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JULI | AUGUST 2017

DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR PLANEN, BAUEN, WOHNEN

[  3  ]    JULI | AUGUST 2017

Das Schweizer Magazin für Planen, Bauen, Wohnen

STILE UND TRENDS

BODENBELAG

CHF 9.– NEBENRAUM

GARTENWELTEN

PARKETT

WASCHKÜCHE

Wie würden Sie Ihren Garten gestalten? Experten verraten, welche Elemente den Aussenraum wohnlich machen.

Fusswarm, natürlich und langlebig: Parkettböden sind heiss begehrt: Das müssen Sie dabei beachten.

Design hat auch bei der Wäschepflege Platz. Mit den richtigen Möbeln und Geräten fällt die Arbeit leichter.

FOKUS FAMILIE

GES TA LT EN BAU EN U N D R K IN DER M IT U N D FÜ

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Architektur – Standard oder individuell – ganz nach Ihren Wünschen

Idealbau AG Architekturbüro und Totalunternehmung Bützberg Zweigstelle in Liestal idealbau.ch

Info Nr. 100


EDITORIAL  

Foto: Tanya Hasler

DIE SCHWEIZER WOHNHAUS ARCHITEKTEN

DESIGN HAT ÜBERALL PLATZ

S

pielfiguren auf dem Küchentisch, ein Puzzle auf der Couch im Wohnzimmer und Lego auf dem Fussboden im Kinderzimmer. Kinder lieben es zu spielen, immer und überall. Es ist faszinierend zu beobachten, wie ihre Kreativität dabei förmlich aufblüht. Natür­ lich verursachen sie auch Unordnung nach unserem Empfinden als Erwachsene. Aber das dürfen sie auch, erklärt Iria Degen im Interview auf S. 62. Die Innenarchitektin und zweifache Mutter weiss, worauf es bei kindergerechter Einrichtung wirklich an­ kommt. Dabei müssen Sie nicht alles nach den Kindern ausrichten.

ARCHITEKTUR

Dennoch erfordert das Bauen für Familien eine sorgfältige Pla­ nung. Je genauer die Ansprüche formuliert werden, desto besser kann der Architekt auf die Wünsche der Bauherrschaft eingehen. Architekt René Baumgartner weist im Interview (S. 60) auf wich­ tige Knackpunkte hin. Die Wahl des Bodenbelags ist einer davon, dazu gibt Mark Teutsch vom Parkett-Verband (S. 80) näher Aus­ kunft. Praktisch soll auch die Hausarbeit sein. Der Hauswirt­ schaftsraum wird im Bezug auf Design jedoch gerne vernachläs­ sigt, was schade ist, verbringt man doch einige Zeit mit Waschen, Trocknen und Bügeln. Gewisse Hersteller, darunter das italienische Design-Unternehmen Scavolini (S. 68), gestalten die lästige Arbeit angenehm und ergonomisch, ohne auf Ästhetik zu verzichten.

EINFAMILIENHAUS MEHRFAMILIENHAUS UMBAU/RENOVATION

Wir bauen nach Ihren Vorstellungen Ihr individuelles Traumhaus.

Während der stressigen Planungs- und Bauphase dürfen Sie sich ruhig eine Auszeit gönnen und dem Alltag für kurze Zeit entflie­ hen. Dazu können wir eine spezielle Destination (S. 96) empfehlen: Das Aquatis-Hotel in Lausanne mit dem Aquarium-Vivarium, dem grössten Süsswasser-Aquarium Europas, ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Steht Ihnen der Sinn eher nach einem kurzen Aus­ flug? Der Zirkus Knie ist noch bis November auf Tournee …

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Donika Gjeloshi

Lassen Sie sich persönlich beraten wir freuen uns auf Sie!

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INHALT

20 BAUEN HEUTE

46

BAUEN MIT SYSTEM 2

HAUSHALTSGERÄTE

68


1 Editorial     4 Kaleidoskop   66 Finanzen & Rechtliches   96 Destination: Lausanne, Schweiz 100 Service

INSPIRATION

BAUEN HEUTE   20 Ein Ruhepol mitten im Geschehen   28 Moderner Holzbau im Dorfkern   32 Ein Bijou für zwei   38 Ein Fall für Architektur   40 Rücksichtsvolle Architektur

BAUEN MIT SYSTEM   46 Gesundes Design   48 Familienvilla mit Innen-Pool   50 Attraktives Eigenheim mit Pool   52 Modernes Anwesen mit Seeblick   54 Stilvoll und barrierefrei

76

REALISATION

BAUEN FÜR FAMILIEN   56 Charmantes Haus für die Familie

PARKETT UND LAMINAT

  60 Die Planung des Familienhauses AUSSENRAUM

94

  62 Interior Design für Kinder

THEMA

HAUSHALTSGERÄTE   68 Waschküche mit Stil   72 Fleissige Haushaltshelfer

THEMA

PARKETT UND LAMINAT   76 Ein Boden, der den Raum bestimmt   80 Holz unter den Füssen   82 Die Grundlage des Wohnens  

AUSSENRAUM   86 Unaufdringliche Harmonie   90 Trends und Stile im Garten   94 Design unter freiem Himmel TITELBILD Dieses Haus an der Aare steht im Mittelpunkt zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum. Architektur: Dual Architekten BSA SIA, Foto: Tanya Hasler



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KALEIDOSKOP

.EIN & ZWANZIG.

NACHWUCHSTALENT MIT ANZIEHUNGSKRAFT

«ein & zwanzig» ist ein internationaler Wettbewerb für Nachwuchs-Designer. In diesem Jahr ist Andrea Müller mit ihrer Schreibtischleuchte eine von einundzwanzig Preisträgerinnen. Die verschiedenen Bestandteile dieser Schreibtischleuchte werden magnetisch zusammengehalten. So lassen sich Höhe und Ausrichtung der Leuchte leicht regulieren. Der Strom wird durch induktive Kopplung sicher übertragen, und ein Kondensator speichert Energie, damit die Leuchte auch auf dem Tisch platziert werden kann. www.ein-und-zwanzig.de

.FRITZ HANSEN.

STILVOLL ARRANGIERT

Der Designer Jamie Hayon hat «Ikebana» geschaffen, damit nicht nur die Blüten zur Geltung kommen, sondern die ganze Blume. Ikebana beschreibt im Japanischen die Kunst des Blumen-Arrangements. Stecken Sie Blume für Blume in diese Vase aus Glas mit einer Schablone aus massivem Messing. www.fritzhansen.com 4


.BRÜHL.

SKULPTURALE GARDEROBE

Seidig glatt fühlt sich das Schichtholz an, das sich ganz natürlich, aber präsent zeigt. Die Garderobe «re» von Kati Meyer-Brühl könnte mit ihrer speziellen Form auch als Skulptur im Raum stehen – definitiv ein haptischer und visueller Genuss.

www.bruehl.com

«It took me a few seconds to draw it, but it took me 34 years to learn how to draw it in a few seconds.» Paula Scher, Designerin

.GANDIA BLASCO.

DESIGN AUS SPANIEN

Dieser neue gepolsterte Armlehnstuhl für den Aussenbereich von Fran Silvestre Architekten sticht durch seine schlichte Eleganz hervor. Hergestellt aus geschweissten thermolackierten AluminiumProfilen wird dieses Möbelstück von der neuartigen Anordnung des hinteren Stuhlbeines geprägt. Der Stoff ist wasserabweisend und lässt sich bei Bedarf leicht abziehen und reinigen. www.gandiablasco.com



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KALEIDOSKOP  NEWS

.CLASSICON.

AUF DEN KOPF GESTELLT

Eine runde Tischplatte aus Kristallglas oder Marmor, umfasst von einem Metallaufsatz aus massivem Messing, der von einem Glasfuss getragen wird. Ein Tischfuss aus Glas? Ganz genau – Sebastian Herkner stellt die gewohnte Konstruktion auf den Kopf. Er verleiht dem Beistelltisch «Bell Table» durch den mundgeblasenen Glassockel eine gewisse Leichtigkeit und schafft einen spannenden Kontrast von Material und Farbe. Jeder Tisch ist ein Unikat und das Ergebnis traditioneller Handwerkskunst. www.classicon.com

.ARFLEX.

WIE EIN GROSSER AUGENBLICK

Konvex-Spiegel sind historisch gesehen klein. Vor diesem Hintergrund schaffte das schwedische Architektur- und Design-Büro Claesson Koivisto Rune ein Objekt, das zum Mittelpunkt des Raumes wird. Mit dem Namen «Ciclope» nimmt es Bezug auf die einäugige Gestalt aus Homers Odysee. www.arflex.it 6

.COVO.

CHARMANTER ITALIENER

Sind Sie auf der Suche nach einem ganz besonderen Sideboard? Inspiriert von italienischer Kultur und Tradition zieht das Modell «Tinello Italiano» die Blicke bestimmt, aber auf unaufdringliche Weise an. Es ist in verschiedenen Grössen und Mustern erhältlich. www.covo.it


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Die Mischbatterie 111 zeichnet sich durch ihre gelungene Mischung aus Form und Verarbeitungstechnik aus, eine runde Scheibe, die von einer einfachen Linie durchschnitten wird. Und auch die tollen Materialien tragen wesentlich dazu bei, dass die Mischbatterie 111 unter den Designern weltweit Kultstatus erlangt hat. Die ersten VOLA Armaturen wurden von Arne Jacobsen designt . VOLA wird in Dänemark nach den strengsten Umweltstandards hergestellt

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KALEIDOSKOP  INTERVIEW

Fredy Knie junior

«ICH FÜHLE MICH ÜBERALL WOHL» Noch bis zum 19. November ist der Zirkus Knie auf Tournee und verzaubert Gross und Klein mit artistischen Darbietungen – ganz getreu dem diesjährigen Motto «Wooow!». Zirkusdirektor Fredy Knie junior liebt es, während dieser Zeit im Wohnwagen zu leben. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTO   KATJA STUPPIA

Fredy Knie junior, Sie sind mit dem Zirkus Knie dieses Jahr auf der 99. Tournee. Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf ? Ich bin sehr zufrieden. Die Show läuft ausgezeichnet und kommt beim Publikum sehr gut an. Die Publikumsreaktionen sind toll, das freut mich ausgesprochen. Was ist aus Ihrer Sicht das Highlight? Das ist schwierig zu sagen, denn alle Aufführungen sind Glanzleistungen, jede in ihrer Sparte. Aber ich muss gestehen, wenn meine Grosskinder auftreten, dann ist das für mich ein sehr persönliches Highlight! Wie wohnen Sie während der Tournee-Zeit ? Schon als kleines Kind habe ich während der Tournee immer im Wohnwagen gewohnt, damals im Wohnwagen der Eltern. Seit Marie-José und ich geheiratet haben, wohnen wir in unserem eigenen Wohn­wagen, der uns heute noch auf der Tournee begleitet. Das sind natürlich nicht mehr die alten Zirkuswagen, die von Pferden gezogen werden, wie man sich das vielleicht vorstellt. Wir haben einen 13 Meter langen Wohnwagen mit Badezimmer, Toilette, Schlafzimmer, Küche, Wohnraum mit Esstisch, Sofa und allem drum und dran. Sie sind in der ganzen Schweiz unterwegs. Wo fühlen Sie sich besonders heimisch? Ich fühle mich überall heimisch und nehme jeden Ort und jede Mentalität so, wie sie ist, und damit komme ich sehr gut zurecht. Gibt es etwas, das Sie während der Tournee-Zeit im Wohnwagen vermissen? Nein, überhaupt nicht. Ausserhalb der Tournee-Zeit wohne ich drei Monate lang in einer Wohnung, aber mir gefällt es besser im Wohnwagen. Wir haben eine Dachwohnung ohne Garten, denn im Winter brauchen wir ja keinen Garten. Dafür haben wir eine grosse Terrasse mit wunderschönem Blick auf den Zürichsee. Im Winter fühle ich mich in unserer Wohnung sehr wohl, aber ich freue mich 8

«Meine Grosskinder in der Manege zu sehen, erfüllt mich mit Stolz.» Fredy Knie junior

jeden Frühling darauf, wieder in unseren Wohnwagen einzuziehen. Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann in einem Haus zu wohnen? Das könnte ich mir nicht vorstellen, denn

ich würde mich unwohl fühlen. Und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, dass man sich wohlfühlt, egal wie man wohnt. Welcher Einrichtungsgegenstand durfte Sie schon lange begleiten? Es gibt viele Gegenstände, die mich seit Langem begleiten. Da ich Pferde liebe, stehen bei mir einige Porzellan- und BronzePferde in der Wohnung. Worauf darf man sich zur JubiläumsAusgabe nächstes Jahr freuen? Wir werden das Publikum mit etwas ganz Besonderem überraschen und die Familiengeschichte dabei einfliessen lassen. Mehr dazu verraten wir aber noch nicht.   


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KALEIDOSKOP  NEWS

.PIURE.

RAUM UND ORDNUNG SCHAFFEN

Den Systemschrank «Line» von Piure können Sie genau so haben, wie Sie ihn haben möchten: Sie können die Höhe bestimmen, die Fronten nach Ihrem Gusto anordnen und die Innenausstattung frei wählen. Auch die Farbe und die Ausführung in Matt- oder Hochglanzlack sind Ihrem Geschmack überlassen. Die Türen und Schubladen sind grifflos oder mit zwei dezenten Griff­ varianten erhältlich. www.piure.de

.GLAS ITALIA.

FILIGRAN UND MULTIFUNKTIONAL

Ob Schminktisch oder Schreibtisch, «Strata» kann beides sein, denn er verfügt über eine geräumige Schublade sowie einen Schlitz, der als Halterung für den Spiegel dient. Das Design von Yabu Pushelberg für Glas Italia überzeugt praktisch und optisch: Die Tischbeine aus gebogenem Klarglas fügen sich in jeden Raum und lassen diesen grösser wirken. Die Schublade ist aus gehärtetem Glas in matter oder glänzender Ausführung.

www.glasitalia.com

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.MDF ITALIA.

MODULARE SOFALANDSCHAFT

Gestalten Sie Ihre Sofalandschaft, wie sie Ihnen gefällt. Francesco Rota hat mit «Cosy» gemütliche Polstermöbel entwickelt, was Entspannung garantiert. Durch das modulare Konzept mit unterschiedlichen Tiefen, Längen und Höhen sowie einer Auswahl an Stoffen und Leder für den Bezug kann das Möbel Ihren persönlichen Bedürfnissen gerecht werden. Die robusten und geradlinigen Beistelltische ergänzen das Konzept. www.mdfitalia.com

.BALERI.

KLASSIKER IN NEUEM KLEID

Den Sessel «Caprichair» gibt es schon seit 1990 im Sortiment von Baleria Italia. Es ist ein Werk von Hannes Wettstein, dem Schweizer Designer, der mit seinen Kreationen interna­t ionale Bekanntheit erlangte. Sein Erbe lebt weiter und erhält mit den Farben Rot, Bordeaux oder Ocker ein neues Kleid. «Caprichair» macht sowohl im Wohnzimmer als auch im Büro eine gute Figur.

«Design setzt Inhalt voraus. Design ohne Inhalt ist kein Design, sondern Dekoration.» Jeff ey Zeldman, Web-Designer

www.baleri-italia.com

.BANG & OLUFSEN.

SOUNDSYSTEM MIT STIL

Jeder Raum wird mit anderen Möbeln eingerichtet – von diesem Grundgedanken ging der dänische Hersteller aus, als er die MultiroomKollektion plante. So wirken die draht­losen Lautsprecher wie ein individuelles Möbelstück und können unterschiedliche Musik in ver­ schiedenen Räumen oder denselben Titel im ganzen Haus abspielen. www.bang-olufsen.com 

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KALEIDOSKOP NEWS

.AGAPECASA.

GERADLINIG, GEMÜTLICH, GESCHMACKVOLL

Mit klaren und markanten Linien mutet der «Club 44» wie ein Kunstwerk der Moderne an. Ursprünglich vom italienischen Designer Angelo Mangiarotti kreiert, kann dieses Möbelstück nun dank CNC-Technik einem breiteren Publikum angeboten werden. Pappelholz bildet das robuste Gerüst, während mit Baumwolle überzogene Polster die Sitzgelegenheit gestalten. Dieser Design-Stuhl ist mit oder ohne Armlehne sowie in verschiedenen Farben erhältlich. www.agapecasa.it

.ZANOTTA.

UNGEWOHNT VIELSEITIG

Dieser Tisch aus Holz von Design-Paar Garcia Cumini strahlt eine nordische Leichtigkeit aus. Durch seine neuartige Form kann der Esstisch in verschiedensten Situationen eine passende Sitzordnung bieten. «Tweed» ist in drei verschiedenen Grössen und unterschiedlichen Holzarten erhältlich. www.zanotta.it

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.LITTLE GREENE.

BRINGEN SIE FARBE IN IHR LEBEN

Little Greene hat seine Farbpalette aufgefrischt, in welcher viele authentische Farbtöne aus dem 18., dem 19. und dem 20. Jahrhundert enthalten sind. Bei 184 Farbtönen ist bestimmt für jeden Geschmack der passende Anstrich dabei. Die Archivfarben wurden so abgestimmt, dass sie gut mit den modern entwickelten Farben harmonieren, sodass sie auch in einer modernen Wohnung stimmig eingesetzt werden können. www.littlegreene.com

.BOFFI.

ARCHITEKTONISCH BESCHWINGT

Diese Monoblock-Küche trägt den unverkennbaren Stil von Star-Designerin Zaha Hadid. Die Idee der harmonisch geformten Kücheninsel wurde von Boffis Handwerkskunst und mit den qualitativ hochstehenden Materialien Corian und Holz umgesetzt. Man mag es kaum glauben, aber darin ent­halten sind alle für eine Küche notwen­d igen Funktionen sowie ein Snackbereich. Durch ihre Ästhetik lädt die Küche auch zum Verweilen ein.

www.boffi.com



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KALEIDOSKOP  NEWS

FERNSICHT JAPAN TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   MIKAEL OLSSON | T-MAGAZINE, NEW YORK TIMES

Dieses in der Provinz Karuizawa gelegene Anwesen wurde erstmals in der «New York Times» gezeigt. Karuizawa ist eine beliebte Sommer-Destination der Japaner aufgrund des angenehmen Klimas und der vielseitigen Vegetation. Aber auch am Wochenende suchen hier die Einwohner aus der Metropolregion Tokio Ruhe und Erholung. Die vom Architekturbüro Makoto Yamaguchi Design Inc. geplante Villa ist im Wald an einer steilen Böschung gelegen. Im Sommer wird das Haus umhüllt vom dichten Blätterwerk des Birken- und Lerchenwaldes, während es im Winter von einer mystischen Schneelandschaft in Beschlag genommen wird. Das Haus richtet sich nach Süden aus und eröffnet den Bewohnern einen herrlichen Blick auf die umliegende Berglandschaft. Das polygonale Haus wurde für eine Gruppe von Musikern errichtet. Was sie sich wünschten, war ein flexibler Raum, der sowohl als Wohnhaus, als Galerie für zeitgenös­ sische Kunst – hauptsächlich Skulpturen –, als Konzertsaal und als Unterhaltungsraum für gesellige Abende dient. Um Raum für die verschiedenen Funktionen zu schaffen, weist das Hausinnere Verwinkelungen und viele Leerflächen auf. Die vielseitige Nutzungsweise wird durch die vieleckige Form des Gebäudes unterstrichen. Von aussen zeigt sich die Villa in kühlem Sichtbeton. Im Hausinnern wurde Wert darauf gelegt, dass Fensterscheiben, Spiegel und polierter Edelstahl das Licht reflektieren.    

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MULTIFUNKTIONAL UND EINGEBETTET IN EINEM MYSTISCHEN WALDGEBIET IN KARUIZAWA.


prämiertes Design | massgefertigt | seit 1896 | swiss made Ausstellungen in Hochdorf | Adliswil | Dietlikon | Pratteln | Bern | St. Gallen

Info Nr. 105

talsee.ch


KALEIDOSKOP  NEWS

.BUCHTIPP.

ARCHITEKTO­NISCHE MISSERFOLGE

Dieses Buch von Alessandro Biamonti beschreibt die spektakulärsten ArchitekturFlops seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Einstmals lebendige Städte verkommen zur Wüste, und ambitionierte Projekte endeten in Geisterstädten – ein literarisches und visuelles «Vergnügen». www.randomhouse.de

.MZU UITIKON.

IHR SCHLÜSSEL IN GUTEN HÄNDEN

Im Massnahmenzentrum Uitikon, einer Institution im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, absolvieren jugendliche Straftäter eine Ausbildung in verschiedenen Werkstätten. Dabei entstehen praktische, dekorative und kreative Produkte für den Alltag, wie z. B. der «Little Dude», der an der Wand befestigt ihre Schlüssel bewacht. In verschiedenen Holzarten macht der «Little Dude» überall eine gute Figur und sorgt für ein Schmunzeln. www.mzu.zh.ch

.LEMA.

ZEITLOSES SITZVERGNÜGEN

Roberto Lazzeroni hat mit dem Stuhl «Lucy» ein Möbelstück geschaffen, das durch seine zeitlose Eleganz überzeugt. Die harmonische Form wird durch die soliden Werkstoffe Holz und Leder unterstrichen. Der Beistelltisch «Sign» wurde von Studio Kairos ent­wor­fen und ergänzt die gemütliche Leseecke. Er ist in 40 verschiedenen Lackfarben in matter oder glänzender Ausführung erhältlich. www.lemamobili.com 16


.DEDON.

WIE EINE LIEBEVOLLE UMARMUNG

Wenn die Tage wärmer werden, gibt es nichts Schöneres, als sich in einen Schaukelstuhl zu setzen und die Seele baumeln zu lassen. Der Designer Sebastian Herkner hat mit «mbrace» ein Sitzmöbel geschaffen, in dem es sich vortrefflich ausspannen lässt. Die geflochtene Sitzschale, die auf einer Teakholzbasis steht, gibt einem das wohlige Gefühl, umarmt zu werden. Der Schaukelstuhl ist in den Farben «spice», «atlantic» und «pepper» erhältlich. www.dedon.de

«Kreativität ist eine so zarte Blume, dass Lob sie zum Erblühen bringt und Entmutigung sie im Keim erstickt.» Anita Ludwig, Fachtherapeutin für Psychotherapie

.LORENA CANALS.

BOTANISCHER GARTEN IM WOHNZIMMER

Die neue Kollektion «Plants» verleiht dem Raum ein erfrischendes Ambiente – wie in einem botanischen Garten. Alle Teppiche von Lorena Canals werden unter fairen Bedingungen in Nordindien handgeknüpft. Für die Fertigung wird reine und umweltfreund­l iche Baumwolle verwendet, wodurch die Reinigung in der Waschmaschine problemlos ist. Mit jedem verkauften Teppich werden durch das «Skûla Project» eine Schule und ein Kinderhort vor Ort unterstützt. www.lorenacanals.com 

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KALEIDOSKOP  NEWS

.ALIAS.

SITZGELEGENHEIT IM REGAL

Sehen Sie in diesem Bücherregal den Umriss eines Stuhles? Ja, hier ist tatsächlich ein Stuhl versteckt, der sich aus dem Regal ziehen lässt. Der japanische Architekt Sou Fujimoto hat mit «Bookchair» ein innovatives und praktisches Objekt geschaffen, das wahrlich zu überraschen vermag. «Bookchair» gibt es bewusst nur in der Farbe Weiss, um die Abstraktheit des Gegenstandes zu unterstreichen. Der Schrank aus Holzfaserplatten oder Holzfurnier ist ebenfalls nur in einer Grösse erhältlich. www.alias.design/de

.ARPER.

KISSEN, GARDEROBENHALTER, STÜHLE ODER TISCHE

Diese Kleinmöbel und Accessoires von Arper tragen die Handschrift des spanischen Design-Studios Lievore Altherr Molina. Dessen Vorstellung von Design orientiert sich am Bedürfnis nach puren, ästhetischen Umrissen, die an der Schnittstelle zwischen Funktion und Funktionalität entstehen. www.arper.com 18


UNSERE BODENKERAMIK. EIN ECHTER HINGUCKER.

