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40 Jahre Aktuelle Technik

Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik

Jahre 1977 — 2017 Eine kleine TechnologieReise durch die Zeit Seite 04

Automatisierung 40 Jahre aktuelle Datentechnik Seite 38

Zukunft Zusammenhänge nicht aus den Augen verlieren Seite 40


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Editorial 1

2003, in der ersten und bislang einzigen Jubiläums-Ausgabe von «Aktuelle Technik », hatte Verleger Peter Boll zum 25. Geburtstag der Zeitschrift den Schweizer Schriftsteller John Knittel (1891 — 1970) zitiert : «Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.» Seither sind 15 Jahre ins Land gezogen, und obwohl wir in der Zwischenzeit durchaus gereift sind, zählen wir uns noch nicht zum alten Eisen.

1978 bis 2018 — die Zeitschrift «Aktuelle Technik» im Wandel der Zeit

Dennoch werfen wir einen Blick zurück. «Wer die Vergangenheit nicht kennt », meinte nämlich der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl, «kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.» Dem pflichten wir bei und haben für Sie eine Chronik der letzten 40 Jahre zusammengestellt, die zeitlich einen Bogen von der Gründung der B + L Verlags AG im Herbst 1977 bis zum Anfang des Jahres 2018 schlägt, wenn sich die He­rausgabe unserer ältesten Fachzeitschrift zum 40. Mal jährt. Thematisch reicht das Spektrum von Ereignissen des Welt­ geschehens über die Entwicklung der Automatisierungsbranche bis hin zum Wandel der ersten «Schw. Kennziffer-Zeitschrift Aktuelle Technik » zur heutigen «at — Aktuelle Technik ». Ausserdem beleuchtet unser Redaktor Andreas Leu in einem ausführ­ lichen Artikel die Geschichte der Automation und richtet dabei den Fokus auf die historische und technische Entwicklung von SPS. Ein Rückblick ohne Ausblick ist allerdings nur bedingt spannend. Deshalb gilt ein zweites Augenmerk der Zukunft. Diese ist geprägt von Robotik, Industrie 4.0, dem Internet of Things (IoT) und wei­ teren Zukunftstechnologien. Redaktionsleiter Eugen Albisser hat für Sie einen Blick in die Kristallkugel geworfen und beschreibt visionäre Szenarien, wie solche Technologien dereinst unseren Alltag bestimmen könnten. Man denke etwa an einen Origami-­ Roboter, der sich beispielsweise nicht nur im Nu zu einem Montage­ band entfaltet, sondern auf Wunsch auch eine vollkommen andere Form annehmen kann …

Foto: Holger Jacob

Der dritte Themenblock widmet sich der Gegenwart — oder besser gesagt den Protagonisten unserer Branche. Ohne deren Unterstützung wäre es unserem Verlag niemals möglich gewesen, über vier Jahrzehnte zeitnah und fachkompetent über die Lage und die Entwicklung dieses hoch spannenden Sektors zu berichten und Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, über die Jahre bei der Stange zu halten. Für Ihre Treue möchten wir uns bei Ihnen allen von Herzen bedanken! In Vorfreude auf viele weitere gemeinsame Jahre, Philipp Bitzer, Verlagsleiter

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40 Jahre Aktuelle Technik

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Inhalt Übersicht 2

04

01 02

Editorial Inhalt

Ein Blick zurück

04 30 34

Eine kleine Reise durch die Zeit: 1977 — 2017 Der Weg zur vierten industriellen Revolution Forever young — die SPS im Wandel der Zeit

Ein Blick voraus

36 Aktuelle (Daten-)Technik in der Industrieautomation 38 Mecha-Info-Tronik: Die Entwicklung des heute so erfolgreichen Trios 40 Die Zukunft kommt, üben Sie schon einmal Origami

Firmenporträts

42

Von Aafag bis Wieland: Firmen stellen sich vor

1977 — 2017

34

Wir haben die «at»-Archive durchforstet nach Technologien für eine kleine Reise durch die Zeit.

36

Forever young Selbst bei modernsten Maschinen bilden speicherprogrammier­ bare Steuerungen noch immer das Herz der Automation. Ein Blick auf die SPS im Wandel der Zeit.

Origami für die Zukunft Wen Forscher sich heute mit Origami beschäftigen, wird das vielleicht auch Ihre Zukunfts­ beschäftigung sein.

40 Jahre Aktuelle Technik


Impressum 3

Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik 40. Jahrgang Herausgeberin BL Verlag AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch aktuelle-technik.ch Verleger Peter Boll

Anzeigenverkauf Peter Gut peter.gut@blverlag.ch

Abonnement 12 Ausgaben CHF 59.— (inkl. MwSt.; Ausland, zuzüglich Porto)

Anzeigendisposition Silvia Weiss, silvia.weiss@blverlag.ch

WEMF/SW-Beglaubigung 2016 Total verbreitete Auflage: 10 410 Exemplare Davon verkauft: 2939 Exemplare Alle Rechte vorbehalten. ISSN 2297-9425

Anzeigenerstellung Nataša Mirković Layout Gianina Sandoiu Fotos Tanya Hasler Holger Jacob Korrektorat Ullrich Noelle Christine Hinnen

Verlagsleiter Philipp Bitzer Redaktion Eugen Albisser (Leitung) eugen.albisser@blverlag.ch Andreas Leu andreas.leu@blverlag.ch Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@blverlag.ch

Telefonmarketing Angela Hemmi Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 — 12 9403 Goldach avd.ch

Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit Zustim­mung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfasser­ namen bzw. Initialen gezeichneten Veröffent­lichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder wird keine Verantwortung übernommen. Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband Schweizer Medien.

Publikation2018 FOKUSSIERT KOMPETENT TRANSPARENT

«Herzlichen Glückwunsch!» Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und danken «Aktuelle Technik» für 40 Jahre begeisternde Berichte. Wir freuen uns auf eine spannende Zukunft in der Software-Entwicklung – we know how. NOSER ENGINEERING AG

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Rückblick 1977 — 2017 4

Seit ihrer Erstausgabe im Jahr 1978 hat sich die Fachzeitschrift «Aktuelle Technik» stetig weiterentwickelt. Dass dieser Wandel nicht unabhängig vom gesamtgesellschaftlichen Kontext stattgefunden hat, sollen die nachfolgenden Seiten exemplarisch – und gelegentlich augenzwinkernd – veranschaulichen. Zusammenstellung: Philipp Bitzer, Andreas Leu und Angela Hemmi

Eine kleine Reise durch die Zeit

«Aktuelle Technik» geht mit einem neuen Layout ins dritte Jahr. Das Fachmagazin gedeiht prächtig, legt sukzessive an Umfang zu und hat sich als feste Grösse auf dem Schweizer Markt etabliert.

Zehn Jahre sind ins Land gegangen, und «Aktuelle Technik» schaut noch immer aus wie 1980. «Never change a winning team» scheint man sich im B + L Verlag zu sagen und hält mit stoischer Ruhe am Bestehenden und Bewährten fest.

2000 Beim Wechsel ins neue Jahrtausend kommt die Zeitschrift deutlich farbenfroher daher als in früheren Jahren. Gut zu sehen ist auch anhand der URL auf dem Cover, dass das Internet seinen Siegeszug längst angetreten hat. Die Digitalisierung der Gesellschaft hinterlässt immer deutlichere Spuren.

Farbig bleibt's auch zu Beginn der 10er-Jahre des 3. Jahrtausends. Dafür werden die Rundungen ersetzt durch Rechtecke. Dass das Internet derweil die Welt verändert hat, zeigt sich am Claim der Fachzeitschrift, der nur noch aus der URL besteht. Aktuelle Technik 11|2010

1980

1990

2010

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40 Jahre Aktuelle Technik

11|2010


1977

Gründung der B + L Verlags AG im Zürcher Limmattal Im November 1977 gründen die Eheleute Elisabeth und Marcel E. Boll (Bild rechts) gemeinsam mit René J. Laemmel im zürcherischen Schlieren, damals ein schmuckloser Industrievorort von Zürich, die B + L Verlags AG. Mit Hochdruck arbeiten die drei daran, dass Anfang 1978 die «Schw. Kenn­zifferZeitschrift Aktuelle Technik» herauskommen kann, ein eigens für den Schweizer Markt für Automati­ sierungstechnik bestimmtes Fachmagazin. Parallel zur Lancierung von «Aktuelle Technik» konzipiert die B + L Verlags AG auch die bis heute erscheinende Architektur-Fachzeitschrift «Architektur und Technik», die ebenfalls Anfang 1978 erstmals auf dem Schweizer Markt erscheint.

Die Eheleute Marcel und Elisabeth Boll, Gründer der B + L Verlags AG.

Die Europakarten-Technik führt zu einfacheren und günstigeren Lösungen. Die Zürcher Firma Traco präsentiert dieses AC/DCSchaltnetzteil auf Europakarte. Wo 1977 in Schlieren noch grüne Wiese ist, wird sich 2017 ein Gebäude an das andere reihen.

 1977 Schweiz Der Bau des Kernkraftwerks Gösgen löst eine heftige Protestwelle aus. Im selben Jahr wird Oberst-Brigadier Jean-Louis Jean­maire aus Biel wegen Spionage für die Sowjet­ union zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilt.

 1977 Schweiz Ein Bankenskandal erregt die Gemüter: Die Tessiner Filiale der Schweizerischen Kredit­anstalt wäscht jahrelang über Liechten­ stein Schwarzgeld aus Italien und verspekuliert sich dabei mit einem Milliardenbetrag.

 1977 international Elvis Presley, King of Rock ’n’ Roll, stirbt im Alter von 42 Jahren in Memphis. Ende des Jahres löst der junge US-Schauspieler John Travolta mit seinem Auftritt in «Saturday Night Fever» weltweit das Disco-Fieber aus.

 1977 international Die Aktivitäten der Ro­te Armee Fraktion (RAF) erreichen im «Deutschen Herbst» mit der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer, dem Präsidenten des deutschen Arbeitgeberverbandes, ihren Höhepunkt.


Rückblick 1977 — 2017 6

1978 Die Erstausgabe von «Aktuelle Technik» Anfang 1978 erscheint die Fachzeitschrift «Schw. Kennziffer-Zeitschrift Aktuelle Technik» erstmals auf dem Schweizer Markt für Automatisierungstechnik. Die Redaktion der Zeitschrift besteht anfänglich aus den beiden Verlagsgründern Marcel E. Boll und René J. Laemmel. Elisabeth Boll agiert im Hintergrund. Während der Umschlag von Anfang an im Vier­ farbendruck her­gestellt wird, sind die Inhaltsseiten damals noch durchgängig schwarz-weiss. Auf dem ersten Titelbild der neuen Zeitschrift, die damals von der Raeber AG in Luzern gedruckt wird, prangt eine neue Baureihe von Temperaturreglern mit digitaler Sollwerteinstellung namens «GTR 209», die von der

Titelseite der aller­ ersten Ausgabe von «Aktuelle Technik» im Januar 1978: Das auf dem Cover vor­ gestellte Produkt ist eine Baureihe von Tempe­raturreglern (GTR 209) der AG für Messapparate in Bern.

40 Jahre Aktuelle Technik

AG für Messapparate mit Sitz an der Schläflistrasse 17 in 3013 Bern hergestellt werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Erstausgabe liegen ausserdem auf dem «heutigen Förder- und Lagerwesen», dem Thema «Druckluft als wichtiger Energieträger» sowie einem «frei programmierbaren Steuerungssystem von der PC- bis zur CNC-Steuerung» (mittels HK-C 50 und Mikroprozessor Z-80). Ergänzt wird die redaktionelle Berichterstattung durch die Präsen­ tation eines Single-Board-­Computers (TK-80) von NEC sowie eines Spektrumanalysators mit der Bezeichnung 8568A von Hewlett-Packard. Wie die Erstausgabe beim Fachpublikum ankommt, lässt sich aus den Akten leider nicht mehr eruieren.


Ausgefüllte Leserdienstkarten werden an den Verlag geschickt. Dieser leitet die Informationen an die Hersteller weiter.

Jeder Produkteintrag erhält eine Nummer (Kennziffer). Diese kann auf der Leserdienstkarte (Abbildungen rechts) angekreuzt werden.

Das Geschäftsmodell mit den Kennziffern Herzstück der Erstausgabe (und aller nachfolgenden Zeitschriften) ist ein knapp 40-seitiger Service-Teil namens «AT-Informationen». Darin werden aktuelle Branchenprodukte — in der Erstausgabe sind es exakt 128 Stück — in Text und Bild vorgestellt. Jedes Produkt wird mit einer individuellen Kennziffer versehen, und wer mehr Informationen über ein bestimmtes Produkt erhalten möchte, kann dies mittels Ankreuzen der zugewiesenen Ziffer auf einer (an der hinteren Umschlagseite angebrachten und dank Perforation leicht abtrennbaren) Leserdienstkarte tun. Diese Postkarte wird frankiert (damals

 Januar 1978 Willy Ritschard wird Bundespräsident der Schweiz. Grossbritannien, Irland und Dänemark werden Vollmitglieder der EG. Und im zürcherischen Schlieren erscheint erstmals «Architektur und Technik».

 März 1978 Der frühere italienische Ministerpräsident Aldo Moro wird von der Terrorgruppe Brigate Rosse entführt (und später ermordet). Der ehemalige pakistanische Ministerpräsident Zulfikar Ali Bhutto wird zum Tod verurteilt.

40 Rappen) an die B + L Verlags AG nach Schlieren geschickt. Der Verlag leitet die Anfrage weiter an die Hersteller bzw. Anbieter. Und diese wiederum können anschliessend direkt mit den Postkartenabsendern in Kontakt treten. Dieses ausgeklügelte Kennziffer-System führt dazu, dass die Firmen immer genau wissen, wie viele potenzielle Kunden sich für ihre Produkte interessieren. Dasselbe gilt für Inserenten, da ihre geschalteten Inserate ebenfalls eine Kennziffer erhalten. So wird bereits in frühen Jahre ein fundiertes Wissen über den Lesernutzen generiert, was im künftigen Internet-Zeitalter zwar oft versprochen, aber selten eingehalten wird.

 Juni 1978 Auf Schloss Versailles wird ein nächtlicher Sprengstoffanschlag verübt. Urheber sind bretonische Separatisten. Durch den Anschlag werden drei Säle komplett zerstört. Sieben weitere werden erheblich beschädigt.

 Juli 1978 Britische Wissenschafter «erschaffen» das erste Retorten-Baby der Welt: Louise Brown kommt in Oldham (England) dank künstlicher Befruchtung und mittels Kaiserschnitt zur Welt. Ethiker sind entsetzt.


Rückblick 1977 — 2017 8

1978 Erste kleine Anpassungen Nach 64 Seiten und 128 Produkteinträgen in der Erstausgabe verringert sich das Heftvolumen in der zweiten Ausgabe von «Aktuelle Technik» auf 36 Seiten und 71 Produkteinträge, steigert sich aber bis zum Ende des Jahres wieder sukzessive auf 56 Seiten und 124 Einträge. Für die Ausgabe 4/1978 ist mit Frau Judith Knöpfel erstmals eine Redaktorin für den Inhalt verantwortlich. Auch VerlagsMitgründerin Elisabeth Boll taucht in dieser Ausgabe erstmals im Impressum auf, da sie ab dieser Nummer das Sekretariat und die «Inseratenregie» führt. In der zehnten Ausgabe erscheint mit einem Inserat der Zuger Firma Isopol, die damit das Werk zeugordnungssystem «Concept 2000» bewirbt, im vordersten Heftteil erstmals eine vierfarbige Anzeige.

Im Herbst 1978 erscheint in der Zeitschrift «Aktuelle Technik» zum ersten Mal eine vierfarbige Anzeige.

40 Jahre Aktuelle Technik

Das Gros der Anzeigen (im Bild ein Beispiel mit Sex-Appeal) ist Ende der 1970er-Jahre noch schwarzweiss.


Zwei Inhaltsseiten aus dem ersten Erscheinungsjahr der Zeitschrift «Aktuelle Technik». Man beachte insbesondere die Dimension des Drehzahlreglers auf dem Bild rechts unten.

Einführung von Rubriken

Exemplarisch für das erste Jahr ist diese Seite vom Herbst 1978 mit diversen Produkteinträgen.

Ab Herbst 1978 werden die «AT-Informationen» erstmals systematisch unterteilt, und zwar in die folgende Rubriken: – Computer, Prozessoren, Datenverarbeitung – Automatisierungstechnik, Fabrikationseinrichtungen – Steuer-, Regel- und Messtechnik – Leistungselektronik, Energieübertragung – Bauelemente – Nachrichtentechnik – Allgemeine Industrieprodukte – Firmenschriften und Kataloge – Firmenspiegel Wie sich die Welt als solche und die Zeitschrift «Aktuelle Technik» im Besonderen in den darauf folgenden Jahren weiterentwickeln wird, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

 August 1978 Johannes Paul I., mit bürgerlichem Namen Albino Luciani, wird am 26. August als Nachfolger Pauls VI. zum Papst gewählt. Nach nur 33 Tagen im Amt verstirbt der «Papst des Lächelns», wie er in Italien genannt wird.

 September 1978 Im iranischen Teheran kommt es bei Demonstrationen gegen Schah Mohammad Reza Pahlavi zu gewalttätigen Ausschreitungen auf dem Jaleh-Platz, in deren Verlauf 64 Demonstranten den Tod finden.

 Oktober 1978 Die Kardinäle wählen in Rom mit Karol Wojtyla erstmals einen NichtItaliener zum Papst. Er nennt sich Johannes Paul II. und bleibt bis zu seinem Tod über 26 Jahre lang Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

 November 1978 Der Genfer Wellenplan zur Neuordnung der Sendefrequenzen der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich tritt in Kraft. Abgesehen von wenigen Modifikationen ist er in dieser Form bis heute noch gültig.


Rückblick 1977 — 2017 10

1979 / 1980 Erste markante Veränderungen 1979 zieht die B + L Verlags AG in Schlieren an die Steinwiesenstrasse 3 um, wo sich der Firmensitz noch heute befindet. Neu im Verlags-Sortiment ist die Zeitschrift «Kommunikation», die bis ins Jahr 2008 Bestand haben wird. «Aktuelle Technik» erhält den Claim «Schweiz. Fachzeitschrift für industrielle Elektronik und Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Ölhydraulik und Pneumatik, Antriebstechnik.» Inserate werden zur besseren Sichtbarkeit erstmals mit einer (kostenpflichtigen) Zusatzfarbe bedruckt. Ab Herbst 1979 publiziert die WEZ Kunststoffwerk AG in Oberentfelden sogar mehrere Beihefter mit Zusatzfarben. 1980 erscheint zum ersten Mal eine vierfarbige Annonce, und Mitte Jahr erhält die Zeitschrift ein neues Layout. Im Anschluss daran übernimmt der heutige Verleger Peter E. Boll die redaktionelle Verantwortung. Die ersten Messgeräte mit Digitalanzeige erscheinen auf dem Markt.

In jeder Ausgabe wurden ausgesuchte Firmen porträtiert. Peter Boll, Verleger

 1979 Schweiz Der Zürcher Journalist Roger Schawinski sendet mit seinem «Piratensender» Radio 24 vom italienischen Pizzo Groppera 130 km weit in den Raum Zürich. In Genf findet die erste Weltklimakonferenz statt.

 1979 international Queen Elizabeth II. ernennt Margaret Thatcher zur ersten Premierministerin Englands. Mutter Teresa erhält den Friedensnobelpreis. In Iran beginnt nach der Flucht des Schahs die Islamische Revolution.

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1979 kommt der erste Walkman auf den Markt.

 1980 Schweiz «Züri brännt»: Die Annahme eines Millionenkredits für das Opernhaus durch das Stimmvolk und die gleichzeitige Ablehnung eines autonomen Jugendzentrums durch den Stadtrat lösen Jugendunruhen aus.

 1980 international Ein verwirrter Fan erschiesst Ex-Beatle John Lennon vor dem Dakota Building in New York. Nach der Niederschlagung eines Arbeiterstreiks auf einer Danziger Werft wird die Gewerkschaft Solidarność gegründet.


1981 / 1982

Auf diesem Farbbildschirm von Hitachi können auf 32 Zeilen bis zu 2560 Zeichen dargestellt werden!

Der Stolz eines jeden Studenten, der HP-Rechner.

Der Erfolg hält unvermindert an 1981 lanciert die B + L Verlags AG, Herausgeberin von «Aktuelle Technik» , erstmals die italienischsprachige Baudokumentation «Catalogo ticinese della costruzione» (publiziert bis 2000). Die JuniAusgabe von «Aktuelle Technik» erreicht erstmals einen Seitenumfang von 128 Seiten. Ebenfalls in diesem Jahr werden zum ersten Mal zwei Panoramaseiten (= doppelseitige Inserate) von unterschiedlichen Anzeigenkunden direkt hintereinander geschaltet. Das ständig zunehmende Inseratevolumen macht die Zeitschrift zum Erfolgsprodukt. Das geht auch im Jahr 1982 unverändert weiter. Inzwischen werden in starken Ausgaben bereits weit über 200 Produkte präsentiert. Und die Inseratekunden überschlagen sich dabei, wie sie noch mehr auf sich aufmerksam machen können. (weiter auf der folgenden Seite)

 1981 Schweiz Die Sommerzeit wird eingeführt, das Tragen von Sicherheitsgurten obligatorisch. Logitech präsentiert seine erste Computermaus (1992 folgt die erste Maus mit Dreipunktfunktion, die zum globalen Standard werden soll).

 1981 international Ein US-amerikanisches Fachmagazin berichtet erstmals über das Krankheitsbild Aids. Die Firma Microsoft steigt mit MS-DOS ins höchst lukrative Geschäft mit Computer-Betriebssystemen ein.

 1982 Schweiz «Wir fahren mit Takt»: Im Mai führen die SBB den integralen Taktfahrplan ein. Dieser kommt — bis auf wenige Ausflugs- und Nebenrouten — flächendeckend auf allen Bahn- und Postautolinien zur Anwendung.

Der «Commodore C64» wird zum weltweit meistverkauften Heimcomputer.

 1982 international Argentinische Truppen besetzen die zum britischen Empire gehörenden Falklandinseln und lösen einen Krieg mit Grossbritannien aus. Die Niederlage Argentiniens führt zum Sturz der faschistischen Junta.


Rückblick 1977 — 2017 12

1983 / 1984 Auffallen um jeden Preis «Aktuelle Technik» wird immer umfangreicher. In dieser Periode hat die Zeitschrift allerdings noch immer zwei Doppelausgaben (die 7-8/1983 mit einem Sonderbeihefter zur Bewerbung der Leitmesse «ineltec SWISS DATA» sowie die 11-12/1983). Werbetechnisch schalten die Kunden nun auch auf den Inhaltsseiten verstärkt (zusatzkostenpflichtige) vierfarbige Anzeigen. Eine andere Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, sind Beihefter auf speziell dickem Papier oder mit speziellen Pantonefarben. Viele Anzeigenkunden versehen ihre Inserate nun auch selber mit Rückantwort-Talons, um die Wirksamkeit ihrer Werbung direkt messen zu können. Auffallend ist auch, dass sehr viele Kunden möglichst weit vorne im Heft platziert sein wollen. In der Ausgabe 9/1983 zum Beispiel kommen nach dem Titelbild zunächst 17 Seiten Inserate (eine auf der 2. Umschlagseite und anschliessend weitere 16 auf den vordersten Inhaltsseiten), ehe der redaktionelle Heftinhalt mit dem Inhaltsverzeichnis und dem Impressum auf Seite 17 beginnt …

Steuerung mit aufsetzbarem Programmiergerät von einem heimischen Anbieter.

Der Farbdruck wird immer besser. Und die Inserate werden dadurch auch deutlich einprägsamer. Die neuartige «Swatch» schlägt ein wie eine Bombe und rettet die Schweizer Uhrenindustrie.

 1983 Schweiz Nicolas G. Hayek lanciert mit der «Swatch» eine Plastik-Armbanduhr zum Einheitspreis von 50 Franken. Die bunten Modelle schlagen ein wie eine Bombe und werden zu begehrten Sammlerobjekten.

 1983 international Der französische Virologe Luc Montagnier und sein amerikanischer Kollege Robert Charles Gallo entdecken das HI-Virus. Und die deutsche Illustrierte «Stern» veröffentlicht Teile aus gefälschten Hitler-Tagebüchern.

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 1984 Schweiz Der mehrtägige Papstbesuch versetzt die katholische Schweiz in Aufruhr. Mit «Motel» produziert das Schweizer Fernsehen erstmals eine (wegen ihrer umstrittenen Themenauswahl auch stark kritisierte) TV-Serie.

 1984 international Apple bringt den ersten Macintosh-Computer heraus. Seine revolutionäre Benutzeroberfläche basiert auf der Mausbedienung und ermöglicht DTP. Im gleichen Jahr wird der genetische Fingerabdruck (DNA) entdeckt.


1985 / 1986 Dieter Heimgartner und Meinolph Kaufmann von DMB Technics sind Miterfinder der Basis-LCDTechnologie STA und VA.

Einer der Marktleader präsentiert seine neue Kompakt-SPS.

Maschinenüberwachung vom Feinsten.

Durchbruch in der Display-Technologie Die Zeitschrift «Aktuelle Technik» gedeiht prächtig, aber ohne nennenswerte Veränderungen. Mehr Aufsehen erregen hingegen Dieter Heimgartner und Meinolph Kaufmann. Die beiden Mitglieder des Brown Boveri Research Center und späteren Gründungsmitglieder der DMB Technics AG in Hünenberg, die noch heute Kunde von «Aktuelle Technik» ist, sind Miterfinder und Patenthalter der BasisLCD-Technologie STN und VA. Dieser Durchbruch im Jahr 1985 prägt die Display-Technologie bis heute. Neu im Angebot der B + L Verlags AG, die «Aktuelle Technik» herausgibt, ist ab 1986 die französische Baudokumentation «Catalogue romand pour la construction» (publiziert bis 1998).

