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EXKLUSIVINTERVIEW MIT HANS BECKHOFF

«die Welt ist gross und bunt» Zum Titelbild: Leuze electronic AG

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» Sensorfamilie für Anspruchsvolle


EDITORIAL

Um 1730 warf der französische Naturforscher Graf de Buffon eine Nadel auf ein liniertes Blatt Papier und notierte, ob sie eine Linie getroffen hatte. Dieses Verfahren, das als «Buffonsches Nadelproblem» in die Geschichte einging, zeigt, wie konkrete Fragestellungen durch das Zufallsprinzip gelöst werden können.

Manchmal hilft der Zufall Wiederholt man nämlich den Nadelwurf sehr oft, erhält man einen Näherungswert für die Kreiszahl π = 3,1415... . So ist im Falle, dass der Linienabstand dem Doppelten der Nadellänge entspricht, π ungefähr gleich «Anzahl der Würfe», geteilt durch «Anzahl der Treffer». Der erste Direktor der eidgenössischen Sternwarte, Rudolf Wolf, der als Pionier der astronomischen Forschung in der Schweiz gilt, nahm diese Methode auf und erzielte 1850 mit 5000 Würfen den Wert 3,159. Solche Verfahren, die auf stochastischen Gesetzmässigkeiten beruhen, werden heute vielfach zur Simulation realer Prozesse verwendet und in Anlehnung an das berühmte Kasino «Monte-Carlo-Simulation» genannt. Weltbekannt wurde die «Monte-Carlo-Simulation» durch den Einsatz im Manhattan-Projekt, dem amerikanischen Programm zur Entwicklung der Atombombe während des Zweiten Weltkrieges. Heutzutage werden nicht mehr Nadeln oder Würfel geworfen, sondern Computer generieren in Windeseile die benötigten Zufallszahlen. So können die Vorteile der «Monte-Carlo-Simulation» zur Lösung von Problemen aus dem Bereich der Ökonomie, Astronomie, Mathematik, Medizin, künstlichen Intelligenz und Chemie voll genutzt werden. Rien ne va plus!

Peter Jankovics, Dipl.-Math., Redaktionsleitung peter.jankovics@blverlag.ch Foto: Holger Jacob

In Sicherheit investieren. Pilz Industrieelektronik GmbH, 5506 Mägenwil, 062 889 79 30, www.pilz.ch AD_AktTechnik_2015_09_220x30_ang.indd 1

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INHALT

INHALT 09/15

SEPTEMBER 2015

WAS SIND SOFTWAREAGENTEN? Walk & Talk mit Yvonne Hofstetter, Teil 2

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FIXPUNKTE 01 Editorial 05 Top-Info zum Titelbild: Neue Sensorfamilie für anspruchsvolle Aufgaben 06 Firmen Fakten Märkte 18 Agenda 46 Sudoku-Gewinnspiel 96 Inserenten

INTERDISZIPLINÄR 17 20 22

F& E

26 28 30 32

WINDKRAFTANLAGE OHNE ROTORBLATT

26

Weltneuheit Messen Medizintechnik 22 Perle der Schweizer Volkswirtschaft 24 FLUPO – ein feldtaugliches, optisches Lesegerät für die Veterinärdiagnostik Windkraftanlage schwingt ohne Rotorblatt Verbände AMZ Racing: Ein starkes Team, Teil 2 Kinder fragen Experten: Wie funktioniert die Tower Bridge? F& E

AUTOMATION 34 38 40 42 44 45

«Silicon Valley» in Westfalen Modernisierungsschub im Kuhstall Connected Industry im Rahmen von «Industrie 4.0» The perfect match Top-Info: Fehlverdrahtungen vermeiden und Platz sparen Produkt-News

34 EIN ECHTER UNTERNEHMER Von smarten Windkraftanlagen ist immer mal wieder die Rede. Nun möchte eine besonders smarte Lösung auf den Markt: ein Windrad ohne Rotoren, Getriebe und Verbindungselemente.

Spass und offener Blick auf die Dinge – Exklusiv-Interview mit Hans Beckhoff, Geschäftsführer der Beckhoff Automation GmbH und Co KG.

IMPRESSUM 38. Jahrgang Herausgeberin B+L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 / Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch www.aktuelletechnik.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid (CEO) patrick.schmid@blverlag.ch Philipp Bitzer (COO) philipp.bitzer@blverlag.ch

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Redaktion Peter Jankovics, Dipl.-Math. peter.jankovics@blverlag.ch Marianne Kürsteiner marianne.kuersteiner@blverlag.ch Heike Henzmann, Dipl.-Ing. at@hhenzmann.ch Anzeigen Anneliese Ratajczak anneliese.ratajczak@blverlag.ch Anzeigendisposition Silvia Weiss, silvia.weiss@blverlag.ch Anzeigenerstellung Miro Peloso, miro.peloso@blverlag.ch

Fotos Tanya Hasler, Holger Jacob Korrektorat Ullrich Noelle Layout Lisa Wohlfahrt Telefonmarketing Angela Hemmi Druck AVD GOLDACH AG Sulzstrasse 10 – 12, 9403 Goldach www.avd.ch Abonnement 12 Ausgaben CHF 59.– (inkl. MwSt.) WEMF/SW-Beglaubigung 2014 Total verbreitete Auflage: 11 391 Exemplare Davon verkauft: 2638 Exemplare Alle Rechte vorbehalten.

Zertifiziert als Qualitäts-Publikation durch den Verband SCHWEIZER MEDIEN Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit Zustimmung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen beziehungsweise Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder wird keine Verantwortung übernommen.

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK 50 Massgeschneidert verpackt 52 Produkt-News

INDUSTRIE-INFORMATIK 54 Ultraschnell kommunizieren 56 Walk & Talk: «Der Kampf um die Freiheit» oder «Die ultimative Maschine», Teil 2 60 Nachgefragt: Industrie-PC 61 Produktübersicht: Industrie-PC 68 Marktübersicht: Gehäuse 70 Produkt-News

KOMPONENTEN / HALBLEITER 72 Schalten im Ex-Bereich 74 Top-Info: Steckverbinderserie für raue Umgebungen 75 Produkt-News

MESSTECHNIK / SENSORIK 78 magnetisch oder optisch? 80 STN Sensoren: 80 Sichere Maschinen – produktive Fertigungsprozesse 82 Jedem sein Ultraschallsensor 84 Faszination Messtechnik 85 Top-Info: Auf die Grösse kommt es an 86 Produkt-News

INDUSTRIEBEDARF 90 Wie Unternehmen 3D-Druck nutzbar machen können 92 Hoch hinaus mit der Energie 94 Produkt-News

Berührungslose Wirbelstrom-Sensoren für raues Industrieumfeld  Hohe Auflösung und Genauigkeit

LAST MINUTE 95

SENSOREN FÜR WEG, ABSTAND & POSITION

 Schnelle Messungen bis zu 100 kHz (-3dB)

Produkt-News

 Unempfindlich bei Schmutz, Druck und Öl

VORSCHAU AT 10/2015 Produktübersicht: RFID Marktübersichten: Anzeigen und Bedienen; Feldbuskomponenten

 Ideale Alternative für induktive Wegsensoren  Kundenspezifische Sensorbauformen

ZUM TITELBILD

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ANSPRUCHSVOLLE AUFGABEN

Lichtschranken und Lichttaster der Baureihe SR 46C beeindrucken mit erhöhter Funktionsreserve und sicherheitsgerichteten Gerätevarianten.

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Neue Sensorfamilie FÜR

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» Sensorfamilie für Anspruchsvolle

SIEHE TOP-INFO SEITE 5 9 | 2015

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RF- und MikrowellenMesstechnik neu definiert Modulare Hardware und offene Software

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WIRELESS-TECHNOLOGIEN National Instruments unterstützt zahlreiche Wireless-Standards, darunter: LTE 802.11a/b/g/n/ac WCDMA/HSPA/HSPA+

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Neue Sensorfamilie  für anspruchsvolle Aufgaben Lichtschranken und Lichttaster der Baureihe SR 46C beeindrucken mit erhöhter Funktionsreserve und sicherheitsgerichteten Gerätevarianten.

B

ei der neuen Baureihe SR 46C konnte die Funktionsreserve im Vergleich zu den Vorgängermodellen um bis zu 80 % gesteigert werden. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: die optimierte Fremdlichtunterdrückung und die automatische Empfindlichkeitsnachregelung bei Verschmutzung und Reflexion. Die Verbesserungen wirken sich unmittelbar auf eine stabilere Anlagenfunktion und weniger Stillstandzeiten aus. Damit eignet sich die Baureihe SR 46C optimal für den Einsatz in fördertechnischen Anlagen, in der Verpackungstechnik, der Holz verarbeitenden Industrie und im Sondermaschinenbau. Ein Temperaturbereich von –40 °C bis +60 °C und die hohe Schutzart IP 67 und IP 69K qualifizieren alle Sensoren dieser Baureihe für raue Umgebungsbedingungen.

Top-Ausstattung und grosse Varianten-Vielfalt Es stehen Sensorvarianten mit Rotlicht oder Infrarot, mit M12-Stecker oder Kabelanschluss zur Verfügung. Weitere Ausstattungsmerkmale sind die Teach-Taste für die einfache und schnelle Parametrierung direkt am Gerät, das 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Potenziometer mit grossem Einstellbereich, der gut sichtbare Lichtfleck, die verbesserte Status-LED und die zusätzliche Anzeige hinter der Frontscheibe bei den Einweg-Lichtschranken L 46C. Innerhalb der Baureihe bietet Leuze electronic neben den Einweg-Lichtschranken L 46C, die höchste Funktionssicherheit bei sehr grossen Reichweiten bis 150 m ermöglichen, auch die Reflexions-Lichtschranken PRK 46C. Diese sind ideal bei kleinen Reflektoren, starken Verschmutzungen und folienverpackten Objekten. Für die Detektion dunkler und glänzender Objekte schliesslich gehören die Lichttaster HT 46C zur ersten Wahl.

Sensoren mit Lichtband Die Reflexions-Lichtschranken RK 46C-VarOS bestechen durch ihre zuverlässige Detektion aufgrund der Lichtbandoptik. Beim RK 46CVarOS handelt es sich um eine ReflexionsLichtschranke, die im Unterschied zu normalen Sensoren Objekte nicht punktuell, sondern über einen Bandbereich von 50 mm flächig detektiert. In der Verpackungstechnik und Intralogistik erkennt der Sensor im Lichtband Objekte mit unterschiedlichen Grössen und

Formen sowie durchbrochene Oberflächen. Hierfür waren bislang mehrere Sensoren und ein grösserer Aufwand notwendig.

Gerätevarianten für die Sicherheit Die Einstrahl-Sicherheits-Lichtschranken SLS 46C (Typ 2, Typ 4) wiederum sind prädestiniert für die effiziente Maschinenabsicherung. Sie können sowohl als Typ 4 als auch als Typ2-Sensoren eingesetzt werden. Mit dem Sicherheits-Überwachungsgerät MSI-TRM werden die Lichtschranken SLS 46C zu Typ-4-Sensoren, mit dem MSI-TR1 zu Typ-2-Sensoren. Typ-4-Sensoren haben im Moment eine besondere Relevanz. Denn die angepassten Normen IEC 61496-1 und EN 614961-1 stufen bei Typ-2-Sensoren den Performance Level von PL d auf PL c herab. Infolgedessen ist, wenn gemäss einer Risikobeurteilung ein Performance Level PL d erforderlich ist, eine Absicherung mit Typ-2-Sensoren nicht mehr möglich. Hierfür müssen jetzt Typ-4-Sensoren eingesetzt werden. Die neue SicherheitsLichtschranke SLS 46C von Leuze electronic ist hier eine geeignete Lösung. Leuze electronic AG, www.leuze.ch

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Helme aus Rüeblifasern? Schnapsidee oder Erfolgsrezept? Häufig stehen Unternehmer vor solch einer Entscheidung. Lohnt es sich, den Produktionsprozess auf ein ökologisch besseres Material umzustellen? Die Empa hat eine Methode entwickelt, die es Firmen erlaubt, Szenarien theoretisch durchzuspielen.

W

ie sollen künftig Fehlinvestitionen im Bereich zukünftiger Industrieprodukte vermieden werden? Ein Beispiel: Nanofasern aus Rüebliabfällen, die bei der Herstellung von Karottensaft anfallen. Mit ihnen lassen sich Kunststoffteile verstärken. Motorradhelme etwa bestehen aus faserverstärktem Kunststoff. Statt Glasfasern ist auch eine biologische Variante möglich: Pflanzenfasern, die bei der Produktion von Karottensaft anfallen. Empa-Forscher können nun analysieren, ob eine solche Produktion ökologisch und ökonomisch Sinn macht – noch bevor in Produktionsanlagen investiert wird.

Industriemassstab hochskalieren? Ist das Material eher für den Low-Cost-Sektor oder für teure Luxusgüter geeignet? Und schliesslich: Entspricht das Produkt den gesetzlichen Normen und den Zertifizierungswünschen der Kunden? Im dritten Schritt wird schliesslich die Ökologie untersucht: Ist dieses neue Material für die identifizierten Produkte wirklich umweltfreundlicher – wenn alle Schritte von der Produktentstehung bis zum Recycling einberechnet werden? Auf welche Faktoren in der Produktion muss man besonders achten, um den Werkstoff möglichst umweltfreundlich herzustellen?

Analyse in drei Schritten

Für die Faserproduktion aus Karottenabfällen hat die MPAS-Analyse dem schottischen Hersteller Cellucomp Limited sechs mögliche Kundensegmente identifiziert, die es sich lohnt, genauer anzuschauen: Schutzausrüstungen und Geräte für den Freizeitsport, Sonderfahrzeuge, Möbel, LuxusVerbrauchsgüter und industrielle Fertigung. Als Beispiele nannten die Forscher: Motorradhelme und Surfbretter, Seitenwände von Wohnmobilen, Esstische, High-End-Lautsprecherboxen und Produkt-Schutzmatten für Marmor verarbeitende Betriebe. Ähnlich detaillierte Analysen lassen sich auch für andere erneuerbare Materialien erstellen – noch bevor viel Geld in Produktionsanlagen investiert ist.

Um die Marktchancen eines neuen Materials abzuklären, gehen die EmpaForscher Fabiano Piccinno, Roland Hischier und Claudia Som bei der MPAS-Methode in drei Schritten vor. Zunächst wird das Feld möglicher Anwendungen abgesteckt: Welche Anwendungen kommen aufgrund der technischen Eigenschaften infrage, und in welche Kategorien lassen sie sich einteilen? Kann das neue Material ein bestehendes ersetzen. Im zweiten Schritt geht es um die technische Machbarkeit und die Marktchancen: Sind die geforderten Materialeigenschaften mit dem technischen Prozess zu erreichen? Könnte die Produktqualität zwischen einzelnen Produktions-Chargen schwanken? Lässt sich der Laborprozess kostengünstig auf

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Fazit: Sechs Anwendungen für Rüeblifasern

Empa www.empa.ch

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Verstärkter Vertrieb in Westschweiz Wieland Electric, seit 2014 mit einer eigenen Tochtergesellschaft in der Schweiz aktiv, vergrössert sein Vertriebsteam. Für den Vertrieb in der Westschweiz konnte Pascal Dubosson verpflichtet werden. Pascal Dubosson ist ein ausgewiesener Elektrofachmann (Ingenieur) mit hervorragenden Kenntnissen des Westschweizer Marktes. Dort aufgewachsen und mit dem Markt bestens vertraut, bringt er gute Voraussetzungen mit für die Beratung und Betreuung der vielschichtigen Anforderungen der Industrie und Gebäudeautomation, aber auch der Elektroinstallation und ebenso der Ingenieurbüros und Anwender.

Die Wieland Electric GmbH ist ein mittelständisches, in Familienbesitz befindliches Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie mit Stammsitz in D-Bamberg. Wieland zählt zu den Pionieren der elektrischen Verbindungstechnik. Das international ausgerichtete Unternehmen, Marktführer im Bereich steckbarer Installationstechnik für Zweckgebäude, unterhält weltweit Tochtergesellschaften sowie neben Bamberg auch Produktionseinheiten in Tschechien und China. Wieland Electric AG www.wieland-electric.com

Ericsson leitet 5G-Standardisierungsprojekte der EU Ericsson wird auch künftig als Koordinator des neuen METIS-II-Projekts der EU die Aktivitäten zur 5G-Systementwicklung leiten. METIS-II soll die Gestaltung des allgemeinen 5G-Mobilfunksystems und Empfehlungen für die sukzessive 5G-Standardisierung entwickeln. METIS-II wird den strategischen Rahmen für eine Zusammenarbeit innerhalb der 5GInfrastructure Public Private Partnership (5G-PPP) ausarbeiten, der eine gemeinsame Bewertung der Konzepte für 5G-Funkzugangsnetze und Empfehlungen für einen Fahrplan für die 5G-Frequenzen ermöglicht. Zudem wird das Projekt konzertierte Vorschläge gegenüber Regulierungs- und Standardisierungsorganisationen vorbereiten. Das Projekt umfasst die Mehrzahl der wich-

tigsten international tätigen Netzausrüster sowie führende europäische Netzbetreiber und Forschungseinrichtungen. Die 23 Projektbeteiligten kommen aus allen Regionen der Welt, in denen intensiv 5G-Forschung und -Entwicklung betrieben wird (die EU, Japan, Südkorea, die USA und China). METIS-II wird deshalb auf einzigartige Weise die weltweite Konsensbildung nicht nur innerhalb der Mobilfunkbranche, sondern auch mit anderen Wirtschaftszweigen vorantreiben. Die Ergebnisse der Arbeit werden an Einrichtungen, Foren und Standardisierungsgremien in allen Regionen weitergegeben. Ericsson GmbH www.ericsson.com

ABB: stärkste Konverterplattform ABB installiert die weltweit leistungsstärkste OffshoreKonverterplattform in der Nordsee. Nach der erfolgreichen Übergabe von DolWin1 im Juli hat ABB heute mit der Installation von DolWin2 einen weiteren bedeutenden Projektmeilenstein erreicht. Die Konverterstation weist eine Übertragungskapazität von 916 Megawatt auf. Das reicht aus, um über eine Million Haushalte mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Die ABB (www.abb. com) ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung, der Industrie, im Transport- und In­ frastruktursektor, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen weltweit etwa 140 000 Mitarbeitende. ABB Schweiz AG www.abb.ch

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Hewlett-Packard Corporation teilt sich auf Die Hewlett-Packard Corporation teilt sich ab 1. November 2015 in zwei unabhängige Unternehmen auf. Die HP Schweiz GmbH bietet Drucker und PCs sowie die entsprechenden Lösungen und Dienstleistungen rund um den Arbeitsplatz an. Die HewlettPackard (Schweiz) GmbH fokussiert auf das Rechenzentrum und umfasst IT-Infrastruktur, Software und Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Im Zuge der operativen Teilung der Hewlett-Packard Corporation steht

nun das Country Management Team der HP Schweiz GmbH fest. Neben Managing Director Adrian Müller übernimmt Christopher Erz, Country General Manager Personal Systems, die Leitung des PC-Geschäfts und Frank Blockwitz, Country General Manager Printing and Solutions, zeigt sich für das Drucker- und Lösungsgeschäft verantwortlich. Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH www.hp.com

B & R erweitert Business Development Die B & R-Geschäftsleitung hat Thomas Rienessl zum neuen Head of Business Development Industries bestellt und die Abteilung Business Development personell aufgestockt. «Wir haben eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, um unsere Kunden noch spezifischer bei der Umsetzung der

optimalen Automatisierung ihrer Maschinen- und Anlagenprozesse zu unterstützen», sagt Peter Gucher, General Manager International bei B & R. «In nahezu jeder Branche gibt es spezifische Anforderungen, die spezielle Technologien erfordern», erklärt Rienessl. Dazu gehören zum Beispiel die Druckmarkenerkennung in der Verpackungs- und in der Druckindustrie oder die Servopumpenregelung bei Spritzgiessprozessen in der Kunststoffindustrie. Hersteller von Industrie- und Konsumgütern stehen hingegen vor anderen Herausforderungen: Sie müssen ihre Anlagenverfügbarkeit maximieren. Sie benötigen verbesserte, automatisierte Methoden für eine ressourceneffiziente und nachvollziehbare Produktion. B & R Industrie-Automation AG www.br-automation.com

Start ins Berufsleben Eine Ausbildung bei Harting steht bei Jugendlichen weiterhin hoch im Kurs. Das beweisen die insgesamt 56 jungen Menschen, die am 3. August bei der Harting Technologiegruppe eine Berufsausbildung beziehungsweise ein duales Studium begonnen haben. In 20 verschiedenen Berufsbildern werden sie nun als Auszubildende und duale Studenten für das Familienunternehmen tätig sein. «Talentierte und motivierte Auszubildende zu gewinnen, ist wesentlich für unser weiteres Wachstum. Unsere Nachwuchskräfte von heute sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen», sagte Margrit Harting, geschäftsführende Gesellschafterin.

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Neben spannenden Aufgaben im Neuen Ausbildungszentrum Harting (NAZHA), dessen Erweiterung bereits fertiggestellt ist, können die Jugendlichen Fremdsprachen lernen oder an Messen teilnehmen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit , temporär das fiktive Juniorunternehmen «NAZHA Company» zu leiten. Insgesamt sind bei Harting derzeit über 150 Auszubildende und duale Studenten in 20 verschiedenen Berufsbildern beschäftigt – eine neue Rekordzahl. Harting AG www.harting.ch

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©2015 Schneider Electric. All Rights Reserved. Schneider Electric and Altivar are trademarks owned by Schneider Electric Industries SAS or its affiliated companies. All other trademarks are the property of their respective owners. www.schneider-electric.com • 998-1238669_CH-DE


FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Digitizer Handbuch Um Ingenieuren und Wissenschaftern Informationen zu den neuesten Entwicklungen im Bereich der Digitizer an die Hand zu geben, hat Spectrum ein eigenes Handbuch zu dem Thema auf den Markt gebracht. In diesem Handbuch werden die Hauptbestandteile dieser leistungsstarken Instrumente erläutert, und es wird auf die Frage eingegangen, wann ein Digitizer ein Oszilloskop ersetzen kann. Das 120-seitige Buch ist komplett in Farbe gedruckt und enthält eine grosse Anzahl Grafiken zur Erläuterung der Schlüsselkonzepte der Digitizer und ihrer Anwendungen. Im Inhalt wird die Frage erläutert, wann und wie man einen Digitizer auswählt, werden die vielen verschiedenen Begriffe rund um

einen Digitizer sowie deren Auswirkungen auf die Anwendung untersucht und der Vergleich zu klassischen Instrumenten wie Digitalspeicheroszilloskope gezogen. Das Handbuch zeigt ferner in eigenen Kapiteln, wie die beste Performance aus einem Produkt herausgeholt werden kann mit einem Schwerpunkt auf Messgeschwindigkeit und Genauigkeit. Beispiele zeigen, wie der Digitizer konfiguriert werden muss und die verschiedenen Aufzeichnungs-, Trigger- und Auslesemodi genutzt werden. Spectrum Systementwicklung Microelectronic GmbH www.spectrum-instrumentation.com

50 neue Mitarbeiter Als Teil eines neuen Entwicklungsprogramms startet Westermo seine grosse Job-Initiative und stellt ab sofort weltweit 50 neue Mitarbeiter ein. Die Stellen werden in der Forschung und Entwicklung, dem Verkauf und weiteren Bereichen der Organisation geschaffen. Dazu investiert Westermo in den kommenden drei Jahren 175 Millionen schwedische Kronen, etwa 19 Millionen Euro. Mit diesem Investment soll nicht nur die Mitarbeiterzahl von etwa 200 auf rund 250 Personen erhöht, sondern auch das ProduktPortfolio in den Bereichen «Unternehmenskritische Netzwerke im Feld» und «Westermo IP train» verstärkt werden. Hintergrund ist der anhaltende Erfolg der Technologieschmiede bei nahezu allen Tochtergesellschaften in Schweden, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Singapur, Nordamerika und China. Westermos Entwicklungsprogramm zielt darauf ab, seine globale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.

Auch in der DACH-Region sind Einstellungen geplant. «Wir sprechen bereits mit mehreren Kandidaten, die spätestens im Herbst Deutschland und die Schweiz verstärken sollen. In den kommenden drei Jahren möchten wir bis zu zehn Planstellen neu besetzen», freut sich DACH-Geschäftsführer Anders Felling. Westermo Data www.westermo.ch

Grösste Schweizer Solaranlage in Payerne Nach einer Reise von rund 1500 km quer durch Europa ist das Herzstück der grössten Schweizer Fotovoltaik-Anlage (PV) kürzlich in Payerne eingetroffen: die vier PV-Boxen von Schneider Electric. Diese Boxen wiegen insgesamt knapp 100 Tonnen und enthalten Wechselrichter, Transformatoren und die Mittelspannungsanlage. Zum Einsatz

kommen sie in der PV-Anlage «La Boverie», die ab September 2015 jährlich 6,6 GWh Strom produziert – für rund 1300 Haushalte. Auf den letzten Metern war Präzisionsarbeit gefragt. Die vier PV-Boxen wiegen je rund 24 Tonnen und sind mittels Tieflader durch die Strassen Payernes transportiert worden. Ein spezieller 100-Tonnen-Pneukran hat sie danach am Zielort zu ihrem finalen Standplatz befördert. «Die Lieferung der vier PV-Boxen ist ein wichtiger Meilenstein beim grössten Schweizer Fotovoltaik-Projekt, sind sie doch das Herzstück der ganzen Anlage», freut sich Simon Ryser, Sales Manager Partner & ITB bei Schneider Electric Schweiz. Damit die Fotovoltaik-Anlage «La Boverie» ab September Strom ins örtliche Netz einspeisen kann, müssen die PV-Boxen nun noch angeschlossen und die Anlage final getestet werden. Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

ESA-Astronaut kommt Am 20. Oktober findet in Zürich zum dritten Mal der einzige Schweizer Karriere- und Weiterbildungstag für Ingenieure und Techniker statt: «advanceING – Ingenieurgeist trifft Karriere». Das Highlight 2015: Exklusiv zur Messe fliegt ESA-Astronaut Hans Schlegel aus Houston nach Zürich ein. Er berichtet in einem Vortrag über seine Laufbahn vom Verfahrenstechniker zum Wissenschaftsastronauten sowie über seine beiden Weltraumeinsätze. Die Messebesucher erwartet ein Feuerwerk an Impressionen. Zudem können in einer offenen Fragerunde individuelle Fragen gestellt werden, und im Anschluss kann am Messestand von Dr. Schmidt & Partner ein persönlicher Austausch mit dem Astronauten stattfinden. Messetermin: 20.10.2015, 10 – 18 Uhr, Kongresshaus Zürich. Eintritt frei. www.advanceING.ch Dr. Schmidt & Partner GmbH www.drsp-group.com

Erni Electronics stärkt Position im japanischen Markt Erni Electronics baut seine Position im wichtigen Wachstumsmarkt Japan weiter aus. Um die lokale Kundenunterstützung weiter zu optimieren, wurde Anfang des Jahres eine japanische Niederlassung eröffnet: Erni Electronics K.K. in Tokio. Jetzt ist darüber hinaus der Online-Shop ERNI X-Press auch in einer japanischen Version verfügbar. Die Produkte können direkt vom Erni Warenlager an die japanischen Kunden geliefert werden. Über Erni X-Press können Kunden die hochwertigen Produkte mit schnellen Lieferzeiten bestellen, und zwar ohne Einschränkungen wie Mindestbestellmengen.

Darüber hinaus ist nun auch die ShopWebsite www.shop.erni.jp online. Damit haben alle japanischen Kunden einfachen und schnellen Zugriff auf das komplette Produktspektrum von ERNI Electronics. Mit all diesen Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten unterstreicht Erni Electronics sein Commitment zum japanischen Markt, nicht nur über leistungsfähige Produkte, sondern auch mit umfassender technischer und logistischer Unterstützung. Erni Electronics AG www.erni.com

ABB erhöht Netzkapazität in Norwegen ABB hat vom norwegischen Übertragungsnetzbetreiber Stattnett SF einen Auftrag in Höhe von rund 30 Millionen US-Dollar für die Lieferung von Leistungstransformatoren erhalten. Damit sollen die Kapazitäten des zentralen Stromnetzes des Landes deutlich erhöht werden. Zudem soll damit die Versorgungs­ sicherheit verbessert und gewährleistet werden, damit das Land grössere Mengen erneuer­barer Energien transportieren kann. Der Auftrag über die Lieferung von neun Transformatoren wurde im zweiten Quartal 2015 gebucht. Dieser umfasst sieben Spartransformatoren (1000 Megavoltampere [MVA], 420/300 Kilo­

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volt [kV]) und zwei Leistungstransformatoren (300 MVA, 420/132 kV). Mit den Transformatoren wird die Übertragungskapazität des Hauptstromnetzes von Norwegen erhöht und eine stabile Stromversorgung gewährleistet. Darüber hinaus ermöglichen die Transformatoren die Einspeisung von grösseren Mengen erneuerbarer Energien. Auf diese Weise unterstützen sie Norwegen dabei, seine Klimaziele zu erreichen und das Land und den Rest Europas mit sauberer Energie zu versorgen. ABB Schweiz AG, www.abb.ch

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Finanzchefin bei EMC Schweiz Helge Meichssner ist seit dem 1. Juli 2015 Director of Finance and Business Operations von EMC Schweiz. In ihrer neuen Funktion verantwortet sie die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung von EMC Schweiz und unterstützt die Schweizer Vertriebsorganisation bei Verhandlungen mit Kunden und Partnern sowie dem anschlies­ senden Beziehungsmanagement. Sie ersetzt Markus Vitali, der eine neue Stelle innerhalb von EMC übernehmen wird. Helge Meichssner hat mehr als 16 Jahre Erfahrung in internationalen Führungspositionen im Finanzbereich. Sie wechselte zu EMC von der Astrazeneca Schweiz AG, bei der sie als CFO and Vice President of the Board of Directors tätig war. Davor arbeitete sie fünf Jahre bei der Novartis Schweiz AG, zuletzt als Head of Finance im Bereich Business Development und Licensing. Darüber hinaus hatte sie auch Führungspositionen beim Ludwig Institute for Cancer Research, Dell Germany und Compaq/ Hewlett-Packard inne. EMC Computer Systems AG www.emc.com

Sales Managerin Karin Ziehr ist seit 1. Juli 2015 Sales Managerin der Fischer Computertechnik FCT AG. Sie ist für die Beratung und den Vertrieb des Content Management Systems TIM 4.0 in Baden-Württemberg sowie in der Schweiz zuständig. Darüber hinaus betreut sie die zahlreichen Kunden der FCT AG in diesen Regionen persönlich vor Ort, um auch zukünftig eine hohe Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Karin Ziehr kann auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, die mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz/Österreich beginnt und weitere Stationen im DACH-Vertrieb beinhaltet. Insbesondere ist sie mit den Themen Multi Channel Publishing, Product Information Management (PIM), Media Asset Management (MAM), Customer Relationship Management (CRM) und E-Commerce bestens vertraut. Mit diesem Wissen wird sie für die Kunden der FCT AG im Bereich Informationsmanagement und Produktkommunikation 4.0 auf Basis der unternehmenseigenen Softwareplattform TIM 4.0 gern zur Verfügung stehen. Fischer Computertechnik FCT AG www.fct.de

Automatisierung im Pocket-Format ■ CPU: Leistungsstarke CPU-Module (800 MHz) ■ I/O: Für alle Automatisierungsaufgaben, bis zu 20 Kanäle pro Modul ■ Motion: Servoverstärker, 300 W, STO, Resolver oder Inkrementalgeber ■ Safety: Controller und I/Os, TÜV zertifiziert, auch als Stand-Alone-Lösung Super-kompakt für die Hutschiene (12,5 x 104 x 72 mm)

CPU

I/O

Motion

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE

Kurz gemeldet Lösungsplattform der Prozessautomatisierung PROFIBUS & PROFINET International (PI) arbeitet intensiv daran, PROFINET als die Lösungsplattform für die Prozessautomatisierung zu etablieren. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Investitionsschutz bestehender Anlagen und Ausrüstungen. Um dies sicherzustellen, wird in der Prozessindustrie die Einführung von PROFINET schrittweise eingeleitet. Das Whitepaper stellt nun dar, welche Funktionen und Fähigkeiten von PROFINET bereits heute die Anforderungen der Prozessautomation erfüllen. Es steht in Deutsch und Englisch zum kostenlosen Download auf der PI-Webseite zur Verfügung: http://www.profibus.com/whitepaper_pa

Gute Ergebnisse im ersten Halbjahr Der KUKA Konzern hat mit den Ergebnissen des zweiten Quartals 2015 ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr abgeschlossen. «Wir haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt und liegen deutlich über Plan», so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG. «Aus diesem Grund haben wir unsere Guidance für 2015 erhöht». Für das Gesamtjahr 2015 werden ein Umsatz von rund 2,9 Mrd. € und eine EBIT-Marge von 6.5 % bis 7.0 % erwartet. Der KUKA Konzern verbuchte im abgelaufenen Quartal Auftragseingänge in Höhe von fast 700 Mio. €. Das entspricht einem Plus von 22.0 %. Der bisher zweitbeste Quartalswert konnte auch von den Aufträgen der neu KUKA Aktiengesellschaft konsolidierten Swisslog profitieren, die KUKA im September 2014 zugekauft hatte.

Umzug Die Firma Hy-Line AG hat ihren Firmensitz von Flurlingen nach Schaffhausen an die Hochstrasse 355 verlegt. Telefon-, Faxnummer und Email-Adressen sind gleich geblieben.

Abschied von Gerd Hauser Am 10. August 2015 verstarb Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser im Alter von 67 Jahren. Von 2004 bis zu seinem Ruhestand in 2014 leitete Prof. Hauser das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und war gleichzeitig in Personalunion Ordinarius des Lehrstuhls für Bauphysik an der Technischen Universität München. Wie kein anderer steht sein Name für Aktivitäten im Zusammenhang mit energieeffizientem und nachhaltigem Bauen. Als fachkompetente Persönlichkeit hat Gerd Hauser engagiert dazu beigetragen, dass die Bauphysik heute nicht mehr aus dem Bauwesen wegzudenken ist. Seine Entwicklung des ersten Energiepasses zur energetischen Kennzeichnung von Gebäuden in Europa machte ihn in der Fachwelt als »Vater des Energieausweises« bekannt. Auch auf energiepolitischer Ebene nahm er Einfluss, indem er die Bundesregierung zu Themen wie Wärmeschutz, Energieeinsparung und -effizienz beriet. Fraunhofer-Institut für Bauphysik, IBP www.ibp.fraunhofer.de

Rennwagen-Feeling KA-RaceIng e.V., eine Hochschulgruppe aus etwa 80 angehenden Ingenieuren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), präsentiert in diesem Jahr auf der E/DPC Messe 2015 (Electric Drives Production Konferenz und Messe) den KIT15e, einen elektrisch betriebenen Rennwagen. Der KIT15e besitzt vier Elektromotoren, die von den Studenten selbst entwickelt und in Zusammenarbeit mit Industriepartnern gefertigt wurden. Der KIT15e benötigt mit seinen permanent erregten Synchronmotoren lediglich 2,5 s für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h bei einer Leistung von 80 kW (per Reglement begrenzt). Die Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb für Studenten mit dem Ziel, einen Formel-Rennwagen zu entwickeln, zu konstruieren und zu fertigen. Weltweit gibt es über zehn Wettbewerbe, bei welchen mehr als 500 studentische Teams mit ihren selbst gebauten Rennwagen antreten. Mesago Messe Frankfurt GmbH www.mesago.de

Kundenspezifische Elektronik Zusammen mit seinem Partner Antrimon AG entwickelt die Assemtron AG anwendungsspezifische Elektronik - vom Erstellen des Pflichtenheftes über Prototypenverifikationen bis hin zur Serienfertigung. Ausserdem ist die Firma seit über zehn Jahren Spezialist für vertikal integrierte EMS-Dienstleistungen von hoher Qualität auch für Prototpyen innerhalb von 24 Stunden.

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Würth AG: neue Geschäftsführer

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Markus Schäfer und Andreas Fischer haben im Juli 2015 die Leitung von Würth AG mit Sitz in Arlesheim (BL) übernommen. Markus Schäfer (1969) gehört seit 25 Jahren dem Unternehmen Würth an. Er war in verschiedenen Positionen im Vertrieb für die Würth-Gruppe tätig. Zuletzt leitete er bei Adolf Würth GmbH & Co. KG, Deutschland, erfolgreich die Vertriebsregion Süd. Bei Würth AG Schweiz zeichnet Markus Schäfer für die Aussendienst-Funktionen verantwortlich. Andreas Fischer (1969) übernimmt die Verantwortung für die Innendienst-Funktionen. Er war von 2001 bis 2005 bei Würth Finance International B. V. in Küsnacht in verschiedenen Funktionen tätig. Danach wechselte er zur Würth Group of North America Inc., USA (WUGONA), wo er zuletzt und bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz als Geschäftsführer von WUGONA und RW Ramsey Realty Corp. erfolgreich tätig war.

Würth AG www.wuerth-ag.ch

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Auf der Brau Beviale 2015 zeigt Endress+Hauser messtechnische Instrumentierung und Konzepte zur Automatisierung für Produktions- und Hilfsprozesse. Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Mixing und Blending sowie CIP erläutern das Angebot. Das Thema Food Safety unterstützt der Komplettanbieter mit der grössten Messtechnikauswahl in Hygenic Design. Am Beispiel der Grenzstandmeldung zeigen Liquiphant und Liquipoint, wie Behälter oder Rohrleitungen dem Anwendungsfall entsprechend optimal hygienisch instrumentiert werden. Ebenso liefert das magnetischinduktive Durchflussmessgerät Promag H100 mit integrierter Leitfähigkeitsmessung einen Beitrag zur Produktsicherheit – es erkennt rechtzeitig ungewollte Reste von Reinigungsmitteln im Produkt.

Übertragungsraten bis 10GBit/s höchste Schutzart (IP67, IP69K) sichere Kontaktierung durchgängige 360° Schirmung großes Portfolio

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FIRMEN FAKTEN MÄRKTE ANZEIGE

Neuer bei Bicker Elektronik Vertriebsingenieur betreut zukünftig Kunden in Österreich, der Schweiz und Italien Das Unternehmen Bicker Elektronik GmbH mit Hauptsitz in Donauwörth konnte mit Gerhard Niedermeier einen sehr erfahrenen Elektroingenieur der Prozessautomation mit 15-jähriger Praxiserfahrung für den Vertrieb und die Projektierung von Stromversorgungs- und Systemlösungen gewinnen.

Kontaktdaten Gerhard Niedermeier

Vertriebsingenieur Vertrieb Österreich / Schweiz / Italien Tel. +49 (0)8026 9251313 Fax +49 (0)906 70595-55 gerhard.niedermeier @bicker.de

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om Aussendienstbüro am bayerischen Schliersee aus wird Gerhard Niedermeier zukünftig Kunden in Österreich, der Schweiz und Italien beraten und die anspruchsvollen Projekte vom Design-in bis zur erfolgreichen Markteinführung begleiten – selbstverständlich auch vor Ort beim Kunden. Als kompetenter Ansprechpartner und Vertriebsingenieur ist Gerhard Niedermeier für qualitativ hochwertige Stromversorgungen im Leistungsbereich von 3 bis 10 000 W für die Bereiche Industrieautomation, Medizintechnik, Transportation, Maritim, Kommunikations- und Informationssysteme sowie Infotainment und Gaming zuständig. Hierzu zählen neben IPC-, Industrie- und Medizin-Netzteilen auch gekapselte Netzmodule, DC / DCWandler, Hutschienen-Netzteile und unterbrechungsfreie Stromversorgungen für DC- oder AC-Speisung.

Abgerundet wird das Portfolio von Bicker Elektronik durch passende Industrie-Mainboards der Hersteller Fujitsu, ASRock, Perfectron und Avalue. Diese sind als komplette Power+Board-Bundles, inklusive Zubehör, verfügbar. Somit erhalten die Kunden von Bicker Elektronik alles aus einer

Hand. Für Gerhard Niedermeier und seine Vertriebskollegen ist es besonders wichtig, nach eingehender Analyse des geplanten Systems und der entsprechenden Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden die beste Lösung für die jeweilige Applikation zu finden. Hierfür kann auf das Know-how und die Erfahrung der Entwicklungs-, Labor- und Produktmanagement-Teams am Hauptsitz in Donauwörth zurückgegriffen werden. Die Ingenieure und Techniker sind mit neuestem Labor- und Test-Equipment ausgestattet und verfügen über umfangreiches Fachwissen. Das perfekte Umfeld für Vertriebsingenieure wie Gerhard Niedermeier, um seinen Kunden stets aktuelle, zuverlässige und langlebige Produktlösungen anbieten zu können.

Bicker Elektronik GmbH www.bicker.de

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INTERDISZIPLINÄR STROMVERSORGUNG

Weltneuheit Gasisolierte Schaltanlage.

