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Architektur+Technik

 Gesundheitsbauten 

Schwerpunkt

Küchen

Gebäude­ automation

Bodenbeläge

2 – 2020

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08.01.20 10:02


1 Inhalt Editorial

Auf Gesundheit spezialisiert

Das Zayed Centre for Research fügt sich in das prominente Umfeld der Innenstadt Londons. Foto: Hufton + Crow

# 2 Aktuell 2 Szene 6 Betrachtungen Dossier 10 Zayed Centre for Research, London 16 Alterswohnheim, Horgen 20 Alterssiedlung, Sempach

Vorzugsweise gern gemieden, doch in bestimmten Situationen oder Lebensphasen von fundamentaler Bedeutung: Gesundheitsbauten. Nicht die Gebäude per se machen gesund oder sichern den Gesundheitszustand, sondern vielmehr die darin gebündelten medizinischen oder pflegerischen Angebote. Im anspruchsvollen planerischen Puzzlespiel offenbart sich die Komplexität der damit verknüpften Organisation von Arbeitsabläufen. So entscheiden in besonders kritischen Situationen Sekunden über den Erfolg oder Misserfolg medizinischer Eingriffe. Die Planung von Gesundheitsbauten birgt daher häufig eine andere Art der Verantwortung als etwa der Entwurfsprozess von Einfamilienhäusern. Eine sorgsame Einbettung in bestehende bauliche Strukturen und eine harmonische Interaktion mit gesellschaftlichen sowie historischen Komponenten vervollständigt das Anforderungsprofil von Gesundheitsbauten. Wie jener Parforceritt gelingen kann, zeigen die im vorliegenden Heft präsentierten Projektbesprechungen.

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Schwerpunkt 24 Küchen 34 Gebäudeautomation 46 Bodenbeläge 58 Marktplatz Service 60 Tagungen 61 Messen 62 Ausstellungen 63 Fachbücher 64 Vorschau und Impressum

Morris Breunig, Redaktion

Architektur+Technik 2/20

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2 Aktuell Szene

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1

Den Alpenraum nachhaltig mitgestalten Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und das Fürstentum Liechtenstein starten mit der fünften Ausschreibung des internationalen Architekturpreises Cons­tructive Alps. Gesucht werden Sanierungen und Neubauten, die ein Zeichen für nachhaltiges Bauen in den Alpen setzen und den bedachten Umgang mit Klima, Landschaft und Baukultur verdeutlichen. In Zukunft wird es noch notwendiger sein, weitsichtig zu sanieren und zu bauen, um eine hohe Lebensqualität in den Alpen zu bewahren. Das ARE verleiht den Preis seit 2011 gemeinsam mit dem Fürstentum Liechtenstein an unter-

schiedlichste Gebäudetypen wie Wohnhäuser, Mehrzweckgebäude oder Berghütten. Anfangs standen Energieeffizienz und umweltschonende Baumaterialien im Vordergrund. In den folgenden Ausschreibungen hat sich «Constructive Alps» neuen Themen angenommen. Dazu gehören beispielsweise die Fragen, wie ein Bau seinen Aussenraum prägt oder wie ein Gebäude das baukulturelle Erbe in der Region weiterentwickelt. Bei der diesjährigen Ausschreibung sind neben Neubauten besonders auch Sanierungen und Projekte gesucht, die den Energiebedarf effizient abdecken oder schonend mit Ressourcen umgehen, etwa durch Upcycling. Soziale Aspekte beim Bauen und Sanieren werden ein wichtiges Kriterium sein, beispielsweise bei

der Qualität einer Verdichtung oder bei der Mitwirkung der Bevölkerung. Planende und Bauherrschaften sind dazu aufgerufen, sich bis zum 14. März 2020 zu bewerben. ɁɁconstructivealps.net

2

Preise für Wohneigentum steigen weiter Die Preise für Wohneigentum bewegten sich im 4. Quartal 2019 nochmals leicht aufwärts. Das Quartal markiert das Ende eines Jahrzehnts mit insgesamt ziemlich stabilen Wohneigentumspreisen. Im aktuellen Quartal steigen die Preise für Eigentumswohnungen (EWG) mit 2,0 Prozent erneut deutlich an. Der Anstieg ist ausschliesslich

Architektur+Technik 2/20

auf das gehobene Segment zurückzuführen, wo die Preise 5,0 Prozent zulegen. Beim gehobenen EWG-Segment handelt es sich um luxuriös ausgebaute Wohnungen mit 180 Quadratmeter Wohnfläche an sehr guten kleinräumigen Lagen (ruhig, gute Anbindung, Aussicht, gute Besonnung). Im mittleren und im unteren Segment tendieren die EWG-Preise weiterhin seitwärts. Die Preise für Einfamilienhäuser steigen im aktuellen Quartal auf landesweiter Ebene leicht an. Mit dem Ende des Jahres 2019 schloss eine Dekade der Konsolidierung an den Wohneigentumsmärkten. Stiegen die Preise im vorletzten Jahrzehnt (2000 bis 2009) nominal noch um rund 43 Prozent, beträgt die entsprechende Wachstumsrate in den vergangenen zehn Jahren


3 Aktuell Szene

240

2

220 EWG (gesamt) EFH (gesamt) Wohneigentum

200 180 160 140 120 100

4

80 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Bilder: Albrecht Schnabel (1), Fahrländer Partner FPRE (2), David Gagnebin-de-Bons (3), zvg (4)

3

«nur» noch 24 Prozent, in den letzten sieben Jahren sogar lediglich knapp 3 Prozent.

anderem Patrick Schmid von Schmid Schärer Architekten aus Zürich.

ɁɁfpre.ch

ɁɁbestarchitects.de

3

4

Die Anmeldephase für «best architects 21» ist gestartet: Architekturschaffende aus ganz Europa können bis zum 6. Mai 2020 Projekte einreichen. Der Award zählt zu den renommiertesten Architekturauszeichnungen in Europa. Damit positionieren sich Etablierte, aber auch Newcomer der Architekturszene. Die «Intercommunal fire station» in Bernex war zum Beispiel unter den letztjährigen Preisträgern. Unter den Jurymitgliedern ist unter

Ein wirtschaftlich und sozial verträglicher Ausstieg aus der Kernenergie und der CO₂-intensiven Energiewelt ist schon heute mit den bekannten technischen und finanziellen Mitteln grundsätzlich möglich. Das zeigen die Erkenntnisse aus den über 100 Forschungsprojekten des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) «Energie». Das NFP erkennt die grosse Bedeutung der Photovoltaik (PV) bei der Transformation von Gebäuden hin zu Kraft-

Projekte einreichen

Forschungsprogramm Energie

werken. Dabei müssen die Fassaden sehr viel stärker für PV genutzt werden als bis jetzt. Solche Anlagen bieten einen hohen Anteil an Winter-Stromproduktion wegen ihrer senkrechten Aufstellung. Eine Verdoppelung der jetzigen Leistung bis 2050 könnte jedoch nur 7 Prozent des heutigen Strombedarfs und weniger als 5 Prozent des Bedarfs ermöglichen, der nach der Dekarbonisierung zu erwarten ist: Denn wir brauchen künftig mehr Strom für Elektromobilität und Wärmepumpen. Swissolar verlangt deshalb weiterhin eine Zunahme der PV-Leistung um den Faktor 25 bis 2050, was 50 Gigawatt entspricht und weitgehend auf bestehenden Dächern und Fassaden installiert werden kann. ɁɁnfp-energie.ch / swissolar.ch

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Dies & Das

Die Jahresausstellung 2020 des Fachbereichs Architektur befasst sich mit den Zukunftsperspektiven von Schweizer Kleinstädten am Beispiel der Stadt Burgdorf, die sich seit Jahren mit einer Verknüpfung von Bewährtem und Fortschritt profiliert. Zu sehen sind Projekt- und Abschlussarbeiten der Studierenden. Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussionen begleitet vom 3. bis 20. März die Ausstellung. ɁɁbfh.ch


4 Aktuell Szene

5

7

Bilder: Empa (5), Waldrapp GmbH, Renate Walter und Sebastian Lippok, Zürich (6), Fraunhofer WKI, Manuela Lingnau (7)

6 5

Neues Herstellungsverfahren Seit der Entwicklung der ersten Perowskit-Solarzelle im Jahr 2009 liegt deren Wirkungsgrad mittlerweile gleichauf mit demjenigen einer herkömmlichen Siliziumzelle. Doch sie wies anfangs noch einige Schwächen wie Hitze- und Feuchteempfindlichkeit auf. Dadurch ist die Zelle weniger lang haltbar. Die Empa entwickelt neue Herstellungsverfahren, um Perowskit-Solarzellen nicht nur günstiger, sondern auch schneller zu produzieren und fit für die Industrie zu machen. Für die Herstellung dieser neuartigen PerowskitZelle kommt das sogenannte Schlitzdüsenverfahren zum Einsatz, wodurch sich

sämtliche Schichten direkt nacheinander auftragen und gemeinsam sintern lassen. Insgesamt fünf Schichten aus unterschiedlichen Materialien wie Titanoxid, Zirkonoxid und Grafit sind für eine solche Zelle nötig. Ein weiterer Vorteil ist eine längere Lebensdauer im Vergleich zu bisherigen Perowskit-Zellen. Ende 2020 werden die PerowskitSolarzellen auf dem Dach des Nest-Gebäudes auf dem Empa-Campus in Dübendorf für den Alltagstest montiert. ɁɁempa.ch

6

Neue Schulanlage Borrweg Die 1975 nach den Plänen von Viktor Langenegger erbaute Schulanlage Borrweg bildet

zusammen mit der inventarisierten Schulanlage Friesenberg ein Ensemble als Teil der «Schule Am Uetliberg». Um die Schulraumversorgung aufgrund des zunehmenden Wohnungsangebots in dem Gebiet für die kommenden Jahre zu sichern, soll das Schulraum­angebot erweitert und das Schulhaus Borrweg durch einen Neubau mit entsprechender Betreuungs­ infrastruktur für die Schulanlagen Borrweg und Friesenberg, einer Doppelsporthalle und einer Schulschwimm­ anlage ersetzt werden. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Gemeinderats und der Zürcher Stimmbevölkerung zum Neubauvorhaben im Jahr 2022 soll die neue Schule im Jahr 2025 bezugsbereit sein.

7

ɁɁstadt-zuerich.ch

ɁɁwki.fraunhofer.de

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Geringwertiges Laubholz nutzen Forschende des Fraunhofer WKI fanden heraus, wie man für mitteldichte und hoch dichte Holzfaserplatten (MDF und HDF) auch geringwertige Laubholzarten nutzen kann. Denn um die Wälder in Zeiten des Klimawandels widerstandsfähiger zu machen, werden mehr Laubbäume als Nadelbäume gepflanzt. Im Projekt «GerLau» untersucht man die Optimierung der Zer­ faserungstechnologie und die Herstellung von Faserplattenwerkstoffen. Die Forschenden fanden heraus, dass eine Substitution des Nadelholzes durch Laubholz von bis zu 50 Prozent möglich ist.


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6 Aktuell Betrachtungen

Watt d’Or 2020

Innovationen bekommen Energiepreis Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzen die Energiezukunft bereits heute erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie den «Watt d’Or» geschaffen. 2007 wurde der «Watt d’Or» zum ersten Mal verliehen. Sein Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich besser bekannt zu machen. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken. Anfang Januar hat das Bundesamt für Energie zum bereits 13. Mal den renommierten Schweizer Energiepreis «Watt d’Or» verliehen. Die Watt-d’Or-Trophäe – die allseits bekannte Schneekugel – wurde den Gewinnern von der prominenten Jury unter dem Vorsitz von Pascale Bruderer im Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht. Ehre, wem Ehre gebührt

Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen wurden im Januar erneut mit der berühmten Schneekugel bedacht. Auf die Preisver­ leihungen folgten die Feierlichkeiten.

Die goldenen Gewinner des Jahres 2020 in der Kategorie «Energieeffiziente Mobilität» sind die Viktor Meili AG und die Designwerk Products AG. Zu den weiteren Preisträgern gehört unter anderem ein thermochemisches Energieversorgungsnetz im Orchideengewächshaus in der «Kategorie Energie­ technologien». Seit fast zehn Jahren werden die Orchideen im Gewächshaus der Meyer Orchideen AG in Wangen bei Dübendorf klimaneutral produziert. Der richtige Ort also, um eine hoch innovative Energietechnologie zu erproben. Es geht um thermochemische Netze, die im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts H-DisNet erforscht werden. Sie können Energie als chemisches Potenzial in einer Salzlösung beliebig lang und ohne Verluste speichern. Im Orchideengewächshaus haben das Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering der ZHAW zusammen mit dem Klima- und Lüftungsbauer Schmid Hutter AG, Winterthur, eine Anwendung für ein derartiges thermochemisches Architektur+Technik 2/20


7 Aktuell Betrachtungen

Netz aufgebaut. Hier dient es dazu, den Energieverbrauch für die Klimatisierung um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Künftig steht jedoch die Anwendung als Speicherlösung in intelligenten lokalen Energienetzen im Vordergrund. Die biologische Methanisierung mit Archaeen konnte in der Kategorie «Erneuerbare Energien» gewinnen. Archie ist ein Urbakterium und wird im solothurnischen Zuchwil im Auftrag des Stadtwerks Regio Energie Solothurn und im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts «Store & go» eingesetzt. Dazu frisst er Wasserstoff und CO₂ und macht daraus Biomethan, das dann ins Erdgasnetz eingespeist wird. Diese sogenannte biologische Methanisierung findet im Hybridwerk der Regio Energie Solothurn statt. Ausgestattet ist das seit 2015 bestehende Hybridwerk unter anderem mit einem Elektrolyseur, der solaren Wasserstoff herstellt, einem Wasserstoffspeicher und einem Blockheizkraftwerk. Archie fügt sich logisch in dieses innovative Gesamtkonzept ein und hilft auch dem Publikum, die komplexen technischen Prozesse besser zu verstehen.

In der Kategorie «Gebäude und Raum» gewann das Anergienetz auf dem Campus Hönggerberg der ETH Zürich. Über 12 000 Studierende und Mitarbeitende strömen täglich auf das Gelände des Campus Hönggerberg der ETH Zürich und verbrauchen so viel Energie wie eine Kleinstadt. Grund genug für die ETH, eine konsequente Energiestrategie zu £verfolgen: Bis 2040 will sie ihre CO₂-Emissionen trotz geplantem Wachstum um 80 Prozent reduzie­ ren. Teil dieser Strategie ist die erneuerbare Wärme­ versorgung im Hönggerberg, die seit 2012 über mehrere 200 Meter tiefe Erdsondenfelder erfolgt. Diese speichern im Sommer Abwärme im Boden, und geben sie im Winter wieder zum Heizen frei. Für den Energietransport sorgt ein sogenanntes Anergienetz, ein Niedertemperaturverteilnetz. Je nach Wärmebedarf der Gebäude saugen oder pumpen fünf angeschlossene Energiezentralen das Wasser aus oder in den Anergiering. Dank eines kontinuierlichen Betriebsmonitorings fliessen die Erfahrungen direkt in Optimierungen und den künftigen Ausbau des Campus Hönggerberg ein. ɁɁbfe.admin.ch

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Die Preisverleihung fand im Kongress­ zentrum Kursaal in Bern statt. Fotos: BFE2020


Gesundheitsbauten 


Zayed Centre for   Research, London 


11 Dossier Gesundheitsbauten

An einer pädiatrischen Einrichtung in London erforscht man neue Behandlungs­ methoden und Therapien für Kinder. Das Bauwerk fügt sich in das prominente historische Umfeld ein.

Zum Wohle der Patienten Von Morris Breunig (Text) und Hufton + Crow (Bilder)

Ein zentrales fünfgeschossiges Atrium versorgt die Innenräume mit Tageslicht und dient als zentrales Element der Gebäude­ inszenierung.

Das Zayed Centre for Research bereichert die Innen­ stadt Londons. Prominent gelegen im Londoner Knowledge Quarter und in der Bloomsbury Conser­ vation Area, befindet sich die pädiatrische Einrich­ tung unweit des Great Ormond Street Hospital und der Coram’s Fields, die 1739 von Thomas Coram ge­ gründet wurden, um benachteiligte Kinder zu be­ handeln und zu betreuen. Sichtbar machen

Im von Stanton Williams entworfenen Zayed ­Centre for Research arbeiten Wissenschaftler, Klinikmit­ arbeitende und Akademiker im Bereich der ambu­ lanten Versorgung sowie der Forschung. Williams

kreierte dafür einen ganzheitlichen Raum im ­übergeordneten Sinne, in dem sich die Wissenschaft, die Stadt und das menschliche Dasein zu einem harmonischen Ganzen vermengen, um sich auf ­ 13 000 Quadratmetern gegenseitig zu beleben. Um diese Wirkung auch in den öffentlichen Raum zu transportieren, treten der umliegende Park und die umliegenden Gebäude in einen offenen Dialog mit dem geschäftigen Leben der Stadt. Das Zayed Centre for Research bringt innovative Forschung und klinische Versorgung in einem Ge­ bäude zusammen. Das transparent gestaltete Erd­ geschoss setzt die Wissenschaft in den Mittelpunkt, indem es die Aktivitäten in den Laboren für alle sicht­ bar macht. Das Hauptlabor fasst 600 Quadratmeter

Gebäudeschnitt

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12 Dossier Gesundheitsbauten

Organisationen Das Zayed Centre for Research resultierte 2014 aus einer Partnerschaft zwischen dem Great Ormond Street Hospital, dem University College London und der Great Ormond Street Hospital Children’s Charity. Forschung und klinische Versorgung können somit unter einem Dach gebündelt werden, um neue Behandlungs- und Heilmethoden für Kinder mit komplexen Krankheiten zu entwickeln. Das Great Ormond Street Hospital ist eines der weltweit führenden Kinderkranken­ häuser. Forschung und Behandlungen sind auf Kinder mit seltenen, komplexen und oft lebensbedrohlichen Erkran­kungen ausgerichtet. Die Wohltätigkeitsorganisa­ tion Great Ormond Street Hospital Children’s Charity unterstützt das Krankenhaus im Engagement um die Finanzierung der Forschungen sowie der modernen medizinischen Geräte. Das aktive Engagement für Kunst und öffentliches Leben zählt zu den Besonderheiten des Zayed Centre for Research und macht Wissenschaft dadurch auch für die Gesellschaft erlebbar.

