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Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik

Für jede Anwendung den richtigen Switch

Aktuelle Technik 7/2016

Phoenix Contact AG — Seite 5

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Walk and Talk Was ist Maschinenund Informationsethik? Seite 6

Modellbasierte Entwicklung Towards Safe Robotics Seite 36

Schutzsysteme Optische Alarmierung Seite 60


Editorial 1

Der Satz vom endlos tippenden Affen

Das «Infinite-Monkey-Theorem» besagt, dass ein Affe, der unendlich lange auf eine Tastatur zufällig eintippt, irgendwann jeden beliebigen Text mit begrenzter Länge schreiben wird, wie zum Beispiel die gesamte Bibel. Einfachheitshalber betrachten wir aber nur einen Satz aus der Bibel – «Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde» – und gehen davon aus, dass die Tastatur 100 Tasten hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine korrekte Taste getroffen wird, beträgt 1/100. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Affe die 82 Zeichen des zitierten Satzes in der richtigen Reihenfolge anschlägt (1/100)82. Sollte der Affe jede Sekunde eine Taste drücken, so bräuchte er für den korrekten Text im Schnitt damit länger als das derzeitige Alter unseres Universums. Im Jahr 2003 testeten Studenten der Universität von Plymouth dieses Gedankenexperiment mit echten Affen. Allerdings produzierten die sechs Makaken in einem Monat nur insgesamt fünf Seiten, hauptsächlich mit dem Buchstaben «S». Danach wurde die Tastatur mit Steinen malträtiert. Aber apropos «schreibender Affe»: Nach 24 Ausgaben – das sind 1904 Seiten oder 1 033 846 Wörter oder 6 663 987 Zeichen – der «Aktuellen Technik» verabschiede ich mich an dieser Stelle von Ihnen, liebe Leser. Die Redaktion der «at» wird in den kommenden Wochen neu aufgestellt – ich begrüsse ganz herzlich Eugen Albisser und Mirek Spicar und wünsche viel Erfolg. Ihnen weiterhin viel Freude mit der «at» und Glück auf! Peter Jankovics, Dipl.-Math., Redaktionsleitung Tanya Hasler, Fotografie

Es Eskann kannnur nureines einesgeben. geben.Das DasOriginal. Original. Pilz PilzIndustrieelektronik IndustrieelektronikGmbH, GmbH,5506 5506Mägenwil, Mägenwil,062 062889 88979 7930, 30,www.pilz.ch www.pilz.ch AD_AktTechnik_2016_07_220x30_ang.indd AD_AktTechnik_2016_07_220x30_ang.indd 1 1

Aktuelle Technik –7/2016

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Inhalt Übersicht 2

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Übernahme von Dietrich + Blum durch Omni Ray

Marktübersicht Sensoren

Interview mit Roger Müller und Hanspeter Thalmann. 32

Optische Alarmierung

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Wenn der Lärmpegel zu hoch ist, braucht man sie.

Roboterpräzision Steuerungssystem für Selektivlöten setzt auf Kuka-Roboter.

Towards Safe Robotics Modellbasierte Entwicklung von High-Integrity-Robotern.

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01 Editorial 02 Inhalt 05 Zum Titelbild: Für jede Anwendung den richtigen Switch

Magazin 06 11 12 14 25

Walk and Talk: «Aufhalten lassen wir uns nicht.» Sudoku Messen Firmen Fakten Märkte Agenda

Die kompakte Lösung für komplexe Signaltechnik. Die Beckhoff EtherCAT Box.

Automation 26 30 32 34

Wachstum durch Firmen-Akquisition Auf clevere Mess- und Regeltechnik kommt es an Roboterpräzision unterstützt Null-Fehler-Produktion Produkt-News

Antriebstechnik/Fluidik 36 Erhöhte Pumpeneffizienz dank innovativer Sensoren 37 Produkt-News

Industrie-Informatik 38 Towards Safe Robotics – Modellbasierte Entwicklung von High-Integrity-Robotern 41 Produkt-News 42 WeConfig jetzt mit weitreichenden Cyber-Security-Funktionen

Komponenten/Halbleiter 44 Swiss Technology Network – Industrielle Stromversorgung 44 Mobile Notstromeinheit für Einsätze im Feld 45 Brennstoffzelle – zuverlässiger netzferner Strom 46 Produkt-News

Messtechnik/Sensorik 48 Swiss Technology Network – Sensoren Sicherheitsgerichtete Signale flexibler auswerten 50 Marktübersicht: Sensoren 54 Die Feuchte im Griff 56 Produktübersicht: Magnetisch-induktive Durchflussmesser 57 Bessere Luft für bessere Leistung 58 Produkt-News

www.beckhoff.ch/EtherCAT-Box Extrem kompakte und robuste IP-67-I/O-Module Highspeed-EtherCAT-Kommunikation bis in jeden Teilnehmer, ohne Subsystem Breites Signalspektrum von Standard-Digital-I/O bis zur komplexen Analogtechnik:

Industriebedarf 60 Optische Alarmierung 62 Produkt-News 63 63 64 64

Last Minute Firmenverzeichnis Ein Blick zurück Impressum

Analog Input ±10 V, 0 / 4…20 mA

4-Kanal, Differenzeingänge, 16 Bit

M12

Widerstandssensor

4-Kanal, PT100, PT1000, Ni100 etc., 16 Bit

Thermoelement

4-Kanal, Typ J, K, L , M etc., 16 Bit

4-Kanal, single-ended, 16 Bit

Analog Output

IPC

±10 V, 0 / 4…20 mA

I/O

Sonderfunktionen Winkel-/Wegmessung Kommunikation

M12 4-Kanal, 16 Bit 4-Kanal, 2 Inputs, 2 Outputs, 16 Bit

Motion Automation

Motion

D-Sub M12 Inkremental-Encoder Serielle Schnittstelle IO-Link-Master Schrittmotormodul DC-Motor-Endstufe


960-514d-06.16

Gemeinsam Grenzen verschieben

Pioniergeist und Innovation sind der Kern der Kistler Gruppe. Als Entwickler und Hersteller von Sensoren und Anwendungen im physikalischen Grenzbereich haben wir in über 55 Jahren gelernt, allerkleinsten Dingen die grösstmögliche Beachtung zu schenken. Absolute Aufmerksamkeit widmen wir auch unseren Mitarbeitern: ihre Leidenschaft für Technologie entfachen wir mit herausfordernden Projekten, fördern internationale Zusammenarbeit und bieten Freiraum für die Entfaltung individueller Fähigkeiten im Team. Entlang der Megatrends Mobilität, Emissionsreduktion, Qualitätskontrolle und Leichtbau verschieben unsere Mitarbeiter die Grenzen des Möglichen und finden gemeinsam mit unseren Kunden – und für unsere Kunden – Antworten auf Fragen von morgen.

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Zum Titelbild 5

Phoenix Contact AG

Industrielle Switches stehen jetzt erstmalig mit integrierter DLR-Redundanz für Ethernet/IP-Netzwerke zur Verfügung.

Für jede Anwendung den richtigen Switch Die Kommunikation innerhalb von Maschinen und Anlagen basiert zunehmend auf dem EthernetStandard. Beim Aufbau des Netzwerks steht man vor der Herausforderung, die passenden Infrastruktur-Komponenten auszuwählen.

sind sie in der Steuerung als Profinet-Teilnehmer sichtbar, der über das Engineering konfiguriert und diagnostiziert werden kann. Da die Switches auch die Topologie-Erkennung über das Link Layer Discovery Protocol (LLDP) beinhalten, lässt sich die Netz-Topologie darstellen. So gelingt bei Fehlerzuständen eine schnelle Lokalisierung der Störung.

Flexible Topologie Durch die Verschaltung von Switches lassen sich Netz-Topologien wie Stern, Baum, Ring oder beliebig vermaschte Strukturen umsetzen. Während sich Stern- und Baum-Topologien auch mit Unmanaged Switches aufbauen lassen, bedürfen Ring- oder vermaschte Strukturen einer besonderen Betrachtung. Wird in einer Ethernet-Topologie ein Ring ausgeführt, muss einer der Ring-Ports über einen Redundanzmechanismus blockiert und darf nur bei einer Ringunterbrechung aktiviert werden. Diesen Job übernimmt das jeweilige Redundanzprotokoll des Managed Switches. Das Standard-Redundanzprotokoll Rapid Spanning Tree (RSTP) z.B. überführt ein verLokalisierung von Störungen Um das Netzwerk direkt über die Steuerung maschtes- oder Ring-Netz in eine Baum- resp. diagnostizieren zu können, sind die Automa- Linienstruktur. Ereignet sich ein Segmentuntion Switches in den Profinet- oder Ethernet-/ terbruch, kann die Rekonfigurationszeit, je IP-Betriebsarten über das jeweilige Automa- nach Grösse vom Netz, eine bis mehrere Setisierungsprotokoll sichtbar. Die Diagnosein- kunden dauern. formationen der Netzwerk-Komponenten stehen direkt in der SPS und im Engineering-Tool Sehr schnelle Umschaltzeiten In Automatisierungsnetzwerken werden übdes Steuerungssystems zur Verfügung. In Profinet-Netzwerken finden sich derar- licherweise industrielle Redundanzmechatige Netzwerk-Komponenten in der Class B. nismen genutzt – beispielsweise das Media Entsprechende Switches unterstützen die De- Redundancy Protocol (MRP) in Profinet-Netvice-Funktion von Profinet IO. Auf diese Weise zen der Conformance Class B und C. Neben

Automatische Prioritätserkennung Wird Ethernet zur Feldkommunikation verwendet, müssen zeitkritische I/O-Daten übertragen werden. Bei der Auswahl passender Switch-Komponenten sind daher die Echtzeiterfordernisse des genutzten Automatisierungsprotokolls zu berücksichtigen. Geeignete Switches wie die IP67-Geräte der Baureihe 1605 unterstützen die von Profinet IO verwendeten Quality-of-Service-Mechanismen und werten die in den Datentelegrammen im VLAN-Feld enthaltenen Priorisierungsinformationen automatisch aus.

einer schnelleren Umschaltung erlauben diese Lösungen zudem die Kabelweg-minimierte Integration von MRP-fähigen Zwei-Port-Feldgeräten. Ethernet-/IP-Netzwerke arbeiten mit der Redundanz-Technologie Device Level Ring (DLR), die sehr kurze Wiederherstellungszeiten von 3 ms ermöglicht. So ist eine nahezu stossfreie Umschaltung der Teilnehmerkommunikation gegeben. Steuerungen, IO-Module, Feldgeräte und Antriebe mit integrierter DLR-Technologie erlauben den Aufbau einer sehr schnellen Ring-Redundanz. Standardkomponenten wie IPCs, Switches, andere nicht-DLR-fähige Ethernet-/IP-Teilnehmer wurden bislang über die Vorschaltung spezieller Drei-Port-Komponenten in den Ring eingebunden. Mit den neuen Advanced Managed Switches der Produktfamilie FL Switch 7000 von Phoenix Contact sind nun auch Geräte erhältlich, die sich direkt in einen DLR-Ring integrieren lassen. Daraus ergeben sich erhebliche Vorteile hinsichtlich Installation und Kosten von Ethernet/IP-Netzwerken. phoenixcontact.ch 7/2016

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Das Ethernet-Netzwerk fungiert gleichzeitig als Feldbussystem wie auch als Kommunikations-Backbone, über den IT-typische Dienste bereitgestellt werden. Die verbauten Switches sollten daher sowohl die Möglichkeiten des Standards im industriellen Installationsumfeld nutzbar machen als auch den Erfordernissen der Automatisierungsprotokolle Rechnung tragen.

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Modellbasierte Entwicklung Towards Safe Robotics Seite 36

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Bereits in der letzten Ausgabe begleitete at – Aktuelle Technik den Ethiker und Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Oliver Bendel bei seinen Ausführungen zum Thema Maschinen- und Informationsethik rund um die ETHZ. Ein wichtiges und umfangreiches Thema auf kurzen Wegen.

«Aufhalten lassen wir uns nicht.» Heike Henzmann: Wie können wir Ingenieure daran hindern, alles, was möglich ist, auch zu entwickeln? Oliver Bendel: Ich habe gerade bei einer dreitägigen Konferenz in Stanford vorgetragen. Ein berühmter Kollege, der dort ebenfalls anwesend war, Ron Arkin, arbeitet fürs US-Verteidigungsministerium. Er konzipiert aus der Maschinenethik heraus Kampfroboter, die moralisch handeln sollen. Das Pentagon hat ein Interesse daran, dass autonome Maschinen Ziele eliminieren, dabei aber – weil alles andere medienmässig untauglich ist – keinen allzu grossen Kollateralschaden anrichten. Ein Beispiel: Ein Kampfroboter identifiziert Osama bin Laden, der von zwanzig Kindern umringt ist. Die Maschine denkt: Na, soll ich zugreifen oder nicht? Wie gross wäre der Kollateralschaden? Arkin baut so was, zumindest schafft er die Grundlagen dafür, bis hin zu einem «künstlichen Gewissen». Ich mag militärische Forschung nicht. Nun können wir solche Konferenzen wie in Stanford abhalten und als Wissenschafter über alles diskutieren. Ich habe für einfache moralische Maschinen plädiert. Ein Beispiel dafür ist mein Saugroboter, der vor einem Marienkäfer anhält und sich entscheidet, diesen nicht einzusaugen. Er stoppt und lässt ihn weglaufen. Wem das zu niedlich erscheint, kann sich auch ein Windkraftrad vorstellen, das sich für einen Vogelschwarm oder einen Fledermausschwarm

abstellt. Oder wir können an Mähmaschinen denken, die vor Rehkitzen anhalten. Davon haben alle was, das Tier, das überlebt, und der Bauer, der die Maschine nicht reinigen muss. Wir Wissenschafter können diskutieren und uns für eine bestimmte Art der Forschung entscheiden. Ich habe eine andere Art der Forschung gewählt als Ron Arkin. Aufhalten lassen wir uns nicht. Aber die Forschung rund um den Staubsauger, der den Marienkäfer schützt, kann ja auch missbraucht werden. Das ist richtig. Jede Grundlagenforschung kann missbraucht werden, und auch die angewandte Forschung ist anfällig. Wenn wir das verhindern wollen, dann dürfen wir nicht mehr forschen. Es gibt Firmen, die nach der Weltformel für moralische Maschinen suchen. Die braucht man beispielsweise für autonome Autos, wenn man sie in Städten fahren lässt. Es gibt sie aber nicht. Es gibt einen gemeinsamen Nenner, aber keine Weltformel, die im Detail funktioniert, verlässlich Menschen rettet und dabei noch gut und gerecht ist. Das Auto bremst hier in der Schweiz für die Kuh. Aus moralischen, technischen und wirtschaftlichen Gründen, weil die Kuh leiden kann und wertvoll ist und der resultierende Schaden an Fahrzeug und Fahrer gross wäre. In Indien bremst das Auto, weil die Kuh heilig ist. Hier passt alles in eine Regel. Aber in vielen anderen Fällen bräuch-

te man unterschiedliche Entscheidungen, je nach Kontext und Kultur. Das ist kaum machbar. Was Autos generell vermeiden müssen, ist die Kollision mit grossen Tieren. Bei kleineren Tieren wird’s schwieriger. Bei uns würde man gerne für jede Kröte bremsen, und genau das will ich mit meiner Forschung unterstützen. Es gibt auch Länder, in denen die Meinung herrscht, dass man jede Kröte totfahren soll, die man kriegen kann. Das Auto kann auch andere Faktoren abwägen, wie zum Beispiel den nachfolgenden Verkehr, und es soll im Zweifelsfall natürlich eher den Menschen schützen als die Kröte. Das klingt schon hoch kompliziert. Dennoch ist ein Auto, das solche Entscheidungen trifft, nur eine einfache moralische Maschine, und der Entscheidungsbaum passt auf eine A4-Seite. Darin werden einige Fragen gestellt: Wie gross ist das Tier, wie selten, wie alt? Und eben: Ist jemand hinter mir? Brauchen wir eine globale Moral für bestimmte Maschinen? Ja, hin und wieder wäre dies nötig. Aber es gibt viele Maschinen, die keine globale Moral brauchen, der alle zustimmen müssen. Sie werkeln in der Wohnung oder auf der Wiese vor sich hin. Das ist wie mit Fair-Trade-Produkten. Der eine kauft sie, weil er überzeugt davon ist, der andere nicht. Ich bin dagegen, in offenen Welten autonome Maschinen ungehemmt lernen und Entscheidungen treffen zu lassen. Sie werden zu falschen Entscheidungen kommen.

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«Eine menschliche Moral, die Gefühl, Verstand, Angeborenes, Gelerntes, Antrainiertes, Selbstüberlegtes zusammenbringt, ist am besten. Eine Maschine kann nur Regeln befolgen – wie Fundamentalisten.»

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Referenzpersonen und beispielsweise das Zählen von Likes in sozialen Medien sind schwierig als Lernbasis. Was genau ist Maschinenethik und was Informationsethik? Die Maschinenethik begreife ich als Gestaltungsdisziplin, die Informationsethik als Reflexionsdisziplin. Die Maschinenethik ist die Disziplin, die die Moral der Maschine zum Thema hat. Die Moral des Menschen wird anders als in der Menschenethik nur nebenbei betrachtet, als Mittel zum Zweck. Eine menschliche Moral ist sehr viel besser als eine maschinelle Moral. Der maschinellen Moral fehlt einiges. Die Maschine kann aber mindestens eine so gute Moral haben wie der menschliche Fundamentalist. Der hält sich streng an einen Moralkodex, schlägt ein Buch auf und liest nach und entscheidet dann danach. Nehmen wir das Lügenverbot und das folgende berühmte Beispiel: Wir befinden uns im Dritten Reich und haben Juden versteckt. Es klopft an der Tür, davor stehen Nazis und fragen uns, ob wir Juden versteckt haben. Nach der Meinung von bestimmten religiösen Fundamentalisten müsste ich mich nun an das Lügenverbot halten und den Nazis sagen, jawohl, da oben sind sie. Wir jedoch hängen nicht nur einer radikalen Pflichtethik, sondern auch einer pragmatischen Folgenethik an. Wir wissen, die Juden müssen sterben, wenn wir sie verraten, und

deshalb müssen wir lügen und entscheiden uns zu lügen. Religiöse Fundamentalisten schlagen ein Buch auf, sehen das Lügenverbot und halten sich daran. Ich denke, wer nicht interpretiert, hat ein Problem in unserer modernen Welt. Volkszählung in den Achtzigern in Deutschland: Wir sind für unsere Privatsphäre auf die Strasse gegangen. Heute ist ein Mensch, der seine Privatsphäre schützt, suspekt, hat etwas zu verstecken. Da hat doch ein moralischer Wandel stattgefunden. Ist dies das grösste Problem, das wir aus Sicht der Informationsethik haben? Der Begriff der Informationsethik funktioniert ähnlich wie der Begriff der Informationsgesellschaft. Diese ist nicht die informierte Gesellschaft, sondern die Gesellschaft, die Informationstechnologie benutzt. Informationsmanagement, ein anderer Informationsbegriff, macht einen grossen Teil der Wirtschaftsinformatik aus. Die Informationsethik untersucht die Moral der Informationsgesellschaft, fragt nach den Chancen und Risiken des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie kümmert sich auch um Fragen der informationellen Selbstbestimmung, etwa die Herausforderungen bei der Privatsphäre. Die Privatsphäre bricht immer mehr weg, bedingt durch Politik, Wirtschaft und unser Verhalten. Meine Studenten verstehen nicht mehr das Recht am eigenen Bild – weder mit juristischem noch mit ethischem Blick. Sie verstehen es nicht, dass man sie nicht nach Belieben fotografieren und das Bild veröffentlichen darf. Doch auch diese Studenten haben im realen Leben durchaus das Bedürfnis nach Privatsphäre, beispielsweise im Schlafzimmer oder auf dem WC. In diesem Bereich, der Intimität, ziehen noch alle am gleichen Strang. Alles andere bricht weg. In Bezug auf die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien haben wir den Zugriff auf unsere Daten bereits verinnerlicht. Wir wundern uns nicht mehr, wenn beispielsweise die watson-App den Zugriff auf die Kamera verlangt. Niemand sollte eine solche App installieren, ausser wenn es um unverzichtbare Kommunikationsmöglichkeiten geht. Es gibt viele optische Systeme, die uns überwachen. In Kalifornien wird man im Taxi bespitzelt. Ich war in Büros, wo alle vier Meter eine Kamera hängt. Die optische Überwachung ist omnipräsent. Aber auch auditive Systeme überwachen uns. Diese werden


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ren. Dieses Risiko sollte man normalerweise nicht eingehen. Allerdings führen wir gerade ein Gespräch, das öffentlich werden soll – und genau das macht den Unterschied aus. Ich poste auch im Internet bewusst, was die Öffentlichkeit erfahren soll. Informationssparsamkeit ist ansonsten mein Mittel des Schutzes, denn Privates geht niemanden etwas an.

oft vernachlässigt. Ich habe bis zu zwanzig verschiedene auditive Systeme im Haushalt und in der Arbeitswelt identifiziert, die potenziell mithören. Das Handy überwacht uns, Sprachassistenten wie Siri und Cortana, das Tablet, das Notebook, der intelligente Fernseher und neuerdings im Kinderzimmer Hello Barbie von Mattel. Das Fatale an Hello Barbie ist, dass das Kind mit der Puppe kommuniziert, ihr Geschichten erzählt, ihr Vertrauen schenkt. Wenn das kleine Mädchen sagt: «Barbie doof, hat keine Piercings!», dann sagt Mattel: «Super, wir machen jetzt auch Barbies mit Piercings.» So weit, so gut. Schlimm ist, dass Mattel und all die Anbieter, die damit zusammenhängen, mit diesem intelligenten Spielzeug Zugriff auf sehr viel Privates haben, denn Kinder spielen auch Erlebtes nach. Vielleicht spielt nun das Kind, dass Barbie von Ken verprügelt wird, obwohl es so etwas noch gar nie erlebt hat. Und doch könnten Stellen dann vermuten, dass das Kind oder die Mutter geschlagen wird. Und da ist noch Echo von Amazon. Das ist das Perfideste, was es überhaupt gibt. Echo ist ein Lautsprecher mit Mikrofonen mit Far-Field-Technologie. Diese Mikrofone nehmen sogar noch wahr, was vier Räume weiter geflüstert wird. Um Echo zu aktivieren, muss man ein Codewort sagen, das «Alexa» lautet. Dann sperrt die Säule ihre Ohren auf und protokolliert mit. Der Sinn ist natürlich ein kommerzieller, denn Echo ist ja von Amazon. Um das Codewort zu hören, muss das Mikrofon schon in Habachtstellung sein, das heisst, Echo hört eigentlich immer mit. Und je nachdem, welche App Sie als Rekorder auf Ihrem Smartphone verwenden, können andere die Aufnahme dieses Interviews mithö-

Papiergeld gilt ebenfalls als ein Mittel der Informationssparsamkeit. Sind Sie gegen die Abschaffung des Privatgeldes? Die Abschaffung des Papiergeldes wäre ein weiterer Schritt zu Orwells «1984». Wir brauchen Papiergeld, unbedingt. Eine grosse Rolle bei der Begründung der Abschaffung von Bargeld spielen wiederum die organisierte Kriminalität und der Terrorismus. Wenn Terroristen einen Anschlag in Brüssel oder Paris durchführen und wir anschliessend den Rechtsstaat kastrieren, dann sind die Terroristen dort, wo sie hinwollen. Ich bin davon überzeugt, dass die IS-Terroristen eine islamistische Weltherrschaft anstreben. Sie haben ein konkretes Ziel, und dieses hängt mit religiösen Motiven zusammen. Ich mag den Spruch nicht, dass ein solcher Anschlag nichts mit Religion zu tun hat. Ich fürchte, dies ist doch der Fall. Auch die Ansicht, dass man erst zum Loser wird und dann zum Terroristen, stimmt nicht immer. Osama bin Laden war ein reicher Mann, er war in diesem Sinne kein Verlierer. Es gibt Religionsführer, die bestimmte religiöse Strukturen wollen, in denen Frauen verschleiert sind, in denen bestimmte religiöse Gesetze gelten. Ich glaube nicht an das Gute in den monotheistischen Religionen. Den christlichen Glauben haben wir mit der Aufklärung gebändigt. In Religionskriegen und auf Scheiterhaufen töteten Christen viele Millionen Menschen – und das zu einer Zeit, als es noch viel weniger Menschen gab. Wir können mit allen Religionen, welche die Aufklärung durchlaufen haben, ganz gut leben. Eine menschliche Moral, die Gefühl, Verstand, Angeborenes, Gelerntes, Antrainiertes, Selbstüberlegtes zusammenbringt, ist am besten. Eine Maschine kann nur Regeln befolgen – wie Fundamentalisten. Das ist manchmal genug, oft aber zu wenig. Wird Ihnen manchmal Technophobie vorgeworfen? Ich höre hin und wieder, ich sei technophob, obwohl ich Professor für Wirtschaftsinfor-

matik bin, starke Bezüge zur Robotik und zur Künstlichen Intelligenz habe und nicht nur allgemein darüber philosophiere, sondern solche Maschinen auch konzipiere. Aber es ist doch so: Es sind die Experten für Informatik und KI, wie etwa Stephen Hawking, Dirk Helbing oder auch Yvonne Hofstetter, die momentan Künstliche Intelligenz kritisieren. Wir erobern ein Wissenschaftsgebiet, und dann sehen wir die Probleme, die dadurch entstehen, ähnlich wie bei der Atomkraft. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung verändern unsere Gesellschaft und die Zukunft der Arbeit. Sind Sie ein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens? Ich bin eher ein Befürworter eines bedingungslosen Grundeigentums – eine Art Willkommensgeschenk, das jeder Bürger bei der Geburt erhält. Grundeigentum, mit dem man mit Erreichen der Volljährigkeit etwas machen kann. Ich gebe aber zu, dass damit erhebliche Probleme verbunden sind, die man erst noch lösen müsste. Vielleicht ist das bedingungslose Grundeinkommen, bei allen Schwierigkeiten, näher an der Realität. Auf jeden Fall brauchen wir gesellschaftlich radikale Ansätze, wenn wir mit der Industrie 4.0 und der Verbreitung von Automatisierung und Autonomisierung ernst machen. Auch wenn diese Ansätze zu Beginn mehr Arbeit verschaffen, wird die Arbeitsmenge doch auf lange Sicht weniger. Nehmen wir zum Beispiel die SelbstScanner-Kassen der Migros. Erst bedingt deren Einsatz mehr Personal, um Kunden zu helfen und beim Erwerb von Alkohol das Alter zu kontrollieren. Doch irgendwann wird die Arbeit an der Kasse weniger werden. Warum bilden Unternehmen noch aus in Berufen, die es mittelfristig nicht mehr geben wird? In den Übergangszeiten werden viele nicht zukunftsgerichtete Dinge getan, weil wir keine andere Chance haben. Wir machen ja auch noch den Führerschein, obwohl den in 15 Jahren niemand mehr braucht. In Deutschland wird unverantwortlich schnell der Weg für das autonome Auto freigemacht. Ich bin nicht generell gegen das autonome Auto, ganz im Gegenteil, warne aber vor der Komplexität der Städte. Zwischen diesen darf es gerne fahren, und wenn man noch besondere Spuren einrichtet und die Geschwindigkeit beschränkt, ist es eine fast perfekte Lösung. Aber in den Städten ist das

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Roboterauto in den nächsten Jahren zu gefährlich, und es wird in etliche Unfälle verwickelt sein. Das computerisierte Auto ist bereits Alltag und trägt ebenfalls zur totalen Überwachung bei. Wie sieht die Gesellschaft in 30 Jahren aus? Der Überwachungsstaat ist bereits Realität, und er wird sich verstärken. Regierungen nutzen Terrorakte als Argument, obwohl viel mehr Menschen im Autoverkehr sterben als durch Anschläge. Damit haben die Terroristen gewonnen. Wir werden gefilmt und nicht darüber informiert. Wir wissen nicht, wer warum filmt und was mit den Bildern geschieht. Gesichtserkennung, Bild- und Mustererkennung – Menschen, die in der Öffentlichkeit sind und Spuren hinterlassen, können schnell identifiziert werden. Die Überwachung kommt auf allen Ebenen – visuell, auditiv, olfaktorisch. Selbst gedankliche Überwachung ist bereits in Einzelfällen geglückt. Dennoch würde ich nicht aufs Handy und aufs Internet verzichten wollen. Ich liebe Technik und Technologie. Ich bin gerne in dieser modernen Welt. Ich bin aber froh, in den 80er-Jahren ohne Facebook und ohne den Druck, sich ständig präsentieren zu müssen, aufgewachsen zu sein. Früher war ein Wechsel der Welten möglich. Das ist heute nicht mehr drin. Kann ich mich schützen? Gibt es eine elektronische Tarnkappe? Ja, wir können etwas dagegen tun. Es hilft niemandem, technisch uninteressiert zu sein. Es hilft wohl nur technische Aufrüstung gegen Technik. Es existieren beispielsweise Brillen, die mithilfe unterschiedlicher Metho-

«Abhörsichere Räume oder Zellen könnten ein Geschäftsmodell der Zukunft sein.» Aktuelle Technik –7/2016

den eine optische Überwachung verhindern. Die sind auch nicht verboten – jedenfalls jetzt noch nicht. Und für geheime Besprechungen empfehle ich den Wald – nach oben gut abgeschirmt und wenig vernetzt. Abhörsichere Räume oder Zellen könnten ein Geschäftsmodell der Zukunft sein. Sie haben in der Vergangenheit mehrere Romane geschrieben. Welche Themen bearbeiten Sie darin? Spielt Technik eine Rolle? Ich habe 2009 einen kleinen Roman herausgebracht, «Verlorene Schwestern», in dem eine Drohne eine Rolle spielt. Die Drohne hat Fliegenform und wird erfunden und gesteuert von einem Jungen. Er geht damit in Wohnungen und Häuser von Prominenten hinein und spioniert sie aus. 2009 wusste noch kaum einer, was eine Drohne ist. 2007 und 2008 sind ebenfalls Romane herausgekommen, die Technologien zum Thema hatten, «Nachrückende Generationen» und «Künstliche Kreaturen». In «Künstliche Kreaturen» kommt auch die Büchse der Pandora vor. Sie betreiben ja diverse Blogs zur Informations- und Maschinenethik und verfassen Fachbücher. Kommen sich das literarische Schreiben und das Verfassen von Sachtexten in die Quere? Es entstehen etwa vierzig Sach- und Fachpublikationen pro Jahr. Ein grosser Teil davon sind kleine Texte wie Lexikonbeiträge, manches sind Peer-reviewed-Artikel, in Journalen und als Beiträge für Konferenzen. Man muss es verstehen, sich sprachlich an das Zielpublikum zu wenden, eine journalistische Sprache pflegen oder eine wissenschaftliche, manchmal auch beides zusammen. Das literarische Schreiben findet eher in dazu abwechselnden Phasen statt.

