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MERCEDES-BENZ SL-CLUB CLUB NEWS 1/ 2019

SCHWEIZ


ROBERT HUBER AG

Ihr Aargauer Mercedes-Benz Partner Mercedes-Benz und Robert Huber AG – eine Erfolgsgeschichte seit 50 Jahren. Das inhabergeführte Familienunternehmen aus dem Kanton Aargau wurde 1921 gegründet und blickt seit 1968 auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem Stern zurück. Die Robert Huber AG bietet sämtliche Dienstleistungen rund um Mercedes-Benz Personenwagen und Transporter an. Fünf Verkaufsstandorte mit rund 250 Mercedes-Benz Lagerfahrzeugen, vier modern eingerichtete Werkstattbetriebe, ein innovatives Karosserie- und Lackcenter, ein hauseigenes Reifenhotel sowie ein umfassendes Teile- und Zubehörlager sorgen dafür, dass die Mercedes-Benz Kundschaft alles aus einer Hand erhält. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und Ihren Besuch.

5612 Villmergen Dorfmattenstrasse 2 056 619 17 17

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Ihr Stern im Aargau Verkauf | Werkstatt | Karosserie | Lack | Reifenhotel

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Inhalt Programm 2019

SL Wohlfahrt Stiftung Altried Zürich, 15. Juni 2019 Spezialprojekt Stubaital 03. - 07. Juli 2019 Picknick August 2019 Spätsommerausfahrt Transit da las Alps / Graubünden 30. August - 01. September 2019 Goldige Herbstausfahrt Tatüt Basel, 28. September 2019 Martini-Essen Schloss Binningen BL, 16. November 2019 Voranzeige 2020 Int. Ausfahrt Südtirol, 10. - 13.5.2020 Int. 190 SL -Meeting, 18. - 21.6.2020 Davos

Bild Titelseite: Checkpoint auf 4200 m.ü.M. in Tibet

Inhaltsverzeichnis / Programm 2019

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Editorial / Aus der Redaktion

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Generalversammlung

4

Fondueplausch in Murten

6

Amelia Island Concours d’Elegance 2019

9

Frühjahrsmeeting in Meggen

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Mit der Pagode von Hamburg nach Hongkong

14

Redakteurstreffen Stuttgart 2019

20

Michelin Uptis Konzeptreifen

25

Internationale Ausfahrt Elsass / Luxemburg

26

Dienstwagen mit alternativem Antrieb

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Clubempfehlungen

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Impressum

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Die Beiträge im Inhalt müssen sich nicht mit der Meinung des Mercedes-Benz SL-Cub Schweiz oder der Redaktion decken. Sie behält sich vor, diskreditierende Inhalte nicht zu veröffentlichen. Für Empfehlungen oder den Inhalt technischer Beiträge übernimmt der Mercedes-Benz SLClub Schweiz keine Haftung.

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Editorial Unsere Aufmerksamkeit im Club wird der Geselligkeit, Freude, Spass und schönen gemeinsamen Erlebnissen an Ausfahrten und Anlässen gehören. Ideen und Anregungen für technische Disziplinen und Benzingespräche sind herzlichst willkommen. In der heutigen Zeit werden Freunde, Zeit und Erinnerungen immer wichtiger. Dies möchten wir erleben und erleben lassen. Eine durchmischte Mitgliederschar (Personen und Fahrzeuge) soll unser Ziel sein.

Herzlichen Dank! Wie wir per Ende 2018 geschrieben haben: WER AUFHÖRT BESSER ZU WERDEN, HAT AUFGEHÖRT GUT ZU SEIN. (Eduard Mörike) In diesem Sinne bedanken wir uns für die einstimmige und für uns sehr emotionale Wahl zur Präsidentin/Vizepräsident anlässlich der GV 2019 im Gasthof Rössli, Adligenswil. Wir sind uns der Verpflichtung gegenüber Ihnen als Mitglieder und der Marke Mercedes-Benz bewusst und werden diese zusammen mit ihnen erfüllen.

Unser besonderer Dank geht an alle, die uns kräftig unterstützen. Seien dies die Mitglieder des Vorstands und des Redaktionsteams oder unsere Helfer für die Organisation von Anlässen oder das Schreiben und Fotografieren für die vielfältigen Artikel in den ClubNews. Die Internationale Ausfahrt ins Elsass und nach Luxemburg ist bereits vorbei und wir können uns auf die kommenden Events freuen. Wir wünschen ihnen viel Vergnügen bei Lesen der ClubNews.

Mit stolzen SL-Grüssen Gisi + Stephan

Aus der Redaktion Schon ist ein halbes Jahr vergangen und viele schöne Anlässe des Mercedes-Benz SL-Club Schweiz haben stattgefunden. Für die „Macher“ der ClubNews eine grosse Aufgabe all die Texte und Bilder in ansprechende Form zu bringen, damit sie das verdiente Interesse und die Aufmerksamkeit finden. Besonders die beiden Hauptthemen „Hamburg-Hongkong“ und die „Internationale Ausfahrt“ berichten von der Unternehmungs- und auch der Abenteuerlust, unseres Clubmitgliedes Kurt Infanger und seiner Frau Susi. Auch die Internationale Ausfahrt ins Elsass /Luxemburg hat den Teilnehmern Ausdauer, Bereitschaft für neue Eindrücke und Herausforderungen abverlangt. In den Berichten und an den Bildern kann man sehen, dass alle die Reisen

mit Begeisterung und Freude bestritten haben. Aber auch die anderen Anlässe waren gut besucht und fanden ihre Fans. Einen weiten Bogen von Beiträgen, wie z. B. die Restaurierung der SL-Scheunenfunde, die Zukunftsvisonen neuer Antriebe und vieles Andere, machen diese Ausgabe besonders lesenswert. Ich danke allen Autoren und Fotografen für die interessanten Artikel und vielen schönen Fotos. Leider haben nicht alle Fotos Platz in der Ausgabe, aber beim Betrachten kommen sicher viele Erinnerungen auf. Die Verfasser der Artikel und die Fotografen sind am Ende der Beiträge aufgeführt. Ein spezieller Dank geht auch an Mercedes-Benz Schweiz und an die Inserenten. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Spass bei der Lektüre und eine weiterer schöne und unfallfreie Saison. Dieter Kraft MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 3


Generalversammlung SL-Club Schweiz - 2. Februar 2019 Da wir dieses Jahr eine längere Anfahrtsstrecke zu bewältigen hatten, fuhren wir gemeinsam mit Emely und Bernhard Bürgin frühzeitig los. Laut Navi hatte es wegen eines Unfalls bereits Stau auf der Autobahn Richtung Zürich und wir folgten dem Vorschlag, die Autobahn in Solothurn zu verlassen und erst in Wangen wieder aufzufahren. Bis Egerkingen hatte es dichten Verkehr, aber den Stau haben wir elegant umfahren…

In Adligenswil fuhren wir direkt auf die Front des sehr schönen, altehrwürdigen Gasthofs Rössli zu. Das Ambiente passte zu den 13 Gault Millau Punkten, die dem Wirteehepaar Sager zugeschrieben werden. Im schönen festlich gedeckten Saal, waren Gisi und Stephan Gertsch bereits an den Vorbereitungen für die Durchführung der GV. Von Berhard weiss ich, wieviel Abstimmung und Vorbereitungszeit eine Generalversammlung im Vorfeld in Anspruch nimmt. Und heute ist die «Aufregung» sicher noch grösser wird doch schon wieder ein neuer Präsident gewählt! Damit in Ruhe alles Installiert werden konnte, begaben wir uns in die Gaststube, begrüssten die eintreffenden Clubmitglieder und hatten spannende und lustige Wiedersehensgespräche. Im vorbereiteten Saal standen die Zeiger der Uhr, die zuvor durch den «Hüttenwart» in Gang gebracht wurde, schon auf 18:00 Uhr. Die Teilnehmer hatten sich alle einen Stuhl ergattert und hörten den Klang von Gläsern. Somit wurde die Aufmerksamkeit 4 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

auf die Vizepräsidentin Gisi gerichtet. Diese hiess nochmals alle Teilnehmer herzlich willkommen und eröffnete die GV. Die Agenda wurde im Voraus versendet und wir waren uns somit über den Ablauf der Generalversammlung im Klaren. Als Tagespräsident amtete unser Ehrenpräsident Michael Pulfer, der trotz Erkältung sein Amt war nahm. Als erstes trug unsere Vizepräsidentin Gisi Gertsch, lebendig und amüsant, den Jahresbericht vor und schilderte all die Erlebnisse im SL-Club Schweiz im vergangenen Jahr. Danach folgten die Fakten und Voten unseres Aktuars Bernhard Bürgin, des Kassiers Claudio Gisiger und des Revisors Jan van Gorkum. Diskussionen dazu gab es keine; wir waren alle einverstanden und die einzelnen Punkte auf der Traktandenliste wurden einstimmig genehmigt. Anschliessend präsentierte uns Stephan Gertsch die Events und Ausfahrten fürs 2019. Mit Bildern machte er uns das ganze Jahr «schmackhaft» und legte Wert auf die Kommunikation der Daten. Liebe Clubkollegen, habt ihr Euch alles notiert?!

und alles überträgt sie auf das Clubleben. Wer könnte da noch einen Einwand zur Wahl von Gisi Gertsch als Präsidentin haben? Einstimmig angenommen! Im selben Rahmen ging es weiter mit der Wahl von Stephan zum Vizepräsidenten. Im Namen aller Teilnehmer herzliche Gratulation zu euren Nominationen.