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Ende August 2015 wurde das neue ewz-Unterwerk in Zürich-Oerlikon eingeweiht und an die Stromversorgung angeschlossen. Im Rahmen dieses gemeinsamen Projekts haben ewz und ABB neuartige gasisolierte Schaltanlagen eingebaut, bei denen weltweit erstmals das üblicherweise eingesetzte Isoliergas Schwefelhexafluorid ( SF6 ) vollständig durch ein klimafreundliches Gas ersetzt wurde.

as neue Unterwerk mit Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen (170 kV bzw. 24 kV) wurde unterirdisch gebaut. Die Transformatoren und Schaltanlagen liegen zwei Stockwerke unter der Erdoberfläche. Im ewz-Unterwerk in Zürich-Oerlikon kommt zudem eine neue Technologie zum Einsatz: statt des üblichen SF6-Gases dient ein neuartiges und klimafreundliches Gasgemisch zur elektrischen Isolierung der Schaltanlagen. Dieses alternative Gasgemisch weist ähnliche Eigenschaften wie SF6 auf, kann jedoch die CO-äquivalenten Emissionen über den

Lebens­z yklus der Ausrüstung um bis zu 50 Prozent reduzieren und hat ein um fast 100 Prozent niedrigeres Treibhauspotenzial. Gas isoliert elektrische Spannung deutlich besser als Luft und ermöglicht damit sehr kompakte Anlagen. Die neue Technologie wird im Unterwerk Oerlikon weltweit zum ersten Mal eingesetzt, und es werden damit erste Erfahrungen im Betrieb gesammelt. Die Anlagen im Versorgungsgebiet werden zwischen September 2015 und 2018 schrittweise angeschlossen und in Betrieb genommen. Durch den platzsparenden Neubau und nach dem Rückbau der alten Anlagen wird

danach das Areal an bester Lage in ZürichNord an die Stadt Zürich zurückgegeben. Bei der Bauausschreibung hat ewz nebst der Funktionalität auch Wert auf eine einfache architektonische Lösung gelegt. Energie und Nutzen sollten für Kundinnen und Kunden sichtbar gemacht werden. Deshalb entstand die Idee eines Guckkastens, durch den die Anlagen auch von aussen her sichtbar werden. Gerade im neuen Quartierteil von Oerlikon sollte etwas Neues entstehen, das nicht nur ein Betonklotz ist. ewz, www.ewz.ch

Elektrische Automatisierung Systeme und Komponenten Internationale Fachmesse Nürnberg, 24. – 26.11.2015

Answers for automation Besuchen Sie die SPS IPC Drives und erleben Sie die einzigartige Arbeitsatmosphäre auf Europas führender Fachmesse für elektrische Automatisierung: • umfassender Marktüberblick • mehr als 1.600 Aussteller mit allen Keyplayern • Produkte und Lösungen • Innovationen und Trends

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AGENDA

2015

29. und 30. September 2015

Schulungen bei Beckhoff

IMI 2015 «IT meets Industry»

–  TwinCAT – Basisschulung (3-tägig) –  TwinCAT – Motion (2-tägig) – Inbetriebnahme, Instandhaltung und Service   mit Twin-CAT (3-tägig) –  EtherCAT-Training (1-tägig) –  Industrie-PC, Embedded PC, Control Panels (1-tägig) –  TwinSafe-Training (1-tägig)

Der Fachkongress für IT-Security in der Industrie ist der Treffpunkt für Fach- und Führungskräfte aus IT und Industrie. Termin: 29.–30.9.15 / Ort: Frankenthal

Beckhoff Automation AG, Rheinweg 9, 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40, www.beckhoff.ch

2015

Fehlersicher projektieren Safety Integrated – den Schutz von Mensch und Maschine im Rahmen eines durchgängigen Gesamtsystems zu garantieren – wird immer wichtiger. Wie fehlersichere Systeme richtig programmiert und antriebsbasierte Sicherheitsfunktionen angesteuert werden können, lehren zwei Kurse von Sitrain, dem Training Center von Siemens. Der Kurs TIA-SAFETY (fehlersicheres Programmieren mit STEP 7 Safety im TIA Portal) ist speziell auf die Projektierung fehlersicherer Simatic-S7-1500-Steuerungen ausgelegt. Das Totally Integrated Automation Portal bildet dabei die Arbeitsumgebung für ein durchgängiges Engineering mit Simatic STEP 7 und WinCC. Nach dem Kurs können die Teilnehmenden eine fehlersichere S7-Steuerung in Betrieb nehmen, fehlersichere Programme in den Programmiersprachen F-FUP bzw. F-KOP erstellen sowie Diagnose und Fehlersuche in fehlersicheren Programmen durchführen. Der Kurs Sinamics S120 Safety Integrated (DR-SNS-SAF) vermittelt die Handhabung der antriebsintegrierten Sicherheitsfunktionen (drive based Safety Integrated). Die Teilnehmenden lernen die Anwendung der unterschiedlichen Funktionen kennen und können sie parametrieren. Damit nutzen sie die Vorteile von Safety Integrated (z. B. geringerer Verdrahtungsaufwand oder schnellere Serieninbetriebnahme) im Vergleich zu herkömmlicher Sicherheitstechnik. Im Kurs werden alle Schritte zur Aktivierung der Sicherheitsfunktionen bis zur Erstellung des Abnahmeprotokolls gezeigt. Weitere Informationen: www.siemens.ch/sitrain Siemens Schweiz AG, Digital Factory & Process Industries and Drives www.siemens.ch/industry industry.ch@siemens.com

2015

Workshops bei SIGMATEK –  Workshop SPS & HMI (4 Tage) –  Workshop Motion (1/2 Tag) – Workshop Safety (1/2 Tag) –  Schnupperkurs Starterkit (1 Tag) SIGMATEK Schweiz AG, Schmittestrasse 9, 8308 Illnau Tel. +41 52 354 50 50, www.sigmatek-automation.ch

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anapur AG, Neumayerring 43, 67227 Frankenthal Tel. +49 6233 880393-0, www.anapur.de

1. bis 30. Oktober

SwissT.net Praxis-Seminar: Clevere Präsentationstechnik Ihre Auftritte werden lebendiger und professioneller. Sie lernen den professionellen Aufbau und die Gestaltung von begeisternden Präsentationen. Sie steigern Ihre Präsentationskompetenz und bleiben positiv in den Köpfen Ihrer Zuhörer. Termin: 01.10.15 / Ort: Volketswil Fachtagung «RFID in der Praxis» Termin: 20.10.15 / Ort: Windisch Fachtagung «Faszination Messtechnik» Termin: 28.10.15 / Ort: Windisch Fachtagung «Communication Conference» Termin: 30.10.15 / Ort: Windisch Swiss Technology Network – swissT.net, Industriestrasse 4a, 8604 Volketswil, Tel. 044 947 50 90, www.swissT.net

21. und 23. Oktober 2015

Virtuelle Instrumente in der Praxis – VIP 2015 Am 21. und 22. Oktober 2015 lädt NI Ingenieure, Wissenschafter und Forscher zum VIP-Kongress 2015 nach Fürstenfeldbruck bei München ein. Dort bietet sich ihnen eine einzigartige Plattform, um aktuelle Themen und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren. Zugleich lassen sich im persönlichen Austausch mit Fachkollegen und Experten Anregungen für neue Innovationen sammeln. Dies wird durch eine Fachausstellung mit rund 40 Systemintegratoren und Partnern von National Instruments ergänzt. Termin: 21.–22.10.15 / Ort: Fürstenfeldbruck

Academic Forum Im Rahmen des VIP-Kongresses veranstaltet National Instruments erneut einen Tag speziell für Teilnehmer aus dem Bereich Lehre, Ausbildung und Forschung. Als Academic Forum integriert der ehemalige Dozenten- und Ausbildertag nun auch verstärkt den Forschungsbereich. Wie gewohnt bietet er den Teilnehmern weiterhin eine optimale Plattform, um neue Trends, Technologien und Lehrinhalte zu diskutieren und sich mit Kollegen und Experten auszutauschen. Termin: 23.10.15 / Ort: Fürstenfeldbruck National Instruments Switzerland GmbH, Sonnenbergstrasse 53, 5408 Ennetbaden Tel.: 0041 056 200 51 51, www.ni.com/switzerland

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23. Oktober 2015

Symposium Resilience Engineering «New Solutions with a New Perspective» Das Symposium «Resilience Engineering» bietet einen vertieften Einblick in die Thematik. Key-Note-Sprecher ist Prof. Dr. Erik Hollnagel, einer der massgeblichen Begründer und Experte des Resilience Engineerings. Organisiert wird das ganztägige Symposium vom Institut für Nachhaltige Entwicklung (INE) der ZHAW School of Engineering. Termin: 23.10.15 / Ort: Winterthur ZHAW School of Engineering, Winterthur www.zhaw.ch/ine/resilience

24. bis 26. November 2015

SPS IPC Drives Messe zeigt Automatisierungswelt von heute und morgen Die Vorzeichen für eine erneut sehr erfolgreiche Messe sind ausgezeichnet. Bei der SPS IPC Drives präsentieren sich dem internationalen Fachpublikum über 1600 Aussteller aus dem In- und Ausland, darunter alle Key Player der Branche. Sie bestätigen die SPS IPC Drives als Europas führenden Treffpunkt und Innovationsplattform für elektrische Automatisierung. Vorgestellt werden Produkte und Lösungen sowie richtungweisende Technologien der Zukunft.

GRÜNES LICHT FÜR ALLES, WAS SIE VORHABEN. NEU im Katalog: Pilzknöpfe Aluminium, Spannsätze, Axialgelenke, Motorpositioniertischsysteme, Federnde Zug- und Druckstücke 05.10.2015 - 08.10.2015 Halle: 5 | Stand: 5425

Schweizer Aussteller und Besucher stark vertreten Bereits 36 Schweizer Unternehmen sind zur diesjährigen SPS IPC Drives angemeldet. Somit ist die Schweiz nach bisherigem Stand zum dritten Mal in Folge die drittstärkste ausstellende Nation aus dem Ausland. Auch auf Besucherseite erreicht die Schweiz einen Spitzenwert: Von den insgesamt 56 787 Besuchern 2014 kamen 1071 (2013: 1520) Besucher aus der Schweiz und belegen mit 8,1 % den vierten Platz bei den ausländischen Besuchern. Hochwertiges Rahmenprogramm Die Verbände ZVEI in Halle 2 und VDMA in Halle 3 bieten auf den Foren qualifizierte Fachvorträge und Podiums­ diskussionen zu branchenaktuellen Themen. Die Gemeinschaftsstände «AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik» und «Industrielle Bilderverarbeitung» des VDMA in Halle 4A sowie «wireless in automation» in Halle 10 informieren die Besucher punktgenau und umfassend. Im persönlichen Gespräch werden Lösungen für die individuellen Automatisierungsaufgaben der Fachbesucher gefunden. Termin: 24.–26.11.15 / Ort: Nürnberg Kostenloser Eintritt erhältlich auf www.aktuelletechnik.ch. Mesago Messemanagement GmbH, Rotebühlstrasse 83–85, DE-70178 Stuttgart, Telefon +49 711 61946-0, www.mesago.de

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norelem Normelemente AG Postfach 19 6422 Steinen Telefon: 041 833 87 00 Fax: 041 833 87 09 E-Mail: info@norelem.ch Internet: www.norelem.ch


INTERDISZIPLINÄR MESSE

«Industrie 4.0»? Motek und Bondexpo zeigen Prozess-Vernetzung in der Praxis MAP, CIM, «Industrie 4.0» – die Begriffe wechseln, die Integrationsfähigkeit schreitet voran –, aber das NutzenVersprechen bleibt oft hinter den Erwartungen zurück!

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it der nüchternen Betrachtungsweise verbinden die Praktiker unter den Produzenten und Zulieferern weniger eine grundlegende Skepsis als eher eine realistisch-aktuelle Einschätzung der zumeist vorherrschenden Sachlage. Denn Tatsache ist, dass schon sehr viele der Zulieferer und Hersteller von Konsumgütern oder Industrieprodukten innerhalb vernetzter Strukturen arbeiten und von der Ideenrealisierung bis zum Wartungs-, Ersatzteil- sowie Servicesupport ein reger Kommunikationsaustausch stattfindet. Dieser schliesst die Elemente zur Auftrags- und Prozessteuerung genauso ein wie die Ermittlung, Auswertung und Übermittlung aktueller Qualitäts- und Prozess-Korrekturdaten. Gleichwohl sind die Zulieferer und Produzenten aus guten Gründen darauf bedacht, sich nicht allzu tief in die Karten schauen zu lassen, nämlich um sich per USPs wie Technologien, Verfahren oder Prozess-Kompetenz und Knowhow vom einen oder anderen Konkurrenten abheben zu können und dies zu einem wichtigen Ertragselement werden zu lassen!

Bestes Beispiel dafür ist der Bereich Montagesysteme und Anlagenbau an der Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung. Hier wie sonst nirgendwo auf der ganzen Welt präsentieren u. a. weit über 130 Hersteller von Montage- und Automatisierungslösungen ihr Können und ihre Kompetenz – und zwar in unterschiedlichen Technologie-, Verfahrens- und Prozess-Disziplinen. Davon profitieren die Fachbesucher aus aller Welt sowohl in problemlösungstechnischer als auch in kommerzieller Hinsicht – und natürlich auch die Aussteller in Gestalt konkreter Anfragen und sich daraus ergebender Aufträge.

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Motek und Bondexpo Messetermin

5. bis 8. Oktober 2015

Veranstaltungsort Landesmesse Stuttgart GmbH Messepiazza DE-70629 Stuttgart www.messe-stuttgart.de Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag

9.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreise

Tageskarte EUR 28,00,

ermässigte Tageskarte 20,00,

2-Tages-Karte EUR 45,00

IM EINZELNEN DAS GESAMTE SEHEN. Zukunftsperspektiven für die Entwicklung und Fertigung innovativer Elektronik.

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In Kombination der beiden Fachmessen Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, sowie Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologien, mit dem stark wachsenden PeripherieSegment Verbindungs- und Fügetechnik (mechanisch und thermisch) erhalten Kunden und Anwender prozessgerechte Detail- und System-Komplettlösungen aus einer Hand oder aus kompatiblen Subsystemen verschiedener Hersteller. Ergänzt durch ein breites Angebot an Komponenten, Baugruppen und Subsysteme, ist eine sehr hohe Integrationsfähigkeit gewährleistet, entsprechend der Industrie-Philosophie oder besser der «Strategie 4.0». Als adäquate «Partner to the Best!» verstehen sich vor allem jene bereits mehr als 850 Aussteller, die sich fünf Monate vor Veranstaltungsbeginn schon fest zur Motek (770) bzw. zur Bondexpo (90) angemeldet haben. Damit setzen sie ein Zeichen, welche Fachmesse ihr höchstes Vertrauen geniesst und wo Marketing-Prioritäten gesetzt werden, weil hier die richtigen Zielgruppen anzutreffen sind. Nicht zuletzt ergeben sich mit der neuen und in einigen Bereichen stark verbesserten Hallen- und Zugangs- sowie Besucherlenkungs-Situation für viele Aussteller neue Chancen, sich noch prägnanter und besser dem angestrebten Zielpublikum präsentieren zu können. Motek und Bondexpo 2015 finden vom 5. bis zum 8.Oktober in der Landesmesse Stuttgart statt; erwartet werden mehr als 35 000 Fachbesucher aus über 100 Ländern der Erde.

Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik. 40 Jahre Innovation. 10. – 13. November 2015 Messe München www.productronica.com

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Tagesbus am 12. Nov. 2015 Nähere Informationen unter: www.bto-solutions.ch

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INTERDISZIPLINÄR MEDIZINTECHNIK

Perle der Schweizer Volkswirtschaft Die Medizintechnik-Branche trägt mit 2,3 % des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) einen überdurchschnittlich hohen Anteil zur Wertschöpfung der Schweizer Volkswirtschaft bei. Besonders bemerkenswert ist die hohe Innovationskraft der Branche. Eine Tour d’horizon zur Schweizer Medizintechnik und ihrer Erfolgsgeschichte. AUTOR: FABIAN STADLER, GENERALSEKRETÄR DES FASMED, DACHVERBAND DER SCHWEIZER HANDELS- UND INDUSTRIEVEREINIGUNGEN DER MEDIZINTECHNIK

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hren, Schokolade, Käse und Medikamente – fragt man die Schweizer Bevölkerung, was sie mit der hiesigen Wirtschaft verbindet, fallen die Antworten einsilbig aus. Dass die Schweiz aber auch hinsichtlich medizintechnischer Leistungen stark ist, geht unter. Dabei hat die Schweiz mit 52 000 Vollzeitstellen bzw. 1,1 Prozent sämtlicher Erwerbstätigen den grössten Anteil an allen MedtechBeschäftigten in Europa. Die Diversität der 1450 hier ansässigen Medtech-Firmen ist enorm: Sie reicht vom Einmannbetrieb bis zum Grosskonzern, von innovativen Start-ups, forschenden Herstellern, Assemblern, Vertriebsgesellschaften bis zu Fachhändlern. Hinzu kommen spezifische Zulieferer und Dienstleister. Sie entwickeln, produzieren und vertreiben über 10 000 Produktfamilien und stemmen ein enormes Umsatzvolumen: 2014 betrug es gemäss «Swiss Medical Technology Industry (SMTI) Report» insgesamt 14 Milli-

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arden Franken. Dies entspricht einem Anteil von 2,3 Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP). Eine überdurchschnittlich hohe Wertschöpfung, mit der die Schweizer MedizintechnikBranche sogar die EU und die USA toppt. Dabei profitiert die Branche nach wie vor von den klassischen Schweizer Standortstärken: Dazugehören unter anderem Premium-Technologien und hohe Qualität, eine breite Wissens- und Innovationsbasis, ein stabiles Gesundheitssystem sowie erstklassige Hochschulen und Forschungsinstitutionen.

Die Schweizer Medizintechnik als Exportschlager Interessant ist, dass das Umsatzwachstum der Medizintechnik in der Schweiz hauptsächlich durch den Export getrieben ist. Wegen ihrer

hohen Innovationskraft, Qualität und Präzision sind die medizintechnischen Produkte aus der Schweiz im Ausland sehr gefragt. So halten die Schweizer Medizintechnik-Hersteller mit 10,5 Milliarden Franken 5,2 Prozent an den gesamten Schweizer Exporten. Hatten sich die Ausfuhren zwischen 2001 und 2008 bereits um über 100 Prozent erhöht, sind sie auch danach konstant steil weitergestiegen. Als Absatzmärkte rangieren die USA und Deutschland vor den Niederlanden, Frankreich und Italien von jeher an vorderster Stelle. Deutschland ist ein favorisierter Investitionsmarkt, gefolgt von den USA/Kanada und China. Russland, Brasilien und Indien hingegen haben aufgrund erhöhter Eintrittshürden und Inflation an Attraktivität eingebüsst. Bei den Implantaten war das Wachstum des Exportvolumens zwischen 2001 und 2008 mit 180 Prozent am höchsten – ein besonders hervorzuhebender Aspekt, denn vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werden Implantate immer wichtiger: Während die Lebenserwartung 1950 bei Männern noch bei 66 Jahren und bei Frauen bei 71 Jahren lag, beträgt sie heute 81 bzw. 85 Jahre. Dieser immer grösser werdenden Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen verhelfen Implantate zu substanziell mehr Lebensqualität und Selbstständigkeit. Bereits jetzt werden in der Schweiz jährlich um die 21 000 Hüftprothesen und 60 000 Kunstlinsen eingesetzt – Zahlen, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Zukunft steigen werden. Um den veränderten Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, investieren Unternehmen der Medizintechnik-Branche jährlich weit über 1 Milliarde Franken bzw. bis zu 17 Prozent ihres Umsatzes in Forschung aktuelletechnik.ch

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und Entwicklung. Über 80 Prozent der Hersteller wenden die Hälfte davon für radikale Neuerungen auf. Spannend in diesem Zusammenhang: Die Schweizer MedtechBranche meldet pro Jahr um die 1200 Patente an. Damit liegt sie laut Jahresbericht 2014 des Europäischen Patentamtes bei den Patentanmeldungen im Medtech-Feld zusammen mit Frankreich an vierter Stelle – nach den USA, Deutschland und Japan.

Implantate-Typ

Anzahl Implantate pro Jahr*

Defibrillatoren

980

Ellenbogen-Implantate

150

Halswirbelsäulen-Implantate

300

Herzschrittmacher

4460

Hör-Implantate

160

Hüft-Implantate

21 000

Knie-Implantate

18 000

Kunstlinsen

60 000

Lendenwirbelsäulen-Implantate Schultergelenk-Implantate Zahn-Implantate

Wir entwickeln ...

60 1800 90 000

*Quelle: Schätzungen der zuständigen ärztlichen Fachgesellschaften.

Hohe Innovationskraft im Bereich Implantate Im Bereich der Implantate zeigt sich die hohe Innovationskraft der Branche deutlich. So ist zum Beispiel die Technologie des 3D-Druckens inzwischen so weit, dass damit passgenaue Implantate hergestellt werden können – zumindest für den orthopädischen Bereich. Dazu wird der zu ersetzende Knochenteil per Computer analysiert und eine virtuelle Vorlage für den Drucker erstellt, der das Implantat auf dieser Grundlage dann «druckt». Die Forschung geht davon aus, dass dereinst auch Implantate aus anderen Bereichen, etwa Herzklappen, per 3D-Drucker hergestellt werden können. Auch hinsichtlich der Patientensicherheit wurden grosse Fortschritte erzielt: So sind zum Beispiel Herzschrittmacher und ICDs (implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren) der jüngsten Generation mittels Sensortechnik und einer Mini-Antenne permanent mit den Ärzten bzw. Spitälern verbunden. Diese können sofort eingreifen, wenn das Implantat meldet, dass etwas mit dem Patienten nicht stimmt. Überwacht werden dabei Herz- und Atemfrequenz und der Lungenwiderstand. Die neusten Behandlungsmethoden zeugen ebenfalls von einem hohen Innovationsgrad: So werden im kardiologischen Bereich viele Therapien heute minimalinvasiv durchgeführt. Zusammengefaltete künstliche Herzklappen werden wie Stents per Katheter durch Venen und Arterien im Körper platziert. Der Brustkorb muss nicht mehr geöffnet werden, und so ist der Patient innert weniger Tage wieder mobil. Und der graue Star wird heute mittels modernster Laser-Technologie behandelt: Dabei übernimmt ein Femto-Sekunden-Laser – ein Laser, der Lichtpulse aussendet, deren Dauer im Bereich einer Billiardstelsekunde liegt – die Schnitte und die Zertrümmerung der natürlichen Augenlinse, bevor sie mithilfe des bewährten Ultraschall-Systems sehr schonend abgesaugt wird. Dies nur einige der zahlreichen Beispiele, die zeigen, dass die Schweizer Medizintechnik-Branche Vorreiter ist in Sachen Innovation. 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Für Ihre anwendungsspezIFIsche elektronIk

Zahlreiche Herausforderungen Vor allem für die zahlreichen in der Schweizer Medtech-Branche angesiedelten kleineren Unternehmen stellen sich in einem zunehmend globalisierten und konsolidierten Umfeld vielfältige Herausforderungen. Neben der Wechselkursproblematik sind der steigende Preisdruck aufgrund weltweit gestraffter Gesundheitsbudgets und zunehmende Regulierungen die beiden Wichtigsten. Schwer wiegen auch die drohenden Folgen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative: Die Medtech-Branche ist auf Fachkräfte und Spezialisten – Ingenieure, Techniker, Ärzte u. a. – besonders angewiesen. Gerade hier bestehen in der Schweiz bereits Defizite. Abhilfe sollen mitunter die neu etablierten Studiengänge Bachelor of Science in Medizintechnik der Hochschule Luzern und MAS Medizintechnik der Berner Fachhochschule sowie die durch den FASMED, Dachverband der Schweizer Medizintechnik, lancierte Verbandsprüfung zum zertifizierten Medizintechnik-Berater schaffen. In Anbetracht dieser Herausforderungen sind für die Schweizer Medtech-Firmen attraktive Rahmenbedingungen von grösster Wichtigkeit. Ein klares Bekenntnis der Politik zum exzellenten Standort Schweiz ist deshalb essenziell. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Medizintechnik ihre wichtige Rolle als Perle der Schweizer Volkswirtschaft aufrechterhalten und weiterhin dazu beitragen kann, die Lebensqualität der Bevölkerung auch mit steigendem Alter hochzuhalten. FASMED, www.fasmed.ch www.implantate-schweiz.ch

... und produzieren

Antrimon Holding AG gotthardstrasse 3 | 5630 Muri ag | switzerland telefon +41 (0)56 675 40 30 Fax +41 (0)56 675 40 31 info@antrimon.com www.antrimonholding.com

Fabian Stadler ist Generalsekretär des FASMED, Dach­verband der Schweizer Handelsund Industrie­ vereinigungen der Medizintechnik.

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INTERDISZIPLINÄR MEDIZINTECHNIK

F&E

FLUPO – ein feldtaugliches, optisches Lesegerät für die

Veterinärdiagnostik Kompakte, feldtaugliche Diagnostikgeräte haben für Kleinlabors und Schwellenländer hohe Attraktivität, da diese zuverlässig, schnell und kostengünstige Testresultate liefern. AUTOR: PROF. DR. CHRISTOPH GEORG STAMM, ANGEWANDTE OPTIK, IAMP, ZHAW SCHOOL OF ENGINEERING

F

LUPO III ist ein solches optisches Lesegerät für Anwendungen in der Veterinärdiagnostik, das an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur, ausgehend von einer Diplomarbeit, nun zur Serienreife entwickelt wurde. Die Robustheit des Instrumentes für den Feldeinsatz, die einfache Fertigung und die Bedienerfreundlichkeit für den Anwender standen im Fokus des Projekts.

Prinzip des serologischen Nachweises einer Krankheit mittels FPA Der serologische Nachweis einer Krankheit kann durch die Detektion des vom befallenden Organismus entwickelten Antikörpers erfolgen, der den Fremdkörper (Bakterium, Virus) bindet. Man weist damit die spezifische Abwehrreaktion des Organismus nach. Für die Detektion des Antikörpers gibt es diverse, unter anderem optische Verfahren, sogenannte Assays. Das hier vorgestellte Lese-

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Fig. 1 oben: Bei einer negativen Probe (gesundes Tier) bleibt der Tracer frei und erzeugt durch die schnelle Rotation depolarisiertes Licht. unten: Die Antikörper aus einer positiven Probe (krankes Tier) binden den Tracer. Der resultierende Immunkomplex rotiert langsamer, und das Licht wird partiell polarisiert.

gerät FLUPO III basiert auf einem Fluoreszenzpolarisations-Assay (FPA), bei dem der Blutprobe ein sogenannter «Tracer» zugefügt wird. Dieses Fluoreszenz-markierte Molekül ist ein Fragment des krankheitserregenden Fremdkörpers. Nur im Falle einer sogenannten positiven Blutprobe, bei der Antikörper vorhanden sind, binden diese den Tracer und bilden einen grossen Immunkomplex; bei einer negativen Blutprobe eines gesunden Tieres fehlen die entsprechenden Antikörper, und der kleine Tracer bleibt frei. Diese Bindung findet in Lösung statt, sodass weder eine Beschichtung des Reaktionsgefässes noch Waschschritte nötig sind – ein grosser Vorteil eines FPAs. Der Nachweis der Bindung zwischen Tracer und Antikörper basiert auf der Analyse der Rotationsdiffusion (thermische Bewegung) des freien Tracers (negative Probe) bzw. des gebildeten Immunkomplexes (positive Probe). Da der kleinere freie Tracer schneller rotiert als der grössere Immunkomplex, ist im ersten Fall das vom Tracer emittierte FluoreszenzLicht stärker depolarisiert als im zweiten Fall (siehe Fig. 1). Die unterschiedlichen Depolarisationen beruhen auf den unterschiedlichen

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mittleren Rotationswinkeln der Moleküle im Zeitintervall Δt zwischen Licht-Absorption (Anregung) und der verzögerten Emission des Fluoreszenzlichtes. Die Winkel werden bezüglich der Ausrichtung der Polarisation des linear polarisierten anregenden Lichtes gemessen; die Zeitverzögerung Δt ist abhän­ gig vom verwendeten Farbstoff und beträgt typischerweise wenige Nanosekunden. Mess­ technisch wird der sogenannte Polarisations­ grad P des emittierten Lichtes analysiert (P = 0  unpolarisiertes Licht, P = 1  par­ allel polarisiertes Licht). Dazu werden die Intensitäten Is und Ip des Fluoreszenzlichtes nach jeweils orthogonal stehenden Polarisa­ tionsfiltern gemessen. Der resultierte Pola­ risationsgrad P = (Ip–Is) / (Ip+Is) ist unabhängig von den absoluten Intensitäten und stellt somit eine robuste Grösse dar, die weder vom Drift in der Anregung noch der Detektion abhängig ist. Positive Proben zeigen aus oben genannten Gründen höhere P-Werte als ne­ gative. Aufgrund von Studien mit definierten Proben ist ein entsprechender Grenzwert, ein sogenannter Cut-off, experimentell fest­ zulegen, der die Unterscheidung «ge­ sund /­ krank» ermöglicht.

Das feldtaugliche FluoreszenzpolarisationsLesegerät FLUPO Auf dem Markt erhältlich sind diverse teure FPA-Lesegeräte für einen hohen Durchsatz von Proben, die in grösseren Analyselabors vorliegen. Diese sind für Kleinlabors zu teuer und für den Feldeinsatz des Tierarztes unge­ eignet. Deshalb wurde ein robustes, feld­ taugliches Instrument entwickelt, das sich kostenmässig auch für einen kleinen Probe­ durchsatz eignet. Im Wesentlichen besteht das Gerät aus einem Anregungs- und einem Emissionspfad, die in einer 90°-Anordnung die zylindrische Ein­ wegküvette mit der verdünnten Blut- oder Serumprobe umfassen. Für die Verwendung von Fluorescin-markiertem Tracer erfolgt die Anregung mit einer blau emittierenden LED mit einem nachgeschalteten dielektrischen Bandpass-Filter (485 nm); im Emissionspfad wird nach dem Fluoreszenz-basierten StokesShift das langwellige Licht (535 nm) durch einen zweiten Filter transmittiert und durch einen Photomultiplier detektiert. In einem der Pfade wird ein Polarisationsfilter mit Durchlassrichtung für die p-Polarisation fest­ gehalten, im anderen Pfad werden orthogo­ nale Polarisationsfilter (s- und p-Polarisation) während der Messung ausgetauscht. Alter­ nativ kann auch nur ein Polarisationsfilter jeweils um 90° gedreht werden, was bei FLUPO III so realisiert wurde. Sowohl im Anregungs- wie im Detektionspfad finden sich je eine günstig geformte und

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Fig. 3 Realisiertes, robustes, feldtaugliches Fluoreszenzpolarimeter mit geöffneter Türe und eingesteckter Probe­ küvette mit einem Probevolumen von 1 ml.

Info •D  ie hier beschriebene Mess­ methode beschränkt sich nicht auf den Nachweis von Antikör­ pern – in sogenannten kompeti­ tiven Assays lassen sich auch Umweltgifte, Antibiotika oder Punktmutationen in der DNA nachweisen. Für das letzte Anwendungsgebiet wird das Gerät in einem laufenden Projekt weiterent­wickelt. •O  ptik und Software wurden am Institut für Angewandte Mathematik (IAMP), die Mechanik am Zentrum für Produkt und Prozessentwicklung (ZPP), die Elektronik am Zentrum für Signalverarbeitung und Nachrichtentechnik (ZSN) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur entwi­ ckelt. Fragen zum Projekt richten Sie an den Projektleiter Prof. Dr. Christoph Stamm (christoph.stamm@zhaw.ch), Schwerpunktleiter Angewandte Optik IAMP.

Fig. 2 Simulation der Strahlengänge im kompakten durch steckbare Elemente realisierten Strahlen­ gang. Blau = anregendes Licht; grün = Fluoreszenzlicht, ausgehend vom zylindrischen Probebehälter. Links oben wird der Photomultiplier eingesteckt.

platzierte Zylinderlinse und verschiedene Spaltblenden. Die Dimensionen dieser Ele­ mente stellen entscheidende Parameter dar, um stabile Polarisationswerte P zu generie­ ren, die zudem negative und positive Proben gut spreizen und somit diskriminieren. Die Streuung der P-Werte liegt bei etwa ± 0,002, die Spreizung ist etwa um einen Faktor 30 grösser. Die die Blenden enthaltenden beiden opti­ schen Pfade wurden aus zwei Teilen (Boden und Deckel) aus dem Vollen gefräst, wobei alle Elemente (Filter, Linsen, Detektor) ohne Justage gesteckt werden (Fig. 2). Die Türe zum Instrument ist zugleich Halter der Kü­ vette und schützt diese hermetisch vor Fremd­ licht während der Messung (Fig. 3). Das Schliessen der Türe wird elektromechanisch überwacht, sodass ein allfälliges frühzeitiges Öffnen erkannt wird. Optional kann der Messprozess durch das Schliessen der Türe gestartet werden. Die Temperatur wird über­ wacht, da diese die Resultate beeinflusst. Die Leistungsversorgung läuft über die USBSchnittstelle des Laptops, mit dem das Gerät betrieben wird. Sehr grosser Wert wurde auf eine benutzerfreundliche in JAVA program­ mierte Software gelegt, die ein rationelles Abarbeiten der Proben im Kleinlabor erlaubt. Dies ist von Bedeutung, da von jeder Serum­ probe zuerst die Eigenfluoreszenz bestimmt werden muss, die dann in Berechnung der P-Werte zu kompensieren ist. Bei zu grosser Eigenfluoreszenz, die bei schlechter Proben­ aufbereitung auftreten kann, erfolgt eine entsprechende Warnung. Eine Kleinserie von 15 Stück wurde verkauft und bewährte sich in Pilot versuchen im Feld. Dabei wurden kommerzielle Tracer zur De­ tektion von Brucellosis eingesetzt. ZHAW School of Engineering www.engineering.zhaw.ch

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INTERDISZIPLINÄR ERNEUERBARE ENERGIE

F&E

Windkraftanlage schwingt ohne Rotorblatt Von smarten Windkraftanlagen ist immer mal wieder die Rede. Nun möchte eine besonders smarte Lösung auf den Markt: ein Windrad ohne Rotoren, Getriebe und Verbindungselemente. AUTORIN: SABINE VOITH

- geringer Materialeinsatz, dadurch vergleichsweise günstige Herstellung und Vertrieb. - geringe Betriebs- und Wartungskosten. - geringe Umweltbelastung. - keine Gefährdung von Vögeln und keine Geräuschemissionen.

Die Idee von einer schwingenden Struktur

Drei spanische Erfinder haben eine Windkraftanlage entwickelt, die ohne Rotorblätter Strom erzeugt. Per Crowdfunding haben sie erfolgreich das Startkapital gesammelt, um ihre Erfindung auf den Markt zu bringen.

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as würde passieren, wenn wir uns ein Windrad ohne Rotorblätter vorstellen? Das ist die provokante Frage der drei spanischen Erfinder der «rotorlosen» Windkraftanlage, David Yañez, Raúl Martín und David Suriol. Mit dieser Frage starteten sie ein erfolgreich laufendes Crowdfunding-Projekt, um einen ersten Piloten ihrer Erfindung mit 100 Watt auf den Markt zu bringen. Nach nur fünf Tagen hatten die Erfinder am 8. Juni 2015 bereits das erforderliche Startkapital von 50 000 US-Dollar über die Plattform gesammelt. Die Vorteile der Windkraftanlage ohne Rotorblatt werden von den Erfindern in vier Punkten zusammengefasst:

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Die innovative Anlage namens Vortex besteht aus einer einfachen Struktur mit fünf Komponenten: dem Fundament, dem Mast, einem elastischen Mastteil aus Carbonfasern, einem Generator und einer Systemabstimmung. Turm und Generator werden in eine Struktur integriert. Weggelassen werden Gondel, Unterstützungsmechanismen und die Rotorblätter. Die Erfinder geben an, dieselbe Leistung im Vergleich zu einer Onshore-Anlage mit weniger Teilen bereitzustellen. Statt Energie durch die Rotation einer Turbine zu gewinnen, nutzt die Anlage das Prinzip der Wirbelstärke, auch Vortizität genannt. Die rotorlose Windkraftanlage nutzt die Schwingung ihrer eigenen Struktur. Die durch die Schwingung erzeugte Energie wird von der Anlage aufgenommen. Der Schwingungsradius ist gleich dem Durchmesser der Installation am obersten Ende. Die Anlage kann 40 Prozent der Windenergie aufnehmen, die in der Luft vorhanden ist, das theoretische Maximum liegt nach dem Betzschen Gesetz bei 59 Prozent. aktuelletechnik.ch

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So könnte ein Windpark mit Anlagen ohne Rotorblätter auf dem Festland aussehen.

Anlage zur Gewinnung von Energie aus Windkraft – ohne Rotorblätter und die damit verbundenen Geräusche.

Die einfache Struktur der Windkraftanlage besteht aus dem Fundament, dem Mast, einem elastischen Mastteil aus Carbonfasern, einem Generator und einer Systemabstimmung.

Die Anlagen könnten auch Offshore-Strom produzieren.

Produktionskosten von Windkraftanlagen um 53 Prozent senken Der Kostenvorteil entsteht nicht nur durch die fehlenden Rotoren, sondern durch das Weglassen aller Teile wie Getriebe oder Verbindungen, die Windkraftanlagen aufweisen. Dies senkt die Produktionskosten, aber auch die Wartungskosten, da weniger Teile verschlissen werden können. Die Erfinder geben einen Kostenvorteil von 40 Prozent im Vergleich zu allen Kostengruppen einer OnshoreAnlage an, bei den Produktionskosten 53 Prozent, bei den Wartungskosten 80 Prozent. Auch bei Vortex kann es zu Materialermüdungen kommen wie Verbiegungen oder Beschädigung der Struktur. Betroffen könnte der untere Teil des elastischen Masts sein, der stärkeren Belastungen ausgesetzt ist. Die Anlage benötigt ein kleineres Fundament, da der Generator nahe dem Boden installiert ist. Die Geräuschemission liegt bei unter 20 Hertz. 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Erste Anlage in den nächsten zwölf Monaten geplant Im nächsten Jahr soll es die ersten Anlagen in kleiner Leistungsklasse von 100 W bis 4 kW für Wohngebäude geben. Sie können mit und ohne Anbindung ans Netz betrieben und mit Solaranlagen verbunden werden. Der Windtunneltest ist bestanden, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind abgeschlossen, die Patente angemeldet, und es gibt einen Prototyp. 2014 wurde ein Feldtest durchgeführt bei einer Windgeschwindigkeit von 1 bis 9 m/s. Der Prototyp wird aufgrund der Ergebnisse noch verbessert und soll Windgeschwindigkeiten von 20 m/s standhalten. 2018 soll es die ersten Megawatt-Anlagen geben.

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH www.springerprofessional.de/windkraftanlageschwingt-ohne-rotorblatt/5775746


Jahres-Event IG Exact

Handel mit China Alle zwei Jahre lädt die IG Exact zu einem grossen Jahres-Event ein. Heuer lautete das Thema «Handel mit China». Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Switzerland Global Enterprise, kurz S-GE, statt und lockte rund 50 Mitglieder der IG Exact nach Zürich. Maurice Ammann, verantwortlich für die Organisation des Events, nahm gegenüber «at – aktuelle technik» Stellung zum Thema.

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TEXT: HEIKE HENZMANN

ie Veranstaltung solle Fragen rund um das inzwischen einjährige Freihandelsabkommen Schweiz - China beantworten und sei für Importeure und Exporteure gleichermassen gedacht, betonte Maurice Ammann, Leiter der IG Exact Fachgruppe «Corporate Social Responsibility». Das gelte auch für so exportlastige Themen wie die CCC-Zertifizierung für den chinesischen Markt. «International exportierende Unternehmen müssen bereits beim Einkauf von Komponenten darauf achten, dass diese CCC-zertifiziert sind», so Ammann.

Alternativer Markt China Dass China unter Umständen eine Alternative zum grenznahen Absatzmarkt in Euro-Ländern wird, müsse man in Betracht ziehen. «Doch wenn man einen neuen Markt erschliessen will, dann stellen sich viele Fragen. Zum Beispiel: Wer hat viel Geld? China hat viel Geld, die Schweiz hat viel Geld, Europa hat wenig Geld, die USA haben wenig Geld – wenn man sich die Währungsreserven anschaut. Das muss man aber in Relation zu der Marktgrösse betrachten und zum Wachstum. Es stellt sich für die Schweiz die Frage, David gegen Goliath, oder David mit Goliath. Wenn man eine Gewichtung der Wirtschaft macht, dann rutscht die Schweiz immer mehr an den Rand. Wir müssen aufwachen, uns nicht im Zent-rum fühlen, denn die Musik spielt an einem anderen Ort», sagte Ammann.

