Issuu on Google+

ausgabe 1 / herbst 2012

www.watercooler.at

das Ă–sterreichische wassermagazin

Lebensmittel Nr. 1 unser wasser

Bigfoot

das virtuelle wasser

tee

Lebenselexier & Seelenwärmer

Karin Klippl die Lottofee & baby noah im interview

Steiermark

Natur, Genuss & wasserreich


IMPRESSUM

waterworld

Impressum

inhaLt herbst 2012 28 16

Wasser marsch … Flaschengeist

20

REDAKTION: MAG. LINA HINTERLEITNER FOTOS: HERSTELLER, DEA DELFIN

Was wünscht man sich mehr?

38

Außer gutes frisches Wasser Die Idee ist nicht neu, und wir haben es im kleinen Rahvielleicht ... Wie Aladdin aus der men schon jahrelang geprobt die aus Kommunikation über Lampe fließt–das der praktidas Thema Wasser.schen großen Trinköffnung der Aladdin AVEO Flasche, die Teil durch Die Zeit ist reif, auch Nicht-Kunden daran haben zu modernes und Material lassen, was wir in den letztenDesign Jahren über Wasser, seiund ausserdem ganz frei nen Ursprung und besticht seine Reinheit, aber auch über alle von Bisphenol-A (BPA) ist. Und damit verwandten sollten Themen herausgefunden Sie einmal in Schrägla- haben: Wasser im Alltag, Wasser als Gesundheitsförderer, Wasge geraten: Aladdin hält dicht! Ihr Wunsch beiGrundlage dem eleganser als Schlankmacher, Wasseristals für vieles. alsoKohlensäure ganz Wasser pur, Wasserten mit„Flaschengeist“ Saft, Wasser mit – Erhältlich im AquaShop, Wasser in Flaschen,sicher! Wasser in Wasserspendern, Wasser www.aquashop.co.at in der Regentonne. Wasser kann so viel und Wasser ist so überall, dass wir denken, wir sollten darüber sprechen, lesen, hören. Ein bisserl geht’s uns da wie einem Fußballtrainer oder auch einem Meteorologen – jeder glaubt, er weiß mindestens so viel wie der Spezialist, nicht umsonst behauptet Marcus Wadsak in seinem Buch „Donnerwetter“, dass Deres perfekte Begleiter beim Training,Millionen im Büro, in der Freizeit gibt in Österreich eineinhalb Fußballtrainer ... Eine aber unauffällige Optik, praktisch und unkom-Ähnlich abercoole, sicher doppelt so viele Chefmeteorologen. pliziert im Umgang und eine großzügige “Kragenhalsweite“. Wasserspezialisten gibt es!die Suche nach dem Undviele mit 0,75 Litern gerade richtig. Wenn Schön, wenn unsauch allen ist, Die wie“Kavo einzigartig richtigen Partner doch so bewusst einfach wäre! Drink Wasser gibt`s ist – im istAquaShop, es doch das einzige Grundnahrungsmittel, Bottle“ www.aquashop.co.at das sicher jeder Österreicher regelmäßig konsumiert. Pur oder auch nicht pur. Das allein macht ihn an sich noch nicht zum Spezialisten – und es sei hier auch unbedingt erwähnt: Auch wir sind keine Spezialisten! Wir sind Fans! Fans seit vielen Jahren, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Wasser noch mehr in aller Munde zu bringen, als es ohnehin schon ist. Wir machen es mit unseren Watercoolern, mit unseren leitungsgebundenen „Gerührt, nicht geschüttelt!“ lautet das Motto dieser innovativen Eiswürfelstäbchen, die nicht nur eine schöne Optik, Wasserspendern, aber auch mit unseren „kleinen Frischsondern auchUnd einen kühlen Drink Gesehen auf lingen“, der 0,5 Liter Flasche. jetzt gehen wirversprechen! einen www.designtorget.se Schritt weiter und schreiben darüber, reden darüber, berichten darüber – über Wasser, pures Wasser! Und alles, was dazu gehört.

Immer dabei

Im Fokus 04 06 12

News & Trends Lebensmittel Nr. 1. Wasser ist Urelement und Basis allen Lebens Triple A. Ein Unternehmen stellt sich vor: Geschäftsführerin Andrea Wagner-Greiner im Interview

Mit allen Wassern 16

18 20

Teatime is every Time. Trinken Sie Tee, warten Sie ab und werden Sie glücklich Was Wasser?! 15 nützliche Wasserweisheiten Ich bin jeden Tag dankbar! Österreichs schönste Lottofee und Baby Noah im Gespräch mit PUREAQUA

Aus Liebe zu Österreich 24

28

Der Weg unseres Wassers. Von der steirischen Quelle ins Glas Sagenhaftes Thalheim. Natur, Kultur und kulinarische Genüsse: Die Geburtsstätte des Aqua Alpina Wassers

Liquid Future 34

38 40

Bigfoot. Das virtuelle Wasser Die Kraft des Wassers. Alternative Energien sind die Zukunft Global Water. Weltweites Wasser & Meer

Inside

42 43

Der Business Run 2012 Waterworld. Kleines & Feines rund ums Wasser

Standards

02 03

Inhalt Editorial & Impressum

43 3

Kleines und Feines rund ums Wasser! Manche nennen sie Wasserflaschen, Teesackerl & Co. Wir nennen sie Wasser-Accessoires ...

CREDITS: DEA DELFIN, SHUTTERSTOCK, STEIERMARK TOURISMUS

2

Wasser-Accessoires

Inhalt

Design by Sweden

So wie Sie! Wir freuen uns darauf, unser Wissen, unser Recherchiertes, unser Erlerntes mit Ihnen zu teilen und wollen Ihnen zukünftig viel Neues, Alltägliches, Interessantes zum Thema Wasser berichten. Für unsere Kleinsten sind diese Viel Spaß beim Eintauchen in die Welt von PUREAQUA!

Bauchweh adé!

tierisch-flauschigen Bauchwärmer. Heißes Wasser eingefüllt und draufAndrea Wagner-Greiner, los gekuschelt. Der kleine Freund springtTriple auch gerne mal raus für eine Geschäftsführerin A extra Umarmung. Streicheleinheiten für Körper und Seele! Ein Teil des Erlöses geht an benachteiligte Kinder weltweit. „Pocket Pal Hotties“ mit „Wild Republic Stofftier“, gesehen auf www.foundhomestore.co.uk

Hand-lich Alles fest im Griff haben Sie mit dem praktischen Tragegriff für die 19 Liter Aqua AlpinaFlaschen! So lassen sich die Big Packs elegant transportieren, ohne die große Bauchige unbeholfen umarmen zu müssen. www.aquashop.co.at

It´s 5 o‘clock ... Draußen wird es immer kälter,

und drinnen immer Triple A kuscheAqua Service GmbH MEDIENINHABER liger. Wohlig warm ums Herz77-79 Brunner Straße UND HERAUSGEBER:

1230 und im Bauch wird esWien einem da 43Tee. (1) 60 60 735 bei einer guten Tel.: Tasse Das Fax: 43 60 72 701 „Tea Time-Konzentrat“ (1) zaubert Mail: info@watercooler.at schnell und einfach ein gutes Web: www.watercooler.at Heiß- oder Kaltgetränk und kann auch als Fruchtsauce bei Verlag GmbH KONZEPTION, Eisdesserts, zumBlütezeit Verfeinern von 25 REDAKTION UND Leopold-Gattringer-Str. Buttermilch-Mixgetränken oder 2345 Brunn am Gebirge PRODUKTION: als Bestandteil exotischer Cock-320250-200 Tel.: +43 2236 tails verwendet Mail: werden. In 10 office@bluetezeit-magazin.at verschiedenen Sorten im AquaWeb: www.bluetezeit-magazin.at Shop, www.aquashop.co.at

CHEFREDAKTION:

ARTDIREKTION:

Mag. Nina Artner Tel.: +43 2236 320250-201 Mail: nartner@bluetezeit-magazin.at

Im Regen stehen AUTOREN DIESER

Bernardić Studio, Zagreb / Kroatien www.bernardic.hr Mag. Nina Artner, Mag. Daniela

Mag. Lina Hinterleitner AUSGABE: Die modernenHennrich, Regenkopfbrausen der Serie „Dream“ von FOTOS: Bossini sind wahrlich Dea Delfin, Triple A, Shutterstock ein Wasser-Traum. Niedrig Auf der Suche nach im Wasserverbrauch und mit Nützlichem, WitziERSCHEINUNGSwEISE: 2x im Jahr (April und Oktober) gem oder InnovaEnergie spendenden Wastivem rund ums serstrahlen, WasserAUFlAGE:feinstem 30.000 Stück Thema Wasser? nebel und regenerierender Die Lösung ist nur Farblichttherapie ausgestattet. Neografia, Martin / Slowakei DRUCKEREI: einen Click entfernt. So lässt man sich zweifelsohwww.neografia.sk Besuchen Sie den ne gerne einmal „abregnen“. AquaShop auf Exklusiv bei Tenne Bad und www.aquashop.co.at Weder Texte nochwww.tenne.at Fotos aus dieser Ausgabe dürfen ohne Fliesen.

schriftliche Einwilligung des Herausgebers nachgedruckt, in OnlineDienste integriert oder in irgendeiner Weise vervielfältigt werden. Die Artikel dieser Ausgabe sind urheberrechtlich geschützt. Der Autor schützt den Herausgeber vor jeglichen Ansprüchen Dritter. Für unaufgefordert eingesandtes Material (Texte und Fotos) übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Oktober 2012


44

News & Trends

News News&&Trends Trends

5

Eine Idee schlägt Kreise Edler Edler Tropfen Mit Mit diesen diesen kleinen kleinen Helfern Helfern sitzen sitzen Sie Sie nie nie auf auf dem dem Trockenen. Trockenen. Die praktischen praktischen AquaPoints AquaPoints in in vier verschiedensten schiedensten Ausführungen, Ausführungen, als Tischformat Tischformat oder oder Standversion, Standversion, werden werden direkt direkt an an Ihre Ihre WasserleiWasserleitung tung angeschlossen angeschlossen und und veredeln das das flüssige flüssige Gold Gold durch durch die die neueste te Technik. Technik. Mögliche Mögliche SchwebeteilSchwebeteilchen, chen, Partikel, Partikel, Ablagerungen Ablagerungen sowie Chlor Chlor werden werden dabei dabei herausgefiltert herausgefiltert und garantieren garantieren das das pure pure Trinkverund gnügen auf auf Knopfdruck Knopfdruck –– gekühlt, gnügen heiß oder oder prickelnd. prickelnd. heiß www.watercooler.at www.watercooler.at

Fließend sind bei diesem 140 Meter hohen Wohnturm, dem „ISM Parinee Ohm Tower“, nicht nur die Grenzen zwischen Luxus und Dekadenz. Auch die Grundidee entspringt einer sehr flüssigen Angelegenheit – dem Ripple-Effekt. Dieser beschreibt die kreisförmige Wellenbewegung von Wasser. Dem futuristisch angehauchten Architektenbüro James Law Cybertecture International gelang es dabei eindrucksvoll, nicht nur der Kontur des Gebäudes die Optik einer dynamischen Wasserbewegung zu geben, sondern auch die Fassade durch ihre einzelnen Ebenen und ihre vorgelagerten Privatpools fließen zu lassen. Auf 30 Stockwerken bleiben die fantastische Aussicht auf die indische Hafenstadt Mumbai und die gelungene äußere Hülle aber nicht die einzigen Features fürs Extravaganz liebende Herz. www.jameslawcybertecture.com

