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D E T EC TO R Das Magazin von ADT, Total Walther und CKS, Ausgabe 2 / 2012

Technik, Service und Manpower Marktplatz der Sicherheit: Security 2012 Interview mit Tina Weber vom Deutschen Roten Kreuz Physical Security Information Management Dienstleistung: ADT Notruf- und Service-Leitstelle Intelligente Sicherheit aus Expertenhand

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Für ein sicheres Leben. Integrierte, ganzheitliche Sicherheitssysteme schaffen Mehrwert.

Mit den Zukunftsthemen unserer Zeit wandeln sich die Herausforderungen an die Sicherheit. Für den Schutz von Menschen, Umwelt und Sachwerten bieten wir ein breites Spektrum an individuellen Sicherheits- und Brandschutzlösungen sowie maßgeschneiderte Dienstleistungen. Als Komplettanbieter von intelligenten, skalierbaren Sicherheitssystemen betreuen und beraten wir unsere Kunden ganzheitlich. So sichern wir eine nachhaltige Funktion Ihrer Systeme – im Sinne eines langen Lebenszyklus und einer hohen Investitionssicherheit. Weltweite Expertise und Weitblick zahlen sich aus. Unsere modernen Technologien schaffen eine spürbare Optimierung von Betriebsabläufen und operativen Prozessen – für Ihr Plus an Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter www.adt-deutschland.de und www.totalwalther.de

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Impressum DETECTOR erscheint in deutscher Sprache. Alle Rechte sind vorbehalten. Der Inhalt der Beiträge gibt nicht in ­jedem Fall die Meinung des ­Herausgebers wieder. Nachdruck und elektronische Verbreitung von Artikeln, auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger Zustimmung der Redaktion möglich. Herausgeber Tyco Holding GmbH Am Schimmersfeld 5–7 40880 Ratingen Tel.: +49 (0)2102 7141-0 Fax: +49 (0)2102 7141-126 www.tycofis.de Redaktionsleitung Jens von Ebbe (verantwortlich für den ­redaktionellen Inhalt) Redaktion | Koordination Sabine Jacob Tel.: +49 (0)2102 7141-283 Fax: +49 (0)2102 7141-100 Redaktionelle Beratung Eva-Maria Beck, Agentur wortschatz, Hagen (NRW)

Liebe Leserinnen und Leser, je komplexer und vielschichtiger Projekte sind, desto wichtiger ist es, Knowhow und Wissen zu bündeln und effizient einzusetzen. Nur in einem erfahrenen, eng vernetzten Team aus Experten und mit intelligenter Technologie lassen sich so innovative Lösungen und höchste Qualität erzielen. Unsere drei Tyco Unternehmen setzen daher konsequent auf ganzheitliche Lösungen, in denen Mensch und Technik eine wertvolle Allianz bilden. Lesen Sie hierzu mehr in der aktuellen Ausgabe unseres Kundenmagazins DETECTOR. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die security Essen, die nun zum 20. Mal ihre Tore für die internationale Sicherheitsindustrie öffnet. Auf der Welt­leitmesse für Sicherheit werden wir unter dem Motto „Intelligent Security Solutions“ unser vielschichtiges Portfolio mit zukunftsfähigen, integrierten Lösungen und Dienstleistungen rund um Sicherheit, Brandschutz und Rettungswesen präsentieren. Wir freuen uns auf die vielen interessanten ­Gespräche mit Kunden und Sicherheitsexperten, um bestehende Netzwerke weiter zu festigen und neue zu knüpfen. Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Roland Billeter General Manager Security Continental Europe bei Tyco International

Bildredaktion Sabine Jacob Gestaltung & Layout bruchhaus werbeagentur, ­Solingen (NRW) Titelbild Foto: Tyco

Inhalt: Aus der Praxis 4 Titelthema: Technik, Service und Manpower – Integration auf allen Ebenen 6 Service: Der „360-Grad-Blick“– modernes Customer Relationship Management 8 Retail: Der Kunde im Netz – intelligente Lösungen rund um Multi-Channel-Retail 9 Meinungen: „Sicherheit schafft mehr Lebensqualität“ – Hermann Jahns  10 Gesundheitswesen: In guten Händen – Stadtklinik Baden-Baden  12 Messen: Marktplatz der Sicherheit: security Essen 14 Industrie: Sicherer Blick in verborgene Winkel - KARL STORZ Endoskope 16 Dienstleistung: Statement von Sylke Mokrus  18 Authentifizierung: Türöffner zum Cyberspace 19 Rettungswesen: Gute Frequenzen – die Leitstelle Verden 20 Interview: „Ein Restrisiko bleibt immer“ – Interview mit Tina Weber vom DRK 21 Technik: Vielseitige Plattformen 23 Justizwesen: Sicher vor und hinter Gittern – integrierte Sicherheitstechnik 24 Agenda26 Spektrum27 Dieser Ausgabe liegt die Messezeitung „security Express“ der Tyco Tochterunternehmen ADT, TOTAL WALTHER und CKS bei.

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Aus der Praxis

TOTAL WALTHER rüstet die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt Niedersachsens in Bremervörde mit kompletter Schwachstromtechnik aus.

Projekt mit Signalwirkung Für die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremervörde implementiert TOTAL WALTHER das komplette Schwachstrompaket – von A wie Antennenanlage bis Z wie Zeit­ erfassung. Hinzu kommen alle sicherheitstechnischen An­lagen wie Videoüberwachung, PersonennotsignalAnlage und Sicherheitsmanagementsystem. Zusätzlich werden auch Detektionsanlagen für die Personen-, Fahrzeug- und Gepäckkontrolle geliefert. Interessant ist vor allem der Herzschlagdetektor: Mit dem speziellen Gerät können Fahrzeuge nach unbefugten Personen ohne großen Aufwand überprüft werden. Die JVA Bremervörde wird die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt (JVA) in Niedersachen sein. Dabei überträgt der Staat in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) die Planung, Errichtung und den späteren Betrieb der BAM PPP GmbH, einem Tochterunternehmen der niederländischen Royal BAM Group. Grundsteinlegung der Vollzugsanstalt war im Juni 2011. Anfang März 2012 wurde der Rohbau fertig gestellt. Die Ausbauphase soll offiziell bis Ende 2012 abgeschlossen sein. Dann wird die JVA an das Land Niedersachsen als Auftraggeber übergeben. Die Justizvollzugsanstalt in Bremervörde wird über 300 Haftplätze verfügen; von den rund 150 Mitarbeitern werden voraussichtlich 84 Bedienstete des Landes Niedersachsen sein; private Partner stellen zirka 60 Mitarbeiter zur Verfügung.

BAM Deutschland AG ist eines der führenden deutschen Bauunternehmen. An sechs Standorten erwirtschaften rund 800 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von etwa 600 Millionen Euro. Als Tochter der niederländischen Royal BAM Group mit einem Jahresumsatz von über acht Milliarden Euro gehört die BAM Deutschland AG zu einem der größten Baukonzerne Europas. Nähere Informationen unter www.bam-deutschland.de

Projekt mit hohen Anforderungen In puncto Sicherheit setzt die BAM Deutschland AG als Generalunternehmer auf die Spezialkompetenz von TOTAL WALTHER. Die JVA in Bremervörde ist ein Projekt mit hohen Anforderungen, auch weil für die umfassenden Leistungen nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht. Dazu Jens Uwe Niemann, Bauleiter bei der BAM Deutschland AG für die elektrotechnischen Gewerke: „Für uns ist es entscheidend, einen verlässlichen und kompetenten Partner zu haben, der selbst unter Termindruck Qualitätsarbeit liefert. Hier können wir uns hundertprozentig auf TOTAL WALTHER verlassen, was schon andere Projekte mit dem Sicherheitsunternehmen gezeigt haben.“

Foto: Tyco

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Boulevard Berlin ist eine weitere, schillernde Einkaufsattraktion der Weltmetropole Berlin. ADT sorgt dafür, dass die Einkaufs- und Erlebniswelt sicher ist.

Sichere Einkaufswelt An der Schlossstraße in Berlin-Steglitz, der zweitwichtigsten Einkaufsmeile Berlins, entstand in einer mehrjährigen Bauphase der „Boulevard Berlin“, eines der größten Innenstadtcenter in Deutschland. Sicherheit rundum die neue Einkaufsdestination ist eines der Top-Themen für den renommierten Projektentwickler Multi Development Germany GmbH. Hierbei setzten die Projektverantwort­ lichen auf integrierte, ganzheitliche Sicherheitslösungen von ADT. Insgesamt fast fünf Jahre dauerte die gesamte Bauphase von 2007 bis zur Eröffnung des gesamten Boulevard Berlin im Frühjahr 2012. Heute ist der komplette Gebäudekomplex mit umfassender Sicherheitstechnik für einen sicheren Betrieb gerüstet. Das Gesamtpaket an Sicherheitslösungen reicht von Brandmeldetechnik, einer Vielzahl an Brand­ fallsteuerungen, die mit Entrauchungsszenarien logisch verknüpft sind, Einbruchmeldeanlagen über Videoüberwachung bis hin zu einem übergreifenden GebäudeManagementsystem mit einer umfangreichen PC-Visualisierung. Darüber hinaus trägt ADT mit KohlenmonoxidWarnanlagen zu einer gefahrenlosen Nutzung der unter­ irdischen Anlieferzonen innerhalb des Gebäudes bei; Kunden­zählsysteme an definierten Zu- und Ausgängen dienen der Überwachung des Publikumsverkehrs und der Dokumentation von Besucherströmen. Personen-Notrufund vernetzte Sprachalarmierungsanlagen unterstützen im Notfall eine panikfreie Evakuierung.