Das Zayed Centre for Research liegt prominent in der Innenstadt Londons, unweit des Great Ormond Street Hospital und der Coram’s Fields.

und erstreckt sich über die doppelte Geschosshöhe. Mit dem einsehbaren Untergeschoss erhalten auch Passanten einen Blick in das Hauptlabor, wo­ durch Transparenz gegenüber der Gesellschaft de­ monstriert wird. Von typischen Klinikbauten distanzieren

Die architektonische Erscheinung hebt sich auf will­ kommene Weise von typischen Klinikbauten ab, was bereits beim Betreten offenkundig wird. Forschungs­ personal und Patienten teilen sich einen Hauptein­ gang, der über die Hauptlabore führt. Das Zayed Centre for Research fördert medizinische Innova­ Architektur+Technik 2/20


Die Treppen schliessen an die durch das Gebäude führenden Leitwege an. Besucher und Passanten erhalten Einblick in das Hauptlabor im Untergeschoss. Das Ziel, Menschen zusammenzubringen, wird auch im Gebäude offensichtlich.

tionen. Im Blickfeld steht jedoch zu jeder Zeit das Wohlbefinden von Patienten und Klinikmitarbeitenden sowie Akademikern. Deshalb setzte man in den Innenräumen auf eine ruhige und gemütliche Atmosphäre. Ziel war es, eine Umgebung zu schaffen, in der die Patienten die Auswirkungen lebensverändernder Krankheiten auf eine würde- und verständnisvolle Weise erfahren können, um daraus auch die notwendige Kraft zu schöpfen, jene Krankheiten zu besiegen. Im Zentrum des Klinikgebäudes befinden sich deshalb die ambulante Zone sowie eine Forschungszone, die jeweils als geschichtete Volumen um ihren eigenen mit Tageslicht beleuch-

teten Vorhof herum geplant sind. Die grosszügigen Räumlichkeiten werden vorwiegend mit Sichtbeton, natürlicher Eiche und einem hohen Mass an Tageslicht inszeniert. Grossflächige Verglasungen erzeugen starke visuelle Verbindungen zwischen der Forschung und den Ambulanzbereichen. Ambulante Abteilung

Die Ambulanz als wesentlicher Bestandteil des Forschungszentrums dient im Zayed Centre for Research als direkte Schnittstelle zwischen Patienten, Familien und der Forschung. Warme natürliche ­Materialien, ein hohes Mass an Tageslicht und die Architektur+Technik 2/20


Auf drei Etagen des Zayed Centre for Research befinden sich Laboratorien.

Bautafel Bauherr Great Ormond Street Hospital Children’s Charity (im Namen des Great Ormond Street NHS Foundation Trust und des University College London) Grundstücksfläche 13 000 Quadratmeter

­ ptische Verbindung zum Aussenraum waren bei der o Gestaltung der Innenräume prägende Themen. Die Ambulanz erstreckt sich über zwei Geschosse mit nahezu 1900 Quadratmetern und bündelt 21 Beratungsund 8  Untersuchungsräume im Erd- und Obergeschoss des Gebäudes. Alle Wartebereiche schliessen im Inneren des Gebäudes an ein zweigeschossiges Atrium an, wodurch diese umfangreich mit natür­ lichem Licht versorgt werden. Strukturelle Erscheinung

Ein Familienraum dient zudem als Rückzugsort, um im privaten Rahmen die künftigen Behandlungs­

Architekt Stanton Williams Landschaftsberatung Bradley Hole-Schoenaich Landscape Architects Fassadengestaltung Eckersley O’Callaghan

abläufe der Patienten zu thematisieren. Die Forschungsstationen verteilen sich auf sieben Etagen und werden zur Entwicklung von Genomik- und Bioinformatik-Know-how und neuen Therapien der ­regenerativen Medizin genutzt. Auf drei Etagen befinden sich Laboratorien, darunter eine Good Manufacturing Practice (GMP) zur Qualitätssicherung von Arzneimitteln und Räume für die Zell- und Gentherapie ­sowie eine Kardiologie-Suite. Auf weiteren drei ­Geschossen wurden Forschungs- und Klinikarbeitsplätze integriert, die um Besprechungsräume und einen Seminarraum ergänzt wurden. Die Arbeitsräume reihen sich um ein offenes Atrium, das

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15 Dossier Gesundheitsbauten

Erdgeschoss

In den Laboratorien wird unter anderem zu Zell- und Gen­ therapien geforscht. Die Forschungsbereiche sind räumlich unter anderem vom Mitarbeitercafé oder Break-out-Räumen unterbrochen.

sich über fünf Geschosse erstreckt und als zentrales Element der Gebäudeinszenierung fungiert. Eine markante Treppe navigiert die Nutzenden durch das Atrium. Sie verbindet Mitarbeitercafé, Break-outRäume, Seminarraum und Besprechungsräume miteinander und gibt dadurch die Möglichkeit für zu­ fällige Begegnungen. Im Sinne der Kunst und der Nachhaltigkeit

Mit dem von Gosh initiierten Kunstprogramm setzt das Zayed Centre for Research auch spezielle kulturelle Reizpunkte im Gebäude. Um den Patienten und Nutzenden des Gebäudes eine willkommene krea-

tive Ablenkung zu bieten, inszeniert Gosh ortsbezogene Kunst im Gebäude. Neben der besonderen Kombination von Forschung und Ambulanz zeichnet sich das Zayed Centre for Research durch hohe Nachhaltigkeit aus. Ein Blockheizkraftwerk, Wärmerückgewinnung und effiziente LED-Beleuchtungen sowie Regenwassernutzung unterstreichen das. Um die Kohlenstoffemissionen in der Produktion zu reduzieren, wurden 30 Prozent des eingesetzten Zements aus Abfallprodukten der Hochofenindustrie entnommen. Holz sowie Naturmaterialien wie Terrakotta und Terrazzo zählen unter anderem zu den verwendeten Materialien. ● Architektur+Technik 2/20


16 Dossier Gesundheitsbauten

In Horgen entsteht ein Alterswohnheim mit Pflegebereich. Die vorbildliche architektonische Umsetzung soll eine hohe Lebensqualität der Bewohnenden sicherstellen.

Wohnlich in den späten «Herbst»  Alterswohnheim   in Horgen 

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Von Morris Breunig (Text), ATP Architekten Ingenieure und Nightnurse Images (Visualisierungen)

Der Neubau eines Pflege- und Alterswohnheims in Horgen gliedert sich in zwei separate Einzelbauten, die sich harmonisch in die umliegende Gebäudelandschaft integrieren. Während der Pflegebereich im nördlichen Gebäudetrakt untergebracht ist, befindet sich im südlichen Teil das betreute Alterswohnen. Ein Sockelgeschoss vereint die funktionellen Bereiche wie Verwaltung, Restauration sowie Gesundheitszentrum und dient zugleich als Bindeglied zwischen den beiden Einzelbauten. «Besonderer Wert wurde auf die wohnliche Atmosphäre mit viel Tageslicht und warmen Tönen gelegt. Die ­Gestaltung der Fassade mit den gegliederten horizontalen Bändern trägt dazu bei, beide Gebäude ­gestalterisch zu verbinden», sagt Matthias Wehrle, Geschäftsführer von ATP Architekten Ingenieure Zürich, die für die Realisierung zuständig sind. Ausschlaggebend war ein zweistufiger, von der Stiftung Amalie Widmer initiierter Studienauftrag. Städtebauliche Betrachtung

Die städtebauliche Situation am Standort in Horgen ist geprägt durch eine heterogene, offene und gemischte Bauweise mit unterschiedlicher Körnung

und verschiedenartigen Gebäudetypologien. Um den Standort herum befinden sich im Wesentlichen Wohnungen, nördlich angrenzend steht eine Kirche. Mit dem Neubau wird auf die städtebauliche S­ ituation reagiert und eine ortsverträgliche Körnung angeboten. Der Entwurf sieht optimale Aussenraumproportionen vor, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt wurde, allen westlichen Anwohnern weiterhin Ausblicke auf den See zu gewähren. Struktureller Aufbau

Über dem Sockelgeschoss erstrecken sich vier identische Wohnetagen mit jeweils 13 Doppelzimmern pro Geschoss. Diese nehmen jeweils eine Wohn­ fläche von nahezu 30 Quadratmeter ein. Zusätzlich gibt es fünf Einzelzimmer pro Etage mit einer Fläche von rund 16 Quadratmeter. Den offenen und funktionalen Wohngruppen, die mit Aufenthaltsräumen kombiniert wurden, ist jeweils ein zentraler Essbereich zugeordnet. «Das Design und das ­Interior-Konzept sind darauf ausgelegt, das Heim zu einem ‹Zuhause› zu machen. Die elegante und friedvolle Architektur der vier Wohnetagen soll den betagten Bewohnern die Atmosphäre einer Wohngemeinschaft vermitteln. Dafür nutzen wir warme Erdtöne und natürliche Materialien», erklärt

Die Fassade mit den gegliederten horizontalen Bändern trägt dazu bei, beide Gebäude des Alterswohnheims gestalterisch zu verbinden.

Bildlegende dies ist ein Typoblindtext. Foto: Vorname Name

Erdgeschosse mit Umgebungsplan Pläne: ATP Architekten Ingenieure

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18 Dossier Gesundheitsbauten

Im Erlebnisgarten werden Menschen mit Demenz gefördert.

Die Fensterfront in den Bewohner­ zimmern ist beispiels­ weise als eine Art Einbaumöbel in Holz vorgesehen. Mit einer grossen Fenster­verglasung schafft sie für die Bewohner uneinge­ schränkte Sicht ins Freie mit atemberau­ benden Blicken auf den Zürichsee und die Berge.

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19 Dossier Gesundheitsbauten

Ansicht Nordost

Ansicht Südost

­ atthias Wehrle, Geschäftsführer von ATP ArchiM tekten Ingenieure aus Zürich. Auch auf die Aussenraumbeziehung legte man laut Wehrle viel Wert: «Die Fensterfront in den Bewohnerzimmern ist beispielsweise als eine Art Einbaumöbel in Holz vorgesehen. Mit einer grossen Fensterverglasung schafft sie für die Bewohner uneingeschränkte Sicht ins Freie mit atemberaubenden Blicken auf den ­Zürichsee und die Berge.» Erinnerungen wiederbeleben

Im Erlebnisgarten werden Menschen mit Demenz «gefordert» und gefördert. Indem sie dort mit der Erde in Berührung kommen und Gewächse anpflanzen, sollen die Sinne stimuliert und verloren gegangene Erinnerungen wieder aktiviert sowie die Eigenständigkeit jener Personen gefördert werden. Der Erlebnisgarten grenzt an den Essens- und Aufenthaltsbereich im ersten Obergeschoss und ist mit einem Wegesystem mit Handläufen ausgestattet. Jene Angebote bereichern das Alters- und Pflegewohnheim in Horgen in seiner Kombination aus moderner Funktionalität und Architektur. Die klare gestalterische und doch zurückhaltende Formensprache unterstützt die inneren zweckgebundenen organisatorischen Abläufe und unterstreicht zu-

gleich den hohen Anspruch der Einrichtung in ­Horgen: die L ­ ebensbereicherung von Personen im fortgeschrittenen Alter. Modernes Planungsverfahren

Erdsondewärmepumpen sollen künftig die Heizwärme erzeugen, eine Abwasserwärmepumpe ist für die Warmwassererzeugung zuständig. Die Kühlung der Innenräume erfolgt mit Free Cooling über die Erdsonden. Mittels Photovoltaik auf dem Dach wird die elektrische Energie erzeugt. Zur Abstimmung jener Komponenten konnten in diesem Projekt die Vorteile der integralen Planung in Ver­ bindung mit Building Information Modeling (BIM) genutzt werden. Matthias Wehrle erklärt die Vorzüge: «Das Abbild des Gebäudes als digitaler Zwilling ermöglicht eine phasengerechte Parametri­ sierung und Datenausgabe für Flächen- und Kostenermittlungen sowie Ausschreibungen und liefert damit bereits in den frühen Phasen der Planung eine fundierte Entscheidungsgrundlage.» In Abstimmung mit der Bauherrschaft wurde zudem festgelegt, welche Elemente und Attribute für eine Vereinfachung der Gebäudebewirtschaftung im BIM-Modell für das Facility-Management inte­ griert werden sollen. ● Architektur+Technik 2/20

Bautafel Objekt Pflege- und

Alterswohnheim, Horgen Bauherrschaft Stiftung Amalie Widmer Architektur

ATP Architekten Ingenieure Bruttogeschossfläche

16 000 m2 Bruttorauminhalt

56 000 m3


Sichtbeton mit sandgestrahlter Fassade ziert beide Neubauten.

 Alterssiedlung   Sempach 


21 Dossier Gesundheitsbauten

Mit neuen Alterswohnungen erhält die Stadt Sempach eine bedeutende Einrichtung für Personen im fortgeschrittenen Alter. Die historische Altstadt dient der szenischen und bedeutungsvollen Untermalung.

Alterswohnen im historischen Umfeld Die Wohnungen in den oberen Geschossen erlauben den Blick über den Sempachersee.

Das Hauptgebäude der beiden Baukörper positioniert sich an der Eicherstrasse, unweit der historischen Altstadt.

Von Morris Breunig (Text) und Aytac Pekdemir (Bilder)

Gesundheitsbauten versprühen häufig den Charme funktionsgetriebener Bauten. In Sempach versucht man, dieses schablonenhafte Charakterbild zu durchbrechen und zugleich mit starker architek­ tonischer Ausstrahlung Akzente zu setzen. Als Schauplatz wählte man einen Standort nahe dem «Städtli» – die Altstadt von Sempach. Im Zuge zeit­ gemässer Umgestaltungen wurde diese 2008 mit einem platzähnlichen Begegnungsraum bedacht. ­ Darüber hinaus hält das «Städtli» weitere span­ nende Punkte bereit, an denen die sinnvolle Kombi­ nation aus historischer und moderner Bebauung zu erkennen ist. Jene Massnahmen einer eindrück­ lichen Stadtentwicklung blieben nicht lange un­ bemerkt. Für die moderne Inszenierung des histori­ schen Stadtkerns erhielt Sempach 2017 den vom Schweizer Heimatschutz verliehenen Wakkerpreis. Bauliche Anordnung

In unmittelbarer Entfernung zum «Städtli» wurden 2019 von Dolmus Architekten neue Alterswohnun­ gen fertiggestellt. Auftraggeber war die Wohnbau­ genossenschaft Stella Maris. Als Resultat entstan­ den zwei frei stehende Baukörper. Direkt an der Eicherstrasse befindet sich das fünfgeschossige Haupt­gebäude mit quadratischer Grundfläche. Im Erd­geschoss bietet dieser einen grosszügigen Ge­ meinschaftsraum, an dem sich ein Gartensitzplatz Architektur+Technik 2/20


22 Dossier Gesundheitsbauten

Grundriss Erdgeschoss

angliedert. Daneben positionierten die Architekten einen zweiten und um ein Geschoss niedrigeren Baukörper, der sich auf einer rechtwinkligen Grund­ fläche erhebt und sich etwas stärker in die Breite er­ streckt als das Hauptgebäude. Die Rückversetzung des zweiten Gebäudes erzeugt zudem einen Vor­ platz, der idealerweise die Eingangssituation für das Grundstück formuliert.

In den beiden Neu­ bauten befinden sich 15 Alterswohnungen mit 2,5 und 3,5 Zim­ mern, die durch Materialisierung und Farbgebung ein freundliches Wohn­ ambiente erzeugen.

Gebäudegestaltung und innere Strukturierung

Sichtbeton mit sandgestrahlter Fassade ziert beide Neubauten. Horizontale Fugen wickeln sich um alle Seiten der Gebäude und tragen dadurch zur opti­ schen Strukturierung bei. Die Anordnung der Lochfenster sorgt zudem für ein harmonisches ­ Erscheinungsbild der Fassaden. An einem aus ­ Beton gefertigten Gebäudekomplex am Hexenturm, welcher Wohnungen und eine Arztpraxis vereint, bedienten sich Dolmus einst ähnlicher gestalteri­ scher Komponenten. In den beiden Neubauten befinden sich hingegen 15 Alterswohnungen mit 2,5 und 3,5  Zimmern. Grundrissgestaltung, Erschliessung und Materia­ lisierung sind aufgrund der Wohntypologie auf ­altersgerechtes barrierefreies Wohnen ausgerich­ tet. Im Gebäudekern beider Baukörper befindet sich das Treppenhaus mit Lift. Helle Wände und Holzböden zieren die Innen­ räume der Bewohnenden. Dreiseitige Belichtung des Wohn- und Essbereichs sowie zweiseitige Log­

gien, die in den oberen Geschossen den Blick auf den See ermöglichen, runden das freundliche Wohn­ ambiente ab. Gebäudetechnische Installationen

Die Alterswohnungen sind mit einer kontrollierten Wohnungslüftung versehen. Die Belüftung der ­Wohnungen erfolgt durchgehend individuell mehr­ stufig. Erdsonden-Wärmepumpen sorgen zudem für die Wärmeerzeugung und dienen in Kombina­ tion mit Elektroeinsatz und Pufferspeicher der ­zusätzlichen Warmwasseraufbereitung. Elektrische Raumthermostate in Wohn- und Schlafräumen übernehmen die Regulierung der Bodenheizung. Eine Photovoltaikanlage erzeugt darüber hinaus Strom für die Eigenversorgung. ● Architektur+Technik 2/20

Die Rückversetzung des zweiten Gebäudes erzeugt einen Vorplatz, der idealerweise die Eingangssituation für das Grundstück formuliert.


Grundrisse Regelgeschoss

Gebäudeansichten

Bautafel Objekt Alterswohnungen,

Sempach Bauherrschaft Stella Maris Fertigstellung 2019 Vorprojekt und Baueingabe

Dolmus Architekten AusfĂźhrungsplanung

B2G Architekten Bauleitung

B2G Architekten

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24 Schwerpunkt Küchen

Auf Coolness folgt Gemütlichkeit, helle Farben weichen erdigen Tönen. Wenn es um die hausinneren Werte geht, bewährt sich Beständiges: Die Küche ist und bleibt der Mittelpunkt des Lebens im Eigenheim. Die fünf wichtigsten Trends, welche die Küche inszenieren und modernen Ansprüchen genügen, sind hier zusammengefasst.

