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rancesco Illy, der Kaffee von Amici hat seinen Preis. Die Schweizer Hotel- und Gastro-Branche steht massiv unter Druck, vor allem seit der Aufhebung des Mindestkurses. Weshalb sollte es sich für Gastronomen und Hoteliers lohnen, auf dieses «Edelprodukt» zu setzen? Die meisten renommierten Luxus-Hotels bieten ihren Gästen eine exzellente Kaffeequalität – zum Beispiel Hyatt, Marriott, Peninsula, Mandarin Oriental, Four Seasons. Sie setzen schon seit Jahren auf die Qualitätsmarken «Illy» und in der Schweiz «Amici». Für solche Hotels gibt es nur ein Credo: Nur Exzellenz im gesamten Angebot führt zu Kundenzufriedenheit und dadurch zu Kundentreue. Unsere Qualität passt perfekt in diese Strategie. Und bei den Margen, die bei einer Kaffee- oder Espressotasse erzielt werden – in der Schweiz reden wir von etwa 85 Prozent und mehr – lässt sich der Breakeven-Punkt sehr schnell erreichen: Meistens genügt eine Absatzsteigerung von 2 bis 3 Prozent, um unseren Mehrpreis wettzumachen. Alles gut und recht, aber wie kann der Hotelier oder Restaurateur mit Kaffee den Umsatz steigern? Gäste kommen neben der Qualität auch wegen des besonderen Erlebnisses. Dafür haben Hoteliers einen Sommelier, der den Wein kredenzt, einen Patissier, der hausgemachte Pralinen kreiert, und eine Hausdame, die dafür sorgt, dass die Pyjamas vor dem Schlafengehen schön hübsch drapiert auf den Gast warten. Alles Dinge, die der Gast zu Hause nicht bekommt. Diese Phi-

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losophie sollte auch in jeder Tasse Kaffee stecken – schon beim Frühstück, wo es doch tatsächlich noch Gastgeber gibt, die eine schwarze Brühe in Kännchen servieren! Warum soll der Gast auswärts Espresso trinken, wenn er zu Hause besser schmeckt? Und denken Sie daran, der Geschmack eines guten Kaffees ist der Beginn in den Tag und der Abschluss eines jeden guten Essens! Und somit die Aromen, die ein Gast am Ende mit nach Hause nimmt – unsere Aromen halten nämlich bis zu zwei Stunden an. Sirio Maccioni, der Vater von «Le Cirque» in New York, sagte: «Zwei Sachen müssen perfekt sein: Dessert und Kaffee. Weil sie im Gaumen der Kunden am längsten bleiben.» Kaffee als Marketing-Tool? Ja, genau! Es gibt doch diese Mode-Worte wie «Neuro-Marketing» oder «Corporate Scent». Dabei ist dies ein ganz altes Rezept. Olfaktorische Reize gelangen ohne Umweg direkt ins limbische System. Verführen Sie doch einfach die Ur-Instinkte Ihrer Hotel-Gäste! Was seit Jahrhunderten beim Bäcker funktioniert, funktioniert auch im Hotel. Und trotzdem gibt es noch Hotel- und Gastronomie-Betriebe, die Robusta servieren. Wer mit seiner Mischung wirklich sparen will, muss eine Robusta-Arabica-Mischung kaufen. Dabei zwingt er seine Gäste zu einer doppelt schlechten Erfahrung: Zuerst stinkt der Kaffee (für mich) schrecklich, weil Robusta Moleküle enthält, die nach Schimmel riechen. Und die Arabica, die damit gemischt werden, sind sicher nicht die Besten. Zudem beinhaltet diese Mischung normalerweise doppelt so viel Koffein! Amici Caffè hat weniger Koffein, weil Arabica (die Mischung ist 100 Prozent Arabica) nur ein Drittel des Koffeins von Robusta aufweist. Reiner Arabica ist nicht nur besser in Geschmack und Aroma, sondern auch, weil er wesentlich weniger Koffein enthält als andere Kaffeesorten. Mit anderen Worten: Wer Robusta ausschenkt, verkauft seinen Stammgästen weniger Kaffee! 9 I2015

Hotelier 09 2015  
Hotelier 09 2015