Wir sind erleichtert, dass der SLClub Schweiz wieder in «festen Händen» ist und haben ein weitaus besseres Gefühl als bei der letzten Generalversammlung im Energypark. An dieser Stelle möchten wir dem gesamten Vorstand bestens für den Einsatz im letzten Jahr danken. Nur ein Extra-Effort konnte ermöglichen, das Jahresprogramm auf gewohnt hohen Niveau durchzuführen. Auch ein grosses Dankeschön an diejenigen, welche im Club andere wichtige Arbeiten übernommen haben. Die Generalversammlung neigte sich dem Ende entgegen und mit einem Präsent wurde die Arbeit der Vorstandsmitglieder verdankt.

Als nächstes stand die Wahl der Präsidentin und des Vizepräsidenten auf dem Programm. Jetzt trat unser Ehrenpräsident als Moderator mit leuchtend rotem Kittel auf die Bühne. Allzu schwer war seine Aufgabe nicht, haben sich doch Gisi und Stephan schon längst bewiesen… Wir kennen Gisi mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Freude, voller Energie -

Nach dem «offiziellen» Teil unseres Abends begaben wir uns in den Weinkeller. Bei einem feinen Glas Weisswein und leckeren Apérohäppchen wurden Ferien- und Benzingespräche geführt. Selbstverständlich war auch die Generalversammlung Gegenstand von Diskussionen… Bald wurde uns das Abendessen im Saal serviert. Da ich keine Pilze mag (…öberall heds Pilzli draa, i hasse daa..) habe ich, wie meine


Freundin zuvor, ein Schnipo bestellt. Dabei zeigte sich die Kellnerin sehr flexibel. Leider war dann ein Schnitzel nicht genug durch und hier blieb die Flexibilität leider auf der Strecke. Aber das feine Fläschchen Rotwein war ja auch schon leer und das Dessert wurde am benachbarten Tisch bereits serviert. Kurz darauf verabschiedeten sich bereits die ersten Teilnehmer. Bald zogen auch wir unsere Jacken an und verabschiedeten uns von unseren Clubkollegen. Wir hoffen natürlich auf ein baldiges Wiedersehen. Unser Ehrenpräsident stand vor dem Gasthof mit einem riesigen Schirm und begleitete noch etliche Clubkollegen zum Auto, da es angefangen hatte zu regnen. Vielen Dank für den Service! Text und Bilder Marlène Kropfli

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Fondueplausch in Murten 16. Februar 2019 Wir sind etwas früher als geplant in Murten. Nachdem die Örtlichkeit erkundet und das Auto auf dem richtigen Parkplatz geparkt ist, treffen wir auf Bernhard und Marlène. Sie zeigen uns die historische Ringmauer, die zu den am besten erhaltenen Befestigungsbauwerken in der Schweiz gehört. Hinter der Deutschen Kirche finden wir den Treppenaufgang zur Ringmauer. Diesen erklimmen wir und gehen den auf ca. 8.5 m Höhe gelegenen Wehrgang entlang. Wir haben einen Superblick auf die Altstadt von Murten. Da es sonnig und sehr klar ist, schweift unser Blick weit über die Dächer der Stadt hinaus.

Wirt/Hotelier von der ‘Freiburger Falle’ und dem ‘Hotel Adler’ ist der selbe junge, motivierte Mann – bedacht darauf, seine Gäste zufrieden zu stellen. Die Clubmitglieder treffen nach und nach ein und wir geniessen einen schönen Apéro im Pub vom Hotel Adler. Es ist vielleicht etwas laut und eng, aber das tut der guten Laune der Gruppe keinen Abbruch. Nach dem Apéro gehen wir in der ‘Freiburger Falle’ in den Keller. Zur Vorspeise wird ein «Freiburger Plättli» gereicht. Feines Trockenfleisch Gruyères, Coppa ‘Ried’, Saucisson Maison und Vacherin mit Dip. Die Servicefachfrau umsorgt uns aufmerksam und es fehlt uns an nichts. Das Freiburger Fondue ist sämig und schmackhaft und während wir uns rege austauschen und es lustig haben, werden die Caquelons leerer und leerer, manches Weissweinglas auch. Nach dem delikaten Dessert löst sich unsere Gruppe nach und nach auf und wir gehen noch zum Schlummertrunk in den Pub vom Adler und danach ins Hotel. Es war wieder ein gemütlicher, lustiger Abend. Wir freuen uns auf das nächste Mal. Text und Bilder Gisi und Stephan Gertsch

Das Restaurant Freiburger Falle, Gewinner von «Mini Beiz, dini Beiz», liegt in einem der ältesten und schönsten Keller der Altstadt von Murten. Wir melden uns bei der Verantwortlichen und einigen uns, dass wir den Apéro im Pub vom Hotel Adler nebenan einnehmen. Das Hotel Adler befindet sich in einem Gebäude, das 1396 erbaut wurde. Gemäss Überlieferung nächtigten dort schon Berühmtheiten wie Casanova und Johann Wolfgang von Goethe. Die Zimmer sind puristisch eingerichtet, aber es ist alles da, was man braucht. Der 6 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ


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Eine Marke der Daimler AG

Ihr Schmuckstück in besten Händen! Walter Hasler AG Das Mercedes-Benz Zentrum im Fricktal Schützenweg 4, 5070 Frick, Tel. +41 62 865 05 50 E-Mail: info@hasler-garage.ch, www.hasler-mercedes.ch

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Amelia Island Concours d’Elegance 2019 Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198), Chassisnummer 43, im „Scheunenfund“-Zustand. So hat Mercedes-Benz Classic das Fahrzeug 2018 übernommen

Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“-Zwillinge in Florida Feinste automobile Klassiker auf edlem Rasen direkt an der Atlantikküste: Das ist der Amelia Island Concours d’Elegance in Florida. Er findet in diesem Jahr zum 24. Mal statt (7. bis 10. März 2019). Auf dem Concours-Field erhalten zwei frühe Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198) mit aufeinanderfolgenden Chassisnummern eine eigene Ausstellungsfläche. Das Fahrzeug mit der Nummer 43 wird im „Scheunenfund“-Zustand präsentiert, während das Fahrzeug mit der Nummer 44 von Mercedes-Benz Classic komplett restauriert ist. Zu den weiteren Highlights der Marke auf Amelia Island gehören das Showcar Vision EQ Silver Arrow sowie Replikas des 300 SEL 6.8 Rennsport-Tourenwagens und des 280 GE „Paris–Dakar“.

Aufeinanderfolgende Chassisnummern vom „Sportwagen des Jahrhunderts“: Für internationale Automobilsammler ist das ein

absoluter Traum. Mercedes-Benz Classic lässt diesen Traum für alle Besucher des 24. Amelia Island Concours d’Elegance wahr werden. Auf einer eigenen Fläche des Concours-Fields stehen bei dieser exquisiten Veranstaltung der automobilen Klassik zwei frühe Exemplare des 300 SL „Gullwing“ (W 198) mit aufeinanderfolgenden Chassisnummern. Diese Zwillinge des Mercedes-Benz Supersportwagens der 1950er-Jahre präsentieren sich allerdings ganz unterschiedlich:

komplett original: Beispielsweise die Karosserie, die Glaskomponenten, die Innenausstattung in grauem Leder, der Antriebsstrang, die Räder und sogar die „Englebert Competition“-Reifen entsprechen der Erstauslieferung. Einzige Ausnahme ist die Karosserieoberfläche: Das ursprünglich mittelblau lackierte Coupé zeigt sich grundiert. Vermutlich wurde es Mitte der 1960er-Jahre für eine Neulackierung stillgelegt und bereits vorbereitet, zu der es dann aber nicht gekommen ist.

Chassisnummer 43 Das Coupé befindet sich im „Scheunenfund“-Zustand – so hat Mercedes-Benz Classic Ende 2018 das Fahrzeug tatsächlich aus einer Garage übernommen. Es wurde 1954 nach Miami ausgeliefert und war lediglich zehn Jahre lang zugelassen. Das Fahrzeug ist

Chassisnummer 44 Mercedes-Benz Classic in Irvine, Kalifornien, hat diesen 300 SL „Gullwing“ einer Komplettrestaurierung unterzogen. Dabei wurde er exakt in den Zustand eines frühen 300 SL Coupés des Baujahrs 1954 zurückversetzt: Zu den speziellen Merkmalen gehören MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 9


etwa handgefertigte Komponenten vom Mercedes-Stern bis zum Auspuffkrümmer, außerdem auch der „Schwanenhals“-Schalthebel und ein Ventildeckel aus Magnesiumlegierung. Die Chassisnummer 43 hat selbstverständlich die gleichen Merkmale. „Jacky Ickx Honoree“ in 2019 Der Amelia Island Concours d’Elegance ehrt in diesem Jahr mit zahlreichen ausgestellten Fahrzeugen den Renn- und Rallyefahrer Jacky Ickx. Eines davon ist der originalgetreue Nachbau des Mercedes-Benz 280 GE, mit dem die Motorsportlegende 1983 zusammen mit seinem Beifahrer Claude Brasseur die Langstreckenrallye Paris–Dakar gewann. Der Amelia Island Concours d’Elegance ist eine der glanzvollsten Veranstaltungen der automobilen Klassik und bietet ein umfangreiches Programm. Jedes Jahr stehen auf dem gepflegten Grün direkt an der Atlantikküste feinste Automobile aus aller Welt, die in unterschiedlichen Klassen von Juroren bewertet werden. Ein „Best of Show“-Award ist eine der renommiertesten Auszeichnungen. In diesem Jahr gibt es eine eigene Wertungsklasse für Mercedes-Benz 500 K und 540 K (W 29). Diese herausragenden Typen der 1930er-Jahre gehören zu den begehrtesten Sammlerfahrzeugen überhaupt. Text: Daimler-Media / D. Kraft

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Frühjahrsmeeting in Meggen Samstag, 13. April 2019

