Schaut man unsere bisherigen Standorte von Viva Fitness an, erkennt man, dass diese in Orten und Kleinstädten mit 5.000 bis 50.000 Einwohnern sehr gut funktionieren. In größeren Städten, wo die Konkurrenz deutlich höher ist, sind wir der Meinung, dass es wirtschaftlich keinen Sinn macht, das VivaFitness-Konzept am Markt zu platzieren. Deswegen haben wir uns einstimmig für eine neue Marke im Discountbereich ausgesprochen. BODYMEDIA: Inwieweit sind Sie Nutznießer der Corona-Pandemie? Können Sie durch die Pandemie Ihre Expansionspläne schneller und einfacher erreichen? Wie schätzen Sie generell die weitere Entwicklung des Fitnessmarktes ein? Viktor Reimchen: Bereits vor Corona hat sich abgezeichnet, dass es immer mehr Fusionen gibt. Corona hat und wird diese Entwicklung in nächster Zeit sicherlich noch ein Stück weit begünstigen. Ob und inwieweit wir davon profitieren werden, wird sich zeigen. Denn


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Neben Viva Fitness wird es zukünftig eine weitere Kette geben, die sich im Discountsegment ansiedeln wird

wir sind schließlich nicht die Einzigen, die weiterwachsen möchten. Generell bin ich fest davon überzeugt, dass der Fitnessmarkt ein Wachstumsmarkt ist. Wenn ich in unsere Studios schaue, dann sehe ich, dass die Bereitschaft zu trainieren wieder da ist und immer mehr Menschen zurück zum Training kommen. Ich glaube es ist realistisch, dass in den kommenden Jahren 18–20 % der Bevölkerung in Fitnessstudios trainieren werden. Der Studiomarkt wird sich nur anders verteilen. Die Anzahl an kleineren Ketten und Einzelstudios wird abnehmen. Die Anzahl an großen Ketten, die eben solche Studios übernehmen, wird dagegen zunehmen. Ich denke, da wird in den nächsten Jahren einiges passieren. Meiner Meinung nach haben gerade kleinere Anbieter zwei Fehler gemacht. Sie haben ihre Preise gesenkt und sich an den Wettbewerbern aus dem Discountsegment orientiert. Viele Kunden, die jahrelang gerne bereit waren, den höheren Preis zu zahlen, gingen dadurch verloren. Der zweite Fehler, den ich beobachte, ist, dass es ein Großteil dieser Studios versäumt hat, in den letzten Jahren zu investieren. Dieser Investitionsstau führt dazu, dass die Betreiber früher oder später verkaufen 88

müssen, weil sie mit dem Angebot der Konkurrenz nicht mithalten können. Es ist nicht so, dass Einzelstudios aussterben werden. Ich denke aber, dass es deutlich weniger sein werden als bisher. BODYMEDIA: Welche großen Herausforderungen bringt die geplante Expansion mit sich? Viktor Reimchen: Natürlich wird die Umstrukturierung der neuen Clubs, die zukünftig noch hinzukommen, eine riesige Herausforderung für uns. Dessen sind wir uns bewusst. Wir glauben aber, dass wir dafür gut gerüstet sind. Eine der schwierigsten und zugleich wichtigsten Herausforderungen wird es sein, motivierte Fachkräfte auszubilden und zu gewinnen. Wie eingangs erwähnt, ist es hierfür wichtig, Ideen zu entwickeln, um die Motivation der Mitarbeiter stets aufrechterhalten zu können. Nur so ist eine qualitative Betreuung unserer Kunden möglich und gewährleistet, dass die Mitarbeiter dauerhaft zufrieden sind. Zudem ist es wichtig, dass wir es schaffen, unsere Umsätze zu steigern, sodass wir unseren Mitarbeitern ein faires Gehalt bezahlen können. Vor dieser Herausforderung stehen aber nicht nur wir, sondern die gesamte Branche. Wenn uns das gelingt, bin ich davon über-

zeugt, dass wir entscheidend dazu beitragen können, das Image der Fitnessbranche zu verbessern. BODYMEDIA: Vielen Dank für das Interview.

Zur Person Viktor Reimchen ist Unternehmensgründer, CEO und Familienvater mit Leidenschaft. In jungen Jahren in der Branche noch als Trainer gestartet, steckt er nur 15 Jahre später als einer von zwei Köpfen hinter dem Erfolg und Wachstum der 2015 gegründeten Viva Unternehmensgruppe. Nach Viva Fitness, Liabeli und dem Bauunternehmen Buba Bau verwirklicht er nun gemeinsam mit seinem Bruder Valeri den nächsten Meilenstein in der Viva-Geschichte und übernimmt ab sofort die Fitnesskette marea, um so die VivaUnternehmensgruppe auf fast 50 Fitnessstudios zu vergrößern.


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Aktuelles Wiedereröffnung

Nach Flutkatastrophe: Robinson WellFit Rheinbach wiedereröffnet Text Constantin Wilser

Die Folgen der Flutkatastrophe vom 14. Juli sind verheerend. Alleine im Ahrtal mussten 133 Menschen sterben, zwei Personen werden bis heute vermisst, zahlreiche Häuser, Gebäude und Straßen wurden komplett zerstört. Der Gesamtschaden soll laut Expertenschätzungen 29 Milliarden Euro betragen. Auch in Rheinbach, ca. 25 Kilometer vom Ahrtal entfernt, gab es heftige Überflutungen. Die Naturkatastrophe traf in ihrer vollen Wucht u. a. auch das gerade erst eröffnete Robinson WellFit. Jede Menge Arbeit und Herzblut ha­ ben Stephanie und Julia Giesers in das Robinson WellFit in Rheinbach ge­ steckt. Glücklich und stolz waren die beiden Studioleiterinnen, als sie Mitte Juni ihr neues, über 3.000 m2 großes Studio eröffnen konnten. Gemeinsam mit ihrem Team hatten sie über sechs Monate daran gearbeitet, eine in die Jahre gekommene Anlage komplett umzubauen und neu zu gestalten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Im Juni eröffnete der Club, ausgestattet mit topmodernen Geräten. Dank des schicken Designs und Interiors ein ech­ ter Hingucker. Alles schien perfekt, bis zum 14. Juli, als die Flut kam. Ein Bild der Zerstörung und Verwüstung Autos wurden weggeschwemmt, Stra90

ßen waren nicht befahrbar und die Steinbachtalsperre drohte zu bre­ chen. Jedoch hatten die Anwohner keinerlei Vorstellung über das Aus­ maß der Katastrophe. Als Julia Gie­ sers am Abend des 14. Juli nach einer turbulenten Fahrt das Studio betrat war das Entsetzen groß. Nachdem sie sich zunächst noch nicht ansatz­ weise vorstellen konnte, wie groß der Schaden sein würde, wurde ihr das Ausmaß der Zerstörung, die die Flut angerichtet hatte, schnell vor Augen geführt. „In der kompletten Anlage stand das Wasser 1,70 Meter hoch. Das Wasser kam von zwei Seiten und riss Fenster und Türen raus. Es war wie ein Wasserfall. Die Sachlage war klar – Totalschaden“, erinnert sich Julia Giesers an das Bild der Verwüstung.

Nach dem ersten Schock versuchten die Verantwortlichen, klare Gedanken zu fassen. Aufgrund der großen Angst, das Gebäude könnte unter dem Druck der Wassermassen einstürzen, versuchten sie, Kontakt zur Feuerwehr aufzuneh­ men, die sich im Dauereinsatz befand. In der ersten Nacht passierte allerdings nichts, da die Einsatzkräfte die strikte Anweisung hatten, ausschließlich nach Toten und Vermissten zu suchen bzw. Verletzte zu versorgen. Am zweiten Tag begann die Feuerwehr in den frühen Abendstunden, das Wasser aus der An­ lage abzupumpen. Da selbst die Feuerwehr gegen die Wassermassen nicht ankam, musste der THW zur Hilfe heran­ gezogen werden. Feuerwehr plus zwei Löschfahrzeuge des THW schafften es unter großem Einsatz, dass das Was­ ser am nächsten Morgen beseitigt war.


Aktuelles Wiedereröffnung neben Mitarbeitern und Mitgliedern auch zahlreiche Fremde. Innerhalb von drei Monaten und zahlreichen Nachtschich­ ten wurde das Studio komplett neu aufgebaut. Wände und Decken wurden erneuert, genauso wie die Elektrik, die komplette Anlage wurde neu gestrichen und die komplette Einrichtung inklusive Trainingsgeräte wurde angeschafft, ehe am 6. und 7. November das Studio mit einem „Tag der offenen Tür“ offiziell wie­ dereröffnet wurde. „Der Tag der offenen Tür war ein großer Erfolg für uns. Insge­ samt 200 Gäste kamen und wir konnten 80 Neumitgliedschaften abschließen“, resümiert Julia Giesers. Ein Bild der Verwüstung: Die Flut zerstörte das komplette Robinson WellFit Rheinbach, das gerade vier Wochen eröffnet hatte

Wiederaufbau in nur 3 Monaten Nachdem das Studio leergepumpt war, begannen die Aufräumarbeiten. Aufgeben war für Stephanie und Julia Giesers keine Option – im Gegenteil: Eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ war

zu spüren. Hinzu kam eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die da­ für sorgte, dass das Studio in weniger als einer Woche komplett leergeräumt und der Estrich entfernt werden konnte. An den Aufräumarbeiten beteiligten sich

Optimistisch in die Zukunft Trotz der anstrengenden letzten Mona­te und der nach wie vor angespannten Situation in Rheinbach, wo der Wie­ deraufbau noch einige Zeit andauern wird, zeigt sich Julia Giesers vorsichtig optimistisch. „Die letzten Wochen ha­ ben gezeigt, dass viele gerne hierher­ kommen, um über das Erlebte zu spre­ chen und sich gleichzeitig ein wenig abzulenken.“

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Trends & Specials E-Ladestationen

Warum Fitnessstudios Auto-Ladesäulen für ihre Mitglieder anbieten sollten Text Jonathan Schneidemesser

Durch die immer stärkere Verbreitung von Elektroautos fahren immer mehr Mitglieder mit E-Fahrzeugen zum Training. Als Betreiber macht es also durchaus Sinn, Parkplätze mit Ladesäulen anzubieten, die die Autos während des Trainings „betanken“. Insbesondere deshalb, weil es bis zum 31.12.2021 noch eine 80%ige Förderung vom Staat gibt. Der Markt mit Elektroautos boomt. Alleine im Zeitraum von Januar bis Oktober 2021 wurden 267.255 E-Fahrzeuge zugelassen. Zum Vergleich: 2020 waren es nur knapp 195.000. Weltweit sind die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr um 168 % gestiegen. Was hingegen weniger stark steigt, sind die Möglichkeiten, E-Autos aufzuladen. Hochrechnungen zeigen, dass 2025 das Defizit zwischen dem Soll- und IstWert bei Ladesäulen 59 % betragen wird. Oder genauer gesagt – werden weiterhin im gleichen Tempo Ladesäulen gebaut wie bisher, fehlen 2025 alleine in Deutschland etwa 100.000 Lade92

punkte für die vorhandenen Fahrzeuge. Tendenz steigend, denn bis 2030 werden bis zu 10 Mio. Neuzulassungen erwartet. 80%ige Förderung für Ladesäulen Das bedeutet aber auch, dass immer mehr Mitglieder von Fitnessstudios Elektroautos fahren und die Chance, dieses während des Trainings zu laden, gerne nutzen werden. Für Fitnessstudios ist das Angebot recht einfach umzusetzen, denn man braucht recht wenig, um Ladesäulen bereitzustellen: Parkplätze, Stromanschlüsse und optimalerweise eine Lösung, um selbst

Strom zu produzieren, wie z. B. eine Fotovoltaikanlage. Fitnessstudios können mit der Implementierung von Ladestationen nicht nur ihren Mitgliedern etwas Gutes tun, sondern auch (Noch-)Nichtmitgliedern einen Raum bieten, auf dem sie ihr Auto laden können. Durch eine aktuelle Förderung des Bundes für die Einrichtung einer Normal- und Schnellladeinfrastruktur an Parkplätzen wird das Thema auch für Fitnessstudios interessant, denn eine Förderung von bis zu 80 % des Anschaffungspreises ist möglich, wenn man den Antrag bis zum 31.12.2021 noch einreicht.


Trends & Specials E-Ladestationen

Der Bedarf an Ladeplätzen ist gigantisch

grund standardisierter Angebote kann die Förderung schnell beantragt werden. Durch die intelligenten Messsysteme von EMC können die Betreiber den Strom passend zu ihren Bedürfnissen fließen lassen. In der Praxis kann das so aussehen, dass z. B. morgens, wenn die Sauna mehr Strom zum Hochfahren braucht, sie diesen auch erhält, dafür dann aber Stromkapazitäten von den Ladesäulen nutzt. Sobald sich der Energiebedarf stabilisiert hat, erhalten die Ladesäulen dann wieder die gewohnten Stromkapazitäten. Ist die Förderung genehmigt, kann mit der Umsetzung begonnen werden – diese muss bis zum 31.12.2022 abgeschlossen sein.

So stark wird der Anstieg des Bedarfs für E-Auto-Ladeplätze in der Expertenprognose ansteigen

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Quelle: Deloitte, E-Mobility Ladeinfrastruktur als Geschäftsfeld

Vorteile für Fitnessstudios Neben der Antragsstellung gibt es einige Voraussetzungen, die für die Förderung zu erfüllen sind. Der Parkplatz muss 24 Stunden täglich an 7 Tagen die Woche zugänglich sein. Die verwendete Energie muss aus erneuerbaren Quellen bezogen werden und die Mindestbetriebsdauer sind sechs Jahre. Das Unternehmen sollte einen Jahresumsatz von 50 Mio. € nicht überschreiten, sich also im mittelständischen Segment einordnen. Warum aber ist das Thema für Fitnessstudios nun so spannend? Zum einen ist es der bereits genannte Mehrwert für die Mitglieder, die ihr E-Auto während des Trainings laden können. Während der üblichen Verweildauer eines Mitglieds konnten bei Test die Akkus der Autos für eine Fahrt von bis zu 150 km geladen werden. Darüber hinaus können Mitglieder Zusatznutzen zu ihrer Mitgliedschaft erhalten, wie z. B. Ladepreisvorteile bei einer Vertragsverlängerung sowie günstigere Ladetarife während Zeiten mit geringerer Studioauslastung oder bei Neumitgliedschaften. Gleichzeitig ist die Lademöglichkeit nicht nur den Mitgliedern vorbehalten, sondern muss für alle zugänglich sein. Daher werden Menschen beim Laden auf das Fitnessstudio aufmerksam. Diesen kann man mithilfe einer eigenen Ladekarte z. B. vier Wochen kostenloses Tanken beim Abschluss einer Mitgliedschaft ermöglichen. Und last but not least: Mithilfe einer medialen Begleitung und passgenauer Werbung kann ein „grünes“ Image gefördert werden, das immer mehr Menschen wichtiger wird.

Das Anbieten von Ladesäulen ist finanziell durchaus attraktiv, da der Breakeven-Point selbst bei konservativen Rechnungen nach etwa 2,5 Jahren zu erwarten ist. Das macht es wirtschaftlich attraktiv, denn Parkplätze und Ladesäulen bleiben in der Hand des Betreibers – sowie alle generierten Umsätze. Bei Ladestationen sind Preise von 40 bis 75 Cent pro kW/h üblich.

Eines der Modellprojekte wird das Injoy Lingen sein, das von Kay Wiethold betrieben wird. Durch dieses Know-how kann das Unternehmen individuell auf die Bedürfnisse von Fitnessstudios eingehen. Fazit Grüne Unternehmen sind bei vielen Mitgliedern gerade im Trend. Für Fitnessstudios ist das Anbieten von Ladesäu-

Bis zum 31.12.2021 kann eine staatliche Förderung von bis zu 80 % für die Ladesäulen beantragt werden Als weiteren Benefit für die Mitglieder macht es Sinn, diese günstiger tanken zu lassen als Nichtmitglieder. Für die Abrechnung der Ladesäulen wurde eine Software entwickelt, die das übernimmt. Zudem werden alle gängigen Zahlungsmöglichkeiten angeboten, um eine barrierefreie Zahlung für alle zu ermöglichen. Das Rundum-sorglos-Paket Das Unternehmen hinter diesem Konzept ist Energy Concepts GmbH (EMC). Sie übernehmen die Planung und Umsetzung der Anlage. In einem ersten Schritt wird eine energetische Objektaufnahme durchgeführt, die den Ausgangswert des Fitnessstudios bewertet, insbesondere wie viel Strom zur Verfügung gestellt werden kann. Mit diesen Informationen wird das Ladesäulen-Konzept entwickelt, also ein Vorschlag zu den Standorten und der Anzahl der Ladepunkte gemacht. Auf-

len mit Ökostrom eine gute Möglichkeit, dieses Image aufzubauen. Darüber hinaus können sie Mitgliedern Vorteile bieten und Nichtmitglieder ansprechen. Insbesondere da bis zum 31.12.2021 80 % der Anschaffungskosten staatlich gefördert werden können.

