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SONDERAUSGABE VON

traumhaus

AUSGABE 2016

küchen

[2016 ]

Das Themenmagazin für Planen, Bauen, Wohnen

DAS THEMENMAGAZIN FÜR PLANEN, BAUEN, WOHNEN

VORBEREITUNG

ÄSTHETIK

REPORTAGEN

PLANEN

EINRICHTEN

WOHNEN

Wie stellen Sie sich Ihre Küche vor ? Tipps von Experten zu Grundrissen und Arbeitszonen helfen bei der Umsetzung.

Materialien, Geräte und Accessoires ‒ die Auswahl ist umfangreich. Behalten Sie den Überblick im Produkt-Dschungel.

Gemeinsame Erfahrungen: Planer und Bauherrschaften erzählen von der Entstehung ihrer Kochlandschaften.


Die echte Schweizer

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Küche


FOTO: HOLGER JACOB

EDITORIAL  küchen

FONDUE, VOGELSPINNEN UND VERBUNDENHEIT

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an isst Vogelspinnen in Kam­bodscha. Die riesigen Achtbeiner werden gewürzt, frittiert und mit Knoblauch garniert. Während wir mit unseren FondueGabeln im ­Caquelon rühren und über die bizarren Essgewohnheiten aus anderen Ländern staunen, sollten wir etwas nicht vergessen, was uns mit den Kambodschanern und dem Rest der Welt verbindet: Essen ist grundsätzlich etwas Soziales. Von komplexen zeremoniellen und festlichen Diners bis zum einfachen «Znacht» mit der Familie: Essen ist verwoben mit Gesellschaft, Tradition und Genuss – aber auch mit Wandel und Veränderung. Während grosse Teile der Erdkugel noch immer gegen die Hungersnot kämpfen, wächst in den wohlhabenden Ländern zunehmend das Bedürfnis nach gesunder, ausbalancierter und umweltfreund­licher Ernährung. Die soziale Seite des Essens bleibt aber erhalten. Als Gegenbewegung zu Snacks am Arbeitsplatz und Fast Food auf dem Heimweg nimmt der gesellschaft­liche Aspekt der Nahrungsaufnahme sogar einen neuen Stellenwert ein. Damit

kommt auch dem Ort, an dem das Essen zubereitet und oft auch konsumiert wird – der Küche – eine immer grössere Bedeutung zu. Ob Sie bauen oder renovieren, ein Haus oder eine Wohnung haben, alleine, in einer Wohngemeinschaft oder mit Ihrer Familie leben: Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, ist die Küche auch Ihnen wichtig. Lassen Sie sich inspirieren, wie man sie zu einem Ort macht, der maxi­ male Funktionalität mit warmer Wohnlichkeit vereint. Gestalten Sie Ihre Küche nach Ihren Wünschen – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Und wenn Sie sich dabei nach Ihren individuellen Bedürfnissen anstatt nach der Mode richten, werden Sie an Ihrer Küche noch viele Jahre Freude haben – ganz egal, ob Sie lieber Fondue oder Vogelspinnen verspeisen.

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INHALT PLANEN

EINRICHTEN

WOHNEN

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Editorial

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Impressum

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Katalogservice

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AUFTAKT Wo einst die Feuerstelle war

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REPORTAGE Goldenes Kochparadies unter dem Dachgebälk

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KÜCHENBAUER Wo Kochkünstler zu Hause sind

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REPORTAGE Verschmolzen zu geraden Linien

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SCHUBLADENSYSTEME Alles da, wo es hingehört

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REPORTAGE Schwebendes im Spiegelglanz

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FORMEN Welcher Grundriss passt zu uns ?

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SMARTNESS Intelligent kochen

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KOLUMNE Ich koche, also bin ich

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GERÄTE Der smarte Weg zum Kocherfolg

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REPORTAGE Aus Alt wird Neu

56

REPORTAGE Geräumige Leichtigkeit

60

ARBEITSZONEN Ergonomisch geplant

64

KÜCHENWÜNSCHE Checkliste

66

PRODUKTION Von Hightech bis Handwerk

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KÜCHENABDECKUNG Die Oberfläche macht s aus

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REPORTAGE Vom Schopf zum Ferienidyll

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TREND Loftartig, ländlich und professionell

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DUNSTABZUG Es dampft und duftet

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REDUIT Das perfekte Zwischenlager

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ARMATUREN Viel Technik sorgt für Komfort

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ACCESSOIRES Der letzte Schliff

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ACCESSOIRES Immer frisch und grün

TITELBILD «Atelier» macht den Koch zum Star und die Küche zum Wohlfühlort. Foto: Abimis – Cucina per Passione

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AUFTAKT

WO EINST DIE FEUERSTELLE WAR Die Küche hat eine enorme Entwicklung hinter sich. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflüsse veränderten die Kochlandschaft immer wieder von Grund auf. Eine Zeitreise vom Feuerherd bis zur Luxusküche. TEXT SILVANA MEISEL

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FOTOS FORSTER KÜCHEN, ZVG

as ist eine Küche? Könnten Sie einen Menschen aus der Antike fragen, wäre die Antwort einfach: eine Feuerstelle. Viele Jahre vor der modernen Zeitrechnung gab es in den Innenhöfen unter freiem Himmel die ersten Kochwerkstätten mit Öfen aus Lehm. Doch bereits die wohlhabenden Griechen richteten sich ihre Küchen in den Häusern ein, wo durch das Feuer auch andere Räume wie das Bad direkt miterwärmt wurden. Im Mittelalter befand sich die Kochstelle im Zentrum des Wohngebäudes, wobei sie auch als Licht- und Wärmequelle diente. Weil es noch keine Fenster gab und die Räume kom-

plett verrusst waren, entstand der Begriff «Schwarzküche». Im Spätmittelalter kochten Bedienstete das Essen der Oberschicht, und die Küchen wurden als Arbeitsraum von den Essräumen der Familie getrennt. Bei der einfachen Bevölkerung auf dem Land blieben die Schwarzküchen hingegen sehr lange erhalten. Ein Zeitsprung ins 17. Jahrhundert macht deutlich, wie stark die Küche das Gesellschaftsbild prägte. Grosse Festküchen belegten ganze Flügel der Schlösser. Und schon um 1820 entstand der erste

WEG VOM OFFENEN FEUER Gasherde wurden Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt und setzten sich um 1900 in den Städten allgemein durch.

17. ‒ 18. JH. Die komplett offene Feuerstelle wurde durch eine an drei Seiten ummauerte ersetzt. In den grossen Küchen auf Burgen und Schlössern war ein Stab von Köchen für die Verpfl egung der Herrschaft zuständig. Das einfache Volk nutzte nach wie vor den offenen Tischherd mit hohem Abzug in einem abgetrennten Hausbereich.

MITTE 19. JH.

ANFANG 19. JH. Die technische Ausstattung stieg erheblich, und es kamen bereits Herde aus Metall auf den Markt. Jedoch waren sogenannte «Kochmaschinen», wie diese auf Schloss Chenonceau, bislang nur Wohlhabenden vorbehalten. Die aufwendige Handhabung wurde natürlich dem Personal überlassen.

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Wichtigster Ausstattungsgegenstand der allgemeinen Bevölkerung war immer noch der Feuerherd. Damit Gäste weder Gerüche noch Geräusche wahrnehmen konnten, sollte die Küche möglichst weit weg von den Wohnräumen sein. Ausreichend Platz mit angrenzender Speisekammer wurde auch damals schon bevorzugt.


REVOLUTIONÄRE ERFINDUNG Auf der Weltausstellung 1893 in Chicago wurde der erste Elektroherd vorgestellt, allerdings dauerte es bis 1930, bis dieser sich allgemein verbreiten konnte.

ENDE 19. JH. Die Küche wurde zum Mittelpunkt des bürgerlichen Hauswesens. Ob die Hausfrau selbst am Herd stand oder ob sie lediglich das dort tätige Personal überwachte – von der Küche hing ihr Renommee ab.

«Die Küche ist eine Welt, deren Sonne der Kochherd ist.» Victor Marie Hugo (1802 – 1885), französischer Lyriker

AB 1925 Die technische Aufrüstung nahm durch die Industrialisierung stark zu, und neue Geräte erleichterten mühsame Arbeitsschritte. Die «Frankfurter Küche» gilt als Urtyp der modernen Einbauküche und sollte so praktisch wie ein industrieller Arbeitsplatz gestaltet sein. Kompaktes Design stand im Vordergrund.

AB 1930 Die «Schwedenküche» beinhaltete standardisierte Einbaumöbel mit abgestimmten Küchengeräten. Das platzsparende Konzept sollte dem Aufwärmen vorfabrizierter Speisen dienen.

AB 1945 Die Kostensenkung stand nach dem Zweiten Weltkrieg im Fokus. Genormte Einbauküchen waren die Lösung. Die günstige und als «pfl egeleicht» angepriesene Spanplatte setzte sich als Oberflächenmaterial durch. Edelstahlküchen fanden den Weg in die Gastronomie.

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AUFTAKT

AB 1990 Die Einbauküche wurde im Laufe der Zeit durch eine speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Küche ersetzt. Die Material- und Gerätevielfalt nimmt schnell zu, dahinter steckt der Wunsch nach mehr Design und Komfort.

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AB 1970 Das Design wurde von Farben und Mustern geprägt. Trotzdem war das Aussehen stark vereinheitlicht, sodass die Einbauküchen im Grunde genommen überall gleich waren. In grösseren Küchen waren Kochfeld und Backofen meist noch getrennt, dazu gab es zusätzlich eine Mikrowelle.

DIE KÜCHENBRANCHE BOOMT Immer wieder neu gesetzte Trends bringen die Entwicklung der Küche voran. Innovative Geräte und veredelte Materialien kommen Jahr für Jahr auf den Markt. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung fördert die Anstrengungen im Bereich der ergonomischen Küche.

HEUTE Die Küche hat ihre soziale Funktion zurückgewonnen und spielt im Familienleben eine wichtige Rolle. Das Prinzip der Wohnküche setzt sich allgemein durch. Smarte Geräte nehmen immer mehr Arbeiten ab, hochwertige Materialien bestimmen das moderne Design.

Herd aus Metall, damals als «Kochmaschine» bezeichnet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahmen die Küche und die Stellung der Hausfrau eine immer zentralere Rolle ein. Die körperliche Arbeit, die ein Haushalt ohne fl iessendes Wasser und Elektrizität bedurfte, wurde bewusster wahrgenommen. Die Industrialisierung brachte Anfang der 1890er-Jahre die technischen Entwicklungen schnell voran. Geräte, die das Kochen erleichtern, halten Einzug. Erste Einbauküchen in der Form, wie wir sie heute noch kennen, werden produziert. Lange bleibt die abgeschlossene Kochstätte ein Grundkonzept, 6

bis sich der Trend einer individuellen Wohnküche verbreitet, wobei die offene Gestaltung viele neue Design-Möglichkeiten zulässt. Wo sich früher nur die Köchin oder die Mutter um die Zubereitung der Speisen kümmerte, fi ndet sich heute die ganze Familie ein. Die Küche bildet den Mittelpunkt der modernen Wohnform und gewinnt durch edle Oberfl ächenmaterialien und Hightech-Apparate noch weiter an Bedeutung. Ob per Smartphone verstellbare Möbel für ergonomisches Arbeiten oder ganze Inselblöcke aus Naturstein ‒ in die Küche wird heutzutage viel und gern investiert.

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REPORTAGE

GOLDENES KOCHPARADIES UNTER DEM DACHGEBÄLK 8

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REPORTAGE

Unter dem Dachstock einer 150-jährigen ehemaligen Spinnerei zelebrieren Peter Waltenspühl und seine Partnerin ihre Kochkünste in einer «Goldküche». In der zweistöckigen Loft-Wohnung hat der ehemalige Marketing-Verantwortliche von Forster und Piatti eine Küche realisiert, die für beide keine Wünsche offen lässt. TEXT   REGINA GREGORI  FOTO   FRANK SCHWARZBACH

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er Ausstrahlungskraft der offenen Wohnküche kann man sich nicht entziehen. Das ausgewogene, subtile Zusammenspiel von Holz, Metall und Gussbeton fasziniert. Ebenso das originale Dachgebälk und die überwältigende, Transparenz erzeugende Raumhöhe. «Im Grunde genommen ist es eine unspektakuläre, auf das Wesentliche reduzierte Küche ohne Schnörkel. Was sie besonders macht, ist das Design», charakterisiert Peter Waltenspühl das Prunkstück in einem leichten Anflug von Understatement.

INSZENIERUNG IN WARMEM GOLD

Der ehemalige Chief Marketing Officer bei Forster und Piatti war in der glücklichen Lage, seine Vorstellungen von einem stimmigen Materialmix und einer einheitlichen Formensprache eins zu eins in dieser Forster-Küche umsetzen zu können. Auf den mit einer Goldpatina überzogenen Chromnickelstahl-Fronten liegt eine rost-  farbene Keramikabdeckung, die farblich und strukturell das Thema Metall aufnimmt. So fügt sich Metallenes stilvoll zum Holz der Dachbalken und zum Gussbeton des ursprünglichen Industrie­ bodens. Wenige Spots setzen die drei Elemente ins richtige Licht und verleihen dem fünf Meter hohen Raum einen eigenen Charakter.

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Obwohl ihm mit dieser Küche ein Glanzstück gelungen ist, verschweigt Peter Waltenspühl nicht, dass sich seine Partnerin anfänglich nichts unter einer «goldenen» Küche vorstellen konnte. Diese Idee war ihr einfach fremd. Die unterschiedlichen Vorstellungen aufeinander abzustimmen, sei eine Herausforderung gewesen, schildert er den planerischen Prozess. Dabei kam ihm seine jahrelange Erfahrung als Küchenberater und -entwickler zugute, aus der ihm auch die Sicht der Frauen vertraut ist. Und so klappte es am Schluss, alle Wünsche unter einen Hut oder eben unter einen Dachstock zu bringen.

BIS INS DETAIL DURCHDACHT

Neben dem edlen Design besticht die Küche durch höchste Funktionalität. «Wenn man im Fluss arbeiten kann, ermüdet man weniger schnell, und das Kochen macht viel mehr Spass», ist Peter Waltenspühl überzeugt. So sucht man beispielsweise vergeblich einen Abfalleimer unter der Spüle, wie das in den meisten Haushalten üblich ist. Nein, in dieser Küche werden die Abfälle getrennt gleich im Unterschrank daneben entsorgt. Alles andere würde den Arbeitsfluss hemmen.

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Oben links: Unter der Dachschräge steht der mehrtürige Hochschrank mit Kühlschrank, Kombi-Backofen und Wärmeschublade. Dahinter lässt sich manches praktisch verstauen. Oben rechts: Die mit einer Goldfolie ausgekleidete Leuchte taucht die Insel in ein warmes Licht. Unten rechts: Wandseitig dominiert das überbreite Kochfeld mit dem imposanten Lüfter und dem rückseitigen Spritzschutz. Darunter betonen praktisch angeordnete Unterschränke mit edlen Griffleisten die Horizontale.



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REPORTAGE

Rechts: Unter den Dachbalken vereinen sich puristisches Design und Funktionalität auf perfekte Art und Weise. Die Fronten aus Chromnickelstahl sind mit einer Goldpatina überzogen. Darüber liegt eine rostfarbene Keramikabdeckung, die farblich und strukturell das Thema Metall aufnimmt.

Ein Bewegungsradius von zwei Metern rund um die Insel kommt dem Bedürfnis nach ergonomischen Abläufen ebenfalls entgegen. Ungehindert können zwei oder sogar mehr Personen zwischen Spüle, Kochfeld und dem Gerätehochschrank zirkulieren, ohne sich dabei auf die Füsse zu treten. Ebenso sind die breiten Ablage­ flächen auf effizientes Arbeiten ausgerichtet. Problemlos lassen sich darauf vorübergehend auch grosse Einkäufe abstellen. Das Definieren der idealen Arbeitshöhe war für das Paar eine eigentli­ che Knacknuss. «Zu hohe oder zu niedrige Geräte und Arbeitsflä­ chen sind in vielerlei Hinsicht ein Nachteil», erklärt Peter Walten­ spühl. Sie einigten sich auf 93 cm. Damit macht das Kochen beiden gleichermassen Freude.

INSPIRIERENDE RAUMDIMENSIONEN

Der grosszügige Grundriss der Loft-Wohnung liess dem Paar viel Gestaltungsspielraum. Im hohen Raum konnten sich ihre Küchenideen frei entfalten. Selbst die Dachschräge im hinteren Teil liess sich perfekt nutzen. Unter die zwei Fenster stellten sie den frei ste­ henden Gerätehochschrank – ein Franke-Design-Klassiker ab Stange – mit Kühlschrank, Kombi-Backofen und Wärmeschublade von Miele – einer Marke, die technologisch die Nase vorn hat. In der Nische dahinter können sie nun allerhand verstauen. Die Idee, die Küche im letzten Moment gespiegelt einzubauen und den Herd auf der gegenüberliegenden Seite, dort wo heute Kunst hängt, zu platzieren, mussten sie jedoch begraben. Das Gebälk der alten Loft-Wohnung kam der Abzugshaube in die Quere. Über diese 12

Geschichte lachen heute beide. Die ursprünglich geplante Anord­ nung des Herds hat sich in der Zwischenzeit aufs Beste bewährt. Während der Dampf durch den formschönen Dunstabzug von Miele die Wand hochzieht, schützt die rückseitige, leicht zu reinigende Metallplatte vor Fettspritzern. Für einen Mixer und weitere Geräte sind diskret unterhalb des Herds zwei schwarze Steckdosen einge­ lassen. In den dreiteiligen Unterschränken und Schubladen, die alle ohne Automatik auskommen und an denen formschöne, schmale Griffleisten aus Edelstahl glänzen, lässt sich das ganze Pfannen-, Schüssel- und Bestecksortiment optimal versorgen.

WASSERSTRAHL MIT LICHTZAUBER

Auf der Insel sticht die anmutig gebogene Armatur von KWC ins Auge. Nicht nur ihre elegante Form zeichnet sie aus. Ein in den Aus­ zugauslauf fast unsichtbar integrierter Lichtring mit LED-Leuchtdi­ oden zaubert ein faszinierendes Lichtspiel in den Wasserstrahl und leuchtet das zu füllende Behältnis aus. Nahtlos fügt sich die feinkan­ tige «accento»-Spüle von Suter in die rostig schimmernde Insel ein, auf der geschmackvoll und mit Liebe zum Detail arrangierte Acces­ soires stehen. Darüber hängt die bauchige Leuchte, die das Ganze in ein goldig-warmes Licht taucht. Durch ein fein austariertes Zusammenspiel von puristischem Design, hochwertigen Materialien und funktionalen Elementen ist unter dem Dachgebälk ein Raum entstanden, der bezaubert.  ­M an glaubt Peter Waltenspühl aufs Wort, wenn er sagt: «Das ist unsere Traumküche.»   

