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architektur-technik.ch

1– 2016 Hochhäuser Architektur+Technik

Hochhäuser

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1 Inhalt Editorial

Der Limmat Tower in Dietikon verbindet das neue Limmatfeld-Quartier visuell mit dem Stadtzentrum.

# 1 Aktuell 4 Szene 10 Betrachtungen 14 22 26 30 34

Dossier Limmat Tower, Dietikon Pellet-Silo, Buttisholz Torre David, Caracas Bavaria Towers, München Regelwerk

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Marktplatz Fassadenbau und -systeme Beschattung Beleuchtung Büroeinrichtung Schaufenster

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Service Messen und Veranstaltungen Aus- und Weiterbildung Branchenspiegel Fachbücher Vorschau und Impressum

Hochhäuser Hoch hinaus wollte die Menschheit schon immer, und seit es Hochhäuser gibt, wird auch über sie diskutiert. In Babel wurde vor lauter Gerede erst gar nicht zu Ende gebaut. Die Cheopspyramide, etwa 2600 v. Chr. erstellt, war mit ihren 145 m Höhe über 4000 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt. Das Ulmer Münster besitzt mit 161 m den höchsten Kirchturm der Welt. Das Home Insurance Building in Chicago von 1885 gilt als das erste moderne Hochhaus, und seitdem sind die Meinungen zu den Giganten emotionsgeladen. Pro und Kontra bedingen sich dabei meist aus der Perspektive des Betrachters. Wie dem auch sei: Es ist sehr schwierig, sich der Faszination Hochhaus zu entziehen. Es mag unter anderem damit zusammenhängen, dass Hochhäuser oftmals als Naturwunder angesehen werden. Die an gezackte Bergketten erinnernde Skyline und die tiefen Häuserschluchten tragen das Ihre dazu bei. Der Blick in eine weitere Hightech-Zukunft, in der wir uns dem Menschheitstraum vom Turmbau zu Babel immer mehr nähern, ruft Gefühle hervor, wie es sonst Traumvisionen tun. Hochhäuser begleitet aber auch eine Art Inszenierung, die uns den Spiegel der aktuellen Gesellschaft vorhält.

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talsee.ch Uwe Guntern, Redaktor

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4 Aktuell Szene

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AKTU EL L

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PPP-Pilotprojekt Neumatt Burgdorf Mit dem PPP-Pilotprojekt Neumatt Burgdorf hat der Kanton Bern neue Wege beschritten, ist Neumatt doch das erste Projekt nach internationalem Standard in der Schweiz. Alle Beteiligten empfehlen die Prüfung des PPP-Modells bei geeigneten Projekten. «Das erste PPPProjekt der Schweiz hat sich bis heute bestens bewährt.» Zu diesem Schluss kam Urs Bolz, Präsident des Expertennetzwerks des Vereins PPP Schweiz, als Projektleiter des ersten Teils der soeben erschienenen Studie, welche die Erkenntnisse aus drei Jahren Betriebserfahrung zusammenfasst. Begleitet

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wird diese durch eine kurze filmische Reportage. Ɂ pppschweiz.ch

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Bauen neu denken mit Carbonbeton Mit einem neuen Materialverbund aus Carbonfasern und Hochleistungsbeton wollen verschiedene Wissenschaftseinrichtungen gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen das Bauen revolutionieren – langlebiger, ressourcenschonender und ästhetischer sollen die Bauwerke werden. Um diese Vision umzusetzen, haben sich mehr als 130 Partner, darunter auch die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, im Forschungskonsortium «C³ –


5 Aktuell Szene

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Carbon Concrete Composite» – zusammengeschlossen. Nun wurde das Konsortium mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung sowie mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis ausgezeichnet. Ɂ bauen-neu-denken.de

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100 East 53rd Street in Manhattan Die Pläne von Foster + Partners, direkt hinter dem Seagram-Building von Mies van der Rohe in Manhattan ein Wohnhochhaus zu bauen, liegen bereits seit knapp zehn Jahren vor. Nun wird das Bauwerk mit dem Namen «100 East 53rd Street» konkret. Die Luxus-Appartments

verteilen sich über 6o Stockwerke auf einer Höhe von 220 Meter. Ɂ 100e53.com

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Eine homogene, architektonische Skulptur Malmö Live heisst der neue Konzert-, Kongress- und Hotel-Komplex von schmidt/ hammer/lassen architects in der dänischen Universitätsstadt. Das Gebäude besteht aus kubischen Teilen von unterschiedlicher Grösse, die miteinander verbunden sind. Die homogenen Fassaden erscheinen durch ihre spezielle Positionierung als architektonische Skulptur. Das Erdgeschoss ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das gibt dem Bauwerk einen offenen, expressiven und dynamischen Charakter. Es bietet zudem zahlreiche Aktivitäten und nimmt durch eine klare, funktionale Organisation und seinen zugänglichen, offenen Grundriss die moderne skandinavische Architektur-Tradition auf. Das Gebäude gibt dem Geist der Stadt und ihrer Vielfalt einen architektonischen Ausdruck. Ɂ shl.dk

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Pfarrhaus Krumbach Bernardo Bader, Architekt mit eigenem Büro und Entwurfsdozent am Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität

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Liechtenstein, ist bereits zum zweiten Mal einer der Preisträger des Architektur-Preises «Constructive Alps» – dieses Mal sogar als Gewinner des Wettbewerbs. Erhalten hat er den Preis für das Projekt «Pfarrhaus Krumbach» der Arbeitsgemeinschaft BBA, BZZT und HKZT. 2008 wurde die Arbeitsgemeinschaft der drei Architektur-Büros mit einer Studie zur Entwicklung des Dorfkerns Krumbach in Vorarlberg betraut, und das nun preisgekrönte Pfarrhaus stellt einen vorläufigen Meilenstein in diesem Prozess dar. «Constructive Alps» will den Bogen über die Ländergrenzen hinweg spannen und versteht sich als Beitrag zur Umsetzung der Alpenkonvention und als Denkanstoss für ein gutes Leben in den Alpen. Ɂ uni.li


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Architektur und Flüchtlinge Auf der 15. Architektur-Biennale 2016 in Venedig wird das Deutsche Architekturmuseum (DAM) die Ausstellung «Making Heimat. Germany, Arrival Country» im Deutschen Pavillon realisieren. Zu den Inhalten der Ausstellung erklärt das Team des DAM: «Die gegenwärtige Flüchtlingslage ist Teil einer grossen, weltweiten Migrationsbewegung. Sie führt vom Land in die Städte. Vor welchen Herausforderungen stehen die Städte, in denen die Flüchtlinge und Migranten ankommen? Wo in Deutschland befinden sich bevorzugte Ankunftsstädte? Wie werden aus den Neuankömmlingen gesell-

schaftlich integrierte Bürger? Und welchen Beitrag können Architektur und Städtebau in diesem Prozess leisten? Ausgehend von den Thesen, die der kanadische Journalist Doug Saunders in seinem Sachbuch-Bestseller «Arrival City» entwickelt hat und als Berater in die Ausstellung «Making Heimat» einbringen wird, beschäftigt sich das DAM im Deutschen Pavillon mit diesen Fragen: «Wir werden deutsche Ankunftsstädte wie beispielsweise Offenbach am Main untersuchen und in thesenhafter Form die Bedingungen einer guten Arrival City formulieren.» Zahlreiche Projekte wurden eingereicht, von der Erstaufnahme-Einrichtung für 800 Personen bis zur Fahrradwerkstatt, die von Flüchtlingen betrieben wird. Ɂ dam-online.de

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ArchitekturFotografie Mit der Fokussierung auf den Nutzen schaffen die Herausgeberinnen ein analytisches Werkzeug, mit dem sich die Beziehungsebenen zwischen Architektur und Fotografie untersuchen lassen. In zehn Episoden werden diese einem Sichtwechsel unterzogen. Die Fotografien kommentieren sich meist gegenseitig, jedoch kommen immer wieder auch «Nutzer» der ArchitekturFotografie zu Wort: Journalisten, Kuratoren, Architekten. Die unterschiedlichen Positionen treten dabei in einen spannungsvollen Dialog. Ɂ Angelika Fitz u. a. (Hg.), Vom Nutzen der Architekturfotografie, Verlag Birkhäuser, Basel 2015, ISBN 978-3-0356-0586-0

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Dies & Das

Authentische, natürliche Produkte aus der Region sind gefragt. Ein neues Portal der Holzbranche präsentiert Ideen für das Bauen und Wohnen mit hiesigem Holz. Die Orientierungshilfe erleichtert es überdies, Firmen in der Nähe zu finden, die bewusst auf das Material aus heimischen Wäldern setzen, wenn sie Möbel, Innenausbauten oder Häuser gestalten. Ɂ holz-bois-legno.ch


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8 Aktuell Szene

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Futako Tamagawa Das Londoner ArchitekturBüro Conran and Partners schliesst die letzte Lücke des grossen Stadterneuerungsprojekts Futako Tamagawa in Tokio. Das Konzept geht auf die wesentlichen Elemente des Areals ein: die Lage am Rande von Tokio, die unmittelbare Nähe des Tamagawa-Flusses und die Länge von über 1 km. Es reicht von der Urbanität rund um den Bahnhof bis zum im Osten gelegenen Park. Es besteht unter anderem aus einem Kinokomplex, einem TV-Studio und Freizeitanlagen, überragt von einem 30-geschossiges Bürogebäude mit einem dreistöckigen Hotel. Ɂ conranandpartners.com

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Schweizer Architektur im bewegten Bild Film und Architektur weisen zahlreiche Überlagerungen und Gemeinsamkeiten auf: Der reale Raum findet im Film dank der Erzeugung von Bewegung und Temporalität durch die Montage von Einzelbildern eine Entsprechung als Illusionsraum, der durch Ton und Lichteffekte komplettiert wird. Aufgrund seiner Multidimensionalität ist der Film daher das geeignetste Medium, um Architektur realitätsgetreu wiederzugeben. Darüber hinaus lenkt der Architekt ähnlich wie auch der Regisseur Handlungsabläufe durch Raumgefüge. Die Ausstellung «Filmbau» im Schweizeri-

schen Architektur-Museum (SAM) in Basel wird sich auf einen neuen Pfad begeben und abseits der geläufigen Film-Ikonen wie Fritz Langs «Metropolis» (1927) oder Jacques Tatis «Playtime» (1967) erstmalig die verschiedenen Einsatzgebiete des Films als Wiedergabemedium und AnalyseInstrument von Architektur beleuchten. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar geöffnet. Ɂ sam-basel.org

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Hochhäuser auf dem Zürcher Labitzke-Areal Mobimo hat Implenia als Totalunternehmerin mit dem Bau von Wohnungen auf

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dem ehemaligen LabitzkeAreal beauftragt. Auf dem rund 10 000 m² grossen Areal zwischen Albula- und Hohlstrasse entstehen nach Plänen der Zürcher Architekten Gigon/Guyer acht Gebäude, darunter zwei Hochhäuser mit 47 und 64 m Höhe. Insgesamt realisiert die Bauherrin auf 40 000 m² Geschossfläche 277 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe und Läden. Sechs Plätze werden öffentlich zugänglich sein und können flexibel genutzt werden. Nicht zuletzt mit Blick auf die Komplexität des Projekts und die sportliche Bauzeit von nur rund 24 Monaten greift Implenia auf Methoden von «Lean Construction» zurück. Ɂ mobimo.com Ɂ implenia.com


9 Aktuell Szene

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Neuer Firmensitz für Energiekonzern Nach den Plänen von gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner entsteht im südchinesischen Shenzhen ein neuer Hauptsitz für den dortigen Stromkonzern CNPEC für insgesamt 4000 Mitarbeiter. Der Entwurf für das Grundstück, das einen Baublock innerhalb des streng orthogonalen Strassenrasters im Baolong Industrial Park umfasst, wird aus drei Hochhäusern und einem sockelartigen Podium gebildet, das sich um einen zentralen Garten legt. Diese mit Palmen und Bambus bepflanzte, auf zwei Ebenen erlebbare Gartenlandschaft

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stellt das räumliche und atmosphärische Kernstück des Entwurfs dar und ist als Quartierspassage öffentlich zugänglich. Zwischen den Foyer-Bereichen der Hochhäuser führen breite Treppenanlagen auf das Gartenplateau, unter dem dienende Funktionen und sämtliche Erschliessungen angeordnet sind, u. a. eine grosse Busstation für die Anfahrt der Mitarbeiter. Oberhalb des Podiums bindet ein dreigeschossiger, ringförmiger Baukörper die Hochaustürme zusammen. Er nimmt mit Kantine und Konferenzbereich die gemeinschaftlich genutzten Funktionen auf und bildet räumlich zugleich eine kolonnadenartige Einfassung des inneren Grünbereichs. Ɂ gmp-architekten.de

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10 Aktuell Betrachtungen

Standortwechsel

Mit mehr Achtsamkeit Konflikte vermeiden

Entschleunigung bringt mehr Zeit für das wirklich Wichtige im Leben.

Von Giulio Albanese

Weltpolitisch und wirtschaftlich war das vergangene Jahr eher durchwachsen: Ein drohender «Grexit» und die Flüchtlinge sind hier die Stichworte. Doch der Schweizer Weg hat sich einmal mehr bewährt. Die Unkenrufe, die Anfang 2015 zu hören waren, haben sich nicht bewahrheitet, die Bauwirtschaft behielt ihre Dynamik bei. Für 2016 sehen die Prognosen Stillstand und auch Rücklauf voraus. Aber ist es das, was uns tatsächlich am Leben hält? Brauchen wir wirklich ein immerwährendes Wirtschaftswachstum? Unbestritten ist eine florierende Konjunktur Voraussetzung für unseren Wohlstand. Mit dem Ziel «schneller – höher – weiter» kann jedoch der Mensch auf der Strecke bleiben. Daher sollten wir beachten, wie wir miteinander umgehen, besonders im Berufsleben, und nicht Jahr für Jahr noch härtere Bandagen anlegen. Vielleicht, nein bestimmt hilft etwas mehr Verständnis für den anderen. Es ist nicht allzu schwer und schmälert nicht den Gewinn.

Ich möchte hier gerne eine Lanze brechen für mehr Achtsamkeit im Berufsleben. Zunächst ist es so, dass wir immer ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit pflegen sollten. Oft nehmen wir den Mitmenschen nur wahr, ohne wirklich auf ihn zu achten. Der eine oder andere mag jetzt schmunzeln, wenn ich Achtsamkeit den anderen gegenüber, auch dem anderen Denken und der anderen Ansicht gegenüber fordere. Ich meine mit Achtsamkeit, offen zu sein, auch offen zu sein gegen sich selbst. Wir benehmen uns, je nachdem bei wem und wo wir sind, anders. Wir übernehmen täglich verschiedene Rollen. Man redet mit und benimmt sich gegenüber seinen Kindern anders als mit/gegenüber seinem Chef, in einer Stammtischdiskussion anders als in einer Geschäftssitzung und so weiter. Und mit einigen Leuten redet man am liebsten gar nicht. Das heisst, ich bestimme weitgehend durch meine Einstellung mein Verhalten. Schnell wird hierbei ein Vorurteil zum Urteil. Hinterfragen wir also hie und da unsere Architektur+Technik 1/16


11 Aktuell Betrachtungen

Einstellung zu den Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben. Denn: Sich mit irgendetwas Bestehendem zufriedenzugeben heisst, sich nicht mehr weiterzuentwickeln. Das heisst, lasse ich immer nur meine Meinung oder eine ihr wesensähnliche zu, dann bleibe ich immer auf der gleichen Stelle stehen. So hat denn auch die Achtsamkeit, die ich anderen schenke, für mich selbst Vorteile. Deshalb sollten wir zunächst akzeptieren, dass es andere Sichtweisen, andere Wahrnehmungen gibt. Wohlgemerkt: Anderes anzuerkennen heisst noch lange nicht, anderes zu übernehmen. Oder besser gesagt, wir müssen zunächst einmal erkennen, dass unsere Sicht auf die Dinge nur eine von vielen ist. Entscheidend, wie wir die Dinge und die Mitmenschen sehen, ist unser Standpunkt. Und ab und zu ist ein Standortwechsel nötig. Verharren wir in unserer Position, so entgeht uns vieles im Leben. Doch nicht immer entwickeln sich die Dinge, wie wir es planen, und noch viel öfter ist das, was wir sehen, etwas anderes. Oder, um einmal mehr den Volksmund zu Wort kommen zu lassen: Oft trügt der Schein. Durch jede Änderung unsere Sichtweise, unseres Blickwinkels erfahren wir mehr über das Andere und die anderen, können besser verste-

hen, besser einschätzen und schliesslich auch uns besser verständigen. Mit einer solchen Einstellung kommen wir automatisch in ruhigeres Fahrwasser. Unterstützen können wir dies auch, wenn wir auf unsere Worte achten. Der Theologe Eugen Drewermann hat dazu einmal bemerkt, mit einem Hammer könne ein Stein zertrümmert werden, mit einem einzigen Wort aber das Herz eines Menschen. Schliesslich verhilft eine solche Einstellung beim Umgang mit den anderen der eigenen Firma zu mehr Renommee, ist somit gleichzeitig eine Marketing-Massnahme. Diese Art, mit Menschen zu kommunizieren, schafft Vertrauen. Im eigenen Betrieb ist sie ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl. Sie sind schliesslich das grösste Kapital einer Firma – das wusste schon Henry Ford. Gegenüber den Kunden ist die Wirkung nicht anders: Sie haben Vertrauen und fühlen sich gut bei einem Geschäftsabschluss. Es kann lang und breit über Wirtschaftsethik debattiert werden, wenn wir selbst den ersten Schritt – unseren Mitmenschen mehr Achtsamkeit zu schenken – tun, haben solche theoretischen Bestrebungen mehr Chancen, sich in der Praxis durchzusetzen. ●

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Giulio Albanese ist Präsident der Union der Italiener und Schweizer in Europa, «udis.ch», die für soziale, kulturelle und wirtschaftliche Identität steht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Architektur als Arché techné (griechisch: erste Kunst). Zudem ist er Inhaber der Albanese Baumaterialien AG in Winterthur und Erfinder.


Hochhäuser


Limmat Tower Dietikon


15 Dossier Hochhäuser

Das Limmatfeld in Dietikon ist auf einem ehemaligen Industriequartier entstanden. Limmathof und Limmat Tower bilden den städtebaulichen Schlussstein.

Leuchtturm der Urbanisierung Von huggenbergerfries (Text) und Beat Bühler (Bilder)

Das Limmattal ist eines der Entwicklungsgebiete im Grossraum Zürich. Die urbane Verdichtung zwischen Zürich und Baden wurde in den letzten Jahren kontinuierlich vorangetrieben. Dietikon liegt im Zentrum des Limmattales, verkehrstechnisch optimal erschlossen, sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto sind die grösseren Deutschschweizer Städte schnell erreichbar. Mit der Limmattalbahn wird die urbane Vernetzung zusätzlich gestärkt. Die Tendenz der Urbanisierung zeigt sich in Dietikon mit der Entwicklung diverser Areale in Richtung Spreitenbach. Auch in den andern Limmattaler Gemeinden hat sich diese Entwicklung manifestiert. Das Limmatfeld liegt zwischen dem Bahnhof Dietikon und der Limmat. Das ehemalige Industrieareal, auf welchem bis zur Jahrtausendwende Landwirtschaftsmaschinen produziert wurden, war mit dem Wegzug von «Rapid» frei für eine neue Entwicklung. Der aus einem städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangene Masterplan von Professor Hans Kollhoff sah ein durchmischtes, urbanes Wohnquartier mit einem grossen zentralen Platz vor. Die Grundstruktur des Quartieres bilden orthogonal zueinander verlaufende Strassen, die sich aus der bestehenden Erschliessung heraus entwickeln.

Der Rapidplatz, der zentrale öffentliche Raum, ist gefasst von grossmassstäblichen Wohn- und Geschäftshäusern mit öffentlicher Erdgeschossnutzung. Die Baufelder zur Limmat hin sind in kleinere Einheiten parzelliert und durch Vorgärten zum Strassenraum hin abgeschlossen. Das von der Halter AG entwickelte Quartier wurde seit 2007 mit Architekturen von Hans Kollhoff, Gigon/Guyer, Adolf Krischanitz, Baumschlager Eberle und diversen jüngeren Architektur-Büros umgesetzt. Limmathof und Limmat Tower auf dem Baufeld E bilden den städtebaulichen Schlussstein. Das bereits im Masterplan vorgesehene Hochhaus, das die

Der Limmat Tower ist eine Landmark für die nachhaltige Urbanisierung des Limmattales. Lageplan

Architektur+Technik 1/16


16 Dossier Hochh채user

Der Limmat Tower am Anfang des Entwicklungsgebietes im ehemaligen Industriegebiet von Dietikon hat Leuchtturmcharakter, nicht nur in st채dtebaulicher und architektonischer Hinsicht, sondern auch betreffend Wohnkonzeption und technischem Standard. Die Fassaden sind trotz schr채ger Geometrie 채usserst seriell aufgebaut.

