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PRODUKTÜBERSICHT

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Intelligente Kameras

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SCHWERPUNKT

Medizintechnik

Zum Titelbild: SEMIKRON AG

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» Wir machen Integration vor


EDITORIAL

Die Steuerquelle aus der Romantik

Die «Einheit der Natur und all ihrer Kräfte» war ein wesentlicher Gedanke in der Romantik zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Von diesem Geist angetrieben, machten sich damalige Naturforscher auf die Suche nach einer allumfassenden Theorie – einer Urformel, die alle Phänomene zusammenfassen und erklären sollte. Zwei dieser Forscher waren der Däne Hans Christian Ørsted und der Brite Michael Faraday.

1820 machte Ørsted eine sensationelle Entdeckung. Er beobachtete, dass eine Kompassnadel in der Nähe eines Drahtes sich immer dann bewegte, wenn Strom angeschaltet wurde. Es musste also einen Zusammenhang zwischen den damals völlig getrennt wahrgenommenen Erscheinungen «Magnetismus» und «Elektrizität» geben. Von dieser Nachricht elektrisiert, stürzte sich auch Faraday auf das neue Gebiet. Und schon kurz nach Ørsteds Entdeckung zeigte er, wie ein elektrischer Draht um einen Magneten rotiert – das Prinzip des Elektromotors! 1831 vereinten sich dann Elektrizität und Magnetismus endgültig – Faraday entdeckte die elektromagnetische Induktion. Die damit verbundenen Erfindungen des Generators und Transformators legten zweifellos den Grundstein für die aktuelle Technik und unser modernes Leben. Diese Entwicklung war damals noch lange nicht abzusehen, aber als Faraday von einem Politiker gefragt wurde, wozu das alles denn gut sei, antwortete er: «Eines Tages, Sir, werden Sie darauf Steuern erheben.» Bei jedem Blick auf meine Stromrechnung denke ich an die Weitsicht Faradays.

Peter Jankovics, Dipl.-Math., Redaktionsleitung peter.jankovics@blverlag.ch Foto: Tanya Hasler

Automatisierungstechnik. Automatisierungstechnik. MitMit Sicherheit! Sicherheit! Pilz Industrieelektronik Pilz Industrieelektronik GmbH, GmbH, 5506 5506 Mägenwil, Mägenwil, 062 889 06279 889 30, 79www.pilz.ch 30, www.pilz.ch

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INHALT

INHALT 02/16

FEBRUAR 2016

DIGITALE WINDFARMEN Mit einer digitalen Infrastruktur verspricht sich ein amerikanisches Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil im Bereich der Windenergie. Anlagen werden zu digitalen Farmen, die lernen und in Echtzeit optimiert werden.

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FIXPUNKTE 01 Editorial 05 Top-Info zum Titelbild: Wir machen Integration vor 06 Firmen Fakten Märkte 14 Agenda 64 Sudoku-Gewinnspiel 64 Inserenten

INTERDISZIPLINÄR 16 Buchtipp: Drohnenland 17 You and NI – gemeinsam das Internet der Dinge gestalten 18 Messen 20 Medizintechnik 20 Mensch und Roboter im Dienst des Patienten 22 Gesundheit im Fokus 24 Walk and Talk: «Wir schützen Menschen!» 28 Kinder fragen Experten: Wie gross ist das Internet?

NEULICH AUF DEM HORBEN

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20 MEDIZINTECHNIK

Die Sonne am tiefblauen Himmel, hohe Berge am fernen Horizont, ein riesiges Wolkenmeer zu Füssen – «Walk and Talk» mit Marcel Mettler, E der i z ndustriee e tr ni

Die Service-Robotik revolutioniert Medizin und e e n irur ie is e a i itati n bringt Hightech mehr Qualität. In der Erstellung von Diagnosen, bei komplizierten operativen Eingriffen sowie im Krankenhausalltag wird der Service-Roboter zum perfekten Team-Kollegen des Menschen.

IMPRESSUM 39. Jahrgang Herausgeberin B + L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 / Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch www.aktuelletechnik.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid (CEO) patrick.schmid@blverlag.ch Philipp Bitzer (COO) philipp.bitzer@blverlag.ch

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Redaktion Peter Jankovics, Dipl.-Math. peter.jankovics@blverlag.ch Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@blverlag.ch Heike Henzmann, Dipl.-Ing. at@hhenzmann.ch Anzeigen Anneliese Ratajczak anneliese.ratajczak@blverlag.ch Anzeigendisposition Silvia Weiss, silvia.weiss@blverlag.ch Anzeigenerstellung Pascal Zingg, pascal.zingg@blverlag.ch

Fotos Tanya Hasler, Holger Jacob Korrektorat Ullrich Noelle Layout Lisa Wohlfahrt Telefonmarketing Angela Hemmi Druck AVD GOLDACH AG Sulzstrasse 10 – 12, 9403 Goldach www.avd.ch Abonnement 12 Ausgaben CHF 59.– (inkl. MwSt.) WEMF/SW-Beglaubigung 2015 otal erbreitete A flage E em lare Davon verkauft: 2697 Exemplare Alle Rechte vorbehalten.

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband SCHWEIZER MEDIEN Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit Zustimmung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen beziehungsweise Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder wird keine Verantwortung übernommen.

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AUTOMATION 30 Der Mehrwert der Information 32 Marktübersicht: Sichere Automation 34 STN electronic packaging news: Individuelle Kunststoffgehäuse ohne Werkzeugkosten 35 Digitale Windfarmen lernen für die Zukunft 36 Top-Info: Neuartige Energiespeicherlösung für jede Grösse 37 Produkt-News

ANTRIEBSTECHNIK/FLUIDIK 4 4 43

e e orm f r ie Energieeffi ien e e t ng n Vorteile o nfo le ible n erlässige Verbrenn ngsanal se Produkt-News

INDUSTRIE-INFORMATIK 44 Top-Info: Neue Engineering-Software 45 Produkt-News

KOMPONENTEN / HALBLEITER 46 STN power news: 4 Strom ersorg ng ka fen o er selbst ent ickeln 4 e e Effi ien stan ar s f r e terne et teile 4 at engol atterie 49 Produkt-News

MESSTECHNIK/SENSORIK 50 Robuste Ultraschallwandler für die Automatisierungstechnik 52 STN vision news: Mit il erarbeit ng r a an alität 56 Produktübersicht: Intelligente Kameras 58 Top-Info: Das Internet der Dinge 59 Produkt-News

INDUSTRIEBEDARF 61 Top-Info: Das Cockpit für Energiesparer 62 Produkt-News

LAST MINUTE 63

Produkt-News

VORSCHAU AT 03/2015 Produktübersicht: Datenlogger Marktübersicht: Prozesssteuerung

ZUM TITELBILD

Wir machen INTEGRATION VOR Einschränkungen für einen kosten-, bauraum- und leistungsoptimierten Umrichter liegen in der aufwendigen Sensor-Integration. Dieses Problem löst das neue 17-mmModul von SEMIKRON mit integrierten Shunt-Widerständen.

SIEHE TOP-INFO SEITE 5 02 | 2016

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Gestatten: Die neue Weltklasse! VEGA, der Weltmarktführer in der Füllstandmessung mit Radar, steht kurz vor der Präsentation eines neuen Stars am Sensor-Himmel! Machen Sie sich bereit für die Technologie der Zukunft. Seien Sie gespannt auf eine Messgeräte-Generation voll neuer Möglichkeiten. Wir halten Sie auf dem Laufenden! www.vega.com


ZUM TITELBILD TOP-INFO

Wir machen Integration vor

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eim SEMiX 3 Press-Fit handelt es sich um eine spezielle Variante der SEMiX-Halbbrücke in 1200 V und 1700 V mit Nennströmen von 300 A bis 600 A. Der SEMiX 3 Press-Fit-unterscheidet sich vom bisherigen SEMiX-Portfolio durch die Verwendung von Press-Fit-Einpressstiften für die Hilfsanschlüsse. Durch die optionale Ausstattung von Shunt-Widerständen im AC-Pfad des Moduls bietet der SEMiX 3 Press-Fit Shunt eine zusätzliche Integrationsmöglichkeit und hebt sich dadurch vom Markt ab. Insbesondere für Frequenzumrichter der industriellen Antriebstechnik trägt das zu einer entscheidenden Differenzierung bei. Durch die Verlagerung der Strommessung in das Modul fallen die externen Stromsensoren weg, das System kann somit kompakter gebaut werden. Der Anschluss der Sensoren erfolgt über zusätzliche Press-Fit-Kontakte und somit automatisch bei der Montage der Treiberplatine. Der integrierte Shunt-Widerstand besitzt den Vorteil einer geringen Temperaturabhängigkeit und hohen Linearität und ist somit perfekt geeignet als Feedback-Signal für anspruchsvolle Regelungsaufgaben. Aufgrund der geringen Grösse der Widerstände können sie platzneutral in das Modul eingebracht werden, das heisst, das Modul bleibt voll kompatibel zur StandardVersion des SEMiX 3 Press-Fit, egal ob mit oder ohne Shunt-Widerstand. Es geht keine hi fläche erloren, n amit bleibt a ch der Nennstrom des Moduls gleich. Die Integration der Strommessung in das Leistungsmodul bringt auch Herausforderungen mit sich: Aus dem galvanisch ge02 | 2016

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Einschränkungen für einen kosten-, bauraum- und leistungsoptimierten Umrichter liegen in der aufwendigen Sensor-Integration. Dieses Problem löst das neue 17-mmModul von SEMIKRON mit integrierten Shunt-Widerständen. Der SEMiX 3 Press-Fit Shunt im Paket mit einem Plug-andPlay-Treiber bietet alle Vorteile des heutigen Industriestandardgehäuses und spart gleichzeitig die externe Einbindung, Versorgung und Auswertung von Stromsensoren. trennten Niederspannungs-Ausgangssignal des Stromwandlers wird nun eine Spannung auf Zwischenkreispotenzial, die noch isoliert und digitalisiert werden muss, bevor der übergeordnete Regler sie weiter verarbeiten kann. Diese Aufgabe ist in den Treiber SKYPER 12 Press-Fit PRO integriert, einer Erweiterung der SKYPER-Treiberserie. Dieser Plug-and-Play-Treiber auf ASIC-Basis bietet neben einer optimierten und sicheren Ansteuerung innerhalb des erlaubten Betriebsbereichs (Safe Operating Area, SOA) auch eine galvanisch getrennte Auswertung (reinforced insulation) der Shunt-Signale, der Zwischenkreisspannung und des im Modul integrierten Temperatursensors. Durch die Integration der erforderlichen Spannungsquellen sowie des Signal- und Fehlermanagements in 2 digitale ASICs, je einen auf der Hoch- und Niederspannungsseite, wird die Anzahl der Einzelkomponenten im Treiber um etwa 30 % reduziert. Dies erhöht die Lebensdauer in Abhängigkeit des Last rofils bis Ein weiterer Vorteil beim Einsatz dieses Modul-Treiber-Pakets ist die Verkürzung der Entwicklungszeit. Durch die perfekte Abstimmung des SKYPER 12 Press-Fit PRO auf

den SEMiX 3 Press-Fit Shunt werden DesignSchleifen vermieden, und eine System-Entwicklung kann in kürzester Zeit abgeschlossen werden. Die letzte Stufe der Integration stellt das vorgängig aufgetragene Phase-Change-Material (PCM) dar. Dieses bei Raumtemperatur feste Material bietet einen optimalen Wärmeübergang vom Modul zum Kühlkörper und wird in einem geregelten Siebdruckverfahren bei SEMIKRON aufgebracht. Dies garantiert zum einen ein perfekt auf die Modulbodenplatte abgestimmtes Druckmuster mit optimaler Verteilung des PCM, zum anderen auch die grösstmögliche Prozesssicherheit im Druckprozess. Der SEMiX 3 Press-Fit Shunt im Paket mit dem SKYPER 12 Press-Fit PRO und PhaseChange-Material bietet den entscheidenden Systemvorteil. Kosten-, Bauraum- und leistungsoptimierte Frequenzumrichter werden damit zum Kinderspiel und sichern einen entscheidenden Vorteil im Verdrängungsmarkt der industriellen Antriebstechnik. SEMIKRON AG www.semikron.com

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Jubiläumsjahr mit Allegra-Triebzug Vor 125 Jahren gründeten Charles Brown und Walter Boveri in Baden die BBC, die sich zum heutigen Weltkonzern ABB mit Tochterunternehmen in 100 Ländern entwickelt hat.

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ieses Jahr feiert die ABB ihr 125-jähriges Bestehen in der Schweiz. Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs wird ein Allegra-Triebzug der Rhätischen Bahn (RhB) die Geschichte der ABB mit einer Zeitachse visualisieren. Das Innere und das Äussere der Zugkomposition wurden gemäss ABB-JubiläumsBranding umgestaltet. Der Zug wird während des World Economic Forums (WEF) zwischen Landquart und Davos pendeln und danach auch auf anderen RhB-Strecken eingesetzt werden. ABB und RhB unterstreichen mit dem gemeinsamen optischen Auftritt ihre enge, fast hundertjährige Zusammenarbeit. Die RhB hat selbst im Jahr 2014 ihr 125-jähriges Jubiläum gefeiert, und ihre Albula- und Bernina-Strecke ist seit 2008 als bahntechnisches Meisterstück in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen. – Weitere Events und Feierlichkeiten zum ABBJubiläum werden über das ganze Jahr hindurch die enge Verbundenheit der ABB mit der Schweiz aufzeigen. Unter anderem wird ABB prominent bei der Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels – des längsten Eisenbahntunnels der Welt – Anfang Juni präsent sein. Im neuen Tunnel steckt eine breite Palette von ABB-Technologien. Sie sichern die Energieversorgung der Infrastruktur und der Belüftung. 1891 gründeten Charles Brown und Walter Boveri im schweizerischen Baden die BBC. Die Elektrotechnik-Pioniere sahen elektrischen Strom als Schrittmacher für ein neues Zeitalter. Das ABB-Vorgängerunternehmen setzte diese Vision mit

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enormem Tempo erfolgreich um – früh auch im Bahnbereich. Bereits 1913 lieferte BBC die ersten Lokomotiven auf der Albula-Strecke. BBC war eine treibende Kraft bei der Elektrifi ier ng es Sch ei er ahnnet es n a ch an er Elektrifi ier ng er Gotthardstrecke 1921–1924 beteiligt. 1988 fusionierte BBC mit der schwedischen ASEA zur ABB. Im Energietechnik- und Automationsportfolio des Konzerns bilden Elektrotechniksysteme für Züge wie auch für die Bahninfrastruktur weiterhin einen der Schwerpunkte. So steckt im «Allegra» ein energieeffi ientes Antriebs aket on A , as bei der Talfahrt Strom für bergwärts fahrende Züge erzeugt. Es besteht aus Kompaktstromrichtern und Transformatoren, speziell auf die hohen Anforderungen im gebirgigen Graubünden ausgelegt. Der Allegra-Triebzug wurde von Stadler Rail gebaut. Seit Beginn der Zusammenarbeit zwischen ABB und Stadler Rail im Jahr 2002 hat Stadler Rail bei ABB Traktionsausrüstungen für mehr als 1500 Regionalzüge und über 300 Stadtbahnen bestellt. ABB beliefert den Bahnsektor mit innovativen n energieeffi ienten echnologien or allem aus der Schweiz. Im aargauischen Turgi werden Bahnstromrichter entwickelt und produziert, am Standort Genf Traktionstransformatoren. Darüber hinaus fertigt und wartet ABB sämtliche Komponenten und Teilsysteme, die auf Schienennetzen des Nah- und Fernverkehrs und auf Hochgeschwindigkeitsstrecken zum Einsatz kommen. ABB verfügt weltweit über eine riesige installierte Basis und bietet Serviceleistungen auch über den Lebenszyklus hinweg an (Life Cycle Services), einschliesslich Instandhaltung sowie Auf- und achr st ngen etrofit ABB Schweiz AG www.abb.ch

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Nanowände für Smartphones Forschende der ETH Zürich stellten mit einem neuartigen Nano-Druckverfahren transparente Elektroden für den Einsatz in Touchscreens her. Die neuen Elektroden gehören zu den transparentesten und leitfähigsten, die je entwickelt wurden. Jeder Touchscreen, wie wir ihn unter anderem von Smartphones und der Beienoberfläche on icketa tomaten n Bancomaten kennen, braucht transparente Elektro en ie Glasoberfläche er Geräte ist mit einem kaum sichtbaren Muster aus einem leitfähigen Material beschichtet. Dank diesem erkennen die Geräte, ob und o gena ein inger ie Oberfläche berührt. Forschende unter der Leitung von Dimos Poulikakos, Professor für Thermodynamik, haben nun in einem 3D-Druck-

verfahren eine neue Art von transparenten Elektroden geschaffen. Es handelt sich dabei um ein Gitternetz aus «Nano-Wänden» aus Gold beziehungsweise Silber auf einer Glasoberfläche ie än e sin so dünn, dass man sie mit blossem Auge kaum sehen kann. Es ist das erste Mal, dass Wissenschafter solche Nano-Wände im 3D-Druck hergestellt haben. Die neuen Elektroden sind leitfähiger und transparenter als jene aus Indiumzinnoxid, die heute in Smartphones und Tablets standardmässig verwendet werden. Dies ist ein klarer Vorteil: Je transparenter die Elektroden sind, desto besser ist die Bildschirmqualität. Und je leitfähiger sie sind, desto schneller und genauer kann der Touchscreen arbeiten.

ETH Zürich www.ethz.ch

YO U A N D N I W I L L C R E AT E THE INTERNET OF THINGS.

Ein neues Zentrum für Mechatronik Maxon hat dieses Jahr mit dem Bike-Drive einen starken Motor für E-Bikes präsentiert. Doch das war erst der Anfang: Die neue Geschäftseinheit MARS (maxon advanced robotics & systems) widmet sich voll und ganz mechatronischen Antriebssystemen. Mitte November hat maxon eine Geschäftseinheit namens MARS gegründet (maxon advanced robotics & systems), die sich auf die Entwicklung und Produktion von mechatronischen Antriebssystemen konzentriert. Als Verantwortlicher fungiert vorerst Eugen Elmiger, CEO von maxon motor. Er sagt: «Wir bündeln unser langjähriges Fachwissen und unsere Ressourcen im Bereich der mechatronischen Antriebstechnik, um den Kunden auch in Zukunft die besten Lösungen zu bieten.» MARS kombiniert Komponenten wie Motor, Getriebe, Steuerung sowie Software und integriert das Gesamtpaket in die jeweilige Anwendung. Das MARS-Team umfasst bald 20 Mitarbeiter, die in Giswil arbeiten, nur wenige Kilometer vom Hauptsitz in Sachseln entfernt. In den frisch renovierten Räumen befin en sich nter an erem ie Produktion, die Entwicklung und der Vertrieb des E-Bike-Antriebs BikeDrive. BikeDrive ist denn auch das erste und orlä fig ichtigste Pro ekt er ne en Tochtergesellschaft MARS.

Bern 2. März 2016 Jetzt anmelden unter ni.com/switzerland/nidays

Maxon Motor AG www.maxonmotor.com

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© 2016 | National Instruments, NI, ni.com und LabVIEW sind Marken der National Instruments Corporation. 24384


Antrimon Group wird Marktführer Die Antrimon Holding AG hat zu 100 % die Trikon Holding AG mit Sitz in Neuhausen bei Schaffhausen per 31. Dezember 2015 übernommen. Sie baut damit ihre bereits ausgeprägten Kom-

petenzen im Bereich der Antriebstechnik und Mechatronik aus und wird Marktführer für mechatronische Lösungen und Systeme. Sämtliche Arbeitsplätze bleiben erhalten, und die bestehenden Strukturen werden unverändert weitergeführt. Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Zur Trikon Holding AG gehören die Firmen Trikon Solutions AG in Neuhausen, die Trikon Mechatronic AG sowie die Trikon Solutions GmbH in Aldingen, Deutschland. Die Trikon Solutions AG wurde im Jahr 2001 von Stephan und Karin Spengler durch ein MBO des Geschäftsbereiches Trikon von Trielec AG gegründet. Am Stammsitz in Neuhausen

beschäftigt das Unternehmen aktuell 43 Mitarbeiter. Die Trikon Firmen sind Anbieter im Bereich von Entwicklung und Validierung mechatronischer Systeme für die Schweiz, Liechtenstein und Deutschland. Seit über 20 Jahren bietet Trikon ganzheitliche Entwicklungen im Bereich Kontaktphysik, Kunststofftechnik und Mechatronik an und verfügt über ein einzigartiges Labor, in dem technische Geräte untersucht und Funktionalitäten validiert werden. Antrimon Group AG www.antrimongroup.com

Erweitertes Portfolio Avnet Abacus, einer der führenden europäischen Distributoren für Steckverbinder, passive und elektromechanische Produkte sowie Stromversorgungen und Teil von Avnet Electronics Marketing EMEA, einem Geschäftsbereich der Avnet Inc. (NYSE: AVT), gab bekannt, dass er sein Sortiment mit der Einführung von Produktlinien verschiedener Bereiche von Bel, einem Spezialisten auf dem Gebiet der Entwicklung und Herstellung von Stromversorgungs-, Sicherungs- und Steckverbinder-Produkten, erweitert hat. Das nun von Avnet Abacus geführte Bel-Portfolio umfasst das Stromrichterangebot von Bel Power Solutions;

das Sortiment an Ethernet-Verbindungen von Stewart Connector, einschliesslich MagJack®-Steckverbindern mit integrierten Magnetbauteilen, sowie des RJ-Point-FiveSteckverbindersystems; Stromkreisschutzprodukte von Bel Fuse; Lösungen von Bel Magnetics, einschliesslich LAN-Magnetmodulen für Hochgeschwindigkeitsnetze, und weiterhin die Produkte der TRP Division (Ethernet Steckverbinder). Die Erweiterung durch diese Produktreihen folgt der Übernahme des Geschäftsfelds Power Solutions von Power-One durch Bel Fuse Inc. im vergangenen Jahr. Avnet Abacus ist ein bewährter Distributionspartner für die

Marke Power-One in Europa, und Avnet ist seit Langem ein führender Distributor des Bel-Portfolios in Amerika. Avnet Abacus www.avnet-abacus.eu

Doppelter Erfolg Die Baumer-LX-VisualApplets-Kameras mit integrierter Bildvorverarbeitung und die VeriSens-Vision-Sensoren mit dem Color-FEX-3D-Farbassistenten wurden als «inVISION»-Top-Innovationen 2016 ausgezeichnet. Die unabhängige Fachjury, bestehend aus An-

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wendern und Herstellern, prämierte dabei erstmals gleichzeitig zwei Produkte eines Herstellers. Die Auszeichnung wird von der Fachzeitschrift inVISION jährlich für zehn besonders innovative Produkte und Technologien aus den Bereichen Bildverarbeitung und optische Messtechnik vergeben. «Im Namen der ‹inVISION› möchte ich Baumer zu dieser Doppelauszeichnung gratulieren», sagt Peter Ebert, Chefredakteur der Zeitschrift inVISION. «Beide Produkte überzeugten die Jury aufgrund ihres innovativen Technologieansatzes. Ein super Ergebnis.» Die LX-VisualApplets-Kameras sind eine neue Kameraklasse zur einfachen Bildvorverarbeitung direkt auf dem FPGA. Die Menge der zu übertragenden und

zu verarbeitenden Daten kann so reduziert und das PC-basierte Bildverarbeitungssystem von rechenintensiven Algorithmen entlastet werden. Damit steigern Anwender ihre Applikationsperformance oder reduzieren Systemkosten, etwa durch den Verzicht auf Framegrabber. Zur FPGA-Programmier ng ir ie grafische Ent ickl ngsumgebung VisualApplets von Silicon Software eingesetzt. Dies ermöglicht Anwendern, auch ohne tief greifende Programmierkenntnisse komplexe Algorithmen schnell n fle ibel a f ihre Applikation passend zugeschnitten umzusetzen. Baumer Electric AG www.baumer.com

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Director ICPD Eaton will das weltweite Wachstum seines Geschäftsbereiches ICPD, Industrial Controls & Protection Division, in Marktsegmenten wie Maschinen- und Anlagenbau, Schaltanlagenbau, Infrastrukturprojekte, Gebäudeprojekte und im ereich er Energieeffi ien eiter orantreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Energiemanagement-Unternehmen die neue Position des Director Business Development geschaffen und mit Burkhard Balz besetzt, der diese Aufgabe im Juni 2015 angenommen hat. Balz, der seit 2010 bei Eaton als Global Industry Segment Director Manufacturing OEMs tätig war, verfügt nicht nur über Kenntnisse bezüglich der globalen Märkte, sondern konnte

IndustrieTrends 2016 Auch 2016 wird die Digitalisierung in allen Branchen weiter voranschreiten. Dr. Joachim Schlosser, Technical Manager Academia EMEA von MathWorks, sieht vor allem folgende Trends zum Thema «Industrie 4.0» für 2016: Inzwischen hat sich verstärkt die Erkenntnis durchgesetzt, dass es nicht reicht, Daten nur zu sammeln, sondern dass man sie auch richtig nutzen muss. Aus diesem Grund wird neben neueren Methoden des Machine Learning das Thema Statistik immer wichtiger, um aus den gesammelten Daten nützliche Erkenntnisse zu gewinnen. Daher nutzen auch immer ne e Gr en MA LA em fin et ThingSpeak als Plattform für die Cloudbasierte Speicherung von Messdaten zunehmend Anklang. Die oft sehr getrennt agierenden Lager der Bildverarbeitung in der Robotik und der Mechatronik und Regelung in der Robotik nehmen zunehmend Notiz voneinander und wachsen zusammen. Informatiker und Ingenieure erkennen immer mehr, dass sie nur gemeinsam der nächsten Generation von Robotern und autonomen Systemen zum Erfolg verhelfen können. Meist greifen sie dazu auf Simulink als Plattform für Modellierung, Simulation und Entwicklung zurück. MathWorks www.mathworks.ch

bereits in seiner vorherigen Position Eaton als eine der führenden Marken in diesem Segment positionieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist für ihn das Thema «Industrie 4.0» und Eatons Fähigkeit, kommunikationsfähige, intelligente Standard-Komponenten in eine vernetzte Lösung zu integrieren. Zudem will Balz die Integration von Elektrik und Hydraulik weiter fördern, sodass Kunden auf das gesamte Spektrum der Eaton-Kompetenzen sowie auf technisch k nfts eisen e n hoch effi iente L s ngen zurückgreifen können. Eaton Industries II GmbH www.eaton.ch

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Gesponsertes EPFL-Netzwerk Fischer Connectors ist neuer Sponsor der Alumni-Organisation der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Die EPFL ist eine technisch-naturwissenschaftliche Forschungsuniversität mit Weltklasseniveau, deren Alumni-Organisation aus einer internationalen Gemeinschaft mit 29 000 ehemaligen Absolventen in über 80 Ländern besteht. Als Pionier im Bereich Verbindungslösungen ist Fischer Connectors sehr daran interessiert, diesen renommierten Partner zu sponsern, der in den Bereichen Wissenschaft und Technologie für ähnliche Werte steht wie wir: Kompetenz, Zuverlässigkeit und Innovation. Das Unternehmen ist bestrebt, Weiterbildung zu unterstützen und Unternehmergeist bei den besten schweizerischen und internationalen Talen-

ten zu fördern. Konkret wird die Partnerschaft den Wissensaustausch zwischen hoch qualifi ierten Personen rch Vernet ng n gemeinsame Events wie Konferenzen, Seminare und Workshops ermöglichen. Sie könnte auch den Weg bereiten für zukünftige Patenschaften sowie eine Zusammenarbeit bei bahnbrechenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten. «Unsere Ehemaligen begrüssen die neuen Möglichkeiten zur Entwicklung ihrer Kenntnisse, Netzwerke und Karrieren. Wir sind der Meinung, dass eine Partnerschaft mit innovativen Unternehmen wie Fischer Connectors eines der besten Mittel ist, um mit neuen Entwicklungen Schritt zu halten und Führungskräfte zu fördern», sagt Annelies Garcia, Präsidentin der EPFL-Alumni-Organisation.

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30 Jahre in Japan Genau 30 Jahre ist es her, dass die HARTING-Technologiegruppe eine Niederlassung in der japanischen Hauptstadt Tokio gründete. Die japanische Tochtergesellschaft HARTING K. K. hat seitdem eine Erfolgsgeschichte geschrieben, wie Philip Harting, Vorstandsvorsitzender und persönlich haftender Gesellschafter, im Rahmen der Feierlichkeiten betonte. «Es war 1985 die richtige Entscheidung, hier in Japan eine Niederlassung zu gründen. Japan war zu jener Zeit die wirtschaftliche Supermacht. Bereits damals zeichnete sich ab, welch enormes Wachstumspotenzial der asiatische

Raum insgesamt für HARTING bietet», sagte Philip Harting anlässlich der Feierlichkeiten in Tokio. Auch Kenji Nogata, Managing Director HARTING K. K., sieht weiterhin gute Wachstumschancen in den nächsten Jahren. «Wir sind stark in den Märkten Maschinenbau, Robotik und Bahn vertreten. Hier wollen wir unseren Marktanteil weiter ausbauen», sagte Nogata. HA G ist ber ein Vertriebsnet erk flächen ecken im Land der aufgehenden Sonne vertreten. Die Technologiegruppe unterhält neben der Tochtergesellschaft in Yokohama Büros in Chubu (Zentral-Japan), Kansai (westliches Japan) und Kyushu (südliches Japan). Harting AG www.harting.ch

Zusammenarbeit von Syslogic und Cactus Die Embedded-Spezialistin Syslogic und Cactus Technologies, Hersteller industrieller Flash-Speicher, bauen ihre Zusammenarbeit aus. Das gaben die beiden Unternehmen anlässlich eines Treffens in Hongkong bekannt. Neu kommen in sämtlichen Industriecomputern und HMI-Systemen (Human Machine Interface) von Syslogic standardmässig NAND-basierende Flash-Speicher von Cactus zum Einsatz. SSD-Speicher (Solid State Drive) haben sich in der Industrie längst durchgesetzt. Doch nicht alle SSD-Speicher sind für den harten Industrieeinsatz geeignet. Syslogic, Herstellerin von Industriecomputern und HMI-Systemen, setzt auf die kompromisslos industriellen Flash-Speicher von Cactus Technologies. Cactus Technologies ist eines der wenigen Unternehmen, das sich ganz auf NAND-FlashSpeicher für die Industrie konzentriert. Die Cactus-NANDSpeicher gehören zu den zuverlässigsten Flash-Speichern am Markt und werden weltweit für Industrieanwendungen eingesetzt, so auch in der deutschen Automobilindustrie.