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Die BSH Gruppe ist eine Markenlizenznehmerin der Siemens AG.

Über perfektes Design muss man nicht sprechen. Es spricht für sich. Füreinander bestimmt. Aufeinander abgestimmt. Die iQ700 Einbaugeräte-Reihe. Für das Aussergewöhnliche im Leben. siemens-home.ch

Von aussergewöhnlichem Design kann man nicht genug bekommen. Darum haben wir eine ganze Serie von Geräten entwickelt. Dank der einheitlichen Linienführung setzen die iQ700 Einbaugeräte neue Standards in der Küche. Die miteinander harmonierenden Fronten ermöglichen vollkommene Freiheit beim Anordnen der Geräte zu einem modernen und gleichzeitig zeitlosen Gesamtkonzept. Vollendet wird dieses durch einzigartige Innovationen, zum Beispiel varioSpeed für bis zu 50 Prozent Zeitersparnis durch intelligent kombinierte Heiztechnologie oder die neue Home Connect App, mit der Sie Ihre WLAN-fähigen iQ700 Einbaugeräte nun auch über das Smartphone oder Tablet steuern können – von wo Sie wollen, wann Sie wollen. So erfüllt diese EinbaugeräteReihe nicht nur höchste Ansprüche, sondern setzt auch neue Massstäbe bei Form und Funktion.

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KÜCHENBAUER

WO KOCHKÜNSTLER ZU HAUSE SIND Längst ist die Küche zu einem Spielfeld für kreative Designer geworden. Sie jonglieren und experimentieren mit Farben, Formen und Materialien. Die nüchterne Küche von einst hat sich zum wohnlich gestalteten Mittelpunkt im häuslichen Alltag gewandelt und genügt höchsten Ansprüchen. REDAKTION   REGINA GREGORI

AUSLADENDE KOCHBÜHNE Schlicht in der Erscheinung und grosszügig in den Dimensionen präsentiert sich die fünf Meter lange Küche mit dem Hochschrank aus Räuchereiche. Einen besonderen Akzent setzen die spiegelnden Geräte. Auf der mit einer polierten Silestone-Platte bedeckten Insel dominiert die formschön gebogene Armatur von Suter. www.orea-kuechen.ch

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[ 2 ] [ 1 ] ZUSCHIEBBAR In schlichtem Weiss erstreckt sich der übergrosse Hochschrank mit seinen lackierten Fronten über die gesamte Raumhöhe. Die schwarze Gerätezeile setzt einen Kontrapunkt. Mit zwei seitlichen, flächenbündigen Schiebetüren lässt sich die Kochwerkstatt schliessen.

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www.alpnachkuechen.ch

[ 2 ] SCHWEBENDE EICHE Spiegelglatt liegt die ChromNickelstahl-Abdeckung mit dem bündig eingelassenen Kochfeld und dem Tischlüfter auf der optisch schwebenden Insel aus Räuchereiche. Dahinter öffnet sich in der lang gezogenen Wandzeile aus gekalkter Eiche die Spülnische mit dem weiss lackierten Rückwandglas. www.rs-schreinerei.ch

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[ 3 ] BESPIELTE WAND Eine b3-Küche kommt mit wenig aus und verblüfft trotzdem mit funktionaler Vielseitigkeit. Das Geheimnis liegt in den praktischen Wandpaneelen. Ob Tablare für Vorrats­ dosen oder Messerborde: Bequem können diese in die horizontalen Fugen eingehängt werden. Dazu passt der minimalistisch designte, massgefertigte Monoblock aus Stahl oder Laminat. www.bulthaup.ch



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KÜCHENBAUER

[ 1 ] MAL HOCH, MAL TIEF «tielsa:move» passt sich der Körpergrösse an: Mit Unter­ schränken, die sich individuell und stufenlos auf die optimale Arbeitshöhe einstellen lassen. So können grosse und kleine Personen, mit oder ohne Handicap, bequem und ermü­ dungsfrei arbeiten. Bei der professionellen Aus­ führung sind ein Kochfeld, eine Spüle und sogar ein Fernseher integriert.

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www.tielsa.de

[ 2 ] KLARE LINIEN Die weissen Lackoberflächen, das schlichte, geradlinige Design und der geölte Parkett­ boden lassen Küche und Wohnraum miteinander verschmelzen. Grifflose Fronten bringen Eleganz in das harmonische Zusammen­ spiel zwischen horizontalen und vertikalen Linien.

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www.kaeppeli-kuechen.ch

[ 3 ] NATURTALENT [ 3 ]

Silbernes Metallic und knalli­ ges Stahlblau erscheinen bei «Natural» in kühler Eleganz, während der Holztresen eigenwillig, aber voller Charme, einen warmen Kon­ trast bildet. Das offene Regal in der Mitte der Insel fügt sich verspielt in das Gesamtkon­ zept ein und wirkt lebendig. www.forster-kuechen.ch

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Miele. Für das, was wir besonders lieben. Das blitzsaubere 58-Minuten Programm. Geben Sie einen treuen Begleiter in die besten Hände. Vertrauen Sie auf Miele EcoFlex Geschirrspüler. Und nach nur 58 Minuten sind Lieblingstassen wieder einsatzbereit – dank dem einzigartigen QuickPowerWash und UltraTabs Multi für beste Reinigungsleistung A.

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KÜCHENBAUER

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[ 1 ] WOHNLICHKEIT AM HERD Mit der harmonischen Verbindung zum Ess- und Wohnbereich entsteht Raum – Raum zum Kochen und Sein. Der funktional ausgerichteten Insel fügt die offene, ausgeleuchtete Nische aus schwarzem Stahl ein krea­ tives, wohnliches Element hinzu. Die Arbeitsflächen sind aus hochwertiger, filigraner Keramik gefertigt. www.brunner-kuechen.ch

[ 2 ] FÜR HOLZLIEBHABER Wer Massgefertigtes und Hochwertiges aus Holz liebt, kommt an dieser Küche nicht vorbei. Rustikales Eichenparkett zieht sich an den Fronten der Insel hoch. Darüber liegt Klarglas. In kontrastvollem mattem Weiss schmiegt sich die Küchenzeile mit der Silestone-Abdeckung unter das Fenster. www.ipunkt.ch

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SIEHT MAN GERNE, HÖRT MAN KAUM – DIE NEUE BERBEL GLASSLINE Die neue Kopffreihaube Glassline setzt dank höchster Effizienz, einzigartigem Design und innovativer Technik neue Standards auf dem Schweizer Markt. Die patentierte Zentrifugaltechnologie von berbel reinigt die Luft effizient und ermöglicht einen angenehm leisen Betrieb. Der Verzicht auf herkömmliche Fettfilter macht die Reinigung von berbel Dunstabzugshauben erstaunlich einfach.

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KÜCHENBAUER

[ 1 ] MÄNNER IN DIE KÜCHE Über ganze vier Meter er­s treckt sich die opal­s chwarze Küchenzeile von «Eterno». Archaisch anmutende Fronten und übertiefe Arbeitsflächen aus dünner, beständiger Keramik bestimmen das Bild. Mit dem eingebauten Grillrost und dem Bierzapfhahn lässt sie keinen Mann kalt. www.piatti.ch

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[ 2 ] AUS STEIN GEHAUEN Mit einer beeindruckenden Ausstrahlungskraft zeigt sich dieser Monolith aus einzigartigem Naturstein. Elegante Griffschienen ziehen eine kühle Linie in das an eine Felswand erinnernde Strukturbild. Leichtigkeit ins Spiel bringen der nach hinten versetzte Sockel und die indirekte Beleuchtung. www.kuechenhauptstadt.ch

[ 3 ] WENIGER IST MEHR Schlichtes Weiss ist eine beliebte wie zeitlose Lösung für die Küchengestaltung. Klare Linien und einheitliche Materialien bringen noch mehr Ruhe in das Design. Starke Akzente werden durch eine Profi-Armatur, moderne Geräte und persönliche Accessoires gesetzt.

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www.achtung-fertig-loosli.ch

[ 4 ] KOMBINATIONSFREUDIG Ob in leichtem Seidengrau oder in dunklem Stahlgrau, die Küche lässt sich optimal mit anderen Farbtönen kombinieren. Die Struktur des polierten Natursteins bringt Verspieltheit in das ruhig und elegant wirkende Design. Nachhaltige Qualität und Schweizer Wertarbeit verbinden sich hier aufs Beste. www.herzog-kuechen.ch

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Swiss Made since 1952. www.forster-kuechen.ch


KÜCHENBAUER

[ 1 ] NATÜRLICH INSPIRIERT Mal fühlen sich die hochwertigen und robusten Oberflächen der Kollektion (professional) an wie Leinen oder Leder, mal geben ihnen Linien oder Wellen eine Struktur. Das auf ihnen ­e ntstehende Wechselspiel zwischen Licht und Schatten macht sie zusätzlich deko­rativ, wie diese Küche von TG Gasser veranschaulicht.

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www.kuratlejaecker.ch

[ 2 ] KRAFTVOLLE RUHE Bei der modular aufgebauten Linie «+Artesio» fliessen Koch- und Wohnbereich nahtlos ineinander. In der multifunktionalen Wand aus Holztäfelung sticht die aus Edelstahl gefertigte Blende für Steckdosen und Armaturen hervor. Darüber lassen sich Regalborde für allerlei Gegenstände einstecken. www.poggenpohl.com

[ 3 ] FREIE WAHL

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Die Designer der «Diesel Social Kitchen» haben für Scavolini eine grosse Auswahl an kombinierbaren Elementen kreiert, die sich optisch und funktional besonders gut ergänzen, zu einer Einheit verschmelzen und immer ein einzigartiges, individuelles Ambiente schaffen. www.scavolini.ch

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Seit 1927 stehen Küchen von ALNO für höchste Qualität, sinnvolle Innovationen und preisgekröntes Design made in Germany – fundamentale Werte einer Marke, die damit schnell einen internationalen Ruf erlangte. Heute ist ALNO einer der weltweit führenden Küchenhersteller.

Seit 1927 stehen Küchen von ALNO für höchste Qualität, ALNO SHOP ZÜRICH Badenerstr. 581 · 8048 Zürich sinnvolle Innovationen und preis gekröntes Design made Tel. 044 800 86 10 · zuerich@alno.ch

[ 4 ] ZAUBER IN GOLDBRONZE Ein leicht nuancierter Metallschimmer liegt auf den matt lackierten, goldbronzenen Rahmenfronten der Insel und den optisch schwebenden Unterschränken dahinter. Nieve- und pulpisfarbene Keramik-Abdeckungen runden das bestechend schöne Bild ab. www.siematic.ch

[ 5 ] ZUM ZEHNJÄHRIGEN Die Jubiläumsküche «Mundart Wave design wogg.» ist ein einzigartiges Qualitätsprodukt aus Schweizer Produktion. Der Mix von Ahornholz mit Schwarz-weiss-Fronten ist Spannung pur. www.mundart-kuechen.ch

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KÜCHENBAUER

[ 1 ] UNPRÄTENTIÖS Ausgestaltet in furnierter Räuchereiche bringt die Insel rustikale Wohnlichkeit in die Küche. Stilvoll beugt sich der Hebelmischer über die Spüle inmitten der grosszügigen Abdeckung aus Quarzkom­ posit. Auf der rückseitig lackierten Glaswand der Koch­ nische lassen sich Fettspritzer leicht wegwischen. www.schneebeli.ch

[ 2 ] KUNSTVOLLE SCHICHTEN

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Übereinander und ineinander gelegte Module fügen sich zu einem extravaganten Küchen­ bild in Blaugrau, Weiss und Petrol zusammen. Die multi­ funktionale Insel schiebt sich raffiniert über das wohnlich wirkende Sideboard. Dämpfe verschwinden in der höhen­ verstellbaren Deckenlifthaube «Berbel Skyline». www.sanitastroesch.ch

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[ 3 ] WEISSE ZEILE In ihrer ruhigen Eleganz passt die schnörkellos gestaltete, weiss lackierte Küche perfekt zum hellen Wohnbereich. Wie ein Sattel hängt die Bar aus Eichenholz über der Kochinsel und setzt einen warmen Akzent. Auf der soliden HI-MACS-Abdeckung lässt es sich optimal arbeiten. www.kawa-design.ch

[ 4 ] MELODIÖS Ultradünn legt sich die Chrom­­ stahl-Abdeckung im «IceDesign» über die Schubladenfronten aus horizontal verlaufendem Nussbaum. Die grifflosen Hochschränke in weissem Lack und die hinterleuchtete, blau schimmernde Vitrine verleihen dem Küchenprogramm Melody eine leichte Note.

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www.sabag.ch

[ 5 ] SCHALE AUS NUSS

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Die aufregende horizontale Maserung des SatinNussbaumholzes macht den Monolith auf dem hohen Metall-sockel zu einem Prunkstück. Vornehm halten sich die dunklen Schrankfronten und der Spülbereich in Alunox zurück. Funktional einzigartig kann die Insel in der Höhe zwischen 0,8 und 1  Meter verstellt werden. www.elbau.ch



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REPORTAGE

Weisstanne, horizontal furniert, leicht eingefärbt: Holz, so weit das Auge reicht. Die Oberfläche wird dank spezieller Behandlung kaum altern oder nachdunkeln. Interessant ist die Auflösung durch den hellgrauen Gussboden und die metallenen Griffleisten.

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VERSCHMOLZEN ZU GERADEN LINIEN Die Weisstanne spielt in dieser Kochlandschaft unverkennbar die Hauptrolle. Damit das Holz der Küche mit dem Raum eine Einheit bildet, war vor allem Andreas Manser, der Planer von Herzog Küchen, gefordert. TEXT   SILVANA MEISEL  FOTOS   H ERZOG KÜCHEN AG

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in Gebäude mit langer Geschichte und Tradition bot Andreas Manser, Planer bei der Herzog Küchen AG, die Möglichkeit einer Neugestaltung. Der Eigentümer der Liegenschaft übergab den kleinen Hof weiter an seine Tochter, die samt Familie einzog. Zum bestehenden Thurgauer Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert wollten die neuen Besitzer allerdings einen Teil anbauen. Darin sollte nebst dem Wohnzimmer auch die Küche Platz finden. «Unser Auftrag lautete, eine harmonische Verbindung zum neuen Trakt zu schaffen, damit die Gebäudeteile im Einklang stehen. Zusammen mit dem Bauprojekt entwickelte sich Schritt für Schritt auch der Grundriss der Küche, bevor es überhaupt an die optische Gestaltung ging», führt Manser aus. Stolz kann der erfahrene Planer auf das Endergebnis schauen, das Kochlandschaft mit Wänden und Decke verschmelzen lässt – eine gelungene architektonische Verflechtung. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Zimmermann war für dieses Projekt ein absolutes Muss. Damit die Hölzer eine fast übergangslose Einheit bilden, sollte die verbaute Weisstanne überall denselben Farbton aufweisen. Die gesamte Oberfläche bekam darum im letzten Bearbeitungsschritt eine leichte Einfärbung, sodass keine Alterung stattfindet. «Tannenholz wird normalerweise nach ein paar Jahren rötlich, aber durch den Anstrich sollte dies nur ganz minim passieren. Es ist jedoch eine neue Erfahrung, die wir hier machen, weshalb wir alle gespannt sind, wie sich das Material verhalten wird», meint Manser. Damit es optisch so aussieht, als würden Wände und Decke in die Möblierung weiterverlaufen, einigten sich der Küchenplaner und der Zimmermann auf bestimmte Höhenkoordinaten. Das Auge nimmt dadurch einen Fluchtpunkt wahr, der die Strukturen des Holzes zusammenführt und dieses unverkennbare geradlinige Erscheinungsbild erzeugt. «Im Vorfeld schien uns das die grösste Herausforderung zu sein, weshalb wir auch viel Zeit in die Entwurfsplanung steckten. Im Nachhinein wäre diese detaillierte Abstimmung wohl gar nicht so wichtig gewesen, weil das Holz an sich sowieso hellere und dunklere Stellen aufweist», zieht Manser Fazit, «aber trotzdem hat sich der Aufwand gelohnt, diese Küche ist wirklich ein Bijou geworden.»

WAS PRAKTISCH IST, BEWÄHRT SICH IMMER

Auch wenn die Ästhetik der Küche im Vordergrund stand, durfte die Qualität nicht darunter leiden. «Das ist ein Grundsatz der Herzog Küchen AG, den ich seit bald 40 Jahren bei diesem Unternehmen sehr ernst nehme», betont der Fachmann. Aus diesem Grund hat Andreas Manser der Bauherrschaft eine praktische und robuste Abdeckung empfohlen. Weisstannenholz ist weich und darum für viel beanspruchte Flächen weniger geeignet. Eine Arbeitsplatte aus



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REPORTAGE

Viel Platz und ein helles Ambiente kann diese Küche der Familie bieten. Die einheitliche Gestaltung strahlt Ruhe aus.

Chromnickelstahl von Suter Inox bewährt sich durch ihre Strapazierfähigkeit. Passend und praktisch sind die Griffleisten aus Metall, die sich einfach reinigen lassen und sich im Gegensatz zu Holzgriffen nicht abnutzen. Die silbernen Streifen geben dem homogenen Küchen-Design eine elegante Kontrastnote und harmonieren mit dem hellgrauen Gussboden in Betonoptik. Der Kochbereich am Fenster punktet mit einer Aussicht auf die Landwirtschaftszone und einen Kleintierstall. «Weil eine Deckenabzugshaube diesen schönen Ausblick nur gestört hätte, wählten wir einen Tischlüfter», erklärt Manser. Das Modell «Professional» von Bora zieht Dampf sowie Geruch direkt vom Glaskeramikherd ab und wird über einen Drehschalter bedient. Auch die Kochfelder von Bora funktionieren mit Regler und verlassen die moderne Schiene rund um Hightech-Produkte mit Touch-Bedienung bewusst. «Manche Kunden mögen es eben noch konventionell und praktisch», weiss 28

der Küchenplaner. Bei den ausgesuchten Geräten von Miele kommt man aber nicht mehr ohne Bedienoberfläche mit Sensortasten aus. Der Kompaktbackofen wie auch der Combi-Dampfgarer in Edelstahlausführung bieten der Familie zudem die unterschiedlichsten Funktionen und Programme. Vorbereiten und anrichten lassen sich die Speisen unkompliziert am Inselkorpus. Während die Kinder am Esstisch ihre Hausaufgaben erledigen, kann die Mutter in Ruf- und Sichtnähe hantieren. Der erhöhte Teil der Insel mit furnierter Eichenholzabdeckung schenkt der Küche im Gegenzug etwas Geborgenheit und Blickschutz.