Der erste «tragbare» PC. Das Gewicht beträgt «nur» 11 kg.

 1985 Schweiz In der Schweiz wird erstmals eine MautGebühr für Autobahnen erhoben: Die Einführung der damals 30 Franken teuren «Vignette» erregt die Gemüter bis heute (eine Preiserhöhung scheitert 2013 an der Urne).

 1985 international Youngsters: Der 17-jährige Boris Becker siegt als jüngster Tennisspieler aller Zeiten in Wimbledon. Bei den Schachweltmeisterschaften wird Garri Kasparow mit 22 Jahren jüngster Champion im «Spiel der Könige».

 1986 Schweiz Erster Amoklauf in der Schweiz: Der Chef der Zürcher Baupolizei, Günther Tschanun, erschiesst vier Arbeitskollegen. Ein Grossbrand in Schweizerhalle in einer Lagerhalle für Agrochemikalien gerät ausser Kontrolle.

 1986 international Im Kernkraftwerk Tschernobyl ereignet sich eine verheerende Atomkatastrophe — mit politischen Auswirkungen bis in die Schweiz. Hierzulande kommt es zu einer Protestwelle gegen das AKW Gösgen.


Rückblick 1977 — 2017 14

1987 / 1988 10 Jahre B + L Verlags AG und «Aktuelle Technik» Die B + L Verlags AG, ihres Zeichens Herausgeberin von «Aktuelle Technik», feiert am 22. November 1987 ihr zehnjähriges Bestehen. Anfang 1988 folgt «Aktuelle Technik» mit ihrem 10-Jahre-Jubiläum — doch kaum jemand merkt etwas davon: Im geschäf tigen Eifer des verlegerischen Gefechts denkt niemand an eine Jubiläumsausgabe oder gar an sonstige Feierlichkeiten. Das Tagesgeschäft geht weiter seinen gewohnten Gang. Geburtstage hin oder her.

SMC revolutioniert die Ventiltechnik mit der ersten Ventilinsel in modularer Bauweise mit zusammensteckbaren Elementen.

Bahnbrechend: Landis & Gyr revolutioniert mit neuer Technik das Lesen von Banknoten.

Rot als Signalfarbe erzielt nach wie vor die höchste Aufmerksamkeit bei der Leserschaft.

 1987 Schweiz Mit der Annahme der Rothenthurm-Initiative zum Schutz der Moore vereitelt das Schweizer Stimmvolk die Pläne des Militärdepartements, aus dem einzigartigen Hochmoor einen Waffenplatz zu machen.

 1987 international «Black Monday» an der Wall Street: Der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg lässt den Dow-Jones-Index innerhalb eines Tages um 22,6 Prozent fallen. Der Crash weitet sich auf alle internationalen Handelsplätze aus.

40 Jahre Aktuelle Technik

 1988 Schweiz Elisabeth Kopp, die erste Bundesrätin der Schweiz, muss im vierten Amtsjahr zurücktreten, nachdem sie einen politischen Skandal um ein Telefongespräch mit ihrem Ehemann ausgelöst hatte.

 1988 international Ein Jumbo-Jet der US-Fluggesellschaft PanAm explodiert über der schottischen Ortschaft Lockerbie. Die USA vergeben das erste Patent für ein gentechnisch verändertes Säugetier, die Krebsmaus.


1989 / 1990 Messeausgaben mit Sogwirkung «Aktuelle Technik» geht mittlerweile ins 12. Jahr. Noch immer ist das Layout dasselbe, das 1980 eingeführt worden ist. Es sind auch noch immer dieselben Macher, die hinter der Zeitschrift stehen: Die Eheleute Boll und deren Sohn Peter sowie Verlagsmitbegründer René J. Laemmel. Das beiden Jahre 1988 und 89 gestalten sich erfolgreich: Allein die ineltec-Ausgabe vom August 1989 erreicht einen Heftumfang von 200 Seiten und zeigt fast 300 neue Produkte, die an der Leitmesse der Branche in Basel präsentiert werden. Ende Jahr lanciert die B + L Verlags AG eine neue Einrichtungszeitschrift namens «Wohnrevue».

Integrierte Leistungsschalter machen Geräte kompakter.

Das legendäre Programmiergerät für die Simatic-S5und -S7-Reihe.

 1989 Schweiz Der Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Schweizer Staatsschutz bringt die jahrelange Bespitzelung unbescholtener Bürger an den Tag. Die Fichenaffäre löst Empörung aus.

 1990 Schweiz

 1989 international Überraschend öffnet die DDR die Grenzen zur Bundesrepublik Deutschland. 28 Jahre nach dem Mauerbau strömen in Berlin Tausende Ostdeutsche in den Westen und reissen die Mauer nieder.

Die «Spirit of Biel II» der Ingenieurschule Biel gewinnt in Australien die «World Solar Challenge», das härteste Rennen der Welt für Solarfahrzeuge. Im Raum Zürich geht derweil die S-Bahn in Betrieb.

 1990 international Der internationale Druck auf Südafrikas Apartheid-Regime macht sich bezahlt: Nelson Mandela wird nach 27 Jahren aus der Haft entlassen. Seine Freilassung läutet das Ende der Rassentrennung in Südafrika ein.


Rückblick 1977 — 2017 16

1991 / 1992 Farbenfroher Look Die 1990er-Jahre beginnen etwas lockerer als auch schon: Die Zeitschrift erhält zu Beginn des Jahres 1991 einen neuen, farbenfrohen Look. Dieser wird ab Ausgabe 10 insofern leicht angepasst, als die Farben wieder etwas zurückgenommen werden und dem Weissraum dadurch wieder mehr Platz eingeräumt wird. Erstmals erscheint auch ein Kunden-Logo auf dem Cover. Das Impressum wird zugunsten der Erwähnung der Einrichtungszeitschrift «Wohnrevue» um die Verlagsgründer Marcel Boll und René Laemmel gekürzt, und auch Redaktionsleiter Peter E. Boll verzichtet neuerdings — ob dem Zeitgeist oder dem Platzangebot geschuldet, kann nicht mehr eruiert werden — im Impressum auf die Abkürzung seines zweiten Vornamens.

Vermehrt werden auch Antriebsaufgaben in die SPS integriert.

Nach über zehn Jahren erscheint «Aktuelle Technik» in einem neuen Gewand, wobei die Farbe am Ende des ersten Jahres wieder vom Heftkopf verschwindet.

 1991 Schweiz Xavier Kollers «Reise der Hoffnung» erhält in Hollywood den Oscar für den besten ausländischen Film. Die Eidgenossenschaft feiert ihr 700-Jahr-Jubiläum u. a. mit einem «Weg der Schweiz» um den Urnersee.

 1991 international Eine Militärallianz unter dem Kommando der USA führt einen massiven Luft- und Bodenkrieg gegen den Irak und befreit Kuwait. In Jugoslawien bricht zunächst in Slowenien und anschliessend in Kroatien der Krieg aus.

40 Jahre Aktuelle Technik

 1992 Schweiz Die erste Weltraummission von Claude Nicollier entzückt die Nation: «Freude herrscht, Monsieur Nicollier», gratuliert Bundesrat Ogi ins Weltall. Als «Needle Park» wird der Zürcher Platzspitz weltbekannt.

 1992 international Die 15 EG-Staaten unterzeichnen die Maastrichter Verträge und gründen die EU sowie die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion. Das Schweizer Volk lehnt den Beitritt zum EWR knapp ab.


1993 / 1994 Die Dimensionen von Antrieben verringern sich ständig.

Die farbliche Kennzeichnung von Kabeln erleichtert die Identifizierung.

Viel Bewegung im Layout von «Aktuelle Technik»

Sony bringt 1993 in Japan die erste PlayStation auf den Markt.

 1993 Schweiz Die Kapellbrücke in Luzern, die älteste überdachte Holzbrücke Europas, wird von einem Feuer fast ganz zerstört. Die Luzerner bauen ihr Wahrzeichen in Rekordzeit wieder auf — zur grossen Freude der Touristen.

Das Layout von «Aktuelle Technik» wird ab 1994 von der Gestalterin Nadja Burri verantwortet. Die Kennzifferkarten werden wieder beigeheftet, und ab Ausgabe 4 erhalten diese auch erstmals eine Farbe (die Verlags-«Hausfarbe» Blau). In der Ausgabe 5/94 wird ausserdem zum ersten Mal ein KundenLogo auf dem Coverbild abgebildet. Ab der Ausgabe 7/94 wandert das Impressum auf die hinterste Heftseite. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch erstmals ein Cover mit einer getexteten Headline versehen. Ab Ausgabe 10 ist mit Marianne Kraft eine neue Mitarbeitende für das Layout verantwortlich. Damit verschwinden auch die Logos und die Headlines wieder vom Cover.

 1993 international Space Shuttle Endeavour startet mit der STS- 61-Mission. Diese ermöglicht es der Besatzung, das Hubble-Weltraumteleskop zu warten. So werden künftig unscharfe Bilder verhindert.

 1994 Schweiz Im Welschland werden in vier Chalets über 50 Mitglieder der Sekte der Sonnentempler — darunter auch Kinder und der Sektenführer — tot aufgefunden. Weitere Sekten-(Selbst-) Morde folgen in Kanada und Frankreich.

 1994 international Hutu töten in Ruanda fast eine Million Tutsi, was etwa drei Vierteln aller in Ruanda lebenden Angehörigen dieser Minderheit entspricht. Die Rennfahrer Ayrton Senna und Roland Rathenberger verunfallen tödlich in Imola (I) .


Rückblick 1977 — 2017 18

1995 / 1996 Der Seitenumfang nimmt weiter zu Die Redaktion von «Aktuelle Technik» wird durch die wirtschaftliche Entwicklung immer stärker beansprucht und deshalb auf die Ausgabe 2/1995 hin nochmals aufgestockt und durch Hannes Haustein ergänzt. Die Ausgabe 8/1995 wird zur Sonderausgabe der Ineltec und hat einen Seitenumfang von 136 Seiten (plus Beihefter). Anstelle der bisherigen Redaktoren unterstützt neuerdings Otmar Feurstein Chefredaktor Peter Boll. 1996 erhalten die Redaktoren ausserdem erstmals ein Kürzel, und im Impressum wird ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte der Zeitschrift der Preis für ein Jahres-Abonnement festgehalten, damals sind das 34 Schweizer Franken (zum Vergleich: Heute beträgt der Preis für ein Jahres-Abo CHF 59.–).

Über das Kennziffersystem erhält die Leserschaft nach wie vor Zusatzinformationen über ausgesuchte Produkte.

«Fuzzy Logic» wird als Lösung für unstetige Reglerstrecken präsentiert.

Neues Schaltnetzteil von Traco mit besserem Wirkungsgrad.

 1995 Schweiz Michel Mayor und Didier Queloz, Astrophysiker der Universität Genf, entdecken den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems, der möglicherweise bewohnbar ist. Die Schweiz führt die Mehrwertsteuer ein.

 1995 international Im Bosnien-Krieg kommt es zum Massaker von Srebrenica, bei dem rund 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet werden. Ein jüdischer Extremist erschiesst Israels Ministerpräsident Yitzhak Rabin.

40 Jahre Aktuelle Technik

 1996 Schweiz Die USA und der Jüdische Weltkongress lösen eine Diskussion über nachrichtenlose Vermögen jüdischer Holocaust-Opfer auf Schweizer Banken aus. Die Schweiz gerät dadurch unter starken internationalen Druck.

 1996 international US-Präsident Bill Clinton wird vom amerikanischen Volk für eine zweite Amtszeit gewählt. Und im schottischen Roslin Institute wird mit Schaf Dolly, das sieben Jahre alt wird, das erste Säugetier geklont.


1997 / 1998 Nach 20 Jahren erhält «Aktuelle Technik» erstmals ein Editorial. Autor ist Redaktionsleiter Otmar Feurstein.

Peter Rufli, Leiter EDV

Nachfolgeregelung im Verlag

Komplettes Redesign des ZeitschriftenLayouts.

 1997 Schweiz Amateure erbeuten in der Zürcher Fraumünsterpost 53 Millionen Franken (17 Millionen bleiben zurück, weil das Fluchtauto zu klein ist). SBG-Wachmann Christoph Meili rettet Akten aus der Nazi-Zeit vor der Vernichtung.

1997 übernimmt Peter Rufli, heute EDV-Verantwortlicher im BL Verlag, die Produktionsleitung. Ab Herbst erscheint «Aktuelle Technik» in neuem Layout und wird in Basel bei der Neue Kirschgarten AG gedruckt. Die erste Ausgabe 1998 von «Aktuelle Technik» hat erstmals seit dem Erscheinen der Zeitschrift im Jahr 1978 ein Editorial. Darob geht vergessen, dass man ja eigentlich das 20-JahreJubiläum feiern könnte. Zum Feiern ist allerdings niemandem zumute: Das Ableben von Verlags-Patron Marcel Boll führt dazu, dass at-Chefredaktor Peter Boll in die Fussstapfen seines Vaters tritt, die Geschäftsführung übernimmt und nicht mehr direkt für «Aktuelle Technik» tätig ist. Ausgabe 8/1998, die in einem komplett erneuerten Look erscheint, steht ganz im Zeichen der Messe «Swiss Automation Week» und hat rekordverdächtige 176 Seiten Umfang.

 1997 international Auf der Flucht vor Paparazzi kommt Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris mit ihrem Freund Dodi Al-Fayed ums Leben. Der Tod der 36-jährigen «Prinzessin der Herzen» löst weltweite Trauer aus.

 1998 Schweiz Unter dem Druck von Sammelklagen und Boykott-Drohungen beenden die Grossbanken den Konflikt um nachrichtenlose Vermögen. In einem Vergleich bezahlen sie 1,25 Milliarden Franken in einen Fonds.

 1998 international Drama im Vatikan: Ein junger Walliser Schweizergardist erschiesst den neuen Kommandanten der Schweizergarde sowie dessen Ehefrau und richtet sich anschliessend selbst. Die Gründe für die Tat bleiben ein Rätsel.


Rückblick 1977 — 2017 20

1999 / 2000 Das Internet-Zeitalter bricht auch für «Aktuelle Technik» an 1999: Die Ausgabe zur neuen Zürcher Automatisierungsmesse «Industrial Handling/best» bringt es auf 160 Seiten Umfang. Ute Selinger übernimmt das Layout der Zeitschrift. Otmar Feurstein verlässt im Spätsommer den Verlag. Geschäftsführer Peter Boll übernimmt ad interim die Redaktionsleitung. Gedruckt wird ab Oktober bei der Schaer Thun AG. Mit dem Millenniumswechsel übernimmt Heinz W. Radde Anfang 2000 die Redaktionsverantwortung. Seine Editorials werden durch ComicZeichnungen ergänzt. Auch in der Produktionsleitung ergeben sich Veränderungen, als Robert Lindegger auf Peter Rufli folgt. Auf dem Cover erscheint erstmals die URL der Zeitschrift. Und im Impressum werden erstmals die E-Mail-Adressen der Redaktoren aufgeführt.

Unterhalb des Editorials hat es neuerdings eine Comic-Zeichnung.

Bertrand Piccard gelingt mit Brian Jones die Umrundung der Erde mit dem Heissluftballon Breitling Orbiter 3.

Interbus-S-Papst Paul Mettler (oben links).

 1999 Schweiz Mit ungeheurer Wucht fegt Jahrhundertsturm «Lothar» am StephansTag über die Schweiz. Er hinterlässt Tod und Verwüstung, zerstört ganze Wälder, führt zum Verkehrskollaps und grossflächigen Stromausfällen.

 1999 international Im Balkan entbrennt der Kosovo-Krieg. Die serbische Armee und Sondereinheiten kämpfen gegen die Befreiungsarmee von Kosovo (UCK). Die Nato will einen Völkermord verhindern und greift ohne Uno-Mandat ein.

40 Jahre Aktuelle Technik

 2000 Schweiz

 2000 international Nach einer Totalrevision tritt die neue Schweizer Bundesverfassung in Kraft. Ausserdem zerstört ein gewaltiger Erdrutsch im Oberwallis das Dorf Gondo und reisst insgesamt 13 Menschen in den Tod.

Der Republikaner George W. Bush gewinnt gegen den Demokraten Al Gore in einer der knappsten Wahlen in der US- Geschichte und per Gerichtsentscheid die Wahl zum amerikanischen Präsidenten.


2001 / 2002

Gründung der IAONA Schweiz (man beachte links aussen Andreas Leu, heute Redaktor bei «Aktuelle Technik»).

Die Schweizer Landesausstellung Expo.02 präsentiert eine weltoffene Schweiz. Hier im Bild eine Nachtstimmung der Arteplage Neuchâtel.

Eine turbulente Zeit Im Sommer 2001 übernimmt mit Dinu Raiciu ein neuer Gestalter das Layout. Die Produktion überwacht nun Rolf Schmidlin, der bereits im Sommer wieder abgelöst wird durch Nadja Burri, die vormalige Layouterin. Im Frühjahr wird auch die Redaktion verstärkt durch Volker Richert. Ab August übernimmt Sibylle Belser (zunächst gemeinsam mit Eleni Weiss) das Layout, und im November kehrt mit der Anstellung von Priska Kellenberger für längere Zeit Ruhe in der Gestaltungsabteilung ein. Gleichzeitig übernimmt Daniel Schneider in der Redaktion die Aufgaben von Volker Richert. Ab Anfang 2002 wird bei Zehnder Print in Rickenbach gedruckt. Im Sommer werden mit Gino Lucchi und Paul Billinger erstmals Verkäufer im Impressum erwähnt, während gleichzeitig bereits wieder eine neue Druckerei zum Zug kommt — die AVD Goldach, bei der heute noch gedruckt wird. Ab Sommer 2002 kommt Guido Santner für Daniel Schneider neu in die Redaktion.

Eine Fussball-WM der besonderen Art im Rahmen der go Automation days.

 2001 Schweiz Swissair-Grounding: Die stolze Airline bricht unter einer riesigen Schuldenlast zusammen. Am 2. Oktober bleiben alle SwissairFlieger — und mit ihnen Tausende von Passagieren — rund um den Globus am Boden.

 2001 Schweiz Friedrich Leibacher dringt am 27. September schwer bewaffnet ins Zuger Regierungsgebäude ein. Dort erschiesst er mehrere Regierungsmitglieder und Kantonsräte, bevor er sich schliesslich selbst richtet.

 2001 international Die islamistischen Terroranschläge der al-Kaida mit Passagierflugzeugen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington fordern am 11. September rund 3000 Todesopfer.

 2002 Schweiz Fristenregelung: Nach jahrelangen Diskussionen nehmen die Schweizer Stimmbürger in diesem Jahr die Volksinitiative zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in den ersten zwölf Wochen an.


Rückblick 1977 — 2017 22

2003 / 2004 Das 25-Jahr-Jubiläum! Erneut gibt es einen Wechsel in der Redaktion: Der langjährige Chefredaktor Heinz Radde verlässt 2003 das Unternehmen. Der verbleibende Redaktor, Elektroingenieur Guido Santner, erhält in der Person von Long Quach eine Redaktions-Assistenz. Inhaltlich werden neu komplexe, als Matrix strukturierte Marktübersichten erarbeitet und publiziert. Und dann das gänzlich Unerwartete: Zum ersten Mal in der Geschichte von «Aktuelle Technik» erscheint Ende 2003 eine Jubiläums-Ausgabe! Sie ist 128 Seiten schwer und besteht grösstenteils aus Firmenporträts. Das Editorial stammt aus der

Feder von Verleger Peter Boll. Dr. Ueli Betschart, der den Branchenverband Electrosuisse präsidiert, gratuliert mit einem offenen Brief. Rechtzeitig zum Jubiläum wird auch der Internet-Auftritt www.aktuelltetechnik.ch komplett überarbeitet. 2004 kommt mit Marco Leanza ein Aushilfsgrafiker zum Handkuss, der später von Produktionsleiterin Nadja Burri und Marion Graf in der Heftgestaltung unterstützt wird. Mitte Jahr kommt Priska Kellenberger wieder zurück und wird fortan für viele Jahre die Stellung halten, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie in der Person von Marion Bruggisser eine Assistenz in Sachen Inserate-Erstellung erhält.

Das Cover der ersten Jubiläums-Ausgabe in der Geschichte von «Aktuelle Technik». Apple verspricht eine Revolution im Musikkonsum.

Als Matrix strukturierte Marktübersichten helfen bei der Suche nach Anbietern.

 2003 Schweiz

 2003 international Segelnation Schweiz: Mit Ernesto Bertarellis Jacht «Alinghi» gewinnt erstmals ein europäisches Schiff den America's Cup. Das Alinghi-Team kann den Cup (mit der hier abgebildeten Jacht) 2007 verteidigen.

40 Jahre Aktuelle Technik

Steve Jobs stellt mit iTunes 200 000 Songs (für je 99 Cents) zum Download zur Verfügung. Später werden Streaming-Dienste wie Spotify oder Netflix dieses revolutionäre Vertriebssystem obsolet machen.

 2004 international Die Geiselnahme in einer Schule im südrussischen Beslan durch tschetschenische Terroristen endet in einem Blutbad. Bei der Erstürmung der Schule sterben mehr als 300 Menschen, über 700 werden verletzt.

 2004 international Nach einem starken Seebeben, das am zweiten Weihnachtstag einen verheerenden Tsunami auslöst, sterben an den Küsten des Indischen Ozeans 230 000 Menschen. Unter den Opfern sind 107 Schweizer.


2005 / 2006 Top-Info über neuartige Panel-PCs für den Ex-Bereich.

Die Sonderausgabe zum Thema Halbleiter.

Beispiel für einen Leserdienst-Eintrag.

Viele Wechsel und ein Redesign Der Preis für ein Jahres-Abonnement wurde inzwischen auf 39 Franken angehoben. Neuer Redaktor wird Patrick Müller. Marion Bruggisser wird in der Produktionsabteilung durch Matthias Schwyn ersetzt, und die Verkaufsabteilung wird mit Pietro Struck ergänzt. Long Quach schliesst sein Studium ab und verlässt den Verlag. Gregor Scherrer übernimmt seinen Part in der Redaktion. 2005 beginnt mit einem Paukenschlag: «Aktuelle Technik» erscheint nach langen Jahren in einem neuen Outfit. Das Impressum rückt wieder in den vordersten

 2005 Schweiz Rund 700 Skinheads stören die traditionelle 1.-August-Feier auf dem Rütli, beschimpfen Bundespräsident Samuel Schmid und greifen ihn an. Heute gelten auf der Rütliwiese strengere Sicherheitsvorkehrungen.

 2005 international Der Texaner Lance Armstrong gewinnt als erster und bisher einziger Radrennfahrer der Geschichte siebenmal in Folge die Tour de France. Alle Siege werden ihm später aufgrund von DopingVergehen aberkannt.

Heftteil. Der Schweizer Automatik Pool (SAP) positioniert sich neu als «swissT.net» (und wirbt ganzseitig dafür). Und selbst die Kennzifferkarte wird nun farbenfroh (und durch einen OnlineExpress-Leserdienst ergänzt). Ende Jahr stösst Pascal Gamper zur Redaktion, bleibt indes nur bis April 2006. Zu diesem Zeitpunkt scheidet auch Gino Lucchi aus dem Verkauf aus. Im August macht Patrick Niederberger eine Ferienaushilfe für Gregor Scherrer in der Redaktion, und Ende 2006 erscheint eine 64-seitige Sonderausgabe zum Thema Halbleiter.

 2005 International Hurrikan Katrina, einer der stärksten tropischen Wirbelstürme in der Geschichte der USA, verwüstet weite Teile der Südstaaten und überflutet New Orleans. Die Naturkatastrophe fordert fast 2000 Menschenleben.

 2006 international Der Fall Natascha Kampusch bewegt die Öffentlichkeit weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Nach achtjähriger Gefangenschaft entkommt die 18-Jährige ihrem Entführer. Bis heute ist der Fall nicht restlos geklärt.


Rückblick 1977 — 2017 24

2007 / 2008 Cover der Sonderausgabe zum Thema HalbleiterKomponenten.

Publikation FOKUSSIERT KOMPETENT TRANSPARENT

«Aktuelle Technik» wird vom Verband Schweizer Medien als Qualitäts-Publikation zertifiziert.

Eine Anzeige der ganz besonderen Art «ziert» die Oktober-Ausgabe 2007.

dem Editorial). Anfang 2007 wird Patrick Müller, Kurzzeitige Frauenpower der seit dem definitiven Ausscheiden von Gregor Anfang 2007 stösst mit Sonja Hübscher für Pascal Scherrer die Zeitschrift über mehrere Ausgaben Gamper nach fast 30 Jahren Unterbruch wieder eine alleine verantwortet hat, durch den «staatl. geprüften weibliche Elektroingenieurin zur Redaktion. Hübscher Publikation Techniker» Markus Back ersetzt. Back tritt erstmals schreibt in Ausgabe 3/07 als erste Frau überhaupt FOKUSSIERT KOMPETENT in der Ausgabe 2/08 im Editorial in Erscheinung. ein Editorial für «Aktuelle Technik». Bereits im TRANSPARENT In der Inseratenerstellung löst Michael Wett stein Sommer 2007 — nach der Herausgabe einer Sondernach vielen Jahren Matthias Schwyn ab. Im Sommer ausgabe zur Antriebstechnik — verlässt Sonja 2008 erhält Redaktionsleiter Back mit Karim Ghobrial Hübscher die Redaktion allerdings wieder. Der frühere redaktionelle Assistenz. Im Oktober wird «Aktuelle Redaktor Gregor Scherrer springt für eine Ausgabe Technik» zum ersten Mal vom Verband Schweizer ein, und im Oktober erscheint mit dem DrucktransMedien als qualitativ hochwer tige «Q-Publikation» mitter «Pisello» die ultimative Werbe-Anzeige eines zertifiziert, und es erscheint wiederum eine SonderInserate-Kunden (nicht nur wegen des Motivs, ausgabe zum Thema Halbleiter und Komponenten. sondern auch auf Grund der Platzierung vis-à-vis

 2007 Schweiz Eklat im Bundeshaus: Bei der Erneuerungswahl des Bundesrats verliert Christoph Blocher gegen seine Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf. Ein Teil der SVP-Mitglieder gruppiert sich in der neu gegründeten BDP.