Die Nachricht Nachricht kommt kommtan! an! Große Große Wirkung Wirkung mit mit kleinen kleinen Wasser-Stars! Wasser-Stars! Die Die Aqua Aqua Alpina Alpina Small Small Packs Packs sind sind die die idealen idealen Partner Partner für für spezielle spezielleWerbebotWerbebotschaften. schaften. Prominent Prominent tragen tragen Sie Sie das dasindividuell individuellgestaltbare gestaltbareEtikett Etikett oder oder den den Flaschenhalsanhänger, Flaschenhalsanhänger, und undfallen falleneinfach einfachauf. auf.Messen, Messen, Events oder Konferenzen werden mit den Small Packs erfrischend Events oder Konferenzen werden mit den Small Packs erfrischend belebt belebt und und sind sind beliebtes beliebtesGive-away. Give-away.www.watercooler.at www.watercooler.at

Ein Duftwässerchen gegen den Durst Wie schon im Vorjahr kooperierte Giorgio Armani mit Green Cross International für den guten Zweck. „Acqua for Life“ nennt sich die Challenge, die Trinkwasserprojekte in Ghana und Bolivien unterstützt und auf das Thema Trinkwasserknappheit aufmerksam macht. Im Frühjahr 2012 floss der Solidaritätskampagne durch den Kauf der Düfte „Acqua die Gio“ und „Acqua di Gioia“ mit 100 Litern pro Flakon und jedem neuen Facebook-Fan mit je 50 Litern insgesamt 52.125.629 Liter sicheres Trinkwasser zu. „Smell good, do good“ heißt es auch wieder 2013! Stay tuned: www.acquaforlife.org

News & Trends Wasser ist ist Leben. Leben. Und Und das das verändert verändert sich, Wasser sich, wie wie wir wir wissen, wissen,jeden jedenTag Tag und jede Minute. Hier einige Neuigkeiten und erfrischende Trends. und jede Minute. Hier einige Neuigkeiten und erfrischende Trends. REDAKTION: LINA HINTERLEITNER REDAKTION: LINA HINTERLEITNER FOTOS: HERSTELLER FOTOS: HERSTELLER

In medias medias res res In Das Thema Wasser in bewegten Das Thema Wasser bewegten Bildern nahmen sichin Studenten Bildern nahmen sich der Werbeakademie des Studenten WIFI Wien der Werbeakademie des WIFI Wien in Kooperation mit Triple A bildlich in Triple A bildlich zuKooperation Herzen undmit produzierten zwei zu Herzen und gewissen produzierten zwei Spots mit dem SchmunSpots mit dem gewissen Schmunzel-Etwas: Gezeigt wird jeweils das zel-Etwas: wird jeweils das Ende einerGezeigt feucht-fröhlichen LiebesEnde nachteiner und feucht-fröhlichen der Anfang einer LiebesVerbinnacht und der Anfang Verbindung ganz anderer Art.einer Und Wasser dung anderer Wasser spieltganz dabei keine Art. ganzUnd unwesentspielt ganz geworden? unwesentliche dabei Rolle. keine Neugierig liche geworden? Dann Rolle. ein GlasNeugierig Wasser bereit gestellt Dann ein Glas bereit gestellt und Film ab! Wasser Das neue Unternehund Film ab! Das neue Unternehmensvideo macht auf die Notwenmensvideo auf die Notwendigkeit desmacht Trinkens aufmerksam digkeit desdieTrinkens aufmerksam und zeigt vielen Möglichkeiten und die vielen Möglichkeiten und zeigt Leistungen des Unternehmens und Leistungen des Sie Unternehmens Triple A. Tauchen ein in die Triple Tauchen ein inunter die „QuelleA.des Lebens“!Sie Zu sehen „Quelle des Lebens“! Zu sehen unter www.watercooler.at www.watercooler.at

Dress Dress to to impress impress Ein fades Wässerchen war Ein fades Wässerchen war gestern. Dass Wasser nicht gestern. Dasssondern Wasser auch nicht nur erfrischt, nur erfrischt, sondern kann, auch richtig gut aussehen richtig gut kann, beweisen die aussehen neuen individubeweisen die neuen individuell designbaren Style-Cooler. ell designbaren Style-Cooler. Ob in sexy Spitze, seriösem Ob in sexyoder Spitze, seriösem Nadelstreif im abenteuNadelstreif oder im Mit abenteuerlichen Zebralook. dem erlichen Zebralook. Mit dem „Style your Watercooler”-Tool „Style your Watercooler”-Tool wird man selbst zum Designer wird entwirft man selbst zum wenigen Designer und in nur und entwirft nur wenigen Schritten den ineigenen, einSchritten den eigenen, einzigartigen Trinkwasserspenzigartigen Trinkwasserspender. Dann heißt es nur mehr: der. Danninheißt es nurgewormehr: Schnell Schale Schnell geworfen und inzumSchale Eye-Catcher fen und zum Eye-Catcher geworden. Inspirationen auf geworden. Inspirationen auf www.watercooler.at www.watercooler.at

Kommunikativ Wer viel zu sagen hat, tut dies am besten bei einem Schluck erfrischenden Wasser. Der Info-Cooler aus dem Hause Triple A hilft Ihnen dabei. Als Multitasking-Talent spendet er neben Wasser auch reichlich Platz für Broschüren und kleinformatige Produkte jeder Art. Darüber hinaus ist er durch seinen integrierten Monitor im edlen Tabletdesign auch multimedial veranlagt! Ein Meeting-Point der besonderen Art! www.watercooler.at

Wasser-Tipp: Orchidee on the rocks Orchideen können ja manchmal ganz schön zickig sein, und wollen sanft behandelt und vor allem richtig gegossen werden. Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Wasser und auf gar keinen Fall einen Wasserstau produzieren, das gefällt den hübschen Diven nämlich so gar nicht ... Elegant wie sie sind trinken sie gerne stilvoll: on the rocks! Einmal die Woche drei Eiswürfel in den Topf gelegt und Ihre Orchidee wird es Ihnen mit einer besonders langen Blüte danken. Der Trick dabei liegt im langsamen Schmelzen der Eiswürfel, denn eine Lady trinkt nun mal bedachtsam!

Oktober 2012


Titelstory

T E x T: M A G . D A N I E L A H E N N R I C H

Lebensmittel Nummer 1 Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Wir brauchen es zum Trinken, Waschen und für unser Wohlbefinden. Der Mensch benötigt etwa fünf Liter Trinkwasser pro Tag – für Getränke und zur Zubereitung von Speisen. Wasser ist unser Leben. wichtigstes Element allen lebens

„Der Anfang aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Wie Recht der Grieche Thales von Milet (650–560 v. Chr.) hatte, konnte die Naturwissenschaft später auch beweisen. Vor etwa vier Milliarden Jahren entstand im Wasser das Leben. Erst vor 350 Millionen Jahren eroberten die ersten Lebewesen das Land – halb Fisch, halb Landtier. Auch wir verbringen die ersten Monate unseres Lebens in einer Blase voll körperwarmen Wassers. Wahrscheinlich ist es gerade dieses paradiesische, geborgene Leben im Mutterleib, nach dem wir suchen, wenn wir uns entspannt in der Badewanne oder im Whirlpool räkeln. Wie auch immer – Wasser übt auf die Menschen seit eh und je eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Kein Wunder, ist es doch das wichtigste Element allen Lebens. Unser Körper besteht zu zirka 70 bis 80 Prozent aus Wasser – unser Gehirn sogar bis zu 90 Prozent. Kaum vorstellbare Mengen durchströmen unseren Organismus. In nur 24 Stunden fließen etwa 2.000 Liter durch die Nieren und 1.400 Liter durch das menschliche Gehirn.

wasserverbrauch

Bis zum 60. Lebensjahr hat ein Mensch im Schnitt 55.000 Liter Wasser zu sich genommen. Eine bedeutend höhere Menge hat er allerdings anderweitig genutzt. So werden zum Duschen und Baden beispielsweise rund 34 Prozent verwendet, für die Toilettenspülung 22 Prozent und zum Wäschewaschen 17 Prozent. Getrunken und verkocht werden hingegen nur etwa drei Prozent. Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch in Österreichs Haushalten beträgt zirka 135 Liter pro Kopf und Tag.

Multi-Talent

Wasser erfüllt in unserem Körper vielfältige Aufgaben: Es dient als Baustoff, Lösungs-, Transport- und Kühlmittel. Wasser ist der Hauptbestandteil unserer Körperflüssigkeiten, die die Versorgung unser Organe mit wichtigen Nährstoffen garantieren. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist auch Grundvoraussetzung für sämtliche Entgiftungsvorgänge im Körper. Pro Tag werden etwa 2,5 bis drei Liter des Körperwassers ausgeschieden. Dies geschieht über die Lunge in Form von Wasserdampf beim Sprechen und Atmen, über die Nieren in Form von Urin und über die Haut in Form von Schweiß. Auch über den Darm wird Wasser ausgeschieden.

CREDITS: SHUT TERSTOCK , CREDIT FOTO ExPERTIN: DIAETOLOGEN VERBAND ÖSTERREICH

6


8

Rubrika

Titelstory

9

Auf Nummer sicher

Da der menschliche Körper zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser besteht und durch den Stoffwechsel beim Atmen, Schwitzen, über Niere und Darm pro Tag rund 2,5 Liter Flüssigkeit verliert, ist der Konsum von hochwertigem Wasser besonders wichtig!

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist daher eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren des gesamten menschlichen Organismus. Dies sieht man auch daran, dass der Mensch zwar längere Zeit ohne feste Nahrung überleben kann, ohne Wasser jedoch nur wenige Tage. Schon wenige Prozent Wasserverlust bringen den Körper aus dem Gleichgewicht. Ab zwei Prozent Wasserdefizit nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit ab, bei fünf Prozent Wasserverlust treten Krämpfe und Erbrechen auf, bei ungefähr zehn Prozent bekommen wir Halluzinationen, und fünfzehn Prozent Wasserverlust führen unweigerlich zum Tod. Chronische Unterversorgung kann neben Durst und Müdigkeit auch Unlust, Ängstlichkeit, Gereiztheit, Depressionen und Schlafstörungen verursachen. Unmittelbare Folgen einer längerfristigen Unterversorgung mit Wasser können unter anderem Verstopfung, Allergien, Asthma und Bluthochdruck sein. Sodbrennen, rheumatische Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Migräne usw. gelten als Alarmzeichen, wenn zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird. Langfristige Auswirkungen können neben vorzeitigem Altern, Fettsucht oder arteriellen Gefäßerkrankungen beispielsweise auch Diabetes, Alzheimer, Nieren- und Gallensteine sein.

„Leitungswasser ist das gesündeste Getränk, das wir unserem Körper zuführen können, vorausgesetzt die Wasserqualität stimmt“, betont Diätologin Barbara A. Schmid, Leiterin der Landesgruppe Wien des Verbandes der Diätologen Österreichs, www.iss-dichfrei.at. Grundsätzlich ist die Qualität des österreichischen Leitungswassers eine gute. Allerdings besteht bei älteren Wasserleitungen die Gefahr der erhöhten Belastung, etwa durch Quecksilber. „Stilles Wasser in Flaschen ist eine gute Alternative, um den täglichen Flüssigkeitsbedarf auf eine bequeme Art und Weise zu decken.“ Durch einen so genannten leitungsgebundenen Wasserspender, also einen Wasserspender, der direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen wird, lässt sich die Qualität des Leitungswassers noch erheblich verbessern. In manchen Kreisen wird die Qualität von Leitungswasser angezweifelt, mit dem Argument, es sei „tot“. Daher sind in den letzten Jahren speziell energetisierte Wässer wie Granderwasser oder levitiertes Wasser in Mode gekommen. Diese Wässer werden durch besondere Verfahren „belebt“ und entfalten nach Angaben zahlreicher Konsumenten besondere Fähigkeiten. Wissenschaftlich einwandfrei belegbar ist die „Wunderwirkung“ dieser Wässer zwar nicht, die Kosten für die erforderlichen Gerätschaften sind jedoch oft beträchtlich.