EINE AUSZEICHNUNG ALS BELOHNUNG

«Ich finde, diese Küche ist ein Paradebeispiel dafür, wie Holz-Design modern umgesetzt werden kann. Obwohl Holz immer Behaglichkeit ausstrahlt, muss das nicht zwingend rustikal aussehen», ist Andreas Manser sicher. Und weil der Planer wie auch die Herzog Küchen AG

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so begeistert von ihrem Projekt waren, reichten sie es für den Swiss Kitchen Award 2015 in der Kategorie «Die schönste Küche der Schweiz» ein. «Die Gradlinige» schaffte es im Fach-Jury-Voting unter die besten Acht und damit in den Publikumswettbewerb. «Für das Siegertreppchen hat es dann leider nicht gereicht, aber schon die Auswahl in die ersten Acht macht mich sehr stolz», sagt Manser. Gewonnen hätten Kunde und Hersteller sowieso – denn für beide Parteien ist das Resultat absolut zufriedenstellend. Ein gutes Verhältnis zur Bauherrschaft habe in diesem Fall viel dazu beigetragen. Der regelmässige, konstruktive Austausch und die Präsenz der Hausbesitzer auf der Baustelle waren dabei zwei wichtige Erfolgsfaktoren. Jahrelange Erfahrung gibt dem treuen Herzog-Mitarbeiter ebenfalls Sicherheit: «Wenn die Leute ihre Küchenplanung früh anpacken, die Hilfe von uns Profis gerne in Anspruch nehmen und natürlich auch eigene Gedanken und Ideen mitbringen, steht einem tollen Ergebnis fast nichts mehr im Weg.»



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Die Griffleisten aus Metall schützen das Holz vor Abnutzung, sind leicht zu reinigen und ein schöner optischer Akzent.

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SCHUBLADENSYSTEME

ALLES DA, WO ES HINGEHÖRT Ordnung und Übersicht macht in der Küche vieles einfacher, weil Sie immer alles sofort finden, wenn Sie es brauchen. Eine aufgeräumte Schublade mit logischer Sortierung bringt auch bestimmt mehr Freude beim Präsentieren. REDAKTION   SILVANA MEISEL

[ 1 ] JE NACH BEDARF

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Messerhalter, Utensilienschale, Vorratsbehälter, Gewürzflakons, Brottopf, Folienrollenhalter – alles, was Sie wünschen. Die Innenausstattung bei Bulthaup ist nicht nur individuell, sondern auch adaptiv und passt sich an. www.bulthaup.ch

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[ 3 ] ALLES ZUR HAND Entwickelt im eigenen Kreativstudio in Bühler, sorgt das innovative und funktionale Inneneinteilungssystem von Elbau für Ordnung. Das modulare Steckkonzept erlaubt grösstmögliche Freiheit in der Gestaltung der Schubladen.

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www.elbau.ch

[ 4 ] ORDNUNG MIT STIL Die Accessoire-Kollektion von Orea ist vielseitig und kompatibel: Messerblock und Gewürzhalter aus Eiche sowie Aluminiumwinkel und -schalen zur individuellen Einteilung in diversen Grössen. www.orea-kuechen.ch

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[ 6 ]

[ 5 ] PURE FLEXIBILITÄT Mit «Stage» bereitet Poggenpohl dem bewussten Genuss und der Konzentration auf das Wesentliche eine stilvolle Bühne. Die Themenschränke lassen sich nach individuellen Wünschen im Küchenbereich positionieren. www.poggenpohl.com

[ 6 ] IMMER GRIFFBEREIT [ 5 ]

Ein Konzept für Unterschränke von Peka: Mit dem Öffnen der Tür bewegt sich der «Kitchen Tower» automatisch aus dem Schrank heraus und kann bequem von drei Seiten bedient werden. www.peka-system.ch

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Ausstellungen: Zürich, Pfingstweidstrasse 102 b | Rothrist, stilhaus | orea-kuechen.ch | twitter.com/OreaAG | Hergestellt in Muotathal


REPORTAGE

SCHWEBENDES IM SPIEGELGLANZ Maximal schlicht, maximal leicht, eine solche Küche schwebte Engelbert Weis, Küchenplaner von Elbau, vor. Was einfach tönt, entpuppte sich während der Umsetzung als Herausforderung. TEXT   R EGINA GREGORI  FOTOS   ELBAU KÜCHEN AG

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ie an unsichtbaren Fäden scheint diese Küche im Raum zu hängen. Etwas Massives in Form eines Sockels sucht man vergebens. Einzig die schmalen, gleichmässig nach unten strebenden Holzbeine der schlichten Barhocker und der sich darüber erstreckenden Theke berühren den Boden. Und auf Letzterer lastet viel. «Die Kochinsel hängt ganz am Tresen aus massiver Eiche», lüftet der Küchenplaner der Elbau Küchen AG das Geheimnis. Aus statischer Sicht sei dies eine Knacknuss gewesen, und es leuchtet ein, dass dieses Konzept mit den Trageigenschaften der Theke steht und fällt. Bei den Unterschränken und beim Hochschrank, der wie ein abstraktes Bild an der Wand hängt, setzt sich das optisch Schwebende fort.

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«Ein eigentlicher Trend zu scheinbar schwebenden Küchen zeichnet sich noch nicht ab», meint Engelbert Weis. Aber in naher Zukunft würden bodenfreie, sockellose Elemente an Bedeutung gewinnen, und das nicht nur in der Küche. Die Wohnungen würden tendenziell eher kleiner werden, müssten aber trotzdem geräumig sein, ohne mit vielen Schränken erdrückend zu wirken. Ein Küchenplaner müsse deshalb je länger je mehr den Spagat zwischen Leichtigkeit und viel Stauraum beherrschen. Gemäss einer Statistik lagern in Schweizer Küchen durchschnittlich 250 Kilogramm Geschirr, Kochutensilien und Lebensmittelvorräte. Und diese wollen irgendwo versorgt sein, wo man schnell und gut hinkommt.

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Das ist in dieser Küche problemlos möglich. Engelbert Weis hat dafür in die Trickkiste gegriffen und alle Schränke und Schubläden in einer Übertiefe von 70 cm, das sind 10 cm mehr als normal, gebaut und mit übersichtlichen Auszügen ausgestattet. Funktionieren tun sie mit einer berührungsaktiven Automatik. Ein sanftes Antippen reicht, und sie öffnen sich. Schnell hat man alles griffbereit zur Hand.

SPIEGELGLATTE OBERFLÄCHEN

Oben: Ein Meisterwerk der Statik: Eingesteckt an der leicht erhöhten Bar aus Eichenholz, schwebt die Kochinsel über dem Boden. Ihr ganzes Gewicht trägt die Theke. Unten: Glasklar: Eine Platte von 10 mm Klarglas liegt über den hinter Glas lackierten Fronten. Das harte, porenlose Glas ist sehr widerstandsfähig und leicht zu reinigen.

Die Materialien und die Farben für die Oberflächen verstärken den schwebenden und luftigen Eindruck. Der kupfern -metallische Farbton wirkt unaufgeregt, ruhig und elegant. Perfekt harmoniert er mit der hellen, astigen Eiche der Bar. Mit den schlichten Holzhockern bringt sie eine rustikale Note in die Küche. Die hinter Glas lackierten Fronten zaubern ein Spiel mit Spiegelungen in den Raum. Auch bei



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REPORTAGE

den Arbeitsflächen entschied sich der Elbau-Küchenplaner für Glas. «Ich habe dieses kühle Material bewusst als Kontrast zum warmen Element Holz eingesetzt», erklärt er den Materialmix. Entgegen der landläufigen Meinung sei Glas sehr widerstandsfähig und biete, weil es leicht zu reinigen sei, viele hygienische Vorteile.

DAMPFABZUG MIT GRIPS

Dem perfekt durchdachten Design und der hochwertigen Materialisierung hinkt die Funktionalität der Küche in keiner Weise hintendrein. Mit grosszügigen Arbeitsflächen und Spitzenprodukten von Miele bietet die Küche viel Komfort beim Kochen. Der KombiSteamer und der Backofen, beide in die hängende Hochschrankzeile integriert, befinden sich in idealer Reichweite zum Herd – perfekt, um nach dem Anbraten etwas in den Ofen zu schieben oder das Backgut im Auge zu behalten, während man in den Pfannen rührt. Gleichzeitig hat man die Gäste an der Bar im Blick. Dass diese nicht hinter Dampfschwaden verschwinden, ist der effizienten und leisen Dunstabzugshaube, die über Umluft funktioniert, zu verdanken. Im Vergleich zu solchen mit Abluft seien diese zwar weniger leistungsfähig, punkten aber energietechnisch, weiss der Küchenplaner. Die «Miele Con@ctivity 2.0» kommuniziert über Funk mit dem Kochfeld und reguliert anhand der Einstellungen auf diesem sofort und von selbst die Gebläseleistung. Sogar die LED-Spots schalten automatisch ein, sobald am Herd hantiert wird. Und wenn dort gerade

nichts läuft, lassen sie sich auch von Hand an- und ausknipsen. So ist dieser Arbeitsplatz bis hinunter zu den Schubladen jederzeit gut beleuchtet. Effektvoll zieht sich unter dem Kochfeld die einzige Griffleiste in der Küche durch. Damit lässt sich die Schublade mit dem Kochgeschirr öffnen und gleichzeitig in der darin integrierten Steckdose ein Handmixer oder ein anderes Geräte anschliessen.

EIN KLEINER WERMUTSTROPFEN

Mit einer Drehung um die eigene Achse und einem kleinen Schritt wechselt man von der Kochinsel zum bogenförmigen Wasserhahn – etwa um schnell etwas in der Pfanne abzulöschen. Das flächenbündig eingebaute Becken und die schwenkbare Edelstahl-Armatur «Centinox» sind beide von Franke. Der Zugauslauf, der weit über das Spülbecken hinausreicht, erweist sich als sehr praktisch. Eine Konzession an die Funktionalität musste Engelbert Weis allerdings beim Geschirrspüler machen. Dieser befindet sich nicht, wie es in Küchen üblich ist, direkt unter der Spüle. «Ein 81 cm hohes Standardgerät passte schlichtweg nicht in den Unterschrank», erklärt der Küchenplaner den Umstand. Weil er keine Abstriche beim Design machen wollte, platzierte er den Geschirrspüler mit der «Knock2open»-Automatik unterhalb des Backofens. Den Abwasch erledigt er dort genauso gut und trübt die Freude an der luftig-leichten Kochlandschaft, die übrigens nach dem scharfen, japanischen Gewürz «Wasabi» benannt ist, nicht im Geringsten.   

Oben: Wie im Spiegelsaal: Die Glasabdeckung täuscht mit spannenden Spiegelungen das Auge. Schlichtes, dezentes Design gibt in dieser schwebenden Küche den Ton an. Links: Sesam öffne dich: Der Geschirrspüler öffnet sich auf blosses Anklopfen.

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FORMEN

KÜCHE IN U-FORM Diese beliebte Variante benötigt ausreichend Platz, um nicht beengend zu wirken. Dagegen kann viel Bewegungsfreiheit zu langen Laufwegen führen. Achten Sie auf Details bei Schubladen und Schranktüren. Gegenüberliegend können sie aneinanderstoßen. Für die Eck-Nutzung gibt es praktische Lösun gen wie ein Halb rundtablar oder ein Karussell.

WELCHER GRUNDRISS PASST ZU UNS ? Bevor Sie sich an die Auswahl von Materialien, Farbe und Einrichtung machen, geht es um das Format Ihrer Kochlandschaft. Das Raumangebot und die eigenen Vorlieben geben dem Konzept die Form. REDAKTION SILVANA MEISEL

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ange gab es nur den Einzeiler: eine Wand mit einer Küchenfront. Früher hauptsächlich in kleinen Räumen oder Mietwohnungen verbaut, erlebt die einzeilige Küche gerade ein kleines Revival. Ihre unkompli zierte, unaufgeregte Form bietet einige Vor teile, da sie auch für grosse Raumkonzepte eine spannende Lösung sein kann. Weniger Platzbedarf und tiefere Arbeitsflächen sind zwei simple, aber entscheidende Punkte. Wo sich in der Küche mit Ecke die Schranktüren aneinanderstossen, kommen sich geöff nete Kästchen und Schubladen im Einzeiler nie in die Quere. Eine tiefere Abdeckung (80 bis 90 cm) als der Standard von 60 cm bietet die Möglichkeit, das, was im Moment nicht gebraucht wird, einfach weiter nach hinten zu schieben. Der grösste Minuspunkt dieses Grundrisses: Der Koch muss während seines Tuns den Gästen stets den Rücken zuwenden.

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GRAFIKEN KÄPPELI KÜCHEN

Eine Küche über Eck hat genauso ihre Vorzüge wie Nachteile. Sie hat eine grosse, durchgehende Abdeckung, weshalb sie eine repräsentativere Wirkung erzielt. Wer über genug Platz verfügt, kann sogar eine Bar-Theke anhängen. Die im Winkel entstehende «tote Ecke» ist trotzdem vielen ein Dorn im Auge. Obwohl es mittlerweile einige prak tische Lösungen ‒ Halbrundtablar, Eckauszug oder Karussell ‒ gibt, braucht diese Variante doch immer viel Platz und ist nicht ganz günstig. Experten empfehlen auch den Einbau eines Geräts, das von oben zugänglich ist, wie zum Beispiel einer Waage oder eines Tellerwärmers. Die Kochinsel spielt nun schon seit vielen Jahren die Hauptrolle in unserem Küchen-Ensemble. War es lange nicht möglich, während

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KÜCHE MIT INSEL Ungefähr 15 m² sollten Sie mindestens zur Verfügung haben, um ein architektonisch repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

«Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.»

Sie haben die Möglichkeit, das Kochfeld oder das Spülbecken auf der Insel zu platzieren. Alternativ kann der Platz auch nur als Arbeitsfläche und somit als Vorbereitungszentrum dienen.

Georges Auguste Escoffier, französischer Meisterkoch

KÜCHE MIT VERSCHIEDENEN ARBEITSZENTREN Dieser Grundriss ist in drei Nutzungszonen aufzuteilen: eine Arbeitsinsel als Rüst- und Zubereitungsplatz, eine Zeile mit Herd zum Kochen und Hochschränke für Kühlen, Backen und Dämpfen (Küchengeräte als auch Stauraum).



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FORMEN

des Zubereitens der Speisen mit den Gästen zu kommunizieren, lässt die Insel sogar eine Art «Koch-Show» zu. So ­­ wird sie heute bereits im ersten architektonischen Entwurf eingezeichnet, um das offene Raumkonzept für den Wohnessbereich optimal planen zu können. Um die maximale Gestaltungsfreiheit auszuschöp­fen, benötigt man allerdings viel Platz und eine professionelle Planung mit dem Fachmann, der für ausreichend Stauraum und Arbeitsfläche sorgt. Er kann Sie auch bei der Entscheidung unterstützen, was Sie auf Ihrer Insel alles platzieren möchten: Kochherd, Spülbecken, Zubereitungsfläche oder zwei Varianten kombiniert? Dient die Insel nur als Arbeitsplatte, brauchen Sie zwar weder Strom noch Wasser, werden den Platz aber erfahrungsgemäss schnell als einfache Abstellfläche

für alle möglichen Geräte und persönlichen Unterlagen nutzen. Vieles spricht für eine Insel mit Wasseranschluss. So können Sie bequem am gleichen Ort Gemüse und Früchte waschen, rüsten und anschliessend das gebrauchte Geschirr abspülen. Auch das Kochfeld kann an dieser prominenten Position verbaut werden. So haben Sie Ihre Kinder immer im Auge und müssen auch die Gäste nicht mehr vernachlässigen, während Sie in den Töpfen rühren. Scheuten früher viele Bauherrschaften diese Variante aufgrund der Abzugshaube, die mitten in der Küche installiert werden musste, hat sich die Herstellerbranche eine ästhetische Lösung einfallen lassen: den herdebenen Dunstabzug. Weitere Informa­t ionen dazu und einige Beispiele finden Sie in diesem Magazin auf der Seite 80.   

KÜCHE IN L-FORM

«Kochen ist eine Kunst und eine gar edle.»

Kurze Wege und viele Planungsvariationen sind die Vorteile dieses Grundrisses. Diese Küchenform eignet sich gut für Räume, die über mehrere Türen verfügen. Eine ausreichende Arbeitsfläche sowie eine kreative Lösung für die sogenannte «tote Ecke» sind ein Muss. Mit einem ausgeklügelten Auszugssystem sind Sie jedoch auf der sicheren Seite.

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Henriette Davidis, berühmte Kochbuchautorin

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EINZEILIGE KÜCHE Die am weitesten verbreitete Küchenform ist ideal für kleine, aber lang gestreckte Räume. Dieser Grundriss eignet sich für eine Wohnküche, in der eine Wand von der Zeile komplett eingenommen wird, aber sonst genug Platz für einen grosszügigen Essbereich lässt. Tipp: Zwischen Spüle und Herd eine lange Arbeitsfläche planen, damit der Küchenalltag mühelos bestritten werden kann.

KÜCHE MIT HALBINSEL Bei dieser Variante übernimmt die Halbinsel oft die Funktion eines optischen Raumteilers. Der fliessende Übergang von Küche zu Wohnbereich lässt sich damit besonders harmonisch umsetzen. Diese Form eignet sich auch gut für ein Umbaukonzept, bei dem Teile der alten Küchenwand umfunktioniert werden.



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SMARTNESS

INTELLIGENT KOCHEN «Smart» ist das Stichwort der neuesten Generation der Küchengeräte. Darauf setzt auch der Geräte­ hersteller Miele. Vernetzung, Automatisierung und Energiemanagement bei maximalem Komfort kennzeichnen die neueste Generation von Küchenhelfern. TEXT   A NNA ETTLIN  FOTOS   TANYA HASLER

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Oben: Im Experience Center von Miele in Spreitenbach können sich Kunden beraten lassen und die Vernetzung der Geräte im Einsatz sehen. Rechts: Die Funktion «SuperVision» ermöglicht es, den Status jedes vernetzten Elements auf dem Bildschirm eines der Geräte zu sehen.

Komplette Fernsteuerung per App: Geschirrspüler, Waschmaschine und Tumbler können bequem vom Handy oder Tablet aus in Betrieb genommen werden. Andere Geräte lassen sich von unterwegs überwachen und gegebenenfalls abschalten.