Jetzt brennt es wieder in mir, und ich würde gerne einen Lyrikband herausbringen, passenderweise mit Robotergedichten. Und vielleicht ruht dann die Arbeit im Wissenschaftlichen. Was ich natürlich nicht oft machen kann. Dennoch, das unterschiedliche Schreiben kommt sich selten in die Quere, schon weil ich nur zwei bis drei Wochen an der Rohfassung eines Romans arbeite. Wie sieht ein Tag in ihrem Leben aus? Haben Sie einen Zeitumkehrer wie Hermine in «Harry Potter»? Ich habe nicht nur keinen Zeitumkehrer, ich verfüge auch über keinen Apparat an der Hochschule: Ich habe kein Sekretariat und keine Mitarbeiter. Wenn Sie meine Publikationsliste anschauen, sehen Sie, dass ich der einzige Autor bin, mit wenigen Ausnahmen. Gerade sitze ich an einem Buchbeitrag mit einem Kollegen zusammen. Aber in der Regel sind die Texte von mir allein. Manche Professoren produzieren sehr viel, weil sie schreiben lassen und dann ihren Namen daruntersetzen. Das ist in dieser extremen Form sehr unschön. Die Wahrheit ist, ich kenne nicht viel ausser der Arbeit. Ich kenne keine Vereinsaktivitäten, mein soziales Engagement beschränkt sich auf Spenden, immerhin für mehrere Organisationen. Ich habe eine Partnerin, wir haben keine Kinder. Alle Zeit, die ich habe, kann in die Arbeit fliessen, zumindest von 8 Uhr am Morgen bis 20 Uhr am Abend. Aber ich mache viel Urlaub. Zusammengefasst sind meine Aktivitäten: Lehren, Forschen, Publizieren und Reisen, wenig Sport, kaum Freizeit. Mehr will ich wegen der Informationssparsamkeit nicht verraten. Oliver Bendel, vielen Dank für das Gespräch.


Sudoku 1

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Gewinnen Sie mit «Aktuelle Technik» eine Flasche Champagne Lanson Black Label Brut. Die Teilnahme ist einfach: Lösen Sie das Sudoku und übertragen Sie die drei Lösungszahlen inkl. Anschrift in das vorbereitete Formular unter aktuelletechnik.ch/sudoku Alternativ schicken Sie die Lösungszahlen an: peter.jankovics@blverlag.ch Teilnahmeschluss ist der 24. August 2016. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise sind nicht übertragbar. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

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Gewinnspiel

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Magazin Messe 12

all about automation friedrichshafen

Erfolgreiche «all about automation» mit starkem Besucherzuspruch

Untitled Exhibitions Gmbh – Dort, wo die inzwischen an vier Standorten stattfindende regional ausgerichtete Messereihe 2014 ihren Anfang nahm, fand die bislang grösste Messe der Reihe statt. 131 Aussteller (2015: 109) und zusätzlich 25 Fachverlage berieten 1487 Fachbesucher. Ein Besucherplus zum Vorjahr von 42 Prozent.

Anfang Juni traf sich die Automatisierungsbranche auf der Friedrichshafener Messe. Das Gezeigte kam beim Publikum sehr gut an.

Pflänzchen ist wieder gewachsen. Die Bodenseeregion ist stark durch die ansässigen Lieferanten und Hersteller bzw. Kunden. Wir haben für diese Messe zu danken!».

Regional und aktuell Daniele Di Bella, Marketingspezialist der Schweizer Rey Automation, bringt es für sich auf den Punkt: «Regional, aktuell und der Aufwand für den Aussteller hält sich in Positive Bilanz Die Qualität der Fachgespräche, die Kontaktanzahl und Grenzen». Carina Nievergelt, Leiterin Marketing beim Freidas generelle Messekonzept sorgten bei Ausstellern und burger Antriebstechnikhersteller Mattke, hebt die AtmoVeranstalter für eine positive Bilanz. «Wir hatten sehr sphäre der Messe hervor: «Das Bild der Messestände ist gute Gespräche während der beiden Messetage. Vor al- einheitlich, organisiert und übersichtlich. Die ganze Messe lem die Vielfalt der Besucherzielgruppen bewerten wir wirkt hell und freundlich.» Dazu Iris Liebhart, Geschäftsführerin der Dileima Masehr positiv», fasst Bernd Maass, Leiter Technisches Büro Bodensee bei SEW Eurodrive, zusammen. Sabine schinenbau: «Die grossen und kleinen Unternehmen fühMeyer-Proksch, Kundenmanagerin bei CONEC Elektroni- len sich auf dieser Messe gleichwertig. Wir hatten sehr sche Bauelemente, ist seit dem ersten Jahr der Messe mit erfolgreiche Messekontakte. Auch die Besucher waren dabei und bewertet die Entwicklung positiv: «Das kleine entspannter und hatten Zeit für intensive Gespräche.»

Aktuelle Technik –7/2016


Magazin Messe 13

SYSTEMLÖSUNGEN PNEUMATIK & PROZESSTECHNIK LINEAR & ROTATIONSTECHNIK DÄMPFUNGSTECHNIK ELEKTROTECHNIK

ANTRIEBSTECHNIK

Die neuen Getriebemotoren von WEG - Serie WG20

Thorsten Knöner, Vertriebsmarketing Elektronik bei Phoenix Contact, zieht für sich Bilanz: «Wir hatten 2016 eine deutlich bessere Kundenresonanz mit guten fachspezifischen Gesprächen.» In der auf der Messe durchgeführten Ausstellerbefragung bewerteten weit über 90 Prozent der Aussteller den Gesamteindruck der «all about automation friedrichshafen 2016» mit gut oder sehr gut. Die Vorbereitungen für die nächste «all about automation» am Bodensee sind schon gestartet. Um noch besser in den regionalen Terminkalender zu passen, findet die «all about automation friedrichshafen» zukünftig bereits im März statt. 2017 am 8. und 9. März, wiederum auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen.

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ABB als Hauptpartnerin des Projekts «Gottardo 2016» mit zwei Pavillons an den Publikumstagen.

Technologie von ABB ermöglicht historischen Moment

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Kür –Während der offiziellen Eröffnungsfeier war ABB an den Publikumstagen am 4. und 5. Juni mit je einem Pavillon in Rynächt und Polleggio präsent. Auf den rund 200 m2 grossen Ausstellungsflächen konnten Besucher in die faszinierende Welt der ABB-Technologien eintauchen und die innovativen Technologien von der Gründung der Firma vor 125 Jahren (damals BBC) bis zu den aktuellen Lösungen für den Transport, die Industrie, die Gebäudetechnik sowie den Bereich der Energieversorgung hautnah erleben. Im neuen Gotthard-Basistunnel selbst, dem längsten Eisenbahntunnel der Welt, steckt auch eine breite Palette innovativer und energieeffizienter ABB-Technologien, die dafür sorgen, dass die Energieversorgung der Infrastruktur und die Belüftung des Tunnels gesichert sind. Die Partnerschaft von ABB und SBB im Rahmen des Jahrhundertbauwerks Gotthard-Basistunnel unterstreicht die grosse Innovationskraft und breite Expertise von ABB im Bahnsektor und ist ein weiterer Mei-

lenstein in der langen und erfolgreichen Zusammenarbeit dieser beiden führenden Unternehmen. Den Kern der Ausstellung bildet ein riesiger 360-Grad-Video-Screen, der die Zuschauer auf eine Reise in die Welt von ABB mitnimmt. Der Film illustriert Themen der Ausstellung wie urbane Mobilität, Energieeffizienz, Automatisierung, Robotik oder das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen (IoTSP) und bietet einen spannenden Ausblick in die Zukunftsvisionen von ABB. In einer Begegnungszone zeigt ABB ihre Kompetenzen in den Bereichen Elektromobilität, Forschung und Entwicklung bei intelligenten Gebäuden sowie im Bahnbereich (Rollmaterial). Ein weiteres Highlight ist der erste kollaborative Roboter der Welt, YuMi, der die Besucherinnen und Besucher vor den Pavillons begrüssen wird. Seit 125 Jahren trägt ABB in der Schweiz und weltweit zum technischen Fortschritt bei, im Bereich der Energieeffizienz und der Steigerung der industriellen Produktivität.


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Dies gilt auch für Innovationen im Bahnbereich, die eine nachhaltige Mobilität ermöglichen. Schon die Vorgängerunternehmen von ABB haben wesentliche Beiträge zur Elektrifizierung der Bahn geleistet. Anfang des 20. Jahrhunderts elektrifizierte BBC den Simplon- und alten Lötschbergtunnel wie auch den 1882 eröffneten Gotthardtunnel und trug damit massgeblich zum wichtigen Ausbau der bedeutenden Alpentransversalen bei. Mit Übernahme der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) schloss sich der Kreis. Die MFO hatte – wie die BBC – Lokomotiven elektrisch ausgerüstet, etwa das legendäre «Krokodil» für den Güterverkehr auf der steilen Gotthardstrecke, das noch heute jeder Bahnfan weltweit an der Silhouette erkennt.

Offizielle Eröffnung des ABB-Gotthard-Pavillons. Quelle: abb.ch

abb.ch

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Weltrekord in der terrestrischen Funkübertragung Den Inhalt einer handelsüblichen DVD in 10 s per Funk zu übermitteln, ist unvorstellbar schnell – und ein neuer Weltrekord der Datenübertragung. Mit einer Datenrate von 6 Gbit/s über eine Entfernung von 37 km hat ein Forschungsverbund unter Beteiligung von Forschenden der Universität Stuttgart und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF den Stand der Technik um den Faktor 10 übertroffen. Durchgeführt wurde das Verbundprojekt ACCESS (Advanced E-Band Satellite Link Studies) von einer Forschungsgruppe um Prof. Ingmar Kallfass vom Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme (ILH) der Universität Stuttgart, dem Institut für Hochfrequenztechnik und Elektrotechnik (IHE) des KIT, der Radiometer Physics GmbH und dem Fraunhofer IAF. Dem Team gelang die Rekord-Datenübertragung auf einer Strecke zwischen Köln und dem 36,7 km entfernten Wachtberg. Die Stationen standen auf dem 45-stöckigen Uni-Center in Köln und dem Gelände des Weltraumbeobachtungsradar TIRA am Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) in Wachtberg. Rekord durch Einsatz neuester Technologie Die extrem hohe Datenrate von 6 Gbit/s erzielte die Gruppe durch leistungsfähige Sender und Empfänger bei einer Radiofrequenz von 71–76 GHz im für den terrestrischen und Satellitenfunk freigegebenen «E-Band». Nur in diesem Frequenzbereich mit Millimeterwellen stehen die erforderlichen hohen Nutzbandbreiten zur Verfügung. Nur hier lassen sich die enormen Datenraten verwirklichen. Eine weitere Schwierigkeit ist die Abschwächung der Signale über grössere Entfernungen. Entsprechend stark muss gesendet werden, entsprechend leistungsfähig muss am Ende der Verstärker sein. Schlüssel zu der einzigartigen Kombination aus Gigabit-Datenrate und Höchstdistanz bilden die leistungsfähigen Sender und Empfänger in Aktuelle Technik –7/2016

Mit einer Datenrate von 6 Gbit/s über eine Entfernung von 37 km hat ein Forschungsverbund unter Beteiligung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF neue Massstäbe in der Funkübertragung gesetzt.

Form voll monolithisch integrierter Millimeterwellen-Schaltungen (MMICs). Den Schaltungen liegen zwei innovative Transistortechnologien zugrunde, die der Projektpartner Fraunhofer IAF entwickelt und hergestellt hat. Im Sender werden die breitbandigen Signale mithilfe von Leistungsverstärkern auf Basis des neuartigen Verbindungshalbleiters Galliumnitrid auf eine vergleichsweise hohe Sendeleistung von bis zu 1 W gebracht. Eine hochgerichtete Parabolantenne strahlt die Signale ab. Im Empfänger sind rauscharme Empfangsverstärker auf Basis von Höchstgeschwindigkeitstransistoren unter Verwendung von Indium-Gallium-Arsenid-Halbleiterschichten mit sehr hoher Elektronenbeweglichkeit eingebaut. Sie sorgen für die Detektion der über die Entfernung äusserst stark abgeschwächten Signale. Vielzahl an Anwendungsgebieten Die Übertragung hoher Datenmengen per Funk über grosse Distanzen dient einer Vielzahl wichtiger Anwendungsgebiete: Die nächste Generation der Satellitenkommunikation erfordert einen immer grösseren Datenfluss von Erdbeobachtungssatelliten zur Erde. Die Versorgung des ländlichen Raumes und entlegener Gebiete mit schnellem Internet ist bei einer Datenrate wie bei dem

Versuch möglich. 250 Internet-Anschlüsse könnten mit 24 Mbit/s-ADSL versorgt werden. Terrestrische Funkübertragung im E-Band eignet sich als kosteneffizienter Ersatz für das Verlegen von Glasfaser oder als Ad-hocNetz im Krisen- und Katastrophenfall bis hin zur Verbindung von Basisstationen im Backhaul der Mobilkommunikation. Bedarf ungebremst steigend Dem ungebremst ansteigenden Bedarf an immer höheren Datenraten in fasergebundenen und drahtlosen Kommunikationsnetzen kann nur mit technologischen Innovationen bei der Netzinfrastruktur begegnet werden. Moderne Entwicklungen wie das «Internet der Dinge» und «Industrie 4.0» stehen darüber hinaus erst am Anfang. Sie verlangen nach bisher nie da gewesenen aggregierten Datenmengen. Deren Verarbeitung und Übertragung in Cloud-basierten Diensten bringt die Kommunikationsinfrastruktur bereits heute an ihre Grenzen. Auch in der Satellitenkommunikation führen die Fortschritte in der Erdbeobachtung und Weltraumforschung sowie Pläne eines weltumspannenden Satellitennetzes zu bisher ungelösten Herausforderungen in der Kommunikationsinfrastruktur. iaf.fraunhofer.de


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Trocken durch den Gotthard Nach über 20 Jahren Planungs- und Bauzeit wird in der Schweiz die Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels gefeiert; mit 57 km der längste Eisenbahntunnel der Welt. Bis zu 2300 m hoch türmt sich der Fels über der neuen Strecke. Die Konstruktion muss nicht nur hohem Bergdruck standhalten, sondern auch das Einsickern erheblicher Mengen an Bergwasser verhindern. Damit der Tunnel trocken bleibt, wurden in den beiden einspurigen Röhren jeweils zwei Abwasserleitungen in der Tunnelsohle verlegt. Das System trennt das (saubere) Bergwasser vom (meist ebenfalls sauberen) Schmutzwasser, das zum Abtransport von Verunreinigungen im laufenden Betrieb oder im Fall einer Havarie abgezweigt wird. Pro Tunnelröhre und Richtung werden in jeder Sekunde 5 l Schmutzwasser aus dem Tunnel befördert. In Auffangbecken an beiden Tunnelenden wird es gesammelt und auf Verunreinigungen kontrolliert. Die Messtechnik für die Tunnelentwässerung hat der Prozessautomatisierungsspezialist Endress + Hauser geliefert: Mit 180 teil-

maxon motor trotzt der Währungskrise Die maxon motor Gruppe hat 2015 ihren Umsatz um mehr als 6 % auf CHF 402,5 Mio. gesteigert (Vorjahr: CHF 378,6 Mio.). Der Cashflow bewegte sich mit CHF 39,3 Mio. über dem Vorjahr (CHF 36,9 Mio.). Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um rund 3 % auf 2238 (Vorjahr: 2173). Das stärkste Marktsegment war nach wie vor die Medizinaltechnik, gefolgt von der Industrieautomation und Robotik sowie der Luft- und Raumfahrt. In Nordamerika und in Asien legte maxon stark zu, während der Umsatz in Europa leicht zurückging. Der Heimmarkt Schweiz verzeichnete aufgrund

weise explosionsgeschützten Messgeräten und drei Messpanels werden unter anderem Durchflussmengen und Füllstände von Berg- und Schmutzwasser sowie die Leitfähigkeit, der pH-Wert und die Trübung des Schmutzwassers ermittelt. Für Stefan Bürki, der bei Endress + Hauser Schweiz das Projekt verantwortet, hat die Installation besondere Bedeutung: «Ich bin schon ein wenig stolz, bei diesem Jahrhundertprojekt dabei zu sein!» ch.endress.com

EFFIZIENZ UND PROFESSIONALITÄT EFFIZIENZ UND IM DIENSTE INNOVATIVER TECHNOPROFESSIONALITÄT LOGISCHER SYSTEMEN IM DIENSTE INNOVATIVER EFFIZIENZ UND TECHNOLOGISCHER SYSTEMEN Standardzylinder / Zylinder nach Mass PROFESSIONALITÄT EFFIZIENZ UND TECHNOIM DIENSTE INNOVATIVER Standardzylinder / Zylinder nach Mass Mechanische Bauelemente PROFESSIONALITÄT LOGISCHER SYSTEMEN IM DIENSTE Bauelemente INNOVATIVER TECHNOMechanische Integrierte Ventilgruppe Standardzylinder / Zylinder nach Mass LOGISCHER SYSTEMEN Integrierte Ventilgruppe Elektrohydraulische Anlage Mechanische Bauelemente Standardzylinder / Zylinder nach Mass Elektrohydraulische WAS BIETETAnlage DEOL AN? Integrierte Ventilgruppe Mechanische Bauelemente

des Frankenschocks einen Umsatzrückgang von rund 6 %. Im vergangenen Jahr brachte maxon eine Vielzahl neuer Motoren, Steuerungen und Encoder sowie Getriebe auf den Markt und setzte den Fokus vermehrt auf komplexe Systemlösungen. Die maxon-Produkte kommen in der Chirurgie, in humanoiden Robotern oder im neuen Marsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation zum Einsatz. Aufgrund der vollen ProduktePipeline und neuer attraktiver Projekte blickt maxon mit Zuversicht in die Zukunft. maxonmotor.ch

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30 Jahre Zusammenarbeit

Als Industrie 4.0-Leuchtturmprojekt ausgezeichnet

Dieses Jahr feiert Contrel AG einen runden Geburtstag. Seit der Gründung im Jahr 1986 hat das Unternehmen eine Führungsrolle als zuverlässiger Partner rund um Akkus/Batterien/Stromversorgung im Schweizer Markt übernommen. Im Weiteren gehört Electronic Manufacturing Service (EMS) zu den Kernkompetenzen der Contrel AG, wobei die Firma auf Partnerschaften mit Kompetenzzentren, Knowhow, Qualität und Flexibilität setzt. Durch die laufende Erweiterung und Anpassungen unseres Produktportfolios sowohl für den B2C-Bereich als auch speziell für das B2B-Segment kann Contrel AG heute auf einen namhaften Kundenstamm aus unterschiedlichen Branchen blicken. Auch für die kommenden Jahre hat Contrel AG grosse Ziele. «Wir wollen in einem gesunden Tempo weiter wachsen und marktgerechte Produkte wie auch Dienstleistungen anbieten. Dabei möchten wir unsere Position als Anbieter von B2B-Lösungen für mittelständische Betrieb ausbauen», so Benno Frey.

Die Balluff GmbH, führender Anbieter für die industrielle Automation im Bereich Sensorlösungen und Systeme, wurde im Rahmen des Wettbewerbs «100 Orte für die Industrie 4.0 in Baden-Württemberg» für seine Mold-ID-Lösung ausgezeichnet. Der Staatssekretär Peter Hofelich prämierte die Preisträger der zweiten Runde des Wettbewerbs «100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg». Insgesamt wurden zwanzig Betriebe prämiert, die Industrie 4.0 erfolgreich im Unternehmensalltag umgesetzt haben. Mit dem Wettbewerb sucht die «Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg» nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Experten-Jury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. «Mit der Preisverleihung wollen wir gute Ideen aus dem Land noch bekannter machen und auch andere Unternehmen und Institutionen motivieren, in Industrie 4.0 aktiv zu werden», sagte Staatssekretär Peter Hofelich.

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B & R wächst zweistellig B & R hat im Jahr 2015 einen Umsatz von 585 Millionen Euro erwirtschaftet, was einem Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. «Damit liegen wir weit über dem vom ZVEI kommunizierten Branchenwachstum in der Automatisierung von 3 bis 4 Prozent», sagte General Manager Peter Gucher anlässlich der B & R-Pressekonferenz auf der Hannover Messe. «Wir sind stolz darauf, das weltweit grösste Privatunternehmen im Bereich Steuerungstechnik und Bediengeräte zu sein.» Auch der Mitarbeiterstamm des Unternehmens ist weiter gewachsen. Ende 2015 beschäftigte B & R weltweit 2820 Mitarbeiter und damit 170 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. «Nicht zuletzt in den USA haben wir massiv in unser Vertriebsnetz investiert», betonte Gucher. B & R ist seit 1987 im Partnerland der diesjährigen Hannover Messe vertreten und verfügt mittlerweile über ein flächendeckendes Netz von 25 Büros. Der Umsatzanteil für Amerika ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 16 % des Konzernumsatzes gestiegen.

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Neues Energiespeichersystem für EMEA Das Energiemanagement-Unternehmen Eaton (NYSE: ETN) gibt die Verfügbarkeit der batteriebasierten Energiespeicherplattform Advancion von AES Energy Storage als zentrales Produkt seines integrierten Energiespeicherportfolios auf Netzebene bekannt. Diese Lösung ermöglicht eine Optimierung von Netzstabilität und Spitzenbedarfsmanagement. Eaton liefert die Advancion-Ener giespeichersysteme als schlüsselfertige Anlagen an Energieversorger sowie Industrie- und Gewerbegrosskunden, unabhängige Stromproduzenten und Stromnetzbetreiber, stellt den Kundendienst und gewährleistet den lang-

Harting freut sich auf die Hannover Messe 2017 mit Partnerland Polen Die Harting-Technologiegruppe ist mit der gerade zu Ende gegangenen Hannover Messe sehr zufrieden und freut sich bereits auf 2017. Dann wird Polen das Partnerland sein. «Wir sind begeistert von der diesjährigen Veranstaltung. Selten zuvor hatten wir so viele Highlights wie bei dieser Messe. Sehr viele Kunden interessierten sich für unsere Industrie-4.0-Lösungen und -Produkte», sagt Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Harting-Technologiegruppe. Im Mittelpunkt des Interesses an allen Messetagen stand dabei die Harting IIC MICA. Die MICA (Modular Industry Computing Architecture), die von der Tochtergesellschaft Harting IT Software Development entwickelt wurde, spielt im Zusammenhang mit der Digitalisierung eine wichtige Rolle.

fristigen Betrieb der Anlagen. Dies gilt zunächst für Zentral- und Osteuropa, die skandinavischen Länder, Grossbritannien sowie verschiedene Staaten auf dem afrikanischen Kontinent wie Südafrika und Marokko. Eaton arbeitet ausserdem eng mit AES Energy Storage zusammen, um zusätzliche Eaton-Produkte in die Energiespeichersysteme zu integrieren und Advancion-zertifizierte Bauteile zu liefern. eaton.ch

Die Digitalisierung führt zu Integrated Industry. Diese wiederum erfordert intelligente Schnittstellen zur vertikalen und horizontalen Integration. Hier tritt die MICA als das verbindende Element in den Vordergrund. Harting verfolgt dabei den Systemgedanken und liefert alles aus einer Hand: MICA ist perfekt an die smarten Komponenten der Technologiegruppe angepasst. harting.ch

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Vorstandsvorsitzender Philip Harting freut sich auf das Partnerland Polen auf der Hannover Messe 2017.