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17 Dossier Hochhäuser

mögliche Ausnutzung des Rapidplatzes kompen­ siert, verbindet das neue Quartier visuell mit dem Zentrum von Dietikon. Der Limmat Tower steht in der Verlängerung der Achse vor dem Stadthaus von Dietikon. So wird das Limmatfeld als Auftakt der Entwicklung im Industriequartier Silbern mit dem alten Kern in Beziehung gesetzt. Eintritt in das neue Stadtquartier

In der Fernwirkung tritt das Hochhaus als Solitär in Erscheinung. In der Nahwirkung ist es in die städti­ sche Struktur eingebunden. Diese Dialektik gene­ riert das städtebauliche Muster des gesamten Bau­ feldes. Der Block wird aufgelöst in vier Solitärbauten, die als Gesamtkomplex zu einem Cluster zusam­ mengehalten werden. Der Limmathof wird ein Bin­ deglied zwischen der offenen Bebauung an der Lim­ matfeldstrasse und den Blockrandbebauungen am Rapidplatz. Das Baufeld tritt als Ensemble von Ge­ bäuden mit Handschriften von verschiedenen Archi­ tekten in Erscheinung. Dadurch wird die Inselwir­ kung des Blockes gebrochen und der Massstab dem Kontext angepasst. Die Volumetrie der Gebäude baut auf dem siegreichen Entwurf aus einem inter­ national besetzten Wettbewerb auf. Unter der Ge­ samtleitung von huggenbergerfries wurde das Pfle­ geheim sowie das begleitete Wohnen von Harry Gugger Studio und das Wohnhaus zur Überlandstra­ sse von Max Dudler Architekten entworfen. Der Limmat Tower mit dem Sockelbau stammt aus der Feder von huggenbergerfries. Die Umgebungsge­ staltung von Balliana Schubert Landschaftsarchitek­ ten führt das Konzept des Gestaltungsplanes mit den Baumgruppen aus Säuleneichen im Vorbereich zur Überlandstrasse weiter. Die mit Stampfbeton­ mauern umfassten Pflanzbereiche bilden einen Ab­ schluss des grosszügigen Vorplatzes zur Strasse. Das Plateau im Hof ist über drei grosszügige Treppen mit dem Strassenraum verbunden. So entsteht ein reger Austausch zwischen dem öffentlichen Raum und dem vornehmlich von den Bewohnern des Pflege­ heimes genutzten Plateau. Landmark aus dem Kontext entwickelt

Das Hochhaus schreibt sich in die schiefwinklige Geometrie des Grundstückes ein. Aus dem Sockel­ bau über die Rücksprünge entwickelt sich der Lim­ mat Tower von der Strassengeometrie zu einem regelmässigen Fünfeck. Der sechsgeschossige So­ ckelbau mit der doppelgeschossigen Kolonnade lei­ tet den Stadtraum der Überlandstrasse ins Quartier ein. Aus diesem, in der Situation verankerten Volu­ men entwickelt sich das Hochhaus. Ein Rücksprung im 11. Geschoss auf der Ostseite und ein Rücksprung

im 15. Geschoss auf der Westseite verleihen dem Limmat Tower seine charakteristische Silhouette. Diese richtet sich frontal zum Bahnhof und zum Zen­ trum von Dietikon aus. Die Gestaltung der Fassade unterstreicht die volumetrische aufstrebende Ent­ wicklung des Limmat Towers. Gefaltete Formele­ mente zeichnen den Baukörper nach und unterstüt­ zen optisch die Vertikale. Gegen die Turmspitze wird das Relief tiefer und die Faltung grösser. Dies bildet sich sowohl in den Fassaden wie auch in den Grund­ rissen ab. Die Oberfläche der Fassade nimmt durch einen feinen Glanz die Licht­ und Wetterstimmun­ gen der Umgebung auf. So verzahnt sich der Baukör­ per mit dem Himmel und unterstreicht die Höhe des Gebäudes. Als Krone des Turmes zeichnen sich die zweigeschossigen Maisonnetten in der Fassade ab. Der Limmat Tower nimmt vielfältige Nutzungen auf. Im Erdgeschoss zur Kolonnade orientiert, bil­ den Ladenlokale und Gastronomie eine öffentliche Adresse. Zusammen mit den beiden Eingangshallen zum Sockelbau und zum Hochhaus beleben diese den Stadtraum. Im Sockelbau und den untersten Ge­ schossen des Limmat Towers sind zur Strasse hin Gewerberäume angeordnet. Hier finden sich Arzt­ praxen, Dienstleistung und Büros in unterschied­ licher Grösse. Zur ruhigen Hofseite hin sind 38 Miet­ wohnungen platziert. Die Wohnungen im 5. Obergeschoss sind zum Rapid­Platz auf eine vorgelagerte Attikaterrasse orientiert. In den oberen Geschossen des Limmat Towers befinden sich 98 Eigentumswohnungen. Ab dem 6. Obergeschoss sind bis zum 23. Obergeschoss je fünf Geschosswohnungen angeordnet. Den obe­ Architektur+Technik 1/16

Schnitt


18 Dossier Hochhäuser

Die Umgebungsgestaltung führt das Konzept des Gestaltungsplans mit den Baumgruppen aus Säuleneichen im Vorbereich zur Überlandstrasse weiter. Die Küchen sind Teil des Wohn- und Essraumes. Je nach Wohnung sind sie als Wohnküchen oder als Zeilen mit einer Mittelinsel angeordnet.

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Grundrisse 2. bis 4. Obergeschoss und 12. bis 14. Obergeschoss.

ren Abschluss bilden acht Maisonnetten mit Zugang auf eine private Dachterrasse in 80 Metern Höhe. Die zwei grösseren Maisonnetten haben zusätzlich ein Patio auf dem oberen Wohngeschoss. Die sechs kleineren Maisonnetten sind zu jeweils einem Paar über Eck und über zwei Geschosse verschränkt. Die Erschliessung des Limmat Tower erfolgt über die Kolonnade frontal von der Überlandstrasse. Der Zugang wird begleitet von einer Wand aus hinterleuchtetem Onyx über der Briefkastenanlage. Die mit Travertin verkleidete zentrale Halle zeichnet den fünfeckigen Grundriss des Limmat Tower ab. Auf jeder Seite dieses Pentagons ist ein Element der vertikalen Erschliessung angeordnet. Zwei Treppenhäuser gewährleisten die Entfluchtung und Erschliessung der Wohngeschosse. Über drei Lifte mit Zielwahlsteuerung und einer Geschwindigkeit von 6,5 m/s gelangt man in die oberen Geschosse. Hier werden aus der zentralen Halle die fünf über Eck orientierten Wohnungen erschlossen. Die Wohnungsgrundrisse verschmelzen die schiefwinklige Geometrie des Pentagons mit den orthogonalen Zimmer-Ankleide-Bad-Einheiten. Der Zugang zur Wohnung erfolgt über ein grosszügiges Entrée, das jeweils von den vertikalen Erschliessungskernen geformt wird. Die Wohn- und Essräume entwickeln sich jeweils vom Zugang über Eck. So öffnet sich in jeder Wohnung der Panoramablick über das Limmattal. Die privaten Aussenräume sind als Loggien mit einer wegklappbaren Verglasung versehen. Die Wohnungen bei den Volumenrücksprüngen haben zusätzlich eine vorgelagerte Terrasse. Um die Tiefe des Baukörpers optimal nutzen zu können, ist mindestens ein Zimmer pro Wohnung als Suite aufgebaut. Die Fassade entwickelt sich aus dem zweigeschossigen Sockel mit Kolonnade, welcher

mit einem hellen Jurakalkstein verkleidet ist. Die sandgestrahlte und gebürstete Oberfläche unterstützt das lebendige Muster des Natursteines. Die Grundlage für die Fassade bildet ein absolut regelmässiges Masssystem, das von der Firma Digitales Bauen in Karlsruhe entwickelt wurde. Die Fassaden sind dadurch, trotz schräger Geometrie, äusserst seriell aufgebaut. Die gefaltete Fassadenstruktur entwickelt sich kontinuierlich von den unteren Geschossen zum oberen Abschluss. In den unteren drei Bürogeschossen ist die Fassade lediglich ein Relief. Aus diesem Relief entwickelt sich in drei Schritten eine Serie von Bow-Windows, die für die Wohnungen räumlich prägend sind. Die Entwicklung hin zu einem baukörperlichen Prinzip lässt den Limmat Tower in den obersten Geschossen feingliedrig erscheinen und unterstützt so die vertikale Struktur der Fassade. Die durchlaufenden Lisenen sind aus dem Fassadenprinzip gefaltet und entwickeln einen aufstrebenden Zug zum Himmel. Die Fassadenverkleidung in Alucobond gewährleistet höchste Präzision, die für dieses feingliedrige System entscheidend ist. Die vorgehängten Fassadenelemente wurden im Werk zugeschnitten und genutet, angeliefert und dann vor Ort in ihre dreidimensionale Form gefaltet. So wurden die Lastwagenfahrten auf ein Minimum beschränkt. Die Oberflächenbeschichtung ermöglicht ein reiches Lichtspiel auf der Fassade. Licht- und Wetterstimmungen lassen die Fassade lebendig erscheinen und verleihen dem Limmat Tower einen vielfältig wechselnden Ausdruck. Innovation in Nachhaltigkeit und Technik

Der Limmat Tower ist nach den Kriterien von LowEx konzipiert. Dabei wird der hochwertige Anteil der Energie (Exergie) minimiert. Es wurden verschiedene Massnahmen umgesetzt. Einerseits bezieht der Limmat Tower für die Wärmeversorgung Abwärme der Abwasserreinigungsanlage Dietikon. Dank einem System, das konsequent auf tiefe Temperaturen setzt, kann sowohl in der Warmwasserproduktion wie auch in der Bereitstellung der Heizenergie der Niedertemperatur-Bodenheizungen die Exergie zusätzlich reduziert werden. Die kontrollierte Komfortlüftung ist als System mit dezentraler Zuluft über die Fassade mittels Airbox konzipiert. Dies hat den grossen Vorteil, dass die vertikalen Steigzonen für die Lüftung auf etwa die Hälfte reduziert werden können. Dies ist in einem Hochhaus ein wesentlicher Faktor der Ökologie und der Ökonomie. Ein weiteres Element der Ökologie und des Komforts wird mit dem digitalSTROM zur Verfügung gestellt. digitalSTROM benützt die gewöhnliche Verkabelung, um Informationen zu trans-

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20 Dossier Hochhäuser

Die Materialisierung der Eigentumswohnungen ist zurückhaltend und edel. Die Wohn- und Schlafräume sind mit einem breiten Riemenparkett in Eiche ausgeführt. In den Bädern prägt Naturstein den Raumeindruck. Die Wohnungen sind als «Digital Homes» konzipiert, wodurch auf einfache Weise neuste Multimediabedienung möglich wird.

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portieren, und erlaubt es, einzelne Bezüger zentral zu steuern. Dies hat neben Komfortfragen den Vorteil, dass die Bezüger auch zentral oder zeitgesteuert ausgeschaltet werden können, was wiederum den Energieverbrauch reduziert. Massivbau in Skelettbauweise

Die in einem iterativen Prozess von Synaxis Bauingenieure mit den Architekten entwickelte Tragstruktur besteht aus vorfabrizierten Stahlbetonstützen entlang der Fassaden und im Innern sowie dem stabilisierenden Erschliessungskern in hoch festem Stahlbeton und den Flachdecken. Fundiert ist der 28 Geschoss hohe Turm mit einer kombinierten Pfahlplattenfundation (der Anteil Flachfundation beträgt 50 Prozent). Die gemessenen Setzungen von 15 bis 25 mm liegen unter den Prognosen von etwa 40 mm und zeigen die Effizienz und Wirtschaftlichkeit dieses Fundationskonzepts. Herausfordernd sind auch die Vor- und Rücksprünge der Fassade auf verschiedenen Geschossen, weil dies eine direkte Kraftdurchleitung einschränkt. Um die Stützen im Bereich der Fassadenrücksprünge abzufangen, wurden einzelne Wohnungstrennwände tragend in Beton ausgeführt, um so die Kräfte auf die darunterliegenden Fassadenstützen umzulenken. Dadurch konnte auf massive Abfangdecken verzichtet werden. Damit die 28 cm schlanken Decken die Verformungsbedingungen trotz grosser Spannweiten einhalten, wurden die Brüstungen umlaufend tragend in Stahlbeton erstellt. Die Verbindung der vorfabrizierten Betonstützen mit den vor Ort erstellten Brüstungen erfolgte je nach Beanspruchung mit Bewehrungsanschlüssen oder Schraubbewehrungen. Die Brüstungen gewährleisten zudem die gesetzlichen Anforderungen betreffend Brandüberschlag zwischen den Geschossen in einem Hochhaus. Der Limmat Tower wurde bezüglich Wind und Erdbeben mit der Sofistik-Software analysiert und mit einem weiteren Statikprogramm überprüft. Um die Belastung der Windkräfte auf die Struktur und die Fassaden planen zu können, wurde zudem ein Modell des Limmat Towers im Windkanal untersucht. Die aussteifenden Kernwände umfassen

einen inneren, fünfeckigen Ring sowie die daran anschliessenden U-förmigen Querschnitte der beiden Treppenhäuser und der Lifte. Die statischen Analysen zeigten, dass nicht Erdbeben, sondern Winde die massgebende Einwirkung verursachen, diese aber mit den stabilisierenden Lift- und Kernwänden aufgenommen werden können. In der Bauausführung wurden alle Kernwände mit einer Kletterschalung jeweils in einer Etappe betoniert, und zwar mit einem Vorlauf von drei Geschossen auf die Decken. In einem Takt von jeweils sechs Arbeitstagen wurde Geschoss um Geschoss erstellt. Die statische Verbindung von vorauslaufendem Kern und den nachfolgenden Decken war eine weitere Herausforderung, weil die Auflagerzonen für die Decken die um den Kern angeordneten Schächte für Lifte und Treppenhäuser sowie die Aussparungen für die Steigzonen empfindlich reduzierten. Deshalb wurden an den Schächten sogenannte «Wandfortsätze» angeordnet. Das sind zusätzliche Wandscheiben als Auflager für die Decke. An Stellen mit grosser statischer Beanspruchung erfolgte eine zusätzliche Einlage von Schraubbewehrung und Endverankerungen. Statisch und konstruktiv äusserst anspruchsvoll war auch die Abfangscheibe im Erdgeschoss: Mit einer Spannweite von knapp 19  Meter mussten die darüberliegenden Stützen und Wandscheiben des 80  Meter hohen Towers abgefangen werden. ●

Ansicht Überlandstrasse

Bautafel Bauherrschaft Halter Entwicklungen, Zürich

Landschaftsarchitektur Balliana Schubert

Gesamtleitung und Architektur Wohnhochhaus

Landschaftsarchitekten AG, Zürich

+ Büro huggenbergerfries Architekten, Zürich

Bauingenieur Synaxis AG, Zürich

Architektur Pflegeheim + betreutes Wohnen

HLKS Energieatelier, Thun

Harry Gugger Studio, Basel Architektur Wohnhaus Max Dudler Architekten AG, Zürich

Bauphysik Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen

Architektur+Technik 1/16

Totalunternehmung Priora AG, Zürich


Pellet-Silo Buttisholz


23 Dossier Hochhäuser

In Buttisholz hatte der geplante Bau eines 60 Meter hohen Pellet-Silos für Unruhe gesorgt. Nun steht der Turm – und die Bedenken sind verschwunden.

Ein Turm für das Spiel des Lichts Von Gerold Kunz (Text) und Markus Käch (Bilder)

Der geplante Bau eines 60 m hohen Pellet-Silos für das ortsansässige Familienunternehmen Tschopp Holzindustrie AG hatte in Buttisholz viele Fragen aufgeworfen. Das grosse gestalterische Potenzial der Bauaufgabe: Der Bau in seiner heutigen Form und Struktur ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema – einer Aufgabe, der sich die Auftraggeber ebenso wie die Planer konse-

quent stellten – und der konstruktiven Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten. Man würde nicht erwarten, dass der Neubau eines Silos in einer bestehenden Silo-Anlage eine Auseinandersetzung mit dem Heimatschutz verursachen würde. Grund dafür war die beträchtlich höhere Dimension des neuen Silos, ein Wettbewerb war eine Auflage aus dem Bebauungsplanverfahren. Der Bau in seiner heutigen Form und Struktur ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema – einer Aufgabe, der sich die Auftraggeber ebenso wie die Planer konsequent stellten und welche die konstruktive Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten benötigte: des Künstlers Hansjürg Buchmeier, des Ingenieurbüros BlessHess sowie des Architekten. Das Ergebnis ist viel mehr als ein einfach höheres Silo! Das Büro des Luzerner Architekten Luca Deon hat zusammen mit dem Künstler Hansjürg Buchmeier und dem Ingenieurbüro BlessHess AG für das ortsansässige Familienunternehmen Tschopp Holzindustrie AG diesen einzigartigen Silobau entworfen. Ihr Projekt ging aus einem Studienauftrag hervor, der auf Wunsch der Eigentümer durchgeführt wurde. Diese hatten sich im Bebauungsplanverfahren verpflichtet, den Gestaltungsfragen einen höheren Stellenwert beizumessen. Damit wendeten sie Einsprachen ab und Architektur+Technik 1/16

Der Silo-Neubau ist mit dem Arc-Award 2015 ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis in der Kategorie Sonderpreis der Jury. «Architektur + Technik» berichtete in der November-Ausgabe 2015 darüber.


24 Dossier Hochhäuser

Architektur sei das Spiel des Lichts auf stereometrischen Baukörpern – so ein Votum Le Corbusiers. In Buttisholz findet diese Aussage ihre Bestätigung.

Architektur+Technik 1/16


25 Dossier Hochhäuser

beendeten ein über Jahre sich hinstreckendes juristisches Verfahren. Anfänglich wollten die Planer vom Büro Deon das Silo elliptisch verformen und mit einer Schräge abschliessen. Die Rillen wollten sie mit den Farben Grün und Gelb versehen. Die Jury konnte ihnen zum Glück diese Idee ausreden: Das nun realisierte Silo kommt wesentlich nüchterner daher, als es die ursprüngliche Absicht war. Und das ist gut so. Um zu diesem überzeugenden Resultat zu gelangen, war eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema notwendig. Die Auftraggeber und die Planer stellten sich der Aufgabe. Als ich den fertigen Turm bei bestem Wetter vom Bus aus zu sehen bekam, wusste ich, dass sich ihr Einsatz gelohnt hat. Das neue Silo wertet das industrielle Bauensemble auf. ●

Überlagerung der Grundrisse Ansichten

Bautafel Architekt/Planer Deon AG, Dipl. Architekten ETH BSA SIA, Luzern Bauingenieur PlessHess AG, Luzern Bauingenieur Fundament + Entwässerung

Architektur+Technik 1/16

Planquadrat AG, Ruswil Bauleiter architektur3 ag, Buochs Elektroingenieur Rebsamen Elektroplan AG, Luzern


Torre David Caracas


27 Dossier Hochhäuser

Sieben Jahre lang haben sich mehr als 1100 Familien aus den Favelas von Caracas ihr Leben in einem «unvollendeten» Hochhaus eingerichtet. Die ETH hat diese Besetzung erforscht.

Hausbesetzung auf hohem Niveau Von Uwe Guntern (Text), Daniel Schwartz und Iwan Baan (Bilder)

Rund 3000 Menschen aus den Favelas von Caracas diente die Ruine des Torre David als Lebensraum. Der nie fertiggestellte Wolkenkratzer steht mitten in der Hauptstadt Venezuelas. Vom venezolanischen Architekten Enrique Gómez konzipiert, war der Bau fast abgeschlossen, als der Investor David Brillembourg 1993 starb und die venezolanische Wirtschaft 1994 zusammenbrach. Was folgte, war ein Bau-Stopp. Bis 2007 stand das Gebäude leer, dann wurde es als eine Art vertikales Dorf von Leuten aus den Favelas besiedelt, die sich nach und nach häuslich einrichteten. Schliesslich lebten rund 750 Familien mit über 3000 Menschen dort. Sie hatten den Rohbau «ausgebaut» und eine beeindruckende und funktionierende Infrastruktur über 28 Ober- und 10 Untergeschosse eingerichtet. Es gab ein Fitness-Studio, Läden, einen Sportplatz und eine eigene Kirche sowie eine Wasser- und Stromversorgung, ein Sicherheitskonzept und sogar soziale Organisationen. Die Wohnräume waren trotz der Mittellosigkeit mit Hingabe eingerichtet worden. Bei den Parkplätzen in der Tiefgarage hatten Jugendliche einen «Shuttel-Service» eingerichtet und fuhren die Leute auf dem Mofa ins Erdgeschoss. Von dort ging’s allerdings nur zu Fuss weiter.

Dort, wo andere nur ein fehlgeschlagenes Entwicklungsprojekt sahen, lieferte das Wohnprovisorium den Forschern des Urban-Think Tank (U-TT) der ETH Zürich eine Laborsituation für die Untersuchung der vertikalen Gemeinschaft und zur Lösung dringender Fragen für die Zukunft der Stadtentwicklung. Das Projekt war ein experimental Research in einer Forschungspartnerschaft mit Schindler Aufzüge. Über ein Jahr beleuchteten das U-TT-Team das Gebäude unter den Aspekten Architektur und Städtebau, aber auch aus soziologischer Sicht. Es galt die Frage zu klären, wie sich autonome Gemeinschaften arrangieren und welchen Nutzen die moderne Städteplanung daraus ziehen kann. Was sie im Torre David vorfanden, war eine 1600-Watt-Gesellschaft, die mit einem Minimum an Energie und Ressourcen ein Maximum an sozialem Zusammenhalt erreichte. Es zeigte sich, dass Probleme von Vereinsamung und sozialer Isolation in Hochhäusern neu hinterfragt werden müssen. Hier, im Torre David, steht der soziale Austausch ganz oben im täglichen Ablauf. Das U-TT-Team bekam Inputs in Bezug auf Technik, Struktur, Sicherheit, Funktionalität und soziales Zusammenleben. Am Ende standen Forderungen an die Architekten. «Heutzutage wird der Architekt zum sozialen Unternehmer», so Alfredo Brillenbourg, Architekt, Städteplaner und Mitbegründer Architektur+Technik 1/16

Der 45-stöckige Torre David ist 190 Meter hoch und damit das dritthöchste Gebäude von Caracas. Seinen Namen erhielt er nach dem Auftraggeber und Investor David Brillembourg.


28 Dossier Hochhäuser

Die Bewohner des Torre David bildeten schliesslich eine Art vertikale Quartiergemeinschaft mit Fitness-Studio, Läden, einem Sportplatz und einer eigenen Kirche.

Der Bau war – mit Glasfassade und Helikopterlandeplatz – als Finanzzentrum entworfen worden.

