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Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik

Motion Controller einer neuen Generation

Aktuelle Technik 6/2016

Faulhaber Minimotor SA — Seite 5

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Ratgeber EMV-Tipps Seite 14

CE-Kennzeichnung Wie können Kosten reduziert werden? Seite 34

Walk and Talk Die Büchse der Pandora Seite 6


Editorial 1

Der Sommer kommt, und grosse Sport-Highlights stehen bevor. Neben den Olympischen Spielen in Rio sind dies zum einen die Fussball-EM in Frankreich, für die wir übrigens in diesem Heft ein Tippspiel anbieten, und zum anderen Wimbledon in London. Der «heilige Rasen» des ältesten und prestigeträchtigsten Tennisturniers der Welt wird auch in diesem Jahr Schauplatz unzähliger Dramen sein. Gewinnen und Verlieren liegen beim Tennis extrem nah beieinander. Denn ob ein Ball «in» oder «out» ist, entscheiden oft Millimeter, die für das menschliche Auge bei Ballgeschwindigkeiten von über 200 km/h nicht erkennbar sind. Die Entscheidungen der Linienrichter führen somit immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen – man erinnere sich nur an die legendären Ausraster eines John McEnroe. Diese Diskussionen werden in Wimbledon allmählich weniger, denn seit 2006 ist dort ein computergestütztes System zur Ballverfolgung installiert – das sogenannte Hawk-Eye. Das Hawk-Eye verwendet zehn kalibrierte HighspeedKameras, die das Spielfeld aus verschiedenen Blickwinkeln erfassen und mehrere Hundert Bilder pro Sekunde an einen Computer senden. In jedem Bild identifiziert zunächst ein Bildverarbeitungsprogramm die Pixel und somit die zweidimensionale Lage des Balles. Mit den unterschiedlichen, zum selben Zeitpunkt geschossenen Bildern wird durch Triangulation die räumliche Position des Balles errechnet. Die «Aneinanderreihung» dieses Prozesses für jeden Zeitpunkt ergibt schlussendlich die Trajektorie (lat. Bahnkurve) des Balles, mit deren Hilfe die genaue Aufprallstelle bestimmt wird. Das Ergebnis kann als Video-Animation dargestellt werden. So werden strittige Situationen im Nachhinein geklärt. Das System hat sich im Laufe der Jahre bewährt und wird von Spielern und Fans gleichermassen akzeptiert. Selbst Roger Federer hat nach anfänglicher Skepsis («this is killin' me today») inzwischen Frieden mit dem Hawk-Eye geschlossen.

Falkenauge, sei wachsam!

Wir wünschen Roger und allen anderen Schweizer Teilnehmern viel Erfolg!

Peter Jankovics, Dipl.-Math., Redaktionsleitung Holger Jacob, Fotografie

Zum EM-Tippspiel

Programme Programmefür fürmehr mehrSicherheit. Sicherheit. Pilz PilzIndustrieelektronik IndustrieelektronikGmbH, GmbH,5506 5506Mägenwil, Mägenwil,062 062889 88979 7930, 30,www.pilz.ch www.pilz.ch AD_AktTechnik_2016_06_220x30_ang.indd AD_AktTechnik_2016_06_220x30_ang.indd 11

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Inhalt Übersicht 2

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3D-Druck – ein Paradigmenwechsel? Ein Kommentar aus Unternehmerperspektive.

Goldener Mittelweg Leistungsfähige und komfortable Bedienlösungen mithilfe von Tablets und Smartphones. Grösste Schweizer Mühle Bei der Swissmill in Zürich wurde trotz Grossbaustelle eine Niederspannungsanlage bei laufendem Betrieb ersetzt.

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Die Büchse der Pandora Walk and Talk mit Prof. Dr. Oliver Bendel zu Ethik und Moral von Informationstechnologie und Maschinen.

Auf dem Weg zu «Industrie 4.0» Ein 2010 gestartetes Projekt ist ein Schritt auf dem Weg zu «Industrie 4.0». Aktuelle Technik –6/2016


Rubrik Titel 3

01 Editorial 02 Inhalt 05 Zum Titelbild: Feel the Power

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Magazin Walk and Talk: Die Büchse der Pandora Kolumne: «Tay» oder die Moral von der Maschine Aus- und Weiterbildung EMV-Tipps Marktübersicht: Technische Kommunikation Messen Firmen Fakten Märkte Sudoku Agenda

Automation 34 CE-Kennzeichnung und Risikobeurteilung – wie können Kosten reduziert werden? 36 «Industrie 4.0»: Web-Diagnose ermöglicht Fernüberwachung von Produktionsanlagen 38 Swiss Technology Network – Electronic Packaging 39 Produkt-News 40 Neue Beckhoff-I/O-Baugruppen verbinden sich direkt mit der Microsoft-Cloud Antriebstechnik / Fluidik 42 Produktübersicht: Motor- und Softstarter 43 Kompakte Power für Motion-Control-Anwendungen 44 Produkt-News Industrie-Informatik 46 NI WorldClass 2016 –Der Robotik-Wettbewerb für Studenten 47 Produkt-News Komponenten / Halbleiter 48 Grösste Schweizer Mühle mit neuer Niederspannung und Energie-Monitoring 50 Zeitrelais komfortabel per Smartphone programmieren 51 Produkt-News

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Messtechnik / Sensorik Auf dem Weg zu «Industrie 4.0» Swiss Technology Network – Vision-Systeme Erfolgreich ohne Umwege Produkt-News

Industriebedarf 60 3D-Druck – ein Paradigmenwechsel? 62 Produkt-News 63 63 64 64

Last Minute Firmenverzeichnis Ein Blick zurück Impressum

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Zum Titelbild 5

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Im Kontext mit vernetzter Industrie heissen die Forderungen an zukunftsweisende Antriebssysteme dezentrale Intelligenz und Fähigkeit zur Echtzeit-Kommunikation mit übergeordneter Prozessleittechnik sowie Flexibilität bei den Einsatzmöglichkeiten.

Motion Controller einer neuen Generation. © Faulhaber (beide Abb.)

Die Antriebsexperten aus Schönaich Die Faulhaber-Gruppe mit ihren 1700 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Entwicklung, Produktion und Einsatz von hoch präzisen Klein- und Kleinstantriebssystemen, Servokomponenten und Steuerungen bis zu 200 Watt Abgabeleistung. Dazu zählt die Realisierung von kundenspezifischen Komplettlösungen ebenso wie ein umfangreiches Programm an Standardprodukten wie bürstenlose Motoren, DC-Kleinstmotoren, Encoder und Motion Controller.

«Look and Feel». Für die schon bisher stark vertretenen Anwendungen und autarken Einsatzgebiete ohne übergeordnete Steuerung gibt es eine neue, leistungsfähigere und trotzdem einfach anzuwendende Programmierumgebung. Drei Gerätevarianten decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab: Die Motion Controller MC 5005 und MC 5010 mit Gehäuse und Steckanschlüssen sind für den Einsatz im Schaltschrank oder in Geräten konzipiert. Motion Control Systems als Servomotoren mit integriertem Motion Controller sind bereits vorkonfiguriert und erlauben den Einsatz direkt im Automatisierungsumfeld. Ein Die Marken der Faulhaber-Gruppe gelten weltweit als Zeichen für hohe Qualität und Zuverlässigkeit in komplexen und anspruchsvollen Anwendungsgebieten wie Medizintechnik, Bestückungsautomaten, Präzisionsoptik, Telekommunikation, Luftund Raumfahrt sowie Robotik. Vom Mikroantrieb mit 1,9 mm Durchmesser bis zum leistungsstarken 44-mm-DC-Kleinstmotor, kombinierbar mit verschiedenen Präzisionsgetrieben, bietet das Unternehmen zuverlässige Systemlösungen für eine Vielzahl von Anwendungen.

intelligentes Baukastensystem ermöglicht die Integration diverser bürstenloser und bürstenkommutierter DC-Servomotoren in ein einheitliches Gehäuse. Der Motion Controller MC 5004 als offene Steckkarte ist für den Einbau in vorhandene Gehäuse ausgelegt. Ein optional verfügbares Motherboard erleichtert den Einstieg in mehrachsige Anwendungen. Alle drei Ausführungen nutzen die gleiche Technologiebasis, bieten die gleichen Schnittstellenoptionen, dieselbe Bedienphilosophie und die gleiche Funktionalität.

faulhaber.com

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Wie schon die bestehenden und auch weiterhin verfügbaren Produkte ist auch die neue Generation V3.0 perfekt auf die DC-Kleinstmotoren aus dem eigenen Portfolio abgestimmt, aber nicht darauf begrenzt. Über Schnittstellen wie RS232, USB, CANopen oder EtherCAT können die neuen Geräte in verschiedenste Umgebungen integriert werden. Den elektrischen Anschluss erleichtern ein durchgängiges Steckerkonzept und eine umfangreiche Auswahl an Kabelzubehör. Besonderer Wert wurde zudem auf eine einfache und leichte Inbetriebnahme gelegt. Die Anwender-Software Motion Manager präsentiert sich in der Version 6 in völlig neuem

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Ratgeber EMV-Tipps Seite 14

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Titelbild: Faulhaber Minimotor SA

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Maschinen werden immer intelligenter, lernen dazu und treffen eigenständig Entscheide. Im Gespräch zu Ethik und Moral von Informationstechnologie und Maschinen Prof. Dr. Oliver Bendel, seines Zeichens Maschinen- und Informationsethiker sowie Professor für Wirtschaftsinformatik.

Die Büchse der Pandora Heike Henzmann: Herr Bendel, Sie sind studierter Germanist, Philosoph und Informationswissenschafter, promovierten in Wirtschaftsinformatik, verfassten Hunderte Fachartikel und diverse Fachbücher und betreiben Blogs. Sie unterrichten u.a. Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. Sind Sie ein Universalgelehrter, wie man ihn heute kaum mehr findet? Oliver Bendel: Das wäre ich natürlich gern. Doch bei der Bandbreite kann man nicht in jedem Fach ganz in der Tiefe sein. Dennoch glaube ich, es ist von grossem Vorteil, verschiedene Disziplinen verbinden zu können. Neben den aufgezählten Disziplinen versuche ich, Wissenschaft und Kunst zusammenzubringen. Ich bin Romanschriftsteller und schreibe Gedichte. Das inspiriert meine Arbeit, auf beiden Seiten. Sie beschäftigen sich intensiv mit ethischen Themen, mit Maschinen- und Informationsethik. Ist Moral und Ethik Gegenstand Ihrer Lehre an der Hochschule? Ich bin Professor für Wirtschaftsinformatik und unterrichte zur Hälfte Wirtschaftsinformatik, zur anderen Hälfte Ethik. Innerhalb der Ethik lehre ich Informationsethik sowohl für Wirtschaftsinformatiker als auch für Betriebsökonomen sowie Wirtschaftsethik für Betriebsökonomen. Die Maschinenethik gewinnt in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung. Das bringe ich auch in die Lehre ein. Die Fachhochschule Nordwestschweiz ist meines Wissens der einzige Ort in der

deutschsprachigen Schweiz, an dem Maschinenethik gelehrt wird. Informationsethik gibt es ausser bei uns beispielsweise noch in Chur. Was ist Ihre Definition einer Maschine? Sicherlich eine andere als die der Maschinenrichtlinie. Wenn wir Maschinenethiker von Maschinen reden, meinen wir meistens autonome oder teilautonome Maschinen. Das können auch Programme sein. Wir reden von Hardware-Robotern und Software-Robotern. Hardware-Roboter sind physisch vorhanden, Software-Roboter sind virtuell wie Bots, Chatbots und Agenten. Automaten sind Maschinen, die sich wiederholende Aufgaben erledigen. Die Polybahn hier in Zürich ist ein Automat. Manche nennen auch das Roboterauto automatisch statt autonom. Problematisch sind beide Begriffe. So kann man «automatus» mit «freiwillig» oder «aus eigenem Antrieb» übersetzen. Freiwillig tut ein Automat eigentlich nichts. Das Akquirieren und Durchführen von Drittmittelprojekten ist auch ein Teil Ihrer Arbeit an der Hochschule. Wie sehen solche Projekte im Bereich der Ethik aus? Wir haben einen vierfachen Leistungsauftrag: Lehre, Weiterbildung, Forschung und Beratung in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Das heisst, ab und zu muss ich auch Projekte anschleppen. Bei der Akquise im Bereich der Ethik gibt es zwei Probleme. Einerseits sprechen Firmen ungerne Geld für Ethikprojekte, was sich mit der Maschinen-

ethik irgendwann ändern könnte, andererseits ist die Ethik zu einem Teil in der Hand der Kirchen, die aber eine völlig andere Art betreiben. Wir stehen für eine philosophische Ethik, die Kirchen für eine theonome oder theologische Ethik. Das hat nicht viel miteinander zu tun. Die Stiftungen, die in Ethik investieren, sind häufig kirchlich geleitet und organisiert, mit einem theologischen Fokus. Solche Töpfe rühre ich aus Überzeugung nicht an. Daher ist die Auswahl an sinnvollen Projekten relativ klein. Bietet die Technologiefolgenabschätzung Potenzial? Die Technologiefolgenabschätzung ist ein Thema, das es in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gibt. Die Aufgabe der Technologiefolgenabschätzung als Einrichtung ist es, die Politik zu beraten. Die TA-SWISS beispielsweise berät die Regierung und schreibt auch immer wieder Projekte aus, die dann Externe wahrnehmen können. Technologiefolgenabschätzung als Arbeitsgebiet versucht, sich Methoden aus Soziologie, Ethik und Rechtswissenschaft anzueignen, sie in fruchtbarer Weise zusammenzubringen. Die meisten Projekte, die ausgeschrieben werden, beinhalten daher auch die Perspektive der Ethik. Neben der Technologiefolgenabschätzung als Einrichtung gibt es in manchen Ländern eine nationale Ethikkommission, die der Politik zur Seite steht. Vermehrt bekomme ich Anfragen von solchen Einrichtungen. Sie beraten überwiegend in Fragen der Medizin- und der Bioethik. In letzter Zeit nehmen

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sich die Ethikkommissionen aber auch der Big-Data-Thematik an oder informationsund technikethischer Fragen. Sie wissen leider von Haus aus wenig darüber. Da kommen neue Themen angerollt, und die etablierten Beratungseinrichtungen sind überfordert. Deshalb laden sie externe Referenten ein. Fünf oder sechs Referenten tragen zum Beispiel nächste Woche vor der Ethikkommission auf Einladung des Bundeskanzleramts Österreich vor, darunter auch ich. Es geht um Pflege- und Therapieroboter. Die Referenten sind aus Deutschland, Schweiz und dem UK, keiner jedoch aus Österreich, wobei einer von ihnen nun an der Uni Wien angefangen hat. Manche Länder müssten mehr tun, um eigenen Ethiknachwuchs zu produzieren. Wenn man sich die Dynamik der Technikentwicklung anschaut, können da die Kommissionen und die Gesetzgebung überhaupt Schritt halten? Ethikkommissionen, Beratungsstellen für Technologiefolgenabschätzung und Staat kommen der Entwicklung nicht hinterher. Gesetzgebung und Rechtsprechung haben auf manchen Gebieten 20 Jahre versäumt. Der Staat kann sich informieren über technische Entwicklungen und über ethische Beurteilungen. Die Ethikkommissionen sind ein Baustein hierfür. Doch die Probleme wachsen, sie explodieren, und der Staat müsste nicht nur Ethikkommissionen bestellen. Er müsste grundsätzlich Ethikunterricht an Schulen und Hochschulen fördern, Lehrer dafür ausbilden und das Fach voranbringen.

Das wäre ein wichtiger Punkt. Dabei muss man versuchen, innerhalb der Ethik nicht moralisch zu werden. Nicht moralisch in der Ethik? Wir haben gestern in einer Ethikveranstaltung einen Ansatz zur Substitution mit Heroin gutgeheissen, den wir als amoralisch erkannt haben. Die Schweiz ist in der Lage, ausserhalb der Moral Heroinabhängige zu beurteilen und ihnen zu helfen. Andere Länder kommen mit der Moralkeule. Dort sterben die Heroinabhängigen auf der Strasse. Manchmal ist es gut, die Moral wegzulassen. Moral ist nichts Feststehendes. Sie haben sicher die Diskussion um den verweigerten Händedruck in der Schule verfolgt oder die Bewertung von Böhmermanns Schmähkritik mal als Kunst, dann als Verbrechen an der Menschlichkeit. Moral ist also je nach Gesellschaft und Kultur etwas sehr Unterschiedliches. Wie nähert man sich dem Moralbegriff am Besten? Ethik hat nicht die Aufgabe, Vorgaben zu liefern und den Zeigefinger zu heben. Dann wäre Ethik keine Wissenschaft. Ich setze mich wie andere Philosophen, beispielsweise Annemarie Pieper, dafür ein, die Ethik als Wissenschaft zu betreiben. Ethik hat zwei Ausprägungen, die empirische und die normative Ethik. Keinesfalls will Ethik konkrete moralische Vorstellungen durchpeitschen, auch nicht in der normativen Variante. Das macht man in der theonomen oder theologischen Ethik. Da trifft man bestimmte Vorannahmen, die man nicht diskutieren kann, und man versucht dazu passende Schlussfolgerungen durchzusetzen. Das macht ein Moralist, ein Ethiker macht so was nicht. Auch ein normativer Ethiker nicht. Normative Ethiker kritisieren die herrschende oder gewünschte Moral, weisen auf Ungereimtheiten hin und schlagen allenfalls eine Richtung oder einen Rahmen vor. Vom Wortursprung heisst Moral ja nichts anderes als Ethik. Wo genau ist der Unterschied? Wir haben uns in der Wissenschaft und in der Philosophie auf eine klare Trennung geeinigt: Ethik ist die Wissenschaft, die Disziplin, die Lehre oder auch die systematische Beschäftigung. Moral hingegen ist der Gegenstand, das normative Setting aus Regeln, Übereinkünften und Überzeugungen, aus Ideen und Vorstellungen zu dem, was gut und gerecht ist. Einer meiner Studenten hat das einmal

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«Ingenieure lassen sich nicht aufhalten. Sie bauen das, was sie bauen können.»

schön ausgedrückt: Moral hat man, Ethik betreibt man. So ist es. Wir kommen bereits mit moralischen Ansätzen auf die Welt und bilden sie aus. Das einjährige Kind ist noch amoralisch, es ist ausserhalb der Moral. Das zehnjährige ist schon moralisch. Vierzehnjährigen gestehen wir in moralischen Fragen schon einiges zu, Achtzehnjährigen auch in rechtlichen Angelegenheiten. Moral formt sich aus wie Sprache, wir bringen sie uns gegenseitig bei und korrigieren uns, wenn wir sie falsch gebrauchen. Ich vergleiche gerne Moral und Sprache bezüglich ihrer Entstehungsweise und ihrer Wesensart. Bei Sprache ist es ähnlich: Sie ist der Gegenstand, die Sprachwissenschaft die Disziplin dazu. Kennen Sie den Chatbot Tay? Diese künstliche Intelligenz von Microsoft sollte von der Zielgruppe im Internet lernen, wie junge Menschen reden und miteinander umgehen. Das Experiment scheiterte, und Tay musste nach weniger als 24 Stunden vom Netz. Das ist richtig. Tay geriet in schlechte Gesellschaft. Wir entwickelten 2013 den Goodbot. Dieser erkennt Probleme eines Benutzers anhand von Aussagen wie: «Ich will mich ritzen», «Ich will mich umbringen», «Ich habe einen Amoklauf vor» oder «Ich habe meinen Job verloren». Der Goodbot ist eine ganz einfache Maschine. Er kann aber einiges. Er ist ein Stück weit lernfähig, er merkt sich den Namen des Benutzers, und er bewertet dessen Aussagen in einem Punktesystem. Er kann auf mehreren Stufen eskalieren, und beim höchsten Punktestand gibt er eine nationale Notfallnummer heraus. Diese ermittelt er anhand der IP-Adresse.


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Unsere Maschine ist, wie gesagt, primitiv. Microsoft programmierte hingegen einen intelligenten Chatbot, hinter dem sich vermutlich ein Agent verbirgt. Man liess Referenzpersonen auf ihn los, um ihn lernen zu lassen. Die Gefahren des Lernens mit Referenzpersonen haben wir bereits mit Blick auf Fahrerassistenzsysteme und autonome Autos diskutiert. Wenn autonome Autos selbstlernende Systeme sind, bei denen man voraussetzt, dass sie sich schon das Richtige abschauen von anderen Autofahrern und Autos, dann kann es passieren, dass sie in schlechte Gesellschaft geraten. Sie könnten beispielsweise am Utoquai in Zürich lernen, wo die Maseratis bei Rot über die Ampel rasen. Das selbstlernende Auto könnte nun annehmen, das ist richtig, so machen es die Menschen, so machen es die Maserati-Fahrer, so mache ich das jetzt auch. Und genau das ist bei Tay passiert. Er schaute sich schlechte Aussagen ab, in anderen Fällen könnten es schlechte Handlungen sein. Es braucht Metaregeln, die das ausschliessen. Diese kann man aufstellen. Das wurde bei Tay versäumt. Microsoft hat offenbar nicht weit genug gedacht. Sind diese Metaregeln christlich oder islamisch geprägt? Oder gibt es eine universelle Moral? Moralische Vorstellungen sind Millionen Jahre alt. Die religiöse Vereinnahmung kam erst sehr spät in der Menschheitsgeschichte. Wir haben auch von der Antike her eine sehr starke Tradition. Die meisten Menschen hierzulande argumentieren gegen gewisse religiöse Vorstellungen, zum Beispiel indem sie der Meinung sind, dass Erbsünde und Racheakte keine geeigneten Konzepte sind. Bei der Moral ist weltweit etwas Verbindendes vorhanden in Bezug auf Grundsätzliches, wie zum Beispiel das Tötungsverbot. Das Tötungsverbot sehen alle Kulturen gleich. Klar, es gibt Machthaber in allen Kulturen und Religionen, die für sich das Recht in Anspruch nehmen, Menschen zu töten – in den USA, in China. Doch die meisten Menschen sind der Meinung, dass man nicht einfach Mitmenschen töten soll. Die meisten Menschen gehen auch einig in der Meinung, dass wir in der Regel die Wahrheit sagen müssen. Die Ethik fragt danach, ob es übergeordnete Regeln gibt wie die Erklärung der Menschenrechte, die alle verstehen und unterschreiben können. Es gibt sie. Und sie haben mit Religion nichts zu tun. Das Tötungsverbot, das Wahrheitsgebot – die Menschen sind nicht in allen moralischen Fragen grundverschieden.

Sie haben vorhin die Fahrerassistenzsysteme angesprochen: Wie entscheidet ein solches System bei einem unausweichlichen Unfall, welches Leben wertvoller ist und gerettet werden muss? Wir konzipieren und implementieren an der Hochschule starr programmierte Systeme, einfache moralische Maschinen, die in halb offenen oder geschlossenen Umgebungen moralisch gut agieren. Ich bin gegen komplexe moralische Maschinen, die über Leben und Tod von Menschen entscheiden, wie immer sie programmiert sind, fest oder offen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen selbstlernende Maschinen. Aber in diesem Kontext bin ich es doch. Ich halte es für eine schlechte Idee, solche Maschinen wie Tay zu bauen und auf die Menschen loszulassen, oder selbstlernende Autos, die schlussendlich über Leben und Tod von Menschen entscheiden. In offenen Welten müssten 300 000 verschiedene Situationen vorhergesehen und entsprechende Routinen implementiert werden. Das ist kaum möglich. Technisch ist eine selbstlernende Maschine hierfür die Lösung, moralisch hingegen nicht. Diese Maschinen werden moralisch fragwürdige Entscheidungen treffen. Manche Automobilhersteller und -zulieferer argumentieren, dass so etwas gar nicht geplant ist. Das Auto würde einfach bremsen oder geradeaus fahren. Aber bei einem autonomen Auto ist alles eine Entscheidung, auch das Geradeausfahren. Ich persönlich mag moralische Maschinen. Ich bin Maschinenethiker. Ich konzipiere Autos, die moralische Entscheidungen treffen, aber in Bezug auf Tiere. Damit komme ich in den Genuss, moralische Maschinen zu bauen, aber ich muss mich nicht auf die heikle moralische Entscheidung einlassen: «Wen tötet die Maschine?» Für eine solche Entscheidung könnte man im einfachsten Falle klassisch utilitaristisch durchzählen, wie viele Leben gegeneinanderstehen. Das ist keine gute Lösung. Der Einzelne könnte der Ethikprofessor und die fünf alternativen Opfer könnten IS-Terroristen sein. Wir haben eine Formel für solche Entscheide entwickelt und gleichzeitig kritisiert. Die Formel gewichtet Alter, Gesundheit, Schönheit, Reichtum und Anzahl. Da wird es schnell unappetitlich. Es könnten bei Autos in der Zukunft verschiedene normative Settings implementiert werden, und je nachdem, was ich zahle, kann ich dieses oder jenes Setting haben und überleben oder eben nicht. Eine solche Option wäre freilich fatal.

Mitunter wird auch die Meinung vertreten, wir sollten Maschinen menschlicher machen, sie systematisch Fehler machen lassen. Ich würde diese Büchse der Pandora nicht öffnen wollen. Aber die Büchse ist ja längst offen. Selbstbeschränkung von der Wissenschaft zu fordern wäre nötig, aber ist sie realistisch? Nein, das ist nicht realistisch. Ein Grund, die ETH Zürich als Ort für dieses Gespräch zu wählen, war, dass Einstein hier gewirkt hat, Albert Einstein, der aus meiner Heimatstadt Ulm stammt. Er diskutierte schon mit Niels Bohr über die Frage, ob es eine Beschränkung für Ingenieure bräuchte. Einsteins Meinung hierzu war sinngemäss: Können wir schon machen, bringt aber nichts. Denn Ingenieure lassen sich nicht aufhalten. Sie bauen das, was sie bauen können. Selbstverständlich könnten wir Gesetze einführen, etwa auf nationaler Ebene. Die Folge ist, dass andere Staaten dann Kampfroboter bauen, und wir nicht. Wobei ich durchaus dafür bin, Kampfroboter auf der ganzen Welt zu ächten.