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Harting verleiht zum fünften Mal den Forscherpreis

Neuer Verkaufsleiter in der Deutschschweiz Bei der Lenze Bachofen AG übernimmt ab dem 1. Juni 2016 Remo Achermann die Verkaufsleitung für die deutschsprachige Schweiz. Er ist bereits seit 2011 für Lenze Bachofen als Leiter Systemtechnik/ Automation tätig und somit bestens mit unseren Produkten und Lösungen vertraut. Mit Remo Achermann (Elektro-Ingenieur FH) gewinnen wir einen ausgewiesenen Antriebstechnik- und Lösungsspezialisten für diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Kinder für Technik zu begeistern, ihnen diese faszinierende Welt, ihre Perspektiven und Möglichkeiten näherzubringen – das hat sich «KiTec – Kinder entdecken Technik» zur Aufgabe gemacht. Seit fünf Jahren unterstützt Harting als einziges Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe dieses vorbildliche Projekt. Und zu diesem Jubiläum zogen die Verantwortlichen bei der jüngsten Verleihung des Harting-Forscherpreises eine sehr positive Bilanz. Immerhin 910 Schüler im Alter von acht bis zehn Jahren aller Grundschulen in Espelkamp waren seit 2011/12 mit Begeisterung bei der Sache. 240 Kinder bewarben sich bislang um den Harting-Forscherpreis. Und zwar nicht

nur Jungen. Denn in den gemischten Teams, die über Monate hinweg mit viel Fantasie, Geschick und Begeisterung kleine technische Konstruktionen planen, realisieren und dabei technische Grundfertigkeiten erwerben können, sind Mädchen gleichermassen kreativ und engagiert bei der Sache. So entstanden seit Beginn des Projekts mit viel Liebe für Details insgesamt 62 Bauwerke – von Brücken, Kränen, Schiffen, Türmen und Seilbahnen bis zum solarbetriebenen Karussell, zu einer Pool-Heizung oder einem Wasserrad mit Hammerwerk. Stets hat die Jury die Qual der Wahl bei ihrer Entscheidung und der Vergabe der Prämien für die drei erfolgreichsten Gruppen. harting.ch

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Kistler-Gruppe übernimmt Schatz-Gruppe Kistler übernimmt per sofort die Firma Schatz AG, Remscheid (DE), sowie deren amerikanische Verkaufs- und Servicegesellschaft, die Schatz USA, Inc., Holly (MI). Mit dieser Akquisition bieten sich der Kistler-Gruppe neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Qualitätssicherung in der industriellen Produktion. Die Schatz-Gruppe kann ihre Systeme neu über das globale Vertriebsnetz von Kistler verkaufen und erhält somit Zugang zu bisher wenig erschlossenen Märkten. Die Übernahme ist, wie Rolf Sonderegger, CEO der Kistler-Gruppe ausführt, «für Kistler ein logischer Schritt in der Umsetzung der übergeordneten Wachstumsstrategie. Wir wollen mit unserer Messtechnologie weitere

Rolf A. Sonderegger, CEO Kistler-Gruppe, Dr. Volker Schatz, Vorstand Schatz AG, und Martin Schatz, Managing Director Schatz USA Inc.

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dedizierte Anwendungen abdecken und vermehrt ganze Systeme sowie gezielte Serviceleistungen anbieten.» Nach der Übernahme können die Produkte und Dienstleistungen der Schatz-Gruppe neu über das globale Vertriebsnetz der Kistler-Gruppe verkauft werden. «Wir erhalten damit einen besseren Zugang zu den internationalen Märkten und haben damit, nicht zuletzt auch wegen der sich ergänzenden Produktportfolios, gänzlich neue Wachstumsperspektiven», führt Dr. Volker Schatz, Vorstand der Schatz AG, aus. kistler.com


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QualitätsLED-Netzteile

Vom 30. Juni bis zum 3. Juli werden rund 3500 internationale Teilnehmer aus 40 Ländern und etwa 40 000 Besucher bei der RoboCup WM in Leipzig erwartet. Die Teilnehmer des grössten internationalen Robotik-Events lassen die Roboter nicht nur Fussball spielen, sondern auch bei Arbeiten im Haushalt helfen oder in schwierigem Gelände als Rettungsroboter agieren. Mehrere Wettbewerbe verdeutlichen den unmittelbaren Nutzen von Robotern für Industrie, Wirtschaft und Alltag: Service-Roboter als Dienstleister für Menschen, mobile Roboter für Logistik, Materialfluss und Trans-

Experten-Netzwerk für Systemintegratoren neu in der Schweiz Schneider Electric hat sein weltweites Partnerprogramm EcoXpert in der Schweiz lanciert. Es richtet sich an Integratoren von Gebäudeautomations- und Energiemanagement-Systemen. Programmpartner aus der ganzen Schweiz und weitere Branchenvertreter trafen sich Anfang Juni zum ersten Wissensaustausch in Grindelwald und profitieren künftig von einem breiten Experten-Pool. Weltweit sind bereits 1800 Unternehmen zertifizierte EcoXpert-Partner. Die Partner des EcoXpert-Programms integrieren Gebäudeautomatisations- und Energiemanagement-Systeme in Geschäfts- sowie Industriegebäuden, Rechenzentren oder Spitälern. Gegenüber ihren Endkunden garantieren sie dabei höchste Qualitätsstandards. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Technologien, die eine integrierte Konzeption,

portsysteme, kooperative Roboter für komplexe Aufgaben im industriellen Kontext oder Rettungsroboter in Katastrophenszenarien der RoboCup Rescue League. In diesem Bereich kommt die Wärmebildkamera Thermo-IMAGER TIM von Micro-Epsilon zum Einsatz und detektiert dort «verschüttete Personen» nach einem Erdbebenszenario. Hier liegen Puppen auf Heizdecken, durch die Körperwärme simuliert wird, um ein möglichst realistisches Szenario zu schaffen. Gerade in diesem Bereich wird die Ausrichtung des RoboCups auf praxisnahe Anwendungen besonders deutlich. micro-epsilon.ch

Architektur, Umsetzung und Inbetriebnahme erfordern. Um diesem ganzheitlichen Anspruch gerecht zu werden und innovative Lösungen auf dem Markt zu ermöglichen, hat Schneider Electric das Partnerprogramm EcoXpert entwickelt. schneider-electric.ch

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RoboCup WM 2016: «TIM» sucht und findet

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IoT 2020 – eine neue, weltweite Studie

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse 1. Eine neue Welle der digitalen Transformation: OT und IT wachsen zusammen. Das IoT wird eine neue Welle der digitalen Unternehmenstransformation auslösen: Die Welten der Operational Technology (OT) und der Informationstechnologie (IT) wachsen zusammen. Mitarbeitende werden immer besser mit mobilen und digitalen Lösungen versorgt: Mit zunehmender Erweiterung und Intensivierung der Digitalisierung im gesamten Unternehmensumfeld rückt das IoT, insbesondere das industrielle IoT, stärker in den Vordergrund. Ermöglicht wird diese neue Transformationswelle durch günstigere vernetzte Sensoren, integrierte Informationsflüsse und Steuerungsmöglichkeiten, schnellere und nahezu flächendeckende Kom munikationsnetzwerke, eine höhere Geschwindigkeit beim Cloud- und Edge-Computing sowie erweiterte Möglichkeiten zur Datenanalyse. 2. Bisher ungenutzte Daten bieten Chancen für den Kundenservice. Das IoT wird bisher ungenutzte Daten in Erkenntnisse umwandeln, die es ermöglichen, die Kundenzufriedenheit auf eine neue Stufe zu heben. Wenn Unternehmen auf das Wertversprechen und die wesentlichen Vorteile des IoT angesprochen werden, denken sie in erster Linie an Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Das IoT bietet jedoch wesentlich mehr: Der Zugang zu bisher ungenutzten Daten, gepaart mit der Möglichkeit, wertvolle Erkenntnisse aus diesen Daten zu ziehen – ein zentrales Merkmal des IoT –, werden den Kundenservice revolutionieren und Unternehmen neue Chancen zur Verbesserung der Marken- und Servicetreue sowie der Kundenzufriedenheit eröffnen. 3. Vielschichtige Sicherheitsanforderungen bedingen hybride Computing-Umgebung. Das IoT fördert einen offenen, kompatiblen und hybriden Computing-Ansatz. Dies beAktuelle Technik –7/2016

Das Internet der Dinge wird eine neue Welle der digitalen Unternehmenstransformation auslösen. Zu diesem Schluss gelangt Schneider Electric im aktuellen IoT 2020 Business Report.

günstigt die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Regierungen bei der Entwicklung weltweiter Architekturstandards für Cybersicherheit. Während Cloud-basierte IoT-Lösungen immer beliebter werden, wird es kein Monopol einer bestimmten Computing-Architektur geben. Stattdessen wird sich das IoT in den Bereichen Edge-Computing und On-Premise-Computing als Bestandteil privater und öffentlicher Cloud-Angebote über eine Vielzahl von Systemen verbreiten. Heterogene Computing-Umgebungen für IoT ermöglichen den Nutzern, diejenige IoT-Lösung zu wählen, die ihre geschäftskritischen Sicherheitsanforderungen am besten erfüllt. Gleichzeitig haben Firmen mit älterer Technologieinfrastruktur die Möglichkeit, sich auf eine für sie angemessene und machbare Weise weiterzuentwickeln und die Transformation schrittweise zu vollziehen. 4. Innovationen machen bestehende Infrastruktur obsolet. Das IoT wird Ausgangspunkt für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Wirtschaftswachstum für Unternehmen, öffentliche Hand und Schwellenländer. IoT ist ein Meilenstein in der Grössenordnung der Industriellen Revolution, der Erfindung des Internets und der mobilen Revolution. So wie diese wird auch das IoT zu mehr Fortschritt, Innovation und Wohlstand führen. Unternehmen, Städte und Gemeinden werden neue IoT-fähige Services bereitstellen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Schwellenländer werden die Vorteile des IoT sofort nutzen können, ohne sich erst von veralteter Infrastruktur lösen zu müssen. Nicht mehr zeitgemässe Methoden werden einfach übersprungen. McKinsey geht davon aus, dass 40 % des weltweiten Marktvolumens bei IoT-Lösungen in Schwellenländen generiert werden. 5. Wesentliche Rolle bei der Lösung wichtiger gesellschaftlicher und umweltbezogener Probleme.

Mithilfe des IoT werden Länder und Wirtschaftsräume die grössten Herausforderungen der Menschheit bewältigen können, einschliesslich globaler Erwärmung, Wassermangel und Umweltverschmutzung. Bezeichnenderweise nannten die Teilnehmer der Umfrage die verbesserte Ressourcennutzung als insgesamt grössten Vorteil des IoT für die Gesellschaft. Lokale und nationale Regierungen werden das IoT nutzen, um gemeinsam mit dem Privatsektor aktuelle Initiativen zu beschleunigen und zu optimieren, beispielsweise zur Senkung der Treibhausgasemissionen gemäss dem bahnbrechenden Klimaschutzabkommen der COP21, mit dem sich 195 Länder und die EU verpflichtet haben, die globale Erwärmung bei unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Methodik der Umfrage Schneider Electric gab diese Umfrage im November 2015 in Auftrag, um zu ermitteln, wie Unternehmen das Internet der Dinge aktuell nutzen oder künftig nutzen werden. Mithilfe von Schneider Electric führte Redshift Research 2597 Online-Befragungen unter Entscheidungsträgern in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden in 12 Ländern durch: Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Russland, Spanien, Schweden, den USA und im Vereinigten Königreich. Sie beinhaltete eine einheitliche Definition des Internets der Dinge und umfasste 18 Multiple-Choice-Fragen. Redshift Research wertete die Antworten in Zusammenarbeit mit Text100 aus.

Den vollständigen IoT 2020 Business Report und die Ergebnisse der weltweiten IoT-Umfrage finden Sie unter http://www.schneider-electric.com/b2b/en/campaign/internet-of-things/overview.jsp.

schneider-electric.ch


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Baumer-Induktivsensor erhält den John-Deere-Innovationspreis Die Baumer Group wurde von John Deere mit dem Innovationspreis «Supplier Innovation Award» ausgezeichnet. Den Preis erhalten nur sehr wenige Zulieferer, die in der Zusammenarbeit mit John Deere besonders innovative Produkte und Dienstleistungen hervorgebracht haben. Baumer erhält den Award für einen innovativen Induktivsensor, der einen wesentlichen Beitrag zu einer der neuesten John Deere Produkt-Innovationen leistet. Der Sensor misst mit hoher Präzision eine Distanz auf ein Objekt bei hoher Geschwindigkeit. Für den Anwender ermöglicht diese Lösung eine ständige Zustandsbestimmung des Arbeitsgerätes

im Betrieb. Dadurch können der Wartungsaufwand, die Produktionsqualität und die Betriebskosten der Maschine optimiert werden. John Deere hat den «Supplier Innovation Award» 2010 ins Leben gerufen, um Innovation bei Zulieferern zu fördern und Lieferanten für kreative Zusammenarbeit auszuzeichnen. Für die Preisverleihung wurden vier Kriterien bewertet – Kreativität, Machbarkeit, Zusammenarbeit und Auswirkung auf das Geschäftsergebnis. Die wegweisende Sensorlösung wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem OEM und Baumer in Frauenfeld, Schweiz, ermöglicht. baumer.com

IT und Energie – realitätsnah betrachtet Schlagworte wie Industrie 4.0 oder Internet of Things (IoT) sorgen unserer Tage für Aufregung und viel Aktivismus. Eine gute Gelegenheit, die Jahrestagung des energie-cluster.ch dem Thema IT und Energie zu widmen. Das Potenzial dieser Kombination ist gross, es dürfen Effizienzsteigerungen und Einsparungen erwartet werden. Dazu braucht es aber einen soliden Boden der Realität als Basis. Die Jahrestagung bekräftigte diese Erkenntnis. Dr. Ruedi Meier, Präsident des energie-cluster.ch, moderierte die Veranstaltung im Stade de Suisse in Bern. Er nannte den Vormarsch der Informationstechnologie in im-

LEHRGÄNGE ELEKTROTECHNIK UND INFORMATIK Elektro-Teamleitung VSEI Elektro-Sicherheitsberatung Elektro-Projektleitung Elektro-Installation (HFP) Dipl. Techniker/-in HF Elektrotechnik Praxisprüfung gemäss NIV Informatiklehre Dipl. Techniker/-in HF Informatik LEHRGANGSSTART APRIL UND OKTOBER WWW.IBZ.CH

mer mehr Lebens- und Handlungsbereiche ein «Hyper-Thema». Vor allem bricht die Digitalisierung ziemlich unkontrolliert über unser wenig vorbereitetes Land herein. René Dönni, Vizedirektor und Leiter Telecomdienste und Post beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), informierte über den Umgang mit dieser Entwicklung seitens des Staates. Aktuell wird eine Strategie «Digitale Schweiz» mit acht Aktionsfeldern erarbeitet. «Breitband bis ins letzte Dorf» ist eines der Ziele, das unserem Land in Aussicht gestellt wird. energie-cluster.ch


Magazin Firmen Fakten Märkte 24

Automatisierte Uhrenproduktion Dank X20 flexibel und schnell Die Uhrenindustrie wird von Lécureux aus Biel mit automatischen Montagestrassen für Uhrwerke beliefert. Um die stetig steigenden Anforderungen nach Flexibilität und Geschwindigkeit zu bedienen, werden alle neuen Entwicklungen bei Lécureux mit B&R realisiert und automatisiert, so auch die Author-Montagetische. Dieser Systemtisch für die Uhrwerkmontage kann entweder einzeln oder als Insel mit mehreren Stationen oder gar als ganze Montagelinie betrieben werden. Alle Stationen, ob manuell, halb automatisch oder vollautomatisch betrieben, werden mithilfe einer programmierbaren Steuerung X20CP1584 von

B&R kontrolliert und überwacht. Über Powerlink werden die Ein- und Ausgänge angekoppelt. Die Schrittmotoren und deren Ansteuerung für die Hebewerkzeuge stammen ebenfalls aus dem Portfolio von B&R. Die Performance des neuen Author‘s ist durch die B&R-Steuerung erheblich gestiegen. Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Positioniergenauigkeit sind höher als beim Vorgängermodell, und auch die Datenrückverfolgbarkeit wurde verbessert. Ausserdem hat der Betreiber eines neuen Author-Tisches mehr Möglichkeiten bei dessen Konfiguration.

«Wir sind flexibel für die Aufgaben der Zukunft gerüstet dank B & R-Steuerungstechnik», sagt Lécureux-Chef Daniel Affolter. Foto: Daniel Christen für B & R

br-automation.com

Erfolgreiche Kooperation stärkt Feinschneid-Technologie Zahlreiche Impulse für das Feinschneiden lieferte die Technologietagung von Feintool beim Pressenbauer Schuler in Waghäusel. Anlässlich der mittlerweile 50-jährigen Partnerschaft beider Unternehmen präsentierte Feintool rund 50 eingeladenen Kunden die aktuellsten Entwicklungen bei den Feinschneidpressen, dem Werkzeugbau und den Serviceangeboten. Feintool CEO Heinz Loosli erinnerte zu Beginn an die Anfänge der Kooperation zwischen Feintool und Schuler. Man habe einen kompetenten Partner gesucht, der die Vorstellungen von Feintool für Feinschneidpressen umsetzen konnte. Heute entwickeln

beide Unternehmen gemeinsam die hydraulische Feinschneidpressen-Serie HFA. Auch damit gelinge es immer wieder, die Vorteile des Feinschneidens zu steigern, sagte Heinz Loosli. «Denn unser Wettbewerber ist immer eine andere Technologie.» Er habe grossen Respekt vor dem Erfolg des Feinschneidens, sagte Dr. Martin Habert, Geschäftsführer der Schuler Pressen GmbH, und unterstrich gleichzeitig: «Wir sind ein verlässlicher Partner für Feintool.» Mittlerweile seien in den 50 Jahren der Zusammenarbeit rund 840 hydraulische Feinschneidpressen gemeinsam entwickelt und produziert worden. feintool.com

Wollen Sie Ihr Endprodukt mit Qualität und Design zum Top Preis ausstatten? Fragen Sie uns, wir kennen den Weg.

Aktuelle Technik –7/2016

Spälti Spälti AG AG Chefiholzstrasse Chefiholzstrasse 15, 15, 8637 8637 Laupen Laupen Tel. Tel. 055 055 256 256 80 80 90, 90, Fax Fax 055 055 256 256 80 80 91, 91, info@spaelti-ag.ch, info@spaelti-ag.ch, www.spälti.ch www.spälti.ch


Magazin Agenda 25

Datierte Veranstaltungen

August 2016 Die Automation Academy Schweiz bietet folgende Kurse an:

2016 Schmersal Seminarprogramm: tec.nicum academy Die tec.nicum academy bietet ein umfassendes Schulungs- und Seminarprogramm rund um das Thema Maschinen- und Anlagensicherheit. Zu den Schulungsthemen zählen beispielsweise: – Methoden der Beurteilung von Risiken und Gefährdungen – Aktuelle Funktionsweisen von Sicherheitssystemen – Rechtliche Fragestellungen – Normen der Maschinen- und Anlagensicherheit – Prüfung von Schutzeinrichtungen gemäss Arbeitsschutzgesetz

von bis Tage Mo, 15.08.2016 Di, 16.08.2016 2 SEM210 – Automation-Studio-Training: Basics

Ort Biel

Spr./Preis EN/FR EUR 960.–

Mi, 17.08.2016 Mi, 17.08.2016 1 SEM246 – Automation Studio Workshop: IEC 61131-3, Text. Programmierspr. ST

Biel

EN/FR EUR 480.–

Do, 18.08.2016 Fr, 19.08.2016 2 SEM250 – Automation Studio Training: Speicher- und Datenverwaltung

Biel

Mo, 22.08.2016 Di, 23.08.2016 2 SEM210 – Automation Studio Training: Basics

Frauenf.

DE EUR 960.–

Mi, 24.08.2016 Mi, 24.08.2016 1 SEM246 – Automation Studio Workshop: IEC 61131-3, Text. Programmierspr. ST

Frauenf.

DE EUR 480.–

Sigmatek Schweiz AG, Schmittestrasse 9, 8308 Illnau sigmatek-automation.ch

Do, 25.08.2016 Fr, 26.08.2016 2 SEM250 – Automation Studio Training: Speicher- und Datenverwaltung

Frauenf.

DE EUR 960.—

Mo, 29.08.2016 Mi, 31.08.2016 3 SEM410 – Automation Studio Training: Integrierte Antriebstechnik

Biel

EN/FR EUR 1440.–

2016 Schulungen bei Beckhoff – TwinCAT – Basisschulung (3 Tage) – TwinCAT – Motion (2-tägig) – Inbetriebnahme und Service mit Twin-CAT (3 Tage) – EtherCAT-Training (1 Tag) – Industrie-PC, Embedded PC, Control Panels (1 Tag) – TwinSafe-Training (1 Tag)

2016 Neue Sitrain-Kurse mit praktischen Bedienübungen an Trainingsgeräten Das Sitrain Aus- und Weiterbildungszentrum von Siemens erweitert sein Schulungsangebot: Ab Sommer 2016 bietet Sitrain in Zürich zwei neue Kurse zu Sinumerik Operate an. Dank der neuen Werkzeugmaschine mit Sinumerik-840Dsl-Steuerung können die Teilnehmenden von einem noch stärker praxisorientierten Training profitieren und das Fräsen von kleinen Testwerkstücken direkt vor Ort üben. Der Grundlagenkurs CH-SINU-OP vermittelt die Basics zur Bedienung von Anlagen mit Sinumerik Operate. Die Teilnehmenden machen sich mit den Bedienkomponenten, der Programmstruktur und den verschiedenen Betriebsarten vertraut. Sie lernen die Bedienung und den Umgang mit der Werkzeugverwaltung kennen und können anschliessend eine einstellbare oder programmierbare Nullpunktverschiebung anwenden. Die praktischen Bedienübungen an Trainingsgeräten sind ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Der Kurs CH-SINU-PF bietet sich als Folgekurs an und baut auf den Grundlagen des Basiskurses auf. Er vermittelt die Programmierung von Teileprogrammen mit DIN 66025, ShopMill, mit ausgewählten Hochsprachenbefehlen sowie das Erstellen von Anwenderprogrammen. Nach Beendigung dieses Trainingskurses können die Teilnehmenden eine Fräsmaschine mit Sinumerik 840Dsl/828D programmieren.

Beckhoff Automation AG, Rheinweg 9, 8200 Schaffhausen beckhoff.ch

Siemens Schweiz AG, industry.ch@siemens.com siemens.ch/industry, siemens.ch/sitrain

EN/FR EUR 960.–

Anmeldung und Info unter training.ch@br-automation.com

Laufende Veranstaltungen

Schmersal Schweiz AG, Moosmattstrasse 3, 8905 Arni info-ch@schmersal.com

2016 Workshops bei Sigmatek – Workshop SPS & HMI (4 Tage) – Workshop Motion (½Tag) – Workshop Safety (½Tag) – Schnupperkurs Starterkit (1 Tag)

Aktuelle Technik –7/2016


Automation Interview 26

Rückwirkend zum Januar 2016 übernahm Omni Ray AG die Dietrich + Blum AG. Im Gespräch hierzu Roger Müller, CEO der Omni Ray AG, und Hanspeter Thalmann, ehemaliger Inhaber der Dietrich + Blum AG.

Wachstum durch FirmenAkquisition

Heike Henzmann: Herr Thalmann, was bedeutet die Übernahme für Sie persönlich? Hanspeter Thalmann (HT): Für mich und meine Frau als Inhaber des Unternehmens Dietrich + Blum AG bedeutet es, dass wir das Unternehmen in erfahrene Hände geben und damit eine starke Basis für die Zukunft unserer Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden geschaffen haben. Wir können uns somit mit grosser Zufriedenheit und Genugtuung aus dem aktiven Geschäftsleben zurückziehen und uns der aktiven Gestaltung unseres neuen Lebensabschnitts widmen. Wir sind noch bis Mitte Jahr offiziell im Unternehmen tätig, und im Anschluss stehen wir als Consultants oder bei Bedarf für Anfragen zur Verfügung. Roger Müller und ich haben die wichtigsten europäischen Lieferwerke besucht und werden im Herbst auch die Lieferanten in Asien gemeinsam besuchen, damit eine gesicherte Übergabe der langjährigen Beziehungen stattfindet, die wir über die Jahre gepflegt haben. Welche Lieferanten sind das? HT: In Asien handelt sich um mehrere Leiterplattenhersteller, die unsere unterschiedlichen Anforderungen erfüllen. Die einen sind eher für kleine Bestellmengen geeig-

Hanspeter Thalmann (links), ehemaliger Inhaber der Dietrich + Blum AG, und Roger Müller, CEO der Omni Ray AG.

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net, andere für Mittlere oder Grosse. Unsere Hauptlieferanten im Bereich Verbindungstechnik sind Belden, Escha und Intercontect, im Bereich der Sensorik Novotechnik, Fernsteuergeräte Berlin, SNT Sensortechnik und Vishay. Auch im Bereich der Antriebstechnik vertreten wir seit viel Jahren namhafte Hersteller wie Sonceboz, Carpanelli, Moons, und im Besonderen sei hier die Firma Groschopp erwähnt, die wir seit 1968 exklusiv in der Schweiz vertreten. Groschopp ist einer unserer wichtigsten Lieferanten im Bereich kundenspezifische Antriebstechnik, der sowohl in Deutschland als auch in China Produktionsstandorte hat. Herr Müller, was genau kommt mit der Übernahme auf Sie zu? Roger Müller (RM): Mit Dietrich + Blum übernehmen wir ein grosses Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern. Wir werden die beiden Standorte hier in Dübendorf zusammenlegen. Die Mitarbeiter von Dietrich + Blum in Wallisellen, die neu hier in Dübendorf arbeiten, müssen gut ins Unternehmen eingebettet werden. Das ist eine grosse Herausforderung. Auch muss die Infrastruktur dafür hier in Dübendorf geschaffen werden. Die EDV-Systeme und -Ablaufprozesse müssen


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vereinheitlicht und zusammengeführt werden. Nebst zusätzlichen Büroflächen müssen wir auch zusätzliche Lagerflächen mieten, denn wie wir führt auch Dietrich + Blum ein grosses Lager mit über 700 m2 Fläche. Wie genau kam es zu der Übernahme? RM: Omni Ray und Dietrich + Blum sind in denselben Branchen tätig. Über die Jahre hat jeder seine Nische gefunden. Wir haben nur wenige Überschneidungen von Produkten und Technologien, die wir vertreten, deshalb ist das Portfolio von Dietrich + Blum eine sehr gute Ergänzung für Omni Ray. Wir sind bei vielen Kunden gemeinsam zu Hause und in den gleichen Branchen unterwegs. Etwa 70 Prozent unserer Kunden sind identisch. Für diese Kunden ist die Übernahme vorteilhaft, da unsere Kunden immer bestrebt sind, ihren Lieferantenstamm möglichst zu reduzieren oder klein zu halten. Das ist eine typische Win-win-Situation. Bewegt sich Omni Ray nach der Fusion immer noch im Schweizer Markt? RM: Omni Ray war bis anhin zu 99 Prozent in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätig. Dietrich + Blum hingegen hat auch global agiert und weltweit die Logistik

für die Belieferung der ausländischen Produktionsstätten ihrer Kunden organisiert. Mit der Übernahme von Dietrich + Blum werden wir diesen Bereich weiterführen und ausbauen, da im Zeitalter der Globalisierung diese Dienstleistung von unseren Kunden verstärkt nachgefragt wird. Welchen Einfluss hat der starke Franken, und wie wirkt sich die Übernahme diesbezüglich aus? HT: Die Turbulenzen an der Währungsfront haben natürlich auch ihre Spuren in unserer Bilanz hinterlassen, für ein gesundes Unternehmen wie das Unsrige war es jedoch viel wichtiger, dass unsere Kunden ihre Produktion und Entwicklung in der Schweiz behalten. In der Zwischenzeit wissen wir leider, dass die Industrie substanzielle Auslagerungen vorgenommen hat oder noch vornehmen wird, was sicher nicht zur Stärkung des Industriestandorts Schweiz beitragen wird. RM: Für beide Unternehmen wie auch für die meisten unserer Kunden war und ist die Situation nicht einfach. Wir haben einen Teil des Umsatzes und der Marge ausschliesslich wegen des starken Frankens verloren. Durch die Fusion unserer Unternehmen können wir natürlich auf der Infrastruktur-Kostenseite

«Wir sind bei vielen Kunden gemeinsam zu Hause und in den gleichen Branchen unterwegs.»

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Automation Interview 28

«Super, wir wachsen weiter.»

Optimierungen vornehmen, was sich schlussendlich positiv auf unser Jahresergebnis auswirken wird. Die Unternehmensstrukturen der beiden Unternehmen müssen zusammengeführt werden. Gibt es da viel zu tun? RM: Natürlich sind die Prozesse in den beiden Unternehmen über die Jahrzehnte gewachsen, aber im Prinzip stimmen die Abläufe überein. Die Übernahme sehe ich als Chance, die Prozesse im gesamten Unternehmen zu optimieren und damit eine saubere Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Wie haben die Mitarbeiter von Dietrich + Blum die Nachricht vom Verkauf aufgenommen? HT: Unsere Mitarbeiter wussten immer schon, dass es eines Tages einen Wechsel geben würde, da keines unserer drei Kinder das Unternehmen weiterführen wollte. Dennoch war die Nachricht zunächst ein Schock. Bei den Mitarbeitern kamen natürlich viele Fragen auf. Wie ist es am neuen Ort? Wie ist der neue Chef? Was gibt es für Veränderungen?

