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NOVEMBER | DEZEMBER 2017

DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR PLANEN, BAUEN, WOHNEN

[5  ]     NOVEMBER | DEZEMBER 2017

Das Schweizer Magazin für Planen, Bauen, Wohnen

NACHHALTIGES BAUEN

KLUGE PLANUNG

CHF 9.– KLARE SICHT

ENERGIE

BELEUCHTUNG

FENSTER

Von der Gebäudehülle bis zur Heizung: Fachleute verhelfen Ihnen zum Durchblick im Begriffsdschungel

Mit dem richtigen Konzept erstrahlt Ihr Eigenheim auch an langen ­Winterabenden im besten Licht.

Das müssen Sie wissen, wenn Sie sich mit rahmenloser Verglasung neue Perspektiven eröffnen möchten.

FOKUS CHEMINÉES R ODU K T E T IPP S U N D P GE WÄ R M E FÜ R WOH LI


pluess-ag.com

Architektur – Standard oder individuell – ganz nach Ihren Wünschen

Idealbau AG Architekturbüro und Totalunternehmung Bützberg Zweigstelle in Liestal idealbau.ch

Info Nr. 100


EDITORIAL  

MEINE HANDSCHRIFT. KONSEQUENT UMGESETZT.

Foto: Tanya Hasler

ALFREDO HÄBERLI, DESIGNER

LICHT UND WÄRME FÜR DIE KALTE JAHRESZEIT

D

ie Blätter an den Bäumen ändern ihre Farben, die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Der Sommer ist definitiv vorbei, und wir geniessen den goldenen Herbst – bis der Winter langsam, aber sicher Einzug hält. Vor Kurzem schien die Sonne noch bis spätabends in unsere Stuben. Im Winter müssen wir die Lichter im Haus schon sehr früh anzünden. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass in dieser Jahreszeit die Vorzüge einer perfekten Raumausleuchtung besonders auffallen. Was es bei der Beleuchtung zu berücksichtigen gilt, erklärt Lichtplaner Pino Napoli im Interview auf Seite 80. Auch ein Cheminée ist geeignet, um in den kalten Wintermonaten eine gemütliche Stimmung zu erzeugen. Experte Lukas Bühler von der Tiba AG erläutert die Unterschiede zwischen Cheminées und Öfen und klärt auf Seite 72 über weitere Fragen auf. Die Produktneuheiten zum Thema Cheminée finden Sie ab Seite 74, die neuesten Leuchten ab Seite 84 – lassen Sie sich inspirieren.

VISIONÄRES DESIGN, KOMPROMISSLOS NACHHALTIG. Dass sich innovatives Design und bedingungslose Nachhaltigkeit in perfekter Synthese vereinen lassen, zeigt das aktuellste Werk des renommierten Schweizer Designers Alfredo Häberli: Ein visionäres Gebäude-Ensemble als mutiger Entwurf für mögliche Wohnformen der Zukunft. Schon heute zu sehen und zu begehen beim ÖkohausPionier Baufritz im grenznahen Erkheim D.

Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie so ein Cheminée entsteht, schauen Sie auf der Seite 68 vorbei. Und weil ein Cheminée heute in den meisten Häusern zwar für Behaglichkeit sorgt, sich aber nicht immer als einzige Heizungsquelle eignet, geben Fachleute auf den Seiten 58 und 62 Auskunft über umweltfreundliche Heizsysteme und nachhaltiges Bauen. Wissen Sie schon, wohin es in die Winterferien gehen soll? Wenn nicht, dann empfehlen wir das sympathische Huus Hotel GstaadSaanen, welches neben einem entspannten Ambiente auch mit verschiedenen im Zimmerpreis inbegriffenen Aktivitäten aufwartet. Was Sie sonst noch im «Huus» erwartet, lesen Sie auf Seite 94.

Info Nr. 102

Donika Gjeloshi

www.baufritz-th.com/haus sicht


INHALT

38 AM HÖCHSTEN WEINBERG EUROPAS

20

THEMA LICHT

80

DREI GENERATIONEN UNTER EINEM DACH 2


68     1 Editorial     4 Kaleidoskop   66 Finanzen & Rechtliches   94 Destination   98 Service

INSPIRATION

BAUEN HEUTE   20 Ausgereifte Architektur   28 Kunstvoll statt künstlich   36 Ein Fall für Architektur   38 Am höchsten Weinberg Europas   44 Drei Generationen unter einem Dach

BAUEN MIT SYSTEM   48 Zeitlos eleganter Holzbau   50 Asiatisch angehaucht   52 Wo Ferienstimmung aufkommt   54 Holzhaus mit Charakter   56 Dynamisches Formenspiel

REALISATION

HAUSTECHNIK UND ENERGIE

THEMA CHEMINÉES UND ÖFEN

  58 So heizen Sie modern und umweltfreundlich AUSSENRAUM

86

  62 Glossar des nachhaltigen Bauens

THEMA

CHEMINÉES UND ÖFEN   68 Vom Stahlblech zum Cheminée   72 Cheminées und Öfen: die feinen Unterschiede   74 Mit Stil zu wohliger Wärme

THEMA

LICHT   80 Tipps für die Beleuchtung   84 Im rechten Licht  

AUSSENRAUM   86 Grenzenlose Aussichten   90 Vielfältige Fenster TITELBILD Wie ein Kristall funkelt dieser Baukörper in der blauen Stunde. Ein spezielles Zuhause, entworfen für eine Familie in Wien. Architektur: ad2 architekten ZT KG, Österreich; Foto: Hertha Hurnaus



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KALEIDOSKOP

Foto: Florian Böhm

.VITRA.

POLSTER FÜRS ESSZIMMER

Eine sanfte Form, weiche Polster und kompakte Dimensionen charakterisieren den neuen «Softshell Side Chair» von den Designerbrüdern Ronan & Erwan Bouroullec. Der Stuhl ist zwar verwandt mit dem «Softshell Chair» aus dem Jahr 2008, doch die Neukonstruktion ohne Armlehne und mit biegsamen Lamellen im oberen Teil der Rückenlehne schenkt noch mehr Flexibilität und Komfort. Das robuste Vierbeingestell aus Kunststoff betont das zurückhaltende Design. Beide Stühle sind in Stoff und Leder in vielen Farben erhältlich. vitra.ch

.BRANDEAU.

SCHWEIZER HAHNENWASSER STILVOLL GENIESSEN In einer hochwertigen Glas­ flasche serviert, bekommt das kostbare Schweizer Hahnenwas­ ser gleich mehr Wertschätzung. Die Abfüllflasche gibt es in der Edition Zürich, Bern und Basel. Der Umwelt zuliebe bietet Brand­eau für unterwegs feder­ leichte Flaschen aus Tritan. brandeau.ch 4


.PHOENIX HOUSE.

ÜBERNACHTEN AM FUSS DES MAUNA LOA

Das winzige «Phoenix House» von ArtisTree erhebt sich aus der Asche ‒ oder, genauer gesagt, aus dem erstarrten KalapanaLavastrom auf Hawaii. Gebaut aus recycelten Materialien, bietet das energieautarke Haus, das über Airbnb gemietet werden kann, eine einmalige Atmosphäre. artistreehomes.com

Foto: Forest Croft, Smiling Forest Photography

«Imagination, rather than mere intelligence, is the truly human quality.» Terry Pratchett, englischer Schriftsteller

.DESIARY.DE.

GEMÜTLICH MIT HOLZ UND LEDER

Skandinavischer Minimalismus, geprägt von der edlen Oberfläche des Leders und von den naturbelassenen Farbtönen des Holzes, ist im Trend. Nachhaltig produzierte und stylische Accessoires dazu gibt es bei desiary.de. desiary.de 5


KALEIDOSKOP  NEWS

.KARTELL.

KUNSTSTOFF-DESIGN AUSGESTELLT

Das Design-Haus Kartell bekommt eine mono­ grafische Ausstellung, die seiner Design-Historie gewidmet ist. Im Daelim Museum in Seoul werden noch bis 4. März 2018 im ­R ahmen der «Plastic Fantastic» Entwürfe von über 40 international renommierten Designern präsentiert, die mit dem ­Werkstoff Plastik ­Charakter und Innovation geschaffen haben. kartell.com

.BROSS ITALIA.

VERSPIELT UND FLEXIBEL

«Six» ist ein multifunktionaler Couchtisch von Bross, der auch als Hocker dienen kann. Seine hexagonalen Elemente aus Nussbaumoder Eichenholz mit glänzend lackierter Tischplatte können zu einer beliebigen Anordnung zusammengesetzt werden.

bross-italy.com

.UNIQAMO.

EIN NEUES LEBEN FÜR ALTE WEINKISTEN

Individuell angefertigte Tische, Regale und praktische Accessoires aus alten Weinkisten gehören zum Angebot von Uniqamo.

Warum etwas Altes entsorgen, wenn man daraus etwas Neues und Schönes machen kann? Dieses Prinzip nennt sich Upcycling, und es steht im Zentrum der Grundidee hinter Uniqamo. Das Zürcher Start-up ­produziert individuelle Designmöbel als alten Kabeltrommeln und Weinkisten. ­ Die handgemachten Einzelstücke mit ­G eschichte legen viel Charakter an den Tag und bereichern jeden Wohnraum. uniqamo.com

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prämiertes Design | massgefertigt | seit 1896 | swiss made Ausstellungen in Hochdorf | Adliswil | Dietlikon | Pratteln | Bern | St. Gallen

Info Nr. 103

talsee.ch


KALEIDOSKOP NEWS

.BANG & OLUFSEN.

NEUES STORE˜KONZEPT ERSTMALS IN ZÜRICH

Der «älteste» Bang & Olufsen Store in der Schweiz am Hegibachplatz feiert Wiedereröff nung und damit auch gleich zwei Premieren: Als erstes Geschäft in Zürich empfängt das Team des Bang & OlufsenHandelspartners Bosshard HomeLink seine Kunden künftig im neuen Bang & Olufsen Sensory Store, der die ganze Innovationspalette der dänischen Traditionsmarke auf rund 200 Quadratmetern erlebbar macht. Gleichzeitig zeigt das Geschäft erstmals in der Schweiz den kürzlich vorgestellten BeoSound Shape ‒ ein musikalisches Kunstwerk für Musik- und Designliebhaber. bang-olufsen.com

.BUCHTIPP.

WOHNTREND FARBE

Farben geben bei der Wohnraumgestaltung den (Farb-)Ton an. Die Farben von Wänden, Bodenbelägen, Möbeln und Accessoires wirken sich auf das Wohlbefi nden des Menschen aus und bestimmen die Atmosphäre des Raumes. Von Ton in Ton bis hin zu effektvollen Kontrasten: In «Wohntrend Farbe» zeigen Karine Villame und Nathalie Soubiran, wie man Farben richtig einsetzt. ISBN: 987-3-7724-7451-4 busse-seewald.de

.TONELLI DESIGN.

TRANSPARENZ UND REFLEXION

Das Design von «Shoji» stammt aus der Feder von Lorenzo De Bartolomeis und Studio Hosoe. Die Garderobe begeistert durch ihren formellen Minimalismus. Die transparente gläserne Konstruktion wird von einem verschiebbaren Spiegel sowie einem Aufbewahrungselement ergänzt, dessen Oberfläche wahlweise weiss lackiert oder mit Canaletto-Walnuss furniert ist. tonellidesign.com 8


.JMC LUTHERIE.

EXKLUSIVER MUSIKGENUSS

Das Holz einer 350-jährigen Klangfichte bildet die Membran des «JMC Soundboard». Ein wahres Musikinstrument, wird der Lautsprecher mit enormer Liebe zum Detail hergestellt. Von den Kondensatoren über die Lackierung bis hin zur Aufhängung: Alles ist mit den besten Komponenten und grösster Sorgfalt konstruiert. jmclutherie.com

Nicht nur der Membran aus Klangfichte, sondern auch allen anderen Komponenten des Lautsprechers wird grösste Sorgfalt zuteil.

.BERT FRANK.

ARBEITSLEUCHTE MIT PFIFF

Die Zwillingsarme der Tischleuchte«Cask» von Bert Frank erhellen jeden Arbeitsbereich optimal. Die ­markante Form der Leuchte mit ihren fassartigen ­Schirmen zieht alle Blicke auf sich, vor allem auch dank der handbearbeiteten Messingoberfläche, die den ­i ndustriellen Look unterstreicht. bertfrank.co.uk

.HANGAR DESIGN GROUP.

KRISTALLINE TRANSPARENZ

Mit ihrem Namensvetter hat die Pendelleuchte «Stone» von Hangar Design Group nicht viel gemeinsam. Ihr transparenter Körper be­ steht aus Glas. Das im Lampendesign meist rund eingesetzte Mate­ rial steht hier im Kontrast zur geometrischen Gestalt der Leuchte. Die Überlagerung des matten Lampenhalters im Zentrum mit dem transparenten Leuchtenschirm schafft eine neuartige Lichtqualität. hangar.it


KALEIDOSKOP  INTERVIEW

Floriana Frassetto

«MEINE IDEEN SIND MEINE LIEBE» Wortlos und in schwarzen Kleidern, aber mit farbigen Masken begeistert die Theatergruppe Mummenschanz seit über 40 Jahren Gross und Klein auf der ganzen Welt. Mit jungen Schauspielern und neuer Show geht Mitgründerin Floriana Frassetto wieder auf Tournee. INTERVIEW   DONIKA GJELOSHI FOTO   MUMMENSCHANZ

Floriana Frassetto, nach langer Pause haben Sie eine komplett verjüngte Crew für Mummenschanz zusammengestellt. Die neue Bühnenshow «you&me» war so erfolgreich, dass es seit September zahlreiche Zusatzvorstellungen gibt. Wie zufrieden sind Sie mit dem neuen Programm ? Ich bin eigentlich nie wirklich zufrieden, aber doch sehr zufrieden mit dieser Show. Wir arbeiten jeden Tag daran, haben ein enthusiastisches Publikum und lernen immer wieder dazu. Wir versuchen uns stetig zu verbessern, ob nun der Rhythmus schneller oder langsamer oder eine Bewegung anders sein muss. Das Stück «you&me» ist sehr beweglich und lebendig. Worauf können sich Zuschauer freuen, die dieses Theaterstück noch nicht gesehen haben ? Die Show ist spielerisch, poetisch, fantasievoll und sehr interaktiv. Es gibt viel Neues und Experimentelles zu sehen. Ich habe beispielsweise noch nie eine Violine gespielt und sie als Maske auf meinem Kopf getragen. Mein Kollege Kevin ist Perkussionist, er spielt sogar auf der Bodenfläche der Bühne. So etwas haben wir zuvor auch noch nie gemacht. Gibt es eine Szene oder eine Maske, die Ihnen bei dieser Show besonders gefällt? Die Szene mit den beiden Violinen. Sie stellt einen Streit zwischen Mann und Frau dar: Die Frau redet und redet auf den Mann 10

ein und sagt nach jedem zweiten Wort «oder?», natürlich nur abstrakt durch den Ton der gezupften Saiten. Der Mann hält es kaum aus und kann ihr nicht mehr zuhören. Dank dem Metronom finden die Violinen den gemeinsamen Ton wieder – wie ein Happy End einer Liebesgeschichte. Wie kommen Sie auf Ideen für solche Inszenierungen ? Ich träume viel. Ich lebe allein und gehe oft ins Museum oder in die Natur, und plötzlich kommen mir Ideen. Ideen sind meine besten Freunde, meine Liebe.

«Die Bühne ist schwarz, aber zu Hause mag ich es hell und weiss.» Floriana Frassetto, Künstlerische Leiterin und Mitgründerin von Mummenschanz

Mummenschanz funktioniert ohne Musik, ohne Worte, nur mit ruhigen Bewegungen und wenigen, aber farbigen Masken. Wie bunt oder ruhig sieht es bei Ihnen zu Hause aus? Bei mir läuft immer Musik, viel klassische Musik. Ich wohne in Altstätten bei St. Gallen oberhalb meines Ateliers, denn das Atelier, das Theater ist mein Leben. Viele alte Sachen habe ich entsorgt, aber einige Masken habe ich behalten. Auch meine uralten Nähmaschinen behalte ich, bis sie nicht mehr funktionieren. Im Büro habe ich Gemälde, Bücher und eine ganze Wand voll mit Schneekugeln aus der ganzen Welt, die ich gesammelt habe. In der Wohnung ist fast alles in Weiss gehalten, und ich habe ein paar Skulpturen und Bilder, die mich entspannen. Im Gegensatz zur schwarzen Bühne ist bei mir zu Hause alles hell und weiss.   


Die rahmenlosen Schiebefenster des Schweizer Herstellers Sky-Frame gehen schwellenlos in ihre Umgebung über. Innenräume verwandeln sich so zu Aussenräumen und ermöglichen eine einzigartige Wohnatmosphäre. SKY-FRAME.CH

Info Nr. 104


KALEIDOSKOP  NEWS

.RUBELLI.

DURCH DIE BLUME

Barock und modern zugleich mutet der «Schola Granda Flower Top Table» von Rubelli an. Das mondäne Möbelstück ist ein verspielter kleiner Bruder der grossen «Scola Granda»-Esstische, die sich durch ihre «verdoppelt» wirkende Tischplatte und die Akzente aus Messing auszeichnet. rubelli.com

«Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.» Friedrich Schiller

.MOTEL ONE.

ERSCHWINGLICHES DESIGN-HOTEL AUCH IN ZÜRICH

Budgetfreundlich und designorientiert zugleich? Dass das geht, beweist die Budget-Design-Hotelkette «Motel One». Zuerst Basel, nun Zürich: «Motel One» eröffnet ihr zweites Haus in der Schweiz. Das Hotel mit 394 Zimmern überzeugt neben der zentralen Citylage durch die aussergewöhnlichen Design-Themen. Übernachten können Gäste im neuen Motel One Zürich ab CHF 169 im Einzelzimmer. motel-one.com

.HERMÈS.

IM ZAUM HALTEN

Das französische Traditionshaus Hermès stellte ursprünglich Sättel und Zaumzeug her. Dieser etwas andere Kleiderbügel und die gezäumten Vasen aus der Kollektion «Lien dʼHermès» sind nicht nur echte Hingucker, sondern eine Hommage an die Anfänge des Familienunternehmens.

hermes.ch

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Mehr Stauraum Mehr Leistung Mehr Komfort

WESCO Neuheiten live erleben in Halle 2.1 Stand K84

VOLLKOMMEN FREI Serienmässig frei kombinierbar mit flächenbündigen Kochfeldern aller Hersteller, setzt die neue WESCO basso II SL dank Sockellüfter in Sachen Stauraum und Planungsfreiheit neue Massstäbe. Doch damit nicht genug: Dank den einfach im Geschirrspüler zu reinigenden Fettauffangteilen, elektrisch öffnenden Ansaugklappen und zwei individuell ansteuerbaren Lüftern mit EC-Motoren ist dieser Kochfeldabzug unerreicht wirkungsvoll – und flüsterleise obendrauf.

Info Nr. 105

MISSION BESSERE LUFT


KALEIDOSKOP  NEWS

FERNSICHT ÖSTERREICH ARCHITEKTUR   AD2-ARCHITEKTEN.AT REDAKTION   ANNA ETTLIN FOTOS   HERTHA HURNAUS

Das Zusammenspiel von Architektur und Natur spielt eine zentrale Rolle bei den Projekten von ad2 architekten. So auch bei diesem kristallinen Einfamilienhaus, welches das österreichische Architekten-Duo Andrea Dämon und Andreas Doser in Wien errichtet hat. Ähnlich einer Schanzenanlage sitzt das kompakte, viergeschossige Wohnvolumen im oberen Bereich des Hanggrundstücks. Die auffällige polygonale Architektur folgt der natürlichen Topografie des Grundstücks und setzt sich auch im Gebäude-Inneren fort. Die hellen Räume, die Platz für eine junge Familie bieten, geniessen dank der grosszügig verglasten Fassade einen Ausblick über die Stadt. Besonders markant zeigt sich die Hauseingangsseite – ihres Zeichens Visitenkarte des Wohngebäudes. Von hier ist die kristalline Form besonders deutlich ersichtlich. Ein Ausläufer der Dach- und Wandbekleidung aus dem Verbundwerkstoff Alucobond weist bewusst auf den Eingang hin. Dieser diamantförmige Ausleger begrenzt auf einer Seite das wettergeschützte Entrée, auf der anderen einen dreigeschossigen Gebäudeeinschnitt, der dank Verglasung die dahinter liegenden Räume mit Licht und Gartenzugang versorgt. Im Lichtschacht des Kellergeschosses wurde ein Baum gepflanzt, der mit der schlichten schwarzen Fassade des Einschnitts kontrastiert und dem Elternbad im Obergeschoss ein Baumhaus-Feeling verleiht.   

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KRISTALLINE ­SYMBIOSE VON ­ARCHITEKTUR ­ UND NATUR


21 frische konzepthäuser mit festpreis-garantie

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KALEIDOSKOP  NEWS

.GAINSBOROUGH.

EIN REVIVAL FÜR EDLE STOFFE

Das britische Unternehmen Gainsborough Fine Weavers & Dye House wurde 1903 gegründet und blickt auf eine reiche Geschichte zurück – genauso wie die Stoffe aus der Renaissance Collection. In Zusammenarbeit mit der Designerin Karen Beauchamp brachte der Stoffhersteller ausgewählte historische Muster zurück, darunter auch das persisch angehauchte «Makins Paisley». gainsborough.co.uk

.KARTELL.

DER SCHÖNE SCHIRM

Nach dem Erfolg der Leuchte «FL/Y» kommt von Kartell die Neuheit «Bella»: eine Kollektion von Lampenschirmen in zwei verschiedenen ­Grössen. Die neue Oberfläche und die Farb­ palette mit entsättigten Farben sorgen dafür, dass das matte Material Biskuitkeramik ähnelt. kartell.com

.MOLTENI & C.

NEUES LEBEN FÜR DIE KLASSIKER

Das italienische Designunternehmen Molteni&C blickt mit der ­«Heritage Collection» sowohl in die Zukunft als auch in seine ­G eschichte zurück. Einige klassische Design-Produkte finden ihren Weg zurück ins Sortiment, darunter auch der Sessel «D.156.3», designt von Gio Ponti. molteni.com

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.LETTI & CO.

WANDELBARER WÜRFEL

So stylisch war ein Bettsofa noch nie. «Kubo XL» gibt sich tagsüber wie ein ­kubischer Pouf mit zwei Rollkissen und ohne ­Rückenlehne. Nachts ent­ faltet sich das praktische Möbel bei Bedarf zu einem schönen Doppelbett. lettiandco.com

«Phantasie ist wichtiger als das ­Wissen, denn Wissen ist begrenzt.» Albert Einstein

.BIGERT & BERGSTRÖM.

EIN GOLDENES EI FÜR EINE ­ENTWURZELTE GEMEINDE

Fotos: Jean-Baptiste Béranger

Kiruna, die nördlichste Stadt Schwedens, muss umziehen. Die grosse Eisenerzgrube, welche die Stadt ins Leben gerufen hat, wurde ihr zum Verhängnis: Der Boden unter einigen Stadtteilen droht einzustür­ zen. Kiruna wird in den nächsten Jahrzehn­ ten um einige Kilometer verschoben. Um den Zusammenhalt der Bewohner in dieser schwierigen Zeit zu fördern, wurde das schwedische Künstlerduo Bigert & Berg­ ström beauftragt, eine soziale Skulptur für die Stadt zu entwerfen. Entstanden ist «Solar Egg». Die fünf Meter hohe und vier Meter breite Sauna bietet den Einwohnern von Kiruna einen Treffpunkt. bigertbergstrom.com Der Holzofen in Form eines Herzens unterstreicht den sozialen Aspekt der Sauna, die den Zusammenhalt unter den Einwohnern fördert. Die facettierte Hülle erinnert an die Komplexität von Umweltfragen: Ohne das Bergwerk, das die Stadt nun bedroht, gäbe es gar keine Stadt.



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KALEIDOSKOP  NEWS

.THORSTEN VAN ELTEN.

STROM AUS DEM BRUMMI

Steckleisten sind nun mal keine sonderlich ästhetischen Objekte. Das Produkt «Plug Truck», designt von Jörg Gätjens, will dies ändern. Der kleine Lastwagen aus pulver­ beschichtetem Stahl steht auf Holzrädern. Die Steckleiste wird einfach hineingelegt, und schon hat man aus etwas Alltäglichem etwas ganz Witziges gemacht.

.FREDERICIA.

thorstenvanelten.com

FUNKTIONALE KOLLEKTION

Am Salone del Mobile in Mailand ­präsentierte Fredericia eine neue Kollektion von Barhockern und Seitentischen des französischen Designers Aurélien Barbry. Dieser ist bekannt für seinen funktionalen und minimalistischen Design-Ansatz. Stahl und Holz verbinden sich bei der BarbryKollektion zu einer grafischen und dennoch funktionalen neuen Möbelserie.

fredericia.com

.B&B ITALIA.

EINE INSEL IM RAUM

Fast wie Fossilien oder riesige Einzeller muten die Hocker «Tabour» an, die das anglo-indische Design-Duo Nipa Doshi und Jonathan Levien für B&B Italia entworfen hat. Die rechteckigen, ovalen oder drei­ eckigen Poufs gibt es mit Leder- oder mit Stoffbezug. Sie können sowohl als Insel im Raum als auch als natürliche Fortsetzung der Sofalandschaft dienen. bebitalia.com 18


DER (VOR)HANG ZUM SCHÖNEN!

BODEN UND VORHANG hassler.ch

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und ich: einzigartig.» TOWER OFEN Der elegante Designofen Tower® verfügt über zwei getrennte Heiztürme. Ein Wasserbehälter mit Kräutersieb und Ölschale schafft ein unvergleichliches Saunaklima mit vielfältigen Therapiemöglichkeiten.

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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

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AUSGEREIFTE ARCHITEKTUR Jede Idee wurde zu Ende gedacht, jede Entscheidung war wohlüberlegt. Das Ergebnis ist somit vollkommen. Die sechsköpfige Familie erfreut sich eines modernen Hauses mit alpinem Flair und einer malerischen Aussicht von der Rigi bis zum Pilatus. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   TANYA HASLER



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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

Eine Wendeltreppe aus Stein verbindet die beiden Terrassen miteinander und verkürzt zugleich den Weg zur Küche für Snacks und Getränke.