Was genau ist der Unterschied zwischen Maschinenethik und Informationsethik? Wie verändert der Terrorismus den Umgang mit Information, und ist dies notwendig? Wie verändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft, und werden wir ein bedingungsloses Grundeinkommen irgendwann in der Zukunft brauchen? Diese Fragen und mehr beantwortet Prof. Dr. Oliver Bendel in der kommenden Ausgabe von «at – Aktuelle Technik».

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Magazin Kolumne 10

«Tay» oder die Moral von der Maschine «Tay» heisst ein von Microsoft erschaffener und mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Chatbot. Seine Aufgabe war es, vom Menschen im Internet die Kommunikation und den Umgang miteinander zu lernen.

Heike Henzmann – Moral könnte man als Summe aller ethischen und sittlichen Regeln für den Umgang von Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt bezeichnen. Eine Handlung als moralisch verwerflich oder moralisch unbedenklich zu bewerten, ist nicht immer einfach, wie die unsägliche Diskussion über die Verweigerung des Handschlags in Schweizer Schulen zeigt. Oder die Bewertung von Böhmermanns Schmähkritik, die von Kunst bis zum Verbrechen an der Menschheit reicht. Eine absolute Moral gibt es also nicht. Denn die moralischen Regeln, nach denen Menschen handeln, sind nicht für die gesamte Menschheit gleich, sondern unterscheiden sich je nach Sozialisation und Persönlichkeit. Maschinen, die mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet sind, werden jedoch nicht darum herumkommen, auch komplexe moralische Entscheidungen zu treffen. Stellen wir uns ein autonomes Fahrzeug vor. Eine Gruppe Fussgänger rennt auf die Strasse, der Bremsweg ist zu kurz, einzige Rettung für die Fussgänger ist das Ausweichen des Fahrzeugs. Bedauerlicherweise ist ein Baum im Weg, und die Überlebenswahrscheinlichkeit des Autoinsassen bei der Kollision mit dem Baum beträgt 5 Prozent. Opfert das intelligente Fahrzeug nun den Insassen oder die Fussgänger? Nach welchen Kriterien wird dieser komplexe moralische Entscheid getroffen? Nach der Anzahl Leben? Nach der wirtschaftlichen Bedeutung der Opfer? Oder gar nach Loyalität mit dem eigenen Besitzer? Je mehr intelligente Maschinen direkt mit uns Menschen interagieren, desto wichtiger wird es, sie mit einer Kompetenz auszustatten, solche moralischen Entscheide zu treffen. Doch wie sollen wir einer Künstlichen Intelligenz (KI) moralisches Handeln vermitteln? Eine

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KI ist selbstlernend. Naheliegend also, dass das Erlernen bei einer KI genauso funktionieren könnte wie bei Kindern. Und die erlangen ja sehr erfolgreich durch Erziehung, Nachahmen, Vorleben und Kommunizieren eine moralische Kompetenz. Dass dieser Weg ziemlich schiefgehen kann, zeigte jüngst das Microsoft-Experiment mit dem Chatbot Tay. «Tay» wurde mit KI ausgerüstet und sollte in sozialen Netzen von jungen Menschen die Kommunikation und den Umgang miteinander lernen. Keinen Tag dauerte es, da hatte die Netzgemeinde die für Witze und freundliche Unterhaltung gedachte, intelligente «Tay» in ein rassistisches und sexistisches Monster verwandelt. Auch wenn einige der üblen Tweets von «Tay» nur ein Resultat der Funktion «Repeat after me» war, stellten sich doch einige Tweets auch als das Ergebnis eines Lernprozesses heraus, wie zum Beispiel: «Bush did 9/11 and Hitler would have done a better job than the monkey we have now. Donald Trump is the only hope we've got.» Fazit: gelernt ja, aber moralisch verwerfliches Verhalten. Also müssen wir einen anderen Weg finden. Vielleicht moralische Regeln und ethisches Verhalten sozusagen fest verdrahten. Auch wenn Menschen einer Kultur und Gesellschaft sich im Groben einig sind, was moralisch gut oder verwerflich ist, so gibt es zwischen den Kulturen Unterschiede. Wenn wir also Maschinen eine Moral mitgeben wollen, welche soll es denn sein? Wird es Bots und Roboter künftig in christlicher und muslimischer Ausführung je nach Einsatzgebiet geben? Oder legen Hersteller die Moral fest, und wir müssen uns bei der Anschaffung einer intelligenten Maschine entscheiden, ob uns die Moral von Apple, von Microsoft oder von Google besser behagt?


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ABBTechnikerschule

Faszination der Technik erleben

Training und Unterricht ...

... an der Smart-Grid-Trainingsanlage,

... im Maschinenlabor

... und im RFID-Labor.

Smart-Grid — intelligente Netze — ist das Schlüsselwort für die Bewältigung der neuen Anforderungen, die sich durch die Einbindung der erneuerbaren Energiequellen stellen. In diesem Bereich besteht nach wie vor erheblicher Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungsbedarf. Die ABB-Technikerschule hat den Erweiterungsbau als Chance genutzt, um diesen Bedarf in ihrem Elektrolabor abzudecken. Die zukunftsgerichtete Smart-Grid-Trainingsanlage bildet das Kernstück des Labors und gilt in ihrer Art landesweit als einzigartig. Die vernetzte Anlage besteht aus fünf Trainingsmodulen, die sowohl einzeln (Fotovoltaik, Wind, Pumpspeicher, Verbrauchs-Last, Quelle) wie auch im Verbund betrieben werden. Eine Reihe weiterer Laboranlagen wie das Elektroniklabor, eine Industrieroboterzelle, eine komplette Trainingsanlage für Gebäudeleittechnik und -automation und vieles mehr ergänzen das grosszügige und topmoderne Labor. Mit der Inbetriebnahme einer 100-kV-Hochspannungszelle geht die ABB-Technikerschule neue Wege und bildet Kadernachwuchs auch in Hochspannungstechnik aus.

prüfung» stehen unter anderem je ein Gerät für die Härteprüfung sowie für die Messung der Zug- und Kerbschlagfestigkeit bereit. Im Bereich «Festigkeitslehre und Statik» faszinieren vor allem die Versuchsanordnungen für den Fachwerkbau (Knotentechnik) sowie das Polariskop. Mit Letzterem kann die Kerbwirkung (K-Faktor) bei Zugbelastung visualisiert werden. Imposant präsentiert sich auch der Laborbereich Fluidtechnik, wo an modernsten Hydraulik-Schulungsarbeitsplätzen Versuche durchgeführt werden.

Training im RFID-Unterrichtslabor «Praxis- und anwendungsorientiertem Unterricht wird an der ABB-Technikerschule höchste Priorität beigemessen», betont Kurt Rubeli, Rektor der ABB-Technikerschule. Das RFID-Labor leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und Einsatz der RFID-Technologie. RFID (engl. Radio-Frequency Identification) — Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen — bezeichnet die Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen. InPraxis im Maschinenlabor bound-Outbound-Prozesse, TeilebewirtschafMit dem neuen Maschinenlabor erhalten die tung und weitere Anwendungen können die künftigen Fach- und Führungskräfte die bes- Studierenden 1 : 1 trainieren. Mehrere Laborarten Voraussetzungen, um für Herausforde- beitsplätze dienen dem praktischen Unterricht. rungen der industriellen Praxis auf dem akZahlreiche Sponsoren haben mit modernstuellsten Stand der Technik gerüstet zu sein. ten Einrichtungsinstallationen den Aufbau des Im neuen Maschinenlabor fällt als Erstes ein RFID-Labors ermöglicht. moderner Windkanal auf, der fluidtechnische Untersuchungen bei Luftgeschwindig- abbts.ch keiten bis 100 km/h erlaubt. Der Windkanal ist Bestandteil des Laborbereichs «Strömungsund Wärmelehre». Im Bereich «Werkstoff-

Bildungsangebot der ABB-Technikerschule «Weiter wissen» – Dieses Motto steht für das breite Bildungsangebot der ABB-Technikerschule. Die ABB-Technikerschule ist eine dynamische Bildungsinstitution in der höheren Berufsbildung und bietet berufsbegleiAktuelle Technik –6/2016

Der Erweiterungsbau der ABB-Technikerschule eröffnet neue Perspektiven. Das grosse Maschinenlabor, das topmoderne Elektrolabor sowie das einzigartige RFID-Labor bilden das Herzstück der Bildungsinstitution.

tend und praxisorientiert eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge, ein Nachdiplomstudium sowie Vorbereitungslehrgänge auf höhere Fachprüfungen und Weiterbildungskurse an. Einem qualitativ hochstehenden, praxisnahen und zeitgemässen Ausbildungskonzept wird höchste Priorität

eingeräumt. Absolventinnen und Absolventen Höherer Fachschulen HF zeichnen sich in der Arbeitswelt durch ihre Praxiskompetenz aus. Die Studierenden üben während des dreijährigen berufsbegleitenden Studiums ihren Beruf weiter aus, sodass sie das Gelernte unmittelbar in


Magazin Aus- und Weiterbildung 13

Die HFT Mittelland ist gebaut auf dem Fundament einer reichen Tradition. Drei wichtige Schulen vereinten sich am Nationalfeiertag 2012 zu einem Institut mit einem breiten, mit der regionalen Industrie abgestimmten Angebot.

Dipl. Techniker/in HF – der intelligente Weg für Praktiker

Innovative Laboranlagen in Automation, Elektrotechnik, Robotik, Regeltechnik, Produktionstechnik und generativen Fertigungsverfahren ermöglichen eine praxisnahe Ausbildung. Insgesamt 70 Dozierende, in ihrer Mehrheit selbst auch aktiv in der Industrie tätig, führen die Studierenden zum Diplom. Die eidgenössisch anerkannten Bildungsgänge zum Techniker/zur Technikerin HF in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Systemtechnik und Unternehmensprozesse bilden das Grundangebot der HFTM. Ausgewählt werden können unterschiedliche Vertiefungsoptionen und die Varianten berufsbegleitend oder Vollzeit. Während am Standort Grenchen grundsätzlich in Deutsch unterrichtet wird, führt die HFTM in Biel auch eine zweisprachige Klasse (D/F). Es dauert in der Variante berufsbegleitend 3 Jahre oder als Vollzeitstudium 2 Jahre bis zum Abschluss. Das Studium als Techniker/Technikerin an der HFTM ist eine gute Wahl für leistungsorientierte Lehrabgänger und ermöglicht eine vielseitige Karriere.

Schaltnetzteile mit 10 Jahren Garantie

Mehrwert für die regionale Industrie Aktuell studieren 320 junge Leute an der HFTM, davon 70 im Vollzeitstudium in Biel. Jährlich diplomiert die HFTM 80-100 Techniker/Technikerinnen HF und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Fachkräftemangels. Die Diplomarbeiten erarbeiten die Studierenden zusammen mit ihrem Arbeitgeber, meist als konkretes Projekt mit direktem praktischem Nutzen für das Unternehmen. Denn das praxisnahe Studium, unterstützt mit modernsten Laboranlagen und innovativer E-Learning-Technologie, macht die Absolvierenden fit für die Anforderungen von «Industrie 4.0», damit sie nach dem Studienabschluss sofort vollwertig einsetzbar sind. hftm.ch

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Aktuelle Technik –6/2016

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Höhere Fachschule für Technik Mittelland

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Magazin EMV 14

Negal Engineering AG

EMV-Tipps

Bei EMV-Störungen werden immer wieder grundlegende Regeln der Elektrotechnik missachtet. EMV-Störungen sind kein Buch mit sieben Siegeln, viele Probleme können auf Elektrotechnik-Grundlagen heruntergebrochen und mit kleinerem Aufwand reduziert werden.

Aktuelle Technik –6/2016

Y-Kondensator

Gehäuse auf Erdpotenzial

geprüft werden, ob es Sinn macht, möglichst schnell zu schalten. Auch sollte soft schaltenden Bauteilen der Vorzug gegeben werden. Die Störungsart hat einen grossen Einfluss auf die Auslegung der EMV-Filter. So ist die Strategie bei der Filterauslegung nicht dieselbe, wenn die Störquelle eine Spannungsquelle oder eine Stromquelle ist. Was bedeutet dies für die Praxis? DM-Störungen können als Spannungsquellen beschrieben werden. Schnell ändernde Ströme von z. B. einem Flyback-Konverter verursachen am ESR des Zwischenkreiskondensators einen Spannungsabfall. Diese Störspannung kann durch ein geeignetes Filter mit hoher Impedanz gedämpft werden, also kann ein «normales» Tiefpass-Filter verwendet werden. Wenn die Störquelle eher einer Stromquelle gleicht, also CCM-Störungen, führt diese Filterstruktur nicht zum gewünschten Erfolg. CM-Störungen werden besser durch Stromquellen beschrieben. Ein Strom kann durch eine hohe Impedanz nicht dazu gebracht werden, nicht weiter zu fliessen. Eine hohe Impedanz kann dabei helfen, den Störstrom in eine andere Richtung niedriger Impedanz umzulenken. Der Pfad über den Y-Kondensator stellt die kleinere Impedanz dar als der Pfad über die Netzzuleitung. Eine Common Mode erhöht die Impedanz zur Netzzuleitung Störungsart Wir können unterscheiden zwischen den lei- zusätzlich. tungsgebunden und abgestrahlten Störungen. Bei den leitungsgebundenen Störungen Filterkomponenten wird zwischen Common Mode (CMM) und Man muss sich vor Augen halten, dass sich Differential Mode (DM) unterschieden. Diese die Filterkomponenten in einem höheren beiden Störungen treten in unterschiedlichen Frequenzbereich schlechter verhalten als Frequenzbereichen auf. So liegen DM-Störun- bei tiefen Frequenzen. Als Ferritmaterial gen im tieferen Frequenzbereich von einigen für Common-Mode-Drosseln werden häu10 kHz bis einigen MHz, die CMM-Störungen fig MnZn-Kerne verwendet. Die hohe Comliegen im höheren Frequenzbereich von eini- mon--Induktivität ist jedoch trügerisch. Wenn man die Durchtrittfrequenz rechnet, sollte gen MHz bis einigen Hundert Megahertz. Je schneller geschaltet wird, desto hö- das Filter problemlos ausreichend Filterwirher ist das zu erwartende Störspektrum. Um kung besitzen. Dies gilt nur, wenn sich die Schaltverluste zu minimieren, wird schneller Drossel ideal verhält. Das MnZn-Ferrit-Mategeschaltet. Was einen Vorteil beim Wirkungs- rial verliert bereits bei einigen Hundert Kilograd bedeutet, kann sich nachteilig in der EMV hertz die komplexe Permeabilität. Diese Perauswirken. Ein grösseres EMV-Filter bedeu- meabilität µ’ beschreibt das Verhalten der tet mehr Verluste und Kosten. Es muss genau Induktivität über die Frequenz, der Faktor µ»

Beim Aufbau einer Elektronik-Baugruppe ist der Widerspruch häufig vorprogrammiert. Zum einen soll die Baugruppe auf kleinstem Raum aufgebaut, zum anderen soll das EMV-Filter möglichst weit von der Störquelle angeordnet werden. Sobald ein Bauteil mit höheren Strömen belastet wird, werden meistens E- und/oder B-Felder erzeugt. Auch durch «unverdächtige» Bauteile wie ein Folienkondensator oder ein Elektrolyt-Kondensator können Störungen vom Siebelko in den Entstörkondensator eingekoppelt werden. Das Gehäuse von einem Elektrolytkondensator ist der Minuspol, und durch diesen fliesst der Rippelstrom, somit ist dieser ein stromdurchflossener Leiter und wird abstrahlen. Die Filter-Komponenten sollten wenn möglich so weit als möglich distanziert und in einem rechten Winkel zueinander angeordnet werden. Auch sollte das EMV-Filter möglichst nahe am Gehäuse Ausgang platziert werden, andernfalls können Störungen am Filtereingang wieder eingekoppelt werden. Auch darf die Verdrahtung nicht vergessen werden, sofern vorhanden. Man sieht es immer wieder, dass die Netzzuleitung in der Nähe vom Hauptübertrager vorbeigeführt wird. Dass Störungen ins das Netzkabel eingekoppelt werden, ist vorprogrammiert.

beschreibt das Verhalten der Verluste. Ein besseres Ferritmaterial für höhere Frequenzen ist NiZn, es wirkt über einen grösseren Frequenzbereich, hat aber den Nachteil einer kleineren Permeabilität und somit einer kleineren Induktivität. Der Aufbau der Wicklung darf nicht vernachlässigt werden. Es werden vermehrt Drosseln hergestellt, welche die Wicklung auf mehrere Kammern aufteilt. Dadurch wird die Kapazität der Wicklung reduziert. Eine hohe Wicklungskapazität «überbrückt» die Induktivität und sollte vermieden werden. Durch Ferritstege auf den Common-Drosseln kann die Streuinduktivität auf Kosten der Common-Mode-Induktivität erhöht werden. Dies ist vorteilhaft zur Reduktion von DM-Mode Noise. Folienkondensatoren verhalten sich erwartungsgemäss auch nicht ideal, kommen aber dem optimalen Verhalten wesentlich näher als die Induktivitäten. Keramik-Kondensatoren, speziell mit COG Material, sind nahezu ideal. Leider sind nur kleine Kapazitätswerte verfügbar, oder für eine grössere Kapazität ist der Platz nicht ausreichend, oder die Kosten sind zu hoch. Kondensatoren besitzen einen Ohmschen Innenwiderstand und eine Eigeninduktivität. Dies bedeutet, dass der Kondensator oberhalb der Resonanzfrequenz induktiv wird. Als Praxisbeispiel wird das reelle Frequenzverhalten von Common Mode Drosseln mit dem Bode 100 und der EFSyn-Software aufgenommen. Mit diesem Messsystem kann das reelle Verhalten von einem


Magazin EMV 15

30-µH-Ringkern-Drossel mit NiZn-Kern

6,8-mH-CommonMode-Drossel mit MnZn-Kern

Filter aufgenommen werden. Eigenresonanzen der einzelnen Bauteile werden sichtbar. Diese können bedämpft, oder es können andere Bauteile verwendet werden, die andere Resonanzfrequenzen besitzen.

die der Drossel mit MnZn-Kern. Obwohl die Induktivität der Drossel mit NiZn-Kern rund 200-mal tiefer ist. Man sollte wissen, in welchem Frequenzbereich die Drossel wirken soll und mit welchen Störungen man es zu tun hat. Weiter ist ersichtlich, dass die Phase sehr flach abfällt, was auf eine niedrige Güte zuMessergebnis Wird nur einmal die Drossel betrachtet, ist das rückzuführen ist. Dies ist ein wichtiger Punkt nicht optimale Verhalten gut erkennbar. Bei bei Drosseln zur Bekämpfung von CMM-Stöeiner Frequenz von 20 MHz steigt die Impe- rungen im hohen Frequenzbereich. Da wir es danz der Ringkerndrossel mit NiZn-Kern über bei CCM-Mode Störungen mit Stromquellen

zu tun haben, sollte dieser Strom in der Drossel in Wärme umgesetzt werden. Die Verluste der Drossel sind ausschlaggebend dafür, wie wirksam die Drossel ist, und nicht deren Induktivität. Viele Punkte in der EMV können auf Elektrotechnik-Grundlagen heruntergebrochen werden.

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Magazin Marktübersicht – Technische Kommunikation 16

Branchen Maschinenbau

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1

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4

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Anlagenbau

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Software

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4

Medizintechnik

3 4

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Kraftwerke

4

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Konsumgüter 3

Apparatebau

2

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3

Produkte Technische Dokumentation

3

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2

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3

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Übersetzungen 5

Risikoanalyse

4

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Usability 1

Visualisieren/animieren Lokalisierung

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Prozesse

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4

1

3 7

1

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2

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5

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Druckvorstufe Dokumentenmanagement

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Content Management CE-Kennzeichnung Qualitätsdokumentation

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Webpublishing Art der Dienstleistung 1

Erstellen

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Prüfen 4

Ausbilden

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Projekte managen

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Aktuelle Technik –6/2016

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IT-Dienstleistung Softwareintegration

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Coachen Beraten

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Die Kompetenzen der Firmen sind gewichtet nach aufsteigender Nummer.


Magazin Messen 17

Automatica 2016

Aufbruch in eine neue Ära der smarten Robotik und Automation

Die Automatica verbucht einen Anmelderekord. In sechs Messehallen präsentieren rund 850 Firmen ihre Lösungen für die Optimierung von Produktionsprozessen und professioneller Servicerobotik und zeigen: Die Ära der smarten Robotik und Automatisierung hat begonnen.

Fotos: © Messe München GmbH

Tatsächlich könnten die Geschäfte in der Branche derzeit kaum besser laufen. Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation, bringt es auf den Punkt: «11,4 Milliarden Euro setzte die deutsche Robotik- und Automationsbranche 2014 um. Dieses neue Rekordergebnis entspricht einer Umsatzsteigerung von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter diesen positiven Vorzeichen treibt die Branche Entwicklungen wie die Mensch-Maschine-Kollaboration, mobile Robotik und Industrie 4.0 mit Nachdruck voran.»

Chief Marketing Officer der KUKA AG, betont: zwischen Automatisierung und Informations«Bestimmende Themen wie Industrie 4.0, si- technologie dar. Zentrales Thema sind neben chere Mensch-Roboter-Kollaboration oder «Industrie 4.0 in der Praxis» auch die digitaneue Einsatzbereiche von Robotern sind ge- le Transformation in der Produktion und die fragt. Die Anwender wollen die Vorteile nicht neuen Möglichkeiten für Anbieter und Anwennur hören und sehen, sondern schnell selbst der von Robotik und Automation. Die Embedded-Messe konzentriert sich ausserdem auf in der Praxis nutzen können.» Themen rund um intelligentes und digital vernetztes Arbeiten. Aussteller präsentieren auf Eine Messe – viele Branchen Die Automatica bildet das komplette Spekt- der Konferenz Lösungen und Dienstleistungen rum an Produkten, Systemen und Lösungen für IoT in der Industrie sowie Best-Practice-Beifür nahezu jedes Automatisierungsvorhaben spiele. ab. Automobil- und Metall verarbeitende Industrie, Medizin-, Pharma-, Lebensmittel- und Start-up World Kunststoffbranche: Die Automatica spricht An- Die Start-up World ist der neue Marktplatz wender aus den unterschiedlichsten Produkti- der Innovationen auf der Automatica 2016. onsbereichen an. Dabei haben Aussteller und Mit dem Start-up World Market, dem StartBesucher ein gemeinsames Ziel: die Optimie- up World Award und der Start-up World Stage bietet sie aufstrebenden Unternehmensgrünrung von Produktionsprozessen. dern, Industrie und Investoren eine einzigartige Match making-Plattform und ProduktProfessionelle Servicerobotik Roboter haben ihren schützenden Käfig ver- innovationen in den Bereichen Automation lassen und arbeiten eng mit dem Menschen und Service Robotics zum Anfassen. zusammen. Ob Bergbau oder Landwirtschaft, Baugewerbe, Forstwesen oder Frachtabwicklung – Serviceroboter sind in der Praxis ange- bto-solutions.ch kommen. Der Messeschwerpunkt «Professionelle Servicerobotik» auf der Automatica zeigt erneut konkrete Anwendungen zum Anfassen.

Eine neue Ära der smarten Robotik Mit einer Roboterdichte von 292 Einheiten pro 10 000 Arbeitnehmer zählt die deutsche Wirtschaft weltweit zu den am stärksten automatisierten Standorten und rangiert damit laut jüngster Roboterstatistik auf Rang eins in Europa (IFR). Nach dem Vorbild der Konzerne steht jetzt der deutsche Mittelstand vor einer revolutionären Automatisierungswelle. Der Grund: Eine neue Roboter-Generation ohne Schutzzaun ist marktreif, in die Betriebe einzuziehen. Diese COBOTS arbeiten als Assistenten mit den Werkern Hand in Hand zusammen. Für die Automatica heisst das: Revolution statt Evolution im Hinblick auf Technologien und Exponate. Robotik, industrielle Bildverarbeitung, Integrated Assembly Solutions und professionelle Servicerobotik zählen zu den «Industrie 4.0» Vorreitern. Die Innovationskraft hat in den zu- Parallel zur Messe findet die neue Plattform rückliegenden zwei Jahren einmal mehr an «IT2Industry» in Halle B4 statt. Fachmesse Fahrt aufgenommen, wie Wilfried Eberhardt, und Open Conference stellen die Verbindung

Aktuelle Technik –6/2016

Automatica 2016 21. bis 24. Juni 2016 Messe München


Magazin Messen 18

Hannover Messe 2016

Richtungweisende Signale

Mit dem Leitthema «Integrated Industry – Discover Solutions» und dem Partnerland USA gingen von der weltweit wichtigsten Industriemesse richtungweisende Signale in alle Welt.