Aktuelle Technik –7/2016

Wo sitze ich? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Schon nach kurzer Zeit war es jedoch unseren Mitarbeitern klar, dass Omni Ray auf ihre Erfahrung, Loyalität und Know-how angewiesen ist, um das Zusammengehen der beiden Firmen zu einer Erfolgsstory werden zu lassen. Meine Frau und ich haben Roger Müller unsere volle Unterstützung für diese herausfordernde Aufgabe zugesagt. Mit rund neunzig Prozent der Lieferanten haben wir bereits persönlich über die Übernahme gesprochen. Alle bewerten diesen Schritt durchaus positiv. Auch das hat eine hohe Signalwirkung für unsere Mitarbeiter. Heute sprechen alle nur noch über die neuen Chancen. Also ist schon eines der Ziele erreicht. Herr Müller, konnten Sie bereits mit dem neuen Teil Ihrer Belegschaft reden und ihnen die Ängste nehmen? Und wie hat die Belegschaft von Omni Ray auf die Übernahmenachricht reagiert? RM: Kommunikation ist in einer solchen Situation sehr wichtig. Ich habe sehr früh den persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitern von Dietrich + Blum gesucht. Denn wir sind


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nicht nur auf die Lieferwerke angewiesen, die von Dietrich + Blum neu zu Omni Ray kommen, sondern wir sind auch auf das spezifische Know-how der Mitarbeiter angewiesen. Inzwischen wird der Teilnehmerkreis bei jeweiligen Meetings grösser, um den Kontakt zwischen den beiden Belegschaften herzustellen. Wir haben zum Beispiel ein «Come together» im lockeren Rahmen in Form eines Bowling-Abends veranstaltet, damit die Mitarbeiter sich kennenlernen. Von der Belegschaft der Omni Ray hier in Dübendorf wurde die Übernahme sehr positiv aufgenommen im Sinne von «super, wir wachsen weiter». Industrie 4.0 und Kommunikationstechnik – ein aktuelles Thema auch für Omni Ray? RM: Industrie 4.0 bezeichnet ja die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Die Kommunikationstechnik ist ein wichtiger Bestandteil für die dafür notwendige Automatisierungstechnik. Wir haben einen eigenen Bereich Kommunikationstechnik, der diesen Markt bedient. In diesem span-

nenden Markt gibt es viele aktuelle Projekte: zum Beispiel in der Bahntechnik die Kommunikation innerhalb der Züge für die Fahrgastinformationssysteme, die Vernetzung von Leitsystemen bei der Energieproduktion und -Verteilung sowie in der Verkehrsinfrastruktur. Spannende Projekte haben wir auch bei grossen Produktionsstandorten, damit die Mitarbeiter überall im Betrieb auf ihre Daten per Tablet mit WLAN zugreifen können. Seit rund drei Jahren sind wir auch in der Gebäudeautomation tätig, die heutigen Gebäude werden immer intelligenter. Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung müssen als Einheit funktionieren, was zu besserem Komfort bei geringerem Energiebedarf führt. Immer mehr wird miteinander vernetzt, und grosse Datenmengen werden zwischen einzelnen Systemen ausgetauscht. Unsere Applikationsingenieure beraten und schulen unsere Kunden und Systemintegratoren. Dafür brauchen unsere Mitarbeiter ein sehr fundiertes Wissen. Welche Halbwertszeit hat das Wissen, das Ihre Applikations-Ingenieure für diese Tätigkeit brauchen?

RM: Das ist sehr unterschiedlich. Im Bereich Antriebstechnik gibt es zwar auch immer wieder Neuerungen und Verbesserungen, doch prinzipiell bleibt zum Beispiel ein Schrittmotor immer ein Schrittmotor. Andere Bereiche sind da viel dynamischer. In den Bereichen Computing, Netzwerktechnik, Steuerungstechnik und Software besteht dauernder Schulungsbedarf. Einige Lieferwerke schreiben mittlerweile auch eine Zertifizierung der Mitarbeiter vor, bevor wir die Produkte verkaufen oder Schulungen anbieten dürfen. Unsere Verkaufs- und Applikationsingenieure werden also fortlaufend geschult. Wie geht es nun weiter mit Omni Ray? Schmieden Sie noch andere Übernahmepläne? RM: Es bestehen keine konkreten Pläne, und wir sind derzeit mit niemandem in Verhandlung, denn zunächst steht die Integration von Dietrich + Blum im Vordergrund. Aber natürlich halte ich die Augen offen. Hanspeter Thalmann und Roger Müller, vielen Dank für das Gespräch.

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Aktuelle Technik –7/2016


Automation Stromnetze 30

E-Tec Systems AG A. Eberle GmbH & Co. KG

Auf clevere Messund Regeltechnik kommt es an

Vor einigen Jahren war die Energieflussrichtung der Stromnetze «Top-down» – also von der Hoch- über die Mittel- bis zur Niederspannung – zum Endkunden konzipiert. Doch die gestiegenen Anforderungen an effizientere Netze sowie der Anstieg an erneuerbaren Energien erfordern ein Umdenken, weil über 90 Prozent der regenerativen Energien in regionale und lokale Verteilnetze eingespeist werden. Schon jetzt ist zu erkennen, dass Netzverstärkungen nicht ausreichen, um Spannungsschwankungen zu reduzieren. Wandlung der Netze zieht gravierende Folgen nach sich Die Wandlung des Stromnetzes hat gravierende Folgen: Lastflussumkehr, Betriebsmittelüberlastungen, Spannungsbanderhöhungen an Einspeisepunkten und Asymmetrien stehen heute auf der Tagesordnung. Diese Störungen präzise zu lokalisieren und gezielt Gegenmassnahmen einleiten zu können, ist notwendig, doch die Anforderungen an die Qualität und Stabilität der Stromversorgung werden stetig höher. Während vor Jahren die Vermeidung von fühlbaren Versorgungsunterbrechungen aus-

Der Ausbau der Stromnetze wird immer teurer. Daher gilt es, die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen – und dies bei absoluter Sicherstellung der Spannungsqualität.

reichte, reagieren EDV oder industrielle Steu- – dezentrale Erzeuger an den Ausläufern des erungen heute empfindlich auf Spannungs- Ortsnetzes einbrüche, Oberschwingungen oder transiente Spannungsereignisse. Im ungünstigsten Fall Dabei stehen folgende Ziele im Fokus: sind Schäden an Anlagen und in der Produk- – Die Verfügbarkeit verbessern und zugleich Ausfallzeiten minimieren tion die Folge. – Spannung in Ortsnetzstationen regeln – Einbindung dezentraler Energieerzeuger Vorsicht vor juristischen Konsequenzen und neuer Technologien wie Speicher u. a. Netzbetreiber, die den hohen Anforderungen an die Spannungsqualität nicht genügen, müs- – Gewährleistung regulatorischer und tarifsen, wenn es unglücklich läuft, sogar juristi- licher Anforderungen sche Konsequenzen tragen. Ergo: Der Verteil- – Spannungsqualität sicherstellen und lückenlos dokumentieren netzbetreiber zahlt, wenn Elektrogeräte durch schlechte Spannungsqualität einen Schaden erleiden. Deshalb ist die umfassende Analyse Umspannwerke im Visier und Dokumentation der Netzqualität mit zertifi- Ein besonderes Augenmerk sollten die zierten Verfahren wie der Norm IEC 61000-4-30 Netzbetreiber auf die Übergabestellen im Klasse A ein absolutes Muss. Alle Netzanalysa- Umspannwerk legen. Zertifizierte Klastoren der Firma A. Eberle erfüllen diese hohen se-A-Spannungsqualitäts-Analysatoren nach Anforderungen und liefern gerichtsfeste Daten. IEC 61000-4-30 Ed. 3 sind hier nicht wegzuEine flächendeckende Überwachung der Ener- denken. Neben der Störschreiberfunktion steht auch auf dieser Ebene die Spannungsgieverteilnetze konzentriert sich dabei auf: qualität mit ihren vielfältigen Parametern im – die Umspannwerke Vordergrund. In dieser Spannungsebene setzt – die Ortsnetzstationen – die Übergabestellen von grossen Verbrau- A. Eberle auf den Störschreiber und Netzanalysator PQI-D. Dieses Gerät ist moduchern (Industriekunden)

Typische Netzrückwirkungen durch Leistungselektronik – Frequenzspektrum DC bis 20 kHz der Spannung. Erkennbar sind Taktfrequenzen bei 5 kHz und 10 kHz.

Aktuelle Technik –7/2016


Automation Stromnetze 31

Überwachung vieler Abgänge durch den kompakten Power-Quality-Analysator PQI-DA smart.

lar aufgebaut und kann in der Anzahl der Spannungseingänge, Stromeingänge, Relais Ein- und Ausgänge sowie Leittechnikfunktionen frei bestückt werden. Ein kritischer Blick hinsichtlich der Bewertung von Netzrückwirkungen in einem Mittelspannungs- bzw. Hochspannungsnetz auf das Frequenzübertragungsverhalten von Spannungs- und Stromwandlern ist unumgänglich. Oft liegt hier die Begrenzung der Frequenzbandbreite vor. Die meisten Wandlerhersteller haben bereits reagiert und bieten Breitbandwandler für Power-Quality-Messungen an. Zentrale Rolle von Ortsnetzstationen Die Ortsnetzstationen spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau des Verteilnetzes. Sie garantieren das Einhalten des Spannungsbandes, das Erfassen des Auslastungszustandes der Betriebsmittel, das kontinuierliche Überwachen und Analysieren der Energienetzkomponenten sowie das Minimieren von Unterbrechungs- und Ausfallzeiten. Die Messtechnik muss an dieser Stelle die PowerQuality- und Energiemessdaten zur Dokumentation und Fehleranalyse liefern. Diese Geräte müssen aufgrund der grösseren Anzahl von Messstellen günstig, kompakt, aber trotzdem sehr leistungsstark sein. Im Gegensatz zum Umspannwerk kommen in der Tiefe des Netzes die Rückwirkungen von Verbrauchern mit Leistungselektronik aufgrund der kleinen Kurzschlussleistung stärker zum Tragen. Rückwirkungen im Bereich bis 20 kHz sind keine Seltenheit.

Grösse geworden, moderne Verbraucher wie IT-Geräte mit nicht linearen Schaltnetzteilen sind allgegenwärtig. Klassische ohmsche Lasten wie Glühlampen, bei denen die Stromaufnahme einfach der Versorgungsspannung folgt, verschwinden, und Schaltnetzteile, deren Leistungsaufnahme aktiv über weite Bereiche konstant bleibt, werden mehr. Deswegen wird die Steuerung der Stromnetze zunehmend komplexer. Obwohl die typische Verteilung der neuen EEG-Erzeugereinheiten die Ränder der Verteilnetze strapaziert, bleiben Netzprobleme unerkannt, weil vielerorts selbst einfachste Messgeräte fehlen. Cleveres Innovationsprojekt A. Eberle will diese Lücke schliessen und hat deshalb das Innovationsprojekt WeSense ins Leben gerufen. Mithilfe einfacher Hardware und dem Einsatz von Methoden aus den Bereichen Mobiltelefonie, Big Data und Cloud Computing sollen sowohl die Hardware-Kosten für neue Messpunkte als auch die Aufwände für die Störungsanalyse im Netz drastisch gesenkt werden. Dabei besteht das WeSense-Messsystem aus einem intelligenten USB-Lade-Adapter, einem handelsüblichen Smartphone. Wird der Netz-Adapter in die Steckdose eingesteckt, versorgt er das über USB angeschlossene mobile Endgerät sowohl mit dem Ladestrom als auch mit hoch aufgelösten Abtastwerten des Versorgungsnetzes. Zusammen mit der Android-App verwandelt sich damit ein modernes Mobiltelefon zum hoch genauen Messgerät, das den Benutzer auf einfachste Art und Weise über den Netzzustand am Einsteckort informiert.

nungsnetz bedarfsgerecht und kosteneffizient zu verbessern. Für Spannungshaltungsprobleme in einzelnen Ausläufern bieten die Experten für Mess- und Regeltechnik Systeme mit Leistungsklassen von 22 kVA bis 250 kVA an. Die Aufbauten können dabei als Mastmontagen oder über regelbare Strassenverteilerkästen realisiert werden. Für die zentrale Regelung direkt an der Ortsnetzstation stehen Anlagen bis 630 kVA zur Verfügung. In der Ortsnetzstation kann man zwischen geDezentrale Erzeuger an regelten und ungeregelten Abgängen wähden Ausläufern des Ortsnetzes len und so auf mögliche Spannungsprobleme Verteilnetze, in denen der Grossteil der Ener- Kosteneffiziente Abhilfe reagieren. Alle LVR-Systeme regeln phasengie aus regenerativen und verteilten Quellen Damit die Unternehmen neben der Lokali- selektiv und verbessern somit die Symmetrie stammt, wächst stetig. Die Einspeisung er- sierung der Netzprobleme auch deren Behe- der Spannung. folgt oft auf der Verteilnetzebene, zum Bei- bung in Angriff nehmen können, hat A. Eberle spiel aus Fotovoltaik-Anlagen an den Aus- das Produktportfolio mit einem skalierbaren läufern der Ortsnetze. Die Richtung des Regelsystem erweitert. Das LVRSys ist in der etec-systems.ch Leistungsflusses ist zu einer dynamischen Lage, die Spannungsqualität im Niederspan- a-eberle.de Aktuelle Technik –7/2016


Automation Roboter 32

Kuka Roboter Schweiz AG

Roboterpräzision unterstützt NullFehler-Produktion Das Steuerungssystem Alnea-Zeus für das Selektivlöten von Bauteilen setzt auf Kuka-KR-Agilus-Roboter.

Die Alnea Sp. z.o.o. mit Stammsitz in Warschau bietet ihren Kunden die individuelle Entwicklung und Produktion von mechanischen, elektrischen oder pneumatischen, halb- oder vollautomatischen Testgeräten an. Spezialisiert hat sich das polnische Unternehmen dabei auf den selektiven Lötprozess. Die vor Jahren von Alnea entwickelte Steuerung Alnea-Zeus bedurfte jedoch einer grundlegenden Erneuerung, um auch zukünftig die vom internationalen Fachverband der Leiterplatten- und Elektronikindustrie (IPC) geforderten Standards garantieren zu können. Die neue Version des Löt-Steuergerätes sollte auf sämtliche Prozessparameter zugreifen können, wie z. B. die Bereitstellung relevanter Materialien für das Lötverfahren, deren exakte Positionierung oder das Verhindern von Löt-Tropfen ausserhalb des Arbeitsbereiches. Realisiert hat Alnea die Neuentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Kuka Roboter in Augsburg. Dank eines Kuka-KR-Agilus-Roboters konnten die Präzision des Lötverfahrens deutlich verbessert, Fehlerquellen eliminiert und die Produktionszeit um 50 Prozent reduziert werden. Die Löttechnik der sogenannten Through-Hole Technology (THT) erfordert ein Höchstmass an Präzision. Die variablen Parameter wie Flussmittelmenge, Vorheizzeit und -temperatur, Benetzungszeit oder Löttemperatur haben entscheidenden Einfluss auf die Qualität. Zudem müssen materialbedingte Einflüsse berücksichtigt werden. Die kleinen Strukturen und geringen Abstände zu Bauteilen, die nicht benetzt werden dürfen, erlauAktuelle Technik –7/2016

ben keine Fehler. Reparaturprozesse sind bei der THT zeit- und kostenintensiv und oft nicht reproduzierbar, teilweise sogar gar nicht erlaubt. Das Ziel der Elektronikbranche ist daher der Null-Fehler-Prozess. «Ein zuverlässig kontrollierter Selektivlötprozess ist dabei der entscheidende erste Schritt in Richtung der Null-Fehler-Produktion bei unseren Kunden», so Krzysztof Kamiński, Präsident der Alnea Sp. Z.o.o. Fehlervermeidung durch Prozessüberwachung und Korrektur Eine wesentliche Ursache für Fehler im Selektivlötprozess sind Lötbrücken, die beispielsweise beim bleifreien Löten durch das geringere Gewicht der Lötlegierung entstehen, oder ein ungenügender Flussmittelauftrag. Alle damit verbundenen Prozessschritte sollten daher zuverlässig überwacht werden. Falsch oder ungenau positionierte Baugruppen können im Selektivlötprozess ebenfalls zu Problemen führen. Auch die Überwachung deren Position und ihre eventuelle Korrektur sind entscheidend. Neben der Weiterentwicklung der Steuerung war es für Alnea daher notwendig, einen Roboter zu installieren, der den Lötvorgang ausführt und die Komponenten exakt positioniert. «Die für diesen Lötprozess erforderliche Präzision kann nur ein moderner Roboter garantieren», betont Kamiński. Auf der Suche nach dem geeigneten Modell entschied sich Alnea für die Zusammenarbeit mit Kuka. «Ausschlaggebend waren für uns das stimmige Preis-/Leistungsverhältnis und die ausgezeichnete technische Unterstützung des Kuka-Teams», erklärt er.


Automation Roboter 33

Die Kuka-Steuerung KR C4 erfüllte zudem die prozess: Zum einen steuert er die BewegunForderung von Alnea, dass die Kontrolle des gen des Lötkolbens, zum anderen hält er die Prozesses über ein einfaches Bediengerät er- Platine in einer fixierten Position. Dank der folgen muss. Denn dessen offene Architektur von Alnea entwickelten, roboterbasierten Auunterstützt die problemlose, technische Inte- tomatisierungslösung können heute alle Pagration in vorhandene Maschinenumgebungen. rameter des Selektivlötprozesses über das Bediengerät zuverlässig überwacht werden. Zudem werden alle Daten, die der Kuka RoKlein, schnell und präzise: boter liefert, in das System eingespeist und Der Kuka KR 6 R900 sixx Alnea entschied sich für einen KR 6 R900 genutzt. Dazu gehören u.a. die Überwachung sixx aus der KR-Agilus-Serie als Proto- der Zuführung von Komponenten und deren typ. Die Serie überzeugt durch extreme Ge- Positionierung sowie die Ansteuerung weischwindigkeiten bei gleichzeitig hoher Wie- terer externer Ausrüstungen. Dies hat nicht derholgenauigkeit und Präzision. Durch den nur zu einer spürbaren Minimierung der Fehsymmetrischen Aufbau nutzen die KR-Agi- ler beigetragen, sondern auch zu einer deutlus-Roboter das Arbeitsvolumen optimal aus. lichen Produktivitätssteigerung. «Die ProzesIhre extrem schlanken Konturen für den Ein- szeit haben wir mit der neuen Lösung um 50 satz in beengten Räumen hat Kuka durch eine Prozent verkürzt», betont Kamiński. Dank der Energiezuführung im Inneren ermöglicht. Der Überwachung des Prozesses über das BediKR 6 R900 sixx gewährleistet nicht nur engerät sei nicht zuletzt der Trainingsbedarf höchste Präzision und Arbeitsgeschwindig- für die Mitarbeiter der Kunden überschaubar. keit bei platzsparender Bauweise. Mit einer Es müssen nun nicht mehr drei verschiedene Traglast von bis zu 6 kg und einer maximalen Personen eingesetzt werden: Prozess-, RoboReichweite von 900 mm schafft der Roboter ter- und Steuerungsspezialisten. Nach einer zudem eine Wiederholungsgenauigkeit von kurzen Schulung kann auch der Werker den < ± 0,03 mm und ist damit ideal für die Anfor- Prozess und den Lötroboter steuern. derungen des Lötprozesses geeignet. Grundsätzlich können neben dem KR 6 R900 sixx aber auch andere Kuka-Robotermodelle mit kuka-roboter.ch dem neuen Alnea-Zeus-Steuerungssystem kombiniert werden.

Intelligenz & Intelligenz Perfektion & Intelligente Grafikdisplays Perfektion • Bedieneinheit mit Touchpanel • ZeichensätzeGrafikdisplays Intelligente SPI, I2C, RS-232 • • Bedieneinheit mit Touchpanel Grafikfunktionen • • Zeichensätze • SPI, I2C, RS-232 • Grafikfunktionen

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Befehle direkt über das Bediengerät «Bei der Integration der roboterbasierten Automatisierungslösung musste die Kommunikation zwischen dem Steuergerät der Lötvorrichtung und des Roboter-Steuergerätes optimal aufeinander abgestimmt werden», erläutert Kamiński eine Herausforderung. Dafür habe man ein Software-Paket zur Kontrolle der Parameter des Selektiv-Lötprozesses sozusagen in das Gedächtnis des Roboters geladen. Kunden von Alnea können somit via Kuka-smartPAD-Bediengerät den Roboter direkt im Produktionsprozess ansteuern. Via Ethernet-Kommunikation werden Befehle an das Alnea-Zeus-Steuerungsgerät übermittelt. Das Kontrollgerät führt dann auf Basis der spezifischen Hard-und Software des jeweiligen Kunden den Befehl aus. Die Lösung kommt ohne ein PLC- oder HMI-Panel aus und benötigt auch sonst keine zusätzlichen Schnittstellen.

eDIP320-8 (4,2“) • amber, blau und schwarz/weiss • 320x240 Pixel mit 136x105 mm eDIP240-7 (4,2“) • amber, blau und schwarz/weiss • 240x128 Pixel mit 113x70 mm

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Das Ergebnis: 50 Prozent kürzere Prozesszeit bei gleichzeitiger Fehlerminimierung Der Kuka KR 6 R900 sixx erfüllt präzise die an ihn gestellten Aufgaben im Selektivlöt-

Distribution AG Aktuelle Technik –7/2016

Distribution AG


Automation Produkt-News 34

Siemens baut Zusammenarbeit mit Intel Security aus

Schreib-/Lesekopf mit UHF-Funktionalität Mit dem neuen Schreib-/Lesekopf BIS VU-320 erweitert Balluff die BIS-V-Produktfamilie um die UHF-Funktionalität. Der kompakte UHF-Schreib-/Lesekopf in der Schutzart IP67 verfügt über eine Auto-Set-up-Funktion und bietet rundum besonders gut sichtbare Funktions- und Status-LED-Anzeigen. Mit einer typischen Lesereichweite von 1 m eignet sich das UHF-System hervorragend zur Überwachung von Produktionsprozessen, für die Materialflusssteuerung und für Montageanlagen. Dank seiner Multi-Tag-Fähigkeit von bis zu 50 gleichzeitig erfassbaren Datenträgern ist er auch für Traceability-Lösungen ideal. Ein Highlight ist die integrierte Power-Scan-Funktion. Sie ermöglicht die automatische Anpassung an den zu erfassenden UHF-Datenträger und gewährleistet damit bei jeder Applikation die optimale Konfiguration ohne aufwendiges manuelles Einstellen von Parametern. Direkt am Gerät ist dies sogar auf Knopfdruck möglich: Als weltweit einziges Gerät seiner Klasse verfügt der BIS VU-320 damit über eine Auto-Setup-Funktion.

Siemens und Intel Security bauen ihre Zusammenarbeit zum Schutz vor Cyber-Bedrohungen von industriellen Automatisierungssystemen aus. Im Rahmen der Plant Security Services setzen Siemens-Experten Intel-Security-Lösungen, wie beispielsweise Antiviren-Software, Whitelisting oder Security Information und Event Management (SIEM) ein. Die beiden Unternehmen kombinieren ihre jeweilige Expertise im Bereich industrielle Automatisierung und Cyber Security. Ziel ist es, Industrieunternehmen mit Produkten und Services dabei zu unterstützen, Cyber-Risiken zu minimieren und damit die Verfügbarkeit von Anlagen zu erhöhen. Die Plant Security Services von Siemens reichen von Analysen der Sicherheitslage (Security Assessments) über die Einrichtung von Schutzmechanismen bis zur kontinuierlichen Überwachung industrieller Infrastrukturen. Das Siemens-Angebot umfasst nun die folgenden Lösungen von Intel Security: McAfee VirusScan, McAfee Application Control, McAfee ePolicy Orchestrator (ePO) sowie McAfee Enterprise Security Manager mit dem Security Information und Event Management. siemens.ch/industry

balluff.com

Vom Schraubendreher bis zum automatisierten Bearbeitungszentrum

TwinCAT 3: Enabler für Plug-and-produce-Maschinen Die Hannover Messe 2016 machte Industrie 4.0 konkret erlebbar. In einem Showcase wurde die Verzahnung von Fertigungsprozessen mit betriebswirtschaftlichen Abläufen präsentiert. Die Fertigungslinie basiert auf dem XTS (eXtended Transport System) von Beckhoff. Es transportiert die zu bearbeitenden Produkte individuell und hoch dynamisch zu den einzelnen Bearbeitungsschritten. Das Highlight: Die SAP Manufacturing Execution Suite kommuniziert mit dem XTS und weiteren Betriebsmitteln auf Basis standardisierter Dienste. Die Software TwinCAT ist als «Auftragssprachen»-Interface das Bindeglied zwischen der Maschine und einem SAP-System. Die Auftragskommunikation basiert auf dem Konzept der serviceorientierten Architektur (SOA), die mit OPC UA realisiert wird. Die Live-Demonstration zeigte die Fertigung eines Schlüsselanhängers mit integriertem Smart-Chip und personalisierter Oberschale. Nach Auftragseingabe wird der Schlüsselanhänger durch das XTS zu den einzelnen Bearbeitungsschritten transportiert. Durch TwinCAT als Steuerungsplattform wird das XTS quasi per «plug and produce» in die SOA-Architektur integriert. beckhoff.ch Aktuelle Technik –7/2016

Der Rittal-Geschäftsbereich «Rittal Automation Systems» ergänzt sein im Herbst 2015 vorgestelltes Produktportfolio für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau um neue Handwerkzeuge. Das erweiterte Programm reicht vom Schraubendreher über Schneid- und Abisolierwerkzeuge bis zu Press- und Crimpzangen sowie Blechlochern und Hydraulikstanzen. Als Vollsortimenter für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau – von Handwerkzeugen bis zu vollautomatischen Bearbeitungsmaschinen – unterstützt Rittal damit seine Kunden jetzt bei allen Arbeitsschritten. Durch die neu hinzugekommenen Handwerkzeuge kann Rittal nun auch die Anforderungen für die Prozesse abdecken, die durch manuelle Tätigkeiten erledigt werden müssen: angefangen von mechanischen Aufbauten von Schaltschränken und Montageplatten über Verdrahtungsarbeiten bis zu Ausbrüchen für Kabelverschraubungen mittels hydraulischer Handstanzen und Blechbohrerny auf der Baustelle. rittal.ch


Automation Produkt-News 35

Wireless Handbediengerät: das HGW 1031

Edge-Gateways von HMS ermöglichen Kommunikation HMS Industrial Networks stellt mit den Edge-Gateways eine weitere Gateway-Familie für das Industrial Internet of Things (IIoT) vor. Mit den neuen Anybus .NET-Gateways können Echtzeitdaten von Maschinen an .NET-basierte IT-Applikationen übergeben werden. Die .NET-Gateways ermöglichen nicht nur den Datenaustausch zwischen Fertigung und IT-System, sondern machen die Daten für die IT-Seite auch verständlich. Der Informationsaustausch zwischen der Fertigungsebene (OT- Operational Technology) und der IT-Ebene (IT-Information Technology) ist in einer Vorlage in Form einer Tabelle definiert. In der Vorlage wird festgelegt, wie die Fertigungsdaten der IT-Anwendung zur Verfügung gestellt werden. Der Code-Generator von HMS erzeugt auf Basis der Vorlage automatisch eine kundenspezifische High Level C# API (Events und Post-Methoden), die direkt in der .NET-Applikation verwendet werden kann. Gleichzeitig wird auch eine GSDML-Datei für die einfache Einbindung des Gateways in das SPS-System erzeugt.

