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architektur-technik.ch

11–2015 Hospitality Architektur+Technik

Hospitality

Marktplatz

Bad und Wellness

TĂźren und Schliesssysteme

Innenausbau und Beleuchtung

Sicherheit und Brandschutz


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1 Inhalt Editorial

Hospitality

Hotel Atlantis, Zürich

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Aktuell 2 Szene 8 Stahlbaupreis 14 Betrachtungen 18 24 26 32 38 42

Dossier Hotel Atlantis, Zürich Büroporträt Hotel Schani, Wien Bergtrotte, Osterfingen Rudas-Bad, Budapest Regelwerke

46 58 66 74 80

Marktplatz Bad und Wellness Türen und Schliesssysteme Innenausbau und Beleuchtung Sicherheit und Brandschutz Schaufenster

86 88 92 94 96

Service Messen und Veranstaltungen Aus- und Weiterbildung sowie Termine Branchenspiegel Fachbücher Vorschau und Impressum

«Des Hauses Ehr’ ist Gastlichkeit», sagt der Volksmund zu unserem Dossier-Thema Hospitality. Und um Gäste professionell aufnehmen und bewirten zu können, braucht es die Einstellung, diesen mit Wärme und Offenheit entgegenzutreten. Wir präsentieren in dieser Ausgabe einige architektonisch gelungene Beispiele von Gastlichkeit. Da ist zunächst einmal das «Atlantis» in Zürich. Aus dem ikonischen Kult-Hotel der 1970-er Jahre – das zwischendurch als Heim für Asylsuchende und Jugendherberge diente – hat das Team von Monoplan mit seinem Umbau die Historie zeitgemäss und erfolgreich wiederbelebt. Oder das Hotel Schani in Wien. Dieses hat einen zukunftsweisenden Schritt getan und setzt als erstes Co-Working-Hotel Europas innovative Technologien ein, während gleichzeitig Traditionen mit der Gegenwart vermählt werden und das Haus als Wiener Kaffeehaus weitergeführt wird. Erwähnt sei auch die «Bergtrotte» in Osterfingen aus dem 16. Jahrhundert. Sie steht unter Denkmalschutz und wurde nun feinfühlig von Spühler Partner Architekten restauriert und erweitert. Mit dem Anbau der Trotte wurde nicht nur ihr Volumen verdoppelt, sondern durch das neue Beizli auch eine attraktive Funktion ergänzt.

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Uwe Guntern, Redaktor

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AKTU EL L 2

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Nachhaltig denken in Architektur und Kunst

Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat sich zu einem Leitbild des 21. Jahrhunderts entwickelt. Für Bob Gysin +  Partner BGP stellt dies nicht nur eine ökologische Prämisse dar, sondern ist zugleich Anreiz und Motor ihres architektonischen Schaffens und Anlass für das Buch «Nachhaltig denken in Architektur und Kunst». Auf informative Weise werden die zahlreichen Facetten der Begriffe anhand ausgewählter Projekte, Werke und Bauten aufgezeigt und in Bezug zueinander gesetzt. Aufgebaut als chronologisches Werkverzeichnis, werden

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Tendenzen und Verknüpfungen innerhalb und zwischen den Disziplinen sichtbar. Das Buch ist zweisprachig (Deutsch und Englisch) aufgebaut und erscheint im Hatje-Cantz-Verlag unter der Herausgeberschaft von Gerhard Mack – Kulturredaktor der «NZZ am Sonntag».  400 Seiten, 465 Abbildungen, ISBN 978-3-7757-4009-8, CHF 70.80

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Umweltfreundliche Energieversorgung In Zürich-Oerlikon ist das neue ewz-Unterwerk an die Stromversorgung angeschlossen worden. Im Rahmen dieses gemeinsamen Projekts haben ewz und ABB neuartige


3 Aktuell Szene

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gasisolierte Schaltanlagen eingebaut, bei denen weltweit erstmals das üblicherweise eingesetzte Isoliergas Schwefelhexafluorid (SF6) vollständig durch ein klimafreundliches Gas ersetzt wurde. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung und ein Durchbruch in der Schaltanlagentechnik.  ewz.ch  abb.com

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«Grünes» Hochhaus in Rotkreuz In Rotkreuz auf dem Suurstoffi-Areal soll ein 70 Meter hohes Hochhaus mit 90 Wohnungen entstehen. Das Besondere an dem Bauwerk ist nicht, dass es das

Roche-Hochhaus mit 68 Metern Höhe als höchstes Gebäude in Risch-Rotkreuz ablöst, sondern seine Pflanzen-Fassade. Den Auftrag für das Bauprojekt erhielten Ramser Schmid Architekten aus Zürich.  ramserschmid.ch

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Die Zukunft der Landwirtschaft Eine schwimmende Farm ist für das katalanischen Büro Forward Thinking Architecture keine Science-Fiction. Sie soll nach dem Konzept der Spanier dreistöckig, 200 m lang und 350 m breit sein. Interessant wäre eine solche «Smart Floating Farm» für Grossstädte, die am Wasser liegen und so umweltscho-

nend und regional mit Nahrung versorgt werden könnten. Auf der obersten der drei Etagen befinden sich Solarpanels zur Energiegewinnung. Auf Etage zwei werden Obst und Gemüse als Hydrokultur gezogen. Die unterste Etage liegt unter dem Meeresspiegel und beherbergt eine Fischzucht.  forwardthinkingarchitecture.com

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100 Wohnungen auf dem «Äntenschnabel» In Elgg soll ein 15 000 m² grosses Areal im Gebiet «Äntenschnabel» entlang der Gleise überbaut werden. Es sollen insgesamt 13 Häuser mit 107 Wohnungen entstehen. Der Gemeinderat will das

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Projekt trotz schwieriger Hanglage und Lärm umsetzen. Zunächst war geplant, den als Wohn- und Gewerbezone ausgewiesenen «Äntenschnabel» wegen seiner Hanglage und der Lärmbelastung in die Landwirtschaftszone zu versetzen. 2012 zonte die Gemeinde die Parzelle jedoch zur reinen Wohnzone um. Die Raumplaner des Büros Suter von Känel Wild zeichnen für den Gestaltungsplan verantwortlich. Das Richtprojekt stammt vom Büro ADP Architekten. Es soll Elgg «etwas Urbanes» verleihen und Studenten, Pendler und Senioren ansprechen. Nehmen die Elgger Stimmbürger an der Gemeindeversammlung im März 2016 den Gestaltungsplan an, ist der Baubeginn für 2018 vorgesehen.  elgg.ch


4 Aktuell Szene

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Amsterdam will Geschäftsviertel aufwerten Das niederländische Büro MVRDV und OVG Real Estate wurden von der Stadt Amsterdam für die Überbauung des P15-Ravel-Grundstücks im Geschäftsviertel Zuidas beauftragt. Entstehen soll hier ein multifunktionales Gebäude mit Büros und Wohnungen. Zur Verfügung steht hierfür eine Gesamtgrundfläche von 50 000 bis 75 000 m². Eine Reihe von potenziellen Nutzern hat sich bereits an dem Projekt beteiligt. Erkerfenster, Balkon und viel Vegetation werden die Gebäudehülle prägen. Das Projekt soll mit seinem unverwechselbaren architektonischen Erscheinungsbild einen

entscheidenden Wendepunkt des Geschäftsviertels einläuten und die Attraktivität von Zuidas mit Wohn-, Arbeitsund Dienstleistungsangeboten erhöhen.  mvrdv.com

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Hanoi erhält neues Handelszentrum Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner konnten den Wettbewerb für das Projekt Nationales Ausstellungs- und Messezentrum von Vietnam für sich entscheiden. Aus neun Entwürfen internationaler Architekten wie SAMOO Architects &  Engineers (Korea), Atkins (Hongkong) und NIKKEN SEKKEI (Japan) wählte der

Bauherr Vingroup den Masterplan und das architektonische Konzept der Hamburger Architekten aus. Der Entwurf für das Hauptgebäude des Handelszentrums nimmt in abstrakter Form das Motiv einer geöffneten Lotusblüte – der Nationalblume Vietnams – auf und soll mit dieser Gestalt zum unverwechselbaren Wahrzeichen der Stadt werden. Die Anmutung einer Blüte wird durch die im Grundriss wie Blätter um einen Blütenkelch angeordneten Hallen erreicht. Das architektonische Konzept wird durch eine leichte Dachkonstruktion, bestehend aus Pylonen mit abgespannten und gebogenen Dächern verstärkt und lässt das Bauvolumen filigran wirken.

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 gmp-architekten.de

 seedomaine-bodman.de

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Kollhoff baut am Bodensee Ende Oktober erfolgte der Startschuss für eines der aussergewöhnlichsten Wohnbauprojekte in der Bodenseeregion: die Gräfliche Seedomaine zu Bodman. In dem kleinen, idyllischen Ort am deutschen Bodenseeufer entsteht in den kommenden Jahren ein erweiterter Dorfkern mit individuell gestalteten Villen. Der renommierte Architekt Hans Kollhoff empfindet dabei den regionalen Baustil der 1920er-Jahre nach. Die insgesamt neun Mehrfamilienhäuser und fünf Einfamilienhäuser werden sich sanft in die vorhandenen Strukturen von Bodman einfügen.


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Entwicklungsperspektive für eine Region In den nächsten 25 Jahren soll der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort an bester Lage ausgebaut werden. Mit der Realisierung von Wil West setzen die Kantone Thurgau und St. Gallen ein entscheidendes Signal für die langfristige volkswirtschaftliche Stärkung und Positionierung der Region. Gleichzeitig wird durch die Konzentration von Neuansiedlungen auf einem zentralen Areal einer weiteren Zersiedelung der Landschaft in den Gemeinden entgegengewirkt. Wil West erfordert neben der planerischen Areal-Entwicklung frühzei-

tige und massgeschneiderte Investitionen in neue Verkehrsinfrastrukturen. Diese werden hauptsächlich durch den Bund und den Kanton Thurgau finanziert. In der ersten Phase bis 2016 erfolgt die Anpassung des kantonalen Richtplans. Parallel dazu wird der Gestaltungsplan auf der Basis des bestehenden Masterplanes ausgearbeitet.  wilwest.ch

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Sports-CenterBau in Suzhou Im chinesischen Suzhou sind die Bauarbeiten für das SIP Sports Center aufgenommen worden. Nach dem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner entsteht das multifunktionale Ensem-

ble im Stadtteil Suzhou Industrial Park, das voraussichtlich 2017 fertiggestellt werden soll. Der Komplex vereint Sportanlagen für Grossveranstaltungen, Freizeit- und kulturelle Nutzungen sowie Einkaufs- und Hotel-Funktionen in einer grosszügigen, öffentlich zugänglichen Parklandschaft. Suzhou ist in China als Gartenstadt berühmt, und auch der Masterplan für den neuen Sportpark ist an die Tradition des chinesischen Gartenbaus angelehnt. In einer modernen Interpretation des traditionellen Gartens umfliesst eine frei gestaltete Parklandschaft die von den umgebenden Strassen aus linear aufsteigenden Podien, auf denen die Stadien stehen.

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 gmp-architekten.de

 stadt-zuerich.ch

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Busgarage und Werkhof im Zürcher Kreis 4 Die Busgarage Hardau für die Fahrzeuge der Zürcher Verkehrsbetriebe soll ausgebaut werden. Zudem ist ein Ersatzneubau für den benachbarten Werkhof für Entsorgung + Recycling geplant. Gewinner des ArchitekturWettbewerbs ist das Projekt «Korund» der Pool Architekten in Zürich in Zusammenarbeit mit Schnetzer Puskas Ingenieure AG und Basler &  Hofmann AG. Ende 2016 soll das Bauprojekt ausgearbeitet werden, und später wird eine Volksabstimmung stattfinden. Baustart für das Projekt wird frühestens Ende 2017 sein.


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Auf nach Basel 12. – 16. 1. 2016 Halle 2.0


8 Aktuell Szene

Ausgezeichnet

Europäischer Stahlbaupreis an Theo Hotz Partner

Von Uwe Guntern (Redaktion) und Roman Bönsch, Unger Steel Group (Bilder) Der neue Hauptbahnhof Wien ist ein verkehrspolitisches Schlüsselprojekt – sein Wahrzeichen ist ein Rautendach. Die geometrische Dachstruktur, die einen städtebaulichen Akzent setzt, baut sich als einfache Bahngleisüberdachung über den zwölf Bahngleisen auf.

Das Rautendach des Wiener Hauptbahnhofs ist im September in Istanbul mit dem Europäischen Stahlbaupreis der European Convention for Constructural Steelwork (ECCS) mit einem «Award of Merit» ausgezeichnet worden. Das Zürcher ArchitekturBüro Theo Hotz Partner projektierte das Dach im Rahmen der Arge Wiener Team, realisiert hat die Konstruktion die österreichische Unger Steel Group. Über den neuen Wiener Hauptbahnhof berichtete «Architektur+Technik» in der August-Ausgabe. Er ist eines der grössten Infrastruktur-Projekte Österreichs. Die Struktur des Daches orientiert sich am Typ der Standardeinzeldächer der ÖBB, die sich durch die räumliche Auf- und Abbewegung sowie durch seitliches Ausdehnen und Komprimieren zu einer äusserst kräftigen rhythmisierten Bahnhofshalle entwickelt. Das Faltwerk, mit dem

eine Dramaturgie von starken Innenräumen generiert wird, erzeugt ein dynamisches Raumerlebnis seltener Grössenordnung. Kennzahlen des Rautendachs

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35000 m2 Stahlbau Verkleidung aus Aluminium ingenieur-technische Leistung: etwa 7000 t Stahl 14 Rauten à 76 m Länge, 5 Einzeldächer (etwa 200 m Länge) – gesamte Ausdehnung: etwa 120×460 m . Mit dem Europäischen Stahlbaupreis werden alle zwei Jahre Projekte ausgezeichnet, welche die herausragenden Eigenschaften von Stahl in der modernen Architektur verdeutlichen. Er geht an Teams aus Architekten, Ingenieuren und Stahlbauern. Theo Hotz und Partner erhielten den Preis nach 2001 zum zweiten Mal. Damals war der Hallenneubau der Messe Basel ausgezeichnet worden. ●

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Dies & Das

Im Gotthard-Basistunnel läuft der Testbetrieb. Derweil bereitet eine Wanderausstellung auf die Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt vor: «Gottardo 2016» macht derzeit an den grössten Schweizer Bahnhöfen halt. Termine und Stationen der Ausstellung sind auf unten stehender Website zu erfahren.  gottardo2016.ch

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Grösste Fotovoltaik-Anlage der Schweiz am Netz

Auf dem Areal Riverside in Zuchwil wurde Ende September eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 5764 kW Peak in Betrieb genommen. Es ist die leistungsstärkste zusammenhängende Dach-Fotovoltaik-Anlage der Schweiz, die den jährlichen Energiebedarf von rund 2726 Personen oder 1027 Einfamilienhäusern mit vier Personen abdeckt. Die CO2-Einsparungen liegen jährlich bei rund 595 Tonnen. Die Bauherrin Swiss Prime Site hat die Anlage – eine Verschmelzung von Stahlkonstruktion und Fotovoltaik-Anlage – im Sinne ihrer

Nachhaltigkeitsstrategie zusammen mit ausgewählten Planern entwickelt. Implenia zeichnete als GU für die Engineering-Leistungen verantwortlich. Die Konstruktion wurde in nur vier Monaten bei laufendem Betrieb auf dem Dach der Produktionshalle 330 in der Halle erstellt.  riversidezuchwil.ch

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Neues Bauen mit Holz Das bei Birkhäuser erschienene gleichnamige Fachbuch gibt anhand von 24 internationalen Projekten einen Überblick über die realisierte Vielfalt an Möglichkeiten im modernen Holzbau. Die Beiträge dokumentieren in Texten, Bildern und Plänen

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sowohl die architektonischen als auch die konstruktiven Qualitäten von Holzbauten von der Enwurfsplanung über das Tragwerk bis ins Detail. Die vielfältigen Einsatzbereiche beruhen dabei auf einer in Jahrhunderten aufgebauten holzbaulichen Expertise sowie auf aktuellen Forschungen im Ingenieur-Holzbau. Diese Spezialdisziplin hat sich in den letzten Jahrzehnten besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz signifikant weiterentwickelt und ist heute weltweit führend. Die Autoren Marc Wilhelm Lennartz und Susanne Jacob-Freitag (die auch in «Architektur + Technik» veröffentlichen) sind Fachjournalisten für Ingenieur-Holzbau und Architektur.  ISBN 978-3-0356-0455-9, Euro 59.95


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Etappe – der Baubeginn ist für Herbst 2016 vorgesehen. Der Abschluss der Bauarbeiten ist frühestens vier Jahre nach ihrem Start geplant. Insgesamt sollen weitere 226 Millionen Franken investiert werden. Im Zentrum der EHL-Entwicklungsstrategie steht die Nachhaltigkeit. Der Campus soll gewissermassen zu einer «grünen Lunge» – zertifiziert nach dem Label «Minergie-P» – avancieren. Überdies hat sich die Schule für die Nutzung von Geothermie entschieden. Gleichzeitig wird eine neue Rezyklierungs-Station errichtet. Diese soll für die Schulung der Studierenden genutzt werden. Die Neubauten werden am Waldrand zu stehen kommen.

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Hotelfachschule Lausanne stellt künftigen Campus vor

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19 Monate hat es gedauert, bis die erste Ausbauetappe des neuen Lehrgebäudes der Ecole hôtelière de Lausanne abgeschlossen war. Ziel war es, die Kapazitäten für Vorlesungssäle zu erhöhen und den Alltag auf dem Campus für die Studierenden noch angenehmer zu gestalten. 32,3 Millionen Franken wurden in diese Phase investiert, die zugleich die ambitiösen Wachstumspläne der weltberühmten Hotel-Fachschule von jetzt 2399 Studierenden auf künftig 3200 Studierende vorsieht. Der nun anstehende Ausbau erfolgt Etappe für

 ehl.edu

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12 Aktuell Szene

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Der Bildschirm als Portal zur Kirche Die St.-Marien-Kirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde Osnabrück hat ihren Kirchenführer virtuell zugänglich gemacht. Sowohl das Kirchengebäude als auch seine Kunstgegenstände sind dreidimensional erfasst worden. Mit der multimedialen Präsentation sind Schönheit und Historie des Bauwerks jederzeit ortsunabhängig zugänglich. In virtuellen Rundgängen lässt sich das mittelalterliche Gebäude bequem von zu Hause aus besichtigen, und Details können in Ruhe betrachtet werden. Die Basis dafür sind ScanDaten, die mit dem mobilen Laser Scanner Focus3D von

Faro erfasst wurden. Der Betrachter kann auf den mit Kirchenmusik unterlegten Videos durch die Kirche «schwebend» überraschende Perspektiven anklicken und zum Beispiel von unten in das Innere der Kirche schauen oder eine von vielen 360°-Rundumsichten wählen und so ganz neue Einsichten gewinnen.  marien-osnabrueck.de

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119 Wohnungen für Obfelden In Obfelden ist Mitte Oktober der Spatenstich für die Wohnbebauung Sentmatt gefeiert worden. Von der Hauptstrasse zurückversetzt, hinter der «Landi» in Obfelden, liegt der Baugrund für die Wohnbe-

bauung Bodenackerstrasse mit 119 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern. Als Vertretung der privaten Bauherrschaft zeichnet Halter Immobilien verantwortlich für die Entwicklung und den Studienwettbewerb. Das Projekt des Architektur-Büros Egli Rohr Partner überzeugte und gelangt nun mit dem Spatenstich in die Ausführungsphase. Für die Projektleitung der Planung und die bevorstehende Realisierung der Wohnbebauung ist die Halter Gesamtleistungen verantwortlich. Die drei Bauten der Bebauung Sentmatt integrieren sich durch ihre Lage und Architektur selbstverständlich in das gewachsene Umfeld des Quartiers. Weiter trägt die weitläufige Grünanlage um die Bebauung massgeblich zur hohen Wohnqua-

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lität bei. Die grosszügigen Aussenräume adaptieren den ländlichen Charakter Obfeldens und ermöglichen gleichzeitig Wohnungen mit Weitblick. Der Bezug der ersten Wohnungen ist für Juni 2017 vorgesehen.  sentmatt.ch

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Eine runde Sache Wir wohnen in rechteckigen Häusern. Und auch unsere Möbel sind mehr oder weniger eckig. So passen sie sich dem Wohnraum gut an und nutzen den zur Verfügung stehenden Platz optimal. Welche Idee steckt also dahinter, wenn auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne vom 18. bis zum 21. Januar


13 Aktuell Szene

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2016 ein rundes Haus als Wohnvision präsentiert wird? Rundes Wohnen ist uns fremd. Doch was uns fremd ist, ist in anderen Kulturen fest verankert: zum Beispiel die Tulou, traditionell kreisrunde Häuser der HakkaVolksgruppe in Südostchina (im Bild). Für Köln hat Sebastian Herkner einen Bau entworfen, der sich von der Messe-Architektur denkbar stark abheben wird. Es gibt keine Grenze, keine Barriere, keine Ecke, an der man sich stossen oder hinter der man sich verstecken könnte. Mit seiner Vision vom offenen, freieren Wohnen will Herkner auch ein Zeichen setzen. Das Haus ist ein Ausdruck für die Notwendigkeit, sich Veränderungen mit mehr Offenheit zu stellen.

Dies & Das

Welchen Anspruch haben Designer heute? Wieso sind sie Designer geworden? Welchen gesellschaft­ lichen Einfluss erhoffen sie sich? Was für ein Bild wird der Gesellschaft von ihnen vermittelt? Und wie kann sich Haltung im Design manifestie­ ren? Die Ausstellung «Forum für eine Haltung» in der Vitra Design Museum Gallery in Weil am Rhein geht bis zum 14. Februar 2016 diesen Fragen nach und präsentiert Positionen zum Thema. Neben der Ausstellung fin­ den im Depot Basel fünf mehrtägige Events zu verschiedenen Fokus­ themen statt.  depotbasel.ch  design-museum.de

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14 Aktuell Betrachtungen

Stilbruch gestattet

Die Dramaturgie der Gastfreundschaft

Manuel Pestalozzi hat an der ETH Zürich Architektur studiert. Von 1997 bis 2013 war er Redaktor bei «Architektur + Technik». Anschliessend gründete er die Einzelfirma Bau-Auslese, die sich der Informationsvermittlung widmet. Er wohnt seit mehreren Jahrzehnten in unmittelbarer Nähe der Universitätsklinik des Kantons Zürich und verfolgt deren räumliche Entwicklung.

Aus ganz unterschiedlichen Gründen kommt es, dass manche von uns reisen und auswärts essen. Daraus ergeben sich räumliche Bedürfnisse, die für den Kurzaufenthalt zugeschnitten sind. Gasthöfe und Karawansereien entwickelten sich zu Speiserestaurants, Grandhotels, Skihütten, Teehäusern, Motels und anderen Typen und Untergruppen. Teilweise erhielten sie eine spezifische architektonische Ausprägung. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Raum für Kurzaufenthalterinnen und -aufenthalter mit Personal bewirtschaften, solange diese sich in den betreffenden Betrieben aufhalten. Sieht man von staatlichen Not- oder Pflichtunterkünften ab, herrscht im Gastgewerbe vielerorts ein lebhafter Wettbewerb. Im Konkurrenzkampf sind die Architektur und insbesondere die Innen-Architektur neben den Standortfaktoren, der Freundlichkeit des Personals und den Preisen ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Kundinnen und Kunden anzuwerben und zu halten. Man hat seinen Gästen auch in räumlicher Hinsicht etwas zu bieten! Dabei gibt es zwei Aspekte voller Widersprüche zu berücksichtigen: Erstens wünschen Gäste gleichzeitig Exotisches und Vertrautes. So erfreuen sich beispielsweise Leute aus Indien an den Alpen und dem ganzen Dekor drumrum, sie wollen aber als Inderinnen und Inder behandelt und umsorgt werden. Zweitens wechseln Trends und Vorlieben schnell, Gäste hinterlassen zudem nicht selten bleibende Spuren, die für ihre Nachfolger oft unangenehm sind. Die Innen-Architektur der Gastronomie muss in ihrer Machart deshalb neutral, charaktervoll, anmutig und pflegeleicht sein. Kurzlebigkeit ist unter diesen Umständen schwer zu vermeiden. Raumgestaltung in der Gastronomie verlangt aus den genannten Gründen stets nach Kompromissen und Flexibilität. Sie hat aber dennoch etwas Bestimmtes darzustellen. Es braucht eine räumliche Dramaturgie: Gastronomiebetriebe müssen über ihre eigentlichen Funktionen hinaus eine

Bühne bieten, auf der sich die Gäste selbst inszenieren können. Denn Gast sein heisst in vielen Fällen nicht zuletzt: sehen und gesehen werden. Viele lieben das und führen sich so auf, als seien Dutzende von Augenpaaren, wenn nicht gar Kameraobjektive auf sie gerichtet. Das Drehbuch schreiben sie selbst, doch im Idealfall vermittelt das Interieur Anleitungen und Impulse. Man darf es allerdings nicht übertreiben – weder mit der Distanz zum Alltag noch mit der Exponiertheit der Kundschaft, denn die hohe Kunst der Gastfreundschaft erfordert ein gutes Gespür für den Geschmack der Allgemeinheit. Dazu gehört, die «Zumutbarkeit» abschätzen zu können. Das Fortbewegen durch die «Kulissen» muss für das meist ziemlich heterogene Publikum ein angenehmes Erlebnis sein, die Variierung von Raumdimensionen zwischen eng und weit, hoch und niedrig, Übergänge von hellen und eher dunklen Zonen haben für ein erinnerungswürdiges, abenteuerliches Wechselspiel zu sorgen, das positive Empfindungen weckt und sich spontan interpretieren lässt. Flexible Architektur

Natürlich gibt es auch in der Kultur der professionellen Gastfreundschaft radikale oder anspruchsvolle Konzepte, die für die Kundschaft eine Herausforderung sind – beispielsweise die Spezialausstattung des Restaurants Blinde Kuh in Zürich, in dem absolute Finsternis herrscht. Generell muss die Raumgestaltung aber die Gäste abholen. Sie hat die zwei eingangs genannten Aspekte zu verinnerlichen und dabei trotzdem eine kohärente «Rahmenerzählung» zu bieten – ohne eben allzu aufdringlich zu sein. Vielen Architektinnen und Architekten wird das zu viel. So erinnert man sich beispielsweise an einen Wettbewerb für ein Haus der Hyatt-Hotel-Kette in Zürich, bei dem das siegreiche Entwurfsteam sich nicht mit den Wünschen der Bauherrschaft befassen wollte und ausstieg. Es sah sich angesichts der konkreten Vorstellungen

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15 Aktuell Betrachtungen

des global tätigen Konzerns in seinen gestalteri­ schen Freiheiten beeinträchtigt. Das ist vielleicht zu bedauern, führt aber zur Einsicht, dass Architektur im Gastgewerbe Flexibilität zeigen muss, insbeson­ dere im Innenbereich. Sie sollte in ihrem Wesen so beschaffen sein, dass sie auch Stilbrüche aushält.