Deutsche Messe AG – Mit einer Virtual-Reality-Brille ausgestattet, greift Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Hand im digitalen Raum. US-Präsident Barack Obama nutzt die Gelegenheit und reicht ihr seine Hand in der realen Welt. Dies war eines der stärksten Bilder der Hannover Messe 2016. Und gleichzeitig ein Sinnbild für die Zusammenarbeit beider Nationen auf dem Weg zur «Industrie 4.0». Mehr als 190 000 Besucher (175 000 im Vergleichsjahr 2014) kamen zur Hannover Messe, um ihre Unternehmen für die digitale Zukunft fit zu machen und in moderne Technologien zu investieren. Mehr als 50 000 Besucher kamen aus dem Ausland. Das sind rund 25 Prozent mehr als im Jahr 2014. Neue Rekordwerte wurden aus den USA und China erreicht. China konnte mit 6000 Besuchern die Position als grösste Besucher-

SMT Hybrid Packaging

Als führende Branchenplattform bestätigt

Mesago Messe Frankfurt GmbH — An den drei Messetagen kamen rund 15 000 Fachbesucher nach Nürnberg und informierten sich bei 420 ausstellenden und 36 vertretenen Unternehmen über die neuesten Trends, Entwicklungen und Innovationen. Der parallel stattfindende Kongress bot den 225 Teilnehmern ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm. Die Zahlen der SMT Hybrid Packaging 2016 Ausstellungsfläche: 26 200 m² Aussteller: 420 36 vertretene Firmen Fachbesucher: etwa 15 000

smt-exhibition.com Aktuelle Technik –6/2016

nation nach Deutschland weiter festigen. Aus Europa wurden 30 000 Besucher gezählt. Ein zentrales Thema der diesjährigen Messe war Integrated Energy – das Energiesystem der Zukunft. Von der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Speicherung bis hin zu alternativen Mobilitätslösungen wurde die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette gezeigt. Dabei stand die Integrated Energy Plaza mit einem weltweit einmaligen interaktiven Modell eines kompletten regenerativen Energiekreislaufs im Mittelpunkt.

hannovermesse.de

Besucher und Aussteller nutzten Europas führende Fachmesse für Systemintegration in der Mikroelektronik als lebendige Networking-Plattform.


Magazin Messen 19

Sindex 2016

Hier trifft sich die Schweizer Technologiebranche

Die Sindex vereint alle zwei Jahre in Bern die führenden Hersteller in den Bereichen Automation, Elektrotechnik, Fluidtechnik sowie Robotik.

Sindex 2016 6. — 8. September 2016 Bernexpo-Gelände, Bern Täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Bernexpo AG — Die Vorbereitungen für die massgebende Schweizer Messe für Technologie sind in vollem Gange. Dieses Jahr besonders im Fokus steht das Thema «Industrie 4.0 in der Schweiz». Das Rahmenprogramm zum Fokusthema zeigt den Besuchern auf, wie die Produktion mittels «Industrie 4.0» effizienter gestaltet wird und wo die Schweiz im internationalen Vergleich steht. Geplant sind sowohl ein Forum mit Referaten als auch physi-

Siams 2016

Lückenlose Dynamik

sche Exponate, anhand derer den Besuchern konkrete Praxis-Anwendungen aufgezeigt werden. Die Besucher erhalten Einblicke, wie die Chancen von «Industrie 4.0» in konkrete Wettbewerbsvorteile umgemünzt werden. Live-Schaltungen in Schweizer Produktionshallen Ein besonderes Highlight sind verschiedene Live-Schaltungen in Schweizer Produktions-

hallen. Per Live-Stream wird der Schweizer Industriealltag auf die Messe geholt. Unternehmen zeigen live, wie sie heute produzieren und wie diese ihre Zukunft sehen. Die Messe-Besucher können sich aktiv beteiligen und den Fachexperten Fragen stellen.

sindex.ch

Nach den vier Tagen in der «Welthauptstadt der Mikrotechnik» reisten die 2700 Personen, die an den 437 in Moutier aufgebauten Ständen arbeiteten, zufrieden wieder ab.

FAJI SA – Die Woche war gehaltvoll, und vie- Besucher erlaubte. Nach vier Tagen waren le der kontaktierten Aussteller bestätigten, 14 347 Eintritte eingescannt worden. Der Volldass sie weitaus mehr Kontakte herstellen ständigkeit halber muss man dazu aber auch konnten, als sie gedacht hatten. Vor der Mes- noch die 2700 Personen zählen, die an den se hatten die Veranstalter noch betont, die Ständen arbeiteten, und sie als Besucher der Aussteller kämen nach Moutier, um hier Ge- anderen Stände hinzufügen. «Angesichts schäfte zu tätigen. Dies erwies sich als abso- der Grösse der Räumlichkeiten und der Inlut zutreffend. Zahlreiche Geschäfte wurden frastruktur ist eine Gesamtzahl von 17 000 in dieser Woche abgeschlossen. Personen hier vermutlich eine sowohl optimale wie maximal mögliche Besucherzahl», Innovationen und die Besucher so CEO Pierre-Yves Kohler Überall in den Gängen der Messehallen konnte man Innovationen entdecken (tatsächlich weitaus mehr als die 200 angekündigten), siams.ch und auch die Veranstalter haben viel erneuert: Vor allem das Scan-System an den Eingängen, das den Besucherfluss stark optimierte und eine zuverlässige Kontrolle der Aktuelle Technik –6/2016


Magazin Firmen Fakten Märkte 20

Um hoch effiziente PERC-Solarzellen in Serie herzustellen, entwickelten Dr. Jan Nekarda und Dr.-Ing. Ralf Preu den Laser-Fired-Contact-Prozess.

Dr. Jan Nekarda und Dr.-Ing. Ralf Preu (rechts) Foto: Dirk Mahler/ Fraunhofer

Joseph-vonFraunhofer-Preis 2016

Kür — Fotovoltaik und Windenergie sind die tragenden Säulen der Energiewende, die als eine der grössten gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte gilt. «Die gesamte elektrische Energie, die jährlich durch Fotovoltaik bereitgestellt wird, beträgt mehr als 250 Terawattstunden. Das entspricht etwa dem Ertrag von 30 Atomkraftwerken. Um einen maßgeblichen Beitrag zu den internationalen Klimazielen zu leisten, muss die jährlich neu installierte Fotovoltaikleistung in den nächsten 15 Jahren verzehnfacht werden. Insgesamt muss Solar-Technologie also immer effizienter und kostengünstiger werden, um diesen Markt gut bedienen zu können», erklärt Dr.-Ing. Ralf Preu, Bereichsleiter Fotovol-

Aktuelle Technik –6/2016

taik-Produktionstechnologie und Qualitätssicherung am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Mit der Entwicklung der Laser Fired Contact (LFC)-Technologie haben der Forscher und sein Kollege Jan Nekarda bereits einen Beitrag hierzu geleistet. Effizientere Solarzellen können damit kostengünstig hergestellt werden. Im Rahmen der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 10. Mai 2016 in Essen wurden Ralf Preu und Jan Nekarda für ihre Entwicklung mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016 geehrt. «Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung», freut sich Ralf Preu, «über die Anerkennung unserer Arbeit hinaus zeigt sie die Innovationskraft der deutschen und europäischen Fotovoltaikindustrie.» Solarzellen werden heute in der Regel mit einem flächigen metallischen Kontakt versehen, um Strom zu gewinnen. Der Kontakt bedeckt dabei die gesamte Rückseite eines Siliciumwafers. Dies limitiert jedoch den Wirkungsgrad. Als leistungsfähigere Alternative ist seit 1989 die Passivated Emitter and Rear

Cell-Technologie, kurz PERC, bekannt. Durch die Entwicklung des LFC-Prozesses ermöglichten die Fraunhofer-Forscher die erste industrielle Massenproduktion der PERC-Solarzelle. Effiziente Zellen in Serie herstellen Auf der Unterseite einer PERC-Solarzelle wird zwischen Kontaktschicht und Wafer eine sehr dünne nicht-leitende Schicht abgeschieden. Diese dient als Spiegel und reflektiert den Anteil des Sonnenlichts, der beim Durchdringen des Wafers nicht absorbiert wurde, in die Siliciumscheibe zurück. Da dasselbe an der Vorderseite passiert, wird das Licht im Siliciumwafer gefangen, und der Wirkungsgrad der Solarzelle steigt. Um den Strom aus dem Wafer ableiten zu können, sind viele kleine Öffnungen in der nicht leitenden Schicht notwendig, durch welche ein Kontakt zwischen Elektrodenmetall und Siliciumwafer entsteht. Beim LFC-Verfahren wird jeder dieser etwa 100 000 Kontakte durch einen einzelnen Laserpuls erzeugt. ise.fraunhofer.de


Magazin Firmen Fakten Märkte 21

Merkel und Obama bei ABB Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama haben kürzlich bei ihrem Besuch auf der Hannover Messe den bahnbrechenden neuen Smart Sensor von ABB erlebt. ABB-CEO Ulrich Spiesshofer demonstrierte den beiden Regierungschefs am ABB-Stand, wie dieser das Management von Millionen Elektromotoren durch die erstmals mögliche Verbindung mit Cloud-basierten Diensten verbessern kann. «Der Smart Sensor ermöglicht die transkontinentale industrielle Digitalisierung», sagte Spiesshofer. «Der Sensor verringert Stillstandszeiten von Motoren um bis zu 70 Prozent, verlängert die Lebenszeit um etwa 30 Prozent und reduziert den Energieverbrauch um bis zu 10 Prozent. Wenn alle weltweit installierten industriellen elektrischen Motoren mit unserem Smart Sensor ausgerüstet würden, könnte die von 100 grossen Kraftwerken erzeugte Energie gespart werden». abb.ch

Toyota entscheidet sich für EtherCAT Die Toyota Motor Corporation hat sich für EtherCAT als ihre Industrial-Ethernet-Technologie entschieden. In den neuen Fabriken auf der ganzen Welt setzt das Unternehmen künftig auf EtherCAT. Dies hat Morihiko Ohkura, General Manager der Production Engineering Innovation Division bei der Toyota Motor Corporation, während eines Presse-Briefings der EtherCAT Technology Group (ETG) auf der Hannover Messe 2016 bekannt gegeben. Ohkura erklärt: «Ich bin erfreut, mitteilen zu können, dass die Toyota Motor Corporation EtherCAT durchgängig in den neuen Fabriken, die auf der ganzen Welt entstehen, einsetzen wird. Wir haben umfassende Analysen und Bewertungen zum Vergleich verschiedener Industrial-Ethernet-Technologien durchgeführt und sind überzeugt, dass Performance, Determinismus, die einfachen Verkabelungseigenschaften sowie die Offenheit von EtherCAT den Ansprüchen von Toyota am besten gerecht werden.» ethercat.org

Aktuelle Technik –6/2016


Magazin Firmen Fakten Märkte 22

40 Jahre IndustrieElektronik, made in Switzerland

Seit 40 Jahren werden bei der Telma AG elektronische Steuerungen für Schweizer Kunden und internationale Auftraggeber aus unterschiedlichen Branchen entwickelt und gefertigt.

Firmengebäude der Telma AG in Seftigen.

Als die Telma AG 1975 in Bern gegründet wurde, erkannten die Firmengründer das Potenzial elektronischer Steuerungen, die damals noch in den Kinderschuhen steckten. Heute finden wir in praktisch jeder Maschine und jedem Apparat Steuerungen mit benutzerfreundlichen Bedieneroberflächen und Schnittstellen zu übergeordneten Systemen. Bei telma standen am Anfang Steuerungen zum Regeln und Dosieren von Flüssigkeiten im Zentrum. Auf Produkte für gewerbliche Geschirrspüler und Kaffeemaschinen folgten bald Steuerungen für Laborapparate und weitere Anwendungen. Mit dem Umzug nach Ittigen bei Bern wurden 1981 die Geschäftsleitung und die Mehrheit der Firmenanteile an Mario Bolla übertragen, der die Telma AG bis heute leitet. Vier Jahre später trat Rudolf Schmid als technischer Leiter in die Firma ein und übernahm gleichzeitig die

links: Warnleuchte zur Anzeige des Betriebszustandes von Fahrleitungen. Mitte: Bestückungsautomat bei der Arbeit. rechts: Signalanzeige für Stadtbahnen und Busse.

Aktuelle Technik –6/2016

restlichen Firmenanteile. 1991 wurde der Sitz nach Seftigen verlegt, wo heute 24 Mitarbeiter im eigenen Firmengebäude beschäftigt sind. Zu den drei Geschäftsbereichen der Telma AG gehören Eigenprodukte wie Leckage-Melder zur Vorbeugung von Wasserschäden und optische Warnsysteme. Letztere kommen zur Anzeige der Betriebszustände von Fahrleitungen in Depots von Bahnbetreibern und Verkehrsbetrieben zum Einsatz. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Steuerungen für Auftraggeber aus den Bereichen Apparate- und Maschinenbau, der Labortechnik und aus der Bahntechnik. Telma bietet von der Beratung und Konzepterarbeitung über die Entwicklung, die Industrialisierung und die Fertigung bis hin zur Wartung das ganze Leistungsspektrum an. Die Lohnfertigung komplettiert das Angebot.

Hier hat sich die Telma AG auf die Anforderungen von Schweizer Kunden sowie auf die Fertigung mittlerer Stückzahlen zu kompetitiven Kosten spezialisiert. Das Angebot beinhaltet die Komponentenbeschaffung, SMD- und THT-Bestückung sowie die Montage und Prüfung kompletter Baugruppen. Ein grosser Trend in der Industrie geht in Richtung Vernetzung und dezentraler Intelligenz — wir stehen im Zeitalter von IoT (Internet of Things). Intelligente Sensoren und Aktoren sind immer häufiger anzutreffen. Nebst steigender Ansprüche an Software und immer grösser werdende Datenmengen braucht es auch in Zukunft zuverlässige Hardware. Hier sieht die Telma AG — als Generalunternehmerin der Industrieelektronik — ihre Chancen und Stärken. Deshalb bekennt sich Telma zum Fertigungsstandort Schweiz und plant in Seftigen einen Neubau, um den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten auch in Zukunft sicherzustellen. Zur Feier des vierzigjährigen Firmenjubiläums und zum Dank an die Belegschaft fanden letztes Jahr mehrere Firmenanlässe statt. Die Telma AG unterstützt seit vielen Jahren die Stiftung BPN (Business Professionals Network), die sich der Förderung von KMUs in Entwicklungsländern verschrieben hat. Anstelle eines Kundenanlasses wurde der Kauf einer Druckmaschine und die Ausbildung von Longin Nkundimana, der in Ruanda eine Druckerei mit 16 Mitarbeitern betreibt, finanziert. telma.ch


Hall-Effekt-Sensoren

Induktiver Näherungsschalter

Hallsensoren

Excellente induktive Sensoren für das berührungslose Erfassen von metallischen Teilen im Automatisierungsalltag. Ideal für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Gehäuse: P-SSO-3-2 Bestellnummer

MagneticRange

TLE 4905L 0,64 TLE 4935L 0,67

±17 mT ±20 mT

Auszug aus unserem Sortiment. Das komplette Programm finden Sie unter: unipolar bipolar/latch

Radiometric-Sensor, linear • • • • •

Betriebsspannung: Stromaufnahme: Betriebstemperatur: Linearität: Antwortzeit:

4,5 … 10,5 VDC 8,7 mA (@ 5 VDC) -40 … +150 °C 1% typ. 3 µs

Gehäuse: TO-92, Ausgang: 0,2 V / 1,5 mA Bestellnummer

SS 496 A1 2,32 SS 495 A 1,33 SS 495 A1 3,61

MagneticRange ±84 mT ±67 mT ±84 mT

Empfindlichkeit 2,5 mV/G 3,125 mV/G 3,125 mV/G

Bestellnummer

ØxL

DWAD 509 M8 390 DWAD 623 M5 DWAD 617 M12 DWAS 603 M8 129 DWAS 713 M8 001 DWAS 603 M12 DWAS 503 M12

86,82 45,45 36,72 45,83 71,64 31,69 46,30

http://rch.lt/kJ

Schaltabstand

M8 x 45 mm M5 x 25 mm M12 x 50 mm M8 x 29 mm M8 x 60 mm M12 x 60 mm M12 x 60 mm

0 ... 4 mm 1,5 mm 4,0 mm 1,5 mm 6,0 mm 2,0 mm 6,0 mm

Sensortester bis 100 mA, LED, Summer, Micro-USB

Betriebsspannung: Stromaufnahme: Betriebstemperatur: Linearität: 1% typ. Antwortzeit:

• schnelle Feldprüfungen verschiedener Sensor-Typen • Akku

Digitaler Feuchtesensor mit IC-Interface im druckfesten TO39-Gehäuse (bis 16 bar), geeignet für Taupunktmessungen. Bestellnummer

HYT 939

2,7 … 6,5 VDC 10 mA -40 … +100 °C

SS 59 ET

1,52

3 µs

ATE 0000 010 51,19

MagneticRange

Empfindlichkeit

±65 mT

1,0 mV/G

Temperaturkompensierte digitale Halleffektsensoren

Magnetic-Range

2,14 2,84

Distanzsensoren

7,5 … 18,0 mT 23,5 … 39,0 mT

PR kPa

Sens mV/kPA

Lin %

0 - 10 0 - 50 0 - 100 0 - 500

450 90 45 9

±5 ±2,5 ±2,5 ±2,5

Bestellnummer

Sehr hohe Zuverlässigkeit sowie höhere Präzision gegenüber herkömmlichen Sensoren.

MPX 5010DP MPX 5050DP MPX 5100DP MPX 5500DP

Typen: GP2Y0A

Ultraschallsensoren Reichweite ( cm )

Bestellnummer

unipolar, Gehäuse: SOT-89 Ausgang: 0,4 V / 20 mA

SS 543 AT SS 549 AT

TO 39

Bestellnummer

Hall-Effektsensor, digital, SMD

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Magazin Firmen Fakten Märkte 24

NI einer der besten Arbeitgeber in der Schweiz National Instruments Switzerland ist erneut vom Great Place to Work Institute im Rahmen des Wettbewerbs «Beste Arbeitgeber der Schweiz 2016» als einer der «Besten Arbeitgeber der Schweiz 2016» ausgezeichnet worden. Die Prämierung fand kürzlich im Kaufleuten, Zürich, statt. In dieser Benchmark-Studie werden die Mitarbeiter anonym zu Themen wie Vertrauen in das Management, Qualität der Zusammenarbeit, Identifikation mit der Arbeit und dem Unternehmen insgesamt, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung, Gesundheitsförderung und Work-Life-Balance befragt. Aus rund 70 Unternehmen aller Branchen, Grössen und Regionen wurden dafür fast 14 000 Mitarbeitende befragt. Davon wurden 26 Unternehmen ausgezeichnet. Die Schweizer Niederlassung von National Instruments durfte den Preis nun schon im vierten Jahr in Folge entgegennehmen und belegte Platz 3 in der Kategorie «Small Companies».

Omni Ray expandiert weiter Nach den Integrationen der SMT Keller AG und der Econotec AG übernimmt die Omni Ray AG neu auch die Dietrich + Blum AG. Die Omni Ray AG mit Sitz in Dübendorf übernimmt rückwirkend per 1.1.16 die Dietrich + Blum AG in Wallisellen. Sämtliche Mitarbeiter werden zukünftig für die Omni Ray AG tätig sein. Somit umfasst das Omni Ray AG Team neu 65 Mitarbeiter und 6 Lernende. Die Dietrich + Blum AG wurde 1955 durch Max Dietrich gegründet. Seit 23 Jahren lenken Maja und Hanspeter Thalmann die Geschicke der Firma, die heute 25 Mitarbeiter und drei Lernende beschäftigt. Dietrich + Blum AG liefert Produkte und Systeme von marktführenden Herstellern in den Bereichen Automation, Sensorik, Komponenten und Verbindungstechnik an ihre zum Teil weltweite Kundschaft. omniray.ch

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SQL-Azure-Zertifizierung für CM Informatik AG CM Informatik AG in Schwerzenbach, Marktführer im Bereich Geschäftsverwaltungen für Gemeinden und Kantone, ist der erste Partner von Microsoft Schweiz, der die SQL-Azure-Zertifizierung (SQL Server 2014 Certified) erreicht hat in der Schweiz. Durch das Erlangen der Azure-Zertifizierung wird CM Informatik AG zum Microsoft-Azure-Spezialist und erhält professionelle Anerkennung von Microsoft Schweiz für das grosse Fachwissen, das die gesamte Bandbreite der Azure-Lösung abdeckt: Architektur, Entwicklung und Verwaltung. Microsoft Azure ist die flexible Cloud-Computing-Plattform von Microsoft. Mit ihr kann der Schwerpunkt von der Verwaltung und Wartung physischer Server hin zur Online-Lösung von Geschäftsproblemen und zur Adressierung von Kundenbedürfnissen verschoben werden.

Goldener Vector 2016 für Heavy Duty Roboter Schnelle Verfahrwege, widrige Umgebungsbedingungen, schwindelerregende Rotationen: Alle zwei Jahre verleiht die igus GmbH den Vector Award, bei dem besondere Anwendungen mit Energiekettensystemen ausgezeichnet werden. In diesem Jahr ging der Goldene Vector an das Unternehmen Robotic Drilling Systems aus Norwegen, in dessen Robotern mehrere Energiekettensysteme des Motion-plastics-Spezialisten Igus auf extrem begrenzten Bauraum zum Einsatz kommen. Der «Drill-floor Robot DFR-1500» von Robotic Drilling Systems aus Norwegen ist der zentrale Roboter in einem System für komplett automatisierte Ölbohrungen. Wo normalerweise Arbeiter per Hand einzelne Bohrelemente hin- und hertragen und mit enormem Kraftaufwand verschrauben müssen, arbeitet das Unternehmen an der Ölbohrplattform der Zukunft, auf der ausschliesslich Roboter die Bohrungen vorbereiten und durchführen.

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Aktuelle Technik –6/2016


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Magazin Firmen Fakten Märkte 26

Braunschweigs «Industrie 4.0» Als einziges Braunschweiger Unternehmen ist c4c Engineering ab sofort als Anwendungsbeispiel auf der Landkarte der Plattform «Industrie 4.0» der Bundesregierung zu finden. Die Plattform «Industrie 4.0» ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände Bitkom, VDMA und ZVEI zur Weiterentwicklung und Umsetzung des Zukunftsprojekts «Industrie 4.0» der Bundesregierung. «Werkzeugmaschinen, Elemente der technischen Gebäudeausstattung sowie maschinennahe Peripherie sind mit Leistungsmessgeräten verbunden. Über integrierte Sensoren werden fortwährend Leistungs- und Verbrauchsdaten erfasst. Diese Daten werden zentral in einer Datenbank gespeichert und über eine plattformunabhängige Schnittstelle bereitgestellt. Auf die gespeicherten Produktions- und Messdaten der einzelnen Maschinen greift ein Backend zu und stellt die Informationen einer App zur Verfügung. Der aktuelle Verbrauchsstatus einer Maschine kann somit ad hoc mobil dargestellt werden», erklärt Jan Füllemann von c4c das Anwendungsbeispiel EnyFlow. c4cengineering.de

Spatenstich bei Endress+Hauser Endress+Hauser erweitert sein Kompetenzzentrum für Temperaturmesstechnik in Nesselwang im Allgäu. Der globale Markt für hochwertige Produkte wächst stetig und macht diese Erweiterung notwendig. «Wir wollen weiterhin in Deutschland investieren und produzieren», betont Geschäftsführer Harald Hertweck. Die Einführung von Neuprodukten, die Gesamtoptimierung der Produktion und die seit Jahren kontinuierlich steigende Mitarbeiterzahl machen den Neubau erforderlich. «Mit der Erweiterung der Produktions- und Büroflächen sichern wir langfristig unser Wachstum», erklärt Harald Hertweck. Die Endress+Hauser Wetzer GmbH+Co. KG investiert insgesamt 10 Millionen Euro in den Neubau mit einer Gesamtnutzfläche von 4800 m². Mit der Neubauplanung ging die Optimierung der Produktionsprozesse einher. Betriebsabläufe wurden nach dem Prinzip des mitarbeitergebundenen Arbeitsflusses («One Piece Flow») neu strukturiert und dadurch deutlich leistungsfähiger gemacht. ch.endress.com

Aktuelle Technik –6/2016

Hermes Award 2016 für Harting Die Harting-Technologiegruppe hat zum zweiten Mal in Hannover den begehrten Hermes Award gewonnen. Das Unternehmen setzte sich mit einem Mini-Industrie-Computer, der Harting MICA (Modular Industry Computing Architecture), gegen vier weitere Wettbewerber durch. Bereits 2006 hatte das Familienunternehmen den renommierten Preis, der von der Deutschen Messe vergeben wird, gewonnen, damals mit einer RFID-Lösung. «Der Hermes Award ist der weltweit bedeutendste Innovationspreis für die Industrie. Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Sieg. Er macht die Innovationskraft unserer Ingenieure und Entwickler deutlich», erklärt Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Technologiegruppe. Die Vorstellung der nominierten Innovationen und die Auszeichnung fanden im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Messe am Sonntag in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama statt. Überreicht wurde der Preis durch Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. harting.ch


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Magazin Firmen Fakten Märkte 28

Neue Beiräte in der PNO Die Profibus-Nutzerorganisation e. V. (PNO) hat im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung am 25.04.2016 in Hannover eine Nachwahl von zwei Beiräten durchgeführt. Grund war das Ausscheiden eines Beiratsmitglieds. Ernst Jäger hat Emerson verlassen und ist von seinem Amt als Beirat zurückgetreten. Das Unternehmen Emerson hat weiterhin ein starkes Interesse an einer aktiven Mitwirkung im Beirat der PNO. Zur Wahl stand auf Empfehlung des Vorstands Klaus Erni an. Darüber hinaus wurde nach Bekanntgabe der ausserordentlichen Wahl als weiterer Kandidat Marco Henkel, Wago, vorgeschlagen. Da beide Unternehmen Key-Player in den jeweiligen Branchen sind, haben Vorstand und Beirat der PNO beschlossen, die Zahl der Beiratsmitglieder um eine Person zu erhöhen. Die Kandidaten Klaus Erni und Marco Henkel wurden einstimmig gewählt. Die Hauptaufgabe des Beirats ist, die Weiterentwicklung der Technologieportfolios der PNO festzulegen und auszusteuern. profibus.ch

