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Editorial Ausgabe 2017

Liebe Leserin, Lieber Leser, ich freue mich Sie als Leser der Erstausgabe der BODYMEDIA Physio begrüßen zu dürfen. Sicherlich fragen Sie sich, warum noch ein Magazin, neben den bereits etablierten, auf Ihrem Schreibtisch liegt. Die Antwort ist einfach: Wir glauben, dass wir Ihnen mit unserem Ansatz einen Mehrwert für Ihr Business bieten können. Nur, was ist unser Ansatz? Wir fokussieren uns auf Entwicklungspotenziale in der Physio- und Gesundheitsbranche und möchten Ihnen damit den Blick weiten, ihr Business erfolgreich zu erweitern. Unsere Wurzeln liegen in der Fitnessbranche. Seit 2005 begleiten wir diese bereits und verfolgen seit jeher das Ziel unseren Lesern einen Mehrwert zu bieten. So auch mit der nun einmal jährlich erscheinenden Ausgabe der BOYMEDIA Physio.

Dabei würden von einer verstärkten Zusammenarbeit beide Seiten profitieren. An den Stellen, an denen es möglich ist, wollen wir diesen Mehrwert erbringen. Daher widmen wir uns in dieser Ausgabe den Themen Digitalisierung und der Einführung eines Trainingsangebots als Selbstzahlerleistung. In diesen beiden Bereichen sehen wir die größten Chancen für den Physiotherapiemarkt. Daher haben wir uns Experten gesucht, die anhand ihres eigenen Beispiels zeigen, wie man in diesen Bereichen erfolgreich sein kann. Generell nähern wir uns diesen mit unterschiedlichen Ansätzen, seien es nun interessante Interviews, Best-Practices, die Vorstellung neuer Produkte oder anderen Blickwinkel auf ein altbekanntes Thema. Diese verpacken wir in ein modernes Design. Wir freuen uns natürlich über Feedback, wie Ihnen diese Ausgabe gefallen hat. Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung an die redaktion@bodymedia.de.

Das Fachmagazin für Physiotherapie und Gesundheit Ausgabe 2017

Deutschland 10,00 €

In der Fitnessbranche sprechen derzeit viele davon, dass der Fitnessmarkt und der Physiotherapiemarkt stärker und stärker zusammenwachsen. In der Praxis ist das allerdings nur in den seltensten Fällen sichtbar. Zu viele Unterschiede, Vorurteile und Geschäftsmodelle, vielleicht auch unterschiedliche Menschentypen und Wertvorstellungen, machen eine Zusammenarbeit häufig schwer.

Blickwinkel verändern! Training als Therapie ab Seite 22

Digitalisierung ab Seite 12 Kreuzband-Rehabilitation ab Seite 68 Marktübersicht Physio-Anbieter ab Seite 43

Der Fokus auf ein reines Therapieangebot macht es für viele Physiotherapeuten schwierig, sich ein gut funktionierendes Business aufzubauen. In dieser Ausgabe geben wir Impulse, wie man das ändern kann.

Und nun viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!

Titelgestaltung: Jessica Feringer

Ihr

Jonathan Schneidemesser Chefredakteur

Auflage und Verbreitung zertifiziert durch

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slimcoach

®

Inhalt Die Themen im Überblick

Ernährungs-Führerschein

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VON GESETZLICHEN KRANKENKASSEN ZERTIFIZIERT ZU 100% ERSTATTUNGSFÄHIG

§20 zertifiziert! Ernährungsberatung ohne Personalkosten Mit dem 12-wöchigen Onlinekurs "slimcoach Ernährungs-Führerschein" verhelfen Sie Ihren Kunden sicher und gesund zur Wunschfigur!

+ Wöchentliche Lehrbriefe

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Editorial

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Ganzheitlich wohlfühlen Das L´io in Schwetzingen zeigt die Zukunft der Physiotherapie

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Digitalisierung in der Physiotherapie: Trend oder Erfolgsgarant? Welche Chancen die Digitalisierung bietet

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Digital in der Physiotherapie Welche Maßnahmen haben sich bisher durchgesetzt?

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Physio meets Functional Training Functional Training und Physiotherapie ergänzen sich

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„Es ist politisch gewollt, dass die Menschen krank sind“ Marcus Kinkelin vom Körperwerk Kirchheim im Interview

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Gehört dem Small Group Training die Zukunft? So können Physiotherapeuten diese Trainingsform umsetzen

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Boutique-Studios als Ergänzung zum Praxisbetrieb Ein Best-Practice am Beispiel des TC Kempen

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Marktübersicht Physio-Anbieter Die wichtigsten Anbieter im Überblick

+ Individuelle Rezeptvorschläge + Attraktives Startpaket + Regelmäßige Mails mit Clublogo + Keine Diät, nachhaltiges Konzept

Ausführliche Infos: info@slimcoach.de, Tel. 07253/9875-800 www.my-slimcoach.de


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Business und Freizeit verbinden

Über 40 Hersteller persönlich kennenlernen

Hochkarätige Fachvorträge besuchen

Neue Konzepte und Ideen entdecken

Effektiv netzwerken

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23. - 26.11.2017 R ob i n s o n C l u b - M a l l o rc a „Der Fachkräftemangel ist immer deutlicher geworden“ Tobias Niemann im Interview mit Edgar Lerch vom VDB

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Die Wirkungsweise von myofaszialen Leitbahnen Anatomy Trains und ihre Bedeutung in der Therapie

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Ist die Methode der Kreuzband- Rehabilitation noch zeitgemäß? Dr. Dr. med. Homayun Gharavi stellt das in Frage

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Buchtipp: Anatomy Trains Buchvorstellung zum Artikel

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MEET THE TOP Physio 2017 Vorausblick auf die Premiere der Veranstaltung

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Körperzusammensetzungsanalyse für den Einsatz in der Physiotherapie Welche Vorteile bietet die BIA-Messung mit InBody

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Inserenten- und Beilagenverzeichnis und Impressum

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Koordinationstraining wird wieder attraktiv Der SensoPro bringt die vergessene Trainingsform zurück

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Praxisreport L´io Schwetzingen

Ganzheitlich wohlfühlen

Text Jonathan Schneidemesser

Das L´io in Schwetzingen will ein exklusiver Raum sein, in dem man professionell trainieren, tief entspannen, genesen und sich stärken kann. Hört sich das noch nach einer normalen Physiotherapiepraxis an? Sicherlich nicht, aber genau das ist das L´io auch nicht. Vielmehr ist es ein Schritt in die mögliche Zukunft der Physiotherapie. Der Name L´io steht für das Zentrum des Konzepts von Marc Hauser, dem Entwickler, nämlich dem Ich. Das L´io stellt den Menschen und seine individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt einer ganzheitlichen Betrachtungsweise. Dabei werden die Facetten Skelett, Muskulatur, Nervensystem, Organe, Psyche und sogar das Umfeld, in dem sich der Patient befindet, betrachtet. Um eventuelle Dysbalancen zwischen diesen Facetten auszugleichen, schuf Marc Hauser ein umfangreiches Konzept mit den unterschiedlichsten Leistungsangeboten. Treten wir also ein in die Welt des L´io. 06

Grundlage bilden Therapie und Training Schlicht und modern gestaltet, aber trotzdem auffallend und nicht zu übersehen ragt das L´io über die Dächer von Schwetzingen. Den einzigen Hinweis darauf, dass sich in diesem größtenteils verglasten Gebäude eine Physiotherapiepraxis befindet, bieten die großen Lettern knapp unter dem Dach. Inmitten des Industriegebietes, umgeben von Einkaufsmöglichkeiten und Schulen, fügt sich das L´io harmonisch in seine Umgebung ein. War die alte Praxis von Marc Hauser noch komplett auf einem Stockwerk,

so wurde die neue zweistöckig angelegt. Warum das so ist, dazu kommen wir später. Jetzt betreten wir erstmal die Praxis. An der Servicetheke befindet sich ein in die Theke eingelassenes Terminal, an dem sich Mitglieder und Patienten „einloggen“ können. So wird ihre Anwesenheit registriert und mehr, denn mit entsprechenden Armbändern werden die Spinde bedient, die Geräte im Trainingsbereich aktiviert und das Benutzen zubuchbarer Leistungen wie z. B. der Sonnenwiese ermöglicht. Mitglieder bekommen für die Dauer ihrer Mitgliedschaft ein Armband, Patienten für die Zeit der Behandlung.


Praxisreport L´io Schwetzingen

Das Wellnessangebot im L´io ist sehr umfangreich und reicht von InfrarotStrahlern (o. l.) über die Sonnenwiese (o. r.) und einen Microsalt-Raum (u. l.) bis hin zu einer Biosauna (u. r.). Das oberste Bild zeigt den Eingangsbereich des L´io

Die Grundlage von allem im L´io ist die Physiotherapie. In sechs Behandlungsräumen werden ausschließlich Privatpatienten behandelt, denn seit dem 1. September ist das L´io eine Privatpraxis. Die Räume sind hell, sehr modern gestaltet und laden zum Wohlfühlen ein. Von der Decke hängen Infrarotlampen, die zur Wärmetherapie oder z. B. als Alternative zum Fango eingesetzt werden können. In zwei Behandlungsräumen stehen zusätzlich große Bildschirme. Diese werden von den Osteopathen eingesetzt, um sich die von den Patienten mitgebrachten Aufnahmen anzuschauen. Die Terminlänge liegt

bei 30 min. Das lässt den Therapeuten genug Raum, sich auf den nächsten Termin vorzubereiten und den eben abgeschlossenen zu dokumentieren. Um die Zeit mit dem Patienten noch effektiver zu nutzen, können diese Anamnesebögen, sowohl für das Training als auch die Therapie, direkt von der Website herunterladen, ausfüllen und zum Termin mitbringen. Clever und platzsparend: Der an den Trainingsraum angrenzende Behandlungsraum kann mit ein paar Handgriffen zum Kursraum umgebaut werden. Dazu werden einige Wand-

elemente verschoben, die den Bereich der Trainingsfläche eingrenzen und so einen abgetrennten Raum schaffen. So kann die Fläche je nach Bedarf angepasst werden. Im Kursraum finden die unterschiedlichsten Kurse statt, von Yoga über Faszientraining bis hin zu Rückentraining und der Liebscher & Bracht Schmerztherapie. Die Kurse werden als Extraleistung angeboten, sind also nicht in der Mitgliedschaft enthalten. Neben den Behandlungsräumen bildet der Trainingsbereich das Herzstück der ersten Etage des L´io. 18 computergestützte FREI-Hydraulik-Geräte erlauben 07


Praxisreport L´io Schwetzingen ein umfassendes Training, das nicht nur eine hohe Variabilität bietet, sondern ebenso immer wieder fordernd für den Trainierenden ist. Die Geräte werden ebenfalls durch das Armband aktiviert und nehmen die voreingestellten Positionen und Gewichte ein, sodass das Training sicher ist. Vor der ersten Trainingseinheit steht für alle Trainierenden eine Eingangsanalyse an den Geräten an, auf deren Grundlage der Trainingsplan ausgearbeitet wird. Nach drei Monaten erfolgt ein Re-Check, der die Entwicklung aufzeigt. Die ersten beiden Tests sind kostenlos, weitere können zugebucht werden. Betreut werden die Trainierenden von mindestens einem Therapeuten. Die Trainingszeiten sind Mo. – Fr. von 8 bis 21 Uhr und am Wochenende von 8 bis 17   Uhr. Insgesamt umfasst die Trainingsfläche 132 qm. Der Kursraum ist 45 qm groß. Vielleicht noch ein paar Worte zum Trainingsraum an sich. Wie das L´io insgesamt ist auch dieser Raum lichtdurchflutet. Glasfronten auf beiden Sei-

ten schaffen eine angenehme, natürlich wirkende Trainingsatmosphäre. Am hinteren Ende befindet sich eine kleine Theke für die Therapeuten, von wo aus sie die komplette Trainingsfläche überblicken und bei Bedarf direkt eingreifen können. Aktuell trainieren 60 Personen im Rahmen einer Mitgliedschaft. Daher ist der Trainingsbetrieb überschaubar, was den betreuenden Therapeuten die Möglichkeit gibt, intensiv mit den Trainierenden zu arbeiten und sie persönlich kennenzulernen. Dadurch entsteht eine wichtige Bindung zwischen Therapeut und Kunden, die für dessen Zufriedenheit wichtig ist. Für eine große Masse an Trainierenden ist der Raum allerdings auch nicht ausgelegt, das würde möglicherweise die intime Atmosphäre zerstören. Und die Zufriedenheit und Erfolge der Kunden stehen an erster Stelle. Das spüren die Kunden auch, denn trotz einer 100 € teuren Mitgliedschaft kommt es zu keinerlei Preisdiskussionen. Vom Training zur Entspannung Zwischen den Behandlungsräumen und dem Trainingsraum wurde eine

Trainiert werden kann in dem 132 qm großen, lichtdurchfluteten Trainingsraum. Hier kommen vor allem FREI-Geräte zum Einsatz

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großzügige Lounge mit bequemen Sesseln eingerichtet. Hier treffen sich Mitglieder vor und nach ihren Behandlungen oder dem Training oder zum gemeinsamen Entspannen. Natürlich kennen sich viele untereinander und so wird die Lounge auch zu einem Ort, an dem sich Freunde und Bekannte treffen. Hier treffen Behandlungsräume, Trainingsraum und der Aufgang ins zweite Stockwerk zusammen, sodass sich hier eine Art Zentrum bildet. Was aber befindet sich nun im zweiten Stock? Dort ist das, was das L´io endgültig von anderen Physiotherapiepraxen unterscheidet, nämlich ein umfangreiches Wellnessangebot. Von der Lounge im Untergeschoss führt eine Treppe nach oben in eine weitere, etwas größere Lounge. Hier erhalten Mitglieder kostenfrei Obst, Kaffee und gekühlte Getränke. Auch in diesem Bereich setzt das L´io auf große Fenster. Die Lounge bietet einen direkten Zugang zur Dachterrasse, die vor allem an sonnigen Tagen dazu einlädt, zu verweilen und den Blick schweifen zu lassen. Die eigentlichen Attraktionen des Ober-


Praxisreport L´io Schwetzingen

Behandelt wird im L´io natürlich auch. Die Behandlungsräume sind hell und modern gestaltet. Einer kann sogar zum Kursraum umgebaut werden

geschosses findet man aber im Inneren. Hier befinden sich u. a. der Microsalt-Raum, die Bio-Sauna sowie die Sonnenwiese. Rundum entspannt Gras bekommt man auf der Sonnenwiese allerdings nicht zu sehen. Es handelt sich dabei viel mehr um einen seperaten Raum, in dem zwei Entspannungsliegen stehen, deren konkave Pendelbewegungen die Bewegungen im Mutterleib simulieren und dadurch Entspannung schaffen. Gleichzeitig strahlt dabei kollagen- und Vitamin-Dbildendes Licht von oben herab und aktiviert so die Selbstheilungskräfte der Liegenden. Die Sonnenwiese

gehört ebenfalls zu den zubuchbaren Leistungen: 20  Min. kosten 15  €. Für Menschen mit Atem- und Hautbeschwerden wurde der MicrosaltRaum eingerichtet. In diesem Raum wird ein salzhaltiges Mikroklima erzeugt, das mit einem Tag am Meer vergleichbar ist. Vier ergonomische Wärmeliegen ergänzen die dadurch eintretende Entspannung. Für 45 Min. Im Microsalt-Raum zahlen Besucher 20 €. Richtig warm wird es dann in der Bio-Sauna. Mit den bodentiefen Fenstern können Saunierende den Blick bis hin in den Odenwald schweifen lassen. Eine Kleiderordnung gibt es auch. Frauen betreten die Sauna im Sarong,

Männer im Kilt. Nach der Sauna bietet es sich an, in den Ruheraum zu gehen und dort weiter zu entspannen. Dieser Raum ist so gemütlich, dass hier sogar schon eine Firmen-Weihnachtsfeier des L´io-Teams stattfand. Direkt neben dem Ruheraum, der übrigens einen Zugang zur frischen Luft bietet, finden sich zwei Infrarot-Seats, die insbesondere zur Behandlung bei Verspannungen, Rückenschmerzen, Rheuma und Migräne eingesetzt werden. Auch diese Leistung ist zubuchbar. Geräte machen den Erfolg einer Praxis allerdings nicht alleine aus, seien sie noch so exklusiv. Ohne Menschen geht wenig. Im L´io arbeiten 15 festangestellte 09


Praxisreport L´io Schwetzingen

Oben: Verschiedene Lounges verkürzen die Wartezeit und laden zum Entspannen nach dem Training ein. Im Bild: der Wartebereich im Untergeschoß Unten: der Zugang zur Trainingsfläche

Mitarbeiter, vor allem Therapeuten sowie 5 Servicekräfte. Marc Hauser gibt seinen Therapeuten regelmäßig die Möglichkeit, sich weiterzubilden, in dem er die Fortbildungen bezahlt. So profitiert er vom hohen fachlichen Niveau bei seinen Mitarbeitern, die die Möglichkeit gerne und regelmäßig nutzen. Gute Außenwirkung Was nützt es, wenn man das beste Produkt hat, aber keiner kennt es? Nach dieser Devise wird das Thema Werbung im L´io behandelt. Im Klartext bedeutetdies, dass eine möglichst große Außenwirkung angestrebt wird, seien es nun Zeitungsartikel, Flyer oder Beileger. In diesen positioniert sich das L´io als Gesundheitsdienstleister mit Wellness10

Angebot, um sich gegenüber anderen Anbietern abzugrenzen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Marketings ist die Website, die einen umfangreichen Einblick in die Angebote des L´io gibt. Die Kooperation mit Ärzten ist für die Praxis ebenfalls wichtig. So wichtig, dass die Leiterin des Trainingsbereichs einen Tag pro Woche nutzt, um Kontakte zu Ärzten herzustellen und zu pflegen. Und davon können die Patienten direkt profitieren, denn zukünftig sollen alle 6 – 8 Wochen Vorträge von Ärzten zu unterschiedlichen Themen im L´io stattfinden. Fazit Das L´io geht in vielerlei Hinsicht neue

Wege. Sei es nun das große WellnessAngebot, der starke Fokus auf das medizinische Krafttraining oder der Stellenwert einer positiven Außenwirkung. Marc Hauser und sein Team haben damit nicht nur etwas geschaffen, das in dieser Form in Deutschland vorher so nicht existierte, aber zeigen kann, wohin sich die Physiotherapie entwickeln kann und vielleicht sogar muss, wenn sie langfristig erfolgreich sein will. Das L´io kann eine Modellfunktion für die Zukunft übernehmen, vor allem auch deshalb, weil es zeigt, wie wichtig separat zubuchbare Leistungen für eine Praxis sind, und dass Patienten und Kunden keine Scheu haben, diesen Preis zu bezahlen, wenn sie einen Wert für sich und ihre Gesundheit darin sehen.


Medizingerät

Praxisreport L´io Schwetzingen

IEC

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Themenschwerpunkt Digitalisierung

Digitalisierung in der Physiotherapie: Trend oder Erfolgsgarant? Text Helge Lensing

Hand aufs Herz: Die Digitalisierung ist Realität! Zwar müssen bewährte Arbeitsweisen nicht immer neuen Technologien weichen, doch sollten die Vorteile digitaler Innovationen für den Arbeitsalltag von Physiotherapeuten und Rehasport-Anbietern nicht unterschätzt werden. Doch welche Chancen bieten digitale Lösungen für die Arbeit von Therapeuten wirklich? Wer kennt das nicht: Erinnerungen an die gute alte Zeit wecken Bilder von Drehscheibentelefonen,  Schreibmaschine, Floppy Disk und Nadelstreifendrucker – eine Reise in eine andere Zeit. Seitdem hat sich einiges verändert: Die technologische Entwicklung der letzten zwanzig Jahre ist rasant – und sie verlangt uns eine immer schnellere Anpassungsfähigkeit ab, wenn wir ihre Chancen richtig nutzen wollen. Denn mit dem Tablet im Rucksack und der SmartWatch am Handgelenk sind wir heute so flexibel und unabhängig wie nie zuvor: Wir pflegen soziale Kontakte über den ganzen Globus, lassen uns via GPS von A nach B navigieren und 12

verschicken ganz selbstverständlich enorme Datenmengen in Bruchteilen von Sekunden. So sehr wir die Vorteile der Digitalisierung im privaten Alltag schätzen, so kritisch stehen wir ihr im beruflichen Bereich zuweilen gegenüber. Eine Umfrage, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung Anfang 2017 beim Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid in Auftrag gegeben hat, zeigt: 42 Prozent der Deutschen befürchten, dass sich unsere Arbeitswelt bis zum Jahr 2030 aufgrund von Digitalisierung und technischem Fortschritt negativ verändern wird. Nur 33 Prozent beurteilen die

digitale Entwicklung im Arbeitsleben als positiv. Dabei eröffnen die technischen Innovationen der vergangenen Jahre bislang nie dagewesene Möglichkeiten für Physiotherapeuten sowie Anbieter von Funktionstraining- und Rehasport. Informierte Patienten sorgen für neues Umsatzpotenzial Die Erweiterung des Praxisangebots durch Selbstzahler-Leistungen, Rehasport und Funktionstrainings ist für viele Physiotherapeuten heute bereits ein festes Unternehmens-Standbein und eine beliebte Expansionsmöglichkeit. Um die umsatzstarken Leistungen erfolgreich an den Selbstzahler zu brin-


Themenschwerpunkt Digitalisierung gen, sind digitale Lösungen heute das Mittel der Wahl. Denkt man an seinen letzten Wartezimmeraufenthalt zurück, ist es nicht selten das endlose Blättern in den Klatschmagazinen der letzten Woche, das in Erinnerung bleibt. Neue Werbeformen wie das Monitor-Marketing bieten die Möglichkeit, Patienten in Wartezeiten mit einer gelungenen Kombination aus Hintergrundinfos, Gesundheitstipps und Nachrichten gut zu unterhalten. „Infotainment“ heißt das Zauberwort, das nicht nur Abwechslung ins Wartezimmer bringt, sondern darüber hinaus das Image der Praxis als modernen Dienstleister unterstreicht und wertvolle Anreize für zusätzliche Käufe setzt – Vom Massagegutschein bis hin zur Anmeldung zum Funktionstraining nach Abschluss der Behandlung. Mindestens genauso wichtig ist darüber hinaus ein gelungener Auftritt im Internet: Wer sein Angebot hier überzeugend und sympathisch präsentiert, der darf sich in der Regel auch über regelmäßige Neukontakte freuen. Denn neben der persönlichen Empfehlung ist das Internet heute das meistgenutzte Medium bei der Suche nach dem passenden Physiotherapeuten oder RehasportAnbieter. Ob per Websitebaukasten oder in Eigenregie – eine professionelle Website ist ein Muss und findet heute sogar ganz ohne teure Agentur den Weg auf die Bildschirme der Kunden.

