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10 – 2016 Corporate Architecture Architektur+Technik

Corporate Architecture

Marktplatz

Dach und Dämmung

Öffentliche Sanitärräume

Raummodule und Systembau

Treppen und Aufzüge


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Sorry, liebe Damen.


1 Inhalt Editorial

Die neue Gondelbahn des Portals Churwalden verbessert den Einstieg ins Skigebiet Arosa Lenzerheide.

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Aktuell Szene Standpunkt Betrachtungen Verdichtet bauen

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Dossier Talstation, Churwalden Secli Weinwelt, Buchs SG Wasserkraftwerk Hagneck Datacube, Münchenstein Regelwerk

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Marktplatz Dach und Dämmung Öffentliche Sanitäranlagen Raummodule und Systembau Treppen und Aufzüge Schaufenster

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Service Messen und Veranstaltungen Termine Branchenspiegel Fachliteratur Vorschau und Impressum

Corporate Architecture

Damit Sie mit Ihrem Gründach-Objekt auf der sicheren Seite sind, ...

Im Dossier Corporate Architecture stellen wir unter anderem drei Bauwerke vor, die jeweils in ihrer Kategorie mit dem diesjährigen «Award für Marketing+ Architektur» ausgezeichnet wurden. Mit dem «Datacube» vermitteln ffbk Architekten nicht nur «hohe Sicherheit, exzellenten Service und überbordende Innovationskraft», sondern erringen neben dem Sieg in der Kategorie Industrieund Gewerbebauten auch den Gesamtsieg. Mit der Umgestaltung der Talstation Churwalden gewinnt das Büro Ritter Schumacher in der Kategorie Touristik-Anlagen. Das Firmenlogo an der Fassade und die rote Firmenfarbe im Innern stellen eine direkte Verbindung zur Corporate Identity der Lenzerheide Bergbahnen her. In der Gründach-Kompetenz Kategorie Standortentwicklung gewinnt der Ersatzneubau von flach bis steil der Wehranlage Hagneck. Preisträger sind die Büros Penzel Valier und Raymond Fachberater/in Vogel Landschaften. Durch ihre Michaela Driessen und Architektur wird die Kraft des Bernhard Lamprian Wassers unmittelbar erfahrbar gemacht. Umfassende Renaturierungsmassnahmen erreichen zudem ein Optimum an ... unterstützen wir Sie gerne Nutzung und Schutz natürlicher von der Ausschreibung bis Ressourcen und der umliegenzur Ausführung! den Landschaft. Denn auf der Basis von mehr als 2000 Objektberatungen im Jahr kennen wir auch für Ihr Bauvorhaben die passenden objektspezifischen Detaillösungen. Wir bieten Ihnen mehr als „nur“ Dachbegrünung. www.zinco.ch

Uwe Guntern, Redaktor

Architektur+Technik 10/16


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4 Aktuell Szene

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AKTU EL L

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Denkmalschutz-Preis Die Restaurierung des spätbarocken Klosters Raitenhaslach (D) ist mit dem Bayerischen Denkmalschutz-Preis in Gold ausgezeichnet worden. Die Stadt Burghausen und die Technische Universität München (TUM) hatten das bedeutende Kulturgut mit grösster Sorgfalt instand gesetzt und das neue Akademiezentrum der TUM eingerichtet. Zuvor hatten Ingenieure und Denkmalexperten der TUM den Bau mehrere Jahre lang erforscht und die Grundlagen für die Restaurierung geschaffen. «Neben den restauratorischen Massnahmen waren zum Erhalt des Denkmals nicht alltägliche Ingenieurleistungen am Tragwerk

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erforderlich», begründete die Jury ihre Wahl. «Die auf der Grundlage eines Vorprojekts der TU München gewählten Ergänzungskonstruktionen wurden hervorragend in den Bestand eingepasst.»  tum.de

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Wettbewerb entschieden Auf dem städtischen Grundstück Letzibach D in Zürich Altstetten sollen bis 2021 rund 250 neue gemeinnützige Wohnungen entstehen, ein wichtigen Beitrag zur sozialen Durchmischung auf dem Letzibach-Areal. Das Siegerprojekt des Wettbewerbs heisst«Mira» von GutŒ&ŒSchoep Architekten und Neuland Architektur


5 Aktuell Szene

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Landschaft in Zürich. Die Fertigstellung der neuen Wohnsiedlung Letzibach D ist für 2021 geplant.  stadt-zuerich.ch

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Architekturpreis Region Winterthur Ende September wurde der Architektur-Preis Region Winterthur verliehen. Er zeichnet beispielhafte Leistungen in den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Landschafts-Architektur aus. Dadurch sollen private und öffentliche Auftraggebende sowie Autorinnen und Autoren für die Schaffung herausragender Werke motiviert und honoriert werden. Die Siegerprojekte 2016: Wohnüberbauung Wülflingen,

Schulhaus Zinzikon (im Bild), Ensemble Lagerplatz, Umbau Wohnhaus/Scheune Ibergstrasse 05 und Neumarkt 5. Der Architektur-Preis Region Winterthur wird alle vier Jahre verliehen und dient langfristig der Dokumentation der zeitgenössischen Architektur und Umweltgestaltung in der Stadt und Region Winterthur.  architekturpreiswinterthur.ch

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Der Traum von Amerika Das Nidwaldner Museum zeigt unter dem Titel «Der Traum von Amerika – 50erJahre-Bauten in den Alpen» eine Ausstellung zu zwei Biotopen der Architektur der 50er-Jahre auf dem Bürgenstock und in der Leventina.

Es richtet den Blick auf architektonische Kleinode, aber auch auf die Frage, was dieses architektonische Erbe bedeutet und welche Rolle diese Bauten heute übernehmen können. Was verbindet die beiden Orte ausser dem Entstehungszeitraum und der ländlichen Lage im Alpenraum? Als gemeinsamer Nenner kann der Anfang eines Aufbruchs in den optimistischen Nachkriegsjahren, wohl unter dem Einfluss amerikanischer Pop-Kultur, angeführt werden. Ein Lifestyle, der darum bemüht war, wieder Farbe und Heiterkeit in den grauen Alltag zu bringen und der es auch ohne Hemmungen verstand, «High» und «Low» zu vermischen. Die Ausstellung ist noch bis zum 20.–November geöffnet.  nidwaldner-museum.ch

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Dies & Das

Das Fraunhofer-Institut hat eine Methode entwickelt, bei Schwingfestigkeitsversuchen das Anriss- und Risswachstumsverhalten von Probkörpern und Bauteilen aus metallischen und polymeren Werkstoffen zu bestimmen. Dadurch lassen sich zuverlässig Bauteile und Schädigungsmechanismen auslegen. Dies eröffnet die Möglichkeit, Leichtbauund Werkstoffpotenziale besser auszunutzen.  lbf.fraunhofer.de


6 Aktuell Szene

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7 Aktuell Szene

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MeretOppenheimHochhaus In Basel ist der Grundstein für ein neues zukünftiges Wahrzeichen der Stadt gelegt worden: Das 80 m hohe Meret-Oppenheim-Hochhaus. Es wertet das Stadtgebiet auf der Südseite des Bahnhofs massgeblich auf. Mit der baulichen Ausführung haben die SBB die HRS Real Estate AG beauftragt. Bis Ende 2018 entsteht nach den Plänen von Herzogœ&œde Meuron ein Gebäude mit 25 Etagen und über 25œ200 m² Nutzfläche. Namensgeberin ist die mit Basel verbundene Künstlerin Meret Oppenheim, nach der schon der Platz und die Strasse benannt

sind, die an das neue Hochhaus angrenzen.  moh-basel.ch

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Erstes Holz-Hochhaus in der Schweiz Seit 2015 ist gemäss Schweizer Brandschutzvorschriften die Anwendung von Holz in allen Gebäudekategorien und Nutzungen zugelassen. Selbst Hochhäuser mit Holzbauteilen sind neu möglich. Jetzt entsteht das erste HolzHochhaus in der Schweiz in Risch-Rotkreuz im Kanton Zug. Auf dem Areal Suurstoff wächst derzeit Stück um Stück ein neues Quartier, in dem Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten miteinan-

der verbunden sind. Im Endausbau wird die «Suurstoffi» Raum für 1500 Bewohner und über 2500 Arbeitsplätze bieten. Zudem werden rund 2000 Studierende der Hochschule Luzern und Schüler das Areal frequentieren.  lignum.ch  suurstoffi.ch

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Arch_Tec_Lab eröffnet Ressourceneffizient, emissionsfrei und verdichtet – das ist die Zukunft des Bauens. Welchen Beitrag Forschung und neue Technologien wie die Digitalisierung zu dieser Zukunft leisten können, zeigt die ETH Zürich mit dem neuen Gebäude Arch_Tec_Lab.

Sechs Jahre dauerte der weitgehend digitale Planungsund Bauprozess, an dem Architekten, Bauingenieurinnen, Gebäudetechniker und Bauphysikerinnen aus sechs Professuren der ETH Zürich beteiligt waren. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie sie mittels digitaler Technologien und kollaborativer Planungsprozesse zu einer ressourcenschonenderen und räumlich verdichteten Bauweise beitragen können. Sie schufen ein Reallabor, in dem sie ihre neusten Erkenntnisse im Massstab 1:1 anwendeten. Auf dem Campus Hönggerberg ist so ein Neubau auf dem Dach einer bestehenden Parkgarage entstanden, der Nachhaltigkeit in allen Dimensionen verkörpert.  arch.ethz.ch

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Grundsteinlegung Baufeld F In der Europaallee, der neuen Mitte Zürichs, wird noch bis 2020 zügig weitergebaut. Die Hälfte der Gebäude ist bereits fertiggestellt, alle weiteren Baufelder befinden sich im Bau – so auch das Baufeld F, für das im September der Grundstein gelegt wurde. Es ist die letzte der insgesamt acht Etappen. Das Baufeld F beinhaltet zwei Teile: Neben dem GustavGull-Platz entsteht ein frei stehender, 50 m hoher Hauptturm. Dazu kommt ein Gebäude mit zwei Türmen von 34 und 43 m Höhe. Diese stehen auf einem Sockel und bilden eine Verwandtschaft zu den umliegenden Bauten.

Der öffentliche Innenhof dieses Gebäudes ist von der Europaallee und dem neuen Robert-Stephenson-Weg her zugänglich. Dieser neue Fussweg führt ab Sommer 2019 direkt vom Gleis 3 des Zürcher Hauptbahnhofs bis zur Langstrasse. Vor der Haustür liegt dann auch der Gustav-Gull-Platz, umgeben von Bäumen, Bänken und Aussengastronomie. Eine bespielbare Wasserfläche in der Mitte macht den rund 5000 m² grossen Platz zusätzlich attraktiv und wird bei der Fertigstellung Ende 2019 zusammen mit dem durchgehend gestalteten öffentlichen Raum zur künftigen Aufenthaltsqualität im Quartier beitragen. In das Projekt investieren die SBB 200 Millionen Franken.

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 europaallee.ch

 fondationbeyeler.ch

Fondation Beyeler Das Kunstmuseum Fondation Beyeler in Riehen BS soll ausgebaut werden. Den Wettbewerb zu diesem Vorhaben hat der Schweizer Architekt Peter Zumthor gewonnen. Der Erweiterungsbau entsteht auf dem bisher privaten Grundstück des Iselin-WeberParks in Riehen BS, der wie der direkt angrenzende Park der Fondation Beyeler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. «Der Himmel über Basel, die Stadt und ihre Umgebung – das sind die Landschaften meiner Jugend. Dass ich hier ein wichtiges Haus bauen darf, wärmt mir das Herz», freut sich Zumthor.

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Die besten Bauten der Stadt Zürich Die Stadt Zürich hat zum 17. Mal die «Auszeichnung für gute Bauten» verliehen. Ausgezeichnet wurden zwölf Preisträger, darunter die Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite (im Bild) und acht Anerkennungen. Den Publikumspreis erhielt der Elefantenpark Zoo Zürich. Die prämierten Bauten überzeugen städtebaulich sowie auf sozialem, ökonomischem und ökologischem Gebiet. Bis zum 11. Februar 2017 sind die Bauten im Stadthaus zu sehen. Begleitend ist die Publikation «Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2011¤–¤2015» erschienen.  stadt-zuerich.ch/gute-bauten


9 Aktuell Standpunkt

Corporate Identity

Wie lange soll es halten? Corporate Architecture ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon vor der Antike wurden Mauern und Wände mit Insignien, heraldischen Motiven oder religiösen Symbolen geprägt, damit alle wussten, wer den Bau veranlasste und im Hause das Sagen hatte. Die entsprechenden Elemente waren derart in die Architektur integriert, dass sie nur mit grösserem körperlichem Aufwand entfernt werden konnten, man legte sie mit dem Ziel einer Generationen-übergreifenden Permanenz an. Immer aerodynamischer

Dass sich die Zeiten ändern, war schon im früheren 20.‰Jahrhundert klar. Unvergesslich ist der Anfang von Frank Capras «Meet John Doe». Die bittersüsse Komödie aus dem Jahr 1941 zeigt das steinerne Eingangsportal eines Verlags. Von der Fassade heben sich Buchstaben ab: «The Bulletin, eine freie Presse kennzeichnet ein freies Volk», lautet ihre für die Ewigkeit gedachte Mitteilung. Von rechts schreitet ein Arbeiter mit einem Presslufthammer ins Bild. Knatternd spitzt er die Buchstaben im Nu weg. Von unten erscheint eine glänzende Aluminiumplakette, die auf die eben bearbeitete Fassade gelegt und darauf befestigt wird: «The New Bulletin – eine aerodynamisierte Zeitung für eine aerodynamische Ära», kann man in eleganten kursiven Kapitälchen lesen. Der Regisseur hatte die Lacher auf seiner Seite, das Publikum verstand die Andeutung: Neue Zeiten verheissen nicht nur neue Materialien und Botschaften, sondern auch Kurzlebigkeit. Der «aerodynamische» Effekt, den der Streifen ins Lächerliche zieht, bestimmt das Wesen der Corporate Identity auch heute. Firmen müssen sich laufend der Zeit anpassen, sie ändern ihre Namen, ihr Angebot und ihr Image. Sperriges und Statisches ist da fehl am Platz, dynamisch geschmeidig und auswechselbar muss sie sein, die Corporate Identity von heute. Wie

dies vonstattengeht, zeigt seit einigen Jahren der «Award für Marketing‰+‰Architektur». Die prämierten Beiträge legen Zeugnis ab über die Vielschichtigkeit, die das Thema heute besitzt. Wie Zwiebelschalen legt sich die Corporate Identity um die nackte, oft möglichst neutrale Struktur eines Bauwerks: Farben, Texturen, Lichtstimmungen, innere und äussere Oberflächen sollen die Botschaft verbreiten, welche die Inhaber der Corporate Identity in die Welt aussenden möchten. Der Gedanke an den Alterungsprozess dieser Schauseiten ist tabu; alles muss stets neu und frisch wirken. Und gegebenenfalls hat sich die Architektur eben zu häuten. Logo or no logo?

Heute steht die Corporate Identity vor neuen Herausforderungen. Denn meistens sind jene, welche die Identität für sich beanspruchen, nicht identisch mit jenen, die das Bauwerk besitzen. Selbst Grosskonzerne ziehen es vermehrt vor, als Mieter in Büro- oder Industriebauten einzuziehen. Dies spricht für eine kurzlebige Corporate Identity, die sich mit neutralen Raumeinheiten vereinbaren lässt. Möglicherweise hat das auch einen Einfluss auf die Logo-Kultur. Den Insignien eines Unternehmens scheint eine immer grössere Bedeutung zuzukommen, denn sie lassen sich auch jenseits der gebauten Welt auf beliebigen Gegenständen anbringen. Wie «Meet John Doe» prophezeite, sind diese Zeichen beliebig auswechselbar. Manchen Zeitgenossinnen und -genossen gefällt die Logokultur zwar nicht, denn sie sehen in ihr ein Symbol der neoliberalen Globalisierung. Doch gerade Bürobauten tun gut daran, für dieses Element der Corporate Identity die passenden Orte zur Verfügung zu stellen. Denn immer mehr wird die Architektur auch zum Wechselrahmen. Sie muss auch unter diesem Aspekt ihre Qualität unter Beweis stellen. ● Architektur+Technik 10/16

Manuel Pestalozzi hat an der ETH Zürich Architektur studiert. Von 1997 bis 2013 war er Redaktor bei «Architektur+Technik». Anschliessend gründete er die Einzelfirma «Bau-Auslese», die sich der Informationsvermittlung widmet.


10 Aktuell Betrachtungen

Vorschlag zur Umnutzung der Halle 53 in Winterthur

Wie ein kleines Dorf

Von Philipp Stäheli und Antonio Obrist

Philipp Stäheli (oben), Architekt MA ZFH, war nach dem Studium bei Archplan AG, Thalwil/ St. Gallen tätig und ist derzeit Freelancer. Antonio Obrist, Architekt MA ZFH, arbeitet nach dem Studium zunächst bei Adrian Streich Architekten, Zürich. 2016 gründete er das Studio MOB – Meier Obrist Bürge Architekten ZFH.

Die Halle 53 am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur steht seit längerer Zeit leer. Unterdessen haben diverse Umbauten in der Umgebung bewiesen, dass keine grosse Rücksicht vor dem einmaligen industriellen Erbe der Stadt Winterthur gezeigt wird. Das Lagerplatz-Areal, die neue ZHAW-Bibliothek oder die Architektur-Halle zeigen aber einen gangbaren Weg auf: Je weniger in die bestehende Gebäudesubstanz eingegriffen wird, desto länger und klarer bleibt die Erinnerung an vergangene Zeiten. Im Folgenden wird ein Vorschlag unterbreitet, in welchem der Schutz für Bedürftige zum Konzept wird. Da die Halle 53 selbst schützenswert ist, kann eine innere Struktur, die wiederum Platz für Schutzbedürftige bietet, sie vor der Witterung schützen. Es entsteht eine Symbiose, die den Erhalt der Halle im Originalzustand erlaubt. Wie ein kleines Dorf sollen sich die Volumen auf einem Quai als Hochparterre um einen zentralen Platz anordnen. Dieser mit Bäumen aufgelockerte Platz soll zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Häuser werden, in welchen gewohnt, gelernt und gespielt wird. Die Gebäude bieten in der aufgezeigten Konstellation Platz für 340 Personen. Die Zurückstufung des Volumens in den Obergeschossen löst die Erschliessung und lässt erhöhte Terrassen und halb private Rückzugsorte entstehen.

Trägerschaft und Nutzungskonzept gesucht Mit einer zweistufigen öffentlichen Ausschreibung will die Stadt Winterthur eine Trägerschaft und ein Nutzungskonzept für die Halle 53 am KatharinaSulzer-Platz finden.

Modularer Aufbau und regionale Fertigung erlauben einen sanften und minimalinvasiven Einbau einer Struktur, die jederzeit anpassbar ist, um auf persönliche, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen und Bedürfnisse reagieren zu können. Die Konstruktion komplett aus Holz, als Kontrast zur Halle aus Stahl, spielt ihre Stärken in Anpassbarkeit, Wärmedämmung und Einfachheit aus. Das System steht leicht erhöht auf Zementröhren. Architektonisch entsteht durch das Hochparterre eine Unterteilung des öffentlichen Raumes, technisch die Möglichkeit, ohne grosse Eingriffe in die Substanz mit Leitungen zu verfahren. Das Hauptsystem besteht aus einem Gerüst aus Stützen und Balken, das durch die Wände, Böden und Decken ausgesteift wird. Eine äussere Schicht aus Zement-

Die Umnutzung der Halle durch die ausgewählte Trägerschaft könnte ab 2018 erfolgen. Um die Zwischennutzungen aufrechterhalten zu können, führt die Stadt seit diesem Jahr verschiedene Instandhaltungsarbeiten im Umfang von 320 000 Franken durch. Aktuell wird das Gebäude als Parkhaus

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und für einzelne Veranstaltungen genutzt. Mittelfristig soll die Halle 53 einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ziel der neuen Nutzung ist eine nachhaltige Entwicklung des Quartiers und ein möglichst grosser Nutzen für die Öffentlichkeit. Zudem soll eine Rendite erzielt werden.