Schurter Ltd. nach Aylesbury umgezogen Seit dem 31. Mai 2016 teilt die Schurter Ltd. die Büroräume mit der Schwestergesellschaft Schurter Electronics Ltd. in Aylesbury. Die Konsolidierung der beiden britischen Gruppengesellschaften an einem Standort wird Synergieeffekte und Vorteile zur Folge haben. Schurter Ltd. und Schurter Electronics Ltd. bleiben weiterhin unabhängige Gesellschaften, obwohl die Zusammenarbeit in Zukunft viel näher sein wird. Schurter Ltd. als Teil der Division Components ist ein kompetenter Berater und Anbieter von elektronischen und elektromechanischen Komponenten in den Bereichen Geräteschutz, Gerätestecker, Schalter, EMV-Produkte und kundenspezifische Lösungen mit Fokus auf die sichere Stromzuführung und einfache Bedienung. Schurter Electronics Ltd. wurde 2014 als Danielson UK innerhalb der Division Eingabesysteme Teil der Gruppe. Sie sind kompetente Partner bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von kundenspezifischen Eingabesystemen, Touch Screens, Touch Panel, kapazitiven Tastaturen, Folientastaturen und Bediensystemen. schurter.ch

Platinum-Award für Baumer Die Baumer-LX-VisualApplets-Kameras mit integrierter Bildvorverarbeitung wurden beim diesjährigen «Vision Systems Design Innovators Awards Program» mit der höchsten Auszeichnung — dem Platinum-Level Award — prämiert. Für die angesehene Expertenjury von Systemintegratoren und Endnutzern zählten die Kameras u.a. aufgrund ihres innovativen Technologieansatzes, des Kundennutzens und der daraus resultierenden Produktivität mit zu den Top-Innovationen der Bildverarbeitungsbranche des Jahres 2016. Die LX-VisualApplets-Kameras ermöglichen Endanwendern ohne tief greifende FPGA-Kenntnisse Bildvorverarbeitungs-Aufgaben schnell und flexibel im Kamera-FPGA mittels der grafischen Programmierumgebung VisualApplets von Silicon Software selbst zu realisieren — ganz ohne aufwendige und teure VHDL-Programmierung. Kunden profitieren so von einem beschleunigten Entwicklungsprozess und maximalen Know-how-Schutz. baumer.com

Trauer um Irene und Georg Schwarz Die Eigentümerfamilien und Mitarbeiter der Engel Unternehmensgruppe trauern um ihre Seniorchefs. Irene und Georg Schwarz sind im Abstand von nur wenigen Tagen Ende März und Anfang April im 87. und 89. Lebensjahr verstorben. Über Jahrzehnte führten sie gemeinsam das Unternehmen und legten das Fundament für den herausragenden Erfolg der heute mit über 5000 Mitarbeitern weltweit präsenten Unternehmensgruppe. Bis zuletzt verfolgten beide mit grossem Interesse die Unternehmensentwicklung. Irene Schwarz hat schon von Kindesalter an ihr Leben dem Unternehmen gewidmet und über 70 Jahre hinweg Engel geprägt. Von Anfang an arbeitete sie im Unternehmen mit. 1951 heiratete sie Georg Schwarz, der in den Betrieb seines Schwiegervaters eintrat. Georg Schwarz besuchte in Linz die Fachschule für Maschinenbau und lernte parallel zur HTL-Ausbildung den Beruf des Maschinenschlossers. engelglobal.com

Aktuelle Technik –6/2016


Magazin Firmen Fakten Märkte 29

Schmersal fördert MRK-Forschungsprojekt Die Schmersal-Gruppe unterstützt das Forschungsvorhaben «beyondSPAI» der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit Fördermitteln in Höhe von 45 000 Euro. Ziel des Projekts unter der Leitung von Professor Dr. Norbert Jung vom Institut für Sicherheitsforschung ist eine verbesserte Absicherung der Kollaboration von Menschen und Robotern in der industriellen Fertigung. Mithilfe einer mehrstufigen Sensorik und intelligenter Software sollen Industrieroboter erkennen können, wenn sie einem Menschen zu nahe kommen, um jede gefährliche Bewegung rechtzeitig zu stoppen. Dabei sollen u. a. optische Sensoren und spezielle Bildverarbeitungsalgorithmen zum Einsatz kommen, die menschliche Haut erkennen und die Silhouette von Menschen identifizieren können. Diese Sensortechnologien sollen so eine direkte und sichere Interaktion von Menschen und Robotern ohne trennende Schutzzäune ermöglichen. Das Forschungsprojekt läuft über drei Jahre und wird u.a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

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10 Jahre FernwartungsWorkshops Auch in diesem Frühjahr fanden wiederum Workshops zum Thema «sichere Fernwartung» statt. In der Berner Fachhochschule in Burgdorf hat gateweb GmbH zusammen mit den kompetenten Technikern der Hersteller Systeme Helmholz und Beck IPC eingeladen. Die zahlreichen Teilnehmer konnten an den vorbereiteten Arbeitsplätzen mit Ihren eigenen PCs den Zugang zur abgesetzten Steuerung als praktische Arbeit selbst aufbauen. Viele Funktionen konnten detailliert geübt werden wie auch die Anzeige einer Status Seite auf der SPS über das Fernwartungsportal oder den Standardbrowser. Begleitet mit viel Wissen zum Thema und einer sorgfältig vorbereiteten Dokumentation vermittelten die Lehrpersonen den Teilnehmenden praktisches Wissen für die Fernwartung und Informationen zu «Industrie 4.0». gateweb.net

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Aktuelle Technik –6/2016


Magazin Firmen Fakten Märkte 30

untitled exhibitions GmbH weitet Geschäftsführung aus Der Erfolg der von untitled exhibitions entwickelten regionalen «all about»-Veranstaltungen, insbesondere auf dem Gebiet der Automatisierung, das intensive Beratungsgeschäft und die für das Jahr 2017 in der Entwicklung befindlichen Messethemen machen eine neue Aufgabenteilung unter den vier Gründern und Gesellschaftern der untitled exhibitions GmbH, Dr. Michael Peters, Joseph Rath, Tanja Waglöhner und Udo Weller, erforderlich. Tanja Waglöhner und Joseph Rath wechselten deshalb Anfang April in die Geschäftsführung, um zusammen mit Geschäftsführer Udo Weller, Chairman Dr. Michael Peters und einem wachsenden Team die Schlagkraft des Unternehmens weiter zu erhöhen. Lütze erweitert Standort Weinstadt Lütze Transportation GmbH hat zum 1.4.2016 neue Räume in Weinstadt bezogen. Lütze reagiert damit auf die ständig steigende Bedeutung des Bahngeschäfts und stärkt den Hauptsitz Weinstadt mit einem dritten Standort. Durch die Erweiterung wird dem stark expandierenden Bereich Bahntechnik weiteres Wachstum ermöglicht und gleichzeitig dringend benötigter Raum für die Erweiterung der Entwicklungsund Konstruktionsabteilung der Friedrich Lütze GmbH geschaffen. Udo Lütze, Inhaber der Lütze International Group, betont: «Mit der Erweiterung bekennen wir uns klar zu Deutschland und der Region. Darüber hinaus schaffen wir die Grundlage für ein weiterhin stetiges und nachhaltiges Wachstum der Lütze-Gruppe.»

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Gewinnen Sie mit «Aktuelle Technik» eine Flasche Champagne Lanson Black Label Brut. Die Teilnahme ist einfach: Lösen Sie das Sudoku und übertragen Sie die drei Lösungszahlen inkl. Anschrift in das vorbereitete Formular unter aktuelletechnik.ch/sudoku Alternativ schicken Sie die Lösungszahlen an: peter.jankovics@blverlag.ch Teilnahmeschluss ist der 8. Juli 2016. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise sind nicht übertragbar. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

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Gewinnspiel Aktuelle Technik –6/2016


Magazin Firmen Fakten Märkte 31

Teampreis beim «Award für Marketing + Architektur» Das vom ewz, dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, neu errichtete Unterwerk mit Netzstützpunkt in Zürich-Oerlikon wurden beim «Award für Marketing + Architektur» mit dem Teampreis ausgezeichnet. Dieser Preis ist eine Anerkennung für die vorzügliche Zusammenarbeit sowohl intern wie auch mit allen beteiligten externen Fachleuten und Unternehmen. Im vergangenen Jahr konnte das ewz das neue Unterwerk und den Netzstützpunkt Oerlikon einweihen. Für diesen anspruchs-

Short Cuts

Schneider Electric ist führender Anbieter Zum dritten Mal in Folge führt Schneider Electric das Ranking im Gartner Magic Quadrant an. Auch 2016 erhält der Konzern Bestnoten für seine Advanced Distribution Management Systems (ADMS) für Stromnetze.

Mouser unterzeichnet Vertriebsabkommen Mouser Electronics hat heute den Abschluss eines weltweit gültigen Vertriebsabkommens mit Alorium Technology bekannt

gegeben, den Herstellern des XLR8-Entwicklungsboards. Das XLR8 integriert einen ATmega328-kompatiblen MCU-Prozessor und neu konfigurierbare Beschleuniger-Logikbausteine auf einem FPGA, wodurch Entwickler sowohl die Anwenderfreundlichkeit des Arduino-Ecosystem als auch die Hardwarebeschleunigung eines FPGA geniessen können.

ABB gewinnt Aufträge für China Fortgeschrittene Transformatorentechnologie ermöglicht die Übertragung von bis zu 10 000 Megawatt Strom über UHGÜ-Leitungen und stellt im Spannungsbereich von 800 Kilovolt neuen Weltrekord auf. ABB hat Aufträge

vollen Bau im Auftrag des ewz, des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich, mit seinen hohen technischen Anforderungen zeichnen das Architektenteam illiz aus Zürich und Wien sowie Pöyry Schweiz AG mit ihren Fachspezialisten als Generalplaner verantwortlich. Und dieses Projekt hat jetzt bei der fünften Austragung des «Awards für Marketing + Architektur» den Team-Award über alle Kategorien erhalten als herausragendes Vorzeigebeispiel für eine gelungene Teamarbeit zwischen Architekten, Marketing und Bauherrschaft. ekz.ch

im Wert von mehr als 300 Millionen US-Dollar für die Lieferung von hoch entwickelten Konvertertransformatoren für zwei Langstrecken-Ultrahochspannungsübertragungsleitungen (UHGÜ) erhalten.

ewz engagiert sich beim Zoo Zürich Anfang Jahr hat das ewz den Sponsoring-Vertrag mit dem Zoo Zürich bis Ende 2017 verlängert. Damit wollen der Zoo und das ewz weiter das Thema erneuerbare Energien einem breiten Publikum zugänglich machen. So hat das ewz eine Handyladestation, die ausschliesslich mit Solarstrom betrieben wird, im Zoo installiert. Das Pilotprojekt läuft

bis Anfang Juni 2016. Besucherinnen und Besucher können so unkompliziert und kostenlos ihr Handy mit ökologischem Strom aufladen.

Dünnglas auf dem Vormarsch Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP als eines der führenden Forschungs- und Entwicklungspartner zur Entwicklung von Oberflächentechnologien und organischer Elektronik stellt auf der SVC TechCon 2016 vom 9. bis zum 13. Mai 2016 in Indianapolis/ USA, Stand Nr. 846, die neuesten Ergebnisse zur Vakuum-Beschichtung von ultradünnem Glas vor.

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Magazin Agenda 32

Datierte Veranstaltungen

8. Juli 2016 Nacht der Technik Am 8. Juli stehen die Türen der ZHAW School of Engineering ab 18.00 Uhr wieder offen für Jung und Alt. Unter dem diesjährigen Thema «Vernetzte Welt» lädt die Nacht der Technik Besucherinnen und Besucher dazu ein, einen Blick in die Labors der Hochschule zu werfen, Forschungsprojekte hautnah zu erleben und mit den Absolventinnen und Absolventen den Abschluss ihres Studiums zu feiern. Freitag, 8. Juli 2016, 18.00 bis 23.00 Uhr — Eintritt frei Davor ab 16.00 Uhr traditioneller Frackumzug durch die Altstadt.

Ab 15. September 2016 Weiterbildung macht «Industrie 4.0» verständlich Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW bietet neu den schweizweit einzigen Zertifikatskurs zu «Industrie 4.0» an. Angesprochen sind Verantwortliche aus Industrie, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, die von der Digitalisierung betroffen sind. CAS «Industrie 4.0» – Start: 15. September 2016 – Dauer: 12 Tage – Voraussetzungen: mind. 2 Jahre Berufserfahrung sowie die Bereitschaft, eine anspruchsvolle Weiterbildung zu absolvieren – Anmeldefrist: bis 20. August 2016 – Teilnahmegebühr: CHF 5900.— Weitere Informationen: www.fhnw.ch/wbt/i40

ZHAW School of Engineering, Campus Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur zhaw.ch/nachtdertechnik Laufende Veranstaltungen August 2016 Die Automation Academy Schweiz bietet folgende Kurse an: Von Bis Tage Mo, 15.08.2016 Di, 16.08.2016 2 SEM210 — Automation Studio Training: Basics

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Aktuelle Technik –6/2016

2016 Schmersal Seminarprogramm: tec.nicum academy Die tec.nicum academy bietet ein umfassendes Schulungs- und Seminarprogramm rund um das Thema Maschinen- und Anlagensicherheit. Abgerundet wird das Angebot durch produktspezifische Workshops. Die Schulungsinhalte werden in der jeweiligen Landessprache vermittelt. Zu den Schulungsthemen zählen beispielsweise: – Methoden der Beurteilung von Risiken und Gefährdungen – Aktuelle Funktionsweisen von Sicherheitssystemen – Rechtliche Fragestellungen – Normen der Maschinen- und Anlagensicherheit – Arbeitsplatzschutz u. v. m. – Prüfung von Schutzeinrichtungen gemäss Arbeitsschutzgesetz

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2016 Schulungen bei Beckhoff – TwinCAT – Basisschulung (3 Tage) – TwinCAT – Motion (2-tägig) – Inbetriebnahme und Service mit Twin-CAT (3 Tage) – EtherCAT-Training (1 Tag) – Industrie-PC, Embedded PC, Control Panels (1 Tag) – TwinSafe-Training (1 Tag) Beckhoff Automation AG, Rheinweg 9, 8200 Schaffhausen beckhoff.ch

2016 Richtig ausgerichtet für den nordamerikanischen Markt Damit die elektrische Ausrüstung von Maschinen nach Nordamerika exportiert werden kann, müssen die strengen Marktzugangsvoraussetzungen, die relevanten Normen sowie die entsprechenden staatlichen Behörden bekannt sein. In den UL-Workshops, die vom 17. bis 19. Januar 2017 bei Siemens Schweiz in Zürich stattfinden, werden genau diese Informationen in drei aufbauenden Modulen vermittelt. Im Modul 1 wird das Augenmerk vor allem auf die Marktzugangsvoraussetzungen in Nordamerika für Schaltschränke und elektrische Ausrüstung von Maschinen gerichtet. Zudem werden sowohl Kenntnisse zu den relevanten Behörden als auch wichtige Auszüge aus deren Vorschriften für einen erfolgreichen Export nach USA und Kanada vermittelt. Die Teilnehmer erwerben ein vertieftes Wissen und einen Überblick über wichtige Normen sowie deren Bedeutung. Unterstützt wird das Modul 1 durch Informationen und Empfehlungen aus der Praxis. Projektierung und Aufbau von Schaltschränken und Industriemaschinen Das zweite Seminar befasst sich mit den speziellen technischen Anforderungen der Normen NEC, UL508A und NFPA79. Zudem werden Detailkenntnisse für die Auslegung und den Aufbau von Schaltschränken nach UL508A sowie tiefer gehende Kenntnisse über die Anforderungen für die elektrische Ausrüstung von Maschinen nach NFPA79 vermittelt. Praxisorientierte Anlagenprojektierung Für Teilnehmer, die einen Schaltschrank und die elektrische Ausrüstung einer Maschine für den Export nach Nordamerika projektieren, ist das Modul 3 optimal. Anhand eines praktischen Beispiels werden alle notwendigen Schritte von der Auswahl, Auslegung bis hin zur Dimensionierung der geeigneten Komponenten im Haupt- und Steuerstromkreis durchgegangen. Zudem erhalten die Teilnehmenden Unterlagen und Empfehlungen, die helfen sollen, spezifische Projekte nach den Vorgaben der nordamerikanischen Normen zu planen. Siemens Schweiz AG, siemens.ch/industry siemens.ch/sitrain industry.ch@siemens.com

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Automation CE-Kennzeichnung 34

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CE-Kennzeichnung und Risikobeurteilung – wie können Kosten reduziert werden?

Die meisten Unternehmen haben Methoden zur Umsetzung der Maschinenrichtlinie entwickelt. Aber welche Kosten entstehen? Gibt es Einsparungspotenziale? Was kann ein CE-Beauftragter leisten? Rechnen sich Software-Systeme?

die Anforderungen zur Risikobeurteilung und Risikominderung aus den allgemeinen Grundsätzen im Anhang I der Maschinenrichtlinie in einem übersichtlichen Flussdiagramm dargestellt. Die grosse Herausforderung in den Unternehmen besteht darin, dass sich alle Konstrukteure und Planer an diesen Ablauf halten.

Abb. 1: EN ISO 12100, Bild 1 – Schematische Darstellung des iterativen Prozesses zur Risikominderung.

2. Engineering- bzw. Projektmanagementkosten Aus Kostengründen wird in den Engineeringprozessen häufig auf die Durchführung von Risikobeurteilungen verzichtet. Es werden die «immer schon gewählten Lösungen» realisiert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Lösungen oft nicht kausal in Zusammenhang mit der Gefährdung stehen und trotz hoher Kosten die Sicherheitsziele nicht erfüllen. Es ist daher besonders wichtig, immer zuerst die relevanten Gefährdungen zu identifizieren, das damit verbundene Risiko abzuschätzen und erst danach die geeignete Lösung zu ermitteln. Dabei unterstützen harmonisierte europäische Normen in besonderer Weise. Es sollte daher sichergestellt sein, dass alle Projektbeteiligten immer Zugriff auf aktuelle Normen besitzen.

sicherheitstechnisch gewählten Lösung zur Risikominderung und die klar formulierte Pflicht zur «Integration der Sicherheit in Konstruktion und Bau der Maschine». Für die Umsetzung dieser Anforderungen in die Unternehmensprozesse wurden teilweise sündteure CE-Umsetzungskonzepte entwickelt, die in der Praxis aber ebenso wenig Anwen1. Kosten für die Implementierung dung finden, wie die EU-Richtlinien selbst. in die betrieblichen Abläufe Die alternative Darstellung eines «CE-UmElementare Neuerungen der Maschinenrichtlinie waren 1995 zum Beispiel die Verpflich- setzungskonzepts» befindet sich auf einer tung zur Durchführung von Risikobeurteilun- einzigen Seite in der Europäischen Norm EN gen und zur Dokumentation jeder einzelnen ISO 12100 (Abb. 1). In dieser Abbildung werden Ing. Helmut Frick — Erfahrungsgemäss beeinflussen insbesondere drei Faktoren die Kosten der CE-Kennzeichnung. Aber lassen sich diese Kosten reduzieren, ohne dass die sicherheitstechnische Qualität der Maschinen oder Anlagen letztlich darunter leidet?

Aktuelle Technik –6/2016

3. Kosten für erforderliche Sicherheitsmassnahmen Zur Realisierung sicherheitstechnischer Lösungen können Sicherheitsbauteile, wie zum Beispiel Not-Halt-Einrichtungen, Sicherheitslichtvorhänge usw. erforderlich werden. Allerdings kann auf diese Einrichtungen dann verzichtet werden, wenn es möglich ist, das Risiko durch inhärent sichere Konstruktion hinreichend zu vermindern. EN ISO 12100 informiert in Abschnitt 6.2 über diese Möglichkeiten. Die Kosten für inhärent sichere Lösungen können verschwindend gering sein, wenn diese während des Konstruktionsprozesses gewählt werden. Nach dem Bau der Maschine sind diese Lösungen oft überhaupt nicht mehr möglich oder nur mit sehr grossem Aufwand. Hier besteht besonders hohes Einsparungspotenzial.


Automation CE-Kennzeichnung 35

Ereignisse, wie zum Beispiel die Zurückzie- können in wenigen Jahren manuell nur mehr hung einer angewandten Norm, Auswirkun- schwer handelbare Dimensionen annehmen! gen auf laufende Projekte haben und für welche Personen im Unternehmen dies relevant Fachbuch zur Risikobeurteilung ist – eine entscheidende Information, bevor Das neu in der 2. Auflage erschienene Fachdie Konformitätserklärung rechtsverbindlich buch «Effiziente CE-Kennzeichnung von Maunterschrieben wird! schinen und Anlagen — Risikobeurteilung in Hier setzt zum Beispiel die CE-Praxis-Soft- der Praxis» bietet einen Leitfaden zur kosware Safexpert völlig neue Massstäbe. Die tengünstigen und pragmatischen ImplemenGretchenfrage lautet aber, welche Funktio- tierung und Durchführung von Risikobeurteinalitäten tatsächlich benötigt werden. Die lungen im Maschinen- und Anlagenbau. Ein Checkliste in Tabelle 1 unterstützt dabei, den speziell für das Fachbuch produzierter ZeiBedarf an ein Software-System zu ermitteln. chentrickfilm zeigt Schwierigkeiten auf, mit Es empfiehlt sich, bei der Bewertung mit- denen Konstrukteure im Alltagsleben kontel- und langfristige Projektzahlen und Pro- frontiert sein können. Kann sich der Einsatz von Softwarejektlaufzeiten im Auge zu haben. DatenmenSystemen rechnen? Viele Unternehmen erstellen die Dokumen- gen, die heute noch leicht zu überblicken sind, ibf-solutions.ch tationen mit Word oder Excel. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass sich die Projektbeteiligten nicht mit der Funktionsweise einer neuen Software-Oberfläche auseinandersetAnforderungen an ein Software-System zen müssen. zur Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie Allerdings müssen entsprechende Vorla√ Übereinstimmung mit der Maschinenrichtlinie und EN ISO 12100 gen angefertigt und bei Normen- oder Richtlinienänderungen zeitnah aktualisiert werden. √ Kontinuierliche Aktualisierung des Systems durch den Hersteller Dies geht oft nur solange gut, solange die Person, die dieses System ausreichend kennt √ Statusauswertung über das gesamte Projekt, um zu prüfen, ob die Konformitätserklärung unterzeichnet werden darf. und betreut, noch verfügbar ist. Andernfalls wird oft noch jahrelang mit veralteten Vorla√ Strukturierbarkeit von Anlagenprojekten gen gearbeitet, ohne dass die Anwender dies √ Möglichkeit zu branchenspezifischen Anpassungen Abb. 2: Grundleüberhaupt merken. gende Fragen zur Gleichzeitige Zusammenarbeit mehrerer CE-KennzeichDer gravierendste Nachteil ergibt sich Projektbeteiligter im Team (wichtig zur Integration nung, mit Humor aber daraus, dass sich die Daten, die in Word der Sicherheit in die Planungsprozesse!) präsentiert — Zeioder Excel in jahrelanger mühsamer Arbeit √ Zentraler Zugriff auf Volltexte harmonisierter chentrick kostenlos ansehen unter zusammengetragen wurden, nicht mit eineuropäischer Normen für alle Anwender www.ibf-solutions. fachen Mitteln auswerten, überprüfen und √ Aktualisierungsservice zur Verwaltung harmonisierter Normen aktualisieren lassen. Gerade hier bietet moderne Computertechnologie Mechanismen, √ Automatismus zur Konvertierung laufender Projekte bei Normenänderungen um Arbeiten, für die Hunderte Menschen manuell mehrere Monate oder Jahre benötigen √ Automatische Prüfung, ob angewandte Normen noch aktuell sind, z. B. beim Kopieren von Projekten oder bei würden, in wenigen Sekunden durchführen der Übernahme sicherheitstechnischer Lösungen aus zu lassen. Dadurch können qualitätssichernBibliotheken oder anderen Projekten. de Massnahmen in die KonstruktionsprozesTab. 1: Checkliste √ Automatische Prüfung, ob bereits als erledigt markierte se einfliessen, ohne dass die Beteiligten dies zur BedarfsLösungen von Normenänderungen betroffen sind. überhaupt merken. So kann beispielsweiermittlung an ein √ Ausdruck bzw. Export der Risikobeurteilung Software-System se durch intelligente Verknüpfung digitalen in andere Formate (z. B. Word, Excel etc.) zur RisikobeurteiWissens aus verschiedenen Datenbanken erlung nach Maschi√ Intuitive Bedienung nach dem aktuellen Windows-Standard mittelt werden, in welcher Weise bestimmte nenrichtlinie. Auch bei der Gestaltung der Benutzerhinweise entstehen teilweise unnötig hohe Kosten durch einen nicht optimal organisierten Workflow. Optimalerweise sind die erforderlichen Hinweise auf Restgefährdungen das Ergebnis der Risikobeurteilung. Wenn sich technische Redakteure mangels dieser Informationen nachträglich selbst auf die Suche nach Restgefährdungen begeben müssen, erzeugt dies nicht nur sehr hohe Kosten. Zusätzlich wird das Produkthaftungsrisiko erhöht, da nicht zu erwarten ist, dass alle Restgefährdungen auch tatsächlich gefunden werden.

Aktuelle Technik –6/2016


Automation Industrie 4.0 36

Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Technik LCA Automation AG

Industrie 4.0: WebDiagnose ermöglicht Fernüberwachung von Produktionsanlagen

Forschende der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben in Zusammenarbeit mit LCA Automation AG ein neuartiges Diagnosesystem entwickelt, das die weltweite Überwachung von komplexen Fertigungsanlagen in Echtzeit erlaubt.