Erkennbar: das Hotel Fontainebleau in Miami Beach. Zur Zeit seiner Eröffnung in den 1950er-Jahren erntete es Kritik für die ungewohnte Trennung von äusserer und innerer Ästhetik. Heute besteht das erfolgreiche Hotel noch immer, obschon sich sein Interieur nach einer Renovation gewandelt hat. Bilder: Hotel Fontainebleau, Miami Beach

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Das erkannte der amerikanische Architekt Morris Lapidus, ursprünglich Bühnenbildner und Laden­ bauer notabene, schon früh. Sein berühmtestes Werk ist das Strandhotel Fontainebleau in Miami Beach aus den 1950er Jahren, Schauplatz der Begeg­ nung von James Bond mit Auric Goldfinger im Klassiker von 1964. Von aussen ein Repräsentant des «International Style», wurde das Hotel innen von Lapidus mit modischem Dekor ausgestattet, den manche «Kitsch» nannten. Die frivole Tren­ nung von äusserer Erscheinung und innerer Gestal­ tung wurde in Fachkreisen vielerorts kritisiert, das Konzept der gestalterischen Autonomie im Innern kann aber auch als Beweis für das psychologische Fingerspitzengefühl von Lapidus gelten. Auf jeden Fall gibt es das «Fontainebleau» noch heute, nach einer Gesamtrenovation im Jahr 2008 erstrahlt es äusserlich in alter Frische. Die Dramaturgie im Innern ist mit der Zeit gegangen und hat sich voll­ kommen verändert. ● Architektur+Technik 11/15

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Hospitality


Hotel Atlantis ZĂźrich


19 Dossier Hospitality

Das legendäre Hotel Atlantis am Fusse des Zürcher Üetlibergs steht vor der Wiedereröffnung. Es ist komplett saniert worden und wird als Hotel im oberen Fünfsterne-Bereich positioniert.

Back to the Roots – up to date Von Uwe Guntern (Text) und Radek Brunecky (Bilder)

Das Hotel Atlantis am Fusse des Zürcher Üetlibergs hat eine grosse Geschichte. Es wurde Ende der 1960er-Jahre gebaut und 1970 in Betrieb genommen. Seither wurden einige An- und Umbauten vorgenommen, zuletzt in der zweiten Hälfte der 1990erJahre, als im Nordflügel die Konferenz- und Wellness-Bereiche erweitert und grundlegend geändert wurden. Ab 2004 war das Hotel geschlossen und wurde als Asylbewerberheim und anschliessend als Studentenwohnheim genutzt. 2012 wurde das Architekturbüro Monoplan mit dem Projekt beauftragt, als Generalplaner Entwurf, Planung und Ausführung des Umbaus des Gebäudes zu leiten, der die Wiedereröffnung eines Hotels im oberen Fünfsternebereich vorsah. Die baulichen Eingriffe erstreckten sich über das gesamte Gebäude. Es wurden alle Zimmer, die komplette Haustechnik sowie die Fassade erneuert. Zur besseren Erschliessung des Gebäudes und Erfüllung der Erdbebenstabilität wurden neue Treppenhausund Liftkerne erstellt. In den Untergeschossen entstand neben den Technikzentralen ein Spa-Bereich. Das bestehende Attikageschoss wurde abgebrochen und durch ein neues, erhöhtes Geschoss ersetzt. Parallel zum Südost-Flügel wurde eine zweigeschossige unterirdische Tiefgarage mit Trafostation und weiteren Technikräumen erstellt. Das Konzept sah

vor, dass die Bereiche Konferenz, Gastronomie und Wellness auch externe Besucher ansprechen. Das Vorprojekt bis und mit Realisierung und Baukontrolle verantwortete die Henauer Gugler AG. Betondecken, vorfabrizierte Fassadenstützen und Betonwände bilden beim ursprünglichen «Atlantis»-Bau die Tragstruktur. Viele der Betonwände in den Obergeschossen wirken als Tragscheiben, dienen der Aussteifung und leiten die Kräfte teilweise über ein räumliches Tragsystem auf die unteren Geschosse bis auf die Bodenplatte ab. Das Gebäude ist flach fundiert. Im Bereich der neuen Kerne und bei grossen Einzellasten von neuen Stützen sowie bei Verstärkungen der bestehenden Fundation wurde das Ge-

Der Ansatz für die Erneuerung der Fassade war der einer konzeptionellen Transformation des Bestandes in die aktuelle Zeit. Lageplan

Architektur+Technik 11/15


Die Typologie des Gebäudes besteht aus einem zweigeschossigen Sockelgeschoss, verglast mit vertikalen Betonstützen für die öffentlichen Bereiche. Darauf folgen drei Zimmergeschosse, bei denen die Sichtbetonfassade zum Tragen kommt. Die Balkone sind durch Holzteile getrennt und bilden den Kontrast zum Beton.

Der Schwerpunkt liegt im Hospitality-Bereich Gesamtheitliche Planung im Sinne und Interesse des Bauherrn ist integraler Bestandteil der Unternehmensphiloso­ phie von Monoplan. Als Team von Architekten und Innen­ architekten bietet das Architektur­Büro zusammen mit seinen Partnerfirmen das gesamte Spektrum von Architektur, Projektmanagement, Bauleitung, Interior Design, Landschaftsarchitektur, Grafik­Design und Branding. Konzeptio­ nelles Denken im Sinne einer übergrei­

fenden Planung steht dabei an erster Stelle. Die Umsetzung dieser Konzepte aus der Perspektive des Menschen zählt zu den grössten Stärken von Monoplan und resultiert in einer hohen architek­ tonischen und innenräumlichen Quali­ tät. Kosteneffizienz, Termintreue und höchste Qualität in allen Belangen sind essenzieller Bestandteil der Arbeit. Neben allen gängigen planerischen Aufgaben wie Büro­ und Wohnungsbau liegt der Schwerpunkt im Hospitality­

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Bereich. Dieser umfasst klassische Hotel­Planung und ­Gestaltung; ebenso Serviced Apartments, Personalhäuser, Seniorenresidenzen, Restaurants, Bars, Spas und sämtliche Mischnutzungen. Der Schwerpunkt der Projekte liegt in der Schweiz, Deutschland und Öster­ reich. Des Weiteren wird im gesamten europäischen Umfeld und darüber hinaus geplant. Lesen Sie zur Philosophie von Mono­ plan auch das Interview auf Seite 24.


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bäude auf Mikropfähle abgestellt. Die bestehende Tragstruktur wurde einer umfassenden Betonsanierung unterzogen. Als Ikone konzipiert

«Architektur+Technik» traf die Gründer von Monoplan, Daniel Schneider und Philip Wohlfarth. «Das ‹Atlantis› entstand in den wilden Sechzigern», erklärt Daniel Schneider, «man kann sagen, als Pendant zum ‹Dolder›. Es wurde schon als Ikone konzipiert mit modernsten Materialien, auf dem neusten Stand der Technik und einer Betonfassade, die damals der letzte Schrei war. Idyllisch gelegen war das ‹Atlantis› in den Siebzigern ‹the place to be›, sowohl das Hotel als auch das Restaurant und der Nachtklub. Stars wie Freddie Mercury, Shirley MacLaine oder Muhammad Ali gingen ein und aus.» Das Hotel war auf der Inventarliste der Denkmalpflegekommission und wurde im Zuge des aktuellen Projektes unter Schutz gestellt. Die Eigentümer beabsichtigten, das Hotel zeitgemäss zu erneuern und als moderne Hotel-Anlage im oberen Preissegment zu positionieren. «Das Atlantis wurde nach einem äusserst gut durchdachten Konzept erstellt,» ergänzt Philip Wohlfarth. «Wir mussten die Grundstrukturen nicht ändern, sondern konnten sie sehr gut übernehmen, und dies 45 Jahre später. Zudem hatten wir die Möglichkeit, mit den Eigentümern frühzeitig zu schauen,

wie das Hotel revitalisiert und neu positioniert werden konnte. Unser Arbeitsmotto wurde ‹Back to the Roots – up to date› und knüpft damit an die glorreiche Zeit des ‹Atlantis› als Hotel an.» «Unter den Massnahmen, die ergriffen werden mussten, ist besonders die Fassade zu erwähnen», führt Schneider weiter aus. «‹Back to the Roots – up to date› trifft hier besonders zu. Die Fassade bestand ursprünglich aus Waschbetonplatten mit einer sehr grobkörnigen Struktur, damals ‹State of the Art›. Unsere Aufgabe bestand darin, eine Fassade zu schaffen, die den hochwertigen Ansprüchen eines Fünf-

Durch die Hanglage ist der Garten auf zwei Geschossen erlebbar. Die Landschaft fliesst sozusagen durchs Gebäude.

Der Grundriss des 1. Obergeschosses zeigt den Y-Aufbau mit dem Treppenhaus im Mittelpunkt. Ansicht Nord (oben) und Süd.

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Die Erneuerung der Fassade war ein Abstraktionsprozess, der mit der Struktur des Waschbetons auf vielfältige Weise spielt. Dabei wurde die bestehende Fassade digitalisiert und in verschiedenen Prozessen aufgearbeitet und abstrahiert. Aus dem voll vektorisierten Bild wurde für den Produktionsprozess eine Negativplatte gefräst, die wiederum als Schalung für die neuen, vorgefertigten Betonelemente dient. Somit entsteht eine Fassade, die sich auf die Waschbetonplatten von 1970 bezieht und dabei in ihrem Erscheinungsbild konsequent zeitgemäss ist.

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Das «Atlantis» mit Blick auf die Zürcher City soll wieder zu einer Top-Adresse der Limmatstadt werden.

sterne-Hotels gerecht wird und die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit widerspiegelt, ohne den Bezug zum Original zu verlieren. In Absprache mit der Denkmalpflege entwickelten wir eine Fassade, die gedämmt ist, der Historie Rechnung trägt und schliesslich auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wird. Dazu haben wir die Struktur des Waschbetons zunächst digitalisiert. Er diente als Ausgangspunkt für einen Abstraktionsprozess, der mit der Struktur des Waschbetons auf vielfältige Weise spielt. Die Aufnahmen wurden in verschiedenen Prozessen aufgearbeitet und abstrahiert, bis sie in Massstab und Prägnanz dem oben beschriebenen Bild entsprachen. Aus dem voll vektorisierten Bild wurde nach einer Optimierung für den Produktionsprozess eine Negativplatte gefräst, die wiederum als Schalung für die neuen vorgefertigten Betonelemente diente. Somit entstand eine Fassade, die sich auf die Waschbetonplatten von 1970 bezieht und dabei in ihrem Erscheinungsbild konsequent zeitgenössisch ist. Dies nicht zuletzt, weil wir die Strukturen gestrafft haben.» Qualität vor Masse

Da das Gebäude in die Schräge des Hangs gebaut wurde, hat es zwei ebenerdige Zugänge zum Gartenbereich. Zum einen im ersten Obergeschoss, das rückseitig ebenerdig liegt, zum anderen vorderseitig

über das Erdgeschoss. Die Landschaft fliesst sozusagen durchs Gebäude. Im Innenraum waren die denkmalpflegerischen Auflagen weniger strikt. «Die Anordnung der Räume und die Erschliessungskerne konnten wir übernehmen», so Wohlfarth, «solange es keine feuerpolizeilichen Notwendigkeiten gab. Insbesondere das schöne, zentrale Treppenhaus, das durch alle Geschosse führt und oben in einer Lichtkuppel endet. Diese haben wir vergrössert, damit sie besser wahrnehmbar wird. Die Anzahl der Zimmer wurde reduziert, aber dafür sind die verbliebenen nun ein Drittel grösser. Die Standardzimmer gehören mit rund 40 m² zu den grössten im Raum Zürich. Auch hier haben wir Wert auf Qualität und nicht auf Masse gelegt.» Beim Design wurde eine Mischung aus Internationalität und regionaler Identität angestrebt. Das Londoner Design-Büro HBA hat dem Haus mit seinen 95 Zimmern und Suiten diesen Charakter verliehen. Das «Atlantis» besitzt zwei Restaurants, Bar und Zigarrenlounge sowie einen Konferenz-Bereich, klein aber fein, der für mittelgrosse Veranstaltungen oder Hochzeiten bestens geeignet ist. Schliesslich bleibt noch das Dipiù-Spa mit Innen-Pool und einem 25-m-Aussen-Pool zu erwähnen. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wird das Hotel Anfang Dezember als Luxushaus «Atlantis by Giardino» eröffnen. ● HLK Ingenieur Müller. Bucher Ing. FH Gebäude-

Bautafel Architekt/Generalplaner Monoplan AG, Zürich

technik, Zürich

Landschaftsarchitekt green! landscapes AG,

Sanitäringenieur Arregger Partner, Luzern

Zürich

Bauphysik Zeugin Bauberatungen AG, Münsingen Fassadenplanung Bardak AG Planungsbüro, Zürich

Bauingenieur Henauer Gugler AG, Zürich Elektroplanung HHM Hefti. Hess. Martignoni. Zürich AG, Zürich

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Interview

Wo andere aufhören, haken wir ein Von Uwe Guntern (Interview) und David Steets (Bilder)

«Architektur + Technik» unterhielt sich mit den Architekten des Zürcher Hotels Atlantis, Daniel Schneider und Philip Wohlfarth, über den Dreiklang Architektur, Interior Design und Branding. Monoplan ist ein junges Büro und schon europaweit tätig. Wo sehen Sie die Gründe für Ihren Erfolg?

Daniel Schneider: In erster Linie sind wir Architekten, die wissen,

dass es noch mehr als Architektur gibt: die Innen-Architektur, die sinnvoll mit der Architektur korrespondieren sollte, und die Themen Branding, die Positionierung und Vermarktung einer Immobilie. Philip Wohlfarth: Wir sagen oft: «Wo andere bereits aufhören, dort haken wir ein.» Das ist der Punkt, an dem wir als Architekten das Potenzial gesehen haben und uns zusammen mit der InnenArchitektur mehr und mehr in

«Für das Atlantis-Hotel in Zürich haben wir den Leitgedanken ‹Back to the Roots – up to date› definiert.» Daniel Schneider

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das Thema Architectural Branding eingearbeitet haben. Wie vermeiden Sie es, dabei ins Mittelmass abzugleiten?

DS: Das Zauberwort heisst Teamwork im echten Sinne des Wortes. Wir begreifen unsere Projekte stets als Zusammenspiel der drei Bereiche Architektur, der äusseren Hülle, Interior Design, von innen nach aussen gedacht, und Branding, wo wir in die Zukunft denken. Erst wenn man


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«Architektur, Interior Design und Branding gehen bei uns Hand in Hand.» Philip Wohlfarth

die drei Themen zusammen­ nimmt, kann in unseren Augen ein «perfektes Projekt» ent­ stehen, und wir gleiten nicht ins Mittelmass ab. Können Sie das Branding näher beleuchten und erläutern, wie es in Ihr Konzept passt?

PW: Branding begreifen wir gerne als eine Art Arbeitsauftrag, der während eines Projektes immer mitschwingt. Wenn wir beginnen, versuchen wir anhand von Fragen die zukünftige Entwicklung zu antizipieren. Am Beispiel eines Hotels könnten diese Fragen lau­ ten: «Was möchte der Bauherr?», «Wer werden die Gäste sein?», «Wie können wir im jeweiligen Hotel­Markt nachhaltig erfolg­ reich sein?», «Was sind die Rah­ menbedingungen?», also auch: «Was ist unsere Interpretation der Zukunft dieses Hotels?» Ein solches Projekt kann Jahre in Anspruch nehmen. Somit ist es sehr wichtig, diese Zukunfts­ szenarien in unserer Anfangsan­ alyse gut zu beachten. Mit diesem Ansatz sind wir zu der Symbiose unserer drei Themen gekommen.

Wie reagieren die Kunden darauf, das Branding beim Prozess mitzudenken?

DS: Gerade bei Hotel­Projekten rennen wir mit dem Ansatz offene Türen ein. Ein Beispiel dazu: Eine Hotel­Kette möchte von ihrem wichtigsten Haus die Eingangshalle renovieren. Dies geht nicht, ohne sich zu fragen, wie holen wir das Image des Hotels, das es ja bereits gibt, in die Gegenwart. PW: Die grossen Immobilien­ firmen haben die Wichtigkeit einer sauberen Positionierung ihrer Objekte im Markt auch erkannt. Insgesamt wird das Thema zunehmen, aber es wird immer eine Erklärung des Planers notwendig sein. Wie finden Sie das Thema eines Projekts, und wie nähern Sie sich ihm?

DS: Es ist ein Zusammenspiel von zwei Ansätzen. Zum einen geht es darum, sich analytisch dem Thema zu nähern: die Ist­ Betrachtung, die Wettbewerbs­ Betrachtung, die Ziele des Kunden und des Investors genau

zu verstehen und zu überprüfen. Und von dieser Analyse aus­ gehend fängst du an zu spielen, das ist dann der kreative Teil. Du entwirfst verschiedene Szena­ rien – wie kann ein Objekt an und mit einem bestimmten Ort funktionieren? Was könnte mit genau den Gegebenheiten in der Zukunft erfolgreich sein? Und dann fängt man an, aus die­ sen Aspekten ein Hauptthema zu destillieren. PW: Es ist eine Art Leitfaden, und man merkt schnell, ob er funktioniert. Für das Atlantis­ Hotel in Zürich haben wir den Leitgedanken «Back to the Roots – up to date» definiert. Er erin­ nert uns immer wieder an die Vergangenheit des Hauses. Also daran, dass das Hotel 1970, nach seiner Eröffnung, absolut «State­of­the­Art» war. Und jetzt müssen wir einen neuen Eindruck erschaffen, der diesen Bogen schlägt. Eine solche Geschichte können Sie jedem am Projekt Beteiligten erzählen, nicht nur dem Kunden, sondern jedem Fachplaner oder auch den zuständigen Behörden. ●

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Hotel Schani Wien


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Das Hotel Schani Wien gilt als zukunfts­ weisendes Hotel. Im Rahmen des Projekts «FutureHotel» kommen hier erstmals ausgewählte Innovationen im laufenden Betrieb zum Einsatz.

Gehd ned gibt’s ned! Von Uwe Guntern (Redaktion) und Kurt Hörbst (Bilder)

Dem Architekten Gabriel Kacerovsky geht es um eine Design-Haltung, die sich aus der Identität des Ortes und der lokalen Gesellschaft ableitet und die weggeht vom Ansatz, Hotels mit der Schablone zu entwerfen. In der obersten Etage wurde mit den doppelgeschossigen Maisonnette-Zimmern ein besonderer Zimmertyp entwickelt.

Mit dem Hotel Schani Wien eröffnete im April das zweite Hotel der Familie Komarek aus Wien­Ottak­ ring. Geplant wurde es vom Wiener Architektur­ Büro «archisphere – Gabriel Kacerovsky ZT GmbH», das auf Hotel­Projekte spezialisiert ist. Das «Schani» ist ein Hotel mit Wiener Charme und bietet durch den Standort am Hauptbahnhof die perfekte Aus­ gangslage für Business­ wie auch Freizeit­Gäste. Ins­ gesamt 135 Zimmer, davon zehn Maisonnettes, eine multifunktionale Lobby und ein Schanigarten mit «Grünoase» erwarten die Gäste. Geschäftsführen­ der Gesellschafter Benedikt Komarek setzt in Zu­ sammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Frauen­ hofer IAO und archisphere die Hoteliers­Tradition der Familie mit einem eigenen zukunftsweisenden Projekt und neuen Ideen fort. Schon 2008 wurde die Idee geboren, ein zweites Hotel zu bauen. «Wir woll­ ten ganz bewusst ein Hotel, das in Wien beheimatet ist und das in dieser Art und Weise in keiner anderen Stadt zu finden ist – ein Hotel mit Wiener Charme, das den zukünftigen Gästewünschen entspricht», erläutert Benedikt Komarek. Als das erste Co­Working­Hotel Europas geht das Hotel Schani Wien neue Wege. Es ist ein «SMARTes» Hotel für moderne Reisende aus der ganzen Welt,

das innovative Technologien einsetzt wie individu­ elle Zimmerauswahl, mobiles Check­in und Check­ out, Zimmerschlüssel am eigenen Smartphone und multifunktionale Lobby. «So haben wir mehr Zeit für den persönlichen Service», so Komarek weiter. «Wir übernehmen typische Concierge­Tätigkeiten, wie sie sonst nur aus der Luxus­Hotellerie bekannt sind. Bei uns ist nicht nur Co­Working, sondern auch Ent­ spannen in mehreren Bereichen und in ‹Schani’s Garten› möglich.» Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der anregend und entspannend zugleich ist: ein läs­ siges Wohnzimmer, das Traditionen entstaubt, mit

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Verbundprojekt «FutureHotel» Das Verbundforschungsprojekt «FutureHotel» ist unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO als Innovationsnetzwerk in Zusammenarbeit mit wichtigen Wirtschaftspartnern konzipiert. Im Rahmen des Projektes werden die zentralen Fragestellungen für das Hotel der Zukunft vorausgedacht. Relevante

Schlüsselentwicklungen und deren Auswirkungen auf die Hotellerie werden ebenso analysiert wie die Anforderungen verschiedener Gästetypen und Optimierungspotenziale im HotelBetrieb. Für die Bereiche Hotel-Zimmer, Rezeption, Tagungsbereiche usw. werden neue, zukunftsweisende Lösungen aufgezeigt und dabei technologische Innovationen sowie wirtschaftliche, ökologische und gesamtgesellschaft-

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liche Gesichtspunkte berücksichtigt. Darüber hinaus bietet der Showcase «FutureHotel» die Möglichkeit, theoretische Forschung mit einem realen Testfeld zu verknüpfen. Im Rahmen des Projekts kommen im Hotel Schani erstmals ausgewählte Innovationen im laufenden Betrieb zum Einsatz. Die Lösungen betreffen den Buchungsprozess, das Check-in und das Check-out, das Hotel-Zimmer und die Lobby.