11 Aktuell Betrachtungen

Fassadenschnitt und Ansicht Konstruktion Isometrie

Visualisierung der Umnutzung, welche die Themen Leerstand, Heimatschutz und Flüchtlinge zu verbinden versucht.

faserplatten gewährleistet Robustheit sowie Brandschutz und verbessert nebenbei die Akustik. Den Witterungsschutz übernimmt die Halle. Für die Zeit danach ist das System so konzipiert, dass einzelne Bauteile entfernt werden können, um Einheiten zuammenzulegen oder neu zu organisieren. Auch Aufstockungen oder Erweiterungen sind denkbar. Die tragende Idee dieses Vorschlags ist die Dauer der Umnutzung. Diese Halle ist ein Vermächtnis der Stadt Winterthur und soll den Bewohnern zugänglich sein. So wie Krisen in der Welt aufkommen,vergehen sie auch wieder. Nach der Zwischennutzung soll, ähnlich wie im Lagerplatz-Areal, die städtische Kultur in die Halle und auf den Katharina-SulzerPlatz einziehen und sich neu entfalten. Der innere modulare Aufbau wird eine Veränderung fortlaufend unterstützen.

Eine wertige Struktur für uns zu bauen, um sie anfänglich mit Flüchtlingen zu teilen, ist ein längerfristiger Ansatz als die nicht einladenden, temporären Wegwerfunterkünfte oder Bunker , die jedem Ankömmling seine soziale Stellung täglich bewusst machen. ●

Grundriss Erdgeschoss

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12 Aktuell Verdichtet bauen

Siedlungsentwicklung nach innen

Aufräumen und Qualitäten schaffen

Von Wilhelm Natrup

Wilhelm Natrup ist Kantonsplaner und Chef des Amtes für Raumentwicklung im Kanton Zürich. Bei der Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes sieht er in der Praxis für Kantone, Städte und Gemeinden grosse Herausforderungen.

Der vorliegende Artikel gehört zur Reihe «Verdichtet bauen», einer Zusammenarbeit von «Architektur + Technik» mit Creafactory, Agentur für Immobilienkommunikation, und der HIG Immobilien Anlage Stiftung.

Die Prognosen für die Schweiz zeigen in den kommenden Jahren eine Zunahme von Bevölkerung und Beschäftigten. Dieses Wachstum wird gemäss dem 2014 revidierten Raumplanungsgesetz verstärkt in den bestehenden Siedlungen und nicht mehr auf der «grünen Wiese» stattfinden müssen. Siedlungsentwicklung nach innen bedeutet, Potenziale, die in den bestehenden Bauzonen gemäss Bau- und Zonenordnung liegen, auszuschöpfen oder durch eine Erhöhung der Dichten an dafür geeigneten Lagen zu schaffen. Um die Siedlungsentwicklung nach innen erfolgreich zu gestalten und deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern, ist auf eine hohe Qualität der Bauten sowie Aussen- und Freiräume zu achten. Bestehende Qualitäten sind bestmöglich einzubinden. Ebenso zentral sind der Erhalt geeigneter Flächen für das produzierende Gewerbe, die Sicherung der Nahversorgung und ein ausgewogenes Wohnungsangebot. Siedlungsentwicklung nach innen muss mit Überzeugungskraft, Engagement und Fachkompetenz von allen Beteiligten gemeinsam umgesetzt werden. Kompaktere und vielfältig genutzte Quartiere an geeigneter Lage leisten einen wichtigen Beitrag zur erwünschten Raumentwicklung. Das Potenzial für eine Erhöhung der Nutzungsdichte ist vielerorts beträchtlich. Die Siedlungsentwicklung nach innen ist jedoch ein komplexes Unterfangen und muss sorgfältig und ortsbezogen angegangen werden. Unterschiede und Vielfalt erhalten

Nicht überall ist alles oder Gleiches möglich. Die spezifische Ausgangslage und damit die vorhandene Prägung eines Orts sind entscheidend für die jeweilige Veränderungsstrategie. Es wird hilfreich sein,

die nachfolgenden wegleitenden Thesen generell nicht aus den Augen zu verlieren: – Qualität vor Quantität – Es gibt Grenzen der Innenentwicklung – Die grossen Potenziale (zuerst) nutzen – Massgeschneiderte Konzepte erarbeiten (Identität ist ortsspezifisch) – Die kommunale Richt- und Nutzungsplanung auf Innenentwicklung ausrichten – Fachverstand und Erfahrung gewinnbringend einsetzen – Die Bevölkerung und die Politik im Prozess mitnehmen Mit der Siedlungsentwicklung nach innen eröffnet sich ein wichtiges Feld der strategischen Gemeindeentwicklung. Es ist notwendig, eine klare Vorstellung über die angestrebte Entwicklung der Gemeinde zu haben. Diese kommunale Innenentwicklungsstrategie, resultierend aus den beiden Komponenten «kontinuierlicher Prozess und Dialog» sowie «qualifizierte Gesamtschau» zeigt einen robusten Entwicklungsweg in die Zukunft. Die Siedlungsentwicklung nach innen hat starke Veränderungen der bebauten Umwelt zur Folge. Solche Vorgänge lösen bei den direkt Betroffenen vielfältige Emotionen aus. Deshalb ist eine frühzeitige und kontinuierliche Information der Schlüsselakteure wie Eigentümer, Investoren, Interessengruppen und Bevölkerung unverzichtbar. Durch ihren Einbezug kann eine breite Abstützung und Vertrauensbildung erlangt werden. Die Fragen, wo künftig wie viel gebaut werden kann und welche Nutzungen ermöglicht werden sollen, sind in der Gemeinde intensiv zu diskutieren. Entsprechend sind solche Prozesse umsichtig zu planen sowie verständlich und anschaulich auszugestalten. Widerstände und Sachzwänge müssen erkannt und gewinnbringend

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13 Aktuell Verdichtet bauen

Quartier Feldbreite in Emmen

in die Verfahren integriert werden. Den Beiträgen betroffener Nutzer und Bewohner ist dabei genügend Gewicht beizumessen. Höhere Dichte – ein Plus für das Wohnumfeld

Veränderungen des Wohnumfelds stossen in der Regel eher auf Zustimmung, wenn sich dadurch die Wohnsituation, namentlich die Wohnkosten und die Versorgungssituation, nicht verschlechtert und sich die Lebensqualität, sowohl im unmittelbaren Wohnumfeld als auch im Quartier selbst, zugleich steigern lässt (unter anderem besserer Lärmschutz, zusätzliche Kultur- oder Freizeitangebote sowie qualitätsvolle Aussen- und Freiräume). Damit die Akzeptanz gegenüber der Innenentwicklung steigt,

sollen die dabei erzielten Vorteile gemeinschaftliche Mehrwerte bilden. Eine zukunftstaugliche Siedlungsentwicklung nach innen basiert auf einem Dialog mit der Bevölkerung. Sie muss sich informieren und einbringen können, sodass sie sich ernst genommen fühlt. Dafür geeignet sind informelle Planungsinstrumente und -verfahren wie räumliche Entwicklungsstrategien, gebietsspezifische Leitbilder und Masterpläne oder auch kooperative Verfahren wie Testplanungen und Studienaufträge in Kombination mit Echoforen. Innenentwicklung ist keine einfache Aufgabe, aber eine Chance zum Aufräumen und Qualitäten schaffen in den Siedlungen. Diese Arbeit beginnt jetzt. ●

Architektur+Technik 10/16

Mit rund 800 Wohnungen zählt das neue Quartier Feldbreite in Emmen zu den grössten Bauprojekten der Schweiz. Zunächst wurde in einem gemeinsamen Prozess von Gemeinde, Eigentümern, Architekten, Marktspezialisten, Raumplanern, Denkmalpflegern und Verkehrsplanern die Vision erarbeitet, mit verdichteter und ökologischer Bauweise, anspruchsvoller Architektur sowie reicher Nutzungsvielfalt aus dem ehemaligen «Schindlerdörfli» ein Musterbeispiel für zeitgemässen, erschwinglichen Lebensraum zu machen. Diese Vision mündete in einen Bebauungsplan, dem die Einwohner der Gemeinde Emmen 2009 ihre Stimme gaben. Dialog, ArchitekturWettbewerbe und ein vorgängig entwickeltes verbindliches Freiraumkonzept kamen als wirksame Mittel zur Schaffung von qualitätsvollem Lebensraum zum Einsatz.


Corporate Architecture


Talstation Churwalden


17 Dossier Corporate Architecture

In Churwalden ist die Talstation ersetzt worden. Das «Portal» bildet zugleich Zugang und Abschluss des Skigebiets.

Portal Churwalden – offen und überraschend Von Jon Ritter, Ritter Schumacher AG (Text), Johannes Fredheim und Ferienregion Lenzerheide (Bilder)

Churwalden soll zum neuen repräsentativen Einstiegsportal des Skigebiets Arosa Lenzerheide werden. Um den Einstieg ins Skigebiet zu verbessern, wurde eine neue Gondelbahn erstellt. Zudem wurden mit einem erweiterten Angebot – einem Sportgeschäft und einem Restaurationsbetrieb – die funktionalen Nutzungen der Talstation ergänzt. Mit der Umgestaltung ist die bestehende Talstation Churwalden, inklusive Sessellift Heidbüel, die den technischen Anforderungen nicht mehr genügte, ersetzt worden. Das Ganze sollte kosteneffizient, dafür mit grosser gestalterischer Freiheit, um Jung und Alt anzusprechen, umgesetzt werden. Die Kardinalfrage war: Wie präsentiert sich das Skigebiet beim neuen Portal Churwalden mit den Prämissen offen, kundenfreundlich, überraschend? Verzahnung der Gebäudekörper

Das Gebäudekonzept entwickelt sich aus der Topografie und der Bewegung heraus. Die formneutralen Bewegungsflüsse von Personen und Gondeln bestimmen die innere Organisation und das äussere Erscheinungsbild dieses Infrastrukturbaus. Die neue Talstation der Heidbüelbahn erscheint von oben wie die Verzahnung von zwei Gebäudekörpern,

die aus dem Terrain herauswachsen. Das hintere Volumen beinhaltet die Gondelhalle in Richtung Lenzerheide, das vordere Volumen die Personenhalle mit dem darüber liegenden Restaurant in Richtung Pradaschier. Das Firmenlogo an der Fassade und die rote Firmenfarbe im Innern stellen die direkte Verbindung zur Corporate Identity der Lenzerheide Bergbahnen her. Ansonsten ist es die gestalterische Haltung, das Überraschende in Kombination mit dem Pragmatischen, was den Markenwert der Lenzerheide Bergbahnen AG gegen aussen trägt. Umsetzung und Ergebnis

Unter Einhaltung aller funktionalen und ökonomischen Prämissen wurde mit dem Portal ein Bau mit hohem Identifikationspotenzial geschaffen, der von der Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die Materialwahl aussen und innen wurde auf das Wesentliche reduziert. Die Fassade besteht aus Sichtbeton. Die geschwungene Rillenstruktur nimmt dem Material die Härte und gibt ihm eine textile Geschmeidigkeit, die seiner bewegenden Form entspricht. Je nach Lichteinfall wirkt die Fassade sehr plastisch. Das Innere wird – einer Schatulle gleich – von der Farbe der Bergbahnen Lenzerheide bestimmt. Boden, Wand und Decke sind einheitlich Architektur+Technik 10/16

Das Portal Churwalden ist der neue, repräsentative Einstieg ins Skigebiet Arosa Lenzerheide. Die neue Talstation der Heidbüelbahn erscheint von oben wie die Verzahnung von zwei Gebäudekörpern, die aus dem Terrain herauswachsen.


Die Fassade besteht aus Sichtbeton. Die geschwungene Rillenstruktur nimmt dem Material die Härte und gibt ihm eine textile Geschmeidigkeit, die seiner bewegten Form entspricht.

Das hintere Volumen schliesst die Gondelhalle ein, das vordere Volumen die Personenhalle mit dem darĂźber liegenden Restaurant.

Architektur+Technik 10/16


19 Dossier Corporate Architecture

in Rot gehalten und lassen den Benutzer für kurze Zeit in eine andere Welt eintauchen, bevor er mit der Gondel in das Skigebiet entschwindet oder sich im Restaurant eine Stärkung gönnt. Auch im Inneren kommen robuste Materialien wie Gummigranulat am Boden, Holzwollplatten an den Decken und Schlämmputz an den Wänden zum Einsatz. Die lineare Deckenbeleuchtung dient als Orientierungselement, das den Gast zu den einzelnen Bereichen führt. Beim Restaurant wurde das Konzept der Schatulle beibehalten. Die vertikal gerillte Struktur der Aussenhülle wird uminterpretiert und mit dem Bild eines hochstämmigen Waldes ergänzt. Hier verschmilzt einheimisches Holz mit skandinavischem Ausdruck. ● Neben dem Logo an der Fassade stellt die rote Firmenfarbe im Innern die direkte Verbindung zur Corporate Identity der Lenzerheide Bergbahnen her.

Schnitt Ostfassade

Schnitt Nordfassade

Grundriss Erdgeschoss

Bautafel Bauherr Lenzerheide Bergbahnen AG, Lenzerheide Architekt Ritter Schumacher AG, Chur Bauingenieur ewp AG, Chur Elektroingenieur fm elektro engineering ag, Lenzerheide HLS-Ingenieur Willi Haustechnik AG, Chur Bauphysik Bernhard Bauexperte, Chur Bauleitung Feiner Baumanagement GmbH, Chur Bahnbau Bartholet Maschinenbau AG, Flums

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Secli Weinwelt Buchs SG


21 Dossier Corporate Architecture

In Buchs SG haben Carlos Martinez Architekten einen neuen Firmensitz für eine Weinhandelsfirma erstellt. Er erinnert an gestapelte Weinkisten.

Weinkisten vor Bergkulisse Das Gebäude setzt sich aus identischen Kuben zusammen, die wie Weinkisten gestapelt sind. Grosse runde Fenster wie Flaschenböden und kleine runde Fenster, ähnlich dem Flaschenhals, greifen auch in den Innenräumen das Thema Wein auf.

Von Gerald Brandstätter (Text) und Hannes Thalmann (Bilder)

Wer mit Wein handelt, hat auch Kisten und Kartons zu schleppen. Solche Kisten dienten der Inspiration: Die Ähnlichkeit des neuen Firmensitzes der Weinhandelsfirma Secli Weinwelt AG mit gestapelten Weinkisten liegt in der Absicht des Architekturbüros Carlos Martinez Architekten. Das Gebäude setzt sich aus identischen Kuben zusammen, die parallel und orthogonal zueinander gestapelt die Secli-Weinwelt bilden. Die Kuben sind bewusst und exakt posi-

tioniert, wodurch im Innern funktionale Raumabfolgen entstehen, sich aussen spannende Formgefüge und Überdachungen zeigen. Das Gebäude setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen: aus Verkaufs- und Lagerflächen für Weine, aus verschiedenen Büroflächen, Event-Räumlichkeiten und Wohnungen. Durch die Anordnung einzelner Kuben wird die Trennung der verschiedenen inneren Bereiche und Funktionen des Gebäudes bereits von aussen erkennbar. Mittels der Anordnung der einzelnen

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22 Dossier Corporate Architecture

Das Gebäude setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen wie Verkaufs- und Lagerflächen für Weine, Büroflächen, Event-Räumlichkeiten und Wohnungen zusammen. Im Gegensatz zu den grossen Rundfenstern im Gebäudeinnern sind die Fenster in der Gebäudehülle eckig. Durch diese Unterscheidung bleibt der Wein im Herzen des Gebäudes.

Einigen Fassadenplatten wurde das Firmen-Logo eingeprägt, um den Effekt einer Weinkiste mit eingeprägtem Logo zu erzielen. Das Gebäude gibt durch das formale Konzept sowie der Fassadenverkleidung ein markantes Statement ab.

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23 Dossier Corporate Architecture

Kuben wird ein Dialog nach aussen geschaffen, der die verschiedenen Bereiche im Gebäudeinnern auch in der Gebäudehülle erkennen lässt. Die Fassade wurde in zwei verschieden farbigen Terracotta-Platten ausgeführt, die Funktion und Zugehörigkeit der einzelnen Kuben verdeutlichen. Klare Aufteilung

Der Sockel des Gebäudes bildet das Untergeschoss mit der 523 m² grossen Einstellhalle und dem 108 m² grossen Weintresor. Dort können Kunden ihre Weine unter idealen Bedingungen einlagern. Darüber sind drei Geschosse angeordnet, die Räumlichkeiten zum Wohnen und Arbeiten bieten: Auf der nördlichen Seite befinden sich auf drei Etagen Büros, auf der Südseite wurden vier Wohnungen auf zwei Geschossen angelegt. Im Erdgeschoss befindet sich das Weinlager, das mit 580 m² auf zwei Geschossen Raum für die Lagerung und Präsentation der Secli-Weine ermöglicht. Auf gleicher Ebene liegen auch Verkaufs-, Show- und Event-Räume. Obwohl funktional getrennt, stehen die Räume dank grosser verglaster Wandöffnungen mit dem Lagerbetrieb in Kontakt. Das Thema Wein wurde auch bei diesen speziellen Verglasungen der Innenräume aufgegriffen: Grosse runde Fenster wie Flaschenböden und kleine runde Fenster, ähnlich dem Flaschenhals, durchbrechen die Wände. Im Gegensatz zu den grossen Rundfenstern im Gebäudeinnern sind die Fenster in der Gebäudehülle eckig. Durch diese Unterscheidung bleibt der Wein im Herzen des Gebäudes. Nach aussen präsentiert sich die Secli-Weinwelt als kubisch-schlichtes Büro- und Wohnhaus; nur wer das Innere betritt, kann in die Weinwelt eintauchen. Büro- und Wohnwelt

Dank Südlage und zeitgemässer Grundrisse entstanden helle, grosszügige Wohnungen mit gehobenem Ausbaustandard. Im ersten sowie zweiten Obergeschoss befinden sich je eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit 104 m² und einer Terrasse von 15 m² sowie eine 4,5-Zimmer-Wohnung mit 160 m² und einer Terrasse von 22 m². Um den Blick auf die Berge einzufangen, wurden bei den vier Wohnungen breite Fenster angelegt. Die Wohnungen erhalten dadurch viel Tageslicht, der Blick in die Weite wird zur Inspiration.