Mit dem HGW 1031 bringt Sigmatek ein kabelloses WLAN-Handbediengerät auf den Markt. Durch die Datenübertragung via WLAN fallen die bis zu 25 m langen Kabel weg, und der Anwender verfügt über eine neue Freiheit beim Beobachten sowie Bedienen direkt vor Ort. Das mobile Panel ist mit einem resistiven 10,4-Zoll-Farb-Touchscreen und EDGE2-Technology-Prozessor ausgestattet, der auch anspruchsvollen Visualisierungen gerecht wird. Durch sein durchdachtes Design ist das Handbediengerät in Schutzart IP54 für Rechts- und Linkshänder komfortabel zu bedienen. Trotz integriertem Akku-Pack wiegt das HGW 1031 lediglich 1200 g und stellt so ein ermüdungsarmes Arbeiten sicher. Das Akku-Pack ermöglicht einen Dauerlast-Betrieb von bis zu 2 Stunden. Im nächsten Schritt wird das kabellose Handbediengerät mit einer Not-Halt-Funktion über WLAN ausgestattet. Die WLAN-Kommunikation erhöht die Ergonomie der Maschine oder Anlage mit Blick auf Industrie 4.0. sigmatek.ch

anybus.de

Profinet-I/O-Module

Abschliessbare RJ45-Patchkabel Herkömmliche RJ45-Patchkabel sind vor allem für den Bürobereich ausgelegt. Da durch die Vernetzung von Büro und Industrie Patchkabel vermehrt im Industrieumfeld Anwendung finden, müssen Kabel und RJ45-Stecker höhere Qualitätsstandards erfüllen. Die Volland AG bietet nur Patchkabel mit doppelter Abschirmung an. Auch das Steckergehäuse ist abgeschirmt und verfügt über eine Zugentlastung und einen Knickschutz. Für sämtliche Patchkabel gilt eine 100 %-Ausgangsprüfung, und die UL Listed Approbation umfasst das komplette Cord Set. Die Cat5e-Version mit einer Grenzfrequenz von 100 Mhz ist blau markiert, und die 500 Hz-Cat6a-Ausführung ist mit dem gelben Steckereinsatz deutlich zu unterscheiden. Sämtliche Stecker haben einen Rasternasenschutz. Für bessere Leitfähigkeit sorgen die goldbeschichteten Kontakte. Speziell für die Industrieanwendungen werden die fertig konfektionierten Kabel in Längen von 0,3 bis 50 m ab Lager angeboten.

Profinet ist die Realtime-Ethernet-Variante des weit verbreiteten Feldbusses Profibus von Siemens. Dabei steuert der Profinet Controller, meist eine SPS oder ein Industrie-PC, die angeschlossenen I/O-Module. Wie bei Profinet üblich, werden die Module der PFN-2000-Serie dem Profinet Controller mittels GSDML-Datei bekannt gemacht und so in das Gesamtsystem integriert. Die Module besitzen digitale und/ oder analoge Ein- oder Ausgänge und kommunizieren mit jedem Profinet-Master über eine GSDML-Datei. Die PFN-2000-Module von ICPDAS entsprechen der Conformance Class B und eignen sich damit typischerweise für Prozesse mit Zykluszeiten bis minimal 1 ms. Die Module verfügen über 2 Ethernet-Ports und ermöglichen mittels DaisyChaining ein Hintereinanderschalten mehrerer PFN-2000-Module in einer Linientopologie. Das spart erheblich Kabel- und Installationskosten. Die Module sind einfach auf DIN-Schiene oder Wand montierbar. Die Stromversorgung kann mit einer Gleichspannung zwischen 10 VDC und 30 VDC realisiert werden. spectra.ch

volland.ch Aktuelle Technik –7/2016


Antriebstechnik/Fluidik Pumpen 36

Kistler Instrumente AG

Erhöhte Pumpeneffizienz dank innovativer Sensoren

Um mit optimierten Systemen die Betriebskosten von Pumpenanwendern nachhaltig zu senken, gilt es die Effizienz von Pumpen und Antrieben ausgiebig zu testen.

Links: Der KiTorq 4550A dient mit einer im Markt bislang unbekannt hohen Auflösung von bis zu 8192 Impulsen pro Umdrehung zur Ermittlung von Drehmoment, Drehzahl oder Drehwinkel. Rechts oben: Pumpenprüfstand mit angeflanschtem Prüfling. Rechts unten: Kistler KiTorq Typ 4550A, eingebaut im Prüfstrang.

Um bei der Entwicklung und Produktion von Hydraulikpumpen für den weltweiten Einsatz in der Kunststoffverarbeitung, Metallumformung oder bei Windkraftanlagen den Wirkungsgrad von Pumpen in Zukunft noch optimaler ermitteln zu können, hat das Unternehmen einen neuen Prüfstand für die Neuund Weiterentwicklung von Hydraulikpumpen installieren lassen. Bei den eingesetzten Prüflingen handelt es sich um Kolbenpumpen, die vom Elektroantrieb des Prüfstandes angetrieben werden. Nachdem beim Prüfling ein definierter Sollwert für Druck, Durchflussmenge und Drehzahl bestimmt ist, wird der Wirkungsgrad mittels des erfassten Ist-Drehmoments errechnet. Während der Tests kann es aufgrund dynamischer Beanspruchung der Prüflinge zu einer zusätzlichen Belastung des Antriebsstranges kommen. Um in jeder Testreihe klare Messresultate zu erzielen, war es daher ein zentrales Kriterium, einen soliden und denAktuelle Technik –7/2016

noch genau messenden Sensor einzusetzen. Damit die Messungen auch sonst den hohen Anforderungen auf dem neuen Pumpenprüfstand genügen, setzte sich das Unternehmen bezüglich der Sensortechnologie weitere anspruchsvolle Vorgaben: So bestand eine zweite Anforderung darin, die Drehmomentsignale auch digital über eine EtherCAT-Schnittstelle auslesen zu können. Zudem wollte man die Option mehrerer Messbereiche nutzen können, um verschiedene Pumpen mit möglichst wenig Zeitverlust, das heisst ohne Umbau, testen zu können. Auch die einfache Lagerhaltung für Ersatzteile wurde als Bedingung im Vorfeld definiert.

Pumpenkomponenten präzise geprüft und eingestellt werden. Zudem sind die Messflansche jeweils mit einer integrierten EtherCAT-Schnittstelle ausgerüstet. Damit lassen sich die Messdaten auch bei einem Betrieb in verschmutzter Umgebung – insbesondere ölhaltige Luft sowie starke Temperaturschwankungen – problemlos übertragen. Aufgrund dieser Schnittstelle kann fortan auch auf weitere externe Schnittstellenmodule im Schaltschrank verzichtet werden. Dies spart Einbauraum sowie zusätzlichen Verkabelungsaufwand. Dank der Option eines zweiten Messbereichs – ein Gebiet, in dem Kistler über langjährige Erfahrungen verfügt – sind zudem Messungen für verschiedene Pumpen Die Lösung heisst KiTorq möglich. Damit spart man zusätzlich Zeit und Die Wahl fiel auf drei KiTorq-Drehmoment- Kosten, da der Prüfstand entsprechend weniMessflansche vom Typ 4550A mit den Mess- ger umgebaut werden muss. bereichen 500 Nm, 2000 Nm und 3000 Nm. Aufgrund des steifen Designs und der hohen Auflösung der Sensoren können die kistler.com


Antriebstechnik/Fluidik Produkt-News 37

Linear gesteigerte Produktivität Eine deutlich höhere Produktivität durch geringere Transportzeiten erreichen Anwender in der Grossserienproduktion mit dem Linear Motion System (LMS) von Rexroth. Das System basiert auf Standard-Linearmotoren, bei denen die Werkstückträger unabhängig voneinander verfahren werden können. Es positioniert Werkstücke hochdynamisch auf 10 µm genau, sodass die Bearbeitung ohne Nachkorrektur oder Umladen auf eine Montageplattform sofort beginnen kann. Das reduziert unproduktive Zustell- und Nebenzeiten. In der Grossserienproduktion von Mikrochips bewährt sich das LMS bereits als extrem zuverlässig. Jetzt bietet Rexroth die Systemlösung auch für weitere Anwendungen an, beispielsweise in der Automobilindustrie, und deckt Werkstückgewichte von 1 bis zu 1000 kg fein skaliert ab. Anwender stellen sich mit mehreren Motoren auch längere Prozessstrecken als Oval, als parallele Bahnen oder in verschiedenen Ebenen flexibel zusammen. Dabei können sie das LMS auch nachträglich mit bestehenden Transportlösungen wie Förderbändern kombinieren. boschrexroth.ch

Neuer Elektrozylinder PMZ 10 Nach intensiver Entwicklungszeit präsentierte die Phoenix Mecano Komponenten AG den neuen PMZ 10 zum ersten Mal im November 2015 auf der «Agritechnica» in Hannover. Der landwirtschaftliche Bereich ist laut Angabe des Verkaufsleiters für Elektrozylinder, Herrn Demirtas, geradezu prädestiniert für den Einsatz des neuen Elektrozylinders. Durch seine Kraft bis zu 10 000 N in Druck und Zug sowie einem Hub bis max. 1000 mm in Verbindung mit einer hohen Verfahrgeschwindigkeit kann er es mit so manchem hydraulischen oder pneumatischen Antrieb aufnehmen. Die erhältliche Schutzklasse von IP 69k befähigt ihn zum Einsatz in anspruchsvoller Umgebung, wie sie nicht nur in der Landwirtschaft anzutreffen ist. Die Steuerung mit Positions- und Geschwindigkeitsregelung ist, anders als bei vielen vergleichbaren Produkten, integriert und kann frei programmiert werden. Die vier digitalen Ein- und Ausgänge können auch als konfigurierbare Ablaufsteuerungen verwendet werden. Ausserdem sind zahlreiche Kabeloptionen verfügbar. phoenix-mecano.ch

Synchron-ReluktanzTechnologie Siemens erweitert die Synchron-Reluktanz-Technologie im unteren Leistungsbereich von bisher 5 auf nun 0,55 Kilowatt (kW). Damit decken die Synchron-Reluktanz-Antriebssysteme von Siemens durchgängig den Leistungsbereich von 0,55 bis 30 kW ab. Zusätzlich zu den bisher verfügbaren Achshöhen 132 bis 200 werden die Motoren jetzt auch in den Achshöhen 80 bis 120 angeboten. Als integriertes Antriebssystem (IDS) sind Reluktanzmotor und Umrichter speziell aufeinander abgestimmt und ermöglichen einen im Vergleich zu Asynchronmotoren besonders effizienten Betrieb. Vordefinierte Parameter in Form eines Codes auf dem Motor-Typenschild vereinfachen die Inbetriebnahme. Zum Einsatz kommt die Reluktanz-Technologie in der Verfahrenstechnik mit Pumpen, Lüftern, Kompressoren, Mischern und Zentrifugen, in der Fördertechnik sowie im Maschinenbau. Die neue Antriebsreihe baut auf der Motorenplattform Simotics 1LE1 auf, das heisst, sie entspricht ihr in Design und Handhabung und ist auf die Sinamics-G120-Umrichter abgestimmt. siemens.ch

Neue Servoverstärker ermöglichen bessere Integration Die Servoverstärkerfamilie DigiFlex Performance (DP) von Advanced Motion Controls wurde kürzlich von der EPSG als konform zu den Powerlink-Spezifikationen zertifiziert. Das Echtzeitnetzwerk reduziert die Gesamtsystemkosten und die Dauer der Inbetriebnahme, indem die hohe Performance zentralisierter Antriebssteuerung mit einer dezentralen Netzwerkstruktur kombiniert wird. Gleichzeitig ermöglicht das Protokoll deterministische Kommunikation über handelsübliche Ethernet-Hardware. Die DP-Servoverstärker decken einen breiten Leistungsbereich von 0,8 bis 16,0 kW ab und können in vielen verschiedenen Branchen eingesetzt werden. Um für jede Kundenanforderung gerüstet zu sein, gibt es die DP-Servoverstärker wahlweise für den Schaltschrankeinbau oder als Plug-in-Modul. Beide Gehäuseformen können unterschiedliche Motoren antreiben, darunter BLDC- und PMAC-Servomotoren, Closed-Loop-AC-Induktionsmotoren, Closed-Loop-Schrittmotoren, PM-Bürstenmotoren, Linear-Aktuatoren und induktive Lasten. br-automation.com Aktuelle Technik –7/2016


Industrie-Informatik Modellbasierte Entwicklung 38

MathWorks

Towards Safe Robotics – Modellbasierte Entwicklung von High-Integrity-Robotern Bei der Interaktion zwischen Robotern und Menschen müssen die verwendeten Algorithmen gewisse Sicherheitsstandards erfüllen. Eine Möglichkeit, diesen gerecht zu werden, ist die modellbasierte Entwicklung. Dipl.-Ing. Maximilian Apfelbeck und Dr.-Ing. Stephan Myschik, The MathWorks GmbH – «Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen …», ist das Erste der Asimovschen Gesetze [1]. Damit dieses erfüllt wird, ist heutzutage ein sehr grosser Prozentsatz der eingesetzten Roboter durch Barrieren vom Menschen getrennt. Für die Mensch-Roboter-Interaktion, zum Beispiel bei einem Produktionsassistenten [2], sind jedoch andere Lösungen zum Erfüllen der Sicherheit nötig. Dies kann durch das mechatronische Design realisiert werden, indem die Dynamik des Roboters begrenzt wird, sodass keine Verletzung des Menschen [3] bei Kontakt möglich ist. Ein anderer Lösungsansatz ist der Einsatz von Software, um auf Sensordaten zu reagieren. Bei Detektion eines Kontaktes stoppt der Roboter [4]. Bevor die Überwachungs-Software allerdings in einem fertigen Produkt verwendet werden darf, müssen Fehlerfreiheit und eine Entwicklung in Übereinstimmung mit Sicherheitsnormen wie der IEC 61508-3 [5] nachgewiesen werden. Modellbasierte Entwicklung kann bei der Entwicklung für diese sicherheitsrelevante Software unterstützen. Verifikations- und Validierungskonzepte zum Nachweis der korrekt implementierten Funktionalität im Hinblick auf Anforderungen oder Normen sind Bestandteile davon. Modellbasierte Entwicklung entlang des V-Modells Ein Entwicklungsprozess nach dem V-Modell [6], siehe Abbildung 1, ist in vielen Industrien weit verbreitet. Aktuelle Technik –7/2016

Neben funktionalen werden auch technische und sicherheitsrelevante Anforderungen im Anforderungsdokument definiert. Eine mögliche Anforderung zur Gewährleistung einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration kann sein, dass der Roboter innerhalb von 0,05 Sekunden seine Bewegung in einer potenziell gefährlichen Situation stoppen muss. Eine Gefährdung ist dann erreicht, wenn das Gelenkdrehmoment in jeder Achse eine definierte Grenze übersteigt. Diese Situ ation kann zum Beispiel in dem Fall eines Kontaktes mit Objekten oder Menschen während des Betriebes auftreten. Auf Basis des Anforderungsdokuments und des zu entwickelnden Systems wird in der modellbasierten Entwicklung als erster Schritt die Systemarchitektur definiert. Hier wird eine Segmentierung in unterschiedliche Einheiten durchgeführt, und es werden die Schnittstellen zwischen den Komponenten definiert. Ein Roboter kann in Software und Hardware aufgeteilt werden. Die Software ist in Überwachungslogik, koordinierenden Regler und Gelenkregler zerlegbar; die Hardware in Mechanik und Elektronik. Dieser Ansatz ist in Abbildung 2 dargestellt und in Simulink umgesetzt worden. Die Anforderungen werden für eine durchgängige Nachverfolgung mit den jeweiligen Komponenten verknüpft. Im weiteren Entwicklungsverlauf werden die einzelnen Komponenten funktional entwickelt und nach der Interpretation der Anforderungen modelliert. Ein Vorteil von Simulink ist, dass die Komponenten und somit die Requirements ausführbar sind. Der Ingenieur kann frühzeitig im


Industrie-Informatik Modellbasierte Entwicklung 39

Referenzen [1] Asimov, Isaac: Runaround, 1942. [2] Robert Bosch GmbH, http://www. bosch-apas.com/en/apas/start/bosch_ apas.html. [3] ABB AG, http://new.abb.com/products/robotics/de/yumi. [4] MRK Systeme GmbH, http://www.mrksysteme.de/produkte_interaction.html. [5] International Electrotechnical Commission: Functional safety of electrical/ electronic/programmable electronic safety related systems – Part 3: Software requirements, IEC 61508-3 ed. 2, Geneva, 2010. [6] Friedrich, Jan; Kuhrmann, Marco; Sihling, Marc and Hammerschall, Ulrike: Das V-Modell XT. Für Projektleiter und QS-Verantwortliche kompakt und übersichtlich, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2009. [7] NASA, Return on Investment for Independent Verification & Validation, 2004. [8] TÜV SÜD Certificate, Z10 11 12 67052 014. [9] Conrad, Mirco and Sandmann, Guido: A Verification and Validation Workflow for IEC 61508 Applications, SAE Technical Paper 2009-01-0271, 2009. [10] The MathWorks, Inc. http://www.mathworks.com/products/iec-61508/.

Entwicklungsprozess Fehler in den Anforderungen erkennen und somit das Projektrisiko erheblich minimieren. Die Erstellung der einzelnen Modellkomponenten wird durch speziell angepasste Werkzeuge sehr effizient unterstützt. So kann beispielsweise die Mechanik aus CAD-Baugruppen in ein Mehrkörpersystem, bestehend aus Gelenken und Einzelkörpern, abgeleitet werden (Abbildung 3). Dieses Modell wird für die Dimensionierung der Antriebe und dynamische Simulationen verwendet. Darüber hinaus können mit diesem virtuelle Prototypen Parameterstudien durchgeführt und Software-Algorithmen getestet werden. Hier unterstützt der virtuelle Prototyp bei der Vorhersage des dynamischen Verhaltens des Systems und der Optimierung von Reglerparametern. Die Möglichkeit der frühen Verifikation und Validierung durch Simulation stellt einen wesentlichen Unterscheidungspunkt zur konventionellen Entwicklung nach dem V-Modell dar. Die NASA bestätigt in Ihrer Studie [7] die Wichtigkeit, Fehler in frühen Entwicklungsstadien zu finden. Nachdem das Software-Design komplett auf Modellebene entwickelt wurde und die Einhaltung der Anforderungen nachgewiesen ist, kann ein Produktionscode aus dem Modell mit dem Embedded Coder erzeugt werden. Dieser ist vom TÜV Süd für die Software-Entwicklung für den IEC 61508-3-kompatiblen Code vorqualifiziert [8].

Absicherung von Modell und generiertem Code Folgende Fragen in der Software-Verifikation und-Validierung können bei der modellbasierten Entwicklung positiv beantwortet werden [9]: – Sind im Modell die textuellen Anforderungen korrekt implementiert? – Spiegelt der Objekt-Code, der später am Roboter verwendet wird, das Verhalten des Modells korrekt wieder? MathWorks hat einen Referenzworkflow [10] entwickelt, der bei der Beantwortung der beiden Fragen hilft. Die Entwicklung wird in eine Design-Verifikations- und eine CodeVerifikationsphase unterteilt. Verifikation und Validierung des Designs Hier wird bewiesen, dass das Modell die Anforderungen erfüllt und keine unerwünschte Funktionalität beinhaltet. Dies wird sowohl durch statische Analysen als auch funktionale Tests gezeigt. Bei der statischen Analyse wird das Modell auf Konstrukte untersucht, die z. B. nicht optimal für die Code-Generierung sind. Darüber hinaus können vordefinierte oder eigene Modellierungsrichtlinien überprüft werden. Modelle, die in einen Produktions-Code überführt werden, sind auch im Hinblick auf Konformität mit Sicherheitsstandard überprüfbar. Eine Abdeckungsanalyse des Modells hilft zusätzlich, unerwünschte Funktionalität oder fehlende Anforderungen aufzudecken.

Abb. 1: Das V-Modell als Vorgehensmodell der Softwareentwicklung.

Aktuelle Technik –7/2016


Industrie-Informatik Modellbasierte Entwicklung 40

Alle Tests können automatisch durchgeführt und dokumentiert werden. Neben diesen funktionalen Tests ist es auch möglich, Testvektoren automatisch abzuleiten. Nachdem alle statischen und funktionalen Tests erfolgreich durchgeführt und eine komplette Abdeckung der Anforderungen durch das Modell beweisen wurden, wird automatisch ein Code aus dem Modell generiert. Absicherung des generierten Codes Zur kompletten Validierung des Algorithmus muss bewiesen werden, dass kein funktionaler Unterschied zwischen Modell- und Objekt-Code vorliegt. Dazu werden beide mit identischen Test-Vektoren angeregt. Der Objekt-Code wird direkt auf der Zielplattform ausgeführt. Korrekte Funktionalität des Objekt-Codes ist dann bewiesen, wenn ausreichend gute Übereinstimmung zwischen den beiden Simulationen vorhanden ist. Einflüsse unterschiedlicher Compiler oder Fliesskommazahl-Einheiten können Unterschiede zwischen Simulation und Objekt-Code verursachen. Neben dem Nachweis der funktionalen Äquivalenz wird zudem bewiesen, dass bei der Code-Generierung keine unerwünschte Funktionalität eingefügt wurde. Dies kann durch den Vergleich der Abdeckung auf Modell- und Code-Ebene sowie durch das Überprüfen der Nachverfolgbarkeit gezeigt wer-

Abb. 2, oben: System-Modell in Simulink. Abb. 3, unten: Screenshot des CADSystems (links) und des Mehrkörpersystems in Simscape Multibody (rechts).

Aktuelle Technik –7/2016

den. Eine automatisierte Dokumentation und eine bidirektionale Verlinkung von Modell und Code sowie Links zu den Anforderungen unterstützen den Review. Des Weiteren wird zur statischen Analyse des Codes im Hinblick auf Konformität zu Standards (e.g. MISRA C) und zum formalen Nachweis der Abwesenheit von Fehlern im Code (Division durch 0, Out-of-Range, …) die Werkzeuge Polyspace Bug Finder und Code Prover eingesetzt. Zusammenfassung Es wurde eine Vorgehensweise zum Erstellen von zertifizierten Codes nach IEC61508-3 für robotische Systeme diskutiert. Die Anwendung dieses Software-Entwicklungsprozesses führt zu einer höheren Software-Qualität, verminderten Entwicklungszeiten und zertifizierter Software mit weniger Aufwand. Darüber hinaus unterstützt die Modellierung der Algorithmen und Systeme und deren grafische Darstellung die technische Kommunikation sowie das Systemverständnis in Projekt-Teams. Modellbasierte Entwicklung hat das Potenzial, ein wichtiger Baustein für zukünftige Entwicklungen von kollaborierenden Robotern zu werden.

mathworks.ch


Industrie-Informatik Produkt-News 41

Neue microSD- und SD-Speicherkarten für IoT-Anwendungen Systronics bietet die neu präsentierten microSD- und SD-Karten aus der R1-Serie von Apacer. Die industriellen Flash-Speicherkarten wurden insbesondere für künftige IoT-Anwendungen ausgelegt. Die microSD- und SD-Karten sind speziell auf das grosse Aufkommen kleiner Files ausgelegt. Dank sorgfältig ausgewählten Flash-Bausteinen und dank der Apacer-eigenen Firmware erreichen die microSD- und SD-Karten eine hohe Anzahl Schreibzyklen (Wirte Endurance) und sind sehr langlebig. Industrielle Anwendungen für IoT gibt es viele, sei es im Transportwesen, in der Medizintechnik oder im Sicherheitsbereich. Unabhängig von der Branche ist die Apacer R-1-Serie ideal, um die zunehmenden Datenströme zu bewältigen und die Vorteile, die IoT bringt, zu nutzen. Die neuen micorSD- und SD-Karten sind mit einer aktuellen SD-3.0-Schnittstelle ausgerüstet. Sie sind in Speichergrössen von 1 bis 16 GB erhältlich. systronic.ch

Mehr Rechenleistung für Kleinsteuerung Mit der neuen Embedded-PC-Serie CX81xx steht im Kleinsteuerungsbereich deutlich mehr Rechenleistung als bisher zur Verfügung. Der CX8190 für Ethernet ist das erste Gerät der Reihe und damit auch die erste PC-basierte Steuerung im Buskoppler-Format für TwinCAT 3. Der 32-Bit-Prozessor ARM Cortex-A9 mit 600 MHz sorgt gegenüber der CX8000-Serie für die dreifache CPU-Leistung. Hinzu kommt ein mit 512 Mbyte RAM achtfacher Arbeitsspeicher. Der Embedded-PC CX8190 verfügt über einen Ethernet-Port und einen 2-Port-Switch für Realtime-Ethernet oder EAP (EtherCAT Automation Protocol). Als Betriebssystem kommt Windows Embedded Compact 7 zum Einsatz. Programmiert wird die Kleinsteuerung mit TwinCAT 3 über die Feldbusschnittstelle oder das zusätzliche Ethernet-Interface. Die Runtime-Basisfunktion ist TwinCAT 3 I/O. Optional können weitere TwinCAT-3-Supplements ergänzt werden. beckhoff.ch

Das Design digital unterstützter HF-MIMO-Systeme wird vereinfacht MathWorks vereinfacht die Entwicklung digital unterstützter HF-MIMO-Systeme durch neue Funktionen. Updates für RF Toolbox, SimRF und Antenna Toolbox in Release 2016a unterstützen Entwickler bei der Erstellung von HF-Simulationen, der Durchführung von HF-Leistungsbilanz-Analysen erster Ordnung mit fortschrittlichen Modellen sowie bei der Integration der HF-Designs in Simulationen auf Systemebene. Die Einführung von HF-Leistungsbilanz-Analysen in der RF-Toolbox hilft Entwicklern beim Entwurf von HF-Front-Ends. Entwickler können jetzt schnell ausführbare Spezifikationen des HF-Front-Ends erstellen und das Ergebnis des HF-Entwurfs in eine Simulation auf Systemebene integrieren. Antenna Toolbox unterstützt das Modellieren, Entwerfen, Analysieren und Visualisieren von realen Antennen und Antennen-Array. Entwickler können jetzt einen Entwurf erster Ordnung in MATLAB umsetzen und Informationen sowie eine entsprechende Automatisierung erhalten. mathworks.ch

Kundenspezifische Single Board Computer Die Embedded-Spezialistin Syslogic bietet industrietaugliche Single Board Computer (SBCs). Die neueste Generation der Syslogic SBCs verfügt über BayTrail-Prozessoren von Intel. Die von Syslogic selbst entwickelten Single Board Computer sind so konzipiert, dass kundenspezifische Anpassungen (Build-to-Order) bereits ab kleinen Stückzahlen möglich sind. Als Basis für kundenspezifische Anpassungen dient ein CPU-Board, das bereits in verschiedenen Box PCs und HMI-Systemen von Syslogic zum Einsatz kommt. Das Board verfügt standardmässig über CAN-, USB-, RS232- sowie RS485-Schnittstellen. Daraus lässt sich ein kundenspezifischer Single Board Computer ableiten, dem in puncto Schnittstellenbelegung fast keine Grenzen gesetzt sind. Mögliche Ergänzungen sind eine LVDS-Schnittstelle, ein Mini-PCI-Interface für eine Steckkartenerweiterung oder ein Funkmodul für LTE/UMTS/GSM. syslogic.com Aktuelle Technik –7/2016


Industrie-Informatik Top-Info 42

Westermo Data Communications GmbH

WeConfig jetzt mit weitreichenden CyberSecurity-Funktionen

Westermos-Management-Tool ermöglicht zudem eine schnelle und zuverlässige Netzwerk-Konfiguration, Inbetriebnahme und Wartung.