Architektur+Technik 1/16


des U-TT. In den 1990er-Jahren drehte sich noch alles um Form, um Äusserlichkeit, Massgeschneidertes in den wildesten Farben. Im 21. Jahrhundert geht es vor allem darum, eine Katastrophe zu vermeiden.» Die Architekten sollten vom Mangel sowohl an finanziellen als auch an natürlichen Ressourcen ausgehen. Im Juni 2014 endete die Hausbesetzung auf

hohem Niveau. Die Behörden begannen mit der Räumung und Umsiedlung der Bewohner – wegen der katastrophalen hygienischen Zustände und mehrerer Unfälle, so der offizielle Wortlaut. Zunächst war ein Abriss in Betracht gezogen worden, Mitte 2015 hiess es dann, dass öffentliche Dienste untergebracht werden sollen. ●

Urban-Think Tank Als ein «Interdisciplinary Design Studio» ist das Urban-Think Tank (U-TT) an der ETH Zürich angelegt, wo es die Professur für Architektur und Städtebau inne hat. Seine Gründer Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner verstehen sich als

strategische Planer. Man startete in Caracas bereits 1998 und widmete sich unmittelbar der praktischen Arbeit vor Ort, d.h. der detaillierten Analyse der urbanen Situation, besonders der Favelas und ihrem Verhältnis zur Stadt. Über die Lehre an der Columbia University, New York, und erste internationale

Architektur+Technik 1/16

Ausstellungen und Publikationen weitete das U-TT seine Aktivitäten global aus. Für die Studie über den Torre David in Caracas und die daraus resultierende Ausstellung «Torre David/Gran Horizonte» auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 wurde U-TT mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.


Bavaria Towers MĂźnchen


31 Dossier Hochhäuser

Mit den Bavaria Towers entsteht in München seit vielen Jahren das erste grössere Hochhausprojekt, das in der bayrischen Hauptstadt genehmigt wurde.

Wegweisendes Hochhausprojekt Von Uwe Guntern (Redaktion) und Bayern Projekt (Bilder)

Der Startschuss für eines der interessantesten Immobilienprojekte Deutschlands ist offiziell gefallen. Nach einem zwölfmonatigen GMP-Partnerschaftsverfahren wurde der Vertrag zwischen der Zurich Versicherung und dem Generalunternehmer Bilfinger Hochbau GmbH für zwei der vier Türme der Bavaria Towers – Sky Tower und Star Tower – unterzeichnet. Die Abrissarbeiten auf dem 23 000 m² grossen Areal im Münchner Osten für das HochhausEnsemble, das der Münchner Projektentwickler Bayern Projekt GmbH derzeit für die Eigentümer Zurich sowie die Bogenhausener Tor Immobilien GmbH (BTI) realisiert, haben bereits begonnen. Der Abbruch für die anderen beiden Türme – Blue Tower und White Tower (BTI) – wird von der Porr-Gruppe ausgeführt. Der Entwurf mit drei Office-Türmen und 62 000 m² Mietfläche sowie einem Hotel-Turm stammt von den spanischen Star-Architekten Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano. Die Fertigstellung ist für Anfang 2018 geplant. In diesem Zuge wurde aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit auch der Projektentwicklungsvertrag mit der Bayern Projekt GmbH bis zur Fertigstellung 2018 verlängert. Die Baugenehmigung für das Grossprojekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 400 Millionen Euro, das moderne Architektur

mit hochwertiger Ausstattung und repräsentativem Ambiente vereint, wurde planmässig erteilt. Mit dem Abriss durch die Bilfinger Gruppe beginnen nun die Vorbereitungen für den Bau des höchsten Turms, des 83 Meter hohen Sky Towers sowie des 46 Meter hohen Star Towers. Der Bauvertrag zwischen Zurich und Bilfinger wurde auf der Basis einer GMP-Vereinbarung (garantierter Maximalpreis) geschlossen. Zur Vorbereitung dieser Vergabe wurde bereits im März 2014 ein umfassendes Präqualifikationsverfahren gestartet, aus dem die Bilfinger Hochbau GmbH als Sieger hervorging. Der Vertrag stellt eine innovative Form der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bau-

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Kennzeichnend für jeden der Tower ist die pentagonale Grundrissform. Aus den Büros bietet sich ein prächtiger Panoramablick auf die Landeshauptstadt und die Alpen.


herrn, Developer und Generalunternehmer dar. Bernd O. Engelien, Leiter Unternehmenskommuni­ kation der Zurich Gruppe Deutschland: «Die Chance, mit einem Projekt das Gesicht der bayerischen Lan­ deshauptstadt langfristig positiv zu prägen, hat uns von Anfang an sehr gereizt, und wir freuen uns, dass es nun in die Umsetzungsphase geht.» Das Projekt an der Einsteinstrasse/Ecke Prinz­ regentenstrasse ist das erste grössere Hochhauspro­ jekt seit vielen Jahren, das in München genehmigt wurde, da es die Blickachsen der Landeshauptstadt nicht beeinträchtigt. Vorausgegangen waren ein langjähriges Bauleitplanverfahren in Zusammenar­ beit mit der Stadtverwaltung und ein internationaler Architekten­Wettbewerb, aus dem das renommierte Architekten­Duo Nieto Sobejano Arquitectos als Sieger hervorging. Die vier Türme erstrecken sich zwischen 46 und 83 Meter in den Münchner Himmel und werden sowohl von der Stadt als auch bei der An­ fahrt über die A 94 weithin sichtbar sein. Kennzeich­

nend für jeden der Tower ist die pentagonale Grund­ rissform. Zwischen den einzelnen Türmen entsteht ein zentraler Platz, der mit gastronomischen Ange­ boten sowie Wasser­ und Grünflächen für hohe Auf­ enthaltsqualität sorgen wird. Die direkte Anbindung an die A 94 und den Mittleren Ring, ein eigener Tram­ bahnanschluss sowie die unmittelbare Nähe zur Messe ermöglichen gute Erreichbarkeit. Hochwertige Ausstattung

Insgesamt verfügen die Gebäude über 960 Stell­ plätze in zwei zentralen Tiefgaragen. Die Türme erschliessen sich dem Nutzer über grosszügig ge­ staltete Lobbys und Highspeed­Aufzüge. Die Büro­ geschosse sind ab 250 m² teilbar und bieten von Einzel­Offices über Kombi­Büros bis zu Gross­ raumlösungen effizienten Raum für alle erdenkli­ chen Nutzungsvarianten. Zu den besonderen Aus­ stattungsmerkmalen der Bavaria Towers gehören neben Terrassen im zweiten Obergeschoss insbe­ sondere auch die Dachterrassen im Star Tower und im Sky Tower, die einen Panoramablick auf die Lan­ deshauptstadt und die Alpen bieten. Darüber hin­ aus setzen die Bavaria Towers, für die Zertifizierun­ gen nach DGNB­Silber bzw. LEED­Gold vorgesehen sind, auf ein effizientes energetisches Gesamtkon­ zept, das von der zweischaligen Fassadenkonstruk­ tion bis zur Nutzung von Fernwärme reicht. Der rund 54 Meter hohe White Tower ist bereits an «Ramada Hotels» vorvermietet, die dort ein mo­ dernes Viersterne­Haus mit 344 Zimmern, einem 700 m² grossen Konferenz­ und Veranstaltungsbe­ reich sowie einem Wellness­Areal auf den Markt bringen werden. ● Architektur+Technik 1/16

Die vier Türme strecken sich zwischen 46 und 83 Meter in den Münchner Himmel.


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34 Dossier Regelwerk

Zulässigkeitskriterien für Hochhäuser

Ortsbaulicher Gewinn als Voraussetzung? § 284 Abs. 1 PBG/ZH: «Hochhäuser müssen, verglichen mit einer gewöhnlichen Überbauung, ortsbaulich einen Gewinn bringen oder durch die Art und Zweckbestimmung des Gebäudes bedingt sein.»

Die Realisierung von Hochhäusern hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, insbesondere in städtischen, zentrumsnahen Lagen. Die Frage der Zulässigkeit von Hochhäusern wird je nach Kanton unterschiedlich beantwortet. Regelung im Kanton Zürich

Über relativ detaillierte Vorschriften verfügt der Kanton Zürich in § 284 des Planungs- und Baugesetzes (PBG), wonach Hochhäuser – gemäss § 282 PBG definiert als «Gebäude mit einer Höhe von mehr als 25 m» – a) verglichen mit einer gewöhnlichen Überbauung ortsbaulich einen Gewinn bringen oder durch die Art und Zweckbestimmung des Gebäudes bedingt sein müssen, (b) architektonisch besonders sorgfältig zu gestalten sind, (c) keine grössere Ausnützung als gewöhnliche Überbauungen aufweisen dürfen (dies jedoch unter Vorbehalt der Bestimmungen über Arealüberbauungen, Sonderbauvorschriften und Gestaltungspläne) und (d) die Nachbarschaft nicht wesentlich beeinträchtigen dürfen, insbesondere nicht durch Schattenwurf in Wohnzonen oder gegenüber bewohnten Gebäuden. Letztere Voraussetzung wird in § 30 der Allgemeinen Bauverordnung mit der berühmten «Zweistundenschattenregel» konkretisiert, wonach eine an mittleren Wintertagen länger als zwei Stunden dauernde Beschattung bei bebauten und bewohnten oder in Wohnzonen liegenden Nachbargebäuden als wesentliche Beeinträchtigung gilt, wobei diese hinzunehmen ist, wenn anhand eines kubischen Vergleichsprojektes nach Regelbauweise nachgewiesen wird, dass diese zu keiner geringeren Beschattung führen würde. Generell sind Hochhäuser zudem nur gestattet, wo die (kommunale) Bau- und Zonenordnung sie zulässt (§ 282 PBG). In der Stadt Zürich sind diese Gebiete in einem Ergänzungsplan zur Bauordnung festgelegt (Art. 9 BauO). Dabei wird zwischen den Gebieten I und II, wo Gebäude bis 80 m Höhe und Gebieten III, wo lediglich 40 m erlaubt sind, unterschieden. Diese Gebiete befinden sich im Wesentlichen in der Talsohle südlich der Limmat/ westlich der Sihl sowie beim Bahnhof Oerlikon. Im Limmattal ist konzeptionell vorgesehen, dass Hochhäuser bis 80 m nur entlang der Bahnlinie Architektur+Technik 1/16


35 Dossier Regelwerk

sowie in etwas breiterem Ausmass westlich der Hardbrücke (stadtauswärts) erstellt werden sollen. Dabei soll zur Mitte der Bahnlinienachse hin höher gebaut werden als an dessen Rand. Die rechtlichen Grundlagen für den Bau von Hochhäusern können mittels Sondernutzungsplanung (Gestaltungs­ planung oder Sonderbauvorschriften) grundsätz­ lich auch ausserhalb der im Ergänzungsplan definierten Gebiete geschaffen werden, für deren Festlegung – gleich wie für die Bau­ und Zonen­ ordnung – die Gemeindelegislative zuständig ist. Richtlinien des Amtes für Städtebau

Zur Beurteilung der von § 284 PBG verlangten städ­ tebaulichen und architektonischen Qualität (vgl. lit a und b oben) hat das Amt für Städtebau der Stadt Zürich Richtlinien für die Planung und Beurteilung von Hochhausprojekten herausgegeben (aktuali­ sierte Neuauflage 2012), in denen spezifische Anfor­ derungen an die einzelnen Hochhausgebiete (I – III) formuliert werden. So etwa soll bei der Beurteilung der städtebaulichen Einordnung im Gebiet I der Fokus auf den Gesamtstadtkörper, im Gebiet II auf die übrigen Hochhäuser des Quartiers und beim Gebiet III auf die Bauten des Nahumfeldes gerichtet werden. Bauten von mehr als 80 m Höhe sollen nur im Bereich des Gebietes I erstellt werden, wobei hierfür zusätzlich Sonderbauvorschriften oder ein Gestaltungsplan erforderlich sind. Das Erdgeschoss hat einen Anteil an öffentlichen (Gebiete I/II) beziehungsweise halb öffentlichen (Gebiet III) Nut­ zungen aufzuweisen. Von Bedeutung ist zudem ein Aussenraum mit hohem Öffentlichkeitscharakter. Praxisbeispiel Getreidesilo Swissmill

Wie alle Vorschriften zur Einordnung und Gestal­ tung ist auch die Frage des ortsbaulichen Gewinns nur schwer rechtlich überprüfbar, und es unter­ steht letztlich weitgehend dem Ermessen der rechtsanwendenden Behörden. Soweit es um pla­ nerische Festlegungen geht (Sonderbauvorschrif­ ten, Gestaltungspläne), mit denen von der Regel­ bauweise abgewichen werden kann (und inbe­ sondere Mehrhöhen beziehungsweise ­nutzungen erlaubt werden können), geht es letztlich um politische Entscheide.

Anschaulich lässt sich dies am noch im Bau befindli­ chen Getreidesilo der Swissmill am Sihlquai thema­ tisieren, einer industriellen Zweckbaute mit einer stattlichen Höhe von 118 m, die sich im Hochhausge­ biet III befindet: Ein ortsbaulicher Gewinn gegen­ über einer Regelbauweise lässt sich nicht ohne Weiteres erkennen. In den Erläuterungen der Stadt zur Referendumsabstimmung vom 13. Februar 2011 wurde in diesem Zusammenhang lediglich die archi­ tektonische Qualität des Projektes an sich wie auch die Richtigkeit des Standortes aufgrund des Kontexts zum Löwenbräu­Areal und der Visualisierung der industriellen Nutzung hervorgehoben, was mit der Frage des Gewinns gegenüber der Regelbauweise indes nichts zu tun hat. Die Höhe lässt sich auch nicht mit einer technischen Notwendigkeit erklären. Auch der Widerspruch zum festgelegten Hoch­ hauskonzept samt Richtlinien wurde in den Erläu­ terungen nicht thematisiert. Mit seiner Höhe übersteigt der Getreidesilo die vorgesehene Regel­ Hochhaushöhe im Gebiet III von 40 m um das fast das Dreifache. Halb öffentliche Bereiche im Erd­ geschoss sind nicht vorgesehen. Eine Beziehung zu den Bauten des nahen Umfeldes besteht höchs­ tens mit Bezug auf den Wohnturm des Löwenbräu­ Areals, der mit 70 m Höhe jedoch deutlich zurück­ haltender in Erscheinung tritt. Eine Aufwertung der bestehenden öffentlichen Aussenräume dürfte – abgesehen vom Limmatuferweg – kaum zu erwarten sein. Wohl nicht ohne Grund wurde in der Abstim­ mung denn auch primär mit dem Erhalt der indus­ triellen Produktionsstätte und den Arbeitsplätzen bis hin zur Versorgungssicherheit in Krisenzeiten geworben. Etwas pointiert lässt sich somit feststellen, dass von den gesetzlichen Voraussetzungen gemäss § 284 PBG im Wesentlichen lediglich die Frage der Einhaltung des Zweistundenschattens recht­ lich einschränkend sein dürfte. Im Übrigen geht es darum – was nicht minder anspruchsvoll ist –, mit einem sorgfältig gestalteten Projekt die Gunst sowohl der politischen Entscheidungsträger als auch der Öffentlichkeit zu gewinnen. Solches dürfte massgeblich von einem auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichteten, professionellen «Hochhaus­Marke­ ting» abhängen. ● Architektur+Technik 1/16

Christian Berz ist Rechtsanwalt und tätig bei der auf Immobilien-, Miet- und Baurecht spezialisierten Zürcher Anwaltskanzlei Tschudi Thaler Rechtsanwälte. Er bildete sich am Institut für Schweizerisches und Internationales Baurecht in Fribourg weiter und ist Fachanwalt SAV Bau- und Immobilienrecht. Der Autor ist beratend und prozessierend tätig und publiziert regelmässig zu immobilienrechtlichen Themen.


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37 Marktplatz Übersicht

MARK TPL AT Z 38 Fassadenbau und -systeme Das neue Stadtarchiv in Luzern überzeugt mit einem klaren, strukturellen Konzept sowohl architektonisch als auch städtebaulich und energetisch. Ausserdem: Wie aus einer Panzerhalle ein Kreativzentrum entsteht.

48 Beschattung Funkgesteuerte Storen sind auch in Bauten aus Stahl und Beton möglich. Zusätzlich wird eine Auswahl an neuen Produkten präsentiert.

52 Beleuchtung Das neue Motel One «London-Tower Hill» ist ein architektonisches Highlight im Londoner Stadtbild: Es verfügt über eine illuminierte LED-Fassade aus weissem Mineralwerkstoff. Zudem Berichte über Neuentwicklungen im Beleuchtungsbereich.

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60 Büroeinrichtungen Eine ZHAW-Studie zeigt, dass dem Nutzungsbedarf beim Bau von nachhaltigen Bürogebäuden deutlich mehr Beachtung geschenkt werden sollte als bisher. Zudem wird ein smartes Möbelsystem präsentiert, das ohne Schrauben, Beschläge und Werkzeug auskommt, plus eine Übersicht über Einrichtungsmöglichkeiten von Büros.


38 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Das neue Stadtarchiv in Luzern überzeugt mit einem klaren strukturellen Konzept sowohl architektonisch als auch städtebaulich und energetisch.

Gebäudehülle

«Gedächtnis» des Gemeinwesens gun. Mit dem neuen Archivgebäude der Stadt Luzern hat das Zürcher Architektur-Büro Enzmann Fischer Partner ein ausdrucksstarkes Verwaltungs- und Lagergebäude für das Schriftgut der Stadt realisiert. Gleichzeitig stellt der markante Kubus einen identitätsstiftenden Ort für die Öffentlichkeit dar. Als kompaktes, turmartiges Volumen mit fast quadratischem Grundriss öffnet sich der Bau in repräsentativer Hanglage der Stadt. Die sorgfältig konzipierte Fassade legt die einfache Tragstruktur aus sandgestrahlten Betonelementen nach aussen hin offen. Ausfachungen aus Glas und vorgefertigten Klinkerelementen reagieren auf

verschiedene innere Nutzungen des Archivs. Klinker der Sortierung «Oxford» aus dem Nottulner Werk Hagemeister verleiht dem Gebäude Kraft, gewährleistet ein stabiles Raumklima und schützt die Archivalien vor Lichteinfall. Mit ihrem Entwurf haben die Architekten Funktion, Struktur, Gliederung, Materialsprache und öffentliche Präsenz in einen harmonischen Kontext gesetzt. Der sechsgeschossige Kubus überblickt mit der Setzung an einer Hangkante die Ebene von Emmenbrücke und etabliert räumliche Bezüge zu den grossmassstäblichen, hohen Bauten von Ruopigen. Damit bildet das Gebäude eine Landmarke

Mit dem neuen Archivgebäude der Stadt Luzern hat das Zürcher Architektur-Büro Enzmann Fischer Partner einen ausdrucksstarken und identitätsstiftenden Ort für die Öffentlichkeit realisiert.

Architektur+Technik 1/16

und erzeugt eine starke architektonische Wirkung. Die klar strukturierte Fassade ergibt sich aus einem tragenden Sichtbetonskelett, das je nach Funktion der dahinterliegenden Räume mit Glas- oder Klinkerelementen ausgefacht ist. Während grossformatige Glasflächen die öffentlichen Haupträume im Erdgeschoss markieren, sind die Fassadenflächen der darüberliegenden Magazinräume mit Klinkerelementen ausgefüllt. Für die massiven vorgefertigten Ausfachungen wählten die Architekten eine Klinkersortierung von Hagemeister. Die Farbtöne der Sortierung «Oxford» variieren von dunklen Rot- und Brauntönen bis zu elegantem Grau und Anthrazit. Ein kräftiger Kohlebrand setzt lebendige Akzente. Das dünne Format (240 × 115 × 52 mm) ist im halb versetzten Läuferverband vermauert. Aus dem Zusammenspiel von Farbigkeit, Format und Verband ergibt sich ein harmonisches Fassadenbild, das einen ruhigen Kontrast zum hellen Sichtbetonskelett bildet. Im Wettbewerbsentwurf waren die Füllelemente der Fassade als leichte Holzkonstruktionen geplant worden. Aufgrund des hohen Anspruchs an Langlebigkeit und Klimastabilität entschie-


39 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Ausfachungen aus Glas und vorgefertigten Klinkerelementen reagieren auf verschiedene innere Nutzungen des Archivs. Der markante Kubus in repräsentativer Hanglage öffnet sich der Stadt als kompaktes, turmartiges Volumen.

den sich die Architekten in der Überarbeitung für vorgefertigte Klinkerelemente. Das Gebäude wurde nach den Anforderungen von Minergie-P-Eco erstellt, dem Label für Niedrigst-Energiebauten und gesundes, ökologisches Bauen in der Schweiz. Mit dem Neubau ist ein repräsentatives Gebäude entstanden, welches das Schriftgut der Stadt aufnimmt, es schützt und ebenso der Öffentlichkeit zugänglich macht. Dabei erfüllt das Bauwerk die funktionalen Anforderungen und Ansprüche eines zeitgemässen, zukunftsorientierten Archivbetriebs. Die ausdrucksstarke Fassade ist identitätsstiftend für dieses Gebäude als «Gedächtnis» des Gemeinwesens. Ɂ hagemeister.de

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40 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Mit der Umnutzung in ein Wohngebiet ist auf dem Gelände der Salzburger Struberkaserne eine Symbiose von historischer Bausubstanz und zeitgemässer Architektur entstanden.

Umnutzung

Von der Panzerhalle zum Kreativzentrum gun. Früher beherbergte die Panzerhalle im Westen Salzburgs den Fuhrpark der Struberkaserne. Mit dem Abzug des österreichischen Bundesheeres stellte sich die Frage nach einer neuen Nutzung. Das Gebäude stand zwar nicht unter Denkmalschutz, sollte aber als bedeutende Architektur der späten 1930er-Jahre erhalten bleiben. Doch wie lassen sich Industriebauten adaptieren, ohne ihren Charakter allzu sehr zu verfälschen? Die Architekten der Panzerhalle lösten diese Frage, indem sie die Hallentore im Erdgeschoss beibehielten und die grossformatigen Öffnungen mit

dem hoch wärmedämmenden Stahlprofilsystem Janisol HI verglasten. Der Werkstattcharakter ist unverkennbar. Die jetzige Umnutzung der lang gestreckten Halle steht in Zusammenhang mit einem grösseren Vorhaben, bei dem das Gelände der Struberkaserne im Salzburger Stadtteil Maxglan in ein Wohnquartier verwandelt werden soll. Die Panzerhalle ist zwar nicht als dessen Zentrum gedacht, könnte es aber werden: Sie beherbergt Coworking Spaces ebenso wie Büro-Lofts und Ausstellungsflächen, Veranstaltungsräume, eine 800 m² grosse

Die 200 m lange und 16 m hohe Panzerhalle wurde für die Sanierung in die Bauteile B, C und D gegliedert. Im Hintergrund Bauteil A, der Büroturm.