5 Küchentrends

Küchen modern inszenieren

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Branchenverband Küche Schweiz und Lina Giusto (Text)

Technische Perfektion 1 Die technische Abstimmung unterstützt die individuellen Bedürfnisse. Foto: Miele

2 Auch in Küchen steht Gemütlichkeit auf der Speisekarte. Foto: Tanya Hasler

Schnell hat man sich an programmierte Rezepte, Automatikprogramme, Bedienmodi über Apps auf Tablets und Smartphones gewöhnt: Moderne Technik nimmt Arbeit ab, schenkt Zeit und garantiert perfektes Gelingen. Die intelligente Vernetzung der Geräte, die Abstimmung und Koordinierung der Funktionen, das möglichst genau auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Gesamtmenü: Die Möglichkeiten der Digitalisierung werden bis ins Detail eruiert und sinnvoll eingesetzt. Computerunterstützt

hat man Haus und Wohnen im Griff – bis zum eigenen Kräutergarten in der Küche. In nicht allzu ferner Zukunft werden wir via Sprachsteuerung mit Backofen und Kühlschrank kommunizieren. Welche der als Toptrends lancierten smarten Funktionen sich allerdings langfristig durchsetzen werden, liegt im Ermessen und im Zuspruch der Nutzer. Nicht alles, was möglich ist, hält einem Kosten-Nutzen-Vergleich stand. Gesunder Menschenverstand wird die Spreu vom Weizen trennen. Sicher ist, dass intelligente, multifunktionale Geräte, leistungsfähige Dunst- und Kochfeldabzüge, lebensmittelgerechte Kühlzonen, ergonomisch bedienbare und effiziente Geschirrspüler, handliche Küchenkleingeräte und kundennaher Komfort auf der Zielgeraden liegen. Dass dabei der gute Rat, die Kreativität, die Erfahrung und das persönliche Engagement sowie die Nähe ­versierter Küchenspezialisten gefragter sind denn je, liegt auf der Hand.

Thema Gemütlichkeit: Schon das Wort wirkt altbacken. Weis­se Farbe und Glanz, klare Linien und Transparenz galten hingegen als «cool» und prägten respektive prägen noch immer die modernen Wohn- und Küchenlandschaften. Doch dieser Code wird jetzt von «cosy» geknackt, um im angelsächsischen Jargon zu bleiben. Es darf wieder stimmungsvoll, geheimnisvoll, gemütlich sein – und farbig. «Mood» – also Stimmung – ist angesagt: Die Sehnsucht nach

Warm und natürlich

Lange Zeit machte man in der Küche einen grossen Bogen um das Architektur+Technik 2/20

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25 Schwerpunkt Küchen

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Geborgenheit und Sicherheit ruft nach Wärme und Natürlich­ keit. So haben schon seit einiger Zeit Materialien wie Beton, Stein, Holz, Glas und Keramik Vorrang – oder alles, was danach aussieht. Die Nachbildungen aus innovati­ ven Hightechwerkstoffen machen es vor. Warme, auch erdige und sehr dunkle Töne – tiefgründiges Blau, Schiefer, Grün, Grafit oder Aubergine  – bis hin zu Schwarz setzen neue Akzente in der Küche. Wohnlicher Stauraum

Viele raffinierte Gestaltungslö­ sungen definieren die neue Raum­ architektur für Küchen. Der Fokus liegt dabei auf Schrankkomposi­ tionen, die als Solitäre zum Wohn­ bereich überleiten: Sideboards, Highboards, offene Regale, Buf­ fets. Möglich macht das eine neue Gesamtästhetik von Möbeln und Geräten. Entweder sind die ver­ schiedenen Backöfen, Steamer und Kleingeräte als ganzheitliche Funktionsbereiche hinter gross­ flächigen Falt- und Schiebetüren zusammengefasst oder sie sind in harmonischer Symmetrie und Materialität in das Frontbild der Küche integriert. Elemente wie

Vitrinen oder attraktiv gestaltete Weinkühlschränke werden auch gern bewusst zur Schau gestellt. Die Wohnküche

Eingebettet in den Wohnbereich, zeigt sich die Küche weiterhin ein­ ladend, wohnlich und offen. Sie ist flexibel für kleine Pausen und gros­se Einladungen. Obwohl die Küche in den Ess- und Wohnbe­ reich übergeht, präsentiert sie sich dabei dezent im Hintergrund, um dann mit Furore ihre ganzen Qualitäten zur Schau zu stellen, wenn sie in Aktion tritt. Der Kü­ cheninsel gilt dabei ein beson­ deres Augenmerk, da sie vielfach selbstbewusst auf eigenen Beinen im Raum steht. Aufgrund ihrer Form und Stellung gilt sie als Mö­ belstück und spielt eine zentrale Rolle, wenn es um platzsparende Lösungen für Küchen im urbanen Umfeld geht. Für kleine Küchen­ grundrisse bieten sich vor allem modulare Raumkonzepte an. Matt und samtig

Matte Oberflächen und ihre sam­ tige Haptik verleihen dem Kü­ chenambiente zusätzliche Sinn­ lichkeit. Glanz ist nicht out,

sondern trägt in Form warm glän­ zender Metalle und MetallicLacke, wie Gold, Messing, Kup­ fer und Bronze, dem Trend Rech­ nung. Dabei spielt bronziertes Glas eine effektvolle Rolle bei Vi­ trinen, ebenso LED-Leuchtbän­ der, mit denen einzelne Küchen­ partien betont werden. Licht ist überhaupt wichtig. Denn erst eine ­gekonnte und gezielt konzi­ pierte Beleuchtung entlockt dem Gesamtambiente bei Tag und ­ Nacht eine aussergewöhnliche Stimmung: Die Küche wird insze­ niert. Eine Kunst, für die sich eine neue Kreativität entfalten wird. ●

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3 Die Schrankkompo­ sitionen in der Küche werden raffinierter. Foto: Elbau Küchen AG

4 Matte Oberflächen verleihen den Küchengarnituren Sinnlichkeit. Foto: Poggenpohl

5 Die Kücheninsel ist eine platz­ sparende Variante. Foto: Tanya Hasler


26 Schwerpunkt Küchen

In Küchen wird das Leben zele­briert. Im stilvollen Ambiente geht die eigentliche Küchenarbeit noch leichter von der Hand.

Eine Küche mit Charakter

Eine Küche ist für viele Menschen Herz und Seele eines Hauses. Denn vor, nach und bei der Küchenarbeit wird gelacht, diskutiert, nachgedacht und ausprobiert, hier werden auch mal Schulaufgaben gemacht, und hie und da wird gar eine Krise bewältigt. Eine Küche ist ein lebendiger Ort. Und das macht bekanntlich jeder auf seine Weise. Deshalb gibt es bei R + S Schreinerei ein Küchenlabor, in dem der Kunde schon bei der Planung seine Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse lebensnah entwickeln und prüfen kann. Ein gutes Beispiel, wie aus Wunsch Wirklich-

keit wird, ist diese aussergewöhnliche, charaktervolle Küche, die R + S in Zürich realisierte. Sie verfügt über eine hochwertige Marmorabdeckung. Das Kochfeld Bora Professional ist in die Edelstahlabdeckung im Silk Look direkt eingepasst. Die Fronten sind weiss lackiert und die speziellen Griffleisten aus Messing brüniert und gewachst. Die Reling erscheint im gleichen Messing. Die Fronten des Hochschranks sind aus Elsbeer furniert, sodass sich die Küche harmonisch in den Wohnraum integriert. ɁɁrs-schreinerei.ch

Architektur Gautschi Storrer Architekten AG Innenarchitektur Mach Architektur GmbH Innenausbau R + S Schreinerei, Wohlen

Im Küchenlabor der R + S Schreinerei können Kunden schon bei der Planung Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse lebensnah entwickeln und prüfen.

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27 Schwerpunkt Küchen

Eine nachhaltige Mission 106 Liter: So viel Flaschenwasser trinkt der europäische Durchschnittsbürger pro Jahr. Angesichts der aktuellen Diskussionen über CO₂-Emissionen und Plastikverschmutzung und deren Auswirkungen auf unseren Planeten war die Notwendigkeit, den Verbrauch von Flaschenwasser – insbesondere von Wasser in Einwegplastikflaschen – zu reduzieren, nie so dringend wie heute. Die gute Nachricht ist, dass das Grohe-Blue-Home-Wassersystem jedem sofort helfen kann, den eigenen Plastikverbrauch zu senken. Das System passt sogar in die kleinste Küche und bietet gefiltertes Wasser ohne Flaschen. Verbraucher können sogar zwischen den Varianten still, medium oder sprudelnd wählen oder bestimmte Filter verwenden, die das Wasser auf Wunsch mit Magnesium anreichern.

Tatsächlich kann beispielsweise eine vierköpfige Familie durch den Einsatz des Grohe-Blue-HomeWassersystems bei ihrem Wasserkonsum durchschnittlich bis zu 800 Plastikflaschen pro Jahr vermeiden, ohne auf Qualität oder Geschmack zu verzichten. Ein weiterer Vorteil: Das System reduziert die CO₂-Emissionen im Vergleich zu Flaschenwasser um über 60 Prozent. Das schlanke Design und die verfügbaren Farbausführungen des GroheBlue-Home-Wassersystems sind zudem eine stilvolle Bereicherung für jede Küche. Hinzu kommt, dass dank neuester Filtertechnologie Fremdstoffe, die den Geschmack des Wassers beeinträchtigen können, entfernt werden. Während sich in vielen Regionen der Welt alles um den Geschmack dreht, gibt es auch Länder, in denen Leitungswasser aufgrund unzureichender Wasserqualität nicht ohne Weiteres für alle Zwecke genutzt werden kann. Die spezielle Ultrasafe-Filterversion ist für diese Regionen vorgesehen und entfernt Biozide, Pestizide und Bakterien aus dem Wasser. Für zusätzlichen Komfort und mehr Kontrolle können Benutzer «Grohe Blue Home» mit der Grohe-Ondus-App verknüpfen. Diese teilt automatisch mit, wann der Filter oder die CO₂-Flasche ausgewechselt werden müssen. Mit der App kann man den täglichen Wasserkonsum stets im Blick behalten und so einen gesunden Lebensstil zusätzlich unterstützen. Die neueste Innovation von «Grohe Blue Home» wurde von den Verbrauchern aufgrund ihrer zahlreichen Produktvorteile, der hohen Benutzerfreundlichkeit und des innovativen Designs kürzlich als «Küchen­ innovation des Jahres 2019» ausgezeichnet.

Mit «Click Stop» zeigt das Schweizer Unternehmen Peka Innnovationskraft, um das Leben zu Hause komfortabler zu gestalten. Im Fokus: temporäre Arbeitsflächen in Regalen. Denn solche Situationen kennt jeder: Im Bügelzimmer fehlt die Ablagefläche für das Zusammenfalten von Wäsche, und in der Küche steht die Küchenmaschine schön im Regal – doch um sie zu benutzen, müssen Koch und Köchin das schwere Ding jedes Mal herausnehmen und irgendwo auf einer Ablagefläche platzieren. Die Auszugsarretierung «Click Stop» löst die Aufgabe auf

ɁɁgrohe.ch

Minima­ lismus auf ganzer Linie Hansgrohe präsentiert mit «Talis M54» eine neue Küchenarmatur im minimalistischen Design und exklusiven Finish Matt Schwarz. Mit schlanker ­Silhouette und klarer Formensprache bringt ­«Talis M54» modernste Designansprüche stilsicher zum Ausdruck und strahlt mit ihrem ganzheitlichen Farbkonzept einen zeitlosen Charakter aus. Mit den drei ikonischen Formen und verschie­denen Oberflächen passt sie in jede individuelle Küchenumgebung. Sie unterstreicht den schlichten Industrie-Chic, ist aber mit den designorientierten, funktionalen Metallelementen doch wohnlich.

Temporäre Arbeitsflächen

Ob offene Wohnküche oder Single-Küchenzeile, ob Chrom, Edelstahl Finish oder exklusives Matt Black, ob Rundbogen, L-Design oder U-Design – «Talis M54» macht jede Küchenspüle zum Blickfang. Die lang gestreckte, schmale Silhouette von «Talis M54» wird durch den dünnen Pin-Griff und den flachen Kartuschensitz besonders zur Geltung gebracht. Als kleines feines Detail sind selbst die Gleit- und Dichtungsringe sowie der schwarze Ausziehschlauch passend zur farbigen Oberfläche gestaltet. ɁɁhansgrohe.ch

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genial einfache Art. Sie verwandelt ein normales Auszugstablar sofort in eine solide Arbeitsfläche. Um für kurze Zeit eine zusätzliche Arbeitsfläche aus dem Schrank zu zaubern, zieht man einfach mit einer Hand das Tablar ganz heraus, worauf es automatisch arretiert. Jetzt lässt sich die Kaffeemaschine darauf bequem mit Wasser befüllen, am Laptop arbeiten oder im Reduit die Wäsche zusammenlegen. Nach getaner Arbeit genügt ein leichtes Ziehen am Tablar – schon ist die Arretierung gelöst, und das Tablar kann eingefahren werden.

ɁɁpeka-system.ch


28 Schwerpunkt Küchen

Qualität und Individualität kombiniert

«High Pressure Laminate» (HPL) ist ein plattenförmiges, funktionales und langlebiges Oberflächenmaterial. Die Argolite AG produziert es nach der Norm EN 438. Robustheit, Langlebigkeit und spezielle Anforderungen wie an Stossund Kratzfestigkeit oder Hitzebeständigkeit bis 180 °C sind darin formuliert. HPL von Argolite ist zudem Sanitizied-­ zertifiziert, wodurch das hygienische Material zusätzlich ­antibakteriell wirkt. Für die Küchengestaltung bietet HPL von Argolite verschiedene Vorzüge: Über 140 Uni- und Holzdekore können mit insgesamt 26 Strukturen nach eigenem Geschmack kombiniert werden. Neben dem Standardsortiment bietet Argolite auch Exklusives für höchst individuelle Gestaltungen an. So gibt es aufgrund des Pressverfahrens der Lagen aus Papier und Harz beispielsweise die puristische Naturfaserkollektion, die jede Platte zu einem Unikat macht und den eigenständigen Charakter des Materials hervorhebt. Auch Kunstdrucke oder echtes Textil kann in das Pressverfahren integriert werden – ebenfalls mit individueller Oberflächenstruktur. Im Herstellungsprozess von HPL setzt Argolite auf Handarbeit. Dadurch kann die Oberfläche zusätzlich personalisiert werden. Spezifische Funktionen wie Magnethaftung, Beschreibbarkeit oder Antifingerprint-Lösungen können individuell eingebaut werden, und das bei beliebiger Stückzahl. Zudem ist Argolite in der Lage, kundenspezifische Lösungen mit funktionalen Eigenschaften zu entwickeln. Aufgrund des Produktaufbaus von «HPL Kompakt Plus» ist es zudem möglich, auch Küchenrückwände bezüglich Optik und Haptik individuell zu gestalten. «HPL Kompakt Plus» wird direkt auf den Untergrund geklebt, sodass durch Hinterlüftungen keine Raumverkleinerungen entstehen. Es ­gelten dabei dieselben Möglichkeiten der Kombinierbarkeit von Dekor und Oberflächenstruktur. Ein zusätzlicher Anreiz für Bauherrschaften: In der Küche genügt ein Ansprechpartner, weil das Material mit dem gängigen Schreinerwerkzeug bearbeitet werden kann. ɁɁargolite.ch

Schwarz interpretiert «BlackRange» von Suter Inox bietet neue, einzigartige Rezepte für individuelle Küchenkonzepte. Jede Platte ist ein echtes Einzelstück. Die individuell strukturierte Oberfläche des massiven, warm gewalzten Edelstahls ist wichtiger Teil der Gesamtoptik, sie verleiht jeder «BlackRange» eine ganz eigenständige und charakteristische Optik. Zentrales Gestaltungselement ist die schwarze Zunderschicht, die sich beim Walzprozess des Edelstahls bei hohen Temperaturen bildet. Je nach Art der Oberflächenbearbeitung mit grös­serem oder kleinerem Schwarzanteil lassen sich dem edlen Werkstoff ganz unterschiedliche Oberflächen entlocken. Erhältlich ist die Oberfläche in zwei Ausführungen. «BlackRange Industrial» ist der trendige, industrielle Look dieser Spezialoberfläche und macht die Arbeitsplatte zum Blickfang jeder Küche. Wie bei «BlackRange Industrial» gehören Unregelmässigkeiten sowie Farbund Strukturdifferenzen auch bei der Ausführung «BlackRange Passion» zum Produktkonzept, sind aber weniger stark ausgeprägt. Zudem verfügt sie über einen höheren Schwarzanteil. ɁɁsuter.ch

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HAUPTPROBE FÜR DIE BÜHNE DES ALLTAGS.

Stilvolles Küchenambiente Im Appenzellerland fertigt Elbau einzigartige Küchen mit Charakter. Hohe Funktionalität und perfektes Design sind ebenso wichtig wie hochwertige Materialien und nachhaltige Herstellung. Persönlichkeit, Charakter – diese Begriffe bezeichnen beim Menschen die einzigartigen Eigenschaften eines Individuums. Diese Einzigartigkeit ist auch einer der Gründe, weshalb sich Elbau im Kontext von Küchen ebenfalls dieser Worte bedient. Eine Elbau-Küche ist stets ein Unikat, nach Mass gefertigt und genau an die baulichen Gegebenheiten angepasst. In ihr widerspiegeln sich die Vorstellungen und Wünsche des Besitzers, sein Stilempfinden  – und seine Persönlichkeit. Eine Küche kann sehr viel mehr sein als nur ein Raum für Kochen und Essen. Das Unternehmen inszeniert die Küche als sinnliches Erlebnis und vielschichtiges Element des täglichen Lebens. Bei Elbau verbinden sich stilvolle Ästhetik und funktioneller Nutzen, frische Farben und elegante Formen, hochwertige Materialien und moderne Technik. Im Verschmelzen jener

Elemente entsteht Unverwechselbares – es entstehen Küchen mit Charakter. 80 bis 100 Küchen werden jede Woche im Werk im appenzellischen Bühler gefertigt. Qualität und Funktionalität sind bei Elbau ebenso wichtig wie perfektes Design, individuell auf persönliche Vorlieben ausgerichtet. Neben der Arbeit an computergesteuerten Maschinen, die stets auf dem neuesten Stand der Technik gehalten werden, ist dabei auch traditionelles Schrei­ nerhandwerk gefragt. Ein besonderes Augenmerk richtet Elbau überdies auf die Umwelt und war beispielsweise der schweizweit erste Küchenbauer, der ausschliesslich Lacke auf Wasserbasis einsetzte. Neueste Trends im Küchenbau sind im 300 Quadratmeter gros­sen Showroom von Elbau zu bestaunen. Zudem öffnet sich das Blickfeld, wenn Elbau zum Beispiel mit eleganten Sideboards auch im Wohnbereich neue Akzente setzt. Auf diese Weise entstehen unvergleichliche ­Lebensräume – homogen, ästhetisch und so individuell wie ihre Bewohner.