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Syslogic ihrerseits entwickelt und fertigt Industriecomputer und HMI-Systeme. Diese kommen überall dort zum Einsatz, wo die Voraussetzungen besonders unwirtlich sind. Entsprechend hat die Evaluation der Speichermedien für Syslogic höchste Priorität. Syslogic Datentechnik AG www.syslogic.com

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Supplier Award für Distrelec Tektronix zeichnet den High Service Distributor Distrelec mit seinem Supplier Award 2015 aus. Distrelec erhält den Preis für die herausragende Vertriebsleistung von TektronixProdukten im 3. Quartal 2015. So hat der Anbieter – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – in diesem Zeitfenster das grösste Wachstum im Segment der europäischen HighService-Distributoren erzielt. Tektronix, führender Hersteller von Testmessungs- und Monitoring-Lösungen, vergibt den Award 2015 zum ersten Mal überhaupt. Distrelec bietet in seinem Online-Shop bereits seit Jahren eine grosse Bandbreite an Tektronix-Produkten an. Beide Unternehmen blicken auf eine zehnjährige Zusammenarbeit und Partnerschaft zurück. «Das Wachstum und Engagement, das wir in der Zusammenarbeit mit der Distrelec Group in diesem Jahr in allen Ländern erleben, sind herausragend. Wir freuen uns, der Distrelec Group den Award zu überreichen und möchten uns für die herausragenden Anstrengungen in Produktmanagement, Supply Chain, Vertrieb und Marketing bedanken», erklärt Dave Farrell, VP Commercial Operations EMEA bei Tektronix. Distrelec

Netcetera München Seit dem 1. Januar 2016 ist die Schweizer Software-Firma Netcetera mit einer Niederlassung in München vertreten und treibt damit ihre Wachstumsstrategie im europäischen Markt voran. Als Managing Director für den neuen Standort konnte Michael Seifert gewonnen werden. Um ihr Engagement im Bereich sichere und komfortable Bezahllösungen zu stärken und um ihr Produktgeschäft in Europa weiter auszubauen, hat Netcetera per 1. Januar 2016 einen Standort in München eröffnet. Sie stellt damit weiterhin die Nähe zur wachsenden Anzahl der Kunden sicher. Michael Seifert r e als Managing irector er flichtet Michael Seifert hat über 25 Jahre Erfahrung in der Zahlungsverkehrsbranche. Zuletzt war er Vice President Sales bei der First Data Deutschland GmbH. Als Managing Director verantwortete er für die Arcot Systems Inc. das gesamte zentraleuropäische Geschäft für mehr als 12 Jahre. In seiner neuen Funktion bei Netcetera ist Michael Seifert verantwortlich für die Betreuung der bestehenden Kunden sowie für das Business Development und den Vertrieb in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Gemeinsam mit Dr. Thomas Fromherz, Head of Payment & Card Services bei Netcetera, wird er den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten im europäischen Markt verantworten. Netcetera www.netcetera.com

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Die Top-Exportmärkte Asiatische Schwellenländer top, China im Visier der KMU Die Exportaussichten für Schweizer Unternehmen präsentieren sich im Jahr 2016 in den asiatischen Schwellenländern am besten, allen voran in China. Für die kommenden zwölf Monate wird gemäss Prognosen der Credit Suisse für China ein Wirtschaftswachstum von 7 % sowie eine Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem chinesischen Yuan um 6 % erwartet. Dies dürfte die Nachfrage nach Schweizer Produkten hoch halten. Von den von Switzerland Global Enterprise (S-GE) befragten Unternehmen geben 54 % an, im nächsten Halb ahr in ie egion Asien Pa ifik e ortieren zu wollen (Mehrfachnennungen möglich). Im Vorquartal waren es noch 57 %. An erster Stelle unter en asiatisch a ifischen E ort estinationen liegt China. Allerdings nennen nur noch 34 % der KMU das Land als Exportdestination, während es im Vorquartal noch 40 % waren. Auf den weiteren Plätzen liegen Japan und Indien mit je 21 % der Nennungen. Auf die Frage, in welchen Exportmärkten Schweizer KMU im Jahr 2016 neu aktiv werden möchten, liegt China an der Spitze: 14 % der Unternehmen nennen das Reich der Mitte.

Schweizer KMU sehen die USA als Exportlokomotive Ein Zugpferd für die Nachfrage nach Schweizer Produkten dürften die USA bleiben. Für die amerikanische Wirtschaft prognostiziert die Credit Suisse im Jahr 2016 ein Wachstum von 2,3 %. Zudem dürfte sich der Franken in den nächsten zwölf Monaten auch zum US-Dollar um etwa 11 % abwerten. Im Rahmen der Umfrage von S-GE haben die USA unter allen Exportmärkten am stärksten zugelegt: 44 % der zum 1. Quartal 2016 befragten Schweizer KMU gaben an, dass sie in den kommenden sechs Monaten in die USA exportieren werden. Im Vorquartal waren es erst 38%. Hier zeigt sich die Zuversicht der KMU, von er g ten on nkt rlage in en USA rofitieren zu können. Die USA sollten Ende 2016 gar mit 29 % der Nennungen als zweitwichtigster Exportmarkt rangieren. Damit hätten sie zu Frankreich aufgeschlossen, das Ende 2014 noch mit 32 % rund 10 % vor den USA lag.

Europa: Vereinigtes Königreich stark, Eurozone schwach, Deutschland weiterhin dominant In Europa heben sich die Exportaussichten für das Vereinigte Königreich ab mit einem prognostizierten Wachstum der Wirtschaft um 2,5 % und einer erwarteten Abwertung des Frankens gegenüber dem britischen Pfund um 13 %. Verhalten dürfte demgegenüber die Nachfrage nach Schweizer Gütern in 100 % der Eurozone ausfallen, dem nach wie vor wichtigsten Absatzmarkt der Schweizer Unternehmen. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird für 2016 auf 1,7 % geschätzt, und der Franken dürfte sich gegenüber dem Euro leicht abwerten (2 %).

Spie ernennt Pierre Savoy zum CEO von Spie ICS Per 1. Januar 2016 stösst Pierre Savoy zur SPIE-Gruppe und übernimmt als CEO die Leitung aller Schweizer Töchter des unabhängigen europäischen Marktführers für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation. Zugleich ernennt ihn SPIE zum CEO von SPIE ICS, womit er Philipp Lücke ersetzt, der auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet. Pierre Savoy, 49, verfügt über rund 30 Jahre Erfahrung und übte Managementfunktionen bei Unternehmen verschiedener ranchen so ohl im n als a ch im A slan a s Seine ber fliche Laufbahn führte ihn von der ABB über Contraves, Siemens und ISS bis zu seiner heutigen Führungsposition bei Swissgrid. Im Rahmen seiner Tätigkeiten zeichnete er unter anderem für Umsätze von bis zu 1 Milliarde Euro verantwortlich und leitete Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Diese Erfahrung versetzt ihn in die Lage, die Marktpositionen der SPIE-Gruppe in der Schweiz erfolgreich auszubauen. Der diplomierte Elektroingenieur wurde in Genf geboren und ist seit 27 Jahren in Zürich wohnhaft. Er schloss an der Ingenieurschule Genf ab und verfügt zudem über mehrere Betriebswirtschaftsdiplome für Führungskräfte von der Duke University’s Fuqua School of Business und der IESE Business School University of Navarra. Spie ICS AG www.spie-ics.ch

Kleinstes Farbbild der Welt Forscher der ETH Zürich und des ETH-Spin-offs Scrona können sich bei Guinness World Records Limited eintragen lassen: Sie haben das kleinste Inkjet-Farbbild der Welt gedruckt. Diesen Rekord erzielten sie mit einer neuen 3D-Nanodruck-Technologie, die an der ETH Zürich entwickelt wurde und von Scrona kommerzialisiert wird. Das ausgedruckte Bild misst gerade mal , 9 mm n hat Seitenlängen on res ekti e m ies ents richt er Schnittfläche eines menschlichen Haares oder der Grösse eines einzelnen Pixels eines Retina-Bildschirms von Apple. «Dieses Bild ist so winzig, dass es von blossem Auge nicht mehr sichtbar ist», sagt der ehemalige ETH-Forscher und Scrona-Mitgründer Patrick Galliker, der bei Professor Dimos Poulikakos doktorierte und noch immer mit dessen Institut assoziiert ist. Damit unabhängige, von Guinness World Records Limite erifi ierte E erten as Mikrobil sehen konnten, mussten sie ein spezielles Mikroskop verwenden.

ETH Zürich www.ethz.ch

Credit Suisse AG www.credit-suisse.com

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Ferngelenkter Roboter Immer wieder werden an Flughäfen und Bahnhöfen herrenlose Gepäckstücke entdeckt. Ein Fall für die Sicherheitskräfte, die von mutmasslichen Bomben ausgehen müssen. Es gilt, die potenzielle Bedrohungslage schnell einzuschätzen, die möglichen Gefahren abzuwehren und Beweise für das Strafverfahren zu sichern. Ein ferngesteuertes Sensorensystem unterstützt die Polizei künftig bei ihren Einsätzen. Fraunhofer-Forscher entwickeln diese Sensor-Suite in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Kriminalämtern. Wer an öffentlichen Plätzen, Flughäfen oder Bahnhöfen sein Gepäck vergisst, verursacht einen Grosseinsatz der Polizei. Allein herumstehende Koffer, Taschen oder Rucksäcke sorgen immer wieder für Bombenalarm. Zwar erweisen sich die meisten der verwaisten Gepäckstücke als harmlos. Doch zunächst müssen die Einsatzkräfte von einer möglichen Gefahr ausgehen und prüfen, ob es sich um eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) handelt – sprich um ein explosionsgefährliches Objekt. Dabei müssen sie das Gepäck aus nächster Nähe untersuchen. Ein System, das eine rasche Einschätzung der Gefahrensituation ermöglicht und zudem den Gepäckinhalt, die Gepäckform sowie die Umgebung dreidimensional erfasst, würde die Arbeit der Spezialisten deutlich erleichtern, die Aufklärung beschleunigen und das Risiko für die Einsatzkräfte minimieren. Seit November 2014 entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR in Wachtberg ein solches System gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, der Leibniz-Universität Hannover, der ELP GmbH und der Hentschel System GmbH. Das Bundeskriminalamt Wiesbaden und die Bundespolizei begleiten das Vorhaben als zusätzliche Expertisengeber. Das Projekt «USBV-Inspektor» wird innerhalb des Programms «Forschung für zivile Sicherheit» vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit zwei Millionen Euro gefördert.

Sicherheitskräfte müssen nicht in den Gefahrenbereich Bei dem intelligenten Einsatzhelfer handelt es sich um eine multimodale Sensor-Suite. Diese besteht aus einem Millimeterwellen-Scanner, einer hoch a fl sen en igitalen amera n einer 3D-Umgebungserfassung. Die Bestandteile sind in einem Gehäuse integriert und auf einer Roboterplattform montiert. Der Roboter wird von den Entschärfern aus sicherer Entfernung ferngesteuert. Die schwenkbaren 3D-Sensoren vermessen den Tatort dreidimensional, die digitale Kamera liefert hoch aufgelöste Bilder für die spätere optische Beweissicherung. Der Millimeterwellensensor durchleuchtet die Gefahrenquelle und bildet das Innere ab. Ein auf dem Roboter integrierter Embedded PC sammelt die Daten und sendet sie an die Ermittler, wo sie am Rechner per Sensordatenfusion zusammengeführt werden.

Industrielle Stromversorgungen

Inhalt der Kofferbombe wird dreidimensional vermessen «Mit bisherigen Verfahren lassen sich Kofferbomben nicht dreidimensional darstellen, eine räumliche Zuordnung des Inhalts ist nicht oder nur bedingt möglich. Mit der Sensor-Suite können wir das Innere eines Gepäckstücks dreidimensional visualisieren und feststellen, aus welchen Teilen die Bombe besteht und wie diese im Gepäck angeordnet sind«, erläutert Stefan A. Lang, Teamleiter am FHR und Koordinator des Projekts. Somit können die Sprengstoffexperten die Bedrohungslage schnell beurteilen und haben zudem künftig die Möglichkeit, so viele Hinweise wie möglich zur Bombe zu erhalten. Bislang waren die Spezialisten oftmals gezwungen, die Kofferbomben zu zerstören, was die Ermittlung der Täter erschwert. Weitere Vorzüge des berührungslosen Detektionssystems: Es ist leicht, kompakt und plattformunabhängig, lässt sich daher auf beliebige Roboter montieren.

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Fraunhofer Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR www.fhr.fraunhofer.de

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AGENDA

2016

Schulungen bei Beckhoff – – – – – –

TwinCAT – Basisschulung (3-tägig) TwinCAT – Motion (2-tägig) Inbetriebnahme und Service mit Twin-CAT (3-tägig) EtherCAT-Training (1-tägig) Industrie-PC, Embedded PC, Control Panels (1-tägig) TwinSafe-Training (1-tägig)

Beckhoff Automation AG Rheinweg 9, 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 www.beckhoff.ch

Weitere Informationen: www.siemens.ch/sitrain Siemens Schweiz AG, www.siemens.ch/industry, industry.ch@siemens.com

Ab 15. März 2016

Omni-Ray-Schulungen Thema: Mitsubishi-Frequenzumrichter ermin Thema: TOSIBOX Remote Access ermin Kursort: Dübendorf Anmeldung: http://www.omniray.ch/schulungen.html

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Workshops bei SIGMATEK – Workshop SPS & HMI (4 Tage) – Workshop Motion (1/2 Tag) – Workshop Safety (1/2 Tag) – Schnupperkurs Starterkit (1 Tag) SIGMATEK Schweiz AG, Schmittestrasse 9, 8308 Illnau Tel. 052 354 50 50 www.sigmatek-automation.ch

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Praxisorientierte Übungen: TIA- und Sinumerik-Operate-Profi In den neuen Kursen von Sitrain vertiefen die Teilnehmer ihr erlerntes Wissen zu Simatic S7-1200 und Simatic S7-1500 durch praxisorientierte Übungen an einem TIA-Anlagenmodell. Ausserdem bietet Sitrain Schulungen, um sich mit den Bedienkomponenten und den verschiedenen Betriebsarten von Sinumerik Operate vertraut zu machen. Das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) für Simatic S7-1200 bildet die Arbeitsumgebung für ein durchgängiges Engineering mit Simatic STEP 7 Basic und Simatic WinCC Basic. Im Simatic S7-1200 Basiskurs (TIA-MICRO1) werden das Handling es A Portals so ie ie onfig ration n Parametrier ng der Hardware und die Grundlagen der Programmierung vermittelt. Im Simatic-Programmieren 1 im TIA-Portal (TIA-PRO1) lernen ie eilnehmer sät lich ie onfig ration n Parametrierung der Hardware und die Grundlagen der klassischen SPSProgrammierung sowie Ausblicke zum Bedienen & Beobachten, Profinet O n er Anbin ng on Antrieben och einen Schritt weiter geht der Kurs Simatic-Service 1 im TIA-Portal (TIA-SERV1), mit dem es gelingen soll, einfache Hard- und Software-Fehler zu diagnostizieren und zu beheben. m rs Sin merik O erate e iener H S U OP erlernen ie Teilnehmer die Grundlagen zur Bedienung von Anlagen mit Sinumerik Operate. Der Kurs Sinumerik-Operate-Programmieren rehen H S U P ermittelt ie Programmier ng on eilerogrammen mit , Sho rn mit a sge ählten Hochsprachebefehlen sowie das Erstellen von Anwenderprogrammen. er rs Sin merik O erate Programmieren räsen H S U P beschäftigt sich mit der Programmierung von Teileprogrammen mit , Sho Mill mit a sge ählten Hochs rachebefehlen sowie das Erstellen von Anwenderprogrammen.

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Omni Ray AG Im Schörli 5, 8600 Dübendorf Tel. 044 802 28 80 www.omniray.ch

Ab 23. Februar 2016

B & R-Seminare SEM510 – Automation Studio Training: Integrierte Sicherheitstechnik (Safety) Die integrierte Sicherheitstechnik bietet gegenüber der hart verdrahteten Sicherheitstechnik erhebliche Vorteile. Erweiterbarkeit und Wartbarkeit der Sicherheitstechnik in der Maschine stehen hier im Vordergrund. ermin

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Ort

ra enfel

SEM540 – Automation Studio Training: Integrierte sichere Antriebstechnik (Safe Motion) Die sichere Antriebstechnik ergänzt die Sicherheitstechnik der Maschine. Sicherer Betriebshalt, sicher begrenzte Geschwindigkeit und sicheres Referenzieren sind wichtige Voraussetzungen für eine sichere Maschine. ermin

Ort

ra enfel

B & R Industrie-Automation AG, Langfeldstrasse 90, 8500 Frauenfeld, www.br-automation.com

2. März 2016

NI Days 2016 Wir sind alle gefordert, die Dinge anzupacken, Wertschöpfungsketten zu verkleinern, starke Partnerschaften zwischen den Branchenführern aufzubauen und Dinge auch mal anders zu tun als in der Vergangenheit. aher räsentiert ational nstr ments ne e echnologien, Megatrends und den plattformbasierten Ansatz des Graphical System Designs. Das IoT (Internet of Things), die nächste Generation er Mobilf nkkomm nikation G n ig Analog ata bilden dabei einige der Schwerpunkte. Branchenexperten erläutern die Chancen und Herausforderungen, die diese Megatrends in den wichtigsten Anwendungsbereichen von Mess-, Prüf- und Embedded Systemen heute und künftig mit sich bringen werden.

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Technologie- und Anwenderkongress: Termin: 02.03.2016 | Ort: Kursaal Bern National Instruments Switzerland GmbH Sonnenbergstrasse 53, 5408 Ennetbaden Tel. 056 200 51 51 www.switzerland.ni.com

Ab 2. März 2016

swissT.net-Grundlagen-Training «Verkaufen für Ingenieure und Techniker» Beim Verkauf von komplexen Produkten oder Leistungen kommt es in höchstem Masse darauf an, dass der Kunde das Angebot und seinen persönlichen Nutzen tatsächlich versteht. Denn nur dann wird er das Produkt/die Leistung auch kaufen. Da braucht es mehr als das reine Fachwissen. Termin: 02.03, 16.03, 05.04.2016 Ort: Volketswil Investition: für swissT.net-Mitglieder (+ MwSt.) H 9 , inkl rs ok mentation n Ver fleg ng, für Nicht-Mitglieder (+ MwSt.) H , inkl rs ok mentation n Ver fleg ng,

Mehr Drive.

ACOPOS P3. www.br-automation.com/ACOPOSP3

Swiss Technology Network – swissT.net Industriestrasse 4a, 8604 Volketswil Tel. 044 947 50 90 www.swissT.net

Ab 16. März 2016

Grundlagen für Informatiker (Kurs 10) Algorithmen, Zahlensysteme und Digitaltechnik Die Erfahrung lehrt: Nicht jeder, der eine Programmiersprache kennt, ist ein Informatiker. Der Umgang mit verschiedenen Arten von Algorithmen, das Rechnen in diversen Zahlensystemen und Boolesche Konzepte aus der Digitaltechnik gehören zum Alltag des Informatikers. Speziell bei der Entwicklung von Embedded Systemen, beim Schreiben von Software für Mikrocontroller oder bei der Realisierung von FPGA-Projekten in VHDL oder Verilog spielen diese Grundlagen eine wichtige Rolle. Dieser Kurs vermittelt praktisches Basiswissen und bildet ein soli es n ament f r en Alltag es effi ienten nformatikers Die Teilnehmer lernen anhand zahlreicher praktischer Beispiele Vorteile und Nachteile von linearen und rekursiven Algorithmen kennen, Fallstrick beim Rechnen mit endlichen Zahlen, und Anwendungsmöglichkeiten der Digitaltechnik in der Software-Entwicklung usw. Termin: 16.–17.03.2016 Ort: Dübendorf osten age r 4

inkl Unterlagen n Ver fleg ng

Stettbacher Signal Processing AG Neugutstrasse 54, 8600 Dübendorf Tel. 043 299 57 23 www.stettbacher.ch

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INTERDISZIPLINÄR BUCHTIPP

Drohnenland Quelle: Kiepenheuer & Witsch

«Drohnenland» ist ein Kriminalroman von Tom Hillenbrand. Kein gewöhnlicher Kriminalroman, sondern ein Science-Fiction-Krimi, der in Europa in nicht allzu ferner Zukunft spielt. In diesem Europa, in dem totale Überwachung und Transparenz Alltag ist, scheint es unvorstellbar, ein Verbrechen zu begehen. Der Autor zeigt, wie es trotzdem geht. TEXT: HEIKE HENZMANN

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om Hillenbrand, bekannt als Ressortleiter und Wirtschaftskolumnist bei «Spiegel Online» und Autor kulinarischer Krimis, extrapoliert in seinem neuesten Kriminalroman «Drohnenland» facettenreich das Europa von heute in die nicht allzu ferne Zukunft: Die Polkappen sind geschmolzen, Grossbritannien will wieder mal aus der EU austreten, Autos fahren automatisch, der Euro ist nichts mehr wert, und alle Welt wird überwacht, insbesondere – daher der Buchttitel – durch Drohnen oder gar ganze Drohnenschwärme unterschiedlichster Formen und Grössen.

Krimi oder Science-Fiction? Das Buch-Cover gibt keinen Hinweis darauf, dass Drohnenland eine Science-Fiction ist. Es weist das Werk als Kriminalroman aus. Und genau das ist es auch, ein klassischer Krimi. Ein Leichenfund zu Beginn, ein niederländischer Kommissar, Aart van der Westerhuizen, der den Fall mit seiner forensischen Analytikerin Ava Bittman aufklären soll. «Ava Bittman ist Anfang dreissig, hat den Körper einer altbabylonischen Tempeltänzerin und das Gehirn eines Atomphysikers.» as Setting es rimis n er nebenlä figen Liebesgeschichte, die sich zwischen Ava und Aart entwickelt, macht daraus eine ScienceFiction. Bemerkenswert hierbei ist, dass Hillenbrand auf Erläuterungen von technischen, politischen und gesellschaftlichen Entwick-

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lungen verzichtet. Die Sachverhalte erschliessen sich dem Leser eher beiläufig. Zum eis iel ie nflation es E ro Aart an er Westerhuizen zahlt zwei konsumierte Tassen Kaffee. «Ich stehe auf, lege einige Hunderteuromünzen auf den Tisch und nicke dem Wirt zu.»

der Aufklärung von Verbrechen. Ausserdem existiert ein Echtzeit-Mirrorspace, der ein unsichtbares Bewegen durch ein aktuelles Geschehen an einem entfernten Ort und zusätzlich Reisen durch die Vergangenheit ermöglicht.

Auszug aus dem Klappentext

Schnell wird klar, dass Kriminalität in einem «Big Data»-Überwachungsszenario anders aussehen muss als heutzutage. Ein einfacher Mord, ein Banküberfall, ein Handtaschenraub, derartige Verbrechen können unmöglich unentdeckt bleiben. Flüchtige Verbrecher werden innerhalb von Minuten aufgrund der Datenspur ihres Gesichts oder einer Analyse ihres Bewegungsablaufs unionsweit aufgespürt. Nur wer in der Lage ist, Daten zu sammeln, Daten zu analysieren, menschliches Verhalten vorherzusagen und Daten zu manipulieren, kann im Drohnenland noch Verbrechen begehen. Erschreckend deutlich macht Tom Hillenbrand in «Drohnenland» die eigentliche Gefahr der Zukunft: die Prädiktion menschlichen Verhaltens und die Nutzung dieser Vorhersage. Und er zeigt auf ausserordentlich unterhaltsame Weise, wie nahe wir schon diesem Szenario sind.

«Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-FahndungsComputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.»

Technik in Drohnenland Virtuelle Meetings mit Hologrammen sind an der Tagesordnung. Jedermann ist allzeit online mithilfe von sogenannten Specs, die sehr an Google Glasses erinnern und die auch als Kontaktlinsen erhältlich sind. Autos fahren per Spracheingabe automatisch. Gegenstände des Alltags wie Tische, Türen, Windschutzscheiben sind mit Medienfolien überzogen. Und Drohnen sind allgegenwärtig. «Wer achtet schon auf Drohnen, Aart?» Mithilfe der Daten aus den Drohnen und anderer Überwachungs-Tools wird in Drohnenlan fleissig ges iegelt n ein Mirror space erschaffen. Dieser Mirrorspace kann begangen werden und dient beispielsweise

Kriminalität in der Zukunft

Drohnenland

von Tom Hillenbrand

Die Originalausgabe erschien 2014 bei Kiepenheuer & Witsch. ISBN 978-3-462-04662-5, 432 Seiten

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INTERDISZIPLINÄR KONGRESS

You and NI

– gemeinsam das Internet der Dinge gestalten

National Instruments trägt mit seinen Systemen für Ingenieure und Wissenschafter zur Bewältigung der weltweit grössten technischen Herausforderungen bei. Am 2. März richtet das Unternehmen zum 19. Mal den Technologie- und Anwenderkongress NIDays in der Schweiz aus. Veranstaltungsort ist wiederum der Kursaal in Bern. Über National Instruments Seit 1976 ermöglicht NI Ingenieuren und Wissenschaftern, die weltweit grössten technischen Herausforderungen mit leist ngsstarken, fle iblen Systemen zu bewältigen, mit denen sie schneller produktiv arbeiten und Innovationen zügiger realisieren können. Kunden aus einer Vielzahl von Branchen – vom Gesundheitswesen bis zur Automobilindustrie sowie von der Unterhaltungselektronik bis zur Teilchenphysik – nutzen die integrierte Hard- und Software-Plattform von NI, um unsere Welt noch lebenswerter zu machen.

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400 Besucher werden auf den NIDays am 2. März in Bern erwartet.

ie NIDays sind seit Jahren der Branchentreff für Techniker, Ingenieure und Wissenschafter aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland. Mit ihren regelmässig über 400 Teilnehmern sind diese mittlerweile ein Aushängeschild und haben sich zu einer festen Grösse im Kalender der Mess-, Embedded- und Automatisierungsbranche etabliert.

Zum Auftakt werden Shelly Gretlein, Director Platform and Software and Customer Education, und Scott Rust, Senior Vicepresident R & D, in ihrer Keynote mit dem Titel «You and NI – heute und in Zukunft gemeinsam das Internet der Dinge gestalten» darstellen, wie Entwickler und Ingenieure mithilfe des plattformbasierten Ansatzes des Graphical System Design das Internet der Dinge gestalten können.

Monitoring», «Big Data – Data Acquisition & Analysis», «Automated Test», «RF & Wireless» und «Academic Teaching» informieren sowie Anwendungsbeispiele und Live-Demonstrationen in verschiedenen Workshops erleben. Im Rahmen der NIDays 2016 präsentieren ausserdem rund 20 Partner und Systemintegratoren in einer Fachausstellung ihre Lösungen und Produkte. Der abschliessende Apéro bietet die ideale Gelegenheit zum Austausch und Networking mit eferenten, A sstellern, E erten n es chern

Als Sprecher der zweiten Keynote konnte NI Hans Hess, Präsident von Swissmem, gewinnen. Dieser betrachtet den Industriestandort Schweiz und die grossen Herausforderungen nach dem Frankenschock von 2015.

Detaillierte Informationen rund um die NIDays 2016 und Anmeldemöglichkeiten stehen unter www.switzerland.ni. com/nidays zur Verfügung.

Die Teilnehmer können sich ausserdem in den Vortragsreihen «LabVIEW – Software Engineering», «Embedded Control &

National Instruments Switzerland GmbH www.ni.com/switzerland

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INTERDISZIPLINÄR MESSEVORSCHAU

EMV 2016 Über 100 Unternehmen präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen auf der internationalen Fachmesse und dem Kongress für elektromagnetische Verträglichkeit in Düsseldorf.

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orscher, Pro ktent ickler n An en er fin en auf der Veranstaltung ein ideales Forum für indiviellen Erfahr ngsa sta sch n alifi ierte achdiskussionen. Darüber hinaus offeriert die EMV ein informatives und praxisorientiertes Weiterbildungsprogramm auf dem Kongress.

Alles unter einem Dach Besucher und Kongressteilnehmer erhalten auf der Fachmesse einen mfassen en Markt berblick n Ant orten ragen ihrer täglichen Arbeit. Das neue Highlight der EMV – die Meet the S eaker Plattform f r ert em en ontakt ischen ongressreferenten n eilnehmern as Messeforum bietet die Gelegenheit, kostenlose Kompaktseminare bes chen n sich ber ne este Pro kt räsentationen informieren Ein beson ers k nfts eisen es hema bele chtet Prof r homas orm on er Volks agen AG Er beschäftigt sich in seinem Plenarvortrag auf der Eröffn ngs eranstalt ng mit em hema A tomatisches ahren – quo vadis?».