Schnitt

Auch die Büroräumlichkeiten profitieren von der grosszügigen Raumeinteilung. Im dritten Obergeschoss bieten 179 m² Bürofläche Raum für etwa 16 Arbeitsplätze. Das zweite Obergeschoss bietet Raum für zwei Büros von 104 m² und 70 m². Bei diesen Räumen konnten eigene Wünsche bei der Gestaltung einfliessen. Im ersten Geschoss gibt es insgesamt 210 m² Bürofläche. Dank gutem Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel und die Autobahn bietet die Secli-Weinwelt sowohl attraktive Büroflächen als auch ein Wohnraumangebot, das gehobene Ansprüche bedient. Objektbezogene Terracottaplatten

Beim Material für die Fassade mit 1750 m² Oberfläche fiel die Wahl der Architekten auf Platten aus Terracotta geplant und geliefert durch die Gasser Fassadentechnik AG. Der erdige Farbton unterstreicht die mediterrane Ausstrahlung der Kuben und verdeutlicht nochmals den Bezug zum Wein; durch das Fassadenmaterial trägt der Bau seinen Charakter nach aussen. Um eine Tiefenwirkung zu erhalten, wurden die 33 mm starken Platten mit den Dimensionen 600£×£1050 mm in zwei Farben hergestellt und mit offenen Fugen montiert. Einigen Platten wurde das Secli-Logo eingeprägt, um den Effekt einer Weinkiste mit eingeprägtem Logo zu erzielen. Dank der 180 mm starken Wärmedämmung und der wärmebrückenfreien Unterkonstruktion GFT Thermico trägt die vorgehängte und hinterlüftete Fassade einen grossen Teil zur Minergie-Zertifizierung bei. Terracotta lässt bei der Fassadengestaltung viel Freiraum. Aus den Rohstoffen Naturton und Schamotte entstehen Platten, die objektbezogen hergestellt werden. Dank der aussergewöhnlichen Formbarkeit können die Vorstellungen bis in kleinste Details auf die Platten übertragen werden. ●

Bautafel

Elektroingenieur Planning Elektroingenieur AG,

Bauherrschaft Secli Weinwelt, Buchs SG

Ruggell

Architekt/Bauleitung Carlos Martinez Architekten AG,

HLKKS-Ingenieur Hugentobler Ing. HLK GmbH,

Berneck

St. Gallen

Baumanagement Gantenbein + Partner AG, Berneck

Montageplanung und Systemlieferant Gasser Fassaden-

Bauingenieur D + S Baustatik GmbH, Widnau

technik, St. Gallen

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Wasserkraftwerk Hagneck


25 Dossier Corporate Architecture

Die Bielersee Kraftwerke AG hat die historische Wehranlage Hagneck den heutigen Anforderungen mit einem Neubau angepasst. Jetzt kann auch das Energiepotenzial der Aare besser genutzt werden.

Konzentration auf das Wesentliche Von Uwe Guntern (Redaktion) und Hannes Henz (Bilder)

Die Bielersee Kraftwerke AG (BIK) beabsichtigte, das Energiepotenzial der Aare in Hagneck besser zu nutzen sowie die historische Wehranlage den heutigen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Hochwasserabfuhrkapazität anzupassen. Hierzu wurde die bestehende Kraftwerkanlage von 1899 mit einem Neubau erweitert, das Wehr durch einen Neubau ersetzt und die Ausbauwassermenge bei unverändertem Bruttogefälle auf gesamthaft 280 m³/s erhöht. Das Corporate-Identity-Konzept

Die Penzel Valier AG konnte, zusammen mit Raymond Vogel Landschaften AG, den Gestaltungswettbewerb für den Neubau des Wasserkraftwerkes und die umfangreichen Umgebungsarbeiten für sich entscheiden. Die Grundhaltung des Konzepts der Corporate Identity ist geprägt von verschiedenen Werten: einer authentischen Begegnung auf Augenhöhe mit den Stakeholdern; Vereinfachung von komplexen Themen für die Kunden; einer vernetzten und interdisziplinären Arbeitsweise über die eigenen Verantwortungsbereiche hinaus; aus Innovation, Wissen, Kreativität und Expertise überraschend überzeugende Lösungen entwickeln. Über all dem steht der Simplicity-Anspruch «Less is more», Konzentration

und Verdichtung auf das Wesentliche, um einen echten Mehrwert zu bieten. Die historische Kraftwerkanlage – eines der ersten Wasserkraftwerke der Schweiz – steht unter nationalem Denkmalschutz. Die einmalige Auenlandschaft am Bielersee, die im Bereich des Kraftwerks eine besonders vielfältige Ausprägung hat, ist als Landschaftsschutzgebiet von nationaler Bedeutung klassifiziert. Mit dem Ersatz der historischen Wehranlage und dem dazugehörigen technischen Fischpass sollte zudem eine für den Naturschutz vorbildliche Anlage entstehen. Neben der Erweiterung und Diversifizierung des lokal angrenzenden Auenschutzgebietes spielt hierfür auch die übergeordnete Vernetzung von Fluss- und Landschaftsräumen eine wichtige Rolle. Typologisches Grundelement sichtbar gemacht

Die Wettbewerbsvorgaben für den Neubau und die Umgebungsarbeiten definierten exakte Rahmenbedingungen für die Gesamtanlage. An diesen Parametern rüttelte das interdisziplinäre Team, indem es die Wehrbrücke um rund 3¤m gegenüber der Vorgabe absenkte. Die Brücke wurde nicht – wie bei diesem Kraftwerktyp üblich – über die Wehranlage geführt, sondern unterwasserseitig auskragend an die Anlage Architektur+Technik 10/16

Das Wasserkraftwerk Hagneck ist ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Kraft des Wassers wird durch eine kraftvolle Architektur unmittelbar erfahrbar gemacht.


26 Dossier Corporate Architecture

Der schlichte, funktionale, geradlinige und dennoch sanft geschwungene Bau entspricht dem Anspruch der BKW, dem Kunden die Wasserkraftproduktion transparent und verst채ndlich zu vermitteln. Mit der harmonischen Einbettung des Bauwerks in die Landschaft, der Einf채rbung des Betons mit den typischen Kalkstein-Ockerfarben des Jura-S체dfusses und der niedrigen Bauweise zeigt der Kraftwerkbau Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegen체ber der umliegenden Landschaft.

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27 Dossier Corporate Architecture

angehängt. Damit wurde das ursprünglich über die Wehrbrücke zusammengefasste und damit kompakte Volumen aufgebrochen und die einzelnen Bauteile wurden ablesbar. Die so generierte Gliederung und Rhythmisierung des ursprünglich vorgesehenen wuchtigen Körpers überzeugte die Jury. Die auseinanderdividierten typologischen Grundelemente – Wehrbrücke, Maschinenhaus und Wehrpfeiler – gliedern sich harmonisch in die sensible Landschaft ein und erinnern zugleich an die Erscheinung der historischen Wehranlage. Durch das Absenken der Wehrbrücke wurde zugleich die horizontale Dominante entscheidend nach unten genommen, und die Terrain-Anschlüsse an den beiden Ufern wurden mit allen hierfür notwendigen Böschungen und Stützmauern deutlich tiefer gehalten. Der Eingriff in die weite, flache Auenlandschaft konnte so sanft und flach gehalten werden, was gerade für die Panoramawirkung der Anlage auf die Weite des Sees von Bedeutung ist. Der öffentliche Fuss- und Veloweg führt in einer kontinuierlichen Bewegung von der Zufahrtstrasse über die neue Brücke und das Wehr hinunter zum umgebenden Kulturland. Durch die Wegführung wird die neue Wehranlage in ihrer Umgebung aus verschiedenen Winkeln inszeniert und in ihrem Zusammenhang erfahrbar.

Wasser geschliffenen Steins evoziert. Mit diesen Mitteln verstärkt sich zudem der Eindruck der Schwere der massigen Betonbauteile, was zugleich das generelle Tragprinzip der als Schwerkraftmauer ausgebildeten Anlage zur Anschauung bringt. Die Verbindung von Statik und Erscheinung der Anlage wurde auch bei den verschiedenen Brücken verfolgt. Die Querschnittsform der Wehrbrücke zum Beispiel ergibt sich aus der gewünschten räumlichen Einbindung: Die massive, breite Brüstung zum Oberwasserkanal hin stellt nicht nur einen Schutz vor dem gefühlten Druck des Staupegels dar, sondern wird bei geöffneten Stauklappen zum realen Schutz vor der Gischt. In die andere Richtung zum See hin schiebt sich die räumlich offene Plattform einem Schiffsdeck gleich in die Weite der Landschaft und wird lediglich von einem StaketenGeländer begrenzt. Diese aus der Situation heraus entwickelte, asymmetrische Form der Brücke wird zugleich statisch zur Ausbildung eines Torsionsquerschnittes genutzt, bei der die breite Brüstung die Funktion eines Überzuges übernimmt. ●

Schnitt

Bautafel Bauherrschaft Bielersee

Kraftwerke AG, Biel Gesamtplanung BKW Energie AG, Bern Architektur Penzel Valier AG, Zürich Bauingenieur Penzel Valier AG, Zürich Landschaftsarchitektur

Raymond Vogel Landschaften AG, Zürich

Unterschiedliche Aspekte verdichtet

Mit der Architektur des Kraftwerkes sollen die unterschiedlichen technischen, volumetrischen und räumlichen Aspekte zu einer grossen Figur, einer Plastik im Landschaftsraum verdichtet werden. Mit der Einfärbung des Betons in einem erdigen Ockergelb wird eine Verbindung mit dem örtlichen Kalkstein und der sichtbaren Molasse des HagneckKanaleinschnittes hergestellt. Differenzierte Schalungsbilder – von sägerohen Brettern unterschiedlicher Breite, dem Besenstrich der horizontalen Flächen bis zu den glatten Schaltafeln mit regelmässigem Fugenbild – bilden Differenzierungen von den Kunstbauten der Stützwände über die Plätze und Fahrbahnbeläge zum eigentlichen Kraftwerkbau. Mit den Abrundungen der Kanten wird zum einen das Bild von alten, aus Naturstein gebauten Anlagen aufgegriffen, zum anderen das Bild eines durch das

Situationsplan

Architektur+Technik 10/16


Datacube MĂźnchenstein


29 Dossier Corporate Architecture

Mit dem «Datacube» in Münchenstein vermitteln ffbk Architekten und die Quickline Business AG hohe Sicherheit, exzellenten Service und überbordende Innovationskraft.

Werbung in eigener Sache Von ffbk Architekten. (Text) und Johannes Marburg (Bilder)

Die Quickline AG erstellt, betreibt und vermietet Rechenzentrumsflächen an Drittkunden. Diese Flächen dienen dem Aufstellen von Computer-Servern und Datenspeichern für Firmen-IT, Internet- und Cloud-Computing-Anwendungen. Die Quickline wollte sich mit ihren hohen Ansprüchen an Innovation durch das Gebäude angemessen repräsentiert sehen und zum anderen musste das Gebäude ebenfalls hohen Anforderungen an die Sicherheit und Technik genügen. Diese Aufgabe umfasst die Einbruchsicherung und Zutrittskontrolle, den Schutz vor Naturgefahren und die Versorgungssicherheit. Mit den stark gestiegenen Leistungsdichten moderner Server sind die Anforderungen an die Kühlung enorm, diese muss sowohl sparsam betrieben wie auch sicher angeboten werden können. Der Neubau verfügt, abgesehen von der Sicherheitsloge, über keine ständigen Arbeitsplätze.

Brillanz der äusseren Gebäudeerscheinung verdichtet sich an der Fassade und löst sich dort auf: In eine innere Schicht mit scharf und funktional gesetzten Öffnungen, die Lichteinfall und Ausblick definiert, und einen äusseren Schleier, der den Körper verhüllt und ihn zum Schimmern und Spiegeln bringt. Das Gebäude wirkt geheimnisvoll und unzugänglich. Assoziationen mit futuristischen SciFi-

Die Fassade verhindert Einblicke und vermittelt Sicherheit.

Situationsplan

Konzept und Strategie

Die hohen technischen und funktionalen Ansprüche – wesentlich für die angebotene Sicherheit und den innovativen Service – werden ideal mit dem kompakten und flexibel strukturierten Baukörper erfüllt. Der Widerspruch zwischen dem rohen technischen Gebäudeinneren und der angestrebten Architektur+Technik 10/16


30 Dossier Corporate Architecture

Längsschnitt

Durch das Chromstahl-Trapezblech der äusseren Hülle, das in feinen Streifen perforiert oder geschlossen ist, entsteht eine glänzende und spiegelnde Haut. Die Positionierung des Unternehmens und seine Innovationskraft werden durch die Architektur spürbar.

Objekten oder chromblitzenden Safes sind beabsichtigt und verdeutlichen die Werte Innovation und Sicherheit. Der damit geschützte Kern schafft durch einen Stützen-Platten-Stahlbau mit Prefab-Betondecken eine äusserst flexible Grundriss-Struktur und genügend Raum für die Gebäudetechnik. Die Rohheit der inneren Materialien verdeutlicht die Konzentration auf diese Technik und die Flexibilität. Energiedichte und Effizienz an Kunden weitergeben

Entscheidend für eine erfolgreiche Preisgestaltung am Markt ist die Energiedichte und Effizienz, die

direkt an den Kunden weitergegeben werden kann. Diese Faktoren wurden beim Bau mit hohem Anspruch und grosser Präzision umgesetzt. Auch die Kundenbedürfnisse Sicherheit und Leistung werden mit diesem Bau optimal bedient. Der «Datacube» ist aktuell das innovativste Datencenter, das in der Schweiz am Netz ist. Mit all diesen Leistungsausweisen möchte sich die Quickline entsprechend am Markt positionieren. Dies vermochte die unzugängliche und unsichtbare Technik bisher nicht zu leisten. Die Architektur macht die Innovationskraft des Unternehmens spürbar und verhilft ihm zu einem zukunftsweisenden Auftritt. ●

Architektur+Technik 10/16


Connecting Global Competence

Die Zukunft des Bauens

Die Rohheit der inneren Materialien verdeutlicht die Konzentration auf diese Technik und die Flexibilität. Der geschützte Kern schafft durch einen StützenPlatten-Stahlbau mit Prefab- Betondecken eine äusserst flexible GrundrissStruktur und genügend Raum für die Gebäudetechnik.

Bautafel Bauherr Quickline Business AG, Münchenstein Architektur ffbk Architekten AG, Münchenstein / Basel Generalplanung Jauslin + Stebler Ingenieure AG, Rheinfelden Bauphysik Gruner AG, Basel Elektroplanung R + B Engineering AG, Sargans HLKKS Tri Air Consulting AG, Jona IT-Infrastruktur Internet Business Solutions AG, Zürich

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32 Dossier Regelwerk

Mehr als nur Gestaltung

Sicherheit als Corporate Architecture Corporate Architecture ist höchst aktuell. Wie ist dieser Begriff auszulegen, und kann er weitere Aspekte als die rein gestalterischen umfassen?

Corporate Architecture ist ein Teil der Corporate Identity. Corporate Identity ist die Gesamtheit der Merkmale, die zur Kennzeichnung eines Unternehmens und zu dessen Unterscheidung beitragen. Mit Corporate Architecture wird auf die Profilierung der Unternehmensphilosophie mittels architektonischer Zeichen gezielt. Oder anders ausgedrückt: Architektur fungiert als Marke und Wiedererkennungswert. Dies gilt selbstverständlich nicht nur bei Bauten, sondern auch bei Autos: Aus einigen Fahrzeugmodellen gehen seit Jahrzehnten immer in Grundzügen erkennbare Formen hervor. Ein alter Land Rover sieht nicht viel anders aus als ein aktueller, und ein Oldtimer-Porsche unterscheidet sich in der Erscheinung kaum von einem modernen Porsche. Dies gilt sowohl für Werke bestimmter Architekten, die unverwechselbar sind, als auch für Gebäude von bestimmten Unternehmen, die eine allgemeine architektonische Sprache innerhalb der Firma pflegen wollen wie bei einigen Hotel-Ketten. Aber nicht nur: Wichtige Firmen der Nahrungsmittelindustrie oder der Chemie haben es dank fähigen Architekten geschafft, sich richtig in Szene zu setzen und sexy aufzutreten, obwohl ihre Produkte manchmal nicht als sexy vom Publikum wahrgenommen werden. Der Titel des meines Artikels lautet: «Sicherheit als Corporate Architecture». Da dürften sich die Leser fragen, wieso man sich überhaupt mit dieser Thematik beschäftigt. Die Wahl dieses Titels ist der Spontaneität zu verdanken. Als ich überlegte, wie ich meinen Beitrag verfassen will, stiess ich im Rahmen der Vorbereitung eines Referats auf ein Urteil des Bundesgerichts, das bei mir die Frage auslöste, die Gegenstand des vorliegenden Artikels ist. Vor etwa zehn 10 Jahren ereignete sich während einer Feierlichkeit in einem Hotel ein Unfall. Das Fest umfasste ein gemeinsames Essen, die Übernachtung und das Frühstück. Gegen Mitternacht begab sich Herr X nach dem Essen allein auf sein Zimmer, das im zweiten Obergeschoss des Hotelgebäudes war. Was danach passierte, ist rätselhaft. Tatsache ist, dass Herr X morgens kurz vor 6 Uhr, nur mit einer Pyjama-Hose bekleidet, schwer verletzt auf dem Bauch liegend und mit dem Kopf gegen das Gebäude gerichtet, auf dem etwa 5,5 m Architektur+Technik 10/16


33 Dossier Regelwerk

unterhalb seines Zimmers liegenden Verbundsteinplatz aufgefunden wurde. Das Zimmer war von innen verschlossen, und der Zimmerschlüssel steckte. Das bis zum Boden gehende Fenster war zugeklappt, aber nicht verschlossen, und der einteilige Vorhang zwischen Fenster und Zimmer war zugezogen. Vor dem Fenster war im Übrigen ein Geländer angebracht. Nach seiner Genesung klagte Herr X die Eigentümerschaft ein und verlangte Schadenersatz mit der Begründung, dass das Geländer am Fenster zu tief war und nur eine ungenügende Sicherheit aufwies. Er blitzte vor allen Instanzen ab. Das Geländer war ab Boden 91…cm hoch. Die 15…cm (13…cm zwischen Wetterschenkel und Geländer) hohe Schwelle war gemäss Gericht nicht begehbarer Boden: Sie war uneben, und eine erwachsene Person konnte ohne besondere akrobatische Leistung oder unter Hilfestellung nicht darauf stehen. Nach der zur Zeit des Baus abgegebenen SIAEmpfehlung 358 war bei möglichen Absturzhöhen von weniger als 12…m ein Geländer von mindestens 90…cm vorzusehen. Die normale Höhe eines Schutzelementes war schon 1996 auf 100…cm erhöht worden. Dies genügte aber nicht aus Sicht des Gerichts, um daraus zu schliessen, dass das angebrachte Geländer von 91…cm keine sichere Nutzung in einem Hotelbetrieb gewährleistet. Gebäude, die nicht dem neusten Standard entsprechen, müssen die neuen Bestimmungen nicht sofort erfüllen: Vorliegend wurde festgestellt, dass vor dem Unfall kein dringender Bedarf bestand, die Höhe des Geländers anzupassen. Dazu hielt das Gericht fest, dass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Sturz Folge eines unüblichen und nicht zu erwartenden Verhaltens von Herr X war, wie beispielsweise das Absitzen auf dem Geländer oder der Versuch, das Geländer zu übersteigen. Ein Werkmangel lag somit nicht vor, auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass das Gebäude eine Anlage mit Publikumsverkehr ist. Das Gericht hob im Übrigen hervor, dass es grundsätzlich nicht genügt, dass ein Gebäude die anerkannten Regeln zum Zeitpunkt des Bauens erfüllt. Ein Gebäude muss eben auch unterhalten werden, was hier in Bezug auf die Erhöhung des Geländers aber verneint wurde.