Kontrollierte wasserqualität

Die beste Qualität besitzt Quellwasser, da es direkt an seinem Ursprung entnommen wird. Die sofortige Abfüllung garantiert die Reinheit des Wassers, das dem Kunden umgehend auch in dieser Flasche geliefert wird. So wird eine Qualitätsminderung durch lange Umwege im Wasserleitungsnetz verhindert. Die Standards der Qualität des für den menschlichen

Ausreichend wasser trinken!

Daher ist es so wichtig, stets darauf zu achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies geschieht einerseits über gesunde Ernährung, andererseits durch ausreichendes Trinken. „Eineinhalb bis zwei Liter pro Tag“, lautet die gängige Empfehlung der Mediziner, seien nötig, um das Flüssigkeitsgleichgewicht, die sogenannte „Wasserbilanz“ unseres Körpers, in Ordnung zu halten. Bei heißen Temperaturen soll man den Flüssigkeitskonsum sogar auf zweieinhalb bis drei Liter steigern, weil durchschnittlich ein bis zwei Liter pro Tag durch Schwitzen verloren gehen. Speziell bei Sport und körperlicher Arbeit kann der Wasserbedarf noch zusätzlich steigen. Obwohl allgemein bekannt ist, wie wichtig eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme für den Körper ist, halten viele Menschen an falschen Trinkgewohnheiten fest. Dies gilt besonders auch für alte Menschen, die häufig keinen Durst empfinden und daher das Trinken einfach „vergessen“. Darüber hinaus wird in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel bei Stress, das Durstgefühl unterdrückt.

Oktober 2012


10

Titelstory

Rubrika

11

Gebrauch bestimmten Grund- und Brunnenwassers ist durch die Trinkwasserverordnung Österreich geregelt. Sie stellt dabei ganz bestimmte Anforderungen. Vor allem muss das Wasser frei von bestimmten Keimen und chemischen Stoffen sein bzw. darf definierte Grenzwerte nicht übersteigen (Tabelle 1). Die Wasserqualität wird hierzulande regelmäßig überprüft, die aktuellen Werte liegen bei den Gemeinden auf. Wichtig ist neben einer guten Wasserqualität per se auch der Zustand der Wasserleitungen. In Altbauten mit blei- oder eisenhaltigen Rohren ist es durchaus ratsam, zum Trinken und Kochen Wasser aus Flaschen oder besser und einfacher aus dem Wasserspender zu verwenden, speziell in Haushalten mit Babys oder Kleinkindern.

Uran in Babywasser

Mineralwasser kann mitunter auch schädliche Stoffe enthalten, wie eine Untersuchung der Verbraucherschutzorganisation „Konsument“ bereits im Jahre 2007 zeigte. Dazu wurden elf Babywässer, die im heimischen Handel erhältlich sind, auf ihren Urangehalt getestet. Alarmierendes Ergebnis: Alle Produkte lagen klar über dem deutschen Grenzwert – unbekannte Marken waren meist weniger belastet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Richtwert von 15 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser, allerdings für einen Erwachsenen mit 60 Kilogramm Körpergewicht. Anders schätzen deutsche Wissenschaftler das Risiko von Uran, speziell für Säuglinge, ein: Sie haben sich auf einen Grenzwert von zwei Mikrogramm Uran pro Liter Mineralwasser für Babys geeinigt. Ob hierzulande ein Mineralwasser für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist, regelt die österreichische Mineral- und Quellwasserverordnung. Hier sind Höchstwerte für bestimmte Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium oder Magnesium festgelegt. Trotz des kritischen Testergebnisses des „Konsument“ sucht man jedoch einen Grenzwert für Uran nach wie vor vergeblich. Die österreichischen Behörden sehen für das Schwermetall, das die Nieren, aber auch Lunge, Leber und Knochenmark schädigen kann, derzeit keinen Richtwert vor. Parallel zum Babywasser-Test hat „Konsument“ in Stichproben auch Trinkwasser aus Wien, Linz, Innsbruck und einer kleinen Gemeinde im Mühlviertel unter die Lupe genommen. Erfreulich: Bis auf die Linzer Wasserprobe war kein Uran nachweisbar, und selbst hier lag der gemessene Uranwert deutlich unter zwei Mikrogramm pro Liter.

Flaschen – weise

Wasserflaschen aus Plastik sind natürlich auch im Hinblick auf die Umwelt ein zu berücksichtigender Faktor. Ideal sind größere Flaschen (ca. 20 Liter), die auch immer wieder neu befüllbar sind. Ein innovatives Material geht hier zukunftsweisend voran. Bei dem neuartigen Stoff TritanTM wird völlig auf Bisphenol A (BPA) und andere Weichmacher verzichtet. Als einziges Unternehmen setzt Triple A dieses neue Material bei den 19-Liter-Flaschen ein.

Besser wasser als Saft

Neben allen genannten Argumenten besitzt reines Wasser einen weiteren gravierenden Vorteil: Es hat – im Gegensatz zu Fruchtsäften, Eistee und anderen zuckerhaltigen Getränken – keinerlei Kalorien. Darüber hinaus belastet auch – ganz abgesehen wiederum vom Transport – die Produktion dieser Getränke die Umwelt ganz enorm. Beispielsweise werden viele Fruchtsäfte – wie etwa Orangensaft – aus Konzentrat hergestellt. Der ursprüngliche Fruchtsaft wird in einem energieaufwändigen Verfahren lyophylisiert, das heißt, es wird ihm die natürliche Flüssigkeit entzogen. „In späteren Produktionsschritten wird wieder Wasser zugesetzt, das gerade in südlichen Ländern oft Mangelware ist“, kritisiert Barbara A. Schmid. „Daher ist es auch aus ökologischen Gründen sinnvoll und wichtig, dass wir unseren Flüssigkeitsbedarf in erster Linie mit Quellwasser oder Leitungswasser decken“, resümiert die Expertin.

Oktober 2012


12

Rubrika

Porträt

13

ANDREA WAGNER-GREINER

Jedem Ami sein Dirndl! Wer führt so eine feine, innovative und vor allem erfolgreiche Firma wie Triple A? Natürlich. Eine feine, innovative und vor allem erfolgreiche und sympathische Frau: Andrea WagnerGreiner. Ehrensache, dass sie in unserer Mitarbeiter-PorträtSerie den glorreichen Anfang macht.

A

T E x T: M A G . N I N A A R T N E R / F O T O S : D E A D E L F I N

ndrea Wagner-Greiner ist nicht jemand, der lange fackelt. Sie packt an und setzt um. Kein langes unnötiges Gerede, keine Animositäten. Die Frau, die ein Team von mittlerweile 114 Mitarbeitern führt und fordert ist eine rundum erfrischende, offene und sehr herzliche. Und wie jede stolze Mutter hat sie viel über ihr Baby Triple A zu erzählen …

Sie haben mit Triple A eine sehr erfolgreiche Geschichte geschrieben. Wie haben Sie die Start-Phase des Unternehmens in Erinnerung? WAGNER-GREINER: Hart war der Anfang. Ich habe es immer damit verglichen, wie es einem ergeht wenn Sie versuchen, einem Amerikaner ein Dirndl zu verkaufen: Sie reden sich den Mund fusselig – und der andere erkennt den Nutzen nicht … Und trotzdem möchte ich den Anfang nicht missen, jeder Tag war aufs Neue aufregend, jede Probestellung ein Erfolg, jeder Abschluss wurde gefeiert. Irgendwie war immer Partystimmung – auch wenn wir nicht wussten, wie wir die Gehälter zahlen sollen, wenn wir keine passenden Mitarbeiter gefunden haben und uns jeder zweite den Vogel gezeigt hat. Es hat uns dieser Anfang sicher sehr geprägt und für die kommenden Jahre gestärkt.

Wie kam es eigentlich zu der Geschäftsidee? WAGNER-GREINER: Die Idee an sich war nicht neu, der Watercoolermarkt ist in Amerika über 100 Jahre alt und ein Milliardenbusiness. Österreich war auch in Europa eines der letzten Länder, in denen der Wasserspender eingeführt wurde. Die Österreicher sind bei allem Neuem sehr, sehr skeptisch, und noch heute glauben viele, dass der Österreicher wirklich nur Leitungswasser trinkt – was ja ein Blödsinn ist, wenn man sich die Wasserunternehmen in Österreich anschaut, oder auch die Getränkeregale in den Supermärkten. Die, die am Samstag mindestens drei Sechserpacks 2-Liter-Mineralwasser im Einkaufswagerl nach Hause schleppen sind die, die Ihnen am Montag sagen „Des brauch i net, wir trinken nur Leitungswasser“. Unser damaliger 50%iger Eigentümer, die Greiner-Gruppe in Oberösterreich, hat bereits in den 90er Jahren für Russland und Frankreich 5-Gallonen-Flaschen produ-

ziert, und als innovatives Unternehmen kam man auf die Idee, dieses Geschäftsmodell auch in Österreich auszuprobieren. Wir haben damals 1997 mit französischem Wasser begonnen, was dem Österreicher gar nicht geschmeckt hat. Bereits 1999 haben wir einen österreichischen Lohnfüller gefunden. Greiner hat sich damals einen amerikanischen Partner gesucht, der das Geschäftsmodell kannte und auch bereits weltweit betrieben hat. Da Greiner in Oberösterreich beheimatet ist, war unsere erste Niederlassung auch in Linz.

Wie ist Ihr Führungsstil? Führen Frauen anders als Männer? WAGNER-GREINER: Ich glaub, mein Führungsstil ist wie der einer Mutter: Sie versucht, ihre Kinder beim Großwerden zu begleiten – mit Liebe, Strenge, Fürsorge und Härte. Wenn man das Gefühl hat, es läuft auf Schiene, lockert man die Zügel, wenn man das Gefühl hat, das ganze braucht Korrektur – dann greife ich ein. Am wichtigsten, sowohl beim Führungsstil als auch beim Kinder großziehen, ist die Sache mit dem Herzen. Wenn das dabei ist, dann macht das ganze Freude – und das spüren die Leute. Ich glaub nicht nur, dass Frauen anders als Männer führen. Jeder ist ein Individualist und führt aus dem Bauch heraus. An sich sagt man, dass Männer Entscheidungen vor allem auf Zahlengrundlagen treffen, Frauen mehr intuitiv. Schlussendlich ist jede Entscheidung eine persönliche Bauchsache und kann aufgehen oder auch schiefgehen. Und jeder führt anders, weil jeder andere Prioritäten hat und auch eine andere Art, diese zu verfolgen und zu erreichen.