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ie oft sind Sie unterwegs plötzlich aufgeschreckt: Habe ich den Kochherd ausgeschaltet ? Läuft etwa noch der Backofen ? Stellen Sie sich vor: Anstatt umzukehren oder sich den ganzen Tag Sorgen zu machen, greifen Sie ganz einfach zum Handy und schauen nach. Haben Sie tatsächlich ein Gerät laufen lassen, reicht ein Fingertippen: aus. Ganz egal, wo Sie sich befinden. Alles, was Sie dazu brauchen, sind smarte Küchengeräte und eine Internetverbindung. Smartness zieht immer mehr in den Wohnbereich ein: Über einen zentralen Touchscreen oder eine App lassen sich heute Storen, Heizung und Licht bequem steuern oder sogar in Abhängigkeit der Uhrzeit und des Wetters programmieren. Gewisse Türschlösser können Sie via Handy von unterwegs ver- und entriegeln – nachdem Sie sich über eine Kamera vergewissert haben, wer ins Haus hinein möchte. Zunehmend erobert die kluge Elektronik auch die Küchen und Waschküchen, ermöglicht durch eine neue Gerätegeneration. Smarte Küchenlösungen sind bei verschiedenen Herstellern zu finden. Dazu gehört auch Miele, deren Angebot an intelligenten Apparaten zum Kochen, Backen, Abwaschen usw. man sich im Miele Experience Center in Spreitenbach vorführen lassen kann. «Man kann grundsätzlich alle Küchen- und Waschgeräte der neuesten Generation ver­netzen», sagt Vanio Fagà, Kundenberater ­von Miele. «Und bei Modellen der vorherigen Generation lässt sich



«Man kann alle Geräte der neuesten Generation vernetzen.»

das System in der Regel nachrüsten.» Für die Installation der smarVanio Fagà, Kundenberater ten Vernetzung braucht es ein Kommunikationsmodul (für neue Geräte) beziehungsweise einen Nachrüstsatz (für ältere Geräte) sowie ein zentrales Gateway, das die Anbindung an das Internet ermöglicht. «Mit dem Gateway können Sie Ihre MieleGeräte auch mit allen gängigen Hausautomationssystemen sowie mit mobilen Geräten verbinden», sagt Vanio Fagà. «So haben Sie Ihre ganze Haussteuerung und -übersicht an einem Ort.»

ALLES AUF EINEM BILDSCHIRM

Das Gesamtkonzept heisst «Miele@home» und umfasst je nach Gerät und den Bedürfnissen der Benutzer unterschiedliche Funktionen. Haben Sie kein Hausautomationssystem, können Sie die Steuerung per App in Anspruch nehmen. Auf Android- und iOS-Geräten lässt sich damit der Status aller angeschlossenen Apparate jederzeit überprüfen. Das Ausmass der Fernsteuerung variiert aus Sicherheitsgründen je nach Art des Geräts. Backöfen, Dampfgarer und Mikrowellen sowie Kombigeräte lassen sich von unterwegs lediglich ausschalten. «Bei den Kühlgeräten können Sie die Superkühl- und Superfrost-Funktionen aktivieren, wenn Sie mit einem grossen Einkauf nach Hause kommen», sagt Vanio Fagà. Komplett fernsteuern

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SMARTNESS

«Die Vernetzung der Haushalts­geräte wird w ­ eiter zunehmen – es gibt noch viel Potenzial.» Rico Fallegger, Geschäftsführer Miele Schweiz

Oben: Rico Fallegger, Managing Director von Miele Schweiz, ist überzeugt, dass sich der Bereich der smarten Haushaltgeräte noch weiterentwickeln wird. Rechts: Wer sich an kleinen Unregelmässigkeiten stört, ist mit vernetzten Geräten gut bedient: Die Apparate von Miele synchronisieren die Uhrzeit automatisch bis auf die Sekunde genau, sodass die Anzeige stets im Einklang ist.

lassen sich der Geschirrspüler, die Waschmaschine und der Tumbler. Hier können Sie bequem vom Sofa aus das Programm, die Temperatur und sämtliche Zusatzoptionen wählen. «Unser Ziel ist es, das System so weiterzuentwickeln, dass sich sämtliche Geräte vollständig fernsteuern lassen», sagt Vanio Fagà. Mit der Steuerung per App oder Haus-Touchscreen sind die Möglichkeiten der smarten Küche noch nicht erschöpft. Wer keine zusätzlichen Bildschirme nutzen möchte, aber dennoch gerne wüsste, wann etwa die Waschmaschine im Keller fertig ist, kann die Funktion «Supervision» nutzen: Der Status aller vernetzten Geräte lässt sich auf dem grossen Touchscreen jedes einzelnen Geräts abrufen. So können Sie am Backofen die Wäsche kontrollieren oder beim Bügeln in der Waschküche prüfen, wie lange der Braten noch hat. Und für Perfektionisten synchronisieren die vernetzten MieleGeräte die Uhrzeit untereinander sekundengenau. Die Umstellung auf Sommerzeit brauchen Sie nur auf einem Gerät vorzunehmen. Ist ein Gateway installiert, passiert sogar das automatisch.

ENERGIE SPAREN DANK ELEKTRONIK

Für mehr Komfort beim Kochen sorgt die Vernetzung von Kochfeld und Dunstabzugshaube, die bei Miele «Con@ctivity 2.0» heisst. Dabei läuft die Haube beim Einschalten des Kochfelds automatisch in einer passenden Gebläsestufe an und stellt sich eine gewisse Zeit 42

nach dem Abschalten des Kochfelds auch wieder selbst ab. Die Automatisierung kann der Benutzer jederzeit anpassen – oder die Haube nach wie vor manuell steuern. Neben Komfort trägt eine solche Vernetzung auch zum sparsamen Umgang mit der Energie bei, denn sie stellt sicher, dass der Dunstabzug nie in einer höheren Betriebsstufe läuft als nötig. In einem besonders umweltbewussten Haushalt erlaubt die Funktion «SmartStart» der Miele-Geschirrspüler, -Waschmaschinen und -Tumbler einen geringeren Energieverbrauch. Damit können Sie Ihren Geschirrspüler so programmieren, dass er in Ihrer Abwesenheit dann startet, wenn der Strompreis am niedrigsten ist oder die eigene Fotovoltaik-Anlage am meisten Strom liefert. Indem Sie die späteste Startzeit festlegen, stellen Sie sicher, dass das Gerät bis zu Ihrer Rückkehr garantiert fertig ist. «Die Vernetzung der Haushaltgeräte wird zunehmen», sagt Rico Fallegger, Managing Director von Miele in der Schweiz. «Weltweit dominiert Miele den Markt der vernetzten Grossgeräte. Allerdings machen die Hausgeräte unter den heute im Einsatz befindlichen Geräten noch einen sehr geringen Anteil aus. Es gibt also Potenzial nach oben. Wir werden uns dabei besonders darauf konzentrieren, den Kunden noch mehr Komfort, Sicherheit, Genuss, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bieten zu können», sagt der Geschäftsführer. «Wir möchten unsere Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern, online wie offline, analog wie digital.»   

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KOLUMNE

ICH KOCHE, ALSO BIN ICH Eine Prestigeküche ist kein Garant für Geschmackskompetenz, und zum persönlichen Image-Gewinn taugt sie schon lange nicht mehr. Anstatt in der Küche zu protzen, sind heutzutage andere Eigenschaften gefragt.  TEXT   PATRICK ZBINDEN  ILLUSTRATION  S TEPHANIE POLLINGER

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erade bei der vermögenden bzw. bei der zur oberen Mittelschicht zählenden Bevölkerung hat eine coole Küche längst ein schickes Auto als Wunsch- und Statussymbol abgelöst. Egal, ob es sich dabei um eine Küche im Retro-Romantik-Look oder um eine ultraschicke Designerküche mit smarter Vernetzung handelt: Es drängt sich der Gedanke auf, dass demnächst in solchen Küchen gar nicht mehr gekocht, sondern nur noch repräsentiert wird. Falls in der heimischen Prestige-Küche immer noch selbst und nicht von einem Caterer in den Töpfen gerührt wird, ist es für einen ambitionierten Gastgeber nicht einfach, seinen Pflichten nachzukommen. Denn längst haben sich die Gäste daran gewöhnt, immer wieder aufs Neue ausgesuchte Zutaten und individuelle Aromen aufgetischt zu bekommen. In der Vergangenheit definierten ehrgeizige Hobby- und Wochenendköche ihr Können gerne über einen Kochstil, der geprägt war von teuren Luxuslebensmitteln wie Foie gras, Kaviar, Hummer oder seltenen, vom Aussterben bedrohten Fischarten. Und obwohl sich offiziell die wenigsten als sogenannte Etikettentrinker bezeichneten, wurde zum Essen gerne ein hochpreisiger Wein von renommierter Herkunft ausgeschenkt. Solche exotischen und luxuriösen Lebensmittel kommen bei einer neuen Generation von Trendsettern gar nicht gut an. Die «Foodys» von heute wollen beim Geniessen einen Kontrapunkt zum exzessiven Konsum setzen, legen Wert auf Lebensmittel aus tier- und umweltfreundlicher Produktion und schauen darüber hinaus auf ihre Gesundheit. Mit dem Ergebnis, dass in vielen zeit­ gemässen Haushalten die Teller immer häufiger direkt der Natur zu entspringen scheinen: Wildkräuter, Pseudogetreide, vergessene Gemüsesorten, unedle Fleischteile und fermentierte Lebensmittel repräsentieren nebst vielen weiteren naturbelassenen Leckerbissen den neuen Luxus auf dem Teller.

ERHÖHTE GENUSSFÄHIGKEIT

Abgesehen von der Zurschaustellung der eigenen exklusiven Vorzeigeküche und der Wahl von angesagten Zutaten, lässt sich das Ansehen gegenüber den Mitmenschen um noch einen Faktor steigern. Und zwar mit Ausführungen am Tisch über Lebensmittel, bei denen das kulinarische Know-how unter Beweis gestellt wird. Gemeint ist nicht etwa die Wortflut, die bei der Beschreibung von Wein zur Anwendung kommt und häufig nur gerade das Niveau alchimistisch anmutender Zaubersprüche mit einem Anklang von Poesie hat. Nein, die Rede ist vom Beschreiben einer Lebensmittelqualität, die fernab von mystifizierten und durch Marketing geprägten Denkmustern steht. Dabei wird schnell klar: Nach wie vor haben die wenigsten über den Werdegang authentischer Lebensmittel eine Ahnung, genauso wie es ihnen an sachkundigem Wissen fehlt, solche Lebensmittel objektiv zu beschreiben. Wer hingegen die kulinarische Erleuchtung durch Wissen und Erfahrung erreicht, erhöht automatisch seine Genuss­f ähigkeit. Gleichzeitig lässt sich damit die gesellschaftliche Reputa-

tion steigern – egal ob zu Hause oder im Restaurant. Vorzugsweise funk tioniert die Steigerung des kulinarischen Wissens, des Genussempfindens und Ansehens am besten mit alltäglich verfügbaren Lebensmitteln, wie zum Beispiel mit Brot. Entscheidend für ein Brot mit viel Aroma ist die Zeit, die der Bäcker dem Brotteig gewährt, um aufzugehen, das heisst, je lang­ samer ein Brotteig aufgeht, desto mehr Aromen können sich in dieser Zeit bilden. Darüber hinaus nimmt der Teig bei einer langen Triebführung mehr Wasser auf, das fertig gebackene Brot bleibt somit länger frisch. Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt wird der Teig sehr weich und kann häufig nur noch von Hand weiterverarbeitet werden. Ein Erkennungsmerkmal für Brötchen und Brote, die aus lang geführtem Teig gebacken wurden, können kleiDer Autor nere Luftblasen an der Krustenoberfläche sein PATRICK ZBINDEN ist Fachmann und eventuell auch grössere und unterschied­ für Kulinarik mit liche Poren in der Gebäckkrume. Aus verschieSchwerpunkt denen Mehlbestandteilen bilden sich während Sensorik. Neben des Backens die Krustenaromen, die ebenfalls seiner journalis­ tischen Tätigkeit grossen Einfluss auf die Qualität eines Brotes leitet er Genusshaben. Bei einem Brot aus dem Holzofen ist die Workshops. Kruste oft recht dick, und deshalb schmecken Holzofenbrote vielfach nach mehr. Vorsicht, denn Holzofenbrot ist nicht gleich Holzofenbrot: Es gibt Holzöfen, bei denen sich die Feuerstelle unterhalb der Backfläche befindet. Brot aus einem solch indirekt beheizten Holzofen ist meiner Meinung nach kein echtes Holzofenbrot. Bei einem echten Holzofen wird die Backfläche vorgängig befeuert, bis nur noch die glühende Kohle übrig bleibt. Dann wird die Kohle herausgewischt und der geformte Teig kommt in den Ofen. Ob einem ein Brot aus gewerblicher oder industrieller Herstellung besser schmeckt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf beiden Seiten wird die lange Triebführung praktiziert. So oder so: Ein gutes Brot sollte möglichst ohne Backmittel auskommen, frei von Zusatzstoffen sein, und die Teigbasis sollte nicht aus Vor-, Back- oder Fertigbackmischung bestehen. Hat der Bäcker für die Produktion seines Mehls aus gutem Getreide eine Mühle im Betrieb, kann das ein weiteres gutes Zeichen in Richtung Qualität sein. Denn Mehl ist die Hauptzutat des Brots und beeinflusst neben Hefe oder Sauerteig ebenfalls die Brotqualität. Bei einem fertig gebackenen Brot darf auf keinen Fall das Hefearoma oder ein säuerlicher Essiggeschmack überwiegen. Übrigens: Von warmem Brot bekommt man keine Bauchschmerzen. Ausser, man isst zu schnell und vor allem zu viel davon!   

«Von warmem Brot bekommt man keine Bauchschmerzen.»

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GERÄTE

DER SMARTE WEG ZUM KOCHERFOLG Am Herd wird heutzutage gegrillt, gewokt und gegart. Mit intuitiv bedienbaren Geräten, die über hoch entwickelte Sensoren gesteuert werden, haben Sie den kulinarischen Erfolg auf sicher – und die Sterne auch. REDAKTION   REGINA GREGORI

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[ 2 ] SCHNELL SAUBER Dampfbacköfen gibt es schon lange. Nicht aber solche mit direktem Anschluss an einen Wasserzu- und -ablauf. Bei den Geräten der Serie «400» erledigt eine Reinigungskartusche die schmutzige Arbeit. Innert vier Stunden erstrahlt der Backofen im alten Glanz. Dem Kalk rückt bei Bedarf die Entkalkungskartusche zu Leibe. www.gaggenau.com

[ 3 ] UNTER DRUCK

[ 2 ]

[ 4 ]

Der «Duromatic Relax Powersteamer» von Kuhn Rikon leistet so viel wie ein herkömmlicher Dampfkochtopf. Nur dass er im Ofen eingebaut ist und über einen autonomen Wasseranschluss gespeist wird, der ihn für jede Küche kompatibel macht. Für schonendes Garen funk­tioniert er auch ohne Druck. www.merial.ch

[ 4 ] NICHTS WIRD SCHWARZ «TempControl» heisst die Zauberfunktion in der Mitte des Kochfelds, mit der nichts mehr anbrennt. Sensoren kontrollieren die Temperatur der drei Bratstufen laufend und regulieren sie automatisch, wenn sie zu hoch ist. Wer etwas leicht köcheln lassen möchte, stellt die Pfanne einfach auf die Köchelstufe. www.miele.ch



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GERÄTE

[ 1 ] EINFACH PRAKTISCH Drei intuitiv kontrollierte, unterschiedlich heisse Wärmezonen, der Bratsensor und die selbstständige VarioInduktions-Topferkennung machen das Hantieren mit den Pfannen auf dem Kochfeld spielend leicht. Das innovative Bedienfeld reagiert auf einen Fingerwisch oder leichtes Antippen. www.siemens-home.ch

[ 1 ]

[ 2 ] DER SENSOR RICHTET'S Hoch entwickelte Sensoren machen das Backen zum Erfolgserlebnis. Der Back­ sensor schaltet den Ofen automatisch ab, wenn der Kuchen oder der Zopf fertig ist. Zusätzlichen Komfort bringt die 4D-Heissluft, die sich gleichmässig im ganzen Ofen verteilt.

[ 2 ]

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[ 3 ] DER SCHLAUE [ 3 ]

[ 4 ]

Mit einem «Profi Steam» und einem «ProfiLine-Backofen» gehen einem die Kochideen nie aus. Rund 60 vorprogrammierte Menüs können über den Touchscreen mit Scrolldown angesteuert werden. Der «Profi Steam» beherrscht das Feuchtstufengaren ebenso gut wie das Vakuumgaren und lässt sich über eine App mit einem Mobilgerät verbinden. www.electrolux.ch

[ 4 ] LUFT RAUS! Eine Vakuumierschublade gehört in die Küche von ambitionierten Hobbyköchinnen und -köchen. Luftdicht verschlossene Speisen bewahren ihr Aroma, ihre Farbe und ihre Textur optimal und lassen sich später schonend Sous-vide garen. Der unvergleichliche Geschmack bereitet Ihnen und Ihren Gästen eine wahre Gaumenfreude. www.vzug.ch

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GERÄTE

[ 2 ]

[ 1 ] [ 1 ] VIEL AUF WENIG PLATZ Mit dem hochleistungsfähigen Flex-Induktionskochfeld müssen Sie weder auf Teppan­yaki noch auf die Grillplatte verzichten. Die Flex-Funktion für grosse Töpfe gehört ebenso dazu wie der Booster, um richtig Gas zu geben. Auf den voreingestellten Temperaturzonen können Sie die Pfannen ruhig eine Weile sich selbst überlassen. www.gaggenau.com

[ 2 ] KLEINER KÜHLER Wer mag schon Wein, der nicht richtig temperiert ist? Der 45 cm hohe Weinschrank passt überall hin, selbst ins Wohnzimmer, und lässt sich von + 5° bis + 20° Grad einstellen. Auf den ausziehbaren Holzrosten liegen sogar Magnum-ChampagnerFlaschen gut. Dank LEDBeleuchtung und beschriftbaren Magnetleisten greifen Sie immer zur richtigen Flasche. www.miele.ch

[ 3 ] DREIFUNKTIONAL

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Dampf und Hitze zaubern bei diesem funktional und ästhetisch vollendeten PremiumGerät von V-Zug gesunde Gerichte hervor. Der «CombiSteam MSLQ» vereint Backofen und Steamer. Die Mikrowelle lässt sich zuschalten, wenn es pressiert. www.vzug.ch

[ 4 ] BARBECUE JEDERZEIT Bis zu acht Steaks haben auf dem Teppan-Edelstahlgrill gleichzeitig Platz. Auf der nahtlosen Grillplatte lassen sie Fleisch, Fisch und Gemüse bei gleichmässiger Hitze saftig-aromatisch grillen. Die zwei Grillzonen können unabhängig voneinander stufenlos reguliert werden. So haben auch Vegetarier etwas vom Grillspass.

[ 4 ]

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[ 1 ]

[ 1 ] PERFEKTE ERGEBNISSE Eines der wichtigsten Kriterien für optimale Resultate beim Kochen ist die richtige Temperatur. Die Kontrolle darüber übernehmen dank Bosch jetzt hoch entwickelte Sensoren: der «PerfectFry»Bratsensor und der «PerfectCook»-Kochsensor. Nichts brennt an, nichts bleibt roh und nichts kocht über – so hat man zu jeder Zeit alles fest im Griff. www.bosch-home.ch

[ 2 ] BESTENS GELAGERT Die neuen Einbau-KühlGefrierkombinationen von Bauknecht bieten mehr Volumen dank durchdachter Innenraumaufteilung und weiterentwickelter Kühltechnik. Lebensmittel halten sich mit «ProFresh» bis zu vier Mal länger – Temperatur und Luftfeuchtigkeit stets unter Idealbedingungen. www.bauknecht.ch

[ 3 ] VERNETZT UND SCHNELL Siemens setzt ganz auf Geräte, die über eine gemeinsame App von überallher steuerbar sind. Der vernetzungsfähige «iQ700», eine Kombination von Mikrowelle und Backofen mit Dampfstossfunktion, ist zudem rekordverdächtig schnell. Sowohl ConvenienceProdukte als auch konven­ tionelle Gerichte sind in der halben Zeit servierbereit.