Zur Person Ulrich Klinksiek war vor der Gründung der Energy Concepts GmbH (EMC) Gründer und Geschäftsführer von Smart Electronic Components GmbH, einem Unternehmen aus dem Digital-Signage-Bereich. Zuvor war er 15 Jahre Vertriebsleiter bei ROHM Electronics GmbH. 93


Trends & Specials E-Ladestationen

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Trends & Specials E-Ladestationen

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Kolumne Recht sportlich

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Sportlich Sportlich Recht sportlich: Auswirkungen der COVID-19Pandemie auf die Rechte und Pflichten aus einem Fitnessstudiovertrag Seit fast zwei Jahren stellt die COVID-19-Pandemie die Fitnessbranche vor große Herausforderungen. Hierzu gehört auch der Umgang mit den rechtlichen Auswirkungen der Pandemie auf die Rechte und Pflichten aus einem Fitnessstudiovertrag. Diese Thematik ist besonders problematisch, weil die Rechtslage nicht eindeutig ist. Zu maßgeblichen Rechtsfragen existiert noch keine höchstrichterliche Rechtsprechung. In diesem Beitrag werden die relevantesten rechtlichen Auswirkungen der Pandemie auf die Fitnessstudioverträge dargestellt. Eines der rechtlichen Themen, das während der Lockdowns immer wieder zu Diskussionen führte, war der Wegfall der Beitragspflicht bei Unmöglichkeit der Nutzung eines Fitnessstudios. Der allgemeine gesetzliche Grundsatz lautet: Wird einem Vertragspartner die Erfüllung seiner Leistungspflicht unmöglich (§ 275 Abs. 1 BGB), ist auch der andere Vertragspartner von seiner Gegenleistungspflicht befreit (§ 326 Abs. 1 BGB). Das heißt konkret: Ist 96

das Fitnessstudio aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen, muss das Studiomitglied den Mitgliedsbeitrag für den Schließungszeitraum nicht zahlen. Die Gutscheinlösung zur Abwehr von Rückzahlungsansprüchen Hat ein Mitglied die Beiträge für den Zeitraum der behördlich angeordneten Schließung vorschüssig gezahlt, kann sich das Studio mit der sogenannten

Gutscheinlösung zeitweise von dem gesetzlichen Rückzahlungsanspruch des Mitgliedes befreien (Art. 240 § 5 EGBGB). Die Gutscheinlösung berechtigt Fitnessstudios allerdings nicht, die zukünftige Weiterzahlung von Beiträgen für den Zeitraum der Schließung zu verlangen. Auch nicht, wenn als Gegenleistung für die Beiträge und zur Kompensation des Nutzungsausfalls Gutscheine ausgehändigt würden. Im Übrigen kann ein Mitglied den


Kolumne Recht sportlich vollen Wert des Gutscheins erstattet verlangen, wenn ihm der Verweis auf den Gutschein nach den persönlichen Lebensumständen unzumutbar ist oder es den Gutschein nicht bis zum 31.12.2021 eingelöst hat. Die Verlängerung der Laufzeit um den Zeitraum der Studioschließung Es gibt den gesetzlichen Anspruch auf Vertragsanpassung wegen der Störung der Geschäftsgrundlage. Hiernach gilt: Ändern sich Umstände, die zur Grundlage eines Vertrages geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend, ohne dass dies im Verantwortungsbereich einer der Vertragsparteien liegt, und hätten die Vertragsparteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, kann eine Anpassung des Vertrages verlangt werden, soweit unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung, das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann (§ 313 Abs. 1 BGB). Hier stellen sich die Fragen: Sind auch die behördlich angeordneten Studioschließungen eine schwerwiegende Veränderung in diesem Sinne? Ist deswegen einem Fitnessstudio das Festhalten an dem ursprünglichen Vertrag und der darin vereinbarten Vertragslaufzeit unzumutbar? Kann deshalb das Studio eine Vertragsanpassung mit dem Inhalt verlangen, dass die Schließungszeiträume an das ursprüngliche Vertragsende angehängt werden? Was die Beantwortung dieser Fragen anbelangt, gilt eine alte Redewendung: Zwei Juristen ‒ drei Meinungen. Die Fragen zugunsten der Clubs bejaht haben z. B. die Amtsgerichte Paderborn, Oldenburg, Dortmund, Kamenz, Neustadt a. d. Aisch, Otterndorf, Verden, Dieburg, Ibbenbüren, Zeitz und Torgau. Die Fragen verneint haben z. B. die Landgerichte Freiburg und Osnabrück sowie das Amtsgericht Papenburg. Leider muss davon ausgegangen werden, dass die zukünftige Rechtsprechung wohl den NeinSagern folgen wird. Einige Fitnessclubs haben proaktiv den Kontakt zu ihren Mitgliedern gesucht, um individuelle Vereinbarungen zu treffen. Darin wurden beispielsweise

die Fortzahlung von Beiträgen durch Mitglieder und die Verschiebung von Vertragslaufzeiten geregelt. Diese Vorgehensweise ermöglicht, dass eine begehrte Vertragsanpassung und die daraus resultierenden Rechte nicht auf einen gesetzlichen Anspruch gestützt werden müssen. Allerdings können sich aus einer derartigen Verfahrensweise steuerrechtliche und bilanzrechtliche Auswirkungen ergeben, die analysiert werden sollten.

Allgemeinheit und damit auch dem Interesse der Studiomitglieder. Belastende Änderungen können durch zusätzliche Angebote wie Online-Kurse, Outdoortrainingsbereiche und hauseigene Teststellen relativiert werden. Könnten Mitglieder ihre Verträge außerordentlich kündigen, wären Fitnessstudios gezwungen, ihre früheren Bestandskunden als Neukunden anzuwerben. Fitnessclubs müssten dann

Für die rechtlichen Auswirkungen der Pandemie auf Fitnessstudioverträge existiert noch keine höchstrichterliche Rechtsprechung Die außerordentliche Kündigung durch das Mitglied Grundsätzlich gilt: Kann einem Vertragspartner die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unter Berücksichtigung des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zugemutet werden, kann er den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist außerordentlich kündigen (§ 314 BGB). Wir kennen dies etwa bei der Kündigung wegen krankheitsbedingter Sportunfähigkeit. Nun vertreten einige Mitglieder die Auffassung, sie könnten ihre Fitnessstudioverträge auch aufgrund pandemiebedingter Veränderungen außerordentlich kündigen. Ist das berechtigt? Wohl nicht. Was spricht gegen ein außerordentliches Kündigungsrecht? Gegen ein außerordentliches Kündigungsrecht spricht: Die Interessen der Studiomitglieder werden bereits durch den Wegfall der Beitragspflicht bei behördlich angeordneten Studioschließungen sowie durch den Anspruch auf Gutscheine bei vorschüssig gezahlten Beiträgen ausreichend gewahrt. Ein Abwarten bis zur Fortsetzung des Vertrages nach Wiedereröffnung der Fitnessstudios ist deshalb zumutbar, fraglich ist aber, wie lange (3 Monate? 6 Monate? Oder länger?). Belastende bzw. einschränkende Änderungen der tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten wie beispielsweise geringeres Kursangebot, weniger Geräte, 2G-/3G-Regel etc. sind auch nicht unzumutbar. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der

nicht nur den Wegfall von Beitragszahlungen während der behördlich angeordneten Studioschließungen bei gleichbleibenden Fixkosten kompensieren, sondern zusätzliche Investitionen für den Neustart tätigen. Fitnessstudios würden damit die Risiken der Pandemie überobligatorisch allein tragen; dies wäre nicht interessengerecht (so LG Freiburg, Urt. v. 27.04.21, Az. 9 S 41/20).

Zu den Autoren Philipp von Gehlen (l.) ist selbstständiger Rechtsanwalt und Syndikusrechtsanwalt der First Debit GmbH aus Hamm (Westf.), einem registrierten Inkassodienstleister, der mit seinem Produkt „debifit“ ein speziell auf die Fitnessbranche abgestimmtes Tool des Forderungsmanagements anbietet. Andreas Rüter (r.) ist Rechtsanwalt und Partner der mittelständischen Kanzlei Döttelbeck Dr. Wemhöner & Partner Rechtsanwälte Steuerberater aus Hamm (Westfl.), die eng mit der First Debit GmbH kooperiert. Als Rechtsanwalt hat er sich unter anderem auf die Bearbeitung von Mandaten aus dem Bereich des Fitnessstudiorechts spezialisiert. 97


Management Mitarbeiterführung

Sich selbst anpassen, um zu motivieren Text Anne Papenfuß

Mitarbeiter in einem Unternehmen müssen lernen, sich immer wieder anzupassen. Doch auch die Führungskräfte sollten lernen, sich an die eigenen Mitarbeiter anzupassen. Dies steigert die Mitarbeitermotivation und sorgt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. In jedem Unternehmen gibt es Vorschriften und Regeln. Dies gilt auch für die Leistung ihrer Arbeit. Erreicht ein Mitarbeiter dies, ist der Praxisinhaber zufrieden. Ist das nicht der Fall, so sinkt seine Performance und die des gesamten Teams. Wenn dies geschieht, muss der Praxisinhaber eingreifen und versuchen, sein Team wieder zu motivieren. Ohne innovative Problemlösung und Führung wird sich nichts verändern und die Motivation sinkt weiter. Wie können Praxisinhaber dies ändern? Sich selbst an die eigenen Mitarbeiter anpassen Um zu verhindern, dass ihre Mitarbeiter die Motivation verlieren und sich einen 98

neuen Job suchen, sollten Führungskräfte umdenken und eine neue Strategie anwenden: sich an die eigenen Mitarbeiter anpassen. Das mag erst einmal verwirrend klingen, doch die Erklärung ist simpel, denn jeder Mensch ist individuell, sowohl in seiner Persönlichkeit als auch in seiner Arbeitsweise. Menschen sind keine Maschinen, sie haben Bedürfnisse und Wünsche und werden von unterschiedlichen Dingen angespornt. Wenn sie die Motivation verlieren und ausgelaugt sind, blockieren sie und es herrscht Frust. Das macht sich nicht nur durch die Stimmung im Unternehmen bemerkbar, sondern auch in der Zusammenarbeit und beim gemeinsamen Gelingen des täglichen Arbeitens.

Mitarbeitermotivation und deren Motive Die Leistung der Mitarbeiter wird nicht durch einen geregelten Zeitplan, Richtlinien und Vorgaben erzielt, sondern zu allererst durch ihr Können. Es wird durch die Berufsbezeichnung ziemlich genau beschrieben, was die Aufgaben des Angestellten sind und welche Leistung erwartet wird. Dass die Mitarbeiter alle ihre Aufgaben auch machen wollen, wird von den Unternehmen vorausgesetzt. Dabei vergessen die Führungskräfte gerne, dass sie an dem Wollen ihrer Mitarbeiter einen größeren Anteil haben, als sie vermuten. Der Fokus sollte demnach auf das Wollen gelegt werden, denn wenn ein Mitarbeiter etwas auch selbst wirklich


Management Mitarbeiterführung

Die Führungskraft muss sich auch in der Aufgabendelegation an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen und individuell kommunizieren

will, dann steigert dies seine Motivation sowie Leistungsbereitschaft enorm. Insbesondere jüngere Physiotherapeuten sind weniger bereit, in einer Praxis zu arbeiten, in der sie in 20-minütigen Terminen intensive „Handarbeit“ leisten müssen. Immer mehr möchten einen abwechslungsreichen Alltag bestehend aus Trainingstherapie und klassischer Therapie. Und was auch wichtiger wird, sind digitale Hilfsmittel in der Praxis. Als Führungskraft ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass alle Menschen individuell sind, auch in dem, was sie antreibt. Wenn man diese Motive kennt, hat man die Möglichkeit, die Motivation hoch zu halten und somit ein zufriedenes und erfolgreiches Team zu führen. Die folgenden Tipps können Führungskräfte dabei helfen, die Ausprägungen und Motive ihrer Mitarbeiter kennenzulernen und sie bewusst einzusetzen. Die richtige Aufgabenstellung Nicht nur die unterschiedlichen Motive sind entscheidend für die richtige Anpassung, sondern auch die unterschiedlichen Bedürfnisse und Arbeitsweisen der Mitarbeiter und somit die Art der Delegation von Aufgaben. Wenn eine Führungskraft dem Team eine Aufgabe delegiert, dann gibt es in dieser Gruppe unterschiedliche Typen, die auch unterschiedliche Arbeitsweisen haben. Somit ist es als Führungskraft entscheidend, die Aufgaben richtig zu stellen und die Bedürfnisse der Mitarbeiter nicht aus den Augen zu verlieren. Als Beispiel vergleichen wir zwei unter-

schiedliche Typen, den intellektuellen und den pragmatischen Typ, die beide das Motivationsmotiv Wissen haben. Der intellektuelle Typ wird zu diesem Thema vermutlich erst einmal alle Hintergrundinformationen recherchieren. Der pragmatische Typ hingegen wird zunächst ohne ein umfassendes Briefing und ohne große Forschungsarbeiten einfach loslegen. Für dieselbe Aufgabe braucht es zwei unterschiedliche Wege der Delegation und der dazugehörigen Bedingungen, damit der Mitarbeiter motiviert ist. Die Führungskraft passt sich somit auch in der Art der Delegation an die Bedürfnisse der Mitarbeiter an. Die Stärken der Mitarbeiter kennen und bewusst einsetzen Selbst als Führungskraft kann man sich seine Mitarbeiter häufig nicht aussuchen. Doch das heißt nicht, dass man nicht entscheiden kann, an welcher Stelle sie im Team eingesetzt werden. Wer die Stärken und Motive seiner Mitarbeiter kennt, kann sie Positionen zuordnen, in denen sie ihre Stärken bewusst einsetzen können. Mitarbeiter, die gerne führen und Verantwortung übernehmen, brauchen ihren Freiraum in der Aufgabengestaltung. Das heißt, dass diese sich von der Planung der Führungskraft abheben können, aber das Ergebnis dennoch pünktlich und erfolgreich abgeliefert wird. Wenn dieser Mitarbeiter jedoch ständig kontrolliert wird und keinen Freiraum zur Entfaltung erhält, dann kann dies die Motivation und Leistung erheblich mindern.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Mitarbeiter, denen klare Vorgaben und Richtlinien wichtig sind und die diese sogar benötigen, um ihre Aufgaben zu erledigen und dabei die Motivation nicht zu verlieren. Die richtige Kommunikation Führungskräfte sollten versuchen, mit allen Teammitgliedern individuell zu kommunizieren. Das Ziel ist, dass jeder versteht, worum es geht, denn auch in der Kommunikation und Auffassung gibt es Unterschiede. Es ist wichtig zu wissen, wie man mit seinen Teammitgliedern individuell kommuniziert. Dies hilft nicht nur beim Gelingen von Arbeiten und Projekten, sondern hilft auch, langfristig erfolgreich zu führen und seine guten Mitarbeiter nicht an andere Unternehmen zu verlieren. Am Ende ist die Führungskraft für ihr Team und dessen Resultate verantwortlich. Wenn die Mitarbeiter sich wohlfühlen, respektiert und geschätzt werden, dann steigert das die Motivation und sie werden dem Unternehmen lange erhalten bleiben. Fazit Wenn sich Führungskräfte an ihre eigenen Mitarbeiter anpassen, steigert es deren Motivation und trägt zu einem produktiveren Arbeitsklima und dem Gelingen von Projekten bei. Die Angst, dass man als Führungskraft durch die Anpassung seine Authentizität verlieren könnte, ist verständlich, aber nicht nötig. Denn Anpassung bedeutet nicht, sich zu verbiegen. Wer seine Mitarbeiter noch nicht genau einschätzen kann, der sollte aktiv nachfragen. 99


Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Das waren die BODYMEDIA Innovation Days 2021

Text Jonathan Schneidemesser

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die BODYMEDIA Innovation Days 2020 leider nicht stattfinden. Veränderte Rahmenbedingungen ermöglichten das Nachholen der Events im September und Oktober 2021 in Ludwigsburg und Bonn. Natürlich wurden auch wieder die BODYMEDIA Innovation Awards in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Die BODYMEDIA Innovation Days stehen für Innovation, Geschwindigkeit und Netzwerken. In Speed-Vorträgen und 2-minütigen Small-Group-Pitches erfahren die Inhaber und Führungskräfte von Fitness-, Physio- und Gesundheitsanlagen die wesentlichen Punkte von Innovationen aus der Branche. Für 2021 hatte die Veranstaltung einige Neuerungen im Gepäck. Die Speed-Vorträge waren nun noch kürzer – die Speaker hatten nur noch fünf Minuten Zeit, um ihre Innovationen vorzustellen. Das sorgte für noch mehr Dynamik und schuf mehr Zeit für das Netzwerken der Teilnehmer untereinander. Auch bei der Vergabe der BODYMEDIA Innovation Day Awards gab es eine Neuerung. Neben „Bester Vortrag“, „Bester Small-Group-Pitch“ und „Bestes Produkt“ wurde erstmalig eine Auszeichnung für die „Beste Innovati100

on“ vergeben. Ein Highlight, das ebenfalls Premiere feierte, war die Gymtour durch den urbanhealthclub mit Philipp Maier, die den BODYMEDIA Innovation Days den Untertitel „Gymspiration“ gab. 3 Tage – 2 Städte Die erste Station des Events waren die MM-Studios in Ludwigsburg auf dem urbanharbour-Gelände. Wo früher zahlreiche nationale und internationale Film- und Fernsehproduktionen gedreht wurden, bot die Veranstaltungshalle ausreichend Platz für Speaker, Aussteller und Besucher der BODYMEDIA Innovation Days, auch unter den verschärften CoronaBedingungen. Nur wenige Meter entfernt befindet sich der urbanhealthclub, durch den die Teilnehmer von Gründer Philipp Maier persönlich geführt wurden.

