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Rubrik

Gemeinsam wirken Jahresbericht 2013

COMUNDO – Schweizer Allianz für Personelle Entwicklungszusammenarbeit: Bethlehem Mission Immensee · E-CHANGER · Inter-Agire


Inhalt

Brasilien, Angélique Duruz

Bolivien, Alain Vimercati

Philippinen, Nicola und

Die Expertin für Entwicklungsfragen und

Die Stiftung Pro-Habitat und der Archi-

Christian Maier

internationale Beziehungen unterstützt

tekt fördern in den Randgebieten von

Durch Ausbildungsprogramme für Ju-

das «Centro de Defensa dos Direitos da

Cochabamba die Entwicklung der Ge-

gendliche und Erwachsene und die Prä-

Criança e do Adolescente (CEDECA)»,

meinschaft, indem sie mit innovativen

vention von häuslicher Gewalt stärken

das in den Favelas von São Paulo die

Technologien die Wohnqualität verbes-

das apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe

Rechte der Kinder verteidigt.

sern und Unterstützung im sozialen

und die beiden Sozialpädagogen den Zu-

Wohnungsbau bieten.

sammenhalt der Familien.

Inhalt 3

Editorial

4

Im Einsatz für eine gerechtere Welt: Fachpersonen der Allianz COMUNDO

8

Beeinträchtigten Kindern eine Brücke in die Zukunft bauen

9

Für die Rechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen einstehen

10

Morde an Frauen an die Öffentlichkeit bringen

Nicaragua, Anna Mumenthaler

11

Nomaden erschliessen sich neue Felder

Die Heilpädagogin setzt sich bei

12

Jugendliche erschaffen sich eine Existenz

Los Pipitos für autistische Kinder

13

Mit Bio-Reis auf den Mangel an kultivierbarem Land reagieren

Familien, Schritt für Schritt mit

14

Die Unabhängigkeit der Kleinbauern stärken

den Herausforderungen des Alltags

15

Mit Bio-Produkten und Ökotourismus die

Titelbild

ein. Sie hilft ihnen und ihren

umzugehen und bereitet sie auf die schulische Integration vor. Bild: Roberto Colombi

natürlichen Lebensgrundlagen verbessern 17

Bethlehem Mission Immensee 18

Impressum Herausgeberin: Allianz COMUNDO Redaktion: Simone Bischof Lusti, BMI; Sergio Ferrari, E-CHANGER; Giovanni Valerio, Inter-Agire Externe Autorin: Nicole Habermacher Bildredaktion: Marcel Kaufmann, BMI Gestaltung: Thomas Lingg, BMI Druck: Brunner Druck und Medien

2

Jahresbericht 2013

Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz: Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz: E-CHANGER

19

Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz: Inter-Agire

21

Ein herzliches Dankeschön an Sie! Hinschauen, erkennen, handeln

22

Leistungsbericht Allianz COMUNDO 2013

23

Bilanz per 31. Dezember 2013

24

Betriebsrechnung 2013

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Allianz COMUNDO – Organisation


Editorial Präsenz im Süden nährt unser Engagement im Norden Das erste Jahr des Bestehens unserer Allianz COMUNDO liegt hinter uns. Es war geprägt von einem Aufbauprozess, der laufend weiterentwickelt wurde. So konnten wir wesentliche Fortschritte erzielen und drei verschiedene institutionelle Kulturen zusammenführen: BMI (Deutschschweiz), E-CHANGER (Westschweiz) und Inter-Agire (italienische Schweiz). Gleichzeitig zeichneten sich die grossen Konturen der Ausrichtung unseres Institutionen-Programmes 2015 bis 2020 ab. Für die kommenden Jahre haben wir ein Süd-Programm entwickelt. Es wird die Kohärenz und die Qualität unserer Arbeit stärken. Entstanden sind eine gemeinsame Website in fünf Sprachen und Werkzeuge für eine verbesserte Kommunikation und Präsenz in der Öffentlichkeit. Im Aufbau befindet sich das Programm der Allianz für die Sensibilisierung im Norden. Dabei profitieren wir von den Potenzialen und Besonderheiten der drei Allianzpartner.

Rosmarie Dormann Präsidentin Bethlehem Mission Immensee

Das Herzstück der Zusammenarbeit steckt in unserer Präsenz im Süden: in der täglichen Arbeit unserer Fachpersonen und im Austausch mit unseren Partnerorganisationen. Dies ist der Beweis dafür, dass es möglich ist, auf der Basis gegenseitigen Respektes Menschen überall auf der Welt miteinander zu verbinden, mit dem Ziel, eine globale Zivilgesellschaft zu stärken, die für mehr Gerechtigkeit, weniger Armut und für ein grösseres Umweltbewusstsein kämpft.

Bernard Fragnière Präsident E-CHANGER

Das menschliche, soziale, umweltschonende und politische Engagement von COMUNDO im Norden beruht auf der Erfahrung einer solidarischen Entwicklungszusammenarbeit. Diese ist umso wichtiger in einer Zeit, in der Unbehagen und fremdenfeindliche Tendenzen die Fundamente einer solidarischen Schweiz ins Wanken bringen. Unsere Herausforderung besteht darin, Brücken zu bauen zwischen dem «Nationalen» und dem «Ausländischen», zwischen dem Norden und Süden.

Francesca Cocchi Ghielmi Präsidentin Inter-Agire

Jahresbericht 2013

3


Im Einsatz für eine gerechtere Welt

Die Allianzpartner haben sich im Jahr 2013 in dreizehn Einsatzländern engagiert. Um den Bedürfnissen und Verhältnissen vor Ort gerecht zu werden, arbeiten sie immer mit Partnerorganisationen zusammen – lokalen Institutionen, Kirchen oder Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsam wird festgelegt, welche Entwicklungsziele erreicht werden sollen. Die Allianzpartner rekrutieren geeignete Fachpersonen, die bereit sind, sich mehrere Jahre in diesen Süd-Projekten zu engagieren. Die Einsatzleistenden leben mit der lokalen Bevölkerung zusammen und arbeiten zu einem Bedarfslohn, der den Lebensunterhalt deckt.

Fachpersonen der Allianz COMUNDO

Lateinamerika Bolivien Kalkowski Elke | Koordination | Cochabamba Tapia Ingrid | Koordination | La Paz Bellini Alessandra | Bildungsarbeit und Stärkung der sozialen Basisorganisationen | Cochabamba | Centro de Educación Permanente Jaihuayco (CEPJA) Burkhalter Sarah | Organisationsstärkung | Santa Cruz | Asociación Colectivo Rebledía Bussard Mathilde | Stärkung der Frauenorganisation des Guarayo-Volkes | Santa Cruz | PROCESO – Servicios educativos Defferard Mathilde | Bildung der indigenen Bevölkerung in der Anwendung der pluralen Rechtsordnung | La Paz | Fundación Construir Ducrocq Serge | Begleitung und Stärkung von städtischen Basisorganisationen | El Alto | Centro de Formacion y Capacitacion para la Ciudadania (FOCAPACI) Fellay Sandrine | Integrale Gesundheitsförderung | La Paz | Centre pour l’information et le développement des femmes (CIDEM) Gardelle Arnaud | Verbesserung der Wohnqualität von Frauen mit niedrigem Einkommen in den marginalisierten Vierteln | Cochabamba | La Fundación de Promoción para el Cambio Socio-Habitacional (PROCASHA) Gigantelli Nicoló | Arbeit mit Strassenkindern | Cochabamba | Fundación Estrellas en la Calle (FEC) Jäckel Markus | Jugendarbeit in der Pfarrei «Las Américas» | Sta Cruz | Diócesis de Santa Cruz Jaquinta Anna | Förderung der Frauenrechte durch Stärkung der institutionellen Kommunikationsstrategie | Cochabamba | Instituto Femenino de Formacion Integral (IFFI) López Elisabeth | Unterstützung indigener Leitungsfrauen | La Paz | Consejo Nacional de Ayllus y Markas del Qullasuyu (CONAMAQ) Macconi Lisa | Prävention gegen geschlechterspezifische Gewalt in Schulen | El Alto | Centro de Información y Desarollo de la Mujer (CIDEM) Miranda Molinedo José Adolfo | Engagement im Observatorium für natürliche Ressourcen | La Paz | Centro de estudios y apoyo al desarrollo local (CEADL) Morisoli Giulia | Arbeit mit Kindern aus verarmten Vierteln | Cochabamba | Educar es fiesta 4

Jahresbericht 2013

Oguey Sandra | Verbesserung der Wohnqualität von Frauen mit niedrigem Einkommen in den marginalisierten Vierteln | Cochabamba | La Fundación de Promoción para el Cambio Socio-Habitacional (PROCASHA) Poyetton Virginie | Friedensförderung durch Medienbeobachtung, Bildung und Gender Mainstreaming | La Paz | Fundación Unir Bolivia Roux-Müller Monika | Gesundheitsarbeit gegen Mangelernährung | El Alto | Fundación Sembrando Esperanza Roux-Müller Julien | Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen | El Alto | Fundacion Sembrando Esperanza Van Lanschot Alexandra | Stärkung der Organisation indigener Migrationsfrauen | La Paz | Fundación Machaqa Amawta Vimercati Alain | Beratung und Unterstützung im sozialen Wohnungsbauprogramm | Cochabamba | Fundación Pro Habitat

Brasilien Alldridge Célia | Koordination Djalma Costa | Koordination Bernard Bertrand | Würdige Unterkünfte für obdachlose Familien | Salvador de Bahia | União por Moradia Popular de Bahia (UMP-BA) Caprez Claudia | Förderung von Kindern von landlosen Familien | Fortaleza | Movimiento dos Trabajadores sem terra (MST) Ceregatti Alessandra | Kommunikationsund Vernetzungsarbeit für die MMM | São Paulo | MMM – Marcha Mundial de mulheres Concalvez Fabiana | Kommunikationsarbeit für Kleinbauernorganisation | Turmalina | CAV – Centro Agricultura Alternativa Vicente Nica Costa Corrêa Eduardo Alexandre | Förderung der Rechte der obdachlosen Bevölkerung | São Luiz | União por Moradia Popular de Bahia (UMP-MA) Duruz Angélique | Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen | São Paulo | Centro de Difensa dos Direitos da Criança e do Adolescente (CEDECA) Feller Pascal | Entwicklung der Bio-Reis-Produktion | Porto Alegre | Movimento dos trabalhadores sem terra (MST) Juncal Augosto | Internationale Vernetzungsarbeit für die landlose Bauernbewegung | São Paulo | Serviço de relações internacionais do MST

Leitão dos Santos Thaís | Nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung im Alto Jequitinhonha | Turmalina | CAV – Centro Agricultura Alternativa Vicente Nica Petter Sylvie | Gesundheitsförderung der Yanomami-Bevölkerung | Manaus | Secoya – Service coopération avec peuple Yanomami Reusser Judith | Nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung im Alto Jequitinhonha | Turmalina | CAV – Centro Agricultura Alternativa Vicente Nica Ribeiro José Maria | Kommunikationsarbeit für die SMDH | São Paulo | Sociedade Maranhense de Direitos Humanos (SMDH) Schnyder Judith | Förderung der Rechte der Yanomami-Bevölkerung | Manaus | Serviçio e cooperaçao com ô povo Yanomami (Secoya) Zurkinden Santana Cristiane | Förderung der Gesundheit und der nachhaltigen Landwirtschaft | Aracaju | Movimiento dos Trabajadores sem terra (MST) Zurkinden Guy | Unterstützung der Gesundheit und der nachhaltigen Landwirtschaft für die landlosen Bauern im Nordost | Aracaju | Movimento dos trabalhadores sem terra (MST)