Als was sehen Sie sich selbst? Als Chefin, Unternehmerin, Führungsperson, Leithammel – oder alles zusammen? WAGNER-GREINER: Meinen Titel kennt nicht jeder im Unternehmen, meinen ganzen Familiennamen vielleicht auch nicht – ich habe den Verdacht, dass bei neuen Mitarbeitern das erste Learning ist: „Des is die Chefin“ – das ist wie mein Name bei uns. Ja, ich sehe mich als Chefin – als die, die Schluss endlich die letzte Entscheidungsinstanz ist. Auch die, die gegebenfalls den Kopf hinhalten muss. Natürlich auch Oktober 2012


den. Per Knopfdruck bewerben sich die Leute heute binnen Sekunden bei zig Unternehmen. Genauso schwierig ist die Auswahl daraus. Wir bekommen heute auf Stelleninserate zwischen 100 und 200 Bewerbungen in den ersten 5 Arbeitstagen. Wir entscheiden in einer Vorauswahl nach verschiedenen Kriterien, den offenen Stellen entsprechend, also Ausbildung, vorherige Tätigkeiten und Berufserfahrung. Wobei es leider sehr modern geworden ist, den Arbeitgeber jährlich zu wechseln. Das gefällt uns nicht und hat bei uns in der Regel auch keine Chance. Und je nach Team versuchen wir, den passenden Deckel für den Topf zu finden. Uns ist der Wille zum erfolgreichen Arbeiten sehr wichtig, auch gewisse Werte wie Loyalität dem Unternehmen gegenüber, die Identifikation mit dem Produkt. Menschenkenntnis finde ich sehr wichtig, wobei ich oft denke – vor allem wenn ich von jemandem enttäuscht werde – meine ist oft auf Urlaub.

Spüren Sie die Finanzkrise?

in beidem wieder. Und es sind überall die gleichen Zutaten: Lachen, Weinen, Freude, Verzweiflung …

Sie sind 2011 als „Beste Unternehmerin Österreichs“ mit dem WOMAN-Award ausgezeichnet worden. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Empfinden Sie die Anforderungen von Familie und Firma als Doppel-Belastung? Existiert für Sie der Spagat zwischen Beruf und Familie?

Der Preis wird an erfolgreiche und innovative Frauen vergeben. Was macht für Sie eine Frau innovativ?

Wächst mit der Zahl der Mitarbeiter auch der Druck? WAGNER-GREINER: Ich würde mich für einen Mitarbeiter genau so verantwortlich fühlen wie für 114. Daher empfinde ich nicht mehr Druck durch mehr Mitarbeiter. Druck entsteht vielmehr durch Eigentümer, Bank und Mitbewerb. Aber auch da kann ich mich zu den Glücklichen zählen. Unsere Eigentümer sind loyal, verständnisvoll und unterstützend, ebenso unsere Hausbank, und unser Mitbewerb ist sehr geschrumpft in den letzten Jahren – außerdem tut Mitbewerb gut, es fordert einem immer besser zu sein.

Welche drei Worte würden Ihr Verhältnis zu den Mitarbeitern am besten beschreiben? WAGNER-GREINER: • Mütterlich • Zielorientiert • Offen

Sind Sie eine einsame Strategin oder binden Sie Ihr Team in die Entscheidungen sehr ein? WAGNER-GREINER: Wir sind drei Säulen, die dieses Unternehmen weiterentwickeln. Das Fundament haben unsere Eigentümer ermöglicht, das Dach unsere MitarbeiterInnen. Nein, ich bin nicht einsame Strategin – ich bin, Gott sei Dank, eine Teamstrategin. Ich habe 2 sehr lang gediente Mitarbeiter

und Prokuristen an meiner Seite – alle Ideen, Projekte und Weiterentwicklungen entstehen zwischen uns dreien.

Sie kommen ursprünglich aus der TourismusBranche. Haben Sie Erfahrungen und Gelerntes in Ihren jetzigen Job mitnehmen können? Gibt es überhaupt eine Ausbildung, die auf die Anforderungen einer solchen Position vorbereiten kann? WAGNER-GREINER: Ja, vielleicht gibt es diese Vorbereitung oder Ausbildung. In meinem Fall habe ich sicher aus vielen Stationen meines Lebens einfach Werkzeug mitbekommen, wobei das wertvollste Werkzeug Kommunikation und Humor ist. Wenn man in seinem Alltag nicht gelegentlich ordentlich lachen kann, dann würde einen vieles in den Wahnsinn treiben. Der Vorteil meines heutigen Jobs ist der, dass er gewachsen ist. Ich habe 1999 in Wien die Niederlassung mit 2 Mitarbeitern aufzubauen begonnen. Dann kam die Geschäftsführung dazu, mit insgesamt 2 Standorten und vielleicht damals 20 Mitarbeitern. Bis zu einer Zahl von fast 120 Mitarbeitern, 20.000 Kunden und 7 Standorten sind mehr als 10 Jahre vergangen, und man wächst einfach mit. Der Job, den ich heute ausübe hat auch nichts mehr mit dem von 1999 zu tun – und dennoch ist es heute genauso spannend, herausfordernd und befriedigend wie damals.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie sich für Mitarbeiter? Wie wichtig sind die menschliche Komponente und die sozialen Fähigkeiten? Wie wichtig ist Menschenkenntnis in Ihrer Position? WAGNER-GREINER: Es ist heute sehr schwer geworden, im Vorfeld die Fähigkeiten und Kenntnisse einzustufen. Jeder schickt vorgefertigte Computerlebensläufe, alles schaut gleich aus, der Bewerbungsprozess ist viel schneller gewor-

Porträt

WAGNER-GREINER: Jein – wir haben trotz Finanzkrise sehr gute Jahre gehabt und gute Ergebnisse geliefert. Wir haben rechtzeitig Speck abgebaut als es notwendig war. Auf der Kundenseite können wir die Finanzkrise aber schon spüren – Mitarbeiterabbau senkt den Wasserverbrauch beim Kunden, und viele Unternehmen mussten Sparmaßnahmen durchziehen – da wird der Watercooler schnell mal Opfer – gespart wird immer zuerst an den Mitarbeitern. Leider.

WAGNER-GREINER: Es macht mich stolz. Aber nicht auf mich, sondern darauf, wie weit es unser Baby Triple A gebracht hat.

als Führungsperson – wobei ich direkt nur zwei Personen führe – und die Vertriebsmannschaft. Es ist aber klar, dass die Führung bis zu jedem Teammitglied durchdringt. Als Leithammel empfinde ich mich bei Weihnachtsfeiern oder Betriebsausflügen, wobei ich da lieber den Vergleich mit einer Kindergärtnerin habe… so ist das nämlich gelegentlich.

Innovativ empfinde ich jede Frau, die aus dem Schatten der Standesdünkel heraustritt und ihren Weg geht.

WAGNER-GREINER: Innovativ empfinde ich jede Frau, die aus dem Schatten der Standesdünkel heraustritt und ihren Weg geht. Der Weg kann unterschiedlich sein – kreativ, innovativ, mutig – aber sie soll ihn gehen! Ich kann Menschen nicht verstehen, die auf einmal feststellen, dass sie alles hinhauen und auf Selbstfindung gehen. Die werden sich nie selbst finden!

Wie hat sich Ihr persönliches Verhältnis zum Thema Wasser mit Triple A verändert? WAGNER-GREINER: Prinzipiell sehe ich Triple A ja nicht nur als „Wasserfirma“, sondern vor allem als Dienstleister und genau das ist auch unser Wasserspender. Er macht Wassertrinken einfach „sexier“, weil das was er kann, kann sonst keiner. Diese Dienstbarkeit der ständigen Verfügbarkeit, immer kalt, immer heiß – und überall wo Strom ist. Verändert hat sich mein Zugang zum Thema trinken – überall und gekühlt – sonst macht es mich nicht glücklich. Mein Ernährungsberater hat mir vor ein paar Wochen erklärt, ich trinke zu viel – nämlich 4 Liter. Na, wem passiert das noch, der keinen Cooler hat?

Achten Sie bei Ihrer Familie jetzt auch mehr auf ausreichende Wasserzufuhr? WAGNER-GREINER: Der Wasserspender animiert – und meine Kinder sind von Stunde null an damit aufgewachsen, da wird es zur Selbstverständlichkeit. Unser Trinkverhalten wird in den ersten Lebensjahren geprägt und daher ist es bei uns selbstverständlich, dass wir Wasser trinken. Und ja natürlich gibt es einen Wasserspender bei uns zu Hause. Aber wir haben auch andere Getränke im Kühlschrank – die Mischung macht’s interessant und der natürliche Umgang damit.

Sie sind Chefin bei Triple A und Mutter von 2 Kindern und Ehefrau. Viele vergleichen ein Unternehmen mit einer Familie. Sie auch? WAGNER-GREINER: Absolut – das fängt ja schon bei meiner Rolle hier als Chefin an: Ich bin die Mutter. Und ja, ein Unternehmen definiert sich ähnlich wie eine Famile. Es sind auch Werte, die gelebt werden. Aufgaben die verteilt werden. Zusammenhalt, Nähe, aber auch Reibung und Probleme – Sie finden es

15

WAGNER-GREINER: Ja, es ist Doppelbelastung und ja, es ist Spagat. Aber dank einer Größe von 180 cm kann ich mehr Spagat bieten als kleine Menschen … Im Ernst – es ist viel, nicht immer aber phasenweise, und oft bin ich am Limit, aber oft eben auch nicht. Ich möchte nicht nur das eine haben, es würde mir das andere fehlen. Kinder und Familie sind erfüllend, aber auch ein Unternehmen zu führen ist erfüllend. Beides zusammen ist optimal. Ich könnte es nicht, hätte ich nicht das richtige soziale Umfeld. Ich habe Familie, die jederzeit bereit steht wenn ich Unterstützung brauche, aber ich habe auch ein Gesamtteam, auf das ich mich wunderbar verlassen kann. Die auch ohne mich den Weg kennen und gehen. Zumindest über eine gewisse Zeit. Und es gehört halt sehr viel Planung und Zeitmanagement dazu. Die habe ich beruflich gelernt und die Familie ist auch daran gewöhnt. Somit ist der Spagat schaffbar!

Nehmen Sie berufliche Probleme und Konflikte mit nach Hause? Oder können Sie nach der Arbeit gut abschalten und das trennen? WAGNER-GREINER: Haben Sie Kinder? Wenn ich nachhause komme, steht Mütterdienst an: Hausaufgaben, Lernen, kleine und große Sorgen besprechen, Essen kochen … Da vergessen Sie sehr schnell, welche beruflichen Probleme Sie gerade noch vor einer Stunde hatten. Wenn es dann am Abend ruhiger wird, ist Triple A schon immer ein Teil von mir. Es ist wie mein drittes Kind.

Wie sieht die Zukunft von Triple A aus? Welche Visionen und Ziele gibt es? WAGNER-GREINER: Ich denke und hoffe, die Zukunft sieht gut aus – zumindest werden wir alles daran setzen, sie gut zu gestalten. Wir haben im Business-Segment noch immer viel zu tun, aber auch der Privathaushalt ist noch nicht wirklich bearbeitet, dort liegt sicher das größte Wachstum in Österreich noch vor uns. Der Wasserspender muss zu einem Alltagsgegenstand werden! Wir sind schon sehr weit gekommen, aber von der Zielerreichung Gott sei Dank noch weit entfernt. Auch haben wir noch viele andere Ideen und Projekte in der Lade, die auf Umsetzung warten – uns wird nicht fad.

Wenn Sie sich für Ihr Unternehmen und Ihr Team etwas von einer Fee wünschen dürften? WAGNER-GREINER: Jeder Österreicherin und jedem Österreicher ihren/seinen Wasserspender!

