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architektur-technik.ch

10 –2015 Gesundheitsbauten Architektur+Technik

Gesundheitsbauten

Marktplatz

Dach

Treppen und Aufzüge

Öffentliche Sanitärräume

Raummodule und Systembau


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1 Inhalt Editorial

Operationssaal der sanierten Orthopädischen Klinik Schloss Werneck.

Aktuell 2 Szene 6 Standpunkt 14 Verbände

# 10

18 24 28 34 38 44 48

Dossier Alterszentrum Burgfelderhof, Basel Tiermedizinische Klinik, Säriswil Orthopädische Klinik Schloss Werneck St.-Johann-Behindertenhilfe, Osnabrück Seniorenzentrum Bubenholz, Zürich Laborgebäude Universitätsspital Genf Regelwerk

52 62 68 78 84

Marktplatz Dach Treppen und Aufzüge Öffentliche Sanitärräume Raummodule und Systembau Schaufenster

90 92 94 96

Service Messen und Veranstaltungen Weiterbildung und Termine Branchenspiegel Vorschau und Impressum

Gesundheitsbauten Gesundheitsbauten haben sich stetig an die neusten medizinwissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen. Neben Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit geht es besonders um das Wohlbefinden der Patienten und Bewohner. Für ihr Wohlbefinden sind nicht zuletzt auch Architekten und Planer verantwortlich. Und im Gegensatz zur medizinischen und ärztlichen Kompetenz kann die Architektur von den Bewohnern durchaus eingeschätzt werden. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Bürgerspital Basel mit seinem Alterszentrum Burgfelderhof. Hier finden die Bewohner ein stadtnahes und komfortables Zuhause mitten im Grünen. Licht und der direkte Naturbezug begleiten ihren Tagesablauf. Welche planerischen Aufgaben eine Tierklinik stellt, zeigen wir anhand des Tiermedizinischen Zentrums in Säriswil. Bei der Generalsanierung der Orthopädischen Klinik Schloss Werneck kam eine weitere Herausforderung dazu. Galt es doch, ein modernes Krankenhaus mit einer hohen Aufenthaltsqualität in einer historischen Hülle entstehen zu lassen. Die Antwort der Architektur geht konkret auf die Situation und das denkmalgeschützte Umfeld ein und ist dabei nicht beliebig austauschbar.

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talsee.ch Uwe Guntern, Redaktor

Architektur+Technik 10/15 Architektur + Technik 62x270.indd 1

09.07.2015 17:59:51


2 Aktuell Szene

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AKTU EL L

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Roche-Tower eingeweiht Das höchste Gebäude der Schweiz steht in Basel: der 178m hohe Roche-Tower, entworfen von Herzog&de Meuron. Er überragt das bisher höchste Hochhaus, den Prime Tower in Zürich um 52m. Der Baukörper des neuen Basler Wahrzeichens ist schlicht gehalten mit weissen Fassadenelementen und verjüngt sich von 94m nach oben auf 37m Länge. Der Roche-Tower wird, im Gegensatz zum Zürcher Turm, nicht der Öffentlichkeit zugänglich sein. Er soll Hauptsitz des Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche werden. Bis zum März 2016 werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit aufgenommen haben. 2021

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geht es auf 205m, wenn der «Bau 2» eröffnet werden soll.  roche.com

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Der «Cosmos» von Bümpliz Bis zum Frühling 2017 entsteht in Bümpliz bei Bern die Überbauung «Cosmos». Die zwei imposanten Baukörper kommen direkt bei der S-Bahn-Station Bümpliz Nord zu stehen. Das Image bildende Neubauprojekt der Halter AG umfasst zwei siebengeschossige Gebäude und sieht eine gemischte Nutzung aus Mietwohnungen und attraktiven Verkaufs- und Dienstleistungsflächen vor, die in den Erdgeschossen Platz finden sollen. In den sechs Geschossen darüber sind 124 Wohnungen


3 Aktuell Szene

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geplant. Diese decken eine grosse Bandbreite ab: Kleinwohnungen und Studios gehören ebenso dazu wie grosse Familienwohnungen mit fünf Zimmern.  cosmos-buempliz.ch

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Die Stadt der Zukunft ist elektrisch Der Stuttgarter Architekt und Ingenieur Werner Sobek fordert eine völlige Emissionsfreiheit der Städte. Hierfür müssen sämtliche Gebäude und Fahrzeuge vollständig aus regenerativen Energiequellen versorgt werden. «Technisch ist das bereits heute problemlos machbar», so Sobek, allerdings erfordere eine solche

«elektrische Stadt» zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie. «In beiden Branchen gibt es wegweisende Entwicklungen, die zur Emissionsfreiheit beitragen», erklärt Sobek. Fünf Jahre möchte er noch Zeit geben für den Vollzug der Energiewende: Ab 2020 sollte es ein vollständiges «Verbot des Emittierens von gasförmigem Abfall in die Umwelt» geben, wie es der Architekt und Ingenieur im Juli 2015 anlässlich der Verleihung des Fritz-Leonhardt-Preises formulierte. Eine Dekarbonisierung zum Ende des Jahrhunderts, auf die sich die Staatschefs der sieben führenden Industrienationen Anfang Juni auf Schloss Elmau einigten, komme viel zu spät.  wernersobek.com

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Fliessender urbaner Raum in Peking Im Central Business District in Peking ist das von Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp) entworfene städtische Ensemble «Guanghualu SOHO 2» für die SOHO China Group fertiggestellt worden. Das Grundstück an der Guanghua Lu befindet sich in einem der prominenten Stadtbezirke im östlichen Zentrum Pekings und besteht aus fünf Bauten mit einer geschwungenen Gebäudeform. Die Fläche verteilt sich auf 84 000 m² Bürofläche und 19 000 m² für temporär mietbare Büroeinheiten. Im Gegensatz zu den in Peking üblicherweise gross dimensionierten Strassenzü-

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gen wird die verhältnismässig enge Guanghua Lu von städtischen Blocks gefasst und generiert so eine lebhafte Urbanität. Der Entwurf für die SOHO China Group nimmt diesen Charakter nicht nur auf, sondern stärkt ihn durch zahlreiche räumliche Bezüge und Verbindungen mit dem städtischen Umfeld. Dafür sorgt vor allem ein Netzwerk von unterschiedlich breiten Durch- und Übergängen zwischen den Gebäuden. Dieses Wegesystem durchläuft den 214 × 77 m grossen Komplex und verbindet die umgebenden Strassenräume miteinander. So werden Rückseiten vermieden und attraktive Sichtbeziehungen untereinander und in die Stadtlandschaft erzeugt.  gmp-architekten.de


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Wettbewerb für Museum in Basel entschieden

Der Kanton Basel-Stadt hat einen Projektwettbewerb für das neue Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv durchgeführt. Gewonnen hat den Wettbewerb das Zürcher Architekturbüro EM2N. Vorgesehen ist ein rund 200 Meter langes Bauwerk, das über je fünf Ober- und Untergeschosse verfügt. Den Abschluss bildet ein 40 Meter hoher Turm. Dort soll unter anderem im Dachgeschoss eine öffentliche Bar eingerichtet werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 190 Millionen Franken.  hochbauamt.bs.ch

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Die Stadt Zürich kauft Airgate Die Stadt Zürich kauft das Bürogebäude Airgate an der Thurgauerstrasse 40 in ZürichSeebach zur späteren Nutzung als Verwaltungszentrum. Der Stadtrat hat 128 Millionen Franken per Dringlichkeitsbeschluss bewilligt.Das Bürohaus Airgate soll mittelfristig zum Verwaltungsgebäude umgebaut werden. Bis 2025 bleibt alles wie bisher.  stadt-zuerich.ch 7

25. Schweizer Solarpreis

In Genf sind zum 25. Mal die energieeffizientesten Bauten und Anlagen sowie die enga-

giertesten Persönlichkeiten und Institutionen im Solarbereich mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet worden. Die Entwicklung der Solar- und Haustechnikbranche der letzten 25 Jahre wurde in Bild- und Videobeiträgen gezeigt, mit den Preisträgern wurde der neuste Stand der Technik präsentiert. Insgesamt wurden 86 Solarprojekte in den Kategorien Neubauten, Bausanierungen, Energieanlagen, Personen und Institutionen eingereicht. Fast 50 Prozent der 32 eingereichten Gebäude-Bewerbungen sind PlusEnergieBauten (PEB). PEB erzeugen mehr Energie, als sie im Jahresdurchschnitt verbrauchen. Die Solarstromüberschüsse können ins öffentliche Netz eingespeist werden. Bereits zum sechsten Mal wurden der PlusEner-

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gieBau-Solarpreis und der Norman Foster Solar Award für besonders schöne PEB vergeben. Nachfolgend eine Auswahl der Preisträger. PEB-Solarpreis: 486 ProzentPlusEnergieBau Sieber in Sörenberg. HEV-Sondersolarpreis: 130 Prozent-PEBDEFH-Sanierung Fellmann in Uffikon. Neubauten: Reka-Feriendorf in Blatten bei Naters. Sanierungen: Einfamilienhaus-Sanierung Rey in Malters. Institutionen: Wärmeverbund St. Moritz, Energie in St. Moritz. Energieanlagen: Solarbagger Affentranger in Altbüron. Personen: Christian Hassler (im Bild zu sehen), alpiner Solarpionier aus Donat, und Ségolène Royal, französische Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie.  solaragentur.ch


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6 Aktuell Standpunkt

Kliniken in der Stadt

Eindrückliche Heilungsbauten

Glücklich darf sich der Mensch wähnen, wenn er funktioniert. Denn Gott hat ihn so geschaffen, dass er kaputtgehen kann. Schmerz und Leid signalisieren dem Individuum: Etwas stimmt nicht. Der Gang durchs Leben wird dann mühevoll oder sogar unmöglich. Das ist schwer zu tolerieren. Gemeinschaften bemühen sich seit dem Beginn ihres Bestehens darum, körperliche und seelische Schäden ihrer Mitglieder zu beheben und Schmerzen zu lindern. Auf allen Kontinenten sind sie sich im Grossen und Ganzen einig, dass Reparatur und Regeneration Expertinnen und Experten anvertraut werden müssen. Der Wunsch, beschädigte, leidende Artgenossen zu heilen und zu pflegen, hat zahlreiche Bautypen hervorgebracht. Ursprünglich besassen sie einen sakralen Hintergrund. Seit der Aufklärung vertrauen wir generell auf naturwissenschaftliche, rationale Heilmethoden. Als Behandlungs- und Aufenthaltsort bauen wir Spitäler oder Kliniken. Die zwei Begriffe werden zwar als Synonyme gehandelt. Sie scheinen mir aber zwei Betrachtungsweisen des Gesundheitswesens widerzuspiegeln. Der Begriff Spital signalisiert Gastfreundlichkeit (hospitalis), Klinik kommt von Bett (kline) und Lagerung, definiert also nüchtern Objekt und Zustand. Der Begriff «klinisch» wird häufig auch mit hohen hygienischen Standards in Verbindung gebracht. Kliniken anstelle von Spitälern

Heute gibt es nach dieser Interpretation immer weniger Spitäler. Die Gesundheitsbauten lassen sich in Kliniken und Sanatorien unterteilen. Die Kliniken kümmern sich um akute Fälle, Sanatorien dienen der anschliessenden Erholung. Für Städte hat diese Entwicklung Folgen: Früher bauten sie Spitäler im freien Feld ausserhalb der Zentren. Auf

der grünen Wiese erhielten die Patientinnen und Patienten nicht nur die angemessene Behandlung, sondern genossen auch Licht, Luft und Sonne. Im Falle von ansteckenden Krankheiten konnte man sie in sicherer Distanz isolieren. Dann kamen die Kliniken, Reparaturwerkstätten, welche die rationale Abfertigung eines Massenpublikums ermöglichen. Auch die Klinikplanung wurde nun zur Expertenkategorie. Sie befasst sich mit Typologien und Abläufen, die mit jenen von Airports oder Schlachthöfen zu vergleichen sind. Standortprobleme

Im Gegensatz zu Fabriken, die an die Ränder von Städten verlagert werden, krallen sich die in ihrem Wesen ähnlichen Kliniken in herkömmlichen Spital-Arealen fest, die längst vom Siedlungsgebiet umringt sind. Wenn man sich diesbezüglich in der Schweiz umsieht, kann man etwa in Basel oder Zürich feststellen, dass dort der Platz durch den laufenden Ausbau und die Konzentration der Behandlungsorte für Kliniken immer enger wird. Deshalb setzen die Expertinnen und Experten der Klinikplanung heute auf den Trend Verdichtung: Bestehende Areale werden mit höheren und wuchtigeren Volumen besetzt. Architektinnen und Architekten haben die undankbare Aufgabe, riesige Klinik-Labyrinthe mit einigen Atrien, Foyers und internen Promenaden «aufzulockern». Obwohl wirkliche Baukunst durch diese Verdichtungsstrategien verunmöglicht wird, regt sich kein Widerstand, wie man aktuell beim Implementieren des Masterplans Hochschulgebiet Zürich Zentrum verfolgen kann. Doch zwischen der Gesundheit und der gebauten Dichte besteht ein direkter Zusammenhang. Es ist doch sehr zu hoffen, dass sich diese Einsicht demnächst wieder einmal manifestiert. ● Architektur+Technik 10/15

Manuel Pestalozzi hat an der ETH Zürich Architektur studiert. Von 1997 bis 2013 war er Redaktor von Architektur + Technik. Anschliessend gründete er die Einzelfirma Bau-Auslese, die sich der Informationsvermittlung widmet. Er wohnt seit mehreren Jahrzehnten in unmittelbarer Nähe der Universitätsklinik des Kantons Zürich und verfolgt deren räumliche Entwicklung.


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Dies & Das

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Das «Haus der Farbe» Prix Lignum 2015 – für die in Zürich ist 20 Jahre Besten in Holz alt geworden. Nach In Anwesenheit von Bundes­ der Geburtstagsfeier rat Johann N. Schneider­ blickt man wieder und Nationalrätin vorwärts. Der Bildungs- Ammann Silvia Flückiger wurde in gang Farbgestaltung Bern der Prix Lignum zum am Bau hat ein neues dritten Mal verliehen. Der didaktisches Konzept, Preis zeichnet die besten Schweizer Leistungen mit das Ziel bleibt: FachHolz aus. Unter 15 Rängen aus leute ausbilden, die fünf Grossregionen vergibt Farb- und Materialkon- die Jury drei nationale Preise. Gold geht 2015 an das Depot zepte für Architektur des Museums für Kommu­ entwerfen und ihre nikation in Schwarzenburg Umsetzung begleiten. (im Bild zu sehen), Silber an Nächster Infoabend das Mehrgenerationenhaus «Giesserei» in Winterthur für interessierte und Bronze an ein heraus­ Studierende ist am ragendes Umbauprojekt in 13. November.  hausderfarbe.ch

Sarreyer. Ausserdem wurden zwei Laubholzpreis­Gewin­

ner erkoren. Zukunftswei­ sende Arbeiten mit Holz bekannt zu machen und zu fördern ist das Ziel des Prix Lignum. Der Wettbewerb 2015 steht unter dem Pat­ ronat von Bundesrat Johann N. Schneider­Ammann. Es waren alle Arten von Objek­ ten zugelassen, vom Stuhl bis zur Sporthalle. Unter zwei Bedingungen: Der Standort musste in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein sein, und das Werk musste bereits realisiert worden sein, und zwar zwischen Januar 2011 und Februar 2015. Mit Gold für das Depot des Muse­ ums für Kommunikation steht der Berner Architekt Patrick Thurston zum zwei­ ten Mal in Folge im ersten Rang auf dem nationalen Podest.  prixlignum.ch

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Unterirdischer Konzertsaal für München vorgeschlagen

Die bayerische Staatsregie­ rung hat sich entschlossen, fünf Standorte für ein neues Konzerthaus vertieft zu untersuchen, um im Herbst eine Standortentscheidung zu treffen. Der Münchner Star­Architekt Christoph Nagel­Hirschauer schlägt, dem Beispiel der Philhar­ monie Berlin folgend, einen neuen Konzertsaal unter dem Königsplatz vor. Der Königs­ platz hat mit einem zusätz­ lichen unterirdischen Kon­ zertsaal das Potenzial, Identi­ fikationszentrum zu werden, ein kulturelles Kraftfeld für die Landeshauptstadt.  konzertsaal-muenchen.de


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Ein Toaster für Brüssel

Europas derzeit grösstes hundertprozentiges Passiv­ bürogebäude befindet sich in Brüssel. Es steht auf einem Tour & Taxis genannten Gelände – einem umfang­ reichen Stadterneuerungs­ projekt, das am Kai des Bin­ nenhafens liegt. Das Design des vom niederländischen Architekturstudio Cepezed entworfenen neuen Gebäu­ des der Umweltbehörde ist bereits jetzt eine Ikone. Aufgrund seines gewölbten dunklen Dachs erhielt es den Spitznamen «der Toaster». Die Architekten haben hier die neuesten Energieeffizi­ enz­Technologien modellhaft angewandt. Im Inneren des Gebäudes erstrecken sich Holzblenden aus American

Cherry auf rund 900 m² über die verschiedenen Etagen des Gebäudes.

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Energiegeladenes Schmuckstück

Mit dem Projekt Europaallee wollen die SBB und die Stadt Zürich das Areal zwischen dem Hauptbahnhof und der Langstrasse neuen Nutzun­ gen mit hoher städtebauli­ cher Qualität zuführen. Bis 2020 soll ein neuer, urbaner Stadtteil entstehen. Bis 2017 entstehen bereits auf dem Baufeld H ein Design­Hotel, Wohnungen, Büros, Geschäfte und ein Kinocenter. Das Pro­ jekt stammt vom Zürcher Büro e2a Eckert Eckert Archi­ tekten. Ausgeführt werden die Arbeiten durch die Priora AG.

Im Stadtzentrum von Neuen­ burg ist am Gebäude des Cen­ tre Suisse d’Electronique et de Microtechnique in der Rue Maladière 83 eine Fassade aus Fotovoltaik­Modulen erstellt worden. Sie beeindruckt sowohl durch ihren moder­ nen Anblick als auch durch die Kombination innovativer Technologien. Die Fassade ist nicht nur robust, energie­ effizient und ästhetisch, sie ist auch ein Meilenstein für die architektonische Inte­ gration von Fotovoltaik­ Modulen in Neuenburg und bereitet somit den Weg für eine moderne und attraktive Solararchitektur.

 europaalle.ch

 csem.ch

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Projekt Europaallee

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Dies & Das

Am 22. April 2016 findet die fünfte Ausgabe des «Award für Marketing + Architektur» statt. Die Ausschreibungs­ unterlagen für diese Jubiläums­Ausgabe sind ab sofort unter www.marketingarchi­ tektur.ch zu finden. Teilnehmende haben bis 15. Januar 2016 Zeit, ihre Projekte einzugeben.


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12 Aktuell Szene

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Das Gebäude der Zukunft steht im Rohbau Rund ein Jahr nach dem Spatenstich ist der Rohbau des modularen Forschungsund Innovationsgebäudes NEST fertig. Im September feierte die Trägerschaft aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand mit sämtlichen Projektpartnern die Aufrichte auf dem EmpaCampus in Dübendorf. Das Experimentalgebäude NEST entsteht unter der Leitung der beiden Forschungsinstitute Empa und Eawag. Es soll den Markteintritt von bau- und materialtechnischen Innovationen beschleunigen. Forschung und innovative Unternehmen erhalten im NEST die Chance, neue Technologien,

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Materialien und Systeme gemeinsam und unter realen Bedingungen zu testen. Die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh betonte bei der Aufrichte die wichtige volkswirtschaftliche Komponente des Projektes.  empa.ch

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Aus dem Leben eines Architekten Architektur-Kritik ist zweifellos eine wichtige Angelegenheit. Doch bei allem gebotenen Ernst: Etwas Humor zwischendurch macht auch die Auseinandersetzung mit komplexen Themen leichter. Das ist das Anliegen des belgischen Architekten und Comic-Zeichners Mike

Hermans alias Maaik. Mit seinen kurzen Comic-Strips reflektiert er den Alltag im Leben eines Architekten auf der Suche nach dem guten Entwurf – samt allen Zweifeln und Konflikten, mit denen er täglich zu kämpfen hat. Archibald, sein Protagonist, ist ein Träumer mit Visionen und Ideen, die niemand ausser ihm versteht. So muss er sich täglich mit dem Ingenieur, dem Bauunternehmer, dem Bauherrn und auch mit seiner Familie auseinandersetzen. Über 120 dieser kurzen Comic-Strips werden jetzt in dem Buch «The Life of an Architect … and what he leaves behind» versammelt.  Mike Hermans, The Life of an Architect … and what he leaves behind, DOM publishers, Berlin 2015, ISBN 978-3-86922-440-4 (englisch) CHF 22.90

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Design-Tour Langenthal Noch bis Dezember gewährt die Design-Tour Langenthal an fünf Firmenstandorten Einblicke in die Entwicklung der Design-Produkte und ihrer Fertigung, die seit über 120 Jahren in Langenthal und Bützberg gepflegt wird. Man kann hautnah und mit allen Sinnen miterleben, welch hohe Anforderungen an diese Produkte gestellt und wie sie mit grosser Leidenschaft und viel Handarbeit erfüllt werden. Die Showrooms bieten Einsicht in die Kollektionen und Produktpaletten, in die Firmenentwicklung und Unternehmensgeschichte. Ab November werden die Touren auch in englischer Sprache angeboten.  designtour.ch


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14 Aktuell Verbände

Vier führende Verbände der Baubranchen lancieren bausinn.ch, eine Interessen­ gemeinschaft, die sich proaktiv mit der Zukunft der gebauten Schweiz befasst.

Es geht um die Zukunft der Bauwirtschaft Von Uwe Guntern (Redaktion) und Actelion Pharmaceutics (Bild)

Die Baubranche steht mit 6 Prozent des BIP, 327 000 Mitarbeitenden und 25 000 Lernenden in der Schweiz vor den Banken. Der Wandel der Branche und ihrer über 50 Berufe wird das Land verändern. Dazu führen neue Techniken wie GPS, 3D­Druck, Robotik oder neue Materialien, wie der sich selbst heilende Beton, und Lacke, die Solarenergie speichern oder Elektro­ smog abhalten. Gebäudehülle Schweiz, der Schweizerische Bau­ meisterverband SBV, der Schweizerische Maler­ und Gipserunternehmer­Verband SMGV und die Schwei­ zerische Metall­Union SMU haben am 9. September gemeinsam bausinn.ch lanciert. bausinn.ch infor­ miert über die Baubranche der Zukunft, korrigiert überholte Bilder und will emotionale Bindungen zu den Produkten der Baubranche schaffen, um so hoch­ kompetente Fachleute zu gewinnen. Diese braucht die Branche dringend – auch im Hinblick auf die Ener­ giestrategie 2050, die ohne die Kompetenz im Bau nicht machbar ist. Vom Plan über den Bau bis zur Sanierung und Wartung – der Bau beschäftigt unsere Wirtschaft. In über 50 Berufen bietet er hervorragende Karriere­ chancen. Warum strömt der Nachwuchs trotz guter Zukunftsaussichten nicht in Scharen in die Baube­

rufe? Eine bisher unveröffentlichte, umfassende Be­ rufswahlstudie mit 1000 Personen macht das ver­ ständlich. So zeigt sich, dass jeder zweite Jugendliche die Berufe vor allem über Familie und Umfeld ken­ nenlernt. Ein Drittel der 12­ bis 16­Jährigen findet handwerklich­technische Berufe interessant, die da­ mit auf dem Spitzenplatz liegen – Bauberufe machen in dieser Gruppe ein Viertel aus. So gesehen hätte die Baubranche also kein Nachwuchsproblem. Auf die Frage: «In welchen Berufen ist der Erfolg wahrschein­ lich?», nannten jedoch nur noch 1,8 Prozent der Ju­ gendlichen die Bauberufe. KV und akademische Be­ rufe kommen nun an die Spitze. Offensichtlich ist die Familie als Informationsquelle über die Berufe über­ fordert und vermittelt überholte Bilder. Denn die Re­ alität zeigt: Ein Viertel der KV­Abgänger hat nach der Lehre keinen Job. 15 Prozent der Gymnasiasten und ein Drittel der Studenten brechen die Ausbildung ab. Das Nadelöhr «Elternhaus» ist nicht nur für die Bau­ branche ein Problem. Eine aktuelle Studie unter 66 Berufsverbänden zeigt, dass zwei Drittel die nied­ rige Bekanntheit der Berufe, ein schlechtes Image und fehlende Zukunftsaussichten als Grund für den Fachkräftemangel sehen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse handeln die vier Trägerverbände mit der Lancierung von bau­ sinn.ch. Mit Blick auf die Entwicklung der nächsten

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Das Actelion Business Center in Allschwil bei Basel.