 2007 international Apple gelingt erneut ein Geniestreich: Das iPhone stellt die digitale Welt auf den Kopf. Die Multitouch-Bedienung in Verbindung mit den neuartigen Apps revolutioniert unser aller Kommunikationsverhalten.

40 Jahre Aktuelle Technik

 2008 Schweiz Mit der Einführung des Schengener Abkommens fallen in ganz Europa die Grenzen. Auch die Schweiz verzichtet seither auf systematische Personenkontrollen an der Grenze, was immer wieder zu Unmut führt.

 2008 international Die Bankenkrise führt in Europa und den USA zur Insolvenz zahlreicher Finanzinstitute (darunter auch Big Players). Der Ruf nach einer globalen Kontrolle des Finanzmarkts führt zu neuen Regeln im Bankwesen.


2009 / 2010 Das erste Jahrzehnt des 3. Jahrtausends neigt sich dem Ende zu Anfang 2009 verlässt Karim Ghobrial die Redaktion und wird im Frühjahr durch Silvano Böni ersetzt. Der Internet-Leserdienst wird intensiv beworben (jeweils auf der dritten Umschlagseite). Die Suva wirbt mit Gölä für die Sicherheit von Temporärmitarbeitern. In diesem Jahr erscheint keine Sonderausgabe, und der Preis für ein Jahres-Abonnement wird auf 54 Franken angehoben. Im April bringt der B + L Verlag erstmals ein 64-seitiges Branchenportal (später «Who is

who») auf den Markt. Ausserdem erscheint ein Sonderbund zum swissT.meeting. Zum ersten Mal tritt im Jahr 2009 mit Martina Raschle auch eine Korrektorin im Impressum in Erscheinung. Silvano Böni wird nach dem Abgang von Pietro Stuck zum Verkaufsassistenten «befördert». Aragorn Frey übernimmt im Sommer die Produktionsleitung. Die beiden langjährigen Heftadministratorinnen Silvia Weiss und Angela Hemmi, die beide heute noch im Verlag tätig sind, figurieren erstmals im Impressum. Und Sabrina Fay übernimmt die Inserate-Erstellung.

Angela Hemmi, Redaktionsassistentin

Branchenportal 2010

Aktuelle Technik

Ein gewaltiger Vulkanausbruch auf Island legt den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahm.

Silvia Weiss, Heftadministratorin

www.aktuelletechnik.ch

Branchenportal

2010  2009 Schweiz In einer hart umkämpften Abstimmung votiert eine deutliche Mehrheit von 59,6 % für die Weiterführung der Personenfreizügigkeit und ihrer Ausdehnung auf die neuen EU-Mitglieder Rumänien und Bulgarien.

Das erste Branchenportal (heute «Who is who»).

 2010 Schweiz

 2009 international Die Finanz- und Wirtschaftskrise zieht immer weitere Kreise. EU-Staaten wie Irland, Spanien und Griechenland drohen unter der Last ihrer Staatsschulden zusammenzubrechen. Die Probleme sind bis heute ungelöst.

Nachdem in Irland schon 2004 das weltweit erste staatliche Rauchverbot an Arbeitsplätzen und in Restaurants in Kraft getreten war, gilt nun auch hierzulande ein Rauchverbot, das vor Passivrauchen schützt.

 2010 international Ein Erdbeben verwüstet Haiti und fordert über 300 000 Menschenleben und nochmals so viele Verletzte. Das «schlimmste Beben des 21. Jahrhunderts» richtet Schäden an, die grösser sind als das jährliche BIP von Haiti.


Rückblick 1977 — 2017 26

2011 / 2012 SUDOKU

Gewinnspiel

Redesign und Wandel als Konstante 2011 verjüngt sich der Auftritt von «Aktuelle Technik» erneut. Ins Auge sticht das neue, auf die Abkürzung «at» reduzierte Logo. Auch die starke Buntheit des Magazins fällt auf. Mit dem Layout-Wechsel wird auch ein Preisrätsel (Sudoku) eingeführt. Der Preis für ein Jahres-Abo wird auf 59 Franken erhöht, und Silvano Böni wird aus dem Verkauf zurück in die Redaktion beordert, diesmal als vollwertiges Mitglied. An seiner Stelle übernimmt Anneliese Ratajczak in der Verkaufsabteilung das Ruder. Und im Juni publiziert der Verlag eine Sonderausgabe zur «swissT.fair» in Zürich und Yverdon-les-Bains. Im April erscheint das zweite Branchenverzeichnis unter Mithilfe von Gestalter Bryan Berger. Paul Billinger verlässt das Unternehmen Mitte Jahr, an seiner Stelle tritt Sabina Guggenbühl, die noch heute im Verlag tätig ist, neu in den Verkauf ein, während Silvano Böni diesen verlässt. An seiner Stelle unterstützt der freie Redaktor Franz Joachim Rossman kurzfristig Markus Back in der Inhaltsabteilung.

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4 Gewinnen Sie mit aktuelle technik zwei edle Flaschen Rioja-Wein. Die Teilnahme ist denkbar einfach: Lösen Sie das komplette Sudoku und schicken Sie die drei grau unterlegten Zahlen an: silvano.boeni@blverlag.ch

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Teilnahmeschluss ist der 24. Februar 2011. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise sind nicht übertragbar. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

aktuelletechnik.ch 3| 2011

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aktuelletechnik.ch

at aktuelletechnik.ch

2011 erscheint das erste Sudoku in der Zeitschrift «Aktuelle Technik».

3 | 2011

SEITE 50

einLeuchtEnD

SONDERBEILAGE swissT.fair 2011

Trendige Technologie

Sabina Guggenbühl, Inserateverkäuferin a. i.

Seite 30

Gretchenfrage

(DE-)ZENTRALE ANTRIEBSSYSTEME

»

Armin Fischer:

INNOVATION IST TREIBENDER MOTOR

Seite 14

Re-Design und neues Logo.

 2011 international Nach einem schweren Erdbeben und mehreren Tsunamis mit Flutwellen bis zu 15 Metern Höhe kommt es im Kernkraftwerk Fukushima (J) zu Explosionen und schliesslich einer Kernschmelze. Die Schäden sind enorm.

 2011 Schweiz Die Ereignisse rund um Fukushima führen in der Schweiz zu einem Umdenken und zu einem historischen Entscheid: National- und Ständerat beschliessen den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie.

40 Jahre Aktuelle Technik

 2011 international Terrorchef Usama bin Ladin wird in Pakistan aufgespürt und von einer US-Sondereinheit erschossen. Und der «Arabische Frühling» beginnt von Tunesien aus auf immer mehr Länder im Nahen Osten überzugreifen.

Zürich, 16./17. Juni • Yverdon-les-Bains, 21./22. Juni

Sonderausgabe für den Verband swissT.net.

 2012 Schweiz Philipp Hildebrand tritt als Präsident der Schweizerischen Nationalbank zurück, nachdem eine ethisch fragwürdige Devisentransaktion seiner Frau von SVP-Kreisen zu einem Skandal aufgebauscht worden ist.

 2012 international Der chinesische Volkskongress wählt die sieben Mitglieder des ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei. Starker Mann wird Xi Jinping, der Hu Jintao ablöst und seine Macht rasch festigt.


2013 / 2014 MSR Electronics liefert Schweizer Spitzentechnologie in den Weltraum bzw. an Bord des Raumtransporters Cygnus. Bild: Orbital Sciences Corpo­ration

Tanya Hasler, Fotografin

Ullrich Noelle, Korrektor

Schweizer Technologie im Weltall und weitere Unwägbarkeiten Patrick Schmid wird neuer Verlags-CEO (unterstützt durch die neue Marketingleiterin Nadia Etzweiler), während sich Verleger Peter Boll in den strategischen Hintergrund bzw. ins Verwaltungsratspräsidium zurückzieht. Dann verlässt unerwartet Redaktions­ leiter Markus Back die «at», weshalb die im Verlag tätige Architektur-Journalistin Marianne Kürsteiner , die auch 2017 noch für die Redaktion der Leserdienst-­ Einträge zuständig sein wird, ad interim einspringt. Mit Heike Henzmann kann in der Folge wieder eine Elektroingenieurin für den Lead in der Redaktion gefunden werden. Mit der Korrektorin Sonja Freitag (die schon bald durch Nathalie Szabo abgelöst wird)

 2013 Schweiz Die «Abzocker-Initiative», die Unternehmer Thomas Minder nach dem Swissair-Grounding gegen überzogene Manager-Gehälter lanciert hatte, wird mit einem Ja-Stimmen-­ Anteil von 67,9 % angenommen.

 2013 international Ein US-Gericht befiehlt dem US-Telekom-­ Anbieter Verizon, Daten von Millionen von Telefongesprächen an die NSA auszuliefern. Enthüllungen von Edward Snowden zeigen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist.

Marianne Kürsteiner, Redaktorin

Holger Jacob, Fotograf

sowie den Fotografinnen Lea Hepp und Tanya Hasler (die noch heute für den Verlag tätig ist) tauchen zwei neue Namen im Impressum auf. Mit Heidi Wahl erhält «at» erstmals eine Kolumnistin, und im Layout ist neu Benjamin Härtel mit an Bord, um Priska Kellenberger zu ersetzen. Ende 2013 tritt Andreas Düpmann der Redaktion bei. Anfang 2014 übernimmt Nadja Walther die Anzeigenerstellung, während Ullrich Noelle seither das Korrektorat betreut. Das Branchenportal nennt sich 2014 erstmals «Who is who», ebenfalls erstmals erscheint in diesem Jahr eine Sonderbeilage zur Energie-Effizienz, der Mathematiker Peter Jankovics kommt zusätzlich in die Redaktion, und last but not least wird Holger Jacob anstelle von Lea Hepp Verlags­fotograf.

 2014 Schweiz Die «Masseneinwan­ derungsinitiative» der SVP wird mit 50,3 % Ja-Stimmen denkbar knapp angenommen und stürzt die politische Schweiz in diverse Dilemmas, die bisher nur unzureichend gelöst sind.

 2014 international In Westafrika wütet das Ebola-Fieber. Die Zahl der Opfer steigt kontinuierlich, erst Ende Oktober nimmt die Zahl der Neuinfektionen erstmals ab. Bis 2016, dem offiziellen Ende der Epidemie, sterben über 11 000 Patienten.


Rückblick 1977 — 2017 28

2015 / 2016 Viel Kreativität und neue Angebote Heike Henzmann wird der Zeitschrift künftig nur noch als freie Autorin zur Verfügung stehen. Ihren Part übernimmt Peter Jankovics. Aufseiten des Verlags tritt Philipp Bitzer, der ab dem folgenden Jahr als alleiniger Verlagsleiter fungieren wird, der Verlagsleitung zunächst als COO bei. Neuerdings publiziert der Verlag für seine Q-zertifizierten Qualitätstitel auch die Auflagezahlen, die von der Werbemittelforschungsanstalt WEMF jedes Jahr erhoben werden: Die so ermittelte total verteilte Auflage belief sich im Vorjahr pro Ausgabe von «at» auf 11 391 Exemplare. Im Layout geht Benjamin Härtel, es übernimmt Lisa Wohlfarth (die zwischen-

at

Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik

Aktuelle Technik 4/2016

4/2016

durch für eine «at»-Eigenanzeige zum Fotomodell mutiert), in der Anzeigen-Erstellung folgt Miro Peloso auf Nadine Walther, und Redaktionsleiter Peter Jankovics begibt sich für ein Editorial kurzzeitig gar in knastähnliche Gefilde. In der April-Ausgabe erfolgt ein weiteres — und bis heute gültiges — Re-Design von «at». Im Sommer lanciert «at» erstmals ein Online-Tippspiel für die EM in Frankreich, Peter Jankovics verlässt die Redaktion und macht Mirek Spicar und dem heutigen Redaktionsleiter Eugen Albisser Platz für inhaltliche Höhenflüge. Das Layout wird neu von Gianina Sandoiu gemacht, während Nataša MirkoviĆ für die Anzeigen-Erstellung verantwortlich zeichnet.

Eugen Albisser, Redaktionsleiter

Philipp Bitzer, Verlagsleiter

at

Siemens AG

Sicherheit in automatisierten Prozessen

Schwerpunkt Energieeffizienz

Experten antworten Wie funktioniert eigentlich Schwarmintelligenz?

Walk and Talk Was ist ein Hackathon?

Nataša Mirković, Inserate-Erstellung

Das bis heute aktuelle Layout von «at» wird erstmals umgesetzt.

 2015 Schweiz Der «Frankenschock» im Februar schüttelt durch die völlig unerwartete Aufhebung des Mindestkurses von CHF 1.20/Euro seitens der Schweizerischen Nationalbank die Schweizer Wirtschaft kräftig durch.

Gianina Sandoiu, Layout

 2015 international Die katastrophalen Perspektiven in Syrien, im Irak und in Afghanistan führen, verbunden mit wohlmeinenden Appellen aus europäischen Zielländern, auf den traditionellen Fluchtrouten zu massiven

40 Jahre Aktuelle Technik

 2016 international Der Wahlsieg von Donald Trump ist vor allem ein Misstrauensvotum gegen das «Establishment». Das hindert ihn allerdings nicht daran, Vertreter der Wirtschaftselite für Regierungsämter zu nominieren.

 2016 international Brexit: In Grossbritannien stimmt eine knappe Mehrheit für den Austritt aus der EU, während Schottland deutlich dagegen ist. Die schottischen Nationalisten fordern umgehend die Unabhängigkeit.


2017

Zum Titelbild 5

PROVIDING SOLUTIONS.

Sigmatek

Handbediengerät mit Multitouch und Safety-Funktionen

rer HMI-Projekte.

BoPad

Mit den mobilen HMIs von Sigmatek lassen sich Bedienkonzepte 4.0 flexibel und sicher umsetzen. Für noch mehr Bedienkomfort sorgt ein Multitouch-Display.

variantenreiches Handgehäuse, optimiert für Touchdisplays

Formschönes Bediengerät mit integrierter Safety.

BoCube Alu

Die flexibel montierbare, ergonomisch designte Griffeinheit des HGT 1015 ist mit praktischen Magnetfüssen ausgestattet. Optional ist eine RFID-Identifikation möglich.

für empfindliche Komponenten in anspruchsvoller Umgebung

Das neue mobile Bediengerät von Sigmatek verfügt über ein MultitouchDisplay sowie Schlüsselschalter, Not-Halt- und Zustimmstaster.

Multitouch ist Trend – und daher wird auch die integrierte USB-Schnittstelle einspielen. die mobile Panel-Serie des Automatisie- Optional ist eine RFID-Identifikation mögrungs-Komplettlösungsanbieters Sigmatek lich. Dazu kann ein Kartenhalter an der um ein Multitouch-Handbediengerät erwei- Panel-Rückseite angebracht werden. tert. Mit dem HGT 1051, das mit einem Das Kabel-gebundene, ergonomisch durchgängigen 10,1-Zoll-Widescreen- designte Bedienpanel in Schutzart IP65 Glastouch (PCT) ausgestattet ist, lassen liegt sowohl bei Rechts- als auch bei Linkssich beispielsweise Roboter-Applikationen händern gut in der Hand, und dies dank intuitiv, komfortabel und sehr übersichtlich des geringen Gewichtes von nur 1100 g bedienen und beobachten. Ein EDGE2- auch über mehrere Stunden. Die Erstellung Technology-Prozessor sorgt für eine hohe der Visualisierung erfolgt wie bei allen Leistungsfähigkeit des mobilen HMI, Sigmatek- HMIs ef fizient und objektsodass auch modern designte Visuali- orientiert mit dem All-in-one Engineering sierungen perfekt dargestellt werden. Tool LASAL. Einsatzbereite «Add-ons», das Zudem verfügt das HGT 1051 über Safety- heisst Design-Templates und ausgeklügelte Funktionen : Not-Halt- und Zustimmtaster Funktionalitäten wie Alarm- und Rezeptursowie Schlüsselschalter sind in die Handling, Verwaltung der Zugriffsrechte, Griffeinheit an der Panelrückseite integ- Online-Oszilloskop usw. sorgen dafür, dass riert, die sich flexibel montieren lässt. das HGT 1051 schnell startklar ist. So lässt sich das Multitouch-Display sigmatek-automation.ch (800 × 1280 Pixel) sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzen. An der Griffeinheit sind Magnet füsse angebracht, wodurch das HMI auch ohne Halterung an einem Maschinenteil platziert werden kann — ein praktischer Mehrwert. Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik

Komponenten AG CH-8260 Stein am Rhein 00 Ÿ www.phoenix-mecano.ch

Aktuelle Technik 5/2017

5/2017

Schnell startklar dank einsatzbereiten «Add-ons» Die Kommunikation mit anderen Systemkomponenten erfolgt über Ethernet bzw. OPC UA. Software-Updates lassen sich komfortabel als USB-Bootstickdatei über

Handbediengerät mit Multitouch und Safety-Funktionen

Sigmatek Schweiz AG — Seite 5

automation & electronics Grosse Messevorschau mit Programmhinweisen Seite 06

Schwerpunkt Sensorik Industriesensoren als Informationsquellen Seite 36

Elektronik Zukunft der Produktion mit Embedded Systemen Seite 72

Andreas Leu, Redaktor

Peter Gut, Key Account Manager

Titelbild: Sigmatek Schweiz AG

Aktuelle Technik 5/2017

Neuer Web-Auftritt

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Die B + L Verlags AG bekommt ein neues CI/CD. Der Internet-Auftritt von «at» wird ebenfalls komplett erneuert.

2017 hat es in sich: Erstens hat die B + L Verlags AG einen neuen Namen (BL Verlag AG), ein neues CI/CD und einen neuen Internet-Auftritt (www.blverlag.ch) erhalten. Zweitens geschah dies rechtzeitig auf den 40. Geburtstag des Schlieremer Fachmedienhauses, der am 22. November 2017 begangen werden konnte. Und drittens befindet sich das gesamte Team von «at» genau dann im Produktions-Endspurt der Jubiläums-Ausgabe, die Sie jetzt — Anfang 2018 — druckfrisch in den Händen halten. Stark daran mitgearbeitet haben der neue Redaktor Andreas Leu sowie Peter Gut, der neue Mann für den InserateVerkauf. Und selbstverständlich auch Angela Hemmi, die seit über 20 Jahren im Verlag ist und im Jänner 2018 in den wohlverdienten Ruhestand treten wird. Nun bleibt uns nur noch, Ihnen weiterhin eine gute Lektüre von «at» zu wünschen — in der Hoffnung, dass Sie frohe Weihnachten im Kreise der Ihren feiern konnten und gut ins neue Jahre gerutscht sind!

www.aktuelle-technik.ch

 2017 Schweiz Im Bergell lösen sich Millionen Kubikmeter Mediendaten_AT.indd 17 Fels und donnern zu Tal. Acht Wanderer werden seither vermisst. Das Geröll bahnt sich einen Weg bis zur Hauptstrasse in Bondo und überdeckt Teile des Dorfes und der Strasse.

 2017 international Ein Sprengstoffanschlag auf den Team-Bus 06.09.17 14:13 von Borussia Dortmund erschüt tert die internationale Fussballgemeinde. Der Täter wird rasch gefasst: Er hatte auf sinkende Aktienkurse des Vereins gewettet.

 2017 Schweiz Lebensmittel dürfen in der Schweiz nur noch als «Made in Switzerland» deklariert werden, wenn mindestens 80 Prozent der Rohstoffe im Land produziert werden. Nun sorgen die Ausnahmen für Diskussionen.

 2017 international Die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten isolieren überraschend ihren Nachbarstaat Katar. Die Grenzen werden geschlossen, Diplomaten abgezogen und Flug- sowie Schiffsverbindungen eingestellt.


Rückblick Automatisierung 30

Ein technisch-literarischer Rückblick auf vier Jahrzehnte Automatisierungstechnik und den Weg hin zur vierten industriellen Revolution.

Im Mittelpunkt steht (immer noch) der Mensch

«Finger weg, da dürfen nur Experten dran !» Meine ersten Schritte in Sachen industrielle Automatisierung mache ich 1977: Als Werkstudent übe ich mich in der Lehrwerkstatt eines grossen Industriekonzerns an einer uralten Drehbank im Bearbeiten von rostigen, meterlangen Eisen­stangen. In der Pause sehe ich meine erste elektronisch geregelte Werkzeug­maschine, die auf Knopfdruck — ohne umständliche Voreinstellungen an mechanischen Schaltern und Hebeln — programmgesteuert und präzise Bauteile bearbeitet. Doch der 24-jährige Student darf das Hightech-Gerät nicht bedienen, das ist nur den Meistern und Lehrlingen des letzten Lehrjahres erlaubt. Im Studium erfahre ich die Hinter­ gründe : Die Erfindung basiert auf einer Entwicklung der Parsons Corporation. Der damals grösste amerikanische Hersteller von Rotor­blättern steuert seine Werkzeug­ maschinen bereits in den 1940er-Jahren mit Lochstreifen. Parsons' Erfindung ent­ wickelt das Massachusetts Institute of Technology (kurz MIT) in den 1960er-Jahren 40 Jahre Aktuelle Technik

weiter zur ersten echten numerischen elektronischen Steuerung (kurz NC) — einer der wichtigsten Grundlagen für die Automatisierung vieler Fabriken. Transistoren, Chips und erste integrierte Schaltkreise Diese Erfindung ist nur ein Vorbote für eine Entwicklung, die in den 1970er-Jahren startet : Im Physikunterricht bringt uns ein sehr alter Lehrer die Berechnung von Röhrenschaltungen noch bei, um dann von aufge- Lenken der Fertigung (Computer Aided klärten Zeitgenossen Neues zu erfahren. Manufacturing : CAM). Viele Firmen wechBei den aufgeklärten Zeitge­nossen handelt seln mit wehenden Fahnen in das digitale es sich um Klassenkameraden, die als Lager, einige wenige mahnen aber auch vor ange­h ende Funk-Amateure bereits in der Euphorie unter dem Kennzeichen C. Am Sachen Elektronik geschult wurden und Ende dieser Entwicklung steht Mitte der uns und dem Lehrer Nachhilfe in Sachen 80er-Jahre das Computer Integrated ManuElektronik geben. Transistoren, Chips und facturing, kurz CIM : Roboter, Werkzeug­ erste integrierte Schaltkreise ermöglichen maschine, Fliessband, Messplatz und Comnun die Ent­wicklung von schnellen, kleinen puter werden von cleveren EDV-Experten und leistungsfähigen Computern : Rechner zu einer total Rechner-integrierten Fabrik dienen fortan in der Industrie als Werk­ vernetzt. Skeptiker können sich nicht für zeuge zum Zeichnen und Konstruieren diesen digitalen Zentralismus begeistern (Computer Aided Design : CAD) und zum und sprechen sogar vom «CIMsalabim ».


«CIMsalabim» oder die dritte industrielle Revolution Die Skepsis weicht und CIM (manche sprechen auch von der dritten industriellen Revolution) ist heute in den meisten Fabriken gelebter Alltag : Es gibt in der modernen Industriewelt mittlerweile keine Fabrik mehr, die ihre Fertigung ohne integrierte Computer lenkt. Der Aufwand hat sich gelohnt : Laut einer Studie der Unter­neh­mensbe­ratung A. T. Kearney (1989) haben Firmen ihre Herstellkosten für Produkte dank CIM um 40 Prozent gesenkt. CIM lernen viele Ein-

steiger damals an Universitäten und Insti- stuhlinhaber lobt: «Wenn früher eine tuten kennen. Ein Beispiel dafür stellte mir Palette ins Regal zurück musste, weil in den 1990er-Jahren Prof. Manfred Weck irgend­etwas klemmte, dann musste man vom Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen in etliche Codes für die Einzelanwen­dungen Aachen vor: Dort schult er Studenten seit tippen — zum Beispiel ‹Maschine stopp›, zehn Jahren an einem flexiblen, hoch auto- ‹Palette in Position XY übergeben an matisierten, integrierten Fertigungs- und Flurförderfahrzeug›. Montage­system (IFMS), das üppig bestückt Heute wird die gesamte Befehlskette ist mit auto­matischem Sägezentrum und automatisch generiert.» Der IFMS-BediePaletten­lager, Fertigungszelle mit Dreh­ ner muss dazu auf dem Bildschirm nur maschine und Bearbeitungszentrum, Mess­ Palette und Regal mit der Maus anklicken, zellen, Portalroboter und fahrerlosem den Rest übernimmt das System — inklusive Paletten-Transportsystem. Es ist die Bedie- Kollisionsberechnung und Optimierung nerfreundlichkeit, die der damalige Lehr- der Verfahrwege.