Oktober 2012


Rubrika

Tea

17 17

loblied auf den Grünen Tee

Je nach Aroma oder Kraut entfaltet dieses Getränk einen Geruch, der direkt vom Zentralnervensystem aufgenommen und an das Unterbewusstsein weitergeleitet wird. Das Gehirn bekommt davon gar nichts mit.

Teatime is Every Time

sondern entziehen ihnen sogar diese kostbare Flüssigkeit: Kaffee, Soft-Drinks, Alkohol gehören zu diesen Wasserräubern. „Daher sollte für jedes dieser Getränke zusätzlich ein großes Glas Wasser getrunken werden“, rät die Ernährungsberaterin. „Für Tee gilt diese Regel nicht, da Tee unseren Zellen kein Wasser entzieht.“ Chronischer Wassermangel kann fatale Folgen auslösen, von frühzeitiger Hautalterung bis zu chronisch-degenerativen Stoffwechselerkrankungen und zeigt sich durch subtile Signale wie Unruhe, Müdigkeit, Durstgefühl, Mundtrockenheit und Konzentrationsschwäche. Also besser vorbeugen – und pro Tag mindestens zehn 0,2 l Gläser Wasser oder zehn Tassen Tee trinken!

Tea-Time ist also immer. Doch besonders im Herbst und im Winter, wenn’s draußen kalt und neblig ist, machen es sich viele mit dem aromatischem Getränk zuhause auf ihrem Sofa gemütlich. Dabei spielt die Sorte des Tees nicht die wichtigste Rolle, sondern sein Geruch und seine Wirkung. T E x T: M A G . D A N I E L A H E N N R I C H

Kraftvolle Inhaltsstoffe

Der Grund: Tee besitzt nicht nur eine gesundheitsfördernde, sondern auch eine krankheitshemmende Wirkung: Die Polyphenole (Gerbstoffe), eine Wirkstoffgruppe, die sowohl im schwarzen als auch im grünen Tee zu finden ist, wirken antikarzinogen, das heißt tumorhemmend. Und auch den Flavanolen (sogenannte Pflanzenöstrogene), einer Untergruppe der Polyphenolen, sind die Wissenschafter auf die Spur gekommen: Sie reduzieren das Herzinfarktrisiko, senken den Blutdruck, den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel. Ganz abgesehen von den spezifischen Wirkungen, die den einzelnen Kräutertees zugeschrieben werden. So lindern Thymian-, Eibischblätter- und Spitzwegerichtees zum Beispiel Husten und Heiserkeit, während Kümmel, Anis und Fenchel Blähungen verhindern und den Magen besänftigen. Bei Kopfschmerzen und Schnupfen hilft ein Dampfbad mit Kamillentee und bei Fieber und allgemeinen Erschöpfungszuständen vollbringen Lindenblüten- und Pfefferminztees wahre Wunder. „Jedes Kraut hat eine medizinische Wirkung“, sagt die Ernährungberaterin der chinesischen Ernährungslehre (TCM), Nicole Fara, aus Wien. „Deshalb sollte man Kräutertees häufig wechseln und nicht in großen Mengen trinken.“

Heißer Tee ganz cool

Hier die Vorteile auf einen Blick

In der Fünf Elemente Küche, der TCM, werden Nahrungsmittel und Getränke auch gemäß ihrer thermischen Wirkung unterteilt: kühlend, erfrischend, neutral, wärmend und heiß. Erfrischend wirkt zum Beispiel Pfefferminzetee, grüner Tee kühlt den Organismus. Daher werden die Tees in ihren Ursprungsländern oft getrunken, um die dort vorherrschende Hitze besser zu verkraften. Wer Tee gegen die Kälte trinkt und sowieso leicht friert, sollte lieber wärmende Teesorten trinken. Wie zum Beispiel Fenchel-, Kümmeltee oder gar Yogi-Tee, der extrem erhitzt.

Durstlöscher? Tee oder wasser!

Als Durstlöscher eignet sich reines Wasser besser. Denn Wasser ist in seiner Wirkung neutral. Energiereicher wird es durch ein einfaches Abkochen, danach auskühlen lassen. „Trinken Sie Ihrer Körpergröße und ihrem Gewicht entsprechend, aber mindestens zwei Liter warmes Wasser täglich“, zitiert Nicole Fara die Empfehlungen der TCM und der Ayurvedalehre. „Wichtig ist, auch ohne Durst zu trinken.“ Durst spürt man nicht immer. Zahlreiche Getränke sind zwar flüssig, versorgen aber die Körperzellen nicht mit Wasser,

• Wasser transportiert Nährstoffe, Hormone, Enzyme, Vitami-

FOTOS: SHUTTERSTOCK

16

ne etc. • Wasser ist für den Abtransport von Abfallstoffen und Giftstoffen notwendig. • Wenn Sie kaltes Wasser trinken, verbraucht der Körper Energie, um das Wasser auf Körpertemperatur zu erwärmen. Nur warmes Wasser spendet Energie! • Morgens ein Glas warmes Wasser zu trinken, regt die Verdauung an und hilft gegen Verstopfung. Flüssigkeitsmangel ist eine der Hauptursachen für Verstopfung. Warmes Wasser regt die Darmtätigkeit an. • Im Ayurveda wird empfohlen, über den Tag verteilt 8 Tassen warmes Wasser zu trinken. Wenn Sie warmes Wasser trinken, wird Ihr Körper energetisiert und auch Ihre Stimmungslage positiv beeinflusst werden. Warmes Wasser zu trinken, soll auch ein Gefühl von Zufriedenheit hervorrufen. • Durch Trinken von warmem Wasser werden Giftstoffe ausgeschwemmt. Ihr Körper wird von innen gereinigt und wirkt verjüngt. Durch die Auffüllung der Zellen mit Flüssigkeit wird auch Ihre Haut glatter und straffer.

Die Menge der Inhaltsstoffe des Grünen Tees ist abhängig von der jeweiligen Qualität, also den Komponenten Anbau, Pflanzensorte, Bearbeitung und Klima. Der Gehalt von Gerbstoffen und Koffein zum Beispiel in den Blättern der Pflanze variiert - jüngere und kleinere Blätter enthalten mehr Koffein als ältere, größere Blätter oder Blattstengel. Mittlerweile gibt es auch Grünen Tee auch als Instant Pulver, einfach mit heißem Wasser auffüllen (z. B. von Master Lin). Hier die wichtigsten Inhaltsstoffe: Vitamine: A, B, B 2, B 12 und C. Mineralstoffe und Spurenelemente: Fluorid, Kalzium, Natrium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Eisen, Nickel. andere Wirkstoffe: Polyphenole, insbesondere Catechine und Koffein

Anti-Krebs-wirkung

Den Polyphenolen wird eine Anti-Krebswirkung nachgesagt, da sie als Radikalfänger (heute ist auch oft die Rede von Antioxydantien) unterwegs sind. Das heißt: Sie verhindern Sauerstoffreaktionen, die zur krebsbildenden Entartung von Zellen führen. Wissenschaftliche Studien des Krebsforschungsinstitut in Komuro, Japan, haben ergeben, dass ein paar Tassen Tee täglich das Risiko an Lungen-, Leber- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken beträchtlich senken. Und auch vor Tumoren kann das aromatische Zauberelexier schützen.

Verminderung des Herzinfarktrisikos

Jede Teeart hat ihren eigenen starken Radikalfänger. Grüner Tee enthält Epigallokatechnin (EGCG); schwarzer Tee überwiegend Flavonoide, speziell den Stoff namens Quercetin. Untersuchungen aus den Niederlanden bewiesen kürzlich, dass gerade diese Stoffe das Herzinfarktrisiko mindern, da sie dem Entstehen von Thrombosen entgegenwirken.

Neutralisiert Blutwerte

Unsere Ernährung führt häufig zu erhöhten Werten der Blutneutralfette (Triglyceride) und des Cholesterins. Dies führt zu arteriosklerotischen Erkrankungen. Der Grüntee enthält ein Enzym, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck im Körper positiv beeinflusst und zum größten Teil verhindert. Es unterstützt die Umwandlung von Cholesterol und beugt somit Arteriosklerose vor.

Ein Schönheitselexier

Als echter Jungbrunnen vollbringt Tannin, ebenfalls ein Inhaltsstoff des Grünen Tees, wahre Wunder. Dieser Gerbstoff unterbricht die Superoxydbildung in unserem Körper, wodurch der Alterungsprozess verlangsamt wird. 20 Mal effektiver, schlägt es selbst das Vitamin E. Und auch für die Zähne leistet Tannin Unglaubliches. Japanische Wissenschafter haben festgestellt, dass nur eine Tasse Grüner Tee pro Tag, Kariesschäden um die Hälfte reduziert. Der Gerbstoff tötet die milchsäurebildenden Bakterien ab, die den Zahnschmelz entkalken und anfällig machen. Auch der hohe Fluorid-Gehalt des Tees unterstützt diese AntiKaries-Wirkung und schützt ebenfalls das Zahnfleisch vor Erkrankungen.

Als Schlankheitsmittel

Wer täglich einen Liter Grünen Tee zu sich nimmt, hemmt auf Dauer seine Gewichtsprobleme. Die Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Abtransport von Schlacken und Giftstoffen, der hohe Vitamingehalt mobilisiert den Fettabbau. Oktober 2012


Wasser-Weisheiten

1

Trinken stärkt die leistungsfähigkeit. Bei hohen Temperaturen oder wenn man Sport treibt, sollte man entsprechend mehr trinken. Verliert man nur zwei bis vier Prozent an Flüssigkeit, verringert sich die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit um bis zu 20 Prozent. Wasser oder ein verdünnter Saft sind im Normalfall ausreichend. Schließlich erbrachten Sportler auch vor der Erfindung isotonischer Fitnessdrinks schon Topleistungen.

2

wasserverlust. Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel hat berechnet, dass ein gesunder Erwachsener in gemäßigten Klimazonen, bei normaler körperlicher Betätigung pro Tag etwa 2,5 Liter Flüssigkeit abgibt. Diese Verluste setzen sich zusammen aus 0,7 Liter Verdunstung und Atmung, 0,1 Liter Stuhl, 1,5 Liter Urin und etwa 0,2 Liter Schweiß.

3

.Gemüse ist Top-lieferant.

Dabei können Gurken (96%), Tomaten (94%) und Kohlrabi (94%) die höchsten Werte verbuchen. Auch Obst ist als Wasserspender nicht zu verachten: Wassermelonen (95%), Äpfel (85%), Bananen (74%). Auch manche Fleisch-, Wurst- und Käsesorten verfügen über beträchtliche Wasseranteile: Rinderfilet (73%), Salami (40%), Feta (59%), Camembert (50%).

15 Fakten

5

.Verdünnen! Das

ideale Verhältnis eines gespritzten Getränks sollte aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser bestehen, da sich der Durst so am besten löschen lässt und zusätzlich dem Körper Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden können.