„Rücken Sie vor bis zur Schloss-Straße“: In der Mitte der 1,4 Kilometer langen Pracht-Einkaufsmeile in Berlin-Steglitz eröffnete im April 2012 der Boulevard Berlin. Von der Schloss-Straße bis zum Harry-Breslau-Park erstreckt sich heute das neue innerstädtische Zentrum an den ehemaligen Stand­ orten der Karstadt- und Wertheim-Warenhäuser. Auf einer Gesamtmietfläche von rund 76.000 m2 bieten zirka 140 Geschäfte eine vielfältige Shopping- und Erlebniswelt. Rund 850 Parkplätze, ein hausinterner U-Bahnanschluss sowie eine gute Verkehrsanbindung schaffen die notwendige Infrastruktur. Foto: Multi Development

Ganzheitlicher Sicherheitsansatz Das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Sicherheitslösungen im Verbund verantwortet das integrale Sicherheits- und Gebäude-Management-System. Es sorgt für eine ganzheitliche, effiziente Sicherheitsüberwachung und -steuerung im Boulevard Berlin. Hochmoderne Videoüberwachungen ermöglichen zudem eine kontinuierliche Fernbeobachtung und visuelle Dokumentation sicherheits­ sensibler Bereiche. Über das intelligente Videomanagementsystem lassen sich Echtzeit-Videobilder zusammenführen, analysieren und bewerten – alles unter Einhaltung des gesetzlichen Datenschutzes. Neben ausgereifter Technik sorgt ADT mit umfangreichen Wartungs- und Instandhaltungs-Services für eine langfristige Verfügbarkeit und zuverlässige Funktion der Sicherheitssysteme. Dieser ganzheitliche Sicherheitsansatz bedeutet nicht nur mehr Effizienz und Sicherheit im Betriebsablauf des Einkaufszentrums, sondern hilft auch Ressourcen zu sparen.

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Titelthema

Integration auf allen Ebenen: Intelligenter Verbund mit vielen Vorteilen

Technik, Service und Manpower Die wachsende Vernetzung und Digitalisierung in privaten wie kommerziellen Bereichen wirken sich zunehmend weltweit auf die Sicherheitsindustrie aus, begleitet durch den Trend zu transparenten und durchgängigen Arbeits- und Produktionsprozessen. In der Folge verändern sich Anforderungen an Techno­ logien, an den Service und den Dienstleistungssektor. Längst geht es nicht mehr nur um die Sicher­heit allein, sondern um die Optimierung von unterschiedlichen Prozessabläufen. Die Tyco Tochterfirmen ADT, TOTAL WALTHER und CKS Systeme nutzen ihr Potenzial als Technologielieferanten, Errichter/System­ haus und Dienstleister zugleich, um Kunden in allen Bereichen zielführend zu begleiten: von Einzel­ gewerken bis zur ganzheitlichen Betreuung komplexer Projekte.

Maschinenträger in der BARD-Windenergieanlagen-Montage in Emden. Die Stahlgussteile haben eine Höhe von rund sechs Metern und wiegen jeweils mehr als 70 Tonnen. Brandschutzspezialisten von TOTAL WALTHER rüsteten die Plattform „BARD 1“ mit modernster Feuer-, Brandschutz und Sicherheitstechnik aus. Foto: BARD-Gruppe

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Schnittstelle zwischen Mensch und Technik Markantes Beispiel für den intelligenten Verbund von Manpower und Technik ist das neue Online-Kundenportal der TÜV-zertifizierten ADT Notruf- und ServiceLeitstelle (NSL) in Ratingen. Als Schnittstelle zwischen Mensch und Technik bieten die Ratinger mit dem neuen Kundenportal einen komfortablen OnlineZugang zur Leitstelle und verbessern so zusätzlich den Workflow: Anwender können künftig über das neue NSL-Webportal Protokolle, Schließzeiten sowie Alarmpläne abrufen und Änderungen selbst steuern. Der Online-Zugang offeriert dabei ein hohes Maß an Sicherheit durch zwei unabhängige Kennwort­ ab­ fragen und SSL-Verbindung. Kunden können so Informationen von jedem Ort zu jeder Zeit, ohne Warte­ zeiten einsehen. Ein einfaches und übersichtliches Objektmanagement, insbesondere für mehrere Objekte, ist damit möglich. Foto: Tyco

Ob zum Schutz kritischer Infrastrukturen, zur Absicherung globaler Lieferketten oder Unterstützung des Rettungs­ wesens bei Großschadenslagen: Komplexe Sicherheitsprojekte erfordern ein sehr spezialisiertes Management. Kunden erwarten gebündelte Technikkompetenz und Beratung, besonders was die Prozessoptimierung und langfristige Rentabilität von Anlagen betrifft. Der Tyco-Konzern­ verbund aus hochspezialisierten Bereichen eröffnet hier große Handlungsspielräume. Bestes Beispiel ist die neue Justizvollzugsanstalt Bremervörde als erste teilprivatisierte JVA in Niedersachen. Hier liefert und implementiert Tyco als Technologielieferant, Systemintegrator und Errichter ein umfassendes Technikpaket.

und gesteuert. Fachkundige Experten-Teams stellen zum anderen Qualität und Effizienz im Workflow von Sicherheitsanlagen sicher. Und nicht zuletzt ist die regelmäßige Betreuung einschließlich Wartung und Instandhaltung einer Anlage im Sinne eines „LifeCycle-Managements“ wesentlich für deren effiziente sowie zuverlässige Funktion und damit für die Investitionssicherheit. In der Folge können Betreiber und Sicherheitsunternehmen so gleichermaßen ihrer Verantwortung nachkommen, einen nachhaltigen Schutz von Menschen, Werten und Gebäuden durch funktionierende Sicherheitssysteme zu gewährleisten.

Um diese unterschiedlichen Aufgaben effizient und zuverlässig zu meistern, ist eine ganzheitliche Integration der Sicherheitssysteme über alle Ebenen – von der Feldautomatisierung bis hin zur Business Intelligence – erforderlich. Hinzu kommt eine umfassende Betreuung durch Services und Dienstleistungen. ADT, TOTAL WALTHER und CKS Systeme offerieren beides: Als Komplettanbieter tragen sie einerseits durch innovative Technologien und Manpower zu mehr Sicherheit sowie zur Effizienzsteigerung bei. Andererseits unterstützen sie auch bei der fach- und termingerechten Implementierung und übergreifenden Vernetzung aller sicherheitstechnischen und damit verbundenen Systeme. Im Idealfall bilden Mensch und Technik so eine wertvolle Allianz. Mit zukunftsfähigen IT-basierten Plattformen wie Physical Security Information Management-Systeme (PSIM) werden zum einen Sicherheitssysteme ganzheitlich integriert

Foto: Tyco

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Service

Moderne Customer Relationship Management-Plattform optimiert den Kundenservice.

Der „360-Grad-Blick“ Wer Dienstleistungen erfolgreich anbieten will, muss zuerst den Kunden und dessen Bedürfnisse kennen. Nur so lassen sich individuell angepasste Angebote und zielführende Marketing- und PR-Maßnahmen entwickeln. Mit ihrem breiten Produktportfolio bedienen die Tyco Tochterfirmen ADT, TOTAL WALTHER und CKS Systeme weltweit verschiedene Kunden – vom Einzelhandelsgeschäft über den mittelständischen Produktionsbetrieb bis zu kompletten Offshore-Windparks. Dabei nimmt Tyco als Technologielieferant, Errichter und Systemhaus gleichermaßen Projekte ganzheitlich in die Hand: Von der Bedarfsanalyse über Projektplanung, Technikwahl und Implementierung bis zur Wartung und dem Service. Näher am Kunden „Die 360-Grad-Betrachtung von Kundenbeziehungen gehört in dem Kontext zu den wichtigsten Instrumenten des Bereichs Service und Dienstleistung“, erklärt Christoph Pape, Customer Relationship Manager (CRM) von Tyco für Kontinental Europa. Um dazu die geeignete Grundlage zu schaffen, unterstützt eine spezielle, auf Tyco zugeschnit­ tene CRM-Applikation des renommierten CRM-Softwarespezialisten Salesforce.com das CRM-Team. Auf der globalen, in sämtlichen Geschäfts­ bereichen von Tyco nutzbaren Customer Relationship ManagementPlattform laufen unter strengster Einhaltung der Datenschutzbestimmungen Informationen zu den Kunden und einzelnen Projekten aus verschiedenen Abteilungen zusammen, etwa zu Projekt-Aufträgen, Verträgen, einzelnen Produkten und Lösun­ gen sowie zu besonderen Anforderungen. Hierdurch erhält der Vertrieb, Service und das Marketing auf allen Konzernebenen wertvolle Einblicke in relevante Daten der Kundenbeziehung und über die Zufriedenheit und Wünsche von Kunden. Eine Strategie, die auch in der Sicherheitsindustrie Sinn macht: So werden Sicherheitsanlagen komplexer, mittels moder-

Eine effiziente und kundenorientierte Dienstleistung sollte so flexibel wie nur möglich und vor allem maßgeschneidert sein. Foto: Tyco

Christoph Pape arbeitet vom Standort Ratingen aus seit Juli 2011 als Customer Relationship Manager (CRM) von Tyco für Kontinental Europa. In der Funktion befasst sich der frühere IT-Manager und Business Analyst mit der strategischen Ausrichtung zur ganzheitlichen Dokumentation, Analyse und Verwaltung des Kundenbeziehungsmanagement – im Sinne einer optimalen Kundenbetreuung und eines zielgerichteten Marketings. ner IT vernetzter und erfordern zunehmend zur Sicherheit ergänzende Leistungen. Dazu Christoph Pape: „Auch hier profitiert der Kunde von einer ganzheitlichen Vernetzung.

Durch moderne CRM-Software können wir so sehr schnell und flexibel sehr anwenderorientierte Systeme offerieren mit einem größtmöglichen Mehrwert für alle.“

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Retail

Wie gewinne ich Kunden im Netzzeitalter für meine Waren? Retail-Spezialisten des Tyco-Konzerns präsentierten auf dem IDC Retail CIO Summit 2012 intelligente Lösungen rund um Multi-Channel-Retail.