E

rhaben über dem Vierwaldstättersee liegt die idyllische Gemeinde Meggen. Wenn die Sonne hinter der Rigi aufgeht, taucht sie auch den Bürgenstock in goldenes Licht und bringt den See zum Glitzern. Der Bauherr dieses Einfamilienhauses verbindet mit dieser Aussicht eine nostalgische Erinnerung aus seiner Kindheit. «Früher bin ich bei meinen Eltern mit der Leiter aufs Dach geklettert, um auf den See blicken zu können», erinnert er sich. Sein Elternhaus war ein Bau aus den 80er Jahren wie die meisten Nachbarshäuser. Es hatte ein Wohngeschoss und ein Kellergeschoss mit je einem Eingangsbereich. Aus Freude an der Familie und den Grosskindern und im Wissen, dass Haus und Grundstück im Familienbesitz bleiben, sind die Eltern des Bauherrn in eine Wohnung ganz in der Nähe gezogen. Um das Haus den Bedürfnissen der jungen Familie anzupassen, nahm die Bauherrschaft Kontakt mit dem lokalen Architekturbüro Beljan + Feucht Architekten auf. «Die Aussicht, die ich von meiner Kindheit her vom Dach aus kannte, wünschten wir uns bei unserem neuen Haus», erzählt der Bauherr. Die weiteren Grundparameter waren, dass das Haus über nur noch einen Eingang verfügen und alle Schlafzimmer auf einem ­G eschoss liegen sollten. Mit den Architekten

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«Als Kind bin ich aufs Dach geklettert, um auf den See blicken zu können.» Der Bauherr

hat das Paar verschiedene Versionen ausgearbeitet. Eine Version war, lediglich das Dach abzureissen, um das bestehende Haus mit einem Attikageschoss zu erweitern. Die zweite Version war, das Haus komplett zu ersetzen, um das Maximum aus dem Grundstück herauszuholen. Es wäre dann ein ­Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung geworden. Lange tendierte die Planung in Richtung der zweiten Version. Die Familie mit vier Kindern wollte jedoch die Vorzüge eines Einfamilienhauses geniessen können, ohne Rücksicht auf einen Mieter nehmen zu müssen. Schliesslich hat die Architektin Ivanka Beljan aus den zwei unterschiedlichen Versionen eine Kombination erarbeitet, die gefiel. «Wir haben uns entschieden, das Kellergeschoss bestehen zu lassen und nur leicht umzubauen. Es erwies sich ausserdem als einfacher und kostengünstiger, das Wohng­e ­schoss komplett abzureissen und neu zu planen, statt es umzubauen. Das Attikageschoss war ein Wunsch der Bauherrschaft, den wir

unbedingt berücksichtigen wollten.» So bilden also die Umrisse des Kellergeschosses das Fundament und die Ausgangslage für diesen Ersatzneubau.

ZEITGEMÄSSER ALPIN-CHIC Die Eingangstür befindet sich im Osten zum Quartierweg hin. Hier sind alle drei Ebenen des Hauses sichtbar, welches in einen leichten Hang eingebettet ist. Unmittelbar daneben ist die Garage. Von Gneiss-Steinen gestützt und eingefasst und mit einem kleinen Brunnen, dessen Kupferschale Bezug auf die kupferfarbenen Vordächer nimmt, ist der Eingangsbereich durchaus repräsentativ. Wer das Haus betritt, steht in der grosszügigen und lichtdurchfluteten Garderobe und blickt hinauf zur Galerie bis unters Dach. «Es war klar, dass der Wohnraum oben sein sollte, wo man die Aussicht auf den See hat, und der Eingangsbereich hier unten, wo früher der Keller war. Damit der Eingangsbereich


Die Fenster im Büro vergrössern den Raum und ermöglichen den Blick auf alle Stockwerke. Vom Zimmer aus können die Kinder stets ihren selbst gestalteten Steingarten sehen. Die Glasscheibe zwischen Bett und Bad lockert das gemütliche, holzverkleidete Elternschlafzimmer gekonnt auf.



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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

jedoch nicht dunkel und drückend erscheint, hatten wir die Idee für die Galerie», führt die Architektin aus. In der Tat, die dreigeschossige Galerie gestaltet das Haus von innen offen und hell. Es wird auch so­ fort klar, dass Holz und Glas eine tragende Rolle spielen, wobei die Wände und Decken aus hellem Tannenholz für eine wohlige Atmo­ sphäre sorgen. Die Galerie ermöglicht der sechsköpfigen Familie aus­ serdem die Kommunikation über alle Stockwerke hinweg. Rechts von der Garderobe, wo früher das Kinderzimmer des Bauherrn und seines Bruders war, wurde die Trennwand durchbrochen und so Platz für ein Spielzimmer geschaffen. Das Badezimmer in diesem Raum kann als Gästebad genutzt werden. Ebenfalls im Eingangsgeschoss sind der Hauswirtschaftsraum und der alte Luftschutzkeller angesiedelt, der die moderne Technik beherbergt. Strom wird von der Photovoltaik­ anlage mit Solarbatteriespeicher bezogen. Das Dach ist mit Photovol­ taikpanels bestückt, teilweise wurden Blindteile eingesetzt, für ein ästhetisches Gesamtbild auch aus der Vogelperspektive, erklärt ­Ivanka Beljan. Das Lichtkonzept ist bereits im Eingangsgeschoss spannend. In den Wandschränken eingebaute LED-Streifen beleuch­ ten den Raum abends, ohne zu blenden. Damit die Bewohner nachts über keine Treppenstufen stolpern, wurde eine Beleuchtung unter dem schwungvollen Handlauf installiert. Darüber hinaus sorgt die Die dreigeschossige Galerie verleiht dem Haus Leichtigkeit. Zahlreiche Fenster im offen gestalteten Attikageschoss eröffnen den Bewohnern eine malerische Aussicht auf die Berglandschaft und den Vierwaldstättersee.

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«Das Attikageschoss ist mein persönliches Highlight. Es ist sehr unkonventionell.» Ivanka Beljan, Architektin Bei Pollinger in Visp hat die Bauherrschaft nebst der passenden Küche auch diverse Leuchten und Möbel gefunden. Dank dem niedrigen DektonTisch neben der Insel können auch die Kinder beim Kochen mithelfen.

vom Cameron Design House handgemachte Hängeleuchte durch die Galerie in allen Räumen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und wirkt gleichzeitig wie ein Kunstwerk. Über die Wendeltreppe gelangt man zunächst ins Obergeschoss mit hufförmigem Flur. Vor der Treppe ist das Bürozimmer. Links führt der Flur an zwei Kinderzimmern vorbei zum Elternschlafzimmer mit Ankleide und eigenem Bad, rechts vorbei an zwei weiteren Kinderzimmern, einem Badezimmer und hinaus zum Garten mit Pool. Auch vom Badezimmer aus hat man direkten Zugang zur Terrasse. Die Kinderzimmer sind alle gleich konzipiert: Sie verfügen über einen Einbauschrank, einen gemütlichen Teppichboden und raumhohe Fenster. Wichtig war der Bauherrschaft, dass sich die Fenster in den Kinderzimmern nur oben öffnen lassen. Unten sollen sie geschlossen sein, damit die Kinder zwar zu ihrem selbstgestalteten Steingarten sehen, aber nicht hinausklettern können. Das Elternschlafzimmer ist im Chalet-Stil gehalten. «Die Bauherrin erzählte mir, dass sie Holz im Schlafzimmer wollte, weil es Geborgenheit und Wärme ausstrahlt», erinnert sich die Architektin. Eine Glasscheibe zwischen Schlaf­ zimmer und Bad lässt den mit Holz verkleideten Raum grösser und leichter wirken. Der zweite Teil der Wendeltreppe verbindet das Obergeschoss mit dem Attikageschoss. Hier stehen Wohnzimmer, Wohnecke für die Kinder, Essbereich und Küche offen zueinander, in einem Raum ohne

Stützsäulen, aber mit effektvoller Naturholzdecke, welche die Form des doppelten Walmdachs von innen erkennbar macht. Das Gäste-WC mit Holzverkleidung mutet optisch wie eine kleine Sauna an. Zahlreiche Panoramafenster mit hellem Holzrahmen, die Eckfenster bei der Galerie sowie die Glasschiebetüren zur grosszügigen Terrasse hinaus lassen rundherum viel Tageslicht hinein und eröffnen dem Besucher eine bemerkenswerte Aussicht auf die Berglandschaft und den Vierwaldstättersee. Man kann nun nachvollziehen, weshalb der Bauherr als Kind stets aufs Dach des Elternhauses klettern wollte. Als Pendant zur Wendeltreppe im Hausinneren hat die Architektin eine Wendeltreppe aus Stein geplant, welche die Terrasse im Attikageschoss mit dem Garten verbindet. So wird auch im Aussenbereich die Kommunikation über die Stockwerke hin ermöglicht. Die Baherrschaft und die Architektin blicken auf eine schöne Planungs- und Bauphase zurück, die reibungslos verlief. Alle sind sich einig: Das ­Attikageschoss ist besonders gut gelungen. Für die Kinder scheint der Pool das absolute Highlight zu sein. Die Spritzer der Wasserbomben bringt die warme Abendsonne zum Funkeln, die unterdessen über den Bürgenstock gewandert ist und langsam hinter dem Pilatus untergehen wird.   



A r c h ite k te n - I nte r v ie w   >> 

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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

IVANKA BELJAN Architektin. Beljan + Feucht Architekten, 6045 Meggen. beljanfeucht.ch

Ivanka Beljan, 2013 kam die Bauherrschaft erstmals auf Sie zu, um dieses Haus zu planen. Fertiggestellt wurde es erst vier Jahre später, im Juni 2017. Das ist viel Zeit für ein Einfamilienhaus, nicht wahr? Richtig, das ist eher ungewöhnlich. Für die Planung dieses Projekts hat sich die Bauherrschaft aber bewusst viel Zeit genommen. Der Bauherr wusste sehr früh, dass er das Elternhaus übernehmen würde, deshalb kam er zu uns, um beurteilen zu lassen, was man aus dem bestehenden Haus alles machen kann und mit welchen Kosten die verschiedenen Optionen verbunden wären. Die Eltern des Bauherrn planten, im Jahr 2016 in eine Wohnung zu ziehen, die Bauphase hat schliesslich genau ein Jahr gedauert. Wenn Sie nun das Ergebnis betrachten, gibt es etwas, dass Sie im Nachhinein anders gemacht hätten ? Wir haben bereits in der Planungsphase jede mögliche Option durchgespielt und zu Ende gedacht. Das Bauherrenpaar, das sehr architekturinteressiert ist, hatte klare Vorstellungen für das Raumkonzept. Alle Mög-

lichkeiten haben sie sorgfältig abgewägt und jede Entscheidung war wohlüberlegt, sodass es nichts gibt, was wir im Nachhinein anders machen würden. Mit dem Sichtholz, dem Naturstein und den klaren Linien ist der Mix aus alpinem Flair und moderner, offener Architektur, den sich die Bauherrschaft gewünscht hat, durchaus gelungen. Was zeichnet dieses Haus Ihrer Meinung nach aus? Es ist die warme, gemütliche Atmosphäre, die die natürlichen Materialien Holz und Stein ausstrahlen, und gleichzeitig die offene, moderne Architektur mit grosszügigen Zimmern. Die Offenheit dank der dreigeschossigen Galerie und den Panoramafens­ tern ist kennzeichnend. Ausserdem integriert sich der Neubau sehr gut in seine Um­gebung, so nimmt er Elemente wie das Satteldach vom benachbarten Bauernhaus auf. Was war die grösste Herausforderung bei diesem Projekt ? Das Dach besteht quasi aus zwei Walm­ dächern, die eine unterschiedliche Neigung aufweisen. Die Herausforderung bestand darin, die Dächer so anzuordnen, dass die sichtbare Konstruktion im Hausinneren ruhig und harmonisch wirkt und der Übergang von den Wänden und Fenstern zum Dach auch vom Material her stimmt. Es war schön, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, wir haben dabei viel mit Visualisierungen gearbeitet.   

ERDGESCHOSS

ATTIKA

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Beljan + Feucht Architekten, Meggen beljanfeucht.ch

[ KONSTRUKTION ] Holzbaukonstruktion | Walmdach, Eternit; Solarpaneele | Fassade: Aussenputz Besenstrich

[ RAUMANGEBOT ] Nettowohnfläche: 285,5 m² | Anzahl Zimmer: 8,5

[ AUSBAU ] Boden: Landhausdielen rustic, Eiche; Feinsteinzeugplatten in den Nassräumen | Wände: Putz, Dreischichtplatte Fichte/Tanne | Decken: Dreischichtplatte Fichte/Tanne | Dachkonstruktion sichtbar | Holz-Metall-Fenster, innen Fichte/Tanne lasiert

[ TECHNIK ]

Das Haus ist in einen leichten Hang eingebettet. Von hier aus sind alle drei Ebenen erkennbar. An der Ostseite, unmittelbar neben der Garage, ist der Eingangsbereich.

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Erdsonde mit Kühlung | Thermische und elektrische Solaranlage | Fuss­ bodenheizung | ein Innencheminée, zwei Aussencheminées


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KUNSTVOLL STATT KÜNSTLICH Mit seiner Lowtech-Bauweise feiert das Haus Lux das natürliche Licht, die Luft und ­d ie Vegetation seiner Umgebung. Architekt Manfred Lux gestaltete das neue Zuhause für sich und seine Familie simpel, aber gerade deswegen durchdacht. TEXT   MARTINA HUNGLINGER, ANNA ETTLIN FOTOS   MADS MOGENSEN

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D

as Wort Lux bedeutet auf Lateinisch Licht. So war Licht auch eines der wichtigsten ­Elemente, die Manfred Lux in den Entwurf seines Einfamilienhauses einfliessen liess. Der Bau, den der Architekt mit seiner Frau Naciye und den Töchtern Laila und ­Rosalie bewohnt, liegt in der kleinen Gemeinde Schlipsheim in der Nähe der bayerischen Stadt Augsburg. Die ruhige und naturbelassene Umgebung bildet einen klaren Kontrast zum Zentrum von Berlin, wo die Familie ­f rüher wohnte.

Manfred Lux wollte sein Eigenheim «mit der Sonne» bauen. «Die Lowtech-Bauweise liegt mir am Herzen», sagt der Architekt. Das bedeutet, dass das Haus ohne komplexe ­elektrotechnische Systeme wie Photovoltaik, Solaranlage oder Lüftung auskommt. «Technische Lösungen werden in der Zukunft ­Probleme bereiten», erklärt Manfred Lux.

«Gerade Photovoltaik-Paneele enthalten Schwermetalle und Quecksilber, was ihre Entsorgung erschweren wird.» Für sein ­eigenes Haus hatte er eine andere Vision. Schwere Betonplatten bilden die Innenwände und das Dach des Hauses. In den Sommermonaten bleiben sie kühl, im Winter speichern sie die Heizungswärme. Für die 45 Zentimeter starken Aussenwände setzte der Architekt auf eine gut isolierende Holzständerbauweise. Ein extensiv begrüntes Dach komplettiert die Gebäudehülle und sorgt für optimale Isolation. «Im Frühjahr sieht man von der Zufahrt, wie Sedum und Bergthymian auf dem Dach blühen», sagt Manfred Lux.

NATUR ALS KUNSTWERK Jedes Zimmer besitzt mindestens eine rahmenlose Glaswand, welche eine direkte Verbindung mit der umliegenden Natur schafft.

«Im Frühjahr blühen auf dem Dach Sedum und Bergthymian.» Manfred Lux, Architekt und Bauherr

«Diese Glasflächen sind mehr als nur Fenster, denn sie geben uns die Möglichkeit, die Landschaft zu beobachten», sagt der Architekt. «Sie wirken wie fotorealistische Gemälde.» So kann die Familie aus jeder Ecke und jedem Raum des Hauses den Blick in die Natur geniessen. Auch die schlichte Materialisierung des Baus richtet sich nach der Natur. Sichtbeton und Eichenholz geben im Haus­ inneren den Ton an. Der Sichtbeton wurde gestockt, um die Körnung zu zeigen: Schwarze, weisse und braune Flusskiesel bilden eine lebhafte, warme Oberfläche. «Bauen mit Beton erfordert eine genaue Planung», sagt Manfred Lux. «Man muss vor dem Bau­ beginn wissen, wo Lichtschalter, Steckdosen und Lampen positioniert werden.» Der kompakte Baukörper verfügt über ­ inen achteckigen Grundriss von zehn auf e zehn Metern, der dem Gebäude eine leicht prismatische Form verleiht. «Ich bin von einem Quadrat ausgegangen», sagt Manfred Lux. «Auf dem Grundrissplan erkennt man, dass die vier zusätzlichen Ecken dort liegen, wo ­I nnenwände auf Aussenwände treffen und sie sozusagen nach aussen drücken.» Die ­Begründung für diese Form ist nicht nur

Die Küche und der Essbereich gehen fliessend ineinander über. Der Esstisch aus Räuchereiche bildet einen Kontrast zum hellen Boden- und Wandbelag.

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Unten rechts: Oberlichter bringen intensives, natĂźrliches Tageslicht in den Treppenraum.

Oben: Die Innenräume im Erdgeschoss gehen fliessend ineinander und in den Aussenraum ßber. Unten links: Die Treppenstufen sind direkt in der Wand verankert, was der Treppe Leichtigkeit verleiht.



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Oben: Manfred Lux band die alten Obstbäume zurück, damit sie nicht gefällt werden mussten. Links und unten: Geometrisch gemusterte Platten in der WC-Nische setzen einen Akzent im Master-Bad. Ansonsten ist der grosse Raum schlicht und hell gehalten.

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Der Garten wurde in seinem Naturzustand belassen. Die alten Obstbäume spenden im Sommer Schatten und lassen im Winter die Sonnenstrahlen durch.

­ sthetisch. «Wer energetisch baut, möchte ä viel Innenraum bei möglichst wenig Fassa­ denfläche, über die Wärme entweichen kann», erklärt der Architekt. «Das günstigste Verhältnis von Fläche zu Volumen findet man bei einer Kugel.» Der kompakte Bau­ körper mit Walmdach nähert sich der Kugel so gut es geht an. Eine Doppeltüre führt ins Haus hinein. Ein geometrisches Muster durchbricht ihre Metalloberfläche und schafft ein Gleichge­ wicht von Offenheit und Geschlossenheit. Das Muster wurde an den Grundrissplan des Obergeschosses angelehnt. Der offene Ein­ gangsbereich geht fliessend in den Wohn­ bereich mit Wohnzimmer, Küche und Ess­ zimmer über. Ausserdem beherbergt das Erdgeschoss den Technikraum und das ­Gäste-WC als separate Räume. Die Innen­ einrichtung wurde ebenso schlicht gehalten wie die Architektur. Einen Grossteil der Mö­ bel hat Manfred Lux selbst eigens für sein Haus entworfen. Das Obergeschoss ist über eine Kragarmtreppe erschlossen. Runde Oberlichter lassen intensives Tageslicht auf

die Stufen strömen. Oben liegen die drei Schlafzimmer und das Bad der Familie, so angeordnet, dass je ein Raum in eine Him­ melsrichtung schaut. Durch die wand­ grossen Fenster erhalten die Räume ein Ma­ ximum an Tageslicht und lassen die Bewohner in die Natur hinausblicken. Die Beleuchtung gestaltete Manfred Lux zurück­ haltend und gedämpft. Die Lichtquellen wur­ den so platziert, dass sie dem Einfall des na­ türlichen Lichts entsprechen. «Das Licht sollte nachts aus der­selben Richtung kom­ men wie am Tag», sagt der Architekt. Getreu dem Lowtech-Prinzip kommt das Haus ohne Lüftungsanlage aus. Kleine Lüftungsklap­ pen in den Zimmern können geöffnet wer­ den, um eine natürliche Luftzirkulation zu fördern. Gemeinsam mit der Haustür, einem der Oberlichter, das sich öffnen lässt, sowie den Glasschiebetüren im Erdgeschoss sor­ gen die Klappen selbst an windstillen Tagen für eine optimale Belüftung. Ein separates Gebäude wurde neben dem Haupthaus in den Hang hineingebaut. Später könnte es als Gästehaus dienen, heute befindet sich darin das Atelier des Ehepaars. Im Gegensatz zum

«Die grossen ­Glasflächen wirken wie fotorealis­ tische Gemälde.» Manfred Lux, Architekt und Bauherr

Die Outdoor-Küche liegt beim Nebengebäude und bildet in der warmen Jahreszeit den ­Mittelpunkt des Familienlebens.



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ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

DACHFORM

Im Nebengebäude befindet sich das Atelier. Der Lehm an den Wänden und der Decke sorgt für eine warme A ­ tmosphäre.

weissen Hauptgebäude wurde der zurückhaltende Nebenbau «erdig» gestaltet. Sichtbeton und Holz definieren seine Fassade, während Lehm an der Decke und den Wänden im Inneren für Wärme sorgt. Auf dem Dach befindet sich ein offener Abstellplatz für die Autos. Horizontale Holzlatten verbergen die Fahrzeuge, behalten aber eine gewisse Transparenz bei.

IM EINKLANG MIT DEM GARTEN Das Highlight bildet für die Familie Lux jedoch der Garten, in dem alte Obstbäume wachsen. «Die Arbeiter wollten die Bäume zunächst fällen», erinnert sich Manfred Lux, «also habe ich die Äste ­z urückgebunden, ­damit die Arbeiten un­gestört durchgeführt werden konnten.» Der Aufwand lohnte sich, denn die geretteten Obstbäume spenden im Sommer Schatten, sodass das Erdgeschoss ohne künstlichen Sonnenschutz auskommt. Im Winter lassen die blattlosen Äste das Sonnenlicht hineinströmen und das Haus erwärmen. Rund um das Haus erstreckt sich ein ungestalteter Naturgarten. «Ich mähe das 34

Gras mit einer Sense, aber erst nachdem die Blüten abgeblüht sind», sagt der Architekt. «Die Samen fallen auf die Erde, und so blühen jedes Jahr wieder Malven und wilder Senf.» Eine Outdoor-Küche hinter dem Haus ist der Hauptaufenthaltsraum der Familie in den Sommermonaten. Eine raue Mauer aus recycelten Dachziegeln bildet die Rückwand der schlichten Betonküche mit Wasserhahn und Ofen. «Die Sommer werden immer länger und wärmer, und wir verbringen immer mehr Zeit draussen», sagt Manfred Lux. «Die Kinder machen hier ihre Hausaufgaben, wir backen unsere selbstgemachte Pizza, und manchmal verlagern Naciye und ich unser Büro auch nach draussen. Ein gutes Haus braucht einen Garten.» Trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit erforderte das Haus eine sorgfältige ­Planung, um die Schlüsselelemente Klima, Energie und Garten unter ein Dach zu bringen. «Ich habe es nicht aus dem Bauchgefühl heraus gestaltet. Es erhielt seine Form durch die Lebensqualität, die wir anstrebten», sagt Manfred Lux.   

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Manfred Lux, Neusäss-Schlipsheim (DE) lux-architect.com

[ KONSTRUKTION ] Mischbauweise | Decken, Dach und Innenwände: Beton | Aussenwände: Holzständerwände 45 cm | Dach­ begrünung | Fassade: Verputz

[ RAUMANGEBOT ] Wohnfläche: 140 m² | 5,5 Zimmer

[ AUSBAU ] Boden: Eichenparkett | Wänd­e: Sichtbeton gestockt, Holz | Decken: ­Sichtbeton

[ TECHNIK ] Lowtech-Konstruktion | natürliche Lüftung | Luft-Wasser-Wärmepumpe


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EIN FALL FÜR ARCHITEKTUR «House Towards Tateyama» macht Schluss mit der traditionellen Idee des Grundrisses: Der untere Beton- und der obere Holzteil sind nicht deckungsgleich. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   SERGIO PIRRONE

Unten Beton, oben Holz: Die Mischkonstruktion ermöglichte es den Architekten, die traditionellen Grundrisse aufzuheben. Das grosse selbsttragende Holzelement, welches das Dach des Gebäudes bildet, stimmt in seinem Grundriss nicht mit den Betonmauern des Erdgeschosses überein, was überraschende Verbindungen zwischen den Räumen schafft.

[ WAS ] Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie

[ WER ] Mount Fuji Architects Studio, Tokio fuji-studio.jp

[ GRUNDSTÜCK ] Das Grundstück liegt in der Präfektur Toyama, welche einen Teil der Region Hokuriku auf Honshū, der Hauptinsel Japans, bildet. Vom Grundstück aus

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öffnet sich ein Weitblick auf umliegende Reisfelder und die Tateyama-Berggipfel.

[ HERAUSFORDERUNG ] Die Bauherrschaft wünschte eine Architektur, die sowohl private und introvertierte Räume als auch weitläufige, zur Umgebung gerichtete Bereiche vereint.

[ LÖSUNG ] Die Architekten setzten auf eine Misch­ konstruktion aus Holz und Beton. Die Betonmauern wurden so platziert, dass sie den

Blick nach draussen lenken und das Haus öffnen. Darauf wurde eine introvertierte Holzkonstruktion aufgesetzt. Unterschied­ liche Grundrisse prägen den Holz- und den Betonteil, sodass ein dynamisches Formenspiel entsteht.

[ BESONDERHEIT ]

Der aufgehobene Grundriss ist eine statische Herausforderung. Holzelemente von 2,1 Metern Höhe tragen die obere Konstruktion und sorgen für die nötige Stabilität.


Keine vier Wände: Die Sichtbetonmauern und die Holzkonstruktion, welche sie tragen, stimmen in ihren Grundrissen nicht überein. Dadurch entsteht im Hausinneren ein interessantes Wechselspiel von Formen und Räumen, das mit der traditionellen Logik der Architektur bricht.

Die auslaufenden Mauern verlängern die ­ Räume optisch nach aussen. Grosse Fenster verstärken diesen Effekt.

Offene Räume mit enormen Raumhöhen prägen das Erdgeschoss, wo sich Küche, Wohn- und Esszimmer sowie die Schlafzimmer befinden. Auf einer kleinen Galerie, direkt unter der Holz­ konstruktion, liegen lediglich ein Büro, der Technikraum und ein Reduit.

QUERSCHNITT

Die Aufhebung der Grundrisse stellte die Planer vor statische Herausforderungen.



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AM HÖCHSTEN WEINBERG EUROPAS Am Fuss des Heida-Dorfes Visperterminen und nur einen Steinwurf von der Visper Altstadt entfernt schmiegt sich dieser Bau an die Rebberge des kräftigen Pinot Noir. Geplant war ein Ein­f amilienhaus, die Gegebenheiten der Parzelle führten zu einer anderen Lösung. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   TANYA HASLER



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Links: Schlichte Eleganz strahlen auch die Küche vom lokalen Küchenanbieter Pollinger und die Möbel von Ligne Roset aus. Unten: Architekt Matthias Werlen hat sich auch um das Interior Design gekümmert, während die Firma Neuco mit ihrem Lichtkonzept die Architektur abends wirken lässt. Rechte Seite, links: Das Elternschlafzimmer im Attikageschoss verfügt über eine geräumige Terrasse mit Blick auf den Rebberg. Im b ­ egehbaren Kleiderschrank ist auch ein ­D urchgang zum Badezimmer nebenan. Rechte Seite, rechts: Unverwüstliches Corian zeichnet den Wandbelag im Badezimmer aus. Produkte von Laufen, Axor Hans Grohe und Duscholux schaffen eine harmonische Badwelt.