Die Lektüre dieses Entscheids erinnerte mich an ein anderes Urteil, jedoch strafrechtlicher Natur. Der guten Ordnung halber ist hervorzuheben, dass das Strafgesetzbuch bei Art. 229 Folgendes vorsieht: «Wer vorsätzlich bei der Leitung oder Ausführung eines Bauwerkes oder eines Abbruches die anerkannten Regeln der Baukunde ausser Acht lässt und dadurch wissentlich Leib und Leben von Mitmenschen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Mit Freiheitsstrafe ist eine Geldstrafe zu verbinden. Lässt der Täter die anerkannten Regeln der Baukunde fahrlässig ausser Acht, so ist die Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.» Gegenstand des Urteils war ein Schulgebäude. Nach dem Unterricht rutschte ein Knabe rückwärts auf dem Handlauf einer Treppe, die vom zweiten Obergeschoss auf den Zwischenboden führte. Er verlor das Gleichgewicht, stürzte auf den Kellerboden und verstarb. Die Staatsanwaltschaft wurde aufgrund des Todesfalles involviert. Sie stellte aber das Verfahren ein, was die Eltern des Opfers nicht akzeptierten. Sie beantragten die Eröffnung eines Strafverfahrens aufgrund von Verletzung der Regeln der Baukunde und von fahrlässiger Tötung. Sie bemängelten unter anderem, dass Gegenstand der Untersuchung nur eine eventuelle aktive Dritteinwirkung (zum Beispiel von einem Schulkollegen) war. Es wurde nicht untersucht, ob nicht bauliche Mängel zum Unfall geführt hatten und ob bestimmte Personen nicht zur Verantwortung gezogen werden mussten. Die Liste der Urteile im Bereich Gebäudesicherheit dürfte sehr lang sein, aber überflüssig, um sich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen, ob Sicherheit als Corporate Architecture sinnvoll sein dürfte, dahingehend, dass sich die Firma X von der Konkurrenz abhebt, indem sie für ihre Gebäude eine höhere Sicherheit geltend macht. Bis heute scheint sich diese Art von Corporate Architecture bei Gebäuden nicht durchgesetzt zu haben im Gegensatz zur Autowelt beispielsweise, wo einige Marken mit der Sicherheit werben. Es bleibt somit abzuwarten, welche Dimension die Corporate Architecture in Zukunft annehmen wird beziehungsweise ob diese Dimension die Grenzen der gestalterischen Leistung sprengen wird. ● Architektur+Technik 10/16

Walter Maffioletti ist Rechtsanwalt und Mitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS). Er spezialisierte sich an der Uni Freiburg auf Bau- und Immobilienrecht, ist beratend und prozessierend bei Vialex Rechtsanwälte in Zürich und Lugano tätig und wirkt als Dozent und Referent an diversen Ausbildungsstätten. Zudem ist er Mitherausgeber des «Handbuchs zum Bauwesen».


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TEMPORÄRE WOHNSIEDLUNG FÜR ZÜRICH In kürzester Planungs- und Bauphase entstand im Auftrag der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) flexibler Wohnraum für Menschen, die Asyl suchen. Die Siedlung wurde im modernen Holzbau von der KIFA AG erstellt – schnell, effizient und in Schweizer Qualität.

Menschen in Not, die auf ihrer Flucht in die Schweiz kommen, sind für viele Gemeinden eine grosse Herausforderung. Zugewiesene Kontingente können oftmals in der bestehenden Infrastruktur nicht untergebracht werden. Vielerorts ist man deshalb auf schnelle, zweckmässige und kosteneffiziente neue Räumlichkeiten angewiesen. Bei der Wohnsiedlung Zihlacker in Zürich wurden die Ansprüche vorbildlich umgesetzt. «Mit unserem Holzsystembau sind wir in der Lage, in kürzester Zeit Wohnraum zu schaffen, der sämtliche Anforderungen erfüllt», so Ruedi Heim, CEO der für den Bau verantwortlichen KIFA AG. In der Systembau-Abteilung wurden die Zeichen früh erkannt und man hat clevere Lösungen entwickelt, die für die temporäre Unterbringung von Personen bestens geeignet sind. Die Wohnflächen sind flexibel gestaltbar und die einzelnen Module kann man jederzeit auch für andere Zwecke oder in anderer Kombination verwenden.

erstellt. Die Holzbau-Fachleute planten und bauten 24 WohnModule. Bei Vollbesetzung werden rund 120 Menschen in der Siedlung Zihlacker zu Hause sein. «Dieses Projekt zeigt hervorragend die Stärken unseres Systembaus. Hier konnten wir alle Vorteile ausspielen», so Projektleiter Hanspeter Günthard, KIFA AG. Mit Gebäudeausmassen von rund 41 Metern Länge, 12 Meter Breite und 9 Meter Höhe sind es zwei stattliche Bauten. Die vorgefertigten Wohnmodule wurden innerhalb weniger Tage errichtet. Vom Montagebeginn bis zur Schlüsselübergabe vergingen lediglich 90 Tage. Die Gebäude sind so angeordnet, dass sich ein Innenhof bildet, welcher Raum für Begegnungen aber auch genügend Platz für Privatsphäre bietet.

Flexible Asylunterkünfte aus einheimischem Holz Die kleine Wohnsiedlung besteht aus zwei Baukörpern, die jeweils drei Stockwerke aufweisen. Die bunten Fassaden der einzelnen Wohneinheiten sind aus Stahlblech. Dahinter steckt jedoch ein hochwertiger Holzbau. Bei der Wahl der Baumaterialien hat man Wert auf die Herkunft gelegt. So konnten dank der Verwendung von einheimischem Holz wie Fichte und Tanne die Gebäude schnell erstellt werden. Lange Transportwege fielen weg. Mit einem hohen Fertigungsgrad wurden die Wohneinheiten in der Produktionshalle der KIFA AG in Aadorf wetterunabhängig

TECHNISCHE ANGABEN: Konstruktion | modularer Holzsystembau | flaches Sattelblechdach auf gedämmten Holzelementen | hinterlüftete Sinus Blechfassade auf Holzelementen Raumangebot | 24 Wohneinheiten (à 2.5- und 3.5-Zimmer) Ausbau | Decken: Dreischichtplatten lasiert | Bodenbeläge: PVC blau und grau | Wände: Fermacell gestrichen Haustechnik | Heizsystem: Fernwärme Zürich | Raumlüftungsgerät im 2. OG BETEILIGTE VGQ QUALITÄTS-PARTNER: Dämmung | Saint-Gobain Isover AG, Lucens Baumaterialien, Bau- und Holzwerkstoffe | Fermacell GmbH, Münsingen | Kuratle und Jaecker AG, Leibstadt CAD | cadword Informatik AG, Herisau Gebäudehülle und Verbindungstechnik | ITW haubold, Gisikon Maschinen Vorfertigung | HOMAG (Schweiz) AG, Höri


Die 24 Wohneinheiten sind unterschiedlich aufgeteilt. Sie bestehen aus einem grosszügigen Wohn- und Essbereich, sowie 2 bis 3 Schlafzimmern mit je 18m2 Fläche. Pro Stockwerk gibt es zwei Service-Einheiten, worin sich die Küchen und sanitären Anlagen wie Duschen, WC und Lavabos der beiden angrenzenden Wohnungen befinden. Die Wohneinheiten werden pro Stock mit einem Laubengang zugänglich gemacht. Dieser ist versetzt, das heisst Erdgeschoss und zweites Obergeschoss haben den Laubengang auf der Innenhofseite, im ersten Obergeschoss sind die Wohnungen auf der Rückseite der Gebäude begehbar. Somit ist auch die Privatsphäre gewährt. Die Waschküche teilen sich die Bewohner in den Wohnpavillons.

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Dass dem modularen Holzbau sowohl in der Qualität als auch in der gestalterischen Freiheit kaum Grenzen gesetzt sind, zeigt eine weitere Siedlung der Kifa AG, die sich gerade in der Planung befindet, wie KIFA-CEO Ruedi Heim verrät: «Dieser Holzbau wird von Künstlern und Architekten aus Zürich bewohnt und mitgestaltet und erstreckt sich über 5 Geschosse.» Publireportageserie des VGQ: Text: Lucilia Mendes von Däniken und KIFA AG Konzept & Layout: Regula Gehrig, VGQ | Fotografin: Kristen Oertle, Foto Prisma

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37 Marktplatz Übersicht

M

38 Dach und Dämmung In einer Wohnanlage am Bielersee kam auf den Dächern und Terrassen ein multifunktionelles Begrünungssystem zum Einsatz. Im Weiteren Berichte über die neuen Wartedächer der Tramstationen am Zürcher Bellevueplatz sowie Produktneuheiten. 50 Öffentliche Sanitäranlagen Einheitliches Design setzt in öffentlichen und halb öffentlichen Waschräumen Akzente. Ausserdem Informationen zu raumhohen Trennwandsystemen und elektronischen Lösungen für Sanitäranlagen. 56 Raummodule und Systembau In Nebikon wurde ein Mehrfamilienhaus in vorfabrizierter Holzbauweise erstellt. Es gilt als eines der Leuchtturmprojekte im Bereich des nachhaltigen Bauens. Zudem eine kleine Auswahl an Systemlösungen. 64 Treppen und Aufzüge Das neue Hauptgebäude der Uni Genf dient als Forum für den Bereich Umweltwissenschaften. AS Aufzüge hat dafür zwei Panorama-Aufzüge geliefert. Dazu neue Produkte und besondere Features.

PLAT Z

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A RK T


38 Marktplatz Dach und Dämmung

Die extravagante Wohnanlage BeauRivage am Bielersee versteckt die zugehörige Tiefgarage vollständig unter 1566 m² Gartenfläche. Beim Blick von der Strasse hinab zum Garten ist die starke Hanglage deutlich zu erkennen. Für die Pflanzinseln wurden Stahlbänder in den vorgegebenen Formen zusammengeschweisst und mit Beton in den FloradrainElementen verankert. (Bilder: Schwab Gartenbau AG und Zinco)

Architektur+Technik 10/16


39 Marktplatz Dach und Dämmung

Am Bielersee im Kanton Bern entstand die neue Wohnanlage «BeauRivage» mit drei Gebäudeteilen, grossen Liegewiesen und moderner Terrassengestaltung.

Dachbegrünung

Intensiv begrünte Gebäudedächer gun. Die neue Wohnanlage in Biel (BE) liegt neben einem Naherholungsgebiet auf dem Terrain der Baugesellschaft «BeauRivage» und ergänzt aus städtebaulicher Sicht die durchlässige Reihe von Wohnbauten entlang der Neuenburgstrasse zwischen Biel und Biel-Vingelz. Dort, wo vormals das stadtbekannte Restaurant «BeauRivage» sowie ein altes Wohn-

Aufbau des Begrünungssystems – Rasen, Stauden, Sträucher und Gehölze – Zincoterre Dachgarten – Systemfilter SF – Verfüllung mit Zincolit Plus – Floradrain FD 60 – Isolierschutzmatte ISM 50 – Wurzelschutzfolie

haus standen, befinden sich nun hochwertige Eigentumswohnungen samt Gärten mit einmaliger Seesicht. Dafür wurden vorhandene Bootsplätze verschoben, ein kleiner Hafen mit 47 Plätzen neu gebaut und ein durchgehender Uferweg geschaffen. Dieser öffentliche Fussweg führt vom Westrand der Wohnanlage als Holzsteg über das Wasser hin zum Hafenbereich und gestattet natürlich Einblick in die sonst unzugängliche Gartenwelt der Anlage. Die Hanglage ist so ausgeprägt, dass die Neuenburgstrasse zwei ganze Geschosse höher liegt als der Gartenbereich. Der Raum zwischen den drei Ge-

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bäudeteilen wurde ab Strassenniveau abwärts genutzt, um Tageslicht in die Wohnräume zu bringen. Die Tiefgaragenzufahrt ist mit zwei übereinander angeordneten Einbahnrampen gelöst, damit wenig Terrain beansprucht wird. Architektonisch stechen insgesamt klare und sich wiederholende Strukturen ins Auge. So bilden die gegliederten und räumlich gestaffelten Südfassaden eine aufgelockerte Kulisse für die Gartenanlage mit ihren grosszügig bemessenen Terrassen. Baustelle am See

Planung und Ausführung nicht nur der Dachbegrünung, sondern des ganzen Projektes unterlagen einigen besonderen Herausforderungen aufgrund von Hanglage und Seenähe. So grenzt das Seewasser direkt an das Grundstück bzw. an das Fundament der Tiefgarage. In der Bauausführung wurde deshalb ein eigener Zugangsweg aufgeschüttet und genutzt, um die Gebäude von der ganzen Seeseite aus besser erreichen zu können. Die Arbeiten an der Dachbegrünung fanden in zwei Etappen getrennt voneinander statt. Auf dem rund 1566 m² grossen Betondach der Tiefgarage


40 Marktplatz Dach und Dämmung

Ein Jahr nach Ausführung der Dachbegrünung zeigt sich der Garten bereits in prächtigem Grün.

kam der ZinCo-Systemaufbau «Dachgarten» mit Floradrain FD 60 zum Einsatz. Basis dieser zu begrünenden Null-Grad-Dachfläche war eine fachgerecht verlegte bituminöse Dachabdichtung, auf die eine separate Wurzelschutzfolie aufgebracht wurde. Dann startete das Begrünungssystem mit der Isolierschutzmatte ISM 50, gefolgt von Floradrain FD 60 als Kernelement im Systemaufbau. Dieses 60 mm hohe Drainund Wasserspeicherelement, verfüllt mit dem rein mineralischen Tonziegelsubstrat Zincolit Plus, sorgt dank grossen Mulden für hohe Wasserspeicherung. Insgesamt 4 cm Anstaubewässerung sind so auf dem gefällelosen und statisch auf diese Belastung ausgelegten Dach realisiert. Etwaiges Überschusswasser wird über das unterseitige Kanalsystem der Floradrain-Elemente sicher in die Dachabläufe abgeleitet und gelangt über die Entwässerung direkt in den anliegenden Bielersee. Die Drainage-Schicht wurde mit dem Systemfilter SF abgedeckt, und im nächsten Arbeitsschritt

wurde die mit Lastwagen angelieferte «Zincoterre Dachgarten» zügig auf das Dach geblasen und verteilt. Pflanzen in reduzierter Farbe und Form

Für die gewünschte Intensivbegrünung mit Rollrasen und niedrigen Hecken zur seitlichen Abgrenzung genügt eine Höhe von durchschnittlich 20 cm dieses Dachsubstrats, das auf mineralischem Tonziegel basiert und mit humosen Komponenten angereichert ist. Inmitten der weitläufigen Rasenflächen finden sich wunderschön gestaltete Pflanzinseln in verschiedenen Grössen – manchmal als kreisrunder Trog, manchmal oval geformt und in der Höhe jeweils auf die gewählte Bepflanzung abgestimmt mit blühenden Stauden und einzelnen höher wachsenden Sträuchern, die mehr Substrat im Wurzelraum benötigen. Hier dominieren zum Beispiel der lilafarbene Lavendel und diverse bunt blühende Sträucher. Immer wieder ziehen auch ein-

zelne Formgehölze den Blick auf sich. Für sämtliche Pflanzinseln wurden vor Ort Stahlbänder zu den vorgegebenen Formen geschweisst, und zwar unmittelbar auf Basis der Floradrain-Elemente, die zur Befestigung der Stahlbänder ausbetoniert wurden. Dank der Einfassungen mit Stahlbändern ist auch das Rasenmähen mit Robotern kein Problem, und die Bewässerung der Pflanzen in Trockenzeiten übernehmen automatische Rasensprenger. Der Systemaufbau mit Floradrain FD 60 ist auch ideal für die geplanten Terrassenbeläge und sichert dank vollflächiger Verlegung eine durchgängige Drainage unter sämtlichen Geh- und Pflanzbereichen. Ideen-Vielfalt für den Garten

Auf der Grundlage des multifunktionellen Systemaufbaus «Dachgarten» finden alle erdenklichen Gestaltungsideen ihre Verwirklichung. So sind die Terrassen mit Holzbelägen gestaltet. Zwischen den drei Wohnbauten sind hohe Sichtschutzwände aus Edelstahl-Streben in eine Pflanzinsel integriert – ebenfalls verankert in ausbetonierten Floradrain-Elementen, die hier als verlorene Schalung dienen. Auf diese Weise bleibt die durchgängige Drainage darunter vollflächig erhalten. Im Randbereich eines Gartens wurde sogar eine stilvolle Wasserdusche gebaut, um sich nach dem Baden im Bielersee abzubrausen. Weit übers Gelände sind zur Beleuchtung der verschiedensten Pflanzinseln Elektrokabel verdeckt im Begrünungsaufbau verlegt, sodass sich der Garten auch in der Nacht von einer sehr reizvollen Seite zeigt. Zu erwähnen ist noch, dass die Wohnanlage «BeauRivage» nach dem Minergie-Standard zertifiziert wurde.  zinco.ch

Architektur+Technik 10/16


SCHLANK Zukunftsweisende Dachsanierung: Die neue Lösung von Bauder ist leistungsstark, tauwassersicher und wirtschaftlich.

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MACHER Erstklassiger Wärmeschutz und grösst mögliche Energieeinsparung im Einklang mit Bauphysik, Statik und Wohnkomfort ohne Wohnraumverlust. Die Dämmwerte der Zukunft sind bereits heute anwendbar.


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42 Marktplatz Dach und Dämmung

Anlässlich der Totalerneuerung der Gleisanlagen erhielt der Bellevueplatz in Zürich zwei zusätzliche Schirmdächer im Stil des zentralen Rondells.

Zürcher Bellevueplatz

Neue Wartedächer für Tramstationen Andreas Meier, Scherrer Metec AG (Text), und @ zuegerpix.ch (Bilder)

Die Stahlkonstruktion wurde in der Werkstatt des Metallbauers zusammengesetzt. Auf einer Zwischenlage wurden Konterlatten präzise in Höhe und Neigung ausgerichtet.

Der Bellevueplatz ist der verkehrsreichste Knotenpunkt der Zürcher Verkehrsbetriebe. Anlässlich der Totalerneuerung der Gleisanlagen erhielt der Bellevueplatz zwei zusätzliche Schirmdächer im Stil des zentralen Rondells. Damit fügen sich die neuen Dächer mit dem Rondell zu einer harmonischen Einheit. Architekten waren Zach­+­Zünd Architekten, für die Spengler- und Bedachungsar-

beiten war die Scherrer Metec AG zuständig. Weil der fahrplanmässige Tramverkehr nicht gestört werden durfte, blieb für die Arbeiten nur die verkehrsfreie Zeit in der Nacht. Die beiden Wartedächer flankieren das zentrale Rondell, das Stadtarchitekt Hermann Herter für die Landesausstellung 1939 entworfen hatte. Ursprünglich ein Wartesaal, heute ein beliebtes Café, beeindruckt das Rondell mit einem dreieckig gerundeten, weit

Wegen der konischen Grundform sind alle Blechbahnen unterschiedlich lang.

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auskragenden und flach geneigten Doppelfalzdach. Das Rondell steht als Bau der Moderne unter kantonalem Denkmalschutz und diente als Vorlage für die beiden neuen Schirmdächer, die sich in Höhe und Form dem Rondell anpassen. Die beiden Dächer ruhen auf je drei in einer Linie mittig aufgestellten pilzförmigen Säulen. Als Fundamente dienen Stahlplatten, weil der mit Werkleitungen durchzogene Untergrund keine Tiefbauten zulässt. Die Säulen


43 Marktplatz Dach und Dämmung

Das Design des sanft geschwungenen und geneigten Daches ist dem zentralen Rondell von 1937 nachempfunden und wirkt heute so grossstädtisch elegant wie damals.