Der Kunde im Netz Multi-Channel stellt Retailer weltweit vor veränderte Herausforderungen. Ob über Internet, Prospekte, Fernsehen oder vor Ort in der Filiale: Shopper haben heute viele Möglichkeiten, sich über Angebote zu informieren und Waren zu kaufen. Umgekehrt gibt es für den Händler eine neue Vielfalt an Möglichkeiten, über verschiedenste Kanäle seine Kunden zu erreichen. Tyco Retail Solutions führt hierzu mit Anwendern und Forschern intensive Dialoge. Das Ziel: Gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, mit denen Händler ein ansprechendes Einkaufserlebnis für ihre Kunden schaffen – und sie dadurch nachhaltig zu binden. Als spezialisierter Anbieter von Security- und Store Performance-Lösungen nimmt Tyco Retail Solutions, Tochtergesellschaft von Tyco International, an den entscheidenden Fachforen im Retail-Markt teil. So stellte Alessandro Della Monica, Vice President Store Performance Solutions (EMEA), in seinem Keynote-Vortrag auf dem IDC Retail CIO Summit 20121 Mitte Juni im Französischen Chantilly mit „Omnichannel-Retailing“ und „Shopper Experience“ zwei Themen in den Mittelpunkt, die den Puls der Zeit treffen. Im Rahmen von Omnichannel-Retailing nutzen heute Käufer mehrere

Kanäle, um Produkte zu begutachten, auszuwählen und zu kaufen. Hierauf müssen sich Händler in ihrer Stra­ tegie einstellen. Tyco bietet daher ­intelligente Security- und Store Performance-Lösungen, die neben der ­Sicherheit unternehmensspezifische Prozesse in unterschiedlichen Bereichen derart optimieren, dass der Händler seine Filialen attrak­tiver und effizienter gestalten kann. Hierzu zählen etwa ein intelligentes System zur Kontrolle von Warenbeständen im Lager und auf der Verkaufsfläche, Asset-Management oder Systeme zur Kundenfrequenzmessung. „Der IDC Retail CIO Summit ist eine hervorragende Gelegenheit, um führende

Köpfe aus der gesamten Retail-ITIndustrie zusammenzubringen, darunter Vertreter des Einzelhandels, IDC-Analysten und Lösungsanbieter, um Best Practice und die neuesten Innovationen zu diskutieren. Wir werden uns darüber austauschen, wie sich in einer Welt, in der die Kunden ein hohes Maß an Kundenbetreuung über mehrere Kanäle wünschen, IT-Lösungen optimal einsetzen lassen, um ein kundenorientiertes Einkaufserlebnis zu erzielen, mit dem sich Retailer von der Konkurrenz absetzen können”, so Alessandro Della Monica.

Robust und zuverlässig: ADT erhielt für seine RFID Dual-Technologie Hartetiketten (Hard Tags) die „RFID 4 Fashion“-Zertifizierung. Das ADT Hartetikett hat als erstes seiner Art die umfangreiche Testreihe in einer realen Einzelhandelsumgebung, die vom RFID Lab der Universität Parma (Italien) durchgeführt wurde, erfolgreich bestanden. Als unabhängige Prüf- und Forschungsstelle beschäftigt sich das RFID Lab mit Anwendungen der RFID-Technologie. Ziele sind unter anderem die Verbesserung der Handhabung und der Effizienz im Einsatz. Die Prüfstelle zählt zu den weltweit führenden Forschungsinstitutionen für RFID-Anwendungen und ist Teil der Global RF Lab Alliance. Als Technologiepartner forciert ADT insbesondere eine kontinuierliche Optimierung der Leistungsfähigkeit der Technologie für Verkaufsstellen. Foto: ADT IDC Global Retail Insights hat sich als Tochterunternehmen von IDC auf den Retail-Bereich spezialisiert. IDC ist der weltweit führende Anbieter von Marktinformationen, Beratungsdienstleistungen und Veranstaltungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie und der Telekommunikation. www.idc-ri.com

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Meinungen

„Sicherheit schafft mehr Lebensqualität“ Hermann Jahns, Geschäftsführer des Pflegezentrums Jahns in dem niedersächsischen Ort Elbe, über die Rolle von modernen Technologien in der Pflegewirtschaft.

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Hermann Jahns arbeitet seit 1994 als Krankenpfleger und Pflegefachkraft. Der examinierte Krankenpfleger und Fachwirt für Alten- und Krankenpflege beschäftigt sich unter anderem als Qualitäts-Management-Beauftragter und MDK-Prüfbegleiter mit der Qualitätssteigerung in seinem Berufsfeld; gleichzeitig ist Jahns Hygienefachkraft, und engagiert sich in der Ausbildung von Pflegekräften. Sein 1994 ge­­­gründetes Pflege­ zentrum Jahns GmbH beschäftigt 14 Mit­­­arbeiter, die durch 15 ehrenamtliche Helfer unterstützt ­werden. www.pflegedienst24-elbe.de  Quelle: TNS Emnid-Umfrage: Wie wollen wir im Alter wohnen? – Verbände legen repräsentative Befragung zu Wohnwünschen von Senioren vor, 2011 (www.bfw-bund.de)

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„Unsere Pflegewirtschaft befindet sich seit Jahren im Wandel: Die demografische Entwicklung, eine sich verändernde Gesellschaft und ein dramatischer Fachkräftemangel zählen zu den großen Herausforderungen. Immer mehr ältere, pflegebedürftige Menschen leben alleine und müssen ambulant von immer weniger Pflege­ personal versorgt werden. Zusätzlich erschweren der stetig steigende Kosten- und Zeitdruck die Arbeit ambulanter Pflegedienste spürbar. Ein gutes Organisations- und Qualitätsmanagement sowie ein breites Dienstleistungsspektrum, um Kunden umfassend zu betreuen und an sich zu binden, sind vor dem Hintergrund unerlässlich und wettbewerbsentscheidend. Pflegedienste haben sich längst auf diese Veränderungen eingestellt. Zum Beispiel treffen bei der fortschreitenden Über­alterung unserer Gesellschaft Angebote wie betreutes Wohnen, ambulant betreutes Wohnen, altersgerechte Wohnungen, Tagespflege, Tagesbetreuung (§ 45 SGB XI), Kurzzeitpflege oder Alltagsbegleitung den Zeitgeist. Denn für einen Großteil der Menschen ist ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause wünschenswert. Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des TNS Emnid-Instituts zu den Wohnwünschen im Alter bevorzugen zwei Drittel der insgesamt 1.100 befragten deutschen Mieter und Eigentümer ab 50 Jahre

ein eigenständiges Leben in ihrer gewohnten Umgebung1, wenn sie 70 Jahre alt sind. Um hierbei zu unter­ stützen, überneh­men Pflegedienste eine wichtige Auf­gabe – auch in puncto notwendige Pflegeberatung, Schulungen von Patienten und pflegenden Angehörigen. Einer der wichtigsten Hebel für die Bewältigung der vielfältigen, täglichen Herausforderungen in der ambu­ lanten und häuslichen Pflege ist der effiziente Einsatz moderner Technologien: Kommunikations- und Sicherheitstechnik können mit Blick auf den Personalmangel und die knappen Zeitbudgets dem Pflegedienst wertvolle Unterstützung bieten. In dem Kontext können altersgerechte Assistenz- und Hausnotruf­systeme das Leistungsportfolio von Pflegediensten sinnvoll ergänzen. So sorgen spezifische Lösungen wie sen­ sor­ba­sierte Personenschutzsysteme in­ner­halb der Wohnräume in einer mög­lichen Notsituation für eine zu­ ver­lässige, automatische Alarmierung ­einer Notruf- und Service-Leitstelle. Im Ergebnis schafft professionelle Pflege, begleitet durch Technik und ergänzenden Service, mehr Lebensqualität für unsere Patienten, deren Angehörigen und für unser Pfle­­ gepersonal. Und nur darauf kommt es an – auch in Zukunft, wenn immer mehr Pflegebedürftige zu betreuen sind.“

Entspanntes Umfeld Mit dem sensorbasierten Schutzsystem ZETTLER ® CareConnect bieten ADT und TOTAL WALTHER eine Lösung, mit der Menschen möglichst lange unabhängig und sicher im eigenen Heim leben können. Das Prinzip des intelligenten Assistenz- und Hausnotrufes: Elektronische Kombi-Sensoren in der Wohnung registrieren die Bewegungen der jeweiligen Person, die Raumtemperatur und Helligkeit. Die aktuell ermittelten Messwerte werden mit vereinbarten Tagesprofilen verglichen, die in Zusammenarbeit mit dem Pflege­ dienst zuvor aufgenommen wurden. Die Profile spiegeln die individuellen Tagesabläufe innerhalb bereits festgelegter Parameter und Zeitfenstern wider. Kommt es zu Abweichungen von dem alltäglichen Gewohnheitsmuster warnt das System zunächst den Bewohner über einen internen Warnton. Wird das Warnsignal nicht ausgeschaltet, werden die Auffälligkeiten an die ADT Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) in Ratingen gemeldet. Dort informieren die Sicherheitsspezialisten den verantwortlichen Pflegedienst, da eine Notsituation vorliegen könnte. Foto: Tyco

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Gesundheitswesen

Innerhalb von nur fünf Werktagen installierte das TOTAL WALTHER-Team für die ­Stadtklinik Baden-Baden eine integrierte Brandschutz- und Lichtruftechnik.