Praxismanagement: Digitale Lösungen nicht mehr wegzudenken Vor allem die Terminorganisation ist ohne Software heute nicht mehr vorstellbar. Informationen zu Patient, Therapeut, Behandlungsraum, Geräten und Verordnungen auf einem Papierkalender eintragen und bei Bedarf schnell wiederfinden? Nahezu unmöglich.

mehr aufzuhalten. Zwar besteht nach wie vor die Möglichkeit in Eigenregie abzurechnen, doch ist die den Anforderungen entsprechende, digitale Erfassung abrechnungsrelevanter Daten ohne die Nutzung entsprechender Softwarelösungen kaum noch zu meistern. Im Idealfall verknüpft die gewählte Praxissoftware deshalb Terminplanung,

Um die umsatzstarken Leistungen erfolgreich an den Selbstzahler zu bringen, sind digitale Lösungen heute das Mittel der Wahl Als fester Bestandteil der meisten Softwarelösungen schont die digitale Terminplanung nicht nur den Regenwald, sondern auch die Nerven von Bürokräften und Therapeuten und passt sich flexibel den Bedürfnissen von Patienten und Mitarbeitern an. Außerdem: Der aufwändige und fehleranfällige Abrechnungsprozess erfährt durch eine Praxissoftware wertvolle Unterstützung. Spätestens seit Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetzes Ende 2003, das die Leistungserbringer gemäß §§ 301a und 302 des SGB V verpflichtet, Abrechnungsdaten auf elektronischen Datenträgern an die Krankenkassen zu übermitteln, ist die Digitalisierung der Abrechnung nicht

Verordnungsmanagement sowie Patientenverwaltung direkt mit der Abrechnungsvorbereitung. In diesem Fall können in einem anderen Bereich der Praxisorganisation erfasste Daten direkt in die Abrechnung übernommen werden. Zusätzliche Entspannung bringt die direkte Zusammenarbeit mit einem Abrechnungshaus. Diese übernehmen den kompletten Abrechnungsvorgang mit den Krankenkassen. Abrechnungsdaten und eingescannte Verordnungen können in der Regel mit nur einem Klick aus der Praxissoftware an das Abrechnungshaus weitergeleitet werden. Zugesandte Papierbelege und -verordnungen werden durch den Dienstleister datenschutzkonform digitalisiert, archiviert und den Krankenkassen digital

Links: Drehscheibentelefone, Schreibmaschinen und Nadelstreifendrucker wecken Erinnerungen an die Zeit vor der Digitalisierung Rechts: Dazu im Kontrast – moderne Informationssysteme mit Touchscreen

Die „gute“

alte Zeit


Themenschwerpunkt Digitalisierung

Die digitale Terminplanung ist heute nicht mehr aus den Praxen wegzudenken

zur Verfügung gestellt. Dem Kunden stehen alle Unterlagen, Vorgänge sowie Statusinformationen zur Abrechnung unmittelbar online und übersichtlich zur Verfügung. Die digitalisierten Dokumente werden darüber hinaus durch den Dienstleister archiviert und können somit mehrere Jahre rückwirkend zur Verfügung gestellt werden. Unterstützung bei der Befundung, Behandlung und Dokumentation Nicht nur im Büro, auch im Behandlungszimmer leisten digitale Lösungen mittlerweile wertvolle Hilfestellungen für den Therapeuten, zum Beispiel bei der Befundung sowie professionellen und sorgfältigen Dokumentation der Behandlung. Die immer lauter werdenden Forderungen nach Qualitätssicherung in der Physiotherapie kosten bei

der Umsetzung oft Zeit und Nerven. Digitale Assistenzsysteme erleichtern die Durchführung und Dokumentation der Therapie und schaffen somit Raum für die therapeutische Arbeit direkt am Patienten. Mit nur wenigen Klicks leiten die digitalen Helferlein systematisch durch anerkannte Mess- und Testverfahren und verschaffen somit Rechtssicherheit für die physiotherapeutische Behandlung. Die Funktionspalette der einzelnen Systeme reicht dabei von der Anamnese über die Palpation bis hin zur Erstellung eines Maßnahmenplans auf Grundlage von Leitlinien und zuvor festgelegten Therapiezielen. Per Knopfdruck kann in der Regel ein automatischer Therapiebericht erstellt werden, der allen Beteiligten die Fortschritte der Behandlung transparent zur Verfügung stellt. Da die Entwicklung dieser multifunktionalen

Assistenzsysteme in der Regel in enger Zusammenarbeit zwischen Softwareunternehmen, Hochschulen und Physiotherapeuten erfolgt, ist eine optimale Abstimmung auf die Bedürfnisse ihrer Anwender gegeben. Rehasport erfordert spezielle Systeme Wer neben der klassischen Physiotherapie auch Rehasport und Funktionstrainings anbietet, muss mit einem größeren Verwaltungsaufwand rechnen, der ab einer bestimmten Anzahl an Kursen und Patienten analog nicht mehr zu bewältigen ist: Dieser beginnt schon bei der Anmeldung der Kursteilnehmer und endet mit der Abrechnung der erbrachten Leistungen. Digitale Verwaltungsprogramme schaffen hier Abhilfe und führen Anbieter von

Digitale Systeme halten nach und nach Einzug in den Physiotherapiepraxen

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Themenschwerpunkt Digitalisierung Rehasport und Funktionstrainings komplett automatisch durch den gesamten Verwaltungsprozess. In der Regel beginnt der digitale Anmeldungsprozess mit der Anmeldung der Kursteilnehmer per Versichertenkarte im System und endet mit der Bestätigung der Kursteilnahme auf einem dreidimensionalen, elektronischen Unterschriftenpad. Somit werden das zeitaufwendige Führen von Teilnahmelisten, die Verwaltung von Karteikarten sowie die manuelle Digitalisierung dieser abrechnungsbegründenden Unterlagen überflüssig. Aufgrund der unmittelbaren, digitalen Datenerfassung können Patientendaten direkt online synchronisiert werden. Im Anschluss werden die Rechnungsunterlagen automatisch zusammengestellt, DTA gemäß digitalisiert und zur Abrechnung an den jeweiligen Kostenträger gesendet. Heute schon an morgen denken Während viele technische Innovationen erst mit einiger Verzögerung in den Arbeitsalltag von Leistungserbringern und Kostenträgern Einzug halten,

arbeiten Software- und Dienstleistungsunternehmen schon heute aktiv daran die Zukunft zu gestalten. So wird der Traum von der komplett digitalen, papierlosen Abrechnung in Pilotprojekten mit den Krankenkassen heute schon Wirklichkeit und die Arbeit an digitalen Lösungen, die Patientenakte, Behandlungsverlauf, Rezepte und Verordnungen auf nur einem Datenträger zugänglich machen, läuft auf Hochtouren. Die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen schafft wichtige Freiräume für ein professionelles, therapeutisches Arbeiten mit Kunden und Patienten. Darüber hinaus werden produktive Ressourcen freigesetzt, die zum Beispiel in den Kundenservice, den immer wichtiger werdenden Aufbau eines Ärzte-Netzwerks oder ein gezieltes Unternehmenswachstum investiert werden können. Wer mit der Zeit geht und nicht vor der Veränderung der Digitalisierung zurückschreckt, kann heute schon von morgen träumen und kommenden Gesetzesänderung sowie verschärften Richtlinien zur Qualitätssicherung gelassen entgegenblicken.

Zum Autor Helge Lensing ist studierter Sportwissenschaftler. Seine berufliche Karriere begann im Sportmedizinischen Zentrum Bochum, welches er zu einem modernen, serviceorientierten Zentrum mit ganzheitlichem Leistungsangebot ausbaute. Als Geschäftsführer der Vita Konzept GmbH war er maßgeblich am Aufbau weiterer Gesundheitszentren beteiligt. Seit 2014 ist Helge Lensing als Verkaufsleiter bei der opta data Gruppe tätig. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in Wirtschaft und Praxis versteht es Lensing, therapeutische und wirtschaftliche Belange in einen harmonischen Einklang zu bringen. Kontakt: h.lensing@optadata-gruppe.de, www.optadata-gruppe.de

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Akademie

28.09.17 16:43


Themenschwerpunkt Digitalisierung

Digital in der Physiotherapie

Text Immanuel Schmötzer

Die Welt wird immer digitaler und digitaler, auch wenn viele die Veränderungen noch etwas kritisch beäugen. Aber wie sieht das in der Physiotherapie aus? Konnten sich hier schon digitale Maßnahmen durchsetzen und welchen Einsatzzwecken können sie bei der Behandlung von Patienten dienen? Sich schnell einmal vom Physiotherapeuten zurecht massieren oder biegen lassen. – Diese passive Haltung ist in den Köpfen vieler Patienten, und ein verbreiteter Irrglaube. Tatsächlich muss möglichst früh, viel und richtig bewegt werden – durch den Patienten, auch außerhalb der Behandlungsstunden. Der Trend in der Gesellschaft, die Gesundheit wieder mehr in die eigene Hand zu nehmen, ist schon deutlich zu spüren, hört aber dann doch oft vor der Behandlungsliege wieder auf. Für physiotherapeutische Einrichtungen liegt in diesem Wandel eine große Chance. Es bietet sich eine aktive Betreuung außerhalb der Behandlungsstunden ohne Mehraufwand an sowie die Möglichkeit, diese Leistung dem Patienten als Rehaprodukt zu verkaufen. 16

Ist der Patient erst einmal in physiotherapeutischer Behandlung, begibt er sich in die Hände seines Physiotherapeuten, dem er die Verantwortung und auch das Vertrauen für den Wiederherstellungsprozess übergibt. Nun ist es erwiesen, dass die Wiederherstellung besonders eines bedarf: keinen Stillstand! Aber genau das ist zwischen den durchschnittlich zwei Patienten-Terminen pro Woche der Fall. Was kann getan werden? Genau hier, an dieser Stelle, sollten sich Physiotherapeuten ihrer Chancen für eine ganzheitliche Betreuung bewusst werden. Man muss und kann den Patienten auch außerhalb der Behandlungstermine mit sinnvollen Übungen zur Bewegung bringen. Zur Erlangung

und Erhaltung des Optimalzustands sind frühe Trainingseinheiten Pflicht. Doch bei der Vermittlung von Trainingsinhalten und der korrekten Ausführung hapert es. Da mangelnde Zeit hierfür bei Physiotherapeuten das größte Hindernis ist, geht es nicht ohne digitale Unterstützung. Nun werden einige, die den Artikel lesen, dankbar sein, dass dieser Kelch bis jetzt an ihnen vorübergegangen ist. Aber wer Chancen für ein florierendes und wachsendes Geschäft ausschlägt, muss sich sicher sein, dass er sich das leisten kann. Digitale Unterstützung – Wie kann sie aussehen und was ist zu beachten? In der Physiotherapie bedeutet das


Themenschwerpunkt Digitalisierung

Professionelle Therapie beginnt mit präziser Körperanalyse

Besuchen Sie uns auf der medica 2017 Halle 10 / Stand H65 Grundumsatz Körpermineralgehalt Skelettmuskelmasse Muskelmasse rechter Arm / linker Arm Segmentales Körperwasser intra- / extrazellulär Viszeralfett Körperfett in % Fettleibigkeitsgrad Muskelmasse rechtes Bein / linkes Bein und vieles mehr.

Therapieerfolge langfristig verfolgen: Die Grafiken (rechts) zeigen die Veränderungen bei einem Mann, der nach einer Operation über ein halbes Jahr lang eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Training beibehalten hat. Der InBody Check-Up zeigt die positiven Veränderungen seines Körpers: Trotz Gewichtszunahme hat er Muskulatur aufgebaut, Fettmasse abgebaut und seinen Wasserhaushalt ausgeglichen. u Mehr dazu unter www.inbody.de/analyse

Weight Gewicht (kg)

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Skeletal Muscle Mass Skelettmuskelmasse (kg)

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Percent Body Fat Körperfett (%)

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0.395

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0.398 0.391

Verhältnis

u Studien finden Sie unter www.inbody.de/wissen/studien u Abrechnungsmöglichkeiten nach GOÄ

25.02.14 09:15

18.03.14 09:05

08.04.14 09:13

20.05.14 09:07

10.06.14 09:14

* Größe: 174cm, Alter: 51, Geschlecht: Männlich

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Themenschwerpunkt Digitalisierung

Praxisbeispiel von 0 auf 100 dernisiert und kürzlich eine neue Physio-Betreuungssoftware (Lanista Training) eingeführt. Es folgt ein Interview zum Thema Digitalisierung und Betreuung.

Die Praxis EUPHYSIO existiert seit 2011. Sie ist direkt mit einem Durchgang an den Leo’s Sportsclub angeschlossen, verfügt aber über separaten Eingang, Umkleiden, Anmeldung, Trainingsfläche. Die Therapeuten können mit ihren Patienten – neben der eigenen kleineren Behandlungsfläche – auch das vollständige Trainingsangebot des Leo’s Sportsclub nutzen. Das Leo’s selbst verfügt über sehr gut ausgebildete Trainer (Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten, Osteopathen, Heilpraktiker), kann aber mit dieser direkten Zusammenarbeit den Mitgliedern eine weitere Leistung im gesundheitsorientierten Bereich anbieten. Der Patient in der Therapie der Praxis EUPHYSIO profitiert von einer nahtlosen Übergabe an die Studiotrainer in der Erhaltungsphase. Ein ganzheitliches Konzept. Fabian Brandt leitet die EUPHYSIO seit 2015, hat seitdem stetig die Praxis mo-

bei der Patientenbetreuung, dass z. B. Übungen mit ausführlichen Erklärungen zu den häufigsten Verletzungen in der Reha- und Erhaltungsphase (Knie, HWS, Hüfte etc.) über eine App/Software bereitstehen. Diese Übungen können dann mit wenigen Klicks vom Physiotherapeuten individuell zusammengestellt und dem Patienten per Mail, ausgedruckt oder in einer App zur Verfügung gestellt werden. Videos zu jeder Übung, aber auch selbst erstellte ergänzende Übungen mit eigenen Videos, sind mittlerweile sehr leicht zu produzieren (ein Smartphone reicht). 18

Fabian, wie wurde bei euch gearbeitet, bevor ihr digital wurdet? Wir haben relativ selten Trainingspläne erstellt. Wir haben vornehmlich über Anweisung oder Anleitung zu Eigenübungen gearbeitet. Auch mit Zetteln, was aber alles sehr ineffektiv war. Deshalb haben wir uns umgeschaut, nach einer anderen Option, um unsere Patienten besser zu betreuen. Ihr habt euch für die LanistaTrainingssoftware entschieden, was hat sich seit der Einführung für euch geändert? Wir haben, wie gesagt, vorher fast keine Trainingspläne erstellt. Jetzt sind es im Monat fast 100 Trainingspläne und wir betreuen dadurch unsere Patienten viel effektiver und professioneller. Und die Übergabe an die Trainer im Leo’s Sportsclub läuft jetzt einfach viel reibungsloser. War die Umstellung aufwendig? Nein, war sie eigentlich gar nicht. Wir mussten selbst nichts installieren. Wir haben von Lanista eine Schulung bekommen und die Handhabung des Programms auf dem iPad ist eigentlich selbsterklärend. Je häufiger man das Programm benutzt, desto einfacher wird es und desto schneller erstellt man Trainingspläne.

Der Patient hat so eine valide und individuelle Vorlage samt klarer Aufgabe für die Zeit zwischen den Behandlungsterminen. Der Physiotherapeut erhält jetzt mit einem mal die Möglichkeit, durch einen minimalen Aufwand eine maximal gute Patientenbetreuung anzubieten. Allein in diesem kleinen digitalen Betreuungs-Beispiel liegen viele Vorteile: • Kommunikation, keine Missverständnisse über die auszuführenden Übungen • Sicherstellung der korrekten Ausführung der Übung

Was sind für dich die größten Vorteile, warum hat sich das gelohnt? Wir können mit Lanista noch mehr Service anbieten. Ich denke, wir treten dadurch sehr viel professioneller auf und betreuen die Kunden und Patienten auch viel professioneller. Im Endeffekt entsteht dadurch eine bessere Therapie. Das Programm ist auch so einfach gestrickt – auch durch die vorgefertigten Pläne, dass wir eine unheimliche Zeitersparnis haben. Durch das Programm können wir auch einheitlich arbeiten, besser miteinander kommunizieren und am Ende haben wir auch noch zufriedenere Patienten! Werdet ihr neben der Software noch weitere Maßnahmen zur Digitalisierung ergreifen oder habt ihr dies bereits? Mein Ziel ist es, in naher Zukunft die gesamte Dokumentation sowie die Befundung über das iPad laufen zu lassen. Im Bereich Patientenverwaltung, Terminierung und Abrechnung sehe ich noch viel Potenzial. Sobald es da ein vernünftiges und gutes Tool gibt, würden wir auch dieses Thema angehen. Das vollständige Interview ist auf YouTube unter www.youtube.com/ watch?v=Gam9mms TXzY zu finden bzw. kann über den QR-Code geladen werden.


Themenschwerpunkt Digitalisierung

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Themenschwerpunkt Digitalisierung

Die Möglichkeiten der digitalen Welt können Physiotherapeuten bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen

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Image (moderne und fortschrittliche Methode der Vermittlung) optimale Betreuung über die Behandlungseinheit hinaus modernste Mittel, aber auch wahlweise klassisch auf Papier ausdruckbar sehr geringer Zeitaufwand häufig wiederverwendbar (80 % aller Patienten leiden unter den fünf häufigsten Erkrankungen)

Zusatzangebote, die gewünscht sind! Weitere Möglichkeiten für Zusatzeinnahmen bieten sich bei digital vorliegenden Übungen automatisch mit an. Meist bricht in der Praxis der Kontakt zum Patienten nach Beendigung der Rezeptverordnung ab. Sätze wie „Machen Sie die Übungen weiter, alles Gute!“ können der Vergangenheit angehören. Digital gesteuerte Reha-/Trainingspläne können mit einer Laufzeitdauer und Erinnerungsfunktionen gekoppelt werden. Dies ermöglicht eine – vom Patienten zu bezahlende – wirkungsvolle Anschlussbehandlung. Um nach einer Verletzung wieder vollständig rehabilitiert zu werden, und das von der Vertrauensperson Nr. 1, dafür sind erwiesenermaßen zahlreiche Patienten bereit, Extrakosten in Kauf zu nehmen. Stellen Sie sich vor, dass auch nur 10 % Ihrer Patienten aus dem letzten Jahr ei20

nen Rehaplan von Ihnen gekauft hätten. Wäre das nicht ein schönes Umsatzwachstum, ohne auch nur einen einzigen Patienten in der Praxis mehr behandelt zu haben? Die Modernisierung der Praxis – in 48 Stunden machbar, ohne hohe Kosten Eine Praxis zu modernisieren, muss nicht bedeuten, neue Geräte/Liegen etc. anzuschaffen. Das kann viel einfacher und preisgünstiger gehen: mit einer Software, die Zeit spart und das Teilen von Fachwissen ermöglicht, auch intern. Auszubildende, neue Mitarbeiter und Mitarbeiter mit Fachwissen in Teilbereichen profitieren vom Einsatz einer Software enorm. Beispielsweise ist es wichtig, vielfältige Übungen in der jeweiligen Behandlungsphase zu kennen. Bei der Zuhilfenahme von digitalen Produkten bekommt jeder Physiotherapeut auch inhaltliche Hilfe und Vorschläge für die jeweiligen Phasen; nicht nur die von Kollegen. Die meisten Anbieter verfügen über Vorlagen und Empfehlungen von Experten. Die mentale Hürde, die Digitalisierung selbst in die Hand zu nehmen, ist groß – aber unnötig. Der Geschäftsführer der Münchner EUPHYSIO Praxis erzählt von seinen Erfahrungen in unserem Kasten auf Seite 18.

Fazit Eine optimierte und digitale Trainingsbetreuung ist zeitgemäß, hilft dem Patienten im Genesungsprozess und erhöht die Weiterempfehlungen. Die Einführung ist meist unkompliziert und die Kosten sind meist absolut im Rahmen. Modernität und das Image sind in puncto Konkurrenz ebenfalls wichtige Faktoren. Das Argument der Zusatzeinnahmen muss nicht ausgesprochen werden, es geht um die Gesundheit, und die ist kostbar; das wissen alle Patienten.