Die dem Hauptbahnhof zugewandte Fassade ist eine Abwandlung des berühmten Wiener Geflechts aus Metall, das von Michael Thonet bereits Mitte des 19. Jahrhunderts für seine Bugholzstühle in Wien entwickelt wurde. Das Thema Kaffeehaus findet sich nicht nur in den öffentlichen Bereichen wieder, sondern wird auch in den Zimmern mit dem Kaffeehaustisch im Fenster fortgesetzt. Der Zimmerschlüssel wird aufs Smartphone geladen. Über eine App erfährt der Gast, ab wann das Zimmer bezugsfertig ist.

der Gegenwart vereint und das traditionelle Wiener Kaffeehaus weiterführt. Die Gäste sollen sofort mer­ ken, in welcher Stadt sie sich befinden, wenn sie die Lobby betreten. Hotel­Architekt Gabriel Kacerovsky von archisphere über die Besonderheit des Projekts: «Differenzierung ist das Zauberwort für die unter­ schiedlichsten Lebensbereiche. Moderne Reisende wollen in der Stadt an dem Ort ankommen, wohin sie gereist sind. Sie suchen lokales Essen, Handar­ beit, echte Erlebnisse. Das muss sich auch in einer handwerklichen Hotellerie wiederfinden. Bei unse­ ren Projekten geht es uns um eine Design­Haltung,

die sich aus der Identität des Ortes und der lokalen Gesellschaft ableitet und weggeht vom Ansatz, Hotels mit der Schablone zu entwerfen. Es geht darum, eine emotionale Dimension in das Hotel­ Erlebnis zu bringen.» Wiener Kaffeehauskultur

Angekommen in der Lobby des Hotel Schani Wien, ist die klassische Wiener Kaffeehauskultur zu spü­ ren, nach der an Marmortischen Kaffee getrunken wird und sich ein Gespräch mit Gleichgesinnten er­ gibt, während man die Zeitung im Zeitungshalter

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«Mein Name ist Schani» «Schani» ist ein typisch wienerischer Begriff und heute vor allem im Wort Schanigarten zu finden. Der «Schani» ist ein freundlicher Dienstleister, der den Gästen alle Wünsche von den Augen abliest und auch bekannt als vertrauter

Freund ist. Im 19. Jahrhundert wurden in Wien viele Kellner mit «Schani» ange­ sprochen; denn früher wurde der jüngste Mitarbeiter des Lokals (der «Schani») hinausgeschickt, um die Sitzgelegenhei­ ten an der frischen Luft zu arrangieren. Die Aufforderung: «Schani, trag den Garten raus», führte zum historischen

Begriff Schanigarten. «Schani» ist ausserdem die Koseform des männlichen Vornamens Johann beziehungsweise Johannes und abgeleitet vom italieni­ schen Gianni und französischen Jean. So wurde der Wiener Kapellmeister und Komponist Johann Strauss bereits von seiner Familie «Schani» gerufen.

liest. Am Frühstücksbuffet erinnern Zinshaus-Fliesen an vergangene Zeiten, und der Weg zum Zimmer führt über «Zementfliesen», die als Teppich mit symbolischen Würfelmustern modernisieren. Eine warme und edle Wirkung wird durch die Verwendung von Messing im ganzen Haus erzeugt, und grobes Sperrholz bietet einen Kontrast zu den ursprünglichen Materialien. Dass die Wiener Tradition zeitgemäss weitergeführt wird, zeigt sich auch in den Thonetmöbeln, der Stuckdecke, die noch in ihrer Transportkiste über der Bar schwebt, den gelb lackierten Aufputzwasserleitungen, die als Möbelgestelle dienen, dem Greissler-Regal als Raumschild

und der Bassena an der Wand. Wiener Flair schaffen auch Zeichnungen vom «Schani» und von Wien, die durch das Hotel führen und Wiener Geschichten erzählen. Als «SMARTes» Hotel erspart das «Schani Wien» den Gästen aufwendige Organisationstätigkeiten: Nach dem Prinzip der Sitzplatzauwahl im Flugzeug kann der Gast, der über die Website bucht, bereits vor Anreise sein Wunschzimmer individuell über einen Stockwerkplan auswählen. Sobald sein Zimmer bezugsfertig ist, erhält er alle Informationen über die «Schani»-App und kann sich dort gleich selbst einchecken. Dahinter steckt die Überlegung, dass der mobile Check-in eine Erleichterung für den

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Das «Schani Wien» integriert einen vollwertigen Co-Working-Space in die Hotel-Lobby. Die öffentlichen Bereiche gruppieren sich um die Bar, die als Anlaufstelle für die Gäste fungiert. Die Bar ist gleichzeitig auch Rezeption und Self-Check-inAusgabestelle. Entlang der Fassade findet sich eine Zone mit gemütlichen Ohrensesseln von Jaime Hayon.

Gast ist, der dadurch wertvolle Zeit einspart. Über die App erhält er ausserdem alle Informationen über das verfügbare Zimmer und wird benachrichtigt, sobald es bezugsfertig ist. Damit werden unangenehme Wartezeiten vermieden, und der Zimmerschlüssel am Smartphone ermöglicht schliesslich einen ungestörten Aufenthalt im Hotel. Als Back-up-System für weniger Technologie-affine Personen werden auch die üblichen KeyCards zum Türöffnen angeboten. Auch die Hotel-Angestellten sind in diese Entwicklung eingeschlossen. So arbeitet das Housekeeping-Personal beispielsweise mit einem Property Management System, das auf dem Tablet beziehungsweise Smartphone den Status der Zimmer anzeigt. Somit erhalten die Gäste auf die «Schani»-App eine Benachrichtigung, sobald das Zimmer gereinigt

ist. Auf eine klassische Rezeption wird verzichtet. Es gibt stattdessen eine zentrale Bar, die als Anlaufstelle dient. Denn durch das Buchungssystem gibt der Gast, wie erwähnt, schon im Vorfeld seine Daten bekannt, muss beim Einchecken nicht mehr an eine Rezeption und kann direkt auf sein Zimmer gehen. Dort wurde besonderer Wert auf die Ausstattung gelegt, zum Beispiel einen Schreibtisch, genügend Licht, ultraschnelles WLAN (200 Mbit), ausreichend Steckdosen, USB-Anschlüsse und ein SmartTV. Weiterhin wird im Hotel vorwiegend auf LED-Technik gesetzt, und es stehen Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Mit diesen und weiteren Massnahmen ist es gelungen, den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Hotels um bis zu 41 Prozent zu reduzieren. ●

Bautafel Bauherr Hotel Schani GmbH, Wien

Projektsteuerung VT Plan GmbH, Wien

Architektur/Innenarchitektur archisphere – gabriel

Haustechnik ZTRB – Dipl.-Ing. Reinhold A. Bacher, Wien

kacerovsky zt gmbh, Wien Generalunternehmer HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m. b. H, Perg (A)

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Bergtrotte Osterfingen


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In Osterfingen steht seit dem 16. Jahrhundert eine Bergtrotte. Sie steht unter Denkmalschutz und wurde nun von Spühler Partner Architekten feinfühlig restauriert und erweitert.

Klare Linien und Zurückhaltung Von Uwe Guntern (Text) und SPPA, Zürich (Bilder)

Die an der Sonnenhalde über Osterfingen stehende frühneuzeitliche Bergtrotte ist nicht nur das eigentliche Wahrzeichen von Osterfingen, sondern sie bildet zusammen mit ihrer ursprünglichen Umgebung, dem Weinberg, ein kulturlandschaftliches Ensemble von grosser Bedeutung. Rund 400 Jahre diente sie der Weinherstellung. Davon zeugt neben dem erhaltenen Gebäude auch ein mächtiger alter Trottbaum aus dem benachbarten Siblingen. Heute stehen beide unter Schutz. Im Winzerbau aus dem 17. Jahrhundert entstand ein Zentrum für lokalen Wein mit entsprechenden Event-Räumen für bis zu 300 Personen. 2010 beschliesst die dafür gegründete Stiftung

Bergtrotte Osterfingen auf der Basis eines öffentlichen Wettbewerbs die Planung der baulichen Anpassungen. Den Wettbewerb gewannen SPPA Spühler Partner Architekten in Zürich. Die Arbeiten wurden im September abgeschlossen. «Architektur + Technik» traf sich mit Peter Trachsler, einem der drei leitenden Köpfe des Architektur-Büros, zu einem Rundgang. «Ich glaube, der entscheidende Punkt war, dass wir die alte Trotte haben stehen lassen können, wie sie die letzten 400 Jahre schon dort stand», erläutert Peter Trachsler. «Um den Bestand als Solitär erhalten zu können, wurden die Räume der Erweiterung nordseitig in den Hang eingelassen und damit im Rebberg verborgen.» So befreiten die Architekten die Rückwand der Bergtrotte von hangseitigen Erddrücken und reduzierten damit den Sanierungsaufwand im Altbau. Die nutzbare Fläche wurde verdoppelt und zusätzlich um einen Platz für Aussenanlässe ergänzt. Damit wird die Erneuerung auch aussen sicht- und erlebbar. «Das Volumen ist mit dem Anbau verdoppelt worden. Es war nicht ganz einfach, an einem so wunderbaren Ort Neues zu integrieren, ohne der Trotte ihre Selbstständigkeit zu nehmen.» Die neuen Bauten treten daher nur in minimaler Form in Erscheinung, ohne dabei ihre Präsenz zu verlieren, während der Altbau denkmalpflegerisch Architektur+Technik 11/15

Peter Trachsler gehört neben Hans Peter Häberli und Beat Graf zu den leitenden Köpfen hinter SPPA. Alle drei schätzen das Einfache und suchen die Schönheit klarer Formen.

Das neue Beizli bildet zusammen mit dem Unterstand des Trottbaums und der alten Trotte den Eingangsbereich. Lageplan


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Die Restaurierungsarbeiten zeigen alte und neue Bauteile, dicht ineinander verwoben.

saniert wurde. Die Form- und Materialsprache hielten SPPA bewusst schlicht und stärkten so in ihrer reduzierten Form den Ausdruck der verschiedenen Bauteile. Die rohen Sichtbeton-Oberflächen der Ergänzung kontrastieren mit dem alten Natursteinmauerwerk, ohne dabei fremd zu wirken. Sie bieten einen natürlichen, zurückhaltenden Hintergrund für Ausstellungen und Events. Dabei wird besonders durch die fein ausgearbeitete «Weinwand» aus Holz ein Akzent gesetzt und gleichzeitig die Akustik verbessert. Historischer Teil

Das Baudenkmal blieb konsequent als separates Gebäude ablesbar und wurde im Kontrast zum neuen Unterstand in seiner Wirkung gestärkt. Auch wird die alte Trotte nicht beheizt. Die rudimentäre Materialisierung und reduzierte Detaillierung der Ergänzung lässt dem Bau seine Ausstrahlung und inszeniert in der simplen Gegenüberstellung den beeindruckenden Zeithorizont des Ensembles. «Im historischen Gebäude verlief der Boden schräg mit dem Hang und hatte ein Gefälle von 60 cm», so Trachsler. «Um ein einheitliches Bodenniveau für alle Räume zu erhalten, mussten wir den Boden teilweise unterfangen. Einige wenige Balken stammen sogar aus dem Jahr 1584. Die Trotte ist zwei

Mal erweitert worden und von Ost nach West gewachsen. Den grössten Eingriff, den wir vorgenommen haben, war, den Trottbaum herauszunehmen. Es war uns klar, dass er erhalten bleiben musste, und zwar sichtbar. Er stand zuvor mehr oder weniger in eine Ecke gedrückt und wurde kaum noch wahrgenommen. Nun bildet er in einem extra für ihn gebauten Unterstand mit dem neuen Beizli ein attraktives Ensemble im Aussenbereich. Auch die Gebäudehülle des alten Trottgebäudes wurde originalgetreu instand gestellt. Dadurch wurden die Zugangstore der neuen Nutzung entsprechend aufgewertet und lassen mit ihren aufgedoppelten Läden ein filigranes Lichtspiel ins Innere fallen. Jeder Eingriff von uns ist klar erkennbar. So sind im und am Gebäude jetzt die alte und die neue Welt erlebbar.»

Der Trottbaum war vor dem Umbau kaum wahrnehmbar in einer Ecke platziert. Mit dem neuen Beizli erhält die alte Trotte eine weitere Funktion, die zusätzliche Besucher in den Rebberg lockt. Die unterschiedlichen Räume sind flexibel zusammenschaltbar und durch den zentralen Erschliessungsgang entlang der alten Rückwand unabhängig bedienbar.

Verbindung von Alt und Neu

Die Restaurierungsarbeiten an der alten Trotte erlaubten es, alte und neue Bauteile dicht ineinander zu verweben. Das Resultat verdeutlicht sich besonders in den Übergängen und den erneuerten Einbauten in der alten Trotte. Hier überlagern sich die beiden Material- und Formensprachen und bilden einen kontrastreichen Überblick. Die Originalrückwand zieht sich mehr oder weniger durchs ganze Gebäude und bildet so die Schnittstelle zwischen Alt und Neu.

Geschichte der Trotte Die Geschichte der im Auftrag der Stadt Schaffhausen entstandenen Bergtrotte Osterfingen reicht mindestens ins 16. Jahrhundert zurück. Schriftliche Quellen von 1584 belegen den Neubau der obrigkeitlichen Bergtrotte. Hier mussten die Lehensbauern bis im frühen 19. Jahrhundert ihre Traubenern­ ten pressen lassen. 1676 und 1783 wurde die Trotte erweitert und mit einem

zusätzlichen Trottbaum ausgestattet. Die Erweiterung von 1783 erfolgte im Auftrag des Landvogts von Neunkirch, Heinrich Rauschenbach, der gleichzei­ tig den Dachstuhl sanieren und die Südfassade ersetzen liess. 1801, nach Aufhebung des Trottzwangs, gelangte die Bergtrotte im Zuge der politischen Umwälzungen und der neuen Herrschaftsverhältnisse in den Besitz der ansässigen Rebleute. Die Jahreszahl 1905 im östlichen Giebel­

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dreieck weist auf eine Restaurierung hin, bei welcher vermutlich der Putz erneuert und das Scheunentor vergrössert wurde. Weitere bauliche Veränderungen fanden in den 1960er­Jahren im Auftrag der Rebbau­ genossenschaft Osterfingen statt. Diese liess sowohl die nördliche Fassade als auch den Dachstuhl erneuern und die südliche Fassade sanieren. 1986 wurde der Siblinger Trottbaum von 1730 in die Bergtrotte Osterfingen verlegt.


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Durch den addierten Unterstand für den Trottbaum wird ein neuer Aussenraum aufgespannt. Der Bau steht als Solitär im Rebhang. Die Erweiterung konzentriert sich somit auf die Integration in die Landschaft und die Anbindung an den Bestand. Die Oberlichter zeigen sich aussen als Perlenkette, die die Schräge des Hangs aufnimmt.

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Teilweise musste die alte Mauer mit Spritzbeton gefestigt werden, da sie in einem sehr schlechten Zustand war. Es ist ein zentraler Erschliessungsgang entlang der alten Rückwand entstanden. Die unterschiedlichen Räume vom alten und neuen Teil sind flexibel zusammenschaltbar und durch den Erschliessungsgang unabhängig bedienbar. Ausblicke durch verschiedene Raumschichten in die Klettgauer Landschaft verdeutlichen dabei die Entwicklung des Gebäudes. Der Neubau

Ein neues Beizli, rechts flankiert von dem addierten Unterstand für den Trottbaum, links von der alten Trotte, bildet den Empfangsbereich. Hier wird ein neuer Aussenraum aufgespannt, der im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu eine eindrückliche Aussicht für die Beizenbesucher bietet. «Bei schönem Wetter wird damit die Restaurantfläche mehr als verdoppelt und ein stimmungsvoller Zugang zum Restaurationsbetrieb geschaffen», so Trachsler. «Das Beizli und der neue Event-Raum, der ebenfalls im Anbau liegt, lassen sich flexibel miteinander kombinieren und ermöglichen damit die unterschiedlichsten Anlässe.» Mit dem Beizli erhält die alte Trotte eine weitere Funktion, die zusätzliche Besucher in den Rebberg lockt. Die Dimensionen wurden im Gegensatz zum Event-Raum klein gehalten, um auch für eine reduzierte Zahl von Besuchern eine einladende Raumstimmung zu erzeugen. Der gesamte Event-Raum ist in den Rebhang eingebettet und tritt so kaum in Erscheinung. Nur die Oberlichter ragen zwei Meter aus dem Erdreich. Durch ihre Blechverkleidung separieren sie sich vom Bestand und den anderen Ergänzun-

gen und werden zu technischen Elementen, die zum Rebberg zu gehören scheinen. Sie erreichen innen eine Höhe von drei Metern und verbreitern sich nach unten, um das eingefangene Zenitallicht möglichst wirkungsvoll im eingegrabenen Event-Raum, im Beizli und dessen zudienenden Räumen zu verteilen. Die Oberlichter mischen Tageslicht mit künstlicher Beleuchtung und setzen geometrische Akzente an die Decke. Darin integrierte Fluoreszenzröhren sind zuschaltbar und simulieren auch in der Nacht den Effekt des Zenitallichtes. «Wir haben mit den Oberlichtern einen Gegenzug setzen wollen», gibt Peter Trachsler hierzu Auskunft. «Daher nimmt die Perlenkette der Oberlichter die Schräge des Hangs auf und die verstreuten Einzelhütten. Die Verblechung soll als neues Element gelesen werden können.» Die schlichte Fügung unterschiedlicher, roher Materialien prägt die Detailsprache. Der Verzicht auf Zierrat, additive Elemente oder filigrane Konstruktion verdeutlicht den Anspruch, das Augenmerk auf die ursprüngliche Qualität des Baues und die räumliche Wirkung zu lenken. Licht wurde dabei zum entscheidenden Hilfsmittel. «Um Baudenkmäler als wertvolle Zeugen unseres kulturellen Erbes zu schützen und zu bewahren,» so Trachsler am Ende unseres Rundgangs, «ist die Suche nach einer angemessenen Nutzung unausweichlich. Überzeugende Lösungskonzepte verhindern, dass die Zeitzeugen zu museal sterilisierten Baupräparaten verkommen, die zweckentleert haltbar gemacht werden. Daher verlangen die Erweiterungen historischer Bauten Zurückhaltung und klare Linien, um im Kontrast die Wirkung beider Teile zu stärken.» ●

Grundriss Querschnitte

Bautafel

Bauingenieur Dr. Lüchinger & Meyer Bauinge­

Bauherr Stiftung Bergtrotte Osterfingen,

nieure AG, Zürich Geologie Dr. von Moos AG, Gächlingen Bauphysik Buri Bauphysik & Akustik AG, Volketswil

Wilchingen Generalplanung/Architektur SPPA Spühler Partner

Architekten AG, Zürich

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Rudas-Bad Budapest


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Das Rudas-Bad in Budapest wurde vor über 400 Jahren gebaut und ist noch heute in Betrieb. Um es für seine Besucher weiterhin attraktiv zu erhalten, wurde es renoviert.

Orientalisches Beton-Design Von Dipl.-Ing. Claudia El Ahwany (Text) und Ivanka Factory & Design Services (Bilder)

Für die FassadenElemente verwendeten die Verantwortlichen Weisszement. Die neuen Elemente sind teilweise auch von innen zu sehen. Die Betonelemente sind mit einem GirihDekor gestaltet.

Zu den grössten Sehenswürdigkeiten Budapests zählen seine weltweit bekannten Bäder. Sie verliehen der Hauptstadt Ungarns den Beinamen «Badestadt» – und dies zu Recht, denn das Baden hat hier eine 2000 Jahre alte Tradition. Bereits die römischen Stadtgründer nutzten die Quellen der Natur. Die heute noch funktionierenden Bäder stammen hauptsächlich aus den Jahrzehnten der türkischen Besatzung. Das Rudas-Bad wurde 1597 erstmals erwähnt und bietet nach wie vor seinen Besuchern wohltuende Entspannung. Um diese zu steigern, entschlossen sich die Verantwortlichen, das Thermalbad Ende 2014 zu renovieren. Die Umbauarbeiten dauerten ein Jahr lang. Dabei erhielt das Bad vier neue Pools, Saunen, ein Restaurant und ein Café. Besonderes Highlight des Umbaus ist die neue Dachterrasse. Sie bietet neben einem wohlig temperierten Jacuzzi vor allem einen eindrucksvollen Blick auf die direkt daneben liegende Donau und die Stadt.

besondere Gestaltung. Sie besteht aus schneeweissen Betonelementen, die mit einem Girih-Dekor gestaltet sind. Diese zeitlose, ästhetische Ornamentik wandten schon die Bewohner des Osmanischen Reiches an. Sie basiert auf fünf Grundmotiven, die aus einfachen Vielecken bestehen. Alle Kanten haben die gleiche Länge. Jedes Motiv hat ein einfaches Muster, dessen Linie die Kanten halbiert. Wenn die Elemente miteinander kombiniert werden, entsteht ein netzartiges Design mit oder ohne periodische Wiederholungen. Für den Umbau des Rudas-Bades kam diese

Girih-Dekor

Doch nicht nur die Besucher des Rudas-Bades profitieren von der Renovierung. Auch die Passanten des Gebäudes können die Verbesserung hautnah erleben, denn die Fassade des Südflügels besitzt eine Architektur+Technik 11/15


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Das Rudas-Bad ist über 400 Jahre alt. Durch den Umbau hat es neuen Glanz erhalten.

nehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein Material, das von vielen als grob und industriell angesehen wird, zum Herstellen besonderer Design-Elemente zu verwenden. Dabei beweist das Unternehmen einen ganzheitlichen Denkansatz und unterscheidet sich von einem normalen Betonfertigteilwerk in vielerlei Hinsicht. Beispielsweise bietet es auch Dienstleistungen und Produkte im Bereich Architektur, Design und Ingenieurwesen sowie in Forschung und Entwicklung an. Für die Herstellung der weissen Betonelemente wurde CRH White Zement von Holcim verwendet, der eine strahlend weisse Farbe besitzt. Dabei steht dieser Zement seinem grauen Pendant auch in technischer Hinsicht in nichts nach. Selbst massige Bauelemente sind damit gut zu realisieren. Einen weiteren Vorteil bietet der Weisszement, wenn der Beton eingefärbt werden soll: Pigmentierte Betonelemente, die mit ihm hergestellt wurden, erscheinen wesentlich brillanter, als dies mit seinem grauen Pendant möglich ist. Beim Rudas-Bad Ornamentik bei 21 Gitterelementen und 40 oberflä- ist es den Verantwortlichen durch die aus Weisschenstrukturierten Betonfertigteilen zur Anwen- zement hergestellten Betonfertigteil-Elemente gedung. Sie werden durch 67 einfache weisse Platten lungen, zwei gegensätzliche Gestaltungsideen zu ergänzt, die hauptsächlich im Sockelbereich verbaut vereinen. Einerseits erscheint die Fassade dank der wurden. Die Herstellung dieser äusserst anmutigen Materialwahl klar, modern und zurückhaltend. Sichtbetonelemente übernahm Ivanka Factory &  Andererseits wirkt sie aufgrund des Girih-Dekors Design Services in Budapest. verspielt orientalisch. Ein Paradoxon, wodurch das Diese Beton-Design-Marke ist für ihr fortschritt- Gebäude zukünftig sicherlich zahlreiche Blicke auf liches Design und herausragende technische Lösun- sich ziehen und vielleicht zusätzliche Badebesucher gen rund um das Thema Beton bekannt. Das Unter- anlocken wird. ● Entwurf Girih-Muster IVANKA Factory & Design

Bautafel Architektur Nirmana Architects, Budapest

Services, Budapest

Innendesign medveczky & gothárd,

Lieferant Weisszement CRH (Slovensko) a.s.,

Budapest

Rohožník (SK)

Architektur+Technik 11/15


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42 Dossier Regelwerk

Fachkoordination

Ein viel zu wenig beachtetes Thema Ingenieurvertrag, Art. 1: «Arbeitsgattung: Fachplanung HLK sowie zusätzlich räumliche Fachkoordination.»

zusammenarbeiten und die Beiträge aus ihrem Fachgebiet gemäss abgeschlossenen Verträgen erbringen und so an der Gesamt- und Fachkoordination mitwirken (Art. 3.5 SIA 102/SIA 108, 2003). Die Koordinationsleistungen des Architekten sind dabei nur bruchstückhaft im SIA-Normenwerk normiert. Die Bauherrschaft eines komplexen Bauvorhabens wird ein optimiertes Bauwerk dann erhalten, wenn sie sich selbst aktiv am Planungsprozess beteiligt, indem sie Ergebnisse einzelner Planungsschritte erarbeitet, entsprechende Entscheide fällt und gewünschte Anforderungen im Rahmen eines Zielvereinbarungsprozesses im Dialog mit dem beauftragten Planer-Team kontinuierlich ausformuliert und umsetzt. Räumliche vs. technische Fachkoordination

Die oben zitierte typische Vertragsklausel findet sich in einem Ingenieurvertrag eines grossen, komplexen Bauvorhabens zur Renovation und Erweiterung eines Hotels. Der vom Bauherrn beauftragte Fachplaner war mit der HLK-Planung betraut sowie ergänzend mit der sogenannten räumlichen Fachkoordination. Für die Sanitär- und Elektroplanung wurden vom Bauherrn je weitere Ingenieurverträge abgeschlossen, jeweils ohne Fachkoordinationsklausel. Vertragsbestandteil dieser Verträge bildete unter anderem die Ordnung SIA 108 (2003) für Gebäudetechnik. Vom Bauherrn beauftragt war sodann ein Architekt unter Anwendung der Ordnung SIA 102 (2003) für Architektur-Leistungen. Nach dem vom Bauherrn gewählten Vertragskonstrukt zur Neuplanung des Hotel-Resorts, basierend auf Einzelverträgen, obliegt die Gesamtleitung – wie bei einem Hochbauvorhaben üblich – dem Architekten im Rahmen seiner Grundleistungen. Dies umfasst etwa die Einholung von Entscheiden des Auftraggebers sowie die Koordination der Leistungen aller Beteiligten mitsamt fachlicher Leitung des Planer-Teams (Art. 3.4 SIA 102, 2003). Architekt und Ingenieure bilden somit eine Arbeitsgruppe, wobei die Fachplaner mit dem Architekten