Transportwege Aus Umweltgesichtspunkten, mit denen er sich in seiner Fachgruppe bei der IG Exact intensiv beschäftigt, werde er das von Wolfgang Rupf vorgetragene Thema der ContainerTransporte per Bahn weiterverfolgen. In seinem Vortrag stellte Rupf die möglichen

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Transportangebote per Bahn, die Routen, die Laufzeiten sowie das benötigte Equipment vor. Neben Risiken wie politische Krisen entlang des Transportweges, politische Entscheide in China sowie diverse Umwelteinflüsse bietet der Transport mit der Bahn einige Vorteile: Der Transport ist schneller als die klassische Seefracht, günstiger als Luftfracht, • bietet schnelle Transitzeit auch für kleine Sendungen, • ist gut planbar und trägt zu einer Optimierung der Supply Chain bei, ist umweltfreundlich und bietet die Chance, Image-Pflege zu betreiben.

Vertragsrecht Auch der Vortrag von Lukas Züst, «Produktmängel – Was nun?», so Ammann, hätte ihm einige wichtige, bisher noch nicht bekannte Punkte aufgezeigt, die es beim Handel mit China zu berücksichtigen gelte und die er sicher weiterverfolgen werde. Lukas Züst hob in seinem Vortrag unter anderem die Wichtigkeit der Rechtswahl hervor. Das Wiener Kaufrecht, so seine Empfehlung, sollten beide Vertragspartner wählen, da dieses in China und der Schweiz anerkannt sei. Für die Durchsetzung der Rechte empfahl er die Vereinbarung einer internationalen Schiedsgerichtsbarkeit, da diese sowohl in der Schweiz als auch in China anerkannt sei.

Lobbying Besonders wünschenswert für die Elektronikbranche sei eine Harmonisierung der nationalen Normen in China, um den Zulassungsaufwand zu reduzieren. Er hoffe, dass dieser Punkt Gegenstand von künftigen Verhandlungen sein werde, sagte Ammann. Doch eine Lobby im Bereich Elektronik und Elektromechanik, welche die Interessen der

Branche in Bern vertreten würden, sei praktisch nicht vorhanden. «Ein Branchenexperte müsste die Bedürfnisse unserer Branche einbringen», so Ammann. «Die Swissmem ist dafür viel zu breit aufgestellt und kann nicht die Interessen einer bestimmten Branche vertreten. Die IG Exact ist derzeit unpolitisch. Da wir der einzige Verein in der Elektronikbranche sind, wäre es jedoch zu überlegen, als Branchenexperte zukünftig die Bedürfnisse der Branche auch in Bern zu vertreten. Doch wir sind ein kleiner Verein, und wir wollen auch so bleiben, damit unser Netzwerk nah und persönlich bleibt.» IG Exact www.igexact.org

IG Exact Die Vereinigung exact wurde im Jahr 1967 auf Initiative der OECD gegründet. 1997 wurde exact in einen Verband IG Exact im Status eines Vereins mit Sitz in der Schweiz umgewandelt. Der Name exact steht für «Excellence in Applied Electronics and Technologies». Der Verband bezweckt den Austausch von firmenübergreifenden Informationen zu Qualitäts-, Zuverlässigkeits-, Technologie-, Produktions-, Beschaffungs- und Umwelt-Aspekten in der Elektronik. Die IG Exact versteht sich als Informationsdrehscheibe führender Elektronikproduzenten im deutschsprachigen Europa für Technologie-, Umwelt-, Produktionsund Beschaffungsfragen und möchte die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Behörden und internationalen Non-ProfitOrganisationen fördern.

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INTERDISZIPLINÄR

ExportHelp der S-GE

VEREINE

Der diesjährige Jahres-Event der IG Exact fand in den Räumlichkeiten der Switzerland Global Enterprise, kurz S-GE, statt und das nicht ohne Grund. Was die S-GE mit dem Freihandels­abkommen Schweiz China zu tun hat, erklärt Alfonso Orlando, Leiter ExportHelp der S-GE. INTERVIEW: HEIKE HENZMANN, BILD: S-GE

Heike Henzmann (HH): Herr Orlando, was macht das Team ExportHelp der S-GE? Alfonso Orlando (AO): Unser Team besteht aus sechs Leuten, und berät Unternehmen bezüglich Exportanliegen überwiegend aus der Schweiz, aber auch aus Liechtenstein. Wir liefern hier einen Service public, das heisst, wir werden grösstenteils finanziert vom Bund. Für die Unternehmen ist unsere Dienstleistung also kostenlos.

nach Produkt mehr Zoll erhoben. Das ist ein Wettbewerbsvorteil. Für den Handel von China in die Schweiz sieht das ein wenig anders aus. Vor dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens waren die Zölle für Waren aus China bereits reduziert, teilweise sogar bei null. Grund hierfür ist, dass China bis zum 30.06.2014

HH: Wie sieht diese Beratung, zum Beispiel bezüglich China, konkret aus? AO: Es gibt den erfahrenen Exporteur, und es gibt den, der zum ersten Mal nach China exportiert. Der Letztere weiss vielleicht noch nicht, dass sein Produkt eine CCC-Zertifizierung braucht. Wir beraten auch bezüglich der Wahl des richtigen Partners oder liefern Informationen über die Eintrittshürden, die immer noch genau die Gleichen sind wie vor dem Freihandelsabkommen.

Switzerland Global Enterprise, kurz S-GE, engagiert sich weltweit für Unternehmertum und den Wirtschaftsstandort Schweiz. Als Center of Excellence für Internationalisierung fördert die Interessensgemeinschaft Export, Import und Investment und hilft Kunden, neues Potenzial für ihr internationales Geschäft zu erschliessen und den Wirtschaftsstand-ort Schweiz zu stärken mit ihrem globalen Netzwerk von versierten Beratern und Experten, als Vertraute und starke Partner von Kunden, Kantonen und der Schweizer Regierung.

HH: Welchen Vorteil bietet das Freihandelsabkommen dann überhaupt? AO: Es gibt Zollreduktionen für den Export von der Schweiz nach China. Gewisse Produkte sind sofort vom Zoll befreit, andere mit gewissen Übergangsfristen von fünf, zehn, zwölf oder fünfzehn Jahren. Es gibt auch Produktkategorien, für die gar keine Konzessionen eingegangen wurden, das heisst, der Zoll bleibt bestehen. Und es gibt Kategorien, für die der Zoll schrittweise zurückgeht und schlussendlich 40 Prozent bestehen bleiben. Wenn eine Schweizer Unternehmung ein Produkt nach China exportiert, wird für den EU Mitbewerber bei der Einfuhr in China je 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Switzerland Global Enterprise

noch als Entwicklungsland eingestuft war und bereits einseitige Präferenzgewährungen aus der Schweiz vergeben worden waren. HH: Wer profitiert vom Abkommen? AO: Es gibt Spielregeln, sogenannte Ursprungs- und Listenkriterien, die ein Produkt erfüllen muss. Erst wenn es die Kriterien erfüllt, kann es profitieren. Das Produkt muss in der Schweiz hergestellt werden oder es muss gewisse Wertschöpfungsanteile haben.

HH: Könnte der chinesische Markt in Zeiten des starken Frankens für Schweizer Unternehmen eine Alternative zum EUMarkt bieten? AO: Man kann die Währungssituation mit dem Freihandelsabkommen ein wenig abfedern. Hinzu kommt, dass China langfristig sehr gute Wachstumsperspektiven bietet. Doch China ist nicht immer ein Markt erster Wahl für Schweizer Unternehmen. Gerade Erstexporteure exportieren gern zuerst ins grenznahe Ausland. China ist ein Markt, den man vorgängig sauber abklären muss bezüglich Konkurrenz, Nachahmern, Copyright usw. Kurz: China ist ein herausfordernder Markt, den es sich aber zu prüfen lohnt. Wir raten allgemein weniger zu einem Entweder Oder bei den Exportmärkten, sondern zu einer gesunden Diversifikation. HH: Und wie viele Unternehmen nutzen das Abkommen bereits? AO: Uns liegen derzeit noch keine Zahlen vor über die Nutzungsrate des Abkommens durch Schweizer Unternehmen. Dafür sind wir auf Zolldaten von chinesischer Seite angewiesen, die uns derzeit noch nicht vorliegen. Zur Nutzungsrate ist anzumerken: Wenn das Abkommen im ersten Jahr noch nicht stark genutzt wird, heisst das noch nicht, dass es nicht von Interesse ist. Es gibt die Übergangsfristen, und je länger diese verstrichen sind, desto höher fallen die Zollersparnisse aus. HH: Vielen Dank für das Gespräch! Switzerland Global Enterprise www.s-ge.com

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INTERDISZIPLINÄR INTERVIEW

Teil 2

Ein starkes Team Die Formula Student Saison 2015 ist vorüber. Das AMZ Racing Team blickt zurück auf zwei Gesamtsiege in Österreich und Spanien sowie einen zweiten Platz in Hockenheim. Damit sicherte sich das Team zum dritten Mal in Folge den ersten Platz in der Weltrangliste. «at – aktuelle technik» sprach mit Jonas Abeken und Philip Föhn vom AMZ Racing Team sowie Andrea Tinner für den Sponsor Computer Controls AG. INTERVIEW: HEIKE HENZMANN, BILDER: AMZ RACING TEAM, PETER JANKOVICS

Herr Abeken, nun steht Ihr Team kurz vor dem Ende seiner Saison. Wie dürfen wir uns den Ablauf einer Saison vorstellen? Jonas Abeken (JA): Die Saison startet mit dem Auswahlverfahren des Teams. Dieses ist Ende Juli für das jeweils kommende Jahr abgeschlossen. Mitte September startet das neue Team mit einem Kick-off-Event. Dann werden die Arbeitspakete verteilt, und die Team-Mitglieder lesen sich in die Dokumentation der letzten Jahre ein. Jedes Jahr steigt das Grundniveau, das heisst, die Einarbeitungszeit und die Erarbeitung des Know-hows wird immer wichtiger. Während dieser Zeit legen die Team-Mitglieder auch ihre eigenen Ziele und Schwerpunkte fest. Nun folgt Konzeptfindung, Konstruktion, Grobkonzept, Feinkonzept. Das Auto entwickelt sich. Am 31. Dezember ist Design Freeze, das virtuelle Modell ist dann fertig. Ab dem 6. Januar gehen die ersten technischen Zeichnungen raus, und die Produktion beginnt. Während

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die Fertigungspartner fräsen, drehen oder auf andere Weise produzieren, werden die Carbonteile, zum Beispiel für das Chassis, von den Studenten selbst hergestellt. Anfang April ist das Chassis fertig, und die Montage beginnt. Aus dem Carbonklotz entsteht ein Fahrzeug. Dann wird das Niedervoltsystem, anschliessend das Hochvoltsystem in Betrieb genommen. Anfang Mai ist der Shakedown, das Fahrzeug fährt nun zum ersten Mal aus eigener Kraft. Und von diesem Zeitpunkt an wird getestet, getestet, getestet. Das Rollout, also die öffentliche Vorstellung des Fahrzeugs, erfolgt Mitte Mai. Und dann geht's in die «Formula Student»-Rennen. Nun laufen die Rennen. Was bereitet jeweils vor der Rennsaison das grösste Kopfzerbrechen? JA: Die Fahrzeuge gehen ins Rennen bereits wenige Wochen, nachdem sie das erste Mal gefahren sind. Dass das Fahrzeug stehen

bleibt, ist natürlich das, was uns am meisten Sorgen bereitet. In den letzten Jahren hatten wir viel Glück, das gehört eben auch dazu. Welches Team hat in der Vergangenheit am besten abgeschnitten? JA: Jedes Jahr hat es das Team geschafft, das Team vom Vorjahr zu übertreffen. Wir haben es 2013 erstmals auf den ersten Platz der Weltrangliste geschafft und haben diese Position im letzten Jahr noch ausgebaut. Mit welchen Stellrädchen versuchen die Teams, sich von Jahr zu Jahr zu übertreffen? Philip Föhn (PF): Die Zuverlässigkeit des Boliden ist, wie bereits gesagt, sehr wichtig. Diese stellt das Fahrzeug in den Tests unter Beweis. Mit Aerodynamikpaketen, Hinterachslenkung oder lernenden Stossdämpfern, die sich an die Fahrbahn anpassen, kann die Performance verbessert werden. Der Motor wurde dieses Jahr etwas kleiner, und die aktuelletechnik.ch

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Komponenten zwischen Rädern und Chassis haben Verbesserungen erfahren. Die Aerodynamik wurde dieses Jahr eingeschränkt, es waren keine grossen Heckflügel mehr erlaubt. Deshalb musste das Erlaubte besonders gut ausgenutzt werden. JA: Dazu ist noch zu sagen, dass wir jedes Jahr mit einem weissen Blatt Papier anfangen. Wenn die Fahrzeuge sich sehr ähnlich sind und auch immer ähnlicher aussehen, dann liegt das daran, dass wir uns konzeptionell einem Limit nähern. Aber wir nehmen nicht das Vorjahresfahrzeug und schauen, was man verbessern kann, sondern wir fangen bei null an. Natürlich kennen die Studierenden die Konzepte und Entscheide der vergangenen Jahre. Aber wir wollen von ihnen überzeugende Argumente hören für ihre Konzeptentscheide. Das Argument, dass das Fahrzeug letztes Jahr gewonnen hat, zählt nicht. Aber das Wissen und die Lessons Learned der vergangenen Jahre dürfen die Studierenden berücksichtigen? JA: Natürlich. Aber: Erstes Ziel des Projektes ist nicht, ein Rennen zu gewinnen, sondern Studierende auszubilden. Jedes Teil ist neu, keines ist genau gleich wie im letzten Jahr. Ein wichtiges Thema ist ja auch die Finanzierung des Projektes. In der Trilogie «The Hunger Games» von Suzanne Collins überlebt die Spiele, wer die besten Sponsoren hat! Übertragen auf die «Formula Student» hiesse das: Wer die besten Sponsoren hat, gewinnt? JA: Der Vergleich ist gar nicht so schlecht. Gute Sponsoren sind eine Voraussetzung, aber keine Garantie auf den Sieg. Das Team muss ingenieurtechnisch etwas leisten. Gute Sponsoren vereinfachen dies. Es gibt technische Lösungen, die nur mit bestimmten Sponsoren umsetzbar sind aufgrund von deren Fertigungskapazitäten und -techniken. In

(v.l.): Philip Föhn (AMZ), Andrea Tinner (Computer Controls), Heike Henzmann (at), Jonas Abeken (AMZ)

diesem Punkt hat unser Team wahrscheinlich mit die besten Voraussetzungen. Wir haben Fertigungssponsoren, die wahnsinnige Leistungen für uns erbringen. Das hilft und macht unsere Arbeit einfacher. Was kostet ein solches Projekt? JA: Das ist schwer zu beziffern. Beim reinen Finanzsponsoring bewegen wir uns im Bereich zwischen 200 000 und 300 000 Franken. Die wenigsten unserer Sponsoren sind jedoch reine Finanzsponsoren. Viele engagieren sich mit Fertigungsleistungen oder anderen Unterstützungsleistungen, beispielsweise in Form von Material. Die Fertigungsdienstleistung und auch die Arbeitszeit des Teams lassen sich nicht beziffern. Computer Controls AG ist seit diesem Jahr Sponsor. Wie genau unterstützt die Computer Controls AG das Team? JA: Die Computer Controls AG hat uns zum einen das Power Supply zur Verfügung gestellt und unterstützt uns ausserdem auch finanziell. PF: Es zeichnete das AMZ Team aus, dass das Fahrzeug «High End» ist, wohingegen das Equipment drum herum eher «Low End» war. In den letzten Jahren standen uns nur Bastellösungen zum Laden des Akkus zur Verfügung. Das Netzgerät auf dem Prüfstand brauchte sehr viel Zeit zum Laden des Akkus, und Zeit ist kostbar. Mit dem Power Supply der Computer Contols AG haben wir ein sauberes Ladegerät in einem kompakten Paket aufgebaut. Dieses Komplettpaket kön-

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nen wir auf die Teststrecke mitnehmen und sehr komfortabel im Testalltag Zeit sparen. Diese gesparte Zeit steht wieder für mehr Tests zur Verfügung. Effektive Zeitnutzung beim Testen ist sehr wichtig. Da hilft es sehr, wenn das Equipment drum herum stimmt, auf dem man die Tests aufbauen kann. Herr Tinner, wie wurden Sie auf das Projekt aufmerksam, und warum unterstützt die Computer Controls AG das AMZ Racing Team? Andrea Tinner: Ich kenne das Projekt bereits aus meiner eigenen Studienzeit an der ETH. Ich habe zwar selber nicht mitgemacht, aber einige meiner Kollegen verschwanden plötzlich für ein Jahr. Primär war es jedoch der Weltrekord des Teams im letzten Jahr, der mich wieder auf das Projekt aufmerksam gemacht hat. Als Schweizer Unternehmen möchten wir die Studenten wirksam dort supporten, wo wir können. Wie geht es weiter mit der Zusammenarbeit zwischen der Computer Controls AG und dem AMZ Racing Team? PF: Die Zusammenarbeit mit der Computer Controls AG entstand Ende letzten Jahres während der laufenden Saison. Daher war es schon zu spät, am Fahrzeug selbst etwas zusammen zu entwickeln. In der kommenden Saison jedoch ist eine gemeinsame Entwicklung am Fahrzeug geplant, voraussichtlich beim Akku. Gerade beim Akku sehen wir viel Potenzial und hatten bisher nicht die Möglichkeit, alle unsere Ideen umzusetzen. AMZ Racing Team www.amzracing.ch Computer Controls AG www.ccontrols.ch; power.ccontrols.ch

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INTERDISZIPLINÄR KINDER FRAGEN EXPERTEN

Wie funktioniert die

 Tower Bridge?

Wer im Sommer auf Reisen war, ist vielleicht mit dem Schiff durch eine Schleuse gefahren und hat sich gefragt, was da genau passiert. ZHAW-Dozent Frank Huber war auch unterwegs. Er hat sich in London die berühmte Tower Bridge ganz genau angeschaut.

Die «at»-Bande (v.l.): Liv, Maxi, Seon, Willi, Ben, Luz, Valerie, Julius, Christian.

Wie funktioniert die Tower Bridge? Wer kennt sie nicht, die wohl berühmteste Klappbrücke der Welt: die Tower Bridge in London? Die Errichtung dieser Brücke beanspruchte acht Jahre Bauzeit, 30 000 Tonnen Stein, 11 000 Tonnen Stahl sowie 2 000 000 Nieten und Baukosten in der Höhe von umgerechnet rund 1,8 Millionen Franken. Nicht nur diese eindrücklichen Zahlen lassen erstaunen, sondern auch die Funktionsweise des Klappmechanismus. Wie ist es den Ingenieuren gelungen, die Brückenklappen mit einem Gewicht von je über 1000 Tonnen in weniger als zwei Minuten auf einen maximalen Neigungswinkel von 86° hochzuklappen? Für diese technische Meisterleistung war ein ausgeklügeltes hydraulisches System verantwortlich, das ursprünglich auf Wasserdruck basierte. Ja richtig, zum Betrieb der Brücke nutzte man die Wasserkraft! Die so erzeugte Energie wurde für das Öffnen und Schliessen der beiden Brückenteile, die Aufzüge zu den Fussgängerübergängen und selbst für das Signalsystem eingesetzt und war mehr als ausreichend. Vier mit Kohle geheizte Dampfkessel unter dem Südteil der Brücke erzeugten einen Dampfdruck von 5 bis 5,5 bar. Dieser Dampfdruck setzte zwei riesige Kolbendampfmaschinen in Bewegung, die Wasser unter einem Druck von 52 bar in das Hydrauliksystem

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Der Experte: Frank Huber ist Dozent für Produktentwicklung an der ZHAW School of Engineering.

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Die Tower Bridge ist insgesamt 244 m lang. Die Höhe der Fussgängerbrücke beträgt 43 m. Funktionsweise des Klappmechanismus.

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Starke Laser können sogar Metalle schneiden.

pumpten. Damit ausreichend Energie für ein rasches Hochschwingen der Brückenklappen vorhanden war, brauchte es also genügend Wasser. Deshalb wurde das Wasser in grossen, mit Gewichten belasteten Druck­behältern gespeichert – den sogenannten Akkumulatoren. Sobald der Mechanismus ausgelöst wurde, entluden sich die Akkumulatoren durch die Gewichtskraft und trieben mit dem darin gespeicherten Wasser acht hydraulische Motoren an, die über Zahnräder und Zahnsegmente die Brückenklappen anhoben. Damit das Hochschwingen über die 50 cm grossen Hauptdrehzapfenlager möglichst energieeffizient geschehen konnte, waren die Brückenklappen mit Gegengewichten ausgestattet. 1974 wurde das hydraulische System von Wasser- auf Ölhydraulik umgestellt. Anstelle der Dampfmaschinen erzeugen nun elektrisch betriebene Kolbenpumpen den erforderlichen Öldruck, der direkt über Hydraulikmotoren und Zahnräder die Klappen antreibt. Das Maschinenhaus mit den Dampfmaschinen wurde ausser Betrieb genommen und kann heute besichtigt werden. Wie funktioniert eine Schleuse? Eine Fahrt mit dem Schiff ist immer eine aufregende Sache. Besonders spannend wird es, wenn das Schiff in eine Schleuse fährt. Schleusen sind wichtig für die Schifffahrt. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die zwischen schiffbaren Flüssen oder Kanälen liegenden Landstrecken oder andere Hindernisse, wie zum Beispiel einen Wasserfall, zu überbrücken. Aber wie funktioniert eigentlich eine Schleuse? Durch Füllen oder Entleeren der Schleusenkammer steigt der Wasserstand, oder er fällt. Dadurch wird das Schiff in der Schleuse entweder gehoben oder abgesenkt. Und das geht so: Um zu Tal, also abwärts, zu schleusen,

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Ein Schiff wird aufwärts geschleust.

Funktionsweise eines Laserresonators.

läuft das Schiff vom Oberwasser durch das offene Obertor in die Schleusenkammer ein. Hinter dem Schiff schliesst sich das Obertor wasserdicht. Dann werden die Schieber unter dem Untertor geöffnet, sodass das Wasser aus der Schleusenkammer in das Unterwasser abfliesst. Der Wasserstand in der Schleusenkammer sinkt nun langsam abwärts, und mit ihm sinkt auch das Schiff nach unten – so lange, bis der Wasserstand in der Schleusenkammer das Niveau des Unterwassers erreicht hat. Schliesslich öffnet sich das Untertor und das Schiff kann aus der Schleusenkammer in das Unterwasser laufen. Angenommen, ein Schiff will zu Berg, also aufwärts geschleust werden: Vom Unterwasser kommend läuft es durch das geöffnete Untertor in die Schleusenkammer ein. Das Obertor ist wasserdicht geschlossen. Hinter dem Schiff schliesst sich jetzt auch das Untertor. Dann werden die Schieber unter dem Obertor geöffnet. Dadurch strömt Oberwasser von unten in die Schleuse ein. So steigt der Wasserstand in der Schleusenkammer an. Mit dem steigenden Wasserstand wird auch das Schiff angehoben – ohne Einsatz von Energie, allein durch den Druck des Oberwassers – so lange, bis der Wasserstand in der Schleusenkammer das Niveau des Oberwassers erreicht hat. Dann öffnet sich das Obertor. Das Schiff hat das Hindernis überwunden und kann die Schleuse verlassen. Das ist natürlich nur eine ganz einfache Darstellung. So eine Schleuse ist technisch sehr aufwendig. Es gibt ganz verschiedene Sorten von Schleusen, und bis ein Schiff da durch ist, kann es je nach Grösse von Schiff und Schleuse auch ein paar Stunden dauern. Bedient werden die Schleusen entweder von

Kinderuniversität Winterthur Am 21. Oktober 2015 öffnen sich an der Kinderuniversität erneut die Türen zur Welt der Wissenschaft. Alle vierzehn Tage können Kinder der 4. bis 6. Klasse an sechs Mittwochnachmittagen an der ZHAW School of Engineering in ein neues Thema eintauchen. Informationen zum Programm und Anmeldung: www.kinderuniversitaet-winterthur.ch

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Schleusenwärtern oder manchmal auch von der Bootsbesatzung selber. Dies geschieht meist elektrisch. Bei kleineren Schleusen kann es durchaus vorkommen, dass man die Tore und Schieber von Hand aufdrehen muss. Das ist dann ein ganz schönes Stück Arbeit. Wie funktioniert ein Laser? Laser begegnen uns überall im Alltag. Beim Einkaufen zum Beispiel liest ein Laser den Strichcode auf den Produkten und erfasst so den richtigen Preis. Auch im CD-Player ist es ein Laser, der die Musik von der Scheibe liest. Laser können aber auch in der Medizin eingesetzt werden, um Krankheiten zu erkennen. Und in der Industrie können extra starke Laser sogar Metalle schneiden. Die Funktionen von Lasern sind also sehr vielfältig. Aber wie sieht die Technik dahinter eigentlich aus? Ein Laser funktioniert mit einem Behälter wie etwa einer Glasröhre. Darin ist links und rechts ein Spiegel angebracht. Zwischen den Spiegeln befindet sich ein aktives Medium, beispielsweise ein Gas wie Kohlendioxid (CO). Nun muss diesem Medium noch Energie zugeführt werden. Das passiert in der Regel elektrisch, also mit Strom aus der Steckdose. Die gesamte Einheit nennt man dann Laserresonator. Laserresonatoren bestehen meist nicht nur aus Spiegeln, sondern besitzen zusätzliche Linsen und andere optische Bauteile, die den Resonator noch verbessern. Das Gas im Behälter besteht aus Gasatomen. Durch die Energiezufuhr werden diese Gasatome angeregt. Das bedeutet, dass sich die Elektronen der Atome zu bewegen beginnen. Bei ihrer Bewegung geben die Elektronen Energie in Form von Licht ab. Im Gas gibt es auch Photonen. Das sind Lichtteilchen, die von den Gasatomen ausgesendet werden und wiederum weitere Photonen anstecken. Zwischen den Spiegeln werden diese Photonen x-mal reflektiert, und regen dadurch immer weitere an. Das kannst du dir vorstellen wie die Kugel in einem Flipperkasten, die zwischen zwei Wänden hin und her geschleudert wird. Aber die Lichtteilchen werden natürlich viel schneller reflektiert. Dadurch entsteht immer mehr Licht, welches nach und nach verstärkt und gebündelt wird. Einer der beiden Spiegel ist leicht transparent und kann etwas Licht durchlassen. Ist das Licht hell genug, tritt ein Teil davon durch diesen Spiegel aus. Das ist dann das gebündelte Laserlicht.

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AUTOMATION INTERVIEW

«Silicon Valley» in Westfalen Es ist heiss im Juli 2015 im westfälischen Verl (D), dem Unternehmenssitz der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG. Doch die Anzeige des Thermometers ist nicht das Einzige, was an Kalifornien denken lässt. Es ist der Geist der Innovationen und der technischen Revolutionen, der hier zu spüren ist. «at – aktuelle technik» sprach exklusiv mit Hans Beckhoff, Geschäftsführer der Beckhoff Automation GmbH und Co KG. INTERVIEW: HEIKE HENZMANN BILDER: HOLGER JACOB

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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will. War bei Ihnen auch schon früh sichtbar, wie Ihr Berufsweg aussehen wird, Herr Beckhoff? Hans Beckhoff: Mein Vater war Elektromeister, und ich wurde in einem Elektrohaushalt gross. Mit sechs Jahren schloss ich den ersten Schuko-Stecker an ein Kabel an. Daher war meine Laufbahn wohl in gewissem Sinne vorgezeichnet. Doch ich mag den Satz: «Früh krümmt sich ...» nicht, denn ich habe mich nicht gekrümmt. Wenn man bereits wie ich früh im Leben aus sich heraus Spass und Freude an Dingen hat, denen man später im Berufsleben nachgehen kann, dann ist das ein grosses Glück. Dann ist es möglich, sich darauf zu konzentrieren, früh Talente zu entwickeln und sein Leben darauf auszurichten. Ich kenne aber aus den Naturwissenschaften durchaus auch Spätberufene. Menschen, die erst spät erkannten, dass sie zum Beispiel Physiker werden wollten, wie ich es wurde. Und die dennoch zu hohen wissenschaftlichen Graden aufgestiegen sind. Übernehmen Sie selbst noch viele technische Aufgaben, oder dominieren die Führungsaufgaben Ihren Berufsalltag? Jeder Firmengründer prägt naturgemäss das von ihm gegründete Unternehmen, und er führt es auf seine spezielle Art und Weise. Wer durch und durch Techniker ist, der bleibt das auch. Der hat immer noch grosse Freude, mit seinen Entwicklungsmannschaften und den Produktmanagern Technologie zu diskutieren und voranzubringen. Das ist immer noch wesentlicher Bestandteil der Art, wie ich das Unternehmen führe. Darüber hinaus gibt es natürlich auch verschiedene Management-Aufgaben. Aber wäre ich Jurist, Volkswirt oder Betriebswirt, hätte mein Arbeitstag sicherlich andere Schwerpunkte. Kunden fühlen sich aufgehoben bei einem Technologieunternehmen, in dem der Chef selbst Technologe ist. Wenn dieses technologische Sachverständnis dazu führt, dass sich Vertrauen entwickeln kann in die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit des Unternehmens, dann ist das eine gute Basis für die Zusammenarbeit. Sie sind im Elektrohaushalt gross geworden, haben sich aber nicht in die Ingenieurwissenschaften gestürzt, sondern sind Physiker geworden. Warum? Naturwissenschaftlicher Grunderkenntnis­ antrieb: Wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Deshalb bin ich Physiker geworden, und das macht mir auch heute immer noch Freude. Meine Lektüre abends im Bett ist kein Roman, sondern eine «Nature» oder «Science». Oft wird ja das ingenieurmässige Vorgehen gerühmt. Was nimmt ein Physiker Ihrer Meinung nach aus seinem Studium mit, ausser dem Fachwissen? 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Als Physiker hat man eine fachlich komplexe Ausbildung durchlaufen und wurde intellektuell stark gefordert. Die allermeisten Physiker können sehr abstrakt denken und besitzen ein hohes analytisches Denkvermögen. Komplexe Zusammenhänge schrecken Physiker nicht ab, sie lieben sie. Mathematische Formulierungen für komplexe Zusammenhänge kann ein Physiker mühelos erkennen. Wenn ein Physiker auf eine Kurve schaut, dann sieht er nicht nur die Kurve, dann sieht er auch die erste und die zweite und die dritte Ableitung. Man wird durch ein Physikstudium optimal vorbereitet auf komplexe Zusammenhänge im Geschäftsleben. Und natürlich haben Physiker ein grosses Verständnis für alle möglichen Natureffekte und daraus abgeleitete ingenieurwissenschaftliche Effekte. Wie würden Sie Ihren Führungsstil bezeichnen? Für ein Technologieunternehmen ist es wichtig, dass sich viele neue Ideen entwickeln. Wir versuchen deshalb, im Unternehmen eine gute Atmosphäre für freie Diskussionen zu schaffen. Man darf bei uns frei «rumspinnen». Auch der Neuankömmling und der Jungingenieur dürfen neue Ideen äussern. Diese Ideen stehen zunächst gleichberechtigt nebeneinander und sollen demokratisch dis-

«Westfalen ist ein Teil von Kalifornien, was die Kultur anbetrifft.» kutiert werden. Darauf lege ich grossen Wert. Zum Schluss braucht es aber eine diktatorische Entscheidung vom Verantwortlichen. Das ist notwendig, damit das Unternehmen eine Richtung hat. Das hat sich als gutes Führungsprinzip bewährt. Es führt zu einer automatischen Wegfindung. Der alte Hewlett-Packard-Konzern zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren war «die» Technologieschmiede schlechthin mit einer wunderbaren Unternehmenskultur. Das war immer mein Vorbild. Ein wenig wollte ich ein kalifornisches Unternehmen in Westfalen mit westfälischen Wurzeln schaffen mit einer Atmosphäre, die neue Ideen hervorbringt. Das sollte auch in unserem Unternehmen immer möglich sein. Auf diese Weise erreicht man eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Das führt zu einer niedrigen Fluktuation: Man kommt zu uns und bleibt bei uns. Für ein Hightech-Unternehmen ist es sehr wichtig, Talente an Bord zu behalten. Hightech ist komplex, bedingt

«Komplexe Zusammenhänge schrecken Physiker nicht ab, sie lieben sie.»

ein grosses Know-how, das ein Mitarbeiter nur über Jahre sammeln kann. Sie haben aber nie selber in Silicon Valley gearbeitet und diesen Geist von dort mitgebracht? Ich habe mal in Kalifornien Urlaub gemacht, mir das angeguckt, und dann war alles klar (lacht). Nein, das war natürlich schon vorher klar. Einer unserer Wahlsprüche lautet: Die Welt ist gross und bunt. Wenn man die Augen offen hält, dann kann man sehr spannende Entwicklungen beobachten. Wir wollen ein Teil davon sein und unseren Teil dazu beitragen. Das ist der Grund dafür, dass unser Unternehmen zwar regional sehr verhaftet ist, aber international agiert. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in unserer weltweiten Präsenz wider, durch die wir – mit 34 eigenen Tochterunternehmen sowie Distributoren in über 70 Ländern – die Kunden direkt vor Ort und in Landesprache optimal unterstützen können. Networking, digital und analog, wie halten Sie es damit? Als Unternehmen sind wir gut digital vernetzt. Es wird getwittert, unter Facebook gepostet, und es werden diverse Newsletter verschickt. Ich selber bin zwar in allen Netzwerken vertreten, aber nicht sonderlich aktiv. Mein Kommunikationsmedium ist die E-Mail. Auf den grossen Automatisierungsmessen bin ich dabei, von der ersten bis zur letzten Minute. Für mich ist das unmittelbare Feedback sehr interessant. Da trifft man auch mal wieder auf den Studenten, der sich für Automatisierung interessiert, auf den Instandhalter, den Jungingenieur – das macht mir richtig Freude. Wir schätzen die Messe-Atmosphäre. Wir sprechen hierbei von einer «technologischen Olympiade», die auf den Messen ausgetragen

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wird. Wir stellen im Wesentlichen jeweils auf der Hannover-Messe und auf der SPS IPC Drives unsere neuen Produkte vor. Das Wachstum Ihres Unternehmens geht gut voran. Geht das so weiter? Wir verkünden offensiv, wie unser Umsatzwachstum künftig aussehen soll. Es muss dem Unternehmen klar sein, es muss den Mitarbeitern klar sein, den Lieferanten und den Kunden, was unser Ziel ist. Und deswegen wagen wir es immer, uns ambitionierte Ziele zu setzen. Im Jahre 2020 planen wir, die 1-Milliarde-Grenze zu überschreiten. Wir möchten einfach unser Durchschnittswachstum aus den letzten 16 Jahren weiter fortsetzen. Automatisierung ist eine Querschnittstechnologie, die durch alle gesellschaftlichen Bereiche geht. Das Bruttosozialprodukt der Welt wächst etwa 4 Prozent jährlich. Immer mehr Produkte werden produziert, Ressourcen müssen zwingend besser und optimal genutzt werden. Und immer mehr Automatisierung kommt dabei zum Einsatz. Technik ist ein Mittel zum Zweck, um den Wohlstand der Menschen mit immer weniger Ressourcen zu mehren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden. Die technische Lösung ist eine elegante Lösung. Sonst gäbe es Verteilungskämpfe um Öl und Wasser. Um effektiver zu werden, wird automatisiert. In der Fabrik der Zukunft werden weniger Menschen arbeiten. Weniger menschliche Arbeit bei gleicher Wertschöpfung. Braucht es da irgendwann ein bedingungsloses Grundeinkommen? Den Komfort des Menschen zu erhöhen, also mehr Wohlstand bei weniger Arbeit zu schaffen, ist das Ziel der Menschheit seit

Jahrhunderten. Dennoch gibt es Ängste vor grossen gesellschaftlichen Umwälzungen, die für einzelne Individuen nicht abgefedert werden. Gesamtgesellschaftliche Umwälzungen wurden und werden von einzelnen Individuen getragen, wenn deren Arbeits-

«Die Welt ist gross und bunt.» bereich durch eine neue Idee ersetzt wird. Schauen wir in die Vergangenheit: Um 1900 arbeiteten 70 Prozent der deutschen Bevölkerung in der Landwirtschaft, um 100 Prozent der Bevölkerung zu ernähren. Heute sind es noch 1,5 Prozent. 1950 waren 50 Prozent der Bevölkerung im industriellen Bereich beschäftigt. Heute sind wir bei 27 Prozent, und wir exportieren ja noch. Bei sehr konsequenter Automation muss keine Produktion mehr ins NiedriglohnAusland verlagert werden. Die Möbelindustrie beispielsweise im Hochlohnland Deutschland profitiert davon, Arbeitsplätze vor Ort werden erhalten. Wenn ein Individuum die Folgen eines solchen Strukturwandels nicht selber tragen kann, dann muss es von der Gesellschaft allgemein in Form des Staates unterstützt werden. Das leistet der Sozialstaat. Für die Zukunft habe ich keine grossen Sorgen. Technischer Fortschritt geschieht evolutionär, die Gesellschaft hat in der Regel Zeit, sich darauf einzustellen. Ich denke, dass man in 30 Jahren rückblickend feststellen wird, dass der erzielte Fortschritt gut war.

Aber die Regionen und Unternehmen stehen im Wettbewerb. Alle müssen vorne mit dabei sein und versuchen, die Sache voranzutreiben. Diejenigen, die es nicht machen, werden strukturelle Nachteile bekommen. «Industrie 4.0»: Wie beurteilen Sie die Risiken dieser Entwicklung? Früher gab es in den Banken nur Bargeld. Wenn eine Bank ausgeraubt wurde, war das Geld weg. Heute geht es um Daten. Bislang bewahrte man diese zu Hause oder im Unternehmen auf. Weil es nützlicher ist, würde man in Zukunft diese Daten lieber an einem allgemeineren Platz aufheben – in einer Cloud-«Datenbank» (im direkten Sinne des Wortes). Ich halte Datensicherheit für kritisch. Ich persönlich gebe deshalb nicht viele Daten an Organisationen ab. Aber ich würde mir wünschen, dass Technologien und politische Regeln entwickelt werden und Aufsichten vorhanden wären, die es uns möglich machen, mit gutem Gefühl und einer 99,99-prozentigen Sicherheit Daten in der «Cloud» aufzubewahren. Wie das Geld in der modernen Bank. Darauf sollten die Politiker hinarbeiten. Es kommen viele Politiker bei uns vorbei. Es ist ein neues Arbeitsfeld, dafür braucht man politische Regeln, damit kein Schindluder getrieben wird. Mit einer solch sicheren Datenspeicherung im Hintergrund lassen sich tatsächlich viele neue Geschäftsmodelle und im Privaten auch neue Lebensgewohnheiten denken. Was waren die letzten technischen Revolutionen im Hause Beckhoff? Es gibt Beckhoff seit 35 Jahren, glücklicherweise haben wir in dieser Zeit schon die eine oder andere Revolution ausrufen können. Eine Grosse war natürlich die Vorstellung von EtherCAT (2003). Aber auch unser Busklemmensystem, die Control Panels, Embedded PCs auf der Hutschiene, Echtzeit auf dem PC, Servomotoren mit One Cable Technology (OCT) oder das lineare XTS – eXtended Transport System – haben die Automa-

«Ideen stehen zunächst gleichberechtigt nebeneinander und sollen demokratisch diskutiert werden.»

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AUTOMATION

Heike Henzmann und Hans Beckhoff.

tisierungstechnik nachhaltig beeinflusst. Und letztes Jahr die Many-Core-Technologie. Die Many-Core-Maschinensteuerung, was sind die Vorteile? Die Halbleiterindustrie folgt erfreulicherweise dem Mooreschen Gesetz. Das heisst, alle zwei Jahre etwa verdoppelt sich die Anzahl der möglichen Transistoren pro Chip. So können mehrere Rechenkerne auf einem Chip gebaut werden. Diese Mehrkerntechnologie, die wir von Laptop-Prozessoren oder Desktop-Prozessoren bereits kennen, wird sich weiter fortsetzen. Wir erwarten für die Zukunft durchaus 64-Kern-Prozessoren in Standardrechnern zu akzeptablen Preisen. Wir haben früh erkannt, dass man die Mehrkernarchitekturen für die Automatisierung hervorragend nutzen kann, da Maschinen

von Natur aus modular aufgebaut sind und die Prozesse aus vielen parallelen Aufgaben bestehen. Von der Leistungssteigerung der PC-Prozessoren kann die Automatisierung daher in den nächsten Jahren besonders profitieren. Das bedeutet jedoch einen Paradigmenwechsel bei der Programmierung. Man muss in parallelen statt in sequenziellen Programmstrukturen denken. Wir haben unsere Steuerungssoftware TwinCAT darauf ausgelegt, auf bis zu 256 Kerne verteilt zu laufen. Die Leistungsfähigkeit von Prozessoren verzehnfacht sich voraussichtlich bis ins Jahr 2020. Heute ist ein solcher Many-CoreRechner noch teuer. Doch wir empfehlen unseren Kunden schon jetzt, unsere ManyCore-Maschinensteuerung in die Mitte ihres Entwicklungslabors zu stellen, um Ideen zu generieren und zu testen, was man zukünftig mit dieser Steuerung machen kann und welche Killer-Applikationen es dafür geben könnte. Denn klar ist, auch wer heute noch keine Many-Core-Maschinensteuerung braucht, benötigt sie sicher 2020. Eine weitere Neuentwicklung sind die EtherCAT-Steckmodule. Was ist hier der Kundennutzen? Die Steckmodule sparen im Serienschaltschrankbau Kosten und Arbeitszeit. Händische Einzelarbeit wird in einen industriellen Fertigungsprozess überführt. Die Verdrahtung des Schaltschrankes wird durch eine maschinell hergestellte Platine ersetzt. Menschliche Verdrahtungsfehler werden somit reduziert. Das heisst, geringere Kosten bei mehr Qualität und weniger Platzbedarf. Für Maschinen mit Variationen bleibt jedoch die heute übliche handwerkliche Bearbeitung besser, weil Variationen damit einfacher zu realisieren sind.