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REPORTAGE

NACHHER

VORHER

AUS ALT WIRD NEU Hätten Sie es geglaubt, würden Sie das Vorherbild nicht sehen? Wo früher die Heubühne eines Bauern­ hauses war, wohnt heute eine Familie. Der Komplettumbau brachte auch eine moderne Küche unter. TEXT   SILVANA MEISEL  FOTOS  LOOSLI KÜCHEN AG

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in Besuch der Bauherrschaft in der Ausstellung der Loosli Küchen AG in Wyssachen brachte Heidi Pedroni diesen Auftrag ein. «Die Familie hatte die Grundrisse ihrer neu zu gestaltenden Wohnung dabei und formulierte gleich einige Wünsche zum Küchen-­ Design», erinnert sich die Planerin. In dem offenen Konzept sollte die Kochlandschaft zugleich als Raumtrenner und Aufgang zum Wohnbereich konzipiert werden. Pflegeleichte, aber ansprechende Oberflächen stellten die praktische Handhabung in den Vordergrund. «Holz oder Brauntöne schieden aufgrund der Deckengestaltung schon von Anfang an aus, weshalb ziemlich schnell eine Schwarz-Weiss-Lösung zum Favoriten wurde», weiss Heidi Pedroni. Nebst dem dunklen Schieferplattenboden setzen die supermatten Küchenfronten in der hellen Atmosphäre einen starken Akzent und lassen keine störenden Fingerabdrücke zurück. Viel Stauraum bieten die hohen Schränke, die den Abschluss gegen den erhöhen Wohnbereich bilden. Edelstahlgriffe lockern die Fronten auf sowie die auf ergonomischer Höhe eingebauten Geräte von Siemens. Daneben wurde eine Rohstahlplatte angebracht, hinter der sich der Treppenaufgang befindet. Diese soll den Übergang in den mit Holz verkleideten Wohnteil optisch abgrenzen. «Und zudem konnte man auch auf ein Treppengeländer verzichten, das wegen der Kinder nötig gewesen wäre», erklärt die Küchenplanerin. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Man spürt durch die Abtrennung beim Hantieren keine Blicke im Rücken.

AUSGEGLICHENER MATERIALMIX

An der grosszügigen Insel wurden der Wasseranschluss sowie der Herd platziert. «Von hier hat man während des Rüstens oder Kochens einen schönen Ausblick über den Esstisch hinaus zur Fensterfront in die Emmentaler Landschaft», begründet Pedroni die Anordnung. Da die Boden- und Deckenmaterialisierung natürliche 54

Zeichnungen und Maserungen aufweist, wünschte sich die Bauherrschaft für die Arbeitsfläche einen schlichten Werkstoff. Die Abdeckung aus Silestone in «Blanco Zeus» bildet nun das Herzstück ­d ieser Küche. Die Masse von 3,2 x 1,2 m verlangten nach einer fugenlosen Platte, die in einem Stück auf die Baustelle geliefert und montiert wurde. Bestehend aus 94 Prozent Naturquarz ist Silestone äusserst robust, flecken- wie säureresistent, kratzfest und hygienisch. Auch die Fachfrau der Loosli Küchen AG ist absolut überzeugt: «Weil die Verarbeitung eine sehr feine und dünne Abdeckung zulässt, wirkt nun alles wie aus einem Guss. Für mich als Planerin ganz klar das Highlight dieser Küche.» Das Edelstahlbecken von Franke wurde von oben übergangslos in den Stein eingelassen, und passend dazu wählte man die Armatur. Auch das Glaskeramikkochfeld von Electrolux fügt sich einwandfrei in die glatte Abdeckungsfläche. Auf einen Dampfabzug verzichtete die Bauherrschaft ganz bewusst, weil die 6 m hohe Decke eine Inselhaube nur sehr schwer zugelassen hätte. Auch ein herdebener Tischlüfter hätte wertvollen Stauraum im Inselmöbel gekostet. Daher schwebt nun einfach eine filigrane Leuchte über dem Koch- und Arbeitsbereich. «Die gute Ausleuchtung ist immer ein wichtiger Punkt der Küchenplanung, denn obwohl der Raum von viel Tageslicht durchflutet wird, möchte man ja auch abends die Übersicht über das Kochgeschehen behalten», betont Heidi Pedroni. Wo also früher im Dunkeln das Heu lagerte und es nach getrocknetem Gras roch, hat heute eine Familie ihr helles und luftiges Zuhause gefunden, das seither mit Gerüchen von frisch gekochten oder gebackenen Gerichten erfüllt wird. Die Loosli Küchen AG brachte Koch- und Essvergnügen im Dachstuhl unter.   

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REPORTAGE

GERÄUMIGE  LEICHTIGKEIT Beseelt vom Wunsch nach einer Küche, die leichtfüssig daherkommt, haben sich die jungen Hausbesitzer für ein «Raum im Raum»-Konzept mit einer abgehängten Decke entschieden. TEXT   REGINA GREGORI  FOTOS   HANS EISENRING AG

D

ie schmalen Lichtbänder, welche die Decke weiss umranden, springen ins Auge. Sie heben den kubischen, nischenähnlichen Charakter der auf zwei Seiten offenen Küche hervor. Von einem Nischendasein kann allerdings keine Rede sein. Perfekt und harmonisch fügt sich die Küche in das Raumkonzept des modernen Einfamilienhauses ein. Sie behauptet sich im Familienalltag, wo es mit zwei quirligen Sprösslingen manchmal lebhaft zu- und hergeht, als Dreh- und Angelpunkt. Der an die Insel angedockte Tisch stand weit oben auf der Wunschliste der Familie. «An diesem Pausentischchen essen die Kleinen ihr Znüni und Zvieri und stibitzen gerne mal etwas vom Rüstbrettchen. Für uns ist natürlich die Nähe zum Spültrog praktisch», schildern die Eltern das Küchenleben. Wohl wissend, dass sich im Laufe der Zeit in der Küche eine Menge an Geschirr, Kochutensilien und Vorräten ansammelt, war der jungen Familie genügend Platz zum Verstauen wichtig. Trotzdem kam für sie eine mit vielen schweren Möbeln ausgestattete Küche nicht infrage. Leichtigkeit sollte dominieren. Die Küchenplaner der Hans Eisenring AG lösten diese Herausforderung elegant mit frei hängenden Hoch- und Unterschränken. Der dezente Lichtstreifen, der sich fensterseitig auf Bodenhöhe durchzieht, hebt das Schwebende raffiniert hervor. Selbst die an die Insel angedockte schmale Tischplatte scheint ohne Fuss auszukommen. Die dünne Glasscheibe aus Weissglas darunter entdeckt man erst beim zweiten Hinschauen. Sie erzeugt einen fliessend-weichen Übergang in das angrenzende Ess- und Wohnzimmer. Zusätzliche Leichtigkeit in den Raum bringen die grifflosen Fronten aus Kunstharz und das einheitliche Weiss.

INSEL MIT BODENHAFTUNG

Oben: Kochen mit Aussicht und viel Licht. Die vier Spots des Deckenlüfters leuchten das Kochfeld perfekt aus. Durch das breite Fenster dringt angenehmes Tageslicht in den Raum. Rechts: Unter der dreiteiligen Gerätezeile verbergen sich ausziehbare Tablare. Die Kaffeemaschine hat, inklusive Zubehör, in der Nische ihren festen, beleuchteten Platz.

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Als Kontrast zu den schwebenden Elementen steht die Insel mit der Franke-Spüle aus Edelstahl wie ein Fels in der Brandung. Sie ist von drei Seiten problemlos zugänglich und ermöglicht so flüssige Arbeitsabläufe. Eine Drehung, ein Schritt, und man steht am Kochfeld, vor dem Backofen oder dem Kühlschrank. Dank den breiten Zwischenräumen tritt man sich beim Kochen auch nicht auf die Füsse. Die Hausbesitzer sind positiv überrascht von der Funktiona­ lität der Küche: «Wir haben viel Wert auf Ergonomie und Design gelegt, dachten aber nicht, dass sich dies so leicht und ästhetisch überzeugend miteinander verbinden lässt.» Über den fensterseitigen Unterschränken, welche die Horizontale betonen, ist eine grosszügige und helle Abstell- und Arbeitsfläche mit inspirierendem Ausblick in den Garten entstanden. Der im Kochfeld integrierte Teppanyaki zaubert einen Hauch von Fernost in die Küche. Unauffällig darüber in der Decke eingebaut verrichtet der vierstufige küchen  




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REPORTAGE

Edelstahllüfter von Concept Swiss mit den integrierten Spots seine Arbeit. Gesteuert wird er über eine Fernbedienung. Wo gerüstet, gekocht und gebacken wird, lassen sich Fettspritzer und Flecken nicht vermeiden. Trotzdem ist es der Wunsch jedes Hausbesitzers, dass seine Küche auch nach Jahren noch wie frisch aus dem Ei gepellt aussieht und Freude macht. Deshalb setzte die junge Familie für die Arbeitsflächen auf Dekton, ein pflegeleichtes und robustes Material, das aus einer Mischung verschiedener synthetischer Rohstoffe besteht. «Mit dieser Küchenabdeckung garantieren wir Langzeitfreude», lässt sich der Eisenring-Küchenbauer zitieren.

FORMSCHÖN AUFGERÄUMT

Viele kleine Details erleichtern das Arbeiten in dieser FamilienKochwerkstatt. Da ist zum Beispiel die beleuchtete Nische für die Kaffeemaschine, die man auch im Halbschlaf frühmorgens findet, oder sind die ausziehbaren Tablare unter der Gerätezeile, auf denen man schnell etwas abstellen kann. Das Praktische zieht sich bis in die Schubladen durch. Hochwertige und edle Einsätze aus Nussbaumholz ordnen jedem noch so kleinen Küchenutensil seinen Platz zu – damit man es sofort zur Hand hat, wenn man es braucht. Nur so macht Kochen richtig Freude.   

«Wir haben viel Wert auf Ergonomie und Design gelegt, dachten aber nicht, dass sich dies so leicht und ästhetisch überzeugend miteinander verbinden lässt.» Die Bauherrschaft

Oben: Die Schubladen mit edlen Nussbaumeinsätzen sind in den schwebenden Unterschränken beim Kochfeld platziert. Rechts: Der KWC-Hebel­ mischer aus Chrom glänzt nicht nur ästhetisch, sondern ist auch funktional.

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ARBEITSZONEN

SPÜLEN

BEVORRATEN

AUFBEWAHREN

ERGONOMISCH GEPLANT Die Küche ist ein Arbeitsplatz, bei dessen Planung und Einrichtung neben Design, Geräten und Materialien auch ergonomische Gesichtspunkte eine wichtige Rolle spielen. Wie man beim Küchenkauf am sinnvollsten vorgeht, erklärt Jean Philippe Gross, Ausstellungsarchitekt bei der Sanitas Troesch AG. TEXT REGINA GREGORI

FOTO JULIUS BLUM GMBH

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b Sie ein begeisterter Hobbykoch oder eine leidenschaftliche Bäckerin sind oder nur gelegentlich in der Küche hantieren, mit dem richtigen Küchenlayout sparen Sie nicht nur Zeit, sondern verhindern auch eine übermässige Belastung Ihres Bewegungsapparats. Eine gründliche Planung ist laut Küchenexperte Jean Philippe Gross essenziell dafür, dass man gerne in der Küche arbeitet.

Die grösste Knacknuss liegt meist darin, dass die persönlichen Vorstellungen der Bauherrschaft und die tatsächlichen Platzverhältnisse auseinanderklaffen. Da fehlen oft einige Quadratmeter zwischen Traum und Wirklichkeit. Einen gelungenen Mix zu fi nden zwischen Platzbedarf, ästhetischen Vorstellungen und Budget ist die grösste Herausforderung für einen Planer.

Jean Philippe Gross, wo liegen die Knacknüsse bei der Planung des Küchenbereichs ?

Wie geht man als Bauherr am effi zientesten an die Planung der Küche heran ?

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Die fünf Küchenzonen nach Blum sparen unnötige Arbeitswege, schonen den Bewegungsapparat und lassen sich auf jeden Küchengrundriss anwenden.

VORBEREITEN

KOCHEN UND BACKEN

FÜNF KÜCHENZONEN Blum unterscheidet fünf Küchenzonen, die eng miteinander verknüpft sind und so geplant werden sollten, dass die Wege kurz und die Zeitersparnis gross ist.

Am besten ist es, wenn man seine Wünsche zunächst einmal in einem Notizbuch zeichnerisch oder schriftlich festhält. Anschliessend kann man beispielsweise mit dem Online-Küchenplaner von Sanitas Troesch weiterfahren und prüfen, welcher Grundriss infrage kommen könnte.

BEVORRATEN Hier werden Lebensmittel untergebracht, gekühlt und ungekühlt. Gute Zugänglichkeit ist ein Muss.

AUFBEWAHREN

Ist es sinnvoll, sich zuerst in Küchenausstellungen inspirieren zu lassen und dann erst eine Beratung beizuziehen ?

Diese Zone beherbergt Besteck, Geschirr und Gläser, am besten in der Nähe zum Geschirrspüler.

Sinnvoll ist es, einen Blick in einen Küchenratgeber zu werfen. So ist man gut vorbereitet für ein Beratungsgespräch. Wenn jemand bereits weiss, was er will, ist er offener und empfänglicher für Inspirationen und Ideen.

SPÜLEN Nasszone mit Spüle, Geschirrwaschmaschine, Kehrichtzone und den dazugehörenden Utensilien.

VORBEREITEN

Es gibt verschiedene klassische Küchengrundrisse. Welche davon bewähren sich ?

Alles, was es zum Vorbereiten der Speisen braucht, immer griff bereit in Auszügen.

Die typische moderne Wohnküche hat eine Insel. Bei Umbauten bietet sich oft ein zusammenhängender Küchengrundriss an, bei dem wegen der Anschlüsse keine oder nur eine Rüstinsel realisierbar ist. Grundsätzlich ist jener Grundriss optimal, der auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden

KOCHEN UND BACKEN Alle Apparate zum Kochen und Backen sowie die dazu benötigten Töpfe, Pfannen und Kochbestecke.

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ARBEITSZONEN

abgestimmt ist. Die Installationen für Wasser, Abluft, Strom usw. müssen in jedem Fall frühzeitig abgeklärt und geplant werden.

Die Küche wird in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt. Wie ordnet man diese logisch zueinander an ? Die Funktionszentren unterteilen wir in Kochen, Spülen, Vorbereiten, Bevorraten und Aufbewahren. Im Arbeitsdreieck Spülen - Kochen - Kühlen sollte dabei kein Weg länger als 100 cm sein. Sind auch die Schränke auf die logischen Abläufe ausgerichtet, spart man Wege und Zeit. Es lohnt sich, die passenden Arbeitsabfolgen in Ausstellungsküchen auszuprobieren.

Wenn der Grundriss der Küche steht, welcher Schritt folgt als nächster ? Vom Grossen zum Kleinen heisst das Prinzip. Sobald wir die Bedürfnisse kennen, können wir zusammen mit den Kundinnen und Kunden die darauf zugeschnittenen Produkte auswählen. Die einen legen dabei

Wert auf eine international ausgezeichnete Design-Küche, während andere lieber in einer Küche aus hundertprozentigem Schweizer Holz kochen möchten. Interessant kann auch sein, sich für Küchenmöbel aus einem preisgünstigen Segment zu entscheiden und diese mit hochwertigen Apparaten und Abdeckungen, wie beispielsweise Keramik, aufzuwerten. In den letzten Jahren wurden viele innovative Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht, die man unbedingt nutzen sollte. Wir möchten unsere Kundschaft dazu ermuntern, mutig zu sein.

grad von Dunstabzügen. Armaturen bieten heute viel Zusatznutzen. So gibt es zum Beispiel solche mit einer Heisswasserfunktion, einem integrierten Akzentlicht oder mit gesprudeltem und gefi ltertem Wasser. Für Abdeckungen sind neben dem bewährten Klassiker Granit zahlreiche innovative Werkstoffe erhältlich. Die Palette reicht von Keramik über bedrucktes oder lackiertes Glas bis zu warm gewalztem Chromstahl und Massivholz, das derzeit ein Revival erlebt.

Worauf ist bei der Auswahl der Geräte, Armaturen, Abdeckungen usw. besonders zu achten ?

Die Küche ist ein Arbeitsplatz, den man nach ergonomischen Gesichtspunkten einrichten sollte. Reichweite, Griff nähe und Arbeitswege müssen optimal aufeinander abgestimmt sein, damit das Kochen Spass macht. Mein Tipp: Studieren Sie die Checkliste zur Küchenplanung auf der Webseite .

Bei Geräten sollte man unbedingt die ganze Energie-Etikette lesen. Neben der Energie-Effi zienz enthält sie viele wertvolle Informationen, etwa zum Wasserverbrauch von Geschirrspülern und Armaturen, oder über die Lautstärke und den Fettabscheide-

Welche Punkte gehören zwingend in eine einfache Checkliste ?

FÜNF KÜCHENZONEN BEVORRATEN

AUFBEWAHREN

SPÜLEN

VORBEREITEN

Die Zonenverteilung in einer Küche mit Halbinsel könnte beispielsweise so aussehen.

Bei dieser Küche mit Insel befinden sich die Spüle und das Kochfeld auf der Insel. Andere Anordnungen sind ebenfalls möglich.

KOCHEN UND BACKEN

Bei der Einzeilen-Küche liegen die einzelnen Zonen nebeneinander. Dabei sollte man auf eine sinnvolle Anordnung achten.

In einer U-Küche können einzelne Zonen auf gegenüberliegende Zeilen aufgeteilt werden.

Die Zweizeilenküche bietet sich für diese einfache Aufteilung besonders gut an.

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KÜCHENWÜNSCHE

Checkliste Küche

——Spüle 1 Becken 

  :  2 Becken    : Restebecken    :  Abtropffläche    :  Eingebauter Spülmittelspender 

wird die Küche verwendet? ——Wofür Kochen    : Essen    : Wohnen    : Arbeiten 

——Armatur Brauseauszug 

  :

Soda-Hahn 

——Wie viele Personen kochen gleichzeitig?

