Page 1

Hotelier

DEIN ZUVERLÄSSIGER PARTNER

9

JETZT MIT

Hotelier No 9

2 0 19

Das Schweizer Fachmagazin für Hotellerie und Gastronomie

5 JAHREN GARANTIE

AB

NOCH HEUTE VON ATTRAKTIVEN KONDITIONEN PROFITIEREN!

0,9 % LEASING

Empf. Brutto-Verkaufspreis, inkl. MwSt., Land Cruiser 2,8 D-4D Profi, 3-Türer, 130 kW / 177 PS, CHF 36’700.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 3’672.– = CHF 33’028.–, Ø Verbr. 7,4 l / 100 km, CO₂ 195 g / km. Leasingrate CHF 259.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 25 % des Brutto-Verkaufspreises. Hilux 2,4 D-4D Invincible Double Cab, 125 kW / 170 PS, CHF 45’900.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 4’590.– = CHF 41’310.–, Ø Verbr. 8,3 l / 100 km, CO₂ 220 g / km. Leasingrate CHF 329.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 25 % des Brutto-Verkaufspreises. Proace Van Luna L1, 2,0 D-4D, 110 kW / 150 PS, CHF 35’702.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 7’497.– = CHF 28’205.–, Ø Verbr. 5,3 l / 100 km. Leasingrate CHF 199.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 26,9 % des Brutto-Verkaufspreises. Die Flottenkonditionen sind gültig für berechtigte Firmenkunden in der Schweiz und im FL und nicht kumulierbar mit weiteren Cash-Prämien. Für weitere Auskünfte fragen Sie Ihren Toyota Partner. Leasingkonditionen: Eff. Jahreszins 2,9 %, Vollkaskoversicherung obligatorisch, Laufzeit 36 Monate und 10’000 km / Jahr. Eine Leasingvergabe wird nicht gewährt, falls sie zur Überschuldung führt. Die Leasingkonditionen sind gültig für Vertragsabschlüsse mit Inverkehrssetzung vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 oder bis auf Widerruf. Abbildungen enthalten aufpreispflichtige Optionen.

Patrick und Claudio Dietrich, Hotel Waldhaus Sils (Engadin)

Wie führt man eine Hotelikone in der fünften Generation? Igeho Special: Wie lauten die Hoteltrends für 2020?  |  Report: Was bieten die Romantik Hotels ihren Mitgliedern?  |  Ausbildung: Wie die Stiftung La Capriola Lernende fördert.

2 019

TOYOTA NUTZFAHRZEUGE


Probieren Sie unsere Neuheiten an der Igeho.

ASSA ABLOY VINGCARD Schliess-Systeme e kompatib s s e c c A Mobile

l

Modell ALLURE RFID VingCard ALLURE ist eine hochinnovative, elektronische Schliesslösung mit einem einzigartigen, flexiblen Design und mehr Schliesssystem-Funktionen als je zuvor.

Unser Handwerk hat 45 Jahre Tradition - Sie schaffen das in wenigen Minuten! Denn mit unseren in der Schweiz hergestellten Backwaren und Konditoreiprodukten servieren Sie Ihren Gästen zu jeder Zeit hochwertige süsse und salzige Köstlichkeiten. Nebst Hotels, Restaurants und Cafés bedienen wir auch andere Unternehmen, die viele hungrige Gäste verköstigen.

Modell ESSENCE RFID

Modell SIGNATURE RFID

CLASSIC RFID bietet die neueste RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) Basierend auf elektronische Standard-VingCard CLASSICSchlösser. Der schnellste, kontaktlose Mechanismus.

VingCard ESSENCE revolutioniert die Elektronikschlossbranche. Alle Schloss-Komponenten, inkl. Lesegerät und mobile Zugangsplatine sind in der Türe untergebracht. Somit wird ein minimalistisches Design erreicht.

Mit SIGNATUR RFID erhalten Sie ein stilvolles und modernes Schloss, welches sich einer modernen Umgebung anpasst.

Elsafe

Easycooler

Spiegel

Föhn

Bad Accessoires

Hinti GmbH | Seestrasse 34 | 3800 Unterseen-Interlaken | Switzerland Phone +41 (0)33 821 65 60 | Fax +41 (0)33 821 65 62 | info@hintigmbh.ch | www.hintigmbh.ch

Bestellen Sie jetzt unsere feinen Produkte direkt auf www.romers.ch oder rufen Sie uns an: 055 293 36 36.

Hotelier_220x297mm_Igeho.indd 1

Modell CLASSIC RFID

04.10.2019 13:56:02

Wasserkocher

Kassenschrank


Editorial

Ist Ihr Hotel wirklich klar positioniert ? Zwei Drittel der Schweizer Hotels sind austauschbar und folglich nicht klar positioniert. Diese Hotels bieten Leistungen und Produkte an, die der Kunde fast überall erhält. Ich führe seit vielen Jahren intensive und lange Gespräche mit Hoteliers und Hotelexperten zum Thema «strategische Positionierung und Differenzierung». Kleine und mittlere Privathotels haben nur nachhaltig Erfolg, wenn sie sich in der Nische als einzigartige Hotelprodukte klar positionieren und von den Mitbewerbern deutlich unterscheiden. ­ Wer sich als kleines, privates Hotel primär über den Preis verkauft, wird wahrscheinlich nicht mehr lange (über-) leben.

Welche Zielgruppen bevorzugen unser Hotel und warum? Welches sind unsere bevorzugten Gäste? Auf welche Zielgruppen möchten wir in Zukunft unser Hotel ausrichten? Auf welche Zielgruppen wollen wir bewusst verzichten?

Wenn ich Hotels teste, stelle ich den Hoteliers immer wieder Fragen zur Positionierung, da mir das Thema zentral erscheint. Also, liebe «Hotelier»-Leserinnen und -Leser, haben Sie sich die folgenden Fragen auch schon gestellt:

Ich wünsche mir, dass Ihr Hotel zu den wirklich einzigartigen und unverwechselbaren Schweizer Hotelbetrieben gehört. Ein Hotel, das mehr bietet als Kost und Logis, Zimmer mit (oder ohne) Frühstück und Minibar …

Welche Ressourcen besitzen wir? Was sind die gegebenen Bedingungen, auf denen wir die strategische Positionierung unseres Hotels aufbauen müssen? Was sind unsere Wettbewerbsvorteile, und welche Wettbewerbsnachteile (Schwächen) haben wir? Wie können wir unsere Stärken am besten nutzen und unsere Schwächen mildern? Müssen wir mit schwerwiegenden Nachteilen leben?

Hans R. Amrein

Wie können wir uns profilieren? In welchen Bereichen können wir uns am besten gegenüber Konkurrenzbetrieben nachhaltig positiv abheben? Welches sind die vordringlichen Massnahmen (Prioritäten), um unsere strategischen Ziele zu erreichen? Welche Ressourcen (insbesondere Management und Finanzen) sind notwendig, um die erforderlichen Massnahmen Erfolg versprechend zu realisieren?

Welche Position nehmen wir im Gästemarkt und insbesondere in unserer Hotelkategorie ein? Wie werden wir von unseren bevorzugten Gästezielgruppen im Vergleich zu unseren Konkurrenten beurteilt? Wo und wie müssen wir uns verbessern?

Hotelier

Redaktion

Fotografie

WEMF / SW-Beglaubigung 2018

26. Jahrgang

Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@ blverlag.ch

Holger Jacob Tanya Hasler

Anzeigenverkauf

Antje Jakob antje.jakob@blverlag.ch

AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12 9403 Goldach

Anzeigendisposition

Preise Abonnement

Silvia Weiss silvia.weiss@blverlag.ch

1 Jahr (10 Ausgaben + 2 Sonderausgaben): CHF 68.– 2 Jahre (20 Ausgaben + 4 Sonderausgaben): CHF 99.– Einzelausgabe: CHF 9.–, Ausland zuzüglich Porto

Total verbreitete Auflage: 7484 Exemplare Davon verkauft: 4128 Exemplare Zertifiziert als Qualitäts­ publikation durch den Verband Schweizer Medien. Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfassernamen beziehungsweise Kürzel gezeichnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

hotelier.ch Herausgeberin

BL Verlag AG Steinwiesenstrasse 3 CH- 8952 Schlieren 044 733 39 99 blverlag.ch Verleger

Peter Boll

Layout

Chefredaktion

Jacqueline Felder

Hans R. Amrein (hra) hans.amrein@blverlag.ch

Druckvorstufe

Nicolas Koller Nataša Mirković Korrektorat

Birgit Blatter

Druck

ISSN

1664-7548

Publiziertes Bildmaterial, sofern nicht angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden. «Hotelier» ist das offizielle Publikationsorgan des Schweizer Sommelier­ verbandes ASSP-SVS und der Swiss Hospitality & Marketing Association SHMA sowie der Vereinigung dipl. Hoteliers VDH.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

1

Cover

fotografiert von Holger Jacob Waldhaus, Sils-Maria

Publikation2019 FOKUSSIERT KOMPETENT TRANSPARENT


Inhalt

Ausgabe 9 |2019

46

52

01 .

Editorial

04 .

Szene

64

Hygiene Jens Rosenbaum: «Das Bett ist oft schmutziger als die Toilettenbrille»

60 .

Hotelier-Talk 12 .

Patrick und Claudio Dietrich: Wie schaffen Sie es, so innovativ zu sein?

Architektur & Design 64 .

Hotelresort Greyerzerland: Ein Luxusresort mit Ausstrahlung

Brand-Expertin Eva Wandhoff

68 .

Gasthof Zum Riesen: Eine Frauengeschichte

Report

84 .

Am Markt

Zu Gast 20 .

22 .

Wie man mit 10 Thesen ein Hotel zum Erfolg führt

VDH-News 91 .

28 .

Gespräch mit «Romantik-Chef» Thomas Edelkamp

34 .

Wie lange dauert der Hotelboom in Deutschland noch an?

Wer ist die VDH, und was macht sie?

Verband Sommelier Mitgliederporträt Peter Günter, News aus dem Verbandsleben

92 .

Food & Beverage 38 .

8 Fragen

Was gilt es bei Seafood zu beachten?

Markus Kraus stellt sich den Fragen von «Hotelier»

94 . 42 .

Wassersommelier Arno Steguweit: Insider für Mineralwasser

Ausbildung 46 .

Stiftung La Capriola: Der Weg in die Unabhängigkeit

Digital & Marketing 52 .

Ersetzen digitale Butler bald den Portier?

Fitnesstrends 2020 56 .

Hotel-Fitness-Konzepte der Zukunft: Geld verdienen mit Fitness

12

38

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

2


TM

Individuelle Lösungen für besondere Anforderungen. Als Komplettanbieter für professionelle Reinigung und Desinfektion bietet Ihnen Ecolab eine umfassende Produktauswahl für alle Bereiche der Hygiene — aber auch

Systemlösungen für das Housekeeping

ApexTM Produktlinie in Blockform für das maschinelle Geschirrreinigen

Nexa Systemlösungen für die Handhygiene

KitchenPro Systemlösungen für die Küchenhygiene

Systemlösung für die Gebäudereinigung

Systemlösung für die Wäscheaufbereitung

individuelle Lösungskonzepte, zugeschnitten auf die besonderen Gegebenheiten Ihres Betriebs. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung, bewährte Innovationskraft und die 360°-Sicherheitsarchitektur zum Schutz Ihrer Gäste und zur Maximierung Ihres Geschäftserfolges.

WAS WIR TUN ZÄHLT, WIE WIR ES TUN ZÄHLT.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen: chmuttenz.institutional@ecolab.com

Ecolab (Schweiz) GmbH Kägenstrasse 10 CH-4153 Reinach Tel. 0800 326522 www.ecolab.com © 2019 ECOLABTM USA Inc. All rights reserved.


Szene

Aktuelles aus der Hotellerie

Mann des Monats

Wer ist der neue Kempinski-Chef? Explorer Hotels auf Expansionskurs

Kommt die Billighotelkette in die Schweizer Berge? In Österreich und Deutschland haben die Explorer Hotels bereits neun Budget­ hotels in den Bergen eröffnet – mit Erfolg. Wann wird die Hotelkette wohl in die Schweiz expandieren? Dafür, dass sich Katja Leveringhaus, 48, für diese Branche am Anfang gar nicht interessierte, hat sie es ganz schön weit gebracht. «Ich hatte eigentlich nie das Ziel, in die Hotellerie zu gehen», sagt die Frau aus der Nähe von Stuttgart und lächelt. Zusammen mit Jürnjakob Reisigl, einem Österreicher, hat Leveringhaus eine kleine, innovative Hotelkette aufgebaut: Explorer Hotels bietet ähnlich wie die weitaus grösseren Unternehmen Motel One oder Ibis standardisierte Budgetzim­ mer in immer gleicher Ausstattung zu günstigen Preisen an, dabei hat sich das Unternehmen auf Standorte im deutsch­ sprachigen Alpenraum und Ferien­ gäste konzentriert. Anfang  2009 haben Leveringhaus und Reisigl Explorer Hotels gegründet, inzwi­ schen gibt es neun Häuser in Deutsch­ land und Österreich, grundsätzlich immer an Orten, wo es sowohl im Winter als auch im Sommer Geschäft gibt, etwa in der Nähe von Oberstdorf, Neuschwan­ stein, Berchtesgaden, Kitzbühel, im Zil­ lertal oder im Ötztal. «Irgendwann wollen wir 20 Standorte haben, alle in den Ber­ gen», sagt Leveringhaus. Intensiv wird nach geeigneten Plätzen gesucht und mit Gemeinden verhandelt, was nicht immer leicht ist. Finanziert wird die Expansion über Banken. Fast alle Häuser werden selbst geplant und errichtet – und gehö­ ren dann meist auch dem Unternehmen. Der erste Standort war in Fischen in der

Nähe von Oberstdorf, Eröffnung im Dezember 2010. Die Hotels sehen immer gleich aus, aussen mit Holz verkleidet. «Ein Explorer-Hotel soll an ein Bauern­ haus erinnern», sagt Leveringhaus: «Vorn das Haupthaus mit den zentralen Funk­ tionen. Und wo beim Bauern die Kühe schlafen, sind bei uns die Gäste.» Die Hotels mit jeweils etwa hundert Zim­ mern sind das ganze Jahr geöffnet. Es gibt zwar Frühstück und kleine Snacks, aber die Häuser haben grundsätzlich kein Restaurant, was die Gemeinden und Gastwirte in der Umgebung freut, gehen die Gäste doch dann zum Essen und geben dort Geld aus. Die Einrichtung ist funktional, einfach, Lifestyle gibt es keinen. «Das Reiseverhalten hat sich geändert, wir haben nach einem passenden Pro­ dukt für sportlich aktive Gäste gesucht und junge und jung gebliebene Gäste im Visier», meint die Gründerin. Was die Gäste verbinde, sei, «dass sie ihren Urlaub nicht im Hotel verbringen wollen, son­ dern rausgehen». Und dass sie wohl auch die oft spiessigen Einheitspensionen und konventionellen Hotels in den Bergen nicht mögen, sondern aus der Stadt Modernes gewohnt sind. Kann das Konzept funktionieren ange­ sichts des starken Wettbewerbs im Hotel­ bereich? Leveringhaus sagt, die Häuser seien etwa vom dritten Geschäftsjahr an profitabel. Die Kosten seien so kalkuliert, dass die Hotels sich auch bei einer relativ geringen Auslastung schon rechneten. Die Zimmerpreise starten bei etwa 40 Euro pro Person und steigen in der Hauptsaison auf 120 Euro pro Person.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

4

Martin R. Smura ist seit Anfang Juli neuer CEO der ältesten Luxushotelgruppe Deutschlands. Wer ist der 50-jährige Hotelmanager, der zuletzt die Dorint-Hotelgruppe führte? «Martin R. Smura bringt viel Erfahrung und Expertise mit, die er in internationalen Spitzenhotels auf fünf Kontinenten gesammelt hat», so Kempinski. Zuletzt war er Executive Chairman of the Board der Dorint-Hotelgruppe. Daneben übte er weitere Vorstandsmandate aus. Smura absolvierte sein Studium an der Cornell University in New York und der California State University Hayward in San Francisco, wo er seinen MBA-Abschluss erhielt. Meilensteine in seiner Laufbahn waren ein Sitz im Aufsichtsrat von Azimut Hotels, der grössten Hotelkette Russlands, und der Verwaltungsratsvorsitz in der Adlon Holding. Seine Sporen im operativen Geschäft verdiente er sich in der Intercontinental Hotels Group als Director Operations für Ost- und Westeuropa. Dort übernahm der damals 28-Jährige seine erste leitende Funktion in der Gesamtgeschäftsführung und wurde mit 30 Jahren der jüngste regionale Generaldirektor der Gruppe.


Frau des Monats

Alex Lake Zürich ist jetzt offen Das zur Gruppe Campbell Gray Hotels gehörende Haus direkt am Zürichsee wurde im Herbst eröff­ net. In dem neu eröffneten Boutiquehotel domi­ nieren ein schlichtes, zeitgenössisches Design und maritime Elemente. Das Schweizer Architek­ tenduo Marazzi + Paul har das Projekt entwickelt. Hotelbetreiber ist Gordon Campbell Gray, Grün­ der der privat geführten Luxushotelgruppe, die derzeit fünf Häuser in internationalen Topdestina­ tionen zum Portfolio zählt. Das neue Hotel am Zürichsee ist Mitglied der Small Luxury Hotels of the World. Geführt wird das Haus von Oliver Ger­ ber, früher Marketingdirektor bei «Four Seasons» in Milano und zuletzt Sales & Marketing-Chef im Badrutt’s Palace Hotel St. Moritz.

Katrin Rüfenacht geht nach Vals Die Hotelière Katrin Rüfenacht ist neu General Manager im 7132 Hotel in Vals (Graubünden). Sie hat am 1. November die ope­ rative Führung des Luxushotels und der Therme in Vals übernom­ men. Katrin Rüfenacht (41) war während elf Jahren für die Giar­ dino Group tätig. Zunächst in der Position F & B und Event Manager und dann während der letzten acht Jahre als General Manager im «Giardino Mountain». Sie führte das luxuriöse Boutique­ hotel in Champfèr bei St. Moritz seit der Eröffnung und war unter anderem für die erfolgreiche Posi­ tionierung des Hotels und dessen wirtschaftliche Entwicklung ver­ antwortlich. Katrin Rüfenacht (diplomierte Hotelière SHL) tritt die Nachfolge von Beat Fleisch­ mann an, der eine neue berufliche Herausforderung annehmen will.

Hyatt präsentiert neue Lifestyle-Marke Hyatt stellt mit Caption eine neue Lifestyle-Marke mit flexiblen Co-Working-Spaces und Community-Bereichen vor. Angesiedelt im sogenannten Select-Service-Segment, soll Caption by Hyatt ein Ziel haben: Menschen näher zusammenzubringen. Flexible Co-Working-Spaces und Community-Bereiche sowie ein aussergewöhnliches Gastronomiekonzept sollen zum gemeinsamen Arbeiten, Essen oder einfach Entspannen anregen. In Caption-by-Hyatt-Hotels sollen sich Gäste wohlfühlen und in entspannter Atmosphäre bei einem Snack oder einem Drink mit anderen ins Gespräch kommen können. «Wir wissen, wie wichtig es ist, einen persönlichen Bezug zu unseren Gästen herzustellen», erklärt Heather Geisler, Vice President of Global Brands bei Hyatt. «Aus Erfahrung wissen wir, dass sich unsere Gäste am wohlsten fühlen, wenn die Umgebung authentisch ist und sie die Chance haben, andere Menschen kennenzulernen. In einem Caption-by-Hyatt-­ Hotel sollen Einheimische und Gäste zusammenkommen, gemeinsam einen Cocktail geniessen und einfach eine gute Zeit haben.»

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

5


Accor lanciert schon wieder neue Marke

Focus Hotel, Sursee

Entsteht eine neue Schweizer Hotelkette? In Sursee LU wurde im September das erste Focus Hotel eröffnet. Ein Business- und Tagungshotel (4 Sterne, 64 Zimmer). Focus Hotel? Klingt nach Hotelkette? Entsteht in Sursee vielleicht eine neue Schweizer Hotelmarke? Das neue Viersternehaus sei «ideal für einen erholsamen Aufenthalt von Geschäftsreisenden, aber auch ein Zuhause für Individualgäste, die unsere Region erkunden wollen», so Hotelier Rolf Tinner. Warum Focus? «Der Name ergibt sich aus der zentralen Lage des Hotels, und er symbolisiert auch die gelebte Gastfreundschaft mit dem Gast als Mittelpunkt. Das neue Hotel besticht durch konsequente Umsetzung unkomplizierter und praktischer Abläufe», betont Gastgeber Rolf Tinner. Die 64 Zimmer sind aufgeteilt in vier verschiedene Kategorien. Nebst Zimmern zur Einzel- oder Doppelbelegung sind auch Suiten und Familienzimmer buchbar. Die Einrichtung aus hochwertigen Materialien, gehüllt in warme Töne, schaffe ein behagliches Ambiente, in dem man sich wohlfühlen und entspannen könne, schreibt das Hotel in einer Mitteilung. «Eine Lounge mit Business-Corner, eine begrünte Dachterrasse und ein attraktiver Fitnessraum sowie ein grosszügiges Parkhaus mit breiten Parkplätzen und direktem Zugang zur Hotelrezeption runden die Angebotspalette ab.» Das Focus Hotel sei auch ein ideales Seminar- und Konferenzhotel, betont Rolf Tinner. «Hotelier» sprach mit Rolf Tinner und wollte wissen: Haben die Hotelbetreiber bereits Pläne oder zumindest Ambitionen, unter der Marke Focus Hotels eine Schweizer Hotelkette aufzubauen? «Ja, diese Frage wurde mir auch schon gestellt», so Tinner. «Nehmen wir an, unser Haus in Sursee ist erfolgreich und erreicht die budgetierten Ziele, dann könnte ich mir unter Umständen sehr gut vorstellen, weitere Hotels an andern Schweizer Standorten zu eröffnen.»

Vintage-Mobiliar, Familienzimmer, Nachhaltigkeit, Gemeinschaftsgefühl: Mit diesen Attributen geht die neue Accor-Marke Greet in Frankreich an den Start. Wann eröffnet Accor das erste Greet-Hotel in der Schweiz? Die französische Hotelgruppe Accor hat das erste Objekt ihrer neuen Marke Greet auf den Markt gebracht. Das 52-Zimmer-Greet-Hotel Beaune in Burgund bietet ein Restaurant, einen Aussenpool, einen Garten und ein Spielezimmer. Laut Accor sind die Greet-Hotels auf Nachhaltigkeit bedacht, Community-basiert, verantwortungsbewusst und nicht standardisiert. Für Hotels, die sich der Marke anschliessen, soll es die Möglichkeit geben, ihre individuelle Identität zu bewahren.  Gemeinsame Merkmale sind ein Begrüssungslogo in den Gemeinschaftsbereichen, ein grosser Tisch für Gruppen, und: Mindestens ein Fünftel der Hotelzimmer soll Platz für vier bis sechs Personen bieten. Im Zeichen der Ressourcenschonung können die Hotels ihre Inneneinrichtung auch aus gebrauchtem Mobiliar zusammenstellen – ein etwas improvisiertes, dabei aber nicht schäbig wirkendes Look & Feel ist dabei durchaus beabsichtigt. Ausserdem sollen vorrangig nachhaltige Lieferanten zum Zuge kommen.  Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 rund 300 Greet-Hotels in Europa zu eröffnen. Die nächsten Häuser gehen laut dem Portal Business Traveller in Marseille, Lyon, Paris, Saint-Witz, Rennes, B ­ ourges and Saint-Germain-en-Laye an den Start. In Deutschland ist Darmstadt als erster Standort vorgesehen. Auch Zürich, Genf und Basel sind laut Accor mögliche Greet-Standorte.


Szene

Aktuelles aus der Hotellerie

Les Trois Rois Basel

Prix Villégiature Award Kurz nach der erfolgten Auszeichnung von GaultMillau als «Hotel des Jahres 2020» im September 2019 darf das Grand Hotel Les Trois Rois in Basel von der Jury des Prix Villégiature nun auch europaweit Anerkennung erfahren. Der Award «Grand Prix du Meilleur hôtel en Europe» festigt die Top-Position des Grand Hotels am Rheinknie auf eindrückliche Weise – es übernimmt damit die Nachfolge des renommierten L’Hôtel de Crillon, A Rosewood Hotel in Paris. Das Grand Hotel Les Trois Rois setzte sich im Wettbewerb mit sechs nominierten Luxushotels aus Paris, Barcelona und Monte-Carlo durch. Das FünfSterne-Hotel sieht diesen Preis auch als Belohnung für das «Gesamtkunstwerk» Les Trois Rois.

General Manager Tanja Wegmann freut sich mit der ganzen Crew des Grand Hotels Les Trois Rois über die neue Auszeichnung.

The Care Collection. Dress for success. Setzen Sie Ihr Team als Visitenkarte Ihres Hauses wirkungsvoll in Szene und entdecken Sie die professionelle und innovative Bekleidung von feel better than good. The Care Collection setzt neue Massstäbe für Look & Feel Ihrer Mitarbeitenden und ist ein gutes Investment in feinste Team Wear aus strapazierfähiger und pflegeleichter Microfaser. Die reiche Palette bietet für jede Spa und Beauty Oase figurschmeichelnde Modelle in modularem Stil, Made in Switzerland & Europe. Zum Entspannen schön, während sich die Qualität und Beschaffungskette nachhaltig gut auf die Umwelt, Ihr Unternehmen und Ihr Budget auswirken. Besuchen Sie uns doch an der Igeho 2019 in Basel vom 16. bis 20. November – Halle 1.1 – Stand C082

www.feelbetterthangood.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

7


Szene

Aktuelles aus der Hotellerie

Jürg Mettler führt Hotel Des Alpes in Flims

Airbnb in der Schweiz 2018

500 Millionen Franken Umsatz?

Das Walliser Tourismus-Observatorium geht davon aus, dass Airbnb im Jahr 2018 in der Schweiz einen Beherbergungsumsatz von bis zu 500 Millionen Franken erwirtschaftet hat.

bzw. 210 Tagen aus. Mit 76 bzw. 78 Tagen liegt die Wohnungsbelegung in diesen beiden Alpenkantonen jedoch nahe beim nationalen Durchschnitt. Auf der Basis von Daten von AirDNA schätzen die Autoren der Studie den Beherbergungsumsatz von Airbnb in der Schweiz auf rund 496 Millionen Franken. Allein für den Kanton Wallis werden 139 Millionen Franken geschätzt. Diese Zahlen sind jedoch mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren. Airbnb hat kürzlich bekannt gegeben, dass Reisende, die 2018 auf ihrer Plattform gebucht hätten, direkte Ausgaben für die Schweizer Wirtschaft von 642  Millionen Franken ausgelöst hätten.  Basierend auf dieser Studie von Airbnb, schätzt Tourobs das Beherbergungseinkommen auf rund 256  Millionen Franken. Trotz dieser Divergenzen bei den Schätzungen des Umsatzes kann man dennoch sagen, dass im Jahr 2018 die touristische Kurzzeitvermietung von Wohnungen über Airbnb ein signifikantes Volumen ausmacht, das vergleichsweise 6 bis 12 Prozent des ­ Beherbergungsumsatzes der Schweizer Hotellerie erreicht.

Seit 2014 beobachtet das Walliser Tourismus-Observatorium (Tourobs) die Entwicklung von Airbnb in der Schweiz. Die neuesten Daten zeigen, dass im Jahr 2018 in der Schweiz 49 207 Objekte durch die kalifornische Plattform zur Verfügung gestellt wurden. 90 Prozent dieser Objekte wurden 2018 mindestens einmal gebucht.  Mit 8484 gebuchten Objekten bleibt das Wallis ganz klar an der Spitze der Schweizer Kantone. Der Landesdurchschnitt liegt bei 1694 Objekten pro Kanton. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sowohl für den Kanton Wallis als auch für das ganze Land 3,6 Nächte. Auf nationaler Ebene war ein Objekt im Jahr 2018 für durchschnittlich 177  Tage auf der Plattform buchbar.  Seine effektive Nutzung betrug 70  Tage. Die Kantone Graubünden und Wallis zeichnen sich durch längere Verfügbarkeiten von 229

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

8

Er führte das Misani Hotel in Celerina (Engadin) mit grossem Erfolg. Nach dem Verkauf des «Misani» war Jürg Mettler rund 18 Monate lang als Berater unterwegs. «Dann nervte mich die Fliegerei und die Reiserei», so Mettler gegenüber «Hotelier». Zudem habe ihm der Gästekontakt gefehlt. «Zufällig stiess ich Ende Mai auf das Hotel Des Alpes in Flims Waldhaus – und nach kurzen Verhandlungen habe ich mich entschieden, das Dreisternehotel mit Restaurant zu pachten. Dann ging alles sehr schnell,  am 1. Juni 2019 habe ich die Schlüssel bekommen und natürlich sofort losgelegt.»


Hotel Sacher in Salzburg. Als momentan grösste Herausforderung wird von den Hotels in Österreich das Finden beziehungsweise das Halten geeigneter Mitarbeiter genannt.

U M F R AGE I N Ö ST ER R E IC H

Wie sehen Hoteliers ihre Zukunft?

Eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich geht der Frage nach: Wie sehen österreichische Hoteliers die Zukunft ihres Unternehmens? Fast 9 von 10 Hotellerie- und Gastronomiebetrieben in Österreich (87 %) sehen die Zukunft Ihres Unternehmens positiv bzw. eher positiv, rund ein Drittel ist sehr zuversichtlich. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage

des Market-Instituts im Auftrag der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Obleute Susanne Kraus-Winkler (Hotellerie) und Mario Pulker (Gastronomie) sind sich einig: «Gerade angesichts der eher verhaltenen Konjunkturaussichten ist dieses Ergebnis bemerkenswert und beweist, dass das Hotel- und Gastgewerbe trotz vieler Herausforderungen sehr gut für die Zukunft aufgestellt ist.» Das widerspiegelt sich auch in der Einschätzung der befragten Betriebe zur laufenden Sommer- und Herbstsaison: Demnach

läuft für 83 Prozent aller Betriebe quer durch Österreich die aktuelle Sommerund Herbstsaison besser oder zumindest gleich gut wie im Vorjahr.  Als momentan grösste Herausforderung wird von den Betrieben – wenig überraschend – das Finden bzw. das Halten geeigneter Mitarbeiter genannt. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen sehen hier Handlungsbedarf. «Die künftige Regierung, wie auch immer sie aussieht, muss rasch aktiv werden und eine umfassende Fachkräfteoffensive starten», bringt Pulker es auf den Punkt. 