BODYMEDIA Geschäftsführer Nicolas Hessel beim Opening der BODYMEDIA Innovation Days in Bonn Gymtour als Highlight Um den Teilnehmern eine möglichst große Bandbreite an Innovationen zeigen zu können, gleichzeitig die Netzwerkzeit aber nicht zu vernachlässigen, wurden die Betreiber in Kleingruppen eingeteilt, die zwischen den Small-Group-Pitches, der Ausstellungsfläche sowie der Gymtour hin- und herwechselten. In BODYMEDIA-Ausgabe 3-2020 berichteten wir bereits ausführlich über den urbanhealthclub und verliehen ihm das Prädikat „Neuer Fitness-Hotspot mit hippem Konzept“. Davon konnten sich die Teilnehmer nun selbst ein Bild machen. Der Club orientiert sich am Industriecharakter und der modernen Architektur des urbanharbor. Das bedeutet einen lässigen Look aus Holz und Beton, der immer wieder durch pflanzliche Elemente ergänzt wird. Die Trainingsfläche im Untergeschoss teilt sich in verschiedene,


Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Die Teilnehmer nutzen die Chance, um sich auszutauschen gut einsehbare Bereiche. Dazu zählen der Bereich mit dem BIOCIRCUIT™ von Technogym, Plate-loaded-Geräte, Freihantelbereich sowie der Crossfitund Calisthenics-Bereich und der Kursraum. Letzterer wird je nach Kurseinheit anders in Szene gesetzt. Bei kleineren oder auch Body-&-Mind-Kursen schafft ein Vorhang die nötige Atmosphäre. Finden Kurse mit mehr Teilnehmern statt, kann der Vorhang geöffnet werden, was das Ambiente verändert und Platz für mehr Mitglieder schafft. Auf der oberen Ebene des urbanhealthclub wird es noch exklusiver – hier befinden sich Pilates-Reformer, die für Kurse eingesetzt werden, genauso aber von jedem Mitglied einzeln genutzt werden können. Neben einem weiteren kleineren Trainingsbereich, der sich insbesondere auch an den Bedürfnissen der weiblichen Mitglieder orientiert, befinden sich auf dieser Ebene auch der exklusive Wellnessbereich sowie die „private area“, in der Personal Training stattfindet. Gleichzeitig wird dieser Bereich auch als Showroom für die Technogym-Home-Geräte genutzt. Einen großen Wert legte Philipp Maier auf die Follow the Café / Bar – für ihn ist sie das Herzstück des urbanhealthclubs. Neben den klassischen Angeboten einer Fitnesstheke bietet sie sowohl Mitgliedern als auch Nicht-Mitgliedern neben veganem Food angesagte alkoholische und nicht alkoholische Getränke. Durch das Bar-Angebot möchte Philipp Maier eine besondere Dienstleistung bieten, den Aufenthalt der Mitglieder im Studio verlängern

Die Speed-Vorträge der Industrie sind das Kernstück der Veranstaltung sowie den Pro-Kopf-Zusatzumsatz der Trainierenden steigern und sie vor allem langfristig an das Studio binden. Andererseits generiert die Bar als lukratives Profitcenter bereits jetzt wichtige Zusatzeinnahmen. Die zur Mittagszeit frisch zubereiteten Speisen kommen bei den Mitarbeitern der benachbarten Unternehmen sehr gut an und auch der To-Go-Service stößt auf großes Interesse. Abgerundet wird das Konzept durch den großen Outdoorbereich, der von schwarz lackierten Gitterboxen eingerahmt wird und 24/7 für die Mitglieder zur Verfügung steht. Ende Oktober ging es für die BODYMEDIA Innovation Days dann nach Bonn ins Kameha-Hotel. Mit seinem puristischen, stylischen Design schafft das Hotel ein gutes Ambiente für Events. Bei strahlendem Sonnenschein bot das direkt am Rhein gelegene Kameha Grand Hotel den perfekten Rahmen für das Finale der diesjährigen BODYMEDIA Innovation Days. Netzwerken im Fokus Um die ganzen erhaltenen Informationen verarbeiten und mit den Branchenkollegen diskutieren zu können, wurden ausreichend Netzwerkpausen eingeplant, die, unterstützt von einem leckeren Catering, auch ausreichend genutzt wurden. Als Moderator führte wie bereits 2019 Life-Coach und Speaker Tobias Conrad durch die Veranstaltung. Er verkündete auch bei der abschließenden Preisverleihung die Sieger der jeweiligen Awards, die von den teilnehmenden Clubs via Online-Wahl bestimmt wurden.

Als Gewinner der BODYMEDIA Innovation Awards in Ludwigsburg wurde am ersten Tag Marcus Appelt von Performing Systems für den besten Vortrag gekürt, Nikolai Tauscher von der igroup Internetagentur erhielt den Preis für den besten Small-Group-Pitch, während Angelina Zirkel für seca von den Teilnehmern mit dem Preis für das beste Produkt ausgezeichnet wurde. Die meisten Stimmen für die beste Innovation erhielt Marcel Wergen von Synfit 334. Am zweiten Tag konnten drei Gewinner des Vortrages erneut punkten – nur der Preis für den besten SmallGroup-Pitch ging an Jan Paffhausen vom IST-Studieninstitut. Die Preisverleihungen wie auch die gesamte restliche Veranstaltung in Ludwigsburg wurden vom Technikpartner Colored Moves in das passende Licht gerückt. In Bonn konnte Marcus Appelt von Performing Systems seinen Titel für den besten Vortrag verteidigen. Der Preis für den besten Small-Group-Pitch ging an das Duo Kai Schumacher und Oliver Wiebel von Elbesport. Zum besten Produkt wurde der Atemmuskeltrainer von Idiag gewählt. Wie in Ludwigsburg wurde Synfit 334 von Marcel Wergen und Frank Böhme zur besten Innovation gekürt. Ausblick Sobald die Termine und Orte für die BODYMEDIA Innovation Days 2022 feststehen, werden diese über die Social-Media-Kanäle der BODYMEDIA veröffentlicht. 101


Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Impressionen Ludwigsburg & Bonn

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Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Award-Gewinner

Bei den BODYMEDIA Innovation Days wurden an allen Veranstaltungstagen Awards in den Kategorien „Bestes Produkt“, „Bester Vortrag“, „Bester Small-Group-Pitch“ und „Beste Innovation“ verliehen.

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Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Gymtour

Eines der Highlights der BODYMEDIA Innovation Days war die Gymtour durch den urbanhealthclub von Gründer und Inhaber Philipp Maier.

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FULL SERVICE WERBE & DIGITAL AGENTUR

Events & Messen BODYMEDIA Innovation Days

Das M Team besteht aus kreativen Spezialisten für Design, Film, PR, Strategie, Prozess, online & offline Experience. Der digitale Wandel, ist die Herausforderung jeden Unternehmens! Wir lieben es offline & online zu vernetzen & nahtlose Erlebnisse zu erschaffen.

DISCOVER

CREATE VALUE.

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Personal Teamkommunikation

Kollegen sind auch nur Menschen – Lernen, mit ihnen auszukommen Text Anne Papenfuß

In einem Unternehmen arbeiten viele unterschiedliche Charaktere zusammen an einem Ort. Verschiedene Eigenschaften, Ideen, Meinungen und Eigenarten stoßen somit aufeinander. Da liegt es auf der Hand, dass ein gewisses Konfliktpotenzial herrscht. Nicht jede Meinung wird von allen geteilt und gewisse Charaktereigenschaften können Streitigkeiten verursachen. Die Mitarbeiter haben das Gefühl, sich nur mit bestimmten Kollegen zu verstehen und nicht mit jedem arbeiten zu können. Diese Denkweise zu ändern lohnt sich, denn ein Umgang mit unterschiedlichen Charakteren lässt sich erlernen und sorgt nicht nur für ein konstruktiveres Arbeitsklima, sondern auch für ein persönliches Wachstum. Jeder Mensch, der in einem Unternehmen mit verschiedenen Menschen zusammenarbeitet, kennt das Problem, dass er vielleicht nicht mit jedem Kollegen gut auskommt. Es kann die Arbeitsweise oder auch eine bestimmte Charaktereigenschaft eines Kollegen sein, die uns stören und zu Konflikten führt. Wir glauben, dass wir eben nicht mit jedem Charakter auskommen, und interagieren lieber mit den Menschen, mit denen wir uns von Anfang an gut verstehen. Diese Denkweise ist aller106

dings ein Irrglaube, denn nicht die Charaktereigenschaften entscheiden, mit wem wir zusammenarbeiten können und mit wem wir uns verstehen, sondern die persönliche Reife von uns und unserem Gegenüber. Der persönliche Reifegrad beschreibt den Fortschritt in der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Die Persönlichkeitsentwicklung beruht auf drei Säulen: Selbsterkenntnis, Selbstveränderung und Selbstakzeptanz. An der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten heißt, die Fähigkeit zu besitzen, sich selbst zu reflektieren, seine Eigenarten zu kennen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Durch Persönlichkeitsentwicklung kann das Selbstwertgefühl gesteigert sowie Unabhängigkeit und eine größere Handlungsfreiheit im Privat- sowie Arbeitsleben erlangt werden. Einen Fortschritt im persönlichen Reifegrad sieht

man nicht nur an der Selbstreflexion, sondern auch daran, ob die Person in der Lage ist, Konflikte zu lösen und konstruktives Feedback zu geben. Die Basis für eine gute Zusammenarbeit schaffen Wenn uns ein Arbeitskollege nervt und stört, kann es daran liegen, dass diese Person durch ihre Aussagen oder Handlungen gewisse Punkte in uns triggert, derer wir uns nicht bewusst sind. So sprechen Sie unbewusst etwas an, das uns Unbehagen bereitet oder sogar sauer macht. Ein beliebtes Beispiel ist eine kritische Stimme eines Elternteils aus der Kindheit, die verinnerlicht wurde und uns an einen Konflikt erinnert. Wenn ein Kollege uns an diese Stimme erinnert, führt es dazu, dass wir diese Person vielleicht nicht so gut leiden können und diese banale Aussage sogar Streit verursacht. Dieser Zusammenhang ist


Personal Teamkommunikation uns meistens nicht bewusst und bringt uns dazu, schnell zu urteilen. Durch solche Situationen können wir jedoch wachsen, denn wenn wir merken, dass uns gewisse Aussagen oder Handlungen eines anderen derart triggern, sollten wir versuchen, uns dessen bewusst zu werden, und im besten Fall daran arbeiten. Die folgenden fünf Tipps können helfen, die Kollegen besser zu verstehen, eine Bindung zu ihnen aufzubauen und somit eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen. Die richtige Einstellung Wenn wir die Erfahrung machen, dass ein Kollege unsere Ideen kritisiert, dürfen wir das nicht auf uns beziehen und es persönlich nehmen. Üblicherweise ist die Intention eines jeden Menschen eine Gute, denn jeder Mensch versucht Schaden und Schmerz zu vermeiden und Freude und Glück zu erhöhen. Somit können wir erst einmal davon ausgehen, dass die Verhaltensweisen unserer Kollegen nichts mit uns persönlich zu tun haben. Anstatt uns angegriffen zu fühlen, sollten wir also überlegen, was diese Person durch ihre Verhaltensweise damit für sich selbst erreichen möchte. Vielleicht möchte sie nur sichergehen, dass das Projekt ein voller Erfolg wird, und durch die Kritik eine Überarbeitung des Projektes erreichen. Durch diese Arten von Betrachtung können wir emotional aufgeladene Diskussionen vermeiden und eine offene und verständnisvolle Atmosphäre schaffen. Optimalerweise kann auch direkt beim Gegenüber nachge-

Es kann die Arbeitsweise oder auch eine Charaktereigenschaft eines Kollegen sein, die uns stört oder sogar zu einem Konflikt führt

fragt werden, was das Ziel beziehungsweise die Motivation ist, und somit eine offene Kommunikation erzeugt und Missverständnisse vermieden werden. Offenheit statt Verurteilung Wir sollten auch im Umgang mit den Ideen und Meinungen unserer Kollegen offen und aufgeschlossen sein und sie nicht anhand dessen beurteilen. Der Standpunkt einer Person sollte immer unabhängig von ihrer Persönlichkeit betrachtet werden. Nur weil die Person eine andere Meinung hat, ist diese Person nicht gut oder schlecht. Jeder Mensch ist individuell, hat eigene Ideen und Wünsche und unterschiedliche Charaktereigenschaften. Dass dies

nicht jedem gefallen kann, ist verständlich und auch richtig so. Nur so können wertvolle Diskussionen und Anregungen entstehen, die sonst nicht stattfinden würden. Die Kollegen sollten weiterhin als ganze Person angenommen und geschätzt werden. Hierfür ist eine Trennung von der Sach- und Beziehungsebene sehr wichtig. Äußerungen, die auf der Sachebene getroffen werden, sollten auf der Beziehungsebene nicht als Kritik an der anderen Person verstanden werden. Grundregeln der Kommunikation Kommunikationsprobleme und Missverständnisse sind oft Auslöser für zwischenmenschliche Probleme und

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Personal Teamkommunikation

Proaktiv auf unsere Kollegen zuzugehen und in Eigenverantwortung zu treten hilft, die Beziehung zu stärken und Missverständnisse zu vermeiden

können zu einem angespannten Arbeitsklima führen. Doch mit einigen Grundregeln für einen gelungenen Austausch und konstruktives Feedback können diese Probleme in der Zukunft vermieden werden. Eine der wichtigsten Grundregeln lautet: Treffen Sie Ich-Aussagen anstatt wertender Aussagen. Durch Ich-Aussagen, wie „Ich würde mich freuen, wenn …“, beschuldigen Sie Ihr Gegenüber nicht und bringen zum Ausdruck, wie es Ihnen mit der Situation geht. Ebenso ist es hilfreich, von Verallgemeinerungen abzusehen, denn übertriebene Aussagen wie „Du bist

funden, um die weitere Beziehung zu stärken und Missverständnisse in der Zukunft zu vermeiden. Aktiv Verantwortung übernehmen Egal um welches Problem es sich handelt, jeder kann aktiv etwas dafür tun, dass sich das Verhältnis zu den Kollegen verbessert. Eine innere bewusste Haltung ist in allen Lebensbereichen hilfreich, um sich selbst in die Lage eines Akteurs zu versetzen, anstatt passiv darauf zu warten, dass sich etwas ändert. Mit den bereits genannten Tipps, wie die richtige Einstellung zu haben,

Es ist wichtig, offen für andere Perspektiven zu sein, aufmerksam zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen immer …“ führen zu Abwehrreaktionen und das Gegenüber verschließt sich. Das Stichwort ist das konkrete Formulieren des Anliegens. Es sollte klar sein, auf welche Situation sich das Feedback bezieht. Dabei sollte nur die aktuelle Situation betrachtet werden und nicht noch ein Beispiel aus vergangenen Situationen hinzugezogen werden. Für die Problemlösung ist es wichtig, offen für andere Perspektiven zu sein, aufmerksam zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen. Die Lösung für das Problem wird am besten gemeinsam ge108

weniger zu beurteilen und konstruktives Feedback zu geben, kann jeder in die Eigenverantwortung treten. Wenn sich jemand trotz dieser Tipps noch von anderen getriggert fühlt, sollte noch mal genau hingeschaut werden, welchen Eigenanteil diese Person an der Situation hat und wie dieses Problem gelöst werden kann. Aktiv freundlich und offen zu seinen Kollegen sein wirkt manchmal Wunder und kann dazu führen, dass es erst gar keine Ungereimtheiten gibt und sogar bestehende Kommunikationsprobleme gelöst werden können.

Maßnahmen für ein unreifes Gegenüber Wenn alle Grundregeln beachtet wurden und dennoch kein gutes Verhältnis zu den Kollegen aufgebaut werden kann, liegt es wahrscheinlich an einem unreifen Gegenüber. Wenn dieser Fall besteht, gibt es verschiedene Herangehensweisen zwischen denen gewählt werden kann. Eine Möglichkeit wäre es, den Kontakt zu der Person zu minimieren oder sogar aktiv zu vermeiden. Falls dies durch gemeinsame Zusammenarbeit an einem Projekt nicht möglich ist, kann es auch hilfreich sein, das Team zu wechseln oder das Projekt mit anderen Kollegen zu bearbeiten. Eine weitere Möglichkeit wäre eine dritte Person, die als Vermittler fungiert. Diese Person könnte versuchen, den Druck aus der Situation zu nehmen. Jedoch sollte sie nicht selbst in der Schusslinie stehen und in die Streitigkeiten involviert werden. Wenn diese zwei Möglichkeiten nicht helfen, könnte ein gemeinsames Gespräch mit dem Vorgesetzten oder dem Betriebsrat sinnvoll sein. Auch wenn dieser Schritt etwas mehr Mut erfordert, kann er vor allem bei Mobbing oder extremem Stress eine große Unterstützung sein. Eine Perspektive von außen kann oft die Probleme besser identifizieren und im besten Fall zu einer konstruktiveren Zusammenarbeit verhelfen. Offen sein für Vielfältigkeit Wenn wir mit unterschiedlichen Persönlichkeiten in einem Team zusammenarbeiten, können Konflikte nicht ausgeschlossen werden. Das hört sich erst einmal riskant an, doch die Unternehmen und Mitarbeiter profitieren deutlich von heterogenen Teams, denn die vielfältigen Perspektiven, Stärken und Eigenarten sind Voraussetzung für die Entwicklung und das Gelingen von spannenden Projekten. Einseitigkeit unter Mitarbeitern verringert diese Chance, denn jedes gute Team braucht mutige Visionäre genauso wie detailorientierte Realisten. Für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ist es ebenfalls von großer Bedeutung mit vielen verschiedenen Charakteren zu interagieren und zu arbeiten. Jede Begegnung lehrt uns einen konstruktiven Umgang mit anderen, erweitert unseren Horizont und schenkt uns die Möglichkeit, unseren persönlichen Reifegrad zu erhöhen.


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Als Team gute Entscheidungen treffen Text Sarah-Lea Kuner

Führungskräfte treffen oft Entscheidungen mit ihrem Team. Und das ist auch fundamental, damit ein Team funktioniert und alle am gleichen Strang ziehen. Welche Methoden haben sich bewährt, um effektiv gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen?