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V

isp ist mit seinen rund 7500 Einwohnern keine Grossstadt, doch nimmt die Ortschaft eine wichtige Funktion als Knotenpunkt in der Oberwalliser Wirtschaftsund Kulturwelt ein. Weinliebhabern ist Visp aber vor allem wegen des exquisiten Weins der St.-Jodern-Kellerei ein Begriff. Das Weingut im Heida-Dorf Visperterminen erstreckt sich auf einer Höhe von 650 bis 1150 m ü.M. und ist somit der höchstgelegene Weinberg Europas. Am Fuss dieses Weingutes, gleich neben den Reben, wo die Trauben des berühmten Heida heranwachsen, liegt das Visper Quartier Hubel. Einerseits ist man von hier aus in wenigen Minuten in der Natur, andererseits liegen auch die Altstadt und der Bahnhof nur einen Steinwurf entfernt. Hier ein Baugrundstück zu finden, ist nicht einfach. Umso glücklicher schätzt sich die Bauherrschaft, dass der Onkel des Hausherrn an dieser begehrten Lage ein solches Grundstück in seinem Besitz wusste. Da er selbst nicht vorhatte, die Parzelle zu bebauen, trat er das Grundstück an seinen Neffen ab, der für sich und seine Familie ein neues Zuhause schaffen wollte. Das ursprünglich geplante Einfamilienhaus wurde aufgrund raumplanerischer Überlegungen mit einer grossen und einer kleinen Mietwohnung ­ergänzt. Ebenso fand die Anwaltskanzlei der Bauherrin Unterschlupf in der neuen Liegenschaft auf vier Ebenen. Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, wandte sich die Bauherrschafft an einen befreundeten Architekten. Als Grundparameter für dieses Bauvorhaben waren neben der Lage am Fuss des Rebbergs sowie dem Wunsch, diesen Rebberg als zentrales Element zu berücksichtigen, auch eine offene

Grundrissgestaltung sowie eine karge Materialwahl ausschlaggebend. «Sichtbeton gefiel uns schon immer sehr gut, deshalb haben wir uns an unseren Freund Matthias Werlen gewandt, der sich damit gut auskennt», erläutert der Bauherr die Ausgangslage. Bei der weiteren Umsetzung genoss Matthias Werlen grosse Freiheiten, was jeder Architekt zu schätzen weiss. Entstanden ist ein Bau, bei dem die Hauptwohnung mit Attikageschoss auf der Höhe des Weinbergs liegt. Der Umriss des Gebäudes orientiert sich an den Gegebenheiten der Parzelle.

KONSEQUENTE ARCHITEKTUR «Durch die Anhebung des Gebäudes konnte die Sonneneinstrahlung verbessert werden, ohne dass dabei der Windschutz durch den vorgelagerten Rebberg verloren ging», beschreibt Matthias Werlen die Vorzüge der Architektur. Somit befindet sich im Erdgeschoss neben der Garage auch das Anwaltsbüro der Bauherrin. Eine Etage darüber liegt eine fünf Zimmer grosse Mietwohnung, die vom südlich vorgelagerten Gartenplatz profitiert. Dadurch fand die Wohnung der Bauherrschaft im zweiten Obergeschoss direkten Anschluss an den Rebberg, erklärt der Architekt weiter. Das Raumprogramm der Hauptwohnung umfasst nebst dem offenen, aber clever verwinkelten Wohnbereich mit Küche und Terrrasse zwei Kinderzimmer, ein Badezimmer, eine Vor­rats­k ammer mit Waschküche sowie ein Attikageschoss. Dort sind ein Büro, ein Badezimmer und das Elternschlafzimmer mit Ankleide und geräumiger Terrasse an­ gesiedelt. Während der Schlaftrakt nach 

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Links: Die Glasschiebetüren erweitern den Wohnraum nach aussen. Nicht nur die Gartenmöbel, auch die Natur setzt grüne Akzente. Unten: Der Umriss des Gebäudes orientiert sich an den Gegebenheiten der Parzelle. Im EG sind die Garage und das Büro der Bauherrin angesiedelt, im 1. OG eine grosse Mietwohnung, im 2. OG die Hauptwohnung mit Attikageschoss sowie eine zweite, kleine Mietwohnung.

­ ordosten ausgerichtet ist, kommen die Kü­ N che und der Essplatz in den Genuss der Abendsonne. Der Bodenbelag aus warmem Eichenholz, der sich über alle Zimmer und die Treppe zieht, bildet einen warmen Kontrast zu den weissen Wänden und der puristischen Einrichtung. Für die ästhetische Erscheinung spielt neben dem Holz im Rauminneren auch Beton an der Fassade eine prägende Rolle. «Anfangs hatte ich Bedenken, dass der Sicht­ beton eine unschöne Struktur aufweisen ­w ürde, doch der Bauleiter hat ein makelloses

Ergebnis erzielt», so der Bauherr. Die aufwän­ dige Gestaltung kann sich sehen lassen, auch von der Terrasse aus, die den Wohnraum nach aussen erweitert. Farblich unterstützt wird die zurückhaltende Architektur durch ver­schiedene Erdtöne. Die umliegende Na­ turlandschaft und der Rebberg unmittelbar neben dem Haus setzen durch die grosse Verglasung grüne Akzente im Rauminneren. Die Bauherrschaft schätzt darüber hinaus die Wandlungsfähigkeit ihrer Liegenschaft:

2. OBERGESCHOSS

Die kleine, neben der Bauherrenwohnung gelegene zweite Mietwohnung im Umfang von eineinhalb Zimmern kann bei Bedarf später ausgebaut und direkt mit der Haupt­ wohnung verbunden werden. Das Bauher­ renpaar wollte bewusst keinen Lift einbau­ en. Falls sie im Alter Schwierigkeiten mit Treppensteigen hätten, bestünde die Mög­ lichkeit, in die jetzt vermietete Parterrewoh­ nung zu ziehen, denn von dort aus könnte man ohne grossen Aufwand einen Zugang über den Garten anbringen lassen.   

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] werlen matthias architektur ag, Brig tiso.ch

[ KONSTRUKTION ] Massivbauweise in Beton und Backstein | Zweischalenmauerwerk, Betonfassade aussen tragend | Flachdach bekiest

[ RAUMANGEBOT ] ATTIKAGESCHOSS

Hauptwohnung im 2. OG: Nettowohn­ fläche 193 m²; 5,5 Zimmer | Mietwoh­ nung im 2. OG: 56 m²; 1,5 Zimmer | Miet­ wohnung im 1. OG: 183 m²; 5,5 Zimmer | Kanzlei im EG: 81 m²

[ AUSBAU ] Boden: Eichenparkett, Platten in ­Badezimmern | Wandbeläge: Kaklkputz­ abglättung | Fenster: Holz-Metall-Fenster mit Aluzargen; Rafflamellenstoren

[ TECHNIK ] 42

Erdsondenbohrung mit Wärmepumpe


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DREI GENERATIONEN UNTER EINEM DACH Nach zwei schönen Jahren im warmen Kalifornien schien die Zeit reif, um in die Schweiz zurückzukehren und sich dort den lang gehegten Wunsch vom Hausbau zu erfüllen. Das Paar wünschte sich zudem, dass die Grosseltern ihrer Kinder im gleichen Haus wohnen. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   TANYA HASLER

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an kann von grossem Glück, vielleicht sogar von Schicksal sprechen, denn dieses Grundstück wurde fast dreimal ver­ kauft, bis es zu dieser Familie fand. Aus be­ ruflichen Gründen lebte das Paar mit seinen beiden Kindern zwei Jahre lang in Kalifor­ nien (USA). Obwohl die Ehepartner den Le­ bensstil, die wilde Natur und das Surfen dort genossen, fiel ihnen die Rückkehr in die Schweiz nicht sehr schwer. Sie vermissten ihre Familie und Freunde. Zudem sagte ih­ nen das Schweizer Schulsystem für die Aus­ bildung ihrer Kinder besser zu. Der Zeit­ punkt schien genau der richtige zu sein, um sich den lang gehegten Wunsch vom Haus mit Garten zu erfüllen.

GENAU WIE GEWÜNSCHT Es sollte etwas auf dem Land sein, mit der Nähe zu Luzern, da die Bauherrin dort arbei­ tet. Wichtig war auch die Nähe zur Natur. «Mein Mann und ich sind sehr aktiv, er treibt viel Sport und ich bin gern am See zum Schwimmen oder Stand-up-Paddeln. Unsere Kinder machen bei allem mit.» Atmoshaus schien genau die richtige Parzelle anzubie­ ten: In Nottwil wurde ein bestehendes Wohnquartier erweitert, mit Blick auf den Sempachersee und mit der Nähe zum Wald und zu den Bergen. Um das Grundstück zu besichtigen, reiste die Bauherrin extra in die Schweiz. «Ich musste innerhalb weniger Stunden und unter Jetlag eine Entscheidung treffen, aber schon nach einem kurzen Tele­ fonat mit meinem Mann waren wir uns einig, dass wir hier unser Haus bauen wollen.» Das Paar war sich über die eigenen Be­ dürfnisse im Klaren, so wurde das ursprüng­ 44

lich von Atmoshaus angebotene Konzept entsprechend angepasst. Klar war, dass es ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung für die Eltern des Bauherrn sein sollte. «Ich erlebe in meinem Beruf oft, dass die Men­ schen mit dem Leben in einem Einzelhaus­ halt überfordert sind. Man wohnt nicht mehr als Grossfamilie mit mehreren Generationen zusammen, dabei ist die Unterstützung der Familie gerade im Alltag sehr wertvoll», sagt die Bauherrin. Abgesehen davon geniessen die Kinder die Zeit mit ihren Grosseltern. «Im Moment brauchen wir die Unterstützung meiner Schwiegereltern, und irgendwann werden sie uns mehr brauchen», weiss die Bauherrin. So war es unter anderem wichtig, dass das dreigeschossige Haus auch über ei­ nen Lift verfügt, damit es, wenn einmal nö­ tig, auch rollstuhlgängig ist. «Als wir einge­ zogen sind, war es unser Sohn, der auf den Lift angewiesen war, denn er hatte sich das Bein gebrochen. Meine Schwiegereltern sind noch sehr fit und bevorzugen die Treppe.» Separate Hauseingänge waren nicht nötig, doch sollte der gemeinsame Eingangsbe­ reich hell und einladend sein. Dies ist dank einer grossen Verglasung direkt neben der

Rechte Seite, links oben: Der Eingangsbereich ist hell und einladend. Auf diesem Geschoss befinden sich zwei Büros und ein Fitnessraum. Rechte Seite, rechts oben: Ein Lift von Garaventa macht das Haus rollstuhlgängig. Rechte Seite unten: Das Untergeschoss wird gemeinschaftlich genutzt, im EG wohnt das Paar mit seinen beiden Kindern und zwei ­K atzen, im OG leben die Eltern des Bauherrn.




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UNTERGESCHOSS

Linke Seite oben: Moderne Geräten von Bora und V-Zug erleichtern die Küchenarbeit.

ERDGESCHOSS

Linke Seite unten: Die beleuchtete Akustikdecke und das Cheminée von Rüegg Cheminée tragen zum ­wohn­lichen Ambiente bei. Oben: Das elegante Eltern­ zimmer ist mit begehbarem Kleiderschrank und Masterbad stilvoll arrangiert. Rechts: Produkte von Keuco und Kaldewei unterstreichen den puristischen Stil im Bad.

TECHNISCHE ANGABEN Haustür geglückt. Auf diesem Geschoss befinden sich zwei Büroräume, ein Fitnessraum mit Sauna und Dusche sowie ein separates WC. Da die Familie häufig Besuch von Freunden aus dem Ausland hat, gibt es im ersten Büro ein Schrankbett. Zwischen der Treppe und dem Lift liegt der Durchgang zur Doppelgarage und den Kellerräumen. Auch der Hauswirtschaftsraum und die Technik sind hier untergebracht. Im Obergeschoss sind das Elternschlafzimmer mit Masterbad und Ankleide, zwei gleich grosse Kinderzimmer, ein Badezimmer sowie ein grosszügiger Wohnbereich mit offener Küche und raumhohen Schiebefenstertüren, die im Sommer den Wohnraum nach aussen erweitern. Der Garten ist praktisch gestaltet. Hier sollen die Kinder Platz zum Spielen haben. Ausserdem hat sich die Bauherrin einen kleinen Gemüsegarten angelegt. Das Pano­ramafenster in der Küche eröffnet den Blick auf den See und lässt viel Tageslicht ins Haus. Eine Akustikdecke sorgt für ein angenehmes Raumgefühl, während das Cheminée in den kalten Monaten ein ge-

mütliches Ambiente schafft. Die Kunstwerke der Bauherrin und die selbstgemachte Deko ergänzen die sorgfältig ausgesuchte Einrichtung. Licht, Heizung und Klima können dank der Gebäude­ automation bequem auch per Fernbedienung gesteuert werden. Auch ein Zentralstaubsauger und ein Wäscheabwurf erleichtern den Alltag. Nebst der Minergiebauweise war es der Bauherrin ein grosses Anliegen, dass der Strom in jedem Zimmer per Lichtschalter komplett ausgeschaltet werden kann. Insbesondere in den Schlafzimmern will sie damit den gesunden Schlaf fördern. Mit den technischen Funktionen ist auch die Wohnung der Schwiegereltern im Attikageschoss ausgestattet. Dieses zeichnet sich durch einen charmanten Wintergarten und eine grosse Terrasse mit Blick auf den See und die Berge aus.  «Wir haben die Zusammenarbeit mit Atmoshaus sehr geschätzt. Da wir während der Projektphase in Kalifornien lebten, kommunizierten wir viel per Skype mit den Planern, und das funktionierte sehr gut.» Die Bauherrin lobt auch die freundliche Art und kooperative Arbeitsweise, denn wenn etwas nicht möglich erschien, wurde es möglich gemacht. Mit dem Ergebnis sind alle drei Generationen überaus zufrieden.   

[ ARCHITEKTUR ] Atmoshaus AG | atmoshaus.ch

[ KONSTRUKTION ] Massivbau | Flachdach, extensiv begrünt | Fassade: Backstein mit Aussendämmung und Aussenputz

[ RAUMANGEBOT ] Nettowohnfläche: 280 m² | 7 Zimmer | Einliegerwohnung: 4 Zimmer

[ AUSBAU ] Boden: Eichenparkett handgehobelt, Platten in Nassräumen und Garderobe | Wandbeläge: Putz, Kerakoll Cerawall an einer Wohnwand und in den Nassräumen | Fenster: Kunststoff, dreifach verglast

[ TECHNIK ] Erdsonden-Wärmepumpe | Minergiestandard mit kontrollierter Lüftung | Gebäudeautomation | Fingerprint bei der Eingangstür 

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Renggli AG

ZEITLOS ELEGANTER HOLZBAU D

ie vierköpfige Familie machte sich mit dem Auto auf Streifzug durch verschiedene Gemeinden, um den passenden Ort für ihr zukünftiges Haus zu finden. Sie entdeckten ein Hanggrundstück im Grünen und bekamen die Zusage, noch bevor die Parzelle überhaupt ausgeschrieben war. Als es um die Wahl des richtigen Baupartners ging, nahm sich das Paar die Empfehlung eines Bekannten zu Herzen, denn er hatte für sein eigenes Bauprojekt positive Erfahrungen mit der Renggli AG gemacht. Nach einem Besuch beim Firmensitz, der Teilnahme an Vorträgen und Besichtigungen von Häusern anderer Kunden sowie Gesprächen mit den zufriedenen Bewohnern war die Bauherrschaft überzeugt.

GENAU WIE GEWÜNSCHT Minergie-Zertifizierung, Hausautomation und ein zeitgenössisches Erscheinungsbild mit Flachdach waren den Bauherren besonders wichtig. Effizient sollte das Haus ebenfalls sein – auch für seine Bewohner. So wurde darauf geachtet, dass die Laufwege kurz und praktisch gestaltet sind. Da der Bauherr auch in technischen Belangen praktisch denkt, erfreut das Haus mit einigen Finessen, die sich via Tablet oder Smartphone steuern lassen: Neben der tempe48

raturabhängigen Storen- und Heizungssteuerung lassen sich über vorprogrammierte Lichtstimmungen auf Knopfdruck genau die richtigen Leuchten einschalten. Die Bemusterung lief für die Eltern von einem Neugeborenen und einem Kleinkind völlig stressfrei ab. Sie schätzten es, dass die Renggli AG von Beginn an auf die Wünsche und den Geschmack der Bauherren einging. Der Bauprozess lief rund, und am Ende konnte die Familie sogar etwas früher einziehen als geplant.

RAFFINIERTES RAUMKONZEPT Der Hauseingang liegt auf Strassenniveau im Obergeschoss und bietet in einem separaten Raum Platz für Kinderwagen, Schuhe und Schirme. Über die Treppe gelangt man einen Stock tiefer zu dem mit hellen und dunklen Holztönen gestalteten Wohn­- und Essbereich. Die Küche wurde massangefertigt und sorgt für Ergonomie beim Arbeiten. Grosse Fenster öffnen das Erdgeschoss zum Garten mit überdachtem Sitzplatz. Hobby­- und Technikräume ergänzen das Raumkonzept auf dieser Ebene. Sie wurden ebenso wie die darüberliegende Garage in Beton ausgeführt und vom Minergie-P-zertifizierten Wohnhaus thermisch abgetrennt.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holzsystembau | Flachdach, extensiv begrünt, Kies bei Garage |

Wände: Holzsystembau mit Aussendämmung | Fassade: Falzschalung, Fichte/Tanne

RAUMANGEBOT: Geschossfläche: 328 m² | 6 Zimmer AUSBAU: Boden: Parkett, Studiopark, Eiche geräuchert | Wände: Varioflies | Fenster: Holz-Metall-Fenster, 3-fach-Verglasung

TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe | Komfortlüftung mit WRG | Gebäudeautomation RENGGLI AG St. Georgstrasse 2, 6210 Sursee | Tel. 041 925 25 25 info@renggli.swiss | renggli.swiss



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Huf Haus

ASIATISCH ANGEHAUCHT E

s ist bereits das zweite Huf-Haus, das der Bauherr und seine Frau für sich gebaut haben. Auch sonst hatte der britische Hausherr, der selbst im Baugewerbe tätig ist, diverse Projekte in Zusammenarbeit mit Huf Haus realisiert. Die Konzepte des Fachwerkhausspezialisten kannte die Bauherrschaft sehr gut. Die Eheleute waren sich sicher, dass sich die offene, klare Architektur mit der gewünschten asiatische Formen­sprache harmonisch verbinden lässt. Das Ergebnis überzeugt auf allen Ebenen.

VON DEN REISEN IM FERNEN OSTEN INSPIRIERT Imposant ist bereits der japanische Steingarten, der nach dem «Kasansui-Prinzip» gestaltet wurde. Die mit dem Holzrechen gezogenen, wellenförmigen Muster in den Kiesflächen symbolisieren die Strukturen von Gewässern. Diese kunstvolle, Ruhe ausstrahlende Gestaltung soll zur Meditation einladen. Hellgrün spriessende Bambusstauden, alte Olivenbäume und elegante Bonsai entfalten hier eine besondere Wirkung. Im Hausinneren setzt sich das asiatisch angehauchte Gestaltungskonzept fort. Schieferartige ManiSteine, die von einem Steinmetz in Katmandu von Hand gefertigt wurden, lassen die Wände dynamischer wirken und sorgen für Abwechslung zum weissen Putz. Küche und Essbereich werden im

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offen gestalteten Raum lediglich durch eine schmale Wand getrennt. Der Raumteiler beherbergt auf der einen Seite das TVGerät und auf der anderen Seite ein von «Stilart» errichtetes Regal, das mit zurückhaltendem Design und Rückwandbeleuchtung die Schätze aus den Reisen der Bauherrschaft gekonnt in Szene setzt.

INDIVIDUELLES RAUMKONZEPT Das Raumangebot im Parterre wird durch einen vom Wohnraum abgetrennten Trakt ergänzt. Hier betreibt die Bauherrin eine Praxis für Physiotherapie. Im Obergeschoss geht es mit grosszügigem und hellem Raumkonzept sowie exotischen Details weiter. Der transparente Eindruck, den die Räume des Obergeschosses vermitteln, wird durch die vertikale Offenheit bis in die Dachschräge verstärkt. Das Master-Bad im Schlafzimmer des Bauherrenpaares besticht durch grossformatige, schwarze Fliesen, die einen nahtlosen Übergang zu der Holzkonstruktion bilden. Dass Freunde und Familie herzlich willkommen sind, wird schnell klar. Drei Schlafzimmer sowie zwei weitere Badezimmer stehen Gästen zur Verfügung. Die Gäste-Suite mit Küche, Wohn- und Essbereich verfügt sogar über einen separaten Eingangsbereich, wobei eine Aussentreppe das Obergeschoss mit dem Garten verbindet.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Leimholz-Fachwerkkonstruktion | Satteldach | Fassade: verputzt  RAUMANGEBOT: Nettogeschossfläche 447, 49m² | 10 Zimmer AUSBAU: Boden: Platten |

Wände: feinstrukturierter Innenpuzt mit Puztprofil, Mani-Steine | Holzfenster mit 3-fach-verglasung  TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fussbodenheizung

HUF HAUS GMBH U. CO KG Franz-Huf-Strasse, 56244 DE-Hartenfels | Tel. +49 2626 761 200 huf-dorf@huf-haus.ch | hufhaus.com



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Swisshaus

WO FERIENSTIMMUNG AUFKOMMT E

dle Schlichtheit und konsequentes Design prägen den Charakter dieses puristischen Einfamilienhauses der Bauherrschaft: «Ein eigenes Haus zu bauen, war schon immer mein Traum», schwärmt Christian Chablais. Anna Chablais entdeckte schliesslich per Zufall das Grundstück hoch über dem Lac de la Gruyère. Es folgte eine intensive Planungsphase, in der die Eheleute ihre Wünsche für ihr zukünftiges Zuhause – eine geradlinige Architektur, viel Licht und Transparenz – eruierten. Eigenschaften, die mit dem Haustyp «Hemera» von Swisshaus ideal umsetzbar waren.

GERÄUMIG UND HELL Für das Bauherrenpaar bietet das Haus mehr als genügend Platz. Im Untergeschoss befindet sich eine separate Einliegerwohnung, die momentan vermietet wird und für die Zukunft viele Optionen offenlässt. Der offen gestaltete Wohn- und Essbereich im mittleren Geschoss bildet das Zentrum des Hauses. Grossflächige Fensterfronten verleihen dem Raum Leichtigkeit und Transparenz. Die geräumige, grifflose Küche vermittelt edle Eleganz in mattem Anthrazit. «Die Küche wurde genau nach unseren Wünschen angefertigt», erzählt die Bauherrin. Als dezenter Raumteiler bringt die 52

Arbeitsinsel eine ordnende Struktur in den offenen Raum, der nicht nur Platz für den grossen Holztisch bietet, sondern auch für eine Sofalandschaft. Ebenso auf diesem Geschoss befinden sich ein Büro und ein Gästebad.

QUALITATIV HOCHSTEHEND «Wir setzten von Anfang an auf hochwertige Materialien und dezente Farben», berichtet die Hausherrin, «zudem haben wir Wert auf besondere Stücke gelegt wie das extravagante Cheminée, das im Winter oft zum Einsatz kommt». Als Kontrast zum anthrazit­ farbenen Schieferboden strahlt das Holz der Möbel eine warme Atmosphäre aus. Die Innenwände bestehen aus weissem Verputz. Diese klare Linie zieht sich kompromisslos durch das ganze Haus hindurch. Das Raumkonzept im Obergeschoss besteht aus Gästezimmer, Gästebad, Fitnessraum mit Infrarotsauna sowie einem Schlafzimmer mit begehbarem Ankleideraum und offenem Bad, von wo aus man auf die Berge und auf die einladende Pool-Landschaft blicken kann. Das Paar konnte seine Wünsche auch dort realisieren: ein erfrischendes Bad im Pool mit Gegenstromanlage und danach ein Gläschen Champagner im wärmenden Jacuzzi.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holzsystembau, Massivbau | Flachdach | Wände: Backstein mit Aussendämmung, Beton im UG | Fassade: Putz RAUMANGEBOT: Nettogeschossfläche 154,4 m² | 5,5 Zimmer AUSBAU: Boden: Platten, Laminat im Schlafzimmer, Teppich | Wände: Putz, Platten in Küche und Nassräumen | Fenster: Kunststoff  TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe | Minergie-Standard möglich

SWISSHAUS AG 9004 St. Gallen, 5600 Lenzburg, 3172 Niederwangen, 6280 Hochdorf | Gratis-Info: 0800 800 897 info@swisshaus.ch | swisshaus.ch



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Bautec

HOLZHAUS MIT CHARAKTER M

it dem Wunsch, ein individuelles und modernes Haus zu bauen, kam die Bauherren-Familie zur Firma Bautec. Damit das neue Objekt alle Ansprüche erfüllen konnte, entschied man sich für ein Architektenhaus. Von Anfang an waren die zukünftigen Bewohner bei der Planung und Ausführung ihres Projekts dabei und konnten sogar die Produktion der Holzelemente ihres Daheims in der Zimmerei im Seeland mitverfolgen. Entstanden ist ein zweistöckiges Holzhaus mit Rhomboid-Schalung. Ein moderner Ausbaustandard und eine einladende Atmosphäre geben sich die Hand, ohne Kompromisse einzugehen.

raum sowie die grossen Bodenplatten in der Küche ergeben einen weichen Kontrast zur modernen Einrichtung. Ein besonderes Highlight ist der fugenlose Glasbelag an der Küchenwand: Das leuchtende Rot sorgt für einen aufregenden Farbtupfer in der puristisch gestalteten Küche, die mit hochwertigen Geräten ausgestattet ist. Die Kochinsel passt zum offen gestalteten Wohnraum: Die ganze Familie oder die Gäste können beim Kochen zuschauen, mithelfen und die gegenseitige Gesellschaft geniessen.

HELL UND WOHNLICH

Die Treppe zum Obergeschoss führt auf eine geräumige Galerie. Der offene Raum lässt sich flexibel gestalten: So bietet die Galerie etwa genügend Platz für ein Büro oder für das Erledigen von Hausarbeiten. Von hier aus gelangt man zu den beiden gleichgrossen Kinderzimmern sowie zum Elternschlafzimmer. Ebenfalls auf diesem Stockwerk ist ein Badezimmer angesiedelt, das sich die Kinder teilen. Das Master-Bad der Eltern besticht durch das zeitlos elegante Design. Während die Badewanne zum Entspannen einlädt, bietet die grosse, bodenebene Dusche eine praktische Lösung im Alltag. Eine geräumige Ankleide ergänzt das Raum­angebot des Elternzimmers.   