Individualität aus Schweizer Hand Damit Ihr Bad exakt zu Ihnen und Ihren Vorstellungen passt, stellen wir unsere Bade- und Duschwannen, Duschflächen, Waschbecken und Whirlwannen zusätzlich zum umfangreichen Standardsortiment auch individuell auf Mass her.


Neue Direktion im Le Mirador Resort Nach drei erfolgreichen Jahren als General Manager im Hotel Le Mirador Resort & Spa oberhalb des Genfersees hat Yvette Thüring die Direktion des Hauses an Benjamin Müller-Rappard übergeben. Der Aargauer ist seit Herbst 2018 als Director of Business Development mit Gesamtverantwortung für Sales und Marketing beim «Le Mirador» tätig. Er hat einen MBA in International Hospitality & Service Industries Management. Seine beruflichen Stationen führten Benjamin Müller-Rappard früh nach Hongkong, wo er für die Schweizer Handelskammer arbeitete, danach wechselte er in die Hotellerie und arbeitete zuerst im «The Mira Hong Kong» als Business Development Manager sowie als Customer Relationship Manager. Von Februar 2012 bis April 2015 war er im «Langham Place» als Senior Sales Manager angestellt. Danach kehrte er in die Schweiz zurück und arbeitete fast vier Jahre lang im «Bellevue Palace» in Bern als Director of Sales.

Neue Suiten im Interalpen-Hotel Tyrol Seit Anfang August können Gäste des Interalpen-Hotels Tyrol (Österreich) das luxuriöse Ambiente der sieben neuen Panoramasuiten erleben. Mit den grosszügigen Wohneinheiten im siebten und obersten Stockwerk, die einen uneingeschränkten Panoramablick auf die umliegende Bergwelt bieten, eröffnet das 5-Sterne-Superior-Hotel seinen Gästen ein neues Level an Exklusivität und Privatsphäre. Für Umbau und Design zeichnet das Schweizer Architekturbüro Monoplan verantwortlich. Mit der Eröffnung der Panoramasuite Superior mit 76 Quadratmetern Wohnfläche, den vier Panoramasuiten Deluxe mit 117 Quadratmetern und den beiden Panoramasuiten Grand mit 200 Quadratmetern wurde eines der umfangreichsten Umbauprojekte des 5-Sterne-Superior-Hauses nahe Seefeld abgeschlossen. «Wir freuen uns, dass der viermonatige Umbau erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Mit den neuen Panoramasuiten möchten wir unseren Gästen ein exklusives Ambiente bieten, in dem sie Luxus mit Weitsicht in die umliegende Berglandschaft geniessen können», so Karl Brüggemann, Direktor des Interalpen-Hotels Tyrol.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

10

«Wilko» Weber geht zu Kempinski Nach rund zehn Jahren bei Swiss Hospitalty Solutions (SHS) hat Wilhelm K. (Wilko) Weber die Chance erhalten, «seinen Karrierewunsch zu erfüllen und eine Leaderstelle in einer internationalen Hotelkette zu übernehmen», schreibt SHS-Mit­ eigentümer Gianluca Marongiu in einer Medienmitteilung. «Wilko» Weber wechselt an den Hauptsitz von Kempinski in Genf und wird dort als Vice President für den Bereich Global Revenue & Digital Strategy verantwortlich sein. Als Gründer von SHS bleibt Weber langfristig seiner Firma als Aktien­inhaber, Verwaltungsratsmitglied und Moderator des Swiss Innovation Days erhalten.


Szene

Aktuelles aus der Hotellerie

Park Gstaad: François Grohens neuer Manager

Waschtisch MIENA by Anke Salomon

Der Hotelier François Grohens hat als Manager die Leitung des Luxushotels Park Gstaad übernommen, für das er bereits seit 2015 tätig ist. Er ist Nachfolger von Stephan Post. Grohens war während dreier Jahrzehnte in Frankreich, den USA und in der Schweiz in verschiedensten Bereichen der Hotellerie und Gastronomie tätig. Im «Park Gstaad» ist er bereits ein bekanntes Gesicht, unterstützte er doch seit 2017 als Vizedirektor und Personalverantwortlicher den bisherigen Manager Stephan Post.

Neuer Manager für Renaissance Hotel Wechsel im Renaissance Zurich Tower Hotel: Der langjährige Hoteldirektor Roland Ulmer hat sich im letzten August auf eigenen Wunsch in den Vorruhestand begeben. Sein Nachfolger Christian Schaufelbühl (54, Bild) übernimmt nach vielen Jahren in Asien das Stadthotel mit seinen 300 Zimmern und Suiten. Roland Ulmer (59), der seit fast fünf Jahren für SV Hotel tätig war, hat sich aus der Hotellerie verabschiedet, um sich als Privatier seinen Hobbys sowie Familie und Freunden zu widmen.

kaldewei.ch

1


Talk

Patrick und Claudio Dietrich

Patrick und Claudio Dietrich, Hotel Waldhaus in Sils-Maria

Wie schaffen Sie es, mit Tradition innovativ zu sein? 111 Jahre Hotel Waldhaus in Sils (Engadin). Das 1908 eröffnete Fünfsternehaus wird von Patrick und Claudio Dietrich in fünfter Generation geführt. Keine Frage, das «Waldhaus» ist eine Institution, ein einzigartiges Ferienhotel in den Bergen, das sich über Tradition, Familiengeschichte und Kultur positioniert. Wie führen die jungen Dietrichs das «Erbe» ihrer Vorfahren? Ein Gespräch.

I N T E RV I E W  Hans R. Amrein P ORT R ÄT BI L DER   Holger Jacob

Patrick Dietrich, warum sind Sie mit dem «Waldhaus» so erfolgreich? Es sind drei Dinge: die Beständigkeit oder die Kontinuität, die Tradition und die Geschichte des Hauses und die Familie. Doch allein mit Tradition und Geschichte kann man nicht Erfolg haben, man muss auch innovativ sein und laufend in den Betrieb investieren. Wie würden Sie die aktuelle Positionierung des Hauses umschreiben? Menschen und Kultur. Das sind zwei wesentliche Positionierungsmerkmale im «Waldhaus». Das «Waldhaus» ist ein Ort der Begegnung. Viele Familien kommen seit Generationen zu uns.

«Das durchschnittliche Paar gibt im Hotel Waldhaus rund 800 Franken aus. Pro Tag.» PAT R IC K DI E T R IC H

Claudio Dietrich, Sie sind nicht nur Hotelier und Gastgeber im «Waldhaus», sondern auch Vizegemeindepräsident von Sils und Mitglied des Verwaltungsrats der Engadin St. Moritz Tourismus AG. Warum diese Nebenjobs? Ich will mich neben dem Hotel auch für die Gemeinde, die Gesellschaft und den Tourismus engagieren. Haben Sie politische Ambitionen? Ja, aber nur lokalpolitische. Parteipolitik interessiert mich weniger. Sie sind kein Mitglied der FDP oder der CVP? Nein, ich bin parteilos. St. Moritz und das Engadin hatten in den letzten Jahren gewisse

Im «Waldhaus» finden Konzerte, Theateraufführungen, literarische

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

12


CLAUDIO DIETRICH (*1977) und sein Bruder Patrick leiten seit 2010 das «Waldhaus» ihrer Vorfahren. Beide haben die Hotellerie von der Pike auf gelernt und gelebt. Claudios Karriere begann mit der Kochlehre im Hotel Margna in Sils-Baselgia. Als Koch arbeitete er unter anderem bei Anton Mosimann in London. Er absolvierte die Hotelfachschule Lausanne (EHL), arbeitete in Taiwan, Frankreich und der Schweiz, so im Badrutt’s Palace Hotel und für die Fluggesellschaft Swiss. Claudio ist verheiratet mit Cornelia Dietrich-Ryser, die im «Waldhaus» das Marketing leitet.

PATRICK DIETRICH (*1980) ist mit 29 im «Waldhaus» eingestiegen. Nach seiner Lehre als Koch arbeitete er als solcher im «Rathauskeller» in Zug. Er hat die Schweizer Hotelfachschule in Luzern (SHL) absolviert und in führenden Hotels im In- und Ausland gearbeitet. Verheiratet ist er mit Ursina Dietrich-Planta, gemeinsam leben sie mit ihren drei Kindern Elias, Selena und Rafael direkt neben dem Hotel.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

13


Talk

Patrick und Claudio Dietrich

«St. Moritz steht für das Glamouröse, Mondäne, Internationale. Die Marke Engadin verkörpert Natur, Stille, Ruhe, Sehnsucht.» C L AU DIO DI E T R IC H

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

14


Lesungen und andere Kulturevents statt. Wie wichtig ist die Kultur für das Hotel? Kultur ist sehr wichtig. Unsere Kulturevents sind ein Markenzeichen des ­Hauses.

Probleme betreffend Positionierung der Destination. Was war denn – aus Ihrer Optik – das Problem? Das grösste Problem in der Tourismusregion Engadin und St. Moritz war nicht hausgemacht, sondern die Wechselkursproblematik, der starke Franken. Das hat bereits 2009, nach der Finanzkrise, begonnen. 2011 bis 2016 waren für das ganze Tal eher schwierige Jahre.

Kultur ist ein weiter Begriff. Wo setzen Sie aktuell die kulturellen Schwerpunkte im «Waldhaus»? Musik, Literatur und Theater sind die drei kulturellen Säulen im «Waldhaus». Daneben finden auch philosophische oder gesellschaftspolitische Diskussionen statt. Die bildende Kunst hingegen ist nicht unser Hauptfokus, auch wenn im Hotel einige Bilder hängen. Doch Wein und Architektur zählen für uns auch zur Kultur.

Nicht nur das Engadin, sondern auch Tourismusregionen wie das Berner Oberland oder das Wallis haben unter der Wechselkurskrise gelitten. Das ist richtig. Was die Tourismusregion betrifft, so hat man das Engadin und St. Moritz eine Zeit lang zu stark gemeinsam vermarktet. Engadin und St. Moritz sind zwei touristische Welten. Kurz gesagt: Der Engadin-Gast will mit St.  Moritz nichts zu tun haben, der St.Moritz-Gast interessiert sich weniger fürs Engadin. Hintergrund dieser Problematik ist die Fusion der elf Kurvereine im Jahr 2007. Man musste die Tourismusregion weitgehend gemeinsam vermarkten, das lag damals auf der Hand. Jetzt, nach über zehn Jahren, muss man Bilanz ziehen und gewisse Dinge der aktuellen Situation anpassen.

Im «Waldhaus» sind in den letzten über 100 Jahren viele prominente oder weltberühmte Künstler, Politiker, Dirigenten, Komponisten und Schriftsteller abgestiegen. Für Gäste, die heute im «Waldhaus» absteigen, sind die prominenten Namen aus der Vergangenheit nicht mehr so wichtig. Auch heute steigen hier prominente Leute aus Politik, Kultur oder Wirtschaft ab, aber sie fallen hier nicht auf. Wir sind ein bodenständiges Haus, kein Prominentenhotel. Wer den grossen Auftritt liebt, fühlt sich im «Waldhaus» nicht wohl.

Worin liegt die Lösung? In einer Zwei-Marken-Strategie. St. Moritz ist eine eigenständige Marke, das Engadin ist eine eigenständige Marke. St. Moritz steht für das Glamouröse, Mondäne, Internationale. Die Marke Engadin verkörpert Natur, Stille, Ruhe, Sehnsucht. Jetzt geht es darum, die beiden Marken zu schärfen und vermehrt zu differenzieren. Auch die Marketingorganisation wurde angepasst: Jetzt gibt es ein Team Engadin und ein Team St. Moritz.

Man sagt, das «Waldhaus» spreche vor allem kreative und intellektuelle Leute an: Künstler, Architekten, Designer, Professoren … Das hat schon was. Doch hier verbringen auch ganz normale Paare, Singles und Familien ihre Ferien. Wie ein Märchenschloss liegt das Hotel Waldhaus idyllisch im Wald und vor dem Silsersee.

Sie schaffen es, ganz unterschiedliche Gästesegmente unter einen Hut zu bringen? Wir machen uns da keine grossen Gedanken. Irgendwie schaffen wir es, dass die Gäste glücklich sind – und immer wieder kommen. Der Anteil Stammgäste liegt bei etwa 70 Prozent.

Etwa 70 Prozent der Wertschöpfung in St. Moritz wird im Winter generiert, die restlichen Monate in St. Moritz seien «Überlebenskampf», wie ein Bündner Tourismusexperte einmal gesagt hat. In Sils oder Pontresina ist das ganz anders, dort ist auch der Sommer eine attraktive Jahreszeit. Warum ist das so? Der typische St.-Moritz-Gast weilt über die Festtage, im Januar und Februar in St.  Moritz. Während dieser Zeit

Familien und Kinder einerseits, Ruhe suchende Singles und Paare andererseits. In einigen Ferienhotels trennt man diese Gästegruppen ganz bewusst.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

15


Talk

Patrick und Claudio Dietrich

01

Das kann ich mir im «Waldhaus» nicht vorstellen. Ein Restaurant für Familien, eines für Singles und Paare … Nein, das wäre hier nicht natürlich, auch wenn andere Hotels damit Erfolg haben.

95 Prozent der Gäste buchen direkt – über unsere eigene Website, über Telefon oder E-Mail. Es gibt sogar noch Reservationen, die per Fax reinkommen. Gäste, die per Fax buchen, bleiben im Schnitt am längsten (lacht).

Negative Gästekommentare deswegen? Gibt es fast nicht.

Wie hoch ist der Anteil von booking.com? Etwa 3 Prozent.

Wer ist, aus Ihrer Sicht, der typische «Waldhaus»-Gast? (lacht) Den gibt es eben nicht! Man kann sagen: Mehr als 50 Prozent der Gäste sind Schweizer, etwa 30 Prozent Deutsche.

Die meisten Hotels setzen heute auf flexible Zimmerpreise und Revenue-­ Management. Wie ist das bei Ihnen? Im «Waldhaus» gibt es immer noch eine gedruckte Preisliste. Da sind wir «alte Schule», auch die Racke-Rate ist hier immer noch ein Thema.

Wie alt sind die «Waldhaus»-Gäste? Eher über 50 oder gar über 60? Die grösste Altersgruppe im «Waldhaus» sind die 50- bis 70-Jährigen. In der Regel sind es Paare, etwa 10 Prozent sind Alleinreisende. Gerade wenn sich Alleinreisende bei uns sehr wohlfühlen, ist das für mich ein besonderes Kompliment, denn sie sind besonders aufmerksam.

Gibt es saisonale Preisunterschiede? Ja, sicher. Aber die gab es schon immer. Die Preisspanne liegt aber höchstens bei 25 Prozent. 95 Prozent der Gäste im «Waldhaus» buchen Halbpension. Wie das? Unsere Küche ist sehr beliebt, und die Gäste bleiben am Abend gern drinnen.

Wie reservieren Ihre Gäste die Zimmer?

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

16

Wie würden Sie das aktuelle gastronomische Konzept des Hauses umschreiben? Wir setzen auf eine stark regional geprägte, eher klassische, französische Küche mit mediterranen Einflüssen. Im À-la-carte-Restaurant sind es Schweizer Klassiker, neu interpretiert und mit regionalen Produkten zubereitet. Von 2014 bis Ende 2016 haben Sie rund 10 Millionen Franken in den neuen «Waldhaus»-Spa investiert. Hat sich diese Investition gelohnt? Und wie! Allein 2017 konnten wir den Gesamtumsatz um 15  Prozent erhöhen. Dabei spielt das neue Spa-Angebot zweifellos eine Rolle. Dank dem neuen Spa sprechen wir jetzt vermehrt auch jüngere Gäste an. Dem «Waldhaus» geht es – wirtschaftlich gesehen – also sehr gut? Ja, das kann man sagen. Wir hoffen, dass wir das heutige Niveau langfristig halten können. Diese guten Zahlen braucht es jedoch auch, um langfristig am Ball zu bleiben.


generieren die St. Moritzer Hotels eine sehr hohe Wertschöpfung. Den Sommer verbringt der typische St.-Moritz-Gast am Meer, auf Sardinien, Capri oder in Saint-Tropez. Diese Gäste treffen sich an diesen Orten immer wieder. St.  Moritz wäre für diese Zielgruppe im Sommer attraktiver, wenn man hier, so wie im Winter, glamouröse und exklusive Events veranstalten könnte. Das Festival da Jazz oder die Formel E sind vielleicht Lösungsansätze in diese Richtung. Generell hat der Sommer im Engadin viel Potenzial. Und wenn man die Hotels in St. Moritz im Sommer schliessen würde, so wie das «Carlton», das nur im Winter offen ist? Undenkbar, denn St. Moritz generiert im Sommer mehr Logiernächte als im Winter, nur die Wertschöpfung ist im Winter besser. Zudem ist der Sommer auch für St.  Moritz nicht unwichtig, denn dann steigen viele Gruppen aus Fernmärkten ab. Diese Gäste aus Indien oder China lernen St. Moritz und das Engadin kennen – und kommen wieder als Individualgäste. Kann man das Gruppengeschäft im Engadin wirklich mit dem Gruppenoder Massentourismus vergleichen, der in der Jungfrau-Region, auf dem Titlis oder in Zermatt stattfindet? Nein, das Gruppengeschäft im Engadin bewegt sich auf einem sehr viel tieferen Level. Das Engadin liegt ja nicht an den Standardtourismusrouten unter dem Motto «Europa in fünf Tagen». Das ist für uns auch gar nicht so schlecht. Andererseits: Mit Glacier- und Bernina-Express inklusive Diavolezza besitzen wir höchst attraktive Angebote. Der alpine Skisport ist europaweit rückläufig. Immer weniger Menschen fahren Ski. Das Motto der 60er-Jahre «Alles fährt Ski» gehört endgültig der Vergangenheit an. Jedoch leben in St. Moritz fast alle vom Skifahren. Wie wollen Sie auf diese Entwicklung reagieren?

02

Skifahren wird trotzdem eine Zukunft haben. Denken Sie an die Fernmärkte! Dort liegt ein enormes Potenzial, weil diese Gäste das Wintererlebnis suchen. Die Chinesen wollen Ski fahren! Schweiz Tourismus setzt derzeit in der Werbung voll auf die Karte «Naturerlebnis Schweiz». Ihre Meinung? Schweiz Tourismus macht einen guten Job. Sie haben eine klare Werbestrategie. Mal setzt man auf die Berge, mal auf die Städte, die Natur, die Seen. Deutschland ist rückläufig. Die Schweiz ist für Gäste aus Berlin zu teuer. Wie präsentiert sich der deutsche Markt aktuell im Engadin?

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

17

[01] Die vierte Generation Dietrich und Kienberger hat das Zepter längst weitergereicht. [02] Das Felsenzimmer wurde neu renoviert und erscheint trotz neuester Materialien zeitlos elegant.


Talk

Patrick und Claudio Dietrich

Die Familie. Nach fünf Generationen «Waldhaus» kommt eine grosse Schar zusammen.

111 Jahre Hotel Waldhaus Sils Geschichte und Geschichten zu einem unvernünftigen Familientraum.

Wo liegt denn der aktuelle Jahresumsatz? Bei rund 17 Millionen im Jahr 2018.

Autor: Urs Kienberger Ergänzt durch Gespräche mit Zeitzeugen von Andrin C. Willi und Texten von Rolf Kienberger Neue Fotografien von Stefan Pielow ISBN-Nummer deutsche Ausgabe: 978-3-85881-634-4 Verlag: Scheidegger & Spiess, Zürich (2019)

Das «Waldhaus» gilt als begehrter Arbeitgeber. Viele Mitarbeitende arbeiten seit zehn, zwanzig oder noch mehr Jahren bei Ihnen. Wie lautet Ihr Erfolgsprinzip? Wichtig ist, dass sich unsere Mitarbeitenden mit dem Haus identifizieren können. Man muss die Mitarbeitenden wertschätzen und begeistern, sie fördern, aber auch fordern. Kommt hinzu, dass wir nicht nur Mindestlöhne bezahlen, sondern mehr. Existieren derzeit neue Projekte für das «Waldhaus»? Ja, der Saunabereich wird noch etwas erweitert. Wir investieren ja laufend ins Hotel. So werden in den nächsten Jahren auch weitere Zimmer saniert.

BUCH-TIPP

111 Jahre «Waldhaus». Das Jubilä­­­ umsjahr dauert noch bis Juni 2020. Richtig, in den nächsten Monaten sind weitere Events geplant, auch ein Treffen mit Anton Mosimann. Wir möchten ihn mit dem Food-Publizisten Andrin C. Willi zusammenbringen.

Gar nicht so schlecht, die Situation hat sich etwas beruhigt. Es kommen wieder mehr deutsche Gäste zu uns – auch ins «Waldhaus». Viele Schweizer wandern nach Österreich oder nach Südtirol ab. Gerade Graubünden leidet nach wie vor unter dieser «Abwanderung». Ich sehe das nicht so dramatisch, denn die Hotels in Tirol haben die Preise erhöht und sind deshalb gar nicht mehr so billig. Das war vor fünf Jahren ganz anders. Kommt hinzu, dass wir uns mit unserem Produkt in keiner Weise verstecken müssen. Das Tourismusbewusstsein in der Bevölkerung ist im Kanton Graubün­ den nicht sehr ausgeprägt. Beispiel Olympia-Kandidaturen … Olympia war ein spezielles Thema, man muss das differenziert anschauen. Viele Bündner hatten Respekt vor so einem Riesenanlass. Und das Bewusstsein für den Tourismus? Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen den Leuten immer wieder sagen, wie wichtig dieser für die Volkswirtschaft ist.

Patrick und Claudio Dietrich, vielen Dank für das Gespräch!

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

18


Voll Kraft, voll Natur. 16 – 20|11|19 Messe Basel

Besuchen Sie uns in der Halle 1.2. am Stand C046.

Wir investieren 10 Rp./Portion in die Schweizer Natur von morgen – damit alles im Rhythmus bleibt. vollmondfrites.ch

190918_KADI_VMF_Inserat_220x297mm_de_fr.indd 1

CHF

KADI NATUR FONDS

09.10.19 10:28


Zu Gast Eva Wandhoff

Eva Wandhoff über CitizenM und andere Hotelmarken-Geschichten

Warum die Hotelmarke so wichtig ist Der Wettbewerbsdruck unter den Hotels steigt. Gäste haben heutzutage die Qual der Wahl, wenn sie nach einer passenden Übernachtungsmöglichkeit suchen. Trotzdem eröffnen Monat für Monat neue Hotels. Gerade in den Städten ist das Angebot riesig – die Unterscheidbarkeit hingegen gering. Dass das auch anders geht, zeigt der jüngste Zuwachs in Zürich: das «CitizenM». Im August hat die niederländische Kette in der Limmatstadt das erste «CitizenM» im deutschsprachigen Raum eröffnet. Doch hier reiht sich nicht das nächste 08/15-Hotel ein. CitizenM punktet aus Markensicht mit Spezifik und hoher Attraktivität für die relevante Zielgruppe – die «mobile Citizens». In Sachen Markenmanagement hat das Hotel seine Hausaufgaben gemacht. Sein Wachstum beruht auf der Nähe zum Gast, dem Mut zur Spezifik und klaren Grenzen.

d nd ent

der on

nder

eht wie

m

das Wesentliche, aber das in der höchsten Qualität: von hochwertigen Boxspringbetten, Bettbezügen aus 100 Prozent ägyptischer Baumwolle, Artemide-Leuchten, 600  Gramm dicken, flauschigen Luxushandtüchern bis zu DornbrachtBad­armaturen. Doch der wahre Luxus liegt darin, dass der Gast in jeder Stadt genau weiss, was ihn erwartet. Um sich am Markt langfristig zu etablieren, muss sich ein Hotel auch klar vom Wettbewerb differenzieren. Die Positionierung darf nicht erst im Hotel sichtbar Die Bedürfnisse der Gäste erkennen werden, sondern muss schon bei der und verstehen Buchung glasklar sein. So kann jede PerIn Zürich gibt es mehr als 16 000 Hotel- son für sich entscheiden, welche Marke betten. Um bei potenziellen Gästen Rele- besser zu ihr passt. vanz zu erzeugen, reicht es nicht mehr aus, nur eine Übernachtung anzubieten. Starke Marken haben starke Grenzen CitizenM spricht mit seiner Marke eine Auch traditionelle Häuser haben verstanLebensknappheit an, die moderne Rei- den, dass eine Fokussierung den Erfolg sende in den grossen Städten dieser Welt bringt. Im Hotel Castell in Zuoz zum Beisuchen: Sie bieten erschwinglichen spiel setzt man auf zeitgenössische Kunst. Luxus, wobei CitizenM den Begriff Luxus Im «Waldhaus» in Sils dreht sich alles um neu definiert. Die Gesellschaft hat sich Geschichte und Nostalgie. Tradition wird gewandelt. Die durchschnittliche Aufent- hier zur Innovation. Nun ist nicht jeder haltsdauer in den Schweizer Hotels liegt Reisende ein Kunstliebhaber. Personen, noch bei zwei Nächten. Das verändert die den Charme und den Charakter dieautomatisch die Ansprüche an ein Hotel. ser Hotels nicht schätzen, werden also fernbleiben. Starke Marken haben starke Grenzen. Fokus lohnt sich CitizenM legt den Fokus auf Toplagen, Bei einer klaren Positionierung weiss XL-Betten, technologische Spielereien, man genau, was man bekommt. Schlechte Essen und Trinken rund um die Uhr und Beurteilungen haben oft nichts mit der auf eine Lobby, die ein Wohnzimmer ist. Qualität zu tun, sondern mit falschem Das Zimmer spielt nur eine Nebenrolle, Erwartungsmanagement. Wenn man was sich natürlich in der kleinen Grösse selbst Klarheit hat, wofür man als Hotel widerspiegelt. Die Kette Motel One ihrer- steht, kann man konsequent klare Botseits orientiert sich an der Ausstattung schaften an die Gäste senden. Das hat der Fünfsternehotels, verpackt diese CitizenM verstanden und erobert mit seiallerdings auf kompakte 16  Quadratme- ner simplen, aber attraktiven Strategie ter. Der Gast findet in seinem Zimmer weltweit die Metropolen.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

20

Eva Wandhoff Eva Wandhoff ist Senior Brand Consultant bei BrandTrust und Expertin für Brand Management im Tourismus. Sie begleitet Hotels und Destinationen bei der Entwicklung ihrer Marken, von der Positionierung bis zur Umsetzung an den Markenkontaktpunkten. Ihren Kunden in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und in Südtirol steht sie mit ihrer Erfahrung und Expertise zur Seite und zeigt, wie wichtig Markenbildung im Tourismus geworden ist – vom Hotel bis zur Destination.

BIOGRAFIE


Unser

Meisterwerk

für anspruchsvolle Kunden

ELEKTRONISCHE HOTELSCHLIESSSYSTEME SALTO SPACE –––– Kabellose RFID-basierte Zutrittslösung für jede Art und Grösse von Hotel. –––– Einbindung aller Zutrittspunkte eines Hauses. –––– Mobile Access: Smartphone als Zimmerschlüssel via Bluetooth Smart (BLE). –––– Kompatibel zu führenden PMS-Systemen, mobilen Service-Apps, Check-In- und Kassenabrechnungssystemen, mehreren Tourismuskarten etc. www.saltohospitality.com/de

ITB BERLIN, 6.–10.3. 2019 HALLE 8.1, STAND 107 IGEHO INTERNORGA, 2019 16.–20.11. 2019,15.–19.3. MESSE BASEL HAMBURG HALLE 1.1, STAND B130 HALLE B2 .OG, STAND 105

SALTO Systems AG info.ch@saltosystems.com www.saltosystems.ch

Die Black&White4 ist ein Kaffeevollautomat der Superlative. Unser innovatives Multitalent ist optimiert auf den Einsatz im Profibereich und bietet Ihnen zahlreiche Vorteile: frei konfigurierbare Ausstattung • passende Stellfläche für jeden Einsatzbereich • einzigartiges Design • intuitive Bedienung • herausragende Milchschaum-Technologie • perfektioniertes Modulsystem • einfachste Reinigung • Telemetrie-System ThermoplanConnect •

Verlassen Sie sich auf die Thermoplan Exzellenz – Tasse für Tasse für Tasse.

Thermoplan-Platz 1 l 6353 Weggis www.thermoplan.ch

Messe Basel l 16. – 20.11.2019 Halle 1.1 l Stand B110


Report Hotelthesen 2020

Management, Marketing, Finanzen, Differenzierung

Wie man mit 10 Thesen ein Hotel zum Erfolg führt T EX T

Hans R. Amrein

Worauf sollten Hoteliers in Zu-

Hotels werden vom Management geprägt. Inhaber, Hotelier oder Verwaltungsrat bestimmen die Positionierung und die Angebotsstrategie des Betriebs. In der Rolle als Direktor, Geschäftsführer und Mitglied des Managementteams ist es ihre Aufgabe, die vorgegebenen Zielsetzungen professionell, kompetent und innovativ umzusetzen. Charisma, Kundenorientie­ rung und ausgeprägte Führungsqualitäten sind oft die herausragenden Merkmale erfolgreicher Hotelmanager. Für den Erfolg unerlässlich sind jedoch vor allem auch fundiertes Fachwissen, Organisa­ tionstalent, Begabung für das Marketing sowie ein gutes Verständnis für betriebs­ wirtschaftliche Zusammenhänge und finanzielle Fragen.

kunft besonders achten, um nachhaltigen Erfolg zu haben? Wie bekommt man zufriedene Gäste? Wie schafft man mit guten Angeboten und Investitionen Mehrwert? Warum sind Kooperationen in Zukunft so wichtig? Wie findet man Finanzierungspartner und (vor allem) motivierte Mitarbeitende? Lesen Sie, wie man mit 10 Thesen ein Hotel zum Erfolg führen kann.