Die Version 1.4 des Netzwerk-Konfigurations- und -Management-Tools WeConfig kommt nun auch mit zahlreichen CyberSecurity-Features. © Westermo

Westermo hat die Version 1.4 seines Netzwerk-Konfigurations- und -ManagementTools veröffentlicht. Das jüngste WeConfig-Update erlaubt dem Anwender, durch die intuitive Handhabung nicht nur signifikant Zeit und Kosten bei der Konfiguration, Inbetriebnahme und Wartung eines industriellen Netzwerks zu sparen, sondern bietet ihm auch jede Menge Cyber-Security-Funktionalitäten. Dazu gehören Perimeterschutz, Netzwerk-Segmentierung, Intrusion Detection sowie ein leistungsstarker Spoofing-Schutz mit MAC-Adressfilter und die Konfiguration der IEEE802.1x-Port-Zugriffsauthentifizierung, die nun leicht implementiert und aufrechterhalten werden kann. Beides hilft, den unbefugten Zugriff auf das Netzwerk zu verhindern. Standardmässig kommen Switches mit vom Werk eingestellten Passwörtern und unsicheren Protokollen. Um das Netzwerk vor unbefugtem Eindringen zu sichern, ist es mit WeConfig 1.4 auch möglich, die Sicherheitsfunktionen von Switches erst zu scannen und dann zu härten. Standard-Passwörter lassen sich im Netzwerk jetzt gleichzeitig ändern und nicht genutzte Ports deaktivieren. Um Sicherheitsrisiken weiter zu minimieren, wird ausAktuelle Technik –7/2016

serdem Windows XP nicht mehr unterstützt. Zusammen mit den Firewall-Funktionalitäten des Westermo-Betriebssystem WeOS unterstützt WeConfig darüber hinaus Sicherheitskonfigurationen für Netzwerkschnittstellen, die industrielle Netzwerke vor Web-Attacken bewahren. Sie stellen sicher, dass ein Netzwerk voll funktionsfähig und geschützt bleibt. WeConfig 1.4 vereinfacht sowohl die Erstinstallation als auch die laufende Wartung mit Back-ups und Firmware-Upgrades einzelner oder mehrerer Westermo-Geräte in grossen Datenkommunikationsnetzwerken und beschert dem Anwender signifikante Zeitund Kosteneinsparungen. Eine sonst aufwendige Konfiguration ist zuverlässig in nur wenigen Minuten zu bewerkstelligen. Überwachung und Diagnose Zudem lässt sich WeConfig 1.4 auch als Überwachungs- und Diagnose-Tool verwenden. Netzwerkausfälle, Störungen einzelner Verbindungsstrecken oder Knotenpunkte können visualisiert und Diagnoseinformationen mit einem Klick auf eine Schaltfläche angezeigt werden. Zur SNMP-Trap-Logging-Funktion lassen sich statistische Daten, die in Westermo-Geräten gespeichert sind, auch

übersichtlich auf einem Monitor zu schnellen Diagnosezwecken anzeigen. Wichtige Informationen, einschliesslich des Port-Link-Status, Datenrate, Bytes, Signal-Rausch-Abstände bei SHDSL, Fehler, Broadcast-, Multicast- und Unicast-Zähler werden in einem einfachen Tabellenformat dargestellt. Durch die Möglichkeit, Projektdateien schnell zu integrieren oder Sicherungsdateien und Topologie-Informationen einfach speichern zu können, ist der Ingenieur in der Lage, verschiedene Netze problemlos zu überwachen und zu warten. So können beispielsweise Switches im Feld einfach ausgetauscht oder schnell wiederhergestellt werden. Installiert er ein neues Gerät im Netzwerk, wird es automatisch von WeConfig entdeckt. Die Konfigurationsdatei des «alten» Geräts kann dann einfach aus der Projektdatei hochgeladen und das Netz repariert werden. Westermo arbeitet laufend daran, einfach zu bedienende, industrielle Netzwerklösungen bereitzustellen. WeConfig wurde erstmals im Juni 2014 der Öffentlichkeit präsentiert und ist für WeOS-Anwender kostenlos erhältlich. westermo.ch


Industrie-Informatik Produkt-News 43

RS Components erweitert Produktdatenbank

Industrial Ethernet Switches für zuverlässige Kommunikation Mit Scalance XC-100 bringt Siemens eine neue Produktlinie kompakter Switches auf den Markt. Anwender können damit elektrische und optische Linien- und Sternstrukturen für maschinennahe Vernetzungen im Simatic-Umfeld aufbauen. Die Switches zeichnen sich durch eine Vielzahl an Ports und Anschlüssen, ein robustes Gehäuse, einen erweiterten Temperaturbereich von –40 bis +70 °C sowie die Zulassung für explosionsgeschützte Bereiche (ATEX Zone 2, IECEx) aus. Dadurch lassen sie sich flexibel in unterschiedlichsten, auch rauen Umgebungen einsetzen, beispielsweise im Serienmaschinenbau, Schiffbau, Transportwesen und in der Öl- und Gasindustrie. Anwender können beispielsweise Kommunikationsbaugruppen einer Serienmaschine mit einer Datenrate von bis zu 100 Mbit/s in ein Produktionsnetzwerk integrieren. Die Scalance XC-100-Geräte gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen mit bis zu 24-RJ45-Ports und zwei ST/BFOC. Verschiedene Anwendungen stehen zur Verfügung.

RS Components (RS), die Handelsmarke der Electrocomponents plc (LSE:ECM), der globale Distributor für Ingenieure und Techniker, hat seiner Produktdatenbibliothek (PDL) global in den letzten sechs Monaten etwa 605 000 Dokumente hinzugefügt. Wie der Distributor bekannt gibt, sollen Kunden dadurch noch bessere Möglichkeiten haben, um das optimale Produkt für ihre spezifischen Anwendungsanforderungen auszuwählen. Die ergänzenden Produktdaten erhöhen das Vertrauen von Ingenieuren, Technikern und Einkäufern darin, dass sie für ihre neuen Entwicklungen die richtige Produktauswahl und Einkaufsentscheidung getroffen haben. Darüber hinaus ermöglichen sie auch eine bessere Nutzung der Komponenten einer Reihe führender Hersteller, darunter APEM, FCI, ITW Switches, Kemet, Molex, Schurter, TE Connectivity, Vishay und Würth Elektronik. rsonline.ch

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siemens.ch

Erfahrung trifft Innovation inject 4.0 – so lautet die Antwort von Engel auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Auf der K 2016 vom 19. bis 26. Oktober in Düsseldorf präsentiert der Spritzgiessmaschinenbauer und Systemexperte mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, sein inject-4.0-Programm und schafft mit neuen Lösungen für die intelligente Steuerung und zukunftsweisende Instandhaltung einen zusätzlichen Mehrwert für seine Kunden. «be the first» – mit Engel auf der K 2016 in Halle 15, Stand C58. Die iQ-Software-Produkte von Engel analysieren kontinuierlich kritische Prozessparameter, um Abweichungen zu erkennen und auszugleichen, noch bevor Ausschuss entsteht. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzvolumen und die Viskosität über den gesamten Spritzgiessprozess, inklusive Nachdruckphase, konstant hält, ermittelt die Software iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die Schliesskraft kontinuierlich nachzuregeln. engelglobal.com

Geschlossene Roboterkette – leicht zu öffnen

Auch als fertig konfektioniertes Komplettsystem, inklusive Leitungen mit 36 Monaten Garantie triflex TRCF für höchste Anlagenverfügbarkeit  3-Kammersystem für dicke, steife Schläuche und viele Leitungen  Einfaches Aufklappen mit Schraubendreher  Kürz- oder verlängerbar  jetzt 25% höhere Zugbelastung  Baugrössen 65, 85, 100 Ø Video unter igus.ch/triflexTRCF ®

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Die Begriffe "igus, triflex, plastics for longer life" sind in der Bundesrepublik Deutschland und gegebenenfalls international markenrechtlich geschützt. Aktuelle Technik –7/2016


Komponenten / Halbleiter Swiss Technology Network 50

Power News

Mobile Notstromeinheit für Einsätze im Feld Gemeinsam mit der Kapo St. Gallen hat die Firma ESE Elektronik AG aus Oberrohrdorf eine mobile Stromversorgungsanlage in Modulbauweise entwickelt.

In der aktuellen Ausgabe von Power News präsentieren die Firmen ESE Elektronik AG aus Oberrohrdorf und Hy-Line AG aus Schaffhausen ihre neusten Produkte.

Die mobile Stromversorgungsanlage in Modulbauweise wurde von ESE in enger Zusammenarbeit mit der Kapo St. Gallen entwickelt. Durch die mobile Ausführung kann die Anlage jederzeit rasch an die notwendige Örtlichkeit verlegt werden. Das Spezielle dieser Anlage sind die mit interner Batterieanlage gepufferten Ausgangsleistungen – sowohl als 230 VACals auch für 48-VDC/24 VC-Endgeräte. Damit können alle Stromversorgungsanforderungen an den Endgeräten problemlos erfüllt werden, und ein unterbrechungsfreier Betrieb ohne Rebooten infolge Netzunterbruch ist gewährleistet. Die speziellen Herausforderungen dieser Anlage sind eine rüttelfeste Bauweise, die universellen Eingangsquellen, die verschiedenen Ausgangsspannungen und die hohe Anforderung an minimale Standby-Ströme sowie ein maximaler Wirkungsgrad. Der Aufbau und die Technik Die gesamte Anlage ist sehr kompakt in einem Anhänger mit Solarzellen auf dem Dach montiert. Die Anlage besteht aus einem Selector, womit diverse Eingänge prioritär programmiert werden können. So können zum Beispiel die Stromquellen in erster Priorität von den Solarzellen in der zweiten Priorität von einem Generator u. a. bestimmt werden. Damit werden alle möglichen Stromquellen optimal genutzt. Über das Power Management wird die interne Batterieanlage überwacht und geladen, und es

werden die maximal zulässigen Leistungen zugeteilt. Mit dem Controller werden die verschiedenen Eingangs- und Ausgangseinheiten überwacht und nach Zustand und Bedarf freigegeben. Mit der internen 48-Volt-Batteriepufferanlage aus wartungsfreien GEL-Batterien kann der Betrieb der Anlage etwa 4,5 Stunden aufrechterhalten werden. Bei Bedarf kann die Batterieanlage beliebig erweitert werden (maximaler Ladestrom der Batterie 25 Amp./1,2 kW) Die Anwendung Der Einsatz dieser Anlage ist für Einsatztruppen vorgesehen und stellt die Stromversorgung wichtiger Funk-Kommunikationsdaten und -Netzwerke im freien Gelände sicher. Besonders geeignet ist die Anlage bei Notfällen, grösseren Unfällen, Naturereignissen und Rettungsaktionen.

ese.ch Batterie gepufferte Notstromversorgung Eingang Solarzellen Eingang 230 VAC Generator

Eingang 48 VDC Batterieanlage Extern

Eingang 12/24 VAC Auto-Batterie

Selector / Controller

Offizielles Bulletin der Swiss T.Net-Sektion Industrielle Stromversorgung

Power Management Ladegerät Batterie

Interne Pufferbatterie

Inverter 230 VAC

Ausgang 230 VAC

DC / DC 48 VDC

Ausgang 48 VDC

DC / DC 138 VDC 13,8 VDC

Ausgang 13,8 VDC

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion Industrielle Stromversorgung

Aktuelle Technik –7/2016

Altrac AG 5436 Würenlos altrac.ch

EHS Elektrotechnik AG 8604 Volketswil ehs.ch

ESE Elektronik AG 5452 Oberrohrdorf ese.ch

Phoenix Contact AG 8317 Tagelswangen phoenixcontact.ch

Simpex Electronic AG 8622 Wetzikon simpex.ch

TDK-Lambda Germany GmbH Switzerland Sales Office 8305 Dietlikon | tdk-lambda.ch


Brennstoffzelle – zuverlässiger netzferner Strom Integrierte Brennstoffzellensysteme versorgen Geräte fern vom Netz wochen- und monatelang mit vor Ort hergestelltem Strom – ohne jeglichen Nutzereingriff.

Immer mehr Mess-, Überwachungs-, Kommunikations- oder Anzeigesysteme werden fern vom Netz eingesetzt. Oft übernehmen sie strategisch wichtige Aufgaben, ihr Funktionieren muss zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein. Bislang war die zuverlässige Stromversorgung solcher Anlagen ein logistischer Albtraum für die Betreiber. Schwere Batterien mussten häufig gewechselt werden, Solarmodule oder Dieselgeneratoren hatten ihre Einschränkungen. Dabei gibt es eine umweltfreundliche, wartungsfreie, leise und vor allem zuverlässige Alternative: Integrierte Brennstoffzellensysteme versorgen Geräte fern vom Netz wochen- und monatelang mit vor Ort hergestelltem Strom – ohne jeglichen Nutzereingriff.

luft. In der Reaktion an der Anode entstehen H+-Ionen und freie Elektronen sowie als Reaktionsprodukt CO₂. Die Protonen können die Membran durchqueren, die Elektronen müssen über einen angeschlossenen Stromkreis auf die Kathodenseite wandern und erzeugen dabei Strom. An der Kathode entsteht aus den H+-Ionen, dem Luftsauerstoff und den Elektronen Wasserdampf. Damit ist die EFOY-Brennstoffzelle sehr umweltfreundlich! Ein Teil des Dampfes wird der Anode in Form von Wasser für den Betrieb wieder bereitgestellt. Im Betrieb überwacht die Brennstoffzelle kontinuierlich den Ladezustand der Batterie, welche die Geräte mit Strom versorgt. Sobald die Batterieladung unter einen voreingestellten Wert sinkt, schaltet sich die Brennstoffzelle vollautomatisch ein und lädt die Batterie wieder auf. Die Batterie ist dadurch nicht nur jederDas Stromerzeugungsprinzip Die SFC-Brennstoffzelle wandelt chemische zeit geladen, sie hält auch länger, denn die Energie aus Methanol-Alkohol zusammen Brennstoffzelle schützt sie nicht nur vor mit Sauerstoff aus der Luft direkt in elektri- schädlicher Tiefentladung, sondern durch sche Energie um, ohne Zwischenschritte und die im Prozess erzeugte Abwärme auch vor Frost in kalten Wetterperioden. Die Stromohne bewegte Teile. Das Strom erzeugende Herzstück der produktion funktioniert bei jedem Wetter, zu EFOY-Brennstoffzellen ist der Stack. Er be- jeder Jahreszeit, in jedem Terrain. Die hohe steht aus einzelnen Zellen, die jeweils aus Zuverlässigkeit reduziert Logistik- und BeAnode, Kathode und einer Membran aufge- treiberkosten und verhindert Ausfallzeiten baut sind. Durch die Membran können positiv der zu versorgenden Geräte. geladene elektrische Teilchen, die Protonen, diffundieren. Auf der Seite der Anode werden Wasser und Methanol zugeführt, auf der Seite hy-line.ch/brennstoffzellen der Kathode Sauerstoff aus der Umgebungs-

Präsident: Thomas Fischer, Simpex Electronic AG Exista AG 8320 Fehraltorf exista.ch

Fabrimex AG 8608 Bubikon fabrimex.ch

Traco Electronic AG 6340 Baar tracopower.com

Trenew Electronic AG 8630 Rüti trenew.ch

HY-LINE AG 8200 Schaffhausen hy-line.ch

Vorstand: Roger Weber, Exista AG Daniel Kälin, Trenew Electronic AG

Aktuelle Technik –7/2016


Komponenten/Halbleiter Produkt-News 46

Mit zeitsparender Push-in-Technik

Medizinische Tischnetzteile von 90 bis 220 Watt Leistung Mean Well hat ihre Class-II-Medizin-Adapter von 6 bis 220 Watt Leistung eingeführt. Diese grünen Adapter mit Medizinzulassung entsprechen den Energienormen nach EISA 2007/DoE Level VI. Um den Anforderungen in Class-I (Erdanschluss-)Applikationen gerecht zu werden, hat Mean Well die medizinische Tischnetzteilserie GSM mit 4 Versionen (GSM90A/120A/160A/220A; 90/120/160/220 Watt) vervollständigt. Diese Netzteile erfüllen die medizinischen Sicherheitsnormen nach IEC60601-1-3rd-edition/2x MOPP (Means of Patient Protection-)Isolationsstufe. Mit winzigem Kriechstrom von weniger als 100 µA und kleinem Leerlaufstrom von nur 0,15 Watt sowie einem Wirkungsgrad von bis zu 94,5 % gehören diese Adapter zu den Top-Produkten. Diese hervorragenden Adapter finden Einsatz bei medizinischen Geräten, die einen tiefen Kriechstrom oder auch tiefen Leerlaufstromverbrauch fordern; wie z. B. mobile klinische Arbeitsplätze, medizinische Prüfgeräte oder Spitalbetten.

Für die Steck- und Printrelais der Serien 40, 46 und 55 bietet Finder Relaisfassungen an, damit diese Bauteile auch für Hutschieneninstallationen einsetzbar sind. Die Spezialisten für Schalt-, Zeit- und Überwachungsrelais haben die Relaisfassungen einem Re-Design unterzogen. Optimierte Gehäuseformen, neue Brückmöglichkeiten und die Anschlusstechnik mit Push-in-Klemmen sorgen in den neuen Serien 94, 95 und 97 dafür, dass sich die Relaissockel komfortabler installieren lassen. Push-in-Klemmen bringen sowohl echten Zeitgewinn beim Anschluss starrer oder mit Aderendhülsen versehener flexibler Leitungen als auch eine höhere Sicherheit bei Vibrationen. Zusätzlich ergänzt Finder die Anschlussklemmen mit Öffnungen für die Prüfspitzen von Messgeräten. Die Relaisfassungen der Serien 94, 95 und 97 sind in Höhe und Tiefe gleich. So lassen sich die Fassungen auf der DIN-Hutschiene einfach über Kammbrücken zu kompletten Funktionseinheiten lückenlos verbinden. finder-relais.ch

simpex.ch

CEE-Stecker-Filter für 1- und 3-Phasen-Anwendungen

Neue effiziente 350-W-Netzteile Unter der Bezeichnung CUS350M bringt die TDK Corporation eine neue Einbau-Netzteilreihe mit 350 W Nennausgangsleistung bei Konvektionskühlung heraus, die sowohl die Medizin- als auch die ITE-Zulassung hat (IEC 60601-1, IEC 60950-1). Da sie ohne Zwangsbelüftung auskommen, sind die Netzteile besonders interessant für Anwendungen, bei denen Lüftergeräusche unerwünscht sind, etwa in Krankenhäusern, im Dentalbereich sowie in Rundfunk- und professionellen Audio-Anwendungen. Die Netzteile arbeiten mit 85-264V-AC-Eingangsspannung, sind mit 12, 18, 24 oder 48 V DC Nennausgangsspannung verfügbar und haben einen Leerlaufverbrauch von < 0,5 W. Mit ihrem hohen Wirkungsgrad von bis zu 94 % übertreffen sie die Forderung der ErP-Richtlinie nach einem durchschnittlichen Nennwirkungsgrad von über 87 % und ersparen ihrer Umgebung wie auch sich selbst einiges an Verlustwärme. Die Geräte sind bei Umgebungstemperaturen zwischen –20° C und +40° C mit voller Nennlast belastbar und bis +70° C mit Derating. tdk-lambda.ch Aktuelle Technik –7/2016

Mit langjähriger Erfahrung mit Gerätesteckern und EMV erweitert Schurter das Segment der Gerätesteckerfilter mit der Einführung der FMAB- und FMAD-CEE-Steckerfilter. Diese ersten Filter mit CEE-Stecker sind geeignet für 1- und 3-Phasen-Anwendungen in der Industrie oder für Stromverteilsysteme. Das integrierte Filter optimiert die Dämpfung von leitungsgeführten Störungen, indem die Kabelverbindung zwischen Stecker und Filter wegfällt. Die CEE-Stecker entsprechen der Norm IEC 60309 und werden weltweit für Anwendungen in der Industrie oder für die Stromverteilung benutzt. Die 1- und 3-PhasenStecker werden für Geräte oder Anlagen mit abnehmbarem Netzkabel verwendet. Die neue FMAB-CEE-Serie ist für 1-Phasen- und die FMADCEE-Serie für 3-Phasen-AC-Anwendungen mit Nennströmen von 16 bis 32 A geeignet. Die Filter besitzen ein geschlossenes Metallgehäuse mit einem Flansch für Front- oder rückseitige Montage. schurter.ch


Komponenten/Halbleiter Produkt-News 47

Verkürzter Verriegelungsgriff für den Verteilereinbau

Flacher Printtransformator mit UL, C-UL sowie ENEC Die flachen Printtransformatoren der Baureihe FL weisen die Prüfzeichen UL, C-UL sowie ENEC10 (VDE) auf. Die minimale Baugrösse bei hoher Leistung, geringe Bauhöhe sowie ein Spulenkörper in 2-Kammer-Technik sind weitere Merkmale dieser Baureihe. Sie können als Trennund Sicherheitstransformator zur sicheren elektrischen Trennung der Ein- und Ausgangsseite eingesetzt werden. Es werden Leistungen von 2 bis 52 VA mit verschiedenen Sekundärspannungen angeboten. Je nach Modell können Umgebungstemperaturen bis +70° C eingehalten werden. Kundenspezifische Lösungen können entwickelt und hergestellt werden.

Für Bodeneinbauschalter der Produktreihen H200, B200, P200, M200 und T200 hat Sälzer Electric einen verkürzten Griff für den Verteilereinbau entwickelt: den L-Griff, der jetzt als offizielle Bauform verfügbar ist. Die Verkürzung des Bedienelements entsprechend dem Mass für Installationsverteiler (45 mm) ist in solchen Anwendungsfällen entscheidend, in denen der Griff nicht über die Installationsverteilerkappe herausragen darf. Der L-Griff orientiert sich gestalterisch und funktionell am bewährten V-Griff. – Mögliche Farbvarianten: Schwarz bzw. Rot – Max. Anzahl Vorhängeschlösser: 2 – Bügeldurchmesser Schloss: 3 mm (min.)/5 mm (max.) ehs.ch

pgtrafo.ch

Medizinische Schaltnetzteile Neue 40 und 65 Watt Modelle, höchst kompakt und effizient , im Metallgehäuse oder Open-Frame.

Reliable. Available. Now.

tracopower.com

Aktuelle Technik –7/2016


Messtechnik/Sensorik Swiss Technology Network 48

Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion Sensoren

Sensoren News

In der aktuellen Ausgabe der Sensoren News präsentiert die Firma Schmersal (Schweiz) AG in Arni ihre neuesten Produkte.

Sicherheitsgerichtete Signale flexibler auswerten

Bild 1: Mit insgesamt acht Varianten deckt die neue Baureihe der Sicherheitsrelais-Bausteine SRB-E von Schmersal ein breites Anwendungsspektrum ab.

Auch etablierte Technologien bieten Innovationspotenziale. Dies belegt die neue Baureihe der Sicherheitsrelais-Bausteine von Schmersal, die neue Dynamik in die bewährte Technik zur Auswertung von Sicherheitssignalen bringt.

Bild 2 (links): Bei den SRB-E-Bausteinen erlauben zwei Drehschalter die Funktionseinstellung (bis zu elf stehen je Modul zur Auswahl) und die Einstellung weiterer Parameter wie der Abfallverzögerungszeit.

Thomas Rühl, Produktmanager Sicherheitstechnik bei Schmersal – Wenn es um die Auswertung von sicherheitsgerichteten Signalen geht, hat der Elektrokonstrukteur grosse Auswahlmöglichkeiten: Er kann die Vorteile der programmierbaren Elektronik nutzen und eine Sicherheitssteuerung, wie Schmersal sie beispielsweise mit seinem Protect-PSC1-System anbietet, verwenden. Damit sind wiederum verschiedene Konzepte wie «Safety integrated» oder «Safety separated» realisierbar. Ebenso ist der Einsatz einer Sicherheitskompaktsteuerung möglich, zum Beispiel der Protect-Select-Serie, die sich durch Parametrierung an die individuellen Anforderungen anpassen lässt. Beide Optionen

Bild 3 (rechts): Die steckbare und codierte Anschlusstechnik und die einfache Identifikation der SRB-E-Bausteine über BMK erleichtern die Installation.

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion Sensoren Präsident: Marc Waltisperger, Pepperl+Fuchs AG Vorstand: Claudio Masoch, Sick AG Willy Bauer, Panasonic AG Marcel Dousse, Balluff AG Hans Schwarz, Baumer Electric AG

Bachofen AG 8610 Uster bachofen.ch

Balluff Sensortechnik AG 8953 Dietikon balluff.com

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld baumer.com

Contrinex Schweiz 6314 Unterägeri contrinex.ch

Leuze electronic AG 8306 Brüttisellen leuze.ch

Micro-Epsilon (Swiss) AG 9300 Wittenbach micro-epsilon.ch

OMRON Electronics AG 6343 Rotkreuz omron.ch

Panasonic Electric Works Schweiz AG 6343 Rotkreuz panasonic-electric-works.ch

Aktuelle Technik –7/2016


werden immer häufiger genutzt. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass die über Jahrzehnte vorherrschende Lösung nicht mehr gefragt oder in ihrer Existenz gefährdet ist. Im Gegenteil: Der Sicherheitsrelais-Baustein ist in vielen Anwendungsfällen nach wie vor die beste Wahl. Diese bewährten Sicherheitskomponenten sind kompakt gebaut und lassen sich deshalb gut in den Schaltschrank integrieren. Sie erreichen ein hohes Sicherheitsniveau, und dem Elektrokonstrukteur steht eine Vielfalt von Varianten für unterschiedliche Sicherheitsschaltgeräte und Aufgaben zur Verfügung. Last, but not least ist der Sicherheitsrelais-Baustein bei kleinen Maschinen, zum Beispiel mit einer Schutztür plus Not-Halt-Funktion, die kostengünstigste Lösung. Produktvielfalt als Nachteil Das Produktsortiment der einschlägigen Hersteller ist über die Jahre stetig gewachsen: Das aktuelle Protect-SRB-Programm von Schmersal umfasst mehr als 50 Schutztürwächter, Sicherheitsbausteine für Not-Halt usw. sowie Sonderbauformen. Das heisst auf der einen Seite, dass es für (fast) jede Anwendung einen geeigneten Sicherheits-Baustein gibt. Auf der anderen Seite aber hat diese Vielfalt aus Anwendersicht den Nachteil, dass je nach konkreter Aufgabe unterschiedliche Relais-Bausteine ausgewählt, geordert, vorgehalten, eingebaut und angeschlossen werden müssen. Bei der Entwicklung der neuen Protect-SRB-E-Baureihe hatte es sich Schmersal zum Ziel gesetzt, den Vorteil des breiten Anwendungsspektrums zu erhalten, ohne den Nachteil der vielen Produktvarianten und deren Bevorratung in Kauf nehmen zu müssen. Das Ergebnis: Das SRB-E-Programm mit acht Varianten (Bild 1), wobei jede Variante gleich mehrere Dutzend bestehender SRB-Bausteine ersetzt.

Möglich wird das vor allem durch die Konfigurierbarkeit der Bausteine: Über einen Drehschalter als leicht zu handhabendes Bedienelement kann der Anwender bis zu elf Anwendungen auswählen (Bild 2) – ein Feature, das in der Maschinensicherheit beispielsweise von den Sicherheitskompaktsteuerungen Protect Select bekannt ist.

Sicherheitsausgänge vergehen weniger als 10 ms. Dabei wird ein hohes Mass an Transparenz gewährleistet: Der Bediener erhält über LED-Anzeigen detaillierte Diagnoseund Status-Meldungen.