Rückblick Automatisierung 32

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, ehemaliger Siemens-Vorstand und Honorarprofessor der Universität Erlangen-­ Nürnberg: «Nur wenn wir unsere Ausbildung auf technisch qualifizierte Mitarbeiter und Spezialis­ ten für Informations­ technik ausrichten, können wir die Digitalisierung der Produktion vorantreiben.» Bild: siemens.com

Digital, vernetzt, produktiv: Bis zum Jahr 2019 entsteht in der Flugzeug­ fabrik von Chengdu Aerospace mit Schweizer Technologie eine der weltweit produktivsten und leistungs­ fähigsten Industrie-4.0-Anlagen zur Komplettbearbeitung von Strukturbauteilen aus Aluminium. Grafik: Starrag Group

Ein neues Zauberwort taucht auf: World Wide Web Nach dem Trend zu totalen Computeri­ sierung, die dem pragmatischen Umgang mit teurer EDV-Technik weicht, entdecken viele Unternehmen, dass sich viel mit einer Neuorganisation der Arbeitsteilung errei­ chen lässt. Das Zauberwort lautet «Fab­ riken in der Fabrik ». In kleinen autarken Inseln arbeiten selbstverantwortlich Gruppen­arbeiter. Auch bei der Schulung gehen die Firmen neue Wege. Beliebt sind Trainings­c amps : So schickt Ford seine künftigen Teamarbeiter und Chefs zum Hüttenbau in den Wald. Derartige Insel­ lösungen dienen kurz darauf als Basis für den Abbau von Personal und Hier­ archien. Nicht abgebaut wird bei der «lean pro­d uction » der EDV-Bedarf. Im Gegenteil : Die Vielzahl von elektronisch geregelten Helfern in den Inseln — vom Bearbeitungszentrum bis zum Roboter — erhöht sogar den Automatisierungsbedarf. Zur Verwirklichung der totalen Vernetzung fehlt es damals an einem einheitlichen EDV-­Datenkonzept — einem StandardBus – auf Werkstattebene. 40 Jahre Aktuelle Technik

Computer Integrated Manufacturing: Roboter, Werkzeug­ maschine, Fliess­ band, Messplatz und Com­puter vernetzen clevere EDV-Experten seit den 1980er-Jah­ ren zu Rechner-integ­ rierten Fabriken. Bild: VW

Doch der eigentliche Durchbruch kommt tionstechnologien etablieren will, der mit anders als erwartet. Das neue Zauber­wort cyberphysischen Produktionssystemen lautet «World Wide Web». Grosse weltweit (CPPS) den Weltmarkt erobert. CPPS operierende Firmen erkennen Ende der vernetzen konventionelle Produktions­ 1990er-Jahre, dass sich das Konzept vom verfahren mit der Informations- und Einheitsnetzwerk Internet auch für eigene Kommunikationstechnologie so, dass intel­ Zwecke nutzen lässt. Ein sogenanntes ligente Maschinen, Anlagen, Bauteile und Intra­net, ein firmeninternes Internet, dient Produkte (sprich : alle cyberphysischen dabei nicht nur dem Aufbau einer konzern­ Systeme) wie im Internet miteinander weiten Datenautobahn, es lassen sich kommunizieren können. darüber auch Zulieferer oder Koopera­tionsDoch nicht nur deutsche Firmen haben Partner koppeln. Auf diese Weise entste­ hier die Nase vorn : Industrie 4.0 aus dem hen virtuelle Unternehmen, die nur über die Baukasten bietet die Schweizer Starrag EDV-Nabelschnur existieren. in Rorschacherberg nicht nur an, sondern Das Institut für Technologie-Manage­ realisiert bereits erste Lösungen. So ent­ ment der Universität St. Gallen geht davon steht im Südwesten von China bis zum aus, dass sich die Herstellkosten mit diesen Sommer 2019 in der Flugzeugfabrik von virtuellen Unternehmen um 20 Prozent und Chengdu Aerospace mit sechs grossen die Durchlaufzeit für Produkte um etwa Bearbeitungszentren laut Firmen­aus­sage 30 Prozent senken lassen. eine der weltweit produktivsten und leistungsfähigsten Anlagen zur Komplett­ bear­b eitung von Strukturbauteilen aus Industrie 4.0 ist da Zeitsprung rund ein Jahrzehnt später: Am Aluminium. Ein oberhalb des flexiblen 19. Dezember 2011 beschliesst Deutschland Fertigungssystems (FFS) angeordnetes das Forschungsprogramm «Industrie 4.0 », Robotermagazin mit 1500 Plätzen versorgt mit dem sich der Nachbar der Schweiz die Maschinen zentral mit Werkzeugen. als ein Leitanbieter für intelligente Produk­ Das flexible FFS zeigt aber auch, welche


Bild: Fecht

Arbeitswelt 4.0: Gefragt sind gut ausgebildete Fachleute, die auch hohe Ansprüche (hier: berüh­rungsloses Bedienen von Anlagen) an smarte Technik mit leichter Bedienbarkeit stellen. Bild: Heitec

wichtige Rolle das Erfassen von Daten spielt. Dafür sorgt beispielsweise ein Messkopf, der den Messaufwand bei der Pro­duktion von dokumentationspflichtigen Strukturbauteilen enorm verringert. Die per Ultraschall mit einer Mess­genauigkeit von ± 20 µm gemessenen Daten überträgt er via Funkantenne drahtlos an die CNC, die den Einsatz des Sonic Eye auch steuert. Derartige Baukasten-Lösungen eignen sich nicht nur für neue Produktstätten (Greenfield), sondern auch für bereits bestehende Brownfield-Fabriken. Doch kleinen und mittleren Unternehmen fällt das Digitalisieren trotzdem meistens schwer. Hilfe zur Selbsthilfe beim Einstieg bieten beispielsweise die Seminare der Swissmem Academy in Winterthur. Doch vorher sollte sich ein Unternehmen seine Prozesse genau ansehen. «Es lohnt sich oft nicht, direkt in die Digitalisierung einzusteigen », warnt Wissenschafter Andreas Wank, der das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt als Geschäftsführer leitet. «Meistens geht es schief, wenn jemand versucht, Chaos mit Digi­talisierung zu beseitigen.» Der Einstei-

ger solle daher mit dem Verstehen und Stabi­lisieren seiner Prozesse beginnen, um sie erst dann zu digitalisieren. Die wachsende Bedeutung des Mitarbeiters Doch welche Rolle spielt in einer Indus­trie4.0-Fabrik der Mensch, wird er überhaupt noch gebraucht? Den Albtraum mancher Kritiker der menschenleeren Fabrik teilt der ehemalige Siemens-Vorstand Prof. Dr. Siegfried Russwurm nicht. Der heutige Honorarprofessor für das Fachgebiet Mechatronik an der Universität Erlangen-­ Nürnberg spricht sogar von einer wachsenden Bedeutung des Mitarbeiters in der Fabrik von morgen. Wegen der hohen Anforderungen würden sich die Profile der Mitarbeiter in der Produktion weiter verändern. So habe sich der Anteil der Akade­ miker im Siemens-Konzern im Zeitraum 1970 bis 2012 fast vervierfacht (von 10 auf 37 Prozent) und der Anteil der Facharbeiter von 34 auf 52 Prozent erhöht. «Das ist ein dramatisches Abschmelzen einfacher, manueller Tätigkeiten, die in den letzten Jahren von Automaten übernommen wur-

«Es geht meistens schief, wenn jemand versucht, Chaos mit Digitalisierung zu beseitigen.» Andreas Wank, Geschäfts­führer Mittelstand-4.0-Kompetenzzen­ trum Darmstadt

den», konstatiert der einstige Personalchef. «Nur wenn wir unsere Ausbildung auf technisch qualifizierte Mitarbeiter und Spezialisten für Informationstechnik ausrichten, können wir die Digitalisierung der Produktion vorantreiben. Denn wir wollen ja die Treiber sein und nicht die Getriebenen.» In diesem Punkt sind sich nahezu alle Produktionsfachleute einig : Ungelernte haben in der Fabrik von morgen kaum noch eine Chance auf einen Arbeitsplatz. Denn dann heisst es für sie : «Arbeitsplatz 4.0 — Finger weg !»


Rückblick SPS 34

Selbst bei modernsten Maschinen und Anlagen bilden nach wie vor speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) das Herz der Automatisierung.

Forever young — die SPS im Wandel der Zeit

Andreas Leu – Keine Komponente wird mit der Automatisierungstechnik derartig in Verbindung gebracht wie die SPS. Seit fast fünf Jahrzehnten steuert und regelt sie heute noch in den unterschiedlichsten Industriezweigen Automationsanwen­ dungen. Und sie wuchs im Lauf der Zeit mit ihren Aufgaben. Ein kurzer Einblick in die Geschichte der SPS. Die Historie Der Siegeszug der SPS (speicherprogram­ mierbare Steuerung) begann Anfang der Siebzigerjahre. Automatisierungsaufgaben wurden bis zu diesem Zeitpunkt mit diskret verdrahteter Relaistechnik realisiert. Es versteht sich von selbst, dass diese Sys­ teme durch das häufige Schalten der Relais wartungsintensiv waren. Änderungen am Ablauf waren nur durch Änderung der ­Verdrahtungen möglich. Um eine gewisse Flexibilität zu erreichen, wurden Schaltun­ gen aufgebaut, bei denen durch Verände­ rungen von Steckverbindungen Abläufe beeinflusst werden konnten. In den USA wurden 1970 vier Unterneh­ men von der Automobilindustrie beauftragt, 40 Jahre Aktuelle Technik

die Relaistechnik durch Mikrocontroller zu kamen bald analoge Sensoren und Aktoren entwickeln. Ein wichtiges Kriterium war, in der Automation von Anlagen zum Ein­ dass die Fachleute, welche bisher die Elek­ satz, wie beispielsweise Temperaturfühler tropläne erstellt hatten, einfach auf eine oder analoge Stellglieder. Zudem liessen Programmiersprache umzuschulen waren. sich die Steuerungen dank Modularität bei So entstand als erste Programmiersprache der Controller-Leistung, beim Programmder Kontaktplan (KOP). Er stellte die über­ und Datenspeicher sowie beim Ausbau wiegend bitorientierten Aufgaben optimal von Ein-/Ausgangsmodulen besser skalie­ dar. Die Entwickler konnten wie gewohnt ren. Anfang der Achtzigerjahre gewannen den Maschinenablauf in bekannter Darstel­ positionierbare Antriebe in der Fertigungs­ lung abstrahieren, die Umschulungskosten industrie immer mehr an Bedeutung. Für waren dementsprechend gering. Um die die Ansteuerung der Antriebe wurden nor­ Flexibilität bei der Programmierung zu erhö­ mierte Schnittstellen zu externen Schritt­ hen, kamen später folgende Sprachen hinzu: motor- oder Servoreglern geschaffen. – Funktionsplan (FUP) – Anweisungsliste (AWL) Dezentrale Intelligenz – Strukturierter Text (ST) Um Kosten für die Verdrahtung von grösse­ – Ablaufsprache (AS) ren Anlagen zu reduzieren, wurden zu Zusammen mit KOP bilden diese Program­ Beginn der Neunzigerjahre die Signale von miersprachen die Norm IEC-61131-3. Sie den Sensoren und zu den Aktoren in dezen­ wurde 1994 verabschiedet. Im Jahr 2004 tralen Einheiten zusammengefasst. Die wurde die Norm angepasst. Diese Version längere Distanz vom Modul zur zentralen ist bis heute gültig. Steuerung wurde anstatt mit vielen Einzel­ adern durch ein Kabel mit wenigen Adern überwunden. Es entstanden die FeldBusse Integration weiterer Funktionalitäten Waren es am Anfang reine Verknüpfungen wie ProfiBus, InterBus-S, DeviceNet, CAN von digitalen Ein- und Ausgangssignalen, usw. Sie alle hatten ihre Vor- und Nachteile,


Zu Beginn wurden die Steuerungsprogramme über spezielle Pro­ gram­mier­geräte erstellt.

Einige Relais-­ Aufgaben kann eine SPS bis heute noch nicht erfüllen. Beckhoff gilt als Pionier für den Einsatz von IPCs in der Automa­ tisierung. Bild: Beckhoff AG

waren jedoch weder beim Hardware-Auf- teile : Eine Gewähr auf langfristige Verfügbau noch beim Übertragungsprotokoll barkeit und Kompatibilität von Ersatzteilen zuei­­n­ander kompatibel. Mit der Einführung gab es ebenso wenig wie eine garantierte von Ethernet als Verbindung zu den dezen- Softwarekompatibilität bei Updates. tralen Einheiten wurde ab Anfang der 2000er-Jahre dem Feldbus-Wildwuchs in Bedienen und beobachten den meisten Anwendungen ein Ende Die Entwicklung der Automatisierung ist gesetzt. Mit OPC UA 2 (OPC-Unified Archi- sehr gut an der Maschinenbedienung tecture) haben sich die Hersteller 2009 auf ersichtlich. Es ist heute im Zeitalter von Touchscreens kaum vorstellbar, dass zu einen Kommunikationsstandard geeinigt. Anfangszeiten ganze Anlagen über diskret verdrahtete Tastenfelder und Anzeige­­ SPS und IT verschmelzen Ebenfalls Anfang der Neunzigerjahre lampen bedient wurden. Um die Flexibilität erreichten die Rechner eine Performance, und den Komfort ihrer Maschinen zu die es zuliess, dass nebst dem Windows- erhöhen, forderten die Unternehmen die oder Unix-Betriebssystem eine software­ Möglichkeit, vor Ort Texte und Maschinenbasierende SPS (Soft-SPS) eine genügende parameter ablesen sowie verändern zu Echtzeitfähigkeit für gängige Automatisie- können. Handelte es anfangs hauptsächrungsaufgaben aufwies. Eine Soft-SPS lich um alphanumerische Anzeigen, wurden bestand in der Regel aus einem Indus­ sie ab Mitte der Neunzigerjahre mehr trie-­P C mit IO-Knoten, die über einen und mehr durch grafische Displays und Feldbus verbunden waren. Die Vorteile Monitore abgelöst. Bei komplexeren dieser Lösung bestanden darin, dass die Anwendungen kamen später mit industrieHardware-Beschaffung gegenüber klassi- tauglichen Rechnern sogenannte SCAschen Steuerungen mit gleicher Perfor- DA-Systeme (Supervisory Control and Data mance wesentlich günstiger und die Acquisition) zum Einsatz. Diese der SPS Visualisierung bereits integriert war. Nach- übergeordneten Systeme sind in der Lage,

Modulare Steue­ rungen wie hier von B&R erhöhten die Flexibilität. Bild: B&R Industrie-­ Automation AG

eine grössere Anzahl Daten zu erfassen, auszuwerten und bei Bedarf zu archivieren. Heutige M ­ ultitouch-Systeme erlauben dem User eine benutzergeführte und komfortable Bedienung. Noch nicht am Ende Die heutigen Anforderungen an eine SPS gehen weit über das reine Steuern und Regeln von Prozessen mechanischer Bewegungen hinaus. Produktionsprozesse sind datenbankgesteuert, Zyklen müssen über Bussysteme auf die Millisekunde genau synchronisiert werden, komplexe Berechnungen sind notwendig, Steuerungen sind vernetzt und tauschen Daten untereinander und mit ERP-System aus. Trotzdem bildet die SPS immer noch das Herz der meisten Anlagen. Komfortabler, flexibler, aber im Grundprinzip immer noch für den präzisen und sicheren Ablauf des Automatisierungsprozesses verantwortlich. Daran wird sich in absehbarer Zeit nicht so schnell etwas ändern. Schon oft totgesagt, bildet die SPS bis heute die Konstante in der Automatisierungstechnik, und das seit nahezu 50 Jahren.


Rück- und Ausblick Datentechnik 36

40 Jahre «Aktuelle Technik» sind eine gute Gelegenheit, einen Rück- und Ausblick über die Entwicklung in die Branche der Automatisierungstechnik zu wagen.

40 Jahre aktuelle (Daten-)Technik in der Industrie-Automation

Prof. Hans Scheitin, ZHAW Winterthur — Wer Version des ProfiBus eingeführt. Phoenix aus unserer älteren Technik-Generation hat Contact lancierte den legendären Interbus, sich nicht schon mit der RS232-Schnitt- der dank seiner Ring-Topologie eine enorme stelle herumgeärgert ? Ursprünglich als Dateneffizienz erreichte und viel besser für Verbindung zwischen der Telefonleitung den direkten Feldeinsatz geeignet war als und dem Personal Computer gedacht, die anderen damals verfügbaren Systeme. wurde sie rasch zweckent­fremdet und für Ursprünglich fürs Automobil gedacht, erste Steuerungsfunktionen eingesetzt. ge­wann etwas später der CAN-Bus massiv Natürlich hatte man immer das falsche an Marktanteilen. Speziell im Bereich der Kabel dabei, denn es gab eine ausge- Antriebstechnik ist dieses System heute kreuzte und eine 1 : 1-Version, Hard- und noch sehr beliebt. Software Handshakes usw. Die beschränkte Noch etwas später erschien das AS-­ Übertragungsrate und die viel zu kurze Inter­f ace, das sich für den Einsatz in der Leitungslänge führten rasch zum Ausster- Sensor-Aktor-Ebene spezialisierte. Das ASi ben, obgleich die PCs noch lange Zeit über war auch das erste System, das sicherdie RS232-D-Sub-Buchse verfügten. heitsrelevante Signale, wie etwa ein NotAus, über den Bus verarbeitete. Aus den Vereinigten Staaten verbreitete sich vor Jedem seinen Feldbus Es folgte die Blütezeit der differenziellen allem in der Gebäudetechnik das Local Datenübertragung auf der Basis der RS485- Operating Network (LON), wo es sich mit Spezifikation und damit die Konjunktur dem EIB (European Installation Bus, heute der verschiedenen FeldBus-Systeme. Der KNX) herumschlug. Auf diesem Sektor Bit-Bus von Intel war wohl eines der ersten ist auch das jüngere und dank der Kommuwirklich erfolgreichen industriellen Kom- nikation über das bestehende 230-V-Netz munikations-Systeme. Man darf ihn getrost für Nachrüstungen sehr gut geeignete als Urvater der industriellen Netzwerke «Digital Strom »-System anzusiedeln. Die bezeichnen. Dann ging es aber Schlag verschiedenen Technologie-Anbieter auf Schlag : Von Siemens wurde eine erste kämpften mit echten, meist jedoch mit 40 Jahre Aktuelle Technik

Schein­a rgumenten um Marktanteile ; es war dies die Zeit des mehrere Jahre andauernden «FeldBus-Krieges ». In den Fachzeitschriften erschienen immer mal wieder Übersichtstabellen, in denen Bit-Raten, Datenlänge und viele andere technische Parameter untereinander verglichen wurden. Statt zur Klärung führten diese Übersichten aber oft mehr zu Konfusion und Fehlinterpretationen. Die Ethernet-Protokollschlacht beginnt Das bisher unerwähnte Ethernet spielte im industriellen Umfeld eine eher unter­ geordnete Rolle. Zwar wurde es durchaus von den meisten Anbietern auf der Leit­ ebene verwendet, dort wird vor allem die hohe Datenkapazität und die zuverlässige Datenübertragung geschätzt. Die Fachleute waren sich aber einig, dass Ethernet in der industriellen Kommunikation fehl am Platz wäre. Unbrauchbares Jitter-­ Verhalten, fehlender Determinismus usw. machen — so die Lehrmeinung — das Sys­ tem für den Feldeinsatz in der Automatisierung untauglich. So glaubte man jedenfalls, bis im Jahre 2000 Martin Jetter mit seinem Ethernet-basierten JetWeb die vereinigte


FeldBus-Welt in Angst und Schrecken versetzte. Entgegen allen Experten-Meinungen wurde ein brauchbares, robustes, indus­ t rielles und Ethernet-basiertes System dem Markt präsentiert. Damit wurde der FeldBus-Krieg fast nahtlos zur Protokollschlacht überführt. Zunächst erwarteten die Anwender, dass mit Ethernet auch ein klar definierter Standard in der Netzwerktechnik eingeführt wurde. Die Anbindung an einzelne Anbieter wäre endlich Vergangenheit. Aber leider traf dies nicht zu, denn in kurzer Kadenz traten mit Ethernet-IP (Rockwell), Ethernet-Powerlink (B&R), EtherCAT (Beckhoff) und später auch noch Sercos III und ProfiNet (Siemens) weitere Ethernetbasierte Systeme in den Markt, die natürlich wieder allesamt nicht kompatibel zueinander waren. Nicht einmal auf einen gemeinsamen Industrie-tauglichen Stecker konnte man sich einigen.

tungsfähigen Front-End-Geräten wie erstmals an ein derartiges Produkt gewagt ; Smart Phone und Tablets. Und damit star- in diese Richtung dürfte es wohl letztlich tet eine weitere «Eskalationsstufe ». War gehen. Die Datenbrille dürfte sicherlich bisher das Leitsystem einer Anlage eine eines der Schlüsselelemente der Zukunft aufwendige, teure und lokal gehostete werden. Es lassen sich Schaltpläne, DatenInstallation, sind es künftig wohl zuneh- tabellen oder Tutorials zu was auch immer mend Cloud-basierte, dezentrale Lösungen direkt im Feld einblenden. Als Tourist erhält verschiedenster Servicedienstleister. man vielleicht spannende Informationen Der Kunde ist nicht mehr Eigentümer der direkt zu einem gerade betrach­teten Software, er mietet sein Leitsystem beim Gebäude. In diesem Bereich werden wir Anbieter, der die Software unterhält, für die schon bald neuen Anwendungen und nötigen Back-ups sorgt und immer alles auf Dienstleistungen begegnen. dem neusten Stand hält. Dem Kunden gehören «nur » noch die Daten; dafür kann Lösungen gegen Datenmissbrauch er jederzeit und von überall her seine Anla- sind gefragt gen beobachten, führen und Auswertun- Leider wird uns diese Entwicklung nicht gen vornehmen. Als Schnittstelle in die nur neue, spannende und komfortable Cloud bietet sich z. B. das offene und her- Lösungen bescheren. Damit einhergehen stellerneutrale MQTT-Protokoll (Message dürften vermutlich auch Datendiebstahl bzw. Daten­missbrauch. Zwar werden die Queuing Telemetry Transport) an. Daten verschiedenster Systeme lassen Anbieter der «Cloud-Dienste » alles untersich damit bei einem Broker in der Cloud nehmen, die Daten sicher zu verwalten, ablegen bzw. andernorts von dort wieder aber naturgemäss hinkt die Verteidigung abfragen. Jedes Internet-fähige Gerät ist dem Angriff immer etwas hinterher. Spannende Entwicklungen kommen auf uns zu damit prinzipiell in der Lage, am DatenausWir werden also auch neue kriminelle Nichtsdestotrotz liess sich die Entwicklung tausch teilzunehmen. Wir werden schon Anwendungen der neuen virtuellen Welt der Netzwerktechnik in der Automatisie- bald eine gewaltige und spannende Ent- erleben müssen. Das kann jedoch nicht rung nicht mehr bremsen. Zu erfolgreich wicklung miterleben dürfen. Schon heute ein Argument gegen diese Technik sein, waren die Konzepte aus der IT-Welt. Die sind 3D-Brillen und «Virtual Reality » ein denn damit musste sich der Mensch von damit verbundene Durchgängigkeit ins Renner an den Fachmessen. Zwar sehen jeher abfinden ; jede neue Entwicklung Internet ermöglichte viel flexiblere und diese Komponenten noch aus wie Taucher- konnte immer schon zweckentfremdet einfachere Lösungen. Fehlermeldungen brillen oder Motorradhelme. Es ist jedoch werden. Wir werden lernen, damit zu und Warnungen konnten recht einfach nur eine Frage der Zeit, bis filigrane, güns- leben und umzugehen. ins «Web » gestellt oder per SMS bzw. Mail tigere und brauchbarere Elemente am an das Servicepersonal übermittelt werden. Markt erscheinen werden. Google hat sich Dies nicht zuletzt dank den neuen, leis- schon vor ein paar Jahren mit Google-Glass zhaw.ch

Im Jahre 2000 glaubte die Fachwelt an eine einheitliche Netzwerkplattform über Ethernet TCP/IP. Weit gefehlt, denn danach folgte die Protokollschlacht. Mit OPC UA einigten sich 2009 die führenden Hersteller endlich auf einen gemeinsamen Kommu­ nikationsstandard.


Rück- und Ausblick Mechatronik 38

Früher war alles ganz einfach. Keine komplizierten Systeme im Auto wie ABS, GPS, Katalysator, Abstandswarner usw. Unter der Motorhaube war alles klar und übersichtlich, und bei Problemen konnte man schon mal selbst Hand anlegen.