Einen Teamgeist und das Klima im Unternehmen schaffen, das solche Innovationen zulässt, wie schaffen Sie das konkret? Soziale Events sind wichtig für unsere Unternehmenskultur. Es gab zum Beispiel den Beckhoff-Fussball-Cup mit 22 Mannschaften, und es werden immer wieder Firmen-Events organisiert, die berühmt und berüchtigt sind. Eine solche Unternehmenskultur entwickelt sich im Wesentlichen aus sich heraus. Wie bei jeder guten Party sind es die Gäste, die es ausmachen. Sie müssen die richtigen Leute im Unternehmen haben. Die Einstellung der Mitarbeiter ist ein wichtiges Grundkriterium für das Funktionieren eines Unternehmens. Unabhängig vom Bedarf stellen wir kontinuierlich Talente ein. Dann kommt es drauf an, für das Talent die richtige Stellung und Aufgabenstellung zu finden. Wenn das gelingt, dann wird das Talent glücklich werden und effektiv arbeiten können. Wie halten Sie selber bei den vielfältigen Belastungen und Herausforderungen die Work Life Balance? Es gibt für mich keinen grossen Unterschied zwischen Leben und Arbeiten. Ich arbeite gern und viel. Ich leide nicht darunter – im Gegenteil –, es macht mir Freude. Und wenn Sie irgendwann in den Ruhestand gehen? Hans Beckhoff (lacht): Ein echter Unternehmer wird nicht pensioniert, sondern beerdigt. Natürlich gibt es eine biologische Kurve, die einen irgendwann dazu veranlasst, weniger im Unternehmen zu tun, weil man weniger leistungsfähig ist. Weil man einfach nicht mehr die richtige Person an der richtigen Stelle ist. Und daraus ergibt sich vermutlich irgendwann Freizeit. Aber ich hoffe mal, dass das noch weit weg ist.

«Ein echter Unternehmer wird nicht pensioniert, sondern beerdigt.»

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AUTOMATION STEUERUNGEN

Modernisierungsschub im Kuhstall

Landwirtschaftliche Betriebe leiden unter Preisdruck und Zeitnot. Eine Automatisierung kann sie wirksam entlasten, wie ein neu entwickelter Einstreu- und Fütterungsautomat zeigt. Dieser ist mit der jüngsten Steuerungsgeneration von Schneider Electric ausgerüstet. 38

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mmer mehr hält auch in der Landwirtschaft die Automatisierung Einzug. Denn oft wird der Betrieb nur im Nebenerwerb geführt, oder der Druck, den Betrieb zu vergrössern, nimmt aus Rentabilitätsgründen zu. Da ist es nur verständlich, dass die Landwirte angesichts ihrer ohnehin schon langen Arbeitszeiten nach Abhilfe suchen. Markus Menzi, der im St. Galler Rheintal einen Milchbetrieb führt, interessierte sich daher für einen Einstreuautomaten, dessen Inserat ihm in einer Fachzeitschrift aufgefallen war. Da er gerade an der Planung eines neuen Kuhstalls war, wollte er die Gelegenheit zudem nutzen, neben dem Einstreuen noch weitere Arbeitsschritte zu automatisieren.

Neuheit im Kuhstall Dazu gelangte er an die in der Landwirtschaftstechnik tätige Wicki & Bachmann GmbH, die das Inserat zum Einstreuautomaten geschaltet hatte. Die Firma will ihren Kunden individuelle Lösungen anbieten und verwendet dazu seit Kurzem die neueste Steuerung aus der Automatisierungslösung «Machine Struxure» von Schneider Electric, mit der sich die gesuchte Flexibilität erzielen lässt. Was sie nun im neuen Kuhstall von Markus Menzi installiert hat, stellt eine absolute Novität auf dem Maschinenmarkt dar. «Unser neu entwickeltes Gerät kann nicht nur die Streu einbringen, sondern auch

tragen werden. «Bis Zufuhr und Häcksler richtig aufeinander abgestimmt waren, wurde recht lange geübt», berichtet Bernhard Maurer, der bei Schneider Electric die Steuerung entwarf, die danach von der Schuler Engineering GmbH fertig definiert und ausprogrammiert wurde. Mit ihr lässt sich nun per Touchscreen zum Beispiel programmieren, wie häufig oder wann die Kühe gefüttert werden sollen oder von wo bis wo der Automat hin- und wieder zurückfahren soll. Eine mitlaufende leere Rolle erfasst dabei seine Position. Alternativ lässt sich der Automat auch per Funk manuell steuern. Einzig für das Beladen mit den Streu- oder Futterballen ist noch Handarbeit gefragt.

Zufriedene «end user» Der Automat erfreut sich bei den Kühen übrigens grosser Beliebtheit, haben sie doch schnell begriffen, dass er ihre Nahrung enthält und dass diese nun von oben kommt. Zudem pflügt er ihnen bei der Hin- und Rückfahrt das Futter wieder zurück, das sie beim Fressen laufend von sich weg und ausser Reichweite stossen. Es sind solche Details wie dieser Pflug, die zeigen, dass die Entwickler mit der Branche vertraut sind. Auch Markus Menzi freut sich auf die definitive Inbetriebnahme des Automaten, wird ihn dieser doch von sehr vielen Arbeitsstunden entlasten, die er bisher für das Streuen, Füttern und das Zurückschieben des Futters aufwenden musste. Diese Zeit kann er nun gewinnbringend für andere Aufgaben einsetzen. Wicki & Bachmann GmbH www.wicki-bachmann.ch Schuler Engineering GmbH www.schuler-engineering.ch Schneider Electric (Schweiz) AG www.schneider-electric.ch

die Kühe füttern», sagt Hubert Wicki nicht ohne Stolz. Aufgehängt am Dachstuhl des Neubaus verläuft in mehreren Schlaufen über den ganzen Stall ein als Laufschiene dienendes Metallprofil. Auf diesem rollen die Laufräder des über den Kühen schwebenden Einstreu- und Fütterungsautomaten. Und damit dieser sich auch wirklich automatisch betreiben lässt, ist er mit Intelligenz bestückt, und zwar mit Komponenten der jüngsten Generation von «Machine Struxure».

Objektspezifische Steuerung Automatisch Einstreuen und Füttern mag recht simpel klingen, ist es aber nicht. Die Schwierigkeiten liegen vor allem darin, dass höchst unterschiedliches Material zum Einsatz kommt. Handelt es sich bei den Streuballen meist um kubische und eher lockere Gebilde, sind die Rundballen mit dem silierten Futter stärker verdichtet. Dazu kommen unterschiedlich lange Futter- oder Streuhalme, verformte Rundballen aus den unteren Lagen oder Packen aus unterschiedlichen Ballenpressen. Immer aber soll der Ballen im an der Schiene hängenden Automaten erst horizontal zu den Messerwalzen gefördert und von diesen danach richtig portioniert ausge9 | 2015aktuelletechnik.ch

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AUTOMATION ANSCHLUSSTECHNIK

Connected Industry im Rahmen von «Industrie 4.0» «Industrie 4.0» verändert durch Cyber Physical Systems die industrielle Produktion radikal. Und doch wird «Industrie 4.0» nur umsetzbar sein, wenn Cyberwelt und physikalische Welt zusammengeführt werden. Das ist Auftrag und Vision zugleich.

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ndustrieanlagen folgen bis heute weitgehend einem simplen Konzept: Es geht um Automatisierungsaufgaben, die von Automatisierungsgeräten ausgeführt werden. Diese Geräte müssen mit einer Zentralsteuerung verbunden werden. Mehr ist nicht notwendig für ein zweifelsfrei extrem leistungsfähiges Konzept. Das Netzwerk ist nur das Vehikel des industriellen EthernetFeldbusses oder – noch trivialer – nur die Verbindungsleitung. Aus Sicht der Automatisierung ist das absolut nachvollziehbar und ausreichend. Mit «Industrie 4.0» kommt jedoch eine neue Anforderung auf die Netzwerktechnologie und damit eben auch auf die Verbindungstechnik zu: In «Industrie 4.0» soll die industrielle Produktion effektiver, flexibler und leistungsfähiger werden. Die Steuerungsaufgaben gehen von einer zentralen Steuerung auf das System selbst über. Für die Struktur der Produktions­ anlagen bedeutet dies einen radikalen Konzeptwechsel. Aus einem streng hierarchischen wird ein dezentrales System. Anlagen werden modular aufgebaut, Steuerungsaufgaben werden in das System verlagert. Das Netzwerk wird zur entscheidenden Komponente.

Was kommt durch Industrie zur Feldebene 4.0 hinzu? Mit «Industrie 4.0» kommt eine neue Anforderung auf die Netz­ werktechnologie und damit auch auf die Verbindungstechnik zu.

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Was sich freilich so einfach und logisch anhört, ist in der Umsetzung an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, von denen die Integration von Cyber Physical Systems (CPS) und materialer Produktionswelt im Zentrum steht. «Industrie 4.0» ist geprägt durch die Integration von CPS (Cyber Physical Systems) in IT-Applikationen. Diese Integra­

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tion soll möglichst flexibel erfolgen. Der starre Verbund von klassischen Produktionsanlagen wird damit aufgebrochen. Dabei entstehen zwei Bereiche, die miteinander in Verbindung gebracht werden müssen. In den ersten Umsetzungen hat sich gezeigt, dass die entscheidende Nahtstelle zwischen den autarken Anlagenmodulen liegt. Diese können konventionell aufgebaut sein, also mit Kopfsteuerung und dezentralen I/Os, diese können aber auch aus CPS aufgebaut sein. Was sie in jedem Fall auszeichnet, ist, dass diese Module im Fertigungsablauf einen in sich vollständigen Service am realen Objekt durchführen. Der Aufbau der Module kann auch jetzt noch konventionell erfolgen, ohne die Vorteile von «Industrie 4.0» zu gefährden. Module sollen in einer Fertigung an unterschiedlichen Orten extrem einfach und vor allem schnell in den Fertigungsprozess integriert werden. Und es sollen an diesen Orten unterschiedliche Module eingesetzt werden können. Mit diesen zwei Kernforderungen erhält die Verkabelung einen anderen Charakter. Der Einsatz an verschiedenen Orten führt zur Grundeinrichtung, und die Verwendung mit unterschiedlichen Modulen zum Grunddienst. Die Verkabelung wird zur Infrastruktur.

Connect 2 Expertise

Reliability

Innovation

Wie wird die Infrastruktur der Industrie 4.0-Fertigung aussehen? Die Infrastruktur der Smart Factory befindet sich in der Definitionsphase. Sowohl für die IT als auch für die Automatisierung kommt Ethernet zum Einsatz. Im Office-Gebäude besteht dazu eine anwendungsneutrale Verkabelung nach ISO/IEC 11801. Diese Norm beschreibt, wie eine passive Netzwerkinfrastruktur aufzubauen ist. Überträgt man diese Betrachtung auf die Produktionsanlage, so sollen unterschiedliche Module in das Netzwerk integriert werden. Dazu müssen alle Lebensadern der Industrie berücksichtigt werden. Das sind: die Kommunikation, die 400-Volt-Power, Druckluft, Hilfsenergien und weitere Signale. Die benötigten Verbindungen sind also mannigfaltig, und ein einfaches Plug and Produce wird erst dann möglich, wenn diese in eine Schnittstelle, einen Steckverbinder, integriert werden. Han-Modular® stellt hier durch den modularen Aufbau alle Lebensadern zur Verfügung. Mit der Standardisierung der Modulschnittstelle ist bereits ein entscheidender Schritt gemacht. Doch zum Aufbau einer Infrastruktur gehört mehr. Im Falle der industriellen Produktion muss die Modulschnittstelle unterschiedlichste Funktionen bieten, damit ein einfacher und vor allen Dingen sicherer Betrieb möglich wird. Neben der Modulanschluss-Schnittstelle sind dies das Management bzw. die Diagnose, das Identifizieren der Module, Energiemessung und Energie-Schalten, eine Absicherung der 400 Volt sowie Safety und Kommunikation in Echtzeit. Diese Funktionen können durch aktive Netzwerkkomponenten sichergestellt werden. Harting treibt die Entwicklung dieser Industrie-4.0-Infrastruktur-Komponenten intensiv voran. Die Harting smart Power Network Unit führt etwa das Thema der Administration von Kommunikation und Power zusammen. Diese Infrastrukturkomponente unterstützt mit der Linie und dem Ring die industrietypischen Topologien und spannt so eine Infrastruktur auf, die den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Fertigungsmodule ermöglicht.

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AUTOMATION STECKVERBINDER

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er Steckverbinder-Spezialist Multi-Contact präsentiert aktuelle Produkte und technologisches Know-how rund um die Verbindungstechnik auf der diesjährigen Motek in Stuttgart. Im Brennpunkt des Interesses steht das modulare Steckverbinder-System CombiTac.

Zu den Einsatzmöglichkeiten der modularen Steckverbinder gehören industrielle Automation, Robotik sowie automatisierte Fertigungslinien, zum Beispiel in der Automobil-Produktion. CombiTac fasst alle Verbindungen in einem einzigen, auf den Einsatzfall zugeschnittenen Mehrfachsteckverbinder zusammen und ist so die unkomplizierte Alternative zu vielen Einzelverbindungen. Mit einer garantierten Zahl von 100 000 Steckzyklen sind die Steckverbinder prädestiniert für häufige Umrüstvorgänge, ohne dabei ihre Qualitäten einzubüssen. Die schwimmende Montage bei automatisierten Docking-Vorgängen gleicht Winkelabweichungen aus und ermöglicht Blindstecken. In einem CombiTac-Rahmen können Leistungskontakte mit

Bussteckverbindern, Signalkontakten, Thermopaaren, KoaxLeitungen, Faseroptik sowie Verbindern für Flüssigkeiten und Druckluft beliebig kombiniert werden. Ein Konfigurator-Tool gibt die Übersicht über alle verfügbaren Steckmodule und hilft bei ihrer Kombination zu einem kompakten HybridSteckverbinder. Kundenspezifisch konfektionierte Steckverbinder können als komplett geprüfte Baugruppe ausgeliefert werden. Mit CombiTac werden Roboter, Werkzeugwechsler, Stanzmaschinen, Verpackungsmaschinen, Steuer- und Versorgungseinheiten und auch Schweissmaschinen angeschlossen. Die kompakte Bauform lässt dem Anwender viele konstruktive Freiräume, 3D-STEP-Dateien erleichtern die technische Einplanung. CombiTac-Steckverbinder sind geschaffen für den rauen Betriebsalltag mit Vibrationen und heftigen Stössen und sind beständig gegenüber hydraulischen Ölen. Multi-Contact auf der Motek: Halle 5, Stand 5220 Multi-Contact AG, www.multi-contact.com

The perfect match FIRMENBEITRAG: Der Steckverbinder-Spezialist Multi-Contact präsentiert aktuelle Produkte und technologisches Know-how rund um die Verbindungstechnik auf der diesjährigen Motek in Stuttgart. Im Brennpunkt des Interesses steht das modulare Steckverbinder-System CombiTac. CombiTac in Gehäuseversion mit Kabel am Fuss eines Roboters: Hohe Verbindungsqualität auf kleinstem Raum.

Diese kompakte CombiTacKonfiguration für eine Automations­anwendung vereint Leistungs- und Signalkontakte.

Multi-Contact liefert konfektionierte Steckverbinder mit Anschlusskabeln als komplett geprüfte Baugruppe.

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Bei dieser Fräsmaschine werden verschiedene Spindelköpfe mit Fräswerkzeug über eine Dockingplatte mit zwei ComibTac-Steckverbindern (Leistung, Signale und Datenbus) und Stäubli-Hydraulikkupplungen verbunden.

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Fragen an Thomas Spindler, Leiter Vertrieb Aussendienst und Marketing bei Multi-Contact Deutschland. Herr Spindler, welche bedeutenden Trends sehen Sie im Bereich der Steckverbinder derzeit? Spindler: Die Zeiten, in denen man zwischen Hochstromsteckern, Signalsteckverbindern und Pneumatik-Kupplungen unterschied, sind vorbei. Die Industrie fordert, dass alle Verbindungsarten in einem Steckverbinder zusammenfasst werden können. Ausserdem wollen die Anwender keine Kompromisse in Bezug auf Bauform und Handling eingehen und verlangen nach massgeschneiderten Lösungen. Was hat Ihrer Meinung nach diesen Trend ausgelöst? Spindler: In der Produktion vollzieht sich derzeit ein Wandel weg von der gross angelegten Serienproduktion hin zur flexiblen Fertigung mit sehr kleinen Stückzahlen. Dies verlangt, dass in den Fabriken öfter umgebaut wird. Die Fertigungseinrichtungen sind modular aufgebaut und miteinander verkettbar. Damit die Rüstzeiten nicht zu einem Problem werden, kommt der Verbindungstechnik eine wachsende Bedeutung zu. Was wird konkret von den Steckverbindern verlangt? Spindler: Viel, ein Steckverbinder muss in seinem Gehäuse wirklich alles beherbergen, vom Leistungskontakt über Bussteckverbinder, Signalkontakte, Thermopaare, KoaxLeitungen, Faseroptik sowie Verbindern für Flüssigkeiten und Druckluft. Steckverbinder müssen einfach und verwechslungssicher zu handhaben sein. Bei automatisierten Docking-Vor­gängen wird schwimmende Montage vorausgesetzt, sie gleicht Winkelabweichungen aus und ermöglicht Blindstecken. Die Steckverbinder müssen immun sein gegenüber Belastungen wie Stoss, Vibration, aber auch dem Kontakt mit hydraulischen Ölen. All dies sind Eigenschaften des modularen Steck­verbindersystems CombiTac von Multi-Contact. Wie viele Steckzyklen muss ein Steckverbinder garantieren? Spindler: Möglichst viele natürlich. Steckverbinder sollte man nach der Montage einfach «vergessen» können. Der Ausfall einer Verbindung ist nicht zu tolerieren, denn er hätte schlimmstenfalls den Stillstand der Produktion zur Folge. CombiTac ist als echter Dauerläufer ausgelegt für mehr als 100 000 Steckzyklen ohne Beeinträchtigung der elektrischen Werte. Wo geht die Reise hin bei Steckverbindern? Spindler: Steckverbinder werden kompakter und leichter. Auch wird in Zukunft mehr auf die verwendeten Materialien geachtet. Multi-Contact verzichtet bei einigen Serien bereits auf die Verwendung von Beryllium. Und Steckverbinder müssen immer höhere Datenmengen sicher übertragen können, wie beispielsweise bei Gigabit Ethernet. Was ist Ihr wichtiges Anliegen auf der Motek? Spindler: Wir präsentieren uns als kreativer Entwicklungsund Produktionspartner der Industrie. Wir kooperieren mit unseren Kunden an vorderster Front und bekommen so die Impulse für die Produkte von morgen. Und durch die Produktion und den Test konfektionierter Steckverbinder und kompletter Baugruppen übernehmen wir einen grossen Teil der Verantwortung für die Verbindungstechnik und somit für die Funktion einer Maschine oder Anlage. 9 | 2015aktuelletechnik.ch


AUTOMATION TOP-INFO

Fehlverdrahtungen vermeiden und Platz sparen

Mit den neuen EtherCAT-Steckmodulen der EJ-Serie bietet Beckhoff bewährte I/O-Technologie, gepaart mit der notwendigen Prozesssicherheit in einem ultrakompakten Formfaktor.

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ie EtherCAT-Steckmodule basieren elektronisch auf dem bekannten EtherCAT-I/O-System und lassen sich durch ihre Bauform direkt auf eine Leiterkarte aufstecken. Die Leiterkarte als anwendungsspezifisches Signal-DistributionBoard verteilt Signale und Spannungs­ver­ sorgung auf einzelne applikationsspezifische Steckverbinder. In der Folge kann die Feldseite vollständig konfektioniert an das SignalDistribution-Board angeschlossen werden. Potenzielle Fehlerquellen im Rahmen der aufwendigen Einzeladerverdrahtung entfallen, wo­durch sich neue Möglichkeiten für den Einsatz in der sicherheitskritischen Prozesstechnik eröffnen.

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Das Signal-Distribution-Board kann wahlweise vom Anwender oder durch Beckhoff speziell entwickelt werden. Somit kann auf spezifische Anforderungen Rücksicht genommen werden, um die für die Anwendung optimale Leiterkarte zu erstellen. Am Beispiel einer Applikation im explosionsgefährdeten Bereich der Zone 1 werden die Vorteile des EJ-Systems deutlich. Druckfeste Gehäuse (Ex d) können durch den geringen Platzbedarf des EJ-Systems kleiner projektiert werden, um Kosten einzusparen oder bei gleichem Volumen eine höhere Anzahl an I/O-Kanälen oder anderweitigen Komponenten aufnehmen. Das Risiko der Fehlverdrah-

tung im Austauschfall ist auf ein Minimum reduziert, da sowohl die EtherCAT-Steckmodule als auch die Kabelbaum-Steckverbinder Codiermöglichkeiten bieten. Die gesamte Vielfalt des Beckhoff-I/O-Portfolios, inklusive funktionaler Sicherheit (Safety), lässt sich mit der EJ-Serie extrem kompakt realisieren. Durch die Steckbarkeit können weiterhin Optionen angeboten werden, die nur bei Bedarf genutzt werden. Neben der Installation vereinfacht das EtherCAT-Steckmodul-System auch die Wartung. Beckhoff Automation AG www.beckhoff.ch

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Intelligente Anlagenkonzepte verlangen einen ungehinderten Datenaustausch mit der Prozessebene. Bereits seit einigen Jahren lassen sich mit der feldbusunabhängigen Punkt-zu-Punkt-Verbindung IO-Link-Signale und Daten jedweder Art zwischen installierten Devices und der Steuerungsebene übertragen und dies zuverlässig und in beiden Richtungen. Für alle Fälle genügt dazu ein standardisiertes Dreidrahtkabel. Mit dem auf IO-Link auf-

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Device Manager erlaubt direkten Zugriff auf alle IO-Link-Geräte im Netzwerk

Drei Brands, ein Ziel: TM Connecting Devices

bauenden neuen Device Manager von Balluff ist nun erstmals zentrales Überwachen, Parametrieren und Testen der gesamten IO-Link-Prozessperipherie möglich, von nahezu jedem beliebigen Punkt und parallel zum Steuerungssystem. Das verkürzt die Inbetriebnahmephase drastisch. Balluff Sensortechnik AG www.balluff.com

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Blitzstromableiter Die Blitzstromableiter Flashtrab-SECHybrid von Phoenix Contact sind die weltweit ersten steckbaren, netzfolgestromfreien Typ-1-Blitzstromableiter mit integrierter Ableitervorsicherung. Die Produkte basieren auf der Safe Energy Control Technology (SEC) von Phoenix Contact, die es ermöglicht, selbst höchste Ableitströme sicher zu beherrschen. Mit dem neuen Push-Pull-Mechanismus sind die Stecker der Schutzgeräte einfach zu

ziehen und verrasten nach dem Einstecken vibrationssicher im Basiselement. Durch die integrierte Vorsicherung erfolgt die Installation dieses Blitzstromableiters einfach und flexibel. Im Vergleich zu Installationen mit separaten Vorsicherungen sparen die neuen Geräte bis zu 60 % Platz sowie Verdrahtungsaufwand und ermöglichen eine freie Wahl des Einbauorts. Der Typ-1-Blitzstromableiter ist für den vorsicherungsfreien Einsatz in 230/400-VStromversorgungssystemen geeignet. Phoenix Contact AG www.phoenixcontact.ch

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AUTOMATION

WLAN/3G Router

Dynamische Anwendungen B & R treibt die herstellerunabhängige Kommunikation mit OPC UA weiter voran. Das Unternehmen hat einen PLCopen-Funktionsbaustein entwickelt, mit dem sich dynamische Anwendungen auf Basis von Daten beliebiger OPC UA Server problemlos umsetzen lassen. Mit dem Browsing-Funktionsbaustein kann ein OPC UA Client abfragen, welche Variablen auf einer Steuerung vorhanden sind. Diese Variablen können anschliessend bei Bedarf abonniert werden. Bisher war das nur möglich, wenn Name und Struktur der Variable vorab bekannt waren. Browsing ermöglicht zum Beispiel dynamische Visualisierungslösungen, die sich automatisch an die Maschine anpassen. Da die Kommunikation über OPC UA läuft, funktioniert dieser Prozess herstellerunabhängig. B & R Industrie-Automation AG www.br-automation.com

Mit den neuen Wireless Routern WDR-3124A von Moxa lassen sich WLAN- und 3G-Mobilfunk-Netze auf eine innovative Art in Kombination nutzen. Der Router ermöglicht zum Beispiel bei mobilen Teilnehmern eine automatische Umschaltung von WLAN auf 3G, falls kein WLAN-Netz mehr verfügbar ist. Oder der WDR3124 übernimmt eine Relais-Funktion, um Daten aus dem Feld via WLAN zu empfangen und von dort über das Mobilfunknetz an eine zentrale Leitstelle zu übermitteln. Die Router sind auf der WLAN-Seite mit einer 802.11n-Schnittstelle ausgerüstet, welche mit 2,4 oder 5GHz kommunizieren kann. Auf der Mobilfunk-Seite (Cellular) steht eine 3G-Schnittstelle zur Verfügung, welche bis HSPA unterstützt. Um eine maximale Verfügbarkeit des Mobilfunk-Netzes zu gewährleisten, kann der WDR-3124A zwei SIM-Karten aufnehmen. Omni Ray AG www.omniray.ch

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Gewinnspiel

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Gewinnen Sie mit « – aktuelle technik» eine Flasche Champagne Lanson Black Label Brut. Die Teilnahme ist einfach: Lösen Sie das Sudoku und übertragen Sie die drei Lösungszahlen inkl.Anschrift in das vorbereitete Formular unter www.aktuelletechnik.ch/sudoku. Alternativ schicken Sie die Lösungszahlen an: peter.jankovics@blverlag.ch

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Teilnahmeschluss ist der 16. Oktober 2015. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise sind nicht übertragbar. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

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Starke Lösungen für Industrieschränke.

Mit unseren Schrank- und Gehäuselösungen von namhaften und führenden Herstellern bieten wir Ihnen ein umfangreiches Angebot, mit welchem Sie Ihre individuellen Bedürfnisse perfekt abdecken können – vom Kleingehäuse oder Baugruppenträger für die Elektronik über den anspruchsvollen Industrieschrank bis zum kompletten Rechenzenter. Massgeschneiderte Lösungen, die Ihnen totale Flexibilität erlauben. www.rotronic.ch

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Industrie-PC-Netzteil bietet 4kV-SurgeÜberspannungsschutz

Modulare Wartungseinheit

Mit dem neuen Industrie-PC-Netzteil BEP-530H stellt Bicker Elektronik ein robust und langlebig aufgebautes Schaltnetzteil vor. Das flache 1HE-Netzteil wurde für die zuverlässige Stromversorgung von lüfterlosen Industriecomputern im 24/7-Dauerbetrieb konzipiert und ist hierfür mit besonders hochwertigen Bauteilen ausgestattet. Das BEP-530H verfügt über eine sehr gute Spannungsregelung an allen Ausgängen und liefert im lüfterlosen Betrieb 250 Watt Dauerleistung, mit 10CFM-Luftstrom bis zu 300 Watt. Für den weltweiten Einsatz verfügt das Industrie-PC-Netzteil über einen Weitbereichseingang für 85 bis 264 VAC mit aktiver Leistungsfaktorkorrektur (PFC) sowie über die internationalen Zulassungen UL508 und TÜV EN60950-1. Zur Einhaltung der UL508-spezifischen Leistungsbegrenzung (LowVoltage Limited Energy Circuits) wird die Gesamtleistung des +12 V-Ausganges auf zwei separate 12 Volt-Stromschienen mit je 15 A max. Ausgangsstrom verteilt. Bicker Elektronik GmbH www.bicker.de

SMC unterstreicht seinen Anspruch, durch kontinuierliche Investition in Forschung und Entwicklung die Leistung und Funktionalität seiner Produkte stetig zu optimieren. Aktuelles Beispiel ist die neue modulare Wartungseinheit (FRL), die SMC in Hinblick auf geringere Wartungs- und Betriebskosten sowie eine verlängerte Lebensdauer komplett überarbeitet hat. Augenfällig ist die Aussenlackierung in modernem Urban White. Alle Module sind mit der Vorgänger-Serie kompatibel und dank eines neuen und verbesserten Zwischenstücks leicht und schnell auszutauschen. Zu den Highlights zählt der Behälter mit transparentem, doppelwandigem Behälterschutz aus Polycarbonat. Filterelement und Behälter bilden eine Einheit und punkten mit reduzierter Einbauhöhe. Vorteilhaft im Sinne der vorbeugenden Wartung ist die 360°-Sichtbarkeit des Kondensat-Füllstandes, praktisch und zeitsparend der verringerte Platzbedarf und der Austausch des Filters mit nur einem Handgriff. Ausserdem ist diese Bauweise leichter und beständiger gegen Rost und Korrosion. SMC Pneumatik AG www.smc.ch

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Auf Nummer sicher Die Messgeräte von Camille Bauer Metrawatt AG überzeugen durch vielseitige Leistung, maximale Präzision und absolute Zuverlässigkeit. In der täglichen Praxis finden sie Anwendung in vielen Bereichen der Mess-, Prüf-, Steuerungs- und Regeltechnik.

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AUTOMATION

Effiziente I/O-Lösung Die EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie sind die effiziente Lösung zur Umsetzung des Plattformgedankens bei Grossserien mit vielen Gleichteilen, ohne dabei die Möglichkeiten der Variantenbildung zu verlieren. Die EtherCAT-Steckmodule basieren elektronisch auf dem bekannten EtherCAT-I/O-System und lassen sich durch ihre Bauform direkt auf eine Leiterkarte aufstecken. Die Leiterkarte als anwendungsspezifisches Signal-Distribution-Board verteilt Signale und Spannungsversorgung auf einzelne applikationsspezifische Steckverbinder, um die Steuerung mit weiteren Maschinenmodulen zu verbinden. Die aufwendige manuelle Einzeladerverdrahtung, wie im klassischen Schaltschrankbau üblich, wird durch das Anstecken von konfektionierten Kabelbäumen substituiert. Die Stückkosten werden gesenkt und das Risiko der Fehlverdrahtung durch codierte Bauteile auf ein Minimum reduziert. Die klassische Schaltschrankverdrahtung bietet maximale Flexibilität und Erweiterbarkeit, die aber bei der Fertigung Hunderter annähernd gleicher Maschinen nicht benötigt werden. Stattdessen birgt die manuelle Verdrahtung von Grossserien eine Fehlerquelle und verursacht hohe Lohnkosten.

High Speed LÜTZE stellt sich dem immer grösser werdenden Bedarf an Datenmengen und präsentiert neben der geraden Ausführung, jetzt neu für beengte Platzverhältnisse, einen gewinkelten 8-poligen Cat.-6A-RJ45-Industriesteckverbinder. Der multiporttaugliche LÜTZE-RJ45-Steckverbinder ist aus einem extrem robusten und EMV-sicheren Vollmetallgehäuse gefertigt und eignet sich für den Anschluss unterschiedlichster Leitungstypen: Leitungen bis zu 19-adrigem Litzenaufbau, Manteldurchmesser von 5,5 bis 10 mm und Aderdurchmesser von 0,85 bis 1,6 mm sowie AWG 26–22 können angeschlossen werden. Mit seinem Arbeitstemperaturbereich von – 40 bis + 80 °C eignet sich der LÜTZE-Cat.-6A-Steckverbinder für den Einsatz in sehr rauen Industrieumgebungen. Typische Verdrahtungsanwendungen findet man im Schleppketteneinsatz, bei Industriekameras oder im Schaltschrank z. B. für Switches mit High-Density-Anschlüssen.

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK

VERPACKUNGSMASCHINE

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ohl jeder von uns hat schon das eine oder andere Mal im Internet Waren bestellt, egal ob beruflich oder privat. Und wohl ebenso jeder wundert – oder ärgert – sich über die mit Luftsäckchen oder Karton aufgefüllten zu grossen Päckchen, in die das eigentlich bestellte Produkt zu uns geliefert wird. Es wird also neben der Ware viel Luft verschickt. Dies macht Aufwand beim Versender, beim Transporteur wie auch beim Empfänger. Der niederländische Verpackungsspezialist neopost hat sich nun Abhilfe einfallen lassen; und zwar nicht einfach so, son-

dern weil er sich mit dem Verpacken von Sendungen hervorragend auskennt.

Von klein zu gross Da durch das Internet viele Briefe mittlerweile elektronisch abgewickelt werden und der Briefversand rückläufig ist, hat man sich bei neopost auf die eigenen Stärken konzentriert und die letzten 2 Jahre eine vollautomatische Verpackungsmaschine für Päckchen bis 15 kg entwickelt. Der Clou an der Sache: Die Maschine packt die zu versendenden Waren nur mit so viel Kartonumverpackung ein, wie nötig - ein Auffüllen mit «Luft» ist nicht mehr notwendig.

Massgeschneidert verpackt FIRMENBEITRAG: Der niederländische Spezialist Neopost hat eine Verpackungsmaschine entwickelt, welche die Umverpackung inline auf das Mass der Ware schneidet, verpackt, verklebt und labelt. Mit dabei: Antriebs- & Automatisierungstechnik von SEW-EURODRIVE. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Versender kann die Varianz an bevorrateten Standardkartons reduzieren, da die Maschine von neopost auf Mass arbeitet. Das Füllmaterial kann drastisch reduziert werden – erste Feldtests zeigen ein Einsparpotenzial zwischen 150 000 und 250 000 Euro pro Jahr. Auch entsprechende einfache Verpackungstätigkeiten können entfallen, was zwischen 150 000 und 300 000 Euro einspart. Durch die grössenoptimierten Umverpackungen können die Transporteure in gleichgrossen Gebindegrössen mehr Waren befördern, ohne dass es ein mehr an Lkw auf den Strassen benötigt.

Im Detail

Achssteuerung über MOVIAXIS®.

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Und das funktioniert so: Ein Logistiker bündelt die zu versendenden Produkte und scannt die Barcodes am Anfang des Prozesses ein. Damit ist die Vollständigkeit der Bestellung sichergestellt, und in der Software werden Empfänger und Sendung miteinander verbunden, damit im späteren Verpackungsprozess ein Roboter just-in-time die Rechnung der Sendung beilegen kann. Nach dem Zusammenstellen der Waren geht es zum nächsten Schritt. Hier werden die Waren durch einen 3D-Scanner geführt, der das Volumen des späteren Päckchens und damit das Schnittmuster der Umverpackung berechnet. Danach werden die Waren, zusammen mit der parallel geschnittenen Umverpackung, über ein kurzes Förderband in den Portalroboter geführt. Hier wird die Umverpackung in Windeseile aktuelletechnik.ch

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Druckwasserautomaten:

Stand der Technik – Drehzahlgesteuert, ökonomisch Portal am Ende des Prozesses, welches das Päckchen versandfertig verklebt.

Zur Regelung der Pumpenleistung wird die Drehzahl des Antriebsmotors verändert. Mehrpumpen-Regelung. Vollautomatisch und bedarfsabhängig ohne jegliche Zusatzgeräte.

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Ihre Vorteile: • Wahlweise Förderleistung im Spektrum der Pumpe und des Motors • exakte Förderleistung nach Bedarf • Pumpenabschaltung bei Menge 0 • Energiekostensenkung bis zu 70% im Teillastbetrieb

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Der SEW-Servogetriebemotor bewegt die Achse zum Auffalten des Kartons. www.schmersal.ch

um die Ware aufgefaltet und die Rechnung beigefügt, die direkt neben der Station ausgedruckt und über einen Pickand-Place-Roboter eingelegt wird. Direkt im Anschluss kommt das Päckchen eine Station weiter und wird so verklebt, dass es in den Versand kann. Vorher werden aber noch an der letzten Station der Adressaufkleber, die Frankierung und der Lieferschein angebracht. Nun ist das Päckchen bereit zur Transportoptimierung beim Transporteur.

Die Technik Um die Empfängerdaten und die zu versendenden Waren zu erhalten, ist die Verpackungsmaschine mit der ERP-Software des Logistikunternehmens verbunden. Die Schnittmuster werden von einer Software auf Basis des 3D-Scan innerhalb von einer Sekunde berechnet. Über die Servoumrichter MOVIAXIS® von SEW-EURODRIVE werden dann unter anderem die Schnittmesser mit der Applikation «Fliegende Säge» gesteuert, die inline aus dem 70-m-Endloskarton die jeweiligen Kartons schneiden. SEW-EURODRIVE steuert und bewegt den gesamten Prozess sowie die Portalroboter in X-, Y- und Z-Achse zum Aufrichten und Umverpacken der Ware sowie den Transport der Päckchen über die verbindenden Förderbänder. Zum Antrieb selber kommen hier unterschiedliche CMP-Servogetriebemotoren mit Servoplanetengetrieben des Typs PS.F, Servokegelradgetriebe vom Typ BS.F und Kegelradgetriebe, alle von SEW-EURODRIVE, zum Einsatz.

Eine unserer Innovationen. Flexibel. RFID Sicherheits-Sensor RSS 260: Kleine Bauform, große Applikationsvielfalt. n Universelle, mehrfach anlernbare oder individuelle Codierung n Erhöhter Manipulationsschutz durch RFID-Technologie n Unterschiedliche Betätigervarianten für typische Anbausituationen n Geeignet für Reihenschaltungen bis PLe / SIL 3 n Optional mit integrierter „AS-Interface Safety at Work“ Schnittstelle

Sicherheit vom Kompetenzführer.

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Neue Antriebsoption für Piezo-LEGS-Motorenserie DMC-30019 ist eine Einzelachsensteuerung, basierend auf der Konstruktion des renommierten Unternehmens Galil Motion Control, Inc. «Galil produziert High-End Controller, die weit verbreitet in Bereichen wie Halbleiter, Medizintechnik, Automatisierung und Forschung eingesetzt werden», sagt MarketingManager Olle Lindkvist. «Ingenieure weltweit können nun von der Vertrautheit mit der Galil-Steuerschnittstelle profitieren, wenn sie Systeme mit piezoelektrischen Motoren entwickeln. Der Piezo LEGS, zusammen mit der neuen DMC-30019, bietet herausragende Leistungen bei Hochpräzisionsanwendungen.» Der Motion Controller arbeitet autark oder kann per Ethernet mit dem PC verbunden werden. Zur Ausstattung gehören PIDRegler mit Geschwindigkeits- und Beschleunigungsvorsteuerung, Programmspeicher mit Multitaskfunktion für eine gleichzeitige Ausführung von vier Programmen und flexible, optisch isolierte Ein- und Ausgänge für die Synchronisation von Bewegungen mit externen Ereignissen. Betriebsarten sind: Punkt-zu-PunktPositionierung, Jogging, Konturierung, PV T, elektronische Getriebe und elek­tronische Kurvenscheibe.

FördersystemBaukasten Schnelle Planung, kurzfristige Inbetriebnahme, hohe Förderleistung: das Kettenfördersystem VarioFlow plus von Bosch Rexroth zielt auf eine schnelle Montage ab und überzeugt durch einen besonders leisen und wirtschaftlichen Betrieb. Die Wahl zwischen sechs Spur­grössen von 65 bis 320 mm, sieben Kettentypen und zwei Ausführungen in Alu und Edelstahl mit FDA-konformen Werkstoffen eröffnet ein breites Einsatzspektrum. Einmal geliefert überzeugt VarioFlow plus als anwenderfreundliches Baukastensystem auch mit einer schnellen Inbetriebnahme. Denn das Kettenfördersystem setzt sich aus standardisierten, lagerhaltigen Funktionskomponenten zusammen, die sich in Verbindung mit einer smarten Verbindungstechnik rasch montieren lassen. Bosch Rexroth Schweiz AG www.boschrexroth.ch

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Lösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge Die aktuelle ePowertrain-Technologie von SKF wurde entwickelt, um Herstellern von Hybrid- und Elektrofahrzeugen eine Senkung der Produktions- und Montagekosten zu ermöglichen. Der neuen Technologie kommt auch eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der CO2Emissionen und der Verbesserung der Reichweite zu. Zum SKF-ePowertrain-Portfolio gehören mehrere, teilweise aufeinander abgestimmte Produkte.