Die Fachkoordination der Haustechnik stellt den Architekten oft vor Probleme, die er in der Regel nicht selbst beziehungsweise nicht ohne das Know-how von Spezialisten lösen kann. Sie ist eine den Einzelfachgebieten übergeordnete Tätigkeit, die durch die Arbeitsgruppe unter Führung des Architekten zu erbringen ist (Art. 3.6 SIA 102/SIA 108, 2003), sofern keine besondere Fachkoordination der Gebäude-Installation vereinbart wird (was aber bei komplexen Bauvorhaben ausdrücklich empfohlen wird). Unter Fachkoordination wird die technische und räumliche Koordination der Gebäude-Installationen verstanden. Die technische Koordination befasst sich mit den gegenseitigen Einflüssen der verschiedenen Haustechniksysteme, der Aufgabenabgrenzung der einzelnen Ingenieure und Spezialisten, dem Informationsaustausch und der Berücksichtigung der gegenseitigen Abhängigkeiten; demgegenüber befasst sich die räumliche Koordination mit den gegenseitigen Einflüssen von Gebäude-Installation sowie Bauwerk und umfasst die raumsparende, aufeinander abgestimmte Lage der Installationsräume/-zonen samt Lage von Apparaten und Leitungen (Art. 3.6 SIA 102/ SIA 108, 2003). In der eingangs geschilderten Konstellation des Hotel-Resort-Projekts wurde zwar ein besonderer Fachkoordinator vom Bauherrn beauftragt, dies aber beschränkt auf die räumliche Fachkoor-

Architektur+Technik 11/15


43 Dossier Regelwerk

dination der Gebäude-Installationen. Damit oblag namentlich die technische Fachkoordination weiterhin der Arbeitsgruppe unter der fachlichen und administrativen Führung des Architekten. Zudem wurde – entgegen der Anweisung in Art. 3.6.3 SIA 102/SIA 108 (2003) – eine konkrete Abgrenzung der Leistungen des eingesetzten räumlichen Fachkoordinators zum Gesamtleiter und zu den einzelnen Fachspezialisten unterlassen. Die technische Fachkoordination samt einer sachgerechten Abgrenzung zwischen den Aufgaben der einzelnen Fachplaner und denjenigen des Gesamtleiters zum räumlichen Fachkoordinator erweist sich bei komplexen Bauvorhaben mit intensivem Koordinationsbedarf als delikates Thema. Dem Architekten wird in der Regel das notwendige Know-how zur Lösungsfindung fehlen, und mangels vertraglicher Regulierung wird sich hierfür mutmasslich keiner der Fachplaner zum vereinbarten Honorar verantwortlich fühlen. Wurden mangels umsichtiger Vertragsausarbeitung und Koordination zwischen den Projektbeteiligten Schnittstellenprobleme der Gebäude-Installationen entweder nicht erkannt oder von keinem der Baubeteiligten bearbeitet, so werden zeitgerechte und fachtechnisch angezeigte Massnahmen unterbleiben. Denkbare Folgen einer unterlassenen Abstimmung mit Bezug auf gegenseitige Einflüsse und Abhängigkeiten der Haustechnik-Anlagen und -Materialien sind beispielsweise Kondensat- oder Korrosionsprobleme oder ein nachträglich erforderlicher Sanierungs- und Umplanungsbedarf. Vertragsmissmanagement vermeiden

Als Folge eines «Vertragsmissmanagements» drohen nicht nur Diskussionen um eine Zusatzbeauftragung und -honorierung hinsichtlich der technischen Fachkoordination und gegebenenfalls einer übergeordneten Gesamtleitung während eines laufenden Projekts, sondern ebenso ungeliebte, teure und Image-schädigende Verzugsfolgen sowie Mehrkosten- und Schadenersatz-Streitigkeiten infolge von Bauplanungs- und Bauablaufstörungen. Die Verantwortlichkeiten (gegebenenfalls auch der involvierten Bauversicherungen) lassen sich in solcher Konstellation zudem nur schwer eruieren,

was alle Baubeteiligten belastet. Nicht selten wird dadurch der Projektierungsablauf behindert, oder es resultiert ein (temporärer) Planungsstopp. Steigen in der Folge solcher Unstimmigkeiten ein oder mehrere wichtige Planer aus der Projektrealisierung aus, so droht gar ein eigentliches Fiasko. Solch negativen Entwicklungen kann wirksam entgegengetreten werden: einerseits durch eine von Anfang an aufgabenbezogene und koordinierte Ausarbeitung der Verträge mit den (fachkundigen und über erforderliche personelle Ressourcen verfügenden) Planern des Bauvorhabens. Andererseits durch eine in der Folge umsichtige bauherrenseitige Beteiligung am Planungsprozess. Aufgabenteilung nach SIA-LHO-Revision 2014

Inzwischen wurde vom SIA erkannt, dass einer klaren Aufgabenzuweisung vom Auftraggeber an die einzelnen Beauftragten vermehrtes Augenmerk zu schenken ist. Neben einer Präzisierung der erforderlichen Leistungen und Entscheide des Bauherrn im Leistungsbeschrieb (Art. 4 SIA 102/SIA 108, 2014) zeichnet sich die Revision der SIA LHO durch eine präzisere Rollenverteilung zwischen Auftraggeber, Gesamtleiter, Fachplaner, Spezialist und Berater aus (vgl. Verständigungsnorm 112, 2014, Modell Bauplanung). Im Rahmen der Leistungsvereinbarung sind neu die Projektdefinition und vor allem das Projektpflichtenheft des Auftraggebers wichtig, das vom Gesamtleiter nachzuführen und massgeblich für die Qualitätssicherung ist (Art. 3.1, 3.4, 3.6 SIA 102/SIA 108, 2014). In Art. 3.7 SIA 102/SIA 108 (2014) und Art. 9 SIA 108 (2014) wird neu die Fachkoordination genauer reguliert. Insbesondere soll bei komplexen Bauvorhaben mit hohem Koordinationsaufwand oder technisch grossen gegenseitigen Abhängigkeiten frühzeitig unter Führung der Gesamtleitung die räumliche Fachkoordination einem Fachkoordinator (dazu Art. 9.3 SIA 108, 2014) und/oder die technische Fachkoordination einem Leiter Gebäudetechnik (dazu Art.9.5 SIA 108, 2014) in Auftrag gegeben werden, was aber besonders zu vereinbaren ist; dabei sind die Leistungen des Fachkoordinators sowie ihre Abgrenzung zu den Leistungen des Gesamtleiters und der einzelnen Fachplaner auftragsbezogen festzulegen. ● Architektur+Technik 11/15

Dr. iur. Daniel Thaler ist Rechtsanwalt und Partner der auf Immobilien-, Miet- und Baurecht spezialisierten Zürcher Anwaltskanzlei Tschudi Thaler Rechtsanwälte. Er bildete sich am Institut für Schweizerisches und Internationales Baurecht in Fribourg weiter und ist einer der ersten Schweizer Fachanwälte SAV Bauund Immobilienrecht. Der Autor ist beratend und prozessierend tätig und publiziert regelmässig zu immobilienrechtlichen Themen.  ttlegal.ch


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45 Marktplatz Übersicht

MARK TPL AT Z 46 Bad und Wellness Im Hallenbad, Spa- und Sportzentrum Ovaverva in St. Moritz Bad sorgt für einen reibungslosen Betrieb und Wohlfühlatmosphäre eine komplexe Haustechnik – und dies auf kleinstem Raum. Ausserdem Neues und Interessantes für Bad- und Wellness-Bereiche zu Hause.

58 Türen und Schliesssysteme Grosszügige, helle und transparente Eingangsbereiche liegen im Trend. Raumhohe Haustüren tragen mit ihrem Design massgeblich zu einem solchen Erscheinungsbild bei.

66 Innenausbau und Beleuchtung Für die Innenraumgestaltung eines ImmobilienDienstleisters entwickelte das Architektur-Büro box ein raumbildendes Element, das verschiedene Funktionen übernimmt. Ausserdem Berichte über die Umgestaltung eines denkmalgeschützten Gebäudes zu einem Tapas-Restaurant sowie über neue Produkte und Anwendungen.

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74 Sicherheit und Brandschutz Hochhäuser verändern nicht nur das Stadtbild, sondern stellen aufgrund ihrer Höhe spezielle Herausforderungen für den Brandschutz dar. Ein Bericht über den Zürcher Prime Tower sowie Weiteres zum Thema Sicherheit.


46 Marktplatz Bad und Wellness

Im Juli war in St. Moritz Bad Eröffnung des Hallenbades, Spa- und Sportzentrums Ovaverva. Für reibungslosen Betrieb und Wohlfühlatmosphäre sorgt eine komplexe Haustechnik.

Spa- und Sportzentrum Ovaverva, St. Moritz Bad

Gebäudetechnik auf engstem Raum gun. Rund 68 Millionen Franken hat die Gemeinde St. Moritz in den Gebäudekomplex in St. Moritz Bad investiert. «Architektur +  Technik» berichtete darüber in der Februar-Ausgabe. Mit Hallenbad, Spa- und Sportzentrum bietet das neue Ovaverva Topathleten und Freizeitsportlern beste Trainingsmöglichkeiten, Kindern vergnügte Stunden im Planschbecken und auf den Wasserrutschen sowie Feriengästen Erholung und Entspannung auf hohem Niveau. Ein Blick hinter die Kulissen die-

ses Sport- und Wellness-Palastes zeigt, wie umfassend, komplex und vernetzt moderne Haustechnik sein kann: Auf engstem Raum sind Lüftungskanäle, Heizungsund Wasseraufbereitungsanlagen sowie Speicherbecken installiert. Überall im Gebäude befinden sich Sensoren und Fühler, die wie Nervenzellen alle möglichen Funktionszustände registrieren und sie an die Leitzentrale, das Gehirn der Anlage, übertragen. Die Leittechnik steuert aufgrund dieser Informationen und

Algorithmen sämtliche Ventile punktgenau. So geniesst der Badegast in allen Innenräumen, Wasserbecken, Saunen und auch im Aussenbad stets Wohlfühltemperatur. In einem Spa- und Sportkomplex wie dem Ovaverva braucht es neben den richtigenTemperaturen auch eine Steuerung für Licht und Jalousien, Störmeldungen und Sicherheitsanlagen. In St. Moritz kommt dafür das Bussystem KNX mit Komponenten von Feller zum Einsatz. Das System verbindet die Jalousie-

Wassersport- und Wellness-Begeisterte finden im Ovaverva ein umfassendes Angebot unter einem Dach: so zum Beispiel ein 25-m-Hallenbad, ein Aussenbecken mit Sprudelliegen und Sonnenterrasse sowie einen grosszügigen Spa-Bereich auf 1620 Quadratmetern.

Mit der im Hallenbad verwendeten KNX-Technologie kann jede Art von elektrischem Verbraucher einfach und zeitnah bedient werden. Durch Neuprogrammierung kann jeder Anschluss umdefiniert werden.

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47 Marktplatz Bad und Wellness

Architektur+Technik 11/15


48 Marktplatz Bad und Wellness

Steuerung, die Szenensteuerung für die komplette Lichtinstalla­ tion, die Rauchabzugsklappen so­ wie den Personenalarm in den Be­ hinderten­WCs mit der Leitzent­ rale. Auch die Zutrittsüberwachung konnte auf einfache Weise mit dem Bussystem automatisiert werden. Vier elegante 7­Zoll­KNX­ Touchpanel steuern das Licht in den Bereichen Fitness, Bad, Out­ door­Shop und Restaurant. Fix hinterlegte Szenen vereinfachen die Bedienung der verschiedenen Lichtgruppen.EineinzigerTasten­ druck zaubert so beispielsweise eine zum Sonnenuntergang pas­ sende Badeatmosphäre. In den öf­ fentlichen Bereichen existiert die «Tagesbetriebsszene». Ist sie aktiv, wird das Licht sehr energieeffi­ zient mithilfe einer Tageslichtre­ gulierung geregelt. Bei allen ande­ ren Szenen wird die automatische Lichtregulierung gesperrt. Über das Touch­Panel lassen sich auch die zahlreichen Jalousien steuern – zentral, in Zonen oder in Ein­ zelschaltung. Eine Wetterzent­ rale informiert über aufkommen­ den Regen, Wind oder Frost und bewirkt, dass die Jalousien und

Markisen zu ihrem Schutz jeweils rechtzeitig hochgezogen werden. Mehrwert dank Vernetzung der Gewerke

Der Mehrfachnutzen einer Ver­ netzung zeigt sich am Beispiel der Rauchabzugsklappen auf dem Dach, die mehrere Funktionen auf­ weisen. Sie werden durch KNX­Ak­ toren zur Lüftungsfunktion ange­ steuert. Auf der grafischen Bedien­ oberfläche, realisiert mit einem Feller FacilityServer 4, ist für jedes dieser Dachfenster ein Taster für das Öffnen und Schliessen vorhan­ den. Das Öffnen wird von der Wet­ terstation überwacht, sodass die Fenster bei Wind oder Regen ge­ schlossen und gesperrt werden. Der Brandalarm ist so gesteuert, dass er immer erste Priorität hätte und in jedem Fall die Steuerung und somit den Fensterzustand übersteuern würde. Im Ovaverva gibt es sehr viele Türen. Die Wichtigsten werden von KNX überwacht und sind ganz einfach mit Taster­Schnitt­ stellen auf die Gebäudetechnik aufgeschaltet. So bleibt keine Tür unbemerkt offen. Zudem wer­

den sämtliche fünfzehn Unter­ verteilungen und ihre wichtigsten Schutzgeräte ebenfalls mit über­ wacht. Darüber hinaus sind die Technikräume mit Wassermel­ dern ausgestattet, die ebenfalls über KNX Störmeldungen abset­ zen würden. Tritt eine Störung im Gebäude auf, wird sie an die Te­ lefonanlage weitergeleitet und so dem technischen Leiter signali­ siert. Geschieht dies ausserhalb der Betriebszeiten, kann der tech­ nische Dienst einfach über eine gesicherte Internet­Verbindung auf die grafische Bedienoberflä­ che zugreifen und die Störung lo­ kalisieren, um dann schnellst­ möglich zu intervenieren. Auch alle Schalter und Steck­ dosen im Ovaverva sind von Fel­ ler. Wo es robuster und spritz­ wassergeschützt zu­ und hergeht, kommen NAP­Steckdosen zum Einsatz. Im Eingangsbereich wur­ den sämtliche Steckdosenabde­ ckungen von Feller kundenspezi­ fisch in «Perl­Mausgrau» lackiert, sodass sie sich perfekt in die Ar­ chitektur integrieren und nahezu unsichtbar werden.  feller.ch

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Über eine IP-Schnittstelle kann die ganze Anlage mithilfe von WLAN in Betrieb genommen und gewartet werden.


Tischlerei Mohr Andelsbuch Architekt: Andreas Mohr, Tragwerksplanung: merz kley partner ZT GmbH, Tragkonstruktion: BauBuche GL70

Größere Gestaltungsfreiheit im konstruktiven Holzbau Eine völlig neue Verfahrenstechnologie erlaubt Pollmeier, hochwertiges Furnierschichtholz aus Buche wirtschaftlich herzustellen. Wir nennen es »BauBuche« und verarbeiten dafür ausschließlich Rohstoffe aus regionalen und nachhaltig bewirt schafteten Wäldern. BauBuche besitzt eine außergewöhnlich hohe Trag fähigkeit und ermöglicht schlankere Bauteile sowie größere Spannweiten im Holzbau. Die edle Laubholzoptik und die hohe Oberflächengüte prädestinieren BauBuche für sichtbare Konstruktionen sowie für Möbel, Treppen und den Innenausbau. Im Vergleich zu Nadelholzwerkstoffen führt der Einsatz von BauBuche zu erheblichen Materialeinsparungen.

Platte BauBuche S / Q Träger BauBuche S Träger BauBuche GL70 BauBuche Paneel

N/mm2

kg/m3

N/mm2

70

730

16.800

BauBuche

48

480

13.800

Furnierschichtholz aus Fichte

28

410

12.600

Brettschichtholz aus Fichte (GL28)

120

2.700

70.000

Aluminium

235

2.850

210.000

Baustahl (S235)

charakteris tische

charakteristische

Elastizitätsmodul

Biegefestigkeit, Dichte und Elastizitätsmodul von BauBuche

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50 Marktplatz Bad und Wellness

Duschflächen lassen sich dank der neuen Montagesysteme besonders flach einbauen. Mit der Ablaufgarnitur KA 90 lassen sich Aufbauhöhen von nur 60 Millimetern umsetzen. Dank montagefreundlicher Systemlösungen lassen sich bodenebene Duschflächen aus StahlEmail in wenigen Schritten installieren.

Komplettsysteme für Flexibilität bei der Badplanung

Bodenebenes Duschen

Mit zehn Produktserien, 57 verschiedenen Abmessungen und weit über 50 000 Varianten bietet Kaldewei Planungsflexibilität für bodenebenes Duschen. Die emaillierte Duschfläche Scona beispielsweise gewährleistet flexible Duschlösungen für unterschiedliche räumliche Anforderungen sowohl bei der Renovierung als auch beim Neubau. Neben modernem Design und hervorragender Materialqualität ist die emaillierte Duschfläche auch wirtschaftlich. Für bodenebene Duschflächen aus Stahl-Email spricht nicht nur ihre Vielseitigkeit, sondern auch eine besonders flache Installation. Mit der neuen Ablaufgarnitur KA 90 ermöglicht Kaldewei nun den extrem flachen Einbau bodenebener Duschen, denn dank der Ablaufgarnitur lassen sich Aufbauhöhen von nur 60 Millimetern verwirklichen, was besonders bei Renovierungen zum Tragen kommt. Mit vier verschiedenen Ausführungen gun.

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und universell passend zu allen emaillierten Duschflächen mit 90er-Ablauf, wie zum Beispiel Scona, Superplan oder Superplan XXL, wird die KA 90 jeder Einbausituation gerecht. Einfache Montage

Dank perfekt abgestimmter Komplettsysteme lassen sich bodenebene emaillierte Duschflächen in nur wenigen Schritten installieren. Die Systemlösungen aus Duschfläche, Montagesystem und Ablaufgarnitur sind äusserst stabil, halten über Jahre auch hohen Belastungen stand und gewährleisten umfangreichen Durchfeuchtungs- und Schallschutz. Ein grosse Angebot an Abmessungen, minimale Aufbauhöhen sowie die einfache und schnelle Installation machen Kaldewei zum Partner für bodenebenes Duschen.  kaldewei.com


51 Marktplatz Bad und Wellness

Stimmung mit Licht auch im Bad

Walk-inDusche für kleine Bäder

Hersteller Artweger Produkt 360 Walk In Vario Einsatzbereich Badezimmer Serie ARTWEGER 360 Scharnier 360° TWIN-Scharnier Dichtsystem Vario

Die neue LED-Badleuchte DLight von Duscholux ermöglicht individuelle Atmosphäre auf Tastendruck. Das Beleuchtungskonzept mit kompletter RGB-Farbpalette stellt Tageszeiten, Stimmungen und persönliches Befinden in den Mittelpunkt und ist programmierbar.  duscholux.com

Hersteller Duscholux Produkt Badleuchte DLight Einsatzbereich Bade- und Wohnbereich Lichtfarbe Einstellbar, RGB-Spektrum Leuchtmittel LED Material Frontscheibe Satiniertes Weissglas Material Profilrahmen Aluminium

Die neue Artweger 360 Walk In Vario bringt die Lösung für kleine Bäder: Sie kombiniert eine fixe Glaswand mit einem beweglichen Glasteil, das sich dank des 360°-TWIN-Scharniers um 180° nach innen und aussen schwenken lässt.  artweger.at

Ausführung Rahmenlos oder teilgerahmt Höhe 200 cm Glasbreite min. 70 cm Glasbreite max. 140 cm Glasbreite Türteil 50 cm Zubehör Spritzschutzflügel 30 cm Massanfertigung Ja Gerundete Ausführung möglich Aussparungen möglich

Masse 450 × 1950, 450 × 950, 450 × 450 mm Tiefe 28 mm Massanfertigung Möglich Montage Wand, auch flächenbündig Steuerung Panel oder Fernbedienung Standard-Lichtprogramme Ja Gesamtleistung 18, 36 oder 75 W Spannung 24 V

Einer für alle, alle für einen touch von Emco kombiniert alles, was man am Waschplatz benötigt: Waschtisch, Unterbau, Spiegel, Licht und Wasser bilden eine platzsparende und attraktive Einheit, die sich besonders für ein kleines Bad eignet.  emco-bath.com

Hersteller Emco Bad Produkt Kombi-Waschtisch emcotouch Einsatzbereich Badezimmer Funktionen Licht, Spiegel, Stauraum, Wasser Modelle classic oder pure Waschtisch Mineralguss, 450 mm Seitenwände und Tür Glas Beleuchtung LED weiss verstellbar Breite 590 mm Höhe 1699 mm Tiefe 447 mm

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Mit «touch» setzt Emco Bad neue Massstäbe für Waschplatzlösungen im Gästebad. Die Neuheit vereint sämtliche am Waschplatz benötigten Funktionen in einer kompakten und gleichzeitig ausdrucksstarken Einheit. Ein Spiegel mit integrierter Wasserführung sowie ein Waschtisch mit Unterschrank werden dabei harmonisch ineinander übergehend von einer charakterstarken Umrahmung und umlaufenden LED-Beleuchtung eingefasst. Die Bedienung für die Wasserführung ist dezent seitlich in den Waschtisch eingebunden. Ebenso wie der Berührungssensor für den fliessenden Übergang von warm- zu kaltweissem Licht in drei unterschiedlichen Leuchtstärken. Ein sanftes, indirektes Nachtlicht komplettiert das Beleuchtungskonzept. Dabei lässt sich die leicht und schlank anmutende Produktneuheit aufgrund ihrer universalen Design-Sprache mit einer der vielen Bad-AccessoiresSerien des Unternehmens kombinieren und harmonisch in unterschiedliche Stilund Design-Welten einfügen.


52 Marktplatz Bad und Wellness

RetroCharme in moderner Form Mit der neuen frei stehenden Badewanne Suite bietet Antoniolupi eine klassische und elegante Welt, interpretiert mit modernem Design. Inspiriert vom Retro-Stil, besticht «Suite» durch ihre weiche und geschwungene Linienführung. Die Badewanne wird aus Cristalplant hergestellt.  keramikland.ch

RecyclingMaterial mit Stil

Hersteller Cosentino Produkt Waschtisch Silence Einsatzbereich Badezimmer Material ECO oder Silestone Recycelte Materialien in ECO mind. 75%

Anbieter Keramikland Hersteller Antoniolupi Designer Roberto Lazzeroni Produkt Badewanne Suite Material Cristalplant Überlauf Ja Durchfluss 0,63 l/s Nutzinhalt 248 oder 300 l

Die Oberfläche Eco by Cosentino besteht aus mindestens 75% recycelten Materialien wie Spiegel-, Glas- und Porzellanstückchen, Porzellanfliesen und verglaster Asche. Mit neu eingehauchtem Leben können die Materialien wiederverwertet werden. Zum Beispiel in Form eines Waschtisches.  silestone.com

Bindemittel in ECO Umweltfreundliches Harz Kontrollierter Herstellungsprozess Ja Installation Wand oder Möbel Länge min. 80 cm Länge max. 280 cm Breite min. 45 cm Breite max. 60 cm Textur Suede oder poliert Farben Über 100 Doppelwaschtischausführung Möglich

Gewicht Etwa 80 kg Gewicht verpackt Etwa 120 kg Montage Frei stehend Länge 192 cm Breite 90 cm Höhe 78 cm Bodenaufbau Min. 12 cm

Die richtige Höhe individuell einstellen

Elegante Sauberkeit in der Dusche

Generationen-übergreifende Badkonzepte gewinnen immer mehr an Bedeutung. Mit S 50 bietet HEWI Waschtisch- und WC-Module, die sich in ihrer Höhe individuell an die Bedürfnisse aller Nutzer anpassen lassen. Die Module können per Funkfernbedienung stufenlos auf die passende Höhe eingestellt werden.  hewi.de

Die Geberit-Duschrinnen CleanLine erfüllen die Anforderungen richtungsweisender Sanitärtechnik in sämtlichen Details – von der hohen Ablaufleistung des flachen Siphonkörpers über die auf Herz und Nieren getestete Dichttechnik bis zu Funktion und Formgebung der eigentlichen Duschrinne.  geberit.com

Hersteller HEWI Produkt Waschtisch-Modul S 50 Einsatzbereich Generationen-übergreif. Bad Abmessungen ohne Waschtisch

740 × 1838 × 25 mm Abmessungen Waschtisch 600 × 100 × 550 mm Abmessungen Spiegel 600 × 1000 mm Farben Weiss oder Grau Material Waschtisch Mineralguss Oberfläche Modul 6-mm-Plexiglas Abschluss zur Wand Bürstendichtung Höhenverstellbarkeit 300 mm Steuerung Funkfernbedienung Belastbarkeit Waschtisch 150 kg Passend dazu WC-Modul S 50

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Hersteller Geberit Produkt Duschrinne CleanLine Einsatzbereich Bodenebene Duschen Material Kollektorfläche Edelstahl Oberfläche Gebürstet Platzierung An der Wand oder mittig Reinigung Kammeinsatz einfach

zu entfernen Länge 300 – 1300 mm Breite 43 mm Länge Kammeinsatz 157 mm Ablaufleistung 0,8 l/s Ablauf Zentral wie Bodenablauf Abdichtung Dichtfolie werkseitig eingespritzt Bodenaufbau mind. 10 cm


53 Marktplatz Bad und Wellness

Preisgekrönte Schwitzstube Klafs entwickelte die Matteo-Thun-Edition mit dem Mailänder Star-Architekten sowie dessen Mitstreiter Antonio Rodriguez. Nun wurde die formschöne Sauna am «Plux X Award» ausgezeichnet.  klafs.ch

Die Jury des «Plus X Award», der in Expertenkreisen als weltweit grösster Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle gilt, hat dieser extravaganten Sauna-Kreation den Titel «Bestes Produkt des Jahres 2015/2016» in seiner Produktgattung verliehen. Zuvor hatte die

Plus-X-Jury diese Design-Sauna bereits in den drei Kategorien High Quality, Design und Bedienkomfort für seinen deutlichen Mehrwert ausgezeichnet. Klafs untermauert damit seinen Ruf, immer wieder neue Trends im Bereich Sauna und Wellness zu setzen. Viel Holz, viel Glas und

viel Privatsphäre kennzeichnen die grosszügig inszenierte Sauna-Kabine von Matteo Thun und Antonio Rodriguez. Die vorderen Seitenwände und die Front sind aus deckenhohem Glas und öffnen die Sauna, die so vom einfallenden Licht durchflutet wird. Die Lichtquellen sind indirekt und in die Kanten der einladend grossen Sitzstufen integriert – für den Betrachter verborgen. Das markante Äussere der Sauna besticht durch ein einzigartiges Wechselspiel von Holzleisten und Fugen. So ist der Blick von aussen nach innen nahezu unmöglich. Beim Holz kann dabei zwischen Hemlock, Eiche oder Nussbaum gewählt werden. Ferner ist die Unsichtbarkeit von Technik bei Matteo Thun und Antonio Rodriguez Prinzip, daher ist der Ofen dezent unter der Sitzbank platziert. Nichts stört den Blick, der Badende taucht in Licht und Wärme ein. So kann sich das Gefühl der Entspannung besonders gut entfalten.