Das grosszügig angelegte Haus verfügt über einen angebauten Autounterstand und einen Garten mit grosszügiger Terrasse und Wiese, wo die beiden Kinder der Familie auch viel Platz zum Spielen und Toben haben. Im Hausinneren im Erdgeschoss erstreckt sich ein offener Wohnbereich über die ganze Breite des Gebäudes. Die raumhohen Glasschiebetüren bringen viel Tageslicht ins Haus und sorgen damit für eine angenehme Wohnatmosphäre. Bei schönem Wetter erlauben sie freien Zugang zum Garten und zum Sitzplatz, der von einer Pergola bedeckt ist. Die langen Holzdielen im Wohn-

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GEMÜTLICHE RÜCKZUGSORTE


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holzelement mit Rhomboidschalung | Satteldach   RAUMANGEBOT: Wohnfläche 204 m² | 5,5 Zimmer AUSBAU: Boden: Landdielenparkett, grossformatige Platten in Nasszellen und Küche | Wände: Putz mit eingefärbtem Abrieb | Fenster: Holz / Metall, mit 3-fach-Verglasung  TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe

BAUTEC AG 3292 Busswil, 5033 Buchs, 1260 Nyon | Gratis-Info. 0800 840 111 doc@bautec.ch | bautec.ch



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MartyDesignHaus

DYNAMISCHES FORMENSPIEL R

ückzugsorte sind in einem Familienhaus von grosser Bedeutung. So kann jedes Familienmitglied jederzeit seine Privatsphäre geniessen. Aber auch gemeinsam Zeit zu verbringen ist ein essenzieller Teil des Familienlebens. Aus diesem Bedürfnis heraus lässt die moderne Architektur Küche, Essbereich und Sofalandschaft in einem Raum verschmelzen. Das Konzept «Cube X» der Marty Häuser AG schafft dabei Strukturen und eine spannende Dynamik sowohl im Rauminneren als auch an der Fassade des wie aus Kuben zusammengesetzt anmutenden Baukörpers. Das architektonische Formenspiel macht das Haus bei Tag und Nacht zu einem Highlight in dem sonst eher uniform gestalteten Wohngebiet.

FLIESSENDE ÜBERGÄNGE «Cube X» schafft viel Raum, in dem sich die Familie entfalten kann. Ein Keller bietet Stauraum und Platz für die Haustechnik. Eine an das Haus angebaute Doppelgarage ist nicht nur äusserst praktisch, sondern setzt die kubische Architektur auch optisch fort. Durch die Eingangstür an der Nordseite gelangt man in ein Entrée mit Garderobe. Am Gäste-WC und an der Treppe zum Obergeschoss vorbei führt der Weg in den grossen Wohn- und Essraum samt Küche, der 56

das Herzstück des Hauses bildet. Die Wohnräume fliessen ineinander über, lassen aber dennoch unterschiedliche Atmosphären zu. Die elegante Küche, in Weiss- und Schlammtönen gestaltet, strahlt Ruhe aus. Ein Vorratsraum erweitert den verfügbaren Stauraum massgeblich. Der übers Eck verglaste Essbereich gibt sich hell und naturnah. Im Sommer kann die Familie auch auf dem Gartensitzplatz essen. Das elegante Wohnzimmer, etwas versetzt gelegen, bietet eine Rückzugsmöglichkeit, ohne abgeschottet zu sein.

GROSSZÜGIG UND FLEXIBEL Der Privatbereich im Obergeschoss ist mit seinen hellen Zimmern ein grosszügiger Rückzugsort für die Familie. Neben dem Elternschlafzimmer mit eigenem Bad und Ankleide en suite sind im Obergeschoss noch drei Kinder- und zwei Badezimmer untergebracht. Ein Attikageschoss bildet das sprichwörtliche Sahnehäubchen auf dem Haus: Aus den grosszügig verglasten Räumen und von der grossen Terrasse aus kann man den Ausblick in die Berge genies­ sen. Die flexiblen Wände stellen sicher, dass das Attikageschoss wandelbar ist: Ob als Lounge, als Gäste- oder als Spielzimmer, der Raum passt sich den Bedürfnissen seiner Bewohner an.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Massivbauweise | Flachdach extensiv begrünt | Wände: Backstein, teilweise Beton mit verputzter Wärmedämmung  RAUMANGEBOT: Bruttogeschossfläche 298 m² | 9,5 Zimmer AUSBAU: Boden: Badezimmer mit Platten, EG, OG und Attika mit Parkett | Wände: Badezimmer mit Platten und Abrieb, Wohnräume mit Abrieb | Decken: Weissputz gestrichen | Kunststoff-Aluminium-Fenster, 3-fach-verglast  TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe | Bodenheizung

MARTY HÄUSER AG 9501 Wil| Tel. 071 913 45 45 info@marty-designhaus.ch | marty-designhaus.ch



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REALISATION  HAUSTECHNIK UND ENERGIE

SO HEIZEN SIE MODERN UND UMWELTFREUNDLICH Die Auswahl an Heizsystemen ist gross: Es findet sich für jedes Bedürfnis eine passende Lösung. Allerdings ist es für Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer nicht ganz einfach, das Angebot zu überblicken – zumal auch die Gegebenheiten vor Ort zu berücksichtigen sind. Michael Reichert vom Energiedienstleister Energie 360° erklärt, worauf es zu achten gilt. TEXT   ENERGIE 360° BILDER   ENERGIE 360° , THINKSTOCK

E

ine grosse Auswahl ist zwar komfortabel, gleichzeitig machen aber viele Optionen die Entscheidung nicht einfacher. Diese Erfahrung machen viele Hauseigen­t ümerinnen und -eigentümer beim Thema Heizen. Denn das Angebot an Heizsystemen ist gross. «Die schiere Zahl von Möglichkeiten kann etwas überfordernd sein», weiss ­M ichael Reichert, Produktmanager beim Energiedienstleister Energie 360° . Das Vergleichen von technischen Details ist nicht jedermanns Sache. Deshalb rät der Fachmann, in einem ersten Schritt die Gegebenheiten vor Ort zu analysieren. «Es sind nicht überall Anschlüsse ans Gasnetz oder einen Wärmeverbund möglich. Und auch der vorhandene Platz für das Heizgerät kann die Auswahl einschränken.» In jedem Fall sei es sinnvoll, bei Gemeinde und Nachbarn zu fragen, ob es Optionen für gemeinschaftliche Lösungen gibt, empfiehlt Reichert. Denn viele Gemeinden haben sich umweltpolitische Ziele gesetzt und legen konkrete Energieplanungen oder Energiezonen fest. «In immer mehr Orten gibt es die Möglichkeit, einen Fernwärmeanschluss zu bekommen oder sich an einen Wärmeverbund anzuschlies­ sen», weiss Michael Reichert. Beides seien interessante und prüfenswerte Optionen.

HEIZEN MIT GAS Ist das Leitungsnetz vorhanden, dann ist eine Gasheizung eine günstige und einfache Variante. Der Aufwand nach der Anschaffung ist tief: Es braucht weder eine Brennstoffvorhaltung noch Kaminreinigungen oder Tankrevisionen. «Es gibt eine enorme Auswahl an Heizgeräten mit sehr guten Wirkungsgraden, die nahezu wartungsfrei funktionieren», erklärt Michael Reichert. Wobei es natürlich nie schade, wenn ab und zu eine Fachperson nach der optimalen Einstellung schaue. Ausserdem bieten Gasversorger ihren Kundinnen und Kunden in der Regel die 58

Möglichkeit, Biogas zu beziehen. Der Anteil lässt sich meist frei wählen. «Biogas hat alle guten Eigenschaften von Erdgas, ist aber klimafreundlicher», sagt der Experte. Wer über einen Erdgasanschluss verfügt, erhöht beim Anbieter einfach den Anteil an Biogas und verbessert so die persönliche CO₂-Bilanz. Mit einem Biogasanteil von 100 Prozent heizt man nahezu klimaneutral. «Wir haben viele Kundinnen und Kunden, die aus Nachhaltigkeitsüberlegungen einen hohen Anteil

«Die Zusammen­ arbeit mit einem ­guten Installateur ist immer wichtig.» Michael Reichert

Biogas beziehen», berichtet Michael Reichert. «Bei Energie 360°enthält das Standard-Produkt seit Herbst 2016 zehn Prozent Biogas. So leisten wir und unsere Gaskunden zusammen einen beachtlichen Beitrag für eine sinnvolle Energiezukunft.» Für prüfenswert hält Reichert auch die Kombination von Heizsystemen: «Gerade Gasheizungen lassen sich gut mit Technologien für erneuerbare Energie verbinden.» Und noch einen Vorteil von Gasheizungen nennt der Experte: Sie brauchen kaum Platz. «Wer von Öl auf Gas umsteigt, kann den ehemaligen Heizungsraum als Hobbyraum nutzen.»

WÄRMEPUMPEN NUTZEN ­KOSTENLOSE WÄRMEQUELLEN Für behagliche Wärme in den eigenen vier Wänden sorgen auch Wärmepumpen. Nutz bar sind bei dieser Technologie drei Wärme-

quellen: Luft, Wasser und Erdwärme. Der erste Schritt: prüfen, welche Wärmequelle zur Verfügung steht und ob sie erschlossen werden kann. «Elektrowärmepumpen sind bei Neubauten fast immer eine gute Lösung, da Heizungssysteme heute keine hohen ­Temperaturen benötigen», erklärt Michael C durch Reichert. «Wo früher Wasser mit 70 ° die Heizkörper floss, benötigt eine FussboC.» In eng bebaudenheizung heute nur 30 ° ten Wohnquartieren seien die Planung und Realisierung von Luft-Wasser-Wärmepumpen wegen der Ventilatorengeräusche zwar anspruchsvoll, aber dennoch gut machbar. «Die Zusammenarbeit mit einem guten Installateur ist immer wichtig.» Neben Elektrogibt es auch preislich vergleichbare Gas­ wärmepumpen. Wird Erdwärme genutzt, muss bei Elektrowärmepumpen allerdings mit höheren Kosten für die Installation der Sonde gerechnet werden: Weil Gaswärmepumpen die Abwärme des Gasbrenners ausnutzen, benötigen sie gegenüber Elektro­ wärmepumpen weniger Umgebungswärme, um die gleiche Energiemenge zu liefern. «Bei Elektrowärmepumpen muss tiefer gebohrt werden, das ist teurer», sagt Reichert. Funktionieren Wärmepumpen auch im Winter, wenn der Wärmebedarf besonders hoch ist? Diese Frage hört der Experte immer wieder. Er gibt Entwarnung: «Wärmepumpen funktionieren auch im Winter. Im schlimmsten Fall benötigt die Wärmepumpe eben etwas mehr Strom oder Gas. Im Kalten muss aber heutzutage niemand mehr sitzen.» Eine weitere Kombinationsmöglichkeit stellen sogenannte Hybridheizungen dar: Hier arbeiten eine Elektrowärmepumpe und ein Gasbrennwertkessel in einem Wandgerät zusammen. Die Elektrowärmepumpe übernimmt so quasi die Grundversorgung mit Wärme – das ganze Jahr über. «Und wenn es dann richtig knackig kalt wird und die Umgebungswärme für die Wärmepumpe nicht


Biogas ist ein klimaneutraler Energieträger. Das heisst, dass bei seiner Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die verarbeiteten Pflanzen zuvor durch Fotosynthese gebunden hatten. Es wird kein «neues» Kohlendioxid produziert.

mehr ausreicht, springt die Gasheizung ein», erklärt Reichert. Eine intelligente Steuerung sorgt für den effizienten Betrieb. Diese ­Hybridlösungen gibt es mittlerweile von mehreren Herstellern für das Ein- oder Zweifamilienhaus.

DIE SONNE NUTZEN Eine ökologisch sinnvolle Lösung ist die Kombination von Sonnenenergie und Erdgas/Biogas. Warum Heizung und Warmwasserbereitung nicht mit der kostenlosen Energie der Sonne kombinieren, etwa in Form einer thermischen Solaranlage oder einer Photovoltaikanlage? Michael Reichert ist überzeugt, dass solche Kombinationen Potenzial haben: «Während der 20- bis 25-jährigen Lebensdauer spart jeder Quadratmeter Sonnenkollektoren ungefähr eine Tonne Heizöl. So lassen sich die CO₂-Emissionen

deutlich reduzieren.» Zudem würden viele Versorger in diesem Bereich Prämienaktionen anbieten. Einige Versorger, darunter , bieten gemeinsam mit Inauch Energie 360° stallationsfirmen komplette Paketlösungen an. Diese haben den Vorteil, dass jede Kundin, jeder Kunde weiss, mit welchen Kosten zu rechnen ist und die Handwerker alles aus einer Hand anbieten.

EIN KRAFTWERK IM KELLER Für alle, die nicht nur heizen, sondern auch Strom erzeugen wollen, gibt es kleine Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK). Diese verfügen über einen Motor, der Strom erzeugt. Im kleinen Leistungsbereich ist dies meistens ein fast wartungsfreier Stirlingmotor. Dessen Abwärme wird fürs Heizen oder fürs Warmwasser verwendet. Wie kleine Kraftwerke erzeugen sie Strom und Wärme.

Die Anlagen reduzieren Energieverluste; der Bedarf an Primärenergie sinkt. Allerdings sind die Anschaffungskosten der Anlagen noch hoch, weiss Reichert. «Sowohl die Betriebskosten als auch die Umweltfreundlichkeit hängen vom verwendeten Brennstoff ab.» Als sinnvoll erachte er Wärme-KraftKopplungsanlagen, wenn ein Gasanschluss vorhanden ist. Zudem rät er interessierten Personen, unbedingt bei der jeweiligen Gemeinde und beim örtlichen Energieversorger nachzufragen, ob es Auflagen oder vielleicht sogar Förderprogramme gebe.

HEIZEN MIT HOLZ Holz ist ein umweltfreundlicher Energieträger, und zwar über das Anfeuern eines gemütlichen Cheminées hinaus. So kann eine Holzpelletheizung eine gute Lösung sein, die sich gemäss Michael Reichert auch finanziell 

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REALISATION  HAUSTECHNIK UND ENERGIE

lohnt: «Die Anschaffungskosten sind höher als bei anderen Systemen, dafür sind die Pellets meist günstiger als andere Energieträger.» Die Mehrkosten der Anschaffung sind in relativ kurzer Zeit amortisiert. Darüber hinaus seien die Preise für Pellets in den letzten Jahren gesunken. Dies wird umso spürbarer, wenn die Zuschläge für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas steigen. Für Pellets werden übrigens nicht extra Bäume gefällt; die kleinen, zylinderförmigen Stäbchen bestehen aus Restholz: Sägemehl, Hobelspäne und andere naturbelassene Abfallhölzer werden zusammengepresst – ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln. Der Brennstoff ist auch regional: «Der Grossteil der Pellets stammt aus der Schweiz und Österreich.» Voraussetzung für diese Lösung ist ein geeigneter Raum für die Holzpelletheizung.

AN DIE ZUKUNFT DENKEN Was Michael Reichert immer wieder erstaunt: In der innovativen und modernen

Schweiz verrichten in vielen Kellerräumen noch «Heizungsoldtimer» ihren Dienst, die schon längst nicht mehr den aktuellen Möglichkeiten und umweltpolitischen Anforderungen entsprechen. «Das Zeitalter der Ölheizungen ist vorbei», sagt Reichert. Seiner Meinung nach sollten Hausbesitzerinnen und -besitzer bei der Wahl der Heizung ­i mmer auch an die Zukunft denken. Denn ­Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien haben heute die Möglichkeit, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, ohne auf der Investitionsseite allzu tief in die Tasche greifen zu müssen. Zukunftsorientiert agieren auch immer mehr Städte und Gemeinden, etwa indem sie Wärme aus der Kehrichtverbrennung oder Abwasserreinigung nutzen. Mit Fernwärme zu heizen sei eine gute und nachhaltige Lösung, ist Michael Reichert überzeugt. «Abwärme zu nutzen ist immer sinnvoll.» Und auch überaus praktisch im Eigenheim: Der Aufwand für Wartung und Unterhalt ist minimal. Dies, weil kein Wärme­erzeuger im Keller steht, son-

dern nur ein Wärmetauscher, der die Wärme an das hausinterne Heizungssystem übergibt. Und wie heizt der Profi selbst? «Ich wohne in einer grossen Liegenschaft mit einer modernen und wirtschaftlichen Gasheizung und nutze dort bereits seit vielen Jahren 50 Prozent Biogas», berichtet Michael Reichert. «Wenn ich mir mal mein eigenes Haus baue, dann sicher mit einer umweltfreundlichen ­Wärmepumpe. Beim Kauf einer Wohnung in einer grossen Liegenschaft würde ich mich freuen, wenn ich an einen Wärmeverbund oder die Fernwärme angeschlossen werden könnte.»   

MICHAEL REICHERT, Produktmanager. Energie 360°, Zürich. energie360.ch

Für Holzpellets werden nicht extra Bäume gefällt: Die Pellets werden aus naturbelassenen Holzabfällen gepresst, die bei der Holzverarbeitung entstehen.

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REALISATION  HAUSTECHNIK UND ENERGIE

GLOSSAR DES NACHHALTIGEN BAUENS Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Bei der Planung eines nachhaltigen Eigenheims sieht sich die Bauherrschaft aber schnell mit einem Dschungel an Begriffen konfrontiert. Die am häufigsten anzutreffenden Fachwörter erklärt dieses Glossar, damit auch Ihr neues Zuhause nachhaltig und effizient gebaut werden kann. TEXT   JEANINE TROEHLER

JEANINE TROEHLER, Marketing/­ Kommunikation. Renggli AG, Sursee. renggli.swiss

ENERGIEEFFIZIENZ-KLASSE

Die Energieeffizienz-Klasse oder -Etikette hilft den Konsumenten beim Kauf von Haushaltsgeräten, Autos oder Fenstern. Mit dieser Kategorisierung von der besten Kategorie A/ grün zur schlechtesten G/rot können sie den Energieverbrauch einschätzen. Bei Haushaltsgeräten und Lampen ist die Kategorie A/ grün bereits abgelöst worden. Neu ist das beste Produkt mit A+++ gekennzeichnet.

ENERGIEKENNZAHL

Die Energiekennzahl zeigt die gesamte einem Gebäude während eines Jahres netto gelieferte Energie auf, bezogen auf die Energiebezugsfläche. Im einfachsten Fall ent-

«Die Marke Minergie ist ein Qualitätszeichen von neuen und modernisierten Gebäuden.» Jeanine Tröhler

spricht sie der Summe der zugeführten Nutz­energie. Normalerweise aber werden die Energieträger (fossile, erneuerbare Ener62

giequellen oder Elektrizität) zur Berechnung der Energiekennzahl unterschiedlich gewichtet – man spricht dann von der gewichteten Energiekennzahl. Beim MinergieNachweis beispielsweise wird Elektrizität doppelt so hoch gewichtet wie Heizöl, und zugeführte Sonnenenergie ist wegen des ­G ewichtungsfaktors 0 gar nicht Teil der Energiekennzahl. Der SIA verwendet Primärenergiefaktoren zur Gewichtung.

ENERGIESPARHAUS

Das ist ein Gebäude, welches durchschnittlich weniger Energie verbraucht als ein konventionelles Gebäude. Energiesparhaus ist jedoch kein geschützter Begriff, sondern sagt einzig aus, dass ein Gebäude wenig Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht. Klare Energieverbrauchszahlen sind nicht vorgegeben. Genauso fehlen Vorgaben, in welcher Weise erneuerbare Energien genutzt und damit die Umweltbelastung effektiv gesenkt werden soll. Deshalb gibt es in der Schweiz die Minergie-Baustandards – das sind geschützte Qualitätslabel, die von Wirtschaft, Bund und Kantonen ­gemeinsam getragen und nach klaren Vorgaben erstellt werden.

GEAK

Der GEAK ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt auf, wie viel Energie Gebäude bei einer vorgegebenen, standardisierten Benutzung von Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und anderer elektrischer Verbraucher benötigen. Damit können Gebäude miteinander verglichen werden. Und der GEAK gibt vor allem Hinweise für Verbesserungen.

GRAUE ENERGIE

Das ist die Energie, welche der Verbraucher oder Konsument nicht direkt einkauft oder

sieht. Die Graue Energie ist ­jedoch für die Herstellung, den Transport, die Lagerung und Entsorgung von Gütern ­notwendig. Es ist mitunter nicht einfach, die graue Energie richtig einzuschätzen: Schweizer Tomaten im Sommer benötigen weniger Graue Energie als diejenigen aus Spanien. Doch im Winter verschlingen Schweizer Tomaten im beheizten Gewächshaus mehr Energie als spanische Tomaten, die in die Schweiz transportiert werden.

KONTROLLIERTE LÜFTUNG

Damit ein Haus den Minergie-Standard erreicht, ist eine kontrollierte Lüftung bzw. Komfortlüftung erforderlich. Sie sorgt dafür, dass regelmässig die Luft ausgetauscht wird. Sie reduziert damit den Energieverbrauch. Aber nicht nur. Die Komfortlüftung . . . – sorgt für stetig frische Luft. – filtert die Aussenluft, damit Feinstaub, Pollen und Keime nicht ins Haus eindringen. – hemmt das Wachstum von Hausstaubmilben. – transportiert Schadstoffe und Gerüche (verbrauchte Luft, CO₂ usw.) ab. – unterstützt die Kühlung im Sommer, indem sie die Raumtemperatur leicht absenkt. – erreicht, dass die ausströmende warme Raumluft im Winter die zuströmende kältere Aussenluft wärmt. – hält das Raumklima behaglich. – wenn die Fenster geschlossen bleiben, hören die Bewohner weniger vom Aussenlärm.

LUFTDICHTHEIT

Die Aussenhülle eines Hauses soll so dicht wie möglich sein. Nur so lassen Bauschäden durch mit dem Luftzug geführten Wasserdampf vermeiden.

luftsich mit­ Die


­ ewohner schätzen es zudem, wenn WohnB räume behaglich sind und nicht durch Zugluft gestört werden. Deshalb ist die Luftdichtheit für energiesparendes, nachhaltiges Bauen zwingend.

MINERGIE

Die Marke Minergie ist ein Schweizer Qualitätszeichen von neuen und modernisierten Gebäuden. Wirtschaft, Bund und Kantone tragen dieses Qualitätslabel gemeinsam. Das Ziel des Bauens nach dem MinergieStandard ist ein niedriger Energieverbrauch bei höchstem Komfort für die Bewohner. V ­ oraussetzung ist die Planung der Gebäudehülle und der Haustechnik zusammen. Ein Minergie-Haus muss zeitgemässe, hohe bauliche und technische Ansprüche in den Bereichen Komfort, Gesundheit, Energieverbrauch und Wirtschaftlichkeit erfüllen.­ Der Heizwärmebedarf bei einem MinergieNeubau darf bei maximal 70 Prozent des SIA-Grenzwerts ( Heizwärmebedarf für­ konventionell gebaute Häuser) liegen. Finanziell interessant machen den MinergieStandard der tiefe Energieverbrauch und­ die hohe Wert­erhaltung des Gebäudes.

MUSTERVORSCHRIFTEN (MUKEN) Mit der Einführung der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) wurde der zulässige Energieverbrauch für Neubauten spürbar gesenkt. Im Januar 2015 sind von der Energiedirektorenkonferenz (EnDK) die MuKEn14 verabschiedet worden. Diese bilden die Grundlage für die Nach­ führung der Gebäudevorschriften an den Stand der Technik und gleichzeitig für die Harmonisierung der Gesetzgebung und des Vollzugs in den Kantonen. Die MuKEn14 s­ ollen in allen Kantonen bis spätestens 2020 eingeführt sein. Das Ziel der­ MuKEn ist ein Nahezu-Null-Energie-Gebäude (NZEB). Die Kantone übernehmen die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich in ihr eigenes Gesetz – entweder wörtlich oder verschärft.

PASSIVHAUS

Ein Passivhaus soll möglichst ohne Fremdenergie und ohne Heizung auskommen. Als Energiequellen dienen die Sonnenwärme und die Körperwärme der Bewohner. Zwingend sind deshalb eine lückenlose, sehr gut gedämmte Gebäudehülle und ein Lüftungssystem, welches die Energie im Gebäude b ­ ehält. So benötigt ein Passivhaus bis zu 90% weniger Heizenergie als ein durchschnittliches konventionelles Haus.

«Ein Passivhaus soll möglichst ohne Fremdenergie und ohne Heizung ­auskommen.» Jeanine Troehler

PHOTOVOLTAIK

Eine Photovoltaikanlage wandelt die ­S onneneinstrahlung direkt in Elektrizität um und speist diese ins Stromnetz ein. Das Stromnetz wird dabei als Energiespeicher benutzt. Der durchschnittliche Energie­ verbrauch eines Haushalts mit vier Personen ­b eträgt im Jahr etwa 5500 kWh. Photovoltaik-Paneele mit einer Gesamtfläche von ca. 50 Quadratmetern und mit optimaler Ausrichtung können diesen Bedarf bereits decken. Die eigenen Solarzellen ­g arantieren eine gewisse Unabhängigkeit bei der Strom­versorgung. Und sie sind ­z ugleich auch ­Ausdruck des ­p ersönlichen Engagements für nachhal­t igen Umweltschutz.

SIA-NORMEN

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) erarbeitet und ver­ öffentlicht die sogenannten SIA-Normen. Die Normen haben zwar keine grundsätzliche Gesetzeskraft, werden jedoch in der Regel in einem Streitfall konsultiert. Denn Experten erarbeiten die Normen, es gibt eine öffentliche Vernehmlassung, und am Ende genehmigt sie ein Fachgremium. Daher werden sie von der Baubranche anerkannt. Viele dieser Normen sind sehr technisch. Doch die Auswirkungen nehmen wir täglich wahr: Sie ­regeln beispielsweise den Einsatz von Warmwasser, die Raumheizung, den Schallund den Wärmeschutz.

SOLARKOLLEKTOREN

Sie sammeln die Energie, welche durch Sonnenlicht gewonnen werden kann. Diese Energie wird dann zum Heizen oder Kühlen verwendet. Meist heizen sie mit der absorbierten Energie ein sogenanntes Übertragungsmedium auf, z. B. Heizwasser.

SOLARTHERMIE (PHOTOTHERMIK) Bei der Solarthermie bzw. Photothermik wird Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt. Dies geschieht mit

Sonnenkollektoren, die zur Wärme- und Warmwassergewinnung eingesetzt werden.

SOMMERLICHER WÄRMESCHUTZ Die thermische Behaglichkeit für die Bewohner soll nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sichergestellt sein. Dafür müssen die Einflussfaktoren des Sommers schon im Vorprojekt beachtet werden. Dazu gehören kontrollierte Beschattungsmassnahmen, ein gutes Verhältnis der Fenstergrössen und ­g-Werte, eine passende Raumwärmespeicherkapazität, das Minimieren von internen Lasten sowie ein Lüftungs­ konzept z. B. mit einer Nachtkühlung.

WÄRMEBRÜCKE

Wärmebrücken sind thermische Schwachstellen der Gebäudehülle, bei denen örtlich mehr Wärme als bei den benachbarten ­Bauteilen abfliesst. Materialwechsel, Geo­ metrieänderungen, Durchdringungen und Bauteilübergänge bewirken oft Wärme­ brücken. Sie führen zu erhöhten Wärme­ verlusten und beinhalten bauphysikalische und hygienische Risiken. Wärmebrücken sollten beim Bauen durch konstruktive oder konzeptionelle Massnahmen möglichst vermieden werden.