Wir verwandeln Ihr Zuhause in einen Hingucker. Als Spezialistin für Beläge aus Keramik, Naturstein und Holz bieten wir alles für die Heimverschönerung. Besuchen Sie eine unserer Ausstellungen, wo wir Sie in allen Fragen rund um das Thema Wand- und Bodenbeläge beraten. Werfen Sie doch ein Auge auf www.hgc.ch Info Nr. 106


INSPIRATION BAUEN HEUTE

EIN RUHEPOL MITTEN IM GESCHEHEN

Die unvergleichliche Aussicht über die Aarewaage auf die Burg und auf den Wald am anderen Ufer weiss die Bauherrschaft zu schätzen. Die Brüstungen schützen die Innenräume diskret vor den Blicken der Passanten, die direkt am Haus vorbeigehen.

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Eine Aussicht ohnegleichen und ein öffentlicher Standort machen dieses Haus in Aarburg zu einem einzigartigen Projekt, dessen Architektur das private Innenleben und das öffentliche Aussenleben nicht in Konflikt treten lässt. TEXT˜˜˜ ANNA ETTLIN°F OTOS˜˜˜ TANYA HASLER

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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

Da ein öffentlicher Gehweg am Haus vorbeiführt, wurde bei der Architektur besonders viel Wert darauf gelegt, dass die Innenräume nicht einsehbar sind.

E

ines Tages, sagte sich Stefan Steiner, werde er ein Haus an der Aare haben. Der Unternehmer lebt seit 47 Jahren in Aarburg. Beim Spazieren stiess er eines Tages auf ein «Zu verkaufen»-Schild. Das alte Gebäude lag direkt an einem öffentlichen Gehweg entlang der Aare. «Ich war sicher schon tausendmal dort hindurchgelaufen», erinnert sich Stefan Steiner. Diese Gelegenheit wollte er nicht verpassen: Innerhalb weniger Tage hatte er das Grundstück gekauft.

RÜCKSICHT AUF DAS WASSER Die Planung in der Kernzone, die der Bauherr mit dem Solothurner Architekturbüro Dual Architekten anging, gestaltete sich relativ komplex. «Das Grundstück ist auf drei Seiten von öffentlichem Raum umgeben», sagt Architekt Urs Allemann. Das ver22

langte viel Fingerspitzengefühl vom Planungsteam. «Wir wollten dem Bau eine Formensprache geben, die nicht zu sehr nach Einfamilienhaus aussieht», erklärt der Architekt. «Auf den ersten Blick sollte es so wirken, als könnte es auch ein Restaurant oder eine Bar sein.» Zugleich sollte das Gebäude seinen Zweck als Wohnhaus erfüllen. «Die Baubewilligung zu erhalten, war nicht ganz einfach», erinnern sich Architekt und Bauherr. Schlussendlich konnte der Bau aber beginnen. 48 Pfähle tragen das Betonhaus, da das Flussufer nicht die nötige Stabilität bietet. Die Nähe zum Wasser bedingte auch eine Hochwasser-sichere Bauweise. «Im Falle eines Hochwassers muss das Untergeschoss geflutet werden», sagt Stefan Steiner. Die empfindliche Technik wurde in einem mit Hochwasser-Schutztüren abgeschlossenen Raum untergebracht, das Auto

kann der Hausbesitzer auf einem höher gelegenen Parkplatz in Sicherheit bringen. Das Erdgeschoss sollte trocken bleiben: ­E ine Wasserstand-Tafel an der Hauswand zeigt, dass es selbst das Rekord-Hochwasser von 1852 nicht erreicht hätte. Der Alltag von Stefan Steiner und seiner Lebenspartnerin spielt sich im Erd- und Obergeschoss ab. Aus jedem Raum öffnet sich eine eindrückliche Aussicht über die Aare und die Burg, die durch rahmenlose

Rechte Seite oben: Anstelle eines Gartens bietet das Haus eine weitläufige Terrasse, auf der grosse Kübelpflanzen gedeihen. Rechte Seite unten: Die grosszügige und hochwertige Küche von Brunner Küchen wurde mit Miele-Geräten ausgestattet.




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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

Oben und unten: Nebst dem Wohnzimmer mit Cheminée im Obergeschoss lädt auch ein Fernsehzimmer im Erdgeschoss zum Entspannen ein.

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Oben: Ein Oberlicht und eine beleuchtete Drahtskulptur bringen zusätzliches Licht in den Eingangsbereich im Untergeschoss.


Die gerundeten weissen Bänder der Fassade nehmen Bezug zur Burg auf und versöhnen das Wohnhaus geschickt mit seiner öffentlichen Umgebung.

Sky-Frame-Fenster besonders gut zur Geltung kommt. Im Erdgeschoss liegen die Privaträume, durch Schiebetüren voneinander getrennt. Zwei Schlafzimmer und ein künftiges Kinderzimmer werden von einem grosszügigen Bad, einer Ankleide und einer Waschküche ergänzt. Auf dem der Burg zugewandten Teil des Stockwerks liegt ein offener Bereich mit Terrasse, der in ein Büro und ein Fernsehzimmer unterteilt ist. Sämtliche Innenwände hat Stefan Steiner in Leichtbauweise ausführen lassen, sodass das Haus bei Bedarf beispielsweise zu einem Restaurant umgebaut werden kann. Ein Liftschacht wurde ebenfalls bereits eingebaut. «So kann man auch barrierefrei wohnen», sagt der Hausbesitzer. Zurzeit führt nur eine Treppe ins Obergeschoss, das aus einem einzigen grossen, auf drei Seiten verglasten Raum besteht. Die offene Küche, der Esstisch und das

«Ich sehe jetzt viel weniger fern, da sich draussen immer etwas bewegt.» Stefan Steiner, Bauherr

Wohnzimmer werden von einer umlaufenden Terrasse ergänzt, die im Osten einen überdachten Sitzplatz mit Burgsicht, im Westen viel Platz unter freiem Himmel bietet. Da das Haus das Grundstück fast komplett ausfüllt, hat es keinen Garten – was Stefan Steiner nicht im Geringsten stört. «Ich hatte vorher einen Garten von fast 2000 m²und war das Gärtnern leid», sagt er. «Nun habe ich ein Haus, das die Vorteile einer Stadtwohnung bietet.» Anstatt Zeit für die Pflege eines Gartens aufzuwenden, verweilen Ste-

fan Steiner und seine Partnerin gerne auf der Terrasse und geniessen die Aussicht. «Seit wir hier wohnen, sehe ich viel weniger fern», sagt der Hausbesitzer. Ob das bunte Treiben in der Altstadt oder die Wasservögel auf dem Fluss oder die Biber im Wald am gegenüberliegenden Ufer – es gibt immer etwas zu beobachten.   



A r c h ite k te n - I nte r v ie w   >> 

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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

URS ALLEMANN, Architekt und Mitinhaber. Dual Architekten BSA, Solothurn. www.dual.ch

Urs Allemann, was gefällt Ihnen am Standort des Hauses in Aarburg besonders gut ? Die Auseinandersetzung zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum interessiert Marcel Hügi und mich sehr. Einerseits sind da die Burg, die Grünzone und der öffentliche Gehweg. Andererseits hat es neben diesem Haus noch alte Bestandsgebäude, die auch ihren eigenen Charakter haben. Wir mussten einen Übergang dazwischen schaffen und gleichzeitig ein privates Haus bauen, in dem sich die Bewohner wohlfühlen. Ist Dual Architektur auf Wohnhäuser spezialisiert oder bauen Sie auch anderes ? Wir schränken uns nicht ein. Von Indus­ trie-Hallen bis zu kleinen Pavillons bauen wir alles. Oft sind kleine Projekte sogar anspruchsvoller und interessanter als grosse. Damit kann man aus einem «Unort» – einem Ort, an dem architektonisch nichts zusammenpasst – etwas Schönes entstehen lassen. Das finden wir spannend. Als Autodidakten, die aus anderen Berufsfeldern in die Architektur gekommen sind, setzen wir uns intensiv damit auseinander und schaffen Objekte, die nicht alltäglich sind. Das Wichtigste für uns ist der Ort, denn er sagt dem Architekten, wie er sich verhalten muss. Das war auch in Aarburg ein grosses Thema.

Auch aus den Schlafzimmern und dem Bad im Erdgeschoss geniesst man freie Sicht auf die Burg und die Aare. Schiebefenster gewähren Zugang zu einer schmalen Terrasse.

Wenn Sie ein unlimitiertes Budget hätten, was würden Sie bauen und wo ? Dann würde ich den Auftrag einem guten Architekten erteilen! Wenn ich das Budget hätte, würde ich gerne jemanden engagieren, den ich wirklich bewundere – und dann würde ich ihm möglichst nicht dreinreden. Einen spezifischen Ort habe ich nicht im Sinn. Ich finde es sowohl in den Bergen als auch am Wasser sehr schön. Was macht aus Ihrer Sicht einen guten Architekten aus ? Ein guter Architekt sollte den Ort respektieren. Dabei gilt es nicht nur die Haus­

ERDGESCHOSS

bewohner, sondern auch Personen im öffent­ lichen Raum zu berücksichtigen. Wenn Sie beispielsweise nachts an einem voll verglasten Haus vorbeigehen und jemanden darin sehen, schauen Sie automatisch hin. Wenn Sie den Bewohner in einem privaten Moment beobachten, sind Sie ein Voyeur – spätestens dann, wenn der Bewohner Sie auch sieht. Dann fühlen Sie sich gestört und laufen vielleicht gar nicht mehr dort durch. Das sollte man vermeiden, und zwar schon mit der Architektur und nicht erst mit der Garten­hecke. Wie sich der Bewohner im Haus verhält, bleibt aber weiterhin ihm überlassen.   

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Dual Architekten BSA SIA Marcel Hügi & Urs Allemann Solothurn | www.dual.ch

[ KONSTRUKTION ] Massivbau | Wände und Decken: Beton | Flachdach | Fassade: vorfabrizierte Elemente aus Weiss-Sichtbeton

OBERGESCHOSS

[ RAUMANGEBOT ] Nettowohnfläche: 280 m² | Anzahl Zimmer: 5,5

[ AUSBAU ] Boden: Parkett Eiche geseift | Wände: Sichtbeton poliert | Decken: Sichtbeton | Fenster: Sky-Frame

[ TECHNIK ] Wasser-Wasser-Wärmepumpe | Fuss­bodenheizung | Cheminée 26


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INSPIRATION  BAUEN HEUTE

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MODERNER HOLZBAU IM DORFKERN Direkt neben dem Elternhaus gebaut, bietet dieses Wohn- und Geschäftshaus einer jungen Familie viel Platz für heute und für die Zukunft. Die schwierige Parzellierung konnte dank sorgfältiger Planung gemeistert werden. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   RENGGLI AG

B

ei diesem Bauprojekt kam die ganze Familie zusammen: Das Bauherrenpaar bekam die Möglichkeit, ihr neues Zuhause auf derselben Parzelle zu bauen, auf der auch das Elternhaus steht. Es galt, bei engen Platzverhältnissen einen modernen Bau zu realisieren, der den Vorstellungen der Bauherrschaft entsprach und mit dem Haus der elterlichen Familie harmonierte. Dabei setzte das Paar auf einen wohngesunden und umweltfreundlichen Holzbau, mit dessen Planung, Produktion und Errichtung es die Renggli AG beauftragte.

«Die Bauherrschaft wünschte sich ein hochwertiges und energieeffizientes Familienhaus», erinnert sich Lukas Erni, Architekt bei der Renggli AG. Die Planung verlief unkompliziert, jedoch stellte die Lage des Hauses einige Herausforderungen. Das Grundstück, auf dem sich früher eine Autogarage mit einer kleinen Einliegerwohnung befunden hatte, gehört zur Kernzone. Deshalb musste das neue Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert sein, das heisst mit einem gewerblich nutzbaren Raum im Erdgeschoss. Da die Hauptstrasse direkt vor dem Haus verläuft, musste zudem viel Wert auf den Schallschutz gelegt werden. Wegen der Nähe zum Elternhaus gestaltete sich die Bauphase nicht ganz einfach: Das Nachbargebäude musste während sämtlicher Arbeiten gut zugänglich bleiben und auch der Brandschutzabstand musste eingehalten werden. Dank sorgfältiger Planung gelang der Bau jedoch einwandfrei.

Edle Materialien, etwa das rustikale Eichenparkett, prägen die Innenraumgestaltung. Im Obergeschoss trägt eine Akustikdecke von Renggli zu einer gemütlichen Atmosphäre bei.

WOHNEN IN DER HÖHE Da das Grundstück bereits auf zwei Seiten mit Stützmauern gesichert war, bot es sich an, den Neubau nicht zu unterkellern. Ausserdem wünschte sich die Bauherrschaft, das Wohngeschoss möglichst weit weg von der Strasse zu haben, wodurch das Haus höher geplant wurde. Seine drei Stockwerke bieten auch ohne Keller genug Platz für die junge Familie. Der Wohn- und Essbereich wurde im obersten Stock untergebracht. Durch das asymmetrische Satteldach erhält dieser Teil des Hauses eine stattliche Raumhöhe von 4,5 m. Eine textile Akustikdecke sorgt für eine angenehme Raumakustik. Die grosszügige Verglasung lässt die Räume hell und einladend wirken. Der Essbereich öffnet sich übers Eck zu einer auskragenden Terrasse. Der Strasse abgewandt, bietet sie den Hausbewohnern einen Ausblick bis in die Berge. Die zum Esszimmer hin offene Küche wurde in schlichtem Weiss ausgeführt, kontrastiert durch eine dunkle Abdeckung aus Keramik. Ihre grifflosen Fronten verbergen nicht nur praktische

Ein Entrée mit Garderobe empfängt die Besucher des Hauses.



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Auszüge und Tablare: In die Hochschrankzeile wurde geschickt eine Tür integriert, die in ein Reduit führt. Um möglichst viel Stauraum zu bieten, wurde es auf zwei Ebenen ausgeführt, die durch eine Platzspartreppe verbunden sind. Das Wohnzimmer wurde auf der anderen Seite des Stockwerks untergebracht. Ein kleines Tages-WC und die Waschküche vervollständigen das zweite Obergeschoss.

PRAKTISCH UND FLEXIBEL Eine geschwungene Wendeltreppe aus Beton verbindet die Stockwerke elegant untereinander. Beim Innenausbau wünschte sich die Bauherrschaft hochwertige Materialien, etwa das edle Eichenparkett, das sich durch alle Räume mit Ausnahme der Bäder zieht und auch die Treppenstufen einkleidet. Im mittleren Stock sind die Privaträume der Familie untergebracht: Zwei Kinderzimmer und ein Spielzimmer bieten Platz für den Nachwuchs. Das etwas grössere Schlafzimmer der Eltern wird über eine praktische Ankleide erschlossen. Einbauschränke schaffen Stauraum im Gang, während zwei getrennte Badezimmer, eines mit Dusche, eines mit Badewanne, Komfort bieten. Keramikfliesen in Grautönen machen die Nassräume besonders pflegeleicht. Das Erdgeschoss des Hauses lässt sich flexibel nutzen. Die Kernzone bedingte, dass es eine Gewerbefläche enthält. Der 20 m² grosse Raum mit eigenem Zugang von der Strasse wird zurzeit als Büro

genutzt. Ein Badezimmer mit Dusche stellt sicher, dass man keinen unnötigen Weg in die oberen Stockwerke zurücklegen muss. Ein Dispo-Raum und ein Entrée mit Garderobe vervollständigen das Raumangebot im Erdgeschoss. Später kann das Büro auch als kleine Einliegerwohnung genutzt werden. Deshalb wurde die Verbindungswand zum Dispo-Raum in Leichtbauweise ausgeführt und kann einfach entfernt werden. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich die Garage. Wegen der beschränkten Platzverhältnisse auf dem Grundstück wurde sie in das kompakte Volumen des Hauses integriert. Ihre Lage direkt ­u nterhalb des Elternschlafzimmers ist dank der guten Schall- und Wärmedämmung des Holzbaus kein Problem. Aus der Garage erschliesst sich der Technikraum, in dem die Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie die Lüftungsanlage des Minergie-Hauses unter­ gebracht sind. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes produziert umweltfreundliche Elektrizität – die Bauherrschaft speist sogar Strom ins lokale Netz. Ein weiteres technisches Highlight ist der Fingerabdruck-Scanner in der Hauseingangstür, mit dem die Bewohner sicher und bequem auch ohne Schlüssel hin­ eingelangen. «Das Wohnen im zweiten Obergeschoss und der auskragende Balkon mit Sicht in die Berge machen dieses Haus zu ­etwas Besonderem», sagt Lukas Erni. Durch die Nähe zum Elternhaus geniesst die junge Bauherrenfamilie nun das Beisammensein von drei Generationen.   

Der grosszügige Essbereich mit offener Küche verfügt über einen aus­k ragenden, überdachten Balkon.

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Vom Balkon aus geniesst die Bauherrschaft eine weite Aussicht bis in die Berge.

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Renggli AG, Sursee www.renggli-haus.ch

[ KONSTRUKTION ] Von aussen gibt sich das Gebäude zurückhaltend modern und kompakt.

Renggli-Holzsystembau | Asymmetrisches Satteldach | Fassade: Holzschalung

[ RAUMANGEBOT ] Nettogeschossfläche: 210 m² | Anzahl Zimmer: 6,5

ZWEITES OBERGESCHOSS

[ AUSBAU ] Boden: Parkett Eiche, Platten in den Nassräumen | Wandbeläge: Verputz | Holz-Metall-Fenster

[ TECHNIK ] Minergie-Standard | Komfortlüftung | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Fussbodenheizung | Photovoltaik-Anlage

ERSTES OBERGESCHOSS

ERDGESCHOSS



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EIN BIJOU FÜR ZWEI

A

ls die erwachsenen Kinder zu Hause auszogen, verspürte Ruth van Teeffelen Lust auf etwas Neues. «Ich hatte in meinem Leben das Glück, in verschiedensten Ländern zu leben», sagt sie. Nach Ecuador, Marokko und Frankreich wohnte sie wieder in ihrer Heimat Schweiz, in einem Haus bei Zürich, das sie selbst gebaut hatte. Doch mit dem Auszug der Kinder war das Einfamilienhaus etwas zu gross, deshalb beschloss Ruth van Teeffelen, ein Haus nur für sich und ihren Lebenspartner zu errichten.

HOCH HINAUS Das Bauen bereitete der unternehmungslustigen Bauherrin keine Mühe, ganz im Gegenteil. «Ich habe immer wieder neue Ideen – man ist nie komplett fertig», sagt sie. Das Grundstück hoch auf dem Hang mit Blick auf den Vierwaldstättersee hatte früher ihrem Grossvater, 32

dann ihrer Mutter gehört. Mit der Unterstützung des Architekturbüros Freitag Architektur machte sie sich daran, darauf ihr neues Zuhause zu realisieren. «Die steile Hanglage stellte uns vor gewisse Herausforderungen», erinnert sich der Architekt Othmar X. Freitag. «Es galt, das Haus schön in die Landschaft zu integrieren und dabei auf die Wünsche der Bauherrin einzugehen.» Ruth van Teeffelen wünschte sich eine spezielle, persönliche Architektur. Während der Planungsphase entstanden einige Entwürfe, die Bauherrin und Architekt jeweils im Detail besprachen – eine Zusammenarbeit, die beide Parteien genossen. «Es kommt nicht oft vor, dass wir mit einer solch engagierten Bauherrschaft arbeiten können», sagt Othmar X. Freitag. Die Planung gingen sie mit Geduld an. «Wir wollten die Details sauber ausarbeiten, bevor wir mit dem Bau begannen», erinnert sich der Archi-


Die stilvolle Inneneinrichtung und die Nähe zur Natur machen dieses Haus am Hang zu etwas Besonderem. Mit einer Sicht auf das Gersauer Becken des Vierwaldstättersees und einem grosszügigen Garten geniessen die Bewohner jeden Tag in Ferienstimmung. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   HOLGER JACOB

Der L-förmige Grundriss des Hauses lässt einen geschützten Aussenbereich entstehen – die ideale Lage für einen Pool. Eine abgesenkte Kante verleiht dem Pool einen Infinity-Effekt, sodass er mit dem See zu verschmelzen scheint.



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tekt. Die sorgfältige Planung hat sich ausbezahlt: Die Bauphase ging ohne grosse Schwierigkeiten vonstatten. Entstanden ist ein massives Minergie-Haus, das seine Bewohner mit Ferienstimmung im Alltag verwöhnt. Das Obergeschoss, das auf Strassenniveau liegt, beherbergt die Garage und ein Studio mit Küche und Bad, das zurzeit als Büro verwendet wird. Auf dieser Ebene kann man, wenn der Bedarf entstehen sollte, auch barrierefrei leben. Eine grosse Terrasse gibt dem Studio einen eigenen Aussenraum und lädt dazu ein, die Aussicht auf den See und die Berge zu geniessen. Das Leben der Bauherrschaft spielt sich aber mehrheitlich im L-förmigen Erdgeschoss ab. Wer aus dem Eingangsbereich im oberen Stock die Treppe hinuntersteigt, gelangt zuerst in einen grosszügigen Gang, aus dem der Technikraum, ein stilvolles Gäste-WC und das Büro der Bauherrin erschlossen sind. Ein paar weitere Stufen führen in den offenen Wohn- und Essbereich hinunter, der sich gegen den See streckt. «Der Wohnbereich kragt aus

«Wir konnten den See in den Wohnraum hineinbringen.» Othmar X. Freitag, Architekt

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dem Hang hinaus. So konnten wir die Seesicht in den Wohnraum integrieren, obwohl der See weit unten liegt», erklärt Othmar X. Freitag. Eine Fensterfront zum See lässt ein beeindruckendes Panorama entstehen, das durch einen alten Kirschbaum, der unter dem Haus wächst, eine besondere Romantik erhält. Eine weitere Fensterfront öffnet den Wohnbereich zum Pool. Beim Innenausbau kamen Erd­ farben mit Akzenten in Form von Möbeln und Accessoires zum Einsatz. «Ich dekoriere gerne um», schmunzelt die Bauherrin. Auch das Eichenparkett und die Orea-Küche mit einer grossen Insel richten sich nach dem natürlichen Farbschema. Ein eleganter Mix aus dekorativen und funktionalen Leuchten schafft zu jeder Zeit eine stimmungsvolle Atmosphäre. Für das Licht zogen Bauherrin und Architekt einen professionellen Lichtplaner der Firma XAL Schweiz bei.

LEBENSRÄUME IM GARTEN Die Privaträume der Bauherrschaft liegen im anderen Flügel des L-förmigen Erdgeschosses. Sie werden über einen dezenten Durchgang hinter der Holztreppe erreicht. Ein langer Gang, der zugleich als Ankleide dient, erschliesst auf einer Seite einen praktischen Kellerraum, auf der anderen das Schlafzimmer und das Bad. Stilvoll beleuchtete Nischen und einzelne dunkle Wände verleihen beiden Räumen Eleganz. Das grosse Badezimmer mit Dusche und Wanne bietet ausserdem eine Ecksauna von Klafs, die über ihr eigenes kleines Fenster verfügt. Aufgrund ihrer geschützten Lage konnten auch


Oben: Aus dem Badezimmer gelangt man direkt zu Pool und Whirlpool – Wellness leicht gemacht. Rechts: Die Eck-Sauna von Klafs bietet bequem Platz für zwei. Danach kann man sich im Pool abkühlen.

Oben: Dekorativ beleuchtete Nischen schaffen Stimmung im breiten Gang. Linke Seite: Der offene Wohn- und Essbereich wurde bewusst in ruhigen Erdtönen gehalten.

die privaten Bereiche grosszügig verglast werden. Das bringt den Bewohnern nicht nur Seesicht aus Bett und Badewanne, sondern auch ein besonderes Wellness-Highlight: Über die Schiebefenster gelangen sie direkt in den Garten zu Pool und Whirlpool. «Ich würde den Pool nicht mehr hergeben!», sagt Ruth van Teeffelen. «Es ist schön, auch wenn man nur am Morgen kurz hineinsteigt.» Der Infinity-Pool ist mit einer vollautomatischen Wasseraufbereitung und einer Gegenstromanlage ausgestattet und das ganze Jahr lang im Betrieb. Eine Solaranlage auf dem Dach wärmt das Wasser auf umweltfreundliche Art. «Im Winter brauchen wir den Pool als Kaltwasserbecken nach der Sauna», verrät die Bauherrin. Das Pool-Deck, durch die erhöhte Lage des Hauses und die Vegetation vor fremden Blicken geschützt, bietet Platz für einen Liege- und einen Sitzbereich im Freien. Doch damit ist der Aussenraum des 

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«Ich fühle mich wohl hier, würde aber noch einmal bauen.»