Zum Autor Immanuel Schmötzer ist Sportwissenschaftler und Gründer der Lanista Trainingssoftware, einer Trainingssoftware und App für Fitness-Studios, Trainer, Physiotherapeuten und Athleten. Lanista hilft Fitness-Studios bei der Digitalisierung. Mehr unter: www.studio.lanista-training.com


Themenschwerpunkt Digitalisierung

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Themenschwerpunkt Functional Training

Physio meets Functional Training

Foto: Ludwig Artzt GmbH

Text Arnd Storkebaum

Aus dem zarten Pflänzchen „Functional Training“ in verschiedenen Nischen ist inzwischen schon mehr als ein Trend geworden. Die meisten Fitnessstudios haben sich entsprechend positioniert und auch reine Boutique-Studios, die nur funktionelles Training anbieten sind schon auf dem Markt. Passt diese Idee auch zu Physiopraxen und wie könnte die Lösung aussehen? Bei meinen Beratungen und Schulungen zum Thema „Functional Training“ stelle ich fest, dass Physiotherapeuten zwar einerseits höchst interessiert zuschauen, manchmal auch privat schon recht versiert im Einsatz sind, sich auf beruflicher Ebene letztendlich aber als „außen vor“ betrachten. Ganz so, als hinge da das berühmte „Wir müssen leider draußen bleiben“ am Zugang. Aber, wieso eigentlich? Wenn man „Functional Training“ ins deutsche „Funktionelles Training“ übersetzt, stellt sich natürlich die Frage, ob durch den Namen eigentlich die gewollte Abgrenzung und Klassifizierung dieser Trainingsform ausreichend gewährleistet wird? Denn Joggen im Wald und die Beinpresse im Studio 22

erfüllen ja auch eine „Funktion“ aus Trainingssicht. Aber die Gemeinde der Trainer und Trainierenden meint doch etwas ganz anderes. Bei aller Vielfalt der Functional Training - Angebote gibt es dennoch gemeinsame Kriterien: • Alltagsrelevante oder sportartspezifische Bewegungsabläufe verbessern • Training mit hohen Freiheitsgraden statt geführtem Gerätetraining zur Verbesserung der Körperwahrnehmung • Mehrgelenkige Bewegungen als koordinative Herausforderungen • Viele motorische Grundfertigkeiten ansprechen (Kraft, Koordination,

Beweglichkeit, Gleichgewicht, Präzision etc.) • Wenn Equipment genutzt wird, dann um bestimmte Positionen einzunehmen, eine Progression zu erreichen und, um die Bewegungssteuerung zu verbessern Bei indikationsspezifischer Betrachtung hat „Funktionelles Training“ die Zielsetzung, motorische Defizite zu beheben. Unter Leistungsaspekten kann es motorische Fertigkeiten gleichmäßig oder sportartspezifisch weiterentwickeln. Das kann also bedeuten, dass die eigentliche Aufgabe eines funktionellen Trainings darin liegt, einem älteren Patienten wieder zu ermöglichen, die Treppe Zuhause zu erklimmen, ohne sich wie ein Bergsteiger am Geländer hoch


Themenschwerpunkt Functional Training zu ziehen. Dazu werden Dysbalancen behoben oder das schwächste Glied der kinetischen Kette auf ein höheres Niveau gehoben. „Funktionen“ wie sicherer Einbeinstand, Knieheben und kräftige Beinstreckung in Kombination mit stabiler Rumpfmuskulatur werden gestärkt und die Funktion „Treppensteigen“ wiederhergestellt. Bei dieser Betrachtungsweise wird klar, dass es hier exakt um die Handlungsfelder Krankengymnastik oder funktionelle Bewegungstherapie geht und Physiotherapeuten genau das tagtäglich tun. Die althergebrachten Handwerkszeuge wie Thera-Band, Therapiekreisel oder gar der Schlingentisch finden beim Functional Training ihre Entsprechung in Powerbands als elastische Widerstände, Bosu als Gleichgewichtstrainer und dem Schlingen- oder Suspensiontrainer. Wenn sich das alles so ähnelt, was fehlt dann noch, um das ganze auch als konsequente Fortführung von Therapie zum profitablen Functional Training-Angebot zu machen? Wenn diese Verallgemeinerung erlaubt ist, dann schaut der Therapeut auf die Verordnung und sieht sich nur

als „Heiler“. Ist der Patient wieder gesund, ist die Arbeit getan. Der Trainer im Fitnessbereich hat in diesen Bereichen mehr oder weniger große Defizite, besticht aber mit seinen Fähigkeiten als Entertainer und Motivator für hoffentlich mehr oder weniger Gesunde. Er kann nicht nur eine Person beglücken sondern im Functional Bereich in Small Groups auch 3-5 Leute gleichzeitig zirkeln lassen. Und die Teilnehmer fühlen sich am Ende nicht nur gut behandelt sondern auch bestens motiviert. Und das hat etwas mit Freude zu tun, mit Emotionen im Umgang mit anderen Menschen. Positive, mitreißende Emotionen lassen dann aber auch den Geldbeutel lockerer sitzen. An der Stelle kommen wir dann zum entscheidenden und oft zitierten Punkt im Selbstverständnis eines Physiotherapeuten. Es ist nichts Anstößiges dabei, wenn man für zielgerichtetes Training mit Entertainment Geld verlangt. Und es geht nicht nur darum aus schmerzverzerrten wieder normale Gesichter zu machen, sondern den „normalen“ wieder ein Winnerlächeln ins Gesicht zu zaubern. Diese Begleitung vom Patienten zum Kunden durch

den vertrauten Therapeuten kann eine Praxis durchaus zum normalen Behandlungsprozess ab dem 1. Termin erklären. Die Fachkenntnis dafür haben Therapeuten allemal, die Schritte des Verkäufers und Animateurs kann man durch Schulungen lernen. Und wenn Therapeuten nicht so weit gehen wollen, dann ist möglicherweise der ein oder andere gut ausgebildete Trainer oder Sportwissenschaftler eine hervorragende Ergänzung des Teams. Diese Abläufe, die zugehörige Strategie und Kommunikation und das Hand-inHand-Arbeiten sollte im Team abgestimmt und trainiert werden. Wenn Sie den Patienten schon im Therapieverlauf mit Aktivitäten im Trainingsbereich vertraut machen, können Sie die Neugier wecken und Vertrautheit schaffen, so dass der Übergang zum „Selbstzahler“ ganz selbstverständlich erscheint. Wenn das gelingt, dann trägt das nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolg bei sondern auch dazu, dass Ihre Patienten kontinuierlich auf höchstem Niveau betreut werden - profitabler Gesundheitsdienstleister. Bei zweifelnden Kunden hilft manchmal der kostenärmere

Wie es aussehen kann, wenn man die Ratschläge unseres Autors befolgt, zeigt die Praxis tastbar von Verena Sandt

Foto: Praxis tastbar

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Themenschwerpunkt Functional Training

Beim Planen eines Functional Training-Raumes sollte man sich von Anfang an überlegen, wie man das Equipment am besten verstauen kann. Hier eine Möglichkeit für BOSU-Bälle

Foto: Ludwig Artzt GmbH

Wenn Schlingentraining angeboten werden soll, dann sollte für jeden Teilnehmer ausreichend Platz eingeplant werden

Foto: Ludwig Artzt GmbH

Einstieg durch ein §20 Kursangebot für den ersten Schritt. Derartige Functional Training-Konzepte können Sie inzwischen fertig „einkaufen“ oder aber mit etwas Kreativität und Fleiß selber bei der ZPP zertifizieren lassen. Wird der Eindruck von Functional Training vor allem durch Youtube & Co. geprägt, dann braucht es nicht nur Akteure mit „richtigen“ Muskeln in schrillen Klamotten sondern mitunter auch schweres Gerät in speziellem Ambiente. Aber für die Masse der Bevölkerung und vor allem für Patienten darf das Ganze auch gerne deutlich weniger martialisch sein. Und das sollte es auch, wenn Sie sich als Therapeut vom Fitnessstudio abheben wollen. Werden Sie zum Original und nicht zur Kopie! Je nach Ausrichtung wird ein fitnesstypischer Cage in der Praxis selten als zentraler Baustein dienen. Einen Schlingentrainer können Sie auch prima an einem speziell dafür konzipierten Deckenhacken oder geeigneten Wand-

ausleger befestigen, Landmine und Boxsack werden nur in den wenigsten Praxen benötigt. Dafür sind vielmehr verschiedene Arten von elastischen Widerständen vom Übungsband über Loops bis Gymsticks gefragt. Daneben sind instabile Untergründe wie BalancePad und Bosu oder auch Flowin & Co. sehr wichtige Bestandteile. Den Strauß können Sie noch mit fein dosierbaren Schwingstäben und wassergefüllten Utensilien wie Slashpipe oder Aquabag ergänzen. Und ihre ohnehin schon vorhandene therapeutische Seilzugmaschine und Sprossenwand können Sie problemlos integrieren. Alles eine Frage des Raumes Inzwischen bieten ein paar wirklich kompetente Spezialanbieter von Functional Training-Equipment eine so große Vielfalt an Werkzeugen an, dass Sie nicht alles kaufen können und müssen. Bevor Sie einen Functional TrainingRaum bestücken, schaffen Sie sich vorab eine Vision, wie dieser später aussehen und wirken soll und bei wel-

cher Trainingsform für Sie Schluss ist. Kaufen Sie keine Billiglösungen - Sie sind ein hochqualitativer Anbieter von Gesundheit und sollten auch so wirken. Wenn Sie am Anfang etwas weniger kaufen, haben Sie so auch die Möglichkeit, immer mal wieder etwas Neues einzuführen. Denken Sie schon beim Erstellen der Wunschliste daran, wo die vielen Einzelteile später „ordentlich“ aufgewahrt werden sollen. Nicht nur, dass ein zusammengeknödeltes Thera-Band sehr schnell reißt, das Ganze sieht zwischen Haaren und Wollmäusen auch unappetitlich aus und vergrault zahlende Kundschaft. Für manch professionelles Equipment gibt es spezielle Ordnungstools, um Bosu & Co. an die Wand hängen zu können. Und daneben gibt es auch speziell konstruierte Regallösungen wie auch rollbare Aufbewahrungsschränke. Diese Tools ermöglichen auch, den Raum in wenigen Minuten für ganz andere Einsatzzwecke nutzen und anschließend wieder herstellen zu können.

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Themenschwerpunkt Functional Training Kommen wir zum eigentlichen Raum. Er sollte ein paar Kriterien dringend erfüllen: • Platz: 4m² pro eingeplantem Teilnehmer plus Trainer sind ein guter Richtwert • Höhe: Man sollte schon seine Arme im Stehen ausstrecken können. Ab 2,40m beginnt der Spaß, etwas mehr ist häufig noch besser, mehr als 3m brauchen Sie nicht. • Lüftung: 5 Leute im Zirkeltraining schwitzen mitunter mehr als 5 auf Fahrradergometern. Fenster + aktive Lüftung sind die Ideallösung. • Boden: In Anbetracht von Schweiß und Sicherheit sollte der Boden leicht zu reinigen und griffig sein. Weder auf den Fußkanten stehende Kunden noch irgendwelche Geräte sollten leicht rutschen. • Helligkeit: Wie schon bei der Lüftung helfen hier natürlich Fenster. Aber abends, im Winter und überhaupt brauchen Sie eine helle aber streuende Beleuchtung. Spots werfen häufig zu harte Schatten und die sind in Sachen

Trittsicherheit nicht gewünscht. • Stationen platzieren: Bedenken Sie, dass man z.B. rund um einen Schlingentrainer je nach Einsatz variabel Platz benötigt. Das gilt auch für andere Tools. Es wäre für Gruppentrainings fatal, wenn Station 2 und 5 nicht zu benutzen sind, wenn 1 und 3 besetzt sind.

• Lächeln, menschliche Anteilnahme und ein kleiner Schuss Clubanimation sind wichtig!

Fazit Ein Physiotherapeut ist ein sehr wichtiger und vor allem authentischer Player auf dem Functional Trainingsmarkt, der von Hause aus sein Alleinstellungsmerkmal mitbringt. Aber alleine mit fachlich exzellentem Personal und überzeugendem Equipment werden Sie einen Patienten mit funktionellem Problem nicht langfristig nach Ablauf des Rezepts binden können. Sie brauchen ein nahtlos anschließendes Konzept:

Zum Autor Arnd Storkebaum, selbständiger Sportwissenschaftler und Biologe, baut mit seiner Firma „more life quality“ alle seine Angebote auf „Functional Training“ auf. So betreibt er BGM-Ministudios in Unternehmen, entwickelt Trainingsangebote für Studios, Praxen und Hotels, arbeitet auch selber als Personal Trainer im privaten und athletischen Bereich und ist als Mastertrainer für einige Hersteller sowie selbständig aktiv.

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28.09.17 16:41


Themenschwerpunkt Interview

„Es ist politisch gewollt, dass die Menschen krank sind“

Interview Jonathan Schneidemesser

Wachsen die Fitness- und die Therapiewelt wirklich näher zusammen oder sind die Unterschiede doch zu gewaltig? Wir sprachen mit dem Geschäftsführer des Körperwerks, Marcus Kinkelin, die bereits seit 10 Jahren Training erfolgreich als Therapiekonzept etabliert haben darüber, was man als Physiotherapeut mitbringen sollte und wie sich die Welten Fitness und Therapie harmonisch verbinden lassen. BODYMEDIA: Alle sprechen immer davon, dass Fitness und Therapie zusammenwachsen. Ich sehe das mittlerweile etwas differenzierter und denke, dass es da immer noch große Hindernisse zu überwinden gilt. Welche Vorurteile herrschen unter Physiotherapeuten gegenüber den Fitnessanbietern? Marcus Kinkelin: Viele Physiotherapeuten halten sich den Fitnessanbietern fachlich für überlegen, was sie im fachlichen therapeutischen Bereich teilweise auch sind. Es gibt dieses Bild vom Fitnesstrainer, der entweder schlecht oder gar nicht ausgebildet ist. Durch die Bemühung der Ausbildungsakademien im Fitnessbereich stimmt das zu einem großen Teil aber nicht mehr. Gerade bei übergreifenden Themen 26

wie Rückenschmerzen, Diabetes oder Übergewicht erfahren mehr und mehr Trainer eine Ausbildung und weisen dadurch eine entsprechende Kompetenz auf. Ich halte es für gefährlich, zu behaupten, dass Leute, die im Fitnessbereich arbeiten, nicht fähig und schlecht ausgebildet sind. Aber das ist sicherlich eines der großen Vorurteile. BODYMEDIA: Scheitert an solchen Vorurteilen oftmals eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen? Marcus Kinkelin: Ich weiß es z. B. aus Holland von Kollegen, dass es dort sehr gute und große Zusammenarbeiten gibt. Dort verbinden sich viele Physiotherapeuten mit Fitness-Clubs, weil sie

häufig das Investitionsrisiko für eine große eigene Anlage scheuen. Dann ergibt sich eine schöne Win-Win-Situation, da der Physiotherapeut Zugriff auf den Gerätepark hat und sich der Fitnessbereich sein Angebot durch die Physiotherapie noch stärker spezifizieren kann. Ob diese Vorurteile tatsächlich einen Hinderungsgrund darstellen, würde ich eher bezweifeln. BODYMEDIA: Müssen moderne Physiotherapeuten umdenken? Marcus Kinkelin: Meiner Ansicht nach dominiert immer noch ein falsches Paradigma in der Physiotherapiebranche. Probleme, mit denen Patienten in die Praxen kommen, werden immer noch auf der strukturellen Ebene gesucht


Themenschwerpunkt Interview und versucht dort vor allem mit passiven Maßnahmen wie Manueller Therapie oder Osteopathie zu lösen. Das könnte folgendermaßen aussehen: Jemand kommt mit Nackenproblemen zu mir und ich sage ihm, dass diese Probleme durch einen Defekt der Bandscheibe zwischen dem 5. und 6. Halswirbel ausgelöst werden. Klassischerweise versucht man die Probleme dadurch zu lösen, dass dieser Bereich und die dazugehörigen Strukturen behandelt werden. Unser Konzept ist da etwas anders. Wir schauen, auf welcher Basis solch ein Problem entsteht. Wir kommen dann zu ganz anderen Sichtweisen. Uns fällt dann z. B. auf, dass die Person physisch komplett unfit ist, weil sie 20 Jahre lang sehr unregelmäßig Sport gemacht hat, den ganzen Tag sitzt und dadurch schlechte Bewegungs- und Haltungsmuster ausgebildet hat. Hinzu kommen Elemente wie Ernährung und Stress, die da mit hineinspielen. Durch diese Sichtweise bekommen wir ein Bild von einem Menschen, der in diesen Bereichen Defizite hat, aufgrund dessen wiederum Probleme wie Nackenschmerzen oder Arthrose etc. entstehen. So können wir natürlich ganz andere Lösungswege anbieten. Bei uns ist das ein dauerhaftes Training. Dabei geht es mir nicht darum, eine Mitgliedschaft zu verkaufen – so denke ich nicht – ich will

einfach die bestmögliche Therapie für meinen Kunden. Wenn ich das machen möchte, dann muss ich ein attraktives Angebot machen. Physiotherapeuten sind katastrophal unterfinanziert, haben kein Geld zum Ausgeben, scheuen dann natürlich Investitionen und bieten dann häufig keine guten Angebote. BODYMEDIA: Je mehr man sich mit dem Gesundheitssystem beschäftigt, umso mehr wird deutlich, wie wenig die Heilkraft von Bewegung und Training verstanden werden. Marcus Kinkelin: Absolut! Die Statistik lügt ja nicht. Nirgendwo werden so viele Bandscheiben, Schultern, Knie- und Hüftgelenke operiert wie in Deutschland. Wenn man die Literatur betrachtet sieht man, dass bei einer Vielzahl von operativen Eingriffen der Effekt nach einem Jahr derselbe ist, wie wenn man konservativ - sprich mit aktiver Rehabilitation vorgegangen ist! Das ist im Grunde ein Skandal - betrachtet man die Kosten, Arbeitsausfall, OP-Risiken, ect. Aber solange Kliniken nach Fallzahlen bezahlt werden und der Einfluss der Industrie und Pharmabranche so groß ist, wird sich das auch nicht ändern. Überlegen Sie doch einmal, wer daran verdient, wenn eine OP anstatt eine konservativen Reha gemacht wird. Ich möchte damit nicht generell gegen die Chirurgie aussprechen - was diese zu leisten im Stande ist, finde ich phä-

nomenal. Jedoch sollte im Sinne des kranken Menschen genau abgewogen werden, was ist die beste Option. Das zeigt auch folgende Beobachtung: Wo werden die meisten Bandscheiben operiert – in Deutschland. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, es politisch gewollt ist, dass die Menschen krank sind. In Schweden zum Beispiel werden sehr viel weniger Kreuzbandrisse operiert. Dort wird mit rehabilitativem Training über 3-6 Monate begonnen und wenn das Knie dann noch instabil ist, erst dann kommt es zur OP. Mittlerweile geht man davon aus, dass es für die Hauptfunktion des vorderen und hinteren Kreuzbandes keinen funktionellen Unterschied macht, ob es nach einem Riss erst operiert und dann mit Training stabilisiert oder ausschließlich trainiert wird. Deswegen operieren die skandinavischen Länder oder auch die Schweiz vor allem dann, wenn Kollateralschäden wie z. B. bei gleichzeitiger Verletzung am Meniskus. BODYMEDIA: Wo sehen Sie die großen Unterschiede der beiden Bereiche? Marcus Kinkelin: Ich sehe im Fitnessbereich eine höhere Bereitschaft zum Risiko, also zu Investitionen. Was ich ebenfalls sehe ist eine andere Art des Geschäftemachens. In diesen Bereichen sind die Fitness und die Physiobranche sehr unterschiedlich. Thera-

Das Körperwerk in Kirchheim von außen

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Themenschwerpunkt Interview

Im Körperwerk in Kirchheim werden die Welten Physiotherapie und Training bereits mit einem attraktiven Angebot verbunden peuten sind eher zaghafter und „menschenfreundlicher“, haben ein großes Problem mit dem Verkauf, selbst dann, wenn es um ein Produkt oder eine Dienstleistung geht, die seinem Patienten helfen würde. Der Fitnessbereich ist eher wirtschaftsorientiert, der Therapiebereich eher menschenorientiert. Therapeuten vergessen oftmals, dass man von irgendetwas leben muss. Wenn man sich die Gewinne von Physiotherapiepraxen anschaut, dann schaut man besser gleich wieder weg. Die Verbandszahlen zeigen, dass der Praxisinhaber bei Praxen mit bis zu 3 Mitarbeitern netto ca. 2.000 € im Monat erwirtschaftet. Bei Praxen von bis zu 5 Mitarbeitern sind es um die 2.800 €. Davon muss er dann auch noch Rücklagen bilden und seine Versicherungen zahlen. Das ist nicht gut. BODYMEDIA: Warum gibt es unter diesen Umständen noch so viele Physiotherapeuten? Marcus Kinkelin: Sie nehmen die Antwort in Ihrer Frage mit dem Wörtchen „noch“ schon vorneweg. Wir haben einen extremen Fachkräftemangel. Dass dieser kommen wird, hatte ich tatsächlich schon vor 10 Jahren schon vorausgesagt. Das liegt an zwei Grün28

den: Zum einen ist die Entlohnung sehr schlecht und zum anderen sind die Arbeitsbedingungen sind sehr bescheiden. Die Taktungen werden immer kürzer, das heißt, man hat immer weniger Zeit für die Behandlung. Eigentlich will den Beruf niemand mehr ausüben. Da kommt noch etwas Anderes hinzu. Die Geschehnisse im Gesundheitsbereich werden von drei Lobbys diktiert. Das sind die Ärztelobby, die Medizinindustrie-Lobby und die Pharmalobby. Die sagen, wo es lang geht und was gemacht wird. Im Kontrast zu allen anderen Industrieländern weltweit versuchen diese Lobbys die Physiotherapie in Deutschland so klein wie möglich zu halten. Es ist völlig normal, dass Sie als Physiotherapeut in Holland, Großbritannien, Frankreich, Italien auf die Universität gehen und einen akademischen Abschluss machen. Dort hat der Beruf Physiotherapeut einen Stand, der mit dem bei uns in Deutschland nicht zu vergleichen ist. Schaut man nach Amerika oder Kanada, dann ist dort der Physiotherapeut auf einer Stufe mit einem Arzt. Das ist völlig normal. Da überweisen Therapeuten zum Röntgen etc. In Deutschland ist die Ausbildung schlecht. Sie findet oft auf Fachschulen

statt, die Ausbildungsverordnung ist schon seit Jahrzehnten verstaubt und überhaupt nicht mehr praxisrelevant. Man muss Dinge lernen, die schon seit Jahren nicht mehr gemacht werden und die relevanten Dinge werden nicht gelehrt. Zwar gibt es mittlerweile auch hier ein Studium der Physiotherapie, aber das sind einzelne Initiativen. Die Ausbildung insgesamt ist einfach zu schlecht. Auf der anderen Seite, und das ist vermutlich auch der Grund, warum es den Beruf immer noch gibt, ein wunderschöner Beruf – ich könnte mir keinen schöneren vorstellen. Wir erleben, dass wenn wir mit jungen Menschen auf Seminaren oder in Vorstellungsgesprächen sprechen, dass teilweise