Hotels müssen wettbewerbsf ähig sein! Vor allem die Schweizer Ferienhotellerie steht in einem intensiven Wettbewerb um eine nationale und internationale Kund­ schaft, deren Ansprüche und Auswahl­ möglichkeiten in den letzten Jahren deut­

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

22

lich gewachsen sind. Insbesondere an weniger bekannten Orten sowie im mittle­ ren Angebotssegment ist die Bettenaus­ lastung ausserhalb der Hauptsaison viel­ fach ungenügend. Hinzu kommt, dass zahlreiche Betriebe aufgrund einer nicht mehr zeitgemässen Infrastruktur oder eines schwachen Managements kaum mehr wettbewerbsfähig sind.

Eine klare Positionier ung ist f ür den Erfolg entscheidend Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg eines Betriebs ist eine klare Positionierung im Markt. Die touristischen Möglichkeiten, das Infrastrukturangebot sowie das Entwicklungspotenzial der Des­ tination bilden die Basis für die strategi­ sche Ausrichtung eines Hotels. Meist noch wichtiger sind allerdings die eigene Lage, die baulichen Gegebenheiten sowie die vorhandene Infrastruktur und deren Aus­ baumöglichkeiten. Genau analysiert und berücksichtigt wer­ den sollte auch das regionale Wettbe­


Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg eines Betriebs ist eine klare Positionierung im Markt.

werbsumfeld. Aufgrund der vorhandenen Stärken und Schwächen des Betriebs einerseits sowie der erkannten Marktchancen und Gefahren andererseits gilt es, für klar definierte Marktsegmente (Gästezielgruppen und Herkunftsmärkte) eine nachhaltig wettbewerbsfähige Angebotsstrategie festzulegen und diese erfolgreich umzusetzen.

fachlichen und persönlichen Kompetenzen des Hoteliers beziehungsweise des Hoteldirektors und seines Mitarbeiterteams ab.

These 1 Ein Hotel wird durch sein Management und die Mitarbeitenden geprägt

Das wichtigste Ziel für jeden guten Hotelier sind zufriedene Gäste. Sie sichern mit ihrem Erscheinen und mit den von ihnen bezahlten Dienstleistungen die Existenz eines Hotels. Diese Einsicht sollten der Gastgeber und seine Mitarbeiter bei sämtlichen Handlungen im Betrieb vor Augen haben. Ein Gast bestimmt aufgrund verschiedenster Wahrnehmungen und Erlebnisse während seines Aufenthaltes im Hotel, ob er zufrieden ist oder nicht. Neben der Qualität der Infrastruktur und der gebotenen Leistungen sind dabei vor allem auch weiche Faktoren wie Gastfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und persönliche Zuvorkommenheit sehr wichtig. Eine wachsende

Dreh- und Angelpunkt eines Hotels sind die dort tätigen Menschen. Ein Hotelier prägt durch seine Rolle als Gastgeber sowie mit seiner Vorbildfunktion gegenüber den Mitarbeitenden das Image und den Ruf seines Betriebs. Hoch motivierte sowie fachlich und persönlich hervorragend qualifizierte Mitarbeiter machen ein Hotel aber erst erfolgreich. Die strategische Ausrichtung, die operative Führung sowie die finanziellen Ergebnisse eines Hotels hängen in hohem Masse von den

Stammkundschaft verhilft dem Betrieb zu einer besseren und oft auch leichter voraussehbaren Auslastung. Das ist sowohl für das Image eines Hotels als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht äusserst wertvoll. Ein gesamthaft als gut empfundenes Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet generell, dass der Gast zufrieden ist. Ein Hotelier sollte stets bestrebt sein, dem Gast mit jeder angebotenen Leistung einen möglichst grossen Nutzen zu bieten. Damit kann ein Hotel seine Attraktivität steigern und Mehrwert schaffen. Alle betrieblichen und personellen Ressourcen sind darauf auszurichten, den Aufenthalt für den Gast in jeder Beziehung möglichst angenehm und problemlos zu gestalten.

These 2 Zufriedene Gäste bilden die Basis f ür den na chha ltigen Erfolg

These 3 G ezieltes Marketing ma cht gute Hotels erfolg reich Um nachhaltig erfolgreich zu sein, muss ein Hotel permanent sein Image pflegen und seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Dafür und um immer wieder neue

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

23


Report

Hotelthesen 2020

Gäste zu gewinnen, braucht es ein überzeugendes Marketingkonzept. Werbebotschaften sollen den gewünschten Gästezielgruppen gezielt und effizient kommuniziert werden. Wichtig ist vor allem eine überzeugende Präsenz im Internet. Die gesamte Marketingkommunikation ist konsequent und gezielt auf die anvisierten Zielgruppen auszurichten. Sie muss dieses Gästepotenzial emotional ansprechen und dabei in Form und Auftritt image- und angebotskongruent sein. Nur damit ist die gewünschte Wirkung ohne kostspielige Streuverluste zu erzielen. Elektronische Informations- und Reservationssysteme erhöhen den Bekanntheitsgrad und die Buchungsraten eines Hotels. Ein professionell gestalteter und mit Links breit vernetzter Internetauftritt (Website) ist daher auch für kleinere Betriebe unerlässlich!

enthaltsdauer als auch die Zahlungs­ bereitschaft der Gäste erhöhen.

These 5 Mit attra ktiven Angeboten Mehr wer t scha f fen Hotelgäste erwarten attraktive und innovative Angebote. Sie wollen ihre individuellen Bedürfnisse – vor allem in den Ferien – möglichst intensiv ausleben. Dadurch entstehen immer wieder neue Wünsche und Anforderungen an ein Hotel. Um einer wachsenden Anspruchsvielfalt gerecht zu werden, sind innovative und aktuelle Angebote gefragt. Der Trend zu individuellen, zielgruppenspezifischen Angeboten bietet dem innovativen Hotelier zahlreiche Chancen. Er kann einerseits kreativ neue, attraktive und wertschöpfende Dienstleistungen aufbauen, andererseits aber auch Kosten sparen, indem er zunehmend weniger gefragte und ertragsschwache Leistungen auslagert (Outsourcing) oder aufgibt. Hotels sollten Angebotsmodule so konzipieren und vermarkten, dass verschiedene individuelle Bedürfnisse parallel oder sequenziell befriedigt werden können. Eine optimale, zielgruppenorientierte Ausrichtung und individuelle Verknüpfung unterschiedlicher Angebote kann wesentlich dazu beitragen, einen Gast zum Wiederholungs- und Stammgast zu machen. Innovative sowie qualitativ überdurchschnittliche Angebote mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sind in der Regel wichtiger als der Standort. Hotels können auch an dezentralen Lagen und in eher abgelegenen Regionen eine hohe Auslastung erreichen.

These 4 Auf bestimmte Gästezielg r uppen fokussieren Die Gästenachfrage ist im Ferientourismus vielschichtig und zunehmend differenziert. Um sich im Wettbewerb zu profilieren und die eigenen Ressourcen gezielt einzusetzen, muss sich ein Hotel auf die speziellen Bedürfnisse bestimmter Gästegruppen konzentrieren. Das Reiseverhalten verändert sich. Tendenziell werden flexiblere und kürzere Aufenthalte bevorzugt. Dabei stehen vielfach besondere Bedürfnisse und Wünsche im Vordergrund. Das kann beispielsweise Ruhe, Wellness, aktiver Sport, ein kulturelles oder ein gastronomisches Erlebnis sein. Hotels ohne eine klare Ausrichtung ihres Angebots auf bestimmte Zielgruppen haben es zunehmend schwerer, den Erwartungen anspruchsvollerer Gäste gerecht zu werden. Zunehmend anspruchsvollere Gäste möchten, dass ihre Erwartungen überall bestmöglich erfüllt werden. Für ein Hotel ist es daher äusserst wichtig, die erfolgsrelevanten Nutzenkomponenten sowie deren Gewichtung bei den verschiedenen Gästezielgruppen genau zu kennen und das Angebot danach auszurichten. Damit lassen sich sowohl die Frequenz, die Auf-

These 6 Mit Kooperationen die Kosten senken und die Auslastung verbessern Kooperationen sind in der wettbewerbs­ intensiven Hotellerie ein möglicher Lösungsweg zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage. Um auf Dauer erfolgreich zu sein, muss die Zusammenarbeit jedoch geschäftsgetrieben sein und für alle Beteiligten klar erkennbare Vorteile

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

24

bieten, also eine Win-win-Situation ­s chaffen. Verschiedene Zusammenarbeitsformen zwischen Hotels oder mit anderen Dienstleistungsanbietern (z. B. Tourismusbüro, Bergbahn, Skischule, Tennisklub) können zu beachtlichen Ertragssteigerungen durch höhere Einnahmen und tiefere Kosten führen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie wertschöpfungsbewusst konzipiert sowie professionell und partnerschaftlich umgesetzt werden. Als Rettungsanker für strukturschwache Hotels eignen sich Kooperationen in der Regel nicht.

These 7 Die Optimier ung von Einnahmen und Kosten ist eine permanente Managementaufgabe Um auf Dauer wettbewerbsfähig und finanziell erfolgreich zu sein, benötigt ein Hotel eine nachhaltig gute Ertragslage sowie einen für den Investitionsbedarf genügenden Mittelfluss (Free Cashflow). Das Management muss daher wertschöpfungsbewusst versuchen, einerseits das Ertragspotenzial zu erhöhen und andererseits die Betriebskosten auf ein unerlässliches Minimum zu reduzieren. Die Schweizer Hotellerie wird aus den verschiedensten Gründen auch in Zukunft tendenziell mit höheren Kosten arbeiten müssen als ihre Konkurrenz im benachbarten Ausland sowie an vielen anderen Destinationen weltweit. Niedrigeren Kapitalkosten stehen höhere Investitions-, Personal- und Betriebskosten gegenüber. Um in einem solchen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und genügende Renditen zu erzielen, braucht es Betriebskonzepte mit einer hohen Wertschöpfung. Diese müssen primär auf den vorhandenen Stärken des eigenen Betriebs und der Destination aufbauen.

These 8 Investitionen müssen Mehr wer t scha f fen Investitionen sind für ein Hotel immer wieder notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Sie sollten sowohl für den Gast als auch für das Unternehmen einen


01

02

[01] Eine zielgruppenorientierte Ausrichtung macht Gäste zu Stammgästen. [02] Gäste in einem Ferienhotel erwarten einen attraktiven Wellnessbereich. [03] Attraktiv sind spezielle ortstypische Angebote, wie hier das Barfusslaufen im Appenzell. [04] Die Zielgruppe «jung und trendy» schätzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

03

04

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

25


Report

Hotelthesen 2020

05

[05] Zufriedene Gäste schaffen einen nachhaltigen Mehrwert. [06] Ein professionelles Finanzmanagement ist für die Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich.

06

­ achhaltigen Mehrwert schaffen. Wichtig n ist, dass sie finanziell verkraftbar sind und über einen für die Kapitalgeber angemessenen Zeitraum amortisiert werden können. Investitionen müssen konsequent strategie- und angebotskonform sein und ausschliesslich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien erfolgen. Bevor investiert wird, muss das Management Prioritäten festlegen und genau definieren, für welche Zielgruppe die Investition welchen Mehrwert bringen soll. In der Ferienhotellerie sind Investitionen in der Regel vorrangig für den Erhalt oder die Steigerung der Attraktivität des Angebots und des emotionalen Nutzens der Gäste zu tätigen. Investitionen sind jedoch auch immer wieder erforderlich, um die Produktivität zu verbessern und Kosten zu senken. Investitionen sind grundsätzlich so zu planen, dass mit einem minimalen Kapitaleinsatz eine maximale Wertschöpfung entsteht. Das kann entweder durch die Schaffung von Mehrwert für den Gast und höhere Einnahmen oder aber durch geringere Betriebskosten resultieren, beispiels-

weise mittels Energie- oder Personaleinsparungen. Hauptziel einer wertorientierten Investitionspolitik ist die Steigerung der Wertschöpfung und letztlich des Unternehmenswertes.

These 9 Erfolg versprechende Projekte f inden Finanzier ungspar tner In einem verschärften und gleichzeitig von einem Strukturwandel gezeichneten Wettbewerbsumfeld ist ein professionelles Finanzmanagement für jeden Hotelbetrieb unumgänglich. Voraussetzung für eine detaillierte finanztechnische Analyse durch einen Finanzpartner ist das Verständnis für das Geschäftsmodell des Hotelbetriebs. Wenn der Kreditgeber den Betrieb à fond kennt, kann er die vorhandenen Chancen und Risiken ziemlich genau abschätzen. Die Bereitschaft zur Finanzierung und die damit verknüpfte Risikoprämie beruhen auf einer umfassen-

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

26

den Informationsbasis, die in aller Regel in einem Businessplan enthalten ist.

These 10 Die Finanzen stets im Grif f haben Um ein Kreditgesuch zu prüfen, ist eine objektive und umfassende Beurteilung durch den Kreditgeber unerlässlich. Der Dialog zwischen Bankberater und Kunde soll ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen. Deshalb muss er stets mit voller Offenheit und Transparenz geführt werden. Das ermöglicht, Finanzierungen vorzunehmen, die in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ertragskraft und Fremdverschuldung liegen. Ein qualifizierter Banker sollte auch als professioneller Sparringpartner für den Hotelier und das Management wahrgenommen werden. Er ist in der Lage, Diskussionen über Finanz- und Budgetpläne sowie strategische Fragen kompetent zu führen.


BELL PROFESSIONAL

VON PROFIS, FÜR PROFIS.

WIR ER SIND AN D

I16.G– 2E0.1H1.2O019 4 S TA N D B 0 4 , .2 1 E L L A H GROUP BELL FOOD

Theodor Pulver: Fischsommelier, Koch und Fischeinkäufer

bellprofessional.ch


Report Schweiz

Gespräch mit «Romantik-Chef» Thomas Edelkamp

Romantik-Hotels: Eine Marke mit Zukunft? I N T E RV I E W

Hans R. Amrein

1972 in Deutschland gegründet, ist die Marketingkooperation Romantik Hotels & Restaurants in der Schweiz mit 28 Hotel- und Restaurantbetrieben vertreten. Man setzt auf Traditionslokale mit gehobener Gastronomie und ausgeprägter Gastgeberkultur. Ist Romantik in Zeiten von 25hours, Motel One und CitizenM nach wie vor ein Zukunftsmodell? Ein Gespräch mit Thomas Edelkamp (52), dem Vorstandsvorsitzenden der Romantik Hotels & Restaurants.

Romantik Hotel Castello Ascona (Tessin).

Thomas Edelkamp, wir haben uns vor fünf Jahren in Bern getroffen. Damals habe ich Ihnen die Frage gestellt: Was ist ein Romantik-Hotel? Was steckt hinter der Hotelmarke? Ich stelle Ihnen diese Frage jetzt, fünf Jahre später, nochmals! Wir haben uns im Wesentlichen zwei Fragen gestellt: Wie bringen wir unsere DNA zum Gast? Wie vermitteln wir die Werte, welche die Hoteliers für Romantik Hotels & Restaurants geschaffen haben, dem Gast? Auf der Grundlage solcher Fragen haben wir in den letzten fünf Jahren so etwas wie eine «neue Romantik» kreiert.

Sie waren individuell, nur konnten wir diese Individualität nicht so wirkungsvoll kommunizieren. Es ging uns also darum, die Hoteliers vermehrt zu animieren, die Marke Romantik Hotels & Restaurants noch stärker zu den Gästen zu tragen.

Und was ist das, diese «neue Romantik»? Die neue Romantik ist so individuell wie unsere Hotels und Restaurants selbst.

Sie sprechen von Individualität, Einzigartigkeit, besonderen Erlebnissen, guter Küche. Mal ganz ehrlich: Das bieten andere Hotels und Restaurants auch. Das sind keine besonderen Alleinstellungsmerkmale!

Waren denn die Hotels vor fünf Jahren nicht so individuell?

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

28

Was ist das Besondere der Romantik Hotels & Restaurants? Jedes Romantik-Hotel und jedes Romantik-Restaurant ist einzigartig. Der Gast soll etwas Besonderes erleben. Dabei spielt die Gastronomie eine entscheidende Rolle. Und das auf einem hohen Qualitätsniveau. Romantik-Hotels sind Orte des Genusses und der Entspannung.


Thomas Edelkamp, Vorstand der Romantik Hotels & Restaurants.

Das war aber vor fünf Jahren ganz anders. Damals hatten Sie eine klare Vorstellung, was der Gast unter Romantik zu verstehen hat. Diese Zeiten sind vorbei. In den letzten drei Jahren haben wir eine neue, andere Kommunikation entwickelt. Doch der Prozess ist noch nicht zu Ende.

«Die romantische Bilderwelt, wo ein verliebtes Paar bei Kerzenlicht in einem Restaurant sitzt und Rotwein trinkt, ist Vergangenheit.» T HOM A S E DE L K A M P

Der grosse Unterschied zu vielen Mitbewerbern ist, dass die Romantik-Häuser alles andere als standardisierte Hotelund Gastronomiebetriebe sind, die stur nach einem bestimmten Konzept funktionieren. Wir sind das Original! Wir sind authentisch! Wir sind am Ort des Hauses fest verankert. Romantik Hotels & Restaurants ist eine Marke. Wie lautet die aktuelle Markenbotschaft? Unsere Markenbotschaft heisst «hervorragende Gastfreundschaft und Gastronomie, gelebt von begeisterten und glaubwürdigen Gastgebern in einem traditions­ reichen, authentischen und modernen Umfeld».

Warum soll ein Schweizer Privat­ hotelier Mitglied bei Romantik Hotels & Restaurants werden? Was die Marke Romantik Hotels & Restaurants dem Hotelier am Ende bringt, ist eine individuelle Frage. Wir legen Wert auf starke Distribution und beschäftigen Mitarbeitende, welche die Hotels vor Ort beraten, wenn es um Vertriebsfragen, Revenue-Management und andere Themenbereiche geht. Hinter der Organisation Romantik Hotels & Restaurants steckt modernste digitale Technologie, so haben wir zum Beispiel viel Geld in eine eigene CRM-Plattform investiert, um Daten sinnvoll und effizient nutzen zu können. Zudem haben wir die Loyalitätsprogramme völlig neu konzipiert. Mit der neuen Romantik-Card und dem Romantik-Pass haben wir zwei

Romantik ist ein vielfältiger Begriff. Es gibt die Romantik, eine histori­ sche Epoche. Romantik steht aber auch für Liebe und Kuscheln bei Kerzenlicht vor dem Kamin. Wie definieren Sie Romantik? Wir verzichten bewusst darauf, Romantik für unsere Gäste zu definieren. Wir haben das jahrelang getan. Die romantische Bilderwelt, wo ein verliebtes Paar bei Kerzenlicht in einem Restaurant beim festlichen Essen sitzt und Rotwein trinkt, ist Vergangenheit. Es ist nicht unsere Sache, dem Gast zu erklären, was Romantik ist oder was er im Hotel oder Restaurant erleben soll. Wir gehen davon aus, dass jeder Gast das für sich selbst definieren kann.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

29


Report Schweiz

Angebote, die individuell auf die Präferenzen des Gastes abgestellt sind. Einen Sammelpass, fast ein Retroprodukt, heute noch zu anzubieten, geht nur, wenn die Prozesse dahinter digitalisiert sind. Dafür haben wir eine digitale Plattform für Card und Pass geschaffen. Übrigens: Unser Romantik-Netzwerk umfasst über 6 Millionen Gäste!

der nächsten Generation wird das immer schwieriger. Die meisten Hotelgruppen setzen derzeit auf Wachstum. Wir setzen auf qualitatives Wachstum. Das heisst: Wir nehmen nicht jedes Hotel auf, das gern Mitglied bei uns werden möchte. Es gibt Auswahlkriterien – und die setzen wir durch.

Und diese Gäste sind so etwas wie Stammgäste? Ja, sie sind ungewöhnlich loyal.

Haben Sie konkrete Ziele, was die Anzahl Mitglieder betrifft? Vor vier Jahren haben wir festgelegt, dass das Romantik-Netzwerk in Europa auf etwa 300 Hotels anwachsen könnte.

Warum steigen diese Gäste in Romantik-Hotels ab? Laut unseren Umfragen sind die wesentlichen Reisegründe Kulinarik, Kultur und Wellness – in dieser Reihenfolge.

Wie lauten Ihre Wachstumspläne für die Schweiz, wo Sie aktuell 28 Mitglieder haben? Wir wünschen uns in der Schweiz etwa 40 bis 45 Hotels und Restaurants.

Die meisten Hoteliers wollen Zahlen sehen, wenn Sie Mitglied einer Marketingorganisation sind. Wir sind weder booking.com noch Retter in der Not. Wenn der Hotelier zu uns kommt mit der Absicht, den Gästemix seines Hauses positiv zu entwickeln, sind wir die richtigen Gesprächspartner.

Was kostet mich als Hotelier die Mitgliedschaft bei Romantik Hotels & Restaurants in der Schweiz? Schwierige Frage, denn das hängt von der Grösse des Hauses ab. Gehen wir von unserem Romantik-Durchschnitt von 37 Zimmern aus, kostet das den Hotelier 12 000 bis 14 000 Franken im Jahr. Andere Hotelgruppen sind vielleicht billiger, sie bieten jedoch nicht das Leistungsspektrum, das wir unseren Mitgliedern bieten.

Schöner Werbespot! Die Gäste glauben offensichtlich an diese Werte, deshalb sind sie so loyal. So ist es. Allein das ist für mich der Mehrwert schlechthin. Zugegeben, mit

Hôtel de l’Etoile in Charmey.

Wer ist Thomas Edelkamp? Thomas Edelkamp (52) ist seit Januar 2015 hauptamtlicher Vorstand der Romantik Hotels & Restaurants AG. Die Kooperation vereinigt 200 Hotels in 9 Ländern Europas unter einer Marke. Zuvor war der gelernte Hotelkaufmann als Vice President Franchise Development und Mitglied der Geschäftsleitung bei Accor-Deutschland tätig. Hier gehörten die Markteinführung und die Entwicklung der Marke Ibis-Styles zu seinem Aufgabenbereich. Der mit einem Master of Business Administration in Zürich ausgezeichnete Edelkamp gilt als Vertriebs- und Marketingexperte der Hotellerie und positionierte ab 2001 die Ketten Novotel und Mercure in Deutschland. Als Verkaufsdirektor baute er ferner den ersten Multimarkenvertrieb von Accor in Deutschland auf. In der Branche bekannt ist Edelkamp zudem durch sein Engagement als Geschäftsführer der Fifa Worldcup Accommodation Services. Das Unternehmen organisierte zur Fussball-WM 2006 die Unterbringung von Millionen Gästen aus aller Welt sowie der Nationalmannschaften. Thomas Edelkamp lebt mit seiner Frau in München.

BIOGRAFIE HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

30


BEL ETAGE INNENARCHITEKTUR FÜR HOTELLERIE GASTRONOMIE UND REPRÄSENTATIVE RÄUME Was ist Ihr Projekt? Bel Etage AG | 6130 Willisau | Telefon +41 41 972 60 80 | www.beletage.ch

Besuchen Sie uns an der

IGEHO in Basel

vom 16.–20. November 2019 Halle 1.1, Stand C091

Flexibles Schlafen! Da mobile Zustellbett X-Bed Eine komfortable Lösung für zusätzliche Gäste. Platzsparend zusammengeklappt, wartet es auf seinen Einsatz à la minute. Dank praktischer Klappautomatik und sicherer Fixierung lässt sich das X-Bed im Nu aufbauen.

www.wanzl.com | hotel@wanzl.com

Anz_Hotelier_Xbed_1_3_Seite_184x85_mm.indd 1

27.09.19 09:26

Neu: Extra Konfitüren-Portionen in Bio-Qualität

2019_A06082_imageins_hotelier_nov_bio_portionen_220x98_d.indd 1

17.09.2019 08:10:23


fĂźr Moritz Stiefel, KĂźchenchef im Restaurant Hopfenkranz in Luzern

007.1119006_Hotelier_440x297mm_de_Stiefel.indd 2


Hohrückenkette in Perfektion: Für Moritz Stiefel zählt jedes Detail von Z bis A – von den Zutaten bis zum Anrichten.

Gut gehalten: Die Rinder von Stiefels Fleischlieferanten werden nach dem RAUS-Standard (Regelmässiger AUSlauf im Freien) gehalten – wie 82% aller Schweizer Rinder.

«Fleischqualität beginnt schon bei der Haltung.» Seit Moritz Stiefel 2016 das Restaurant Hopfenkranz übernommen hat, setzt er kompromisslos auf «Luzerness», wie er es nennt: Er bezieht alle seine Zutaten aus nächster Nähe – und auch beim Fleisch macht er keine Kompromisse. Er serviert nur Fleisch und Fleischprodukte aus der Schweiz. Weil er weiss, dass die Produzenten ihre Tiere respektvoll halten und artgerecht füttern.

Das macht sich nicht nur in der Fleischqualität bemerkbar, sondern sorgt auch bei seinen Gästen für zufriedene Gesichter. «Die Leute wollen heute genau wissen, was sie essen. Und für Schweizer Fleisch sind sie gern bereit, etwas mehr auszugeben.»

Das Futter macht's: Das Viehfutter hat einen grossen Einfluss auf den Fleischgeschmack. Schweizer Rinder werden artgerecht gefüttert – grösstenteils mit Gras und Heu von einheimischen Wiesen.

09.10.19 17:52


01

02

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

34


Report Ausland

Studie zum deutschen Hotelmarkt

Wie lange dauert der Hotelboom in Deutschland? Erneut hat der Hotelimmobilien­ spezialist Christie & Co. die Top 6 des deutschen Hotelmarktes analysiert. Wie haben sich die Tourismusmärkte Berlin, ­München, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Düsseldorf 2018 und 2019 entwickelt, und was ist in der Zukunft zu erwarten?

[01] Düsseldorfer Hafen in der Dämmerung. [02] Frankfurt City – die wohl mondänste Stadt Deutschlands.

Der deutsche Hotelmarkt floriert – und das bereits seit Jahren. Zum neunten Mal in Folge wurden in Deutschland im Jahr 2018 mehr Übernachtungen als im Jahr davor registriert. Die deutschen Topstädte strahlen jedoch noch nicht alle gleich. Wer ist der Überflieger, und wer muss sich hinten anstellen?

der Top 6 ist. So wurden 2018 16,1 Millionen Übernachtungen registriert, die Hälfte davon machten ausländische Gäste aus. Nach einer schwachen Performance im ersten Quartal konnte ab April ein Anstieg des RevPAR verzeichnet werden, der im September und Oktober seinen Höhepunkt erreichte. Grund dafür war ein Grossangebot an Messen sowie das jährliche Münchner Oktoberfest. Ende Dezember schloss der RevPAR bei 96  Euro, was einem Plus von 4,2  % gegenüber 2017 entspricht.

Die Hauptstadt Berlin ist nicht nur Deutschlands grösste Stadt, sondern mit 121 000 Betten und 27,1 Millionen Übernachtungen im Jahr 2018 auch der grösste städtische Hotelmarkt. In den letzten 5 Jahren ist das Bettenangebot um 10,7 % gewachsen, die Anzahl der Übernachtungen um 14,9 %. Während das erste Halbjahr in Bezug auf die Performance stabil verlief, glich das zweite Halbjahr aufgrund diverser Messen und Veranstaltungen einem Feuerwerk. Zum Jahresende lag der RevPAR bei 79 Euro und verzeichnete ein Plus von 6,9  %, was dem stärksten RevPAR-Wachstum 2018 unter den Top-6-Städten entspricht.

Frankfurt am Main ist ein Hotspot für Businessreisende und Hauptstadt der deutschen Finanzbranche. Diese Vorteile widerspiegelten sich 2018 auch in der Statistik: Beinahe 10 Millionen Übernachtungen wurden in Mainhatten regis­ triert. Gleichzeitig konnte jedoch auch eine beeindruckende Zunahme der Bettenanzahl auf zuletzt über 50 000 festgestellt werden. Dies, zusammen mit weniger Nachfragespitzen und einem enttäuschenden letzten Jahresquartal, resultierte in einem leicht rückläufigen RevPAR (83 Euro, –2,5 %). Es bleibt abzuwarten, ob und wie der Brexit die Performance der Bankenstadt Frankfurt 2019 und darüber hinaus beeinflussen wird.

Die bayerische Metropole München konnte seit 2014 mit rund sieben Prozent jährlichem Übernachtungswachstum die grössten relativen Nachfragesteigerungen verzeichnen. Dies ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass München mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 129  Euro der teuerste Hotelmarkt

Nachdem Hamburg in den letzten Jahren von einem zum nächsten Perfor-

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

35


01

Report Ausland

02

[01] Das Atlantic Hotel in Hamburg.

03

[02] Das Hotel Adlon in Berlin.

Expertenstimmen

[03] Das Hotel Bayerischer Hof in München.

zum deutschen Hotelmarkt In Düsseldorf ist das Bettenangebot bei beinahe gleichbleibendem Hotel- und Hotel-Garni-Bestand in den letzten fünf Jahren um 12 % gestiegen. Ebenso konnte die Landeshauptstadt Nordrhein-West­ falens im selben Zeitraum einen Anstieg der Übernachtungen verbuchen, der mit 11,4  % jedoch leicht unter dem Bettenwachstum lag. Düsseldorf ist, ähnlich wie Köln, stark vom Messezyklus abhängig. In den Ferien sowie in den Messe­ pausen bricht der RevPAR stark ein, zu ­Messezeiten ist ein Aufschwung zu verzeichnen. Das führte für das Jahr 2018 zu einem niedrigen RevPAR und einem deutlichen Performanceverlust im Vergleich zum Jahr davor (RevPAR 76 Euro, –7,8 %).

mance-Rekord geeilt war, musste die Hafenstadt an der Elbe die RevPAR-Leader-Flagge letztes Jahr wieder an München abgeben, weist mit 92 Euro (–2,5 %) aber immer noch den zweithöchsten Wert der Top-6-Städte auf. Die Stadt musste sowohl bei der Auslastung als auch bei der Rate im Vergleich zu 2017 Federn lassen. Während die Bettenanzahl in den letzten fünf Jahren um 21,4 % gewachsen ist, stieg die Anzahl der Übernachtungen um lediglich 20,1  %. Ein Überangebot besteht aktuell nicht, doch die 12 000 Zimmer in der Pipeline werden den Wettbewerb und dann die Konsolidierung weiter vorantreiben. Köln ist eine beliebte Kongress- und Messestadt – rund 40 % der Nachfrage ist auf dieses Segment zurückzuführen – und so reagiert die Performance sensibel auf Änderungen im Messekalender. 2018 endete mit einem niedrigeren RevPAR für die Karnevalsstadt in Höhe von 82 Euro, was einem Rückgang von 4,8 % entspricht – und dies, obwohl die Nachfrage in den letzten fünf Jahren durchschnittlich stärker als das Angebot (2,4 % pro Jahr versus 0,3 % pro Jahr) anstieg. In den kommenden Jahren wird ein Zuwachs von 1700 Zimmern auf dem Kölner Hotelmarkt erwartet. Bevorstehende Messen im Jahr 2019 sollen den Hotelmarkt in Köln wieder ankurbeln.