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54 Marktplatz Bad und Wellness

Schlank und puristisch

Täuschend echte Holzoptik

Anbieter HG Commerciale Hersteller La Fabbrica Produkt Platten Amazon Einsatzbereich Innen und aussen Material Feinsteinzeug

Nach der erfolgreichen Lancierung der Armaturenlinie Kartell by Laufen erweitert Similor das Sortiment mit neuen Waschtischmischern und einem Bidet-Mischer. Besonders erwähnenswert ist dabei die 2-LochLösung mit anmutig gebogenem Auslauf und individuell platzierbarem Bedienhebel.  similor.ch

Hersteller Similor Produkt 2-Loch-Waschtischmischer Einsatzbereich Badezimmer Serie Kartell by Laufen Ausladung 166 mm Oberfläche Chrom Schwenkauslauf Ja

Die Keramikplatten der Serie Amazon kommen in Dielenformaten und sehen echten Holzoberflächen täuschend ähnlich. Anders als diese sind sie jedoch beständig gegenüber Licht, Chemikalien und Wasser und erlauben eine durchgehende Raumgestaltung innen und aussen.  hgc.ch

Besonderheit Holzoptik Formate für innen 120 × 20, 180 × 20 cm Format für aussen 40 × 120 cm Stärke für innen 10 mm Stärke für aussen 20 mm Färbung In der Masse gefärbt Anzahl Farben 5 Wasseraufnahme ≤ 0,02% Frostsicher Ja Lichtecht Ja

Auslaufposition Hoch Durchflussmenge 3 bar 5,3 l/min Geräuschpegel <20 dB Kartusche Keramisch Montage Auf Oberfläche Ablaufventil Ja Versorgungsschläuche Flexibel Energieklasse A

Flexibel und hell erleuchtet Zum 60-jährigen Firmenjubiläum präsentiert die Keller Spiegelschränke AG zwei Neuheiten: Neun Modelle sind neu wahlweise mit integrierter, indirekter LED-Beleuchtung verfügbar. Und sechs der gängigsten Modelle sind nun mit beidseitiger Bandung erhältlich: Türen und Steckdosen sind flexibel platzierbar.  guten-morgen.ch

So läuft das Duschen rund

Hersteller Keller Spiegelschränke AG Produkt Spiegelschrank Leader Einsatzbereich Badezimmer

LED oder Leuchtstofflampe Gehäuse Aluminium Farben Weiss oder Silber Türen Doppelspiegel mit je 2 Scharnieren Steckdosen Doppelsteckdosen Ausstattung Glastablare, stufenlos verstellbar Schutzklasse IP24 Einbau Nein Höhe 74 cm Tiefe 11,9 cm Breite 500 – 1500 mm Flexible Bandung Ja Beleuchtung

Die Handbrause T60 aus der Runden Serie von Vola bildet die perfekte Ergänzung zur Kopfbrause 060. T60 bietet ein besonderes Zusammenspiel von Design und Funktionalität – sei es im eigenen Zuhause oder als Schlüsselelement des architektonischen Gesamtkonzepts.  vola.ch

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Hersteller Vola Produkt Handbrause Vola T60 Einsatzbereich Badezimmer Farbe Chrom, Edelstahl oder Messing Oberfläche Matt oder poliert Durchflussmenge 12 l/min Durchflussmenge Wassersparmodell 7,5 l/min Länge Brauseschlauch 1500 mm Länge Handbrause 290 mm Wandanschluss ¾" Rückflussverhinderer Integriert Zubehör Brausestange T65 Länge Brausestange 600 – 900 mm Tiefe Brausestange 50 mm


55 Marktplatz Bad und Wellness

Abfälle diskret entsorgen Der Hailo-Bad-Kosmetikeimer lässt sich diskret und flexibel an der Wand oder auch auf der Innenseite eines Auszugs oder einer Schranktür anbringen. Die platzsparende Lösung sichert eine ansprechende Optik für offene (Hotel-)Badezimmer.  hailo.de

Design für ein barrierefreies Bad

Hersteller Franke Produkt Waschtisch VARIUScare Einsatzbereich Barrierefreies Bad Material Kunstharzgebundener Mineralwerkstoff Temperaturbeständigkeit 80 °C Reparaturen mit Reparaturset

Hersteller Hailo Produkt Bad-Kosmetikeimer 3215-25 Einsatzbereich Badezimmer Material Kunststoff Farbe Weiss Deckel Schwingdeckel Volumen 7 L Breite 228 mm Tiefe 166 mm Höhe 297 mm

Der Waschtisch VARIUScare berücksichtigt die Anforderungen für einen barrierefreien Einsatz. Integrierte Griffhilfen am Waschtischrand machen das Heranziehen und Abstützen von allen Seiten möglich. Ein optionaler, nahtlos eingefasster Farbstreifen dient als visuelle und taktile Orientierungshilfe.  franke-ws.com

Farbe Alpinweiss Farbstreifen (optional) Umbragrau o. RAL-Farben Oberfläche Hochglänzend Erhältliche Grössen 3 Breite 450 – 650 mm Tiefe 350 – 550 mm Höhe 100 – 120 mm Barrierefreiheit DIN 18040 Passend dazu Aquafit-Einhebelmischer

Montage Wand oder

Unterschranktüre/-auszug Müllbeutel Verdeckt Weitere Ausführungen 8 l, 10 l Auszeichnungen iF Design Award 2015

Wenn Funktion als Ornament dient Die neue Badkollektion Val zeigt das gestalterische Potenzial der SaphirKeramik: Einfache, architektonische Linien, schmale Kanten und Dünnwandigkeit sowie feine Oberflächenstrukturen machen die Waschtische einzigartig.  laufen.ch

Hersteller Keramik Laufen Designer Konstantin Grcic Produkt Aufsatzwaschtisch Val Einsatzbereich Badezimmer Material SaphirKeramik Farbe Weiss Optional Beschichtung Laufen Clean Coat Gewicht 13 kg Länge 600 mm Breite 420 mm Höhe 115 mm

Architektur+Technik 11/15

Der Münchner Designer Konstantin Grcic ist für seine Fähigkeit bekannt, neue Materialien und Produktionsme­ thoden an ihre Grenzen zu führen. Mit der neuartigen SaphirKeramik bot Kera­ mik Laufen Grcic die Chance, die gestal­ terischen Grenzen für Keramik im Bad neu zu definieren. Zunächst wurden in einem Projekt spektakuläre Konzept­ studien entworfen. Aus dem SaphirKeramik­Projekt ent­ stand die Bad­Kollektion Val, in die Erfah­ rungen eingeflossen sind, die Grcic und Keramik Laufen während des Projekts ge­ sammelt haben. Grcic übernahm zentrale ästhetische Merkmale der Studien, über­ führte sie aber in ein Design, das einfach, funktional und architektonisch ist, aber auch keine Scheu vor expressiven Details hat. Dabei kam ihm die Kompetenz von Keramik Laufen zugute, denn das Unter­ nehmen hat in den vergangenen Jahr­ zehnten bewiesen, dass es in der Lage ist, innovative Werkstoffe zu entwickeln und anspruchsvollste Entwürfe in einen in­ dustriellen Prozess zu überführen.


56 Marktplatz Bad und Wellness

Moderne Dusche mit vielen Seiten

Hersteller Kermi Produkt Duschlösung Walk-In XB Einsatzbereich Badezimmer Profildesign Reduziert Material Profile Aluminium Oberfläche Profile Eloxiert

Die Duschlösung «Walk-In XB» besticht mit klaren Linien und hochwertiger Verarbeitung. Ihr konsequent reduziertes Design passt in jeden Raum, während das Einscheibensicherheitsglas und die stabile Befestigung für die nötige Sicherheit sorgen. Wahlweise kann ein Festfeld auch mit Spiegelglas ausgestattet werden.  kermi.de

Farbe Silber Hochglanz Glas Einscheibensicherheitsglas Glasstärke 8 mm Glasvarianten Spiegel-, Milchglas, klar, getönt Optional Pflegeleicht-Beschichtung Höhe 2 m Montage Frei, Wand und/oder Festfeld Massanfertigung Möglich Auszeichnungen iF Design Award 2015

Zeitlose Formen für Waschbecken Drei neue, vielseitige Waschbecken erweitern jetzt die HI-MACSStandard-Badkollektion. In quadratischer, rechteckiger und runder Form erhältlich, wurden die schlanken Aufbaubecken gezielt für den Einsatz auf Waschtischen oder auf massgefertigten Designer-Oberflächen entwickelt.  himacs.ch

Anbieter Kläusler Acrylstein Hersteller LG Hausys Produkt Waschbecken HI-MACS CB330S Einsatzbereich Badezimmer Material Acrylstein HI-MACS Farben Alpine White und Nougat Cream Form Quadratisch gerundet Breite 370 mm Länge 370 mm Höhe 130 mm Randstärke 8 mm Tiefe Waschbecken 115 mm Montage Auf Waschtisch Weitere Ausführungen Rund oder

rechteckig

Hygiene ohne Kompromisse

Hersteller LaPreva Produkt Dusch-WC LaPreva P1 Einsatzbereich Badezimmer Material WC-Körper Vollkeramik, alpinweiss Farben 4 Kombinationen

Das innovative HygieneWC LaPreva P1 reinigt empfindlichste Körperstellen mit einem sanften, angenehm temperierten Duschstrahl. Mit der thermischen Reinigung des wasserführenden Systems und der automatisierten Entkalkungsfunktion geht LaPreva in Sachen Hygiene einen Schritt weiter.  lapreva.com

Steuerung Controller oder Fernbedienung Gewicht Etwa 37,5 kg Max. Belastung 150 kg Anz. Druckstufen Dusche 7 Anz. Temperaturstufen Dusche 7 Duschdauer 15 – 30 s Spülmenge 3 und 6 l Leistungsaufnahme Betrieb Max. 1400 W Leistungsaufnahme Stand-by Etwa 0,5 W Fliessdruckbereich Wasser 1 bis 10 bar

Glasduschen – neu interpretiert Die Duschen von Sprinz gibt es jetzt auch mit LED-beleuchteten Lasergravuren, die individuelle oder vorgefertigte Motive erlauben, als Sichtschutz dienen und dabei die Pflegeleichtigkeit des Glases in nichts beeinträchtigen, zum Beispiel bei der Dusche Omega 150, die dank speziellen Beschlägen Platz spart.  sprinz.eu

Hersteller Sprinz Produkt Dusche Omega 150 Einsatzbereich Badezimmer Optimal für Kleine Bäder Beschlag Hebe-Senk-Pendelbeschlag Glas Einscheibensicherheitsglas Glasstärke 8 mm Oberfläche Veredelt Farbe Chrom Höhe 200 cm Sonderhöhen, -oberflächen, -gläser Möglich Ausführungen Eckeinstieg, Nischentür, Aufsatz Dichtleiste Wandseitig durchgehend Zusatzdienstleistung Lasergravur beleuchtet Beleuchtung LED

Architektur+Technik 11/15


BRUNEX ® VETRO

BRUNEX ® VETRO TRENNWANDSYSTEM Hochflexibler Raumteiler/Abschlussfront in PfostenRiegel-Bauweise. Als Komplettlösung mit Verglasung.

BRUNEX ® VETRO Mit VETRO bietet BRUNEX® ein Trennwandsystem für vielfältige Innenraumsituationen. Die schlanken Rahmen wirken leicht und elegant. 60/62 Dicke, 75 mm Ansichtsbreite und bis zu 3.000 x 3.000mm Aussenmass. Sie können BRUNEX® VETRO mit einer 1-flügeligen Brandschutztür, Seiten- und Oberteilen aus Glas sowie mit etlichen Zusatzfunktionen ausstatten. Maximale sichtbare Scheibengrössen sind bis zu 1.200 x 2.800mm möglich. Weitere Informationen finden Sie auf www.brunex.ch

Einschliesslich Verglasung Wahlweise als Einscheiben- /Verbundsicherheitsglas Brandschutz (EI30) Schallschutz VSG (Rw 41dB)

TÜRENFABRIK BRUNEGG AG

Kirchstrasse 3 5505 Brunegg Schweiz

Telefon +41 (0) 62 887 30 50 Telefax +41 (0) 62 887 30 60 E-Mail verkauf@brunex.ch

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Telefon +41 (0) 26 913 03 20 Telefax +41 (0) 26 913 03 29 E-Mail verkauf@brunex.ch

Für alle, die im Leben Spuren, aber keine Fingerabdrücke hinterlassen wollen. www.egger.com/perfectsense

EGGER PerfectSense steht für hochglänzende oder matte Dekorplatten in Premiumqualität. PerfectSense Matt bedient den Trend zu matten Oberflächen. Das warme, samtige Gefühl bringt Optik und Haptik perfekt in Einklang. Dank der No-Fingerprint Eigenschaft bleibt unsichtbar, was sonst Spuren hinterlässt.


58 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Grosszügige, helle und transparente Eingangsbereiche liegen im Trend. Raumhohe Haustüren tragen mit ihrem Design massgeblich zu solch einem Erscheinungsbild bei.

Eingangsbereiche

Raumhohe Haustüren gun. Mit der Einführung der Hörmann-Aluminium-Haustüren Thermo Safe und Thermo Carbon wurde bereits umgesetzt, was vom Markt, das heisst von Planern und Bauherren, immer mehr gefordert wird: Im Gegensatz zu Türen mit aufgesetzten Flügelprofilen sind diese bei den Haustüren innen liegend und damit die Türblätter vollflächig, also komplett

ebenmässig. Im Hausinneren harmonieren die Haustüren so besser mit den Wohnraum-Innentüren, und aussen sorgt die Vollflächigkeit für eine grosszügige Ansicht. Noch grosszügiger wird der Eingangsbereich innen und aussen durch raumhohe Haustüren wie die eingangs erwähnten Aluminium-Haustüren. Sie sind bis zu einer Höhe von 2,5 und 3 m Höhe

erhältlich. Designs im 3D-Effekt runden ein modernes Erscheinungsbild ab. Zudem erreichen sie sehr gute Wärmedämmwerte und sind nach Minergie zertifiziert. Die Thermo-Carbon-Haustür mit ihrem 100 mm starken Türblatt schafft laut Herstellerangaben als bislang einzige Aluminium-Haustür auf dem Markt

Die AluminiumHaustüren sind auch raumhoch erhältlich. Damit tragen sie zu einem noch grosszügigeren und moderneren Erscheinungsbild des Eingangsbereiches bei.

Architektur+Technik 11/15


59 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Thermo Carbon erreicht durch ein Glasfaser-CarbonKompositprofil einen UD-Wert von bis zu 0,47 W/(m2·K) und eine RC 4-Ausstattung. Thermo Safe erreicht einen UD-Wert von bis zu 0,8 W/(m2·K) und eine RC 3-Ausstattung.

sogar einen UD-Wert von bis zu 0,47 W/(m2∙K). In hochwertigen Bauten ist eine Sicherheitsausstattung nach Resistance Classes (RC) zu empfehlen. Das Modell Thermo Safe kann mit einer bis zu RC 3-Anforderung ausgestattet werden, die Thermo-Carbon-Tür bis RC 4. Damit halten diese Türen einem Einbruchversuch von erfahrenen Tä-

tern mit Werkzeugen, wie beispielsweise einer Bohrmaschine, bis zu 10 min stand. Funk-Zubehör

Modern, funktional und auch smart: Mit der neuen BiSecur APP und weiterem Hörmann-FunkZubehör können die Haustüren per Funk und weltweit via Internet kontrolliert und bedient werArchitektur+Technik 11/15

den. Mit dem Automatik-Schloss sowie dem verdeckt liegenden Haustür-Antrieb ECturn Inside ist nicht nur eine Zustandsabfrage (verriegelt/nicht verriegelt), sondern ebenso ein automatisches Öffnen und Schliessen möglich. Durch den innenliegenden Türantrieb verfügt die Haustür über keinerlei optische Einbusse.  hoermann.ch


60 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Für Mehrfachverriegelungen bietet KFV ein komplettes Programm mit einheitlichen Rastermassen und frei kombinierbaren Produktfamilien.

Der Schlüssel zu sicheren Türen

Ob für die eigenen vier Wände, für moderne Unternehmen oder für öffent­ liche Gebäude: Mit hochwertigen Tür­ beschlägen und Schliesssystemen bietet KFV ein abgestimmtes Komplettpro­ gramm an Mehrfachverriegelungen, Lösungen für «einfache» Einsteckschlös­ ser und Produkte rund um die intelligente Zugangskontrolle. Man verfügt über ein komplett modular aufgebautes System­ konzept mit einheitlichen Rastermassen und frei kombinierbaren Produktfami­ lien. Nach der Devise «so schmal wie möglich, so breit wie nötig und dennoch stets offen für individuelle Sonderlösun­ gen» werden Potenziale effektiver ausge­ schöpft. So werden schlüsselbetätigte Mehrfachverriegelungen von KFV durch eine zweitourige Schlüsseldrehung ver­ und entriegelt. Für jeden Bereich wird die passende Verriegelung angeboten: – AS 2600: Die Bolzen­Schwenkhaken­ Kombination bietet maximale Sicherheit und ist universell in allen Profilen und in Holztüren einsetzbar. – AS 2750: Arretiert den Flügel bereits beim Zuziehen durch zwei zusätzliche federnd gelagerte Fallen in beiden Neben­ schlosskästen. Sicherheit und Dicht­ schluss durch zwei nachsperrbare Haken­ riegel. – AS 3500: Automatische Sicherheit durch Selbstverriegelung zweier von un­ gun.

ten nach oben greifender Hakenriegel. Standardmässig mit Softlock­Falle ausge­ stattet. Oder das Magnetschloss 116. Es ist optisch ansprechend und wartungs­ frei. Die in den Schlosskasten eingezo­ gene Falle wird beim Schliessen mithilfe eines leistungsstarken Magneten auto­ matisch in das Schliessblech hineinge­ zogen und dort sicher fixiert. Die Falle schnellt erst automatisch hervor, wenn das Türblatt komplett geschlossen ist und sich die Magnetfalle in der Verriege­ lungsposition befindet. Damit sind ein Vorschlagen der Falle gegen den Rahmen und der damit verbundene Lärm ausge­ schlossen. Das mechatronische Ver­ und Entriegelungssystem Genius verbindet die Sicherungseigenschaften einer Mehr­ fachverriegelung mit den Komfortdetails modernster Elektronik. Dabei ist Genius mit Zutrittskontrollsystemen und zahl­ reichen weiteren Anwendungen kombi­ nierbar und ermöglicht so eine Vielzahl individueller Lösungen. Je nach Aus­ führung eignet es sich für den Einsatz in Privathäusern sowie in Gewerbe­ und Industrieobjekten. Die zur Verfügung stehenden Kon­ trollsysteme reichen von Transponder über Funk bis zu Fingerprint oder dem neuen KFVkeyless mit Smartphone­App zur Verwaltung.  siegenia.ch

NEBENSCHLOSSKASTEN

Das Magnetschloss 116 ist flächenbündig, wartungsfrei und geräuscharm. HAUPTSCHLOSSKASTEN

GENIUS MOTOR

NEBENSCHLOSSKASTEN

Architektur+Technik 11/15

Funktionsdarstellung: mechatronisches Ver- und Entriegelungssystem Genius.


61 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Eine Shopping Mall nach amerikanischem Vorbild: Das Milaneo-Shoppingcenter beherbergt über 200 Geschäfte. Die Türlösungen von Geze mussten höchste Ansprüche an Barrierefreiheit, Sicherheit und Design erfüllen.

Das Milaneo-Shoppingcenter in Stuttgart sichert den Komfort und die Sicherheit seiner Besucher mit der Türtechnologie von Geze.

Modernste Türtechnologie

Der Milaneo-Gebäudekomplex beim Stuttgarter Hauptbahnhof ist das Herz des entstehenden Europaviertels. Hauptbestandteil des Projektes ist das bereits eröffnete Einkaufszentrum mit über 200 Geschäften. Als Systemanbieter hat Geze die Shopping Mall und die dazu gehörenden Bereiche mit modernster Tür- und Sicherheitstechnik ausgestattet. Entworfen vom Düsseldorfer Büro RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur +  Städtebau wurden für die Shopping Mall drei individuelle Gebäudekörper – ähnlich Satelliten – errichtet. Miteinander verbunden sind sie über ihre ineinander übergehenden Verkaufsflächen im Erdgeschoss. Von aussen ist dort jeder Satellit von allen vier Seiten über Windfänge mit homogen gestalteten Türanlagen zugänglich. Barrierefreier Begehkomfort, Sicherheit und Design sind die Anforderungen an die hoch frequentierten Türen. Geze entwickelte für die zwölf Windfänge die passende Lösung. Jeweils vier zweiflügelige automatische Drehtüren mit TSA-160-NT-IS-Antriebssystemen sind genau das Richtige für das dauerhaft zuverlässige und komfortable Öffnen und Schliessen der Türflügel. Die Fluchtwegsteuerung TZ 320 sorgt für die notwendige Sicherheit: Sie überwacht alle Öffnungs- und Schliessvorgänge und gibt die Fluchttüren im Notfall frei. Im Normalbetrieb wird auch der Nachtver-

ale.