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Themenschwerpunkt Interview

Die Heilkraft von Bewegung und Training werden immer noch von vielen unterschätzt

60   –   70     % der frischgebackenen Physiotherapeuten nicht in diesem Beruf arbeiten. Manche machen Medizin weiter oder machen etwas ganz Anderes. BODYMEDIA: Eine Option, die Physiotherapeuten zur Verbesserung ihrer Situation zur Verfügung steht, ist einen Selbstzahlerbereich einzuführen. Auf was müssen sie dabei achten? Marcus Kinkelin: Es wird Physiotherapeuten politisch erschwert, ein Angebot in diesem Bereich zu machen. Das ist politisch nicht gewünscht – das muss man einfach sagen. Es gibt immer noch eine Zulassungsverordnung von den Krankenkassen, die besagt, dass wenn in einer Physiotherapiepraxis ein freies Training z. B. in Form einer Mitgliedschaft angeboten werden soll, die Bereiche Therapie und Training komplett getrennt werden müssen, ansonsten bekommt man keine Zulassung. Man braucht also einen Raum für KGG, indem die therapeutischen Training gemacht werden und dann muss das freie Training in einem anderen Raum statt. Das ist ein völliger Nonsens, denn die Krankenkasse muss ein Interesse daran haben ihre Kunden in den Selbstzahlerbereich zu bewegen. Wer trainiert braucht weniger Medikamente und sogar weniger Physiotherapie. Die Trennung muss ebenfalls steuerlich sichtbar sein. Falls die Bereiche nicht getrennt sind, kann es sogar bis zu einem Verlust der Umsatzsteuerbefreiung (für den Vermieter der Räumlichkeiten) kommen. 30

BODYMEDIA: Sie verbinden in ihren Körperwerk-Einrichtungen bereits beide Welten. Was gibt es auf der inhaltlichen Ebene zu beachten? Marcus Kinkelin: Es muss attraktiv genug sein und die Ansprüche der Leute befriedigen. Den Hauptfehler, den die meisten Physiotherapeuten machen ist, dass sie die Fläche für das Training zu klein machen. Dann vergessen sie Duschen und Umkleiden, bieten zu wenig Geräte, die dann zu schlecht sind. Ich glaube nach wie vor, dass sich der Kunde der einen Gesundheitsanspruch in einer Physiotherapiepraxis wohler fühlt, als in einem Fitnessstudio. Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen wie Rückenproblemen sind diese Menschen beim Physiotherapeuten einfach besser aufgehoben. Allerdings geben sie dafür nicht ein erforderliches Maß an Geld aus, wenn das Angebot, also Ambiente, Ausstattung, Geräte und … und … und nicht passt. Ein gewisser Standard ist nötig. Meine Wahrnehmung aktuell ist, dass dieser Zustand flächendeckend ist. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber das sind nur wenige. Was die Politik bereit ist, uns Physiotherapeuten zu bezahlen, das ist eine Sauerei. Eine physiotherapeutische Behandlung wird mit 15 oder 16 € honoriert. Und wenn es auf politischer Ebene nicht gewollt ist, eine Honorierung einzuführen, die es jedem Praxisinhaber möglich macht anständig zu wirtschaften, dann müssen sie die

Dinge selber in die Hand nehmen. In Österreich gibt es für eine Behandlung 33 – 38 €. In der Schweiz 40 – 50 Franken und so weiter. Damit wird man nicht reich, aber dann muss man sich keinen großen Druck mit dem Verkaufsthema machen wie die deutschen Physiotherapeuten. Denn. wenn man das nicht macht, dann funktioniert es einfach nicht. Als angestellter Physiotherapeut, also als Mann, kann man keine Familie ernähren. Es sei denn, man arbeitet in einer Klinik. Da verdient man etwas besser. Dabei kann man in der Physiotherapie so viele gute Angebote machen, die muss man einfach anbieten, sodass sie jemand kaufen kann, denn der Markt ist da. BODYMEDIA: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Zur Person Unser Interviewpartner Marcus Kinkelin ist gelernter Physio- und Manualtherapeut und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Funktionellem Training und Manueller Therapie. Seit 2006 ist er Geschäftsführer des Körperwerks. Das Körperwerk-Konzept wird mittlerweile an 9 Standorten umgesetzt.


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Themenschwerpunkt Small Group Training

Gehört dem Small Group Training die Zukunft?

Text Jonathan Schneidemesser

In Deutschland ist der Markt für Small Group Training noch recht überschaubar, aber trotzdem wachsend. Die Kombination von Group Fitness und Personal Training hat das Zeug, die Trainingsform der Zukunft zu sein. Ob das wirklich so ist und wie Physiotherapeuten vom Small Group Training profitieren können, lesen Sie hier. An den Anfang dieses Artikels sollen zwei Zitate gestellt werden, die einen Eindruck vermitteln können, was Small Group Training sein kann und möchte. „Small Group Training offers the best of two worlds – social dimensions of Group Fitness with the accountability and attention of Personal Training (UF Recsports)”. Jonathan Ross von ACEFitness sagt über die Trainingsform: “Big enough to be fun, but small enough to still be quality.” Hier werden die beiden Motive des Small Group Training ziemlich deutlich: eine Kombination aus motivierender Gruppe und intensiver persönlicher Betreuung. Was ist Small Group Training? Eines direkt vorweg: Es handelt sich dabei nicht um ein Group Fitness Training mit wenigen Leuten. Wenn also 32

weniger Trainierende im Zumba- oder Yoga-Kurs sind, macht das diesen noch nicht zu einem Small Group Training. In der Literatur gibt es bisher noch keine richtig klare Vorgabe, wie groß bzw. klein die Gruppe nun sein darf. Die maximale Gruppengröße, die genannt wird, sind 10 Personen. Das ACSM (American College of Sports Medicine) geht von 2–4 Personen pro Gruppe aus, andere Quellen sprechen von 6–8 Teilnehmern pro Kurs. Um eine wirklich gute Betreuung gewährleisten zu können, sollten nicht mehr als 6 Personen teilnehmen, die von einem Trainer/ Therapeuten betreut werden. Wird die Gruppe größer, sollte ein zweiter Trainer/Therapeut hinzugenommen werden, der den ersten unterstützt. Diese Gruppengröße erlaubt es, die Stärken des Small Group Training herauszu-

arbeiten: intensive Betreuung und hohe Motivation bei den Teilnehmern. Die Grundidee der Trainingsform ist die Begeisterung und die Motivation, die insbesondere in größeren Gruppen entstehen kann. Das soll zu einer motivierenden Trainingsatmosphäre führen, die eine Bindung innerhalb der Gruppe, zum Trainer/Therapeuten, aber auch zu der Einrichtung bzw. der Praxis erzeugen soll. Gleichzeitig soll eine dem Personal Training vergleichbare Betreuungssituation geschaffen werden, die in Group-Fitness-Umgebungen normalerweise nur schwer realisierbar ist. Daher reicht auch ein simples Aneinanderreihen von Einzelbewegungen nicht aus, um es als Small Group Training durchgehen zu lassen, denn das Training wird systematisch auf den

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Themenschwerpunkt Small Group Training Leistungsstand der Trainierenden angepasst und stellt die Zielerreichung in den Vordergrund. Der Markt verändert sich Wie kann es sein, dass gerade jetzt eine gute Zeit für das Small Group Training gekommen ist? Das liegt an bestimmten Gegebenheiten des Marktes, die hier kurz vorgestellt werden sollen. Die Nachfrage nach Personal Training in der Bevölkerung steigt kontinuierlich, denn das Training unter persönlicher Anleitung wird als die effizienteste Methode zur Zielerreichung angesehen. Und wer genießt es nicht, eine Person zu haben, die sich voll auf die eigenen Bedürfnisse konzentriert? Der Markt für Personal Training wird also größer – viele erhalten mehr Anfragen, als sie in 1:1-Situationen bearbeiten können. Daher liegt die Gruppenbildung nahe, um mehr Personen betreuen zu können. Obwohl die Menschen bereit sind, Geld für ihre Gesundheit und für Trainingsbetreuung auszugeben, soll es trotzdem noch ei-

Faszienkurse als Small Group Training passen sehr gut in eine Physiotherapiepraxis. Dabei sollte der durchführende Therapeut immer anleitend zur Seite stehen und nicht mittrainieren

nigermaßen bezahlbar sein, und das trotz der regelmäßigen Termine. Ein Aufteilen des Preises auf mehrere Kursteilnehmer ist da natürlich attraktiv – vorausgesetzt die Betreuung passt.

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Themenschwerpunkt Small Group Training

In Yoga- und EMS-Mikrostudios ist das Small Group Training bereits etabliert

Diese Marktentwicklungen dürften hauptverantwortlich dafür sein, dass Small Group Training immer interessanter wird. Derzeitige Einsatzbereiche Groß wurde das Small Group Training vor allem durch das Functional Training, insbesondere durch Crossfit, da es so flexibel ist. Aber auch Mikrostudios (EMS, Yoga, Indoor Cycling) setzen auf diese Trainingsform. In klassischen Fitness-Studios, aber auch Physiotherapiepraxen nimmt das Small Group Training erst langsam Fahrt auf. Hier bieten sich insbesondere Faszien-, Beweglichkeits- oder Rückenkurse sowie das Koordinations- oder Rehatraining an. Hochintensive Kurse wie in den Fitness-Studios schrecken das eigene Klientel eher ab. Daher sollte das Angebot immer an der eigenen Zielgruppe ausgerichtet werden. 34

Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust Das Zitat zu Beginn des Artikels stellt Group Fitness und Personal Training als zwei Welten dar. So ist es auch, denn die Anforderungen an den jeweiligen Bereich unterscheiden sich signifikant. Group Fitness erfordert Menschen, die Energie und Motivation bei den Teilnehmern auslösen können. Tiefgreifende Kenntnisse in Anatomie, funktioneller Bewegungslehre und Korrekturtechniken müssen nicht zwangsläufig vorliegen. Je nach Kurskonzept ist nur wenig Vorbereitungszeit nötig, da die Abläufe bereits vordefiniert sind. Es geht darum, den Kursteilnehmern ein gutes Erlebnis und Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Im Personal Training hingegen steht ein intensives Eingehen auf den Klienten im Vordergrund. Letztlich geht der Erfolg des Trainers/Therapeuten mit dem Erfolg des Kunden Hand in Hand.

Personal Trainer müssen sich nicht nur sportlich sehr gut auskennen, sondern sich in vielen angrenzenden Bereichen wie z. B. Selbstvermarktung weiterbilden. Viel unterschiedlicher könnten die Anforderungen an den Trainer eigentlich gar nicht sein. Trotzdem will das Small Group Training beides verbinden. Welche Herausforderungen stellt das an den Trainer/Tehrapeuten und die Einrichtung? Das Konzept für das Small Group Training kommt aus den USA und erfährt dort eine deutlich größere Beachtung und damit auch eine intensivere Auseinandersetzung in Trainer- und Betreiberkreisen. Aktuell gibt es hier in Deutschland noch viele unterschiedliche Konzepte, die später intensiver betrachtet werden sollen, von denen sich bisher keines so richtig durchsetzen konnte. Daher stellt sich erstmal die


Themenschwerpunkt Small Group Training

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Themenschwerpunkt Small Group Training

Ein weitere gute Möglichkeit für ein Small Group Training sind Kurse für frischgebackene Mütter, die wieder fit werden wollen Frage, ob das Konzept überhaupt für den deutschen Markt taugt oder ob die Bereiche Group Fitness und Personal Training besser getrennte Wege gehen sollten. Zumindest aktuell ist es schwer umzusetzen, aber durch die steigende Nachfrage nach intensiverer Betreuung wird ebenfalls die Nachfrage nach Small Group Training steigen. Dann kommt es auf den Trainer/Therapeuten an. Kann dieser beide Welten verbinden, ist er gut genug ausgebildet und hat er eine Eigenmotivation, an diese herausfordernde Aufgabe heranzugehen, sind die Fragen, die es hier zu beantworten gilt. Die Personensuche ist tatsächlich der größte Knackpunkt, denn aktuell werden entweder Personal Trainer oder Group Fitness Trainer ausgebildet. Eine gelungene Kombination erfordert viel Eigeninitiative des Trainers sowie auch die Fähigkeit, selbst Konzepte zu entwickeln und diese zu reflektieren. Zudem muss sich das Small Group Training gut von seinen geistigen Vätern, Group Fitness und PT, abgrenzen. Das ist immer eine Gratwanderung und je nach Situation anders zu behandeln. Daher muss der Trainer/Therapeut beide Welten kennen, um entscheiden zu können, was gerade in der Situation nötig ist, um das Gleichgewicht nicht 36

kippen zu lassen. Wobei es durchaus Sinn machen kann, einzelne Elemente stärker hervorzuheben. Ob die Teilnehmer die gleichen Ziele haben müssen, damit ein gutes Training zustande kommen kann, hängt von der Organisationsform ab. Zudem muss eine flexible Anpassung an die Teilnehmerzahl möglich sein. So negativ sich das derzeit auch anhört, kann positiv in die Zukunft geblickt werden, denn die Vorteile für den Kunden überwiegen deutlich: Höhere Motivation, besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, individuelle Betreuung, Ortsunabhängigkeit, höhere Bindung und dadurch bessere Zielerreichung werden um eine hohe Effizienz für Trainer und eine hohe Weiterempfehlungsrate ergänzt. Organisationsformen des Small Group Training Jetzt wird es spannend, denn die Organisationsform des Small Group Training wird derzeit noch sehr kontrovers diskutiert und es wird schwierig, die eine richtige Form, die funktioniert, zu identifizieren. Daher sollen unterschiedliche mögliche Modelle vorgestellt werden. Eines aber noch vorweg: Diese Trainingsform ist für den Trainer nicht dazu gedacht, wie in Group-Fitness-Kursen mitzutrainieren. Er hat die Trainierenden zu jeder Zeit anzuleiten und Korrekturarbeit zu leisten.

Small Group Training sollte in Zyklen stattfinden, da sich die Teilnehmer in den Kursen trotz der gleichen Betreuung unterschiedlich entwickeln und so in weiterführende Kurse aufsteigen können. Sollte mal ein Gruppenmitglied ausscheiden, ist es möglich, den Kurs zu Ende zu führen, ohne eine fremde Person in die Gruppe einzuführen. Bei stabilen Gruppen und ähnlichen Zielen kann der Kurs natürlich auch einfach weitergeführt werden. Je nachdem, welches Ziel die Gruppe verfolgt, muss der Zeitraum aber länger werden, denn eine Haltungsverbesserung oder eine Gewichtsreduktion um 25 kg macht man nicht einfach mal so in wenigen Wochen. Die amerikanische Literatur unterscheidet derzeit zwischen drei verschiedenen Arten von Small Group Training:


Themenschwerpunkt Small Group Training Equipmentbasiertes Small Group Training bringt Personen zusammen, die eine Vorliebe für Training mit demselben Fitnessequipment wie Kettlebells, Langhanteln, Slings oder dem eigenen Körpergewicht haben. Wer sich für eine spezielle Sportart vorbereiten möch-

sind eher für Gruppen geeignet, die das entsprechende Ziel verfolgen und nicht nur als eingeschworene Gruppe trainieren möchten. Für Gruppen, die sich bereits kennen, sind deutlich längere Zeiträume in der Periodisierung möglich.

Die Umsetzung eines Small Group Trainings ist komplex und voller Hindernisse, lohnt sich aber. te oder sportartenspezifisch trainieren möchte, der besucht ein eher technikorientiertes Small Group Training. Ein klassisches Beispiel wäre die Vorbereitung für den Skiurlaub. Diese Gruppe ist für Physiotherapeuten allerdings nur bedingt interessant. Die dritte Gruppe arbeitet ergebnisorientiert. Hier stehen Ergebnisse wie das Bekämpfen körperlicher Beschwerden, fit werden nach der Schwangerschaft oder sich besser zu fühlen. Diese Programme

Ohne Anmeldung geht nichts Damit das Training planbar wird, sind Kursanmeldungen erforderlich. Optimalerweise nur zu den jeweiligen Startterminen. Anhand der Anmeldungen wird klar, wie viele Kurse nötig sind. Um es für den Kunden einfach zu machen, sollte eine Anmeldung über die Website möglich sein, auf der er sich für einen speziellen Kurs zu einer speziellen Uhrzeit anmelden kann. Die entstehende Gruppe bleibt dann bis zum Ende der

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Periodisierungsphase bestehen. Eine gute Planung kann bei so komplexen Zusammenhängen viele Probleme vermeiden. Wenn jeder Teilnehmer weiß, was er wann, wo, mit wem und auf welchem Schwierigkeitslevel trainiert, dann war die Organisation gut. Fazit Das Small Group Training ist äußerst komplex, sowohl in der Trainingsform als auch in der Organisation. Viele Anforderungen und Hürden gilt es zu überwinden, da es bisher in Deutschland sehr wenig Erfahrungswerte gibt. Das amerikanische Vorbild zeigt, dass eine Umsetzung funktionieren kann und sich lohnt. Für den Kunden ist es eine gute Möglichkeit, ein qualitativ hochwertiges Training zu bekommen, gut betreut zu werden, und das bei überschaubaren Kosten. Wer bereit ist, den Aufwand auf sich zu nehmen, und das Small Group Training bei sich in der Einrichtung implementiert, der kann seinen Kunden nicht nur eine der modernsten Trainingsformen anbieten, sondern ist zugleich Vorreiter und Trendsetter.

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Best Practice Boutique-Studios

Boutique-Studios als Ergänzung zum Praxisbetrieb Text Hans-Jürgen Konrad u. Antonio e Silva

Welche Möglichkeiten gibt es im Physiomarkt, um sich zu differenzieren? Mit diesem Artikel soll ein kleiner Einblick in das aktuelle Geschehen auf dem Fitnessmarkt gegeben werden, denn die Lösungsansätze, die Unternehmer in dem aktuell stark umkämpften Markt finden, sind für Physiotherapeuten durchaus interessant. Training an Geräten ist Volkssport Nummer eins geworden, noch vor dem Fußball. Die Fitnesscenter in Deutschland verzeichnen weiterhin Wachstum. Großinvestoren wollen von diesem Wachstum partizipieren. Diese sorgen mit ihren Dumpingangeboten und Materialschlachten, gerade in den Ballungsgebieten, für grenzwertige Abwerbung und Verunsicherung der Fitnesskunden. Die „Discounter“ wollen sich Marktanteile sichern und den Mitbewerbern den ein oder anderen Kunden ablocken – auch wenn diese Discountmodelle vorerst keinen Gewinn einfahren. 9,90  € hier, 14,95 € dort oder doch lieber 19,90 € nach dem Motto „Fitness noch günstiger – noch größer! Material vor Personal“? 38

Erniedrigung des Berufsbildes Andere Branchen haben es vorgemacht. Wer kennt es noch? „GEIZ ist Geil“. Das gesamte Berufsbild Fitness und Gesundheit wird in seiner Außenwirkung erniedrigt – obwohl die Interessenten und Mitglieder grundsätzlich mit einem anderen Anspruch zu den Fitnessanbietern wollen. Trotz neuer Rekordwerte bei der Anzahl der Anlagen und dem Umsatz nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit leicht ab. Weitere Impulse erwartet die Branche vom beschlossenen Präventionsgesetz oder der Formel 20-20-20, dass die Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung unterstützen und das Bewusstsein hierfür stärken soll. In Verbindung mit dem ohnehin wachsenden Gesundheitsbewusstsein vieler Men-

schen könnte sich dies für die Branche langfristig positiv auswirken. Auch das Training über Onlineshops sollte man im Auge behalten – eben mal zuhause ein Ründchen Sport treiben. Schon über eine halbe Million Menschen haben ein Abo abgeschlossen und knapp 160.000 turnen regelmäßig. Die höchsten Marktanteile in Bezug auf Anlagen, Mitglieder sowie Umsatz besitzen nach wie vor die Einzelbetreiber, auch wenn die Zahl dieser Studios insgesamt zurückgegangen ist. Während die Summe großer Kettenanlagen nur leicht wächst und die Zahl großer Einzelbetriebe gar rückläufig ist, gibt es immer mehr kleinere Studios, die sich im Markt als SpecialAnbieter positionieren.