Mecha-Info-Tronik: Die Entwicklung des heute so erfolgreichen Trios Prof. Heinz Domeisen – Damals gab es dazu bei. Rechnerunterstützte Entwick- Getriebe, Steuerung, Überwachung) selbst keine E-Bikes, keine Smartphones und lungswerkzeuge für die Ingenieure erlau- zu­s ammen­stellte, sind heute als Einheit keine Photovoltaik. Zeichnungen wurden ben es, näher an die (physikalischen) verfügbar. Produkte wie z. B. Roboter sind am Reissbrett in 2D erstellt usw. Das war Grenzen zu gehen. Man muss dafür jedoch mechatronische Systeme, bei denen alle zwar alles im letzten Jahrhundert, ist aber diese Grenzen auch genauer kennen. Dies Teilsysteme sinnvoll zusammenarbeiten im Grund noch gar nicht so lange her ! erlaubt Einsparungen an Material und müssen. Ein weiteres Beispiel ist die addiEnergie und ermöglicht ausserdem ein tive Fertigung von Bauteilen. Sie ist ohne Im Gegensatz zu heute musste man besseres dynamisches Verhalten. Typi- präzise mechatronische Produktions­ jedoch z. B. die Messwerte von einem In­­strument ablesen, aufschreiben und sche Beispiele sind parallele und serielle einrichtung nicht denkbar. die Diagramme von Hand zeichnen. Von Kinematik z. B. für Handling-Systeme. Allerdings sind die Systeme wesentlich unterwegs jemanden anzurufen war nur – Signalverarbeitung dank hoher Rechen- komplexer geworden und die Änderungsvon einer Telefonzelle aus möglich. leistung und viel Speicher auf kleinem rate hoch. Trotzdem gilt es die ZusammenRaum eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten, hänge zu verstehen, die Systeme zu auch dank «dezentraler Intelligenz ». Dies dokumentieren und zu betreiben inkl. WarSmarte Helfer Heute stehen uns für viele Aufgaben smarte ermöglicht z.B. die dauernde Überwa- tung sowie Verwaltung der Daten. Die Helfer zur Verfügung, zum Beispiel im chung von Systemen sowie die dynami- Sicherheit (Safety und Security) dieser Bereich der Kommunikation, der Produk- sche Kompensation von Sensoren. Systeme stellt hohe Anforderungen tion, der Datenverarbeitung und auch in der – Das Zusammenwachsen von MaschinenAusbildung. Es sind neue Begriffe und Mög- technik (früher «Mechanik ») und Elek­ Ein Blick in die Zukunft lichkeiten aufgetaucht, wie additive Ferti- tronik. Seit gut 40 Jahren werden ent­ Noch nie waren die Möglichkeiten für Innosprechende Systeme unter dem Begriff vationen in allen Bereichen so gross gung, Cobots (kooperierende Roboter), IoT (Internet of Things) usw. In wenigen Jahr- Mecha­tronik zusammengefasst. Obwohl wie heute. Man spricht vom Zeitalter der die technische Informatik dank miniatu­ Digitalisierung bzw. der 4. industriellen zehnten hat sich vieles verändert. risierter Hardware heute in sehr vielen (R)Evolution (Industrie 4.0, in der Schweiz Produkten enthalten ist, wurde der wurde vor zwei Jahren die Plattform IndusDazu gelten fogende Grundlagen: – Mathematische Beschreibung und UnterBegriff Mecha­t ronik beibehalten. Gere- trie 2025 aufgebaut). Digitalisierung der suchung der Systemdynamik. Die Mathe- gelte elektrische Antriebe, die man im Allgemeinen analogen Welt bedeutet matik trägt mit effizienten Algorithmen früher aus Einzel­komponenten (Sensoren, jedoch : Alles wird in Zahlen abgebildet, 40 Jahre Aktuelle Technik


und dabei gehen Informationen verloren. braucht es individuelle Weiterbildungen Es ist deshalb von entscheidender Bedeu­ «on the job », da die Anforderungen sehr tung, dass sämtliche wesentlichen Eigen­ unterschiedlich sind. Kommunikation bleibt schaften berücksichtigt werden. wichtig, nicht nur von Mensch zu Mensch, Der sogenannt «digitale Zwilling » ist sondern auch zwischen Mensch und ein mathematisches Modell bzw. eine ver­ Maschine. Klare und eindeutige Formulie­ einfachte Nachbildung eines Systems für rungen könnten in naher Zukunft unter spezifische Analysen. Es muss validiert Umständen sogar die Code-Entwicklung werden, bevor es für Simulationen ein­ von Software unterstützen. Flexibilität und gesetzt wird. Der Vorteil liegt jedoch gesunder Menschenverstand sind nach darin, dass es sich als sogenanntes CPS wie vor wichtig. Die grenzüberschreitenden (cyber-physisches System) vielseitig ein­ Fernwirkungsmöglichkeiten beinhalten, setzen lässt. Lernfähige Systeme brauchen neben vielen Vorteilen, jedoch andere Risi­ zu Beginn Vorgaben fürs Lernen, können ken als früher. So muss der Schutz vor sich im Idealfall allerdings an neue Situa­ Missbrauch und Sabotage bei Hard- und tionen individuell anpassen. Software stets im Auge behalten und Sabo­ tage so weit wie möglich verhindert werden. Sogar der Traum vom Perpetuum mobile Vorteile und Risiken Obwohl oder gerade weil die Änderungs­ kreist noch immer in den Köpfen. Auch rate heute sehr hoch ist, sind Grundlagen­ wenn sich dieser Traum nicht realisieren wissen und –erfahrungen zentral, denn auf lässt, so können neue Ideen doch zu diesen lässt sich aufbauen. Zusätzlich zukunftsträchtigen Innovationen führen.

Autonomer IndoorNavi­gations­roboter Entwicklung geräuscharmer Reifenprofile mittels fast Fourier transform (FFT).

Entwurf eines Perpetuum mobiles von Ulrich von Granach 1664.


Ausblick Neue Technologien 40

Einige Entwicklungen sind leicht vorhersehbar. Aber man kann seinen Geist auch an ultravisionären Technologien schulen. Und da gehört die Falttechnik mit dazu.

Die Zukunft kommt – üben Sie schon einmal Origami Eugen Albisser — Die Digital-Vortex-Studie hatte es in sich. Denn sie prophezeit den Industriefirmen einen gewaltigen Wandel, sodass sich die Hälfte aller Firmen innerhalb von fünf Jahren in einem vollkommen neuen Geschäftsumfeld befinden wird. Das Tragische an dieser Prophezeiung ist nicht der Fakt, dass ganze Wirtschaftszweige neu angeordnet werden ; es ist die Geschwindigkeit, mit der dieser Wandel stattfindet. Sie ist tragisch, weil fünf Jahre kein wirklich grosser Zeitraum sind, um sich seriös wie eh und je darauf vorzubereiten, wie man die Firmenzukunft gestalten will. Momentan wissen nur wenige Firmen, wohin ihre Reise geht. Aber eines ist sicher: Die Digitalisierung spielt eine heraus­ ragende Rolle. Das ist – immerhin – bereits eine bequeme und schon fast greifbare Feststellung. Mit der Digitalisierung kommen neue Geschäftsmodelle, die wir gegenwärtig als umwälzend empfinden, in ein paar Jahren werden auch die momentan so gehypten disruptiven digitalen Geschäftsmodelle Usus sein, und jeder kann sie adaptieren. Doch die Gefahr besteht, dass man den Rückstand nicht wieder aufholen kann und gezwungen ist, eben doch ein eigenes disruptives 40 Jahre Aktuelle Technik

Geschäftsmodell zu finden. Oder auf neue Technologien zu setzen, aber dazu später.

Zukunft bunt oder gar grell an die Wand malen. Und dies allein schon deshalb, um sich intellektuell mit seinen Kollegen Sich besser keinen Digitalisierungs­ während einer Wir-suchen-­neue-Produktetunnelblick zulegen Sitzung einigen Gedanken­experimenten Da die Digitalisierung so konkret vor unse- hinzugeben. Denn die «Was w ­ äre, wenn »rer Tür steht, lassen sich die nächsten Jahre Frage ist noch immer die klügste aller Entziemlich genau vorstellen : Die Vernetzung wicklerfragen – und sie schärft den Geist wird ins Unendliche fortgesetzt. In tech­ auch für die weniger visionären Projekte. nischer Hinsicht dürften keine grossen Ein gnadenlos gutes Buch zur Ein­ Hindernisse mehr auftauchen. Aber überall stimmung in solche Fragen über neue lauern Gefahren, welche die Industrie 4.0 Technologien und was die eigene Firma mitten im globalen Siegeszug aufhalten damit tun könnte, stammt von der Wissenkönnten : Datenschutz und Datendiebstahl schaftlerin Kelly Weinersmith und ihrem seien hier als die wichtigsten genannt. Oder Mann Zach. Ihr eben erschienenes Buch dass die Industrie 5.0 bereits eintritt, bevor zeigt auf amüsante und doch auch sachlisich die vernetzte Produktion überhaupt che und wissenschaftliche Art, welche vollständig ausbreiten konnte. Was die zehn Technologien die Welt verändern Industrie 5.0 sein könnte? Keine Ahnung. werden. Oder in den Worten der WeinersUnd deshalb tut es gut, sich nicht nur einen miths : «10 revolutionäre Technologien, vollkommenen Digitalsierungstunnelblick mit denen alles gut wird oder komplett anzueignen, sondern stets zu verfolgen, den Bach runtergeht.» welche Technologien neue Geschäftsfelder eröffnen und welche Technologien mit Das All kommt näher – und dann? einer grossen Wahrscheinlichkeit unser Einige der vorgestellten Technologien Leben verändern könnten. dürften nur für wenige Firmen von grossem Dabei lohnt es sich, auch jene Vordenker Interesse sein. Momentan jedenfalls. So anzulesen, die mit äusserst gewagten, aber ist das Einsammeln von Materialien auf wissenschaftlich fundierten Theorien die erdnahen Asteroiden noch keine riesige


Option. Doch als Inspirationsquelle sollte die Möglichkeit, welche die Erkundung des Universums den Firmen eröffnet, nicht ausser Acht gelassen werden. Eine Firma wie Maxon Motor macht das in kleinen, aber prestigträchtigen Projekten vor, obwohl sie «nur » die Antriebe für die Mars­roboter herstellt. Aber immerhin : All-tauglich ist zukunftstauglich. Denn eines ist sicher : Sollte es auf der Erde irgendwie noch ein paar Jahre weitergehen mit der Zivilisation, dann wird das All einen der nächsten grossen Booms erleben. Und sollte die Zivilisation auf den Kollaps zusteuern, so wird das All sowieso in den Fokus aller Wunschträume kommen. Doch wie kommt man am einfachsten und am billigsten ins All ? Mit einem Slingatron? Nein, mit einem Lift, dessen Aufzugskabine an einem langen Kabel aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen hoch- und runterfährt. Diese reissfesten, aber leichten Materialen existieren bereits. Was könnte Ihre Firma zum Lift oder zur Eroberung des Weltalls beitragen? Oder was ist mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen sonst noch möglich? Meine Firma könnte ____________.

matisierungsbranche machen. Wenn Sie auch das ein Tipp für die Zukunft – immer rechtzeitig daran teilnehmen natürlich. wichtiger. Dass man Blockchain kennen Auch Kelly und Zach Weinersmith, die oben und additive Verfahren im Blickfeld haben erwähnten Autoren des gnadenlos guten muss, ist klar. Das sind Technologien, die Buches, finden, dass diese Technologien das Heute bestimmen, auch wenn sie sich das Potenzial haben, mit denen alles gut teilweise noch wie das Morgige anhören. wird. Viele Forschungseinrichtungen Also, verlieren Sie nie den Blick in die beschäftigen sich damit — und erfreulicher- Ferne zu den wirklich revolutionären weise ist man auch in der Schweiz ganz Techno­logien, die noch kommen werden. weit vorne dabei. An der EPFL wird zum Denn die Zukunft steht immer schon gleich Beispiel daran geforscht. vor der Tür. Heute ist es Digitalisierung. Ein Origami-Roboter wäre auch dazu Morgen sind es die faltbaren Roboter. Überprädestiniert, sich transformieren zu morgen die winzigen Roboterschwärme. können. Zuerst helfender Roboter neben Beginnen Sie vielleicht schon mal mit einem Mitarbeiter, flugs darauf ein Förder- Origami. Das ist ebenso beruhigend wie band, dann Transport­wagen. Das grosse kreativ, und Sie falten gleichzeitig die Ziel also wäre – in Kombination mit anderen Zukunft neu zusammen. fortschritt­lichen Technologien, Produkte zu entwerfen, die sich den Wünschen des Käufers anpassen. «Dabei [bei programmierbaren Materialien] geht es darum, Buchempfehlung Materie, also physikalische Entitäten, so zu programmieren, dass sie von sich aus ihre Titel: «BALD! 10 revolutionäre Form verändern, ihre Eigenschaften und Technologien, mit denen sich selbst ohne Anweisungen von Menalles gut wird oder komplett schen oder Maschinen neu zusammen­ den Bach runtergeht», setzen», sagt etwa Skylar Tibbits, Professor Autoren: Kelly und Zach am Massachusetts Institute of Technology Weinersmith (MIT), im Buch der Weinersmith'. Verlag: Carl Hanser Verlag Wenn Forscher Origami üben München 2017 Aber zurück zur Erde. Eine der faszi­ Technologie-Scouting wird Umfang: 480 Seiten nierendsten Technologien für die Automa- immer wichtiger ISBN: 978-3-446-25676-7 tisierungsbranche ist sicherlich die An diesen und anderen Technologien wird Kosten: rund 25,50 CHF Faltkunst. Die Origami-Bauweise wird genau jetzt irgendwo auf dieser Welt Ihr Unternehmen zu einem Star in der Auto- geforscht. Technologie-Scouting wird also –

Zukunftstech­ nologie Roombots: modulare Roboter, die gemeinsam komplexe Struk­ turen bauen können. Bild: EPFL


Firmenporträt Aafag AG 42

Aafag AG: Alles aus einem Haus Firmengründung 2. Oktober 1969 Geschäftsleitung Patricia May Thomas Bühler Willy May Kernkompetenzen CAD-Layout und Entwicklung Herstellung von industriellen Baugruppen Bestückung von LED-Baugruppen Produkte Wir fertigen komplette Baugruppen nach Ihren Wünschen. Unsere Hauptkompetenzen liegen in der SMT-, THT- und LED-Technik. Kontakt Aafag AG Sigelwiesstrasse 21 8451 Kleinandelfingen Tel. +41 52 305 25 50 mail@aafag.ch aafag.ch

Thomas Bühler, Patricia May und Willy May sind die drei jungen, engagierten Chefs der Aafag AG.

«Bei uns können Sie Ihre bestückten Baugruppen verkaufsfertig, nach Endkundenspezifikation verpackt, in Auftrag geben. Der komplette Service ist unsere Spezialität.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Die Elektronikfirma mit Sitz in Kleinandelfingen ZH fertigt elektronische Baugruppen und unterstützt Ihre Ideen von der Entwicklung bis zum serienreifen Produkt, getreu nach dem Credo «alles aus einem Haus». In unserem Neubau fertigen wir mit modernsten Bestückungslinien und garantieren so einen optimalen Betriebsablauf. Unternehmen Gegründet wurde die Elektronikfirma Aafag AG im Jahr 1969. Die zwei A im Namen kommen aus den Anfängen der Firma und bedeuten Andelfinger Apparate Fabrik AG. Das Gründungsjahr 1969 war die Zeit, in der die Umstellung von Röhren­radios zu ­Transistorradios vonstatten ging. Dies war der Beginn der Elektronik und der Fertigung von Leiterplatten. Das ist lange her. Die Herstellung von Leiterplatten hat in der Schweiz heute kaum mehr Bedeutung, weshalb wir uns auf die Bestückung der Leiterplatten spezialisiert haben. Die Aafag AG stellt elektronisch bestü­ ckte Bau­g ruppen in Auflagen von 1 bis einige 10 000 Stück her. Mit vier Bestü­ ckungs­linien setzen wir die Ideen unserer Kunden um. Vom Layout bis hin zur komplett bestückten Baugruppe fertigen und testen wir alles im Haus. Dazu gehören auch die Montage von Gehäusen und das Verpacken nach Kundenspezifikation. Bei uns können Sie Ihre Produkte verkaufsfertig verpackt in Auftrag geben. Der komplette Service ist unsere Spezialität. Zweites Standbein neben der SMT-­ Bestückung ist die Bestückung von LED-­ Baugruppen. Die LED-Technik ist eine moderne Tech­nologie, die sich durch sehr hohe Energie­effizienz auszeichnet und den Stromverbrauch reduzieren wird. Wir bera-

ten Sie gern bezüglich Helligkeit, Farbgestaltung, Grösse und Form der Lichtquelle, entwerfen Ihr Layout und beschaffen die nötigen Bauteile mit den entsprechenden Binnings, um Ihr Produkt zu vervollstän­ digen und zum Leuchten zu bringen. Die Bestückung von Leiterplatten bis zu einer Länge von 1500 mm ist unsere Spezialität. Seit einem Jahr ist nun der Neubau an der Sigelwiesstrasse 21 bezogen. 34 Mitarbeiter konnten dank hellen Arbeitsplätzen, grosszügigen Räumen und einer modernen Infra­struktur ihre Effizienz und Qualität steigern. Nachfolger sind bereit Jahrzehntelang führten Fritz May und Reto Quinter die Aafag AG erfolgreich. Damit der eigenen Pensionierung gelassen entgegengeblickt werden konnte, wurden die drei Nachfolger Patricia May, Thomas Bühler und Willy May bereits eingearbeitet. Sie bringen frischen Wind, neue Perspektiven, moderne Ideen und viel Energie – aber das Fundament der Aafag AG, die Werte, die Philosophie, die Arbeitsplätze und die jahrelange Erfahrung werden weitergetragen. An dieser Stelle möchten wir als Nachfolger uns bei unseren «grauen Eminenzen» Fritz May und Reto Quinter für die weitere Unterstützung in den kommenden Jahren herzlich bedanken!


Firmenporträt B&R Industrie-Automation AG 43

Massenproduktion kosteneffizient individualisieren Firmengründung B&R Schweiz : 1987 B&R Eggelsberg : 1979

B&R ist ein innovatives Automatisierungsunternehmen mit Hauptsitz in Österreich und Niederlassungen in der ganzen Welt. Seit Juli 2017 ist B&R eine Geschäftseinheit von ABB. B&R stellt für ihre Kunden Gesamtlösungen in der Maschinenautomatisierung, Antriebs- und Steuerungstechnik, Visualisierung und integrierten Sicherheitstechnik bereit.

Geschäftsleitung B&R CH : Paolo Salvagno Kernkompetenzen Perfection in Automation : Als Branchen­ führer in der Industrieautomation kombi­­niert B&R modernste Technologien mit fortschrittlichem Engineering. Produkte B&R stellt den Kunden verschiedenster Branchen perfekte Gesamtlösungen in der Maschinen- und Fabrikautomati­ sierung, Antriebs- und Steuerungstechnik, Visualisierung und integrierten Sicherheitstechnik bereit, Lösungen für die Kommunikation im Industrial IoT – allen voran OPC UA, POWERLINK und der offene Standard openSAFETY – runden das Leistungsportfolio von B&R ab. Darüber hinaus ist die Software-Entwicklungs­ umgebung Automation Studio Wegweiser für zukunftsgerichtetes Engineering. Kontakt B&R Industrie-Automation AG Langfeldstrasse 90 8500 Frauenfeld Tel. +41 52 728 56 00 Fax +41 52 728 56 01 office.ch@br-automation.com br-automation.com

Perfection in Automation Der Pioniergeist der Unternehmensgründer Erwin Bernecker und Josef Rainer, ver­ bunden mit der Vision, etwas Grosses für die Automatisierungsbranche zu leisten, prägt auch heute noch die Leitlinien des Unternehmens. Diese Überzeugung führte bereits 1983 zur Gründung erster internationaler Tochtergesellschaften. Der unternehmerische Mut, kombiniert mit einer ausgesprochenen Weitsicht, hat B&R innerhalb eines Vierteljahrhunderts zum internationalen Konzern aufblühen lassen. Das ausgezeichnete Gespür für Marktentwicklungen und Trends und der Wille, Hightech-Lösungen zum Nutzen der Kunden anzubieten, hat B&R zum Innovations- und Technologieführer in der Branche gemacht. Mit unternehmerischem Mut und Weitsicht ist die Firma rasch zu einem internationalen Konzern gewachsen. Das Gespür für Marktentwicklungen und Trends hat sie zum Innovations- und Technologieführer in der Branche gemacht. Als globales Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation innerhalb der ABB-Gruppe wird der Konzern seine führende Position im internationalen Markt­umfeld weiter ausbauen und seinen Wachstumskurs fortsetzen.

Verschiedenste Firmen aus den Bereichen Verpackung, Kunststoff, Druck und Papier, Textil, Automobil, Getränke und Nah­ rungsmittel, Halbleiter, Holz, Metall und Bergbau, Pharma, Chemie und Gebäudeautomation bauen auf die Kompetenz von B&R. Unsere ganzheitlichen Lösungen helfen Kunden aus allen Industriezweigen, entscheidende Wettbewerbsvorteile zu generieren. Diese breite Ausrichtung auf alle Anwendungsbereiche der Maschinenautomatisierung und Prozessleittechnik bildet das Fundament dieses starken und verlässlichen Partners. B&R bietet ihren Kunden eine durchgängige Automatisierungslösung aus einer Hand: Keine unnötigen Schnitt­ stellen, maximale Flexibilität und höchste Wirtschaftlichkeit. Einzigartige Partnerschaft B& R s teht ihren Kunden von der Produktidee über die Entwicklung bis hin zum After-Sales-Bereich kontinuierlich mit Rat und Tat zur Seite. Für diese ein­ zigartige Partnerschaft und die inno­ vativen Lösungen wird die Firma von ihren Kunden geschätzt – ein guter Grund, stolz zu sein.

Paolo Salvagno, Geschäftsführer B&R Schweiz

«Die Entwicklung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter spielt eine grosse Rolle und ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg von B&R.»

Mit dem ACOPO-Strak, dem flexiblen Transportsystem für höchste Produktivität in der Produktion präsentierte B&R anlässlich der SPS in Nürnberg eine Weltneuheit. 40 Jahre Aktuelle Technik


Firmenporträt Bosch Rexroth Schweiz AG 44

Schweizer Industriegeschichte Die Bosch Rexroth Schweiz AG blickt in der Schweiz auf eine bewegte Geschichte mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung in allen Bereichen zurück.

Firmengründung 1966 Geschäftsleitung Norbert Renz Kernkompetenzen: Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient : Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Grössenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Markt­ segmenten mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrik­ automation für die Entwicklung innovativer Komponenten, massgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Produkte Die Bosch Rexroth Schweiz AG bietet ihren Kunden Hydraulik, elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen für die Ent­wicklung innovativer Komponenten, massgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Kontakt Bosch Rexroth Schweiz AG Hemrietstrasse 2 8863 Buttikon, Schweiz Tel. +41 55 464 61 11 info@boschrexroth.ch boschrexroth.ch

Unter dem Motto «Gestern, heute, morgen» feierte die Bosch Rexroth Schweiz AG im letzten Jahr in Bern ihr 50-jähriges Firmenbestehen in der Schweiz. Was 1966 unter dem Firmennamen Rexroth AG in Zürich begann, entwickelte sich in den letzten fünf Jahrzehnten zu einer Erfolgsgeschichte für die Schweizer Industrie. Mit einem breiten Produktportfolio aus Hydraulik, elektrischer Antriebs- und Steuerungs­technik, Getriebetechnik, Linearund Montagetechnik sowie einem exzellenten Anwendungs-Know-how konnten in den letzten 50 Jahren zahlreiche Sonderund Serienprojekte realisiert werden. Ob Seil- und Bergbahnen, Schnee­ räumfahrzeuge, Verpackungsmaschinen, Werkzeugmaschinen oder Theater- und Bühnenumbauten – in den letzten 50 Jahren hat die Bosch Rexroth Schweiz AG so einiges bewegt. «Die ersten 35 Jahre waren stark geprägt von Hydraulik, in der wir auch heute noch die weltweit führende Marktposition einnehmen. Unsere Hydrauliklösungen kamen zum Beispiel schon damals in den weltbekannten Schweizer Schreitbaggern, zur Turbinenregelung in Wasserkraftwerken und in Werkzeug­ maschinen zum Einsatz », resümiert René

Norbert Renz, Geschäftsführer

«Als einziger Anbieter aller Technologien zum Antreiben, Steuern und Bewegen unterstützen wir unsere Kunden mit einem branchenübergreifenden Ansatz in ihrem Geschäft. Dabei haben wir die Bereiche Antriebs- und Steuerungstechnik sowie Linear- und Montagetechnik deutlich ausgebaut.» 40 Jahre Aktuelle Technik

Gross, zwischen 1993 und 2006 Geschäftsführer der Bosch Rexroth Schweiz AG und bis heute Mitglied im Verwaltungsrat. «In den letzten 15 Jahren haben wir vor allem den Verän­derungen in den Technologien Rechnung getragen. Als einziger Anbieter aller Technologien zum Antreiben, Steuern und Bewegen unterstützen wir unsere Kunden mit einem branchenübergreifenden Ansatz in ihrem Geschäft. Dabei haben wir die Bereiche Antriebs- und Steuerungstechnik sowie Linear- und Montagetechnik deutlich ausgebaut », freut sich Norbert Renz, seit 2001 Geschäftsführer der Bosch Rexroth Schweiz AG. «Die starke Position in der Hydraulik nutzen wir, um die Elektronifizierung sowie die Einbindung der Hydraulik in die vernetzte Industrie massgeblich voranzutreiben.» Als Teil der Bosch-Gruppe treibt Bosch Rexroth das Thema Industrie 4.0 weltweit und langfristig voran. Bosch Rexroth ist sowohl Leitanwender als auch Leitanbieter. Als Leitanwender setzen Bosch und Bosch Rexroth Industrie-4.0-Lösungen schrittweise zunächst in den eigenen Werken um. Die Praxiserfahrungen aus diesen Pilotprojekten fliessen dann direkt in die Automationslösungen für die Kunden ein.


Firmenporträt Compar AG 45

Kompetentes System­haus für industrielle Bildverarbeitung und Robotik

Firmengründung 1986 Geschäftsleitung Tobias Lüssi (Geschäftsführer), Thierry Dupinet (Technischer Leiter), Ruth Grossmann (Finanzen), Stefan Basig (Verkauf & Marketing)

Wo Qualitätskontrollen gefordert, Null-Fehler-Strategien verfolgt, Ressourcen­ effizienz und eine hohe Produktivität verlangt werden, überall dort sind industrielle Bildverarbeitungssysteme von Compar AG (gegründet 1986) zu finden.