In guten Händen Elegante Hotels, prunkvolle Casinos, mondäne Thermalbäder und eine weltbekannte Galopprennbahn: Baden-Baden zählt als »Sommerhauptstadt Europas« zu den schillernden Zentren einer internationalen Klientel. Mit seinen heilsamen Quellen und hochspezialisierten Kurkliniken bietet die Bäderstadt ein ideales Ambiente für viele Gesundheitsprogramme. „Schnell gesund werden“ – so lautet auch der Anspruch des Stadtklinikums Baden-Baden. Das akademische Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg bietet dazu exzellente Medizin und Pflege sowie eine attraktive Umgebung. Sicherheit und Effizienz sind hier entscheidende Faktoren. Als Technologielieferant und Dienstleister zugleich implementierte TOTAL WALTHER in nur kurzer Zeit eine moderne Brandschutz- und Lichtrufanlage, die intelligent über die zentrale Bedien- und Steuereinheit WinGuard bedient und gesteuert werden kann. Die Stadtklinik Baden-Baden arbeitet seit über elf Jahren mit TOTAL WALTHER zusammen. Namhafte Expertisen des Sicherheitsunternehmens, ein leistungsstarkes Lösungsportfolio und ein kompetenter Service bilden die Grundlagen für die gute und langjährige Zusammenarbeit zwischen Klinikbetreiber und Sicherheitsexperte. Jüngste Aufgabe von TOTAL WALTHER: Im Zuge einer Modernisierung von technischen Anlagen sollte im Klinikum das Brandmeldesystem ZETFAS ® durch eine neue Generation der Brandschutzanlage ZETTLER ® Expert ersetzt werden. Die zentrale Bedienung und Steuerung erfolgt über das WinGuard Gebäude- und Sicherheitsmanagement-System, an das auch eine Lichtrufanlage angeschlossen ist. Das System bietet eine standortübergreifende Visualisierung, Steuerung und Verwaltung der einzelnen Systeme. Löst eine Brand-

„Brandschutz in Krankenhäusern und Kliniken ist ein sehr sensibles Thema, denn Patienten sind vielfach aufgrund ihrer Krankheit in ihrer Mobilität und Wahrnehmung beeinträchtigt. Eine Evakuierung im Ernstfall wird also um ein Vielfaches erschwert. Hinzu kommen die enormen Folgekosten, die durch Brände entstehen.“ Norbert Schmidt, Leitung Technik / Arbeits­schutz für die Klinikum Mittelbaden gGmbH. meldeanlage zum Beispiel einen Alarm aus, wird die Meldung digitalisiert zur entsprechenden Feuerwehrleitstelle weitergeleitet. Gleichzeitig erhalten die sicherheitsverantwortlichen Techniker die Alarmmeldung direkt per SMS

Erholung pur: Von der Terrasse der Stadtklinik Baden-Baden aus können Patienten wie Besucher die reizvolle Landschaft genießen. Foto: Klinikum Mittelbaden gGmbH

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Modernste Patientenzimmer und vielseitige Unterhaltungs- und Rehabilitationsangebote: In dem Klinikum Baden-Baden schützt praxis­erprobte Brandschutztechnik von TOTAL WALTHER Menschen und Werte. Foto: Klinikum Mittelbaden gGmbH

auf ihr mobiles Handy. Wertvolle Zeit wird gewonnen, wenn Sofortmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Knappe Zeitbudgets und findige Spezialisten Eine große Herausforderung stellte der knappe Zeitrahmen dar und der Anspruch, den Klinikalltag so wenig wie nur möglich mit der Umrüstung zu stören, um Mitarbeiter wie Patienten nicht zu belasten. „Die komplette Installa­ tion war innerhalb von nur fünf Arbeitstagen abgewickelt. Während der gesamten Zeit haben wir keine Betriebsunter­ brechung verzeichnet, was für uns extrem wichtig war. ­Alles lief wie immer“, erklärt Norbert Schmidt. In seiner Funktion Leitung Technik / Arbeitsschutz für die Klinikum Mittelbaden gGmbH betreut Schmidt neben der Stadt­ klinik Baden-Baden die Kreiskrankenhäuser Bühl, Forbach

und Rastatt, allesamt Partner im Klinikum Mittelbaden. Heute detektieren in dem Klinikum sieben Brandmeldezentralen aus der ZETTLER ® Expert-Familie und derzeit rund 1.900 Mehrkriterien-Melder über sieben Stockwerke frühzeitig gefährliche Schwelbrände. Weitere 500 Melder werden bis Ende 2012 hinzukommen. Dann sind die Modernisierungsarbeiten komplett abgeschlossen. Abgesehen vom Brandschutz legte das TOTAL WALTHER-Team auch in angrenzenden Bereichen das Augenmerk konsequent auf die Sicherheit. So beauftragten die Experten auf Empfehlung der ADT Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) ein in Karlsruhe ansässiges Wach- und Sicherheitsunternehmen. Die geschulte Security-Crew übernahm kurzerhand die personelle Bewachung der Klinik während der Implementierung – sicher ist eben sicher.

Die Klinikum Mittelbaden gGmbH ist ein regional stark verankertes Unternehmen mit vier Akutkliniken (Stadtklinik Baden-Baden, Kreiskrankenhaus Rastatt, Kreiskrankenhaus Forbach, Kreiskrankenhaus Bühl) und fünf Pflegeeinrichtungen (Haus Fichtental, Kreispflegeheim Hub, Pflegeheim Theresienheim, Erich-BurgerHeim Bühl, Altenpflegeheim Schafberg). Gesellschafter sind die Stadt BadenBaden und der Landkreis Rastatt. Insgesamt verfügt das Klinikum Mittelbaden über 864 Akutbetten, 890 Plätze in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen, wo 2.750 Mitarbeiter jährlich rund 40.000 Patienten sowie Pflegegäste betreuen. www.klinikum-mittelbaden.de

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Messen Perfekte Plattform für Technologietransfer und Zukunftsthemen der internationalen Sicherheitsbranche

Marktplatz der Sicherheit: security 2012 Aus der ganzen Welt reisen Entscheider aus Industrie, Forschung und Wissenschaft alle zwei Jahre in die Ruhrmetropole Essen, wenn dort im Rahmen der security Messe neuste Trends und Innovationen rund um die Sicherheit vorgestellt werden. Auch die Tyco-Unternehmen nehmen an der einzigartigen Leistungsschau teil, die in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal stattfindet. Rund 1.100 Aussteller aus rund 40 Nationen werden vom 25. bis 28. September 2012 in den Messehallen der Messe Essen erwartet. Mit über 80.000 m2 Ausstellungsfläche gilt die security als weltweit größte Sicherheitsmesse – und damit Trendbarometer einer stets wachsenden Industrie.

Ein kurzer Rückblick: Der Ursprung der security in Deutschland geht ins Jahr 1974 zurück. Damals organisierten die Städte Essen und Utrecht die „Safety 74“ als erste bilate­ rale Messeveranstaltung in Europa. Durch die deutschniederländische Kooperation war der Einstieg in die internationale Messelandschaft auf EG-Ebene gefunden. Zu diesem Zeitpunkt waren die USA und England in dem ­Bereich führend; jedoch sahen immer mehr europäische Unternehmen einen Zukunftsmarkt in dieser Branche. Über 100 Aussteller aus zwölf Ländern zeigten seinerzeit bereits eine breite Produktpalette. So konnte der Fach­ besucher neben Zylinderschlössern und Sirenen auch ­kugelsichere Schutzbekleidung und Radar-Richtstrecken auf den Messeständen finden. Auch ein neuartiger BandStacheldraht, „Mikro­wellen-Ein­bruchsensoren“ und Tre­ sore im Chip­pendale-Gewand zählten zu den Exponaten. Mit der Messebeteiligung erhoffte sich eine noch junge Branche Umsatzsteigerungen und wachsende Reputa­ tion ihrer Lösungen – mit Erfolg, wie man heute handfest an Zahlen sieht.

Die security in Essen: Wehende Fahnen auf der Piazza, Messeeingang West. Foto: Rainer Schimm /  © MESSE ESSEN.

Schaut man beispielsweise auf das Wachstums-Segment der elektronischen Sicherheitssysteme im Deutschen Markt, ist eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung zu ver­ zeichnen. So wuchs der Markt für elektronische Sicherheitssysteme 2011 deutlich stärker als erwartet. Die Hersteller rechneten mit einem Plus zwischen einem und zwei Prozent, 4,1 Prozent mehr Umsatz konnten im vergangenen Jahr verbucht werden. Insgesamt stieg der Umsatz von 2,59 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro. Auch gab es 2011

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Die Tyco-Unternehmen sind in Halle 1, Stand 130 zu finden.

Zu den Highlights zählen ■■

security-Plattformen -- Physical security Information Management (PSIM) -- Videomanagement Victor

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Video Surveillance as a Service (VSaaS)

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Customer Self Service der NSL

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Neue Produkte -- Brandmelder der neusten Generation -- Real time Tracking-Systeme für Personen und Gegen­stände -- Near-Field-Communication-basierte ­Anwen­dungen in der Zutrittskontrolle

die höchsten Wachstums­raten in den Märkten für Brandmeldesysteme und Videoüberwachungstechnik. Laut ZVEI legte die Brandmeldetechnik um 4,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zu; bei der Videotechnik waren es 5,1 Prozent. Hier erhöhte sich der Umsatz auf 395 Mio. Euro (Quelle: ZVEI). Für 2012 rechnet der Fachverband Sicherheit im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. – mit einem Anstieg von rund 2,5 Prozent. Intelligente Sicherheit im Fokus Die Tyco Tochterfirmen ADT, TOTAL WALTHER und CKS Systeme zählen traditionell zu den Ausstellern auf der Weltmesse. Im Fokus der diesjährigen Leistungsschau stehen „Intelligent Security Solutions“ – eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Strategie eines ganzheitlichen Ansatzes. Hierzu präsentieren die weltweit agierenden Spezialisten das gesamte Spektrum zukunftsfähiger, integrierter Lösungen und Dienstleistungen rund um Sicherheit, Brandschutz und Rettungswesen. Von ausgereiften, skalierbaren Einzelsystemen bis zu intelligenten Komplett-

Foto: Tyco

paketen: Der Besucher erhält somit einen umfassenden Einblick in anwenderorientierte Lösungen – ob für kleine, mittlere und Megaprojekte oder zum Schutz kritischer Infra­ strukturen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf innova­ tiven Sicherheitssystemen und Dienstleistungen, die im intelligenten Verbund neue Synergien schaffen und durch die übergreifende Integration in Gebäude- und Managementsystemen für mehr Sicherheit und eine Verbesserung von Prozessabläufen sorgen – branchenweit und im Sinne von mehr Effizienz, Transparenz, Komfort und Nachhaltigkeit.