——Täglich 

  : Gelegentlich    : Selten    : Professionell  Hobbymässig    :  Mit minimalem Aufwand    :

——Stil Modern 

  :

——Farben Hell    : Dunkel  Kühl 

  : L-förmig    : Halbinsel    :

Keramik 

Strukturiert 

  : Geräumigkeit 

Mineralwerkstoff 

  :  Kühlschrank ohne Gefrierfach  Gefrierschrank    :  Zweitüriger Kühl- und Gefrierschrank    :  Nullgradzone    : Weinschrank    :  Frei stehend    :

  : 

——Stauraum Besteck

——Backofen  Backen

  : Steamer  Kombimikrowelle    :

  : Combi-Steamer 

Essgeschirr

  : 

Kochgeschirr

——Gasherd 

Kochen   : Glaskeramikherd    : Induktionsherd  Teppanyaki    : Wok-Mulde    :  :

  ——Dampfabzug Ausziehbar    :  An der Wand    : Einbauhaube 

——Geschirrspüler Ergonomisch eingebaut  Mit Besteckschublade 

  :  Im Kochfeld    : 

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Pfannen Backzubehör

  : 

Kleingeräte Vorräte

  : Grossraum    :    :  Programm für Teilbeladung 

Geräte ——Sonstige Eismaschine    : Kaffeeautomat  Teigmaschine 

Gläser/Tassen

  : 

  : Einbauwaage 

Gewürze

  :

Flaschen   : Wärmeschublade    :    : Sound-Anlage    :  küchen  

  : Mediterran 

  : Dezent 

  : Warm 

  : Kunststoff    : Matt    : 

  : Lack 

  : Glas    : Putz    : Naturstein    :  Kunstharz, Kunststein    : 

viel

  : 

  : 

  : Naturstein    : Kunststoff    :    : Mineralwerkstoff    : Glas    :   

  : Glas    : Hochglanz 

——Rückwand Keramikplatten 

  :    :

——Kühlen Kühlschrank mit Gefrierfach 

Inselhaube 

  : Beton 

——Fronten Holz    : Metall 

wird darüber hinaus Wert gelegt? ——Worauf Umweltfreundliche Materialien    : Energiesparen    : Ästhetik 

  : Kräftig    : Kontrastierend    : 

——Arbeitsoberflächen Chromstahl    : Holz 

  : 

——Wie viele Steckdosen werden benötigt? Pflegeleichtigkeit 

  : Minimalistisch    : Rustikal    : Ausgefallen    : 

Retro 

  :

Form der Küche ——Gewünschte Einzeilenküche    : Zweizeilenküche    : Kochinsel 

  :

  : Deckenleuchten    : Wandleuchten    :  Lampen an Oberschränken    : Innenbeleuchtung der Schränke    :

Gekocht wird

U-förmig 

  : Kochendwasserhahn    :    : Touch-Steuerung    : Beleuchtung 

——Lichtquelle Fenster    : Deckenspots 

——Für wie viele Personen wird regelmässig gekocht?

Küche ist zum Wohnraum hin ——Die Offen    :  Halb offen    : Geschlossen 

  :

mittel

wenig

  : 

  : 


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PRODUKTION

Edler Werkstoff: Massivholz­ spezialist Walter Furrer glättet ein Eichenholzbrett an der Abricht­ hobelmaschine.

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VON HIGHTECH BIS HANDWERK Die Präzision von Maschinen, aber auch die liebevolle Verarbeitung von Hand braucht es für die Herstellung hochwertiger Küchenmöbel von Brunner Küchen Bettwil. TEXT   A NNA ETTLIN  FOTOS   HOLGER JACOB

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uf der Hauptstrasse der kleinen aargauischen Gemeinde Bettwil ist es ruhig – bis der erste Lastwagen kommt. Schnell und effizient wird die Lieferung angenommen, das unauffällige Tor schliesst sich. Die Ruhe kehrt wieder ein – zumindest auf der Aussenseite. Im Inneren brummen die Maschinen, Handwerker besprechen aktuelle Aufträge. Der Arbeitstag in der Schreinerei von Brunner Küchen AG beginnt. Gegründet 1969 von Ernst Brunner, produziert das Traditionsunternehmen heute bis zu 400 Küchen pro Jahr. Das Label «Swiss Made» tragen die Produkte von Brunner nicht umsonst: Neben Holzwerkstoffen werden auch Quarzkomposit, Aluminium, Vollkern- und Recyclingplatten in Bettwil verarbeitet, mit modernsten Maschinen, aber auch mit Handwerkzeug. Je nach Material dauert die Produktion zwischen zwei und zehn Wochen.



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Oben: Computergesteuerte Präzision: Schreiner-Maschinist Linus Stutz entnimmt zugeschnittene Spanplatten aus der Maschine. Die Computersteuerung dient nicht nur der exakten Arbeitsweise, sondern minimiert auch den Verschnitt. Links: Furnierblätter warten auf ihre Verleimung. Für grosse Fronten wird häufig Furnier verwendet, da Massivholz sich mit der Zeit etwas ­verziehen kann.

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PRODUKTION

Oben: Die Lernende Michelle Lindenmann übt an ihrem Arbeitsplatz bei Brunner Küchen die präzise Verarbeitung von Holzbauteilen. Unten: Schreiner-Maschinist Massimo Giopp bedient die Kantenleim­ maschine, die den vorgeschnittenen Platten eine abgeschlossene, farblich passende Kante verleiht.

Oben: Handarbeit ist nach wie vor gefragt: Diese Arbeitsplatte aus edler Räuchereiche soll eine lebendige, rustikale Oberfläche bekommen. Deshalb greift Walter Furrer für die Bearbeitung zum traditionellen Handhobel, statt dafür eine Maschine zu benutzen.

Die Lieferung von vorhin – beschichtete Spanplatten – geht den Hightech-Weg. «Die Einlagerung geschieht vollautomatisch», sagt Adrian Bernhard, Geschäftsführer der Brunner Küchen AG. Ein paar Eingaben auf dem Computer, und schon werden die richtigen Platten ausgesucht und millimetergenau zugeschnitten. Damit aus den Bauteilen ein Küchenkorpus werden kann, passieren sie noch weitere Stationen: die Kantenleimmaschine, das computergesteuerte CNCFräs- und Bohrcenter und die automatische Korpuspresse. Ausgebildete Schreiner-Maschinisten bedienen, beladen und kontrollieren die Maschinen. Zwischenschritte, etwa das Zusammensetzen und Verleimen des fertigen Möbelstücks, werden von Menschenhand erledigt. Der Korpus alleine macht aber noch keine Küche. Das Leben der Fronten beginnt meist im unterirdischen Holz- und Furnierlager. 68

Bretter aus Eiche, Apfel-, Kirsch- und Nussbaum werden hier durch die Abrichthobelmaschine glatt gehobelt, Furnierblätter werden verleimt. Ein geschultes Menschenauge ist bei der Arbeit mit Massivholz und Furnier zuverlässiger als ein Computer. Weitere Maschinen für die Verarbeitung von Furnier und Holz stehen im Erdgeschoss, im Obergeschoss befindet sich die hauseigene Lackiererei. Einige Bauteile werden komplett von Hand weiterverarbeitet, etwa eine rustikale Arbeitsplatte aus Räuchereiche, deren Oberfläche mit einem traditionellen Handhobel geglättet werden muss.

FACHLEUTE FÜR DIE ZUKUNFT

Ausgebildete Arbeitskräfte, ob für die fachgerechte Bedienung der Maschinen oder für die sorgfältige Arbeit mit Handwerkzeug, sind

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Oben links: Spanplatten mit unterschiedlichen Beschichtungen warten darauf, mit passenden Kanten versehen zu werden. Oben rechts: Edi Schenker prüft die Kante eines ­M öbelstücks. Der dienst­ älteste Mitarbeiter von ­B runner Küchen ist stolz auf seine Arbeit. Links: Fertiges Produkt: Eine elegante weisse Insel­küche mit einem Eckelement aus massiver Eiche – «Made in Bettwil».

das A und O der Küchenproduktion bei Brunner. «Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch, und jeder unserer Arbeiter hat dieses Qualitätsverständnis verinnerlicht.» Um auch in Zukunft qualifizierte Handwerker beschäftigen zu können, bildet der Betrieb Lehrlinge aus. «Jeder unserer fünf Lehrlinge hat seinen eigenen Arbeitsplatz und sein Werkzeug», sagt Adrian Bernhard. Die Arbeit ist vielfältig. «Seit ich angefangen habe, durfte ich schon überall mitmachen, auch in der Lackiererei», bestätigt Michelle Lindenmann. Die 16-Jährige ist die jüngste Lernende und seit einem halben Jahr dabei: «Das Team und der Betrieb gefallen mir sehr.» «Viele unserer Mitarbeiter sind schon seit 20 oder 30 Jahren in der Firma», sagt Adrian Bernhard. Der Rekord liegt bei bald 41 Jah-



ren: Edi Schenker, der erste Mitarbeiter, den Ernst Brunner 1975 einstellte, ist noch immer im Einsatz. «Ich merkte schnell, dass ich bleiben würde», sagt der Veteran. «Dass es hier so viele lang jährige Mitarbeiter gibt, zeichnet den Chef aus.» Das organische Wachstum des Betriebs und seiner Produktion hat der 61-Jährige ebenso aus nächster Nähe mitbekommen wie die Entwicklung der Küche selbst. «Früher war die Küche zum Kochen da, und man machte die Tür zu, damit es nicht im ganzen Haus nach Essen roch. Heute ist sie ein Treffpunkt für die Familie, ein Mittelpunkt.» Neue Materialien und eine ansprechende Gestaltung seien die Ergebnisse der Entwicklung, was sich auch in den Arbeitsabläufen widerspiegelt. «Es ist viel passiert in diesen 40 Jahren», zieht Schenker Bilanz. «Hätte ich die Wahl, würde ich es nochmals genauso machen.»   

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KÜCHENABDECKUNG

NATURSTEIN

DIE OBERFLÄCHE MACHT'S AUS In jeder Kochlandschaft gibt es ein Herzstück: die Küchenabdeckung. Auf dieser Arbeitsplatte hantieren Sie täglich. Robust, pflegeleicht, hitzeresistent und natürlich schön sollte sie sein. Diese Übersichtstabelle listet die wichtigsten Materialien auf und zeigt, was Sie bei der Wahl beachten sollten.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

– Ein Naturprodukt mit hervorragenden Eigenschaften im Bereich Küche. Jede Abdeckung ist ein Unikat. – Strukturdifferenzen, welche die Natur hervorbringt, sind zu akzeptieren.

REDAKTION SILVANA MEISEL TEXT KÜCHE SCHWEIZ

– Weitestgehend schnitt- und kratzresistent sowie wasserbeständig. Kalkstein und Marmor sind empfindlicher als Granit. – In der Regel ist der Naturstein in einer Dicke von 30 mm zu haben, je nach Stein auch mit 20 mm Stärke. Je nach Kantenbearbeitung kann der Naturstein durch Verjüngung optisch auch sehr filigran in Erscheinung treten.

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WICHTIGER TIPP

Gehen Sie Ihren Stein direkt im Steinwerk auswählen, so haben Sie genau die Struk tur, die Sie auch mögen. Alle Natursteine brauchen einen lebensmitteltauglichen Imprägnierungsschutz.

AUSFÜHRUNGEN

Poliert, geschliffen, satiniert, gebürstet oder mit geflammter Oberfläche erhältlich.

PFLEGE

Je nach Kalkanteil in Ihrem Naturstein kann Entkalker die Oberfläche angreifen. Wenn satiniert oder geflammt, besteht Fleckenempfindlichkeit.

PREISKLASSE

In der Regel in zehn Preisklassen eingeteilt. Von preiswert bis zum aktuellen Tagespreis liegt alles drin.

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EDELSTAHL

KUNSTSTEIN

GLAS

– Die Edelstahlabdeckung ist im Bereich Küche sehr gut geeignet und hat sich in der Profi-Szene seit Langem bewährt.

– Das Grundmaterial von Kunststeinarbeitsplatten sind Quarzkompositsteine, die zu über 90 Prozent aus natürlichen Quarzen bestehen. Dies ist ein ausgesprochen harter Rohstoff, der mit Diamanten vergleichbar ist.

– Gehärtete Gläser sind sehr kratz- und schlagbeständig und mindestens bis 100 Grad Celsius hitzebeständig.

– Fugenlos eingeschweisste Becken, flächenbündige Kochfelder oder schöne Wandanschlüsse sind mit diesem sehr vielseitigen Material problemlos umzusetzen. Ob mit 1,5 mm starkem Chromstahlblech oder bis zu 12 mm dicken massiven Platten. Ebenfalls sind die erhältlichen Dimensionen für ChromNickel-Stahl-Abdeckungen sehr flexibel.

– In der Verarbeitung wird Quarz ein Gemisch aus Harz und Farbstoffen beigefügt. Zudem ist der Zusatz von kleinen Glas- oder Spiegelstücken möglich. Diese erzeugen Glanzeffekte und erhalten die Härte sowie die Ausstrahlung des Quarzes.

– Die Metallflächen sind äusserst robust, hygienisch und pflegeleicht

– Eine robuste Arbeitsplatte mit matter Oberfläche ist haptisch sehr angenehm, in fast allen Farben verfügbar und in den Stärken um 12 mm erhältlich, womit eine sehr filigrane Küche gestaltet werden kann. Sie können zudem zwischen Klarglas und satiniertem Glas wählen. – Da die Oberfläche sehr regelmässig und glatt ist, sind zum Beispiel Brotkrümel gut sichtbar.

Chromstahl ist kratzempfindlich, was Sie in Kauf nehmen müssen. Am besten unter dem Motto: «Die Abdeckung wird mit jeder Gebrauchsspur schöner».

Nicht jeder Kunststein ist gleich hitzebeständig! Informieren Sie sich bei einem Experten darüber.

Eine Glasbruchversicherung wird empfohlen und ist lohnenswert.

Matte bis glänzende Oberflächen sind verfügbar. Dabei werden Begriffe wie naturmatt, Wirbelfinish, warm gewalzt, Breitbandschliff, elektropoliert, hart verchromt oder Werkfinish verwendet.

Matte und glänzende Oberflächen sind in verschieden dicken Ausführungen erhältlich.

Matte und glänzende Oberfläche möglich und in fast allen Farben verfügbar. Auch Motivdekore können gedruckt werden.

Mit Chromstahlreiniger gut zu reinigen. Raue Oberflächen brauchen etwas mehr Pflege als glatte Oberflächen.

In der Regel mit herkömmlichen Reinigungsmitteln gut zu pflegen. Matte Oberflächen sind tendenziell schwieriger zu reinigen als polierte.

Einfache, unkomplizierte Reinigung, ideal mit einem Putzstein. Direktes Scheuern, Kratzen und Schneiden vermeiden.

Kommt sehr auf die Ausführung der Abdeckung an. Im günstigen oder sogar im Luxus-Segment angesiedelt.

Kunststeine sind in einem eher höheren Preissegment angeordnet.

Preislich in der höheren Mittelklasse anzusiedeln.

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KÜCHENABDECKUNG

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

HOLZ

BETON

KUNSTHARZ

– Das Naturmaterial strahlt Wärme und Behaglichkeit aus. Es ist leicht zu bearbeiten und passt sich allen Formen und Stilen an.

– Liebhaber des puristischen Designs schwärmen von der Ehrlichkeit und der Unverfälschtheit des Materials.

– Aus mehreren Papierschichten mit Melaminharz verpresster Schichtstoff, der auf einer Trägerplatte aufgezogen ist (Spanpatte).

– Auch seine Vielfältigkeit durch unterschiedlichste Farbgebungen ist ein Pluspunkt, der für die Anwendung in der Küche spricht. – Naturholzabdeckungen sind für genug Stabilität in Stücken verleimt. Dies verleiht der Abdeckung einen eigenen Charakter.

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– Aus Sand, Kies, Zement und Wasser gefertigt, ergibt sich das typisch graue, schlichte Aussehen des Werkstoffes. – Beton ist ähnlich wie Holz, es entsteht mit der Zeit eine Patina. Farbschattierungen und Punktierungen gehören zum Erscheinungsbild.

– In diversen Farben und Designs mit runder oder eckiger Kante in der Stärke 25 bis 80 mm erhältlich. – Flächenbündige Kochfelder sind nicht möglich.

WICHTIGER TIPP

Nicht vergessen: Holz lebt und kann seine ursprüngliche Farbe verändern. Auch Schnitte und Brandmale bleiben sichtbar.

Eine spezielle Imprägnierung oder Beschichtung schützt vor Flecken.

Nicht hitzebeständig, unbedingt achtgeben auf Fugen bei Verleimungen, damit kein Wasser eindringen kann.

AUSFÜHRUNGEN

In verschiedenen Hartholzarten herstellbar.

Durch Zugabe von Farbpigmenten, Glaspartikeln, Steinen oder Granulaten entstehen Variationen.

Verschiedenste Kollektionen bieten eine grosse Vielfalt an Designs für die Oberflächen.

PFLEGE

Etwas aufwendiger in der Pflege, kann aber bei Beschädigungen nachbearbeitet und überholt werden.

Milde Mittel verwenden. Der Kontakt mit säurehaltigen und färbenden Flüssigkeiten sollte unbedingt vermieden werden.

Gut zu reinigen, allerdings dürfen keine scheuernden Mittel verwendet werden. Ist weder kratzfest noch hitzebeständig.

PREISKLASSE

Je nach Ausführung und Holzart unterschiedlich. Mittleres Preissegment.

Betonplatten werden auf Mass produziert, daher mittleres bis hohes Preissegment.

Unteres Preissegment

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VOLLKERNPLATTEN

KERAMIK

MINERALWERKSTOFF

– Durch und durch mit Melaminharz getränkte Platte. Dadurch wasserbeständig.

– Keramik wird auf der Basis von Ton mit Zusätzen von Quarzsand, Kreide und Verwitterungsprodukten von Feldspat gemischt, getrocknet und gebrannt.

– Unter Mineralwerkstoff wird hauptsächlich Quarzstein verstanden. Dieser entsteht, wenn natürliche Quarzkristalle mit einem geringen Anteil hochwertiger Polymerharze und Farbpigmente vermischt werden.

– Bei Verletzung der Oberfläche ist die Platte nicht gleich defekt. Robust gegen Schlag und kurzfristige Hitze bis 180 Grad Celsius. – In 12 mm Stärke verfügbar mit verschiedensten Oberflächen, Farben und Designs. Die Mittelschicht oft in Schwarz, Braun oder Weiss.

– Sehr harte und dünne (10 mm) Oberfläche. Weitgehend kratz-, form- und hitzebeständig sowie druck- und hiebfest. Unempfindlich gegen Wasser und haushaltsübliche Chemikalien, zudem geschmacks- und geruchsneutral. – Dank einem grossen Farbenspektrum lassen sich mit Keramikabdeckungen aussergewöhnliche Akzente setzen.

– Quarz ist eines der härtesten natürlich vorkommenden Materialien und deshalb nahezu unzerstörbar, Einfräsungen sind aber möglich. Diverse Kantenausbildungen und fugenlose Verleimungen zeichnen Quarzstein aus. – Kann bei gröberen Schäden vom Fachmann abgeschliffen werden.