Hochkarätiges Kongressprogramm A f em EMV ongress er en fachs e ifische Vorträge in 4 Sessions nterschie lichen hemengebieten räsentiert eilnehmer erfahren nter an erem issens ertes ber Komponenten- und Zeitbereichsbewertung in der Elektromobilität sowie über die Reform von Emissionsnormen. Auch ie m est Pa er n o ng Engineer A ar nominierten Vorträge so ie ie A ar Verleih ng sin eil es Programms

EMV Veranstaltungsort CCD Congress Center Düsseldorf Veranstaltungstermin Dienstag bis Donnerstag, 23.–25. Februar 2016 Öffnungszeiten Dienstag, 23. Februar: 9.00–17.00 Uhr Mittwoch, 24. Februar: 9.00–17.00 Uhr Donnerstag, 25. Februar: 9.00–16.00 Uhr

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Praxisorientierte Tutorials und Workshops eben em ongress er en a ch e tschs rachige torials und englischsprachige Workshops angeboten. Einsteiger ie a ch S e ialisten haben hier ie M glichkeit, tiefe Einblicke in s e ielle EMV hemen ge innen Mesago Messe Frankfurt GmbH www.mesago.de

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INTERDISZIPLINÄR MESSEVORSCHAU

embedded world Auch dieses Jahr untermauern die embedded world Conference und die electronic display Conference mit erstklassigem Fachwissen die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der weltweiten Embedded-Branche. Vom 23. bis 25. Februar 2016 findet der Branchentreff der internationalen Embedded Community zum 14. Mal im Messezentrum Nürnberg statt.

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entrale Ziele der Kongresse sind die punktgenaue Wissensvermittlung, das Aufzeigen von Trends und aktuellen Themen, ein Blick in die Zukunft und last, but not least, der fachliche Dialog. «Internet of Things» sowie «Safety & Security» stehen 2016 im Fokus. Die diesjährige Keynotes hält Eugene Kaspersky, CEO Kaspersky Labs und weltweit bekannter IT-SecurityExperte. Den Bogen von der Theorie zur Praxis spannen die Sonderpräsentationen zu M2M, Electronic Displays und Safety & Security im Messegeschehen. Hier werden die wegweisenden Vorträge in den Hallen sichtbar und erlebbar.

Er zeigt auf, wie IT-Sicherheitsaspekte angesichts der zunehmenden Verschmelzung von IT- und Embedded-Welt auch im IoT immer relevanter werden.

Alles rund um Electronic Displays

Die electronic displays Conference steht heute synonym für alle relevanten Informationen rund um Displays für Entwickler, Anwender und Entscheider. Highlights 2016 sind Keynote-Vorträge zu neuen Denkansätzen in der Displaytechnik, Markt- und Display-Trends, präsentiert von international anerkannten Experten. ErfolgsIoT sowie Safety & faktoren für Displays in Automotive-Anwendungen und neueste Trends bei Touchscreens Security im Fokus bilden weitere Themenschwerpunkte und Die embedded world Conference steht erneut -highlights der Konferenz. Abgerundet wird das Programm durch Sessions wie Displayunter dem Motto «We are the Internet of Things» (IoT). Der Aufbau des Internets der Messtechnik, Interfaces und Display-Optimierung. Die bewährten Author-Interviews Dinge erfordert Fachwissen in Kerndisziplinen der embedded world wie Hard- und Software- nach jeder Session bieten eine hervorragende Entwicklung, System-Engineering oder Ma- Gelegenheit, das Gehörte im kleinen Kreis zu diskutieren. nagement. Sichere Kommunikationswege sind zudem eine wesentliche Voraussetzung für das Internet der Dinge. Eugene Kaspersky NürnbergMesse GmbH untermauert dies in seiner Konferenz-Keynote. www.embedded-world.de

embedded world Veranstaltungsort Messezentrum Nürnberg Veranstaltungstermin Di, 23., bis Do, 25. Februar 2016 Öffnungszeiten Dienstag, 23. Februar: 9.00–18.00 Uhr Mittwoch, 24. Februar: 9.00–18.00 Uhr Donnerstag, 25. Februar: 9.00–17.00 Uhr

Rote Köpfe, jede Menge Ärger – das muss nicht sein. Wir legen den Fokus bei unseren Embedded Computern bereits in der Entwicklungsphase auf hohe Zuverlässigkeit. Florian Liechti, Entwicklungsingenieur Syslogic

Syslogic bietet Industriecomputer, Embedded PC, Single Board Computer und Touch Panel Computer für den anspruchsvollen Industrieeinsatz. Die Geräte werden in Bereichen wie Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkehrs- und Bahntechnik eingesetzt. Syslogic.com

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INTERDISZIPLINÄR MEDIZINTECHNIK

Mensch und Roboter

im Dienst des Patienten ie er ice oboti re olutioniert edi in und e e Von hirur ie bis ehabilitation brin t i htech mehr ualit t. n der rstellun on ia nosen bei om li ierten o erati en in riffen so ie im ran enhausallta ird der er ice oboter um erfe ten eam olle en des enschen. ie utomatica om 21. bis 2 . uni 2016 in nchen irft einen Blic auf die rota onisten einer neuen ra.

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er Roboter hat viele Gesichter: Als Exo-Skelett entlastet er Arbeiter als stabile äussere Hülle, wenn sie schwere Objekte anheben und tragen. Diese Idee wandte ReWalk Robotics auf querschnittsgelähmte Menschen an, um ihnen das Gehen wieder zu ermöglichen. Damit gewann die Firma auf der «Automatica» 2014 den ersten ESA BIC Start-up Award. Das massgeschneiderte Exo-Skelett verbessert Funktion, Sicherheit und Ausrichtung der Gelenke. Der Patient kann spazieren gehen, Gebäude ohne Rampe betreten, Gespräche auf Augenhöhe führen und ist unabhängiger. Das wirkt sich positiv auf seine Knochendichte und sein Körperfett aus, verbessert die Körperhaltung und reduziert Schmerzen – er ist wieder Teil der Gesellschaft. Das Exo-Skelett kommt auch in Kliniken für Übungen und Therapien zum Einsatz.

ReWalk Robotic Exoskeleton gewann auf der «Automatica» 2014 den ersten ESA BIC Start-up-Award. © Messe München

Rechts: Ein Krebs-Patient im Behandlungsraum kurz vor der RadiochirurgieBehandlung mit dem modernsten Cyberknife-System M6. Der am Cyberknife-Kopf befestigte Aufsatz zeigt den neuesten Linsenaufsatz «InCise 2 Multileaf Collimator», der zur Patientenbehandlung weltweit erstmalig in München eingesetzt wurde. © Europäisches Cyberknife-Zentrum München-Grosshadern

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des Eingriffs und schnellere Heilung», erklärt Dr. Alfredo Bruno, CEO AOT AG.

Hoffnung für Tumorpatienten Die Service-Robotik erlaubt auch in der Radiochirurgie eine schonende Behandlung. So die an der Stanford University entwickelte Cyberknife-Technologie, die durch mobile Robotik und digitale Bildgebung Tumore

Roboter – ein Händchen für Chirurgie Die Präzision des Service-Roboters bringt in der Chirurgie enorme Vorteile: für Ärzte und Patienten zugleich. Pionier im Operationssaal ist CARLO (Computer Assisted, Robot-Guided Laser Osteotome) von der Advanced Osteotomy Tools (AOT) AG, der dank Laserlicht Knochen kontaktlos und schonend schneidet. Dabei wird er kontinuierlich durch Sensoren und den Arzt kontrolliert, was Sicherheit und genaueste Abtragung gewährleistet. «Für den Patienten bedeutet dies optimale Sicherheit aktuelletechnik.ch

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Industrielle Feuchtemessung

Im Mai 2015 wurde das erste an der Decke montierte BEC-Positioniersystem für Patienten bei MedAustron, dem österreichischen Zentrum für Ionentherapie, eingesetzt. © Thomas Kästenbauer

• am Silo • am Förderband

Der Chairless Chair erleichtert viele Tätigkeiten in der Montage. Diese Hightech-Konstruktion aus Carbon ermöglicht den Audi-Mitarbeitern das Sitzen ganz ohne Stuhl. Zugleich sorgt sie für eine verbesserte Körperhaltung und reduziert die Beinbelastung. © Audi

Roboter CARLO (Computer Assisted Robot-guided Laser Osteotome) schneidet Knochen kontaktfrei und höchst präzise. © AOT AG Basel

hoch präzise submillimetergenau behandelt. «Der Eingriff erfolgt ambulant und ist schmerzlos, das umliegende Gewebe wird geschont, eine Operation erübrigt sich. Meist kann der Patient unmittelbar nach der Behandlung sein normales Tagesprogramm wieder aufnehmen», erklärt Professor Dr. Alexander Muacevic vom Europäischen CyberknifeZentrum, das schon 6000 Eingriffe erfolgreich vorgenommen hat. Einen Patienten in der Strahlentherapie richtig und genau zu behandeln, wird für Ärzte immer kniffliger, enn ahlreich n nehmend feiner werden die erkannten und zu behandelnden Strukturen. Mit dem Posi-

Mit Oppent SpA Milano entwarf BlueBotics SA bei Lausanne eine komplette Software für ein automatisches Fahrzeug im Krankenhaus. Kernstück ist eine Lösung mobiler Service-Robotik für die Steuerung es Verkehrsfl sses © Oppent

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tioniersystem von Buck Engineering & Consulting (BEC) GmbH lassen sich Patienten fle ibel ositionieren, hoch rä ise a srichten und punktgenau bestrahlen. «Die Wirtschaftlichkeit der Strahlenquelle steigt, was für Betreiber von Strahlentherapiezentren und Hersteller solcher Geräte ein positiver Aspekt ist», erklärt Geschäftsführer Matthias Buck.

Mehr Zuwendung im Krankenhaus Fahrerlose Transportsysteme feiern Hochkonnkt r Sie nehmen Pflege ersonal r n m die Uhr schwere Routineaufgaben ab. Für die Betreuten heisst es: mehr persönliche Zuwendung, optimale Versorgung und erhöhte Zufriedenheit. Ein Beispiel dafür ist der autonome mobile Lieferroboter TUG ® von Aethon: Im hektischen Krankenhausumfeld transportiert er Waren zwischen Apotheke, Labors, Umweltdiensten, Nahrungsverteilung, Wäscheausgabe und Blutbank. BlueBotics SA entwickelte gemeinsam mit der Oppent SpA das automatisch gesteuerte Fahrzeug EVOcart™ für Krankenhäuser. Die Navigation erfolgt über Laserscanning und kommt ohne Zeichen auf Boden, Wänden oder Decke aus. EVOcart™ wurde auf der «Automatica» 2014 mit dem 2. Platz des Service Robotics Masters Award ausgezeichnet. AUTOMATICA www.automatica-munich.com

• durch geschlossene Behälter • in Öfen • in aggressiven Umgebungen Der berührungslose Mikrowellensensor • Verschleiss- und wartungsfrei • Volumenbasierte Messung, erfasst gesamtes Material • Feuchtewerte bis über 50% • Genaue Echtzeitmessung • Seit 10 Jahren im industriellen 24/7 Einsatz bewährt

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INTERDISZIPLINÄR MEDIZINTECHNIK

Gesundheit im Fokus Eine effektive Produktionsautomatisierung wird durch den steigenden Kostendruck in der Medizinbranche immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Das zeigt sich besonders bei Montagelinien und Zuführsystemen. Diese müssen Komponenten schnell und präzise bereitstellen, damit sie anschliessend den weiteren Bearbeitungsschritten in vorgegebener Lage zugeführt werden können.

Eine konstant hohe Qualität

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Der Sonderpalettierer von IEF-Werner erreicht kurze Taktzeiten, lässt sich unter Reinraumbedingungen betreiben und konnte reibungslos in die kundenseitige Produktionslinie eingesetzt werden.

ie Medizintechnik ist eine der innovativsten Branchen der Industrie. Die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Bauteilen mit zunehmender Komplexität stellt den Maschinenbau vor immer neue Herausforderungen. Denn um wettbewerbsfähig fertigen zu können, benötigen An en er nicht n r energieeffi iente n fle ible Anlagen entrales hema bei er Herstellung von Medizinprodukten ist es, die Qualität des Produktes in Hinblick auf die Patientensicherheit zu gewährleisten. Neben den Rohstoffen und den Verarbeitungsschritten ist die Maschine Garant für eine sichere Fertigung oder ein sicheres Produkt. «Auf die

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zunehmend verschärfte Regulierung in der EU und den immer grösseren Nachweisaufwand in der Medizintechnik müssen wir reagieren», sagt Rolf Kölle, Produktmanager bei IEFWerner. Der Hersteller von Automatisierungslösungen liefert Komponenten und Systeme, welche die strengen Anforderungen dieser Branche erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel ein Sonderpalettierer, den das Medizintechnikunternehmen Gerresheimer einsetzt. Das autarke Zuführ- und Palettiersystem setzt Komponenten in dafür vorgesehene Trays und erreicht dabei sehr kurze Taktzeiten. Aufgrund seines modularen Aufbaus liess es sich reibungslos in die Fertigungslinie einsetzen.

Die Gerresheimer AG mit Stammsitz in Düsseldorf produziert ein breites Angebot an pharmazeutischen Verpackungen sowie Lösungen zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. In Millionena flagen stellt as Unternehmen hoch a tomatisiert sieben Tage pro Woche rund um ie Uhr ie erschie enen k n ens e ifischen Kunststoffsysteme her. Bei der Produktion legen die Spezialisten sehr viel Wert auf Verfügbarkeit, Schnelligkeit und somit auf Kosteneffi ien , aber or allem a f eine gleich bleibend hohe Qualität. Die komplette Fertigungskette vom Spritzgiessen über die Montage und Prüfung bis zur Verpackung erfolgt in Reinräumen der ISO-Klasse 8. «In kunststoffverarbeitenden Betrieben sind Reinräume ein starker Trend, den wir insbesondere in der Medizintechnikbranche beobachten», erläutert Kölle. «Damit nimmt auch die Automatisierung stetig zu.» Denn Menschen in Reinräumen setzen eine Vielzahl an Partikeln frei. Diese müssten mittels hohem technischen Aufwand unter Kontrolle gebracht werden. Und der EU-GMP-Leitfaden für die Herstellung von Arzneimitteln, das Arzneimittelgesetz sowie die Vorschriften der FDA (Food and Drug Administration), der US-Behörde zur Arzneimittelüberwachung, schreiben für viele Waren im Gesundheitswesen eine hochreine Fertigung vor. Beim Thema Sauberkeit im Reinraum spielt zudem eine einfache Reinigung der Anlagen eine beson ere olle Oberflächen sin eshalb homogen gestaltet, Sensoren und Aktoren entsprechend abgedeckt, Kabelführungen aktuelletechnik.ch

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er eckt gestaltet Oberflächen, ie mit em Pro kt in er hr ng kommen, sin beis iels eise a s A gelassenen erk stoffen mit Material ertifikaten E elstahl o er elo iertem Al mini m Eine leichte n gr n liche einig ng so ie e ent ell eine esinfektion m ss ingen m glich sein Hier s ielt beis iels eise schon ie Me ien ersorg ng beim a er Maschine eine olle r ckl fta fbereit ngsanlagen sin oft ein Her f r eime iese lassen sich anschliessen beim etreiber er Anlage n r sch er entfernen E erner achtet hier innerhalb seiner ertig ngseinricht n gen bereits ara f n er en et nter an erem s e ielle H gienefilter, m solche ontaminationen r ermei en Es gibt Geset e n ichtlinien Geset e ie er EU GMP Leitfa en, Ar neimittel geset , o er a ch as Me i in ro ktgeset so ie icht n Leitlinien ie ie GAMP P S, H n eitere Hin kommen betriebsinterne ichtlinien, ie SOPs Hier m ssen sich ie Unternehmen e e s e i fische Anfor er ng on en ielen berge or neten eg larien ableiten, ie f r ie e eiligen Pro kte rechtskräftig sin ie ichtlinien besit en im Gegensat m EU GMP Leitfa en keinen Geset es harakter f r Lieferanten och e er A ftraggeber noch Maschinenba er k nnen sich bei em Verfahren a f eine klar efinierte Umset ng st t en n en erschie enen egel erken fehlt es meist an er eschreib ng, ie ie Anfor er ngen konkret m set en sin er Ermessenss ielra m ist ents rechen gross as eigt sich or allem bei er Er stell ng es Lastenhefts

Sicher beraten, effizient erstellt ie E erten on E erner sin mit en s e ifischen Vorschriften ro ieren er Pharma Unternehmen so ie en Geset en n ichtlinien ertra t An en ern ie Gerresheimer kann er S e ialist amit ein mfassen es Paket a s E ertise n har makonformen Unterlagen anbieten Als Hersteller on A tomatisier ngstechnik k nnen ir n en hä fig gemeinsam mit er Anlage einen kom letten ok menten sat nach GMP ichtlinien abgeben, er ann f r ie abschliessen e alifi ier ng rch en n en selber eins eins er en et er en kann , sagt lle amit beschle nigen ir nicht n r ie alifi ie r ngs ro esse, ir nehmen or allem nse ren n en iese Arbeit ab ie bestellte Maschine ist somit a ch esentlich schnel ler in Pro ktion genommen A f nsch bernimmt E erner ie kom lette ok mentation mit allen erfor erlichen S e ifikationen ie E erten erstellen ie Protokolle, f hren ests rch 02 | 2016

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n ok mentieren ie Ergebnisse abei sollte ie GMP ok mentation immer ein begleiten es Pro ekt sein egleiten m Engineering anal sieren ir gemeinsam mit em An en er alle m glichen isiken , beschreibt lle Anhan einer konstr ktionsbegleiten en GMP isoko Anal se i entifi ieren ir GMP rele ante hemen n k nnen somit en alifi ier ngsa f an a f einen berscha baren A f an re ieren n ieser Phase efinieren n be erten ir m gliche ehler rsachen n folgen A s er Anal se ir m eis iel ersicht lich, o gena ie kritischen Pro ess arameter liegen Unter beson erer eobacht ng stehen abei et a ro ktber hren e eile, as sich a f ie erstellen en Material ertifikate a s irkt Von en Ergebnissen leiten sich ann alle eiteren Schritte es Verfahrens ab Um m gliche isiken ermei en, m chten n en oft sät liche Mo le o er nktionen haben, ie eigentlich gar nicht erfor erlich sin , eiss lle as kann ann sehr schnell en ostenrahmen s rengen Hier ist as mfangreiche E erten issen on E gefragt Alle eiteren esign ok mente er en arallel m Herstell ngs ro ess erstellt Erst an essen En e erfolgt ie Ent ickl ng on alifi ier ngstests ie E ngeni e re f hren iese rch n rotokollieren sie eson ers ichtig ist er stän ige A sta sch mit em n en, m essen e rfnisse hinsichtlich er ok mentation kennen n ents rechen han eln enn e nach e stimm ngslan er Maschine n or allem er ara f hergestellten Pro kte sin nterschie liche e ing ngen ber cksichtigen

Maschine und Dienstleistung aus einer Hand ei Gerresheimer erarbeitet ieses S stem s e ielle Einmaltra s iese sin sehr nn an ig n nicht sehr formstabil, m ssen aber trot em ro esssicher erarbei tet er en as stellte eine Hera sfor er ng in e g a f Sta el erhalten, Greifm glichkeiten, Stabilität n a ch Verein elbarkeit ar , erklärt lle A f nsch es n en hat E f r en Son er alettierer eine Siemens S Ste er ng ge ählt, ie mit einem e iengerät om P a sgestattet ist Anfor er ngen nach Part , on elektronischen Signat ren bis m A it rail, er en ebenfalls realisiert amit erhält er An en er r einfacheren Han hab ng stan ar mässig ein o ch Panel ie en t eroberfläche er Ste er ng ist gemäss em Stan ar on E erner ergonomisch n int iti a fgeba t n integriert alle m etrieb er Anlage not en igen nktionen ei terhin kommt ein mo larer Ser o Antrieb S AM S S m Einsat ieser e entrale Antrieb beinhaltet iele a feinan er abgestimmte om onenten beis iels eise ie hier ben tigte Mehrachs An en ng r omm nikation mit er k n enseitigen Anlage ist er Palettierer mit einer Profinet Schnittstelle a sger stet er Grossteil er er en eten om onenten stammt a s em Ha se E erner, ie et a ie im Han ling er ba ten Linearachsen o er as rans orts stem os A in Son erbreite Ob Greifer, Motoren, ie Ste er ng o er eben ie GMP konforme ok mentation e nach n enanfor er ng liefern ir as kom lette S stem a s einer Han , sagt E erner E erte lle IEF-Werner GmbH ief erner e

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INTERDISZIPLINÄR WALK AND TALK

«Wir schützen Menschen!» Auf dem Horben (Lindenberg) im Dezember 2015: Sonne am tief blauen Himmel, hohe Berge am fernen Horizont, ein riesiges Wolkenmeer zu Füssen und einen interessanten Gesprächspartner an der Seite – ideale Voraussetzungen für ein spannendes «Walk and Talk». Marcel Mettler, CEO der Pilz Industrieelektronik GmbH, steht beim Gehen Rede und Antwort rund um das Thema Sicherheit und «Industrie 4.0». INTERVIEW: HEIKE HENZMANN BILDER: TANYA HASLER

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«Die Standardisierung der Kommunikation ist eine der grössten Herausforderungen für ‹Industrie 4.0›.»

Heike Henzmann: Herr Mettler, wie kommt man dahin, wo Sie heute sind? Wie wird man CEO eines Unternehmens für Sicherheitstechnik? Marcel Mettler: Ich bin ein Glückspilz (lacht). Durch meine Ausbildung zum Elektromechaniker, heute Automatiker, bei der SIG Verpackungstechnik hatte ich bereits in jungen Jahren viel mit Maschinenbau zu tun. er Abschl ss meiner Lehre fiel gena in ie Zeit der Weltwirtschaftskrise 1993. Deshalb schloss ich eine Zusatzausbildung als Elektroniker an. Danach arbeitete ich bei verschiedenen Unternehmen der Maschinenindustrie, also genau bei den Unternehmen, die wir von «Pilz» heute beraten. Nach einigen Jahren wechselte ich in den Vertrieb, machte dort zunächst technischen Support und Produktmanagement, dann Branchenmanagement. Ich durfte bei einigen namhaften Unternehmen der Branche tätig sein. Eine davon war die Firma Weidmüller, bei der ich rund neun Jahre, unter anderem auch als stellvertretender Geschäftsführer, tätig war. Anschliessend bei der Firma Leuze electronic, wo ich wertvolle Erfahrungen im Bereich Sicherheitstechnik sammeln konnte. Und eines Tages kam das Angebot von «Pilz», als Geschäftsführer im Schweizer Tochterunternehmen tätig zu werden. Da konnte ich nicht Nein sagen. Was zeichnet Ihren Führungsstil aus? Der Mensch steht in unserem Unternehmen im Mittelpunkt. Begründet auch schon durch das, was wir machen: Wir schützen Menschen. Kompetente Mitarbeitende im Unternehmen zu haben, ist sehr wichtig für uns. Mitarbeitende werden in Entscheide und Strategien einbezogen und wissen, was sie machen und was dahintersteht. Ich delegiere Arbeiten, die nicht zwingend von der Geschäftsführung übernommen werden müssen. Kurz: Ich versuche das Unternehmen so zu führen, dass

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ich berfl ssig er e icht m eine r hige Kugel zu schieben, sondern um das Unternehmen weiterzuentwickeln, Ressourcen für neue strategische Themen zu haben. Erziehung soll Kinder stark fürs Leben machen. Ihr Führungsstil macht Mitarbeitende stark für das Unternehmen. Kann man da Vergleiche ziehen? In der Erziehung von Kindern kennt man den Positiven Erziehungsplan, kurz PEP, der zusammengefasst darin besteht, das Positive zu fördern, um Schwächen auszumerzen. In der Führung eines Unternehmens ist das tatsächlich gar nicht so viel anders. Auch um Konflikte zu lösen, kann man sich in der positiven Erziehung Anregungen für Strategien suchen. Wenn es zum Beispiel üblich ist, dem anderen Dinge ins Gesicht zu sagen statt hinter vorgehaltener Hand zu meckern, dann wählt man seine Worte besonnener. Welche persönlichen Eigenschaften sind nützlich in einem Unternehmen, das sich auf alle Arten mit Sicherheit beschäftigt? Ich beziehe mich gern auf das DISG-Modell, eine Persönlichkeitsanalyse, die vier Grundverhaltenstendenzen unterscheidet: D wie dominant, i wie initiativ, s wie stetig und g wie gewissenhaft. Jeder hat seine Eigenschaften, und es braucht in einem innovativen Unternehmen einen Mix von allem. In unserem Unternehmen müssen viele Mitarbeitende gewissenhaft sein – es geht um Sicherheit! Um aber nach vorne zu kommen, braucht es auch «Chaoten» mit wilden Ideen. Und der Chef? Der muss initiativ und manchmal auch bestimmend sein und entscheiden und Verantwortung übernehmen können. Auch wenn wir viel im Team entscheiden, gibt es doch Entscheidungen, die ich selber treffen muss, insbesondere strategische Entscheide.

Was haben Sie als Erstes im Unternehmen verändert? Ich habe meinen Mitarbeitenden an meinem ersten Tag als CEO das «Du» angeboten (lacht). Und damit habe ich meine Mitarbeiter gleich zu Beginn ein wenig überfordert. Die waren so etwas nicht gewohnt. Respekt und Distanz kann man sich auf andere Weise verschaffen, das «Sie» brauche ich dafür nicht. Wie halten Sie es mit der professionellen Distanz zu Ihren Mitarbeitenden? Man muss eine gewisse Distanz wahren, aber mir ist auch Nähe wichtig. Ich erzähle durchaus schon mal etwas Privates von mir im Geschäft. Aber ich würde niemals zu einem Mitarbeitenden nach Hause zum Mittagessen gehen oder an einer halb privaten Veranstaltung mit einzelnen Mitarbeitenden teilnehmen. Da bin ich vorsichtig. Da knüpft man Beziehungen mit den einen und mit den anderen nicht. Das führt leicht zu Missverständnissen. Veranstaltungen im Team schätze ich jedoch sehr. Sie sind noch auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden. Ist die Rekrutierung von Mitarbeitenden Chefsache? Das ist so. Ich habe normalerweise ein glückliches Händchen für neue Mitarbeitende. Es müssen sehr viele Faktoren abgewogen werden: Ist der potenzielle neue Mitarbeitende kompetent, passt er ins Team, warum geht er am anderen Ort weg? Inzwischen treffen wir die Entscheide im Team. Die Abteilungsleiter von Verkauf bzw. Service und Systeme sind am Entscheid beteiligt. Neben dem Bauchgefühl ist die Einschätzung vom Team ein Erfolgsfaktor. Wie sieht ein Vorstellungsgespräch bei Ihnen aus? Was erwartet den Bewerber? Die üblichen standardisierten Fragen oder auch anderes?