Unser Frühjahrsmeeting fand dieses Jahr im Gasthaus Badhof in Meggen statt. Meggen befindet sich zwischen dem Vierwaldstättersee und dem Meggerberg im Kanton Luzern. Das schöne Gasthaus Badhof, das zugleich Golf-Clubhaus ist, liegt eingebettet in der wunderschönen 9-Loch Anlage und bietet eine atemberaubende Sicht auf den See und die bezaubernde Berglandschaft. Am Nachmittag kämpften sich die letzten Sonnenstrahlen durch den bereits wolkenverhangenen Himmel, der den bald aufkommenden Regen ankündigte. Doch vermochte man noch die Konturen unserer Innerschweizer Berge zu erkennen, unter anderem konnte man den Pilatus, den Bürgenstock und nicht zuletzt unsere Rigi, die Königin der Berge, sehen. Was muss das für ein Anblick sein, wenn die Sonne scheint! Zuvor um 13.00 Uhr hatten wir das Vergnügen, mit einer Delegation von ca. 8 Fahrzeugen die Eröffnung der MB Garage Küssnacht am Rigi zu besuchen. Wir wurden vom General Manager Thomas Estermann, wie auch vom Eigentümer Mike Alkier und dem Verkaufsleiter Michael Ruckstuhl herzlich willkommen geheissen. Unsere Präsidentin Gisi Gertsch überbrachte im Namen des SL Clubs Schweiz

unsere besten Wünsche zur Eröffnung der neuen Garage, sowie ein kleines Präsent in Form eines Miniature Oldtimers 300 SL Roadster. Die Freude war gross, da die Belegschaft zuvor einen 300 SL Flügeltürer erhalten hatte. So war das SL-Autopaar komplett. Die Anwesenden freuten sich, mit einem Glas Sekt auf die neue MB Garage anzustossen. Um unserem Frühjahrsmeeting einen speziellen Rahmen zu geben, hatte uns die MB Garage freundlicherweise zwei Fahrzeuge vor dem Hotel Badhof hingestellt. Darunter befand sich ein brilliantblauer SL 63 AMG mit hellem Interieur der echt eine Augenweide war. Gisi konnte für diesen Anlass Raymond-Paul Zurschmitten als unseren Fotografen gewinnen. Er war in seinem Berufsleben ein professioneller Fotograf und hat sich nun seit der Pensionierung den Naturaufnahmen verschrieben. Für uns natürlich ein Glücksfall, ob es nun eine schöne Landschaft oder ein schönes Automobil ist, die abgelichtet werden, Profi bleibt Profi. Er begleitete uns mit seiner Fotokamera den ganzen Tag und hielt unsere schönsten Augenblicke wie auch unsere Automobile fest. Ein weiterer Höhenpunkt war das Auto-

Fotoshooting auf dem Hügel des Gasthauses Badhof. Das FotoShooting musste jedoch bald wieder wegen des einsetzenden Regens abgebrochen werden. Ja, das Wetter hätte etwas freundlicher sein dürfen, das hätte uns die Gelegenheit gegeben, draussen auf der schönen Terrasse den Apéro zu geniessen. Wir durften drinnen gemütlich anstossen und hatten trotzdem eine schöne Aussicht. Stephan nutzte die Gelegenheit, eine Filmaufzeichnung des Pagodenclans auf dem Hockenheimring aus dem Jahre 2017 zu präsentieren. Eindrücklich, wie diese Oldtimer noch so viel Speed aufbringen können! Gisi und Stephan begrüssten uns nun offiziell zum heutigen Anlass und gaben uns Hinweise für die nächste grosse Ausfahrt nach Luxemburg. Das Nachtessen war vorzüglich und auch die Weinkarte liess keine Wünsche offen. Wir haben uns alle angeregt miteinander unterhalten und hatten auch viel zum Lachen. Gisi rühmte die Küchenmannschaft für das überaus gelungene Essen und den flinken Service und wir alle bedankten uns mit einem herzlichen Applaus. Ebenso ein herzliches Dankeschön an MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 11


unseren Fotografen RaymondPaul Zurschmitten, der unentgeltlich an diesem Tag uns seine Dienste anbot. Die ersten Clubmitglieder machten sich am späteren Abend auf die Heimreise, als noch ein harter Kern zur Bar wechselte. Im Saal nebenan begannen die Gäste zu singen: «So ein Tag, so wunderschön wie heute» und einige von uns haben sich diskret und doch munter eingeklinkt. Das Hotel bietet schöne, ruhige und modern eingerichtete Zimmer zum Übernachten an. Wir haben die Übernachtung sehr angenehm empfunden und die Betten waren himmlisch! Die Landschaft am Sonntagmorgen präsentierte sich in Weiss. Der wahrscheinlich letzte Schnee dieser Saison war gefallen. Die Wiesen waren schneebedeckt, die Strassen zum Glück jedoch nicht, hatten doch die meisten von uns bereits die Sommerbereifung drauf und so konnten wir nach dem feinen Frühstück alle sicher unseren Heimweg unter die Räder nehmen. Fotos: R.-P. Zurschmitten (6) Dieter Kraft (4) Text: Diana de Graaf

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Impressionen Frühjahrsmeeting 2019

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Mit der Pagode von Hamburg nach Hongkong 19. August - 17. Oktober 2018

Unser Clubmitglied Kurt Infanger fuhr mit seiner Frau Susi insgesamt über 14500 Km in 60 Tagen, die Strecke Hamburg – Hongkong. 2018 war die zehnte Auflage der „New Silk Road Rallye“. Durch 8 Länder von Westeuropa bis nach China wurde den 28 Teilnehmern mit 14 Fahrzeugen Höchstleistungen abverlangt. Zum Beispiel bei der Überquerung von Pässen über 5`000 Metern im Himalaya und Pamir-Gebirge. Dort kamen dann auch die Sauerstoff-Flaschen für die Piloten und Benzin-Booster für die Motoren zum Einsatz. Benzin mit 95 Oktan und mehr gab es in diesen Gegenden natürlich nicht. 2 Mechaniker und 1 Arzt begleiteten die Rallye. Speziell die Mechaniker waren oft gefordert und leisteten teilweise einen bis an ihre Grenzen gehenden Einsatz, um die Fahrzeuge fahrtüchtig zu halten. Dabei zeigte sich, dass die „normale“ Technik der Klassiker oft mit den einfachsten Mitteln in teilweise rudimentär eingerichteten Werkstätten oder Schmieden wieder reparieren liess. Drei Teams mussten die Fahrt trotzdem aufgeben und erreichten das Ziel nur mit fremder Hilfe. Pagode Kommen wir jetzt zum Fahrzeug, das uns als Mitglieder des Mercedes-Benz SL-Club, besonders interessiert. Die Pagode, W 113, 230 SL, Baujahr 1964, kaufte er ohne sie gefahren zu haben. Die Karosserie war in einem guten 14 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Zustand. Wie sich bei der Restauration herausstellte, sogar unversehrt und ungeschweisst! Neu ist der karierte Bezugsstoff zwischen schwarzem Leder nach Vorbild der Böhringer-Pagode. Die Sitze wurden neu aufgepolstert und mit Kopfstützen und Sicherheitsgurten nachgerüstet. Der Motor erhielt in einer Fachwerkstatt neue Kolben und Lagerschalen und ein verstärktes Bilstein-Fahrwerk eingebaut. Unter dem Kühler und der Ölwanne ein Unterfahrschutz montiert. In Anbetracht der Zustände der zu erwarteten „Strassen“ bzw. unbefestigten Pisten und Schotterstrecken ein weiser Entscheid, wie sich an den Schrammen bei einer Inspektion des Unterbodens und der leicht eingedrückten Reserveradwanne zeigte. Dank Servolenkung und dem eingebauten ZF-Fünfgang-Getriebe fuhr sich die Pagode doch erstaunlich komfortabel. Am Motor mussten noch einige Nachbesserungen, unter anderem wegen Ölverlust, vorgenom-

men werden. Im Rückblick fast ein „Glücksfall“, denn die Probefahrten in der Schweiz erwiesen sich als empfehlenswert, bei der Rallye lief er problemlos. Der alte Grundsatz, niemals mit einem frisch revidierten Wagen loszufahren, hat sich wieder bewährt! Die ganze Reise wurde mit dem montierten Hardtop absolviert. Das Verdeck mit Gestänge ausgebaut und der gewonnene Platz mit Ersatzteilen, Werkzeug und Zubehör gefüllt. Ersetzt werden musste nur die defekte Tachowelle. Die Pagode erwies sich als ideales Fahrzeug auf den engen Strassen im Osten. Die entgegenkommenden Lastwagen wichen keinen Millimeter und drängten die schwächeren Verkehrsteilnehmer gnadenlos an den Strassenrand, sofern vorhanden. So bewährte sich die Kompaktheit der Pagode in mancher heiklen Situation. Kleine Reparaturen am lockeren Auspuff konnten mit Bordmitteln behoben werden. Der grosse Kofferraum füllte sich bis auf den letzten Winkel mit den