35 Jahre – die aktive Berufszeit der heutigen Lernenden und jungen Berufsleute – wird aufgezeigt, welche Trends die Baubranche heute und in Zukunft verändern. Unter anderem werden die Trägerverbände in den kommenden Wochen bausinn.chWorkshops über die Zukunft der Baubranche bis 2050 anbieten. Für die swissbau 2016 ist eine gemeinsame Veranstaltung geplant. In den kommen-

den Monaten werden 24 vorbildliche Unternehmerinnen und Unternehmen in Videoreportagen und Publikationen vorgestellt. Prominente Schweizer werden zusammen mit den beteiligten Handwerkerfirmen ihre Lieblingsgebäude besuchen. Die Dachorganisation bauenschweiz begrüsst das Engagement ihrer Mitglieder und unterstützt bausinn.ch im Rahmen ihres Netzwerks. ●

Statements der Verbandsvertreter

Ueli Büchi, Leiter Berufsbildungspolitik des Schweizerischen Baumeisterverbandes SBV:

«Wie auch immer die zukünftige Baustelle organisiert werden wird – es braucht neue Denkansätze und fähige, gute ausbildete und sich immer weiter entwickelnde Mitarbeitende. Diese suchen wir intensiv. Deshalb geht die Baubranche auch in der Nachwuchswerbung immer wieder neue Wege.»

Walter Bisig, Zentralpräsident von Gebäudehülle Schweiz und Präsident Verein Polybau:

«Die neuen Technologien verändern auch die Berufe. Was früher einmal als Dachdecker bezeichnet wurde, ist heute ein umfassender Spezialist für die Gebäudehülle, der auch eine wesentliche Rolle in der Energieberatung spielt.»

Peter Baeriswyl, Direktor des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmerverbandes:

«Die Baubranche besteht seit über 1000 Jahren und doch ist sie top-modern: Mit energetischen Modernisierungen und Sanierungen, ökologischen Farben und Materialien und neuen Technologien sorgt die Branche für die gebaute Schweiz von morgen.»

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Christoph Andenmatten, Direktor der Schweizerischen Metall-Union SMU:

«Die Baubranche bietet zahlreiche Karrierewege, die noch bekannter werden sollten. Die Tätigkeit in der Baubranche sollte mit Prestige und Berufsstolz gleichgesetzt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Weiterbildungswege bekannt sind.»


Gesundheitsbauten


Alterszentrum Burgfelderhof Basel


19 Dossier Gesundheitsbauten

Das Bürgerspital Basel bietet mit dem Neubau des Alterszentrums Burgfelderhof 114 Bewohnern ein stadtnahes und komfortables Zuhause mitten im Grünen an der französischen Grenze.

Ein Hofhaus mit Nischen Von Uwe Guntern (Redaktion) und Stefan Schmidlin (Bilder)

Der Sitz des Bürgerspitals liegt mit seinen Gärten, einem Restaurant und Werkstätten nordöstlich von der Parzelle des Burgfelderhofes. Südlich erstreckt sich ein grosses Areal mit Familiengärten, westlich befinden sich vier- bis sechsgeschossige Wohnbauten, und im Norden liegt das zweigeschossige bekannte Paraplegikerzentrum REHAB, das von Herzog & de Meuron erbaut wurde. So bildet das direkte Umfeld einen Rahmen, in den sich das neue Gebäude mit seiner Form und Lage gut integrieren soll. Die REHAB ist für die stationäre Pflege hirnverletzter und querschnittgelähmter Menschen konzipiert. Der Bau hat eine grosse Grundfläche und ist mit mehreren Innenhöfen gegliedert. Die Wege kreuzen so immer das Licht, und jeder Hof hat seine eigene Gestaltung. Zum Beispiel einen grossen Eingangshof mit Restaurant, einen Hof mit Wasserfläche oder einen Hof mit Holzbelag, Bäumen und Pflanztrögen. Für das viergeschossige Alterszentrum Burgfelderhof mit Attika wurde das Hofthema der REHAB als Referenz weitergeführt und in einem einfachen Hofhaus neu interpretiert. Das sogenannte einfache Hofhaus hat eine lange Tradition in der Geschichte der Architektur. Die Völker in Griechenland, Italien, aber auch jene in Afrika oder China haben diesen Ar-

chetypus geschätzt. Er bietet den Familien von damals bis heute Schutz vor praller Sonne und der Hitze, wilden Tieren oder fremden Menschen. In nördlichen Klimabereichen ist er Pufferzone gegen Wind und Wetter. Der Hof wurde in den alten Kulturen auch als «Bauch» bezeichnet. Erinnerungen und Bekanntes

Bei der Projektentwicklung des Burgfelderhofes wurden drei Motive angeschaut, denen viele Menschen schon begegnet sind im hiesigen Lebensraum. GeDer Neubau des Alterszentrums Burgfelderhof bietet den Bewohnern ein stadtnahes und komfortables Zuhause. Der Lageplan zeigt die Referenz zum REHAB mit seinen Innenhöfen.

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Der Hof kann als Arena fĂźr Bewohnerfeste genutzt werden und ist von zwei Seiten erschlossen. Um den Hof herum fĂźhrt ein Gang, der sich zu Aufenthaltsbereichen und Balkonnischen ausweitet und Zugang zu den aussen liegenden Bewohnerzimmern bietet.

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21 Dossier Gesundheitsbauten

wisse Elemente dieser Motive wurden in die Ausbil­ dung des Gebäudes übertragen, die nun dem Hof eine Basis und eine Gestalt geben. Es findet ein Spiel zwischen der Erinnerung an bekannte Motive und dem gebauten Raum statt. Die Piazza: Die italienische Piazza steht stellver­ tretend für einen Raum, der sehr unterschiedlich be­ lebt ist, je nach Tageszeit. Es gibt Phasen, in denen absolute Ruhe auf dem Platz herrscht, die Fensterlä­ den geschlossen sind, oder alles öffnet sich, um zum Beispiel am regen Abendleben der Bars teilnehmen zu können. Die Piazza ist dann der Raum für Feste und Begegnung, ähnlich einer Arena. Die Gebäude um sie herum haben ihre eigenen Logenplätze. Der Hinterhof: In Städten wie Basel gibt es die lärmabgewandten Hinterhöfe, die in der Regel ge­ genüber den Strassenfassaden ein anderes Bild dar­ stellen. Intime Balkone gruppieren sich um einen ge­ meinsamen Hof und zeigen ihre Unterschiedlichkeit und Lebendigkeit. Man kann am Leben der Nachbar­ schaft wie bei einer Puppenstube oder einem Setz­ kasten teilhaben. Der beschützende Hof wird geteilt, sei es als Garten, Spielplatz oder auch Grillierstelle. Der Brunnen: Beim Brunnen, dünn und einge­ drückt wie Piazza und Hinterhof, handelt es sich um ein traditionelles Element, das in jedem Schweizer Ort vorzufinden ist. Die Dorfbrunnen waren Anlauf­ punkte für die Bewohner, um sich Trinkwasser zu holen. Somit steht er symbolisch auch als Lebens­ quelle. Das charakteristische Geräusch des Wasser­ einlaufs füllt den Raum auf seine eigene beruhigende Weise. In Basel gibt es über 170 Brunnen, von denen die meisten Trinkwasser führen. Sie erfreuen sich grosser Beliebtheit, besonders auch in der warmen Jahreszeit, da es sogar erlaubt ist, in ihnen zu baden.

Umgebung und Einbindung

Bei der Umgebungsgestaltung wurde auf eine kon­ textuelle Einbindung in die vorhandene Gestaltung von REHAB und Bürgerspital wert gelegt. Diese bei­ den Bereiche sind in der Vergangenheit bereits von August + Magrith Künzel Landschaftsarchitekten ge­ plant worden. Ein weich gezeichnetes Wegenetz mit mehreren Rundlaufmöglichkeiten bietet Raum für kleine Spaziergänge und verbindet die Institutionen untereinander. Zwischen der REHAB und dem Burg­ felderhof befinden sich zudem unter einem hohen Baumbestand eine Voliere, ein Streichelzoo und ein Parcours für Therapiereiten, von denen der Spazier­ gänger profitieren kann. Die REHAB zeichnet sich durch einen grossen Eingangshof aus, der Offenheit vermittelt und dort auch ein Café anbietet. Auch das Bürgerspital hat ein eigenes Restaurant mit Gartensitzplätzen. Der Burg­ felderhof kann von zwei Seiten durchlaufen werden, über den südlichen Haupteingang und den westli­ chen Seiteneingang. Er ist dadurch nicht herme­ tisch, bindet sich in das bestehende Wegenetz ein und führt die Offenheit der REHAB auf eine eigene Weise fort. Die Gebäudevorfahrt an der Südweste­ cke des Burgfelderhofs ist mit begrünten Inseln be­ spielt. Nördlich ist dem Gebäude ein umzäunter Demenz­Garten angelagert mit Hoch­ und Kräuter­ beeten usw. Man kann aus der Demenz­Station im Erdgeschoss den Garten erschliessen. Der Hof ist durch die Bäume mit den ovalen Grüninseln ge­ prägt. Ein eingefärbter Asphaltbelag bietet Raum zur flexiblen Möblierung oder für Grünpflanzen in grossen Töpfen. Der ovale Betonbrunnen erfüllt den Raum mit einem kontinuierlichen Geräusch von plätscherndem Wasser. Über den gedeckten Eingang taucht man entlang einer langen Sitzbank und unter dem auskragenden Südkopf des Gebäudes in die Eingangshalle mit Café Architektur+Technik 10/15

Längsschnitt von Nordosten.


Gedeckte Balkonnischen sind zum grünen Innenhof ausgerichtet. Das Licht und der direkte Naturbezug begleiten die Bewohner in ihrem Tagesablauf. Die Bewohnerküchen der jeweiligen Geschosse bieten Weitsicht ins Grüne.

Architektur+Technik 10/15


23 Dossier Gesundheitsbauten

Die Cafeteria ist am Innenhof gelegen.

oder den Innenhof ein. Es gibt eine Demenz-Station mit 13 Pflegeplätzen, die Küche des Alterszentrums und entlang der westlichen Wohnstrasse «im Burgfelderhof» die Verwaltung und die Räume der Bewegungstherapie, die einen grosszügig öffenbaren ZugangzumInnenhofhaben. Diesüdlichausgerichteten Bewohnerzimmer der Obergeschosse haben eine private Balkonschicht, die durch ihre Auskragung dem Körper eine Ausrichtung gibt. Alle anderen 22 nach aussen orientierten Bewohnerzimmer haben eine raumhohe französische Balkontür. Die Gangerschliessung um den Hof herum weitet sich zu Aufenthaltsbereichen aus mit Innen- und Aussenloggien, die in jedem Geschoss anders positioniert sind und dem Gefüge ein Spiel geben. Das Attikageschoss bietet 17 Bewohnerzimmer mit jeweils vorgelagerter privater Dachterrasse. Das Geschoss hat mit seiner grossen teilweise gedeckten Dachterrasse

und dem Mehrzweckraum weitere Kapazitäten für Veranstaltungen. Der Andachtsraum erhält über einen Deckenausschnitt Zenit-Licht und somit einen Himmelsbezug. Die Philosophie

Der Mensch, der im Burgfelderhof seinen Lebensabend verbringt, wird hier eine neue Heimat finden, sowohl im Burgfelderhof, als auch in der Umgebung und der Natur, worin er eingebettet ist. Menschliche Nähe sowie eine fachliche Betreuung finden in einem ausgewogenen Angebot von Begegnungsräumen statt. Das Licht und der direkte Naturbezug begleiten die Bewohner in ihrem Tagesablauf um einen zentralen Hofraum, der mit seinen Nischen Ruhe und Kraft vermittelt. Bewohner, Pflegekräfte, Angestellte und Besucher können gleichermassen davon profitieren. ●

Bautafel Bauherrschaft Bürgerspital Basel Architekten englerarchitekten gmbh sia, Basel Baumanagement Sulzer + Buzzi Baumanagement, Olten Lichtplanung Huebschergestaltet, Basel

Architektur+Technik 10/15

Landschaftsarchitekten August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG, Binningen Statik/Bauphysik Gruner AG, Basel Elektroplanung Edeco AG, Aesch HLK/Sanitärplanung Gruneko AG, Basel


Tierklinik Säriswil


25 Dossier Gesundheitsbauten

In Säriswil steht seit Juni 2015 eine Tiermedizinische Klinik. Die Konzeption basiert auf klaren, funktionalen Behandlungsabläufen.

Selbstverständliche Architektur Von Uwe Guntern (Interview ) und Peter Leuenberger (Bilder)

Die Konzeption des tiermedizinischen Zentrums folgt dem Wunsch der Bauherrschaft nach klaren, auf funktionalen Abläufen basierenden Behandlungsabläufen. «Wir analysierten im Vorfeld verschiedene neu erstellte Kliniken», so Daniel Messerli von Gauer Itten Messerli Architekten gegenüber «Architektur + Technik». «Dann entwickelten wir zusammen mit der Bauherrschaft ein eigenes Konzept, wobei zwischen Klein- und Grosstieren unterschieden wurde. Die Kleintiere kommen über den Empfangsbereich ins Gebäude und werden dort an der Rezeption begrüsst. Es gibt zwei Wartebereiche, damit keine Aggressivität unter den Tieren entstehen kann. Im Mitteltrakt, dem zentralen Bereich haben wir fünf Behandlungszimmer mit verschiedenen Zugängen für Arzt und Patient. Sie bilden dadurch im Erdgeschoss die Schnittstelle zwischen dem Operations- und Kundenbereich.» Durch diese strickte Trennung gelangt der Kunde nie in den rückwärtigen Bereich, wo sich der Operationsbereich mit einem sterilen und einem unsterilen Operationsraum befindet. Diese Bereiche sind flankiert von Labor-, Röntgen- und Ultraschallraum. Eine andere wichtige Trennung ist diejenige von oben und unten. Dem lang gezogenen Sockelgeschoss ist ein im Zugangsbereich auskragendes

Obergeschoss aufgesetzt. Das klare, prägnante Volumen fügt sich präzise und zurückhaltend in den ländlichen Kontext ein. Dort sind neben Administration und Aufenthaltsräumen die Garderoben angeordnet. Gross aufgezogen sind die gemeinsame Küche und der Essbereich mit einer vorgelagerten Aussenterrasse. Dieser Raum bietet ausserdem den Tierärzten die Möglichkeit, Informationsabende für ihre Kunden zu veranstalten. «Zusätzlich behandelt die Tierklinik – und das ist das Spezielle – auch Grosstiere wie Kühe oder

Daniel Messerli, dipl. Architekt ETH/ SIA, strebt gesamtheitliche Lösungen mit einem unverwechselbaren Profil an.

Der Lageplan zeigt die Position der Tierklinik am Übergang zwischen Industriegebiet und ländlichem Raum.

Architektur+Technik 10/15


26 Dossier Gesundheitsbauten

Der Eingangs- und Wartebereich wird geprägt durch ovale Schallschutzpaneele. Die Behandlungszimmer bilden die Schnittstelle zwischen Kunden- und Operationsbereich.

Architektur+Technik 10/15


27 Dossier Gesundheitsbauten

Grundriss des Obergeschosses mit dem grossangelegten Küchen- und Essbereich, der auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Grundriss des Erdgeschosses. Gut zu erkennen ist die Trennung zwischen den fünf Behandlungszimmern mit verschiedenen Zugängen für Arzt und Patienten und dem Operationsbereich.

Pferde», erläutert Daniel Messerli. «In der Hauptsache werden die Grosstiere im Stall beim Bauern behandelt. Daher befinden sich im linken Teil Garagen und grosse Abstellräume. Dort bereitet der Tierarzt sein Fahrzeug für die Hausbesuche vor. Dort gibt es auch einen Raum, in dem er sich und seine Kleidung reinigen kann, damit kein Schmutz in die Klinik getragen wird. Diese Räume sind zusätzlich so ausgelegt, dass es möglich ist, hier eine Operation an einem Grosstier vorzunehmen. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit einer Operation im sterilen Bereich der Operationsräume.» Der Innenausbau besitzt eine zeitlose, funktionale Eleganz. Die Wände im Kundenbereich sind in

Sichtbeton gehalten, dies in reizvollem Kontrast zur Rezeption, dem Pet Shop und den Sitzgelegenheiten im Wartebereich. Präzis eingesetzte Fenster sorgen für eine natürliche Beleuchtung und unterstützen den Blick in die reizvolle Landschaft. «Wichtig war einerseits eine sehr selbstverständliche Architektur», so Daniel Messerli abschliessend, «andererseits eine Gestaltung des Baukörpers. So kamen wir auf ein lang gezogenes Gebäude, das zwar im Erdgeschoss Rücksprünge hat. Diese fassen wir oben wieder mit einer lang gezogenen Dachkante. Das markante Volumen im Zugangsbereich markiert den Eingang und bildet gleichzeitig den Kopf des Gebäudes.» ●

Bautafel Bauherr Heidmoos AG, Säriswil

Elektroingenieur Schneider Elektro AG, Heimberg

Architektur Gauer Itten Messerli Architekten AG,

HLKKS-Ingenieur Bichsel Bigler Partner AG,

Bern

Gümligen

Bauingenieur Prantl + Aerni Ingenieure AG,

Baumeisterarbeiten Burri Bau AG, Wichtrach

Matten-Interlaken Architektur+Technik 10/15


Orthopädische Klinik Schloss Werneck


29 Dossier Gesundheitsbauten

Generalsanierung der Orthopädischen Klinik Schloss Werneck (D) mit Respekt vor dem historisch Bedeutsamen.

Brückenschlag in die Geschichte Von Uwe Guntern (Redaktion) und Ziegler Zirngibl Architekten (Bilder)

Die Ziegler Zirngibl Architekten in München (D) zeigen anhand von Schloss Werneck, dass es möglich ist, zeitgemässe und moderne Räumlichkeiten in einem denkmalgeschützten Schloss einzurichten. Voraussetzung dafür war, die Denkmalpflege als Pflege des Bestands und gleichzeitig als Weiterentwicklung und Vitalisierung mit allem Respekt vor dem historisch Bedeutsamen zu verstehen. Gleichzeitig wurden Form und Funktion dabei als eine Einheit betrachtet werden. Es gelang den Architekten, von der kompletten Neuordnung der räumlichen Gegebenheiten bis zu einzelnen Sockelleisten, ein modernes Krankenhaus mit einer hohen Aufenthaltsqualität in einer historischen Hülle entstehen zu lassen. Auf den vorhandenen Ort haben die Architekten mit einer Architektur-Sprache geantwortet, die konkret auf die Situation und das denkmalgeschützte Umfeld reagiert und nicht beliebig austauschbar ist. Zwischen den Forderungen an Funktion, Hygiene, Technik und den Ansprüchen der Patienten sowie des Personals wurde dabei fortwährend abgewogen. Der Umstand, die Massnahmen bei laufendem Betrieb umzusetzen, erforderte ausserdem eine besonders schonende Vorgehensweise und eine besondere Rücksichtnahme.

In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege führten Ziegler Zirngibl Architekten die Generalsanierung und Neuordnung der Orthopädischen Klinik Schloss Werneck durch. Es entstand ein umfassendes Sanierungskonzept, das innerhalb von vier Bauabschnitten realisiert wurde. Der erste Bauabschnitt beinhaltete die Einrichtung von zwei Pflegestationen im D-Bau Süd. Innerhalb eines zweiten Bauabschnitts wurden im D-Bau Nord eine Notfallambulanz, eine Röntgenabteilung sowie ein Intensivpflegebereich mit sechs Betten eingerichtet. Gleichzeitig entstand im Vorschlossbereich an der Längsseite des D-Bau Süd ein Neubau für das OP-Zentrum mit drei OP-Sälen und einem Wirbelsäulenpunktionsraum. Der dritte und vierte Bauabschnitt beinhaltete den Umbau und die Sanierung des Hauptschlosses. Nach elf Jahren konnte das Schloss mit Abschluss dieser Massnahmen an den Nutzer übergeben werden. Ein Ort, viele Gesichter

Auf dem Gelände des heutigen Schloss Werneck befand sich ursprünglich eine Burganlage. Zweimal niedergebrannt und notdürftig instand gesetzt entstand 1733 bis 1745 im Auftrag von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn die heute bestehende Schlossanlage durch Balthasar Neumann, einem Architektur+Technik 10/15

Durch die Verwendung von natürlichen klassischen Materialien und Oberflächen entstand ein modernes Ambiente statt ein Krankenhauscharakter.


Freigestellt und wiederbelebt Mit einer präzisen Architektur-Sprache haben die Architekten auf das Raumgefüge geantwortet, diesem eine neue Funktion zukommen lassen und dabei den Charme aus der Entstehungszeit wiederbelebt. Höhepunkt der denkmalpflegerischen Arbeit war die Freistellung des zerstörten historischen Treppenraumes von Balthasar Neumann und die Wiederherstellung des ehemaligen Gartensaals mit Vestibül. In diesem Bereich sollte ein repräsentatives Foyer mit behindertengerechtem Zugang sowie ein Aufenthaltsbereich mit Tagescafé eingerichtet werden.

Eine massive Verbindungsbrücke, die Ost- und Westflügel verband, wurde zurückgebaut, und geschlossene Wandteile zum Gartensaal wurden wieder geöffnet. So gelang es, die ehemalige Raumeinheit wiederzubeleben. Um eine Treppe mit Rampenanlage als behindertengerechten Zugang im Vestibül einzurichten, war es notwendig, eine weitere vermauerte Wandöffnung zum ehemaligen historischen Treppenraum zu öffnen. Mitte des 19. Jahrhunderts ging dieses Treppenhaus verloren. Die Deckenöffnungen wurden überwölbt und der Treppenraum in einzelne Räume

aufgeteilt. Um den Treppenraum mit seinen Deckengewölben und den Kompositkapitellen wieder erlebbar zu machen, wurde die Raumaufteilung aus dieser Zeit zurückgebaut. Durch einen Aufdruck des Treppengeländers auf LED-Lichtpanels bleibt der Verlauf der historischen Treppenanlage sichtbar. Unterstützend wurde auch im Bodenbelag mit Messingeinlegern der ehemalige Treppenverlauf sichtbar gemacht. Im Foyer und Gartensaal wurden nach Befundung der historischen Bodenbeläge diese nach aufwendiger Restaurierung wieder verwendet.

Architektur+Technik 10/15


der bedeutendsten Baumeister des Barock in Süddeutschland. Diverse Umbauten, ausgelöst durch die Nutzung als Bezirkskrankenhaus und als Heilund Pflegeanstalt, hatten das Schloss nicht nur in seiner Optik, sondern auch in seiner Bausubstanz stark verändert. Hieraus entstand letztlich auch das besondere Anliegen, die ursprüngliche Raumkomposition Balthasar Neumanns wiederherzustellen und die historischen Räume erneut erlebbar werden zu lassen. Um dies zu erreichen, wurden Beschädigungen an der alten Bausubstanz instand gesetzt und störende Elemente aus jüngerer Zeit behutsam entfernt. Wesentliche Veränderungen sollten dabei ablesbar bleiben, alte und neue Gestaltungselemente zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenwachsen. Bis heute wird die Nutzung als Orthopädisches Krankenhaus beibehalten. Wieder zutage gefördert

Die gesamte Neuordnung der Orthopädischen Klinik wurde in verschiedenen Gebäudebereichen innerhalb von zehn Jahren realisiert. Dabei wurde punktuell ehemals Verbautes und Verborgenes wieder zutage gefördert. So liess im ersten Bauabschnitt der vollständige Abbruch der Innenwände des Flügelbaus Süd die ehemalige Raumkonzeption, die durch vorherige Umbaumassnahmen zerstört worden war, wieder erahnen. Der Forderung, die ehemalige Grundrisskonzeption beizubehalten, wurde zu grossen Teilen nachgegangen. Allerdings sollte im Erdgeschoss ein Bettenhaus mit zwei Stationen und jeweils 31 Betten eingerichtet werden, was in einer einhüftigen Anlage kaum umsetzbar gewesen wäre. Die einhüftige Anlage wurde in einen zweihüftigen Komplex mit einem bettentauglichen Flur umgebaut. Anschliessend wurde die nach dem Abbruch verbliebene Rippendeckenkonstruktion aus den 1980er-Jahren gesichert und zu einer feuerbeständigen Konstruktion ertüchtigt. Beim Einbau eines Aufzuges waren hier aufwendige Sicherungsmassnahmen notwendig. Nicht nur im Flügelbau D-Süd, sondern auch im angrenzenden Flügelbau D-Nord

förderten die Sanierungs- und Umbaumassnahmen einige Überraschungen wie die Raumkonstruktion der ehemaligen Erschliessungsflure wieder zutage. Darüber hinaus zeigte sich während der Demontage untergehängter Decken, dass Stahlträger früherer Unterstützungsmassnahmen nicht ausreichend dimensioniert waren und Wände nicht bis zu den Decken reichten. Im Obergeschoss war zwischen Aussenwand, Decke und Dach teilweise kein Raumabschluss vorhanden. Wind konnte ungehindert in den ehemaligen Deckenhohlraum blasen. Deckenabschluss und brandschutztechnische Ertüchtigung wurden auch hier durch die Einrichtung von zwei abgehängten Decken gewährleistet. Trotz der Einrichtung neuer Funktionen wie Notfallaufnahme, Radiologie, Anästhesie und Intensivpflegebereich mit sechs Betten sollten die Raumgeometrien und die historischen Gewölbe erhalten bleiben. Gelungen ist dies durch eingestellte Trennelemente mit HPL-Schichtstoffplatten. Durch diese konnte der historische Raumzuschnitt gegliedert werden, blieb in seiner Grundstruktur aber erhalten. Das historische Kreuzgratgewölbe war im Bereich der Radiologie noch vollständig erhalten und deshalb in jedem Fall schützenswert. Die wenigen Stellen, an denen das Gewölbe zur Installation

Der Neubau hebt sich mit seiner grünen Stahl-Glas-Fassade deutlich vom Bestand ab. Leicht schräg gestellt nimmt sie die ehemalige Terrassenneigung auf. Die Patientenzimmer fügen sich nach der Neuordnung und Sanierung in den Charakter des Barockschlosses ein. Die Böden wurden mit einem robusten Eichenparkett im englischen Verband belegt, um an die historische Materialvorgabe anzuknüpfen. Der Aufzugschacht wurde mit HPL-Platten verkleidet, die das Muster einer historischen Tapete aus der Barockzeit zeigen.