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INTERDISZIPLINÄR

Standardisierte Fragen forcieren standardisierte Antworten. Wir gehen deshalb ganz anders vor. Wir fordern unsere Bewerber bei einem unkonventionellen Vorstellungsgespräch, herzlich, aber unkonventionell. Man kann sich darauf nicht vorbereiten. Wir verkaufen in diesem Gespräch unser Unternehmen. Und stellen Fragen. Dabei kommt man schnell mit dem Kandidaten ins Gespräch, und es ergeben sich überraschende Diskussionen. Kompetenzen kann man in einem Vorstellungsgespräch jedoch nur bedingt hera sfin en eshalb kommen e erber nicht selten für einen halben Tag zum Probearbeiten. Leider ist ein derartiges Recruiting sehr zeitintensiv. Hab Sie Probleme, qualifizierte Mitar­ beitende zu finden? Gibt es den viel besprochenen Fachkräftemangel noch? Im Vertrieb erweist es sich als sehr schwierig, alable an i aten fin en m ereich ons lting ist es einfacher, as ob rofil ist attraktiver. Doch auch hier kommen wir nicht darum herum, mit externen Recruitern zusammenzuarbeiten, die den Markt kennen. Im Engineering, insbesondere im Safety Engineering, noch dazu mit französischen S rachkenntnissen eman en fin en, ist praktisch unmöglich. Den Fachkräftemangel gibt es immer noch. Ist der Schweizer Markt für Sicherheits­ technik, unabhängig von der Sprache, anders als der deutsche Markt? Es ist alles ein wenig kleiner. Deutschland kann sich auf grosse Kunden konzentrieren mit hohem Absatz. Wir hingegen betreuen viel mehr kleinere Unternehmen. Der Kostendruck ist in der Schweiz grösser, denn die Anforderungen und der Qualitätsstandard ist in der Schweiz höher, Normen werden sauber eingehalten. Die Innovationskraft ist nach wie vor sehr hoch in der Schweiz. Im Bereich

«Industrie 4.0» ist Deutschland ein Stück weiter. Da müssen wir in der Schweiz aufholen. Aber wir hinken nicht so viel hinterher, dass es ein Problem wäre. Sie sind gerade umgezogen, zwar im gleichen Gebäudekomplex, aber in neue Räume. Warum das? Beim Umzug ging es darum, die TeamMitglieder der Teams Verkauf, Consulting, Training und Engineering näher beieinander zu platzieren. Wir verfügen über einen grossen Schulungsraum, da wir den Bereich Training ausbauen. Und wir haben darüber hinaus noch Reserven zum Wachsen. Produktverkauf und Beratung sind getrennt. Heisst dass, dass der Bereich Komponenten, also der Produktverkauf, mehrheitlich beratungslos ist? Sicherheit ist nie beratungslos. Alle unsere beratenden Mitarbeitenden haben eine mehrtägige A sbil ng m ertifie Machiner Safety Expert, kurz CMSE, ein Ausbildungsprogramm, das «Pilz» zusammen mit dem TÜV-Nord international aufgestellt hat, durchlaufen. Dieser wird alle zwei Jahre aufgefrischt. Auch die Vertriebsleute machen die Ausbildung, denn auch deren Tätigkeit weist einen hohen Beratungsanteil auf. Im Bereich Consulting spielt die Beratung natürlich eine wesentlich umfangreichere Rolle und ist erheblich komplexer. Hier wirken unsere Mitarbeiter an Risikobeurteilung, Sicherheitskon e t bis r ertifi ier ng s mit Diese Beratung funktioniert unabhängig von Produkten. Falls ein Kunde, der mit der Beratung zufrieden war, anschliessend Komponenten von «Pilz» beziehen möchte, dann steigt der Consulting-Mitarbeiter aus, und ein Verkaufsmitarbeiter übernimmt. Wir achten strikt darauf, dass Beratung und Kom-

«Sicherheit ist nie beratungslos.»

ponentenverkauf sich nicht vermischen. Und es funktioniert. Die «neue» Maschinenrichtlinie, die seit 2009 verbindlich angewendet werden muss, verleiht dem Thema Risikobewer­ tung und Sicherheit im Sinne von Safety seit einigen Jahren einen sehr hohen Stellenwert. Ist das spürbar? Das spielt sicher eine Rolle. «Pilz» ist ein «Welt-KMU» mit Firmensitz in Stuttgart. Mittlerweile zählen wir weltweit über 2000 Mitarbeiter und machen rund 300 Millionen Euro Umsatz, überwiegend mit dem Bereich Safety, funktionale Sicherheit. Wir haben jährlich ein zweistelliges Umsatzwachstum. Bis 2020, so lautet unsere Strategie, sollen rund 20 Prozent des Umsatzes mit Services rund um das Thema Sicherheit verdient werden. Drum bauen wir auch hier in der Schweiz in diesem Bereich Ressourcen auf. Sicherheit umfasst nicht nur Safety, sondern auch das Thema Security. Erklären Sie uns als Experte nochmals die Abgrenzung dieser beiden Themen? Bei Safety reden wir von der Sicherheit einer Maschine. An einer Maschine kann sich eine Person verletzen, also vielleicht einen Arm einklemmen oder einen Finger abreissen. Personen müssen vor Verletzungen und Tod, Maschinen vor Sachschäden geschützt werden. Um diese Maschinensicherheit zu gewährleisten, wird eine Risikoanalyse durchgef hrt, m hera s fin en, o Gefahren lauern und wie man diese mechanisch durch veränderte Konstruktion oder durch Schutzeinrichtungen verhindern kann. Bei Security hingegen geht es darum, Daten zu schützen, beispielsweise vor externem Zugriff zum Zwecke des Missbrauchs, der Werkspionage und anderem. Durch die für «Industrie 4.0» notwendige Durchgängigkeit der Kommunikation erhält das Thema Security eine ganz neue Bedeutung. Daten und Privacy müssen geschützt werden. Ein Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine eigene Cloud aufbauen, in der alle Daten der von ihm gebauten und installierten Maschinen gespeichert werden. Der Maschinenhersteller möchte sich auf diese Weise einen Überblick über die Leistungsdaten der Maschine verschaffen, um die Maschine zu optimieren und ausserdem die Usability und die Sicherheit der Maschine zu verbessern. Die Daten könnten andererseits genutzt werden, um beispielsweise das Verhalten des Bedienpersonals zu extrahieren und zu analysieren oder ein Werk auszuspionieren. Bei diesem Vorgehen müssen also die Privatsphäre der Mitarbeitenden und das Firmen-Know-how vor Zugriff durch Unberechtigte geschützt werden. Erschwert Privacy «Industrie 4.0»? Es gibt für das Thema Privacy noch keine befriedigenden Lösungen. Eigentlich müsste man alles öffnen, um die Durchgängigkeit zu

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erreichen, die für «Industrie 4.0» notwendig ist. Andererseits dürfen aber keine Manipulationen möglich sein, und die Daten von Menschen und Unternehmen müssen geschützt werden. Wir arbeiten an diesen Themen. Schwerpunkt liegt bei uns auf Themen wie unberechtigtem Zugriff, Datenraub, Firmenspionage, Manipulation von Maschinen. Was ist Ihrer Meinung nach die grösste Herausforderung auf dem Weg zu «Industrie 4.0»? Mit «Industrie 4.0» entstehen hochgradig vernetzte Systemstrukturen mit einer Vielzahl von beteiligten Menschen, IT-Systemen, Automatisierungskomponenten und Maschinen. Die Folge sind neue Herausforderungen bei Modularisierung, Vernetzung und Verteilung von Steuerungsfunktionen in immer kleinere Teilfunktionen. Dabei ist die Standardisierung der Kommunikation meiner Meinung nach eine der grössten Herausforderungen. Beim Verein Smart Factory diskutieren verschiedene Unternehmen zusammen mit unseren Spezialisten über solche Standards. OPC UA zum Beispiel ist im Moment ein brandaktuelles Thema. OPC UA – die Lösung für «Industrie 4.0»? Ich bin überzeugt, dass OPC UA gute Chancen hat, eine Führungsrolle in Kommunikationsfragen zu übernehmen. Schliesslich ist es mit der IEC 62541 ein internationaler Standard. Derzeit ist OPC UA zwar noch nicht sicher, aber es gibt verschiedene Ansätze, wie die Übertragung der Sicherheit gelöst werden kann. An diesem Thema wird intensiv gearbeitet. Vielen Dank für das Gespräch. Pilz lndustrieelektronik GmbH www.pilz.ch

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INTERDISZIPLINÄR KINDER FRAGEN EXPERTEN

Wie gross ist

das Internet? Kinder und Jugendliche nutzen Computer, Internet und Suchmaschinen mittlerweile völlig selbstverständlich. Zum kompetenten Umgang gehört aber nicht nur das Bedienen und Anwenden, sondern auch ein Verständnis der Funktionsweise dieser Dinge. Prof.Dr.Martin Braschler bringt uns dieses näher.

Woher weiss ein Computer, was er machen soll? Ein Computer ist eine Maschine, die nicht selber denken kann. Anders als ein Mensch kann sie auch keine Ideen entwickeln. Ein Computer ist also darauf angewiesen, dass man ihm sagt, was er zu tun hat. Diesen Anweisungen folgt er dann ganz strikt, ohne selbst mitzudenken. Er ist dabei aber sehr schnell und wird nie müde. Wenn du einen Computer verwendest, kannst du ihm mit der Tastatur oder der Computer-Maus Befehle übermitteln. Auf Handys und Tablets – auch das sind kleine Computer – kannst du mit dem Finger auf dem Bildschirm das Gerät steuern. So kann man Briefe schreiben, malen oder spielen. Aber woher weiss der Computer, wie das Spiel funktioniert oder wie man einen Kreis zeichnet? Dafür gibt es nochmals eine andere Art von Befehlen, die der Computer verarbeitet. So wie du die Regeln eines Spiels lernen musst, bevor du es spielen kannst, muss auch der Computer erst instruiert werden, wie er auf Befehle von Menschen reagieren soll. Dem Computer die Regeln beizubringen, das ist sozusagen die Aufgabe von Programmiererinnen und Programmierern – und zwar in einer Computer-Sprache. Computer sprechen nämlich nicht wie wir. Die Sprache von Menschen lässt viel Freiheit, wie man etwas ausdrückt und ob wir zum Beispiel etwas auf spannende oder lustige Art erzählen. Computer hingegen brauchen ganz exakte Anweisungen. Denn sie sind zwar sehr schnell und unermüdlich, aber eben letztlich dumm und können nur das ausführen, was ihnen gesagt wurde. Manchmal bringen uns Computer trotzdem zum Staunen, zum Beispiel als Gegner in einem Computer-Spiel. Denn es scheint uns irgendwie doch intelligent, wie sie reagieren. Aber auch hier werden nur Regeln befolgt – einfach besonders gut durch die Programmierer ausgetüftelte Regeln, die auf eine Situation passen. Du kannst erahnen, dass

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Der Experte: Prof. Dr. Martin Braschler ist Informatik-Dozent an der ZHAW School of Engineering.

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man viel mehr aus einem Computer rausholen kann, wenn man selbst die Regeln festlegt. Tatsächlich gibt es auch schon Programmierwerkzeuge für Kinder. Vielleicht willst du das auch mal ausprobieren? Wie gross ist das Internet? Ein Computer alleine kann schon für viele Dinge verwendet werden – zum Beispiel fürs Schreiben, Musizieren, Lernen oder Spielen. Du kannst – wenn du programmieren gelernt hast – dem Computer sogar neue «Tricks» beibringen. Noch mehr wird aber möglich, wenn der Computer mit anderen Computern reden kann. Eine solche Verbindung zwischen Computern nennt man Netzwerk. Computer können über Kabel oder über Funk verbunden werden. Das grösste solcher Netzwerke von Computern nennt man das «Internet», wo du auch das World

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i e eb fin est enn ein om ter mit em nternet erb n en ist, kannst E Mails also elektronische riefe erschicken, il er mit re n innen n re n en teilen, a f em orl i e eb s annen e inge ent ecken, online einka fen o er mit an eren Le ten sammens ielen as nternet ächst rasant is or et a ahren aren eigentlich n r issenschafter n St enten mit ihren om tern an as nternet angeschlossen He te sin mehr Geräte an as nternet angeschlossen, als Menschen a f er elt leben Han s, ablets, otebooks, grosse om ter, sogar manche ern seher Let tlich sin as alles om ter ie gross ist et t so ein et , in em ie gan e elt sammengeschlossen ist scha st ielleicht gerne Vi eofilmchen im nternet e e Min te ob ach bist o er schläfst er en St n en ne es ilmmaterial bei o t be hochgela en Sogar enn nichts an eres machen r est, k nntest nie a ch n r annähern alles anscha en enn man alle Seiten a s em orl i e eb a f Pa ier r cken n ann iese Seiten a f einen Sta el legen r e, so r e er Sta el eit ins eltall hina s achsen am Mon orbei Es gibt also nfassbar iele inge im nternet Un nicht alles a on ist gleich interessant as man irklich lesen ill, m ss man oft s chen m eis iel bei Google, einer S chmaschine ort er en e e Min te ber ier Millionen S cha fträge gestellt ag n acht, r n m ie Uhr Wie funktioniert eine Suchmaschine? ir haben gesehen, ass as nternet sehr, sehr gross ist ein Mensch kann as gan e nternet kennen schliess lich ächst as nternet iel schneller, als man lesen kann A ch hier kommt ns er om ter selbst hilfe ieser kann all ie ielen nformationen a f em nternet schnell gen g sammensammeln n lesen man s richt in iesem sammenhang on in e ieren ies macht ie sogenannte S chmaschine as ist ein grosser Verb n on om tern, ie nerm lich as nternet abgrasen n eine Art s ergrossen S ick ettel sammenstellen, er ann hilft, m schnell hera s fin en, o as a f em nternet abgelegt ist enn n n eman m eis iel issen ill, o man a f em nternet interessante Seiten einem hema fin et, m ss ie S chmaschine nicht mehr irklich r ms chen gehen sie kons ltiert einfach iesen S ick ettel en n e n kann ich irekt an ie richtigen Orte schicken as Sch ierigste f r ie S chmaschine ist erstehen, as meinst om ter k nnen a nicht enken ir Menschen f ttern ie S chmaschine oft n r mit enigen k r en rtern Um erstehen, as irklich gemeint ist, m ss man eman en oft besser kennen enn nach ssball s chst illst ann einen ssball ka fen o er illst et as ber ein Lieblingsteam lesen enn eine Eltern o er re n e fragst, ann issen iese as ielleicht o er fragen nochmals nach A ch ie S chmaschinen ers chen he te, m glichst iel ber ie Le te lernen, m bessere Ant orten liefern as macht ielen Le ten aber a ch Angst, eil so ie om ter n amit a ch ie esit er er S chmaschine gan iele nformationen ber eine grosse An ahl on Menschen haben

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Was ist ein Computer-Virus? Mit om tern kann man iele erschie ene inge machen Lei er nicht n r g te inge om

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ter S steme haben he te gan iele nfor mationen ber alle on ns a sin a ch inge abei, ie ir gerne geheim halten r en m eis iel ber nser Gel Viele Er achsene be ahlen he te inge ber as nternet Sie erschicken Gel er om ter a re et er om ter mit einem an eren om ter on er ank enn n n eman as Ges räch abfangen kann, kann er as Gel stehlen o er an ere n er nschte inge t n af r m ss man en om ter mani lieren Man ta scht ie An eis ngen a s, ie er om ter befolgt, o er f gt ne e hin eil nieman frei illig solche falschen An eis ngen a f seinen om ter la en r e, bra cht man einen nbemerkten eg, m iese ein schle sen Eine M glichkeit ist ein om ter Vir s Ein om ter Vir s r e on einem hinterhältigen Programmierer so geba t, ass er sich nbemerkt on om ter om ter ko ieren kann Er ir m eis iel an eine E Mail angehängt Sobal iese gelesen ir , ist er om ter infi iert eil om ter he te so kom li iert sin , ist es immer m glich, ass sie a ch kleine ehler haben eshalb ir m eis iel manchmal nicht e e E Mail richtig ber r ft er om ter ist ann krank en Vir s ir man nicht los, a sser man bekäm ft n l scht ihn enn er infi ierte om ter mit an eren om tern s richt, besteht ie Gefahr, ass a ch iese befallen n krank er en so ie enn en Schn fen hast Ein om ter Vir s m ss nbe ingt entfernt er en Manche Viren l schen ichtige ateien, also e te, il er n an eres, n ie er an ere Viren ers chen eben, bei ankgeschäften er om ter Gel stehlen He te sch t t man ie meisten Pri atcom ter mit einem Virenscanner er soll om ter Viren m g lichst ent ecken, be or sie Scha en anrichten k nnen iese Viren Scanner k nnen en Vir s oft a ch l schen Manchmal m ss man aber a ch alles a f em om ter l schen n ie er gan on orne beginnen


AUTOMATION INDUSTRIE 4.0

Der Mehrwert der Information Trotz oder gerade wegen der schwächelnden Industrie und dem starken Franken ist es für die Schweiz wichtig, bezüglich «Industrie 4.0» nicht den Anschluss zu verlieren. «at – aktuelle technik» sprach mit Guillaume Dubois, dem neuen Leiter des Geschäftsbereichs Industry von Schneider Electric (Schweiz), über seinen neuen Wirkungsbereich und den Mehrwert der Information. INTERVIEW: HEIKE HENZMANN

nicht nur zu arbeiten, sondern auch zu leben. Ich bin daher mit der ganzen Familie in die Schweiz gezogen und wohne jetzt ganz in der Nähe des Röstigrabens zwischen Bern und Lausanne.

Machine Solution Headquarter von Schneider Electric in Marktheidenfeld (DE): Energiemanagement und Automationslösungen aus dem eigenen Haus.

Guillaume Dubois, Vice President Industry Schneider Electric (Schweiz).

Heike Henzmann Herr Dubois, Sie sind neu in der Geschäftsleitung von Schneider Electric Schweiz. Was ist Ihre Funktion im nternehmen? Guillaume Dubois : Ich bin seit über zwölf Jahren bei Schneider Electric, davon drei Jahre im Marketing von Automation, Motion, Drives & Contactors in Deutschland. Seit dem vergangenen Herbst verantworte ich nun den Geschäftsbereich Automatisierungs- und Steuerungstechnik in der Schweiz. Ihre Muttersprache ist Franz sisch, Sie sprechen aber auch ausgesprochen gut Deutsch. War die Mehrsprachigkeit der Schweiz für Sie reizvoll? Die Mehrsprachigkeit der Schweiz ist etwas ganz Besonderes. Sie ist auch Ausdruck einer kulturellen Vielfalt und Offenheit, die ich sehr schätze. Sowohl Deutsch als auch Französisch sprechen zu können, war durchaus eine Motivation für mich, in der Schweiz

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Die Kultur und der Markt in der Schweiz sind anders als in Deutschland. Ist das für Sie nach so kurzer Zeit schon spürbar? Ich fühle mich bereits sehr zu Hause hier. Viele Arbeitsthemen sind die gleichen wie in Deutschland. So ist zum Beispiel auch die Schweiz ein Exportland. Natürlich kommt in der Schweiz die besondere Situation bezüglich des Wechselkurses hinzu. Angetan bin ich on er h flichen Ges rächs n fairen Geschäftskultur der Schweizer. Und as ich absol t fas inieren fin e, ist ie Innovationskraft und die hohe Produktivität in diesem Land. Was sehen Sie als Ihre spezifische Herausforderung für die Schneider Electric Schweiz? Meine Herausforderung ist es, die Vision des Unternehmens in der Schweiz umzusetzen. Das heisst, die «Industrial Internet of Things»-Strategie der Schneider Electric auf den Weg zu bringen. Wir glauben fest daran, dass unsere innovativen Produkte und Prozesse helfen, den Technologiewerkplatz Schweiz zu halten und voranzutreiben. Viele Kunden denken derzeit darüber nach, ihre Produktion in andere Länder auszulagern. Unsere Strategie ist es, mit unseren innovativen Lösungen unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Fertigung in der Schweiz beizubehalten. Schneider Electric bietet seit aktuelletechnik.ch

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saris® vielen Jahren Produkte und Lösungen an, die kommunizieren. Der nächste Schritt muss nun sein, die Schweizer Kunden vom Nutzen und Mehrwert kommunizierender bzw. intelligenter Maschinen und Prozesse zu überzeugen. Denn die sinnvolle Verarbeitung und Verknüpfung von Daten zu Information bietet Nutzern ungeahnte Möglichkeiten: Produktionsanlagen, Maschinen und Infrastrukturen aller Art werden transparent, besser ste erbar n effi ienter e re nkohären en oder lange Wartungs- und Stillstandzeiten werden sichtbar oder vermieden. Ist in der Schweiz noch Missionarsarbeit diesbezüglich zu leisten? Es gibt noch viel zu tun in dieser Richtung, insbesondere in der Schweiz. Der Druck auf dem Markt ist so gross, dass unsere Kunden inno ati n gleich eitig hoch effi ient sein müssen, um ihr Geschäft halten zu können. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, daran zu glauben, dass das industrielle Internet der Dinge entscheidende Mehrwerte bringt. Der nächste antens r ng r massi en Effi ienzsteigerung und zur weiteren Kostenersparnis liegt in der direkten Verknüpfung von Daten des Energieverlaufs mit Prozessen und Systemzuständen. Wo hat die Schweiz auf dem Weg zu «Industrie 4.0» Hausaufgaben zu machen? Konkret zum Beispiel im Bereich Smart Machines. Diese werden unsere Zukunft prägen. Schon heute greift der Mensch nur noch sehr gezielt in voll automatisierte Prozesse ein. Diese Prozesse werden mit «Industrie 4.0» und den dazugehörenden Smart Machines flexibler, schneller, erfolgreicher und weniger störungsanfällig. Alles hängt von nutzbaren Informationen ab und davon, wie schnell sie sich verknüpfen lassen. Wir delegieren künftige Produktionsabläufe in unseren Fabriken intelligent handelnden, kommunizierenden und entscheidenden Maschinen und Systemen. Diese verfügen über umfassende Daten, die sie sehr schnell erarbeiten k nnen Sie agieren eshalb flexibel, optimieren sich, lernen dazu. Das schafft Effi ien , s art Energie n schont esso rcen. Das Unternehmen hat zudem mehr rans aren n einen gena en berblick über Fertigung und Prozesse. Wo sehen Sie mögliche Hürden für die Realisierung smarter Fabriken und Maschinen? Die neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodelle, die sich mit Big Data in allen Marktsegmenten anbahnen, sind riesig, werden aber n r f nktionieren, enn as hema «Data Privacy» weitgehend gelöst wird. Ich bin überzeugt, dass dies auch gelingen wird. Wir integrieren Cybersecurity bereits in sämtlichen Cloud-basierten Automations- und Energiemanagement-Lösungen. In diesem Bereich arbeiten wir mit weltweit führenden Unternehmen wie etwa IBM und Cisco sowie mit er Uni ersität M sammen 02 | 2016

aktuelletechnik.ch

Ist bei Schneider Electric IoT in der eigenen Produktion bereits umgesetzt? Natürlich wollen wir die Vorteile des Internet of hings a ch f r ns selbst n t en Hier sind wir gut unterwegs. Schon seit Jahren set en ir o fähige A tomationsl s ngen weltweit in unseren eigenen Werken wie auch bei Kunden ein. Ein beeindruckendes Beispiel aus unserem Haus ist das Machine Solution Headquarter im deutschen Marktheidenfeld, das vor drei Jahren neu gebaut wurde. Dort haben wir mit eigenen Lösungen Energiemanagement, Industrieautomation, Gebäudeautomation, Rechenzentrum und Sicherheitsmanagement intelligent vernetzt und auf eine Plattform gebracht. Prozess-, Produktions- und Verbrauchsdaten können so gemessen, miteinander korreliert und permanent optimiert werden. Daten werden so zu wertvollen Informationen und ermöglichen bessere Geschäftsentscheide. Das nennen wir Operational Intelligence. Das Ergebnis in Marktheidenfeld ist eine hoch effi iente Ent ickl ngs n ertig ngsanlage, welche die Mehrwerte unserer Lösungen überzeugend demonstriert. Welche Erwartungen haben Sie an die Schweiz? Dass die Schweiz ihre Führungsrolle als Innovationsleader weiterhin wahrnimmt und dass Unternehmer und Entscheider in die Zukunftsfähigkeit des Standortes Schweiz investieren. «Industrie 4.0» bzw. das industrielle Internet der Dinge wird für den Erfolg zentral sein. Mein Wunsch ist, dass Schweizer Kunden uns als den richtigen Partner sehen, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Die ideale Verkabelung für die Automatisierungstechnik.

EL B I X FLE AREND SP BAR T I E Z CK E T S

Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

Über Schneider Electric Schneider Electric ist ein weltweit tätiger Spezialist in Energiemanagement und Automation und hat 2014 einen Umsatz von 25 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rund 170 000 Mitarbeitende unterstützen Kunden in über hundert Ländern dabei, ihre Energie und Prozesse sicher, zuverlässig, effi ient n nachhaltig n t en Schneider Electric zählt mit der Zugehörigkeit zum Dow Jones Sustainability Index World zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt n liegt a f ang 9 er Global o 100 Most Sustainable Companies. Zur Schneider-Electric-Gruppe in der Schweiz gehören die Unternehmen Schneider Electric (Schweiz) AG und eller AG so ie ie echnologie Marken APC und Gutor Electronic. Schneider Electric Schweiz beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeitende und wird von CEO und Country President Dr. Matthias Bölke geführt.

Die Automatisierungstechnik mit all ihren Möglichkeiten schreitet unaufhaltsam voran. Mit dem saris®-Steckverbindersystem erweitert Wieland Electric ihr Produktportfolio um einen wichtigen Baustein dieser Technik. saris® ist mit seinen standardisierten Komponenten zur Verkabelung kleiner Funktionseinheiten ebenso geeignet, wie für die Installation kompletter Anlagen. Als dezentrale Feldinstallation zwischen SPS und Sensoren/ Aktoren ist das saris®-Programm die ideale Lösung. Insbesondere in der Automatisierungstechnik, dem Maschinenbau, der Verpackungsindustrie sowie im Bereich Lager und Logistik. Hier erfahren Sie mehr: www.wieland-electric.ch info.swiss@wieland-electric.com Tel. 052 235 21 00

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AUTOMATION MARKTÜBERSICHT

AIP Wild AG, www.aip-wild.ch Algra AG, www.algra.ch Altrac AG, www.altrac.ch AWAG Elektrotechnik AG, www.awag.ch B & R Industrie-Automation AG, www.br-automation.com Bachmann Engineering AG, www.bachmann-ag.com Bachofen AG, www.bachofen.ch Balluff Sensortechnik AG, www.balluff.com Beckhoff Automation AG, www.beckhoff.ch Beijer Electronics GmbH & Co. KG, www.beijerelectronics.com Bibus AG, www.bibus.ch Conrad Electronic AG, www.conrad.ch Distrelec, Bereich der Dätwyler Schweiz AG, www.distrelec.ch Eaton Industries II GmbH, www.eaton.ch EHS Elektrotechnik AG, www.ehs.ch Elektromotorenwerk Brienz AG, www.emwb.ch EME AG, www.eme.ch FANUC Switzerland GmbH, www.fanuc.eu FAULHABER MINIMOTOR SA, www.faulhaber.com gateweb GmbH, www.gateweb.net Harting AG, www.harting.ch HMS Industrial Networks GmbH, www.hms-networks.de ifm electronic ag, www.ifm.com/ch KUKA Roboter Schweiz AG, www.kuka.ch Leuze electronic AG, www.leuze.ch Lütze AG, www.luetze.com Mattle Industrieprodukte AG, www.mattle-ag.ch Murrelektronik AG, www.murrelektronik.ch Num AG, www.num.com Omni Ray AG, www.omniray.ch Panasonic Electric Works, www.panasonic-electric-works.ch Parkem AG, www.parkem.ch Pepperl + Fuchs AG, www.pepperl-fuchs.ch Phoenix Contact AG, www.phoenixcontact.ch Pilz Industrieelektronik GmbH, www.pilz.ch Reichle+De Massari AG, www.rdm.ch Relmatic AG, www.relmatic.ch RS Components GmbH, www.rsonline.ch Schneider Electric (Schweiz) AG, www.schneider-electric.ch Sick AG, www.sick.ch Siemens Schweiz AG, www.siemens.ch SIGMATEK Schweiz AG, www.sigmatek.ch Spälti AG, www.spaelti-ag.ch Spectra (Schweiz) AG, www.spectra.ch SSV Software Systems GmbH, www.ssv-emedded.de Stamm Industrieprodukte AG, www.stamm-industrieprodukte.ch StandexMeder Electronics GmbH, www.meder.com | www.standexelectronics.com Trelco AG, www.trelco.ch Wago Contact SA, www.wago.com Weidmüller Schweiz AG, www.weidmueller.ch Westermo Data Communications GmbH, www.westermo.ch Wieland Electric AG, www.wieland-electric.com

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Konfigurierbare Steuerungssysteme

Überwachungsrelais und -geräte

Leitungsüberwachung

Trittmatten

Laser Scanner

Sicherer Kamerasysteme

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Lichtschranken bzw. -vorhänge

Schutztürsystem

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Magnetcodierte Sensoren

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Positionsschalter und Näherungsschalter

Sichere Automation

Sichere Steuerungstechnik

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Sicherheitsunterweisende Dokumentation

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Produkttools

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Software

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Drehzahlüberwachung

Motoren

Motion Control Steuerungssysteme

Bedienpanels

Akustische und optische Signalgeräte

Zweihand-Sicherheitssysteme

Seilzug-Notschalter

Not-Aus-Taster und -Schalter

Servoverstärker

Sichere Antriebstechnik

Bedienen/Melden

Sicherheits-Fussschalter

Industrial Ethernet

Sicherheits Netzwerke

Feldbus-Systeme

E/A-Systeme

Modulare Steuerungssysteme

Programmierbare Steuerungssysteme

Sichere Steuerungstechnik

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INDUSTRIE-INFORMATIK AUTOMATION SWISST.NET XXX

electronic packaging electronic packaging news Offizielles Bulletin der swissT.net Sektion «electronic packaging»

www.swisst.net

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion «electronic packaging»

Carl Geisser AG 8500 Frauenfeld carlgeisser.ch

Dietrich + Blum AG 8304 Wallisellen dietrichundblum.ch

electronic packaging

Individuelle Kunststoffgehäuse ohne Werkzeugkosten Mit der Shapebox 22 bietet Elma Electronic individuelle Kunststoffgehäuse für die Verpackung von Elektronik an. Eine werkzeugfreie Methode ermöglicht es, kostenintensive Formwerkzeuge zu vermeiden und eine schnelle Herstellung von Prototypen und Serien zu gewährleisten.

Elcase AG 8460 Marthalen elcase.ch

Elma Electronic AG 8620 Wetzikon elma.com

Hager AG 6020 Emmenbrücke hager.ch

Phoenix Mecano Komponenten AG 8260 Stein am Rhein phoenix-mecano.com

Trenew Electronic AG 8630 Rüti trenew.ch

Kommunikationsausschuss der swissT.net-Sektion 14 «electronic packaging» Präsident: Christian Schiess, Elma Electronic AG Vorstand: Bruno Senn, Carl Geisser AG

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ie Produktlebenszyklen werden kürzer, die Anforderungen an die Individualität und das Design von Gehäusen steigen. Dank innovativem Fertigungsverfahren wird das Kunststoffgehäuse Shapebox 22 diesen Anforderungen gerecht. Es lässt sich vollständig individuell in Form, Farbkombination, Beschriftung und Komponentenintegration gestalten, ohne dabei Formkosten zu verursachen. Massgeschneiderte Gehäuse sind somit auch in kleinen und mittleren Stückzahlen erhältlich. Mit dieser werkzeugfreien Methode können nicht nur persönliche Design-Anforderungen umgesetzt werden, auch nachträgliche Anpassungen sind meist ohne grossen Kostenaufwand möglich. Die innovative Fertigungstechnologie von Shapebox 22 basiert auf einer speziellen Nut-und-Feder-Verbindung, mit welcher sich die einzelnen Gehäuseteile und ganze Baugruppen zusammenfügen lassen. Nachdem das Gehäuse im CAD konstruiert ist, werden die Einzelteile aus Kunststoffplatten unterschiedlicher Stärken gefräst. Bei der Weiterverarbeitung erhalten die Teile gegebenenfalls eine Kantenbearbeitung, werden mit spezieller Biegetechnik in die richtige Form gebracht und kalt verschweisst. Während des gesamten Herstellungsablaufs kommen keine

Beispiele k n ens e ifischer Umsetzungen der Shapebox 22.

massgeschneiderten Werkzeuge zum Einsatz, was eine enorme Flexibilität mit sich bringt. Bereits ab kleineren und mittleren Stückzahlen lohnt sich dieses Fertigungsverfahren. Die Prototypen sind schnell verfügbar, und zeitnahe Serienstarts sind möglich – alles zu geringen Initialkosten. Nach Erstbemusterung kann umgehend mit der Serienfertigung begonnen werden. Die Anwendungsbereiche des Kunststoffgehäuses Shapebox 22 sind so vielfältig wie ihre Gestaltungsmöglichkeiten: Tisch- und Wandgehäuse, Labor- und Steuerungsgehäuse, Monitorgehäuse, Bedienpulte und vieles mehr. Zusätzlich zu funktioneller Vielfalt, EMV-Schutz und Integration von Folientastaturen lässt die Shapebox 22 viel Freiraum, um visuell ansprechende Gehäuse herzustellen. Das Endprodukt hebt sich optisch und haptisch von der Masse ab. Hierfür stehen zum einen Kunststoffmaterialien in vielen Farben und Stärken sowie unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten r Verf g ng Zum anderen können individuelle Motive n firmeneigenes ran ing mit assen er e r ck ng Logo, e t n Grafik e akt a f Kundenwunsch umgesetzt werden. Elma Electronic AG, www.elma.com

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AUTOMATION

ERNEUERBARE ENERGIEN

Digitale Windfarmen lernen für die Zukunft Mit einer digitalen Infrastruktur verspricht sich ein amerikanisches Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil im Bereich der Windenergie. Anlagen werden zu digitalen Farmen, die lernen und in Echtzeit optimiert werden.