Laut Christie & Co steht es gut um den deutschen Hotelmarkt, viele Faktoren sprechen für die Märkte und lassen Investoren weiter ein Auge auf die deutschen Topstädte werfen. Insbesondere der stetige Aufwärtstrend der Übernachtungszahlen widerspiegelt deren Attraktivität. Ähnlich wie im Jahr 2018 werden in den Top 6 jedoch auch 2019 massive Kapazitätserweiterungen erwartet, was sich in einigen Städten in unterdurchschnittlichen Performancezuwächsen widerspiegeln könnte. Je nach Messezyklus kann dieses Erwachen jedoch auch erst 2020 eintreten.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

36

Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co: «Der deutsche Hotelmarkt konnte auch 2018 wieder mit überzeugenden Zahlen glänzen. Der Markt wächst stetig, weshalb er auch künftig für Investoren attraktiv bleibt. Insbesondere in den Top 6 ist aufgrund der neuen Häuser jedoch von einem verstärkten Wettbewerbsdruck auszugehen, steigende Renditen oder erhöhte Sicherheitsleistungen sind jedoch noch kein Thema.» Patrik Hug, Senior Consultant Advisory & Valuation: «Aktuell sind markengebundene Limited-Service-Hotels das Mass aller Dinge. Doch auch Aparthotels drängen vermehrt auf den Markt und geniessen grossen Erfolg bei schlanker Kostenstruktur. Neue Konzepte, die Co-Working, Schlafen, Socializing und innovative Food-Konzepte verbinden, versuchen vermehrt in Deutschland Fuss zu fassen und die Digital Natives dort abzuholen, wo den grossen Hotelkonzernen die Agilität fehlt. Insbesondere Berlin und ­München stehen im Fokus, doch auch in den anderen Städten wird die Vielfalt grösser werden.»

INFO


IHR TRAUM-CHEMINÉE: VON ANFANG AN AM RICHTIGEN ORT Chemineé-Ausstellung Beratung, Planung Cheminéebau Renovation von Cheminée und -Öfen Erfahrung mit Feuerstellen in Hotels, Restaurants und Wellnesshäuser Neben Holz betriebenen Cheminées finden Sie bei uns auch Feuerstellen mit alternativen Brennstoffen wie Gas, Bio Ethanol oder Wasserdampf. Wir finden das Richtige für Sie.

Cheminéebau STUTZ AG • Birmensdorf • Telefon 044 737 15 65 chemineestutz.ch


Krevettenkreation à la Ralf Weidkuhn. Besonders bei Krevetten sind Qualität und Nachhaltigkeit wichtige Kriterien beim Einkauf.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

38


Food & Beverage

Ein Gespräch über nachhaltige Fischerei, WWF und Tiefkühlware

Was gilt es bei Seafood zu beachten? Als älteste Lachsräucherei der Schweiz gehört Dyhrberg zu den Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit bei Fisch und Krustentieren. Der Spezialist aus Balsthal bietet neben seinen Räucherprodukten nur tiefgekühlte Menüfische und Seafood an, die strengsten Qualitäts- und Zuchtkriterien entsprechen. Ein Gespräch mit Dyhrberg-Chef Ralf Weidkuhn.

I N T ERV I E W Hans R. Amrein

Worauf, Ralf Weidkuhn, sollte der Küchenchef beziehungsweise der Food & Beverage Manager besonders achten, wenn er Seafood einkauft? Ganz klar: auf Qualität, wenn möglich auf Nachhaltigkeit und die Bezugsquelle. Er sollte Lieferanten auswählen, die Erfahrung im Bereich Seafood haben. Fleischzulieferer sollen Fleisch liefern, das ist deren Kernkompetenz. Bei Seafood sind die etablierten Lieferanten, wie zum Beispiel Dyhrberg, die Fachleute. Wir bieten nicht einfach Produkte querbeet an, sondern konzentrieren uns bei der Sortimentsgestaltung auf unser jahrzehntelanges Wissen, das wir gern weitergeben.

Ja, auf jeden Fall. Wir bieten im Bereich der Black-Tiger-Krevetten nur Produkte aus extensiver und zertifizierter Zucht (ASC) an. Sie arbeiten unter anderem auf der Basis der WWF-Seafood-Score-Vorgaben. Die WWF-Seafood-Score-Vorgaben sind ein Indikator, der uns hilft, unser Sortiment laufend auf seine Aktualität in Bezug auf bedrohte Fischarten zu prüfen. Gleichzeitig zeigen sie Alternativen auf. Sie weisen uns zum Beispiel auf Fanggebiete hin, die gut und verlässlich administriert werden. Gerade in der Schweiz legen immer mehr Kunden Wert auf Nachhaltigkeit und kaufen deshalb nur noch Produkte mit entsprechendem Score ein.

Vor allem Krevetten oder Tiger Prawns sind umstritten, da diese oft nicht biologisch und nachhaltig gezüchtet werden. Garantieren Sie in jedem Fall «saubere» und qualitativ hochwertige, nachhaltig gezüchtete Krevetten?

Stichwort Bio: Ist es relevant, dass Fische und Krustentiere biologisch gezüchtet werden? Halten Sie

«Es braucht ein Qualitäts­d enken und auch Berufsstolz bei der Zubereitung.» R A L F W E I DK U H N

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

39


Food & Beverage Seafood

Auch die sorgfältige Verarbeitung in der Küche hat bei Ralf Weidkuhn hohe Priorität.

«Gut und nachhaltig produzierte Fische und Krustentiere haben ihren Preis.»

Seit 1965 verarbeitet und räuchert Dyhrberg als erste Lachsräucherei in der Schweiz fangfrische Fische nach traditionellen Methoden. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Balsthal 85 Mitarbeiter – und bietet auch im Bereich Meeresfische und Seafood unter dem Label «Krista Top Seafood» eine grosse Auswahl erstklassiger Produkte aus nachhaltiger Fischerei an. 2019 gewann Dyhrberg den Unternehmerpreis des Kantons Solothurn. dyhrberg.ch

INFO

R A L F W E I DK U H N

sich zum Beispiel an irgendwelche Biolabel? Wir sind Bio (Knospe) zertifiziert und stellen fest, dass die Akzeptanz in der Schweiz stetig steigt. Wichtig ist aber vor allem, dass Zuchtanlagen zur Entlastung der Meeresbestände aufgebaut werden. Bio und Nachhaltigkeit in der Zucht sind dann die nächsten Schritte.

fiziert und entsprechen hundertprozentig den Anforderungen der führenden Umweltorganisationen. Hochwertig «produzierte» Krustentiere und Fische sind teurer als sogenannte Massenware. Sind Küchenchefs und Gastroeinkäufer bereit, den höheren Preis zu berappen? Wir appellieren immer an den Berufsstolz und versuchen, gegen die Banalisierung der Lebensmittel zu kämpfen. Nehmen wir die heutigen Lehrlinge. Aufgrund der reisserischen «Geiz ist geil»-Mentalität ist ihnen der Wert von Lebensmitteln gar nicht mehr bewusst. Gut und nachhaltig produzierte Lebensmittel haben nun mal ihren Preis. Doch eine gute Küche setzt auch gut produzierte Lebensmittel voraus.

Die Labels oder Marken werden immer wichtiger, denn der Gast will wissen, woher die Shrimps oder der Wolfsbarsch stammen. Sie vermarkten in der Schweiz die sogenannten Krista Shrimps. Was zeichnet dieses Produkt besonders aus? Worin liegt der Unterschied zu anderen Shrimps? «Krista Shrimps» sind nachhaltig gewachsene Krevetten aus einer traditionellen Aufzucht für Krevetten in den Mangrovenwäldern Südostasiens. Die natürliche Eigenproduktion der Mangrovenökosysteme bildet die Nahrungsgrundlage der «Krista Crevetten». Diese wachsen dadurch unter natürlichen Bedingungen ohne zusätzliche Fütterung auf. Die Farmen sind alle nach ASC-Standards zerti-

Was halten Sie von tiefgefrorenem Fisch beziehungsweise Seafood? Grundsätzlich ist es bei den Köchen schon fast eine Glaubensfrage, welcher der frischere Fisch ist – tiefgekühlt oder eben frisch. Bei der Tiefkühlung werden die Fische direkt auf dem Schiff verarbei-

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

40

tet und direkt tiefgekühlt. Der «frische» Fisch ist im besten Falle 12 Stunden unterwegs, bis er in der Schweiz beim Händler ist. Bis der Händler den Fisch dann verkauft und ausliefert, können nochmals 12 bis 24  Stunden vergehen. Schliesslich kommt es auch auf den Umschlag an. Auch betreffend Hygiene stellen frische Seafood-Artikel hohe Ansprüche an die gute Herstellungspraxis. Know-how in der Verarbeitung muss auf alle Fälle vorhanden sein. Kennen Sie alle Ihre «Produzenten»? Die meisten – oder wir arbeiten vor Ort mit Organisationen zusammen, die den direkten Kontakt im jeweiligen Land haben. Zum Schluss: Geben Sie uns fünf Tipps zum Umgang mit Seafood und Meeresfischen. In erster Linie braucht es Respekt vor den Lebensmitteln, ein Qualitätsdenken, das über dem Preis steht, den Willen, bedrohte Arten zu meiden, und den Anspruch, Produkte nur von zertifizierten Lieferanten zu beziehen, aber auch Berufsstolz bei der Zubereitung.


FOLLOW U

S

SCHWEIZER FREILANDEIER AUS DER REGION Die Hühner leben in grosszügigen Volieren und geniessen Auslauf ins Freie. Selbst bei schlechtem Wetter haben Sie im Wintergarten Zugang zur frischen Luft. Die Voliere ist als Baumstruktur aufgebaut, es gibt zwei Etagen mit Sitzstangen auf denen die Tiere nachts schlafen. Das Sandbad nutzen die Hühner zum Reinigen des Gefieders. Auf der Weidefläche dienen Bäume oder kleine Holzhäuschen als Schattenspender. Dank der ID-Nummer auf dem Ei ist die Rückverfolgbarkeit bis zum Bauer möglich. www.transgourmet-origine.ch

2019_1424_Origine_Freilandeier_220x297_d_FollowUs.indd 1

20.09.19 12:10


Wasserexperte Arno Steguweit: «Am besten eignet sich in der Gastronomie ein natürliches Mineralwasser, das Charakter hat und ausgewogen mineralisiert, aber wohlschmeckend ist.»

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

42


Food & Beverage Wein & Getränke

«Hotelier»-Gespräch mit Wassersommelier Arno Steguweit

Was zeichnet gutes Mineralwasser aus? Arno Steguweit ist Europas erster Wassersommelier. Ein Insider in Sachen Mineral- und Leitungswasser. «Hotelier» wollte von ihm wissen: Was zeichnet gutes Mineralwasser aus? Welches Wasser eignet sich besonders für die Gastronomie? Ist es sinnvoll, Wasser aus Schottland einzufliegen?

Arno Steguweit, was zeichnet ein wirklich gutes Mineralwasser aus? Ein Mineralwasser muss per Gesetz natürlicher Herkunft und geprüft worden sein. Das ist die Grundvoraussetzung. Weiter enthält ein gutes Mineralwasser eine konstante Menge an gelösten Mineralstoffen, die der Umgebung entsprechend einzigartig in ihrer Zusammensetzung sind. Natürliches Mineralwasser ist die Biovariante unter allen Wässern, denn es ist von Natur aus keimfrei und unbehandelt. Es wurde nicht durch industrielle Prozesse beeinflusst.

Stilles Wasser oder Wasser mit Kohlensäure? Für beide Arten gibt es eine Berechtigung, doch tritt auch hier wieder die persönliche Vorliebe in den Vordergrund. Generell kann man sagen, dass die Kohlensäure-Intensität nach Tageszeiten variiert. Am Morgen, auf nüchternen Magen, sollte man keine Kohlensäure konsumieren. Im Laufe des Vormittags und hin zur Mittagspause bis in den frühen Nachmittag sollte man die Kohlensäure-Intensität steigern. Das bringt den Körper wieder in Schwung und lässt uns deutlich leistungsfähiger bleiben. Gegen Abend sollte man die Kohlensäure deutlich reduzieren.

Welches Mineralwasser eignet sich zu welchen Speisen? Eine schwierige Frage! Ich empfehle Wasser immer persönlichkeitsbezogen, nicht zu einzelnen Gerichten. Jeder sollte das Mineralwasser trinken, das ihm am besten zusagt.

Worin liegt der Unterschied zwischen Leitungswasser und Mineralwasser aus einer Quelle wie Valser? Leitungswasser ist in Mitteleuropa von hervorragender Qualität und hat meist Trinkwasserqualität. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass Leitungswasser in der Schweiz laut

«Am frühen Morgen, auf nüchternen Magen, sollte man keine Kohlensäure konsumieren.»

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

43


Food & Beverage Wein & Getränke

Gesetz lediglich genusstauglich sein muss. Bei natürlichem Mineralwasser wie Valser sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen wesentlich strenger.

In meinen Augen ergeben verschiedene internationale Sorten durchaus Sinn. Ob man das ökologisch in Kauf nimmt, muss jeder Betrieb selbst entscheiden.

Wasser ist also nicht einfach Wasser? Eine Probe in Deutschland hat in mehr als zwölf Städten dieselben Medikamentenrückstände in ähnlichen, wenn auch geringen Konzentrationen ans Licht gebracht. Des Weiteren ist es richtig, dass das Wasser nicht selten in nahezu perfekter Qualität die Wasserwerke der Gemeinden verlässt; über die Beschaffenheit der Rohrleitungen bis zum eigenen Zuhause und über das Innere der Wasserhähne wissen die meisten Konsumenten meist sehr wenig. Diese Variable wird nicht genügend berücksichtigt, wenn man über unser ach so gutes Hahnenwasser philosophiert.

Gibt es ein ganz bestimmtes Wasser, das sich in der professionellen Gastronomie ganz besonders eignet? Für die Gastronomie eignet sich am besten ein natürliches Mineralwasser, das Charakter hat und ausgewogen mineralisiert, aber wohlschmeckend ist. Auch eine interessante Geschichte und eine hochwertige Verpackung sind erwünscht – das Auge trinkt schliesslich mit.

Viele Gastronomen importieren Mineralwasser aus Schottland, Irland oder dem Südpazifik. Ist das sinnvoll?

Eine Wasserkarte im Restaurant. Was spricht dafür? Eine zufriedene, begeisterte, interessierte und wiederkehrende Gästeschaft erreicht man mit Vielfalt. Dabei reichen beim Mineralwasser jedoch fünf bis sechs Marken mit jeweils zwei oder drei unterschiedlichen Kohlensäure-Ausprägungen. So kann man fast 15 verschiedene Wässer anbieten. Das reicht und wird jeden Gast zufriedenstellen.

Wassertipps für Profis – Keine Zitrone – verfälscht den Geschmack. – Kein Eis – verwässert und verändert das hochwertige Mineralwasser. – Die Gläser dürfen nach dem Polieren nicht riechen, das stört beim Genuss. – Die Flasche gehört zum Wasser, niemals in Karaffen servieren (ist in Deutschland sogar per Gesetz verboten).

– Nicht einfach Wasser servieren, sondern nach Vorlieben fragen und ruhig zwei Gästen auch mal zwei verschiedene Mineralwässer anbieten, wenn man sich nur schwer einigen kann. – Wasser anbieten, wenn sich die Gäste hinsetzen, denn dann haben sie nichts zu tun und trinken schon das erste Glas, was den Absatz fördert.

INFO

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

44


HEBT SICH AB. In Robustheit und Lebensdauer.

Unerreicht in der Qualität, extrem vielfältig in den Waschprogrammen. Eine Schulthess-Maschine bringt dank professionellem wetCleanWaschverfahren problemlos alle Textilien hygienisch sauber – von Feuerwehruniformen über Lederwaren bis zu Anzügen und Kaschmirpullovern. Mehr Infos: schulthess.ch/professional

07_Schulthess_Inserate_GRM_DE_220x297mm_RZ.indd 1

Swissmade

15.03.19 08:32


Für den Lernenden Ronny im Ameron Hotel Flora ist Kochen die natürlichste Sache der Welt.

«Für mich ist Kochen normaler Alltag, denn ich habe bereits als Kind meiner Mutter beim Kochen geholfen. Mir macht es auch nichts aus, früh aufzustehen oder spätabends noch in der Küche zu stehen. R ON N Y I M A M E R ON HO T E L F L OR A

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

46


Ausbildung

Integrative Hotellerie-Lehren

Stiftung La Capriola

Der Weg in die Unabhängigkeit T EX T U N D I N T E RV I E W BI L DER Holger Jacob

Marianne Kürsteiner,

Samuel und Céline ­absolvieren eine Lehre in der Hotellerie. Wie es trotz ihrer unterschiedlichen Beeinträchtigungen dazu ­gekommen ist und wie sie es dank ihrem Einsatz und der Unterstützung von La Capriola schaffen, dass sie später einmal unabhängig von der IV ihr Leben meistern können, erzählten sie «Hotelier».

Die Jugendzeit ist nicht immer einfach, und gerade in dieser von Hormonen bestimmten Zeit sollen die Jugendlichen ihre Berufswahl fällen und in den Ernst des Berufslebens starten. Wenn dann noch Beeinträchtigungen wie ADHS, Lernschwäche oder psychische Probleme hinzukommen, erscheint der berufliche Werdegang fast aussichtslos.

bedeutet Purzelbaum. Das Modell ist einleuchtend und beruht auf dem 3-Säulen-Konzept Ausbildung, Leben und Arbeiten.

Sozia lkompetenzen f ördern Dank eigenen Ausbildungszentren und professionellen Partnerbetrieben, sprich Hotels, sowie enger sozialpädagogischer Begleitung auch im Bereich Wohnen und Freizeit werden die Selbst- und Sozialkompetenzen der Jugendlichen auf allen Ebenen gestärkt. Dabei konzentriert sich La Capriola auf die Berufsbilder Restauration, Hauswirtschaft, Küche und Rezeption/Administration. La Capriola spielt in diesem Konzept die Rolle des Lehrbetriebs, während die Partnerbetriebe, also die Hotels, die Logistik, die Infrastruktur und auch Manpower zur Verfügung stellen. Finanziert wird die Ausbildung der Lernenden durch die IV, welche die Auszubildenden der Stiftung zuweist. Für zusätzliche Projekte, wie Projektwochen oder Ausflüge der Lernenden, ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Die

Diese Sorgen kannte auch das Hotelierpaar Marlies und Domenico Saladino, deren Kind eine Beeinträchtigung hat. Sie wollten jedoch nicht einfach zusehen, wie es in eine Sonderbehandlung mit lebenslanger Abhängigkeit abgeschoben würde. Die Idee, dass man für die Berufswahl dieser Jugendlichen einen Weg finden könnte, und zwar im ersten Arbeitsmarkt, entstand damals vor 17 Jahren. Zwei Jahre später, im Jahre 2004, war die Geburtsstunde der Stiftung La Capriola, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Jugendlichen mit Beeinträchtigungen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen und sie während ihrer Ausbildung zu Fachkräften zu unterstützen. Der Name La Capriola stammt aus dem Rätoromanischen und

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

47


[01] Samuel absolviert im Hotel Schweizerhof Luzern eine Lehre im Housekeeping. [02] Marie gefällt im Hotel Schweizerhof Luzern vor allem der Austausch mit den internationalen Gästen.

01

[03] Céline tischt im Hotel Continental Park den Frühstückstisch.

Geschäftsstelle ist in Chur, die Ausbildungszentren (Wohnen) und die Partnerbetriebe befinden sich in Davos (Hotel Grischa, Hotel Seehof, Sunstar Hotel Davos, Zentrum Guggerbach) und Luzern (Hotel Continental Park, Hotel Schweizerhof Luzern, Ameron Hotel Flora).

schliesslich zu La Capriola, wo er nun bereits im 2. Lehrjahr ist. Am Frühstückstisch treffe ich auch Céline. Auch sie hatte es in der Grundschule nicht leicht. Sie hatte Mühe, sich den Schulstoff einzuprägen, und wurde deshalb ständig gemobbt, wie sie mir erzählt. Schliesslich war sie aber überglücklich, als diese Zeit vorbei war und sie hier die Gelegenheit bekam, eine Lehre als Praktikerin Pra Restauration zu absolvieren. Célines Arbeitstag beginnt heute später, es steht noch ein Gang ins Klassenzimmer auf dem Plan. Hier geht die Lehrerin mit viel Empathie auf Célines Bedürfnisse ein und unterstützt sie beim Lernen. Céline ist sehr eifrig, sich das Wissen anzueignen, das es für diesen anspruchsvollen Beruf braucht.

Schulwechsel und Mobbing Derzeit sind 25 Lernende in der Ausbildung, darunter auch Samuel und Céline, die wir einen Tag lang in ihrem Berufs- und Wohnalltag in Luzern begleiten durften. Das Ausbildungszentrum (Wohnen) am Abendweg 1 liegt direkt neben einem wunderschönen Park oberhalb des Vierwaldstättersees. Es ist frühmorgens, Zeit zum Aufstehen, für Samuel nicht immer einfach, doch Punkt 10 Uhr muss er im Hotel Schweizerhof Luzern antreten, wo er seine Ausbildung im Bereich Housekeeping absolviert. Noch schnell ein Blick in seine geliebten Bücher, dann verlässt er sein Zimmer und stellt sich in der Küche sein Frühstück zusammen. Die Wohngemeinschaft teilen sich die 12 Jugendlichen, die auch den Haushalt unter sich mit Ämtern aufteilen. Beim Frühstück bleibt noch Zeit für einen kleinen Schwatz: Samuel macht auf mich einen vifen Eindruck, während er mir von seinem komplizierten Werdegang erzählt. Die Kindheit war geprägt von ständigen Schulwechseln, fast alles wurde ausprobiert, von der öffentlichen Primarschule über Privatschulen bis zu Internaten und Schulen, in denen die Schüler ihren Lehrplan selbst zusammenstellen, und, und, und. Den Schulstoff konnte sich Samuel nur schwer einprägen. Die Diagnose ADHS war die Erklärung dafür. Über die IV kam er

G ute Perspektiven Nächste Etappe: Hotel Schweizerhof Luzern. Wir treffen neben Samuel noch auf weitere Capriola-Lernende. Sie alle meistern ihre Aufgaben, ohne bei den Gästen aufzufallen. Einzig vielleicht durch eine Spur mehr Herzlichkeit und Dankbarkeit. Durch die Begleitung der Ausbildung von La Capriola im Hotelbetrieb sind im Vergleich zum Branchendurchschnitt kaum Lehrabbrüche zu verzeichnen. Gemäss einer demnächst erscheinenden Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz soll der volkswirtschaftliche Nutzen dieser Ausbildung eruiert werden. Denn der grösste Teil der mit La Capriola ausgebildeten Jugendlichen ist nach der Ausbildung wirtschaftlich integriert, vorwiegend ohne oder nur mit einer Teilrente, bzw. erwirbt sich weitere berufliche Qualifikationen und ist in der Regel sozialgesellschaftlich autonom im Alltag unterwegs.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

48

[04] Samuel in seinem Zimmer in der Wohngemeinschaft in Luzern. [05] Wohnzimmer mit Essbereich im Ausbildungszentrum Luzern.

03


Ausbildung

Integrative Hotellerie-Lehren

«Am besten gefällt mir hier im Hotel Schweizerhof Luzern der Umgang mit ­M enschen aus verschiedenen Kulturen. Hier kann ich meine Fremdsprachenkenntnisse gut einsetzen.» M A R I E I M HO T E L S C H W E I Z E R HOF LU Z E R N

02

04

05

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

49


Ausbildung

Integrative Hotellerie-Lehren

«Da die Stiftung La Capriola selbst Lehrbetrieb ist, übernehmen wir sämtliche Aufgaben und Verantwortungen eines Lehrmeisters.» C ON R A D CA D ONAU, L A CA P R IOL A

C ON R A D CA D ONAU

Geschäftsleiter von La Capriola, Chur Welche Voraussetzungen müssen Hoteliers mitbringen, um bei dem Konzept von La Capriola mitzuwirken? Conrad Cadonau: Es ist wichtig, dass die Betriebe ein gutes Mass an Verständnis für die jugendlichen Lernenden aufbringen. Das gegenseitige Verständnis ist entscheidend, damit die Auszubildenden Selbstvertrauen entwickeln können. Könnte man dieses Konzept nicht auch für andere Lehrbereiche ausserhalb der Hotellerie öffnen? Doch, das wäre möglich. Es braucht aber ein klar abgestimmtes Umfeld, wo die Jugendlichen direkt den offenen Arbeitsmarkt spüren, fühlen können. Denn sonst ist die Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt nicht gegeben, sondern nur gestellt.

Das Konzept von La Capriola stellt diese Wechselwirkung sehr sensibel sicher: zwischen Begleitung, Spüren des Drucks der Arbeit an der Front und dem Umgang mit berechtigten Erwartungen seitens des Gastes, aber auch des Vorgesetzten. Die Konsequenzen des realen Arbeitsmarkts müssen erkennbar und spürbar sein – nur unter diesen Rahmenbedingungen ist eine persönliche (nicht nur fachliche) Entwicklung des Lernenden möglich. Wenn Pünktlichkeit und Sichzurechtfinden ein Problem sind, liegt das Verständnis vor, dass der Lernende unter den gegebenen Umständen es nicht besser, anders kann. Der Fokus unserer Ausbildner liegt jedoch darauf, dass diese Schwäche gezielt angegangen und verbessert wird. Daher ist das Verständnis für den Lernenden im Hotel

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

50

wesentlich. Der Ausbildner von La Capriola hat nicht nur die fachliche Verantwortung, sondern auch wesentliche kommunikative Aufgaben sicherzustellen. Besteht für einen Hotelier ein grosser Unterschied, ob er einen Lehrling von La Capriola oder von einem anderen Lehrbetrieb einstellt? Nein und Ja: Ja, da La Capriola selbst Lehrbetrieb ist, übernehmen wir sämtliche Aufgaben und Verantwortungen eines Lehrmeisters: Gespräche mit Amtsstellen, Eltern, Kadermitarbeitern im Hotel, Koordination von Therapien, aber wir klären auch im Wohnbereich allgemeine Anliegen des Alltags. Die situative berufsspezifische Förderung und die bildungsrelevante Planung gehören auf

jeden Fall auch zu unseren Kernaufgaben. Nein, weil Sie als Gast keinen Unterschied zwischen einem Lernenden von La Capriola und einem Lernenden des Hotelbetriebs erkennen. Wie profitabel ist der Lernende für den Betrieb? Bildung ist in der Regel eine «Investition» mit erhoffter Langzeitwirkung. Insofern ist Bildung allgemein selten kurzfristig profitabel. Trotzdem bringen wir mit den Lernenden von La Capriola Momente in den Betrieb, wo Bereiche und Abläufe durch «uns» abgedeckt und sichergestellt werden können. Augenblicke, wo andere Lernende oder Mitarbeiter entlastet werden können. Das sind unter anderem gerade diese Momente, wo der Lernende – trotz Beeinträchtigung – den

Druck des Arbeitsalltags kontinuierlich spüren und auch daran wachsen kann. Meines Erachtens gibt es kaum Lehrmeister, die Lernende wegen des Profits anstellen. Sie bilden aus, weil auch sie etwas gegen den Fachkräftemangel in der Branche tun wollen und somit die Qualität ihres Angebots sichern und steigern können. Wie teuer ist diese Ausbildung für den Betrieb? Für den Betrieb fallen höchstens die effektiven Kosten im Rahmen des Lohns eines Lernenden an. Die übrigen Kosten ergeben sich aus der Zeit für Absprachen und Koordination mit unserem Ausbildner. Durch ein gutes eingespieltes Zusammenarbeiten sind aber auch diese zeitlichen Aufwände überschaubar.


Autarker

Monitor Autark, kabellos & mobil: Innovation trifft Präsentation

MAX HAURI AG Weidstrasse 16 ▪ CH-9220 Bischofszell ▪ Tel. +41 71 424 25 25 ▪ Fax +41 71 424 25 90 ▪ www.maxhauri.ch Autarker_Monitor_2019.indd 1

Halle 2.2, Stand A18 & B18

10.10.2019 10:30:24

The state of grace NE

W

ARWA-SENSE Mit arwa-sense hat Designer Peter Wirz eine Badarmaturenlinie erschaffen, die sowohl formal wie auch funktional ein Statement setzt: Selbstbewusst, elegant und sinnlich steht die Linie für moderne, luxuriöse Badarchitektur. Die präzise und geometrische Formensprache rundet den hochwertigen Charakter perfekt ab. arwa.ch


Roboter und das Handy als Zimmerschlüssel (Schani Hotel Wien): In rezeptionslosen Hotels werden Gäste in die üblichen Hotelabläufe eingebunden und übernehmen wichtige Aufgaben gleich selbst.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

52


Digital & Marketing

Digitale Innovationen 2019 / 2020 im Hotel

Ersetzen digitale Butler bald den Portier? Ein Sprachassistent hilft beim Buchen, ein Roboter schleppt Gepäck, und ein Butler verhilft Kunden zu mehr Erfolg bei Instagram. Das sind einige der zukunftsträchtigsten Techniktrends fürs Hotel. Hier die spannendsten digitalen Innovationen 2019 / 2020.