Architektur+Technik 11/15

schluss der Aussentüren über die TZ 320 aktiviert. Als multifunktionale Lösung dienen die Türen auch als Zuluft- bzw. Nachstromöffnung für den natürlichen Rauch- und Wärmeabzug. K 600-Klapphebelantriebe drücken die Türen im Brandfall auf und halten sie weit offen. Die automatischen Drehtüren haben einen weiteren Vorteil: Durch zuverlässiges Schliessen verbessern sie die Energiebilanz und sind einer der Bausteine, die zur Auszeichnung des Milaneo-Komplexes mit dem Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold beigetragen haben. Sicherheit in jedem Fall

Mit Slimdrive-EMD-F/R-IS-Antriebssystemen und CB-flex-Mitnehmerklappen werden die hohen Sicherheitsanforderungen an die barrierefreien Brandschutztüren mit Vollpanikfunktion als Zugänge zu den Technik- und Logistikbereichen erfüllt. An den zweiflügeligen Türen sorgen CB-flex-Mitnehmerklappen dafür, dass der Schliessmechanismus die Tür auch in einer Paniksituation sicher schliesst. Beim Öffnen des Standflügels wird der Gangflügel so weit mit geöffnet, dass er in die Warteposition der Schliessfolgeregelung gelangt und dass anschliessend beide Türflügel wieder in korrekter Reihenfolge schliessen können.  geze.ch


62 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Mit dem Handy ins HotelZimmer Smartphone­basierte Lösungen halten vermehrt Einzug in die Welt der Hotel­ Schliesssysteme. Sie bieten für Hotels eine Reihe von Zusatz­ nutzen und tragen zu deutlich komfor­ tableren Abläufen für die Gäste bei.  saltosystems.ch

Hersteller Salto Systems Produkt JustIN Mobile Key Produktart Smartphone­basierte Zutrittslösung Einsatzbereich Hotels Schnittstelle BLE Verschlüsselung Höchstmöglich Weitere Identmedien Möglich Steuerung App Verfügbarkeit iOS, Android Zutrittsmanagement ProAccess SPACE Schlüsselvergabe Over the Air (OTA)

Haustür aus Glas und Keramik

Montagefreundlicher Beschlag

Die FIN­Project Haus­ türen von Finstral gibt es nun in zwei neuen Modellreihen: Vetro ist eine ultramoderne Design­Variante mit voll emaillierten Glas­ füllungen. Ceramica führt ein neues Material ein: robuste Spezial­ keramik mit organischer Relief­Gestaltung.  finstral.ch

Das neueste Mitglied der Hawa­Junior­ Familie, Hawa­Junior 80/B (mod.), hat einen neuen Aufhänge­ schlitten erhalten, der sich dank innovativer Clip­Montage einfach und schnell montieren lässt. Die Volumen­ reduzierung der inte­ grierten Aufhängungen ermöglicht zudem eine Verkleinerung der Metallabdeckung.  hawa.ch

Hersteller Finstral Produkt FIN­Project Ceramica Kollektion Planar Einsatzbereich Haustüre Material Aluminium Oberfläche Keramik Ausführung Premium Anzahl Farben 4 Massanfertigung Möglich Fingerscanner Optional Füllungsstärke 76 mm Wärmedämmung 0,99 W/m²K Lichtecht Ja Witterungsbeständig Ja Dienstleistung Online­Haustürkonfigurator

Architektur+Technik 11/15

Die neueste Version der Bluetooth­ Schnittstelle, Bluetooth Low Energy (BLE), macht es möglich, Smartphones in Hotel­Zutrittslösungen direkt für das Öffnen von Türen einzusetzen. BLE über­ trägt Daten schneller, mit grösserer Band­ breite und geringerem Energieverbrauch als die Vorgängerversionen. Damit ist das Bluetooth­Modul auch in batteriebetrie­ benen Türkomponenten einsetzbar. Die standardisierte Schnittstelle ist in prak­ tisch jedem Smartphone eingebaut. In mobilen Hotel­Zutrittslösungen auf BLE­Basis wird der mobile Schlüssel aus der Management­Software «Over the Air» an die in einem verifizierten Smart­ phone installierte App verschickt. Der Gast erhält eine Nachricht, dass er einen neuen mobilen Schlüssel erhalten hat, und für welche Türen er berechtigt ist. Er muss dann nur noch das Smartphone vor den elektronischen Beschlag oder Zylin­ der halten und via App die Kommuni­ kation starten. Gäste können mit dieser Lösung mobile Schlüssel jederzeit und an jedem Ort erhalten. Hersteller Hawa Produkt Beschlag Hawa­Junoir 80/B (mod.) Einsatzbereich Schiebetüren innen Einbauhöhe Minimal Max. Türgewicht 80 kg Höhenverstellbarkeit ges. ± 7 mm Grobeinstellung ± 3 mm Feinjustierung ± 4 mm Min. Einbauhöhe 1 mm Besonderheit Einfache Montage Breite Tragprofil 34 mm Länge Tragprofil 215 mm Weitere Ausführungen Längere

Aufhängeschraube Passend dazu Dämpfeinzug SoftMove 80


63 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Handy und Schlüssel in einem

Haustürdesign aus Holz

Hersteller Rubner Türen Produkt Haustür Protecta­Design Material Holz Wärmedämmung 0,9 – 1,1 W/m²K Aufbau 74 mm

AirKey ist ein elektroni­ sches Schliesssystem aus dem Hause Evva, das vor allem für Unternehmen mit ver­ teilten Standorten eine Lösung bietet. Der Schlüssel wird per Internet verschickt. Zudem braucht es nur ein NFC­fähiges Handy, eine Internetverbin­ dung und einen AirKey­Zylinder oder Wandleser.  evva­airkey.com

Hersteller Evva Produkt AirKey­Zylinder Einsatzbereich Innen und aussen Besonderheit Handy dient als

Schlüssel Weitere Identmedien Optional IT-Infrastruktur Nicht notwendig Verwaltung App oder Web Profilform Euro oder Rundprofil Oberflächen Nickel oder Messing Panikfunktion Optional Ereignisspeicher 1000 Ereignisse Schutzart IP 65 Batterie 4 Lithium CR2 Schnittstellen NFC

Die Linie Protecta­ Design bringt mit sechs neuen Modellen frischen Schwung in das Sortiment von Rubner­Türen. Die wetterfeste und war­ tungsfreie Holzhaustür bietet vielfältige Gestal­ tungsmöglichkeiten im Innen­ und Aussen­ raum, da sie an die Einrichtung angepasst werden kann.  rubner.com

Tür und Fenster passend gestalten Mehr als 13 000 Aluminium­ und Holz­ Aluminium­Haustüren produziert Internorm jährlich – jede Einzelne davon individuell nach Mass. Internorm­ Hauseingangstüren lassen sich perfekt mit allen anderen Internorm­ Produkten kombinieren.  internorm.ch

Hersteller Internorm Produkt Hauseingangstür AT 310 Material Aluminium Wärmedämmung Bis 0,81 W/m²K Schallschutz 33 dB Sicherheit RC 2 Verriegelung 5­fach­Verriegelung Profilbautiefe 93 mm Rahmenprofil 3 Kammern Thermisch getrennte Schwelle Ja Verglasung Möglich

Architektur+Technik 11/15

Thermisch getrennte Bodenschiene Möglich Isolierverglasung Möglich Einbruchshemmung WK 2 oder WK 3 Oberfläche aussen Max­Exterior Stärke Aussenbeschichtung 2 mm Oberfläche innen Edelholz oder RAL­lackiert Dämmkern Kork Schloss Sicherheitsschloss AS 2300 Anzahl Designs 6 Formstabil ja

Europas führende Fenstermarke Internorm fertigt an den Standorten Traun und Sarleinsbach Jahr für Jahr mehr als 13 000 Hauseingangstüren. Jede Einzelne davon ist ein Unikat, das exakt nach Mass produziert wird. Vier Aluminium- sowie drei Holz-Aluminium-Türserien mit insgesamt mehr als 70 Grundmodellen in vielfältigen Designs bilden die Basis. Eine grosse Auswahl an Farben, Gläsern und Griffen bietet umfangreichen Gestaltungsspielraum bei der Individualisierung der Türen. Neben dem Standardsortiment fertigt Internorm auch eine Vielzahl von Sondermodellen nach unterschiedlichsten Kundenwünschen. Internorm-Hauseingangstüren lassen sich ideal mit allen anderen Produkten aus dem Internorm-Sortiment kombinieren. Die Fenster und Türen sind perfekt aufeinander abgestimmte Systeme – sowohl technisch als auch in Sachen Design: Gleiche Oberflächenstrukturen, Farben und Gläser ermöglichen Durchgängigkeit bei der Gestaltung der eigenen vier Wände.


64 Marktplatz Türen und Schliesssysteme

Mehr Licht dank neuem System Das neue HebeSchiebetür-Modell PremiDoor Lux sorgt mit einer innovativen Konstruktion für noch mehr Licht und Transparenz im Wohnraum – und das bei ausgezeichneter Wärmedämmung.  koemmerling.ch

Anbieter Profine Hersteller Kömmerling Produkt System PremiDoor 88 Produktart Hebe-Schiebetür-System Anz. Kammern 5 Material Aluminium Ansichtsbreite Zarge 65 mm Bautiefe Zarge 270 mm Ansichtsbreite Flügel 100 mm Bautiefe Flügel 88 mm Glasdicke Bis 54 mm

Schlanke Thermobarriere Das Gilgen-Profilsystem PST «green wings» steht für eine starke thermische Barriere mit einer schmalen Ansichtsbreite. Die energieeffizienten Türen treten kaum mehr in Erscheinung als herkömmliche Schiebetüren.  gilgendoorsystems.ch

Hersteller Gilgen Door Systems Produkt Profilsystem PST «green wings» Ausführungsvarianten 1- oder 2-flügelig Montage Sturz oder Wand Flügelfüllungen 2-fach-Verglasung 24 – 28 mm Flügelfüllungen 3-fach-Verglasung 31 – 38 mm Oberfläche Aluminium eloxiert Farben RAL-Farben Wärmedämmung 2-fach-Verglasung 1,6 – 1,8 W/m²K Wärmedämmung 3-fach-Verglasung 1,3 – 1,6 W/m²K Max. Flügelgewicht 150 kg

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«Moderne Architektur ist zunehmend transparent geworden», davon ist Wolfgang Serowy, Geschäftsführer von profine Schweiz überzeugt. Als eines der führenden Unternehmen für innovative Fenstersysteme hat Kömmerling auch entsprechende Antworten parat: Beispielsweise mit seinem wegweisenden Hebe-Schiebetür-System PremiDoor 88, das ein völlig neues Wohngefühl verspricht. Als komplett neu konstruierte Hebe-Schiebetür glänzt PremiDoor 88 mit höchstem Öffnungs- und Schliesskomfort, mit exzellenten Dämmwerten und mit einer architektonisch eleganten Ästhetik. Die neue Variante PremiDoor 88 lux entspricht dem Wunsch nach mehr Licht und grösseren Glasflächen. In dieser neuesten Version wird auf den Einsatz des Festflügels verzichtet. Stattdessen werden ein fester Pfosten sowie eine grossflächige Festverglasung eingesetzt, die von aussen mit Aluminium-Glasleisten verglast wird. Das Ergebnis kann sich sehen und spüren lassen. Wärmedämmung geht oft mit Schwerfälligkeit einher, Eleganz und Ästhetik bleiben dabei meist auf der Strecke. Nicht so bei der neuen energieeffizienten Automatiktür von Gilgen Door Systems. Sie überzeugt durch ihr schlankes Äusseres, durch eine schmale Profilansicht – und durch hervorragende Isolationswerte. Das Gilgen Antriebssystem SLX-M bildet mit dem Gilgen Profilsystem PST eine Einheit. Diese Kombination steht in der «green wings»-Produktgruppe für eine starke thermische Barriere mit einer schmalen Ansichtsbreite. Die energieeffizienten Türen mit thermisch getrennten Profilen, kombiniert mit 2- oder 3-fach Glas (Glasdicke bis zu 38 mm), treten kaum mehr in Erscheinung als herkömmliche Schiebetüren. Damit erfüllen die «grünen Flügel» die hohen Ansprüche von Architekten, Planern und Metallbauern an Funktionalität wie auch an Ästhetik: Der kompakte Antrieb und das schlanke Profilsystem passen bestens zu einer geradlinigen, modernen Architektur.


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66 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

Für die Innenraumgestaltung eines Immobiliendienstleisters entwickelte das ArchitekturBüro box ein Raum bildendes Element, das unterschiedliche Funktionen übernimmt.

Innenarchitektur

Ein blaues Band als Corporate Interior Von Uwe Guntern (Redaktion) und Thorsten Klapsch (Bilder)

Wie kann man trotz begrenzter Mittel die Corporate Identity eines Unternehmens durch die Innen-Architektur stärken und gleichzeitig repräsentative, variabel nutzbare Räume schaffen? Beim Ausbau der Unternehmenszentrale des Immobiliendienstleisters Valteq in BerlinMitte standen die Architekten von

box in Berlin vor der Aufgabe, dem soeben aus drei vormals unabhängigen Gesellschaften fusionierten Unternehmen eine frische gestalterische Prägung zu geben. Dabei sollte nicht nur der grösstmögliche Teil des aus eigenen Beständen vorhandenen Mobiliars, sondern ebenso ein Grossteil der bestehenden Einbauten der neu angemieteten Büro-Etage Verwendung finden.

Die Architekten haben das Unternehmenssymbol – ein geknicktes blaues Band, das sich schützend um die Immobilienobjekte legt – in ein dreidimensionales Gestaltungselement umgesetzt.

Architektur+Technik 11/15

Eine Besonderheit des Geschosses bestand in der räumlichen Verknüpfung von zwei ursprünglich getrennten Mieteinheiten: An der Ecke treffen hier vier Durchgangsräume aufeinander. Diese boten sich für gemeinschaftliche Nutzungen wie Empfang, Garderobe, Bibliothek, Lounge, temporäre Arbeitsplätze (Hot Desks) sowie Service-Stationen mit Druckern und Kopierern an. Die Planung sollte zudem verhindern, dass die Mitarbeiter das öffentliche Treppenhaus als «Abkürzung» bei der Durchwegung nutzen. Aus unterschiedlichen Entwurfs-Alternativen wählte die Geschäftsführung der Valteq das Konzept des «blauen Bandes» aus. Hier setzen die Architekten das Unternehmenssymbol – ein geknicktes blaues Band, das sich schützend um die Immobilienobjekte legt – in ein dreidimensionales Gestaltungselement um, das verschiedene funktionale und gestalterische Aufgaben erfüllt. Zunächst fungiert es als verbindendes Orientierungs- und Leitsystem, das die diversen Gemeinschaftsbereiche sinnfällig miteinander verknüpft und so das «Ausscheren» in Richtung Treppenhaus zur unattraktiveren Alternative werden lässt. Dabei


67 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

Architektur+Technik 11/15


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A70 A70 A70 I80.2

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A70 A70 A70

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68 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

F70 A70 F70 A70 FL

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nimmt das blaue Band je nach Funktion verschiedene Dimen­ sionen und Formen an, ohne je die Grundsymbolik und ­massstäb­ lichkeit aufzugeben: So verwan­ delt es sich vom Empfangstresen in eine Bodenmarkierung, wird zur Lounge­Theke, versinkt wie­ der im Boden und entwickelt sich danach zum Raumteiler mit Re­ gal. Gleichzeitig werden so die un­ terschiedlich genutzten Bereiche klar zoniert in Aufenthaltsorte und Durchwegungszonen. Mit einem einzigen, gestalte­ risch stark reduzierten Element sind hier schlüssige funktionale Zuordnungen entstanden; gleich­

F70

F70

T1

T1

A70 A70 F70

T1

Vom Empfangstresen führt das blaue Band in die Bibliothek, dann in den darauffolgenden Lounge-Bereich und schliesslich zu den «Hot Desks».

zeitig wurde eine räumlich kom­ plexe Situation stringent geglie­ dert. Zusätzlich greifen die Archi­ tekten das Corporate Design des Unternehmens auf und überset­ zen es in ein plastisches Element. Räumliche Choreografie

Der Empfangstresen teilt den ers­ ten Raum in Eingangsbereich und Sekretariat, eine in die Konstruk­ tion integrierte Beleuchtung sowie der eingefräste Firmenschriftzug unterstützen die repräsentative Wirkung. Von dort aus führt das blaue Band in die Bibliothek, in der hinter einem schlichten weissen Regal temporäre Arbeitsplätze an­ Architektur+Technik 11/15

geordnet sind. Der darauffolgende Lounge­Bereich nimmt eine Son­ derposition innerhalb des Raum­ gefüges ein. Ihn gestalteten die Ar­ chitekten mit wenigen Eingriffen zu einem informellen Treffpunkt um, in dem kurze Besprechungen ebenso wie kleine Feiern stattfin­ den, der einzelnen Mitarbeitern aber auch als zeitweiliger Rück­ zugsort für ungewöhnliche oder kreative Arbeiten dient und einen spontanen Austausch mit Kolle­ gen dabei eher begrüsst als aus­ schliesst. In die hier bestehende Holzwand setzten die Architekten ein weisses Küchenelement ein, die lange Theke schafft reichlich


69 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

Platz und eine zwanglose Atmosphäre. Der Tresen selbst spannt über mehr als 5,5m; aufgrund dieser hohen Spannweite kam im Inneren eine vorgespannte Stahlkonstruktion zum Einsatz. Vor dem Übergang in die einzelnen Büroräume steigt das Band zum hohen, schräg gekippten Regalelement auf. Die dahinter gelegenen Arbeitsplätze verweisen bereits auf die anschliessende Nutzung. Material, Farbe, Kunst

Als Materialität des blauen Bandes bot sich Kautschuk an. Die Eigenschaften dieses Materials

– Flexibilität, Robustheit, Farbigkeit, Elastizität – sind nahezu ideal sowohl für den Einsatz als Möbeloberfläche als auch als Bodenbelag. Auf der Suche nach dem «richtigen» Blau stiessen die Architekten auf den französischbritischen Hersteller Dalsouple. Als Kantenschutz sind die Wangen der aufragenden Elemente aus dem Mineralwerkstoff Corian gefertigt. Das Prinzip der Reduktion setzt sich auch bei der Gestaltung der Büroarbeitsplätze fort: Unter Weiterverwendung und Ergänzung eines bestehenden weissen Möbelsystems richteten die

Architekten in den zwischen 15 und 30 m² grossen Räumen Plätze für zwei bis vier Mitarbeiter ein. Für die Ausstattung der Besprechungsräume entwickelten sie die vorhandene schwarze Möblierung weiter und ergänzten sie um einen grossen runden Besprechungstisch sowie eine weitere halbrunde Einheit. Als leuchtendes «Memento mori» installierte die Valteq-Geschäftsführung zur Fertigstellung der Umbauarbeiten das Lichtkunstwerk der US-amerikanischen Künstlerin Olivia Steele mit der Aufschrift «This might all be gone tomorrow» auf der Holzwand der Lounge. ●

Architektur+Technik 11/15

Das blaue Band fungiert zunächst als verbindendes Orientierungs- und Leitsystem, das die diversen Gemeinschaftsbereiche sinnfällig miteinander verknüpft. Dabei nimmt es je nach Funktion verschiedene Dimensionen und Formen an, ohne je die Grundsymbolik und -massstäblichkeit aufzugeben.


70 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

In Toronto ist das Erdgeschoss eines denkmalgeschützten Gebäudes zu einem Tapas-Restaurant umgestaltet worden.

Innenarchitektur

Ein Hauch Spanien gun. Das kanadische Studio +tong-

Der Boden-Bereich des Restaurants ist eine Hommage an antike MajolikaFliesen in zeitgemässer Interpretation.

tong zeichnete für ein aussergewöhnliches Projekt in der Innenstadt von Toronto verantwortlich: Das Erdgeschoss eines denkmalgeschützten Gebäudes unweit des bekannten St.-Lawrence-Marktes wurde komplett umgestaltet, um dem Tapas-Restaurant Barsa Taberna eine Heimat mit mediterranem Flair zu geben. Der Bereich um die Market Street in Toronto erfährt aktuell

einen spannenden Aufschwung – viele Bars und Restaurants eröffneten erst vor Kurzem. Auch das Restaurant Barsa Taberna feierte seine Premiere. Das Konzept: Die Gäste können hier Weine und Sangria sowie modern interpretierte spanische Tapas in einer vom Charme Barcelonas inspirierten Location geniessen. Das Team von +tongtong in Toronto musste sich bei der innenarchitektonischen Planung an die

Die Barhocker ähneln den improvisierten Stühlen, die man häufig in Tapas-Bars in Barcelona findet.

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Denkmalschutz-Bestimmungen für das historische Gebäude halten. Das kann als Einschränkung oder – wie +tongtong es auffasste – als spannende Herausforderung gesehen werden. Das Design-Studio entschied sich dafür, in den schmalen Räumlichkeiten die originalen Backsteinmauern, Fenster und Türen als wichtigen Teil des Interior Designs in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei wurde der Bar-Be-


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Parallel zum Tresen stehen Tische mit roten Herman-MillerStühlen, die einen starken Kontrast zu den asymmetrischen Barhockern bilden.

reich vom Restaurant optisch abgetrennt. In der Bar hat es einen Zementboden, der durch ein von Gaudí inspiriertes blaues Muster geprägt ist. Den Boden im Restaurant wiederum ziert die Feinsteinzeug-Kollektion Frame, die vom Studio FM für DesignTaleStudio, das Kreativlabor von Ceramiche Refin, entworfen wurde. Am Bar-Tresen aus Corian stehen speziell für das Restaurant kreierte Barhocker. Sie ähneln den improvisierten Stühlen, die man häufig in Tapas-Bars in Barcelona findet. Parallel zum Tresen stehen

Tische mit roten Herman-MillerStühlen, die einen starken Kontrast zu den asymmetrischen Barhockern bilden. Das blaue Muster des Zementbodens findet sich in einer grossformatigen Wandinstallation aus 1400 farbigen Glasflaschen wieder. Durch Rundbögen mit unverputzten Mauern gelangt man von der Bar in den Restaurant-Bereich. Für eine stimmungsvolle Atmosphäre in den fensterlosen Räumen mit niedrigen Decken sorgt eine grosse, hinterleuchtete Wandmalerei. Diese wurde Architektur+Technik 11/15

von John Tong und dem Künstler Pascal Paquette gemeinsam entworfen. Doch liegt das Hauptaugenmerk im Bereich des Restaurants buchstäblich auf dem Boden, der eine Hommage an antike Majolika-Fliesen mit einer charmanten zeitgemässen Interpretation liefert: Die Kollektion Frame von DesignTaleStudio ist die perfekte Verbindung zwischen den historischen Mauern und der expressiven Kraft der hinterleuchteten Wandgemälde.  refin-fliesen.de


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Die tanzende Leuchte «Les Danseuses» ist eine Hängeleuchte, inspiriert von den wirbelnden Röcken der tanzenden Derwische. Wie ein Ventilator generiert diese völlig neue Leuchte erfrischende und kühlende Luft im Raum, sobald man sie einschaltet.  artemide.de

Anbieter Artemide Hersteller Danese Design Atelier Oï Produkt Les Danseuses Einsatzbereich Innen Leuchtmittel 15 W LED Lichtstrom 100 lm Dimmbar Ja Durchmesser Base 1400 mm Höhe 1300 mm Anzahl erhältliche Farben 4

Ein Boden mit Rückgrat Das innovative Entkopplungssystem IndorTec Flexbone von Gutjahr lässt eine hohe Verformbarkeit des Untergrunds zu und sichert einen ausgezeichneten Halt auch auf schwierigen Untergründen, wie sie bei Sanierungen häufig auftreten. So lassen sich Keramikund Natursteinbeläge sicher entkoppeln.  gutjahr.com

Das richtige Licht schafft Stimmung

Hersteller Gutjahr Produkt IndorTec Flexbone-VA Produktart Verbund-Entkopplungssystem Einsatzbereich Krit. Untergründe bei Sanierungen Material Oberseite Kunststoff-Folie PP Material Unterseite Verkrallungs-Vlies Stärke 3 mm Lieferung Rollen oder Platten Abmessungen Rolle 20 × 1 m Abmessungen Platten 2 × 1 m

Ob in der Szene-Bar oder im Design-Hotel: Zu jedem Menü gehört ein Ambiente, das den Gastronomie-Besuch zum Erlebnis macht. Die Erco-Leuchtenfamilie Starpoint bietet dafür das perfekte Repertoire. Die schlanken Pendelleuchten setzen brillante Akzente auf Tischen und Tresen und sind selbst ein dekorativer Blickfang.  erco.com

Formatvorgaben Kantenlänge Min. 10 cm Belagsdicke Feinsteinzeug Min. 8 mm Belagsdicke Naturwerkstein Min. 15 mm Belagsdicke andere Min. 10 mm Weitere Ausführungen Schwimmend verlegt

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Dafür versetzt ein kleiner Motor auf der Tragachse einen speziell gelaserten Stoff um das Leuchtmittel zum Schwingen. Drei präzise errechnete Schnittarten im Gewebe generieren – neben einem kühlenden Wind – sanfte Lichtprojektionen, die ein faszinierendes Raumgefühl durch Licht und Luft erzeugen. Über verschieden einstellbare Drehzahlen können Lichtvolumen und Luftzufuhr vom Nutzer selbst gesteuert werden. So ist «Les Danseuses» eine besonders poetische Art, Menschen in einem Raum mit «luftigem Licht» zu verzaubern. Daneses und Artemides gemeinsame physikalische Studien garantieren eine perfekte Balance aller Elemente, sodass der Energieeinsatz und die Energieausbeute zugunsten der Umwelt und des Menschen optimiert sind. Diese Forschungen machen «Les Danseuses» zu einem umweltfreundlichen Produkt. Die Leuchten werden künftig auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Leuchtenfachhandel erhältlich sein. Hersteller Erco Produkt Wandleuchte Starpoint Einsatzbereich Innen Material Aluminium Leuchtmittel 4 oder 8 W LED Lichtstrom 330 – 940 lm Lichtfarbe Neutral- oder warmweiss Gehäusefarben Weiss, Schwarz, Chrom Dimmbar Ja Phasenabschnitt Möglich Optischer Cut-off 30° Lichtverteilung Extra-wide flood Material Linse Optisches Polymer Nennspannung 230 V


73 Marktplatz Innenausbau und Beleuchtung

Wellen aus Metall und Licht Durch die wellenförmige Ausbildung der Lamellendecke Lindner LMD-L LAOLA werden dreidimensionale Strukturen im Raum kreiert. Höhen und Radien der Lamellen sind dabei variabel wählbar. Mehr Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich noch mit der Integration langlebiger LEDBeleuchtung.  lindner-group.com

Das flexible UniversalTalent

Hersteller Lindner Produkt Lamellendecke LMD-L LAOLA Einsatzbereich Innen Konstruktion Wellenförmige Lamellen Abhängung Verschiedene Möglichkeiten Lamellenlänge Max. 2500 mm Lamellenbreite Max. 50 mm Höhe bis 500 mm Radien Zahlreiche ab 1500 mm

Die minimierte Formensprache und das zurückhaltende Design geben der «John» einen modernen und zeitlosen Charakter. Die Leuchte besticht durch eine hohe und leichte Beweglichkeit. Mit entsprechenden Befestigungen ist «John» als Tisch-, Steh-, oder Wandleuchte verwendbar.  tobias-grau.com

Hersteller Tobias Grau Produkt Leuchte John Einsatzbereich Innen Leuchtmittel LED Leistungsaufnahme 13 W Lichtaustritt Direkt Lichtstrom 569 lm Farbtemperatur 2700 K CPI (Ra) >90 Material Aluminium Farben Schwarz oder Weiss Dimmbar Ja Länge der Anschlussleitung 1800 mm Schutzklasse II Energieklasse A-A++

Lichtreflexion 82 % Schallabsorption Bis Klasse C Farben RAL oder NCS wählbar Oberfläche Pulverbeschichtet Beleuchtung Optional Leuchtmittel LED-Streifen

Die Leuchte zum Mitnehmen

PlattenDesign im HotelZimmer

Mit «Roxxane Fly» bringt Nimbus eine lichtstarke LEDLeuchte ohne Kabel auf den Markt. Sie ist die erste Vertreterin eines neuen Umgangs mit Licht, eine handliche Lichtspenderin, die ihre Nutzer überall hin begleitet. Dank ihres 3D-Gelenkkopfes und Magnetfusses ist sie überaus beweglich und flexibel einsetzbar.  nimbus-group.com

Vor wenigen Monaten eröffnete das komplett sanierte vormalige Hotel Aqua in Rimini unter neuem Namen: Hotel Aria Rimini. In den Suiten sind die Fliesen von Ceramiche Refin ein massgebliches Gestaltungsmerkmal: Das Dekor wird durch den Boden- und Wandbelag Design Industry Oxyde Rust hervorgehoben.  refin-fliesen.de

Hersteller Nimbus Designer Rupert Kopp Produkt Roxxane Fly Einsatzbereich Innen Leuchtmittel LED Material Leuchtenkörper Aluminium Material Diffusorfläche Polycarbonat Material Kopfgelenk Zinkdruckguss Beweglichkeit Kopfgelenk 270° Stromquelle Akku Akkulaufzeit 4 – 20 h Aufladung USB Lichtstrom 400 lm Farbtemperatur 2700 K Abmessungen gefaltet 140 × 137 × 27 mm

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Hersteller Ceramiche Refin Produkt Platten Design Industry Oxyde Rust Einsatzbereich Innen Material Feinsteinzeug Anzahl Formate 6 Breite 25 – 75 cm Länge 60 – 150 cm Rutschfestigkeit R9 Frostbeständig Ja Wasseraufnahme 0,2 % Biegezugfestigkeit ≥ 35 N/mm² Widerstand gegen Tiefenverschleiss ≤ 175 mm³ Statischer Reibungskoeffizient (trocken) 0,83 Statischer Reibungskoeffizient (nass) 0,69


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Hochhäuser wie der Prime Tower in Zürich verändern nicht nur das Stadtbild, sondern stellen aufgrund ihrer Höhe spezielle Anforderungen an den Brandschutz.