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© GE

AUTORIN: SABINE VOITH

ie digitalen Windfarmen begannen als Projekt eines amerikanischen Unternehmens. Sie bedienen sich des «Industrial Internet», auch des «Internets der Dinge» oder der «Industrie 4.0». Eine Vernetzung von Hardware und Software soll helfen, ie elt eit effi ientesten in arks zu bauen. Sensoren, Datennetzwerke und Anal tik sollen en S it en irk ngsgra on Turbinen um 20 Prozent bei der jährlichen Energie ro ktion erh hen

Der digitale Zwilling Das Unternehmen sieht sich als Vorreiter der Informatisierung der Windenergietechnik. Dies beginnt bereits vor der Produktion. Für jede Turbine wird ein «digitaler Zwilling» erstellt, der die reale Turbine virtuell abbildet. nsgesamt k nnen so ie onfig rationen von bis zu 20 verschiedenen Turbinen modelliert werden. Zusätzlich wird jede Turbine mit einem leistungsfähigen Netzwerk verbunden, um den etrieb in Echt eit ber achen n orrekt ren or nehmen So soll ie Effi ien gesteigert und sollen die Produktionskosten gesenkt er en Es k nnen rbinen nterschiedlicher Hersteller integriert werden. Jede reale Turbine enthält Sensoren, die ebenfalls mit em igitalen illing geko elt sind. Die Sensordaten werden in Echtzeit von

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einer Software analysiert und geben dem Betreiber eine Übersicht über die Turbinen oder ganze Parks. Die Daten enthalten Informationen ber em erat r, ehla sricht ng der Turbine oder Vibrationen.

Jede Turbine hat einen digitalen Zwilling, mit dem sie Daten austauscht.

Alle Daten in einem System Alle aten er en on einem S stem ges eichert. Es nutzt die Daten, um «dazuzulernen» n m gliche S enarien orher sehen artungskosten sollen so unter anderem minimiert werden. Springer Professional htt s s ringer rofessional e erne erbare energien igitale in farmen lernen f er ie k nft 99

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AUTOMATION TOP-INFO

Neuartige Energiespeicherlösung für jede Grösse

Ein einzelner EcoBlade-Server.

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Kosteneffiziente Energiespeicher sind Teil der Lösung, um Strom aus erneuer­ baren Energiequellen sicher und bedarfsgerecht zu nutzen. EcoBlade von Schneider Electric setzt an diesem Punkt an und eignet sich dank seiner Skalierbarkeit sowohl für den Heimgebrauch wie auch als Grossspeicherlösung. Ein einzelner EcoBlade­Server speichert dabei 5 kWh Strom.

m die Erderwärmung zu begrenzen, gilt es, von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Damit dabei das Potenzial erneuerbarer Energien vollständig ausgeschöpft werden kann, sind neue Formen der Energiespeicherung gefragt. «Wir leben in spannenden Zeiten», sagt Jean-Pascal Tricoire, Chairman & CEO bei Schneider Electric. «Neue Technologien ermöglichen uns, den Weg komplett zu überdenken, wie wir mit Energie mgehen a f eine eit nachhaltigere n effi ientere Art

Flexible Speicherlösung für jede Anwendung Die neue Speicherlösung von Schneider Electric heisst EcoBlade. Dabei handelt es sich um ein skalierbares System zur Energiespeicherung für Haushalte, IT, industrielle oder kommerzielle Umgebungen und für das Stromnetz. Diese Speicherlösung ermöglicht, Energiereserven für Bedarfsspitzen effi ient bereit stellen

Speicherkapazität von 5 kWh pro EcoBlade-Server Eco la e ist ein absol t fle ibles Energies eicher ngss stem a f asis on Lithi m onen Akk s as S stem besteht a s Bladeservern von der Grösse eines 30-Zoll-Flachbildschirms und wiegt weniger als 25 kg. Jeder Bladeserver enthält ein intelligent ernet tes Akk mo l, kann eigenstän ig erwendet werden und speichert die Leistung von 5 kWh. So können z. B. private Solaranlagen-Besitzer ihre per EcoBlade

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gespeicherte Energie für den persönlichen Gebrauch nutzen oder in einem Mikronetz weiterverkaufen.

EcoBlade: Auch geeignet als Grossspeicherlösung Die Bladeserver können auch in Racks verwendet werden, die mit Netzen, Rechenzentren, Gebäuden oder Elektrizitätswerken verbunden sind, die einen deutlich höheren S eicherbe arf haben A f h chster Ebene lassen sich ie Bladeserver in Container integrieren, sodass Leistungen im Multi-MWh-Bereich und ergänzende Energiemanagementservices für das gesamte Netz möglich sind. Das vollständig skalierbare System EcoBlade lässt sich schnell implementieren und ist einfach zu warten. Jeder EcoBladeServer ist in das umfassende Ökosystem der Stromlösungen von Schneider Electric eingebunden und stützt sich in erster Linie a f ie Soft are S ite Str re are, ie a s lo basierten integrierten Ser icemo len besteht Str re are erfasst n er altet etriebs n etter aten A sser em optimiert die Software-Suite die Energieleistung durchgängig bereits ab der Erzeugungsquelle (aus z. B. Solar- oder Windkraftanlagen). Das Resultat: Energiespeicherung und -verbra ch er en kosteneffi ient Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

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AUTOMATION

Oszilloskope Der neue R & S Scope Rider ist das erste tragbare Oszilloskop für den mobilen Einsatz mit der Leistungsfähigkeit eines Laborgeräts. Er vereint in seinem kompakten Format fünf Messgeräte: Laboroszilloskop, Logikanalysator, Protokollanalysator, Datenlogger sowie digitales Multimeter. Durch sein robustes Design ist er perfekt für mobile Installations- und Wartungseinsätze geeignet. Das vollständig isoliert aufgebaute Gerät erfüllt die Messkategorie CAT IV und kann somit Messungen an der Quelle der Niederspannungsinstallation bis 600 V vornehmen. Weitere Highlights dieses Anbieters umfassen das neue Mixed-SignalOszilloskop der Einstiegsklasse R & S HMO1202

mit herausragender Leistung zu einem aussergewöhnlichen Preis. Zudem sind die Oszilloskop-Serien R & S RTM, R & S RTE und R & S RTO samt entsprechendem Zubehör mit einer Reihe Trigger- und Dekodier-Optionen sowie Optionen für Compliance-Tests vertreten. So unterstützt Rohde & Schwarz unterschiedliche Anwenderkreise, etwa in den Bereichen Embedded Design, mobile Kommunikation oder A tomoti e bei er esign Verifikation, nbetriebnahme und Fehlersuche sowie beim Bestehen von Konformitätstests. Roschi Rohde & Schwarz AG www.roschi.rohde-schwarz.ch

Bedienkomfort sichergestellt Mit dem neuen TwinCAT HMI wird ein Paradigmenwechsel im Bereich der HMI-Software eingeläutet: Statt der proprietären Systeme für Engineering und Kommunikation und der Verwendung unter bestimmten Betriebssystemen setzt Beckhoff auf IT-Standards wie Visual Studio für das Engineering, HTML5 für das Design und Websockets und HTTPS für die sichere Kommunikation. Die Bedienoberfläche kann a f e em H ML fähigen ro ser, nabhängig on etriebss stem, A fl s ng o er is la , a sgef hrt werden. Damit hat Beckhoff eine zukunftssichere, offene und performante Lösung für die Welt mit «Industrie 4.0» geschaffen Mit in A HM ebnet eckhoff et t en Weg für die nächste HMI-Generation: TwinCAT integriert das Human Machine Interface direkt in die gewohnte Engineering-Umgebung von Visual Studio. Die Programmier ng entfällt ie onfig ration erfolgt be em ber en grafischen E itor So einfach ie onfig ration, so

anpassungsfähig das Handling: unabhängig von Betriebssystem, Browser und Device agiert diese webbasierte Lösung «responsive» – basierend auf HTML5 und JavaScript. Beckhoff Automation AG www.beckhoff.ch

Vergossene AC/DC Module mit verstärkter E/A Isolation für Anwendungen in der Medizintechnik. IEC 60601-1 Zulassung für 2 × MOPP.

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Smart Panels Smart Panels machen Energiedaten eines Gebäudes in Echtzeit verfügbar und steuerbar. Dazu hat Schneider Electric seine Kommunikationssysteme der Enerlin’X-Serie mit Ethernet-Schnittstellen ausgerüstet. Einer Anbindung von intelligenten Gebäuden ans Smart Grid steht damit nichts mehr im Wege. Ethernet basiert auf einem offenen Kommunikationsstandard, der einfach zu integrieren ist. Dieser Standard erlaubt den Aufbau eines einheitlichen, unternehmensweiten Netzwerks für die Verwaltung von Energiedaten – sowohl über ein Webprotokoll als auch über Modbus/TCP. Enerlin’X erfasst Zustandsdaten von Leistungsschaltern und Aktoren sowie von elektrischen Messgrössen und Zählern. Dadurch verbindet es diese Daten einfach und zuverlässig mit lokalen Displays und Experten-Webportalen. «Verteilte Energiedaten waren bisher ein echtes Problem, weil sie eine Abbildung des Gebäude-Strombedarfs in Echtzeit verhindern», sagt Francisco Alvarez, Vice President ITB & Partner Projects bei Schneider Electric Schweiz. «Deshalb sind Schaltanlagen mit P Anschl ss ein Schl sselfaktor f r ein effi ientes Energiemanagement und die Einbindung ins Smart Grid. Mit einem Energiemanagement, basierend auf Ethernet, hat das Management Zugriff auf den Energieverbrauch von Gebäuden – und zwar in Echtzeit. Das gibt ihm die Chance, Stromfresser rechtzeitig i entifi ieren n beseitigen

Informationen in Echtzeit Die Basis von «Industrie 4.0» ist die Verfügbarkeit aller relevanten Informationen in Echtzeit sowie die Fähigkeit, aus den Daten den zu jedem Zeitpunkt optimalen Wertschöpf ngsfl ss ab leiten as gelingt n r rch ie Vernet ng aller beteiligten nstan en all ff Sensorik n entifikationssysteme erfassen die relevanten Daten und sichern die nahtlose Kommunikation in übergeordnete Systeme wie Steuerungen oder Clouds. Balluff ist mit seinen Produkten und Lösungen Kern und Schrittmacher der «Industrie 4.0»-Entwicklung und -Implementierung. Eine wichtige Schnittstelle für die intelligente Kommunikation im Sinne von «Industrie 4.0» ist der neue feldbusneutrale Kommunikationsstandard IO-Link, dessen Entwicklung Balluff seit Jahren konsequent vorantreibt. Er lässt sich so einfach wie USB beim Computer nutzen, vereinfacht die Installation einer Anlage, spart Kosten und ermöglicht erstmalig intelligente Diagnose- und Parametrierungskonzepte bis auf Feldbusebene. Balluff Sensortechnik AG www.balluff.com

Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

Ethernet-Leitungen für die Bewegung

Medizinische Stromversorgungen:

Das Herz Ihrer Anwendung Netzgeräte für den Einsatz unter härtesten Bedingungen! Ob es darum geht, unbeschadet Stürze aus über einem Meter Höhe zu überstehen oder einen möglichst kleinen Ableitstrom zu gewährleisten: Mit FRIWO-Stromversorgungen sind Sie und Ihre Patienten immer auf der sicheren Seite. 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von medizinischen Stromversorgungen und Ladegeräten kombiniert mit modernsten Fertigungs- und Prüfeinrichtungen bilden FRIWOs Basis für den heutigen Erfolg im medizinischen Bereich. Weitere Informationen erhalten Sie bei unserem Partner Novitronic:

Novitronic AG

Thurgauerstrasse 74 CH-8050 Zürich www.novitronic.ch Tel +41 44 306 91 73 energietechnik@novitronic.ch

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Igus hat sein Programm an Ethernet-Leitungen für den Einsatz in Energieketten weiter ausgebaut und bietet nun 27 verschiedene Leitungen in sieben unterschiedlichen Preisklassen an. Mit diesem weltgrössten Portfolio an Ethernet-Leitungen für die Bewegung ermöglicht igus seinen Kunden die richtige Auswahl für jeden Anwendungsfall. Sämtliche Leitungen sind bei igus mit einer 36-monatigen Garantie auf die Haltbarkeit ab Lager und ohne Mindermengen-Zuschlag ab 24 Stunden erhältlich. Durch die steigende Automatisierung in der Produktion steigt auch die Menge der Daten, die zwischen einzelnen Stationen übertragen werden muss. Gleichzeitig herrscht in modernen Fertigungsprozessen immer mehr Bewegung, weshalb auch speziell für diese Zwecke konstruierte Leitungen eingesetzt werden sollten. «Da die Anforderungen an Leitungen sich von Anwendung zu Anwendung unterscheiden, bieten wir ein komplettes Programm an Ethernet-Leitungen speziell für die Bewegung an», erklärt Rainer ssel, Leiter es Geschäftsbereichs chainfle Leit ngen bei ig s «Je nach geforderter mechanischer und elektrischer Performance können Anwender so auf sichere und getestete Leitungen setzen und aus unserem Programm die günstigste Leitung wählen, die bei ihnen mit Sicherheit funktioniert.» Igus Schweiz GmbH www.igus.ch

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AUTOMATION

PC-basierte Steuerungstechnik

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Die PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff lässt sich sowohl in Hard- als auch in Software fein skalieren und damit genau auf die jeweilige Anwendung abstimmen. Für den kostensensitiven, unteren und mittleren Leistungsbereich ist dies durch die Erweiterung der IPC-Einstiegsklasse von Beckhoff um zwei Geräte nun noch effektiver möglich. Neu sind der SchaltschrankPC C6905 und der Panel-PC CP6706 für Intel-AtomTM-MehrkernCPUs mit ein, zwei oder vier Prozessorkernen. Der SchaltschrankPC C6905 und der 7-Zoll-Einbau-Panel-PC CP6706 ergänzen die IPC-Einstiegsklasse um zwei Geräte mit höherer Rechenleistung. Ausgestattet mit einem leistungsfähigen Intel-AtomTMProzessor mit bis zu vier Kernen eignen sie sich insbesondere als kleine und mittlere Maschinensteuerungen, bei denen auch Motion An en ngen o er a f en igere Grafika likationen realisiert werden sollen.

Eine unserer Innovationen. Flexibel.

Beckhoff Automation AG www.beckhoff.ch

RFID Sicherheits-Sensor RSS 260: Kleine Bauform, große Applikationsvielfalt. n Universelle, mehrfach anlernbare oder individuelle Codierung n Erhöhter Manipulationsschutz durch RFID-Technologie n Unterschiedliche Betätigervarianten für typische Anbausituationen n Geeignet für Reihenschaltungen bis PLe / SIL 3 n Optional mit integrierter „AS-Interface Safety at Work“ Schnittstelle

Sicherheit vom Kompetenzführer.

Vibrationsfest für Pressen Die Baureihe MLC 500 baut aussergewöhnlich schlank (29 × 35 mm) und ist zugleich sehr robust aufgrund zurückversetzt geklebter Frontscheiben, verstärkter Seitenwangen n En ka en a s Metall em r en ie ne en ibrationsresistenten en ML V so gestaltet, ass insbesondere die hochwertige Elektronik zusätzlich geschützt ist A sser em hat Le e electronic s e ielle Sch enkhalterungen BT-2SB10-S entwickelt, die in der Lage sind, Vibrationen schon im Vorfel eitestgehen kom ensieren or allem bei langen Licht orhängen t ischer eise länger als 900 mm) mit sehr grossen Schutzfeldern. Kürzere Lichtvorhänge können mit den nun ebenfalls vibrationsgeäm ften rehhalter ngen S sehr einfach n komfortabel an Pressen angebracht und justiert werden. Dank abnehmbarer Drehhalterungszylinder ist ein formschlüssiger Anbau möglich, das heisst, es entsteht kein Totraum, in den unzulässig eingegriffen werden könnte. Bei en E ten e Geräten ieser V en stehen em Anwender ohne PC einstellbare Funkionen wie drei ScanModes sowie die feste und bewegliche Ausblendung zur Verf g ng ies ereinfacht n beschle nigt ie f hr ng er erkst cke n trägt einer effi ienteren Pro ktion bei, da die Bleche im Schutzfeld keine Prozessunterbrechung herbeiführen. Leuze Electronic AG www.leuze.ch

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK ENERGIEEFFIZIENZ

Neue Norm für die nergieeffizienz – Bedeutung und Vorteile Seit der Veröffentlichung der neuen Norm DIN EN 50598-2 ist die ner ieeffi ien in der industriellen Ferti un noch st r er in den Blickpunkt gerückt. Ziel ist ein noch höherer Wirkungsgrad und eine noch grössere Energieeinsparung, die durch die Einführung neuer lassen f r die esamteffi ien bei ntriebsmodulen und ntriebs s stemen erreicht erden soll. BB bietet die om eten und die rodu te die ur e innbrin enden mset un der orm beitra en.

Frequenzumrichter und wird mit den neuen ES Effi ien klassen ES , ES n ES bewertet, wobei S für System steht.

Exakte Berechnung des Wirkungsgrads

N

eue technische Entwicklungen wie das komplette Synchronreluktanzmotor-Frequenzumrichter-Paket von ABB erzielen unerreicht hohe Energie Eins ar ngen Mit ieser effi ienten Antriebstechnologie hielt die Entwicklung bei den IE-Wirkungsgradklassen lange nicht mit – diese galten nur für direkt am Netz betriebene Motoren (DOL). Die Norm DIN EN 50598-2 schliesst nun iese L cke n efiniert ne e E lassen für komplette Antriebsmodule und für Antriebssysteme. Sie gilt für Motoren und Frequenzumrichter in einem Spannungsbereich von 100 bis 1000 V und einem Leistungsbereich von 0,12 bis 1000 kW.

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Complete-Drive-Module Die Norm DIN EN 50598-2 führt den Begriff Complete-Drive-Module (CDM) ein. Damit werden Antriebsmodule bezeichnet, die praktisch einem Frequenzumrichter wie dem ACS580 von ABB entsprechen. CDM haben ie Effi ien klassen E , E n E Aber Acht ng iese ents rechen nicht en Effizienzklassen für Direktstartmotoren.

Power-Drive-System Neu wird auch der Begriff Power-Drive-System (PDS) eingeführt. Beim PDS werden die Gesamtverluste des Antriebssystems berücksichtigt somit ir ie S stemeffi ien efiniert P S ist also ie ombination a s Motor n

DIN EN 50598-2 bietet einen standardisierten Weg zur Bestimmung der Systemverluste durch Messungen oder Berechnungen an standardisierten Betriebspunkten. Die IESEffi ien klasse ber ht a f em ermittelten Systemverlust an einem Betriebspunkt. Die Norm bietet Herstellern, die nur den Motor oder nur den Frequenzumrichter herstellen, mit Referenzmodellen die Möglichkeit, die IES-Werte für ausgewählte Produktkombinationen anzugeben. ABB stellt sowohl Motoren als auch Frequenzumrichter her. Das Unternehmen kann daher die IES-Werte für das gesamte System exakt berechnen und garantieren. Die von ABB angebotenen Herstellererklärungen enthalten verifizierte Antriebssystem-Wirkungsgradwerte für mehrere aus Motor und Frequenzumrichter bestehen e Pakete So lassen sich Effi ien n Amortisierungszeit des Gesamtsystems verlässlich darstellen und berechnen. aktuelletechnik.ch

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Wirkungsgradklassen (IE) des Motors (DOL) EN 60034-30-1

ffizienz rteile des nchr nrelu tanz

t r- a ets

Schon jetzt sind gemessene IES-Wirkungsgrade für das SynchronreluktanzantriebsPaket von ABB verfügbar, die den Anforderungen der Norm DIN EN 50598-2 entsprechen. Die IE-Klassen für Motoren nach Vorgabe der Norm DIN EN 60034-1 basieren auf dem Wirkungsgrad (in %) und werden bei 100 % Geschwindigkeit und 100 % Drehmoment gemessen.

• Über den gesamten Betriebsbereich gemessene Wirkungsgradwerte • Antriebssysteme mit IE4-Synchronreluktanzmotor und Frequenzumrichter von ABB liegen deutlich über dem IES2-Wirkungsgrad H here Effi ien bei eillast als herk mmliche echnologien

ir ungsgrad ennlinie des

Wirkungsgradklassen (IE) des kompletten Antriebsmoduls (CDM) EN 50598-2

ste s

In der Regel sind den Betreibern die Bedingungen für die Prozesse und deren Betriebspunkte bereits bekannt. Mit diesem Prozesswissen und den verbesserten PDSWirkungsgraddaten, welche die neue Norm mit sich bringt, ist es jetzt einfacher, die Effi ien n en Leist ngs erl st be rteilen Beispielsweise können Projekt-Ingenieure bei einer Pumpanwendung durch die Kenntnis der Betriebsbereiche die Verluste im gesamten Pumpensystem (inklusive Antrieb) noch genauer berechnen. Dies entspricht in gewisser Weise einer Pumpenkennlinie, die f r eine konkrete P m ena sr st ng efiniert ist, nur dass es sich nun um die kombinierten Motor-Frequenzumrichterpumpen-Daten handelt. Dieses Verfahren liefert viel genauere Anhaltswerte für den potenziellen Wirkungsgrad des Systems, ohne dass Vermutungen darüber angestellt werden müssen, wie sich verschiedene Komponenten aufeinander auswirken.

er achung und e rting

Wirkungsgradklassen (IES) des Antriebssystems (PDS) EN 50598-2

Die neuen IES-Klassen für Power-Drive-Systeme (PDS) für Motoren, Frequenzumrichter und Hilfssysteme ermöglichen einen standardisierten Weg zur Bestimmung von Systemverlusten über die Messung oder erechn ng an stan ar isierten etriebs nkten ie Effi ien klasse f r PDS basiert auf einem bestimmten Systemverlust an einem Betriebspunkt.

ti ierung

Die heutigen intelligenten Frequenzumrichter spielen eine entscheidende Rolle im PDS. Sie sin in er Lage, en Energie erbra ch zu überwachen, diesen zu optimieren und ein Reporting zu erstellen. Sie gewährleisten, dass ein Minimum an Energie verwendet wird, um den Motor zu betreiben.

- re uenzu richter

it

Der neue Frequenzumrichter ACS580 von ABB ist nicht nur energiesparend, sondern erfüllt auch die Vorgaben der neuen Norm DIN EN 50598-2. Mit IE2 verfügt er über die höchste Effi ien klasse f r M n amit ber en besten Wirkungsgrad. Ausserdem stellt der Frequenzumrichter Daten über Verluste und Wirkungsgrade an verschiedenen Betriebspunkten zur Verfügung, entsprechend den Anforderungen der Norm DIN EN 50598-2.

lles integriert i Egal, ob sich der Anwender für einen Standard-, Synchronreluktanz- oder Permanentmagnetmotor entscheidet: Im ACS580 sind 02 | 2016

Die IE-Klassen für Complete-Drive-Module (CDM) und für Frequenzumrichter basieren auf den Verlusten des Antriebs (in % in W) und werden mit 90 % der Frequenz und 100 % des Stroms angesteuert.

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alle wichtigen Software- und HardwareFunktionen bereits integriert. So garantiert m eis iel as ool r Energie O timier ng ein maximales Drehmoment pro Ampere, sowohl bei skalarer als auch bei vektorieller Regelung. Dadurch wird der Stromverbrauch reduziert, und es lässt sich eine zusätzliche Energieeins ar ng on bis bei eillasten erzielen. Auch präzise Berichte über den stündlichen und täglichen Energieverbrauch sowie die entsprechenden Übersichten lassen sich schnell und einfach erstellen. Wurden für Finanz- und Umweltprüfungen bisher ie aten es OL Strom erbra chs als Kenngrössen verwendet, kann der Frequenzumrichter jetzt die Kosteneinsparungen n ie Senk ng es O A sstosses berechnen.

Die

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it

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ABB ist einer der grössten Hersteller von Motoren und Frequenzumrichtern und damit

auch von Antriebssystemen. Das Unternehmen unterstützt den Systemansatz der Norm DIN EN 50598-2 zur Ermittlung und Überr f ng er Effi ien eines Antriebss stems Diese scheint auf den ersten Blick kompliziert. ABB hilft ihren Kunden dabei, die Bedeutung er Gesamteffi ien erstehen n ompetenz in der Anwendung der neuen Norm zu erlangen. Bei korrekter Umsetzung unterstützt DIN EN 50598-2 industrielle Nutzer n OEM abei, en irk ngsgra kom letter Systeme und nicht nur einzelner Komponenten zu verbessern. Dies hilft bei der Klassifi ier ng n erichterstatt ng im ahmen einer O timier ng er Geschäftsablä fe ie neue Norm ist zudem eine Hilfe bei der Priorisierung von Investitionen in die Energieeinsparung, um den Return on Investment O erbessern ABB Schweiz AG, Industrieautomation www.abb.ch/industrieautomation

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK TOP-INFO

Flexible und zuverlässige Verbrennungsanalyse

ie fle ible istler Signal on itioning Plattform S P lässt sich mit erschie enen Messmo len f r s e ifische Verbrenn ngsanal sen a sr sten und sorgt für präzise Ergebnisse in mobilen oder Prüfstandsanwendungen.

Mit einer neuen, verbesserten Signal-Conditioning-Plattform (SCP) sorgt Kistler für maximale Prozesssicherheit und die Früherkennung von betriebskritischen Zuständen bei der Motorenindizierung am Prüfstand und auf der Teststrecke.

K

istler ist seit über 50 Jahren mit innovativen Lösungen für die hoch präzise Verbrennungsanalyse führend im globalen Markt vertreten. Die neue Kistler SCP ermöglicht dank Ethernet-Schnittstelle und neuen benutzerfreundlichen Bedienfunktionalitäten eine entrale S stemkonfig ration n sorgt so f r hohe Flexibilität bei der Verbrennungsanalyse.

Flexibles System mit zentraler Steuerung Die netzwerkfähige Kistler SCP kann je nach Messaufgabe mit a likationss e ifischen Messmo len best ckt er en abei ermöglicht die neue Plattform eine virtuelle Verknüpfung der Systeme, sodass mehrere SCPs zentral von einem PC aus gesteuert werden können. Thomas Kley, Kistler-Produktmanager im Bereich Motoren Forschung & Entwicklung, unterstreicht die hohe Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit des neu eingeführten Produkts: «Mit zahlreichen benutzerfreundlichen Funktionen positioniert sich die neue SCP als attraktives Verbrennungsanalysesystem am Markt.»

Intuitives GUI zur schnellen Datenverarbeitung ie grafische en t eroberfläche GU er S P liefert einen berblick ber Schl ssel aten ie Messmo lkonfig rationen, Sensor aten und Betriebsdauer. Benötigte Anpassungen lassen sich ganz einfach an einem einzigen Bildschirm ausführen. Eine Export-Funktion wandelt die Daten in unterschiedliche Formate zum Dokumentieren aller Messeinstellungen um. Per Mausklick lassen sich ZylinderspitzendruckHistogramme für jeden Sensor erstellen, sodass Anwender sofort die Sensorbelast ng so ie et aige Unregelmässigkeiten erkennen k nnen

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ie grafische en t eroberfläche er istler S P liefert einen berblick ber Schl ssel aten ie Messmo lkonfig rationen, Sensordaten und Betriebsdauer.

Echtzeitüberwachung zur Früherkennung von betriebskritischen Zuständen Eine CAN-Bus-Schnittstelle ermöglicht die digitale Erfassung und Echtzeitüberwachung von Zylinderspitzendrücken sowie die Messung der Betriebstemperatur von piezoresistiven Niederdrucksensoren. Damit erkennen Anwender frühzeitig, wenn Motor oder System geschädigt werden könnten, um sofort die nötigen Massnahmen zu ergreifen.