Die strenge Geometrie der Falztechnik lässt sich nur von oben betrachten.

sind Stahlrohre, die sämtliche Installationen für Kabel und Entwässerung aufnehmen. So leicht und elegant die Dächer auch wirken, sie sind nicht nur eine Schönwetter-Einrichtung, sie müssen allen Wettern, Winddruck und Schneelasten standhalten. Diesen Anforderungen entspricht der komplexe Aufbau: Als tragende Konstruktion fungiert ein hoch belastbares Stahlgerippe. Es wurde in der Werkstatt der Metallbaufirma komplett aufgebaut und bearbeitet. Die einzelnen Segmente sind nicht verschweisst, sondern verschraubt, um sie für den Transport zur Baustelle wieder zerlegen zu können. Dort wurden sie erneut montiert und auf die Säulen gesetzt. Die Unterseite erhielt vor Ort eine Beton-Unterschale, was für die typische, zum Rondell passende Optik sorgt. Auf das Stahlgerippe kam eine zementgebundene Trägerplatte mit einer bituminösen Dampfsperre. Darüber sorgt eine für erhöhte ausserordentliche Be-

lastungen abgeklebte Schalung für die Hinterlüftung und eine präzise Neigung zur zentralen Entwässerungsrinne, die das Regenwasser in die Fallrohre der Dachstützen leitet. Auf der Konterlattung liegt eine Holzschalung mit einer diffusionsoffenen Dachschalungsbahn. Darauf wurden die Blechbahnen verlegt. Die Dachrandabdeckungen sind mit verlöteten Abkantblechen geschlossen. Eine in Längsrichtung montierte Schienensystemsicherungsanlage dient zum Einhängen der Sicherungsleinen, wenn Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten auf dem Dach erforderlich sind. Neu ist, dass die Scherrer Metec AG nun auch für den Holzbau eigene Spezialisten beschäftigt. Dadurch konnten die Stahlbauer, Holzbauer und Spengler ihre Einsätze perfekt aufeinander abstimmen. Auf Grund der konischen Grundrissform hat jede der Blechbahnen eine andere Länge. Die Blechteile wurden in der Werkstatt zugeschnitten, an den Längs-

und Querseiten gekantet. Damit waren sie ohne Nachbearbeitung einbaubereit, was für die kurzen Bauphasen eine wesentliche Voraussetzung war. Für die halb runden Eckflächen wurden die Teile so zugeschnitten, dass die Falze strahlenförmig nach aussen zeigen. Dadurch ergibt sich ein sehr harmonisches Gesamtbild der Flächeneinteilung.  scherrer.biz

Architektur+Technik 10/16


44 Marktplatz Dach und Dämmung

Aluminium-Schindeln von Prefa für das Dach einer Holz-Lodge auf 1200 m ü. M., das sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt.

Ein stilvolles Dach aus Aluminium

ale. Eine einzigartige Raumatmosphäre bietet das Holzhaus mit dem massgeschneiderten Aluminiumdach von Prefa. In einer beeindruckenden Umgebung oberhalb von Villeneuve thront das Objekt auf 1200 m.­ü.­M. mit herrlicher Aussicht auf den Genfersee. Die gelungene Kombination von Holz mit den steingrauen Dachschindeln aus Aluminium überzeugen im ästhetischen Zusammenspiel. Die kleinformatigen, flexibel einsetzbaren Dachschindeln präsentieren ihre Stärken bei diesem Projekt in vollem Umfang. Da das Einfamilienhaus sehr exponiert und der Witterung ausgesetzt ist und die Zufahrt nur mit 12-t-2-Achs-Lkw ohne Anhänger befahren werden konnte, fiel der Entscheid auf ein besonders leichtes und sturmsicheres Produkt. Durch das ineinander verbundene Falz-System und die verdeckte Befestigung erweisen sich die Dachschindeln nicht nur als enorm sturmsicher und witterungsbeständig, sondern zeigen sich auch optisch von ihrer schönsten Seite.

Bauliche Herausforderung

Der für Architektur und Planung zuständige Jürg Langenegger, Holz Lodge GmbH, war federführend bei diesem Projekt. Seine Überlegungen hinsichtlich des

Prefa-Produkts basierten, neben der Optik, auf den Umständen und dem Standort. «Die Zufahrt im Winter wird nur bedingt vom Schnee geräumt, das Bauterrain ist in sehr steilem Gelände gelegen, wodurch sehr wenig Abstellplatz für die Baustelle vorhanden war. Bedingt durch diese Lage konnte kein stationärer Baukran montiert werden», sagt Jürg Langenegger. Die Prefa-Dachschindel war ideal, da sie dank geringem Gewicht sehr leicht zu transportieren ist. Ihre steingraue Farbe passt zudem ausgezeichnet in die Naturkulisse. Aluminium bildet eine Schutzhaut, die sich, sollte sie verletzt werden, immer wieder von selbst schliesst. Dadurch ist es absolut wetterbeständig und garantiert rostsicher. Ein Aluminiumdach hält allen Witterungen und Temperaturschwankungen stand und bricht nicht. Selbst hohe Schneelasten erträgt es, auch wenn der Schneepegel unaufhörlich steigt. Zufrieden wie die Planer und Handwerker nach der Realisierung des Projekts können auch die neuen Bewohner sein. Das Haus sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch ein wohltemperiertes Raumklima, das dem Einsatz hochwertigster Materialien zu verdanken ist.  prefa.com

Das Steingrau der Schindeln ist einer natürlichen Farbgebung nachempfunden und fügt sich gut in die Landschaft ein.

Architektur+Technik 10/16


EINFACH NÄHER

Dämmsystem für Sanierungen Die neue Sanierungslösung von Bauder ist leistungsstark, feuchtesicher und wirtschaftlich. Mit zukunftsweisenden Dämmwerten denkt Bauder einen Schritt weiter in Richtung Wärmeschutz und Energieeinsparung.  bauder.ag

Die klimatischen Verhältnisse in unseren Breiten verlangen einer Dachkonstruktion viel ab. Im Winter ist es draussen bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit kalt. Drinnen ist es bei tiefer relativer Luftfeuchte warm. Da warme Luft viel mehr Feuchtigkeit aufnimmt als kalte, ist aber der Wassergehalt der Innenluft tatsächlich viel höher als in der «feuchten» Aussenluft. Von innen in die Konstruktion eindringende Feuchtigkeit kann bei Abkühlung kondensieren und zu Feuchteschäden führen. Da kalte Aussenluft nur sehr begrenzt Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist eine Austrocknung nach aussen kaum möglich. Ergo muss ein grosser Teil der Austrocknung nach innen erfolgen. Die neue Sanierungslösung von Bauder basiert auf dieser Erkenntnis und der notwendigen Rücktrocknung nach innen. Das Bauder-Dämmsystem bietet erstklassigen Wärmeschutz mit maximaler Tauwassersicherheit. Die bauphysikalische Funktionalität bis 1200 m.‹ü.‹M. ist mittels hygrothermischer Simulation nachgewiesen. Hersteller Bauder Produkt Dämmsystem Einsatzbereich Dachsanierungen

Walter Pfister Verkaufsleiter

Aufzüge sind mein Ding

Dachtyp Steildach Besonderheit Rücktrocknung nach

innen gewährleistet Auf dem Bild Aufbau Kombidämmung SD 2.3 Bauschall-Dämmmass ~dB 50 Bildlegende 1 Gipsfaserplatte, 2 Sparren, 3 Mineralfaserdämmung, 4 BauderTexDampfbremse, 5 Wärmedämmelement BauderPIR Plus, 6 Konterlattung, 7 Traglattung, 8 Ziegel

Bei mir und meinen Kollegen sind Sie richtig, wenn Sie Ihren Lift planen. Schnelligkeit und SpezialanlagenKompetenz zeichnen uns aus. Sprechen Sie mit uns. Ganz einfach.


46 Marktplatz Dach und Dämmung

Als unbrennbarer Dämmstoff macht Steinwolle die aufwendige Planung und Montage von Brandriegeln überflüssig.

Vollflächig dämmen mit Steinwolle

Brandriegel sind beim Einsatz von brennbaren Materialien in mehrgeschossigen Gebäuden Pflicht. Sie trennen die Brandabschnitte konsequent voneinander ab und gewährleisten so einen zuverlässigen Brandschutz. Die Planung und Ausführung von Brandriegeln ist allerdings sehr aufwendig. Um sie zu montieren, braucht es auf der Baustelle eine eigentliche Werkstatt für das Ausmessen und Zuschneiden, das Einpassen, Dübeln oder Kleben. Zudem sind lückenlose Kontrollen für die Qualitätssicherung unerlässlich. ale.

Homogene Lösung

Dass Architekten und Fassadenplaner einfachere Lösungen suchen, ist naheliegend und verständlich.

Flumroc bietet mit den Dämmplatten Compact Pro eine All-in-one-Lösung für verputzte Fassaden. Da Steinwolle unbrennbar ist, erübrigen sich Brandriegel. Die homogene Dämmschicht hat noch weitere Vorteile. Neben Brandschutz sind auch Wärmedämmung, Schallschutz, Ökologie und Formstabilität garantiert. Compact Pro erreicht bei allen fünf Kriterien Spitzenwerte. Bauherrschaften profitieren bis Ende 2016 noch mehr: Flumroc bietet für neue und sanierte Fassaden mit verputzter Aussenwärmedämmung einen Bonus. Je nach Kubatur der gelieferten CompactPro-Dämmplatten erhalten Hausbesitzer zwischen 25 und 30 Franken pro Kubikmeter. Bei einer Dämmstärke von 20™cm ergibt das 6 Franken pro Quadratmeter Compact Pro. Wichtig: Die Gesuche müssen vor Baubeginn eingereicht werden.  flumroc.ch

Steinwolle bietet neben Wärmedämmung, Schallschutz und guter ökologischer Bilanz auch Formstabilität und Brandschutz.

Architektur+Technik 10/16


47 Marktplatz Dach und Dämmung

Design für jeden Dachrand

Thermische Abtrennung

In Anlehnung an das Foamglas-System 4-5-1 wurde das Schrägdach des Seepavillons am oberen Zürichsee mit etwa 24° Neigung und innen liegender Rinne entwickelt. Das Dach setzt sich aus mehreren Polygonen zusammen. Mit dem druckstabilen Foamglas F wurde die innere Betondecke von der Aussenwand thermisch abgetrennt.  foamglas.ch

Factorytour und Backstage-Dinner 24. November 2016 Jetzt voranmelden: forster-kuechen.ch/ backstagetours

Swiss Made since 1952. www.forster-kuechen.ch

Mit den FlachdachSystemen Evalon und Evalastic bietet alwitra die ideale Grundlage für intelligente Dachabdichtung. Um Funktion und Ästhetik der Dachrand-Aluminium-Profile zu optimieren, hat der Hersteller sein Angebotsspektrum am Standort Trier jetzt durch eine einzigartige PulverbeschichtungsAnlage erweitert.  alwitra.de

RWA und Dachausstieg

Das Bewilux-SchiebeSystem, das als RWA und Dachausstieg fungiert, gibt es neu mit horizontalem Öffnungsmechanismus, der von der Innenseite nicht sichtbar ist. Die im Aufsatzkranz integrierten Motoren ermöglichen einen hindernisfreien Dachzugang. Der Schall- und Wärmedämmwert kann auf die Bedürfnisse abgestimmt werden.  bewilux.ch


48 Marktplatz Dach und Dämmung

Dachlukarnen und Dachgauben Strub ist spezialisiert auf einbaufertig vorfabrizierte Dachgauben, die sich dank ihrem schnellen Einbau für Neu- und Umbauten, Dachausbauten und Altbaumodernisierungen eignen.  lucarnum.ch

Hersteller Strub Produkt Lucarnum Dachgauben Einsatzbereich Neu- und Umbau, Dachausbauten Besonderheit Einbaufertig vorfabriziert Dauer Einbau 1 Tag Montage, Dauer Anpassungsarbeiten 1 Woche Verfügbare Modelle 9 – Spezialausführungen

möglich Auf dem Bild Dachlukarne Zenit Gewährleistungsgarantie 5 Jahre Label Swiss Made

Grün- und Solardach in einem

Lichtbänder in drei Typen

Isba bietet drei Ausführungen von Lichtbändern. Diese bestehen aus einer Stahl- oder Holzzarge, einer AluminiumGrundkonstruktion und der Verglasung, je nach Typ aus Polycarbonat oder aus ESG/VSG. Für eine optimale Sicherheit im Brandfall werden die Lichtbänder mit einer elektrischen Öffnungsvorrichtung ausgerüstet.  isba.ch

Die Contec AG bietet Produkte und Dienstleistungen rund um den Dachaufbau an. Dazu zählen massgeschneiderte Gesamtlösungen für Fotovoltaik-Anlagen. Das revolutionäre und einzigartige Solar-Gründach-System Contec. greenlight verbindet gekonnt die Vorteile von Fotovoltaik und Begrünung, und das bei einer leichten Bauweise.  contec.ch

Architektur+Technik 10/16

Dachgauben ermöglichen den Gewinn von Wohnraum in Dachwohnungen sowie Licht und Aussicht ohne direkte Sonneneinstrahlung. Deshalb hat sich Strub auf die Herstellung einbaufertig vorfabrizierter Dachgauben spezialisiert. Im Produktsortiment des Unternehmens findet sich immer eine passende Lösung, ob für Neu- und Umbau oder Modernisierung und Dachausbau. Dank jahrelanger Erfahrung überzeugen die Dachgauben von Strub mit sorgfältig und durchdacht montierten Anschlüssen und sind besonders einfach im Einbau. Regionale Handwerker montieren die Dachgauben innerhalb eines Tages bei schöner Witterung, die Anpassungsarbeiten sind innerhalb einer Woche abgeschlossen. Das Schweizer Qualitätsprodukt wird von ausgewiesenen Fachleuten hergestellt und kommt mit fünf Jahren Gewährleistungsgarantie. Die Dachgauben können auch individuell angefertigt werden und eignen sich somit ausgezeichnet auch für hohe denkmalpflegerische Ansprüche.

Flexibler HandwerkerAusstieg

Mit dem neuen HPGHandwerker-Ausstieg erfüllt HP Gasser die gestiegenen Anforderungen an abschliessende Bauteile in der Gebäudehülle. Bei der Entwicklung wurde das Augenmerk auf die optimale Wärmedämmung bei einem Maximum an Variabilität gelegt. Sonderanfertigungen nach Mass sind dabei problemlos möglich.  hpgasser.ch


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Ob Treppenlauf oder Podest: Die genau aufeinander abgestimmten Varianten der Schöck Tronsole® sorgen für einen exzellenten Trittschallschutz über alle Gewerke hinweg, sowohl bei geraden als auch bei gewendelten Treppen. Sehen Sie den Produktfilm auf www.tronsole.ch Schöck Bauteile AG | Neumattstrasse 30 | 5000 Aarau | www.schoeck-schweiz.ch 17.03.15 13:04

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50 Marktplatz Öffentliche Sanitäranlagen

Die Systemlinie Exos. von Franke bietet Planern und Architekten komplett aufeinander abgestimmte Waschtische und Accessoires, die sich flexibel ausbauen und austauschen lassen.

Komplett aufeinander abgestimmte Waschtische und Accessoires charakterisieren die Systemlinie Exos. von Franke.

Design im öffentlichen Waschraum

ale. Im öffentlichen und halb öffentlichen Waschraum setzt Exos. Akzente. Einheitliches Design, klare Formen sowie eine edle und zeitlos elegante Optik sind bezeichnend für die Systemlinie von Franke Water Systems. Sie ist modular konzipiert und ausbaufähig. Pflegeleicht und strapazierfähig sind die hochwertigen Bestandteile. Sowohl für Neubauten als auch für Modernisierungen offeriert die Linie zahlreiche Varianten. Die Komponenten bieten je nach Raumsituation und Farbkonzept flexible Lösungen.

Austauschbare Fronten

Planer und Architekten können aus verschiedenen Fronten für Seifenspender, Handtuchspender und Abfalleimer auswählen. Ihnen stehen solche aus Edelstahl mit InoxPlus-Veredelung oder schwarzem beziehungsweise weissem Einscheibensicherheitsglas zur Verfügung. Und sollte das Erscheinungsbild mal geändert werden, sind sie nachträglich problemlos austauschbar. Damit nicht genug: Mithilfe von Umrüst-Kits lassen sich die Seifenspender von mechanischer auf elektronische Auslösung oder von Flüssigseife auf Schaumseife umbauen. Mit diesen Elementen sind WaschArchitektur+Technik 10/16

räume variationsreich gestaltbar, die Materialien erfüllen alle Sicherheitsanforderungen der Sanitärbranche. Gestalterische Flexibilität bietet die Exos.-Linie von Franke auch bei den Waschtischen. Erhältlich sind diese sowohl in Standardwie auch in massgeschneiderten Ausführungen. Eine breite Auswahl gibt es bei der Muldengrösse, der Waschtischlänge sowie den integrierten Zusatzausstattungen, wie beispielsweise Schürze und Spritzschutz. Hergestellt sind die Einzel-, Reihen- oder barrierefreien Waschtische aus dem bruchfesten und harzgebundenen Mineralwerkstoff Miranit. Sie sind mit einer porenfreien, glatten und hochglänzenden Gelcoat-Oberfläche überzogen. Angefertigt sind die Waschtische aus einem Guss – ohne Klebenaht und Fugen. Bei der Ausarbeitung legten die Designer grossen Wert auf gehobenen Komfort, Sicherheit und Ergonomie. Dies wird bei den Abmessungen der Ablageflächen, der Konzeption der Griffbereiche und der bewussten Trennung von Trocken- und Nassbereichen erkennbar. Die Ablaufabdeckungen aus Edelstahl wirken elegant und runden das harmonische Erscheinungsbild ab.  franke.com


Elektronische Produktlösungen Grohe richtet die Technologien seiner elektronisch gesteuerten Systeme auf die Bedürfnisse der Betreiber öffentlicher und halb öffentlicher Sanitäranlagen aus. Das gilt beispielsweise für zahlreiche elektronische Armaturen im Sortiment oder für den innovativen Temperatursensor für Urinale  grohe.com

Hersteller Grohe Produkte Professionelle Produktlösungen

für öffentliche Waschanlagen Vorteile Leichte Reinigung, individuelle

Einstellungen und Programmierung, Schutz vor Vandalismus, automatische Reinigung Produktbeispiele Elektronisch gesteuerte Armaturen, WC- und Urinal-Betätigungen Neuheit Elektronisch gesteuerte Komponenten empfangen Steuerbefehle und senden Nutzungsstatistiken an Betreiber Steuerung Bluetooth oder mit allen alten und neuen Grohe-Produkten kompatible Infrarot-Fernbedienung

Raumhohe Trennwandsysteme In modernen Sanitäranlagen setzen sich raumhohe, geschlossene Trennwände zunehmend durch. Die intelligenten Lösungen der Schäfer Trennwandsysteme GmbH vereinen dabei Privatsphäre mit zeitgemässer Gestaltung. Eine grosse Produktvielfalt ermöglicht hohe Individualität.  eurodoor.ch

Paketbox von Schweizer: Empfängt Pakete, wenn niemand da ist.

Mit der interaktiven und äusserst praktischen Paketbox schaffen Sie einen klaren Mehrwert für die Bewohner Ihres Gebäudes. Paketbox gibt es in drei verschiedenen Produktausführungen: Als PaketboxPlus, dem Komplettsystem bestehend aus Briefkästen, Paketfächern sowie dem Infoterminal. Als PaketboxCentro, der zentralen Anlage für eine Überbauung. Und als PaketboxReno zur nachträglichen Ergänzung bestehender Briefkastenanlagen.