Grundriss vom Erdgeschoss.

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ca. 2.579 =Glasfelder Westfassade

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Längsschnitt von Norden mit Ansicht des Operationssaals.

der Technik sehr behutsam durchdrungen werden musste, wurden mit einem Deckensegel abgehängt. Auf diese Weise sind weder die Technikinstallationen noch die Eingriffe in das Deckengewölbe sichtbar. Hinter dem Deckensegel läuft das Kreuzgratgewölbe weiter und ist so für Patienten und Besucher wieder erlebbar. Um das Hauptschloss mit den Erweiterungsbauten D-Bau Nord und Süd zu verbinden, gleichzeitig aber auf einen Neubau zu verzichten, musste eine eher unkonventionelle Lösung gefunden werden. So wurde ein unterirdischer Durchgang geschaffen, der seither die Erschliessung sicherstellt, das äussere Erscheinungsbild des Schlosses dabei aber nicht beeinträchtigt. Die Errichtung des Durchgangs stellte die Architekten allerdings vor unerwartete Herausforderungen. 2,40 Meter dicke Kellerwände mussten durchbrochen werden, ohne die vorhandene Raumkonstruktion zum Einsturz zu bringen. Daher war es notwendig, den Durchbruch innerhalb von mehreren Bauabschnitten zu realisieren und zwischenzeitlich mit einer aufwendigen Stahlbügelkonstruktion zu stützen. Historisches und Gegenwart vereint

Mit dem geforderten Neubau des OP-Bereichs, der an die Längsseite des Flügelbaus D-Nord angeordnet wurde, zeigen die Architekten eindrücklich, dass sich historischer Bestand und moderne Architektur verbinden lassen. Der Neubau hebt sich mit seiner grünen Stahl-Glasfassade deutlich vom Bestand ab. Leicht schräg gestellt nimmt sie die ehemalige Terrassenneigung auf. Sie wurde mit einer speziell angefertigten Ätzung versehen. Als Motivvorlage dienten hierfür die Baumkronen aus dem Schlossgarten. Die

Ätzung gewährt Durchsicht von innen und verhindert unerwünschte Einblicke von aussen. Absorption und Reflexion des Sonnenlichts werden durch sie verstärkt. Mut bewiesen die Architekten nicht nur bei der Fassadengestaltung. Auch die Konstruktion des Neubaus war kein leichtes Unterfangen. Die Massgabe des Denkmalschutzes besagte, dass der Neubau nicht höher als das Erdgeschoss des Flügelbaus D-Nord sein dürfe. Eine Technikzentrale auf dem Dach war damit unmöglich. So entschloss man sich, mit dem Neubau vier Meter in die Tiefe zu gehen. Patientenzimmer mit barockem Charme

Was macht eigentlich ein modernes Krankenhaus aus? Und wie kann dieses in ein denkmalgeschütztes Gebäude integriert werden? Zwei Fragen, die sich natürlich fortwährend, aber vor allem bei der Einrichtung einer neuen Pflegestation mit 44 Betten im Hauptschloss stellten. Einerseits sollte der ursprüngliche Raumeindruck erhalten bleiben und die Raumfluchten wieder erlebbar werden. Andererseits sollten moderne, grosszügige Patientenzimmer entstehen. Denn nicht zuletzt werden der Genesungsprozess und die damit verbundene Verweildauer durch eine positive Atmosphäre verkürzt. Mit ihren technischen Funktionen fügen sich die Patientenzimmer nach der Neuordnung und Sanierung des Gebäudes optimal in den Charakter des Barockschlosses ein, ohne ihn zu beeinträchtigen. Gläserne Sanitäreinheiten mit einer sich nach oben auflösenden Teilbedruckung der Gläser, unterstützt durch die Lichtführung auf den Stuckvouten, die zur Beleuchtung der charakteristischen Hohlkehle dient, lassen die Raumstruktur in den Patientenzimmern erlebbar werden. Dabei bildet die gläserne Optik einen reizvollen Kontrast zum historischen Ensemble. Natürliche klassische Materialien wie Eiche, Nussbaum, Leder, Echtholz und Messing erzeugen eine warme Atmosphäre. In Anlehnung an die Raumgliederung des Barocks finden sich ausserdem Zitate des klassischen Repertoires wie Türumrahmungen mit Supraporte und Wandvertäfelungen als unterer Wandschutz wieder. Barocke Motive stehen im direkten Bezug. Bauzitate wie der klassische Konsoltisch mit Spiegel an den Mauervorlagen der Fensterseiten wurden aufgenommen und übernehmen neue Funktionen.●

Bautafel Bauherr Bezirk Unterfranken

Projektierung/Heizung/Lüftung/Sanitär/Elektro

Nutzer Orthopädisches Krankenhaus

REA Beratende Ingenieure Tragwerksplanung Hussenöder + Merz, Beratende Ingenieure VBI

Schloss Werneck Architektur/Innenarchitektur/Brandschutz/Bauleitung

Ziegler Zirngibl Architekten GmbH Architektur+Technik 10/15


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St.-Johann-Behindertenhilfe OsnabrĂźck


35 Dossier Gesundheitsbauten

In Osnabrück (D) steht der Neubau der St.-Johann-Behindertenhilfe. Verglaste Zwischenbauten lassen das Fassadenbild wie eine kleinteilig gefasste Bebauung erscheinen.

Versetzte Kuben mit Farbakzenten Von Uwe Guntern (Redaktion) und Andreas Secci (Bilder)

Helligkeit und Barrierefreiheit bestimmen den Neubau der St.-Johann-Behindertenhilfe in der Innenstadt Osnabrücks. Der zweiteilige, zweigeschossige Baukörper ist am bisherigen Standort der zurückgebauten Bestandsgebäude aus den 1970er-Jahren, unmittelbar neben der Johanniskirche, entstanden. Für den Massivbau, der sich aufgelockert in scheinbar einzelne Baukörperelemente direkt in das Umfeld einfügt, hatte die pbr Planungsbüro Rohling AG die Gesamtplanung übernommen. Bauherr ist der Bischöfliche Stuhl zu Osnabrück. Als älteste noch bestehende soziale Einrichtung im Bistum Osnabrück leistet die St.-Johann-Behindertenhilfe seit fast 300 Jahren Hilfe für Kinder und

Jugendliche. Trotz umfangreichen Renovierungsund Umbauarbeiten erwiesen sich die 1720 errichteten Bestandsgebäude für die Behindertenhilfe als ungeeignet. Die Barrierefreiheit war in diesen Räumlichkeiten nicht mehr gegeben. Die Barrierefreiheit war in diesen Räumlichkeiten nicht mehr gegeben, sodass das Bestandsgebäude seither die Funktionen Pforte, Wäschepflege, Therapie- und Besprechungsräume sowie Leitung und Verwaltung beherbergt. Barrierefreiheit und Helligkeit

Damit die Räumlichkeiten des Neubaus den Anforderungen des Alltags der Bewohner und des Pflegepersonals entsprechen, wurde bereits in der Planungsphase eng mit dem Pflegepersonal zusammenge-

Architektur+Technik 10/15

Versetzte Gebäudekuben wurden durch unterschiedlich farbigen Putz nochmals voneinander abgesetzt.


Durch verglaste Zwischenbauten wirkt das Gesamtbild der Fassade wie eine kleinteilig gefasste Bebauung. Verglaste Flurflächen weiten die Räumlichkeiten zusätzlich auf. Jeder Wohngruppe ist ein Pflegebad zugeordnet. Einzelne Bereiche zwischen den Fenstern werden durch Farbakzente betont.

Architektur+Technik 10/15


37 Dossier Gesundheitsbauten

arbeitet. So zeigt die kompakte Grundrissstruktur die ideale Umsetzung des erforderlichen Raumprogramms. Die Erdgeschossebene wird als barrierefreie Ebene optimal für zwei Wohngruppen genutzt. Alle Aufenthaltsräume bieten Blickbezüge direkt ins Grüne. Lediglich die Sanitärblöcke und Lagerräume wurden innenliegend angeordnet. Innerhalb der Wohngruppen wurden ausreichend Bewegungs- und Spielflächen realisiert. Verglaste Flurflächen weiten die Räumlichkeiten zusätzlich auf und bringen viel Licht in die Innenräume. Der kubische Neubau ist zweigeschossig ausgebildet, da die Höhenüberwindung ansonsten enorm zeitintensiv und aufwendig ist und die Bewohner in ihrer Wohnqualität einschränken würde. Niedrige Brüstungshöhen ermöglichen dabei Sichtbezüge von innen nach aussen. Ideale Lebens- und Pflegebedingungen

Die zwei symmetrischen Gebäudeflügel bieten auf beiden Etagen jeweils neun Kindern und Jugendlichen ausreichend Platz. Grosser Wert wurde bei dem Neubau vor allem auf Ebenerdigkeit und Geräumigkeit gelegt. Auf diese Weise wird Rollstuhlfahrern nicht nur ein barrierefreier Zugang, sondern auch eine gute Mobilität gewährleistet. Neben Einzelzimmern beherbergt jede Wohngruppe eine geräumige Küche, ein Pflegebad, einen Wohn- und Essraum sowie verschiedene Funktionsräume. Die Zimmer der Bewohner wurden jeweils mit einem Pflegebett, einem Waschbecken und ausreichend Steckdosen für eine optimale Versorgung ausgestattet. Die verkehrsgünstige Lage in der Innenstadt

ermöglicht Familienangehörigen dabei eine gute Erreichbarkeit. Die Nähe zum Christlichen Kinderhospital Osnabrück sowie zum Marienhospital Osnabrück ist ausserdem ein erheblicher Standortvorteil, da viele der Bewohner dort regelmässig medizinisch versorgt werden. Aufgelockertes Fassadenbild

Der Neubau grenzt sich einerseits klar von den Bestandsgebäuden ab, fügt sich andererseits aufgelockert in scheinbar einzelne Baukörperelemente gut in das Umfeld ein. Durch eine umlaufende Grün- und Gartenfläche werden Bestand und Neubau wieder zu einer harmonischen Anlage zusammengefasst. Versetzte Gebäudekuben wurden durch unterschiedlich farbigen Putz nochmals voneinander abgesetzt, einzelne Bereiche zwischen den Fenstern durch Farbakzente betont, sodass die einzelnen Wohngruppen auch im Fassadenbild ablesbar werden. Durch verglaste Zwischenbauten, bestehend aus einer PfostenRiegel-Konstruktion mit Aluminiumprofilen, wirkt das Gesamtbild der Fassade wie eine kleinteilig gefasste Bebauung. Dabei besteht der Aussenwandaufbau aus einem innen liegenden, tragenden Kalksandsteinmauerwerk und einem Wärmedämm-Verbundsystem mit Putzschicht. Die Fensteröffnungen innerhalb der Putzfläche wurden als Kunststofffenster eingesetzt. Der Neubau ist als klassischer Massivbau mit einer Bodenplatte und Decken aus Stahlbeton ausgeführt. Im Innenbereich wechseln sich vereinzelte tragende Mauerwerkwände aus Kalksandstein mit Wänden in Leichtbauweise ab. ●

Ansicht von Osten (oben links) und von Süden (unten links). Durch die Farbgebung werden die einzelnen Wohngruppen im Fassadenbild sichtbar. Der kubische Neubau ist zweigeschossig ausgebildet. Grundriss der Erdgeschossebene, die als barrierefreie Ebene optimal für zwei Wohngruppen genutzt wird.

Bautafel

Tragwerksplanung pbr Planungsbüro Rohling AG,

Bauherr Bischöflicher Stuhl, Osnabrück

Osnabrück

Gesamtplanung pbr Planungsbüro Rohling AG,

Brandschutzplanung pbr Hölscher Brandschutz

Osnabrück

GmbH Architektur+Technik 10/15


Seniorenzentrum Bubenholz ZĂźrich


39 Dossier Gesundheitsbauten

giuliani.hönger Architekten in Zürich geben mit dem Neubau des Seniorenzentrums Bubenholz in Opfikon eine gelungene Ant­ wort auf die vorstädtische Morphologie.

Ein Gartenhof als Herzstück Von Uwe Guntern (Redaktion) und Walter Mair (Bilder)

Das Planungsgebiet Bubenholz zwischen Glatt­ brugg, Opfikon und Oberhausen ist mehrheitlich ge­ prägt durch eine kleinmassstäbliche Streusiedlung ohne auffällige räumliche Ordnungsprinzipien. Es ist durch den Fluglärm beeinträchtigt und grenzt an die Autobahnüberdeckung der A51, die mit der Park­ anlage Bubenholz belegt ist. Zur Müllackerstrasse hin wird ein liegender Gebäudetrakt in Nord–Süd­ Richtung angeordnet, der sich in Massstab und Traufhöhe in die umliegende Bebauung einbindet. Kontrastiert wird das Volumen mit dem östlich posi­ tionierten, stehenden Wohnturm, der den Massstab der noch weiter östlich der Autobahnüberdeckung stehenden Gebäude aufnimmt und sich als Solitär in die Reihe von grösseren Einzelbauten einfügt, wel­ che die Parkanlage Bubenholz begleiten. Dank seiner begrenzten Standfläche wird im südöstlichen Be­ reich des Areals eine räumliche Beziehung zwischen Hofraum und Parkanlage Bubenholz geschaffen. Mit seiner östlichen Randposition wirft der Wohnturm schon am Vormittag keinen Schatten mehr in den Gartenhof. Durch den eingeschossigen Verbin­ dungsbau zwischen liegendem Gebäude und Wohn­ turm wird der Hofraum gefasst und die Verschattung des nördlichen Nachbargrundstücks damit gering gehalten. Die bestehende Strassen begleitenden Architektur+Technik 10/15

Pflegetrakt mit Gartenhof und Wohnturm.


40 Dossier Gesundheitsbauten

Ein Verbindungsbau ermรถglicht einen schnellen Durchgang zwischen Wohnturm und Pflegetrakt. Erschliessungskorridor im Pflegetrakt.

Architektur+Technik 10/15


41 Dossier Gesundheitsbauten

zweigeschossigen Punktbauten an der Wallisellerstrasse bilden die aufgelöste vierte Hofseite. Atmosphärische Entschädigung

Im Kontrast zum wenig differenzierten Grün der weiteren Umgebung soll im Zentrum ein Aussenraum mit verdichteter Natur, malerischer Stimmung und einladender Aufenthaltsqualität entstehen, auch als atmosphärische Entschädigung für die vorstädtische Lage und das Handicap des Fluglärms. Hier führt die aussenräumliche Gliederung mit gebäudenahem Sitzplatz und Pflanzstreifen zwischen festen Körpern und fliessenden Räumen weiter und lässt innen und aussen verschmelzen. Der Sitzplatz selbst ist mit einem Plattenbelag belegt und mit Sonnenschirmen und Tulpenbaum zum Sitzen im Schatten angelegt. Die offene vierte Seite des Hofes fängt die Sonne ein und schafft den räumlichen Übergang zu den angrenzenden Freiräumen. Der Dachgarten im ersten Obergeschoss übernimmt die Gestaltung des Innenhofes und erweitert sie mit den gleichen Mitteln auf erhöhtem Niveau. Das räumliche Prinzip der Verschränkung von innen und aussen findet hier seinen Ausdruck, indem sich der innere Aufenthaltsbereich in einem grosszügigen Aussenplatz fortsetzt. Die Pflanzflächen schaffen Abstand zum angrenzenden Wohnturm und erzeugen Farb- und Duftakzente für die Bewohner. Durch die Polygonalität der Gebäudekörper können verschiedene, aussen- und innenräumliche Merkmale erzeugt werden: Aussenräumlich erfahren die Baukörper durch die geknickten Abwicklungen feine Brechungen und Gliederungen, welche die Massstäblichkeit der Anlage relativieren. Die Knickung der Westfassade erweitert die Vorfahrtsituation nach Norden hin. Der Hofraum erfährt durch die Brechungen eine stärkere Fassung, und der Wohnturm wird in seiner vertikalen Gliederung gestärkt. Im Erdgeschoss werden in den polygonalen Umriss Körper mit dienenden Räumen so eingelagert, dass dazwischen eine fliessende, öffentliche Bewegungs- und Begegnungszone mit den wichtigsten Aufenthaltsräumen entsteht. Der mehrheitlich transparente Bereich mit Haupteingang, Empfang, Bistro, Promenade und Eingang Wohnturm ermöglicht einen starken Bezug zum Gartenhof. In den Obergeschossen wiederholt sich das Raumprinzip mit andern Raumfiguren. Die orthogonalen Raumtypen der Pflegezimmer und Wohnungen, die fast aus- schliesslich geometrisch identisch und seriell angeordnet sind, folgen den Fassadenfluchten. Im Pflegeteil bilden jeweils zwei Zimmer ein gespiegeltes Raumpaar, das durch Entfernen der nicht tragenden Zwischenwand oder einer eingeführten Türver-

bindung zusammengeschlossen werden kann. Das übergeordnete Raumprinzip von Körpern und den diese umspülenden Raum wird auch in den Zimmern und Wohnungen fortgesetzt, um trotz flächenmässiger Begrenzung eine räumliche Grosszügigkeit zu erreichen. In den rechteckigen Umriss des Zimmers wird das Bad derart eingesetzt, dass die Wohneinheit in eine Eingangs-, eine Übergangszone mit Schiebetüre zum Bad und einen Wohn- und Schlafbereich gegliedert wird. Hier weist das raumbreite Fenster einen festverglasten Teil auf, der mit seiner raumseitigen Ablage als Ablagenische oder Blumenfenster dienen kann, und einem innenbündigen Drehflügel zum Lüften. Im Wohntrakt sind die 2.5-ZimmerWohnungen nach dem gleichen Prinzip derart aufgebaut, dass man über ein Entrée und den Zugang zum Bad in den Wohn- und Essbereich mit integrierter Küchenzeile gelangt, die nach aussen mit der Loggia räumlich erweitert wird. Seitlich liegt je nach Bedürfnis die Raumerweiterung oder ein durch eine Schiebewand abtrennbares Schlafzimmer. Bei den 3.5-Zimmer-Wohnungen zweigt das zweite Zimmer vom Entrée ab, der zentrale Raum ist dem Wohnen vorbehalten, und die Küchenzeile ist in den Sanitärblock integriert. In den Obergeschossen reagiert die Primärstruktur auf die Anforderungen bezüglich Betrieb und Flexibilität. Der Pflegeteil basiert auf einer Scheiben-Platten-Konstruktion mit alternierend tragenden Betonwänden und nicht tragenden gemauerten Querwänden von 20 cm Stärke, die bei Bedarf entfernt werden können, sowie Betondecken von 24 cm Stärke. Die tragenden Betonwände der Pflege-Obergeschosse werden im Bereich über dem Restaurant als statischer Überzug aktiviert. Somit kann im Erdgeschoss ein maximal stützenfreier Raum generiert werden. Der Wohnteil ist aufgrund der Lasten im

Der Situationsplan zeigt die Prägung des Planungsgebiets durch eine kleinmassstäbliche Streusiedlung ohne auffällige räumliche Ordnungsprinzipien.

Architektur+Technik 10/15


42 Dossier Gesundheitsbauten

Bistro und Mehrzweckraum befinden sich im Erdgeschoss. Durch ein übergeordnetes Raumprinzip wird bei den Pflegezimmern trotz flächenmässiger Begrenzung eine räumliche Grosszügigkeit erreicht. Eine Alterswohnung im Erdgeschoss mit Zugang zum Gartenhof.

Architektur+Technik 10/15


43 Dossier Gesundheitsbauten

Hochhaus in Schottenbauweise mit tragenden Betonwänden von 25 cm und Betondecken von 26 cm Stärke ausgeführt. Die Nasszellen sind beim Pflegeteil als nicht tragende, vorfabrizierte Betonzellen ausgeführt. Allgemein dienen die Treppen- und Liftkerne und gewisse Querwände im Turm zur horizontalen Aussteifung. In den Obergeschossen wird die innere Brüstung der Aussenwand gemauert und dient zusammen mit der sturzlosen Decke als Anschlag für das Fenster. Moderate Moderne

Für die vorstädtische Lage, die volumetrische Gliederung und die Nutzung eines Alterssitzes wird ein architektonischer Ausdruck gesucht, der mit dem Begriff der «moderaten Moderne», wie sie beispielsweise Werner Stücheli angewandt hat, subsumiert werden kann. Der gewählte Ausdruck, die Konstruktion und die gesamte Materialisierung folgen den Prinzipien einer strengen ökonomischen Vorgabe, eines gemeinsamen architektonischen Konzepts für die komplexe Volumetrie und eines übergeordneten Anliegens der menschenfreundlichen Beheimatung älterer Menschen. Um die differenzierten Baukörper zusammenfassen zu können, wird die serielle Stapelung der Geschosse zum prägenden Ausdruck. Die jeweilige Decke und Brüstung wird zu einer Schale, die sich in den Fassaden als horizontale Bänderung ausdrückt. Um ein Abbild dieser prägenden Primärstruktur formen zu können, sind die Bänder mit einer grauen Faserzementplatte verkleidet. Um das jeweilige Band als Schale lesbar zu machen, ist die Untersicht bei den Einstülpungen ins Innere ebenfalls grau materialisiert beziehungsweise gestrichen. Pro Geschoss werden die in der Typologie beschriebenen festen Körper in die Schalen gestellt, innen und aussen verputzt und elfenbeinfarben gestrichen, oder Verglasungen sind eingespannt, die durch die dunklen Rahmen ebenfalls zu Bändern werden. Um den Wänden eine haptische und textile Qualität zu geben, wird der Aussenputz mit einem vertikalen Besenstrich versehen und der Innenputz mit einem Glasvlies belegt. Die Fassade kann entweder als örtliche Enthäutung eines verkleideten oder umgekehrt

als schichtweise Bekleidung eines verputzten Gebäudes gelesen werden. Im Gegensatz zu den Obergeschossen sind die Fronten der öffentlichen Raumbereiche aus einem alternierenden Rhythmus von zwischen Boden und Decke eingespannten Eichenwänden und Glasflächen aufgebaut. Die Scheiben geben der Raumfolge um den Hof einen Takt und bilden mit der Eichenverkleidung ein Stimmungselement. Gleichzeitig setzen sich die Eichenwände in den Trennmöbeln zwischen Erschliessung und Mehrzweckräumen und Bistro fort. Im öffentlichen Bereich des Erdgeschosses und in den Erschliessungen des Wohnteils ist ein Jurakalkplattenbelag eingebaut. Die Pflegeabteilung weist sowohl in der Erschliessung als auch in den Pflegezimmern ein auberginefarbenes Linoleum auf. Bei den Wohnungen ist am Boden ein Holzparkettboden eingebaut. Sämtliche Wände sind mit Glasvlies, die Decken mit Weissputz versehen. Die Erschliessungszone und das ganze Erdgeschoss im Pflegeteil weisen eine abgehängte, akustisch absorbierende Gipslochdecke auf. Sämtliche Nasszellen sind am Boden und an den Wänden mit keramischen Mosaikplatten ausgekleidet. Zur atmosphärischen Geborgenheit gesellen sich die Möbel mit Gestellen und Füssen in Eiche natur und Lederbezügen in der Farbe grüner Äpfel, die zum Gartenhof verweisen. ●

Grundriss Erdgeschoss.