6

.Morgenritual. Ein Mittel

aus der ayurvedischen und chinesischen Medizin, das den Körper (vor allem in der Früh) in Schwung bringen und den Stoffwechsel anregen soll ist ein Glas lauwarmes bis heißes Wasser – quasi als Lösungsmittel und Verdauungsanregung für den Abtransport von Ausscheidungs- und Giftstoffen. Trinken wir kaltes Wasser, muss unser Körper erst Energie aufbringen um für die Erwärmung zu sorgen. Chemische Reaktionen laufen im Magen bei nur 1 Grad Temperaturerhöhung ca. 30 Prozent schneller ab. Umgekehrt bremst das Trinken von kalten Getränken (schon 20 Grad ist für den Magen kalt) die Produktion der Verdauungssäfte um 20 Prozent!

sollte man besser mehr trinken. Ewige Jugend? Es ist leider ein Mythos, dass viel Wasser unsere Haut vor dem Älter werden schützt. Einen rosigen und frischen Teint kann es aber allemal schenken, da die Zellen gut mit Wasser gefüllt werden. Wandert das Wasser bei zu geringer Wasseraufnahme aus den Zellen ins Blut wirkt die Haut trocken und schuppig.

8 9

Feste Muskeln durch wasser. Ein straffer Körper ist ohne Bewegung und die richtige Ernährung natürlich nicht möglich. Mit dem Trinken von reichlich Wasser unterstützt man allerdings den Muskelaufbau. Für 1 Kilo Muskelmasse braucht der Körper circa 4 Kilo Wasser.

10

Belebtes wasser. Ein durch spezielle Verfahren „belebtes Wasser“ soll noch hochwertiger gemacht werden. Ob durch Grander-Technologie, ein Spiralrohr für „den richtigen Dreh“ oder durch Vorsingen, um dem Wasser eine schöne Erinnerung und dadurch eine bessere positive Wirkung zu verschaffen ... Wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte bisher noch keine dieser Methoden, aber der Glaube an die Heilmethode ist ja nicht zu unterschätzender Teil der Wirkung …

Alternativ: Fenster öffnen und tief einatmen!

12

Mit wasser ist gut Kirschen essen. Als Kind wurde man davor gewarnt. Zu Recht, befanden sich doch auf den Schalen von Kirschen wie auch im damaligen Trinkwasser oft Hefepilze, die, in zu großer Kirsch-Menge eingenommen, starke Magenkrämpfe hervorrufen konnten. Durch unser heutiges qualitativ hochwertiges Wasser mittlerweile nur noch eine historisch bedingte Warnung.

13

Zu den Mahlzeiten. Ja, es darf getrunken werden! Besser aber nicht in zu großen Mengen, da sich sonst die Magensäure verdünnt und das Essen langsamer verdaut wird. Nichts desto trotz macht Trinken während der Mahlzeiten Sinn: Man isst dadurch weniger.

14

Aus dem Auge aus dem Sinn. Was man nicht sieht vergisst man schnell, darum sollte man sich immer Wasser – am besten gleich einen ganzen Krug – im eigenen Sichtbereich bereitstellen.

Ewige Jugend?

Es ist leider ein Mythos, dass viel Wasser unsere Haut vor dem Älter werden schützt. Einen rosigen und frischen Teint kann es aber allemal schenken, da die Zellen gut mit Wasser gefüllt werden.

& Tipps rund ums Wasser Wie viel Wasser braucht der Körper nun wirklich? Was tut es für meine Muskeln? Ist mit Wasser auch gut Kirschen essen? Und was ist eigentlich „belebtes Wasser“? Vieles haben wir über Wasser schon gehört, aber was ist Wahrheit und was nur ein gut erfundenes Märchen …?

4 FOTOS: SHUTTERSTOCK

T E x T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R

klares Wasser. Die Geschmacksknospen werden sich wieder neu orientieren und wenn Limonade, Saft und Co. auf einmal zu süß schmecken, zeigt das, dass die Geschmacksnerven auf der Zunge wieder richtig funktionieren.

19

wasser trinken kann man lernen! Unsere Geschmacksknospen haben durch süße und bittere Getränke bereits eine hohe Schmerzgrenze was das Aroma betrifft. Um den feinen Geschmack von Wasser wieder wahrnehmen und schätzen zu können, sollte man am besten durch Verdünnen zum „Ursprung“ zurück: kaltes,

7

Farbenspiel. An der Färbung des Urins lässt sich erkennen, ob man genug Flüssigkeit zu sich genommen hat: Eine klare, hellgelbe Färbung ist das Optimum. Ganz heller bis fast durchsichtiger Urin bedeutet, dass schon zu viel Wasser getrunken wurde. Bei einer dunklen Färbung des Urins

11

Sauerstoffangereichertes Mineralwasser. Nicht nur, dass ein wissenschaftlicher Beleg des Mehrwerts dieses Wassers bisher ausgeblieben ist, hinzu kommt auch noch, dass der Sauerstoffgehalt dieses Wassers nur so viel ausmacht wie in zwei Atemzügen aufgenommen wird.

15

Regelmäßiges Trinken. Da unser Darm nur ca. 0,2 Liter Flüssigkeit pro Viertelstunde auf nehmen kann, erscheint es mehr sinnvoll, viele kleine Mengen über den Tag verteilt zu trinken. Nimmt man allerdings zu schnell zu viel Flüssigkeit auf, wird der Großteil über die Nieren wieder ausgeschieden, ist somit für unsren Körper gar nicht nutzbar.

Oktober 2012


20

Interview

KARIN KLIPPL

Ich bin jeden Tag dankbar! Karin Klippl ist Österreichs schönster Glücksbringer und unsere Botschafterin für einen gesunden, bewussten Lebensstil. T E x T: M A G . N I N A A R T N E R / F O T O S : D E A D E L F I N

D

ie sympathische, strahlende und bezaubernde Lottofee ist außerdem erfolgreiche Kinderbuchautorin, Moderatorin und Ernährungsexpertin. Und seit kurzem zum dritten Mal Mutter. Klein Noah ist jetzt stolze sieben Monate alt und hat uns alle beim Shooting verzaubert. Karin Klippl über das Mamaglück und über die Kunst, bewusst zu leben.

Was fällt Dir zum Thema Wasser als erstes spontan ein? KARIN KLIPPL: Lieblingsgetränk!!!

Was bedeutet gesunde Ernährung für Dich konkret? KARIN KLIPPL: Meinem Körper nur das Beste geben und am Essen nicht sparen: Immer biologisch, immer frisch, viel Wasser trinken, ab und zu sündigen (Lieblingsschokolade ist von Zotter). Zusätzlich kombiniere ich hochwertige Nahrungsergänzung und Gesundheitsprodukte von Ringana, die ich auch seit vier Jahren vertreibe (www.awsp.at). Wichtig ist vor allem, in Ruhe und mit Genuss zu essen. Das sollte man auch Kindern vorleben und mit Ihnen gemeinsam bewusst geniessen!

Dein kleiner Sohn Noah ist jetzt sieben Monate alt. Wie wichtig ist für Dich seine Ernährung und die Hygiene im Zusammenhang damit? KARIN KLIPPL: Sehr wichtig! Ich habe ihn fünf Monate voll gestillt und danach eine Bio Folgemilch zugefüttert. Nun bekommt er schon frische Gemüse- und Obstbreie. Hygiene ist wichtig: Schnuller und Flaschen werden regelmäßig sterilisiert.

Wie bereitest Du seine Milchnahrung zu? KARIN KLIPPL: Ich bereite sie frisch zu mit abgekochtem Wasser! Habe ich auch immer mit, wenn ich unterwegs bin! Zuhause hilft mir mein Wasserspender mit fertigem, heißen Wasser.

Wie ist es mit Deinem eigenen Trinkverhalten bestellt? KARIN KLIPPL: Sehr gut! Ich trinke mindestens 2,5 Liter stilles Wasser am Tag, allein beim Sport einen halben bis ganzen Liter.

Und Deine Lieben? Insgesamt seid Ihr ja fünf zuhause. Trinken die alle brav oder musst Du hinterher sein? KARIN KLIPPL: Zuhause trinken alle brav. In der Schule werden die Kinder leider nicht erinnert und sind dann sehr durstig, wenn sie nach Hause kommen.

Du bist ausgebildete Kindergärtnerin. Achtest Du daher besonders auf gesunde Ernährung und ausreichendes Trinken bei Deinen Kindern? KARIN KLIPPL: Ich bin Kindergärtnerin, Horterzieherin und Lehrerin, habe drei Jahre unterrichtet – aber deshalb achte ich nicht vermehrt darauf, sondern weil ich schon früh gemerkt habe, dass eine gute Ernährung maßgeblich den Gesundheitszustand beeinflusst und wie viel mehr Energie ich habe! Es ist zum Glück Gewohnheit bei meinen Kindern geworden – sie ziehen Wasser irgendwelchen Säften vor.

Hast Du einen Tipp, wie man das regelmäßige Trinken in den Alltag integrieren kann? KARIN KLIPPL: Immer eine Wasserflasche bei sich haben, egal wo man ist. Ich habe überall Wasser – in der Tasche, im Auto, auf dem Schreibtisch, …


22

Rubrika

Interview

Karin Klippl wurde 1975 in Wien geboren. Sie ist u. a. ausgebildete Kindergärtnerin, Visagistin und Moderatorin. Für den ORF moderiert sie aktuell live die Lotto-Zahlen. Seit April 2011 ist sie mit dem ehemaligen ProfiTennisspieler Wolfgang Schranz verheiratet. Zwei Kinder brachte sie mit in die Ehe, Noah komplettierte die Familie im März 2012. Was bedeutet Umweltbewusstsein für Dich konkret? KARIN KLIPPL: So oft wie möglich in die Natur gehen, auf Nachhaltigkeit der Produkte, die man konsumiert, achten, saisonale und regionale Produkte kaufen, Müll vermeiden, wieder verwenden, recyceln was geht. Keine Chemie in der Kosmetik und bei Waschmitteln!

Ist Wasser sparen im Alltag bei Euch ein Thema? KARIN KLIPPL: Ja, wir duschen alle lieber als dass wir ein Vollbad nehmen, und unsere Toilette hat eine Stop-Taste für die Spülung.

Ziehst Du im Urlaub einen See vor oder bist Du lieber am Meer? KARIN KLIPPL: Am liebsten bin ich am Meer! Ich schwimme auch nur im Meer und mag Pools mit ihren Chlorzusätzen und Ähnlichem gar nicht.

toziehungen 6 aus 45 am Mittwoch und Sonntag live in ORF 2.

Wie schaffst Du es, Kinder, Mann, und Deine beruflichen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen? KARIN KLIPPL: Ich mach es einfach gerne! Und ich mache Gott sei Dank all meine Jobs gerne! Das ist wirklich ein Segen.

Du hast schon so kurz nach der letzten Geburt wieder so eine tolle Figur und bist überhaupt, trotz drei Kindern, schlank und sportlich. KARIN KLIPPL: Ich habe nicht sehr viel zugenommen während der Schwangerschaft und habe acht Wochen nach der Geburt wieder zu trainieren begonnen – Pilates mit einer Personal Trainerin. Ich trinke sehr viel Wasser und versorge meine Zellen mit hochwertiger biologischer Nahrungsergänzung aus der Steiermark. Da bin ich konsequent!

Wie viel Zeit investierst Du in Dein Aussehen? KARIN KLIPPL: Ich mache zwei bis drei Mal pro Woche Sport, in der Früh brauche ich ca. 20 Minuten im Bad – ganz ungeschminkt gehe ich nicht gerne raus. Außerdem ernähre ich mich natürlich gesund, und bald schlafe ich auch wieder genug. Und ich bin glücklich und jeden Tag dankbar!

wasser ist für mich …

der beste Durstlöscher überhaupt und ein Lebenselixier.

Trinken tue ich … am liebsten Wasser.

wasser trinke ich am liebsten … im Sommer kalt, im Winter heiß. In meinem Kühlschrank ist immer … Wasser, Obst, Gemüse,

Eier und mein Nagellack, damit er länger hält.