Viele Untersuchungen und Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein Unternehmen erfolgreich ist, wenn Entscheidungen grundsätzlich schnell getroffen werden – unabhängig davon, ob im beruflichen oder privaten Kontext. Das kommt daher, dass Entscheidungen schneller umgesetzt werden können, statt alle Optionen, Risiken und Chancen so lange gegeneinander abzuwägen, bis alle Möglichkeiten totgedacht wurden. So spart man kostbare Zeit. Vielleicht wäre eine andere Option besser gewesen und man muss sich 112

mit der zweitbesten zufrieden geben. Doch damit ist man immer noch erfolgreicher, da man schneller in die Umsetzung kommt. Oder, um den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu zitieren: „Done is better than perfect.“ Gemeinsam entscheiden – gemeinsam tragen Um die Menschen in einem Team längerfristig zu motivieren, sehr gute Ergebnisse zu erzielen, muss man ihnen auch das Gefühl und die Chance geben, mitbestimmen zu können. Das

kann erreicht werden, indem nicht einfach alle Entscheidungen von oben herab gefällt werden, sondern die Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden. So profitiert man bei der Entscheidungsfindung von der Intelligenz der Gruppe. Je mehr mitdenken, desto mehr kann bedacht werden und ein umso besseres Ergebnis erzielt werden. Das klingt so jedoch zunächst nach einem richtig zähen und langwierigen Prozess, wenn wirklich jeder einbezo-


Management Entscheidungsfindung


Management Entscheidungsfindung gen werden soll. Also, wie kann man es schaffen, dass Entscheidungsprozesse nicht zu lange dauern und damit zäh wie Kaugummi werden? Wann sollten Sie als Führungskraft alleine entscheiden, wann andere miteinbeziehen? Was ist hier das richtige Erwartungsmanagement gegenüber Ihren Mitarbeitern? Hierfür hat Michael Asshauer, Mitgründer von Familonet und onybird, zwei Methoden entwickelt, um schnelle Entscheidungen im Team treffen zu können und klar zu definieren, wer welche Entscheidungen treffen darf und muss. Die 2x2-Entscheidungsmatrix Gute Führungskräfte machen den Unterschied, indem sie ihr Erwartungsmanagement für ihre Mitarbeiter so definieren und kommunizieren, dass jedem seine Strukturen, seine Inhalte u. v. m. klar und nachvollziehbar sind. Zu vermitteln, wen die Entscheidungsfrage betrifft und wer an der Entscheidung mitwirkt, ist essentiell. Michael Asshauer definiert hier vier Entscheidungsmöglichkeiten: Wir, Ihr, Ich, Ich+. „Wir“ steht für alle Entscheidungen, die gemeinsam mit allen Mitarbeitern beschlossen werden, zum Beispiel zukünftige Positionierung im Markt oder die grundlegende fachspezifische Ausrichtung der Praxis. Hier sollten alle Teammitglieder in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, damit alle die zukünftige Ausrichtung mittragen. „Ihr“ sind Entscheidungen, die ohne die Führungskräfte entschieden werden können, zum Beispiel das nächste Social Media Posting. Die „Ich“-Entscheidungen werden nur von der Führungsperson entschieden. Und die „Ich+“-Entscheidungen werden nach von der Führungsperson gewünschter Rücksprache mit Mitarbeitern entschieden,

114

Um die Menschen in einem Team langfristig zu motivieren, sollten nicht einfach alle Entscheidungen von oben herab gefällt werden

wie etwa welcher neue Mitarbeiter eingestellt werden sollte. Da in einem Team gearbeitet wird, welches auch gut zusammenarbeiten soll, holt die Führungskraft hier Meinungen ein, um zu vermeiden, dass es nachher beispielsweise zu Konflikten innerhalb des Teams kommt, zum Beispiel weil die Person schlichtweg nicht ins Team passt. Darum ist es wichtig, die Bereiche zu definieren und klar einem Entscheidungsfeld zuzuordnen, damit die Arbeitskräfte einen klaren roten Faden haben und genau wissen, wann sie gefragt sind und wann nicht. Wenn neue Themen hinzukommen, ist es wichtig, sie einem der Entscheidungsbereiche zuzuordnen, damit keine Unsicherheit aufkommt, ob die Arbeitskräfte dazu was sagen müssen, ihre Meinung gefragt wird und/oder sie sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

Ich

Ich+

Wir

Ihr

Das Consensus Decision Making Diese Methode bezieht sich vor allem auf die „Wir“- und „Ihr“-Entscheidungen der 2x2-Entscheidungsmatrix – hier geht es um die Entscheidungsfindung in einer Gruppe. Das Besondere daran ist, dass hier einstimmige Ergebnisse erzielt werden. Das heißt, es gibt keine Gegenstimmen. Und doch muss es von dem deutschen Wort „Konsens“ abgegrenzt werden. Denn um zu einem Konsens zu gelangen, wird so lange diskutiert und verhandelt, bis alle Optionen totgeredet wurden, und am Ende kommt meist trotz allem nur eine halbgare Lösung hervor, mit welcher die Hälfte der Mitdiskutierenden eher unzufrieden sind. Das Consensus Decision Making hingegen stammt aus dem angloamerikanischen Raum und sorgt für einen schnellen Entscheidungsprozess, welcher trotzdem alle miteinbezieht und alle repräsentieren sollte.

Anhand der 2x2 Entscheidungsmatrix kann aufgezeigt werden, wer in welchen Entscheidungsprozessen wie mitwirken kann


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Management Entscheidungsfindung

Nur Mitarbeiter, die Entscheidungen nachvollziehen können, stehen auch dahinter und können das wiederum nach außen repräsentieren

Die Methode läuft in drei Schritten ab: 1. Zunächst wird eine Person gewählt, welche sich näher mit dem Thema befasst, es für die Gruppe aufarbeitet und sich den für sie subjektiv besten Vorschlag, wie entschieden werden soll, überlegt und der Gruppe vorstellt und begründet. 2. Jetzt hat jedes Teammitglied die Möglichkeit, ein Votum abzugeben und mit einer der folgenden Optionen abzustimmen. Entweder Daumen hoch, das bedeutet, das wäre auch meine präferierte Entscheidung, Daumen mittig, das wäre nur bedingt meine Entscheidung und auch nicht meine präferierte, aber es stört mich nicht so, dass ich ein Veto einlege. Und dann gibt es noch die letzte Option, den Daumen nach unten, das bedeutet für die anderen, dass ich mich überhaupt nicht mit dem Vorschlag identifizieren kann, ein Veto stelle und damit die Entscheidung komplett blockiere. An der Stelle muss neu diskutiert und ein neuer Vorschlag entwickelt werden. 3. Jetzt gibt es, wie eben erwähnt, zwei Szenarien: Entweder es gab kein Veto und die Entscheidung 116

wurde angenommen oder es gab ein Veto und es muss neu diskutiert werden und einen neuen Vorschlag geben. Sie haben jetzt vielleicht Angst, dass schnell ein Veto eingelegt werden kann und damit praktisch von null angefangen werden muss. Aber es werden in der Regel nur sehr gut begründete Vetos fallen, da damit die Verantwortlichkeit jedes einzelnen Teammitglieds sehr groß ist. Sie müssen sich die Frage stellen, ob ihr Grund/ihre Gründe wirklich wichtig genug sind, um den Prozess zu blockieren, oder ob sie auch mit der Art der Entscheidung und der Entscheidung selbst einverstanden wären. Hier muss abgewägt werden, ob die eigenen Bedenken wichtig genug sind, um ein Veto zu stellen, oder ob die Entscheidung mitgetragen werden kann, auch wenn nur mit einem mittigen Daumen, da die Bedenken zurückgestellt werden können. Beim Anwenden der Methode wird deutlich, wie schnell Entscheidungen gefällt werden können und auch getragen werden, unabhängig davon, ob alle Daumen oben und/oder mittig waren.

Fazit Um ein Team längerfristig zu motivieren, Bestleistungen zu erbringen, muss man sie auch in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, ihnen aber auch klar machen, was für Entscheidungen für wen relevant sind und von wem sie wie getroffen werden. Hier muss das Erwartungsmanagement an die Mitarbeiter klar definiert und kommuniziert werden. Eine Möglichkeit ist die Einteilung in die vier Kategorien wir, ihr, ich und ich+, mit denen klar definiert werden kann, von wem welche Entscheidungen getroffen werden. Damit aber gerade Wir- und Ihr-Prozesse nicht zu langwierig und zäh werden wie ein alter Kaugummi, findet die zweite Methode, das Consensus Decision Making, ihre Anwendung. Um möglichst schnell entscheiden zu können, gibt es das Drei-Punkte-Schema, mit welchem es möglich ist, einstimmig die Entscheidungen zu fällen und auch zu tragen. Denn nur Mitarbeiter, die Entscheidungen nachvollziehen können, stehen auch dahinter und können das wiederum nach außen repräsentieren. Zusätzlich fühlen sie sich gehört und gesehen, wenn sie die Möglichkeit der Mitbestimmung haben und nicht alles grundsätzlich von oben kommt.


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Management Mentale Stärke

„Yes, I and we can“: An die eigene und gemeinsame Kraft zur Veränderung glauben

Text Joachim Simon

„Soll ich oder soll ich nicht?“, „Schaffe ich das oder nicht?“ Solche Gedanken und Selbstzweifel plagen viele Menschen – oft jahrelang. Die Folge: Sie bringen nicht die Energie auf, um sich und ihr Leben zu verändern, weil ihnen der Glaube fehlt: „Yes, I can“. Ähnlich ergeht es uns oft als Gesellschaft. Erinnern Sie sich noch an den US-amerikanischen Wahlkampf 2008? Waren Sie damals auch fasziniert vom Phänomen Barack Obama? Und beobachteten Sie erstaunt, welche Euphorie eine einzelne Person bei Millionen, wenn nicht gar Milliarden Menschen auslösen konnte – weltweit? Nur wenige Ereignisse in den letzten Jahrzehnten verdeutlichten so eindrucksvoll wie der damalige Wahlkampf von Obama, welche magische Kraft von Personen ausgeht, die ein 118

klares Ziel vor Augen haben und davon überzeugt sind: „Yes, I can“ bzw. „Yes, we can“ – also „Ja, ich kann mein Ziel erreichen“ bzw. „Ja, wir können gemeinsam etwas bewirken“. Ein aktuelleres Beispiel hierfür könnte eventuell Greta Thunberg sein.

noch die Energie zu mobilisieren, um diesen zu realisieren. Sie befinden sich sozusagen stets im Schwebezustand „Soll ich oder soll ich nicht?“ sowie „Kann ich oder kann ich nicht?“, was letztlich dazu führt, dass sie mit ihrem Leben unzufrieden sind.

Selbstsicherheit ist ein knappes Gut Diese Selbstsicherheit und dieses Selbstbewusstsein fehlt vielen Menschen. Sie bleiben im Mittelmaß stecken, weil es ihnen weder gelingt, für sich einen Lebensplan zu entwerfen,

Dabei ruht in uns allen die Kraft, Großes zu erreichen – sofern es uns gelingt, diese Kraft in uns wachzurufen und die erforderlichen Energien zu mobilisieren. Dann können wir, bildhaft gesprochen, alleine oder gemeinsam mit anderen,


Management Mentale Stärke

Berge versetzen – also auch Ziele erreichen, deren Erreichen uns unmöglich erschien. Klarheit über die Ziele gewinnen Um diese mentale Kraft zu entfalten, müssen wir zunächst wissen, was uns wichtig ist – und was nicht. Denn nur dann können wir uns voll auf eine Sache konzentrieren und die erforderliche Energie aufbauen. Oder anders formuliert: Nur wenn wir eine Vision von unserem künftigen Leben haben, können wir diese auch erreichen. Eine solche Vision haben viele Menschen nicht. Deshalb fassen sie immer wieder Entschlüsse wie „Ich möchte beruflich vorwärts kommen“ oder „Ich möchte gesünder und umweltbewusster leben“. Doch kurze Zeit später ha-

ben sie die Vorsätze wieder vergessen oder sie verlieren sich wieder im alltäglichen „Klein-klein“, denn: Sie haben ihren Beschluss nur rational oder spontan aus der Situation heraus gefasst. Er erwuchs nicht aus ihrem Innersten und ist nicht in ihrem Wertesystem verankert. Wenn Sie in Ihrem Leben grundlegende Veränderungen vornehmen möchten, sollten Sie deshalb zunächst eine Lebensvision für sich entwerfen. Zwischen Tür und Angel oder zwei Terminen geht das nicht. Ziehen Sie ich deshalb, wenn Sie die Weichen (teilweise) neu stellen möchten, vom Alltagsleben zurück und überlegen Sie sich zum Beispiel: Was gefällt mir gut und was weniger gut in meinem Leben? Worauf bin ich stolz und worauf weniger stolz?

Was ist mir wichtig und worauf kann ich gegebenenfalls verzichten? Und schreiben Sie alle diese Dinge auf ein Blatt Papier. Die Zukunft mental vorweg nehmen Danach sollten Sie sich überlegen: Wie soll mein künftiges Leben aussehen? Malen Sie sich dies in Ihrem Kopf bildhaft aus. Überlegen Sie sich zum Beispiel, wie Sie leben: Alleine oder mit einem Lebenspartner? Mit Kindern oder ohne? Des Weiteren, was und wie Sie arbeiten und wie sich Ihr Alltag oder Umfeld gestaltet. Stellen Sie sich all diese Dinge plastisch vor – so plastisch, dass Sie regelrecht spüren, wie Sie sich zum Beispiel fühlen, wenn Sie abends nach Hause kommen und Ihre Kinder Sie mit lautem Hallo begrüßen oder durch Ihren Garten schlurfen 119


Management Mentale Stärke und den umherschwirrenden Bienen zuschauen. Denn nur wenn Sie das, was Ihr künftiges Leben ausmacht – mit allen Vor- und Nachteilen – vorab schon emotional durchleben, können Sie wirklich für sich entscheiden „Ja, das will ich“ und all Ihre Energie auf das Erreichen Ihrer Ziele konzentrieren. Steht Ihre Lebensvision, dann sollten Sie überlegen: Was gilt es zu tun und zu lassen, damit ich meine Ziele erreiche? Notieren Sie auch das auf einem Blatt Papier. Danach können Sie damit be-

Schweinehund“ zu überwinden – und zum Beispiel morgens mit dem Fahrrad statt mit dem Auto ins Büro zu fahren oder abends noch sich weiterzubilden statt faul auf dem Sofa zu liegen. Erinnerungsanker setzen Am einfachsten gelingt Ihnen dieser Kraftaufbau, wenn Sie sich in „schwachen Momenten“ an Ihre Vision erinnern und erneut die warmen Gefühle in sich wachrufen, die mit ihrer Realisierung verbunden sind. Je häufiger Sie dies tun, umso schneller steigen die

Wer sich nur wie ein Hamster im Laufrad dreht, ist zwar ständig in Bewegung, kommt aber seinem Ziel nicht näher ginnen, Ihre Vision zu realisieren. Dabei werden Sie registrieren: Ganz einfach fällt Ihnen dies im Alltagsleben nicht. Denn damit Sie Ihre Ziele erreichen, müssen Sie auch gewohnte Denk- und Verhaltensmuster aufgeben. Das fällt den meisten Menschen schwer. Denn dies setzt voraus, dass Sie im Alltag über die nötige mentale Kraft verfügen, um immer wieder Ihren „inneren

gewünschten Gefühle in Ihnen empor. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Sie das Aufrufen der Gefühle mit einer bestimmten Handlung koppeln – zum Beispiel dem Anfassen Ihres linken Ohrs. Wenn Sie diese Prozedur regelmäßig wiederholen, werden Sie nach einiger Zeit feststellen: Jedes Mal, wenn ich mein linkes Ohr berühre, stellen sich bei mir sozusagen automatisch

die Gedanken und somit auch Emotionen ein, die mir Energie verleihen. Wenn ein Schwach-Werden droht, können Sie sich auch vorstellen, Sie hätten einen knallbunten Power-Anzug – ähnlich wie Superman. Malen Sie sich gedanklich aus, wie Sie diesen Anzug anziehen. Zunächst steigen Sie mit dem linken Bein in ihn hinein, dann mit dem rechten. Dann ziehen Sie den Anzug hoch und stecken Ihre Arme hinein, bevor Sie schließlich den Reißverschluss an der Vorderseite schließen. Und dann sind Sie im Anzug und stellen sich bildhaft vor, wie er immer mehr von der Energie abstrahlt, die Sie zum Erreichen Ihrer Ziele brauchen. Ein Stützkorsett für den Alltag Neben den genannten Mentalübungen sollten Sie sich ein Stützkorsett zulegen, das Ihnen im Alltag hilft, Energie aufzubauen. Dieses kann aus sehr verschiedenen Elementen bestehen. Sie können für sich zum Beispiel ein System von Belohnungen entwerfen, die Sie sich jeweils gewähren, wenn Sie etwas getan haben, das Sie Ihrer Lebensvision näher bringt. Das kann ein Glas Wein sein, das Sie sich gönnen, nachdem Sie trotz Müdigkeit für Ihre Fortbildung

Um herauszufinden was einem wirklich wichtig ist, sollte man sich etwas Zeit nehmen, darüber nachdenken und dann aufschreiben

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Management Mentale Stärke

Um im stressigen Alltag genug Kraft zu haben, sollte man sich „Oasen“ einrichten wie z. B. Meditation oder regelmäßiges Training

gelernt haben statt eine Fernseh- oder Netflix-Serie zu schauen. Manchen Menschen helfen auch negative Erinnerungsanker dabei, im Alltag die nötige mentale Kraft wieder zu gewinnen. Ein Beispiel: Angenommen Sie möchten mit dem Rauchen aufhören. Doch plötzlich überkommt Sie ein scheinbar unüberwindbares Bedürfnis zu rauchen. Dann können Ersatzhandlungen wie Joggen gehen oder Kaugummi kauen helfen. Bewährt hat sich aber auch, in solchen Situationen ein Säckchen mit alten Zigarettenkippen parat zu haben und daran zu riechen. Der Geruch von kaltem Rauch, verknüpft mit allen negativen Assoziationen, die damit verbunden sind, half schon vielen Ex-Rauchern, die Lust auf eine Zigarette zu überwinden. Wie fit Sie mental sind, hängt auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab. Deshalb spielte der ehemalige US-Präsident Obama sogar in der Hochphase des US-Wahlkampfes zwei, drei Mal pro Woche Basketball. Er absolvierte zudem allmorgendlich sein gewohntes Fitness-Programm. Nicht nur um körperlich fit zu sein, sondern auch, um in seinem stressigen Alltag „Oasen“ zu haben, um neue Energie zu tanken.