Bewahrt Sendungen sicher auf. Anbieter Eurodoor Hersteller Schäfer Trennwandsysteme Produkt Raumhohe Trennwandsysteme Einsatzbereich Sanitärbereich Vorteil Mehr Privatsphäre, vollflächige Gestaltung,

grosse Material- und Design-Vielfalt Auf dem Bild WC-Trennwand Vitrum Altus Material Kratzfestes Einscheibensicherheitsglas Glasstärke 10 mm Türhöhe Bis 2250 mm Beschläge Aluminium eloxiert Glasoberflächen Siebdruck mit Standard- oder

Kundenmotiven, Float-Glas mit hohem Glanzeffekt, Ornamentglas mit Struktur, satiniertes Glas, klares Glas

Informiert Empfänger bei Lieferung. Übergibt Pakete sicher dem Abholer. Erspart den Weg zur Post. Mehr Informationen zur Paketbox von Schweizer finden Sie auf unserer neuen Website:

www.paketbox.ch

Ernst Schweizer AG, Metallbau, 8908 Hedingen, Telefon 044 763 61 11 info@schweizer-metallbau.ch, www.schweizer-metallbau.ch, www.paketbox.ch


52 Marktplatz Öffentliche Sanitäranlagen

BIM-Daten für Sanitärplanung Um Bauherren, Architekten, Ingenieure und Planer möglichst optimal zu unterstützen, bietet Geberit zu allen relevanten Produkten parametrische BIM-Daten an. Diese stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.  geberit.ch/bim

Hersteller Geberit Dienstleistung Die BIM-Daten aller relevanten

Produkte stehen kostenlos zur Verfügung Einsatzbereich Sanitärplanung Form Marktspezifische Pakete Verfügbarkeit Kostenloser Download Erfüllte Anforderungen LOD 400 Unterstützte Software-Lösung AutoDesk Revit, keine Plugins von Drittanbietern nötig Updates Regelmässige Updates bei Produktneuheiten und Sortimentsergänzungen

Waschtische aus Stahl-Email

Hersteller Kaldewei Produkt Waschtische Einsatzbereich Öffentliche Sanitärräume Anzahl Design-Linien 5 Einbauvarianten Unterbau-, Einbau-

Mit Waschtischen aus Stahl-Email bietet Kaldewei ab sofort die perfekte Lösung für die Ausstattung stark frequentierter öffentlicher Waschbereiche – schliesslich hat sich das Material dank seiner herausragenden Eigenschaften seit Jahrzehnten in der Bad-Gestaltung bewährt.  kaldewei.ch

oder Aufsatzwaschtisch, Wandlösung, frei stehend Material Stahl-Email Oberfläche Serienmässig Kaldewei-Perl-Effekt Auf dem Bild Aufsatzwaschtisch Centro Design Anke Solomon Randhöhe 40 mm Hahnlochbohrung Wählbar Abmessungen 600 × 500 oder 900 × 500 mm Gewicht 8 oder 11,3 kg Garantie 30 Jahre

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode, um Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Computer-Programmen zu optimieren. Dazu werden alle relevanten Informationen zu den in einem Gebäude verbauten Produkten laufend erfasst, kombiniert und vernetzt. So entsteht eine Datenbasis, die dank einem kontinuierlichen Abgleich allen Beteiligten stets vollumfängliche und aktuelle Informationen zu einem Objekt liefert. Die sanitären Installationen gehören in fast allen Gebäuden zu den zentralen Komponenten der Haustechnik, und die diesbezüglichen Planungsarbeiten erfolgen oft schon in einem frühen Stadium. Aus diesem Grund hat Geberit beschlossen, die BIM-Daten aller relevanten Produkte zu erfassen und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Geberit bietet die Daten in Form von marktspezifischen Paketen an. Sie entsprechen den Anforderungen von LOD 400 und unterstützen ohne zusätzliche Plugins von Drittanbietern die BIM-Software-Lösung AutoDesk Revit.

Trennwandsysteme in grosser Auswahl Arotec, der Spezialist für sanitäre Trennwandsysteme bietet mit verschiedenen Trennwandsystemen und Garderobeneinrichtungen eine Alternative, die höchsten Ansprüchen an Design, Eleganz, und Individualität gerecht wird. Zahlreiche Gestaltungsvarianten stehen zur Auswahl.  arotec.ch

Architektur+Technik 10/16

Hersteller Arotec Produkt Trennwandsysteme und

Garderobeneinrichtungen Einsatzbereich Öffentliche Sanitärräume und Garderoben Vorteil Homogenität und optische Aufwertung der Räume Verfügbare Materialien Melaminharz-beschichtete Spanplatten, HPL-Platten, Schichtstoffverbundelemente aus HPL, Metallverbundelemente, Glas oder Edelstahl Design und Farbe Wählbar Gestalterische Varianten Verschiedene, z. B. als schwebende Wand mit zurückgesetzten statischen Elementen oder raumhohe Anlagen


ALBANESE

®

Bausysteme

System UNI-Fix für Dachrand- und Terrassenabschlüsse

Das von ALBANESE® entwickelte Dachrand- und Terrassenabschlusssystem bietet dem Architekten eine einfache, stabile und sichere Lösung für kältebrückenfreie Flachdachränder und Terrassenabschlüsse, die allen ästhetischen Ansprüchen gerecht werden und den Bauablauf rationalisiert, vereinfacht und obendrein die Sicherheit erhöht. Teure Arbeitsschritte werden eliminiert, womit Kosten eingespart werden.

ALBANESE® Baumaterialien AG Maienriedweg 1a 8408 Winterthur Tel. 052 213 86 41 Fax 052 213 73 59 info@albanese.ch

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54 Marktplatz Öffentliche Sanitäranlagen

EinbauAccessoires

Accessoires aus Edelstahl

Hersteller HEWI Produkt Accessoires-Serie 805 Classic Einsatzbereich Öffentliche Sanitärräume Barrierefrei Ja Bestandteile Haken, WC-Papierhalter,

Mit etwa 450 Produkten ist die erfolgreiche Serie Plan von Keuco das umfangreichste durchgängige Einrichtungskonzept des Sanitärmarktes. Das Sortiment wird jetzt um die EinbauAccessoires Plan Integral erweitert, was die Planungsvielfalt weiter vergrössert.  keuco.de

Hersteller Keuco Produkt Bad-Serie Plan Einsatzbereich Öffentliche Sanitärbereiche Anzahl Produkte Etwa 450 Neuheit Einbau-Accessoires Plan Integral Entwicklung Zusammen mit Ingenhoven

Architekten GmbH, Düsseldorf Anzahl Module 5 – 2 WC-Module und 3 Waschtisch-Module Masse Angepasst an Fliesenraster von 15 cm Einbautiefe 120 mm Kombinierbarkeit Alle gängigen Vorwandsysteme Frontenmaterial Aluminium massiv Oberfläche Weiss oder Silber lackiert Abschlussleisten Verchromt

Die klassische Variante der Serie 805 von HEWI ermöglicht eine funktionale Raumgestaltung im Rundrohr-Design und integriert sich aufgrund der reduzierten Formgebung vollständig in den Raum. Aus matt geschliffenem Edelstahl gefertigt, bietet die Serie 805 Classic viele Vorteile.  hewi.com

Waschrinne für die Kita

Hygienegeräte aus Edelstahl

Mit den Kita-Rinnen RoCasca bringt Romay neuen Schwung in Kindertagesstätten und Schulen. Die formschöne Rinne ist fugenlos und besticht durch zwei unterschiedliche Höhen. Mit der kaskadenähnlichen Anordnung ist das Händewaschen für alle Altersstufen kinderleicht.  romay.ch

Das neue FIFA-WeltFussball-Museum stattet seine Toiletten mit Hygieneprodukten von CWS aus. Der Edelstahl der Produktlinie CWS Paradise Line Stainless Steel wertet die Waschräume optisch auf und ist überdies auch äusserst robust und hygienisch.  cws-boco.ch

Hersteller Romay Produkt Kita-Waschrinne RoCasca Einsatzbereich Kindertagesstätten und Schulen Besonderheit Zwei unterschiedliche

Waschplatzhöhen Konstruktion Fugenlos Material Faserverbundwerkstoff Romylit TS Anzahl Waschplätze 1 bis 4 Länge 1600, 1400 oder 1200 mm Breite 460 mm Höhe 345 mm, 245 ohne Kaskade Höhenunterschied Kaskade 10 cm Farbe Weiss, Gelb oder Grün Ablauf 1½ " Armaturenbank Angeformt

Architektur+Technik 10/16

WC-Bürstengarnitur, Dusch- und Wannenhandläufe, Brausehalter- und Vorhangstangen, Ablagen, Stütz- und Haltegriffe Design Rundrohr Formensprache Weiterentwicklung der Serie 801 Material Edelstahl Oberfläche Matt geschliffen Material-Einsätze Hochwertiges Polyamid Farben-Einsätze Signalweiss, Reinweiss, Anthrazitgrau, Tiefschwarz

Hersteller CWS-boco Produkt Waschraumhygiene-Geräte aus der Linie

CWS Paradise Line Stainless Steel Objekt FIFA-Welt-Fussball-Museum Bereiche 16 Waschräume im Museums-, Gastround Bürobereich, Mitarbeiterbereich Material Edelstahl Erhältliche Produkte Duft-, Seifen-, Handtuchund Toilettenpapierspender, Abfallbehälter, Toilettensitzreiniger, Hygienebox, WC-Bürste Auszeichnungen Design Plus, powered by ISH 2013 Zitat «Für uns ist es wichtig, dass wir möglichst alle Produkte vom gleichen Anbieter beziehen können.» (Désirée Tanner, Teamleader Housekeeping FIFA Museum AG)


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16. Designers’ Saturday www.designerssaturday.ch

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56 Marktplatz Raummodule und Systembau

In Nebikon wurde eine Mehrfamilienhaus in vorfabrizierter Holzbauweise erstellt. Es gilt als eines der Leuchtturmprojekte im Bereich des nachhaltigen Bauens.

Vorfabrizierte Holzbauweise

Grundraster mit System

Das Pilotprojekt, erstellt im vorgefertigten Holzsystembau, steht in Nebikon.

gun. Boden wird knapp, Energie wird knapp, und die Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft fordern neue Wege in der Baubranche. «Swisswoodhouse» beschreitet diesen Weg bereits. Es ist ein richtungsweisendes Gebäudekonzept für Mehrfamilienhäuser aus Holz mit hohem Vorfertigungsgrad. Es orientiert sich an der 2000-Watt-Gesellschaft, erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard, legt Wert auf baulandschonende Architektur, energie-

sparenden Betrieb und die Versorgung mit erneuerbaren Energien. Entwickelt hat es die Renggli AG gemeinsam mit dem Architekturbüro Bauart. Das Erste seiner Art wurde im luzernischen Nebikon realisiert. Das Projekt wurde durch den Bund gefördert und gilt als eines der Leuchtturmprojekte im Bereich nachhaltigen Bauens. Es zeigt auf, dass es mit Holz heute problemlos möglich ist, mehrgeschossig und mit anspruchsvoller Architektur nach Architektur+Technik 10/16

den Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft zu bauen. Erstellt im vorgefertigten Holzsystembau erreicht «Swisswoodhouse» eine Bauteilpräzision von hoher Qualität. Die Bauteile entstehen, inklusive Fenstern und Fassade, im wettergeschützten Produktionswerk der Renggli AG. Auf der Baustelle ist das Gebäude in nur drei Wochen aufgerichtet. Die Besonderheit liegt auch im Gebäudekonzept und der konstruktiven Ausbildung. Diese


57 Marktplatz Raummodule und Systembau

Die Bauteile entstehen im wettergeschützten Produktionswerk. Auf der Baustelle ist das Gebäude in nur drei Wochen aufgerichtet. Auch die Grösse der Küche kann in späteren Jahren den veränderten Ansprüchen angepasst werden.

erlauben durch die neuartige Standardisierung des Grundrasters eine attraktive Planungs-, Nutzungs- und Umbauflexibilität für mehrgeschossige, vorfabrizierte Holzbauten. Ausgangslage ist ein Raum von 18 m², der in sich oder kombiniert funktionale Einheiten bildet. Durch diese Vorarbeit soll der Gesamtentwurf des Architekten bei der Anlage der Grundrisse beschleunigt werden. Er schafft aus den existierenden Modulen ein stimmiges Objekt, das den An-

forderungen der Bauherrschaft und den Nutzern gerecht wird: Hier der Single-Haushalt, da die sechsköpfige Familie mit Kinderzimmern und dort die Alterswohnung mit kleiner Küche. Auch ein Loft ist denkbar, in dem, mit Ausnahme der Nasszelle, komplett offene Raummodule angewandt werden. Verändern sich die Ansprüche im Verlauf des Lebens, kann der Grundriss, dadurch dass die Aufteilung der Raummodule von der Tragkonstruktion losgeArchitektur+Technik 10/16

löst ist, auch in späteren Jahren relativ einfach angepasst werden. Das Konzept erlaubt Bauherren und Investoren auf kluge Weise, ihren Wohnungsmix einfach und optimal auf den Standort auszurichten, während die künftigen Bewohner vor allem die hellen, attraktiven Wohnräume und die hohe Behaglichkeit der Wohnungen überzeugen werden. Für die Fassadengestaltung stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung: Vorgehängt und hinterlüftet kann die Fassade wahlweise als Holzschalung (stehend oder liegend), als Eternit-Schindelung oder als Glashaut ausgeführt werden.  swisswoodhouse.ch


58 Marktplatz Raummodule und Systembau

Die Stahlfertiggebäude von Alho gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: als Modulgebäude oder als Containergebäude.

Modulbau oder Containerbau?

ale. Ein immer temporeicheres und mobi-

leres Leben hat auch Auswirkungen auf das Bauen. Vorgefertigte und anpassungsfähige Systeme gewinnen darum immer mehr an Bedeutung. Sowohl mit Container- als auch mit Modulgebäuden sind Bauherren im öffentlichen Bereich, in der Industrie und im Gesundheitswesen für Zukunftsaufgaben bestens gerüstet.

Dauerhaft mit Modulbau

Modulgebäude verstehen sich in erster Linie als dauerhafte Lösung und somit als nachhaltige und clevere Alternative zum Massivbau. Grundsätzlich ist die Modulbauweise für Neubauten aller Art, für An-

bau oder Aufstockung geeignet. Modulgebäude von Alho sind baukonstruktiv ausgereift, energetisch optimiert und architektonisch anspruchsvoll. Sie sind äusserlich von konventionell errichteten Gebäuden nicht zu unterscheiden. Trotz Systemraster schränken die Modulbauten den Architekten nicht in seinen Gestaltungsfreiheiten ein. Die Modulbauweise ermöglicht dank flexiblen Rastermassen individuelle Architektur und freie Grundrissgestaltung – und das unabhängig voneinander auf bis zu sechs Geschossen. Die Modulkonstruktion kann mit den unterschiedlichsten Fassadensystemen verkleidet werden. Temporärer Containerbau

Im Gegensatz zu den dauerhaften Modulgebäuden lösen Containergebäude aus Systemcontainern von Alho vorrangig temporären Raumbedarf. Die standardisierten Einheiten können zu Bürogebäuden, Kitas oder Interimslösungen bei Schulsanierung mit maximal drei Geschossen montiert werden. Und das schnell und flexibel, denn Logistik und Kombinierbarkeit sind bei den 2,50 oder 3,00 m breiten und 6,058 m langen Containern besonders einfach. Die Grundrisse sind den Nutzungsanforderungen angepasst, und auch die Raumgrössen können durch flexible Wandsysteme variabel gestaltet werden. In ihrer architektonischen Gestaltung sind Containergebäude jedoch – einmal abgesehen von einer individuellen Farbgebung – Einschränkungen unterworfen und zeigen sich stets mit sichtbarer Rahmenkonstruktion, Blechfassade und Lochfenstern. Vielen Architekten gefällt gerade dieser strenge und minimalistische Industriecharakter. In der einfachen De- und Remontierbarkeit liegt das grösste Plus der Containergebäude: Für Unternehmen und Kommunen, die flexibel bleiben wollen, sind sie eine wirtschaftlich Alternative.

Modulare Systeme von Alho bieten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit – ob dauerhaft mit Modulbau oder temporär mit Containerbau.

 alho.com

Architektur+Technik 10/16


59 Marktplatz Raummodule und Systembau

Raumsysteme für kommunale Nutzung Containex liefert bewährte Raumsysteme für den kommunalen Bereich. Die Anlagen können beliebig erweitert und für unterschiedlichste Einsätze nachgenutzt werden.  containex.at

Containex hat in den letzten 30 Jahren zahlreiche kommunale Projekte aus Containermodulen errichtet. Die Modulbauweise ermöglicht vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Dank ihrer Flexibilität können die Wohnstätten in beliebigen Grössen und Ausstattungen an jedem beliebigen Ort mit Strom-, Wasser- und Kanalanschluss aufgestellt werden. Die einfache Handhabung solcher Raummodule stellt einen bedeutenden Vorteil dar. Die hohe Produktionskapazität von Containex – die Container werden in

den sechs eigenen, europäischen Produktionswerken hergestellt – ermöglicht kurze Lieferzeiten und somit schnelle Lösungen auch bei kurzfristigem Bedarf. Die Anlagen können beliebig erweitert und für unterschiedlichste Einsätze nachgenutzt werden. So können grosse Containeranlagen mühelos abgebaut und für andere Projekte verwendet werden. Die Anwendungsbeispiele reichen von Kindergärten und Schulen über Umkleiden und Sportvereine bis zu Unterkünften für Asylbewerber.

«Erzählen Sie uns Ihren Treppenwunsch. Alles weitere realisieren wir für Sie.» Adrian Scherrer, Geschäftsleitung

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60 Marktplatz Raummodule und Systembau

Nachhaltiger Modulbau: Werden die Holzmodule von den Nutzern nicht mehr gebraucht, nimmt sie die Erne AG wieder ins Werk zurück und saniert sie für neue Nutzungen.

Die Ansprüche an die Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit von Schulhäusern erfüllt Erne mit flexiblen Modulbauten aus Holz.

Flexible und nachhaltige Holz-Module

ale. Standen beim Bau von Schulen früher rein funktionale Raumkonzepte im Vordergrund, entscheiden sich heute immer mehr Auftraggeber dafür, ökologische, physiologische und gestalterische Aspekte in ihre Überlegungen einzubeziehen. Schulräume und das Schulhaus werden umfassend und nachhaltig betrachtet. Nachhaltigkeit lässt sich am besten mit «für Nutzer umfassend gedacht, lange Zeit in hoher Qualität nutzbar und ökologisch für künftige Generationen verwertbar» erläutern. Ein System ist dann nachhaltig, wenn es seine Qualitäten über Jahre ausweisen kann und so langfristig Bestand hat. So konzipierte Gebäudeplanungen berücksichtigen alle Aspekte, die ökologisch wirksam sind und gleichzeitig den Gebrauchswert steigern.

einen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen, da das gesamte Gebäude auch in Zukunft an neue Anforderungen angepasst oder an einem neuen Ort weiterverwendet werden kann. Dazu liefert Erne auch die passenden Planungs- und Finanzierungskonzepte. Zweites Leben für alte Anlagen

Nachwachsende Materialien

Die Verwendung regionaler, natürlich nachwachsender Baustoffe legt den Grundstein für eine ökologisch sinnvolle Bauweise. Holz und Holzwerkstoffe beinhalten wenig graue Energie, sind gut wärmedämmend und sorgen für das Wohlbefinden der Nutzer durch ein angenehmes Raumgefühl. Erne hat daher den Holzbau zur zentralen Technologie seiner Schulbauten gemacht. Diese werden modular im Schweizer Werk vorgefertigt und sind in kurzer Zeit auf- und wieder abgebaut. Somit leisten die Modulschulbauten auch Architektur+Technik 10/16

Holz-Modulbauten haben eine Nutzungsdauer von vielen Jahrzehnten. Werden die Module von den Nutzern nicht mehr gebraucht, nimmt Erne die Module zurück ins Werk, saniert diese für die neue Nutzung und bringt sie wieder in den Kreislauf. Umweltgerechtes Bauen verlangt vernetztes Denken auf allen Ebenen. Regionale Produktion, schadstoffarmes Bauen und passende Finanzierungskonzepte mit der Handschlagqualität des Schweizer Unternehmens stehen für die Qualität von Erne AG Holzbau.  erne.net


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62 Marktplatz Raummodule und Systembau

32 kombinierte Container von Ela bilden das Infozentrum Meerstad bei Groningen. Die schwimmende Konstruktion misst 756 m².