mitgeführten Kleidern und den Schlafsäcken. Wo immer möglich, nutzte Susi die Gelegenheit die Wäsche zu waschen, meistens in den „besseren“ Hotels. Erstaunlich, wie wenig man wirklich benötigt, um gut über die Runden zu kommen. Das gilt auch für die Unterkünfte. Von der Schlafstätte am Boden, wie zu Zeiten der Karawanen, bis zum 5-Sternehotel war alles dabei. Die Fahrt Hamburg als Rallye-Start ist von der Zentralschweiz ca. 1000 km entfernt. Zuerst wollte Kurt Infanger mit der Pagode direkt über die Autobahn dorthin. Dann stiess er auf das Angebot der ÖBB. Von Lörrach aus betreibt diese den Autozug nach Hamburg. Das bot viele Vorteile und wurde genutzt. So kamen Kurt und Susi ausgeruht in Hamburg zum Start. Dort trafen sie auf die anderen Teilnehmer. Mit wenigen Ausnahmen waren alle im Alter zwischen 65 und 75 Jahren. Der Start nach Hongkong durch 8 Länder: Deutschland, Polen, Weisrussland, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und China. Als „Pfadfinder“ diente ein Navigationsgerät. Es zeigte nur die Hauptroute und Richtung mit einer Linie und Pfeil an. Kam man von der Route ab, musste bis zum „falschen“ Abbieger zurückgefahren werden, um wieder auf die „richtige“ Route zu kommen. Dies war die einzige Möglichkeit, um der totalen Hilflosigkeit im fernen Osten, beim Anblick vornehmlich der chinesischen Strassenschilder, zu entgehen. Es kam hier auf ein gutes Einvernehmen zwischen Navigatorin und Fahrer an. Insgesamt sassen Kurt und Susi Infanger ca. 350 Stunden nebeneinander im Auto. Tagesetappen zwischen 120 und 500 Km, also etwa 5 und 10 Stunden Fahrt. Nach Auskunft von Susi funktionierte das bei ihnen gut. Die Aufgaben und Fähigkeiten waren klar und wurden respektiert! Das war nicht bei allen so. Bei den gemischten Teams ging es besser als bei den reinen Männerteams. Wie Susi öfters beobachtete und wie sie in ihrer lockeren Art bemerkte, ging es bei den „AlMERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 15


phamännchen“ nicht so glatt und das „Besserwissen“ führte oft zu Meinungsverschiedenheiten. Die Frauen waren dann dafür zuständig, dass sich alle wieder vertrugen. Die Fahrten über die bis zu 5‘340 m.ü.M. hohen Pässe in Tibet erforderten hohe Konzentration. Öfters kamen Mensch und Maschine an ihre Leistungsgrenzen. Auch die Pagode mit ihren 2300 cm3 und 150 PS war ab und zu überfordert und die Leistung „am Boden“, angezeigt durch schwarzen Auspuffqualm. Kein Wunder, geht doch die Erfahrung der Techniker von Mercedes nur bis ca. 4‘700 m.ü.M. Schlussendlich schafften alle Fahrzeuge die Anforderungen, wenn auch teilweise im Schlepp von „stärkeren“ Fahrzeugen (G-Klasse). Dafür entschädigten die imposanten Sechs- bis Achttausender.

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Verpflegung und Hygiene Ein besonderes Kapitel bildete die Verpflegung, speziell in den „abgelegenen“ Gegenden im fernen

Tibet. Zu essen gab es genug! Die Zubereitung der Speisen (meistens Huhn o. ä.) ist meist gewöh-

nungsbedürftig. Gekocht wird alles vom Kopf bis Fuss. Der Anblick ist für uns Mitteleuropäer „ungewohnt“ aber doch geniessbar. Der Hunger treibt es rein. Wichtig war, möglichst viel Wasser aus „verschlossenen“ Flaschen zu trinken. Das ungewohnte Essen forderte seinen Tribut in vielen ungeplanten Stopps zur „Erleichterung“ von Fahrer und Copilotin! Darum war der Verbrauch an WC-Papier und Hygieneartikeln hoch, sofern vorhanden. Die Teilnehmer haben dann auch bis zum Ende der Reise zwischen 4 bis 10 Kilo an Gewicht verloren. An vielen Haltepunkten mit Läden und „Shops“ konnte man diese Artikel teilweise ergänzen. Erstaunlich war, dass

man dort die bei uns bekannten Schokoriegel als Zusatzverpflegung kaufen konnte, mit der Vitaminversorgung haperte es (Obst, Gemüse)! Hier wären Nahrungsergänzungmittel evtl. angebracht gewesen. Aber beide haben die Fahrt ohne grosse Mangelerscheinungen gut überstanden. Ebenso abenteuerlich, ja teilweise gefährlich, waren die nötigen Tankstopps an den oft „improvisierten“ Benzinquellen. China Die Fahrt in China war beeindruckend und befremdlich zugleich. Bei einer stundenlangen Fahrt durch einsame Gegenden kommt man plötzlich an ein Stadttor. Dahinter eine grosse Stadt mit allen Einrichtungen, aber ohne Menschen! In den Millionenstädten ist alles perfekt organisiert und überwacht. Die Chinesen sind


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Nicht nur von aussen überzeugend!

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Unsere Morgentoilette in Dahongliuta

sehr gastfreundlich. Aber ein freies Bewegen ist fast nicht möglich. Natürlich auch wegen der Sprache und den Schriftzeichen. Viele junge Chinesen sprechen Englisch. Die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen wurden immer im Konvoi durch den riesigen Verkehr geführt. Höhen und Tiefen Höhepunkte waren sicher die eindrückliche Fahrt durch Tibet mit der Hauptstadt Lhasa und die Berge im Himalaya. Auch das gemeinsame Erleben der vielen überwältigenden Eindrücke zusammen mit seiner Frau. Ebenso die Fahrt mit der Pagode über endlose Strassen, wilde Bergtäler und die Zuverlässigkeit der Mechanik. Es war eigentlich zu Beginn der Reise geplant, die Pagode nach dem Ende zu verkaufen. Aber durch die positiven Erfahrungen mit dem Fahrzeug, hatten beide eine fast „persönliche“ Beziehung zum Auto entwickelt und es bleibt weiterhin in ihrem Besitz! Tiefpunkte im eigentlichen Sinne gab es im Prinzip keine. Eventuell als seine Frau vermisst wurde. Da der Fotograf den Beifahrersitz im SL mit ihr tauschte und sie bei einem anderen Teilnehmer mitfuhr. Stunden nachdem er mit dem Fotograf am Treffpunkt war und sie noch immer noch „vermisst“ wurde, machte er sich schon Gedanken. Letztendlich konnte er sie dann wieder glücklich in die Arme schliessen, was man auch als Höhepunkt verstehen kann. Auch bei der 500 Km 15-stündigen Nonstop-Fahrt durch Xinjang war die Anspannung gross. Herzlichen Dank Mein Dank geht an Susi und Kurt Infanger für die Gastfreundschaft und die Zeit für dieses Gespräch. Auch für die vielen Informationen, Auskünfte und die eindrücklichen Bilder. Ich wünsche beiden für die Zukunft alles Gute und viel Freude und unfallfreie Fahrt mit ihrer Pagode. Bis auf ein Wiedersehen. Text: Dieter Kraft Fotos: Kurt Infanger, Constantin Mirbach MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 19


Redakteurstreffen 7. - 10. März 2019 Das alljährlich stattfindende Treffen der Redakteure der durch die Daimler AG anerkannten Markenclubs wurde dieses Jahr wieder in Stuttgart, parallel zur Retro Classics abgehalten. Allen Unkenrufen zum Trotz trifft der ICE ganz pünktlich in Karlsruhe ein, es bleibt also genug Zeit zum Umsteigen. Im Anschluss-Intercity ertönt die mahnende Stimme des Zugführers: In diesem Zug hätten die Regionalfahrscheine keine Gültigkeit. OK, ich bin ja Fahrgast der Fernverkehrs AG der Deutschen Bundesbahn! Beinahe lautlos huscht der moderne InterCity-2 über die Neubaustrecke Richtung Stuttgart. Nächster Halt: Pforzheim. Ein vertraut klingender Ortsname – ach ja, hierhin führte Bertha Benz‘ erste Fahrt mit einem Dreirad-Automobil. Von Mannheim aus galt damals auch diese Fahrt als Fernfahrt. Vor Stuttgart bin ich gespannt, wie sich die Riesenbaustelle Stuttgart 21 präsentieren wird, bin ich ja schon seit zwei Jahren nicht mehr da gewesen. Der erste Anblick scheint unverändert, was nicht erstaunlich ist, findet doch die ganze Bauerei unterirdisch statt. Das Vorhaben

ist, den gesamten Hauptbahnhof unterirdisch zu verlegen um in der Stadtmitte Baufläche für Büro- und Wohnhäuser inmitten neu angelegter Grünflächen zu erstellen. Als Denkmal wird das alte Hauptgebäude mit dem 60 Meter hohen Turm, worauf sich der gute Stern seit vielen Jahren hoch über der Stadt stetig dreht, stehen gelassen. Wer 300 Stufen erklimmen mag, geniesst auch künftig kostenlos einen herrli-

che Ausblick über die Autostadt Stuttgart. Aber Achtung: 33 Clubzeitschriften-Redakteure aus ganz Europa reisten nicht nach Stuttgart, um die tolle Aussicht zu geniessen. Um halb eins, im Motel One, unweit des Hauptbahnhofs herrscht bereits reges Treiben: Marcel Schuh, unser langjähriger Betreuer registriert die Ankommenden, die einander freudig und lauthals begrüssen. Der Bus, der uns die nächsten drei Tage vom einen Tagungsort zum anderen befördern wird, steht bereits vor dem Hoteleingang. Wie immer, wenn der Anlass in Stuttgart stattfindet, fahren wir am Freitagnachmittag zum Neuesten oder Spektakulärsten, was das Werk zu bieten hat. F-Cell, die bereits realisierte Zukunft. Wir besuchen das Entwicklungs- und Fertigungszentrum der F-Cell Fahrzeuge. Diese sind die bekannten GLC-Modelle mit elektrischem Antrieb, wobei weder schwere Batteriepakete mitgeschleppt werden, noch braucht es das stundenlange Wiederaufladen. Die Zauberformel heisst: Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen. Diese liefern Strom für die elektrischen Fahrmotoren, „Abgase“ gibt