Oben: Das Studio im Obergeschoss verfügt über ein Badezimmer, eine Orea-Küche und eine Terrasse.

Ruth van Teeffelen, Bauherrin

Oben: Der kleine Hafen und die Weite des Sees lassen Ferienstimmung aufkommen. Links oben: Das in dunklen Tönen gehaltene Schlaf­zimmer strahlt Eleganz aus. Links unten: In ihrem hellen Büro im Erdgeschoss setzte die Bauherrin bunte Akzente.

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Hauses noch nicht ausgeschöpft: Eine Treppe führt weiter den Hang hinunter in einen liebevoll gestalteten Gartenbereich. Unter dem auskragenden Teil des Erdgeschosses verbirgt sich eine gemütliche Lounge mit Seesicht. Vor der Mittagssonne geschützt, können sich die Bewohner dort entspannen – in guter Gesellschaft, denn unmittelbar davor liegt eine grosse Weidefläche, auf der Ruth van Teeffelen eine kleine Ziegenherde hält. In der Nähe des Hauses haben die sieben Vierbeiner Kletter- und Unterschlupfmöglichkeiten, wo sie gerne ihre Zeit verbringen und von wo sie ihre Besitzerin mit einem freundlichen Meckern begrüssen. «Am liebsten halte ich mich draussen auf», verrät Ruth van Teeffelen. Wenn es gerade nichts zu tun gibt im Garten oder bei den Ziegen, sitzt sie gerne in der versteckten Lounge und geniesst die Aussicht. «Ich fühle mich sehr wohl in diesem Haus», sagt sie. «Aber sollte es sich einmal anbieten, würde ich wieder bauen – ich habe bereits neue Ideen!»   

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

Rechts: Unter dem Haus hält die Bauherrin Ziegen. Die Tiere lassen sich vom Garten oder aus dem Wohnzimmer beobachten. Unten: Unter dem auskragenden Erdgeschoss liegt eine gemütliche Garten-Lounge mit Grill.

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Freitag Architektur GmbH, Brunnen | www.friday.ch

[ KONSTRUKTION ] Massivbau | Flachdach | Satteldach bei Garage | Fassade: verputzt

[ RAUMANGEBOT ] Nettogeschossfläche: 263 m², inkl. Studio | Anzahl Zimmer: 3,5 plus Studio 1,5

[ AUSBAU ] Boden: Eichenparkett, Platten in den Nassräumen | Holz-Metall-Fenster

[ TECHNIK ] Erdsonde | Sole-Wasser-Wärmepumpe | Solaranlage | Komfortlüftung | Minergie-zertifiziert



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EIN FALL FÜR ARCHITEKTUR In einem Weiler im österreichischen Vorarlberg hat sich eine Familie den Wunsch nach einem Ferienhaus in den Bergen erfüllt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   GUSTAV WILLEIT, GUWORLD

[ WAS ] Privates Ferienhaus in Stücherwald

[ WER ] Bernardo Bader Architekten, Dornbirn

[ GRUNDSTÜCK ] In Laterns, einer Gemeinde in Vorarlberg, steht das Ferienhaus in dem 1000 m ü. M gelegenen Weiler Stücher­ wald. Die Parzelle ist 1000 m² gross und bildet die Restfläche eines Grund­ stücks an einer Strassenkehre.

[ HERAUSFORDERUNG ] Die sehr steil geneigte Südhanglage stellte eine grosse Herausforderung dar. Es erstaunt deshalb nicht, dass diese Parzelle lange als unbebaubar galt.

[ LÖSUNG ] Das Haus wurde weit an die obere Par­ zellengrenze gesetzt und verfügt über ein langes und kompaktes Gebäude­ volumen, sodass die Bebauung des Grundstücks auf ein Minimum begrenzt werden konnte und die Bewohner von einem wunderbaren Ausblick profitieren.

[ BESONDERHEIT ]

Der Holzbau orientiert sich an der regionalen, bäuerlichen Kultur. So ist das Haus mit Satteldach sowohl aussen wie innen mit sägerohen Lär­ chenbrettern verkleidet. Der lange Bau­ körper mit strengen Linien zeugt aber von modernster Architektur. Trotz einfa­ cher Kubatur wurde auf raffinierte Art und Weise eine räumliche Verschrän­ kung hergestellt. Diese kommt besonders im Wohn- und Essbereich zur Geltung, da der Raum an manchen Stellen bis zum Dach reicht und dadurch eine angenehme Kommunikation der beiden Geschosse ermöglicht.

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QUERSCHNITT


Oben: Eine schmale Treppe f체hrt ins Obergeschoss zu den Privat-R채umen. Links: Die klare Struktur setzt sich auch im Hausinnern fort.

Die Verglasung auf drei Seiten l채sst die Sonne von morgens bis abends herein. Links unten: Von strengen Linien gezeichnet und von dieser Seite her verschlossen, wirkt das Haus unspektakul채r.



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RÜCKSICHTSVOLLE ARCHITEKTUR Auf diesem Grundstück in Möhlin sollte ursprünglich das Haus aus den 80er-Jahren seine Erweiterung finden. Doch mit der neuen Generation der Familie Müller entwickelte sich der Wunsch weiter zu einem eigenständigen Familienhaus, das vorerst vermietet wird. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   TANYA HASLER



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Oben: Die Glasscheibe oberhalb der Spüle schafft Transparenz im Haus. Links: Trotz grosser Verglasung wird den Bewohnern eine geschützte Privatsphäre geboten. Unten: Die weissen Wände vermitteln zwischen den Materialien.

D

as vorvergraute Lärchenholz, das den polygonal geformten Baukörper in effektvoller Stülpschalung verkleidet, ist eine Reminiszenz an den alten Baum, der auf diesem Grundstück seine Wurzeln schlug. Das Holz soll auch einen Kontrast zur Massivbauweise des Elternhauses bilden. «Die Idee ist, dass der Neubau durch die Materialisierung und Dachausformung seine Eigenständigkeit zum Ausdruck bringt und sich gleichzeitig dem bestehenden Haus hierarchisch unterordnet, indem es auf dem Grundstück leicht nach hinten rückt», erklärt Architekt Jan Skuratowski.

verschlossen. Entlang der Hauswand führt ein schmaler Gang oder die «Pufferzone» zu einer breiten Holztreppe, die auch Sitzgelegenheit ist, weiter zum Garten. In diese Richtung öffnet sich das Haus mit grossflächiger Verglasung, die einen Ausblick auf die Naturlandschaft ermöglicht. Auch die Bewohnerin des Hauses bestätigt, dass sie sich im Haus und im Garten vor Blicken geschützt fühlt: «Unser Lieblingsplatz ist die Küche mit dem offenen Essbereich. Von hier aus haben wir eine wunderschöne Aussicht. Das Tolle daran ist, dass uns trotz grosser Fenster die Nachbarn nicht sehen können.»

OFFEN UND VERSCHLOSSEN

Wer das Haus betritt, wird nicht nur von den eleganten Maine-Coon-Katzen der Bewohner begrüsst, sondern auch von der warmen Atmosphäre willkommen geheissen, die der helle Bodenbelag aus Esche und die Decke aus Tannenholz ausstrahlt. «Die Holz­ decke in Erdgeschoss und Obergeschoss sowie die Sichtbetondecke im Untergeschoss unterstreichen die duale Materialität der Konstruktion», erklärt der Architekt. Rechts

Mit der Böschung und dem minimalen Abstand zu den Nachbarhäusern ist dieses Grundstück durchaus speziell. Die Herausforderung bestand darin, trotz dieser Nähe eine angenehme Privatsphäre zu schaffen. Das ist dem Architekten gelungen. So zeigt sich das Haus zu den unmittelbaren Nachbarn auf der nordwestlichen Seite komplett 42

von der Garderobe blickt man durch eine Glasscheibe in die Küche zum Essbereich und durch die Glasschiebetür weiter zum Garten. Wer diese Schiebetür von innen öffnet, darf sich auf den Betonsteg davorsetzen, die Füsse baumeln lassen und die Natur geniessen. «Dieses Spiel aus offen und verschlossen, ­geschützter Privatsphäre und Transparenz nach aussen wird mit diesem Fenster im Eingangsbereich auch im Haus­i nneren zum Ausdruck gebracht», führt Skuratowski aus. Die verwinkelten Räume unterstützen den Effekt. Nicht nur dieses Garde­robenfenster, auch die Absturzsicherung beim Treppenhaus sorgt mit dem neun Meter hoch gespannten Drahtnetz für Offenheit und Leichtigkeit. Dieses Element findet beim Geländer auf den Terrassen seine Fortsetzung. Zwei Zimmer, die als Schlafraum und Büro genutzt werden, ergänzen das Erdgeschoss. Im Untergeschoss wurde, nach Wunsch des Bauherrn, eine finnische Sauna mit Platz für eine Ruhezone untergebracht. Direkt daneben steht das ­Badezimmer mit Dusche zur Abkühlung bereit. Das Fernsehzimmer­ im Untergeschoss


«Das Zusammenspiel von Distanz und Nähe ist gelungen.» Jan Skuratowski, Architekt

Oben: Die finnische Sauna war ein Wunsch der Bauherrschaft. Der Vorraum soll als Ruhezone dienen. Nebenan befindet sich ein Badezimmer. Links: Die horizontalen LED-Leuchten im Treppenhaus defi ieren die Geschosse symbolisch. Ein Drahtseilnetz bildet die Absturzsicherung.

Rechts: Im Attikageschoss wurde eine gemütliche Lounge mit drehbarem Cheminée gestaltet. Öffnet man die Hebeschiebetüren, verschmilzt der Wohnraum mit der Terrasse. Unten: Auch die Maine-Coon-Katzen Olympus und Pallas fühlen sich hier wohl. Die Holzstoren im Hintergrund mit mediterranem Flair harmonieren mit dem hellen Parkett.



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Rechts: Der Grundriss folgt dem Hügelverlauf. Das Haus steht auf dem schmalen Betonsteg, auf den man sich gerne setzen darf.

ERDGESCHOSS

Links: Hier wird klar, wie klein der Abstand zum bestehenden Haus ist. Die Begrünung der Terrasse und der Pufferzone lässt bald eine Oase entstehen. Unten: Die Holztreppe ist auch Sitzgelegenheit. Hier kann man die Abendsonne bei einem Glas Wein geniessen.

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN kann als Gästezimmer genutzt werden. Die raumhohe Verglasung sorgt dafür, dass es nicht wie ein Kellerzimmer wirkt, sie lässt den Raum offen und dank der Böschung auch geschützt wirken. Im Obergeschoss sollte eine Kochlandschaft entstehen. Aufgrund baurechtlicher Vorschriften musste diese Idee einem kleineren Attikageschoss weichen. So wurde hier eine gemütliche Lounge mit grosser Terrasse und intensiver Begrünung gestaltet. Sobald das Gras hochgewachsen ist, wird es ausreichend Sichtschutz bieten, sodass sich die Bewohner in einer Oase fühlen. Die Begrünung stellt auch eine Erweiterung des Gartens auf einer anderen Ebene dar. Jan Skuratowski hat ein Haus gezeichnet, das mit der Umgebung verschmilzt und Rücksicht auf dessen Wurzeln nimmt. Er hat es geschafft, die Wünsche der Bauherrschaften gekonnt umzusetzen und die Anforderungen von noch unbekannten Mietern zu erahnen – eine Höchstleistung, die viel Geduld und Fingerspitzen­gefühl erfordert.   

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[ ARCHITEKTUR ] Jan Skuratowski Architektur www.js-architektur.ch

[ KONSTRUKTION ] Stahlbeton im UG, Holz-/Stahlkons­ truktion in EG und OG | Flachdach | Fassade: Stülpschalung aus Lärchenholz, vorvergraut

[ RAUMANGEBOT ] Wohnfläche: 130 m² | Netto­ geschossfläche: 182 m² Anzahl Zimmer: 5

[ AUSBAU ] Boden: Parkett aus Eschenholz, Feinsteinzeugplatten in Nassräumen | Wandbeläge: Verputz | Fenster: Holzfenster mit Wärmeschutzglas

[ TECHNIK ] Luft-Wasser-Wärmepumpe | Cheminée | Minergie-Standard


Das Original.

/hufhaus

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Atmosphäre

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Baufritz AG

GESUNDES DESIGN G

eplant für zwei Personen, trägt dieses Bio-Design-Haus am Bodensee das neueste und strengste Gesundheitssiegel in Deutschland – «Wohngesundes Bauprojekt plus». Das Haus in Langenargen fügt sich harmonisch in die umliegende Bebauung ein und zeigt dennoch eine ganz individuelle, moderne Architektur. Zur belebten Strasse hin präsentiert sich der zweieinhalbgeschossige Bau weitgehend verschlossen. Dank nahezu voll verglaster Südseite öffnet sich das Pilotprojekt von Baufritz mit grosser Seeblick-­ Terrasse zum Bodensee und schafft eine Verbindung zur Natur.

EDLE INNENEINRICHTUNG Vom offenen Koch-, Ess- und Wohnbereich im Erdgeschoss geht es hinauf in den ersten Stock, den privaten Bereich des Hauses. Edle Materialien, ausgesuchte Möbel und Transparenz prägen das Interieur. Das Schlafzimmer mit separater Ankleide führt an einem Raumteiler aus rohen Baumstämmen vorbei in die Wellness-Oase mit frei stehender Badewanne und Bio-Sauna von Baufritz. Wie im gesamten Haus geniesst man auch vom Wellness-Bad einen Ausblick auf den See und in die Appenzeller Berge. Und das ist noch nicht alles: Wer diesem Panorama nach dem Saunagang noch 46

näher kommen möchte, gelangt über eine Aussentreppe direkt hinunter in de Garten und ein paar Schritte weiter zum Privatsteg mit eigenem Privatstrand. Das Dachgeschoss ist als Atelier aus­ gebaut. Hier kommt eine Innovation besonders gut zur Geltung: eine raumhohe und rahmenlose Tür. Zwei Schlafkojen hinter einer Schiebewand schaffen einen Erlebnis-Übernachtungsraum – nicht nur für Kinder.

HIGHTECH MIT STIL Das Haus am See wurde barrierearm konzipiert und ist für altersgerechtes Wohnen vorbereitet, sodass bei Bedarf zum Beispiel ein Lift nachgerüstet werden kann. Das effiziente Haus betreibt seine Wärmepumpe mit selber produziertem Solarstrom, der auch Licht und Hausgeräte speist und sogar das Elektroauto aufladen kann. Die Holzfassade im ersten Stock wurde mit der neu entwickelten «Versteinerungslasur» behandelt, einem schadstofffreien minera­ lischen Holzschutz, der die Optik dauerhaft erhält. Das Pilotprojekt mit vorausschauendem, rundum stimmigem Haus­konzept mit wohngesundem Raumklima und intelligenter Haustechnik kann nach Voranmeldung besichtigt werden.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holztafelbau mit Grosselementen | Satteldach | Fassade: Holzverschalung «Credo» mit innovativer Versteinerungslasur in Grau; Mineralglattputz in Weiss RAUMANGEBOT: Wohnfläche 172,84 m² | 4,5 Zimmer AUSBAU: Boden: Parkett, Naturstein | ­rahmenlose Holz-Innentüren | Velux-Special-GGLK-Schwingfenster TECHNIK: Elektrosmog-Schutzhülle | abgeschirmte Leitungen | dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung | Sole-Wasser-Wärmepumpe | Flächenheizung | Stromtankstelle | Photovoltaikanlage

BAUFRITZ AG Dorfstrasse 14, 3661 Uetendorf | Tel. 033 345 97 00 info@baufritz.ch | www.baufritz.ch



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Davinci Haus

FAMILIENVILLA MIT INNEN-POOL D

ie junge Familie Friedrichsen hatte ein 1100 m² grosses Grundstück zur Verfügung, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Dazu hat sich das Paar eingehend mit dem Thema Bauen auseinandergesetzt und diverse Musterhäuser besichtigt, wobei sie jene von Davinci Haus vollkommen überzeugten. Das Ehepaar mit einer kleinen Tochter wünschte sich ein gut dimensioniertes, lichtdurchflutetes Haus mit einem überdachten Schwimmbad. Diese Anforderungen setzten die Architekten von Davinci Haus genau wie gewünscht um.

VIELSEITIGES WOHNERLEBNIS Entstanden ist ein luxuriöses Anwesen, bestehend aus zwei Pultdachkörpern mit Flachdachanbindung, das grosszügig verglast und nach Süden ausgerichtet ist. Wer das Haus betritt, ob durch die Eingangstür oder die Doppelgarage, gelangt über das grosse Entrée in den ebenfalls geräumigen Wohnbereich mit offener Küche. Dieser Gemeinschaftsraum wird mit dem Garten, den man durch die grossen Glasschiebetüren erreicht, erweitert. Die Feinsteinzeugplatten bilden dabei einen fliessenden Übergang von innen nach aussen. Unmittelbar neben dem Wohnzimmer blickt man durch eine Glasscheibe zum überdachten Swimmingpool mit

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Zugang zum Aussenbereich. Nebst Badespass für die ganze Familie wird das Wellness-Angebot mit einer Sauna perfekt abgerundet. Ebenfalls im Erdgeschoss wünschte sich der Hausherr ein helles Bürozimmer. Neben dem Büro führt eine Treppe zu den Privaträumen im Obergeschoss. Das Elternschlafzimmer mit einer begeh­ baren Ankleide und einem direkt angeschlossenen, weitläufigen Designer-Bad ist ein äusserst angenehmer Rückzugsort für das Paar. Die Tochter hat ihr eigenes Reich im gemütlich eingerichteten Kinderzimmer mit einem eigenem Dusch-Bad sowie separater Ankleide. Das Gästezimmer auf diesem Stockwerk könnte später für ein weiteres Kind reserviert werden.

MODERNSTE TECHNOLOGIE Das Haus befindet sich technisch auf dem neusten Stand. Alle elektronischen Bauteile – Sonnenschutz, Jalousien, Alarm- und Klimaanlage oder die Beleuchtung – werden zentral über ein HightechBus-System gesteuert. Hochwertige Baumaterialien erfüllen nicht nur die hohen Qualitätsansprüche, sondern bieten der Familie auch viel Wohnkomfort, sowohl im Haus als auch im Garten. Das Ehepaar Friedrichsen und die kleine Tochter fühlen sich sichtlich wohl in ihrem neuen Zuhause.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

DACHGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holzfachwerkkonstruktion | Pultdach, Garage mit Flachdach | Fassade: Putz  RAUMANGEBOT: Nettogeschossfläche 323,65 m² | 5 Zimmer AUSBAU: Boden: Feinsteinzeugplatten, Teppichboden, Laminat | Wände: Vliesfasertapete, Feinsteinzeugplatten in Nassräumen | Fenster: 3-fach-Wärmeschutzglas | Türen: Holz und Glas 

TECHNIK: Fussbodenheizung | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Gastherme im UG mit Photovoltaik | Cheminée | Klimaanlage DAVINCI HAUS GMBH & CO KG Talstrasse 1, 57580 D-Elben | Tel. +49 2747 8009-0 hallo@davinci-haus.de | www.davinci-haus.de



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Atmoshaus AG

ATTRAKTIVES EIGENHEIM MIT POOL Ein Grundstück mit Steillage stellt für den Hausbau immer eine grosse Herausforderung dar. Gleichzeitig eröffnet diese verzwickte Ausgangssituation attraktive Gestaltungsmöglichkeiten sowie eine dynamische Gliederung der Räume. Die Architekten von Atmoshaus AG haben in diesem Hanggrundstück grosses Potenzial gesehen und ein Anwesen geschaffen, in dem sich die ganze Familie wohlfühlt. Mit der Pool-Landschaft in der grosszügigen Gartenanlage erfüllte sich für die Familie sogar ein lang gehegter Wunsch.

Pool. Man kann sich gut vorstellen, dass hier auch zu Hause Feriengefühle aufkommen, wenn die Familie im Sommer am Pool sitzt oder mit Gästen eine Gartenparty feiert. Mit der Fensterfront über der Küchenzeile ist auch die dritte Wand im Wohnbereich verglast, sodass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht ins Haus strömt. Der Raum neben der Küche wird als Arbeits- oder Gästezimmer genutzt.

GROSSZÜGIG UND LICHTDURCHFLUTET

Die Privaträume befinden sich einen Stock tiefer: Drei helle Zimmer, zwei davon mit direktem Zugang zum Garten. Das grösste Zimmer ist auf zwei Seiten fast raumhoch verglast. Das zweite Zimmer verfügt über eine eigene Ankleide und hat direkten Zutritt zum grossen Badezimmer. Dieses ist auch vom Vorraum aus erschlossen und mit Doppellavabo, Duschkabine, WC und Badewanne eingerichtet. Ein separates WC steht auf diesem Geschoss ebenso zur Verfügung. Neben dem dritten Zimmer führt eine Tür in einen 20 m² grossen Raum, der als Keller genutzt werden kann. Daneben befindet sich die Waschküche, in der auch die Haustechnik untergebracht ist. Das Haus bietet also ein grosszügiges, gut durchdachtes Raumprogramm mit höchstem Komfort.   

Das Gebäude wird auf der Hangseite im Obergeschoss erschlossen, so gelangen die Bewohner entweder durch den Haupteingang beim Vorplatz oder direkt durch die grosse Doppelgarage in den Wohnbereich. Wer das Haus betritt, blickt von der Galerie auf die ein Halbgeschoss tiefer liegende Wohnlandschaft mit offener Küche. Von oben bringen lange Fensterbänder Licht in den Eingangsbereich. Grosse Schiebefenster schaffen im Wohnraum transparente Übergänge zur Terrasse. Auch die rechte Wand bei der gemütlichen Sofa-Landschaft ist grosszügig verglast. Das bringt viel Licht ins Haus und gibt den Blick frei auf den Garten mit 50

DURCHDACHTES RAUMPROGRAMM


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Massivbau | Flachdach | Wände: Beton, Backstein mit Wärmedämmung | Fassade: Aussenpuzt  RAUMANGEBOT: 5,5 Zim­mer | Nettogeschossfläche 144,6 m² AUSBAU: Wände: Abrieb, Platten in Küche und Bad | Boden: Platten in Nassräumen, Parkett in Küche und im Wohnzimmer, Laminat in den Schlafzimmern | Decken: Abrieb, Schichtex | Metallzargentür und Kunststofffenster TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Cheminée

ATMOSHAUS AG

Eichweid 1, 6206 Neuenkirch | Tel. 041 545 80 00 info@atmoshaus.ch | www.atmoshaus.ch



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Swisshaus AG

MODERNES ANWESEN MIT SEEBLICK D

as Bauland am Hallwilersee hat die Bauherrschaft zufällig im Internet gefunden. «Mit unverbautem Seeblick und der Nähe zum Waldrand hat das Grundstück eine absolute Traumlage», schwärmen Nicole und Felix Zimmermann. Das Paar wusste von Anfang an, was es wollte, und hat mit Swisshaus den geeigneten Partner gefunden. «Auf der Basis einer Grundidee haben wir unsere Vorstellungen zu Papier gebracht und die Grundrisse selbst gezeichnet», berichtet der Hausherr stolz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf dem ländlichen Grundstück ist ein modernes Anwesen mit viel Platz und hellen Räumen entstanden. Und im grossen Garten haben die Kinder einen Ort zum Spielen und Toben.

PURISTISCHE ARCHITEKTUR Mit 6,5 Zimmern und einer Wohnfläche von 430 m² ist das Objekt mit Flachdach ungewöhnlich grosszügig. Allein der offene Wohnund Essbereich hat 79 m² und findet noch eine Erweiterung durch die Terrasse. Die Architektur ist geradlinig und reduziert. Das Konzept «viereckig» haben die Hausbesitzer konsequent angewandt: Es findet sich in den Küchen- und Badezimmer-Armaturen und in der Inneneinrichtung wieder. Eine Besonderheit sind die vielen viereckigen Decken-Spots. Die Badewanne mit Panorama-

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Blick ist ein weiteres Highlight. Eine moderne und helle Küche war Felix und Nicole Zimmermann wichtig, denn beide kochen leidenschaftlich gerne. Die Wahl fiel dabei auf den Küchenbauer Hans Eisenring. Grifflos und in elegantem Weiss präsentiert sich die Kochlandschaft mit Insel. Sie bietet viel Platz für Kreativität beim Kochen, aber auch viel Stauraum. Der Parkettboden aus geräuchter und gebürsteter Eiche verleiht dem Haus im Kontrast dazu eine warme Atmosphäre und strahlt Geborgenheit aus.