Gab es denn mit Noah schon einen richtigen Familienurlaub?

Am liebsten esse ich …

KARIN KLIPPL: Ja! Wir waren schon eine Woche gemeinsam in Hamburg, auf Mallorca und in Bad Ischl auf einer Almhütte.

Die Umwelt schone ich …

Welche beruflichen Projekte gibt es zur Zeit? KARIN KLIPPL: Ich expandiere mit Ringana, halte auch viele Vorträge und mache Präsentationen für Interessenten, neue Kunden und Vertriebspartner (bin schon seit 4 Jahren selbständige Vertriebspartnerin). Ich organisiere die Kinder- und Jugendtrainings und Feriencamps in der Akademie Wolfgang Schranz Pur (mein lieber Ehemann). Und ich mache nach wie vor die Lot-

23

frische Lebensmittel.

indem ich für Ringana arbeite. Sie haben den Preis für Nachhaltigkeit gewonnen („Trigos Award“) und sind konsequent in ihrem Engagement, die Umwelt zu schützen. Heuer sind sie als Leitbetrieb Österreichs ausgezeichnet worden.

Bewusst leben bedeutet für mich … jeden Tag genießen, mei-

ner Familie jeden Tag zeigen, wie lieb ich sie habe, viel in die Natur gehen und alle Dinge, die uns die Natur geschenkt hat, zu nutzen!

Oktober 2012


24

Reportage

Reportage

25

S

tille Wasser sind ja bekanntlich tief, und eben genau dort, tief in den Seckauer Alpen, einem Gebirge der Niederen Tauern, entspringt das angenehm milde Quellwasser, das Aqua Alpina. Zu Beginn seiner Reise wird es aus zwei verschiedenen Brunnen über eine DN 80 Leitung – einem Rohr mit einem Innendurchmesser von 75 Millimeter – herausgeleitet. Die Quellen selbst sprudeln unter Eigendruck aus einer Tiefe von 300 Metern heraus. Wenn es zu Tage tritt muss es aber erst einmal einen intensiven Reinigungsprozess über sich ergehen lassen. Durch modernste Filtrierungssysteme, Sedimentsund UV-Filter, wird das Aqua Alpina in seiner Rohversion von allen Zusätzen befreit, bevor es in einer der modernsten Abfüllanlagen Europas im steirischen Thalheim seinen Weg in eine von unzähligen großen und kleinen Flaschen finden kann. Die dadurch erzielte ursprüngliche Reinheit macht sich dabei nicht nur durch sein unvergleichliches Aroma bemerkbar, sondern verhilft darüber hinaus auch zu einem hohen Qualitätsfaktor.

Der Weg unseres Wassers Eine angenehme Stille und morgendliche Nebelschwaden ziehen über das Tal. Eingebettet in mitten von weitläufigen Wäldern und saftigen Almen liegt das noch schlafende Thalheim in naturbelassener, geschützter österreichischer Landschaft. Der Ort im Herzen der Steiermark ist Ausgangspunkt für eine Reise, die bald, mit dem Motorengeräusch des Lastwagens, wie jeden Tag aufs Neue, beginnen soll: Die Reise des Aqua Alpina Wassers. Von der Quelle bis zu uns ins Büro oder nachhause. T E X T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R / F O T O S : D E A D E L F I N , T R I P L E A

Glasklare Qualität

Das Aqua Alpina Wasser ist dabei ständigen internen und externen Kontrollen unterworfen. Laufend werden durch zwei staatlich akkreditierte, unabhängige Prüflabors Qualitäts-Kontrollen durchgeführt. Der Abfüllbetrieb ist außerdem nach HACCP-Richtlinien zertifiziert. Dieser Begriff bedeutet übersetzt soviel wie „Risikoanalyse und kritischer Kontrollpunkt“ und stellt eine EU-weite, verpflichtende Richtlinie zur Lebensmittelhygiene dar.

Das neue Zuhause

Aber nochmal zurück zu den Flaschen. Bevor das flüssige Gold es sich in seiner zukünftigen äußeren Hülle gemütlich machen kann, muss sich auch das „neue Zuhause“ einem gründlichen Putz unter-

ziehen. Die 19-Liter-Flaschen aus Tritan™ – einem innovativen Stoff, der gänzlich ohne Bisphenol A (BPA) auskommt, perfekte Stabilität und strahlenden Glanz ohne Weichmacher (!) bietet – gelangen über ein Förderband zum sogenannten Decapper, quasi einem Verschlussentferner, der das Behältnis seiner alten Kappe entledigen soll. Oben ohne geht es dann weiter zum Leak-Tester, der, wie der englische Name schon verrät, die Flasche auf seine Dichtheit prüft. Dabei werden defekte Exemplare automatisch ausgeschieden, wodurch ein lückenloses und perfektes Reinigungssystem garantiert wird. „Pro Liter eine Reinigungsstation“, so könnte die richtige Rezeptur für ein sauberes Verhältnis mit einem Behältnis lauten, müssen die großen Bauchigen doch eben diese 19 Stationen zur Reinigung und Desinfizierung durch-

Oktober 2012


26

Reportage

Reportage

27

„In 24 Stunden von der Quelle zum Kunden.“

„Wir lassen niemanden auf dem Trockenen sitzen!“

Die geografische Toplage des Produktionsbetriebes im grünen Herzen des Landes ermöglicht einen besonders umweltfreundlichen weil effektiven Transport – durch stark verkürzte Distributionswege. laufen bevor sie nun endlich auf ihre bessere, glasklare Hälfte – das Aqua Alpina Wasser – treffen dürfen. Übrigens: die Wasserflaschen werden bis zu 80 Mal wieder neu befüllt. Damit entspricht eine einzige 19-Liter Flasche zirka 1000 handelsüblichen PETEinwegflaschen!

Nächste Station: Füller

Ein riesiger Puffertank, der Platz für 1587 der Aqua Alpina Big Packs bietet, kommt nach nochmaliger Filterung nun endlich zum Einsatz. „Wasser marsch“ also! Lustig sprudelt dabei das Wasser Liter für Liter in den Tank und somit direkt weiter in eine der farbenfrohen Titan-Pullen. Mit neuer Verschlusskappe versehen gelangen die Flaschen dann über ein Förderband zum Palletiser, bei uns besser bekannt unter dem Namen Palettiermaschine. Dieser hebt die vollen Flaschen hydraulisch in die Racks, die für einen leichteren Transport sorgen sollen.

Auf ins weite Land

Die Stunden in der Thalheimer Produktionsstätte sind nun für das frisch abgefüllte Wasser gezählt. Mit dem Haus-und-Hof-LKW geht es nämlich alsbald vom

Abfüllbetrieb in der Steiermark auf direktem Wege zu den sechs Niederlassungen in Wien, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und der Steiermark. Vorbei an Wiesen und Feldern, Waldbächen und Seen darf sich das kristallklare Wasser mit der Natürlichkeit unseres Landes noch einmal vergleichen bevor es unter höchsten Hygienebestimmungen weiter verladen und von Mike Matzner, Christopher Fuchs, Patrick Jaworek oder Mario Bramberger – vier der 60 (wasser)freundlichen Fahrern – dem durstigen Kunden direkt zugestellt wird. Österreichweit – versteht sich!

Mike Matzner, 30. Bei Triple A seit 2004

„Wasser gibt Energie für den ganzen Tag - glasklar, oder?!“

Christopher Fuchs, 35. Bei Triple A seit 2008

„2 liters a day keep the doctor away“

Keine Zeit für Heimweh

Die geografische Toplage des Produktionsbetriebes im grünen Herzen unseres Landes ermöglicht dabei einen besonders umweltfreundlichen weil effektiven Transport, durch stark verkürzte Distributionswege. Von der Abfüllung des Wassers bis zur Anlieferung beim Kunden vergehen dabei maximal 24 Stunden. Somit ist frisches, österreichisches Quellwasser für unsere trockenen Kehlen garantiert!

Mario Bramberger, 29. Bei Triple A seit 2006

Patrick Jaworek, 29. Bei Triple A seit 2008

Oktober 2012


Rubrika

F O T O S : S H U T T E R S T O C K , S T E I E R M A R K T O U R I S M U S / H A N S W I E S E N H O F E R / L U N G H A M M E R / H A R R Y S C H I F F E R / B I G S H O T. A T / G E R Y W O L F / I K A R U S . C C , / R E I N H A R D L A M M , Ö S T E R R E I C H WERBUNG / LAMM / WIESENHOFER

28

Österreich

29

T E X T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R

Sagenhaftes Thalheim Die Geburtsstätte des milden Aqua Alpina Wassers liegt in der steirischen Marktgemeinde Thalheim, eingebettet in die malerischen Seckauer Alpen und umgeben von unberührter Natur. Sieht man etwas genauer hin, wird man neben einer einzigartigen Umgebung mit reicher Flora & Fauna, Tradition & Kultur, Möglichkeiten im Bereich Sport & Freizeit auch so manch sagenhafte historische Entdeckung machen. Folgen Sie uns! .

U

nweit des Pölshalses – einem wichtigen Sattel zwischen dem Mur- und dem Pölstal – ließ Freiherr von Teuffenbach 1552 zwölf dort vorhandene Mineralquellen fassen. Seine neue Residenz erbaute er über der Sauerbrunnquelle, welche dem Prunkhaus auch seinen ursprünglichen Namen verlieh: Schloss Sauerbrunn. Heute ist es auch unter dem Namen Schloss Thalheim bekannt. Die reichen Wasservorkommnisse waren aber nicht nur beim Freiherrn beliebt und bekannt. Historischen Aufzeichnungen zufolge sollen bereits die Römer von diesen Quellen gewusst haben. Später, zur Zeit der Kreuzzüge, wurden sie vor allem von den Rittern, die gen Süden zogen, aufgesucht, vielleicht auch, weil man dem dort entspringenden Wasser besondere Heilkräfte zuschrieb.

Schatz der Erde

Einer alten Sage nach verbarg sich in den Gemäuern des Schlosses Sauerbrunn ein geheimer Schatz. Die Leute sprachen viel darüber, und so kam es, dass auch eine arme Mutter sich auf den Weg zum Schloss machte um nach dem Schatz zu suchen. Dort angelangt fand sie sich in einem geheimen Gang wieder, an dessen Ende sich eine breite, offenstehende Türe befand, durch die man in einen riesigen prunkvollen Saal blicken konnte. In diesem standen unzählige

Fässer, aber vor der Türe glitzerte und glänzte es auf dem ganzen Boden: Gold, Silber und Edelsteine. Sie setzte ihren Sohn auf eines der Fässer und begann, die Geschmeide einzusammeln. Erst als sie damit fertig war drehte sie sich wieder nach ihrem Kind um, aber die Tür zu dem Saal war verschwunden, und mit ihr das Kind. Was half ihr der ganze Reichtum, da sie nun das Einzige was ihr lieb und teuer war verloren hatte. Im darauffolgenden Jahr besuchte die Mutter auf der Suche nach ihrem Kind wieder das Schloss. Sie fand den langen Gang, die geöffnete Türe, aber dieses Mal ließ sie sich nicht blenden, trat in den Saal, und da saß ihr Kind auf einem der Fässer, so wie sie es vor einem Jahr verlassen hatte. Schnell drückte sie den Sohn an ihr Herz und kehrte dem Schatz den Rücken zu, ohne sich daran zu bedienen.