Kernkompetenzen Der industrielle Einsatz von Bild­­verar­ beitung und Robotik sind unsere Kernkompetenzen. Wir analysieren Ihre Aufgaben und entwickeln für Sie geeignete Lösungen aus Hardware und Software und integrieren diese in Ihre Anlagen und Maschinen. Leistung Kompetentes Systemhaus für industrielle Bildverarbeitung und Robotik Kontakt Compar AG Rietbrunnen 44 8808 Pfäffikon SZ Tel. +41 55 416 10 60 info@compar.ch compar.ch

Mit dem Anspruch, für Sie ein kompetentes Systemhaus für industrielle Bildverar­ beitung und Robotik zu sein, bieten wir ganzheitliche Lösungen mit intelligenten Kameras, PC-basierten Vision-Systemen, präzisen Robotern bis zu ganzheit­lichen Prüfanlagen mit hochflexiblem Handling. Kernaufgaben sind Inspektionen im 2Dund 3D-Raum, Druckkontrollen, Oberflä­ chenprüfungen, Objekterkennung sowie Code-Lesungen und Robot Guidance. In allen Branchen, ganz besonders aber in der Automobil-, Uhren-, Verpackungs-, Druck-, Elektronik-, Medizinal- und Pharma­ industrie, schätzen Kunden unsere innova­ tiven Komplettlösungen, die auf unserem modularen Baukastenprinzip basieren. Zen­ traler Baustein ist da unsere erprobte Bild­ verarbeitungssoftware VISIONexpert. Hinzu kommen unsere langjährigen Partnerschaf­

Tobias Lüssi, Geschäftsführer

«Bildverarbeitung und Roboter werden auch in der Smart-FactoryWelt wichtige und zentrale Schlüsselelemente sein, wo kompetente Systemhäuser mit innovativen Lösungen gefragt sind.»

40 Jahre Aktuelle Technik

ten mit Cognex und Epson. Cognex ist welt­ marktführender Anbieter von intelligenten Bildverarbeitungskameras. Epson bietet leistungsstarke Industrieroboter an. Über 250 Scara-Modellvarianten und diverse 6Achs-Roboter zählen zum Produktportfolio. Als Exklusiv-Epson-Distributor bedienen wir die ganze Schweiz sowie Liechtenstein. Dank interdisziplinärem und vernetztem Ingenieurwissen in Automation, Bildver­ arbeitung und Robotik entstehen leistungs­ fähige Systeme, die begeistern und überzeugen. Mit Weitsicht und Nachhaltig­ keit ist es unser Ziel, unsere Kunden stets weiterzubringen. Um diesem Ziel noch näher zu kommen, haben wir in den letzten Jahren unsere Standorte ausgebaut. Dazu zählen eine Niederlassung in der Romandie sowie ein eigenständiges Unternehmen Compar vision systems & robotics LTD in Irland.


Firmenporträt DMB Technics AG 46

DMB Technics – The Customizing Class Firmengründung 2005

DMB Technics ist Experte für die Entwicklung von kundenspezifischen Display-Anzeigen und -Systemen. Das Unternehmen bietet diese Produkte in verschiedenen Varianten, optional mit Touch-Funktion, individueller Coverlens oder anderen elektronischen und mechanischen Funktionen an.

Geschäftsleitung Dieter Heimgartner Anzahl Mitarbeiter Schweiz : 18 Weltweit : 23 Tochtergesellschaft DMB Technics Deutschland GmbH Gewerbe­park Chammünster Nord 12 DE-93413 Cham Kernkompetenzen Display-Experte für kundenspezifische Applikationen in den Märkten – Haushaltsware – Messtechnik – Medizintechnik – Maschinensteuerung Produkte Kundenspezifische Display-Anzeigen und -Systeme in verschiedenen Varianten von TN-LCD-Anzeigen bis hin zu hoch auflösenden IPS-TFT-Module Zertifizierungen ISO9001 Mitgliedschaften swissT.net COG Kontakt DMB Technics AG Bösch 41 6331 Hünenberg Tel. +41 41 784 30 90 Fax +41 41 784 30 99 info@dmbtechnics.com dmbtechnics.com

40 Jahre Aktuelle Technik

Durch das fein abgestimmte Lieferantenportfolio der DMB Technics können alle gängigen Technologien, beginnend von der einfachen TN-LCD-Anzeige (Twisted Nematic) bis zum hochauflösenden IPSTFT-Modul (In Plane Switching), angeboten werden. Die kundenspezifischen Ent­ wicklungen richten sich an das industrielle Umfeld. Zu den Kunden zählen Unter­ nehmen der Geschäftsfelder Messtechnik, Maschinensteuerung, Analyse- und Labortechnik sowie Home-Appliance. Die Entwicklungsarbeit der individuellen Produkte erfolgt in der Schweiz, während Produktionspartner im Ausland die Displaylösungen fertigen. Mit dem DMB Technics Supplier Relation Manager vor Ort in Fernost wird der Wissenstransfer garantiert sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern gestärkt. Werte wie Präzision, Pünktlichkeit und Systematik werden bei DMB Technics gross geschrieben — Eigenschaften, die auch Kunden, gerade im Ausland, schätzen.

eine immer weiter steigende Auflösung ein stetiger Trend. So werden zukünftig vermehrt auch kundenspezifische TFT-Displays in Sonderformaten den Kundenwünschen gerecht werden. Eine daraus resultierende Herausforderung ist die höhere Integration der Produkte. Das heisst, Displays beinhalten immer mehr Zusatzfunktionen wie zum Beispiel kapazitive Touch-Panel, Frontblenden, Intelligenz beim Modul oder spezielle Kommunikationssysteme.

Expertise ist der Schlüssel zum Erfolg Das Unternehmen begegnet diesen Neuerungen in der Displaybranche mit erhöhter Marktpräsenz, wobei sowohl Kunden als auch Hersteller gleichermassen Beachtung finden. Kurze Entscheidungswege begünstigen zudem den flexiblen Umgang mit neuen Marktsituationen. Die Stärken des Display-Spezialisten liegen klar im fundierten Fachwissen. Zwei führende Angestellte sind Miterfinder und Patenthalter der Basis-LCD-Technologien STN (Super Twisted Nematic) und VA (VerDisplays von morgen sind grösser und leistungsfähiger tical Alignment). Mit ihren umfangreichen In der Display-Branche sind derzeit vor Kenntnissen zu Fertigungsprozessen allem zwei grosse Trends zu beobachten: können die Entwickler den Kunden optimal Einerseits werden die verwendeten Displays beraten und kundenspezifische Produkte immer grösser. Wurden früher noch kun- schnell und effizient von der ersten Idee bis denspezifische Anzeigen mit Diagonalen zum fertigen Produkt begleiten. Spezifische von 1 bis 3,5" eingesetzt, so fragen Kunden Aus- und Weiterbildungen steigern zusätzheute vermehrt Grössen im Bereich von lich die Fachkompetenz des gesamten 3,5 bis 10,1" an. Andererseits sind Farbe und DMB Technics Teams.


Firmenporträt Faji SA 48

8 ½ gute Gründe, die SIAMS zu besuchen Die nächste SIAMS findet vom 17. bis zum 20. April 2018 in Moutier statt. Hier nun 8 ½ gute Gründe, sich die Daten in Ihrer Agenda vorzumerken und die Messe aufzusuchen.

Firmengründung 1989 Das Unternehmen wechselte 2007 den Namen und wurde zur FAJI SA. Sein Produkt ist eine Fachmesse, die SIAMS.

Einige Fakten Die Messe findet alle zwei Jahre in Moutier statt. 1989 : 86 Aussteller Ab 2006 : normaler Entwicklungsstand ungefähr 450 Aussteller Ausstellungsfläche : etwa 10 000 m2 Anzahl Besucher: etwa 14 000 Ausstellungsprofil Als Fachmesse repräsentiert die SIAMS die gesamte Produktionskette der Mikrotechnik – vom Entwurf über die Werkstoffe bis zu Produktion und Montage, den Bauteilen, der Zulieferindustrie und den damit verbundenen Aktivitäten. Als echter europäischer wie internationaler Knotenpunkt der Präzisionstechnologien zog die Veranstaltung 2016 Fachbesucher aus 41 Ländern an. Das Team Laurence Gygax, Account Manager laurence.gygx@faji.ch Pierre-Yves Kohler, CEO pierre-yves-kohler@faji.ch Kontakt Forum de l'Arc Rue industrielle 98 2740 Moutier Tel. +41 32 492 70 10 info@siams.ch siams.ch

Pierre-Yves Kohler, CEO

«Wir verkaufen keine Quadrat­meter, sondern konzentrieren uns auf die Schaffung und Aufwertung von Gelegenheiten zu Treffen und Geschäftsab­schlüssen für unsere Kunden.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Grund Nr. 1 — Die Fachmesse der Mikrotechnik ! Ein aussergewöhnliches Ereignis : Der Schweizer Jura ist die Wiege der Uhrmacher- und Werkzeugindustrie und eines ganzen Ökosystems, das auf Qualitäts- und Präzisionsarbeit beruht. Grund Nr. 2 — Die ganze Produktionskette ist vertreten ! Werkzeugmaschinen und Roboter in Aktion ! Passendes Zubehör und geeignete Peripheriegeräte ! Werkzeuge, Zubehör und Verbrauchsmaterial auf Mass! Massgeschneiderte Prüf-, Reinigungs- und Bearbeitungsmittel ! Spezialisierte Subunternehmer. Grund Nr. 3 — Ein Besuch ist an einem einzigen Tag möglich ! Die SIAMS liegt in Moutier ideal inmitten des Europas der Mikrotechnik, unweit der Sprachgrenze des Landes und weniger als zwei Stunden von den meisten grossen Schweizer Städten entfernt. Grund Nr. 4 — Man kommt hierher, um Lösungen zu finden und Geschäfte zu tätigen! Die SIAMS ist vollgepackt mit Innovationen, die alle Gewerbe der Mikrotechnik betreffen. Eine Messe also, an der Besucher gute Kontakte finden. Es ist nicht ungewöhnlich, sie mit konkreten Problemen und Zeichnungen oder speziellen Bedürfnissen anreisen zu sehen — für die sie hier die entsprechenden Lösungen finden!

Grund Nr. 5 — Ein geselliges und sympa­ thisches Ambiente! Weit entfernt von Glanz und Gloria und Zusatzangeboten, kommen die Aussteller hierher, um Besuchern konkrete Informationen zu vermitteln und ihnen zu helfen, solide Lösungen zu finden. Grund Nr. 6 — Ein stimulierendes Programm ! Wir müssen uns alle auf die Zukunft vorbereiten, wie sie uns das berühmte Konzept von Industrie 4.0 ständig in Erinnerung ruft. Grund Nr. 7 — Das beste Instrument zur Innovationsbereitschaft und Information ! Die wirtschaftlichen Bedingungen scheinen sich nicht zu bessern. Es ist also Zeit, effizientere Lösungen zu finden, eine technische Erneuerung einzuleiten und aus der eigenen Firma hinauszutreten, um neue Kontakte zu knüpfen und neue Lieferanten zu treffen. Grund Nr. 8 — Download Ihres Gratis-­ Tickets ab Februar ! Nur ein Klick, und Sie halten Ihr Gratis-Ticket in Händen (siams.ch /tickets) Grund Nr. 8 ½ — Noch nie war Moutier näher am Rest der Schweiz! Die SIAMS ist eine Veranstaltung von nationaler Bedeutung, und mit der vollständigen Eröffnung der Transjuranne ist der Weg in die «Hauptstadt der Mikrotechnik» noch kürzer geworden.


MOUTIER, FORUM DE L‘ARC

DIE MESSE DER PRODUKTIONSMITTEL DER MIKROTECHNIK

17–20 I 04 I 2018

u ch! s e b e s s e Ei n M f M ik rotech n ik

© design: www.rondp.ch

Gratis-Eintrittskarten zum Download ab Februar 2018

au – Si e ist si e rt. spezi a l i e t te u k ti onsk d o r P e z n – Di e ga rt. O r o v ist bl oss ford e rt r e h c u s – De r Be g. sch e i n e n Ta ym pa th i s t s i e t bi e n – Das A m u n d l i ch . u n d fre ge n a n Lösu n tä ti ge n. m n n a k – H i e r u n d Gesch äfte fi n d e n

www.siams.ch/tickets 8.5 gute Gründe schon heute vom 17.– 20. April 2018 einen Besuch an der SIAMS in Ihrer Agenda vorzumerken.


Firmenporträt Faulhaber Minimotor SA 50

We create motion Firmengründung 1962

Seit 1962 entwickelt, produziert und vertreibt Faulhaber Minimotor hoch­ qualitative Antriebskomponenten in der Schweiz, vor allem die leistungsstarken DC-Kleinstmotoren, die auf dem System Faulhaber basieren.

Geschäftsleitung Karl Faulhaber Kernkompetenzen Faulhaber ist ein führender HightechAnbieter im Bereich der Miniatur- und Mikroantriebstechnik. Produkte – DC-Kleinstmotoren – Bürstenlose DC-Motoren – Motion Control Systems – Schrittmotoren – Lineare DC-Servomotoren – Präzisionsgetriebe – Encoder – Servokomponenten – Steuerungen Firmensitz/Kontakt Faulhaber Minimotor SA Zona Artigianale 8 Madonna del Piano 6980 Croglio — Schweiz Tel. +41 91 611 31 00 Info@faulhaber.ch faulhaber.com

Rolf Leitner, Verkaufsleiter Schweiz

«Wenn höchste Leistungsdichte und verschiedene Motor­techno­logien gefragt sind, führt kaum ein Weg an Faulhaber vorbei. Wir freuen uns, auch Ihr Antriebsproblem lösen zu dürfen.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Mit dem Namen Faulhaber verbinden sich die Technologien, Kompetenzen und Leistungen einer Gruppe der renommiertesten Unternehmen für Antriebs-, Präzisionsund Mikrosysteme. Sie sind spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung hochwertiger Standardprodukte bis zu komplexen, kundenspezifischen Komplettlösungen für nahezu alle Bereiche, in denen Präzision und Zuverlässigkeit auf kleinstem Raum entscheidend sind. Faulhaber bietet heute das grösste Portfolio an innovativer Miniatur- und Mikro­ antriebstechnologie, das weltweit aus einer Hand verfügbar ist. Eine einzigartige Basis mit grenzenlosen Möglichkeiten. Mit gebündelter Innovationskraft und Erfahrung aus vielfältigen Anwendungs­­ be­reichen konzipieren wir aus dieser Techno­logievielfalt individuelle Antriebssysteme, die optimal auf die Anforde­ rungen der Applikationen unserer Kunden zugeschnitten sind. Die hochwertigen Antriebssysteme eignen sich hervorragend für Servound Positionieranwendungen, d. h. in allen

Bereichen der Antriebstechnik, wo Präzision, Leistung und Dynamik auf kleinstem Raum gefragt sind. Applikationen Innovation in Produkten und Prozessen und ein durchgängig hohes Kompetenzniveau sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die herausragende Stellung von Faulhaber in anspruchsvollen Anwendungsgebieten. So zum Beispiel in – Medizin und Labortechnik – Gerätetechnik – Industrie (Maschinenbau) – Luft- und Raumfahrt – Produktionsautomation und Robotik – Optik, Audio und Video – Mikrosysteme – Umwelt- und Personenschutz Mit 1900 Beschäftigten und Repräsentanten in über 30 Ländern weltweit bietet Faulhaber ein internationales Netzwerk an erfahrenen Applikationsingenieuren, um den hohen Standard an kompetenter Unterstützung zu wahren.


Firmenporträt Carl Geisser AG 51

Alles rund um die Maschine und den Schaltschrank Wir beraten und liefern hochwertige Produkte und Dienstleistungen aus unseren fünf Bereichen Schaltschrank/Klimatisierung, Explosionsschutz/ ATEX, Schaltgeräte/Transformatoren, Signalisierung/LED sowie Kabelverbindung/Stromübertragung.

Firmengründung 1947 Geschäftsleitung Bruno Senn Produktmanager Diego Giudici Marc Senn Vania Senn Fabien Gallo Walter Steinemann Kernkompetenz Perfekt aufeinander abgestimmte Lösungspakete für die Sicherstellung der Maschinenverfügbarkeit und Umsetzung von Industrie 4.0. Produkte Hochwertige Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Sichern, Signalisieren, Steuern, Wireless und Schalten – auch für den Ex-Bereich. Kontakt Carl Geisser AG Hungerbüelstrasse 22 8500 Frauenfeld Tel. +41 44 806 65 00 Fax +41 44 806 65 01 info@carlgeisser.ch carlgeisser.ch

Im Jahr 1947 begann Carl Geisser mit dem Handel von elektromechanischen Produkten. Daraus entstand 1960 die Carl Geisser AG, die bis Ende 2013 vom lang­ jährigen Firmensitz in Fällanden aus den lokalen Markt und das Fürstentum Liechtenstein mit einem breiten Produktangebot an kosteneffizienten Standard- sowie kundenspezifischen Sonderlösungen betreut. Seit 1. Januar 2014 sind wir in Frauenfeld anzutreffen. Unser Domizil ist unmittelbar an der Autobahnausfahrt Frauenfeld-West situiert. Der neue Standort zeichnet sich durch ein ebenerdiges Lager aus. Wir verfügen über mehrere Laderampen und eine Hebebühne. Das Lager ist teilweise mit Hoch­regalen ausgerüstet. Und die Büro­ räumlichkeiten sind direkt neben dem Lager. Also einfach praktisch! Zu den Stärken zählen Gesamtlösungen rund um den Schaltschrank, und zwar von der Projektierung über kompetente Lösungsvorschläge bis zur termin­ge­rech­ ten Lieferung. Dank dem grossen Lager können zudem Standardprodukte innert 24 Stunden geliefert werden.

Bruno Senn, Geschäftsführer

«Wir arbeiten nach der Maschinenrichtlinie im EU-Markt. Für den amerikanischen Markt haben unsere Produkte die UL-Zulassung und die CCC-Zulassung für China sowie GOST für Russland.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Pe r fe k t a u fe ina n d e r a b g e s t im mte Lösungspakete für die Sicherstellung der Maschinenverfügbarkeit sind unter anderem Lohmeier-Schaltschränke mit Signa­lisations- und Klimageräten von Pfannenberg sowie Hygienic- und Ex-­ Edelstahl­g ehäuse von Steeldesign und Gross­anzeigen von Wibond. Transformato­ ren von Habermann, Press-, Schneid- und Abisolierwerkzeuge von Druseidt, Nockenund Lasttrenn­s chalter von Sontheimer, Schaltgeräte, Sensoren und Steuerein­ heiten von steute, Joysticks von Spohn + Burkhardt sowie LED-Maschinenleuchten sind unsere weiteren Schwerpunkte. Unsere Lieferanten sind gleichzeitig Partner, mit denen wir eng zusammen­ arbeiten und mit denen wir auf direktestem Weg flexible Lösungen erarbeiten können. Gleichzeitig sind unsere Partner weltweit vertreten, was unsere Kunden in einem Servicefall ausserordentlich schätzen. Unsere «Associate member » sind zudem die Pfannenberg Group, Lohmeier und steute. Mehr Nutzen und Wertschöpfung für unsere Kunden – das ist unser Credo.


Firmenporträt Ifm Electronic AG 52

40 Jahre ifm Electronic in der Schweiz Bereits seit 40 Jahren beliefert die ifm Electronic AG einen breit gefächerten Branchenmix in der Schweizer Industrie mit innovativen elektronischen Produkten. ifm steht für die Optimierung und Lösung von technischen Abläufen durch Sensorik, Kommunikations- und Steuerungssysteme.

Firmengründung 1978 Geschäftsführer Peter Bader Anzahl Mitarbeiter In der Schweiz : 18 Weltweit : 5500 Kernkompetenzen Messen /Regeln /Steuern /industrielle Automatisierung ISO-Zertifizierungen 9001–2008 Patente Über 600 Patente / 70 Patentanmeldungen 2014 Markenvertretungen ifm Electronic Gmbh, DE-Essen Vertrieb ifm Electronic GmbH, DE-Essen

Kundennähe sowie Produktqualität und -inno­vationen haben ifm in vielen Bereichen zum Marktführer gemacht. Dank der konsequenten Kundenorientierung mit qualitativ hochwertigen Pro­ dukten und zuverlässigem Service konnte die ifm electronic ag ihre Marktposition in der Schweiz auf dem Gebiet der Sensorik und Steuerungstechnik stetig ausbauen. Die derzeit über 3000 Kunden werden vom Hauptsitz in Härkingen SO und von fünf Regionalbüros  — zwei in der Westschweiz und je eines in der Ostschweiz und im Kanton Zürich  — von insgesamt 18 Personen betreut. Das Angebot Die Positionssensorik beinhaltet induk­tive und kapazitive Näherungsschalter, Magnetsensoren, Sicherheitssensoren, Zylinderschalter, optoelektronische Sen­ soren, optoelektronische Systeme, in­­ krementale Drehgeber und absolute Winkel-­C odierer, Auswertsysteme und Netzteile. Die Fluid-Sensorik umfasst induktive ­Ventilsensoren, Füllstandsen­ soren, Strömungssensoren, Druck- und Tem­p e­r atursen­s oren. Auch industrielle

Kontakt ifm Electronic AG Altgraben 27 4624 Härkingen Tel. dir. +41 62 388 80 30 Service-Phone 0800 88 80 33 Service-Fax 0800 88 80 39 info.ch@ifm.com ifm.com /ch

Kommunikationssysteme wie AS-Interface und Steu­e­rungs­systeme sind erhältlich. ifm Electronic GmbH Das Mutterhaus der ifm-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Essen zählt weltweit zu den führenden Herstellern in der Automatisierungsbranche. Seit der Firmengründung 1969 optimiert ifm kontinuierlich technische Abläufe fast aller Industriezweige. Heute entwickeln und vertreiben mehr als 5500 Mitarbeitende in über 70 Ländern Lösungen für 130 000 Kunden aus Maschinenbau und Industrie. Die Erfindung induktiver Näherungs-­ Sensoren war 1969 der Anfang der Erfolgs­ geschichte des Familienunternehmens. Heute ist der Markenname «efector » Syno­ nym für Positions- und Fluid-Sensorik, Objekterkennung, Diagnose- und Identifikationssysteme. Die Marke «ecomat » steht für Kommunikations- und Steuerungssysteme. Überdurchschnittliche Produktqualität, prämierter Ideenreichtum, erstklassiger Kundenservice und umfassende Fachkompetenz sind sowohl eigener Anspruch als auch Merkmal der ifm-Gruppe. 2015 setzte ifm über 720 Millionen Euro um.

Peter Bader, Geschäftsleiter

«Höchste Prozesssicherheit und eine gleichbleibend hohe Produktqualität sind unsere Maxime für unsere Kunden. Wir stehen für zuverlässige Automatisierungstechnik für die Industrie.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Kompetenz in Sensorik und Automatisierung

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Wir gratulieren der “at“ zu 40 Jahren ausgezeichnetem Fachjournalismus.

Seit 40 Jahren in der Schweiz für Ihre Automatisierungsanforderungen! Automatisieren leicht gemacht Positionssensorik und Objekterkennung, Fluidsensorik und Diagnosesysteme sowie Identifikations-, Bus- und Steuerungssysteme. Maßgeschneidert auf branchenspezifische Anforderungen, beispielsweise für hygienische Anwendungen im Lebensmittelbereich oder für besonders robuste Applikationen im Bereich mobiler Arbeitsmaschinen. Dank IO-Link sind unsere Sensoren für Industrie 4.0 bestens gerüstet. ifm – close to you!

www.ifm.com/ch • ifm-Service-Telefon 0800 88 80 33


Firmenporträt Igus GmbH 54

Kunststofflösungen für bewegte Anwendungen «Plastics for longer life» – unter diesem Leitspruch ist die Igus GmbH als führender Hersteller im Bereich Kunststoffgleitlagertechnik und Energiekettensysteme weltweit aktiv. Dahinter steckt der eigene Anspruch, mit Hochleistungskunststoffen für bewegte Anwendungen bei Kunden technische Verbesserung zu erzielen, Wartungsarbeiten zu reduzieren und gleichzeitig Kosten zu senken.

Firmengründung 1964 Geschäftsleitung Frank Blase Geschäftsleitung Schweiz Lutz Alof Kernkompetenzen Motion plastics – Hochleistungskunststoffe für bewegte Anwendungen, die Kosten sparen und die Technik verbessern Produkte Energieketten, Leitungen, konfektionierte e-ketten-Leitungen und -Systeme, Gleit-, Linear-, Kugel-, Gelenk- und Rundtischlager, Halbzeuge, 3D-gedruckte Komponenten aus Tribopolymeren Kontakt Igus Schweiz GmbH Winkelstrasse 5 4622 Egerkingen Tel. +41 62 388 97 97 Fax +41 62 388 97 99 info@igus.ch igus.ch

Lutz Alof, Geschäftsleitung Schweiz

«Motion plastics sind schmiermittel- und korrosionsfrei, wartungsarm und überzeugen in immer mehr Anwendungen durch geringes Gewicht, Langlebigkeit und Energieeffizienz, gerade auch gegenüber metallischen Lösungen.» 40 Jahre Aktuelle Technik

Die Hochleistungskunststoffe von Igus sind weltweit im Einsatz : Im Alltag in Küchenmaschinen und Fahrrädern ebenso wie in der Industrie. Die schmier- und wartungsfreie Kunststofflagertechnik ist dabei eines der zentralen Standbeine des Tribopolymerspezialisten. Zuverlässig und prozesssicher Ein weiterer Geschäfts­bereich sind Energiekettensysteme. Sie führen Energie, Daten und Medien unter ständiger Bewegung zu. Maschinen und Anlagen sollen störungsfrei laufen, dementsprechend müssen Energieführungssysteme in alle Richtungen einwandfrei und prozesssicher funktionieren. Das setzt die zuverlässige Leistung aller Komponenten voraus – auch die der darin eingesetzten Leitungen. Daher hat Igus als erstes Unternehmen in der Branche Leitungen ent­wickelt, die speziell auf den Einsatz in der Energiekette abgestimmt sind – und das mit einer einzigartigen 36-monatigen Garantie. Im Kölner Stammsitz betreibt Igus das grösste Testlabor ihrer Branche. Auf 2750  Quadratmetern wird die Idee von «motion plastics» – Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen – direkt erlebbar. Jährlich werden rund zwei Milliarden Testzyklen an über 50 Versuchsanlagen

absolviert. Die 3180 Mitarbeiter des 1964 gegründeten Familienunternehmens sorgen dabei täglich für neue Ideen, hochwertige Produkte, kurze Lieferzeiten und vor allem die Nähe zum Kunden. 100 000 Produkte sind ab Lager verfügbar, Igus liefert im Durchschnitt täglich rund 7000 Lieferungen aus. Flexibel dank Kundennähe Damit eine indivi­duelle Belieferung gewährleistet ist, erhält der Kunde das Produkt genau so, wie er es für seine Anwendung benötigt : als einzelne Komponente oder als komplettes System, auf Wunsch auch direkt montiert – und das nahezu weltweit. In der Schweiz ist Igus bereits seit 1982 aktiv, seit 2003 mit einem eigenen Direktvertrieb. 23  Mitarbeiter kümmern sich am Standort Egerkingen im Kanton Solothurn und in der gesamten Schweiz um die unterschiedlichsten Kunden, vom spezialisier ten lokalen Betrieb bis hin zu Weltmarktführern in der Werk­­ zeug­m aschinenbranche, Verpackungs­ industrie oder Medizintechnik. Immer mit dem Ziel, dem Kunden das günstigste Produkt, das sicher funktioniert, für seine spe­zifischen Anforderungen online kon­fi­g urierbar und ab 24 Stunden zur Verfügung zu stellen.