Was ist Industrie 4.0? Industrie 4.0 bezeichnet die digitale Vernetzung der Wertschöpfungskette zu einem intelligenten System. Technologische Grundlage davon sind cyber-physische Systeme: Software kommuniziert via Internet mit physischen Komponenten der Produktion und der Logistik. Industrie 4.0 beinhaltet Konzepte wie «Internet der Dinge», «Big Data» oder «Smart Factory».

Die Firma LCA Automation AG baut Produktionsanlagen für die Automobilindustrie. Die komplexen Maschinen stellen Komponenten für die Lenkung eines Personenwagens her. Eine reibungslose Funktion ist wichtig Unterbrüche kommen den Kunden der Küssnachter Firma teuer zu stehen. Um das zu verhindern, sind regelmässige Diagnosen der Anlagen üblich. Das Problem: Allfällige Unterbrüche können nur nachträglich, wenn es schon zu spät ist, analysiert werden. Zudem sind die wöchentlichen Diagnose-Berichte meist zu komplex, um von den verantwortlichen Fachleuten ausreichend interpretiert zu werden.

daten werden von einer intelligenten Software interpretiert, die automatisch warnt, wenn ungewöhnliche Werte gemessen werden. Das Diagnose-Tool kann auch Videodaten verarbeiten: Mit einer einfachen Webcam wird zum Beispiel ein Förderband gefilmt. Machen sich auf dessen Oberfläche Verschleissspuren bemerkbar, erkennt das die Software und schlägt frühzeitig Alarm.

Diagnose erfolgt standortunabhängig Das Überwachungs-Tool ist webbasiert: So können die verantwortlichen Ingenieure oder Manager den Zustand der Anlagen jederzeit überwachen. Tritt ein Problem auf, können sie sich sofort per Mausklick ein Bild der Situation Software übernimmt die Interpretation Um die Überwachung der Produktionsanla- machen. «Dieses Diagnose-Tool ermöglicht gen zu vereinfachen, haben Forschende der uns einen schnellen, standortunabhängigen FHNW und die Fachleute der LCA ein neues und barrierefreien Kundenservice», sagt GeDiagnose-Tool entwickelt. Kern davon sind schäftsführer Christoph Rennhard. Mit den zahlreiche Sensoren, Webcams, Vibrations-, Rückmeldungen ihrer Kunden kann LCA AuTemperatur- und Strommesser. Die Sensor- tomation die Anlagen laufend optimieren.

Aktuelle Technik –6/2016

Vernetzte Produktion ist im Trend Das Projekt wurde von der Kommission für Technologie und Innovation KTI des Bundes mitfinanziert. Die Arbeit des FHNW-Forschungsteams umfasste die Entwicklung der Diagnosemethodik und die Programmierung der Software zur Visualisierung. Die enge Verbindung der physischen Anlagen mit softwaretechnischen Komponenten ist typisch für den Trend in Richtung Industrie 4.0. Dabei werden verschiedene Einheiten des Fertigungsprozesses digital zu einer intelligenten Produktion vernetzt. In diesen Tagen wird die erste Anlage mit dem neuen Sensorsystem nach Mexiko verschifft.

fhnw.ch lca-automation.ch


Webbasierte Diagnose in Echtzeit: Ein Ingenieur von LCA Automation AG überwacht den Zustand der Anlage mit dem Tablet.

Die Hochschule für Technik FHNW Die Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW bildet über 1500 Bachelor- und Master-Studierende in Ingenieurwesen, Informatik und Optometrie aus. Beim Vollzeit- oder berufsbegleitenden Studium ist der Praxisbezug zentrales Element der Ausbildung. Gemeinsam mit führenden Unternehmen im In- und Ausland betreibt die Hochschule für Technik FHNW angewandte Forschung und Entwicklung. Sie führt Standorte in Brugg-Windisch, Muttenz und Olten.


Automation Swiss Technology Network – Electronic Packaging News 38

Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion Electronic Packaging

Elektronic Packaging News

An dieser Stelle werden jeweils Firmen aus den Sektionen mit ihren neusten Produkten vorgestellt. In dieser Ausgabe die Firma Elcase AG aus Marthalen, Mitglied seit 2003.

Grössen ausserhalb der Standards sind ebenso möglich wie spezielle Farbtöne und individuelle Ausschnitte für Verkabelungen.

Für jeden das Passende Ein massgeschneiderter Anzug sitzt perfekt. Dies gilt auch für die Gehäuse und Schränke von Elcase AG, die sich individuell gestalten lassen. Damit passen sie sich optimal in ihre Umgebung ein — massgeschneidert eben.

Im Bereich kundenspezifischer Lösungen verfügt Elcase über ein umfangreiches Knowhow. Von diesem Wissen können auch Kunden und Partner profitieren, indem sie ihr gewünschtes Produkt ganz einfach nach ihren spezifischen Vorstellungen erstellen lassen. Grössen ausserhalb der Standards sind ebenso möglich wie spezielle Farbtöne und individuelle Ausschnitte für Verkabelungen. Die Farbpalette umfasst rund 40 Farbtöne, die Gehäuse und Schränke werden zum Verkabeln fertig geliefert. Hoher Qualitätsstandard Alle massgeschneiderten Gehäuse und Schrän ke werden nach der Bearbeitung pulverbeschichtet. Das gewährt einen hohen Korrosionsschutz und somit eine lange

Lebensdauer der Produkte. Die Funktionalität des Gehäuses oder Schrankes hängt dabei von der gewählten Konfiguration ab. Das Zubehör von Elcase hilft zudem, mehr Zeit für die weitere Verarbeitung zu gewinnen. Und noch einen Bonuspunkt bietet Elcase, der nicht nur Mühe, sondern auch Zeit spart: Mit den entsprechenden Referenznummern kann ein einmal konfiguriertes Produkt immer wieder nachbestellt werden. Fernerhin profitiert der Anwender bei der Verarbeitung und Zusammensetzung dieser massgeschneiderten Gehäuse und Schränke von der Herstellgarantie unter Einhaltung der Produktvorschriften.

elcase.ch

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion Electronic Packaging Präsident: Christian Schiess, Elma Electronic AG

Carl Geisser AG 8500 Frauenfeld carlgeisser.ch

Dietrich + Blum AG 8304 Wallisellen dietrichundblum.ch

Elcase AG 8460 Marthalen elcase.ch

Hager AG 6020 Emmenbrücke hager.ch

Phoenix Mecano Komponenten AG 8260 Stein am Rhein phoenix-mecano.ch

Trenew Electronic AG 8630 Rüti trenew.ch

Vorstand: Bruno Senn, Carl Geisser AG

Aktuelle Technik –6/2016

Elma Electronic AG 8620 Wetzikon elma.com


Automation Produkt-News 39

Kompakter, schneller und sicherer Controller Ob im klassischen Maschinen- und Anlagenbau oder in der Prozesstechnik: Die Nachfrage nach Automatisierungssystemen mit hoher Leistung in kompaktem Gehäuse ist ungebrochen. Ausgestattet mit einem Cortex-A8-Prozessor liefert die neue Steuerung 600 MHz. Der PFC100 beherbergt auf 62 mm Breite zwei Ethernet-Anschlüsse mit DIP-Schaltern oder mit serieller RS-232-/RS-485-Schnittstelle. Der Speicher beider Varianten beträgt 12 MB und teilt sich automatisch in Programmcode und Daten auf. Über den integrierten Micro-SD-Kartenslot steht weiterer Platz zur Verfügung. Um einerseits eine noch schlankere und andererseits eine preislich noch attraktivere Lösung anzubieten, gibt es den PFC100 ausserdem als sogenannte Eco-Ausbaustufe. Sie ist mit 50 mm Baubreite noch einmal um 12 mm schmaler, weil auf die separate Einspeiseklemme verzichtet wird. Stattdessen erfolgt die 24-V-Spannungsversorgung direkt an der Steuerung. Mit seinen Eigenschaften ist der PFC100 der ideale Controller im Umfeld von «Industrie 4.0». wago.com

Modulares Steuerungsund I/O-System B & R schafft mit dem modularen Steuerungs- und I/O-System X90 neue Möglichkeiten in der mobilen Automatisierung. Mit X90 lassen sich flexible Automatisierungskonzepte auf Basis eines standardisierten Gesamtsystems umsetzen. Herzstück des X90-Systems ist eine Steuerung mit leistungsstarkem ARM-Prozessor und 48 Multifunktions-I/Os. Zur Grundausstattung gehören Anschlüsse für CAN, USB, Ethernet und das Echtzeit-Bussystem POWERLINK. Zudem bietet das robuste Gehäuse aus Aluminiumdruckguss Platz für bis zu 4 Erweiterungsplatinen. Dadurch lassen sich weitere I/Os, Schnittstellen und sogar eine vollwertige Sicherheitssteuerung mit sicheren I/Os ergänzen. Interfaces für WLAN, Bluetooth und GPS über Erweiterungsplatinen sind geplant. Alle Produkte des X90-Systems sind für den Einsatz in rauer Umgebung ausgelegt. Sie haben einen Arbeitsbereich von — 40 °C bis + 85 °C, halten starke Vibrationen oder Schock aus und sind gegenüber Salz, UV-Licht und Öl resistent. br-automation.com

Digitales Mixmodul mit Optokoppler Das digitale Mixmodul DM 167 vereint acht digitale Ausgänge (+24 V DC/1,7 A) und acht digitale Eingänge (5 ms) kompakt auf nur 12,5 × 104 × 74 mm. Primär- und Sekundärseite sind durch Optokoppler getrennt. Durch diese galvanische Entkopplung ist es zulässig, die Wurzelversorgung der Ausgänge über nur eine Sicherheitskomponente abzuschalten. Das ist ein wirtschaftliches Feature, da in einfachen Anwendungen häufig nur ein Sicherheitsrelais vorhanden ist. In Kombination mit einem Sicherheitsrelais lassen sich mit dem DM 167 Aktoren mit minimalem Kostenaufwand durch das Abschalten der Wurzelversorgung ins Sicherheitskonzept einbinden. Aufgeteilt in zwei Gruppen wird die Versorgungsspannung jeder Kanalgruppe der Ausgänge auf Unterspannung überwacht. Primär- und Sekundärseite jeder Kanalgruppe sind, wie auch bei den digitalen Eingängen, durch Optokoppler galvanisch getrennt. Status-LEDs am Modul ermöglichen eine kanalgenaue Diagnose und eine eindeutige Zuordnung sigmatek.ch

Kommunikation zwischen Fertigungsanlagen und Stromnetzen HMS Industrial Networks stellt mit den Anybus SG-Gateways eine neue Gateway-Familie für Smart-Grid-Applikationen vor. Die Gateways ermöglichen die Kommunikation zwischen industriellen Anwendungen und Energienetzen. Diese Kommunikation ist Voraussetzung für das sogenannte «Smart Grid», bei dem Kraftwerke und andere Energieerzeuger mit industriellen Anwendungen interagieren. Die neuen SG-Gateways ermöglichen die Kommunikation zwischen Feldgeräten, die Modbus, Profibus, Profinet, EtherNet/IP oder M-Bus unterstützen, und den Energieprotokollen IEC61850 und IEC60870-5104. Die SG-Gateways bieten eine robuste Kommunikationsplattform für die Vernetzung einer Leitwarte, die die IEC-Protokolle mit Feldgeräten verwendet. Die SG-Gateways können Master oder Slave sein, sodass auch intelligente elektronische Geräte (engl. Intelligent Electronic Devices, kurz IED), die über IEC-Standards kommunizieren, an industrielle Netzwerke angebunden und über eine SPS gesteuert werden können. anybus.de Aktuelle Technik –6/2016


Automation Top-Info 40

Beckhoff Automation AG

Neue Beckhoff I/O-Baugruppen verbinden sich direkt mit der Microsoft-Cloud

Als Partner auf dem Microsoft-Stand präsentierte Beckhoff auf der Hannover Messe 2016 seine neuen IoT-Produkte für die einfache Anbindung der Automatisierungs- und Feldebene an die Azure-Cloud.

Weiterhin zeigte Beckhoff auf dem Microsoft-Stand den weltweit ersten Industrial Automation Controller CX51xx mit Windows 10 IoT Core Pro. Der Controller erfasst die Energiedaten eines Verbrauchers und liefert die Prozessdaten in die Azure-Cloud — über eine standardisierte Kommunikation. Zudem präsentierte Beckhoff — Early Adopter der OPC-UA-Pub/Sub-Arbeitsgruppe — als erstes Unternehmen weltweit die direkte OPC-UA-AMQP-Anbindung direkt aus dem Gerät an die OPC-UA-AMQP-Azure™-CloudDienste.

Der neue IoT-Buskoppler EK9160 stellt direkt und ohne spezielles Steuerungsprogramm eine Anbindung der EtherCAT-I/Os von Beckhoff an die Microsoft Azure-Cloud her. Damit bietet der Koppler eine einfache und standardisierte Integration von I/O-Daten in Cloud-basierte Kommunikations- und Datendienste. Die «Azure Certified»-Zertifizierung des Geräts stellt hierbei eine wichtige Voraussetzung für eine nahtlose und einfach zu konfigurierende Verbindung über eine integrierte Webseite mit dem Azure IoT Hub dar. Die schnelle Anbindung industrieller Prozesse an die Azure-Cloud präsentiert Beckhoff mit einer modularen Produktionslinie, bei der ein lineares Transportsystem (Beckhoff XTS) und ein Pick-and-place-Roboter miteinander gekoppelt sind. Aktuelle Technik –6/2016

Prozessvariablen, wie zum Beispiel Energie- oder Condition-Monitoring-Daten, werden dabei in der Azure-Cloud gespeichert und analysiert: Vorausschauende Wartung ermöglicht so eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit. Das Software-Paket TwinCAT IoT beinhaltet diverse Produkte zur Implementierung von MQTT- und AMQP-Funktionalitäten über Funktionsbausteine direkt aus der Steuerung heraus. Des Weiteren stellt der TwinCAT IoT Data Agent eine einfach zu konfigurierende Gateway-Applikation dar, welche nicht nur Daten von modernen TwinCAT-3-Steuerungen, sondern auch Prozessdaten von TwinCAT-2-Systemen sowie über OPC UA auch von Drittanbietersystemen an Microsoft-Azure-Kommunikationsdienste übermitteln kann.

Vielfältigste Kundensegmente und Zielbranchen Die einfache IoT-Anbindung der Beckhoff-Automatisierungstechnik an die Azure-Cloud umschliesst alle industriellen Bereiche. Dies reicht einerseits von der Anbindung modular erweiterbarer Sensortechnik bis zur Integration eines kompletten Industrie-Roboters. Andererseits ergeben sich Vorteile beim Einsatz in Maschinen und Anlagen, in Wind-Energieanlagen sowie in Gebäuden oder urbanen Infrastrukturen. In all diesen Anwendungsbereichen profitiert man von den Vorteilen der Beckhoff-Automatisierungstechnik, wie zum Beispiel: – weltweit erster Industrial Automation Controller mit Windows 10 IoT Core Pro und integrierter OPC-UA-AMQP-Publisher-Konnektivität zur Azure-Cloud (zur Energiedatenerfassung in Produktion, Maschinen, Gebäuden) – leistungsfähige Many-Core-Controller mit 36 Kernen und Windows 10 IoT Enterprise für die Steuerung der Smart Factory (Manufacturing-Szenario) – auf einfachste Weise konfigurierbare Konnektivität zwischen industriellen Anwendungen und Azure-Services – hoch integrierte Steuerungslösung für Messtechnik, Logik and Cloud-Services.

beckhoff.ch


Automation Produkt-News 41

Serieller Gateway vereint Modbus und Wireless Moxa hat seine neuen Modbus-zu-IEEE 802.11a/b/g/n Wireless Gateways der MGate-W5108/5208-Serie auf den Markt gebracht. Die 1- und 2-Port-Gateways binden serielle Modbus-RTU/ASCII-Geräte ans Wireless LAN an. Dank der IEEE 802.11 a/b/g/n-Unterstützung können mit dem Einsatz der MGate-W5108/5208-Serie schwer zugängliche und zu verkabelnde Standorte einfach erschlossen werden. Dabei reduzieren sich die Installationskosten um ein Vielfaches. Für die sichere Datenübertragung verwendet die MGate-W5108/5208-Serie die WEP/WPA/WPA2-Verschlüsselungs-Algorithmen. Im Slave-Betrieb unterstützen die Gateways 16 TCP Master und bis zu 31 oder 62 serielle Slaves gleichzeitig. Ihr robustes Design und IECEx / ATEX-Zertifizierung ermöglichen den Einsatz in rauen Industriebedingungen, wie sie in den Bereichen Energie, Prozess- oder Fabrikautomation vorzufinden sind. Dank ihrer Embedded-ModbusProtokolldiagnosefunktion lassen sich die Gateways einfach warten.

MasterIN System Neue Fassungen mit Push-In Technologie Anschlussklemmen für schnelles Anschliessen, sowie verbesserten Halt bei Vibrationen.

omniray.ch

Portfolio-Erweiterung bei Safety-Controllern Mit neuen Automatisierungs-Controllern erweitert Siemens die Einsatzmöglichkeiten der aktuellen Simatic-Controllergeneration. Schwerpunkt ist das erweiterte Angebot für Safety Integrated mit Failsafe-CPUs für den Simatic S7-1500 Software Controller und den Distributed Controller Simatic ET 200SP Open Controller. Die Distributed Controller Simatic ET 200pro wurden für Standard- und fehlersichere Automatisierungsaufgaben um neue CPUs der aktuellen Simatic S7-1500- Technologie ergänzt. Die neue CPU 1507S F bietet als weltweit einziger Software-Controller eine fehlersichere PC-basierte Steuerung autark vom Betriebssystem. Zudem entfällt ein sonst notwendiger Safety-Controller mit der entsprechenden Platz- und Kostenersparnis, und auch der Engineering-Aufwand sinkt. Durch die Kombination aus PC-basierter Steuerung und Hochsprachenprogrammen eignet sich der Simatic S7-1500 Software Controller besonders für den Sondermaschinenbau. Er wird autark von Windows betrieben und bietet dadurch eine hohe Systemverfügbarkeit. siemens.ch

Relaisfassungen Serie 94, 95 und 97 für Relaisserien 40, 46 und 55 Für 1- bis 4 polige Relais und Nennströme von 7 bis 16 A

Aktuelle Technik –6/2016

FINDER (Schweiz) AG Industriestrasse 1a 8157 Dielsdorf Tel. +41/44 885 30 10 Fax +41/44 885 30 20 finder.ch@finder-relais.ch www.finder-relais.ch


Antriebstechnik/Fluidik Produktübersicht – Motor- und Softstarter 42

Anbieter Homepage Produktname Einsatzschwerpunkt Betriebsspannung (V) Steuerspeisespannung (V) Bemessungsbetriebsleistung bis 230 V bis 415 V bis 600 V Bemessungsstrom Schutzart Steuerung Überlastschutz Rampenzeit Anzahl Start/Stopps pro Stunde Anlassleistung bei max. Bemessungsstrom Anzugsdrehmoment (Nm) Kommunikation

Conrad Electronic AG biz-conrad.ch Sanftanlaufgerät SAS 5,5 Rolltore, Fördermaschinen, … 160—480 V — 3 kW 5,5 kW — 1,2 bis 12 A IP20 1-phasig Extern 0,5—5 s 20 3xIe und 5 s

Imhof Drive Solutions imhof-sew.ch Movifit Basic Förderanlagen AC3×380–10%|AC3×480+10% DC 24 V ±25 % EN 61131-2

Schneider Electric (Schweiz) AG schneider-electric.ch Altistart 22 Pumpen,Transport, Kompress. 208—600 V AC 24 V DC oder 100—240 V AC

350 kW 650 kW 1500 kW 18 A bis 1600 A IP20/IP00 2-phasig / 3-phasig Elektronisch 1—180 s 6; abhängig von Auslegung 4.5xIe; abhängig von Auslegung Abhängig von Baugrösse USB, Profibus, Modbus, DeviceNet 0…20/4…20mA&OptionIO-Modul Ja; mehrsprachiges LCD-Display CE, UL, CCC, RoHS, EMC

0,18 bis 4,0 kW — — AC 2,5 bis 10 A IP54 1-phasig Elektronisch — Beliebig —

160 kW 315 kW 500 kW 17 bis 590 A IP20 (PCB schutzlackiert) 3-phasig Elektronisch I2 t 60 s 10 (mit Zusatzlüfter) 3,5 In für die Dauer von 40 s Je nach Baugrösse Modbus, weitere über Gateways — Integriert oder optionales

Spezielles

Kein Netzmittelpunktleiter (N) erforderlich

Umfangreiche Inbetriebnahme, Diagnose und Überwachungsfunktionen, kostenlose Bedien-Software

— Binäransteuerung, AS-Interface — LED «Status» LED «AS-Interface» CE-Kennzeichnung UL-Approbation -Dezentrale Antriebseinheit -Steckeranschluss Motor -Steckeranschluss Bremsmotor

Anbieter Homepage Produktname Einsatzschwerpunkt Betriebsspannung (V) Steuerspeisespannung (V) Bemessungsbetriebsleistung bis 230 V bis 415 V bis 600 V Bemessungsstrom Schutzart Steuerung Überlastschutz Rampenzeit Anzahl Start/Stopps pro Stunde Anlassleistung bei max. Bemessungsstrom Anzugsdrehmoment Kommunikation Analogausgänge Vor-Ort-Display Prüfungen und Zulassungen Spezielles

Siemens Schweiz AG siemens.ch 3RW40 Pumpe, Presse, Förderband, … 200—600 V AC AC/DC 24 V o. AC/DC 110 ... 230

Stolz Electronics AG stolzelectronics.ch Celduc SMCW6080 3-P-Motoren, Infrarotstrahler 200—480 V AC 10—24 V DC oder Kontakt

Stolz Electronics AG stolzelectronics.ch Celduc SMCW6150 3-P-Motoren, Infrarotstrahler 200—480 V AC 10—24 V DC oder Kontakt

Stolz Electronics AG stolzelectronics.ch Celduc SO400300 Universalmotoren & Lampen 200—260 V AC 8—30 V DC

Stolz Electronics AG stolzelectronics.ch Celduc SYMC0001 Wärmepumpen, Kompressoren 190—255 V AC Externer Schaltkontakt

Bis 132 kW Bis 250 kW Bis 315 kW 12,5 bis 432 A IP20 2-phasig Elektronisch Bis 20 s Bis 50; anwendungsbedingt Anwendungsbedingt

7,5 kW 13 kW — 16 A IP20 3-phasig Elektronisch 0 bis 64 s Unbegrenzt 100 A

15 kW 26 kW — 30 A IP20 3-phasig Elektronisch 0 bis 64 s Unbegrenzt 200 A

9,2 kW — — 40 A IP20 1-phasig — 2s Unbegrenzt 250 A

5500 W — — 32 A IP20 1-phasig Elektronisch Max. 800 ms 30 7360 W

Je n. Baugrösse unterschiedl. Meldekontakte — Nein / Diagnose LEDs CE, IEC, UL/CSA, CCC, EAC, ATEX Integrierte Strombegrenzung, Thermistor-Motorschutz, Integrierter Fern-RESET

1,5 Nm Status Ausgang (NC und NO) — LED CE Netzfrequenzbereich 40 bis 65 Hz

1,5 Nm Status Ausgang (NC und NO) — LED CE Anzahl Start/Stopps unbegrenzt dank grosszügig dimensioniertem Kühlkörper

1,2 Nm — — LED CE, EN60950 / VDE0805 Arbeitsfrequenzbereich 40 bis 70 Hz (automatische Adaption)

2,4 Nm TOR-Ausgang (NO und NC) — LED CE, IEC60947-4-2 Anlaufstrom garantiert immer auf maximal 45 A limitiert.

Analogausgänge Vor-Ort-Display Prüfungen und Zulassungen

0—80 % TT-Netz

Emerson Electric Co. / Control Techniques GmbH controltechniques.com Digistart CS/IS Fördertechnik, Pumpen, Lüfter 200—690 V AC 110—440 V AC

— Nein Gängige

Aktuelle Technik –6/2016

CE, UL, CSA, C-Tick, GOST, CCC Bypass int., bis Kl 30 Schwerstanlauf, blockierter Motor, Unterlast, Überlast, Erdschlussüberwachung


Antriebstechnik/Fluidik Top-Info 43

maxon motor ag

Kompakte Power für Motion-Control-Anwendungen

Die EPOS-Produktreihe von maxon motor ist seit über 10 Jahren sehr erfolgreich am Markt. Weltweit sind über 100 000 Einheiten im Einsatz. Mit EPOS4 kommt nun die nächste Generation dieser Positioniersteuerung.

EPOS4-Module 50/15 (59,5 x 62,0 x 16,4 mm) OEM-Positioniersteuerungs-Modul, abgestimmt auf bürstenbehaftete DC-Motoren mit Encoder und bürstenlose EC-Motoren mit Hall-Sensoren und Encoder bis 750/1500 Watt.