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Markthalle und ein Restaurant. Im zweiten und dritten Obergeschoss sind grosszügige Lofts für «betriebsbedingtes» Wohnen angeordnet: Einziehen darf nur, wer hier auch sein Gewerbe angemeldet hat. Rund drei Viertel der ursprünglich knapp 200 m langen und 50 m breiten Halle blieben erhalten. Für die Sanierung wurde sie in die Bauteile B, C und D gegliedert, für die drei Architektur-Büros verantwortlich zeichnen hobby a. und strobl architekten aus Salzburg sowie LP architektur aus Altenmarkt. Auf dem rückgebauten vierten Viertel wurde


Sichtbeton, Stahl und Glas prägen den offenen Innenraum des Bauteils D. Die schmalen Profilansichten lassen viel Tageslicht einfallen. Die Toröffnungen wurden beibehalten und mit dem hoch wärmedämmenden Stahlprofilsystem verglast. Die Tore wurden einfach wieder vor die Verglasung gesetzt, einschliesslich der Graffiti, mit denen Street-Art-Künstler sie inzwischen überzogen hatten.

nach dem Entwurf von Christoph Scheithauer, Salzburg, ein sechsgeschossiger Büroturm errichtet, der den Cluster für Kreative, Gastronomen und Ärzte vervollständigt. Sichtbeton, unverputztes Ziegelmauerwerk und die unverändert belassenen Toröffnungen prägen die «neue» Panzerhalle. Die Architekten entschieden sich für das Stahlprofilsystem Jansiol HI mit Isolierstegen aus glasfaserverstärktem Polyurethan. Seine hohe Wärmedämmung geht einher mit einer grossen mechanischen Stabilität, die aufgrund des zu erwartenden hohen Publikumsverkehrs ein weiteres Krite-

rium war. Der Metallbauer betont die wirtschaftliche Verarbeitung des Stahlprofilsystems Janisol HI. Beispielsweise reduziere die Bearbeitung der Beschläge im Kunststoff die Fertigungszeit. Es ist das erklärte Ziel von Jansen, den Verarbeiter mit praxisgerechten Komponenten zu unterstützen, die eine effiziente Verarbeitung gestatten. So wird das Schloss in den Isolator integriert, wodurch aufwendige Fräsungen im Stahlbereich entfallen. Zusatzprofile sind nicht nötig, da die Mitteldichtung direkt am Profilrahmen befestigt wird. Ɂ jansen.ch

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Ein zweigeschossiger Pavillon in Hanglage ist einerseits fest im Hang verankert und öffnet sich andererseits, wird leicht und transparent Richtung See. Die Steinriemen lassen die Fassade monolithisch erscheinen.

Unsichtbare Befestigungsmethode für vorgehängte, hinterlüftete Natursteinfassaden.

Steinriemen mit niedriger Steinhöhe

gun. Der Entwurf von Fassaden gehört zu

den Königsdisziplinen des Architekten. Die Gebäudehülle soll die technischen Herausforderungen mit den gestalterischen Elementen in Einklang bringen. In der heutigen Natursteinarchitektur sind homogene und kubisch wirkende Fassaden im Trend. Horizontal geschichtete murale oder mural wirkende Natursteinfassaden sind gewünscht. Massive, vorgemauerte Natursteinfassaden beanspruchen aber viel Platz und sind sehr aufwendig bezüglich Abstellbasis, Verankerung und Detaillösungen. Vorgehängte, hinterlüftete Natursteinfassaden hingegen liessen sich bis anhin nur mit grossen Platten umsetzen. Daraus entstand die Entwicklung von StoneFix. Das von der Breitenstein AG entwickelte und patentierte System StoneFix vereint die Ansprüche an Funktionalität und Ästhetik. Es ist eine unsichtbare, mechanische Befestigungsmethode für Steinriemen mit niedriger Steinhöhe an vorgehängten, hinterlüfteten und monolithisch wirkenden Natursteinfassaden. Architektur+Technik 1/16

Damit entstehen neue architektonische Möglichkeiten. Durch den Einsatz von Steinriemen mit niedriger Steinhöhe entsteht ein monolithischer Look. Minergie-Standards werden durch das vorgehängte, hinterlüftete System mit dem Einsatz von wärmedämmenden Konsolen erreicht. Projekt Stadtvilla

Die Architektur einer Stadtvilla erinnert an die berühmten kalifornischen CaseStudy-Häuser der Nachkriegszeit. Ein zweigeschossiger Pavillon in Hanglage ist einerseits fest im Hang verankert und öffnet sich andrerseits, wird leicht und transparent Richtung See. Die reduzierte Materialwahl wurde innen wie aussen konsequent ausgeführt. Naturstein in hellem Dietfurter Kalkstein Gala, Holzelemente in dunkler Räuchereiche und die in Anthrazit ausgeführte textile Aussenhaut. Eine zeitlose Villa, atmosphärisch elegant, zurückhaltend und mit ruhiger Ausstrahlung. Ɂ breitenstein.ch


43 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Rahmenlos mit Schienenfüller

Neues Betonkleid für die Migros

Das rahmenlose Fenstersystem Soregglide öffnet Räume bis zu vier Metern Höhe und erfüllt höchste Baustandards. Fliessende Übergänge, klare Linien und lichtdurchflutete Räume stehen für moderne und zeitlose Raumkonzepte. Der mitlaufende Schienenfüller verhindert Stolperstellen. Ɂ soreg.ch

Das Gebäude der Migros City in Zürich entsprach nach über 30-jähriger Nutzung nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Eine Sanierung war unumgänglich. Um dem Gebäude ein neues Gesicht zu verleihen, entschieden sich die Architekten für Polycon-Fassadenelemente. Ɂ allega.ch

Hersteller Soreg-glide, Alu-System AG Produkt Rahmenloses Fenstersystem

Soreg-glide U-Wert Unter 0,8 W/m²K möglich Minergie-P-zertifiziert Ja Schlagregendichtheit Klasse E900, EN 12208 Luftdurchlässigkeit Klasse 4, EN 12207 Widerstandsfähigkeit bei Windlast Klasse C4, EN 12210 WK2 Geprüft Schalldämmung Bis 42 dB Barrierefrei Ja E-Antrieb Möglich Verglasung 3-fach bis 52 mm Bautiefe Pfostenfreie Ecklösungen 90 – 135° möglich

Transparente Architektur 4B FS1 ist das innovative Fassadensystem für anspruchsvolle Bauvorhaben. Die Konstruktion steht für höchste Qualität, transparente Architektur und eine rasche Montage dank Elementbauweise. Die Lösungen sind ästhetisch überzeugend und erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen. Ɂ 4-b.ch

Gebäudehülle aus Ton

Anbieter Allega GmbH Produkt Verbundbaustoff Polycon Objekt Migros City in Zürich Einsatzbereich Lochfassade mit grossen

dreidimensionalen Elementen Material glasfaserverstärkter Beton Verbaute Fassadenelemente Etwa 3500 m² Brandschutzklasse A1 (nicht brennbar) Besonderheit Dünnere Elemente möglich

als aus konventionellem Beton, auch mehrfach gekrümmt Montage Am bestehenden Tragwerk Oberflächengestaltung Individuell, Reliefs, Fotobeton, Nachahmungen anderer Materialien sowie alle Standardfarben möglich

Hersteller Gasser Fassadentechnik AG Produkt Fassade und Dach

aus Terrakotta-Baguettes Dienstleistungen Planung, 3D-Simulation,

1:1-Modell, Montage

Hersteller 4B Produkt Fassadensystem FS1 Produktart Pfosten-Riegel-Fassaden aus

Holz-Aluminium und Aluminium Ansichtsbreite 52 mm Wärmedämmung Bis 0,6 W/m²K nach EN ISO 10077-2:2003 Widerstand gegen Windlast + 2000 Pa / – 2000 Pa nach SN EN 13116 Stossfestigkeit I5 innen / A5 aussen mit Fall 95 cm, nach SN EN 14019 Luftdurchlässigkeit + AE 1200 / – AE 1200 nach SN EN 12152 Schlagregendichtigkeit RE 1200 nach SN EN 12154

Im thurgauischen Münchwilen wurde das Gerichtsgebäude umgebaut und saniert sowie um einen markanten Neubau ergänzt. Dieser besticht durch eine aussergewöhnliche Fassade aus Terrakotta-Baguettes, die objektspezifisch von Gasser Fassadentechnik AG realisiert wurde. Ɂ gasserfassaden technik.ch

Architektur+Technik 1/16

Objekt Erweiterungsbau zum Bezirksgerichts-

gebäude Münchwilen Terrakotta-Fassadenoberfläche Etwa 400 m² Verbaute Baguettes 2450 Stück Dimensionen der Elemente 1500 × 808,

1500 × 687, 1300 × 808 und 1300 × 687 mm Unterkonstruktion Aluminium mit THB-Haltern Gebäudehülle Vorgefertigte, gedämmte Holzelemente, tragend Wasser- und Winddichtheit EPDM-Bahn


44 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Starkes Duo aus Putz und Klinker Strukturiert und optisch einzigartig – das ist der Wunsch vieler Architekten für Fassaden, dem die Kombination aus Kelesto-Klinker und einer verputzten Fassade gerecht wird. Das Beispiel eines Mehrfamilienhauses in Zürich zeigt, dass diese Verbindung eine besondere Wirkung erzielt. Ɂ kabe-farben.ch

Modulares System Qbiss One

Anbieter PBF Hersteller Trimo Produkt Fassadensystem Qbiss One Material Zwei bandverzinkte und beschichtete

Stahlbleche mit Mineralfaserkern

Hersteller Karl Bubenhofer AG Objekt Stadthaus mit 11 Wohnungen

und einem Büroraum in Zürich Architektur huggenbergerfries Architekten AG, Zürich Produkt Fassadensystem lamitherm 30, Kelesto-Klinker Systemaufbau Klebe- und Einbettmörtel, 1-lagige Gewebeeinbettung, Putzgrund, Vollabrieb Veredelung Wancolith-Fassadenfarbe Hellgrau, APS-Technologie mit integriertem Filmschutz Algen- und Pilzschutz Ja Farbe Klinkerriemchen Grafitschwarz Oberfläche Stumpfmatt Copyright Bildmaterial Beat Bühler, Zürich

Qbiss One von Trimo zeichnet sich durch seine geschlossenen, abgerundeten und tiefgezogenen Ecken aus. Die hochwertige Gebäudehülle ist eine Alternative zu herkömmlichen hinterlüfteten Fassaden. Das modulare Fassadensystem ist besonders langlebig, umweltschonend und vielseitig einsetzbar. Ɂ pbf.ch

Schwedenfarbe für Holzfassade

Fassaden in Beton und Klinker

Unter dem Begriff Schwedenfarbe hat das Unternehmen FALU VAPEN die traditionelle schwedenrote Schlammfarbe in der Schweiz bekannt gemacht. Dass Schwedenfarben in der Schweiz immer bekannter werden, hat wohl auch mit der einfachen Verarbeitung und dem geringen Unterhalt zu tun. Ɂ schwedenfarben.ch

Die Firma Keller Systeme AG verfügt über eine einzigartige Fassaden-Kompetenz in Klinker- und Betonfassaden. Der Kunde wird in allen Projektphasen, von der Beratung und der Projektentwicklung bis zur Ausführung und dem nachfolgenden Unterhalt kompetent begleitet. Ɂ keller-systeme.ch

Hersteller FALU VAPEN Produkt Schwedenfarbe Einsatzbereich Holzfassade Produktart Emulsionsfarbe auf Wasserbasis Farben 8 Standardfarben und über 50 NCS-Farbtöne Besonderheit Diffusionsoffen, Fassadenbretter müssen nicht allseitig gestrichen werden Geeignete Holzarten Weisstanne und Fichte Geeignete Oberfläche Sägeroh oder gehobelt Applikation Ohne Grundierung zweimal auftragen, Struktur des Holzes bleibt sichtbar Richtwerte für den Unterhalt Wetter- und Sonnenseite nach 5 – 9, Nordseite nach 10 – 15 Jahren

Architektur+Technik 1/16

Beschichtung Polyurethan-Polyamid Korrosionsschutzklasse RC5 Elementstärken 80 – 240 mm Ausführungen Flach oder gerundet Stützfreie Montage Bis zu 6 m Brandschutz Bis EI 120 U-Wert 0,17 W/m²K Konstruktion Selbsttragend, luft- und wasserdicht CO₂-Bilanz 44 kg/m² Aufbau Modular

Hersteller Keller Systeme AG Produkt Klinker- und Betonfassaden Dienstleistungen Beratung, Systemplanung,

Installation, Fassadenunterhalt Projekt Stadtarchiv Luzern Gebäudehöhe 20 m Grundriss Quadratisch Anzahl Geschosse 7 Label Minergie-P-Eco Fassade Klinkerfassade im Betonraster, teilweise verglast Farbton Dunkel Lieferumfang 157 Betonelemente, 66 vorgefertigte Mauerwerksscheiben Betonoberflächen, hydrophobiert


45 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Durchdachte Metallfassade Für das neue Forschungszentrum der Hochschule für Technik in Rapperswil hat Tuchschmid eine technisch anspruchsvolle, stimmige und transparente Fassadenlösung ausgeführt. Ɂ tuchschmid.ch

Hersteller Tuchschmid Produkt Metallfassade Dienstleistungen Planung, Montage,

Mock-up-Herstellung Projekt Neues Forschungszentrum der

Hochschule für Technik Rapperswil Untersicht-Verkleidung 600 Bleche Blechgrösse 660 × 660 mm Fugenmass Untersicht 2,5 mm Gesamtfensterfläche > 1400 m² Verglasung 3-fach

Zeitgemässe Fassade

Innovativ mit Kautschuk

Eigenständig und selbstbewusst fügt sich das neue Forschungszentrum der Hochschule für Technik in Rapperswil in die Uferzone ein. Die Architektur-Sprache der bestehenden Campus-Bebauung wird durch die Materialisierung und die Gliederung der Fassade fortgeführt. Die Herausforderung für den Fassadenbauer Tuchschmid bestand darin, dem Wunsch des Architekten nach einer reduzierten, filigranen Aussenhaut des Gebäudes Rechnung zu tragen und die Fugen zwischen den Metallelementen so gering wie möglich auszuführen. Das Fugenbild erstreckt sich über das gesamte Gebäude und erforderte eine millimetergenaue Planung, auch im Bereich der Gebäudeauskragung über dem Erdgeschoss. Eine besondere Schwierigkeit in den Obergeschossen bestand in der Verbindung der Aussenfassaden mit den dahinterliegenden Geschossdecken, die wegen ihrer Spannweite eine Durchbiegung von mehreren Zentimetern aufweisen. Hierfür wurden spezielle Trag- und Verbindungselemente entwickelt. Hersteller Contec Produkt Kautschukfassade contec.proof Material EPDM-Kautschuk Materialstärke 1,3 mm Maximale Fläche 250 m²

Der Bau der ZürichVersicherung an der Alfred-Escher-Strasse in Zürich stammt aus den 1970er-Jahren. Er war zum optischen Fremdkörper geworden. Nun präsentiert er sich mit einer neuen, zeitgemässen SteinMetall-VorhangFassade, die von Aepli Metallbauprofis realisiert wurde. Ɂ aepli.ch

Hersteller Aepli Metallbau Produkt Mineralische Vorhangfassade Objekt Bau der Zürich-Versicherung

an der Alfred-Escher-Strasse Material Natur-Kalkstein, Glas Elemente Isolierte Objektprofile aus Aluminium Konstruktion Personenabsturzsicher Verglasungen 3-fach-Isolierglas 60 mm Ug-Wert 0,5 W/m²K

Contec.proof sind Bahnen aus EPDMSynthese-Kautschuk – ein ursprünglich unelastisches Material, das durch die Vulkanisation zu einem äusserst reissfesten Abdichtungsmaterial wird. Über 40-jährige Referenzobjekte weisen Contec.proof als höchst resistente und beständige Abdichtung aus. Ɂ contec.ch

G-Wert 33 % Lichttransmission 62 % Schalldämmwert Rw = 48 dB Ctr-7 und

Rw = 46 dB Ctr-5 Anzahl verbauter Elemente 370

Architektur+Technik 1/16

Verarbeitungstemperatur 20 °C Ausführungsvariante «Sofa-Effekt»

mit Klemmhaltern Contec.fix Contec.fix-Einteilung 40 × 40 bis 60 × 60 cm UV-beständig Ja Reissdehnung 560 % Reissdehnung nach 41 Jahren Etwa 257 % Systemgarantie 10 Jahre Materialgarantie 15 Jahre Ebenfalls erhältlich Dachabdichtungen


46 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Membranfassade für ein Haus

Klare Architektur mit Glas

Ein Wohn- und Geschäftshaus in Sursee wurde mit einer Membranfassade ausgestattet. Als Compositmaterial wurde Soltis FT 381 von Serge Ferrari ausgewählt. Für den Aufbau wurde ein vom Membranbauer HP Gasser selbst entwickeltes, sehr kompakt gehaltenes Spannsystem eingesetzt Ɂ hpgasser.ch

Die Aussenfassade des neuen Gewerbebaus in Kreuzlingen wird optisch beherrscht durch das markante Rautenmuster in einem strahlenden Weiss. Neben den bauphysikalischen Anforderungen spielte die Farbgebung der eingesetzten Aluminiumprofilsysteme GUTMANN S70+HW eine grosse Rolle. Ɂ gutmann-group.com

Projekt Wohn- und Geschäftshaus in Sursee Produkt Membranfassade Hersteller Compositmaterial Serge Ferrari Produkt Soltis FT 381 Farbe Temperamentgold Fassadensegmente Längsseite 5, maximale

Abmessungen 22,9 × 13,2 m Fassadensegment Stirnseite 1, Abmessungen 22,3 × 13,2 m Garantie 10 Jahre Hersteller Spannsystem HP Gasser Aufbau Spannsystem L-Aluminiumprofil, Kederprofil für die Fassadenmembran Membranvorspannung 150 – 170 N Konstruktiver Aufbau 5 cm

Für Gebäude mit Charakter

Komplexer Rhythmus für die Fassade

Gebäude sind heute klare Statements – sie transportieren Stil, Emotionen und oft ganze Ausdruckswelten. Voraussetzung dafür sind Werkstoffe, die höchste Produktqualität mit einem enormen Gestaltungsspektrum verbinden. FunderMax hat seine neue Max-ExteriorKollektion genau daraufhin ausgerichtet Ɂ fundermax.at

Mit ihrem raffinierten Fugenbild erzielt die neue Fassade der IHK Niederbayern eine textile Wirkung. Im Zuge der Sanierung im Jahr 2014 hüllte Architekt Thomas Schmied das prominent gelegene Gebäude in ein modernes Gewand: eine vorgehängte keramische Fassade von Moeding. Ɂ moeding.de

Hersteller FunderMax Produkt Kollektion Max Exterior Einsatzbereich Fassade Material Duromeres Hochdrucklaminat Anzahl Dekore 115, davon 50

komplett neu entwickelt Design-Welten Nature, Materials, Colour,

Authentic und Metallic Anzahl Oberflächen 4 Witterungsschutz Doppelt gehärtete Acryl-Polyurethan-Harze Dicke Bis 13-mm-Kern F-Qualität, darüber Standardqualität in Euroclass D; mit Oberfläche HEXA bis 20 mm in F-Qualität Passend dazu Innovative Montagesysteme

Architektur+Technik 1/16

Hersteller Gutmann Produkt Profilsystem Gutmann S70+HW Einsatzbereich Fenster Objekt Geschäftshaus GleisEins in Kreuzlingen Wärmedämmung Uf = 1,4 W/m²K Aufliegende Beschläge Bis zu 170 kg

Flügelgewicht Verdeckt liegende Beschläge Bis zu 150 kg

Flügelgewicht Gläsereinsatz Bis 55 mm im Flügel, 45 mm

im Festfeld Schalldämmmass Bis 47 dB Einbruchhemmung RC1-3r Beschlag Frei wählbar dank Euronut Windlast C5/B5

Hersteller Moeding Produkt Longoton-Ziegelfassade Projekt Hauptgebäude der Geschäftsstelle

IHK Niederbayern in Passau Sanierungsjahr 2014 Anzahl Fassadenplatten Etwa1200 Material Keramik Konstruktion Vorgehängt, hinterlüftet Farbton Terrakottabeige Weitere lieferbare Farben 16 Standardfarbtöne, Sonderfarben und -oberflächen möglich Aufbau Auf Alu-Profil Erhältliche Plattenhöhen 150 – 1000 mm Plattenlängen bis 3000 mm Scherbenrohdichte > 2,0 g/cm³


47 Marktplatz Fassadenbau und -systeme

Lebendige Oberflächen

Flexibles Komplettsystem

Hersteller Knauf Produkt Fassadensystem

mit Aquapanel-Technologie Konstruktion Vorgehängte, hinterlüftete Fassade Besonderheit Unterschiedliche Kurven

Die IGP ist mit der Oberflächenreihe IGP-LivingSurfaces einem Trend nach «lebendigen» Oberflächen gefolgt, die bewusst Inhomogenitäten aufweisen. Während die Halbfabrikate materialtechnisch und farblich identisch sind, können die Pulverlackgemische individuelle optische Varianzen zeigen. Ɂ igp-powder.com

Hersteller IGP Pulvertechnik AG Produkt Oberflächenreihe IGP-LivingSurfaces Produktart Pulverlacksystem Einsatzbereich Architektur Bewitterungsklasse 2 Einbrennbedingungen ab 20 ° bei 170 °,

äusserst energieeffizient Sortiment Mikro-Sprenkel, Wellenreliefs oder Kornstrukturen Schichtdicke Kornstrukturen ab 140 μm Farben RAL- und NCS-Farbtöne Zertifizierung Drittzertifiziert nach den Gütebedingungen der Qualicoat Besonderheit Individuelle optisch wahrnehmbare Varianzen von Charge zu Charge

Hohe Dämmleistung

Eine neue Fassadenlösung von Knauf vereint alle Vorteile der bewährten KnaufAussenwand mit der zementgebundenen Aquapanel-Technologie und einer optimalen Hinterlüftung. Das System gewährleistet Schutz und Dämmung und bietet grösstmögliche Freiheit in der Fassadengestaltung. Ɂ knauf.ch

Die grosse Dach- und Wandraute

und Gebäudegeometrien möglich Hauptkomponente Knauf Aquapanel Cement Board Outdoor Material Portlandzement und Zuschlagstoffe, beidseitig armiert Schimmelpilzresistent Ja Mögliche Fassadenbekleidung Putz, keramische Beläge, Feinsteinzeug, Klinker-Riemchen, Aluminiumverbundplatten, Glas oder Ziegel Brandschutz Nicht brennbar (Klasse A1)

Hersteller Prefa Produkt Dach- und Wandraute 44 × 44 Einsatzbereich Dach- und Fassadenbau Material Aluminium Oberfläche Zweischicht-Einbrennlackierung

2016 wartet die SaintGobain Isover AG mit einer Produktneuheit auf: Sie hat ein Produkt mit bisher unerreichter Dämmleistung entwickelt und bringt die Fassadendämmplatte PB F 030 auf den Markt. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,030 W/mK ist ein Quantensprung in der Dämmleistung gelungen. Ɂ isover.ch

Hersteller Saint-Gobain Isover AG Produkt Fassadendämmplatte PB F 030 Einsatzbereich Fassadenbau Material Glaswolle Wärmeleitfähigkeit 0,030 W/mK Plattengrösse 60 × 100 und 60 × 125 cm Andere Abmessungen Auf Anfrage

Die neuen Dach- und Wandrauten im Format 44 × 44 cm verbinden die bewährten Vorzüge von Prefa mit Inspiration und Innovation bis ins Detail. Die wartungsfreien Aluminiumdächer und -fassaden erhalten durch die grossformatigen Elemente eine besonders elegante Ausstrahlung. Ɂ prefa.ch

Dicke min. 40 mm Dicke max. 220 mm Rohdichte ≈ 38 kg/m³ Brandverhalten, Gruppe RF1 (A1) Spezifische Wärmekapazität 1030 J/(kg K) Diffusionswiderstandszahl 1 Längenbezogener Strömungswiderstand

≥ 5 kPa s/m²

Architektur+Technik 1/16

oder Pulverbeschichtung Format 44 × 44 cm Stärke 0,7 mm Befestigung Direkt, 4 Rillennägel pro Wandraute entsprechen 20 Rillennägeln pro m² Verlegung Auf Vollschalung mindestens 24 mm Grösse 437 × 437 mm in verlegter Fläche Gewicht 2,6 kg/m² Dachneigung Ab 12 ° Anzahl Farben 9


48 Marktplatz Beschattung

Trotz Beton, Stahl und Minergie-Isolierglas kann dank eines bidirektionalen Funksystems eine einwandfrei per Funk funktionierende Storensteuerung installiert werden.