Firmenporträt Ineltro AG 55

Technische Kompetenz und lokaler Logistikpartner Firmengründung 1943, Ineltro AG seit 2005

Durch ihre langjährige Erfahrung und dem hervorragenden Produktemix der internationalen Vertragslieferwerke bietet die Ineltro AG ihren Kunden technische Beratung und Unterstützung bei Systemlösungen und Entwicklungen an. Dazu können diese auf einen exzellenten Logistikservice ab dem lokalen Lager zählen.

Geschäftsführung Marc Hunziker Anzahl Mitarbeitende 15 Kernkompetenz Beratung und technische Lösungen in den Bereichen Wireless, Batteries & Power, Semiconductors und Sensoren, Elektro­ mechanik, Timing Devices, Embedded Computing, Router, Switches, Modems

Embedded Computing Modules, Industrial Boards, Box-PC, Systems /Server, Flash, DRAM, Keyboards, Display Solutions, LCD, VFD, EPD

Batteries & Power Industriebatterien, Kondensatoren, Ultra­ caps, Schutzelemente, Power Supplies, EMC /EMI-Filter

Wireless/IoT Cellular, Short Range, GNSS, WiFi, Blue­ tooth, Battery Solutions, Router, Modem, IoT Solutions, SIM-Cards, Cloud Systems

Semiconductors, Sensoren Lowest Power Microcontroller, Wandler, Treiber, optische und magnetische Sen­ soren, Gyros

Dienstleistungen – Technische und kommerzielle Beratung, z. B. Industrie 4.0 und IoT – Logistikkonzepte wie Puffer- und ­Konsignationslager, Kanban etc. – Sonderverpackungen, Veredelungen der Produkte usw. Kundensegmente – Industrial Automation – Medical – Transportation – Energy Management – Building Technology – Measurement & Test Kontakt Ineltro AG Riedthofstrasse 100 8105 Regensdorf Tel. +41 43 343 73 00 contact@ineltro.ch ineltro.ch

Marc Hunziker, Geschäftsleiter

Elektromechanik Timing Devices Steckverbindungen, Flachleiter, Schalter, RTC, Quarze, Oszillatoren in allen Baufor­ Klemmen, Kühlkörper, konfektionierte men und Frequenzbereichen, erweiterte Kabel Temperaturbereiche

«Die Anforderungen unserer Kunden sind der Antrieb uns ständig zu verbessern. Wir entwickeln die partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen stetig weiter.»

40 Jahre Aktuelle Technik


Firmenporträt Alfred Imhof AG 56

Aus innerem Antrieb Seit sechzig Jahren bewegen wir die Schweiz und sind selbst immer in Bewegung: Als Markt-Leader der Antriebstechnik lösen wir unseren Anspruch, die Besten zu sein, tagtäglich neu ein und meistern zusammen mit unseren Kunden die Anforderungen der Zukunft.

Firmengründung 1953 Geschäftsleitung Lorenz Imhof Simon Imhof Sabina Wälchli-Imhof Kernkompetenzen Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung als Generalvertretung von SEW-EURODRIVE verfügen wir über die Kompetenz, unseren Kunden stets die optimale Antriebs­lösung zu bieten. Ob Fördern, Heben, Schwenken oder Lagern : Unsere Antriebe sind jeder Herausforderung gewachsen. Produkte Getriebe, Motoren, Mechatronik, Umrichtertechnik, Servoantriebstechnik, Kupplun­gen, Lastwächter, Steuerungstechnik, Sicherheitstechnik, Software Kontakt Alfred Imhof AG Antriebstechnik Jurastrasse 10 4142 Münchenstein Tel. +41 61 417 17 17 Fax +41 61 417 17 00 info@imhof-sew.ch imhof-sew.ch

Was 1953 klein als «Büro für Antriebs­ technik » begann, ist heute ein starkes Familienunternehmen mit 60 hoch quali­ fizierten Mitarbeitenden. Unsere lang­ jährige Präsenz auf dem Markt hat uns ein unschätzbares Wissen eingebracht : zum einen technisches Fachwissen, zum anderen ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden. Massgeschneiderte Lösungen Wir verbinden technische und persönliche Kompetenz. Unsere langjährigen Mitarbeiter sind bestens geschult und bilden sich kontinuierlich weiter. Die grosse Erfahrung befähigt sie, optimal zu beraten und massgeschneiderte Lösungen zu finden. Hochstehende Produkte Wir arbeiten ausschliesslich mit Partnern, für deren Produkte wir die Hand ins Feuer legen können. Deshalb zählen die inter­ national renommiertesten Hersteller zu unseren Lieferanten.

licher Antriebslösungen. Wir sind mit eigenen Service-Fahrzeugen in der ganzen Schweiz unterwegs : Inbetriebnahmen, Wartung und Reparaturen werden durch unser Service-Team fachkundig in unserem Montagewerk wie auch direkt vor Ort ausgeführt. Unser grosses Teilelager hilft, wertvolle Zeit zu sparen. Montagewerk in der Schweiz Unser Herzstück ist das eigene Montagewerk mit einem grossen Lager an Einzel­ teilen. An ergonomischen Montageplätzen wird der Antrieb oder die Antriebselektronik fachgerecht montiert, geprüft und zur Auslieferung bereitgestellt. Dieser Service ist auch innert Stunden möglich. Rund um die Uhr Ihre Anfragen werden bei uns unkompliziert und schnell behandelt. Dank schlanker Administration haben Sie sofort den zuständigen Ansprechpartner am Draht. In Notfällen unterstützen wir Sie auch ausserhalb der üblichen Bürozeiten.

Umfassende Dienstleistungen Erfahrene Ingenieure im Innen- und Aus- Weltweiter Service sendienst übernehmen die Auslegung, Wo immer unsere Antriebe im Einsatz sind, ist Dimensionierung und Berechnung von auch der Service garantiert — also weltweit — Antrieben bis zur Konzeption gesamtheit- dank unseren global agierenden Partnern.

Lorenz Imhof, Geschäftsleiter

«Wie die Alfred Imhof AG bedient auch ‹Aktuelle Technik› schon seit Jahrzehnten die Schweizer Industrie und ist heute fester Bestandteil der Automatisierungstechnikbranche. Wir wünschen dem ganzen Team eine erfolgreiche Zukunft und weitere 40 angeregte Jahre.» 40 Jahre Aktuelle Technik


Original-Inserat aus den 60er Jahren.

Was damals gut Was damals gutwar, war, ist es heute noch! ist es heute noch:


Firmenporträt MSR Electronics GmbH 58

MSR Electronics GmbH – 10 Jahre Hightech-Datenlogger Kernkompetenzen MSR Electronics GmbH – Entwicklung und Fertigung von modularen Mini-Datenloggern und Funk-Datenlogger-­ Systemen mit webbasiertem Cloud-Service – Bearbeitung von kundenspezifischen Aufträgen für OEM-Kunden – Umfassendes Know-how im Bereich der miniaturisierten Messtechnik – Eigens entwickelte Silikonvergusstechnik für wasserdichte Elektronikanwendungen Produkte – Universal-Datenlogger für Temperatur, Feuchte, Druck, Licht, Lage – Schock- und Vibrations-Datenlogger – Spezial-Datenlogger – Funk-Datenlogger – Wireless-Messsysteme Kontakt MSR Electronics GmbH Mettlenstrasse 6 CH-8472 Seuzach Tel. +41 52 316 25 55 Fax +41 52 316 35 21 info@msr.ch msr.ch

Wendelin Egli, Geschäftsführer

«40 Jahre ‹at — Aktuelle Technik› — das ist eine starke Leistung! Wir gratulieren dem BL Verlag herzlich zum Firmenjubiläum, wünschen für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit». 40 Jahre Aktuelle Technik

Seit über 10 Jahren ist die in Seuzach ansässige MSR Electronics für ihre hoch integrierten Mini-Datenlogger bekannt, die mit ausgefeilter Sensorik und Prozessortechnik über lange Zeiträume hinweg die unterschiedlichsten physikalischen Umgebungs-Parameter aufzeichnen können.

Gestartet ist MSR im Jahre 2006 mit drei Mitarbeitern — als Management-Buy-out des Forschungs- und Technologie-Unternehmens «prospective concepts ». Seit dieser Zeit leitet Wendelin Egli zusammen mit Uwe Seifert, seinem Geschäftspartner und Entwicklungsleiter, die Geschicke der mittlerweile auf 18 Beschäftigte gewachsenen MSR Electronics GmbH. Breites Spektrum an Messtechnik Die konsequente Innovation mit genauer Orientierung an den messtechnischen Anforderungen der Anwender-Zielgruppe haben die beiden Unternehmer als primäre Devise ihrer Firma festgeschrieben. Mit den miniaturisierten Datenloggern bewegt sich das Unternehmen an der vorderen Front der Technologie-Entwicklung in einem Hightech-Messtechnik-Markt, in dem man nur durch ständige technische Neuheiten erfolgreich bestehen kann. Verwendung finden die MSR-Datenlogger vor allem in der Transport-, Verpackungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie in der Maschinenbau-­ Technik, wo man sie z. B. zur Maschinenund Anlagen-Überwachung verwendet, oder beim Transport von Instrumenten und

Gütern. «Wenn ein Hersteller Güter im Wert von mehreren Hunderttausend Franken nach China verschickt, will er nachvoll­ ziehen können, ob, wann, wo und wie heftig sie beim Transport gelitten haben », so Geschäftsführer Egli. Schadensverursacher können mittels Datenlogger-Aufzeich­ nungen rasch entlarvt werden ; auch zur Optimierung von Transportverpackungen sind objektive Messwerte unerlässlich. Um die Auswertung der Millionen von aufgezeichneten Messdaten zu erleichtern, hat MSR die neue, leistungsfähige Aus­werteSoftware «MSR ShockViewer » entwickelt. Mit ihr lassen sich umfangreiche Mess­ daten übersichtlich darstellen, kritische Ereignisse rasch analysieren und beweiskräftig dokumentieren. Stetige Angebotserweiterung Die Angebotspalette der MSR Electronics GmbH wird stetig erweitert und umfasst nebst Standard-Datenloggern auch kundenspezifisch entwickelte Spezial-Datenlogger sowie Funk-Datenlogger-Systeme. Vertrieben werden die MSR Datenlogger von über 80 Vertriebspartnern in weltweit mehr als 50 Ländern.


Firmenporträt Pilz Industrieelektronik GmbH

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Reihenweise produktiver in 2D Der neue Sicherheits-Laserscanner PSENscan von Pilz überwacht bis zu drei getrennte Zonen gleichzeitig und sicher. Er erhöht so die Produktivität von Anlagen signifikant. Bis zu vier Sicherheits-Laserscanner können nach dem Master-Slave-Prinzip in Reihe geschaltet werden, was den Verkabelungs- und Einrichtungsaufwand deutlich verringert.

Firmengründung 1996 Geschäftsleitung Marcel Mettler Verkaufsleiter Pascal Fischer Serviceleiter Beat Eugster Kernkompetenz Unsere Komponenten, Systeme und Dienst­ leistungen unterstützen bei der Auto­mati­sierung von Maschinen und Anlagen. Angetrieben durch unsere Vision «The Spirit of Safety » nutzen wir all unsere Leidenschaft und unser Know-how, um Ihnen die bestmöglichen Automatisie­ rungslösungen zu bieten. Produkte Sensorik, Schaltgeräte, Steuerungen, Antriebstechnik, mechatronische Systeme, Bedienen und Beobachten, Software & Netzwerke. Kontakt Pilz Industrieelektronik GmbH Hintermättlistrasse 5506 Mägenwil Tel. +41 62 889 79 30 pilz@pilz.ch pilz.ch

Das Anwendungsspektrum des flexibel konf igurierbaren Sicherheit s-L aser­ scanners reicht von einer stationären Flächen-­Ü berwachung über fahrerlose Trans­­port-Systeme (FTS) bis zur Mensch-­ Roboter-Kollaboration (MRK). In Ver­ bindung mit den konf igurierbaren Kleinsteuerungen PNOZmulti oder den Steuerungen des Automatisierungssys­ tems PSS 4000 von Pilz entsteht eine wirt­ schaftliche Komplett­lösung aus einer Hand.

schiedene Zonenkonfigurationen hinter­ legt werden können. So lassen sich beispielsweise für den Einricht- und Produktiv­b etrieb unterschiedlich grosse Sicher­h eits- und Warnzonen definieren oder die Zonen an das gerade bear­beitete Werkstück anpassen.

Scanner für mehr Performance Bis zu drei getrennte Zonen lassen sich gleichzeitig überwachen und bis zu 70 umschaltbare Konfigurationen einrich­ Minimalaufwand ten. So wird die Applikation produktiver. für maximale Sicherheit Auch verringert die Reihenschaltung — bis Der Sicherheits-Laserscanner bietet eine zu vier Scanner sind möglich — nach dem zweidimensionale Flächenüberwachung Master-Slave-Prinzip den Verkabelungsmit einem grossen Öffnungswinkel von sowie Einrichtungsrichtungswand deutlich. 275 Grad: Anwendungen, in denen mehrere Zudem können mit einer Schutzfeld­ aneinandergrenzende S eiten einer reichweite von 3 bis 5,5 m für den Sicher­ Maschine oder eines FTS überwacht werden heitsbereich selbst grosse Flächen mit sollen, können so im Vergleich zu einem nur einem Gerät abgedeckt werden. Der bis 180°-Scanner mit einer geringeren Anzahl zu 20 m abdeckende Warnbereich erlaubt Geräte realisiert werden. Das vermindert es zudem einer Person, rechtzeitig eine den Investitionsaufwand und erhöht die Reaktion der Maschine auszulösen. Dies Wirtschaftlichkeit der Applikation. schützt die Applikation vor einem Stillstand PSENscan ist dabei in unterschied­lichen und erhöht damit gleichzeitig die Sicherheit Situationen flexibel einsetzbar, da ver­ und die Produktivität.

Mettler Marcel, Geschäftsleiter

«Pilz ist für sichere Automation zuständig, ‹Aktuelle Technik› für verbindliche Recherche und interes­sante Artikel. Beides erfordert ein hohes Mass an Motivation, Identifikation und Professionalität. Dies hat ‹AT› die letzten 40 Jahre gelebt. Herzliche Gratulation zum Jubiläum!» 40 Jahre Aktuelle Technik


Firmenporträt Phoenix Contact AG 60

Phoenix Contact AG verbindet seit über dreissig Jahren in der Schweiz Firmengründung 1981

Unter diesem Namen erwartet Sie ein exzellenter Service. Wir sorgen durch eine kompetente und persönliche Beratung dafür, dass Sie und Ihr Anliegen stets im Mittelpunkt stehen. Sprechen Sie uns darauf an!

Geschäftsleitung Balz Märki Anzahl Mitarbeitende Schweiz : 75 Weltweit : 15 000 Kernkompetenzen – Elektrische Verbindungstechnik – Leiterplattenanschluss – Überspannungsschutz – Automatisierung Produkte – Industrie-Verbindungstechnik Clipline – Industrie-Steckverbinder Pluscon – Rundsteckverbinder Pluscon circular/ Coninvers – Geräteschlusstechnik Combicon – Überspannungsschutz Trabtech – Signalkonverter Interface – Komponenten und Systeme – E-Mobility Dienstleistungen Handelsunternehmen Zertifizierungen ISO 9002 :14001 Kontakt Phoenix Contact AG Zürcherstrasse 22 8317 Tagelswangen Tel. +41 52 354 55 55 Fax +41 52 354 56 99 infoswiss@phoenixcontact.com phoenixcontact.ch

Phoenix Contact Headquarters Der Stammsitz von Phoenix Contact ist in Blomberg, Nordrhein-Westfalen (D). Von hier aus pflegen wir Kontakte in die ganze Welt. Mit einem klaren Auftrag : Ihnen die bestmögliche Lösung für Ihre Aufgaben in der Elektrotechnik anzubieten.

Ideen für die Zukunft – Womit wir Sie unterstützen können In der Energieversorgung, insbesondere bei regenerativen Energien. Im Geräte-, Maschinen- und Schaltschrankbau. Bei Automatisierungs- und SicherheitssystePhoenix Contact weltweit Neun firmeneigene Fertigungsstätten im men zum Schutz von Mensch, Maschine und Ausland. Nahezu 50 eigene Vertriebsge- Daten. In Infrastruktur-Lösungen und in sellschaften und mehr als 30 Vertretungen vielen weiteren Bereichen. Kurz: Überall, wo vor Ort. Sie dürfen sich darauf verlassen : Ideen für die Zukunft gebraucht werden. Wir Wir sind in Ihrer Nähe! sind Ihr Partner – vor Ort und im tragfähigen Netzwerk der Phoenix-Contact-Gruppe. Vom einzelnen Produkt zur kompletten Lösung Gesunde Strukturen – Wo wir stehen Zugeschnitten auf unterschiedliche Märkte Für Phoenix Contact sind mehr als und deren Bedürfnisse bildet ein breites 15 000 Mitarbeiter im Einsatz. Das UnterProduktportfolio den Kern des Unter­neh­ nehmen hat 2016 einen Umsatz von mens : Geräte- und Leiterplatten-­A n­ 1,97 Milliarden Euro erzielt. Genauso wichtig schluss­technik, industrielle Komponenten wie aktueller Erfolg ist uns jedoch vorausfür Elektrotechnik und Elektronik sowie schauendes Handeln. Hier einige Beispiele : industriespezifische Automatisierungs­ – Gesundes, verantwortbares Wachstum lösungen. Mit unseren innovativen Kom­ – Beständige, gesicherte Finanzlage und ponenten, Systemen und kompletten unternehmerische Unabhängigkeit Lösungen werden wir Sie überzeugen. – L angfristige Beziehungen zu Partnern, Kunden und Mitarbeitern, immer zu beiWenn Funktionalität im Detail gefragt ist. Sobald hochwertige Austauschteile oder derseitigem Nutzen bewährte Einzelkomponenten benötigt – Unser sorgfältig disponiertes Lager in werden. Angefangen mit der klassischen Tagelswangen garantiert höchste LieferReihen- und Sonderklemme über den bereitschaft und Termintreue.

Balz Märki, Geschäftsleiter

«Wir wollen unseren Kunden ein fairer Partner sein, ihre Ziele mitverfolgen, gemeinsam Ideen entwickeln und realisieren – kurz: ihren Erfolg mit unseren Kompetenzen nachhaltig unterstützen. Wir verstehen Innovation als wegweisenden Brückenschlag in die Zukunft; so entwickeln wir vorausschauend das Unternehmen.» 40 Jahre Aktuelle Technik

spritzwassergeschützten Maschinen­ stecker bis zu Wireless Ethernet.


Solutions for the future Richtungsweisende Verbindungs- und Automatisierungstechnik Vorausschauend und begeistert stellen wir uns den Herausforderungen der Welt von morgen. Mit Lösungen von Phoenix Contact gestalten Sie die intelligente Vernetzung von Produkten, Anlagen, Informationen und Geschäftsprozessen in vielen Bereichen und unterschiedlichen Applikationen.

Mehr Informationen unter Telefon 052 354 55 55 oder phoenixcontact.ch

© PHOENIX CONTACT 2018


Firmenporträt Schneider Electric (Schweiz) AG 62

Gestalter der digitalen Industrie Firmengründung 1836

Mit intelligenter Vernetzung und Industrie 4.0 bleibt die Schweizer Industrie wettbewerbsfähig. Echtzeitdaten schaffen dabei die Basis für weniger Stillstandszeiten, optimierte Wartung und geringeren Ressourcenverbrauch. Schneider Electric treibt diese digitale Transformation an.

General Manager Simon Ryser Sales Director Industry Guillaume Dubois Sales Director IT-Division Vincent Barro Sales Director Buildings Bernhard Kiechl Kernkompetenzen Schneider Electric ist führend in der digitalen Transformation von Energie­ management und Automation. Dazu bietet das Unternehmen intelligente Lösungen für Privathaushalte, Gebäude­ technik, Rechenzentren sowie für Infrastruktur-Anbieter und die Industrie. Produkte Schneider Electric bietet integrierte Effizienz­ lösungen, die Energie, Automation und Software nahtlos miteinander verbinden. Kontakt Schneider Electric (Schweiz) AG Schermenwaldstrasse 11 3063 Ittigen Tel. +41 31 917 33 33 Fax +41 31 317 33 66 info@schneider-electric.ch schneider-electric.ch

Simon Ryser, General Manager

«Schweizer Unternehmen tun gut daran, in die Digitalisierung ihrer Anlagen und Prozesse zu investieren. So gewährleisten sie, weltmarktfähig zu bleiben.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Obwohl die Anpassung ans industrielle Internet der Dinge (IIoT) langsam und schritt­ weise erfolgt, hat sie weitreichende Folgen. Unternehmen müssen IIoT-Tech­nologien akzeptieren, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Dass die Einführung schritt­ weise erfolgen kann, ist ein grosser Vorteil. So können Unter­nehmen ihre physische Infrastruktur sukzessive erneuern. Die Kosten für vernetzte Sensoren sinken schnell, offene, IP-basierte Protokolle werden immer attraktiver, und Cloudbasierte Lösungen sind weit verbreitet.

und IT, sprich Automation, unter einem Dach. Wir wollen damit die Art und Weise verändern, wie Unternehmen Energie und Ressourcen einsetzen und wie industrielle Prozesse automatisiert werden. Mit dem Ziel höherer Effizienz, Produktivität und kürzerem Time-to-Market — und auch mit dem Ziel von mehr Nachhaltigkeit. Drei Ebenen sind dabei zu unterscheiden: Die Basis bilden vernetzte Produkte. Sie liefern und sammeln Daten. Auf der mittleren Ebene werden diese Daten überwacht, kontrolliert und visualisiert. Zuoberst kommen Apps, Analysen und Services hinzu. Diese bilden die Basis für unterneh­ merische Entscheide.

Vom «Shop Floor» zum «Top Floor» Entscheidend für die Profitabilität aller Unternehmen ist, dass sie die Chancen digi­ taler Technologien nutzen. So machen sie Weltmarktfähige aus Daten Informationen, die bessere Ent­ Schweizer Unternehmen scheide ermöglichen, Prozesse ver­bessern, Die Digitalisierung erlaubt, die Produkti­ Stillstandszeiten vermeiden, die Wartung vität in industriellen Fertigungen signifi­ optimieren und den Ressourcenverbrauch kant zu steigern. Deshalb ist Industrie 4.0 senken. Integrierte Lösungen — vom «Shop ein wichtiges Thema  — besonders für Floor » zum «Top Floor » — leisten das. die Schweiz. Hiesige Unternehmen tun gut daran, in die Digitalisierung ihrer Anlagen und Prozesse zu investieren. So Intelligent vernetzt Schneider Electric vereinigt die Kompeten­ bleiben sie und der Produktionsstandort zen aus Energiemanagement, Infrastruktur Schweiz weltmarktfähig.


Dies ist das nachhaltigste Bürogebäude der Welt...

...dank der Technologien von Schneider Electric.

“The Edge” in Amsterdam produziert 102% seiner eigenen Energie. Damit ist es laut BREEAM das nachhaltigste Bürogebäude der Welt. SmartStruxure Lösungen von Schneider Electric bilden das Rückgrat des Energiemanagementsystems des Gebäudes und stellen einen vollintegrierten digitalen Hub zur Verfügung.

schneider-electric.ch


Firmenporträt Siemens Schweiz AG 64

Der Zukunft voraus mit Siemens DF/PD

Firmengründung 1847

Mit der Division Digital Factory & Process Industries and Drives (DF/PD) bietet Siemens produzierenden Unternehmen die Chance, ihre Produktivität zu erhöhen und schneller auf neue Marktanforderungen und Entwicklungen zu reagieren und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

CEO Siemens Schweiz Gerlach Siegfried Head of DF/PD Schweiz Schnider Stefan Business Administration DF/PD Schweiz Gargiulo Marco Kernkompetenzen Siemens Digital Factory & Process Industries and Drives (DF/PD) ist einer der weltweit führenden Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrie-Unternehmen. DF/PD unterstützt die diskrete Industrie mit durchgängiger Automatisierungs- und Antriebstechnik, industrieller IT, Industrie-Software, fundierten Branchenkenntnissen und technologie­ basierten Serviceleistungen. Produkte Siemens DF/PD verfügt über ein umfassendes Portfolio an Produkten, Systemen und Lösungen für die Fertigungs- und Prozessautomatisierung sowie Antriebstechnik. Ergänzt wird dieses Spektrum mit innova­ tiven, auf unsere Kunden zugeschnit­tenen Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage. Kontakt Siemens Schweiz AG Digital Factory & Process Industries and Drives Freilagerstrasse 40 8047 Zürich, Schweiz Tel. +41 84 882 28 44 siemens.ch /industry

Die datentechnische Integration der industriellen Wertschöpfungskette hat in den letzten Jahren massgeblich an Bedeutung gewonnen und wird auch künftig stark zunehmen. Bereits 2014 erkannte Siemens diesen Markttrend und gründete den Geschäftsbereich Digital Factory (DF). Das Ziel dieser eigenständigen Division besteht darin, die physische Wertschöpfungskette von Unternehmen vollständig digital zu repräsentieren und dafür ein Portfolio von Hardware- und Software-Produkten bereitzustellen. Mit der Digital Enterprise Suite wird die nahtlose datentechnische Verbindung zwischen Entwicklung, Produktion und Lieferanten sichergestellt.