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es in Form von destillatgleichem Wasser. Wie funktioniert das System in seiner Gesamtheit? Wasser, wenn nötig Schmutz- oder Meerwasser, wird mit Hilfe elektrischen Stroms in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. In der Brennstoffzelle läuft der umgekehrte Prozess ab: Dem Wasserstoff wird Sauerstoff (Luft) zugeführt und es entsteht wieder Wasser sowie elektrischer Strom, mit welchem die Fahrmotoren betrieben werden. Dazwischen braucht es nur noch eine Pufferbatterie. Entwicklung und aktueller Stand. Die Daimler-Benz AG baute 1994 das erste wasserstoffbetriebene Fahrzeug. Damals füllte das System den Kleintransporter MB 100, den Vorgänger des Vito, vollständig aus. Seither wurden Aggregat und alle anderen Komponenten kleiner und können heute so kompakt verbaut werden, dass der GLC keine baulichen Veränderungen braucht, um das ganze System unterzubringen. Das Antriebsaggregat hat die Ausmasse des Serien-Verbrennungsmotors, die Wasserstofftanks sind unter der Rücksitzbank sowie im Kardantunnel untergebracht und die Pufferbatterie unter dem Kofferraumboden. So bestückt dauert die Betankung 3 Minuten bei einer Reichweite von 400 km, ungeachtet der Aussentemperatur. Darüber hinaus reicht die Pufferbatterie für ca. 50 km Fahrt. Das tönt ja direkt märchenhaft,

aber worin liegen die vorläufigen Nachteile? Zählen wir sie mal auf: Tankstellennetz. In Deutschland sind aktuell 70 Tankstellen in Betrieb, in Kürze sollen es 400 werden. In der Schweiz haben sich Coop, Migros und Agrola zu einem H2-Förderverein zusammengetan, sie betreiben aktuell eine einzige öffentliche Tankstelle für ihre wasserstoffbetriebene Lastwagen- sowie PW-Flotte und haben vor, gemeinsam ein Tankstellennetz aufzubauen. Kürzlich trat dem Förderverein als 11. Mitglied, Galliker Transport und Logistics bei. Wasserstoffgewinnung. Die Herstellung von Wasserstoff ist sehr

energieintensiv. Dieser Umstand kann jedoch positiv betrachtet werden: Die alternative Energie in Form von Windkraft usw. entsteht oft nicht dort, wo diese benötigt wird. Beispiel: Deutschland ist der grösste Hersteller von erneuerbarer Energie. Als Vergleich: Schweiz 3%, Deutschland 33%, Stand 2018. Aber die wichtigste Quelle, die Windkraft, entsteht im Norden, die meiste Energie aber wird im industrialisierten Süden benötigt. Doch der Strom lässt sich nicht dorthin bringen. Der Bau neuer Hochspannungsleitungen ist untersagt und die Landbesitzer wehren sich gegen Leitungen unter ihrem Land. Also was liegt auf der Hand: Dort wo Sonnenenergie gewonnen wird, Wasserstoff herzustellen. Dieser lässt sich ja auf Strasse oder Schiene dorthin transportieren, wo Energie benötigt wird. Andererseits ist Wasserstoff auch ein Industrie-Abfallprodukt, schätzungsweise heute schon genügend um 7 Millionen Fahrzeuge zu betreiben. Sicherheit. Die bis heute entwickelten Wasserstofftanks bieten eine grössere Crash-Sicherheit als Benzintanks, sie gelten sogar als nahezu unzerstörbar. Ausserdem verlangt der TÜV noch einen zusätzlichen rundum Rammschutz. Die Betankung soll absolut leckfrei und computerüberwacht erfolgen. Die Technologien von Lagerung, Transport und AnMERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 21


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wendung wurden für die Raumfahrt perfektioniert. Kompatibilität. Im Gegensatz zu den unterschiedlichen Stromsteckern der batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge besteht für die Wasserstoffbetankung ein einziges EU-Patent, und die Verhandlungen zielen auf eine weltweite Standardisierung. Firmenstrategie. Die Daimler Entwicklungsstrategie hat die ihrerseits als Übergangslösung bezeichnete, batteriebetriebene Elektrofahrzeugentwicklung bewusst vernachlässigt. Gesetzt wurde auf die Hybrid- sowie Brennstoffzellen- Technologie. Praxis. Die F-Cell Fahrzeuge werden seit einem Jahr in Kleinserie gebaut; 10 Stück pro Woche. Mit einem Tross dieser Fahrzeuge hat man bereits die Erde umrundet mit einer Fahrleistung von 72‘000 km um für die Technologie zu werben und die Praxistests zu vervollständigen. Darüber hinaus überschritten mehrere Fahrzeuge an unterschiedlichen Erdteilen bereits die 300‘000 km Marke. Ein tieferer Blick in die Technik. Der Brennstoffzellen-Block setzt sich aus einzelnen Zellen zusammen, die aus zwei Platinumplatten bestehen, mit einer Membrane dazwischen und jede dieser Zellen liefert 1 V elektrischen Strom. Platinum lässt sich einfach bis zur 90% rezyklieren. Der Sauerstoff wird mit elektrisch betriebenen, luftgelagerten Turboladern zugeführt. PW fahren mit 400 V-, LKW mit 800 V-Antriebsmotoren. Bei diesem Prozess entsteht Was-

ser, das wiederum im Winter zu gefrieren droht. Wie startet man bei minus 20°C die Brennstoffzelle? Eine Knacknuss, an der die Daimler Techniker in ihrem Entwicklungszentrum arbeiten. Nach ihrer Aussage sind sie ziemlich nahe an der Lösung – ohne uns diese zu verraten. Heutiger Stand im Verkaufssalon. Die F-Cell Fahrzeuge sind bereits auch für uns erhältlich, wenn auch nicht zu kaufen. Wir können diese leasen. In Deutschland beträgt die monatliche Rate € 799.- Der eigentliche Verkauf startet mit dem Ausbau des Tankstellennetzes. Publikumsinteresse. Die, für eine halbe Stunde angesetzte Fragestunde mit den Daimler Technikern, musste aber nach über einer Stunde aus organisatorischen Gründen abgebrochen werden… Den Kopf voll, die Bäuche leer, freuen wir uns auf den Besuch des Stuttgarter Brauhauses, wonach der offizielle Teil des Freitags zu Ende geht. Samstag, der Plenum Tag. Die Themen drehen sich, wie etwa alle Jahre wieder, um die Entwicklung der Organisationseinheit Mercedes-Benz Classic. Hierhin gehören auch die Betreuung des Archivs, der anerkannten Markenclubs sowie die Ersatzteilversorgung klassischer Fahrzeuge. Jeweils 15 Jahre nach Produktionsende einer Baureihe übernimmt Mercedes-Benz Classic Service & Teile die Ersatzteilversorgung, wobei darauf geachtet wird, dass die meistgesuchten

Teile wiederhergestellt werden. Warum es nicht immer gelingt, oder aber mit vermehrten Kosten verbunden ist, wird uns erklärt. Beispielsweise, wenn die Fertigungswerkzeuge nicht mehr funktionstüchtig sind, entfallen die Wiederherstellungskosten auf viel weniger Einheiten, als noch für die Serienherstellung produziert werden musste. Ein Highlight des Tages ist der Besuch des DTM-Rennfahrers Roland Asch. Der waschechte Schwabe fuhr seit der ersten Stunde für die Marke Mercedes, zuerst mit einem privaten W 201 16 V. Was er jedoch stets betont, war die kostenlose und enthusiastische Unterstützung seitens der Werksmechaniker. Dies gipfelte in einem geschenkten Lastwagen, mit welchem er seinen geliebten 190er bequemer transportieren konnte, als auf dem Anhänger. Er wurde später Werksfahrer und drei Mal Vizeweltmeister. Er schwärmt auch von den 6-Zylinder C-Klasse-Modellen, doch sein Herz hängt immer noch am 190er. Klar konnte er von Errungenschaften, wie der elektronisch gesteuerten Sperre des Differenzials, Antischlupfregelung usw. der moderneren C-Klasse profitieren, aber sein Rennfahrerherz schlägt halt für den puristischen Vorgänger als reine Fahrmaschine. Im Anschluss gibt es noch Zeit für einen Besuch der Retro Classics, wo dann in der Mercedes-Halle der Tag mit dem Genuss unterschiedlich gefüllter schwäbischen Maultaschen zu Ende geht. Sonntag, der Messe-Tag. Die Teilnehmer werden nach dem Frühstück an das Messegelände gefahren, bekommen ihre Eintrittskarten und können nach Herzenslust schlendern bis sie die individuelle Heimreise antreten. Besten Dank an das Mercedes-Benz Classic Club Management für diese drei reichhaltigen Tage! Text: Andras Szeplaky MBVC (von ihm zur Verfügung gestellt, besten Dank). D. Kraft Bilder: Daimler-Media MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 23