Küchen sind Universen des Lebens. Bevor eine Küche realisiert werden kann, gilt es einiges in Erfahrung zu bringen. Deshalb haben wir in Wohlen ein Küchenlabor entwickelt. Da lässt sich vieles ausprobieren und testen: Formen, Funktionen, Materialien, Oberflächen, Kombinationen. Denn Plan ist plan. Aber das 1:1-Erlebnis ist voller Ecken und Kanten.

ɁɁelbau.ch

www.rs-schreinerei.ch


Kompakt und energieeffizient «Mythos 2gether» ist das Ergebnis langjähriger Erfah­ rung und Entwicklungsarbeit bei Franke. Die Küchen­ innovation bietet eine ausgewogene Balance zwischen markantem Design und ausgereifter Funktionalität. Denn das hochmoderne Induktionskochfeld mit integriertem Kochfeldabzug erfüllt nicht nur anspruchsvolle Design­ ansprüche, sondern weist auch die Energieeffizienzklasse A+++ auf. Dazu ergänzen zahlreiche weitere technische Hightech-Ausstattungselemente die moderne Küchen­ ästhetik des Produkts. Damit der Kochdunst effizient abgesaugt wird, ist das Abzugsmodul mittig im hinteren Bereich des Induktions­ kochfeldes positioniert. Das flächenbündig integrierte Abdeckgitter aus Gusseisen ist so robust, dass sich auch schwere Töpfe und Pfannen «barrierefrei» von links nach rechts schieben lassen, ohne sie anheben zu müssen. Auch für den Fall, dass dabei etwas überschwappt, ist bestens vorgesorgt: Zwei Auffangbehälter, ein wasserbeständi­ ger Motor und wasserdichte elektronische Bauteile bie­ ten optimalen Schutz. Das gusseiserne Abdeckgitter ist zudem pflegeleicht, da es leicht herausgenommen und in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden kann. Äusserst komfortabel ist auch die moderne TouchControl-Bedienung des Induktionskochfelds respektive des Kochfeldabzugs – es genügt ein leichtes Antippen der im Glas integrierten Sensortasten. Als weitere Komfort­ funktion können Sensorstufen genutzt werden, welche die jeweils optimale Heizstufe automatisch regeln, mit voreingestellten Schmelz- (42 °C), Warmhalte- (70 °C) und Siedestufen (94  °C). Die automatische Brücken­ schaltung sorgt dafür, dass zwei Flexi-Kochzonen zusam­ mengeschaltet und grosse Töpfe oder Pfannen effizient erwärmt werden. Einen konstanten Luftaustausch garan­ tiert die Intervall-Lüftungsautomatik, die sich per Tas­ tendruck aktivieren lässt – bei einer hohen und mit 57 dB trotzdem leisen Lüfterleistung. Diese und viele weitere Komfortfunktionen erleichtern den Küchenalltag enorm und bereiten höchstes Kochvergnügen.

Auf den Punkt gebracht Flexibilität beim Kochen und elegantes Design: Dafür stehen die neuen Elec­ trolux-Kochfelder aus dem SenseCook-Sortiment. König der Kochfelder ist das SensePro-Kochfeld mit kabel- und batterielosem Speisethermometer. Das clevere Kochfeld fungiert dank eingebautem VarioGuide als persönli­ cher Souschef. Gericht und Zubereitungsart wählen und das Lebensmittel wie gewohnt mit Vakuumierschublade – bei Bedarf mit integrierter Mari­ nierfunktion – vorbereiten. Der VarioGuide sagt, wann das Wasser heiss ge­ nug ist, um den Vakuumierbeutel in den Topf zu geben, und wie lange die Zubereitung braucht. Ein Speisethermometer im Topfinnenrand misst die Wassertemperatur, kommuniziert mit dem Kochfeld und garantiert so stets eine konstante Temperatur. Das SenseBoil-Induktionskochfeld verhindert hingegen Übersprudeln. Der intelligente SenseBoil-Überkochsensor unter der Glasplatte erkennt aufsteigende Luftblasen, reduziert automatisch die Temperatur und verhindert so das Überkochen von Wasser. Der SenseFryBratsensor sorgt zudem für perfekte Bratergebnisse. ɁɁelectrolux.ch

Die Kamera kocht mit

ɁɁfranke.com

Mit TasteControl von Miele sind Anwender beim Braten und Ba­ cken auf der sicheren Seite, denn ein Nachgaren und damit Austrocknen von Speisen am Ende eines Garvor­ gangs findet somit nicht mehr statt. Dafür öffnet sich die Tür einen Spalt, und das Kühlgebläse transportiert die heisse Luft nach draussen. In­ nerhalb von fünf Minuten sinkt die Temperatur dabei um rund 100 °C, bevor sich die Backofentür auto­ matisch wieder schliesst. In Ver­ bindung mit der Warmhaltefunk­ tion kann die Garraumtemperatur in der Folgezeit auf das gewünschte Architektur+Technik 2/20

Niveau geregelt werden. Für Food­ View überträgt eine Kamera zudem farbechte Bilder in HD-Qualität aus dem Garraum auf das mobile Gerät. Die Kamera erzeugt jede Minute ein Motiv vom Gargut. FoodView gibt es für verschiedene Spitzenmodelle. Ein Miele-Alleinstellungsmerkmal ist, dass alle FoodView-Modelle dem Pyrolysebetrieb standhalten. In die­ sem Selbstreinigungsmodus heizen die Geräte auf bis zu 440 °C auf, was an die thermische Isolierung und an die Qualität der Kamera besondere Anforderungen stellt.

ɁɁmiele.ch


31 Schwerpunkt Küchen

Keine Spuren hinter­ lassen

Mit insgesamt acht Dekoren bietet Veriset ab 2020 eine breite Auswahl an matten Dekoren mit der Anti-Fingerprint-Qualität für Küchenfronten an. Die starke Nachfrage hat Veriset dazu veranlasst, zwei weitere Farbtöne («premium weiss touch» und «hellgrau touch») aufzunehmen. Der Trend zu supermatten Oberflächen mit der fingerabdruckresistenten Lackierung ist ungebrochen. Mit der Einführung von drei weiteren edlen Dekoren bietet Veriset für jede Küche die passende Frontfarbe. Schon bei der Lancierung des neuen Frontmodells «bellino

touch» im Jahr 2014 stellte Veriset eine grosse Nachfrage fest und entwickelte das Sortiment jährlich weiter. Die Fronten der «bellino touch» zeichnen sich nicht nur durch die innovative Anti-Fingerprint-Eigenschaft aus, die lästige sichtbare Fingerabdrücke auf den Oberflächen verhindert. Auch die samtig-matte Oberfläche mit ihrer einzigartigen Haptik verleiht der Küche eine elegante, puristische Erscheinung, die vor allem in Verbindung mit der Planung von grifflosen Küchen ihre Vorzüge präsentiert. Der Traum von der selbst reinigenden

Gut gekühlt eingeschenkt Die Ausschenktemperatur ist entscheidend für den ungetrübten Genuss eines guten Weines. Die edlen EinbauWeinkühler von V-ZUG sorgen deshalb für die perfekte Trinktemperatur. Das neueste Modell bietet sogar Platz für bis zu 83 Weinflaschen: Der «WineCooler V6000» ist die komfortable Ergänzung für eine Side-by-Side-Lösung im Eigenheim. Der neue Weinkühler hat eine Höhe von 178 cm, ist grifflos und öffnet sich bei leichtem Antippen per TouchOpen. Geschlossen wird er dank SoftClose ebenfalls durch leichten Fingerdruck leise und gebremst. Ausziehbare Holztablare erleichtern die Handhabung und verschaffen einen Überblick. Dank der Spiegelglasfront lässt sich der neue «WineCooler» perfekt und dezent in die Küche integrieren. Die Glastür schützt den Wein vor qualitätsmindernden UV-Strahlen. Der Innenraum wird mit vier modernen LED-Lichtquellen gleichmässig ausgeleuchtet. Das Licht kann auf Wunsch auch bei geschlossener Tür leuchten  – für eine auffälligere Präsentation der Flaschen. ɁɁvzug.com

Küche wird fast wahr, denn die Fronten der «bellino touch» sind nicht nur gegen Fingerabdrücke resistent, sondern auch Schmutz ist deutlich weniger sichtbar. Die Fronten lassen sich mit handwarmem Wasser und einem weichen Tuch ganz leicht reinigen. Die pflegeleichte Lackierung ist auch für Garderoben, Einbauschränke oder andere Möbelelemente aus dem Veriset-Sortiment erhältlich. Übrigens profitieren besonders dunkle Farben von der Anti-Fingerprint-Lackierung, da der Effekt hier am deutlichsten zu erkennen ist. ɁɁveriset.ch


32 Schwerpunkt Küchen

Länger frisch Das frei stehende Foodcenter «Sibir FCNW 540 IN» bietet einen Nutz­ inhalt von 535 Litern und überzeugt nicht nur mit seinem charakteristi­ schen Design, sondern auch mit seiner Ausstattung wie zum Beispiel dem Eiswürfel- und Wasserbereiter sowie seinen Funktionen, die Lebensmit­ tel länger frisch halten. Der Innenraum ist grosszügig und gut organisiert für die griffbereite Aufbewahrung von Lebensmitteln aller Art. Das grosse und übersichtliche LED-Display ermöglicht sofortige Kontrolle über die Temperatureinstellungen. Funktionen wie FastFreeze und HolidayMode können mit einem einfachen Tastendruck eingeschaltet werden. Und im Falle eines plötzlichen Temperaturanstiegs warnt ein integrierter Alarm sofort. Die eingebauten Inverter-Kompressoren sind leise, langlebig und verbrauchen weniger Energie als herkömmliche Kompressoren. Sie pas­ sen sich besser und schneller an Temperaturänderungen im Kühlschrank an, zum Beispiel beim Öffnen der Tür, das bedeutet weniger Temperatur­ schwankungen und bessere Lagerbedingungen für Lebensmittel. ɁɁsibirgroup.ch

Cooler Luxus Riesige Flächen zum Aufbewahren von Lebensmitteln, hochwertige Ma­ terialien und eine einzigartige Verar­ beitung: Die Kühl- und Gefriergeräte der exklusiven Supreme Line lassen in puncto Design und Nutzinhalt keine Wünsche offen. Der Combi­ Cooler V6000 Supreme, der Cooler V6000 Supreme und der WineCoo­ ler V6000 Supreme bieten Platz für alle Vorräte. Breitere Tablare und deutlich mehr Platz zwischen den Etagen ermöglichen Grosseinkäufe. Das TFT-Touch-Display ermöglicht eine einfache und angenehme Bedie­ nung, und das einzigartige Tablarsys­ tem mit Infinity-Shelf erleichtert die Individualisierung. Die Tablare sind an Schienen aufgehängt und lassen sich nach Belieben in der Höhe ver­ stellen. Mit 72 Weinflaschen lagert der WineCooler V6000 Supreme eine grosse Auswahl der edelsten Tropfen in zwei Temperaturzonen. Der CombiCooler glänzt ausserdem mit Climate-Control, Mono-Fridge und einem integrierten Ice-Maker. ɁɁvzug.com

Formvollendete Linien Einheitliche Designkonzepte ermöglichen, die Einrichtung harmonisch abzustimmen und ein ausgewogenes Wohnge­ fühl zu realisieren. Diesem Anspruch wird Arwa mit den Kü­ chenarmaturen aus der Serie «arwa-cityplus» vollumfäng­ lich gerecht. Das schlichte Design sowie die horizontalen und formvollendeten Linien der beiden Modelle setzen stil­ volle Akzente in der modernen Küche, ohne aufdringlich zu wirken. Die puristischen Armaturen sind mit hochaktueller Technik ausgerüstet, die in umweltbewussten Haushaltun­ gen nicht fehlen darf. Zur Auswahl steht je eine Küchenarmatur mit Schwenk­ auslauf oder mit Auszugbrause. Das Modell mit Schwenk­ auslauf verfügt über einen Schwenkbereich von 160° und überzeugt mit einer nutzerfreundlichen Beweglichkeit. Die versenkte Luftmischdüse ist reinigungsfreundlich und ­wertet das Design zusätzlich auf. Das Pendant mit Auszug­ brause hat einen Schwenkbereich von vollen 360° und er­ laubt damit, auch grosse Behälter im Handumdrehen zu ­füllen und das Spülbecken bis in die Ecken kraftvoll zu rei­ nigen. Ihre geometrisch und zugleich filigran gestalteten Griffe bieten eine angenehme Handlichkeit, die von Gross und Klein leicht zu bedienen ist. Auch in Sachen Umweltbewusstsein zeigt sich «arwa-­ cityplus» progressiv. Die Spültischmischer sind mit der Funktion Eco+ ausgestattet. Diese stellt sicher, dass sich der Bedienhebel bei der meistgebrauchten senkrechten Grund­ stellung im Kaltwasserbereich befindet. Im Alltag umgesetzt heisst das, dass sich der Hebel nur von oben nach unten, nicht aber nach hinten bewegen lässt und daher wenig Platz benötigt. Nebst dem umweltbewussten Umgang mit Warm­ wasser und Energie kann das bei Installationen vor der Kü­ chenwand oder bei engen baulichen Vorgaben von grossem Vorteil sein. Zudem beinhaltet die integrierte 35-mm-Patrone eine Temperaturlimitierung, was sich ebenfalls positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Beide Modelle erfüllen die An­ forderungen der Geräuschgruppe I und der Energieetikette A. Und nicht zuletzt sind sie mit einer Zentralmutter versehen, die eine sichere und stabile Befestigung garantiert. ɁɁsimilor.ch

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33 Schwerpunkt Küchen

PremiumLüftungstechnik

Lichtakzente, kombiniert mit Schwarz: Mit der «berbel Skyline Frame» und der «berbel Formline» in Mattschwarz kommen zwei edle Dunstabzugshauben aus dem Hause Wesco auf den Schweizer Markt, die bestimmt Aufsehen erregen werden. Die «Skyline Frame» erweitert die Skyline-Familie grandios. Mit ihrem mattschwarzen, pulverbeschichteten Vierkantrahmen zeigt die ­Deckenlifthaube Profil. Angelehnt an den modernen und trendigen Indus-

trielook, begeistert sie mit urbanem Flair und modernem Loftcharakter. Und mit den drei ­Auszeichnungen, die ihr 2019 verliehen wurden – «Best of the Best – Red Dot Design Award», «KüchenInnovation des Jahres» und «IF Product Design Award» –, ist sie einfach einzigartig. Das Designerstück «Skyline Frame» ist nicht nur eine effiziente Deckenlifthaube, sondern auch ein variantenreiches, funktionales Lichtobjekt. Hinter den vier Fronten aus

hochwertigem, grauem Rauchglas verbirgt sich eine individuell einstellbare Effektbeleuchtung (Farbtemperatur 2200 bis 6500 Kelvin). In der kälteren Einstellung der Farbtemperatur wirkt der Lichtverlauf bläulich kühl – hervorragend passend zu hellen, grauen oder weissen Küchen. In der wärmeren Farbtemperatur zeigt sich das Licht sanft mit kupferartigem Schein. Ein schöner Akzent für Küchen in dunkleren Nuancen und erdigen Farbtönen oder mit Kombinationen aus Holzelementen. Die Deckenanschlussplatte aus schwarzem Glas mit umlaufendem mattschwarzem Vierkantprofil ist perfekt auf das Design der Deckenlifthaube abgestimmt, die dank ihrer Höhenverstellbarkeit jederzeit eine ergonomische Körperhaltung beim Kochen ermöglicht. Die Kopffreihaube «BKH Formline», mit dem «Plus X Award 2019» für höchste Qualität, Design, Bedienkomfort und Funktionalität ausgezeichnet, ist neu mit einer Breite von 90 cm und in pulverbeschichtetem Mattschwarz erhältlich. Das signifikante Design und eine optimierte Fettabscheidung sind nicht die einzigen Weiterentwicklungen der erfolgreichen «Formline». Das dezente, überarbeitete SensorTouch-Bedienfeld reagiert auf leichteste Berührungen und sorgt für eine schnelle und komfortable Steuerung der Funktionen. Somit ist auch ein leichtes Umschalten zwischen Umluft- und Abluftbetrieb, je nach Koch- oder Wettersituation, durch die EcoSwitch-Funktion möglich. ɁɁwesco.ch

Feiner Schimmer Wenn Gold und Silber, ausgezeichnetes Design und Know-how verschmelzen, entstehen Küchen, die viel zu schade sind, um auf die reine Nutzung reduziert werden. Exklusiv zur Küchenmeile A 30 präsentiert Poggenpohl erste Showpieces zu diesem Thema. In einem speziellen Verfahren werden Schieferplatten mit 24-karätigem Gold oder anderen reinen Edelmetallen bedampft. Danach werden diese mit einem hoch transparenten, gehärteten Glas verbunden. Der Effekt: eine kostbare Symbiose aus Edelmetall, Stein und Glas, welche die Topografie des Schiefers einzigartig akzentuiert. Mit Gold glänzt das Verbundmaterial brillant, warm und lebendig. Mit silberner Hightech-Metallisierung schimmert es fein und kühl. Das ikonische Designkonzept «+Venovo» wird in den Ausführungen «Stars» in Gold und im silberfarbenen «Moon» zu sehen sein. Und könnte in diesen beiden Ausführungen insbesondere für die asiatischen Märkte relevant sein. In Indien beispielsweise steht das Edelmetall Gold für Reinheit, Reichtum und Sicherheit. ɁɁpoggenpohl.com


34 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Ansicht Süd

In vorzüglicher Lage von Möriken weicht ein sanierungs­ bedürftiges 100-jähriges Wohnhaus einem Neubau. Das mit Minergie-A zertifizierte Wohngebäude nutzt die Vorteile der Solareinstrahlung umfänglich.