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Eines der Produkte aus dem Portfolio ist die SKF Rotor Positioning Sensor Bearing Unit, die eine verbesserte Steuerung von Dauermagnetmotoren erlaubt. Die leichte Kompakteinheit besteht aus einem reibungsarmen Lager und einem intelligenten Sensor. SKF GmbH www.skf.com

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ANTRIEBSTECHNIK / FLUIDIK

Langlebige Flender-Kupplung Mit der Flender N-Bipex erweitert Siemens sein umfangreiches Kupplungsportfolio um eine neue elastische Klauenkupplung. Sie wird in zehn Baugrössen aus hochwertigem Sphäroguss hergestellt. Die optimierte Nockengeometrie sowie neu entwickelte Elastomere mit hochwertigen Werkstoffen verbessern die Standzeiten der N-Bipex im Vergleich zu marktüblichen Kupplungen. Je nach Baugrös­se wird das Drehmoment um 10 bis 20 Prozent im Vergleich zu bisherigen Lösungen erhöht. Die Elastomere sind in drei Shore-Härten erhältlich. Sie erlauben einen Einsatz im Temperaturbereich von – 50 °C bis + 100 °C ohne

Minderung des Nenndrehmoments. Hauptsächlich finden Flender-N-Bipex-Kupplungen Anwendung in Applikationen mit Hydraulik und mit Getriebemotoren und somit im gesamten Maschinenbau; unter anderem in der Chemie-, Umwelt- und Stahlindustrie. Durch das angewandte Giessverfahren erhöhen sich die Freiheitsgrade für die Form­ gebung der Nocken. Somit ist es möglich, die Kontur so zu gestalten, dass die Flächen der Lastflanken optimal tragen. Siemens Schweiz AG www.siemens.ch

Linearachsen für den Reinraumeinsatz Die Phoenix Mecano Komponenten AG optimierte ihre ProfilLineareinheit RK Duoline für den Einsatz in Reinräumen und bietet jetzt spindel- und zahnriemen­ getriebene RK-Duoline-CleanLineareinheiten mit oder ohne Unterdruckanschluss in den gängigen Baugrössen 60 und 80 an. Insgesamt acht verschiedene Varianten wurden erfolgreich nach EN ISO 14644-1 getestet und erhielten die Zertifizierung für Reinräume der weltweit gültigen Klassen 1 (RK Duoline Clean 60 SU mit Unterdruckanschluss bei 0,5 m/s) bis 5 (RK Duoline Clean 80 Z ohne Unterdruckanschluss bei 0,5 m/s). Sämtliche dazu erforderlichen Tests zum Nachweis der Reinraumtauglichkeit wurden im Fraunhofer-Institut für Produk­ tionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart durchgeführt. Phoenix Mecano Komponenten AG www.phoenix-mecano.ch

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INDUSTRIE-INFORMATIK INTERVIEW

Ultraschnell kommunizieren  Mithilfe von Licht lassen sich Daten effizient und bei höchsten Datenraten übertragen. Jürg Leuthold, Leiter des Instituts für elektromagnetische Felder, erklärt, wie sich die Grenzen des Möglichen weiter verschieben. INTERVIEW: MARTINA MÄRKI

zum Jahr 2001 war uns eigentlich nur das Signal als Ganzes in der Form von «Licht ein, Licht aus» zugänglich. Doch dann hatten wir neue Bauteile, die uns eine bessere Codierung, die sogenannte Phasencodierung, erlaubten.

10 Gbit/s werden für den User zu Hause bald Realität, sagt Jürg Leuthold. Er arbeitet in seinem Labor mit den «schnellsten Lichtschaltern der Welt». Foto: Marvin Zilm

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ls Kinder haben wir uns im Dunkeln mit An- und Ausschalten der Taschenlampe Morsesignale zugeschickt. Um was geht es heute? Tatsächlich sind Sie mit diesem Prinzip schon ziemlich weit in der Moderne angelangt. Denn bis zum Jahr 2005 haben wir in der optischen Kommunikationstechnik eigentlich immer nur nach dem Prinzip gearbeitet: Das Signal, also das Licht, ist da – das entspricht einer Eins, oder das Signal beziehungsweise das Licht ist nicht da – das entspricht einer Null. Das Einzige, was sich bis zum Jahr 2005 änderte, waren die Schaltgeschwindigkeiten. Es wurde alles immer schneller. Ein wichtiger Schritt zur immer schnelleren Datenübertragung war die Verwendung von Glasfaserkabeln. Richtig. Statt Elektronen wie im alten Kupferkabel werden heute Photonen, also Lichtteilchen, durch das Glasfaserkabel gejagt. Es

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können so viel mehr Informationen pro Zeiteinheit übertragen werden. Im Jahr 1996 hat man es zum ersten Mal geschafft, 1 Terabit pro Sekunde zu übertragen, indem man Licht an- und ausgeschaltet hat – besser gesagt 1 Billion Mal oder 1012 Mal pro Sekunde anund ausgeschaltet hat. Damit hatte man eine neue Schallmauer durchbrochen. Aber das war noch nicht das Ende? Im Jahr 2001 wurde in der Fachzeitschrift «Nature» eine wichtige theoretische Arbeit zur maximal möglichen Übertragungskapazität in der Glasfaser veröffentlicht. Die Arbeit legte nahe, dass die maximal mögliche Übertragungsrate bei etwa 100 Terabit pro Sekunde liegen müsste. In der Praxis galt das jedoch als unerreichbar. Man rechnete mit einer bestmöglichen Übertragung von 10 Terabit pro Sekunde. Noch im gleichen Jahr realisierten wir, dass es auch in der Optik möglich ist, Licht anders zu codieren als bisher üblich. Bis

Was heisst das genau? Licht ist eine Welle. Die Phase einer Welle gibt an, zu welchem Zeitpunkt der Wellenberg und das Wellental gesendet werden. Man könnte innerhalb einer Welle zum Beispiel zuerst den Berg und dann das Tal senden oder umgekehrt. Das ist Information. Die Schwierigkeit ist aber diese: Die Lichtwelle, von der wir sprechen, oszilliert pro Sekunde etwa 200 Billionen Mal. Auf so einer Lichtwelle nun auch noch die absolute Phase zu detektieren, erschien damals vielen unmöglich. Was war Ihr Beitrag? Ich war damals bei den Bell Labs in den USA tätig. Ein Kollege und ich hatten Glück – wir kannten nämlich die Theorien nicht, welche die Unmöglichkeit der Phasencodierung in der optischen Kommunikation nahelegten. Wir kamen auf die Idee, nicht die absolute Phase, sondern die relative Phase von einem Bit zum nächsten zu messen. Das ist viel einfacher. Das Codierverfahren ist unter dem Namen «Differential Phaseshift Keying» bekannt. Ich hatte dafür bereits einen speziellen Empfänger gebaut. Und das hat funktioniert? Wir konnten mit unserer Methode den damaligen Weltrekord in der Datenübertragung auf einen Schlag um den Faktor zwei überbieten. Seit 2005 gingen die ersten Netze aktuelletechnik.ch

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mit Differential Phaseshift Keying in Betrieb. Seither werden auf den Datenautobahnen der grossen Netzwerkbetreiber vor allem phasencodierte Signale ßbertragen, und das Zeitalter des Licht ein – Licht aus neigt sich dem Ende zu. Vor etwa vier Jahren hat man zum ersten Mal 100 Terabit pro Sekunde in einer einzigen Glasfaser ßbermittelt. Was man also vor zehn Jahren zwar als theoretisch machbar, aber praktisch fßr unmÜglich hielt, wurde erreicht und inzwischen sogar ßbertroffen. Was sehe ich als Privatanwender davon? Gehen Sie in Gedanken 15 Jahre zurßck. Mit etwas Glßck konnten Sie damals an Ihrem Desktop-Computer 128 Kilobit pro Sekunde empfangen. Heute kÜnnen Sie mit Glasfaseranschluss ein Gigabit pro Sekunde haben. Innerhalb von 15 Jahren hat der Privatanwender also fast 10 000 Mal mehr Bandbreite zur Verfßgung. Stellen Sie sich das einmal auf einem anderen Gebiet vor: Sagen Sie Ihrem Autohersteller, er mßsse Ihr Auto 10 000 Mal schneller machen oder 10 000 Mal energieeffizienter. Und woran arbeiten Sie heute? In der Kommunikationstechnologie liegen die Signale zuerst elektrisch vor. Fßr die optische Kommunikation mßssen wir das elektrische Signal auf ein optisches Laser-Signal bringen. Dazu brauchen wir sogenannte Modulatoren, die ein elektrisches Signal in ein optisches Signal konvertieren. Die Standardmodulatoren in der optischen Telekommunikationstechnik sind etwa zehn Zentimeter lang und zwei Zentimeter breit. Sie verarbeiten bis zu 40 Gigabit pro Sekunde und verbrauchen pro codiertes Bit fßnf Picojoule an Energie. Das scheint wenig Energie, aber wenn Sie das 40 Milliarden Mal pro Sekunde machen, dann ist es eben nicht mehr ganz so wenig – vor allem, wenn Sie bis zu tausend dieser Modulatoren in einem Raum einsetzen. Wir haben neue Modulatoren entwickelt und diese auf einen Millimeter GrÜsse und weniger reduziert. Sie sind ausserdem wesentlich schneller und brauchen nur noch einen Bruchteil der Energie.

Wie ist es Ihnen gelungen, die Modulatoren so klein, leistungsstark und energieeffizient zu machen? Wir arbeiten nicht mehr mit Licht, sondern mit Plasmonen. Die Information liegt nur noch in der Glasfaser als Lichtsignal vor. Sobald das Signal auf den Chip kommt, konvertieren wir dieses in ein Plasmon. Beim Plasmon handelt es sich um eine Oszillation von Elektronen, die aber mit der Frequenz des optischen Lichts oszilliert. Diese Plasmonen lassen sich – weil es sich um Elektronen und nicht um Photonen handelt – viel einfacher manipulieren. Die Plasmonen werden geschaltet und einen Bruchteil einer Pikosekunde später wieder in ein Lichtsignal konvertiert und in die Glasfaser gefßhrt, jetzt aber mit Information versehen. Welche Vorteile bringt diese Miniaturi­ sierung? Nun kÜnnen wir uns vorstellen, Optik und Elektronik auf den gleichen Chip zu bringen. Das war bisher wegen der unterschiedlichen GrÜssenverhältnisse nicht mÜglich. Generell sind die Bauteile der optischen Hochleistungskommunikation noch vergleichsweise zu gross. Ein Terabit-Transmitter beispielsweise benÜtigt viel Platz. Wenn 1000 davon in einer zentralen Vermittlungsstelle untergebracht werden sollen, bräuchte man ein ganzes Haus. Auch der Energieverbrauch wäre mit allen Zusatzkomponenten nicht zu meistern. Deshalb ist Miniaturisierung ein Muss. Datenverkehr verlagert sich mehr und mehr in die Mobilkommunikation. Was bietet Ihre Forschung hier? Die grossen Datenmengen, die der Kunde in Zukunft verlangt, werden auch in der Mobilkommunikation neue Ansätze notwendig machen. Optische Technologien sind fßr hohe Bit-Raten besonders gut geeignet. Im Bereich Mobilkommunikation werden wir uns bald nicht mehr mit den ßblichen Mikrowellen auseinandersetzen, sondern mit Wellen, die 100 bis 1000 Mal schneller oszillieren. Wir sprechen vom Zeitalter der Terahertz-Technik. Da wollen wir auf jeden Fall fßhrend dabei sein. ETH Zßrich www.ethz.ch

Globe 02/2015, Magazin der ETH ZĂźrich.

Winzig und effizient: Jßrg Leuthold und sein Team ent­wick­eln neue Modulatoren zur Umwandlung von elektrischen Signalen in Lichtsignale. HerkÜmmliche Modulatoren sind 10 Zenti­meter gross und codieren 40 Gigabit pro Sekunde. Die neue Generation von Modulatoren, die Jßrg Leuthold mit seinem Team entwickelt hat, ist noch Mikrometer klein und dennoch äusserst leistungsfähig und energieeffizient. Foto: Antal Thoma

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«Der Kampf um die Freiheit» oder

«Die ultimative Maschine» Teil 2

Ein zweiteiliger Walk &Talk mit Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH, eines Unternehmens, das in der Forschung und Entwicklung rund um intelligente Algorithmen und Big Data tätig ist. In ihrem Buch «Sie wissen alles», das 2014 erschien, klärt Hofstetter darüber auf, wie intelligente Algorithmen auf Basis enormer Datenmengen, die heute über jedermann gesammelt werden, zunehmend den Menschen analysieren mit dem Ziel, menschliches Verhalten zu prognostizieren und zielgerichtet zu steuern. INTERVIEW: HEIKE HENZMANN, BILDER: HOLGER JACOB

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INDUSTRIE-INFORMATIK WALK AND TALK

Fortsetzung von Ausgabe 08/2015. Was sind Software-Agenten und welche Rolle spielen sie bei der Digitalisierung unserer Gesellschaft? Yvonne Hofstetter: In unserer Sprache sind Agenten Software-Prozesse. Als «Multi-Agenten» bezeichnen wir dezentrale also verteilte künstliche Intelligenzen, die zu eigendynamischem Verhalten fähig sind und die miteinander kommunizieren und kooperieren, um ein Problem gemeinsam zu lösen. Beispiel: Ihr «smart home» kann mit Agenten vollgestopft sein. Diese sitzen auf Ihrer Heizung, Ihrem Solarpanel, Ihrer Stromversorgung. Nehmen wir an, das infrastrukturelle Stromnetz – das «smart grid» - arbeitet auch mit Software-Agenten. Dann werden diese Agenten miteinander über Ihre Stromversorgung verhandeln. Das Extremszenario ist, dass nicht mehr Sie entscheiden, ob Ihre Verbrauchsstelle gerade elektrischen Strom eingespeist bekommt und woher, sondern intelligente Agenten. Und wenn Sie nachts das Licht einschalten wollen, geht das vielleicht nicht, denn die beteiligten Agenten haben ermittelt, dass Sie jetzt eigentlich keinen Strom brauchen, weil Sie schlafen sollten und nutzen den von Ihnen nicht genutzten Strom anderweitig, sie speichern ihn etwa. Nicht anders bei den Industrieanlagen. Anlagenbauer und -betreiber gehen immer stärker dazu über, ihre Anlagensteuerungen auf künstliche Intelligenz zu übertragen. Irgendwann verhandeln also die künstlichen Intelligenzen des Stromversorgungsnetzes und die der Anlage gemeinsam über den Anlagenbetrieb. Das ist ein realistisches Szenario der nahen Zukunft. Als berufstätige Menschen machen wir uns damit langsam Stück für Stück überflüssig. Wofür ist der Mensch noch gut? Wofür sind diese Blumen und Pflanzen hier um uns gut? Kann man moralisches Handeln einbauen in intelligente Maschinen? Kaum, denn die Frage ist: welche Moral aus welchem Kulturkreis? Und kann man Maschinen Konzepte der Moral lehren? Nein, heute noch nicht. «Industrie 4.0» wird stark von der deutschen Bundesregierung gefördert. Erst kürzlich konnte man Angela Merkel bei der Eröffnung der Hannover Messe sehen, die ganz unter dem Motto dieser Technologie stand. Was denken Sie darüber? In einem Vortrag, den ich kürzlich besucht habe, wurde ein SAP-System mit ein paar Sensoren, die Feeds von Twitter empfangen konnten, als «Industrie 4.0» angepriesen. Das ist doch kein «Industrie 4.0»! Das sieht eher nach «Industrie 2.0» aus. «Industrie 4.0» sind vernetzte Maschinen, die einen Industrie«prozess» selbstständig regeln und optimieren, nicht ein SAP-System, das mit einigen Sensoren versehen ist. «Prozess» in Gänsefüsschen, denn im Industrial Internet of Things, so der international genutzte Begriff, 9 | 2015aktuelletechnik.ch

werden Prozesse durch einen Regelkreis ersetzt – eben durch Stimulus und Response der Kybernetik. Big Data, Internet der Dinge – allem gemeinsam ist die massiv erhöhte Flexibilität unseres industriellen Alltags. Klassische Geschäftsprozesse werden durch dynamische Echt­zeit-Regelkreise ersetzt. Das ist die Disruption, mit der die Industrie umgehen lernen muss. Stattdessen behaupten einige deutsche ITExperten, wir Kritiker von Big Data würden übertreiben. Dass mit den gesammelten Daten doch gar nichts gemacht würde. Und dass künstliche Intelligenz nur regelbasiert programmiert sei. Wenn ich so etwas höre, muss ich amerikanischen Investoren recht geben: Deutschland lebt in Bezug auf IT-Zukunftsvisionen und digitale Schlüsseltechnologien hinter dem Mond. Sie glauben nicht an den digitalen Standort Deutschland. Entgegen den Bedenken ausländischer Investoren ist die Bundeskanzlerin wohl der Ansicht, wir hätten den Anschluss bei der Gentechnik verpasst, beim Fracking verpasst, und nun sollten wir ihn bei Big Dara auf keinen Fall verpassen. Deswegen bittet sie alle Bedenkenträger, auf die Seite zu treten. Da fühle ich

mich fast persönlich beleidigt. Denn was wir mit unserer Kritik an Big Data tun, das ist nicht Kulturpessimismus, das ist einfach erforderliche Ingenieurarbeit. Wie darf man das verstehen? Werfen wir einen Blick auf das V-Modell XT. Das V-Modell XT ist ein Vorgehensmodell für die Einführung von IT-Systemen bei der Bundeswehr. Ein Kapitel lautet «Bedrohungsund Gefährdungsanalyse». Es besagt, dass ich mir als Ingenieur Gedanken machen muss, bevor ich eine Technologie einführe, darüber, was diese Technologie genau macht, mit dem Individuum, mit der Gesellschaft. Ist eine Bedrohung erkennbar? Eine Gefährdung? Wie kriege ich die Risiken ingenieurmässig in den Griff? Welche Gegenmassnahmen muss ich ergreifen? Aber in der Politik finden sich keine Ingenieure, also auch kein ingenieurmässiges Handeln. Warum ist das so? Nein, in der Politik finden sich kaum Ingenieure. Ingenieure, die ganz nah an einer technologischen Entwicklung dran sind, die können es sich nicht leisten, für die Dauer

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einer Parlamentarierkarriere von vier Jahren rauszugehen aus ihrem Job und sich politisch zu engagieren. Die haben es anschliessend sehr schwer, wieder zurückzukommen. Und für Wissenschafter ist dies gar ganz unmög­ lich. Das ist der Tod ihrer Wissenschafts­ karriere. Deshalb mache ich Politikberatung in meiner Freizeit, ehrenamtlich. In Österreich gibt es eine sehr interessante interministerielle Arbeitsgruppe. Diese Arbeits­ gruppe definiert, was kritische Infrastrukturen sind und unter­ sucht die Angreifbarkeit dieser kritischen Infrastrukturen im digitalen Zeitalter und wie sie geschützt werden müssen. Ich habe dort eine junge Juristin gesprochen, die sagte ganz klar: «Wissen Sie, ich bin zwar Teil der Arbeitsgruppe, ich muss die Technologie regulieren, aber sie interes­ siert mich überhaupt nicht.» Das ist ein Pro­ blem. Wie will man mit solch einer Auffassung ein Gesetz formulieren, das vielleicht für die nächsten 10 Jahre halten muss?

Das heisst natürlich nicht, dass wir nicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen brauchen, die auch in der Digitalisierung die Rechte des Menschen schützen und seine Selbstbe­ stimmtheit. Doch die Frage ist, ob Menschen darauf künftig überhaupt noch Wert legen.

Bedingungen anpassen, damit sie nicht stän­ dig neu geschrieben werden muss. Die Soft­ ware schreibt sich also selbst um und passt sich an. Jeder deutsche IT-Experte sagt, das geht nicht. Doch. Doch, das geht. Und auch wir bieten auf das DARPA-Projekt an – weil aktuell kaum jemand als die USA mit der künstlichen Intelligenz, die mein Team hervorbringt, etwas anzufangen weiss. Deshalb spre­ chen die Amerikaner Technologen ohne technologische Heimat an, um so ihren globalen Technolo­ gievorsprung zu wahren.

«Wenn intelligente Maschinen der Motor des Informationskapitalismus sind, ist Big Data ihr Treibstoff und das Internet ihr Chassis.»

Welches konkrete Missbrauchsszenario auf eine kritische Infrastruktur ist denkbar, und wie kann man sich schützen? Werfen wir einen Blick in die Finanzindus­ trie. Seit 2006 gibt es den Hochfrequenzhan­ del. In den USA werden 70 – 80 Prozent aller Transaktionen von Maschine zu Maschine abgearbeitet. In diese maschinelle Parallelwelt greift kein Mensch mehr ein. Finanzprofis nennen das ein perverses System. Seit es den Hochfrequenzhandel gibt, gab es 18 500 ultraschnelle Flash Crashs, die so schnell vonstattengingen, dass das menschliche Auge sie gar nicht mehr wahrnehmen konnte. Ein Preis rauscht in die Tiefe und erholt sich wieder – binnen Millisekunden. Es kann aber auch sein, dass der Preis unten hängen bleibt, ausgelöst von elektronischem Handel. Wie kann das passieren? Ausgelöst hat den Hoch­ frequenzhandel eine Regulierungsvorschrift der Regulierungsbehörde SEC, Security Ex­ change Commision. Diese Regel lautete: «Wenn ein Investor an der Börse eine Aktie handeln will, dann muss er immer den besten Preis erhalten.» Diese Regel war der Stimulus, der den Response auslöste: «Jetzt geht es um Geschwindigkeit.» Das war der Auslöser des Hochfrequenzhandels. Ein analoges qualita­ tives System, das die Dinge gesetzlich regelt, versagt hier. Hier muss man digital quantita­ tiv eingreifen, das heisst, man muss algorith­ misch aufrüsten. Die Börsen implementierten deshalb algorithmische Gegenmassnahmen. Sogenannte Wolf Detectors und Circuit Brea­ kers. Diese Software führt Volatilitätsüber­ prüfungen durch, sie analysieren im Vorfeld den Handel. Wenn sie feststellen, dass sich ein Algorithmus «daneben benimmt», dann wird der Handel ausgesetzt. Gleiches wird mit Gleichem bekämpft.

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Den vernetzten Bürgern von heute ist die Freiheit weniger wichtig als Sicherheit und Bequemlichkeit. Wie lange wird es Ihre Data Scientists überhaupt noch geben, wenn künstliche Intelligenz dahin gehend besser wird, dass sie selbstständig lernt und sich selber programmiert? Data Scientists bauen im Moment noch Maschinen, indem sie das Handlungsset und die Nutzenfunktion, die optimiert werden soll, definieren. Die Darpa, Defense Advan­ ced Reseach Projects Agency in den USA, hat aktuell ein Projekt global ausgeschrieben. Die Darpa, muss man wissen, ist eine staat­ liche US-Agentur, die keine Forschung fördert, sondern versucht, Forschungsergebnisse produktiv zu machen, also in den Markt zu bringen. Bei dem ausgeschriebenen Projekt geht es um selbst referenziertes Lernen. Eine Software muss sich selbstständig an veränderte

Sie äussern sich in Ihrem Buch, in Ihren Interviews und nicht zuletzt auch bei Ihren Politikberatungen sehr kritisch gegenüber einer Technologie, die im Wesentlichen den Business Case Ihres Un­ter­nehmens ausmacht. Beisst sich das? Entstehen Ihnen geschäftlich Nachteile? Es ist eher umgekehrt, dass ich bei ethisch bedenklichen Projekten gar nicht erst biete. Doch inzwischen bin ich ein wenig in der Not. Wir machen jetzt seit 20 Jahren künst­ liche Intelligenz und Big Data. Zwanzig Jahre haben wir dafür bei potenziellen Kunden die Werbetrommel gerührt. «Alles Quatsch! Künstliche Intelligenz», sagten die Kritiker, «das kommt doch nicht.» Doch jetzt kommt's. Mit einer unglaublichen Dynamik. Europa ist aber nicht bereit. Ich bekomme aus Deutsch­ land praktisch keine Aufträge! Und ganz selten mal habe ich den einen oder anderen Kunden aus Europa. Hier will unsere Tech­ nologie also keiner haben. Ich habe als Un­ ternehmerin, mit der Verantwortung für meine Mitarbeiter, fast keine andere Möglichkeit, als meine Technik in die USA zu verkaufen.

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INDUSTRIE-INFORMATIK

Wir haben nun einige Male den Blick über den Atlantik nach Silicon Valley geworfen. Was sehen wir, wenn wir stattdessen nach Osten schauen? Der Osten, insbesondere China, wird massiv unterschätzt. Die Asiaten holen technologisch und vor allem auch militärisch auf. Und Big Data geht auf militärische Technologie zurück. Wer ebenfalls total unterschätzt wird, ist der Mittlere Osten. Und Europa wird deklassiert zum Systemintegrator. Wir nutzen doch praktisch nur noch amerikanische ITProdukte und Geschäftsmodelle: iPads, iPhones, Google Android, Apple-Betriebssysteme, Cisco Router, sogar Business Models wie Amazon, Uber und Airbnb. Wir werden weiter ein Teil des amerikanischen Marktes werden, technologisch gesehen. Damit kaufen wir uns ein anderes Wertesystem ein, fremde Funktionalitäten, wie zum Beispiel die eingebaute Überwachungsfunktionalität. Und weil wir den Code nicht in der Hand haben, die Systeme nicht selbst gebaut haben, können wir sie auch nicht sicher machen. Wir sind ein verlängerter Bestandteil des amerikanischen Marktes. Punkt. Welche Veränderungen werden in den kommenden Jahren im Arbeitsmarkt anstehen? Wir werden künftig viel mehr Prekariat sehen. Verursacht dadurch, dass Maschinen für viele Arbeiten eingesetzt werden. Bei der Gestaltung der Steuer beispielsweise. Wir versteuern Arbeit, aber nicht Kapitalertrag. Weltweit ist Kapitalertrag zu wenig besteuert. Für die Arbeit der Maschinen zahlt aber keiner Steuern oder Lohnnebenkosten. Maschinen sind dem Kapital zugeordnet. Wir haben damit auch ein Kapitalismusproblem. Das, was wir heute tun, wird uns in 20 Jahren grosse Probleme bereiten. Kommen wir dazu, was zu tun ist. Sie gliedern das in Ihrem Buch in drei Ebenen. Was können Vertreter der Technologiebranche tun? Anständig entwickeln in dem Sinne, dass sie sich die Zeit für eine Bedrohungsanalyse nehmen und Gegenmittel festlegen. Das Problem ist aber ja, dass wir häufig gar nicht mehr selber entwickeln, sondern praktisch nur noch Systemintegratoren sind. Ich wäre beispielsweise hoch vorsichtig, Google Android überall als eingebettetes Betriebssystem einzusetzen. Es gibt auch andere Echtzeitbetriebssysteme, wie beispielsweise QNX oder VxWorks, die muss man lizenzieren, das kostet Geld, aber die sind nicht so angreifbar. Nehmen wir die Autos beispielsweise. Ich bin sicher, dass die von der elektronischen Seite nicht vollständig ausgetestet sind. Ich traf kürzlich eine Dame, die erzählte, dass ihr Auto «spinnt». Es bremst selber, die Servolenkung fällt aus und so weiter. Es werden also Produkte auf den Markt geworfen, die nicht mehr vollständig durchgetestet sind. Und wenn ich Google Android verwende, 9 | 2015

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sorgung funktioniert mehr. Diese Infrastrukturen muss man schützen. Die Kritikalität von Banken und Versicherungen, Krankenhäusern ist vielleicht nicht ganz so hoch wie die von Wasser und Elektrizität. Nächster Schritt: Ich erstelle eine Matrix. Wie kritisch ist was, und was kann man tun. Sinnvoll wäre etwa, kritische Infrastruktur nicht über das Internet zu vernetzen. Ein anderer Aspekt der Sicherheit ist die «Grundrechtssicherheit.» In den USA und Grossbritannien wird derzeit das Internet als systemrelevante Infrastruktur reklassifiziert. Systemrelevante Infrastruktur muss grundrechtssicher durch den Staat zur Verfügung gestellt werden. Das müssen wir auch hier bei staatlicher Stelle einfordern. Dann können Google, Facebook und so weiter bestehen bleiben, aber für die, welche das nicht nutzen wollen, muss es eine grundrechtssichere Alternative geben, welche die Freiheitsrechte der Bürger wahrt. dann öffne ich im Auto auch Hintertürchen. Irgendwann sitze ich am Steuer und jemand anderes gibt Gas! Das ist doch brandgefährlich, doch die Autoindustrie wiegelt ab. Werden Terrorangriffe über diese Hintertürchen wahrscheinlicher? In Zukunft wird es mehr letale Angriffe auf unsere Infrastrukturen aller Art geben. Das unüberlegte schnelle Vorpreschen bezüglich «Industrie 4.0» und Big Data, das könnte man ja auch sicher machen. Dazu muss man strategisch geplant vorgehen, kritische Infrastrukturen benennen, anstatt sich zurückzulehnen und zu hoffen, dass die bösen Buben schon nichts machen werden. Welche kritischen Infrastrukturen meinen Sie konkret? Elektrizitäts- und Wasserversorgung beispielsweise. Wenn die – informationstechnologisch vernetzte – Elektrizität in Deutschland ausfällt, dann herrschen nach drei Tagen Mord und Totschlag. Keine Lebensmittelver-

Was kann ich konkret als einzelnes Individuum tun, um mich zu schützen? Mit der Suchmaschine? Mit meinem Smartphone? Als Suchmaschine benutze ich etwa YaCy oder Ixquick. Letztere ist eine holländische Metasuchmaschine. Ixquick legt Wert darauf, Ihre Privatsphäre zu schützen. Die IP-Adresse wird beim Suchen nicht gespeichert, man kann anonym Seiten öffnen. Bei Ixquick ist man nicht in einer Filterblase, die Suchergebnisse personalisiert, wie bei Google. Ein Smarthphone habe ich zwar auch, aber das verwende ich nur zu Hause zum Musikhören – ohne SIM-Karte. Ansonsten telefoniere ich mit einem uralten Nokia Handy. An meinem Laptop klebe ich die Kamera immer zu. Ich fahre einen alten, nicht vernetzten Polo, eben solche Sachen. Gut, eine Dauerlösung ist das nicht, aber es ist eine Krücke, bis die Politik die Grundrechte auch in der digitalen Transformation rechtlich geschützt hat.

Vielen Dank für das Gespräch!

Sie wissen alles Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen. Autor: Yvonne Hofstetter Gebundene Ausgabe: 352 Seiten Verlag: C. Bertelsmann Verlag (15. September 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3570102165 ISBN-13: 978-3570102169 Preis: CHF 28.90

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INDUSTRIE-INFORMATIK INDUSTRIE-PC

Nachgefragt! Industrie-PCs sind heute nicht mehr wegzudenken. Welche Bedeutung werden sie künftig für unsere technologische und gesellschaftliche Entwicklung haben? «at – aktuelle technik» fragte nach bei Ronny Volkart, Junior Produktmanager bei der Fabrimex Systems AG.

C

omputerisierung und Automatisierung sind Themen, die zunehmend in den verschiedensten Gebieten etabliert und vertieft werden. IPC ist eine Sparte, die heute in etablierten Industrieunternehmen im Alltag eingesetzt wird und kaum mehr wegzudenken ist. Da die Richtung technologisch bereits vorgegeben ist, werden immer mehr Unternehmen Schritt für Schritt auf technische Weiterentwicklungen setzen. Einen Aufschwung wird es in den nächsten Jahren voraussichtlich in Sachen Mobile Solutions und Vehicle Computing geben. Da die Produkte immer leistungsfähiger und kompakter zugleich werden, lassen sie sich immer einfacher für mobile Systemintegrationen nutzen.

Risiken und Nebenwirkungen Neue Technologien können auch Risiken und die Möglichkeit des Missbrauchs zur Folge haben. Dieses Thema darf man nicht ausblenden! Wie überall gibt es Gründe dafür und Gründe dagegen. Mit neuen Technologien werden neue Bereiche zugänglich gemacht, neue Möglichkeiten entwickelt, und die Industrie kann neue Ziele erreichen. Wo neue Möglichkeiten eröffnet werden, gibt es auch immer wieder neue Gefahren, die man beachten muss. Nehmen wir zum Beispiel das IoT – das Internet of Things. Die M2M-Kommunikation (Machine to Machine Communication) bringt enorme Vorteile und eröffnet interessante Möglichkeiten. Allerdings ist auch diese Kommunikation ein Internet und somit theoretisch öffentlich zugänglich. Also kann sich auch extern jemand einhacken und zum Beispiel die Steuerung einer Maschine übernehmen, was natürlich zu grösseren Produktionsausfällen oder anderweitigen Schäden führen kann. Schon ein simpler Netzwerkausfall kann zu einem kompletten Produktionsstillstand führen.

Unternehmen im Wettbewerb Produktspezifisch betrachtet geht es immer in die gleiche Richtung. Schneller – kompakter – günstiger – leistungsfähiger. Dies ist der weltweite Trend, an dem sich sämtliche Firmen orientieren müssen, denn die Erwartungen werden immer höher. Angepasste und individualisierte Systeme, Erfahrung und Kompetenz sind Werte, die den Standort Schweiz sichern. Nicht umsonst ist die Schweiz eines der weltweit gefragtesten Länder, wenn es um Engineering und Planung von Technologielösungen geht, die eben nicht einfach von der Stange gekauft oder im Internet bestellt werden können. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, spielt auch eine Rolle, wie schnell mögliche Herausforderungen angegangen und gelöst werden. Hier in der Schweiz wird alles daran gesetzt, zeitnahe und effektive Serviceleistungen zu erbringen. Fabrimex Systems AG www.fabrimex-systems.ch

Ronny Volkart, Junior Produktmanager bei der Fabrimex Systems AG.

Trends in der fernen Zukunft Heute noch zaghaft, doch in der Zukunft kaum wegzudenken sein wird die Integration von Cloud Computing. Der Trend liegt klar in Richtung schneller, kompakter, flexibler, und der Bereich Cloud birgt natürlich enorme Möglichkeiten. Auch wenn heute noch – verständlicherweise – sehr viel Misstrauen da ist, wird die Zeit kommen, in der man mit dieser Technologie mehr und mehr Lösungen realisieren wird. Bild: Fabrimex Systems AG

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INDUSTRIE-INFORMATIK

Industrie-PC

PRODUKTÜBERSICHT

B & R Industrie-Automation AG

Beckhoff Automation AG

Beckhoff Automation AG

Beckhoff Automation AG

www.br-automation.com

www.beckhoff.ch

www.beckhoff.ch

www.beckhoff.ch

APC 500 / 620 / 810 / 910 / 2100

C69xx

CX51xx

Industrie-Server C6670

individuell nach Kundenwunsch

kompakte Schaltschrank-IPCs

kompaktes Hutschienengehäuse

6-Slot-SSI-EEB-Schaltschrank-IPC

ATOM, Celeron, I3, I5, I7, Core2Duo

Intel Atom, Celeron oder Core i

Intel Atom, 1 bis 4 Cores

2 Intel Xeon 6 Core / 12 Core CPU

16 GB DDR3

1 bis 16 GB

2 bis 4 GB, je nach Modell

64 GB bis 2048 GB DDR4

flexibel ausbaubar, 6 Typen,

1 bis 2 2½ -Zoll-HDD oder

1 Einschub für CFast-Karte,

1-3 x. 3½-Zoll-HDD o. 2½-Zoll-SSD,

max. 1 × CFast,1 × SSD / HDD,

SSD und /oder 1 bis 2 CF-

1 Einschub für microSD Karte

CD/DVD-ROM- o. Multi-DVD

SlideInDVD, RAID

oder CFast-Karten

5 × USB (4 × USB 3), max 2 × RS232,

2 Gigabit-Ethernet-, 1 DVI-, 1 RS232

2 Gigabit-Ethernet,

2 Gigabit-Ethernet-, 2 DVI- und

2 × Gigabit Ethernet erweiterbar, LAN

und 4 USB-Schnittstellen, optional

1 DVI-I, 4 USB 2.0,

4 USB-Schnittstellen, optional zusätz-

zusätzliche Schnittstellen verfügbar

1 Multioptionsschnittstelle

liche Schnittstellen verfügbar

Optional 5 × PCI oder 3-5 × PCIe

1 Mini-PCI-Slot,

1 PCIe- x4-Gen2. x-Slot, 1 PCIe-x8-

(verschiedene Varianten möglich)

bis zu 4 PCIe Steckkartenslots

Win7, WinXP, WinEmbedded, WinCE,

Windows 7 Prof. / 7Ultimate / Embed-

Windows Embedded Standard 7 Prof.