Beschattung

Funksteuerung trotzt Stahl und Beton gun. Das Dreifamilienhaus wurde geplant vom Architekten Christian Kerez. Die sechs aussen liegenden Stahlscheiben sowie die sechs innen liegenden Stahlträger bilden das primäre Tragwerk und sind komplett sichtbar. Das so ausgestattete Tragwerk sorgt für Grundrisse, die frei von Stützen sind und somit eine flexible Nutzung des Innenraums ermöglichen. Das Haus ist mit einer Erdwärmeheizung ausgestattet. Eine

Komfortlüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima, und ein gekühlter Boden ist ebenfalls Bestandteil des Gebäudes. Eine riesige Fensterfront lässt den Blick über den See schweifen. Die Beschattung dieser grossen Fensterflächen spielt natürlich eine zentrale Rolle. So wurden automatisch angetriebene Markisen montiert. Im Sommer bleibt nun die Hitze da, wo sie hingehört, nämlich draussen. Im Winter sor-

Architektur+Technik 1/16

gen die patentierten air-lux-Fenster der Krapf AG mit ihrem luftunterstützten Dichtungskonzept dafür, dass die Wärme drinnenbleibt. An der Fassade sind 23 Senkrechtmarkisen angebracht, die die grossen Fensterflächen beschatten. Die Markisen wurden mit einem elero-Antrieb des Typs «SunTop M20» ausgerüstet. Angesteuert werden diese über externe Funkempfänger. Die Funk-


49 Marktplatz Beschattung

Dank des NetzwerkRoutings funktioniert die bidirektionale Funklösung auch bei kaum durchdringbaren Elementen wie Stahl, Isolierglas und Beton einwandfrei. Für die Beschattung gibt es an den Balkonen acht Knickarmmarkisen.

empfänger wiederum erhalten die Signale für den Auf- bzw. Abfahrbefehl vom Handsender «MultiTel 2» oder den Wettersensoren «Aero-868 Plus», die auf dem Dach montiert und auf alle Fassaden verteilt sind. Von hier oben senden die vier Sensoren autark (über Solarenergie) die Wetterwerte an die Empfänger und lassen die Markisen automatisch herunteroder herauffahren. So bleiben im Sommer die Temperaturen in den Räumen angenehm, und eine zusätzliche Kühlung ist nicht nötig. Ebenso liefert der Sensor die Wetterwerte an die Funkempfänger der acht Knickarmmarkisen, welche die Balkone beschatten. Denn auch hier will man zu viel Wärme im Sommer vermeiden. Bidirektionale Funklösung

Wo sollten die vielen Kabel für die Storensteuerung bei so viel Stahl und Glas überhaupt verlegt werden? Diese Frage stellte sich auch

die Bauherrschaft und suchte nach einer geeigneten Lösung. Funk war da sehr naheliegend. Doch wie kann bei diesem speziellen Gebäude ein einwandfreier Betrieb sichergestellt werden? Eine Lösung hatte die Meimo AG mit den bidirektionalen Funkprodukten von Elero. Auch bei kaum durchdringbaren Elementen wie Stahl, Isolierglas und Beton funktioniert die bidirektionale Funklösung durch das Netzwerk-Routing einwandfrei. Blockiert eine Mauer oder eine zu grosse Distanz zwischen Antrieb und Steuerung das Funksignal, kann es zu Ausfällen kommen. Mit dem System Proline 2 von Elero sind solche Reichweitenprobleme kein Thema. Das Funksignal sucht sich über Zwischenstationen den besten Weg zum Empfänger im Antrieb. Denn jede netzbetriebene Komponente im System ist zugleich auch ein Sender und kann das empfangene Funksignal selbst wieder weiArchitektur+Technik 1/16

tergeben. Für moderne Sonnenschutzsysteme sind dies Routineaufgaben. Diese Technologie ist bei Elero Standard und kann auch in bereits vorhandene Systeme integriert werden. Besonders zu erwähnen ist, dass der Nutzer den Status der Signalverarbeitung stets direkt am Handsender ablesen kann. Sobald ein Befehl ausgeführt ist, erhält er eine zuverlässige Rückmeldung und kennt somit immer den Status der Sonnenschutzsysteme. Die Storen können nach Bedarf einzeln oder je nach Fassadenseite gruppenweise bedient werden. Doch ein manuelles Eingreifen ist nur an wechselhaften Tagen nötig. Ansonsten lässt der Automatikmodus die Beschattung herunterfahren, wenn es nötig ist. Verschwindet die Sonne wieder hinter den Wolken, lässt das Hochfahren der Beschattung wieder viel mehr Licht in den Wohnraum. Ɂ meimo.ch


50 Marktplatz Beschattung

Schöner Schutz mit Wabenplissee Das Wabenplissee DUETTE ist die richtige Wahl für eine Fensterdekoration ohne Kompromisse. Das Wabenplissee legt auf das herkömmliche Plissee noch eine Stoffbahn drauf. So entsteht ein wabenförmiger Aufbau. Ɂ silentgliss.ch

Hersteller Silent Gliss Produkt Wabenplissee DUETTE Besonderheit Wabenstruktur Reduktion des Wärmeverlustes am Fenster bis 46 % Heizenergie-Einsparnis bis 51 % Reduktion der Wärmeaufnahme am Fenster bis 78 % Raumhalldämpfung bis 45 % Qualitäten Diverse, von transparent

bis abdunkelnd Schwer entflammbare Qualitäten Erhältlich Farbe und Struktur Wählbar

Exklusives Terrassendach

Hersteller STOBAG Produkt Pergola RIVERA P5000 Einsatzbereich Aussen; privat oder Gastronomie Max. Höhe vorne 300 cm Max. Tiefe 700 cm

Mit der neuen Pergola RIVERA P5000 von STOBAG lässt sich auf jeder Terrasse grosszügiger Freiraum kreieren. Die integrierte Faltmarkise spendet Schatten und schützt vor UV-Strahlung. Wenn es regnet, leitet das straff gespannte RESISTANT-Tuch das Wasser kontrolliert zum Ablaufsystem im Frontbereich. Ɂ stobag.ch

Max. Breite eines Elements 500 cm Tuch- und Gestellfarben RAL und NCS Material Faltmarkise Polyester Regendicht Ja Brandschutzklasse B1 Material Gestell Aluminium Antrieb Elektrisch Wasserablauf Integriert Erweiterbar durch LED-Beleuchtung, schiebbare

Verglasung, Aluminium-Systemboden

Aufgrund seines zweischichtigen Aufbaus bietet das DUETTE-Wabenplissee im Vergleich zu anderen Beschattungssystemen viele Vorteile. Es kombiniert geschickt Ästhetik und Funktion. Die doppellagige Wabenstruktur sorgt einerseits für eine grossartige Optik. Andererseits sind die Waben entscheidend für die DUETTE-Klimazone – ein natürliches Luftpolster, das Sommerhitze draussen hält und im Winter den Wärmeverlust am Fenster reduziert. Das DUETTE-Wabenplissee spart nicht nur Energie, sondern sorgt auch für eine angenehme Atmosphäre im Raum. Als Sonnenschutz schafft es eine attraktive Lichtstimmung. Sämtliche Schnüre und technische Komponenten verlaufen bei DUETTE unsichtbar im Inneren des Plissees. Dadurch werden störende Lichtpunkte vermieden, es entsteht eine ganzheitliche Ästhetik. Zusätzlich kann das Wabenplissee dank seiner Struktur auch unangenehmen Raumhall und Schall um bis zu 45 % reduzieren und so für Wohlfühlstimmung sorgen.

Schutz vor Wetter und fremden Blicken Jeder Sitzplatz ist anders, die Bedürfnisse der Hauseigentümer sind individuell. Diesen Umständen begegnet Frego mit massgeschneiderten Gesamtlösungen. Die filigrane Pergola wird mit viel Liebe zum Detail den Platzverhältnissen angepasst und zeichnet sich durch eine extrem lange Lebensdauer aus. Ɂ frego.ch

Hersteller Frego AG Produkt Pergola Einsatzbereich Aussen Material Aluminium Farben RAL- oder NCS-Farben Max. Breite ohne Mittelstütze 6 m Max. Länge ohne Mittelstütze 6 m Max. Ausladung mit Stützen 8 m Grössere Masse Durch Kombination

von mehreren Pergolen möglich Profil Rechteck-Profil oder H-Profil Basis für Horizontal-Faltstoren und

vielfältige Seitenbeschattungen Schutzdach für das Faltpaket 70 oder 130 cm Wasserrinne Empfehlenswert

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52 Marktplatz Beleuchtung

Das neue Motel One «London-Tower Hill» ist ein Architektur-Highlight im Londoner Stadtbild: Es verfügt über eine illuminierte LED-Fassade aus weissem Mineralwerkstoff.

Leuchtende Premiere

Illuminierte Hotel-Fassade gun. Unweit der Tower Bridge und

Mitten im Londoner Finanzdistrikt steht das Motel One «London-Tower Hill». Das Budget-DesignHotel besteht aus einem markanten Glasturm, dem ein siebenstöckiger Kubus vorgelagert ist. Die Fassade des Kubus besteht aus gross dimensionierten Corian-Mineralwerkstoffplatten.

mitten im geschäftigen Londoner Finanzdistrikt steht das Motel One «London-Tower Hill». Das Budget-Design-Hotel entstand nach den Plänen von Mackay + Partners Architekten, bietet knapp 300 Zimmer und besteht aus zwei Baukörpern: einem 16-stöckigen Glasturm und dem vorgelagerten siebenstöckigen Kubus an der Strassenfront. Er macht den Neubau zum Blickfang: Denn als erstes gewerblich genutztes Gebäude in

Grossbritannien verfügt das Hotel über eine illuminierte vorgehängte Fassade, für welche der Fassadenbauer Architectural Aluminium Ltd. aus Irland den acrylgebundenen Mineralwerkstoff Corian von DuPont einsetzte. Über 700 m2 des homogenen Plattenmaterials waren nötig, um den Hotel-Körper in seine elegante Fassade zu kleiden. Für die Fertigung der verschiedenen Elemente zeichnet die Rosskopf + Partner AG als Verarbeitungsspezialist für

Mineralwerkstoff ist enorm strapazierfähig, witterungsbeständig und leicht zu reinigen. Das macht ihn zum idealen Material für ästhetisch anspruchsvolle Fassadenlösungen.

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Mineralwerkstoff verantwortlich. Am Standort Schlotheim in Thüringen hat das Projektteam in drei Monaten rund 850 Einzelteile für die aussergewöhnliche Fassade produziert. Um die Fugenzahl der Fassade zu reduzieren, wurden extra gross dimensionierte Corian-Platten in einer Breite von 1500 mm verwendet. Am Tag wirkt sie dadurch besonders puristisch – beinahe wie aus einem Guss. Mit der Dämmerung erwacht die Fassade zum Leben:


53 Marktplatz Beleuchtung

Über ein computergesteuertes RGBFarbrad werden die LEDs hinter der vorgehängten Fassade gesteuert.

Wie von Geisterhand beginnt sie zu leuchten und enthüllt ein regelmässiges Muster in wechselndem Farbspiel. Dahinter steckt ausgefeilte Technik und präzise Handarbeit. Ein computerbasiertes Farbrad lässt dimmbare LEDs hinter der Mineralwerkstoff-Fassade in verschiedenen RGB-Farben aufleuchten. Damit dies auch von aussen zu

sehen ist, haben die Verarbeitungsexperten von Rosskopf + Partner das polygonale Muster rückseitig aus den 12 mm starken Corian Platten in der Farbe «Glacier White» gefräst. Durch seine tranzluzente Eigenschaften eignet sich Mineralwerkstoff besonders für hinterleuchtete Anwendungen: Wird die Materialstärke reduziert, erhöht sich seine Licht-

durchlässigkeit. Vorab wurde die angestrebte Lichtwirkung in einem 1 : 1-Mock-up genau geprüft. Die sechseckige Struktur des Musters erinnert an Bienenwaben, die mal offen, mal teilweise oder ganz verdeckelt sind. Je nachdem, wie tief eine Wabe ausgefräst ist, ergibt sich die mehr oder weniger intensive Durchleuchtung. Ɂ rosskopf-partner.com

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54 Marktplatz Beleuchtung

Der Showroom ist in fünf Bereiche unterteilt, im Bild der Gastrobereich.

Die Ribag Licht AG besteht seit 20 Jahren. In ihrem Jubiläumsjahr eröffnet die Firma die neue Light Gallery.

Licht in seiner schönsten Form

In der neuen Light Gallery der Ribag Licht AG in Safenwil können Lichtplaner, Innenausbau-Spezialisten, Architekten, Innenarchitekten und andere Interessierte Licht und Leuchten in den unterschiedlichsten Szenerien prüfen. Auf rund 144 m² können Lichteffekte, Lichtfarben und Lampentechnologien in diversen Situationen inszeniert und erlebbar gemacht werden. Zu begutachten ist das Licht der Leuchten Oviso mit OLED-Technologie (Wand/Anbauelement), Lunik, Spyke (Anbaustrahlerelement), Spinaled/Spinaled chrom (Pendel), Cubo, Metron Downlight (Pendel, Einbau) / metron Blende 80 / Metron opal (Einbau), Twist und die Neuheit Arva. In den neuen Räumlichkeiten können diverse Situationen lichttechnisch simuliert werden. Der Showroom ist deshalb in fünf Bereiche unterteilt: Technischer Bereich: Hier werden unterschiedliche Lichtfarben vorgestellt und welchen Einfluss diese auf Farben und Materialien haben. Die Lichtfarben 2700 K Extrawarmweiss, 3000 K Warmweiss sowie 4000 K Neutralweiss können in diffusem und direkt strahlendem Licht vorgeführt werden. Ladenbau/Museum: Im Shop-Bereich wird darauf eingegangen, wie Verkaufsgegenstände angeleuchtet werden können und welchen Einfluss die Lichtfarbe auf die Produkte hat. Die Wandregal- und die gun.

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Warenpräsentation sind ausgeleuchtet, die Lichtfarbe frei wählbar. Im musealen Bereich wird die Beleuchtung von Kunst genauer betrachtet. Bilder werden mit flächigem Licht beleuchtet, für Skulpturen sind spezielle Leuchten installiert, welche die Objekte optimal hervortreten lassen. Unterschiedliche Lichtszenen bei gleicher Einrichtung können verschiedene Emotionen auslösen. Lichtfarbe dieses Bereichs: 3000 K. Gastrobereich: Mittels einer Bar-Theke wird aufgezeigt, wie beispielsweise die Präsentation von Flaschen und Gläsern mittels Unterleuchtung in Szene gesetzt werden kann. Weiter wird gezeigt, wie der Raum sich bei unterschiedlicher Lichtstimmung verändert. Lichtfarbe dieses Bereichs: 3000 K. Lounge-Bereich: In der Lounge herrscht eine weiche Licht-Atmosphäre. Licht wird akzentuiert eingesetzt, und einzelne Möbel werden dadurch hervorgehoben. Lichtfarbe in der Lounge: 2700 K. Sitzungsbereich: In diesem Raum werden die Bedürfnisse in einem Besprechungszimmer oder Büro aufgezeigt. Wo braucht es Licht, und in welcher Stärke ist es nötig? Oder wie wird eine Präsentation ins rechte Licht gerückt? Diese unterschiedlichen Nutzungen sind mittels Lichtszenen abrufbar. Lichtfarbe: 4000 K. Ɂ ribag.com


13. – 18. 3. 2016 Frankfurt am Main

Seilpendelleuchte mit Stil Die LED-Seilpendelleuchte SPIN besticht durch ihr schlichtes Design. Sie integriert sich dezent und wirkungsvoll in Empfangshallen, Flure, Schulbauten, Seminarräume sowie Verwaltungsgebäude. Der Anteil an indirektem Licht zur Aufhellung der Decke verstärkt den Effekt der stilvollen Leuchte zusätzlich. Ɂ tulux.ch

Hersteller Tulux Produkt Seilpendelleuchte SPIN Glashalter und Baldachin Aluminium natur matt Material Acrylglas satiné Aufhängung Detail Strahlart Direkt und indirekt Leuchtmittel LED Lichtfarbe 3000 oder 4000 K Durchmesser 452 – 860 mm Aufhängung Pendelrohr oder Stahlseil Schutzklasse IP20 Farbwiedergabe CRI > 80 Kabel Transparent Lichtstrom Bis zu 9650 lm

Schwenkbare Einbauleuchte Die schwenkbare LED-Einbauleuchte SR 68-LED von Störi Licht lässt sich dank ihrem runden, sehr kleinen Trafo auch in flache Zwischendecken einbauen. Die Leuchte ist in einem Metallgehäuse untergebracht und spendet wahlweise neutral- oder warmweisses Licht ohne UV-Anteil. Ɂ stoeri-licht.ch

Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik

Gehäuse Weiss, Feinstruktur, lackiert

Hersteller Störi Licht AG Produkt Einbauleuchte SR68-LED Material Metall Oberfläche Weiss oder Chrom matt Leuchtmittel LED Lichtfarbe 3000 oder 4000 K Lebensdauer 30 000 Stunden Leistungsaufnahme 4,8, 7,5 oder 9,6 W Austauschbar Nein Lichtstrom 485, 713 oder 890 lm Dimmbarkeit Optional Ausstrahlungswinkel 22 oder 35 ° Schwenkbar Kardanisch um 20 ° Farbwiedergabe Ra/CRI > 80/90/80 Energieklasse A bis A++

Technik erleben. Zukunft gestalten. Smarte Technologien, zunehmende Digitalisierung, intelligente Vernetzung: Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten rund um Licht und Gebäudetechnik. Live auf der Light + Building, der TechnikPremierenshow. Where modern spaces come to life. www.light-building.com info@ch.messefrankfurt.com Tél. +41 44 503 94 00


56 Marktplatz Beleuchtung

Mit «Sequence» bringt Zumtobel eine LED-Leuchte auf den Markt, die den Anforderungen an eine ideale Bürobeleuchtung entspricht.

Adaptive und punktgenaue Beleuchtung

gun. Veränderte Formen der Zusammen­ arbeit, ob am klassischen Schreibtisch, in Projekt­Teams oder im Open Space: Men­ schen fordern heute differenzierte Licht­ lösungen, die sich an ihre Bedürfnisse und Aufgaben anpassen lassen. Mit ihrer Technologie entspricht die LED­Pendel­ und Anbauleuchte Sequence exakt die­ sen Bedürfnissen der Nutzer. Von Grund auf neu entwickelt, nutzt die Leuchte – vom Design über die gesamte Elektronik bis zur Steuerung – die heutigen Mög­ lichkeiten der LED­Technologie in vol­ lem Umfang.