Die Reisebranche wird immer digitaler. Was für manche noch wie Zukunftsmusik klingt, ist in einigen Hotels schon Realität. Das Beratungsunternehmen Treugast hat das Thema genauer unter die Lupe genommen und präsentiert sechs spannende digitale Innovationen, die dem Hotelaufenthalt ein echtes Update verpassen sollen. 1. Roboter als Concierge Sie liefern Tipps für den besten Italiener in der Stadt oder bringen kalte Getränke direkt an die Zimmertür: Roboter sind nicht nur ein beliebter Blickfang, sondern übernehmen auch immer öfter wichtige Aufgaben im Hotelalltag. Im Rilano Hotel in München beispielsweise serviert ein Roboter namens Jeeves den Gästen Snacks oder liefert ihnen Zahnpasta und Co. an die Zimmertür. 2. Holografie statt langer Flüge Wenn das Meeting in Zürich stattfindet, der Geschäftspartner aber aus China anreisen muss, ist das nicht nur negativ für die CO ²-Bilanz, sondern kostet auch viel Zeit und Geld. Effizienter und ausserdem futuristischer ist eine holografische Projektion im Meetingraum. Damit wirken Gesprächspartner so, als stünden sie mitten im Raum, anstatt Tausende Kilometer entfernt zu sein. In Deutschland kam diese Technologie zuerst im Hotel Nhow Berlin, einem Haus der NH Hotel Group, zum Einsatz.

Dass der Gast per Handy die Hotelzimmertür öffnen kann, ist bereits in vielen Hotels Standard.

3. Digitale Sprachassistenten «Alexa, bitte schalte das Licht aus» – mit dieser Aufforderung können Hotelgäste in Las Vegas den Tag beenden. Der Sprachassistent Amazon Echo liefert den Gästen wertvolle Ant­ worten auf ihre Fragen und funktioniert zudem wie ein ­digitaler Concierge. Auch bei der Hotelkette Marriott

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

53


Digital & Marketing Trends 2019/20

01

­ önnen Gäste dank der Hilfe von Alexa den Roomservice bestelk len oder den Wecker stellen. 4. Butler für die schönsten Instagram-Posts Ferienzeit ist im Social-Media-Zeitalter auch immer die perfekte Gelegenheit, den eigenen Instagram-Feed mit schönen Fotos zu bestücken. Das Conrad Hotel auf den Malediven hat für diese Aufgabe extra einen Mitarbeiter abgestellt. Der Insta­ gram-Butler zeigt den Gästen die schönsten «Insta-Trails» am Strand, im Restaurant oder im Spa und knipst auch gleich die Fotos. Ausserdem gibt er den Kunden Tipps für die besten Posen und sorgt so dafür, dass die Instagram-Posts der Gäste auch viele Likes bekommen. 5. Roboter schleppt das Gepäck Im Yotel New York City kümmert sich der Roboter Yobot darum, den Koffer sicher zu verwahren. Mit seinem langen Greifarm nimmt er das Gepäck auf und stellt es in eines der 150 Gepäckfächer. Der Gast erhält einen Barcode, mit dem er das Gepäck bei der Abreise einfach wieder abholen kann. Mit seinem futuristischen Aussehen ist der Roboter auch ein beliebtes Selfie-Motiv für die junge Zielgruppe des Hotels.

02 [01] Noch lösen Roboter bei vielen Leuten einen Jöh-Effekt aus. Sie schon fast human zu gestalten, gehört bei den Entwicklern zum Business.

6. Rezeption überflüssig In Eigenregie einchecken, die Zimmertür mit dem Smartphone öffnen und den Meldeschein digital ausfüllen: In rezeptionslosen Hotels werden Gäste in die üblichen Hotelabläufe eingebunden und übernehmen wichtige Aufgaben gleich selbst. Das Kölner «Koncept Hotel zum Kostbaren Blut» beispielsweise hat das konsequent umgesetzt und begeistert seine technologieaffinen Gäste mit einem effizienten Hotelerlebnis, das ganz ohne Rezeptionsmitarbeiter auskommt. Die Zimmertür wird via Bluetooth-Technologie einfach mit dem eigenen Smartphone geöffnet.

[02] In Eigenregie einchecken, die Zimmertür mit dem Smartphone öffnen und den Meldeschein digital ausfüllen – in vielen New-Generation-Hotels heute eine Selbstverständlichkeit.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

54


Jetzt abonnieren und profitieren! Machen Sie mit bei unserer Abo-Aktion und sichern Sie sich Ihre Autobahnvignette 2020. Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt und anregende Lektüre!

Aktuelle Technik

Architektur + Technik

Die «Aktuelle Technik» wurde 1978 lanciert und ist die führende Schweizer Fachzeitschrift für Industrie-Elektronik, Elektrotechnik und Automation. 1 Jahr, 12 Ausgaben plus 1 Sonderausgabe zum Preis von CHF 64.–*

1 Jahr, 12 Ausgaben plus 2 Sonderausgaben zum Preis von CHF 69.–*

Spectrooms

«Phoenix - Bauen im Bestand» fokussiert als erste und einzige Schweizer Architekturzeitschrift auf die Themen Transformation, Restauration und Renovation.

2 Jahre, 8 Ausgaben zum Preis von CHF 80.–*

Swiss Wedding *Ausland, zuzüglich Portokosten

1 Jahr, 10 Ausgaben plus 2 Sonderausgaben zum Preis von CHF 64.–*

Phœnix

«idea» est un magazine d’architecture de premier plan en Suisse romande. Depuis 1998, il publie des reportages architecturaux classiques sur les bâtiments en Suisse et dans les pays voisins.

«Spectrooms» ist das Schweizer Fachmagazin für Innenarchitektur und Design. Es stellt die Protagonisten der Design-Szene vor und behandelt auch zukunftsweisende Entwicklungen im Ausstattungsbereich. 1 Jahr, 6 Ausgaben zum Preis von CHF 66.–*

Traumhaus

«Swiss Wedding» ist das führende Schweizer Hochzeitsmagazin. Mit Reportagen über Traumhochzeiten, sowie Tipps zur Planung, trendige Brautmode und Schmuck, können sich künftige Brautpaare umfassend informieren. 2 Jahre, 8 Ausgaben plus 1 Sonderausgabe zum Preis von CHF 50.–*

Der «Hotelier» ist der führende Schweizer Titel im Bereich Hospitality. Die Redaktion recherchiert zu allen relevanten Themen im Inund Ausland und bietet so der Fachleserschaft konkreten Mehrwert für den Berufsalltag.

Die Fachzeitschrift «Architektur+Technik» ist seit über 40 Jahren am Puls des Baugeschehens und beleuchtet funktional-ästhetische wie auch bautechnische und konstruktive Aspekte von Bauwerken.

Idea

2 ans, 12 éditions au prix de CHF 59.–*

Hotelier

«traumhaus» ist das Magazin für Planen, Bauen und Wohnen in der Schweiz. Mit Hausreportagen und Informationen rund ums Bauen unterstützt es seine Leser in den wichtigen Entscheidungsphasen des Hausbaus. 1 Jahr, 6 Ausgaben plus 2 Sonderausgaben zum Preis von CHF 49.–*

Ihr ABOGESCHENK im Wert von CHF 40.–

Online abonnieren und profitieren blverlag.ch/abo-aktion

BL Verlag AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren info@blverlag.ch blverlag.ch


Fitness Trends 2020

Hotel-Fitness-Konzepte der Zukunft

Geld verdienen mit Fitness im Hotel? T EX T

Dominik Keller, Direktor Thermalbad Zurzach

Fitnessraum im Hotel Eden.

HO T E L I E R ¡ N O 9 | 2 019

56


Der Fitnessboom in der Schweiz und weltweit ist weiterhin ungebrochen. Jährlich werden von den über 200 000 Fitnesscentern mit über 174 Millionen Mitgliedern total 87 Milliarden Schweizer Franken umgesetzt – Trend steigend. Fitness in der Hotellerie – ein lukrativer Markt?

Auch der Schweizer Fitnessmarkt hat sich in den letzten Jahren markant verändert. Die Migros betreibt in der Schweiz bereits 100 Fitnesscenter, und nun mischt seit ein paar Jahren auch noch Coop mit. Durch die diversen Discountanbieter wie zum Beispiel Basefit hat der Markt nochmals eine zusätzliche Dynamik erhalten. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass vermehrt auch eine ältere, zahlungskräftige Zielgruppe die Fitnesscenter betritt.

60plus- Gäste werden immer wichtiger ! Der 60plus-Markt wird deshalb immer wichtiger und bietet ein grosses Potenzial. Die enorme Kostenentwicklung im Schweizer Gesundheitswesen unterstützt daher zusätzliche, präventive Angebote wie Fitness. Das haben die Krankenkassen bereits früh erkannt und zahlen deshalb zum Teil bis zu 50 Prozent an die Fitnessabonnemente. Welche Chancen bietet diese Entwicklung für die Hotellerie? Was braucht es für künftige Angebote und Dienstleistungen im Hotelfitness?

Fitness in Hotels: Viele Hoteliers bea chten diesen Bereich kaum ! Wenn man die heutige Schweizer Hotellerie anschaut, existiert bereits ein grosses Fitnessangebot – und zum Teil sind auch erfolgreiche Produkte auf dem Markt. Es gibt jedoch leider immer noch viele

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

57


Fitness Trends 2020

Hoteliers, die den Fitnessbereich stiefmütterlich behandeln. Würden diese Hoteliers das Restaurant gleich betreiben, würde es heissen: «Lieber Gast, der Kühlschrank ist vorn rechts. Links am Fenster ist der Kochherd, die Pfannen befinden sich gleich unter dem Herd. Die Kochanleitung ist auf dem Tisch neben dem Herd … Ich wünsche Ihnen viel Glück beim Kochen und einen guten Appetit.» In so einem Hotel würde man sehr schnell seine Gäste verlieren, aber viele Fitnessangebote werden leider auch so betrieben!

der Übungen und den grossen Spass­ faktor, vor allem in der Gruppe, ist dieses Trainingsgerät im Fitnesscenter nicht mehr wegzudenken.

3. Medica l-Fitness-Trend Die Kompetenz des Medical Fitness liegt in der individuellen Trainingsberatung und in der persönlichen Trainingsanpassung für die Trainierenden. Eine individuelle Einführung und Trainingsberatung schaffen eine ideale Basis für das anschliessende Training. Mit den heutigen Testmöglichkeiten wie zum Beispiel DNA-Analysen kann individuell und ganzheitlich beraten werden. Mit den auf den Genen basierenden Trainings- und Ernährungsplänen können in kürzester Zeit grosse Verbesserungen beim Wohlbefinden und bei der Leistungsfähigkeit erreicht werden. Der Bereich Gesundheit ist ein Megatrend, und die Hotellerie wird mit gezielten Medical-Wellness- und Fitnessangeboten stark davon profitieren können. Diese Angebote wirken sich auch positiv auf die Übernachtungsdauer aus, indem man zum Beispiel Wochenpackages anbieten kann.

Was sind die a ktuellen Trends im Fitnessbereich ? Weniger Hardware, mehr Software. Auch im Bereich Fitness gilt diese Devise. Die Dienstleistungen und Angebote werden immer wichtiger, und der ganze Gerätepark verliert etwas an Bedeutung. Immer wichtiger für die Mitglieder sind die sozialen Kontakte. Das Training ist auf der einen Seite höchst individuell und auf der anderen Seite maximal sozial geworden.

1. Gr uppentraining In- und O utdoor

4. Lifestyle - Center und Boutique -Fitness

In- und Outdoor-Gruppentrainings sind zum absoluten Trend geworden. Das gemeinsame professionelle Training im Freien ist hoch motivierend und entspricht einer grossen Nachfrage. Wer begibt sich schon gern bei schönem Wetter ausschliesslich in ein Fitnesscenter, wenn er draussen noch ein umfangreiches zusätzliches Functional Training bekommt! Der Community-Faktor wächst und wächst und wird immer wichtiger.

Das Konzept: modernes Design, innovative Trainingsbereiche und (u. a.) eine grosszügig angelegte Fläche für funktionell ausgerichtete Trainingsmethoden. Mit hochklassig ausgebildeten Personaltrainern und einer einzigartigen Atmosphäre hat sich dieses Konzept in den USA etabliert, und bald wird es auch bei uns einige Anbieter geben. Die grösstenteils auf kleineren Flächen gestalteten Fitnesscenter überzeugen durch die originellen Konzepte und die Liebe zum Detail.

2. Fitnesstrend: TRX und Co. – die G eräte werden noch spezieller und individueller

5. Fitnesstrend: EMS -Training wird kleiner und pra ktischer

Das TRX-Training ist beim Functional Training so etwas wie Red Bull unter den Energydrinks. Dieses Fitnessgerät aus den USA ist die mit Abstand prominenteste Vertreterin der Kategorie Schlingentrainer. Das Trainingsgerät kann an einem Ast oder Türrahmen als Ankerpunkt ein vollwertiges und intensives Ganzkörper-Work-out ermöglichen. Durch die grosse Variation

War die Ausrüstung für ein EMS-Training früher in Bezug auf die Einsatzbekleidung, kombiniert mit einem unhandlichen stationären Gerät, noch unhandlich und schwer, ist heute ein EMS-Training auf kleinster Fläche möglich. Und zwar nicht mit dem Bauch-weg-Gürtel, sondern tatsächlich mit Ganzkörperanzügen.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

58

Der Autor Dominik Keller ist Geschäfts­ führer der Thermalbad Zurzach AG sowie Vizepräsident der Bad Zurzach Tourismus AG und Präsident des Marketing-Ausschusses. Er kann auf jahrelange Erfahrung in der Beratung von Fitness-, Bäder- und Wellnessprojekten im In- und Ausland zurückblicken. So war er auch beim «Ovavera» in St. Moritz und beim Bürgenstock-Spa in beratender Funktion tätig.

BIOGRAFIE

6. Kooperation heisst das neue Zauber wor t Nicht jeder Hotelier muss sich einen eigenen Fitnesspalast bauen! Kooperationen sind die Zukunft. In Bad Zurzach haben wir zum Beispiel für vier Hotels ein gemeinsames gross­zügiges Fitnessangebot. Dadurch können in der Woche bis zu 30 verschiedene Lektionen und eine permanente Betreuung durch mehrere professionelle Fitnesstrainer angeboten werden. Diese Dienstleistungen werden von den Hotelgästen wie auch von den externen Klubmitgliedern intensiv genutzt. Der eigene Hotel-Fitness-Bereich für externe Mitglieder zu öffnen, hat viele Vorteile, auf der einen Seite belebt und frequentiert dies das Fitnesscenter, auf der anderen Seite kann man damit die Betriebskosten decken. Diese Koopera­ tionsmöglichkeiten bieten sich mit etwas Kreativität fast immer und überall an.


pomo i l o i v a R

d�o e chili

Serviervorschlag

new.culinarium-online.ch


Hygiene

Hotelbett-Serie, Teil 1

Jens Rosenbaum spricht Klartext

«Das Hotelbett ist oft schmutziger als die Toilettenbrille» Jens Rosenbaum ist Geschäftsführer der Swissfeel Deutschland GmbH und Autor des neuen Fachbuchs «Das Hotel-Bett». Im Interview mit «Hotelier» spricht der renommierte Bettenspezialist über Hygienemängel in Hotelbetten, fehlende Qualität und Möglichkeiten, das Bett in den Fokus des Marketings zu rücken.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

60


Presidential Suite im Siebensternehotel Burj Al Arab in Dubai. Nicht nur die Optik ist hier wie aus 1001 Nacht, auch an Funktionalität und Ergonomie wurden höchste Ansprüche gestellt.

Jens Rosenbaum, Sie haben soeben das Buch «Das Hotel-Bett» auf den Markt gebracht. Wie kam es zu dieser Fachpublikation für die Hotelbranche? In einem Fachbuch hat das Thema Hotelbett vorher niemand aufgegriffen. Auch Hotelfachschulen gingen bisher nicht wirklich auf das Gästebett ein. Noch vor ein paar Jahren galt es bei den Hoteliers als horizontale Aufbewahrungsfläche für ihre Gäste. Keiner dachte daran, sich über die Qualität der Betten von der Konkurrenz abzuheben. Dann wurden Begriffe wie Boxspring in den Mund genommen, ohne zu wissen, was sie eigentlich bedeuten. Und so reifte der Entschluss, ein Buch über das Hotelbett herauszubringen und wie sich mit diesem massgeblichen Produktionsfaktor umgehen lässt. Es geht um Ergonomie, H ­ ygiene, Wirtschaftlichkeit und grundlegend darum, wie Menschen schlafen, welche Probleme sie damit haben und was die Schlafqualität verbessern kann. Das Bett ist, wenn man so will, die Kernleistung der Hoteliers. Schliesslich geht es in erster Linie um die Übernachtung. Wird die Qualität der Hotelbetten dem gerecht?

Das Hotelbett ist in der Regel ein Zufallsprodukt. Wir erleben über alle Sternekategorien hinweg, dass es bisweilen überhaupt kein Verständnis für seine verschiedenen Komponenten gibt. Viele Hoteliers legen vor allem Wert auf die Optik, Funktionalität und Ergonomie kommen zu kurz. Matratzen werden mit Unterlagen kombiniert, die nicht dazu passen. Manche legen gar ein Brett darunter, freuen sich, dass es schön günstig und einfach ist, wissen nicht, was sie ihren Gästen damit antun. Ich will den Hoteliers keinen Vorwurf machen, sie haben es eben nicht gelernt. Im Gegensatz zum Einzelhandel und zu den Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, in deren Business das Bett ebenfalls eine zentrale Rolle spielt. Diese Firmen haben sich viele Gedanken gemacht, investiert, um das Optimum für ihre Kunden beziehungsweise Patienten herauszuholen. Die Hotellerie fällt im Vergleich zurück. Boxspring oder konventionell Schaum plus Lattenrost – gibt es eine Patentlösung? Die gibt es grundsätzlich nicht. Sowohl das Boxspringbett, bei dem zwei federbasierte Systeme kombiniert sind, als auch die konventionelle Lösung, bei der eine

Schaummatratze auf einer aus Latten bestehenden Unterfederung liegt, können gut oder schlecht sein. Entscheidend ist in beiden Fällen die Qualität, die man einkauft oder eben nicht. Beide Varianten lassen sich für kleines Geld erwerben, halten dann zumeist aber nicht lange und taugen nicht viel. Meine Empfehlung: Gehen Sie nicht unter einen bestimmten Mindestpreis! Investieren Sie lieber mehr Geld, denn auf die Nacht heruntergerechnet, macht das nur Centbeträge aus. Gerade in Hotels höherer Sternekategorien, in denen Gäste stolze Preise für die Übernachtung bezahlen, sollte man diesen auch mit dem Bett etwas bieten, was dem gerecht wird. Das ist gar nicht so einfach: Wer sich ein Bett für das eigene Zuhause kauft, der schläft selbst darauf. In einem Hotelzimmer übernachten pro Jahr aber Hunderte von Personen. Wie soll das eine Bett beschaffen sein, wenn es für alle Gäste das richtige sein soll? Das ist durchaus möglich! Es gibt mittlerweile verschiedene Hersteller, die flexible Unterfederungen anbieten, also solche, die sich vom Gast auf seine individuellen Bedürfnisse einstellen lassen. Auf

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

61


Hygiene

Hotelbett-Serie, Teil 1

«Das Bewusstsein, in den Faktor Bett und seine Pflege zu investieren, muss steigen. Es muss ein Kontrollsystem aufgebaut werden. » J E NS R O SE N BAU M IST GE S C H Ä F T SF Ü H R E R DE R SW IS SF E E L DE U T S C HL A N D GM BH U N D AU T OR DE S N E U E N FAC H BUC HS «DA S HO T E L -BE T T».

In vielen Fällen trifft das zu. Weil wir es mit einer Kontrolllücke zu tun haben, mit einem Systemfehler. Ich wohne im Jahr 30 bis 50 Mal im Hotel und nehme Proben. Bei rund der Hälfte der Matratzen, Kissen und Decken entdecke ich auf den ersten Blick Flecken. Und zwar von einem Ausmass, dass ich mich dort nicht mehr hineinlegen möchte. Die Hotelmitarbeiter, auf das Problem angesprochen, antworten zum Beispiel so: «Das Housekeeping ist schon zu Hause.»

diese Weise lässt sich der gefühlte Härtegrad der Matratze variieren, auch wenn die Matratze ein und dieselbe bleibt. Solche Systeme bietet der Einzelhandel längst an, die Hotellerie greift das aber leider nicht auf. Wie ist es denn um die Hygiene im Hotelbett bestellt? Schlecht. Natürlich wird die Bettwäsche nach jedem Gästewechsel professionell gereinigt. Das reicht aber nicht, um das Bett sauber zu halten. Kissen, Decke, Matratze und Unterfederung müssen ebenfalls in einwandfreiem Zustand gehalten werden. Und an dieser Stelle gibt es die grössten Mängel. Für die Küche gibt es Hygienestandards, das Bad wird mit grossem Aufwand gereinigt. Für das Bett gilt das nicht. Dabei wächst das Bedürfnis der Menschen nach ­Hygiene stetig. Grundsätzlich lässt sich sagen: Boxspring-Systeme sind schwieriger sauber zu halten, weil die einzelnen Komponenten unzugängliche Hohlräume haben. Was man dort teilweise findet, ist abenteuerlich. Hygienerichtlinien oder -werte gibt es bis jetzt nicht, keiner kümmert sich darum. Wer die Hygiene untersucht und Proben unterhalb des Hotelbettlakens macht, ermittelt in der Regel indiskutable Werte, weil die Gegenstände dort über längere Zeiträume nicht gereinigt werden. Und so sammeln sich in den Hotelbetten nach und nach Keime. Das erreicht gesundheitsgefährdende Ausmasse und gilt auch für die Matratzenschutzbezüge. Was da ans Tageslicht kommt, ist alarmierend!

Was muss passieren? Das Bewusstsein, in den Produktionsfaktor Bett und seine Pflege zu investieren, muss steigen. Es muss ein Kontrollsystem aufgebaut werden. Das Housekeeping braucht mehr Zeit, um die Hotelbetten so zu reinigen, dass unter hygienischen Gesichtspunkten nichts zu beanstanden ist. Das Housekeeping wird aber immer häufiger ausgegliedert, der Zeitdruck bei der Zimmerreinigung ist immens. Wie soll das in Zukunft funktionieren? Schwierig. Ich bin überzeugt davon, dass die Flecken vom Housekeeping-Personal gesehen werden. Angesichts des Zeit- und Kostendrucks wird aber nichts unternommen. Ohne entsprechendes Investment in die Sache wird es nicht gehen. Wer Geld in die Hand nimmt, könnte das Thema im Marketing des Hotels verankern, für die Qualität seiner Betten werben und sich damit von der Konkurrenz abheben. Zumal es bei der Hygiene eine kontinuierliche Entwicklung gibt. So wie das saubere Bad in den Fokus gestellt wird und

Das würde bedeuten: Hotelbetten sind ein Gesundheitsrisiko für die Gäste.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

62

Der neue HotelBetten-Check … … umfasst 130 Fragen – unterteilt in die Themenfelder Kissen, Matratzen, Unterfederung und Decken. Er bietet Hotels die Möglichkeit, die Hotelbetten auf Defizite zu untersuchen, ungenutzte Potenziale zu erkennen und Fehler im System aufzudecken. Der Hotel-BettenCheck ist als Kapitel im Ratgeber «Das Hotel-Bett – vom Produktionsfaktor zum Erfolgsfaktor» enthalten und steht Hoteliers in der Basisversion seit Mai 2019 kostenlos zur Verfügung. hotel-bet ten-check.de

BUCHTIPP so wie es Hygienestandards in der Küche gibt, so sehe ich das auch für das Bett kommen. An vielen Hotelstandorten herrscht angesichts der Angebotsentwicklung Verdrängungswettbewerb, der zulasten der Durchschnittsraten geht. Was macht ein gutes Bett aus? Die Materialien sollten atmungsaktiv, humanverträglich, also Oekotex-zertifiziert, und reinigungsfähig sein. Aber die Branche macht leider einen Bogen darum. Der Teppichboden im Hotelzimmer ist oft sauberer als die Matratze. Ist den Gästen das Bett denn überhaupt wichtig? Bei allen Befragungen zu diesem Thema, zum Beispiel in der aktuellen Forsa-Studie, liegt die Schlafqualität nach der Hygiene gleich an zweiter Stelle der Gästebedürfnisse. Kein Wunder: Schliesslich suchen die Menschen ein Hotel auf, weil sie dort übernachten wollen. Deshalb wären sie auch bereit, mehr Geld für ein besseres, sauberes Bett auszugeben. Derzeit ist das Hotelbett oft schmutziger als die Toilettenbrille.


Inserat_90x131mm_5_vector.indd 1

17.07.2019 14:56:58

PERFEK TES ZUSA MMENSPIEL

So flexibel wie Ihre Bedürfnisse. Die Einzigartige. Die rahmenlose Produktwelt Collection konzentriert sich auf das Wesentliche: Höchster Komfort gepaart

Halle 1.1, Stand B094 16. – 20.11.2019 | Basel

Immer eine Idee mehr: Diese Serien sind perfekt aufeinander abgestimmt. So findet sich das wunderschöne Rauten-Relief der Porzellan-Serie BILBERO im Besteck BRILIO und im Glas DIVIDA wieder. Und Ihr Tisch glänzt mit einem einheitlichen Gesamtbild.

mit schlichter Ästhetik. Mit fast unbegrenzten Möglichkeiten beim Einbau und edlen Details lässt die auf Mass gefertigte Duschwand Ihrer Kreativität freien Lauf. Collection ist alles andere als profillos.

www.vega-direct.com duscholux.ch


Architektur & Design

350 Millionen Franken für Hotelresort im Greyerzerland

Ein Luxusresort mit weltweiter Ausstrahlung?

Die Investoren des Golf Resorts La Gruyère haben ihr Immobilien-, Hotel- und Golfprojekt mit einem Investitionsvolumen von über 350 Millionen Franken präsentiert. Das Projekt beinhaltet unter anderem den Bau eines Fünf­ sternehotels. Kann das geplante Luxusresort im Greyerzerland wirtschaftlich funktionieren?

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

64

Die Investoren des Golf Resorts La Gruyère haben kürzlich im freiburgischen Pont-la-Ville ein ambitiöses Immobilien-, Hotel- und Golfprojekt vorgestellt. Ziel des Projekts: das Greyerzerland auf die Weltkarte der prestigeträchtigen Tourismusziele zu setzen.

Erstes Hyatt-Alila-Hotel in Europa Den Betrieb des Golf Resorts La Gruyère soll die im Wellness- und Lifestyle-Segment spezialisierte Hotelkette Alila übernehmen. Alila ist eine Marke der amerikanischen Hyatt-Gruppe, eines der weltweit führenden Anbieter von Luxushotels. Das Projekt sei ein bedeutender Meilenstein für Hyatt, seit die Marke Alila Ende des Jahres 2018 in das Hyatt-Portfolio aufgenommen worden sei, betont der Hotelkonzern. Das Golf Resort La Gruyère soll das erste Haus der Marke Alila in Europa werden.


Das Greyerzerland wird bald um ein Luxusresort reicher. Die Investoren setzen sich aus drei Hauptaktionären aus der Schweiz, Frankreich und China zusammen.

85 Zimmer, 27 Hotelresidenzen Schlüsselelement ist der Bau eines Fünfsterne­ hotels, das vom Pariser Architekturbüro AW2 – Reda Amalou und Stéphanie Ledoux – geplant wird. Es soll 85 Zimmer, 27 Hotelresidenzen, einen Spa-Be­ reich von rund 3000 Quadratmetern und drei Res­ taurants umfassen. Zudem lanciert das Resort ab Herbst 2019 den Bau der Residenzen Les Belles Rives und ­C astelrives, mit zusammen 51 Luxus­ apartments für Interessenten, die am Erwerb eines Dauer- oder Zweitwohnsitzes interessiert sind. Die Apartments mit 2,5 bis 5,5 Zimmern sind nach Süden ausgerichtet und offerieren Wohnflächen zwischen 75 und 360 Quadratmetern und gross­ flächige Terrassen.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

65


Architektur & Design Luxusresort Greyerzerland

Von der Terrasse aus werden die Gäste die liebliche Landschaft des Greyerzerlandes überblicken.

18-Loch-Golfplatz «Les Belles Rives» und «Castelrives» bilden die ersten beiden Etappen des Immobilienprojekts, das insgesamt 135 Dauer- und Zweitwohnsitze sowie Hotelresidenzen vorsieht. Die Resortinvestoren planen zudem die Neugestaltung des bestehenden 18-Loch-Golfplatzes durch den amerikanischen Architekten Robert Trent Jones Jr., der sich in der Welt des Golfsports mit der Realisierung von über 270 Plätzen einen Namen gemacht hat.