Automation Runtime

ded Stand.7 / Embedded Compact 7

als 32-Bit- und 64-Bit-Variante

0 bis +60 °C

0 bis +55 °C

Bis 130 W / IP20

IP 20

Diverse Dimensionen Intel Technologie inside, flexible Paneltechnologie,

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

optional

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze

Gen3-Slot, 4 PCIe-x16-Gen3-Slot Windows Server 2012

Betriebssysteme

-25  bis +60 °C

0 bis +45 °C

IP 20

IP 20

von 48 × 164 × 119 bis 89 × 231 × 119

124 × 100 × 92 bzw. 142 × 100 × 92

410 × 480 × 201

leistungsstarke Steuerungsplattform

Embedded-PC-Reihe mit Mehrkern-

Maschinen- und Anlagensteuerung

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

für den Maschinen- und Anlagenbau

prozessoren für Steuerungen der mitt-

der höchsten Leistungsklasse:

Revolutionäre Verkabelung,

leren Leistungsklasse für SPS, Motion

2 Intel-Xeon-Prozessoren mit jeweils

auch lüfterlos; Smart Display Link 3

Control und Visualisierung

6, 12 und künftig auch 18 Cores

Bosch Rexroth AG

Crystal Display Electronics AG

Elma Electronic GmbH

Fabrimex Systems AG

www.boschrexroth.com

www.crystal-cde.com

www.elma.com

www.fabrimex-systesm.ch

VPB 40.3

CRY-BC10

CompactPCI Serial für Industrie

FPC-7800

Alugehäuse, Lüfterlos

42 HP / 4 HE

Fanless IPC Custom A4

intel Core i7-3612QE (2.1 GHz)

INTEL i3 / i5 / i7 / Celeron

4-TE oder 8-TE-CPUs

4th Gen Intel Core i3 / i5 / i7

16 GB

max. 16 GB

tbd

(wird noch festgelegt)

up to 16 GB

2 × 320 GByte RAID 1,

1 × 2.5" - SATA HDD

tbd

(wird noch festgelegt)

2 × SATA, 1 × mSATA,

192 GByte SSD,

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

optional 1 × eMMC onboard

DVD Brenner 6 × USB 2.0, 2 × Gbit-Ethernet,

6 × USB, 2 × RS232,

Single Star Topology für serielle

2 × RS232/422/485, 2 × RS232,

DVI (Servicemonitor),

2 × RJ45, 1 × HDMI / VGA,

Interfaces wie z. B. PCI Express,

6 × USB, 3 × RJ45 GLAN,

CDI-Schnittstelle für Bediendisplay

1 × PS2, MIC-in, Line-out

SATA, USB2 und USB3

1 × DB25 Connector for DIO,

Option: 1 × PCIe

5 Slots: 1 × CPCI-S.0-CPU-Slot,

2 × Mini PCI Slot

4 × CPCI-S.0-Peripherieslots

(1 × Full Size, 1 × Half Size)

Windows

Windows 7, Windows 8,

VDP 2 × PCI, 1 × PCI und 1 × PCIe Windows XP, Windows 7

Bussysteme / Schnittstellen

1 × DVI, 2 × DisplayPort

Windows XP, Windows 7, Linux

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme

Windows 10, Linux +5 bis +45 °C

-10 bis +55 °C

0 bis +55 °C

-20 bis +50 °C

80 W / IP 20

IP67

300 W

40 W

110 × 205 × 181

200 × 280 × 109

42 HP / 4 HE / 294 mm

225 × 90 × 267

Standart bis High End Anwendungen,

Steuerung, Visualisierung,

Industrieautomation

Überall

z.B. vision technic

Messdatenerfassung,

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Digital Signage

9 | 2015aktuelletechnik.ch

61


Industrie-PC ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze

Fabrimex Systems AG

Fabrimex Systems AG

HMS Industrial Networks GmbH

Hoffmann + Krippner Schweiz GmbH

www.fabrimex-systesm.ch

www.fabrimex-systesm.ch

www.ixxat.de

www.tastatur.ch

EC-700-BT

ECS-4000

IXXAT Econ 100

flexx-IPC

Fanless IPC Custom A6

Fanless IPC Custom B5

Hutschienengerät

Abhängig von Variante

Intel Atom E3845 / E3815

5th Gen. Intel Core i3 / i5 / i7

Xilinx Zynq Dual-Core Cortex A9

Intel Atom, AMD Mobile Athlon

2 GB oder 4 GB onboard

max 16 GB

256 MB (1024 MB max.)

Bis 2 GB

1 × 2.5" SATA drive bay, 1 × mSATA,

2 × 2.5" SATA SSD/HDD,

SSD, HDD

optional 1 × eMMC onboard

1 × mSATA SSD, 1 × CFast

3 × DB-9 RS232/422/485,

4 × COM RS-232 / 422 / 485,

2 × LAN, 2 × CAN, RS232,

Gbit Ethernet, PCIe,

1 × USB 3.0, 2 × USB 2.0,

2 × USB 3.0, 4 × USB 2.0 (3 × external,

Digital-I/O (8 in, 8 out),

RS232, USB 2.0,

2 × RJ45 LAN, 1 × isolated DIO,

1 × Internal), 16 isolated DIO,

Analog-I/O (6 in, 2 out)

Audio, PS/2

1 × HDMI, 1 × DVI

6 Gbit LAN (4 PoE), 1 × DVI, 2 × DP

3 × mini PCI, 1 × SIM Card Socket

2 × mini PCIe

NVRAM, Anybus-CompactCom

(optional)

Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Interface, DVI

Windows 7, Windows 8,

Windows 7, Windows 8,

Windows 10, Linux

Windows 10, Linux

0 bis +60 °C

-25 bis +70 °C

-40 bis +70 °C

0 bis +45 °C

40 W

40 W

5 W, IP20

IP65 / IP30 (Front/Back)

180 × 33 × 121.2

257 × 48 × 141

72 × 154 × 105

Abhängig von Variante

Überall

Überall

Steuerung, Gateway

Industrie-Automation, Maschinenbau,

Linux, Soft-SPS

Win 7, Win Embedded Compact oder Standard 7, Win CE, Linux

Medizin- und Lebensmitteltechnik / kundenspezifische Fronten, resistive und kapazitive Touchscreen

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Hoffmann + Krippner Schweiz GmbH

Hoffmann + Krippner Schweiz GmbH

Hoffmann + Krippner Schweiz GmbH

HY-LINE AG

www.tastatur.ch

www.tastatur.ch

www.tastatur.ch

www-hy-line.ch

flexx-IPC Touch

flexx-HMI

flexx-GUI

Kbox C-101

Individuell nach Kundenwunsch

Individuell nach Kundenwunsch

Individuell nach Kundenwunsch

Control cabinet key holes

Intel Core i3 bis i7

ARM Cortex

ARM926EJ-S

4th Gen Core: Celeron i5 i7

Bis 16 GB

Bis 2 GB

64 MB

bis zu 16 GB

SSD, HDD

SSD

SD-Flash Karte

2 × mSATA (internal), 1 × SDCard (removeable), 2 × 2,5" SATA SSD / HDD

Bussysteme / Schnittstellen

Gbit Ethernet, PCIe,

Gbit Ethernet, PCIe,

USB2.0, RJ45, miniUSB (optional: I2C,

3 × 10/100/1000 Ethernet

RS232/485, USB 2.0, CAN

RS232/485, USB 2.0, CAN

Debug UART, GPIO)

2 × USB3.0, 2 × USB2.0 1 × DP, 1 × RS232, 8 × LEDs 2 × Buttons Power / Reset

Erweiterungssteckplätze

2 × PCIe  × 4, 2 × PCIe

I2C

Win 7, Win Embedded Compact oder

Linux

Linux

-40 bis +70 °C

-40 bis +60 °C

0 bis +70 °C

0 bis +65 °C, Fanless

IP65 / IP30 (Front / Back)

IP65 / IP30 (Front / Back)

IP65 (Front)

141 × 85 × 22

290 × 117 × 210

Industrie-Automation, Maschinenbau,

Industrie-Automation, Maschinenbau,

Entwicklung, Steuerung, Visualisierung

wartungsfrei, Modular,

Medizin- und Lebensmitteltechnik /

Medizin- und Lebensmitteltechnik,

Flexibel und erweiterbar,

kundenspezifische Fronten

Messtechnik, Hausautomatisierung /

Kundenspez. Lösung möglich,

kundenspezifische Fronten

Einsatz in Schaltschränken

(1 × für Feldbuserweiterung)

Betriebssysteme

Windows 7, Windows Embedded Standard 7, Windows 8.1, Linux

Standard 7, WinCE, Linux

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

62

aktuelletechnik.ch

9 | 2015


INDUSTRIE-INFORMATIK

Ineltro AG

Ineltro AG

inventlab GmbH

Kistler Gruppe

www.ineltro.ch

www.ineltro.ch

www.atx-upsu.ch

www.kistler.com

KBox A-202

BOXER-6403

ATX UPSU IPC

maXYmos TL Typ 5877A

Kompakt, Fanless

Slim, 20 mm

19 Zoll

Profilgehäuse / Display 10.4 Zoll

E3845 Quad-Core 1.91 GHz

E3825, N2807, N2930, J1900

i7 / atom / Kundenspez.

Intel Atom 510

4 GB DDR3L ECC aufgelötet

4 GB bis 8 GB je nach Typ

8 GB / 4 GB / Kundenspez.

1 GB

1 × Micro SD

1 × mini mSATA

240 GB SSD,

1 × OnBoard SSD,

60 GB SSD,

1 × SD CardSlot

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Kundenspez. 1 × HDMI, 2 × GB LAN,

1 × HDMI, 2 × GB LAN,

RS232, Parallel, VGA, DVI,

TCP / IP 100 Base TX mit 2 Port

2 × RS232 / 422 / 485, 2 × USB 2.0,

2 × RS232 / 422/485,

USB, PS2, Ethernet, Audio,

Switch; 2 × USB Host, 1 × Device;

Wifi oder GSM Option (SIM Card

2 × USB 2.0, 1 × USB3.0,

Esata, Kundenspez.

PROFIBUS DP, CC-Link, PROFINET,

slot), 1 × CAN Option

6 × DIO (2DO),Wifi via mPCIe

1 × full size mPCIe

1 × mini mSATA,

Bussysteme / Schnittstellen

EtherCAT, EtherNet / IP Kundenspez. auf Anfrage

1 × mPCIe

Erweiterbar auf bis zu

Erweiterungssteckplätze

8 XY-Kanalpaare Linux oder Windows

Linux, Realtime Preemption

Betriebssysteme

-20 bis +50 °C

-40 bis +65 °C

0 bis 45 °C

ca.6-12 W, sleep mode 1.7 W

150 W / IP20

15 W / IP 40

150 × 57 × 95

158 × 20 × 95

380 × 65 × 280

77 × 198 × 137

Wartungsfrei (keine Batterie),

Din Rail / VESA 75 Montage,

Digital signage, Automation, ...

Prozesse erfassen, analysieren und

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Din Rail / Destop / Cabinet Montage,

Kompakte flache Steuerungen,

Kann durch Stromversorgung ausge-

bewerten: mit maXYmos wird

Industrie-Steuerungen, Internet Gate-

Digital Signage, IoT PC, POS / POI

schaltet werden, hat integriertes

Transparenz zu Effizienz

WIN 8.1, Linux: Intelligent Device

Windows 7/ 8, WES 7/ 8,

Platform 2.0 XT, Yocto

Windows 10 tbd, Linux

-40 bis +75 °C Typ. 5 W, max. 15 W; 6.5 V bis 32 V

Ultrakondensator USV

way, Automation, Remote Monitoring

ANBIETER HOMEPAGE

Lenze Bachofen AG

MPI Distribution AG

MPI Distribution AG

MPI Distribution AG

www.lenze.com

www.mpi.ch

www.mpi.ch

www.mpi.ch

v 800

PIP39

MXE-201

DRPC-120-BTi-E5-OLED / 2G-R10

Panel PC

Box

DIN-Rail PC

Embedded Compact System

Intel Celeron / Intel Core i5

Intel i7-3612, Quad Core

Intel® Atom™ E3845 Quad Core

Intel® E3845

4 GB

16 GB

2GB DDR3L

2 GB (max. 8 GB / 1 slot)

2,5" SSD

2 × SATA 3.0,

1 × mSATA,

1 × SATA 2.5" bay

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

ESD protected,

1 × SD-Karte

Bussysteme / Schnittstellen

mSATA Ethernet (10 / 100 / 1000 MBit/s),

Graphics DP,DVI-I und 24- bit LVDS,

2 × COM (1 × RS-232 + 1 × RS-

2 × RS-232 (isol.); 2 × RS-422 / 485

USB 2.0, USB 3.0, RS232

2 × GbE ports, 4 USB 3.0,

232 / 422 / 485), 2 × USB 2.0 host port

(isol.) DIO (4 × in / 4 × out isol.);

7 USB 2.0, 2 × RS232,

+ 1 × USB 3.0, 2 × GbE LAN), Optional

2 × GB-LAN (RJ-45), 802.1 b / g / n

2 × RS232/485 optional, HDAudio,

4 × Isolated DI + 4 × Isolated DO

2T2R (opt.); 2 × USB 3; 2 × USB 2.0

1 × mPCIe,

2 × PCIe Mini Card Slots,

1 × mPCIE (fulll) 1 × mPCIE (half)

Erweiterungssteckplätze

1 × PCI/104-Express ( × 16)

1 × USIM Slot

WES 7

Windows 7, Embedded, Linux

Windows Embedded 7 Standard

W7 emb. oder OEM

Betriebssysteme

5 bis +45 °C

-20 bis +60 °C, erweiterte Temp.

Std: 0 °C..+50 °C; Opt: -20 °C..+60 °C

-20 bis +60 °C (w. airflow)

IP65 / IP20

17 – 46 W, Enhanced Intel SST

22 W (System full load)

26 W

je nach Display

270 × 162 × 83 / 120

120 × 100 × 55

60 × 172 × 160

Visualisierung

Steuerungen, Fahrzeuge,

Automation, In-Vehicle,

Steuerung,Messwerterfassung,

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Überwachungen, in harter Umgebung

Kommunikation,

embedded Computing,

Facility Management, IoT

CE/FCC approval

9 | 2015aktuelletechnik.ch

63


Industrie-PC ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Omni Ray AG

Omni Ray AG

Pyramid Computer GmbH

Parkem AG

www.omniray.ch

www.omniray.ch

www.pyramid.de

www.parkem.ch

UC-8100

QBOX-200S

IPB-BE210D01

PAC320

DIN-Schienengehäuse

Box Computer

Industrie Box PC

ARMv7 Cortex-A8 300/ 600 / 1000 MHz

Intel Atom E3825

Intel® Celeron P4500 / Intel® QM 57

Intel N2600 CPU, 1.6 GHz, Dual Core

256 MB, 1 GB

Bis 4 GB

2 GB DDR3

1 GB DDR3 SDRAM

Micro SD

1 × mSATA SSD/HDD,

500 GB SATA (24 / 7)

> 2 GB SD card

1 × Micro SD

Bussysteme / Schnittstellen

1-2 × RS232 / 422 / 485,

1 × RS232/422/485,

VGA, DVI; 6 × USB 2.0; 4 × RS232,

2 × 10 / 100 / 1000BaseT Ethernet,

2 × Ethernet, 1 × USB

1 × Ethernet, 3 × USB,

2 × PS2; 2 × GbE LAN,

2 × USB 2.0,

Audio, HDMI, VGA

Audio (Line In / Out / Mic),

1 × EtherCAT

DC Jack; Taster / LED

Erweiterungssteckplätze

1 × Mini PCIe

1 × Mini PCIe

Linux Debian ARM7

Windows 7/ 8,

Windows Embedded Compact 7

1 × Profinet Salve, E /A Module

Betriebssysteme

auch ohne OS erhältlich

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

-10 bis +60 °C

0 bis +45 °C

10° bis +45 °C

0 bis +50 °C

5.4 W / IP30

30 W / IP30

Extern. Power Adapter 12 VDC / IP20

29 W / IP20

27 × 128 × 101

151 × 81 × 33

218 × 65 × 190

204 × 125 × 83

Datenerfassung im Energieumfeld,

Steuerung, Visualisierung

Industrieeinsatz

Maschinensteuerung,

Umwelttechnik, etc.

Ultra kompakt,

Motion Control,

Kunststoffgehäuse mit

lüfterlos im Alugehäuse

Visualisierung

nur 224 g Gewicht

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

PHOENIX CONTACT AG

Primelco Visual Data AG

Primelco Visual Data AG

Primelco Visual Data AG

www.phoenixcontact.ch

www.visualdata.primelco.ch

www.visualdata.primelco.ch

www.visualdata.primelco.ch

VL2 BPC 7000

ARES-5800 Series

ARTS-1450

ELIT-2240

Wand / Buchmontage

Aluminium, Lüfter- und kabellos

lüfterloses robustes Design

19" 1U Rackmount Chassis Design

Intel® Core i5-4300U; 1.9 GHz

4th Gen. Intel® Core™ i5-4402E

Intel®Atom™ Quad-core E3845 SoC

Intel Core i5 / i3, LGA1155 socket

max. 16 GB DDR3 RAM

bis 16 GB

8 GB

16 GB

2 × SATA 2,5" SSD / HDD mit RAID 0.1

1 × 2.5" drive bay for SATA interface

1 × 2.5" drive bay for SSD

 × 3.5" or 2 × 2.5" drive bay

HDD/SSD, 1 × mSATA

1 × mSATA

for HDD / SSD

1 × outside accessible SD socket

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

1 × COM (RS-232 / 422/485),

4 × USB 3.0 / 2.0 ports, 2 × GbE RJ-45,

2 × RS-232/485, 2 × RS-232,

4 × USB 2.0, 2 × USB 2.0 (intern),

2 × USB 2.0, 2 × USB 3.0,

1 × DVI-I, 1 × DisplayPort,

1 × type A USB 3.0, 2 × type A USB 2.0,

1 × RS-232, 1 × RS232/485,

2 × DP++

PS / 2, Mic-in / Line-out, 8-Bit Digital

1 × RJ-45, 1 × DVI-D, 1 × VGA,

4 × GbE RJ-45, 2 × HDMI, 1 × VGA,

I / O, 2 × RS-232, 2 × RS-485

digital I / O (4-in / 4-out), 5x SMA-female

Mic-in / Line-in / Line-out

ARES-5800: no; ARES-5803: 2 × PCIe

1 × Mini-PCIe für Wifi / B, 2 × SIM

1 × Mini-card,

x4 +1 × PCIe × 1; ARES-5830: 3 × PCI

sockets; 2 × Mini-PCIe für HSUPA / LTE

1 × PCIe × 16

Windows 7 Pro / WS7E,

Windows 7 Pro / Embedded,

XPe / XP Pro / W7 Pro / WS7E

P / Windows 8.1/ W10

Linux Kernel 3.1X

-20 bis +55 °C

-20 bis +55 °C

-40 bis 70 °C

0 bis +50 °C

50 W / IP30

Typ. 31 W, fanless

max. 30 W, 9-36 VDC Power Input

CPU TDP < 65 W

264 × 215 × 95

164 × 192 × 78

200 × 180 × 55

426.5 × 44.4 × 390.8

Steuerung, Visualisierung,

Kabel und Lüfterloses Design,

Unterstützt Dual SIM card + daul

Leistungstarkes 1U Serversystem

Messwerterfassung

für industrielle Umgebung ausgelegt

WWAN, GPS Module, MIL-STD-810G,

1 × PCI / PCIe Windows 7, Embedded

Optional CAN

64

aktuelletechnik.ch

9 | 2015


INDUSTRIE-INFORMATIK

Primelco Visual Data AG

Primelco Visual Data AG

Primelco Visual Data AG

SATOMEC AG

www.visualdata.primelco.ch

www.visualdata.primelco.ch

www.visualdata.primelco.ch

www.satomec.ch

FPC-7801 / 7802 / 7803

IBDRW100-EX Automation Controller

Rigid-772 Extreme Rugged Box PC

BPC-300-F7700

Aluminium, Lüfterlos, Shock prot.

DIN-Rail, fanless

lüfterloses Design -40..70 °C

Industrie PC

4th Gen. Intel i7/ i5 / i3 LGA1150

Intel® Celeron® Bay Trail-M N2930

Intel® Core™ i3-3120ME 2.4 GHz

Intel Core i5

bis 16 GB

bis 8 GB

bis 16 GB

16 GB

1 × CFast v.a. zugänglich,

Default 64GB mSATA SSD

2 × 2.5" drive bays,

1 × 2.5" SSD / HDD,

1 × CFast socket

1 × CFast

2 × 2.5" drive bays 4 × RS-232 / 422 / 485,

4 × GbE RJ-45, 1 × RS232 / 422 / 485,

6 × USB 2.0, 4 × USB 3.0 / 2.0,

1 × DB44 (2 × RS232,

6 × USB 3.0 / 2.0, 3 × GbE RJ-45,

1 × Isol. RS422 / 485, 1 × VGA,

3 × GbE RJ-45, 1 × DVI-I,

2 × RS232 / 422 / 485), Digital I / O,

2 × DisplayPort, 1 × DVI-I,

1 × USB 3.0, 3 × USB 2.0

1 × DVI-D, 4 × RS-232 (/ 422 / 485),

6 × USB 2.0, 4 × USB 3.0,

1 × Digital IO, Mic-in / Line-out

1 × DIO (9in / 9out)

1 × DB25 (LPT oder DIO)

3 × Giga-LAN, 2 × DVI

7801: 1 × PCI, PCIe × 16, 7803: 2 × PCI,

1 × Mini-card slot, 1 ×  SIM socket,

1 × WiFi Modul, 1 × SIM HSUPA

1 × CFast, 1 × PCIe  × 16, PCIe × 8

Modul, 2 × PCI, PCIe, RAID

XP Pro / W7O / WS7E / W8

Windows XP-Windows 10,

7802: 1 × PCIe × 8, PCIe × 16 W7 Pro / WS7E / WE8, W10

WES7, W7P, 8 Standard, 8.1 Industrial

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme

Linux

-20 bis +55 °C

-20 bis +60 °C

-40 bis +70 °C

-20 bis +55 °C

max. 75 W

max. 25 W

max. 50 W

67 W / IP20

225 × 267 × 120

139 × 65.4 × 152

225 × 267 × 9

225 × 96 × 267

iAMT, wide DC-Input 9-36 VDC,

Kompakter DIN-Rail embedded

RAID 0, 1 Wide Operating

Server, Visulaisierung SCADA,

Triple Independent Displays

automation controller

Temperature -40 ~ 70 °C

Steuerung/ vorbereitung secomea-

Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Fernwartung, fertig installiert und

(DVI-I + DisplayPort*2)

einsatzbereit inkl. allen Updates

Siemens Schweiz AG

Siemens Schweiz AG

Siemens Schweiz AG

Siemens Schweiz AG

www.siemens.de/industrie-pc

www.siemens.de/industrie-pc

www.siemens.de/industrie-pc

www.siemens.de/industrie-pc

IPC227E / HMI IPC277E

PC427D / HMI IPC477D

IPC627D / HMI IPC677D

IPC647D / IPC847D

Box- / Panel IPC

Box- / Panel IPC

Box- / Panel IPC

Rack IPC / 2 HE und 4 HE

Intel Celeron Dual Core / Quat Core

Intel Celeron / Core i3 / i7

Intel Xeon, i3, Celeron

Intel Xeon, i5, i3

bis 8 GB DDR3 ECC

bis 8 GB DDR3 ECC

bis 16 GB DDR3 ECC

bis 32 GB DDR3 ECC

SATA SSD / HDD, CFast, DVD RW

SATA SSD / HDD, CFast, DVD RW

HDD; SSD; RAID1; CFast; DVD

HDD; SSD; RAID1; RAID5;

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Hot Swap; Hot Spare; DVD Profinet RT,

Profibus DP, Profinet IRT,

1 × DVI-D; 1 × DP,

1 × DVI-D; 2 × DP; 7 × USB; 2 × GB LAN;

1 ×  USB 3.0, 2 × USB 2.0,

4 × USB 3.0, 2 × RS232,

6 × USB, 2 × GB LAN,

2 × RS232; 1 × LPT; 2 × PS / 2;

2 × RS232 / 422 / 485,

2 × GBit LAN, 1 × DVI-D,

2 × RS232, 1 × LPT,

Audio; Micro;

2 × GBit LAN, 1 × DP

1 × DP

1 × Profibus, 3 × Profinet IRT

1 × Profibus; 3 × Profinet IRT

1 × PCIe (1)

2 × PCIe (4) / (1);

1 × PCIe, 1 × PCI / 2 × PCI,

3 × PCIe( × 4); 5 × PCIe( × 16);

PCI auf Anfrage

3 × PCIe

3 × PCI

Windows 7 (32 / 64 Bit);

Windows 7 (32 / 64 Bit);

Windows 7 (32 / 64 Bit);

Windows 7 (32 / 64 Bit); Windows

WES 7 (32 / 64 Bit)

WES 7 (32 / 64 Bit)

WES 7 (32 / 64 Bit)

Server 2008 R2; Server 2012 R2

0 bis +60 °C

0 bis +55 °C

0 bis +55 °C

+5 bis +50 °C

max. 40 W / IP20

max. 65 W / IP20

max. 190 W / IP20

max. 210 W / IP41

191 × 100 × 60

262 × 133 × 50.5

312 × 80 / 170 × 301.5

430 × 88  / 177 × 444

Messen, Steuern, Regeln,

Messen, Steuern, Regeln, Messwer-

Steuern, Visualisieren, Daten­

Steuern, Messen, Regeln, Visuali-

Visualisieren, Messwerterfassung,

terfassung; Diagnose, Statusanzeige,

verarbeitung, Messentechnik,

sieren, Daten-, Bildverarbeitung,

Gateway; Display (16 : 9) 7", 9", 12",

Display (16 : 9) 12", 15", 19" , 22";

Diagnose, Statusanzeige, Display

Server Applikationen; Statusanzeige;

15", 19", Lüfterlos

Multitouch, Lüfterlos

(16 : 9) 15", 19", 22", Multitouch

Redundante Speisung, USV

9 | 2015aktuelletechnik.ch

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

65


Industrie-PC ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Sigmatek Schweiz AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

www.sigmatek.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

PC400

NISE-105

NISE-300

NISE-3640E-8 GB

Lüfterloser Mini-PC

Lüfterloser Mini-PC

Lüfterloser Mini-PC

Intel Celeron G1820

Intel E3845 / SoC

Intel Core i5 / 4 Gen. / QM87

Intel Mobil Core i7, 1.7 GHz; QM87

4 GB DD3 RAM

1 × 4 GB SO-iDIMM

2 × 4 GB SO-DIMM

8 GB SO-DIMM, Wide Temp

16 GB Solid State Disk

1 × 32 GB SATA-6G CFast,

1 × 2.5" 240 GB SATA-6G,

1 × 2.5" 64 GB SATA-6G,

Wide Temp

1 × CFast, 1 × SIM-Sockel

1 × CFast,

2 × Ethernet, 6 × USB 2.0, 2 × USB 3.0,

4 × RS-232 / 422 / 485,

2 × RS-232 / 422 / 485, 2 × USB 3.0,

2 × RS-232 / 422 / 485, 2 × USB 3.0,

1 × RS232, 1 × Audio, 1 × PS / 2 Mouse,

1 × USB 3.0, 3 × USB 2.0,

5 × USB 2.0, 1 × DVI-I,

2 × USB 2.0, 1 × DVI-D, 1 × HDMI,

1 × PS / 2 Keyboard, 1 × Displayport,

1 × DVI-I, 1 × HDMI,

1 × HDMI, Audio, 4 × RS-232,

Audio, 4 × RS-232, 4 × GLAN,

1 × DVI-Schnittstelle, 1 × HMI-Link

Audio, 2 × GBLAN

2 × GBLAN, 1 × GPIO (5 V,TTL)

1 × VGA, 4 × RS-232, 2 × Display-Port

1 × mPCIe, 1xSIM Sockel,

4 × mPCIe, 1 × SIM Sockel,

1 × Mini PCIe, 1 × PCIe ( × 4)

1 × CFast (belegt)

1 × Mini-PCIe (z.B. LAN), 1 × Mini-PCIe

MS Windows 7 Pro (OEM) / 32 Bit,

MS Windows 7 Pro (OEM) / 64 Bit,

MS Windows 7 Pro, 64 Bit,

deutsch installiert

deutsch installiert

deutsch installiert

0 bis 50 °C

-20 bis +70 °C mit Air flow

0 bis +55 °C mit Air flow

-20 bis 60 °C mit Air flow

50 W / IP20

60 W Power-Adapter, 9-30 VDC

120 W Power-Adapter, 9-30 VDC

120 W Power-Adapter, 24 V

80 × 223.7 × 19

185 × 54 × 131

310 × 80 × 230

215 × 93 × 272

Der PC 400 ist ein Schaltschrank-PC

Steuerungen in der

Steuerungen in der Automatisie-

Steuerungen in der Automatisierungs-

welcher komplett PC-kompatibel ist

Automatisierungstechnik

rungstechnik mit zusätzlichen Feldbus-

technik mit zus. Feldbusmodulen

1 × SIM-Sockel

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

frei wählbar

und mit einem Standard PC BIOS

modulen

arbeitet.

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

Bussysteme / Schnittstellen

Erweiterungssteckplätze Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

www.spectra.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

NISE-3700E

Spectra PowerBox 3000-Serie

DRPC-120-OLED

NISE 91

Lüfterloser Mini-PC

Lüfterlose Mini-PC bis 2 Slots

DIN-Schienen PC

Hutschienen-PC

Intel Core i3 / 5 / 7, 4. Gen.; QM87 PCH

Inter Core i3 / 5 / 7, 4.Gen.; Q87

Intel ATOM E3845 / SoC

ATOM E640, 1 GHz / EG20T

2 × 4 GB DDR3L SO-DIMM

8 GB; max. 16 GB

1 × 8 GB DDR3L

1 GB

1 × 2.5" SATA HDD,

2.5" SATA-6G Intel SSD,

1 × 128 GB SATA-6G mSATA SSD,

40 GB SATA SSD,

1 × CFast,

1 × CFast, 1 × SIM,

MLC

1 × SATA DOM,

1 × Mini-PCIe,

1 × PCIe

2 × RS-232 / 422 / 485, 2 × USB 3.0,

1 × DVI, 2 × Display-Port, 1 × VGA,

2 × RS-232, 2 × RS422 / 485,

1 × VGA, 3 × USB 2.0,

4 × USB 2.0, 1 × DVI-D, DVI-I,

6 × RS232 / 422 / 485, 4 × USB 3.0,

2 × USB 3.0, 2 × USB 2.0,

2 × RS-232, 10 DIO (TTL),

1 × HDMI, Audio, 4 × RS-232, 3 × GLAN,

4 × USB 2.0, 2 × GBLAN,

8 DIO, 2 × PCIe GBLAN,

1 × RS-232 / 422 / 485, 1 × CAN 2.0b,

1 × VGA, 1vRS-232, SIM Card Sockel

Audio, 1 × PS / 2, opt. WLAN

1 ×  VGA, 1 × HDMI (1920 × 1200)

2 × GB LAN (Intel 82574)

1 × Mini PCIe, 2 × PCIe ( × 4)

2 Slot / 1 × PCIe ( × 16),

1 × 2.5" SATA-3G HDD / SDD Sockel,

1 × Mini-PCIe für 3 G Modul oder

1 × PCIe ( × 1), 3 × mPCIe (FS)

1 × mPCIe

WIFIl

MS Windows 7 Pro, 64 Bit, deutsch

MS Windows Embedded POS Ready 7,

MS Win XP Pro FES, Win 7, Win. Emb.

64 Bit vorinstalliert

Standard 2009, Fedora 14 (2.6)

MS Windows 7 Pro, 32 oder 64 Bit

1 × SIM Karte

-5 bis +55 °C mit Air flow

-10 bis +40 °C

0 bis +55 °C

0 bis +55 °C (mit WT CF bis +70 °C)

120 W Power-Adapter, 24 V

120 W Adapter., AT /ATX, 9-48 VDC

25 W

60 W Power-Adapter für 12 VDC

215 × 93 × 272

2 Slot / 227 × 261 × 126

74 × 140 × 172

59 × 167 × 140

Steuerungen in der Automatisie-

Inustrie-Steuerungen,

Steuerungen,

Hutschienen-PC für Steuerungen,

rungstechnik mit zusätzlichen Feldbus-

Bildverarbeitung, Multimedia,

Messwerterfassung,

Messtechnik, Automatisierung,

modulen

Mobile Anwendungen

CE/FCC

lüfterlos, eingebaute Antennen mit Anschluss nach Aussen

66

aktuelletechnik.ch

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INDUSTRIE-INFORMATIK

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

www.spectra.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

www.spectra.ch

NISE 3600E2

Spectra-Panel A

Spectra PowerTwin-Serie

Spectra-Panel AP-Serie

High-End Mini-PC

5,7" bis 19"; Touch-Panel

Panel-PC / 8.4" bis 19"

12" bis 19" Display

Core i7, 2.1 GHz / QM77 PCM

ATOM, C2D, i5 / 945GSE, GM45, HM55

Intel Atom E3845 / SoC

Intel Atom D2550 / 1.86 GHz, Intel NM

4 GB DDR3 SO-DIMM

1 GB bis 8 GB

4 GB DDRL3 SO-DIMM

2 × 2 GB DDR3 SO-DIMM

120 GB SATA SDD / HDD,

1 × 2.5" SATA SSD,

1 × 120 GB SSD

1 × 2.5" SATA,

1 CF (extern)

CF-Sockel Typ II,

ANBIETER HOMEPAGE

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

1 × CF Sockel Typ II,

opt. DVD

1 × 80 GB SATA-6G Intel SSD

Bussysteme / Schnittstellen

1 × VGA, 1 × DVI-D, 2 × Display-Ports

1-4 USB, 1 × RS232 / 422 / 485,

1 × USB 3.0, 3 × USB 2.0,

4 × USB 2.0, 2 × GB LAN, 1 × VGA,

(3 Displays), 4 × USB 2.0, 5 × RS232,

1 × RS232, 2 × GB LAN, 1 × Audio,

2 × RS-232 / 422 / 485, 2 × GB LAN,

2 × RS232 / 422 / 485, 3 × Audio, 1 × PS72,

1 × RS232/422/485, 2 × GLAN Intel,

VGA, HDMI, WLAN, Bluetooth,

je 4 DIO isol., 1 × VGA, 1 × Display-

optional WLAN (802.11b / g / n),

Audio

2 Lautsprecher

Port, Mic, Line-Out, 8 × DIO

5-Draht resistiv Tochscreen

2 × PCIe ( × 4)

Mini-PCIe belegt mit WLAN,

1 × mPCIe,

2 × mPCIe

Erweiterungssteckplätze

Bluetooth

1 × SIM Sockel von vorne zugänglich

Microsoft Windows XP, multilingual

MS Windows 7 Professional 64 Bit,

MS Windows 7 Pro, 32 Bit

Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Windows 7 Pro (64 Bit)

deutsch 0 bis +45 °C

0 bsi +50 °C, lüfterlos

0 bis +60 °C

0 bis +50 °C

120 W Adapter / IP54

15 W bis 87 W / IP64 (front)

60 W Netzadapter / IP65 von vorne

90 W Netzadapter / IP65

216 × 93 × 270

180 × 135 × 55 bis 470 × 383 × 79

19" / 510 × 389 × 63

19" / 458 × 380 × 61

High-end Applikationen

geeignet für Rack-,Wand-, Panel-,

geeignet für Rack-,Wand-, Panel-,

geeignet für Rack-,Wand-, Panel-,

für Digital Signage, POS,

Arm- oder Standfuss in den Bereichen

Arm- oder Standfuss in den Bereichen

Arm- oder Standfuss in den Bereichen

Visualisierung,Steuerungen, Core i7

Information, Hotels, Shops,

Information, Hotels, Shops,

Information, Hotels, Shops,

Mobile System

Restaurants, etc. Semi-industriel

Touchscreen resistiv oder P-CAP

Restaurants, etc.

Spectra (Schweiz) AG

Spectra (Schweiz) AG

Syslogic

VIA Embedded

www.spectra.ch

www.spectra.ch

Syslogic.com

http://www.viaembedded.com

Spectra-Rack R 4100

Tank-860-HM86-Serie

Compact M

AMOS-820

19" - 4HE Industrie-PC

Schrank-PC / 2-6 Slot

Compact M

Ultra Compact IPC

Intel Core i3 / 5 / 7, 3. Gen.; Q77 PCH

Intel Core i5 / Intel HM86

Intel Atom E3845 (BayTrail)

1.0 GHz Freescale™ i.MX 6Quad Core

2 × 4 GB, max. 32 GB

4 GB / max. 16 GB

8 GB

1 GB DDR3 SDRAM onboard

2 × SATA, 1 × 60 GB SSD,

2 × 2.5" SATA-6 HDD / SSD,

CFast, microSD

1 × Micro SD Slot

Produktname Formfaktor / Gehäuse Prozessor / Chipsatz Arbeitsspeicher (RAM) Laufwerke

3 × SATAII, 1 × 500 GB HDD,

1 × CFast,

24 / 7, 1 × mSATA, 1 × DV

1 × MSATA

1 × Display-Port, 1 × VGA, 1 × DVI-D,

4 × USB 3.0, 2 × USB 2.0,

3 × USB 2.0, 1 × USB 3.0, 3 × Ethernet

3 × USB 2.0 port, 1 × HDMI, 1 × Com-

Bussysteme / Schnittstellen

2 × GBLAN, 4 × USB 3.0, 2 × USB 2.0,

2 × GLAN, 4 × RS-232, 2 × RS422 / 485

10 / 100 / 1000, bis 6 × RS232,bis

posite RCA, 1 × GBit Ethernet, 1 × Mi-

1 × RS-232 / 422 / 485, 1 × PS / 2,

je 4 DIO, 1  × VGA, 1 × Displa-Port,

2 × RS422/485, bis 2 × CAN, WLAN,

cro USB 2.0 (OTG), 3 Audio jacks,

4 × RS-232, 1 × LPT, Audio

1 × DVI-I, Audio, Optional WLAN

GPS, GSM, Bluethooth

GPIO, 2 × COM (1 × TX / RX), 2 × CAN

1 × PCIe ( × 16),

max. 6 Slot / 1 × PCIe ( × 16),

1x mPCIe

1 × miniPCIe slot, 1 × SIM card

1 × PCIe ( × 4), 5xPCI

2 × PCIe ( × 4), 3 × PCI

Windows XP, Windows 7 Professional

Windows Embedded Standard 7 E

(32 / 64 Bit)

ANBIETER HOMEPAGE

Erweiterungssteckplätze

(optional by module) Windows Embedded 7, Windows

Android 4.x, Linux, YOCTO

Betriebssysteme Arbeitsbereich Leistung / Schutzart Breite × Höhe × Tiefe in mm Einsatzgebiete / Sonstiges

Embedded 8.1, Linux Debian 7.0

0 bis +50 °C

-20 bis +70 °C mit SSD und Lüfter

-40 bis +70 °C

-20 bis +65 °C

Netztei 450 W / ATX

65 W /  9-36 VDC

IP40

8 W

483 × 177 × 473

6 Slot / 280 × 205 × 195

169 × 50.5 × 127

150.5 × 48.1 × 103.3

High-End 19" Inustrie-PC mit langzeit-

Schaltschrank-PC für Steuerungen

Automation, Maschinenbau,

Automatisierung, Industrie4.0,

verfügbarem Mainboard Q1 / 2019

in der Automation,

Verkehrsleittechnik, Fahrzeuge,

Linux, YOCTO, Android, IOT,

mit Intel Core Ivy-Bridge,

Maschinen-Überwachungen,

mobile Systeme, Cleantech

lüfterlos, PoE (optional),

Leistungsstarkes IPC-System

Data-Acquisition

9 | 2015aktuelletechnik.ch

Hutschienenlösung (optional)

67


INDUSTRIE-INFORMATIK MARKTÜBERSICHT

Kunststoff

Aluminium

PC-Gehäuse (AT/ATx)

Edelstahl

VME/VxIbus

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Stahlblech

Algra AG, www.algra.ch

Material

CompactPCI

ABM Elektronik GmbH, www.abme.ch

Kleingehäuse (z.B.Europakarten)

Gehäuse

Tischgehäuse 19"

Wandschrank

Schranksysteme

Gehäuse

Einzelschrank

19"-Schränke

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Balluff Sensortechnik AG, www.balluff.com

Bartec Engineering + Services AG, www.bartec.ch Bernstein (Schweiz) AG, www.bernstein.at Contrik AG, www.contrik.ch

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Demelectric AG, www.demelectric.ch Dietrich + Blum AG, www.dietrichundblum.ch Distrelec, www.distrelec.com EHS Elektrotechnik AG, www.ehs.ch Elcase AG, www.elcase.ch Elma Electronic AG, www.elma.com

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Fabrimex AG, www.fabrimex.ch

Fabrimex-Systems AG, www.fabrimex-systems.ch FINELINE Switzerland AG, www.fineline-global.com Hager AG, www.hager.ch Häwa (Schweiz) AG, www.haewa.ch

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Heitec AG, www.heitec.de

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Hy-Line AG, www.hy-line.ch InduPart AG, www.indupart.ch Intermas Schweiz GmbH, www.intermas.ch IPC-Markt GmbH, www.ipc-markt-de Minkels AG, www.minkels.ch Omni Ray AG, www.omniray.ch Phoenix Contact AG, www.phoenixcontact.ch Phoenix Mecano Komponenten AG, www.phoenix-mecano.ch

• • • • •

Primelco Visual Data AG, www.primelco.ch Rittal AG, www.rittal.ch Rotronic AG, www.rotronic.ch RS Components GmbH, www.rsonline.ch Schneider Electric (Schweiz) AG, www.schneider-electric.ch

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Simpex Electronic AG, www.simpex.ch

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Spälti AG, www.spaelti-ag.ch Telemeter Electronic GmbH, www.telemeter.ch Volland AG, www.volland.ch Weidmüller Schweiz AG, www.weidmueller.ch

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aktuelletechnik.ch

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VDE (Deutschland/Europa)

Ex-geschützt (nach VDE/ATEx)

DIN (Deutschland/Europa)

Schubladen/Tabare/Einschübe

EN (Europa)

Schwenkrahmen

BS (England)

Glas-/Sichttüren

CE (Europa)

Schrankheizung

CSA (Kanada)

Lüfter/Kühlsystem

UL (USA)

Bodenrahmen/Sockel

Vormontage

Beleuchtung/Lampen

Vorverdrahtung

EMV-Zubehör/Abschirmung

Blechverarbeitung (Stanzen, Bohren)

Stromversorgung

Normen / Zertifizierungen

Farbbehandlung

IP65/66

Erdbebensicher

IP54

Service

IP31

Zubehör / Optionen

IP20

Schutzarten

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INDUSTRIE-INFORMATIK

Hohe Durchgängigkeit mit neuen Display-Grössen bei Panel-PCs Mit seinem äusserst umfangreichen Control-Panel- und PanelPC-Spektrum bietet Beckhoff den optimalen Baukasten, um für komplette Maschinen oder Anlagen durchgängig, flexibel und im einheitlichen Look and Feel alle Multitouch-HMI-Aufgaben zu lösen. Mit dem neuen 11,6-Zoll-Widescreen-Display hat sich die Skalierbarkeit im Bereich der Kompaktgeräte nun nochmals erhöht. Die Multitouch-Panel-Serien CP2xxx und CP3xxx werden durch die 11,6-Zoll-Geräte im 16:9-Format vervollständigt. Das Displayspektrum umfasst damit insgesamt neun Gerätevarianten: im Widescreen-Format 7 Zoll, 11,6 Zoll, 15,6 Zoll, 18,5 Zoll, 21,5 Zoll und 24 Zoll und als klassische 4 : 3-Ausführung 12 Zoll, 15 Zoll und 19 Zoll. Mit dieser Vielfalt bieten die MultitouchPanel-Serien auch im modernen Widescreen-Format die von konventionellen 4 : 3-HMI gewohnte feine Skalierbarkeit. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil durch die hohe Auflösung des neuen 11,6-Zoll-Displays von 1366 × 768 Pixeln. Beckhoff Automation AG www.beckhoff.ch

Einfach konfiguriert Durch immer kürzere Innovationszyklen im Maschinenbau ist der Wunsch nach einer Beschleunigung des Produktentstehungsprozesses zu einem ständigen Begleiter in den Entwicklungsabteilungen geworden. Mit der neu überarbeiteten Version des Online-Konfigurators für M4-Load-Sensing-Ventile hilft Bosch Rexroth den Herstellern mobiler Arbeitsmaschinen in dieser Hinsicht gleich doppelt: Zum einen macht das einfach und intuitiv bedienbare Tool die enorme Vielfalt der flexiblen Ventilfamilie schnell und einfach beherrschbar und stellt benötigte Konstruktionsunterlagen umgehend zur Verfügung. Zum anderen wartet der M4-Configurator nun mit einem erweiterten Vorzugsprogramm und einer eShop-Anbindung auf, was den Beschaffungsprozess deutlich vereinfacht und verkürzt. Ihre grosse Vielseitigkeit und ihre technischen Eigenschaften in puncto Präzision, Feinfühligkeit und Sicherheit machen die «Allrounder»Steuerblöcke M4-12 und M4-15 zu gefragten und verlässlichen Komponenten für die unterschiedlichsten mobilen Arbeitsmaschinen und ihre Funktionen. Bosch Rexroth Schweiz AG www.boschrexroth.ch

Anbindung an offene Netzwerke Mitsubishi Electric präsentiert den neuen Servoregler MR-J4-TM, der sich mit Anybus-Steckkarten von e-Factory Alliance Partner HMS Industrial Networks kombinieren lässt. Mit dieser Lösung öffnet Mitsubishi Electric erstmals seine Servotechnik für Steuerungsund Netzwerktechnologien von Drittanbietern, sodass Maschinenbauer jederzeit alle Vorteile der hoch kompakten, leistungsstarken Technologie aus Japan nutzen können. Die Steckkarte von HMS sorgt dabei für die nötige Kompatibilität.Häufig sind Maschinenbauer durch die Lastenhefte der Kunden an die Komponenten bestimmter Anbieter gebunden. Mit dem auf der MR-J4-Technologie basierenden Servoverstärker MR-J4-TM können Anlagenbauer jedoch trotz einer vorgeschriebenen Steuerung die MitsubishiElectric-Servotechnologie einsetzen, die wesentliche Vorteile unter anderem in puncto Platzeinsparung und Konstruktionsflexibilität bietet. Auch die speziellen Funktionen der MR-J4-Serie wie die Vibrationsunterdrückung ersten und zweiten Grades oder die OneTouch-Tuning-Funktion lassen sich nutzen.