WÄRMEDÄMMUNG

Eine gute Wärmedämmung erhöht den Komfort und reduziert neben den Energiekosten auch den CO₂-Ausstoss. Besonders nachhaltige Dämmstoffe sind Holzfaserplatten, Hanf, Flachs, Wolle und Recycling­ material wie Zelluloseflocken. Sie alle sind nachwachsende Materialien. Viele Gebäude sind über 30 Jahre alt und verfügen über ­eine schlechte Wärmedämmung. Da kann eine energetische Sanierung sinnvoll sein, um eine nachhaltige Gebäudehülle zu erhalten. Das ist gut für die Umwelt – und dazu sinken auch die Energiekosten.

2000-WATT-GESELLSCHAFT

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein energiepolitisches Modell, das im Rahmen des ­P rogramms Novatlantis an der ETH Zürich entwickelt wurde. Derzeit liegt der durchschnittliche Energiebedarf weltweit tatsächlich auf dem Niveau von 2000 Watt. Doch sind die Unterschiede zwischen den Ländern enorm: Während es in den Entwicklungsländern einige hundert Watt sind, haben Industrieländer Werte, die sechs- bis siebenmal höher sein können.   



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ENERGIESTRATEGIE 2050: KOBELTHAUS BAUT FÜR DIE ZUKUNFT Nachhaltiges Bauen ist ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes. Um diesen bestmöglich zu gewährleisten, übernehmen die Hausbauexperten von Kobelt AG eine klare Vorreiterrolle. Bereits ab sofort entsprechen ihre neu geplanten Ein- und Mehrfamilienhäuser standardmässig den erhöhten Energievorschriften.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 haben Bundesrat, Parlament und Stimmvolk den schrittweisen Ausstieg der Schweiz aus der Kernenergie beschlossen. Hierfür wurde die Energiestrategie 2050 erarbeitet. Vorhandene Energieeffizienzpotenziale (Sonne, Wind, Geothermie, Biomasse, Wasserkraft) sollen konsequent erschlossen und ausgeschöpft werden. «Für den Hausbau bedeutet dies, dass in Zukunft auch die Planung, Realisierung und die Sanierung gezielt nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit durchgeführt werden müssen», erklärt Reto Sieber, Leiter Qualitätssicherung von Kobelthaus. «In energetischer Hinsicht gelten bezüglich Bauten die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, die sogenannten MuKEn. Sie haben zum Ziel, die Bauplanung und die Bewilligungsverfahren zu harmonisieren und sollen bis ca. 2020 in den einzelnen Kantonen umgesetzt werden.»

Als Generalunternehmer bietet Kobelthaus mit Hauptsitz in Marbach umfassende Beratung in allen Baufragen. Der Bau wurde im Minergie-P-Standard erstellt.

Wo Fortschritt Programm ist «So lange brauchen unsere Kunden nicht zu warten», freut sich Riccardo Di Giulio, Geschäftsführer der Kobelt AG. «Fortschrittliches Denken sowie ökologisches Handeln gehören selbstverständlich zu unserer Philosophie. Deshalb haben wir die Weichen schon gestellt. Alle unsere Neubauten entsprechen bereits heute den erhöhten Rahmenbedingungen der MuKEn 2014.» Was bedeutet dies konkret für Bauherren und Auftraggeber? «Diese können sich vollumfänglich auf unsere Fachkompetenz und Erfahrung verlassen. Ziel der verschärften MuKEn 2014 ist es beispielsweise, dass sich neue Gebäude zukünftig ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie und zu einem angemessenen Anteil mit Elektrizität versorgen. Deshalb werden bei jedem neuen Kobelthaus die Leerrohre für die Installation einer Photovoltaik (PV)-Anlage vorbereitet. Diese wird als weiteres Modell je nach Hausgrösse für die gesetzlich geforderten 10 Watt


PubliReportage

Kompetenz im Hausbau Als General- sowie Holzbauunternehmer plant und baut Kobelt AG schlüsselfertige Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten sowie individuelle Neu-, Umoder Anbauten in wertbeständiger Massiv- oder Holzbausystemweise. Kobelthäuser sind schweizweit in 23 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein anzutreffen. www.kobelthaus.ch Das Führungsteam von Kobelthaus (v.l.n.r.): Bruno Locher (GU-Hauptsitz Marbach), Riccardo Di Giulio (Geschäftsführer), Werner Harnisch (GU-Filiale Biel) und Reto Sieber (GU-Filiale Baden).

pro m² Energiebezugsfläche erhältlich sein. Unsere Fachplaner bieten zudem Lösungen mit effizienten Batteriespeichern, welche deutlich über das gesetzliche Mass hinausgehen.» Mit Minergie Energie sparen Qualitativ hochwertig und energieeffizient zu bauen, hat sich Kobelthaus schon seit jeher auf die Fahne geschrieben. Das innovative Unternehmen kann sich im Bereich energiesparende Minergie-Häuser zu den Pionieren zählen, denn es zertifizierte nicht nur das erste Massivhaus der Schweiz, sondern setzt auch heute noch neue Massstäbe. So stellen sie mit den drei bekannten Gebäudestandards Minergie, Minergie-P und Minergie-A bereits in der Planungsphase höchste Qualität und Effizienz sicher. Mit den Zusätzen ECO (Gesundheit und Bauökologie), MQS Bau (Vorgaben am Bau) und MQS Betrieb (optimaler Betrieb) werden zudem weitere Themen berücksichtigt. Neu ab 2017 ist das Energie-Monitoring als Bestandteil für Minergie-A-Gebäude. Damit wird der Verbrauch von Strom, Wasser und Wärme inkl. Warmwasser sichtbar gemacht, um die Benutzer zusätzlich für eine optimale Haustechnik zu sensibilisieren. Serienmässig eingeplant: e-smart Monitoringsystem Wer mit Kobelthaus sein Traumhaus baut, macht dies heute schon mit der Technik von morgen. Denn neu sind ab Herbst alle Häuser mit einem e-smart Monitoringsystem serienmässig ausgestattet. In diesem Grundpaket können die Verbräuche von Strom, Wasser und Wärme, resp. Warmwasser in Echtzeit auf dem zentralen Touchscreen-Monitor aufgerufen werden. Die Benutzer können damit diese Daten mit allen freigegebenen und eingeloggten Smartphones abrufen und dies von überall auf der Welt. Je nach Bedürfnis kann dieses e-smart System beliebig erweitert werden, zum Beispiel mit einer Raumtemperaturregelung, Storen- und/oder Beleuchtungssteuerung, Anwesenheitssimulation und einem Videophone als Türsprech- und Videoanlage. Mit all diesen Massnahmen (MuKEn 2014 Gebäudehülle, Vorbereitung PV, e-smart Monitoring) setzt Kobelthaus neue Massstäbe und ist bereits heute voll auf Kurs auf dem Weg zur Energiestrategie 2050 des Bundes.

MASSGESCHNEIDERTES PAKET FÜR UMBAUTEN UND SANIERUNGEN Reto Sieber, Leiter Qualitätssicherung von Kobelthaus:

«Die Basis aller umfangreichen Umbau-Massnahmen bildet heute der GEAK (Gebäudeausweis der Kantone). Dieser bildet den Zustand des Gebäudes und des Benutzerverhaltens ab. Mit dieser Grundlage kann entschieden werden, ob die Grundsubstanz einer bestehenden Baute Sinn macht zum Renovieren, oder ob es sich um ein Abbruchobjekt handelt. Doch dieser GEAK-Ausweis alleine nützt unseren Kunden nicht viel. Wir bieten daher den sogenannten GEAK+ an. Damit zeigen wir unseren Kunden die Kosten möglicher Sanierungsmassnahmen gemäss Budgetvorgaben auf. In einem Beratungsgespräch nehmen wir die Wünsche und das Budget des Kunden auf und bieten ihm ein massgeschneidertes Umbaupaket an. Mögliche Fördermittel auf kantonaler oder auf Gemeindeebene werden selbstverständlich in dieses Angebot mitintegriert. Übrigens: Förderungen ab CHF 10‘000 werden ohne GEAK+ nicht vergeben. Deshalb profitieren unsere Kunden gleich mehrfach. Wir organisieren und koordinieren sämtliche Umbauarbeiten von Beginn an bis und mit der Schlussabrechnung aus einer Hand. Unsere Kunden haben also während der ganzen Umbauphase nur einen Ansprechpartner, auf den sie vollumfänglich bauen können!»


REALISATION FINANZEN UND RECHTLICHES

Preisentwicklung im Wohneigentumssegment

EINFAMILIENHÄUSER IM VORTEIL Das Preiswachstum im Wohneigentumssegment ist nach 14 Jahren Anstieg zum Erliegen gekommen. In den nächsten Quartalen ist mit einer Preisstagnation zu rechnen. Einfamilienhäuser dürften beim Preiswachstum gegenüber Eigentums­w ohnungen die Nase vorn haben. TEXT   THOMAS RIEDER GRAFIKEN   CREDIT SUISSE

F

ast eineinhalb Jahrzehnte kannten die Preise von Wohneigentum nur eine Rich­ tung : nach oben. Die hohen Preise und ­eine wirksame Verschärfung der Regulierung haben aber in den letzten Jahren das Preis­ wachstum abgekühlt und jüngst sogar ganz zum Erliegen gebracht. Nach zwei Quartalen mit Rückgängen konnten die Preise für Wohneigentum im 2. Quartal 2017 zwar mit + 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahres­ quartal wieder leicht zulegen. Die jüngste Entwicklung stellt aber noch keine neuer­ liche Trendwende dar. Wir erwarten mehr oder weniger eine Stagnation der Preise in den kommenden Quartalen. Der Haupt­ grund hierfür liegt im nach wie vor limitier­ ten Nachfragepotenzial aufgrund der erhöh­

«In der Mehrheit der Regionen schnitten Einfamilienhäuser besser ab.» Thomas Rieder

ten regulatorischen Anforderungen bei der Vergabe von Hypotheken. Die daraus folgen­ den höheren Anforderungen bei der Finan­ zierung kann sich eine zunehmende Zahl von Haushalten nicht mehr leisten.

EINFAMILIENHÄUSER SCHNEIDEN BESSER AB Die Preise haben sich zuletzt je nach Wohn­ form unterschiedlich entwickelt. Während die Eigentumswohnungen in den letzten vier Quartalen einen Rückgang der Preise von 1,0 Prozent hinzunehmen hatten, sind die Preise von Einfamilienhäusern mit 1,5 Pro­ zent im positiven Bereich geblieben. In der 66

EIGENTUMSWOHNUNGEN

Wachstum der Transaktionspreise von Eigentumswohnungen (mittleres Segment) im ­ 2. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahresquartal. (Quelle: Wüest Partner, Geostat) > 4% 3% bis 4% 2% bis 3% 1% bis 2% 0% bis 1% -1 % bis 0% -2% bis -1% -3% bis -2% -4% bis -3% < -4%

EINFAMILIENHÄUSER

Wachstum der Transaktionspreise von Einfamilienhäusern (mittleres Segment) im ­ 2. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahresquartal. (Quelle: Wüest Partner, Geostat) > 4% 3% bis 4% 2% bis 3% 1% bis 2% 0% bis 1% -1 % bis 0% -2% bis -1% -3% bis -2% -4% bis -3% < -4%


DIE SCHWEIZER WOHNHAUS ARCHITEKTEN grossen Mehrheit aller Regionen schnitten die Einfamilienhäuser bezüglich Preis­ wachstum besser ab (vgl. Abb. 1 und 2). Es gibt aber auch Ausnahmen wie Genf, Zug oder Schaffhausen, wo die Preise von Eigen­ tumswohnungen stärker angestiegen sind als diejenigen von Einfamilienhäusern bzw. weniger stark gesunken sind. Während ­v ieler Jahre war das der Normalfall, weil der Fokus der Nachfrage sehr stark auf Wohneigentum im urbanen Raum lag, wo­ von Eigentumswohnungen profitierten. Seit dem zweiten Halbjahr 2014 schneiden nun aber Einfamilienhäuser bezüglich Preis­ entwicklung besser ab. Dahinter stecken verschiedene Gründe, die wir nachstehend näher beleuchten.

mit – auch ausserhalb der Zentren – ver­ gleichsweise knapper. Der Siedlungsdruck wird in Zukunft verstärkt auf bestehende Baulandparzellen einwirken. Die wachsen­ de Knappheit wie auch die Erwartung ­von höheren Ausnutzungen aufgrund des

NACHFRAGEDRUCK AUF ­P REISWERTE HÄUSER IN ­P ERIPHEREN REGIONEN

Zwangs zur Verdichtung lässt die Bauland­ preise ansteigen. Weil Einfamilienhäuser typischerweise einen grösseren Landwert­ anteil aufweisen, ist deren Wertentwick­ lung zurzeit stärker als diejenige von ­E igentumswohnungen.

EINFAMILIENHÄUSER SIND IN URBANEN RÄUMEN RAR GEWORDEN In den urbanen Räumen dagegen sind Ein­ familienhäuser immer seltener. Aufgrund der hohen Bodenpreise werden nur noch ­wenige Einfamilienhäuser erstellt. Viele ­b estehende verschwinden, weil sie in der Regel einem Ersatzneubau mit mehreren Eigen­t umswohnungen Platz machen. Ein­ familienhäuser in urbanen Räumen besit­ zen daher Seltenheitswert, was ihre Preise spezifisch stützt.

ERSCHWERTE EINZONUNG WIRKT SICH POSITIV AUF DIE BAULANDPREISE AUS Das neue Raumplanungsgesetz hat die An­ forderungen an die Einzonung von Bauland stark erhöht. Bestehendes Bauland wird da­

Thomas Rieder

SINKENDE ZINSEN WERTEN ­E INFAMILIENHÄUSER ­ STÄRKER AUF Im letzten Jahr sind zudem die Zinsen über­ raschenderweise abermals gesunken. Tiefe­ re Zinsen erhöhen dabei den Wert von ­E infamilienhäusern stärker, weil diese wertbeständiger sind. Die Wertbeständig­ keit rührt vom höheren Landanteil her, der im Gegensatz zum Gebäudewert keiner Al­ tersentwertung ausgesetzt ist. Der Wert der Einfamilienhäuser ist folglich «zukunftslas­ tiger»: Je weiter bestimmte Werte in der Zu­ kunft liegen, desto grösser ist der Einfluss der Zinsen. Das zeigen simple Barwert­ berechnungen. Die niedrigeren Zinsen schlagen sich daher in grösseren Wertstei­ gerungen bei Einfamilienhäusern im Ver­ gleich zu Eigentumswohnungen nieder.

ARCHITEKTUR EINFAMILIENHAUS MEHRFAMILIENHAUS UMBAU/RENOVATION

Welcher der obigen Faktoren ausschlag­ gebend ist, ist schwierig zu beurteilen. Die Tatsache, dass Zinssenkungen schon länger zu beobachten sind, deutet darauf hin, dass eher das Ausweichen der Nachfrage in Räu­ me, wo das Einfamilienhaus dominiert, oder dann die Verknappung an Bauland Treiber der Entwicklung sind.   

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Wohneigentum ist in peripheren Regionen noch erschwinglicher. Entsprechend ver­ mögen in diesen Regionen mehr Haushalte Wohneigentum nachzufragen. Zu dieser Ei­ gennachfrage gesellt sich die Nachfrage von Haushalten aus anderen, teuren Regio­ nen auf der Suche nach erschwinglichem Eigentum. Weil in diesen eher peripheren Regionen das Einfamilienhaus dominiert und Eigentumswohnungen unterrepräsen­ tiert sind, drückt die aggregierte Nachfrage hauptsächlich die Preise von Einfamilien­ häusern hoch. Hingegen hat in den urbanen Räumen die Nachfrage nach Wohneigentum nachgelassen, insbesondere seitens der Schwellenhaushalte. Darunter leiden vor al­ lem die Eigentumswohnungen, da sie in den Städten zahlenmässig dominieren.

«In den urbanen Räumen sind ­Einfamilienhäuser immer seltener.»

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THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

VOM STAHLBLECH ZUM CHEMINÉE Mit viel Handwerkskunst und Liebe zum Detail produziert die Baumann Cheminée-Öfen GmbH in der Berner Gemeinde Steffisburg exklusive Design-Öfen aus Stahl. Besondere Materialwahl und individuelle Herstellung machen jedes Stück zum Unikat. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   HOLGER JACOB

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ine natürliche schwarze Oberfläche ist das Erkennungsmerkmal von Zunderstahl. Wie die Haut auf der erhitzten Milch bildet sich die Zunderschicht beim Warmwalzen auf dem Blech. Ebenso wie die Milchhaut kann die Zunderschicht, wenn verletzt, nicht mehr repariert werden. Zwar ist die Oberfläche beständig gegen Alltagsbelastungen, aber beim Schleifen und Sägen verlangt sie von den Handwerkern eine besondere Sorgfalt. «Ein Mitarbeiter braucht etwa zwei Jahre, um die Verarbeitung zu lernen», sagt Christoph Bachmann, Geschäftsführer der Baumann Cheminée-Öfen GmbH. Das Unternehmen aus Steffisburg hat sich auf die Herstellung exklusiver Cheminée-Öfen spezialisiert. Die modernen Feuerstellen aus Zunderstahl zeichnen sich durch eine lebendige Oberfläche und exakte Kantenverarbeitung aus. Aber der kleine Betrieb hat noch mehr zu bieten.

HANDWERK IM FOKUS Gegründet 1979 von Daniel Baumann, führte das Unternehmen zunächst Schlosserarbeiten aus, bevor es sich dem Ofenbau widmete. Was mit klassischen «Iglu»-Stahlöfen begann, entwickelte sich zu einer umfassenden Produktpalette, von schlicht und modern bis ausgefallen und verspielt. Und wer seinen Traumofen in den Ausstellungs­ räumen der Baumann Cheminée-Öfen GmbH nicht findet, bekommt ihn vom erfahrenen Team nach Mass hergestellt – und kann den Handwerkern dabei sogar über die Schulter schauen. Mit nur elf Mitarbeitenden ist der Betrieb sehr persönlich. «Es ist uns wichtig, dass 68

Roboter findet man in der Produktion keine: Handwerk steht im Fokus, nicht zuletzt weil das Unternehmen auch individuelle Feuerstellen herstellt. Christian Lörtscher führt Schleifarbeiten an einer Ofentür aus, bevor sie verglast und eingebaut werden kann.


Links aussen: Der runde «Sito» ist eines der zahlreichen Modelle aus Eigenproduktion. Links: Geschäftsführer Christoph Bachmann zeigt die hellen geschliffenen Kanten, welche die Zunderstahl-Öfen von Baumann auszeichnen.

«Wir stellen das Handwerk und das Menschliche in den Vordergrund.» Christoph Bachmann, Geschäftsführer

Oben: Neben den Cheminée-Öfen selbst findet man in den Ausstellungsräumen auch Kaminbesteck und weiteres Zubehör.

Oben: Die Tür zu den Produktionsräumen wurde im Betrieb selbst aus Zunderstahl hergestellt – eine Visitenkarte für das Handwerk dahinter. Links: Nicht nur grosse Bleche, auch kleinere Bauteile müssen sorgfältig verarbeitet werden. Die Materialien werden intern auf Qualität geprüft, bevor sie verbaut werden.



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THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

«Es ist faszinierend, mit dem Kunden gemeinsam seinen ganz individuellen Ofen zu kreieren.» Christoph Bachmann, Geschäftsführer

Oben: Marcel Greub schneidet das Zunderstahl-Blech zu. Die Maschine macht gerade Schnitte, gebogene werden von Hand gemacht. Unten: Simon Schenk schweisst die Bauteile zusammen. Die Arbeiten an einem Cheminée-Ofen nehmen insgesamt zwischen zwei und vier Wochen in Anspruch.

Oben: Martin Schranz arbeitet an der Biegemaschine. Durch das Abkanten erhalten zugeschnittene Stahl­ bauteile präzise Winkel.

Oben: Für zylindrische Öfen wie «Sito» wird das Blech gerundet. Simon Schenk braucht etwa 20 Minuten, um den Mantel für den Ofen im Hintergrund zu runden. An einem Stück geliefert, wiegt ein fertiger C ­ heminéeOfen aus Stahl bis zu 500 Kilogramm.

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Links: Michael ­Röthlisberger, ­M etallbauer im zweiten Lehrjahr, schneidet das feuerfeste Glas für die Ofentür zu. Rechts: Ein kleines, geordnetes Lager im Untergeschoss beherbergt Kaminrohre und Anschlüsse sowie anderes Verbrauchsmaterial. Unten: Simon Schenk schneidet Schamottsteine zu, mit denen der Feuerraum ausgekleidet wird.

wir die Kunden kennenlernen und sie uns. Wir stellen das Handwerk und das Menschliche in den Vordergrund», sagt Christoph ­Bachmann. Der gelernte Polymechaniker übernahm die Firma vor rund einem Jahr und hat seither nicht nur die Produktion optimiert und die Ausstellung neu gestaltet, sondern auch die meisten Öfen selbst geliefert und montiert. Früher als Betriebsleiter in der Produktion von Bauteilen für Gasturbinen sowie Luft- und Raumfahrt tätig, entdeckte er bei Baumann eine andere Welt: «Es fasziniert mich, mit dem Kunden gemeinsam seinen Ofen zu kreieren», erklärt Bachmann.

PROFIS AM WERK Der Weg zum eigenen Baumann-Cheminée beginnt in der Ausstellung in Steffisburg. Neben den selbst produzierten Öfen verkauft die Baumann Cheminée-Öfen GmbH Produkte anderer Hersteller und bietet auch Reparaturen und Renovationen an. «Unser Fokus liegt aber auf der Eigenproduktion», sagt Christoph Bachmann. Von den rund 150 Öfen, die das Unternehmen im Jahr verkauft, werden zwei Drittel selbst hergestellt. In der Ausstellung findet man aber nicht nur Feuerstellen: Stilvolle Regale, Tische und Sideboards aus eigener Produk­ tion möblieren die Räume. Eine Tür, ebenfalls aus Zunderstahl gearbeitet, führt von der Ausstellung in die Produktionsräume. Dahinter werden die grossen und die kleinen Aufträge in Handarbeit ausgeführt – Fliessbandarbeit gibt es nicht. Damit sich der Kunde seinen zukünftigen Ofen genau vorstellen kann, wird zunächst eine drei­

dimensionale CAD-Zeichnung angefertigt – oder, bei besonders gros­ sen und komplexen Projekten, gleich der ganze Ofen en miniature nachgebaut. Stehen die Details fest, geht es an die Herstellung, die etwa zwei bis vier Wochen in Anspruch nimmt. Die Brennzelle wird eingekauft. In Steffisburg bekommt sie den Stahlmantel verpasst, der aus dem rein funktionalen Bauteil ein Design-Objekt macht. Auf zwei Stockwerken werden die Stahlbleche sorgfältig zugeschnitten, gekantet, geschweisst und gerundet. Auch das Ofenglas und die Schamottsteine werden hier verarbeitet. «Die Prozesse sind je nach Cheminée unterschiedlich», erklärt Christoph Bachmann. «Jeder Produktionsmitarbeiter kann einen grossen Teil der anfallenden Arbeiten erledigen.» Zu den elf Mitarbeitern zählt auch ein Metallbau-Lehrling. «Es ist wichtig, dass wir unser Know-how weitergeben», sagt Christoph Bachmann. Wie dem Firmengründer Daniel Baumann liegt auch dem neuen Geschäftsführer das soziale Engagement am Herzen, weshalb der Betrieb am Programm für Arbeitsintegration des Spitals Thun beteiligt ist und zwei Teilzeit-Arbeitsplätze für Personen bietet, die den Weg zurück ins Arbeitsleben suchen. Wer die Produktion durch die Stahltür wieder verlässt, hat eine neue Wertschätzung für den Zunderstahl und die sorgfältige Verarbeitung gewonnen, die dem Material zuteil wird. Im Gegensatz zu den üblichen pulverbeschichteten Stahloberflächen wirkt die Hülle der fertigen Cheminée-Öfen lebendig, und die durch den Schliff klare, helle Kante lässt sie noch effektvoller in Erscheinung treten.    