Brandschutz

Rauchfreihaltung im Treppenhaus

Ob im Sommer oder im Winter – es muss unter allen klimatischen Bedingungen das Schutzziel «Rauchfreihaltung im Treppenhaus» erreicht werden.

gun. Bricht ein Feuer in einem Hochhaus aus, müssen, um das Schutzziel der rechtzeitigen Evakuierung von Personen aus dem Gebäude sicherzustellen, die baulichen Gegebenheiten meist durch anlagentechnische Massnahmen ergänzt bzw. kompensiert werden. Konkret heisst das, das Schutzziel «Verhinderung eines Raucheintritts in Flucht- und Rettungswege» sorgt in der ersten Phase für die Eigenrettung der Personen, die sich im Gebäude aufhalten, und in der zweiten Phase für den Löschangriff der Feuerwehr. Am Beispiel des Prime

Tower in Zürich wurde ein besonderes Augenmerk auf die Rauchschutz-Druckanlage (RDA) zur Rauchfreihaltung der drei innenliegenden Treppenhäuser gelegt. Eine Rauchschutz-Druckanlage hat die Aufgabe, den Rauchübertritt von Brandräumen in den Flucht- und Rettungsweg zu verhindern. Die RDA im Prime Tower wurde nach DIN EN 12010-6 Festlegung für Differenzdrucksysteme geplant. Dabei gilt die Regelzeit für das Öffnen und Schliessen der Türen im Treppenhaus von 3 Sekunden. Diese Zeit muss

Einfluss Winterfall

zwingend eingehalten werden. Um das Eindringen des Rauches im Brandfall in den drei vorhandenen Sicherheitstreppenhäusern des Prime Tower zu verhindern, wird ein Überdruck, der auf 50 Pa begrenzt wird, eingestellt. Die Türöffnungskräfte an den Türen zum Treppenhaus dürfen 100 N nicht überschreiten. Um die hohen Anforderungen an die Gebäudesicherheit zu erfüllen, müssen bei der Steuerung des Gesamtsystems folgende Punkte besonders beachtet werden: – Die Sicherheitsabluft im Brandgeschoss muss sichergestellt sein,

Einfluss Sommerfall Luftverteilung anpassen

ohne DDA

DDA mit Kompensation

Zuluftmenge erhöhen Luftverteilung anpassen

– <+ Luftdruck

DDA = Differenz-Druck Anlage

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DDA mit Kompensation

Abtrieb

Kompensation

Abtrieb

Auftrieb

Auftrieb

Zuluftmenge erhöhen

ohne DDA


75 Marktplatz Sicherheit und Brandschutz

das heisst, die Luftströmung vom Sicherheitstreppenhaus muss unbehindert zur Aussenfassade gelangen können. – Je nach Jahreszeit kommt es zu unterschiedlichen Innen- und Aussenlufttemperaturen, die zu erheblichen und nicht zu vernachlässigenden Auf- beziehungsweise Abtriebsströmungen im Treppenhaus führen und die Drucksituation nachweislich verändern. Dieses Phänomen muss kompensiert werden. Um die Sicherheits-Abluft in der Brand-Etage sicherzustellen, wurden die Öffnungen in der Aussenfassade realisiert. Das gesamte Gebäude hat eine Aussenhaut, die ausschliesslich aus Fensterelementen besteht. Das Öffnen der Fenster geschieht parallel zur

Aussenfassade. Von der Brandmeldezentrale erhält das System die Information, auf welcher Etage es brennt, öffnet nun in der Brand-Etage die relevanten Fenster zur Abströmung. Gleichzeitig werden im gesamten Gebäude alle anderen Fenster geschlossen. Somit ist sichergestellt, dass in der Brand-Etage die Luft vom Sicherheitstreppenraum durch die Etage an die Aussenfassade abströmen kann. Hindernisse wie Bürotüren, Vorhänge und Sonnenjalousien muss die Steuerung des Systems ebenfalls übernehmen, damit das Abströmen der Luft gesichert ist. Um diese Funktionalitäten sicherzustellen, musste in jeder Etage eine eigene intelligente Steuerung eingesetzt werden, die mit der Mastersteuerung

kommuniziert und somit ein dezentrales Netzwerk darstellt. Bei Gebäuden wie dem Prime Tower werden erhöhte Anforderungen an die Planung und Bemessung innen liegender Treppenräume und Schächte von Feuerwehraufzügen gestellt. Diese resultieren aus den klimatischen Randbedingungen ausserhalb des Gebäudes und den thermischen und aerodynamischen Verhältnissen innerhalb der Sicherheitstreppenräume. Dabei ist der Einfluss entsprechend zu berücksichtigen. Im Winter wie auch im Sommer kommt es bei grossen Unterschieden zwischen Innen- und Aussenlufttemperatur zu erheblichen Auf- bzw. Abtriebsströmungen im Treppenraum, die im Hinblick auf die Drucksituation im Treppenraum und die Auslegung der RDA zwingend beachtet werden müssen. Die Auswirkung der Konvektion im Winter zum Beispiel erzeugt zum einen Auftrieb in einem Treppenraum, einen Unterdruck im unteren Bereich des Gebäudes und zum anderen einen Überdruck im oberen Bereich des Gebäudes. Dieser Effekt muss kompensiert werden, um die Schutzziele zu erreichen. Im Prime Tower wurde das Problem dahin gehend gelöst, dass im Winter im unteren Bereich des Gebäudes mehr Volumenstrom hinzugeführt wird, im Sommer ist es genau umgekehrt. Um den Volumenstrom entsprechend den Umgebungstemperaturen anzupassen, wurde ein eigens entwickelter Klappenmotor mit 15 einstellbaren Zwischenstellungen entwickelt. Hiermit ist man nun in der Lage, durch Aussentemperaturmessungen und eine intelligente Steuerung den Zuluftvolumenstrom individuell einzustellen und den Betrieb der Anlage witterungsunabhängig zu betreiben.  strulik.ch

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Das intelligente und witterungsunabhängige Steuerungssystem.


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Nicht brennbare Dämmstoffe wie Steinwolle vereinfachen den Aufbau der verputzten Fassade mit Aussenwärmedämmung.

Einfacher und konsequenter Brandschutz

Im Fassadenbau von Wohnhäusern weist die verputzte Aussenwärmedämmung einen Marktanteil von drei Vierteln aus (Zahlen 2014, Wüest & Partner). Ihre Popularität bezeugt, dass diese Art von Fassade für viele Investoren und Planer offenkundig zahlreiche Vorteile bietet. Nicht zuletzt sind diese Vorteile finanzieller Natur, für langfristige Investitionen sind aber bauphysikalische und sicherheitstechnische Kriterien, darunter etwa Brandschutz und Schallschutz, ebenso wichtig. Der kompakte Aufbau der meisten Fassaden lässt kaum konstruktiven Spielraum für die Wärmedämmung zu. Deshalb hängt diese in erster Linie von der Materialisierung der Fassade ab. Das bedeutet, dass die Qualität des Verputzes und die Brennbarkeit der Wärmedämmung von besonderer Bedeutung sind. Denn das Prinzip der Trennung von Brandabschnitten gilt auch für Fassadenbauteile. Werden brennbare Dämmungen verwendet, müssen Abschottungen eingesetzt werden. Das führt zu komplizierten Brandriegeln.

ale.

Nicht brennbarer Brandschutz

Wird in der verputzten Aussenwärmedämmung Steinwolle verwendet, entfallen diese Auflagen. Das vereinfacht nicht nur die Planung, sondern reduziert auch merklich den Aufwand auf der Baustelle.

Brandschutz ohne Komplikationen: Steinwolle ist wärmedämmend, nicht brennbar, formstabil und ökologisch unbedenklich, was sie zu einem besonders geeigneten Material für die Aussenwärmedämmung macht.

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Steinwolle wird aus geschmolzenem Stein hergestellt und ist somit ein natürliches Material mit hervorragenden Eigenschaften: Sie hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit, wirkt schalldämmend, ist leicht zu verarbeiten – und nicht brennbar. Somit setzt sie beim Brand keine giftigen Gase frei, und ihre hohe Schmelztemperatur von 1000 °C hemmt die Brandausbreitung. Die vollflächige Dämmung der Aussenwand mit diesem nicht brennbaren Baumaterial garantiert einen konsequenten Brandschutz. Somit erfüllt die Steinwolle auf eine einfache Weise sowohl die behördlichen Vorgaben als auch höchste Ansprüche an den langfristigen Brandschutz. Hervorragende Eigenschaften

Wegen dieser Eigenschaften ist Steinwolle wohl die erste Wahl, wenn es um den Brandschutz geht. Das Dämmmaterial schneidet aber auch bezüglich Ökologie, Wärmeschutz, Schallschutz und Formstabilität hervorragend ab. Es ist durchlässig für Wasserdampf und resistent gegen Schimmel und Fäulnis. Diese positive Bewertung basiert auf Messund Prüfdaten von unabhängigen Instituten. Die Fachbroschüre «Verputze Aussenwärmedämmung» bietet dazu weitergehende Informationen ebenso wie auf dem Webauftritt von Flumroc.  flumroc.ch


77 Marktplatz Sicherheit und Brandschutz

Begehbarer Tresor im eigenen Haus

Schnell auf und zu: AutomatikFalttor

Eine neue Lösung zur stilvollen Aufbewahrung von allem, was einem lieb und wertvoll ist, bietet Züblin Firesafe mit einem in sich geschlossenem Sicherheitsmodul DiamondCube an, das als eigenständige Schatzkammer ins private Wohnhaus oder die Geschäftsräume integriert wird.  zueblin.ch

Sind die Ansprüche an kurze Zykluszeiten hoch? Dann ist das Doppelflügelfalttor von «Zaunteam» die passende Eintrittsregulierung. Dieses System ersetzt durch kurze Öffnungs- und Schliesszeiten die Kombination von Tor und Schranke und benötigt seitlich im Gegensatz zum Schiebetor keinen Platz.  zaunteam.ch

Hersteller Züblin Firesafe Produkt DiamondCube Produktart Begehbarer Tresor Einsatzbereich Geschäftsbereich, Haus Geeignet für Bilder, Schmuck, Dokumente usw. Aufbau Modular Abmessungen Individuell Widerstandsgrad Wählbar Innenausstattung Individuell Wandverkleidungen Wählbar

Hersteller Zaunteam Produkt Schnelllauf-Falttor Einsatzbereich Stark frequentierte Gelände Besonderheit Kurze Öffnungs-/Schliesszeiten Zyklen Bis zu 500 Zyklen pro Tag Steuerung Mikroprozessor Ansteuerung extern Möglich Korros.-Schutz Feuerverzinkt/stahlkernentrostet Farben RAL-Standardfarben Anzahl Flügel 1 oder 2 Durchfahrtsbreite 1 Flügel 7 m Höhe bis 3 m Geschwindigkeit pro Flügel 1 m/s Antrieb Elektromechanischer Kniegelenkantrieb Optional SPS-Steuerung

Materialien Holz, Metall, Leder,

Marmor, Spiegel Belüftet Ja Ausbau zu Panikraum Möglich Prototyp In Spreitenbach ausgestellt

PendeltürSystem – ganz aus Glas Transparent trotz intelligenter Technik: So präsentiert sich das Ganzglas-Wandsystem Pendulo von Geze. Die Lösung erlaubt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, ob im Büro, im Ladenbau oder privat.  geze.ch

Hersteller Geze Produkt Ganzglas-Wandsystem Pendulo Einsatzbereich Innen, mittelfrequentiert Anzahl Flügel 1 – 2 Öffnungswinkel 90° beidseitig Glas Einscheiben-Sicherheitsglas 8 oder 10 mm Bautiefe 52 mm Max. Anlagenhöhe 2000 oder 3000 mm Max. Türflügelabmessungen 2600 × 1100 mm Max. Türflügelgewicht 80 kg Dienstleistung Online-Konfigurationstool

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Das Ganzglas-Wandsystem Pendulo von Geze erlaubt es, Räume ohne optische Einschränkungen voneinander abzugrenzen. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Ob als transparente Trennwand in Büros, im Ladenbau oder im privaten Wohnen – mit dem Pendulo-System lassen sich diverse Lösungen elegant realisieren. Das Besondere daran ist, dass das System seine intelligente Technik, einen integrierten Türschliesser, im unteren DesignProfil verbirgt. Die Pendeltür öffnet in beide Richtungen, bietet eine gleichmässige Schliessbewegung und pendelt sanft in ihre Ruheposition zurück. So unkompliziert wie die Bedienung ist auch die Planung des Geze-Ganzglas-Wandsystems. Mit der Online-basierten Pendulo-Konfiguration lassen sich komplette Lösungen aus einer Hand schnell, einfach und individuell ausgestalten. Noch attraktiver wird das System durch seine einfache Montage: Pendulo lässt sich schnell und ohne aufwendige Eingriffe in den Fussboden, in Wände oder in die Decke installieren.


78 Marktplatz Sicherheit und Brandschutz

TeleskopBrandschutztüren Mit Teleskop­Schie­ betüren lassen sich Räume bequem abtrennen und im Nu wieder verbinden. Wenn die Tür dabei auch noch als Brand­ schutz dient, sind der Nutzung kaum Grenzen gesetzt.  feuerschutzteam.ch

Hersteller Feuerschutz­Team Produkt Teleskop­Schiebetüre Anzahl Flügel 2 – 8 Feuerwiderstandsklasse EI 30 Türblatt Volltürblatt oder Rahmentür Türblattstärke 68 mm Max. Türblattbreite 24 640 mm Max. Türblatthöhe 3875 mm Schalldämmwert 45 dB Fluchttüre Optional

Mit Glas vor Brand geschützt Die Brandschutzvergla­ sungen der Lehmann Arnegg AG bestechen durch ihr schlichtes Erscheinungsbild. Die Firma bietet Brand­ schutzfestverglasung mit EI 30­, EI 60­ und EI 90­VKF­Zertifizie­ rung. Die mit Holz ge­ rahmten Brandschutz­ verglasungen bieten Möglichkeiten für elegante verglaste Abschlüsse.  lehmannag.ch

Sicher unterwegs auf dem Flachdach

Hersteller Lehmann Arnegg AG Produkt Brandschutz­Holzrahmentür Frame Einsatzbereich Brandschutz innen Brandschutzklasse EI 30 Seiten- und Oberteil Optional Material Holzrahmen, Glas Rahmenstärke 68 mm Detail Elementhöhe max. 5000 mm Türhöhe max. 2500 mm Türfläche max. 3,59 m²

Flachdächer werden immer häufiger aktiv genutzt und dadurch oft betreten. Um eine bestmögliche Sicher­ heit zu gewährleisten, werden die ISBA­Licht­ kuppeln und ­Licht­ bänder mit Durch­ sturzgittern Typ ISD versehen. Diese sind aus Stahl in RAL­Farben lackiert und liefer­ bar für alle Standard­ grössen.  isba.ch

Einbruchschutz RC3 Schallschutz 39 – 49 dB Klima 3c – 3e Mechanische Beanspruchung Klasse 4 Weitere Ausführungen Vollbautür

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Sie öffnen und schliessen überwiegend automatisch, bieten barrierefreie Durch­ gänge und können auch für ausser­ gewöhnliche Querschnitte verwendet werden: Teleskop­Schiebetüren schaffen neue Freiheiten bei der Gestaltung und Nutzung von Gebäuden – insbesondere dann, wenn der Planer dabei von den Brandschutzanforderungen unabhängig agieren kann. Bis zu 24 640 mm breite Teleskop­ Schiebetüren der Feuerwiderstands­ klasse EI 30 können beispielsweise als flexible Wände eingesetzt werden, um Räume – auch täglich – sowohl getrennt als auch gemeinsam zu nutzen. Die Ele­ mente sind verglast und als Vollbautür mit individuellen Oberflächen lieferbar, ausserdem können 1­flügelige Fluchttü­ ren integriert werden. Aber auch in klei­ neren Dimensionen überzeugen Teles­ kop­Schiebetüren durch ihre kompakte Bauweise, komfortable Nutzung und den Raumgewinn, da der Schwenkbereich der Drehtür etwa für Einbauten genutzt wer­ den kann. Hersteller ISBA Produkt Durchsturzgitter ISD Einsatzbereich Flachdächer Maschenweite 175 × 175 mm Lichtdurchlass Etwa 85 % Geprüft 1200 Joule­Test Material Stahlblech Oberfläche Lackiert Formen Rechteckig, rund, quadratisch Abmessungen quadratisch min. 60 × 60 cm Abmessungen quadratisch max. 160 × 160 cm Abmessungen rechteckig min. 60 × 90 cm Abmessungen rechteckig max. 150 × 250 cm Durchmesser rund min. 60 cm Abmessungen rund max. 180 cm


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Sicherheit mit Stil umgesetzt Zutrittskontrollsysteme müssen der Ästhetik nicht im Wege stehen, zeigen Produkte von Mobatime. Die Leser sind flexibel einsetzbar und kombinierbar und lassen sich in Design und Farbe individuell gestalten.  mobatime.ch Hersteller Mobatime Produkt Mifare/Legic PIN-Code-Leser Einsatzbereich Zutrittskontrolle Abmessungen 80 × 80 × 32 mm Ausweismedien Alle Tastatur Kapazitive Folientastatur Arbeitsfrequenz 13,56 MHz Betriebstemperatur –20 bis 70 °C Gewicht 110 g Standardfarbe Weiss-Lichtgrau Optische Bedienführung LED 3 Farben

Brandschutztür individuell gestalten Brandschutztüren müssen die Ästhetik nicht der Funktion opfern. Mit der neuen Brandschutztür EI 30 von Forster Profilsysteme und RWD Schlatter stehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen.  forster-profile.ch

Hersteller Forster Profilsysteme Produkt Profilsystem Forster fuego light Einsatzbereich Brandschutz im Objektbereich Feuerschutzklassen EI 30 – EI 120 Material Stahl oder Edelstahl Besonderheit Viel Transparenz Bänder Verdeckt Blendrahmen-/Flügelmass 110 mm Oberflächengestaltung Individuell Griffgarnituren Edelstahl Schliessysteme Unsichtbar integriert

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Heute müssen Bauten viele Anforderungen erfüllen: an Funktionalität und Beständigkeit, Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz – und nicht zuletzt an Ästhetik. Dass sich diese mit der Funktionalität unter ein Dach bringen lässt, zeigen moderne Zutrittssysteme. Die Zutrittsleserserie von Mobatime im Feller-EdizioDue- und Hager-Kallysto-Design schafft für Architekten attraktive Möglichkeiten, in Geschäfts- und Wohnräumen Sicherheitstechnik mit den gängigsten Schalterdosenprogrammen zu kombinieren. Die Leser lassen sich standardmässig mit Steckdosen, Lichtschaltern, Storen-Steuerungen, Bewegungsmeldern und vielem mehr verbinden. Die Front ist in Design und Farbe individuell gestaltbar. Ein Variante mit kapazitiver Tastatur ermöglicht eine zusätzliche PIN-Eingabe ohne mechanische Abnutzung für eine dauerhafte Optik. So werden aus Zutrittskontrolllesern integrierte Design-Elemente für eine moderne Innenarchitektur auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik. Die neue Brandschutztür EI 30 aus dem Hause RWD Schlatter und Forster Profilsysteme hat viele Gesichter. Der hochwertige Rahmen in Stahl oder Edelstahl lässt sich mit Paneelen in unterschiedlichster Optik flächenbündig füllen und öffnet damit ein weites Feld an Gestaltungsmöglichkeiten. Die Auswahl reicht von Holzfurnieren über bunte Farben bis zu grafischen Designs. Dank dem patentierten Schnellverschluss werden die Holzpaneele einfach und schnell montiert. Besonders edel präsentiert sich der Materialmix aus Holz und Stahl. Die Wärme des Holzes und die kühle Eleganz des Stahls lassen sich in unterschiedlichster Optik für hochklassige Sicherheitsanwendungen im Innenbereich kombinieren. Auch Seitenteil und Oberlicht sind mit Forster fuego light problemlos möglich. Auch hier steht eine riesige Farb- und Materialauswahl von Türblattoberflächen zur Verfügung. Für eine spezifische Farbgebung sind die Paneele und das Holztürblatt zur individuellen Nasslackierung erhältlich.


80 Marktplatz Schaufenster

Die Natur diente den drei neuen Kollektionen von Interface als Vorbild. Die modularen Bodenbeläge schaffen attraktive Räume.