Vollkernplatten sind als Unterlagen zum Rüsten nicht geeignet. Es darf nicht auf der ungeschützten Arbeitsfläche geschnitten werden.

Mit spitzem und scharfem Küchenzubehör sorgfältig hantieren, denn es hinterlässt relativ schnell grobe Kratzer auf der Glasur.

Die Abdeckung darf keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden, immer Untersetzer und Schneidebretter verwenden.

Diverse Kollektionen, Farben, Muster und Formen verfügbar. Auch in Stein-, Betonoder Holz-Optik erhältlich.

Diverse Kollektionen verfügbar, unter anderem Naturstein- oder Holzimitate.

In matter, halbmatter sowie glänzender Ausführung sowie in vielen Farben und Texturen erhältlich.

Reinigungsmittel mit scheuernden Bestandteilen können zu Kratzern führen, ansonsten sehr pflegeleicht.

Mit Wasser oder herkömmlichen Reinigern sauber zu halten. Auch starke Putzmittel sind unproblematisch.

Flecken mit Seifenlauge oder AmmoniakReiniger entfernen, Kratzer und Brandspuren mit einem Scheuerschwamm.

Günstige, aber robuste Arbeitsfläche mit hohem Design-Anspruch.

Oberes Preissegment

Oberes Preissegment

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REPORTAGE

Helles Holz, rauer Beton und elegantes Schwarz ergeben einen spannenden Materialmix, der für gemütliche Kochabende und ausgiebige Schlemmerstunden bestens geeignet ist.

G

erade an freien Tagen nehmen sich viele Leute gerne Zeit, um ausgiebig zu kochen. Darum wünschte sich die Bauherrschaft dieser Ferienwohnung in Gsteig ein gemütliches Küchenkonzept für gemeinsame, entspannte Stunden. In der Bergregion im Berner Oberland spielt der Naturbezug eine wichtige Rolle. Holz ist darum im ganzen Gebäude der Hauptakteur. Boden, Türen, Fensterrahmen, Möbel – der natürliche Baustoff lässt das Gefühl der alten Scheune wiederaufleben. Dagegen setzt der Sichtbeton an Decke und Wänden einen modernen Kontrast. Alt und Neu ist auch in der Küchenlandschaft Thema. «Der restaurierte Holzofen, ein Fundstück der Bauherrschaft, sollte augenfällig in den Umbau integriert werden», erzählt Stefan Fries von der Kissling AG. Die Schreinerei aus dem luzernischen Reiden durfte bereits die Küche im Einfamilienhaus der Auftraggeber realisieren. «Dass man sich und die Abläufe schon kannte, vereinfachte die Zusammenarbeit», meint der Planer. Ein schlichtes, funktionelles Küchenkonzept mit hochwertigen Materialien war gewünscht. Die Kissling AG entwarf anhand dieser Ansprüche einen einzeiligen Küchenblock, dazu eine Insel mit

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VOM SCHOPF ZUM FERIENIDYLL Aus einer alten Scheune entstand ein neues Daheim für entspannte Urlaubstage. Dass eine moderne Küche der Kissling AG nicht fehlen durfte, lag für die Bauherrschaft auf der Hand. Ein Hauch Landhausstil, vermischt mit funktionellem Purismus, war dafür die passende Lösung. TEXT   SILVANA MEISEL  FOTOS  M ARK NOLAN



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REPORTAGE   

Ein beliebtes Gestaltungselement ist zurzeit die Verschmelzung von Inselmöbel und Esstisch. Durch das zusammenhängende Konzept der Kissling AG sind Koch- und Essbereich nicht mehr getrennt.

Retro-Feeling vom Feinsten: Von so einem VW-Bus träumen viele. In dieser grossen Garage kommt das Lieblingsstück toll zur Geltung und ist durch die Glastüre auch von der Küche aus zu sehen.

i­ nte­g riertem Tisch. «Die Esstischplatte ist fest an der Insel montiert und am anderen Ende mit einer Holzwange abgestützt. Zusammen mit der Sitzbank ist eine lange Tafel entstanden, perfekt für Familienfeste oder einen gemütlichen Abend mit Gästen», findet Stefan Fries. Das massive Kernbuchenholz stammt aus dem Besitz der Bauherrschaft selbst und harmoniert wunderbar mit dem hellen Tannenholz am Boden. Klare Formen unterstreichen den puristischen Stil des Konzepts. «Die Küche integriert sich dadurch stilvoll in den grossen Raum, ohne dabei dem gegenwertigen Alpenchic-Trend zu entsprechen», meint der Planer. Der leichte Landhausküchen-Touch war aber allemal gewollt und durch den Einbau des alten Ofenherds kaum vermeidbar. Stefan Fries erklärt das so: «Heimatgefühle verbreiten sich und geben den Bewohnern dieses Feriendomizils Bodenhaftung während ihrer Freizeit. Gleichzeitig erlaubt die Atmosphäre das Entfliehen vom hektischen Alltag.»

WENIG FARBE STIFTET HARMONIE

Nicht ein klassisches Weiss, sondern charakterstarkes, mattes Schwarz wählte man für die Küchenfronten. Durchgefärbte MDFPlatten garantieren eine pflegeleichte Handhabung. Die schlichte, einheitliche Farbgebung ergibt ein stimmiges Bild. Aufgrund der 76

dunklen Glasrückwand entstehen spielerische Spiegelungen im Schein des Lichts. Passend dazu glänzt die Abdeckung aus Chromstahl, welche die moderne Eleganz unterstreicht und durch ihre Robustheit punktet. Das Silber harmoniert wiederum mit dem natürlichen Grau des Betons. Auf dem Glaskeramikherd von Electrolux werden feine Gerichte gezaubert, während der in die Küchenschränke eingebaute Dunstabzug von Wesco dafür sorgt, dass Dampf und Gerüche sich gar nicht erst ausbreiten. Beim Backofen und Combi-Steamer sowie beim Geschirrspüler hat sich die Bauherrschaft für Produkte von V-Zug entschieden. Die Geräte fügen sich unauffällig ins Erscheinungsbild der Kochlandschaft ein und überzeugen durch ihre Qualität. Passend zum Küchenentwurf und Materialkonzept von Kissling plante der Architekt der Ferienwohnung, Michael Gehret, das Licht. Einbau-Spots beleuchten die wichtigen Arbeitsfelder, wo am meisten hantiert wird, oder setzen Details schön in Szene. In der ehemaligen Scheune gibt es nebst dem grosszügigen Essbereich auch vielerlei zu entdecken. Gleich rechts vom alten Ofenherd befindet sich der Zugang zur Garage. Ein grosser, holzverkleideter Raum schützt das Lieblingsstück der Wohnungsbesitzer: einen alten VW-Bus.   

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Die Baumesse. Wo man schaut, bevor man baut.

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TREND

LOFTARTIG, LÄNDLICH UND PROFESSIONELL   – EINE KÜCHE MIT SEELE Sie mögen es gemütlich, zelebrieren gerne die Kochkunst und leben im aktuellen Design-Zeitalter ? Dann ist dieser Küchen-Trend wie für Sie gemacht. Profiausstattung trifft auf Landhaus-Stil – warum auch nicht ! TEXT   SILVANA MEISEL  FOTO   ABIMIS

verschiedene, natürliche Materialien verwendet, sorgt der ländliche Stil immer für Gemütlichkeit. Ein Natursteinboden wirkt zum Beispiel besonders heimelig in Kombination mit Holz. Aber ausschlaggebend ist vor allem die Dekoration: antike Kellen und Pfannen, Kräutertöpfchen, Weidenkörbe, auffällige Hängeleuchten sowie ein Mix aus altem und neuem Geschirr. Offene Regale bieten Stauraum und Platz für Accessoires. Alles, was den zeitgemässen Landhauscharakter und Ihre eigene Persönlichkeit unterstreicht, ist erlaubt. Und gerade weil dieser Stil nicht in den modernen Minimalismus passt, erlebt dieses Konzept zurzeit ein grosses Revival.

TECHNIK TRIFFT TRADITION

Die Linie «Atelier» von Abimis verleiht der Seele der Kochkunst ein neues Gewand, um eine Küche zu schaffen, die in der Lage ist, alle Wünsche ihres Nutzers perfekt zu interpretieren.

K

ochen, arbeiten, lachen und vor allem leben – die Küche verwandelt sich immer mehr zum Wohnzimmer. Da, wo man sich wohlfühlt und zusammenkommt, kann auch die Kreativität ausgelebt werden. Unterstützt wird dieser Trend durch offene Küchenformen, die den Wohn- und Kochbereich optisch verbinden. Zusätzliche Gemütlichkeitsfaktoren einer modernen, Loft-artigen Wohnküche sind geräusch­ arme Elektrogeräte, saubere Oberflächen und ausreichend Sitzgelegenheiten für Gäste. Eine grosszügige Kochlandschaft ist für viele ein absoluter Traum. War es früher das Auto, so ist heute die Küche das Statussymbol der Gesellschaft. Im Preissegment bewegt man sich daher meist in den höheren bis gar unbegrenzten Regionen. Wer es sich leisten kann, erfüllt sich mit seiner Küche nach Mass den ganz persönlichen Design-Wunsch. Aber auch mit weniger Budget ist es möglich, eine hochwertige und individuelle Lösung zu finden. Gerade der Trend zurück zur Landhausküche bringt Neues und Altes bestens unter einen Hut. Werden

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Das Beste an einer trendigen Landhausküche ist, dass der Einsatz modernster Geräte in praktischer Edelstahlausführung keinem Stilbruch mehr gleichkommt. Materialmix ist erwünscht, und so müssen Sie nicht auf die neusten Combi-Geräte verzichten. Hightech lässt sich also auch in den ländlichen Stil optimal integrieren. Gerade wenn sich Hobbyköche eine Profiausstattung wünschen, das ChromstahlDesign jedoch behaglicher machen wollen, kommt Ihnen dieser Trend sehr entgegen. Die Weiterentwicklung der Landhausküche verbindet Fortschritt mit Tradition. Backofen und Dampfgarer werden auf ergonomischer Höhe platziert, der Side-by-SideKühlschrank ist ein repräsentatives Platzwunder, und das flexible Induktionskochfeld mit Touch Control kann bequem bedient werden. Wenn Sie auf den Smart-Kitchen-Zug aufspringen, verfolgen Sie per Ofenkamera auf dem Mobiltelefon mit, wie der Zopf goldbraun gebacken wird, oder lassen sich vom Kühlschrank sagen, was und wie viel Sie noch einkaufen müssen. Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Energie, die Sie stattdessen in neue kulinarische Projekte investieren können. Nordamerikanischer Country-Style, mediterranes Küchenflair, englische Cottage Kitchen oder die kühlere nordische Umsetzung ? Die Landhausküche kennt viele Interpretationsvarianten und weiss seine Nutzer mit Geborgenheit und Ausstrahlung zu überzeugen. Ein persönliches, zeitloses Ergebnis erzielen Sie durch sorgfältige Planung und detaillierte Gestaltung, ganz egal, ob Sie nun dem Trend bewusst folgen oder nicht.   


Blickpunkt Küche.

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DUNSTABZUG

ES DAMPFT UND DUFTET – DER PASSENDE ABZUG SORGT FÜR EINEN KLAREN KOPF Bei den Dunstabzugshauben ist die Vielfalt mittlerweile so gross, dass man keinen oberflächlichen Entscheid fällen sollte. Unser Experte weiss, worauf es ankommt. INTERVIEW   SILVANA MEISEL

GIANCARLO FUGAZZARO Leiter Product Management Wesco AG www.wesco.ch

Giancarlo Fugazzaro, wie findet man die beste Lösung für sich ?

Herdebene Abzüge sind im Trend. Was sind die Vor- und Nachteile einer Tischhaube ?

In erster Linie entscheidet die Bauherrschaft über den Küchentyp, was die Art von Dunstabzugshauben eingrenzt. Daraus leitet sich dann die Auswahl der Modelle ab. Individuelle Anforderungen aus dem Kochverhalten, der Ergonomie und dem Komfort-Wunsch sind weitere Kriterien, die zur optimalen Lösung führen. Nicht auszulassen ist heute auch der Aspekt des Designs und der Beleuchtung, dem in den offenen Wohnraumkonzepten eine wichtige Rolle beigemessen wird.

Gerade die offenen Wohnräume befeuern diesen Trend, da sich mit diesen Lösungen neue Küchenkonzepte realisieren lassen. Kompromisse muss man bei diesen Gerätetypen jedoch hinsichtlich der Erfassungseffizienz, der Lautstärke und der Auswahl der Kochfelder machen. Ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail ist die Arbeitsbeleuchtung, die bei der Planung oftmals untergeht und ein unbefriedigendes Resultat ergeben kann.

Worauf muss bei der Wahl geachtet werden ?

Richtig geplante Deckenhauben oder Lüfterbausteine erfassen bis zu 100 Prozent der aufsteigenden Kochdünste und haben gleichzeitig eine hohe Fettabscheidung und Geruchsbindung. Neben dem oft vorhandenen Lichtkonzept lassen sich diese auch fliessend in den Wohnraum integrieren.   

Auf eine ausreichende Überdeckung des Kochfelds, eine hohe Erfassungseffizienz und ergonomische Aspekte sollte man achten. Um keine Kompromisse bei der Luftqualität machen zu müssen, ist es sinnvoll, vorzeitig die Ab- und Zuluft in der Planungsphase zu berücksichtigen. Dass dies wichtig ist, merken wir als Spezialisten oft daran, dass die Bauherrschaft nach der Bauphase einen Umbau auf Abluftbetrieb anfragt, der nachträglich jedoch mit Mehrkosten verbunden ist. In vielen Fällen ist eine nachträgliche Giancarlo Fugazzaro, Wesco AG Anpassung auch nicht mehr möglich.

«Ab- und Zuluft sind vorzeitig in der Planungsphase zu berücksichtigen.»

Welche qualitativen Unterschiede gibt es aus Ihrer Sicht zu betonen ? Qualitativ gibt es optische und subjektive Aspekte zu berücksichtigen. Optisch selbstverständlich die hochwertige Materialisierung und den Verarbeitungsstandard. Immer wichtiger werden jedoch die subjektiv empfundenen Werte wie Geräusch, Haptik und Reinigungsfreundlichkeit, denen wir bei Wesco mit unseren Produkten aus den Comfort- und Eco-Linien nachkommen.

Welche Zusatzfunktionen sind sinnvoll ? Aus ergonomischer Sicht auf jeden Fall die höhenverstellbaren Inselhauben. Hier kann sehr schnell und effektiv die Höhe angepasst und gleichzeitig auch die Effizienz erhöht werden. Zusätzliche Funktionen wie Abluft-Umluft-Umstellungen, Deckenabsaugung zur schnelleren Erreichung der guten Luftqualität sind weitere sinnvolle Zusatzfunktionen. 80

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Was spricht für eine Decken-/Inselhaube ?

_ VORTEILE VON INSELHAUBEN Design-Vielfalt, effiziente Absaugung, gute Ausleuchtung der Arbeitsfläche, meist Höhenverstellbarkeit

_ DECKENLIFTHAUBEN Design-Vielfalt, effiziente Absaugung, gute Ausleuchtung der Arbeitsfläche, Höhenverstellbarkeit

_ TISCHHAUBEN Design-Vielfalt, Kopffreiheit, Versenkbarkeit

_ MULDENLÜFTER Design-Vielfalt, Kopffreiheit, «Versenkbarkeit», «in der Arbeitsfläche integriert»

_ DECKENHAUBEN / LÜFTERBAUSTEINE Bewegungs- und Kopffreiheit, effiziente Absaugung, integrierte Lösungen

_ WANDHAUBEN Variantenvielfalt, effiziente Absaugung, gute Ausleuchtung der Arbeitsfläche

_ KOPFFREIHAUBEN Design-Vielfalt, effiziente Absaugung, Kopffreiheit

_ EINBAUHAUBEN Platzsparend, integrierte Lösung, gute Ausleuchtung der Arbeitsfläche, klare Linien


REINE LUFT IN DER KOCHWERKSTATT Egal, welches Design Ihre Küche hat, mit der heutigen Auswahl an Dunstabzügen finden auch Sie Ihr passendes Modell. Ob Blickfang oder unauffällig, Sie entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit dem Lüfter geschenkt werden soll. REDAKTION   SILVANA MEISEL

PASST ZU JEDEM HERD, INKLUSIVE EINFACHER REINIGUNG Dezent und stilvoll passen sich die neuen Muldenlüfter «basso I» (Absaugung hinter dem Kochfeld) und «basso II» (seitliche Absaugung) herstellerunabhängig und kombinierbar mit allen gängigen, flächenbündigen Glaskeramik- und Induktionskochfeldern in die Arbeitsfläche ein. Dank herausnehmbarer, spülmaschinenfester Edelstahl-Auffangschale lassen sie sich äusserst bequem reinigen. www.wesco.ch

[ 2 ]

[ 1 ] SPARSAM UND LEISE Die Kochdünste werden durch den Tischlüfter in der Mitte angesogen. Dank eines Eco-Motors ist dieses Modell besonders effizient. www.miele.ch

[ 2 ] FREIE SICHT Der neue Tischlüfter von V-Zug ist auf Kopfhöhe nie im Weg und erlaubt jederzeit die ungestörte Sicht in den Raum. Ausgeschaltet ist er komplett unsichtbar in der Küchenabdeckung versenkt.

[ 1 ]

www.vzug.com



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DUNSTABZUG

[ 1 ] STILVOLLES EDELSTAHL

[ 1 ]

Zum Blickfang wird der «Imagine Pro» von Franke durch seine dreigeteilten, reinigungsfreundlichen Glasfronten. Er ist in EdelstahlOptik erhältlich und erreicht Bestwerte in der Energie­ effizienz. Das bestätigt das Energie-Label A+ sowie die dimmbaren LED-Leisten. Die Premium-Filter bestehen aus einem Fett- und einem Aktivkohlefilter und lassen sich im Geschirrspüler reinigen. www.franke.ch

[ 2 ] EIN KLASSIKER Ausgestattet mit smarter Touch-Bedienung, neu mit fünf wählbaren Leistungsstufen sowie einem besonders energiesparenden und geräuscharmen Motor, akzentuiert «Bora Classic» die moderne Küche – fernab vom Mittelmass. Die einzelnen Bausteine fügen sich auf ästhetisch ansprechende Art in das Herd-Design ein. www.suter.ch

[ 3 ] FAST UNSICHTBAR [ 2 ] [ 3 ]

Siemens hat ein besonders elegantes Modell im «iQ700»Design mit Chromleisten und touchSlider-Bedienung im Sortiment, das mittels Absenkrahmen komplett im Oberschrank verschwindet: Erst lässt die Flachschirmhaube Küchendunst verschwinden, dann sich selbst – wie von Zauberhand. www.miele.ch

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ENERGIESPAREND UND EFFIZIENT. Der BORA Kochfeldabzug zieht unliebsame Küchendüfte dort ab, wo sie entstehen, direkt am Kochfeld. Das physikalische Grundprinzip, nach dem Dampf mit einem Meter/sec nach oben steigt, wird umgangen, indem ein eigens entwickelter und äusserst geräuscharmer Motor den Dampf mit vier Metern/sec nach unten abzieht. BORA eröffnet so der Innenarchitektur neue spannende Möglichkeiten.