HIGHTECH DURCH UND DURCH Komfort und Ausbaustandard sind durchwegs hoch und werden ergänzt durch technische Systeme: Ein Bus-System für Multimedia, ein Multiroom-System für Musik, Hausautomation sowie ein integrierter Zentralstaubsauger und eine Entkalkungsanlage machen dieses Traumhaus zu einem modernen Hightech-Objekt. Auch die Energieversorgung haben die Zimmermanns nach eigenen Ideen umgesetzt. Die Photovoltaikanlage produziert rund die doppelte Menge an Strom, die verbraucht wird. Zusätzlich sind eine Solar­anlage für Warmwasser und eine Regenwassernutzungsanlage vorhanden. Damit ist das Haus im Verbrauch nicht nur günstig, sondern auch äusserst umweltfreundlich.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Massivbau | Flachdach | Wände: Beton, Kalksandstein und Backstein  RAUMANGEBOT: Nettogeschossfläche 430 m² | 6,5 Zimmer AUSBAU: Böden: Parkett, Platten in Nassräumen | Wände: Verputz, Platten in Nassräumen | Kunststoff-Aluminium-Fenster, dreifach verglast

TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Minergiestandard, Solartechnik, Regenwassernutzung, Bus-System, Zentralstaubsauger, Sicherheitssystem

SWISSHAUS AG 9004 St. Gallen, 5600 Lenzburg, 3172 Niederwangen, 6280 Hochdorf, 1442 Montagny-près-Yverdon, A-6840 Götzis| Tel. 0800 800 897 info@swisshaus.ch | www.swisshaus.ch



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WeberHaus

STILVOLL UND BARRIEREFREI D

as Bauherrenpaar Jens und Marita Ohmer hat vor gut dreissig Jah­ren ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung gebaut. ­ Als die beiden Kinder erwachsen wurden und aus dem Elternhaus auszogen, spielte das Ehepaar mit dem Gedanken, das Haus umzubauen oder gar ein neues Haus für sich zu realisieren. Kurz vor der Pensionierung war die Entscheidung klar: «Wir hatten das grosse Glück, ein wunderschönes Grundstück zu finden, das in einem sehr ruhigen Umfeld und ganz in der Nähe unserer Kinder und Enkelkinder liegt», erinnert sich die Bauherrschaft. Das Paar hatte ganz genaue Vorstellungen davon, wie das neue Zuhause aussehen soll und welche Ansprüche es erfüllen muss. «Die Themen Kostensicherheit und Energieeffizienz waren uns ebenso wichtig wie die planerischen Voraussetzungen für das Wohnen im Alter», erzählt Jens Ohmer. Mit WeberHaus haben die Ohmers einen Partner gefunden, der genau auf ihre Bedürfnisse einging und die Wünsche ihren Vorstellungen entsprechend umsetzte.

OFFEN, HELL, EINLADEND Entstanden ist ein moderner Holztafelbau mit grosszügiger Verglasung, die viel Licht ins Haus fliessen lässt und einen schönen Aus54

blick auf den Garten und die umliegende Natur erlaubt. Im Erdgeschoss bildet der offene Wohnraum mit Sofa-Landschaft, LeseEcke, Essbereich und Küche den Mittelpunkt des Geschehens. Das Interior aus Eichenholz stellt einen warmen Kontrast zum Plattenboden her. Das Öffnen der Glasschiebetüren gewährt den Bewohnern einen barrierefreien Zugang zur Terrasse. Da das Haus über keinen Keller verfügt, wurde das Erdgeschoss neben dem Gästezimmer auch mit einem Vorrats- und Abstellraum ergänzt.

DEN BEDÜRFNISSEN ANGEPASST Die Privaträume befinden sich im Obergeschoss. Hier hat sich das Paar ein Schlafzimmer mit Ankleide und eigenem Badezimmer eingerichtet. Dabei war es der Bauherrschaft wichtig, dass die Sanitärobjekte so angeordnet sind, dass die Nutzung im Bedarfsfall auch mit einem Rollstuhl möglich ist, ohne Umbauarbeiten vornehmen zu müssen. Zwei weitere Zimmer und ein Gäste-Bad runden das Raumangebot im Obergeschoss ab. Ein Highlight ist sicherlich die rund 35 m² grosse Loggia. Das Ehepaar fühlt sich wohl im neuen Haus. Nebst der gelungenen Raumaufteilung überzeugt sie auch der Komfort durch die Hausautomation.   


BAUEN MIT SYSTEM  INSPIRATION

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

TECHNISCHE ANGABEN KONSTRUKTION: Holztafelbau | Flachdach mit Kiesschüttung | Fassade: Putz RAUMANGEBOT: Nettowohnfläche 265 m² | 6 Zimmer AUSBAU: Boden: Platten im EG, Teppichboden im OG | Wände: gespachtelt und geschliffen, weiss | Fenster: Kunststofffenster mit 3-fach-Wärmeschutzglas TECHNIK: Fussbodenheizung | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Wärmerückgewinnung | Gebäudeautomation | Photovoltaik und Solar

WEBERHAUS GMBH & CO. KG Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx | Tel. +49 7853 83-0 info@weberhaus.de | www.weberhaus.de



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REALISATION  BAUEN FÜR FAMILIEN

CHARMANTES HAUS FÜR DIE FAMILIE In Berlin-Zehlendorf hat Familie Möller-Giaretti die ideale Parzelle für ihr neues Zuhause gefunden. Die junge Familie geniesst das Privileg, an einem ruhigen Ort mit viel Natur und dennoch nahe bei der Innenstadt zu wohnen. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   HUF HAUS GMBH UND CO. KG

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N

ur eine halbe Autostunde von der Berliner Innenstadt entfernt hat Familie Möller-Giaretti das geeignete Grundstück für ihr neues Zuhause gefunden. Und zwar am gleichen Ort, wo sie vorher gewohnt hat. «Wir wollten unbedingt ein Grundstück in einem gewach­senen Bestandsgebiet, und davon gibt es nicht viele. Deshalb haben wir uns damals schnell für dieses Grundstück entschieden», erinnert sich der Bauherr. Zehlendorf bildet die perfekte Mischung aus Stadtleben und Wohnen in der Natur für die junge Familie. Die Nähe zur Stadt aber auch zu den vielen Erholungsgebieten an verschiedenen Seen schätzt das Paar sehr.

LEICHTIGKEIT UND AUS EINEM GUSS Lichtdurchflutet und offen gestaltet sollte das Haus sein. Ein Garten, in dem die Kinder Platz zum Spielen haben, war ebenfalls wichtig für das Bauherrenpaar. Der Architektur-Stil von Huf Haus mit viel Glas und fliessenden Übergängen der Räume hat Viviana und Jan Möller-Giaretti sofort angesprochen. Ebenfalls ausgezeichnet wird dieser Stil durch seine luftige und leichte Erscheinungsweise. Der Bodenbelag ist auf allen Etagen gleich gehalten, was Ruhe und Wärme ausstrahlt. Den Bauherren war auch wichtig, dass über den Einbauschränken jeweils Stauraum zur Verfügung steht. Beim Bau des Hauses wurden einige Parameter durch das Grundstück selbst vorgegeben. Die Raumanordnung arbeitete das Paar gemeinsam mit Architekt Dirk Müller-Jahnke aus. Der Fokus wurde dabei auf die zentrale Lichtachse des Hauses gelegt, die sich von der Haustür in Richtung Garten zieht. Der gewünschte offene Wohn- und Essbereich erhielt durch das Cheminée eine elegante Zweiteilung, sodass neben der Verbundenheit der Räume auch Rückzugsmöglichkeiten entstehen, ohne sich eingeengt zu fühlen. Gleichzeitig haben die Bewohner auch die Möglichkeit, das Cheminée-Feuer von beiden Seiten aus zu bewundern. Besonders angetan ist die Bauherrschaft von der raffinierten Lösung eines Raumteilers im Wohnbereich: Auf zwei Holzpfosten steht eine Wand, die an einer Seite mit einem Fernseher bestückt ist. Dieser kann bei Bedarf hinter einem Bild verschwinden. Auf der anderen Seite der Wand wird literarische Unterhaltung geboten. Die grosse Kochlandschaft mit Insel besticht durch schlichte Eleganz mit markanten Arbeitsflächen aus Beton.

Familie MöllerGiaretti hat sich schnell im neuen Haus eingelebt. Die beiden Jungen lieben es, im Garten Fussball zu spielen oder im Heimkino Filme zu schauen. Die Architektur ist von klaren Linien gezeichnet. Dank der grosszügigen Verglasung strahlt das Huf Haus wie gewünscht Leichtigkeit und Offenheit aus.



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REALISATION  BAUEN FÜR FAMILIEN

«Wir haben darauf geachtet, dass die Räume leicht und luftig wirken.» Jan Möller-Giaretti, Bauherr

Oben: Viel Tageslicht in den Schlafräumen war der Bauherrschaft ein Anliegen. Bei Huf Haus ist das ohnehin Teil des Konzepts. Links: Die Raumanordnung im Zimmer von Max ist raffiniert: Durch das Hochbett entsteht Platz für eine Garderobe, ein Bücherregal und eine freie Spielfläche. Unten: Hinter dem Bild an der Wand verbirgt sich elegant getarnt ein TV-Gerät.

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ERDGESCHOSS

DACHGESCHOSS

Die Küche wurde von der Schreinerei Flömö in Sachsen geplant und mit Geräten von Siemens ausgestattet. Durch die grifflosen Beschläge und die elegante Armatur von Villeroy & Boch wird das Gesamtbild gekonnt abgerundet. Während die Deckenspots für wohn­l iches Ambiente sorgen, lässt sich die Stimmung durch Decken­l autsprecher der Marke Revox musikalisch untermalen. Hierzu wurde das Haus in acht miteinander kombinierbare Musikzonen eingeteilt, die allesamt aus unter Putz verkabelten Lautsprechern bestehen. Der Hang zu hochstehendem musikalischem Equipment rührt vom Beruf des Bauherrn her, der Geschäftsleiter einer Filmproduktionsfirma ist.

PERFEKT AUF DIE BEDÜRFNISSE ABGESTIMMT Das Haus mit grossen Fenstern lässt einerseits viel Tageslicht herein, andererseits erlauben die Glasschiebetüren, die sich auf eine Breite von fünf Metern öffnen lassen, eine direkte Verbindung des Wohnraums mit dem Garten. Da die Bauherrschaft eine Vorliebe für Grün statt bunt hat, wurde der Garten schlicht gehalten und mit viel Bambus und Gräsern bepflanzt. Ein grossflächiger Rasen dient auch als Fussballplatz für die beiden Buben Max (6) und Leo (4). Die Gestaltung des Obergeschosses wurde stark von den Bedürfnissen der Familie vorgegeben. So waren zwei Kinderzimmer, ein Eltern­schlafzimmer und ein Badezimmer unerlässlich. «Insgesamt haben wir darauf geachtet, dass die Räume hell sind, aber das ist bei einem Huf Haus ohnehin kein Problem», erwähnt der Bauherr. Mehr Gestaltungsfreiraum bot sich im Untergeschoss. Das Gästezimmer wurde mit einem Heimkino kombiniert, sodass der Raum auch genutzt werden kann, wenn keine Gäste zu Besuch sind. Darüber hinaus befinden sich die Technik und eine Abstellkammer im Keller. Im Flurbereich soll bald ein Wein- und Getränkekühlschrank untergebracht werden. Das Paar hat bei der Planung weit vorausgedacht. So besteht die Möglichkeit, das Elternschlafzimmer mit Bad zu einem späteren Zeitpunkt im Untergeschoss anzusiedeln. Die Familie Möller-Giaretti hat bereits ihre Lieblingsplätze im Haus gefunden und geniesst den Garten besonders im Sommer beim Grillieren.   

In hellem Weiss erstrahlt die grifflose Küche. Ihre klare Struktur wird mit den Arbeitsflächen aus Beton unterstrichen, die wiederum eine Verbindung zu den Wandbalken herstellen.

TECHNISCHE ANGABEN [ ARCHITEKTUR ] Huf Haus GmbH u. Co. KG www.huf-haus.com

[ KONSTRUKTION ] Leimholz-Fachwerkkonstruktion | Satteldach | Fassade: verputzt

[RAUMANGEBOT ] Nettowohnfläche: 197 m² | 5 Zimmer

[ AUSBAU ] Böden: Schlossdielen aus Eiche, Platten in den Nassräumen | Wände: Verputz | Fenster: Dreifach-Isolierverglasung

[ TECHNIK ] Luft-Wasser-Wärmepumpe | Fussbodenheizung | Bedarfsgesteuerte Lüftungsanlage | Hausautomation KNX | Sicherheitssystem 

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REALISATION  BAUEN FÜR FAMILIEN

DIE PLANUNG DES FAMILIENHAUSES Die Planung eines Familienhauses will gut durchdacht sein. Neben den aktuellen Bedürfnissen müssen auch die zukünftigen Veränderungen bedacht werden. René Baumgartner, Architekt bei Kobelthaus, erläutert einige Knackpunkte, die beim Bau für Familien berücksichtigt werden müssen. INTERVIEW   DONIKA GJELOSHI

RENÉ BAUMGARTNER, Architekt. Kobelt AG, Kobelthaus 9437 Marbach, Baden-Dättwil, Biel www.kobelthaus.ch

Herr Baumgartner, wie gross sollte ein Einfamilienhaus mindestens sein? Ein durchschnittliches Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie sollte eine Wohnfläche von etwa 150 m² aufweisen. Welche Überlegungen muss man sich im Vorfeld machen, wenn man ein kinder­ gerechtes Eigenheim bauen möchte? Wenn Kleinkinder im Haus wohnen werden, sollte man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen berücksichtigen: Eine Absturzsicherung bei den Treppen sowie ein auf das Kind abgestimmter Treppen-Handlauf für einen sicheren Gang sind sinnvoll. Sicherheit ist auch bei den Fenstern geboten. Eine Absturzsicherung nach aussen kann ganz einfach mit einem Geländer gemacht werden. Bei Spezialverglasung wird oft Verbundssicherheitsglas verwendet, um den Sicherheitsansprüchen zu genügen. Die Familienplanung ist ein sehr emotionales Thema. Ratsam ist, wenn man sich bereits frühzeitig darüber Gedanken macht, damit man bereits bei der Hausplanung mögliche zukünftige Veränderungen berücksichtigen kann. Was sollte man bei der Materialwahl für kindergerechtes Bauen beachten? Die Materialien sollten robust und pflegeleicht sein. Beim Bodenbelag würde ich ein körperwarmes und elastisches Material empfehlen, da Kinder zum Spielen gerne auf dem Boden sitzen und diesen auch beanspruchen. Es muss daher nicht sofort in ein teures Parkett investiert werden. Man kann 60

immer noch zu einem späteren Zeitpunkt ein hochwertigeres Parkett oder einen edlen Steinboden verlegen, wenn man dies wünscht. Bei den Wänden würde ich ebenfalls ein pflegeleichtes Material empfehlen, beispielsweise Tapeten oder normalen Abrieb, der nicht zu feinkörnig sein sollte. Weissputz ist extrem heikel, daher würde ich zu einem 1,5-mm-Verputz raten, der eine gewisse Körnigkeit hat, trotzdem edel aussieht und auch verschmerzt, wenn das Kind die Wand vielleicht einmal schmutzig macht.

«Ein kindergerechtes Haus braucht robuste und pflegeleichte Materialien.» René Baumgartner

Lässt sich denn der Bodenbelag so schnell und einfach austauschen ? Es gibt viele Bauherren, die am Anfang pflegeleichtes Laminat verlegen, das preiswert ist. Auch Teppichböden, Linoleum oder Vinyl-Beläge sind derzeit sehr gefragt. Diese Bodenbeläge lassen sich nicht nur mühelos reinigen, sondern sind auch für die Kinder äusserst angenehm und können zu einem späteren Zeitpunkt einfach und kosten­ günstig ersetzt werden. Was muss beachtet werden, wenn ein Fami­ lienmitglied unter einer Allergie leidet ? Bei Staub- und Pollenallergien ist eine Komfortlüftungsanlage mit Pollenfilter sehr hilfreich. Insbesondere während der PollenZeit muss man dann nicht durch das offene

Fenster lüften. Ich selbst leide unter einer Pollenallergie und habe seit 14 Jahren eine Komfortlüftungsanlage, die ich sehr schätze. Es gibt auch die Möglichkeit, mit den Bodenbelägen zu jonglieren, wobei da die Meinungen geteilt sind. Früher war Teppich bei Stauballergikern verpönt. Heutzutage ist man der Meinung, dass der Teppich eigentlich den Feinstaub bindet. Wir von Kobelthaus empfehlen unseren Kunden, sich bei Fachspezialisten zu informieren, wenn sie unter einer Allergie leiden. Welche Vorteile hat ein System- oder Fertig­bau für Familien im Unterschied zu einem Architektenhaus? Kobelthaus macht eigentlich genau dasselbe wie jedes andere Architekturbüro. Das Gros der Häuser, die wir bauen, sind Massivbauten, die auf die Kundenwünsche wie auch auf die Parzelle massgeschneidert werden. Dank unserem hauseigenen Holzbau können wir aber auch Holzelement-Häuser anbieten. Der Kunde geniesst bei uns die Vorzüge eines Architektenhauses zu einem Fixpreis. Diese Kostensicherheit ist für die Bauherrschaft, aber auch für die Bank wichtig. Welchen Ratschlag können Sie Familien sonst noch mitgeben? Viele Kunden kommen erst während der Planungsphase so richtig ins Hausbau-­ Fieber, und die Wünsche sprudeln dann manchmal über das geplante Budget. Die Bauherrschaft sollte deshalb zuerst gemeinsam die Wünsche definieren – was braucht es, was ist «nice to have», und was will man nicht? Dazu darf man sich ruhig Zeit nehmen und Inspirationen bei Internet-Portalen oder Zeitschriften einholen. Mit dem gegebenen Grundstück, dem definierten Budget und den ausformulierten Ansprüchen kann kosten­ effizient geplant werden, und die Bauherrschaft bekommt am Schluss das Haus, das es sich wünscht.   


Mit dem Combi-Steam kocht man gerne. V-ZUG erleichtert Ihnen das Kochen mit einfachen und individuellen Lösungen. Der neue Combi-Steam MSLQ ist das weltweit erste Gerät, das konventionelle Beheizungsarten, Dampf und Mikrowelle in sich vereint. So macht schnelles und gesundes Kochen Freude: vzug.com

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REALISATION BAUEN FÜR FAMILIEN

INTERIOR DESIGN FÜR KINDER Wie richtet man das Zuhause stilvoll, aber kindergerecht ein? Iria Degen, renommierte Schweizer Innenarchitektin und Mutter von zwei Kindern, weiss, dass dieses Thema viele Eltern beschäftigt, und verrät Tipps und Tricks für die Inneneinrichtung im Familienhaus. TEXT˜˜˜ DONIKA GJELOSHI°F OTOS˜˜˜ IRIA DEGEN INTERIORS│THEROOMERS.COM

Iria Degen, viele Eltern wünschen sich ein schön eingerichtetes Haus, stellen ihre Bedürfnisse aber der Kinder wegen oft zurück. Wie kann man geschmackvoll, aber kindergerecht einrichten ? Das ist ein super Thema, um es vorwegzunehmen, denn es beschäftigt mich auch privat. Ich habe zwei Kinder, die in diesem Jahr fünf und zehn werden. Es ist spannend zu beobachten, wie viele Eltern alles auf die Kinder abstellen, bis sie sich selbst eingestehen müssen, dass es zu viel ist. Eine kindergerechte Einrichtung hat für mich nichts damit zu tun, dass wir die Möbel mit Plastik-Eckli ausstatten oder jede Steckdose zukleben. Ich fi nde, man sollte den

Kindern viel mehr die Gefahren bewusst machen, indem man mit ihnen durch die Wohnung geht und dabei auf die gefährlichen Stellen hinweist, sie mit der Hand über die scharfe Kante oder die Tischecke fahren lässt und ihnen sagt : Schau, da musst du aufpassen. Kinder sind ja clever und wollen sich auch nicht wehtun. Was muss bei der Materialwahl der Möbel beachtet werden ? Das Material sollte robust und pflegeleicht sein. Textilien mit einem hohen Wolle-Anteil lassen sich einfach reinigen. Ein Teppich aus reiner Wolle ist deshalb überhaupt kein Problem mit Kindern.

Foto : Nathan Beck

Als Innenarchitektin und zweifache Mutter weiss Iria Degen genau, was bei der Einrichtung wichtig ist, damit sich sowohl die Kinder als auch die Eltern wohl fühlen.

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Ein Sitzsack ist sowohl bei Kleinkindern als auch bei Jugendlichen beliebt, somit ist es ein perfektes Element, das verschiedene Entwicklungsphasen übersteht.

Bilderleisten sind dankbare Einrichtungselemente, denn so kann das Kind nach Lust und Laune mit den ausgestellten Gegenständen variieren.

Faux-uni-Stoffe, bei denen verschiedene Fadenfarben zu einem Garn verwoben sind, sind verzeihlicher für Flecken, Staub oder Fuseln als unifarbene Stoffe. Bei der Materialwahl für die kindergerechte Einrichtung gelten im Grunde die gleichen Kriterien wie bei einer Hotellobby oder einem Restaurant, das viel beansprucht wird. Man sollte jedoch nicht nur von Kindern ausgehen, Erwachsenen kann genauso ein Missgeschick passieren. Schliesslich würde ich auf hochwertige Materialien setzen, da sie länger bestehen bleiben. Das Schöne daran ist ja auch, dass die Materialien mit dem Haus altern und sich die Geschichte an ihnen abzeichnet.

Soll man sich also ein Designer-Sofa gönnen mit Kindern ? Ja, auf jeden Fall. Es wäre schade, wegen der Kinder auf Design und Qualität zu verzichten. Es ist doch prägend für die Kinder, in einem ästhetisch schönen Umfeld aufzuwachsen. Ausserdem kostet ein Sofa, das man nur für kurze Zeit haben will, auch Geld, und die Entsorgung muss man betreffend Nachhaltigkeit vertreten können. Was soll in den einzelnen Räumen speziell berücksichtigt werden ? Beim Eingang ist es wichtig, dass die Kinder ihre eigene, auf ihre Höhe abgestimmte Garderobe haben, wo sie ihre Schuhe, Jacken und

Platz zum Spielen kann man auch mit einem kleinen Teppich schaffen, der auch den Bodenbelag schont.

Es darf auch mal ein herziger Hocker für die LeseEcke sein, auch wenn er irgendwann zu klein sein wird.

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REALISATION  BAUEN FÜR FAMILIEN

Es ist wichtig, dass Kinder selbst aufräumen können, erklärt Iria Degen, deshalb sei Übersicht das A und O. Ein offenes Regal ist dafür ideal.

Kinder lieben Schlupforte, wo sie ihr eigenes Reich, z. B. ein Kissenlager oder ein Zelt, haben und gleichzeitig mitten im Geschehen sind.

Kindergartentaschen abstellen können. Wenn man den Kindern nicht die Infrastruktur gibt, damit sie selber Ordnung halten können, dann muss man sich nicht wundern, wenn sie die Jacken einfach auf den Boden werfen. Aber wenn die Kinder ihren eigenen Kleiderhaken und ihr eigenes Schuhfach haben, dann wissen sie genau, wo was hinmuss, und sie können sich selbstständig bedienen. Das ist für sie dann wie im Kindergarten, dort haben sie ja auch Ordnung. Und solche Elemente wie kleine Kleiderhaken sind später einfach zu versetzen oder zu entfernen, wenn die Kinder wachsen.

Der Hohlraum unter der Treppe bietet sich für eine Spielecke an. Mit niedlichen Leuchten schafft man Gemütlichkeit.