Die internationalen und überregionalen Messen in Deutschland haben 2011 wieder zu alter Form gefunden: Die Ausstellerstandflächen wuchsen um 4,8 % auf 6,2 Mio. m2, die Besucherzahlen der 134 durchgeführten Messen legten im Durchschnitt um 4,1 % zu, die Ausstellerzahlen um 3,1 %. Quelle: AUMA

Markt mit Potenzial Laut Angaben des amerikanischen Marktforschungsunter­ nehmens IMS Research wurden 2011 mit VSaaS – Videosurveilliance as a Service – weltweit über $ 500 Millionen ausgegeben. Bis Ende 2014 soll sich dieser Markt noch verdoppeln. Das Wachstum des VSaaS Marktes sei, so Sam Grinter, Market Analyst bei IMS Research, ein Ergebnis der steigenden Nachfrage vor allem von kleinen bis mittleren

Unternehmen, Freiberuflern und privaten Endverbrauchern.1 Im Rahmen von VSaaS übernimmt die TÜV-zertifizierte Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) in Ratingen je nach Kundenwunsch vielfältige Aufgaben. Sie reichen von der reinen Bildübertragung und -auswertung über die Bildspeicherung bis zu kompletten Überwachungs- und Alarm­ verfolgungslösungen. 1Quelle: www.imsresearch.com

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Industrie

Der Medizintechnikhersteller KARL STORZ Endoskope schützt seine deutschen Standorte mit Brand- und Einbruchmeldetechnik von TOTAL WALTHER.

Sicherer Blick in verborgene Winkel Wenn es um Endoskope und minimalinvasive Chirurgie geht, darf der Name KARL STORZ Endoskope nicht fehlen. Seit über 65 Jahren widmet sich das Familienunternehmen der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Endoskopen. Am Stammsitz in Tuttlingen sowie den weiteren deutschen Standorten in München und Karlsruhe schützen modernste Sicherheitslösungen von TOTAL WALTHER zuverlässig vor Brand und Einbruch.

Karl Storz: Endoskopische Produkte auf Spitzenniveau Das global agierende Unternehmen KARL STORZ ist mit acht Produktionsstätten in Europa und den USA sowie mit 42 Vertriebs- und Marketinggesellschaften in 38 Ländern vertreten. Der einstige Zweimann-Betrieb aus dem badenwürttembergischen Tuttlingen beschäftigt heute weltweit mehr als 5.800 Mitarbeiter. Das Portfolio umfasst über 8.000 Produkte und reicht von Endoskopen, medizinischen Instrumenten und Geräten über eine zentrale Bild- und Datenverwaltungen bis hin zum vernetzten, voll ausgestatteten Operationssaal. Foto: Karl Storz

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Patientenschonende Diagnostik und Schlüssellochchirurgie: Vor allem in der Humanmedizin finden Endoskope von KARL STORZ ihre Anwendung. Dieselben Anwendungsprinzipien werden in der Veterinärmedizin eingesetzt. Auch die Industrie nutzt endoskopische Technologien: Sei es die Inspektion, Wartung oder Instandhaltung im Denkmalschutz, in der Fahrzeugtechnik, der Luft- und Raumfahrt oder im Bereich Windkraft. Foto: Karl Storz

Seit Mitte der 1990er Jahre betreuen die Sicherheitsspezialisten von TOTAL WALTHER das Unternehmen rund um den modernen Brand- und Einbruchschutz. Sämtliche zur Firmengruppe KARL STORZ gehörende Immobilien in Deutschland wurden im Laufe der Jahre sukzessive mit modernsten Sicherheitssystemen ausgerüstet. Hierzu zählen Büroräume der Verwaltung, die Produktionsstätten, Lagerhallen, das 1999 eröffnete Logistik- und Schulungszentrum sowie der Standort in Karlsruhe. Durch das breitgefächerte Produktspektrum von TOTAL WALTHER ­erhielt der Kunde eine Lösung, die speziell an seine Erfordernisse angepasst werden konnte. So werden zur Branddetektion vier unterschiedliche Systeme eingesetzt. In großen Hallenbereichen implementierte das SicherheitsTeam zum Beispiel das System Fireray 2000. In den komplexen Produktionseinrichtungen finden zudem besonders detektionsempfindliche VESDA ® Rauchansaugsysteme ihren Einsatz. Zusätzlich sorgen rund 2.000 adressierbare Mehrkriterienmelder mit Streulicht- und Wärme­sensoren für eine schnelle und verlässliche Branderkennung und -lokalisierung. An den verschiedenen Standorten des Unternehmens führen intelligente Brandmeldezentralen vom Typ ZETTLER ® EXPERT und ZETTLER ® ZETFAS die Messdaten der angeschlossenen Melder zusammen.

Aufgeschaltet sind die einzelnen Brandmeldezentralen direkt auf die jeweils zuständigen Feuerwehrleitstellen sowie übergreifend auf die ADT Notruf- und ServiceLeitstelle (NSL) in Ratingen, die als erste NSL in Deutschland das TÜV-Service-tested-Prüfsiegel des TÜV Saarlands erhalten hat. Sicherheit aus Expertenhand Abgestimmt auf die jeweilige Objektgröße schützen zudem verschiedene Einbruchmeldesysteme wie ZETADRESS ® 300, 2000 und 5000 die Gebäude. Sämtliche Einbruchmeldeanlagen sind direkt zur NSL aufgeschaltet. Gleichzeitig erhält der Sicherheitsverantwortliche die Alarmmeldung direkt per SMS auf sein Handy. „Im Ernstfall wissen wir sofort, wo eine Gefahrensituation vorliegt. So gewinnen wir wertvolle Zeit, können umgehend reagieren und Sofortmaßnahmen einleiten“, erklärt Klaus Wälder, Brandschutz- und Sicherheitsfachkraft bei KARL STORZ. Fazit: „Neben der ausgereiften Sicherheitstechnik ist vor allem der Service entscheidend“, erklärt Klaus Wälder. „Mit der Überwachung aus der Ferne durch die NSL und die Wartungs- und Instandhaltungsleistungen vor Ort, erhalten wir einen zeitnahen Service rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.“

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Dienstleistung

Die ADT Notruf- und Service-Leitstelle in Ratingen setzt auf qualifiziertes Personal und eine zukunftsfähige Technik. Ein Statement von Sylke Mokrus

„Wir schaffen Zeit für das Wesentliche“ »Durch die wachsende Vernetzung unseres privaten und beruflichen Lebens ändern sich auch die Anforderungen der Kunden an den Dienstleistungs- und Servicebereich. Längst geht es nicht mehr nur um die Sicherheit allein, sondern auch um die Optimierung von Prozessabläufen. Unsere Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) bietet daher ganzheitliche Lösungen, welche die Manpower, Technik und den damit verbundenen Service umfassen. Der Nutzen, den wir aus dem Schulterschluss mit den Tyco-Brands für unseren Kunden ziehen, ist, dass wir dabei flexibler auf Kundenwünsche eingehen können. Ein Beispiel ist ein spezieller Service für den Handel. Bei diesem „Goldservice“ überwachen unsere Sicherheitsspezialisten mit modernster Videotechnik per Remote Control von Ratingen aus zuvor definierte Filialbereiche, ein Überwachungspaket, das branchenweit zum VSaaS (Video Surveilliance as a Service) ausgeweitet werden kann. Zudem können von der NSL aus Türanlagen und deren Schließ- und Öffnungszeiten sowie die Funktion von Betriebssystemen wie EDV, Klimaund Kühlanlagen sowie Heizung kontrolliert und registriert werden. In dem Zuge bearbeiten wir bereits viele technische Meldungen von Machine-To-Machine (M2M), was kosten-, energie- und auslastungseffizient ist. Ein anderes Beispiel ist unser Kundenportal: Dort können Anwender über einen sicheren Zugang auf unserem Webportal Protokolle

TÜV bestätigt Kun­den­zu­ frie­denheit und Service Am Standort Ratingen betreibt ADT eine der modern­ s­ten Notruf- und Service-Leitstellen (NSL) in Deutschland. Die VdS-zertifizierte ADT NSL wurde als erste Leitstelle in Deutschland vom TÜV Saarland mit einer TÜV-Service-tested-Zertifizierung ausgezeichnet. Mit dem Prädikat „sehr gut“ attestiert das neutrale Prüfsiegel der ADT NSL überdurchschnittliche Kundenzu­ friedenheit und höchste Servicequalität. abrufen und Änderungen selbst steuern. Hier befinden wir uns gerade in einer Testphase mit ausge­wählten Kunden. Unser qualifiziertes Team aus 100 Mitarbei­tern unterzieht sich freiwillig regelmäßigen Qualitätsoffensiven. Unsere Leitstellensoftware ist eine speziell für uns entwickelte Software, die einem permanenten Verbesserungs- und Anpassungsprozess unterliegt und sich bedarfsgerecht an die Technologien unserer Kunden anpasst. Der Vorteil liegt darin, Mensch und Technik sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Im Idealfall konzentrieren sich Kunde wie Dienstleister auf ihr eigentliches Kerngeschäft – und damit auf das Wesentliche. Hier liegt der Mehrwert.«

Sylke Mokrus arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Customer Service. Seit August 2012 leitet die studierte Ökonom-Pädagogin, Betriebswirtin und psychologische Beraterin die ADT Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) in Ratingen. Neben der Aufschaltung von Notruftelefonen bieten ADT und TOTAL WALTHER über die NSL vielfältige Zusatzservices an: Dazu zählen Brand-, Überfall- oder Einbruchalarm, technische Störmeldungen aus Aufzügen oder Notrufe von Menschen in Gefahrensituationen. Speziell geschulte Sicherheitsexperten über­wachen die beim Kunden vor Ort installierte und mit der NSL intelligent vernetzte Sicherheitstechnik, nehmen die Ereignis-Meldungen aus Industrie, Gewerbe, Verwaltung bis hin zu Privathaushalten entgegen und leiten im Ernstfall die vereinbarten Maßnahmen, etwa die Alarmierung von Feuerwehr, Notarzt, Polizei, betreuenden Pflegediensten, Sicherheits- oder Facility-Managern, ein: 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr.