Industrie mass­geschneidert ist. Weltweit profitieren produzierende Unternehmen von zukunftssicherer Automatisierungstechnik, Antriebs­technik, Industrie-Software sowie Serviceleistungen, basierend auf den besten Technologieplattformen der Branche — wie zum Beispiel Totally Inte­ grated Automation (TIA) und Integrated Drive Systems (IDS). Die DF/PD ist ein zuverlässiger Partner, um die Verfügbarkeit, Sicherheit und Effizienz von Produkten, Prozessen und Anlagen kontinuierlich zu verbessern. Damit unterstützt die DF/PD Maschinen- und Anlagenbauer entlang der gesamten Herstellungs- und Wertschöpfungskette vom Design über die Planung, das Engi­neering Die Produktivität in der Industrie steigern und die Produktion bis zum Service und Eine tragende Kraft bei diesem Vorhaben ergänzt individuell und optimal zugeschnitist die Abteilung «Process Industries tene Standardkomponenten mit branand Drives » (PD). Gemeinsam mit der Digi- chenspezifischen Lösungen. Mithilfe der tal Factory steht die Division Process Process Industries and Drives können Industries and Drives (DF/PD) für ein brei- Unternehmen schneller und spezifischer tes und einzig­artiges Portfolio, das auf die auf neue Marktanforderungen und Entindivi­duellen Bedürfnisse der Kunden in wicklungen reagieren und so ihre Wettbeden unterschied­lichsten Branchen der werbsfähigkeit langfristig steigern.

Stefan Schnider, Head of DF/PD Schweiz

«Seit 15 Jahren haben wir unser Angebot für die digitale Fabrik kontinuierlich ausgebaut und sind bereit, den Weg zur digitalen Fabrik zusammen mit unseren Kunden zu gehen. Damit unterstützen wir sie bei der Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch ein kürzeres Time-to-Market und eine schnellere, flexiblere und effizientere Produktion.» 40 Jahre Aktuelle Technik


Die Zukunft der Industrie Digital Enterprise Suite

Mit der Digital Enterprise Suite treiben wir die digitale Trans­ formation in der Fertigungs­ und Prozessindustrie. Zusammen mit unserem Angebot für industrielle Kommunikation, industrielle Sicherheit und den neuen digitalen Services haben wir alle Bausteine, um Unternehmen jeder Grösse auf dem Weg der Digitalisierung zu begleiten. 40 Jahre «Aktuelle Technik»

Siemens gratuliert herzlich!

Entdecken Sie auch den Wert von unserem Digital Enterprise.

siemens.ch/industry


Firmenporträt SMC 66

Pneumatik in Bestform Gründung SMC Corporation, Japan : 1959 SMC Pneumatik AG, Schweiz : 1976 Geschäftsleitung Edy Brüschweiler Alessandro Grizzetti Jürgen Kern Daniel Langmeier Helmut Spiegelhalter Michael Trachsler Kernkompetenzen SMC ist der führende Hersteller für Automatisierungstechnik mit Fokus Pneumatik und Partner für individuelle Kundenlösungen in allen unterschiedlichen Branchen wie Maschinenbau, Pharma-, Automobil-, Elektronik-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie. Produkte Pneumatik, Vakuum, Sensorik, elektrische Antriebe, Temperiergeräte, Ionisierer, Prozesstechnik Kontakt SMC Pneumatik AG Dorfstrasse 7 8484 Weisslingen Tel. +41 52 396 31 31 helpcenter@smc.ch smc.ch

Daniel Langmeier, Geschäftsführer

«Mit ausgeprägter Kunden­orientierung, EngineeringKnow-how und unseren Qualitätsprodukten setzen wir Massstäbe in der industriellen Automation.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Als weltweit führender Hersteller und Partner für die industrielle Automation bestimmt SMC seit 58 Jahren die Entwicklung in der Pneumatik massgebend mit: So stammten die ersten Antriebe mit integrierter Führung, sogenannte Kompaktschlitten, oder die erste modulare Ventilinsel von SMC: Elemente, die aus der modernen Automation nicht mehr wegzudenken sind.

SMC wurde 1959 in Tokio, Japan, als Her­ steller von Sintermetallfiltern und ver­ schiedenen Filtergeräten gegründet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Pneumatik-Komponenten bis zu anspruchsvollen Automatisierungslösungen ist der Garant für unseren weltweiten Erfolg. Triebfeder dahinter sind kunden­ nahes Engineering, hauseigene Produktion und ein unerreichtes globales Netzwerk. Kundenbedürfnisse im Fokus Das heutige Portfolio ist 12 000 Produkt­ gruppen stark mit 700 000 verschiedenen Varianten und umfasst Luft­aufbereitung, Ventile und Drosseln, pneumatische und elektrische Antriebe, Verschraubungen und Schläuche sowie Vakuum- und Instrumentierungskomponenten bis zu Tem­ periergeräten. Damit stellen wir unseren Kunden neben Produkten «aus einer Hand » auch individuelle Engineering-­

Lösungen für die gesamte Automa­t i­sie­ rungstechnik zur Verfügung. Mit insgesamt 500 Verkaufsbüros ist SMC in 83 Ländern auf allen Kontinenten präsent. Mehr als 8200 Vertriebsmitar­b eiter auf der ganzen Welt pflegen enge Beziehungen zu unseren Kunden und unterstützen diese tagtäglich bei ihren individuellen Anforderungen. Unser Ziel ist der zufriedene Kunde heute und morgen, die Entwicklung neuer Produkte voranzu­ treiben und eine ständige Verbesserung unserer Komponenten und Dienstleis­ tungen zu ermöglichen. SMC steht dabei nicht nur für Innovation, sondern auch für herausragende globale Versorgung. Das Netzwerk von SMC mit weltweit 36 Produktionsstätten, verbunden mit lokalen Produktionen, Vertriebspartnern und Lagern garantiert eine zuver­ lässige Versorgung mit hochwertigen Produkten auf der ganzen Welt.


Kunden aus unterschiedlichen Industriebranchen setzen auf pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik von SMC – und vertrauen darauf, dass wir die beste Lösung für ihre Anwendung haben.

Gestalten Sie mit uns Automatisierungslösungen der Zukunft! www.smc.ch YOUR AUTOMATION PARTNER AT_40 Jahre AT.indd 1

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Firmenporträt Sigmatek Schweiz AG 68

Firmengründung 1988 in Lamprechtshausen (Österreich) 2008 in Illnau-Effretikon (Schweiz) Geschäftsführer Beat Meili Anzahl Mitarbeitende Weltweit : 500 Schweiz : 6 Weitere Standorte Deutschland, Grossbritannien, USA, China, Korea, weltweit Vertriebspartner Branchen-Know-how Kunststofftechnik, Montage- und Hand­ habungstechnik, Robotik, Verpackungs- und Foodindustrie, Energie und Umwelt, Textilindustrie, Medizintechnik Produktportfolio Steuerungssystem, I /O-Systeme, HMI, Industrie-PC, Motion Control, Safety-System, Engineering-Tool LASAL, Echtzeit-Ethernet VARAN Solution Partner AEP Systec AG, W. Althaus AG, Bürki Electric AG, Elwitec GmbH, IIE AG, Inautec GmbH, MEquadrat AG, Schaltag AG, Zahner Electronic AG Kontakt SIGMATEK Schweiz AG Schmittestrasse 9 8308 Illnau-Effretikon Tel. +41 52  354 50 50 Fax +41 52 354 50 51 office@sigmatek.ch sigmatek-automation.ch

Automatisierungssysteme am Puls der Zeit Der österreichische Automatisierungsspezialist Sigmatek produziert seine hochwertigen Automatisierungslösungen im Stammwerk in Lamprechtshausen bei Salzburg. Von hier aus starten die innovativen Systeme in die ganze Welt, so auch in die Niederlassung in Illnau-Effretikon, die seit 10 Jahren den Schweizer Markt betreut. Sigmatek zählt weltweit zu den führenden Anbietern von kompletten Automatisierungslösungen für den industriellen Maschinen- und Anlagenbau. Beginnend bei der Hard- und Software über die Applikation bis hin zu Service und Wartung kommt beim österreichischen Systemanbieter alles aus einer Hand. Sigmatek steht für Lösungskompetenz und höchste Qualität «made in Austria ». Die moderne und flexible Automatisierungstechnik ist bereit für den Einsatz 4.0 in der Smart Factory. Egal ob Big-Data-­ Handling, die sichere Datenverschlüsselung, Funktionalität dezentraler Steuerungs­ technik, Kommunikationsstandards wie OPC UA, Wireless Safety oder drahtlose mobile HMIs  – Sigmatek bietet in allen Disziplinen innovative Lösungen für die intelligente vernetzte Fabrik. Alle Kom­ ponenten und Technologien sind Eigen­ entwicklungen, die im Stammwerk in Lamprechtshausen bei Salzburg produziert werden. So ist es möglich, eine langfristige Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen. Sigmatek punktet mit grossem Maschinenund Engineering-Know-how, einer umfang-

Beat Meili, Geschäftsleiter

«Einen runden Geburtstag feiert nicht nur die Aktuelle Technik. Die Sigmatek Schweiz AG begeht das 10-Jahre-Jubiläum und das Mutterunternehmen in Österreich das 30-Jahre-Jubiläum. Wir gratulieren der Aktuellen Technik herzlich zu vier erfolgreichen Jahrzehnten.» 40 Jahre Aktuelle Technik

reichen Standardproduktpalette sowie kundenspezifischen Entwicklungen. Um auch die Schweizer Kundenwünsche schnell und bestmöglich erfüllen zu können, wurde 2008 die Sigmatek Schweiz AG gegründet. Das Team rund um Geschäftsführer Beat Meili zählt heute fünf Mitarbeiter, darunter drei Appli­ kationstechniker. Mit fachkundiger Beratung, professioneller Betreuung und branchenspezifischem Know-how steht das Team den Kunden zur Seite. Neben dem Vertrieb umfassen die Leistungen auch das Applikations-Engineering, Kundenschulungen sowie den technischen Service und Support. Zusätzlich bietet das schweizweite Solution-Partner-Netzwerk eine durchgängige Projektabwicklung nahe am Kunden. Im kommenden Jahr steht auch im Hause Sigmatek ein 40-Jahre-Jubiläum an. 2018 markiert für die Sigmatek Schweiz AG das 10-jährige und für das Mutterunternehmen in Österreich bereits das 30-jährige Bestehen. Ebenso wie die Aktuelle Technik freuen wir uns auf viele «smarte » Jahre und eine erfolgreiche Zukunft.


Firmenporträt Traco Electronic AG 69

40 Jahre Erfahrung mit Stromversorgungen

Firmengründung 1947

Die Firma Traco Electronic AG mit Hauptsitz in Baar ZG, Schweiz, ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Stromversorgungen. Unter der Marke Traco Power werden unsere Produkte weltweit vertrieben. Die Vertriebspartner haben Zugriff auf 4500 Standardprodukte ab Lager Schweiz.

Mitarbeitende 120 Geschäftsleitung Markus Dalla Monta Adrian Berger Kernkompetenzen Entwicklung und Herstellung von qualitativ hochstehenden Stromversorgungen in klein- und mittleren Produktionsstückzahlen. Sehr breites Sortiment von qualitativ hochwertigen, standardisierten Produkten. Viel Know-how und moderne Infrastruktur für die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen. Ein gut ausgebautes Lager mit optimierter Logistik garantiert eine hohe Verfügbarkeit der Produkte über ein weltweites Vertriebsnetz. Professioneller technischer Support bietet hohen Servicestandard. Produkte DC /DC-Wandler von 0,5 — 300 Watt und AC /DC-Schaltnetzteile von 2 — 1000 Watt für industrielle Anwendungen und für die Bereiche Medizintechnik, Mess- & Regeltechnik, Automation, Energie­manage­ ment, Bahntechnik und Hausinstallation sowie kundenspezifische Stromversorgungen bis 22 Kilowatt. Kontakt Traco Electronic AG Sihlbruggstr. 111 CH-6340 Baar Tel. +41 43 311 45 11 Fax +41 43 311 45 45 info@traco.ch tracopower.com

Mit über 40-jähriger Erfahrung entwickeln wir zuverlässige und dauerhafte DC/ DC-Wandler und AC/DC-Schaltnetzteile für den industriellen Einsatz. In den letzten Jahren wurde die Produktpalette für Märkte mit besonderen Anforderungen ausgebaut. So sind heute die Produkte von Traco Power die erste Wahl für viele anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen Medizintechnik, Mess- & Regeltechnik, Automation, Energiemanagement, Bahntechnik und Hausinstallation. Unsere Mission Wir wollen unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Anwendung optimal begleiten. Dazu gehören nicht nur die hohe Qualität und die hohe Verfügbarkeit unserer Produkte, sondern auch die Bereitstellung von technischen Dokumenten, Zulassungen und Bescheinigungen sowie Service und Support. Dafür stehen wir mit unserem Slogan «Reliable, Available, Now». Reliable : Wir entwickeln und produzieren hochwertige, auf spezifische Marktan­ forderungen abgestimmte Produkte, die eine lange Lebensdauer und niedrigste Ausfallraten versprechen. Unser Support-­ Team bietet kompetente Unterstützung in

Markus Dalla Monta, CEO

«Es sind typische Schweizer Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und schnelle Reaktionszeiten dank denen Traco Power global eine starke Marktposition einnimmt.»

40 Jahre Aktuelle Technik

technischen-, regulatorischen- und kommerziellen Belangen. Available : Unsere Produkte erreichen die Kunden innert kürzester Zeit. Dies ist möglich dank einem grossen Lager, einer optimierten Logistik und kurzen Pro­ duktionszeiten. Auch Kleinmengen können wirtschaftlich produziert werden. Now : Unser Support-Team ist für jeden Kunden immer direkt erreichbar, wir bieten Unterstützung mit kurzen Reaktionszeiten. Auf Spezialwünsche können wir rasch und flexibel reagieren. Traco Power Solutions Im Jahre 2015 wurde die Tochtergesellschaft Traco Power Solutions gegründet. Ihre Kernkompetenz liegt im Design von kundenspezifischen Stromversorgungen. Passend für Ihre Applikation entwickeln wir Sonderlösungen in Bezug auf Bauform, Funktion, elektrische Eigenschaften und Konformitätsanforderungen. Vom leicht modifizierten Standardgerät bis zur Spezial­konstruktion erarbeiten und produzieren wir die fertige Lösung. Dank innovativen Entwicklungs­pro­ zessen mit modularen Design-Lösungen und einer flexiblen Produktion können kundenspezifische Netzteile eine wirtschaftlich optimale Lösung darstellen.


Firmenporträt Wago Contact SA 70

Wago Schweiz: Spitzenqualität für den Weltmarkt Firmengründung 1977 – Wago Contact SA, Domdidier, Schweiz 1951 – Wago Kontakttechnik GmbH & Co. Minden, Deutschland Geschäftsführer Wago Contact SA, Domdidier, Schweiz Frédéric Riva Geschäftsführender Gesellschafter Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden, Deutschland Sven Hohorst Kernkompetenzen Wago ist Weltmarktführer, wenn es um elektrische Kontakte mit Federklemm­ technik geht, und nimmt damit eine führende Rolle in der elektrischen Ver­ bindungstechnik und Automation ein. Mit unseren Produkten und Lösungen leisten wir einen massgeblichen Beitrag zu sicher und zuverlässig arbeitenden Geräten und Anlagen, die rund um den Globus im Einsatz stehen. Produkte PFC200 Controller, Engineering Software e !COCKPIT, Energiedatenmanagement, Reihenklemmen Topjob S, I /O-System 750 und vieles mehr. Kontakt Wago Contact SA Route de l’Industrie 19 1564 Domdidier Tel. +41 26 676 75 00 Fax +41 26 676 75 75 wago.switzerland@wago.com wago.ch

Frédéric Riva, Managing Director

«Zusammen stärken wir den Technikstandort Schweiz. Wir gratulieren der ‹Aktuellen Technik› zum Jubiläum!»

40 Jahre Aktuelle Technik

Nicht nur die «Aktuelle Technik» wird vierzig. Auch Wago feierte im vergangenen Jahr die 40-jährige Präsenz in der Schweiz. Das ist nicht selbstverständlich: Wer sich hierzulande mit industrieller Massenproduktion halten will, muss sich immer wieder neu beweisen.

Der Schweizer Produktionsstandort der Wago-­G ruppe feierte im Frühling des vergangenen Jahres sein vierzigjähriges Bestehen. 1977 hat die deutsche Mutter­ gesellschaft entschieden, in der Schweiz eine Produktionsstätte zu eröf fnen und damit das Versorgungsrisiko zu verrin­ gern. Heute beschäftigt Wago in der Schweiz rund 500 Angestellte, darunter 39 Auszubildende.

tion wettbewerbsfähig zu bleiben, ist für Wago eine Herausforderung. Das Rezept sind gut qualifizierte Mitar­b eitende, die die leistungsfähigen High-Tech-Maschinen bedienen und damit schnell, effizient und in hoher Qualität produzieren. Als einer der Hauptlieferanten von Automations­ lösungen für Industrie und Gebäudetechnik hat sich Wago zudem international einen Namen gemacht.

Wago in Domdidier: mehr als nur Klemmen Das Wago-Werk im Kanton Freiburg hat sich seit seiner Gründung rasant entwi­ ckelt : Aus einer kleinen Produktionswerk­ stätte mit 15 Mitarbeitenden wurde ein wichtiger Industriestandort und regionaler Arbeitgeber. Hier werden verschiedenste Modelle der elektrischen Federklemmen produziert, eine Erfindung von Wago, die die konventionellen Schraubenklemmen längst abgelöst hat. Über sechs Millionen Leiterplattenklemmen werden in Domdidier täglich produziert, rund 95 Prozent davon gehen an Abnehmer im Ausland. In der Schweiz mit industrieller Massenproduk­

Das Angebot wächst Die Welt von Wago wird immer grösser. Neben dem angestammten Geschäft der Produktion von Komponenten bietet das Unternehmen immer mehr Kundenlösun­ gen an – etwa im Energiedatenmanage­ ment. Kunden können mit einem modularen Steuerungssystem von Wago Messdaten aus dem Betrieb sensorisch erfassen, sys­ tematisch sammeln und aufbereiten. Dabei fliessen nicht nur Werte wie Strom oder Spannung ein. Relevant sind auch Gas, Wasser, Druckluft oder Temperatur. Damit sind Wago-Kunden in der Lage, ihren Ener­ gieverbrauch ganzheitlich zu erfassen und gezielte Sparmassnahmen zu lancieren.


© GABRIEL DESIGN GmbH Thomas Stadler (Geschäftsführer Xamax AG) und Patrick Gehring (Manager Sales WAGO Contact SA)

ENERGIEDATEN MESSEN UND VISUALISIEREN, UM KOSTEN ZU SPAREN Das Beste aus der Hard- und Softwarewelt: WAGO und Xamax spannen im Energiedatenmanagement zusammen. Für Kunden beider Unternehmen wird es so noch einfacher, zuverlässige Verbrauchsdaten zu sammeln, zu visualisieren und Einsparpotenziale aufzudecken. Energie ist ein grosser Kostenblock. Die Stromnetzkosten und die Abgaben steigen von Jahr zu Jahr. Wer seine Energiekosten kennt und wirksame Sparmassnahmen umsetzt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die neue Lösung von WAGO und Xamax ist ein ideales Werkzeug, um Energiedaten transparent darzustellen und daraus die richtigen Effizienzmassnahmen abzuleiten. Durch das exakte Erkennen von Leistungsspitzen lassen sich beispielsweise die Stromkosten um bis zu 20 Prozent reduzieren. WAGO: erfassen, sammeln, verwalten Beides – Kosten sparen und Verbrauchsdaten liefern – ist nur durch ein präzises und zuverlässiges Energiedatenmanagement (EDM) möglich. Eine komfortable EDM-Lösung bietet WAGO mit einem modularen Steuerungssystem, das Messdaten sensorisch erfasst, systematisch sammelt und aufbereitet. Das System berücksichtigt nicht nur Werte wie Strom oder Spannung, sondern auch viele weitere Messgrössen, die für die Industrie- und Prozesstechnik sowie Gebäudeanwen-

Mehr unter: www.wago.com/edm/ch-de www.xamax-ag.ch

dungen relevant sind. Gas, Wärme, Wasser, Druckluft und Temperatur beispielsweise: All diese Daten finden in einem System zusammen. Die Zähler und Sensoren dieses Messsystems können einfach in die Anlagenund Gebäudetechnik integriert werden. Eine benutzerfreundliche Software ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Energieflüsse und einzelne Produktionsprozesse im Unternehmen. Xamax: aufbereiten, visualisieren, auswerten und Massnahmen ergreifen Dank der Zusammenarbeit mit dem Oltner EDM-Spezialisten Xamax wird die WAGO-Hardware nun durch eine speziell für das EDM entwickelte Software ergänzt, die Energieflüsse einfach und übersichtlich darstellt. Xamax setzt bei seiner EDM-Software auf ein benutzerfreundliches Design, aussagekräftige Darstellungen, eine intuitive Bedienung und ein automatisiertes Energiereporting – egal ob am Bildschirm, Tablet oder Laptop. Patrick Gehring, Verkaufsleiter von WAGO: «Der Kunde profitiert von der Kompetenz und der langjährigen Erfahrung beider Firmen in ihrem Bereich.» Dank der Kombination aus umfassender Datensammlung durch WAGO und aussagekräftiger Datenauswertung durch Xamax hat der Kunde zudem die optimale Basis, um sein Ziel zu erreichen: energieintensive Prozesse zu erkennen, zu optimieren und Kosten zu senken.


Firmenporträt Wieland Electric AG 72

Tradition und Innovation gehen Hand in Hand Weltmarktführer wird man nicht von ungefähr: die Wieland Electric ist weltweit führend bei steckbarer Gebäudeinstallation. Seit mehr als 100 Jahren beruht ihr Erfolg auf Kundennähe und auf optimal austarierten Innovationsprozessen.

Firmengründung (CH) 2014 Service & Support unser Versprechen

Kontakt Wieland Electric AG Harzachstrasse 2b 8404 Winterthur Tel. +41 52 235 21 00 info.swiss@wieland-electric.com wieland-electric.ch

In Verbindung bleiben Seit Jahrzehnten war Wieland Electric mit kompetenten Vertriebspartnern in der Schweiz präsent, seit 2014 mit einer eigenen, erfolgreichen Tochtergesellschaft. Die Wieland Electric GmbH ist ein mittelständisches, rein in Familienbesitz befindliches Unternehmen der Elektro- und Elektronik-Industrie mit Stammsitz in Bamberg, Deutschland. Die Firma mit über 100 Jahren Betriebsgeschichte zählt zu den Pionieren der elektrischen Verbindungstechnik. Das international ausgerichtete Familienunternehmen, Marktführer im Bereich steckbarer Installationstechnik für Zweckgebäude, unterhält weltweit Tochter­gesellschaften sowie neben den Fertigungslinien in Bamberg auch Produktionseinheiten in Tschechien, Kanada und China. Die Wieland Holding ist in über 70 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit etwa 2200 Mitarbeiter. Sichere elektrische Verbindungen bilden den Mittelpunkt des Produktprogramms — seit Bestehen des Unternehmens. Genauso wichtig sind Wieland gute Kontakte von Mensch zu Mensch : bei Kundenbeziehungen genauso wie beim Miteinander innerhalb des Unternehmens.

Hans Ruckstuhl, Geschäftsführer (CH)

«Es ist mir ein Anliegen, unsere Produkte und Dienstleistungen im Schweizer Markt noch besser bekannt zu machen.»

40 Jahre Aktuelle Technik

Unsere Produkte und Dienstleistungen liefern wir in alle Branchen. Darunter fallen hauptsächlich Gebäude (Installation und Automation) und Maschinenbau (Sicherheit, Steuerung, Verkabelung). Das Portefeuille umfasst neben Verbindungstechnik (Steckverbinder, Klemmen), auch komplexe Systeme für Sicherheit und Automation. Unser Credo: Service und Support! Neben Software Tools zur einfachen Planung für Verkabelungssysteme in Gebäuden (gesis-PLAN) und Software für Design von Sicherheitskonzepten (samos-PLAN), für Energieverteilungskonzepte (podisPLAN) bieten wir auch interaktive Software für die richtige Auswahl von schweren Steckverbindern und Tools zum Design von Klemmleisten, inklusive Dokumentation. Daneben steht ein umfangreicher E-Shop zur Verfügung, der neben den kommer­ ziellen Inhalten auch Download­-Bereiche anbietet für technische Datenblätter und Manuals. Herausragende Logistik­konzepte erweitern unser Angebot. Selbstverständlich unterstützt Sie unser kompetentes Personal im Aussendienst und im Produktmanagement bei allen Anliegen.


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