Denn wer sich nur wie ein Hamster im Laufrad dreht, ist zwar ständig in Bewegung, er kommt aber seinem Ziel nicht näher. Im Gegenteil. Er verliert das Ziel irgendwann aus den Augen. Deshalb sollten in Ihrem Leben auf Phasen der Anspannung stets Phasen der Entspannung folgen – denn so kommen Sie sicherer und schneller zum Ziel. Vom „Yes, I can“ zum „Yes, we can“ Den Glauben „Yes, I can“ bzw. „Yes, we can“ benötigen wir nicht nur, wenn wir in unserem Leben, sondern auch, wenn wir gesellschaftlich bzw. in unserem beruflichen oder privaten Umfeld etwas nachhaltig verändern möchten. Zudem benötigen wir auch dann eine positive, also für uns (und andere) attraktive Vision, wie wir künftig leben, arbeiten usw. möchten. Denn nur dann entwickeln wir die innere Kraft die erforderlichen Veränderungen auch vorzunehmen und auf gewisse, gewohnte Dinge bei Bedarf auch zu verzichten, um unser (gemeinsames) großes Ziel zu erreichen und die Menschen in unserem Umfeld zu inspirieren und sie als Mitstreiter zu gewinnen. Dies sollten wir uns gerade dann immer wieder ins Bewusstsein rufen, wenn wir

wie aktuell – u.a. aufgrund des demografischen Wandels, der fortschreitenden Digitalisierung und der immer spürbarerer werdenden Folgen des Klimawandels – vor großen Herausforderungen stehen; sei es am Arbeitsplatz, als Gesellschaft oder privat. Denn nur dann können wir die Strahlkraft entwickeln, die erfolgreiche „Leader“, also Menschen-Motivierer und -Inspirierer, auszeichnet – ganz gleich welchem Bereich sie tätig sind.

Zum Autor Joachim Simon, Braunschweig, ist als Führungskräftetrainer und -coach und Speaker auf das Thema (Self-)Leadership spezialisiert (www.joachimsimon.info). Er ist Autor des Buchs „Selbstverantwortung im Unternehmen: Was Sie als Führungskraft dafür tun können“. Er ist Co-Founder der (Self-) Leadership Selbst-Coaching-App Mindshine (www.mindshine.app). 121


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Messen & Events Seminarreise by Linzenich

Branchentreff in Faro

Obwohl oder vielleicht gerade weil die Corona-Pandemie dem Land und nicht zuletzt auch der Fitnessbranche große Herausforderungen abverlangt, hat die LinzenichGruppe im vergangenen Monat ihre vierte Seminarreise by linzenich erfolgreich durchgeführt. Schauplatz war in diesem Jahr vom 29. Oktober bis 1. November die südportugiesische Hafenstadt Faro. Rund 30 Linzenich-Führungskräfte, dazu Vertreter ihrer Industrie- und Handelspartner, sowie etliche Fitnessunternehmer nahmen an der dreitägigen Seminarreise teil. Im Mittelpunkt stand der intensive Austausch der Teilnehmer. Unterstützt wurde das aktive Miteinander durch Kommunikationsmodule wie z. B. Speed-Datings. Abwechslungsreiches Rahmenprogramm Zum Programm zählten zudem interessante Vorträge. So sprach beispielsweise Prof. Dr. Stephan Geissler über 124

die „hartnäckigsten Fitnessmythen“ und Prof. Dr. Thomas referierte zum Thema „Dunkle Triaden der Führung – eine Typologie gefährlicher Charaktereigenschaften und schlechten Führungsverhaltens“. Natürlich kam auch die Unterhaltung in Faro nicht zu kurz. Ferdinand Linzenich, der nebenberuflich als Kabarettist tätig ist, verabreichte den Anwesenden in seinem satirischen Vortrag eine Humorimpfung gegen Corona-Spätfolgen mit Booster-Wirkung und ermunterte dabei zu optimistischerem Zukunfts-

denken. Gemeinsame Bootstouren, Party-Abende und Stadtführungen rundeten das Reiseprogramm ab. Die Teilnehmer empfanden die Reise nach Portugal aufgrund der Kombination aus Informationen mit menschlich-psychologischen Aspekten äußerst gelungen. Aufgrund des positiven Feedbacks haben die Gastgeber bereits angekündigt, dass spätestens in zwei Jahren die nächste Seminarreise stattfinden wird. Wohin die Reise dann führen wird ist noch nicht sicher. Auf jeden Fall wird es wieder in warme Gefilde gehen.


Messen & Events Seminarreise by Linzenich

Die Linzenich-Brüder bei der Begrüßung ihrer Gäste

Die Vorträge, die während der Seminarreise stattfanden, stießen auf großes Interesse

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm, wie hier der Strandbesuch, kam bei den Teilnehmern sehr gut an 125


Konzepte Idiag AtemLounge

© Dr. Rickli Premium Training

Neue Kunden und mehr Zusatzeinnahmen durch die Idiag AtemLounge

Text Constantin Wilser

Auf der Suche nach Innovationen, die neue Zielgruppen und Kunden sowie Zusatzeinnahmen ermöglichen, lohnt sich ein Blick in die Schweiz. Dort integrieren, nach erfolgreicher Testphase, immer mehr Betreiber die Idiag AtemLounge in ihre Fitness- und Gesundheitsanlagen. Atemmuskeltraining ist eigentlich nichts Neues. Bisher wurde es vor allem im Spitzensport, in Kliniken und in der Physiotherapie erfolgreich eingesetzt. Vor allem Patienten mit Kurzatmigkeit, Schlafapnoe und weiteren Atemwegsbeschwerden wie z. B. Asthma und COPD können von der Behandlung profitieren. Zudem können auch Menschen mit Long-Covid-Symptomen von der Behandlung profitieren, wie auch Personen mit HWS- und Rückenproblemen sowie Beckenbodenschwäche. Neu ist allerdings der Einsatz in Fitnessstudios. Gerade die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass das Atemmuskeltraining in den vergangenen Monaten massiv an Aufmerksamkeit gewonnen hat und immer mehr Menschen ihre Lungen trainieren möchten. Erfolgreiche Pilotphase Dass es sich lohnt, Atemmuskeltraining in Fitnessstudios zu implementieren, 126

zeigt die erfolgreiche Testphase der Idiag AtemLounge. Diese startete im August dieses Jahres im „FR!TZ bewegt mich“ in Illnau. 95 Personen nahmen an einer Studie teil, die im Rahmen der Testphase durchgeführt wurde. Bei der Idiag AtemLounge handelt es sich um eine stationäre Einrichtung, die ohne großen Aufwand in das jeweilige Studio integriert werden kann. Die Kunden können dann mit dem Idiag P100 ein individuell auf sie abgestimmtes Atemmuskeltraining durchführen. Das Fazit von Beat Friedli, Betreiber des „FR!TZ bewegt mich“, fällt durchweg positiv aus. „Von den 95 Probanden haben 43 direkt eine Mitgliedschaft abgeschlossen. Allein diese brachten uns einen Umsatz von mehr als 60.000 CHF. Bei einer Investition von 11.000 CHF in die Idiag AtemLounge und in Werbung ist das ein beachtliches Ergebnis“, erklärt Beat Friedli. Der

Betreiber sieht in der Idiag AtemLounge gleich mehrere Vorteile. Zum einen kann man den Bestandskunden eine qualitativ hochwertige Zusatzleistung verkaufen und zum anderen kann man völlig neue Zielgruppen ansprechen, die ansonsten wohl kaum Mitglied in einem Fitnessstudio geworden wären. Businessmodell Idiag AtemLounge Die Erfahrung der ersten Studios zeigt, dass der Einsatz der Idiag AtemLounge als Marketinginstrument zur Neukundengewinnung bislang am besten funktioniert hat. Mittels Werbeanzeige werden Teilnehmer an einer kostenlosen Atemstudie gesucht. Derzeit lassen sich diese Teilnehmer problemlos finden. Sind die Studienteilnehmer in der Anlage, um das Atemtraining zu testen, können sie mit dem Studio vertraut gemacht werden. Den meisten wird dann klar, dass nur das Atemtraining allein zwar auch hilft, aber nicht


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Konzepte Idiag AtemLounge

© Seuzifit

Das „FR!TZ bewegt mich“ in Illnau hat die Idiag AtemLounge erfolgreich implementiert. Studiobetreiber Beat Friedli konnte beachtliche Zusatzeinnahmen generieren

alleine für ihren Gesundheitszustand und ihre Fitness verantwortlich ist. Die Zahl der Interessenten und derjenigen, die eine Mitgliedschaft abschließen, ist dementsprechend hoch. Im „FR!TZ bewegt mich“, wo die Pilotstudie durchgeführt wurde, lag die Abschlussquote bei knapp 50 %. Die Idiag AtemLounge als zusätzliches Training für bestehende Kunden anzubieten ist ebenfalls interessant und wird häufig im Rahmen eines Premium-Abos angeboten. Voraussetzungen für die Integration der Idiag AtemLounge Die Idiag AtemLounge ist modular aufgebaut, d. h. es ist für alle Budgets etwas dabei. Die einfachste Variante kostet rund 4.000 Euro. In dem Preis inbegriffen sind sämtliche Geräte, Schulung und Support. Für die Integration der Idiag AtemLounge sind im Studio keine baulichen Maßnahmen erforderlich. Bereits wenige Quadratmeter reichen aus, um das neue ProfitCenter implementieren zu können. Die Idiag AtemLounge besteht aus einem demontierbaren Wandsystem, das beliebig im Raum platziert werden kann. Lizenzgebühren fallen keine an. Das Personal, welches das Atemmuskeltraining im Studio durchführt, benötigt keine spezifischen Vorkenntnisse. Grundkenntnisse rund um das Atemsystem und die betreffende Muskulatur sind jedoch von Vorteil. Während der Schulung werden die zentralen Punkte 128

Das Personal, welches das Atemmuskeltraining im Studio durchführt, benötigt keine spezifischen Vorkenntnisse. Die Kunden müssen nur bei ihrem ersten Besuch eingewiesen werden, danach können sie das Training selbstständig absolvieren

natürlich erläutert. Der Idiag P100, der in der Idiag AtemLounge zum Einsatz kommt, ist einfach zu bedienen. Die Kunden müssen nur bei ihrem ersten Besuch eingewiesen werden, danach können sie das Training selbstständig absolvieren. Was bewirkt das Atemmuskeltraining? Zu Beginn wird mit den Kunden ein Einstufungstest gemacht. D. h. die Atemtiefe und Atemkraft werden vom Gerät automatisch ermittelt. Diese Werte dienen als Basis für das weitere Training. Man kann Ausdauer-, Kraft- und auch ein Intervalltraining absolvieren. Es ist empfehlenswert, das Intervalltraining als Standardtraining in der Idiag AtemLounge anzubieten. Dabei wird in mehreren Intervallen über einen Zeitraum von ca. 10‒15 Minuten gegen einen Widerstand geatmet. Wenn der Trainer aufgrund der Einstufungstests jedoch sieht, dass der oder die Trainierende in einem spezifischen Bereich ein Defizit hat, kann z. B. auch ein Krafttraining von ca. fünf Minuten oder ein Ausdauertraining von ca. 20 ‒ 30 Minuten absolviert werden. Welche Trainingsempfehlungen sinnvoll sind, erfahren Studios bei einer Schulung durch die Idiag Academy. Die Betreuung der Kunden erfolgt im Rahmen einer einmaligen Einführung, anschließend wird beim Atemmuskeltraining in der Idiag AtemLounge genauso die

Haltung und Technik im Rahmen der Flächenbetreuung kontrolliert, wie an jedem anderen Gerät auch. Da bei vielen Leuten die Atemmuskulatur bislang komplett vernachlässigt wurde, berichten viele Nutzer bereits nach dem ersten Training von einem spürbaren Effekt. Realistischerweise sind messbare Effekte nach ca. vier Wochen mit zwei Trainings in der Woche zu verzeichnen. Die Atemstudie, mit welcher die Idiag AtemLounge oft beworben wird, dauert in der Regel sechs Wochen. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen daran, dass die Behandlungen durch die Krankenkassen übernommen werden. Ausblick Mittlerweile gibt es über 80 Anlagen, hauptsächlich in der deutschsprachigen Schweiz, die eine Idiag AtemLounge und das Atemmuskeltraining mit dem Idiag P100 integriert haben – Tendenz steigend. Aufgrund der äußerst erfolgreichen Testphase steht die AtemLounge in weiteren Ländern, u. a. auch in Deutschland, in den Startlöchern. Dort ist zur Zeit die Prüfung für einen §-20-Präventionskurs im Gang. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass dieser ab Anfang 2022 angeboten werden kann. Geht es nach Idiag-CEO Armin Donhauser, soll die Internationalisierung über den DACHRaum hinausgehen.


Konzepte Idiag AtemLounge

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Augmented Intelligence im Forderungsmanagement Forderungsmanagement wird zunehmend digitaler, doch der persönliche Kontakt zu Kunden darf dabei nicht auf der Strecke bleiben. Durch die richtige Kombination von Mensch und Maschine können analoge und digitale Kommunikationswege genutzt und Kunden zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal abgeholt werden. Bei Augmented Intelligence handelt es sich um eine Erweiterung der menschlichen Intelligenz durch KI. Durch die richtige Kombination von Mensch und Maschine können Entscheidungen schneller und präziser getroffen werden. Mit Augmented Intelligence soll aber nicht der Mensch durch die Maschine ersetzt werden. Ziel der erweiterten Intelligenz ist die Unterstützung der menschlichen Intelligenz durch maschinelles Lernen und Denken der künstlichen Intelligenz. Augmented Intelligence im Inkasso Bei Augmented Intelligence liegt die Entscheidungsfindung allein beim Menschen. Eine Maschine kann zwar Risiken frühzeitig erkennen, aber nicht so empathisch handeln, wie es ein Mensch tun würde. Wenn Maschine und Mensch interagieren, kann die erweiterte Intelligenz im Inkasso verschiedene Gebiete sinnvoll unterstützen: 130

Data Analytics: Mit dem Einsatz der erweiterten Intelligenz werden Daten maschinell gesammelt, analysiert und gefundene Muster bereitgestellt. Die Bewertung der Ergebnisse und die Entscheidung des Handelns übernimmt letztendlich der Mensch. Zahlungsunfähige Kunden können so identifiziert und das Risiko von Zahlungsausfall verringert werden. Behavioral Science: Augmented Intelligence sammelt nicht nur Daten, sondern kann durch maschinelles Lernen Verhaltensmuster erkennen. Welche Zahlungsart bevorzugt Kunde X? Erfolgt eine pünktliche Bezahlung durch Kunde Y? Wenn Sie wissen, wie Ihre Kunden sich im Bezahlverfahren verhalten, erkennen Sie frühzeitige Risiken und können Ihren Kunden gleichzeitig individuelle Angebote machen. Omnichannel-Kommunikation: Das Zusammenspiel von künstlicher und

menschlicher Intelligenz ist für die Kommunikation eine Bereicherung. Mit Kommunikationsplattformen wie LiveChat, E-Mail, Telefon, SMS oder Brief können Sie Ihre Konsumenten zum richtigen Zeitpunkt über den passenden Kanal erreichen. Bei Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group wurde dafür eine eigene Formel entwickelt: AI x HI = CX². Mehr über Artificial Intelligence (AI), Human Intelligence (HI) und Customer Experience (CX) finden Sie unter lowellgroup.de.