Schwimmendes Infozentrum aus Containern

In der Nähe der niederländischen Stadt Groningen entsteht derzeit ein ambitioniertes Wohnprojekt: Auf 2500 ha möchten Planer die Vorzüge des Lebens in der Natur mit denen der Stadt kombinieren. Im schwimmenden Infozentrum Meerstad können sich Interessenten ausführlich informieren. Die Räume dazu stammen vom Ela-Standort in Groningen. Den Betrachter mag es überraschen, dass der moderne Komplex inmitten von Wasser im Kern aus 32 kombinierten Containern besteht. Eine Holzverkleidung in Naturoptik sorgt für eine moderne Aussenansicht und fügt das Infozentrum harmonisch ins Landschaftsbild ein. Darüber hinaus hat die Büroanlage, errichtet auf einem Ponton und nur über einen Steg zu erreichen, noch einiges mehr zu bieten: Von zwei Terrassen aus können Besucher die faszinierende Aussicht aufs Wasser geniessen. Eine Fotovoltaik-Anlage aus 140 Paneelen auf dem Dach der Containeranlage sorgt für eine umweltfreundliche Energieversorgung und im Inneren können sich Büromitarbeiter dank integrierter Datenkabel über einen einwandfreien Zugang zum Internet freuen. «Wir freuen uns sehr, dass das Bureau Meerstad auf unsere Leistungen vertraut und uns diese Aufgabe übergeben hat», erklärt Fridor Boerma, ale.

Geschäftsführer des Ela-Standorts in Groningen. «Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Partnerfirmen in den verschiedenen Bereichen hat hervorragend funktioniert.» Flexible Lösung

Die 756 m² grosse Anlage beherbergt neben Büros auch Aufenthalts- und Ausstellungsräume. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten waren ein Sanitärmodul und eine Therme für Warmwasser. Das schwimmende Infozentrum, das im Juni letzten Jahres in Meerstad installiert wurde, zieht nächstes Jahr weiter. «Das ist ja gerade das Schöne an mobilen Räumen», so Boerma. «Diese Flexibilität ist nicht nur nachhaltig, sondern rechnet sich für unseren Kunden am Ende auch.»  container.de

Das schwimmende Infozentrum informiert über das ambitionierte Wohnprojekt, das derzeit in der Nähe von Groningen entsteht. Nächstes Jahr soll die mobile Anlage weiterziehen.

Architektur+Technik 10/16


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64 Marktplatz Treppen und Aufzüge

Das neue Hauptgebäude der Uni Genf dient als Forum für den Bereich Umweltwissenschaften. AS Aufzüge hat dafür zwei Panorama-Aufzüge geliefert.

Panorama-Aufzüge

Rundum verglast

Mit den neuen Aufzügen ist man in Sekundenschnelle im siebten Stock.

gun. Das neue Uni-Hauptgebäude im Quartier Jonction – ein Entwurf der Genfer Architekten C.Stendardo und Montant vom Architekturbüro 3BM3 – befindet sich in unmittelbarer Nähe des RTS-Fernsehturms. Aus der Nähe erkennt man aber zwei getrennte

Eingänge, denn der Bau besteht aus zwei Baukörpern. Nach Fertigstellung des Gebäudes beschloss die Bauherrin RTS, nur einen der beiden Teile selber zu nutzen. Dieser beherbergt nun die 230 Mitarbeitenden im «Sportzentrum» des Senders. Der zweite Architektur+Technik 10/16

Teil des Gebäudes wurde von der Universität Genf erworben, die Seminarräume und Büroflächen für ihre Mitarbeitenden in Lehre und Forschung suchte. Die Fassade des Gebäudes lebt vom Spiel der mittels Siebdruckverfahren gepixelten Spiegelflächen. Der Eingang besteht aus zwei Bereichen, von denen einer für Wechselausstellungen genutzt wird. Zwei moderne, rundum verglaste Aufzüge von AS bringen die Besucher rasch in die gewünschte Etage und in wenigen Sekunden bis ins siebte Stockwerk. Auf einer Seite ragt der RTS-Turm auf mit seinen Antennen für die Übertragung der Radio- und Fernsehprogramme. Durch die gläsernen Wände der Aufzüge fällt der Blick auf die komplexe Aufzugtechnik. Grüne oder rote Lichter leuchten auf, während die Aufzüge die einzelnen Stockwerke ansteuern. Ein Lichtschacht, der sich bis hinunter zur Innenterrasse auf der ersten Etage erstreckt, versorgt die angrenzenden Büros mit Tageslicht, was den Stromverbrauch senkt. Auf diesem Patio wachsen verschiedene Pflanzen aus südlichen Regionen. Dank der unterschiedlichen, teilweise metallisierenden Grautöne wirkt


Haben Sie heute schon? Die Eingangshalle ist ein von Studenten und Professoren stark frequentierter Durchgang.

Studien zeigen: Längst nicht alle waschen sich die Hände. Leider. Denn damit haben Bakterien freie Hand. Was Sie dagegen tun können? Hände einseifen, reiben, abspülen und trocknen. Bleiben Sie sauber: www.haende-hygiene.ch

Die Gebäudefassade entlang des Boulevards Carl-Vogt ist äusserst futuristisch gestaltet. Die zwei neuen lichtdurchfluteten Aufzüge befinden sich gegenüber dem Haupteingang des Gebäudes.

Sie hat. Sie nicht. Er hat.

das Gebäude sehr modern. Gegen Abend erzeugen innen im Lichtschacht aufgehängte Lichtpaneele mit 2.40 Meter Seitenlänge eine ganz besondere Atmosphäre, wenn sie in Grün, Rot oder Gelb zu leuchten beginnen.  lift.ch CWS_Inserat_2016_96x270_d.indd 1

27.09.2016 15:19:36


66 Marktplatz Treppen und Aufzüge

Kreisbogentreppe im Restaurant Mit der neuen Kirschbaumtreppe im Restaurant National in Winterthur gelang der Treppenbau.ch AG in kurzer Zeit eine elegante Lösung, die sämtliche Ansprüche an Funktion und Ästhetik erfüllt.  treppenbau.ch Hersteller Treppenbau.ch AG Produkt Kreisbogentreppe Objekt Restaurant National Ort Winterthur Architektur Schwitters Raum Herausforderung Kurze Bauzeit Material Kirschbaum Podest Auf 19. Treppenstufe Besonderheit Die 90 cm steigende Brüstungshöhe

läuft abgeflacht nahtlos in die geforderte horizontale Brüstungshöhe von 100 cm

Kabine und Aufzugstür aus einer Hand Riedl Quantum liefert Aufzugskomponenten und Kabinen aus einer Hand und sorgt so für eine optimale Anbindung der Kabine an die Kabinentür. Am eigenen Standort in Feldkirchen befindet sich sowohl die CAD-Konstruktion als auch die semiautomatische Fertigung.  riedl-quantum.ch

Hersteller Riedl Quantum Produkt Aufzugsschiebetür Liz 3.0 Einsatzbereich Modernisierungen Vorteil Geringe Paketdicke

Das «National» gleich gegenüber dem Hauptbahnhof Winterthur ist der Treffpunkt in der Grossstadt. Das Restaurant ist 365 Tage im Jahr geöffnet. Deshalb war die Zeit einer der wichtigsten Faktoren, als die Treppenbau.ch AG mit dem Bau einer neuen Treppe für das «National» beauftragt wurde: Das Zeitfenster betrug nur acht Wochen. Die neue Kirschbaumtreppe sollte in einem eleganten Kreisbogen stützenfrei vom Erdgeschoss auf die Galerie laufen. Wichtig ist dabei der Effekt auf die Gäste: Allein die Form und Architektur der Treppe bewirkt, dass es die Gäste über die Treppe auf die Galerie hinaufzieht. Die Forderung des Arbeitsinspektorats nach einem Podest nach 18 Tritten konnte dabei mit dem Wunsch der Architektin nach einer harmonischen Steigungslinie vereinbart werden. Die geschlossene Untersicht wurde mittels doppelt gekrümmten Negativ- und Positivformen im Hause der Treppenbau.ch AG hergestellt, was die Montagezeit der Treppe um mehrere Tage verkürzte.

Bewährte TreppenDrainage

Anzahl Flügel 2, 3, 4 oder 6 Gesamtpaketdicke 150 mm bei 2 oder 4 Flügeln,

193 mm bei 3 oder 6 Flügeln Schwellenbreite Schachttür 62,5 mm bei 2 oder 4 Flügeln, 84 mm bei 3 oder 6 Flügeln Schwellenbreite Kabinentür 43 mm bei 2 oder 4 Flügeln, 64,5 mm bei 3 oder 6 Flügeln Kämpferhöhe Schachttür 150 mm Kämpferhöhe Kabinentür 249,5 mm Neuheit 2-, 3- und 4-flügelige Ausführung auch mit Türblättern aus gerahmtem Glas

Zehn Jahre alt und immer noch einzigartig: 2006 hat Gutjahr das Drainage-System AquaDrain SD für Treppen im Aussenbereich entwickelt. Das Besondere an der Erfindung sind die vorgeformten Winkelelemente, die aus der Treppen-Drainage eine Erfolgsgeschichte gemacht haben.  gutjahr.com

Architektur+Technik 10/16

Hersteller Gutjahr Produkt Drainage-System AquaDrain SD Einsatzbereich Treppen im Aussenbereich Besonderheit Vorgeformte Winkelelemente lassen

sich direkt auf den Treppen verarbeiten und müssen nicht extra zugeschnitten werden Abdeckung Aufkaschiertes Spezialvlies mit integriertem Gittergewebe, dauerhaft wasserdurchlässig Konstruktionshöhen Ab etwa 25 mm bei Keramik, ab 45 mm bei Naturstein Auf dem Markt seit 2006 Ausgestattete Objekte Deutsches Nationaltheater Weimar, Treppenaufgang des City-Tunnels Leipzig, Volksbad Mönchengladbach


67 Marktplatz Treppen und Aufzüge

People Flow Intelligence Die People-FlowIntelligence-Lösungen von Kone helfen den Menschen, sich nicht nur komfortabel und zuverlässig, sondern auch ressourcenund zeitsparend im Gebäude zu bewegen – und verbessern so die Lebensqualität.  kone.ch

Hersteller Kone Produkt People-Flow-Intelligence-Lösungen Einsatzbereich Grosse Gebäude und Komplexe Abgedeckte Funktionen Gebäudezugang, Zielwahlsteuerung, Informationssysteme, Anlagen-Monitoring Elemente Zielwahlsteuerung Kone Polaris, App Kone Remote Call, Zugangskontrollsystem Kone Access (mit dorma + kaba-Gruppe) Steuerung und Überwachung GebäudemanagementTool Kone E-Link, Kone InfoScreens

Treppen aus massivem Hartholz

Massives Hartholz als Werkstoff bleibt die Nummer eins im Treppenbau. So auch bei dieser Treppe, die in extraweiss geölter Eiche Chêne de Bourgogne ausgeführt wurde. Horizontale Latten, die an Edelstahlverbindern zwischen Boden und Decke montiert sind, dienen sowohl als Schutz als auch als skulpturales Element.  keller-treppen.ch

Kurz über das Display des Smartphones gewischt, und schon starten im Hintergrund eine Reihe von Befehlen, die Personen vom Trottoir bis zu ihrer Wohnetage führen. Das Gebäude öffnet automatisch Türen, weist den schnellsten Aufzug zu und führt die Besucher fast unbemerkt zum Ziel. Das ist keine Science-Fiction, sondern dank den People-Flow-Intelligence-Lösungen Realität bei Kone. Im Zentrum des Angebotes steht die Zielwahlsteuerung Kone Polaris mit dem Touchscreen-Zielwahltableau. Sie leitet die Benutzer zu dem Aufzug mit den wenigsten Passagieren und Zwischenhalten und somit der kürzesten Fahrt bis zur Zieletage. In der Schweiz momentan noch in Planung, in anderen Ländern bereits im Einsatz ist Kone RemoteCall. Es erlaubt dem Benutzer mit einer App überall im Gebäude personalisierte Aufzugsrufe abzusetzen. Das anpassungsfähige Zugangskontrollsystem Kone Access ermöglicht es zudem, Aufzüge, Drehkreuze und Türen reibungslos miteinander zu koppeln.

Treppengestaltung mit Parkett

Senkrechtlift als Designobjekt

Eine Alternative zu einem herkömmlichen Lift bieten Senkrechtlifte von Garaventa Lift. Mit der vielfältigen Farbund Materialpalette lassen sie sich nahtlos in die bestehende Architektur integrieren. Zudem ist auch ein nachträglicher Einbau ohne Tageslichtverlust durch den Einsatz eines transparenten Stahl-Glas-Schachts möglich.  garaventalift.ch

Architektur+Technik 10/16

Mit Parkett ist eine einheitliche Gestaltung von Boden und Treppe möglich. Ob gerade oder gewendelt, ein- oder zweiläufig, mit klassischem Stirnbrett oder moderner Kantengestaltung: «Bauwerk Parkett» ermöglicht eine individuelle Umsetzung der Treppenoberfläche durch eine Vielzahl von Hölzern und Anwendungsmöglichkeiten.  bauwerk-parkett.com


68 Marktplatz Schaufenster

Die Baumarktkette Jumbo Maximo baut in Arbon für ihre neue Filiale ein historisches Gebäude um.

Fenster aus Stahl

gun. Das ehemalige Industriegelände Werk Zwei der Firma Saurer umfasst eine Fläche von etwa 40 Fussballfeldern. Es befindet sich unweit des Bodensees im Städtchen Arbon im Kanton Thurgau. Wo einst Lastwagen und Textilmaschinen hergestellt wurden, entsteht heute ein ganz neuer Lebensraum für die Bevölkerung im Stadtzentrum von Arbon mit Ladengeschäften, Wohnungen und kulturellen Einrichtungen. In einem der Gebäude, dem ehemaligen Arbomec-Gebäude mit angrenzender Shedhalle, zieht demnächst eine Filiale von Jumbo Maximo ein, der zweitgrössten Baumarktkette der Schweiz. Rund 25 Millionen Schweizer Franken wurden investiert, um auf rund 700 m2 eine neue Verkaufsund Lagerfläche zu erschaffen. Der charakteristische Bau mit seinem markanten Kopfbau wurde 1959–/–60 erbaut und stammt aus der Feder des Schweizer Architekten Georges-Pierre Dubois, eines Schülers von Le Corbusier, der Bekanntheit durch seine Industriebauten und seine Architektur des Brutalismus erlangte. Bei der Sanierung des kantig und rau wirkenden Arbomec-Gebäudes war sein historischer Hintergrund von besonders zentraler Bedeutung, und es war daher stets im Fokus, dieses architektonische Gut als Zeitzeugen möglichst umfassend zu erhalten. Die feingliedrigen Fenster in Verglasung im Obergeschoss, die dem Gebäude sein typisches Aussehen verleihen, konnten leider nicht mehr instand gesetzt werden. Damit das ursprüng-

Die neu erstellten Elemente sehen den Originalen so ähnlich, dass kaum ein Unterschied zu erkennen ist. Die Fenster und Verglasungen im Erdgeschoss sind original erhalten und konnten saniert werden. Die Fenster in Obergeschoss wurden nachgebaut.

liche Bild der Fassade aber erhalten blieb, mussten möglichst originalgetreue Fenster und Verglasungen nachgebaut werden, die nicht nur in optischer Hinsicht überzeugen, sondern auch einen hohen Anspruch an Funktion, Wärmedämmung, Luftdichtheit, Schalldämmung und Ökologie erfüllen. Erstellt wurden die über 2,8 m hohen und breiten Fensterelemente mit dem Profilsystem Forster unico XS aus Stahl. Mit seinen extrem schlanken Ansichtsbreiten können historische Fenster und Verglasungen nahezu originalgetreu nachgebaut werden und punkten zugleich mit einer exzellenten Wärmedämmung und Dichtheit. Die modernen Fenster in Verglasungen fügen sich stilgerecht in die historische Architektur ein und erhalten so die ausdrucksstarke Industrieatmosphäre des Gebäudes. Die schmalen Profilbreiten, ab 23 mm bei Verglasungen und 55 mm für Fenster- / Stulpflügel, erlauben einen maximalen Lichteinfall ins Gebäudeinnere und integrieren gleichzeitig die Funktionen einer modernen Nutzung. Die zweiflügeligen Fenster im unteren Bereich der Verglasung mit Dreh- / Kippfunktion wurden mit verdeckt liegenden Beschlägen ausgestattet. Das Fenster mit seinen klaren ruhigen Linien ohne Unterbruch fügt sich so dezent in die gesamte Verglasung ein. Denn der Rahmen des Fensters ist so schmal, dass er dezent hinter dem Fensterflügel verschwindet. Ansichtsbreiten und Beschläge sind damit auf ein absolutes sichtbares Minimum reduziert. Der obere Drehflügel wurde teilweise mit einer elektrischen Steuerung ausgerüstet, damit er zum Lüften geöffnet werden kann. Von aussen zeigen sich die Fenster in einer flächenbündigen und ebenso schlanken Optik. Drei umlaufende Dichtungsebenen sorgen für eine erhöhte Dichtheit. Das Profilsystem spart dank seiner lasergeschweissten Tragwerk-Geometrie viel Eigengewicht. Das vereinfacht das Handling. Zudem erlaubt diese Konstruktion den Verzicht auf zusätzliche Kunststoffisolatoren. Dies macht die langlebigen Profile auch in ökologischer und nachhaltiger Hinsicht interessant.  forster-profile.ch

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70 Marktplatz Schaufenster

Holzfurnier für Einbaumöbel aus einem Ahornstamm.