Neues Gehäuse vereinfacht Installation Für die neue Baureihe haben die Schmersal-Konstrukteure ein Gehäuse in einheitliNeue Produktfamilie deckt eine Vielzahl cher Baubreite von 22,5 mm entwickelt. Zu von Anwendungsprofilen ab seinen wesentlichen Eigenschaften gehört Auf diese Weise kann die SRB-E-Familie mit eine plombierbare transparente Frontplattenihren acht Modellen eine Vielzahl von mög- abdeckung, um vorgenommene Funktionslichen Anwendungsprofilen abdecken. Die einstellungen sichern zu können. Bausteine eignen sich deshalb zur ÜberwaDie steckbare und codierte Anschlusstechchung aller gängigen elektromechanischen nik und die einfache Identifikation der Bauund elektronischen Sicherheitsschalter und steine über BMK (Bild 3) erleichtern die In-zuhaltungen sowie Sicherheitssensoren und stallation und gewährleistet eine schnelle optoelektronischen Schutzeinrichtungen Zuordnung des elektrischen Betriebsmit(AOPD). Alle Geräteausführungen können in tels bei Wartungsarbeiten oder auch bei der Anwendungen bis Kategorie 4/PL e nach DIN Fehlersuche. Ausserdem verfügen die neuen EN ISO 13849-1 sowie SIL3 nach DIN EN 62061 Bausteine über bis zu zehn sichere Eingänge (VDE 0113-50) bzw. DIN EN 61508 (VDE 0803) und fünf sichere Ausgänge. Betriebsmässige eingesetzt werden. Die reduzierte Anzahl der Signale zum Beispiel für Diagnosezwecke Versionen sowie eine produktbegleitende können über bis zu vier Meldeausgänge weiübersichtliche Darstellung der acht Varian- tergegeben werden. ten mit ihren jeweiligen Funktionen macht es für den Maschinenhersteller einfacher, den Fazit: Verschiebung der Einsatzgrenzen passenden Baustein für seine individuelle Mit diesem Eigenschaftsprofil vereinfachen Anwendung auszuwählen. die neuen Protect-SRB-E-Modelle die Anwendung von Sicherheitsrelais-Bausteinen. Vielfältige Parametrierfunktionen, Zugleich erweitern sie deren Einsatzmögkurze Ansprechzeiten lichkeiten in Bereichen, in denen besondere Zu den zusätzlichen Wahlmöglichkeiten, die Flexibilität gefordert ist. das Protect-SRB-E-System dem Anwender Damit sind sie immer dann eine echte Albietet, gehören unter anderem die Kontakt- ternative zu Sicherheits(kompakt)steuerunkonfiguration der Sicherheitssensoren, eine gen, wenn überschaubare SicherheitsaufgaKaskadierung über sichere Eingänge, die Wahl ben vorliegen, zum Beispiel bei kompakten zwischen Stopp-Kategorie 0 und 1 sowie eine Maschinen mit einer Schutztür und einer ein- oder zweikanalige Signalauswertung. Not-Halt-Funktion. Alle Protect-SRB-E-Varianten zeichnen sich durch kurze Ansprechzeiten im Anforderungsfall aus: Von der Anforderung der Schutzeinrichtung bis zum Abschalten der schmersal.ch

Euchner AG 7320 Sargans euchner.ch

Hamamatsu Photonics 4500 Solothurn hamamatsu.ch

Heidenhain (Schweiz) AG 8603 Schwerzenbach heidenhain.ch

ID-Systems AG 2557 Studen idsystems.ch

Pepperl+Fuchs AG 2557 Studen BE pepperl-fuchs.com

Schmersal Schweiz AG 8905 Arni schmersal.ch

Sick AG 6370 Stans sick.ch

SNT Sensortechnik AG 8180 Bülach sntag.ch Aktuelle Technik –7/2016

ifm electronic ag 4624 Härkingen ifm.com


Fabrimex-Systems AG

ERTECH Elektronik AG

EME AG

EHS Elektrotechnik AG

Eaton Industries II GmbH

E+E Elektronik GmbH

Dynatime SA

Contrinex Schweiz AG

Conrad Electronic AG

Baumer Electric AG

Compar AG

Balluff Sensortechnik AG

Carl Geisser AG

Aroflex AG

Camille Bauer Metrawatt AG

ABM Elektronik GmbH

Bronkhorst (Schweiz) AG

A-Systemtechnik GmbH

Messtechnik/Sensorik Marktübersicht – Sensoren 50

OPTISCHE SENSOREN Lichtschranke Lichtgitter Laser-Distanzsensor/Scanner

Farbsensor

Barcodeleser

Kamera/Bildverarbeitung

Kapazitiver Näherungsschalter

Ultraschall-Näherungsschalter

POSITIONSSENSOREN •

Mechanischer Schalter

Schalter mit Gegenmagnet •

Optischer Näherungsschalter

Induktiver Näherungsschalter

SENSOREN FÜR PHYSIKALISCHE GRÖSSEN •

Füllstandsensor

Duchflussmesser •

Druckmesser

Leitfähigkeitssensor Ph-Sensor Temperatursensor

Feuchtesensor

Kraftsensor •

Beschleunigungssensor

Wegaufnehmer

Winkelsensor/Drehgeber

EXGESCHÜTZE SENSOREN

RFID-SENSOREN

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Drehmomentsensor

Aktuelle Technik –7/2016

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Magnet-Schultz GmbH + Co. KG

M. Geyer Technische Produkte

LTN Precision Products GmbH

Leuze electronic AG

Keller AG für Druckmesstechnik

Interstar AG

Ingenieurbüro Dollenmeier GmbH

ifm electronic ag

• ID-Systems AG

Hoffmann + Krippner Schweiz GmbH

Heidenhain (Schweiz) AG

Hamamatsu Photonics

Grubatec AG

Fujifilm (Switzerland) AG

First Sensor A

Festo AG

Fahrer AG

Messtechnik/Sensorik Marktübersicht – Sensoren 51

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Aktuelle Technik –7/2016


Pilz Industrieelektronik GmbH

RS Components GmbH

Rotronic AG

Ringspann AG

Pepperl + Fuchs AG

Pfeiffer Vacuum GmbH

Panasonic Electric Works

Pewatron AG

Omron Electronics AG

NBN Elektronik AG

Omni Ray AG

Novotechnik Messwertaufnehmr OHG

MTS Messtechnik Schaffhausen GmbH

Microprécision Electronics SA

Micro-Epsilon (Swiss) AG

MEET Electronics Ltd.

Mattle Industrieprodukte AG

Manometer AG

Messtechnik/Sensorik Marktübersicht – Sensoren 52

OPTISCHE SENSOREN Lichtschranke

Lichtgitter

Laser-Distanzsensor/Scanner

Farbsensor Barcodeleser

Kamera/Bildverarbeitung

POSITIONSSENSOREN Mechanischer Schalter

Schalter mit Gegenmagnet

Optischer Näherungsschalter

Induktiver Näherungsschalter

Kapazitiver Näherungsschalter

Ultraschall-Näherungsschalter

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SENSOREN FÜR PHYSIKALISCHE GRÖSSEN Füllstandsensor

Duchflussmesser

Druckmesser

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Leitfähigkeitssensor

Ph-Sensor

Temperatursensor

Feuchtesensor

Kraftsensor

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Beschleunigungssensor • •

Winkelsensor/Drehgeber Drehmomentsensor •

EXGESCHÜTZE SENSOREN

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RFID-SENSOREN Aktuelle Technik –7/2016

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Wegaufnehmer

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Schneider Electric (Schweiz) AG

Spälti AG Rolf Muri AG

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Wieland Electric AG

Werap Wicklerei AG

TTI, Inc.

Transmetra GmbH

Trafag AG

Telma AG

T&D Corporation

Stemmer Imaging GmbH

StandexMeder Electronics GmbH

SMC Pneumatik AG

SIKA Dr. Siebert & Kühn GmbH & Co. KG

Sick AG

Sibalco AG

Sensirion AG

Schmersal Schweiz AG

Messtechnik/Sensorik Marktübersicht – Sensoren 53

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Aktuelle Technik –7/2016


Messtechnik/Sensorik Feuchtemessung 54

Die Feuchte im Griff Offene Kamine und Kachelöfen sind beliebt. Damit der Heizwert stimmt, darf das Brennholz nicht zu viel Wasser enthalten. Handliche Geräte ermöglichen eine Kontrolle.

Damit die Schadstoffbelastung von Holzöfen nicht zu hoch wird und sich der Heizwert des Holzes maximal ausschöpfen lässt, muss der Wasseranteil ausreichend gering sein. Vorgegeben sind für Brennholz 15 bis 20 Prozent Feuchtigkeitsanteil.

Aktuelle Technik –7/2016

Michael Vogel – Holz gilt als nachhaltiger Brennstoff. Daher bullert in immer mehr Privathäusern in den Wintermonaten ein Holzofen, zumindest als Zusatzheizung. Laut dem Bundesamt für Energie belief sich die Zahl der Holzfeuerungen in der Schweiz zum Ende des Jahres 2014 auf gut 600 000 Anlagen. Damit ein solcher Ofen trotz prinzipiell guter CO₂-Bilanz nicht doch zur Dreckschleuder wird und unnötig viel Staub und Kohlenmonoxid erzeugt, darf das Brennholz nicht zu feucht sein. Nicht nur Holzhändler messen die Feuchte des Brennstoffs – zunehmend findet man entsprechende Messgeräte, die es bereits für relativ wenig Geld gibt, auch in Privathaushalten: Sei es, um die Angaben des Händlers zu überprüfen, oder sei es, um die Feuchte des selbst geschlagenen Holzes zu kontrollieren. Brennholz soll eine Feuchte von höchstens 15 Prozent bis 20 Prozent haben. Liegt sie darüber, sinkt der Heizwert, also die maximal nutzbare Wärmemenge. Zum Beispiel hat Holz mit einer Feuchte von elf Prozent einen doppelt so hohen Heizwert wie Holz mit 100 Prozent Feuchte. Es lohnt sich also, Brennholz mit niedriger Feuchte zu verwenden. Aus physikalischer Sicht lässt sich Holz als sogenanntes kapillarporöses System beschreiben: Damit der Stamm eines Baums nährstoffhaltiges Wasser von den Wurzeln zu den Zweigen transportieren kann, enthält er viele Hohlräume. Sie entstehen durch tote Zellen, die mehr oder weniger hohl sind. Holz enthält also sowohl in den Zellwänden als auch zwischen den Zellen viele Poren auf ganz un-

terschiedlichen Grössenskalen. Dies erklärt die Fähigkeit von Holz, sehr grosse Wassermengen aufnehmen und wieder abgeben zu können. Bis zu einem Feuchtegehalt zwischen 25 Prozent und 35 Prozent nehmen die Zellwände das Wasser aus der Luft durch Sorption auf. Man spricht vom sogenannten Fasersättigungsbereich oder Fasersättigungspunkt, weil die Poren der Zellwände dann kein weiteres Wasser mehr aufnehmen können. Der Feuchteanteil, bei dem dies gerade eintritt, hängt von der Holzart ab. Darüber hinaus kann Holz jedoch noch mehr Wasser durch Kapillarwirkung aufnehmen und in die Hohlräume zwischen den Zellen einlagern. Widerstandsmessung Durch die Wasseraufnahme sinkt der elektrische Widerstand von Holz deutlich, weil Wasser – genauer: Regenwasser – der bessere elektrische Leiter ist. Diese Eigenschaft erlaubt eine zerstörungsfreie, rasche Messung der Holzfeuchte. Die Widerstandsmessung erfolgt über zwei spitze Elektroden, die bei den handelsüblichen Geräten wenige Zentimeter Abstand voneinander haben und ins Holz eingedrückt werden. Das Feuchtemessgerät erfasst dann eine elektrische Spannung und gleicht sie mit einer hinterlegten Kennlinie ab, um schliesslich direkt die Holzfeuchte anzuzeigen. In höherwertigen Geräten sind Kennlinien für verschiedene Holzarten hinterlegt; solche Geräte ermöglichen zum Teil auch eine Korrektur in Bezug auf die aktuelle Temperatur, denn diese hat ebenfalls Einfluss auf die Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes – und auf den spezifischen Widerstand. Das Verfahren funktioniert natürlich nur in dem Bereich zuverlässig, in dem zwischen Holzfeuchte und elektrischem Widerstand ein für die Messung nutzbarer Zusammenhang besteht, der Messfehler also nicht zu gross wird. Dieser Bereich liegt bei Holz zwischen etwa sechs Prozent Feuchte und dem Fasersättigungsbereich – Brennholz mit seinen 15 bis 20 Prozent Feuchte liegt also mittendrin. Oberhalb des Fasersättigungsbereichs ändert sich der elektrische Widerstand dagegen nur noch wenig, weil der relative Massenanteil des Holzes gegenüber dem des Wassers für den spezifischen Widerstand immer weniger ins Gewicht fällt. Andererseits steigt unterhalb von etwa sechs Prozent Feuchte der Widerstand drastisch an, weil Holz dann ein immer besserer Isolator wird. In beiden Extrembereichen ist daher die Holzfeuchte anhand der Leitfähigkeit nur noch ungenau oder gar nicht mehr zu messen. So sinkt zum Beispiel der spezifische


Messtechnik/Sensorik Feuchtemessung 55

Widerstand von Kieferholz bei einer Feuchte von sieben Prozent um vier Grössenordnungen im Vergleich zu absolut trockenem Holz. Und bei 20 Prozent Feuchte geht der spezifische Widerstand nochmals um drei Grössenordnungen zurück. Die Widerstandsmessung hat eine weitere Tücke, denn sie erfasst mit den Elektroden nur die Feuchte der äusseren Holzschichten, die natürlich oft geringer ausfällt als in der Mitte des Scheits. Daher beschreiben Normen, wo und wie eine Holzfeuchtemessung streng genommen zu erfolgen hat: mehrfach, an verschiedenen Punkten, nicht an den Stirnseiten und nur an wenigen Zentimeter dicken Scheiten. Kaminfeger, die auch mit der Kontrolle der Holzfeuchte beauftragt sind, haben teilweise Widerstandsmessgeräte mit Einschlagelektroden, um die Feuchte auch in der Tiefe des Scheits kontrollieren zu können. Die Elektroden sind dann natürlich mit Ausnahme der Spitzen isoliert.

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Beim Mikrowellenmessverfahren dagegen macht man sich zunutze, dass Wasser in diesem Spektralbereich stark absorbiert. Das Messgerät sendet also Mikrowellenstrahlung aus und erfasst anschliessend den am Holz reflektierten Anteil. Enthält das Holz viel Wasser, fällt das reflektierte Signal geringer aus als bei trockenem Holz. Häufig sind Streufeld- und Mikrowellen-Feuchtemessgeräte nicht nur auf die Messung von Holz, sondern auch auf die Messung anderer Baumaterialien ausgelegt. Zudem bewegen sich solche Geräte für gewöhnlich in einem anderen Preisbereich als einfachere Widerstandsmessgeräte. Daher sind sie in Privathaushalten auch eher selten anzutreffen.

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Holzfeuchtemessgeräte ermöglichen die Kontrolle des Wasseranteils. Da sich der spezifische Widerstand von Holz mit zunehmendem Wasseranteil drastisch verändert, lässt sich mit einer Spannungsmessung die Feuchte bestimmen.

Streufeldverfahren und Mikrowellenmessung Für die Holzfeuchtemessung gibt es noch weitere Verfahren, von denen besonders zwei bei Sachverständigen und in der Holzverarbeitung eine Rolle spielen: Es sind dies das Streufeldverfahren und die Mikrowellenmessung. Beim Streufeldverfahren, auch kapazitive oder dielektrische Messung genannt, wird eine mehrteilige Metallfeder auf das Holz aufgesetzt. Die Metallfeder bildet einen Kondensator, dessen Elektroden sich allerdings nicht parallel gegenüberstehen, sondern auf einer Linie nebeneinanderliegen. Der Kondensator ist sozusagen «aufgeklappt». Während der Messung liegt eine Wechselspannung am Kondensator an, so dass sich zwischen den Elektroden ein elektrisches Feld ausbildet, das als Streufeld bezeichnet wird. Seine Feldlinien verlaufen durch das Holz, das als Dielektrikum fungiert. Die Dielektrizitätszahl von Wasser liegt in der Grössenordnung von 80, die von absolut trockenem Holz dagegen ist sortenabhängig um den Faktor 20 bis 40 geringer. Auf jeden Fall unterscheiden sich die beiden Dielektrizitätszahlen also deutlich. Die gemessene Spannung ändert sich daher mit dem unterschiedlichen Feuchtegehalt des Holzes. So ist die Dielektrizitätszahl von zum Beispiel Fichte bei 30 Prozent Feuchte doppelt so hoch wie bei absolut trockenem Holz. Anhand der im Gerät hinterlegten Kennlinien für verschiedene Holzarten ergibt sich aus dem Spannungswert der Feuchtegehalt. Nach Herstellerangaben beträgt die Eindringtiefe des elektrischen Feldes ins Holz einige Zentimeter.

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Aktuelle Technik –7/2016

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Messtechnik/Sensorik Produktübersicht – Durchflussmesser 56

Anbieter Homepage Produktname Einsatzschwerpunkt Durchflussbereich (m3/h) Genauigkeit der Messung Zulässiger Mediendruck (bar) Zulässige Medientemperatur Rohrdurchmesser DN Schutzart Messumformer Speisung (V) Ausgangssignal Schnittstellen Integrierte Logik Vor-/Rücklaufmessung Messung in teilgefüllten Rohren Dampf/Flüssigkeit/Gas/Feststoff Werkstoffe Aussen Messumformer Medienberührt Elektrodenmaterial Ex-Schutz Vor-Ort-Display Prüfungen und Zulassungen

Conrad Electronic AG biz-conrad.ch Durchflusstransmitter Typ 8045 Durchfluss.Msg., Schutz, Steuerung Unterschiedlich, je nach Fitting +/–0,5 % 10–16 PN –10 bis +60 °C DN 06 bis DN 400 IP 65 18–36 VDC 4–20 mA Puls-, 2 Relais-, Analog-Ausg. – Vor/rück Nein Nein/ja/nein/ja

EHS Elektrotechnik AG ehs.ch OMNI-FIS Industrielle Durchflussmessung 1 bis 8 m/s +/–5 % vom Messwert Max. 25 bar –25 bis +150 °C DN 25 bis DN 150 (400) IP 67 10–30 VDC 4–20 mA/0–10 V Transistor Push/Pull Über Parameter Vor/– Nein –/ja/–/nein

Endress+Hauser ch.endress.com Promag Durchflussmessung 0.004 bis 110000 +/–0,2 % vom Messwert Bis PN 40 –40 bis 180 °C DN 02 bis DN 2400 IP 67 100–240 VAC, 24 VAC/DC 4–20 mA, Impuls/Frequenz/Schalter Profibus, Modbus, Ethernet/IP Über Parameter Vor-/Rücklaufmessung Nein –/ja/–/ja

ifm electronic ag ifm.com/ch efector mif Durchflussmessung, Pumpenschutz 0,1 bis 900 l/min 0,5 % Messendwert 16 bar –10 bis 70 °C DN 15 bis DN 200 IP 67 19 bis 30 DC 4,20 mA/0–10 Volt – Über Parameter/über IO-Link Vor Ja –/ja/ja/–

NBR PVDF Edelst. 1.4404/316Loder AlloyC22 Je nach Fitting – Ja/digital FDA + div. EN 61xxx und 60xxx

Edelstahl 1.4435 – – PP/1.4305 nein LCD CE-konform

Aluminium, Edelstahl Aluminium, Edelstahl PFA, PTFE, PU, Hartgummi SS316L/Alloy/Tantal/Titan ATEX, FM, CSA, NEPSI, TIIS Ja/LCD ISO/IEC 17025, OIML R49, KTW, ACS

V4A – V4A/PEEK – Nein Ja IEC 68-2-27, IEC 68-2-6

Anbieter Homepage Produktname Einsatzschwerpunkt Durchflussbereich (m3/h) Genauigkeit der Messung Zulässiger Mediendruck (bar) Zulässige Medientemperatur Rohrdurchmesser DN Schutzart Messumformer Speisung (V) Ausgangssignal Schnittstellen Integrierte Logik Vor-/Rücklaufmessung Messung in teilgefüllten Rohren Dampf/Flüssigkeit/Gas/Feststoff Werkstoffe Aussen Messumformer Medienberührt Elektrodenmaterial Ex-Schutz Vor-Ort-Display Prüfungen und Zulassungen

Kobold Instruments AG kobold.com MIK Durchflussmessung, -überwachung 0,01–0,5 bis 35–700 l/min +/–2 % v. ME 10 bar 80 °C ½" bis 2¾" IP 65 24 VDC 4–20 mA, PNP, Relais – – Vor/– Nein –/ja/–/–

Sika Dr. Siebert & Kühn GmbH sika.net induQ VMZ Durchflussmessung, Dosierung usw. 0,006 bis 15 ± 1 % vom Messwert 10 bar (20°), 8 bar (40°), 6 bar (60°) –10 bis 60 °C (nicht gefrierend) DN 3 bis DN 25 IP 65 (mit Kupplungsdose) 24 VDC oder 12 VDC Max. 25 mA, PNP oder NPN Pulsausgang – Vor/– Nein –/ja/–/–

SMC Pneumatik AG smc.ch LFE Durchflussmessung von Kühlwasser 0,03 bis 12 +/–1,5 % vom Messwert (analog) 0 bis 10 0 bis 85 °C 10 bis 25 (⅜" bis 1") IP 65 24 VDC 1 bis 5 VDC, 4–20 mA, PNP/NPN Keine Über Parameter Vor/rück Nein –/ja/–/–

PPS/PVDF Kunststoff/SS PPS/PVDF SS/Hastelloy/Tantal – Ja/LCD –

Gehäuse: ABS Messrohr: POM oder PVDF Prozessanschlüsse: POM oder PVDF Edelstahl 316L – Nein –

– – PPS, FKM, Messing – Nein Nein/LCD CE, RoHS

Aktuelle Technik –7/2016


Messtechnik/Sensorik Top-Info 57

Rotronic AG

Bessere Luft für bessere Leistung

In einem Innenraum werden bei normaler Aktivität pro Person stündlich etwa 25 bis 35 Kubikmeter Frischluft benötigt. Dann ist gewährleistet, dass die Kohlendioxid-(CO₂-) Werte unter etwa 1000 ppm (parts per million) bleiben und dass vom Menschen abgegebene flüchtige Stoffe in ausreichendem Ausmass abgeführt werden. Besonders bei Sitzungen mit vielen Personen in kleinen Räumen steigt der Luftverbrauch rasch an. Bis man dies ohne Hilfsmittel bemerkt, ist die Produktivität bereits sehr tief. Ein CO₂-Sensor schafft hier Abhilfe. Alfred Freitag, Leiter Verkauf Schweiz der Belimo Automation AG, weist darauf hin, dass eine Sitzung spätestens bei einer CO₂-Konzentration von 1200 ppm unterbrochen und der Raum gelüftet werden sollte. Alfred Freitag antwortete auf die Frage warum sich Belimo für die CO2-Displays von Rotronic entschieden hat: «Wir wurden von Rotronic-CEO Michael Taraba kompetent beraten. Er hat sich persönlich um unsere Bedürfnisse gekümmert. Zudem war uns die Visualisierung der gemessenen Daten sehr wichtig. Diese lassen sich einfach und klar auf dem Display ablesen.» Zudem lässt das Display von Rotronic eine ganzheitliche Beurteilung der Luft zu: Es misst CO₂, die Luftfeuchte und die Temperatur. So können die richtigen Gegenmassnahmen veranlasst werden.

Wer kennt es nicht: Meetings, bei denen die Luft schon nach kurzer Zeit verbraucht ist und die Leistungsfähigkeit stark abnimmt. Mit CO2-Displays von Rotronic kann die Luftqualität einfach und praktisch gemessen werden.

CO2-Display Das Wand- oder Tisch-CO2-Display ist ein preiswertes Anzeigegerat, welches gleichzeitig CO₂, Feuchte und Temperatur misst und aufzeichnet. Mit dem seit Jahren im Feld erprobten und bestätigten Rotronic Hygromer IN-1 Feuchtesensor ausgestattet, weist dieses Messgerat ein attraktives Preis- / Leistungsverhältnis auf. Das Gerät kann direkt mit Tasten konfiguriert und gespeicherte Daten können auf einen USB-Stick heruntergeladen und mit der gratis Rotronic Software SW21 analysiert werden. Ein Recht auf gute Luft Jeder Mensch hat das Recht auf gesunde Innenraumluft (WHO). Für Arbeitsräume ist im Arbeitsgesetz geregelt, dass die Luftqualität und das Raumklima kein Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmer darstellen darf. Für den privaten Bereich bestehen keine Vorschriften. Doch die kantonalen Bauvorschriften verlangen energieeffiziente Gebäude. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Gebäude dicht sind. Ein unkontrollierter Luftaustausch ist dem zufolge nicht mehr möglich. Martin Bänninger, Geschäftsführer des SVLW (Schweizerischer Verein Luft- und Wasserhygiene), meint dazu: «In den meisten Kantonalen Baugeset-

Rotronic AG Rotronic wurde 1965 gegründet und beschäftigt über 200 Mitarbeitende. Das international ausgerichtete Produktions- und Handelsunternehmen hat Standorte und Subunternehmen in acht Ländern. Die Gruppe bietet ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen für Händler- und Industrie-Kunden im Umfeld von Messlösungen, Sicherheitssystemen und unterbrechungsfreier Stromversorgung an. Führend ist Rotronic insbesondere in der Feuchte- und Temperaturmessung und macht sich mit weiteren Mess-Parametern zunehmend einen Namen unter den weltweit stärksten Mitbewerbern. Belimo Automation AG Belimo ist Weltmarktführer bei der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Antriebslösungen zur Regelung und Steuerung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Stellantriebe, Wasserstellglieder und Sensoren bilden das Kerngeschäft. Belimo ist ein börsenkotiertes Technologieunternehmen mit weltweit rund 1400 Mitarbeitenden. Es entwickelt, produziert und vertreibt seit 1975 elektrische Antriebe für Luftklappen und Armaturen für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK).

zen, beziehungsweise den Baureglementen der Gemeinden, ist der Grundsatz festgehalten, dass ein Gebäude das Leben und die Gesundheit von Gebäudenutzern nicht gefährden darf.» Gebäude müssen zudem nach den Regeln der Baukunst erstellt werden, welche in den Normen, Richtlinien und Merkblättern (SIA, SWKI) konkretisiert sind. Sorgfältige Planung von Lüftungsanlagen Genügend Frischluftzufuhr ist aber heute keine Selbstverständlichkeit: In dicht gebauten Häusern stösst die übliche Fensterlüftung an ihre Grenzen. Nicht in allen Gebäuden kann ein gutes Raumklima durch regelmässiges Lüften erreicht werden – es braucht klimaregulierende Systeme. Bauherren und Lüftungsplaner sollen sich deshalb an die Vorgaben der SWKI-Richtlinien «Hygiene-Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte» halten – angefangen bei der Positionierung der Luftansaugung über die Steuerung der Lüftungs- und Heizungssysteme bis hin zur Schulung der Bewohner. Auch die Verantwortlichkeiten für Kontrolle und Unterhalt müssen bei komplexeren Anlagen klar geregelt sein. «Die Wartung des Systems sollte hohe Priorität geniessen», betont Alfred Freitag von Belimo. rotronic.ch svlw.ch belimo.com

Aktuelle Technik –7/2016


Messtechnik/Sensorik Produkt-News 58

Zuverlässiger HeavyDuty-Drehgeber

Kompakte Drucksensoren bis 600 bar Bei Gabelstaplern, Telehandlern und anderen Fahrzeugen der Logistik geht der Trend eindeutig in Richtung zu mehr Leistung auf geringerem Bauraum. Diese Entwicklung unterstützt Rexroth mit den neuen Drucksensoren PR4 Baureihe 10. Die Drucksensoren PR4 sind universell einsetzbar in offenen und geschlossenen hydraulischen Kreisläufen und liefern die entscheidenden Informationen für eine energieeffiziente Leistungsregelung. In drei Varianten deckt die neue Baureihe die Druckbereiche von 0 bis 280, 0 bis 420 und 0 bis 600 bar ab. Die Drucksensoren halten Druckspitzen von mehr als 30 Prozent des Nenndruckes aus, in der Ausführung für die höchste Druckstufe widerstehen sie kurzzeitig bis zu 800 bar. Die Montage mit den Gewinden M14 oder G1/4 erfolgt einfach per Steckschlüssel mit einem hohen Anzugsmoment von bis zu 45 Nm, wie es beispielsweise bei Kompaktgetrieben oftmals vorgeschrieben wird. Die Sensoren stammen aus der Bosch-Grossserienfertigung für den Automobil-Bereich und sind langfristig verfügbar.