Von der Sonne gekitzelt

Situationsplan

mbr. Der Standort oberhalb des Dorfkerns von Möriken entwickelte sich in den Siebzigerjahren zum Einfamilienhausquartier. Eine Parzelle inmitten von Obstgärten und Rebbergen blieb davon zwar nicht unberührt, aber genoss dennoch eine gewisse Exklusivität. Aufgrund einer in früheren Jahren nicht realisierten Erschliessung am Hangfuss blieb auf jener Parzelle die vorzügliche Aussicht nach Süden bestehen. Bis 2016 erhob sich an jener Stelle ein 100-jähriges und stark sanierungsbedürftiges Wohnhaus. Aufgrund der hohen Anzahl notwendiger Eingriffe entschied man sich für einen Ersatzneubau in Holzelementbauweise.

larhaus. Alle Wohnungen erhalten ein hohes Mass an Tageslicht, die nach Süden ausgerichtete Fassade ist zudem grossflächig verglast. Ab entsprechender Innenraumtemperatur aktiviert sich der äus­sere Sonnenschutz raumweise. In den kalten Monaten liefert die flach stehende Sonne hingegen wertvolle passive Wärmeeinträge. Unterlagsböden und Holzdecken mit geringem Rippenabstand fungieren im Gebäudeinneren als Wärmespeicher. Statt einem Heizsystem mit Wärmeverteiler beheizen Holzöfen die Innenräume – ein kompletter Verzicht auf zusätzliche Wärmeerzeugung ist aufgrund der regelmässigen Nebellage nicht möglich.

Ein «sonniges» Konzept

Innere Struktur

Der Standort mit vorteilhafter Lage am südlichen Fuss des Chestenbergs bot Vorzüge bei der Konzeptionierung des Neubaus als SoArchitektur+Technik 2/20

Der Neubau verfügt im Erd- und Obergeschoss jeweils über eine Maisonettewohnung mit 5,5 Zimmern und direktem Gartenzugang.


Die Konzeptionierung des Neubaus als Solarhaus wird vom Standort am Fuss des Chestenbergs unterstützt. Foto: Roger Frei

Unterlagsböden und Holzdecken mit geringem Rippen­ abstand fungieren im Gebäudeinneren als Wärmespeicher. Foto: Doris Hüsler

Architektur+Technik 2/20


36 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Schnitt

Bautafel Standort Hohbühlweg, Möriken Architektur Martin Burger –

Architektur & Nachhaltigkeit Holzbau Schaerholzbau AG Fertigstellung 2018 Grundstücksfläche 962 m² Geschossflächen 549 m² Energiebezugsfläche 498 m² Gebäudevolumen Wohnhaus 1894 m³ Gebäudevolumen Carport, Keller 315 m³

Grundrisse Erdgeschoss und Obergeschoss

Eine Attikawohnung mit 3,5 Zimmern bildet den Abschluss. Indem man diesen Gebäudeteil im Versatz zum Hang orientierte, entstand eine grosszügige Dachterrasse sowie ein überdachter Vorplatz als Begegnungszone aller Bewohnenden. Ein gemeinschaftlich genutzter Keller vervollständigt das Nutzungskonzept. Alle Wohnungen verfügen über individuelle Komfortlüftungsanlagen mit Wärme- und

Feuchte­rückgewinnung sowie über Wärmepumpenboiler, die zur Aufbereitung des Warmwassers und als thermische Solarstromspeicher genutzt werden. Der Eigenstromverbrauch wird dahingehend optimiert. Denn die Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert jährlich 13 000 kWh an elektrischer Energie, benötigt werden hingegen lediglich rund 9300 kWh pro Jahr. Aufgrund von Netzbezügen ist der Autarkiegrad auf 40 bis 50 Prozent beziffert. Im Sinne der Nachhaltigkeit

Neben dem Einsatz von Solarenergie unterstreicht die Verwendung von lokalen Baustoffen für Gebäudekonstruktion und Materialisierung den hohen Anspruch an Nachhaltigkeit. Das Wohnhaus in Möriken wurde nach Minergie-A zertifziert, erfüllt aber zahlreiche weitergehende Kriterien des nachhaltigen Bauens. Um die

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graue Energie möglichst zu minimieren, kam vorzugsweise Holz als Baustoff zur Anwendung. Holzständerwerk mit Zellulosedämmung und verputzte Gipsfaserplatten zur inneren Beplankung bilden die Aussenwände, Rippenplatten mit sichtbaren Balken die Decken. Die hinterlüftete Fassadenbekleidung, die dem Gebäude eine markante und eine vertikal strukturierte Erscheinung verleiht, besteht vollständig aus einheimischer Weisstanne. Bodenplatte und erdberührte Umfassungsmauern entstanden vollständig in Recyclingbeton. Mit 11 kWh/m²a erfüllt man dadurch den strengen Grenzwert der grauen Energie nach Minergie-Eco. Weil man sich auf überwiegend natürliche Baustoffe und lösemittelfreie Produkte beschränkte, unterschreitet die gemessene Raumluftqualität die Vorgaben von Minergie-Eco. ●


38 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Forschende der Hochschule Luzern schaffen im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) eine Plattform, die Wissen über die Technik der thermischen Netze bündelt.

Ökologische Lösung

Vernetztes Heizen mit Abwärme Der Schweizer Gebäudepark ist für rund 33 Prozent der CO₂-Emissio­ nen verantwortlich. Denn geheizt wird in rund 60 Prozent der Wohnbauten immer noch vor allem mit fossilen Energieträgern wie Heizöl oder Gas. Auch wenn die Heizungen ersetzt werden müssen, wird mehrheitlich wieder eine Öl- oder Gasheizung einbaut; Alternativen werden kaum je überprüft. Des-

halb leistet das frisch gestartete Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz mit gezielten Beratungen einen Beitrag zur Förderung von Alternativen. Denn an vielen Orten können erneuerbare Energien wie Sonne, Erdwärme, Holz oder auch ein Fernwärme­ anschluss installiert werden. Fernwärme nutzt zum Beheizen von Liegenschaften Ab-

wärme, zum Beispiel von Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), Abwasser, industriellen Prozessen, Wärmekraftkopplungsanlagen oder Geothermie. In der nahen Zukunft wird wegen der Klimaerwärmung der Aspekt der Fernkälte immer wichtiger. Denn auch kaltes Wasser kann über thermische Netze geleitet werden. Als Kältequellen stehen zum Beispiel See-,

Architektur+Technik 2/20


39 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Fluss- und Grundwasser sowie das Geocooling zur Verfügung. Wissen und Grundlagen erarbeiten, sammeln und vermitteln

Die Möglichkeiten thermischer Netze sind vielfältig. Neben Fernwärme können sie auch Fernkälte leiten. Foto: EnergieSchweiz

Thermische Netze beziehen die Wärme oder Kälte dort, wo sie ohnehin anfällt. Über ein Leitungsnetz mit warmem oder kaltem Wasser transportieren sie diese dorthin, wo sie genutzt wird. «So können Unterdeckungen an einem Ort mit Überschüssen an einem anderen Ort kompensiert werden», erklärt Prof. Joachim ­Ködel. Er leitet seit 2016 und noch bis 2021 das Programm «Thermische Netze» am Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern. Sein Team hat vom Bundesamt für Energie (BFE) den Auftrag bekommen, Wissen über die Technik der thermischen Netze zusammenzutragen. Denn in der Schweiz wird an verschiedenen Orten bereits seit Längerem mit Fernwärme oder seit einigen Jahren auch mit Niedertempera-

turnetzen für Heizung und Kühlung gearbeitet oder zum Thema geforscht. Das geschieht teilweise dezentral und auf kantonaler Basis. Das bedeutet: Zum Beispiel in Graubünden erworbenes Wissen dringt nicht nach Luzern oder Bern. Dieses Wissen wird nun gesammelt, systematisiert und in Grundlagendokumenten allen Entscheidungsträgern in Sachen Wärme- und Kälteversorgung zugänglich gemacht. «Wichtig ist, dass die Entscheider mit Fakten operieren können und die Diskussion um die Technik versachlicht wird», sagt Ködel. Leitungsnetz ist Voraussetzung

Damit Fernwärme und Fernkälte in einem Gebiet sinnvoll eingesetzt werden können, muss eine genügend hohe Wärmedichte vorhanden sein. Das ist vor allem in Stadtzentren, Mehrfamilienhausquartieren sowie in Gewerbezonen der Fall. In diesen Gebieten empfiehlt Ködel, Fernwärme und

-kälte mit Priorität in Betracht zu ziehen, da individuelle Heizungen oder Kälteanlagen kaum eine ökologisch gleichwertige Alternative bieten können. In urbanen Gebieten ist die Verlegung von Leitungen zurzeit allerdings häufig kostenintensiv. Hier ökonomische Lösungen zu identifizieren, neue zu finden und das Wissen mit Weiterbildungen zu vermitteln, steht zum jetzigen Zeitpunkt im Fokus des Programmes. Angesprochen sind Raumplaner, Investoren, Industrie sowie Energieplaner und -lieferanten. Sie sollen damit befähigt werden, sich an fundierten Methoden zu orientieren, und so von einer höheren Planungssicherheit profitieren. Dafür werden Aus- und Weiterbildungskurse angeboten und Präsentationen von realisierten Projekten organisiert. «So werden alle befähigt, thermische Netze dort einzusetzen, wo es zweckmäs­sig sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist», sagt Joachim Ködel. Der Bedarf in Zukunft ist gross. Es wird erwartet, dass im Jahr 2050 rund 40 Prozent des Raumwärme- und Brauchwarmwasserbedarfs über thermische Netze, also Hoch- bis Niedertemperaturnetze, gedeckt werden könnten, vorausgesetzt, dass der Energiebedarf des Gebäudeparks dank Sanierungsmassnahmen um rund die Hälfte reduziert werden kann. ɁɁhslu.ch

Fernwärmeleitung zur Hochschule Luzern. Foto: Diego Hangartner

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40 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Können Gebäude von selbst sparen lernen? In einem Experiment fütterten Forscher der Empa eine neue selbstlernende Heizungssteuerung mit Daten aus dem vergangenen Jahr und mit der aktuellen Wettervorhersage. Daraufhin konnte die «smarte» Steuerung das Verhalten des Gebäudes einschätzen und vorausschauend handeln. Ergebnis: mehr Komfort, weniger Energiekosten.

Selbstlernende Heizungssteuerung

Smarte Wärme

In der Umar-Unit läuft Wasser durch eine Decken­ verkleidung aus Edelstahl und sorgt für die gewünschte Raumtemperatur. Foto: Zooey Braun, Stuttgart / Empa

Von Rainer Klose (Text)

Fabrikhallen, Flughafenterminals oder Bürohochhäuser werden vielfach schon heute mit auto­ matisierten «vorausschauenden» Heizungen bestückt. Diese ar­ beiten mit speziell für das Ge­ bäude berechneten, vorprogram­ mierten Szenarien und sparen den Betreibern eine Menge Heiz­ energie. Doch für einzelne Woh­ nungen und Privathäuser ist eine solche Einzelprogrammie­ rung zu teuer.

Einer Gruppe von Empa-For­ schern gelang im letzten Som­ mer erstmals der Beweis, dass es auch einfacher geht: Die intelli­ gente Heiz- und Kühlsteuerung muss nicht unbedingt program­ miert werden. Stattdessen kann sie ebenso gut selbst aus den Da­ ten vergangener Wochen und Mo­ nate sparen lernen. Programmie­ rende Fachleute sind nicht mehr nötig. Mit diesem Kniff ist die Spartechnik bald auch für Fami­ lien und Singles verfügbar. Architektur+Technik 2/20

Das entscheidende Experi­ ment fand im Empa-Forschungs­ gebäude Nest statt. Die For­ schungsunit Umar (Urban Mining and Recycling) bietet dafür op­ timale Voraussetzungen: Eine gros­ se Wohnküche ist symme­ trisch von zwei Studentenzim­ mern eingerahmt. Beide Zimmer sind je 18 Quadratmeter gross. Die gesamte Fensterfront schaut nach Ostsüdost  – und somit zur Vor­ mittagssonne. In der Umar-Unit läuft Wasser durch eine Decken­


41 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Die Unit «Urban Mining and Recycling» im Forschungsgebäude Nest verfügt über zwei Studenten­zimmer. Eines davon wurde mit einer selbstlernenden Heiz- und Kühlsteuerung ausgerüstet.

verkleidung aus Edelstahl und sorgt für die gewünschte Raumtemperatur. Die Heiz- und Kühlleistung lässt sich für die einzelnen Räume über die jeweilige Ventilstellung berechnen. Schlauer kühlen – dank Wetterbericht

Da Projektleiter Felix Bünning und sein Kollege Benjamin Huber­ nicht auf die Heizperiode warten wollten, starteten sie bereits im Juni 2019 ein Kühlexperiment. Die Woche vom 20. bis zum 26. Juni begann mit zwei sonnigen, aber noch relativ kühlen Tagen, dann kam ein bewölkter Tag, zum Schluss brannte die Sonne über Dübendorf und jagte die Aus­sentemperatur bis knapp an die 40-Grad-Grenze. In den beiden Schlafzimmern sollte die Temperatur tagsüber die Marke von 25  Grad, nachts die Marke von 23 Grad nicht überschreiten. Ein herkömmliches, Hysterese-basiertes Thermostatventil besorgte die Kühlung in einem Zimmer. Im

anderen arbeitete die experimentelle Steuerung, die Bünning und Huber mit ihrem Team entworfen hatten. Die künstliche Intelligenz war mit Daten der letzten zehn Monate gefüttert worden, und sie kannte die aktuelle Wettervorhersage von MeteoSchweiz. Mehr Komfort mit 25 Prozent weniger Energie

Das Ergebnis fiel überaus deutlich aus: Die intelligente Heiz- und Kühlsteuerung hielt sich deutlich genauer an die Komfortvorgaben und brauchte hierfür rund 25 Prozent weniger Energie. Das lag vor allem daran, dass am Vormittag, wenn die Sonne in die Fenster schien, vorausschauend gekühlt wurde. Das mechanische Thermostat im Zimmer gegenüber reagierte hingegen erst dann, wenn die Temperatur durch die Decke ging. Zu spät, zu hektisch und mit voller Leistung. Im November 2019, in einem kühlen Monat mit wenig Sonne, viel Regen und Wind, wiederholten ­Bünning Architektur+Technik 2/20

und Huber das Experiment. Nun ging es um die Heizenergie in den beiden Zimmern. Bei Redaktionsschluss dieses Heftes lief die ­Auswertung noch. Doch Bünning ist sicher, dass seine vorhersagende Heizungsregelung auch hier Punkte sammelt. Er und sein Team haben bereits den nächsten Schritt vor­ bereitet: «Um das System im ­realen Umfeld zu testen, haben wir einen grösseren Feldversuch in einem Mehrfamilienhaus mit 60 Wohnungen geplant. Wir werden vier dieser Wohnungen mit unserer intelligenten Heiz- und Kühlsteuerung ausrüsten.» Auf die Ergebnisse ist Bünning schon sehr gespannt. «Ich glaube, dass neue, auf Machine Learning basierende Regler eine riesige Chance sind. Mit dieser Methode können wir mit relativ einfachen Mitteln und den gesammelten Daten eine gute, energiesparende Nachrüstungslösung für bestehende Heizungen konstruieren.» ɁɁempa.ch


42 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Photovoltaik liefert kostengünstig sauberen und nachhaltig pro­ duzierten Strom. Verbraucht man den eigenen Strom selbst, erzielt man den grössten Nutzen aus seiner Solaranlage. Agrola unterstützt Sie dabei.

Für eine nachhaltige Zukunft

Agrola erschliesst mit ihren traditionel­ len Wurzeln in der Landwirtschaft er­ neuerbare Energiequellen aus und für die Schweiz. Nachhaltig produzierte, erneu­ erbare Energie ist kein Trend, sondern ge­ lebter Alltag. Im Schweizer Solarmarkt kann Agrola mit der integrierten Solaran­ lagenbauerin Solvatec auf mehrere Hun­ dert realisierte Projekte sowie innovative und ästhetische Solaranlagen verweisen. Langjährige Erfahrung und kompetente Begleitung vor, während und nach der Umsetzung des Projekts sind somit sicher. Unabhängigkeit dank Batteriespeicher

Ohne Energiespeicher wird der über­ schüssige, nicht direkt selbst verbrauchte Solarstrom wieder zurück ins Netz einge­ speist, vom lokalen Stromnetzbetreiber übernommen und vergütet. Aufgrund der geringen finanziellen Entschädigung für

die eingespeiste Energie sollte der Eigen­ verbrauch möglichst hoch sein. Eine in­ tegrierte Speicherlösung garantiert, dass ein hoher Anteil des selbst produzierten Stroms verbraucht werden kann. Attraktive, stabile Rendite

Nach dem Bau erzeugt eine Anlage über die gesamte Lebenszeit der Anlage Strom. Da die Strompreise in den kommenden Jahren tendenziell eher steigen werden, sind Bauherrschaften mit einer Solaran­ lage gleich doppelt im Vorteil. Durch die eigene dezentrale Stromerzeugung lässt sich die Abhängigkeit vom Stromnetz re­ duzieren und selbst Strom erzeugen. Energieunabhängigkeit erhöhen

Für Personen mit eigener Solaranlage bietet Agrola weitere attraktive Produkte und Dienstleistungen an. So kann bei­ spielsweise eine Photovoltaikanlage, die ungefähr einen Drittel des Eigenbedarfs abdeckt, um einen Batteriespeicher er­ gänzt und somit die Energieunabhängig­ keit erhöht werden. Mit dem zusätzlichen Einbau einer Ladestation lässt sich zu­ dem auch das Elektroauto zu Hause mit erneuerbarer Energie auftanken. Die La­ destation wird intelligent genutzt, indem sie mit der hauseigenen Photovoltaik­ anlage gekoppelt wird. ɁɁagrola.ch

Solarenergie trägt zur Umsetzung der Klimaziele bei. Agrola kann auf mehrere Hundert realisierte Projekte sowie innovative und ästhetische Solar­ anlagen verweisen. Fotos: Agrola

Architektur+Technik 2/20


43 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Schluss mit trockener Luft