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Michelin Uptis Konzeptreifen Luftloser Reifen soll 2024 kommen Michelin hat jetzt den zusammen mit GM entwickelten Konzeptreifen Uptis vorgestellt. Mit seinem luftlosen Konzept soll er Pannenschutz und Komfort verbinden. Seine Weltpremiere feierte der Uptis jetzt auf dem Weltgipfel für nachhaltige Mobilität Movin’On in Montreal. Uptis steht dabei für „Unique Puncture-proof Tire System“. Der seriennahe, luftlose Konzeptreifen soll nahezu unfehlbaren Pannenschutz mit hervorra-

genden Fahreigenschaften und hoher Energieeffizienz kombinieren. Der Prototyp ist bereits auf dem Elektro-Pkw Chevrolet Bolt im Testeinsatz. Noch dieses Jahr sollen erste Versuche im öffentlichen Straßenverkehr in Michigan folgen. Der Marktstart des Michelin Uptis auf den ersten Pkw-Modellen ist für 2024 geplant. Absolut wartungsfrei Die extrem leichte Rad-Reifen-Kombination besteht aus einer fest verbundenen Einheit aus Aluminium, Kompositmaterialien und Gummilauffläche. Beim Michelin Uptis ist die leichte Aluminiumfelge über flexible, hochresistente Kunststoffspeichen untrennbar mit der profilierten Lauffläche verbunden. Die widerstandsfähigen Speichen aus Po-

lyesterharz und Glasfaser sorgen für ausgezeichnete Tragfähigkeit und wirken schwingungsdämpfend im Fahrbetrieb. Das Profil soll gewohnten Fahreigenschaften von konventionellen Michelin Pkw-Premiumreifen bieten. Da der Uptis völlig ohne Luftdruck auskommt, ist er pannensicherer als konventionelle Reifen. Montiert wird er wie ein herkömmliches Rad. Zudem benötigt er keine Luftdruckkontrolle und ist damit praktisch wartungsfrei. 200 Millionen Pneus pro Jahr «Jedes Jahr müssen 200 Millionen Reifen weltweit ersetzt werden», sagt Entwicklungschef Eric Vinesse. Viele davon, weil sie wegen aufgerissenen Flanken oder Laufflächen die Luft nicht mehr halten. In Europa halten Pneus zwischen vier und fünf Jahre - in China müssen sie wegen den üblen Strassen alle sechs Monate getauscht werden, sagt Vinesse. Ein Riesenproblem, sowohl wirtschaftlich wie auch ökologisch. Denn die Altreifen müssen entsorgt und zu einem Grossteil, z. B. in der Zementindustrie verbrannt werden. Der Uptis ist dabei bei gleicher Leistungsfähigkeit deutlich langlebiger als normale Pneus. Er markiert für Michelin einen ersten Schritt zum 2017 präsentierten Vision Concept als Reifen von morgen. Lamellen statt Luft Felge und Reifen sind beim Uptis nicht mehr getrennt: Ein Alu-Radstern ist fest von unzähligen fle-

xiblen Lamellen umgeben. Sie bestehen aus Gummi und in Resinharz gebetteten Glasfasern und tragen die Lauffläche. «Nur sie nutzt im Reifenleben künftig ab, aber kann leicht ersetzt werden», sagt Vinesse. Robuster als normale Reifen Das spart Ressourcen, Kosten und nimmt die Angst vor Reifenplatzern oder am Bordstein aufgeschlitzten Pneus. Schlaglöcher federn die Lamellen so geschmeidig ab wie ein normaler Pneu; scharfer Schotter und Kanten sollen ihnen nichts anhaben können. Wenn der Reifendurchmesser auf das Gewicht des jeweiligen Autos abgestimmt ist. Serienreife ab 2024 Ab 2024 soll der Serien-Uptis für PW und SUV verfügbar sein. Bis dahin testet Michelin die Reifen auf Modellen von General Motors, wird sie aber später für alle Marken verfügbar machen. «Noch gehts um den Feinschliff bei der Fahrdynamik. Und wir müssen die Produktionsanlagen konzipieren und einrichten», sagt Vinesse. Michelin: Presse-Information Mitte Mai 2019 Fotos: Firma Michelin MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 25


Internationale Ausfahrt Elsass / Luxemburg 30. Mai - 3. Juni 2019 „Easy mit de Gisi“ 30. Mai Anreise Da waren wir schon gespannt, was Gisi und Stephan in einer, wohl für die Meisten wenig bekannten Gegend, für uns ausgedacht und vorbereitet hatten und wer von unseren Mitgliedern sich auf dieses Abenteuer einlassen wird. Schon die Anreise konnte ja auf eigene Initiative zum Abenteuer gestaltet werden, wem der Sinn danach gestanden haben mag. Von A nach B auf der Autobahn und das letzte Stück bis nach Ottrott (wer hat diesen Ortsnamen bis heute schon einmal gehört?) war die einfachste und schnellste Variante. Diese war für unsere Kölner Freunde, die im Vor-Pfingstverkehr Richtung Süden viel Geduld üben mussten, aber auch nicht so schnell wie gewünscht. Im Raum Köln soll es am Mittwoch schon 600 km Staus gegeben haben. Andere verabredeten sich unterwegs, z.B. in Pratteln und fuhren gemütlich durchs Elsass, dem Vater Rhein entlang. Wir selber wählten eine Route ohne Autobahn, auf Haupt- und Nebenstrassen wie es sich für Oldtimer (gemeint ist nicht nur das Auto) so gehört. Zuerst der Glatt entlang, vorbei am Hotel Riverside, wo der SL-Club am 6. Mai 2017 auf der „Tour de Suisse“ logiert hatte. Dann dem Rhein entlang, neblig und feucht, fast gespenstisch anmutend. Nach dem Gren-

zübergang bei Koblenz plötzlich Sonne. Rast in Schopfheim am Schwarzwaldrand, dann weiter über Lörrach zum Mittagshalt im Landgasthof Schwanen in Bad Bellingen am badischen Rhein (empfehlenswert) mit badischem Spargel und badischem Wein. Später bei Neuenburg am Rhein über den Fluss und auf der französischen Seite problemlos hinüber nach Ottrott. Im Parkfeld vor dem Hotel „Le Clos des Délices“ standen schon die meisten Fahrzeuge vorbildlich nach SL-Club-Manier geparkt. Wenige Minuten später traf dann auch der älteste Veteran unserer Gruppe, der 190SL mit Silvia Niederer und Heinz Kneubühler am Steuer ein. Zimmerbezug und Anlage erkunden. Weitläufig, vom

Haupthaus, vorbei am Hallenbad, der Liegewiese und der Wellnesszone zum Nebenhaus, unter Dach, entlang einer Bauwand aus OSB-Platten. Dahinter ist ein neues, modernes Apparthotel am entstehen. Die Zimmer mit französischem Charme ausgestattet, teilweise mit schmalen Balkonen versehen. In der Gartenanlage sind schöne Rattan-Sitzgruppen aufgestellt. Langsam formierte sich die Gruppe mit doch 34 Personen und löscht den ersten Durst, bedient vom professionellen Hotelpersonal. Es wird doch halb neun bis zum Diner, beginnend mit Fisch und einer gut gemachten Entenbrust, also auch recht französisch zum Angewöhnen. Unser Programmdirektor Stephan Gertsch erläutert kurz das weitere Vorgehen, bis der Chef de Service vor Gisi ein Feuerwerk entzündet und damit sie und die ganze Gruppe begrüsst. Den Abschluss bildete eine fantastische Eistorte mit Willkommensgruss für unseren Club. Nun war es Zeit, für die Einen ins Bett, für die Anderen an die Bar zu gehen… 31. Mai Rundfahrt im Elsass Nach einem reichhaltigen Frühstück, ausgeschlafen und gestärkt, versammelte sich die

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Truppe punkt 09:30 Uhr auf dem Vorplatz zur Fahrerbesprechung. Und Schlag 10:00 Uhr kurvten die ersten Fahrzeuge auf die Hauptstrasse vor dem Hotel. Das Wetter war leicht bewölkt, angenehm, genauso wie wir uns das gewünscht und nach den vergangenen kühlen Regentagen bange erhofft hatten. Schon nach wenigen Kilometern Fahrt durch leuchtend grüne Wälder, auf und ab in einer recht hügeligen Landschaft, die uns an unsere Voralpen erinnerte. Im Zürcher Oberland und im Tösstal gibt es ähnliche Strecken, nur die Ortsdurchfahrten waren hier oftmals enger. Nach knapp 22 km das erste Pässchen, der Col du Kreuzweg 768 müM. Zum Vergleich: Ottrott liegt auf 230 müM. Dann führte uns das Roadbook weiter, abwärts, mit Ausblick ins Tal und blühendem Ginster am Strassenrand. Unverkennbar die landwirtschaftlich genutzte Gegend, duftete es doch schon nach Heu. Das Wetter entwickelte sich vorbildlich, einige Wolken am blauen Himmel gaben manchmal geradezu angenehmen Schatten. Hinauf ging es dann nach St. Marie aux Mines, einem städtisch anmutenden Ort, ebenfalls auf 768müM gelegen. Nun stieg es doch weiter an. Bei km 78.6 querten wir den Col du Bonhomme auf immerhin 949müM, wo es dann schon

merklich kühler wurde. Es folgte der Col du Louchpach auf sogar 978müM, anschliessend die „Station du Lac Blanc“ mit regem Betrieb, Sessel- und im Winterbetrieb Skiliften. Der Lac Blanc übrigens zeigte sich alles andere als weiss, nämlich dunkelgrau im Wald liegend und von respektabler Grösse. Beim Ferienort Orbay-Noirrupt bogen wir punkt 12:00 Uhr rechts ab. Steil hinauf ging es dann zu unserem Mittagshalt in der „Auberge du Beubois“. Vom Parkplatz im Wald führte uns ein kurzer Spaziergang zum Restaurant, einem eindrücklichen, neu errichteten Holzbau mit einer runden Glasfront, die den Blick in die Weite freigab, wie wir es von unseren Bergstationen kennen. Es wurde uns dann ein für diesen Ort beachtliches Menu aufgetragen. Ein Salatteller, dann als Hauptgang ein wohlschmeckendes Rindsvoressen mit Spätzli und am Schluss nach Wunsch ein Rhabarber- oder Apfelkuchen und Kaffee. Nichts desto trotz, wir mussten weiter. Stephan stellte es frei, ihm zu folgen, oder eine eigene Route zu wählen und unterwegs einzelne attraktive Orte zu besuchen. Die Fahrt führte uns durch blühende Wiesen zur Elsässer Weinstrasse. Unendlich scheinende Weinberge und Weingärten. Wir fragten uns ernsthaft, wer in der Welt denn nur diese Mengen, die hier geerntet und gekeltert werden, trinken wird. Bekannte Ortsnamen begegneten uns: Schlossberg, Mittelwihr, Beblenheim, dann Riquewihr, Ribeauvillé. Überall waren die Parkplätze voll besetzt, die Strassenränder mit Autos verstellt und die Gassen voller Menschen, sodass an einen Halt nur schwer zu denken war. In Ribeauvillé konnten wir, im Stau stehend, ein Stor-

chennest auf dem Kirchturm fotografieren. Schliesslich wollten wir doch noch ein solch typisches Weindorf besuchen und fanden einen Parkplatz vor den Toren Bergheims. Das Städtchen wird noch von einer durchgehenden Stadtmauer umschlossen. Man betritt es durch ein Stadttor. Die schmucken Häuser waren in gutem Zustand und geschmückt mit Blumen. Auffallend wenige Touristen waren anzutreffen. Diese besuchten die wohl attraktiver scheinenden Orte. Bei einem gepflegten Spezialgeschäft für „Foie Gras du Vignoble“, vom Winzer also, konnte meine Ruth nicht widerstehen und deckte sich mit