EPOS4-Module 50/8 (59,5 x 46,0 x 14,1 mm) OEM-Positioniersteuerungs-Modul, abgestimmt auf bürstenbehaftete DC-Motoren mit Encoder und bürstenlose EC-Motoren mit Hall-Sensoren und Encoder bis 400/1500 Watt. Alle Abb. © 2016 maxon motor

Als erstes Produkt der Reihe lanciert maxon ein leistungsstarkes EPOS4-Modul mit steckbaren Stiftleisten in zwei Leistungsvarianten. Die Module lassen sich zudem mit einem Connector-Board zu einer anschlussfertigen Kompaktlösung kombinieren. Die Positioniersteuerungen eignen sich für die effiziente und dynamische Ansteuerung von bürstenbehafteten DC-Motoren und bürstenlosen BLDC-Motoren (sogenannte EC-Motoren) mit Hall-Sensoren und Encoder bis 750 Watt Dauerleistung und 1500 Watt Spitzenleistung bei gleichzeitig sehr geringen Abmessungen. Mehr Leistung und zusätzliche Funktionalitäten Der Schweizer Antriebsspezialist maxon motor hat seine CANopen-Positioniersteuerungsreihe mit noch mehr Leistung, grösserer Regelperformance und zusätzlichen Funktionalitäten ausgestattet. Das modulare Konzept sieht zudem vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten betreffend Ethernet-ba-

EPOS4-Compact-50/15CAN (59,5 x 65,5 x 35,1 mm) Anschlussfertige Kompaktlösung, abgestimmt auf bürstenbehaftete DC-Motoren mit Encoder und bürstenlose EC-Motoren mit Hall-Sensoren und Encoder bis 750/1500 Watt.

sierender Schnittstellen vor: wie EtherCAT oder absolute Drehgeber. All diese Neuerungen richten sich nach dem Erfolgsprinzip des Easy-to-use-Positioning-Systems. Die Kombination einer umfangreichen Auswahl an Betriebsarten, modernsten Regeleigenschaften wie Field Oriented Control (FOC) sowie vielfältigen analogen und digitalen I/O- und Kommandierungsmöglichkeiten macht einen Einsatz in verschiedensten Applikationsgebieten möglich — von der Medizinaltechnik bis hin zur Robotik. Wie immer setzt maxon dabei auf integrierte Schutzeinrichtungen wie beispielsweise Safe-Torque-Off-(STO-)Funktionalität.

fahren zur Regler-Abstimmung gehört seit Jahren dazu. Der Kunde kann sich ganz seiner eigentlichen Aufgabe widmen – der Entwicklung seines Gerätes. Um die Ansteuerung der Motoren muss er sich nur in zweiter Linie kümmern. Denn dazu kann er auf das in EPOS steckende Antriebs-Know-how von maxon zurückgreifen. Zusammen mit den ebenfalls frei verfügbaren Bibliotheken und Programmierbeispielen macht dies eine Einbindung in verschiedenste Systeme kinderleicht.

Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent All diese Eigenschaften werden kombiniert mit einem grossen Eingangsspannungsbereich bis 50 V DC, höchster LeistungsdichIntuitive Parametrierung te und einem Wirkungsgrad von bis zu 98 Die Inbetriebnahme und Parametrierung Prozent. Das macht die EPOS4-Positionierfunktioniert über die weiterentwickelte, in- steuerungen für Ihre Antriebsapplikation zu tuitive grafische Benutzeroberfläche «EPOS einer Wahl erster Güte. Studio» und einfach zu handhabende, menügeführte Assistenzprogramme (Wizards). Auch ein ausgeklügeltes automatisches Ver- maxonmotor.ch Aktuelle Technik –6/2016


SPÄLTI

Antriebstechnik/Fluidik Produkt-News 44

TECHNIK, DIE ÜBERZEUGT LA6, Signalturm der neuesten Generation. 4096 Farbkombinationen sorgen für eine detaillierte Darstellung der Betriebszustände.

Tele VEO Zeit- und Überwachungsrelais. Vielfalt kennt keine Grenzen, weder als Überwachungsrelais noch als Zeitrelais.

Sicherheitsgeräte in Vollendung. Mit dem Not-Aus-Relais von Pilz vereinen wir Qualität, Erfahrung und Vielfalt in einem, die Serie Sigma ist der Massstab, wenn es um Sicherheit geht.

Befehlsgeräte von Schlegel. Die ultra-modernen Betätiger, die grosse Auswahl, die hohe Qualität, das Top-Design sowie die integrierte USB-Schnittstelle sind Garant für optimale Steuerungen aller Art.

Hohe Leistung durch Rundtische Aufgrund der geringen Reibung erlaubt der Direktantrieb dieser Rundtische ohne Umkehrspiel (Backlash) eine äusserst präzise und geräuschlose Funktion. Ihre Geschwindigkeit kann 900 t/min erreichen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, hohe Geschwindigkeit mit starken Beschleunigungen und Abbremsungen mit hoch präzisen Positionierungen zu kombinieren. Einige Hauptmerkmale der Baureihe: – Kein Umkehrspiel dank Direktantrieb – Hohe Positioniergenauigkeit – Spitzenmoment bis 2400 Nm – Hohe Geschwindigkeiten bis 400 min¯¹ – Hervorragende Momenteigenschaften antrimonholding.com

Neue Speed-Antriebe und Controller Der Schweizer Antriebsspezialist maxon motor präsentiert diesen Frühling eine Vielzahl an neuen Produkten – von superschnellen bürstenlosen DC-Motoren über robuste Planetengetriebe bis hin zu modularen Controllern. Antriebstechnik wird damit intuitiver als je zuvor. Frisch aus der Entwicklungsabteilung kommt unter anderem die Positioniersteuerung EPOS4. Sie basiert auf der bestehenden EPOS-Reihe und verfügt über eine beeindruckende Leistungsdichte. Die modularen Controller sind für die Ansteuerung von DC- und BLDC-Motoren mit Hall-Sensoren und Encoder bis 750 Watt Dauerleistung und 1500 Watt Spitzenleistung ausgelegt. Die Konfiguration ist selbst für Antriebs-Laien problemlos machbar – über ein intuitives grafisches User Interface. Maxon baut zudem seine konfigurierbare Linie von bürstenlosen DC-Motoren aus, die mit ihren hohen Drehzahlen hervorstechen. Diese ECX-Motoren sind im vergangenen Herbst erstmals präsentiert worden. Jetzt kommen mehrere Modelle hinzu, etwa der ECX Speed 22 High Power. maxonmotor.com

AUTOMATIONSPRODUKTE

Chefiholzstrasse 15, 8637 Laupen Telefon 055 256 80 90, Fax 055 256 80 91 info@spaelti-ag.ch, www.spälti.ch

Aktuelle Technik –6/2016


Antriebstechnik/Fluidik Produkt-News 45

Robuste Robuste PC’s PC’s Lüfterlos, Temperaturbereich Lüfterlos, Temperaturbereich -40° bis +85°C -40° bis +85°C Kompakt-PC’s Kompakt-PC’s

Robuste PC’s Robuste PC’s Lüfterlos, Temperaturbereich

Hydraulik-Aggregat für Werkzeugmaschinen Der Fortschritt ist schon allein an der eleganten Form sichtbar: Das neue Klein-Aggregat CytroPac von Rexroth zeigt, mit wie wenig Bauraum moderne Hydrauliklösungen auskommen. In einem Gehäuse verknüpft Rexroth Hydraulikkomponenten mit einem Frequenzumrichter, Motor, Pumpe und Sensorik zu einem schaltschranklosen Aggregat. Die neue Baureihe vereinfacht als Plug & Run-Lösung die Inbetriebnahme und verringert durch die bedarfsgerechte Drehzahlregelung den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig erfasst das dezentral intelligente Aggregat alle Betriebszustände und fügt sich mit Condition Monitoring in Industrie 4.0-Konzepte ein. CytroPac deckt den Leistungsbereich bis 4 kW und Volumenströme bis 35 l/min ab. Bauraum ist bei Werkzeugmaschinen kostbar, denn die Aufstellfläche ist ein kaufentscheidendes Kriterium für die Anwender. Das von Rexroth neu entwickelte Hydraulik-Aggregat CytroPac integriert alle hydraulischen und elektrischen Bauteile auf engstem Raum. boschrexroth.ch

Servo-Antriebe für mobile Anwendungen ADVANCED Motion Controls erweitert sein Portfolio um Powerlink-fähige Servo-Antriebe für Bau-, Kommunal- und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die DVP-Serie ist Teil der DigiFlexPerformance-Familie (DP) digitaler Servo-Antriebe. Sie ist für die Steuerung von Bürstenmotoren, bürstenlosen und AC-Induktionsmotoren konzipiert und zeichnet sich durch einen kompakten Formfaktor aus — optimal für integrierte Anwendungen. POWERLINK ergänzt die übliche CANopen-Schnittstelle und ermöglicht dadurch hochleistungsfähige Antriebslösungen. Der Automatisierungsgrad mobiler Arbeitsmaschinen ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Die anfallenden Datenmengen lassen sich mit dem bisher verwendeten CAN-Bus nicht mehr bewältigen. Neben allen CAN-Funktionen bietet POWERLINK Echtzeitfähigkeit und ausreichend Bandbreite für Video, abgesetzte Visualisierungen, Echtzeitverarbeitung und Safety.

High Precision – dank optischem Messprinzip Faulhaber erweitert sein Portfolio um die hochgenauen Encoder IER3 und IERS3. Beide Encoder liefern 2-Kanal-Quadratursignale sowie ein zusätzliches Indexsignal. Dank dem optischen Messprinzip mit einer präzisen Massverkörperung sind die Encoder hochgenau und weisen eine sehr hohe Signalqualität auf. Damit bestechen sie gegenüber Encodern mit anderen Messprinzipien. Ein Faulhaber-DC-Kleinstmotor oder bürstenloser DC-Servomotor kann mit dem IER3 und IERS3 auf typischerweise 0,1° — 0,3° genau positioniert werden. Damit sind die Encoder die ideale Lösung für hoch präzise Positionieranwendungen. Die Encoder können mit den grafitkommutierten Faulhaber-DC-Kleinstmotoren der Baureihen CXR und CR ab Durchmesser 22 mm und mit den bürstenlosen DC-Servomotoren der Baureihen BX4 und BP4 kombiniert werden. Die Encoder sind im Vergleich zu anderen optischen Encodern aussergewöhnlich kompakt und leicht. Bei den Encodern handelt es sich um ein optoreflektives System als Single-Chip-Lösung.

Lüfterlos, Temperaturbereich -40° bis +85°C -40° bis +85°C Kompakt-PC’s Kompakt-PC’s

- Intel, Atom, Core 2 Duo, i7, i5, i3 Intel, Atom, Core 2 Duo, i7, i5, i3 -- 1-4fach Ethernet -- 41-4fach x COM,Ethernet bis 3 -6 USB 4 x COM, bis 3 -6 USBPCIe Mini -- PC/104, PC/104-Plus, PC/104, PC/104-Plus, PCIe Mini - DC-Weitbereichseingang DC-Weitbereichseingang --- Ausbaubare Gehäuse Intel, Atom, Core 2 Duo, i7, i5, i3 -- IP67 Ausbaubare Gehäuse Intel,Outdoor/Military Atom, Core 2 Duo, PCi7, i5, i3 - 1-4fach Ethernet IP67 Outdoor/Military PC - 1-4fach Ethernet - 4 x COM, bis 3 -6 USB

- PC/104, 4 x COM, bis 3 -6 USBPCIe Mini Panel-PC’s -Panel-PC’s PC/104-Plus, - PC/104, PC/104-Plus, PCIe Mini --

19” 19”

DC-Weitbereichseingang 17” DC-Weitbereichseingang Ausbaubare 17” Gehäuse Ausbaubare GehäusePC IP67 Outdoor/Military IP67 15”Outdoor/Military PC

15” Panel-PC’s Panel-PC’s 17” 17”

12” 12”

19” 19”

15” 15” 12”

- 12” Intel, Atom, Core 2 Duo, i7, i5, i3 Intel,Line Atom, 2 Duo, -- Slim 12”Core Panel PC i7, i5, i3 Slim Line 12” Panel PC Rack - 12”, 15”, 17”, 19”Panel, 12”, 15”, 17”, 19”Panel, Rack - Gehäuse Alu oder Chromstahl Gehäuse Alu oder Chromstahl --- IP65 Intel, Atom, Core 2 Duo, i7, i5, i3 IP65 Intel,Line Atom, 2 Duo, ---- -20°C bis +60°C Slim 12”Core Panel PC i7, i5, i3 -20°C bis 17”, +60°C Slim15”, Line 12” 19”Panel, Panel PC Rack 12”, ---- DC-Versorgung 12”, 15”, 17”, 19”Panel, Rack --- DC-Versorgung Gehäuse Alu oder Chromstahl Gehäuse Alu oder Chromstahl -- IP65 Kleinst-Computer IP65 bis +60°C Kleinst-Computer - -20°C -20°C bis +60°C -- DC-Versorgung - DC-Versorgung

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Industrie-Informatik Top-Info 46

National Instruments Switzerland GmbH

NI WorldClass 2016 — der Robotik-Wettbewerb für Studenten

Auch in diesem Jahr ruft National Instruments alle Studenten der Ingenieur- und Naturwissenschaften dazu auf, sich für die NI WorldClass zu bewerben. Der fünftägige Workshop findet vom 18. bis zum 23. Juli 2016 in München statt. Bei diesem interdisziplinären Projekt steht für die Studententeams die Bewältigung von anspruchsvollen Aufgaben mit autonomen Robotern im Mittelpunkt. Dabei kommen Soft- und Hardware-Produkte von National Instruments zum Einsatz, wie z. B. LabVIEW und die Embedded Plattform NI myRIO, aber auch das mobile Roboter-System Robotino von Festo Didactic, mit dem verschiedene Aufgaben aus dem Bereich der Robotik erlernt werden können. Die Teilnehmer sammeln praktische Erfahrungen in den Bereichen Robotik, Regelungstechnik, Bildverarbeitung sowie Messtechnik. Dieses Jahr gibt es zusätzlich eine Herausforderung im Bereich der Hochfrequenztechnik. Ingenieure von NI stehen den Teilnehmern dabei unterstützend zur Seite. Im Rahmen der NI WorldClass können die Studierenden jedoch nicht nur ihre technischen Kenntnisse unter Beweis stellen, sondern auch ihre Team- und Aktuelle Technik –6/2016

Vom 18. bis zum 23. Juli 2016 findet in München der Studentenwettbewerb NI WorldClass statt.

Kommunikationsfähigkeit ankurbeln, im Team Probleme lösen und Erfolge feiern. Auch zum Austausch mit den NI-Mitarbeitern bleibt genügend Zeit. Ausserdem haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen der NI WorldClass 2016 anhand eines Soft-Skills-Trainings weiterzubilden. Die Teilnehmer der vergangenen Jahre empfinden die NI WorldClass als sehr wertvoll: «Einen autonomen Roboter in einem motivierten Team selbst zu programmieren und dabei jede Menge Spass zu haben, ist eine einzigartige Erfahrung. Die NI WorldClass ist aussergewöhnlich!», so Johannes E. (Teilnehmer NI WorldClass 2015). Die Studenten haben die Chance, neue Herangehensweisen kennenzulernen und das Projekt von der Planung bis zur Realisierung mitzuerleben. Damit die Studenten optimal auf die Aufgabe vorbereitet sind, ermöglicht NI allen Teilnehmern im Vorfeld der NI WorldClass 2016 den kostenfreien Besuch eines Trainingskurses zu NI LabVIEW. Zudem kommt NI sowohl für die Fahrtkosten wie auch für die Unterbringung und Verpflegung während der fünf Tage auf.

National Instruments im Bildungsbereich National Instruments setzt sich für die Verbesserung der technischen und wissenschaftlichen Ausbildung weltweit ein und bietet Lehrenden und Studierenden leistungsstarke Software für das grafische System-Design, intuitive Werkzeuge für den Unterricht und modulare Hardware, um damit eine Brücke zwischen dem Lehrplan und der realen Arbeitswelt zu schlagen. Sowohl Lehrende als auch Lernende profitieren von leistungsstarken, professionellen Werkzeugen, wie zum Beispiel der grafischen Entwicklungs-Software LabVIEW und NI Multisim, die Studenten dabei helfen, technische Konzepte zu visualisieren und zu implementieren. Die Integration von LabVIEW in den Ausbildungsbereich schafft eine effektive, dynamische Lernumgebung — angefangen bei Lego Mindstorms Education NXT in Grundschulen bis zu Forschungslabors an Universitäten. NI bietet überdies ein Lizenzprogramm für den Hochschulbereich an, über das Lehrende, Forscher und Studenten Rabatte auf NI-Produkte erhalten können. ni.com/switzerland


Industrie-Informatik Produkt-News 47

Display mit gebondetem Touchscreen Das Orca-Tactical-PC-Terminal eignet sich speziell für äusserst extreme industrielle und militärische Einsatzbedingungen. Es ist konform gemäss MIL-810 Standard, erfüllt strengste EMC/EMI-Standards und ist IP65-dicht. Das 10"-Display mit gebondetem Touchscreen ist voll Tageslicht-tauglich. Für den Nachteinsatz kann die Helligkeit auf ein Minimum geregelt werden. Das System ist lüfterlos und mit Intel Atom oder Core i5/i7 mobile CPU verfügbar. Die Anordnung und die Auswahl der MIL-Stecker respektive Industrie-Stecker kann kundenspezifisch angepasst werden. Gezeigt wurde das Display sowohl an der PXIShow in Beijing und Shanghai (17. bzw. 21. Mai 2016) als auch an der Eurosatory, die vom 13. bis zum 17. Juni in Paris stattfand. beltronic-ipc.com

Website mit neuem Design Ab sofort hat die Website der Spectra (Schweiz) ein neues Gesicht und präsentiert sich modern, informativ und kundenorientiert. In einer Verjüngungskur hat die Homepage www.spectra.ch nicht nur ein modernes Design, sondern auch einen komplett neuen Inhalt erhalten. Selbstverständlich ist die Seite responsive aufgebaut. So kann auch mit mobilen Devices komfortabel darauf zugegriffen werden. Struktur und Inhalt der Seite wurden komplett erneuert. Durch das übersichtliche Klappmenü erhalten die Besucher einen Einblick in die verschiedenen Menüpunkte und können sich schnell orientieren. Mit vielen Bildern aus der Firma bekommt der Betrachter einen tieferen Einblick in den Alltag bei Spectra. In der Rubrik «Über uns» wird die Spectra näher vorgestellt, die Historie, verschiedene Abteilungen, aber auch Stellenangebote und Ausbildungsinhalte. Entsprechend dem Slogan «powered by individuality» sind zahlreiche Ansprechpartner persönlich zu sehen. spectra.ch

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Komponenten/Halbleiter Stromversorgung 48

Schneider Electric (Schweiz) AG

Grösste Schweizer Mühle mit neuer Niederspannung und Energiemonitoring

Das neue Getreidesilo wächst bis in luftige Höhen auf 118 m.

Rund ein Drittel der Schweizer Mehl-, Griess- und Flockenprodukte entstehen in Zürich.

Bei der Swissmill in Zürich wurde trotz Grossbaustelle eine Niederspannungsanlage unter laufendem Betrieb ersetzt. Die neue Anlage ist modular aufgebaut, auch unter Spannung erweiterbar und zudem in ein Energiemonitoring eingebunden, das sämtliche Verbrauchsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellt.

der seit vielen Jahren am Sihlquai arbeitet und heute Leiter Produktion + Technik bei der Swissmill ist. Der Neubau hat es aber in sich, denn der Mühlebetrieb muss ungeachtet von Baustelle, Lärm und Erschütterungen weiterlaufen. «Um das Gewicht des neuen Silos sicher fundieren zu können, mussten zudem beidseits des bestehenden Gebäudes Pfähle abgeteuft werden, nur war dabei die bestehende Niederspannungsanlage im Weg», erklärt Raimund Eigenmann einen der Gründe für die neue Anlage. «Die alten Installationen hatten aber auch schon mehrfach unter Wasserschäden leiden müssen», ergänzt Mario Keller, der den elektrischen Unterhalt bei der Swissmill leitet. Er rät aufgrund seiner diesbezüglichen Erfahrung ohnehin dringend dazu, elektrische Anlagen grundsätzlich nicht in Untergeschossen zu platzieren. «Darüber hinaus stellte die alte Anlage aber auch eine Gefährdung dar, denn der Weichmacher hatte sich längst aus den aus dem Umbau unter Betrieb Coop konzentriert seine Produktionsstand- Jahr 1972 stammenden Kunststoffteilen verorte in der Schweiz auf wenige Zentren, um flüchtigt, sodass sich die Anlage zum Teil Synergien zu schaffen und mit kürzeren kaum noch schalten liess», fährt Mario Keller Transportwegen die CO₂-Emissionen zu redu- fort. Der Erneuerungsbedarf war damit gegezieren. «Nachdem das Zürcher Stimmvolk Ja ben, nur hatte der Ersatz der Anlage mit Auszum Neubau gesagt hatte, ist Zürich definitiv nahme der Umschaltarbeiten ebenfalls unter einer der Produktionsstandorte, die beibehal- Betrieb zu erfolgen. Und «unter Betrieb» darf ten werden», freut sich Raimund Eigenmann, als etwas sehr Lebhaftes verstanden werden: Es mag erstaunen, und doch ist es so: Die grösste Getreidemühle der Schweiz steht in Zürich. Rund ein Drittel der Schweizer Mehl-, Griess- und Flockenprodukte wird mitten in der sonst eher für ihr Finanzwesen bekannten Stadt gemahlen. In der seit 1843 am Sihlquai existierenden Mühle arbeiten 80 Personen in einem der europaweit innovativsten und modernsten Unternehmen der Branche. Die zur Coop-Gruppe gehörende Swissmill ist darüber hinaus ein Vorzeigebetrieb für die Firma Bühler AG, die hier ihre neusten Maschinen im Mühlebetrieb einsetzt und Interessierten aus der ganzen Welt vorführt. Um ihre Lagerkapazität am Standort Zürich zu gewährleisten, ist die Swissmill derzeit dabei, ihren Betrieb um ein weitherum sichtbares Getreidesilo zu erweitern. Das mit 118 Metern zweithöchste Gebäude der Stadt wird im Jahr 2016 seinen Betrieb aufnehmen.

Das Zusammenspiel der Schneider-ElectricKomponenten vereinfacht die Überwachung der Spannungsqualität und der Anlagenbelastung.

Aktuelle Technik –6/2016

Die Prisma-Schaltanlagen in Steckeinsatztechnik von Schneider Electric lassen sich auch unter Spannung erweitern.


Komponenten/Halbleiter Stromversorgung 49

An uns gibts kein Vorbeikommen.

Der Ersatz der Niederspannungsanlage gelang unter laufendem Betrieb reibungslos.

Rund um die Uhr werden rund 300 Produkte loser Feiertage alles auf die neue Anlage um.» hergestellt, und 200 000 Tonnen fertige Nah- Doch die Sorge war unbegründet, es war alrungsmittel verlassen pro Jahr die Swissmill. les bestens vorbereitet und klappte entsprechend reibungslos. Modular aufgebaute Prisma-Schaltanlagen Damit standen die Verantwortlichen der Energiemonitoring zahlt sich finanziell aus Swissmill vor einer schweren und nicht risi- Eine neue Energieverteilung ist das eine, Gekofreien Aufgabe. «Um ein solches Mammut- wissheit über den Energieverbrauch zu haben, projekt durchzuziehen, braucht man einen das andere. Bestandteil der neuen Installavertrauenswürdigen Partner», sagt Rai- tionen war daher auch das Energiemonitomund Eigenmann, «und diesen fanden wir ring mit einem System, das ebenfalls einfach in der Bühler + Scherler AG.» Das Ingenieur- und selbstständig erweiterbar ist. Dazu wurunternehmen erarbeitete einen Leistungs- de eine nachrüstbare Plug and Play-Lösung beschrieb und bot dafür einen Festpreis an. installiert, die es erlaubt, mit einem einfachen «Das Vertrauen muss bei solchen Vorhaben Browser ohne weitere Software die Geräteaber unbedingt gegenseitig sein», bekräf- daten in Echtzeit einzusehen. Die Leistungstigt Geschäftsführer Thomas Bischofberger, schalter von Schneider Electric verfügen zu«auch wir mussten uns auf die Swissmill ver- dem über integrierte Messwandler und leiten lassen können, zumal wir hier nicht nur als die Werte so direkt über den Modbus ans LeitPlanende, sondern auch als Ausführende system. Über das Energy-Operation-System auftraten.» Die neue Energieverteilung soll- lassen sich überdies die Daten auch nach te nicht nur modern, sie musste auch offen Kostenstellen aufschlüsseln. «Eingebunden für zukünftige Erweiterungen — und zwar un- ist aber nicht nur die elektrische Energie», ter Betrieb — sein. Denn oft genug stellt man weiss Luca Fraccalvieri, der bei Swissmill für erst nach einigen Jahren fest, dass man ne- das Monitoring zuständig ist, «auch unser ben der eigentlichen Investition auch an den Verbrauch an Gas zur Dampfproduktion und künftigen Betrieb und allfällige Ausbauschrit- an Wasser wird laufend erhoben». Coop will te hätte denken sollen. Daher entschied man erklärtermassen bis im Jahr 2022 CO₂-neutsich für einen modularen und platzsparenden rale Betriebe führen und legt daher grossen Aufbau mit vier untereinander über Strom- Wert auf die Reduktion des Gesamtenergieschienen verbundenen Prisma-Schaltanla- verbrauchs und auf mögliche Optimierungen. gen von Schneider Electric, die sich auch un- Das Energiemonitoring zahlt sich aber rein fiter Spannung erweitern lassen. In rund zwei nanziell schon jetzt aus, spart die Swissmill bis drei Monaten wurde die neue Anlage ge- damit doch Jahr für Jahr eine beträchtliche plant und in einem neuen, dazu geschaffenen Summe. Raum aufgebaut. «Dann kam der Moment der Wahrheit, der immer etwas belastend ist», schneider-electric.ch erzählt Projektleiter Arthur Hilber. «In zwei swissmill.ch Etappen schalteten wir während betriebs- buhler-scherler.com

Aktuelle Technik –6/2016

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Energiemonitoring in Echtzeit zahlt sich aus: Die Swissmill spart damit jährlich eine beträchtliche Summe.