Investitionen von 350 Millionen Franken Die Investoren des Golf Resorts La Gruyère haben das Projekt in den letzten zehn Jahren entwickelt. Es ist Teil eines detaillierten Bebauungsplans, der im Jahr 2013 von den Freiburger Behörden bewilligt wurde und der den Rahmen für laufende, bereits bewilligte oder kommende Baubewilligungsgesuche bietet. Um das Projekt erfolgreich zu realisieren, könne das Golf Resort ­­La Gruyère auf drei Aktionäre vertrauen, die alle über umfassende Erfahrungen im Bau- und Immobiliengeschäft und in der Welt des Golfsports verfügten: das französische Unternehmen Soviar – die Holding der Familie Benedetti –, den chinesischen Unternehmer Yong Jun Li, der vor zwei Jahren zum Projekt stiess, und Urs und Martine Müller, die am Ursprung des Projekts standen und dieses ins Leben riefen. Die Initianten des Projekts investierten bis heute bereits 62 Millionen Franken. Letztlich soll das Resort mehr als 160 ganzjährige Arbeitsplätze bieten.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

66

Grossbaustelle bis ins Jahr 2023 Die Realisierung des Projekts beginnt mit dem Bau der Luxusapartments. Das Golf Resort La Gruyère erhielt die Baubewilligung für die Residenzen Les Belles Rives im Jahr 2016. Der erste Spatenstich war im September 2019. Das Bewilligungs­ verfahren für die Residenz Castelrives läuft derzeit, es liegen keine Einsprachen vor. Die Bauarbeiten sollten im Frühling 2020 beginnen können. Das Baubewilligungsgesuch für den neuen Golfplatz wurde Ende 2018 eingereicht. Die Bauarbeiten für den Golfplatz sollen im Herbst 2019 beginnen und eine Unterbrechung des Betriebs der Greens während ungefähr eines Jahres zur Folge haben. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von fünfzehn bis achtzehn Monaten beginnen. Das gesamte Projekt wird voraussichtlich im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

INFO


Steigern Sie Ihren Kaffee-Umsatz Wir sind der zuverlässige Partner für die Entwicklung Ihres Kaffeeumsatzes. coffee.franke.com

16. – 20.11.2019 an Besuchen Sie uns vom profitieren Sie von der Igeho in Basel und N! TOP-MESSEKONDITIONE Halle 1.1 / Stand D114

FRANKE_GYCB_Lady_Inserat_Hoteliers_Igeho_184x131_DE.indd 1

« Entspannung liegt im Detail.» Showrooms Hochdorf LU | Volketswil ZH +41 44 780 67 55 | kuengsauna.ch

23.09.2019 09:51:12


HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

68


Architektur & Design Gasthof Zum Riesen, Tarsch

Gasthof Zum Riesen, Tarsch, Italien

Eine Frauengeschichte T EX T Marianne Kürsteiner

Der Gasthof Zum Riesen in Südtirol hat eine lange Geschichte. Nachdem er mit grossem Respekt vor seinem Erbe renoviert worden war, ist er nun ins 21. Jahrhundert eingetreten. Sensibel und raffiniert ist es der Architektin Sylvia Dell’Agnolo gelungen, neu gezeichnete historische Kulturelemente zu kombinieren, die eng mit diesem Ort verbunden sind.

Die Geschichte des Südtiroler Gasthofs Zum Riesen ist sehr alt: Der erste Besitzer ist im 14. Jahrhundert belegt. Im Laufe der Jahrhunderte waren es vor allem Frauen, die dieses Haus führten. Es wurde von Frau zu Frau übertragen. Das ist auch heute noch der Fall. Auch die heutige Hotelière Alexandra Dell’Agnolo trat in die Fussstapfen ihrer Mutter und aller anderen weiblichen Vorfahren, die das Haus erfolgreich führten. Jahrelang leitete sie das «Tarscher Inn», bis sie und ihre Schwester Sylvia, eine Architektin und renommierte Expertin für die Renovierung historischer Gebäude, einen Plan erstellten, der das Haus wieder zum Leben erwecken sollte.

fertiggestellt und erweitert, bis das Volumen, wie wir es heute kennen, unter einem Dach vereint war. Bis in die 1970er-Jahre waren ausserdem der Stall und die Scheune auf der Ostseite des Hauses angesiedelt. Das Haus wurde dann nach den damaligen touristischen Bedürfnissen umgebaut. Dabei wurden der Stall und die Scheune etwas weiter entfernt zu separaten Bauernhäusern aufgebaut.

Versierte Fachspezialisten Die Architektin Sylvia Dell’Agnolo musste sich mehreren Herausforderungen stellen: Wie kann man das ganze Haus heizen, moderne Badezimmer installieren, ein Deckenfresko restaurieren? Wer wird die Böden und Fenster wieder aufbauen? Aufgaben für Spezialisten, oft kleine Unternehmen, die viel von Handwerk verstehen. Nun war der Weg frei für die Gestaltung der Gästezimmer mit entsprechenden Balkonen. An der Hauptfassade zum Dorfplatz wurde ein moderner Balkon aus Metall angebracht, bei dem der Charakter des Steinhauses unterstrichen wurde. Das Holz auf der Ostseite hingegen widerspiegelt die Struktur der alten Scheune. Das Dachgeschoss wurde durch grosszügige Umbaumassnahmen an die modernen Anforderungen angepasst. Die Decken, Böden und Dachkonstruktionen wurden von Holzprofis erhalten und renoviert.

Historische Zeitzeugen

Die Schwestern Alexandra (rechts) und Sylvia Dell’Agnolo prägen den Gasthof Zum Riesen mit ihrer Handschrift und Persönlichkeit.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus je nach Nutzung mehrfach umgebaut und erweitert. Überall findet man Zeugnisse aus den unterschiedlichsten Epochen – Barock, Klassik –, die heute noch grösstenteils sichtbar sind. Die Barockphase konzentriert sich auf den mittleren Saal, während der klassische Stil in den umliegenden Räumen erkennbar wird. Je nach Verfügbarkeit der Mittel wurde das Haus so ständig verbessert. Während der Renovierung der Wände taten sich in jedem Raum unter den Augen der Architektin neue Wunder auf. Interessant ist, dass das Gebäude ursprünglich aus mehreren Einzelgebäuden bestand. Diese wurden schrittweise

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

69


Architektur & Design Gasthof Zum Riesen, Tarsch

02

03

04

01

[01] Alt und neu mutig vereint durch die zwei Balkone auf der Hauptfassade zum Dorfplatz.

Im Inneren wurde das Gebäude von seinen neueren Installationen befreit und die alte Raumaufteilung wiederhergestellt. So wurde beispielsweise das Deckenfresko erst nach dem Entfernen der darüberliegenden Farbe mit kleinen Spachteln, gezahnten Messern, einem Skalpell und einem Glasfaserstift freigelegt und anschliessend die freiliegende Oberfläche mit einem Schwamm gereinigt.

[02] Das Deckenfresko im mittleren Saal wurde mit viel Liebe zum Detail restauriert.

05

[03] Jeder Raum ein Unikat. Im Esszimmer fallen die Wandbe­ malungen und der antike Ofen ins Auge. [04] Während die östlichen Zimmer modern gestaltet wurden, behielten die vorderen Zimmer ihre ursprüngliche Identität.

Ausstellung von Fresken Die historischen Gemälde auf den Tapeten waren in sehr schlechtem Zustand und wurden meist neu angestrichen. Die Arbeiten umfassten die Reparatur und die Retusche oder das Kalken in der Halle und, wenn möglich, die Wiederherstellung der umliegenden Räume. Für die Böden hat Sylvia Dell’Agnolo die alten Holzbohlen so weit wie möglich entfernt. Gereinigt und geschliffen, wurden sie auf einem neuen Untergrund verlegt. Das Ergebnis: Der Boden ist stabil, der Lärm wurde reduziert, und das Raumgefühl ist natürlich. Schliesslich wurden alle Zimmer mit neuen modernen Badezimmern ausgestattet. Einfach und geradlinig, mit neutralen Farben bilden sie einen markanten Kontrast zu den historischen Mauern.

[05] Der älteste und urchigste Raum des Gasthofes versprüht den Charme ver­ gangener Zeiten.

06

[06] Bei den hinteren Fassaden setzte die Architektin ihre ganze Kunst des modernen Holzbaus ein. [07] Die Architektin Sylvia Dell’Agnolo im Gespräch mit «Hotelier».

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

70


07

Gasthof Zum Riesen: Interview mit der Architektin Sylvia Dell’Agnolo

«Es war mir schon immer wichtig, nichts zu verfälschen» Die grösste Herausforderung für die Architektin Sylvia Dell’Agnolo bestand darin, ihre Schwester und Hotelbesitzerin Alexandra Dell’Agnolo von ihrem Umbau zu überzeugen. In einem Interview mit «Hotelier» erklärt sie, wie sie das geschafft hat.

Seit Langem ist der Gasthof Zum Riesen eine Frauengeschichte. Was bedeutet der Gasthof für Sie? Für uns fünf Kinder war es sehr angenehm, hier aufzuwachsen, weil wir eine Grossfamilie waren. Für unsere Mutter war es immer klar, dass das Haus einmal uns Mädchen gehören würde. Für alle war auch klar, dass Alexandra, die Jüngste, das Gasthaus übernehmen und die Erbin des Hauses sein würde. Wie fanden Sie die Baumaterialien, als Sie mit dem Bau des Gasthofes begannen? Gab es Über­ raschungen?

Beim Bau des Badezimmers stiessen wir durch Zufall auf frühere Epochen. Als ich die Wand öffnete, hatte ich Bedenken, da die Statik hier relativ schlecht war. Dann stoppte ich alles, und wir begannen, systematisch zu arbeiten. Ich engagierte einen Bauinspektor, einen Restaurator, und wir haben auch für das Mauerwerk eine Firma beauftragt, die sich nur mit historischen Gebäuden beschäftigt. Als wir auf die alten Mauern stiessen, fanden wir zum Beispiel Treppen, und wir sahen genau, wie die Treppen früher verliefen. Die zugemauerten Wände wurden dazumal mit einer Dichtung verschlossen, so dass man sie leicht öffnen konnte.

Welche Architektursprache wollten Sie verwenden, was war Ihre Vision? Zuerst ging es darum, das bestehende Gebäude zu sichern, denn es ist sehr reichhaltig. Danach kamen die Bäder und Schlafzimmer an die Reihe. Ich dachte immer, ich wolle nichts verfälschen, ich wolle nichts Historisches imitieren. Wenn wir etwas Neues machen, machen wir es einfach neu und zeitgemäss mit modernen Materialien. Ich wollte nicht in Kitsch verfallen. Die Materialien, die ich im Haus verwendet habe, sind hauptsächlich unsere drei heimischen Hölzer Kiefer, Fichte und Lärche. Und die Badezimmer sind komplett neu.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

71


Architektur & Design Gasthof Zum Riesen, Tarsch

[01] Die Zimmer unter dem Dach wurden komplett mit Holz eingekleidet und neu eingerichtet.

01

[02] Zuerst stellte die Loggia ein Problem für den Heimatschutz dar, doch dann erhielt das Gasthaus sogar die Auszeichnung «Historisches Gebäude».

02

Wie wichtig sind die Emotionen, die Sie bei Ihren Gästen wecken? Sehr wichtig. Es ist eine Art Feedback. Und man bemerkt es sofort. Die Art und Weise, wie eine Person eintritt, sorgt für Wohlbefinden, oder es passt nicht zu ihr. Damit muss man leben. Aber insgesamt haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir haben – wahrscheinlich weil das Haus nicht für ein grosses Publikum gemacht ist – eher Menschen, die Ruhe finden wollen, die gern etwas mit sich selbst machen. Sie suchen Frieden, es sind viele Intellektuelle, Journalisten, Architekten und Ärzte darunter. Einige halten hier auch Konferenzen ab: Anwälte, Menschen, die im Leben viel Verantwortung tragen und gern im Wohnzimmer sind. Sie können sich im Haus überall aufhalten, sie müssen nicht fragen, sie finden hier Frieden. Ich weiss nicht, ob es das Haus ist, das die Menschen ruhiger macht, oder einfach die Tatsache, dass von ihnen hier nichts verlangt wird. Sie kommen gern, fühlen sich gut, und es fühlt sich gut an für sie. Es gibt viele Gespräche, sie stellen Fragen, tauschen Ideen aus, erzählen uns Geschichten, geben Ratschläge, was zu tun ist.

Was war die grösste Herausforderung des Projekts? Alexandra zu überzeugen! Sie stand zwar stets hinter meinen Ideen. Aber natürlich hatte sie die Zahlen im Kopf. So war beispielsweise der Boden im Eingangsbereich immer schräg. Ich sagte, wir könnten es nicht so lassen, denn der Eingang sei die Visitenkarte des Hauses. Hier wollte sie einfach nicht mehr Geld ausgeben, und ich habe sie dann überrascht. Darauf war sie wirklich sehr verzweifelt. Auch die anderen Brüder und Schwestern unterstützten mich. Also haben wir schliesslich alle gemeinsam eine Lösung gefunden. Oder das Hauptschlafzimmer. Alte Funde sind wieder aufgetaucht, und ich habe einen Restaurator gebeten, die Bilder zu restaurieren, auch im ersten Raum. Ich musste es Alexandra gegenüber erklären, die sich gewünscht hatte, dass man einfach alles weiss übertüncht. Ich habe mich dann dafür eingesetzt, dass es restauriert wird, weil es zeitlos und absolut erhaltenswert ist. Das war der schwierigste Teil des Projekts. Aber am Ende war auch sie glücklich.

nen Bereich zu haben, wir rauchten Zigaretten, niemand kam jemals herauf. Ich dachte damals, es sei der schönste Ort im Haus. Ich wollte das gewundene Dach behalten, denn das ist charakteristisch für das Haus. Es war ein hoher Dachboden, also habe ich einfach die Dachisolierung verlegt. Mit dem Holz fand ich eine gute Lösung. Die Loggia war ein Problem für den Heimatschutz. Aber es wurde trotzdem genehmigt und hat nun die Auszeichnung «Historisches Gebäude» erhalten! Man muss ja mit der Architektur leben können, das war mir schon immer wichtig. Auch etwas Neues muss möglich sein, sonst stirbt ein Haus. Also hob ich einfach das Dach an und setzte es wieder ein. Gibt es ein Zimmer, das Ihnen besonders am Herzen liegt? Mein Lieblingszimmer ist die Nummer 5. Ein intimes und zeitnahes Zimmer. Das schönste Zimmer ist wahrscheinlich das grösste unter dem Dach.

Sind weitere Umbauten geplant? Die Geschichte geht weiter. Am Eingang möchte ich nochmals einen Eingriff vorWie werden die neuen Räume nehmen. Uns anderen Schwestern gehört akzeptiert? Gab es Diskussionen über die Scheune dort drüben. Dieses Haus die alte/neue Verbindung, insbesonWelche Generationen sind in der gehört ja Alexandra. In der Scheune habe Mehrheit? Sprechen Sie auch junge dere in den Dachgeschosszimmern? ich viele Projekte, ich möchte eine Art Gäste an? Nein, die Leute sind begeistert. Sie sagen Gartenarchitektur vornehmen. AusserJa, es kommen auch einige junge Leute. sogar, dass sie sich so etwas einfach nicht dem plane ich ein 50 Meter langes Auch solche aus einer ganz anderen Welt. vorstellen konnten. Es gab schon immer Schwimmbad, das die Gäste des Hauses Die Kundschaft ist sehr gemischt, von 20 einen Dachboden, auf dem ursprünglich nutzen können. Diese Idee eines bis 90 Jahren, auch wenn das Haus nicht die Diener wohnten. Dann zogen wir jun- Schwimmbads hatte übrigens bereits an sehr alte Menschen angepasst ist. gen Leute dort hinauf, um unseren eige- meine Mutter.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

72


Hotelier-Igeho-220x297.qxp_Layout 1 23.10.19 16:30 Seite 1

Caratello an der IGEHO Sehr geehrte Gastgeber Das professionell, persönlich und innovativ gestaltete Weinangebot steht im Mittelpunkt des Marketings der Gastronomie. Mehr als bei anderen Provenienzen sagt die Auswahl der italienischen Weine viel aus über das Qualitätsempfinden des Patrons. Denn es ist für den Kenner und Geniesser weniger wichtig, ob Sie einen Barolo im Keller haben, als welchen Sie haben. Mit Ihrer Auswahl unterstreichen Sie den Stil, den Charakter und die Einzigartigkeit Ihres Gasthauses. Und beeinflussen massgeblich den Erfolg des Betriebs. An der IGEHO haben Sie Gelegenheit, aus unserem breiten Angebot jene Weine kennenzulernen, die wie ein Massanzug zu Ihnen passen und damit Ihren Keller nach den Bedürfnissen der sich wandelnden Konsumgewohnheiten neu auszurichten. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen – und auf eine gute Degustation! Mit freundlichem Gruss

Ueli Schiess IGEHO Halle 1.1 Stand C 056 vom 16. bis 20. November 2019 Öffnungszeiten. Samstag bis Mittwoch 9 bis 18 Uhr

Caratello Weine AG Zürcher Strasse 204 E CH-9014 St.Gallen T +41 71 244 88 55 F +41 71 244 63 80 info@caratello.ch www.caratello.ch


Schwob AG, Burgdorf: Hochwertige Textilien und Services für Hotellerie und Gastronomie

Ökologisch, schweizerisch und alles aus einer Hand! Die Schwob AG in Burgdorf: Das 1872 gegründete Schweizer Unternehmen ist die einzige Schweizer Leinenweberei für Hotellerie und Gastronomie, die im Emmental noch selbst produziert. Damit nicht genug: Schwob bietet nicht nur hochwertige Textilien an, sondern auch einen professionellen Wäscheservice, der aus sechs ­Wäschereien in der ganzen Schweiz besteht. Ein Gespräch mit Stephan Hirt, seit 2012 Geschäftsführer der Schwob AG.

Stephan Hirt, Sie haben in Burgdorf im Emmental als einziges Textilunternehmen im Bereich Hotellerie und Gastronomie eine eigene Leinenweberei. Lohnt sich das? Ja, absolut. Wir halten ganz bewusst an unserem Produktionsstandort im Herzen der Schweiz fest. In den Fabrikhallen in Burgdorf stehen elf Jacquard-Webmaschinen, auf denen rund 80 000 Fäden einzeln angesteuert werden. Auf den

Webmaschinen stellen wir qualitativ hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen her. Die Schweiz ist ein teurer Produktionsstandort, Löhne und Infrastrukturkosten sind hoch. Rechnet sich Ihre Leinenweberei in Burgdorf? Ja, wenn man in einer Nische tätig ist wie wir, rechnet sich das in jedem Fall. Wir

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

74

sind – dank der eigenen Weberei – in der Lage, kleine Mengen im mittleren und oberen Preissegment kurzfristig und sehr flexibel herzustellen. Preis und Leistung stimmen so auch für den Kunden, der individuelle und hochwertige Textilprodukte erhält. Sie verkaufen auch Textilien, die Sie nicht selbst herstellen. Wie hoch ist der Anteil Eigenproduktion?


Wäsche & Textilien Advertorial

Rund 50 Prozent des Textilvolumens, das die Schwob AG verkauft, sind Eigenproduktionen, also Textilien, die in Burgdorf entwickelt und hergestellt werden. Wir sind die einzige Schweizer Leinenweberei für die Hotel- und Gastronomiebranche, die noch einen Produktionsstandort in der Schweiz betreibt – und das seit 1872. Wobei die Firmengeschichte eigentlich bis ins 18.  Jahrhundert zurückreicht, denn die von Schwob im Jahr 1980 übernommene Firma Schmid  & Cie. war schon 1750 eine Leinenweberei. Der Klimawandel ist derzeit die grosse ökologische und gesellschaftspolitische Herausforderung. Gretchenfrage: Wie halten Sie es mit der Nachhaltigkeit? Das Thema Nachhaltigkeit liegt sozusagen in unserer DNA. Wir leben diese Nachhaltigkeit täglich, indem wir in der Schweiz langlebige Qualitätsprodukte produzieren und diese umweltschonend waschen. Wir sind nahe beim Kunden und führen sechs eigene Wäschereien in diversen Regionen der Schweiz. Fazit: Die Anfahrtswege sind kurz, die Wäsche der Kunden wird nicht durch die ganze Schweiz gekarrt, was ökologisch sehr bedenklich wäre. Seit einiger Zeit beziehen unsere sechs Wäschereien und die Produktion in Burgdorf nur noch Strom aus Wasserkraft. Wir kaufen das Garn nur in Europa ein, die Veredelung der Schwob-Textilien erfolgt in Zofingen bei der Firma Bethge, und auch unsere Handelsprodukte stammen nur aus Europa (Beispiel Frotteewäsche). Kurz und gut: Nachhaltigkeit ist uns enorm wichtig! Mit andern Worten: Die Schwob AG verkauft keine Billigtextilprodukte aus Fernost oder Osteuropa. So ist es. Die Firma Schwob AG biete alles aus einer Hand, haben Sie mal gesagt. Was meinen Sie damit? Nehmen wir zum Beispiel den Bereich Schlafkomfort im Hotel. Dort bieten wir dem Hotelier die ganze Palette – von der Matratze über die Encasings, Leintücher, Bettwäsche, Kissen und Duvets bis zur Textilpflege. Unser Ziel ist es, dem Hotelier im Bereich Schlafkomfort die notwendige Kernkompetenz zu geben – und dem Gast einen wunderbaren Schlaf zu ermöglichen. Wir sind also in der Lage, dem Hotelier das gesamte Bett- oder Schlafsystem von A bis Z anzubieten.

Die Grosswäscherei der Schwob AG bietet einen Fullservice an.

In der Schwob-Weberei im Emmental wird individuelle Qualitätsware angefertigt.

«Wir holen die Wäsche beim Kunden ab, pf legen sie, ersetzen beschädigte Teile und liefern die frischen Textilien termin­ gerecht aus.» ST E P H A N H I RT

Produzieren Sie auch Matratzen? Nein, da arbeiten wir eng mit Partnern zusammen. Uns ist wichtig, dem Kunden eine Gesamtlösung anzubieten, die tadellos funktioniert und wirtschaftlich ist. Bett- und Frotteewäsche, Tisch­ tücher, Servietten: Wie sieht Ihr Gesamtangebot aus? Neben den von Ihnen erwähnten Produkten verkaufen wir auch Berufskleider

(Koch- und Servicebekleidung, Schürzen usw.), Bademäntel, Bettvorleger und sogar spezielle Hundetextilien («my dog») – einfach alles, was textil ist! Sie sagen, die Firma Schwob AG sei in der Lage, dem Kunden völlig individuelle Lösungen anzubieten. Wie meinen Sie das? Jedes Hotel hat seine eigene Bettwäsche! Der Kunde sagt, was und wie er es

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

75

w


Wäsche & Textilien Advertorial

Miet­wäschevollservice hat der Hotelier immer seine eigene Wäsche. Ist das garantiert? Ja, wenn der Hotelier das so wünscht. Das entspricht unserem Konzept vom Mietwäschevollservice und unterschei­ det uns von Mitbewerbern.

haben will – und wir machen es. So erhält der Kunde individuelle Wäsche mit seinem gewünschten Motiv. Verkaufen Sie auch eher günstige Textilien? Ja. Wir sind in der Lage, dem Kunden, je nach Budget, Produkte und Serviceleis­ tungen anzubieten, die günstig und trotz­ dem qualitativ hochwertig sind. Sie haben also diverse Textil­klassen: Basic, Swissline, Swiss Premium … Dem kann man so sagen. Alles nachhal­ tig und auf das jeweilige Budget und die Ansprüche des Kunden zugeschnitten. Sie erwähnten die Berufsbekleidung. Was verkaufen Sie in diesem Bereich? Berufskleider der Marke Le Nouveau Chef, modische Kleider mit Pfiff für Küche und Service. Le Nouveau Chef ist eine Erfolgsgeschichte, weil Preis und Leistung hervorragend sind. Prominente Köche wie Andreas Caminada und Tanja Grandits tragen Kleider von Le Nouveau Chef schon seit vielen Jahren – und lau­ fend kommen weitere Spitzenköche in der Schweiz und im Ausland hinzu.

Das neue Label bedeutet auch Nachhaltigkeit, denn in der Schweiz gelten strenge Gewässer- une Umweltrichtlinien.

Stellen Sie die Berufskleider von Le Nouveau Chef in Burgdorf her? Nein. Es ist ein holländisches Produkt, das wir seit einigen Jahren exklusiv in der Schweiz verkaufen. Immer mehr Hotels verzichten auf eine eigene Wäscherei oder Lingerie. Sie lagern den Hotelwäschebereich komplett oder teilweise aus. Was sind die Vorteile für den Hotelier? Der Hotelier erhält alles aus einer Hand – vom Textilprodukt bis zur Textilpflege. Und das zu sehr attraktiven Konditionen. Sie haben auch einen Miet­­wäsche­ vollservice im Angebot? Ja. Beim Mietwäschevollservice bezahlt der Kunde nur die gewaschene Wäsche pro Kilo oder pro Stück. Das heisst, sämt­ liche Kosten für Personal, Textilien, Lagerhaltung, Strom, Waschmittel und Reparaturen fallen weg. Wir holen die Wäsche direkt beim Kunden ab, pflegen und kontrollieren sie, ersetzen beschä­ digte Teile und liefern die frischen Texti­ lien wieder termingerecht aus. Und was sind die betriebswirt­ schaftlichen Vorteile? Trotz

Wer eine eigene Hotelwäscherei habe, sei flexibler, könne Tag und Nacht waschen, sagen einige Hoteliers … Wir bieten dem Hotelier auch die ent­ sprechende Sicherheit. Braucht er plötz­ lich und kurzfristig mehr Wäsche, liefern wir ihm diese. Wir versuchen, mit unse­ ren sechs Wäschereien so nah wie mög­ lich beim Kunden zu sein. Wie verhält sich das in abgelegenen Bergregionen? Dort arbeiten wir mit regionalen Partner­ wäschereien zusammen. Alle sprechen von Nachhaltigkeit und Klimawandel – und doch wird täglich Wäsche über die Schweizer Grenze bei Basel transportiert. In Süddeutschland oder im Elsass wird die Wäsche in Billigwäschereien gewaschen und wieder über die Grenze in die Schweiz gebracht. Was sagen Sie dazu? Es ist leider eine Tatsache, dass Tag für Tag etwa 40 Tonnen schmutzige Wäsche über die Grenze gebracht werden. Die Wäsche stammt von Hotels aus dem Raum Zürich und andern Schweizer Regionen. Man stelle sich vor: Da fahren Lastwagen, vollgeladen mit Hotelwäsche, durch die

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

76

halbe Schweiz. Ist das nachhaltig? So geht das nicht mehr, haben wir uns im Ver­ band Textilpflege Schweiz (VTS) gesagt und ein Label unter dem Titel «Textiles washed in Switzerland» kreiert. Das Label steht für hygienische, in der Schweiz auf­ bereitete Wäsche, kurze Transportwege und sichere Arbeitsplätze. Viele Hoteliers und Gastronomen setzen in der Gastronomie, beim Einkauf von Lebensmitteln auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und Qualität, doch die Wäsche lassen sie im nahen Ausland waschen … So ist es. Doch der Gast soll wissen, wie und wo seine Tisch- und Bettwäsche gewaschen wurde. Das Label weist auch darauf hin, dass in der Schweiz strenge Gewässerschutz- und Umweltrichtlinien gelten, die rigoros kontrolliert werden. Kommt hinzu, dass regional aufbereitete Textilien auch die Strassen und damit das Klima entlasten. Schlafen und Bett sind zwar Kernkompetenzen der Hotellerie, doch viele Hoteliers kümmern sich nur oberflächlich um ihre Betten­ welt. Warum ist das so? Man hat zwar ein Bett und Wäsche, aber man verfügt nicht über das richtige Bett oder die richtige Bettwäsche… Viele Hote­ liers kümmern sich zu wenig um diesen Kernbereich des Hotels, das beginnt bei den Matratzen und endet beim Duvet. Der Hotelier sollte alles unternehmen, dass der Gast am Morgen aufsteht und sagt: «Oh, ich habe herrlich geschlafen!» Warum begreifen das viele Hoteliers nicht? Oft spielt bei der Beschaffung von Matrat­ zen, Encasings, Duvets und Bett­wäsche der Preis die entscheidende Rolle. Motto: Möglichst billig soll es sein. Doch wenn in einem Duvet 60 Prozent Polyester stecken, kann der Gast nicht gut schlafen!

KONTAKT & WEITERE INFORMATIONEN Schwob AG Leinenweberei & Textilpflege Kirchbergstrasse 19 3401 Burgdorf w w w. s c h w o b . s w i s s


Beverage Advertorial

Die Berner Rösterei seit 1922

Schweizer Röster des Jahres 2019 Blasercafé ist seit der Gründung im Jahr 1922 vollumfänglich in Familienhand. Mit ihrer Leidenschaft für hochwertigen Spitzenkaffee bietet die Rösterei echten Kaffeegenuss mit Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe, Expertise in der Barista-Ausbildung und Kreativität bei den Kaffeemischungen. Seit fast hundert Jahren setzt sich das Familienunternehmen Blasercafé mit Herzblut für das Rösthandwerk ein. Im Hauptsitz beim Güterbahnhof in Bern röstet die Familie Blaser in der vierten Generation Kaffeespezialitäten. Hier werden neben Röstkaffee in Bohnen, gemahlenem Kaffee und E.S.E. Pods auch individuelle Verpackungen und Kaffeemischungen auf Kundenwunsch produziert. Wer sich selbst zum Kaffee-Experten ausbilden lassen will, kann einen passenden Kaffeekurs im zertifizierten SCA Premier Training Campus vor Ort besuchen. Der Geschmack einer Tasse Kaffee wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst – von der Herkunft der Bohnen, der Verarbeitung, der Kaffeemischung, der Art der Röstung, der Qualität des verwendeten Wassers und der Zubereitungsmethode. Guter Kaffee entsteht nicht von selbst. Es braucht einen Partner, der zeigt, wie alle Faktoren in Einklang gebracht werden. Blasercafé erleichtert den Gastronomiebetrieben und Hotels

den Alltag mit massgeschneiderten Kaffeekonzepten, die auf alle Kundenbedürfnisse und Trends eingehen.

gesellschaft Blaser Trading werden die Rohkaffees in den Ursprungsländern oft direkt ab Plantage eingekauft. Die neuesten Kaffees in der Terroir-Linie von Blasercafé kommen aus Äthiopien, der Geburtsstätte des Kaffees. Der «Ethiopia Foge» etwa stammt von der Wedeykejima-Farm im Dorf Foge im östlichen Teil der Yirgacheffe-Region. Deren Betriebsleiter Hagi Elemo arbeitet seit über 40 Jahren im Kaffeeanbau. Er kultiviert die Kaffees nach Bioricht­ linien im Schatten von Bananen- und Bohnenstauden.

Der Kaffeepartner für Gastronomen Dank der konstant hohen Kaffeequalität und dem grossen Engagement in der Gastronomie wurde Blasercafé 2019 vom Kaffeefachmagazin «crema» als Schweizer Röster des Jahres ausgezeichnet. Das Erfolgsrezept der Berner Rösterei sei kein Geheimnis, sagt Marc Käppeli, Geschäftsführer und Familienmitglied der vierten Generation: «Wir punkten mit Verlässlichkeit für unsere Partner.» Die Produktion und der Vertrieb von qualitativ hochwertigem Röstkaffee sowie die konzeptionelle Unterstützung der Kunden stehen im Mittelpunkt des Schaffens des Familienunternehmens.