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Die BIA-Messung als Grundlage für einen Ernährungsplan nutzen Text Jonathan Schneidemesser

Ein großer Teil der Mitglieder im Fitnessstudio möchte Abnehmen. Neben dem sportlichen Teil ist herfür die richtige Ernährung essenziell. Doch, wo anfangen und wie kann man die Mitglieder mit weiteren Hilfestellungen wie z. B. Ernährungsplanen versorgen? Das ermöglicht der französische Hersteller von BIA-Messungen eBiody mit seinem DietiCOACH. Die Durchführung von Bioimpendanzmessungen (BIA) hat sich in den letzten Jahren nicht nur immer weiter professionalisiert, sondern gehört heute zu den wichtigsten Beurteilungsgrundlagen des Ausgangszustandes eines neuen Mitglieds. Dabei haben sich über die Jahre verschiedene Systeme herauskristallisiert, die ihren Einsatz in den 132

Fitnessstudios verrichten. Mit 300 g ist das kabellose Gerät von eBiody das wahrscheinlich kompakteste professionelle BIA-Messgerät der Welt. Know-how aus dem medizinischen Bereich Seit seiner Gründung 2012 als B2B-Vertriebsunternehmen für me-

dizinische Geräte und die Bereitstellung von Dienstleistungen hat sich das französische Unternehmen auf e-Health-Produkte spezialisiert. Ein besonderer Fokus dabei liegt auf fortschrittlichen Technologien zur Analyse der Körperzusammensetzung. 2017 wurde eBiody eine Tochtergesellschaft von AMINOGRAM, dem Marktführer


Unternehmensreport eBiody

Durch die Analyse im DietiCOACH kann das Mitglied direkt erkennen, ob es zu viel oder zu wenig Makro- oder Mikronährstoffe aufnimmt

Im Anschluss an die Messung werden die Messdaten auf ein Smart-Geräte geladen und können mit dem Kunden analysiert und besprochen werden

von BIA-Geräten in Frankreich mit über 30 Jahren Erfahrung in Forschung und Entwicklung zu diesem Thema. Kunden von eBiody sind, auch aufgrund der Zertifizierung als Gerät Medical Klasse IIa u. a. Krankenhäuser, Ärzte, Ernährungspezialisten, aber auch Personal Trainer und Fitnessstudios.

dar, zum anderen können sie beim Ernährungs- und Abnehmcoaching helfen. Denn die DietiCOACH-Software ermöglicht es, auf der Grundlage der Ergebnisse der Körperzusammensetzung einen, an den Kunden angepassten Ernährungsplan zu empfehlen. Das Mitglied erhält einen Online-Zugang

Der DietiCOACH ermöglicht es, einen an den Kunden angepassten Ernährungsplan zu erstellen Durch die Kompaktheit des Geräts lassen sich die Messungen einfach und ohne Verbrauchsmaterialienbdurchführen: Die Elektroden liegen auf dem Gerät. Die Messung dauert nur 10 Sekunden – im Anschluss werden alle Ergebnisse direkt auf ein Smart-Gerät (Smartphone, Tablett, Computer, usw) geladen, um sie zu analysieren und mit dem Mitglied zu besprechen. Die DietiCOACH-Software Wie kann nun mit den Daten aus der Messung weitergemacht werden? Zum einen stellen sie den Ausgangspunkt für das Training eines Mitglieds

und kann die Software dann erstmal für ein Jahr nutzen und bucht ein für ihn passendes Paket. Der DietiCOACH besteht aus den drei Bestandteilen Bilanz, Menü und Verschreibung. Im Bereich Bilanz werden die Ernährungsgewohnheiten des Mitglieds durch eine Ernährungsumfrage auf der Grundlage von 12 Lebensmittelgruppen ermittelt. Das erlaubt eine schnelle Analyse des Essverhaltens eines Menschen und ermöglicht eine Personalisierung der täglichen Verteilung der Lebensmittelgruppen. Aus diesen Angaben heraus können im Bereich

„Analyse“ direkte Ernährungsgewohnheiten abgeleitet werden. Das wird in übersichtlichen Histogrammen visualisiert, die es dem Mitglied einfach machen über seinen aktuellen Ernährungszustand informiert zu bleiben. Durch die Analyse im DietiCOACH kann das Mitglied direkt erkennen, ob es zu viel oder zu wenig Makro- oder Mikronährstoffe aufnimmt. Das schafft Potenzial für Zusatzverkäufe im Fitnessstudio. Schafft es das Mitglied einfach nicht auf seine benötigte Eiweißmenge zu kommen, dann können Riegel und Protein-Shakes von der Fitnesstheke helfen oder sind eher die Mikronährstoffe das Problem, kann das Fitnessstudio ebenfalls helfen, den Bedarf zu decken. Das wird in übersichtlichen Grafiken dargestellt, die mit den Ampelfarben bewertet werden. Fazit Langfristiges Abnehmen erfordert neben guten Tools eine langfristige Betreuung. Nur so kann die Veränderung der Lebensgewohnheiten geschafft werden. Neben der Grundlage in Form der BIA-Messung leistet eBiody das durch die DietiCOACH-Software. 133


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SportsArt – der Vorreiter beim Einsatz grüner Technologien

SportsArt hat sich auf dem weltweiten Fitnessmarkt als Innovationsführer beim Einsatz grüner Technologien etabliert. Mit der Entwicklung der richtungsweisenden ECO-POWR™-Serie wurden Kardiogeräte auf den Markt gebracht, die es Fitnessstudiobetreibern ermöglichen, die Trainingsenergie der User in nutzbaren Netzstrom umzuwandeln.

SportsArt ist Vorreiter beim Einsatz grüner Technologien. Die ECO-POWR™Reihe z. B. kann Bewegungsenergie in Strom umwandeln 134

Die Gesellschaft ist in einem grünen Wandel. Immer mehr Unternehmen stellen, um neue Zielgruppen zu erreichen und aktuelle zu halten, Nachhaltigkeitskonzepte auf. Denn nachhaltige Konsumenten sind eine stetig wachsende Gruppe, die bereit ist, für faire und umweltfreundliche Dienstleistungen einen guten Preis zu zahlen und ihre Begeisterung für Marken und Produkte zu teilen.

2018 konnten die innovativen Kardiogeräte der ECO-POWR™-Reihe mit integriertem Microinverter präsentiert werden, mit denen es möglich ist, die Bewegungsenergie in sofort nutzbaren Strom umzuwandeln und über ein Standard-Stromkabel direkt in das Studionetz einzuspeisen. Die stromerzeugenden Kardiogeräte bieten Wassereinsparung, Plastikreduzierung und Umstellung auf erneuerbare Energien.

Vom Prototyp zum Innovationsführer Bereits im Jahr 2013 hat SportsArt mit der Green-System-Reihe die ersten Kardiogeräte entwickelt, mit denen es möglich war, Strom zu produzieren. Damals war jedoch noch ein externer Inverter notwendig, der den erzeugten Strom leiten musste, damit dieser ins Studionetz eingespeist werden konnte. Da für die Wartung und Installation zusätzliche Kosten aufkamen, hat SportsArt weiter an der Technik gefeilt.

Kontakt Medex Fitnessgeräte GmbH Mörnerstr. 15 9629 Reinsberg OT Neukirchen Tel. +49 (0) 37324 / 829839 E-Mail: info@medex-gmbh.com Web: www.medex-gmbh.com


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DSSV ONLINE-SEMINAR www.dssv.de/online-seminar Thema:

„Online-Vertragsabschlüsse – mit einem Klick zum Neumitglied!“

In diesem Online-Seminar erläutern Ihnen die Juristinnen des DSSV, worauf es rechtlich speziell bei Online-Vertragsabschlüssen ankommt. Anhand einer erläuterten Checkliste erfahren Sie alles Wichtige, um die digitale Vertragsgestaltung 2022 zügig in Angriff zu nehmen.

Datum:

09. Dezember 2021

Nicht nur der „Corona-Digitalschub“ hat deutlich gemacht, wie essenziell die Möglichkeit eines Online-Vertragsabschlusses für die Neumitgliedergewinnung geworden ist. Auch das bevorstehende neue Jahr motiviert Menschen, schnelle Lösungen für gefasste Neujahrsvorsätze zu finden. Die Vorteile eines Onlinevertrages sind vielfältig, sowohl für das zukünftige Mitglied als auch für das Studio. Viele Studioinhaber wissen das, hadern aber noch auf Grund bestehender rechtlicher Fragen.

Uhrzeit:

11:00 bis 12:00 Uhr Referenten:

Andrea Elbl

Ex M klus itg iv lie fü de r r

Gülizar Cihan

Iris Borrmann

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Training Bewegungslernen

Wie Bewegungen besser erlernt werden können Text Kai Saerbeck und Marcus Dahlke

Wir alle haben einmal das Bewegungsrepertoire, auf das wir heute zugreifen können, erlernt. Manches war einfacher, manches schwerer, aber irgendwann hatten wir die Bewegung verinnerlicht. Genauso geht es auch den Mitgliedern im Fitnessstudio, denen viele Übungsausführungen neu sind. Da stellt sich die Frage, ob es einen optimalen Weg gibt, Bewegungen zu erlernen. Die Schaltzentrale für unsere Bewegungen ist unser Gehirn. Unser Gehirn nutzt motorische Programme, um Bewegungsinformationen möglichst sparsam und flexibel zu speichern. Ein motorisches Programm ist eine Abfolge von Einzelbewegungen. Ein Beispiel hierfür ist ein Aufschlag beim Tennis. Das Gehirn tut dies, damit nicht jedes Mal, wenn Sie einen Aufschlag durchführen, alle Einzelkomponenten dieser Bewegung kombiniert werden müssen. Entwicklung von motorischen Programmen in der Kindheit Die ersten motorischen Programme entwickeln sich, wenn ein Kind beginnt sich zu bewegen. Wenn Sie Kinder haben, können Sie sich bestimmt noch daran erinnern, wie Ihr Kind angefangen hat, sich zu bewegen. Ich habe noch bildlich vor Augen, wie meine beiden Töchter sich um die eigene Längsachse gerollt, ihren Körper aufzurichten versuchten und gekrabbelt sind. All diese Dinge lernen sie, bevor sie überhaupt sprechen können. Sie lernen es durch Erfühlen und Ausprobieren. Sich diesen Zusammenhang zu verdeutlichen ist sehr wichtig. Denken Sie jetzt mal daran, wie wir unseren Kunden eine neue Bewegung beibringen. Wir führen unseren Klienten die Bewegung vor und geben dann Anweisungen über die Sprache. Bewegung durch Bewegen lernen Da es unserer Natur entspricht, Bewegungen durch Bewegen zu lernen, ist es wichtig, dies so häufig wie möglich auch einzusetzen. Modernes Fitnesstraining mit Gewichten hat wenig damit zu tun, Bewegungsabläufe zu lernen und zu verbessern. Gerade für Menschen, die eine Sportart ausführen, ist es das A und O, gute Bewegungs136


Training Bewegungslernen

Viele Bewegungsmuster, die in der Kindheit intuitiv erlernt wurden, müssen im Erwachsenenalter, optimalerweise gemeinsam mit einem Trainer, wieder erlernt werden

muster zu entwickeln, um ihr Verletzungsrisiko zu minimieren. Je öfter sie z. B. einen Tennisaufschlag ausführen, umso besser und effizienter wird dieses Programm. Also nur eine Frage der Wiederholung? Es kommt vor allem darauf an, dass die Bewegung korrekt ausgeführt wird, weil auch fehlerhafte Ausführungen im motorischen Programm abgespeichert werden. Der Großteil der Menschen bewegt sich in der Regel zu wenig. Durch unsere vorwiegend sitzenden Tätigkeiten geht unsere Bewegungsfähigkeit verloren. Grundlegende Bewegungsmuster verkümmern getreu dem Motto „use it or lose it“. Unsere Beweglichkeit, Stabilität und Koordination verschlechtern sich. In meinen 8 Jahren als Trainer auf der Fläche fällt mir immer wieder auf, wie schwer sich viele tun, Bewegungsabläufe korrekt auszuführen. Die grundlegenden Bewegungsmuster aus der Kindheit und die motorische Kontrolle haben viele schlichtweg verlernt. Die motorischen Programme vom Großteil der vorwiegend sitzenden Bevölkerung sind daher fehlerhaft. Durch unser ständiges Sitzen verspannt unsere Muskulatur und es kommt zu Ungleichgewichten zwischen rechter und linker Körperhälfte. Dies führt zu fehlerhaften Bewegungsmustern und letzt-

endlich zu orthopädischen Beschwerden und setzt unseren Körper unnötig unter Stress. Testen – Optimieren – Trainieren Wir benötigen also ein Konzept, um unsere natürlichen Bewegungsmuster wieder zu erlernen. Dafür ist es zuerst notwendig, die Ausgangssituation zu bestimmen. Ein führender Experte auf diesem Gebiet ist Gray Cook. Er hat ein Screening entwickelt (Functional Movement Screen), um die Qualität der Bewegungsmuster zu testen und im Anschluss auf der Basis ein individuelles Trainingsprogramm zu erstellen.

nativen. So bin ich auf die Fortbildung „Functional Movement Screen“ gestoßen. In dieser Fortbildung habe ich gelernt, wie ich Schwachstellen in den Bewegungsmustern meiner Kunden aufspüren und wieder korrigieren kann. Der Test besteht aus 7 Übungen. Bei den Übungen werden die grundlegenden Bewegungsmuster getestet. Sie stehen in enger Beziehung zu den frühkindlichen Bewegungen wie Drehen, Krabbeln, Gehen, Klettern und Greifen. Selbst Sportler mit hervorragenden Werten bei der Maximalkraft, Kraftausdauer und Schnelligkeit weisen sehr häufig Defizite in den grund-

Wir benötigen ein Konzept, um unsere natürlichen Bewegungsmuster wieder zu erlernen Der Test ermöglicht es, den eigenen Körper zu erfühlen und zu verstehen. Ich bin mit diesem Test durch meine Kreuzbandverletzung in Berührung gekommen. Durch die Verletzung konnte ich eine lange Zeit nicht mehr schmerzfrei joggen. Mehrere Kniespezialisten, die ich aufgesucht habe, kamen alle zu dem gleichen Ergebnis. Ich müsse mein Knie operieren lassen. Doch dies war für mich nicht die passende Lösung. Ich suchte nach Alter-

legenden Bewegungsmustern auf. Die Bewegungen aus den 7 Übungen im Test sind die Grundvoraussetzung für menschliche Bewegung. Der Test bietet mir die Möglichkeit, die Ausgangssituation meines Kunden festzustellen. Auf dieser Basis kann ich dann ein Trainingsprogramm nach Maß erstellen. So kann der Kunde zielgenau Bewegungen besser erlernen. Wichtig ist, dass ich regelmäßig Re-Tests durchführe, weil ich so die Fortschritte 137


Training Bewegungslernen

Bewegungslernen bei Erwachsenen funktioniert meistens über die Sprache und das Vorzeigen der Übung kontrollieren und sichtbar machen kann. Dies erhöht die Motivation. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Fortbildung zum „Functional-Movement-Screen-Experten“ hat mir die Augen geöffnet und eine neue Erkenntnis gebracht. Durch meinen Kreuzbandriss haben sich Defizite in meinen grundlegenden Bewegungsmustern eingeschlichen. Dadurch konnte ich nicht mehr schmerzfrei joggen. Generelles Kräftigen brachte keine Lösung. Erst als ich intensiv an der Verbesserung meiner Bewegungsmuster gearbeitet habe, gelang mir der Durchbruch. Heute kann ich wieder problemlos auch 30 km lange Strecken völlig schmerzfrei joggen – auch ohne empfohlene OP. An seinen Bewegungsmustern regelmäßig zu arbeiten lohnt sich. Sie schützen vor Steifigkeit und Verletzungen. Erst kürzlich fanden japanische Wissenschaftler heraus, dass durch eine bessere Beweglichkeit sogar unsere Gefäße flexibler werden. So schützen Sie sich sogar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Haben Sie den Mut, Ihre Komfortzone zu verlassen? 138

Bewegung und Psyche Studien belegen, dass ein starker Rückgang der „psychischen“ Krankheitstage beiMannschaftssportarten (ca. 23 %) und Kardiobelastungen (ca. 35 %) auftritt. Die Annahme, dass Sport ein optimaler Ausgleich zum stressigen Alltag darstellt, scheint also begründbar. Spannend ist in diesem Zusammenhang, dass das individuelle Wohlbefinden bei Menschen, die sich drei- bis fünfmal die Woche sportlich betätigen, deutlich erhöht ist; oder um es anders zu formulieren, die sportlich aktiven Menschen fühlten sich an deutlich weniger Tagen unglücklich/ schlecht. Doch was bewirkt nun sportliche Betätigung, welche Wirkung hat körperliche Belastung auf die Psyche? Und gibt es womöglich Grenzen für körperliche Belastung? Kognitive Aufgaben trainieren das Gehirn; das Erlernen eines Instruments, das Lösen komplizierter mathematischer Aufgaben, das Erlernen einer Fremdsprache, aber auch Fitnesstraining hat einen „Trainingseffekt“ auf die Hirnleistung. Bewegung im Allgemeinen und sportliche Belastung

im Besonderen regen das Zellwachstum im Hippocampus an. Der Hippocampus befindet sich im inneren Rand des Temporallappens und ist eine zentrale Schaltstation des limbischen Systems, das wiederum für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist und dem auch intellektuelle Leistungen zugesprochen werden (wie oft hört man, dass Menschen beim Joggen oder Radfahren auf „die tollsten, kreativen Ideen“ kommen). Der Hippocampus, der also nachweislich von sportlicher Belastung durch Zellwachstum profitiert, ist für das Lernen verantwortlich. Forscher der Universitäten Yale und Oxford befragten über 1 Million Menschen in den USA über einen Zeitraum von mehreren Jahren danach, wie oft diese sich in einem vergangenen Monat subjektiv schlecht gefühlt hätten. Gleichsam wurden Daten zum Alter, Beruf und körperlicher Fitness und Gesundheit erhoben und miteinander verglichen. Es ist kaum überraschend, dass die aktiven Menschen sich sig-


Training Bewegungslernen nifikant weniger oft „schlecht“ fühlten. Natürlich beschäftigt sich auch die Psychologie mit der Frage nach einem Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und daraus resultierender seelischer „Fitness“. Eine Forschungsgruppe der University of New South Wales beschäftigte sich mit der Frage, ob Sport helfen könne, Depressionen vorzubeugen. Das Ergebnis ist spannend: Eine Stunde körperliche Aktivität pro Woche (nicht pro Tag!) würde das Risiko, an Depressionen zu erkranken, reduzieren. Weitere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen und zeigten zudem auf, dass schon einfache Ausdauersportsequenzen das Einschlafverhalten und den Umgang mit Stress optimieren. Dass sich körperliche Aktivität positiv auf die psychische Fitness auszuwirken scheint, liegt offenbar wiederum an den daraus resultierenden Reaktionen im Gehirn. Beim Sport werden Serotonin und Dopamin ausgeschüttet – diese sogenannten „Glückshormone“ können helfen, mit den Herausforde-

rungen des Alltags (Stress etc.) besser umzugehen. Es gibt Hirnforscher, die davon ausgehen, dass regelmäßiges Training den Hormonhaushalt dauerhaft beeinflusst! Fazit Wir Menschen haben ein feines Gespür dafür, was uns guttut und was nicht; wir wissen um die positive Wirkung von Sport und gesunder Ernährung – zumindest kognitiv! Und dennoch geben wir allzu oft den Gelüsten nach – wider bessere Wissen. Diese kognitive Dissonanz gilt es, in den Griff zu bekommen. Wenn wir die positiven Wirkungen, die körperliche Bewegung mit sich bringt, anerkennen, dann kann es nur noch darum gehen, in die Aktivität zu kommen. Die größte Distanz zum Sport ist nicht der Weg zum Fitness-Studio oder der Gang in das nächste Schwimmbad, die größte Distanz sind die 15 cm vom Sofa in die Sportschuhe! Wollen Sie sich wirklich von 15 cm aufhalten lassen? Es geht um Ihre körperliche und psychische Fitness!