Ecuador Junghardt Johannes | Koordination | Riobamba | Fundación Centro de Formación Mon. Leónidas Proaño Stickel Anne | Koordination | Quito | Fundación Centro de Formación Mon. Leónidas Proaño Benitez David | Bildungsarbeit mit Jugendlichen | Quito | Fundación Centro de Formación Mon. Leónidas Proaño Junghardt Johannes | Integrale Pastoralarbeit | Yaruquíes | Diócesis de Riobamba Junghardt Melanie | Integrale Patoralarbeit | Yaruquíes | Diócesis de Riobamba Matter-Maytain Yvan | Stärkung von interkulturellen Bildungsprozessen | Riobamba | Unidad Educativa Pachayachachik (UEP) Maytain Sophie | Stärkung von interkulturellen Bildungsprozessen | Riobamba | Unidad Educativa Pachayachachik (UEP) Peters Friederike | Integrale Pastoralarbeit in Aguarico | Coca | Vicaría de Aguarico Ruiz Quintero Manuela | Förderung von Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung | Quito | Fundación Tierra Nueva Santschi Margrit | Integrale Pastoral-Begleitung der indigenen Migrationsbevölkerung | Coca | Vicariato Apostólico de Aguarico Stickel Anne | Bildungsarbeit mit Jugendlichen | Quito | Fundación Centro de Formación Mon. Leónidas Proaño


Im Einsatz für eine gerechtere Welt

El Salvador

Nicaragua

dieselbe Koordination wie Nicaragua Bielic Corinna | Förderung der Frauen- und Arbeiterinnenrechte | Santo Tomas | Mujeres Trasformando Villafranco Katia | Förderung der Frauen- und Arbeiterinnenrechte| Santo Tomas | Mujeres Trasformando

Coppens Frederico | Koordination Incer Mila | Koordination Aieta Giuseppe | Stärkung von Bauernkooperativen | Matagalpa | Asociación para la Diversificación y el Desarrollo Agrícola (ADDAC) Aráuz Herrera Hernaldo José | Betreuung des Kleinkreditprogramms | Matagalpa | Asociación para la Diversificación y el Desarrollo Agrícola (ADDAC) Athanasiou Frances | Unterstützung der Arbeiterinnen des informellen Sektors | Managua | CTCP-FNT Confederación de Trabajadores por Cuenta Propia Barmann Oliver | Unterstützung von Kindern und Jugendlichen auf der Strasse | Jinotega | Tuktan Sirpi Barmann Duc Corinne | Unterstützung von Kindern und Jugendlichen auf der Strasse | Jinotega | Tuktan Sirpi Hausmann Maria Teresa | Mikrokredite für selbstständigeArbeiterinnen|Managua|CTCPFNT Confederación de Trabajadores por Cuenta Propia Henry Raphael | Stärkung von Kleinunternehmen des informellen Sektors | Managua | CTCP-FNT Confederación de Trabajadores por Cuenta Propia Mumenthaler Anna | Betreuungsmethoden für autistische Kinder | Ocotal | CRRET – Los Pipitos Ponzone Simona | Begleitung und Stärkung von Basisorganisationen | Esteli | INPRHU (Instituto de Promoción Humana) Pulzer Noémie | Stärkung des Frauensekretariats der Gewerkschaft | Managua | ATC– Asociación de Trabajadores del Campo Schär-Schenk Daniel | Ausbildungsmöglichkeiten verbessern | San Marcos | Centro Cultural Arlen Siú San Marcos Schär-Schenk Esther | Arbeitsintegration von behinderten Jugendlichen | Diriamba | Asociación Activos por un Mundo Solidario (AMS) Terrettaz Christophe | Stärkung der Ausbildung von Landarbeiterinnen | Managua | ATC – Asociación de Trabajadores del Campo

Kolumbien Garcia Irma | Koordination Kalt Mirjam | Koordination Allart Xavier | Unterstützung von Flüchtlingsfamilien | Bogotá | Corporation Claretiana Norman Perez Bello Blum Pascal | Friedensförderung | Bogotá | Fundacion Chasquis Bouille Zellweger Lauranne | Psycho-soziale Begleitung | Bogotá | Centro de Atencion psicosocial (CAPS) Bouille Zellweger Samuel | Psycho-soziale Begleitung | Bogotá | Centro de Atencion psicosocial (CAPS) Cattin Bibiane | Unterstützung von Flüchtlingsfamilien | Bogotá | Corporation Claretiana Norman Perez Bello ErazoCarlos|WeiterbildungundBegleitungder Coppas-Gruppen|Tumaco|Diócesis de Tumaco Froidevaux Sandra | Förderung des Friedens und Verteidigung der Menschenrechte | Bogotá | Pensamiento y Acción Social (PAS) Gay Françoise | Unterstützung von Flüchtlingsfamilien | Bogotá | Corporation Claretiana Norman Perez Bello Hernandez Neyla | Förderung von Friedensprozessen | Bogotá | Fundación para la Cultura y el Desarrollo (FUCUDE) Imholz Christine | Menschenrechtsarbeit | Tumaco | Diócesis de Tumaco Jung Thomas | Sozialpastoral | Pasto | Diócesis de Pasto Klug Patrick | Kinder- und Jugendarbeit | Bogotá | Creciendo Juntos Loaiza Ramirez Zenaide | Förderung des Friedens und Verteidigung der Menschenrechte | Bogotá | Pensamiento y Acción Social (PAS) Nubia Fernanda Espinosa | Förderung von Friedensprozessen | Bogotá | Asociación de Cabildos Indígenas del Norte del Cauca (ACIN) Purrer Guardado Ulrike | Ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit | Tumaco | Diócesis de Tumaco Repnik Friederike | Arbeit mit Vertriebenen | Bogotá | Fundación Mencoldes Scharer Veronika | Menschenrechtsbeobachtung | Cali | Diócesis de Tumaco Schlebusch Juliette | Stärkung der Zivilgesellschaft des kolumbianischen Pazifikraums durch Begleitung und Bildung | Cali | Diócesis de Tumaco Schönenberger Josef | Sozialpastoral | Quibdó | Diócesis de Quibdo Spiegler Norbert | Dialog mit indigenen Gemeinschaften | Quibdó | Diócesis de Quibdo

Peru Lassak Sandra | Koordination | Huancayo | Diócesis de Huancayo Frank Ulrika | Beratung in der Produktion biologischer Nahrungsmittel | Huancayo | Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social Centro (CEDEPAS-Centro) Kradolfer Beat | Wohn- und Lebensqualität durch erneuerbare Energien verbessern | Cusco | Guaman Poma de Ayala, Centro de Educación y Comunicación Kradolfer Tabea | Wohn- und Lebensqualität durch erneuerbare Energien verbessern | Cusco | Guaman Poma de Ayala, Centro de Educación y Comunicación Lassak Sandra | Theologische Bildungsarbeit auf diözesaner Ebene | Huancayo | Diócesis de Huancayo

Mercado Wuéster | Beratung in der Produktion biologischer Nahrungsmittel | Huancayo | Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social Centro (CEDEPAS-Centro) Schmid Regula | Versöhnungsarbeit und Menschenrechtsbildung im Surandino | Sicuani | Instituto surandino de investigacion y accion solidaria (ISAIAS) Simeon Fabian | Lobbyarbeit für Infrastruktur-Grossprojekte | Lima | Forum Solidaridad Perú Stadler Pascal | Organisationsberatung | Cusco | Centro andino de educacion y promocion (CADEP) ZiltenerUrs|BegleitungvonMenschenimStrafvollzug | Chosica-Lima | Diócesis de Chosica Ziltener Daniela | Begleitung von Menschen im Strafvollzug|Chosica-Lima|Diócesis de Chosica Zindel Renate | Organisationsberatung | Cusco | Centro andino de educacion y promocion (CADEP)

Afrika Burkina Faso Somda Judith | Koordination Barthélémy Sam | Unterstützung der landwirtschaftlichen Aktivitäten in der Sahelzone | Dori | Association Nodde Nooto (ASN) Crevoisier Jonas | Beratung von landwirtschaftlichen Familienbetrieben | Ougadougou | Agence CORADE Daini Stefania | Förderung der biologischen Landwirtschaft | Fada N'Gourma | Association de Recherche et de Formation Agro-écologique (ARFA) Kaboré Brunot | Förderung von Menschen mit Behinderung | Ouagadougou | Handicap Solidaire Burkina (HSB) Ouedraogo-Melle Alexandra | Unterstützung der Bauern | Ouagadougou | Fénération Nationale des Org. Paysannes (FENOP) Sorg Guigma Frédérique | Stärkung der Organisation «Marche Mondiale des Femmes» | Ouagadougou | Marche Mondiale des Femmes

Kenia Wermelt Jutta | Koordination | Nairobi Special Education Professionals SEP Andres Nicole | Aufbau der Physiotherapie und Unterstützung des Managements | Isiolo | Isiolo Community Home for children with disabilities Bailey Schatzmann Deborah | Unterstützung von Lehrpersonen an zwei Primarschulen | Ngong | Diocese of Ngong Buchli Christian | Organisationsentwicklung am St. Joseph Polytechnikum Isiolo | Isiolo | Apostolic Vicariate of Isiolo Estermann Sandra | Beratung von Kleinunternehmen im informellen Wirtschaftssektor in der Produktion und Vermarktung | Nairobi | Development Kenya Action (DKA) Motzka Constanze | Physiotherapie für Kinder | Nairobi | Special Education Professionals (SEP)

Jahresbericht 2013

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Im Einsatz für eine gerechtere Welt

Näf Nelly | Organisationsentwicklung im Bereich Economic Empowerment | Nairobi | Community Org. & Training for RiskRed. COTRR Schatzmann Markus | Leitung Livelihoods Support Program | Ngong | Diocese of Ngong Székely Theres | Lebensgrundlagen der Nomaden und Halbnomaden sichern | Isiolo | Apostolic Vicariate of Isiolo Walker Cindy | Weitentwicklung des Fairtrade-Marktes | Gilgil | Sanata Charitable Trust

Sambia Von Borcke Miriam | Koordination | Lusaka | Archdiocese of Lusaka Bucher-Wirthlin Margrit | Biologischer Landbau | Mishikishi | Diocese of Ndola Bucher-Wirthlin Theo | Biologischer Landbau, Farm-Manager und Berater | Mishikishi Diocese of Ndola Gisler Renate | Sensibilisierung und Prävention im Bereich von HIV/Aids | Moomba | Archdiocese of Lusaka Gnehm-Meier Judith | Begleitung im Aufbau des Mulele-Altersheims | Mpanshya | Lufunsa old people's Empowerment Association (LOPEA) Gnehm-Meier Ueli | Handwerkliche Ausbildung von Jugendlichen | Mpanshya | Archdiocese of Lusaka Hofland Maarten | Geburtshilfe, Gynäkologie, Capacity Building am St. Theresa's Mission Hospital | Ibenga | Diocese of Ndola Jesse Regina | Ausbildung in Palliative Care | Kabwe | Ranchhod Community Services and Hospice Keller Andreas | Aus- und Aufbau von Information Communication Technologies (ICT) | Lusaka | Afya Mzuri Schäli-Renggli Anna | Weiterbildung der Lehrpersonen in biologischem Landbau und artgerechter Tierhaltung | Chikupi | Archdiocese of Lusaka Schäli-Renggli Ulrich | Leitung der Handwerkerschule mit Farmbetrieb | Chikupi | Archdiocese of Lusaka Van der Molen-Nyffeler Ellard | Weiterentwicklung eines Rehabilitationsprogramms für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung | Ndola | Diocese of Ndola Van der Molen-Nyffeler Gabriela | Ausbildung der Mitarbeitenden des Projekts Cicetekelo | Ndola | Association Pope John 23rd Van Mieghem Heleen | Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit am St. Theresa's Mission Hospital | Ibenga | Diocese of Ndola