Individuell steuerbare Module

Als Pendel­ und Anbauleuchte konzi­ piert, besteht «Sequence» aus wahlweise 8 oder 14 baugleichen, aneinandergereih­ ten Moduleinheiten mit je 6 mal 3 mittig angeordneten LED­Lichtpunkten. Die spezielle Linsentechnologie mit symme­ trischer oder asymmetrischer Abstrahl­ charakteristik sorgt vor jeder der 18 mitti­ gen LEDs für die optimale Lenkung des Arbeitslichts bei gleichzeitig hoher Entb­ lendung. Das verhindert störende Refle­ xionen am Bildschirm, auf dem Tablet oder dem Smartphone. Währenddessen ermöglichen die 24 äusseren LEDs mit­ hilfe eines opalfarbenen Abdeckrahmens

ein diffuses Umgebungslicht sowie eine insgesamt sanftere Lichtverteilung. In drei logischen Gruppen ( jeweils vier Module aussen und sechs Module in­ nen) zusammengefasst, sind die einzel­ nen Module sowie der indirekte Lichtan­ teil individuell steuerbar. Jede Gruppe hat dabei eine DALI­Adresse. Die eigens für «Sequence» entwickelte Steuerungs­ elektronik ermöglicht trotz der nur vier Adressen für 14 Module einen sanften Verlauf zwischen den Modulen. So wird adaptives Licht möglich. Daneben zeichnet sich die Leuchte dank des flachen Aluminiumgehäuses durch eine besonders schlanke Form aus, die sich optimal in jede Raum­Architek­ tur einfügt. Für eine filigrane Optik sorgt ausserdem die durchdachte Konstruk­ tion der Leuchte, dank der sämtliche elektronische Bauteile nahezu unsicht­ bar in einem an der Oberseite leicht er­ höhten Bereich des Leuchtenkörpers un­ tergebracht sind. «Sequence» ist mit einer Farbtempe­ ratur von 3000 (Warmweiss) und 4000 Kelvin (Neutralweiss) erhältlich. Zudem bietet Zumtobel die Leuchte bei einer Länge von 1200 mm mit 6 oder von 2100 mm mit 14 LED­Modulen an. Ɂ zumtobel.ch

Die LED-Leuchte kommt dem Bedürfnis der Mitarbeiter nach individueller Beleuchtung am Arbeitsplatz nach. Die Leuchte ist als Pendel- und Anbauleuchte konzipiert und besteht aus wahlweise 8 oder 14 baugleichen, aneinandergereihten Moduleinheiten mit je 6 mal 3 mittig angeordneten LED-Lichtpunkten.

Architektur+Technik 1/16


57 Marktplatz Beleuchtung

Bürobeleuchtung für jede Situation Neuen normativen und situativen Anforderungen im Büro antwortet Waldmann mit der modular aufgebauten LED-Leuchtenfamilie LAVIGO, die sich dank ihrem schlichten Design modernen Arbeitsplatzkonzepten anpasst. Ɂ waldmann.com

Hersteller Waldmann Produkt Leuchtenfamilie LAVIGO Einsatzbereich Büro Leuchtmittel LED Varianten Steh- oder Tischaufbauleuchte,

einfache, TWIN-T- oder TWIN-U-Ausführung Lichtstrom 5700 – 12000 lm Effizienz >110 lm/W Dimmbar Ja Passend dazu Lichtmanagement-System PULSE VTS

Fliessende Linien aus Licht

Hersteller Mabalux Produkt Leuchtensystem Liquid Line Einsatzbereich innen, Büro- und Objektbau Ausführungen Pendel- oder Anbauleuchte

Jürgen Schubert von den Structurelab­ Architekten Düsseldorf leitete für sein Design der LAVIGO alle wesentlichen Bauteile von der einfachen Form des Rechtecks mit leicht abgerundeten Kan­ ten ab. So passt sich die Waldmann­ Leuchte an unterschiedliche Bürokon­ zepte und Einrichtungsszenarien an. Ver­ schiedensten Anforderungen begegnet LAVIGO mit einer entsprechenden Aus­ führung: als Steh­ oder Tischaufbau­ leuchte, als TWIN­T­ oder TWIN­U­Vari­ ante. Zudem stehen drei Leistungsstufen zur Wahl, die alle durch eine hohe Ener­ gieeffizienz gekennzeichnet sind. Der Direktanteil für ein gleichmässi­ ges Licht am Arbeitsplatz sowie der Indi­ rektanteil für eine angenehme Grund­ beleuchtung sind getrennt dimmbar. Insbesondere das Direktlicht kommt so den persönlichen Bedürfnissen der Nut­ zer entgegen. Weiteren Komfort bietet die LAVIGO in Kombination mit dem Lichtmanagementsystem PULSE VTL, das den natürlichen Tageslichtverlauf in Lichtfarbe und ­stärke simuliert.

Flexible Beleuchtung

Lichtverteilung Rein direkt oder direkt-indirekt

Das variable und flexible Leuchtensystem Liquid Line sorgt mit linearen und gebogenen Leuchtenelementen für eine dynamische Lichtführung, ob in kubischen oder organischen Bauwerken. Durch unterschiedliche Verteilungselemente können sich die Linien auch verzweigen und Cluster bilden. Ɂ mabalux.ch

Optik Mikroprismen oder Opal Farbtemperatur 2200 – 4000 K Elemente 180 °, 90 °, 45 °, 22,5 °,

Y-Verbinder, lineares Element Grösse Verschiedene Grössen pro Element Farbwiedergabe CRI > 90 Dimmbar Ja Lichtstrom einzelner Elemente 1148 – 6800 lm Besonderheit Elemente lassen sich nahtlos

verbinden und beliebig kombinieren

Die Zeiten starrer Corporate-Regeln sind vorbei. Gesellschaftlicher Wandel verlangt nach Wiedererkennbarkeit ohne Dogma. Diese Zeichen der Zeit bedient Design Offices mithilfe des Leuchtenherstellers Artemide. Schlüsselfaktor ist die Lichtplanung als emotionale und funktionale Klammer. Ɂ artemide.de

Architektur+Technik 1/16

Hersteller Artemide Produkt Leuchte Picto Einsatzbereich Innen Leuchtmittel LED, Halogen oder

Metalldampflampen Art Strahler Montage Auf Schiene Gehäusefarbe Schwarz, Silber oder Weiss Dimmbarkeit Auf Wunsch Lichtfarbe Warm- oder Neutralweiss Anzahl Strahlergrössen 3 Drehbar 355 ° Schwenkbar 0 – 90 ° Blenden und Linsen Erhältlich Schutzklasse IP20


58 Marktplatz Beleuchtung

Neues Licht für ein Kaufhaus

Hersteller ERCO Produkt Leuchtenfamilie Logotec Einsatzbereich Verkaufsräume Art Strahler, Fluter oder Linsenwandfluter Montage Auf Stromschienen

Grosser Spielraum beim Gestalten

Leuchtmittel LED

Knapp zwei Jahrzehnte nach seiner Gründung werden die Verkaufsräume von «Dussmann das KulturKaufhaus» in Berlin etappenweise neu gestaltet. Im Mittelpunkt der Massnahmen steht das Relighting mit modernen LED-Lichtwerkzeugen von ERCO, zum Beispiel mit den Light Board- und Logotec-Leuchten. Ɂ erco.com

Licht planen und steuern Mit LiveLink wird Licht-Management für jeden Anwendungsbereich zur Selbstverständlichkeit. Das System entstand durch die Kooperation des Lichttechnik-Spezialisten TRILUX mit dem Sensor-Spezialisten STEINEL. Ɂ trilux.com

Leistungsaufnahme 4 – 24 W Lichtstrom 420 – 3300 lm Lichtverteilung Wählbar Lichtfarbe Warm- oder Neutralweiss Gehäusefarbe Weiss oder Silber Dimmbarkeit Phasen oder DALI Gehäuse und Bügel Aluminium Drehbar 360 ° Schwenkbar 0 – 90 °

Mit über 50 runden und quadratischen Varianten, starren und schwenkbaren Optiken zeigt sich die Produktfamilie Reflex von iGuzzini in Retail-, Büro- und Verwaltungsbauten, in Hotel und Gastronomie, in Verkehrsbauten, in hohen Hallen und Lufträumen als unübertroffene Generalistin. Ɂ iguzzini.ch

Hersteller Steinel und Trilux Produkt Licht-Management-System LiveLink Einsatzbereich Objektbereich Komponenten Sensoren, Leuchten, Steuergerät Standard DALI Besonderheit Einfache Planung, Installation

und Inbetriebnahme Steuerung App oder Taster App iOS und Android Voreingestellte Raumkonfigurationen Verfügbar Inbetriebnahme Über intuitive App

Architektur+Technik 1/16

Hersteller iGuzzini Produkt Leuchtenfamilie Reflex Einsatzbereich Objektbau, Verkehrsbauten,

Lufträume, Hallen Besonderheit Optic-Retention-System hält die

Optik dank Edelstahlfedern in Position Farbwiedergabe CRI > 90 Leuchtmittel LED, Halogen Grösse Diverse, quadratisch oder rund DALI-Standard Möglich Lichtstrom 900 – 8000 lm Farbtemperatur 2700, 3000 oder 4000 K Chip on Board Möglich Material Aluminium Schutzklassen IP20, IP23

Mit optimal aufeinander abgestimmten Hardware-Komponenten sowie intuitiv bedienbaren Software-Tools mit grafischer Benutzerführung werden Licht-Management-Anwendungen ab sofort einzigartig schnell und einfach geplant, installiert, in Betrieb genommen und bedient. LiveLink bietet dem Planer und Installateur voreingestellte Raumkonfigurationen für typische Anwendungsbereiche. Zudem passt sich die Raumbeleuchtung praktisch «auf Knopfdruck» den jeweiligen spezifischen Anforderungen an. Dabei lassen sich mit LiveLink Energie- und Betriebskosteneinsparungen von mehr als 50 Prozent erzielen. Basis von LiveLink sind hochempfindliche Sensoren von Steinel. Sie erfassen die Lichtverhältnisse und die Nutzung des Raumes. Licht schaltet sich automatisch nur dann ein, wenn sich Personen im Raum aufhalten. Zusammen mit den massgeschneiderten Beleuchtungslösungen von Trilux lassen sich so Einsparpotenziale schnell, sicher, kostengünstig und risikolos erschliessen.


59 Marktplatz Beleuchtung

Am 15. Designers’ Saturday in Langenthal erhielt Schätti-Leuchten den Gold Award.

Gold Award für die beste Präsentation

gun. Rund 70 Firmen und Hochschulen setzten am 15. Designers’ Saturday ihre Produkte und Entwürfe in Form ausgefallener Installationen in Szene. Der Gold Award ging an Schätti-Leuchten. Designer Jörg Boner hatte eine auf den ersten Blick einfach erscheinende Präsentation geschaffen. Er trennte mit Papier in einer der Werkhallen von Création Baumann einen runden Raum ab, um die Schätti-Leuchten zu inszenieren. Auf einer Seite schwebten die Pendar-LED-Leuchten, daneben standen die filigranen Eclar-LED-Büroleuchten und auf der anderen Seite eine massive vom Papierzylinder angeschnittene Textilmaschine. Das leicht geneigte, elegante Blechband ist das formale Bindeglied der LED-Leuchten von Schätti. Mit dem Blechband und den raffiniert ausgestalteten Metallrastern zeigt das Schweizer Familienunternehmen seine Fertigkeit in der Blechverarbeitung und der Designer Jörg Boner seine feine Handschrift. Die Eclar-Leuchten sind zeitgemässe LED-Stehleuchten mit einer ruhigen und dennoch charakteristischen Formgebung. Die Leuchten sind modular aufgebaut, mit wenigen Handgriffen montierbar und einfach zu bedienen. Bei einem hohen Direktlichtanteil von mehr als 50 Prozent leistet die Leuchte mehr als 110 lm/W. Die Leuchten sind dimmbar und optional mit Tageslichtsteuerung

und Bewegungsmelder ausgestattet. Die Minergie-zertifizierte Eclar-LED-Stehleuchte hat die Energieklasse A+ und überzeugt mit blendfreiem Licht und sehr guter Farbwiedergabe CRI>85. Der raffiniert geformte Raster der Eclar R verleiht der Leuchte eine starke Präsenz. Mit Raster und Strukturblende ist sie ausgezeichnet entblendet (UGR< 16). Die Pendar ist eine schlanke Pendelleuchte mit feiner Formgebung. Im Leuchtenkörper ist das Betriebsgerät mit DALI-Schnittstelle integriert. Das Licht der LED-Module wird an der Strukturblende gestreut. Es entsteht ein blendfreies, harmonisches Licht. Die Pendelleuchte Pendar P ist in den beiden Lichtfarben 3000 K und 4000 K verfügbar. Die Leuchten haben die Energieklasse A+. Die Version Pendar C kann direkt an der Decke montiert werden. Das Projekt Schätti-Leuchten reifte während der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit des Designers Jörg Boner und dem Unternehmen. Seit 2001 betreibt Jörg Boner sein Design-Studio in Zürich. Er entwirft mit seinem Team Möbel, Leuchten und industrielle Produkte für Kollektionen und produzierende Firmen im In- und Ausland. Jörg Boner gehört zu den wichtigsten Schweizer Designern der Gegenwart und arbeitet für Auftraggeber in ganz Europa. Ɂ schaetti-leuchten.ch

Die Leichtigkeit der Trennwand aus Papier und die Qualität des Lichts schufen einen starken Kontrast zur Werkhalle mit ihren schweren Maschinen.

Architektur+Technik 1/16


60 Marktplatz Büroeinrichtung

Eine ZHAW-Studie zeigt, dass dem Nutzungsbedarf beim Bau von nachhaltigen Bürogebäuden deutlich mehr Beachtung geschenkt werden muss als bisher.

Nachhaltige Büros

Richtlinien allein reichen nicht Wie bestimmt die Arbeitsumgebung die Leistung und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden? Wie Bürogebäude bauen und betreiben, damit diese ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind? Und wie den wirtschaftlichen Nutzen solcher Massnahmen konkret berechnen? Beim nachhaltigen Bauen von Bürogebäuden liegt Potenzial brach in der Schweiz. Denn mit dem Einhalten von Normen allein ist es nicht getan. Dem Nutzerbedarf muss deutlich mehr Beachtung geschenkt werden als bisher. Eine mehrjährige, KTI-finanzierte Studie des Instituts für Facility Management der ZHAW in Wädenswil zusammen mit der ETH Zürich und der Universität Chalmers in Göteborg hat die Schweizer Bürolandschaft genau unter die Lupe genommen. «Es gibt ganz klar ungenutztes Potenzial bei Komfort, Gesundheit und Leistung», erklärt Lukas Windlinger, Leiter der Forschungsgruppe Workplace Management der ZHAW. gun.

linien für nachhaltiges Bauen und Betreiben erfüllt, empfinden dies die Mitarbeitenden nicht unbedingt. «Die Unterschiede bei Gesundheit, Produktivität und Zufriedenheit mit der Arbeitsumgebung lassen sich nicht auf die Erfüllung oder Vernachlässigung von Normen zur Innenraumqualität zurückführen», so Windlinger. Die Einhaltung dieser Richtlinien sei zwar nach wie vor eine wichtige Basis, ausschlaggebend sei aber die Orientierung an den Mitarbeitenden. Denn wie diese ihre Arbeitsumgebung, ihr so-

ziales Arbeitsumfeld und ihre Arbeitsaufgaben bewerten, wirkt sich wesentlich auf ihre Gesundheit und Leistung aus, so das Fazit der ZHAW-Studie. Beispielsweise sind eine als ungenügend eingestufte Privatsphäre, eine erhöhte Arbeitsbelastung und schwierige Beziehungen zu Arbeitskollegen allesamt Risikofaktoren für Erschöpfungssymptome. Nur wer also mit und für die zukünftigen Nutzenden plant und betreibt, wer deren spezifische Tätigkeiten und Bedarfe einbezieht, kann sicher sein, dass eine Investition

Beim nachhaltigen Bauen von Bürogebäuden liegt Potenzial brach in der Schweiz. Denn mit dem Einhalten von Normen allein ist es nicht getan. Dem Nutzerbedarf muss deutlich mehr Beachtung geschenkt werden als bisher.

Nicht ohne die Nutzenden

Erstaunlich dabei ist, dass sich das brachliegende Potenzial nicht mit herkömmlichen Strategien allein erschliessen lässt. Auch wenn ein Bürogebäude die gängigen RichtArchitektur+Technik 1/16


61 Marktplatz Büroeinrichtung

Gebäude

Mitarbeitende

GebäudeEigenschaften Messwerte Energieverbrauch

• Gesundheit • Arbeitsleistung • Arbeitszufriedenheit

Komfort Verhalten

Grafik: ZHAW Institut für Facility Management

Arbeitsinhalte

in gesunde und leistungsförderli­ che Büros auch tatsächlich fruch­ tet. Bauherrschaft, Fachplanern sowie Architektinnen und Archi­ tekten rät Windlinger deshalb: «Wer rein auf Normen setzt, ver­ tut eine Chance und investiert un­ ter Umständen ins Leere.» Wirtschaftlichen Nutzen beziffern

Konkret heisst dies, die Bedürf­ nisse der künftigen Nutzenden werden früh im Planungsprozess erfasst und einbezogen und auch nach der Bauphase regelmässig evaluiert sowie die Arbeitsum­ gebung entsprechend verbessert. Königsdisziplin ist dann, das Gesamtsystem zu gestalten, also nebst Aspekten wie Raumklima, Aussicht oder Lärmbelastung auch das soziale Arbeitsumfeld und die Arbeitsinhalte zu optimie­ ren. Auf der Website nachhaltige­ bueros.ch stellt das achtköpfige

Forschungsteam einen ausführ­ lichen Leitfaden zur Verfügung: Nebst themenspezifischen Emp­ fehlungen, beispielsweise zu Be­ leuchtung, finden sich auch über­ greifende Hinweise, etwa zur Nutzereinbindung oder zu exis­ tierenden Nachhaltigkeits­Labels und ­Tools. Mit einem Rechner und anhand von Faktoren wie Krankheitstage oder Produkti­ vität lässt sich ausserdem der konkrete ökonomische Nutzen beziffern, den bedarfsorientierte Büroumgebungen schaffen. Umfassende Datenlage

Bei allem brachliegenden Poten­ zial betont Windlinger aber: «Grundsätzlich ist die Qualität von Schweizer Bürogebäuden be­ reits heute hoch.» Das Fazit und der Leitfaden der ZHAW­Studie beruhen auf einer breiten Daten­ lage: Einerseits gaben über 6000

Soziales Umfeld

Personen Feedback zu ihrer Ar­ beitsumgebung und ihrem Wohl­ befinden. In über 700 000 Mess­ werten erfassten die Forschenden anderseits die Konditionen in den 26 untersuchten Schweizer Ge­ bäuden: Im Sommer wie im Win­ ter wurden Daten wie Luftfeuch­ tigkeit, Helligkeit, Temperatur und Sprachverständlichkeit in den Büroräumen erhoben. Das Bau­ jahr variiert von betagten Bauten von 1902 bis zu modernen, zerti­ fizierten Neubauten; auch bei der Bauweise und der Gebäudetech­ nik deckt die Studie ein breites Spektrum ab. Umsetzungspartner der drei Hochschulen ZHAW, ETH Zürich und Chalmers waren Ernst Balser und Partner sowie Witzig The Office Company. Genauere Angaben zum Aufbau der Studie und zu den Forschungsergebnis­ sen finden sich ebenfalls unter Ɂ nachhaltigebueros.ch

Architektur+Technik 1/16


62 Marktplatz Büroeinrichtung

Das smarte Möbelsystem kommt ohne Schrauben, Beschläge und Werkzeug aus.

Xilobis ist ein Möbelsystem für Design-affine Leute, die regelmässig den Wohnraum verändern und trotzdem schön wohnen wollen.

Smart Furniture

Xilobis ist ein smartes Schweizer Möbelsystem. Es kommt ganz ohne Schrauben oder andere Beschläge aus, es kann ohne Werkzeug jederzeit einfach auf-, ab- und umgebaut werden. Dennoch ist es stabil und strapazierfähig. Es ist sehr flexibel und sowohl formal als auch optisch äusserst vielseitig. Das Möbel-System besteht aus Birkenschichtholzplatten, die mit genormten Chromstahlkugeln verbunden und mit speziell gefertigten Seilschlaufen gespannt werden. Entwickelt wurde dieses System durch die beiden Tessiner Designer Mario Bissegger und Stefan Plüss. Die Möbel sind nicht nur technisch raffiniert, auch das Design ist bestechend und kann nach individuellen Wünschen variiert werden. Die Kollektion umfasst Modulsysteme, aus welchen sich Regale aller Art, Sideboards, Büchergestelle und ähnliche Möbel in jeder Grösse zusammenstellen lassen. Daneben gibt es weitere Möbel mit dem gleichen Konstruktionsprinzip: einen Tisch in sechs Grössen, Rollkorpusse, einen Cube, einen Klubtisch und ein Weinregal in drei Grössen. Das Xilobis-System wird in der Schweiz hergestellt. Der Kunde kann die Möbel selbst zusammenbauen, Xilobis bietet aber auch den Zusammenbau vor Ort durch eigene Fachleute an. Xilobis bietet clevere und elegante Eingun.

Architektur+Technik 1/16

richtungslösungen für jede Lebenslage: Smart Furniture. Red Dot Award 2015

Xilobis wurde beim Red Dot Award, Product Design 2015, für hohe Design-Qualität prämiert. Das Möbelsystem 24 begeisterte die 38-köpfige Jury: «Xilobis ist ein nachhaltiges, modulares Möbelsystem für eine Design-affine Flexibilitätsgesellschaft, die ständig umzieht, regelmässig den Wohnraum verändert und trotzdem immer schön wohnen will. Die Flexibilität des Möbels geht nie verloren und kann jederzeit mit wenigen Handgriffen ausund umgebaut werden, ganz ohne Schrauben und Werkzeuge. Die Module können kompakt oder lose mit Freiräumen zusammengesetzt werden. Die Stirnseite und das Verbindungssystem sind Bestandteil des Designs und vermitteln das Gefühl schwebender Module. Eine Vielfalt optional einsetzbarer Schiebetüren verschiedener Materialien bietet visuelle Flexibilität. Der eigene Konfigurator auf der Homepage unterstützt die Planung.» Der Red Dot Award gilt länder- und branchenübergreifend als die Auszeichnung für hohe Design-Qualität. Nur an Produkte, die sich durch ihre hervorragende Gestaltung deutlich von vergleichbaren Entwürfen abheben, vergibt die Red-Dot-Award-Jury das Qualitätssiegel. Ɂ xilobis.ch


Kunststein

I

Herstellen

Naturstein Verlegen

I

Beton

Renovieren

Fa sz i n a ti on S te i n

Haus zum Rechberg

H a n d we r k vo m F e i n s t e n . Kunststein – Naturstein – Beton

K. Studer AG | Schulstrasse 53 | 5070 Frick Tel. +41 62 865 65 00 | info@studer.ag | www.studer.ag

Scherrer Metec AG Allmendstrasse 5, 8027 Zürich 044 208 90 60 / info@scherrer.biz www.scherrer.biz

Wohnen – zwischen Megatrend und Gegentrend Mo 18. – Mi 20.04.2016 | Mo 25. – Mi 27.04.2016 jeweils von 9 bis 12.30 Uhr

Die Schweizer Nr. 1 im Sonnen- und Wetterschutz lädt Sie ein zu einer exklusiven Veranstaltung für Architekten, Planer und Experten aus der Baubranche am Hauptsitz in Schönenwerd. Zusammen mit spannenden Gästen aus Architektur und Gesellschaft werfen wir einen inspirierenden Blick in die Zukunft der Schweizer Wohnarchitektur. Referat von Dr. Joël Luc Cachelin, Zukunftsforscher Referat von Karl Odermatt, Fussball-Legende anschliessend Podiumsgespräch, Apéro riche, Networking.