Zu den Autoren Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung als Läufer hat Kai Saerbeck (li.) auf seiner Reise vom übergewichtigen Feierbiest zum Ironman eine Menge über Trainingssteuerung gelernt. Gepaart mit seiner Expertise als Five Experte & Personal Trainer weiß er, worauf es beim Training ankommt. Durch die Erfahrung aus zwei Jahrzehnten als Trainer, hunderten Coachings, Workshops und Seminaren mit über 50.000 Teilnehmern weiß Marcus Dahlke, worauf es bei wirkungsvoller Führung und Persönlichkeitsentwicklung ankommt. Mit diesem Verständnis und einem stets interdisziplinären Blick vermittelt er Inhalte, die leicht verständlich sind und individuelle Handlungskompetenz vermitteln.

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Industrie MemberBoost

„Es bedarf mehr als nur Online-Marketing, um erfolgreich zu sein“ Text Jonathan Schneidemesser

Online-Marketing gehört zu den Pflichtdisziplinen, um neue Kunden zu gewinnen. Das alleine reicht heute aber oft nicht mehr aus, um nachhaltig Mitglieder zu gewinnen. MemberBoost hat sich darauf spezialisiert, Fitness- und Mikrostudios dabei zu helfen, dauerhaft neue Interessenten online zu generieren. Möglich wird das durch die MemberBoost-Methode. Schon seit ihrer Professionalisierung in den 80er- und 90er-Jahren lebt das Marketing von Fitnessstudios von dem Gedanken, ständig neue Werbekampagnen durchführen zu müssen, um den Strom an neuen Mitgliedern nicht abreißen zu lassen. Oft war eine Kampagne noch gar nicht abgeschlossen, da startete bereits die nächste. Was für Print-Kampagnen damals galt, gilt heute für das Online-Marketing im Fitnessbereich noch genauso. Die 140

Gründe dafür haben sich jedoch etwas geändert. „Die hohe Dynamik des Marktes, die ständig auftauchenden neuen Möglichkeiten gepaart mit gefährlichem Halbwissen und unrealistischen Erwartungen führen häufig zu einem ineffizienten Aktionismus im Online-Marketing“, weiß Tim Kromat, Geschäftsführer der MemberBoost GmbH aus Albstadt. Er ist nicht nur Experte für Facebook-Advertising, sondern auch darin, Online-Prozesse so zu automa-

tisieren, dass der Verwaltungsaufwand möglichst gering bleibt. „Es wird oft vergessen, dass Online-Marketing ein Ausdauersport ist“, ergänzt sein Partner Adam Biegon, mit dem er sich auf das Online-Marketing von Fitnessstudios und Mikrostudios spezialisiert hat. Start im Mikrostudiobereich Die beiden wissen genau, wovon sie reden, denn 2016 starteten sie einen Live-Versuch, wie gut die Online-Mit-


Industrie MemberBoost gliedergewinnung in der Fitnessbranche funktionieren kann. Als Praxisobjekt wurde mit Crossfit Wuppertal eine der größten Boxen in Deutschland ausgewählt. Diese wird von Adam Biegon selbst geleitet und 2016 ergab sich die Notwendigkeit, neue Mitglieder zu generieren. In knapp 18 Monaten konnten die Mitgliederzahlen verdoppelt werden. Nach und nach wurde der Prozess verfeinert und aus dieser Optimierung entstand das, was heute die MemberBoost-Methode ist. Gleichzeitig wissen die beiden, dass es mehr bedarf als reines Online-Marketing, um als Fitnessstudio erfolgreich bei der Mitgliedergewinnung zu sein. Es ist vielmehr der gesamte Marktauftritt des Unternehmens, der langfristigen Erfolg verspricht. Einmalige Aktionen oder kurzfristige Kampagnen verpuffen nach kurzer Zeit wieder. Das wird in der MemberBoost-Methode berücksichtigt. Ihr Ziel ist es, den Prozess der Mitgliedergewinnung vom Erstkontakt bis hin zum Beratungsgespräch so weit wie möglich zu automatisieren. Dafür baut sie auf vier Säulen auf, die individuell an das jeweilige Fitnessstudio angepasst werden. Basierend auf vielen Erfahrungen „Im Online-Marketing gibt es die verrücktesten Aktionen, Gewinnspiele und Angebote. Da kann man schnell den Durchblick verlieren, was wirklich funktioniert. Durch die Arbeit mit über 330 Kunden haben wir herausgearbeitet, welche Maßnahmen wirklich funktionieren“, so Adam Biegon. Am Anfang steht wie so oft die Frage, welches Alleinstellungsmerkmal das Fitnessstudio auszeichnet und mit welchen Angeboten es Interessenten bisher von der eigenen Leistung überzeugen konnte. Diese wird in einem Marketing-Funnel als Angebot an die gewünschte Zielgruppe ausgespielt. So weit, so bekannt. Die MemberBoost-Methode macht es dem Interessenten durch einen einfachen, strukturierten und automatisierten Prozess nun einfach, einen Vor-Ort-Termin zu buchen. Säule zwei ist eine moderne Website, die nicht nur stylisch und modern gestaltet ist, sondern ihren Hauptzweck gut erfüllt, nämlich Conversions zu erzeugen. Ergänzt wird das durch Säule

Die MemberBoost-Methode baut auf vier Säulen auf, die sich ergänzen: Marketing-Funnel, optimierte Website, gutes Bild- und Videomaterial sowie kontinuierliche Sichtbarkeit

Nr. 3: gutes Video- und Bildmaterial. Dieses sollte an die Zielgruppe angepasst sein und Menschen in den Mittelpunkt stellen, nicht unbedingt Trainingsgeräte oder leere Räumlichkeiten, denn das spricht Interessenten mehr an. Damit der Verkaufsprozess auch nachhaltig funktioniert, muss er regelmäßig und immer wieder neu eingeübt werden. Daher stehen in Säule vier „Consulting“ u. a. Online-Coachings, Skripte und Vorlagen für den Verkaufsprozess zur Verfügung. Best-Practices von MemberBoost Bereits seit 2019 setzt der Geschäftsführer des Elixia Hamburg, Heiko Pfeifer, die MemberBoost-Methode in seinem Fitnessstudio ein. Trotz eines gut geschulten Personals und etablierter Verkaufsprozesse war es das Ziel von

Heiko Pfeifer, die Mitgliedergewinnung auf ein Online-System umzustellen, um eine bessere Kontrolle über den Prozess zu haben. Das Ergebnis: Im Elixia wird die Kaltakquise zu 100 % online durchgeführt. Schwierigkeiten mit der Ansprache der „richtigen“ Kunden hingegen hatte das AH Personal Training & Studio von Alexander Hicke. Immer wieder kamen „Schnäppchenjäger“, die das hochqualitative Angebot nicht zu schätzen wussten. In der Zusammenarbeit mit MemberBoost wurde die richtige Zielgruppe definiert und via Social Media angesprochen. Der Prozess bis hin zur Terminbuchung wurde komplett automatisiert. Damit jeder Kunde zum vereinbarten Termin erscheint, werden automatisierte Erinnerungen versendet. 141


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Panattas Super Hack Squat ist ein spezielles Gerät für das Training der unteren Gliedmaßen, mit dem Sie die Kniebeuge mit maximaler Sicherheit für den Rücken in einer vollständig geführten Weise ausführen können. POSITION 1

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Die Vorwärtsneigung des Rumpfes erhöht die Hüftbeugung und damit die Be-teiligung der Gesäßmuskulatur und der Kniesehnen. Die stärkere Aktivierung der letzteren verringert auch die Belastung der Kniebänder.

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Die Rückenlehne ist der große Mehrwert des neuen Super Hack Squat von Panatta Der Mehrwert des neuen Super Hack Squat von Panatta im Vergleich zu den Produkten der Konkurrenz liegt vor allem in der innovativen, zum Patent angemeldeten Rückenlehne, die in vier verschiedenen Positionen neigbar ist, von 0 bis 21° mit 7°Schritten; auch die Kopfstütze selbst ist in vier Positionen neigbar.

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Interview Power Plate

„Kunden identifizieren sich mit dem Image der Marke“

Text Constantin Wilser

Power Plate ist eine Marke, die sich auf der ganzen Welt, sowohl im Fitness- als auch Physiotherapiemarkt sowie im Endverbrauchermarkt großer Beliebtheit erfreut. Worauf dieser Erfolg zurückzuführen ist und welche Zukunftspläne die Verantwortlichen haben, darüber haben wir im Interview mit dem Geschäftsführer und Gesellschafter Philipp Kontzler gesprochen. BODYMEDIA: Durch die CoronaPandemie rückten digitale Prozesse in Fitness- und Gesundheitsstudios immer mehr in den Fokus. Die Industrie hat mit vielen neuen Produkten und Tools die Digitalisierung vorangetrieben. Welche Neuheiten gibt es in diesem Bereich bei Power Plate? Philipp Kontzler: Schon lange vor der Pandemie hatte die Power Plate GmbH mit großem Erfolg als Vorreiter die Power Plate Station mit großem Monitor und Touchfunktion eingeführt. Und das mit der Idee, diese an eine cloudbasierte Lösung anzubinden. Wie damals geplant, haben wir es nun auch umgesetzt und das neueste Produkt ist die Power Plate Cloud mit der neuen Power Plate Trainings App. Alle Funk144

tionen auf der Power Plate Station können weltweit über die Cloud ausgewählt werden. Somit kann das Mitglied sein Trainingsprogramm im Fitnessclub z. B. auch in jedem Robinson Club weltweit an der dort montierten Power Plate Station aufrufen und entsprechend trainieren. BODYMEDIA: Welchen Nutzen bieten die Neuheiten von Power Plate sowohl für Betreiber als auch deren Kunden? Philipp Kontzler: Über 1.300 Übungsvideos und über 100 Programme für Fitness und Healthcare sind in der Power Plate Station und App abrufbar. So wird ein nahezu kontaktloses Training ermöglicht und damit werden auch die besonderen Anforderungen

dieser Zeit erfüllt. Es sind Fitnessprogramme wie z. B. Bauch-BeinePo, Fatburner, Functional bis hin zu Healthcare-Programmen wie Arthrose, Rücken, HWS-Syndrom, Lymphdrainage u. v. m. wählbar. Natürlich hat das Mitglied die Möglichkeit, seinen ganz persönlichen Trainingsplan digital inklusive Videos anzulegen und im Studio oder weltweit abzurufen. BODYMEDIA: Individuelle Betreuung durch qualifiziertes Personal ist für Fitnessstudios ein Baustein, um erfolgreich zu sein. Auf der anderen Seite wird erwartet, dass Betreiber auch die Digitalisierung vorantreiben. Wie passen diese beiden Punkte Ihrer Meinung nach zusammen?


Interview Power Plate

Die Power Plate Station bietet über 1.300 Übungsvideos und über 100 Programme für Fitness und Healthcare

Philipp Kontzler: Jedes Studio erhält für seine Trainer einen kostenfreien Trainer-Log-in. In der Power Plate Station oder der Power Plate App kann der Trainer seinen Mitgliedern schnell einen individuellen Trainingsplan erstellen und dauerhaft ohne großen Aufwand betreuen. Jederzeit kann auch der Trainer sich in der Power Plate Trainer App fortbilden, um sein Knowhow zu erweitern. Für alle Nutzer, egal ob Mitglied oder Trainer, ist das eine Win-win-Funktion und absolut zeitgemäß. BODYMEDIA: Power Plate bietet sowohl Konzepte für Fitnessstudios als auch medizinisch zertifizierte Konzepte, die u. a. auch in Physiotherapiepraxen zum Einsatz kommen. Können Sie uns einen Einblick geben, wie die Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet, um ein solch vielseitiges Konzeptportfolio anbieten zu können? Philipp Kontzler: Gerne geben wir Ihnen ein Beispiel. Das neu entwickelte und zertifizierte §20-Konzept ist ein onlinegestütztes Selbstlernprogramm und wird immer beliebter. Dabei handelt es sich um ein Rückentrainingskonzept, welches per Video und genau definiertem 8-Wochenprogramm die Gesundheit des Nutzers erhöht. Für dieses genau definierte §20-Konzept übernehmen alle deutschen Krankenkassen mindestens 80 % der Kosten und viele sogar die gesamten Kosten. Für das 8-Wochenprogramm zahlt der Nutzer dem Studio 95 Euro und erhält

das Geld nach Beendigung des Kurses garantiert von seiner Krankenkasse wieder. Das Studio muss lediglich die Anmeldung des Nutzers vornehmen, der Rest erfolgt komplett automatisiert und wird im Hintergrund durch unseren wissenschaftlichen Professor begleitet. BODYMEDIA: Neben dem professionellen Bereich ist es Power Plate gelungen, eine bekannte Marke zu werden, die auch bei Endverbrauchern bekannt ist. Was hat das Unternehmen dafür getan, damit dies gelingen konnte? Philipp Kontzler: Kunden schätzen und identifizieren sich mit den Werten und dem Image der Marke, die sich durch Zeitgeist, Prestige, Innovation, Style, Qualität, Exklusivität und Effektivität auszeichnet. Die Werte und das Image von Power Plate werden sowohl durch die zeitgemäße Werbung als auch durch unzählige prominente Botschafter geprägt. Regelmäßig berichten Medien über den Einsatz der Power Plate bei prominenten Schauspielern, Models, Profi-Sportlern als festen Bestandteil ihres Programms. Hierbei handelt es sich nicht um bezahlte Testimonials, sondern um wahre Fans, die von der Funktionsweise und vom Image der Marke Power Plate überzeugt sind. BODYMEDIA: Hollywood-Star Mark Wahlberg ist bei Power Plate als Investor eingestiegen. Es war zu lesen, dass er die Zukunft des Unternehmens aktiv mitgestalten wolle. Wie sehen die

Zukunftspläne für die nächsten Jahre aus? Philipp Kontzler: Mark Wahlberg ist seit vielen Jahren ein sehr zufriedener Kunde und kann sehen, was für ein Potenzial in der Marke Power Plate steckt. Mit den neuen, bahnbrechenden Produkten, welche bald auf den Markt kommen werden, wird er dazu beitragen, dass Power Plate weltweit noch viel bekannter wird. Seine Rolle wird über den bloßen Investor und Botschafter hinausgehen. Er wird auch als aktiver Berater für die laufende Strategie-, Produkt- und Programmentwicklung fungieren. Mark Wahlberg ist viel mehr als ein prominenter Investor, er bringt ein tiefes Verständnis für Fitnessmethodik, Ernährung und Geschäftsstrategie mit. Ehrlich gesagt, sind wir megastolz darauf, so einen Superstar an Bord zu haben. BODYMEDIA: Vielen Dank für das Interview.

Zur Person Philipp Kontzler ist Mitinhaber bei Power Plate. Als Geschäftsführer und Gesellschafter führt er gemeinsam mit Sascha Diefenhardt, der Power Plate 2001 gründete, das Unternehmen. 145


Interview Power Plate

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Interview Power Plate

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Management Führungsfrauen

Warum Frauen in Führungspositionen gehören

Text Sarah-Lea Kuner

Hand aufs Herz: Wie viele Frauen arbeiten bei Ihnen in Führungspositionen? Wahrscheinlich zu wenige, denn leider sind weibliche Führungspersonen immer noch eine Seltenheit – gerade in der Fitnessbranche. Dabei haben Frauen sehr gute Führungseigenschaften, wie (Selbst-)Initiative, Mitarbeitereinbindung und Resilienz. Warum sind sie dann so selten in Führungspositionen anzutreffen? Wenn „Not am Mann ist“, kommen seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch Frauen in mittelständischen familiengeführten Unternehmen in Führungspositionen. Davor wurden die Töchter bei Anteilsübertragungen komplett übergangen. Damit bleibt die Übernahme der Geschäftsführung bis zur Jahrtausendwende das natürliche Vorrecht der 148

Männer. Bis heute kommen Töchter von Vätern in Führungspositionen nur für diese in Betracht, wenn entweder kein männlicher Nachfolger vorhanden, er erkennbar unqualifiziert oder komplett versagt hat. Doch woran liegt das? Heißt das nun im Rückschluss, dass Frauen unqualifizierter für Führungspositionen sind als Männer?