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[ 2 ] [ 1 ] LEISTUNGSFÄHIG Die Lüftungsgeräte-Serie 200 von Gaggenau ist in fünf Varianten erhältlich und eignet sich speziell zum Einbau in Oberschränke. Ihr Schwadenschirm mit Glaseinsatz wird durch leichtes Antippen der Griffleiste ausgefahren. Die AutomatikFunktion passt die Leistung laufend an die Kochdunst­ entwicklung an.

[ 1 ]

[ 3 ]

www.gaggenau.ch

[ 2 ] DISKRETER BLICKFANG Die Merial Vertriebs AG hat sich als Hersteller von Dunstabzugshauben im Schweizer Küchenmarkt etabliert. «Bellevue» sorgt für optimale Kopffreiheit und ein wenig Aufmerksamkeit im Küchen-Design. Mit seiner leistungsstarken und laufruhigen Randabsaugung, Umluft oder Abluft, punktet der Abzug in jeder Hinsicht.

[ 4 ]

www.merial.ch

[ 3 ] STARKE LEISTUNG Dezent, leise und effizient: Der Kochfelddunstabzug aus der neuen Premium-Gerätelinie «ProfiLine» von Electrolux integriert sich zwischen den Kochfeldern und besticht durch seine Unauffälligkeit: Eben zum Kochfeld und schlicht im Design. Einfach zu bedienen, säubert er die Luft bereits an der Entstehungsquelle von Dampf und Fett. www.electrolux.ch

[ 4 ] PREISGEKRÖNT Mit zahlreichen Auszeichnungen und Design-Preisen unterstreicht Silverline immer wieder Innovationskraft und hohen Qualitätsanspruch. Auch «Slide-Down Premium» hat vergangenes Jahr zwei Design-Awards abgeräumt. Die Wandhaube mit Kopffreiheit ist ein echter Blickfang. www.silverline.ch

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REDUIT

DAS PERFEKTE ZWISCHENLAGER «Nie wieder ohne», sagen alle, die von den Vorzügen eines Reduits überzeugt sind. Vorräte aufbewahren, Küchengeräte lagern, Putzutensilien verstecken – Stauraum ist ohnehin Gold wert. TEXT   SILVANA MEISEL  FOTO   POGGENPOHL

Das verglaste Vorzeige-Reduit : «The Fourth Wall» heisst das Gemeinschaftsprojekt von Poggenpohl mit Electrolux Grand Cuisine.

F

rüher war die Speisekammer ein sehr wichtiger und fester Bestandteil des Hauses. Unter Berücksichtigung der damali­ gen technischen Möglichkeiten mussten die Menschen dafür sorgen, ihre Nahrungsmit­ tel lange haltbar zu machen. Ein klug zusammengestellter Vorrat, kühl und dun­ kel gelagert, war ein existenzieller Bereich der Haushaltsführung. Als die industrielle Produktion Fort­ schritte machte, Lebensmittel konserviert und im Kühlschrank aufbewahrt werden konnten, wurde es überflüssig, grosse Lagervorräte daheim zu haben. Trotzdem ist es vielen Menschen auch heute noch wichtig, einen gewissen Bestand an halt­ baren Esswaren in ihrem Zuhause zu lagern. Man möchte flexibel und kreativ die Gerichte zubereiten können, auf die man gerade Lust hat. Auch das Versorgen von unregelmässig genutzten Küchengeräten oder das Zwischenlagern von RecyclingMaterial wie Glas und Pet ist ein wesentli­

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cher Punkt, der für ein Reduit spricht. So ist der Vorratsraum für die Mehrheit der Haus­ besitzer ein absolutes Muss. Wer nicht wegen jeder Kleinigkeit in den Keller laufen möchte, platziert diesen vorzugsweise angrenzend an die Küche. So kann auch während des Kochens in wenigen Schritten die eine oder andere Zutat besorgt werden. Sehr ärgerlich ist allerdings, wenn bei der Planung der Küche vergessen wurde, genü­ gend Platz für ein Reduit einzurechnen. Deshalb sollten Sie Ihren Architekten und Küchenplaner so früh wie möglich darüber aufklären, was Sie sich wünschen. Ein begehbarer, fensterloser Raum ist die beliebteste Lösung, weil die Esswaren vor Tageslicht geschützt sind. Wählen sie für Ihre Speisekammer auch unbedingt pflege­ leichte Materialien, damit Sie den Platz für Ihre Lebensmittel problemlos sauber halten können. Einrichten lässt sich das Reduit am besten mit raumhohen Regalen, sodass die Fläche optimal ausgenutzt werden kann. Damit Sie den Überblick über Ihre Waren küchen  

behalten, lassen Sie die Gestelle offen und sortieren die Nahrungsmittel nach Verfalls­ datum. Häufig benötigte Zutaten sollten auf Augenhöhe aufbewahrt werden, um diese sofort griffbereit zu haben. Sie können Ihre Vorräte auch nach Themenbereichen ord­ nen: Backzutaten, Konserven oder Nudel­ sorten stehen jeweils alle beisammen. Lagermöglichkeiten für Obst, Gemüse oder Getränkekisten sind ebenfalls gut planbar, jedoch platzintensiv. Praktisch sind auch Haken für Kochschürzen, ein Abstellort für den Staubsauger und einige Putzutensilien. So haben Sie immer alles in Griffnähe, falls beim kreativen Ausleben in der Küche mal das Chaos ausbricht. Wer es sich flächenmässig leisten kann, bringt im Reduit vielleicht sogar einen zusätzlichen Kühl- oder Gefrierschrank unter. Die neuste Generation dieser Geräte ist durch verschiedene Temperaturzonen für eine Vielzahl an Vorräten geeignet, die hier lange gelagert werden können.   


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ARMATUREN

VIEL TECHNIK SORGT FÜR KOMFORT Wasserhähne können heutzutage viel mehr als uns mit fliessend Wasser zu versorgen: Touch-Sensoren und Ausziehausläufe unterstützen die ergonomische Arbeitsweise, Mengen- und Temperaturregler helfen beim Wasser und Energie sparen. REDAKTION   SILVANA MEISEL

FREIHÄNDIG – WASSERFLUSS DURCH HAUTKONTAKT Die Armatur «Zedra Touch» mit EasyTouch-Technologie kann unterscheiden, ob der Nutzer die Armatur zum Auslösen des Wassers berührt oder den Auslauf anfasst, um diesen in die richtige Position zu schwenken. Die neuen Produkteigenschaften machen die Armatur zum wertvollen Alltagshelfer in der Küche, bei denen an alle Details gedacht ist. www.grohe.com

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[ 2 ]

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[ 1 ] CHROM-GLANZ «SK Simichrom» überzeugt durch klare, minimalistische Formen, wirkt elegant, zeitlos und ist mit der bewährten Ecototal-Steuerpatrone ausgerüstet, die Menge und Temperatur limitiert für einen bewussten Umgang mit Wasser und Energie. www.similor.ch

[ 2 ] KÜHLES STATEMENT

[ 3 ]

Mit dem 360-Grad-Aktionsradius ist «Pivot» die Armatur für den Einsatz auf der kompletten Kücheninsel. Der kühle Farbton der «Ice»-Oberfläche steht für Eleganz wie harmonischen Einklang und passt zu den IceDesign-Arbeitsplatten. www.suter.ch

[ 3 ] PRAKTISCHE SACHE Den Wasserfluss über den am Armaturenhals platzierten Select-Knopf starten und stoppen? Die Wassermenge und die gewünschte Temperatur voreinstellen? Das kann «Axor Citterio Select». Mit ergonomischem Ausziehauslauf schafft die Armatur zudem einen bis zu 50 cm grossen Aktionsradius und vereinfacht damit die Arbeit in der Küche erheblich. www.hansgrohe.ch

[ 4 ] FORMSCHÖNES DUO Die perfekte Mischung: Das Modell «Master Chef» ist nahe einer Profi-Armatur und doch filigran genug, um in eine private Küche für besondere Ansprüche zu passen. Mit einer Spüle aus der Kollektion «Crystal Line» ergibt dies das perfekte Paar. www.franke.ch

[ 4 ]



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ARMATUREN

[ 1 ] WELTNEUHEIT Von der Initiative «LifeCare» wurde das «Franke Frames by Franke Lightboard» zur «KüchenInnovation des Jahres 2016» gewählt. Das beleuchtete Glasschneidebrett zaubert stimmungsvolle Lichteffekte und lässt sich passgenau übers Spülbecken legen. Im Alltag überzeugt es durch seine Funktionalität als Waage oder Schneidebrett.

[ 1 ]

www.franke.ch

[ 2 ] BESTER KOMFORT [ 3 ]

[ 2 ]

«Quooker Flex» versorgt Sie nicht nur jederzeit per Knopfdruck mit kaltem, warmem oder kochendem Wasser – neuerdings bietet die Armatur auch einen flexiblen Zugauslauf, der bequem den Handlungsradius im Spülbecken erweitert. www.quooker.ch

[ 3 ] KONTINUITÄT ZÄHLT Vola muss sich nicht ständig neu erfinden, sondern konzentriert sich auf die Weiterentwicklung eines einzigen, bis zur Perfektion ausgereiften Armaturenprogramms. Die Armatur «KV1-500T1» ist so ein Klassiker, die im Edelstahlmantel eine gute Figur macht.

[ 4 ]

www.vola.ch

[ 4 ] SCHWARZ ZIEHT Pull-down-Armatur mit Brausefunktion – das ist «Sync». Wesentlicher Vorteil des neuen Funktionstyps von Dornbracht ist ihr nach unten ausziehbarer Auslauf. Eine matt-schwarze, temperaturisolierte Grifffläche lenkt die Hand des Anwenders intuitiv zum Auszugselement. www.dornbracht.com

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Messe für Bauen Renovieren und Wohnen

8. – 11.12.2016 BERNEXPO Do – Sa 10 – 18 So 10 – 17 www.bauen-wohnen.ch

Quelle: MartyDesignHaus

Parallelmesse

bauenergiemesse.

Quelle: MartyDesignHaus

Messe für Bauen Renovieren und Wohnen

29.9.– 2.10.2016 Messe Luzern Do–So 10 – 18 Uhr www.bauen-wohnen.ch

Quelle: MartyDesignHaus


ACCESSOIRES

DER LETZTE SCHLIFF Es sind die kleinen Dinge, die Ihre Küche zum persönlichen Wohlfühlort machen. Ob Sie mit Farben Akzente setzen oder lieber dem Materialkonzept treu bleiben – Accessoires bringen Leben in die eigene Kochbude. REDAKTION   SILVANA MEISEL

[ 2 ] [ 1 ] FÜR COOLE DRINKS Wenn Sie die «Cooling Ceramic barware» vor Gebrauch ins kalte Wasser legen, hält sie die Getränke anschliessend für mehrere Stunden kühl. Mit Kreide schreiben Sie ihre eigene Nachricht drauf. www.magisso.com

[ 1 ]

[ 2 ] EINFACH RUMHÄNGEN Diese Äffchen sehen so aus, als hätten sie nur Kapriolen im Sinn. Doch sie werden eine nützliche Hilfe für Kochwerkzeuge sein und für Ordnung sorgen. «Just Hanging»Haken kommen im Dreierpack und sind in Gelb, Rot und Schwarz erhältlich. www.monkeybusiness.co.il

[ 3 ] KUCHEN IM LICHT Sie lieben es, zu backen und Ihre Ergebnisse auf Tortenplatten zu präsentieren? «Bake me a cake» heisst die Leuchte von Northern Lighting, die Ihnen dann bestimmt gefallen wird.

[ 3 ]

www.northernlighting.no

[ 4 ] AUS SCHWEIZER HAND Aus heimischen Hölzern in der Schweiz hergestellt, ist der «sknife Messerblock Eiche» ein Stück Kultur und mit seinem schlichten, aber edlen Design ein echter Blickfang.

[ 5 ]

www.sknife.com

[ 5 ] TIERISCH ORGANISIERT [ 4 ]

«Sheepad» muss man einfach mögen. Die Untersetzer sind schnell zur Hand und, wenn mal nicht gebraucht, am holzigen Schäfchen hübsch versorgt. Aufmerksamkeit und ein Lächeln sind ihm immer garantiert. www.welldone.co

[ 6 ] VOLL IM SAFT [ 6 ]

Nichts findet «Juice Bruce» schöner, als Zitrusfrüchte zu entsaften. Kopf voran dreht er in Limette, Orange oder Grapefruit, bis der letzte Tropfen im Glas gelandet ist. www.monkeybusiness.co.il

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[ 7 ] [ 7 ] PLATZWUNDER Ihnen fehlt noch ein Regal? Die «FNP Küche» bricht mit herkömmlichen Gestaltungsmustern. Sie sorgt gleichzeitig für Ordnung und Offenheit und verleiht dem Funktionsbereich Küche einen wohnlichen Charme. Als Brückenkonstruktion oder frei stehend lässt sie sich souverän mit unterschiedlichsten Modulen kombinieren, von High-End bis Low Budget.

«Auch bei der Beratung setzen wir auf Präzision und Höchstqualität.»

René Schneebeli, Geschäftsführer 8913 Ottenbach

www.moormann.de

[ 8 ] SPIESSIG [ 7 ]

[ 8 ]

Ein hübsches, transparentes Häuschen für die Zahnstocher? Das braucht man einfach – dachten sich wohl auch die beiden israelischen Erfinder von Design44. Mit dem «Toothpick Chalet» zieht ein Hauch Bergluft über Ihren Esstisch und lässt immer nur einen Spiess aufs Mal vor die Haustür. So bleibt alles schön beisammen. www.mnkbusiness.com

[ 9 ] FERNÖSTLICH Auf das raffinierte Design des Wasserkochers bzw. der Teekanne «Cha» von Naoto Fukasawa aus dem Jahr 2014 folgen eine Zuckerdose sowie ein Sahnekännchen – unverzichtbares Zubehör für das Tee­ ritual. Der japanische Designer bedient sich der typischen Elemente seiner expressiven Formensprache. www.alessi.com

[ 9 ]

Jonenstrasse 22 · 8913 Ottenbach T 043 322 77 77 · www.schneebeli.ch


ACCESSOIRES

[ 1 ]

IMMER FRISCH UND GRÜN Ein Garten mit Gemüse, Kräutern und Blumen ist zwar schön, aber aufwendig. Warum das Gepflanzte nicht gleich in der Küche wachsen lassen? Diese vier Varianten sind innovativ und pflegeleicht. REDAKTION   SILVANA MEISEL

[ 3 ] [ 1 ] SELBST VERSORGEND Vom Samen zum Salat in vier Wochen – und das ohne Erde. Nach dem Einsetzen der Pflanzenkapsel belichtet und bewässert «Plantui 6 Smart Garden» alles vollautomatisch. So kommen Sie das ganze Jahr in den Genuss von frischen Kräutern, Salaten oder Blumen. Das Beste daran; Sie brauchen nicht mal einen grünen Daumen.

[ 2 ]

www.plantui.com

[ 2 ] LEUCHTEND [ 4 ]

Jeder Pflanze sein eigenes Licht. Schön inszeniert, bringt «Lightpot» Kraut um Kraut mit LED zum Leuchten. Zwei, drei Gefässe nebeneinander ergeben ein tolles DekoArrangement mit Lichteffekt für die Küche. Ist gerade nichts drin, kann der Topf verschlossen mühelos versorgt werden. www.shulab.com

[ 3 ] SCHNELL WACHSEND Anschliessen, giessen, warten und ernten. Mehr müssen Sie beim «Smart Herb Garden» nicht tun. Natürliche, NASAinspirierte Technologie sorgt dafür, dass Kräuter, Früchte oder Blumen schneller wachsen – ohne irgendwelche Schadstoffe. Designs und Befüllkapseln gibt’s diverse. www.clickandgrow.com

[ 4 ] HÄNGEND Warum nicht einfach vertikal pflanzen? Das dachten sich wohl die belgischen Designer von «Karoo». Das modulare System lässt sich einfach mit Kräutern befüllen und ganz unkompliziert an die Wand montieren. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem wurde ebenfalls bedacht. www.dmdepot.be

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IMPRESSUM küchen, 6. Jahrgang «küchen» ist eine gemeinsame Sonderausgabe der Zeitschriften «traumhaus» und «Architektur +  Technik» www.traumhaus.ch/kuechen

HERAUSGEBERIN B+L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3, 8952 Schlieren Telefon 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 (Inserate) Fax 044 733 39 91 (Redaktion) www.blverlag.ch

Quooker Flex ist das aktuellste Produkt aus dem Hause Quooker. Eine Küchenmischarmatur mit kaltem, warmem und kochendem Wasser. Dazu kommt die allerneueste Funktionalität: ein einzigartiger Zugauslauf, der kaltes und warmes Wasser spendet. Der Quooker Flex sorgt für noch mehr Komfort in der Küche. Mit der zusätzlichen Reichweite, die der Zugauslauf bietet, ist das Spülbecken im Handumdrehen ausgespült und das Gemüse im Nu gewaschen. Darüber hinaus bietet er Ihnen alle bekannten Vorteile: er spart Zeit, Energie, Wasser und Platz und ist sicher im Gebrauch. Was wollen Sie mehr …

VERLEGER Peter Boll GESCHÄFTSFÜHRER Patrick Schmid (CEO), patrick.schmid@blverlag.ch Philipp Bitzer (COO), philipp.bitzer@blverlag.ch REDAKTION Anna Ettlin, anna.ettlin@blverlag.ch Silvana Meisel, silvana.meisel@blverlag.ch AUTOREN DIESER AUSGABE Regina Gregori, Patrick Zbinden, Küche Schweiz KUNDENBERATUNG Iris Fischer, iris.fischer@blverlag.ch ANZEIGENDISPOSITION Jasmin Brühwiler jasmin.bruehwiler@blverlag.ch LAYOUT Vanessa Baumann, vanessa.baumann@blverlag.ch Harriet Messing, harriet.messing@blverlag.ch ANZEIGENERSTELLUNG Miro Peloso, miro.peloso@blverlag.ch Pascal Zingg, pascal.zing@blverlag.ch FOTOS Tanya Hasler, tanya.hasler@blverlag.ch Holger Jacob, holger.jacob@blverlag.ch KORREKTORAT Ullrich Noelle, ullrich.noelle@blverlag.ch DRUCK AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12, 9403 Goldach Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen bzw. Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

In der B + L Verlags AG erscheinen ausserdem: traumhaus, Aktuelle Technik, Architektur + Technik, Hotelier, idea, PHŒNIX, Swiss Wedding

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