Bautafel

Landschaftsarchitektur Hager Partner AG, Zürich

Bauherrschaft SPS Immobilien AG, Olten

Bauphysik Michael Wichser + Partner AG, Dübendorf HLK Ingenieur hps energieconsulting ag, Zürich Elektroingenieur Schmidiger + Rosasco AG, Zürich Sanitärplanung Gerber + Plüss Haustechnik GmbH, Volketswil

Architektur giuliani.hönger dipl. architekten

eth-bsa-sia, Zürich Baumanagement Caretta + Weidmann

Baumanagement AG, Zürich Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer

Bauingenieure AG, Zürich Architektur+Technik 10/15


BATLab Genf


45 Dossier Gesundheitsbauten

Die Universitätsspitäler Genf haben ein neues Laborgebäude, das BATLab erhalten. Damit wurden die Prozesslabore in einem einzigen Gebäude zusammengefasst.

Das Gebäude der Labore Von Uwe Guntern (Redaktion) und Thomas Jantscher (Bilder)

Die Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) auf dem Roseraie-Gelände sind mit 2200 Betten und über 10 000 Mitarbeitern der grösste Spitalkomplex der Schweiz. Das neue Laborgebäude BATLab beherbergt nun – entsprechend dem Wunsch der Universitätsspitäler Genf – sämtliche Analyselabors der HUG, die zuvor auf verschiedenen Standorten des Krankenhauskomplexes verteilt waren.

standen, die den Bedürfnissen der verschiedenen Einheiten entspricht. Die Grundrisse sind im ganzen Gebäude ähnlich und flexibel organisiert, mit den speziell für die verschiedenen Einheiten konzipierten Hauptlaborbereichen im Zentrum. Dieser

Sowohl die Modularität (1,10-m-Raster) als auch die Typologie des zentralen Laborbereichs mit fassadenseitig angeordneten Arbeitsplätzen sind an der Fassade ablesbar.

Flexible Grungrisse

Die Volumetrie des Neubaus ist der beschränkten Grösse der Parzelle und den bestehenden Gebäuden angepasst, wobei auch die Geschosshöhen des angrenzenden Spitals übernommen wurden. Der Neubau befindet sich im Nordwesten des Spitalgeländes, verfügt über 10 Obergeschosse und hat eine Fläche von etwa 13 00 Quadratmeter. Er ist eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes und verfügt über keinen eigenen Eingang. Sämtliche Geschosse sind vom Nachbargebäude her über ein Verbindungselement zugänglich, das auch die räumliche Gliederung prägt. Ausgehend von den zentralen Laborflächen entwickelt sich das Volumen in Höhe und Tiefe entsprechend den Nutzungen und Anforderungen der einzelnen Einheiten. Dadurch ist auf jeder Geschossebene eine zusammenhängende Laborfläche ent-

Situationsplan: Die Parzelle für das BATLab befindet sich im Nordwesten des Spitalgeländes.

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46 Dossier Gesundheitsbauten

Die Volumetrie des Gebäudes ist sowohl an Grösse und Form der Parzelle sowie an das bestehende Gebäude angepasst. Die Grundrisse sind ähnlich und flexibel organisiert, mit den speziell für die verschiedenen Einheiten konzipierten Hauptlaborbereichen im Zentrum.

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47 Dossier Gesundheitsbauten

ein Webmuster, das in der Mitte eher engmaschig ist und sich zu den Gebäudekanten hin zunehmend von der modularen Strenge löst und ausweitet. So öffnet sich der Bau zur Landschaft hin und tritt in Dialog mit dem Quartier. Die äussere Gestaltung ist geprägt durch die Kombination der Materialien Aluminium und Glas, die Opazität und Transparenz, Schatten und Glanz kombinieren und durch ihre farbliche Gestaltung mit dem baulichen Kontext des Spitalgebäudes kommunizieren.

Fassadenansicht aus Norden und Schnitt des BATLab.

Gebäudetechnik

zentrale, klinisch geprägte Laborbereich steht im Kontrast zu den beiden Stirnseiten. Er ist begrenzt durch die durchgehenden Installationsschächte, welche die Versorgung des zentralen Plateaus gewährleistet. An den beiden Stirnseiten des Gebäudes befinden sich die Service- und Technikbereiche, die vertikale Erschliessung, die Besprechungsräume und Cafeterias. Diese Bereiche öffnen sich grosszügig nach aussen und innen. Der Raster der Fassade bringt einerseits die Modularität des Grundrisses zum Ausdruck. Andererseits widerspiegelt er auch die Typologie des zentralen Laborbereichs und lässt durch subtile Veränderungen die verschiedenen Nutzungen innerhalb des Gebäudes erkennen. So entsteht aus dem Zusammenspiel von Horizontalität und Vertikalität

Das Gebäude bietet eine Gesamtnutzfläche von rund 8200 Quadratmeter. Neun Etagen werden als Laborgeschosse und eine Etage für die Nebenräume genutzt. Die Technik ist im untersten sowie im obersten Geschoss untergebracht. Ebenfalls sind in diesem Gebäude zwei Biosicherheitslabors der Klassen P3 und P4D untergebracht, die über autonome Lüftungsanlagen mit höchstem Sicherheitsstandard verfügen. Durch den erwähnten Anbau an bestehenden Gebäudekomplex ist die vorgegebene lichte Geschosshöhe von 3,25 m für einen Laborbau eigentlich zu gering. Damit in den Laborgeschossen trotzdem eine lichte Höhe von 2,70 m zu Verfügung gestellt werden kann, wurden seitlich der Laborräume Korridore angeordnet, in welchen sämtliche für die Raumluftkonditionierung erforderlichen Anlagenteile untergebracht sind. Dieses Konzept erlaubt eine Wartung ausserhalb des Laborbereichs und ohne Interventionen in der Doppeldecke. ●

Bautafel Bauherr Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG)

Gebäudetechnik Rapp Gebäudetechnik AG,

Architekt/Generalplaner Burckhardt+Partner SA

Basel

Bauphysik AAB – J. Stryjenski & H. Monti SA,

Bauingenieur T Ingénierie SA, Genève

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Urheberrecht

Vorbeugen ist besser als heilen Vertrag-Nr. […] Ziff. […]: «Sollte der Vertrag vor Erbringen aller vereinbarten Leistungen aufgelöst werden, verpflichtet sich der Architekt, dem Auftraggeber das Urheberrecht gegen eine zusätzlich zum geschuldeten Honorar zu zahlende einmalige Entschädigung von CHF 200 000.– abzutreten.»

In einer Gemeinde des schweizerischen Mittellandes herrscht Goldgräberstimmung: Eine ausländische Gesundheitsgruppe hat ihr Interesse kundgetan, eine neue Klinik auf einem Grundstück in privilegierter Lage bauen zu wollen, das der Gemeindevorstand unter Vorbehalt des entsprechenden Beschlusses der Gemeindeversammlung im Baurecht zu geben bereit ist. Das Volk hat das letzte Wort

Es stehen zwei Abstimmungen bevor: die eine über den Standort der geplanten Klinik, die andere über den Abschluss eines Baurechtsvertrags mit der ausländischen Gesundheitsgruppe. Damit reelle Chancen für einen positiven Entscheid seitens der Gemeindeversammlung bestehen, ist eine detaillierte Vorstellung des Projektes vor versammeltem Volk notwendig, was eine entsprechende Aufarbeitung der Grundlagen voraussetzt. Die Vertreter der zukünftigen Bauherrschaft beschliessen, sich an einen renommierten Architekten zu wenden, der gegenüber dieser Anfrage ambivalent ist. Fühlt er sich einerseits geehrt, an einem so wichtigen Vorhaben beteiligt zu werden, begleiten ihn andererseits Bedenken, da die zu gegebener Zeit anstehenden Volksentscheide negativ ausfallen könnten. Der Architekt fragt sich insbesondere, wie die Investoren bei einem negativen Entscheid des Volkes handeln würden, ob sie das Bauvorhaben in einem anderen Ort unter Mithilfe eines dort ansässigen Architekten aufgrund seiner Pläne umsetzen würden, gegebenenfalls sogar mit Änderungen seines ursprünglichen Entwurfs, was ihm Bauchschmerzen bereitet. Was, wenn das Volk Nein sagt?

Der Architekt klärt seine Lage sorgfältig ab, insbesondere in Bezug auf das Urheberrecht. Bekanntlich ist der Schutz des Urheberrechts gegeben, wenn das Werk a) eine geistige Schöpfung ist, wenn es b) einen individuellen Charakter aufweist, und wenn es c) wahrnehmbar ist. Auch ist notorisch, dass die Hürde für die Erfüllung der soeben genannten Voraussetzungen sehr tief ist, sodass davon ausgegangen werden kann, dass jeder Entwurf diese Voraussetzungen erfüllt. Architektur+Technik 10/15


49 Dossier Regelwerk

Für den Architekten ist klar, dass seine Pläne entsprechend geschützt sind. Da das Urheberrecht das Recht des Planers beinhaltet, darüber zu bestimmen, ob, wann und wie sein Werk benützt wird (Stichwort «Werkverwendung») und die Umsetzung der Pläne eine solche ist, kommt der Architekt der zukünftigen Klinik zum vorläufigen Schluss, dass seine Befürchtungen nicht gerechtfertigt sind. Nichtsdestotrotz beschliesst er, sich juristischen Rat bei einem Anwalt zu holen. Vorbeugen ist besser als heilen …

Die Richtigkeit der ersten Schlussfolgerung des Architekten bestätigt sich: Das Recht ist auf seiner Seite. Anderseits rät ihm der Anwalt dringend davon ab, nur auf das geltende Recht zu vertrauen, ohne selber die Situation auf massgeschneiderte Art zu regeln. Denn am einfachsten lässt sich die Konstellation mit dem Krankheitsbild einer Lungenentzündung erklären. Man kann im Winter mit Sommerkleidung hinausgehen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass im Falle einer Krankheit ja eine hervorragende ärztliche Versorgung in Anspruch genommen werden kann. Eine andere, und wohl tauglichere Möglichkeit besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Krankheit gar nicht erst ausbricht – und die grössten Chancen dafür bestehen in einer entsprechenden Vorbeugung. Auch der Architekt entscheidet sich nach der Besprechung mit dem Anwalt für die Vorbeugung, was im vorliegenden Fall zur sofortigen Aufnahme von Vertragsverhandlungen mit der ausländischen Gesundheitsgruppe führt. Und dies, bevor jegliche planerische Dienstleistung erbracht wird. Zur grossen Überraschung des Planers reagieren die Vertreter der Bauherrschaft sehr positiv auf seinen Wunsch, eine Vereinbarung aufzusetzen, und nach wenigen Wochen wird ihm ein massgeschneiderter Vertrag auf den Tisch gelegt, dessen Herzstück die nachfolgende Klausel ist: «Sollte der Vertrag vor Erbringen aller vereinbarten Leistungen aufgelöst werden, verpflichtet sich der Architekt, dem Auftraggeber das Urheberrecht gegen eine zusätzlich zum geschuldeten Honorar zu zahlende einmalige Entschädigung von CHF 200 000.– abzutreten.»

Der Architekt ist etwas perplex, da die Klausel eine Pflicht zur Abtretung der Urheberrechte beinhaltet. Andererseits ist er sich bewusst, dass, sollte der Vertrag aus welchen Gründen auch immer aufgelöst werden, das Streitpotenzial immens ist. Streitigkeiten sind sehr teuer, und gegenüber der ausländischen Gruppe, die über eigene Juristen verfügt, sitzt der Architekt am kürzeren Hebel. Mit der Aufnahme einer Klausel in den Vertrag, die der Bauherrschaft nach Abtretung der Urheberrechte verbietet, das Projekt in einen Zusammenhang mit seiner Person zu bringen und ihn als Autor zu nennen, ist der Architekt von der Richtigkeit der so gewählten Spielregeln überzeugt und kann die Arbeit unbelastet aufnehmen. Er zieht also die Prophylaxe der Heilung vor. Die Vorbeugung hat ihn zwar etwas gekostet, aber bloss einen Bruchteil dessen, was es ihn gekostet hätte, wenn er später für sein Recht kämpfen müsste. Selbstverständlich trifft vorliegende Konstellation, welche die Projektierung einer Klinik betrifft, auf unzählige andere Situationen zu. … und ein Vertrag ist günstiger als ein Prozess

Das Unbekannte lauert stets im Hintergrund, und es erschöpft sich leider nicht in der Unsicherheit bezüglich des Volkswillens. Immer wieder werden Grundstücke veräussert, auf denen Planungsprozesse laufen. Und jedes Mal werden darin involvierte Planer mit den gleichen Fragen konfrontiert. Zu guter Letzt ist darauf hinzuweisen, dass nie vergessen werden darf, die Thematik des anwendbaren Rechts und des Gerichtsstands zu regeln, insbesondere wenn der Sachverhalt internationale Aspekte aufweist wie eine ausländische Partei als Bauherrschaft oder als Planer! Auch auf nationalen Sachverhalten darf die Frage des Gerichtsstands nicht vergessen werden: Zum Beispiel kann für eine Planungsfirma mit Sitz in Genf der Gang zu einem Gericht in Lugano sehr mühsam werden. Quintessenz der vorliegenden Überlegungen ist die Erkenntnis, dass auch hier – wie bei so vielen Themen – das Geheimnis darin liegt, gar nicht erst im Krankenbett zu landen. Oder anders ausgedrückt: Heilen ist kostspieliger als vorbeugen. Und ein Vertrag viel günstiger als ein Prozess. ● Architektur+Technik 10/15

Walter Maffioletti ist Rechtsanwalt und Mitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS). Er spezialisierte sich an der Uni Freiburg auf Bau- und Immobilienrecht, ist beratend und prozessierend tätig und wirkt als Dozent und Referent an diversen Ausbildungsstätten. Zudem ist er Mitherausgeber des Handbuchs zum Bauwesen.


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51 Marktplatz Übersicht

MARK TPL AT Z 52 Dach Inmitten dichter Bebauung ist auf einem Parkhausdach in Marburg an der Lahn ein Dachgarten mit Nutzpflanzen entstanden. Im Falle einer Dachsanierung garantiert eine Kombination aus Glaswolle, Holzfaserplatten und einer Dampfbremse leistungsfähige Dämmwerte.

62 Treppen und Aufzüge Für ein langfristig sicheres Begehen einer Treppe ist die Planung von entscheidender Bedeutung. Unterstützung bieten hierbei verschiedene Richtlinien. Im Bürohaus Baslerpark in Zürich wurden unter anderem dreizehn Aufzüge modernisiert und für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht. Und eine Reihe von neuen Produkten und Lösungen.

68 Öffentliche Sanitärräume Das Pflegezentrum in Zürich-Witikon wurde drei Jahre lang saniert. Sonderanfertigungen erfüllen nun im Sanitärbereich die Bedürfnisse der Bewohner. Die Anforderungen an Hygiene im Waschraum sind gestiegen. Neue Produkte werden dem gerecht.

Architektur+Technik 10/15

78 Raummodule und Systembau An der FH Köln entwickeln Studierende ein Konzept für ein studentisches Wohnen in Modulbauweise. Der Holzsystembau bietet die idealen Voraussetzungen für sich verändernde Rahmenbedingungen.


52 Marktplatz Dach

Nutzpflanzen können auf Dächern wachsen, wie das Beispiel des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Marburg an der Lahn (D) zeigt.

Dachgartenlandschaft

Leben auf dem Dach Ob Kopfsalat anpflanzen, Erdbeeren ernten, zwischen den Pflanzinseln spazieren gehen oder einfach nur die Sonne geniessen – all das können nun die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St. Elisabeth in Marburg an der Lahn nach den Neu- und Umbauarbeiten. Dazu gehörte eine 550 Quadratmeter grosse Gartenlandschaft auf dem neu gebauten Parkdeck inmitten dichter Bebauung. Ein Beispiel auch für Urban Farming: Nutzpflanzen können durch Zinco-Technik auf Dächern wachsen.

gun.

Dachaufbau

Die Dachtraufprofile grenzen die Plattenbeläge sauber von den begrünten Bereichen.

Zunächst wurde eine wurzelfeste bituminöse Dachabdichtung aufgebracht. Auf dieser Grundlage wurden die Dachbegrünungsarbeiten durchgeführt. Nach Aufbrin-

gung der Speicherschutzmatte SSM 45 auf der Dachabdichtung folgten die jeweils 1 mal 2 Meter grossen Drainageelemente Floradrain FD 40. Vollflächig und Stoss auf Stoss verlegt, sichert das unterseitige Kanalsystem dieser Elemente die Ableitung von Überschusswasser in die Dachabläufe. Die profilierten Elemente haben Diffusionsöffnungen, die nach oben zeigen müssen, damit neben der beschriebenen Dränagefunktion auch die Wasserspeicherfunktion gewährleistet ist. Wasserspeicherung ist aber nur in den begrünten Bereichen gefragt, unter den Plattenbelägen drehten die Dachgärtner die FloradrainElemente um, sodass die Diffusionsöffnungen nach unten zeigen. Zur Orientierung wurde der genaue Verlauf der geplanten Pflanz-

Der Systemaufbau «Gemüse auf dem Dach», wie er in Marburg eingesetzt wurde.

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beete mit Sprühfarbe gekennzeichnet. Die Mehrzahl der Pflanzbeete liegt niveaugleich mit den Plattenbelägen. Zur Abgrenzung und stabilen Einfassung der Belagsflächen dienen hier Zinco-Dachtraufprofile DP und TRP. Die Hochbeete, die statt der sonstigen 30 cm insgesamt 60 cm Substrathöhe ermöglichen, sind mit Betonwinkelsteinen umrandet. Gerade diese Variabilität und die vieleckigen Formen der Pflanzinseln machen den besonderen Reiz des Dachgartens aus. Für jeden Geschmack

Wichtig für das Pflegeheim ist, dass der Dachgarten gut einsehbar bleibt, daher verzichtete man auf höher wachsende Sträucher oder Bäume. Neben Zwergkiefern, immergrünen Stauden


53 Marktplatz Dach

Platz zum Verweilen bietet auch die Pergola. Der Dachgarten des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth ist mit den Obst- und Gemüsepflanzen ein Beispiel für Urban Farming. Im Freiflächenplan ist die facettenreiche Dachgestaltung in all ihren Einzelheiten entworfen.

und Blühpflanzen wie Geranium oder Alchemilla wachsen in den Beeten vor allem Nutzpflanzen: Kräuter, Salate und Beeren jeglicher Art. So wird Urban Farming zum vielseitigen Erlebnis für die Bewohner. Besonders gut zugänglich sind drei aus Holz gefertigte, rollstuhlgerechte Hochbeete, die von zwei Seiten unterfahrbar sind und an denen gerne gegärtnert

wird. Die über den Beeten befindliche Pergola ist wie die anderen Überdachungen über Punktfundamente im Systemaufbau verankert, und der entstehende Druck verteilt sich über die FloradrainElemente auf die Fläche. Die Dachgärtner verlegten im Systemaufbau auch sämtliche Kabel für die spätere Gartenbeleuchtung. Die zahlreichen Leuchten verleihen

dem Garten in der Dämmerung eine besonders schöne Atmosphäre. Das absolute Highlight des Dachgartens sind aber Max und Moritz. Die beiden Kaninchen haben hier auch ihre Heimat gefunden und erfreuen die Bewohner, denen der Dachgarten auf vielfältigste Weise Lebens- und Erlebensraum bietet.  zinco.ch

Architektur+Technik 10/15


54 Marktplatz Dach

Die neuen Holzfaserplatten von Saint-Gobain Isover sind wetterfest, dampfdurchlässig, druckfest und einfach zu montieren.

Dämmsystem für Holzkonstruktionen

Holzfasern und Glaswolle kombiniert Das Sortiment der Saint-Gobain Isover AG wurde um die Holzfaserplatten Isoprotect erweitert. Zusammen mit der Wärmedämmung aus Glaswolle und dem Luftdichtheitssystem Vario bilden sie ein neues sicheres und leistungsfähiges Dämmsystem. Mit diesem Produkt können Dächer von aussen saniert werden, wie das Beispiel in Granges-Marnand zeigt. Die festen Holzfaserplatten Isoprotect mit mittlerer Dichte werden beim Bau oder der Sanierung von Wänden und Dächern verwendet und sind einfach zu montieren und zu bearbeiten. «Die verschiedenen Produkte sind aufeinander abgestimmt und funkgun.

Über der Dämmung wird die Dampfbremse angebracht. Nach dem Abdecken des Daches wird die Glaswolledämmung zwischen den Sparren erneuert.

tionieren sehr gut zusammen. Durch die Aufnahme der Holzfaserplatten ins Sortiment bietet Saint-Gobain Isover für mich den Vorteil, das komplette System bei einem Anbieter zu kaufen», sagt Zimmermann Roland Ingold von Ingold & Fils SA. Er hat Isoprotect bei der Dachsanierung seines eigenen Hauses in Granges-Marnand verwendet. Dachsanierung von aussen

Roland Ingold hat sich dazu entschlossen, einige Jahre nach der Innenrenovierung seines Haus auch das Dach zu sanieren. Da die Arbeit von aussen durchgeführt wurde, konnten die Mieter wäh-

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rend der Sanierung in ihrer Dachwohnung bleiben. «Die Arbeiten haben uns gar nicht gestört, ausser vielleicht ein bisschen Staub. Zu keinem Zeitpunkt haben wir darüber nachgedacht, die Wohnung zu verlassen», bestätigt Loïc Maire, einer der Mieter. Nach dem Abdecken des Daches wurde die Glaswolledämmung zwischen den Sparren erneuert und anschliessend die Dampfbremse angebracht. Zum Schluss wurden die Holzfaserplatten montiert. Wenn die Sparren nicht besonders dick sind, wie dies in Granges-Marnand der Fall war, ist eine zusätzliche Dämmung nötig, um die erforderlichen Standard-


Dank der Dampfbremse ist die Dichtheit zwischen den verschiedenen Membranen und an den Dachabschlüssen sichergestellt.

werte zu erreichen. Diese werden mit der zusätzlichen Schicht Isoprotect erreicht, die ununterbrochen über den Sparren verlegt wird und neben der zusätzlichen Dämmleistung überdies die Wärmebrücken reduziert.

Mit der Dampfbremse Vario Xtra konnte die Luftdichtheitsschicht von aussen eingebracht werden. Die Kombination der drei Produkte Glaswolle, Holzfaserplatten und Dampfbremse mit hoher Feuchteadaption garantiert eine

Bedachung mit leistungsfähigen Dämmwerten. Und all das, ohne dass die Bewohner das Haus verlassen mussten, nur mit einem einzigen Ansprechpartner für den Zimmermann.  isover.ch

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56 Marktplatz Dach

Für Oberlichter von Lamilux stehen nun virtuell 3-D-Produktmodelle zur Verfügung.