Da bleibt jeder Ausschuss chancenlos. Dank der in den Prozess integrierten Überwachung erreichen Sie eine 100 %-Qualitätssicherung in der Serienproduktion. Mehr dazu zeigen wir Ihnen gerne vom 21. bis 24. Juni 2016 auf der Automatica, Halle A6, Stand 425.

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Komponenten/Halbleiter Top-Info 50

Finder (Schweiz) AG

Zeitrelais komfortabel per Smartphone programmieren

Mit dem neuen SMARTimer der Serie 84 von Finder steht Anwendern ein digitales Zeitrelais zur Verfügung, das eine hohe Flexibilität bietet.

Mit dem neuen SMARTimer der Serie 84 von Finder steht Anwendern ein digitales Zeitrelais zur Verfügung, das eine hohe Flexibilität bietet. Das Zeitrelais ist in zwei Varianten für Versorgungsspannungen von 12 V bis 24 V oder 110 V bis 240 V AC/DC erhältlich. Der SMARTimer verfügt über zwei unabhängig voneinander programmierbare Ausgangskontakte, die als Wechsler mit 16 A bei AC 230 V belastet werden können. Das grosse Display ist in zwei Bereiche für die beiden Kanäle unterteilt und visualisiert sämtliche wichtige Informationen, wie eingestellte Zeit, Funktionen, Zeitverlauf und Zustand der Ausgangskontakte. Es lassen sich Zeiten von 0,1 s bis zu 9999 h einstellen. Insgesamt sind 25 verschiedene Funktionen programmierbar wie Impuls, symmetrisches/asymmetrisches Blinken, zeitverzögertes Einbzw. Ausschalten sowie viele weitere. Um das neue Zeitrelais zu programmieren, stehen dem Anwender zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen ist dies der integrierte Joystick, über den sich die verschieAktuelle Technik –6/2016

denen Funktionen und die entsprechenden Zeiten einstellen lassen. Eine besonders komfortable Alternative ist die Programmierung des SMARTimer mit der kostenlos erhältlichen Android-App «Finder Toolbox». Auf einem Android-Smartphone mit NFC-Funktion kann der Anwender die Programmierung einfach vornehmen. Um das Programm zu übertragen, muss es das Smartphone dann nur noch an die NFC-Schnittstelle des Zeitrelais halten. Das aktuelle Programm lässt sich so auch auslesen, verändern und wieder auf den SMARTimer übertragen. Auf diese Weise kann ein Programm auch einfach auf mehrere Geräte dupliziert werden. Selbstverständlich kann die Programmierung sowohl per Joystick als auch per App über einen PIN-Code geschützt werden.

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Komponenten/Halbleiter Produkt-News 51

1- und 2-WechslerRelais Im industriellen Umfeld gilt es, Servicearbeiten schnell, unkompliziert und zuverlässig vorzunehmen. Zur Herausforderung für jeden Anwender werden immer kompaktere Schaltschränke und miniaturisierte Komponenten auf engstem Raum. Sobald Komponenten ausgetauscht werden müssen, kommt es durch verbogene Relaiskontakte häufig zu Fehlern, die zudem nur schwer aufzufinden sind. Nicht so bei den neuen, kompakten DRI-Relais von Weidmüller mit ihren stabilen, industriegerechten Steckkontakten. Sie beschleunigen sowohl die Installation als auch den Service auf engstem Raum. In der Praxis zunehmend ausschlaggebend ist die Handhabbarkeit von Komponenten, deshalb besitzen die neuen DRI-Relais besonders stabile Steckkontakte, die das Verbiegen beim Stecken und Ziehen verhindern und die so für eine schnelle und sichere Montage sorgen.

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Komponenten/Halbleiter Produkt-News 52

ElectronicKey-System Das EKS ist eine elektronische Zugriffsverwaltung für den Einsatz im industriellen Umfeld. Es erlaubt eine sichere Zugriffskontrolle auf Prozesse und Software-Anwendungen. Es besteht aus einem Schlüssel, einer Schlüsselaufnahme und einer Schnittstellenelektronik. In der neuen modularen Ausführung ist die Elektronik getrennt von der Schlüsselaufnahme in einem separaten Schnittstellen-Adapter untergebracht und kann z. B. im Schaltschrank montiert werden. Durch die Profinet-Schnittstelle kann das EKS sehr einfach in bestehende Systeme integriert werden. Die Schlüsselaufnahme zeichnet sich durch eine kompakte Bauform sowie eine geringe Einbautiefe aus. Der Einbau in flache Bedienpanels mit Standard Montagebohrungen von Ø 22,5 mm ist somit jederzeit möglich. Die geschlossene und abgerundete Form der Schlüsselaufnahme verhindert die Ablagerung von Verschmutzung und ermöglicht eine einfache Reinigung. Der hoch molekulare Kunststoff kann in hygienisch sensiblen Bereichen eingesetzt werden. euchner.ch

Platzsparendes Netzteil Die Firma N2Power hat ihr Sortiment um eine sehr kompakte Netzteil-1U-3" x 5"-XL500-Serie, 500 W, erweitert. Zielsetzung war, hohe Leistung auf möglichst kleinem Raum zu realisieren. Die XL500-Lösung ergänzt somit die bereits bestehenden XL- und PL-Serien, die einen Einfach-Ausgangsspannungsbereich von 5V bis 60V und eine Leistung von 450 bis 3000 W abdecken. Dieses innovative XL500-Netzteil ist wie folgt zertifiziert: CE; UL/cUL; IEC 69050-1 (2nd Edition) am1, am2; EN 60950-1:2006/A11:2009/A1:2010/A12:2011/ A2:2013; UL 60950-1 (2nd Edition) sowie RoHS II. Diese Netzteile eignen sich besonders für Applikationen im Bereich Broadcast, Test- und Measurement wie auch für die Segmente Gaming und Instrumentations-Märkte. Sie widerstehen ausserdem Vibrationen bis zu 2 G in harschen Industrie- und Automationsumgebungen. altrac.ch

Aktuelle Technik –6/2016

Kompakte Not-Halt-Taste In Gefahrensituationen können NotHalt-Tasten vor ernsthaften Verletzungen schützen oder sogar Leben retten. Die Produkte von Schlegel stehen weltweit für mechanische Robustheit, herausragende Funktionalität, Sicherheit sowie für ansprechendes Design. Die neue Not-Halt-Taste wurde exakt auf die Anforderungen des Marktes hin konzipiert — im Vorfeld führte Schlegel eine Marktforschungs-Umfrage durch, die den Bedarf bestätigte. «Entsprechend sind wir sicher, dass unsere neue Not-Halt-Taste bei unseren Kunden und im Markt auf grosses Interesse stossen wird», so Kurt Blank, Leiter Konstruktion/Entwicklung bei Schlegel, zu den Erwartungen. Hier überzeugt die neue Lösung aus dem Hause Schlegel mit ihrem filigranen, formschönen Design und den kompakten Massen von 20,5 mm Bauhöhe und 16,2 mm Einbaudurchmesser. «Damit ist unsere Not-Halt-Taste ideal für die Ausstattung moderner Kleingeräte wie Handhelds oder Panels geeignet, aber auch für verschiedene Medizingeräte», erläutert Blank. spaelti-ag.ch


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Messtechnik/Sensorik RFID 54

Balluff Sensortechnik AG SMS group

Ein 2010 gestartetes Projekt zur kompletten Modernisierung der Produktion bei der SMS group ist ein Schritt auf dem Weg zu Industrie 4.0. Die Werkzeugidentifikation mit Tool-ID von Balluff ist dabei eine Schlüsselkomponente.

Auf dem Weg zu Industrie 4.0

Die grossen Herausforderungen, denen man in Produktionsprozessen mit der sogenannten vierten industriellen Revolution begegnen will, sind immer kürzere Produktlebenszyklen und steigende Kundenindividualität. Das hat auch zur Folge, dass Produktionsanlagen und Maschinen schneller verfügbar sein müssen, um letztlich den sich ändernden Anforderungen in Endprodukten kurzfristiger entsprechen zu können. «Für uns als Anlagen- und Maschinenbauer im internationalen Wettbewerb liegt eine der wesentlichen Herausforderung darin, Durchlaufzeiten respektive Lieferfristen signifikant zu reduzieren», erklärt Alexander Goebels von der SMS group. Der Leiter der Produktionsplanung im Werk Mönchengladbach bringt damit eine der zentralen Zielsetzungen für die bereits 2010 begonnene, umfassende Modernisierung der Fertigung auf den Punkt. «Wir gehen eine Vielzahl kleiner und grösserer Schritte auf dem Weg zu Industrie 4.0», ergänzt Alexander Goebels. Einer dieser Schritte ist die höhere Flexibilität in der Eigenfertigung, sprich der Produktionsplanung in Bezug auf eine flexible Maschinenbelegung. Die übergreifende Werkzeugverwaltung auf Basis der Werkzeugidentifikation mittels Tool-ID von Balluff ist dafür eine Schlüsselkomponente im neuen Organisations- und Automatisierungskonzept. Investitionen zur ultramodernen Fertigung Ziel der kompletten Modernisierung ist die nachhaltige Steigerung der Produktivität und

Die hochmoderne Bauteilfertigung im SMS-Werk Mönchengladbach.

die Reduzierung der Lieferzeiten sowie letztlich auch die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze am Standort Mönchengladbach. Es umfasst ein Investitionsvolumen von über 60 Millionen Euro. Neben der Modernisierung der Infrastruktur flossen davon weit über die Hälfte in einen hochmodernen Werkzeugmaschinenpark zur Produktion von Anlagenkomponenten für den Schwermaschinenbau von SMS. RFID-Schreib-/Leseköpfe von Balluff «Im gesamten Werk verwalten wir etwa 10 000 technologisch und geometrisch unterschiedliche Werkzeuge, die jeweils einzeln oder nach Bedarf auch mehrfach vorhanden sind», so Peter Sosnitzka, Verantwortlicher der Werkzeugvoreinstellung. In seinem Bereich werden alle Werkzeugkomponenten vorgehalten und generell sämtliche Werkzeuge vorbereitet. Hier werden die relevanten Werkzeugparameter direkt beim Vermessen berührungslos auf den RFID-Datenträger von Balluff im Werkzeughalter übertragen. Gleichzeitig werden die Daten in das Werkzeug- und Produktionsdatenmanagement Exapt übergeben, das von der Werkzeugerfassung über die Verwaltung bis hin zum Fertigungseinsatz die gesamte Prozesskette abdeckt. Das System sorgt für durchgängige Prozesse, höhere Transparenz und in Summe für eine Effizienzsteigerung in der Fertigung. Das Tool-ID System von Balluff sorgt darüber hinaus dafür, dass alle benötigten Werkzeugdaten an jedem Einsatzort, einschliesslich der in den Maschinen zurückgeschriebenen Standzei-

oben: Kernkomponente der teils voll automatisierten Werkzeugversorgung der Bearbeitungsmaschinen ist die Werkzeugidentifikation ToolID von Balluff.

Aktuelle Technik –6/2016


Direkter Kontakt zu jedem Grad ten, korrekt und stets aktuell zur Verfügung stehen. Diese Zuverlässigkeit und die fehlerfreie, elektronische Datenübermittlung via RFID-Schreib-/Lesegeräte an allen Übergabestellen, respektive Maschinen, ist vor allem in den Fertigungsbereichen von grosser Bedeutung, wo Werkzeuge manuell übergeben werden. Dies kann in Werkzeugmagazinen von Maschinen oder in angegliederten Magazinsystemen, in denen zusätzliche Industrieroboter die Werkzeuge handeln, geschehen. «Aber nirgendwo führt ein Weg an einem Schreib-/Lesegerät von Balluff vorbei», betont Peter Sosnitzka. Projektziel erreicht Neben der Zeitersparnis und der gewonnenen Flexibilität besitzt man nun die Sicherheit der unverwechselbaren Datenzuordnung zu jedem Werkzeug auf dem fest montierten RFID-Datenträger sowie die fehlerfreie Übermittlung der Parameter beim Werkzeugwechsel. Ein ebenfalls gewichtiger Vorteil durch Tool-ID von Balluff ist die optimale Standzeitausnutzung der Werkzeuge. «Das Werkzeugidentifikationssystem von Balluff trägt in verschiedenerlei Hinsicht zur nachhaltigen Steigerung der Produktivität und zur Reduzierung der Lieferzeiten bei», resümiert Alexander Goebels.

balluff.com sms-group.com

In der Werkzeugvoreinstellung werden alle Werkzeugparameter auf den Balluff-Datenträger übertragen.

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links: Vorbereitete Werkzeuge: Insgesamt gibt es rund 10 000 technologisch und geometrisch unterschiedliche Werkzeuge, die ohne RFID-Technologie nur schwierig handelbar wären.

Ob hohe Temperaturen, extreme Drücke oder schnelle Strömungsgeschwindigkeiten, ob für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen, sicherheitsgerichteten Anwendungen oder auf engstem Raum: die OPTITEMP Serie deckt jeden Bedarf an Temperaturmesstechnik ab und sorgt gleichzeitig für höchste Prozesssicherheit. KROHNE – Temperaturmessung ist unsere Welt. KROHNE AG Uferstrasse 90 4019 Basel Tel. 061 638 30 30 Fax. 061 638 30 40 info@krohne.ch


Messtechnik/Sensorik Swiss Technology Network – Vision News 56

Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion Vision Systems

Vision News

An dieser Stelle werden jeweils Firmen aus den Sektionen mit ihren neusten Produkten vorgestellt, in dieser Ausgabe die Pepperl+Fuchs AG in Studen, Mitglied seit 2008.

SmartBridge-Konzept eröffnet goldenen Mittelweg

oben links: Alle SmartBridge-Sensoren werden automatisch in der Smart-BridgeApp angezeigt. oben rechts: Komfortable Parametrierung und Diagnose über Smartphone und Tablet.

Unter der Bezeichnung «SmartBridge» hat Pepperl+Fuchs ein interessantes Konzept entwickelt, das leistungsfähige und zugleich komfortable Bedien- und Anzeigelösungen mithilfe von Tablets und Smartphones bereitstellt.

unten: Leistungsstarker Codeleser OPC120P mit innovativer Polarisationsfilter-Technologie.

Diskussionen zum Thema «Benutzerschnittstelle» sind nahezu so alt wie die Automatisierung selbst. Aktuell führt die fortschreitende Miniaturisierung in der Mikroelektronik zu einer ständig steigenden Zahl intelligenter und komplexer Funktionen in Automatisierungskomponenten. Damit der Anwender daraus auch grösstmöglichen Nutzen ziehen kann, führt kein Weg vorbei an einer sorgfältigen Parametrierung. Dazu muss eine entsprechende Benutzerschnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Mögliche Komponenten zum Anzeigen und Bedienen bietet der Markt in Fülle, allerdings wirkt der Trend zu kompakteren Baugrössen hier kontraproduktiv. Vielfach fehlt in den immer kleiner werdenden Gehäusen der Platz zur Integration einer komfortablen Benutzerschnittstelle — insbesondere in Verbindung mit

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion Vision Systems

Aktuelle Technik –6/2016

Bachofen AG 8610 Uster bachofen.ch

BARTEC Engineering + Services AG 6330 Cham bartec.ch

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld baumer.com

OMRON Electronics AG 6343 Rotkreuz omron.ch

Pepperl+Fuchs AG 2557 Studen BE pepperl-fuchs.ch

QualiVision AG 8942 Oberrieden qualivision.ch


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grösseren Displays. Häufig sind die Sensoren auch an unzugänglichen Stellen verbaut, sodass eine direkte Bedienung ohnehin keine vernünftige Option darstellt. Industrielle Sensorik meets Consumer-Elektronics Durch den Siegeszug digitaler Schnittstellen wie Feldbusanschluss, IO-Link oder Ethernet verliert die manuelle Bedienung der Sensoren grundsätzlich an Bedeutung. Viele Automatisierungskomponenten lassen sich inzwischen problemlos zentral über die Steuerung bzw. Leitstelle konfigurieren und warten. Jedoch kann der Gang zu einem entfernten Computer — vor allem in grösseren Fertigungshallen — recht lang ausfallen. Das ist für einen Mitarbeiter, der kleine Parameteränderungen vornehmen oder ein paar Tests durchspielen will, keinesfalls die optimale Lösung. Das neue SmartBridge-Konzept von Pepperl+Fuchs stellt quasi den goldenen Mittelweg zwischen direkter Bedienung und Fernzugriff dar. Es nutzt die Vorteile digitaler Schnittstellen und erlaubt Serviceaktivitäten und Datenzugriffe räumlich nahe am Sensor, sodass sich das Prozessgeschehen gut beobachten lässt. Im Mittelpunkt von SmartBridge stehen Tablets und Smartphones aus dem Consumer-Bereich, die bekanntlich über Touchscreens, leistungsfähige CPUs und Grafikeinheiten sowie standardisierte drahtlose Kommunikationsschnittstellen verfügen. Mit diesen Eigenschaften eignen sie sich ideal für Monitoring-Aufgaben, zur Parametrierung der Sensoren und zum Daten-Recording. Mit der «SmartBridge-App», die für iOS und Android zur Verfügung steht, ist das Servicepersonal in der Lage, einen zusätzlichen Kommunikationskanal zu den entsprechenden Sensoren herzustellen. Alle erreichbaren SmartBridge-Sensoren stehen in einer Liste zur Auswahl. Nach erfolgreichem Verbindungsaufbau zeigt das Mobilgerät eine gerä-

tespezifische Seite mit den für den speziellen Sensortyp relevanten Daten, Funktionen und Einstellmöglichkeiten an. Die verschlüsselte Übertragung der Daten schützt vor Missbrauch und unautorisiertem Zugriff.

mit dem nächsten erreichbaren WLAN Access Point. Damit verfügt das Servicepersonal über eine bisher nicht gekannte Mobilität beim Parametrieren der Gerätefunktionen, bei Überwachungsaufgaben oder beim Beheben von Störungen, zum Beispiel um den Codeleser drahtlos bedienen Fehlerbildspeicher des Codelesers auszuund diagnostizieren lesen. Während des regulären Betriebs lasZu den ersten SmartBridge-fähigen Senso- sen sich über SmartBridge Prozessdaten ren des Mannheimer Sensorherstellers zählt auslesen und mitprotokollieren. Dies verläuft der kamerabasierte Codeleser der Baureihe vollkommen rückwirkungsfrei und führt zu OPC120P. Das Gerät ist ein treffliches Bei- keinerlei Beeinträchtigung der Kommunikaspiel für einen modernen, intelligenten Vision- tion des Codelesers mit dem verantwortSensor, der die komplexe Technologie der lichen Steuerungssystem. Bildverarbeitung mit einer einfachen und effizienten Bedienphilosophie vereint. Der Fazit Codeleser liest nicht nur alle gebräuchlichen Basierend auf Consumer-Mobilgeräten wie 1D- und 2D-Codes bei Vorschubgeschwin- Tablets und Smartphones, einer App sowie digkeiten von bis zu 10 m/s, sondern verfügt raffinierter Firmware-Erweiterungen in den über etliche Zusatzfunktionen, durch die der Sensoren bietet Pepperl+Fuchs mit SmartAnwender viel Zeit und Geld sparen kann. Bridge einen komfortablen drahtlosen ZuDazu zählen unter anderem eine spezielle griff zu den Geräten. Diese «entfesselte» und Pol-Filter-Technologie zum Lesen von Codes gleichzeitig komfortable Benutzerschnittauf stark reflektierenden Oberflächen wie stelle sorgt nicht nur für maximale FlexibiliMetallen, Kunststoffen, Leiterplatten oder tät, sondern erlaubt kompakte Baugrössen unter Folien, die Anwesenheitserkennung und spart teure Bedienelemente. veränderlicher Texturen wie Haltbarkeitsund Herstellungsdaten oder die Logo-Erken- pepperl-fuchs.ch nung zum Prüfen unveränderlicher Merkmale. Es lässt sich die Qualität des Codes ausgeben, oder es lassen sich lange Barcodes bis 200 mm durch Multiaufnahmen decodieren. Auf einen Blick Bei Problemen speichert der OPC120P die be– Automatisierung profitiert treffenden Lesungen in einem Fehlerbildspeivon modernen Tablets cher ab. und Smartphones. In Automatisierungsumgebungen mit – Neueste Codeleser solch hoch optimierten Komponenten erweidrahtlos konfigurieren tert der drahtlose Zugriff via SmartBridge die und diagnostizieren. Flexibilität von Arbeitsprozessen wesentlich. – Teure Bedienelemente Der Codeleser ist mit einer Ethernet-Schnitteinsparen und Sensoren stelle ausgestattet, sodass sensorseitig als kompakter gestalten. Kommunikationsweg das Ethernet-basier– App für iOS und Android te Firmennetz dient. Das Mobilgerät mit der verfügbar. SmartBridge-App wiederum verbindet sich

Präsident: Hans Grossmann, Compar AG Compar AG 8808 Pfäffikon compar.ch

Fabrimex Systems AG 8603 Schwerzenbach fabrimex-systems.ch

FUJIFILM (Switzerland) AG 8157 Dielsdorf fujifilm.ch

Sick AG 6370 Stans sick.ch

Stemmer Imaging AG 8808 Pfäffikon SZ stemmer-imaging.ch

Supercomputing Systems AG 8005 Zürich scs.ch

ID-System AG 2557 Studen idsystems.ch

Aktuelle Technik –6/2016


Messtechnik/Sensorik Top-Info 58

Stettbacher Signal Processing AG

Erfolgreich ohne Umwege

Mit den O-3000 Kameras von Stettbacher lassen sich Vision-Applikationen einfach und günstig realisieren, vor allem wenn die klassischen Standard-Lösungen versagen.

Top-Features flexibel anpassbar Die O-3000-Kameras verfügen über einen Highspeed-USB-Anschluss. Bei voller Auflösung von 1280 x 960 Pixel lassen sich mehr als 30 FPS übertragen. Über dasselbe USB-Kabel verläuft auch die Schnittstelle für die bequeme Kamera-Konfiguration, beispielsweise für die Einstellung der Belichtungszeit und der Empfindlichkeit, die Wahl des Auto-Exposure Modes (automatisch regulierte Belichtungseinstellung), des HDR Modes (High Dynamic Range), des Bildformats und der Auflösung, der Frame-Rate usw. Alle diese Möglichkeiten sind dokumentiert und offengelegt. Ebenso stehen Treiber im Quellcode zur Verfügung, die sich – falls notwendig – leicht und schnell für die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen.

ein bereits fertig konfiguriertes, betriebsbereites Vision System an, das alle O-3000 Treiber, Beispielcode, Grafikbibliotheken, Entwicklungs-Tools usw. vorinstalliert mitbringt. Das breite Kursangebot von SSP verhilft Interessierten und Einsteigern zu einem raschen und erfolgreichen Start mit den O-3000-Produkten, insbesondere mit der VisionBox.

Schnell bewegte Objekte — kein Problem Jüngste Mitglieder der O-3000-Familie sind interessante neue Kameras mit Global Shutter. Im Gegensatz zu den bisherigen Kameras mit excellenten HDR- und Low-Light-Fähigkeiten eignen sich die neusten Typen für die Aufnahme von schnell bewegten Objekten und Prozessen. Das Konfigurationsprotokoll bleibt für alle Komplettes Vision-System O-3000-Kameras identisch, sodass bestehende Treiber Im Zusammenspiel mit einer Grafikbibliothek, zum Bei- nicht angepasst werden müssen. Die neuen Modelle runspiel mit der freien, aber umfassenden OpenCV Library, den das O-3000-Angebot in hervorragender Weise ab entsteht ein mächtiges und kostengünstiges Bildverar- und erweitern das Einsatzgebiet enorm. Sie sind ab Juni beitungssystem. Der Anwender arbeitet ausschliesslich 2016 verfügbar. in seiner gewohnten C/C++-Umgebung. Es sind keinerlei spezielle und teuren Tools notwendig. Ausserdem bie- stettbacher.ch tet Stettbacher Signal Processing AG mit seiner VisionBox open-cam.ch Aktuelle Technik –6/2016


Messtechnik/Sensorik Produkt-News 59

Modularer Co₂-Transmitter mit erweitertem Messbereich Der modulare CO2 Transmitter EE870 von E+E Elektronik misst jetzt CO2-Konzentrationen bis zu 5% CO2 (50.000 ppm). Durch den erweiterten Messbereich ist der EE870, bestehend ausCO2-Fühler, Wandlerplatine und Verbindungskabel, nun noch vielseitiger einsetzbar. Der austauschbare CO2-Fühler EE871 mit Autokalibration verwendet ein Infrarot-Messprinzip (NDIR-Zweistrahlverfahren), das besonders unempfindlich gegenüber Verschmutzung ist. Alterungseffekte werden automatisch kompensiert, was zu einer hervorragenden Langzeitstabilität führt. Der CO2-Transmitter ist somit ideal für anspruchsvolle Anwendungen. Die Mehrpunkt CO2- und Temperaturjustage sorgt für eine hervorragende Messgenauigkeit über den gesamten Temperatureinsatzbereich von —40…60 °C. Zudem bietet das IP65-Fühlergehäuse mit austauschbarem PTFE-Filter einen ausgezeichneten Schutz vor Verunreinigungen. Dadurch kann der CO2-Fühler auch in rauen Umgebungen, wie beispielsweise in der Landwirtschaft (Stallungen, Brutkästen), eingesetzt werden. epluse.com

Vandalismussichere Speed-Dome-Kamera Moxas VPort 66-2MP ist eine vandalismussichere, EN 50121-4 konforme Full HD PTZ Speed Dome Kamera für den Aussenbereich mit Pan, Tilt- (Schwenk-/Neige-) und Zoom-Funktion, IP66-Zertifizierung und NEMA Typ 4 Formfaktor. Mit 1080 Pixel Full HD-Auflösung (1920 x 1080) bei 60 FPS, 360°-Endlosrotation, —6 bis +96° Neigewinkel, 22 oder 30x optischem und 20x digitalem Zoom, H.264/ MJPEG Triple-Videostreams und Tag-/Nacht-Kameralinse eignet sich die VPort 66-2MP IP Kamera optimal für die Videoüberwachung. Zudem verfügt diese über eine 4,3 bis 94,6 mm (22x) oder 4,3 bis 129 mm (30x) Brennweite mit entfernbarem IR-Cut Filter. Die VPort 66-2MP unterstützt CBR Pro und bietet Auto-Sense-Up, Auto-Iris, 3D DNR und Bildstabilisierung. Dank Moxas DynaStream™-Technologie lässt sich die Bandbreite steuern, und Onvif sorgt für Interoperabilität. Ausserdem unterstützt die VPort 66-2MP das NTCIP-Protokoll fürs Transportwesen. omniray.ch

Drehgeber für sicherheitsgerichtete Systeme Posital erweitert seine Absolutwertgeber-Familie IXARC um Modelle, die speziell für den Einsatz in sicherheitskritischen Motion-Control-Systemen konzipiert sind. Die neuen Drehgeber sind gemäss Sicherheitsintegritätslevel 2 (SIL 2) und Performance Level d (PL d) zertifiziert. Sie verfügen über eine Profinet-Kommunikationsschnittstelle und unterstützen PROFIsafe. PROFIsafe-basierte Steuerungen kommen hauptsächlich in anspruchsvollen Anwendungen wie Industrierobotern oder für Handlingtechnik zum Einsatz, bei denen ein Kontrollverlust erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen würde. Merkmale: – Zuverlässige magnetische Messtechnik – Sicherheitsintegritätslevel 2 (SIL 2) und Performance Level d (PL d) – Hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit – Salzwasserresistent – Schutzart bis IP69k omniray.ch

Endurance Innovative Infrarot-Pyrometer

• Durchsichtvisier als Standard mit optionalem Kamera- oder Laservisier • Manuell einstellbare Fokus-Option für mühelose Installation • Edelstahl-Schutzgehäuse (IP65) für Umgebungstemperaturen bis 65°C • Weiter Temperaturbereich 550° bis 3200°C • Optische Auflösung bis 150:1 • Galvanisch isolierte analoge Ausgänge • RS-485, Ethernet, Profinet, für Zugang zu einem Webserver, für ASCII über Ethernet und Videostreaming Interstar AG, Alte Steinhauserstr. 19, 6330 Cham Telefon 041 741 84 42, Fax 041 741 84 66 www.interstar.ch, info@interstar.ch


Industriebedarf Kommentar 60

Ist der Hype um den 3D-Druck gerechtfertigt? Ein Kommentar aus Unternehmerperspektive.