Simbabwe Ammann Beatrice | Leitende Physiotherapeutin im Spital, Aus- und Weiterbildung von lokalem Personal | Musiso | Diocese of Masvingo Assauer Melanie | Erarbeitung einer elektronischen Datenbank mit Daten zu Strassenkindern und Programm-Aktivitäten | Harare | Streets Ahead

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Jahresbericht 2013

Asien Philippinen Denzler Tobias | Koordination | Alaminos | Diocese of Alaminos Czendlik-Bischof Imelda | Sensibilisierungsarbeit für die Umwelt | Mangatarem | Diocese of Alaminos Czendlik-Bischof Simon | Wiederaufforstung und Agro-Forstwirtschaft | Mangatarem | Diocese of Alaminos Denzler Corinne | Gesundheitsprojekt | Alaminos | St. Madeleine Sophie Foundation (SMSF) Gerber Niklaus | Nachhaltige Waldbewirtschaftung, Agro-Forstwirtschaft und biologischer Landbau | Sabangan | Vicariat of Bontoc-Lagawe Jäggi Martin | Bibliodrama, Exerzitien und Pastoral im Vicariat of Bontoc-Lagawe | Bontoc | Vicariat of Bontoc-Lagawe Keel Jennifer | Ausbildung von Mitarbeitenden des psychologischen Schuldienstes im Vikariat | Lagawe | Vicariat of Bontoc-Lagawe Kipfer Gerber Christa | Networking und Vermarktung biologischer Landwirtschaftsprodukte | Sabangan | Vicariat of Bontoc-Lagawe Maier Christian A. | Familienarbeit: Starke Eltern, starke Kinder | Bontoc | Vicariat of Bontoc-Lagawe Maier Nicola | Familienarbeit: Starke Eltern, starke Kinder | Bontoc | Vicariat of Bontoc-Lagawe Müller Sascha | Überwachen von Bauprojekten/Ausbildung und Begleitung eines Monitoring-Teams | Lagawe | Vicariat of Bontoc-Lagawe Schiessl Johanna | Stärkung der Basisgemeinden | Bontoc | Vicariat of Bontoc-Lagawe

Taiwan L'Homme Georg | Begleitung von MigrantInnen, Mitarbeiterschulung, Organisationsentwicklung | Xinzhu | Diocese of Hsinchu Pricker M. Xavera | Interreligiöse Begegnung | Hualian | Diocese of Hualian

HOPLAA-Teilnehmende 2013 Althaus Stefanie | Praktikum in Kabwe | Sambia Drescher Andrea | Praktikum in Sicuani | Peru Ducommun Florian | Praktikum in Alaminos | Philippinen End Alexandra | Praktikum in Quito Süd | Ecuador Fehling Elisabeth | Praktikum in Yaruquíes | Ecuador Kohler Claudia | Praktikum in Kabwe | Sambia Lipps Kristin | Praktikum in Lima | Peru Lüscher Dominique | Praktikum in Bontoc | Philippinen Müller Jasmin | Praktikum in Kabwe | Sambia Oberle Anton | Praktikum in Huancayo | Peru Rieder Daniela | Praktikum in Lagawe | Philippinen Sidler Chantal | Praktikum in Nairobi | Kenia Wespi Andrea | Praktikum in Isiolo | Kenia


Philippinen, Imelda und Simon Czendlik – Unter der Anleitung von Imelda Czendlik pflanzen Mitglieder eines Aufforstungsprogramms in Mangatarem Setzlinge ein. Imelda und Simon Czendlik unterstützen die Diözese Alaminos dabei, entwaldete Hügelflächen mit einheimischen Bäumen aufzuforsten und die Menschen für den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren. Jahresbericht 2013

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Förderung von Kindern mit Beeinträchtigungen

Beeinträchtigten Kindern eine Brücke in die Zukunft bauen

den Prozess eingebunden: Anna Mumenthaler begleitet sie, indem sie ihnen alltagstaugliche Fördermassnahmen für ih-

1990 haben sich Eltern behinderter Kin-

Mumenthaler hilft in Ocotal im «Centro

re Kinder vermittelt. Sie bespricht mit ih-

der in Nicaragua landesweit zusammen-

de Rehabilitación y de Intervention Tem-

nen Tagesstrukturen, an denen sich die

geschlossen, um die Selbsthilfeorganisa-

prana de Los Pipitos (CRRET)» mit, Be-

Kinder orientieren können und geht auf

tion Los Pipitos* zu gründen. So setzen

treuungsmethoden speziell für autisti-

ihre Bedürfnisse ein. Oder sie führt klei-

sie seit Jahren ein Zeichen für ihre Kin-

sche Kinder zu entwickeln. Autismus ist

ne Alltagsrituale ein, die den Kindern als

der, die trotz ihrer körperlichen oder gei-

eine Entwicklungsstörung, die in den er-

Orientierungshilfe dienen und die die El-

stigen Einschränkungen in der Lage sein

sten drei Lebensjahren erkennbar wird.

tern zuhause weiterführen können. Ein

sollen, ein würdiges Leben zu führen. Im

Diese Entwicklungsstörung zeigt sich in

grosser Schritt ist getan, wenn es ge-

ganzen Land gibt es inzwischen 85

Sprachstörungen, in beeinträchtigtem

lingt, die Kinder in eine spezialisierte

selbstständig arbeitende Ortsgruppen.

Sozialverhalten und in sich ständig wie-

Schule zu integrieren. Dann beginnen

Die Gruppen unterstützen Eltern in der

derholenden Verhaltensweisen. Die Kin-

neue Herausforderungen. Diese können

persönlichen Weiterbildung, der Pflege

der besuchen Anna Mumenthaler regel-

Kinder und Eltern gemeinsam meistern,

und bei der medizinischen Versorgung

mässig im Centro und in kleinen Schrit-

dank der Vorbereitung und Unterstüt-

ihrer Kinder. Ausserdem schlagen sie

ten arbeitet sie an Verbesserungen und

zung, die sie durch Los Pipitos erfahren

Brücken zu pädagogischen Einrichtun-

Veränderungen. Dafür muss sie die Be-

haben.

gen, die die Kinder schulisch integrieren

dürfnisse und die lokalen Verhältnisse

*Los Pipitos ist eine Partnerorganisation der

und fördern. Die Heilpädagogin Anna

mit einbeziehen. Auch die Eltern sind in

Allianzpartner in Nicaragua.

«Jeden Tag lernen diese Kinder etwas dazu – kleine Schritte, die Grosses bewirken.» Anna Mumenthaler, Heilpädagogin

Burkina Faso, Stefania Daini

Bolivien, Nicoló Gigantelli

Kenia, Christian Buchli

Durch Bildungsangebote für die rund

Die «Fundación Estrellas en la Calle»

Christian Buchli unterstützt das Schul-

10 000 landwirtschaftlichen Kleinbetrie-

versucht mit Kindern und Jugendlichen,

team des Polytechnikums von Isiolo: Ge-

be fördert der Verband für Forschung

die in Cochabamba auf der Strasse le-

meinsam bringen sie die Infrastruktur

und agrar-ökologische Bildung (ARFA)

ben, Wege in eine gelingende Zukunft zu

auf Vordermann und optimieren Lehr-

die biologische Landwirtschaft. Die Päd-

finden. Der Sozialpädagoge beteiligt sich

gänge. Der Metallbauer und Werklehrer

agogin Stefania Daini hilft in der Kommu-

bei Strassenaktivitäten und baut mit den

amtet zudem als Schulleiter ad interim,

nikation mit und zeigt, was sich durch die

jungen Menschen tragfähige Beziehun-

berät und begleitet die Lehrpersonen

Angebote zum Besseren wendet.

gen auf.

und baut das berufliche Netzwerk aus.

8

Jahresbericht 2013


Verteidigung der Menschenrechte

Für die Rechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen einstehen

Erazo setzt sich mit der Diözese Tumaco*

Druck der bewaffneten Akteure immer

mutig für die Rechte der EinwohnerInnen

besser widersetzen können – und zwar

ein. Wichtige Akteure in der Diözese Tu-

organisiert und gewaltfrei.

maco sind die Coppas-Gruppen, enga-

* Die Diözese Tumaco ist eine Partnerorgani-

gierte und motivierte Pfarrei-Gruppen.

sation der Allianzpartner in Kolumbien.

Die Pazifikregion ist einer der Haupt-

Carlos Erazo unterstützt diese dabei, sich

schauplätze des bewaffneten Konflikts in

untereinander und mit Nichtregierungs-

Kolumbien. Gewalt, Entführungen und

Organisationen in Tumaco zu vernetzen.

Streiks gehören zur Tagesordnung. Meist

Er organisiert zudem Weiterbildungen

geht es um rohstoffreiches Land. Wenn

und Aktionen zu sozialen und politischen

die Kleinbauern dieses nicht freiwillig

Themen. Die einheimischen Mitarbeite-

hergeben, werden sie brutal vertrieben.

rInnen engagieren sich mit grosser Kraft,

Die betroffenen Menschen – hauptsäch-

Selbstsicherheit und kritischem Blick in

lich AfrokolumbianerInnen, indianische

der sozialen Arbeit der Pfarreien. Dies

Gemeinschaften und Mestizen, die nur

zeigt, dass sich die Bemühungen von

auf dem Wasserweg zu erreichen sind –

Carlos Erazo bereits auszahlen. Länger-

sehnen sich nach Frieden und einem

fristig trägt Carlos Erazo dazu bei, dass

würdigen Leben. Die Fachperson Carlos

sich die bedrohten Gemeinschaften dem

«Es stimmt mich zuversichtlich, mit welcher Kraft und Selbstsicherheit sich die Coppas-Gruppen für die Rechte von Benachteiligten engagieren.» Carlos Erazo, Lehrer

Brasilien, Bertrand Bernard

El Salvador, Katia Villafranco

Philippinen,

Viele BewohnerInnen der Favelas von

Mit Hilfe der Journalistin gewinnt der

Czendlik

Salvador de Bahia leben unter prekären

Frauenverein «Mujeres Transformando»

In der verarmten Provinz Pangasinan

Verhältnissen. Der Sozialpädagoge un-

lokal und international an Aufmerksam-

lebt die Bevölkerung hauptsächlich vom

terstützt die União (eine Volksbewegung

keit. Das Ziel sind menschenwürdige Ar-

Fischfang und Reisanbau. Die Kauffrau

der Obdachlosen) dabei, die Wohn-

beitsbedingungen für Frauen, die in den

und der Forstingenieur sind bei der Diö-

situation der Menschen zu verbessern

maquilas (Montagewerke) ohne jegliche

zese Alaminos tätig und unterstützen die

und ihnen Zugang zu Unterkünften zu

soziale Standards tätig sind.

Menschen bei der Suche nach neuen

verschaffen.

Imelda

und

Simon

Einkommensquellen.