Reservieren Sie sich bereits heute Ihren Termin! Kostenlose Anmeldung und weitere Infos unter www.storen.ch/forum


64 Marktplatz Büroeinrichtung

Sichtschutz und Raumteilung USM Privacy Panels, eine flexible und flächeneffiziente Lösung zur Strukturierung von Arbeitsplätzen, Zonierung von Arbeitsräumen, Schaffung von Privatsphäre und nicht zuletzt zur Optimierung der Akustik im Raum. Ɂ usm.ch

Hersteller USM Produkt USM Privacy Panels Einsatzbereich Büro Ausführungen frei stehendes Raumgliederungs-

element oder Aufbaublende am Tisch Material Rohrkreuz Metall Material Panels Polyestervlies Aufbau Modular Abmessungen Element 1 250 × 350 mm Abmessungen Element 2 750 × 350 mm Anzahl Farben 7

Bequemer Konferenztisch Grand Table, der zeitlose Konferenztisch, wurde von Eduard Euwens für Brune entwickelt. Grand Table bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten in Meeting- und Konferenzräumen. Die klassischen Tischformen Rechteck und Tonne sind in verschiedenen Grössen erhältlich und können kombiniert werden. Ɂ brune.de

Trennwand mit Schallschutz

Hersteller Brune Produkt Konferenztisch Grand Table Einsatzbereich Meeting- und Konferenzräume Formen Rechteck oder Tonne Material Tischplatte Mehrschichtgütespanplatte,

Multiplex oder MDF Stärke Tischplatte 30 mm Tischhöhe 75 cm Tischbreite 80 – 130 cm

Für das neue Headquarter Festo in Lupfig baute die Firma Losch Wandsysteme GmbH eine schalldichte Losch-Wand, die ein Sitzungszimmer teilt. Die Trennwand verschwindet bei Bedarf unsichtbar in der Decke, und es entsteht wieder ein grosser offener Raum ohne Wände, Türen oder Bodenschienen. Ɂ loschwand.de

Tischlänge 140 – 400 cm Füsse Rechteckrohr 70 × 30 × 2 mm Oberfläche Füsse Verchromt oder

pulverbeschichtet Auszeichnungen German Design Award

Special Mention 2016

Architektur+Technik 1/16

Sich verändernde Arbeitsprozesse und Teamgrössen, kombiniert mit offenen Grundrissen moderner Architektur, stellen Unternehmen vor die Herausforderung, ein inspirierendes Arbeitsumfeld massgeschneidert auf verschiedene Bedürfnisse anzubieten. USM Privacy Panels erfüllt diese Ansprüche voll und ganz. In den Grundprinzipien orientiert es sich am modularen Raster des USM-Möbelbausystems Haller und unterstreicht dabei die herausragenden Eigenschaften des Design-Klassikers. USM Privacy Panels gibt es in zwei Ausführungen: frei stehend oder am Tisch, gebaut aus Einzelelementen in zwei Dimensionen. Beide Anwendungsformen sind praktisch frei konfigurierbar und jederzeit einfach umbau- und erweiterbar. Über einem Metallrohrkreuz verschränken sich zwei Panel-Hälften aus in Form gepresstem, wiederverwertetem Polyestervlies. So entstehen Konfigurationen, die mittels Konnektoren beliebig ineinander gesteckt und einfach stabilisiert werden können. Hersteller Losch Wandsysteme Produkt Losch-Wand Schallschutz Ort Headquarter Festo in Lupfig Funktion Trennwand für ein

grosses Sitzungszimmer Einbaujahr 2015 Höhe der Losch-Wand 3000 mm Breite der Losch-Wand 4900 mm Gewicht 670 kg Öffnungs- und Schliess-Geschwindigkeit

Etwa 2 m/min Besonderheit Sehr leiser Elektromotor Motorleistung 1,1 kW Schallschutz 42 dB Max. erhältlicher Schallschutz 62 dB


65 Marktplatz Büroeinrichtung

Moderne Schliessfächer

Dreh-Einschiebebeschlag

Hersteller Hawa Produkt Dreh-Einschiebebeschlag

Hawa-Concepta Einsatzbereich Begehbare Schränke,

Küchennischen, Home Office LO Locker bietet Mitarbeitenden in Multizonenbüros einen fixen Platz für die persönliche Ablage. Mit zwei, drei oder vier Fächern ausgestattet, schafft das Büromöbelsystem von Lista Office LO grosszügigen Stauraum. Ein Code-System sorgt ohne aufwendiges Schlüsselmanagement für Sicherheit. Ɂ lista-office.com

Hersteller Lista Office LO Produkt Möbelsystem LO Locker Einsatzbereich Multizonenbüros Verwendungszweck Persönliche Ablage

für Mitarbeitende Anzahl Fächer 2, 3 oder 4 Sicherheit Durch Code-System Klappenfarben Wählbar Elektrifizierung Optional

Hawa-Concepta bringt Bewegung in die multifunktionale Raumnutzung. Der Dreh-Einschiebebeschlag schafft elegante Stauraumlösungen im modernen Wohn- und Arbeitsumfeld, und Schränke, Küchenfronten oder das Home Office öffnen sich damit komplett, ohne dass eine Schranktür in den Raum hineinragt. Ɂ hawa.ch

Besonderheit Die Tür lässt sich um 90° drehen

und seitlich in Möbelkorpusse oder Mauernischen einschieben Türgewicht 25 – 50 kg Türmaterial Holz Türhöhe Max. 2850 mm Türbreite 300 – 900 mm Holzdicke 19 – 50 mm Bodenführung Nicht notwendig Nischenbreite bei 30-mm-Tür 55 mm

Material Stahl Elementbreite 1000 mm Fachhöhe 350 mm Fachtiefe 420 mm Zubehör Organisationselemente Garantie 5 Jahre

Kombinierbares Möbelprogramm Das modulare Stauraum- und Tischprogramm D1 von Denz ist hoch funktional und überzeugt durch einzigartige Kombinationsfähigkeit. Alle Module und Schrankversionen können im BaukastenSystem einfach miteinander kombiniert, individuell angepasst oder nachträglich ergänzt werden. Ɂ denz.ch

Hersteller Denz Produkt Stauraum- und Tischprogramm D1 Besonderheit Einzelne Elemente können in einem

Baukasten-System miteinander kombiniert und nachträglich erweitert werden Elemente Diverse Schränke, Container-Sockel und Tablare, Sitz- und Sitz-Steh-Tische Modulbreite 800 oder 1200 mm Tischbreite 1600, 1800, 2000, 2200 oder 2240 mm Kanten Mit oder ohne Gehrung Farben Verschiedene

Architektur+Technik 1/16

D1 ist hochfunktional und überzeugt durch einzigartige Kombinationsfähigkeit. Mit dem Baukastensystem kann man sicherstellen, dass alles passt. Denn alle Module und Schrankversionen können ganz einfach miteinander kombiniert, an individuelle Anforderungen angepasst oder nachträglich ergänzt werden. So sind die einzelnen Module der clevere Weg zu einer massgeschneiderten Einrichtungslösung. Das ist immer ein Vorteil. Ganz besonders jedoch, wenn die Bürolösungen neuen Situationen anzupassen sind oder bei spezifischen Objektlösungen. Das System beinhaltet verschiedene Tische und Schrankmodule, die frei miteinander kombiniert werden können. Praktisches Zubehör wie Schiebeplatten, Kabelführungen und Sichtschutzwände ergänzt die Tische, die auch in höhenverstellbaren Ausführungen erhältlich sind. Das Stauraumsystem besticht mit unterschiedlichen Grund- und Aufbaumodulen, die mit diversen Türen und Inneneinteilungen für Ordnung sorgen.


66 Marktplatz Büroeinrichtung

Der Holzdrehstuhl kommt zurück G 125 ist ein neuartiger Holzdrehstuhl vom Schweizer Möbelhersteller Girsberger zum 125. Jahrestag der Gründung des Unternehmens. Er erinnert an die Anfänge, als Girsberger sich mit höhenverstellbaren Pianohockern einen Ruf als Stuhlspezialist schuf. Der Entwurf stammt von Mathias Seiler. Ɂ girsberger.com

Hersteller Girsberger Produkt Holzdrehstuhl G 125 Einsatzbereich Innen, Büro Designer Mathias Seiler Holzarten (massiv) Eiche, Nussbaum, Esche,

Esche schwarz Sitz Stoff Divina oder Steelcut, Leder

Scandinavian oder Montana Fuss Viersternfuss aus Holz oder

Dreh-Fünfsternfuss aus Stahl Hergestellt in der Schweiz und Deutschland

Rückzugsort mitten im Raum

Hersteller Bosse Design Anbieter Dauphin Produkt human space Cube Produktart Raum-in-Raum-System Fähigkeit Detail

Raum-in-Raum-Systeme wie der human space Cube von Bosse Design schaffen Rückzugsorte in offenen Bürolandschaften. Mit Schallisolation und -absorption, Temperaturstabilität und Frischluftversorgung eignen sich die flexiblen Cubes ideal als Meetingzone oder temporärer Arbeitsplatz. Ɂ dauphin-group.com

Seitenlängen 2169, 2583, 3192,

3813 oder 4215 mm Innenhöhe 2500 mm Paneel-Breiten 411, 1020 oder 1227 mm Innenpaneel-Höhe 2472 mm Paneel-Variationen Glas-, Melamin- oder Akustikpaneel; 24 Polo-Stofffarben oder Motivdruck Schallisolation Bis zu 38 dB Besonderheit Unabhängig vom Gebäudekörper nur ein bauseitiger Stromanschluss notwendig

Die Schweizer Möbelfabrikation Girsberger wurde 1889 von Heinrich Girsberger begründet. Sein 125-Jahr-Jubiläum begeht das Unternehmen mit einem besonderen Produkt, das an die Anfänge erinnert: einem Drehstuhl aus Massivholz, modern interpretiert. Einfachheit steht beim Design von «G 125» im Vordergrund – der Stuhl bietet wenige Funktionen und Verstellmöglichkeiten. Damit ist er ein Gegenentwurf zu den heutigen Drehstühlen, deren Funktionalität und Optionen laufend erweitert werden, die aber immer weniger unsere Sinne ansprechen. Und wie der erste Pianohocker von Girsberger verfügt auch «G 125» über eine intelligente Technik. Er hat einen U-förmigen Sitz- und Lehnenträger aus Vergütungsstahl, der als flexibler Torsionsstab fungiert und deshalb eine komfortabel wippende Bewegung von Sitz und Lehne zulässt – ohne aufwendige Neigemechanik und ohne weiteren technischen Aufwand. Der Stuhl wird fast vollständig im schweizerischen Bützberg hergestellt.

Möbel fördern Kommunikation Mit der neuen KINETICis5-Produktfamilie aus Barhocker, Stehhilfe und Hochtisch präsentiert Interstuhl ein harmonisches Ensemble aus Möbeln, die den spontanen und informellen Austausch im Büro fördern. Die «Kommunikationsmöbel» überzeugen durch schlichte Eleganz und hohe Benutzerfreundlichkeit. Ɂ ergodata.ch

Architektur+Technik 1/16

Hersteller Interstuhl Anbieter Ergodata Produkt KINETICis5 710K Barhocker

mit Fussraste Einsatzbereich Büro Sitzhöhe stufenlos einstellbar von 650 – 770 mm Material Gestell Aluminium Material Sitz Holz, Stoff, Leder oder

Integralschaumpolster Farben Diverse Sitzbreite 380 mm Sitztiefe 400 mm Sitzfläche Rundum drehbar Passend dazu Stehtische und Stehhilfen der Produktfamilie KINETICis5


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68 Marktplatz Schaufenster

Bei der Dachsanierung am «Haus zum Rechberg» in Zürich traf die heutige Dachdeckerkunst auf diejenige des Barock. Eine besondere Herausforderung waren dabei die originalen, 250 Jahre alten Ziegel.

Ein Dach mit Geschichte gun. Das «Haus zum Rechberg» wurde im Jahr 1770 erbaut. Es ist einer der bedeutendsten Zeugen barocker Baukunst in der Stadt Zürich. Es ist im Besitz des Kan­ tons Zürich und steht unter Denk­ malschutz. Nun wurde es für ein neues Nutzungskonzept der Re­ gierung umgebaut. Dabei wurde gleichzeitig die historische Sub­ stanz zukunftssicher restauriert. Die Gesamtleitung lag beim Zür­ cher Architekturbüro Tilla Theus und Partner. Soweit möglich, wurde die historische Substanz saniert und wieder aufgefrischt. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Dachsanierung. Auch hier stand die Erhaltung der histo­

rischen Bausubstanz im Vorder­ grund. Das Dach war in seinem originalen Zustand. Sowohl die Ziegel als auch die Spenglerei­ bleche stammten noch aus dem 18. Jahrhundert. Das stellte die mit der Dachsanierung beauftragte Scherrer Metec AG vor spezielle Aufgaben. Sie lassen sich in fünf Phasen einteilen: – Abnehmen und Palettieren der Ziegel und Metallteile – Bau eines neuen Unterdachs mit energetischer Sanierung – Reinigen und ausbessern der wiederverwendbaren Teile – Spenglerarbeiten mit Verklei­ dungen, Abdichtungen, Übergän­ gen

Architektur+Technik 1/16

– Neu decken mit den Dachzie­ geln, Neuinstallation der Blitz­ schutzanlage Um möglichst viel von der his­ torischen Bausubstanz wieder­ zuverwenden, wurden die alten Ziegel sorgfältig demontiert, ge­ reinigt und palettiert. Die vor 250 Jahren in Handarbeit gefer­ tigten Ziegel unterlagen den da­ mals unvermeidlichen Schwan­ kungen der Materialmischung. Besonders an den Wetterseiten waren dadurch einige Ziegel zer­ mürbt. Nach den Berechnungen der Dachdecker musste für rund 30 Prozent der Ziegel ein funkti­ onell und optisch gleichwertiger Ersatz beschafft werden.


69 Marktplatz Schaufenster

Blitzschutz und energetische Isolierung auf dem neuesten Stand, optisch barocke Baukunst wie vor 250 Jahren. Die Lukarnen sind komplett mit verzinnten Kupferblechen umkleidet. Die seitlichen Schuppenbleche sind restaurierte Originalbleche. Die historischen Regenrinnen mit ihren schmiedeeisernen Rückhaltebügeln wurden restauriert und wieder montiert.

Weil Ziegel dieser Art und Grösse längst nicht mehr produziert werden, machten sich die Scherrer-Spezialisten auf die Suche nach alten Ziegeln aus Abbruchprojekten. Auch die alten Metallteile, die First-, Trauf-, Abdeck- und Übergangsbleche, die Wasserrinnen und Fallrohre wurden an ihrem Platz dokumentiert und wiederaufbereitet. Nach dem Abnehmen der Ziegel wurde auch die alte Lattung entfernt. Die freigelegten Sparren wurden gereinigt und ausgebessert. Danach wurden sämtliche Hohlräume mit Isoliermaterial ausgeflockt. Den Abschluss des energetisch optimierten Unterdachs bildet eine fugenlos verschweisste Unterdachfolie. Auf das Unterdach kam eine neue Lattung. Auch die Lukarnen wurden bis auf ihre Holzstruktur «freigelegt». Sämtliche Hohlräume in den Dachenden und Wänden der Lukarnen wurden mit einer Aerogel-Spezialdämmung ausgefüllt. Deren hohe Dämmwerte er-

möglichten die geforderte energetische Verbesserung, ohne die Wandstärke zu vergrössern. Dadurch konnten die schlanken Frontprofile der Lukarnen erhalten bleiben. Bei den Metallarbeiten gab es ebenfalls historische Besonderheiten zu berücksichtigen. Die Traufrinnen mit ihren schmiedeeisernen Rückhaltebügeln sollten erhalten bleiben. Weil die Rinnen durch ein zu geringes Spiel an den Nähten längst undicht waren, entschied man sich in Absprache mit der Denkmalpflege für neue Halbrinnen. Zu den erhaltenswerten Besonderheiten gehören auch die Ablaufrohre. Mit ihren sogenannten Schweizerbögen bilden sie ein typisches Profil ihrer Zeit. Die Fallrohre wurden demontiert, nachbearbeitet und wieder eingesetzt. Die Grat- und Firstbleche waren überwiegend in brauchbarem Zustand, sodass sie ebenfalls nach Restaurierung und Nachbiegen wiederverwendet werden konnten. Architektur+Technik 1/16

Neu war hingegen das Dachgesims zu erstellen, weil sich durch das neue Unterdach eine grössere Höhe ergab und eine Nachkonstruktion erforderte. Die Übergangsstreifen aus Kupferblech wurden gestrichen. Die Resalit-Bekleidungen waren durchgerostet und mussten ersetzt werden. Die Neueinkleidung wurde mit verzinnten Kupferblechen im Doppelfalz ausgeführt. Zu den Neuerungen gemäss bau- und feuerpolizeilichen Vorschriften gehören der Einbau eines neuen Lifts sowie spezielle RWA-Entlüftungen. Sie wurden so platziert, dass sie für die Betrachter unauffällig bleiben. Die 16 Lukarnen erhielten neue Dachbekleidungen, Laibungseinfassungen, Fensterbänke und Abdeckungen aus verzinntem Kupferblech. Während man die Dächer blank liess, wurden alle anderen, von der Strasse sichtbaren Teile überstrichen, damit sich die Optik in den historischen Kontext integriert. Nach diesen Vorarbeiten begann der letzte Akt, das Eindecken mit den historischen Ziegeln. Die originalen Biberschwanzziegel sind 45 cm lang, die Ersatzziegel einige Zentimeter kürzer und teilweise aus einer anderen Material- und Farbmischung oder anders gealtert. Die Unterschiede in Form und Farbe mussten durch eine gleichmässige Verteilung und geschickte Platzierung berücksichtigt werden. Ein grosser Teil der Fremdziegel wurde für die Bereiche an den Kanten der Dachschrägen verwendet und dementsprechend geschnitten. Wo das Original noch erhalten war, wurde es restauriert, ausgebessert, ergänzt und durch präzises Handwerk in Ordnung gestellt. So entspricht das wiederaufgebaute Dach der originalen Handwerkskunst vor 250 Jahren. Ɂ scherrer.biz


70 Marktplatz Schaufenster

Neuer Firmensitz für Start-up Das Bündner Start-upUnternehmen Swiss Eco Line AG, ein Spin-off von Bagno Sasso Mobili, hat sich mit den umweltfreundlichen Armaturen Swiss Eco Tap weltweit einen Namen gemacht. Ɂ swissecoline.com

Am 26. November 2015 wurde der neue Firmensitz des Start-up-Unternehmens Swiss Eco Line AG in Chur mit viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft feierlich eingeweiht. Swiss Eco Line AG will in der Alpenstadt Chur mit dem Design und der Entwicklung von umweltfreundlichen und innovativen Bad- und Wellness-Pro-

dukten eine Vorreiterrolle im Umweltmanagement einnehmen. Investoren aus Saudi-Arabien, Indien, Deutschland und der Schweiz unterstützen das Unternehmen. Dass Rolf Senti und sein Team über Innovationskraft verfügen, bewiesen sie mit der erfolgreich lancierten und umweltfreundlichsten Armatur Swiss Eco

Neues Pfostensystem

Schmutzfangmatten zum Gestalten

Seit 45 Jahren senken CWS-Schmutzfangmatten die Reinigungskosten in Unternehmen, schonen die Böden, sichern den Tritt und heissen Besucher willkommen. Während die Textilmatten zu Anfang als unscheinbare Schmutzfänger galten, kommen sie heute zusehends auch als Design-Element zum Einsatz. Ɂ cws-boco.ch

Mit dem neuen Pfostentyp O-LOX bringt Zaun- und Zutrittskontrollspezialist Betafence eine neue Lösung für die wirtschaftliche Montage von DoppelstabGittermattenzäunen auf den Markt. Der stabile Rechteckpfosten hat ein Profil von 60 × 40 mm mit einer höhenabhängigen Materialstärke von 1,5 bzw. 2 mm. Ɂ betafence.de

Architektur+Technik 1/16

Tap the acqua saver. Die Armatur senkt den Wasserverbrauch um 90% und den Energiebedarf auf null. Die umweltfreundlichsten Armaturen sind bereits in Bergrestaurants, Hotels, Flughäfen und Bürogebäuden im In- und Ausland im Einsatz und helfen, den Wasser- und Energieverbrauch zu senken. Ab sofort ist die elektronische Version von Swiss Eco Tap mit langlebiger Batterie erhältlich. Stadtpräsident von Chur, Urs Marti: «Ich freue mich sehr, dass sich Swiss Eco Line AG für den Standort Chur entschieden hat. Ich bin überzeugt, dass sich dies positiv auf die regional-wirtschaftliche Entwicklung von Chur auswirken wird. Rolf Senti kennen einige von uns noch aus seiner Rad-Rennbahn-Karriere und heute als erfolgreichen, international tätigen Unternehmer und Designer. Ich wünsche ihm und seinem Team viel Erfolg». Die Swiss Eco Line AG ist der Spin-off von Bagno Sasso Mobili, der sich für Badund Wohnraumgestaltung sowie Produkt-Design in den letzten 20 Jahren weltweit einen Namen gemacht hat.