Was braucht es in den anderen Wohnräume n ? In der Küche ist es gut, wenn man einen Stufentritt hat, sodass die Kinder auf die Arbeitsfläche sehen können. Die Kinder wollen ja gerne beim Kochen zuschauen und helfen. Ein schöner Stufentritt, der sich farblich oder vom Material her in die Küche einfügt, muss nicht immer weggeräumt werden. Der Stufentritt sollte lieber nicht klappbar sein, da man sich damit die Finger einklemmen kann. Im Badezimmer gilt das Gleiche. Dort brauchen die Kinder auch einen Stufentritt, damit sie sich selbst die Hände waschen können. Man sagt ja gerne zu den Kindern : Geh bitte deine Hände waschen, hast du deine Hände schon gewaschen? Wichtig finde ich auch, dass die Kinder eine eigene Schublade in der Küche und im Bad haben, wo sie ihre Sachen, ihre Schüsseln, ihr Werkzeug oder auch ihre Malstifte und Malblöcke, aufbewahren dürfen. So können sie während des Kochens auch in der Küche sein und malen, und sobald das Essen serviert wird, ist alles schnell wieder weggeräumt. Wie sieht es im Wohnzimmer aus ? Im Wohnzimmer finde ich es gut, wenn man einen Salontisch mit zwei Ebenen hat. So kann das Kind dort spielen, und wenn spontan Besuch kommt, kann man die Spielsachen auf der unteren Ebene stehen lassen und auf der Tischplatte den Apéro oder Tee servieren. Kinder sollen nicht zum Spielen in ihre Zimmer verbannt werden, denn sie wollen mitten im Geschehen und bei den Leuten sein. Man will ja auch fördern, dass die Kinder spielen, kommunikativ sind und sich mit ihren Sachen problemlos im öffentlichen Raum aufhalten können.

Eine elegante Aufbewahrungslösung können Kisten oder Körbe sein. Ist der Inhalt zudem sichtbar, hat das Kind auch den Anreiz zum Spielen.

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Braucht es also kein separates Spielzimmer im Haus ? Ein Spielzimmer ist natürlich «nice to have », wenn man Platz im Haus hat. Es ist schön, wenn die Geschwister in einem Raum nebeneinander und miteinander spielen können und kreative Bastelarbeiten liegen bleiben dürfen. Ansonsten kann man ungenutzte Ecken wie den Hohlraum unter einer Treppe gemütlich einrichten. Kinder mögen solche Schlupforte, wo sie vielleicht auf einen Sitzsack liegen und ein Buch lesen können und trotzdem mitten im Geschehen sind. In einen breiten Korridor kann man ein Bücherregal mit Klemmleuchten stellen, wo die Kinder im untersten Regal ihre eigenen Bücher aufbewahren, sich auf einen Hocker setzen und lesen können. Es muss nicht bedeuten, dass das Haus dadurch unaufgeräumt aussieht. Solche Nischen sind später schnell wieder aufgehoben.


Kurz vor dem Einschlafen selbst das letzte Lichtlein auszuschalten, kann ein schönes Ritual für das Kind sein. Wie wäre es mit einer Wandleuchte in Wolken-Form?

Dank einer eigenen Garderobe können Kinder selbstständig Ordnung halten. Wandhaken eignen sich besonders gut, da die Höhe mit der Zeit angepasst werden kann.

Welche Tipps haben Sie für die Gestaltung des Kinderzimmers in den verschiedenen Entwicklungsphasen ? Es gibt einige Möbellinien, die sich darauf spezialisiert haben, dass das Mobiliar mitwachsen kann. Ein Baby-Bett, das später zu einem Kinder-Sofa umfunktioniert werden kann, oder ein höhenverstellbarer Tisch. Wenn man solche Möbel nicht hat, dann würde ich empfehlen, die grossen Elemente – das Bett, den Schrank, die grosse Kommode – farblich und vom Material her relativ neutral zu halten und mit den Accessoires, Wandfarben, Vorhängen oder der Bettwäsche zu variieren. Ein offenes Regal lebt sowieso vom Inhalt, von den aktuellen Spielsachen. Beim Kauf sollte man auf Preis und Qualität achten und wie lange bzw. welche Entwicklungsphasen des Kindes das Möbelstück überdauern kann.

«Bieten Sie Ihrem Kind die nötige Infrastruktur, damit es selbst Ordnung halten kann.» Iria Degen, Innenarchitektin

Was hat in einem Kinderzimmer Platz, abgesehen vom Bett, und worauf sollte man verzichten ? Sachen von den Erwachsenen sind im Kinderzimmer tabu. Es ist schade, wenn man den Kinderschrank noch mit Erwachsenenkleider belegt, weil der Platz anderweitig fehlt. Auch nicht so sinnvoll ist es, die grosse Fläche im Zimmer mit permanenten Objekten zu verstellen, zum Beispiel mit einer Modelleisenbahn, mit der das Kind nur punktuell spielt. Flexibilität ist ganz gross geschrieben im Kinderzimmer. Wählen Sie deshalb auch lieber Deckenleuchten statt Stehleuchten. Textilien, insbesondere Vorhänge, sind ganz wichtig, denn sie geben dem Raum Wärme, Geborgenheit und dämmen die Akustik. Welche Tipps können Sie sonst noch weitergeben ? Super finde ich Betten mit einer zusätzlich ausziehbaren Matratze. Solche Betten sind sehr wertvoll im Alltag, wenn man dem Kind beim Einschlafen helfen muss oder wenn es die Nähe der Mutter oder des Vaters braucht, weil es krank ist, oder später, wenn Freunde zum Übernachten bleiben. Der Raum unter dem Bett wird sowieso meist nicht sinnvoll genutzt. Praktisch ist auch eine Mini-Garderobe im Kinderzimmer für den Turnsack, das Pyjama oder den Morgenmantel. Eine persönliche Nachttischleuchte finde ich auch wertvoll – das letzte Lichtlein, welches das Kind selbst vor dem Einschlafen ausschaltet. Ebenso kann ich Wechselrahmen für Poster empfehlen. Mein Sohn hat alle zwei Monate einen anderen Lieblings-Fussballstar. Dank dem Wechselrahmen ist das Poster an einer prominenten Stelle, und die Wandfarbe wird nicht durch Klebeband beschädigt.   

Auch im Kinderzimmer ist eine Garderobe sinnvoll, denn es gibt vieles, was aufgehängt werden kann, wodurch das Zimmer sofort aufgeräumter wirkt.



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REALISATION  FINANZEN & RECHTLICHES

FAMILIEN-HYPOTHEKEN Hochzeit, Kinder – und nun soll der Kauf eines Eigenheims das Familienglück komplettieren. Viele Banken bieten sogenannte Familien-Hypotheken an, die dank Rabatten auf den ersten Blick sehr attraktiv wirken. Doch aufgepasst : Der schöne Schein kann trügen. TEXT   STEFAN HEITMANN

H

at man die persönliche Traum-Immo­ bilie gefunden, stellt sich die Frage nach einer möglichst günstigen Finanzierung. Viele Finanzinstitute locken mit auf den ersten Blick attraktiven Sonderkonditionen für Erstkäufer oder Familien. FamilienHypotheken sind gedacht für Käufer mit Kindern unter 18 Jahren, die im eigenen Haushalt leben. Je nach Anbieter gibt es einen Zinsabschlag pro Kind oder pauschal einen Abschlag zwischen 0,2 und 0,5 Prozentpunkten auf den regulären Richtzins. Für Rendite-Liegenschaften sowie Ferienwohnungen und -häuser gelten die Ange­ bote meist nicht.

AUFGEPASST BEI DER LAUFZEIT UND DEM HÖCHSTBETRAG ! Beachten Sie, dass die Zinsrabatte stark eingeschränkt sind und nur für eine gewisse Zeit und einen Maximalbetrag gelten. Häufig wird der Zinsabschlag nur auf einen Teil der Gesamthypothek, z. B. pauschal 200 000 Franken oder pro Kind 100 000 Franken, über drei bis fünf Jahre gewährt. Der verbleibende Hypothekarbetrag muss zu den regulären Konditionen aufgenommen werden. Aber nicht nur bei der Laufzeit und dem Hypothekarbetrag gibt es Einschränkungen. Auch produktseitig stehen bei vielen Anbietern nur Festhypotheken zur Auswahl. Ein Rabatt auf eine Libor- oder eine variable Hypothek ist hingegen eher die Ausnahme. Darüber hinaus sind Familien-Hypotheken in der Regel nicht mit anderen Rabatten wie Öko-Hypotheken oder Erstkundenrabatten kombinierbar.

SCHWIERIGKEITEN TROTZ ANGEBLICHER SONDERKONDITIONEN «Sparangebote für Familien» oder «Familienfreundlichkeit, die Ihr Budget schont» – mit solch wohl klingenden Werbesprüchen feilschen die Anbieter um die Gunst junger Familien. Wer den Werbesprüchen Glauben 66

«Leider steckt hinter den attraktiv klingenden Konditionen oft nicht mehr als geschicktes Marketing.» Stefan Heitmann

schenkt, müsste annehmen, dass die Finanzierung für Wohneigentum gerade für Familien ein Kinderspiel sei. In der Realität beobachten wir jedoch das Gegenteil: Gerade für junge Familien ist es oft schwer, überhaupt eine Finanzierung zu erhalten. Dabei scheitern die Kunden nicht am fehlenden Eigenkapital, sondern meist an der Tragbarkeitsberechnung, wonach für die laufenden Kosten einer Immobilie nicht mehr als ein Drittel des Brutto-Haushalteinkommens aufgewendet werden darf. Auch vermeintliche Sonderkonditionen helfen hier wenig, da anstelle der effektiven Zinsen ein kalkulatorischer Zinssatz von fünf Prozent für die Berechnung verwendet wird. Wer tatsächlich jungen Familien den Schritt ins Eigenheim erleichtern möchte, müsste die Tragbarkeitsrechnung an die individuelle Situation des Hypothekarnehmers anpassen und nicht alle Kunden über den gleichen Leisten schlagen. Neben dem Alter der Hypothekarnehmer sollte auch deren Budgetsicherheit und Amortisationsfähigkeit mit einbezogen werden.

WER VERHANDELT, BEKOMMT AUCH OHNE FAMILIEN-RABATT ZINSABSCHLÄGE Zinsabschläge auf die kommunizierten Schaufensterkonditionen sind im Hypothekarmarkt

nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wer verhandelt, wird schnell merken, dass praktisch immer Abschläge drinliegen. Die Höhe der Abschläge richtet sich unter anderem nach der Höhe der Hypothek, aber auch nach den Barmittel-Reserven und der Bereitschaft, Vermögen zur Hypothekarbank zu transferieren bzw. eine Versicherungspolice abzuschliessen. Abschläge zwischen 0,2 und 0,5 Prozentpunkten sind je nach Kunde und Attraktivität der Liegenschaft auch ohne Familien-Hypothek durchaus realistisch – und dies nicht nur auf einen Teil der Hypothek, sondern auf die gesamte Hypothekarsumme!

FAZIT Familienrabatte oder Sonderkonditionen für Erstkunden – Hypothekaranbieter sind einfallsreich, wenn es darum geht, mit Rabatten Kunden zu locken. Leider steckt hinter den attraktiv klingenden Konditionen oft nicht mehr als (mehr oder weniger) geschicktes Marketing. Denn Zinsabschläge sind im Hypothekarmarkt die Regel und nicht die Ausnahme. Auch ohne Familienoder Ökorabatte können Sie substanzielle Abschläge auf die Schaufensterkonditionen realisieren. Vorausgesetzt, Sie holen mehrere Offerten von unterschiedlichen Anbietertypen ein und vergleichen. Ziehen Sie in den Vergleich aber nicht nur Banken ein und beschränken Sie sich keinesfalls nur auf Familien-Hypotheken, sondern machen Sie den Fächer breit auf und verschaffen Sie sich am besten über einen unabhängigen Vermittler einen neutralen Überblick über den gesamten Markt.   

STEFAN HEITMANN, CEO und Gründer von MoneyPark, dem grössten Hypo­ theken-Vermittler der Schweiz. www.moneypark.ch


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«Laundry Space» von Scavolini umfasst Möbel für den Hauswirtschaftsraum, die mit der Bad-Einrichtung harmonieren.

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Trotz gestiegenen Ansprüchen an Design und Funktionalität im eigenen Zuhause wird dem Hauswirtschaftsraum oft eine stiefmütterliche Behandlung zuteil. Das muss nicht sein, denn auch bei der Wäschepflege dürfen Design und Stil zum Einsatz kommen. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   SCAVOLINI



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THEMA  HAUSHALTSGERÄTE

W

äschepflege ist im Laufe der Zeit glücklicherweise immer einfacher geworden. Heute nehmen uns intelligente, effiziente und leise Geräte den Grossteil der Arbeit ab. Ganz automatisieren lässt sich der Ablauf leider noch nicht: Je nach Haushaltgrösse werden schnell einige Stunden pro Woche mit Waschen, Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche verbracht. Wer sich diese Beschäftigung etwas angenehmer gestalten möchte, muss ihr nicht in einem kahlen Keller- oder Abstellraum nachgehen: Design hat heute auch im Hauswirtschaftsraum seinen Platz. Hersteller von Küchenund Bad-Möbeln bieten flexible Lösungen an, die nicht nur elegant, sondern auch ergonomisch sind. Dazu gehört auch das italienische Design-Unternehmen Scavolini.

«Anspruchsvolle Bauherrschaften gestalten auch die Waschküche stilvoll.» Roberto Gramaccioni, Export Director bei Scavolini

FUNKTIONALE MÖBEL «Die Verdichtung in den Städten bedingt, dass in den Wohnungen immer weniger Platz zur Verfügung steht», sagt Roberto Gramaccioni, Export Director bei Scavolini. «Das heisst oft, dass die Waschküche als separater Raum verschwindet und meistens im Bad integriert wird.» Als Lösung bietet Scavolini nun «Laundry Space» an: eine Erweiterung einiger bestehender Bad-Kollektionen mit Möbeln für die Wäschepflege. 70

Das in die Arbeitsfläche eingebaute Bügelbrett ist nur bei Gebrauch sichtbar.


Linke Seite: Ob in das Badezimmer integriert oder als separater Raum geplant: Mit der richtigen Einrichtung ist die Waschküche nicht nur funktional, sondern auch wohnlich. Unten: Wird die Waschmaschine gerade nicht gebraucht, verschwindet sie hinter den Türen. Eine Arbeitsoberfläche mit Lavabo erleichtert die Wäschepflege zusätzlich.

Aber auch wer den Platz für einen separaten Hauswirtschaftsraum hat, kommt mit einer durchdachten Gestaltung auf seine Kosten: «Anspruchsvolle Bauherrschaften, die auf jedes Detail ihrer Einrichtung Wert legen, können so auch die rein funktionalen Bereiche ihres Zuhause geschmackvoll einrichten», sagt der Experte.

FLEXIBEL UND VIELSEITIG

bei «Laundry Space» aus Kunststein – erleichtert die Reinigung. Je nach Platzverhältnissen können Waschmaschine und Tumbler unter der Arbeitsoberfläche platziert werden, alternativ passen sie als Waschturm in eine Hochschrankeinheit. Um den Rücken zu schonen, kann man die Geräte etwas erhöhen. Wer das Waschen in einem separaten Hauswirtschaftsraum untergebracht hat, sollte zudem an ein Lavabo denken.

Eine gute Waschküchen-Einrichtung sollte funktional und ergonomisch sein. «Laundry Space» setzt auf das «Verstecken» der unansehnlicheren Elemente. So wird das Bügelbrett in der Arbeitsfläche untergebracht, herausziehbare Wandeinheiten dienen dem Aufhängen der Wäsche, und die Waschmaschine und der Tumbler verschwinden bei Nichtgebrauch hinter Türen. Dabei sollten die Elemente so angeordnet sein, dass keine unnötigen Laufwege entstehen. Mobile Wäschekörbe sind stets zur Hand, wo auch immer sie benötigt werden. Eine grosszügige Arbeitsfläche auf bequemer Höhe bietet Platz zum Sortieren und Zusammenfalten der Wäsche. Eine pflegeleichte Oberfläche –

Die ästhetische Gestaltung der Wasch­ küche ist voll und ganz der Bauherrschaft und ihrem Geschmack überlassen. Scavolini bietet mit «Laundry Space» unterschiedliche Fronten und Griffe, die miteinander kombiniert werden können. Bei offenen oder halb offenen Bereichen oder bei der Integration ins Wohnbad ist es wichtig, dass die Möblierung des Hauswirtschaftsraums mit der restlichen Inneneinrichtung harmoniert. In einer komplett abgeschlossenen Wasch­ küche darf sie auch ausgefallener sein. «Vergessen Sie auch nicht die klassischen Elemente der Wohnlichkeit: viel Platz, gutes Licht und elegante Materialien», empfiehlt Roberto Gramaccioni.   

Info Nr. 115

Überlebt jeden Musikgeschmack. Ausserordentlich langlebig und einzigartig innovativ: Die NEUEN Schulthess-Spirit-Waschmaschinen und -Wäschetrockner setzen bedeutende Massstäbe beim Waschen und Trocknen: • 3D-Waschen • 3D-Powerclean, Bügelfinish, Quickwash, Pollenclean und viele weitere Spezialprogramme • Äusserst einfache Bedienung Entwickelt und produziert im Zürcher Oberland, erhältlich beim Fachhändler oder auf www.schulthess.ch. Mehr erleben: #WaescheleineDesLebens


THEMA  HAUSHALTSGERÄTE

FLEISSIGE HAUSHALTSHELFER Leise, effizient und schonend : Moderne Waschmaschinen und Trockner sind wahre Technikwunder, wie diese Übersicht über die neuesten Modelle zeigt. TEXT   ANNA ETTLIN

HIGHTECH AUS DER SCHWEIZ Die Geräte der «Adora»-Linie von V-Zug werden im Herzen der Schweiz entwickelt und produziert. Konzipiert für den Einsatz in Privathaushalten, überzeugen die Waschmaschinen und Tumbler der neuesten Generation mit vielen praktischen Funktionen. So lässt sich beispielsweise mit dem Startaufschub-Programm «OptiTime» die gewünschte Endzeit einstellen. Daraufhin nutzt das Programm die zur Verfügung stehende Zeit automatisch so, dass möglichst viel Energie und Wasser eingespart werden. Das Waschergebnis bleibt dabei natürlich gleich. www.vzug.ch

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[ 1 ]

[ 1 ] VERNETZTES WASCHEN Intelligente Technik hält in der Wäschepflege Einzug: Neue Connectivity-Funktionen vernetzen Haushaltsgeräte von Bauknecht, sodass sich diese über die «BLive»-App steuern lassen. Das bedeutet nicht nur mehr Nachhaltigkeit, Sicherheit und zeitliche Flexibilität, sondern motiviert Technik-affine Menschen auch zur Hausarbeit.

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www.bauknecht.ch

[ 2 ] WEG MIT DEN POLLEN Die Schulthess-Wäschetrockner «Spirit» lassen Allergiker aufatmen: Die Funktion «Pollenclean» entfernt Pflanzenpollen fast vollständig aus Textilien. Auch nicht waschbare Textilien werden in nur 20 Minuten so gründlich gereinigt, dass das Allergiezentrum Schweiz den Wäschetrockner empfiehlt. www.schulthess.ch

[ 3 ] NICHT NUR WASCHEN [ 3 ]

[ 4 ]

Wohl riechende Wäsche auch ohne Wasser – das geht mit der neuen «sensoFresh» von Siemens Hausgeräte. Neben vielseitigen Waschprogrammen verfügt die Maschine auch über ein wasserloses Programm, das Gerüche mit Aktivsauerstoff entfernt. www.siemens-home.bsh-group.com/ch

[ 4 ] INNOVATIVE WÄSCHEPFLEGE Die neue Generation von Waschmaschinen und Trocknern von Electrolux pflegt selbst empfindlichste Textilien optimal: Dank integrierter Wasserenthärtung und hoch entwickelten Programmen werden die Fasern und Farben in höchstem Masse geschont. www.electrolux.ch



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THEMA  HAUSHALTSGERÄTE

[ 1 ] INDIVIDUELL WASCHEN Neben einer Vielzahl Standard-Waschprogramme verfügen «Gorenje»-Waschmaschinen über vier verschiedene Modi, die beliebig mit den Programmen kombiniert werden können. Dazu gehört ein zeitoptimierter Modus, ein energie- und wassersparender Modus, ein Modus für den täglichen Gebrauch sowie ein Spezialmodus für Allergiker, der dank mehr Spülleistung die Wäsche noch besser von Allergenen befreit. So kann jeder Waschgang für optimale Waschergebnisse eingestellt werden. Die Geräte gibt es in Rot, Juicy Orange, Silber oder Schwarz. www.sibirgroup.ch

[ 1 ] [ 2 ]

[ 3 ]

[ 2 ] STETS IM DIENSTE DER HYGIENE Waschen mit niedrigen Temperaturen schont die Umwelt und das Portemonnaie, ist jedoch hygienisch nicht immer die beste Alternative. Die neue Waschmaschine der Serie 8 von Bosch sorgt mit Aktivsauerstoff dafür, dass die Wäsche auch bei niedrigen Waschtemperaturen zuverlässig und schonend von Bakterien und Keimen befreit wird. www.bosch-home.ch

[ 3 ] ALLES IN EINEM Zwei Geräte in einem: Der Waschtrockner «WT1» von Miele kann vier Kilogramm Wäsche in weniger als vier Stunden ohne manuelle Zwischenschritte waschen und trocknen. Nicht einmal das Waschmittel muss von Hand dosiert werden, denn das Gerät verfügt über die integrierte Dosierautomatik «TwinDos». www.miele.ch

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THEMA  PARKETT & LAMINAT

EIN BODEN, DER DEN RAUM BESTIMMT

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Als Bauleiterin und Architektin gestaltete die Bauherrschaft den Umbau dieses Einfamilienhauses gleich selbst, ihren eigenen Vorstellungen entsprechend. Der Boden ist hier Hauptdarsteller und verleiht dem Haus einen neuen Ausdruck. TEXT   DONIKA GJELOSHI FOTOS   FOTOSTUDIO OTTO KURMANN



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THEMA  PARKETT & LAMINAT

«Wir haben darauf geachtet, dass sich der Boden belag klar nach Haupt- und Nebennutzung der Räume unterscheidet.» Genny Stänz, Bauherrin und Bauleiterin

Die Treppe erhielt eine raumhohe Wand, die den Essbereich fasst und die Ebenen dynamischer wirken lässt. Die «Blumenwand» schafft Transparenz und Leichtigkeit. Der Blick vom Schlafzimmer in den Wohnbereich zeigt, dass die Räume durch Materialien und Farbgebung unterschieden wurden.

I

m ländlichen Rombach AG erlebt das Einfamilienhaus aus den 50er-Jahren einen effektvollen Umbau. Kein Wunder, dass dieses Projekt gelungen ist, denn die Bewohner des Hauses sind vom Fach. Die Bauherrin Genny Stänz übernahm die Bauleitung, und ihr Partner, Cordian Herrigel, Inhaber der Architektur Herrigel Schmidlin GmbH in Brugg, führte die architektonische Gestaltung aus. «Das Haus gehörte meinen Grosseltern, danach war es vermietet, ehe wir es übernehmen und nach unseren Wünschen umgestalten konnten», erzählt Genny Stänz.

NEUES RAUMKONZEPT Durch das Herausreissen der Wand zwischen Wohn- und Esszimmer wurde die 78

Raumaufteilung neu ausgerichtet. Die in allen Geschossen sichtbare Wand des Treppenhauses ist in einem dunklen Farbton gehalten und bildet das Rückgrat des Hauses. Erdgeschoss und Obergeschoss werden durch eine Kunststeintreppe miteinander verbunden, wobei die Stufen zum Wohnzimmer aus Eichenholz sind. Die gezielte Farbgebung sowie der sorgfältig ausgesuchte Bodenbelag definieren die Räume neu und unterscheiden sie klar voneinander. So wurde im Entrée und in den Zimmern dunkles Linoleum als Kontrast zum sägerohen Parkett im Wohnbereich verlegt. Dazu vertraute das Paar auf den Spezialisten für Bodenbelag, die Hans Hassler AG. Sowohl das Eichenparkett im Tagesbereich wie auch das Linoleum sind robust und pflegeleicht.

Da die Wohnung über keine Bodenheizung verfügt, war es besonders wichtig, dass fusswarme Materialien zum Einsatz kommen. «Wir haben darauf geachtet, dass sich der Bodenbelag klar nach Haupt- und Nebennutzung der Räume unterscheidet», erzählt die Bauherrin. In der Küche und im Bad entschied sich das Paar dafür, die Keramikplatten beizubehalten, da sie erst kürzlich saniert worden waren. Auffällig ist die filigrane Blumenwand zwischen Treppenhaus und Wohnbereich, die als Absturz­ sicherung dient. Vom Architekten entworfen und vom Schreiner aus einer vierzig Millimeter dünnen Tragplatte mittels Laser ausgesägt, stellt die Blumenwand ein raumbildendes Element dar, das dem Haus einen persönlichen Charakter verleiht.   