Der Drehgeber-Spezialist Baumer erweitert sein Portfolio von HeavyDuty-Drehgebern. Die neueste Variante POG 86E konzentriert sich auf das Wesentliche: Gehäuse aus korrosionsbeständiger Aluminiumlegierung und pure Funktion. Für den Anwender bedeutet das deutlich geringere Kosten bei gleichbleibend hoher Zuverlässigkeit in anspruchsvollen Anwendungen. Der unlackierte POG 86E erweitert die etablierte HeavyDuty-Drehgeberfamilie HOG 86 um eine Vollwellen-Variante. Die massive Gehäuseausführung mit Wandstärken über 10 mm schützt die Elektronik bei hoher mechanischer Beanspruchung. Der zweiseitige, grosszügig dimensionierte Lageraufbau garantiert die Aufnahme grosser radialer und axialer Wellenbelastungen bis 450 und 250 N. Gegenüber einseitigen Lagerungen erreicht der Drehgeber eine vielfach höhere Lagerlebensdauer. Die Lager sind isoliert eingebaut, sodass sie dauerhaft vor induzierten Wellenströmen geschützt sind. Ebenso ist die Geberelektronik gegen die Welle isoliert. Die Durchschlagspannung liegt bei 2,8 kV. baumer.com

boschrexroth.ch

Digitale Feuchtesensoren mit integriertem Verschmutzungsschutz

Präzise messen mit konfokalen Sensoren Messungen gegen heisse Oberflächen, beispielsweise bei der Glasproduktion, stellen eine Herausforderung dar, da der Abstand zwischen Sensor und Messobjekt üblicherweise sehr gering ist. Die Hitzeabstrahlung kann den Sensor in seiner Präzision beeinträchtigen oder beschädigen. Der neue konfokale Sensor confocalDT IFS2405-28 verfügt über einen grossen Grundabstand von 220 mm zum Messobjekt. Der Messbereich beträgt 28 mm. Dadurch lassen sich diese Sensoren in sicherem Abstand zum Messobjekt verbauen. Die konfokal-chromatischen Sensoren IFS2405 werden dank ihrem einzigartigen Messprinzips für hochpräzise Weg- und Abstandsmessungen eingesetzt. Dies geschieht sowohl auf diffusen als auch auf spiegelnden Oberflächen. Darüber hinaus ist auch eine einseitige Dickenmessung von transparenten und mehrschichtigen Materialien möglich. Die Sensoren weisen eine hohe Empfindlichkeit auf, dadurch können sie auch auf dunklen Objekten genaue Messwerte ermitteln. Eine hohe Auflösung lässt auch winzige Details erkennen. micro-epsilon.ch Aktuelle Technik –7/2016

Auf der «Sensor+Test 2016» präsentierte der österreichische Sensorspezialist E+E Elektronik erstmals seine neuen digitalen Feuchte- und Temperatursensoren EEH110 und EEH210. Das einzigartige, integrierte E+E Sensorcoating verleiht den Sensoren eine besonders hohe Verschmutzungsresistenz. Eine spezielle hygroskopische Schicht schützt die aktive Sensorfläche optimal vor Verschmutzung und Korrosion. Dies sorgt für eine hervorragende Langzeitstabilität selbst unter anspruchsvollen Bedingungen. Zusätzliche Komponenten, wie z. B. Filterkappen sind nicht notwendig. Dies erleichtert das Design-in der Sensoren in die Anwendung, reduziert den Platzbedarf und trägt wesentlich zur Kosteneinsparung bei. Die verschiedenen standardmässigen Schnittstellen und Versorgungsspannungen (3 V bzw. 5 V) ermöglichen eine einfache Integration der hoch genauen rF/T-Sensoren in die unterschiedlichsten Anwendungen. epluse.com


Messtechnik/Sensorik Produkt-News 59

Optoelektrische Sensoren in Kleinbauform

Zuverlässige Defekterkennung auf matten Oberflächen Hochwertige Oberflächen sind eine Herausforderung in vielen Industriezweigen. Die Qualitätsanmutung hochwertiger Objekte wird unter anderem bestimmt durch die Haptik, die Farbe und eine makellose Oberflächenform. Das Inspektionssystem surfaceCONTROL der INB Vision AG, eines Unternehmens der Micro-Epsilon-Gruppe, detektiert lokale Oberflächenabweichungen auf nicht spiegelnden Objekten. Das System besteht aus einem modernen 3D-Sensor und der Software für die Analyse der Daten. Der neue 3D-Sensor erreicht eine deutlich höhere Inspektionsgeschwindigkeit bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Messgenauigkeit. Möglich wird dies durch den Einsatz einer schnellen Projektionseinheit und neuer Kameras. Der Sensor ist sowohl für die Linienintegration als auch die Roboteranbindung optimiert. Neben dem Sensor stehen für das System alternativ zwei Softwarepakete für die Auswertung der 3D-Daten zur Verfügung.

Mit den Baureihen R100 und R101 präsentiert Pepperl + Fuchs eine neue Generation von optoelektronischen Sensoren in Kleinbauform. Diese ersten Vertreter einer neuen, zukunftsorientierten Produktarchitektur vereinen auf kleinem Bauraum eine Vielzahl innovativer Technologien. So bieten R100 und R101 in ihren marktgängigen und montagekompatiblen Gehäusebauformen sowohl detektierende als auch messende Optosensoren: Einweg-Lichtschranken, Reflexionslichtschranke mit Polarisationsfilter, Vordergrundausblendung oder energetische Reflexionslichttaster für die Detektion transparenter Objekte und solche mit Hintergrundausblendung sowie messende Lichtschranken und Distanzsensoren. Alle Sensoren sind je nach Aufgabenstellung mit einer PowerBeam-LED oder der neuartigen Lasertechnologie DuraBeam verfügbar. Letztere vereint die Vorteile von LED-Sendern mit den Stärken herkömmlicher Laserdioden. Hieraus resultieren optimierte Arbeitsabstände sowie eine sehr präzise Detektion und Abstandsmessung selbst kleiner Objekte. pepperl-fuchs.ch

micro-epsilon.ch

Lineare Wegsensoren, Glasmassstäbe und Drehgeber Neu bietet die Omni Ray AG hochwertige Drehgeber, lineare Sensoren und Glasmassstäbe für höchste Ansprüche in Genauigkeit, Auflösung und hoher Verfügbarkeit. Lineare Wegsensoren und Glasmassstäbe von Precizika mit Messlängen bis 50 m sorgen für höchste Präzision. Es sind Auflösungen bis 0,1 µm und je nach Anwendung und Schnittstellengenauigkeiten von 1 µm/m lieferbar. Das vielfältige Produktprogramm beinhaltet über 14 Produktserien in optischen und magnetischen Ausführungen, die unter anderem mit absoluten, inkrementalen oder Sinusoidal-Schnittstellen erhältlich sind. Die «Drehgeber-Familie» besteht momentan aus 19 Serien mit Flanschdurchmessern von 28 mm bis 170 mm. Je nach Ausführung sind Auflösungen von 21 Bit im Singleturn- und bis 40 Bit im Multiturn-Bereich möglich. Es sind Ausführungen in absoluten, inkrementalen oder SinusoidalSchnittstellen lieferbar. Weitere Features wie hohe IP-Schutzart oder Edelstahlausführungen runden das Programm ab. omniray.ch

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Industriebedarf Schutzsysteme 60

PfannenbergGeneralvertretung in der Schweiz:

Optische Alarmierung

Carl Geisser AG

Bruno Senn, Geschäftsführer, Carl Geisser AG – Im Zeitalter ständig wachsender Umgebungseinflüsse, im Speziellen akustischer Art, ist die alleinige akustische Alarmierung in Gefahrensituationen auf den Prüfstand zu stellen und neu zu bewerten. Neben dem erforderlichen Tragen von Gehörprotektoren am Arbeitsplatz haben längst andere akustische «Störfaktoren» Einzug gehalten, die eine Selektion der Signale in die Bereiche «Information» oder «Alarm» schwierig erscheinen lassen. Eine Vielzahl von technisch begründeten Geräuschen, wie zum Beispiel ein Bestätigungssignal einer Maschine oder das Tragen von Medienabspielgeräten, trägt dazu bei, dass akustische Alarmsignale entweder gar nicht wahrgenommen oder schlichtweg als nicht relevant eingeschätzt werden. Optische Signalgeber Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation von 2005 sind weltweit 278 Millionen Menschen von leichten bis gravierenden Hörbeeinträchtigungen betroffen. Für diese Betroffenen wird eine reine akustische Alarmierung nie effektiv sein. Deshalb werden in der Brandalarmierung vermehrt auch optische

Die Blitzleuchte «PY X-S-05» und das Schall-/ Blitz-Kombigerät «PA X 1-05» in den normgerechten Kalottenfarben Rot und Klar.

Aktuelle Technik –7/2016

Eine optische Alarmierung wird immer dort gefordert, wo der Umgebungsgeräuschpegel sehr hoch und die sichere Wahrnehmung des akustischen Signals dadurch nicht gegeben ist.

Signalgeber eingesetzt. Eine optisch-akustische Alarmierung wird zum Beispiel immer dort gefordert, wo der sogenannte Störschallpegel, also der Umgebungsgeräuschpegel, sehr hoch ist und die sichere Wahrnehmung des akustischen Signals dadurch nicht immer gegeben ist. Während für den amerikanischen Markt mit der NFPA 72 schon länger eine Regelung für derartige Geräte existiert, gab es, zum Beispiel in Europa, kein technisches Regelwerk, was die optische Leistungsfähigkeit der Geräte vorschreibt. Hier wurde oftmals die Blitzenergie einer Xenon-Blitzleuchte (gemessen in Joule [J]) als Auswahlkriterium für den Einsatz der Leuchten verwendet. Streng genommen stellt die Blitzenergie aber keinen Bezug zur abgegebenen Lichtintensität (gemessen in Candela [cd]) und damit zur Reichweite sowie Wahrnehmbarkeit dar. Dies führte nicht nur zu Verwirrungen bei den Errichterfirmen, sondern auch dazu, dass viele installierte optische Systeme nur unzureichend ausgelegt sind. Der wachsende Bedarf an optischen Signalgebern ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass in der EU der Technische Standard EN

54-23 (Brandmeldeanlagen – Teil 23: Feueralarmeinrichtungen – Optische Signalgeber) entwickelt wurde, der grundlegende Anforderungen an optische Signalgeräte festlegt und damit auch einen Vergleich von unterschiedlichen Lichtquellen (Xenon oder LED) zulässt. Damit ist für bestimmte Anwendungen im Brandmeldebereich verankert, welche Leistungsmerkmale die Geräte aufweisen müssen. Anwendung seit März 2013 Die EN 54-23, die seit März 2013 zwingend anzuwenden ist, wurde in Ergänzung zur EN 54-3 für akustische Signalgeräte entwickelt, deren Koexistenzperiode bereits 2005 endete und damit heute Stand der Technik ist. Im Unterschied zur EN 54-3 stellt die EN 54-23 bereits direkt Informationen zur Planung und Anwendung von optischen Signalgebern zur Verfügung. So wird u. a. in der Norm festgelegt, welche Beleuchtungsstärke, gemessen in Lux (lx), das Alarmierungsmittel an allen Positionen im Signalempfangsbereich erzeugen muss. Weiterhin werden die Geräte in drei Kategorien, abhängig von der beabsichtigten Anwendung, eingestuft. In den Kategorien «W» (Wall/ Wandmontage) und «C» (Ceiling/Deckenmontage) ist die Geometrie des Signalempfangsbereichs bereits vorgegeben, während die Kategorie «O» (Open/offene Montage) die Form des Raumes offenlässt und damit dem Hersteller ermöglicht, den Signalisierungsraum frei zu gestalten und die Eigenschaften des Signalgebers detailliert zu beschreiben bzw. optimal zu gestalten. Als Geometrie schreibt die Kategorie «W» einen kubischen Signalisierungsbereich vor, der durch die Bezeichnung W-x-y spezifiziert wird, wobei


Industriebedarf Schutzsysteme 61

Links: Die Pfannenberg-Blitzschallgeber der «Patrol»-Serie überzeugen durch ihre hohe Durchdringung und schnelle Montage. Rechts: Die Pfannenberg-Kompakt-Blitzleuchte «PY-XS» passt sich nicht nur vielen Anwendungen an, sondern besticht insbesondere durch sichere und einfache Montage.

– x die in Meter (m) angegebene max. Befes- gleiche effektive Lichtstärke aufweist wie die tigungshöhe des Signalgebers an der Wand Xenon-Leuchte. Zudem sind LED-Leuchten mit gleicher effektiver Lichtstärke wie vermit einem Mindestwert von 2,4 m ist und gleichbare Xenon-Leuchten deutlich teurer. – y die in Meter (m) angegebene Breite eines Für grössere Flächen und Räume werden quadratischen Raumes, der vom SignalGeräte benötigt, die eine deutlich höhere geber beleuchtet wird. Lichtintensität aufweisen als in der Vergan«W-2,4-6» steht zum Beispiel für einenwand- genheit eingesetzt. Durch fehlende Richtlinimontierten Signalgeber mit einem kubischen en wurde auch häufig der Stromverbrauch für Signalisierungsbereich von 2,4 m × 6 m × 6 m, die Auswahl des optischen Signalgerätes herwenn er in einer Höhe von 2,4 m angebracht ist. angezogen, da dieser grossen Einfluss auf die Notstromversorgung hat. Signalgeber der Kategorie «C» werden mit Kombination in einem Gehäuse der Bezeichnung C-x-y spezifiziert, wobei – x entweder 3, 6 oder 9 ist und die in Meter Die neue Vorschrift hat Einfluss auf die Ent(m) angegebene max. Höhe darstellt, in der wicklung neuer Generationen von optischen der Signalgeber angebracht werden darf, Signalgebern, die in dem Bereich der Brandmeldetechnik zum Einsatz kommen. Wie und – y der in Meter (m) angegebene Durchmes- bereits erwähnt, wird die optische Brandaser des zylindrischen Signalisierungsberei- larmierung auf absehbare Zeit ausschliessches, wenn der Signalgeber in der festge- lich als Ergänzung der akustischen Alarmierung Einsatz finden, was wiederum die legten Deckenhöhe angebracht ist. Kombination der beiden Alarmierungsarten «C-3-12» steht zum Beispiel für einen in einem Gehäuse sinnvoll und effizient erdeckenmontierten Signalgeber mit einem scheinen lässt. Solche Kombinationsgeräte müssen sozylindrischen Signalisierungsbereich von 12 m wohl gemäss EN 54-3 als auch EN 54-23 Durchmesser und einer Anbauhöhe von 3 m. Mit diesen vorgegebenen Signalisierungs- zugelassen sein, das heisst, der Signalisiebereichen und der Mindestbeleuchtungs- rungsbereich der Kombination wird durch die stärke von 0,4 lx entsprechend der EN 54-23 Signalisierungsart begrenzt, die den kleinewerden zukünftig Geräte mit geringer Strom- ren Bereich abdeckt. Folglich ist eine optimaaufnahme und damit niedriger Lichtintensität le Abstimmung dann erreicht, wenn beide Benur noch für sehr kleine Räume, zum Beispiel reiche deckungsgleich sind. Betrachtet man die SignalempfangsWasch-und Toilettenräume, ausreichend sein. Hier macht auch der Einsatz von LED- distanz von Schallgebern, so würde ein anstelle von Xenon-Technologie keinen Un- 100-dB(A)-Schallgeber bei einem Umgeterschied. Vergleicht man die Energiebilanz bungsstörschallpegel von 70 dB über eine dieser Technologien, so ist die LED nicht im Distanz von 10 m sicher alarmieren. Ein Vorteil. Die effektive Leistungsaufnahme ei- 120-B(A)-Schallgeber hingegen erreicht eine ner Xenon-Blitzleuchte ist kleiner, verglichen Distanz von 25 m bei einem Störschallpegel mit einer LED-Blitzleuchte, die annährend die von 82 dB. Aus dieser Betrachtung heraus,

die in realen Anwendungen häufig zu finden ist, lässt sich klar erkennen, dass die variable Lichtintensität bezüglich der Effektivität von Kombinationsgeräten eine grosse Rolle spielt. Würde ein 120-dB(A)-Schallgeber bei gleichen Bedingungen mit einer 5 J/44-cd-Blitzleuchte kombiniert, wäre die Signalempfangsdistanz des Kombigerätes durch die geringe Reichweite der Blitzleuchte auf 10 m begrenzt, obwohl der Schallgeber selbst für 25 m geeignet ist. Dies führt zu erhöhten Anschaffungs- sowie Planungskosten und ist bezüglich der erhöhten Leistungsaufnahme verschwendete Energie, die zu grösseren Notstromversorgungen führt. Pfannenberg hat auf diese Anforderung reagiert und stellt die Kombinationsgeräte der «Patrol»-Serie zur Verfügung. Während übliche Kombinationsgeräte unabhängig vom Schalldruckpegel mit Blitzleuchten unterhalb von 5 J ausgerüstet sind, bietet die «Patrol»-Serie die Möglichkeit, je nach benötigtem Schalldruckpegel im Signalisierungsbereich die Blitzenergie zwischen 5 und 15 J zu variieren und damit der Anwendung sowie den äusseren Gegebenheiten optimal anzupassen. Es stehen Lichtintensitäten von 44 cd bis 190 cd zur Verfügung, was äquivalent zu einer Alarmierungsdistanz von etwa 10 bis 25 m ist. Die Geräte der «Patrol»-Serie sind mit Schalldruckpegeln im Bereich von 100 dB(A) bis 120 dB(A) lieferbar.

carlgeisser.ch

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Industriebedarf Produkt-News 62

Schaltschränke im Aussendienst: Polycarbonat statt altem Eisen Wer langlebige Gehäuselösungen für Elektroinstallationen im Aussenbereich sucht, ist mit Kunststoffschaltschränken bestens aufgehoben. Die grösste im Markt verfügbare Vielfalt an Schaltschränken aus robustem, witterungsfestem Polycarbonat bietet Fibox. Kunden profitieren von zahlreichen Vorteilen, deren deutlichster ist, dass die gesamte Korrosionsproblematik entfällt. Schutzbehandlungen sind nicht nötig, es gibt keine Gefahr durch Kratzer, keine teure Nachbehandlung. Stattdessen können Installationen im Polycarbonat-Schaltschrank ohne Weiteres über Jahre unbeaufsichtigt bleiben. Die Handhabung ist leichter, da bis die Hälfte des Gewichts gegenüber Blechgehäusen eingespart wird. Die hochwertig verarbeiteten Gehäuse von Fibox haben eine Lebensdauer von mehr als zehn Jahren ohne sichtbare Veränderungen an den Oberflächen; die tatsächliche Nutzungsdauer liegt in der Praxis weit darüber. fibox.ch

AM-Expo-AktuelleTechnik-184x131_Layout 1 21.06.16 08:58 Seite 1

Offshore-Steuerkabel erfüllen die IEC 60079-14 zu 100 % Hradil-Spezialkabel bietet die neuen Offshore-Steuerkabel HB44 in unterschiedlichsten Ausführungen von 3 × 1,5 mm2 bis 36 × 1,5 mm2 an oder auf Wunsch als Sonderausführung, zum Beispiel mit 2 × 2 × 0,75 mm2. Statt dem üblicherweise verwendeten Mica Tape setzt Hradil auf ein keramisierendes Spezialsilikon. Das flammwidrige, halogenfreie und nicht hygroskopische Spezial-Compound wird mittels Druck-Extrusion in das Kabelinnere eingebracht. Alle Adern und Schirmungen werden vollständig eingebettet, sodass alle Kapillarräume innerhalb des Kabels verfüllt sind. Brennbare Gase können somit unabhängig von Kabellänge, Art und Druck des Gases nicht mehr in das Kabelinnere einströmen oder gar weitergeleitet werden. Die Offshore-Steuerkabel HB44 von Hradil eignen sich für Anwendungen mit extrem hohen Explosionsschutzanforderungen, wie zum Beispiel in der petrochemischen Industrie, für maritime Anwendungen insbesondere im Offshore-Bereich. hradil.de

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Sichere Automation mit PacDrive 3 Schneider Electric lanciert sichere Servo-Drives und sichere integrierte Antriebe der Produktreihen Lexium 62 und Lexium 62 ILM für die PacDrive-3-Motion-Control-Technologie. Sie umfassen integrierte Funktionalitäten für SS1, STO, SS2, SOS, SDS, SDI, SLS und SMS. Möglich sind dadurch differenzierte Konzepte für sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen bis Kat. 4/PL e nach EN ISO 13849-1 und SIL 3 nach IEC 61508. Mit der über einen weiten Bereich skalierbaren PacDrive-Technologie zählt Schneider Electric seit mehr als einem Jahrzehnt zu den erfolgreichsten Anbietern von Automatisierungslösungen für servogetriebene Maschinen jeglicher Komplexität, mit und ohne Robotik. Eines der Kern-Elemente von PacDrive 3 ist die Embedded-Safety-Lösung. Sie vereint die sichere Kommunikation mit der I/O- und der Antriebskommunikation auf dem Sercos-Automation-Bus. Er bildet das Rückgrat für die gesamte Bus-Kommunikation einer Automatisierungslösung – auch der sicherheitsgerichteten Kommunikation. schneider-electric.ch

Robust und kosteneffizient Rulmeca stellt zur Cemat zwei neue Rollenkonfektionen zur Stückgutförderung vor. Sie sind für den Antrieb über Poly-V-Riemen nach ISO 9981 DIN 7867 ausgelegt und bieten ein Transmissionssystem, das ohne zusätzliche Kupplungen mit dem Rollenrohr verbunden wird. Hierfür wird das Rohrende gestaucht und kalt gepresst, sodass eine formschlüssige Verbindung ohne nennenswerte Toleranzen zwischen dem 1,5 mm starken Metallrohr mit 50 mm Durchmesser und dem Kunststoffstopfen des Transmissionssystems entsteht. Der Aufbau bisheriger Konstruktionen war aufwendiger und dadurch teurer. Dieser Antriebskopf ist aus schwarzem Polyamid mit 9 Keilriemenrillen für 2,34-mm-PJ-Profile gefertigt. Der aufgelegte Riemen befindet sich unter Rollendurchmesserniveau, sodass Fördergute seitlich über den Riemen hinweg auf- oder abgeschoben werden können. Möglich werden so kleinste Bauarten mit maximaler Design-Effizienz. Die neue Bauform des Antriebskopfes ist ab sofort für die Rollen der Serie 135 und Serie KRO verfügbar. rulmeca.com

Inserenten und Partnerfirmen in dieser Ausgabe B & R Industrie-Automation AG, Frauenfeld 37 Bachofen AG, Uster 48 Balluff Sensortechnik AG, Dietikon 34, 48 Baumer Electric AG, Frauenfeld 48, 58 Beckhoff Automation AG, Schaffhausen 3, 34, 41 Bernexpo AG, Bern 29 Bibus AG, Fehraltorf 13 Bosch Rexroth Schweiz AG, Buttikon 37, 58 Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen 11 Comat AG, Worb 19 Contrinex Schweiz AG, Unterägeri 48, 55 Digi-Key Electronics, Minnesota (US) 2. US E+E Elektronik GmbH, Engerwitzdorf (AT) 58 EHS Elektrotechnik AG, Volketswil 47 Elektromotorenwerk Brienz AG, Brienz 18, 23 Engel Austria GmbH, Schwertberg (AT) 43 ESE Elektronik AG, Oberrohrdorf 50 Euchner AG, Sargans 49 Fibox (Schweiz) GmbH, Unterägeri 62 Finder (Schweiz) AG, Dielsdorf 46 Geisser AG, Frauenfeld 60 Geyer Technische Produkte, Rümlang 59 Hamamatsu Photonics, Solothurn 49 Heidenhain (Schweiz) AG, Schwerzenbach 49 HMS Industrial Networks GmbH, Karlsruhe (DE) 35 Hradil Spezialkabel GmbH, Bietigheim-Bissingen (DE) 62 Hy-Line AG, Schaffhausen 51 IBZ Schulen, Aarau 23 ICE Italienische Agentur für Aussenhandel Bern, Bern 17 ID-Systems AG, Studen 49 ifm electronic AG, Härkingen 49 igus Schweiz GmbH, Egerkingen 43 Kistler Instrumente AG, Winterthur 4, 36 Leuze electronic AG, Flurlingen 48 MathWorks, Bern 41 maxon motor AG, Sachseln 4. US Messe Luzern AG, Luzern 62 Micro-Epsilon (Swiss) AG, Wittenbach 48, 58, 59 MPI Distribution AG, Dättwil 33 Omni Ray AG, Dübendorf 59 Omron Electronics AG, Steinhausen 48 Panasonic Electric Works Schweiz, Rotkreuz 48 Pepperl + Fuchs AG, Studen 49, 59 PG Transformatoren GmbH, Rümlang 47 Phoenix Contact AG, Tagelswangen Titel, 5 Phoenix Mecano Komponenten AG, Stein am Rhein 37 Pilz Industrieelektronik GmbH, Mägenwil 1 PowerParts AG, Mägenwil 15 Rittal AG, Neuenhof 34 Rotronic AG, Bassersdorf 57 RS Components GmbH, Mörfelden-Walldorf (DE) 43 Rulmeca Germany GmbH, Aschersleben (DE) 63 Schmersal (Schweiz) AG, Arni 49 Schneider Electric (Schweiz) AG, Ittigen 63 Schurter AG, Luzern 46 Sick AG, Stans 49 Siemens Schweiz AG, Zürich 34, 37, 43 Sigmatek Schweiz AG, Illnau 35 Simpex Electronic AG, Wetzikon 21, 46 SNT Sensortechnik AG, Bülach 49 Spälti AG, Laupen 24 Spectra (Schweiz) AG, Winterthur 35 Syslogic Datentechnik AG, Dättwil 41 TDK-Lambda Germany GmbH, Achern (DE) 46 Traco Electronic AG, Baar 47 Volland AG, Rümlang 35 Westermo Data Communications GmbH, Dietlikon 42

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Ein Blick zurück

Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik 39. Jahrgang Herausgeberin B+L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch aktuelletechnik.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid Philipp Bitzer Layout Lisa Wohlfahrt Redaktion Peter Jankovics, Dipl.-Math. peter.jankovics@blverlag.ch Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@blverlag.ch Heike Henzmann, Dipl.-Ing. at@hhenzmann.ch Anzeigen Anneliese Ratajczak anneliese.ratajczak@blverlag.ch Anzeigendisposition Silvia Weiss, silvia.weiss@blverlag.ch Anzeigenerstellung Miro Peloso Fotos Tanya Hasler Holger Jacob Korrektorat Ullrich Noelle Telefonmarketing Angela Hemmi Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12 9403 Goldach www.avd.ch Abonnement 12 Ausgaben CHF 59.– (inkl. MwSt.) WEMF/SW-Beglaubigung 2015 Total verbreitete Auflage: 10 615 Exemplare Davon verkauft: 2697 Exemplare Alle Rechte vorbehalten. ISSN 2297-9425

«Gegenüber klassischen Netz trans- teinheiten. Polytronic-Ringkerntransformatoren haben Ringkerntransfor- formatoren haben ein hohes Qualitätsmatoren bei gleicher Nennleistung niveau, sind preisgünstig und natürlich etwa das halbe Bauvolumen, das hal- SEV-geprüft. » be Gewicht, einen höheren Wirkungsgrad, weniger Streuung und weniger Brumm, ideale Voraussetzungen also «Aktuelle Technik», für den Bau leistungsstarker Kompak- Ausgabe 7-8/1980

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