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Best Practice Boutique-Studios Boutique-Studios machen es vor Diese Studios verfügen über eine Fläche von maximal 200 qm und fokussieren sich auf eine bestimmte Zielgruppe oder ein spezielles Trainingskonzept - es lebe die Fitness-Boutique. Verbesserte wirtschaftliche Lage in den kleineren Studios als „Special-Anbieter“ wird erwartet. Das Verhältnis zwischen Angebot (Fitnesscenter) und Nachfrage (Trainierende) ist gerade in den Ballungsgebieten ins Wanken geraten: Teilweise zu viele Clubs bei zu wenig Trainierenden

dringung mit Mehrmarkenstrategien wird immer öfter von Einzelbetreibern mit verschiedenen Clubsystemen angewendet. Entweder Club-in-ClubSystem oder noch ein weiterer Standort als „Special-Interest“. Im Gegensatz zu einem Produkt müssen Dienstleistungen jeden Tag neu bestätigt und umgesetzt werden. Nur so kann ein lokaler Unternehmer mittel und langfristig erfolgreich sein. Gute lokale Dienstleister können immer mit großen Konzernen lokal mithalten, wenn sie die wichtigsten Punkte beachten:

Boutique-Studios haben eine Fläche von maximal 200 qm und fokussieren sich auf eine spezielle Zielgruppe (wo sollen die ganzen Trainierenden herkommen, wenn doch die Reaktionsquote schon überstrapaziert ist). In Ballungsgebieten führt das zu einem Verdrängungsmarkt. Es findet zurzeit eine „Marktbereinigung“ statt, in welcher nur die Besten überleben werden. Doch es gibt Maßnahmen, mit denen inhabergeführte Center ihre lokale Marktführerschaft ausbauen und sichern können. Mehrmarkenstrategien und Spezialisierung: Die Marktdurch-

1. Geradliniges Angebot in verschiedenen Bereichen: Training als solches, Ernährung, Beweglichkeit und Koordination mit Sturzprophylaxe. Eine absolute Kundennähe, die die Qualität der Dienstleistung für die Kunden greifbar macht. 2. Persönliche Atmosphäre schaffen und alle Kunden persönlich mit Namen begrüßen. Magic-Moments für Kunden schaffen, den Club oder die Praxis permanent optimieren, kontrollieren und perfektionieren.

3. Die lokale Vernetzung zu Firmen, Sportclubs, Politik und VIPs. Beobachtung des Marktes und die Bedürfnisse der Kunden genau analysieren. 4. Führen Sie mindestens zweimal im Jahr eine Kundenbefragung zur Bedürfnisermittlung durch. Ständige Analyse ihres Clubs mit externen Beratern ist ratsam. Best Practice TC Kempen Wer all diese Ratschläge umgesetzt hat, ist Hans-Jürgen Konrad Geschäftsführer der TC & Lifestyle GmbH aus Kempen, seit 17 Jahren vor Ort. Er musste sich innerhalb von 2 Jahren mit 7 Fitnesscentern im Discountbereich als direkte Mitbewerber auseinandersetzen. Er hat dazu ein „SpecialInterest“ eröffnet und sein Angebot und seine Dienstleistung weiter zugespitzt – nicht nur wegen des demographischen Wandels. Er hatte schon vor Jahren mit dem Wandel zum Gesundheitsanbieter angefangen – Schritt für Schritt. Er hat nicht nur 2 Milonzirkel, eGym, Fle.xx integriert, sondern sein vielfältiges Kursangebot angepasst und den Saunabereich verfeinert. Nach längeren Gesprächen mit seinen Beratern hat er nun die Lücke zwischen Fitnesscenter, den ortsansässigen Ärzten und weiteren Gesundheitsanbietern, wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,

Das TC Kempen erweiterte seine Zielgruppe u.a. mit dem Galieotraining

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Best Practice Boutique-Studios enorm, so dass direkt eine dritte Galileotrainingsplatte angeschafft wurde. Mit dem Galileotrainingssystem werden somit wichtige Zielgruppen, und nicht nur aus dem medizinischen Bereich, mit angesprochen: Sturzprophylaxe, Beckenbodentraining, Training der Tiefenmuskulatur, Koordinationstraining, zeitoptimiertes Training und vieles mehr.

Zu den Personen Hans-Jürgen Konrad war kaufmännischer Angestellter, bevor er in die Fitnessbranche wechselte. Dort arbeitet er seit 1993. Im Jahr 2000 eröffnete er das TC Kempen, 2003 das TC Tönisvorst und Ende 2014 die Gesundheitsboutique MLoH. mit dem medizinischen Gesundheitstraining geschlossen. Die Entwicklung des Marktes in den gesundheitlichen Bereich geht nur gemeinsam und nicht einsam. Z. B. das Galileotraining sowie der Bodyanalyzer öffnen die Türen, für weitere Zielgruppen, wenn man es richtigmacht. Ganzheitlich wurde das Angebot mit dem Ernährungskonzept – Vitality.expert (Express abnehmen, 8 Wochen Kurse und reaging) und dem MetaCheck fitness (Stoffwechselanalyse auf DNA-Basis) abgerundet.

Die neue Ausrichtung ins medizinische Gesundheitstraining gibt ihm Recht: So wurde die Mitgliederzahl, nach einem 5 %-igen Rückgang in 2016, jetzt wieder nach oben korrigiert und der Monatsumsatz nach Einführung des Galileotrainings und Ernährungskonzepten mal eben um 11.000 € erhöht. Die Ernährungskonzepte ergänzen sich untereinander perfekt in Kurz-, Mittel-, und Nachhaltigkeit. Die Neuorientierung hat sich gelohnt. Die Wartelisten beim Galileo waren

Antonio e Silva, MBA in Leisure and Sport Management, ist als Vertriebsleiter und Prokurist bei der for me do GmbH tätig. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist er ein ausgewiesener Experte in der FitnessBranche.

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MTT und Digitalisierung – Unterstützung für Physiotherapeuten und deren Kunden

Unsere Welt befindet sich im Wandel hin zu digitalen Prozessen und das nennt man gemeinhin „Digitalisierung“ – aber was heißt das für die Physiotherapie? In verschiedenen Bereichen einer Physiotherapiepraxis ist Digitalisierung bereits zur Gewohnheit geworden, es gibt Verwaltungssoftware zur Erfassung von Kundendaten und der Abrechnung mit den Krankenkassen. Noch etwas ungewohnter, aber immer häufiger, übernimmt eine Software auch die Organisation der Abläufe auf der Trainingsfläche. Eine Trainingssoftware, in die Trainingsgeräte gemeinsam mit Cardiogeräten und Funktionellen Übungen eingebunden sind, dient den Physiotherapeuten unterstützend im Behandlungsalltag. Mit Hilfe der Softwarelösungen werden Praxisabläufe vereinfacht und ein effizientes Arbeiten ermöglicht. Die moderne, digitalisierte MTT- Fläche wird so individuell auf den Bedarf der Praxis und deren Patienten ausgerichtet. Über die Software lassen sich einfach, schnell und übersichtlich der IstZustand des Patienten und der Kunden beim Trainingsbeginn bestimmen (Eingangstest), Trainings- und Therapiepläne erstellen und Fortschritte dokumentieren (Retest). Zudem kann die Software zu Statistikzwecken genutzt werden und wird damit zum Kontroll- und Marketinginstrument. 42

Um solche Softwarelösungen tatsächlich unterstützend und nutzbringend im Praxis-Alltag einsetzen zu können, werden entsprechend intelligente Trainingsgeräte benötigt. Die von der Firma FREI hergestellten Factum novus II Test- und Trainingsgeräte sind solche Geräte. Sie sind mit verschiedenen Trainingssoftware-Lösungen kompatibel (ATP / aktivKonzepte) und können je nach Ausrichtung und Schwerpunkt einer Praxis für Sport, Fitness, Therapie oder Rehabilitation eingesetzt werden.

der Arbeitsabläufe. Patienten und Kunden bleiben der Praxis treu und eine Überführung aus dem Therapie- in den Selbstzahlerbereich wird erleichtert.

Der Einsatz einer Software-GeräteKombination lässt ein effizientes Arbeiten zu und steigert die Betreuungsqualität in der Therapie und während des Trainings. Die individuelle Integration in die eigene Praxis bedeutet eine weitere Professionalisierung

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Marktübersicht Physio- / Reha-Anbieter

Marktübersicht Physio-/ Reha-Anbieter

In diesem Heft stellen wir Möglichkeiten vor, das eigene Angebot mit einem Fokus auf Training zu erweitern. Dabei schreiben wir vor allem über die Möglichkeiten im Allgemeinen, ohne spezielle Produkte oder Konzepte zu benennen. Das möchten wir gerne Ihnen als Leser überlassen, denn Sie kennen Ihr Business und Ihre Vorlieben am besten. Aber, damit sie eine Auswahl haben, präsentieren wir in unserer Marktübersicht 26 Anbieter, die in beiden Welten – Therapie und Training – agieren. Eine Beinpresse ist eine Beinpresse, oder? Nicht wenn man reine Fitnessgeräte mit medizinisch zugelassenen Geräten vergleicht, denn diese müssen mehr Kriterien erfüllen, als nur therapeutisch auszusehen. Während es beim Fitnesstraining darum geht, die Gewichte möglichst korrekt oder sogar in größtmöglicher Menge zu bewegen, ist die Zielsetzung in der Therapie eine andere. Daher werden an Therapiegeräte ganz andere Anforderungen gestellt. Zumeist ist eine sehr gezielte Trainingstherapie notwendig, weil z. B. das Ausführen von bestimmten Bewegungen wieder erlernt werden soll. Da es nicht darum geht, möglichst viel Gewicht zu stemmen, erlauben Therapiegeräte eine viel genauere Abstufung. Das erlaubt eine feinere und auf das Leistungsniveau des

Patienten abstimmbarere Trainingsbelastung. Weitere Aspekte sind eine achsengerechte Ausrichtung beim Training oder die nötigen höheren Sicherheitsvorkehrungen. So etwas ist beim normalen Fitnesstraining mit gesunden Menschen nicht unbedingt notwendig. Der klare Fokus dieser Geräte ist die teilweise oder vollständige Wiederherstellung von Bewegungsmöglichkeiten. Etwas teurer, aber lohnend Da ist es nur gerechtfertigt, dass die Hersteller die Preise im Vergleich zu „normalen“ Fitnessgeräten etwas angezogen haben. Machen therapeutische Geräte in einem Fitness-Club Sinn? Ausschließlich sicherlich nicht, aber gerade Fitness-Clubs, die eine gesundheits-

orientierte Ausrichtung verfolgen, sollten über die Anschaffung nachdenken und sie parallel zu ihrer Trainingsfläche anbieten. Trot dem ist es nicht sinnvoll, jedes Gerät aus der Therapie blind zu übernehmen und in den Club zu stellen. Mit einer Therapieliege können weder Trainer noch Mitglieder etwas anfangen. Bei Trainingsgeräten oder Vibrationsplatten sieht das schon besser aus. Eine Ausrichtung an der eigenen Zielgruppe ist dennoch wichtig, denn therapeutisch einsetzbare Geräte sehen oft medizinisch aus und haben z. B. bei Discountanbietern eigentlich nichts verloren. In der folgenden Marktübe sicht präsentieren wir Anbieter aus den unterschiedlichsten Bereichen – nur eines haben sie gemeinsam: Sie bedienen den therapeutischen Ansatz in Fitness-Clubs. 43


4D CoreSpeed GmbH Der 4D PRO Bungee-Trainer - 2011 von einem Arzt entwickelt Alltag in der Sport- und Physiotherapie: Der Patient kommt mit der ärztlichen Verordnung ‘Gelenkführende Muskulatur aufbauen. Dabei NICHT belasten, NICHT bewegen, allenfalls nur PASSIV mobilisieren.’. “Eine Zumutung!”, kritisiert Dr. Dr. med. Gharavi seine eigene Zunft. So schuf er mit dem 4D PRO Bungee Trainer ein Konzept, das jeder restriktiven ärztlichen Verordnung gerecht wird, ohne die motorische Ansteuerung einzuschränken. Eine neue Dimension im Sinne unserer Patienten.

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bellicon Deutschland GmbH Durch die innovative Konstruktion eignet sich das hochelastische bellicon® ideal für den Einsatz in der Prävention und Therapie. Die Federung basiert auf Gummiringen in fünf Stärken, die sich an jedes Gewicht und Trainingsart anpassen. Die bellicon Med Schulung richtet sich an Ärzte und Therapeuten, die ihren Patienten alternative Trainingsmethoden bieten möchten und großen Wert auf Therapietreue legen. Als einziges Trampolin wurde das bellicon® von der Aktion Gesunder Rücken e.V. ausgezeichnet.

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crosscorpo GmbH Das Hamburger Handelsunternehmen crosscorpo ist erfolgreich im Fitness- und Gesundheitsmarkt tätig. Zu seinen Kunden zählen Physiotherapeuten, Fitnessstudios und Personal Trainer. crosscorpo ist exklusiver Distributor für die Marken Total Gym und SensoPro in Deutschland. Total Gym gilt als Pionier des funktionellen Trainings mit dem eigenen Körpergewicht. SensoPro ist das innovative Koordinationskonzept aus der Schweiz, das strukturiertes und videobasiertes Training unter Belastung ermöglicht.

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Dr. WOLFF Sports & Prevention GmbH Medizinische Trainings- und Diagnostiksysteme; Konzeptanbieter für Rücken-Kompetenzzentrum mit entsprechenden Rückentherapie-Programmen und Präventionskursen

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eGym GmbH eGym entwickelt modernste Konzepte zur Organisation der Trainingsfläche in Fitnessstudios und Physiopraxen. eGym liefert die komplette Infrastruktur für die digitale Wertschöpfung: „Intelligente“ vollelektronische Kraftgeräte, den efle-xx Mobility-Zirkel sowie die eGym Trainer und Member Apps. Der neue Open-Platform-Ansatz eGym ONE generiert Schnittstellen zu immer mehr Geräten anderer Hersteller. Dadurch vergrößert sich die durch die eGym vernetzte Trainingsfläche kontinuierlich.

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EQUIMED Consulting oHG EQUIMED – über 20 Jahre erfolgreich im Gesundheitsmarkt mit dem Vertrieb von Therapie-Systemen im Bereich Medizintechnik und medical-fitness. Durch intensive Beratungen, attraktive Produkte, individuelle Raumkonzepte sowie die passenden Marketingstrategien liefern wir die maßgeschneiderten Komplettlösungen für den Einsatz unserer Produkte im Gesundheits- und Fitnessmarkt. EQUIMED – Ihr richtiger Partner für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft.

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eXcio GmbH eXcio ist Hersteller von innovativen Geräten, die durch ihre einfache Bedienbarkeit und ein einzigartiges Trainingsgefühl bestechen. Zu unserem Portfolio gehören ein Kraftzirkel mit hydraulischem Widerstandssystem und motivierendem Biofeedback. Der Pelvictrainer, mit dem ein umfassendes Beckenbodentraining ohne Intimkontakt möglich ist. Ebenso ein Dehnzirkel und ein muskelkraftgetriebenes Laufband. Alle Geräte von eXcio sind für ein nachhaltiges und gesundheitsorientiertes Training konzipiert.

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Finanzielles Wachstum für Ihre Physiotherapie

Eine Physiotherapiepraxis von heute benötigt mehr Unabhängigkeit vom gesetzlichen Kassensystem und der ärztlichen Verordnungspraxis - zum Wohle des Patienten und zur Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit. Allein von Kassenpatienten zu „leben“, fällt vielen Physiotherapien schwer. Und auch, wenn ein großer Anteil an Privatpatienten vorhanden ist, muss der Inhaber meist selbst noch Stunden über Stunden an der Bank verbringen, damit seine Unternehmung auch genug Gewinne für sein „Überleben“ abwirft. Die Integration eines Bewegungsbereichs für Selbstzahler scheint die logische Konsequenz zu sein. So kann der Inhaber auch ruhig mal guten Gewissens in den Urlaub fahren und sich sicher sein, dass die monatlichen Umsätze dank der Mitgliedsbeiträge trotzdem fließen. So die Theorie. Doch genau dieser Bewegungsbereich für Selbstzahler läuft in vielen Physiotherapien eher schleppend. Der Grund? Viele Physiotherapeuten lernen weder von den Ausbildungsstellen noch in Fort- und Weiterbildungen, wie die Überführung des Patienten in den Bewegungsbereich stattfinden kann

und stattfinden sollte. Obwohl diese Überführung in die gezielte Bewegung beim Großteil der Patienten für eine langfristige Schmerzfrei zwingend notwendig ist, fehlt es hier an gelebten Systemen und einer einheitlicher Leistungskommunikation, um dies zu gewährleisten. Um den langfristig wirtschaftlichen Erfolg für das Unternehmen und die langfristige Schmerzfreiheit für den Patienten zu gewährleisten, muss die Mitgliederanzahl der Physiotherapie im Bewegungsbereich erhöht werden. „Wir haben genau für diese Problematik eine Lösung gefunden.“, so Thomas Kämmerling – 1. Sachverständiger für Gesundheitsanbieter des DSSV, selbst Physio­the­ra­peut sowie Konzeptberater für Physiotherapien. „Durch unser System erlernt jeder Therapeut eine einheitliche, lösungsorientierte Leistungskommunikation. Ehrlich und transparent, ganz zum Nutzen des

Patienten. Wir schaffen durch unsere Konzepte eine Win-Win-Situation: Wir erhöhen das Gesundheitsbefinden der Patienten bei gleichzeitiger Erhöhung der Rentabilität für die Therapie.“

Zur Person: Bereits über 100 Gesundheitsanbieter arbeiten erfolgreich mit den Konzepten zur Kostendeckung, Umsatzsteigerung und Generierung von Selbst­zahlern. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lädt Sie Thomas Kämmerling gerne zu einer kostenlosen 3-stündigen Beratung ein. Anfragen müssen bitte per E-Mail (kontakt@ kws-schwerte.de) oder per Telefon (02304 - 999 3 000) eingehen. 47


FREI AG Aktive Reha-Systeme Seit 40 Jahren werden bei FREI MTT Geräte entwickelt und hergestellt. Die Geräte aus der FREI Manufaktur sind physiologisch sehr gut durchdacht und werden bereits als Prototypen von erfahrenen Physiotherapeuten getestet. So fließt von Anfang an viel Expertenwissen in die weitere Entwicklung mit ein. Die Firma selbst hält zahlreiche technische Patente, die die Geräte einmalig machen. FREI bietet drei eigene Geräteserien an: Genius Eco, Luxxum und Factum novus II.

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h/p/cosmos sports & medical GmbH Seit der Gründung im Jahr 1988 steht h/p/cosmos für überzeugende Technologie, Design und Sicherheit beim Bau von Laufband-Systemen, Leiter-Ergometern, Sprint-Trainern (SprintErgometer), Athletik-Trainingssystemen, Diagnostik-Systemen und Rehabilitations-Geräten. Als Laufbandspezialist sind wir in der Lage schnell und flexibel auf die Wünsche unserer Kunden zu reagieren. Innovative Ideen werden in kürzester Zeit umgesetzt und als intelligente Lösung realisiert.

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Advertorial Cube Sports

Die funktionelle Lösung von Cube Sports

Funktionelles Training ist ein hochaktuelles Thema in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Ihren Mitgliedern eine innovative und motivierende „Functional Area“ anzubieten, ist das Bestreben jedes trendbewussten Anbieters. Oft fehlt dazu aber die nötige Extra-Raumfläche. Mit Cube Sports werden hierfür jetzt Kursräume flexibel und flächeneffizient nutzbar. Cube Sports hat nun eine passende Antwort für die Bedürfnisse von Physiotherapeuten und Fitness-Studiobetreibern sowie deren Kunden. Ein entscheidender Punkt war dabei die Entwicklung der grundflächensparenden Multifunktionswand, um eine optimale Raumnutzung zu erreichen. Die Multifunktionswand „Bei der Entwicklung der flächeneffizienten Multifunktionswand haben wir uns an den aktuellen Bedürfnissen der Betreiber orientiert“, erläutert Marcel Wergen (Gründer). Die Multifunktionswand ist nicht nur ein optisch attraktiver Rahmen für einen funktionellen Trainingsbereich, sie ermöglicht durch das patentierte Stecksystem die Befestigung von diversen Kleingeräten (Schlingentrainer, Boxbags, Klimmzugstange, Dipstange, Wilde Seile, sowie Torso- und Riptrainer) in verschiedensten Anordnungen.

Erweiterung der Produktpalette In diesem Jahr wurde das Produktportfolio nochmals deutlich erweitert. Mit Hilfe der Multifunktionswand und den variablen Adaptionen können zukünftig sämtliche funktionellen Grundübungen abgedeckt werden. Darüber hinaus fungiert die Wand inzwischen auch als „Ablagefläche“ für viele Kleinstgeräte. Gemeinsam mit der Firma Ludwig Artzt wurden für zahlreiche Produkte (Bosu, Kettlebell, Langhantel etc.) Adaptionen entwickelt, mit deren Hilfe die Wand zum „Storage-System“ wird. Somit ist der Kursraum für eine alternative Nutzung sehr schnell aufgeräumt und die Kursfläche wieder frei. Ganzheitlicher Raumlösungsansatz Zu einer Raumlösung von Cube Sports gehört neben der der gewünschten Produktauswahl auch ein individuelles Design. So wurde z.B. für den Injoy Club

in Köln das Produktdesign mit dem Studiowanddesign zu einer optischen Einheit verschmolzen, die sich harmonisch ins gesamte Studiodesign einfügt. „Somit bieten wir eine ganzheitliche Lösung für den funktionellen Trainingsraum an, die neben flächeneffizienter Nutzung und Trainingsvielfalt auch ein spezielles Studiodesign ermöglicht“, betont Marcel Wergen.