Foie Gras und Terrinen ein. Souvenirs, auf die man sich noch freuen kann. Beim schmucken Platz vor dem Rathaus mit einem reich mit Blumen geschmückten Brunnen setzten wir uns in einer Gartenwirtschaft hin, um den Durst zu löschen. Und schon entdeckten uns Albert und Yvonne Geiser und folgten unserem Beispiel. Zurück am Abend wurde schon der Apéro im Garten vorbereitet, den Urs Fries zu seinem Geburtstag spendete. Vor dem Diner trommelte Gisi die Gesellschaft noch zusammen für ein Gruppenfoto. 1. Juni Fahrt nach Luxemburg Wiederum pünktlich um 10:00 Uhr wurden wir in der Cheminée-Bar über die heutige Route aufgeklärt. Um die relativ grosse Distanz durch einen etwas eintönigeren Zwischen-Streckenteil rasch zu überwinden, hatte Stephan ein MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 27


Internationale Ausfahrt Elsass Luxenburg 2019

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Stück Autobahn eingeplant und Gisi hielt für jedes Fahrzeug das Münz für die Maut bereit. Auch an diesem Tag erwartete uns ein Superwetter. Wir genossen die Fahrt durch die schattigen Wälder mit vorwiegend Laubbäumen, die in erfrischendem Grün leuchteten. In Boersch und Rosheim querten wir die Städtchen durch die engen Stadttore hinein, mitten durch die Altstadt und am anderen Ende wieder hinaus. Unterwegs begegnete uns eine nicht enden wollende Karawane des französischen Mercedes-190SLClubs fröhlich winkend. Leider war es mir nicht möglich diese zu fotografieren, vielleicht ist das jemand anderem gelungen. Auch als das Land dann flacher wurde, fuhren wir noch immer weitgehend zwischen Reben in der Ebene und in der Ferne an den anschliessenden Hängen. Einen solchen Hügel erklommen wir dann. Zum Col du Valsberg auf 652müM, weiter durch kühle Wälder, vorwiegend mit Laubholz, überragt von mächtigen Föhren. Nach der Ortschaft Phalsbourg tauchten wir wieder in einen solchen Wald ein und gelangten dort zum Restaurant „Notre Dame de Bonne Fontaine“, wo uns zum Mittagessen ein feines Kalbsfilet an einer Pilzsauce erwartete. Dann folgte, kurz nach Phalsbourg die Autobahnstrecke. In Saarfels erreichten wir dann die Saar, die von Saarbrücken herkommend nach Trier, ähnlich der

Mosel, in einem tiefen Tal neben Strasse und Bahn fliesst. An den Flanken wachsen an geeigneten Stellen ebenfalls Reben, die den bekannten weissen Saar-Riesling geben. In Merzig wurde eine Neuigkeit im SL-Club zelebriert. Der Bio- und Erfrischungsstopp erfolgte in einem Mc Donald! Alle waren zufrieden. Ob Burger, Eis oder Drink, alles schmeckte und erfüllte den Zweck vollends. Weiter ging die Fahrt zügig durchs Saartal. Bei Ayl überquerten wir dann den Fluss und weiter ging es über eine Hügelkette nach Temmels hinüber ins Tal der Mosel. Wenige Kilometer später überquerten wir auch diesen recht breiten Fluss auf einer attraktiven Brückenkonstruktion. Wieder durchfuhren wir zügig und mit wenig Verkehr einen breiten Hügelzug mit grossen Getreidefeldern der uns an den Seerücken erinnerte, nur dass auf der anderen Seite nicht der Bodensee, sondern das Flüsschen Sauer erschien, das die Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg bildet und die Hügelketten links und rechts mit Windrädern „geschmückt“ sind. Der Sauer entlang gelangten wir zu unserem Ziel, dem Romantik-Hotel „BelAir“ in Echternach. Dort genossen wir etwas später als geplant in aufgeräumter Stimmung den Apéro mit erhabenem Blick von der Terrasse auf die grosszügige Gartenanlage hinunter. Das Menu, das uns dann in 4 Gängen serviert wurde, liess kei-

ne Wünsche offen. Gisi Gertsch stellte die Special-Guests vor, die uns auf der morgigen Rundfahrt begleiten werden. Zuerst überreichte sie dem Präsidenten des Mercedes-Benz-Clubs Luxemburg Jean-François Zimmer eine Mercedes-Benz Plakette für den Kühlergrill an seinem SL. Dieser bedankte sich in gekonnter Manier für die Einladung und überreichte jedem Teilnehmer einen Kleber des MB-Clubs Luxemburg. Dazu eine Ausgabe der Clubzeitschrift, die notabene in einer sehr hohen Auflage, wird an alle MB-Garagen verteilt. Interessant in dieser Ausgabe war der Artikel über die Geschichte der Schweizer Firma Merbag, die kürzlich alle Mercedes-Benz Vertretungen in Luxemburg übernommen hat. Der zweite Gast, Raymond Echternach hatte für uns eine besondere Überraschung vorbereitet. Er verteilte jedem Paar ein Bild des „Grand Palais Ducal“, des Grossherzoglichen Palasts in Luxemburg, „Groussherzogleche Palais“

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auf luxemburgisch, aus feinster Schokolade gegossen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Gäste, die Gisi und Stephan schon bei der Vorbereitung der Reise unterstützt hatten. 2. Juni Rundfahrt Golfplatz Trier Die heutige Rundfahrt versprach für die meisten von unserem Club, Neuland zu entdecken. Nicht so natürlich für die Begleitfahrzeuge mit gelben Autonummern. Bei der Fahrerbesprechung stellte uns Gisi die Begleiterinnen und Begleiter des MB-Clubs Luxemburg, Guy, Chantal, Annick und Patrick vor. Unsere Luxemburger Gäste fühlten sich in unserer Gruppe offensichtlich wohl und dürfen stolz sein auf das, was wir in ihrem Land zu sehen bekamen. Erwähnenswert auch das Nummernschild „SL 0320“. „Da ist drin, was drauf steht“, die Bemerkung des cleveren Besitzers. In vorbildlicher Formation konnten wir uns auf der gesperrten Strasse zum Start aufstellen. Schon bald segelten wir durch Feld und Wald auf Nebensträsschen einmal mehr von Stephan gekonnt recherchiert. Das sonnige Wetter und wenig Verkehr stimmten uns zuversichtlich. Dass hier vorwie-

gend Landwirtschaft betrieben wird, konnten wir mit unseren Nasen unschwer feststellen. Auch die Ortsnamen erfreuten uns besonders, folgte doch auf Wecker gleich Oberbillig, was wir aber nur schon wegen dem Namen gerne hinter uns liessen.

Bereits nach 66.1 km erreichten wir hinter der Ortschaft Schweich den herrlich gelegenen Golfplatz Trier, wo wir im gepflegten Restaurant wiederum ein sehr feines Essen geniessen durften. Hier ergriff Guy Muller, Vorstandsmitglied im Mercedes-Benz-Club Luxemburg kurz das Wort. Nach einem Salat wurde uns ein Schweinsfilet mit Kräuterspeck ummantelt serviert, zum Dessert glasierte Erdbeeren an Minzpesto. Nach dem Essen stellte es Stephan frei, eine eigene Route zurückzufahren, oder noch einen Abstecher nach Trier zu unternehmen. Wir entschieden uns, den Besuch in Trier am Abreisetag einzuplanen und dort das Kurfürstliche Palais und vor allem

den Dom und die Liebfrauenkirche zu besuchen. Dann ging die Fahrt weiter durch Wald, Dörfer und Landwirtschaft. Abwechslungsreich und immer wieder rauf und runter. Typisch dafür der Ort Neurath in der Eifel, dem deutschen Teil des Mittelgebirges in Rheinland-Pfalz, dessen Fortsetzung in Luxemburg und Belgien die Ardennen sind. Hier hat der Bergbau heute noch Bedeutung, wird doch Schiefer, Gips, Basalt, Bims und vulkanische Kohlensäure gewonnen. In Echternacherbrück begegneten wir einem grossen Flohmarkt, bevor wir über die Sauer-Brücke Luxemburger Boden und kurz danach unser Hotel erreichten. Nach dem traditionellen Ab-

schalt-Apéro erwartete uns ein Abschieds-Diner vom Feinsten und hat damit nicht zuletzt für die gute Stimmung zum Abschluss dieser denkwürdigen SL-ClubAusfahrt beigetragen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Gisi und Stephan für die Organisation, Vorbereitung und Durchführung dieser tollen Ausfahrt, für den offenbar besten Kontakt von Gisi zu Petrus und die vielen kulinarischen Highlights. Sicher stimmen alle, die dabei waren in den Slogan ein: „Es isch easy mit de Gisi und phänomenal am Stephan sini Streckewahl!“ Text und Fotos: Urs Fries MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 31