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Türöffner zum Cyberspace

Authentifizierung

Ein kombinierter Zutritt zu Gebäuden und IT-Netzwerken bietet mehr Sicherheit und Effizienz. Gebäude- und IT-Sicherheit zählen zu den zentralen Sicherheitsbereichen: Während der Point of Access zu Gebäuden als physische Zutrittskontrolle in die Verantwortung der Security fällt, kontrollieren IT-­ Administratoren den Zugang zu IT-Netzwerk und -anwendungen – und somit die logische Zutrittskontrolle. Mit dem Trend hin zu konvergenten und damit effizienteren Systemen wachsen auch diese Bereiche zusammen: Intelligente Zutritts- und Sicherheitsmanagementsysteme vereinen bereits heute physische und logische Zutrittskontrolle in einem ganzheitlichen Lösungskonzept. Kombiniert sollen sie nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern handfest Kosten in der Verwaltung sparen und die Produktivität durch effizientere Arbeitsabläufe steigern. Physischer und logischer Zutritt im Dialog Die intelligente Verknüpfung physischer Zutrittskontrolle zu Gebäuden und der Authentifizierung an PCs stützt sich auf die sogenannte SSO-Technologie (Single Sign-On) als vermittelndes Kontroll- und Konvergenzsystem zwischen den verschiedenen Umgebungen. Beispiel: Nur wer berechtigt Zutritt zu zuvor definierten, sicherheitsrelevanten Gebäudezonen hat, darf dort mit den geschützten, hochsensiblen Daten arbeiten. Darüber hinaus erhält dieser Mitarbeiter nur dann auch Zugriff zum IT-Netzwerk und zu autorisierten Desktop-Applikationen, wenn er sich zuvor mit seinem Ausweis autorisiert Zutritt zum Raum verschafft hat. Dazu entscheidet in einem ersten Schritt die physische Zutrittskontrolle über Smartcards, PIN-Codes oder zunehmend auch biometrische Verfahren, ob sich die Eingangstür zu einem bestimmten Bereich öffnet oder nicht: Erhält der Mitarbeiter Zutritt und meldet sich am PC an, beginnt die Arbeit der SSO-Appliance-Lösung. Das Single Sign-On-basierte Kontroll- und Konvergenzsystem kontrolliert hierzu die Berechtigungsnachweise (Credentials) der physischen Zutrittskontrolle und den erfolgten Zutritt zum Gebäude/Raum anhand der Journale. Die verschiedenen Credentials für den Netzwerkzugriffs des Benutzers sowie die unterschiedlichen Anwendungen verifiziert das System im Hintergrund durch Anfragen an Weltweit sicher: Komplexe Zutrittskontroll-Lösungen sind heute so ausgelegt, dass das Verwalten von physischen Zu­tritts­berechtigungen wie Bereit­stellen, Über­ wachen, Verändern oder Sperren über Web-ClientZugang erfolgen kann – wichtig für Unternehmen, die unterschiedliche Standorte online vernetzen.

Single Sign-On Technik vereinfacht das Anmeldeverfahren und erhöht die Sicherheit durch stärkere Authen­ tifizierung: Mitarbeiter melden sich nur einmal primär mit ein- oder mehrfach kombinierten Authentifizierungsmethoden wie One-Time-Password, aktive und passive Proximity Cards, Smartcards oder biome­trische Fingerprints über eine grafische Maske im Netz­werk ­lokal oder via VPN Remote Access an und nutzen ohne weitere Anmeldungsverfahren sämtliche definierte Applikationen – auch im Offline-Betrieb. Eine 2 oder 3D-Fingerbilderkennung zum Beispiel anhand der Endungen und Verzweigungen der Hautrillen an der Fingerkuppe (Papillarleisten), sogenannte Minutien, dient der personalisierten biometrischen Verifizierung Authentifizierung per Finger-Scans. Fotos: Tyco die IT-Directories des Unternehmens. Das heißt: Im Verborgenen laufen die einzelnen Anmeldeverfahren zu den verschiedenen Anwendungen noch ab. SSO übernimmt die Anmeldung, der Benutzer braucht sich nur noch ein Passwort zu merken. Somit vereint SSO verschiedene Identitäten wie ID-Usernamen und Kennwörter zu nur ­einem Identitätsprofil (Identity mapping), das synchron einmalig gepflegt wird. Diese verknüpfte Authentifizierung vor Ort sichert damit zwei wesentliche hochsensible Bereichen: die sicherheitsrelevanten Räume und die darin befindlichen Informationen.

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Rettungswesen Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle des Landkreises Verden setzt auf die CKS-Leitstellensoftware CELIOS.

Gute Frequenzen Rund 134.000 Einwohner leben in dem zirka 788 Quadratkilometer umfassenden Landkreis Verden im niedersächsischen Tiefland, der mit seiner abwechslungsreichen Landschaft viele Urlauber anzieht. Zudem gehört Verden durch unmittelbare Nachbarschaft zur Stadt Bremen zu einem der wirtschaftsstärksten Landkreise Norddeutschlands. Die regionalen Besonderheiten – dünn besiedelte Landschaften und eine teilweise weit auseinanderlebende Bevölkerung – prägen auch den Arbeitsalltag der acht Disponenten der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle des Landkreises Verden. Dort laufen täglich Informationen aus fünf verschiedenen Bereichen auf. Zu den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren und Rettungskräfte im Landkreis zählen die feuerwehrtechnischen Hilfeleistungen sowie der Rettungsdienst mit Krankentransport. Ferner sind der kassenärztliche Notdienst, der Hausrufnotdienst und die Bearbeitung eingehender Notrufe an den Trinkwasserverband Verden oder die Stadtwerke Verden an die Leitstelle angeschlossen. „Unsere kreiseigene Rettungs- und Feuerwehrleitstelle besteht seit über 33 Jahren“, erklärt Leitstellenleiter Günter Storch. „In dieser Zeit verzeichneten wir insgesamt 381.000 Einsätze, wovon die Mehrzahl Rettungsdiensteinsätze waren.“ Intelligentes Einsatzmanagement Im Ernstfall kann sein Team auf eine erfahrene Kreisfeuerwehr-Bereitschaft, 59 Ortsfeuerwehren und eine Werksfeuerwehr mit rund 2.400 aktiven Feuerwehrmännern

Alles unter Kontrolle: Die Vernetzung der Rettung schafft wertvolle Zeit für Disponenten und mobile Einsatzkräfte. Foto: Ulf Neumann

Ein System für alle Fälle „In unserem speziellen Fall brauchen wir eine skalierbare Leitstellensoftware zur Einsatzbearbeitung, die alle eingehenden Notrufe aus den fünf Aufgabenfeldern integriert kann.“ Günter Storch, Leiter der Rettungsund Feuerwehrleitstelle des Landkreises Verden. und -frauen bauen. Um ein durchgängig hohes Sicherheitsniveau zu bieten, werden die Disponenten durch modernste Leitstellentechnik unterstützt. Seit über 15 Jahren arbeitet Verden mit Leitstellensoftware aus dem Hause CKS Systeme. Das System ist schrittweise mit den zunehmenden Aufgaben gewachsen; heute unterstützt die CKS-Lösung CELIOS das Einsatzleit- und Gefahrenmanagementsystem in allen Aufgabengebieten. „Unsere Rettungsleitstelle ist als erste Niedersachsens offiziell an das bundesweite Digitalfunknetz TETRA angebunden“, so Storch. In die digitalisierte Kommunikation sind neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch Polizei, Katastrophenschutz sowie andere Behörden und Organisationen eingebunden. Der gemeinsame Digitalfunk bietet allen Beteiligten der Rettungskette ein zusammenhängendes Funknetz und somit im wahrsten Sinne gute Frequenzen, was die Kommunikation und damit die Einsatzkoordinierung schneller und einfacher macht. „Durch die Schnittstelle von CELIOS zu TETRA gibt es mit dem CKS-System keine Anpassungsschwierigkeiten“, so Günter Storch. Alle einsatzrelevanten Informationen werden im CELIOS-Rechner gebündelt, bearbeitet und im Anschluss an die einzelnen Rettungseinheiten auf deren Digitalfunkgeräte weitergegeben. Derzeit befindet sich die digitale, behördenübergreifende Kommunikation in der Testphase. Die gesamte Umrüstung aller Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten auf die digitale Technologie soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein.

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Interview mit Tina Weber, Projektverantwortliche für Sicherheitsforschung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK)

„Ein Restrisiko bleibt immer“ Frau Weber, was verbinden Sie persönlich mit dem Begriff Si­ cherheit? Tina Weber: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, weder im privaten noch im beruflichen Leben. Ein Restrisiko bleibt immer. Das muss uns aber nicht weiter stören. Denn in einer offenen Gesellschaft werden im Sinne unserer persönlichen Freiheit immer gewisse Unsicherheiten bestehen bleiben. Wie geht Ihrer Meinung nach unsere Gesellschaft mit dem Risiko um? Tina Weber: Wir vertrauen leider noch zu oft darauf, dass im Ernstfall es andere schon richten werden. Jeder von uns sollte sich für seine Sicherheit und die seiner Mitmenschen mit verantwortlich fühlen. Diese Selbsthilfefähigkeit einer Bevölkerung ist übrigens elementar für einen funktionierenden Katastrophenschutz, auch mit Blick auf die neuen Herausforderungen im Bevölkerungs­ schutz aufgrund des demographischen und gesellschaftlichen Wandels. Wir brauchen noch viel mehr Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Der Bevölkerung diese Eigenverantwortung zu vermitteln und ihre Selbsthilfefähigkeit zu stärken, gehört zu den wesentlichen Auf­ gaben des Deutschen Roten Kreuzes. Dies betrifft zum Beispiel die Sensibilisierung für bestehende Restrisiken oder die Definition von Schutzzielen und -standards. Das Deutsche Rote Kreuz setzt einen Schwerpunkt auf intensive Sicherheitsforschung. Tina Weber: Das ist richtig. Ziel un-