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THEMA  PARKETT & LAMINAT

HOLZ UNTER DEN FÜSSEN Mit der Auswahl des Bodenbelags tun sich viele Bauherrschaften schwer. Soll es Parkett sein oder doch Laminat? Was ist, wenn man kleine Kinder hat? Experte Mark Teutsch erklärt, was bei Parkett, Laminat & Co. zu beachten ist. INTERVIEW   ANNA ETTLIN

MARK TEUTSCH, Geschäftsleiter/Experte. ISP, Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie, www.parkett-verband.ch

Mark Teutsch, was ist der Unterschied zwischen Parkett und Laminat? Laminat besteht aus einem Holzwerkstoff, der mit Dekorpapier beschichtet wird. Das Dekorpapier verleiht dem Produkt sein Aussehen. Darüber wird ein Kunstharzgetränktes Papier geschichtet, das die Oberfläche widerstandsfähig macht. Von Parkett spricht man, wenn beim Bodenbelag eine massive Nutzholzschicht von mindestens 2,5 mm Dicke vorliegt. Je nach Aufbau des Belags unterscheidet man drei Arten von Parkett. Massivparkett besteht aus einer einzigen Holzschicht ohne Klebstoff-Fugen. Beim Zweischichtparkett wird die Deckschicht auf eine Trägerplatte aus Massivholz oder Holzwerkstoffen geklebt. Beim Dreischichtparkett wird unter die Trägerschicht noch eine dritte Lage geklebt. Wie langlebig ist ein Parkettboden ? Ein Parkett mit 4 mm Nutzschicht weist im Normalfall eine Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren auf. Eine Oberflächenbehandlung, ob geölt oder versiegelt, hält im Wohn­ bereich etwa 12 bis 15 Jahre. Ist sie abgenutzt, sollte der Belag renoviert werden. Wenn das Parkett nicht zu stark abgenutzt ist, werden dabei etwa 0,5 bis 0,7 mm Holz abgetragen. Die Oberfläche kann dann neu behandelt werden. Muss wegen eines Flecks gleich der ganze Parkettboden abgeschliffen werden? Bei einem Parkett, der vor Ort versiegelt wurde, lassen sich Kratzer und tief eingedrungene Flecken nur durch ein Schleifen und Lackieren der gesamten Fläche entfernen. Bei einem werkversiegelten Parkett können die betroffenen Elemente lokal aus80

getauscht werden – vorausgesetzt, es handelt sich noch um die Originaloberfläche und man hat genug Ersatzmaterial. Bei oxydativ geölten Böden sind lokale Korrekturen problemlos möglich, bei farbig geölten Ober­ flächen hingegen nicht. Ist Kork eine gute Alternative? Kork ist ein nachwachsender Rohstoff, der auch als Bodenbelag überzeugt. Korkfuss­ böden sind fusswarm, wasserabweisend und

«Ein Parkett mit einer Nutzschicht von 4 mm hat eine Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren.» Mark Teutsch

antistatisch, zudem absorbieren sie den Trittschall. Wer die Herstellerangaben zur Pflege und Reinigung beachtet, wird sich lange an einem Korkfussboden erfreuen. Welcher dieser Bodenbeläge bietet die grösste Gestaltungsfreiheit ? Sowohl bei Parkett als auch bei Kork und Laminat sind zahlreiche Farb- und DessinVarianten erhältlich. Die Oberfläche von Kork und Laminat kann mit Bildern bedruckt und mit einer Struktur versehen werden. Beim Parkett wird grösstenteils die Holzstruktur sichtbar belassen. Mit Oberflächenbehandlungen kann praktisch jeder Farb­ton hergestellt werden. Dabei sollte man beachten, dass Sonderwünsche, die in einer Manufaktur oder auf der Baustelle umgesetzt ­werden, teurer zu stehen kommen als Standard-Varianten. Welche Holzarten gibt es als Parkett?

Äusserst beliebt ist Eichenparkett. Des Weiteren kann eine Vielzahl an Hölzern für Parkettböden verwendet werden: Esche, Buche, Nussbaum, Ahorn und Kirschbaum sind ebenfalls anzutreffen. Seltener verwendete Hölzer sind zum Beispiel Oliven-, Birnoder Zwetschgenbaum. Da diese Bäume eher klein sind, liegen in der Regel kleinformatige Elemente vor. Tropenhölzer kommen in der Schweiz kaum noch zum Einsatz. Warum ist Eichenparkett so beliebt? Die Eiche ist hart und formstabil – ideale Eigenschaften für einen Parkettboden. Ihre natürliche Optik ist zeitlos und sehr elegant, aber sie lässt sich auch sehr gut bearbeiten, strukturieren und mit einer Vielzahl von Oberflächen-Beschichtungen versehen. So kann mit Räuchern oder thermischer Behandlung verdunkelte Eiche als Tropenholzersatz verwendet werden. Welche Trends sehen Sie beim Parkett? Mit über 80 Prozent der verkauften Parkettfläche ist Eiche zurzeit die am meisten verwendete Holzart. Im Einfamilienhaus­ bereich wird sie in der Regel in grossforma­ tigen Landhausdielen im Schiffbodenmuster verlegt, häufig mit einer gealterten und strukturierten Optik. In der letzten Zeit kommen vermehrt klassische Fischgrat-Muster zum Einsatz, ihr Anteil ist aber noch verhältnismässig gering. Kann man Parkett auch in einem Haushalt mit Kleinkindern verlegen ? Natürlich. Kinder spielen gerne am Boden, und die wohlig-warme Haptik von Holz wirkt sich auf ihr Wohlbefinden positiv aus. Wie jeder andere Bodenbelag wird das Parkett nach starker Nutzung Spuren aufweisen. Im Gegensatz zu anderen Belägen kann er aber im schlimmsten Fall abgeschliffen und kann die Oberfläche erneuert werden. Wie schützt man den Boden? Pflegen und reinigen Sie Parkett, Kork oder Laminat gemäss den Vorgaben des


­ erstellers. Wenden Sie die vorgegebenen H Reinigungs- und Pflegeprodukte zwingend gemäss Anleitung an, da es ansonsten zu Garantie-Ablehnungen kommen kann. Verzichten Sie auf Dampfgeräte, Reinigungsautomaten sowie auf ungeeignete Mikrofasertücher und Reinigungsmittel. Zu nasse Reinigung schadet vor allem Laminat- und versiegelten Parkettböden. Eine Schmutzschleuse im Eingangsbereich hilft, den Holzboden zu erhalten. Am besten betreten Sie ihn gar nicht mit schmutzigen Schuhen. Was muss die Bauherrschaft bei der Auswahl des Bodenbelags noch beachten? Man sollte festlegen, welches Budget für den Boden zur Verfügung steht und welche Lebensdauer der Belag haben soll. Bei Umbauten können bauliche Einschränkungen vorliegen: Ein ungeeigneter Untergrund schränkt die Auswahl des Belags ein. Wer sich für Parkett entscheidet, sollte darauf

Mit meinem Architekten geplant. Mit WeberHaus gebaut.

«Achten Sie bei Parkett darauf, dass die Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.» Mark Teutsch

Mein Haus. Meine Welt.

achten, dass die Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Wir empfehlen, Parkett in der Schweiz zu beziehen. Direkt-Importe sind oft mit eingeschränkten Garantie-Leistungen verbunden, was bea chtliche finanzielle Folgen haben kann.   

PARKETT-BÖDEN

Parkett verfügt über eine lange Lebens­ dauer und lässt sich renovieren. Je nach Oberflächenbehandlung und Verlegeart sind lokale Reparaturen möglich.

Parkett sollte keinesfalls zu trockenem oder zu feuchtem Klima ausgesetzt werden. Eine Luftfeuchtigkeit von unter 30 % ist auch für die Bewohner ungesund, genauso führt ein zu trockenes Klima auch zu Schäden am Parkettboden. Dies ist jedoch gleichzeitig auch ein Vorteil, da Ihr Parkett Sie auf ungesunde Klimabedingungen ­ hinweisen würde.

Einzelne werkbehandelte Elemente lassen sich austauschen, sofern noch Reserve­ material zur Verfügung steht.

LAMINAT-BÖDEN

Holz schafft ein behagliches Wohnklima.

Die Vorteile

Holzfussböden sind fusswarm ­ und antistatisch.

Laminat ist tendenziell etwas ­ günstiger als Parkett.

Jedes Parkett-Element ist ein Unikat.

Es ist eine grosse Anzahl an ­ verschiedenen Dekors erhältlich.

Parkett wird aus nachwachsenden ­ Rohstoffen gefertigt.

Laminat-Böden sind hart und resistent.

Holzfussböden können farblich ­ verändert werden.

Laminat kann auch von Laien ­ verlegt werden.

Die Nachteile

Die Nachteile

Parkett ist nicht für reine ­ Nassbereiche geeignet.

Laminat ist teilweise Feuchte-empfindlich.

In Bereichen, wo der Boden mit Chemi­ kalien oder sonstigen aggressiven Flüssigkeiten in Verbindung kommt, ist von der Verwendung von Parkett abzuraten.

Form und Funktion, Idee und Umsetzung, Wohnen und Leben zu einer ästhetischen Einheit verschmelzen. Das ist unsere Vorstellung von frei geplanten Architektenhäusern. Und Ihre? weberhaus.ch

Jedes WeberHaus ist wohnmedizinisch empfohlen. Gesellschaft für Wohnmedizin, Bauhygiene und Innenraumtoxikologie e.V.

Einzelne Elemente lassen sich ­ nur schwer ersetzen. Laminat ist nicht renovierbar und hat eine vergleichsweise kurze Lebensdauer.

Info Nr. 118

Die Vorteile


THEMA  PARKETT & LAMINAT

DIE GRUNDLAGE DES WOHNENS Der Bodenbelag beeinflusst die Wirkung eines Raumes massgeblich. Diese Parkett-, Kork- und Laminat-Highlights machen auch Ihren Fussboden zum Blickfang. TEXT   ANNA ETTLIN

ZWEI DIELENFORMATE, ZAHLLOSE MÖGLICHKEITEN Die Parkett-Linie «Formpark» von Bauwerk Parkett setzt der individuellen Kreativität keine Grenzen. Dank Dielenformaten mit Seitenverhältnissen 1 : 2 und 1 : 3 kann das Eichenparkett in zahlreichen klassischen und neuartigen Mustern verlegt werden, die auch ineinander übergehen können. Nun erhält die Parkett-Kreation mit «Formpark Mini» einen kleinen Bruder. Unter Beibehaltung der Proportionen wurden die Dielen um den Faktor 1,37 verkleinert, was sie noch flexibler macht. «Formpark Mini» ist mit einer tief gebürsteten und naturgeölten Oberfläche in unterschiedlichen Sortierungen erhältlich. www.bauwerk-parkett.ch

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[ 1 ] INDIVIDUELLES DESIGN DANK KORKDIELEN

[ 2 ]

Platten sind passé: Bei Kaindl gibt es Kork auch im prak­ tischen Dielenformat. Die Dielen werden im Werk direkt digital koloriert, wodurch viele elegante Dekors entstehen. So wird der natürliche und komfortable Bodenbelag Kork wieder salonfähig. www.kaindl.com

[ 2 ] NATÜRLICHE OBERFLÄCHEN

[ 3 ]

Geölt ist nicht gleich geölt. Mit über 30 Jahren Know-how in der Behandlung offenporig geölter Holzböden bietet die Holzpunkt AG innovative Holzoberflächen in exklusiven Farbtönen. Dabei behält das Holz seine ursprüngliche, natürliche Ausstrahlung. www.holzpunkt-parkett.ch

[ 3 ] ELEGANT, VIELSEITIG UND WASSERFEST Stilvoll und robust mit einer tief geprägten Oberfläche und in vielfältigen Designs und Formaten zu haben – und dann auch noch wasserfest? Dass das alles mit einem Boden­b elag geht, beweist der Holzwerkstoff-Belag «Pergo», der bei Belcolor erhältlich ist.

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www.belcolor.ch

[ 4 ] DIE NATUR DES HOLZES Mit den neuen Parkettböden von Meister, erhältlich bei Tomwood, kommt Natur in den Wohnraum. Die ausdrucksstarken Böden – auf dem Bild in der Ausführung «Meister Parkett Cottage (PD 400), Eiche canyon 8301» – betonen den ursprünglichen Charakter des Holzes. www.tomwood.ch



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THEMA  PARKETT & LAMINAT

[ 1 ] UMFASSENDE AUSWAHL Unterteilt in drei Stilwelten – «Rustical», «Timeless» und «Classical» – bietet die Parkett-Kollektion «Amura» eine passende Lösung für jeden Geschmack und jeden Einrichtungsstil, ob zurückhaltend und minimalistisch oder lebhaft und nostalgisch.

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www.kuratlejaecker.ch

[ 2 ] CHARAKTER ZEIGEN Parkett muss heute nicht mehr eine perfekt gleichmässige Struktur aufweisen – Natürlichkeit ist gefragt. So sind Äste wie­d er «en vogue». Das gebürstete und geölte Eichenparkett «Rigi 3.6» punktet mit Ästen, die durch ein spezielles Bearbeitungsverfahren betont werden. www.hgc.ch/parkett

[ 3 ] GESCHAFFEN FÜR BEHAGLICHKEIT

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Die edle Parkett-Serie «Bad Ragaz» von Richner ist nicht umsonst nach einem Kurort benannt: Die Landhausdielen schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Behaglichkeit. Jede Diele ist ein Unikat mit dunkel ausgespachtelten Holzrissen und gerissenen Ästen. www.baubedarf-richner-miauton.ch


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[ 4 ] STILVOLL MIT LÄRCHE Es muss nicht immer Eiche sein: Robustes Lärchenholz bietet eine lebhafte und stilvolle Optik, wie dieses gebürstete und naturgeölte «Long­ life-Parkett Cottage (PD 400) Lärche goldbraun 8496» von Meister beweist. Die markante Oberfläche verleiht jedem Raum Charakter. www.meister.com

[ 5 ] TÄUSCHEND ECHT Auf den ersten Blick unterscheidet sich hochwertiges Laminat, wie beispielsweise das abgebildete «Melango LD 300 – Dekor 286» von Meister, kaum noch von Parkett. Die innovativen Beläge mit neuen Oberflächen und Dekors gibt es bei Tomwood. www.tomwood.ch

[ 5 ]

[ 6 ] DURCHGEHEND Besonders elegant wirkt Parkett, wenn es nahtlos von Raum zu Raum fliesst. Bei diesem Objekt setzte die Käppeli Parkett GmbH das Parkett aus kanadischem Ahorn mit SchwemmholzOptik auch für die Treppe ein. www.kaeppeli-parkett.ch

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AUSSENRAUM GARTENGESTALTUNG

UNAUFDRINGLICHE HARMONIE

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In diesem Garten nehmen nicht die Pflanzen, sondern ein gekonnter Materialmix die Hauptrolle ein. Er zeigt, dass auch auf eher kleinem Raum ein eindrücklicher Aussenbereich mit bescheidenen Pflegeansprüchen entstehen kann. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   HAUSER LIVING AG

D

er Garten genauso wie die Bedürfnisse der Bauherrschaft haben sich im Lauf der Zeit verändert und entsprachen sich schliess­ lich nicht mehr. Dem Garten sollte neues Leben eingehaucht werden. Der bereits bestehende Pool bereitete den Bewohnern immer noch Freude. Es galt, ihm einen angemessenen Rahmen zu geben, der mit einem minimalen Pflegeaufwand instand gehalten werden kann. Mit diesem Wunsch kam die Bauherrschaft zu Hauser Living.

SCHWERPUNKT AUF MATERIALIEN Die Planung verlief schnell und unkompliziert. «Der bereits beste­ hende Garten bot eine gute Ausgangslage», erinnert sich Land­ schaftsarchitekt und Projektverantwortlicher Dario Cecchettin. «Unsere Leistung bestand darin, das Grundstück und den Pool­ bereich aufzuwerten.» Die Herausforderung bestand darin, den ge­ gebenen Raum gemäss den Wünschen des Kunden gestalterisch neu zu interpretieren. «Der Hauptteil des Gartens liegt eher schattig», sagt der Planer. «Das machte die Umsetzung des Projekts interes­ sant. Die beliebtesten Pflanzen gedeihen nämlich an sonnigen

Oben: Scharf abgegrenzte Flächen aus Kies, Holz und Moos definieren den Sitzplatz. Oben links: Buchs und Gräser sowie einzelne Solitärbäume bilden die pflegeleichte ­B epflanzung, die den Hang oberhalb der Stützmauer verschönert. Linke Seite: Steinkörbe dienen als Hangsicherung und bilden eine Kulisse für die Säulenzypressen.

Standorten, weshalb sie für diesen Garten nicht infrage kamen.» Der Aussenbereich ist L-förmig um das Haus herum angeordnet: Der grosszügige Poolbereich auf einer Seite geht um die Ecke in den schmalen Sitzplatzbereich über. Letzterer liegt auf der Hangseite des Grundstücks, was eine Hangsicherung notwendig machte. Beim Sitzplatz kamen dafür Steinkörbe zum Einsatz, die mit den Kies­ flächen am Boden harmonieren. Um die vertikale Steinfläche aufzu­ werten, wurden vor den Steinkörben Säulenzypressen in Einfassun­ gen aus rohem Stahl gepflanzt. Auch der Hang über den Steinkörben wurde mit Gräsern und vereinzelten Solitären bepflanzt und mit Kies versiegelt. «Der Fokus in diesem Garten lag jedoch nicht auf der Be­ pflanzung, sondern auf den verwendeten Materialien und Belägen», erklärt Dario Cecchettin. Beim Sitzplatz äussert sich das in der ver­ spielten Bodengestaltung: Flächen aus Kies, Moos und Holz aus nach­ haltiger Produktion, durch Stahlkanten getrennt, wechseln sich in organischen Formen ab. Ein schlichter hölzerner Bartisch mit ­Hockern bildet den eigentlichen Sitzplatz. Durch die gezielte Beleuch­ tung der Zypressen und der Hangpflanzen bildet der Garten auch abends eine schöne Kulisse. «Das Licht sollte warm sein und nicht zu 

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AUSSENRAUM  GARTENGESTALTUNG

Oben links: Das ebenmässige Holzdeck, das den Pool umgibt, wird von einer markanten Stützmauerverkleidung aus wild verlegten Lärchenbrettern ergänzt. Oben rechts: Einzelne Spots leuchten die Mauer von unten an. Der Schattenwurf der unregelmässigen Bretter gibt diesem Gestaltungselement Tiefe. Links: Warmes, indirektes Licht schafft eine angenehme Atmosphäre im Garten, ohne die Menschen im Haus zu stören.

grell», empfiehlt der Landschaftsarchitekt. «Die Aussenbeleuchtung macht einerseits den abendlichen Aufenthalt im Garten angenehmer und lässt von innen gesehen das Grundstück grösser wirken. Ausserdem sorgt sie dafür, dass die Fensterflächen weniger spiegeln.»

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HOLZ ALS HIGHLIGHT

Stimmung. Die Witterung, der das robuste Holz ausgesetzt ist, lässt es nur noch schöner werden. Abends wird die Mauer von Spots angeleuchtet, die die lebhafte Struktur durch den Schattenwurf unterstreichen. Gemeinsam mit der Poolbeleuchtung definieren die Spots bei Dunkelheit den Aussenraum und erweitern die Wohnräume ­optisch nach aussen, ohne die Hausbewohner zu stören.

Über den mit Holzlatten ausgelegten Gehweg gelangt man vom Sitzplatz in den Poolbereich. Auf dem Holzdeck rund um den Pool hält sich die Bauherrschaft am liebsten auf. Auch hier setzt sich die Hangsicherung fort, in Form einer Mauer, die der Hangneigung entlang abgestuft ist. «Wir hatten nur wenige Möglichkeiten, die Wand beim Pool zu gestalten», sagt Dario Cecchettin. «Wir hätten sie als Sichtbetonelement belassen oder aber mit einer Natursteinverkleidung arbeiten können.» Da sich die Bauherrschaft aber bereits für die Gehwege im Sitzplatzbereich Holz gewünscht hatte, griff der Gartengestalter zu einer alternativen Lösung: Statt mit Stein wurde die Stützmauer mit Lärchenholz verkleidet. Die mit Absicht wild verlegten Holzbretter schaffen mit ihrer rauen Maserung eine warme

Mit dem Schwerpunkt auf der Materialisierung statt auf der ­ epflanzung konnte ein Aussenraum geschaffen werden, der mit seiB ner gemütlichen Atmosphäre zum Verweilen einlädt, aber von den Bewohnern nicht viel Pflege verlangt. «Gegebenheiten wie das Grundstück und die Architektur des Hauses sind ebenso Inspiration für unsere Gartengestaltungen wie die Bedürfnisse der Bauherrschaft», sagt Dario Cecchettin. «In diesem Projekt war die Vorstellung des Kunden bereits sehr klar, sodass wir uns vor allem davon leiten ­l iessen.» In nur wenigen Skizzen ist es Hauser Living gelungen, ­d iesen Wünschen eine Form zu geben, die sogleich in die Realität umgesetzt werden konnte. Der ganze Garten wurde noch im selben Jahr komplett ­geplant und realisiert.  


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AUSSENRAUM  GARTENGESTALTUNG

TRENDS UND STILE IM GARTEN Ob ein schlichter Aussenraum mit Ziergräsern und einer Kiesfläche oder ein Natur­g arten mit Schwimmteich: Erlaubt ist, was gefällt. Was in der Gartengestaltung gerade gefragt ist, verraten die Gartenprofis Stefan Lehnert und Renate Schiegg. TEXT   ANNA ETTLIN FOTOS   LEHNERT AG

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urchgestaltet, stimmig und einladend: Moderne Gärten müssen gleich hohen Ansprüchen gerecht werden wie Wohnzimmer. Ebenso wie die Innenräume unterliegen die Aussenbereiche eines Hauses gewissen Gestaltungstrends. «Wie in jeder anderen Branche auch sucht man bei der Gartengestaltung immer wieder nach neuen Materialien, Pflanzen und Elementen», sagt Renate Schiegg, Marketingverantwortliche bei der Lehnert AG in Rombach-Aarau. Diese Trends bedeuten jedoch nicht, dass jeder neue Garten genau gleich aussieht: Die Architektur und Einrichtung des Hauses und natürlich die ganz individuellen Vorstellungen des Kunden geben den Rahmen vor. «Die Wohnarchitektur und die Gartenarchitektur sollten zusammenspielen», sagt Stefan Lehnert, Inhaber der Lehnert AG. «Dann harmoniert der Garten als Aussenwohnraum mit dem Innenwohnraum, und es entsteht ein stimmiges Gesamtbild.» Unterschiedliche Gartenstile – von natürlich, wild und romantisch bis ästhetisch und modern – sorgen für noch mehr Vielfalt. Dennoch finden sich gewisse Elemente immer wieder in Schweizer Gärten.

ROHSTAHL: ROBUST UND VIELSEITIG Bei den Materialien ist Rohstahl sehr gefragt. Der ­Witterung aus­ gesetzt, entwickeln die gepressten Platten an der Oberfläche eine schützende Rost- und Sperrschicht, die sie besonders dauerhaft und langlebig macht. «Rohstahl wird durch Schweissen verarbeitet und lässt sich sehr flexibel einsetzen», erläutert Renate Schiegg. So ­können die Stahlplatten als Sichtschutz dienen oder zu Pflanz­ trögen, Beeteinfassungen, Treppenelementen, Wasserbecken, Feuerschalen und dekorativen Kunstobjekten verarbeitet werden. Die 90


Rohstahl, Gräser und ein ­S olitärbaum spielen bei diesem modernen Garten harmonisch zusammen.



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AUSSENRAUM  GARTENGESTALTUNG

Wasser ist ein äusserst beliebtes Stilelement im Garten – ob als Pool oder Teich zum Schwimmen oder in einer rein dekorativen Funktion.

­charakteristische Farbe bildet einen attraktiven Kontrast zum Grün der Bepflanzung. «Rohstahl lässt sich in der Gartengestaltung auch gut mit Holz, Kies und Wasser kombinieren», sagt die Expertin.