BIM-Objekte von Oberlichtern

Zu zahlreichen Tageslichtsystemen aus dem Produktprogramm werden 3-D-Modelle für den Planungsprozess angeboten. So zum Beispiel für Glaselemente und Lichtkuppeln (unten) oder Glasdächer (oben).

gun. Bisher wurden von der Watep AG/SA

Flachdach­Tageslichtelemente vertrieben und verlegt, die über umfassende Nach­ weise zu Umweltwirkungen verfügen und bei denen somit die Nachhaltigkeitsleis­ tung von Gebäuden, insbesondere der Green­Building­Standard, bewertet wer­ den kann. Nun hat das Unternehmen ein neues digitales Angebot der Hersteller­ firma Lamilux. Es soll Architekten und Planer in der täglichen Praxis unterstüt­ zen, und zwar virtuelle Produktmodelle, sogenannte BIM­Objekte, von Oberlich­ tern zum kostenlosen Download. Watep ist einer der ersten Vertreiber von Tages­ lichtsystemen, der diesen Service anbie­ tet. Die 3­D­Modelle können während der Planungsphase von Gebäuden direkt in die CAD­Software importiert werden. Dadurch ist es möglich, bereits in einem frühen Stadium Planungsfehler zu ver­ meiden und Kosten zu reduzieren. Mit den BIM­Objekten werden Archi­ tekten und Planer in die Lage versetzt, einen effektiven Prozess einzuleiten, um das Design, die Architektur sowie die bauliche Ausführung von Gebäuden in einer virtuellen Umgebung abzubilden

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und zu simulieren. Mit der Gebäudedaten­ modellierung ist schon frühzeitig eine grosse Kontrollmöglichkeit gegeben. Teu­ re Änderungen in der Planung könnten so wirkungsvoll vermieden werden. Die Bereitstellung der digitalen BIM­ Objekte erfolgt in Kooperation mit dem Portal BIMobject unter www.bimobject. com. 3­D­Modelle sind zu den wichtigsten Produktgruppen von Lamilux verfügbar. Hierzu gehören das CI­System Lichtkup­ pel F100 als RWA­Gerät, die Flachdach­ fenster CI­System Glaselement F100 und CI­System Glaselement FE (in der drei Grad geneigten Ausführung), das CI­Sys­ tem Lichtband B sowie die Glasdachkons­ truktion CI­System Glasarchitektur PR 60 in der Walmdach­Ausführung. Die von Watep zur Verfügung gestellten BIM­Mo­ delle sind zunächst mit den CAD­Syste­ men ArchiCAD und Revit kompatibel. Die Modelle sind parametrisch aufgebaut und verfügen über umfangreiche Detail­ informationen. Hieraus würden sich zum Beispiel die erhältlichen Abmessungen, die wählbaren Verglasungen, die U­Werte und die Baustoffklassen ablesen lassen.  watep.ch


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58 Marktplatz Dach

Flachdächer sind bei Neubauten stark verbreitet. Und auch auf geneigten Dächern werden Materialien für Flachdächer eingesetzt.

Das Dach als fünfte Fassade

gun. Die grosse Zahl neuer Mehrfamilien­ häuser hat die Verbreitung von Flach­ dächern stark stimuliert. Und auch auf geneigten Dächern werden vermehrt Ma­ terialien für Flachdächer eingesetzt. Dass Flachdächer im Trend liegen, bestätigt das «Immo­Monitoring» des Beratungs­ unternehmens Wüest & Partner. Die Zah­ len der Zürcher Firma zeigen zudem, dass vor allem im Wohnungsbau die Entwick­ lung bei den Neubauten in Richtung Flachdach geht: Wurden 2002 noch 35 Prozent der Wohnhausdächer bei Neu­ bauten in flacher Bauweise erstellt, sind es heute über 50 Prozent. Diese Entwicklung ist einerseits auf die Qualität der Flachdachkonstruktio­ nen zurückzuführen, andererseits dar­ auf, dass in den letzten Jahren vor allem grosse Siedlungen mit Mehrfamilien­ häusern erstellt wurden. Deren Investo­ ren bauen in der Regel, wenn nichts ande­ res vorgeschrieben ist, Flachdächer. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sich so Dach­ wohnungen mit grossen Terrassen reali­ sieren lassen. Diese sind auf dem Woh­ nungsmarkt gefragt und verkaufen oder

Für immer mehr Architekten sind aufgefaltete oder unterschiedlich geneigte Dachflächen ein wichtiges Element des Entwurfs. Der Neubau «Grimseltor» in Innertkirchen im Berner Oberland – Beispiel für eine Nacktdachkonstruktion.

vermieten sich besonders gut. «Begeh­ bare Flachdächer haben ebenso wie be­ grünte Dächer und Nacktdächer in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen», sagt Renato Burgermeister, Mitglied der Geschäftsleitung von Soprema. Der Trend zu mehr begrünten Dächern hat zwei Gründe: Einerseits entscheiden sich im­ mer mehr Bauherren aus ökologischen Gründen dafür, andererseits sind solche Dächer – beispielsweise im Rahmen von Gestaltungsplänen – oft sogar vonseiten der Baubehörden vorgeschrieben. Neue Entwicklung

Eine noch neue Entwicklung ist gemäss Burgermeister der Einsatz von Nackt­ dachkonstruktionen in der Schweiz: «In den Nachbarländern sind solche Dä­ cher aufgrund der tieferen Kosten schon lange gang und gäbe.» Die vermehrte Nutzung dieses Dachtyps hierzulande, die sich längst nicht mehr nur auf Indus­ trie­ und Gewerbebauten beschränkt, hat aber nicht nur finanzielle Gründe. Nackt­ dächer kommen auch dort zum Einsatz, wo aufgrund der Statik leichte Konstruk­ tionen gefragt sind, oder aus ästhetischen Gründen. Denn für immer mehr Archi­ tekten wird das Dach zur fünften Fassade und sind aufgefaltete oder unterschied­ lich geneigte Dachflächen ein wichtiges Element des Entwurfs. «Um dies zu un­ terstreichen, werden Bedachungsmate­ rialien eingesetzt, welche die Optik der Fassade im Dachbereich weiterführen», sagt Burgermeister. Ein aktuelles Beispiel ist der mit dem Architekturpreis ATU PRIX ausgezeich­ nete Neubau «Grimseltor» in Innertkir­ chen im Berner Oberland. Bei diesem ist der Farbton des Nacktdaches exakt auf den Weisszementbeton der Fassaden abgestimmt. Der Bau ist zugleich auch ein Beispiel dafür, dass sich der Einsatz von Nacktdächern längst nicht mehr auf ebene Flächen beschränkt. Die hochwer­ tigen Elastomerbitumenbahnen sind im­ mer häufiger auch auf geneigten Dächern oder Tonnendächern zu finden. «Ein Flachdach ist schon lange kein flaches Dach mehr …», bringt es Renato Burger­ meister auf den Punkt.  soprema.ch

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59 Marktplatz Dach

Dachaufbau

Aufbau des Flachdachs mit Dachkranzelement. Dachkranzelement und Holzwerkstoffplatten

Montagebügel

Schalung

Bauder Isofox ist ein wärmedämmendes Dachkranzelement für die Stirnschalung und den Dachrandabschluss der Geschossdecke.

Wärmebrückenfrei und ökonomisch

Bauder Isofox ist ein Dachkranzelement mit integrierter Bauder-PIRWärmedämmung, das für wärmebrückenfreie und schlanke Dachrandabschlüsse steht. Es ist also nur ein Element als Deckenstirnschalung und Dachrandabschluss, das wirtschaftlich und formstabil ist, nötig. So hat sich beispielsweise Kambo AG für ihre Dachkranzelemente für den Hochleistungsdämmstoff Bauder-PIR entschieden. Und dies, weil der Dämmstoff einen hohen Dämmwert hat, formstabil ist und als notwendiger Brandriegel dient. Aus der Zusammenarbeit ist ein Produkt entstanden, das nicht nur ökonomische, sondern auch schlanke Dachrandabschlüsse ergun.

Querschnitt der Dämmung als Grafik (links) und schematische Darstellung.

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laubt. Der Dachrand wirkt mit einer Standard-Breite von 14cm elegant und schlicht. Die Dachkranzelemente können sowohl vom Baumeister selbst oder als zusätzlicher Service vom Flachdach-Anbieter versetzt werden. Mehrere Arbeitsschritte, wie zum Beispiel das aufwendige Ein- und Ausschalen, entfallen gänzlich. Bauder Isofox dient erst als Deckenstirnschalung der obersten Geschossdecke, anschliessend als Dachrandabschluss und Montage-Unterlage für die Brüstungsabdeckung. Die Montage ist einfach: Die Elemente werden auf der Baustelle zugeschnitten und mit handelsüblichen Montagewinkeln befestigt.  bauder.ag


60 Marktplatz Dach

Natürlich und brandsicher mit Holzfaser

Für stark beanspruchte Bereiche

Gutex hat eine Holzständerkonstruktion mit der biogenen Gefachdämmung Gutex Thermoflex und dem Wärmedämmverbundsystem Gutex Thermowall von aussen geprüft – mit über 100 Minuten Brandwiderstandsdauer. Damit kann Gutex eine sichere Wandkonstruktion für den Holzbau anbieten.  gutex.de

Auf dem Flachdach des Erdgeschosses der Überbauung «Blickpunkt» in Buchs liegt eine Grünfläche mit Spielplatz. Die Dämmung erfolgte mit dem Hochleistungsdämmstoff Jackodur Plus in 180 mm Dicke. Der Hartschaum-Werkstoff war hinsichtlich Wärmeleitfähigkeit und Aufbauhöhe ideal.  jackodur.com

Hersteller Gutex Produkt Gutex Thermoflex Anwendungsbereich Gefachdämmung Material Holzfaser Holzherkunft Schwarzwald Dicke min. 40 mm Dicke max. 240 mm Format 1120 × 575 mm Wärmeleitfähigkeit 0,038 W/mK

Hersteller Jackon Insulation GmbH Produkt Jackodur Plus Einsatzbereich Dämmung Dicke 180 mm Material extrudierter Polystyrol-Hartschaum Wärmeleitfähigkeit 0,027 W/mK Dicke min. 50 mm Dicke max. 320 mm Plattenformat 1250 × 600 Oberflächen rau oder glatt Kantenausbildung Stufenfalz oder Glattkante Wasserdampfdiffusion 250 – 80 μ Wärmeausdehnungskoeffizient 0,07 mm/mK Max. Anwendungstemperatur 75° C Brandverhalten Euroklasse E

Dampfdiffusion 1– 2 μ Rohdichte 50 kg/m3 Spez. Wärmekapazität 2100 J/kgK Maximale Einsatztemperatur 100° C Kantenausbildung Stumpf Brandverhalten nach DIN EN 13501-1 Klasse E

Dachfenster statt Lichtkuppeln Energieeffizient, einfach zu montieren und in allen Standardmassen erhältlich: So sehen die praktischen Flachdachfensterlösungen der HP Gasser AG aus, welche die Firma in Zusammenarbeit mit Roto entwickelt hat.  hpgasser.ch

Hersteller HP Gasser AG Produkt HPG carroline 3-fach verglast Art Flachdach-Element Motor verdeckt liegend Hagel- und Durchbruchsicherheit 1200 J U-Wert max. 0,38 W/m2K Abmessungen min. 60 × 60 cm Abmessungen max. 120 ×120 cm Standards Minergie, Minergie-P, Minergie-Eco Deckenkonstruktion Beton, Holz oder Metall Weitere Ausführungen 2-fach verglast

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Die HP Gasser AG trifft mit ihren Innova­ tionen den Zeitgeist der Architektur: Mit HPG oecoline (Festverglasung) und neu HPG carroline (mit Lüftungsflügel) prä­ sentiert sie als erste Firma Flachdach­Ob­ lichter aus Glas, die in allen Standard­ massen erhältlich sind. Energieeffizient und durchsturzsicher dazu, sind sie die überzeugende Alternative zu Lichtkup­ peln. Die Oblichter lassen sich auch in Minergie­zertifizierten Objekten ein­ bauen und entsprechen sogar dem beson­ ders umweltfreundlichen Minergie­Eco­ Standards. Die montagefertige Lösung erleichtert die Planung und die Installa­ tion. Die Normmass­Ausführungen sind ab Lager lieferbar. HPG carroline sind Flachdach­Ob­ lichter, die sich manuell oder mit Motor­ antrieb öffnen lassen. Das Produkt ent­ stand aus einer Partnerschaft mit der Schweizer Firma Roto. Die massgefertig­ ten, qualitativ hochstehenden Dachfens­ ter von Roto sind ein wichtiger Bestand­ teil der energieeffizienten Lösung für Flachdachfenster.


61 Marktplatz Dach

Hält ein Leben lang dicht Die Resitrix-Dichtungsbahnen bieten schnelle Verlegung mit Heissluft, dauerhafte Elastizität und eine lange Lebensdauer. Ökologisch unbedenklich, ist Resitrix eine gute Wahl fürs Flachdach.  resiswiss.ch

Hersteller Resiswiss AG Produkt Resitrix Anwendungsbereich Flachdach-Abdichtungen Material EPDM, polymermodif. Bitumen Verlegung Heissluft, keine Flamme nötig Lebensdauer > 50 Jahre Dehnbarkeit > 500% Höchstzugkraft 650 N / 50 mm Bitumenverträglich ja Beständigkeit Chemikalien, Vogelkot, Wetter Sortiment 5 Varianten

Sicher, hochwertig und effizient Isofloc woodfiber ist eine einblasbare Holzfaser-Dämmung. Das Produkt ist eine optimale Ergänzung für das ökologische Produktsortiment von isofloc und ausgezeichnet für einfache Gefachgeometrien geeignet. So sind hochwertige, sichere und effiziente Ergebnisse möglich.  isofloc.ch

Dachausstieg dank Schiebesystem

Hersteller isofloc Produkt isofloc woodfiber Einsatzgebiet Holzfaserdämmung Montage einblasbar Material Holzfasern, Additive < 10 % Verarbeitung trocken Rohdichte freiliegend 30 – 40 kg/m3 Rohdichte raumausfüllend 35 – 50 kg/m3 Wärmeleitfähigkeit 0,038 W/mK

Das Schiebesystem von Bewilux ist sowohl als Dachausstieg als auch als RWA einsetzbar und kann für die tägliche Lüftung geöffnet werden. Das System ist in diversen Kuppellichtgrössen erhältlich. Der Öffnungsmechanismus gewährleistet, dass das System von innen unsichtbar ist.  bewilux.ch

Spezifische Wärmekapazität 2100 J/kgK Brandverhalten BKZ 4,3 gem. VKF Wasserdampfdiffusion 1 – 2 μ Lieferform Säcke à 15 kg, Industrieballen à 20 kg Fremdüberwachung MRA NRW, Empa Dämmstärken und -formen alle

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Resitrix ist die einzige Dichtungsbahn, die in einer patentierten Materialkombi­ nation aus hochwertigem polymermo­ difizierten Bitumen und dem Synthese­ kautschuk EPDM die Vorteile beider Werkstoffe vereint. Durch die untersei­ tige Polymerbitumenschicht können die Bahnen an jeder beliebigen Stelle mittels Heissluft miteinander verschweisst wer­ den. Eine dauerhaft hochfeste Schweiss­ naht ist garantiert. Das absolut elastische Verhalten der EPDM­Oberseite in Verbindung mit ei­ ner sehr hohen Alterungs­ bzw. Witte­ rungsbeständigkeit macht Resitrix auch gegenüber extremen Witterungseinflüs­ sen und Temperaturschwankungen hoch resistent. Das Material hält Dehnungen von über 500% aus und kehrt danach in seine Ausgangsposition zurück. Vom SKZ­Prüfinstitut in Würzburg wurde Re­ sitrix eine Lebensdauer von über 50 Jah­ ren bestätigt. Resitrix ist schnell und ein­ fach zu verlegen und eignet sich für alle Anwendungen bei Neubauten und Sanie­ rungen in jeder Klimazone. Hersteller Bewilux AG Produkt Bewilux-Schiebe-System Einsatzbereich RWA und Dachausstieg Breite min. 40 cm Breite max. 130 cm Länge min. 200 Länge max. 250 Schritte 10 cm Andere Grössen auf Anfrage Öffnungsrichtung horizontal Öffnungsmechanismus elektrisch Motoren im Aufsatzkranz integriert Schalldämmung abstimmbar Wärmedämmung abstimmbar Aufsatz Lichtkuppel oder Dunkelklappe


62 Marktplatz Treppen und Aufzüge

Die Planung ist entscheidend für ein langfristig sicheres Begehen der Treppe. Hierzu hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) die wichtigsten Normen und Richtlinien in einer Publikation zusammengefasst. Sicherheit

Treppen sicher gestalten Schön und sicher gestaltete Treppenhäuser laden zu täglicher Bewegung ein; sie tragen dadurch wesentlich zur Erhaltung der Ge­ sundheit und zur Erhöhung der Lebensqualität der Nutzer bei. Damit eine Treppe benutzt wird, muss sie zentral gelegen, einla­ dend gestaltet, gut ausgeleuch­ tet und sicher zu begehen sein. Von einer guten Treppenplanung, bei der die Bedürfnisse von Men­ schen berücksichtigt werden, die in ihrer Orientierung oder Mo­ bilität eingeschränkt sind, pro­ fitieren alle Generationen. Die Planung ist entscheidend für ein langfristig sicheres Begehen der Treppe. Auch der Raumbe­ darf und die Anforderungen an die Sicherheit für den Transport gun.

Die Publikation «Treppen» der bfu kann kostenlos bezogen oder als PDF herunterladen werden.  bfu.ch

von Lasten müssen eingeplant werden. Fehler lassen sich in der Regel nachträglich kaum mehr befriedigend und kostenneutral korrigieren.

nisse, rutschige Bodenbeläge, feh­ lende Handläufe, ungenügende Kontraste oder unzureichende Be­ leuchtung und auch Geländer, die nicht dem Stand der Technik ent­ sprechen.

Häufige Unfallursachen

Treppen gehören zu den unfall­ trächtigsten Stellen im Gebäude. Dieser Tatsache wird oft erst Be­ achtung geschenkt, nachdem sich ein Unfall ereignet hat. Beim Be­ treten und Verlassen eines Trep­ penlaufes stellt der Mensch von der ebenen Gangart auf das Trep­ pensteigen um. Kognitiv ist dies eine sehr anspruchsvolle Aufga­ be. Wird sie nicht bewältigt, so kann es zum Sturz kommen. Ur­ sachen für Stürze auf Treppen sind ungeeignete Trittverhält­

Rechtliches

Kantonale bzw. kommunale Bau­ erlasse schreiben manchmal vor, wie Treppen in öffentlichen Berei­ chen oder in Wohnbauten zu kon­ zipieren sind. Enthalten sie keine Aussagen, sind die Normen mass­ geblich. Das Recht regelt: Wer ei­ nen gefährlichen Zustand schafft, muss die zur Vermeidung eines Schadens notwendigen und zu­ mutbaren Vorsichtsmassnahmen treffen. Der Eigentümer eines Ge­ bäudes oder eines anderen Wer­ kes hat zu garantieren, dass Zu­ stand und Funktion seines Werkes niemanden und nichts gefährden. Wird infolge fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder mangelhaf­ ten Unterhalts eines Werkes ein Schaden verursacht, so haftet der Werkeigentümer. Normen, Richtlinien und Empfehlungen

Technische Normen, zum Bei­ spiel des Schweizerischen Inge­ nieur­ und Architektenvereins (SIA) oder des Schweizerischen Architektur+Technik 10/15


63 Marktplatz Treppen und Aufzüge

Auch bei der Planung einer Treppe ist vorab zu klären, im Geltungsbereich welcher Norm sich das konkrete Bauvorhaben befindet. Das Schema zeigt, wie der Geltungsbereich für ein Bauvorhaben – und dessen Treppenanlagen – festgestellt werden kann.

Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS), sind für sich allein nicht rechtsverbindlich. Ihre rechtliche Bedeutung hängt von entsprechenden Regelungen auf Gesetzes- und Verordnungsstufe ab. Wenn man baut, sind zuerst immer die relevanten rechtlichen Vorgaben zu beachten (eidgenössisches, kantonales und kommunales Recht). Wenn die Frage: «Wie baue ich konkret möglichst sicher?», damit nicht oder nur unvollständig beantwortet werden kann, kommen die einschlägigen technischen Normen ins Spiel. Bei der Planung von Treppen sind diese in ihrer Gesamtheit zu konsultieren. Wenn für ein Bauvorhaben

eine bestimmte technische Norm massgebend ist, damit aber eine konkrete Frage nicht oder nicht abschliessend beantwortet wird, kommen Richtlinien oder Empfehlungen von Fachorganisationen wie diejenigen der bfu zum Tragen. Feuerpolizeiliche Aspekte

Bei Planung und Ausführung von Treppen im Fluchtwegbereich sind die geltenden Brandschutznormen und -richtlinien sowie die Auflagen für Flucht- und Rettungswege der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) einzuhalten. Treppen und Treppenhäuser müssen gemäss VKF (ausser bei EinfamilienhäuArchitektur+Technik 10/15

sern) nicht brennbar bzw. bezüglich der Brennbarkeit der geforderten Feuerwiderstandsklasse entsprechend ausgeführt werden. Beidseitige Handläufe an Fluchttreppen sind unerlässlich für die Sicherheit bei einer eventuellen Evakuierung. Für Aussentreppen, die nicht einer internen Gebäudeerschliessung dienen, sind die Anforderungen vom VSS, Norm SN 640 238 und 640 568, relevant. Bei Verkehrsanlagen, auf denen Fussgängerverkehr zugelassen ist und für die hindernisfreies bzw. behindertengerechtes Bauen vorgeschrieben ist, gilt die Norm SN 640 75 «Fussgängerverkehr – Hindernisfreier Verkehrsraum». ●


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Das Bürohaus Baslerpark in Zürich-Altstetten wurde einer Teilerneuerung unterzogen. Dabei wurden auch dreizehn Aufzüge modernisiert.

Aufzüge

Modernisiert für die nächsten Jahrzehnte Nach fast 25 Jahren Nutzung war beim markanten Bürohaus Baslerpark in Zürich-Altstetten eine Teilerneuerung nötig. Gleichzeitig wurde ein Geschoss mit modernen Kleinbüros ausgestattet, und die technischen Anlagen samt den dreizehn Aufzügen wurden modernisiert. Lagerhallen, Gewerbehäuser, Industriegeleise: Vor dreissig Jahren war das Gebiet zwischen dem Gleisfeld der SBB und der Badenerstrasse in Zürich-Altstetten von Industrie- und Gewerbebetrieben geprägt. Ganz im Geist der damaligen Zeit bauten die Architekten Moccetti, Nufer & Partner 1991 an der Ecke Basler- und Flurstrasse das Gewerbehaus «Baslerpark» mit 28 000 m² Geschossfläche. Sein Äusseres präsentiert sich bis heute im Stil der frühen neunziger Jahre mit verspiegelten Fensterflächen und einer Verkleidung aus grossflächigen Natursteinplatten. Auffälligstes Merkmal ist der Kopfbau im Bereich des Haupteingangs. Dieser Kopfbau war eigentlich ein Kompromiss, denn das Grundstück wurde von einem Industriegeleise durchschnitten, über das die SBB einen Aluminiumhändler auf einem benachbarten Grundstück versorgten. Deshalb stellten die Architekten den gun.

Auch die Warenaufzüge wurden technisch aufgerüstet und den aktuellen Sicherheitsstandards angepasst.

Kopfbau auf die eine Seite der Schienen, das Hauptgebäude auf die andere Seite und verbanden beide mit einer verglasten Brücke über die Geleise hinweg. Kleinbüros statt Grossmieter

Doch der Lauf der Zeit überholte das Gebäude noch vor seiner Fertigstellung. Einerseits zogen statt der anvisierten Gewerbe- vor allem Büromieter aus der gerade boomenden IT-Branche ein. Andererseits verlegte der Aluhändler seinen Sitz vor die Tore der Stadt – die Güterzüge brauchten die Durchfahrt bereits kurz nach der Eröffnung des Baslerparks nicht mehr. Im Jahr 2009 erwarb

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die CSA Real Estate Switzerland, eine Anlagegruppe der CreditSuisse-Anlagestiftung,dasvollvermietete Bürohaus. Als vor zwei Jahren ein grosser Mieter auszog, war die Zeit für eine Teilerneuerung des Gebäudes gekommen, kombiniert mit einer Neupositionierung.DieVerantwortlichen beschlossen, ein Geschoss ganz auf Mieter kleinerer Flächen auszurichten. Dazu gehören vor allem neu gegründete Firmen oder solche, die einen Standort in Zürich suchen, aber vorerst nur ein kleines Büro benötigen. Für diese Klientel wurde das erste Obergeschoss ausgeräumt und in kleinere Büroeinheiten un-


65 Marktplatz Treppen und Aufzüge

Durchsturzgitter

terteilt. Ausserdem gibt es für sie nun eine gemeinsame Infrastruktur mit Sitzungszimmern sowie einem Konferenzsaal. Mit dazu gehört zudem das Dienstleistungsangebot durch einen ConciergeDienst im Kopfbau gleich neben der ebenfalls neuen Kaffee-Ecke. Die Lücke, wo einst die Güterzüge zwischen den Gebäudeteilen hindurchrumpelten, wurde mit einer Verglasung verschlossen. Diese verbindet die neuen Büroflächen mit der Concierge-Loge und dem Café. Auffrischung der Aufzüge

Auch die Waren- und Personenlifte erfuhren Veränderungen: Bei zwei der acht Personenlifte wurden die Schächte um je ein Ge-

schoss aufgestockt. Dadurch erschliessen sie neu auch das Dach, wo den Büromietern zwei Terrassen zur Verfügung stehen. Die zwei aufgestockten Aufzüge sowie zwei weitere Personenlifte wurden komplett durch solche vom Typ VarioStar Plus mit je 1000 Kilo Tragkraft und neuen Kabinen ersetzt. Bei den vier anderen Personenaufzügen sowie den fünf Warenliften wurden die Kabinen belassen. Diese Anlagen erhielten aber eine technische Auffrischung durch die Fachleute von AS mit neuen Antrieben und Türantrieben sowie neuer Liftsteuerung. Damit sind sie ebenfalls wieder fit für den neuen Lebensabschnitt des Baslerparks.