Kistler-PiezoSmart®-Sensoren für maximale Prozesssicherheit PiezoSmart® gewährleistet eine korrekte Zuordnung der Sensordaten und erhöht so nachweislich Prozesssicherheit und Datenqualität. Fehler durch manuelles Datenhandling können ausgeschlossen werden, der Aufwand für Aufbau und Vorbereitung der Messung wird minimiert. Der Einsatz des bestehenden Sensorportfolios kann so historisch überwacht und beurteilt werden. Die neue Kistler SCP ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich: Slots o er anäle ist a f ie Motorenin i ier ng am Prüfstand ausgerichtet, während sich die SCP Slim Typ 2853B Slots o er 4 anäle so ohl f r mobile ie a ch f r Pr fstan san en ngen eignet estehen e S Ps istler A k nnen einfach mit en U gra e its n nachgerüstet werden. Kistler Instrumente AG, www.kistler.com

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK CH(D)-1074-CF-Garantie 90x130M2_CH(D)-1074-CF-Garantie 90x130M 20.01

Motorsteuerketten-Kits als «Kettenreaktion» Mit dem ständig wachsenden Anteil von Fahrzeugen mit moderner Steuerketten-Technologie1 erhöht sich auch die Nachfrage nach Reparatursätzen dafür. Deshalb hat SKF ihr Sortiment an Reparatur-Sets für Steuer- und Nebentriebe von Motoren um 26 Steuerketten-Kits (VKML) in den gängigen europäischen und asiatischen Pkw erweitert: Seit Anfang dieses Jahres steht damit ein umfassendes Angebot für Steuerkettensysteme in Bezug auf Umfang und Inhalt zur Verfügung. Das Portfolio umfasst nun rund 160 Motoren bzw. über 150 Modelle von 23 Fahrzeug-Herstellern (siehe Übersicht). Im Laufe des ersten Halbjahres werden noch weitere Reparatursätze, Werkzeuge, Dichtmassen und hilfreiche technische Informationen hinzukommen, um den Handels- und Werkstattpartnern letztlich ein komplett «rundes» Programm anbieten zu können. Alle Steuerketten-Kits beinhalten (wie bei SKF üblich) wieder sämtliche Teile und Hilfsmittel, die – abhängig vom jeweiligen Motor – für den fachgerechten, effi ienten n effekti en A sta sch erforderlich sind: Neben der Steuerkette sind das auch Kettenräder, Gleit- bzw. Spannschienen, Kettenspanner, Kleinteile und natürlich auch eine Montage-Anleitung. SKF (Schweiz) AG www.skf.ch

3 Jahre Garantie auf alle chainflex Leitungen ®

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Einzigartige Garantie für alle igus Leitungen: 36 Monate bzw. 10 Millionen Doppelhübe (5 Millionen bei chainflex M). Planbare Sicherheit durch das mit 1.750 m grösste Testlabor für bewegte Leitungen, über 700 parallel laufende Test pro Jahr mit 2 Milliarden Hüben. Diese motion plastics News finden Sie unter igus.ch/Garantie ®

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Cabinet-Umrichter Bei den 400-Volt-Versionen des Sinamics-G120P-Cabinet-Umrichters bietet Siemens eine Leistungserweiterung auf 560 Kilowatt. Die integrierten Spezialfunktionen für Pumpen-, Lüfter- und Kompressoren-(PLK-)Anwendungen, wie zum Beispiel PumpenKaskadierung, Mehrzonenregelung, Entrauchungsmodus sowie die vollständige Einbindung in das TIA-Portal (Totally Integrated Automation), reduzieren die Engineering-Zeit um bis zu 30 Prozent. Das anschlussfertige Schrankgerät verfügt über ein breites Optionsspektrum, aus dem der Kunde einfach per Katalog auswählen kann. Angeboten werden alle gängigen Filteroptionen, mechanische Optionen und Schutzartenerhöhungen. Die Dokumentation ist in mehreren Sprachen möglich, und die Schränke werden anschlussfertig auf Palette geliefert. Durch das robuste Design ist der Umrichter auch für den Einsatz in rauen Industrie-Umgebungen geeignet. Die neue Gerätereihe verfügt über einen nach dem neuen e ro äischen Energie Effi ien Stan ar E 9 a sge iesenen sehr hohen irk ngsgra on ber 9 Pro ent n ist aher sparsam im Energieverbrauch. Hieraus ergeben sich deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten und a ch eine Verbesser ng er O ilan e nach Betriebsart werden vielfältige Energieverbrauchsoptimierungen angeboten, zum Beispiel eine dedizierte Absenkung des magnetischen Flusses im angetriebenen Elektromotor, optimierte Ausgangspulse oder ein sparsamer Stand-by-Betrieb. Viele dieser Optimierungen vermindern zudem den Anlagenverschleiss. Siemens Schweiz AG www.siemens.ch

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INDUSTRIE-INFORMATIK TOP-INFO

Neue Engineering-Software

V

Die neue integrierte Engineering-Software e!COCKPIT unterstützt den gesamten Entwicklungsprozess der WAGO-Automatisierungskomponenten. Vom Software-Design bis zum Maschinenbetrieb.

om I/O-Modul bis zum Netzwerk lassen sich selbst komle e o ologien be em n effi ient han haben er Funktionsumfang von e!COCKPIT umfasst die Projektierung, onfig ration n Parametrier ng so ie ie Programmier ng on A likationen gemäss E

ieser Ansat erm glicht einen schnellen Einstieg n ro kti eres Arbeiten so ohl f r en Soft are ngenie r als a ch f r en Elek triker Mit em ontroller P n em AGO O S stem haben Anwender die Möglichkeit, ihre Automatisierung nun noch giger n kosteneffi ienter realisieren n betreiben

Weitere Funktionen

Das WAGO-I/O-System 750

reichen bis zum Entwurf moderner Visualisierungen und der zielgerichteten nbetriebnahme rchgängige atenhalt ng so ie ein einheitliches Erscheinungsbild tragen dazu bei, die Projektkompleität han habbar machen n ehler schnell i entifi ieren

as AGO O S stem trägt mit seinem feinmo laren n fel b s nabhängigen esign en Anfor er ngen an e entrale el b ss steme beson ers echn ng er mo lare Gr n ge anke fin et sich a ch in er Unterst t ng ahlreicher el b sko ler n el b skontroller SPS ie er Je nach Anwendungsfall kann zwischen Feldbuskopplern und Feldb scontrollern a sge ählt er en nsgesamt mehr als 4 erschie ene Mo le machen as AGO O S stem einer skalierbaren Lösung mit hoher Integrationsdichte und einem sehr guten PreisLeist ngs Verhältnis

Bekanntes neu erleben er etablierte n striestan ar o es s bil et ie Plattform on e O P An en er rofitieren a on, ass sie sich schnell rechtfin en n bereits erarbeitete Ste er ngs Soft are ie er er en en k nnen ekannte nteraktionsmechanismen fin en amit in er A tomation eine ne e An en ng So bietet m eis iel die kontextsensitive Menüführung nur jene Funktionen an, die im e eiligen Arbeitsschritt rele ant sin

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WAGO Contact SA ago com ecock it

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INDUSTRIE-INFORMATIK

Powerhaus für Industrie und Büro Das neueste Produkt von IPC-Markt GmbH ist der lüfterlose BOX-PC mit Intel-Prozessoren Broadwell Core i7 (5. Generation). Die TDP des Geräts beträgt nur 15 Watt, die mit einer eigens entwickelten Heatpipe/Kühlerlösung aus dem Gerät abgeführt wird. Damit ist BOX PC völlig lüfter- und geräuschlos, passiv gekühlt und daher für 24/7-Dauerbetrieb auch in Büroumgebungen geeignet. Der nur 225 × 180 × 50 mm messende kompakte PC kann sowohl mit einem Tischfuss auf dem Schreibtisch oder mit VESA-Halterung direkt hinter dem Monitor montiert werden. Neben 4 MB Cache wird das Gerät mit max. 16 GB ausgestattet. Die Grafik bietet den Intel-Grafik-Chipsatz 5500 und hat 2 HDMI-Anschlüsse zur gleichzeitigen Ansteuerung von 2 Monitoren. Als Schnittstellen zur Aussenwelt gibt es 2 × GB-LAN, 6 × USB 2.0 und 3.0, 2 × RS232 und eine WLAN-Schnittstelle. Intern hat der BOX-PC zwei Mini-PCIe-Ports für eine mSATASchnittstelle, einen Mini-PCIe-Port für WiFi und eine Externspeicherschnittstelle für eine SATA-SSD sowie einen SD-Card Reader Slot. Im Industrie-Betrieb kann das Gerät mit einer Hutschienen- oder mit einer Wandhalterung montiert werden. Dort stehen eine 12–24-VDC- oder eine 220-VAC-Stromversorgung zur Verfügung. Inducom GmbH www.inducom.ch

Interaktive Kommunikationsplattform

600W Conduction-Cooled 1800W Configurable Cost-Effective

Stromversorgungen für die Industrie und den medizinischen Bereich Die Verbindung von Design- und Produktions- Know-how einer der größten Stromversorgungshersteller der Welt mit der Fachkompetenz und der Flexibilität von regionalen Netzteilspezialisten.

ALTRAC AG | Bahnhofstrasse 3 | CH-5436 Würenlos T +41 (0) 44 744 61 11 | F +41 (0) 44 744 61 61 www.altrac.ch | info@altrac.ch

DC12

Sicherheit für Schutzklasse II

Fertigungsrelevante Informationen abzurufen, auszudrucken und an einem Clipboard auszuhängen, ist umständlich. Zudem sind die ausgedruckten Daten oftmals bereits veraltet. Mit dem ActiveCockpit hat Rexroth ein neues Produktionsinformationssystem entwickelt, das alle relevanten Daten erfasst, dynamisch aktualisiert und in Echtzeit an der Linie anschaulich darstellt. Als Bindeglied zwischen Fertigung und Unternehmens-IT ermöglicht die Software schon jetzt die vernetzte Montage gemäss «Industrie 4.0» und bietet mit der Transparenz eine wichtige Voraussetzung für eine höhere Produktivität in der Fertigung. Die Software bereitet die Kennzahlen anschaulich auf und stellt sie in Echtzeit beispielsweise auf einem grossen Touchscreen oder einem Tablet allen Beteiligten interaktiv vor Ort zur Verfügung. Das ActiveCockpit verfügt unter anderem über Moderations-, Eskalations- und Whiteboard-Funktionen mit or efinierten i gets, a ierlose omm nikation sowie Interaktivität. Bosch Rexroth Schweiz AG www.boschrexroth.ch

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schurter.com/emv_news

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KOMPONENTEN / HALBLEITER

power news

SWISST.NET

www.swisst.net

Offizielles Bulletin der swissT.net Sektion «Industrielle Stromversorgungen»

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion «Industrielle Stromversorgungen» Altrac AG 8953 Dietikon altrac.ch

EHS Elektrotechnik AG 8604 Volketswil ehs.ch

ESE Elektronik AG 5608 Stetten ese.ch

Stromversorgung – kaufen oder selbst entwickeln? Der Weg von der Idee bis zum marktreifen Produkt ist anspruchsvoll – und oft stellt sich die Frage nach einer geeigneten Stromversorgung eigentlich zu spät. In den letzten Jahren haben sich die Kriterien und die Normen stark geändert. Welche Aspekte sind zu berücksichtigen? Netzteile in den verschiedenen Formaten von 3"× 5" bis 550 W, 2"× 4" bis 225 W, 2"× 3" bis 120 W.

Exista AG 8320 Fehraltorf exista.ch

Fabrimex AG 8608 Bubikon fabrimex.ch

HY-LINE AG 8247 Flurlingen hy-line.ch

Phoenix Contact AG 8317 Tagelswangen phoenixcontact.com

Simpex Electronic AG 8622 Wetzikon simpex.ch

TDK-Lambda Germany GmbH D-77855 Achern tdk-lambda.ch

Traco Electronic AG 6340 Baar tracopower.com

Trenew Electronic AG 8630 Rüti trenew.ch

Kommunikationsausschuss der swissT.net-Sektion 17 «Industrielle Stromversorgungen» Präsident: Thomas Fischer, Simpex Electronic AG Vorstand: Roger Weber, Exista AG Vorstand: Daniel Kälin, Trenew Electronic AG

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I

m Vorfeld sollte abgeklärt werden, welche Normen verwendet werden müssen. m eiten Schritt m ss as Pflichtenheft erstellt werden, wobei die wichtigsten Parameter wie Leistung, benötigte Spannungen, imensionen n a form efiniert er en müssen. Im Weiteren ist eine wichtige Frage, ob die Verwendung eines Lüfters erlaubt ist. Leider weiss man zu diesem Zeitpunkt oft auch den Leistungsbedarf nicht genau, was später zu Kompromissen beim Wärmemanagement führen kann. Zuwenig Platz und hoher Luftwiderstand durch Printkarten oder Bauteile sind die Folge, die den Luftstrom einschränkt. Besonders bei kompakten Netzteilen ist die Herausforderung an den Wirkungsgrad und an die EMV sehr gross, weil wenig Platz für Filterung vorhanden ist. Da «Time to Market» immer schneller und wichtiger ist, greift man daher mehr und mehr auf Standardlösungen zurück.

Trenew Electronic AG bietet speziell für platzkritische Applikationen die sehr kompakten et teile on EOS mit fle iblen L s ngen von 60 bis 550 Watt für Medizin- und Industrie-Applikationen an: • 225 Watt erreicht man mit dem (M)WLP225 mit den Dimensionen 2" × 4" × 1". • 350 Watt mit dem Form-Faktor von 3" × 5" × 1". • Ein 550-Watt-Gerät mit ebenfalls 3" × 5" kann im Laufe des Jahres 2016 geliefert werden.

le ibel ist man a ch bei icht Stan ar Ausgangsspannungen. Hier wurden bereits im Vorfeld alle Zwischenspannungen zertifi iert, as ie er m osteners arnisse bei er ertifi ier ng es En gerätes be e tet Alle Geräte zeichnen sich auch mit einem Wirkungsgrad von bis zu 93 % aus sowie einer Standby-Leistungsaufnahme unter 0,3 Watt. Im Gegensatz zu vielen namhaften Anbietern können bei EOS auch für kleinere Stückzahlen eitere Mo ifikationen gemacht er en, die auf ihre Last oder Einbausituation angepasst werden können. Trenew Electronic AG bietet auch Lösungen bis 10 kW mit verschiedensten Bauformen an – auch als Gesamtsystem, verpackt mit k n ens e ifischer Mechanik a s eigenem Hause. Trenew Electronic AG www.trenew.ch

Das soeben erschienene weltweit kleinste 120-Watt-Netzteil (M)WLP120 mit den Dimensionen 50 × 76 × 30,1 mm (2" × 3").

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Industrielle Stromversorgung

Neue Effizienzstandards für

externe Netzteile

Ab Februar 2016 müssen für den amerikanischen Markt bestimmte externe Netzteile den Energieeffizienz­Anforderungen nach DOE Level VI entsprechen. ALTRAC AG bietet für dieses Thema eine grosse Auswahl geeigneter Stromversorgungen an.

B

ereits Anfang der 1990er-Jahre waren allein in den USA über eine Milliarde externe Stromversorgungen im Einsatz. Die meisten basierten auf Lineartechnik, obei ihr irk ngsgra hä fig nter Prozent lag. Mit heutigen Technologien schaffen Stromversorgungen Wirkungsgrade über 90 %. echnisch gesehen ist es kein Problem, ber 9 Effi ien er ielen Sch ieriger e och ist, mit em steten osten r ck n Preiszerfall im Elektronikmarkt mithalten zu können eim Pro kt esign kon entrierten sich Entwickler meist auf ihre Kernkompetenzen und sparten das Thema Stromversorgung lange aus. Eine simple Standard-Rundhohlbuchse für den Anschluss eines Netzteils musste bei vielen Applikationen ausreichen, um «irgendwie Strom ins System zu bekommen». Erst seit einigen Jahren beziehen Entwickler die Auswahl der optimalen Stromversorgung erheblich früher in den DesignPro ess ein min est ann, enn as et teil direkt ins Gehäuse integriert werden soll. Doch wie sieht es mit externen Stromversorgungen aus? Gibt es Orientierungshilfen?

Dynamisches regulatorisches Umfeld Seit 4 gibt es er flichten e ichtlinien f r ie Energieeffi ien e terner Strom ersorgungen. Damals legte die kalifornische Energiekommission CEC (California Energy 02 | 2016

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Commission) die weltweit ersten verbindlichen A flagen f r ie Anbieter fest ieser Schritt war eine Reaktion auf die sprunghaft angestiegene Verbreit ng on Pro kten wie Notebooks und Mobiltelefonen, die externe Ladegeräte und Netzteile verwenden. Nach diesem ersten Schritt zum Eindämmen der Stromverschwendung haben Regulierungsbehörden weltweit in schneller Folge strengere Richtlinien erlassen und Standards harmonisiert.

Aktueller Stand und Anforderungen Im Februar 2014 veröffentlichte das USamerikanische Energieministerium (Department of Energy, DOE) den ab 10. Februar g ltigen Energieeffi ien Stan ar Le el VI. Die Richtlinie gilt für Neugeräte, die nach diesem Datum produziert werden. Vorher gefertigte Netzteile dürfen auch danach in den USA verkauft werden. Weltweit andere Regionen werden den US-Behörden voraussichtlich folgen und die strengeren Level-VIVorgaben eher früher als später verbindlich vorschreiben. Die europäische Eco-DesignRichtlinie durchläuft bereits den Revisionsprozess und wird voraussichtlich die meisten Vorgaben des US-Standards übernehmen. ALTRAC AG www.altrac.ch

Energieeffizienz ist ein gutes Geschäft Entdecken Sie die effektivste Art, der ErP-Richtlinie gerecht zu werden – mit IE3-kompatiblen Motorstartern und Drehzahlstartern von Eaton. Eaton.de/moem-ee


KOMPONENTEN / HALBLEITER

BATTERIEN

«Katzengold-Batterie»

Schlüssel zum Erfolg: Pyrit (Katzengold) als Kathodenmaterial.

D

ie Suche nach preisgünstigen Akkus zur Speicherung von Strom ist ein dringendes Geschäft: Immer mehr unregelmässig produzierter Ökostrom bringt das herkömmliche Stromnetz an die Belastungsgrenze. So wächst der Bedarf an stationären Zwischenspeichern, die an das «smart grid» angeschlossen werden können. Auch die Zahl der Elektroautos, die schnell ihre Akkus laden müssen, wird zunehmen. Die bekannten, leistungsfähigen Li-IonenAkkus eignen sich jedoch schlecht als stationäre Zwischenspeicher; dafür sind sie zu teuer, und das wertvolle Lithium ist zu knapp. Eine billige Alternative ist gefragt – ein Akku, der aus preiswerten, massenhaft verfügbaren Zutaten bestehen sollte. Doch Elektrochemie ist eine vertrackte Sache: Nicht alles, was billig ist, gibt einen Akku her.

Sicher, langlebig und günstig

Ionen. Als Kathode dienen Nanokristalle aus P rit lan lä fig bekannt als at engol P rit ist kristallines Eisens lfi , bestehen a s Eisen und Schwefel. Die Natrium-Ionen aus dem Elektrolyten wandern beim Entladen in ie atho e eim ie era fla en gibt P rit die Natrium-Ionen wieder frei. Diese sogenannte Natrium-Magnesium-Hybrid-Batterie funktioniert bereits im Labor und vereint verschiedene Vorteile: Das Magnesium der Anode ist weit sicherer als das leicht brennbare Lithium. Und schon der Versuchsakku im Labor überstand 40 Lade- und Entladezyklen, ohne an Leistungsfähigkeit einzubüssen – ein Ergebnis, das zu einer weiterer Optimierung des Testsystems geradezu einlädt. Der grösste Vorteil ist jedoch, dass alle Zutaten für diese Art Akku in beliebiger Menge und sehr preisgünstig zur Verfügung stehen: Eisensulfid-Nanokristalle lassen sich zum Beispiel herstellen, indem man metallisches Eisen mit Schwefel in herkömmlichen Kugelmühlen trocken vermahlt. Eisen, Magnesium, atri m n Sch efel sin ie hä figsten chemischen Elemente in der Erdkruste. Sie liegen an 4., 6., 7. und 15. Stelle. Ein Kilogramm Magnesium kostet daher weniger als ier ranken n ist amit Mal billiger als Lithium. Auch beim Bau der Billig-Akkus lässt sich sparen: Li-Ionen-Akkus brauchen relativ teure Kupferfolien, um den Strom zu sammeln und abzuleiten. Bei der «Katzengold-Batterie» würde preisgünstige Alufolie genügen.

Potenzial für grosse Netzspeicherbatterien ie orscher sehen in ihrer Ent ickl ng or allem Potenzial für grosse Netzspeicherbatterien. Zwar eignet sich die KatzengoldBatterie nicht für Elektroautos – dafür ist ihre Leistung zu gering. Dort aber, wo es auf Kosten, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit ankommt, ist die Technik im Vorteil. In ihrer vor Kurzem veröffentlichten Publikation im ach o rnal hemistr of Materials schlagen ie Em a orscher atteries eicher mit einer Kapazität von Terawattstunden vor. In einem solchen Akku liesse sich beispielsweise die Jahresproduktion des Schweizer Atomkraftwerks Leibstadt zwischenspeichern. «Noch ist das volle Potenzial der Batterie nicht ausgeschöpft», sagt Maksym Kovalenko, der arallel seiner orsch ng an er Em a als Professor am e artement hemie n an gewandte Biowissenschaften der ETH Zürich lehrt. «Mithilfe weiterentwickelter Elektrolyten lassen sich die elektrische Spannung und die Lebensdauer der Natrium-Magnesium-Hybrid-Zelle mit Sicherheit noch erhöhen.» Er fügt hinzu: «Nun suchen wir nach n estoren, ie nsere orsch ng a f em Weg ins Nach-Lithium-Zeitalter unterstützen und solch zukunftsweisende Technologie auf den Markt bringen wollen.» EMPA, www.empa.ch

Pyrit-Nanokristalle unter dem Elektronenmikroskop: Aus solchen Kristallen besteht die Kathode der «Katzengold-Batterie». © Empa

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on/commons.wikimedia.or g rris

Hochleistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien haben ein Problem: Das Lithium wird irgendwann knapp, weil immer mehr Elektroautos und stationäre Speicherbatterien gebaut werden müssen. Nun haben Forscher der Empa und der ETH Zürich eine Alternative entdeckt: die «Katzengold-Batterie».

Maksym Kovalenko, Marc Walter und ihren ollegen im Labor f r nnfilme n oto voltaik der Empa gelang nun so etwas wie die Quadratur des Kreises: Kovalenkos Team kombiniert eine Magnesium-Anode mit einem Elektrolyten aus Magnesium- und Natrium-

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KOMPONENTEN / HALBLEITER

Miniaturisierung Um der heutzutage geforderten Miniaturisierung und den Energiesparanforderungen für elektronische Endprodukte im Industrie- sowie Steuerungsmarkt gerecht zu werden, entwickelte Mean Well die EPS45S/65S-Serie (45W/65W) mit den Abmessungen von lediglich 3" × 2", nachdem die Vorgängerserie EPS45/65 die Abmessungen 4" × 2" hat. Neben der kleinen Gr n fläche ist ie geringe a h he on 4 mm f r An en ngen mit flacher a form gena das Richtige. Die EPS-Serie ist geeignet für industrielle Elektronikgeräte, elektromechanische Instrumente und für Automationssysteme, die einen tieferen Leerlaufstrom als 0,1 Watt fordern. Simpex Electronic AG www.simpex.ch

IEC-Geräte-Einbausteckdose mit IDC-Anschlüssen 4

ist eine Geräte Einba steck ose mit a form nach E ennstrom beträgt A V A nach E E so ie A V A nach UL SA ies ist ie Er eiter ng f r en h heren Strombereich r Serie mit a form , ie analog bis A VA b A V A einset bar ist 4 bietet Varianten mit Anschlüssen für Drähte mit Leiterquerschnitten von 10 AWG/6,0 mm2 oder 12 AWG/4,0 mm2, was auch die Vorzugsvariante für Typ 6610 ist. ie ne e Variante mit gr sseren erschnitten erm glicht en Einsat im h heren Strombereich er Einba erfolgt rch Schna montage f r Plattendicken von 0,8 bis 3,0 mm. Die Geräte-Einbausteckdosen 4710 n eignen sich r An en ng in Geräten nach E 9 rch ie Anschl sstechnik eignen sie sich s e iell f r Strom erteilleisten (PDU) oder Geräte mit mehreren parallel verbundenen Stromabgängen ie USV Geräte, a rch ie effi iente Ver raht ngstechnik ie Arbeitskosten stark re iert er en k nnen ie Anschl sse k nnen er o er längs en Stecker ffn ngen ge ählt er en f r hori ontale o er vertikale Anordnung der Steckdosen. Die rähte k nnen irekt mit er r ckseitigen Abdeckung oder mit einem Einpresswerkzeug eingepresst werden. Auch sind ombinationen mit Anschl ssen an n E so ie einem L t o er Steckanschluss am Phasenkontakt erhältlich. er

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MESSTECHNIK / SENSORIK ULTRASCHALLSENSOREN

Robuste

Ultraschallwandler für die

Automatisierungstechnik

Bild 1: Piezokeramische Ultraschallwandler für Anwendungen in Luft und anderen Gasen.

U

ltraschall liegt in der Frequenz oberhalb des Hörbereiches des Menschen und bietet zahlreiche Möglichkeiten: So kann man im einfachsten Fall aus dem Echo die Anwesenheit oder aus der Laufzeit die Entfernung eines Objekts bestimmen. Schallsignale können aber noch weitere Informationen enthalten. Sie sind in der Lage, Auskunft über die Beschaffenheit und den Bewegungsstan es reflektieren en Ob ekts o er es rans ortmediums zu geben und Informationsmuster wiederzuerkennen. Mit entsprechendem Aufwand lässt sich Ultraschall auch – wie bei le ermä sen n elfinen r Orientier ng einset en

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Bild 2: In den Ultraschallwandlern werden die piezokeramischen Scheiben mit einer speziellen Anpass-Schicht verklebt, die die effektive Übertragung der Schallenergie an das Medium Luft oder Gas vornimmt.

Sensorik mit breitem Einsatzspektrum Als Spezialist für Ultraschallwandler gilt schon seit vielen Jahren die SECO Sensor Consult GmbH mit Stammsitz in Coburg. Seit 1996 entwickelt und fertigt das Unternehmen piezo-basierte Ultraschallwandler für Anwendungen in Luft und Gasen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden (Bild 1). Je nach Ausführung arbeiten die Wandler mit Frequenzen von 60 bis 600 kHz und erzielen damit

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bei e il er SE O, otografie Christian Hesselbach, Background KG

Ohne Ultraschallsensoren wäre die automatisierte industrielle Produktion von Industriegütern höchster Qualität nicht vorstellbar. Dabei sind stets die Wandler die wichtigsten Komponenten in einem Ultraschallsensor. Sie wandeln als Sender elektrische Signale in Ultraschall und als Empfänger die minimalen Druckschwankungen des Ultraschalls in der Luft in elektrische Signale um. Piezokeramische Scheiben spielen dabei eine Schlüsselrolle.


mic

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Reichweiten von 10 m bis hinunter zu 1 cm, bei hohen Auflösungen im Millimeterbereich und Wiederholraten von weniger als 10 ms. Anwendungen gibt es z.B. in der Automatisierungstechnik, bei Druckmaschinen, in der Verpackungstechnik und vielen anderen Bereichen: Miniaturisierte Impulswandler beispielsweise unterstützen die Analysetechnik in Biochemie und Labormedizin. Zunehmend Bedeutung gewinnen mittlerweile aber auch besonders robuste Ultraschallsensoren für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen, z.B. in Agrartechnik oder Strassenbau. Bei Teermaschinen regelt beispielsweise Ultraschall den Abstand der Teerdecke zu einem gespannten Referenz-Seil. In der Medizintechnik verlässt man sich auf die leistungsfähigen Ultraschallwandler zum Beispiel bei Lungenfunktionsmessungen oder Beatmungsgeräten.

Bild 3: Piezoelemente sind in unterschiedlichen Grössen, Materialien und für unterschiedliche Temperaturbereiche realisierbar. So ist eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung möglich.

Der prinzipielle Aufbau der piezoelektrischen Wandler Die piezoelektrische Ultraschallsensoren bestehen aus einer piezokeramischen Scheibe als elektromechanischem Wandler. Das Erzeugen und Detektieren von Ultraschall ist die klassische Piezo-Anwendung. Bei Krafteinwirkung wird eine elektrische Spannung erzeugt (direkter Piezoeffekt) und unter em Einfl ss eines elektrischen el es erän ern sich ie Abmessungen (inverser Piezoeffekt). Piezoelemente wandeln also mechanische in elektrische Energie um und umgekehrt. Der Piezoeffekt beruht dabei ausschliesslich auf Verschiebungen innerhalb des Kristallgitters des piezoelektrischen Elements. Es gibt daher keine mechanische Reibung oder Verschleiss im klassischen Sinne und die Sensibilität ist hoch. Bereits kleinste Deformationen erzeugen unmittelbar eine messbare Ladungsverschiebung. Umgekehrt bewirkt eine kleine elektrische Spannung eine sofortige Auslenkung. Piezoelemente lassen sich dadurch gleichzeitig als Sensor und Aktor nutzen, können also nicht nur Ultraschall erzeugen, sondern auch detektieren. Die kurzen Ansprechzeiten und die hohe Dynamik dieser Bewegungen kommen der Ultraschallerzeugung natürlich ebenfalls entgegen.

Qualität ist unabdingbar In den Ultraschallwandlern werden die piezokeramischen Scheiben mit einer speziellen Anpass-Schicht verklebt, die effektiv die Schallenergie an das Medium Luft oder Gas überträgt (Bild 2). «Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen,

verwenden wir ausschliesslich unser hauseigenes Anpassmaterial», erläutert Thomas Möckl, geschäftsführender Gesellschafter bei SECO. Es besteht aus einem besonders leichten, mit Glashohlkugeln gefüllten Epoxid, das hinsichtlich seiner ak stischen Eigenschaften sehr gena efiniert ist.» Eine an die Piezokeramik angelötete elektrische Leitung vervollständigt dann diesen funktionsfähigen Elementarschwinger. In der Regel wird er anschliessend noch mit PU Giesshar en in Gehä sen fi iert as ient em mechanischen Schutz, der rückwirkungsfreien Halterung und der elektrischen Abschirmung. Auch die im Wandler eingesetzte Piezokeramik muss hohe Anforderungen erfüllen. Als Schlüsselkomponenten beeinfl ssen sie schliesslich ie alität es an lers n amit auch der Sensoren erheblich. «Von unserem Hauptlieferanten PI Ceramic beziehen wir daher eine speziell auf unsere Bedürfnisse angepasste Piezokeramik», führt Möckl weiter a s Sie erf llt nsere alitätsans r che n lässt sich auch gut an die jeweiligen Anwendungsanforderungen anpassen, denn neben der auf die jeweilige Applikation bezogene Materialauswahl sind unterschiedliche geometrische Varianten und Resonanzfrequenzen realisierbar.» Die Piezos (Bild 3) überzeugen dabei mit sehr geringen Tolerierungen der für die Ultraschallperformance relevanten piezoelektrischen Parameter (Resonanzfrequenz, elektrische a a ität n o l ngskoeffi ienten A sser em haben sie eine sehr hohe Oberflächenreinheit a rch erm glichen sie eine optimale, also feste und gleichzeitig elastische Verklebung mit der Anpass-Schicht. «Die räumliche Nähe zu unserem Lieferanten ist ein weiteres nicht zu unterschätzendes Argument», ergänzt Möckl abschliessend. «Auf Sonderwünsche beispielsweise reagiert PI Ceramic immer sehr schnell n fle ibel ie Pie oelemente haben amit en Sensorhersteller nicht nur in technischer, sondern auch in praktischer Hinsicht überzeugt. SECO Sensor Consult GmbH www.seco-sensor.de

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MESSTECHNIK / SENSORIK

vision news

SWISST.NET

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Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion «Vision Systeme»

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion 46 «Vision Systeme» Bachofen AG 8610 Uster bachofen.ch

BARTEC Engineering + Services AG 6330 Cham bartec.ch

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld baumer.com

Compar AG 8808 Pfäffikon compar.ch

Fabrimex Systems AG 8603 Schwerzenbach fabrimex-systems.ch

Bildverarbeitung zur Japan-Qualität

Mit

Scanware Electronic prüft Tabletten in Blisterverpackungen nach dem Versiegeln mithilfe von leistungsfähigen Bildverarbeitungssystemen. Bis zu sechs wassergekühlte 3CCD-Farbkameras von JAI und die enge Zusammenarbeit mit STEMMER IMAGING waren wesentliche Faktoren für einen optimalen Systemaufbau auf engem Raum.