DragonBoard Das DragonBoard 410c, ein kostengünstiges, auf dem Qualcomm-Snapdragon-410-Prozessor basierendes Entwicklungs-Board, ist ab sofort bei Arrow Electronics verfügbar. Der Snapdragon-410-Prozessor ist ein Produkt von Qualcomm-Technologies. Das Kit in der Grösse einer Kreditkarte basiert auf der 96Boards-Spezifikation von Linaro und bietet Entwicklern, Herstellern und Universitäten die Möglichkeit, die Leistung des Snapdragon-410-Prozessors in verschiedensten Anwendungen, unter anderem für Robotertechnik der neuesten Generation, Medizintechnik, Gebäudeautomatisierung, digitale Beschilderung und Spielekonsolen einzusetzen. Das Board wurde speziell für den Aufbau eines Software-Ecosystems rund um Snapdragon 410 konzipiert. Arrow Electronics www.arrow.com

Omni Ray AG www.omniray.ch

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aktuelletechnik.ch

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40–150 Watt Schaltnetzteile für medizintechnische Anwendungen. IEC60601-1 3rd edition für 2× MOPP.

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Die IBZ Schulen bilden Sie weiter.

Lehrgänge Elektrotechnik | Informatik: Berufsbegleitend und Praxisnah Lehrgangsstart: Oktober und April Infos und Anmeldung

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 Techniker/-in HF Elektrotechnik

 Elektro-Projektleitung

 Elektro-Installation (HFP)

 Elektro-Teamleitung VSEI

 Praxisprüfung gemäss NIV

 Techniker/-in HF Informatik

 Elektro-Sicherheitsberatung

 Informatiker/-in EFZ

Tel. 062 836 95 00, ibz@ibz.ch ISO 9001 | eduQua

Aarau, Basel, Bern, Sargans, Sursee, Winterthur, Zug, Zürich

Das SC-System. Ein Weltmarktführer in neuer Bestform. Mit den Signaltrennern des SC-Systems bringt Pepperl+Fuchs, der Weltmarktführer im Bereich der Trennbarrieren, die ganze Erfahrung aus dem Ex-Bereich nun auch in den Nicht-Ex-Bereich – in besonders attraktiver und kompakter Form. www.pepperl-fuchs.de/sc-system

9 | 2015aktuelletechnik.ch

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KOMPONENTEN / HALBLEITER SCHALTGERÄTE

Schalten im Ex-Bereich Die Anforderungen an Schaltgeräte für explosionsgefährdete Bereiche sind hoch. Erfüllt werden sie unter anderem durch Entwicklungen wie Funkschaltgeräte, die nach dem Prinzip des Energy Harvesting arbeiten. AUTOR: RAINER LUMME, PRODUKTMANAGER EXTREME, STEUTE SCHALTGERÄTE GMBH

Viele Ex-Schaltgeräte kommen zusätzlich mit Anforderungen wie Korrosionsbeständigkeit und Vibrationsfestigkeit zurecht.

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chaltgeräte, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt wurden, bedienen de facto einen Nischenmarkt. Allerdings ist diese Nische grösser, als es auf den ersten Blick scheint: Denn der Anwendungsbereich der Schaltgeräte geht weit über die chemische Industrie und die Energietechnik (Öl und Gas) hinaus. Explosionsfähige Atmosphären entstehen auch in der Lebensmittelproduktion sowie in Metall verarbeitenden Betrieben, die Komponenten aus Aluminium oder Magnesium produzieren. Dasselbe gilt für Unternehmen, die Holz oder Kunststoff bearbeiten und dabei entsprechende Stäube freisetzen. In all diesen Fällen wäre der Einsatz konventioneller Schaltgeräte mit Risiken behaftet: So könnten Funken nach aussen dringen, die beim Schalten entstehen. Ausserdem bestünde die Möglichkeit, dass die Umgebungsatmosphäre in das Schaltgerät hineingelangt und dort eine Explosion durch Schaltfunken auslöst.

Regeln für den Explosionsschutz Für diese sicherheitsrelevanten Einsatzbereiche gibt es die ATEXRichtlinien als ein umfassendes EU-weit geltendes Regelwerk; international setzt sich die IEC-Normung mit der IECEx-Zulassung zunehmend durch. Hersteller müssen die Richtlinie 94/9/EX (ATEX 95) beachten, die grundlegende Anforderungen an Maschinen und Betriebsmittel enthält, die bestimmungsgemäss in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden sollen. Dabei wird unterschieden in verschiedene Zonen jeweils für den Gasund Staub-Explosionsschutz. Hier schliesst die «Herstellerrichtlinie» ATEX 95 an die «Betreiberrichtlinie» ATEX 137 (99/92/ EG) an. Sie verpflichtet den Betreiber (oder den Hersteller) einer Maschine oder Anlage, die Explosionsrisiken in sich birgt, zu einer Beurteilung dieser Risiken. Die Ergebnisse dieser Gefährdungsbeurteilung sind in einem Explosionsschutzdokument festzuhalten, das auch die daraus resultierenden Massnahmen beschreibt. Wie eine solche Beurteilung der Zonen vorzunehmen ist, können Anwender in den Normen EN 60079-10-1 (Gas Ex) beziehungsweise EN 60079-10-2 (Staub Ex) sowie EN 60079-14 und EN 1127-1 nachlesen.

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Ein Beispiel: Das Explosionsschutzdokument einer Abfüll- oder Verpackungsanlage für explosible staubförmige Lebensmittel (zum Beispiel einer Abfüllanlage für Mehl oder Puddingpulver) gibt an, dass im Inneren der Abfüllvorrichtung die Anforderungen der Staub-Ex-Zone 20 gelten. Das heisst: Hier treten durch die Kombination von Luftsauerstoff und organischem Staub ständig oder langzeitig explosible Atmosphären auf. Das direkte Umfeld des Abfüllorgans wird als Zone 21 definiert, in der gelegentlich solche Atmosphären auftreten. Dies gilt auch für Bereiche, in denen sich Staub ablagern kann. An den übrigen Bereichen der Maschine ist das Auftreten von Explosionsrisiken unwahrscheinlich, aber nicht grundsätzlich auszuschliessen. Hier sind die Regelungen der Staub-Ex-Zone 22 massgeblich. Diese Angaben helfen dem Konstrukteur der Maschine bei der Auswahl entsprechender Schaltgeräte. Zu beachten ist dabei auch die «Kennzeichnung elektrischer Betriebsmittel», die einem festgelegten Schema folgt und unter anderem die Gerätegruppe, die Gerätekategorie sowie das Schutzprinzip des Ex-Schaltgerätes angibt. Bei Geräten für den Staub-Explosionsschutz gibt die Betriebsmittelkennzeichnung die maximal zulässige Oberflächentemperatur in °C an. Bei GasEx gibt es die Temperaturklassen, die sich auch auf die maximal zulässigen Oberflächentemperaturen beziehen.

Der Anwender hat die Wahl Zahlreiche Bauarten von Schaltgeräten erfüllen diese Bedingungen und darüber hinaus zusätzliche Anforderungen, die in Kombination mit dem Explosionsschutz zu berücksichtigen sind. Hierzu gehören die Korrosionsfestigkeit (zum Beispiel in Chemieanlagen), die Maschinensicherheit (Stellungsüberwachung von Schutztüren durch Sicherheitsschalter und Sicherheitszuhaltungen), die Seewasserbeständigkeit (etwa auf Bohrinseln und Gas-Transportschiffen) oder erweiterte Temperaturbereiche. So unterschiedlich wie die Anforderungen und deren Umgebungsbedingungen sind die Bauarten der Ex-Schaltgeräte: Sie reichen von robusten Bauformen – zum Beispiel schwere Positionsschalter und Bandschieflaufschalter für grosse Schüttgut-Förderanlagen – über kompakte Ex-Sensoren für berührungslose Schaltprozesse, zum Beispiel in der Pharma- und Lebensmittelindustrie, bis zu Fussschaltern und anderen Bediensystemen für das Betätigen von Maschinenfunktionen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Wireless Ex

«Wireless Ex»: Bei den Funkschaltgeräten erzeugt ein miniaturisierter elektrodynamischer Energiegenerator die nötige Energie.

signals so gering, dass er unter keinen Umständen in der Lage ist, eine Explosion auszulösen. Die Übertragungssicherheit des Systems ergibt sich zudem aus dem geringen Duty Cycle – der zeitlichen Belegung der Luftschnittstelle – und der individuellen Zuordnung von Sende- und Empfangseinheit per Teach-in.

Internationalisierung der Normen

Eine aktuelle Entwicklung sind Funkschaltgeräte für explosionsgefährdete Bereiche, die nach dem Prinzip des Energy Harvesting arbeiten und das lizenzfreie SRD-Band mit 868 MHz nutzen. Der Verzicht auf Leitungen beziehungsweise Batterien hilft, den Service-Aufwand zu verringern. Die Geräte können einfach aus den explosionsgefährdeten Bereichen «herausfunken». Die hierfür erforderliche Energie erzeugt ein miniaturisierter elektrodynamischer Energie­ generator. Er wandelt die kinetische Energie, die beim Betätigen des Schaltstössels freigesetzt wird, in elektrische Energie um, die zum Senden des Signals benötigt wird.

Für die (nahe) Zukunft zeichnen sich auf der Ebene der Normen und Richtlinien Veränderungen ab: Die EU-weit geltenden Normen ATEX 95 und ATEX 137 werden sukzessive in international geltende IECEx-Normen überführt. Für Hersteller von Ex-Schaltgeräten wird dies unter anderem den Vorteil haben, dass weltweit einheitliche Standards gelten und nicht für verschiedene internationale Märkte jeweils separate Zertifizierungen einzuholen sind.

Die Funktechnik birgt in diesem kritischen Anwendungsfeld keine Risiken. Die zertifizierenden Gremien haben eigens Prüfstandards geschaffen, um das «Wireless Ex»-System von Steute zu prüfen. Demnach ist der Energiegehalt des Funk-

Steute-Generalvertretung in der Schweiz: Carl Geisser AG www.carlgeisser.ch

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ELEKTRONIK ZUVERLÄSSIG ENTWICKELN UND PRODUZIEREN Mit 15 SMT-Linien in fünf Werken, darunter RAFI Eltec in Überlingen und RAFI in Berg, zählt die RAFI-Gruppe zu den zehn größten deutschen Elektronikfertigern. RAFI bietet das komplette EMS-Portfolio, von der elektronischen Baugruppe bis zum kompletten Gerät.

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KOMPONENTEN / HALBLEITER TOP-INFO

Steckverbinderserie  für raue Umgebungen

Ob Traktoren, Bagger oder schwere Baumaschinen, das Segment IVCM (Industrial Vehicles and Construction Machines) stellt hohe Ansprüche an die eingesetzten Ventilsteckverbinder. Conec hat sein Ventilsteckverbinderprogramm um eine umspritzte Variante der DT-Steckverbinderserie erweitert.

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Merkmale • Kompakte Bauform • Mit/ohne LED und Schutzbeschaltung • Statusabfrage über rundum sichtbare LED-Beleuchtung

ie Conec-DT-Steckverbinder werden «in-house» konfektioniert und umspritzt und bieten optimalen Schutz auch in schwierigsten Einsatzfeldern, wie zum Beispiel unter Tage, bei Minustemperaturen oder in staubigen, heissen Umgebungen.

und nachgeschalteten Systemen fern. Um das Anschlusskabel in rauen Umgebungen zusätzlich zu schützen, ist die Umspritzung in der Conec-typischen Form ausgeführt und bietet die Möglichkeit, einen Schutzschlauch mit Kabelbinder beispielsweise zu befestigen.

• Befestigung/Montage von LeitungsSchutzschlauch

Die DT-Steckverbinderserie ist als Kabel-zuKabel-Verbindung ausgelegt, und diese verrastet und verriegelt sicher über einen Latch mit dem Gegenstecker. Zur Entriegelung muss der Latch niedergedrückt werden, somit kann eine schnelle und sichere IP67dichte Verbindung hergestellt werden.

Optional wird eine Umspritzung mit einem angespritzten M12-Gewinde angeboten. So kann der Schutzschlauch direkt über eine M12-Mutter an der Umspritzung befestigt werden.

• Landmaschinen

Optional ist die umspritzte DT-Steckverbinderserie mit einer LED zur Signalzustandsanzeige und Schutzbeschaltung ausgeführt. Einzigartig dabei ist die 360 °-Sichtbarkeit der LED-Anzeige. Die Schutzbeschaltung hält Schalt- und Störspannung von der LED

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Die vorhandenen Befestigungsoptionen sind ohne Einschränkung einsetzbar. Derzeit stehen Conec-DT-Ventilsteckverbinder in den Varianten 2- und 3-polig als Stecker und Kupplung zur Verfügung. Precimation AG www.precimation.ch

• Aufgrund der Umspritzung wird ein durch­gängiger IP67-Schutz vom Gehäuse bis ins Kabel gewährleistet

Anwendungsfelder • Raue Umgebungen • Baumaschinen

Produktdetails • Polzahl: 2, 3 • Typ: Stift, Buchse • Bemesungsspannung: 12 / 24 V AC / DC (beschaltet) 10–230 V AC / DC (unbeschaltet) • Strombelastbarkeit: 8 A / 40 °C • Anschluss: ø 0,75 mm² / AWG 18 • Schutzbeschaltung: Suppressor-Diode + 2 × LED gelb

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Kabelsteck- verbinder Im Bereich der Automatisierungstechnik bietet Binder Sensorstecker der Schutzart IP67 und IP68 in schirmbaren und nicht schirmbaren Ausführungen. Sie sind kompakt konstruiert und als Kabel-, Einbau- und Flanschsteckverbinder erhältlich. Da Löt- und Schraubanschlüsse für eine Anwendung mit hoher Vibration weniger gut geeignet sind, wird nun durch die Crimp-Technik ein Produkt geschaffen, das auch diesen Bedingungen standhält. Durch den gecrimpten Anschluss wird ein sicherer Anschluss bei hoher Schwing- und Schockbelastung gewährleistet. Der Vorteil der Crimp-Verbindung ist die gasdichte Verbindung, die auch unter extremen Belastungen für geringe Durchgangswiderstände sorgt. Ein weiterer Vorteil ist das Verarbeiten der Kontakte ausserhalb des Steckverbinders und das nachträgliche Einrasten beim Montageprozess. Für die Montage werden handelsübliche Crimp-Zangen und -Maschinen verwendet, mit denen die gedrehten Kontakte verarbeitet werden. Diese sind zunächst im Querschnittbereich von 0,34 bis 0,5 mm lieferbar.

30 Jahre Innovationen zu Ihrem Nutzen.

Compona AG www.compona.com

Das nennen wir DruckmesstechnIQ

SubminiaturSteckverbinder

Seit 30 Jahren hat Endress+Hauser immer wieder mit intelligenten Neuerungen die Druckmesstechnik maßgeblich vorangetrieben. Deshalb erlauben wir uns, von der gewohnten Schreibweise einmal etwas abzuweichen.

Erni Electronics hat seine MicroStac-SMT-SteckverbinderBaureihe im 0,8-mm-Raster um antimagnetische Versionen mit 12 (einreihig) und 54 Pins (zweireihig) erweitert. Die MicroStac-Komponenten basieren auf einem patentierten hermaphroditischen Design. Dies spart Kosten in der Logistik und im Einkauf. Die extreme Miniaturisierung und das besondere Design prädestinieren diese Steckerfamilie für äusserst kompakte und dennoch anspruchsvolle Applikationen in der Sensorik, medizinischen Gerätetechnik und mobilen Kommunikation bis zur Automobilelektronik, Messtechnik und Industrie- und Gebäude-Automatisierung. Für medizinische Applikationen stehen jetzt spezielle antimagnetische Varianten (einreihig und zweireihig) zur Verfügung.

Ob Sensortechnologie, Bedien- und Ersatzteilkonzepte oder Softwaretools, nachhaltiger Nutzen und Kosteneinsparung: Unsere Kunden stehen im Fokus dieser Innovationen. Die installierte Basis von mehreren Millionen Mess stellen weltweit beweist eindrucksvoll, dass immer mehr Endkunden und Anlagenbauer der Druckmesstechnik mit „IQ“ von Endress+Hauser vertrauen. www.ch.endress.com/ druckmesstechnIQ

Erni Electronics AG www.erni.com

Endress+Hauser (Schweiz) AG Kägenstrasse 2 4153 Reinach Schweiz info@ch.endress.com www.ch.endress.com

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Schwere Steckverbinder

Lüfterlose Netzteile für Medizintechnik mit 2 MOPP

Schwere Steckverbinder der Produktfamilie Heavycon complete sind bis Schutzart IP69K zuverlässig dicht. Mit den kombinierbaren Gehäusen aus drei Bauserien sowie den passenden Kontakteinsätzen gibt es passende Steckverbindungen für jede Anforderung. Die Standard-Serie bietet ein breites Sortiment an robusten Metallgehäusen mit verschiedenen Kabelabgangsrichtungen und Verriegelungen. Der flexibel schwenkbare Bajonettverschluss der EVO-Serie ermöglicht es, die Kabelabgangsrichtung frei zu wählen und die Variantenvielfalt und damit die Lagerhaltungskosten um bis zu 70 Prozent zu reduzieren. Die Gehäuse der Advance-Serie sind durch die direkte Schraubverriegelung ohne Anbaugehäuse nicht nur kostensparend, sondern auch besonders langlebig und robust. Alle Komponenten lassen sich individuell kombinieren und flexibel verändern, ergänzen oder austauschen. Die Standard- und EVO-Gehäuse sind steckkompatibel zum Marktstandard und die Heavycon-Metallgehäuse sind durch ihre leitfähigen Oberflächen und Dichtungen «EMC ready». In Kombination mit geschirmten Kabelverschraubungen bieten sie einen zuverlässigen Schutz im elektromagnetischen Umfeld. Phoenix Contact AG www.phoenixcontact.ch

Kompakte 100W & 135W AC/DC Netzteile Platzsparende 3“ x 2“ (100W) oder 4“ x 2“ (135W bzw 150W mit Lüfter)

Hygienegerechte Steckverbindungen

250VAC / 2 MOPP (8mm / 8mm) <100µA Ableitstrom (B, BF konform) Universelle Eingangsspannung (85-264VAC / 120-370VDC) -25°C bis +85°C, bis 5000m Höhe Aktive PFC >0.95 ErP-konform (Standby < 0.3W) UL/IEC/EN 60601 3rd Ed und CE

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R JAH E ährleist

Die Edelstahlmotoren von B & R in striktem Hygiene-Design sind nun noch einfacher zu handhaben. Mit einer speziellen Steckverbindung kann der Motor im Feld an- und abgesteckt werden. Die Steckverbindung erfüllt dieselben strengen Hygienekriterien wie die bisherige Variante mit festangebautem Kabel. Die neue Verbindungstechnik erleichtert die Handhabung des Motors massiv. So kann die Maschine auch im Hygienebereich wie gewohnt verkabelt werden. Zudem ergeben sich damit im Servicefall viele Vorteile. Sollte das Kabel zum Beispiel gequetscht werden, wird es abgesteckt und durch ein neues Kabel ersetzt. Der Motor muss dazu nicht getauscht werden. Das konsequent hygienische Design des Motors wurde auch auf die Stecker angewandt. Die Stecker entsprechen der Schutzart IP69K und erfüllen die Hygienestandards EHEDG und FDA. Die Hybridkabel mit FDA-Zulassung und Hitzebeständigkeit bis 150°C fügen sich nahtlos in die B & R-Umgebung mit dem hohen Standard an Safety und Betriebssicherheit ein. Durch den Einsatz des Motorhybridkabels lassen sich Zeit und Geld sparen. B & R Industrie-Automation AG www.br-automation.com

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Passive Oberschwingungsfilter Durch die Einführung der IP23- und IP54-Schaltschrankausführungen der passiven Oberschwingungsfilter mit hoher Leistung sorgt Schaffner für die Vereinfachung von Installation, Verdrahtung und Inbetriebnahme der Spitzenfilter aus seinem Portfolio für AC- und DC-Motorantriebsanwendungen. Die neuen Filterserien mit der Bezeichnung FN 341X-XXX99-E2 (IP23) und FN 341X-XXX-99-E5 (IP54) sind gebrauchsfertige Filter, die bereits verkabelt und in ein an die jeweilige Anwendung und Umgebung angepasstes Schaltschrankgehäuse eingebaut sind. Beide neuen Serien sind für die Oberschwingungsdämpfung in Dreiphaseninstallationen mit Dioden- oder ThyristorBrückenschnittstellen vorgesehen und ermöglichen in Verbindung mit einer Zwischenkreis-Induktivität einen Ziel-THDi von < 5 %. Darüber hinaus verringern die Filter sowohl den Spitzenstrom als auch den RMS-Eingangsstrom, und der Netzstrom behält seinen sinusförmigen Verlauf. Geringere elektrische Verluste und ein verbesserter Leistungsfaktor ermöglichen eine effizientere Nutzung der elektrischen Systemkapazität. Die Schaltschrankfilter ermöglichen eine schnelle Installation ohne umfassende Systemanalyse und Fachleute.

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Optimierte HighSpeed-Steckverbinder Mit Einführung der ERmet-ZDpro-Steckverbinder ebnet Erni Electronics den Weg für 100G-ATCA-Systeme. Die neuen differenziellen High-Speed-Steckverbinder ermöglichen Datenraten von mehr als 25 Gbit/s und erfüllen damit die Voraussetzungen für den 100G-ATCA-Standard. Die hohen Datenraten bzw. die verbesserten Übertragungseigenschaften basieren massgeblich auf einem verkleinerten Signalanschluss, der für Via-Fertiglöcher mit einem Durchmesser von nur noch 0,30 mm ausgelegt ist. Für die Schirmung beträgt der Bohrlochdurchmesser 0,46 mm. Die Tatsache, dass eine Verkleinerung der Vias das Nebensprechen signifikant verbessert, führte konsequenterweise zu dieser weiteren Miniaturisierung der Einpresszone. Für die wichtige Schnittstelle zwischen Backplane und Tochterkarten erfüllen die ERmet-ZDpro-High-Speed-Steckverbinder die hohen Anforderungen.

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MESSTECHNIK / SENSORIK DREHGEBER

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in Drehgeber wandelt eine Drehbewegung in ein analoges oder digitales Ausgangssignal um, das anschliessend von einer Steuerung verarbeitet werden kann. Unterschieden wird zwischen InkrementalDrehgebern, die pro fest definiertem Drehwinkel beispielsweise einen Impuls ausgeben, und Absolutdrehgebern, die in Abhängigkeit der Winkellage einen eindeutigen Positionswert ausgeben.

Multifunktional: Integrierte Signalauswertung für Drehzahl- / Drehrichtungsüberwachung sowie Zählerfunktion.

Wettstreit der Messprinzipien

muster versehen sind. Wenn sich die Achse dreht, bewegt sich vereinfacht gesprochen die Scheibe durch eine Lichtschranke. Das Hell-dunkel-Muster wird dabei in ein Ausgangssignal umgesetzt. Mit diesem Prinzip lassen sich ohne Probleme hohe Winkelauflösungen beispielsweise von 12 Bit realisieren. Bei magnetischen Drehgebern ist auf der drehenden Welle ein Permanentmagnet befestigt. Das durch die Drehung erzeugte veränderliche Magnetfeld wird dann durch Hall-Sensoren registriert und in ein Ausgangssignal umgesetzt.

Die beiden am häufigsten verwendeten Messprinzipien bei Drehgebern basieren auf optischen oder magnetischen Systemen. In optischen Drehgebern sind Glas- oder Kunststoffscheiben integriert, die mit einem Strich-

Beide Messprinzipien – optisch und magnetisch – haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Der grösste Vorteil optischer Drehgeber ist die relativ einfach zu erreichende hohe Auf-

Magnetisch  oder optisch? FIRMENBEITRAG: Ein besonders wichtiger Sensortyp im Maschinenbau ist der Drehgeber, der rotierende Bewegungen in Drehgeschwindigkeiten oder Drehwinkel umwandeln kann. Als Funktionsprinzipien sind meist optische oder magnetische Systeme im Einsatz.

Intelligente, inkrementale Drehgeber von ifm – die Ersten mit Display und IO-Link.

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Varianten: Geräte mit und ohne Display, mit Volle- oder Hohlwelle.

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lösung. Auf den Scheiben lassen sich sehr feine Hell-dunkel-Muster herstellen, die im Durchlichtverfahren abgetastet werden können. Die Glas- oder Kunststoffscheibe stellt aber gleichzeitig auch einen Schwachpunkt solcher Drehgeber dar: Verschmutzungen oder Trübung können schnell zu Fehlern bei der Messung führen. Auch mechanische Einwirkungen können einen Einfluss haben. Optische Drehgeber kommen bei schwierigen Umgebungsbedingungen häufig an ihre Grenze. Von rauen Umgebungsbedingungen lassen sich magnetische Drehgeber kaum stören. Daher werden sie dort bevorzugt eingesetzt. Auswirkungen auf die Funktion können unter Umständen externe elektromagnetische Felder haben. Bei magnetischen Drehgebern war es allerdings deutlich aufwendiger, eine so hohe Auflösung zu erreichen, wie sie bei optischen Drehgebern möglich ist.

Magnetische Drehgeber mit hoher Auflösung Die ifm electronic ag hat jetzt eine neue Generation magnetischer Drehgeber vorgestellt, die in der Leistungsfähigkeit durchaus mit üblichen optischen Drehgebern mithalten können. Bei der Entwicklung hat man neben der Leistungsfähigkeit gleichzeitig Wert auf eine hohe Robustheit gelegt. Um Störungen der Signale durch elektromagnetische Felder zu vermeiden, kommt ein starker Permanentmagnet mit einer Flussdichte von 20 mT zum Einsatz. Mehrere 3D-Hallsensoren messen das resultierende Magnetfeld in allen drei Raumrichtungen. Die Hallsensoren sind zusammen mit einem leistungsfähigen Mikroprozessor auf einer Platine im Innern des Drehgebers untergebracht. Der 32-Bit-Mikroprozessor verarbeitet die analogen Roh­ signale des 3D-Hallsensors direkt auf der Leiterplatte. Dadurch sind die Leitungslängen zwischen Sensor und Prozessor sehr kurz, Störungen der analogen Signale sind auf ein Minimum reduziert.

IO-Link-Schnittstelle integriert Da der Prozessor eine hohe Rechenleistung bietet, kann mit ihm auch direkt eine IO-LinkSchnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Hierüber lassen sich einerseits die Mess- und

Als Zähler: Der Schaltausgang schaltet nach einer frei einstell­ baren Anzahl von Impulsen.

SYSTEMLÖSUNGEN FLUIDTECHNIK MECHATRONIK

Inkrementalgeber: Die Auflösung zwischen 2 und 10 000 Impulsen pro Umdrehung lässt sich frei einstellen.

Diagnosewerte ausgeben, und zum anderen lässt sich eine umfangreiche Parametrierung des Drehgebers vornehmen. Beispielsweise können unterschiedliche Betriebsmodi des Drehgebers eingestellt werden. Dieser kann etwa als Inkrementalgeber mit üblichen Schnittstellen in TTL- oder HTL-Logik verwendet werden, wobei sich die Auflösung zwischen 2 und 10 000 Impulsen pro Umdrehung frei einstellen lässt. Der Drehgeber kann auch als Zähler arbeiten, wobei Zählrichtung und Schaltpunkte definiert werden können. Die dritte Betriebsart ist die Drehzahlüberwachung. Hierbei kann ein Drehzahlbereich eingestellt werden; wird dieser über- oder unterschritten, schaltet der entsprechende Ausgang. Der Mikroprozessor übernimmt alle Betriebsmodi und Funktionalitäten direkt im Drehgeber. Eine Programmierung dieser Funktionen in einer übergeordneten Steuerung kann dadurch entfallen.

Für raue Umgebungsbedingungen Die neuen Drehgeber sind in fünf Varianten für verschiedene Flansch- bzw. Wellenanschlüsse erhältlich. Auf der Gehäuseseite erfüllen die Drehgeber die hohe Schutzart IP67 – optional sind auch höhere Schutzarten möglich. Mit ihrem robusten Aufbau eignen sich die Geräte für alle Anwendungen, bei denen Drehbewegungen auch unter rauen Umgebungsbedingungen überwacht werden müssen. ifm electronic AG www.ifm.com/ch

Zur Drehzahl- / Drehrichtungsüberwachung: Die Ausgänge schalten beim Über- oder Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl.

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MESSTECHNIK / SENSORIK SWISST.NET

www.swisst.net

Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion «Sensoren»

Ausgewählte Mitglieder der swissT.net-Sektion 10 «Sensoren»

Bachofen AG 8610 Uster bachofen.ch

Balluff Sensortechnik AG 8953 Dietikon balluff.com

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld baumer.com

Contrinex Schweiz 6314 Unterägeri contrinex.ch Euchner AG 7320 Sargans euchner.ch Hamamatsu Photonics 4500 Solothurn hamamatsu.ch

Heidenhain (Schweiz) AG 8603 Schwerzenbach heidenhain.ch

ID-Systems AG 2557 Studen idsystems.ch

 ifm electronic ag 4624 Härkingen ifm.com

sensoren news

Sichere Maschinen

– produktive Fertigungsprozesse Sorgfalt bei der Auswahl der optimalen Sicherheitstechnologie für Maschinen und Anlagen lohnt sich für Unternehmen immer – nicht nur, weil sie den besten Schutz für die Mitarbeiter bietet, sondern im Idealfall auch wirtschaftliche Vorteile. AUTOR: JÖRG SCHREIBER, LEITER STRATEGISCHE MARKTENTWICKLUNG BEI DER K. A. SCHMERSAL GMBH & CO. KG

Leuze electronic AG 8306 Brüttisellen leuze.ch

Micro-Epsilon  (Swiss)  AG 9300 Wittenbach micro-epsilon.ch

 OMRON Electronics AG 6343 Rotkreuz omron.ch

 Panasonic Electric Works Schweiz AG 6343 Rotkreuz panasonic-electric-works.ch

Pepperl+Fuchs AG 2557 Studen BE pepperl-fuchs.com

Schmersal Schweiz AG 8905 Arni schmersal.ch

Sick AG 6370 Stans sick.ch

SNT Sensortechnik AG 8180 Bülach sntag.ch

Kommunikationsausschuss der swissT.net-Sektion 10 «Sensoren» Präsident: Marc Waltisperger, Pepperl+Fuchs AG Vorstand: Claudio Masoch, Sick AG Vorstand: Willy Bauer, Panasonic AG Vorstand: Marcel Dousse, Balluff AG Vorstand: Hans Schwarz, Baumer Electric AG

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Optoelektronische Schutzeinrichtungen wie die Sicherheitslichtvorhänge von Schmersal bieten zahlreiche Vorteile, wie etwa rationelle Arbeitsabläufe und wirtschaftliche Fertigungsprozesse.

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ie Europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG verpflichtet Hersteller, ein Minimum an Sicherheit für Maschinen und Ausrüstungen, die innerhalb der EU verkauft werden, zu garantieren. Auch die Schweiz hat, ebenso wie einige andere Nicht-EU-Länder, diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt. Jetzt ist darüber hinaus eine neue Maschinensicherheitsnorm in Kraft getreten, die Auswirkungen auf die Wahl der Schutzeinrichtungen hat: Die neue DIN EN ISO 14119 ist weltweit gültig – also auch für aktuelletechnik.ch

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die Schweiz relevant – und enthält Leitsätze für die Gestaltung und Auswahl von «Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen». Eine wesentliche Neuerung darin ist, dass das Regelwerk den Konstrukteur dabei unterstützt, Manipulationsanreize zu erkennen und zu verhindern.

Codierte Sicherheitsschaltgeräte vermindern Manipulationsanreize Daher haben die Hersteller inzwischen Sicherheitsschaltgeräte entwickelt, die sich nur mit erheblichem Aufwand manipulieren lassen. Zum Beispiel empfiehlt sich der Einsatz von codierten Sicherheitsschaltgeräten. Zwar lassen sich auch elektromechanische Sicherheitsschaltgeräte codieren, doch mithilfe der Elektronik steht eine sehr viel höhere individuelle Codierungsvielfalt und -flexibilität zur Verfügung. Ein Beispiel dafür ist der neue Sicherheitssensor RSS 260: Hier ermöglicht die von Schmersal entwickelte Sicherheitssensorik auf RFID-Basis eine individuelle Codierung der Betätiger. Der Anwender kann zwischen drei verschiedenen Codiervarianten auswählen. Damit kann der Manipulationsschutz an die Applikation und den Grad des Manipulationsanreizes angepasst werden. Ebenfalls mit einem RFID-Sensor ausgestattet ist die neue Sicherheitszuhaltung AZM 300 von Schmersal – auch hier kann der Anwender zwischen drei Arten der Codierung auswählen. Der AZM 300 ist darüber hinaus mit einem kreuzförmigen Zuhaltesystem ausgerüstet, das ein universelles Anfahren von drei Seiten erlaubt. Damit kann ein und dasselbe Modell für Drehtüren mit Links- und Rechtsanschlag sowie gleichermassen auch für Schiebetüren verwandt werden. Dadurch ist der AZM 300 sehr flexibel einsetzbar. Ein weiterer Vorteil: Da der AZM 300 über keinen Einfuhrschlitz verfügt, sondern der Kontakt von Betätiger und Zuhaltung ausserhalb des Gerätegehäuses stattfindet, ist er deutlich besser zu reinigen und eignet sich deshalb für hygienesensible Anwendungen wie Nahrungs-

mittel- und Verpackungsmaschinen.

Berührungslos wirkende Zuhaltungen

Nicht zuletzt aufgrund der Vorteile im Hinblick auf das Hygienic Design liegen berührungslose Zuhaltungen im Trend, bei denen die Zuhaltekraft nicht elektromechanisch über eine Verriegelungseinheit aufgebracht wird, sondern elektromagnetisch. Neben dem AZM 200 zählt dazu auch der MZM 100, der eigens für das Anforderungsprofil der Verpackungstechnik entwickelt wurde. Da Verpackungsmaschinen mit hoher Geschwindigkeit arbeiten und zumeist in verkettete Linien ein­ge­bunden sind, kann ein Stillstand an einem einzelnen Prozessschritt die Effizienz der Abläufe erheblich beeinträchtigen. Durch die Zuhaltung von Schutztüren wird verhindert, dass der Arbeitsprozess der Maschine unnötig unterbrochen wird, indem der Bediener durch die Zuhaltekraft am Öffnen der Tür oder Klappe gehindert wird.

Trends der Maschinensicherheit Optimaler Manipulationsschutz, höhere Flexibilität, sehr gute Anpassung an individuelle Einsatzbedingungen, einfache Montage mit weniger Bauteilen – das sind kurz gesagt die Trends bei der Maschinensicherheit, von der sich Hersteller und Betreibern eine höhere Produktivität der Prozesse und eine grössere Kosteneffizienz erhoffen. Unter diesem Aspekt sind auch Zusatzfunktionen interessant, die vor allem die Integration der Schutzeinrichtung in den Prozess erleichtern. Ein Beispiel dafür ist die gezielte Strahlausblendung (Muting/ Blanking) bei Sicherheits-Lichtvorhängen der Baureihe SLC/SLG 445 von Schmersal, die eine Unterscheidung von Mensch und Maschine erlaubt und damit den Materialfluss optimiert.

«Kommunikationsfähige» Sicherheitskomponenten für «Industrie 4.0»-Konzepte Im Hinblick auf die neuen «Industrie 4.0»-Konzepte sind zunehmend «kommunikationsfähige» Komponenten gefragt. Dabei bildet die RFID-Technologie, wie sie etwa beim

Der RSS 260 ist RFID-Sicherheitssensor mit hohem Manipulationsschutz.

Die Sicherheits­ zuhaltung AZM 300 eignet sich für hygienesensible Anwendungen wie Nahrungsmittelund Verpackungsmaschinen.

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Die Sicherheitszuhaltung MZM 100 wurde eigens für das Anforderungsprofil der Verpackungstechnik entwickelt.

Sicherheitssensor RSS 16 von Schmersal zum Einsatz kommt, die Basis für das «intelligente Produkt». So ermöglicht der RSS 16 etwa eine hohe Toleranz bei Türversatz, indem er bei Erreichen der Versatzgrenzen noch vor Abschalten der Maschine ein elektronisches Warnsignal weitergibt, sodass die Aufrechterhaltung der vollen Maschinenleistung gewährleistet ist. Die RFID-Sensoren stellen damit Informationen zur Verfügung, die zur vorbeugenden Instandhaltung genutzt werden können. Das heisst, der Anwender kann bei Türversatz frühzeitig korrigierend eingreifen, um Produktionsausfälle zu vermeiden.

Beratung bei der Auswahl von Schutzeinrichtungen Für die optimale Integration der Sicherheitsvorrichtungen in die Prozesse ist es in jedem Fall geboten, die Sicherheit nicht im Nachhinein in die Maschinen «hinein zu konstruieren». So fordert auch die EU-Maschinenrichtlinie eine «inhärent sichere Konstruktion». Pflicht des Konstrukteurs ist es deshalb, nicht nur die einschlägigen Richtlinien und Normen zu kennen, sondern bereits bei der Konzeption von Maschinen und Anlagen die Schutzeinrichtungen so einzuplanen, dass sie Manipulationsanreize vermeiden und stattdessen zu einer höheren Produktivität der Prozesse beitragen. Bei dieser Aufgabe erhalten die Hersteller und Betreiber Unterstützung vom Geschäftsbereich tec.nicum, der Dienstleistungssparte von Schmersal. Schmersal Schweiz AG www.schmersal.ch

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MESSTECHNIK / SENSORIK

sensoren news

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Offizielles Bulletin der swissT.net-Sektion «Sensoren»

Jedem sein Ultraschallsensor Ultraschallsensoren eignen sich zum Detektieren von Objekten mit unterschiedlichster Grösse und Oberflächenbeschaffenheit sowie in verschiedensten Distanzen. Der innovative Schweizer Hersteller SNT Sensortechnik AG hat eine neue Sensor­ familie auf den Markt gebracht, die nun anwendungs­ spezifisch im Baukastensystem ausgebaut wird. AUTOR: ROLF KURATLE, MSC ETH, INHABER SNT SENSORTECHNIK AG

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ltraschallsensoren senden ein gepulstes, hoch frequentes akustisches Signal aus, das vom Ziel reflektiert wird. Aus der gemessenen Laufzeit lässt sich die Distanz zum Objekt berechnen. Je nach Messdistanz beträgt die Genauigkeit wenige 1/10 mm bis wenige mm. In der Luft wird die Schallausbreitung sehr stark gedämpft, weshalb die Reichweite auf einige Meter limitiert ist. Im Wasser zum Beispiel ist die Reichweite sehr viel höher. Wegen der grossen Schalldämpfung in der Luft ist das reflektierte Echosignal extrem klein – bis zu 100 000-mal kleiner als das ausgesendete. Die Herausforderung ist also, einerseits mit grosser Schallleistung zu senden und anderseits kleinste Signale aus einem grossen Rauschen zuverlässig herauszufiltern. SNT Sensortechnik AG verwendet dazu hohe Sen­de­spannungen und bei der neuen Baureihe einen aufwendigen Software-Algorithmus aus der Nachrichtentechnik. Je nach Ausbreitungsmedium muss der sogenannte Schallwandler entsprechend angepasst sein. Man spricht von der Anpassung an die akustische Impedanz Z des Übertragungsmediums. Schallwandler für Luftanwendungen sollten eine möglichst geringe Dichte und einen tiefen E-Modul haben. Das hat bei industriellen Ultraschallsensoren für die Automatisierungstechnik zu Wandlern geführt, die mit einer sogenannten Anpassschicht zwischen dem schwingungserzeugenden Piezo-Element und der Umgebung ausgerüstet sind. Sie besteht aus einem Harz, gefüllt mit Glashohlkugeln. Dadurch ist das Material federleicht und trotzdem robust. SNT Sensortechnik AG entwickelt und baut die Schallwandler im eigenen Betrieb. Ihre Vorteile gegenüber optischen, induktiven und kapazitiven Sensoren spielen die Ultra-

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schallsensoren durch folgende Eigenschaften aus: • Messen, unabhängig von Material, Oberfläche, Farbe und Grösse des Zielobjekts • Arbeiten bei Staub, Schmutz, Nebel, Licht • Tasten transparente und glänzende Objekte ab • Tasten flächenförmig und nicht nur punktförmig ab Dadurch können mit Ultraschall so unterschiedliche Materialien wie Metalle, Kunststoffe, Holz, Flüssigkeiten, Granulate, Pulver, Lebensmittel usw. detektiert werden. Ob das Objekt transparent ist, spielt überhaupt keine Rolle. So polyvalent sind hauptsächlich nur Ultraschallsensoren, weshalb diese vor allem dann eingesetzt werden, wenn alle anderen Methoden versagt haben.