Kontakt: Cube Sports GmbH Hospeltstraße 32 50825 Köln Tel. 0221 / 16861658 info@cubesports.de www.cubesports.de 49


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Advertorial extrafit

extrafit entwickelt sich zum Systemanbieter für Beweglichkeitskonzepte

Seit mehr als vier Jahren ist die baden-württembergische Manufaktur für Sportgeräte extrafit auch auf dem Markt für Beweglichkeits- und Zirkelkonzepte vertreten. Für den Firmengründer Werner Jaschke war der Aufbau einer eigenständigen Geräteserie die logische Konsequenz zur bisherigen Entwicklung von exzentrischen Kraftgeräten. „Die Verknüpfung von exzentrischem Krafttraining und Muskellängentraining als Ausgleich lag auf der Hand“, erklärt Jaschke und hat sich in den vergangenen Jahren als richtigen Schritt für extrafit herausgestellt. extrafit fertig Beweglichkeitsgeräte aus Holz und hat sich damit auf dem Markt neben bekannten Herstellern etabliert. Getreu dem Firmenmotto „Gutes darf gern günstig sein“ ist mittlerweile eine breite Produktpalette entstanden, die sowohl für große als auch kleine Studios oder Physiotherapien keine Wünsche offenlässt. Mit dem umfassenden Beweglichkeitszirkel, dem platzsparenden Multi-fit, dem innovativen Faszienboard oder auch dem einzigartigen Fußzirkel – extrafit besetzt alle Facetten des Beweglichkeitstrainings. Alle extrafit-Geräte werden in Deutschland unter streng kontrollierten Be-

dingungen mit Präzisionswerkzeugen hergestellt. „Holz ist ein lebendiger Werkstoff“, erklärt Werner Jaschke, der bei extrafit die Produktion und Entwicklung verantwortet. „Gerade der umsichtige Umgang mit diesem Werkstoff durch qualifizierte Mitarbeiter, macht die besondere Qualität der extrafitGeräte aus“, so Jaschke weiter. Dass dennoch günstig produziert werden könne, gebe man direkt an die Kunden weiter. „Für extrafit stand schon immer im Mittelpunkt, bedarfsgerechte Lösungen anzubieten“, erklärt Björn Krämer, Vertriebsleiter bei extrafit. „Bedarfs-

gerecht bedeutet, dass unterm Strich das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Betreiber passen muss. Und da ist extrafit unschlagbar“, so Krämer weiter.

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Interview Edgar Lerch

Quo vadis Physiotherapie? Interview Tobias Niemann

Tobias Niemann sprach mit Edgar Lerch, dem Vorstand des VDB Physiotherapieverbandes Niedersachsen-Bremen über den Zustand der Physiotherapie, den drohenden Fachkräftemangel sowie eine Modernisierung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung. Tobias Niemann: Herr Lerch, wie würden Sie den „Zustand“ der Physiotherapie grundsätzlich beschreiben? Edgar Lerch: Um es in einem Satz zu sagen: Die Ausbildungskosten und die notwendige Qualifikation zur Ausübung des Berufes stehen in keinem Verhältnis zum erzielbaren monatlichen Einkommen. Der Physiotherapeut ist nach der letzten Reform der Ausbildungs- und Prüfungsordnung in 1995 in seiner Grundqualifikation auf demselben Niveau, wie der Absolvent der Ausbildung in den europäischen Nachbarstaaten, nur mit dem Unterschied, dass die Ausbildung in den 56

Nachbarländern zum Teil an Hochschulen angesiedelt ist, die „Curricula“, also Ausbildungsinhalte aber vergleichbar sind. Zusätzliche Qualifikationen in speziellen Fertigkeiten, wie manueller Lymphdrainage, besonderen neurophysiologischen Therapieformen und manuellen Techniken erwirbt der Physiotherapeut, nach Examen, verbunden mit hohem Kosten.- und Zeitaufwand während der beruflichen Tätigkeit. Diese Belastung , Ausbildungskosten mehr als 20.000  € und weitere ca. 20.000  € für sogenannte Zertifikatsleistungen stehen in keiner Relation zu den zu

erzielenden Einkommen von 22.000 € bis vielleicht 30.000  € im Jahr und hoher Qualifikation und Verantwortung bei der Tätigkeit am Menschen. Tobias Niemann: Wie entwickelt sich die Branche? Edgar Lerch: Es gibt fast 42.000 Leistungserbringer bundesweit, die Steigerungsraten stagnieren, da die Leistungsdichte inzwischen groß genug ist. Die Flucht der Therapeuten aus dem Angestelltenverhältnis, wegen geringer Vergütungen / Entgelte, stagniert inzwischen, da die Versorgungsdichte ausreichend ist!


Interview Edgar Lerch

Spezialisten Physiotherapie Juni 2017

Datenquelle: Satistik der Bundesagentur für Arbeit

Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt für Physiotherapeuten hat in allen Bundesländern, inzwischen, erschreckende Ausmaße erreicht! Auf 100 offene Stellen kommen durchschnittlich 40 qualifizierte Bewerber! Geschuldet ist dies der unzureichenden Dotierung der Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Der Preis für eine krankengymnastische Einzelbehandlung liegt zur Zeit bei durchschnittlichen 16,62  €! Der durchschnittliche Stundenpreis in einer Autowerkstatt beträgt ca. 80 €. Der Physiotherapeut verdient für die Heilbehandlung an Menschen ca. 1/3 weniger. Ist unser Auto mehr wert? Tobias Niemann: Woran liegt das? Edgar  Lerch: Wir haben einfach zu wenig Einfluss in der Politik und konnten in den letzten Jahrzehnten die Entscheidungsträger nicht davon überzeugen, die Rahmenbedingungen deutlich

Die Deutschlandkarte zeigt wie drastisch der Fachkräftemangel im Bereich der Physiotherapie aktuell ist

zu verbessern. In regulierten Märkten, wie das Gesundheitssystem, kann der Preis nicht frei durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sondern wird gesetzlich festgesetzt. Tobias Niemann: Welche Themen beschäftigen Sie derzeit besonders? Edgar Lerch: Das Problem des Fachkräftemangels ist derzeit in allen Bundesländern immer deutlicher geworden! Auch an den Fachschulen und den Hochschulen wird die Zahl der Absolventen, die tatsächlich in den Arbeitsmarkt gelangen immer geringer. Wir, der VDB-Physiotherapieverband steht für eine dringende Modernisierung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung mit Einbeziehung der sogenannten Zertifikate, damit der Therapeut in Zukunft mit voll umfänglicher Qualifikation ins Berufsleben starten kann.

Deshalb fordert der VDB • Erhalt der Fachschulausbildungen Physiotherapeut/in (3 Jahre) und Masseur/in und medizinische Bademeister/in (2 Jahre) • didaktische Gliederung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung nach Lernfeldern • mehr therapeutische Gestaltungsfreiheit im Rahmen der „Blankoverordnung“ und später Direktzugang des Patienten zum Therapeuten, ohne ärztliche Verordnung • Integration wichtiger Fortbildungen („Zertifikate“) in die Ausbildungen • Verteilung des Prüfungsstoffes auf das Abschlussexamen und! eine neu einzuführende Zwischenprüfung • erhöhte Qualitätsanforderungen an die Lehrkräfte Das neue Ausbildungskonzept des VDB gibt der Vermittlung fundierten medizini57


Interview Edgar Lerch Diese Themen wurden jetzt schon vom Kandidaten der CDU Dr. Roy Kühne thematisiert und werden von ihm, nach der Wahl, hoffentlich weitergeführt werden.

Der Verdienst von Physiotherapeuten steht in keinem Verhältnis zu ihrer Verantwortung bei der Tätigkeit am Menschen sche Wissens, insbesondere über Anatomie und Physiologie des Menschen sehr breiten Raum, befähigt zu Befundung und ist zugleich praxisorientiert - es zielt auf die Ausbildung einer „Behandlerpersönlichkeit“ ab, die die Patienten im Gesundheitsbewusstsein hinsichtlich Bewegung und Ergonomie schult und unterstützt und Fehlstellungen beseitigt, Schmerzursachen lindert und Bewegungseinschränkungen mobilisiert. Tobias Niemann: Gibt es weitere Themen? Edgar Lerch: Ein weiteres wichtiges Thema, neben der Preispolitik, ist der Beginn der Erforschung eines „direkten Zugangs“ zu den Leistungen, Heilbehandlungen, der Physiotherapie.

Menge und Frequenz der Therapie fest, so, ganz einfach beschrieben. Tobias Niemann: Wie beurteilen Sie die Änderungen im HHVG für die Branche? Edgar Lerch: Das „HHVG“ hat den Verbänden die Preisverhandlungen für die nächsten drei Jahre erleichtert, dadurch, dass die Steigerungsraten der Preise nicht mehr der „Grundlohnsummensteigerung“ des Vorjahres unterliegen, sondern der Marktsituation, den Kosten einer Praxis, vor allem Personal- und Raumkosten, entsprechen sollten. Damit soll einem „Praxissterben“ vorgebeugt werden, also die Versorgung der Patienten und Versicherten gewährleitet bleiben. Hier ist auch eine Transparenzregelung ent-

Das durchschnittliche Monatsgehalt eines Physiotherapeuten beträgt 2.192 €* * Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Eine erste Studie mit einer sogenannten „Blanko-Verordnung“ durch die Ärzteschaft hat schon ein positives Ergebnis seitens der beteiligten Krankenkasse -big direct- ergeben. Die Patienten/ Versicherten waren schneller von ihren Problemen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen befreit, es hat sich für die Krankenkasse und alle Beteiligten gelohnt! – Der Arzt stellt dabei eine Verordnung für physikalische Behandlungen aus und der Therapeut legt in Rücksprache mit dem Arzt, Art,

Tobias Niemann: Was sind Zukunftsthemen für die Physiotherapie? Edgar Lerch: In der Zukunft wird die wissenschaftliche Erforschung der Wirkwege und Prinzipien eine Grundlage für die Nachweisbarkeit der Therapie darstellen müssen. Eine grundsätzliche Akademisierung des Berufsbildes sollte noch nicht angestrebt werden. Der Wissenschaftsrat der Bundesregierung fordert, dass von den beruflich aktiven Physiotherapeuten rund 10 % akademisch ausgebildet sein sollen. Dieses Ziel kann auch mit berufsbegleitenden Studiengängen erreicht werden. Im Zuge der Verhandlungen mit den Krankenkassen ist auch dringend eine Erhöhung der Behandlungszeiten von zur Zeit 15 – 25 Minuten auf 30 – 40 Minuten anzustreben um dem allgemeinen Altersanstieg der Patienten und Behandlungsqualität gerecht zu werden.

Zu den Personen Edgar Lerch, (55) studierte Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule der Bundeswehr und absolvierte die Ausbildung zum Physiotherapeuten, med. Bademeister und Masseur. Mit seiner eigenen Praxis ist er seit 30 Jahren selbstständig. Seit 2011 Landesvorsitzender des VDB Physiotherapieverbandes Niedersachsen-Bremen.

halten, das heißt, die Mitarbeiter der Praxen sollen von den Preissteigerungen für die Kassenleistungen mit profitieren, dies auch um den Beruf wieder attraktiver zu machen. Tobias Niemann: Welche Themen müsste die neue Bundesregierung auf die Agenda nehmen? Edgar Lerch: Die zukünftige Bundesregierung müßte die hier angesprochenen Themen in der nächsten Legislaturperiode dringend in Angriff nehmen. –

Tobias Niemann ist der Gründer der HBSN AG und der for me do GmbH. Zudem ist er Initiator des Netzwerktreffens Health Connect „Manager im Dialog“ und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Sportstudio Verbandes (DSSV).

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Trends & Specials Anatomy Trains

Die Wirkungsweise von myofaszialen Leitbahnen

Text Jonathan Schneidemesser

Mit dem Faszienhype wurde die Erkenntnis, dass Muskeln nicht nur ihre spezifische Aufgabe erfüllen, sondern in ein größeres „Netz“ eingewoben sind, einer großen Öffentlichkeit zugänglich. Mit seinem Buch „Anatomy Trains – myofasziale Leitbahnen“ schuf Thomas W. Myers ein umfassendes Werk zum Verständnis der myofaszialen Leitbahnen. Auf Grundlage dieses Buches entstand dieser Artikel. Nach wie vor ist die Ansicht verbreitet, dass Faszien und Muskeln unabhängig voneinander funktionieren. Ein Muskel, nehmen wir z. B. den Bizeps, hat einen Ansatz und einen Ursprung und seine beiden Aufgaben sind, diese beiden aufeinander zuzubewegen und bei einer Extension Widerstand gegen den Antagonisten zu leisten. Faszien hingegen sind das, worüber gerade alle sprechen und die mit einer Faszienrolle ausgerollt werden können. Welche Funktionen die Muskelhüllen außerdem noch haben, scheint den meisten Menschen, seien es nun Laien, die Spiegel Online lesen, oder selbst Trainern nicht bekannt zu sein. Das Fasziensystem zieht sich durch den ganzen Körper und verbindet Strukturen miteinander, die 60

dadurch aufeinander Einfluss nehmen können. Das Beispiel zu Beginn sollte genau diesen Zusammenhang darstellen. Der Aufwand, den ein Präparator, der Muskel- und Fasziengewebe trennen möchte, betreiben muss, unterstützt diese Sichtweise. Muskel- und Fasziensystem bilden eine Einheit und arbeiten zusammen. Während das Muskel-Knochen-Modell Bewegung in einzelne Muskelfunktionen unterteilt und nicht das Zusammenspiel betrachtet, übernimmt das Faszien- und damit das Bindegewebe die Mittlerfunktion zwischen den einzelnen Strukturen. Was sind Anatomy Trains? Das ist der Zeitpunkt, wo der Begriff Myofaszie oder myofasziale Verbindung

ins Spiel kommt. Er bezeichnet die untrennbare (!) Einheit von Muskelgewebe und dem umliegenden Faszienstrukturen, die im Körper als netzartige Struktur angeordnet sind. Bei zwei in Längsrichtung aufeinander folgenden Strukturen dieser Art spricht man von einer myofaszialen Verbindung, wie sie bspw. zwischen serratus anterior und obliquus externus abdominis besteht. Eine Kette von myofaszialen Verbindungen wird letztlich als myofaszialer Meridian bezeichnet. Ein beschreibender Begriff für diese Struktur ist der der anatomischen Zuglinien oder eben Anatomy Trains. So gibt es die Spirallinie, die am Schädel ansetzt, sich um den Brustkorb und das Becken windet, um dann ihren Ansatzpunkt am


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Trends & Specials Anatomy Trains Fuß zu finden, und die oberflächliche Frontallinie, die ebenfalls am Schädel (aber etwas weiter oben) ansetzt, sich gerade über den Bauch und die Oberschenkel über das Schienbein bis zum Fuß erstreckt, um nur zwei Beispiele zu nennen. In den nächsten Ausgaben werden diese Zuglinien näher betrachtet, sodass sie hier nur erwähnt bleiben sollen. Funktionsweise der Anatomy Trains Warum eigentlich Anatomy Trains? Thomas W. Myers nutzt die Zug- und Bahnhofmetaphorik für die Erklärung des Systems der anatomischen Zuglinien. Wie das System funktioniert, soll nun gezeigt werden. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass aktive myofasziale Meridiane in eine Richtung über zur Kraftübertragung fähige Faserverbindungen laufen müssen. Die nun formulierten Regeln gelten nicht immer. An solchen Ausnahmestellen „entgleisen“ die Zugbahnen. Trotzdem spricht man hier von anatomischen Zuglinien. Dieser Sachverhalt wird an den entsprechenden Beispielen nochmals erläutert. Tensegrity-Modell Um zu verstehen, wie die anatomischen Zuglinien funktionieren, unternehmen wir einen kurzen Abstecher in die Welt der Tensegrity. Unter diesem Begriff werden Strukturen verstanden, die sich aufgrund der in ihr wirkenden Zug- und Druckkräfte selbst stabilisieren. Faszien

bilden ein ganzheitliches Netzwerk, gegen das Strukturen wie Muskeln, Knochen, Organe und Gelenke drücken. Solange Zug- und Druckkräfte im Gleichgewicht sind, bleibt die Struktur stabil. Ist eine der Kräfte jedoch stärker, dann gibt nicht die Struktur nach, bei der die Kraft direkt wirkt, sondern die gesamte, um die Spannung zu verteilen. Wird der Druck zu groß, bricht die Struktur. Nicht zwangsläufig, aber an der belasteten Stelle. Da die Spannung über die gesamte Struktur verteilt wird, bricht zuerst die Schwachstelle innerhalb der gesamten Struktur und diese kann sich an einer ganz anderen Stelle befinden. Diese Betrachtungsweise ist eine der großen Stärken des Modells der anatomischen Zuglinien, da es ermöglicht, Schwachstellen anhand der Zuglinien zu identifizieren und diese zu beheben, um so Verletzungen vorzubeugen. Auf der Suche nach anatomischen Zuglinien hielt Thomas W. Myers Ausschau nach „Gleisen“, die ohne Unterbrechung in eine Richtung verlaufen bzw. ihre Richtung nur allmählich verändern. Da eine der wichtigsten Aufgaben der Faszien ist, Kraft zu übertragen, dürfen anatomische Zuglinien nicht über Gelenke „springen“ oder durch quer verlaufende Gewebebahnen führen. Tun sie das, wird die Möglichkeit der Kraftübertragung zunichtegemacht. Wie komplex das werden kann, zeigt

das folgende Beispiel. Der pectoralis minor und der coracobrachialis sind am Rabenschnabelfortsatz (Coracoid) per Faszie verbunden. Hängt der Arm einfach locker herunter, gibt es eine radikale Richtungsänderung zwischen den Strukturen, weshalb man nicht von einer anatomischen Zuglinie sprechen kann. Anders aber, wenn der Arm gestreckt hochgehoben wird. Dann wirken die myofaszialen Verbindungen als Kette. Was bringt uns dieses Wissen? Wenn Probleme in einer der beiden Strukturen auftreten, dann bedeutet das nicht zugleich, dass es wirklich dort zu finden ist. Kennt man die anatomischen Zuglinien, kann man entlang des Gleises nach der Ursache fahnden, was eine ganzheitliche Behandlung ermöglicht. Denn eines der vielen schönen Beispiele, die im Buch genannt werden, ist: Nicht der Täter (Ursache) schreit, sondern das Opfer (Ort des Problems). Trotzdem gibt es Strukturen, die Zugkräfte über eine Ecke hinweg übertragen können und damit ebenfalls zu den anatomischen Zuglinien zählen. Voraussetzung dafür ist das Wirken als Flaschenzug, wodurch die Kraftübertragung aufrechterhalten wird. Ein Beispiel hierfür wäre der Peroneus brevis, der um den Außenknöchel verläuft. Wo Gleise liegen, da sind Bahnhöfe meist ebenfalls nicht weit. Genauso ist es auch im Körper. Im Fall der anato-

Übungen für die Dehnung der anatomischen Zuglinien leitete Thomas Myers von Yoga-Asanas ab, da hier entlang der kompletten Zuglinie gedehnt wird

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Trends & Specials Anatomy Trains

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Trends & Specials Anatomy Trains

Auf der linken Seite eine Möglichkeit die oberflächliche Rückenlinie zu dehnen, rechts eine Übung für die Spirallinie

mischen Zuglinien handelt es sich bei den Bahnhöfen um Ansatzstellen der myofaszialen Strukturen. Und spätestens hier bricht das klassische MuskelKnochen-Modell endgültig zusammen, denn spinnt man die Analogie weiter, wäre für jeden Zug am Ansatzpunkt des Muskels Endstation und dann würde es bei der Kraftübertragung im nächsten Abschnitt weitergehen. Dann wäre dieser Punkt ein Kopfbahnhof. Man merkt schnell, welche Schwächen dieses Modell hat. Vielmehr gibt es manche Züge, die am Ansatzpunkt ihre Endstation haben, und manche, die weiterfahren. Um wieder auf die Körperebene zurückzukehren, bedeutet das, dass sich der Verlauf der myofaszialen Struktur auf das nächste Gleis fortsetzt. So werden verschiedene Strukturen miteinander verbunden, die zusammenarbeiten. Myofasziale Strukturen, die aufs nächste Gleis laufen, sind meistens die oberflächlich gelegenen Fasern. Tiefergelegene verbinden Knochen mit Knochen und sind eher unbeweglich und weniger kommunikationsfreudig als ihre höherliegenden Nachbarn. Von Weichen und Drehscheiben Die Faszienschichten sind aber nicht nur miteinander verwoben, sondern verzweigen sich auch. Hier spricht Myers von Weichen. Ein Fall, an dem 64

man das beobachten kann, ist die Bauchmuskulatur. Die dort liegenden Faszienschichten setzen an den Querfortsätzen der Lendenwirbelsäule an und gliedern sich in drei verschiedene Faserschichten: die Obliquen und der transversus, bevor sie sich an der linea alba wieder treffen. Die Weichen machen die Bestimmung der anatomischen Zuglinien nicht einfacher, denn je nach Körperposition wird ein anderes Gleis befahren. Welche der Abzweigungen genutzt wird, kann nicht beeinflusst werden. Vielmehr spielen die in der Situation auftretenden Kräfte eine große Rolle. So kann es passieren, dass sogar unterschiedliche Linien zur Kraftübertragung genutzt werden, je nachdem, welche Kräfte aktuell wirken. Wo viele Linien verlaufen, lässt es sich auf einer begrenzten Fläche wie dem menschlichen Körper nicht vermeiden, dass sich Faszien kreuzen oder sich myofasziale Kraftvektoren sammeln, die in unterschiedliche Richtungen ziehen. Eine Stelle, an der das recht offensichtlich passiert, ist das Schambein. Ich verstehe nur Bahnhof Myers unterscheidet weiterhin zwischen Express- und Nahverkehrszügen. Letztere sind für ihn ein-

gelenkige Muskeln und ersteres mehrgelenkige. Diese Bezeichnung gilt nur dann, wenn die eingelenkigen Muskeln eine Teilbewegung des mehrgelenkigen Muskels duplizieren und beide in einer anatomischen Zuglinie liegen. Das ist für Myers besonders deshalb wichtig, da er postuliert, dass die Körperhaltung stärker von Nahverkehrszügen bestimmt wird und diesen daher mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden solle. Was am Ende noch einmal ganz deutlich gesagt werden soll, ist, dass die Theorie der anatomischen Zuglinien wissenschaftlich noch nicht abgesichert ist, wenn auch bereits in der Praxis bewährt. Fazit Diese doch sehr theoretische Betrachtung legt die Grundlage für eine Artikelreihe in unserem Schwestermagazin, der BODYMEDIA Fitness. In den nächsten vier Ausgaben werden unterschiedliche Spirallinien im Detail betrachtet und Übungen für diese gezeigt. Los geht es mit der Oberflächlichen Rücken- und Frontallinie in Ausgabe 6-2017. Dann folgen Lateral-, Spiral und die Armlinie (1-2018), die funktionelle und tiefe Frontallinie (2-2018) und die Integration von Anatomy Trains ins Training (Ausgabe 3-2018).