3D-Druck — ein Paradigmenwechsel? Abb. 1: FDM-Verfahren

Richard Hagl, Geschäftsführer der Phae- andere Insolvenz an. Auch die «Börsengännom GmbH und Autor des Buches «Das ger» konnten ihre Anfangskurse kaum halten, 3D-Druck-Kompendium» — «Schau mal, ich und von den seit 2012 schätzungsweise 400 hab' da was Tolles entdeckt!» Das war der neu gegründeten 3D-Druck-Unternehmen Satz, mit dem mir das Thema 3D-Druck Ende rund um das Thema «Fused-Deposition-Mo2011 vorgestellt wurde. Mein Mitgesellschafter deling» (FDM) dürften weniger als 10 Prozent war auf das Crowdfunding-Projekt «Makibox» übrig sein. gestossen: Eine Plotter-ähnliche Maschine, die Kunststoff erhitzt und schichtweise aufeinan- Faszination und Fantasie — der aufträgt. Mit dieser neuen Erfindung — so wie funktioniert 3D-Druck? glaubten wir — können beliebige haptische Ge- Was hat es also auf sich mit diesem Thema, genstände dreidimensional produziert werden. dass es die Medien und Menschen so schnell begeistert, die Fantasie so beflügelt? WahrWie genial! Was für eine Erfindung! scheinlich ist es der Wunsch, Dinge jeder Art ohne Einschränkungen erschaffen zu können. Zwischen Euphorie und Frustration — Und auf ersten Blick scheint das möglich, wenn ein turbulenter Markt In totaler Euphorie investierten wir sofort in man ein Zeitraffer-Video von einem FDM-3Ddas Projekt und schrieben den Hersteller an, Druck zum ersten Mal sieht: Geradezu madass er uns auf jeden Fall gleich einen der gisch wird ein komplex wirkender Gegenstand ersten dieser neuartigen Drucker zusenden Schicht für Schicht aufgebaut. Während es eine Vielzahl von 3D-Druck-Versoll. Wir erträumten die unglaublichsten Geschäftsmodelle und überredeten Familienmit- fahren und -Werkstoffen gibt, ist es diese glieder dazu, ein Ladengeschäft für zukünftige Grundidee des «schichtweise Aufeinanderbauens», die alle 3D-Druck-Verfahren vereint. 3D-Druck-Dienstleistungen bereitzustellen. Dies war der Beginn einer von «Berg- und Es wird also eine Lage Material auf die andeTalfahrten» geprägten Reise rund um das The- re aufgetragen — quasi ein Drucker, der immer ma 3D-Druck – nicht nur für uns: Die Makibox wieder dieselben Buchstaben auf dieselbe kam nie an, und das Geld (aller Investoren) Stelle aufträgt, bis diese nach oben wachsen. war verloren. Dann entdeckten und kauften Dabei kommen die unterschiedlichsten Matewir 3D-Drucker von anderen Herstellern – nur rialien zum Einsatz: um nach der Anfangsbegeisterung für die pro- – Im Fused-Deposition-Modeling-Verfahren (Abb. 1) wird Kunststoff in Stangenform geduzierten Plastikteile die Geräte ein Jahr späschmolzen und schichtweise, wie bei einer ter auf dem Sperrmüll zu entsorgen: Zu gross Heissklebepistole, aufeinandergeklebt. waren die Probleme im laufenden Betrieb, zu unbefriedigend die herstellbaren Objek- – Bei der Stereolithografie (Abb. 2) ist flüssiges Kunstharz das Ausgangsmaterial, das dann te. Schliesslich entdeckten wir den industriSchicht für Schicht durch Licht ausgehärtet ellen 3D-Druck — Firmen, die seit Jahrzehnten und aus einem Becken hervorgezogen wird. auf dem Markt sind, Millionen-Umsätze machen und mit ausgefeilten Technologien un- – Die Jetted-Photopolymer-Technologie (Abb. 3) nutzt einen Inkjet-ähnlichen Druckterschiedlichster Art arbeiten. Aber auch hier ansatz, verwendet aber ähnliche Materialistellte sich rasch wieder Ernüchterung ein: en, wie sie in Stereolithografie-Geräten zum Während die einen mit zweistelligen MillioEinsatz kommen. nenbeträgen an die Börse gingen, meldeten Aktuelle Technik –6/2016

Abb. 2: Stereolithografie

– Im Lasersinteringverfahren (Abb. 4) werden einzelne Partikel von Kunststoffpulver mit einem Laser verschmolzen. – Das selektive Laserschmelz-Verfahren setzt auf Metallpulver, das per Laser zusammengeschweisst wird. – Das «3D-Printing-Verfahren» (Abb. 5) verklebt mit flüssigem Bindemittel Metall- oder Keramikpulverpartikel. Weitere Verfahren arbeiten mit Papier, Sand oder allem, was sich verschmelzen, verkleben, verschweissen oder sonst wie zusammenhalten lässt. Auch der indirekte 3D-Druck ist nennenswert: Bei dieser Vorgehensweise wird die 3D-Druck-Technologie eingesetzt, um Formen für weitere Arbeitsschritte vorzubereiten. Dies kommt beispielsweise bei Goldschmiedearbeiten, aber auch für grosse Gussformen zum Einsatz. Die Form wird gedruckt, ausgegossen und, nachdem das Material ausgehärtet ist, zerstört. Übrig bleibt das fertige Guss-Teil. Neue Märkte statt disruptiver Umwälzungen Der Traum vieler Unternehmer: 3D-Druck, die bahnbrechende Erfindung, die alles verändern wird. Das gefundene Fressen für die Medien: 3D-Druck, der neue Mega-Trend, der die nächste industrielle Revolution einläutet. So sahen viele die Situation vor wenigen Jahren. Mittlerweile mussten sich die Unternehmer der Realität beugen und die Medien die Revolution wieder absagen. Aber woran liegt das? Was hält diese geniale Technologie davon ab, «alles Bestehende zu verdrängen», Geschäftsprozesse zu revolutionieren und Produktionsprozesse aufzubrechen? Die Antwort dürfte die Kombination folgender Faktoren sein: Komplexität der 3D-Druck-Datenerstellung Zu Beginn waren wir mehr oder weniger davon ausgegangen, dass wir die 3D-Daten, die wir für Architektur-Renderings erstellen, «ein-


Industriebedarf Kommentar 61

Abb. 3: Jetted-Photopolymer-Technologie

fach an den 3D-Drucker senden können». Dies erwies sich als Fehleinschätzung. «Der Teufel steckt in der Datei», denn 3D-Daten, die für 3D-Druck zum Einsatz kommen, haben je nach Verfahren spezielle Anforderungen: Wasserdichtigkeit, für den Druck notwendige Stützstrukturen und eine geschlossene Oberflächenstruktur sind nur einige Themen. Hinzu kommen konzeptionelle Limitierungen: Wenn zum Beispiel ein Haus auf Modellgrösse skaliert wird, dann werden Details wie Wände oder Handläufe so filigran, dass sie nicht gedruckt werden können. Eine 1 : 1-Skalierung ist also gar nicht sinnvoll möglich. Und auch die Anforderungen an den CAD-Designer sind hoch: Da 3D-Druck keine geometrischen Begrenzungen hat, sind völlig neue Designs möglich. Das ist die grosse Stärke des 3D-Drucks, aber auch eine seiner grössten Herausforderungen, denn erfahrene Designer haben Konstruktionsgewohnheiten, die aufgrund von Maschinen-Limitierungen entstanden sind. Warum ist ein Loch rund? Weil der Bohrer rund ist … Grad der Technologie-Beherrschung Die Medien berichten von einer Technologie, die angeblich so gut wie von alleine funktioniert: 3D-Datei rein (z. B. aus dem Internet geladen), fertiges Bauteil raus. Und die Hersteller vermeiden es gerne, diesem Eindruck zu widersprechen. Die Realität sieht aber anders aus. Die Baugeschwindigkeiten der meisten Maschinen sind sehr langsam, Bauteile müssen meist aufwendig nachbearbeitet werden (Stützstrukturen entfernen, Oberflächen nachbearbeiten und veredeln), und die Qualität der produzierten Gegenstände schwankt oftmals extrem. Ungewünschter Materialverzug ist insbesondere bei Kunststoff eine grosse Herausforderung. Jedes Bauteil ist letztlich ein Unikat mit eigenen Problemen.

Abb. 4: Lasersinteringverfahren

Kosten für Bauteile, die mit 3D-Druck gefertigt wurden Ein grosser Vorteil der additiven Fertigung ist ein deutlich geringerer Materialbedarf. Theoretisch gibt es beim 3D-Druck-Verfahren keinen Materialausschuss. In der Praxis stellt sich das je nach Material allerdings meist ganz anders dar. Und auch die Rohmaterialkosten sind nicht zu unterschätzen: Für Metall ist ein grober Richtwert für das pulverisierte Ausgangsmaterial in etwa der Faktor zehn im Vergleich zum massiven Material. Teure Maschinen, langsame Bauzeiten, qualifiziertes Personal und hohe Materialkosten sind der Hauptgrund dafür, dass 3D-Druck die seit Jahrzehnten optimierte Massenproduktion nicht so bald ersetzen wird. Rechtliche Aspekte Mögliche Urheberrechtsverletzungen beim Drucken von rechtlich geschützten Gegenständen, Produkthaftungsthemen bei Unfällen oder im Schadensfall und notwendige Zertifizierungen für den Einsatz in bestehenden Produktionsketten oder reglementierten Branchen wie Medizin oder Personentransport sind die Schlagworte für die verschiedenen rechtlichen Aspekte rund um den 3D-Druck. Erste Anwaltskanzleien haben sich auf das Thema 3D-Druck spezialisiert, aber die Rechtslage ist in vielen Fällen unklar, und die Gesetzgebung «hinkt hinterher». Wer mit 3D-Druck arbeitet, tut gut daran, unkritische Bauteile zu produzieren, und muss vorerst mit einer gewissen rechtlichen Unsicherheit leben. Machen die obigen Einschränkungen den 3D-Druck uninteressant oder gar irrelevant? Auf gar keinen Fall! Jenseits der etablierten Fertigungsmethoden gibt es eine riesige Anzahl neuer Anwendungsfälle, für die 3D-Druck optimal geeignet ist. Einige technische Probleme können überhaupt erst mit 3D-Druck kostendeckend gelöst werden. Allgemein ge-

Abb. 5: 3D-Printing-Verfahren © Phaenom GmbH, www.phaenom.eu

sprochen ist der Einsatz von 3D-Druck besonders interessant, wenn folgende Aspekte zusammentreffen: 1. Kleine Stückzahlen Prototypen (dafür ist 3D-Druck ursprünglich entstanden), Kleinstserien und Individualanfertigungen sind prädestiniert für 3D-Druck. 2. Hohe Bauteilkomplexität Bauteile, die mit anderen Verfahren nur schwer gefertigt werden können, eignen sich oftmals gut für 3D-Druck. So werden im Werkzeugbau unter anderem Werkzeuge mit innen liegenden, «wild verlaufenden» Kühlkanälen benötigt. Hier ermöglicht 3D-Druck die Erstellung von komplexen Bauteilen aus einem Stück. 3. Die Produktionskosten pro Stück sind nicht der allein ausschlaggebende Faktor. Nicht immer sind die Herstellkosten der wichtigste Faktor. In Luft- und Raumfahrt steht oftmals Gewichtsersparnis im Vordergrund, sodass (deutlich) teurere 3D-Druck-Bauteile zum Einsatz kommen, wenn die Gewichtsersparnis die Mehrkosten rechtfertigt. Im Flugzeugbau können so beispielsweise die Bauteilgesamtkosten, über die Lebensdauer des Flugzeuges gerechnet, reduziert werden. Fazit 3D-Druck ist eine vielschichtige, spannende und durchaus etablierte Technologie mit erstaunlichen Möglichkeiten und Fantasie-beflügelnden Ansätzen. Eine industrielle Revolution oder einen Angriff auf bestehende Industrien stellt sie allerdings nicht dar. Vielmehr eröffnet 3D-Druck neue Möglichkeiten für neue Anwendungsfälle und neue Märkte.

phaenom.eu 3d-druck-kompendium.de

Aktuelle Technik –6/2016


Industriebedarf Produkt-News 62

Sicheres Schutztürsystem Ab sofort erweitert PSENmlock die Familie der sicheren Schutztürsysteme von Pilz. PSENmlock bietet sichere Schutztürüberwachung und sichere Zuhaltung für Personen- und Prozessschutz bis zur höchsten Sicherheitskategorie PL e in einem. Dank der schmalen, aber robusten Bauform und der vielfältigen Montage-Möglichkeiten lässt sich PSENmlock flexibel einsetzen und einfach montieren. Sowohl an kleinen als auch an grösseren, schweren Türen — Schwenkund Schiebetüren sowie Hauben und Klappen — ist PSENmlock zuverlässiger Türwächter. Über diese Anwendungsmöglichkeiten hinaus sorgt der flexibel gelagerte Betätiger für einen hohen Toleranzausgleich und eine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit auch bei absackenden Türen. Dabei verringert die spannungslose Zuhaltung durch einen bistabilen Magneten den Energieverbrauch des sicheren Schutztürsystems. Diagnosedaten sind in zahlreichen Einbaupositionen gut erkennbar: LEDs an drei Seiten des Gehäuses unterstützen eine bedienerfreundliche Diagnose. pilz.ch

Ergonomie und Sicherheit Als Spezialist für Produktionstechniken erweitert Rexroth seinen Baukasten Mechanik-Grundelemente. Neue Lösungen zur hydraulisch stufenlosen Höhen einstellung unterstützen die Optimierung der MenschMaschine-Schnittstelle durch bessere Ergonomie an Werkbänken, Tischen und Arbeitsgestellen. Darüber hinaus erhöhen das neue Farbkonzept für ESD-leitfähige Kunststoffteile und VDE-zertifizierte Aluminium-Kabelkanäle die Sicherheit in der Montage. Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze zählen zu den am deutlichsten die Leistung steigernden Massnahmen in der Produktion. Rexroth bietet deshalb neue Hubmodule, mit denen die Höhe von Tischen, Arbeitsgestellen und Werkbänken individuell und stufenlos per Handkurbel um bis zu 400 mm eingestellt werden kann. Die robuste Konstruktion erlaubt Traglasten von 800 N. Vorbefüllung und Schnellkupplungen erleichtern die Montage, für die auch ergänzende Adapter- und Verbindungsplatten zur Verfügung stehen.

Kabeleinführungssystem für ATEX-Bereich Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen müssen die verbauten Komponenten bestimmte Richtlinien erfüllen. Seit Juli 2003 müssen alle Hersteller und Importeure der 27 Mitgliedsstaaten der EU und der 4 Mitgliedsstaaten der EFTA sowie der Türkei diese Richtlinie einhalten. Die ATEX-Richtlinie gilt für alle industriellen explosionsgefährdeten Bereiche, einschliesslich Bergbau. Icotek hat hierfür eine breite Vielzahl an Produkten entsprechend der Richtlinie 2014/34/EU zertifizieren lassen und bietet zahlreiche Kabeleinführungssysteme für konfektionierte und nicht konfektionierte Leitungen, die für die Gerätegruppe II in der Kategorie 2 (Zone 1 Stoffgruppe G, Zone 21 Stoffgruppe D) und Kategorie 3 (Zone 2 Stoffgruppe G, Zone 22 Stoffgruppe D) eingesetzt werden können. Die eingesetzten Werkstoffe sind selbstverlöschend. Die teilbaren Kabeleinführungssysteme für Leitungen mit Stecker ermöglichen eine einfache und schnelle Bestückung auch im Falle von Nachrüstungen. icotek.ch

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Last Minute Firmenverzeichnis 63

All-in-OneRFID-Reader Mit dem BIS M-4008 hat Balluff einen All-in-One-RFID-Reader mit integrierter Auswerteeinheit entwickelt. Der 13,56 MHz Reader in Schutzart IP67 mit robustem Zink-Druckgussgehäuse verfügt über eine Profinet-Schnittstelle, kommt ohne zusätzliche Auswerteeinheit aus und kann direkt mit der Steuerungsebene kommunizieren. Der Reader ist überall dort die ideale Wahl, wo mittels einer schlanken Lösung an einzelnen Stationen Datenträger an Werkstücken und Werkstückträgern zu erfassen sind. Typische Applikationen sind die Materialflusssteuerung in Produktionsanlagen, Fördersystemen und Montagelinien. Das Gerät verfügt als einziger All-in-One-Reader am Markt über einen integrierten 2-Port-Ethernet-Switch für den Aufbau von einfachen Linien– und Ringtopologien. Ein integrierter Webserver dient der bequemen Zustandsüberwachung aus der Ferne. Direkt am Gerät informieren gut sichtbare LEDs über den Status. balluff.com

Smarte LaserSensoren Die neuen Laser-Triangulationssensoren optoNCDT 1320 und 1420 stechen mit ihrem einmaligen Konzept heraus, welches aus kleiner Baugrösse, intelligenter Signalverarbeitung und Präzision besteht. Jetzt haben die smarten Miniatursensoren den begehrten Red Dot Award 2016 in der Kategorie Industrial Design gewonnen. Laser-Triangulationssensoren messen berührungslos und verschleissfrei Weg, Abstand und Position. Micro-Epsilon setzt mit den Laser-Sensoren optoNCDT 1320/1420 neue Massstäbe in der Lasertriangulation, sowohl in der Funktionalität als auch im Design. Dieses wurde jetzt mit dem Red Dot Award Industrial Design 2016 ausgezeichnet. Dieser Design-Wettbewerb für Produkte besteht bereits seit 1954. Seine Auszeichnung, der «Red Dot», ist ein weltweit anerkanntes Qualitätssiegel. Eine 41-köpfige Experten-Jury bewertete aus einer Rekordzahl von 5214 Produkten aus 57 Nationen die besten Produkte des Jahres. Die prämierten Laser-Triangulationssensoren überzeugten wegen des perfekten Zusammenspiels mehrerer Faktoren. micro-epsilon.ch

Inserenten und Partnerfirmen in dieser Ausgabe ABB Technikerschule, Baden 21, 53 Altrac AG, Würenlos 47, 52 Amelec Electronic GmbH, Dielsdorf 47 Antrimon Group AG, Muri AG 44 B & R Industrie-Automation AG, Frauenfeld 39, 45 Bachofen AG, Uster 56 Balluff Sensortechnik AG, Dietikon 29, 63 Bartec Engineering + Services AG, Cham 56 Baumer Electric AG, Frauenfeld 28, 56 Beckhoff Automation AG, Schaffhausen 37, 40, 56 Beltronic Industrie PC AG, Rüdlingen 47 Bernexpo AG, Bern 27 Bosch Rexroth Schweiz AG, Buttikon SZ 45, 62 Compar AG, Pfäffikon SZ 57 Danfoss Ges. m.b.H, A-Guntramsdorf 27 Dietrich + Blum AG, Wallisellen 33 Digi-Key Electronics, US-MN 2.US E + E Elektronik GmbH, A-Engerwitzdorf 59 Elcase AG, Marthalen 38 Elektromotorenwerk Brienz AG, Brienz 31 Elmo Motion Control Ltd., IS-Petach-Tikva 25 Euchner AG, Sargans 52 Fabrimex Systems AG, Schwerzenbach 57 FAULHABER MINIMOTOR SA, Castelrotto Titel, 5, 45 Finder (Schweiz) AG, Dielsdorf 41, 50 FUJIFILM (Switzerland) AG, Dielsdorf 57 H2D electronic ag, Liestal 53 HMS Industrial Networks GmbH, Karlsruhe (D) 39 IBZ Schulen, Aarau 27 icotek (swiss) AG, Staad 62 ID-Systems AG, Studen 57 igus Schweiz GmbH, Egerkingen 62 Interstar AG, Cham 59 Kistler Instrumente AG, Winterthur 49 Krohne AG, Basel 55 maxon motor ag, Sachseln 43, 44 Micro-Epsilon (Swiss) AG, Wittenbach 63 MPI Distribution AG, Dättwil AG 45 National Instruments Switzerland GmbH, Ennetbaden 4, 46 Omni Ray AG, Dübendorf 41, 59 Omron Electronics AG, Zug 56 Pepperl + Fuchs AG, Studen 56 Pilz Industrieelektronik GmbH, Mägenwil 1, 62 PowerParts AG, Mägenwil 21 QualiVision AG, Oberrieden 56 reichelt elektronik GmbH & Co. KG, Sande (D) 23 Schaffner GmbH, Gelterkinden 53 Schmersal Schweiz AG, Arni 29, 53 Schneider Electric (Schweiz) AG, Ittigen 15, 48 Sibalco AG, Basel 16–17 Sick AG, Stans 57 Siemens Schweiz AG, Zürich 11, 41 Sigmatek Schweiz AG, Illnau 3, 39 Simpex Electronic AG, Wetzikon ZH 13, 51 Spälti AG, Laupen ZH 44, 52 Spectra (Schweiz) AG, Winterthur 47 Stemmer Imaging AG, Pfäffikon SZ 57 Stettbacher Signal Processing, Dübendorf 58 Supercomputing Systems AG, Zürich 57 Telcona AG, Oberglatt ZH 51 Telma AG, Seftigen 22 Traco Electronic AG, Baar 51 Wago Contact SA, Domdidier 39 Weidmüller Schweiz AG, Neuhausen 51

Aktuelle Technik –6/2016


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Ein Blick zurück

Aktuelle Technik Die Schweizer Fachzeitschrift für Automatisierungstechnik 39. Jahrgang Herausgeberin B+L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch aktuelletechnik.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid Philipp Bitzer Layout Lisa Wohlfahrt Redaktion Peter Jankovics, Dipl.-Math. peter.jankovics@blverlag.ch Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@blverlag.ch Heike Henzmann, Dipl.-Ing. at@hhenzmann.ch Anzeigen Anneliese Ratajczak anneliese.ratajczak@blverlag.ch Anzeigendisposition Silvia Weiss, silvia.weiss@blverlag.ch Anzeigenerstellung Miro Peloso Fotos Tanya Hasler Holger Jacob Korrektorat Ullrich Noelle Telefonmarketing Angela Hemmi Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12 9403 Goldach www.avd.ch Abonnement 12 Ausgaben CHF 59.– (inkl. MwSt.) WEMF/SW-Beglaubigung 2015 Total verbreitete Auflage: 10 615 Exemplare Davon verkauft: 2697 Exemplare Alle Rechte vorbehalten.

«Der neueste entwickelte programmierbare Generator ist das Modell 175 und heisst: «Arbitrary Waveform Generator». Das Gerät bietet nicht nur Sinus-, Rechteck-, Rampen- und Dreiecksignale, sondern auch jede beliebige Funktion, welche in Abhängigkeit

der Zeit ausdrückbar ist. Das Arbeits-RAM besteht aus vier Teilen mit je 256 Adressen, und jede Adresse enthält ein 8-Bit-Wort. Funktionen sind somit in einer 1024 (Zeit) mal 255 (Amplitude) Matrix darstellbar. Das Einspeichern erfolgt entweder manuell

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mittels Tastenfeld auf der Gerätefrontplatte oder via GPIG-Interface, z. B. von einem Lochstreifen, Magnetband, Tischrechner oder Computer.» «Aktuelle Technik», Ausgabe 5/79

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