Zu trockene Raumluft ist besonders im Winter ein häufiges Problem. Das führt zu trockenen Schleimhäuten und schwächt das Immunsystem. Der neue Luftbefeuchter «Zehnder ComfoB-Casa» vom Schweizer Raumklimaspezia­ listen Zehnder kann jedoch Abhilfe schaffen. Die Zusatzeinheit wird direkt auf den Zuluftanschlussstutzen des Lüftungsgerätes montiert: Die trockene Zuluft wird durch den Kontaktbefeuchter adiabatisch und automatisch mit Feuchtigkeit angereichert und anschliessend im Wohnraum verteilt. Die punktgenaue Befeuchtung der Innenräume erfolgt energieeffizient mit kaltem Rohwasser. Dadurch sorgt der neue Zehnder-Luftbefeuchter im Winter für ein angenehmes und komfortables Innenraumklima. «Zehnder ComfoBCasa» ist dabei mit dem Lüftungsgerät «Zehnder ComfoAir Q 600» kompatibel und kann damit sowohl in der Nachrüstung als auch bei Neuinstallation eingesetzt werden. Dabei wird der Luftbefeuchter direkt auf dem Zuluftanschlussstutzen des Lüftungsgerätes montiert. Das System wird dann als Zusatzeinheit dem Lüftungsgerät nachgeschaltet, sodass ein Eingriff in das Lüftungsgerät nicht erforderlich ist: Die Platzierung auf einem sogenannten Linksgerät ist unproblematisch, da der Zugang zum Austausch der Befeuchtereinheit gewährleistet ist. Bei der Ausführung als Rechtsgerät empfiehlt der Schweizer Raumklimaspezialist, «Zehnder ComfoB-Casa» an die Wand zu montieren und beispielsweise mit einem Flexschlauch an den Zuluftstutzen zu verbinden. ɁɁzehnder-systems.ch

Solar­thermie rechnet sich Die beiden Wohnbaugenossenschaften Gewo Züri Ost und WSGU bauten 1998 die Siedlung «Im Werk» in Uster und entschieden sich für ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHWK), kombiniert mit Gaskessel und Luft-Wasser-Wärmepumpe. Als nach 17 Jahren eine Generalüberholung des BHWK anstand, prüften die Genossenschaften alternative Lösungen zur Kostensenkung. Sie entschieden sich für eine grosse Solarthermieanlage samt Fernwartung der Anlage als Ergänzung zu einem Gaskessel. Die Bauherrschaft schloss mit ­Soltop einen Generalunternehmervertrag für Planung und Realisierung der Anlage ab. Seit 2018 ist die neue Wärmeversorgung nun in Betrieb. Ausgelegt ist die Anlage auf einen solaren Deckungsgrad für die Wasser­ erwärmung von 50 bis 60 Prozent. Die rund 220 m² Flachkollektoren mit einer Absorberfläche von 190 m² sind auf dem Pultdach eines der vier Mehrfamilienhäuser installiert und liefern 120 000 kWh Wärmeenergie pro Jahr. Um die Kosten für Betrieb und Unterhalt möglichst tief zu halten, wird die Anlage von Soltop fernüberwacht. Unregelmässigkeiten oder Störungen werden so rasch erkannt und der Verwaltung gemeldet. Die Kombination von Erdgasheizung und solarer Wassererwärmung ist eine bewährte Lösung. Mit der Einführung der neuen Energiegesetzgebung in den Kanto-

nen, der MuKEn 2014, wird die Solarthermie bei Heizungssanierungen vermehrt zum Zug kommen. Vorgesehen ist, dass beim Ersatz von fossilen Heizungen mindestens 10 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Als Ergänzung zur Gas- oder Holzheizung eignet sich die Solarthermie bestens. Sie ist die direkteste und effizienteste Nutzung der SonArchitektur+Technik 2/20

nenenergie. Doch was einfach klingt, birgt einige Herausforderungen. «Entscheidend ist die korrekte Dimensionierung», erklärt Ueli Frei, Projektleiter bei Soltop. Ist die Anlage zu klein, wird nicht der gewünschte Deckungsgrad erreicht. Ist sie hingegen zu gross, kann die Wärme aus den Kollektoren im Sommer nicht abgeführt werden. ɁɁsoltop.ch


44 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Schneller Laden an der Wallbox

Elektromobilität wird zunehmend beliebter. Auch zu Hause lässt sich das Elektrofahrzeug problemlos mit Energie «betanken». Die Wallbox Home von Mercedes-Benz ist eine Ladestation mit fest verbundenem Lade­kabel von circa sechs Meter Länge und verfügt über eine maximale Ladeleistung von bis zu 22 kW. Damit können batterieelek­ trische Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride von Mercedes-Benz um ein Vielfaches schneller

Das kompakte Raum­ wunder

aufladen als an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose. Während des Ladevorgangs ist das Ladekabel verriegelt, sodass die Verbindung nicht unterbrochen werden kann, und eine LEDLeuchte an der Wallbox informiert über den Status des Ladevorgangs. Die Zugangsberechtigung erfolgt per Schlüsselschalter. Die Mercedes-Benz-Wallbox ermöglicht ein um ein Vielfaches schnelleres Laden als

Die moderne Heizzentrale besteht aus einem effizienten Gas-Brennwertkessel und einem hygienischen Warmwasserspeicher. Die kompromisslose Zusammenführung dieser Funktionen überzeugt durch Energieeffizienz und geringen Platzbedarf. Sie benötigt wenig Stellfläche und passt vormontiert durch jede Tür. Die kompakte Anlage zeichnet sich durch eine maximale Leistung bis zu 28 kW aus. Auch bei der Warmwasserhygiene erfüllt die GasCompactUnit (GCU) II höchste Ansprüche, denn das Wasser wird in einem Chromstahl-Rohrsystem erwärmt, kontinuierlich erneuert und ausgetauscht. Optionale Solarkollektoren, die sich auch zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen lassen, bieten eine zusätzliche Möglichkeit zur Wasser­ erwärmung. Da der eigentliche Heizkessel der GCU  II im Warmwasserspeicher integriert ist, entstehen kaum Oberflächen- und Auskühlverluste. Die Wärmedämmung des Kunststoffspeicherbehälters stellt minimale Wärmeverluste sicher. Der Temperaturverlust beträgt bei 60 °C

an einer Haushaltssteckdose. Wir empfehlen unseren Kunden dringend die Anschaffung einer Wallbox. Diese ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 22 kW. Durch die Standardisierung des Ladesteckers der Wallbox können neben MercedesBenz und Smart-Fahrzeugen auch elektrifizierte Fahrzeuge anderer Hersteller aufgeladen werden. ɁɁmercedes-benz.ch

­Speicherwassertemperatur und 20 °C Raumtemperatur gerade mal 2,9 °C in 24 Stunden. Die Heizleistung der GCU wird von der elektronischen Regelung im Bereich von 3 bis 28  kW stufenlos geregelt. Eine integrierte Computerelektronik sorgt dafür, dass die Gas-Brennwerteinheit ihre Leistung automatisch den sich wechselnden Architektur+Technik 2/20

Anforderungen anpasst. Durch ihre kompakte Bauweise sind Platzbedarf und Installa­ tionsaufwand minimal. Der komplette Gas-Brennwertkessel und der Warmwasserspeicher benötigen lediglich 79 × 79 cm (0,6 m²). Geräuschübertragungen von der Unit auf die Gebäudebauteile werden zudem wirkungsvoll unterbunden. ɁɁdomotec.ch


45 Schwerpunkt Gebäudeautomation

Wärmeversorgung mit Ausbaupotenzial Industrielle Abwärme der Ems-Chemie AG, die bisher über den Schifflibach in den Rhein geleitet wurde, wird neu als Energiequelle für die Versorgung von Teilen der Gemeinde Domat/Ems mit umweltfreundlicher Wärme genutzt. Für die optimale Versorgungssicherheit beziehungsweise Redundanz sorgt der neue Gas-Brennwertkessel «Trigon Xxl Evo» von Elco. Die erste Etappe des Wärmeverbunds ging im November 2019 in Betrieb. Möglich ist eine Maximalleistung von 2,8 Megawatt. Damit

könnte etwa jeder achte Einwohner mit ökologischer Wärme versorgt werden. Als Energiequelle dient die industrielle Abwärme der Ems-Chemie, wo Wasser zur Kühlung von Druckreaktoren eingesetzt wird. Der Bau des Wärmenetzes in Domat/ Ems erfolgt in Etappen bedarfsgerecht über mehrere Jahre hinweg. In der ersten Ausbauetappe erfolgte die Erstellung der Energiezentrale mit der Wärmepumpe im Erdgeschoss sowie dem Gaskessel als redundantes System im Untergeschoss. ɁɁelcotherm.ch

Konfiguration von RLT-Geräten Mit Helios AIR1 erweitert der Lüftungsexperte Helios Ventilatoren sein Programm an energieeffizienten Kompaktlüftungsgeräten um 22 Geräte. Um bei über 100 Konfigurationsmöglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren, hilft eine neu entwickelte Online­software des Herstellers. Diese führt in kürzester Zeit zur massgeschneiderten Lüftungslösung. Mit wenigen Klicks erhält der Nutzer detaillierte Informationen und Berechnungsergebnisse für sein individuell konfiguriertes Lüftungsgerät. Sei es eine Materialliste, einschliesslich des gewählten Zubehörs, ein betriebspunktspezifisches ERP-Datenblatt oder seien es sämtliche Ausschreibungstexte zu den gewählten Produkten. Auch die produktspezifischen CAD- und BIM-Daten werden in absehbarer Zeit abrufbar sein. Das Programm ist kostenlos und unverbindlich verfügbar  – auch ohne vorherige Anmeldung. Bei einer Registrierung stehen jedoch weitere Funktionen zur Verfügung. Damit können unter anderem mehrere Personen an einem oder auch an verschiedenen Projekten arbeiten. ɁɁAIR1Select.com

Extrem leise und effizient Die neue modulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe «Biblock WWP LB 12-A R» von Weishaupt ist extrem leise sowie effizient im Betrieb und verfügt zudem über eine moderne ansprechende Optik. Der Leistungsbereich liegt zwischen 3 und 10,7 kW bei A2/W35. Das Aussengerät in neuem Design hat einen grossflächigen Verdampfer und eine spezielle BlueFin-Beschichtung für erhöhten Korrosionsschutz. Die strömungsoptimierten Lamellen und der innovative Eulenflügel-Ventilator sorgen für besondere Laufruhe. Bereits in 1,5 Meter Abstand werden 35 dB (A) erreicht. ɁɁweishaupt-ag.ch

Architektur+Technik 2/20


46 Schwerpunkt Bodenbeläge

Hinter «Texolit Rustico» versteckt sich eine Eigenkreation der Texolit AG als Antwort auf das Bedürfnis der modernen Architektur, Industrieböden auch in Wohnund repräsentativen Arbeitsräumen einzusetzen. Bodenbeläge von Texolit

Eigenkreationen für Individualität

Die Bodenbeläge von Texolit kamen unter anderem im ­«Ayverdis» in Wiedikon zum Einsatz. Fotos: Texolit

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47 Schwerpunkt Bodenbeläge

Konventionelle Industrieböden­ entsprechen zwar in optischer Hinsicht dem gegenwärtigen Architekturtrend, erweisen sich aber in der Praxis hinsichtlich der Technik sowie der Reinigung und des Unterhalts als ungeeignet für Wohnbauten und repräsentative Räume. Als traditioneller Verleger von Industrieböden befasste sich die Texolit AG intensiv mit diesem Thema und suchte deshalb nach einem Belag, der eine industrielle Optik zeigt und den hohen Ansprüchen in Exklusivbauten gerecht wird. Hoher Reinigungskomfort

«Texolit Rustico» ist ein mineralischer, fugenlos gespachtelter Designbelag für die individuelle Gestaltung von Boden- und Wandflächen. Er basiert je nach

gewünschter Farbgebung auf Grau- oder Weisszement und wird in mehreren Arbeitsgängen gespachtelt sowie geschliffen. Die Belagsoberfläche wird mit einem ökologischen, dauerhaften und unterhaltsfreien Polyurethanlack versiegelt, der das Eindringen von Flüssigkeiten und Schmutz in das Belagsgefüge verhindert und einen hohen Reinigungskomfort bietet. So kann «Texolit Rustico» in Trocken- und Nassbereichen eingesetzt werden. Der entstehende Belag hat eine Gesamtstärke von rund 3 Millimeter, ist sehr strapazierfähig und wird in der Regel auf Unterlagsböden auf Zement- oder Anhydritbasis (auch mit Bodenheizung) verlegt. Nach entsprechenden Vorarbeiten kann der Belag auch auf tragfähige Altbeläge sowie auf Holzkon-

struktionen oder Doppelböden aufgebracht werden. Wandbeschichtungen erfolgen auf Grundputz oder Gipskarton. Nach individuellem Geschmack

An der Oberfläche zeigt «Texolit Rustico» sichtbare Verarbeitungsspuren und eine dezente Wolkigkeit, womit jede ausgeführte Fläche zu einem Unikat wird. Farbunterschiede und Verarbeitungsspuren können beliebig akzentuiert ausgeführt werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit, Räume ganz nach dem individuellen Geschmack oder der Nutzung zu gestalten. Die Farbwahl erfolgt frei aus einer umfangreichen Palette oder als Annäherung an einen bestimmten Farbton nach RAL oder NCS. ɁɁtexolit.ch

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48 Schwerpunkt Bodenbeläge

Nach Erweiterung und Sanierung erstrahlt das Wohnzentrum Fuhr im modernen Antlitz. Bodenbeläge von Uniquefloor halfen bei der Neugestaltung der Innenräume.

Bestehende Wege neu bedeckt

Neuer GiomoflexGummigranulat-Belag lässt die Zimmer der Bewohnenden, Korridore und Aufenthaltsbereiche in neuem Glanz erscheinen. Fotos: Uniquefloor

Das Wohnzentrum Fuhr ist die zweitgrösste Institution für Senioren in ­Wädenswil. Im Zuge einer Sanierung des 90-jährigen Altbaus kam es auch zur Erweiterung des bestehenden Gebäudes durch einen zweigeschossigen Annexbau.

extra für dieses Projekt produziert. Im Neubau baute man in der neuen Küche ­einen Epoxy-Belag ein und in den Korridoren sowie in den Mitarbeiterbereichen einen PU-Fliessbelag.

Der Giomoflex-Gummigranulat-Belag wurde in den Zimmern der Bewohnenden, Korridoren und Aufenthaltsbereichen sowie im Treppenhaus verbaut. Die Ausführung erfolgte zweifarbig in Grau und Blau, wobei es sich um Spezialfarben handelt. Das Granulat wurde anhand einer NCS-Farbe zusammen mit dem ­ ­Architekten bemustert und schliesslich

Bauherrschaft Verein Wohnzentrum

Fuhr, Wädenswil

Besonderheiten Bauablauf

Bautafel

Die gesamte Bauzeit dauerte zwei Jahre. Weil man die Bewohnenden während der Bauzeit nicht andernorts unterbringen konnte, fand der Umbau unter laufendem Betrieb des Wohnzentrums statt, was ­unter Einhaltung der Termine und Emis­ sionen eine grosse Herausforderung war. Das Resultat zeigt jedoch, dass sich die Mühen gelohnt haben. ɁɁuniquefloor.ch

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Ausführungszeitraum 2018 bis 2019 Architektur 2m Architektur GmbH,

Wädenswil Bodenbelag

Giomoflex-Gummigranulat-Belag


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50 Schwerpunkt Bodenbeläge

Individuell verkorkt Die Kollektion «Amorim Wise Cork Pure Signature» richtet sich vor allem an designorientierte Bauherren und alle, die es lieber individuell mögen. Zur Auswahl stehen 17 natürliche Korkfurniere, die sich mit den 31 Farben, 4 verschiedenen Oberflächenveredelungen, 5 Formaten und 2 Bodenbelagsstärken frei kombinieren lassen. Und da bei den Korkfurnieren die Natur der Designer ist, gleicht keine Fliese der anderen. Die Option, aus mehr als 17 000 Kombinationsmöglichkeiten einen massgeschneiderten Bodenbelag zu kreieren, ist ein Novum und nur eine der vielen positiven Eigenschaften von «Cork Pure Signature». Denn alle Bodenbelagslösungen von «Amorim Wise» basieren auf Kork und recycelten Materialien. Der vollflächig zu verklebende Bodenbelag ist zudem nachhaltig, wasserfest und besonders beim Barfusslaufen ausgesprochen komfortabel. Das ganze Jahr hindurch hält er auch ohne Fussbodenheizung die optimale Bodentemperatur. Die wichtigste Eigenschaft dieses natürlichen

High-End-Produkts ist jedoch seine Dämmung: Kork reduziert den Trittschall um bis zu 53 Prozent und federt jeden Schritt sanft ab. Das Ziel ist es, die ideale Bodenbelagslösung für jeden Raum oder jedes Projekt zu

schaffen und gleichzeitig dem Korkboden ein einzigartiges und zeitgemässes Aussehen zu verleihen – mit allen Vor­teilen, die das Rohmaterial zu bieten hat.