Persönlich kennenlernen kann man den Schweizer Röster des Jahres an der Igeho in Basel vom 16. bis 20. November. Am Stand C050 in der Halle 1.2 lassen sich nicht nur die neuen Terroir-Kaffees aus Äthiopien geniessen, sondern auch zahlreiche weitere Kaffeespezialitäten des Familienunternehmens wie einen Nitro Coffee oder einen Fairtrade- und bio-zertifizierten Espresso.

Blasercafé pflegt nicht nur mit seinen Kunden und Mitarbeitenden ein enges Vertrauensverhältnis, sondern auch mit seinen Lieferanten. Über die Schwester-

blasercafe.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

77


Best of Swiss Gastro

MASTER 2020

Master und 1st Place Bar & Lounge: Bar am Wasser, Zürich

Best of Swiss Gastro: Sechs Hotelbetriebe auf dem Siegertreppchen «Best of Swiss Gastro» feiert mit der 15.  Austragung der Award Night ein spektakuläres Minijubiläum im Zirkuszelt Ohlala im zürcherischen Dübendorf. Der Abend steht ganz im Zeichen von Emotionen und Sinnlichkeit. Denn Gastronomie ohne Herzblut und Leidenschaft wäre wie ein Hotel ohne Betten. Früher oder später dürften die Gäste ausbleiben.

kumspreis der Schweizer Gastronomie geschickt. Und das äusserst erfolgreich. Sechs Hotels wurden nicht nur ausgezeichnet, sondern räumten in den ersten drei Rängen ab. Alle Gewinner und vor allem den Gesamtsieger des Abends, den «Best of Swiss Gastro Master 2020», finden Sie hier.

Wer die Fachjury von «Best of Swiss Gastro» überzeugen konnte, dem dürfte das Schicksal leerer Gaststuben erspart bleiben. 129 Betriebe wurden von der Fachjury zur grossen Award Night am 21. Oktober zugelassen. Diese Nominierten mussten sich aber erst noch dem Urteil ihrer Gäste stellen. Die Sieger werden zu je einem Drittel durch Fachjurynote, Anzahl Gästebewertungen und Höhe dieser Bewertung erkoren. Auch 32 Hotels haben ihr Restaurant oder ihre Bar ins Rennen um den grössten Publi-

78

b o s g . c h / b 6 614

MASTER

CLASSIC

BA R A M WA S SE R , Z Ü R IC H

1. R A NG : R E STAU R A N T Z U M L ÖW E N, M E S SE N 2 . R A NG : R E STAU R A N T Z U M L ÖW E N, M E S SE N

Täglich ab 18 Uhr bilden sich Warteschlangen vor dem neuen Master. Hier wird ein klares Konzept erkannt, das auf die perfekte Location trifft. An exklusiver Lage zwischen Zürichsee und Limmat wird konsequent auf Einzigartigkeit gesetzt, beispielsweise mit 25 Signature Drinks. Die verwendeten Spirituosen werden bewusst nicht genannt, der Gast entscheidet nach persönlichem Geschmack. So stehen Agave und Malt statt Tequila und Whiskey auf der Karte.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

MASTER 2020

CLASSIC

2. RANG 2020

bosg.ch/b6639


Auszeichnungen Advertorial

3 . R A NG : WA L L ISE R K A N N E & SIGIS . BA R I M HO T E L WA L L ISE R K A N N E , GR ÄC H E N

CLASSIC

3. RANG 2020

b o s g . c h / b 6 6 74

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – Bellini Locanda Ticinese, Hotel Continental Park, Luzern – Gasthof zur Bündte, Hotel zur Bündte, Jenins – Leafs Restaurant; Hotel Engimatt, Zürich – Restaurant Röschenzerhof, Röschenzerhof, Röschenz – Restaurant Seemöwe, Hotel Seemöwe, Güttingen – Restaurant Stoller, Mercure Hotel Stoller, Zürich – Restaurant Wassberg, Hotel Wassberg, Forch

Sonnenhof, Vaduz – Restaurant Hotel Schloss Schwandegg, Waltalingen – Restaurant Hotel Schönbühl, Hilterfingen am Thunersee – Salzano Hotel – Spa – Restaurant, Interlaken-Unterseen – Tropaios Lounge, Romantik Hotel The Alpina Mountain Resort & Spa, Tschiertschen

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – The Bristol Bar & Lounge, The Bristol, Bern

ON THE MOVE

TREND

1ST P L AC E : F R A N K Y ’ S BB Q , BL AU E N 2 N D P L AC E : C H E Z O SK A R , Z Ü R IC H 3R D P L AC E : FA M IGL I A T R E MON T E , Z Ü R IC H

1ST P L AC E : BU T C H E R STA BL E , BE R N 2 N D P L AC E : F R E I BA N K SP E IS & T R A N K , BE R N 3R D P L AC E : T H E A RT ISA N, Z Ü R IC H

COFFEE 1ST P L AC E : BL O OM E L L C OF F E E HOUSE , OLT E N 2 N D P L AC E : C ON F ISE R I E BAC H M A N N, Z Ü R IC H 3R D P L AC E : QUA RT I E R BE I Z 13 , T H U N

ACTIVITY 1ST P L AC E : HÖR N L I H Ü T T E , A R O SA 2 N D P L AC E : O S C I ’ S , ST E I NAC H 3R D P L AC E : R E STAU R A N T C H Ä SE R STAT T I M BE R GHO T E L C H Ä SE R STAT T, E R N E N

ACTIVITY

3. RANG 2020

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – a-ja Zürich. Deli Restaurant, a-ja Zürich. Das City-Resort, Zürich – Restaurant Deli, The Hide, Flims – Restaurant Twist, Valsana Hotel & Appartements, Arosa

INTERNATIONAL 1ST P L AC E : C H I NA R E STAU R A N T J I A LU NAT IONA L I M GR A N D HO T E L NAT IONA L , LU Z E R N

INTERNATIONAL

FINE DINING 1ST P L AC E : ST I E F E LS HOP F E N K R A N Z , LU Z E R N 2 N D P L AC E : R E STAU R A N T GL AC I E R , B OU T IQU E HO T E L GL AC I E R , GR I N DE LWA L D

FINE DINING

2. RANG 2020

1. RANG 2020

bosg.ch/b6683

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – Berghaus Malbun Buchserberg, Buchs – Restaurant Chasellas, Suvretta House, St. Moritz

BAR & LOUNGE 1ST P L AC E : BA R A M WA S SE R , Z Ü R IC H 2 N D P L AC E : B O CA GR A N DE I M R E NA IS SA NC E LUC E R N E HO T E L , LU Z E R N

BAR&LOUNGE

bosg.ch/b6608

2. RANG 2020

3R D P L AC E : R E STAU R A N T W E I N  & SE I N, BE R N

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – Alpine Gourmet Prato Borni, Grand Hotel Zermatterhof, Zermatt – Chesa Stüva Colani, Hotel Chesa Stüva Colani, Madulain – Grand Restaurant, Suvretta House, St. Moritz – Hotel Restaurant Landhaus, Münster – Restaurant Marée, Park Hotel

bosg.ch/b6697 2 N D P L AC E : E L A L E BR I J E , Z Ü R IC H 3R D P L AC E : R IST OR A N T E VOL A R E , WA LT E NS C H W I L

Weitere ausgezeichnete Hotelbetriebe: – Hummer- & Austernbar, Hotel St. Gotthard, Zürich – La Cordillère, mARTigny Boutique Hôtel, Martigny – Restaurant Hotel zum goldenen Kopf, Bülach – Theo Randall’s Italian Kitchen, Crowne Plaza, Zürich

Bosg.ch/b6684

Weitere Informationen:

3R D P L AC E : CA F E GLÜC K L IC H , Z UG

bosg.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

79


Trends im Hotelbad

Privates Entspannen im Hotel Zu Hause entspannt es sich am schönsten. Damit wir modernen Nomaden uns auch unterwegs heimisch fühlen und neue Energie tanken können, setzen viele Hotels heute auf private Wohlfühloasen. Anstelle von öffentlichen Spa-Bereichen sind Wellness-Suiten ein tadelloser Ersatz für die private Ruhezone.

Dem Trend zum Spa in den eigenen vier Hotelwänden folgen beispielsweise auch die Betreiber des «The Chedi Andermatt». Eine Ergänzung zu den 103 geräumigen Gemächern ist die Furka-Suite, entworfen vom Schweizer Innenarchitekten Beat Jäggi und ausgestattet mit Möbeln des renommierten Architekten Jean-Michel Gathy, der auch für den Gesamtentwurf des exklusiven Hotels verantwortlich zeichnet. Der Blickfang ist ein Objekt aus dem Hause Küng: ein privates Spa im Dachstock, das auf 68 m² eine Sauna, ein Dampfbad und einen Whirlpool beherbergt. Für die Biosauna wurde finnisches Polarkiefernholz verwendet. Eine Glasfront gibt den Blick auf das sorgfältig gestaltete Interieur frei, während die gefederten Liegen zum Wellnesskomfort im gemütlichen Heim auf Zeit beitragen. Die Natursteine des Dampfbads sind eine hellere Spielart des Furka-Felsens, der mit seiner beeindruckenden Optik der Suite seinen Namen gibt.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

80


Wellness Advertorial

Durchatmen auf höchstem Niveau Auch im Sorell Hotel Rigiblick wurden zwei Suiten mit einem Private Spa von Küng ergänzt. Die Suiten verfügen über eine frei stehende Whirlwanne, eine private Sauna sowie ein wohltuendes Dampfbad mit integrierter Erlebnisdusche. Stilvoll ausgebaut und möbliert durch Burkhalter Sumi Architekten, versprechen die zwei neu renovierten Suiten Entspannung pur. Ein gestalterisches Highlight ist das runde Fenster in der Sauna, das auch während des Saunierens den einzigartigen Blick auf die Stadt und die umliegende Natur freigibt und einen schnell allen Alltagsstress vergessen lässt. Mit dem Angebot für ein Spa-Erlebnis in absolut ungestörter Privatsphäre ist das All-Suite-Boutique-Hotel im Grünen definitiv das einzige seiner Art in Zürich.

Private Spa mit Weitsicht Das Schweizer Viersternehotel Waldegg in Engelberg hat dieses Jahr ebenfalls drei Zimmer in private Wellnessoasen verwandelt: mit komfortablen Saunakabinen, die in die Hotelräume integriert wurden. Schon beim Eintreten in die

­ eluxe-S-Zimmer fällt einem die Saunakabine wie ein DesignD objekt ins Auge. Geschickt eingesetzte Oblichter setzen das Private Spa in Szene, und grosszügige Glasfronten öffnen die Sauna zum Zimmer. So kann man auch von den Saunaliegen aus den Blick aus dem Fenster hinaus zum grandiosen Bergpanorama und zum 3238 Meter hohen Titlis schweifen lassen. Polarkiefernholz kleidet die Sauna aus und aromatisiert den privaten Wellnessbereich mit seinem wohl­riechenden Duft. Die Kernkompetenz von Küng Sauna + Spa liegt in der Ausführung von individuellen, massgeschneiderten und qualitativ hochwertigen Entspannungsoasen. Dass der Erfahrungsschatz der Wellnessmanufaktur in Bezug auf Design, Ausstattung und Ausführung nicht zwingend nur in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommen muss, zeigen die Furka-Suite des «The Chedi Andermatt» oder die Private-Spa-Suiten des Hotels Rigiblick beispielhaft. Die reinigende Wärme der Sauna, die wohltuende Wirkung des Dampfes und die totale Entspannung im Whirlpool – jeder Hotelgast wird sich für die Dauer seines Aufenthalts so entspannt fühlen wie im eigenen Daheim. kuengsauna.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

81


Digital & Marketing Advertorial

Digitaler Wandel in der Hotellerie

Alle IT-Tools in der Hotellerie aus einer Hand? Die einen sprechen von Cloud-Computing, andere von ­IT-Security, dritte von IoT, KI oder Big Data. Auch die Schweizer Hotellerie ist dem sich verändernden Kundenverhalten ­ausgesetzt. Die Gäste haben ihr Buchungsverhalten geändert, verfügen über mehr Informationen und sind digital aktiver.

Der digitale Wandel ist Alltag geworden. Laut Wikipedia wird die digitale Trans­ formation häufig als der durch digitale Technologien oder darauf beruhenden Kundenerwartungen ausgelöste Verän­ derungsprozess innerhalb eines Unter­ nehmens bezeichnet.

DIE AUTOREN Hans Hänny, Geschäftsleitung und Inhaber Jan Keller, Geschäftsleitung und Partner

Der digitale Wandel, auch digitale Transformation genannt, geht aber viel weiter. Er ist ein Veränderungsprozess, der eine Vielzahl von Aspekten unserer Gesellschaft betrifft und nicht bei den Unternehmen endet.

Seit 1998 ist die Client Systems AG ein führender Anbieter für die Hotellerie im Bereich IT-Consulting, IT-Systembereitstellung und -betreuung. Mehr als 100 Vier- und Fünfsternehotels zählen schweizweit zu den Kunden der Client Systems AG

Beispielsweise verändert sich mit der digitalen Transformation die Art, wie Menschen, insbesondere jüngere, mit­ einander kommunizieren. Mit der Ver­

c l i e n t- s y s t e m s . c h

INFO

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

82

fügbarkeit neuer Technologien steigt so auch die Erwartung gegenüber den Gastgebern. Nicht zuletzt führen die sich ständig und dauernd schneller ändernden Technologien auch in der Hotellerie zu einem Trend nach mehr Cloud-Produkten.

Was bedeutet das für die Hotellerie? In kleineren Betrieben werden ver­ mehrt Cloud-Lösungen im Bereich PMS (Property Management System) und POS (Point of Sale) angestrebt. Hier müssen Möglichkeiten für den Unter­ halt der verbleibenden internen Infra­ struktur in Bezug auf das Update und das Patchmanagement sowie die Grund­


«Der Wunsch nach ‹alles aus einer Hand› gehört der Vergangenheit an.» H A NS H Ä N N Y

sicherheit des internen Netzwerks, die Überwachung, die lokale Datenaufbewahrung und Datensicherung erarbeitet werden. Die Qualität der noch verbleibenden Infrastruktur im Hotel ist genauso wichtig wie die Verfügbarkeit der Cloud-Produkte. In grösseren Betrieben steigen die Herausforderungen vor allem in Bezug auf die Schnittstellen. Die Aufgabe des IT-Dienstleisters besteht dann darin, die Kommunikation der cloudbasierenden Produkte mit den noch im Betrieb verbleibenden Komponenten so zu gewährleisten, dass die Sicherheit der internen Infrastruktur weiterhin garantiert ist. Oft werden aber leider selbst die einfachsten Grundsätze missachtet

wahr. Das beinhaltet nebst dem eigentlichen Support auch Beratungstätigkeiten.

und Hackern somit Tür und Tor geöffnet. Die Suche nach dem Anbieter, der auch nur annähernd das hochkomplexe und heterogene Umfeld der Hotellerie abdecken kann, gestaltet sich äusserst schwierig. Der Wunsch nach «alles aus einer Hand» gehört der Vergangenheit an. Laut ICT Berufsbildung gibt es gegenwärtig mehr als 40 unterschiedliche Berufe in der Informatik. Um die umfangreiche IT-Landschaft der Hotellerie zu bewerkstelligen, sind Branchenund Fachkenntnisse des IT-Partners unabdingbar. Optimalerweise unterstützt dieser die interne IT-Abteilung oder nimmt bei kleineren Betrieben die interne Rolle des IT-Verantwortlichen

Fazit Um den digitalen Bedürfnissen der Gäste auch in Zukunft zu entsprechen, darf die rasante Entwicklung nicht aus den Augen gelassen werden. Jedoch ist es unumgänglich, die Sicherheit, die Stabilität und die Benutzerfreundlichkeit der internen Infrastruktur nicht zu vernachlässigen. All dies mit überschaubarem finanziellem Engagement. Um das zu realisieren, bedarf es eines innovativen Hoteliers, der bereit ist, sich zusammen mit kompetenten Partnern den Herausforderungen zu stellen.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

83


Am Markt Neuheiten

Enka und sein Fleck-wegZauber Sofort strahlend saubere Wäsche bereits nach der ersten Anwendung. Mit der Zugabe von Enka Professional ist es möglich, hartnäckige Flecken von Früchten, Kaffee, Rotwein und Co. wie von Zauberhand verschwinden zu lassen.

WIR SI N D A N DER IGEHO

Bei vielen Verschmutzungsarten ist besonders bei Textilien zu beachten, die Flecken immer sofort zu behandeln. Wenn sie doch mal hartnäckig sind, mit Enka Professional von Pro Formula werden die Textilien ganz einfach wieder fleckenfrei. Enka Professional ist eine einzigartige Formulierung innerhalb des Angebots von Sauerstoffbleichen. Dank reduzierter Dosierung schont es Textilien, die Umwelt und das ­Portemonnaie. Es gibt zwei Varianten: Enka Professional wird für die Kochwäsche mit hohen Waschtemperaturen (bis 90 °C) ­eingesetzt. Enka 60 Spezial Professional wiederum enthält den Stoff TAED, der bereits ab Waschtemperaturen von 30 °C aktiv wird. Zudem ist Enka 60 Spezial bestens für die Buntwäsche geeignet und lässt die Farben wieder strahlen. d i ve r s e y - s c h w e i z . c h

Dress for Success Unternehmer, Hoteliers und Wellnessanbieter haben nun die attraktive Chance, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, indem sie auch ihre Teams als Visitenkarte des Hauses wirkungsvoll in Szene setzen. Feel better than good präsentiert mit «The Care Collection» eine Wohlfühlmode für den beruflichen Alltag mit ästhetischer Wirkung: von Kopf bis Fuss auf Stil, Schönheit und Tragkomfort eingestellt, frisch, schmeichelnd und garantiert faltenfrei. Ganz Yin und Yang bleibt das Team bewegungsfrei und technisch in Form mit einer feinen, umweltschonend produzierten Microfaser, die atmungsaktiv, beständig und erst noch pflegeleicht ist. f e e l b e t t e r t h a n g o o d . c h  |  H a l l e 1.1, S t a n d C 0 8 2

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

84


Frisch, flexibel, kompetent WIR SI N D A N DER IGEHO

Qualität dank neuster Technologie Wenn es um Qualität geht, macht Thermoplan keine Kompromisse – schon gar nicht beim Kaffee! Als Anbieterin professioneller Kaffeevollautomaten ist die Thermoplan seit jeher Innovationstreiberin. Dank umfassendem technischem Know-how entsteht Wertarbeit «Made in Switzerland», die weltweit geschätzt wird. Die aktuellen Black & White 4Kaffeemaschinen kommen dort zum Einsatz, wo heraus­ ragende Produktqualität und Leistungsstärke gefragt sind. Das Superior Coffee System bringt den Kaffeegenuss auf ein neues Level – Kaffee-Exzellenz in Siebträgerqualität. Mit dem Superior Milk System gelingt unvergleichlicher, heisser oder kalter Milchschaum. Thermoplan-Kaffee­ maschinen sind mit der Technologie von morgen ausge­ stattet. Der modulare Aufbau verbessert die Effizienz im Gastronomie­alltag, und das Telemetriesystem ThermoplanConnect liefert wichtige Performancedaten für ein erfolgreiches Kaffeebusiness.

Mit diesen Grundsätzen zählt die Tipesca seit 40 Jahren im Gastronomiemarkt in der Schweiz zu den grossen Seafoodspezialisten. Seit 2017 kooperiert die Tipesca SA mit dem Fleisch- und Comestiblesspezialisten Mérat & Cie. AG. Durch die Verankerung in den Regionen der Schweiz verfügt die Tipesca über die Flexibilität, um individuelle Bedürfnisse und Spezialitäten anzubieten. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit Fischzuchten und Berufsfischern in der Schweiz gibt es neben internationalen Spezialitäten auch eine Vielzahl an regionalem Schweizer Fisch wie Felchen, Saibling oder Zander zu entdecken. Ein Team aus Fischbiologen, Aquakulturingenieuren, Fischverkäufern und Fischköchen deckt die Kompetenz am Telefon und im Aussendienst ab. merat.ch

t h e r m o p l a n . c h  |  H a l l e 1.1, S t a n d B110

Von der Ochsenmetzg zur Profimetzgerei Vor 150 Jahren eröffnete der Metzgermeister Samuel Bell in Basel seine Ochsenmetzg. Er legte damit den Grundstein für eine ausserordent­ liche Erfolgsgeschichte. Qualität, Genuss und innovative Sortimentsleistungen haben Bell zu dem gemacht, was es heute ist: dem Metzgermeister der Schweiz. Bell Professional ist die Profimarke der Bell Schweiz AG für den Food-Service. Bei Bell Professional steht Service an zentraler Stelle. Durch professionelle Beratung unterstützt die Firma Absatzmittler und Gastronomen, sodass diese ihre Ziele bestmöglich erreichen.

Kathrin Färber ist Produktions­ expertin und Köchin aus Leidenschaft.

An der «Igeho» vom 16. bis zum 20. November 2019 präsentiert Bell Professional unter dem Dach der Bell Food Group gemeinsam mit den Marken Eisberg, Hilcona Foodservice und Hügli die gebündelte Kompetenz im Ausser-Haus-Segment. bellprofessional.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

85


Am Markt Neuheiten

Schlafkomfort mit gutem Gewissen

WIR SI N D A N DER IGEHO

An der «Igeho» stellt der Hotelwäschespezialist Wäschekrone unter anderem sein mit dem Gütesiegel Downpass zertifiziertes Bettwarenprogramm vor. Der Downpass dokumentiert die ethische Beschaffung von Enten- und Gänsedaunen sowie -federn, die als Füllmaterial eingesetzt werden. Unter anderem sind Käfighaltung und Stopf untersagt, zudem dürfen Daunen und Federn nicht vom lebenden Tier gewonnen werden. Neben diesen Kriterien wird überprüft, ob Qualität und Zusammensetzung der Füllung den Angaben der Hersteller und den gültigen Kennzeichnungsvorschriften (z. B. DIN EN 12934 oder vergleichbaren nationalen / internationalen Kennzeichnungsvorschriften) entsprechen. Ein wesentliches Qualitätskriterium ist, dass der auf dem Etikett angegebene Anteil an Daunen und Federn korrekt ist. Somit bieten die Bettwaren aus hochwertigen Daunen und Federn nicht nur ein unvergleichliches Schlafklima und höchsten Kuschelkomfort. Hotelgäste können sich so auch mit einem guten Gewissen in die weichen Federn fallen lassen. w ä s c h e k r o n e . c h | H a l l e 1.1 S t a n d B 0 8 8

Dezentes Designschloss Salto hat mit Ælement Fusion ein elektronisches Türschloss auf den Markt gebracht, bei dem bis auf die kleine runde Leseeinheit alle Komponenten verdeckt in die Tür eingebaut werden. Das minimalistische Design passt harmonisch zu jeder Hotelausstattung. Das batteriebetriebene Schloss besteht aus einer Leseeinheit mit wählbarer Abdeckung (in Weiss oder Schwarz), einer Steuereinheit, die in die Tür eingebaut wird, und einem Einsteckschloss, das mit der Elektronik verbunden ist. Der Betrieb erfolgt kabellos. Neben dem dezenten Design erhöht die praktisch unsichtbare Technik zugleich die Sicherheit, indem sie potenziellen Manipulationsver-

suchen keine Angriffspunkte liefert und ein umfassendes Zutrittsmanagement erlaubt. Das Designschloss ist vollständig in die Salto-­ Space-Systemplattform eingebunden und arbeitet mit den drei Technologien Salto Virtual Network (SVN), der auf Bluetooth basierenden Funkvernetzung Salto Bluenet sowie der mobilen Zutrittslösung JustIN Mobile. Optional ist eine mechanische «Bitte nicht stören»-Funktion für die Türinnenseite erhältlich. Bei der Ausstattung von Hotelzimmertüren besitzt der Türdrücker einen besonderen Stellenwert, da er die Designausrichtung eines Hauses unterstreicht. saltosystems.ch

Kaldewei erweitert Waschtischportfolio um edle Mattfarben Hotelplaner können bei den Waschtischen von Kaldewei zusätzlich zu den gängigen Sanitärfarben aus acht exklusiven matten Farben der Coordinated Colours Collection wählen. Damit werden nahezu alle Varianten – vom kompakten Handwaschtisch bis zum grosszügigen Doppelwaschtisch – zum «Perfect Match» für farbig emaillierte Kaldewei-Duschflächen und -Badewannen. «Unser Anspruch ist es, unseren Kunden mit der stetigen Ausweitung unserer Iconic Bathroom Solutions die Badplanung so einfach wie möglich zu machen», sagt Britta Jung, Leiterin Internationales Produktmanagement Waschtische bei Kaldewei. Nur wenn Funktionalität und Design Hand in Hand gehen, gelingt es, im Badezimmer zur Ruhe zu kommen und in Harmonie mit sich zu sein – ein Prinzip, das den Kaldewei-Badlösungen von Haus aus eigen ist. Ideal für kleine Bäder sind zum Beispiel der puristisch elegante Waschtisch Cono und die frei auf einem Unterschrank platzierbare Designikone Miena. Beide Waschtische schaffen Ablage­ fläche, ohne auf anspruchsvolles Design zu verzichten.  k a l d e w e i . c h

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

86


Am Markt

Hotel Eden Roc, Ascona

Neuheiten

Infrarot für die Dusche auch zum Nachrüsten Die Dusche wird zur Infrarot­ kabine dank den kompakten Infra­ rotpaneelen Palma und Bilbao von Repabad. Diese speziell für den Nassbereich entwickelten Paneele lassen sich zum Nachrüs­ ten direkt vor die Wand auf die Fliese (Palma) oder mit Wandins­ tallationseinheit in die Wand (Bil­ bao) montieren. Die weichen Rückenlehnen mit höhenverstell­ barer Kopfstütze laden zur ent­ spannten Infrarotanwendung ein. Durch den Anstieg der Körper­ temperatur wird der Stoffwechsel aktiviert. Das kann sich positiv auf den Bewegungsapparat, das vegetative Nervensystem, das Immunsystem und die Psyche auswirken. Auf Wunsch sind die Infrarotpaneele auch mit einge­ bautem Bluetooth-Receiver und Lautsprechern lieferbar. repabad.com

Wohlfühlgenuss Die thermostatischen Showersta­ tions von arwa sind kompakte und montagefreundliche Wellnesslösungen für den täglichen Gebrauch. Die Modelle von arwa-vivid lassen sich individuell kürzen, verfügen dank isolierter Wasserführung über einen Ver­ brühschutz und sind mit einer ele­ ganten Ablagefläche aus weissem Sicherheitsglas ausgestattet. Die Sets umfassen je einen thermo­ statischen Duschenmischer, eine Regenbrause, eine kürzbare, metallene Duschengleitstange mit handlichem Glider sowie eine attraktive Handbrause. Je nach persönlichem Geschmack sind die Wellnesslösungen in zwei Ausführungen erhältlich. Bei der Variante mit den grossen Brausen ist die Ablage fix montiert, bei der Ausführung mit den kleineren Brausen optional erhältlich.