Blick in die Kabine eines Variostar-Aufzugs im Baslerpark.

 lift.ch

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Einfacher Einbau mit tiefen Kosten Die eleganten und kostengünstigen Senkrechtlifte der Garaventa Liftech AG beweisen: Der nachträgliche Einbau eines Aufzugs muss nicht teuer und komplex sein. Der Aufzug eignet sich vor allem für Ein- und Zweifamilienhäuser.  garaventalift.ch

Raum sparende Schiebetür

Hersteller Garaventa Liftech AG Produkt Genesis Typ B Einsatzbereich Ein- und Zweifamilienhäuser Nennlast 400 kg Max. Förderhöhe 13 m Nenngeschwindigkeit 0,15 m/s Schacht Metall-Glas Türkonfiguration gleichseitig, Durchgang o. ü. Eck Ganze Türen 2000 × 900 mm

Zur «Interlift 2015» in Augsburg präsentiert Riedl Aufzüge die dritte Generation seiner schlanken Schiebetür: Liz 3.0 erfüllt die hohen Anforderungen von Aufzugbauern und Architekten, verantwortungsvoll mit bebauter Fläche umzugehen und gleichzeitig eine vollwertige Schiebetür einzubauen.  riedl-aufzuege.de

Hersteller Riedl Aufzüge Produkt Schiebetür Liz 3.0 Einsatzbereich Liftbau innen und aussen Ausführungen 2-, 3-, 4- oder 6-teilig Gesamtdicke, inkl. Einzug 150 –193 mm Abmessungen auf Mass Höhen- und Breitenschritte 10 cm Mögl. Breiten 600 –1500 mm Mögl. Höhen 1800 – 2300 mm Kämpferhöhe Schacht 150 mm Kämpferhöhe Kabine 249,5 mm Schwelle V2A serienmässig Einbau bei reduzierter Schachtkopfhöhe ja Zulassung als Brandschutztür nach EN81-58 Öffnung einseitig oder mittig

Halbe Türen 1100 × 900 mm Steuersystem auf Mikrocomputerbasis Motorleistung 2,2 kW Unterfahrt 50 mm Tiefe Plattform 1250 –1500 mm Breite Plattform 800 –1100 mm

Stilvoll gefaltetes Eichenholz

Diese Faltwerktreppe von Keller Treppen besitzt eine klare Linienführung. Das lichtseitige Geländer ist eine Reling mit horizontalen Gurten, während auf der Seite Sicherheitsglas ein gefahrloses Begehen möglich macht. Die Stufen sind aus farblos geöltem Eichenholz und sorgen für ästhetische High-lights.  keller-treppen.ch

Räume verbinden, Raum gewinnen

Know-how und grosses Sortiment

Zu den grössten Treppenherstellern der Schweiz zählt die Columbus Treppen AG in Oberbüren. Jahrzehntelange Erfahrung im Treppenbau, technisches Know-how und qualifiziertes Fachpersonal zeigen höchste Qualität. Das breite Columbus-Sortiment umfasst Estrich-, Wangen-, Spindel-, Faltwerktreppen und Dachausstiege.  columbus.ch

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Anders als herkömmliche Raumspar-, Samba- oder Leitertreppen, die zugunsten von Nutzen sehr oft an Begehbarkeit und Optik einbüssen, vereint diese handliche Treppe von Kenngott auf nur einem Quadratmeter Fläche gekonnt Design, Funktion und Sicherheit miteinander. Dafür erhielt sie auch den begehrten Red Dot Design Award.  kenngott.de


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Stahl, Holz und Glas Die neu gegründete Marke Swissstairs gehört zu Gyger Metallbau, ein Unternehmen, welches seit über 20 Jahren auch Treppen herstellt. Alle Produkte sind Einzelstücke, von Grund auf zusammen mit den Kunden entworfen und realisiert. Jedes verwirklichte Projekt wird seinerseits zur Quelle der Inspiration.  swisstairs.ch

Mit Swissstairs sind der Kreativität des Kunden kaum Grenzen gesetzt. Dank dem grossen Know-how, der Erfahrung und dem Engagement des Anbieters wird praktisch jeder Treppenwunsch Realität. Ob aus Metall, Glas oder Holz – egal, in welcher Form und Farbe. Der ganze Projektablauf kommt aus einer Hand:

Vorprojekt, Design, Bauplanung, Werkplanung, Herstellung und Montage. Projekte wie diese Wendeltreppe aus rustikalem Grobblech mit Originalschriftzug aus dem Walzwerk sind individuell realisierbar. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite oder in der kostenlosen Broschüre von Swissstairs.

Ästhetik des industriellen Designs

Elegant in den nächsten Stock

Anmutig und unaufdringlich: Diese Treppe von Langegg Treppenbau ist in jeder Umgebung ein Schmuckstück. Die auf ein Minimum reduzierten Wangen und Geländer werden durch eine äusserst leichte Stahlkonstruktion ermöglicht. Die Stufen sind aus europäischer Eiche und passen sich dem Parkett an.  langegg.ch

LOFT ist eine offene Wangentreppe, bei der die Stufen zwischen zwei schmale Wangen geschraubt werden. Die bis zu einer nutzbaren Laufbreite von 1,0 m 45 mm dicken Holzstufen können grundsätzlich in allen Holzarten hergestellt werden. Das Geländer besteht aus einfachen Stahlprofilen, deren Öffnungen mit Drahtseilen verschlossen werden.  bianchi-treppen.ch

KABELLOSE ELEKTRONISCHE ZUTRITTSLÖSUNGEN VIELSEITIG KOMFORTABEL ZUVERLÄSSIG • kabellos vernetzte Zutrittssysteme für Aussentüren, Büros, Besprechungs- und Technikräume, automatische Türsysteme, Briefkastenanlagen, Aufzüge, Tore, Spinde, Parkflächen u.v.m. • Systemplattform mit Türbeschlägen und -zylindern, Wandlesern, Spind schlössern, Software u.v.m. • Online-, Offline-, Wireless-, NFC-, Bluetooth LE- und Cloud-basierte Zutrittslösungen • offen für RFID-basierte Multiapplikation sowie Integration mit Sicherheits- und Gebäudetechnik • in diversen Oberflächen und mit den verschiedensten Türdrückern erhältlich

SALTO Systems AG info.ch@saltosystems.com www.saltosystems.ch

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Nach drei Jahren Sanierungsarbeiten sind die Bewohner des Pflegezentrums in ZürichWitikon zurück in ihren Zimmern. Sie schätzen die Vorzüge eines modernen Gebäudes und den direkten Zugang zum Bad. Sanitär

Lösungen aus einer Hand Mitten im Grünen mit Ausblick auf die Berge befindet sich knapp über der Nebelgrenze das städtische Pflegezentrum Zürich-Witikon. Nach dreissig Betriebsjahren wurde das Zentrum komplett umgebaut. Energieverbrauch und Brandschutz entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Drei Jahre dauerten die Renovationsarbeiten, die 69,2 Millionen Franken kosteten. Die Stadt Zürich erwartet durch die Sanierung des Zentrums einen geringeren Energieverbrauch. Rund 60 Prozent sollen die Einsparungen betragen. Das Haus, das jetzt dem anspruchsvollen Minergie-Standard entspricht, verfügt nun über eine neue Haustechnik, eine gut gegun.

dämmte Fassade, und der Energiebedarf wird durch eine Erdsonde gedeckt. Dank der neuen Fassade sind die Zimmer heller und luftiger. Über rund 150 Zimmer verfügt das frisch sanierte Haupthaus A. Die Mehrbettenzimmer sind durch Einer- und Zweierzimmer mit direktem Zugang zum Bad ersetzt worden. Bei der Wahl der Sanitärausstatter haben Kompetenz und Know-how eine ausschlaggebende Rolle gespielt. Die Architekten haben sich bei den Waschtischen und den Accessoires für Franke Water Systems entschieden. Das in Aarburg ansässige Unternehmen ist spezialisiert auf Waschraumlösungen. Von der Konzeption, der Planung, über

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die Wahl der Betriebskomponenten, die Material- und Produktlieferung bis zum Einbau, zur Inbetriebnahme und Beratung bietet Franke Water Systems alles aus einer Hand. Beim Pflegezentrum in Witikon sind Produkte aus den Sortimenten «Varius» und «Rodan» im Einsatz. Sonderanfertigungen erfüllen Bedürfnisse

In den Nasszellen der Zimmer finden die Bewohner Nischen-Einzelwaschtische in gerader Ausführung aus dem kunstharzgebundenen Mineralwerkstoff Miranit. Dieser Verbundstoff ist von einer porenfreien, hochglänzenden Gelcoat-Schicht umgeben, die pflegeleicht und bruchfest ist und


69 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

die Haftung von Bakterien und Mikroorganismen abhält. Eine wichtige Eigenschaft in Heimen. Variabilität ist bezeichnend für die Waschtische der Produktlinie «Varius», sie bietet den Planern hinsichtlich Tischlänge, Muldenform und Muldenzahl grossen Gestaltungsfreiraum. Diesen haben die Planer auch ausgeschöpft: Die eingebauten Doppel- sowie Einzelwaschtische im Pflegezentrum sind nach den Bedürfnissen der Kunden umgesetzt, in den Zimmern hat man

unterhalb des Waschtischs viel Stauraum für persönliche Utensilien geschaffen. Bei den Waschtischen hat man für den Papierabfall sogenannte Chromnickelstahlhülsen im Waschtisch eingebaut. Die Abwurfhülsen erwecken somit einen ästhetischen wie auch hygienischen Eindruck. «Mit den Sanitärprodukten der Linie ‹Rodan› sowie den kundenspezifisch angefertigten Handschuhbox-Halterungen ist die Ausstattung komplett. Die Architekten können aus unseren

Produktlinien einzelne Komponenten auswählen, die mit unseren Waschtischen harmonisieren», sagt Giuseppe Mastrodomenico, Leiter Verkauf bei Franke Water Systems Schweiz. Während des Umbaus des Hauses A wechselten die Bewohner in das Pflegezentrum Bombach in Zürich-Höngg. Dank einer sorgfältigen Planung verliefen Um- sowie Einzug der Bewohner reibungslos. Sämtliches Mobiliar, Arbeitsmaterialien und persönliche Gegenstände waren beim Einzug im Mai 2015 rechtzeitig an Ort und Stelle eingetroffen. Neben dem Standardangebot für Leben und Wohnen verfügt das Pflegezentrum Witikon über eine Abteilung für Akut- und Übergangspflege sowie spezialisierte Angebote für Demenzbetroffene. Als einziges Pflegezentrum der Stadt Zürich besitzt es eine Abteilung für Sehbehinderte. Seit dem Sommer 2015 wird das Haus B des Pflegezentrums saniert, das voraussichtlich Anfang 2017 wieder öffnet.  franke.com

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Das Haus A des Pflegezentrums Witikon mit neuer Fassade. Der Doppelwaschtisch mit der hochglänzenden Gelcoatschicht hält Bakterien und Mikroorganismen fern. Chromnickelstahlhülsen runden das Erscheinungsbild des Waschtisches ab. Kundenspezifische Anfertigungen unterhalb des Waschtischs bieten Platz für persönliche Gegenstände.


70 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Das Kernprodukt des Hygienemanagementsystems von CWS ist der Stoffhandtuchspender. Er wurde mehrfach zertifiziert.

Zertifizierte Hygiene

gun. Im Laufe des Tages werden Klinken gedrückt, Speisen zubereitet, Hände ge­ schüttelt, Augen gewischt, wird an Nase und Mund gegriffen, und so befallen Vi­ ren und Bakterien die Schleimhäute und geraten in den Körper. Seife, fliessendes Wasser, ein sauberes Handtuch und ein paar Sekunden Zeit – mehr ist nicht nötig für eine sehr effiziente und nicht aufwen­ dige Gesundheitsvorsorge. Mit dem Wa­ schen alleine ist es aber nicht getan. Die anschliessende Händetrocknung ent­ fernt einen Grossteil der noch verbliebe­ nen Krankheitserreger sowie Seifenreste, die empfindliche Haut reizen können. So einfach die Händehygiene auch ist, Auf­ klärung ist dringend nötig, um Unklarhei­ ten zu beseitigen. Beim Trocknungsvorgang der Hände werden Keime erst durch den Abrieb mit saugfähigen Materialien deutlich redu­ ziert. Dabei spielt der Aspekt der Einmal­ nutzung des Handtuchs eine zentrale Rolle. Eine hygienische Händetrocknung gewährleisten daher nur Einwegpapier­ handtücher oder individuelle Stoffhand­ tuchportionen. Es hält sich der Irrglaube, dass Hand­ tücher aus Spendern von einer End­ losrolle stammen und immer wieder ge­ nutzt werden. Doch das Gegenteil ist

Händewaschen und Händetrocknen spielen eine entscheidende Rolle bei der täglichen Hygiene. Das Hygienemanagementsystem bietet hygienisch einwandfreie Produkte und Textilien in der geforderten mikrobiologischen Qualität.

der Fall: Moderne Spendertechnik sorgt heute für hygienische Handtuchportio­ nen. Das Hygienemanagementsystem von CWS­boco entspricht den Vorgaben von EN 14065 : 2002. Das Zertifikat steht für hygienisch einwandfreie Produkte und Textilien in der geforderten mikro­ biologischen Qualität. Das Kernprodukt, der Stoffhandtuch­ spender, genügt höchsten hygienischen Anforderungen und wurde mit dem Hygi­ ene­Zertifikat des Berliner Hygiene­Ins­ tituts SearchCare GmbH ausgezeichnet. Das Zertifikat bestätigt den hohen Hygi­ enestandard der CWS­Stoffhandtuch­ spender sowie der Aufbereitung, Lage­ rungundLogistikderStoffhandtuchrollen. Die Stoffhandtuchrollen kommen frisch aufbereitet aus der Wäscherei und werden persönlich von einem Service­ Fahrer geliefert. Die saubere Rolle wird in den Spender eingelegt und läuft durch, bis das letzte Stück Stoff verbraucht ist. Das Retraktivsystem im Spender sorgt dafür, dass jede benutzte Stoffportion automa­ tisch eingezogen wird. Und dank des 2­Kammern­Systems bleiben frische und gebrauchte Teile der Rolle klar voneinan­ der getrennt. Die Hautverträglichkeit der Baumwollstoffrollen ist durch die Zertifi­ zierung nach Oeko­Tex­Standard 100 ga­ rantiert. Die Auszeichnung der Stoffhand­ tuchspender mit dem Umweltsiegel «Blauer Engel» zeigt, dass Stoff eine öko­ logisch sinnvolle Variante der Hände­ trocknung ist.  cws-boco.ch

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Wasserhahn und Trockner in einem Der neue Dyson Airblade Tap hebt das Händetrocknen auf die nächste Stufe: Waschen und Trocknen finden jetzt an der gleichen Stelle beim Wasserhahn statt. Drehhähne und Knöpfe gibt es keine mehr, und es entsteht mehr Platz im Waschraum.  dysonairblade.ch

Hersteller Dyson Produkt Dyson Airblade Tap Art Armatur mit integriertem Händetrockner Wasserleistung 4 l/min Benötigter Wasserdruck 1– 8 bar Steuerung Infrarot (berührungsfrei) Spannung 220 – 253 V Nennleistung 1600 W Standby-Stromverbrauch <0,5 W Trocknungszeit 12 Sekunden Luftleistung bis zu 30 l/s

Der Designklassiker – mit weniger will ich mich nicht zufrieden geben. www.forster-kuechen.ch

Seit der Einführung 2007 hat der Händetrockner Dyson Airblade das Bild vom Händetrocknen verändert. Airblade Tap ist die nächste Entwicklungsstufe, denn Händewaschen und -trocknen werden neu im Wasserhahn vereinigt. James Dyson sagt zu der Erfindung: «DysonIngenieure haben einen intuitiven und leistungsstarken Airblade-Wasserhahn kreiert. Zwei 690 km/h starke Kaltluftströme streifen dabei das Wasser direkt in das Waschbecken ab und nicht auf den Boden.» Dank dieser Eigenschaften sorgt der Dyson Airblade Tap für Ordnung in Waschräumen und ist besonders für öffentliche Sanitäranlagen geeignet, die einer hohen Nutzerfrequenz ausgesetzt sind. Die Technik hinter der neuen Errungenschaft ist einfach und funktional: Sensoren in der Mitte des Wasserhahns aktivieren und verteilen das Wasser auf die Hände. Hat man die Hände gereinigt, bewegt man diese ein wenig nach aussen, und eine zweite Sensorik aktiviert den Händetrockner im Wasserhahn.


72 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Dusch-WC ohne Spülrand Das neue Dusch-WC Geberit AquaClean Mera besticht durch Technik, Design und Komfort. Und auch die Spülung lässt nichts zu wünschen übrig: Dank TurboFlush-Spültechnik und der spülrandlosen Keramik ist die Ausspülung besonders effizient und leise.  geberit.ch

Hersteller Geberit Produkt WC AquaClean Mera Comfort Art WC-Komplettanlage Befestigung Wandhängend Breite 39,5 cm Höhe 38 cm Tiefe 59 cm Farben Weiss-alpin oder glanzverchromt Max. Belastung 150 kg Leistungsaufnahme 2000 W Fliessdruck 0,5 – 10 bar

Sicher, komfortabel und hygienisch Gerade bei öffentlichen Bauten müssen Architekten unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen: Mit der Wandarmatur «Proof W6» hat WimTec eine berührungslose Armatur auf den Markt gebracht, die auf eine hohe Benutzerfrequenz zugeschnitten ist und grösstmögliche Sicherheit bietet.  romay.ch

Schlichte Linie für jeden Bereich

Hersteller WimTec Vertrieb Schweiz Romay Produktgruppe Wandarmatur mit

berührungsloser Auslösung Abgebildetes Modell Proof W6 Sicherheit Thermostat mit Heisswassersperre Thermische Desinfektion mit Verbrühschutz Bei der Ausführung Proof W6-TD 12 V erfolgt die Heisswasserfreigabe unabhängig von der Temperatureinstellung des Thermostatmischers und wird extern (z. B. per Schlüsselschalter) ausgelöst. Während der Desinfektion überwacht eine Infrarotsensortechnik den Ansprechbereich und stoppt den Wasserfluss sofort, wenn sich ein Benutzer nähert.

Das Rimless-WC App goclean mit abgerundeter Linienführung interpretiert das moderne Bad neu. Das WC verfügt über das neu entwickelte goclean-System für eine schnelle und einfache Reinigung und eignet sich für Sanitäranlagen sowohl im häuslichen als auch im öffentlichen Bereich.  keramikland.ch

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Geberit AquaClean Mera fügt sich selbstbewusst und doch harmonisch in jedes Badambiente ein. Das Design stammt von Christoph Behling und zeichnet sich durch hochwertige Materialien, sanfte Linien und fliessende Übergänge aus. Das Dusch-WC strotzt im Inneren vor modernster Technologie. Die asymmetrische Innengeometrie der spülrandlosen WC-Keramik ermöglicht eine besonders gründliche und leise Ausspülung. Eine einzige, seitliche Spülöffnung genügt dazu. Die Keramik ist mit einer speziellen Beschichtung gegen Schmutzablagerungen versehen. Unzugängliche Bereiche sind stark reduziert, Ecken und Kanten fehlen gänzlich. Beim Herzstück eines jeden Dusch-WCs, der Duschfunktion, wartet Geberit AquaClean Mera mit einer Neuerung auf: Die WhirlSpray-Duschtechnologie mit zwei Düsen ermöglicht eine gezielte Reinigung. Der Duschstrahl wird durch dynamische Luftbeimischung verfeinert für eine gründliche und schonende Körperpflege bei geringem Wasserverbrauch. Anbieter Keramikland AG Hersteller Flaminia Produkt App goclean Art WC Einsatzbereich öffentlich oder häuslich Material Keramik Befestigung Wandhängig Spültechnologie Spülrandlos Oberflächen Matt oder glänzend Farben 11 Farben Gewicht 22 kg Breite 360 mm Höhe 270 mm Tiefe 540 mm


73 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Die beste Hygiene für alle DirectFlush WCs von Villeroy & Boch ermöglichen durch ihr innovatives Design ohne Spülrand eine besonders schnelle Hygiene par excellence. Die DirectFlush WCs sind in verschiedenen Serien erhältlich – für jedes Budget und jeden Geschmack.  villeroy-boch.ch

Stilvoll gestalten mit Glassystem

Hersteller Villeroy & Boch Produkt Subway 2.0 Modell 5614R0 Art Tiefspülklosett spülrandlos Material Sanitärporzellan oder CeramicPlus Spültechnologie DirectFlush mit Aquareduct Spülwasserbedarf 3 / 4,5 L Montage Wandhängend Abgang Waagerecht

Die neuen Glastrennwände für den Sanitärbereich von Glas Marte greifen den Gestaltungsgedanken nach smarter Schlichtheit auf. Durch die flächenbündige Front wird die gestaltbare Glasfläche als Design-Element in den Vordergrund gestellt und entwickelt sich zum Blickfang.  glasmarte.at

Hersteller Glas Marte Produkt GM Cabinmart Art Trennwandmodule für Sanitäranlagen Material Glas Glasart ESG oder VSG Glasdicke 8 oder 10 mm Profile Aluminium Oberfläche Profile Eloxiert oder pulverbeschichtet Türöffnung Innen oder aussen Auswahl 17 Typen Oberlicht Möglich Raumhoch Möglich Bodenfreiheit Möglich Weitere Ausführungen Urinalwand Gestaltung Frei

Lead 4 Breite 370 mm Tiefe 560 mm Gewicht 24,65 kg Farben Weiss Alpin, Star White oder Pergamon Einbau mit Druckspüler Ungeeignet

Kraftvoll ohne Spritzer Keramik Laufen setzt die Erfolgsgeschichte der Serie moderna fort. Das spülrandlose Wand-WC moderna R ist dank seiner innovativen Spültechnologie ein Garant für höchste Hygiene und optische Reinlichkeit.  laufen.ch

Hersteller Keramik Laufen Modell moderna R Art Tiesfpülklosett spülrandlos Befestigung wandhängend Spülmenge 3 oder 6 L Abgang waagerecht Spültechnologie rimless Material Keramik Höhe 405 mm Breite 360 mm Tiefe 560 mm

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Das Angebot an WC-Reinigungsmitteln ist mittlerweile so gross, dass man leicht die einfachste Lösung aus den Augen verliert. Dabei ist die Logik denkbar einfach: Ein WC ohne Spülrand bietet Ablagerungen keine Fläche und damit unangenehmen Gerüchen keine Basis. Keramik Laufen hat diese innovative Spültechnologie auf das neue Wand-WC moderna R adaptiert und präsentiert damit ein WC, das spritzfrei und kraftvoll spült und dabei hygienische Flächen hinterlässt. Das Modell bietet einen hohen Hygienestandard und ist schnell und einfach zu reinigen. Diese positiven Eigenschaften machen das WC zur optimalen Lösung für öffentliche Einrichtungen, Hotels und für alle Örtlichkeiten, wo Reinigungszeit eingespart werden und ein Höchstmass an Hygiene gewährleistet sein muss. Dank den Standardmassen, die auf vorhandene Wandanschlüsse passen, und der Kompatibilität mit allen gängigen Unterputzspülkästen, bietet sich moderna R sowohl für Neubauten als auch für Badrenovationen an.