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THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

CHEMINÉES UND ÖFEN: DIE FEINEN UNTERSCHIEDE Gerade wenn die Tage kürzer, karger und kälter werden, wirkt das knisternde Holz­f euer wie Balsam für die Seele und schafft ein wohlig warmes Ambiente im Haus. Doch wie wählt man das richtige Cheminée fürs Eigenheim? Lukas Bühler, Geschäftsführer der Tiba AG, gibt Antwort auf diese und andere brennende Fragen. INTERVIEW   DONIKA GJELOSHI

LUKAS BÜHLER , Geschäftsführer . Tiba AG, 4416 Bubendorf. tiba.ch

Lukas Bühler, moderne Einfamilienhäuser und Feuerstellen, passt das heute noch zusammen? Ja, mehr denn je. Eine Umfrage, die der Verband feu suisse schweizweit durchge­ führt hat, hat ergeben, dass Cheminées und Öfen immer noch sehr beliebt sind. Die Nut­ zungsgründe sind eindeutig und halten sich die Waage: Während die Hälfte der Befrag­ ten Feuer für ein angenehmeres Ambiente macht, nutzt die andere Hälfte das Cheminée oder den Ofen gern zum Heizen. Welche Arten von Feuerstellen gibt es? Sehr viele. Leider herrscht bereits bei den Begrifflichkeiten grosse Verwirrung, da die Grenzen fliessend sind. Die wichtigsten Ty­ pen sind das Cheminée, der Cheminéeofen, Kachelofen, Speicherofen, Pelletofen und der Holzherd. Was zeichnet diese aus? Das Cheminée ist ein Einbaugerät mit gros­ser Glasscheibe. Die grosse Feuerstelle heizt den Raum schnell auf; sobald das Feuer erlischt, kühlt der Raum auch schnell wieder ab. Der Cheminéeofen, auch Schwedenofen oder einfach Ofen genannt, besteht meistens aus einem freistehenden Stahlkorpus mit ­relativ gross verglasten Ofentüren und meist sichtbarem Kaminrohr. Speicheröfen sind Cheminéeöfen mit kleinerem Fenster, damit mehr Wärme gespeichert wird. Kachelöfen sind innen mit Stein gemauert und können dadurch die Wärme lange speichern. Sie ha­ ben meistens ein kleines Fenster, damit nicht 72

zu viel Wärme in den Raum hinausstrahlt. Pelletöfen funktionieren vollautomatisch per Knopfdruck, geheizt wird mit Holz­ pellets. Der Holzherd schliesslich stellt in der Küche auch einen grossen Marktanteil dar, er wird sowohl zum Heizen als auch zum Backen genutzt. Wie unterscheiden sie sich bezüglich der Funktion? Allgemein kann man die verschiedenen Typen in zwei Kategorien einordnen: Geräte für das Ambiente-Feuer und Geräte als Zu­ satzheizung. Wer die Feuerstelle primär für

«Überlegen Sie sich, wie Sie die Feuerstelle im Alltag nutzen möchten.» Lukas Bühler

eine gemütliches Ambiente nutzen will, wählt ein Cheminée oder einen Cheminée­ ofen. Bei diesen heizt man mit etwa zwei Ki­ logramm Holz und legt nach Bedarf immer wieder Holz nach. Das Feuererlebnis ist in­ tensiver mit grosser Flamme, aber auch mehr Wärmeentwicklung. Wer die Feuerstel­ le zum Heizen nutzen will, der wählt einen Speicherofen, Kachelofen, oder Pelletofen. Beim Speicherofen und beim Kachelofen wird relativ viel Holz auf einmal gefeuert, fünf bis zwölf Kilogramm. In zwei Stunden brennt das Holz ab. Die erzeugte Hitze wird während der nächsten zehn bis zwölf Stun­ den in den Raum abgegeben. Ein Pelletofen fasst 25 bis 50 kg Holzpellets. Da er vollauto­

matisch funktioniert, kann der Nutzer genau bestimmen, wann, wie lange und wie viel ­geheizt wird. Ist die Holzfeuerung denn überhaupt umweltfreundlich? Ja, definitiv. Erstens ist Holz ein CO₂neutraler Brennstoff. Das heisst, dass das Holz beim Verbrennen nur so viel CO₂ frei­ setzt, wie es beim Wachstum gebunden hat; damit ist der CO₂-Kreislauf geschlossen. Zweitens ist Holz ein regionaler Brennstoff: Meist kommt es aus der Gemeinde oder aus der näheren Umgebung. Der Anteil an ­g rauer Energie, das ist die Energie, die für den Transport und die Aufbereitung aufge­ wendet wird, ist damit sehr gering. Drittens sind moderne Feuerungen sehr effizient und sauber, was die Verbrennung selbst betrifft – im Gegensatz zu zum Beispiel alten offenen Cheminées. Wie funktioniert die Wärmeverteilung? All die erwähnten Produkte gibt es als luft- oder wassergeführte Variante. Bei was­ sergeführten Geräten werden dank einem Wärmetauscher 40 bis 70 Prozent der ­Energie direkt in das Zentralheizsystem ­ein­gespeist und die Wärme in alle Räume weitergeleitet. Insbesondere bei LuftWasser-Wärme­pumen sind wassergeführte Geräte sinnvoll, da sie bei Minustemperatu­ ren im Winter das Heizsystem gut unterstüt­ zen können. Wassergeführte Geräte sind da­ her in gut isolierten Neubauten sinnvoll. Bei Öfen ohne Wärmetauscher wird der Raum direkt erwärmt, dies erfolgt entweder über Warmluftkonvektion bei normalen Öfen oder als Strahlungswärme bei Speicheröfen. Kann man auch in einem Minergie-Haus ein Cheminée oder einen Ofen einbauen ? Ja, jedoch müssen dann einige Punkte be­ achtet werden: Bei Minergie-Häusern muss man eine Luftzufuhrleitung im Voraus


Gibt es grosse Unterschiede bezüglich Wartungsaufwand bei den verschiedenen Geräten? Der Wartungsaufwand ist bei allen Gerä­ ten etwa gleich gross. Neben der Reinigung des Feuerraums und des Fensters muss ein­ mal im Jahr ein Kaminfeger das System rei­ nigen. Bei wassergeführten Geräten muss zusätzlich einmal im Monat der Wärmetau­ scher vom Nutzer selbst gereinigt werden. Wie ist der Preisunterschied? Den Cheminéeofen, Pelletofen, Holzherd und Speicherofen gibt es ab 4000 Franken, den Kachelofen und das Cheminée ab 10 000 Franken inklusive Installation. In das Budget einplanen sollte man auch die Baukosten für den Kamin, an den man das Gerät anschlies­ sen muss. Diese belaufen sich auf zwischen 3500 und 7000 Franken. Braucht es eine Baubewilligung ? Für den Kamin, der meistens an der Fas­ sade sichtbar ist, muss bei der Gemeinde ei­ ne entsprechende Baubewilligung eingeholt werden. Für das Gerät selbst braucht es dann keine Bewilligung mehr, jedoch muss jede Feuerstelle beim Feuerschauer der Gemeinde gemeldet werden. Die Anmeldung kostet nichts und wird gewöhnlich vom Ofenbauer direkt erledigt. Ist der Aufwand kleiner, wenn man gleich mehrere Geräte einbaut ? Der Aufwand liegt mehr bei der Errich­ tung des Kamins denn bei der Installation der Geräte. In einem Einfamilienhaus kann man ohne grossen Aufwand bis zu vier ­G eräte an einem Kamin anschliessen. Kann man den Ofen oder das Cheminée auch nach dem Hausbau einbauen ? Das ist möglich. Der Standort des Ka­ mins sollte dann an der Aussenfassade de­ finiert sein. Auserdem muss man überprü­ fen, ob die Zuluft gewährleistet ist und ob der Boden das zusätzliche Gewicht tragen

«Speichermasse in Cheminées und Öfen wird immer wichtiger.» Lukas Bühler

kann. Schliesslich muss man auch heraus­ finden, ob eventuelle Bodenbeheizungen ein Hindernis darstellen. Wenn diese Punk­ te jedoch bereits bei der Planung berück­ sichtigt wurden, sollte es kein Problem ­darstellen, das Cheminée oder den Ofen nachträglich einzubauen. Wo ist der ideale Ort für das Cheminée oder den Ofen ? Wir empfehlen, dass das Gerät im Zentrum des Raumes oder an einer Innenwand posi­ tioniert wird, damit die Wärme möglichst lange im Raum bleibt. An einer Aussenwand würde man einen Teil der Energie verlieren.

Mein Haus. Meine Welt.

Was muss sonst noch beachtet werden ? Bei einem Parkettboden braucht es unter dem Cheminée eine Platte als Funkenschutz. Bei einem Plattenboden ist das natürlich nicht mehr nötig. Man sollte sich auch da­ rüber Gedanken machen, wo man das Holz lagern möchte, ob man einen Unterstand ein­ planen muss und wo man das Holz bezieht.

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Was sind die Trends im Bereich Cheminée bzw. Ofen ? Mit weissen Steinen verkleidete Chemi­ nées liegen im Trend, bei den Stahlöfen sind kubische Formen mit klaren Linien gefragt. Auf der technischen Ebene geht der Trend in Richtung Speichermasse. Man will die Energie effizienter nutzen. So kann man auch Cheminées und Cheminéeöfen mit ei­ ner Speichermasse ausstatten, damit sie die Wärme länger speichern. Bevor sich nun die Bauherrschaft an einen Ofenbauer wendet: Worüber sollte sie sich zuvor im Klaren sein? Die Bauherrschaft sollte sich zunächst überlegen, wie sie das Cheminée oder den Ofen nutzen will. Möchte man die Feuer­ stelle einmal im Monat, einmal in der­ Woche oder täglich nutzen? Möchte man sie des Ambientes wegen nutzen oder will man damit das Heizsystem ergänzen? Das ­Budget spielt auch eine wichtige Rolle für die Beratung. Schliesslich soll der Ofen oder das Cheminée auch optisch zur Architektur des Hauses passen.    Adressen von Ofenbauern findet man auf der Verbandshomepage: www.feusuisse.ch

Wohnmedizinisch empfohlen von der Gesellschaft für Wohnmedizin, Bauhygiene und Innenraumtoxikologie e. V.

Info Nr. 118

p ­ lanen, damit die Luft, die das Feuer braucht, direkt von aussen über eine isolier­ te Leitung, meistens am Boden oder an der Wand, ins Gerät zugeführt wird. Da die Kom­ fortlüftung einen leichten Unterdruck im Haus entstehen lässt, ist es wichtig, dass kein Rauch aus dem Ofen austreten kann. Deshalb muss das Cheminée oder der Ofen dicht gebaut sein. Man spricht von raumluft­ unabhängigen Geräten. Ausserdem würde ich ein Gerät empfehlen, das die Wärme län­ ger speichert und langsam im Raum verteilt. Mit einem Cheminée mit grossem Fenster würde der gut isolierte Raum eines Miner­ gie-Hauses sehr schnell überhitzen.

Passt perfekt zu mir, in Design und Qualität. Mein Architektenhaus.


THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

MIT STIL ZU WOHLIGER WÄRME Feuer begleitet Menschen schon seit Urzeiten. Was als offene Feuerstelle am Höhleneingang begann, ist heute ein begehrtes Design-Objekt. Überzeugen Sie sich selbst. TEXT   ANNA ETTLIN

MEHR FEUER, MEHR WÄRME, MEHR STIL Die beliebte Cheminée-Ofen-Serie «Contura 600» entwickelt sich weiter. Die Nachfolger-Kollektion heisst «Contura 600 Style» und bringt neben einer grossen Auswahl an Verkleidungen, Türen und Farben auch einige entscheidende Funktionsverbesserungen mit. Die optimierte Verbrennungstechnik holt mehr Wärme aus jedem Holzscheit heraus. In unterschiedlichen Grössen und Optionen erhältlich, bringen die Öfen der Serie «Contura 600 Style» noch mehr Feuer und Stil in Ihren Wohnraum. armaka.ch

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[ 1 ]

[ 1 ] EIN HEBEL FÜR ALLES

[ 2 ]

Unkomliziert ist das Motto von «Inzell easy». Der innovative Cheminée-Ofen von Sibir­ therm lässt sich äusserst einfach bedienen: Nur ein Hebel steuert alle Luftführungen an. Gemütliches Feuer, optimale Funktionalität und Benutzerkomfort reichen sich bei «Inzell easy» die Hand. sibirtherm.ch

[ 2 ] REDUZIERTES STAHL-DESIGN «Artemis» von Markus Ruegg Feuer AG verführt die Sinne nicht nur mit dem von drei Seiten sichtbaren Feuer, sondern auch mit der reduzierten Formensprache. Die Stahlverkleidung des Cheminées gibt es in unter­ schied­lichen Farbvarianten. markusruegg.ch

[ 3 ] AMBIENTE ZU JEDER JAHRESZEIT Der elegante Cheminée-Ofen «Tao» von Ganz Baukeramik AG kommt in drei Ausführungen: in Stahl, in Speckstein oder in Keramik. Der grosse Feuerraum sorgt für eine optimale Sicht auf die Flammen. «Tao» eignet sich auch für Niedrigenergie-Häuser.

[ 3 ] [ 4 ]

ganz-baukeramik.ch

[ 4 ] FINNISCHE ­FUNKTIONALITÄT «Koli Grafia» stammt aus der «Karelia»-Kollektion von Tulikivi. Die Specksteinoberfläche kann in glatt geschliffen, gerillt, gebrochen oder mit Wasserstrahlver­f ahren bearbeitet bestellt werden. Doch der «Koli G ­ rafia» ist nicht nur dekorativ: Ein mit­ geliefertes Grillgitter ermöglicht das Grillen oder K ­ ochen im Feuerraum. tulikivi.com



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THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

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[ 1 ] STARKES TEAM AUS STEIN UND STAHL

[ 3 ]

[ 2 ]

Das schlichte, geradlinige und zeitlose Design des Speicherofens «T-One Stone» wurde mit vielen Design-Preisen ausgezeichnet. Für alle, die Metall­o berflächen schätzen, erhält der Ofen nun optional eine Stahlverkleidung. «T-One Steel» betont mit seinem schwarzen Farbton und der scharfkantigen Ausführung die kubische Form des «T-One». Die geradlinige, randlose Glasfront passt ideal zur neuen Ober­f läche und macht den «T-One Steel» zu einem modernen Highlight. tonwerk-ag.ch

[ 2 ] 15 STUNDEN WÄRME Öfen mit Speicherkapazität haben einen klaren Vorteil: Anstatt die ganze Wärme beim Feuern abzugeben, speichern sie einen Teil davon und geben ihn nach und nach wieder ab. So spendet «Tower Xtra» von Austroflamm bis zu 15 Stunden Wärme mit insgesamt 9 Kilogramm Holz. austroflamm.com

[ 3 ] SPEICHERN MIT SYSTEM [ 4 ]

Das System-Cheminée «Camina» von Alpinofen spezialisiert sich auf die Wärmespeicherung und sorgt so für ein wohliges Raumklima. Robuste Speichersteine aus armierter Gussmasse garantieren auch Stunden nach dem Abbrand eine behagliche Wärme. alpinofen.ch

[ 4 ] FLAMMENPANORAMA Wer will schon fernsehen, wenn man stattdessen einem faszinierenden Flammenspiel zusehen kann? «Curvifocus», die panoramische Feuerstelle mit konkaver Glasfront zieht alle Blicke auf sich. Die Gasfeuerung eignet sich auch für Niedrigenergiehäuser und ist dabei umweltfreundlich. focus-kamin-design.de

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[ 6 ]

[ 5 ] VIEL STIL FÜR KLEINE RÄUME

[ 5 ]

Kein Platz? Kein Problem! Mit nur 26 cm Tiefe und einer Leistung von unter 5 kW ist der Cheminée-Ofen «Monolith» von Tiba auch für kleinere Räume geeignet. Im «Monolith» steckt aber mehr drin, als man denkt: Hinter der schlichten Front des Ofens ist eine raffiniert integrierte Holzliege versteckt. So spart man Platz und lässt das Holz im Ofen verschwinden – noch bevor es ins Feuer muss. tiba.ch

[ 6 ] DESIGN-KLASSIKER OHNEGLEICHEN 1968 entwarf Dominique Imbert die revolutionäre Feuerstelle «gyrofocus». Heute findet man sie in stil­ vollen Wohnungen und Restaurants, aber auch im Guggenheim-Museum in New York. Die um 360 Grad drehbare Feuerstelle gibt es bei Wirth & Schmid AG. wirth-schmid.ch

Info Nr. 119

Variabel. Vielfältig. VIVA L. Stellen Sie aus einer ganzen Reihe von Farben und Komponenten genau den Ofen zusammen, welcher am besten zu Ihrem individuellen Stil passt. www.attika.ch/konfigurator


THEMA  CHEMINÉES UND ÖFEN

[ 1 ] FLAMMENSPIEL OHNE HITZESCHLAG «Visio 3 Element» ist ein dreiseitiger Kamineinsatz von attika, der sich mit vorgefertigten Elementbausteinen stilvoll verkleiden lässt. Eine tiefe Heizleistung auch bei grosser Flamme macht ihn ideal für gut isolierte Räume.

[ 1 ] [ 2 ]

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[ 2 ] EIN LAGERFEUER FÜRS WOHNZIMMER Wer erinnert sich noch an die gemütliche Runde am Lagerfeuer? Um dieses Gefühl wieder aufleben zu lassen, muss man dank der Rüegg Cheminée AG nicht mehr ins Lager. Das eigene Wohn­zimmer reicht – und nein, die Feuerwehr muss nicht kommen! Das innovative Cheminée «RIII» bringt dank drei­s eitiger Verglasung Lager­feuer­-Romantik ins Wohnzimmer, und zwar mit Unterstützung modern­ ster Technik. ruegg-cheminee.com

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Zeit zum Einheizen Alpinofen AG – Was 1997 als kleines Schweizer Familienunternehmen begann, hat sich schweizweit zum Spezialisten für umweltschonende Wohnraumfeuerungen entwickelt.

Jubiläumsangebot Cheminée-Ofen Modell Hark 106 GT ECOplus Speckstein, jetzt für nur CHF 2920.– anstatt CHF 3650.–.

Bei Neu- und Umbauten bietet die Alpinofen-Gruppe alles aus einer Hand und garantiert eine fachmännische Rundumbetreuung mit besonders preiswerten Dienstleistungspaketen: von der Fachberatung über die fotorealistische Planung bis zum fixfertigen Kaminanlagen-, Ofen- und Cheminée-Einbau.

(Um-)bauen für schöne Momente – Cheminées und Cheminée-Öfen Immer mehr Hausbesitzer interessieren sich für ein massgefertigtes Cheminée oder einen Cheminée-Ofen. Denn wer nach ökonomisch sinnvollen Auswegen sucht, stösst schon bald auf Holz. Dabei hat Holz nicht nur ökonomische Vorteile, sondern ist auch ökologisch relevant. So sind Cheminées und Cheminée-Öfen für viele nicht nur eine Frage der Gemüt lichkeit, sondern auch eine Frage der Vernunft.

Clever (um-)bauen, Kaminanlage einbauen Zeitgemässe Kaminlösungen zeichnen sich durch ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus: sowohl bei Neubauten als auch Umbauten. So müssen selbst Hausbesitzer ohne Kaminanlage nicht auf behagliche Momente verzichten, denn Alpinofen plant und baut Kaminanlagen in der ganzen Schweiz. Unbürokratisch, mit Sinn fürs Detail und schnell – in weniger als einem Tag. Wer ein Haus baut oder umbaut, baut am besten eines mit Kamin. Auch als Wertsteigerung. Grossausstellungen in: 3027 Bern, Ziegelackerstrasse 11a 031 992 13 13 8308 Illnau, Am Dorfbach 38 052 355 30 10 1844 Villeneuve, Rte du Pré du Bruit 2 021 965 13 65

Romantik und Behaglichkeit durch individuelle Cheminées.

Öffnungszeiten Montag bis Freitag jeweils von 9 – 18 Uhr (Illnau und Villeneuve Montag geschlossen) Samstag jeweils von 9 – 16 Uhr, Sonntag geschlossen Herzlich und willkommen.

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Fackeln Sie nicht lange ... und wählen Sie Ihr Lieblingsmodell aus dem vielfältigen Angebot an Kaminöfen, Pelletöfen, Ölöfen und Holzkochherden. Ein Unternehmen der V-ZUG AG

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THEMA  LICHT

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TIPPS FÜR DIE BELEUCHTUNG Wie lässt man die liebevoll eingerichteten Räume auch abends im besten Licht erstrahlen? Die Wahl der Beleuchtung ist eine komplexe Angelegenheit. Pino Napoli, Lichtplaner und Inhaber der Lichthaus AG, erklärt im Interview, worauf es wirklich ankommt. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   LICHTHAUS AG

PINO NAPOLI, Lichtplaner und Inhaber von . Lichthaus AG, 8600 Dübendorf lichthaus.ch

Pino Napoli, warum braucht ein Haus ein Lichtkonzept ? Ein Raum muss eine Form annehmen. Dies geschieht einerseits durch die Einrichtungsgegenstände, andererseits durch das Licht, das Orientierung schafft, dem Raum durch das Spiel von Licht und Schatten Tiefe gibt und schliesslich die Materialien, Farben und die Architektur wahrnehmen und wirken lässt. Mit Licht kann man verschiedene Atmosphären schaffen und die Räume somit definieren. Es ist wichtig, dass man das Licht richtig dosiert, sodass es nicht zu viel und nicht zu wenig Licht in einem Raum gibt. Unsere Aufgabe als Lichtplaner ist somit auch, das richtige Mass an Licht in einem Raum zu finden, sodass man sich im Raum wohlfühlt und zurechtfindet. Dies gilt auch für den ­Aussenbereich. Eine gute Aussenbeleuchtung orientiert, nimmt aber auch Rücksicht auf die Menschen in der Nachbarschaft und auf die nachtaktiven Tiere in der Natur.

Linke Seite: Lichtleisten bei der Arbeitsfläche und die Pendelleuchte «Big Bang » von Foscarini sorgen für eine differenzierte Beleuchtung. Rechts: Die zierliche und verspielte Deckenleuchte «Birdie’s Nest» von Ingo Maurer passt hervorragend in ein feminines Büro.



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THEMA  LICHT

Wann sollte man mit der Planung des Lichtkonzepts beginnen? Es lohnt sich, das Lichtkonzept bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Raumplanung miteinzubeziehen und zu definieren, welche

«Ein Lichtkonzept muss auf die ­Architektur ­abgestimmt sein.» Pino Napoli

Rolle das Licht in den einzelnen Räumen übernehmen soll. Beispielsweise muss das Licht im Schlafzimmer eine entspannte ­Atmosphäre schaffen, während es in einem Büro motivieren soll, sich auf die Arbeits­ tätigkeit zu konzentrieren. Was machen Bauherrschaften falsch, wenn es um die Beleuchtung geht ? Viele Leute wählen zu helle Leuchtmittel und überfluten die Räume mit Licht. Dabei wollen sie den ganzen Raum meistens nur mit einer Lampe beleuchten. Das Lichtkon­ zept muss man aber wie ein Orchester ver­

stehen: Es braucht verschiedene Instrumen­ te, laute und leise Töne, um eine Dramaturgie zu schaffen. So braucht es auch verschiedene Lichtquellen in einem Raum, die jeweils eine spezielle Aufgabe erfüllen und den Raum ­i nszenieren. Das Spiel von dekorativem und funktionalem Licht macht jeden Raum span­ nender. Zu helles Licht ist, wie wenn ein Inst­ rument zu laut spielen würde und alles ande­ re nicht mehr wahrnehmbar wäre. Wie beleuchtet man nun die verschiedenen Räume richtig? Ein generelles Lichtkonzept gibt es nicht. Man kann es auch mit einem Kleidungsstück vergleichen: Es muss auf die Person mass­ geschneidert sein, die es trägt, damit es wirklich passt. Für ein gutes Lichtkonzept ­müssen verschiedene Faktoren wie die Raum­g rösse, Raumhöhe, die Fenster, die In­ neneinrichtung und die Bedürfnisse der ­Bewohner berücksichtigt werden. Welche Tipps haben Sie für die einzelnen Räume? Der Eingangsbereich ist der erste Raum, den man wahrnimmt, wenn man das Haus betritt. Dieser repräsentativen Rolle kann man mit einer interessanten Hängeleuchte gerecht werden. Einbauwandleuchten in Bo­ dennähe setzen den Bodenbelag schön in

Die romantische Tischleuchte «Kokoro» von Ingo Maurer fügt sich ins Tapetenbild ein.

Szene. Das Wohnzimmer ist meist ein multi­ funktionaler Raum, hier können verschiede­ ne Lichtquellen zum Einsatz kommen – Stehund Leseleuchten, Bodenleuchten, Strahler sowie Nischenbeleuchtung. Welche Lösungen empfehlen Sie für Küche und Esszimmer ? In der Küche braucht man homogenes Licht, das keine Schatten wirft, die beim Ko­ chen und Rüsten störend wirken. Nach dem Kochen könnte man das Licht dimmen und die Aufmerksamkeit somit zum Essbereich lenken. Mit einer Hängeleuchte über dem Tisch schafft man eine angenehme Intimität. Gezielt platzierte Lichtquellen können die Wirkung von Wandbildern oder anderen Kunstobjekten zusätzlich unterstützen. Was ist im Badezimmer wichtig ? Eine Lichtquelle beim Spiegel, welche das Gesicht gut beleuchtet. Je nachdem, wie gross das Badezimmer ist, kann man es mit dekorativen Leuchten in Szene setzen. Und im Schlafzimmer ? Hier würde ich eine Deckenleuchte emp­ fehlen, die den Raum mit angenehmem Licht ausleuchtet, aber nicht blendet, wenn man im Bett liegt. Eine Hängeleuchte könnte schnell ein Hindernis bilden. Dekorative Nachttischlampen mit diffusem Licht wirken gemütlich. Je nach Bedarf kann auch eine Leselampe zum Einsatz kommen.

Die asymmetrisch positionierten Spiegelleuchten «Ozen» von Davide Groppi lockern das Bad auf. Die im Boden eingebaute «Linealuce» von iGuzzini hebt die Materialoberfläche hervor.

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Was ist sonst noch wichtig ? Die Farbwiedergabe der Leuchtmittel soll­ te möglichst hoch sein, damit die Farben möglichst so natürlich wirken, wie man sie bei Tageslicht wahrnimmt.  


Internationale Interior Design Ausstellung Zürich-Oerlikon 15. bis 19. November ABB Event Halle 550 www.neueraeume.ch

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Dachfenster s: 211 E www.stebler.ch


THEMA LICHT

IM RECHTEN LICHT Ob als dezente Lichtspender oder als auffällige Kunstobjekte, diese eleganten Leuchten begeistern bei Tag und bei Nacht. TEXT˜˜˜ ANNA ETTLIN

°˜1˜˛KLEIN, ABER OHO

°˜1˜˛

Die filigranen hölzernen Lampenschirme der Leuchten verkörpern skandinavisches Design. Dank der «Petite»Serie lässt sich das zeitlose Secto-Design auch im kleinen Rahmen geniessen. sectodesign.fi

°˜2˜˛DIE KUNST DER EINFACHHEIT «Aede» von Artemide ist klein, aber wirkungsvoll. Aussen kubisch, innen organisch, spendet sie gerichtetes, dimmbares Licht aus ihrer LED-Lichtquelle. artemide.ch

°˜2˜˛

°˜3˜˛

°˜4˜˛

°˜3˜˛KLASSIKER IN NEUEM LICHT Die Möbel von USM Haller sind eines der erkennbarsten Schweizer Produkte überhaupt. Nun gibt es den Klassiker mit raffiniert in die Struktur integrierter Beleuchtung. usm.ch

°˜4˜˛FILIGRAN Mit ihren sich überlagernden Mustern schafft die Leuchtenserie «Charlotte» von Slamp ein hypnotisches Lichtspiel. Die zierlichen, wabenähnlichen Strukturen faszinieren, ohne zu dominieren. slamp.it

°˜5˜˛EIN WEISSER WASSERTROPFEN Ein Tropfen Wasser war die Inspiration für «Alba». Die Kollektion umfasst zahlreiche Leuchten, denen goldene Elemente sowie der Kontrast zwischen weichen und kantigen Formen gemein sind. oluce.com

°˜5˜˛

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[ 6 ] EINZIGARTIGE STREUUNG

[ 7 ]

Der schlichte Ring, der in der Luft zu schweben scheint, ist nicht das einzige Erkennungsmerkmal von «Orbit». Dank Micro-LEDs und einem speziellen Diffuser lässt die Leuchte das Licht lebendig wirken. nemolighting.com

[ 7 ] GAR NICHT SO ­OBERFLÄCHLICH Obwohl ihr Name «Oberfläche» bedeutet, zeigt die flache Wandleuchte «Superficie» mit ihrem ungewöhnlichen ovalen Design eine beeindruckende geometrische Präsenz. foscarini.com

[ 6 ]

[ 8 ] LEUCHTENDES ORIGAMI Wie ein überdimensionaler gefalteter Papierstreifen steht «Elle» auf dem Tisch. Der schlanke Metallkörper der Leuchte besteht allerdings aus Metall – und ist in Schwarz, Weiss, Gelb und Blau erhältlich.

[ 8 ]

prandina.it

[ 9 ] WIE AUS DEM MEER Die Polycarbonat-Äste der «coral» erinnern an eine Ko­r alle. Wie viele natürliche Strukturen besteht die Leuchte aus einfachen Elementen, die sich immer wieder wiederholen. «coral» gibt es auch als ­H änge- und Stehleuchte.