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Dienstwagen mit alternativem Antrieb Stuttgarter Regierungspräsident Reimer fährt Mercedes-Benz GLC F-CELL mit Brennstoffzelle Stuttgart. Wolfgang Reimer fährt mit gutem Beispiel voraus und hat heute seinen Dienstwagen mit Brennstoffzelle und Plug-in-Hybrid-Technologie, den Mercedes-Benz GLC F-CELL, entgegen genommen. Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, übergab das Fahrzeug heute an der Wasserstofftankstelle in Wendlingen. Der Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1 verfügt weltweit einmalig sowohl über Brennstoffzellen- als auch über Batterieantrieb, der via Plug-in-Technologie extern aufgeladen wird. Er „tankt“ außer Strom auch reinen Wasserstoff. Zuerst auf der IAA 2017 präsentiert, wird der GLC F-CELL seit Ende 2018 an ausgewählte Kunden im deutschen Markt ausgeliefert. Nach Verkehrsminister Hermann und Ministerpräsident Kretschmann gehört jetzt auch der Stuttgarter Regierungspräsident zu den Kunden. Die Landesinitiative Elektromobilität ist ein Baustein im Maßnahmenpaket des Landes zur Luftreinhaltung und für eine zukunftsfähige Mobilität. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind zunehmend von Bedeutung – auch in der Landesverwaltung. Das Auto ist zentraler Bestandteil unserer Mobilität. Es braucht jedoch eine nachhaltige und klimaschonende Technik. Die Landesbehörden wollen mit der Nutzung emissionsarmer Fahrzeuge zeigen. Wir reden nicht nur über schadstoffarme Mobilität, wir leisten einen Beitrag dazu, sagt der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer heute bei der Übergabe seines künftigen

Dienstfahrzeugs an der Wasserstofftankstelle in Wendlingen. „Ich freue mich sehr, Regierungspräsident Wolfgang Reimer seinen GLC F-CELL mit Brennstoffzelle ‚made im Neckartal‘ zu übergeben“, sagte Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, bei der offiziellen Übergabe des GLC F-CELL. „Die Mobilität der Zukunft wird vielfältig sein. Wir sehen ein großes Potenzial in der Brennstoffzellen-Technologie, besonders im Langstreckenoder Nutzfahrzeugbereich. Mit dem Wandel hin zur nachhaltigen Mobilität wandeln sich auch unsere Produktionsstätten. Das Traditionswerk Untertürkheim, das

auch die Brennstoffzelle produziert, wird zum Hightech-Standort für Komponenten der E-Mobilität weiterentwickelt. Mit seinem GLC F-CELL schickt Herr Reimer ein positives Signal in Richtung einer nachhaltigen Mobilität.“ Mercedes-Benz Presse-Information 18. März 2019

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Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Bestimmungen zur Clubmitgliedschaft Der Antragsteller ist Besitzer eines Mercedes-Benz Fahrzeugs der zugelassenen Baureihen. Das Auto entspricht in seinem Erscheinungsbild und in der Technik, der Mercedes-Benz Originalausführung (markant optisch durch Tuner und Veredler veränderte Teile des Fahrzeugs sind nicht zulässig). Der Fahrzeugzustand ist gepflegt und makellos. Die Prüfung und das Begutachten des Fahrzeugs bleiben vorbehalten.

Die maximale Mitgliederzahl wird jährlich durch die Generalversammlung bestätigt oder neu festgelegt; ist das Limit erreicht, werden Antragsteller auf Wunsch in die Warteliste aufgenommen.

schluss bleiben vorbehalten. Informationen und Beitrittsgesuche sind erhältlich über das Clubsekretariat:

Mitgliederbeitrag jährlich Fr. 200.Einschreibgebühr einmalig Fr. 200.Partnermitgliedschaft für Ehepartner oder Lebenspartner jährlich Fr. 40.Änderungen auf Mitgliederbe-

Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Clubsekretariat Gisela Gertsch Schaffhauserstrasse 279 8057 Zürich 044 313 12 07 / 079 233 34 56 E-Mail: info@sl-club.ch www.sl-club.ch

Walter Hasler AG Schützenweg 4, 5070 Frick Herr S. Bellini Tel. 062 865 05 50 salvatore.bellini@hasler-garage.ch

Kueng Classics Garage Hans & Roman Küng Schmidtli, 6314 Neu.geri Tel. 041 750 10 55 www.auto-kueng.ch

Robert Huber AG Dorfmattenstrasse 2 5612 Villmergen Tel. 056 619 17 17 www.roberthuber.ch

Mechatronik Classic GmbH Stuifenstrasse 52, D-74385 Pleidelsheim Tel. +49 7144 9982-10 www.mechatronik.de

Kenny‘s Autoceter AG Landstrasse 189 5430 Wettingen Tel. 056 437 07 07

Pagoden-Center Joachim Stickel Schillerstrasse 83, D-71277 Rutesheim Tel. +49 7152 337 84 07 www.pagoden-center.com

Clubempfehlungen Die nachstehenden Unternehmen empfehlen sich gerne für die Betreuung der Fahrzeuge unserer Clubmitglieder: Mercedes-Benz Classic Partner Kestenholz Auto AG Classic Rheinfelderstrasse 38-42, 4127 Birsfelden Herr H. Schiess Tel. 061 377 66 66 h.schiess@kestenholzgruppe.com Auto Heusel GmbH & Co. KG Gutenbergstrasse 29, D-72555 Metzingen Tel. +49 7123 9672-121 www.auto-heusel.de Mercedes-Benz Vertretungen MB Auto Center Zug AG Sennweidstrasse 28 6312 Steinhausen Tel. 041 766 65 65 www.mbzug.ch Autostern Zürichsee Seestrasse 241, 8804 Wädenswil Herr R. Stocker Tel. 044 782 02 02 info@autostern.ch www.autostern.ch

Auto-Schmid AG Suhrenmattstrasse 5035 Unterentfelden Tel. 062 737 53 53 www.autoschmid.ch

Oldtimer/Klassiker – Restaurierung, Service und Beratung Kienle Automobiltechnik GmbH Max-Planck-Str. 4, D-71254 Heimerdingen Tel. +49 7152 90163-130 www.kienle.com

Erik Kress Autosattlerei Birchwiesstrasse 20 8144 Dänikon Tel. 044 844 00 91 www.kress-gmbh.ch Hotel SPA-Hotel Jagdhof Scheibe 44 6167 Neustift im Stubaital www.hotel-jagdhof.at

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Impressum Herausgeber Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Redaktionsleitung Dieter Kraft Lektorat Bernhard Bürgin Dieter Kraft

Vertrieb Clubsekretariat SL-Club für Mitglieder kostenlos Urheberrecht Nur mit schriftlicher Zustimmung

Entwurf + Gestaltung Hansruedi Tschudin

Inserate Preis pro Ausgabe (400 Ex.) Umschlag innen Fr. 450.00 1 Seite Fr. 400.00 1/2 Seite Fr. 250.00

Schlussredaktion Dieter Kraft

Ausgaben 2 x pro Jahr, Juni / November

Inserate dkraft@bluewin.ch

Ehrenpräsidenten Peter Kremmel Michael Pulfer

Druck Druckerei Ebikon AG

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Clubführung Präsidentin: Gisela Gertsch Ausfahrten und Projekte Gisela + Stephan Gertsch Stephan Gertsch, Vizepräsident Claudio Gisiger, Kassier Bernhard Bürgin, Aktuar Revision Jan van Gorkum Anita Huber Cluborganisation, Clubadresse Clubsekretariat Schaffhauserstrasse 279 8057 Zürich 044 313 12 07 / 079 233 34 56 E-Mail: info@sl-club.ch www.sl-club.ch


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MB Auto Center Zug AG Sennweidstrasse 28, 6312 Steinhausen, Telefon +41 41 766 65 65, www.mbzug.ch *GLC 220 d 4MATIC, 170 PS (125 kW), Barkaufpreis: CHF 48 312.– (Fahrzeugwert CHF 52 800.–, abzüglich CHF 4488.– Preisvorteil). 6,4 l/100 km (Benzinäquivalent 7,3 l/100 km), 170 g CO2/km (Durchschnitt aller verkauften Neuwagen: 133 g CO2/km), CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 28 g/km, Energieeffizienz-Kategorie: F. Leasingbeispiel: Laufzeit: 48 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 0,9 %, 1. grosse Rate: CHF 11 700.–, Leasingrate ab dem 2. Monat: CHF 319.–. Ein Angebot der Mercedes-Benz Financial Services Schweiz AG. Vollkaskoversicherung obligatorisch. Eine Kreditvergabe ist verboten, falls diese zu einer Überschuldung des Leasingnehmers führen kann. Abgebildetes Modell: GLC 220 d 4MATIC, 170 PS (125 kW), inklusive Sonderausstattung (Metallic-Lackierung, AMG Line Exterieur, AMG Line Interieur, Night-Paket, Aktiver Park-Assistent), Barkaufpreis: CHF 55 266.–, 6,4 l/100 km, 170 g CO2/km, CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 28 g/km, Energieeffizienz-Kategorie: F. Leasingbeispiel: Laufzeit: 48 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 0,9 %, 1. grosse Rate: CHF 14 150.–, Leasingrate ab dem 2. Monat: CHF 349.–. Leasingaktion gültig für alle Lagerfahrzeuge A-Klasse (W177), B-Klasse (W246), CLA Coupé (C117), CLA Shooting Brake (X117), GLA (X156), C-Klasse Limousine (W205) und C-Klasse T-Modell (S205), GLC SUV (X253), GLC Coupé (C253), E-Klasse Limousine (W213) und E-Klasse T-Modell (S213). Angebot gültig bis 31.12.2018. Immatrikulation bis 31.12.2018. Unverbindliche Preisempfehlung. Änderungen vorbehalten.


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