74 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Spülrandlose WCs werden Standard Die spülrandlosen WCs entwickeln sich dank ihren vorzüglichen hygienischen Eigenschaften zu einem neuen Standard. Sanitas Troesch bietet mit «Alterna loft silent tornado flush» eine gelungene Lösung in modernem Design und zu einem attraktiven Preis-LeistungsVerhältnis an.  sanitastroesch.ch

ArmaturProgramm CL.1

Hersteller Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG Hauptsitz Iserlohn (Deutschland) Vetrieb Schweiz Dornbracht (Schweiz) AG Produktgruppe Armaturenprogramm CL.1 Abgebildetes Produkt Waschtisch-Dreiloch-

Hersteller Sanitas Troesch Produkt Alterna loft silent tornado flush Art WC spülrandlos Spültechnologie silent tornado flush

Mit CL.1 stellt der deutsche Armaturenhersteller Dornbracht ein filigranes neues Armaturenprogramm für das Bad vor, das konsequent harte und weiche Konturen kombiniert. Neben der progressiven Formensprache zeichnet sich die Linie auch durch einen sparsamen Wasserverbrauch aus.  dornbracht.com

batterie in Chrom mit Ausladung 190 mm Oberflächen Chrom / Platin matt Griffe Wahlweise glatt oder strukturiert (in zwei unterschiedlichen Reliefstrukturen erhältlich) Anwendung Bad (Waschtisch, Badewanne, Dusche, Bidet) und Küche Strahlart 40 weiche Einzelstrahlen Durchfluss 3,9 l/min Maximale Durchflussmenge bei 3 bar Design Sieger Design

Material Sanitärkeramik Befestigung Wandhängend Form Rechteckig Farbe Weiss Beschichtung Schmutzabweisend Passend dazu Badserie alterna day by day Besonderheit Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Puristisch und funktional Das minimalistische Design-Konzept von System 162 überzeugt nicht nur durch seine reduzierte Formensprache und hohe Funktionalität, sondern auch durch Qualität. Die Accessoires von System 162 sind robust, hygienisch und stilvoll.  hewi.de

Hersteller HEWI Produkt WC-Papierhalter-System 162 Material Edelstahl Oberfläche Matt geschliffen Form U-form Öffnung Rechts Befestigung Wandhängend Beweglichkeit Klappbar Breite 137 mm Höhe 110 mm Rohrdurchmesser 15 mm

Architektur+Technik 10/15

Ein Rundrohr zu trennen und im rechten Winkel auf Gehrung wieder zusammenführen – auf diese Idee kam seinerzeit der Architekt Robert Mallet-Stevens (1886 bis 1945), dessen Türdrücker heute als «Frankfurter Modell» bekannt ist. Auf Basis der einfachen wie cleveren Konstruktion hat HEWI ein durchgängiges System abgeleitet. Geradlinig, ohne überflüssige Details und dennoch funktional: System 162 überzeugt im Sanitärraum durch seine klare Formgebung. Dazu passend sind Beschläge, Beschilderungen und Handläufe erhältlich. Das minimalistische Design-Konzept setzt auf das robuste und hygienische Material Edelstahl. Die Accessoires von System 162 sind zudem in einer hochwertig verchromten Ausführung erhältlich. Sie können mit Einsätzen aus satiniertem Glas oder hochwertigem Polyamid in Reinweiss oder Anthrazitgrau kombiniert werden. Eine grosse Auswahl – ob Gläser, Halterungen, Ablagen oder Haken – sorgt mit konsequentem Design für ein ausgewogenes Erscheinungsbild.


75 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Rundgewalzte Fronten Für die Ausstattung von anspruchsvollen Sanitärräumen entwickelte Kemmlit das mehrfach ausgezeichnete Trennwandsystem «cell».  arotec.ch

Hersteller Kemmlit Vertrieb Schweiz Arotec Produktlinie Sanitärwand «cell» Abgebildetes Modell Variante «softcell» Oberflächenmaterial Wunschweise aus Alumi-

nium eloxiert, beschichtetem Stahl oder strukturierten Edelstahloberflächen Optik Technische Elemente wie Füsse oder Querstabilisatoren sind verdeckt konstruiert Design Architekten-Duo Regine Leibinger und Frank Barkow

Urinale für höchste Design-Ansprüche Für Urinalanlagen in öffentlichen Gebäuden gelten höchste Anforderungen an Hygiene, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit. Mehr als 30 Modelle von Duravit bieten die optimale Lösung für unterschiedlichste Einsatzbereiche.  duravit.ch

Hersteller Duravit Produkt Architec-Urinal Spültechnologie Rimless Abgang Waagrecht, absaugend Abmessungen 380 × 350 × 665 mm Gewicht 20,8 kg Material Sanitärkeramik Farbe Weiss Oberfläche Standard oder WonderGliss Durchfluss 0,2 l/s Design Prof. Frank Huster

Architektur+Technik 10/15

Von Kemmlit-cell-Systemtrennwänden stehen insgesamt achtzehn Oberflächen zur Verfügung, davon neun in Aluminium, acht in feuerverzinktem Stahl in Starline-Farben mit Polyesterbeschichtung und eingebetteten Acrylglasanteilen zur erhöhten Kratzfestigkeit und zum besseren Lichtschutz und Edelstahl in verschiedenen Ausführungen. Im Bild ist die Variante «softcell-browanstar» zu sehen, die sich durch eine fein strukturierte, UV-geschützte Oberfläche auszeichnet und sich nicht nur als Highlight in eleganten Sanitärräumen anbietet, sondern die wegen des Lichtschutzes auch für Aussenanlagen geeignet ist. Ihre vor- und zurückspringenden, weich gerundeten Fronten bieten eine Alternative zu den sonst immer glattflächigen WC-Trennwänden. Die mit verschiedenen Design-Preisen ausgezeichneten Kemmlit-cell-Trennwandsysteme wurden von dem international renommierten Architektenteam Regine Leibinger und Frank Barkow entworfen. Ob unabhängige Klassiker oder serienbezogene Urinale für höchste Design-Ansprüche, mit Zulauf von hinten oder oben, mit Wasserrand, mit Spüldüse, als elektronische Version oder wasserlos: Duravit bietet eine grosse Auswahl an Urinalmodellen an. Mit Architec ermöglicht Duravit eine zeit- und kostensparende Lösung für Sanierung und Umbau: Die flächige Rückwand deckt unerwünschte Bohrlöcher, Abläufe oder Zuläufe seiner Vorgänger ab. Mit dem flexiblen Anschlussschlauch lassen sich im dahinter liegenden Hohlraum vorhandene Anschlüsse erreichen. Ein speziell entwickelter Sensor detektiert Benutzung und löst automatisch die Spülung aus. Um Vandalismus vorzubeugen, ist die Elektronik im Inneren der Keramik versteckt. Für alle Duravit-Urinale gilt: Die einfache Befestigungstechnik sowie die werkseitig vormontierten und voreingestellten Steuerungssysteme elektronischer Modelle verkürzen den Zeit- und Kostenaufwand für Montage und Inbetriebnahme.


76 Marktplatz Öffentliche Sanitärräume

Hightech per App steuerbar Die Ansprüche an Hygiene und Design steigen auch im öffentlichen Raum. Similor lanciert deshalb die Unterputz-Waschtischarmatur «Twintronic». Diese integriert modernste InfrarotTechnologie und lässt sich über eine App aus der Ferne steuern.  similor.ch

30 Jahre Garantie

Hersteller Similor Marke sanimatic

Mit seinen Aufsatzwaschtischen aus Stahl-Email bietet Kaldewei langlebige Lösungen für stark frequentierte öffentliche Bereiche: Dank der Beständigkeit und Stabilität von StahlEmail zeigen die Waschtische auch nach Jahren keine Gebrauchsspuren oder Verfärbungen.  kaldewei.ch

Produktlinie Unterputz-Armaturserie «Twintronic»

Material Stahl-Email Modellvarianten 3055 / 3056 / 3057 / 3058 Aussenbreite 500 mm Aussenlänge 600 / 900 mm Innenbreite 330 mm

Abgebildetes Modell Version mit Temperaturregler

Innenlänge 559 / 859 mm

und Ausladung 225 mm Modellvarianten Ausladung 175 mm, Ausladung 225 mm, gerader Auslauf 200 mm, jeweils mit oder ohne Temperaturregler Spezielle Features Steuerbar via App für Smartphone und Tablet

Abstand Armaturenlöcher zu Rand 45 mm Abstand Armaturenlöcher 200 mm Randhöhe 40 / 120 mm Gewicht 8,0 bis 17,7 kg Design Anke Salomon Besonderheiten 30 Jahre Garantie

Individuell gestaltete Trennwände Sanitärbereiche sind zum Inbegriff von Entspannung, Wellness und Glück geworden. Bei Schäfer Trennwandsysteme strebt man traditionell danach, Funktionales mit gutem Design zu verbinden, ob im privaten oder im öffentlichen Bereich.  eurodoor.ch

Hersteller Kaldewei Produkt Aufsatzwaschtisch Centro

Hersteller Schäfer Trennwandsysteme Produkt EF-3 Altus Art WC-Trennwandsystem Material HPL-Vollkernplatten, Aluminiumrahmen Bauart raumhoch Standardzubehör Kleiderhaken, Türpuffer Türhöhe max. 2500 mm Abmessungen individuell Gestaltung individuell Wandstärke 36 mm Türöffnungswinkel max. 180°

Architektur+Technik 10/15

Ob für grosse oder kleine Räume – Kabi­ nenwände aus hochwertigen Materialen mit ästhetisch ansprechenden Optiken und raffinierten Details in einer grossen Auswahl an Ausstattungsvarianten sor­ gen für die gewünschte Behaglichkeit und Raumatmosphäre, insbesondere dank in­ dividuellen, grossformatigen Trennwand­ gestaltungen. Besonders interessant sind die raum­ hohen Elemente, die ein Maximum an Privatsphäre gewährleisten. Sie vermit­ teln einen abgeschlossenen privaten Bereich ohne ein störendes Gefühl von unerwünschter Nachbarschaft in der Nebenkabine. Stimmige Proportionen, hochwertiges Zubehör und präzise Ver­ arbeitung unterstreichen das Trenn­ wand­Design, das sich harmonisch in den Raum einfügt, ohne sich dem Betrachter aufzudrängen. Schäfer­Trennwandsys­ teme sind Leichtbauelemente in hoher Qualität, besonders formstabil, perfekt verarbeitet und vielseitig einsetzbar. Auf Wunsch lassen sie sich mit beleuchteten Accessoires ausstatten.


Flexibles UnisexModul

Hersteller Elkuch Eisenring AG Produkt Elkuch.CITY.public.toilets.unisex Art Toilettenmodul

Die Produktreihe für öffentliche WC-Anlagen aus Edelstahl von Elkuch Eisenring wird um ein neues UnisexModul erweitert, das sich nahtlos in die bereits vorhandenen Baureihen einreiht.  elkuch.com

EINZIGARTIG

SCHLANKE STAHLPROFILE • • • • • • • •

23 mm Forster unico XS absolut schlankste Ansichten

mit dem System aus 100% Stahl für wärmegedämmte Fenster und Festverglasungen mit Dreh-, Drehkipp- und Stulpflügeln eignet sich ausgezeichnet für die Sanierung von Altbauten erlaubt Konstruktionen mit grossen Glasflächen ohne Sprossen Rundbogenfenster ebenfalls möglich

Gehäuse Edelstahl, nanobeschichtet Boden Edelstahlwanne mit Ablauf, Gitterrost Funktion WC, Händewaschen Min. Platzbedarf 1100 × 1540 × 2250 mm Innenmasse 850 × 1245 × 2155 mm Lüftung Rohrlüfter Heizung Frostschutzheizung –10° C Beleuchtung 2 × Decken-LED Bedienung mechanisch oder automatisiert Optionen Zutrittsystem, Fernüberwachung Türe 850 × 2100 mm U-Wert 1,2 W/m2K

Das Unisex-Modul reiht sich nahtlos in die bereits vorhandenen Baureihen ein: Formsprache, modernes Steuerungskonzept oder auch die hohe Vandalensicherheit finden hier ihre Fortsetzung. Das Modul kann ohne wesentliche Anpassungen bereits vorhandene Modul-Toiletten ersetzen. Eine Zweifachspülung garantiert im robusten Edelstahl-WC höchste Spülqualität und Hygiene. Zudem kann als dritter Spülvorgang der Bodenbereich, je nach eingestelltem Intervall, automatisch gespült werden. Forster Profilsysteme AG / Arbon, Schweiz / www.forster-profile.ch


78 Marktplatz Raummodule und Systembau

Die Heimstätte Bärau benötigte ein neues Raumkonzept. Umgesetzt wurde das Ganze im Holzsystembau.

Holzsystembau

Mitwachsende Häuser gun. In ihrer über 200-jährigen Ge-

Peter Ducommun, Geschäftsführer der Heimstätte Bärau: «Dass wir uns vor zehn Jahren für den Holzsystembau entschieden haben, zahlt sich heute bei den Erweiterungsbauten aus.»

schichte hat die Heimstätte Bärau schon so manche bauliche Veränderung erfahren. Doch 2003 wurde es endgültig Zeit für eine komplette Sanierung. Die Stiftung LebensART entschied sich für den Abbruch von acht Bewohnerhäusern und einen Ersatzneubau in Holzsystembauweise nach Minergiestandard. Diese Entscheidung erwies sich als vorausschauend. Gut zehn Jahre später benötigt die Institution ein neues Raumkonzept. Die Anforderungen an den Pflegebereich steigen – und damit auch die Anforderungen an die Gebäude. Bis 2016 sollen den rund 360 Bewohnerinnen und Bewohnern (ab 18 Jahren bis zum Rentenalter) weitestgehend Einzelzimmer zur Verfügung stehen, und das allgemeine Platzangebot soll optimiert werden. Konkret werden 73 zusätzliche Zimmer benötigt. Eine einfache Lösung wäre ein weiteres Bewohnerhaus gewesen, doch das ist eine teure Angelegenheit: Der Preis pro Zimmereinheit liegt rund 20 Prozent höher als bei einer Aufstockung.

Der Holzsystembau bietet die idealen Voraussetzungen für sich verändernde Rahmenbedingungen. Die von 2003 bis 2007 geschaffenen Bewohnerhäuser werden aktuell in bewährter Holzbautechnik aufgestockt. Neben neuen Einzelzimmern entsteht auch eine Tagesoase für Demenz-Patienten. Um den Bewohnern in den verschiedenen Stadien einer Demenz-Erkrankung Bewegungsräume und Sinnesreize zu verschaffen, wurde ein besonderes Licht- und Farbkonzept mit Tageslichtsteuerung entwickelt. Eine Loggia, beheizte und unbeheizte Zonen sorgen für Klimareize; Displays mit bewegten Bildern setzen optische Reize. Flexibel und nachhaltig

Die Arealentwicklung der Heimstätte Bärau ist bis heute ein lebendiger Prozess. Seit Beginn der Umbauphase wurden insgesamt zehn Bauten erstellt. Die Heimstätte Bärau ist die erste Institution dieser Grösse, die vollumfänglich auf Holzbauten im Minergie-Standard setzt. Die Flexibilität des Holz-Elementbaus Architektur+Technik 10/15

ermöglicht, den Anforderungen der Stiftung und des Personals, aber vor allem auch den Bedürfnissen der Bewohner durchgängig Rechnung zu tragen. Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Holzelemente direkt im Werk und damit unter perfekten Bedingungen profitiert die Bauherrschaft gleich dreifach: deutlich kürzere Bauzeiten als im Massivbau, günstige Gesamtkosten und – das Wichtigste für einen laufenden Pflegebetrieb(!) – geringe Bauemissionen. Dank der minutiös abgestimmten Planung mussten die Klienten in der ersten Phase der Arealentwicklung nur einmal umziehen. Und auch während der aktuellen Aufstockungsarbeiten kann der Heimbetrieb weitestgehend ungestört weiterlaufen. Effizient und behaglich

Mit einem auf die besonderen Rahmenbedingungen einer spezialisierten Pflegeinstitution ausgerichteten Konzept schaffen die Holzsystem-Häuser der Renggli AG ein ideales Umfeld mit einer guten Atmosphäre, Wohnlich-


79 Marktplatz Raummodule und Systembau

Der neue Pavillon für Menschen mit stark herausforderndem Verhalten. Die Fertigung der Wände für die Heimstätte Bärau.

keit in lichten Räumen und einer hohen Funktionalität für die betrieblichen Abläufe in der Betreuungs- und Pflegesituation. Das Raumkonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit den Pflegeverantwortlichen erstellt und nimmt besondere Rücksicht auf kantonale Vorgaben in der Behindertenbetreuung und dem Brandschutz.

Gleichzeitig wurde bei der Materialisierung der Fokus auf ein Höchstmass an Wohnkomfort und Lebensqualität gesetzt. Gerade im Pflegebereich werden sich auch in Zukunft die Anforderungen an die Raumkonzepte verändern. Umbauten, Erweiterungen, Ersatzneubauten und energetische Optimierungen

sind die Themen, mit denen sich Betreiber von bestehenden Heimbauten in den kommenden Jahren auseinandersetzen müssen. Holz empfiehlt sich als Baustoff aufgrund seiner flexiblen Eigenschaften für das dynamische Umfeld, dem der Bau von sozialen Institutionen unterliegt.  renggli.ch

Architektur+Technik 10/15

Das Raumkonzept wurde in Zusammenarbeit mit den Pflegeverantwortlichen erstellt und nimmt besondere Rücksicht auf kantonale Vorgaben in der Behindertenbetreuung.


80 Marktplatz Raummodule und Systembau

Ein interdisziplinäres Projekt der FH Köln und Alho Systembau ermöglicht Studierenden, ein Konzept für studentisches Wohnen in Modulbauweise zu entwickeln.

Modulbauweise

Studentisches Wohnen gun. Wie ein nach Studentenwün-

schen konzipiertes Wohnheim in der Praxis aussehen könnte, zeigten 16 Masterstudenten des interdisziplinären Studiengangs «Produkt-Design und Prozessentwicklung» (PRODES) der Fachhochschule Köln (FH), Campus Gummersbach. Im ersten Semester dieses Kooperationsangebots der Gummersbacher Fakultät und des Instituts «KISD – Köln International School of Design» steht die Konzeption eines Studentenwohnheims in Modulbauweise für ein nahe dem Campus Gummersbach gelegenes 3800 m² grosses Grundstück. Die Studierenden, die bereits Studiengänge in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Design und Betriebswirtschaft abgeschlossen haben, wurden dabei von Studiengangsmanager Prof. Dr. Thomas Münster (Campus Gummersbach) und Prof. Wolfgang Laubersheimer (Direktor KISD) begleitet sowie von Alho unterstützt. «Im Grenzbereich zwischen Architektur und Design standen die Bedürfnisse der Nutzer im Vordergrund. Wir haben eine andere Perspektive eingenommen als die Profis und haben so zwangsläufig andere Lösungen gefunden», sagte Prof.

Wolfgang Laubersheimer. «Es ist dem Team hervorragend gelungen, die Balance zwischen Baurecht, technischer Machbarkeit, Wohnlichkeit und Wirtschaftlichkeit zu finden», beurteilte Prof. Dr. Thomas Münster die Arbeit seiner Studierenden. Das Modell des Wohnheims zeigt zwei viergeschossige würfelförmige Baukörper, durch eine verglaste Brücke in der zweiten Etage verbunden. Der Grund-

riss basiert konsequent auf einem Modulraster von 3,25 x 6 m bzw. 3,25 x 12 m. Jede Etage setzt sich aus 15 Modulen zusammen – ein Gebäudekubus besteht somit aus 60 Raumzellen. Die Module erfüllen bereits alle bauphysikalischen Anforderungen und Vorgaben an Brandschutz, Wärmeschutz und Schallschutz, und so konnte das Projektteam seinen Fokus auf konzeptionelle und gestalterische Schwerpunkte legen.

Das Wechselspiel von querformatigen Loggien und hochformatigen, bodentiefen Fenstern schafft eine spannungsvolle Fassade.

Ein Blick in die Innenräume zeigt, dass der Modulbau dieselbe Gestaltungsvielfalt besitzt, wie man sie von der konventionellen Bauweise gewohnt ist.

Architektur+Technik 10/15


81 Marktplatz Raummodule und Systembau

langegg.ch

Jede Etage des Modulgebäudes beherbergt eine Wohngemeinschaft mit zehn Personen. Um den grosszügigen Küchen-, Ess- und Wohnbereich gruppieren sich jeweils die Schlafräume – alle mit eigenem Bad. Am anderen Ende des Gemeinschaftsraums sorgt ein durch alle Geschosse verlaufender, begrünter Lichtschacht

dafür, dass tagsüber kein künstliches Licht benötigt wird – ein Baustein in Sachen Wirtschaftlichkeit. Die Schlafzimmer wurden je Geschoss leicht versetzt und schaffen so aussen Raum für Loggien und innen Staufläche und Nischen für Schränke. Das Wechselspiel von querformatigen Loggien und hochformatigen, bodentiefen

Fenstern schafft eine spannungsvolle Fassade, die durch die verwendeten Materialien verstärkt wird. Der Modulbau an sich ist nachhaltig und ressourcenschonend. Auch der Betrieb des Gebäudes wurde mit einer Anlage zur Brauchwassernutzung nachhaltig und wirtschaftlich gestalte.  alho.com

schlicht genial


82 Marktplatz Raummodule und Systembau

Der komplette Innenausbau ist im Werk möglich. Eingesetzt werden kann der Massivmodulbau im Laborbau, bei Schulhäusern, im Gewerbebau oder bei Spitälern und Altersheimen.

Im Bereich des Massivmodulbaus hat DM Bau das System XX eingeführt, das eine Realisierung in kurzer Zeit ermöglicht.

Vorfertigung erfolgt dreidimensional

gun. Eine durch die POM+ erarbeitete Nachhaltigkeitsanalyse zeigte auf, dass im Bereich der Architektur das grösste Entwicklungspotenzial für den Massivmodulbau liegt. Mit der Einführung des Systems XX hat DM Bau eine Lösung entwickelt, mit der es nun möglich ist, Betonböden in maximalen Grössen von 4,20 × 14 m zu produzieren. Vorteil dieses Systems sind die zusätzlichen, in der Quer- und Längsachse verschiebbaren Stützen sowie die Möglichkeit von stützenfreien Auskragungen bis 2,40 m. Dadurch wurde dem Nutzer und den Architekten die Möglichkeit eröffnet,

das optimale Gebäude in kurzer Zeit zu realisieren. Das System XX kann sowohl für den Massivmodulbau als auch für den Massivelementbau verwendet werden. Die beiden Bautechniken haben die Kombination von Holz, Stahl und Beton gemeinsam. Beim Massivmodulbau erfolgt die Vorfertigung dreidimensional. Diese Bautechnik ist besonders nachhaltig, da das Gebäude umplatzier- und wiederverwendbar ist. Beim Massivelementbau wird zweidimensional vorgefertigt. Die Decke eines Raumes dient dabei als Boden für den darüberliegenden Raum. Die Dämmstärke der Aussenwand beträgt 240 mm und kann damit bereits zur Erreichung des Minergie-Standards eingesetzt werden. Die Zwischenböden aus Beton messen 415 mm und können, um erhöhte Schallschutz-Anforderungen zu erreichen, ausgedämmt werden. Um Kältebrücken zu vermeiden, ist das unterste Bodenelement bereits standardmässig mit 320 mm gedämmt.  dm-bau.ch

Architektur+Technik 10/15


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23.06.2015 09:16:24


84 Marktplatz Schaufenster

Markante Einsparungen dank LED Die Kreha Elektro AG aus Cham gewann den diesjährigen «EM ecowin Award» unter anderem mit dieser energie- und kostensparenden Lösung für eine Einstellhalle.  elektro-material.ch

Mitte August konnten Vertreter der Ge­ schäftsleitung von EM den Verantwortli­ chen der Kreha Elektro AG in Cham zum Gewinn des diesjährigen «EM ecowin Award» gratulieren. Die Qualität gleich zweier von Kreha eingereichter Strom­ effizienz­Projekte hatte überzeugt, und so konnten sie die stolze Award­Preiss­

Lehmplatte 16 und 22 mm Leichtlehmplatten von ProCrea eignen sich für den gesamten Innenausbau. Es können Innenwände, Holz- und Metallständerwerke, Trockenbauoder Lattenkonstruktionen beplankt werden. Ausserdem Trennwände, Vorsatzschalen, abgehängte Decken oder ganze Dachgeschosse (siehe Abb.).  stroba.ch

umme von 10 000 Franken entgegenneh­ men. «save energy – save money» hatte das Motto der diesjährigen EM­eco­ win­Initiative gelautet, die sich an alle Elektroinstallateure der Schweiz rich­ tete. Angesprochen gefühlt hatte sich of­ fensichtlich auch Oliver Binggeli von der Kreha: Schon bei der Präsentation der

Hersteller Procrea Lehmbaustoffe Vertrieb Schweiz Stroba Naturbaustoffe Produkt Lehmplatte armiert, 16 bzw. 22 mm

EM­ecowin­Initiative während des ers­ ten EM­ecowin­Basis­Kurses hatte der Elektroinstallateur aus Cham auf sich aufmerksam gemacht mit dem Spruch: «Den Preis hole ich mir!» Gesagt, getan: Ende Juni hatte er zwei Projekte für den Award 2015 eingereicht, nämlich eine Einstellhalle (siehe Abbildung) und ein Autohaus, bei denen die konventionelle Beleuchtung komplett auf LED umgerüs­ tet wurde. Beide Kreha­Kunden profitie­ ren seither gleich mehrfach von diesen Gebäudeanpassungen: Einerseits im Be­ reich der Unterhaltskosten, die dank der zuverlässigen und langlebigen LED­Tech­ nik massiv sinken, andererseits durch die erhebliche Stromeinsparung von zusam­ men über 41 Megawattstunden pro Jahr. Bei so viel Effizienz mit EM­Produkten können sich beide Endkunden zusätzlich über eine Investitionsbeteiligung aus dem EM­ecowin­Fonds freuen. Und die Kreha Elektro AG darf sich freuen über den grosszügigen Preisscheck für die zwei Projekte mit der grössten kW/h­Ein­ sparung des Jahres.