[ 9 ]

pallucco.com

[ 11 ]

[ 10 ] SCHLANK UND RANK Einzeln aufgehängt überzeugt «Virtus» durch die schlanke zylindrische Form der Leuchten. Die effektvollste Wirkung entfaltet die Kollektion von Axolight jedoch als Cluster. Originelle Farb­varianten laden zum Kombinieren ein. axolight.it

[ 11 ] EIN RING, EIN KABEL «WireRing» hat sich ganz dem Minimalismus verschrieben: Der LED-Ring wird durch ein speziell entwickeltes flaches Stromkabel gehalten und zugleich mit Energie versorgt. Die ultra-minimalistische Installation wirkt wie ein modernes Kunstobjekt. flos.com

[ 10 ]



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AUSSENRAUM  VERGLASUNGEN

GRENZENLOSE AUSSICHTEN Rahmenlose Verglasungen verleihen Wohnräumen eine einmalige Transparenz und ­Atmosphäre. Kurt Berger, CEO der swissFineLine AG, erklärt, was rahmenlose Fenster leisten können und was man bei der Planung beachten sollte. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   SWISSFINELINE AG

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AUSSENRAUM  VERGLASUNGEN

Dieses exklusive Einfamilienhaus öffnet sich mit grosszügigen rahmenlosen Schiebefenstern zum Garten und zum angrenzenden Seeufer.

T

ransparenz gehört zu den Wahrzeichen der modernen Architek­ tur. Die Wohnräume werden nicht nur zueinander offen gestal­ tet, sondern auch zur Umgebung. Durch grosszügige Glasflächen öff­ nen sich die Innenräume moderner Wohnhäuser zum Aussenraum, sodass das Interieur mit dem Garten verschmilzt. Im Sommer kön­ nen die grosszügigen Verglasungen geöffnet werden, um das Wohn­ zimmer fliessend nach draussen zu erweitern. Aber auch in der kal­ ten Jahreszeit tragen die Glasflächen dazu bei, den Lichteinfall zu maximieren und die Räume grösser erscheinen zu lassen. Um diesen Eindruck der Grenzenlosigkeit zu unterstreichen, kommen rahmen­ lose Verglasungen zum Einsatz, die eher transparenten Wänden als klassischen Fenstern ähneln.

TRANSPARENT UND BARRIEREFREI Der Begriff «rahmenlos» mag etwas irreführend scheinen. Zwar ha­ ben die grossen Glasflächen einen Rahmen, dieser ist aber grössten­ teils unsichtbar. «Die umlaufenden Rahmenprofile werden vollstän­ dig in Boden, Decke und Wände eingearbeitet», erklärt Kurt Berger, CEO der swissFineLine AG, die hochwertige rahmenlose Fenstersys­ teme herstellt. «Die Struktur wird auf ein Minimum reduziert. Bei swissFineLine-Verglasungen bleibt einzig das nur 24 mm schmale Vertikalprofil in der Mitte sichtbar.» Durch diese Konstruktion bieten die Fenster ein Maximum an Transparenz sowie Mobilität, denn die bodenebenen Profile sind komplett barrierefrei. Der Innenraum fliesst nahtlos in den Aussenraum über. Aber auch obere Stockwerke profitieren von rahmenlosen Verglasungen. Auf Wunsch versieht die swissFineLine AG die Schiebefenster mit intergrierten Glasbrüstun­ gen, die als Absturzsicherung dienen, damit auch das Obergeschoss in den Genuss der eindrücklichen transparenten Architektur kom­ men kann. Alternativ lassen sie sich auch als ­Fixverglasung ausfüh­ ren. Rahmenlose Fenstersysteme wie swiss­FineLine erfreuen sich in 88

den letzten Jahren einer immer grösseren Nachfrage. Neu ist die Idee der rahmenlosen Verglasung aber nicht. «Die Architekturstile mit of­ fener Lebensraumgestaltung gehen in die 1920er-Jahre zurück», weiss Kurt Berger. «Star-Architekten wie Mies van der Rohe und Le Corbusier riefen eine Architektur ins Leben, die durch klare Formen­ sprache und transparente Raumkonzepte einen modernen und zeitlo­ sen Baustil begründete.»

UNSICHTBARE TECHNIK Die rahmenlosen Verglasungen von heute unterscheiden sich von ih­ ren Vorgängern vor allem in puncto technischer Raffinesse. So erfül­ len sie die modernen Ansprüche an Wärmedämmung und Witte­ rungsbeständigkeit. Als voll isoliertes Leichtmetallfenster ist swiss­Fine­­Line Minergie-P-zertifiziert und erreicht Bestwerte bezüg­ lich Dichtheit, Schalldämmung und Einbruchschutz. Optionale Ele­ mente stellen sicher, dass die rahmenlose Verglasung ideal zum Haus und zu dessen Bewohnern passt. So bietet swissFineLine Sicherheits­ optimierung, Automations- und Komfortzubehör für unterschiedli­ che Bedürfnisse. «Mit der geräuschfreien Schiebefenster-Automation lassen sich selbst sehr grosse Schiebefenster von bis zu 20 m² Fläche und einem Gewicht bis 1200 kg mühelos per Knopfdruck öffnen und schliessen», sagt Kurt Berger. Aber auch verdeckt angeordnete Insek­ tenschutzplisées und integrierte Beschattung gehören zu den prak­ tischen Optionen. «Voraussetzung für ein angenehmes Wohnklima bei grossen, nach Süden ausgerichteten Verglasungen ist ein effizien­ tes Beschattungssystem», erklärt der Geschäftsführer. Um jederzeit optimalen Blend- und Wärmeschutz zu gewährleisten, funktioniert die swissFineLine-Beschattung automatisch und kann dank minima­ lem Platzbedarf in beinahe jeder Einbausituation unsichtbar ange­ ordnet werden. Dabei bleibt das High-Tech-Fenster praktisch war­ tungsfrei. «Der Pflegeaufwand von swissFineLine-Fenstern ist sehr


Rechts: Die grosszügige Verglasung übers Eck schafft eine unvergleichliche Atmosphäre im Elternschlafzimmer und lässt den Blick ungehindert auf den See hinausschweifen. Mitte: Integrierte Glasbrüstungen sorgen in den oberen Stockwerken für Sicherheit. Unten: Der rahmenlos verglaste Innenhof bringt Tageslicht und Atmosphäre ins Hausinnere.

gering», sagt Kurt Berger. Die Rollenbahnen können einfach mit dem Staubsauger gereinigt werden. Für alles andere bietet swissFineLine einen Servicedienst, der die Anlagen auf Wunsch jährlich oder alle zwei Jahre kontrolliert und wartet, damit die rahmenlosen Verglasungen über Jahrzehnte unbehelligt funktionieren. Wer sich rahmenlose Fenster für sein Eigenheim wünscht, sollte laut Kurt Berger möglichst früh den Kontakt zum Fensterhersteller

suchen. «Wir sehen uns als Fachingenieure rund ums Fenster und führen alle Schritte von der Planung bis zur Installation aus», sagt der Experte. «Je früher wir miteinbezogen werden, desto besser werden die Details, da wir sämtliche Schnittstellen zu den angrenzenden Gewerken planen.» Bauherrschaften, die sich noch nicht ganz sicher sind, empfiehlt der Geschäftsführer den Besuch der Ausstellung von swissFineLine, in der man das rahmenlose Fenstersystem 1 : 1 erleben und ausprobieren kann.    

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AUSSENRAUM  VERGLASUNGEN

VIELFÄLTIGE FENSTER Grossflächige Fenster und Wintergärten erweitern die Wohnräume nach draussen, lassen Tageslicht ins Hausinnere strömen und schaffen ein grosszügiges Wohngefühl – dabei sollte man aber die Beschattung und die Sicherheit nicht vernachlässigen. TEXT   ANNA ETTLIN

RAHMENLOSE INSPIRATION Das rahmenlose Fenstersystem von Sky-Frame unterstreicht die Architektur dieses modernen Einfamilienhauses. Hoch am Berg in die Landschaft gesetzt, profitiert der Bau von einer eindrücklichen Aussicht. Der Wunsch der Bauherrschaft nach einer reduzierten, zeitlosen Architektur liess sich ausgezeichnet mit den raumhohen, rahmenlosen Schiebefensterelementen von Sky-Frame verbinden. Küche, Ess- und Wohnbereich orientieren sich komplett nach der Aussicht und bilden gemeinsam mit der Terrasse einen barrierefreien Lebensraum. sky-frame.ch

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[ 1 ] ALU, GLAS UND HOLZ IN HARMONIE Maximaler Lichteinfall, klare Linienführung und die Materialkombination Holz - Aluminium zeichnen das durchgängige Verglasungssystem «ST1» von 4B aus. «ST1» erlaubt grossformatige Elemente von bis zu 5 m Breite und Eckzusammenbauten von 90 bis 180°. Als besonderes Highlight können 90°-Ganzglasecken ausgeführt werden.

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[ 2 ] BESCHATTUNG FÜR JEDE FENSTERFORM Grosse Fenster erfordern auch Beschattung. Insbesondere asymmetrische Glasflächen stellen die Planer dabei vor Herausforderungen. Die Schanz Rollladensysteme GmbH hat sich auf die Beschattung spezieller Geome­ trien spezialisiert und bietet Lösungen für alle Fenster und Wintergärten an. schanzstoren.ch

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AUSSENRAUM  VERGLASUNGEN

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[ 1 ] FÜR ANSPRUCHSVOLLE ARCHITEKTUR Mit Schiebeflügelflächen von bis zu 18 m² erwecken die boden- und deckenbündigen Air-Lux-Schiebefenstersys­ teme einen grosszügigen Eindruck. Auf Wunsch können die schmalen Innenprofile in hochwertigen Holzsorten ausgeführt werden. air-lux.ch

[ 2 ] FREIE SICHT AUF DIE WOLKEN [ 2 ]

Als fix verglaste Oberfläche lässt sich «s:209» von Stebler in alle Dachformen einsetzen. Der isolierte Aluminiumrahmen ist in zahlreichen Farben erhältlich, und das Spenglerblech, das man dank der Glasstufe kaum sieht, kann in unterschiedlichen Metallen oder ebenfalls in der Wunschfarbe geliefert werden. stebler.ch

[ 3 ] IDEALES RAUMKLIMA

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Der Aussenrolladen für VeluxDachfenster ist ein wahrer Allrounder. Im Winter sorgt er für bessere Wärmedämmung, im Sommer schützt er vor Hitze – und eine effektive Verdunkelung bietet er zu jeder Jahreszeit. Nachrüst­ bare Modelle mit einer inte­ grierten Solarzelle können auch ohne Strom­a nschluss per Knopfdruck bedient werden. velux.ch

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[ 4 ] BEHAGLICHKEIT IM WINTERGARTEN

[ 4 ]

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Ein verglaster Wintergarten ist ein wertvoller zusätzlicher Wohnraum: behaglich, wettergeschützt und naturnah. Als Treffpunkt für die Familie und Ort der Entspannung ist er eine lohnende Investition. Bei movitec gibt es dazu eine breite Auswahl an auserlesenen Winter­g arten-Systemen aus Aluminiumprofilen. Von einfachem Wind- und Wetterschutz bis hin zur eleganten Wohnraumerweiterung ist alles möglich. movitec.ch

[ 5 ] SICHER ABGESCHLOSSEN Ein gutes Fenstersystem sollte gut isolieren und elegant aussehen – aber auch Schutz gegen Einbrecher bieten. Das Kunststoff- bzw. Kunststoff-Aluminium-Fenstersystem «KF 500» von Internorm ist deshalb mit der innovativen «I-tec»-Verriegelung ausgestattet. Anstelle von Zapfen übernehmen Klappen an allen Seiten des Fensterflügels seine Verrie­ gelung im Rahmen. Das Aus­h ebeln des Fensters wird dadurch unmöglich. internorm.ch



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DESTINATION  HUUS HOTEL, GSTAAD-SAANEN

MEIN HUUS IST DEIN HUUS Wie ein Besuch bei Freunden, die gern einen Ausflug organisieren, ihre Habseligkeiten ­t eilen und auch für einen Fondueplausch zu haben sind – so ist die Stimmung im «Huus», dem neusten und grössten Hotel im Saanenland. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTO   HUUS HOTEL

[ 1 ]

S

owohl im Winter als auch im Sommer zieht das Saanenland mit seiner natür­ lichen Schönheit Touristen aus aller Welt und auch aus der Schweiz an. Zahlreiche Wanderwege, aufregende Biktrails, gepfleg­ te Skipisten, Musikfestivals und Sportanläs­ se der Extraklasse machen die Ferienregion für verschiedenste Besucher attraktiv. Das Saanenland hat vieles zu bieten; für jeden Geschmack ist etwas dabei. Genau das ist auch das Credo des im Dezember 2016 neu eröffneten Huus Hotels in Gstaad-Saa­ nen. «Wir wollen uns nicht auf eine bestimm­ te Zielgruppe fixieren, wir wollen die Bedürf­ nisse von verschiedenen Gästen abdecken, denn je durchmischter das Publikum, desto entspannter ist die Stimmung», erklärt die Hotelmanagerin Mirka Czybik. Die unge­ zwungene Atmosphäre ist deutlich spürbar. Hier darf man sein, wie man ist, ob in Wan­

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derschuhen oder in Highheels, im Bikeroutfit oder im Businesslook. Das «Huus», welches optisch aus neun zusammengesetzten Cha­ lets zu bestehen scheint, kennt Mirka Czybik sehr gut, denn zuvor gehörte das Gebäude der deutschen Hotelkette Steigenberger, wo Czybik während ihrer Karriere sieben Jahre lang in leitender Position tätig war. Ihre wertvolle Erfahrung konnte sie sowohl beim Umbau als auch bei der Erarbeitung des ­neuen Konzepts miteinbringen.

ELEGANT UND SYMPATHISCH Von Grund auf renoviert und ausgebaut prä­ sentiert sich das Viersterne-Superior-Hotel stilvoll, charmant und entspannt zugleich. Empfangen werden die Gäste in einer Lobby mit wohliger Ambiance, dabei laden gemütli­ che Sessel und Polstermöbel nach einer an­ strengenden Anreise zur Verschnaufpause

ein. Die offene Architektur und neu errichte­ te Fensterfront machen die umliegende Berglandschaft erkennbar, wodurch die Ver­ bundenheit des Hotels mit der Region zum Ausdruck gebracht wird. Die Aussicht auf das Rüeblihorn widerspiegelt sich denn auch im Logo des Hotels. Verantwortlich für das Design ist der norwegische Innenarchitekt Erik Nissen Johansen. Gemeinsam mit sei­ nem Studio Stylt hat er die Hotelhalle mit Lounge, Bar, Bibliothek und Terrasse zu ei­ nem Ort mit Anziehungskraft für Gäste und Einheimische gemacht. Die Möbel wurden exklusiv für das «Huus» aus vorwiegend ­lokalen Materialien gefertigt. Bücher aus Flohmärkten und Accessoires, die auf die Outdoor-Aktivitäten aufmerksam machen, verleihen dem Raum einen individuellen Charakter. Auch die 136 Zimmer sind ge­ prägt von der Nähe zur Natur und dem eklek­ tischen Einrichtungsstil mit glamourösen


[ 2 ]

und alpinen Elementen. Erholsamer Schlaf ist durch die berühmten handgefertigten Boxspringbetten von Hästens garantiert.

EINZIGARTIGES KONZEPT

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[ 1 ] Das neuste und grösste Hotel im Saanenland überzeugt mit einem einzigartigen Konzept. So sind zahlreiche Leistungen im Zimmerpreis inbegriffen. [ 2 ] Von der Bergwelt inspiriert, setzte Innenarchitekt Erik Nissen Johansen die offene Hotelhalle mit Bar, Lounge und Lobby gekonnt in Szene. [ 3 ] Der eklektische Stil findet in den Schlafzimmern seine Fortsetzung. Gemütliche Boxspringbetten der Kultmarke Hästens sorgen für erholsamen Schlaf.

Das «Huus» zeichnet sich auch durch die unkomplizierte und allumfassende Versorgung seiner Gäste aus. «Unsere Gäste sollen entspannen können und nicht immer an die ­Kosten denken müssen. Deshalb sind die Aktivitäten, die wir anbieten, im Zimmerpreis inbegriffen», erläutert Czybik den Grundgedanken des «Huus». Im Winter können die Besucher an geführten Ski- und Schlittelausflügen, Freeride-Touren und Schnee­schuh­ wande­r ungen mit anschliessendem Fondueplausch kostenlos teilnehmen. Kinder bis neun Jahre dürfen sogar gratis die hauseigene Skischule besuchen, Ausrüstung, Transport und Skipass selbstverständlich inklusive. In den ­wärmeren Monaten stehen unter 

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DESTINATION HUUS HOTEL, GSTAAD-SAANEN

[2]

[ 1 ] «La Vue» ist eines der vier Restaurants, wo Spitzenkoch Giuseppe Colella und sein Team die Gäste kulinarisch verwöhnen. [ 2 ] Auch für das reichhaltige Frühstücksbuffet setzt der Chefkoch auf regionale Produkte. [ 3 ] In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre lässt man den ereignisreiche Tag gerne Revue passieren. Ausserdem sorgt der DJ abends für ein stimmungsvolles Ambiente.

[1]

[3]

˜°HUUS HOTEL GSTAAD˛SAANEN°˝ 136 Zimmer, davon 4 Suiten anderem Canyoning, Riverrafting, Mountainbiketouren und geführte Wanderungen auf dem täglich wechselnden Programm. Ob Rucksack, Wanderschuhe, Regenjacke, Velo oder Auto, was man gerade nicht dabei hat, darf man im «Huus» kostenlos ausleihen, so wie man dies bei Freunden zu Hause tun darf. Nach einem aktiven und erlebnisreichen Tag fi nden Körper und Geist im 2000 m² grossen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad und Swimmingpool Erholung. Auch für das Wohlergehen der Kinder ist gesorgt; neben dem KidsSpa bietet das Design-Hotel eine kostenlose Kinderbetreuung und verschiedene kindergerechte Aktivitäten an. Jugendlichen wird es in der Player s Lounge dank Playstation, Billard und Tischtennis garantiert nicht langweilig. Um die kulinarische Umsorgung der Urlauber kümmert sich der Spitzenkoch Giuseppe Colella, der mit kreativen Gerichten aus regi96

onalen und saisonalen Produkten aufwartet. Während des Frühstücks oder Abendessens müssen die Kinder nicht brav am Tisch bei den Eltern sitzen, denn im Kids-Restaurant gleich nebenan dürfen sie unbeschwert schlemmen und spielen. Das zweite Restaurant La Vue begrüsst auch externe Gäste mit einem exquisiten À-la-carte-Menü. Ob Alleinreisende, Paare, Familien oder Gruppen, im «Huus» sind alle willkommen. Auch Hunde dürfen getrost mitgebracht werden; «Huus»-Hündin Charly freut sich über Gesellschaft, und auch sonst sind die Vierbeiner bestens versorgt. Als Mitglied der Design Hotels überzeugt das «Huus» durch seine ungezwungen elegante Erscheinung und mit seiner sympathischen, grosszügigen Art. Schliesslich verwandeln die abwechslungsreichen Aktivitäten den Aufenthalt in ein unvergessliches Abenteuer.

Ab 300 CHF pro Nacht inkl. Frühstück À-la-carte-Restaurant, HalbpensionsRestaurant mit Kinderbereich und Terrasse, Tapas-Bar, Käserestaurant Im Zimmerpreis enthaltene Leistungen: täglich wechselndes AktivitätenProgramm, Ausrüstungsverleih, diverse Velos, Testskis, Range-Rover-Testauto Umfangreiches Wellness- und Spa-Angebot, Kids-Spa 7 Seminarräume, Stollen-Disco, 70 Parkplätze, 3 Ladestationen für Elektroautos Mitglied Design Hotels


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03.01.17 10:15


AKTUELL NEUES AKTIONSHAUS

GESUND WOHNEN ZU EINEM ATTRAKTIVEN PREIS

Ein gesunder Lebensstil ist in der schnell­ lebigen Zeit von heute besonders wichtig. Neben Ernährung und Bewegung gilt es auch beim Wohnen auf die Gesundheit zu achten. Der Holzhaus-Spezialist Baufritz, be­ kannt für seine Gesundheits-zertifizierten Architektenhäuser, bietet mit dem neuen Aktionshaus «Mein Ideenhaus» ökologische Bauqualität zu einem attraktiven Preis. Der kompakte Grundriss von 125 oder 137,5 m² ermöglicht eine komplett freie Raumpla­ nung: Die Position von Küche, Essbereich und Wohnzimmer wird von der Bauherr­ schaft bestimmt. Raumtrennsysteme und exklusive funktionale Möbelstücke, die mit Produkt-Design-Studenten entwickelt wur­ den, bieten viele flexible Optionen zur Raumeinteilung. Auch was die Fassade an­ belangt, stehen der Bauherrschaft unter­ schiedliche Optiken zur Wahl. [ Baufritz ] baufritz.ch

Bei der Fassade hat die Bauherrschaft die Wahl zwischen waagerechter und senkrechter Holzschalung mit unterschiedlich breiten Latten und einer biologischen Mineralputzfassade.

PRAKTISCHER DUNSTABZUG

VIEL PLATZ IM UNTERSCHRANK DANK SOCKEL-LÜFTER

Der leistungsstarke Muldenlüfter «Wesco basso II SL» bietet nicht nur eine effiziente Absaugung direkt am Kochfeld, sondern lässt ­dabei auch noch viel Platz im Unterschrank für Pfannen und Koch­ utensilien. Dank zwei kompakten EC-Motoren im Sockel kann der Dunstabzug zudem besonders einfach eingebaut werden. Zwei Absaug­öffnungen beim Kochfeld können getrennt voneinander bedient werden und sorgen für bestmögliche Luftqualität. «Wesco basso II SL» kann mit jedem Kochfeld kombiniert werden. [ Wesco Küchenlüftung ] Tägerhardstrasse 110, 5430 Wettingen | wesco.ch

ARCHITEKTUR, RAUMGESTALTUNG, KUNST

DENKANSTÖSSE IM FLAGSHIP STORE

Am 24. August 2017 fand im Flagship Store des Bad-Anbieters talsee ein Event für über 130 Architekten, Innenarchitekten und Vertreter des Design- und Einrichtungsumfelds statt. Hochkarätige Referenten sorgten für Denkanstösse. Als Inspiration diente dem «talsee talk» die ausserordentliche Architektur des Flagship Stores in Hochdorf. Dieser kann auch von Bauherrschaften und Interessenten spontan oder auf Anmeldung besucht werden. [ talsee ] 4B Strasse 1, 6281 Hochdorf | talsee.ch 98


Von der Skizze zum Produkt: Die schlichte Eleganz der Formen und die perforierte Sitzschale aus Aluminium zeichnen ­«Lausanne» von Adrien Rovero aus.

Rückenschale ergonomisch gestaltet wurden. Entstanden ist ein stapelbarer und wetter­beständiger Stuhl, der auf den ersten Blick einfach wirkt, bei näherer Betrachtung jedoch mit Anmut und Eleganz überzeugt. Passend dazu ist der ­quadratische Tisch, der durch die für die Kollektion charakteris­ tische Perforation der Aluminium-Tischplatte überzeugt. Die Gartenmöbelkollektion «Lausanne» ist in zwei Farben erhältlich. [ Atelier Pfister ] atelierpfister.ch

DESIGN-EINBLICKE

ZEITLOSE SCHWEIZER MÖBEL FÜR DEN GARTEN

Atelier Pfister hat sich als Marke für neues Schweizer Design etabliert, sowohl innerhalb der Design-Community wie auch bei den Kunden von Pfister. So zählen auch zur neuen AtelierPfister-Kollektion 2017 hochwertige Möbel und Accessoires von Schweizer Designern. Atelier-Pfister-Designer der ersten Stunde wurden beauftragt, neue Produkte für den Schlaf-, Wohn- und Outdoor-Bereich zu kreieren. Dazu gehört die Gartenmöbel-Kollektion «Lausanne» von Adrien Rovero. Ikonische Gartenszenarien mit schlichten und funktionalen Stühlen und Tischen dienten dem Designer als Inspiration. Dabei wandte er moderne Produktionsmethoden wie Aluminiumguss und Laserschnitt in der Herstellung der klassischen Formen an. Zahlreiche Prototypen stellten sicher, dass die Armlehnen sowie die Sitz- und

TRINKGENUSS

DIE HAUSEIGENE WASSERQUELLE

PET-Flaschen belasten die Umwelt, und das Schleppen der vollen Wasserflaschen belastet den Bewegungsapparat. Dabei gibt es eine viel elegantere Lösung für frisches, gekühltes Wasser mit Kohlensäure. Das innovative System «Grohe Blue Home» bringt wohlschmeckendes, gefiltertes und gekühltes Wasser mit viel, wenig oder ohne Kohlensäure direkt aus dem Küchen-Wasserhahn. Das System besteht aus einer attraktiven Armatur und einem Kühler mit integriertem Filter und CO₂-Flasche und findet selbst in der kleinsten Küche Platz: Küchen­ schränke mit einer Breite von 30 cm reichen für die einfache Installation des Kühlers bereits aus. Der integrierte Filter und die CO₂Flasche können ganz einfach an der Vorderseite ausgetauscht werden. «Grohe Blue Home» schont nicht nur die Natur und den Rücken, sondern fördert auch den gesunden Lebensstil: Eine Kundenbefragung hat ergeben, dass die Benutzer des Systems bis zu 35 Prozent mehr trinken als bei Flaschenwasser. Und auch das Portemonnaie wird entlastet, denn der Einsatz des Systems im Privathaushalt kostet nur wenige Rappen am Tag. Der Verbrauch von CO₂ und Energie gestaltet sich zudem we-

Trinkwasser sowie Brauchwasser kommen bei «Grohe Blue Home» aus einer eleganten Armatur.

sentlich geringer als bei der Produktion von Flaschenwasser. Bei all dieser technischen Raffinesse überzeugt das System auch optisch. Die schlanke Armatur gibt es in den Oberflächenvarianten Chrom und SuperSteel und mit drei Auslaufformen. [ Grohe ] grohe.com 

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SERVICE

NON-PROFIT-ORGANISATION BEWAHRT TRADITION

KUNSTHANDWERK IM URBANEN RAUM

Das traditionelle Kunsthandwerk in der Schweiz ist vom Aussterben bedroht. Gemäss einer Studie von Interface im Auftrag des Bundes werden viele Traditionsberufe gar nicht mehr gelehrt und tradiert. Die meisten Schweizer Handwerker können sich ein Geschäft in der Innenstadt nicht leisten und fallen so nicht auf. Ausstellungen bieten zwar eine Möglichkeit, dauern aber nur wenige Tage. Und bei Online-Marketing gehen die Individualität und das haptische Erlebnis der handgemachten Produkte unter. Die Non-Profit-Organisation platt-form.ch mietet sich deshalb in Geschäfte an zentraler Lage von Schweizer Städten ein, um das traditionelle Kunsthandwerk wieder sicht- und erlebbar zu machen. Kunsthandwerker und Gestalter können für mindestens drei Monate normierte Boxen von platt-form.ch mieten und ihre Werke in einem oder mehreren urbanen Räumen ausstellen. Bestehende Boutiquen, Galerien und Werkstätten werden so zu zentral gelegenen Plattformen für Schweizer Kunsthandwerk. [ platt-form.ch ] platt-form.ch