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Rehabilitation Kreuzband

Ist die Methode der KreuzbandRehabilitation noch zeitgemäß? Text Dr. Dr. med. Homayun Gharavi

Kreuzbandverletzungen stellen eine der häufigsten Verletzungen im Sport dar. Im Bemühen eine Systematik in der Natur dieser Verletzung zu erkennen, gibt es viele Statistiken, die die Inzidenz nach Sportart und Verletzungsmechanismus ausdrücken. Unser Autor stellt die klassische Behandlung einer Kreuzbandverletzung in Frage und präsentiert ein stärker bewegungsorientiertes TherapieModell. Seine These dabei: Nicht das Knie, sondern die Bewegung wird rehabilitiert. Grundsätzlich besteht das Problem bei der derzeitigen Kreuzband-Rehabilitations-Methode in einer zu mechanischen Betrachtungsweise dieser Verletzung. Es wird zu sehr die Schwäche bestimmter Muskelgruppen bzw. Strukturen als Hauptgrund dieser Verletzung argumentiert. Auf der anderen Seite gibt es kein Korrelat, welches Menschen mit insuffizienter Muskulatur bei Verletzungen dieser Art favorisiert. Im Gegenteil, es sind vornehmlich Sportler, die eine Kreuzbandverletzung erleiden. Es kann also nicht die mangelhafte muskuläre Entwicklung als Risikofaktor für die Kreuzbandverletzung herangezogen werden. 68

In diesem Beitrag möchte ich zunächst auf Prinzipien eingehen, die die Grundlage für alle weiteren Schritte, von der Operation über die Rehabilitation bis zur Rückkehr in die volle Leistungsfähigkeit darstellen. Zunächst ein paar Grundsätze. Die Logik der Verletzung Jede Verletzung besitzt ihre eigene Logik, d. h., dass eine kausale Kette von Ereignissen, die zur Überbeanspruchung von Strukturen führt, die daraufhin ihre Integrität verlieren. Durch diesen Integritätsverlust wird die Funktion bis hin zum Funktionsverlust beeinträchtigt. Einfach ausgedrückt, auf einem gebrochenen

Knochen kann man nicht normal gehen. Ganz gleich welche Struktur oder welches Körperteil betroffen ist, kommt es zu einer Störung und Beeinträchtigung des gesunden Haltungs- und Bewegungsbildes. So, wie es möglich ist, dass eine verletzte Struktur das Gangbild beeinflusst, ist es auch umgekehrt möglich, über das Gangbild die Struktur zu beeinflussen. Gesunde Bewegung wie z. B. ein gesunder Gang ist somit elementar wichtig für die Genesung bzw. für die Gesunderhaltung der Strukturen. Über Wahn und Sinn der ärztlichen Anordnung Ärztliche Anordnungen ergeben nicht


Rehabilitation Kreuzband

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Rodeo SA., Arnoczky SP., Torzilli PA., Hidaka C., Warren RF.: Tendon-healing in a bone tunnel. A biomechanical and histological study in the dog. J Bone Joint Surg Am. 75 (1993): 1795-1803.

Yamakado K1 et al.: The influence of mechanical stress on graft healing in a bone tunnel. Arthroscopy. 2002 Jan;18(1):82-90.

immer Sinn. Insbesondere dann nicht, wenn es um Anweisungen geht, die wir der Physiotherapie auferlegen. Im Rahmen unserer medizinischen Ausbildung haben wir unzählige Kurse und Praktika absolvieren müssen. So gehört ein zweimonatiges Praktikum im Pflegedienst, zu Recht, zum festen Bestandteil der ärztlichen Ausbildung. Zu keinem Zeitpunkt jedoch durften wir die Physiotherapie begleiten, obwohl dieser Gesundheitsberuf mindestens genauso eng an die Betreuung des Patienten gebunden ist, wie die Patientenpflege. Dennoch maßen wir uns an, der Physiotherapie vorzuschreiben, was beim Patienten nicht angewendet werden darf. Hierin sehe ich eine große Lücke, die maßgeblich für die postakute Fehl-/Unterversorgung von Verletzungen/Operationen verantwortlich ist. Hardware versus Software Im Anschluss an viele Operationen und Verletzungen verschreiben Ärzte die Ruhigstellung. Hierbei müssen wir uns die ernsthafte Frage stellen, was eine größere Versicherung gegen eine Wiederverletzung darstellt – die Ruhigstellung, die auch neurologisch, ein Verkümmern unserer Fähigkeiten, Bewegung zu generieren und diese zu kontrollieren, darstellt, oder die Kontrolle der Verletzung über die aktive Bewegung des gesamten Körpers, wobei die verletzte Körperregion in die Bewegung integriert wird? Je länger wir auf die strukturelle Festigkeit warten, umso unfähiger werden wir einen

Wiedereinstieg in die Bewegung den natürlichen Kräften der Bewegung begegnen können. Wiederverletzungen sind dann vorprogrammiert. Eine ausgereifte Bewegungskontrolle (Software) ist in der Lage, sich an widrigste Bedingungen anzupassen – also Bewegungen, trotz verletzter Regionen, kompensierend durchzuführen.

wegungsfreiheit vor Augen hält. Da wird mit der Sonde am Graft gerupft und gezogen, das Knie wird in die volle Streckung geschlagen und in maximale Beugung gedrückt. Das Ganze geschieht, während der Patient sediert ist, wird ihm aber im wachen Zustand untersagt, wenn dieser schmerzbedingt sowieso sehr vorsichtig ist.

Heilungsphasen respektieren Die Synthese und Einstrahlung von sogenannten Sharpey-Fasern vom Kreuzbandersatz in den Knochen werden von vielen Studien belegt.1 Genauso ist jedoch erwiesen, dass ein Kreuzbandersatz auch nach Jahren nicht die Qualität eines natürlichen Kreuzbandes erlangt. Ein intelligentes Rehaprogramm geht progressiv vor und bleibt dabei weit weg von der mechanischen Grenzbelastung des eingebrachten Graftes. Heilung funktioniert am besten, wenn sie ungestört ablaufen kann. Es gibt keine Beschleuniger, sondern nur Strategien, die die Heilung von Störfaktoren, wie mechanischer oder physiologischer Fehlbelastung, freihält. Allerdings wird der motorischen Einschränkung zu Gunsten der Heilung definitiv zu viel zugesprochen. Dabei ist das gesunde Bewegungspotential bei Verletzung bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Als Grundsatz können wir festlegen, dass Bewegungen vor Übungen stehen. Denn Bewegungen sind erlebbar, während Übungen lediglich durchgeführt werden. Zur Verstärkung des Erlebnisses benutze ich sämtliche Hilfsmittel, die die Bewegungswahrnehmung zunächst stören (Bleimanschetten, elastisches Tape, Augenklappen, Handschuhe, Bandagen, etc.), in der Konsequenz jedoch die Bewegungsqualität verbessern. Denn, um zur perfekten Technik zu finden, müssen die Fehlbewegungen erlebt und gemeistert werden.

Im Falle der Kreuzbandplastik werfen die ärztlich regressiven Anordnungen viele Fragen auf, insbesondere dann, wenn man sich die intraoperativ durchgeführten Tests auf Festigkeit und Be-

Beispiel für eine gesund ablaufende Rehabilitation Phase 1 (Tag 1 - 4): Da im Körper nichts wirklich isoliert bewegt werden kann, sollte auch von Beginn an die Bewegung über lange Ketten angestrebt werden. Dabei sollte die aktive Ansteuerung und Kontrolle der Bewegungen, seien sie noch so klein und einfach, im Vordergrund stehen. Die oft benutzten passiven Elektromobilisatoren, die postoperativ zum Einsatz kommen, sollten

Oben: Die im Artikel beschriebenen Phasen 1-5 sind unter diesem QRCode als beispielhaftes Video abrufbar Links: Ärzte verschreiben häufig Ruhigstellung, was aber zu einer muskulären wie auch neurologischen Verkümmerung der Bewegungsgenerierung führt und damit zu einem höheren Risiko für eine Wiederverletzung 69


Rehabilitation Kreuzband gänzlich gemieden werden, weil sie 1. die Arbeit des Gehirns unterbinden. 2. das Hüftgelenk während der gesamten Kniebewegung in der Flexion halten. 3. die operierte Extremität vom restlichen Körper isolieren. All dies sind Punkte, die die Wiederaufnahme der Bewegungskontrolle durch das Gehirn erschweren. Je früher die aktive Kontrolle über den gesamten Körper übernommen wird, umso geringer der Qualitätsverlust der Bewegung und umso rascher die Rückkehr in die volle Leistungsfähigkeit. In den ersten postoperativen Tagen steht die Schmerz- und Schwellungskontrolle im Vordergrund. Dies kann durch gleichzeitige medikamentöse, bewegungs- sowie manualtherapeutische Intervention geschehen. Da Schmerz und Schwellung einander bedingen, führt die Reduktion der Schwellung recht wirkungsvoll auch zu einer Schmerzreduktion. Da der Schmerz als stärkster Inhibitor von Muskelaktivität gilt, erlaubt die Schmerzreduktion eine leichtere Wiederaufnahme der Bewegung. Der natürliche Schwellungsrückgang beginnt übrigens zwischen dem 4.-7. Tag nach Trauma. Umso wichtiger wird die Zuwendung innerhalb der ersten drei Tage.

Nun ist es verständlicherweise nicht möglich von Beginn an in die volle Mobilisation und Belastung zu gehen. Hier sind Bewegungskonzepte vonnöten, die es erlauben die benachbarten Gelenke der operierten Extremität in Bewegung zu halten, während das operierte Kniegelenk entlastet und in der Gesamtbewegung mitgeführt wird. Der erste Fokus sollte auf einen seitlich liegend ausgeführten Beinschwung liegen, bei dem das Hüft-und Sprunggelenk über den gesamten Radius in die fasziale Spannung beschleunigt wird. Mithilfe entsprechender Schlingensysteme ließe sich das auch leicht im Krankenbett durchführen. Phase 2 (Tag 4 - 8): In der nächsten Phase stünde die unbelastete Mobilisation des Kniegelenkes an, die ebenfalls nach dem selben Prinzip ausgeführt werden kann. Unter Zuhilfenahme von wasserdichten Wundpflastern kann die Gegenbewegung auch in schulter tiefem Wasser durchgeführt werden. Die oft unausweichliche Nutzung von Gehstützen begünstigt ebenfalls die Hüftbeugung und flektierte Haltung des Körpers. Bewegungen, die über die gesamte dorsale Kette eine multiartikuläre Spannung aufbauen, helfen daher bei der Aufrichtung des Körpers für einen gesunden Stand und Gang. Durch den

Erguss, der postoperativ im Kniegelenk entsteht, kommt es oft zu einer Inhibition der Quadrizeps-Muskulatur. Um dem entgegenzuwirken, ist der Einsatz von Kompressionsbandagen, besonders während der Trainingseinheiten, sehr hilfreich. Zudem führe ich bei den meisten meiner Athleten am Ende der ersten Woche eine Dränage durch. Physiotherapeuten sollten die gute Beziehung zu den kooperierenden Ärzten nutzen, um bei Bedarf entsprechende Empfehlungen zu formulieren. Die dadurch gewonnene Leistungsfähigkeit ist es definitiv im Sinne des Patienten alle Mal wert. Phase 3 (Tag 8 - 12): In dieser Phase steht der Rhythmus im Vordergrund. Im Rahmen der möglichen Bewegungsradien sollten Aufgaben erfüllt werden, die einen Rhythmus besitzen. Beispiel hierfür wäre der assistierte Ausfallschritt im 4D PRO Bungee Trainer, der eine elastische Aufhängung darstellt. Mit den Armen in der Schlaufe kann der Patient sein Körpergewicht und seine Bewegung in der Beschleunigung kontrollieren und somit die Ausführung des Ausfallschrittes ohne die Schwerkraft üben. Diese Phase ist eine Schlüsselphase, in der Bewegungen neu erlebt werden. Sie ist die Grundlage für die Wiederaufnahme der operierten Extremität in den Verbund des Körpers.

Links: Die geerntete Semitendinosussehne wird für die Implantierung als Kreuzbandersatz vorbereitet. Rechts: Dr. Dr. med. Homayun Gharavi mit Dr. med. Johannes Holz (Hamburg) bei einer Kreuzband OP

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Rehabilitation Kreuzband diese werden wie der einzelne Gummiball vom Boden abprallen. Das gleiche lässt sich fortsetzen bis zehn Gummibälle als Säule miteinander verklebt wurden. Auch dieser 10er-Turm wird, einen präzisen geraden Aufprall vorausgesetzt, prall-elastisch vom Boden springen. Jetzt wird ein beliebiger Gummiball aus diesem Turm durch eine Tomate ersetzt. Wenn wir jetzt diesen Ball-Turm aus gleicher Höhe auf den Boden fallen lassen, wird die Elastizität der Gummibälle durch die Tomate absorbiert. Die Funktionalität der anderen neun Segmente (Gummibälle) wäre dahin.

Taping kann dabei helfen, das Bewegungserlebnis spürbar zu machen, was die Bewegungsqualität letztendlich verbessert

Ziel ist es außerdem über die Bewegungen die Bewegungsradien zu vergrößern. Hier steht das Ausschöpfen der anatomisch möglichen Winkel im Interesse unserer Arbeit. Unter Einbindung möglichst langer Bewegungs-ketten sollten Bewegungen aufgegeben werden, die aus der vollen Flexion in die komplette Extension bzw. aus der maximalen Neigung oder Rotation in die maximale Gegenneigung/-rotation führen. Um die Bewegung erlebbar zu machen, empfehle ich grundsätzlich Aufgaben zur Bewältigung aufzugeben. Zum Beispiel vorwärts, rückwärts und seitwärts über eine Stange zu steigen. Ebenfalls kann die Stange bewältigt werden, indem sie untergegangen wird – eine Art Limbo, die sowohl vorwärts, wie auch seitwärts und rückwärts durchzuführen wäre. Diese simple Übung erfordert ein Höchst maß an neurologischer Ansteuerung sowie die Einbindung sämtlicher Gelenke des Körpers. Vielleicht wird besonders hiermit klar, dass wir nicht das operierte Knie, sondern die Bewegung rehabilitieren. Am Ende dieser Phase werden die Gehstützen in der Regel abgelegt (ca. 10.-12. Tag post OP). Das Ablegen der Gehstützen ist übrigens keine Entscheidung des Therapeuten, sondern die des Patienten. Phase 4 (Tag 10 - 17): Diese Phase ist geprägt von der Verknüpfung von Bewegungen unterschiedlicher Rhythmen. Der Fokus liegt 72

nun auf geschmeidigen Übergängen der einzelnen Bewegungen. Diese können assistiert oder frei ausgeführt sein. Hierzu müssen wir uns vor Augen halten, dass Verletzungen oft durch eine Störung des laufenden Bewegungsrhythmus (Unebenheiten im Boden, externe Kräfte, Fehlansteuerung, Richtungswechsel, Gegner, etc.) ausgelöst werden. Daher ist das Training von Rhythmusübergängen so wichtig für die Ausbildung einer guten Bewegungskontrolle. Diese Phase bildet den Grundstein dafür, dass der Patient auf einem höheren Leistungslevel zurückkehrt, als er sich zum Zeitpunkt der Verletzung befunden hat. Die Verletzung ist also immer eine Chance! Phase 5 (Tag 14 - 21): Diese letzte Phase stellt den Übergang in die Entlassung des Patienten dar, in der die Bewegungen aus den vorausgegangenen Phasen mit höheren Beschleunigungskräften durchgeführt werden. Dadurch erwirken wir eine stärkere Betonung der Exzentrik, in denen die Kontrolle und die Führung des Körpers in den jeweiligen Umkehrpunkten geschult wird. Zur Erläuterung der Zielsetzung dieser Phase möchte ich ein Modell beschreiben: stellt euch einen Gummiball (Flummi) vor, den ihr auf den Boden prallen lasst. Nun nehmt ihr zwei Gummibälle, die ihr aneinander geklebt hat und lasst sie als Säule auf den Boden fallen. Auch

Genauso verhält es sich bei unserem operierten Patienten, wobei ich das operierte Kniegelenk gar nicht mal als Tomate darstellen will, sondern Segmente oder Punkte überall anders am Körper. Besonders betroffen an der Metamorphose zur Tomate ist die Hüftmuskulatur, die bei Lähmung typischerweise zum TrendelenburgHinken führt. Sie dient als Schnittstelle zwischen unterer Extremität und Oberkörper. Bei Interesse, kann der QR-Code auf Seite 69 abgescannt werden. Dieser verlinkt auf ein Video mit einem beispielhaften Ablauf der hier beschriebenen Phasen.

Zum Autor Als Arzt und Sportwissenschaftler blickt Dr. Dr. med. Homayun Gharavi mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf Verletzungen. Er arbeitete bereits mit zahlreichen Nationaltrainern aus unterschiedlichen Sportarten zusammen u. a. Jürgen Klinsmann. Zur Unterstützung seiner Arbeit entwickelte er ein elastisches Schlingentrainingssystem, den 4D PRO Reaction Trainer. Bereits 2003 gründete er die Deutsche Akademie für angewandte Sportmedizin (DAASM), deren erstes Herbstsymposium auf der MEET THE TOP Physio vom 23.11. – 26.11. auf Mallorca stattfinden wird. Interessierte können sich unter www.meet-the-top.physio anmelden.