Jahresbericht 2013

9


Gewaltprävention

Morde an Frauen an die Öffentlichkeit bringen und die Gewaltspirale durchbrechen

Formen der Gewalt ausgesetzt – auch

Frauen und Männer von Kind an für das

psychischer und sexueller Gewalt – und

Thema zu sensibilisieren. Ziel ist, dass

für viele gehört sie leider zum Alltag.

die Gesellschaft häusliche Gewalt und Feminizid nicht weiter tabuisiert und als

Seit 1983 bekämpft die Frauenorganisa-

private Angelegenheit behandelt. Erst

tion CIDEM (Centro de Información y De-

wenn geschlechtsbezogene Morde und

Wie in vielen anderen Gebieten und Län-

sarrollo de la Mujer)* in El Alto den Fe-

die brutale Gewalt an Frauen an die Öf-

dern sind auch in Bolivien zahlreiche

minizid und setzt sich vehement für die

fentlichkeit gelangen und bestraft wer-

Frauen von Feminizid betroffen. Darun-

Rechte der Frauen ein. Die Tessiner So-

den, können mehr und mehr Frauen die

ter versteht man die strukturelle Diskri-

ziologin Lisa Macconi hat CIDEM für zwei

Gewaltspirale durchbrechen.

minierung und das systematische Mor-

Jahre bei ihrer Arbeit begleitet. Zusam-

* CIDEM (Centro de Información y Desarrollo

den von Frauen aufgrund ihres Ge-

men mit zwei bolivianischen Kolleginnen

de la Mujer) ist eine Partnerorganisation der

schlechts, wobei das Phänomen in allen

entwickelte sie eine Kampagne zur Prä-

Allianzpartner in Bolivien.

sozialen Klassen und ethnischen Grup-

vention häuslicher Gewalt. Die Kam-

pen auftreten kann. Gemäss neusten

pagne wurde in verschieden Schulen von

Statistiken fordert der Feminizid in

El Alto und in enger Zusammenarbeit mit

Bolivien jedes Jahr rund hundert Todes-

SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern

opfer. Bolivianische Frauen sind vielen

durchgeführt. Für CIDEM ist es wichtig,

«Solange geschlechtsbezogene Morde an Frauen tabuisiert und als private Angelegenheit behandelt werden, gehen sie weiter. Diese Spirale wollen wir mit unserer Sensibilisierungsarbeit durchbrechen.» Lisa Macconi, Soziologin

Nicaragua, Noémie Pulzer

Kenia, Markus Schatzmann-Bailey

Taiwan, Sr. Xavera Pricker

In Nicaragua leiden viele – oft alleinerzie-

Um Konflikte um Wasser und Land zu

Die Pflegepädagogin arbeitete im Men-

hende – Landarbeiterinnen unter schlech-

entschärfen, zeigt der Kulturingenieur

nonitisch Christlichen Hospital von Hua-

ten Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die

den Nomaden und Halbnomaden in

lian in einem multikulturellen Pflege-

Soziologin kämpft an der Seite des Vereins

Ngong, wie sie die vorhandenen Res-

team. Neben der Begleitung des Freiwil-

«Asociación de Trabajadores del Campo

sourcen effizienter nutzen und dadurch

ligenteams im Spital förderte sie den

(ATC)» für die Gleichstellung von Frauen

ihre

interreligiösen Dialog zwischen Frauen

und Männern in der Landarbeit.

können.

Lebensbedingungen

verbessern

und Männern taiwanesischer, chinesischer und indigener Herkunft.

10

Jahresbericht 2013


Sicherstellung der Nahrungsversorgung

Nomaden erschliessen sich neue Felder – zur Nahrungsversorgung und zum Lebensunterhalt

den. Zusammen entwickeln sie Bewässerungssysteme für die Felder und setzen sich mit Viehhaltung, -zucht und -vermarktung auseinander. Thematisiert

Dürren und Hunger bedrohen Ostafrikas

fristig ernähren zu können, sind die No-

werden Anpassungen im Ackerbau und

Bevölkerung. Oftmals sind sie Auslöser

maden auf zus��tzliche Erwerbsmöglich-

Gemüseanbau, um genug Ernte einzu-

für gewaltsame Konflikte, besonders zwi-

keiten angewiesen – ein herausfordern-

fahren. Bei allen Neuerungen müssen

schen Ackerbauern und Nomaden im

des Unterfangen für die traditionellen Ge-

stets die klimatisch bedingten Verände-

Norden des Landes. Denn bei ihren Wan-

meinschaften. An diesem Punkt setzen

rungen der Böden berücksichtigt werden.

derungen queren die Nomaden und Halb-

die vier lokalen Fachpersonen des Apo-

Frauen und Jugendliche werden beson-

nomaden auch das Ackerland der ansäs-

stolischen Vikariats Isiolo* und die Agro-

ders ermuntert, sich in Diskussionen ein-

sigen Bauern. Das eigene Vieh hat bei

nomin Theres Székely an, die in den Pro-

zubringen und Ideen für neue Einkom-

den Nomaden einen hohen Stellenwert

grammen für Entwicklung und Nothilfe

mensmöglichkeiten zu entwickeln. Diese

und seine Versorgung ist entsprechend

arbeiten. Gemeinsam mit anderen Akteu-

miteinander erarbeiteten Vorschläge er-

wichtig. Da es keine sichtbare Begren-

ren führen sie ein vernetztes regionales

möglichen den Nomaden und Halbnoma-

zung und Umzäunungen des Weidelan-

Beratungszentrum für landwirtschaftli-

den, sich künftig konfliktfrei und unab-

des gibt, kommt es zu Auseinanderset-

che Bereiche. Sie suchen das Gespräch

hängig die tägliche Nahrung und ihren

zungen zwischen ihnen und den Acker-

mit den Nomaden und Halbnomaden, um

Lebensunterhalt zu sichern.

bauern. Sie streiten sich um Wasser und

mit ihnen tragfähige Lösungen für eine

*Das Apostolische Vikariat Isiolo ist eine Part-

Weideland. Um sich und ihr Vieh länger-

langfristige Nahrungsversorgung zu fin-

nerorganisation der Allianzpartner in Kenia.

«Alle sollen mitdiskutieren: Frauen, Jugendliche, Männer – eine Herausforderung in den traditionell geprägten Gemeinschaften der Nomaden.» Theres Székely, Agronomin

Ecuador, Margrit Santschi

Sambia, Ueli und Anna Schäli-Renggli

Bolivien, Arnaud Gardelle

Viele Indigene sind gezwungen, ihre

Am Chikupi-Ausbildungszentrum bringt

Der Innenarchitekt engagiert sich bei der

ländliche Heimat zu verlassen, um in der

sich das Ehepaar Schäli-Renggli in der Be-

Stiftung PROCASHA und unterstützt Frau-

Stadt ein Auskommen zu finden. Die Re-

ratung und Entwicklung von Lehrgängen

en, die sich in Baukooperativen organi-

ligionspädagogin und weitere Mitarbei-

ein. Jungen und Mädchen werden in Land-

sieren. Er erarbeitet Bildungskonzepte,

tende des Vikariats Aguarico unterstützt

wirtschaft, Schneiderei, Metallbearbeitung

führt Weiterbildungen durch und berät

die Menschen, sich in der neuen Welt zu-

oder als Maurer ausgebildet und schaffen

Frauen bei Unternehmensgründungen.

rechtzufinden und fördern ihren Zusam-

sich eine gute berufliche Grundlage.

menhalt.

Jahresbericht 2013

11


Berufsbildung von Jugendlichen

Jugendliche erschaffen sich eine Existenz bis zu zehn Schreiner ausgebildet. ErIm Dorf Mpanshya, gut 180 Kilometer

nern, Metallarbeitern oder neuerdings

folgreiche Absolventen verdienen ihren

von der Hauptstadt Lusaka entfernt, le-

auch zu Schlossern ausbilden. An Aufträ-

Lebensunterhalt selbstständig als Hand-

ben die Menschen als Bauern und Selbst-

gen mangelt es der Bildungsstätte nicht:

werker und helfen so mit, das Klein-

versorger in bescheidener Weise. Arbeit

In der Schreinerei beispielsweise werden

gewerbe aufzubauen und wiederum

und Ausbildungsplätze für Jugendliche

Tische, Stühle, Moskitofenster oder Tü-

Arbeitsplätze zu schaffen. Mittelfristig

gibt es keine. Viele von ihnen wandern

ren unterschiedlichster Art gefertigt. All

sollen die Einheimischen die Handwerk-

nach Lusaka ab, in der Hoffnung auf ein

dies verlangt eine sorgsame Planung und

erschule selbst führen und Jugendliche

Auskommen. Viele kehren krank oder

Herstellung – und Personal. Auch für die

ausbilden. Auf diese Weise wandern

mit dem HI-Virus infiziert und desillusio-

Administration braucht es geschulte Leu-

die Jungen nicht länger in die Städte

niert in ihre Dörfer zurück. Um den jun-

te. Ab und zu stellt jemand fest, dass ihm

ab und bringen – im wahrsten Sinne

gen Leuten eine Zukunft in ihrer Heimat

die Büroarbeit besser entspricht. So

des Wortes – mit eigenen Händen und

zu ermöglichen, haben Mitarbeitende der

macht er sich am Computer nützlich und

Tatendrang eine ganze Region voran.

Erzdiözese Lusaka und Schreinermeister

bereitet für die angehenden Handwerker

Auch die sozialen Strukturen im Dorf

Ueli Gnehm in Mpanshya eine Handwer-

planerisch und zeichnerisch die Arbeit

bleiben erhalten und die Familien kön-

kerschule aufgebaut. Eine neu eingerich-

vor. Inzwischen arbeiten im Zentrum

nen vermehrt füreinander sorgen.

tete Werkstätte im Pfarreizentrum schafft

mehrere ausgebildete Schreiner und

* Die Erzdiözese Lusaka ist eine Partnerorga-

ungeahnte Perspektiven: Arbeitslose

ein Metallbauer in der Lehrlingsausbil-

nisation der Allianzpartner in Sambia.

junge Sambier können sich zu Schrei-

dung mit. Pro Lehrgang werden jährlich

«Wir bauen mehr als Möbel – wir bauen an der Zukunft Sambias.» Ueli Gnehm, Schreinermeister

Kolumbien, Ulrike Purrer

Simbabwe, Beatrice Ammann

Sambia, Ellard van der Molen

Als Mitarbeiterin des Jugendzentrums

In der Physiotherapie-Abteilung im Musiso

Im Rahmen eines Rehabilitationspro-

«Centro Afro» zeigt die Theologin ge-

Mission Hospital behandelt Beatrice

gramms der Diözese Ndola betreut der

waltbedrohten Kindern und Jugendlichen

Ammann PatientInnen und unterstützt

Physiotherapeut beeinträchtigte Kinder

Wege, um an einer friedvollen Zukunft zu

ein Team, das in umliegenden Gesund-

und Erwachsene. Er hilft mit, die Qualität

bauen und bestärkt sie darin, sich für

heitseinrichtungen Kranke behandelt.

und Nachhaltigkeit der Therapien zu ver-

Veränderungen im Wohnquartier zu en-

Zudem bildet sie Fachpersonal weiter.

bessern und so den Betroffenen den All-

gagieren.

So sichert sie ein professionelles physio-

tag zu erleichtern.

therapeutisches Angebot.

12

Jahresbericht 2013


Selbstversorgung

Mit Bio-Reis auf den Mangel an kultivierbarem Land reagieren

seit rund zehn Jahren biologische Reis-

externe Stellen sind nur noch selten

kulturen und hat sich dadurch zum wich-

nötig. Die Anerkennung des Bio-Labels

tigsten Bio-Samen- und Bio-Reis-Produ-

stärkte nicht nur die Kompetenz der

zenten in ganz Lateinamerika entwickelt.