FUJIFILM (Switzerland) AG

J

8157 Dielsdorf fujifilm.ch

apan-Qualität heisst das Zauberwort für Hersteller pharmazeutischer Produkte. Auf dem japanischen Markt ist das visuelle Erscheinungsbild von Produkten extrem entscheidend, denn noch mehr als in anderen Kulturen verlieren japanische Konsumenten schon bei kleinsten optischen Fehlern das Vertrauen in die Korrektheit der Herstellungsprozesse und in die Gesamtqualität eines Produkts. Medikamente werden so bereits aufgrund kleinster optischer Fehler nahe n erkä flich Somit ir f r ie nach Japan exportierenden Pharmaproduzenten das Aussehen ihrer Produkte zu einem ebenso entscheidenden Kriterium wie deren Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

ID-System AG 2557 Studen idsystems.ch

OMRON Electronics AG 6343 Rotkreuz omron.ch

Pepperl+Fuchs AG 2557 Studen BE pepperl-fuchs.ch

QualiVision AG 8942 Oberrieden qualivision.ch

Sick AG 6370 Stans sick.ch

Stemmer Imaging AG 8808 Pfäffikon SZ stemmer-imaging.ch

Supercomputing Systems AG 8005 Zürich scs.ch

Kommunikationsausschuss der swissT.net-Sektion 46 «Vision Systeme» Präsident: Hans Grossmann, Compar AG Vorstand: Raphael B. Burkard, Omron Electronics AG, Reto Huber, Videal AG

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Mit bis zu sechs nebeneinander angeordneten 3CCD-Kameras vom Typ JAI CV-M9 CL überprüft die Scanware-Anlage die durchlaufenden Blisterbahnen auf Fehler.

Diesem hohen Qualitätsanspruch im Bereich der Füllgut- und Verpackungsmittelkontrolle von pharmazeutischen Produkten stellt sich Scanware Electronic im südhessischen Bickenbach schon seit Jahren. «Als international tätiges mittelständisches Unternehmen entwickeln und produzieren wir bereits seit 1989 Inspektionssysteme für Verpackungsanlagen in der pharmazeutischen Industrie», berichtet Scanware-Geschäftsführer Harald Mätzig. «Schon 1993 brachten wir das erste farbfähige System auf den Markt und entwickelten in den folgenden Jahren verschiedene Prüf- und Kontrollsysteme für alle relevanten Prozessschritte entlang der Verpackungslinie. Mit dem 2003 eingeführten Lynx-Spectra ist auch ein funktionierendes Farbsystem dieser Serie bei zahlreichen Pharmaherstellern im Einsatz.»

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Zunehmend komplexere Anlagen Die Anforderungen an Systeme zur Überprüfung von Tabletten und Blistern steigen seit Jahren stetig. Grund dafür ist nach Mätzigs Worten neben den zunehmenden Produktionsgeschwindigkeiten auch die Tatsache, dass die Marketing-Abteilungen der Pharmahersteller immer wieder neue Ideen bezüglich der Blistergestaltung einbringen, um sich vom Wettbewerb abzusetzen. Die daraus folgenden Anforderungen an die Qualitätskontrolle führten bei Scanware zur kontinuierlichen Entwicklung noch leistungsfähigerer Prüfanlagen und zur Optimierung der dafür eingesetzten Bildverarbeitungssysteme. Das Erfüllen der Japan-Qualität betrachteten die Experten bei Scanware dabei als separate Aufgabenstellung. «Für die Entwicklung eines geeigneten Kontrollsystems haben wir zunächst die Kriterien eingegrenzt, die eine objektive Erfassung dieses Qualitätsanspruchs zulassen», beschreibt Scanware-Entwicklungsleiter Dirk Schneider das Vorgehen. Auswurfgründe für das Produkt selbst sind demnach Lackierfehler oder Partikel an der Tablette oder am Lack. Darüber hinaus stellen Kontaminationen mit Haaren oder produktionsfremden Partikeln kritische Qualitätsmängel dar. Für die verwendete Bildverarbeitung bedeutete dies, dass Partikel im Grössenbereich von wenigen Zehntelmillimetern erkannt und dabei eine extrem hohe Farbdifferenzierung möglich sein musste. Diese Leistung musste in der Linie zudem mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Takten pro Minute zur Verf g ng stehen, as bei en hä fig eingesetzten dreispurigen Blistern einer Inspektionsleistung von bis zu 900 Blistern pro Minute entspricht.

Die integrierte Wasserkühlung sorgt für eine optimale Arbeitstemperatur der Kameras.

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Basis des Systems sind die 3CCD-Farbkameras JAI CV-M9 CL, die mit drei 1/3"-Progressive-ScanSensoren n einer A fl s ng von 1024 × 768 Pixeln arbeiten.

Eine o timale ombination a s A fl s ng und Geschwindigkeit war also das Ziel für das überarbeitete Bildverarbeitungssystem, um die Maschine nicht zu verlangsamen. «Es sollte ie ma imal m gliche A fl s ng bei der geforderten Frame Rate realisiert werden», unterstreicht Schneider die Vorgabe. «Eine zuverlässige Erkennung stand dabei klar im Vordergrund.»

3CCD-Farbkameras als Königsweg Eine Ein-Chip-Farbkamera kam nach seiner Aussage für diese Aufgabe nicht infrage. «Um die notwendige Farbtrennung zu erreichen, braucht man bei diesem Kameratyp eine sehr hohe A fl s ng af r äre ie atenmenge zu gross und die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu gering gewesen», erläutert der Scanware-Entwicklungsleiter.

tungskomponenten und hat uns schon bei vielen anderen Anlagen mit seinen Erfahrungen hervorragend weitergeholfen», begründet Schneider seine Wahl. «Wir verwenden bereits seit vielen Jahren 3CCD-Kameras, um bei Anwendungen, die es erfor ern, eine hohe arba fl s ng erzielen», ergänzt Geschäftsführer Mätzig. «Da wir im neuen System mehrere Kameras über unsere eigenen Multiplexer zusammenschalten m ssten, m ie gefor erte A fl sung zu erreichen, war eine erneute Evaluierung nötig. Aufgrund der Kombination der amerabil er er en ie kameras e ifischen Abweichungen innerhalb der Toleranzen und deren Unterschiede von Kamera zu Kamera sichtbar.»

Die mechanischen und elektrischen Umgebungsbedingungen an Verpackungsmaschinen lassen es kaum zu, eine einzelne höher a fl sen e amera mit e tlich gr sserem Arbeitsabstand zu realisieren. Der Einsatz mehrerer Kameras mit geringerem Arbeitsabstand war somit die technische Alternative. «Die Verwendung von 3CCD-Farbkameras in Kaskadenanordnung war letztlich unser Königsweg zur Lösung der Aufgabe», so Schneider.

n ieser Phase er Ent ickl ng rofitierte Scanware nach Mätzigs Worten von der wertvollen Unterstützung durch STEMMER IMAGING: «Schon nach den ersten Vorbesprechungen hatte unser vertrieblicher Ansprechpartner eine sehr genaue Vorstellung davon, welche der zahlreichen Kamera-Alternativen für diese Aufgabenstellung optimal geeignet sein könnte. Anhand von Leihstellungen konnten wir dann mögliche Kameraoptionen sehr schnell testen und uns entscheiden.»

Im nächsten Schritt mussten die passenden Kameras und die zugehörigen Objektive für das Mehrkamera-Konzept, das Scanware zur Sicherstellung der Japan-Qualität ausgearbeitet hatte, gefunden werden. An dieser Stelle griff Scanware auf die Expertise seines langjährigen Technologiepartners für die Bildverarbeitung zurück: «STEMMER IMAGING ist für uns schon seit vielen Jahren ein wichtiger Zulieferer unserer Bildverarbei-

Nicht zuletzt aufgrund der sehr hohen Farbtrennleistung und des geringen Bildrauschens fiel ie ahl schliesslich a f ie ameraLink Version des Kameramodells CV-M9 CL des dänischen Herstellers JAI, dessen Produkte über STEMMER IMAGING vertrieben werden. Diese 3CCD-Kamera arbeitet mit drei 1/3"-Progressive-Scan-CCD-Sensoren, die für e e G arbe eine A fl s ng on 4 Pixel und eine Pixelgrösse von 4,65 µm zur Verfügung stellt und 30 Bilder/s bei voller

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MESSTECHNIK / SENSORIK

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A fl s ng liefert ei iesem amerat ir as eintreten e Licht rch eine Linse gebrochen, n ie roten, gr nen n bla en estan teile es Lichts er en m e eiligen Sensor geleitet Er bietet aher eine her orragen e arbtrennleist ng bei geringem il ra schen r iese amera gab es ein alibrier ngserfahren, m s e ifische eson erheiten kom ensieren , beschreibt Schnei er einen eiteren Pl s nkt er A V M9 L Gemeinsam mit S EMME MAG G entickelten ir af r einen alibriera fba , er nächst bei ns getestet r e Mittler eile er en ie ameras in P chheim abgeglichen n ann an ns geliefert, m in ie L n S ectra H S steme eingeba t er en

Langfristig gedacht Pharma e tische Pro kte k nnen einen Lebens kl s on ahr ehnten haben r ie Scan are Anlagen be e tet as Sie m ssen ber min estens ehn ahre hin eg erlässig n bei gleichbleiben er alität arbeiten eben er hohen amera alität ar aher ie langfristige Lieferbarkeit ein eites entschei en es riteri m , so Schneier Herstellerangaben on A r ge lanten Pro ktent ickl ng aren somit ebenfalls ein hema bei er A s ahl er amera ir issen, ass ie Pro ktmanager on S EMME MAG G mit en Herstellern er on ihnen angebotenen Pro kte in engem ontakt stehen Sie er en fr h eitig ber Ent ickl ngen o er Abk n ig ngen informiert , so Haral Mät ig Oft ist S EMME MAG G elt eit er ichtigste Abnehmer f r solche hoch ertigen Pro kte, as sich a ch g nstig a f ie a er er Verf gbarkeit a s irkt as gibt ns als n e ie n tige Plan ngssicherheit

vision news Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion «Vision Systeme»

Wassergekühlt für gleichbleibende Leistung Mit er estleg ng es amerat s ar ie L s ng f r en sensibelsten eil es S stems gef n en n r e as esign f r as Gesamts stem mit allen om onenten festgelegt ei, rei, ier o er sechs ameras in aska enanor n ng bil en as Her st ck es Pr fs stems hre il informationen eren ber einen on Scan are selbst ent ickelten M lti le er kombiniert n f r ie A s ert ng bereitgestellt er An en er sieht abei f r ie A s ert ng n r ein sammengeset tes il , ob ohl ie il anal se a f asis er il informationen e er ein elnen amera se arat erfolgt Ein eiteres Highlight es S stems stellt as on Scan are selbst ent ickelte eisslicht LE Mo l ar ichtig ar en Ent icklern ie stier n egelbarkeit er ele cht ng so ie ie grosse ahl er er en eten LE s Sie bringt entschei en e Vorteile bei er Stabilität n Lebens a er irk Schnei er sieht hier sogar ein Alleinstell ngsmerkmal as LE Mo l arbeitet im lit betrieb mit einer re en on et a Millisek n e ie k r en Lichtblit e sch t en or berhitng, so ass eine hohe Lebens a er n eine konstante Helligkeit sichergestellt sin ie ele cht ng ist em regelbar, m bei hellen Pro kten mit eniger n bei nklen Pro kten mit mehr Licht arbeiten k nnen ie nebeneinan er installierten ameras sin nter einer geschlossenen E elstahlha be ntergebracht n einem solch kleinen a m gibt e e amera ihre eigene Ab ärme an ie an eren ameras ab as kom lette Umfel m ie ameras r e sich a fhei en a im harma e tischen Umfel a ch iele Pro kte hergestellt er en, ie Sta b roieren, sin L ft ngen e er Art e och

ner nscht Scan are l ste ieses Problem mit einer asserk hl ng f r ie ameras Erh hte o er erän erliche Umgeb ngstemerat ren er rsachen ein s bo timales Umfel f r ameras n f hren arbstre ngen er Vorteil, en as Mehrkameras stem be glich er A fl s ng bietet, r e ohne ie asserk hl ng rch en tem erat rbe ingten arb rift ie er nichtegemacht , erlä tert Schnei er Einer er let ten Ent ickl ngsschritte bestan in er ntegration aller il erarbeit ngskom onenten, also er ameras, er geeigneten Ob ekti e n er LE ele cht ng, ie sammen mit er asserk hl ng f r ie ameras a f erhältnismässig engem a m ntergebracht er en m ssten Hier leisteten ie Scan are Ent ickler gan e Arbeit a f em eg einem o timalen S stema fba

Feineinstellung per Software sät lich r Vorkalibrier ng er ameras n er O timier ng er ameratem erat r rch ie asserk hl ng bietet schliesslich ie Soft are erschie ene O tionen r eineinstell ng er arberkenn ng Als Schnittstelle m An en er mfasst sie iele statistische A s erte ools f r ie Pro ktins ektion Es k nnen amit ahnen ge r ft, olgefehler erkannt n achlegeinformationen angeboten er en, ie em t er an eigen, o fehlen e abletten e ent ell im achhinein noch a fgef llt er en k nnen em er en ehlerhä f ngen i entifi iert n lokalisiert, m ehler rsachen abstellen k nnen abei er en ie nenanfor er ngen einbe ogen, m ie gefor erten statistischen A s ertem glichkeiten im lementieren A ch k nnen ro ktbe ogen oleran en, erschie ene Pro kte, arben n ormen f r enselben lister eingelernt er en ies kann bei Prä araten n Prä aratkombinationen erfor erlich er en, ie ber einen bestimmten festen eitra m eingenommen er en m ssen

Zweites BV-System für die Unterseite

Ein on Scan are selbst ent ickelter M lti le er set t ie il er er ameras sammen, so ass ie A s ert ng a f einem ein igen il erfolgt

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m Ver ack ngs ro ess ist ie il erarbeit ng meist or er Versiegel ng ositioniert Vor iesem Pro ess ir eine En losfolie rch ief iehen so geformt, ass a f ertief ngen entstehen, ie ann mit abletten bef llt er en aran anschliessen erfolgt ie Pro ktkontrolle rch as il erarbeit ngss stem, be or ie Ver ack ng mit einer eckfolie erschlossen ir ie bef llte n ersiegelte Ver ack ng lä ft anschliessen in ie eiterbearbeit ng, o sie teils

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Die Tabletten innerhalb eines Blisters können verschiedene Farben und Formen aufweisen.

Fehlerhafte Tabletten oder Fremdkörper innerhalb eines Blisters erkennt das System zuverlässig.

nochmals kontrolliert wird, bevor sie gegebenenfalls perforiert und bedruckt wird. Hier fin et rch Scan are S steme es s Lynx-Signum oftmals noch eine Kennzeichnungskontrolle statt. Schliesslich erreicht die Verpackung nach einer bestimmten Taktzahl die Auswurfstation. Entsprechend dem Prüfbefund vor der Versiegelung erfolgt hier der Auswurf von Verpackungen mit fehlerhaften Produkten.

Das sich aus dem Verpackungsprozess unmittelbar ergeben e finan ielle isiko liegt in der Menge des Gut-Auswurfs, der im Laufe des Prozesses ausgesondert wird. Wurde während des Verpackungsprozesses ein Napf nicht oder fehlerhaft bestückt und dann versiegelt, muss die gesamte Blisterpackung ausgeschleust werden. Wenn auf diese Weise gute Produkte in den Abfall wandern, geht das zulasten der Wirtschaftlichkeit.

«Bei den Japan-Applikationen müssen wir das Produkt nach dem Versiegeln noch mit einem zweiten Kameramodul von unten prüfen, um sicherzustellen, dass auf der Strecke zwischen Kamerasystem und Versiegelungsstation wirklich keine weiteren Fehler entstanden sind», ergänzt Geschäftsführer Harald Mätzig. «Wir können so ausserdem die Unterseite des Produktes selbst inspizieren und auch diese auf mögliche Fehler prüfen.»

Bei der Formulierung der Anforderungen an die Prüfsysteme werden daher immer Angaben zum maximal zulässigen Gut-Auswurf der Anlage gemacht. An Blistermaschinen liegt dieser Wert in der Regel unter 1 %, manchmal sogar bei unter 0,1 %. Hinzukommt, dass der Gut-Auswurf zum Ende der Prozesskette immer geringer ausfallen sollte, da ein Produkt dem endgültigen Auslieferungszustand dabei immer näherkommt und damit immer teurer wird.

Risiko minimieren In Verbindung mit ihren Verpackungslösungen betrachten und bewerten die Pharmazeuten meist zwei grosse Risikobereiche: das pharmazeutische Risiko und das wirtschaftliche Risiko. Beide Risiken lassen sich mit Verfahren der automatischen Qualitätsprüfung reduzieren. Das pharmazeutische Risiko liegt darin, dass ein Patient nicht die ausgewiesene Wirkstoffmenge erhält, weil es im Verpackungsprozess zu Fehlern kam, z. B. weil Tabletten zerbrachen und nur Tablettenteile oder zusätzliche Bruchstücke in der Verpackung liegen. Auch Farben spielen eine Rolle: Bei der Einnahme einiger Hormonprodukte über einen längeren Zeitraum werden die Produkte entsprechend dem vorgesehenen Einnahme-Intervall farblich gekennzeichnet. Hier kommt es darauf an, im vorgegebenen Zeitraum die Tabletten der korrekten Farbe einzunehmen.

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Japan-Qualität erreicht «Ohne die gute, unkomplizierte Partnerschaft zwischen STEMMER IMAGING und Scanware und ohne die unbürokratischen Abläufe in der Entwicklungsphase wären solche anspruchsvollen Projekte weitaus schwieriger zu realisieren», lautet das Fazit von ScanwareGeschäftsführer Harald Mätzig. «Mit der inzwischen fertiggestellten Anlage stellen wir sicher, dass Patienten – ob Japaner oder nicht – ihre zu 100 Prozent geprüften Tabletten makellos aus der Blisterverpackung drücken können, selbst wenn das Medikament zuvor schon einmal um den halben Globus gereist ist.» Scanware Electronic GmbH www.scanware.de STEMMER IMAGING AG www.stemmer-imaging.ch

Firmeninfos Die Scanware Electronic GmbH ist ein international tätiges mittelständisches Unternehmen in Privatbesitz. Als unabhängige Herstellerin entwickelt und fertigt sie Systeme für die Füllgut- und Packmittelkontrolle zum Einsatz an Verpackungsanlagen in der pharmazeutischen, kosmetischen und Lebensmittelindustrie. Scanware-Produkte sind seit mehr als 25 Jahren auf den individuellen Bedarf der Praxis zugeschnitten, hochgradig spezialisiert und entsprechen voll den strengen GMP-Anforderungen. Über 2000 Installationen weltweit verleihen Scanware einen Ruf als Lieferantin von Spitzentechnik an sämtliche namhafte Hersteller. Mit Niederlassungen in elf Ländern, darunter auch der Schweiz, und rund 250 Mitarbeitenden ist STEMMER IMAGING Europas grösster Technologie-Anbieter für die Bildverarbeitung. Das Unternehmen stellt seinen Kunden alle Komponenten und Dienstleistungen zur Verfügung, die zur Realisierung von zuverlässigen Bildverarbeitungslösungen für nahezu jede Branche erforderlich sind. Die n en es Unternehmens rofitieren dabei von einer europaweit einzigartigen Vielfalt an Bildverarbeitungsprodukten führender Hersteller auf dem neuesten Stand der Technik.

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MESSTECHNIK / SENSORIK

Intelligente

PRODUKTÜBERSICHT

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname/Modell Kameratyp: S/W-, Farb-, Zeilen-, Matrix-, prog. Scan-Kamera Branchenschwerpunkte Sensortyp Au sung Bildrate Schnittstellen: RS232, RS422, USB, IEEE 1394 Firewire, CameraLink, Gigabit-Ethernet/ GigaE Vision Andere Schnittstellen Ethernet, ASI, CAN, Deviceet Interbus, Profibus­DP, andere Feldbusse Anwendung ohne Programmierkenntnisse ber ächeninspektion ollständigkeitskontrolle Teile­Identifikation Code- und Schriftauswertung Vermessungsauswertung

Baumer Electric AG

CL-Electronics GmbH

Compar AG

Festo AG

www.baumer.com

www.cl-electronics.com

www.compar.ch

www.festo.ch

VeriSens

Tattile

Cognex In-Sight

Kompaktkamerasystem SBOx-Q

Mono oder farbig

S/W-, Farb-, Matrix-,

S/W-, Farb-, Zeilen-,

S/W-, Farb-,

prog. Scan-Kamera

Matrix-, prog. Scan-Kamera

Matrix-Scan-Kamera

Industrie, Verpackung, Handling

Industrie, Medizin, Pharma

Medtech, Uhren- und Packaging

Branchenübergreifend

CCD/CMOS

CMOS

CCD, CMOS

CMOS

0,3 MP/1,2 MP/2,0 MP

Von 640 × 480 px bis 2048 × 2048 px

640 × 480 px bis 2448 × 2048 MP

640 × 480 px bis 1280 × 1024 px

Bis 100 fps

Von 22 bis 250 fps

14 bis 200 fps

27 bis 150 fps

Ethernet TCP/IP, RS485

RS232, RS422, Gigabit-Ethernet

RS232, Gigabit-Ethernet/GigaE Vision

Digitale I/Os

I/O

Ja

Keine

Ethernet P, Profi et

Ethernet

Ethernet, e ice et nterb s,

Ethernet, A , an ere el b sse

Profib s P, an ere el b sse Ja, VeriSens Application Software

Ja

Ja

Ja

Fehlstellen, Defekte, Druck

Farbe, Kratzer, Defekte, Teach

Ja

Fehlstellen, Farbkontrolle

Anwesenheits- und Vollständigkeit

Objekt, Kanten, Muster, Form

Ja

Objekterkennung

Ja

Ja

Ja

Ja (bis zu 16 Verschiedene)

Text, 1D/2D-Code

Ja

1D, 2D, OCR, OCV

1-D und 2-D Codes, ja

1-dim

2-dim

1-dim, 2-dim

Abstan , Länge, läche,

ANBIETER HOMEPAGE

ifm electronic ag

Leuze electronic AG

Micro-Epsilon Messtechnik

Pilz Industrieelektronik GmbH

www.ifm.com/ch

www.leuze.ch

www.micro-epsilon.de

www.pilz.ch

Produktname/Modell Kameratyp: S/W-, Farb-, Zeilen-, Matrix-, prog. Scan-Kamera Branchenschwerpunkte Sensortyp Au sung Bildrate Schnittstellen: RS232, RS422, USB, IEEE 1394 Firewire, CameraLink, Gigabit-Ethernet/ GigaE Vision Andere Schnittstellen Ethernet, ASI, CAN, Deviceet Interbus, Profibus­DP, andere Feldbusse Anwendung ohne Programmierkenntnisse ber ächeninspektion ollständigkeitskontrolle Teile­Identifikation Code- und Schriftauswertung Vermessungsauswertung

3D-Sensor O3D3xx

LS S 4

reflect O

Safety Eye

S/W-, Farb-, prog. Scan-Kamera

S/W, monochrom

Scan-Kamera

S/W + prog. Scan

Allg. Industrie, F & B, Pharma

Industrie, Pharma, Medizin, Uhren

Automobilindustrie, Industrie

Alle Branchen

PMD 3D ToF

CMOS

CCD

176 × 132 px

752 × 480 px

max. 25 fps

1 bis 30 fps, prozessabhängig

Ethernet, Digitale I/O

Ethernet, RS232

USB

Ethernet

Keine

Keine

VGA, Digital I/O, Ethernet

Keine

Ethernet, AS , A , e ice et nter

Ethernet

Ethernet

Auswertungs-SPS: ja, alle

Ja

Ja

Ja

Ja

Drehlage, Vermessung, Position

Fehlstellen, Messaufgaben, Defekt

Ja

Raumüberwachung

Vollständigkeitsüberwachung allg.

Objekterkennung

ein

Objekt-/Personenerkennung

Ja

Ja

ein

Ja

Andere Geräteausführung: ja

Ja, 1D- und 2D-Codes

ein

ein

3-dim

1-dim und 2-dim

ein

3-dim

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OL om act

m n

m

inkel

b s, Profib s P, an ere el b sse

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Kameras RS Components

SICK AG

ch.rs-online.com

https://www.sick.com/ch

Omron ZFVR5025

TriSpector 1000

S/W-, Zeilen-, prog. Scan-Kamera

onfig rierbare

amera

Industrie, Pharma

Verpackungs- und Konsum

CCD

CMOS

468 × 432 px

A fl s ng

Profile s

Gigabit-Ethernet (TCP/IP)

Keine

Ethernet

Ja

Ja

Fläche, Breite, Position

Nein

Objekterkennung

Ja

Ja

Ja

2D-Barcodes

Nein

2-dim

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname/Modell Kameratyp: S/W-, Farb-, Zeilen-, Matrix-, prog. Scan-Kamera Branchenschwerpunkte Sensortyp Au sung Bildrate Schnittstellen: RS232, RS422, USB, IEEE 1394 Firewire, CameraLink, Gigabit-Ethernet/ GigaE Vision Andere Schnittstellen Ethernet, ASI, CAN, Deviceet Interbus, Profibus­DP, andere Feldbusse Anwendung ohne Programmierkenntnisse ber ächeninspektion ollständigkeitskontrolle Teile­Identifikation Code- und Schriftauswertung Vermessungsauswertung

ÜBERRAGENDE PRÄZISION MIT OPTOSENSOREN Für ein Höchstmaß an Flexibilität Unser Entwickler- und Hersteller-Know-how bietet Ihnen außergewöhnliche Präzisionssensoren. Modular wählbare Bauelemente mit konkurrenzlosen technischen Eigenschaften. Und mikrooptische Komponenten auf kleinsten Einbauraum optimiert. Realisieren Sie so Ihre Applikationen.

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ANBIETER HOMEPAGE

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Infrarotkamera mit 2D-Matrix

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Alle Branchen, Brandfrüherkennung

CMOS

IR-Detektoren von 0,8 µm bis 14 µm

1,3 MP

bis

25/30 fps –

bis

f s

RS232, RS422, USB, Gigabit-Ethernet/GigaE Vision

CVBS

Potenzialfreie Ein- und Ausgänge

Ethernet, A , Profib s P, andere Feldbusse

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

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Produktname/Modell Kameratyp: S/W-, Farb-, Zeilen-, Matrix-, prog. Scan-Kamera Branchenschwerpunkte Sensortyp Au sung Bildrate Schnittstellen: RS232, RS422, USB, IEEE 1394 Firewire, CameraLink, Gigabit-Ethernet/ GigaE Vision Andere Schnittstellen Ethernet, ASI, CAN, Deviceet Interbus, Profibus­DP, andere Feldbusse Anwendung ohne Programmierkenntnisse ber ächeninspektion ollständigkeitskontrolle Teile­Identifikation Code- und Schriftauswertung Vermessungsauswertung

Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen zählt. zählt. Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen Jeder Tropfen zählt. Jeder Tropfen Tropfen zählt. Jeder Tropfen Jeder Tropfen zählt. Tropfen zählt.

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MESSTECHNIK / SENSORIK TOP-INFO

Das Internet der Dinge Im Internet der Dinge (IoT) sollen, so die Prognosen, bis zum Jahr 2020 um die 50 Milliarden «Dinge» aller Branchen selbstständig miteinander kommunizieren. Dinge wie Bewegungsmelder, Temperatur- und Entfernungssensoren, LEDs oder Wearables werden zu Akteuren, die den Zustand von Menschen, Tieren oder Produkten erfassen und an Smartphones, Tablets sowie Kontrollzentren übermitteln.

D

ie Voraussetzung für die Kommunikation der Milliarden «Dinge» ist eine eigene, schnelle IP-Adresse für jedes «Device». IPv4, mit seiner limitierten Zahl an verfügbaren IP-Adressen, war bislang der Grenzstein – IPv6 hingegen stellt Milliarden von IP-Adressen bereit und ist somit ein Meilenstein für das Internet der Dinge. Die jeweiligen Gegenstände werden allerdings unterschiedliche Übertragungsverfahren zur Datenübermittlung nutzen, aber nur wenige werden noch die drahtgebundene Kommunikation wie USB, Ethernet oder Glasfaser nutzen – der Löwenanteil der Daten wird über Funk «verschickt». Sei es über NFC (Near-Field Communication), ZigBee, Bluetooth, WLAN oder WWAN (Wireless Wide Area Network). Diese Vielfalt an Daten und Übertragungsvarianten stellt die Hauptanforderung an das zukünftige Netz. So steht beispielsweise auf der einen Seite ein einfaches Wireless-Gerät wie ein batteriebetriebener Sensor, der nur eine geringe Datenmenge über kurze Distanzen übermittelt, und auf der anderen Seite die komplexe Kommunikation eines Fahrzeuges, das zum Teil sicherheitsrelevante Informationen mit hohem Bandbreitenbedarf über grosse Distanzen sendet und empfängt und somit hochverlässliche Verbindungen erfordert. Eine Mammutaufgabe für Entwicklungs- und Design-Ingenieure.