NEUES FOODCENTER

GROSSZÜGIG UND GUT ORGANISIERT

Das neue Foodcenter «Sibir FCNB 520 IN» punktet mit zahlreichen Funktionen, die Lebens­m ittel länger frisch und vitaminreich halten. Der gut organisierte Innenraum stellt sicher, dass Lebensmittel aller Art übersichtlich und griffbereit aufbewahrt werden. So ermöglicht beispielsweise das Barfach in der Kühlschranktür sofortigen Zugang zu Getränken, ohne dass der Kühlschrank geöffnet werden muss. In der Gefrier­schranktüre befindet sich ein prak­ tischer Eiswürfel- und Wasserbereiter. [ Sibirgroup AG ] 8957 Spreitenbach | sibirgroup.ch

EINZIGARTIG IN DER SCHWEIZ

SCHULUNGSZENTRUM FÜR LÜFTUNGSEXPERTEN

Die Schweiz zeichnet sich nicht nur durch hochwertige Produkte auf dem intenationalen Markt aus, sondern auch durch das grosse Know-how der Fachleute. Die «Wesco Academy» trägt seit Mai 2016 dazu bei, Lüftungsexperten auszubilden. Das Zentrum in Wettingen ist dank seiner grosszügigen Infrastruktur einzigartig in der Schweiz. Auf über 400 m² Fläche werden abwechslungreiche Kurse mit Theorie- und Praxisteilen angeboten. Für Verkäufer, Projektleiter, Planer, Monteure und Servicetechniker von Küchenbau- und Schreinerbetrieben finden wöchentliche Schulungen statt. So werden die wichtigsten Grundlagen der Lüftungstechnik unterrichtet und gängige Problemstellungen unter die Lupe genommen. Seit 2017 steht ein erweitertes Schulungsangebot zur Verfügung, sodass sich auch Architekten und institutionelle Bauherrschaften entscheidungsrelevantes Know-how aneignen können. [ Wesco Küchenlüftung ] Tägerhardstrasse 110, 5430 Wettingen | wesco.ch 100


SCHÖNES WOHNQUARTIER

NATURNAHES WOHNEN IN SCHLIERBACH

Bereits seit vier Jahren laufen die Bauar­ beiten auf der Stägmatte im luzernischen Dorf Schlierbach. Bald ist das neue Wohn­ quartier fertiggestellt. Die Siedlung, die aus diversen Ein- und Doppeleinfamilienhäu­ sern sowie einem Mehrfamilienhaus be­ steht, bietet Wohnen in der Nähe einer zeit­ gemässen Infrastruktur sowie einladender Natur zwischen dem Hallwiler- und ­dem Sempachersee. Das familienfreundliche Quartier mit vielen Gärten und einem Spiel­ platz liegt abseits vom Stadttrubel, aber nur zehn Minuten von Sursee entfernt. Die Überbauung wurde von der Atmoshaus AG realisiert, die ihren Sitz in Sempach Sta­ tion in der Gemeinde Neuenkirch hat. Der Schweizer Anbieter von individualisierbaren Ein- und Doppeleinfamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern und Siedlungsbauten ermöglicht seinen Kunden ein unabhängiges und ökologisch konzipiertes Wohnen zu attrak­t iven Bedingungen. Auch bei der Wohnsiedlung auf der Stäg­ matte wurde auf ökologisches und individu­ elles Bauen Wert gelegt. Die acht Einfamili­ enhäuser und ein Doppeleinfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus und diverse Ein- und Doppeleinfamilienhäuser bilden die Siedlung.

der Siedlung wurden allesamt individuell ausgebaut. Eines der in Massivbauweise er­ stellten Häuser wurde auf Wunsch des Kun­ den mit einer Photovoltaik-Anlage ausge­ stattet, um die Energie der Sonne zu nutzen. Bodentiefe Fenster sorgen für lichtdurchflu­ tete und helle Räume. Hochwertige Küchenund Haushaltsgeräte von V-Zug sorgen in den Häusern sowie zwölf Eigentumswoh­

nungen mit 3,5 bis 4,5 Zimmern im Mehrfa­ milienhaus für den Komfort der Bewohner. Sowohl das Mehrfamilienhaus als auch viele der Ein­familienhäuser verfügen über einen prak­t ischen direkten Zugang zur gemeinsa­ men Einstellhalle. [ Atmoshaus ] atmoshaus.ch



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SERVICE

lung sowie die entscheidenden Prozessschritte Verleimen und Verpressen, Ober­ flächenbehandlung, Profilierung und End­Kontrolle statt. Um die nachhaltige Lieferung des Eichenholzes zu sichern, übernahm das Unternehmen in diesem Jahr ein Sägewerk in Kroa­t ien, wo ein neues Parkettwerk entsteht. Roh­ stoff-orientierte Arbeitsschritte wie Trocknung und Zuschnitt im Herkunftsland des Holzes durchzuführen, ermöglicht eine besonders sinnvolle Wertschöpfung. Zudem schont dies die Umwelt, da der Transport von ­bereits getrocknetem Holz deutlich weniger Energie benötigt. [ Bauwerk Parkett ] 9430 St. Margarethen | bauwerk-parkett.com

PRODUKTIONSSTANDORT SCHWEIZ GESICHERT

PARKETT MIT SWISSNESS-FAKTOR

Das Schweizer Traditionsunternehmen Bauwerk Parkett fertigt seit mehr als 80 Jahren Parkett für höchste Ansprüche. Bis heute werden 67 Prozent des Bauwerk-Sortiments am Standort St. Margrethen in der Ostschweiz produziert, und daran soll sich auch zukünftig nichts ändern, denn die Swissness gehört zur DNA des Unternehmens. Die Produktion unterliegt höchsten Qualitätsansprüchen und wird mit grosser Sorgfalt und Präzision umgesetzt. Diese Attribute, die mit Schweizer Produkten assoziiert werden, haben entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beigetragen, das im Jahr 2016 etwa 4,1 Millionen Quadratmeter Parkett verkauft hat. Am Produktionsstandort St. Margarethen finden die Forschung und Entwick-

Seit 80 Jahren fertigt Bauwerk in der Schweiz.

HEISSES WASSER AUS DEM HAHN

EDLE SCHWARZE OBERFLÄCHE FÜR KOCHENDWASSER-ARMATUR

Es muss nicht immer Chrom sein: Farbige Oberflächen sind bei Küchen-Armaturen im Trend. Der Kochendwasserhahn Quooker punktet nun mit einer schwarzen Aus­ führung, die sich sowohl in modern-minimalistische, als auch in elegant-traditionelle Küchen einfügt. Der Wasserhahn vereint die reguläre Mischbatterie mit einem Kochendwasserhahn und ist mit einem gerundeten oder einem streng geradlinigen Auslauf erhältlich. Dazu gibt es einen passenden Seifen­spender in Schwarz. [ Quooker ] quooker.ch

UMWELTFREUNDLICH HEIZEN

EFFIZIENTE KOMBINATION AUS GAS UND SOLAR

Die kompakte Heiz-Zentrale «GasCompactUnit» von Domotec vereint optimale Wärme- und Verbrennungstechnik mit Solarenergie-Gewinnung und bester Trinkwasser-Hygiene. Der effi­z iente Brennwertkessel und der hygienische Warmwasserspeicher sind in einem kompakten Gehäuse untergebracht, das vormontiert durch jede Tür passt. Optional können – auch zu einem späteren Zeitpunkt – Solarkollektoren für die Wassererwärmung eingesetzt werden. Dafür eignet sich beispielsweise das Domotec-System «Solaris», das sowohl bei bestehenden Einfamilienhäusern als auch bei Neubauten zum Einsatz kommt. [ Domotec ] 4663 Aarburg | domotec.ch 102


Hier geht‘s zu Ihrem Wintergarten.

NEUE AUFSATZWASCHTISCHE

DÜNNWANDIGE WASCHTISCHE MIT DEZENTEM DESIGN

Zum breiten Angebot an Sanitär-Keramik von Toto gesellen sich neu mehrere Aufsatzwaschtische. Ein besonders dünnwandiger Waschtisch aus dem Material «LineaCeram» besticht mit einer Wandbreite von nur 4 mm. Die filigrane Optik tut seiner Widerstandsfähigkeit jedoch keinen Abbruch. Auch wer eine klassischere Optik sucht, wird bei den neuen Modellen fündig. Eine spezielle Glasur sorgt bei allen neuen Waschtischen für dauerhafte Hygiene. [ Toto ] toto.com

SCHWITZEN IM NEST

BIOSAUNA FÜR FORSCHUNGSZENTRALE

«NEST», das Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa und Eawag, verfügt seit August 2017 über eine einzigartige Fit- und Wellness-Anlage. Die Wohnungen und Büroräume im «NEST» dienen gleichzeitig als Versuchsumgebung. Nicht anders verhält es sich auch mit der neuen Unit «Solare Fitness & Wellness». Die Unit befindet sich auf der obersten Plattform des Gebäudes und wird über drei Solaranlagen betrieben. Im Wellness-Bereich befindet sich auch eine Bio-Sauna der Küng-Eigenmarke «Biosa». Diese wird mit einem geschichteten Warmwasserspeicher erhitzt, wobei die Wärme aus den Photovoltaik-Anlagen gezogen wird. Die Abwärme der verbrauchten Luft wärmt die frische Zuluft auf – das erste Mal, das solche Wärmerückgewinnung im Sauna-Bereich zum Einsatz kommt. Zusätzliche Energie wird durch das Steuerungssystem eingespart, das die Sauna erst bei Buchungen der Wellness-Module aufheizt. Das Energie-Konzept wurde von den Forschenden der Empa, der Hochschule Luzern sowie der NTB (Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs) erarbeitet. [ Küng Sauna & Spa AG ] kuengsauna.ch

Info Nr. 127

www.movitec.ch 8820 Wädenswil Tel.: 044 782 00 80

DIE SONNENSEITE DES WOHNENS


AGENDA FACHMESSE SICHERHEIT 2017

ALLES RUND UM DAS THEMA SICHERHEIT

Vom 14. bis 17. November wird die Messe Zürich zum Treffpunkt der Schweizer Sicherheitsbranche. Hier werden die neusten Produkte, Innovationen und Trends aus der Branche präsentiert. Neu wird der Sicherheit-Fachkongress in die Messehallen integriert. So haben Interessierte mehr Zeit und Flexibilität bei der Teilnahme an Vorträgen und beim Besuch der Ausstellungen. Zwei neue Plattformen bereichern das Messeerlebnis: Der History-Tunnel zeigt die Entwicklungen und Prozesse von den ursprünglichen Gefahren und Risiken bis hin zu den aktuellen Lösungen auf, während im Rahmen des «IPS – Innovationspark Sicherheit» Start-up-Unternehmen, Universitäten und Hochschulen einen Blick in die Zukunft erlauben. Tickets für den Messebesuch sind online auf sicherheit-messe.ch erhältlich, Informationen und Anmeldung zum Fachkongress unter save.ch. [ Sicherheit 2017 ] Messe Zürich | Tickets: sicherheit-messe.ch | Anmeldung: save.ch

MESSEN UND EVENTS Collection on Display

Swiss Press Photo 17

Communities, Rules and Rituals 26. Oktober bis 5. November 2017 Migros Museum für Gegenwartskunst migrosmuseum.ch

10. November 2017 bis 4. März 2018 Château de Prangins nationalmuseum.ch

Aalto Furniture DESIGN-MESSE

STAGE ONE UND BERNEXPO

Die Blickfang Zürich gastiert vom 10. bis 12. November erstmals im Stage One in Oerlikon. Die Renovation des Kongresshauses nahm die Designmesse sogleich zum Anlass, das Design- und Shopping-Event in Zürich neu zu erfinden: In zehn Showrooms werden Design-Teams individuelle Inszenierungen erschaffen, ob mit einem Fokus auf lokale Labels, einem Modeatelier oder einer fokussierten Trendwelt. Aus­serdem feiert die Blickfang Bern dieses Jahr Premiere: vom 24. bis 26. November locken über 100 Designer in die Messe Bern. [ Blickfang ] Stage One | Bernexpo | blickfang.ch

Ausstellung 28. Oktober bis 4. November 2017 PLY-Showroom, Zürich ply.com

DesignGut Schweizer Designmesse für nachhaltige Produkte 2. bis 5. November 2017 Casinotheater und Gewerbemuseum Winterthur designgut.ch

Alois Carigiet Kunst, Grafik & Schellen-Ursli 4. November 2017 bis 11. März 2018 Forum Schweizer Geschichte Schwyz nationalmuseum.ch

World Press Photo 17 Internationaler Pressefotowettbewerb 18. November bis 12. Dezember 2017 Château de Prangins nationalmuseum.ch

Play Parade Eine Eames-Ausstellung für Kinder bis 11. Februar 2018 Gallery Vitra Design Museum designmuseum.ch

Neue Stoffe – New Stuff Gestalten mit technischen Textilien bis 2. April 2018 Textilmuseum St. Gallen textilmuseum.ch LUFTSEILBAHN AUSSTELLUNG Eine Fotomontage von Emil Goetz nach 1929

Ausstellungstrilogie zur Luftseilbahn in Zürich, Flims und Stans Ab 16. November 2017 Heimatschutzzentrum Zürich, ab 16. Dezember 2017 Das Gelbe Haus Flims, ab 23. März 2018 Salzmagazin Stans heimatschutzzentrum.ch dasgelbehausflims.ch nidwaldner-museum.ch

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Foto: Staatsarchiv Nidwalden

Luft – Seil – Bahn – Glück


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Der Garant im Holzbau. Das Gütesiegel Holzbau Plus steht für einen vorbildlich geführten Betrieb. Hochwertige Holzbauweise ist das Resultat einer Unternehmenskultur mit dem Menschen im Zentrum.

Dafür steh ich ein.

Bernhard Thommen, GGS AG, Gelterkinden

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SERVICE  KATALOGE

KATALOG 5 | 2017

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Bestellen Sie diese Firmenkataloge bequem zu sich nach Hause – entweder einzeln oder in den Katalogpaketen «Häuser», «Küche», «Bad/Wellness» und «Garten». Kennzeichnen Sie einfach die Leserdienstnummern der gewünschten Kataloge sowie die Katalogpakete auf der Leserdienstkarte hinten im Magazin und senden Sie uns die Karte zu.

Kata loge – direkt nach Hause !

Bestellung per Fax: 044 733 39 89 Bestellung via Internet: www.traumhaus.ch / kataloge

«HÄUSER»

ALLE KATALOGE IM PAKET ODER EINZELN

HÄUSER Atmoshaus AG

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HÄUSER Baufritz AG

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HÄUSER freshhaus

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HÄUSER Fullwood Wohnblockhaus

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HÄUSER Kobelt AG

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HÄUSER Bautec AG

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HÄUSER HUF HAUS GmbH + Co. KG

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HÄUSER Marty Häuser AG

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HÄUSER Davinci Haus GmbH + Co. KG

LESERDIENST

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HÄUSER Idealbau AG

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HÄUSER SWISSHAUS AG

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LESERDIENST

LESERDIENST

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HÄUSER WeberHaus GmbH + Co. KG

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LESERDIENST

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«KÜCHE» KÜCHENEINRICHTUNGEN Brunner Küchen AG

LESERDIENST

KÜCHENEINRICHTUNGEN BSH Hausgeräte AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN HERZOG Küchen AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN Hans Eisenring AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN Orea Küchen AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN Elbau Küchen AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN Similor AG

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LESERDIENST

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KÜCHENEINRICHTUNGEN Suter Inox AG

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LESERDIENST

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«BAD / WELLNESS» KÜCHENEINRICHTUNGEN V-Zug AG

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KÜCHENEINRICHTUNGEN WESCO AG

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SAUNA Küng Sauna & Spa AG

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«HAUSTECHNIK» BADEZIMMER VOLA AG

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«INNENAUSBAU/EINRICHTUNG»

WÄRMEPUMPEN Star Unity AG

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BADEZIMMER talsee AG

ÖFEN Alpinofen AG

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EINBAUSCHRÄNKE Alpnach Norm-Schrankelemente AG

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SERVICE  KATALOGE

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CHEMINÉEÖFEN Baumann Cheminéeöfen GmbH

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BODENBELÄGE Maxxpark AG

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TREPPENBAU Columbus-Treppen AG

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ÖFEN Tulikivi, Tiba AG

LESERDIENST

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BODENBELÄGE Tomwood AG

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ÖFEN SIBIRGroup AG

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VORHÄNGE Hans Hassler AG

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ÖFEN Attika Feuer AG

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KELLERBAU Knecht Kellerbau AG

WINTERGÄRTEN Movitec AG

ROLLLADENSYSTEME Schanz Rollladensysteme GmbH

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«FASSADE /AUSSEN» SCHIEBEFENSTER Sky-Frame AG

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Vom Kon Experte n teil Orientie rung

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«GARTEN» DACHFENSTER Stebler Glashaus AG

LESERDIENST 108

RAHMENLOSE FENSTER swissFineLine AG

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AUSSENROLLLÄDEN Velux Schweiz AG

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PERGOLAS OUTTEC GmbH

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Bestellen Sie jetzt unsere Sonderausgaben zu den Themenbereichen Küche und Bad. Sie als angehende Bauherrschaft erfahren darin in attraktiven und informativen Beiträgen alles Wissenswerte zu den neusten Trends, Technologien und Produkten und erhalten erst noch eine Reihe von nützlichen Tipps zur Gestaltung und Inneneinrichtung. Bestellung Schicken Sie uns eine Mail an info@traumhaus.ch oder füllen Sie den frankierten Talon aus und senden Sie uns diesen per Post. Nach Bestelleingang senden wir Ihnen das/die gewünschte/n Heft/e an Ihre Privatadresse. Einzelheft Sonderausgabe zum Preis von CHF 9.– Ausland zuzüglich Portokosten


SERVICE  MITARBEITER DIESER AUSGABE

MENSCHEN .KORREKTORIN.

CHRISTINE HINNEN

unterstützt seit Mai dieses Jahres das Korrektorat des Verlags. Sie liest aber ­«traumhaus» nicht nur, weil sie dafür bezahlt wird, sondern auch, weil die Themen Planen, Umbauen und Wohnen sie privat interessieren. Vor zehn Jahren hat sie mit zwei Freundinnen ein 110-jähriges MehrfamilienStadthaus gekauft, den Umbau selber geplant, Wände eingerissen und Regale gemauert – und so die eigene Traumwohnung aktiv mitgestaltet.

Erleben Sie die neuen Specksteinöfen.

.FOTOGRAF UND STYLISTIN.

+ Leichte Kaminöfen + Massive Speicheröfen + Hybrid Pellet-Öfen

MADS MOGENSEN UND MARTINA HUNGLINGER

haben zahlreiche Reportagen in renommierten Zeitschriften veröffentlicht. Seit 23 Jahren setzen der dänische Fotograf und die italienische InteriorStylistin exklusive Architekturobjekte auf der ganzen Welt gekonnt in Szene. Das reiseund naturbegeisterte Paar lebt in Kopenhagen, wo die er­ wachsenen Kinder arbeiten und studieren, und Mailand, wo sich das Studio befindet.

Egal ob Sie mit Holz oder Pellets heizen möchten, die Öfen von Tulikivi bieten immer eine optimale, umweltschonende Verbrennung und liefern langanhaltende, natürliche und gesunde Strahlungswärme. Entdecken Sie die faszinierende Welt von Tulikivi in unserem neuen, grossflächigen SpeicherofenKompetenzzentrum in Bubendorf oder bei unseren Fachpartnern vor Ort.

«Kunstvoll statt künstlich», S. 28

Fordern Sie jetzt den kostenlosen Katalog und die Fachhändleradressen in Ihrer Nähe an.

.KOMMUNIKATIONSFACHFRAU.

JEANINE TROEHLER

Tulikivi-Generalvertretung Schweiz und Liechtenstein

www.tulikivi-specksteinofen.ch Hauptstr. 147 · 4416 Bubendorf · Tel: 061 935 17 10

Info Nr. 129

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

ist verantwortlich für die ­Online-Kommunikation des Holzbau- und Generalunter­ nehmens Renggli AG. Benutzerfreundlichkeit ist für sie eine Herzensangelegenheit. Sie löchert ihre Gegenüber deshalb gerne mit Fragen, um ihre Gedankenwelt zu verstehen. Da­ rauf aufbauend konzipiert und textet sie verständliche Kommunikation. So ist auch ihr Beitrag in dieser Ausgabe entstanden. «Glossar des nachhaltigen Bauens», S. 62


PUBLIREPORTAGE

PEG und BIM gehören zusammen Ein Plusenergie-Gebäude produziert mehr Energie, als es über das Jahr gerechnet für seinen Betrieb benötigt. Der Zweitageskurs zeigt, dass das dieses ökonomisch wie ökologisch Sinn macht, ohne viel Mehraufwand zu erreichen ist und sogar Ertrag abwirft. Eine gute Dämmung, eine effiziente Haustechnik sowie eine Energieproduktion und -speicherung (z. B. Photovoltaik / Solarthermie) sind Schlüsselkomponenten. Am ersten Kurstag befassen sich ausgewiesene Experten aus Architektur, Wirtschaft, Forschung und Entwicklung mit den Komponenten des PEG. Sie zeigen, wie es sich im Rahmen der bekannten Energieeffizienz-Standards wie MuKEn, Minergie, GEAK und dem Merkblatt SIA 2031 positioniert. Beispiele gelungener Plusenergie-Gebäude werden vorgestellt und erläutert. Der energie-cluster.ch stellt auch sein Berechnungstool zur wirtschaftlich optimierten Bau- und Sanierungsweise vor, mit welchem die Rentabilität der Sanierungsmassnahmen berechnet und verglichen werden kann. Der zweite Kurstag ist BIM gewidmet, dem digitalen Planen, Bauen und Bewirtschaften von Liegenschaften mittels eines digitalen 3D-Modells. Die Vorteile der Kombination von BIM und PEG, liegen auf der Hand.

Die Gesamtoptimierung von komplexeren Neubauoder Sanierungs-Projekten, wie Mehrfamilienhäuser, Dienstleistungs- oder Gewerbebauten ist möglich: Die Methode erfasst sie umfassend, aktive wie passive Komponenten lassen sich einzeln in ihrer Wirkung auf das Gesamte prüfen und überwachen, eine schnell greifbare Sammlung von Daten und Messwerten kann in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit dargestellt werden – für das «bilanziertaugliche» PEG gibt es kein besseres Hilfsmittel! Erfahrene BIM-Pioniere vermitteln den Kursteilnehmenden das Potenzial, welches das digitale 3D-Modell für die PEG-Planung und -Bewirtschaftung besitzt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Modellprüfungs-Software «Solibri» geschenkt: Anhand eines konkreten Projektes wird seine Funktionsweise erklärt. Anschliessend haben die Teilnehmenden anhand eines Übungsblocks Gelegenheit, die empfangenen Informationen zu verarbeiten. Der Kurs ist modular aufgebaut und kann tagesweise gebucht werden. Es lohnt sich, PEG und BIM im Zusammenhang buchen und die Chancen der Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung zu erkennen, welche sich bietet. Eine Teilnahme ist gut investierte Zeit!

Plusenergie-Gebäude & Building Information Modeling (BIM) Überblick Energiestandards wie SIA-Normen, MuKEn, GEAK und Minergie-A — Integrales Planen und Bauen mit Energieeffizienz nach diesen Energiestandards — Modernisierung und Neubau von Dienstleistungs-, Gewerbeund Wohnbauten — Building Information Modeling (BIM) - die Revolution im Bauen

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Anmeldung: www.energie-cluster.ch

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ZEIT

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IMPRESSUM traumhaus – Das Schweizer Magazin für Planen, Bauen, Wohnen 12. Jahrgang, Erscheinungsweise 6× jährlich, Auflage 20 000 Exemplare, info@traumhaus.ch, traumhaus.ch

HERAUSGEBERIN BL Verlag AG Steinwiesenstrasse 3, 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99, Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch, blverlag.ch

VORSCHAU Die nächste Ausgabe erscheint am 12. Dezember 2017.

VERLEGER  Peter Boll VERLAGSLEITER  Philipp Bitzer REDAKTION Anna Ettlin, anna.ettlin@blverlag.ch Donika Gjeloshi, donika.gjeloshi@blverlag.ch

AUTOREN DIESER AUSGABE Martina Hunglinger, Jeanine Troehler, Thomas Rieder

ANZEIGEN  Iris Fischer, iris.fischer@blverlag.ch

ANZEIGENDISPOSITION Jasmin Brühwiler, jasmin.bruehwiler@blverlag.ch

LAYOUT Vanessa Baumann, vanessa.baumann@blverlag.ch Gianina Sandoiu, gianina.sandoiu@blverlag.ch Nataša Mirkovic, natasa.mirkovic@blverlag.ch

ANZEIGENERSTELLUNG Foto: Bauwerk Parkett

Nataša Mirkovic, natasa.mirkovic@blverlag.ch

KORREKTORAT Christine Hinnen, christine.hinnen@blverlag.ch Ullrich Noelle, ullrich.noelle@blverlag.ch

FOTOS Tanya Hasler, tanya.hasler@blverlag.ch Holger Jacob, holger.jacob@blverlag.ch

DRUCK AVD Goldach AG, Sulzstrasse 10 – 12, 9403 Goldach, avd.ch

VERKAUFSPREIS Einzelexemplar CHF 9.– Abonnement 1 Jahr (6 Ausgaben): CHF 44.– Abonnement 2 Jahre (12 Ausgaben): CHF 79.– Ausland, zuzüglich Portokosten

ISSN   1661-7541 WEMF/SW-Beglaubigung 2016 Total verbreitete Auflage: 10 654 Exemplare Davon verkauft: 5263 Exemplare

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband Schweizer Medien Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen bzw. Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren, nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

In der BL Verlag AG erscheinen ausserdem: at – Aktuelle Technik, Architektur + Technik, Hotelier, idea, PHŒNIX, Swiss Wedding

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TREPPEN- UND BODENBELÄGE Bodenbeläge machen einen beachtlichen Teil der Atmo­ sphäre im Haus aus. Wie sieht der Belag aus? Wie fühlt er sich an? Bauherrschaften sind angesichts der enormen Auswahl oft überfordert. Was man bei der Auswahl be­ achten muss, verraten Experten in der nächsten Ausgabe. Ausserdem dient ein Einblick in ein markantes Renova­ tionsprojekt als Paradebeispiel für die Wirkung, die man mit hochwertigem Parkett erreichen kann.

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