Bauern, sondern ermöglichte auch eine

Um dabei nicht von kostspieligen Zertifi-

Ausdehnung der Bio-Reis-Produktion:

zierungsorganen abhängig zu sein, hat

Auch nach Beendigung des Einsatzes

Brasilien ist weltweit bekannt als eines

die MST eigene Instrumente zur Überwa-

von Pascal Feller Ende 2013 ist die

der Länder mit der grössten Konzentrati-

chung der Bio-Kriterien entwickelt. Bei

Weiterführung des Projekts gesichert.

on von Landbesitz in den Händen weniger

diesem Entwicklungsprozess hat insbe-

Es findet ein reger Austausch mit ande-

Grossgrundbesitzer. Gleichzeitig ver-

sondere der Neuenburger Pascal Feller

ren Regionen Brasiliens und Mitglieds-

braucht kein anderes Land eine so grosse

eine Schlüsselrolle gespielt. Und die

organisationen der Via Campesina in

Menge an agrotoxischen Pflanzenschutz-

Arbeit des Agronomen trug Früchte, wie

Lateinamerika statt.

mitteln – pro EinwohnerIn werden jähr-

Jefferson, Mitglied der MST-Direktion im

*Die Landlosenbewegung MST (Movimento

lich 5,4 Liter versprüht. Die Landlosenbe-

Bundesstaat Rio Grande do Sul, bestä-

dos Trabalhadores Sem Terra) ist eine Partner-

wegung MST* engagiert sich seit fast

tigt. Die Reiskulturen haben sich inner-

organisation der Allianzpartner in Brasilien.

dreissig Jahren für eine Agrarreform und

halb der MST zum wichtigsten Produk-

eine nachhaltige Landwirtschaft nach den

tionszweig entwickelt, und die Bio-

Prinzipien der Ernährungssouveränität.

Kriterien werden ständig mit eigenen In-

So fördert die MST im Süden Brasiliens

strumenten überwacht. Kontrollen durch

«Die Arbeit der MST ist ein schönes Beispiel dafür, was Menschen erreichen können, wenn sie sich für ein gemeinsames Ideal einsetzen. Es ermutigt uns, es ihnen gleichzutun.» Pascal Feller, Agronom

Nicaragua, Christophe Terretaz

Peru, Regula Schmid

Philippinen, Jenny Keel

In ländlichen Regionen haben viele Ju-

Als Mitglied des ISAIAS-Teams (Südan-

Die Psychologin hilft mit, an den katho-

gendliche keinen Zugang zu einer tech-

dines Forschungs-Institut für solidari-

lischen Schulen des Vikariats Bontoc-La-

nischen Berufsausbildung. Die Lehrper-

sches Handeln) vermittelt die Theologin

gawe einen schulpsychologischen Bera-

son setzt sich für die Rechte junger Land-

Wissen in den Bereichen politische Bil-

tungsdienst aufzubauen. Sie begleitet

arbeiterInnen ein und unterstützt die

dung und Rechte. Dank gezielter Weiter-

zudem SchülerInnen auf dem Weg ins

«Asociación de Trabajadores del Campo»

bildungsangebote lernen Frauen, den

Erwachsenenleben.

beim Aufbau eines professionellen Bil-

Wert der eigenen Kultur zu erkennen und

dungssystems.

sich für ihre Rechte einzusetzen.

Jahresbericht 2013

13


Erhaltung der Lebensgrundlagen

Die Unabhängigkeit der Kleinbauern durch eine ökologische Landwirtschaft stärken

ness und genveränderte Kulturen, was

geworden ist. Diese Informationsoffen-

die kleinen Bauernhöfe in enorme

sive erfährt bald eine lokale Veranke-

Abhängigkeiten bringt und die bestehen-

rung, denn in den nächsten Monaten soll

den Ungleichheiten nochmals verstärkt.

in der Gemeinde Soaw – rund siebzig

CORADE arbeitet als Beratungs- und Bil-

Kilometer von Ouagadougou entfernt –

Burkina Faso ist weltweit eines der ärm-

dungsbüro für eine landwirtschaftliche

ein landwirtschaftliches Ressourcenzen-

sten Länder. Auf dem so genannten

Entwicklung unter dem Vorzeichen der

trum eröffnet werden.

Human Development Index des UNO-

Nachhaltigkeit und setzt sich für eine

Nebst dem Projekt Tylaynet unterstützt

Entwicklungsprogramms belegt das we-

ökologische Landwirtschaft ein, welche

Jonas Crevoisier CORADE auch im Infor-

nig fruchtbare Land den 183. von 187

die Umwelt und die Gemeinschaft re-

matikbereich. Durch die Ausbildung und

Rängen. Sechs von zehn Einwohnern

spektiert sowie die Unabhängigkeit von

den Support der UserInnen sowie die Be-

sind unter zwanzig Jahre alt, und achzig

Kleinbauern und lokalen Organisationen

reitstellung von Arbeitsinstrumenten er-

Prozent der Bevölkerung leben als

stärkt. Jonas Crevoisier ist von 2011 bis

leichtert und garantiert er die täglichen

Selbstversorger von der Landwirtschaft.

2014 für CORADE im Einsatz. Der Infor-

Arbeitsabläufe der Partnerorganisation.

Die Arbeit der Beratungsagentur CORA-

matikingenieur hat im Rahmen des Pro-

Zudem nimmt er an den Zusammenkünf-

DE*, die seit 2011 vom Informatikinge-

jekts Tylaynet eine Internetplattform

ten von CORADE teil und bringt sein Fach-

nieur Jonas Crevoisier unterstützt wird,

entwickelt, dank der via neuer Technolo-

wissen in andere laufende Projekte ein.

ist für diese Kleinbauern sehr wertvoll.

gien (Internet, Mobiltelefon usw.) land-

* Die Beratungsagentur CORADE ist eine Partner-

Denn die Regierung setzt auf Agrobusi-

wirtschaftliche Fern-Beratung möglich

organisation der Allianzpartner in Burkina Faso.

«Auch wenn die modernen Kommunikationsmittel ähnliche Probleme von Menschen überall auf der Welt erkennbar machen: Lösungsvorschläge im Informatikbereich müssen immer den lokalen Bedürfnissen der EndnutzerInnen angepasst werden.» Jonas Crevoisier, Informatikingenieur

Bolivien, Alexandra von Lanschot

Sambia, Andreas Keller

Burkina Faso, Brunot Kaboré

Seit sich Bolivien 2009 eine neue Verfas-

Die Organisation «Afya Mzuri» ist landes-

Menschen mit physischen Behinderun-

sung gegeben hat, ist das Land im Um-

weit in der Aufklärung über sexuelle Ge-

gen haben in Burkina Faso kaum Zugang

bruch. In La Paz unterstützt die Anthro-

sundheit tätig. Der Sekundarlehrer hilft

zu einer Infrastruktur, welche ihnen ein

pologin die Stiftung «Machaqa Amawt’a»

mit, moderne Kommunikationsmittel zu

unabhängiges Alltagsleben ermöglicht.

beim Aufbau einer multikulturellen Ge-

entwickeln, die für die Sensibilisierungs-

«Handicap Solidaire Burkina (HSB)» und

sellschaft, der Frauenförderung und der

arbeit erforderlich sind.

der Ökonom bauen ein regionales Unter-

Schaffung gerechter ökonomischer und

nehmen auf, das Betroffenen ermöglicht,

gesellschaftlicher Verhältnisse.

ein Einkommen zu erwirtschaften.

14

Jahresbericht 2013


Erhaltung der Lebensgrundlagen

Mit Bio-Produkten und Ökotourismus die natürlichen Lebensgrundlagen verbessern

der verheerende Taifun Hayian, der am 9. November 2013 die Philippinen er-

Im Berggebiet des Bistums Bontoc-Laga-

Kulturwerten zu verbessern. Dazu arbei-

reichte, neue Abhängigkeiten von Indu-

we* auf den Philippinen bieten artenrei-

ten Niklaus Gerber und Christa Kipfer

striestaaten. Wichtig sind deshalb lang-

che Regenwälder und traditionelle Reis-

Gerber eng mit den ansässigen Kleinbau-

fristige Entwicklungsprojekte auf lokaler

terrassen viele Möglichkeiten, lokale Pro-

ern zusammen: Sie beraten sie im Bio-

Ebene, die der Bevölkerung zu mehr

dukte wie z.B. Bio-Kaffee, Wildfrüchte

Landbau und in der Waldbewirtschaftung

Freiheit und Unabhängigkeit verhelfen.

oder Pflanzen für die Gewinnung von

und fördern die Vermarktung von Bio-

Das SADC versucht mit Unterstützung

ätherischen Ölen anzubauen. Der Um-

Kaffee und anderen regionalen Produk-

von Niklaus Gerber und Christa Kipfer

weltingenieur Niklaus Gerber und die

ten über nationale und internationale

Gerber, Stücke des philippinischen Na-

Kauffrau Christa Kipfer Gerber engagie-

Plattformen. Ein weiteres Ziel besteht

tur- und Kulturgutes, das während der

ren sich im «Social Action and Develop-

darin, ein ökologisches Tourismusange-

Kolonialzeit zerschlagen wurde, wieder-

ment Center» (SADC) des Bistums Bon-

bot aufzubauen, das sich an der reichen

zufinden und mit den Menschen vor Ort

toc-Lagawe. Das SADC und die beiden

Natur und Kultur der Region orientiert.

weiterzuentwickeln.

BMI-Fachpersonen unterstützen die Be-

*Das Bistum Bontoc-Lagawe ist eine

wohnerInnen des Bergdorfes Sabangan

Über lange Zeit hinweg wurden die Men-

Partnerorganisation der Allianzpartner

bei ihren Bemühungen, ihre Lebens-

schen auf den Philippinen von den ehe-

auf den Philippinen.

grundlagen durch einen respektvollen

maligen Kolonialmächten unterdrückt.

Umgang mit ursprünglichen Natur- und

Heute schaffen Naturkatastrophen wie

«Durch den respektvollen Umgang mit der Natur verbessern die EinwohnerInnen von Sabangan die Lebensgrundlagen und stärken ihren Bezug zu ursprünglichen Natur- und Kulturgütern.» Niklaus Gerber, Umweltingenieur

Bolivien, Virginie Poyetton

Peru, Fabian Simeon

Sambia, Gabi van der Molen

In Bolivien schüren insbesondere die Me-

Das «Forum Solidaridad Peru (FSP)» und

Die Psychologin engagiert sich im Projekt

dien Konflikte zwischen verschiedenen

der Politologe analysieren und erfor-

Cicetekelo (Hoffnung), das Strassenkin-

Volksgruppen. Die Journalistin fördert

schen die Auswirkungen von Megapro-

dern neue Perspektiven gibt. Sie bildet die

die Friedensarbeit, indem sie einen ver-

jekten. Sie suchen zudem gemeinsam

Projektmitarbeitenden in den Bereichen

antwortungsvollen Journalismus lehrt

mit der einheimischen Bevölkerung nach

Entwicklungspsychologie, Lernspiele so-

und am Radio wöchentlich über interna-

Möglichkeiten, wie sie sich gegen nega-

wie Beratung von Jugendlichen und Kin-

tionale Nachrichten zum Thema Frie-

tive Umwelt- und Sozialauswirkungen

dern weiter und unterstützt das Leitungs-

densentwicklung berichtet.

wehren können.

team in der Organisationsentwicklung.