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Mehr Komfort für gewerbliche Räume Mit der neuen Version des «Egger Pro Comfort-Bodens» erweitert der Holzwerkstoffhersteller sein Sortiment um eine Komfortlösung für gewerbliche Anwendungen. Ausgezeichnet mit Nutzungsklasse 32, ist dieser holzbasierte Boden widerstandsfähiger und damit für den Einsatz in Hotelzimmern, Therapie- oder Gymnastikräumen geeignet. So bietet Egger zusätzliche Möglichkeiten für die Planung und eröffnet neue Absatzchancen im gewerblichen Bereich. Der bewährte «Egger Pro Comfort-Boden» wird noch vielseitiger. Der holzbasierte Boden ist erstmals auch mit Nutzungsklasse 32 erhältlich und somit besonders unempfindlich, pflegeleicht und langlebig. Er bietet eine zuverlässige Lösung für gewerbliche Anwendungen, in denen trotz höherer Belastung ein angenehmes Raumklima gefragt ist, sowie Hotelzimmer oder Yogastudios. Die Besonderheit liegt in zwei integrierten Komfortlagen aus Kork. Die Schichten aus dem elastischen Naturmaterial bieten ein angenehm weiches und bequemes Fussgefühl und erzeugen eine behagliche Raumatmosphäre. Rund 40  Millionen thermoisolierende Luftzellen speichern Wärme und laden zum Barfussgehen ein. Darüber hinaus reduzieren die beiden Korklagen zuverlässig den Raumschall und hemmen den Trittschall. Der «Egger Pro Comfort-Boden» besteht zu 90 Prozent aus natürlichen Rohstoffen und ist völlig frei von PVC und Schadstoffen. Holz und Kork stammen ausschliesslich aus PEFC-zertifizierten Wäldern. Damit trägt der Boden wesentlich zu einem gesunden Raumklima bei. ɁɁegger.com

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51 Schwerpunkt Bodenbeläge

Keine Kompromisse Interface bringt eine verbesserte Variante der erfolgreichen Graphlex-Rückenkonstruktion auf den Markt, die rund 15 Prozent leichter als ihr Vorgänger ist. Kompromisse bei Design, Qualität und Installationsfreundlichkeit resultieren daraus nicht. Der Rücken von Bodenbelägen macht etwa die Hälfte des Gesamtgewichts aus. Kleinste Veränderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Umweltbilanz eines Produkts. Durch eine Weiterentwicklung seiner Fertigungsprozesse und einen veränderten Rohstoffeinsatz ist es Interface gelungen, das Gewicht seines Graphlex-Rückens um 300 Gramm pro Quadratmeter zu reduzieren. Gleichzeitig wurden die CO₂-Emissionen des Produkts um 70 Gramm pro Quadratmeter verringert. Das geringere Gewicht beeinträchtigt dabei keinesfalls die Leistung und die Qualität des Produkts. Tatsächlich lässt es sich einfacher schneiden und schneller verlegen. Die Optik bleibt unverändert, sodass sich problemlos Produkte mit altem und neuem GraphlexRücken kombinieren lassen. Seit Ende 2019 enthalten alle Interface-Produkte das ­Graphlex-Rückenmaterial. ɁɁinterface.com

Spielend zum «Steinfinder» werden Natursteinböden aus Marmor, Granit, Gneis, Sandstein, Kalkstein oder Schiefer vermitteln vielerorts den Eindruck von Eleganz, Individualität und Zeitlosigkeit. Dazu sind Naturstein­ böden ökologisch, nachhaltig, dauerhaft, praktisch, pflegeleicht und wertbeständig. In Innenräumen eignen sie sich dank ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit speziell für den Einbau über einer Fussbodenheizung und sorgen so für ein behagliches Raumklima. Die Wahl der Steinsorte ist bei der Gestaltung entscheidend. Der «Steinfinder» – das Online-Tool von Pro Naturstein – informiert über die optische Wirkung von Steinoberflächen. Beim Anwählen des Namens einer der 162 berücksichtigten Natursteinsorten erhält man eine hochaufgelöste visuelle Darstellung der Natursteinoberfläche samt Herkunftsangabe und petro­ grafischer Bezeichnung – eine ideale Diskussionsgrundlage für Planungs­sitzungen oder beim Gespräch mit der Bauherrschaft.

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52 Schwerpunkt Bodenbeläge

Nachhaltig, wohngesund und regenerierbar Die Master-Edition ist durch die exklusive Kooperation von Bauwerk und Schotten & Hansen entstanden und verbindet die Kompetenz und die Erfahrung von zwei führenden Parkettherstellern mit langer Tradition. Drei neue, sehr elegante, helle Farbtöne mit leicht grauem Unter-

ton erweitern das Sortiment, und sechs Farben in interessanten Abstufungen werden nun angeboten. Basis der Master-Edition ist eine hochwertige 2-Schicht-Diele aus Eichenholz, die von Bauwerk in St. Margrethen mit höchster Präzision und natürlich wohngesund produziert wird. Präzi-

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sion ist hier speziell wichtig, da sich Nut und Kamm passgenau ineinanderfügen müssen, um einen perfekt verlegten und ebenen Boden zu erhalten. Die Dielen werden mit Rohstoffen behandelt, welche die Natur und in vielen Fällen der Baum selbst liefern. Wertvolle Harze, Wachse und Öle wie Kolophonium und Carnaubawachs oder mikronisierte Pigmente werden eingesetzt, die aus Steinen und Pflanzen gewonnen werden. Dadurch entsteht ein dauerhaft regenerierbarer und damit äusserst nachhaltiger Boden. Master-EditionBöden werden nicht abgeschliffen. Sie werden mit Pflegeprodukten von Schotten & Hansen sanft regeneriert und können immer wieder aufbereitet werden. So bewahren sie ihre ursprüngliche Schönheit, ohne dass das Holz an Substanz verliert. Für den gesamten Prozess von der Materialverarbeitung und der Holzveredelung bis zum fertigen Produkt werden sowohl bei Bauwerk Parkett wie bei Schotten & Hansen überwiegend Stoffe verwendet, die gesundheitlich unbedenklich sind. Da auf die synthetische Modifikation und Versiegelung verzichtet wird, bleibt eine immanente Eigenschaft des Mate­ rials Holz gewahrt: die diffusions­ offene Oberfläche. Sie wirkt sich regulierend auf das Raumklima aus. ɁɁbauwerk-parkett.com

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Verkleben leicht gemacht Mit bewährten, konventionellen Systemen von Uzin, wie beispielsweise mit dem faserarmierten Nassklebstoff «Uzin KE 66», mit «Uzin NC 170 Level-Star» und «Uzin PE 360 Plus», lassen sich Designbeläge in 90 Prozent der Fälle perfekt verlegen. Auch für Bereiche mit hoher Beanspruchung oder bei der zeitkritischen Bodenbelagssanierung. Wenn Designbeläge auf bestehenden glatten Nutzbelägen schnell und wieder aufnehmbar verlegt werden sollen, bietet sich die SwitchTec-Trockenklebstofftechnologie von Uzin als optimale Lösung an. Ganz ohne Maschinen, Schmutz, Geruch oder Lärm kann direkt Belag auf Belag geklebt werden. Und dank sofortiger Begeh- und Belastbarkeit können Böden sogar

bei laufendem Betrieb gewechselt werden. Ein echter Mehrwert für Verleger und Kunde. Bei der schwimmenden Verlegung von Designbelägen sollte auf die Ebenheit des Untergrunds geachtet werden, da Unebenheiten mit der Zeit im Belag spürbar oder sogar sichtbar werden können. Spachtelmassen von Uzin mit dem ­«Level Plus Effect S» bieten hierfür die optimale Basis. Für das beste Ergebnis hinsichtlich Trittschalldämmung empfiehlt sich zusätzlich eine systembezogene Uzin-Unterlage zu verlegen, wie die selbstklebende und trittschalldämmende Unterlage «Uzin RR 620».

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53 Schwerpunkt Bodenbeläge

Täglich beansprucht

Die neuen Laminatfussböden «AquaPro» von Kaindl erfüllen höchste Ansprüche an Feuchtigkeitsresistenz und Robustheit – natürlich mit der vom Trendsetter gewohnten Dekorund Oberflächenvielfalt. Fussböden dürfen nicht zimperlich sein. Vor allem im Objektbereich und in stark beanspruchten Räumen mit direktem Anschluss ans Freie müssen sie viel aushalten. Dennoch sollen sie auf Jahre hinweg immer gleich attraktiv, funktionell und natürlich pflegeleicht sein. Verantwortlich dafür: eine völlig neue Technologie mit hoher Feuchteresistenz. «Aqua-Pro»-Böden aus dem Werkstoff Holz verfügen über ein spezielles, selbstschliessendes Nut-FederProfil (Angle Tap) in Kombination mit einer feuchtigkeitsabweisenden Kantenversiegelung. Neben attraktiven Holzdesigns gibt es hier auch trendige Stein- und Betonoptiken. «Aqua-Pro» wurde mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet und ist damit ökologisch nachhaltig. ɁɁkaindl.com

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54 Schwerpunkt Bodenbeläge

Schön und pflegeleicht Um die richtigen Plättli zu finden, ist eine individuelle Beratung wichtig. Ganz Baukeramik AG bietet aussergewöhnliche, vielfältig praktische Produkte. Es sieht aus wie Holz, ist aber Keramik und kombiniert die Eleganz des Holzes mit der Robustheit des Feinsteinzeugs in perfekter Weise – eine harmonische Verbindung zwischen Natur und Design. Holzkeramik ist optisch nicht mehr von echtem Holz zu unterscheiden, jedoch langlebiger, sehr pflegeleicht und hygienisch. Für allergieempfindliche Menschen eignen sich keramische Platten deshalb besonders. Darüber hinaus sind sie kratzfest, wasserfest, frostsicher und überall einsetzbar. Ein weiteres Plus ist die UV-Beständigkeit. Die Keramikplatten in Holzoptik strahlen dabei dieselbe Gemütlichkeit aus wie ein Echtholzboden. ɁɁganz-baukeramik.ch

Dem natürlichen Wachstum folgen Holzbretter bilden die Grundlage für jedes Parkett. Während daraus für herkömmliche Holzböden rechtwinklige Bohlen herausgeschnitten werden, bleibt bei Bole­ floor-Parkett die natürliche Form der Bäume erhalten. Ein ­Bolefloor-Parkettboden von Naturo Kork ist klassisch und doch ungewöhnlich: Er folgt dem natürlichen Wachstum der Bäume, wodurch die Bretter in ihrer ursprünglichen, gekurvten Form verarbeitet und als Dielen verlegt werden können. Naturo Kork bietet damit die weltweit ersten maschinell gefertigten, geschwungenen Holzdielen. Die LiveEdge-Fertigung verwaltet und verfolgt jedes Brett vom Rohholz bis zur Installation. Die rohen Bretter werden vor ihrer Weiterverarbeitung eingescannt, in einem virtuellen Puzzle sortiert und zu einem Fugenbild mit einem minimalen Verschnitt zusammengefügt. Verarbeitet wird das Ganze mit spezieller Software und eigens entwickelten Maschinen. Das ermöglicht die maximale Ausnutzung der Ressourcen. So resultiert nicht nur ein besonders natürliches Holzbild, sondern auch ein ­aussergewöhnlich kleiner ökologischer Fussabdruck. Die Bolefloor-Böden von Naturo Kork werden in begrenzter Auflage und nach Mass gefertigt. Bolefloor gibt es als Mehrschicht- oder Massivparkett in verschiedenen Holzarten und Qualitätsstufen. Zudem sind zahlreiche Färbungen und Oberflächenausführungen wählbar. Das ergibt eine Vielzahl von Gestaltungsvarianten, die sich auch für den Aussenbereich und Wände eignen. ɁɁnaturokork.ch

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Robuster Belag Der 2002 lancierte Kugel­ vliesbelag «Abraxas Color­ punkt» war ursprünglich für Bauvorhaben mit kleine­ rem Budget gedacht. Über die Jahre wurde er bei einer stei­ genden Anzahl von Nutzern für seine Optik und Robustheit geschätzt. Nun gibt es den be­ währten Bodenbelag in neuen Farben. «Abraxas» ist ein tex­ tiler Belag, bestehend aus ei­ ner Kombination von zweidi­ mensionalem Grobtiter­vlies und dreidimensionalen Fa­ serkugeln, hoch strapazier­ fähig, stuhlrollengeeignet und schwer entflammbar. Die neue, nun erschienene Kollek­ tion umfasst 12 Farbstellun­ gen, davon 6 bisherige und 6 neue. Diese sind vor allem in Unifarben gehalten, die Faser­ kugeln harmonieren farblich mit dem Vliesanteil. Das Re­ sultat ist ein solider Belag für den Arbeitsalltag in einer Mus­ terung, die dem modernen In­ terior-Design entspricht.

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Lebhaft verlegt «Hermera» von HGC verleiht dem kompletten Wohnbereich inklu­ sive Terrasse und Bad eine natürliche Atmosphäre. Die rektifizier­ ten und trittsicheren Keramikplatten in diversen Formaten erlau­ ben eine durchgängige und lebhafte Verlegung mit engen Fugen vom Wohnbereich bis auf die Terrasse. Die vergütete Oberfläche mit de­ zentem Glimmer verfügt über eine speziell hohe Verschleissfestigkeit. ­«Hermera» ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich.

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Der Allrounder für den Boden Laminatböden sind die technische Alternative zu Echtholzparkett und überzeugen besonders durch Haltbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Dekorvielfalt. Als Sortimentshighlight 2020 zeigt Haro mit dem «Tritty 200 Aqua» die perfekte Laminatbodenlösung für stark strapazierte Wohnbereiche sowie für Feuchträume. Premiumlaminatböden wie die «Tritty»-Serie von Haro sind eine preisbewusste Alternative zu Echtholzparkett. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist für viele Einrichter die Widerstandsfähigkeit eines Laminatbodens. Denn die äus­ serst robusten und strapazierfähigen Laminatboden-Oberflächen sind lichtbeständig und nahezu immun gegen kurzzeitige Feuchtigkeit und fallende Gegenstände. Der feuchtraumgeeignete Laminatboden «Tritty 200 Aqua» hat sich auch dank seiner Dekorgleichheit in den beiden Designvarianten Kurz- und Langdiele zum echten Verkaufsschlager entwickelt. Denn seine Verfügbarkeit im Kurz-

Durchgefärbt keramisch An der Messe Cersaie in Bologna hat sich Richner den schönsten Trends aus dem Bereich der Wand- und Bodenbeläge gewidmet. Allen Tendenzen voran sind grossformatige Platten nach wie vor tonangebend. Neben edlen Oberflächen für alle Wohnbereiche entstehen aufgrund der 3-D-Technik effektvolle Erhebungen und Vertiefungen. Kombiniert werden diese wunderschönen Trends bevorzugt mit natürlichen und warmen Farben wie Sand, Beige, Braun, Grau und Anthrazit. Mit der neuen Feinsteinzeugkollektion «Parade» nimmt beispielsweise der Hersteller Imola das Thema «Graniglia» auf. Die Ursprünge der ersten Grani­glia-Fussböden gehen auf das antike Griechenland und das Römische Reich zurück, wo man Marmor und Bruchgestein mit weissem oder farbigem Zement mischte und damit ausdrucksstarke und widerstandsfähige Bodenbeläge herstellte. Das exklusive Material findet sich noch heute in ­venezianischen Villen und Palazzi. Mit den durchgefärbten ­keramischen Feinsteinzeugplatten bietet Imola eine moderne Variante an, die jedem Eigenheim eine neue Grandezza verleiht. ɁɁbaubedarf-richner-miauton.ch

dielen- oder im grosszügigen Landhausdielenformat «Gran Via» machen diesen Laminatboden zum Allrounder für das Zuhause. Das ermöglicht eine abwechslungsreiche und variable Bodengestaltung in den eigenen vier Wänden. Mit acht neuen Dekoren wird diese Serie auf nunmehr sechzehn Dekorvarianten ausgebaut. Ein zusätzlicher Vorteil ist die einfache Verlegung mit dem Verbindungssystem Top Connect. Dazu sind «Tritty»Laminatböden entweder in der Ausführung mit der SilentPro-Dämmunterlage oder als Silent-CT-Laminatboden mit selbstklebenden Streifen an der Dielenunterseite erhältlich und damit besonders leise, in der Silent-CT-Version sogar um 60 Prozent leiser als ein herkömmlicher Laminatboden. Dass Haro-Laminatböden nur einwandfreie, unbedenkliche Stoffe enthalten, beweist der Blaue Engel. ɁɁharo.com

In Holzoptik verlegt Die Serie «Essence Brown» von Plättlimaxx umfasst Platten in Holzoptik mit Dielenformat. ɁɁplaettlimaxx.ch

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57 Schwerpunkt Bodenbeläge

Schön, natürlich, unkompliziert

Wunderbar warm, ausgesprochen authentisch und dabei so herrlich ­ harmonisch – Holz ist aus dem modernen Wohnen nicht wegzudenken. Als Möbel, am Boden oder an der Wand bringt Holz lässige Behaglichkeit und entspannte Natürlichkeit in die Einrichtung – am liebsten im ganzen Haus. Allerdings: Echtes Holz ist anspruchsvoll und will sorgsam behandelt werden. Vor allem Holzfussböden sind sehr pflegeintensiv. Eine tolle Alternative sind hier Fliesen in Holzdesign von Villeroy & Boch, die alle Vorteile von Keramik bieten. Das «Vilbostone»-Feinsteinzeug, das bei

grosser Hitze gebrannt wird, ist sehr hart und unempfindlich – Abdrücke oder Kratzer von Möbeln und Absätzen haben darauf keine Chance. Aus­ serdem sind die Fliesen lichtecht, sodass sich ihre Farbe im Laufe der Zeit nicht verändert und sie dauerhaft so schön bleiben wie am ersten Tag. Und das ohne besonderen Pflegeaufwand, da die Oberfläche bereits bei der Herstellung mit «Vilbostoneplus» versiegelt wird. Einfach mit Wasser und ein wenig mildem Reiniger feucht wischen – fertig! Weitere praktische Pluspunkte von Keramik: Sie ist wohngesund und sogar für Allergiker ideal. Hausstaubmilben können auf der geschlossenen Fliesenoberfläche nämlich nicht überleben und werden einfach weggeputzt. Nicht zuletzt sind keramische Fliesen die perfekte Basis für eine Fussbodenheizung. So sorgen sie für angenehme Wärme und tragen zum Energiesparen bei. Und das Beste: Die hochwertigen Holzdesignfliesen von Villeroy & Boch sind von beliebten Hölzern inspiriert und sehen nicht nur aus wie echtes Holz, sondern fühlen sich auch so an. Die naturnahen Farbtöne wurden mit viel Sorgfalt ausgewählt und die typischen Maserungen, kleinen Einschlüsse und Bearbeitungsspuren, die den Charakter von Holz ausmachen, mit feinen Reliefs sehr authentisch nachempfunden. Das Ergebnis sind variantenreiche Serien, mit denen man Wohnbereiche, Küchen und Bäder ganz individuell, nach dem eigenen Geschmack gestalten kann. ɁɁvilleroy-boch.ch

Edle Dekore Swiss Krono wartet mit 32 neuen Dekoren auf. «Swiss N ­ oblesse V4 Brilliant» überzeugt etwa mit Glanzfinish für klassische Raumerlebnisse. Etwas dominanter treten die neuen Dekore der «Grand Selection Evolution» in einer ausgewählten französischen Eiche mit tiefen Strukturen auf. Auch die Langdielenkollektion «Lake View» im ­«Helvetic-Floors»-Sortiment wird mit attraktiven neuen Synchronoberflächen ergänzt. ɁɁswisskrono.com

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58 Schaufenster Marktplatz

Das neu gestaltete Eingangsportal der Sylter Welle präsentiert sich mit dem neuesten Lichtbeton «Starlight» von Lucem.