Biophilie – inspiriert von der Natur

ale. Als Teil seiner Kampagne «A Foundation for Beautiful Thinking» stellt Interface, der führende Hersteller von textilen modularen Bodenbelägen, drei neue globale Kollektionen vor, die von der belebenden und inspirierenden Kraft der Natur beeinflusst sind. Equal Measure, Narratives und Near & Far nutzen die Prinzipien von Biophilic Design. Das Ziel ist die Gestaltung von ruhigen Arbeitsumgebungen und Rückzugsorten, die das Wohlbefinden fördern und die Produktivität steigern. Dabei setzt Narratives auf orientalische Motive, Near & Far entlehnt

Unterschiedliche Farben, Florhöhen und Muster erlauben eine individuelle Raumgestaltung für Multi-Space-Lösungen, die das Wohlbefinden und die Produktivität ihrer Nutzer auf natürliche Art und Weise steigern.

seine Optik verwittertem Holz und Felsen, und Equal Measure schafft Bewegung im Raum. Chef-Designer David Oakey orientierte sich für die neuen globalen Produkte vor allem an den Ergebnissen aus dem Human Spaces Report. Dieser belegt, dass natürliche Elemente am Arbeitsplatz das Wohlbefinden und die Produktivität um bis zu 15 Prozent steigern. Die aktuelle Kollektion thematisiert die Verbindung der freien Natur mit dem Innenraum. Die neuen Produkte sind sehr vielseitig einsetzbar und können einzeln oder mit Fliesen und Skinny Planks anderer Interface-Kollektionen kombiniert werden, um einen massgeschneiderten Bodenbelag zu kreieren. «Biophilie ist schon seit vielen Jahren das Fundament beispielhafter Designs von Interface – und seiner Werte», erklärt Helmich Jousma, Interface Team Leader Concept Design. «Der Human Spaces Report basiert auf dieser Grundlage, indem er den Zusammenhang von natürlichen Elementen und deren positive Wirkung auf Wohlbefinden und Produktivität am Arbeitsplatz in den Vordergrund rückt. Architektur+Technik 11/15

Diese Erkenntnisse räumen der DesignCommunity beachtlich viele Möglichkeiten für Innovation ein.» Einzigartig und vielseitig

«Die drei neuen Kollektionen sind einerseits von der Natur inspiriert, insbesondere von den Variationen und der Bewegung von Farben und Texturen, die wir dort finden. Zudem spiegeln sie den Wunsch nach stillen, reduzierten Innenräumen, die das Wohlbefinden fördern. Mit den neuen globalen Kollektionen denken wir das Open-Office-Konzept weiter in Richtung Multi-Space-Lösungen, wo verstärkt auf unterschiedliche Bedürfnisse am Arbeitsplatz eingegangen wird und auch Rückzugsorte einen Platz finden. Der grosse Vorteil der neuen globalen Produkte ist ihre Vielseitigkeit. Mit ihrer Bandbreite an naturnahen Farben und abwechslungsreichen Texturen erzeugen die Designs eine Basis für einzigartige Umgebungen, die entsprechend aktueller Trends auch beruhigende Bereiche integrieren», so Helmich Jousma.  interfaceflor.de


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11.05.15 16:43


82 Marktplatz Schaufenster

Terrassen und Balkone – gut gedämmt

eingeschränkt ist. Damit der Wunsch­ bodenbelag Platz findet und die Wärme­ dämmung zugleich nicht vernachlässigt werden muss, hat der Dachsystem­ Spezialist Bauder extra dünne Dämmele­ mente mit einer einzigartig hohen Dämm­ leistung entwickelt. Die Hochleistungs­ Dämmelemente BauderVIP verfügen

über einen hoch dämmenden und zu­ gleich sehr schlanken Vakuum­Isolier­ Kern mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,007 W/(mK). So können Anschluss­ höhen eingehalten werden, die mit übli­ chen Dämmstoffen nicht möglich sind. Besonders vorteilhaft sind Kombina­ tionen mit weiteren Systemlösungen von Bauder. Im kompletten System ist das Dach zum Beispiel nicht nur perfekt gedämmt, sondern erhält durch die hochwertigen Abdichtungen aus Polymerbitumen oder FPO­Kunststoff ein zusätzliches Plus an Sicherheit. Soll die Terrasse mit einem Holzrost versehen werden, können die Brandschutzvorschriften des VKF als praktikable Lösung mit zwei Lagen Bau­ der Glasvlies GV120 über der Abdichtung erfüllt werden. Die Bauder Schutzbahn T schützt das System vor mechanischer Beschädigung und die Nutzer der Ter­ rasse vor Geruchsemissionen. Diese und viele weitere Terrassen­ Systemlösungen sind auf der Website des Herstellers zu finden.

Zeit. Die neuen Lufterhitzer von Arbonia sind in zwei Modellausführungen in je­ weils drei Registergrössen erhältlich und entsprechen vollumfänglich der neuen ERP­Richtlinie 2015 (EG), die ein sehr günstiges Verhältnis von Stromverbrauch und gelieferter Wärmeleistung fordert. Die wesentliche Innovation der Lufter­

hitzer der Modellreihe DAA ECM sind die elektronisch gesteuerten ECM­Motoren für den Ventilatorantrieb. Die feinfühlige Steuerung stellt in Abhängigkeit von Raumthermostaten den Luftstrom konti­ nuierlich ein und sorgt so mit einer opti­ mierten Lüfterdrehzahl für die exakte Einhaltung der gewünschten Lufttempe­ ratur. So wird ein gleichmässig angeneh­ mes Raumklima erreicht mit dem Effekt des Wohlbefindens und der Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Menschen. Gleichzeitig werden der Stromverbrauch und die Geräuschemission verringert. Die Lufterhitzer decken bei Betriebs­ bedingungen von 85/75/15 °C mit insge­ samt 30 Varianten einen Leistungs­ bereich von 4 – 125 kW ab. Die Konstruktion der Arbonia­Luft­ erhitzer ist auf lange Lebensdauer und hohe Energieeffizienz ausgelegt. Das dreiteilige, 1 mm starke, feuerverzinkte Stahlblech lässt sich für die Wartung einfach demontieren und ist durch die zusätzliche Lackierung dauerhaft korro­ sionsgeschützt.

Auch Balkone und Terrassen müssen, trotz geringer Aufbauhöhe, Anforderungen an die Wärmedämmung erfüllen. Die Dämm­ systeme von Bauder machen es möglich.  bauder.ag

Die richtige Dämmung des Hauses ist das A und O der Energieeffizienz. Heute, da Gebäude höchste Anforderungen an die Effizienz erfüllen müssen, kommt dem Wärmeschutz eine besonders hohe Be­ deutung zu – auch auf Balkonen und Terrassen. Gerade dort kommt es aber schnell einmal vor, dass die Aufbauhöhe

Gleichmässige Wärme Das neue Lufterhit­ zer­Programm von Arbonia sichert hohen Wärmekomfort, Energieeffizienz und geringe Systemkosten bei der Beheizung von Industrie­ und Gewerbegebäuden.  arbonia.ch

Nach wie vor ist die Beheizung von Industrie­ und Gewerbebereichen durch Luftheizgeräte mit Zentralheizungsan­ schluss das in Europa gebräuchlichste Verfahren – begründet durch das ausge­ zeichnete Verhältnis von Raumkomfort und Systemkosten sowie die wirkungs­ volle Raumerwärmung innerhalb kurzer

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85 Service Übersicht

S ER VICE 86 Messen und Veranstaltungen Vom 26. bis zum 29. Novem­ ber findet in Bern zum 14. Mal die Fachmesse «Bau + Ener­ gie» statt. Zeitgleich war­ tet eine zweite Messe auf die Besucher, die erste «Bauen + Wohnen», Bern.

88 Aus- und Weiterbildung sowie Termine Licht ist eine elementare Voraussetzung für die Exis­ tenz von Mensch, Tier und Natur – ohne Licht ist grund­ sätzlich kein Leben möglich. Zu diesem Thema findet am 24. November im Paul­ Scherrer­Institut, Villigen, die Veranstaltung «Innovationen mit Licht» statt.

92 Branchenspiegel News, Klatsch und Tratsch aus der Industrie und dem Han­ del, neue Protagonisten, neue Marktauftritte usw.

Architektur+Technik 11/15

94 Fachliteratur Präsentation einer kleinen, aber feinen Auswahl an Neuerscheinungen, die für Fachleute von Interesse sein dürften.


86 Service Messen und Veranstaltungen

Vom 26. bis zum 29. November findet in Bern zum 14. Mal die Fachmesse «Bau + Energie» statt. Zeitgleich wartet eine zweite Messe auf die Besucher, die erste «Bauen + Wohnen», Bern.

Fachmessen

Energieeffizienz und Renovations-Trends gun. Auftakt zur Messe Bau + Energie bildet das 21. Herbstseminar zum Thema Siedlungs- und Arealentwicklung. Messeleiter Marco Biland: «Kompetente Referenten aus dem In- und Ausland werden im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris das Thema der Energieressourcen und Energienutzung aufgreifen.» Hans-Josef Fell, Mitglied des Deutschen Bundestags von 1998 – 2013 und Präsident der Energy Watch Group, wird das Phänomen «Carbon Bubble» mit seinen Auswirkungen für die Entwicklung der Finanz- und Weltenergiemärkte erläutern. Die neuen Anreizsysteme des Bundes werden als weiteres brisantes Spannungsfeld von Experten aus Politik, Forschung und Wirtschaft beleuchtet, und Leuchtturmprojekte für das Ressourcenmanagement und das Gebäude der Zukunft werden vorgestellt.

Architektur und Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Messe werden am 5. Plusenergiekongress die neusten Trends und Entwicklungen zum Plusenergiegebäude sowie

realisierte Beispiele im In- und Ausland vorgestellt. Als letzte Veranstaltung einer Serie von vier in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie (BFE) und EnergieSchweiz geht das Forum Architektur «Bauen/Modernisieren für das 21. Jahrhundert» auf die Bau- und Siedlungsentwicklung im Grossraum Bern ein. In sechs Kurzreferaten werden Lösungen präsentiert, die mit nachhaltiger Architektur möglich sind, unter anderem der Umbau des Bundeshauses Ost. Die drei Anlässe der Berner Fachhochschule konzentrieren sich auf die Bauerneuerung, Bauen im Bestand, Fenster und Aussentüren. Weiter widmet sich ein breites Angebot mit spezifischen Veranstaltungen für Fachleute den Themen Solar, Fotovoltaik, Fernwärme, Energiespeicher und Lastmanagement, Gebäudesanierung, zukunftsgerechtes Bauen, Wärmepumpen, Trinkwasser und Heizen mit Holz. Das Kongressprogramm wird mit zahlreichen Kurzvorträgen für Fachleute und Private im neuen Open Forum in der Halle 3 abgerundet. Architektur+Technik 11/15


87 Service Messen und Veranstaltungen

An vier Messetagen präsentieren 350 Aussteller aktuelle Erkenntnisse und Trends zu energieeffizientem Bauen und Modernisieren.

Die gründliche Modernisierung eines Gebäudes kostet Geld, ist aber langfristig ein Gewinn. Die Aussteller im Kompetenzzentrum Minergie setzen auf diese Erkenntnis und helfen bei Entscheidungen, die vor einer Erneuerung zu treffen sind. Die Beraterstrasse der Kantone säumt wie gewohnt den Eingangsbereich und wird mit neun neutralen Beratungsstellen besetzt sein. Und im Kompetenzzentrum Verbände, Schulen, Organisationen erhalten Besucher Antworten auf Studien- und Weiterbildungsangebote. Prix Lignum

Am 24. September wurden der Prix Lignum und der Sonderpreis Laubholz in Bern verliehen. An der Messe Bau + Energie werden

die preisgekrönten innovativen Bauwerke aus Holz, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerisch verarbeitet in einer Ausstellung zu sehen sein.

über die Trends beim Renovieren und im Hausbau informieren.  bau-energie.ch  bauen-wohnen.ch Aus dem Programm

Bauen + Wohnen

Auf dem Gelände der Bernexpo findet neben der Bau + Energie heuer zum ersten Mal auch die Messe Bauen + Wohnen statt, die sich an angehende Bauherrschaften richtet und unter dem Patronat des Hauseigentümerverbandes Bern steht. Beide Messen werden von EnergieSchweiz getragen und benötigen nur ein Eintrittsticket. Damit können sich die Besucher bei insgesamt 350 Ausstellern in vier Hallen und an Kongressveranstaltungen sowohl zum energieeffizienten Bauen als auch Architektur+Technik 11/15

der Messe Bau + Energie

– Beraterstrasse der Kantone – Passivhausstrasse – Kompetenzzentrum Minergie – Prix Lignum – Fachveranstaltungen im Kongress Aus dem Programm der Messe «Bauen + Wohnen»

– Sonderbereich «BadeWelten» – Sonderschau «Schweizer Möbel aus Massivholz, jedes Stück ein Unikat» – Sonderschau «Smart Living & Multimedia» – Gratis-Fachvorträge – Kurz-Präsentationen im Open Forum


88 Service Aus­ und Weiterbildung

Innovationen mit Licht Am 24. November 2015 findet im Paul­Scherrer­ Institut in Villigen die Veranstaltung «Innova­ tionen mit Licht» statt.  psi.ch

Licht ist eine elementare Voraussetzung für das Leben auf der Erde und somit auch für die Existenz von Mensch, Tier und Natur – ohne Licht ist grundsätzlich kein Leben möglich. Um die zentrale Bedeutung des Lichts zu thematisieren, wurde das Jahr 2015 von der UN-Generalversammlung als

Abschluss von Bauwerkverträgen Die Veranstaltung «Bauwerkvertrag – Die SIA 118 in der Praxis» findet am 3. Dezember 2015 in Wildegg in den Räumlichkeiten von «Bau und Wissen» statt. Sie richtet sich an Architekten, Ingenieure, General­ und Totalun­ ternehmer.  bauundwissen.ch

«Internationales Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien» ausgerufen. Lichtbasierte Technologien sind Werkzeuge, die dabei helfen, Innovationen zu generieren. Sie kommen in verschiedensten Bereichen zum Einsatz, wie zum Beispiel Fotonik, Informationstechnologien, Medizintechnik, Lebens-

Oft wird bei Werkverträgen der Aufwand für eine gründliche Prüfung gescheut. Es werden standardmässig Formulierungen übernommen, welche unter Umständen einen hohen Mehraufwand und Folgekosten nach sich ziehen können. Diese Fehler können vermeiden werden. Die Referenten der Veranstaltung zeigen, worauf man beim Abschluss von Verträgen achten muss und wie die Risiken am besten aufgeteilt werden. Zudem lernt man, wie vorzugehen ist, falls es doch einmal Probleme gibt oder im schlimmsten Fall sogar Ansprüche erhoben werden.

wissenschaften oder Energiewandlung. Licht kann hierbei verschiedene Rollen einnehmen: als Informationsträger, als Nano-Sonde für die Untersuchungen von neuartigen Materialien oder als Nano-Werkzeug für die Erstellung von Nano-Strukturen. Am diesjährigen Anlass «Innovationen mit Licht» präsentieren die Schweizer Forschungsinstitutionen CSEM, Empa und PSI ihre lichtbasierten Spitzentechnologien und zeigen verschiedene Einsatzbereiche von Lichttechnologien auf. Ergänzend hierzu werden Partnerunternehmen aus der Industrie anwendungsorientierte Nutzungsmöglichkeiten dieser Technologien vorstellen, und das Hightech-Zentrum Aargau wird seine Aufgabe als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft erläutern. Ausserdem wird interessierten KMU anhand von Beispielen gezeigt, wie sie die lichtbasierten Technologien der Forschungsinstitutionen für ihre Bedürfnisse einsetzen können.

Sinn des PlusEnergieHauses Der Tageskurs «Plus­ Energie­Gebäude/ Plus­Energie­Areale» befasst sich mit inte­ gralem Planen und Bauen mit Energie­ effizienz nach MuKEn, GEAK und SIA 2031. Veranstalter ist der Verein energie­ cluster.ch  energie­cluster.ch

Architektur+Technik 11/15

Der Kurs vermittelt, warum das PlusEnergie-Haus ökonomisch und ökologisch Sinn macht. Es ist ohne viel Mehraufwand zu erreichen und wirft Ertrag ab. Eine gute Dämmung, eine effiziente Haustechnik und Solaranlagen (Fotovoltaik/Solarthermie) sind Schlüsselkomponenten. Die Eigenschaften des PEG werden aucyh in der SIA 2031 definiert. Speziell bei Sanierungen werden alle vorhandenen Gebäudegegebenheiten optimal ausgenutzt. Die Kurstermine: 17. November 2015 in Basel, 18. November in Luzern sowie 2. Dezember in St. Gallen.


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90 Service Termine

Expertentag Bauphysik Am 2. und 3. Dezember 2015 findet in Rosen­ heim (D) der ift­Exper­ tentag Bauphysik statt. Das Thema lautet «Wärmedämmung und Feuchteschutz im Fokus».  ift­rosenheim.de

Zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes werden Planer, Bau­ physiker, aber auch Glas­, Fenster­ und Fassadenhersteller zur Einhaltung hoher Wärmedämmstandards bei Neubau und Sanierung gezwungen. Hochwärmege­ dämmte Fenster­ und Fassadenkonstruk­ tionen mit niedrigen U­Werten ermög­

lichen eine transparente Fassadenge­ staltung mit grossen Glasflächen. Als Be­ standteil der Gebäudehülle entscheiden Fenster und Fassaden wesentlich darü­ ber, ob ein Gebäude bauphysikalisch «funktioniert» oder nicht. Steht Wärme­ dämmung im alleinigen Fokus der Pla­ nung – insbesondere in der Gebäude­

Aus der Praxis – für die Praxis

Smart Materials for future Design

Am 18. November 2015 findet im Red Dot Design Museum in Essen (D) die deutschsprachige Kon­ ferenz «Smart Materials for future Design» statt. Es werden neue Ansätze und Entwicklungen zu folgenden Themen vorgestellt: Smart and emotional Materials, Biobased Materials & lightweight Design und The next big Thing – Additive Manufacturing.  red­dot­design­ museum.de

Vom 2. bis 4. Dezem­ ber 2015 findet in Garmisch­Partenkir­ chen (D) das 21. Inter­ nationale Holzbau­ Forum (IHF 2015) statt. Es bietet Holzbauern, Planern, Ingenieuren sowie Architekten die Gelegenheit, über Erfahrungen, Arbeiten und Ziele mit Holztrag­ werken beziehungs­ weise Holzkonstruk­ tionen zu berichten. Das Forum wird zugleich den Projektie­ renden, den Verant­ wortlichen von Bau­ und Genehmigungs­ behörden, dem Holz­ bauer und Handwerker, dem Praktiker und dem Ausbilder die Gelegenheit geben, sich umfassend zu informieren und auszu­ tauschen.  forum­holzbau.com

Architektur+Technik 11/15

sanierung – sind bauphysikalische Prob­ leme vorprogrammiert. Bisheriges Wis­ sen, Erfahrungen und Bauweisen sind nicht mehr uneingeschränkt auf ein hoch­ wärmegedämmtes Gebäude übertragbar: Schäden an der Gebäudesubstanz, Feuch­ teschäden oder ein unbehagliches Raum­ klima können die Folge sein. Die Bauphysik mit allen Aspekten und praxisrelevanten Faktoren muss also be­ achtet werden. Fragen der Wirtschaft­ lichkeit sowie der Bauqualität und ­aus­ führung sind ebenso entscheidend. Diese Themen stellen die Referenten des ift­ Expertentages praxisorientiert und um­ fassend dar. Schwerpunkte für die Bau­ produkte Glas, Fenster und Fassaden sind: – Wärmedämmung und Wärmebrücken – Qualitätssicherung mit Thermografie – Feuchteschutz und Tauwasser – Lüftungskonzept, Lufthygiene und Schimmelpilz Eine Abendveranstaltung rundet den Ex­ pertentag ab und bietet die Möglichkeit zum fachlichen Austausch.

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«3D­Drucken für die Architektur und das Bauwesen» ist der Titel eines Abend­ Events am 10. Dezem­ ber 2015 im Berliner Haute Innovation Circle. Experten thema­ tisieren die aktuellen Entwicklungen und stellen die eigenen Beiträge zur Erschlies­ sung der Potenziale additiver Fertigungs­ prozesse für die Archi­ tektur vor.  haute­innovation.com


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92 Service Branchenspiegel

Neues Logo mit Transformationen Die «Biennale Interieur» hat ihr grafisches Erscheinungsbild für die 25. Edition erneuert.  interieur.be

Zwölf Monate vor der Eröffnung der 25. Biennale Interieur in Kortrijk, Belgien, die vom 14. bis 23. Oktober 2016 stattfinden wird, stellt die Biennale Interieur ihre neue grafische Identität vor. Seit 1968 erneuert die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Biennale Interieur ihr Aussehen für jede Edition. Für die Veranstaltung im nächsten Jahr hat der belgische Grafik-Designer Joris Kritis eine visuelle Identität entwickelt, die sich

kontinuierlich verändert und dabei sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blickt. Vor allem ist sie eins: partizipativ. Kritis behält die originale Kontur des Interieur-Logos bei, aber füllt es mit einer Vielzahl von Referenzen und Kombinationen. Das Logo für 2016 wird also keine statische Form haben, sondern sich in den kommenden Monaten immer wieder verwandeln. Abgebildet sind vier Varianten. Joris Kritis interpretiert das

Das S AM erhält neuen Direktor

Hersteller von Holzwerkstoffen

Andreas Ruby wird per 1. Mai 2016 Direktor des S AM Schweizerisches Architektur-Museum in Basel. Ruby konnte sich in einem mehrstufigen und internationalen Bewerbungsverfahren als profilierter Architektur-Theoretiker, Ausstellungsmacher und Publizist durchsetzen.  sam-basel.org

Die Pfleiderer Grajewo S.A. hat sich entschieden, die Transaktion zur Finanzierung des Erwerbs der Pfleiderer GmbH wie geplant fortzuführen. Ziel der Transaktion ist die Schaffung eines führenden, voll integrierten Herstellers von Holzwerkstoffen.  pfleiderer.com

Der Stiftungsrat des S AM hat Andreas Ruby zum Nachfolger von Hubertus Adam als Direktor des S AM gewählt. Andreas Ruby will die Austellung für Eingeweihte überwinden, und zwar «durch zugängliche Darstellungsformen, die ihren Gegenstand sinnlich und vielschichtig vermitteln. Ich bin an einer Kunst der Ausstellung interessiert, die keine Angst hat vor dem Populären, dem Spielerischen und dem Humor. Architektur darf auch unterhalten, wie man an Jacques Tati und Ken Adam sehen kann, und dasselbe gilt auch für Ausstellungen über Architektur.»

Architektur+Technik 11/15

Interieur-Logo als ein Paar übereinander liegender Hände in verschiedenen Kombinationen, die mal rein formal, mal mit Referenzen an die Design- und Architektur-Geschichte gestaltet sind. Beispielsweise das Josephine Baker House, 1927, von Adolf Loos, das Logo der «Interieur» 1970 von Boudewijn Delaere und jenes der «Interieur» 2010 von Sara De Bondt Studio oder das Chair_One, 2013, von Konstantin Grcic* für Magis. Der Erwerb der Pfleiderer GmbH durch die Pfleiderer Grajewo S. A . hat die Schaffung eines führenden, voll integrierten Herstellers von Holzwerkstoffen zum Ziel. Das Angebot wird aus bis zu 40 Millionen neuen Aktien bestehen, die Pfleiderer Grajewo ausgibt, sowie möglicherweise aus Aktien aus dem Eigentum der veräussernden Aktionäre. Der Abschluss der Transaktion wird Ende 2015 erwartet. Der Hersteller von Holzwerkstoffen beschäftigt gruppenweit 3300 Personen und gliedert sich in die Geschäftseinheiten Core West (Region Westeuropa) und Core East (Region Osteuropa).


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94 Service Fachbücher

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Mit seinem neuesten Buch «BauWesen – Besonderheit und Dynamik von Baupro­ jekten» zielt Jürgen Lauber auf eine Verbesserung des Bauwesens ab.

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und Bernd Handke Buchtitel BauWesen –

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gun. Das Buch BauWesen hilft, gravierende Probleme und ausufernde Kosten bei der Entstehung sowie beim Betrieb von Bauwerken zu vermeiden. Die Ursachen für Ungemach mit Bauwerken liegen in der Art, wie Bauprojekte aufgesetzt und durchgeführt werden. Bauprojekte weisen unabhängig von ihrer Grösse und Komplexität Besonderheiten und Dynamiken auf, die es nur beim Bauen gibt. Wer die Besonderheiten und die Dynamik von Bauprojekten kennt, trifft bessere Entscheidungen. Wer sie nicht kennt oder ignoriert, wird leicht Opfer von Kostenexplosionen, Pfusch und Korruption. Die Risiken beim Bauen und beim Betrieb von Gebäuden steigen mit der zunehmenden Technisierung. Ignoranz wird immer teurer. Zu Beginn des Buches werden Figuren des Bauwesens mit ihren jeweiligen Rollen vorgestellt. Anschliessend durchlebt der Leser als Chef einer Bauunternehmung die Entstehung und Nutzung eines Bauwerkes. Mit der Beschreibung der Budgetüberladung und der Komplikation des Bauens bringt das Buch dem Leser die zwei wesentlichen Grundübel für Bauprojekte nahe. Es wird thematisiert, wie sich Pfusch bei Bauprojekten auf den späteren Betrieb auswirkt, bevor es im Abschlusskapitel um die Wirkung von Angst und Hoffnung beim Bauen geht. Die farbigen Cartoons machen das Gelesene einprägsam.  bauunwesen.de

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Das Buch dokumentiert die Entstehungs­ geschichte und den Bau des «wellnessHos­ tel4000 und Aqua Allalin» – der weltweit ersten Jugendherberge mit eigenem, öffentlich zugänglichem Well­ ness­ und Fitnessange­ bot sowie Hallenbad. Der fünfgeschossige Holzbau steht in Saas Fee und ist auch architektonisch ein Blickfang. Autoren Jutta Glanz­

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Die Autoren begeben sich auf Spurensuche in der Weichselmetro­ pole: Fast 200 Bauten Warschaus, von der Stadtgründung bis zu den jüngsten Image­ prägenden Projekten, stellen die Polen­ Kenner sachkundig und kritisch vor und zeichnen so das Bild einer modernen Weltstadt in der Mitte Europas, die ein­ mal mehr dabei ist, sich neu zu erfinden. Autoren Hans

Wolfgang Hoffmann/ Werner Huber Buchtitel Architektur­ führer Warschau Verlag DOM publis­ hers, Berlin 2015 ISBN 978­3­86922­ 293­6, CHF 46.40


95 Service Fachbücher

Alle, die Myanmar und seine Hauptstadt kennenlernen oder mit neuen Augen sehen wollen, werden in diesem Buch viel Wissenswertes, viele Details und viele Anekdoten finden. Die Architektur dient den Autoren als Brennglas, um den historischen, sozialen und ökonomischen Kontext zu beleuchten. Auf diese Weise gelingt ihnen eine einprägsame Momentaufnahme der sich schnell verändernden Hauptstadt.

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der Platte. Wohnungsbau in der Sowjetunion zwischen Stalin und Glasnost Verlag DOM publishers, Berlin 2015 ISBN 978-3-86922399-5, CHF 116.60

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