Jahresbericht 2013

15


Im Juli 2013 z체gelte die BMI ihren Gesch채ftssitz von Immensee nach Luzern ins RomeroHaus. 16

Jahresbericht 2013


Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz Bethlehem Mission Immensee «Tag der offenen Tür» im Romero-

Erste Schweizer Mutternacht

um das Thema Geld die Menschen für

Haus

Am Samstag vor dem Muttertag, am

den zwiespältigen Charakter von Kapital

Die BMI verlegte ihren Sitz im Sommer

11. Mai 2013, führte die BMI in Luzern

im globalen Kontext und regten zum so-

2013 ins RomeroHaus. Nach einer lan-

die erste Schweizer Mutternacht durch.

lidarischen Handeln an. Das Hearing un-

gen Vorbereitungszeit und dank des Ein-

Im Rahmen ihres Themenschwerpunktes

ter Fachleuten zum Thema «Religion und

satzes aller MitarbeiterInnen öffnete

«Starke Frauen – Fokus Müttergesund-

Entwicklung» machte einmal mehr deut-

das RomeroHaus am 19. Oktober 2013

heit» machte sie mit dieser Veranstal-

lich, wie eng der Entwicklungsgedanke

seine Türen einem interessierten Publi-

tung auf die teilweise problematische ge-

mit religiösen und spirituellen Aspekten

kum. Über 500 Personen nutzten die

sundheitliche Situation von schwangeren

verbunden ist. Nachdem die Bildungs-

Gelegenheit, um sich ein Bild von der

Frauen und Müttern in den Ländern des

stelle 2013 in den neu geschaffenen Be-

vielfältigen Arbeit der BMI zu machen.

Südens aufmerksam. Ein Hürdenlauf mit

reich «Jugend und Pfarreien» überführt

Als Höhepunkt pflanzten BMI-Präsidentin

schwangeren Frauen auf dem Bahnhof-

worden ist, ist nun die ganze Bildungsar-

Rosmarie Dormann und BMI-Botschafter

platz symbolisierte den schwierigen Weg

beit der BMI im Ressort Bildung konzen-

Röbi Koller im Vorgarten des Romero-

zu einer besseren Gesundheitsversor-

triert. Rund 950 Jugendliche und Erwach-

Hauses einen Baum als Zeichen für die

gung und gerechten Verteilung von Res-

sene besuchten letztes Jahr ein Bildungs-

Lebendigkeit und Zuversicht der Organi-

sourcen und Know-how zwischen Norden

angebot in den Bereichen Bergbau,

sation. Dank der Konzentration aller

und Süden.

Gesundheit, Berufsbildung und interkulturelle Begegnungen. Schliesslich führte

Arbeitsplätze der BMI unter einem Dach kann das RomeroHaus seine Bedeutung

«Sehen – Urteilen – Handeln»

das RomeroHaus im Dezember 2013 –

als Kompetenzzentrum für Personelle

Der befreiungstheologische Dreischritt

zusammen mit dem stattkino und dem

Entwicklungszusammenarbeit (PEZA) wei-

«Sehen – Urteilen – Handeln» war auch

Institut für Sozialethik der Theologischen

ter stärken.

2013 der Rahmen für das Bildungsan-

Fakultät der Universität Luzern – bereits

gebot des RomeroHauses. So sensibili-

zum vierten Mal die «FilmTage Luzern:

sierten etwa die Veranstaltungen rund

Menschenrechte» durch.

Zeitschrift WENDEKREIS

HOPLAA-Praktikum

RomeroHaus

Auch 2013 erschienen wieder neun Aus-

Dominique Lüscher war nach einer sorg-

2013 fanden im RomeroHaus 54 Veran-

gaben des WENDEKREIS. Auf riesiges

fältigen Vorbereitung in der Schweiz bei

staltungen mit rund 3000 BesucherInnen

Echo stiess die Ausgabe «Genug gelitten.

den Fachpersonen Niklaus Gerber und

statt, darunter Referate und Workshops

Wer sagt wann?», ein Heft über Selbst-

Christa Kipfer Gerber auf den Philippinen

zu entwicklungspolitischen, gesellschaft-

bestimmung im Sterben. Gar vergriffen

zu Besuch. 2013 absolvierten insgesamt

lichen und wirtschaftlichen Themen,

ist das Heft «Gutes Leben. Warum es

dreizehn junge Menschen ein dreimona-

Buchlesungen sowie Fotoausstellungen

nicht für alle so einfach zu haben ist».

tiges Hospitationspraktikum in Latein-

von KünstlerInnen aus aller Welt.

amerika, Afrika oder Asien (HOPLAA).

W E N DE KR E

IS

2013 Nr. 2 Februar

ganz nah Welt weit und

W E N DE KR E

IS

2013 Nr. 10 Oktober

ganz nah Welt weit und

Gutes Leben h zu haben ist

Warum es nicht

für alle so einfac

nn? n. Wer sagt wa Genug gelitte und Würde im Sterben mung Über Selbstbestim

# # "

!

Jahresbericht 2013

17


Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz E-CHANGER Kampagne mit Frauen aus Afrika

Schweizer Delegation nach Tunis auf, um

Veranstaltungen schärfen Bewusst-

weckte grosses Interesse

am Weltsozialforum (WSF) teilzunehmen.

sein für Arbeit im Süden

Den afrikanischen Frauen eine Stimme in

Initiiert von E-CHANGER und unserem hi-

Während des ganzen Jahres fanden rund

der Schweiz geben: Dieses Ziel verfolgte

storischen WSF-Partner Alliance Sud

zwanzig öffentliche Veranstaltungen statt.

E-CHANGER mit seiner Jahreskampagne

schlossen sich der Delegation mehrere

Die von Unterstützungsgruppen und von

2013 «Frauen Afrikas in Bewegung». Die

ParlamentarierInnen an – unter ihnen die

Fachpersonen während ihres Schweiz-

Kampagne war ein grosser Erfolg. Mit der

damalige Nationalratspräsidentin Maya

Aufenthalts

Beteiligung von Awa Ouedraogo – einer

Graf. Die Präsenz der bedeutenden Poli-

sorgten dafür, unsere Form der Präsenz

wichtigen Leaderin von «Marche mondiale

tikerin erleichterte das Treffen mit Spit-

im Süden vorzustellen und weit herum

des femmes» in Burkina Faso – und

zenvertreterInnen des tunesischen Parla-

bekannt zu machen. Einen Höhepunkt bil-

E-CHANGER-Fachperson Frédérique Sorg

mentes. Auch führte die Anwesenheit von

dete die Vergabe des E-CHANGER-Preises

Guigma wurden in der ersten Märzhälfte

Schweizer JournalistInnen in der Delega-

durch die Jugendjury am Internationalen

siebzehn Veranstaltungen in neun Städ-

tion zu einer beachtlichen Medienpräsenz

Filmfestival von Freiburg, das jährlich

ten und sieben Kantonen durchgeführt.

in der Schweiz – rund 170 Medienbeiträ-

mehr als 30 000 ZuschauerInnen anzieht.

An den Aktivitäten beteiligten sich Gym-

ge waren das Resultat. E-CHANGER pu-

nasien, Universitäten, Pfarreien, Frauen-

blizierte zudem ein umfassendes Dossier

Die Ausbildung «Entwicklungszusammen-

zentren,kantonaleVerbändeund«Marche

in der Tageszeitung «Le Courrier», mit

arbeit» sah sich 2013 durch zwei neue,

mondiale des femmes» in der Schweiz.

welcher E-CHANGER seit Jahren eine

hochklassige Partner bereichert: durch

Rund tausend Personen besuchten die

Partnerschaft pflegt und die rund 20 000

«DM-échange et mission» und die Hoch-

verschiedenen

und

Lesende erreicht. Am WSF selbst organi-

schule für Soziale Arbeit Freiburg. Gleich-

zwanzig Medien berichteten über die

sierte E-CHANGER zwei Workshops, in

zeitig war die Rezertifizierung des edu-

Kampagne.

welchen die Herausforderungen unserer

Qua-Labels, das Qualitätszertifikat für

Form der Kooperation mit unseren Part-

Weiterbildungsinstitutionen, erfolgreich,

nerorganisationen analysiert wurden.

so dass E-CHANGER das Label für weitere

Veranstaltungen

Schweizer Delegation am Weltsozial-

organisierten

Aktivitäten

drei Jahre bis 2016 führen darf.

forum in Tunis Ende März brach eine sechzigköpfige

Zeitschrift COMUNDO

Weltsozialforum

«Frauen Afrikas in Bewegung»

Im November erschien die erste Ausgabe

Am Weltsozialforum in Tunis führte

Im Rahmen dieser Kampagne organisier-

der neuen Zeitschrift COMUNDO, welche

E-CHANGER mit Beteiligung von Stän-

te E-CHANGER 2013 siebzehn Veranstal-

die bisherigen Publikationen «Cooper-ac-

derat Luc Recordon und Konrad Specker

tungen. Die Fachperson Frédérique Sorg

tion», «Horizons» und «Mission Solidari-

von der DEZA zwei Workshops durch. Da-

Guigma (links) und Awa Ouedraogo

té» ersetzt. Sie verbessert die Informa-

bei wurden die Zusammenarbeit mit den

(rechts) aus Burkina Faso leisteten einen

tion über die vielseitigen Aktivitäten von

Partnerorganisationen und die damit ver-

grossen Beitrag zum Gelingen der ver-

COMUNDO im Süden und Norden.

bundenen Herausforderungen diskutiert.

schiedenen Veranstaltungen.

18

Jahresbericht 2013


Bildung und Sensibilisierung in der Schweiz Inter-Agire Brücken statt nur Häuser bauen

le Arbeit der Partnerorganisationen im

2013 sind 14 Artikel in Tageszeitungen

Eine Brücke zwischen der Schweiz und

Süden. Den besten Einblick vermitteln

oder Zeitschriften erschienen und 16

Bolivien, zwischen Baufachleuten in bei-

Süd-Nord-Austausche wie z.B. der Be-

Radiointerviews wurden ausgestrahlt.

den Ländern zu bauen. Dies ist eines der

such von Aldo Marques im letzten Jahr.

Der Austausch über die Erfahrungen der

Ziele des Tessiner Architekten Alain Vi-

Der Agronom, der bei unserer nicaragua-

Fachpersonen ist denn auch das Herz-

mercati, der sich mit der bolivianischen

nischen

ADDAC

stück der Tätigkeiten der verschiedenen

Stiftung Pro-Habitat für die Verbesse-

(Asociación para la Diversificación y el

Unterstützungsgruppen. Diese führten

rung der Wohnqualität in Randgebieten

Desarrollo Agrícola Comunal) arbeitete,

im Berichtjahr 43 Aktivitäten durch: so-

von Cochabamba einsetzt. Der Verband

war für einen Monat unser Gast. Durch

lidarische Feste, Informationsabende,

«Swiss Engineering» und Inter-Agire

die Organisation von 21 Aktivitäten wie

Marktstände und Wanderungen, Mode-

stellten das Projekt an zwei bedeutenden

öffentlichen Vorträgen, Fachtreffen oder

schauen und ethnische Buffets. Darüber

Tessiner Berufsschulen vor: am Berufs-

Betriebsbesuchen konnte sich Aldo Mar-

hinaus organisierte Inter-Agire acht the-

zentrum Trevano und am «Department

ques Fachwissen über die biologische

matische Veranstaltungen – darunter

for Environment Constructions and De-

Landwirtschaft in der Schweiz aneignen

zwei im Rahmen der Kampagne «Starke

sign» der SUPSI (La Scuola universitaria

und gleichzeitig die Aufmerksamkeit der

Frauen – Fokus Müttergesundheit» – und

professionale della Svizzera italiana). So

interessierten Schweizer Bevölkerung

publizierte vier Ausgaben der Zeitschrift

konnten sich SchülerInnen und Lehrper-

auf den täglichen Überlebenskampf der

CARTABIANCA. In Zusammenarbeit mit

sonen mit den konkreten Bedürfnissen

Kleinbauern in Nicaragua lenken.

der FOSIT (Federazione delle ONG della

Partnerorganisation

Svizzera italiana) wirkte Inter-Agire an

und Schwierigkeiten bolivianischer Familien auseinandersetzen und eine ferne

Fachpersonen Inter-Agire: im Zen-

vier kantonalen oder nationalen Veran-

Realität entdecken.

trum der Sensibilisierungsarbeit

staltungen mit: am USI (Università della

Die Erfahrungen der Fachpersonen im

Svizzera italiana) Career Day, am «Mon-

Süd-Nord-Austausch: Gegenüber-

Süden stehen zweifellos im Zentrum der

do al Parco» – der Jahreskonferenz der

stellung von Erfahrungen

Sensibilisierungsarbeit von Inter-Agire –

DEZA (Direktion für Entwicklung und Zu-

Seit Jahren sensibilisiert Inter-Agire die

Erfahrungen, die immer wieder auch das

sammenarbeit) in Lugano – und an ei-

Menschen in der Schweiz für die wertvol-

Interesse der Medien wecken. Im Jahr

nem Symposium über Afrika.