serer Sicherheitsforschung ist, durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen von Forschungsprojekten innovative Lösungen zu entwickeln, um auf die neuen Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz reagieren und damit verbundene Wissenslücken schließen zu können. Dabei bewegt sich die Sicherheitsforschung innerhalb zweier Themenkomplexe: dem Schutz kritischer Infra­ strukturen und der Optimierung bestehender Prozess­ abläufe von Hilfsorganisationen. Schauen wir auf die kritischen Infrastrukturen: Wo liegen die künftigen Bedrohungen und Ge­ fahren für unsere Versorgung und damit auch für die Bevölke­ rung? Tina Weber: Die Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbsthilfe im Katastrophenfall ist in den letzten Jahrzehnten in dem Maß gesunken, wie die Abhängigkeit von Versorgungsstrukturen und deren Technik zugenommen hat. Der Sensibilisierungsgrad gegenüber den vielfältigen Abhängigkeiten ist dennoch gering. Das Szenario einer Pandemie und der einhergehenden Konsequenz eines weitgehenden Ausfalls von Schlüssel­ personal der öffentlichen Ordnung, des Gesundheits- und Sozialwesens stellt ein markantes Beispiel für die neuen Herausforderungen des Katastrophenschutzes dar. Um Ausfällen von Organisationen und Einrichtungen zu begegnen, müssen die Hilfsorganisationen als kritische Infrastruktur selbst ausfallfest organisiert werden. Zudem muss ein einheitliches Risikound Krisenmanagement bei Staat, Hilfsorganisationen und Unterneh-

men gleichermaßen eingeführt werden. Dies gilt beispielsweise auch für den sensiblen und kritischen Bereich der Ernährungsvorsorge. Welche Rolle übernehmen Si­ cher­heitstechnologien hierbei? Tina Weber: Sicherheitstechnologien spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz kritischer Infrastruk­ turen. Um wirksame Technologien zu entwickeln, sollten jedoch immer auch die Anwender in die Entwick-

Tina Weber besitzt den Bache­ lor in International Management und einen Masterabschluss in European Studies. Seit 2009 ist sie für die Sicherheitsforschung im Deutschen Roten Kreuz, ange­ siedelt im Generalsekretariat in Berlin, verantwortlich. Als Sachgebietsleiterin ist Tina Weber zuständig für die Projektleitung nationaler und europäischer Sicherheitsforschungsprojekte, die vom BMBF und der EU gefördert werden.

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Rettungswesen

lung einbezogen werden. Dabei ist es auch wichtig, dass die Techno­ logien ausbaufähig verwendet werden. Ein hohes Maß an Ausfallsicherheit und Praxistauglichkeit muss in jedem Fall gewährleistet sein. Vergangene Ereignisse und Katastrophen

haben es gezeigt. Bei einer Großschadenslage zählt jede Sekunde. Um einen reibungslosen Ablauf der Gefahrenabwehr und den effizienten Einsatz der Helfer zu garantieren, sind schnelle Entscheidungen und eine lückenlose Kommunikation der

beteiligten Einsatzkräfte und Stäbe untereinander entscheidend. Wie innovative IuK-Systeme dabei unterstützen können, zeigt zum Beispiel das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt SPIDER 1.

Das vom BMBF geförderte interdisziplinäre Projekt SPIDER (Security Systems for Public Institutions in Disastrous Emergency scenaRios) hat das Ziel, die Qualität im Bevölkerungsschutz weiter zu erhöhen – im Sinne eines optimierten, ganzheitlich vernetzten Prozessmanagements bei Großschadenslagen, das Einsatzkräfte und Disponenten bei einem Ernstfall effizient unterstützt. Dazu schlossen sich in einem Konsortium Repräsentanten aus Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft sowie Akteure des Bevölkerungsschutzes, darunter das Tyco-Unternehmen CKS Systeme, zu­sammen. Als Projektpartner offerierte CKS Systeme anwenderorientierte Einsatzleitsysteme für Leitstellen und für die mobile Einsatzunterstützung. Die Projektführung liegt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

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„Nachhaltig ausgelegt“ Zukunftsorientiert und maßgeschneidert: Wie moderne Technologien im Rettungswesen unterstützen. Ein Statement von Ingo Hofmann, Manager CKS Systeme GmbH & Co. KG »Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung gelten auch für das Rettungswesen als komplexe Herausforderungen, gleichzeitig zählen sie zu den technologischen Wachstums­

Ingo Hoffmann

treibern. Skalierbare, flexible Lösungen gewinnen daher eine immer größere Relevanz. Mit unserer Spezial­ software für Feuerwehr- und Rettungswesen verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, um allen Bedürfnissen unserer Auftraggeber der öffentlichen Hand und der Industrie zu entsprechen. Ziel ist, zukunftsfähige Gesamtlösungen für jeden Bedarf zu entwickeln. Hierzu arbeiten wir zielführend mit ausgesuchten Systempartnern aus der Industrie zusammen; gleichzeitig engagieren wir uns im Rahmen von Forschungsprojekten mit großen Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz. Unser Ansporn: nachhaltige Lösungen, in denen Anregungen und Erfahrungen aus dem Alltag von Rettungskräften einfließen. Die seit vielen

Jahren regelmäßig stattfindenden Arbeitskreise der Anwender zum Bei­ spiel bieten hierbei ein gutes Dialog-Forum und eine ideale Möglichkeit, stets am Puls der Zeit zu sein. Ein Ergebnis unserer Ausrichtung zeigen wir auf der security Essen. Hier stellen wir als ein Highlight unsere neuen, hochflexiblen CEUS Softwaremodule für die mo­ bile Einsatzunterstützung vor. CEUS Feuerwehr, CEUS Rettungsdienst und CEUS MANV schaffen durch ihre spezialisierte Ausrichtung einen hohen Mehrwert für den Anwender. Für langfristige Funktionalität und somit Investitionssicherheit sorgt unser erfahrenes, motiviertes Team. Auch hier verstehen wir uns als Best Choice für beide Bereiche: Technik und Service.«

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Technik

Vielseitige Plattformen Dank innovativer Management-Plattformen können unterschiedlichste Systeme untereinander kommuni­zieren. Der Vorteil: sichere und effiziente Prozessabläufe sowie eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Die steigende Vernetzung in In­dus­ trie, Gewerbe und Handel wie auch im Privatbereich zählt zu den Wachs­ tums­treibern unserer Zeit. Sicher­heits­ anlagen, intelligent untereinander und mit gewerkefremden Systemen vernetzt, schaffen mehr Sicherheit und eine erhöhte Prozess­­ effizienz. Diese Interaktionen erfordern moderne Plattformen, die in IT-­ Struk­ turen integriert sind. ADT und TOTAL WALTHER bieten in dem Kontext übergreifende Physical Security Information Management- Platt­formen wie ADT Integrated Sy­stems Manager – ausgelegt für kleinere, mittlere Unternehmen. Die PSIM-Lösung Surveillint 6.0 von Proximex bildet als zentrale Kommando- und Betriebsleitzentrale die Basis für Corporate Security in großen Unternehmen und Organisationen. Sämtliche Sicher­heitsanwendungen, einschließ­

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lich Video­überwachung und Subsysteme, lassen sich flexibel integrieren und logisch verknüpfen. Sicherheitsumgebungen können so standort-

und technologieübergreifend ganzheitlich und videogestützt über eine einzige intuitive Bedieneroberfläche organisiert und gesteuert werden.

Near Field Communication (NFC) – Mobilität ist Trumpf Die Möglichkeit, Handys, Smartphones oder Applikationen mit NFC-­ fähigen Chips auszurüsten, wird auch den Bereich der Zutrittskontrolle mittelfristig beeinflussen. NFC ist ein Verfahren zur drahtlosen Über­ tragung von zwei Geräten innerhalb eines Radius von unter zehn Zenti­ metern. NFC-Komponenten arbeiten als Transponder im 13,56 MHz Bereich aktiv-aktiv oder aktiv-passiv und sind so kompatibel zu gängigen Zutrittskontroll-Standards. NFC-taugliche Geräte können als Identträger, Karten- oder Schlüsselersatz genutzt werden und ermöglichen somit einen mobilen Zugriff auf Anlagen, Sicherheitssysteme und Objekte. Auch ADT arbeitet in dem Bereich an Pilotprojekten: Beispiel: Durch die NFCbasierte Authentifizierung für das Zutrittskontrollsystem C•CURE® soll der Nutzer direkt vor Ort ad hoc eine Zutrittsberechtigung per Mobilfunk für einen zuvor definierten Bereich erhalten – ein Pluspunkt in puncto Effi­ zienzgewinn durch optimierten workflow.

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Justizwesen Integrierte Sicherheits- und Kommunikationstechnik in Justizvollzugsanstalten müssen im Ernstfall hundertprozentig funktionieren.

Sicher vor und hinter Gittern Zwei Ziele prägen den modernen Strafvollzug in Justizvollzugsanstalten (JVA): die Sicherheit der Bevölkerung und die bestmögliche Resozialisierung von Straftätern. Neben dem Schutz der Bevölkerung sind die Inhaftierten sowie JVA-Mitarbeiter und Besucher vor Überfall, Brand und gewalttätigen Angriffen in der JVA zu schützen – auch bei straffer Personaleinsatzplanung. Integrierte Schwachstromtechnik mit vielfältigen Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnologien schafft hierzu die Grundlage für einen sicheren wie störungsfreien Betriebsalltag hinter Gittern. Als Technologielieferant und Systemintegrator zugleich betreut TOTAL WALTHER viele Projekte aus dem Justizwesen.