Neues, leuchtendes Portal

Eingebettet in Dünen und mit Panoramablick auf die Nordsee ist die Sylter Welle ein einzigartiges Erlebnisbad mit Indoorund Outdoorbereich. Die Innovation zeigt erstmals jene Lichtbetonplatten mit grösseren, einzeln eingebetteten lichtleitenden Fasern mit der optischen Wirkung eines Sternenhimmels. In der Dämmerung und im Dunkeln wird das Portal somit zu einem ganz besonderen Blickfang an prominenter Lage am Ende der Fussgängerzone der Sylter Inselhauptstadt Westerland.

platten eine natursteinähnliche Optik. Die hellbeige Farbe symbolisiert den Sand, die Form des Portals eine Düne. Bei dämmrigem Tageslicht und Dunkelheit strahlt der hinterleuchtete Lichtbeton faszinierend von innen heraus und setzt das Eingangsportal in Szene. Dabei transportieren pro Quadratmeter 700 lichtleitende Fasern mit einem Durchmesser von 1 bis 3 Millimeter das Licht der rückseitigen LED-Beleuchtung an die Oberfläche und erzeugen die Optik eines ­Sternenhimmels.

Inszeniertes Eingangsportal

Höchst beständig

Repräsentativ und modern lädt das Eingangsportal der Sylter Welle in Form einer stilisierten Düne die Besucher zum Durchschreiten ein. Erst dahinter befindet sich der eigentliche Eingang, der aus zwei hintereinander liegenden Schiebetüren einen gläsernen Windfang bildet. Tagsüber haben die Lucem-Lichtbeton-

Nach DIN 18516, der aktuell gültigen Norm für die Installation von Betonwerkstein-Fassaden, gilt Lucem-Lichtbeton als Betonwerkstein, der normgerecht hergestellt und montiert wird, überwacht von einem externen Prüfinstitut. Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder Zustimmung im Einzelfall entfällt somit. Lichtbeton von Lucem ist zudem witterungs- und UV-beständig, abriebfest, nicht brennbar und hat die Baustoffklasse A2. Deshalb ist der robuste und langlebige Werkstoff bestens für den Einsatz in salzhaltiger Meeresluft geeignet und für Fassaden ideal. Lucem-Starlight- und Lucem-Pure-Platten werden standardmässig in Anthrazit, Weiss oder Hellgrau angeboten, aber auch farbige Varianten sind individuell erhältlich. Lichtszenarien

Lucem-Lichtbetonplatten sind wie Natursteinplatten zu verarbeiten und in vielen architektonischen Anwendungen im Innen- und Aussenbereich einsetzbar: von Fassadenverkleidungen mit Lichtund Farbinszenierungen über dekorative Innenraumgestaltungen an Wänden und Böden bis zu individuellen architektonischen Elementen. Auch Möbel, Tresen, Treppen, Firmenschilder und Trennwände im Innen- und Aussenraum lassen sich damit besonders in Szene setzen. Mit einer Lichttechnik auf LED-Basis kann Lucem-Lichtbeton in weissem oder farbigem Licht erstrahlen. Lichtszenarien als Verläufe oder wechselnd bunt und synchron zu Musik sind ebenfalls möglich.

Repräsentativ und modern lädt das Eingangsportal der Sylter Welle in Form einer stilisierten Düne die Besucher zum Durchschreiten ein. Foto: Lucem

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denmarkisen sowie Klapp-, Schiebe- und Rollläden. Der richtige Sonnenschutz schirmt den Innenraum nicht nur vor unangenehmer, direkter Sonneneinstrahlung, sondern auch vor unerwünschter Wärmebildung ab. Schön und stilvoll an die Hausfassade und stimmig dem Garten angepasst, präsentieren sich Terras-

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sendächer und Markisen als tolle Blickfänge. So wird die Terrasse zur Wohlfühloase. Smarte Lösungen bietet Griesser bereits seit 1971. Automatische Steuerungen kommen dann zum Einsatz, wenn der bestmögliche Komfort und zusätzliche Sicherheit gefragt sind. ɁɁgriesser.ch


60 Service Tagungen

Welche Heraus­ forderungen bezüglich Spei­ cherung, Netz­ integration und Fachkräften sind bei einem starken Markt­wachs­tum zu bewältigen? Die PV-Tagung liefert im März Antworten dazu. Fotos: zvg

Die jährlich durchgeführte Nationale Photovoltaik-Tagung als Treffpunkt der schweizerischen Solarstrombranche steht vor der Tür.

Grosse Bühne für Photovoltaik

Die diesjährige Tagung steht ganz im ­Zeichen der massiv gestiegenen Erwartungen von Politik und Gesellschaft an die Photovoltaik (PV). Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit sie ihren Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Schweiz leisten kann? Und welche Herausforderungen bezüglich Speicherung, Netz­ integration und Fachkräften sind bei einem starken Marktwachstum zu bewältigen? Weitere Schwerpunktthemen sind aktuelle Berichte aus der Forschung sowie zur Integration von PV in die ­Gebäudehülle.

Vielfältiges Angebot

Renommierte Referenten aus dem In- und Ausland leisten ihre Beiträge zum vielfältigen Programm, das politische und technische Themen gleichermassen abdeckt. Die PV-Tagung wird wie schon in den vergangenen Jahren durch eine Produktausstellung von über 30 wichtigen Akteuren der Solarbranche sowie eine wissenschaftliche Posterausstellung ergänzt. Unter anderem wird Nobelpreisträger Jacques Dubochet zu einer Ansprache vorstellig. Am Schluss des zweiten Tags bildet die Keynote des renommierten Klimaforschers Thomas Stocker ein weiteres Highlight. Folgende Sessionen sind unter anderem vorgesehen: –– Markt heute –– politische Rahmenbedingungen –– Eigenverbrauch, Speicher und Netzintegration –– Forschung: neue Solarzellen und Systembetrachtungen –– PV erobert die Gebäudehülle Die 18. Nationale Photovoltaik-Tagung 2020 findet am 12. und 13. März im SwissTech Convention Center an der EPFL in Lausanne statt. ɁɁswissolar.ch


61 Service Messen

Energie im Zentrum der Betrachtung

Fotos: MCH Messe Zürich / Giardina

Die Energiestrategie 2050 wird uns noch lange beschäftigen, wie der zweite Monitoring-Bericht zeigt, den das Bundesamt für Energie (BFE) Ende November 2019 veröffentlicht hat. Darin betont das BFE, dass es weitere Anstrengungen brauche, um das Energiesystem schrittweise umzubauen und den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz voranzutreiben. In den verschiedensten Messebereichen der Immo Messe Schweiz gehen Fachleute der Frage nach, wie die Energie der Zukunft aussieht. Sonderthema «Haus & Energie»

Das Sonderthema der Immo Messe Schweiz 2020 heisst «Haus & Energie», woran Partner aus diversen Bereichen des Energiesektors beteiligt sind und u ­ nter anderem auf innovative Solar-, LED- sowie Wärmepumpentechnologien spezialisiert sind. Wichtig ist besonders das perfekte Zusammenspiel zwischen Heizanlage und Gebäudehülle und damit die höchste Energieeffizienz bei bestem Raumklima. Das Fachpersonal achtet dabei auf eine verhältnismässige Ausgewogenheit bei Einbau und Wartung. Auch Architekturbüros, die sich auf energie­effizientes Bauen spezialisiert haben, sind daran beteiligt. Elektromobilität im Blick

Weiterhin erwartet die Besuchenden eine Sonderschau zu Holz, Bau und Energie. Als Besonderheit wird an der Sonderschau auch ein Elektroauto mit Ladestation gezeigt. Eine eigene Ladestation für das sichere und schnelle Aufladen zu Hause bringt viele Vorteile, denn während der Ladezeit kann man vielerlei andere Dinge erledigen. Und je schneller das Elektroauto lädt, umso schneller kann es wieder fahren. Die Solar Agentur Schweiz wird ebenfalls vertreten sein. Als Koordinatorin des Schweizer und Europäischen Solarpreises strebt sie in allen 2600 Schweizer Gemeinden und Städten die Nutzung der Solarenergie auf überbauter Fläche an. Sie übergibt den Schweizer Solarpreis seit 1991 und ist gesamtschweizerisch breit abgestützt. Die 22. Immo Messe Schweiz findet vom 20. bis 22. März 2020 in St. Gallen statt. ɁɁolma-messen.ch

Foto: Ueli Steingruber, Immo Messe

GiardinaGärten zum Wohlfühlen In diesem Jahr stehen vor allem Gärten zum Wohlfühlen, Biodiversität und der urbane Lebensraum der Zukunft im Fokus. Auch mit ihrer 22. Auflage bestätigt die europaweit führende IndoorGartenveranstaltung ihre Rolle als Schaufenster und Trendsetterin der grünen Branche. Die diesjährige Giardina nimmt sich in einem von ständiger Erreichbarkeit geprägten Alltag unserer Sehnsucht nach Geborgenheit an. Führende Schweizer Gartengestalter veranschaulichen in beeindruckenden Gartenwelten, wie dank Struktur, einer vielfältigen und naturnahen Bepflanzung und natürlichen Materialien Gärten entstehen, die Ruhe, Harmonie und Kraft ausstrahlen. Gleichzeitig finden sich an der diesjährigen Giardina Ideen und Beispiele, wie durch den gezielten Einsatz von Kontrasten Spannung und Abwechslung im Garten erzeugt werden. Nachdem das Projekt «The Visionaries» an der letztjähriArchitektur+Technik 2/20

gen Giardina gestartet hat, präsentiert die innovative Projektgruppe, bestehend aus rund 20 Unternehmen, in diesem Jahr Lösungen und Technologien für den urbanen Raum der Zukunft. In ihrem Schaugarten zeigen sie vertikale Begrünungen und eine Nebelwolke zur Senkung des lokalen Mikroklimas, mobile und modulare Wohnformen sowie ressourcenschonende Verfahren für Urban Farming und Aquaponik. Auf 520  Quadratmeter werden Wohnen, Arbeiten und Produzieren eindrucksvoll vereint und in eine Kreislaufwirtschaft integriert. Stärker als je zuvor rückt an der diesjährigen Giardina­auch das Thema Biodiversität in den Fokus, indem aufgezeigt wird, wie Artenvielfalt im Garten, auf Terrasse und Balkon erhöht und Lebensmittel nachhaltig produziert werden können. Die Giardina 2020 findet vom 11. bis 15. März 2020 in der Messe Zürich statt.

ɁɁgiardina.ch


Fotos: Rasmus Hjortshøj

62 Service Ausstellungen

Schaufenster nachhaltiger Stadtentwicklung Das dänische Büro Cobe zählt zu den renommiertesten Vertretern einer neuen Architektengeneration. Es wurde 2006 von dem Architekten Dan Stubbergaard gegründet. Das Büro mit Sitz im dänischen Kopenhagen spielt seitdem eine wichtige Rolle bei der Transformation der dänischen Hauptstadt zu einem dynamischen, demokratischen, lebenswerten Ort. In den letzten 30 Jahren hat sich die dänische Hauptstadt Kopenhagen sehr verändert: Aus einer von der Industrie geprägten Hafenstadt wurde eine lebenswerte, fahrradfreundliche Metropole, die sich als Experimentierfeld für nachhaltige Stadtentwicklung und zukunftsweisende Architektur etabliert hat. «Our Urban Living Room» widmet sich den Kopenhagener Architekturprojekten von Cobe aus den letzten 13 Jahren und ist Ausstellung sowie architektonische Intervention in einem: Anhand von Modellen, Bildern, Texten und Zeichnungen lädt eine raumgreifende, komplexe Regalstruktur dazu ein, sich den Projekten zu nähern. Die Ausstellung im Aedes-Architekturforum in Berlin kann noch bis zum 29. April besucht werden. ɁɁaedes-arc.de

Der Beton-Dom von Neviges Gottfried Böhms 100. Geburtstag ist am 23. Januar 2020. Das feiert das Deutsche Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main, mit einer konzentrierten Ausstellung noch bis zum 26. April 2020. Die Ausstellung ist der Wallfahrtskirche in Neviges gewidmet, einem seiner bekanntesten Bauten. Zwischen 1963 und 1968 entstand ein BetonDom, der von den Franziskanermönchen als zweitgrösste Kirche im Erzbistum Köln in Auftrag gegeben wurde. Gegenwärtig wird das gefaltete Dach mit einer innovativen Textilbetonschicht saniert. 2005 und 2006 fanden im Deutschen Architekturmuseum grosse Ausstellungen zum Werk von Gottfried Böhm und seinem Vater Dominikus Böhm statt. Nun werden neue Archivfunde aus der Entstehungszeit der Wallfahrtskirche präsentiert und mit einem Ausblick auf die Zukunft verbunden. Ein umfangreiches Vortragsprogramm führt unter anderem die drei als Architekten tätigen Söhne Böhms zusammen, gibt Einblicke in die Technik der Betoninstandsetzung und bringt auch den Film «Die Böhms – Architektur einer Familie» wieder nach Frankfurt. ɁɁdam-online.de

Architektur+Technik 2/20


63 Service Fachbücher

Werkporträt einer prägenden Figur

Diese erste Mono­ grafie über Adrian Streich Architekten zeigt 27 Bauten und Projekte ausführlich mit Fotos, Plänen und beschreibenden Texten. In einem Essay charakterisiert zudem der Architekturtheore­ tiker André Bideau die Arbeit des Architekten. Darüber hinaus spricht Herausgeber Axel Simon mit Adrian Streich über die Herausforderun­ gen und Erkenntnisse, die sich hinter seinen Bauten verbergen.

Geerdet verbauen

Das Buch gründet von den Anfängen bis heute auf 50 Jahre intensiver Recherche. Es zeigt die Vielfalt dieser traditionellen Bauweise aus technischer, kultureller und historischer Sicht. Das Buch vom belgischen Archi­tekten und Autor Jean Dethier ist eine anregende, reich illustrierte Reise durch die vielfältige Lehmarchitektur und zugleich ein Manifest für Ökologie und Nachhaltigkeit.

Energieeffiziente Neubauten

Herausgeber Axel Simon

Elemente des Städtebaus

Das neue Fachbuch schafft Klarheit über den aktuellen Stand des energieeffizienten Bauens. Es vermittelt Grundkenntnisse, wobei das Wesent­ liche herausgehoben wird und das Knowhow, die Technologien sowie die Tools in ihrer Bedeutung eingeordnet werden. Erfahrene Energie­ fachpersonen können mit wenig Aufwand das Übersichtswissen in den angrenzenden Fachbereichen aktualisieren. Autor Diverse

Buchtitel Adrian Streich

Autor Jean Dethier

Buchtitel Neubau –

Architekten: Bauten + Projekte 2001–2019 Verlag Park Books ISBN 978-3-03860135-7 Preis CHF 85.00

Buchtitel

Lehmbaukultur Verlag Detail, München ISBN 978-3-95553490-5 Preis CHF 152.73

Energieeffizientes Bauen Verlag Faktor Verlag, Zürich ISBN 978-3-90571153-0

ɁɁpark-books.com

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ɁɁfaktor.ch

Stadtplaner wie Architekten stellten früher vor allem drei dominante Raum­ typen in der Stadt in den Fokus: die Fussgängerzone im Zentrum, die Wohn­ siedlung am Rand und die magistrale Ausfall-, Ring- oder Umgehungsstrasse. Das Buch zeigt potenzielle Gefahren in einer Stadt, sobald diese auf technische Innovation («Smart City» oder «digitale Stadt») herunter­ gekürzt werden soll.

Hinter dem Eisernen Vorhang

Sowjetisches Design wird häufig als massiv, nicht ergonomisch und uniform bewertet. Ab den 1920erJahren und hinter dem Eisernen Vorhang entwickelten sich jedoch etliche Stile, die diesem Bild wider­sprechen. Dieses Buch bietet einen umfassenden Einblick in die innenarchitek­ tonischen Leistungen zwischen revolutio­ närer Avantgarde und sozialistischem Modernismus.

Im lichtleeren Raum

Wie ist ein lichtleerer, scheinbar grenzen­ loser Raum begreif­ bar? Wie kann Raum gedacht und ent­ worfen werden, wenn die Parameter dem Räumlichen eigentlich widersprechen? Anhand konkreter Entwurfsaufgaben wie eines Kinos, Refugiums und Kolum­ bariums wurden diese «Schwarzräume» prozesshaft analysiert und erarbeitet. Das Buch erörtert dieses architektonische Phänomen.

Berlin ISBN 978-3-86922717-7

Autor Kristina Krasnyanskaya und Alexander Semenov Buchtitel Soviet Design Verlag Scheidegger & Spiess ISBN 978-3-85881846-1 Preis CHF 99.00

Schwarze Räume Verlag Detail ISBN 978-3-95553512-4

ɁɁdom-publishers.com

ɁɁscheidegger-spiess.ch

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Autor Ulrich Brinkmann Buchtitel Achtung vor

dem Blumenkübel! Verlag DOM publishers,

Architektur+Technik 2/20

Autor Donatella Fioretti, Astrid Staufer, Francesca Torzo Buchtitel


64 Impressum Vorschau

43. Jahrgang architektur-technik.ch Herausgeberin BL Verlag AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch blverlag.ch Verleger Peter Boll Redaktion Morris Breunig (mbr) Anzeigen Iris Fischer Anzeigendisposition Kristine Flückiger Leserdienst Michèle Laan Layout Ines Häny Korrektorat Birgit Blatter Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 –12 9403 Goldach/SG avd.ch

Krankenschwesternschule, Luxemburg Foto: Fabeck Architectes, La Compagnie Générale De Photographie (LCGDP)

Verkaufspreis * Einzelexemplar CHF 7.50 1 Jahr (12 + 2 Ausgaben) CHF 72.– 2 Jahre (24 + 4 Ausgaben) CHF 109.– * Einzelheft und Ausland-Abos, zzgl. Versandkosten ISSN-Nr. 2296-3715 Druckauflage 8000 Exemplare

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband SCHWEIZER MEDIEN Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfassernamen beziehungs­weise Kürzel gezeichnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Publiziertes Bildmaterial, sofern nicht angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

Architektur + Technik wird auf Umweltschutzpapier Leipa ultraSKY und Umschlag Recy Star Natur (100 % Altpapier) gedruckt. Beide Papiere sind mit dem Label «Blauer Engel» ausgezeichnet.

Bildungszentrum XUND, Luzern Foto: Markus Käch

Die nächste Ausgabe von Architektur +Technik erscheint am 25. März 2019 mit dem Dossier Bildungsbauten.

Architektur+Technik 2/20


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