BEPFLANZUNG: GRÄSER UND SOLITÄRGEHÖLZE Die Auswahl an Gartenpflanzen ist enorm. Von einheimischen Stauden bis hin zu attraktiven Ziergehölzen ist alles vertreten. «Bei moderner Architektur werden die Pflanzflächen oft ruhig gestaltet, mit wenigen Pflanzenarten», führen die Experten an. Besonders beliebt sind in dieser Situation Ziergräser. «Gräser gibt es für jeden Standort und in jeder Grösse – von zehn Zentimetern bis zu drei Metern Höhe», weiss die Fachfrau. «Man kann sie für den grösstmöglichen architektonischen Effekt in Kiesflächen setzen oder aber mit anderen Beetstauden kombinieren.» Gräser zeichnen sich zudem durch Pflegeleichtigkeit aus: Sie müssen lediglich einmal pro Jahr zurückgeschnitten werden, entweder im Herbst oder im Frühjahr. «Das ist ihr einziger Nachteil: Sie präsentieren sich nicht das ganze Jahr über gleich», sagt Renate Schiegg. Eine Ergänzung lässt sich mit ­einem anderen Pflanzentrend schaffen: Mit Solitärgehölzen. Dafür wird ein spezieller Baum oder Strauch an einem sorgfältig ausgesuchten Ort gepflanzt. In der Regel kommen als Solitärpflanzen edle Ziergehölzer zum Einsatz, etwa der Blumen-Hartriegel oder der Zierahorn. Auch ein Gartenbonsai ist eine ausgesprochene Besonderheit. Wie bei jeder Pflanze spielt bei der Auswahl des Solitärs der Standort eine grosse Rolle. «Wir schlagen unseren Kunden stilgerechte Pflanzen vor, die in ihrem Garten gedeihen würden. Daraus können die Gartenbesitzer eine Auswahl treffen», sagt Renate 92

Schiegg. Zu beachten sind auch der Kostenpunkt für die Anschaffung eines grösseren Baumes sowie sein künftiges Wachstum: Kann sich die Pflanze im verfügbaren Gartenraum ihrem Wuchs gerecht entwickeln und entfalten? Zudem sollte die Pflanze artgerecht gedüngt und regelmässig auf Schädlinge untersucht werden. Die Wirkung eines gut ausgesuchten Baums lohnt jedoch den Pflegeaufwand. Mit einer gezielten Beleuchtung lässt sich ein Solitärgehölz auch am Abend effektvoll in Szene setzen.

WASSER: SCHWIMMEN OHNE CHLOR Wasser, insbesondere in Form von Naturpools und Schwimmteichen, nennt Stefan Lehnert als einen weiteren Trend. «Die Bauherrschaft sollte sich vor dem Besuch beim Gartenbauer gut überlegen, ob sie im eigenen Garten schwimmen möchte oder nicht», empfiehlt der Fachmann. Ein grosszügiges Schwimmbecken misst etwa vier auf acht Meter, dazu kommt bei einem Naturpool noch eine Filteroder Pflanzzone. «Naturpools und Schwimmteiche lassen sich ganz individuell gestalten. Gemeinsam ist ihnen eine angenehme Wasserqualität, da sie das Wasser auf eine natürliche Art aufbereiten – ohne Chlor», erklärt Renate Schiegg. Wer keinen Pool möchte oder den Platz ­d afür nicht hat, muss im Garten nicht auf Wasser verzichten. Je nach der persönlichen Vorliebe kann ein Biotop mit zahlreichen Pflanzenarten oder ein schlichtes architektonisches Wasserbecken gestaltet werden. Was auch immer Ihre Wünsche und Ansprüche sind: Die Experten empfehlen, sich frühzeitig beim Gartengestalter zu melden. Im Herbst und Winter kann man in aller Ruhe die Planung angehen und die Ideen dann im Frühling in die Tat umsetzen.   


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Experten-Talk | 29. Juni 2017 | 18.30 Uhr «Fassaden – zwischen Funktion und Ästhetik»


AUSSENRAUM  GARTENGESTALTUNG

DESIGN UNTER FREIEM HIMMEL Edel und wohnlich, aber zugleich robust und wetterfest: Gartenmöbel und Accessoires müssen vielen Ansprüchen gerecht werden – was dieser Auswahl vollkommen gelingt. TEXT   ANNA ETTLIN

[ 1 ]

[ 1 ] EXKLUSIVE MÖBEL ZUM ENTSPANNEN UND GENIESSEN Gegründet im Jahr 2002 von Nicole Hoch, bietet das Schweizer Designunternehmen Livingdreams massgefertigte Lounges, Tische und Stühle. ­ Gebaut aus massivem, recyceltem Ironwood und ausgestattet mit wetterfesten Sitzkissen sind die Möbel von Livingdreams bei jedem Wetter ein ­Highlight. Erlesene Unikate sowie Lampen und Accessoires aus der Feder von Nicole Hoch ergänzen die Kollektion, die jedem Aussenraum eine gemütliche und verträumte Atmosphäre verleiht. www.livingdreams.ch

[ 2 ] RUNDUM BEQUEM

[ 2 ]

«Bigfoot» kann sich dank seinem eleganten Design und wetterfestem Polster sowohl im Garten als auch im ­Wohnzimmer sehen lassen. www.fastspa.com

[ 3 ] NACHHALTIGES TEAKHOLZ

[ 3 ] 94

Die Gartenmöbelkollektion «Tibbo» von Dedon punktet mit schlichten Formen und einem luxuriösen Materialmix aus Teak, gewebter Faser und Stoff. www.dedon.de


[ 5 ]

[ 4 ] IM RICHTIGEN LICHT Warmes Licht verleiht dem abendlichen Garten eine zauberhafte Atmosphäre. Hochwertige LED-Boden­ einbauleuchten wie «Logic» von Delta Light zeigen Bäume und Mauern von einer etwas anderen Seite als jener, die man tagsüber kennt.

[ 4 ]

www.deltalight.ch

[ 5 ] EDLE TEXTILIEN

[ 6 ]

Das französische Luxushaus Hermès traut sich an die frische Luft: Die neue outdoortaugliche Polsterkollektion bezaubert mit geometrischen Designs, natürlichen Farben und eleganten Stoffen, die der Sonneneinstrahlung, der Feuchtigkeit und dem Chlor trotzen. www.hermes.com

[ 6 ] EINE LOUNGE ZUM VERLIEBEN Teak und Mahagoni auf einem Aluminiumrahmen, ergänzt mit einladenden Polstern: Die Serie «Vigor» von Royal Botania verkörpert eine moderne Formensprache, deren Linienführung die ­Ä sthetik grossschreibt. www.royalbotania.com

[ 7 ] DÄNISCHES DESIGN [ 8 ] [ 7 ]

Für alle Fans von skandinavischer Gemütlichkeit bietet das dänische Unternehmen Eva Solo zahlreiche Accessoires für den Aussenraum an. Dazu zählt etwa auch die Leuchte «SunLight», die dank einem versteckten Solar­ modul kabellos funktioniert. www.evasolo.com

[ 8 ] FÜR JEDES WETTER Organische Formen und eine luftige Leichtigkeit charakterisieren die Serie «Branch» von Tribù. Gefertigt aus Alu­m inium und PolypropylenGewebe, verstärkt mit Glas­ faser, trotzen die Möbel ohne grosse Pflege der Witterung – und lassen sich am Ende ihrer Lebensdauer recyceln. www.tribu.com



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DESTINATION  SCHWEIZ

IM ZEICHEN DES WASSERS Das Hotel Aquatis ist Teil des wissenschaftlichen und kulturellen Grossprojekts AquariumVivarium, das die Stadt Lausanne ab Sommer 2017 um eine aussergewöhnliche Attraktion bereichert. Das Dreisterne-Plus-Hotel ist ein Erlebnis für die ganze Familie. TEXT   MARIANNE KÜRSTEINER FOTOS   FERNANDO GUERRA | BOAS CONSTRUCTION SA | TANYA HASLER

[ 1 ]

M

it der Errichtung des grössten Süsswasser-Aquarium-Vivariums in Europa wurde im Komplex Aquatis ein einzigartiges Projekt realisiert. Aquatis ist viel mehr als ein Aquarium oder Vivarium. Es ist eine Reise durch die faszinierendsten Süsswasser-Lebensräume unseres Planeten. Es bietet darüber hinaus eine moderne Infrastruktur, zwei Restaurants, einen Spa-Berich, ein Konferenzzentrum mit sechs Sälen und einen Buchladen. Sowohl die Gebäude als auch die eigene Métro-Station LausanneVennes und das Parkhaus mit 1200 Autound und sechs Autocar-Parkplätzen, welches das strukturelle Fundament des Projekts bildet, sind miteinander verbunden.

EINE NEUE MARKTNISCHE Auf diesem Sockel wurden das Hotel Aquatis und das Konferenzzentrum errich96

tet, welche im März 2015 ihre Eröffnung feierten. Während am Wochenende mehrheitlich Familien das Hotel buchen, empfängt es während der Woche vor allem Geschäftsreisende. Die Gäste geniessen eine unvergleichliche Aussicht auf die Alpen, den Genfersee und die Stadt Lausanne. Das Hotel wurde direkt oberhalb der Metro gebaut, wodurch man in einigen Minuten ins Stadtzentrum und ans Seeufer gelangt. Während das Gesamtprojekt vom bekannten Lausanner Architekturbüro rdr Richter Dahl Rocha & Associés konzipiert wurde, hat die Firma Boas Construction SA die Innenarchitektur sowie die Einrichtung des Hotels realisiert. Boas Swiss Hotels ist die Hotelmarke der Boas Gruppe, die zu den grössten privaten Hotelgruppen in der Westschweiz zählt. Nach den grössten Schwierigkeiten beim Bau des Hotels befragt, nennt der Geschäftsfüh-

rer Filippe Gonzales die Statik, da das Hotel auf dem Parkhaus errichtet wurde.

ALLGEGENWÄRTIGES WASSER Lichtdurchflutet und doch gemütlich wurden alle Zimmer mit dem Thema Wasser gestaltet. Über dem Bettkopfteil jedes Zimmers hängen sensationelle Aufnahmen aus der Unterwasserwelt. Diese Bilder stammen vom Fotografen Michel Roggo, der sich auf Aufnahmen aus dem natürlichen Lebensraum im Süsswasserbereich spezialisiert hat. Auch die Einrichtung der Zimmer sowie der Eingangsbereich wurden in den Farben Türkis und Blau wie das Wasser gehalten. Schon beim Betreten des Hotels fühlt sich der Gast eingetaucht ins Thema Wasser. Der Empfangsbereich vermittelt den Eindruck eines riesigen Raums. Eine grosszügige Lobby und Bar laden mit Eichenparkett und


[ 2 ]

[ 1 ] Das Hotel Aquatis gehört zur Boas Gruppe, einer der grössten privaten Hotelgruppen in der Westschweiz. [ 2 ] Ein Aquarium im Hotel: Das Aquatis Aquarium-Vivarium wird im Sommer 2017 eröffnet und die Position des grössten Süsswasser­ aquariums Europas einnehmen. [ 3 ] Die aquatische Fauna und Flora der fünf Kontinente, verteilt auf 46 Aquarien, Vivarien und Terrarien sowie 2 Millionen Liter Süsswasser, wartet darauf, entdeckt zu werden. [ 4 ] Die Einrichtung der 143 Hotelzimmer nimmt Bezug auf die Lebensräume, die im Aquarium-Vivarium zu bestaunen sind.

[ 3 ]

[ 4 ]



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[ 1 ]

[ 2 ]

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Foto: Tanya Hasler

DESTINATION  SCHWEIZ


[ 3 ]

[ 1 ] Das Restaurant überzeugt nicht nur mit einem freundlichen Ambiente, sondern auch mit regionalen Spezialitäten – neu interpretiert. [ 2 ] An der grosszügigen Rezeption heisst das Hotel Aquatis sowohl Familien als auch ­G eschäftsleute herzlich willkommen.

zeitgenössischen Möbeln ein. Der Empfang wird fortgesetzt durch ein gänzlich verglastes Restaurant mit Terrasse, das einerseits den Blick auf das Gebäude des ellipsen­ förmigen Aquarium-­Vivariums öffnet und andererseits die Panoramasicht auf den Genfersee offenbart. Die grossen Glasfronten des Hotels Aquatis widerspiegeln die atmosphärischen Farben und tauchen das Gebäude in ein luftiges Ambiente ein. Ein Wasserbecken, das zwischen den beiden Gebäuden liegt, verstärkt das Spiel der Lichtreflexe und trägt zu einem spielerischen Empfang dieses Ortes bei.

[ 3 ] Alpen, Genfersee und die Stadt Lausanne erlebt man vom Hotel aus auf einen Blick. Mit der Métro erreicht man das Zentrum in wenigen Minuten. [ 4 ] Das Gesamtprojekt wurde vom bekannten Lausanner Architekturbüro Richter Dahl Rocha & Associés SA entwickelt. [ 4 ]

Im Sommer 2017 wird der 3500 Quadrat­ meter grosse Besucherrundgang im eindrücklichen Aquarium-Vivarium eröffnet, wo die aquatische Fauna und Flora der fünf Kontinente darauf wartet, von Gross und Klein entdeckt zu werden. 46 Aquarien, Vivarien und Terrarien erlauben einen Blick in exotische Tierwelten. Das Aquatis Hotel ist deshalb allemal einen Besuch wert und ein Erlebnis für die ganze Familie.   

[ HOTEL AQUATIS ] 143 Zimmer, Konferenzzentrum für 380 Personen, 2 Restaurants und Spa (Hammam und Sauna) Ab CHF 110.– pro Nacht inkl. Frühstück Bauherrschaft: S.I. Aquaecopole SA Architektur: Richter Dahl Rocha & Associés Innenarchitektur: Boas Construction SA Adresse: Route de Berne 148, 1010 Lausanne-Vennes, Schweiz www.aquatis-hotel.ch



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AKTUELL NEUE EINBAUHAUBE

EIN KÜCHENKLASSIKER IM NEUEN LICHT

Unter den hochwertigen Einbauhauben ist die «211» von Wesco der Schweizer Ver­ kaufsschlager. Die besonders leisen Ausfüh­ rungen der Linien «Comfort» und «Eco» wurden für Endverbraucher und Fachhandel technisch und optisch weiterentwickelt. Neu kann die Farbtemperatur der dimmbaren Kochfeldbeleuchtung anderen Lichtquellen angepasst werden. Für Küchenbauer beson­ ders erfreulich ist zudem, dass beim Einbau keine Aussparungen an der Rückwand mehr notwendig sind. Am bewährten Charakter der reinigungs­ freundlichen Einbauhaube wurde nichts ge­ ändert: Noch immer lässt sie sich einfach über den Glasauszug bedienen und ist im Betrieb leise und effizient. Die unscheinbare Optik wurde nur im Bereich der Beleuch­ tung angepasst. Und so tut sie, was eine hochwertige Einbauhaube tun soll: Koch­ dunst leise und effizient absaugen, ohne ­dabei gesehen zu werden.

FUNKTIONAL Hinter dem zurückhaltenden Äusseren der «211» verbirgt sich bewährt Technologie, die einen optimalen Betrieb garantiert. Die fili­ grane Einbauhaube verfügt über einen leis­ tungsfähigen EC-Lüfter, der die Kochdünste besonders energieeffizient absaugt. Die op­ timierte schallgedämmte Konstruktion mi­

Die Farbtemperatur der dimmbaren ­Kochfeldbeleuchtung kann neu anderen Lichtquellen angepasst werden.

nimiert die Betriebsgeräusche des ­G eräts, das sich auch über «TouchControl» bedienen lässt. Die «Comfort»-Version überzeugt zu­ dem mit dem «MultiFlow»-Umschaltmodul, welches auf Knopfdruck zwischen Um- und Abluftbetrieb umschaltet. Optional kann auch die «autoSwitch»-Funktion zum Einsatz kommen, die automatisch zwischen Umund Abluft wechseln kann. Dank herunterklappbarem Innenkörper und der «Wesco Flow Clean»-Innenschale ist die «211» zudem besonders pflegeleicht und ­reinigungsfreundlich – rundum ein prakti­ scher Küchenklassiker. [ Wesco AG ] Küchenlüftung 5430 Wettingen | www.wesco.ch Die Haube lässt sich einfach über den Glasauszug bedienen.

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bau AG ist heute ein modernes, ökologisch denkendes Unternehmen. Seit Anfang 2017 können die Saunen grösstenteils mit eigenem Solarstrom produziert werden. An die Werkstatt in Tuggen ist zudem eine Ausstellung angegliedert, in der diverse Saunen in den unterschiedlichsten Ausführungen als Anschauungsobjekte bereitstehen. [ Ging Saunabau AG ] Linthstrasse 43, 8856 Tuggen SZ www.saunabau.ch

FAMILIENUNTERNEHMEN

INDIVIDUELLE SAUNALÖSUNGEN SEIT 30 JAHREN

Ob eine rustikale Sauna aus Fichte in Altholzoptik, eine helle Arven-Sauna mit Naturstein­ elementen oder eine Sauna mit integrierter Lichttherapie: Seit 30 Jahren realisiert die Firma Ging Saunabau AG individuelle Saunalösungen, die den Alltag vergessen lassen. Auf Wunsch können dafür unterschiedliche Hölzer, Natursteine, grossflächiges Glas, Soundsysteme und stimulierendes Farblicht zum Einsatz kommen. Die Einzelfirma zur Herstellung von Saunen wurde 1987 von Ueli und Mireille Ging in Tuggen gegründet. Mit zunehmenden Aufträgen konnten Produktion und Ausstellungsräume bereits nach zwei Jahren vergrössert werden. 1999 wurde die Einzelfirma in eine AG umgewandelt. Heute wird das Familienunternehmen am Oberen Zürichsee von Mireille Ging und ihrer Tochter Claudia geführt. Die Ging Sauna-

Ob traditionell oder topmodern: Ging Saunabau bietet individuelle Lösungen. Materialien, Farben und Fomen kommen zu einer Wunschsauna zusammen.

GÜTEZEICHEN FÜR HOLZBAU

HOLZHÄUSER GEGEN DIE GLOBALE ERWÄRMUNG

Fullwood Wohnblockhaus hat kürzlich das brandneue Gütezeichen «RAL-GZ 425 für CO₂-senkende Bauwerke» erhalten. Nach einer unabhängigen Prüfung durch «RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.» wurde das Siegel durch die «Gütegemeinschaft CO₂-neutrale Bauwerke in Holz e. V.» verliehen. Das laufend durch Eigen- und Fremdüber­wachung nachgehaltene Gütezeichen bezeugt dem Blockhaus-Hersteller klimaschonendes und nachhaltiges Bauen und basiert auf einem gesamtheitlichen ökologischen Berechnungsmodell. Der nachwachsende Rohstoff Holz besitzt im Gegensatz zu anderen Materialien die Eigenschaft, dass er während des Baumwachstums CO₂ aus der Atmosphäre entzieht und speichert. Transport, Trocknung und Ver­ arbeitung von Holz setzen wesentlich weniger CO₂ frei, als im Holz gespeichert ist. Am Ende seiner Lebensdauer als Baumaterial kann das Holz weitere Verwendung finden, bis es schliesslich zur Wärmegewinnung CO₂-neutral verbrannt werden kann. Die grosse Dauerhaftigkeit vom Holzhäusern,

Das in Holz gespeicherte Kohlendioxid bleibt während der Lebensdauer des Hauses gebunden.

die von teilweise über 100 Jahre alten Holzbauten belegt wird, sorgt dafür, dass das Holz lange im Einsatz bleibt. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft entlastet das Klima höchst ­effizient. Zu den ökologischen Vorteilen von Holzhäusern gesellen sich zudem die praktischen: Holz schafft ein wohliges Wohnklima und lässt sich individuell verarbeiten. [ Fullwood Wohnblockhaus ] www.fullwood.de 

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SERVICE

20-JAHRE-JUBILÄUM

WOHLIG WARM MIT OFEN UND CHEMINÉE

Was vor 20 Jahren als kleines Schweizer ­Familienunternehmen begann, hat sich schweizweit zum Spezialisten für umweltschonende Wohnraumfeuerungen entwickelt. Zum 20. Geburtstag präsentiert die Alpinofen-Gruppe einen neuen Gesamtkatalog: 96 druckfrische Seiten voller Ideen und Inspirationen, die das Zuhause schöner und gemütlicher, aber dank neusten Verbrennungstechnologien auch umweltfreundlicher machen. Die Mischung aus exklusiven Neuheiten und bewährten Klassikern sowie zündenden Ideen und Tipps vom Fachmann bietet alles rund um schöne Momente. «Seit 1997 haben wir über 30 000 Wohnraumfeuerungen verkauft. Das Rundum-Angebot mit besonders preiswerten Dienstleistungspaketen von der Fachberatung über die fotorealistische Planung bis hin zum fixfertigen Ofen-, Cheminée- oder auch Kaminanlageneinbau hat sich am Markt bestens bewährt», sagt Dana Gisin, Geschäftsleitung der Alpin­ ofen AG. «Auch künftige Kunden dürfen sich auf höchste Leistungsbereitschaft und einen qualitativ hohen Service freuen, auch dann, wenn es um gesetzliche Bestimmungen, Bewilligungsverfahren und Baugesuche geht.» Zum Jubiläum zündet Alpinofen ein veritables Feuerwerk von interessanten Aktionen. In den Grossausstellungen in Bern, Illnau, Villeneuve und Luzern zeigt das Unter­ nehmen das umfassende Angebot rund um die Feuerstelle. [ Alpinofen AG ] Bern, Illnau, Villeneuve, Luzern | www.alpinofen.ch

GARTENBEWÄSSERUNG

PROFI-WERKZEUG FÜR DEN GRÜNEN DAUMEN

Rasen, Rabatte, Gehölzsaum, Gemüsebeet und Terrassengefäss brauchen eine stetige und bedarfsgerechte Wasserversorgung. In all diesen Gartenarealen wachsen Pflanzen mit speziellem Wasserbedürfnis. Auch frisch Gepflanztes benötigt mehr Feuchtigkeit als tief Verwurzeltes. Und manchmal braucht es einen besonders starken Wasserstrahl, um Werkzeug oder verschmutzte Treppen zu reinigen. Für Anwendungen wie diese kommt das Original-Gardena-System zum Einsatz. Aufs Jahr 2017 hat Gardena das System überarbeitet und die Produktpalette um sechs Anschlussgeräte aus dem Comfortund Premium-Segment – Reinigungsspritzen, Multibrausen, Giessstab – vervollständigt. Sie alle sind mit einer integrierten Frostschutztechnologie ausgestattet und lassen sich dank ihrer variablen Sprühbilder unterschiedlich nutzen. Da die Griffform nochmals ­verbessert wurde, liegen sie perfekt in der Hand. Zudem überzeugen die Produkte mit Qualität und Langlebigkeit. [ Gardena ] www.gardena.com 102


MEISTERHAFT

EIN GRILL FÜR DIE HÖCHSTEN ANFORDERUNGEN

Mit der neuen «Masters Series» präsentiert Campingaz eine Produktlinie von PremiumGrills mit vier Modellen, die besonders ­robuste Materialien und exklusive Features in einem modernen Design vereinen. Die neue Serie für Meistergriller und Feinschmecker bündelt feinste Technologien wie die «Even Temp»-Technologie, das «Culinary Modular System» für vielfältige Einsatz­ zwecke und die praktische «InstaStart»-Zündung mit einzeln beleuchteten Reglern, die ein geöffnetes Ventil anzeigen. Eine neue Beschichtung macht das bewährte Reinigungssystem «InstaClean» noch besser und ermöglicht eine spielend leichte Vorreinigung der Teile, bevor sie in der Spülmaschine das letzte Fett wegbekommen. Das Modell «Master 4 Series Classic SBS» wartet mit einer weiteren brandneuen Funktion auf. Es ist mit der «Searing Boost ­Station» ausgestattet, die dank eines zusätzlichen Brenners mit extremer Hitze in Sekundenschnelle perfekte Grillstreifen und Röstaromen auf Steaks und andere Leckereien zaubert. Die Edelstahlbrenner der «Master Series» kommen mit einer 5-JahreGarantie und sind auf eine ebenso kraftvolle

Die «Master Series» bietet Grillmeistern und Feinschmeckern ausgeklügelte Funktionen.

wie gleichmässige Hitzeverteilung ausgelegt. Mit dem neuen und verbesserten Edelstahl­ deckel sind perfekte Kochergebnisse vorprogrammiert – auch an kalten oder windigen Tagen. Alle Grillmodelle der «Master Series» sind mit praktischen Seitentischen ausgestattet, die auf eine Tragelast von mindestens 50 Kilogramm ausgelegt sind und eine grosse Arbeitsund Abstellfläche bieten. So wird der Lieblingsplatz im Garten im Nu zur effektvollen ­O utdoor-Küche. [ Campingaz ] www.campingaz.com/ch

AUSGEZEICHNETES DESIGN

PREISGEKRÖNTE ARMATUREN

Die Hansgrohe Group zählt mit ihren Marken Axor und hansgrohe auch 2017 zu den zehn designstärksten Unternehmen weltweit. Im aktuell veröffentlichten Design-Ranking des ­I nternational Forum Design (iF) belegt der Armaturen- und Brausenspezialist aus Schiltach/ Baden-Württemberg unter rund 2000 gelisteten Unternehmen den sechsten Platz. Mit 1040 Punkten verbessert sich Hansgrohe gegenüber dem Vorjahr um vier Plätze und ist nun bestes deutsches Unternehmen vor Audi. Entscheidend für das Aufrücken auf Position sechs war 2017 die Auszeichnung von acht Produkten der Marken Axor und hansgrohe. Darüber hinaus prämierte die Expertenjury die Armatur «Axor Uno» mit einem Gold Award. [ Hansgrohe AG ] 5432 Neuenhof | www.hansgrohe.ch Info Nr. 123

Lieblingsplatz.