Aktuelle Zahlen Die PWC-Studie aus dem Dezember 2020 zeigt, dass der Frauenanteil in Führungspositionen weniger wird, je kleiner ein Unternehmen ist. Was den Frauenanteil in der Führung ebenso beeinflusst, ist die Größe des Familieneinflusses. Auch hier gilt: Je größer der Familieneinfluss, desto weniger Frauen


Management Führungsfrauen

Die Zukunft gehört Firmen mit gemischten Managementteams und einer auf Vielfalt basierenden und somit die breite Masse ansprechenden Haltung

Dreimal K – Küche, Kinder, Kirche? In früheren Rollenverteilungen trafen diese Ks zu – Küche, Kinder, Kirche – und damit hatten Frauen eine genaue Aufgabenverteilung. Aber wie wäre es mit einem K für Karriere? Denn moderne Frauen können und wollen führen. Da Frauen weniger in Führungspo-

daher kommen, dass Gruppen um die Führungsspitze häufig „Männerclubs“ gleichen und somit Männer auch eher bestärkt werden als unter- oder nicht repräsentierte Frauen. Häufige Argumente gegen Frauen in Führungspositionen sind, dass Frauen nicht hart genug sein könnten, um zu führen,

Frauen nehmen Führungspositionen nur an, wenn sie sich zu 100 % dafür qualifiziert halten

finden sich in Führungspositionen wieder. Bei Firmen in hundertprozentigem Familienbesitz beträgt der Frauenanteil in Vorständen gerade mal 4,8 %. Dabei sind in deutschen mittelständischen Unternehmen 54 % der Beschäftigten weiblich. Die Studie der Albright-Stiftung aus 2020 zeigt, dass nur bei 29 von 100 der größten deutschen Familienunternehmen eine Frau im Vorstand sitzt. Überlegen Sie mal: Wie groß ist Ihr Unternehmen? Wie viele weibliche Beschäftigte haben Sie? Und wie viele davon besetzen Führungspositionen? Treffen die oben genannten Zahlen zu?

sitionen vertreten sind, könnte man annehmen, dass das Thema Führung männliche Kompetenz wäre. Aber so einfach ist das nicht. Eine Auswertung von 1.000 sogenannten 360-Grad-Beurteilungen zeigt, dass Frauen in 17 von 19 Leadership-Konzepten besser abschneiden als Männer. Vor allem wenn es um (Eigen-)Initiative, Resilienz, Selbstentwicklung, Ergebnisorientiertheit, hohe Integrität und Ehrlichkeit sowie Mitarbeiterentwicklung geht. Dass Frauen trotzdem weniger in Führungspositionen vertreten sind, liegt unter anderem daran, dass sie eine Führungsrolle nur annehmen, wenn sie sich auch zu 100 % dafür für qualifiziert halten. Andernfalls lassen sie gerne ihrer Meinung nach kompetenteren Menschen den Vortritt. Hier melden sich dann häufiger Männer, da diese oftmals selbstbewusster auftreten. Dieses Selbstbewusstsein mag auch

oder sie schwanger werden könnten. Dass dieser Ansatz der weniger harten Führung eines Unternehmens durchaus geschätzt wird, spiegelt sich auch in den Ergebnissen der LeadershipKonzepten wider. Ein Beispiel hierfür ist die zweifache Mutter und Vorständin der Deutschen Telekom für Europa und Technik, Claudia Nemat. Ein weiteres Beispiel die vierfache Mutter, Trumpf-Chefin, Mitglied bei Siemens im Prüfungs-, Compliance- und Nominierungsausschuss und bei Axel Springer und bei Voith sowie bei Siemens sitzt sie im Kontrollgremium: Nicola Leibinger-Kammüller. Viele Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden schätzen das. Das soll nicht heißen, dass Männer unqualifizierter wären oder immer in den Bereichen schlechter abschneiden, hier handelt es sich um eine Massenaufnahme. Jeder hat seine eigenen Führungsprinzipien und -konzepte. 149


Management Führungsfrauen

Männliche Eigentümer und Entscheidungsträger müssen Impulse setzten, indem sie weibliche Talente massiv fördern und in Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführungen befördern

Es geht darum, zu ergänzen und eine Diversität zu integrieren, damit bestehende Führungsqualitäten ausgebaut werden können. Veränderung muss von Männern ausgehen Um noch mal auf das Beispiel der Familienunternehmen zurückzugehen. Hier muss als Erstes die Erkenntnis reifen, dass die Geschlechtergleichstellung

führungen befördern. Es muss die Einsicht reifen, dass die Transformation zu zukunftsfähigen Geschäftsmodellen in diversen Teams mindestens genauso gut und erfolgreich ist wie in bisherigen „Männerclubs“. Ein Beispiel hierfür ist Volkswagen. Für seine maskuline Unternehmensführung bekannt, startet es diesen Prozess der Diversität in der Unternehmensführung gerade.

Die aktuellen Entwicklungen der Arbeitswelt zwingen insbesondere Mittelständler zu einer fundamentalen Transformation kein Frauenthema oder gar Frauenproblem ist und von den Führungspersonen ausgehend die Machtlogik des Geschlechterkampfes überwunden werden muss. Das heißt, männliche Eigentümer und Entscheidungsträger müssen Impulse setzen, indem sie weibliche Talente fördern und in Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäfts150

Mit diversen Unternehmensführungen Corona überwinden In dem generellen Wandel der Gesellschaft wird der Talentmarkt wieder stark nachfragegetrieben werden. Dann müssen testosterongesteuerte Unternehmenskulturen diversen Unternehmenskulturen weichen. Denn grundsätzliche wirtschaftliche Trends wie die Digitali-

sierung, die Plattform-Ökonomie, die Netzwerkökonomie, New Work und die Urbanisierung werden die Mehrzahl der Familienunternehmen und anderen mittelständischen Unternehmen zwingen, eine fundamentale Transformation zu starten. Es zeigt sich eindeutig: Die Zukunft gehört Firmen mit gemischten Managementteams und einer auf Vielfalt basierenden und somit die breite Masse ansprechenden Haltung. Fazit Klar ist, die Frage der Gleichstellung und Emanzipation der Frau in die Unternehmensführung ist keine Frage des Wollens, sondern eine Frage der Zukunftsfähigkeit und des Erhalts eines Unternehmens. Unternehmen, die heute überleben und längerfristig erfolgreich bleiben wollen, müssen mit dem Wandel der Zeit gehen. Das bedeutet für Unternehmen zu reflektieren und sich des Problems bewusst zu werden, den Transformationsprozess zu starten, weibliche Talente zu fördern und so ein konkurrenzfähiges und zukunftsfähiges Unternehmen zu bleiben.


Buchtipp HBN

HBN 2.0 – Die Fortsetzung zu Human Based Nutrition Die Erstauflage von Holger Guggs Ernährungskonzept bezeichneten wir beim Erscheinen vor vier Jahren als eines der letzten umfassenden und ganzheitlichen Ernährungssysteme. Nun veröffentlichte der Autor mit HBN 2.0 eine komplett überarbeitete und stark erweiterte Fassung seines ursprünglichen Werks. Vier Jahre sind eine lange Zeit, in der sich viel neues Wissen aneignen lässt – und genau das hat Holger Gugg auch getan. Im HBN 2.0 greift er nicht nur Themen auf, die das ursprüngliche Werk nochmal deutlich erweitern. Vom Biorhythmus, über das Thema Schlaf, bis hin Ernährung für Frauen, Veganismus und natürlich Kalorien wird kein relevantes Thema das mit der Ernährung zusammenhängt ausgelassen. Das Buch unterteilt sich in drei Abschnitte. Im ersten Teil „HBN – die Basics“ werden die Grundlagen für die weiteren Kapitel gelegt. Mit „HBN – das Konzept“ geht es dann richtig ins Detail. Hier finden sich dann Themen wie Frauen und HBN oder der Säure-Ba-

sen-Haushalt. Wie die theoretischen Grundlagen dann in der Praxis umgesetzt werden, zeigt der Abschnitt „HBN – die Praxis“ auf. Eine große Stärke des Buches ist es, dass viele Informationen zu allen relevanten Ernährungs-Themen abgedeckt werden. Dabei wird auf unnötigen Ballast verzichtet – nur, was wirklich relevant ist hat es auch in das Buch geschafft. Damit kann man sich sehr schnell einen Überblick zu einem Thema verschaffen. Unterstützt wird das durch umfangreiche Grafiken an den richtigen Stellen. Am Ende eines jeden Artikels gibt es eine kurze Zusammenfassung, mit der die wichtigsten Inhalte eines Kapitels zusammengefasst werden.

Wer sollte es lesen? HBN 2.0 ist ein wahres Bündel an relevanten Informationen für all diejenigen, die sich in irgendeiner Form mit Ernährung beschäftigen, sei es im Fitnessstudio, in der Ernährungsberatung oder aber privat. Neben dem theoretischen Wissen, liess Holger Gugg viel seiner Praxiserfahrung beim Schreiben einfließen. Die Kapitel sind dabei übersichtlich gehalten und konzentrieren sich auf die wesentlichen Inhalte zum Thema. Prädikat: absolut empfehlenswert. Zum Buch Autor: Holger Gugg 278 Seiten ISBN: 9783735788344 24,90 € 151


Inserentenverzeichnis Die Anzeigen in dieser Ausgabe

Audio- / Video- / Lichttechnik Aschenbach Audio Team GmbH & Co KG www.aschenbach.com (Seite 110, Beilage) Aus- / Fort- / Weiterbildung Deutsche Berufsakademie Sport und Gesundheit der HVU Bildungsakademie gGmbH www.dba-baunatal.de (Seite 23) Deutsche Sportakademie www.deutschesportakademie.de (Seite 139) IFAA GmbH www.ifaa.de (Beilage) IST-Studieninstitut GmbH www.ist.de (Seite 21) SAFS & BETA KG www.safs-beta.de (Seiten 98, 99) Cyber-Konzepte CyberConcept GmbH www.cyberfitness.de (Seite 129) fitnessRAUM.de GmbH www.fitnessraum.de (Seiten 146, 147) Diagnosegeräte / Körperanalyse eBiody www.ebiody.com (Seite 70) InBody Deutschland www.InBody.com (Seite 33) SCANECA GmbH www.scaneca.de (Seite 109) seca Deutschland www.seca.com (Seite 45) Tanita Europe BV www.tanita.de (Seite 61) EDV / Hard- / Software 10er Karte GmbH www.10erkarte.de (Seiten 52, 53)

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M.A.C. CENTERCOM GmbH www.mac-centercom.de (Seite 51)

DHZ Fitness Europe GmbH www.dhz-fitness.de (Seite 59)

CWA GmbH www.cwa.hamburg (Seite 131)

Virtuagym BV www.virtuagym.com (Seite 75)

ERGO-FIT GmbH & Co. KG www.ergo-fit.de (Seite 117)

Fitness Nation www.fitness-nation.de (Seite 115)

EMS-Konzepte

Livepro Fitness Europe GmbH www.livepro-fitness.de (Seite 111)

Gesund4You GmbH www.gesund4you.org (Seite 63)

milon industries GmbH www.milon.com (Seiten 22, 89)

LES MILLS Germany GmbH www.lesmills.de (Seite 87)

Scotfit GmbH www.scotfit.de (Seiten 35, 55, 127)

Myzone Group www.myzone.org (Seite 43)

Leasing / Finanzierung

Novotec Medical GmbH www.xelerate-you.com (Seite Einhefter)

XBody Training Germany GmbH de.xbodyworld.com (Seite 27) Ernährungskonzepte myline Deutschland GmbH www.myline24.de (Beilage) Hygiene / Desinfektion OPTIMUM11 GmbH www.optimum11.de (Seite 85) Innen- / Einrichtung / Mobiliar Boden Konzept GmbH www.boden-konzept.de (Seite 77) FAMOSO GmbH & Co. KG www.famoso-group.de (Seite 29) Handelsgesellschaft Bruns www.brunsdesign.de (Seiten 94, 95) Pinter Möbel + Objektbau GmbH & Co. KG www.pinter-moebel.de (Seite 91) Kardiogeräte Globe-IQ GmbH www.globe-iq.com (Beilage) MEDEX Fitness GmbH www.medex-gmbh.com (Seiten 65, 134) Panatta srl www.panattasport.com (Seiten 4, 5, 142) Technogym Germany GmbH www.technogym.com (Umschlagseite 4) Krafttrainingsgeräte Dr. WOLFF Sports & Prevention GmbH www.dr-wolff.de (Seite 47) ®

Debifit - First Debit GmbH www. firstdebit.de (Seite 113) KOHL GmbH & Co. KG www.fitness-kohlkg.de (Seite 57)

SpeedLetiX GmbH www.speedletix.com (Seite 32) Unternehmensberatung

Lowell Financial Services GmbH www.lowellgroup.de (Seite 130)

ACISO Fitness & Health GmbH www.aciso.com (Seiten 40, 41, Beilage)

Marketing

Vereine / Verbände

BODYMEDIA GmbH & Co. KG www.bodymedia.de (Seite 107)

DSSV e.V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitnessund Gesundheits-Anlagen www.dssv.de (Seite 135)

FACEFORCE GmbH www.face-force.de (Seiten 82, 83) MemberBoost Consulting GmbH www.memberboost.de (Seite 71) PROJECTS M www.projects-m.de (Seite105) Messen / Kongresse /Events MEET THE TOP GmbH & Co. KG www.meet-the-top.de (Seite 143) Reed Exhibitions Deutschland GmbH www.fibo.com (Umschlagseite 3) Studiokonzepte Airpressure Bodyforming GmbH www.slim-belly.com/ (Seite 37) bellicon Deutschland GmbH www.bellicon.com (Seiten 15, 122)

RehaVitalisPlus e.V. www.rehavitalisplus.de (Beilage) Vibrationsgeräte POWER PLATE GMBH www.powerplate.de (Seite 11) Wellness-Anbieter EQUIMED Vertriebs GmbH www.equimed.de (Seite 14) JK-Gruppe GmbH www.ergoline.de (Umschlagseite 2, 123) PMS sonnenPROJEKT GmbH www.sonnenprojekt.de (Banderole)


Vorschau Das lesen Sie in Ausgabe 1-2022

Zielgruppen Die eigene Zielgruppe zu finden und ihr ein passendes Angebot zu unterbreiten, ist einfacher gesagt als getan. Insbesondere dann, wenn sie so vielschichtig ist wie in der Fitnessbranche. Von den passenden Geräten über die geeigneten Mitarbeiter bis hin zum passenden Ambiente sollte alles gut durchdacht werden. Welche Zielgruppen man wie optimalerweise anspricht, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe.

Verlag BODYMEDIA GmbH & Co. KG Ewald-Renz-Str. 1 76669 Bad Schönborn Tel. +49 (0) 7253 / 9875-700 Fax: +49 (0) 7253 / 9875-707 E-Mail: redaktion@bodymedia.de Web: www.bodymedia.de Geschäftsführer Nicolas Hessel Herausgeber Hubert Horn Redaktion Jonathan Schneidemesser (Ch.-Red.), Constantin Wilser (stellv. Ch.-Red.), Kira Kamrad, Anne Papenfuß, Sarah-Lea Kuner Autoren Marcus Dahlke, Philipp von Gehlen, Tino Heidötting, Christian Hörl, Corinna Mühlhausen, Andreas Rüters, Kai Saerbeck, Joachim Simon, Stefan Weiffen, Dominik Weirich

Hybride Fitnesskonzepte Ein reines Training vor Ort reicht vielen Fitnessstudiomitgliedern nicht mehr. Viele gewöhnten sich an die Flexibilität, ein sinnvolles Training zu Hause absolvieren zu können. Daher ist es für Fitnessstudios durchaus attraktiv, ihren Mitgliedern (wie auch Nichtmitgliedern) ein passendes Trainingsangebot im Studio, aber auch für die eigenen vier Wände zu machen.

Lektorat Paula Matos Design & Layout Jessica Urich Manuel Fröhlich Fotos Adobe Stock

Schlagfertigkeit in der Kundenkommunikation Insbesondere mit Bestandsmitgliedern ist die Kommunikation etwas salopper. Damit man auf die manchmal etwas ungewöhnlichen Sprüche der Mitglieder eine passende, seriöse Antwort liefern kann, lohnt es sich, Schlagfertigkeit zu üben. Wie genau das geht, lesen Sie in der Ausgabe 1-2022.

Marktübersicht Outdoor-Konzepte 2021 hat gezeigt, dass Fitness auch im Outdoor-Bereich gut funktioniert. Wer das Trend-Training bei sich integrieren möchte, sollte sich bereits Anfang des Jahres vorbereiten, um dann in den warmen Monaten starten zu können. Welche Anbieter es gerade am Markt gibt uns was diese auszeichnet, zeigen wir in unserer Marktübersicht zum Thema Outdoor-Konzepte.

Druck C. Maurer GmbH & Co. KG Schubartstr. 21 73312 Geislingen/Steige Kundenberatung Isabell Prokscha Tel. +49 (0) 7253 / 9875-707 Bezugspreise Jahresabonnement 49,- Euro zzgl. 7% MwSt., incl. Lieferung frei Haus. BODYMEDIA erscheint 6 x jährlich. Das Abonnement verlängert sich jeweils um 1 Jahr, wenn es nicht einen Monat vor Ablauf schriftlich ge kündigt wird. Gerichtsstand ist Mannheim. Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte liegen bei BODYMEDIA. Kein Teil dieser Ausgabe darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form reproduziert oder vervielfältigt werden. Fremdbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Ein Anrecht zur Veröffentlichung besteht nicht. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge gekürzt zu veröffentlichen oder zu zitieren. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Messen & Events der Fitnessbranche 2021 Dezember

FACEFORCE Jahresplanungstagung 08.12.2021 – Saarbrücken www.face-force.de

2022 Januar

TheraPro Messe 28.01. - 30.01.2022 – Stuttgart www.messe-stuttgart.de

Februar

7. ARTZT Symposium 04.02. - 06.02.2022 – Schloss Montabaur www.artzt.eu

März

MEET THE TOP Fitness 24.03. - 27.03.2022 www.meet-the-top.fitness

April

FIBO 2022 07.04. - 10.04.2022 – Köln www.fibo.com


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