Design-Lösungen von Computer Controls Um die aufgezeigten Szenarien und zahlreiche weitere Applikationen Realität werden zu lassen, ist noch viel an Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten. Und genau hierfür bietet Computer Controls, der Lösungsanbieter für Hardware, Design und Test, allen Ingenieuren Lösungen mit spezieller Messtechnik und Sensoren an. Besonders erwähnenswert sind zwei Mess-Systeme des Herstellers Keysight. Einmal der HF-Analog- and Digital-Protokolltester T3111A für NFC-, EMV- und ISO-Geräte. Das intuitive, Windows-basierte S stem ist om or m ertification Program offi iell f r EMV Level-1-Tests, inklusive PICC/Mobile und PCD, validiert. Der Zweite im Bunde ist die «Source/Measure Unit (SMU) N6780» für die Entwicklung einfacher, batteriebetriebener Sensoren und Aktoren,

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die über Jahre senden und empfangen und sich demnach auf eine extrem lange Batterielebensdauer verlassen müssen. Zum Test solcher atterien em fiehlt sich as Messgerät, in em es en Strom erbra ch während der drei wichtigsten Phasen ermittelt: in Nanoampere im Schlafmodus, in Milliampere im Standby-Betrieb und im Sendemodus mit steilen Anstiegs- und Abfallzeiten. eiterhin bietet om ter ontrols kosteneffi iente L s ngen mit guten Messleistungen an, die auch mit kleineren Budgets erschwinglich sind. Beispielsweise der 33522B-Dual-Channel-WellenformGenerator und der N9310A-HF-Signalgenerator sowie Spektrumanalysatoren zur Charakterisierung und Demodulation der Formate ASK (Amplitude-Shift-Keying) und FSK (Frequency-Shift-Keying). Sensoren und HF-Module stellt Computer Controls mit dem Partner Silicon Laboratories zur Verfügung. SiLabs ist ein weltweit führender Hersteller von High-Performance-, Analog-Intensive- und MixedSignal-ICs. Die MCUs weisen wichtige Leistungsmerkmale in puncto Stromaufnahme, Leistung, Grösse und Kosten auf. Das Produktspektrum umfasst Mixed-Signal-ICs, Prozessoren, Sensoren und HFÜbertragungsmodule für die Bereiche Consumer, Communications, Industrial und Automotive. In dem umfassenden Produktportfolio von Computer Controls können Ingenieure auch Systeme zur Analyse von WiFi, ZigBee usw. wie X-Series-Signal-Analysatoren und X-Series-Signal-Generatoren zur Signalerzeugung erwerben. Embedded Lösungen wie Single Board Computer oder Boxed Solutions stehen für zahlreiche IoT-Anwendungen in unterschiedlichen Form-Faktoren vom italienischen Hersteller Seco S. R. L. und vom taiwanesischen Spezialisten Via Technologies zur Verfügung. Die Experten bei Computer Controls beraten n en gerne bei er ahl er richtigen S stemkonfig ration n Komponenten. Computer Controls AG www.ccontrols.ch

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MESSTECHNIK / SENSORIK

Nahfunktechnik Als elt eit einer er ersten Hersteller erkennt ie eller AG f r r ckmesstechnik as Poten ial on ahf nktechnik in ombination mit in striellen r cktransmittern n lanciert ie Serien n ie assi en r cktrans on er er Serie sin ank ihrer en ergietechnischen Unabhängigkeit ohne art ng nbegren t n t bar er Vor g er Serie ist er integrierte atenlogger, er mit einer langlebigen S e ialbatterie betrieben ir ie Energie ersorg ng r bertrag ng er Mess erte erfolgt in bei en ällen rahtlos ber ie Schnittstelle ie Einsat m glichkeiten er hermetisch ichten r cktrans on er sin a in mobilen S stemen n in a sge ehnten Anlagen so ie als Ersat herk mmlicher eigermanometer sehen

Keller AG für Druckmesstechnik keller r ck com

Durchflussüberwachung Mit Proline t-mass T 150 erweitert Endress + Hauser seine Prokt alette in er thermischen rchfl ssmess ng m einen Einstecksensor r kosteng nstigen rchfl ss ber ach ng as Gerät ist ha tsächlich f r An en ngen mit asser o er asser ähnlichen l ssigkeiten orgesehen a as Mess erfahren on er elektrischen Leitfähigkeit es Me i ms nabhängig ist, eignet es sich gera e a ch r ber ach ng nicht leitfähiger l ssigkeiten ie erlässigkeit on t mass ge ährleistet einen sicheren Pro essbetrieb ie integrierte em erat rkom ensation erm glicht eine hohe ie erholbarkeit n Linearität er Messergebnisse abei bleibt er Messbetrieb beson ers kosteng nstig ie nstallation er Einstecksensoren ist einfach n schnell, es entstehen ka m r ck erl ste, n er Sensor arbeitet art ngsfrei a ch in ohrleit ngen mit sehr grossem rchmesser Einstecka sf hr ng f r enn eiten 4 er Einsat bereich reicht on Pro esstem erat ren on 4 bis Pro essr cken on 4 bar Endress + Hauser (Schweiz) AG ch en ress com

Ziernahtprüfung nktional n o tisch erfekt, as sin ie Anfor er ngen, ie an iernähte bei Airbags gestellt er en Schon ähren es Herstell ngs ro esses er en sie mit em Laser rofilscanner scan O OL 9 ber r ft er Abstan er aht r rennstelle ischen en Ein elteilen n a ch er H hen ersat ischen bei en eilen er en ermittelt Airbag Ab eck ngen m ssen sich in en ansonsten erfekt gestalteten nnenra m eines ahr e ges makellos integrieren So gelten a ch bei iesem Sicherheitsba teil hohe Anfor er ngen, m einen an ie nk tionalität, m an eren an ie sthetik ock it, nnen erklei ng, Lenkra n eben a ch Airbag Ab eck ngen sin als nterie r eile erfekt a f as Gesamtbil es ahr e ges abgestimmt Airbag Ab eck ngen haben gr n sät lich ei nktionen m einen sollen sie f nktional sein n bei einem Unfall as A fblasen es Airbags nicht behin ern m an eren ienen sie er Gestalt ng es ahr e ginneren ähren Montages alte ie bei an eren ahr e gelementen erst im erba ten stan be ertbar sin , er en iernähte bereits ähren es Herstell ngs ro esses mit em Laser Profil Scanner scan O OL 9 ge r ft Micro-Epsilon (Swiss) AG micro e silon ch

Positionssensor mit hoher Korrosionsbeständigkeit er beson ers korrosionsbestän ige Sensor G ergän t ab sofort ie G Serie, gibt M S Sensors, Geschäftsbereich on M S S stems or oration AS A M S bekannt er Sensorstab, sein efestig ngsflansch n as Sensorgehä se es ne en Sensors sin a s e trem rob stem n korrosionsbestän igem E elstahl 44 4 A S L gefertigt amit lässt sich er Sensor a ch in An en ngen integrieren, in enen er aggressi en Stoffen a sgeset t ist er a f er proprietären Temposonics® echnologie basieren e Sensor er G Serie mit einer Messlänge on mm bis mm eist eine ieerholgena igkeit on , om En ert a f Ebenso beträgt ie Ab eich ng hinsichtlich er Linearität eniger als , Sensoren er G Serie sin ahl eise mit einer analogen o er s nchronen seriellen Schnittstelle SS erhältlich n arbeiten erlässig bei etriebstem erat ren on 4 bis 9 ie Sensoren, a sgestattet mit einem M o er M Stecker, sin or em Ein ringen on l ssigkeiten n Sta b ents rechen er Sch t klasse P gesch t t O tional ist er Sensor a ch mit abela sgang lieferbar, er ents rechen er Sch t klasse P gesch t t ist ie ne e kor rosionsbestän ige Sensor ariante ist her orragen f r An en ngen in er Lebensmittel n Getränkebranche, er Pharma n hemiein strie so ie f r A fgaben bei Lager ng n rans ort geeignet Omni Ray AG omnira ch

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MESSTECHNIK / SENSORIK

Unter rauesten Einsatzbedingungen Die neuen Inkremental-Drehgeber der Serie IXARC von POSITAL eignen sich durch ihre einzigartige Kombination aus Leistung und Widerstandsfähigkeit für Positionieraufgaben in anspruchsvollen Umgebungen. Die Sensorfunktion basiert auf hochpräziser Magnetsensortechnik: Die Geräte zeichnen sich durch hohe Dynamik bei A fl s ngen bis 4 m lsen ro Um reh ng n exzellente Signalqualität aus. • Kompaktes und robustes Edelstahl-Gehäuse • Wasserdicht für raue Umgebungen P 9 Sch t klasse • Hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit • Programmierbarer Ausgang (HTL/TTL) is 4 m lse ro Um reh ng • Programmierbare Drehrichtung: A vor B, B vor A • Robustes magnetisches Messprinzip

Omni Ray AG www.omniray.ch

Brandfrüherkennung Als langjährige Mobotix-Partnerin vertreibt Rotronic die neusten Mobotix-M15-Thermal-Kameras und S15-Thermal-Sensormodule mit Thermalö-Radiometry-(TR-)Technologie und kalibriertem High-EndWärmebildsensor. Die TR-Technologie dient dazu, potenzielle Gefahren durch plötzlich auftretende Über- oder Untertemperaturen zu erkennen und umgehend darauf reagieren zu können. Derartige Gefahren können z. B. für das Auge unsichtbare Schwelbrände oder plötzlich austretende Gase sein, die eine sofortige Veränderung der Umgebungstemperatur bewirken und dank MOBOTIX-TR-Technologie rechtzeitig erkannt, lokalisiert und bekämpft werden können, bevor gr ssere Schä en eintreten Mit einer thermischen Em fin lichkeit von 0,05 °C (NETD = 50mK) innerhalb eines Temperaturbereichs von – 40 °C und + 550 °C können verschiedene Temperaturbedingungen sehr leicht in einem TR-Fenster oder über das komplette Sensorbild konfig riert er en abei ist es m glich, bis erschie ene Temperaturereignisse mit einer typischen Genauigkeit von ± 10 °C zu efinieren S ot Metering , ie em erat rmess ng ber 4 Pi el in der Bildmitte, wurde in den neuen TR-Kameras mit einer typischen Genauigkeit von ± 10 °C ebenfalls verbessert. Rotronic AG, www.rotronic.ch

Wäge-Modul für Automatisierung

Simply plug and play

Schneider Electric verknüpft seine Modicon-Automatisierungsplattform mit einem neuen Wäge-Modul. Dieses Modul eignet sich einerseits für statische Wäge-Anwendungen wie die Messung eines Silo-Füllstands. Andererseits eignet es sich auch für dynamische Applikationen mit geringer Geschwindigkeit wie Füllen, Dosieren oder den Materialtransport. Zum Einsatz kommt das Modul in der Getränke- und Agrarindustrie sowie in Anlagen der pharmazeutischen oder chemischen Branche. Im Zuge von «Industrie 4.0» treiben Entscheider die Vernetzung ihrer Produktion voran. Dank Ethernet lässt sich dieses Vorhaben einfach und schnell umsetzen. «Wir haben das neue Wäge-Modul speziell mit der Modicon-Plattform vernetzt , damit alle Wäge-Daten über eine einzige Schnittstelle verfügbar sind», sagt Matthias Ingold, Marketing Manager Industry bei Schneider Electric Schweiz. «Entscheider vermeiden dadurch Datensilos.»

ie ne e Uni ersal arriere Hi 44 on Pe erl chs kann I/O-Anforderungen eigenständig erkennen und passt sich automatisch an den benötigten Signaltyp an. Es sind keine Hard- oder Software-Einstellungen erforderlich. Als einzige Trennbarriere kann die Universal-Barriere so unterschiedliche traditionelle Module ersetzen. Der neue Trennbaustein bietet damit maximale Flexibilität bei Planung und Inbetriebnahme von Anlagen, vereinfacht Lagerhaltung und Wartung sowie spätere Veränderungen in einer Anlage. Die Universal-Barriere gehört zum Termination-Board-basierten H-System von Pepperl + Fuchs. Die Universal-Barriere ermöglicht die Vorverdrahtung der Termination Boards des H-Systems, ohne auf den Signaltyp Rücksicht nehmen zu müssen. Sie ermöglicht den Bau standardisierter Schaltschränke und hilft damit, den Aufwand für Plan ng, Engineering n onfi guration erheblich zu reduzieren. Schaltschrank-Layouts sind einfach reproduzierbar und machen die Erstellung von immer neuen Verraht ngs länen berfl ssig

Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

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Pepperl + Fuchs AG www.pepperl-fuchs.ch

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INDUSTRIEBEDARF TOP-INFO

Das Cockpit für Energiesparer

Energie Effi ien

echner Vergleich er

hlgeräte

Klimadiagramm, entsprechend ausgewählter Klimazone und SEER.

Balkendiagramm mit Kosten und TCO-Vergleich.

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as Tool verhilft Maschinenbauern, Steuerungs- und Schaltanlagenbauern und Endanwendern zu mehr Transparenz bei der Auswahl der richtigen Kühlgeräte. Energieverbrauchskosten von Kühlgeräten jeglicher Art werden in den ersten drei Schritten vom Rechner schnell beziffert und visualisiert. Hier werden auch mögliche Kosteneinsparungen durch den Einsatz der neuen Blue e+ Kühlgeräte von Rittal aufgezeigt. Im vierten Schritt geht aus der Berechnung des Total-Cost-of-Ownership (TCO) hervor, welche Gesamtbetriebskosten entstehen und über welchen Zeitraum sich die Investition amortisiert.

Vier Schritte zu mehr Coolness Im ersten Schritt berechnet der Nutzer zunächst en Seasonal Energ Efficienc atio (SEER). Dieser ist ein Mass für die Energieeffi ien er hl ng f r as gan e ahr a sin ie e eiligen geografischen Einsat bedingungen der Kühlgeräte auszuwählen. Das geschieht entweder aus den hinterlegten internationalen Temperaturprofilen oder in em as in i i elle Profil rch Eingabe der eigenen Parameter erzeugt wird. In Schritt zwei sind bestimmte Charakteristika des bereits eingesetzten Kühlgeräts festzule-

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Schaltschrankklimatisierung verursacht hohe Energie­ kosten. Je länger die Lebensdauer, desto höher die Betriebskosten für die Klimageräte. Wer wissen will, ob sich eine Anschaffung neuer Produkte lohnt, kann jetzt auf den Energie­Effizienz­ und TCO­Rechner von Rittal zurückgreifen. Das Online­Tool zeigt die Einsparpotenziale in nur vier Schritten schnell, einfach und kostenfrei auf. gen. Hierzu zählen das aktuell verbaute Modell (Dachaufbau, Wandanbau), die Betriebszeiten (Ein-, Zwei- oder Dreischicht-Betrieb, 5-, 6-, oder 7-Tage-Woche), der aktuelle Strompreis pro kWh und die Geräteanzahl. Einen Klick später erhält der Anwender in Schritt drei eine Übersicht zu den Einsparmöglichkeiten. Anhand der angezeigten Balkendiagramme ist für ihn auf einen Blick erkennbar, wie viel Energiekosten er mit den effi ienten hlgeräten er l e e n er Blue e-Generation gegenüber älteren Modellen sparen kann. Darüber hinaus kann er auch Rittal-Kühlgeräte mit aktuell von ihm eingesetzten Lösungen vergleichen. Durch die Anpassung der Anzahl der Geräte lässt sich die Berechnung sogar auf eine ganze Produktion ausweiten, in der dann sowohl die gesamten Energiekosten als auch das absolute Einsparpozential aufgezeigt werden. Optional kann der Nutzer – basierend auf den Energiekosten – in Schritt vier eine umfassende Berechnung seiner eigenen Betriebs-

kosten durchführen. Der TCO stellt die Basis einer präzisen Amortisationsrechnung dar. Hierbei sind neben Stromkosten auch Faktoren wie Anschaffungspreis, Installation und Wartungskosten neuer Kühlgeräte einbezogen hnlich ie beim Effi ien rechner ählt er auch hier zwischen voreingestellten, standardisierten Werten oder persönlich angepassten Parametern. Mit nur einem Klick kann der Anwender ein pdf-Dokument erzeugen, in dem sämtliche Informationen aufgeführt sind. Er erhält so schwarz auf weiss die optimale Entscheidungsvorlage. Erste positive Rückmeldungen von Kunden haben die hohe Nutzerfreundlichkeit bereits bestätigt. er Energieeffi ien n O echner steht nter rittal e effi ien rechner kostenfrei zur Verfügung. Rittal AG www.rittal.ch

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INDUSTRIEBEDARF

Hochleistungslüfter Geringe Abmess ngen n hohe a teil ichte stellen bei mo ernen Geräten hohe Anfor er ngen an ie ärmeabf hr om akte leist ngsstarke L fter sin hier ie L s ng er L fters e ialist ebm a st bietet n n mit em 4 il einen ne en Hochleist ngsl fter, er Massstäbe set t Eine bis h here Effi ien n ein r n 9 A geringeres etriebsgerä sch bei gleicher r erleist ng im Vergleich m Vorgängermo ell sin möglich. Der Einsatzbereich umfasst alle Bereiche moderner om akttechnik, angefangen bei n ertern f r Sch eissgeräte, Antriebe o er Solaranlagen ber A tomationstechnik, Ser er n et erktechnik bis r Gebä ebel ft ng er ne e 4 misst 9 9 mm n r e motorisch ie a ch aero namisch o timiert Ein s e iell geformter achleita arat n inno ati e inglets an en Scha fels it en erbessern en ae ro namischen irk ngsgra n ermei en lärmer e gen e irbelbil ng ie kom akt ba en en effi ienten Motoren gibt es f r , 4 n 4 V etriebss ann ng, ie Sch t art reicht je nach Einsatzanforderung bis P ie ma imale L ftf r errate beträgt m h, ie r ckerh h ng bis 4 Pa Omni Ray AG omnira ch

ESD-tauglicher Blitzableiter o s e ielle Anfor er ngen herrschen, m ssen beson ere erk stoffe eingeset t er en st beis iels eise ES a glichkeit gefragt, bietet er Motion lastics S e ialist ig s en ableitfähigen erk stoff igli r an Vor allem in er e tilin strie o er o keine elektronischen a teile negati beeinfl sst er en rfen, eignet sich er Einsat ieses S e ialisten amit n en a ch Son er teile so kosteneffi ient ie m glich fertigen k nnen, bietet ig s Halb e ge a s igli r in ne en Gr ssen an n erm glicht a rch eine effi ientere Materiala sn t ng Elektrostatische A fla ngen on Maschinenkom onenten f hren mit nter erheblichen Schä en n te ren Pro ktionsa sfällen enn nkontrollierte Entla ngen k nnen rch a fges eicherte ei b ngselektri ität elektronische a teile negati beeinfl ssen, erheblicher ran gefahr beitragen o er Pro ktions ro esse er sch eren Vor allem aber er en beis iels eise in er e tilin strie mherfliegen e Partikel ie Sta b o er asern on statisch a fgela enen Lagerstellen ange ogen n bleiben haften , erklärt en Achnit , Leiter es Geschäftsbereichs igli r bei ig s ies kann a f en ige art ngsarbeiten o er nkontrollierte A sfälle er Maschinen er rsa chen Mit igli r hat ig s einen ES fähigen Gleitlagerwerkstoff aus nststoff im Programm, er f r iese Art on Anwendungen geeignet ist. Igus Schweiz GmbH www.igus.ch

Vielfalt bei Sicherheitsschlössern Sicherheitsschlösser gibt es in den unterschiedlichsten Ausgangsmaterialien. Vielfalt wird grossgeschrieben: Der An en er kann selbst efinieren, elcher Schlosst , el che Höhe und welcher Bügeldurchmesser sowie welche arbe am besten m Einsat bereich assen ie Schl sse leinteil ngen sin ebenfalls efinierbar Serienmässig er en ie Vorhängeschl sser on A als e e ifferent geliefert ies be e tet, ass er Schl ssel f r ein Schloss kein an eres ffnen sollte A er en et lin er mit o er Pins, ie f r h chste Sicherheit sorgen ei er Variante e e Alike lassen sich alle Vorhängeschl sser einer Gr e mit emselben Schl ssel ffnen iese O tion ist ann on Vorteil, enn einem Mitarbeiter mehrere Vorhängeschl sser ge iesen sin ie Version Master e e kann er en et er en, m mehrere Vorhänge schl sser ffnen, ie ansonsten mit nterschie lichen Schl sseln ffnen ären So k nnen Vorarbeiter bei s iels eise im otfall ein Schloss leicht ff nen Mit em Gran Master e e kann as Schl ssels stem auf mehrere Teams ausgeweitet werden.

Vakuum-Bonding n i ersen An en ngen ist es lohnen , en t ischen San ich A fba einer o ch is la L s ng mit einem on ing ersehen Mangels Alternati e geschieht as or iegen im et bon ing Verfahren Einfach ges ro chen ir er L fts alt mit einer Gel artigen Masse a sgef llt n ann a sgehärtet Ein gemeinsames iel aller on ing Verfahren ist es, ie efle ionen an e er Glaskante ermei en, eil ies angslä fig as Erschein ngsbil sicht n merkbar beeinträchtigt n kommt es aber bei er An en ng mit Gel immer ie er isk ssionen m ie alität es on ings ie iele L fteinschl sse rfen orhan en sein o rfen ie L fteinschl sse ositioniert sein Hier bietet as Vakk m on ing en gr ssten ortschritt rch ie ausgeklügelte Technologie mit dem Verfahren und der Gel Matte bietet Altrac eine llfehler alität an Somit bekommt er n e immer eine ein an freie on ing alität ohne irgen elche L fteinschl sse o er sonstige alitätsmin er ngen rch as on ing Verfahren Altrac AG, www.altrac.ch

Schärer + Kunz AG www.schaererkunz.ch

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LAST MINUTE

Neue Website mit Blog Syslogic, Herstellerin von Embedded Computern und industriellen HMI-Systemen, hat ihre Website Syslogic. com komplett überarbeitet. Die neue Site bietet weit mehr als Informationen zu den Syslogic-Produkten und zum Unternehmen. Ein wichtiger Bestandteil der Site ist der Embedded Blog. Der neu integrierte Blog informiert aktuell zu Technologiethemen. Anwendungsberichte sin gena so fin en ie technische eiträge aktuellen Trends aus der Embedded-Branche. Neben dem Syslogic-Redaktionsteam kommen im Blog auch externe Spezialisten zu Wort. Patrik Hellmüller, der als MarCom-Manager bei Syslogic den Web-Auftritt verantwortet, fasst die Idee hinter der neuen Site wie folgt zusammen: «Mit Syslogic.com wollen wir unser Wissen und unsere Erfahrung in Sachen Embedded-Technologie teilen.» Der User soll sich ein Bild zu den aktuellen Herausforderungen und Trends am Markt machen k nnen

IO-Link-Sensor-/ Aktorhub IO-Link-Aktor-/Sensorhubs von Balluff verfügen über acht Ports für 16 Ein-/Ausgänge. Mit ihnen lassen sich z. B. die Signale von bis zu 16 schaltenden Sensoren aus einer Entfernung von bis zu 20 m einsammeln, um diese per einfacher Dreidrahtleitung via IO-Link und IO-Link-Master der Maschinensteuerung zur Verfügung zu stellen. Gänzlich neu am Markt sind jetzt Ausführungen mit Erweiterungs-Port. Bei ihnen wird der Steckplatz 7 durch einen einfachen Parametereintrag als Erweiterungs-Port umkonfig riert An ihn lässt sich ein kom letter Ventilstecker o er ein weiterer Sensorhub anschliessen. Für den Anwender bedeutet ies ein e tliches Pl s an le ibilität n Effi ien So k nnen nicht nur zusätzliche Ein-/Ausgänge besonders kostengünstig verarbeitet werden, sondern es lässt sich auch die Reichweite auf einen Umkreis von weiteren 20 m erweitern. Dank Plug-andplay und der Verwendung von ungeschirmten Standardleitungen kann die Anlage im Handumdrehen in Betrieb genommen werden. Balluff Sensortechnik AG www.balluff.com

Syslogic Datentechnik AG www.syslogic.com

Brandsicherheit

DC/DC-Steller-Leistungsspektrum auf 120 kW erweitert

Die Norm IEC 60335-1 in ihrer 4. Ausgabe verlangt eine noch h here ran sicherheit f r nbea fsichtigt im Ha shalt betriebene elektrische Geräte. Um dies zu erreichen, wurden die Anforderungen an die Glühdrahtbeständigkeit der zur Isolation oder Halterung von Strom führenden Bauteilen verwendeten Kunststoffe erschärft rän e in Ha shaltsgeräten k nnen rch berstr me (glühende Bauteile), fehlerhafte Bauteile, schlechte elektrische Verbin ngen, Lichtb gen bei Schaltkontakten s a sgel st werden. Schurter als führender Produzent von Sicherungshaltern und Gerätesteckern stellt mehrere Produkte aus glühdrahtbeständigen Kunststoffmaterialien her. Geschlossene Sicherungshalter der FPG-Serie entsprechen den hohen Anforderungen für verschiedene Anwendungen. Die sieben Sicherungshaltervarianten FPG1…7 sind in einer Vielzahl von Designs, Montageverfahren, Terminal-Typen erhältlich und erfüllen verschiedene Sicherheitsstan ar s on berstromsch t in Geräten ie Serie ist i eal für Anwendungen in Geräten mit begrenzten Platzverhältnissen und hohen Anforderungen der Elektrik und Mechanik. Dazu geh ren m eis iel die Industrie-Elektronik und Haushaltssowie medizinische Geräte.

Beim Sinamics DCP DC Power Converter erweitert Siemens das Leistungsspektrum von bisher 30 auf 120 kW. Durch die hohe Schaltfre en k nnen kleinere rosseln eingeset t n kann as Gerät sehr platzsparend aufgebaut werden. Der DC/DC-Steller deckt einen Spannungsbereich bis 920 Volt DC ab und kann per 4-Fach-Parallelschaltung eine Gesamtleistung von bis zu 480 kW bereitstellen rch ie UL ertifi ier ng erf llt er a ch ie Vo raussetzungen für den amerikanischen Markt. Da er die Drives- und Fotovoltaik-Norm erfüllt, kann Sinamics DCP auch in diesen Anwendungen eingesetzt werden. Mit dem DC/DC-Steller Sinamics P k nnen Energies eichers steme beis iels eise mit atterien oder Superkondensatoren (Supercaps) realisiert werden. Der An en er rofitiert abei on mehreren Vorteilen Als kombi nierter Hoch-/Tiefsetzsteller kann Sinamics DCP an die jeweilige Spannung am Ein- beziehungsweise Ausgang angepasst werden. Damit kann er Batterien und Supercaps laden oder auch die gespeicherte Energie einem Zwischenkreis zur Verfügung stellen. Da die Steuer- und eine Bedieneinheit ebenfalls im Gerät verba t sin , ist ein a tarker etrieb m glich rch ie berlastfähigkeit on bis 150 Prozent des Nennstroms lassen sich auch hoch dynamische Anwendungen realisieren. Zur Einbindung in ein Industrienet steht eine Profinet Schnittstelle r Verfügung.

Schurter AG www.schurter.ch

Siemens Schweiz AG www.siemens.ch

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INSERENTEN

Inserentenverzeichnis Altrac AG, Würenlos

45

Novitronic AG, Zürich

Amelec Electronic GmbH, Dielsdorf

43

Pilz Industrieelektronik GmbH, Mägenwil

Balluff Sensortechnik AG, Dietikon

57

PowerParts AG, Mägenwil

Beckhoff Automation AG, Schaffhausen

3

B & R Industrie-Automation AG, Frauenfeld CL-Electronics GmbH, Buchs Digi-Key Electronics, US-MN

38 1 23

PULS Electronic GmbH, Oberflachs

9

15

Schaffner GmbH, Gelterkinden

39

Schmersal Schweiz AG, Arni

39

Schurter AG, Luzern

45

2.US

49

Eaton Industries II GmbH, Effretikon

47

SEMIKRON AG, Wallisellen

Faji SA, Bévilard

11

Simpex Electronic AG, Wetzikon

H2D electronic ag, Liestal

49

Spälti AG, Laupen

IBZ Schulen, Aarau

27

Stettbacher Signal Processing, Dübendorf

43

Syslogic Datentechnik AG, Dättwil

19

Traco Electronic AG, Baar

37

igus Schweiz GmbH, Egerkingen maxon motor ag, Sachseln

4.US

Titel 13 Beihefter 16–17 51

MEET Electronics Ltd. Coldrerio

21

Vega Messtechnik AG, Pfäffikon

4

MPI Distribution AG, Dättwil

29

Wieland Electric AG, Winterthur

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National Instruments Switzerland GmbH, Ennetbaden

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SUDOKU

Gewinnspiel

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Gewinnen Sie mit « – aktuelle technik» eine Flasche Champagne Lanson Black Label Brut. Die Teilnahme ist einfach: Lösen Sie das Sudoku und übertragen Sie die drei Lösungszahlen inkl.Anschrift in das vorbereitete Formular unter www.aktuelletechnik.ch/sudoku. Alternativ schicken Sie die Lösungszahlen an: peter.jankovics@blverlag.ch

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8

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2

6

9

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7

Teilnahmeschluss ist der 15. März 2015. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise sind nicht übertragbar. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

aktuelletechnik.ch

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© Holger Jacob

Unglaublich!

1100

*

Ausgaben im Jahr.

* Zahl im Dualsystem. Entspricht 12 im Dezimalsystem.

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