Standard Bereits die Standardversion der neuen Ultraschallsensor-Generation, Serie UPR-A, ist so versatil, dass mit nur zwei Typen (siehe Tabelle) unterschiedlichste Applikationen bedient werden können. Der Sensor im M18Gehäuse hat eine grosse maximale Reichweite Analogausgang

von 1,5 m. Er lässt sich mit nur einem TeachEingang programmieren. Speziell ist die Möglichkeit, die Grösse des Detektionsstrahls anpassen zu können.

Chemikalien-beständig Die UPR-A-CP-Sensoren sind speziell für den Einsatz in aggressiver Umgebung konzipiert. Die hohe Beständigkeit entspricht der von PVDF bzw. PTFE. Eine mögliche Anwendung ist die Füllstandmessung von Säuren und Laugen in Behältern bis 1,5 m Tiefe. Der BasisSensor ist ein Typ UPR-A. Die dem Medium ausgesetzte Vorderseite besteht aus PVDF. Das Herausragende an diesem Sensor ist die Tatsache, dass auch der Ultraschallwandler mit einer speziellen PTFE-Folie, welche die Ultraschallwellen durchlässt, eingeschlossen ist. Die technischen Daten entsprechen denen der UPR-A-Standard-Sensoren.

ATEX Wenn mit explosionsgefährdeten Stoffen gearbeitet wird, muss der Anlagenbetreiber gemäss ATEX-Richtlinie eine Sicherheitsanalyse und die daraus resultierende Zoneneinteilung vornehmen. Entsprechend der definierten Zone muss er dann einen für die Zone zugelassenen Sensor auswählen. Schaltausgang

• zum Beispiel für Füllstandmessung

• zum Beispiel für Anwesenheitskontrolle

• automatische Umschaltung

• programmierbares Detektionsfenster

auf V- oder mA-Ausgang • programmierbare Charakteristik

als Schliesser oder Öffner • programmierbare Schallkeule

• programmierbare Schallkeule • Standardsensor mit axialem Schallaustritt

• Standardsensor mit axialem Schallaustritt

• gewinkelte Version mit radialem Austritt

• gewinkelte Version mit radialem Austritt • Betrieb als Reflexschranke für schwierig

zu detektierende Objekte vor einem Hintergrund aktuelletechnik.ch

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ATEX-Zone

Explosionsfähige Atmosphäre

Gas

Staub

0

20

ständig, langzeitig oder häufig

1

21

gelegentlich

2

22

nie oder nur kurzzeitig

Goodbye transmitters!

Unter anderem gibt es die Zonen 2 (Gas) und 22 (Staub). Das sind Bereiche, in denen bei Normalbetrieb eine explosionsfähige Atmosphäre normaler­weise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt. Gerade im Zusammenhang mit Staub gibt es viele solche Bereiche in der Industrie. Für diese Zonen gibt es nun einen UPR-A-Ex-Sensor. Auch er basiert auf der UPR-A-Baureihe und lässt sich genauso programmieren.

Edelstahl Die meisten Ultraschallsensoren haben ein Gehäuse aus Kunststoff oder vernickeltem Messing. Das ist vor allem eine Kostenfrage. Bei gewissen Anwendungen und Industrien sind die Materialanforderungen aber höher. Sei es wegen Anwendungen im Freien oder aggressiven Reinigungsprozessen oder wegen speziellen Vorschriften, zum Beispiel bei: • Lebensmittelindustrie •  Chemischer Apparatebau •  Zellstoffindustrie • Textilindustrie

• Farbenindustrie • Pharmazeutische Industrie • Abwasseraufbereitung • Salzwasserkontakt

Der neue Edelstahl-Sensor UPR-A V4A hat ein Gehäuse aus diesem höchstwertigen Edelstahl (1.4571). Frei nach dem Motto: «V2A rostet nicht – V4A rostet gar nicht».

SMARTSENS – Die erste Serie von Analysesensoren, die Transmitter überflüssig macht

Der Plan B Die oben beschriebenen Sensorversionen sind Evolutionen aus dem Standardtyp. Als «B-Variante» UPR-B wurde nun eine noch kostengünstigere, abgespeckte Version entwickelt. Sie hat dieselbe Präzision wie die teureren Typen, da die komplexe Signalauswertung identisch ist. Hingegen hat der Sensor eine etwas reduzierte Messdistanz und ist erhältlich als Näherungsschalter mit Schaltausgang. Durch diese Vereinfachung ist der Sensor auch 30 mm kürzer geworden, was ihn geradezu zu einem preisgünstigen Miniatursensor macht. Ein paar typische Anwendungen sind: • Min.-/Max.-Füllstanddetektion von Flüssigkeiten, Granulaten und Feststoffen • Überwachung von Füllständen in Abfüllanlagen • Rückstaukontrolle bei Förderanlagen • Zählen und Erfassen von Objekten • Erkennung leerer bzw. gefüllter Paletten und Behälter 

SMARTSENS Sensoren tragen die gesamte Transmittertechnologie im Sensorkopf. Dies reduziert nicht nur Betriebskosten, vereinfacht Installation und Wartung, sondern erlaubt auch eine bessere Anlagenausnutzung im Bereich der Wasseraufbereitung. SMARTSENS Sensoren können ganz einfach via PACTware™ FDT/DTM oder HART® DD konfiguriert und kalibriert werden. Die Möglichkeit der OfflineKalibrierung und Regenerierung sorgt für genaue Messergebnisse und verlängerte Lebensdauer. Sie sehen – es ist Zeit, Ihrem externen Transmitter „Lebe wohl“ zu sagen!

SNT Sensortechnik AG, www.sntag.ch

Der UPR-Baukasten: jedem sein Ultraschallsensor UPR-A

Standard

UPR-A CP

Chemie-beständig

UPR-A Ex

ATEX 2/22

UPR-A V4A

rostfrei, Volledelstahl

UPR-B

kurz, Low cost

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goodbye-transmitters.de


MESSTECHNIK / SENSORIK FACHTAGUNG

Faszination

Messtechnik «Faszination Messtechnik» ist mittlerweile die umfassendste Messtechnik-Fachtagung der Schweiz mit hochkarätigen Referenten und vielen Besuchern.

ein Fahrzeug von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Einige Entwickler dieser Superrennwagen sind anwesend und präsentieren am Ende der Mittagspause die Fahrzeuge und die Trägerorganisation, den Akademischen Motorsportverein Zürich (AMZ). Das Rahmenprogramm schliesst am späteren Nachmittag mit einem Apéro und einer Vorstellung des sensationellen iPadMagiers Christoph Wilke. Welche Fachtagung 2014. Tricks und Effekte mit einem iPad möglich sind, wird nicht nur Messtechnik-Freaks verblüffen. ie Fachtagung «Faszination Mess- Die Show von Christoph Wilke ist heiter und äusserst unterhaltend. Logisch, dass während technik» hat in den letzten Jahren vielen Besuchern einen spannen- des ganzen Tages ein Wettbewerb läuft, bei dem ein iPad gewonnen werden kann. den und erlebnisreichen Tag in den Räumen der FH Windisch geboten. Auch diesmal wird die bewährte Tagungsstruktur mit Fachvor- Zwischen diesen drei Schwerpunkten finden trägen, Ausstellung und einem Rahmenpro- die Vortragsblöcke statt. Messtechnik-Einsteiger erhalten bei verschiegramm beibehalten. denen Vorträgen eine Übersicht, in welcher Dieses Jahr ist es erfreulicherweise gelungen, Situation welche Messtechnik eingesetzt eine ausserordentliche interessante und an- werden kann. Dabei wird neben dem theoretischen Hintergrund auch der Bezug zur regende Fachtagung zu organisieren. Bereits das Rahmenprogramm ist vielversprechend: Praxis nicht vernachlässigt. Zusätzlich können sich Besucher an der gleichzeitig stattfindenden Fachausstellung informieren, welche Der Tag beginnt mit dem Eröffnungsreferat von ETH-Professor Dr. Anton Gunzinger, Er- Produkte heute für messtechnische Aufgaben finder des revolutionären Supercomputers. zur Verfügung stehen. An den sechzehn Ausstellungsständen stehen ausgewiesene MessEr ist ein Querdenker mit viel Charme und technikfachleute zur Verfügung, die auch weiss, wovon er spricht, wenn es um die Bedeutung von Messtechnik geht. Sein Re- Einsteiger gerne beraten. ferat sollte man wirklich nicht verpassen. Messtechnikexperten können sich anlässlich In der Mittagspause wird ein kostenloser von einigen Referaten über neueste Trends Steh-Lunch serviert. Dabei haben die Besu- in der Messtechnik informieren. Neueste cher Gelegenheit, die Ausstellungsstände zu Verfahren und Technologien sowie ihre Anwendung in der Praxis werden in Kurzrefebesichtigen und sich von den schnittigen Rennwagen mit elektrischem Antrieb faszi- renten vorgestellt. Weitergehende Information und Demonstrationen der neusten nieren zulassen. Staunen Sie, wie schnell so

Features können sich Experten auch in der Fachausstellung beschaffen. So viele kompetente Messtechnik-Gesprächspartner an einem Ort sind in der Schweiz selten zu finden. Möglich ist dies nur dank der kooperativen Zusammenarbeit der Firmen unter dem Dach von swissT.net. swissT.net www.swisst.net

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iPad-Künstler Christoph Wilke.

Fachtagung Faszination Messtechnik Datum: 28. Oktober 2015 Tagungsort: Fachhochschule Nordwestschweiz, Klosterzelgstrasse 2, 5210 Windisch Anmeldung: www.swissT.net/fm15.html Themenkreise: Elektronische Messtechnik, Experimentelle Messtechnik, EnergieMesstechnik, Prüfstands-Messtechnik, Langzeit- und Zustandsüberwachung, Telekommunikations-Messtechnik, Hochfrequenz-­Messtechnik, Umwelt-Messtechnik, Akustische Messtechnik, Sensoren und Systeme, Steuerungs-Software, Analyse, Darstellung und Dokumentation, web­ basierte Messtechnik, Audio-Messtechnik. aktuelletechnik.ch

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MESSTECHNIK / SENSORIK TOP-INFO

Auf die Grösse  kommt es an In Entwicklungsumgebungen gibt es nie genug Platz. Um dieser Problematik entgegenzutreten, entwickelte Keysight Technologies die momentan kompaktesten Laborspeisungen, ohne bei deren Performance Kompromisse einzugehen. Im Gegenteil, das abgerundete Gesamtpaket dieser Geräteserie macht sie zu einem Must-have in jeder Entwicklungsumgebung.

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elcher Entwickler oder Forscher kennt das nicht: Sein Labor- oder Entwicklungsplatz ist vollgestellt mit Gerätschaften, und man findet kaum noch Platz für seinen Prüfling. Um diese Situation zu lindern, hat Keysight Technologies die neuen E36100-SerieLaborspeisungen entwickelt. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass in einen ¼ Rack breiten und 2U hohen Gehäuse eine vollwertige Speisung untergebracht ist. Trotz des kleinen Formfaktors bringen die Speisungen bis zu 40 W Leistung. Dadurch eignen sich die Speisungen hervorragend sowohl für Schulungszwecke als auch für die Entwicklung und das Testen von DC-betriebenen Hardware-Designs wie tragbare Elektronik, sogenannte «wearables», Uhren oder Spielzeug.

Kennwerte auf einen Blick • 5 Modelle (6 V, 5 A / 20 V, 2 A / 35 V, 1 A / 60 V, 0.6 A / 100 V, 0.4 A) • Kleiner Formfaktor mit ¼ Rackbreite und 2U Höhe • Kontrastreiches OLED Display • USB und LAN Schnittstellen • Strom- und Spannungsmessung • Überspannungs-, Überstromschutz

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Überzeugend aus jedem Blickwinkel

I/O, das A und O

Trotz des kleinen Formfaktors verfügen die E36100-Serie-Speisungen über ein mehrzeiliges OLED Display. Dank der verwendeten OLED-Technologie bleibt das Display auch aus spitzen Winkeln gut lesbar und dadurch gut zu bedienen. Nebst der Lesbarkeit ermöglicht das mehrzeilige OLED-Display auch ein intuitives und übersichtliches Bedienmenü.

Standardmässig ausgestattet mit LAN und USB-Anschlüssen können die E36100-Geräte nicht nur über die Frontplatte bedient, sondern auch in halb- und voll automatisierten Testaufbauten eingesetzt werden. Dies erlaubt einen vielseitigen Einsatz desselben Gerätes bei Einzeltests oder Serientests. Dank einem unschlagbar kleinen Formfaktor, modernster Display-Technologie, SenseLeitungen, hoher Messauflösung für kleine Ströme und aktuellen Schnittstellen überzeugen die Keysight E36100 aus jedem Blickwinkel. Standardmässig mit all diesen Eigenschaften ausgerüstet, sind diese Geräte für jeden Entwicklungs- und Schulungsplatz unentbehrlich. Die E36100 werden mit einer Garantie von drei Jahren geliefert und bieten dank einem Listenpreis von weniger als 1000 Franken ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Keysight E36100 ist Ihr Entwicklungs- oder Laborplatz optimal und platzsparend ausgerüstet.

Klein und genau Neben dem Display, den Bedienknöpfen und den Ausgängen finden auf der Frontplatte auch zwei Anschlüsse für Sense-Leitungen Platz. Diese ermöglichen eine Spannungsregelung direkt am Prüfling und nicht intern in der Speisung. Dies garantiert, dass der eingestellte Spannungswert am Testobjekt anliegt und nicht durch die Zuleitungswiderstände reduziert wird. Neben den aktuellen Spannungswerten messen die Geräte auch die Stromwerte. Und genau für diese Strommessungen weisen die E36100-Geräte eine Besonderheit auf: Für Ströme im einstelligen Milliampere-Bereich oder kleiner stellen die Speisungen eine Messgenauigkeit von 0,25 % + 40 µA zur Verfügung. Damit können auch Ruheströme in den meisten Fällen ausreichend genau bestimmt werden.

Computer Controls AG www.ccontrols.ch

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SENSORS SAFETY RFID

INDUKTIVE SENSOREN

C23 FULL INOX

FLACH, ROBUST, EFFIZIENT

Innenraum-Messung Der EE800-Messumformer von E+E Elektronik misst CO2, Temperatur sowie relative Feuchte und berechnet zusätzlich die Taupunkttemperatur. In der digitalen Ausführung mit Modbus RTU oder BACnet MS/TP-Schnittstelle ermittelt der EE800 auch absolute Feuchte, Mischungsverhältnis, spezifische Enthalpie, Frostpunkttemperatur und Wasserdampf-Partialdruck. Zudem ist die Einbindung in ein Gebäudebussystem schnell und einfach realisierbar. Das beim EE800 eingesetzte CO2-InfrarotMessprinzip (NDIR*-Zweistrahlverfahren) zeichnet sich durch eine besonders geringe Schmutzempfindlichkeit aus. Durch die Autokalibration werden Alterungseffekte automatisch kompensiert und eine ausgezeichnete Langzeitstabilität

ist gewährleistet. Die werksseitige Mehrpunkt CO2- und Temperaturjustage sorgt für eine hohe CO2-Messgenauigkeit über den gesamten Temperatureinsatzbereich. E+E Elektronik GmbH www.epluse.com

Zwei für alle Fälle Mit den Global Shutter Sensoren IMX174 und IMX249 der neuesten Sony CMOSGeneration erweitert Baumer die VisiLine Serie um 6 neue Kameramodelle – jeweils in Mono und Color bei der VisiLine sowie für den IMX174 auch mit IP-65/67Schutzgehäuse. Bei einer Auflösung von 1920 × 1200 Pixel und Bildraten bis 53 fps überzeugen sie im 2 Megapixelbereich mit einem sehr guten PreisLeistungs-Verhältnis. Die Kameras bieten einen gros­ sen Dynamikumfang von über 70 dB, ein exzel-

lentes Signal-Rausch-Verhältnis und eine sehr hohe Empfindlichkeit. Sie eignen sich damit branchenübergreifend für ein breites Einsatzfeld und Anwendungen, die für eine stabile Bildauswertung höchste Ansprüche an die Bild­qualität auch bei schwierigen Lichtverhältnissen stellen. Mit den robusten VisiLine IP 65/67-Kameravarianten kann zudem auf ein zusätzliches Schutzgehäuse für Kamera und Objektiv in rauen Industrieumgebungen verzichtet werden, wie es in der Robotik oder AutomotiveBranche oft gefordert wird.

Baumer Electric AG www.baumer.com

Blaue Dichtungsmembrane HAUPTVORTEILE  Unzerstörbarer Sensor  Faktor 1 auf Stahl und Aluminium  Grosse Schaltabstände  Hochwertiger ASIC-Sensor  IO-Link

Contrinex Schweiz AG Tel. 041 752 17 00 info@contrinex.ch www.contrinex.com

Mit einer neuen blauen Dichtungsmembrane erweitert Schmersal sein umfangreiches Produktportfolio an Befehls- und Meldegeräten für die Nahrungsmittelindustrie. Damit erfüllt das N-Programm nicht nur die Anforderungen an Dichtigkeit und Hygienetauglichkeit, sondern auch die Forderung, Fremdkörper in Lebensmitteln durch optische Systeme aufspüren zu können. Um dieser Forderung gerecht zu werden, empfiehlt es sich, in der Food-Industrie die Farbe Blau einzusetzen, etwa für offen liegende Dichtungsteile, da kein Lebensmittel von Natur aus diese Farbe besitzt.

tastern, die bisher nur mit weissen oder schwarzen Dichtungsmembranen verfügbar waren, um eine blaue Variante ergänzt. Schmersal (Schweiz) AG www.schmersal.ch

Daher hat Schmersal eine ganze Reihe von Drucktastern, Leuchttastern, Pilzschlagtastern (z.T. beleuchtbar) oder Not-Halt-Pilzschlag-

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MESSTECHNIK / SENSORIK

Micro-Power Hall Sensor Standex-Meder Electronics, globaler Hersteller von präzisen, zuverlässigen und langlebigen Miniatur-Reed-Schaltern, Sensoren und Relais kündigt eine neue Micro-Power-Hall-Sensor-Serie an. Diese zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit, geringen Energieverbrauch und gleichbleibende Aktivierungspunkte über einen grossen Temperaturbereich in einem robusten und abgeschirmten Gehäuse aus. Die neuen Hall-Sensoren arbeiten bei 3-V-Ver-

sorgung mit einer durchschnittlichen Stromaufnahme von nur 5 Mikroampere (uA) im Vergleich zum Branchendurchschnitt mit 5 Milliampere (mA). Die Hall Sensoren gibt es in verschiedenen Modellen und Grössen, vom MH04 (mit einer Breite von 24 Millimetern), dem MH21 (28,6 mm) bis zum MH11/M12 (38 mm). StandexMeder Electronics GmbH www.standexmeder.com

Feuchtigkeitsmesser FLIR bringt mit dem FLIR MR160 ein neues Wärmebild-Feuchtemessgerät heraus für Klempner, Dachdecker, EnergieeffizienzExperten, Bauunternehmer, Bauaufsicht und Feuchtesanierungsspezialisten. Das MR160 ist der erste Feuchtemesser, der dank seines FLIR Lepton®-Kerns über eine integrierte Wärmebildkamera und damit auch über die IGM-Technologie (Infrared Guided Measurement, Infrarot-unterstützte Messung) verfügt. Damit hat FLIR den einzigen Feuchtigkeitsmesser entwickelt, der potenzielle Feuchtigkeitsprobleme effizient und direkt auch visuell im Wärmebild darstellen kann.

PosCon3D Kanten, Breiten, Lücken intelligent messen.

FLIR Systems GmbH www.flir.de

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Digitales Präzisionsmessgerät

Induktive Leitfähigkeitsmessung

Die neue Ausführung des digitalen Präzisionsmessgeräts DMP41 von HBM Test and Measurement ist für den Einbau in Schaltschränke ausgelegt. Ein typischer Einsatzbereich ist die Herstellung von auf Dehnungsmessstreifen basierenden Aufnehmern. Höchste Präzision, nicht nur im Labor – dies ermöglichen die neuen Modelle des digitalen Präzisionsmessgeräts DMP41. Die Geräte im 19-Zoll-Gehäuse eignen sich aufgrund ihres sorgfältigen Aufbaus auch für den Einsatz in EMV-technisch anspruchsvoller Umgebung, wie z. B. im Produktionsprozess. DMP41 steht für das digitale Höchstpräzisionsmessgerät, das den Aufbau von Messketten höchster Genauigkeit für auf Dehnungsmessstreifen (DMS) basierende Sensoren ermöglicht.

Krohne stellt das neue hygienische, induktive Leitfähigkeitsmesssystem OPTISYS IND 8100 für die Lebensmittel- und Getränke-Industrie vor. Dank seiner schnellen Ansprechzeit eignet sich dieses Gerät insbesondere für Anwendungen im Bereich der Produkttrennung/-identifikation oder in CIPAnlagen, um die Übergangsphasen zu verkürzen und Reinigungsflüssigkeiten zu sparen. Das neue 3A- und EHEDGzertifizierte Messsystem ist mit zwei 4…20 mA Ausgängen für Leitfähigkeit, Konzentration und Temperatur ausgestattet. Innerhalb des Leitfähigkeits-Messbereichs von 50 μS/cm…1.000 mS/ cm verfügt der OPTISYS IND 8100 über 14 voreingestellte Bereich/Ausgang-Kombinationen für eine schnelle Inbetriebnahme.

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH www.hbm.com

Krohne AG www.krohne.ch

© SRK, Remo Nägeli

Syrien-Konflikt Wir schauen hin und helfen.

Faszination Messtechnik Expertenforum mit 16 Referaten und 16 ausstellenden Unternehmen.

n per 25 Franke den: SMS spen SYRIEN 25 46 an 4

Vielen Dank für Ihre Spende. Postkonto 30-4200-3 | Vermerk « Nothilfe Syrien» www.redcross.ch/syrien

Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos Detail-Programm und Anmeldung auf www.swisst.net/fm15.html

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MESSTECHNIK / SENSORIK

Einfache Integration Durch die Integration der Kommunikationsschnittstelle IO-Link für die Sensorprinzipien Reflexionslichttaster mit Hintergrundausblender und SmartReflect (die Lichtschranke ohne Reflektor) erweitern die optischen O300- und O500-NextGen ihre ohnehin schon herausragende Leistungsfähigkeit. Die IO-Link-Schnittstelle erleichtert die schnelle Inbetriebnahme von Anlagen durch die automatisierte Übermittlung verschiedener Parameter wie die millimetergenaue Tastweite, Helloder Dunkelschaltung oder Schaltpunkte. Darüber hinaus garantieren die neuen Baumer-Filterfunktionen die sichere und zuverlässige Erkennung schwieriger Objekte, wie z. B. Objekte mit Löchern. Durch die Möglichkeit, die Verriegelungszeiten der Sensoren automatisch zu verändern, bieten die Sensoren zusätzlich eine hohe, anwenderspezifische Funktionssicherheit.

HD-Wärmebildkamera für absolute Spitzenleistung Die neue Premium-Wärmebildkamera FLIR T1020 setzt mit einer Infrarotauflösung von 1,024 x 768 Pixeln einen neuen Industriestandard. Die Kamera eignet sich für Industrie- und Bauthermografie. Als tragbares, hoch auflösendes Instrument verbindet die T1020 eine herausragende Messleistung mit erstklassiger Bildqualität und besonders hoher Benutzerfreundlichkeit. Mit ihrem ungekühlten 1.024 x 768 Pixel-Infrarotdetektor, dessen thermische Empfindlichkeit den Branchenstandard für ungekühlte Sensoren um das Doppelte übertrifft, liefert ihnen die T1020 stets eine herausragende Bildqualität. Die FLIR Vision Processing-Technologie verbessert die hohe Auflösung der T1020 zusätzlich, indem sie den einzigartige Bildoptimierungstechnologie FLIR UltraMax mit der patentierten FLIR-MSXFunktion kombiniert. Dank dieser fortschrittlichen Bildverarbeitungstechnologie bietet die T1020 die beste Bildqualität von allen auf dem Markt erhältlichen Kompaktsystemen. FLIR Systems GmbH www.flir.de

Baumer Electric AG www.baumer.com

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INDUSTRIEBEDARF 3D-DRUCKER

Wie Unternehmen

3D-Druck nutzbar machen

können

Sitzgurtschloss aus EOS-Titanium Ti64, hergestellt mit der Laser-Sinter-Technologie von EOS. Quelle: 3T RPD Ltd/ The SAVING Project

Pasta, Waffen oder ganze Häuser. Mit 3D-Druck lässt sich anscheinend fast alles realisieren. Werden nur unsere Geschmacksnerven auf die Probe gestellt und Sicherheitsbehörden aufgeschreckt? Alles nur Spielerei? Oder sind wir schon mitten in der nächsten industriellen Revolution? FALK STEIN, COO RIENECKER PROJEKTMANAGEMENT GMBH CARSTEN POHLAND, INHABER UND CEO DER POHLAND AG UND CP-MANAGEMENTBERATUNG GMBH

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Die Autoren sind Teilnehmer des Executive MBA der Hochschule Luzern – Wirtschaft.

it dem Smartphone wird auf der Rundreise in Florenz die David-Statue gescannt. Der David wird anschliessend zu Hause in Kunststoff ausgedruckt. Ein besonderes Souvenir aus dem Urlaub. Was noch vor einigen Jahren unmöglich erschien, ist heute machbar. Was als neue technische Revolution daherkommt, begann bereits in den 1980er-Jahren. Die Technik fand jedoch im Consumer-Bereich erst in den letzten Jahren Einzug, nach dem Auslaufen von Patenten und der Verfügbarkeit freier Software. Hersteller für 3D-Drucker und 3D-Produktionsanlagen waren an der Börse plötzlich sehr gefragt. Der erste Hype scheint vorbei. Die Aktienkurse hatten offenbar mehr von der hohen Medienpräsenz des 3D-Drucks profitiert als von bahnbrechenden Innovationen.

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3D-Drucker sind heute schon für wenig Geld erhältlich. Mit etwas technischem Geschick und entsprechender Zeit lässt sich ein Drucker aus einem Bausatz für wenige Hundert Franken realisieren. Diese kostengünstigen Drucker funktionieren mit der sogenannten FDM-Technik. Eine Technik, bei der die Modelle aus dünnen «Würmchen» aus Kunststoff Schicht für Schicht aufgebaut werden. Die Bedienerfreundlichkeit und Präzision dieser kostengünstigen Geräte lässt oftmals noch zu wünschen übrig. So muss der Hobby-Anwender für die Additive Fertigung doch einiges an Kenntnis und Zeit mitbringen, um mit den 3D-Daten umgehen zu können. Auch die Nacharbeit der noch sehr rauen Oberfläche ist je nach Anspruch mit weiterem Aufwand verbunden. Präzisere und bedienerfreundlichere Geräte kosten dann schnell mehrere Tausend Franken. aktuelletechnik.ch

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Unterschiedliche Technik Diese Geräte werden in der Industrie heutzutage für Designoder Funktionsmuster eingesetzt und gehören fast schon zur Standardausrüstung eines Ingenieur- oder Architekturbüros. Offenbar ist es einfacher, über Dinge zu diskutieren, die sich auch wirklich berühren und in der Gruppe herumreichen lassen. Die virtuelle Realität, bei welcher der Nutzer eine Art Helm mit eingebautem Bildschirm trägt, konnte sich bis jetzt nicht wirklich durchsetzen. Eine weitere Additive Fertigungstechnik ist das selektive Laser-Sintern SLS. Anders als beim FDM-Verfahren werden hier dünne Schichten Pulver mittels Laserstrahl verschmolzen. Das Verfahren ist nicht nur wesentlich präziser, sondern es lassen sich auch Metalle verarbeiten – das eröffnet natürlich ein ganz anderes Einsatzspektrum. Dies spiegelt sich auch in den Kosten der Geräte wieder. Eine Industrieanlage, die mittels SLSVerfahren aus Pulver Metall- oder Kunststoffteile fertigen kann, kostet schnell mehrere Hunderttausend Franken. Natürlich wirkt sich der Preisunterschied auch in der Präzision der gefertigten Teile und in der Produktivität der Anlage aus.

Umdenken im Entwicklungsprozess ist aber nur ein Schritt. Die Additive Fertigung bietet die Möglichkeit, Produkte individuell nach Kundenwunsch unglaublich schnell und mit wenig zusätzlichen Kosten zu realisieren.

Ausrichtung der Supply Chain auf die Additive Fertigung

Stellen Sie sich vor, Sie können Ihren Kunden eine Fülle möglicher Optionen anbieten, für diese er bereit ist, etwas mehr zu bezahlen, und Sie haben kaum Mehraufwand? Eine verlockende Vorstellung. Eine Lagerhaltung kann mit 3D-Druck entfallen. Das gedruckte Werkstück soll in kürzester Zeit der Endmontage oder beim Kunden zur Verfügung stehen. Längst haben grössere Logistikunternehmen diesen Trend erkannt und bieten entsprechende Leistungen an. Zumindest in den USA. Die dispositiven Faktoren wie Planung und Organisation sind also mit dem 3D-Druck wichtiger als je zuvor und verlangen geradezu nach einer konsequenten Umsetzung der wesentlichen Elemente Hochdruck-Muffen aus Metall mittels SLS-Verfahren. des E-Business. Erst mit durchgängigem Quelle: Irpd AG, St. Gallen Informationsfluss vom Shop direkt zur Was ist möglich Produktionsplanung und danach sofort in die Produktion lässt sich das Potenzial der Technik voll «Theoretisch lässt sich eigentlich alles drucken», sagt Dr. Dieausschöpfen. Was der Kunde tagsüber im Online-Shop ter Woschitz, Head of Institute von der Inspire AG. Alles, bestellt, wird noch in der gleichen Nacht produziert und am was sich verflüssigen lässt, kann gedruckt werden. So lassen Vormittag versendet. sich auch lebende Zellen drucken, irgendwann auch ein lebendes Herz, meint Dr. Woschitz. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in den Prozessen. Gelingt es, die jeweiligen Werkstoffe Die richtigen Geschäftsmodelle schnell genug auszuhärten, bevor sie wegfliessen, so lässt sich praktisch alles drucken. Um zukunftsweisende Geschäftsmodelle für den Einsatz der Additiven Fertigungstechnik zu entwickeln, ist Kreativität gefragt. Druckt sich der Kunde die individuelle Pasta auf Complexity for free seinem eigenen Drucker und kauft nur die entsprechenden Teigkartuschen ein? Oder bestellt er über einen Onlineshop «3D-Druck braucht ein völliges Umdenken in der Konstrukseine eigene Pasta-Kreation und überlässt den Druck der tion», so Dr. Woschitz. Gegenüber den subtraktiven FertiTeigwaren dem Spezialisten mit einer hoch produktiven gungsverfahren bietet die Additive Fertigungstechnik ungeMaschine? Aus vielen kreativen Ideen werden sich neue ahnte Design-Freiheit. Um den 3D-Druck wirtschaftlich Geschäftsmodelle für die Zukunft entwickeln. rentabel zu machen, müssen diese Vorteile genutzt werden. Die Additive Fertigungstechnik ist keineswegs nur für StartEin schlichtes Nachdrucken bestehender Konstruktionen ist up anwendbar. Auch etablierte Unternehmen können 3Dnicht sinnvoll. Traditionelle Fertigungsmethoden behindern Druck einsetzen, um bestehende Geschäftsmodelle zu erund limitieren Innovationen, da passend für das Verfahren weitern: Musste der Kunde früher auf ein funktionsfähiges konstruiert werden muss. Mit dem 3D-Druck lassen sich nun Muster wochenlang warten, so kann mittels 3D-Druck eine endlich Baupläne der Natur adaptieren. Die Technik für die komplexe Spezialgeometrie heute innert 24 Stunden geliefert dazu notwendigen Berechnungen und Optimierungen ist werden. Lässt sich das neue Geschäftsmodell nicht in das heute schon vorhanden. Zum Beispiel die Finite-Elementebestehende Unternehmen integrieren, oder scheint dieses Methode (FEM), eine etablierte Simulationstechnik mittels zu risikoreich, so kann man das Modell in einem Start-up Computer. verwirklichen.

Innovationsmanagement wird zur Pflicht Um das Umdenken in den Köpfen der Konstrukteure und Designer zu fördern, müssen Unternehmen entsprechende Freiräume für den Wandel schaffen. Schulungen, experimentelles Probieren und Umsetzen der gewonnenen Kenntnisse können so zu innovativen Produkten führen. Mitarbeiter mit einem günstigen 3D-Drucker für den Privatgebrauch denken in 3D und lernen heute die neue Technik zu nutzen. «Der 3D-Druck im Consumer-Bereich ist in dieser Hinsicht nicht zu unterschätzen», sagt Dr. Woschitz. 9 | 2015aktuelletechnik.ch

Am Ende entscheidet der Nutzen Eine komplette und schnelle Ablösung der subtraktiven Fertigungsverfahren durch den 3D-Druck ist zurzeit nicht zu erwarten. Bezüglich Präzision und Oberflächengüte sind die Additiven Fertigungsverfahren den subtraktiven Verfahren noch weit unterlegen. Die Maschinenindustrie entwickelt bereits erste Kombi-Anlagen, welche die Vorteile beider Verfahren zur Geltung bringen sollen. 3D-Druck wird sich mit kreativen Konstruktionsmöglichkeiten und neuen Geschäftsmodellen durchsetzen. Man darf gespannt sein auf die Zukunft.

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INDUSTRIEBEDARF ENERGIEFÜHRUNG

«I

m Rahmen eines Retrofits ist die Mechanik einer in die Jahre gekommenen Hubvorrichtung einer Vakuumstrangpresse vor gut zwei Jahren komplett erneuert worden», blickt Matthias Ries vom Einkauf und der Elektrokonstruktion der SAMA Maschinenbau GmbH in Weissenstadt zurück. Das Unternehmen Sama stellt komplette Anlagen für die Geschirrindustrie und Lösungen für die technische Keramik her. Es handelt sich in der Regel um kundenspezifische Maschinen, die zum einen an den jeweiligen Produktionsablauf und zum anderen an die Platzverhältnisse vor Ort angepasst werden müssen. Bei Neukonstruktionen setzt der Sondermaschinenbauer seit vielen Jahren auf Energiezuführungen und Leitungen der igus GmbH. «Da in diesem Fall ein Hydraulikaggregat am Hubtisch

notwendig und damit der zur Verfügung stehende Platz für die Energieversorgung des Hubtisches komplett ausgefüllt war, haben wir uns auf die Suche nach einer Alternativlösung gemacht», so Ries.

Kein Platz für die Energie Die Wahl fiel auf die «e-spool» von igus, einer Alternative zur klassischen Kabeltrommel. Ihr konstruktiver Vorteil ist, dass sie auf engstem Raum viele verschiedene Medien in einem System führen kann, da kein Schleifring benötigt wird. Eine Standard-Energiekette wird hierbei auf- und abgerollt und sorgt durch eine integrierte Rückholfeder jederzeit für die genau richtige Länge und hält die Energiekette auf Spannung. In der Ausgangsposition ist die Kette platzsparend vollständig eingerollt. Ein Twisterband von igus verbindet in dieser Anwendung einseitig die Rolle mit dem Wellenbock,

Hoch hinaus  mit der Energie FIRMENBEITRAG: Die Stromversorgung dieses Hubtisches der Firma Sama Maschinenbau funktioniert über eine spezielle Energieführung von igus, die komplett aufgewickelt werden kann und somit sehr platzsparend ist. AUTOR: CHRISTIAN BARTHEN, LEITER GESCHÄFTSBEREICH E-KETTEN, IGUS GMBH

der als Schnittstelle zu den fest verlegten Leitungen dient. Mithilfe des sehr kompakten Bandes können kostengünstig und verschleiss- bzw. wartungsarm Drehbewegungen bis 7000 Grad auf engstem Raum realisiert und dabei Energie, Daten und Medien sicher geführt werden. Das gesamte Energieführungssystem ist bei dieser Anwendung auf dem Boden fest verschraubt. Es kommt auf eine Gesamtlänge von 7000 mm. Der tatsächlich benötigte Verfahrweg beträgt lediglich 6000 mm. «Die Differenz hat für uns den Vorteil einer höheren Flexibilität bei der Installation», so Ries. «Wir konnten problemlos auf veränderte Platzverhältnisse vor Ort reagieren und das Gesamtsystem in die eine oder andere Richtung verschieben.»

Für die Stromversorgung des Hubtisches unterhalb der Vakuumstrangpresse wird die wirtschaftliche Multi-Energie-Spule e-spool eingesetzt. Über ein Twisterband werden die Chainflex-Roboterleitungen geführt. Aufgrund der Drehbewegung müssen sie dauerhaft torsionsfähig sein. Quelle: Sama Maschinenbau GmbH

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Um die Energieversorgung und die Profibusanbindung an den Hubtisch zu realisieren, stand die Entscheidung zugunsten des speziellen Abwickelsystems von igus schnell fest. Dieses war der Konstruktionsabteilung des Sondermaschinenbauers bereits bekannt. Gut ein Jahr zuvor hat vor Ort in Weissenstadt eine igus-Hausmesse stattgefunden, auf der das gesamte Leistungsspektrum des Spezialisten für technische Kunststoffe präsentiert worden ist. Als Neuheit ist damals unter anderem die e-spool vorgestellt worden. aktuelletechnik.ch

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«Sie war in diesem Fall, in der aus Platzgründen kein Biegeradius realisiert werden konnte, die perfekte Lösung», so Ries. Die Energiekette ist immer in der Ausgangsposition eingerollt. Es bleibt kein Untertrum liegen, wodurch die Wege frei sind. Der Sondermaschinenbauer hat für die Energieführung eine besonders sichere Lösung gesucht. Eine Drehdurchführung oder ein Schleifringkörper waren keine Lösungsoptionen, da in diesen Fällen wiederum eine Energiekette notwendig gewesen wäre, für die die Platzverhältnisse in diesem Bereich der Maschine jedoch nicht vorhanden waren.

Torsionsfähige Roboterleitungen für dauerhafte Sicherheit Verfahrweg und Geschwindigkeit des Hubtisches stellen für die Energieführung keine besondere Herausforderung dar. Anders sieht es bei den Leitungen aus. Zur Stromversorgung der verfahrbaren Einheit kommen drei robuste ChainflexLeitungen zum Einsatz, die ebenfalls aus dem igus-Sortiment stammen. Es handelt sich dabei um eine Profibus-Leitung als Kommunikationsleitung von der SPS zur ausgelagerten dezentralen Peripherie sowie je eine 4- beziehungsweise 5-polige Steuerleitung, mit der die Hydraulikpumpe angesteuert und die 24-V-Versorgung des Hubtischs, einschliesslich des Not-Aus-Kreises, realisiert werden. Durch die Drehbewegung im Twisterband müssen alle Leitungen sehr flexibel und dauerhaft torsionsfähig sein. «Aus diesem Grund setzen wir auf Roboterleitungen», verdeutlicht Ries. «Damit sind wir dauerhaft auf der sicheren Seite.» Der überarbeitete Hubtisch ist seit über einem Jahr zuverlässig im Einsatz. Die e-spool und die robusten ChainflexLeitungen von igus haben sich damit für weitere gleichartige Anwendungen bei SAMA hervorragend empfohlen. igus Schweiz GmbH www.igus.ch

Die Multi-Energie-Spule e-spool wird fest auf dem Boden verschraubt. Ihre Auszugslänge beträgt 6000 mm. Quelle: Sama Maschinenbau GmbH

Maschinen und Anlagen für Geschirr und Technische Keramik SAMA ist ein mittelständisches Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Gegründet 1996, hat es sich in den letzten Jahren am deutschen Standort in Weissenstadt als ein führen­der Hersteller für die feinkeramische Industrie entwickelt. 18 Patente sprechen eine deutliche Sprache. Es ist Mitglied der italienischen Sacmi-Gruppe, die mit etwa 4500 Mitarbeitern mit 80 Niederlassungen in 28 Ländern ihre Produkte rund um die Grobkeramik vertreibt.

Schematische Darstellung der e-spool für den Hubtisch der Vakuumstrangpresse für Masse-Hubel. Quelle: Sama Maschinenbau GmbH

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