Brücke Schweiz – Bolivien

Süd-Nord-Austausch

Essen fördert kulturelle Integration

Im Rahmen einer Videokonferenz stellen

Der Agronom und Einsatzleistende Aldo

Zahlreiche Frauen und Männer nehmen

Alain Vimercati und Verantwortliche von

Marques besucht während eines Aufent-

am Kochkurs teil, den eine Unterstüt-

Pro-Habitat das Wohnraum-Projekt vor,

halts in der Schweiz eine Käserei in

zungsgruppe organisierte. Am besten

mit dem sie in Cochabamba die Wohn-

Airolo und tauscht sich mit anderen

besucht waren 2013 diejenigen Veran-

qualität benachteiligter Menschen ver-

Fachleuten aus.

staltungen, die mit einem kulinarischen

bessern.

Angebot verbunden waren.

Jahresbericht 2013

19


Sambia, Ueli Gnehm – Um den jungen Leuten im Dorf Mpanshya eine Zukunft zu ermöglichen, haben Mitarbeitende der Erzdiözese Lusaka und Schreinermeister Ueli Gnehm eine Handwerkerschule aufgebaut. In der Metallwerkstatt bespricht Ueli Gnehm mit Lehrlingen, die sich zu Schreinern, Metallarbeitern oder zu Schlossern ausbilden, den nächsten Produktionsschritt. 20

Jahresbericht 2013


Ihre Spende für eine gerechtere Welt

Ein herzliches Dankeschön an Sie! Hinschauen, erkennen, handeln Die Bethlehem Mission Immensee, E-CHANGER und Inter-Agire konnten auch 2013 wieder auf Ihre Unterstützung zählen: Sie als Spenderinnen und Spender haben sich mit Menschen solidarisch gezeigt, denen es weniger gut geht und die weltweit unter schwierigen Bedingungen leben. Wir danken Ihnen herzlich. Im Süden mitwirken ... Tatkräftig eingesetzt haben sich 133 Einsatzleistende in dreizehn Ländern. Sie leisten im Rahmen der Personellen Entwicklungszusammenarbeit einen dreijährigen Einsatz bei unseren Partnerorganisationen in Südamerika, Afrika und Asien. Indem sie untereinander Wissen austauschen, setzen Einheimische und Einsatzleistende gemeinsam Programme um. So verbessern sie die Lebensumstände der Menschen vor Ort. Dank Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, die jedes Jahr diese wichtigen Projekte unterstützen, sind diese Einsätze möglich. Die Nachfrage nach Fachpersonen im Teres Steiger-Graf Geschäftsleiterin Allianz COMUNDO

Süden ist immens und ihr Mitwirken überall gefragt: beim Stärken des Ausbildungswesens, beim Aufbau von Schulen, bei der Anpassung der Landwirtschaft an die klimatischen Gegebenheiten, beim Sichern der Nahrung, bei der Bewahrung der Religionsvielfalt oder bei der Umsetzung von Projekten mit Jugendlichen und Kindern der Strasse. Regelmässig berichten unsere Fachpersonen in Rundbriefen, Artikeln oder über Weblogs von ihren Einsätzen. Dutzende von Unterstützungsgruppen – Netzwerke im Umfeld der Fachpersonen, die diese ideell und finanziell unterstützen – sorgen zudem dafür, dass die Erfahrungen aus dem Süden laufend in die Sensibilisierungsarbeit im Norden mit einfliessen.

Josée Martin Leiterin E-CHANGER

... und im Norden mittragen Die Bethlehem Mission Immensee, E-CHANGER und Inter-Agire setzen Ihre Spendengelder auch im Norden für Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit ein: Veranstaltungen wie z.B. Gesprächsrunden, Vorträge oder Buchvernissagen, Aktivitäten zum Schwerpunkt «Starke Frauen – Müttergesundheit» und zur Kampagne «Frauen Afrikas in Bewegung» sowie Publikationen und Fachartikel machen aufmerksam, klären auf und informieren offen und transparent über interkulturelle und -religiöse sowie gesellschaftliche Themen. All dies soll dazu beitragen, den Blick für das Ungleichgewicht zwischen Norden und Süden zu schärfen, ein besseres Verständnis für globale Vorgänge und lokale Auswirkungen zu entwickeln und Mut zu machen zum Handeln. So helfen Spendende und Einsatzleistende unmittelbar mit, etwas zu verändern. Unser solidarisches Denken und Handeln für eine bessere Welt ist weiterhin gefragt.

Corinne Sala Leiterin Inter-Agire

Jahresbericht 2013

21


Leistungsbericht Allianz COMUNDO 2013

In einem zweijährigen Prozess haben die

für die Bildungs- und Sensibilisierungstä-

staltungen. Am Internationalen Filmfesti-

Bethlehem Mission Immensee (BMI) und

tigkeit in der Schweiz. Die Allianzpartner

val von Freiburg vergab die Jugendjury den

Inter-Agire die Allianz COMUNDO mit

verfolgen die Vision, dass alle Menschen

traditionellen E-CHANGER-Preis. Zusätz-

E-CHANGER geplant. Seit Januar 2013

und Völker gleichberechtigt in Würde und

lich führte E-CHANGER an der Hochschule

arbeiten die drei Allianzpartner eng

Frieden zusammenleben und einen rück-

für Soziale Arbeit Freiburg zwei Kurse

zusammen. Und seit Oktober treten sie

sichtsvollen Umgang mit der Umwelt pfle-

zum Thema Entwicklungszusammen-

mit einem gemeinsamen Erscheinungs-

gen.

arbeit durch. • Im RomeroHaus Luzern fanden 54 Ver-

bild auf, das die Zugehörigkeit der drei Welten verbinden – Grenzen über-

anstaltungen mit knapp 3000 Teilneh-

winden

menden statt. Zwei Höhepunkte bildeten

Im gemeinsamen Programm COMUNDO

Dieses Ziel hat die Allianz COMUNDO als

die erste Schweizer Mutternacht am

entsendete die Allianz 133 Fachpersonen –

ihren gemeinsamen Schwerpunkt defi-

11. Mai und der «Tag der offenen Tür» am

80 Frauen und 53 Männer – in einen mehr-

niert. Wir setzen uns weltweit für Gerech-

19. Oktober. In Zusammenarbeit mit

jährigen Einsatz bei einer der 88 Partner-

tigkeit ein und unterstützen benachteiligte

Partnern führte das RomeroHaus zum

organisationen in dreizehn Ländern. Drei-

Menschen dabei, Grenzen zu überwinden:

zweiten Mal erfolgreich den universitären

zehn junge Frauen und Männer absolvier-

So werden etwa Kinder und Erwachsene

Masterlehrgang «Spirituelle Theologie in

ten zudem über die BMI ein HOPLAA-

mit Beeinträchtigungen befähigt, ein ei-

interreligiösem Prozess» durch. Schliess-

Praktikum (Hospitationspraktikum Latein-

genständiges Leben zu führen; gewaltbe-

lich besuchten 770 Frauen und Männer die

amerika, Afrika und Asien).

drohte Menschen erhalten Unterstützung,

«Filmtage Luzern: Menschenrechte».

um sich gegen Menschenrechtsverletzun-

• Die drei Allianzpartner erreichten mit ih-

Ein Schwerpunkt der Allianz bestand 2013

gen zu wehren und vielerorts kann die

ren Aktivitäten ein grosses Medienecho in

darin, ein gemeinsames Institutionen-

Nahrungsversorgung durch die Anpas-

Zeitungen und elektronischen Medien.

programm 2015–2020 zu erarbeiten. Die-

sung der Landwirtschaft an veränderte

Die BMI gab neun Mal die Zeitschrift

ses definiert den Handlungsrahmen so-

Klimabedingungen gesichert werden.

«WENDEKREIS» heraus, Inter-Agire vier

Partner unterstreicht.

Mal die Zeitschrift «CARTABIANCA» und

wohl für die Einsätze im Ausland als auch Die Erfahrungen aus den Einsatzländern

E-CHANGER lancierte die neue Zeitschrift

fliessen laufend in unser Engagement in

«COMUNDO».

der Schweiz ein: Wir möchten die Zivilge-

Teres Steiger-Graf Geschäftsleiterin Allianz COMUNDO

22

Jahresbericht 2013

sellschaft stärken und Menschen dazu

Finanzierung und Mitteleinsatz

veranlassen, globale Zusammenhänge zu

Unsere Tätigkeit finanzieren wir zu einem

reflektieren und Missstände zu bekämp-

grossen Teil mit Spenden und Legaten. Die

fen. Mit folgenden Aktivitäten themati-

erfreulichen Spendeneinträge von insge-

sierten wir 2013 entwicklungspolitische,

samt CHF 4 778 004 und die Legate von

spirituelle, kulturelle und gesellschaftliche

total CHF 1 511 192 sind ein Beweis für

Fragen:

das grosse Vertrauen vieler Menschen in

• Inter-Agire führte in Bellinzona vierzehn

unsere Arbeit. Die Beiträge von öffentli-

Veranstaltungen durch, zwei davon zum

chen und privaten Institutionen belaufen

Themenschwerpunkt «Starke Frauen –

sich auf insgesamt CHF 4 722 131. Wir ha-

Fokus Müttergesundheit».

ben Mittel in der Höhe von CHF 5 969 705

• E-CHANGER lancierte in der Westschweiz

für Projekte in den Einsatzländern und

die Jahreskampagne «Femmes d’Afrique

CHF 2 260 803 für Bildungs- und Sensibi-

en marche» mit zehn öffentlichen Veran-

lisierungsarbeit in der Schweiz eingesetzt.