Wo KLAFS drauf steht, da steckt Wohlbefinden und Design drin. Es gibt viele Möglichkeiten, aber nur eine wirklich perfekte Lösung. Darum machen wir beim Material und der Gestaltung der KLAFS Saunen, Dampfbäder und Infrarotkabinen keine Kompromisse. Als Markt- und Innovationsführer im Bereich Sauna, Pool und Spa steht KLAFS seit über neunzig Jahren für Fachkompetenz, Qualität und Design.

s i m i l o r. c h Ausstellungen in: Baar, Bern, Montreux und in der Bauarena Volketswil ZH www.klafs.ch


Am Markt Neuheiten

Das Wohlfühlprogramm im Badezimmer Es geht doch nichts über die Erholung im Badezimmer. Vor und nach dem Bad schlüpft man in den flauschigen Bademantel. Diese kleinen Wohlfühlmomente sind fast nicht zu toppen. Ausser noch mit einer Whirlwanne, in der sich Muskeln und Nacken noch besser entspannen. Dessen ist sich auch Schmidlin, der Innerschweizer Hersteller von Badewannen, Duschlösungen und Waschbecken aus glasiertem Titanstahl, bewusst und bietet hier Hand. Beinahe alle Badewannen aus dem Sortiment können mit hochwertigen Whirlsystemen, wie zum Beispiel Silent, Aqua Silent und Hydro Silk, bestellt werden. Wobei es sich bei den ersten zwei um klassische Whirlsysteme und bei Letzterem um ein System handelt, das mit mikrofeinen Luftbläschen die Poren reinigt und die Haut seidenzart macht, was einem Ganzkörperpeeling gleichkommt. Alle Schmidlin-Whirlsysteme zeichnen sich durch ihre grosse Reinigungsfreundlichkeit und einfache Bedienbarkeit aus. Zudem gehören die Whirlsysteme Silent und Aqua Silent zu den leisesten ihrer Art und erfüllen nachweislich die erhöhten Anforderungen der SIA-Norm 181, «Schallschutz im Hochbau», ohne zusätzliche bauliche Massnahmen.  s c h m i d l i n . c h

Flexibilität durch das Extrabett

WIR SI N D A N DER IGEHO

«Können Sie in unser Zimmer noch ein Extrabett bringen?» Eine fast alltägliche Frage im Hotelbusiness. Diese Wünsche will Wanzl erfüllen und bietet mit dem X-Bed eine flexible Lösung, um zusätzliche Schlafmöglichkeiten kurzfristig bereitzustellen. Dank seiner Lenkrollen kann es mühelos manövriert werden. Im Zimmer lässt es sich aufgrund der Klappautomatik, inkl. Fixierung, im Nu aufbauen. Das Vierkantmetallgestell überzeugt punkto Stabilität. Die sterilisierbare und klappbare Matratze liegt auf einem Gitterrost und ist damit perfekt belüftet, der unempfind­liche Bezug ist abnehmbar und einfach zu waschen. w a n z l . c o m | H a l l e 1.1, S t a n d C 0 91

Effiziente Kochautomaten-Familie Unter dem Motto «new family» stellt Hugentobler seine neuen Hold-o-maten vor. Das übersichtliche Display und die magnetische Kerntemperatursonde machen die Neuen noch praktischer und einfacher – vom kleinsten bis zum grössten Modell. Aber bei Hugentobler geht es um weit mehr als nur um neue Geräte: Das Schweizer Familienunternehmen revolutioniert Küchen – mit ungewohnten Prozessen und Dienstleistungen, die begeistern, beflügeln und die Rentabilität um 10  bis 15 Prozent steigern. Am Igeho-Stand findet sich alles, was an Hardware in der modernen Küche anzutreffen ist: Kombisteamer, Schockfroster / Schnell­ kühler, der Schweizer Herd, Sous-Vide-Bäder, Fritteusen und Pastakocher, Tischgeräte, Griddles und vieles mehr. Mit dabei sind auch die beiden Partner Trioleine für effizientes Frittieren und Sicotronic für Energiemanagementsysteme. h u g e n t o b l e r. c h | H a l l e 1.0, S t a n d D10 4

WIR SI N D A N DER IGEHO

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

88


Vertrieb Axel Baas |

Planen Sie Ihre Karriere mit uns Lehrgänge auf die Berufsprüfungen mit eidg. Fachausweisen Beginn März 2020 Beginn März 2020 Beginn Juni 2020 Beginn Juni 2020 Beginn Januar 2021

• Bereichsleiter/in Restauration • Chefköchin/Chefkoch - Weggis • Chefköchin/Chefkoch - neu zusätzlich beim Hauptbahnhof Zürich • Bereichsleiter/in Hotellerie-Hauswirtschaft • Chef de Réception

Lehrgänge auf die Höheren Fachprüfungen mit eidg. Diplomen Beginn Juli 2020

• Küchenchefin/Küchenchef • Leiter/in Restauration • Leiter/in Hotellerie-Hauswirtschaft • Leiter/in Gemeinschaftsgastronomie

Berufsbildnerkurs (Lehrmeisterkurs) 5 × jährlich: Januar, März, Mai, September, November

091 794 20 22 | wäschekrone.ch

16.-20.11.2019 Halle 1.1, Stand B088

Hotelwäsche Komplettlösungen

Tischwäsche · Bettwäsche · Frottierwäsche Einstickungen · und vieles mehr

Hotel & Gastro formation Schweiz | Eichistrasse 20 | Postfach 362 | 6353 Weggis | Telefon +41 (0)41 392 77 77 | Fax +41 (0)41 392 77 70 hbb@hotelgastro.ch | www.hotelgastro.ch

offen WÜRZEN UND VERFEINERN SIE IHRE KULINARISCHEN KREATIONEN MIT DEN CHEF ® FLÜSSIGKONZENTRATEN UND VERLEIHEN SIE IHNEN EINE PERSÖNLICHE NOTE. Unsere Rezepte mit Flüssigkonzentraten finden Sie auf: https://www.nestleprofessional.ch/de/list/rezepte


Am Markt Neuheiten

WIR SI N D A N DER IGEHO

Goldener Koch und Bocuse d’Or

Hochwertige Gartenmöbel für den professionellen Gebrauch Eine einladende Gartenwirtschaft mit hochwertigen Gartenmöbeln ist nebst guter Küche die beste Visitenkarte für jeden Gastronomiebetrieb und Voraussetzung für eine wirtschaftlich erfolgreiche Saison. Hunn Gartenmöbel AG in Bremgarten weiss, worauf es ankommt – 30 Jahre Erfahrung und die grösste ganzjährige Auswahl der Schweiz auf 2500 m² Ausstellungsfläche sprechen für sich. Die qualitativ hochwertigen Gartenmöbel sind absolut wetterfest und über viele Jahre im Sortiment verfügbar. h u n n . c h | H a l l e 1.1, S t a n d E 0 0 2 , E 0 0 8

Mit dem gemeinsamen Entscheid, wieder eigene Wege zu gehen, bleiben der Schweizer Spitzengastronomie mit dem Goldenen Koch und dem Bocuse d’Or Suisse zwei Kochwettbewerbe der höchsten Klasse erhalten. Der Goldene Koch fokussiert darauf, den Kochberuf und die Gastronomie innerhalb der Schweiz zu fördern und zu stärken. Der Bocuse d’Or Suisse hingegen ist darauf bedacht, die Schweizer Gastronomie international zu fördern und bekannt zu machen. Das führte auch bei den Partnern und Sponsoren zu unterschiedlichen, manchmal gar konkurrierenden Erwartungen. Trotz der Trennung bleiben die beiden Wettbewerbe freundschaftlich miteinander verbunden. Dazu Christof Lehman, CEO Goldener Koch: «Wir haben uns gemeinsam zu diesem Schritt entschieden. Somit ist klar, dass wir uns weiterhin mit Wohlwollen begegnen. Ein gemeinsames Ziel bleibt bestehen, nämlich die Schweizer Gastronomie weiterhin zu stärken und in den Fokus zu rücken.» kadi.ch

Schulthess setzt konsequent auf Swiss made

Autarker Monitor Klassische Meeting- und Kollaborationslösungen werden fest installiert oder benötigen einen Anschluss an die Gebäudetechnik für Strom und Daten. Der autarke Monitor setzt auf Akkutechnologie plus WLAN und ist somit das erste völlig unabhängig nutzbare Meeting- und Präsentationstool. Dank einem Standfuss auf Rollen ist der kabellose Monitor mobil und überall einsetzbar. Die Laufzeit beträgt 8 bis 10 Stunden, über Nacht wird der Monitor vollständig aufgeladen. Weitere Vorteile: hochauflösendes Display und integrierte Lautsprecher, Plug & Play, elektrische Höhenverstellung. Damit ist er unabhängig von jeglicher Gebäudeinfrastruktur einsetzbar. maxhauri.ch

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

90

Während immer mehr Firmen ihre Produktion ins nahe oder ferne Ausland verlegen, hält Schulthess am Produk­ tionsstandort Schweiz fest. Swiss made steht seit der Gründung des Unternehmens vor über 170 Jahren für die Qualität der Produkte: Die Langlebigkeit der SchulthessMaschinen ist legendär. Nicht selten stehen in Einfami­ lien- und Mehrfamilienhäusern jahrzehntelang dieselben Schulthess-Geräte. Was die Maschinen nebst ihrer Robust­ heit auszeichnet: Sie gehören zu den schnellsten, lassen sich einfach bedienen und schonen Umwelt und Textilien. schulthess.ch


VDH-News Aus dem Vereinsleben

Wer ist die VDH, und was macht sie? T EX T

Elisabeth Erber, Geschäftsstelle VDH

VDH – Netzwerken, Alumni-Zusammenschluss und Wissen rund um die Hotellerie. Die Vereinigung diplomierter Hoteliers und Restaurateure NDS HF steht für genau das. Sie ist die Alumni-Vereinigung der Absolventinnen und Absolventen des Nachdiplomstudien-

gangs HF Hotelmanagement hotellerie­ suisse. Diese Weiterbildung für die Hotel- und Gastrobranche wurde 1967 unter dem Namen «Unternehmer­ seminar des Schweizer Hotelier-Vereins» ins Leben gerufen. Sie ist das Sprungbrett für eine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit in der Hotellerie.

Wofür steht die VDH heute? Die VDH steht für Networking, wie zum Beispiel an sogenannten Netzwerkbooster-Veranstaltungen. Sie ist die Karte zum Eintritt in ein etabliertes Netzwerk sowohl innerhalb der Branche als auch branchenübergreifend (Stay-in-TouchEvents). Ausserdem dient sie dem Erfahrungsaustausch dank der Generationenvielfalt (High Touch) und der Freundschaft unter den Absolventinnen und Absolventen auch nach Abschluss des Nachdiplomstudiengangs. Die Vereinigung wird von einem kleinen aktiven Vorstand und der Geschäftsstelle geleitet, die bestens vernetzt sind und welche die Umsetzung der Werte sicherstellen. Anfang Jahr erscheint der Geschäftsbericht in einer umfangreichen informativen Form. Während des Jahres gibt es neben der Mitgliederversammlung diverse Veranstaltungen mit kreativen Rahmenprogrammen, an denen der Gedanke des Netzwerkens und des Wissens im Vordergrund steht.

Save the Date VDH-Get-together@Igeho Montag, 18. November 2019 in Basel.

GESCHENKIDEE FÜR IHRE MITARBEITENDEN: DAS MARKETINGBUCH FÜR DIE HOTELLERIE ZUM SPEZIALPREIS

Haben Sie Fragen zu unseren Netzwerk-Events oder zur VDH generell? Schreiben Sie uns eine E-Mail, oder kontaktieren Sie uns über WhatsApp via unten stehenden QR-Code oder über 079 833 81 75. Wir freuen uns über Anregungen und Ideen.

Tel: +49-6134-958 603

WWW.VDH.SWISS/SHOP

RZ-anzeige-vdh-58x119mm-241019.indd 1

450

badeenten.de 24.10.19 11:40

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

91


Sommelier

News aus dem Verbandsleben

BI L D: TA N YA H A SL E R

Nach der Hotelfachschule führte Peter Günter mit seiner Frau Barbara das Restaurant Le Mazot in Bern. 1987 schliesslich hat er sich den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt, den «Seegarten» in Kreuzlingen.

Mitgliederporträt

Peter Günter Peter Günter wusste schon im Kindergarten, was er einmal werden will – nämlich Koch. Diesen Berufswunsch hat er dann auch mit einer Kochlehre in Cronay im Wallis in die Tat umgesetzt. Wann fingen Sie Feuer für den Wein? Mit 20 habe ich mich in Bordeaux-Weine verliebt.

zu viel Brimborium gemacht. Das Wich- Bei Weisswein einen Riesling Hermannstigste ist, dass der Gast diesen Wein mag, höhle von Dönnhoff oder einen Chardonegal was er dazu essen möchte. nay von Leflaive, bei Rotwein einen Figeac oder einen Pinot noir von Studach. Wie lautet das Geheimnis eines guten Weines? Mit welcher Persönlichkeit würden Wenn er die Nase betört, sich genussbrin- Sie eine Flasche Petrus trinken? gend im Gaumen rekelt und dann Mit Ueli und Doris Kellenberger vom geschmeidig, schmelzend und wärmend «Rössli», Bad Ragaz, mit meiner lieben die Kehle hinunter fliesst und rundum Frau und natürlich mit Bruno Thomas ein Wohlgefühl hinterlässt. Eltschinger.

Was sind für Sie die drei wichtigsten Eigenschaften eines Sommeliers? Gästediplomatie, die Liebe zum Wein und fundiertes Fachwissen. Was ist die schwierigste Aufgabe eines Sommeliers? Den Gästen die Wünsche von den Augen ablesen zu können.

Nennen Sie eine Weinregion, die im nächsten Jahr besonders erfolgreich sein wird und warum? Ottoberg im Thurgau, Bündner Herrschaft und Wallis – weil das Preis-Leistungs-Verhältnis aussergewöhnlich gut ist.

Welches Restaurant in der Schweiz hat heute den besten Sommelier, und wie heisst er? Oliver Friedrich im Park Hotel Vitznau. Wie geht das, den passenden Wein zur Speise auszuwählen? Darum wird meiner Meinung nach viel

Welche zwei Weine würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

92

Was bringt Sie auf die Palme? Wenn ein Gast meint, unser Wein komme zu kalt auf den Tisch, obwohl er aus unserem Weinklimaschrank kommt. Oder wenn er glaubt, dass sein Wein korke, wenn dem überhaupt nicht so ist. DA S VOL LSTÄ N DIGE I N T E RV I E W IST NAC H Z U L E SEN U N T E R: svs-sommeliers.ch


26 Sommeliers aus der Deutschschweiz waren zur Weiterbildung im Restaurant des Hôtel de Ville-Crissier VON BRU NO -T HOM A S E LT S C H I NGE R AUS C R IS SI E R

Der Sommelierverband Deutschschweiz SVS / ASSP organisierte zur Weiterbildung für je 13 Mitglieder zwei Gourmetlunches im Restaurant des Hôtel de ­Ville-Crissier. Küchenchef Franck Giovannini ist ein bodenständiger, aber moderner Gourmetkoch, der allein schon mit seinem menschlichen Auftritt überzeugt. Sie erlebten ihn mit seinen 25 Köchen in der Küche, und er kam später auch mit seiner Frau Stéphanie zur Begrüssung an den Tisch. Die Weine wurden zuerst verdeckt eingeschenkt und führten zu anregendem Fachsimpeln. Chef-Sommelier Camille Gariglio hatte sie ausgewählt, und sie passten ausgezeichnet zum Menü. Die Speisen waren schnörkellos und trotzdem schön und konsequent angerichtet. Die Saucen, separat am Tisch serviert, waren immer wieder der überraschende Finish bei allen Kompositionen. Es gab, wie schon so oft erlebt, keine Brosamen oder unzählige Tüpfelchen undefinierbarer Geschmäcke über den Teller verteilt. Die Gerichte waren konsequent auf drei bis vier eigenständige Aromen ausgerichtet, die man noch gut unterscheiden konnte und die farblich fein abgestimmt waren. Der effiziente Service wurde mit grossem

Aufwand zelebriert. Von Beginn an fühlten sich alle nicht nur von einer grossen Fachkompetenz, sondern vor allem auch von einem aussergewöhnlichen, herzlichen Engagement begleitet. Die Auswahl der Brote aus der eigenen Bäckerei war grossartig und vielseitig. Die Patissiers überraschten mit einem wunderbaren Soufflé Pistaches-Chartreuse zum Abschluss des 6-Gänge-Menüs. Hier stimmte alles: Ambiance, Service, Qualität, Freundlichkeit, Preis und Leistung. Es gibt kaum Worte, um zu beschreiben, was man in diesem Sternerestaurant erleben konnte. Die Sommeliers wurden für ein paar Stunden in eine Welt entführt, die man zu Hause niemals bieten könnte. Franck Giovannini und sein Team haben gezeigt, dass sie unerreichbar an der Spitze der kulinarischen Seite des Lebens figurieren. Mit ihrem Talent und Engagement brachten sie die Seelen der Gäste zum Schwingen. Jeder Gang war ein Erlebnis, vom authentischem Geschmack der Köstlichkeiten bis zur kreativen Präsentation. Man spürte jeden Augenblick die Harmonie des Küchenchefs mit seiner sympathischen und charismatischen Lebensauffassung. Dieses Haus ist ein Gesamtkunstwerk.

Save the Dates Folgende Termine stehen schon fest. Bitte merken Sie sich diese in Ihrer Agenda vor, es erfolgen persönliche Einladungen

Sommelier-Gourmet-Lunch: Sonntag, 2. Februar 2020, 11.00 bis 15.00 Uhr (Einladung 1 Monat vorher) Aloha-Hawaii-Inselhopping im Paradies: Dienstag,18. Februar, bis Montag, 2. März 2020 (Kleingruppe)

Anmeldung und Auskunft: SVS-Sekretariat, Werdstrasse 34, 8004 Zürich Telefon 044 241 80 60 sekretariat@svs-sommeliers.ch Bitte beachten Sie die Website des SVS: www.svs-sommeliers.ch

Küchenchef Franck Giovannini ist ein bodenständiger, aber moderner Gourmetkoch, der allein schon mit seinem menschlichen Auftritt überzeugt.

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

93


8 Fragen

an Markus Kraus

Markus Kraus, CEO von «Arenas The Resorts»

Wohin geht die (Ferien-) Reise, Herr Kraus? Früher war es der Ferienverein, der vier Ferienhotels in der Schweiz, je ein Resort in Sardinien und an der Costa Brava betrieb. Jetzt heisst der Verein Arenas The Resorts. Und seit November 2018 führt der international erfahrene Hotelmanager Markus Kraus die Gruppe, die rund 330 000 Logiernächte generiert. Was sagt Markus Kraus zur künftigen Entwicklung der Arenas-Hotels?

1

2 Markus Kraus, CEO der Arenas-Gruppe: «Ich bin wie immer optimistisch, dass wir in ein paar Jahren stolz zurückblicken und sagen können: Wow, all das haben wir geschafft!»

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

94

3

Im März 2019 haben Sie die Marke «Arenas The Resorts» lanciert, obwohl die einzelnen Hotels gar nicht klar positioniert sind. Kommt hinzu, dass einige Häuser dringend erneuert werden müssen. Warum nicht zuerst die Sanierung und die Positionierung der vier Schweizer Hotels – und dann der Auftritt? Die Reihenfolge von Rebranding und Positionierung sowie der Investitionen ist tatsächlich ungewöhnlich, aus der kommerziellen Perspektive aber durchaus nachvollziehbar: Der Name «Ferienverein» liess sich schlichtweg nicht international vermarkten. Erstens hat er hinter der deutschen Sprachgrenze keine Bedeutung mehr, und zweitens wurde die Bezeichnung «Verein» viel zu oft als «privat» oder «nicht der Öffentlichkeit zugängig» verstanden. Als internationale Hotelgruppe mit Standorten in drei Ländern und in fünf Sprachregionen sind wir auch in Sales und Marketing technisch gut aufgestellt, um mit dem neuen Brand «Arenas The Resorts» schnell neue Märkte zu gewinnen. Was sagen Sie zur ungenügenden Positionierung der vier Schweizer Hotels? Nun, die Positionierung ist schon erfolgt. Es handelt sich dabei nicht um eine völlig neue Positionierung, sondern um eine sportlichere, verjüngte Ausrichtung, und das über die Sprachgrenzen hinaus. Der Name wird sozusagen zum Programm. Mit Arenas wird Sport und Unterhaltung assoziiert. Die Grösse unserer Resorts (alle über 100 Zimmer) erlaubt es uns auch, aktiv ins Gruppengeschäft einzusteigen. Reisen über alle Generationen hinweg, Sportgruppen und Vereine sind genauso ein Target wie sportaffine und aktive Familien. Einige Hotels müssen erneuert oder saniert werden. Wie viele Millionen will der neue


4

5

Besitzer aus Saudi-Arabien denn in «Arenas» investieren? Dazu kann ich sagen: Im letzten Winter wurden fast 3 Millionen Euro in unsere beiden Beach-Resorts investiert. Derzeit laufen mehrere Vorprojekte mit Fokus auf technische Erneuerungen und Wellness, zum Beispiel in Sils im Engadin. Warum die Unterzeile «The Resorts»? Bei den Hotels in der Schweiz kann man ja nicht unbedingt von Resorts sprechen. Ich glaube, das ist eine reine Definitionsfrage. Ich durfte während knapp 20  Jahren für die Hilton-Gruppe das «Hilton Worldwide Resorts» konzeptionieren, implementieren und schliesslich mehrere Resorts auch operativ führen. Ebenso war ich bei der Rezidor-Gruppe bei deren Resort-Entwicklung involviert. Im internationalen Sprachgebrauch definiert sich ein Resort in erster Linie über den Verwendungszweck und die Location. Die angebotenen Freizeit- und Sportmöglichkeiten in all unseren Resorts heben uns klar von den Hotels im urbanen Business-Environment ab. Mit dem Brand «Arenas The Resorts» outen wir uns sozusagen als Anbieter in der Full-Service-Hotellerie im Bereich Ferien, Freizeit, Sport und Unterhaltung. Der neue Besitzer will offensichtlich viele Millionen in die Häuser investieren. Um welche Investitionssumme handelt es sich, und wann werden die Hotels in der Schweiz umgebaut? Derzeit läuft eine mehrere Millionen schwere Wellness-Renovation in Sils Maria. Mehrere Projekte existieren auch im technischen Bereich. Andere sind noch in der Planungsphase.

FÜR UNTERNEHMER GEMACHT

6

7 8

Was steckt eigentlich konkret hinter der Marke «Arenas The Resorts»? Wie lautet die Markenbotschaft? «Arenas» steht für die sportliche und gemeinschaftliche Ausrichtung unseres Angebots. Mit dem Subbrand Bike-Holiday besitzen wir einen Multi-­ Sport-Anbieter für aktive Feriengäste. All unsere Resorts verfügen über verschiedene Sport- und Freizeitanlagen (Tennis, Pool, Solbäder, Kinderspielzonen usw.) oder den Zugang zu solchen (Skigebiete, Golfplätze, Wassersport, Wanderwege usw.). Die Grösse unserer Resorts (alle mehr als 100 Zimmer) und die zahlreichen Mehrbettzimmer eignen sich zudem bestens für (Gross-)Familien, Freunde, Gruppen und Vereine und laden zu Sport und Unterhaltung ein. Wie sieht die neue Organisationsstruktur bei «Arenas The Resorts» aus? Alle Resorts werden nach wie vor operativ individuell geführt. Im Hauptquartier in Bern wird die Strategie gelenkt. Wir liefern den gesamten Sales & Marketing Service und für die Schweizer Resorts auch den Financial Service. Stichwort Wachstum: Haben Sie die Absicht, weitere Hotels und Resorts zu erwerben? Eine Expansion hat derzeit noch keine Priorität. Erst nach der Konsolidierung der Resorts, der Implementierung von Struktur und den branchenspezifischen Prozessen, einem zentralisierten Einkauf und der erfolgreichen internationalen Vermarktung und einigen Investitionsprojekten werden wir uns aktiv auch mit dem Wachstum beschäftigen. Trotzdem prüfen wir derzeit zwei weitere Projekte in der Westschweiz.

JETZT INSIDER WERDEN

CHEF-SACHE.CH


Sicherheit Advertorial

Assa Abloy Vingcard Schliesssysteme und Komfort

«Die Hotelgäste sollen sich sicher fühlen»

Die Handelsunternehmung Hinti GmbH ist seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich Hotelgäste-Zubehör tätig. Die Schwerpunkte liegen in Gäste-Sicherheit und Gäste-Komfort. Kunden sind Hotelketten, unabhängige Hotels, Spitäler, Altersheime und Privatkunden in der ganzen Schweiz.

Wo positioniert sich die Firma Hinti GmbH im Schweizer Markt? Seit Jahren sind wir marktführend im Bereich Hotelzimmer-Sicherheit und Hotelzimmer-Accessoires. Wir bieten im Bereich Sicherheit die Generalvertretung des Weltleaders Assa Abloy VingCard Schliesssysteme und Assa Abloy Elsafe Tresore. Für den Hotelzimmerkomfort haben wir energieeffiziente Minibars und Gäste-Badezimmer-Artikel im Angebot.

Assa Abloy VingCard ist der weltweit führende Entwickler und Vorreiter von Hotelzimmer-Schliesssystemen mit sehr hohen Sicherheitsstandards. Die ersten VingCard-Magnet-Kartenschlösser revolutionierten 1979 die Hotel-Zimmertüren. Mit weltweit über 10 Millionen installierten Schlössern in Hotels und Kreuzfahrtschiffen erreichte Assa Abloy VingCard mehr Aufträge als alle anderen Anbieter zusammen. Es folgte die Erfindung des «wieder codierbaren» mechanischen Zylinders, die «Reibungsverriegelung» und die Weiterentwicklung zum «berührungslosen Kartenleser» (RFID). Assa Abloy VingCard kam auch mit dem zukunftsweisenden Mobile Access als erster Entwickler auf den Markt. VingCard steht in der weltweiten Hotellerie/ Hotelketten an erster Stelle und hat in jedem Land qualifizierte Tochter-/Partner-Vertretungen.

sowie das Personalausweis-Auto-Update-System fokussieren höchste Sicherheit. Die VingCard-Software wird von den grössten Hotelketten im Sicherheitsvergleich beglaubigt.

Welche Qualifikationen im Bereich Sicherheit bietet Hinti GmbH als Generalvertreter dieses Topunternehmens? Hinti GmbH verfügt über ein professionelles, VingCard-zertifiziertes Team, welches einen reibungslosen Schliesssystem-Support garantiert. Alle Mitarbeiter beherrschen mindestens drei Sprachen, was sich schweizweit als grosser Vorteil erweist. Der gesamte Service kommt aus einer Hand, ohne dass Unteraufträge an andere Unternehmen vergeben werden. Vom Verkauf über die Projektierung, die Installation, die Programmierung und das Erstellen der Datenbank bis zur Schlüssel-Lieferung wird alles durch Welches ist die eigentliche Kernkom- Hinti-Mitarbeiter ausgeführt. Unser Ziel ist es, Türen sicher zu verriegeln und zu petenz von Assa Abloy? Das Herzstück, die Software Vision Line, öffnen sowie dem Hotelgast ein Gefühl wurde speziell für die Hotelindustrie ent- von hoher Sicherheit zu bieten. wickelt und ist bezüglich technischer Ansprüche äusserst zuverlässig. Ving- Was heisst «Mobile Access»? Card entwickelt in Zusammenarbeit mit In der Praxis bietet der «mobile Zugang» den führenden Hotelketten markterwei- dem Hotel die Möglichkeit, dem Individuternde Produktlösungen. algast oder Gruppenreisenden den «Zimmer-Schlüssel» direkt über das Smartphone zur Verfügung zu stellen. Ein BusiWarum ist VingCard die bevorzugte Marke grosser Hotelketten? nesshotelgast besucht sein Hotel mehrDie Sicherheitsanforderungen steigen, mals jährlich. Jederzeit kann er über das und Assa Abloy VingCard bietet dem installierte App seine Buchung tätigen. Hotel das zuverlässigste High-Stan- Der elektronische Zutritt ermöglicht ihm, dard-Schliesssystem auf dem weltweiten 24 Stunden einzuchecken und sein GäsMarkt. Der mehrfach codierbare, mecha- tezimmer zu öffnen. Bei Bedarf steht die nische Zylinder zur Notfallentriegelung Zimmerkarte weiterhin zur Verfügung.

Welchen Stellenwert hat Assa Abloy VingCard in der Hotellerie und bei internationalen Hotelketten?

«Der Erfolg eines ­Unternehmens basiert auf zufriedenen Kunden und loyalen ­Mitarbeitern.» WA LT E R H I N T E R M E IST E R , GE S C H Ä F T SF Ü H R E R

HO T E L I E R · N O 9 | 2 019

96


Probieren Sie unsere Neuheiten an der Igeho.

ASSA ABLOY VINGCARD Schliess-Systeme e kompatib s s e c c A Mobile

l

Modell ALLURE RFID VingCard ALLURE ist eine hochinnovative, elektronische Schliesslösung mit einem einzigartigen, flexiblen Design und mehr Schliesssystem-Funktionen als je zuvor.

Unser Handwerk hat 45 Jahre Tradition - Sie schaffen das in wenigen Minuten! Denn mit unseren in der Schweiz hergestellten Backwaren und Konditoreiprodukten servieren Sie Ihren Gästen zu jeder Zeit hochwertige süsse und salzige Köstlichkeiten. Nebst Hotels, Restaurants und Cafés bedienen wir auch andere Unternehmen, die viele hungrige Gäste verköstigen.

Modell ESSENCE RFID

Modell SIGNATURE RFID

CLASSIC RFID bietet die neueste RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) Basierend auf elektronische Standard-VingCard CLASSICSchlösser. Der schnellste, kontaktlose Mechanismus.

VingCard ESSENCE revolutioniert die Elektronikschlossbranche. Alle Schloss-Komponenten, inkl. Lesegerät und mobile Zugangsplatine sind in der Türe untergebracht. Somit wird ein minimalistisches Design erreicht.

Mit SIGNATUR RFID erhalten Sie ein stilvolles und modernes Schloss, welches sich einer modernen Umgebung anpasst.

Elsafe

Easycooler

Spiegel

Föhn

Bad Accessoires

Hinti GmbH | Seestrasse 34 | 3800 Unterseen-Interlaken | Switzerland Phone +41 (0)33 821 65 60 | Fax +41 (0)33 821 65 62 | info@hintigmbh.ch | www.hintigmbh.ch

Bestellen Sie jetzt unsere feinen Produkte direkt auf www.romers.ch oder rufen Sie uns an: 055 293 36 36.

Hotelier_220x297mm_Igeho.indd 1

Modell CLASSIC RFID

04.10.2019 13:56:02

Wasserkocher

Kassenschrank


Hotelier

DEIN ZUVERLÄSSIGER PARTNER

9

JETZT MIT

Hotelier No 9

2 0 19

Das Schweizer Fachmagazin für Hotellerie und Gastronomie

5 JAHREN GARANTIE

AB

NOCH HEUTE VON ATTRAKTIVEN KONDITIONEN PROFITIEREN!

0,9 % LEASING

Empf. Brutto-Verkaufspreis, inkl. MwSt., Land Cruiser 2,8 D-4D Profi, 3-Türer, 130 kW / 177 PS, CHF 36’700.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 3’672.– = CHF 33’028.–, Ø Verbr. 7,4 l / 100 km, CO₂ 195 g / km. Leasingrate CHF 259.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 25 % des Brutto-Verkaufspreises. Hilux 2,4 D-4D Invincible Double Cab, 125 kW / 170 PS, CHF 45’900.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 4’590.– = CHF 41’310.–, Ø Verbr. 8,3 l / 100 km, CO₂ 220 g / km. Leasingrate CHF 329.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 25 % des Brutto-Verkaufspreises. Proace Van Luna L1, 2,0 D-4D, 110 kW / 150 PS, CHF 35’702.–, abzüglich Flottenrabatt von CHF 7’497.– = CHF 28’205.–, Ø Verbr. 5,3 l / 100 km. Leasingrate CHF 199.– / Mt., Eff. Jahreszins 2,9 %, Anzahlung 26,9 % des Brutto-Verkaufspreises. Die Flottenkonditionen sind gültig für berechtigte Firmenkunden in der Schweiz und im FL und nicht kumulierbar mit weiteren Cash-Prämien. Für weitere Auskünfte fragen Sie Ihren Toyota Partner. Leasingkonditionen: Eff. Jahreszins 2,9 %, Vollkaskoversicherung obligatorisch, Laufzeit 36 Monate und 10’000 km / Jahr. Eine Leasingvergabe wird nicht gewährt, falls sie zur Überschuldung führt. Die Leasingkonditionen sind gültig für Vertragsabschlüsse mit Inverkehrssetzung vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 oder bis auf Widerruf. Abbildungen enthalten aufpreispflichtige Optionen.

Patrick und Claudio Dietrich, Hotel Waldhaus Sils (Engadin)

Wie führt man eine Hotelikone in der fünften Generation? Igeho Special: Wie lauten die Hoteltrends für 2020?  |  Report: Was bieten die Romantik Hotels ihren Mitgliedern?  |  Ausbildung: Wie die Stiftung La Capriola Lernende fördert.

2 019

TOYOTA NUTZFAHRZEUGE

Profile for BL Verlag AG

Hotelier 09 2019  

Hotelier 09 2019  

Profile for blverlag