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Schwachstromtechnik umspannt eine Vielzahl unterschiedlichster, ­integrierter Gewerke, die zusammen harmonisieren müssen. Das Spektrum reicht hier von Telekommunikations-, Intercom- und SprachalarmierungsAnlagen (ELA), Sicherheitstechnik wie Brand- und Einbruchschutz, ­Zutrittskontrolle und Video­über­ wachung, Zellenruf- und Personenschutzanlagen über Daten- und Kom­ munikationsnetzwerke bis hin zur übergreifenden Leitstelle. Software­ basierte, offene Management-Plattformen ermöglichen die Integration der Sicherheitsapplikationen und deren Steuerung über eine grafische Benutzeroberfläche. Kennzeichnend für eine offene Systemarchitektur ist ein effizientes Eventmanagement, das Daten verschiedener Systeme und deren softwarebasierte Analyse logisch verknüpft. In solche skalierbaren Systeme lassen sich zudem die unterschiedlichen Alarm- und Protokoll-Funktionen integrieren. Neben einem automatisierten Alarmmanagement und Reporting bündeln sie gezielt sämtliche Daten der miteinander vernetzten Systeme; analysieren und bewerten diese und

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bieten den Justizvollzugsbeamten in der Einsatzzentrale so wertvolle Entscheidungshilfen. TOTAL WALTHER liefert als Technologielieferant und Errichter hierzu die gesamte Bandbreite sowohl eigener, als auch herstellerfremder Schwachstromtech­ nik. Das Zellenrufsystem ZETTLER ® Medicall ® 800 IP security sowie ­intelligente Brandmeldeanlagen vom Typ ZETTLER ® EXPERT sind mar­ kante Beispiele aus dem ganzheit­ lichen Lösungs-Portfolio für das Justiz­ wesen aus dem eigenen Hause. Insbesondere extreme Gefahren­ situationen zeigen, wie wichtig die intelligente Vernetzung der Vielzahl unter­schiedlichster SchwachstromGewerke ist. Im Brandfall muss die Evakuierung und Rettung der JVAInsassen und sämtlicher weiterer Personen innerhalb des JVA-Geländes organisiert und der Löscheinsatz

koordiniert werden, ohne wertvolle Zeit zu verlieren und die Ausbruch­ sicherheit zu gefährden. Um Kontinuität und eine langfristige Funktionalität der Systeme im vernetzten Verbund zu gewährleisten, spielt neben der Technik der Service eine entscheidende Rolle. So betreuen Systemintegratoren wie TOTAL WALTHER integrierte Schwachstrom-Anlagen über deren gesamten Lebenszyklus, von der Planung und Technikimplementierung bis zu umfassendem Service wie Wartung und Instandhaltung. Diese Projekte aus einer Hand entlasten das Personal und eröffnen neue Perspektiven für effizientere, sichere Arbeitsprozesse.

Männer überwiegen in deutschen Gefängnissen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verbüßten insgesamt 60.100 Personen zum 31. März 2011 eine Freiheits- beziehungsweise Jugend­ strafe in einer deutschen Justizvollzugsanstalt oder befanden sich in Sicherungsverwahrung. Davon ist der überwiegende Teil Männer (56.800); rund 3.300 sind Frauen (6 %). Mit Blick auf die jeweiligen Delikte saßen 12.600 Personen (21 %) wegen eines Diebstahlsdelikts, 8.800 (15 %) wegen eines Dro­ gen­delikts und 7.400 (12 %) wegen eines Raubdeliktes in einer Strafanstalt ein. Quelle: Statistisches Bundesamt

Robuste Zellenterminals: das Zellruf- und Kommunikationssystem ZETTLER® Medicall ® 800 IP security von TOTAL WALTHER: Flexible Ruf-, Sprech-, Überwachungs- und Alarm­funktionen ■■ Integrierbarer Hausalarm ■■ Türstandsanzeige mit Alarmfunktion ■■ Fenstergitterüberwachung in den Zellen ■■ Flurgroßanzeige mit Display ■■ Sonderfunktionen, wie Ruf-, Licht-, Steckdosenentzug ■■ Freies offenes Sprechen ■■ Dezentrale und zentrale vernetzte Abfragestellen ■■ Anwesenheitsmarkierung per Schlüssel oder RFIDTransponder ■■ Nutzung der Gefangenendaten durch Übernahme aus dem EDV-System ■■ Handyerkennung ■■ Organisation von angepassten Wachbereichs­plätzen (mit oder ohne Sprachkommunikation) ■■ Protokollierung von Ereignissen (Rufe, Alarme, Anwesen heiten, ­ Sprachaufschaltungen) in eine Datenbank ■■ Schnittstellen zu Fremdsystemen, wie PSA / PNA/DECT-Systeme, TK- und Intercom-Anlagen, Sicherheits - und Alarmmanagementsysteme ■■

Mit dem Zellenterminal ZETTLER ® Medicall® 800 IP security kann eine inhaftierte Person Rufe auslösen und mit einem Wachhabenden sprechen. Das robuste Terminal verfügt unter anderem über die Schutzart IP 54 (staubgeschützt und spritzwassergeschützt) und eine vandalensichere Frontplatte aus V2A-Stahl Foto: TOTAL WALTHER

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Agenda

Überblick über wichtige Veranstaltungen 2012 / 2013

Auf der Agenda

Internationale Leitmessen, nationale Fachmessen, Veranstaltungen – ADT, TOTAL WALTHER und CKS sind in Deutschland vor Ort, um über ihr Leistungsspektrum zu informieren, über relevante Themen und Fragen rund um Sicherheit zu referieren und zu diskutieren.

Wichtige Messetermine in Deutschland Hier können Sie die Unternehmen ADT, TOTAL WALTHER oder CKS Systeme in Deutschland treffen: 25.09. – 28.09.2012 security 2012, Essen Die ganze Welt der Sicherheits- und Brandschutztechnik

ADT, TOTAL WALTHER und CKS Systeme Halle 1, Stand 130

14.11. – 17.11.2012

Medica 2012, Düsseldorf Internationale Fachmesse mit Kongress Weltforum der Medizin

ADT und TOTAL WALTHER Halle 14, Stand B 50

27.11. – 29.11.2012

PMRExpo 2012, Köln Branchentreff für professionellen Mobilfunk

CKS Systeme

08.12. – 09.12.2012

VdS-Fachtagung, Köln Achte internationale VdS-Fachtagung „Feuerlöschanlagen“

TOTAL WALTHER

09.04. – 11.04.2013

Altenpflege 2013, Nürnberg Leitmesse der Pflegewirtschaft

TOTAL WALTHER

Mit Sicherheit planen – Planertage 2013 Erstmals veranstalten die Tyco-Unternehmen ADT und TOTAL WALTHER für Architekten und Fachplaner von sicherheitstechnischen Anlagen Planertage. Anfang 2013 finden in fünf Städten – Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Berlin und im Raum München – an attraktiven Orten wie der Zugspitze Informationsveranstaltungen statt. Anerkannte Spezialisten aus Forschung und Praxis informieren dort zu aktuellen Lösungen, Trends und Entwicklungen sowie Richtlinien rund um sicherheitstechnische Anlagen. Ob integrierte Gesamtlösungen, intelligente Management-Plattformen, moderner Brandschutz, IP-Videoüberwachung oder Zutrittskontrolle: Fachplaner erhalten einen wertvollen Einblick in die Gestaltung und Konzeption unterschiedlichster Sicherheitslösungen und Planungshilfen aus der Praxis für die Praxis. Mit den Planertagen will Tyco einmal mehr seine Verantwortung für eine partnerschaftliche Beratung und Unterstützung Ausdruck verleihen. 22.01.2013

Düsseldorf Courtyard by Mariott

19.02.2013

Frankfurt The Square

26.02.2013

Hamburg Empire Riverside Hotel

06.03.2013

Berlin Excellent Business Center Hauptbahnhof

12.03.2013

Raum München Businesszentrum Zugspitze

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Spektrum

VOICES – Das Festival der Stimmen Voices 2012, das Festival der Stimmen, wirft seine Schatten voraus. Vom 15. bis 18. November 2012

dreht sich im Herbst wieder alles rund um Blues, Jazz, Gospel, Swing, Rock, Weltmusik und Lesungen.

Ein Muss für Kulturliebhaber der Vocal-Kunst Voices 2012 mit Künstlern wie: Frau Contra Bass, Marla Glen und Hellmuth Karasek. Fotos: Veranstalter

Bereits zum vierten Mal begeisterten hochkarätige Musiker und Künstler mit faszinierender Vocal-Kunst. Der Veranstalter, das Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Ratingen, ist ­sicher: Auch 2012 soll Ratingen ­wieder zum Anziehungspunkt für Vocal-Künstler und -Fans werden mit viel Prominenz wie zum Beispiel der bekannte deutsche Journalist, Buchautor, Literaturkritiker und Professor für Theaterwissenschaft Hellmuth Karasek. ADT ist einer der Sponsoren der beliebten Veranstaltung – im Sinne eines attraktiven Standort- und Lebensumfeldes.

Technik, die begeistert Warum schlägt ein Brandmelder Alarm? Wie schützt eine Einbruchmeldeanlage das Zuhause vor Einbrechern? Wie funktioniert eine Videokamera? Spannende, nicht alltäg­ liche Fragen für Kinder; vor allem auch, wenn die Eltern für einen Sicherheitskonzern tätig sind. In dem Kontext haben ADT und TOTAL WALTHER Anfang Mai rund 25 Kindergartenkinder im Alter von dreieinhalb bis fünf Jahren zum „Tag der offenen Tür“ nach Ratingen in den dortigen Show­ room eingeladen. Hintergrund des ungewöhnlichen Projekts ist zum einen die Idee, den kleinen Gästen den Arbeitsplatz ihrer Eltern anschaulich vorzustellen. Zum anderen sollte ein spielerischer Einblick in die Welt der Sicherheitstechnik gegeben werden. Hier sieht sich der Tyco-Konzern in der Verantwortung, nicht nur junge Menschen im Unternehmen nachhaltig zu fördern, sondern auch Kinder durch frühe, intensive Begegnungen mit der Technik für diese zu begeistern.

Foto: ADT

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ADT Deutschland GmbH Am Schimmersfeld 5–7 40880 Ratingen Tel.: +49 (0)2102 7141-0 Fax: +49 (0)2102 7141-100 info@adt-deutschland.de www.adt-deutschland.de

TOTAL WALTHER GmbH Feuerschutz und Sicherheit Am Schimmersfeld 5–7 40880 Ratingen Tel.: +49 (0)2102 7141-0 Fax: +49 (0)2102 7141-100 totalwalther@tycoint.com www.totalwalther.de

CKS Systeme GmbH & Co. KG Borsigstraße 12 49716 Meppen Tel.: +49 (0)5931 840-0 Fax: +49 (0)5931 840-119 cks-info@tycoint.com www.cks-systeme.de

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Technik, Service und Manpower