Bilanz per 31. Dezember 2013

2013 in CHF

2012 in CHF

9 971 059

11 235 540

Forderungen

118 711

127 772

Forderungen gegenüber nahestehenden Organisationen

129 601

41 634

14 377

8 723

220 451

488 841

Umlaufvermögen

10 454 198

11 902 511

Mobile Sachanlagen

251 353

85 886

8 347 042

674 638

Immaterielle Werte

121 019

189 589

Anlagevermögen

8 719 414

950 113

19 173 612

12 852 624

1 155 497

607 209

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

100 000

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Organisationen

403 764

672 621

Passive Rechnungsabgrenzung

387 699

161 190

30 000

655 708

402 715

2 702 668

1 873 735

4 000 000

4 000 000

6 044 414

5 116 815

Flüssige Mittel

Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung

Immobilien

AKTIVEN Kurzfristige Verbindlichkeiten

Kurzfristige Rückstellungen Wiedereingliederung Fachpersonen Fremdkapital kurzfristig Hypothek Fremdkapital langfristig Zweckgebundene Fonds Landesprogramme Zweckgebundene Fonds Projekte Zweckgebundene Fonds Stiftungen und Legate Fonds mit einschränkender Zweckbindung Einbezahltes Kapital Erarbeitetes freies Kapital Erneuerungsreserve RomeroHaus Jahres-/Vorjahresergebnis Organisationskapital PASSIVEN

15 000

4 074

606 092

858 190

6 665 506

5 979 078

4 820 000

4 820 000

704 025

29 673

42 750

238 662

150 137

5 805 438

4 999 811

19 173 612

12 852 624

Jahresbericht 2013

23


Betriebsrechnung 2013

2013 in CHF

2012 in CHF

4 778 004 1 511 192 3 487 000 195 500 128 265 100 000 500 000 35 000 276 366 13 439 26 470 11 051 237

5 162 997 1 428 927 1 500 000 102 000 229 921 100 000 35 000 35 000 – – 30 250 8 624 095

59 619 650 797 102 334 64 068 876 818

68 209 651 886 86 979 41 651 848 725

11 928 055

9 472 821

Einsatzkosten Fachpersonen und Projekte Personal Anteil Sachaufwendungen Anteil Abschreibungen Bereich Süd

3 847 971 1 823 657 247 727 50 349 5 969 705

2 517 862 1 331 174 162 310 43 515 4 054 860

Bereich Nord (Sensibilisierung und Bildung) Bereich Mittelbeschaffung Bereich Verwaltung

2 260 803 1 865 186 1 655 882

2 299 987 1 393 433 1 501 448

11 751 574

9 249 728

Betriebsergebnis I

176 480

223 093

Finanzerfolg Betriebsfremder und ausserordentlicher Erfolg

26 694 131 890

584 -1 468

335 064 -351 364

222 209 150 137

590 026 -238 662 0

– -150 137 0

Spenden Legate / Schenkungen Beitrag DEZA Beitrag Fastenopfer Beitrag DOK, Missio, Adveniat, Diözesen Deutschland Beitrag SMB (Bildungsauftrag) Beitrag SMB Beitrag Stiftung Geschwister Butz Beiträge Kantone, Gemeinden, Kirchgemeinden+Pfarreien (nach Vereinbarung) Mitgliederbeiträge Verein BMI Gönnerbeiträge RomeroHaus Ertrag Spenden, Legate, Beiträge Ertrag Handel Ertrag Medien Ertrag Dienstleistung Ertrag Übriges Ertrag aus Leistungserbringung Total Ertrag

Total Aufwand Bereiche

Ergebnis vor Fondsveränderungen und Kapitalbewegungen Ergebnis vor Zuweisung an Organisationskapital Auflösung freie Fonds E-CHANGER Veränderung Organisationskapital (+ Abnahme / - Zunahme) Ergebnis nach Zuweisung an Organisationskapital

Es bestehen weder Bürgschaften, Garantieverpflichtungen, Pfandbestellungen noch Eigentumsvorbehalte Dritter. Die vollständige Jahresrechnung nach Swiss GAAP FER sowie der Prüfungsbericht der BDO AG sind unter www.comundo.ch abrufbar. 24

Jahresbericht 2013


Am «Tag der offenen Tür» unterhält sich Veronika Sutter, Leiterin Ressort Kommunikation der BMI, mit BMI-Botschafter Röbi Koller und dessen Frau Esther Della Pietra über den Film «Los indígenas del Rio Napo», den die beiden bei der Fachperson Margrit Santschi im ecuadorianischen Coca drehten. Jahresbericht 2013

25


Die Allianz COMUNDO Organisation

Seit Januar 2013 bilden die Bethlehem

Brüder ohne Grenzen). Vierzig Jahre

(BMI), Jean-Robert Escher (BMI), Ber-

Mission Immensee (BMI), E-CHANGER

später, im Jahr 1997, wurde die Organi-

nard Fragnière (E-CHANGER), Lydia Leu-

und Inter-Agire die Allianz COMUNDO.

sation in E-CHANGER unbenannt.

mann-Kohler (BMI), Emilio Näf (BMI)

Verein Bethlehem Mission Immen-

Verein Inter-Agire (IA)

see (BMI)

Der Verein Inter-Agire wurde 1970 ge-

Der Verein BMI wurde am 17. November

gründet. Um die Personelle Entwicklungs-

Mitglieder Verein BMI

2000 gegründet. Er engagiert sich in der

zusammenarbeit in der italienischspra-

Seit Juni 2011 tragen Einzel- und Kollek-

Personellen Entwicklungszusammenar-

chigen Schweiz zu stärken, kooperiert

tivmitglieder die Verantwortung für die

beit sowie der Informations- und Bil-

Inter-Agire seit 2009 mit der BMI.

BMI. Kollektivmitglieder sind die Missi-

und Lorenza Rusconi-Kyburz (Inter-Agire).

onsgesellschaft Bethlehem SMB sowie

dungsarbeit in der Schweiz. Er führt die Tätigkeiten weiter, die mit der Gründung

Vorstand COMUNDO

Inter-Agire und E-CHANGER, die beiden

der Missionsgemeinschaft Bethlehem

Der Vorstand COMUNDO setzt sich aus

Allianzpartner der BMI in der italienisch-

(SMB) vor neunzig Jahren (1921) ihren

dem Vorstand BMI und je einem Mitglied

sprachigen Schweiz und in der Roman-

Anfang nahmen.

der Vereine E-CHANGER und Inter-Agire

die. Mitarbeitende, im Ausland einsatz-

zusammen. Neben der Präsidentin und

leistende Fachpersonen sowie der BMI,

Verein E-CHANGER (ECH)

ehemaligen Nationalrätin Rosmarie Dor-

ECH und IA nahestehende Personen kön-

1959 gründeten zwei junge Männer

mann gehören folgende Personen zum

nen Einzelmitglied werden.

«Frères sans frontières» FSF (deutsch:

Vorstand COMUNDO: Simone Dollinger

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26

Jahresbericht 2013

-E-1/5+&/"6-

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Die Allianz COMUNDO Mitarbeitende im Jahr 2013

Name, Vorname

Organisation

Althaus Stefanie

BMI

Hangartner Elisabeth

BMI

Steiger-Graf Teres

BMI

Ammann-Neider Daniel

BMI

Hartmann Angelika

BMI

Steiner Elias

BMI

Aregger Marianne

BMI

Hoffmann-Hack Judith

BMI

Stirnimann-Weber Anita

BMI

Aubry Adeline

ECH

Jaunin Daniel

ECH

Suter-Hüsler Christine

BMI

Balmer Jasmine

ECH

Jaquinta Anna

IA

Sutter Veronika

BMI

Bardellini Silvia

BMI

Jurietti Martinoni Petra

IA

Troxler Priska

BMI

Bessire Fabrice

ECH

Kathriner Annemarie

BMI

Tschirren Stephan

BMI

Bischof Lusti Simone

BMI

Kaufmann Marcel

BMI

Valerio Giovanni

IA

Bordigoni Colette

ECH

Keel Blandina

BMI

Vecchio Ré Nadia

IA

Borsari Antonella

IA

Koch Monika

BMI

Vonnez Wicht Marie-Claire

ECH

Buholzer Fabienne

BMI

Lingg Thomas

BMI

Vuckic Esma

BMI

Buholzer-Schenk Silvia

BMI

Luethi Oscar

BMI

Winiger-Stalder Myrtha

BMI

Bürge Beatrice

BMI

Lustenberger Amélie

BMI

Zeledon Lacayo Migdalia

ECH

Bussmann Dagmar

BMI

Magnin Guy

ECH

Zihlmann Claudia

BMI

Candan Filiz

BMI

Marjanovic Milka

BMI

Zingg Edith

BMI

Chillà Mario Antonio

BMI

Martin Josée

ECH

Clément Anaïs

ECH

Marty Hausheer Paula

BMI BMI

Clément Bruno

ECH

Mathis-Schneider Paul

Clément Virgine

ECH

Metzger-Breitenfellner Renate BMI

Bernal Elmiger Mercedes

BMI

Corredor Gladys Maria

ECH

Meyer Stirnimann Luzia

BMI

Calderin Humberto

BMI

Dahinden Bruno

BMI

Moret Clément Virginie

ECH

Del Pozo Francisco

BMI

Dambach Monika

BMI

Müller Barbara

BMI

Rüttimann-Kalley Airen

BMI

DeThomas C. René

BMI

Nietlispach Vera

BMI

Dietrich-Portmann Anna

BMI

Nussbaumer Walter

BMI

Freie Mitarbeitende

Dittli Madelaine

BMI

Nyffeler Monika

BMI

Domenighetti Sandra

IA

Ongom-Joller Sarah

BMI

Dörig Nicolas

BMI

Ouwehand Michel

BMI

Freiwillige Mitarbeitende des Kontaktteams Fundraising

Duc Barman Corine

ECH

Pellissier Céline

ECH

Brodmann Imeldis

Eberle Ruth

BMI

Pereira Santana Aires Ana Paula BMI

Egli Max

Eigenmann Sylvie

BMI

Pérez-Künzle Isabella

BMI

Ineichen Pirmin

Erni Franz

BMI

Portmann Antoinette

BMI

Kräehmann Kurt

Esposito-D'Ambrosio Rosi

BMI

Raeber Mathias

BMI

Näf Emilio

Estermann Josef

BMI

Rojas Garzon Gerber Tatiana ECH

Ferrari Sergio

ECH

Roman Sylvie

ECH

Fischer Züger Brigitte

BMI

Röösli Marianne

BMI

Fluder Bruno

BMI

Rotzetter Andrea

ECH

Fournier Rosemarie

ECH

Roulet Anne

ECH

BMI = Bethlehem Mission Immensee

Furrer Mettler Cornelia

BMI

Sala Vallejo Corinne

IA

ECH = E-CHANGER

Gebistorf Käch Elisabeth

BMI

Schelbert Rosa

BMI

IA = Inter-Agire

Gentizon Florence

ECH

Schmid-Keiser Lisbeth

BMI

Gmünder Paul

BMI

Schmidt Jeanette

BMI

Guaita-Tamagni Monica

IA

Sidler Stefanie

BMI

Gwerder Eva

BMI

Solla Cristina

BMI

Oelhafen Thomas

Jahresbericht 2013

27


Bethlehem Mission Immensee im RomeroHaus Kreuzbuchstrasse 44 6006 Luzern Schweiz Telefon: +41 58 854 11 00 E-Mail: info@bethlehem-mission.ch www.bethlehem-mission.ch Büro Rottweil Eisenbahnstr. 40 78628 Rottweil Deutschland Kontoinformationen

Telefon: +49 741 290 28 20 E-Mail: rottweil@bethlehem-mission.ch

Bethlehem Mission Immensee Postfinance, PC 60-394-4,

E-CHANGER

IBAN CH53 0900 0000 6000 0394 4

Rue St-Pierre 10 1700 Fribourg

Spenden aus Deutschland

Suisse

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Telefon: +41 58 854 12 40

IBAN DE14 6001 0070 0011 5877 00

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Svizzera

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