Ultraflacher RandlosMonitor

EIZO erweitert die FlexScan-EV-Serie mit einem 27"-Monitor, der durch sein randloses, ultraflaches Design besticht. Dank der in das Panel integrierten Menüleiste verfügt der Monitor über eine durchgehend ebene Bildfläche bis zum Rand. Das perfekt entspiegelte IPS-Panel mit flimmerfreiem LED-Backlight sorgt für beste Bildqualität. Ɂ eizo.ch


71 Marktplatz Schaufenster

Effizienter RaumluftWäschetrockner

Aufgrund der verminderten Möglichkeiten, die Wäsche an der Luft zu trocknen, braucht es Wäschetrockner. Für eine schonende Trocknung an der Wäscheleine bietet SIBIRGroup – mit langjähriger Erfahrung im Bereich Waschraum – mit den Raumluftwäschetrocknern Sibir Escolino allen Komfort. Ɂ sibirgroup.ch

Tresen aus Lichtbeton

LUCEM Lichtbeton eröffnet innovative Gestaltungsmöglichkeiten. Als weltweiter Lieferant von Lichtbeton bietet die LUCEM GmbH auch Komplettlösungen rund um das Thema Tresen an: Individuell geplante und angefertigte Tresen aus Lichtbeton, die sich durch zeitlose Ästhetik auszeichnen, vereint mit technischer Perfektion. Ɂ lucem.de

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Ausstellung zum WC

Unsere Dienstleistungen im Bereich NIS umfassen: Magnetfeldsimulationen,

Alle Jahre am 19. November findet der Welt-Toilettentag statt. Was sich im ersten Moment lustig anhören mag, hat einen ernsten Hintergrund. Ɂ laufen.ch

Messungen nach PR-NIS, Stromsynchrone Magnetfeldmessungen, 24-h-Bahnmagnetfeldmessungen mit hoher zeitlicher Auflösung, isotrope Messungen von

Mehr als 40 % der Weltbevölkerung fehlt der Zugang zu hygienischen Sanitäreinrichtungen, was zu verschmutztem Wasser führt. Grund genug für das Museum für historische Sanitärobjekte, «Klo & So», dem stillen Örtchen eine Ausstellung zu widmen. «Kulturhistorisch gesehen ist das wassergespülte Klosett eine wichtige zivilisatorische Leistung und ein Meilenstein in der Urbanisierung», sagt Alfred Zinhobl, Kurator von Klo & So.

Das wassergespülte WC ist auch in Zukunft kaum wegzudenken. Stand der Technik sind spülrandlose WCs, die dank des Verzichts auf einen Spülrand Hilfsmittel für die Reinigung – Putzmittelflaschen mit gebogenen Hälsen und WC-Bürsten mit Randreiniger – überflüssig machen. Denn ohne Spülrand gibt es weder Ablagerungen noch unangenehme Gerüche. Was das Wasser nicht wegspült, kann einfach weggewischt werden. Architektur+Technik 1/16

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73 Service Übersicht

S ER VICE 74 Messen und Veranstaltungen In Stuttgart findet vom 2. bis 5. Februar die Dach + Holz International statt. Höhepunkt ist das Architektur-Forum holz3 Superwood.

76 Aus- und Weiterbildung Der Studiengang CAS «Bauen mit Holz» wird an der Berner FH Architektur, Holz und Bau angeboten. Eine Gesprächsrunde zeigt auf, was den Teilnehmenden mitgegeben wird.

78 Branchenspiegel Klatsch und Tratsch aus der Industrie und dem Handel, neue Protagonisten, neue Marktauftritte usw.

Architektur+Technik 1/16

79 Fachbücher Präsentation einer kleinen, aber feinen Auswahl an Neuerscheinungen, die für Fachleute von Interesse sein dürften.


74 Service Messen und Veranstaltungen

In Stuttgart findet vom 2. bis zum 5. Februar die Dach + Holz International statt. Höhepunkt ist der Architektur-Kongress.

Mit Holz hoch hinaus

Die Dach + Holz International bietet alle Produkt- und Dienstleistungsbereiche für das Gebäude: Holzbau und Ausbau, Dach-, Wand-, Abdichtungs- und Klempnertechnik. Die Messe spricht in erster Linie Zimmerer, Dachdecker, Bauspengler, Architekten, Planer und Ingenieure an. In den fünf Messehallen und dem Freigelände, auf insgesamt 70 000 m², werden auf der Dach + Holz International rund 600 Aussteller erwartet. Die thematische Aufteilung der Aussteller in den Hallen verspricht für den Fachbesucher wie gewohnt eine leichte Orientierung und für jede Halle einen klaren Schwerpunkt: In Halle 1 sind dies Holz, Werkstattausrüstung, Holzbear-

gun.

beitungsmaschinen, Holzfertigbau, Befestigungen, Leitern, Gerüste und EDV. Halle 3 ist Ausstellern aus den Bereichen Dämmung, Trockenbau, Kräne und Absturzsicherung vorbehalten. Die Themen in Halle 5 und Halle 7 sind Steildach, Befestigungen, Dachbahnen und Solar, in Halle 7 zusätzlich der Bereich Flachdach. In Halle 9 schliesslich dreht sich alles um Metall, Entwässerung und Dachbahnen. Hinzu kommt das Freigelände, wo Kräne, Geräte, Anlagen, Gerüste und Spezialfahrzeuge vorgestellt werden. Neben Produkten und Bausystemen punktet die Dach + Holz International mit einem umfangreichen Vortrags-, Tagungs- und Fortbildungsprogramm, das Fachbesuchern umfangreiche Informati-

Auf der Dach+Holz International wird der komplette Überblick über das Angebot der Holz- und Dachbaubranche geboten.

onen zu aktuellen Branchenthemen vermittelt. Einer der Höhepunkte dabei wird der Architektur-Kongress holz3 am 4. Februar 2016 sein. Das derzeit höchste Haus in Holzbauweise, Unterkünfte für klimatische Extrembedingungen und Projekte mit rekordverdächtiger Bauzeit: Auf dem Architektur-Forum holz3 Superwood berichten international renommierte und ausgezeichnete Architekten von ihren aktuellen Bauprojekten in Holzbauweise. Sie alle präsentieren Beispiele, die für die Vielfalt moderner Holz-Architektur stehen und ihre technischen, ökonomischen, ökologischen und gestalterischen Möglichkeiten. Neben Anssi Lassila, der mit dem finnischen Architektur-Preis ausgezeichnet wurde, und Martin Antemann vom schweizerischen Holzbauspezialisten Blumer-Lehmann gehört auch der Österreicher Oliver Sterl von RLP Rüdiger Lainer + Partner zu den Referenten auf der Messe. Das Architektur-Büro in Wien plant derzeit das 24-stöckige Holzhaus «HoHo Wien». Mit 84 m und 24 Stockwerken ist es das zurzeit höchste Holzhaus der Welt. Nach dem Baubeginn im Herbst 2015 sollen auf 4000 m² in nur drei Jahren Wohn- und Büroeinheiten sowie ein Restaurant, ein Hotel und ein Wellness-Bereich entstehen. Ɂ dach-holz.de

Architektur+Technik 1/16


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76 Service Aus- und Weiterbildung

Der Studiengang CAS «Bauen mit Holz» wird an der Berner FH Architektur, Holz und Bau angeboten. Eine Gesprächsrunde zeigt auf, was den Teilnehmenden mitgegeben wird.

CAS Bauen mit Holz

Virtuos und zuverlässig

Master of Arts in Architektur an der BFH-AHB: Ab Herbst 2016 können im Master Architektur die zwei Schwerpunktthemen «Architektur und Areal» und «Architektur und Holz» als Supplemente gewählt werden. Mehr Infos: Ɂ ahb.bfh.ch > master > master architektur

gun. Erfolgreich bauen mit Holz verlangt, was eigentlich selbstverständlich ist: Konzept, Projekt und Detailplanung eines Projekts frühzeitig und präzise an die Hand nehmen und festlegen. Eine Gesprächsrunde mit Hanspeter Bürgi, Architekt und Abteilungsleiter Master Architektur an der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau BFH-AHB, Manuel Vogler, Holzbauingenieur, sowie Andreas Hurst, Abteilungsleiter Bachelor Holztechnik an der BFH-AHB, zeigte auf, was in diesem Bereich der Zertifikatslehrgang CAS Bauen mit Holz den Teilnehmenden mitgeben wird. Holzbau in der Schweiz geht seit einiger Zeit weit hinaus über das kleine Haus im Grünen. Mit Holz werden heute mehrgeschossige Siedlungen, grosse Dienstleistungsgebäude oder auch Aufstockungen und Verdichtungen im urbanen Raum realisiert. Investoren setzen zunehmend auf diese umweltverträgliche Bauweise: Private Bauherrschaften schätzen die Eigenschaften des modernen Holzbaus. Architekten haben Vorurteile gegenüber dem Bauen mit Holz längst abgelegt, wissen aber um die teils unterschiedlichen Spielregeln im

Vergleich zu andern Bauweisen. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde sind überzeugt, dass sich solche Besonderheiten der Bauprozesse im Holzbau vermitteln lassen. Dies berührt alle Etappen eines Baus – Projektstudien, Vorprojekt, Bauprojekt, Submission, Planung der Ausführung, Montage bis zur Bauabnahme und den Betrieb eines Gebäudes. Mit der von der BFH-AHB angebotenen Weiterbildung im Bereich Bauen mit Holz erreichen Architektinnen und Ingenieure die notwendige Sicherheit im Umgang mit diesem Baustoff. Holzbau ist anders, verlangt vorausblickende und umfassende Planung bis ins Detail, belohnt aber diesen Aufwand zuverlässig mit hoher Ausführungsqualität für diese rasche Trockenbauweise. Architekt Hanspeter Bürgi erlebt dies bei der praktischen Arbeit und schätzt die erlernten Planungsprozesse für den Holzbau als nützlich für die Bautätigkeit ganz allgemein ein. Architekten verfügen über eine interdisziplinäre Ausbildung auch bezüglich Materialien. «CAS Bauen mit Holz» vermittelt aktuelle Kenntnisse zum Brand- und Schallschutz, zur Dauerhaftigkeit von Konstruktionen und zu den Architektur+Technik 1/16

grundsätzlichen Anforderungen an eine korrekte Planung und Bauausführung. Gegenseitiges Vertrauen

Die Partnerschaft zwischen Architekt und Holzbauingenieurin wird dann Früchte tragen, wenn sie frühzeitig eingegangen wird und von gegenseitigem Vertrauen getragen ist. Holzbauingenieur Manuel Vogler weiss, wovon er spricht, denn seine ehemalige Tätigkeit im renommierten Ingenieurbüro von Pirmin Jung drehte sich mehrheitlich um anspruchsvolle Holzbauprojekte. Die Zusammensetzung des Planungsteams insgesamt ist für anspruchsvolle Holzbauprojekte ein wesentlicher Schlüssel, um zielführend zu wirken. Die dabei tätigen Spezialisten denken im Idealfall auch als Generalisten, so wie es der Architekt, die Architektin tut. Holzbau ist in der Regel eine vorgefertigte Bauweise. Deshalb sind frühzeitig angegangene Planungsarbeiten vom Konzept bis ins Detail wesentlich. Investoren sind heute weit mehr als noch vor ein paar Jahren am Holzbau interessiert. Andreas Hurst, BFH-AHB, erfährt dies immer wieder neu. Investoren wissen um die technischen Vorteile


77 Service Aus- und Weiterbildung

Die Gesprächsrunde mit Hanspeter Bürgi, Architekt und Abteilungsleiter Master Architektur an der BFH-AHB (unten), Manuel Vogler, Holzbauingenieur (oben), sowie Andreas Hurst, Abteilungsleiter Bachelor Holztechnik an der BFH-AHB (aussen).

Infos zum Studiengang

Informationen und Anmeldung:

Zielpublikum: Architektinnen und Architekten, Bauingenieure und Fachplanerinnen und Fachplaner sowie Investoren und Entscheidungsträger. Studienaufbau: Das CAS Bauen mit Holz ist eine berufsbegleitende Weiterbildung, bestehend aus 150 Lektionen Präsenzunterricht und individuellem Selbststudium.

Ɂ ahb.bfh.ch/casbauenmitholz

Beratungsgespräche mit Dr. Andreas Hurst, Studienleiter CAS Bauen mit Holz und MAS Holzbau sind ebenfalls möglich. Terminvereinbarung via Telefon +41 32 344 02 09 oder andreas.hurst@bfh.ch

der Leichtbauweise, um die hohe Präzision der Vorfertigung im Werk, um die raschen Bauprozesse und um die Akzeptanz von Holzbauten wie auch Hybridbauten am Markt. Wer in Bauten investiert, schätzt die reibungslose Zusammenarbeit von Teams und weiss um die daraus resultie-

rende, langfristig wirksame Qualität. Architekten, die solch komplexen Abläufe meistern, sind für Investoren interessante Partner. Im «CAS Bauen mit Holz» wird immer anhand konkreter Fälle aus der Praxis gearbeitet. Die neuesten Hilfsmittel, wie beispielsweise BIM (Building InArchitektur+Technik 1/16

formation Modeling/Gebäudedatenmodellierung) sind genauso Teil der Weiterbildung wie der Besuch einschlägiger Baustellen. Beim Bauen mit Holz ist die Präzision der Ausführung ganz wesentlich, sei dies für Neubauten, Bauerneuerung oder Aufstocken und Verdichten. ●


78 Service Branchenspiegel

Briefkästen im digitalen Zeitalter Die Paketbox plus der Ernst Schweizer AG wurde vom Rat für Formgebung, dem German Design Council Deutschland, im Rahmen des German Design Award 2016 ausgezeichnet. Ɂ schweizermetallbau.ch

Die internationale Experten-Jury vergab die Auszeichnung «Winner» für herausragende Design-Qualität an die Paketbox plus. Damit gehört die Produktinnovation zu den 15 besten DesignErzeugnissen in der Kategorie «Building and Elements». Der German Design Award zählt zu den anerkanntesten

Ganzheitliches Vernetzungssystem Der Smart-HomeAnbieter Digitalstrom ist Sieger bei den Internet of Things Awards (IoTA) 2015, die in London verliehen wurden. Ɂ digitalstrom.com

Design-Wettbewerben und geniesst weit über Fachkreise hinaus hohes Ansehen. In diesem Jahr wurden der Jury in Deutschland insgesamt 3400 Einreichungen präsentiert. Das bequeme Einkaufen via Internet wird immer mehr zum festen Bestandteil des Alltags. Diesen Trend zum On-

In der Award-Kategorie «Smart Home Initiative» konnte sich Digitalstrom als Gewinner platzieren. Hintergrund ist ein ganzheitliches Vernetzungssystem, um Geräte verschiedenster Anbieter über die bestehende Stromleitung und offene Schnittstellen miteinander zu verbinden. Der Award wird vom Total-Telecom-Verlag bereits zum vierten Mal organisiert und ehrt die weltweit besten Produkte und Unternehmen, die digitale Vernetzung und das Internet of Things erfolgreich vorantreiben. CEO Martin Vesper nahm die Auszeichnung von der Expertenjury persönlich entgegen.

line-Shopping gewahr, hat Schweizer in Zusammenarbeit mit der Firma René Koch AG einen neuartigen Briefkastentypus entwickelt: Wer die Paketbox plus besitzt, verpasst garantiert keine Paketsendung mehr und kann auch die gelben Abholzettel getrost vergessen. Diese Software-gesteuerte Anlage besteht aus Briefkästen, Paketboxen und einem Info-Terminal. Auf einem Touchscreen wählt der Bote den Empfänger, worauf auf dem Bildschirm alle freien Boxen angezeigt werden. Nachdem er das Paket in die gewählte Box gelegt und diese wieder geschlossen hat, kann sie der Empfänger mühelos mit einer PIN öffnen. «Dieses innovative Produkt entspricht genau dem Trend bei der postalischen Zustellung von Paketen: Es ermöglicht das sichere Zustellen von Paketen rund um die Uhr», sagt Roger Bapst, Geschäftsbereichsleiter Briefkästen und Fertigteile. Formal bleiben die Boxen in der bewährten Christen-Manier, nur fallen sie zwei- bis dreimal grösser aus als die Briefkästen.

Neuer SBCZDirektor Im Februar wird Werner K. Rüegger die Leitung der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich (SBCZ) an seinen Nachfolger übergeben. Ɂ sbcz.ch

Architektur+Technik 1/16

Stefan Baumberger wird die Leitung der Baumuster-Centrale übernehmen. Nach seinem Diplom 2003 an der EPFL in Lausanne folgten Praktika und Anstellungen in der Schweiz, Europa und Übersee. Er arbeitet seit 2013 als Verantwortlicher für die Begleitveranstaltungen der SBCZ. Massgeblich beteiligt war er an den von Werner K. Rüegger lancierten «Brownbag-Lunches», die über Mittag anhand konkreter Projekte über neue Produkte und Techniken informieren. Innovative Produkte und Entwicklungen werden auch weiterhin Schwerpunkte der Ausstellung bilden.


79 Service Fachbücher

Das kunstlose Wort

Fritz Neumeyers im Jahr 1986 veröffentlichtes Werk über Mies van der Rohe ist ein Klassiker der Architektur-Theorie. In dieser Untersuchung der Ideenwelt Mies van der Rohes steht das Wort im Mittelpunkt – als Schlüssel zu dessen Philosophie des Bauens und zum Verständnis seiner Bauten. Das Buch war viele Jahre lang vergriffen und erscheint nun in zeitgemässer Typografie.

Neubau LEE der ETH Zürich

Autor Francine Houben Buchtitel People Place Purpose Verlag Artifice, London 2015 ISBN 978-1-90896761-9 (Englisch)

GBP 34.95

Architects

Buchtitel Fawad Kazi –

Buchtitel Dust Free

ETH Zürich, Gebäude LEE Verlag Verlag Scheidegger & Spiess AG, Zürich 2015 ISBN 978-3-90602782-1 CHF 59.00

Rohe. Das kunstlose Wort Verlag DOM publishers, Berlin 2016 ISBN 978-3-86922264-6 CHF 58.60

Le Corbusiers farbiges Vermächtnis

Die «Polychromie architecturale» ist Le Corbusiers farbiges Vermächtnis. Anlässlich des 50. Todestages des Jahrhundert-Architekten und leidenschaftlichen Malers legt Birkhäuser diese einzigartige Farbenlehre mit Le-Corbusier-Spezialist Arthur Rüegg als Herausgeber originalgetreu wieder auf. Herausgeber Arthur

Rüegg Buchtitel Polychromie

architecturale – Le Corbusiers Farbenklaviaturen von 1931 und 1959 Verlag Verlag Birkhäuser, Basel 2015, 3., überarbeitete Auflage ISBN 978-3-03560661-4 EUR 349.00

Architektur+Technik 1/16

Dust Free Friends vereint eine Serie von Entwürfen kleiner und grösserer Möbel für Wohnräume, die das Londoner Büro 6a Architects geschaffen hat. Alle diese Stücke können in den beengten Verhältnissen einer Wohnung und mit einem Minimum an Werkzeugen auch von ungeübten Heimwerkern selbst hergestellt werden. Das Buch ist präzise und unterhaltsam geschrieben. Herausgeber 6a

Wieser

Buchtitel Mies van der

Die Monografie beschreibt die spezifische Architektur des Büros Mecanoo. Sie zeigt, wie die niederländischen Architekten nach Identität in einer globalen Welt suchen, und zwar von der Textur eines lokalen Steins über die Farben eines Obstbaums zu den Ritualen der Bewohner. Insgesamt siebzehn Projekte, jedes unter anderen Bedingungen errichtet, zeigen die Mecanoo-Welt.

Augenzwinkernde Möbel

Herausgeber Christoph

Autor Fritz Neumeyer

Architektur auf fremdem Boden

Das neue Gebäude LEE der ETH Zürich, in unmittelbarer Nähe der prominenten historischen Hauptgebäude von ETH und Universität gelegen, ist Teil der «Stadtkrone» von Zürich und so ein städtebaulich herausragendes Projekt. Sein Architekt Fawad Kazi hat einen aussergewöhnlichen Entwurf geschaffen, der auch konstruktives Neuland betritt.

Friends Verlag Verlag Schei-

degger & Spiess AG, Zürich 2015 ISBN 978-3-03860007-7 (Englisch) CHF 39.00

Moderne Architektur aus Holz

Der Traditionswerkstoff Holz feiert in der Architektur weltweit ein furioses Comeback. Vom Bungalow bis zum Sakralbau, von der Firmenzentrale bis zum kompletten Quartier – Holz ist ein Baumaterial mit Zukunft. In 100 Projekten von Chile bis China erkundet dieser zweibändige Überblick das ganze Spektrum zeitgenössischen Bauens mit dem warmen und sinnlichen Baustoff. Autor Philip Jodidio Buchtitel 100 Contem-

porary Wood Buildings Verlag Taschen GmbH, Berlin 2015 ISBN 978-3-83654281-4 (Deutsch, Englisch, Französisch) EUR 39.99


80 Vorschau Impressum

39. Jahrgang architektur-technik.ch Herausgeberin B + L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch www.blverlag.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid, Philipp Bitzer Inhaltskonzept B + L Verlags AG Gestaltungskonzept Menzi Design (Zürich) Redaktion Uwe Guntern (gun) Christina Horisberger (chh) Anna Ettlin (ale) Philipp Bitzer (phb)

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Die nächste Ausgabe von Architektur +Technik erscheint am 19. Februar mit dem Dossier Städtebau.

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Neue Räume und Perspektiven im Quartier Feldbreite in Emmen.

WEMF / SW-Beglaubigung 2015 Total verbreitete Auflage 7560 Exemplare (davon verkauft 2042)

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«Unsere kleine Stadt» – neuer Stadtteil Limmatfeld in Dietikon.

Architektur+Technik 1/16


Architektur und Technik. Jahresabo 64.â&#x20AC;&#x201C; Franken. Bis dann. Firma Name Vorname Strasse/Nr. PLZ/Ort Telefon E-Mail Datum Unterschrift Coupon ausschneiden und senden an B+L Verlags AG, Steinwiesenstrasse 3, 8952 Schlieren. Preis inkl. MwSt., Ausland plus Portokosten

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Die Fassade mit Stil â&#x20AC;&#x201C; ein Produkt der Breitenstein AG

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Architektur+Technik 01 2016  
Architektur+Technik 01 2016