Raumwunder

Plattengrösse L 1250 × B 625 mm Schalldämmwert etwa 61 bis 63 dB Zusammensetzung Lehm, Sand, Strohhäcksel

und Glasgittergewebe Plattengewicht 18 bzw. 23 kg Spezifische Wärmekapazität c etwa 1000 J/kgK Wärmeleitfähigkeit etwa 0,47 W/mK Rohdichte 1300 kg/m2 Zugfestigkeit < 0,4 N/mm2 Druckfestigkeit < 2 – 5 N/mm2 Brandverhalten A1 – nicht brennbar nach DIN EN 13501-1

Die S1 von Klafs ist weltweit die erste Sauna, die sich auf Knopfdruck kleinmacht wie das Zoom-Objektiv einer Kamera. Im komplett eingefahrenen Zustand ist sie so gerade einmal 60 cm tief – also nicht tiefer als ein herkömmlicher Schrank. Per Knopfdruck lässt sie sich ausfahren auf 160 cm.  klafs.ch

Architektur+Technik 10/15

Hersteller Klafs Modell S1 Besonderheit Modell lässt sich

per Knopfdruck innert 20 s auf Schranktiefe (60 cm) einfahren Masse Small (B 172 × T 160 × H 211 cm; mit Anschluss für normale Steckdose), Medium (202 × 160 × 211 cm) und Large (232 × 160 × 211 cm) Sicherheitssensorik Kabine lässt sich erst einfahren, wenn der Ofen abgekühlt ist, und wird gestoppt, wenn etwas beim Ausfahren in die Quere kommt Optionen Sanarium, Farblicht, Audiosystem u.a.


Ein religiöser Leuchtturm in Abu Dhabi: Nachts strahlt die Fassade der Al-AzisMoschee, die aus über 200 LichtbetonFassadenelementen erstellt wurde, ins Quartier hinaus.

Die Lichtbeton-Fassade der Al-Azis- phb. Abu Dhabi zählt aufgrund des rasanMoschee in Abu Dhabi bietet nachts ten Wachstums weltweit zu den modernsten Städten. Architektonisch mardank rückseitiger Beleuchtung ein kante Gebäude und beeindruckende spektakuläres Lichterlebnis.

Eine Fassade im Namen Gottes

Hochhäuser sowie grosszügig ausgebaute Strassen prägen das Stadtbild. Auch zahlreiche neu erbaute, prachtvolle Moscheen sind darunter zu finden, wie die Al-AzizMoschee im Stadtteil Al Reem Island. Das im arabischen Raum agierende Planungsund Architektur-Unternehmen APG Architecture and Planning Group hat mit dieser neuen Moschee ein innovatives Zeichen in der Fassadengestaltung gesetzt: Eine 515 m² grosse Lichtbeton-Fassade, bestehend aus 207 individuell gestalteten Fassadenplatten mit jeweils etwa 180 × 140 × 4 cm Abmessung, ziert das Objekt. Tagsüber ragen eine Reihe von individuell gestalteten Schriftzügen aus der Lichtbetonfassade heraus, die unbeleuchtet die Optik einer modernen Natursteinfassade haben und in arabischer Schrift die 99 unterschiedlichen

Namen Gottes darstellen. In der Dämmerung und im Dunkeln jedoch erfährt der sakrale Eindruck noch zusätzlich eine Steigerung, wenn die Lichtbetonfassade rückseitig beleuchtet und so zu einer faszinierenden Lichtinszenierung wird: Licht leitende Fasern lassen die Schriftzüge mittels einer rückseitigen LEDBeleuchtung hell leuchtend erstrahlen – eine Technologie, die vom deutschen Unternehmen Lucem entwickelt worden ist. Gleichzeitig ist jedes Fassadenelement eine massive Betonplatte, die absolut witterungsbeständig ist und sogar extremen Temperaturen und Sandstürmen standhält, wie sie in den Sommermonaten in der Region vorherrschen beziehungsweise vorkommen. Auf Kundenwunsch wurde die Oberfläche der LichtbetonFassadenplatten sandgestrahlt, damit eine von Hand behauene Natursteinoptik entsteht, die dem Naturstein am übrigen Gebäude entspricht.  lucem.de

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86 Marktplatz Schaufenster

KonstruktionsVollholz Mit KVH und Balkenschichtholz stehen Architekten und Planern genormte Baustoffe für konstruktive Verwendungen im modernen Holzbau zur Verfügung.  kvh.eu

Konstruktionsvollholz KVH und Balkenschichtholz (Duobalken, Triobalken) sind technisch getrocknete Vollholzprodukte nach europäischen Normen und dem Stand der Technik im modernen Holzbau. KVH ist auf eine Holzfeuchte von maximal 15 ± 3 Prozent technisch getrocknetes keilgezinktes Vollholz nach

EN 15497 : 2014. Bei der Herstellung der Keilzinkenverbindung wird die Feuchtigkeit jedes einzelnen Balkens kontrolliert. Duobalken und Triobalken nach EN 14080 : 2013 sind aus zwei beziehungsweise drei Lamellen verklebte Schichtholzprodukte aus technisch getrockneten, nach der Festigkeit sortierten

Format quer und hoch

Form follows function

Eizo erweitert seine FlexScan-Serie um einen ultraflachen 27-Zoll-Monitor. Das Modell hat ein randloses, flaches Design und verfügt über eine durchgehend ebene Bildfläche bis zum Rand. Ein entspiegeltes IPS-Panel mit LED-Backlight sorgt für flimmerfreie Bildqualität.  eizo.ch

Mit der neuen Handbrause T60 aus der Runden-Serie und der Brausestange T65 bietet der dänische Armaturenhersteller Vola ein besonderes Zusammenspiel von Design und Funktionalität – sei es im eigenen Zuhause oder als Schlüsselelemente des architektonischen Gesamtkonzepts.  vola.ch

Hersteller Eizo Modell FlexScan EV2750W Swiss Edition Format 16 : 9 Bildschirmdiagonale 27 Zoll WQHD-Auflösung 2560 × 1440 Pixel Blickwinkel 178° Kontrast 1000 : 1 Helligkeit 350 cd/m2 Stromspar-/Ergonomie-Funktionen Auto EcoView,

EcoView-Optimizer 2 Anschlüsse Displayport, DVI-D,

HDMI, USB 3.0 Garantie 5 Jahre Swiss Premium On-Site Special Feature Screen lässt sich

einfach ins Hochformat drehen (je 90° im UZS und im GUZS) Architektur+Technik 10/15

keilgezinkten Lamellen. Die Holzbaustoffe sind masshaltig, formstabil und zeigen nur geringe Rissneigung. Auf chemischen Holzschutz kann unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Vorschriften und unter Beachten der Regeln des baulichen Holzschutzes verzichtet werden. KVH, Duobalken und Triobalken unterliegen in der Herstellung strengen Qualitätskontrollen aus Eigen- und regelmässiger Fremdüberwachung durch anerkannte Materialprüfanstalten. Um dauerhaft verlässliche und gleichbleibend hohe Produktqualität zu garantieren, haben sich die Produzenten zur Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz zusammengeschlossen. Die Hersteller sichern das Erfüllen der hohen Produktanforderungen und weisen diese mit dem international geschützten KVH-Zeichen nach. KVH, Duobalken und Triobalken sind in unterschiedlichen Vorzugsmassen und den Holzarten Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie mit genau definierten Oberflächenqualitäten verfügbar. Hersteller Vola Produkte Handbrause T60 und

Brausestange T65 Eigenschaften Handbrause Ergänzung zur Kopfbrause O60 (auch in visueller Hinsicht, da Übernahme der zentralen Design-Elemente wie die acht architektonischen Linien, die vom Mittelpunkt zum Rand streben); Standard-Durchflussmenge 12 l/min oder beim Wasser sparenden Modell 7,5 l/min Eigenschaften Brausestange Wandhalterung kongruiert visuell mit Brausekopf; leichtgängige Halterung Oberflächen Chrom matt, Edelstahl gebürstet, Messing poliert


87 Marktplatz Schaufenster

Von der Natur inspiriert

Hängekonstruktion ohne Bodenschiene

Kosten und Energie sparen dank Mix

Das originelle «CleverClean»-Waschsystem von Bauknecht wurde mit dem «National Energy Globe Award» von der «Energy Globe Foundation» ausgezeichnet. Es besprüht die Wäsche direkt mit einem zuvor optimal gemischten Mix aus Wasser und Waschmittel und spart dadurch nicht weniger als 27 Prozent Wasser und 10 Prozent Energie.  bauknecht.eu

Kirchenmöbel nach Mass

Girsberger Customized Furniture realisierte für die Renovation der katholischen Kirche in Versoix Möbel auf der Grundlage von Entwürfen und Modellen der Architekten Frei & Stefani aus Thônex. Das neue Kirchengestühl prägt massgeblich die zeitgemässe spirituelle Atmosphäre und den harmonischen Gesamteindruck.  girsberger.com

Die handgefertigten Outdoor-Leuchten der deutschen Zebra Group lassen Gärten, Terrassen und Balkone in stimmungsvollem Licht erstrahlen. Mit unterschiedlichen Design-Elementen aus der Natur wie Holzscheiben aus Teak und kleinen Muscheln besetzt, bringen die Modelle ein natürlich-modernes Flair in den Outdoor-Bereich.  zebra-mobel.de

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89 Service Übersicht

S ER VICE 90 Messen und Veranstaltungen Vorschau auf die Sicherheit 2015 in Zürich sowie den Internationalen Fachkongress «Advanced Building Skins» in Bern.

92 Aus- und Weiterbildung Der VTA veranstaltet seine diesjährige Fachtagung zum Thema «Krisenkommunikation und -management». Der nächste Weiterbildungskurs des SZS hat das Thema «Hallen & Hüllen – Praktischer Stahlbau». Die Stiftung für Baudynamik und Erdbebeningenieurwesen stellt jüngeren Bauingenieuren ein Stipendium zur Verfügung.

Architektur+Technik 10/15

94 Branchenspiegel Klatsch und Tratsch aus Industrie und Handel, neue Protagonisten, Marktauftritte und Zertifizierungen.


90 Service Messen und Veranstaltungen

Bei der 20. Auflage von «Sicherheit» werden wieder verschiedene Premieren, Erfindungen sowie neue Trends und Entwicklungen vorgestellt.

Vom 10. bis zum 13. November 2015 wird «Sicherheit 2015» zum Treffpunkt der Schweizer Sicherheitsbranche.

20 Jahre «Sicherheit»

Bei ihrer 20. Auflage wird «Sicherheit» wieder verschiedene Premieren, Erfindungen sowie Trends und Entwicklungen vorstellen. «Die Sicherheitsbranche muss immer schneller auf technologische Fortschritte und veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können», sagt Messeleiter Heinz Salzgeber. «Die Herausforderungen werden komplexer, das Informationsbedürfnis wächst, und die Branche wird dynamischer. Deshalb achten wir stets darauf, sowohl Bestehendes zu pflegen als auch neue Elemente und zukunftsorientierte Themen einfliessen zu lassen.» Zentraler Bestandteil der Messe wird wieder der Fachkongress sein. Hochkarätige Referenten bieten durch einen guten Mix aus theoretischen Grundlagen und praktischen Umsetzungsbeispielen einen hohen Nutzen für die tägliche Anwendung. Die Gliederung in Halbtagesmodule erlaubt den Besuch der Messe und des Kongresses am selben Tag und bietet ein breites Themenspektrum.

gun.

Sonderschau zu Naturgefahren

Unternehmen und Sicherheitsbeauftragte sind heute gefordert, auch die Gefahren aus der Natur in die Planung und Bewirtschaftung ihrer Liegenschaften und Infrastrukturen einzubeziehen. Das fordert neben den Unternehmen die Behörden, Versicherungen, IntervenArchitektur+Technik 10/15

tionskräfte ebenso wie jeden einzelnen Beteiligten. Wie schon während der letzten Messe wird auch im Jubiläumsjahr die Sonderschau «Risikomanagement von Naturgefahren» diese Akteure vernetzen, Fachwissen und Erfahrungswerte vermitteln und zu aktuellen Themen aus der Praxis informieren. Im offenen Forum werden Gefahrenexperten zu den unterschiedlichsten Aspekten dieses Bereichs Stellung nehmen. Ergänzend dazu werden auf der angrenzenden Ausstellungsfläche namhafte Firmen sich und ihre Produkte präsentieren. Unterstützung aus der Branche

Verschiedene Verbände und Organisationen anerkennen den Fachkongress als Fortbildungseinheit. Auch die Fachmesse geniesst die Unterstützung der wichtigsten Fachverbände und Branchen-Leader: Der SES (Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen), VSSB (Verband Schweizerischer Schloss- und Beschlägefabrikanten), swiss safety (Verband Schweizer PSA-Anbieter) sowie die SSI (Schweizerische Vereinigung unabhängiger Sicherheitsingenieure und -berater) tragen und unterstützen «Sicherheit 2015».  Infos Messe: sicherheit-messe.ch  Infos Kongress: save.ch  Infos Sonderschau: naturgefahr.ch


91 Service Messen und Veranstaltungen

10. Internationaler Kongress zur Gebäudehülle der Zukunft: «Advanced Building Skins» in Bern vom 3. bis zum 4. November.

Starke Impulse für die Fassade der Zukunft

gun. Veranstalter von «Advanced Building Skins» im Kongresszentrum der Bern­ Expo ist das Economic­Forum Mün­ chen ­ Bozen. Der Schwerpunkt des Kon­ gresses liegt auf neuen Materialien und erneuerbaren Energien sowie ihre Integ­ ration in die Gebäudehülle. Der Kongress möchte den Austausch zwischen Archi­ tekten, Ingenieuren, Wissenschaftern, Herstellern und dem Baugewerbe för­ dern. Hauptziel ist es, den Energiever­ brauch von Gebäuden zu senken.

Interdisziplinärer Dialog

Die Vorträge werden in Englisch oder Deutsch gehalten und teilweise simultan übersetzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 580 Euro und enthält das Mittagessen und die Kongressdokumentation mit den Manuskripten der Referenten.

Bei der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden nimmt die Gebäudehülle eine Schlüsselposition ein. Der Kongress beleuchtet umfassend die Bedeutung der Gebäudehülle für die Energieeffizienz des Gebäudes mit dem Ziel, wissenschaftli­ ches Know­how durch einen regen Aus­ tausch zwischen Wissenschaftern, Archi­ tekten, Ingenieuren, Energieberatern und der Bauindustrie in die Praxis umzuset­ zen. Der Dialog dieser Gruppen soll den Technologietransfer fördern und ein in­ terdisziplinäres Vorgehen beim Hausbau unterstützen. In letzter Zeit gibt es kontroverse Dis­ kussionen darüber, wie viel Dämmung wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist. Der Kongress widmet diesem Thema be­ sondere Aufmerksamkeit und präsentiert den neuesten Stand der technischen Ent­

Das Dach des Bahnhofs Liège-Guillemins in Lüttich (B) von Santiago Calatrava.

Architektur+Technik 10/15

wicklung von Dämmprodukten. Mehrere Sessions des Kongresses zeigen, wie Aero­ Gele, Phasenwechselmaterialien oder Bio­ materialien die Energieeffizienz der Ge­ bäudehülle steigern können. Gebäudehülle als Baustein

Neubauten werden in Zukunft vorwie­ gend Null­ und Plusenergiegebäude sein, bei denen Solartechnologien in die Ge­ bäudehülle integriert sind. Gebäude wer­ den zu einem wesentlichen Baustein ei­ ner dezentralen Energieversorgung, die nicht nur Energie aus dem öffentlichen Stromnetz empfangen, sondern auch bei Bedarf einspeisen. «Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen wir heute die Wei­ chen für den Hausbau der Zukunft stellen und die notwendigen Grundlagen schaf­ fen, ganz nach dem Motto ‹Building the future now›,» erklärt Andreas Karweger, Geschäftsführer des Economic­Forum München ­ Bozen. Der Kongress «Advanced Building Skins» wird seit 2006 vom Economic­Fo­ rum München ­ Bozen jährlich organi­ siert, ursprünglich unter dem Titel Ener­ gy­Forum. Er fand bisher in Brixen, Südtirol, statt. Mit dem neuen Standort möchte der Veranstalter die Erreichbar­ keit des Kongresses verbessern. Der Kon­ gress wird daher ab diesem Jahr in Bern stattfinden.»  economic-forum.eu


92 Service Aus- und Weiterbildung

VTAFachtagung Am 10. November findet in Küssnacht am Rigi die VTA-Fachtagung statt. Das Thema lautet «Krisenkommunikation und -management».  vta.ch

Der Verein Technischer Angestellter der Gas- und Wasserversorgung (VTA) veranstaltet seine diesjährige Fachtagung in Küssnacht am Rigi. Die Veranstaltung teilt sich auf in Fachreferate und Podiumsdisskussionen sowie einen Workshop. Die Themenschwerpunkte sind das Produktmanagement im Gas- und

Wasserfachgeschäft, das Risiko- und Krisenmanagement sowie die rechtlichen Aspekte. Aber auch das eigene kommunikative Verhalten und die Krisenkommunikation werden thematisiert werden. Unter anderem beschäftigen sich die Referenten mit folgenden Fragen:

Stipendium für Bauingenieure

Praktischer Stahlbau

Der Weiterbildungskurs des SZS, «Hallen & Hüllen – Praktischer Stahlbau», zeigt anhand von Beispielen aus dem Hallen- und Geschossbau, wie sich Träger, Stützen, Rahmen, Fachwerke und Windverbände auf der Grundlage der SIA bzw. SN EN Normen einfach und sicher vorbemessen lassen. Er findet am 11. November statt.  szs.ch

Die Stiftung für Baudynamik und Erdbebeningenieurwesen stellt jüngeren, praktisch tätigen und gut qualifizierten Bauingenieuren mit entsprechender Vorbildung und starker Motivation ein Stipendium zur Verfügung. Dieses ermöglicht einen mehrmonatigen Aufenthalt zur Weiterbildung in Baudynamik und Erdbebeningenieurwesen an einer renommierten ausländischen Universität. Damit sollen die Bestrebungen zur Förderung und Verbreitung von Wissen und Können zum erdbebensicheren Bauen in der Schweiz unterstützt werden. Gesuche können jederzeit eingereicht werden.  baudyn.ch

Architektur+Technik 10/15

– Was ist ein unvorhergesehenes Ereignis? – Werden Unterhaltsarbeiten ausgeführt, oder bewegt man sich durch Kosteneinsparung auf einen kritischen Kontrollpunkt zu? – Wer haftet bei solchen Folgeschäden, wie wird kommuniziert? – Wie geht man um mit Personenschäden, Information und Kommunikation? – Wie verhält man sich, wenn plötzlich der Vorgesetzte und Mitarbeiter aus anderen Bereichen die Organisation und Führung übernehmen wollen (aber nicht die Verantwortung), obwohl die Zuständigkeit geregelt ist und das Wissen fehlt? – Produktschäden, wer ist verantwortlich, wie wird informiert und kommuniziert? – Gibt es Mitarbeiter, die selbst in gewissen Situationen zum Problem werden? Im Workshop sollen die Teilnehmer/-innen den eigenen Handlungsbedarf erkennen und eine Pendenzenliste mit nach Hause nehmen.

BIMPlanungsprozess im Wandel

Der halbtägige Architektenkongress zu Building Information Modeling, kurz BIM, findet am 27. Oktober in München statt. Referenten verschiedener Fachrichtungen geben in Impulsvorträgen Einblick in ihre Erfahrungen aus der Planungspraxis und zeigen die Chancen und die Notwendigkeit einer Implementierung von BIM auf.  detail.de/bim


BEWILUX-Top-Flachglas Das Flachdachfenster für hochwertige Wohnbauten Die Belichtung von hochwertigen Wohn- oder Gewerbebauten durch das Flachdach ist eine Herausforderung: Auf funktionaler Ebene sind „klassische“ Lichtkuppeln eine überzeugende Lösung, doch optisch können sie die Wünsche nicht immer erfüllen. Das ändert sich mit dem neuen BEWILUX-Top-Flachglas. Um sich perfekt an unterschiedliche Nutzungsbedingungen oder bauliche Vorgaben anpassen zu können, ist das Flachdachfenster BEWILUX-Top-Flachglas in 14 Nenngrössen und sechs Verglasungsvarianten lieferbar. Das reicht bis hin zu einer Dreifachverglasung, die bezüglich Wärme- und Geräuschdämmung Massstäbe setzt. Individuelles Zubehör sorgt für noch mehr Komfort und Sicherheit.

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94 Service Branchenspiegel

OnlinePlattform für Brandschutz

Zertifizierung in Gold für Desso

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) hat eine innovative Infoplattform zum Thema Brandschutz lanciert. Hier finden Architekten und Planer alle relevanten Informationen für einfache Bauvorhaben – schnell, übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.  gvb.ch/heureka

Desso erreicht als erster TeppichfliesenHersteller weltweit die C2C-Zertifizierung in der Kategorie Gold.  desso.com

Die GVB hat mit der Website «Heureka» einen innovativen Weg gefunden, um ihren Kundinnen und Kunden das Thema Brandschutz einfach und verständlich zu erklären. Wer Informationen zu gängigen Nutzungen wie Wohnbau, Landwirtschaft, Büros, Verkaufsgeschäfte oder auch Kindertagesstätten sucht, wird auf «Heureka» rasch fündig. Damit trägt die GCB einem Bedürfnis von Architekten und Planern Rechnung. Sie sind auf schnell verfügbare, einfach verständliche und abschliessende Informationen zu den Brandschutzauflagen für einfache Bauvorhaben angewiesen.

Führungswechsel bei der BG-Gruppe

Neuer Leiter KWC, Markt Schweiz

Der Verwaltungsrat der BG Ingenieure und Berater AG hat durch die Nominierung eines neuen Geschäftsführers sowie eines neuen Verwaltungsratspräsidenten zwei wichtige Führungswechsel an der Spitze der Gruppe vollzogen.  bg-21.com

Im August hat Giuseppe Mastrodomenico die Position neuer Leiter KWC, Markt Schweiz, übernommen. Er ist weiterhin verantwortlich für die Verkaufsleitung von Franke Water Systems AG.  kwc.ch

Die Funktion des Geschäftsführers übernimmt Pierre Kohler (im Bild). Er ist Mitglied der Geschäftsleitung seit 2000 und 1984 zu BG gestossen. Er verfügt sowohl über eine breite, internationale Erfahrung im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen als auch über tiefreichende Kenntnisse in der Unternehmensführung. Die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten geht an Jean-Pierre Trotignon. Mitglied des Verwaltungsrats seit 2011 und VR-Vizepräsident seit 2015. Die BGGruppe hat ihren Sitz in Lausanne und bietet Dienstleistungen im Ingenieurwesen und in der Beratung an.

Architektur+Technik 10/15

Das Cradle-to-Cradle-ZertifizierungsLevel Gold erhält Desso, Teil der TarkettUnternehmensgruppe, für eine neue Teppichfliesen-Kollektion. Die Gold-Zertifizierung ist das Ergebnis von sieben Jahren intensiver Arbeit und Anstrengung mit dem Ziel, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft auf Basis der C2C-Prinzipien zu vollziehen. Desso musste eine breite Palette an strengen Umwelt- und Gesundheitskriterien erfüllen. Im Bild die Übergabe des C2C-Gold-Zertifikats an Roland Jonkhoff (rechts), Managing Director Desso und Vice President Carpet EMEA, Tarkett.

Der 45-jährige Giuseppe Mastrodomenico besitzt einen Erfahrungsschatz von über 24 Jahren mit ausgezeichneten Kenntnissen in der Sanitärbranche. Nach beruflichen Anfängen bei der Heizkörperfirma Zehnder AG in Gränichen führte sein Weg nach Dagmarsellen zu Bekon-Koralle und nach acht Jahren weiter nach Aarburg zu Franke. Mastrodomenico arbeitet seit 2007 bei Franke Water Systems AG als Leiter Verkauf Schweiz. Das Schweizer Unternehmen KWC in Unterkulm steht für eine 140-jährige Armaturenkompetenz, seit 2013 ist es eine Tochterfirma von Franke Water Systems AG.


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