Erholung pur. Pergola von STORAMA. in dir de Hole wohlfühlr um Rund t – von de m e u k z pa bis tung Bera terhalt. Un

für mehr Wohlbefinden STORAMA AG Innovationszentrum für Storen- und Wetterschutzlösungen Burgistein Bern Zürich – T 033 359 80 80 – storama.ch


SERVICE

AWARD FÜR INNOVATION

PLATZSPARENDE SAUNA AUF SIEGESZUG

Die Sauna-Innovation «S1» von Klafs setzt ihre Siegesserie fort: Die renommierten Pool- und Wellness-Experten in der Jury des Innovationspreises «Golden Wave» wählten sie auf den ersten Platz in der Kategorie «Sauna/Dampfbad/Infrarot». Damit hat die raumsparende ­Sauna bereits acht wichtige Auszeichnungen errungen, zum Beispiel beim German Design Award, dem iF Design Award und dem Red Dot Design Award. Mit dem «Golden Wave» zeichnet die seit 1968 erscheinende Fachzeitschrift «Schwimmbad+Sauna», Deutschlands führendes Pool- und Wellness-Magazin, alle zwei Jahre herausragende Produkte, Techniken und Verfahren in insgesamt acht Kategorien aus. Der praktische Nutzen der Innovationen steht

Mark Böttiger (l.), Leiter Unternehmenskommunikation Klafs, nimmt den Preis entgegen.

dabei klar im Vordergrund. Hier punktet die «S1»: Sie ist die weltweit erste Sauna, die sich auf Knopfdruck ganz klein macht – so wie das Zoomobjektiv einer Kamera. Im komplett eingefahrenen Zustand ist die «S1» gerade einmal 60 Zentimeter tief, so wie ein herkömmlicher Schrank. Dennoch ist die «S1» eine bis ins Detail hochwertig gestal­ tete Sauna mit Platz für die ganze Familie. [ Klafs AG ] 6340 Baar | www.klafs.ch

INDIVIDUELLE DUNSTABZUGSHAUBEN

GESTALTUNG BIS INS DETAIL

Wegen ihrer prominenten Positionierung sind Dunstabzugshauben über dem Kochfeld oft ein Blickfang. Massive Edelstahlkörper müssen nicht zwingend sein: Schmidt Küchen und Wohnwelten hält mit der Option einer individuellen Gestaltung eine Lösung bereit. Dabei wird die Abzugshaube nach Kundenwunsch an das Küchendesign angepasst. So können die praktischen Umluft- oder Abluftgehilfen mit unterschiedlichen Fronten verkleidet werden. Ob im gleichen Farbton wie die Fronten, farblich harmonisch angepasst oder auch als kontrastreicher Hingucker – alles ist möglich. [ Schmidt GmbH & Co. KG ] www.schmidt-kuechen.de

Harmonisch: Dunstabzugshaube im Farbton der Küchenfronten.

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NEUE KOLLEKTION

KERAMIK-DESIGN

Die Feinsteinzeugkollektion «Twist» stand im Zentrum der Inszenierung von Cera­ miche Refin anlässlich des Fuorisalone 2017 in den eigenen Showrooms in Mailand. Sowohl die Rauminszenierung als auch die Kollektion wurden von Arianna Lelli und Chiara di Pinto von Studiopepe entworfen. Die beiden Designerinnen verbindet ein ­v isionärer, disziplinübergreifender Ansatz, bei dem die kreative Beratung im Fokus steht. Mit ihrer Arbeit zollen sie ebenso den italienischen Design-Legenden wie der langen Handwerkstradition Italiens Tribut. [ Ceramiche Refin ] www.refin.it

Die Kollektion «Twist», designt von Studiopepe.

PREISVERLEIHUNG

FÜNF DESIGN-AWARDS FÜR KÜCHE UND BAD

Der internationale Red-Dot-Design-Wett­ bewerb wird vom Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen e.V. in Deutschland ausgetragen und kürt die besten Produkte des Jahres. Designer und Hersteller aus aller Welt reichen ihre Produkte ein, und eine ­Jury von 40 Experten bewertet die Einsendungen anhand von Kriterien wie Grad der Funktionalität, Ergonomie, Innovation, Langlebigkeit und ökologische Verträglichkeit. Grohe erhält 2017 fünf der begehrten Awards: Das «Grohe Blue Home Trink­ wassersystem», die Duschtoilette «Grohe Sensia Arena», die Badezimmerarmatur «Grohe Lineare» sowie die Küchenarmaturen «Grohe Concetto Professional» und «Grohe Essence Professional» wurden ausgezeichnet. Somit hat Grohe seine führende ­Marktposition in der Sanitärbranche erneut erfolgreich unter Beweis gestellt. Als Teil der Lixil Corporation, globale Marktführerin der Sanitärbranche, kombiniert Grohe die Innovationsstärke und Markenleistung eines deutschen mittelständischen Unternehmens mit den globalen Ressourcen und technischen Führungskompetenzen von Lixil. Mit den Red Dot Awards 2017 beweist diese Kombination ihre Schlagkraft im Markt, basierend auf den Kernwerten von Grohe: Qualität, Technologie, Design und Nachhaltigkeit.

«Essence» gibt es in verschiedenen Farben.

[ Grohe ] www.grohe.com 

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SERVICE

KÜCHE NACH WUNSCH

STILVOLLE GESTALTUNG DER KOCHLANDSCHAFT

Die Küche ist heute ein Lebensraum, der in vielen Details auf ganz individuelle Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt ist. Dabei legen Kunden vor allem Wert auf Funktionalität, qualitativ hochwertige Ausstattung und ansprechendes Design. Häcker Küchen vereint die­ se drei Aspekte optimal. So präsentieren sich die eleganten Modelle «AV 4070 GL» und «AV 5082 GL» in gefragten Naturtönen: edler, bronzefarbener Metalliclack bzw. das Furnier «Wildeiche Mokka ge­ port», eines der drei Furniere mit senkrechter Maserung, die Häcker Küchen neu in ihr Programm aufgenommen hat. Beide Modelle stammen aus der anspruchsvollen und designorientierten Produkt­ linie «systemat/systematArt». Schlichte Eleganz und hochmoderne Qualitätsarbeit zeichnen die Küchen aus. Das Gesamtkonzept über­ zeugt auch bei der Planung der Küche und ermöglicht es, noch mehr auf die Wünsche der Kunden einzugehen. [ Häcker Küchen ] www.haecker-kuechen.de

«BULLI»-KÜHLSCHRANK

KLASSIKER TRIFFT KLASSIKER

Innerhalb der seit Jahren erfolgreichen ­«Gorenje Retro Collection» werden die Kühl­ schrankklassiker als Sonderlinie im Design des legendären Fünfzigerjahre-«Bulli»-Mini­ busses von Volkswagen neu aufgelegt. Der VW-lizenzierte «Gorenje Retro»-Kühl­ schrank in champagnerfarbenem VintageDesign mit zweifarbiger Frontgestaltung in Baby Blue oder Burgundy, einem grossen VW-Logo sowie Deko-Details in Chrom be­ sticht innen durch zeitgemässe Ausstattung und hocheffiziente Kühltechnologie. [ SibirGroup AG ] Bahnhofstr. 134, 8957 Spreitenbach | www.sibirgroup.ch

ERWEITERTE PALETTE

ANSPRECHENDE FARBTÖNE FÜR ULTRAKOMPAKTE OBERFLÄCHEN

Dekton, die innovative ultrakompakte Cosentino-Oberfläche für die Welt der Architektur und des Designs, lanciert fünf neue einzigartige und höchst ansprechende Farben, die exklusiv von der Abteilung für Forschung und Entwicklung von Cosentino ausgearbeitet wurden: ­«Qatar», «Manhattan», «Vienna», «Fossil» und «Nayla». Die farbliche Harmonie und das von der Natur inspirierte Design machen die neuen Ausführungen zu idealen Produkten für ­u nzählige Anwendungsbereiche in Architektur, Design und Inneneinrichtung. «Fossil» (auf dem Bild) erinnert beispielsweise an graue Felsen mit durchgehender Maserung und einer Textur aus fossilierten Organismen. Die Maserung verleiht Räumen eine natürliche Note. [ Cosentino ] www.dekton.com 106


AGENDA THEMENMONAT STILHAUS AG

TÜREN, FENSTER UND FASSADE

Haben Sie sich bei der Planung oder Umgestaltung Ihres Hauses schon Gedanken zur Gebäudehülle gemacht? Im stilhaus Rothrist haben Sie noch bis zum 30. Juni die Gelegenheit, sich näher mit diesem grundlegenden Thema auseinanderzusetzen. Experten zeigen ihre neuesten Gläser-Lösungen. Energieeffizienz, edles Design und eine hohe Gestaltungsfreiheit zeichnen dabei die neuen Produkte aus. Auch bei den Fassaden gibt es Neues zu entdecken, wie beispielsweise die Holzfassaden mit geklebten Schichtstoffplatten. Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit, ein im Holzbau gefertigtes Modulhaus zu besichtigen. Im Weiteren steht das Thema Minergie im Fokus. Erfahren Sie auch innovative Lösungen zur Sicherheit, die ­i nsbesondere Türen betrifft. Das und vieles mehr präsentieren die Aussteller im «stilhaus» im Themenmonat «Türe, Fenster und Fassade». [ stilhaus AG ] Rössliweg 48, 4852 Rothrist | www.stilhaus.ch/tuere-fenster-fassade

MESSEN UND EVENTS Magali Reus – Night Plants

Collection on Display: Rules

Kunstausstellung 3.Juni bis 22. Oktober 2017 Kunstmuseum St. Gallen www.kunstmuseumsg.ch

Kunstausstellung Noch bis 13. August 2017 Migros Museum für Gegenwartskunst www.migrosmuseum.ch

Together !

Facettenreiche Ideale

Die neue Architektur der Gemeinschaft 3. Juni bis 10. September 2017 Vitra Design Museum, Weil am Rhein www.design-museum.de

St. Galler Festspiele

ERLEBNIS FÜR DIE GANZE FAMILIE

Die Umwelt Arena Schweiz lädt vom 15. Juli bis 20. August 2017 ­jeweils von Donnerstag bis Sonntag zu den Family Days ein. Täglich wird um 11, 13.30 und 15.30 Uhr ein Spass-Trail veranstaltet, der verschiedene Themen spielerisch aufgreift. Hierzu gibt es die spe­ zielle Wechselausstellung «Der Dachs, der bekannte Unbekannte», und auch die Ausstellung «Biodiversität» ist Teil der im Rahmen des Spass-Trails veranstalteten Kinderführung. Auf einer speziellen Rutschbahn können die Kinder zum allgegenwärtigen Thema Energiegewinnung erste Erfahrungen machen, indem sie durch ihr ­Rutschen selbst Strom produzieren. Am Sonntag, 23. Juli, um 13.30 Uhr gibt es eine Lesung aus dem Buch «Weisst du, welches Tier?» mit ­Regina Dürig und Jeannine Moll. Ein weiteres Highlight ist der Fami­l ienwettbewerb, bei dem es zehn exklusive Familienpackages für Knies Kinderzoo in Rapperswil zu gewinnen gibt. [ Umwelt Arena Schweiz] Türliackerstrasse 4, 8957 Spreitenbach | www.umweltarena.ch

Energie 17 Tag der Energiekompetenz 24. Juni 2017 Bauarena Volketswil www.bauarena.ch

Arte Albigna Ein wandernd erlebbares Kunstprojekt zwischen 1200 und 2565 m ü. M. 2. Juli bis 30. September 2017 Pranzaira/Albigna www.arte-albigna.ch

Edelflohmarkt Verkauf von Kunstwerken, Möbeln und Gebrauchsgegenständen Noch bis 17. September 2017 Galerie Das Da, Zug www.das-da.ch

Gwunderstunde Spielerisch ein Thema der Natur entdecken Immer mittwochs von 14 bis 17 Uhr Natur-Museum Luzern www.naturmuseum.ch

ARTE ALBIGNA Wandernd Kunst erleben

schwarz im Quadrat Interaktive Ausstellung Noch bis 23. Juli 2017 Kindermuseum Creaviva, Bern www.creaviva-zpk.org

Foto: Andrea Badrutt

FAMILY DAYS

Oper, Konzert und Tanz 23. Juni bis 7. Juli 2017 St. Gallen www.stgaller-festspiele.ch

Kunstausstellung Noch bis 17. September 2017 Museum Rietberg, Zürich www.rietberg.ch



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SERVICE  KATALOGE

«HÄUSER»

KATALOG 3 | 2017 D IE EN H W IC T IG ST

Kata loge – direkt nach Hause !

HÄUSER Baufritz AG

HÄUSER Atmoshaus AG

Bestellen Sie diese Firmenkataloge bequem zu sich nach Hause – entweder einzeln oder in den Katalogpaketen «Häuser», «Küche», «Bad/Wellness» und «Garten». Kennzeichnen Sie einfach die Leserdienstnummern der gewünschten Kataloge sowie die Katalogpakete auf der Leserdienstkarte hinten im Magazin und senden Sie uns die Karte zu. Bestellung per Fax 044 733 39 89 Bestellung via Internet www.traumhaus.ch / kataloge

LESERDIENST

HÄUSER Bautec AG

LESERDIENST

HÄUSER Davinci Haus GmbH + Co. KG

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HÄUSER HUF HAUS GmbH + Co. KG

LESERDIENST

LESERDIENST

HÄUSER freshhaus

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HÄUSER Idealbau AG

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LESERDIENST

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LESERDIENST

LESERDIENST

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HÄUSER Fullwood Wohnblockhaus

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HÄUSER Kobelt AG

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LESERDIENST

LESERDIENST

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HÄUSER SWISSHAUS AG

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LESERDIENST

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«KÜCHE» HÄUSER WeberHaus GmbH + Co. KG

LESERDIENST 108

KÜCHENEINRICHTUNGEN Brunner Küchen AG

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LESERDIENST

KÜCHENEINRICHTUNGEN HERZOG Küchen AG

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LESERDIENST

KÜCHENEINRICHTUNGEN V-Zug AG

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LESERDIENST

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«BAD / WELLNESS» WASCHRAUM Schulthess Maschinen AG

LESERDIENST

WASCHRAUM SIBIRGroup AG

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LESERDIENST

BADEZIMMER VOLA AG

BADEZIMMER talsee AG

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LESERDIENST

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LESERDIENST

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«INNENAUSBAU / EINRICHTUNG» TREPPENBAU Columbus-Treppen AG

LESERDIENST

BODENBELÄGE Hans Hassler AG

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LESERDIENST

BODENBELÄGE HGC

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LESERDIENST

BODENBELÄGE Maxxpark AG

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«FASSADE / AUSSEN» BODENBELÄGE Tomwood AG

LESERDIENST

GARTENMÖBEL BAUHAUS Fachcentren AG

LESERDIENST

LESERDIENST

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LESERDIENST

ROLLLADENSYSTEME Schanz Rollladensysteme GmbH

SCHWIMMBADBAU AC Schwimmbadtechnik AG

LESERDIENST

LESERDIENST

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PERGOLAS Storama AG

GARTENUNTERHALT LEHNERT AG

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«GARTEN»

KELLERBAU Knecht Kellerbau AG

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LESERDIENST

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LESERDIENST

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SCHWIMMBADBAU Vita Bad AG

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LESERDIENST

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SERVICE  MITARBEITER DIESER AUSGABE

MENSCHEN Auswahl

.FOTOGRAF.

HOLGER JACOB

ist Teil des Fotografen-Teams der B+L Verlags AG, für die er seine Kamera unermüdlich auf architektonische Neuentdeckungen richtet. Für Architektur- und Still-Life-Fotografie schlägt sein Herz, weil er hierbei sein nie enden wollendes Perfektionsstreben ausleben kann. Detailverliebtheit und der Drang, Bewegung anzuhalten, machen seine Bilder ausdrucksstark. Für diese Ausgabe durfte er auch vierbeinige Models abbilden.

Parkettboden HQ Bei Tomwood wählen Sie SERVICE von A bis Z – von Ausstellung bis Handmuster, von Mietmaschine bis Zulieferung.

Beratung

«Ein Bijou für zwei», S. 32

.HYPO-BERATER.

STEFAN HEITMANN

ist Gründer und CEO von ­Money­Park, der grössten und modernsten Schweizer Hypound Vorsorgeplattform. «Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden die beste Hypothek bekommen», verspricht er. MoneyPark arbeitet mit über 80 Anbietern zusammen – von Grossbanken über Versicherungen bis hin zu Pensionskassen und alternativen Finanzierungsanbietern. Vor MoneyPark war Heitmann ­Partner bei ­McKinsey.

Holzboden LINDURA „SORGLOS-PAKETE“ inklusive z. B. virtueller Raumplanung, UnterlagsbodenRestfeuchte-Messung und Verlegung.

Verlegung

«Familien-Hypotheken», S. 66

.FOTOGRAF.

GUSTAV WILLEIT Vinylboden ANTIGUA

Über 8500 Produkte ständig am Lager! Individuelle Beratung und Infos in unserer 3 200 m2 grossen Ausstellung „Holz für Haus und Garten“ 110

Info Nr. 124

Gartenstrasse 4 (Industrie) · 4537 Wiedlisbach Telefon: 032 /636 62 62 · Fax: 032 /636 62 60 E-mail: info@tomwood.ch · www.tomwood.ch

ist freischaffender Fotograf zwischen Landschaft, Architektur und Kunst. Er lebt und arbeitet in Corvara, einem kleinen Dorf in Alta Badia in Südtirol. Während seiner Ausbildung an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich erwarb er technische Fähigkeiten und legt seine ureigene poetische Vision der Welt fest. Seine Fotos sind Geschichten über den mensch­l ichen Zustand und den ­Vergleich mit dem Realen. «Ein Fall für Architektur», S. 38


Schwimmbadbau

Sanierung

AC Schwimmbadtechnik AG l CH-6280 Hochdorf

Service

Schwimmbadtechnik

Tel: +41 41 910 65 65 l www.ac-schwimmbad.ch Info Nr. 125

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NEUTRALE BAUBERATUNG Unsere Fachleute beraten Sie gerne neutral und kostenlos. Jeden Samstag von 9 – 16 Uhr.

Info Nr. 126

www.bauarena.ch


IMPRESSUM traumhaus – Das Schweizer Magazin für Planen, Bauen, Wohnen 12. Jahrgang, Erscheinungsweise 6× jährlich, Auflage 20 000 Exemplare, info@traumhaus.ch, www.traumhaus.ch

HERAUSGEBERIN B+L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3, 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99, Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch, www.blverlag.ch

VORSCHAU Die nächste Ausgabe erscheint am 21. August 2017.

VERLEGER  Peter Boll VERLAGSLEITER  Philipp Bitzer REDAKTION Anna Ettlin, anna.ettlin@blverlag.ch Donika Gjeloshi, donika.gjeloshi@blverlag.ch

AUTOREN DIESER AUSGABE Stefan Heitmann, Marianne Kürsteiner

ANZEIGEN  Iris Fischer, iris.fischer@blverlag.ch

ANZEIGENDISPOSITION Jasmin Brühwiler, jasmin.bruehwiler@blverlag.ch

LAYOUT Vanessa Baumann, vanessa.baumann@blverlag.ch

ANZEIGENERSTELLUNG Nataša Mirkovic, natasa.mirkovic@blverlag.ch Foto: Tanya Hasler

KORREKTORAT Ullrich Noelle, ullrich.noelle@blverlag.ch

FOTOS Tanya Hasler, tanya.hasler@blverlag.ch Holger Jacob, holger.jacob@blverlag.ch

DRUCK AVD Goldach AG, Sulzstrasse 10 – 12, 9403 Goldach, www.avd.ch

VERKAUFSPREIS Einzelexemplar CHF 9.– Abonnement 1 Jahr (6 Ausgaben): CHF 44.– Abonnement 2 Jahre (12 Ausgaben): CHF 79.– Ausland, zuzüglich Portokosten

ISSN   1661-7541 WEMF/SW-Beglaubigung 2016 Total verbreitete Auflage: 10 654 Exemplare Davon verkauft: 5263 Exemplare

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband Schweizer Medien Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen bzw. Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren, nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

In der B+L Verlags AG erscheinen ausserdem: at – Aktuelle Technik, Architektur + Technik, Hotelier, idea, PHŒNIX, Swiss Wedding

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DEN AUSSENRAUM GESTALTEN Der eigene Garten ist ein Wohnraum im Freien, in dem man sich im Sommer oft sogar mehr aufhält als im Haus­ inneren. Wenn Innen und Aussen harmonisch ­aufeinander abgestimmt sind, erleben Sie den Garten als eine Fort­ setzung Ihres Wohnzimmers. Eine sorgfältige und frühzeitige Planung ist dabei das A und O. Wie Sie die ­Gartenplanung am besten bewältigen, erklären Fachleute in der nächsten Ausgabe.

Weitere Themen

KOCHEN, BACKEN & CO.

Küchengeräte für alle Anwendungen

FINANZEN IM FOKUS

Hypotheken und Bauversicherungen

HAUSTECHNIK

Einbruchschutz und Sicherheit


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ABO

traumhaus im Abonnement Ideen für Ihr Traumhaus und alles Wissenswerte rund um die Themen Planen, Bauen, Wohnen finden Sie in unserem Magazin.

1 Jahres-Abo* für CHF 44.– *6 Ausgaben + 2 Sonderausgaben «küchen» und «bäder» Bestellen Sie gleich unter traumhaus.ch /abo oder mit nebenstehender Karte

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Florida – Wohnen wie Ferien

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Für jedes Alter – Das stufenlose Raumkonzept bietet in allen Lebensphasen ein sicheres Zuhause und die bodentiefen Fenster durchfluten das Haus mit viel Tageslicht. Durch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, im Inneren wie auch im Garten, ist dieses Haus sehr wandelbar und in jeder Hinsicht ein Hingucker. Das Florida lässt sich, wie alle Hausideen, von Atmoshaus auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche anpassen.

traumhaus Abo Ich bestelle ohne weitere Verpflichtung kostenlos 1 Ausgabe* Ich bestelle ein 1-Jahres-Abonnement zum Preis von CHF 44.– (6 Ausgaben)* Ich bestelle ein 2-Jahres-Abonnement zum Preis von CHF 79.– (12 Ausgaben)* *Ausland zuzüglich Portokosten

RECHNUNGSANSCHRIFT

Bei dieser modernen und gradlinigen Hausidee mit Flachdach befinden sich alle Räume auf einer Etage. Egal ob für Familien, Paare oder Singles; im Florida ist alles möglich. Vom gedeckten Sitzplatz reicht der Ausblick auf den eigenen Pool, eine schöne Wiese oder ein Biotop. Alles ist machbar!

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Gerne beantworten wir Ihnen alle Fragen, damit auch Sie den Traum vom Eigenheim mit uns realisieren können. Unsere Verkaufsberater stehen Ihnen gern zur Verfügung.

Atmoshaus AG Eichweid 1 6203 Sempach Station T 041 545 80 00* info@atmoshaus.ch www.atmoshaus.ch

Endlich daheim.

Info Nr. 101

traumhaus 03 2017  
traumhaus 03 2017