Stilvoller Gartenpavillon

gun. Ein kantig geschliffener Baukörper liegt am östlichen Ende eines lang gezogenen Gartens in Basel. Eine Hülle aus glattem Kalksteinbeton umschliesst ein hochwertig ausgebautes Inneres. Grosszügige Einbaumöbel bekleiden die gesamte Rückwand. Sie sind mit dem Holzfurnier «Quilted Maple» aus nur einem Ahornstamm belegt. Die Holzstruktur wird durch Nischen aus Messing unterbrochen. Die glatte Decke ist mit eingelassenen Leuchten fein perforiert. An den Wänden wird das Licht mit Mosaiksteinen aus Glas reflektiert. Der Boden ist mit Travertin belegt, was seine Fortsetzung im kalkhaltigen Beton der vorgelagerten Terrasse findet. Die grossen Fensterflächen lassen die Jahreszeiten in der

Mit Ahornfurnier konnten die Einbaumöbel homogen gestaltet werden. Grosse Fensterflächen lassen die Jahreszeiten in der parkähnlichen Landschaft erleben. Im Konzeptraum von Roser konnten die Bauherren aus verschiedenen Furnieren auswählen.

parkähnlichen Landschaft erleben. Am westlichen Ende des Gartens bildet das klassische Wohnhaus aus den Zwanzigerjahren den Abschluss dieser Landschaft. Der Gartenpavillon ist als zurückgezogenes Arbeitszimmer gedacht. Er ist mit Küche und Bad so ausgestattet, dass hier auch Gäste verweilen können. Der Entscheid, die Einbaumöbel an der Rückwand des Gartenpavillons mit Furnier zu belegen, führte Martin Erny und Margarete Hilfinger von Erny & Schneider Architekten zur Roser AG in Birsfelden. In der grossen Lagerhalle liegen Baumstämme der unterschiedlichsten Holzarten, die in feinste Schichten geschnitten sind. Die Hölzer zeichnen sich durch verschiedenste Furnierbilder, Farben, Grössen und Geschichten aus. Bei den Architekten hinterliess der Besuch einen nachhaltigen Eindruck: «Im grosszügigen Konzeptraum des Furnierherstellers war der Duft von frisch geschnittenem Holz wahrzunehmen. Tobias Scherg, Leiter des Furnierbereichs, zeigte uns wahre Schätze wie die tausendjährige Mooreiche und viele weitere schöne und auch seltene Hölzer, die er fachkundig erläuterte. Wir trafen dann eine Vorauswahl.» Bei einem zweiten Termin mit der Bauherrschaft wurden im neuen Konzeptraum von Roser verschiedene Furniere präsentiert. Der Entscheid fiel auf einen der Schätze, den Ahornstamm mit dem «Quilted Maple»Furnier. Seine Grösse, Farbe und die ganz spezielle, holztypische Struktur sind wie gemacht für seinen neuen Einsatzort.  roser-swiss.com

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ale. Die Physiotherapiepraxis «Behandelbar 3.0» in Sindelfingen bei Stuttgart setzt auf die neue Türdämpfung GEZE ActiveStop. Das clevere System sorgt für das kontrollierte, gedämpfte Öffnen und Schliessen von Drehtüren im Innenbereich. Räume können somit bequemer als je zuvor betreten werden. Wände und Gegenstände im Türbereich und das Türmaterial werden geschont. Ob an Schubladen, Schiebetüren und nun auch an Innentüren: Einzugsdämpfungen vermitteln stets das Gefühl von Komfort und Hochwertigkeit. «Die Patienten sind immer mal wieder überrascht, wenn sie das erste Mal mit dem GEZE ActiveStop konfrontiert werden», erzählt Jule Kain, die Geschäftsführerin der Physiotherapiepraxis. Anfang April

Architektur+Technik 10/16

2016 hat sie in Sindelfingen eine Zweigstelle ihrer Praxis eröffnet. Bei den Türen der vier Behandlungsräume hat sich Jule Kain aufgrund der Empfehlung ihres Innenausbauers für den Einbau der neuen Türdämpfung GEZE ActiveStop entschieden. Wie in jedem Praxisbetrieb spielt auch bei «Behandelbar 3.0» Hygiene eine wichtige Rolle. «Wir arbeiten teilweise mit Massageöl – da konnte es in der Vergangenheit schon mal vorkommen, dass wir umständlich mit dem Ellenbogen die Türklinke herunterdrücken mussten», sagt Jule Kain. Nicht so mit der Türdämpfung, die sich schnell, leicht und fast nicht sichtbar ins Türblatt integrieren lässt. Gleichzeitig kann die aufgeworfene Tür keine unschönen Spuren oder Beschädigungen an Wänden oder Möbelstücken verursachen, denn die Türdämpfung bremst die Tür rechtzeitig ab und hält sie in der gewünschten Position sicher offen. Dank der aktiven Dämpfung schliesst sich die Tür ab etwa 25 Grad langsam und leise und verhindert nicht nur lautes Zuschlagen, sondern auch Türschäden oder Verletzungen. Zugleich hält die neue GEZE-Lösung die Tür sicher zu, sodass auf Schlossfallen ganz verzichtet werden konnte.  geze.com


73 Marktplatz Schaufenster

WimTec - Kompetenz in Sanitärtechnik

Leuchten in PlisséeOptik

Maximale Hygiene

Die vielseitige, klassisch anmutende Leuchtenserie Butler, von Arik Levy für Delta Light entworfen, ist bei Tic Light erhältlich.  tic-light.ch

Arik Levy ist Künstler, Techniker, Fotograf, Designer und Video-Künstler. Seine Fähigkeiten sind multidisziplinär, seine Arbeiten kann man in renommierten Galerien und Museen weltweit betrachten. «Butler» ist sein erster Entwurf für Delta Light. Das Leuchtenprogramm umfasst eine Vielfalt an Leuchten für den Innen- und Aussenbereich. Die Inspiration für diese neue Kollektion war eine physische Metapher, ein Zusammentreffen

von unterschiedlichen Elementen. Auf einer Fahrradtour durch Paris fand Arik Levy aber auch die Inspiration für ein zufälliges, unerwartetes Element: Er fuhr an einem Haufen gefaltetem Papier vorbei, das man verwendet hatte, um die bekannten Plissée-Stoffe für die Mode zu erstellen. Während die Zick-Zack-Form des Papiers an die Vergangenheit erinnert, schafft sie auch ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten.

Justierbare Unterbaulösung

Bleche für Stabbogenbrücke

Die hoch beanspruchte Ennëus-HeermaBrücke bei IJburg in den Niederlanden besteht aus 900 Tonnen TM-Blechen der Güten S355 M/ML. Dillinger Hütte GTS lieferte für diese Konstruktion von 230 Meter Länge und 38 Meter Breite rund 1700 Tonnen Grobblech, davon einen Grossteil als thermomechanisch gewalzte Qualitäten.  dillinger.ch

Wann ist eine Idee innovativ und zukunftsweisend – wann ist sie es nicht? Soreg-glide beantwortet diese Frage mit einem modernen, Passivhaustauglichen Glasfassadensystem in Kombination mit einer justierbaren Unterbaulösung. Das rahmenlose System überzeugt mit Ästhetik, Bedienkomfort und bauphysikalischen Eigenschaften.  soreg.ch

Innovative Technologie

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Architektur+Technik 10/16

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Innovationen made by Klöber In einer zunehmend digitalisierten Berufswelt sind Bürokonzepte gefragt, die Wohlbefinden und Motivation fördern. Mit innovativen Produkten leistet Sitzmöbelhersteller Klöber einen Beitrag zum Smart Office der Zukunft. Eine Unternehmenskultur, die kreative Prozesse fördert, und der enge Schulterschluss mit der Wissenschaft begünstigen die Innovationsfreude des BürostuhlExperten Klöber. Dank des Know-hows und der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter sowie einer technologisch optimal ausgestatteten Infrastruktur entstehen innovative Bürositzmöbel – wie der Klöber Klimastuhl.

Von der Vision zur Serienreife Die einem Autositz ähnlichen Funktionen in einen Akku-betriebenen Bürostuhl zu integrieren, war die schwierigste Aufgabe bei der Entwicklung des Klimastuhls. Das gelungene Endergebnis zeugt von der Expertise und Innovationskraft bei Klöber.

Der Klimastuhl als Forschungsobjekt Im Living Lab smart office space an der TU Kaiserslautern wird der Klimastuhl im Forschungsbereich «Thermischer Komfort» getestet: Wenn die Raumtemperatur zu warm oder zu kalt ist, können Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sinken. Hier hat sich der Klimastuhl in der Studie bewährt, denn Heiz- und Lüftungsfunktion verbessern die Temperatur-Zufriedenheit der Nutzer nachweislich.

Der Connex2 macht gutes Sitzen einfach Mit eigens entwickelten und völlig automatisch reagierenden Funktionen besticht auch der neue Connex2. Getreu dem Motto «maximaler Komfort bei minimalem Einstellungsaufwand» macht der intelligente Bürostuhl gutes Sitzen einfach. Farblich akzentuiert: Nur drei Bedienhebel für die ideale Sitzposition Dank der großen Farbfreiheit des Connex2 hat jeder Nutzer die Möglichkeit, Kolorit von Sitzbezügen, Rückenschale, Alu-Element und Stellhebeln zu bestimmen. Durch den Farbakzent der Bedienhebel werden diese deutlich erkannt und intuitiv verwendet. Dank einfachem Bedienkonzept und hohem Sitzkomfort erfüllt Klöber mit dem Connex2 schon heute die Anforderungen von morgen.

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75 Service Übersicht

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76 Messen und Veranstaltungen Die diesjährigen «Tage der Technik» stehen ganz im Zeichen von «Bauen 4.0 – Nachhaltigkeit im Gebäudebereich». Das Thema wird von Expertinnen und Experten beleuchtet, Herausforderungen werden benannt und mögliche Lösungsvorschläge diskutiert.

77 Termine Im Zentrum des Zertifikatskurses «Elektrische Energie am Bau 2017» der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) stehen die Optimierung und die Vernetzung von gebäudetechnischen Funktionen unter Einbezug von Kommunikationsinstrumenten, auch und vor allem des Internet of Things.

78 Branchenspiegel Seit vier Generationen hält die Familie Scherrer das Spenglerund Schlosserhandwerk hoch. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb von 1896 ist ein modernes Unternehmen geworden.

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76 Service Messen und Veranstaltungen

Die diesjährigen «Tage der Technik» stehen ganz im Zeichen von «Bauen4.0 – Nachhaltigkeit im Gebäudebereich».

Über die Zukunft des Bauwesens

Analog dem aus der Industrie bekannten Konzept «Industrie 4.0» steht «Bauen 4.0» für IT-gestützte Prozesse in der Bauwirtschaft.

gun. Im Rahmen der diesjährigen «Tage der Technik» finden von Oktober bis Anfang November 2016 in der Deutschschweiz öffentliche Veranstaltungen statt. Das Thema wird von Expertinnen und Experten beleuchtet, Herausforderungen werden benannt und mögliche Lösungsvorschläge diskutiert. Swiss Engineering STV hat in enger Zusammenarbeit mit der Empa und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) ein inhaltlich hochstehendes und spannendes Programm zusammengestellt, das sich einem zentralen Thema widmet, der Nachhaltigkeit im Gebäudebereich. Die Bauindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Dafür gibt es zwei hauptsächliche Treiber: erstens, die Notwendigkeit einer drastischen Absenkung der CO₂-Emissionen und des Energieverbrauchs und zweitens, die fortschreitende Digitalisierung unseres täglichen Lebens und auch der Prozesse der Bauwirtschaft.

Der Gebäudepark verursacht rund 50 Prozent des Primärenergie-Verbrauchs und 40 Prozent der CO₂-Emissionen der Schweiz. Deshalb ist eine zügige Modernisierung des Gebäudeparks mittels optimaler thermischer Dämmung, fortschrittlicher Haustechnik und intelligenter Steuerung notwendig. Die Rezepte und Technologien dafür sind grossteils vorhanden. Die Herausforderung liegt vielmehr darin, diese im bestehenden Schweizer Gebäudepark von ungefähr 2 Millionen Gebäuden einzuführen. Die Digitalisierung schreitet auch im Bauwesen unaufhaltsam voran. Analog dem aus der Industrie bekannten Konzept Industrie 4.0 steht Bauen 4.0 für ITgestützte Prozesse in der Bauwirtschaft. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, die Auswirkungen der digitalen Transformation zu identifizieren und deren Potenzial auszuschöpfen. Mit Building Information Modeling BIM ist bereits heute eine vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden möglich. Spannende Aspekte

Die Hauptveranstaltung am 26.ŸOktober in der Empa-Akademie zum Thema in Dübendorf gibt einen Überblick über diese spannenden Aspekte. Referentinnen und Referenten aus Politik, Forschung und Industrie beleuchten in ihren Impulsreferaten die Zukunft des Bauwesens aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So wird unter anderem «NEST», die dynamische, modulare Forschungs- und Demonstrationsplattform für zukunftsträchtige Bau- und Gebäudetechnologien, die dieses Jahr auf dem Empa-EawagCampus eröffnet wurde, vorgestellt. Ein Highlight ist dabei der Unit «Meet2Create» der Hochschule Luzern. Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus unterschiedlichen Disziplinen erforschen dort gemeinsam die Arbeitswelten der Zukunft. Die Teilnahme an der Hauptveranstaltung ist kostenlos, die Anmeldung erfolgt über die «Tage der Technik»-Website. Dort sind das Tagungsprogramm sowie weitere aktuelle Informationen zu finden.  tage-der-technik.ch

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Internet of Things steuert Gebäude Unsere Häuser werden vermehrt übers Internet gemanagt. Gesucht sind Fachleute mit Know-how. Die FHNW bietet hierzu den Zertifikatskurs «Elektrische Energie am Bau» an.

Haus bleibt Haus, doch zwei entscheidende Funktionen kommen hinzu: Energieerzeuger und Energieverbraucher – zunehmend auch Energiespeicher – wachsen zu einer integralen Hausversorgung zusammen. Elektrizität als gemeinsamer Energieträger von Heizung und Wassererwärmung, Geräten und Beleuchtung, E-Bikes und Elektroauto schafft diese Verbindung. Das zweite Merkmal: Die Vernetzung der Komponenten vollzieht sich – als Internet of Things – auch auf der Kommunikationsebene. Für Gebäude bedeutet dies die nächste Stufe der Automation. In der Konsequenz geht es um die Verbindung der beiden Fachbereiche Automation und Bautechnik zu einem All-electric-House. Dieses Ziel setzt sich der Zertifikatskurs «Elektrische Energie am Bau 2017» der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Das Institut Energie am Bau konnte dafür die beiden bekannten Professoren Jürg Bichsel und Urs Muntwyler gewinnen – zwei international anerkannte Experten der Automation und der Fotovoltaik. Sie sind zwei der insgesamt elf Dozenten. Im Zentrum stehen die Optimierung und die Vernetzung von gebäudetechnischen Funktionen unter Einbezug von Kommunikationsinstrumenten, auch und vor allem des Internet of Things. Der Zertifikatskurs beginnt am 21.œFebruar 2017. Studienort ist der FHNWCampus beim Bahnhof Olten. gun.

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78 Service Branchenspiegel

120 Jahre Scherrer Metec Seit vier Generationen hält die Familie Scherrer das Spenglerund Schlosserhandwerk hoch. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb von 1896 ist ein modernes Unternehmen geworden.  scherrer.biz

Mit vier Gesellen begründete Jakob Scherrer 1896 seine Gebrauchsspenglerei am Bleicherweg in Zürich-Enge. Im aufstrebenden Stadtquartier wurde die Bauspenglerei aber bald zum wichtigeren Standbein. 1910 liess Scherrer ein System zur kittlosen Verglasung mit Bleibändern patentieren, das beim Einbau moderner grosser Fensterflächen und Shedhallen-

dächer weit über Zürich hinaus gefragt war. Für die immer grösser dimensionierten Mehrfamilienhäuser begann die Firma, Bleirohre zu produzieren und zu installieren. Scherrer hatte Erfolg und beschäftigte bald 40 Mitarbeiter, deshalb liess sich der Firmengründer in den 1930er-Jahren von den renommierten Gebrüdern Pfister ei-

Room for Artifacts

Dense + Green

WOJR: Organization for Architecture heisst ein Team von Entwerfern in Cambridge, Massachusetts, die sich einer Architektur verschrieben haben, die an den Schnittstellen von Kunst, Architektur und Urbanismus operiert. Mit ihrer Architektur als Form von kultureller Produktion hat WOJR in den letzten Jahren zahlreiche internationale Auszeichnungen gewonnen. «Room for Artifacts» ist das erste Buch über ihr Schaffen. Autor William

O’Brien jr. (Hg.) Buchtitel Room for Artifacts – The Architecture of WOJR Verlag Scheidegger & Spiess 2016 ISBN 978-3-03860027-5 Preis CHF 49.00

Die Publikation stellt in sechs spezifischen Essays sowie in einem typologisch strukturierten Projektteil Innovationen bei hochverdichteten Bautypen vor, die aus dem umfassenden Einsatz von grünen Komponenten hervorgehen. Es werden detailliert Strategien für eine grosse Zahl von Bauaufgaben sowie von grünen Baubereichen beschrieben. Autor Thomas Schröpfer (Hg.) Buchtitel Dense and Green – Innovative Building Types for Sustainable Urban Architecture Verlag Birkhäuser 2015 ISBN 978-3-03821579-0 Preis Euro 69.95

nen Industriebau in Zürich-Brunau am Stadtrand errichten. Dort arbeiten heute rund 80 Mitarbeiter. Und dort finden sich alle Gewerke, die im Laufe der Zeit dazugekommen sind, unter einem Dach: Blei- und Zinnverarbeitung, Zimmerei, Dachdeckerei, Bauspenglerei, Schlosserei, Fassadenbau. Mit diesem Rundumangebot reagiert Scherrer Metec auf die gestiegenen thermischen und bauphysikalischen Anforderungen an Fassade und Dach. Immer komplexere Lösungen sind gefordert, um die Innen- von der Aussenhülle abzutrennen. Scherrer Metec holt deshalb die Schnittstellen ins eigene Haus; so entstehen weniger Reibungsverluste, und die Qualität kann besser kontrolliert werden. Der Architekt oder die Bauherrin hat zudem nur eine Ansprechperson. In den Werkhallen an der Allmendstrasse stehen moderne Fertigungsmaschinen, etwa eine CNC-Stanze, mit der man direkt ab digitalen Plänen arbeitet. Doch das Unternehmen hält auch das traditionelle Handwerk hoch.

Die Werke von Stefan Koepfli

Der Band vereint die Werke der Luzerner Landschaftsarchitekten um Stefan Koepfli. Stefan Koepfli zählt – unter anderem mit dem mehrfach ausgezeichneten Eulachpark Winterthur und der Werkerweiterung Baumgartner AG, Cham-Hagendorn – zu den wichtigsten Landschaftsarchitekten der Schweiz. Inspiration und Ausgangslage sind oft referenzielle Erlebnisse und Eindrücke von bestehenden Natur- und Landschaftsbildern.

Gree

Architektur+Technik 10/16

Autor Michael Jakob u.a. Buchtitel koepflipartner –

landschaftsarchitekten Verlag Ouart 2016 ISBN 978-3-03761-

126-5 Preis CHF 98.00


GEZE ActiveStop

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Der neue Türkomfort

GEZE ActiveStop bringt mehr Komfort in Ihr Zuhause: Die integrierte Türdämpfung kann Türen sanft stoppen, leise schließen und komfortabel offenhalten. So betreten Sie Ihre Räume bequemer als je zuvor.

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39. Jahrgang architektur-technik.ch Herausgeberin B + L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch www.blverlag.ch Verleger Peter Boll Verlagsleiter Philipp Bitzer Inhaltskonzept B + L Verlags AG Gestaltungskonzept Menzi Design (Zürich) Redaktion Uwe Guntern (gun) Anna Ettlin (ale) Anzeigen Gabriela Hüppi (Leitung) Reto Schnider

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Die nächste Ausgabe von Architektur +Technik erscheint am 14. November 2016 mit dem Dossier Alpinbau

Anzeigendisposition Denise Bucher Leserdienst Jasmin Brühwiler Layout Ines Häny NataŠa Mirković Illustrationen Grafilu Korrektorat Ullrich Noelle Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 –12 9403 Goldach SG avd.ch Verkaufspreis* Einzelexemplar CHF 7.– 1 Jahr (12 + 2 Ausgaben) CHF 64.– 2 Jahre (24 + 4 Ausgaben) CHF 96.– * Einzelheft und Ausland-Abos, exkl. Portokosten

Design-Arbeit für das Hotel Neue Post in Holzgau (A) in den Tiroler Alpen.

ISSN 2296-3715 WEMF/SW-Beglaubigung 2015 Total verbreitete Auflage 7560 Exemplare (davon verkauft 2042)

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband SCHWEIZER MEDIEN Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfassernamen beziehungsweise Initialen gezeichnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Publiziertes Bildmaterial, sofern nicht anders angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

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