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Anatomy Trains – myofasziale Leitbahnen

Passend zu unserem Artikel auf den Seiten 60 – 64 soll das Buch Anatomy Trains von Thomas Myers rezensiert werden. Eines gleich vorweg: Ob man nun mit den Ansichten des Autors übereinstimmt oder nicht – das Buch ist absolut lesenswert für jeden Therapeuten. Es kostet allerdings auch etwas Mühe. Myers leitet sein Buch mit den Worten „Die Grundannahme dieses Buches ist einfach“ ein. Und ja, das stimmt, denn diese Annahme ist, dass Muskeln neben ihrer individuellen Funktion in ein, den ganzen Körper umspannendes Netzwerk eingebunden sind und myfasziale Meridiane bilden, deren Verlauf über den Körper hinweg feststellbar ist. Trotzdem ist das Thema so komplex, dass es sich lohnt 352 Seiten darüber zu schreiben und diese auch zu lesen. Denn nach einer umfassenden Einführung in das Thema Faszien und deren Funktionsweise, in der nicht nur die Bausteine des Gewebes, sondern auch dessen Funktionsstrukturen erläutert werden, leitet Thomas Myers zu seiner Metapher von Schienenund Eisenbahnlinien, die durch den Körper verlaufen, über. Diese dient zum besseren Verständnis der Thematik und macht diese neuartige Sichtweise leichter verständlich. Den größten Teil des Buches betrachtet und beschreibt er die verschiedenen Zuglinien, die durch den Körper verlaufen. Insgesamt erwähnt er 74

sieben Stück, die er detailliert betrachtet und es nicht dabei belässt. Denn am Ende eines jeden Kapitels stellt er allgemeine Überlegungen zu bewegungstherapeutischen Interventionen an. Ein wichtiger Teil davon ist, welche Dehnübungen sich für die jeweilige Spirallinie eignen, um sie in die Länge zu ziehen. Da die letztgenannten Betrachtungen recht kurz ausfallen, widmet sich Thomas Myer in einem separaten Kapitel den anatomischen Zuglinien im speziellen Hinblick auf Training. Außerdem geht er auf verschiedene Bewegungsmuster ein. Abgerundet wird die vermittelte Theorie mit einem Kapitel zur strukturellen Analyse bei Patienten sowie einigen Praxisbeispielen. Wer sollte es lesen? Das Cover des Buches nimmt es bereits direkt vorweg – Thomas Myer schrieb Anatomy Trains vor allem für Manuel- und Bewegungstherapeuten. Da dieser Begriff allerdings sehr weitläufig ist, sollte er etwas eingegrenzt werden. Physiotherapeuten und bewegungsorientierte Ärzte sind die größte Zielgruppe des Buches, denn sie sind

mit dem Vokabular des Buches am besten vertraut. Auch wenn die Grundannahme des Buches einfach ist, so ist ein Verstehen der Inhalte doch sehr komplex. Mit ein bisschen Einarbeitungszeit ist es durchaus für interessierte Laien verständlich. Fazit Das Buch Anatomy Trains von Thomas Myers gibt einen neuen Blickwinkel darauf, wie Bewegung funktioniert und auf was man als Therapeut alles beachten sollte, um nicht nur Symptome zu bekämpfen, sondern direkt an die Wurzel des Übels zu gehen. Hierbei können die myofaszialen Leitbahnen durchaus ein lohnender Zugang sein. Das Buch lohnt sich für alle Therapeuten, die einen bewegungsorientieren Therapieansatz umsetzen möchten – für alle anderen aber auch. Zum Buch Autor: Thomas W Myers Verlag: Urban & Fischer Verlag / Elsevier GmbH 3. Auflage 352 Seiten ISBN: 9783437567339 59,99 €


Events MEET THE TOP Physio

Das Premium-Treffen der Physio- und Gesundheitsbranche

Text Jonathan Schneidemesser

Das Premium-Treffen MEET THE TOP gehört bereits seit Jahren zu den wichtigsten Events in der Fitnessbranche und bringt über 450 Entscheider – Käufer und Verkäufer – zum effizienten 1:1 Business-Talk zusammen. Vom 23. – 26.11.2017 findet zum ersten Mal ein MEET THE TOP für die Physio- und Gesundheitsbranche statt. Was Besucher auf der MEET THE TOP Physio erwartet, lesen Sie in diesem Artikel. Die Möglichkeit sich mit Kollegen aus der eigenen Branche zu vernetzen, ist ein wichtiger Baustein im Unternehmerleben. So lernt man am schnellsten neue Ideen und Konzepte kennen, die das eigene Unternehmen voranbringen. Und wo könnte man das besser als weit weg vom Arbeitsalltag, der einen immer wieder einholen will, damit aber die Möglichkeit, innovativ zu denken häufig erschwert. Deshalb ab nach Mallorca Bis zu diesem Jahr gab es in der Physio- und Gesundheitsbranche keine Veranstaltung, die solch ein effektives Netzwerken und einen Austausch unter Kollegen ermöglichte. Daher besuchten mehr und mehr Physiotherapeuten Veranstaltungen aus der Fitnessbranche. Die mit Abstand effektivste 76

Veranstaltung dieser Art in der Fitnessbranche ist MEET THE TOP, das jedes Jahr Anfang März auf Mallorca mit über 450 Teilnehmern stattfindet. Damit ist es die größte Hostes-Buyer-Event in der Fitnessbranche. Damit Physiotherapeuten, Gesundheitsanbieter und Rehakliniken eine Plattform haben, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, entschied der Veranstalter ein Event eigens für Physiotherapeuten ins Leben zu rufen. Diese findet Ende November im Robinson Club Cala Serena auf Mallorca statt. Das Kernkonzept des Events bleibt auch in der Physio- und Gesundheitsbranche erhalten. Morgens finden 20-minütige 1:1 Meetings zwischen Herstellern und den teilnehmenden Physiotherapeuten statt. So

besteht auf Industrieseite genügend Zeit, sein Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen vorzustellen und auf Betreiberseite diese unverbindlich kennenzulernen. Die Meetings werden im Vorfeld der Veranstaltung festgelegt. Maßgeblich dafür sind die Wünsche der Hersteller. Um die Gespräche möglichst effizient zu machen, kann die Betreiberseite ebenfalls Terminwünsche vergeben. Vorträge mit Fortbildungspunkten Am Nachmittag gibt es für alle Teilnehmer neben der Möglichkeit das umfassende Freizeitangebot des Hotels zu nutzen, die Gelegenheit Vorträge aus den unterschiedlichsten Bereichen zu lauschen und dabei Fortbildungspunkte zu erhalten. Die Vorträge werden in Zusammenarbeit


Events MEET THE TOP Physio mit der Deutschen Akademie für angewandte Sportmedizin (DAASM) veranstaltet und dadurch hochqualitativ. Im Fokus der Vorträge steht nicht nur die Erweiterung des Wissens in der Therapie, sondern auch der Blick über den Tellerrand hinaus. Dabei werden Vorträge und Workshops kombiniert. Neben Beiträgen zum Thema OnlineMarketing, Digitalisierung in der Physiotherapie zeigen unsere Referenten anhand von Best Practices, welche Chancen der Trainingsbereich bietet. Traumhafte Location Der Robinson Club Cala Serena bietet

ein perfektes Ambiente für diese Art des Netzwerkens. Die Location überzeugt durch eine eigene Bucht, großem Convention Center, herrlichem Ambiente, wunderschönen Zimmern, feinen Speisen, kurzen Wegen und vor allem einer optimalen Erreichbarkeit. Schnell lässt man den Alltag hinter sich und kann sich voll und ganz auf das innovative Flair auf der Veranstaltung einlassen. Für Industrieteilnehmer und Inhaber und Führungskräfte von Physio- und Reha-Anlagen sind noch wenige Plätze verfügbar. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter www.meet-the-top.physio

Das Angebot auf der MEET THE TOP Physio ist vielfältig und bietet etwas für alle Ansprüche, sei es nun das Netzwerken, das Kennenlernen neuer Produkte, ein tolles Ambiente, hochkarätige Vorträge oder abwechslungsreiche Freizeitgestaltung


Unternehmensreport SensoPro

Koordinationstraining wird wieder attraktiv

Text Jonathan Schneidemesser

Für Kraft- und Ausdauertraining bieten die meisten Fitness-Clubs eine große Palette an verschiedenen Trainingsmöglichkeiten. Der Bereich Beweglichkeit wächst stetig, beim Schnellkrafttraining wird es dann aber schon wieder etwas schwieriger. Und wie sieht es mit dem Koordinationstraining aus? Das lief lange unter ferner liefen, nicht zuletzt, weil es häufig wenig attraktiv und aufwendig wirkt. Um das zu verändern, entwickelten drei Schweizer den SensoPro. Die „Höhle der Löwen“ auf dem Fernsehsender VOX war schon für das ein oder andere Start-up das Sprungbrett zur Verwirklichung ihrer Ideen, wie z. B. für den Popcornloop oder Little Lunch. Doch auch ohne Deal verhilft die Sendung vielen zu einer größeren Bekanntheit. So auch den Erfindern des SensoPro. Obwohl sie das Angebot der „Löwen“ ausschlugen, starteten die drei Schweizer Kaspar Schmocker, Jan Urfer und Florian Kuchen nach der Sendung richtig durch. Dabei fing alles als ein kleines Studentenprojekt an. Vom Studentenprojekt zum Start-up Für den Sportstudenten und Unihockey-Profi Kaspar Schmocker stand in seinem zweiten Studiensemester ein Praktikum an. Anstatt in einer Fitness- oder Therapieeinrichtung zu arbeiten, stellte er den Antrag, als 82

Projekt ein Sportgerät entwickeln zu dürfen, das nicht nur ihn beim täglichen Training unterstützen konnte. Auch wenn keiner dachte, dass es möglich ist, wurde das Projekt bewilligt und Kaspar führte gemeinsam mit seinem Onkel eine Marktanalyse durch. Eine gute Koordination ist in den meisten Sportarten unerlässlich, das Training derselben macht jedoch nur in den seltensten Fällen Spaß. Daher setzte Kaspar sich das Ziel, ein Gerät für Koordinationstraining unter Belastung zu entwickeln, das Spaß macht und immer wieder von Neuem motiviert. Aber damit nicht genug: Letztlich sollte es ein Gerät für alle sein – vom Spitzensportler bis hin zum Rehapatienten, das gelenkschonend und einfach zu bedienen ist. Nach dem Anfertigen von Skizzen für den Prototyp kam es zum ersten

Schockmoment, zumindest für Kaspars Patentochter. Denn um ein passendes Material für die Stehfläche zu finden, wurde kurzerhand ihr Trampolin zerschnitten. Aber keine Sorge – die junge Dame hat einen Ersatz bekommen. Um den ersten echten Prototyp bauen zu können, stellte Kaspars Onkel den Kontakt zu einer Stahlbaufirma her. Nachdem der erste Prototyp dann stand, konnte losgetestet werden. Die folgende Phase kann am besten mit einem Zitat von Kaspar selbst beschrieben werden: „Wir hatten richtig viel Glück, dass sich keiner verletzt hat, so viele Teile, wie uns anfangs um die Ohren geflogen sind.“ Mehr und mehr Verbesserungen sorgten dafür, dass das Gerät heute sicher ist und gut funktioniert. Aber nun zurück zur „Höhle der Löwen“. Nach der Präsentation des SensoPro und einer Klimmzug-Showeinlage von

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Unternehmensreport SensoPro Jochen Schweizer gaben die Löwen ein Angebot ab. Das passte mit den Vorstellungen der drei Jungunternehmer nicht überein und es kam nicht zu einem Investment. Trotzdem wurde das Gerät mit dem Auftritt in der Sendung einem großen Publikum schlagartig bekannt. Koordinationstraining als Basis für alles Ohne Koordination, also das Zusammenwirken von ZNS, Rezeptoren und Muskulatur, können die anderen vier motorischen Grundfähigkeiten nicht im richtigen Maße genutzt werden. Sie ist häufig ein limitierender Faktor bei der Bewegungsausführung. Und trotzdem sieht man in FitnessClubs auf der ganzen Welt nur eine verschwindend geringe Anzahl an Trainierenden, die überhaupt ein Koordinationstraining durchführen. Woran liegt das? Für ein richtig effektives Koordinationstraining sind viele unterschiedliche Geräte und Programme nötig, da keine Koordinationseinheit der vorherigen gleichen sollte. Das ist natürlich mit einem enorm hohen Aufwand verbunden, den nur

Verschiedene Gummibänder im Rahmen des SensoPro erhöhen die Trainingsvielfalt beim Koordinationstraining

die wenigsten auf sich nehmen. Außerdem wird es sehr schnell eintönig. Genau hier setzt der SensoPro an. Das kastenförmige Gerät (Maße 2,50 m x 1,40 m x 2,35 m) besteht aus zwei unabhängig voneinander schwingenden dicken Gummibändern, die als Standfläche dienen und deren eigene Instabilität durch eine feststellbare Platte,

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BEINSTRECKER / BEINBEUGER

an der diese befestigt sind, weiter verstärkt werden kann. Diese Einstellung richtet sich dann vor allem an Koordinations-Profis. Des Weiteren befinden sich am kompletten Rahmen links und rechts Gummibänder unterschiedlicher Stärke, die für das Oberkörpertraining eingesetzt werden können. Denn neben einem reinen Koordinationstrai-

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duale Geräte decken fast den gesamten Kraftbereich ab einfach und schnell umstellbar gute Biomechanik für hohen Trainingskomfort robuste Konstruktion, hohe Qualität Edelstahl Verschraubung Komplettes Zubehör verfügbar

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Unternehmensreport SensoPro

Die Betreuung durch einen Trainer ist möglich, durch das videobasierte Training aber nicht notwendig

ning erlaubt der SensoPro auch ein Kraft- und Ausdauertraining. Direkt vor dem Trainierenden ist ein Bildschirm installiert, der ihn durch das Training führt. Hier sind etwa 500 Übungen gespeichert, die ein abwechslungsreiches Training gewährleisten. Diese sind in derzeit 39 verschiedene Trainingsvideos gebündelt, darunter 8 RehaProgramme, 9 Gesundheits-Programme, 9 Fitness-Programme und 13 Performance-Programme. Hierin spiegeln sich die Zielgruppen für den SensoPro. Der SensoPro im Einsatz Die Zielgruppe Health umfasst ältere Menschen, für die Koordinationstraining vor allem eine Verbesserung der Lebensqualität im Alltag ermöglicht, sowie auch Reha-Patienten, die nach einer Verletzung oder einem Schlaganfall wieder in den Alltag finden möchten. Daher trifft man den SensoPro in Kliniken, Physiotherapiepraxen und anderen Rehabilitationseinrichtungen an. Mit der Fitness-Zielgruppe werden vor allem Fitness-Clubs und Personal Trainer angesprochen. Diese können damit ein bisher wenig bearbeitetes Feld abdecken und sogar neue Zielgruppen ansprechen. Denkbar wäre eine Kombination im Zirkeltraining, eine reine SensoPro-Mitgliedschaft oder sogar ein Shop-in-Shop-System in Form eines „Koordinationscenters“ o. Ä. Mithilfe des Videokit können die Mitglieder nach einer kurzen Einweisung selbstständig auf dem 84

SensoPro trainieren. Um noch einmal auf das Zirkeltraining zurückzukommen: Es gibt bereits mehrere Center, die einen Zirkel mit den Bestandteilen SensoPro, einem Beweglichkeitszirkel und einem Kraft-/ Ausdauerzirkel aufgebaut haben. So werden verschiedene Elemente zu einem Kraft- und Ausdauertraining mit Beweglichkeits- und Koordinationstraining kombiniert. Für Fitness-Clubs ist das eine interessante Alternative. Die sicherlich kleinste Zielgruppe sind Profisportler und sportartspezifisch Trainierende. Diese werden unter dem Begriff „Performance“ zusammengefasst und erreichen genau das, was Kaspar Schmocker mit dem Gerät erreichen wollte: ein Koordinationstraining, das fordert, vor Verletzungen schützt, aber vor allem Spaß macht. Wo wir gerade beim Thema Spaß sind. Wie bereits gesagt, wird das Koordinationstraining häufig ausgelassen, und wenn es gemacht wird, dann ist es mehr oder weniger eine Pflichtaufgabe. Wie also schafft es der SensoPro, Spaß zu erzeugen? Das liegt sicherlich zum einen an dem Gerät selbst. Der Aufbau ist sehr intuitiv, die breiten Gummibänder, auf denen man steht, laden direkt zum leichten Auf- und Abhüpfen ein und es entsteht nicht wirklich der Eindruck, dass jetzt ein Koordinationstraining folgt, sondern vielmehr geht es darum, die vor-

gegebenen Übungen zu schaffen und nicht zu scheitern. Das Gerät birgt also schon mal in sich eine Eigenmotivation. Hinzu kommen die vielfältigen Trainingsmöglichkeiten, mit denen sich das Training abwechslungsreich gestalten lässt. Der letzte Punkt ist sicherlich individuell unterschiedlich, je nachdem, wie spielerisch man mit dem Gerät umgehen möchte, denn es birgt so viele verschiedene Möglichkeiten, eigene Ideen auszuprobieren. Seien es nun verschiedene Stände oder dass man mit dem rechten Arm eines der oberen Gummibänder nach oben und mit dem linken eines zur Seite zieht. Der SensoPro-Trainer ist an sich eine kleine Spielwiese für das Koordinationstraining.

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Viel Erfolg in kurzer Zeit Wenn Training Spaß macht, dann ist es manchmal schwer aufzuhören. Das kann man natürlich auch über den SensoPro sagen, denn durch die Kombination von Koordinationstraining

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Unternehmensreport SensoPro

Damit das möglich ist, muss das Gerät allerdings erst mal im Fitness-Club eingeführt werden. Hierfür bietet SensoPro verschiedene Marketingmaterialen sowie eine Mitarbeiterschulung für die Trainer an. Um bei den Mitgliedern das Bewusstsein für die Wichtigkeit und den Stellenwert des Koordinationstrainings zu erhöhen, gibt es während der Einführungsphase einen Vortrag zu diesem Thema, an den im Anschluss das Gerät ausprobiert werden kann. Das Feedback, das hier immer wieder zurückkommt, ist, dass das Gerät vor allem aufgrund seiner Einfachheit geschätzt wird. Aufgrund dessen braucht es keine ständige

Trainerbetreuung, sodass jedes Mitglied im Normalfall nur einmal eingewiesen werden muss. Die Implementation von SensoPro ist vergleichbar einfach wie jene eines neuen Ausdauergerätes im Trainingsplan eines bestehenden Geräteparks, um die Nachfrage befriedigen zu können. In Deutschland wird der SensoPro von der Firma crosscorpo vertrieben. Die beiden Hamburger Dirk Metzner und Markus Schauer wurden durch die Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf das Gerät aufmerksam, meldeten ernsthaftes Interesse bei den Schweizern an, man traf sich in der Schweiz, war sich direkt sympathisch und so wurde die Zusammenarbeit beschlossen. Was hier zusammengepasst hat, war nicht nur das Menschliche, sondern auch ein gemeinsames Ziel. Das zeigt die Einstellung der Schweizer Unternehmer, die Angebote von anderen Unternehmen abgelehnt hatten. Das Ziel ist es nicht, sehr schnell zu wachsen, sondern vielmehr den Kunden einen Mehrwert zu bieten.

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Wer nutzt es schon? Auf der eigenen Website gibt SensoPro einen Überblick darüber, wo schon überall SensoPro-Partner zu finden sind. Schaut man sich die Schweiz an, sieht man bereits vor lauter grünen Markern die nördlichen Landesgrenzen nicht mehr. Hierunter sind Partner wie Migros, Self Fitness, aber auch der FC Basel, der FC Zürich zu nennen. Und auch in Deutschland, Österreich, Belgien und Holland verbreitet sich SensoPro zunehmend. Fazit Der SensoPro ist tatsächlich etwas Neues. Etwas, das eine bisher eher vergessene, aber doch so wichtige motorische Grundfähigkeit attraktiv für das Training außerhalb des Leistungssportbereichs macht. Die Kombination aus intuitiver Bedienung, hohem Spaßfaktor, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der Stärkung der Eigenmotivation ist eine gute Ergänzung zum reinen Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining.

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mit Kraft-, Ausdauer- und Reaktionstraining und die permanente Belastung von Muskelketten reicht schon wenig Training, um sichtbare Erfolge zu erzielen. Mehr als 20 min. sind nicht nötig, um ein vollständiges Trainingsprogramm zu absolvieren. Für manche reichen schon 5–10 min. Es kann daher als gute Ergänzung zum sonstigen Trainingsplan genutzt werden.


Inserentenverzeichnis Die Anzeigen in dieser Ausgabe

Aus-, Fort- und Weiterbildung IFAA www.ifaa.de (Seiten 15, 25) Analyse- und Diagnosegeräte InBody Deutschland www.inbody.de (Seite 17) Cyber-Konzepte CyberConcept GmbH www.cyberconcept.de (Seiten 39, 81) EDV / Hard- und Software GANTNER Electronic www.gantner.com (Seite 65) Ernährungskonzepte

EMS-Anbieter

Krafttrainingsgeräte

XBody www.xbodyworld.de (Seite 11)

ERGO-FIT www.ergo-fit.de (Umschlagseite 4)

Functional Training

FREI AG www.frei-ag.de (Umschlagseite 2, 42)

4D CoreSpeed www.4dpro.de (Seite 63) Cube Sports www.cubesports.de (Seiten 29, 49) PROWAVE prowave-sport.de (Umschlagseite 3) Wonderwall (Seite 59) Inkasso & Finanzen Leasing Union www.leasingunion.com (Seite 61)

slimcoach www.myslimcoach.de (Seite 4, Beilage)

Supersport Fitness www.dhz-fitness.de (Seiten 33, 37, 83, 85) Technogym www.technogym.com (Beilage)

MEET THE TOP GmbH www.meet-the-top.de (Seiten 5, 31, Beilage) Konzeptanbieter

Crosscorpo www.crosscorpo.com (Seite 21)

Geschäftsführer und Herausgeber Nicolas Hessel

Druck C. Maurer GmbH & Co. KG Schubartstr. 21 73312 Geislingen/Steige

Chefredakteur Jonathan Schneidemesser Redaktion & Autoren Helge Lensing Immanuel Schmötzer Arnd Storkebaum Tobias Niemann Hans-Jürgen Konrad Antonio e Silva Valentina Kuschnir Homayun Gharavi

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Anzeigen Mehmet Karakaya Tel. + 49 (0) 7253 9875-704 Bezugspreise Jahresabonnement 49,- Euro zzgl. 7% MwSt., incl. Lieferung frei Haus BODYMEDIA erscheint 6 x jährlich

Projekt Gesundheit Consulting therapeut-der-zukunft.de (Seite 19) Physio Aktiv www.physioaktiv.de (Seite 71)

RehaVitalisPlus e.V www.rehavitalisplus.de (Seiten 51, 75) Wellness-Anbieter Ilisin & Sohn www.ili-ds.com (Seite 73)

Aventio Sports www.fitplus-club.de (Seite 35)

Lektorat Paula Matos

KWS www.kws-kaemmerling.de (Seite 47)

Vereine/Verbände

Messen und Veranstaltungen

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extrafit INVESTMENT www.extrafit.net (Seiten 66, 67)

Wellsystem www.wellsystem.de (Seite 55)

Das Abonnement verlängert sich jeweils um 1 Jahr, wenn es nicht einen Monat vor Ablauf schriftlich ge kündigt wird. Gerichtsstand: ist Mannheim Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte liegen bei BODYMEDIA. Kein Teil dieser Ausgabe darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form reproduziert oder vervielfältigt werden. Fremdbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Ein Anrecht zur Veröffentlichung besteht nicht. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge gekürzt zu veröffentlichen oder zu zitieren. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Eine Haftung wird nicht übernommen.


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