Wertvolles Wasser

Aber nicht nur der Sage nach verbirgt sich in dieser Region ein weitaus wertvollerer Schatz als Gold und Silber, auch Paracelsus soll die aus Glimmerschiefer und kristallinem Kalk entspringenden Quellen über alle Maßen begehrt und gelobt haben. Sie gelten als die „ältesten Gesundbrunnen“ der Steiermark. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Gegend vor Wasser geradezu strotzt, liegt Thalheim doch in der steirischen Region des Murtals, die dem gleichnamigen Fluss seinen Namen verdankt. Die Bezirkshauptstadt Judenburg und das nahe gelegene Knittelfeld sind die beiden wichtigsten Städte in der Umgebung, die mit einem umfangreichen Kulturund Freizeitangebot locken. Zwischen diesen beiden

Oktober 2012


30

Österreich

Rubrika

Stadtgemeinden liegen außerdem die für ihre Formel 1-Rennstrecke bekannten Orte Spielberg und Zeltweg. 1964 war Zeltweg erstmals Gastgeber des ersten Großen Preises von Österreich. Das Rennen fand damals noch auf dem Gelände des Militärflugplatzes statt. Ab 1969 wurde im nur zwei Kilometer entfernten Spielberg der Österreichring eröffnet. Bis 2003 wurde fortan der Österreich-Grand-Prix der Formel 1 dort abgehalten. Seither findet sich Österreich als Austragungsort in keinem Formel 1-Rennkalender wieder, und die Rennstrecke wurde an den österreichischen Unternehmer und Milliardär Dietrich „Didi“ Mateschitz verkauft und trägt nun den Namen „Red Bull Ring“.

Rauf auf die Berg‘

Nicht nur Motorsportfans ist die Gegend rund um Thalheim ein Begriff. Die traumhafte Lage in den Niederen Tauern präsentiert sich als Paradies für Wintersportler, Bergsteiger, Wanderer und Naturliebhaber. Die Urlaubsregion Oberwoelz-Lachtal ist für Erholungssuchende und Freunde des aktiven Urlaubs, Sommer wie Winter, eine Reise wert. Auf 1.600 bis 2.222 Meter Seehöhe findet sich eines der größten und schneesichersten Skigebiete der Steiermark.

31

Das Zirbenland

„Aus hohen Wäldern, nicht weit von hier, stammt jene Frucht, viel steckt in ihr. Der Zirben Herz verborg’ner Schatz, findet in deiner Flasche Platz. Halt’s in Ehren und zeige Mut. Es gibt dir Stärke, das Zirbenbluat.“ Dieses Mal fällt der verborgene Schatz also etwas hochprozentiger aber mindestens genauso klar und genussvoll aus. Der Zirbenschnaps wird nach traditionellem Rezept aus den Früchten der Zirbelkiefer, den Zirbenzapfen hergestellt. Diese wachsen auf den bis zu 25 Meter hohen und bis zu 1000 Jahre alten Bäumen, und ihr besonderes Merkmal ist die dunkelbraun-rötliche Färbung im Inneren der „Zirbennuss“. Der Zirbengeist wird neben dem Genussmittel traditionellerweise auch als Heiltrank verwendet. Das Brauchtum im Zirbenland hat auch in der heutigen Zeit noch seinen Platz und ist urtümlich, ehrlich, herzlich und voller Respekt gegenüber den Menschen und der Natur.

Herzhaft-würziges Murtal

In der Gegend rund um das malerische Thalheim lässt es sich aber nicht nur trinken, sondern auch besonders gut speisen. Regionale Traditionen werden hier mit g’schmackiger Hausmannskost gepflegt, welche zu jeder Jahreszeit ihre Gaumenschmeichler hat. Vor allem in den langen Wintermonaten kann man es sich mit regionalen Schmankerln von klassischen Produkten wie Kernöl, Kren oder Karpfen bis zu speziellen Wintergerichten gut gehen lassen. Das Geheimnis liegt dabei in der Verwendung der besten heimischen Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung und einer kreativen, regionalen Küche ohne unnötige Übertreibungen. Wer „Exotik“ sucht kann auch diese hier finden, denn wer kennt bei uns schon regionale Spezialitäten wie zum Beispiel den schnittfesten Murtaler Steirerkäs? Er wird aus gereiftem Magertopfen hergestellt, der mit Salz und Milch versetzt und mit Kümmel und Pfeffer gewürzt wird. Seinen charakteristischen Geschmack erhält dieser Käse aber in erster Linie durch die besonders hochwertige und geschmackvolle Milch – die in direkter Verbindung zur lokalen Vielfalt alpiner Pflanzen und Kräuter steht – und das traditionelle Wissen um das Handwerk der Käsekunst.

Bio-logisch

Wer Wasser in seiner flüssigen Form bevorzugt, findet in Fohnsdorf ein Thermenerlebnis für die Sinne, die „Aqualux Therme“. Stimmungsvolle Musik- und Lichtinszenierungen, individuelle Raumdüfte, in Wirkungskombination mit der sagenumwobenen Heilkraft des Wassers versprechen Entspannung für Körper, Geist und Seele. Ähnliche Wirkung jedoch durch eine ganz andere Flüssigkeit findet sich etwas südlicher zwischen und rund um die Gemeinden Amering, Obdach, St. Anna am Lavantegg und St. Wolfgang am Zirbitz. Gemeinsam bilden sie das Zirbenland, das speziell von Naturliebhabern und Kulinarik-Freunden wegen seines angenehmen, gemäßigten Klimas, der weitläufigen, unberührten Natur und einer kraftgebenden Ruhe sehr geschätzt wird.

Der Murauer Steirerkäs findet seine Verbreitung (wie der Name schon verrät) in der Bio-Region Murau sowie den Bezirken Judenburg und Knittelfeld, die auch für andere heimische Produkte in Bio-Qualität wie Lamm, Rind oder die Schwarzenberg’schen Forellen bekannt sind. Die Natur- und Kulturlandschaft ist hier noch wenig beeinträchtigt, nicht zuletzt wegen des nachhaltig bewirtschafteten Bodens. Klares Gebirgswasser von unverfälschter Natur garantiert dabei beste Lebensbedingungen und Trinkwasserqualität für Fisch und Nutztier. Besonders beliebt, am Berg wie im Tal: die Steirerkassuppe mit ErdäpfelSterz. Sie verbreitet nicht nur einen intensiven Duft, sondern ist auch angenehm deftig und (herzer)wärmend – so wie diese ganze bezaubernde Region der Steiermark.

Oktober 2012


32

Rubrika

Rubrika

33

Murtaler Steirerkassuppe mit ErdäpfelSterz Zutaten:

1 l Milch ¼ l Gemüsebrühe 1 „Schuss“ Weißwein 1 mittelgroßer Erdapfel gekocht, geschält 120 g Murtaler Steirerkäs’ in Würfeln 1 EL Butter 1 EL Mehl 4 gekochte Erdäpfel vom Vortag Mehl – soviel die Erdäpfel „aufnehmen“ 4 EL Schmalz Salz

Zubereitung:

Butter zerlassen und mit Mehl eine lichte Einbrenn machen. Mit Wein ablöschen, Milch und Gemüsebrühe zugießen. Aufkochen lassen und würfelig geschnittenen Steirerkäs’ in der Suppe auflösen. Einen gekochten Erdapfel zerdrücken und mitkochen. Schaumig aufmixen. Mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken.

TopfenKürbiskernölpalatschinken mit Steinpilzfüllung Zutaten:

25 dkg Topfen 2 Eier 3 El Kürbiskernöl 80 g Dinkelvollmehl Salz Pfeffer Kräuter 1 Zwiebel 2 El Olivenöl 400 g Steinpilze Salz Pfeffer Petersilie Weißwein 250 g Schlagobers etwas Mehl zum Binden

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Palatschinken vermengen. Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Teig dünn in die Pfanne geben, Palatschinke goldbraun aus der Pfanne nehmen. Für die Steinpilz-Füllung: Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, Steinpilze hinzugeben, mit Weißwein aufgießen, Gewürze hinzugeben und etwas dünsten lassen. Mit Mehl binden. Zum Verfeinern Schlagobers hinzugeben. Heiße Palatschinken mit den Steinpilzen füllen.

Für den Erdäpfelsterz: Die gekochten Erdäpfel grob reiben und mit Mehl verbröseln – pro Erdapfel ca. 2 EL Mehl. In einer Pfanne das Schmalz zerlaufen lassen und die Erdäpfel-Mehlbrösel in das heiße Fett geben. Gut durchrösten und salzen. Tipp: Gönnen Sie sich nach dem Essen einen kleinen Zirbenschnaps. Er harmoniert gut mit dem Käse und regt die Verdauung an.

Schwarzenberg’sche Forellenfilets auf pikanten steirischen Käferbohnen mit Rucolapesto und Krensauce Zutaten:

4 Forellenfilets zu je ca. 80 g ¼ l Olivenöl, Saft von ½ Zitrone Salz, Koriander aus der Mühle, etwas frischer Rosmarin 250 g Käferbohnen 100 g Zwiebel 2 rote Paprika 1 EL Tomatenmark ¼ l Rindsuppe etwas Maizena etwas Zucker und Salz Öl zum Anschwitzen Chili aus der Mühle 40 g Rucola 1/8 l Olivenöl, kalt gepresst etwas Salz 40 g Kren (aus der Tube oder dem Glas) 1/8 l Schlagobers Saft von ½ Zitrone etwas Salz

Zubereitung:

Forellenfilets mit Salz, Koriander, Zitronensaft und Rosmarin marinieren. Danach in Olivenöl lauwarm in der Pfanne ca. 10 min garen. Filets aus dem Öl nehmen und mit Rucola-Pesto und der Krensauce auf den pikanten steirischen Käferbohnen anrichten. Für die Käferbohnen: Käferbohnen ca. 24 Stunden lang in kaltem Wasser einweichen und anschließend in Salzwasser weich kochen (ca. 1,5 Stunden), abseihen und erkalten lassen. Zwiebel fein hacken und in etwas Öl anschwitzen. Rote Paprika (wenn möglich geschält) in Würfel schneiden und mit den Zwiebeln mitrösten. Tomatenmark zugeben und mit Rindsuppe ablöschen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen und dann mit dem Mixstab fein pürieren, abschließend wieder am Herd kurz aufkochen und mit einem Wasser-Maizena-Gemisch etwas eindicken. Mit Zucker, Salz und Chili abschmecken und dann die Käferbohnen daruntermischen. Das Gericht sollte warm serviert werden! Für das Rucola-Pesto: Rucola, Olivenöl und Salz im Mörser oder mit dem Mixstab gut zerkleinern. Für die Krensauce: Kren, Schlagobers, Saft von ½ Zitrone und etwas Salz gut miteinander vermischen. Oktober 2012


Rubrika

Virtuelles Wasser

35

T E X T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R

Bigfoot lässt grüßen! Die Erde besteht zum Großteil aus Wasser. Dass es wertvoll und darum schützenswert ist, das ist jedem von uns bekannt. So versuchen wir, einen bewussten Umgang mit ihm zu pflegen. Wir duschen anstatt zu baden. Stellen das Wasser beim Zähneputzen ab. Lassen den tropfenden Wasserhahn sofort reparieren …

G

ießen unsere Blumenkisterl mit Regenwasser und lassen auch den Rasensprenger wirklich nur solange an wie unbedingt nötig. Und gegebenenfalls holen wir das Auto aus der Garage und lassen es vom Regen waschen, mitunter nicht ganz streifenfrei, aber mit dem Wissen und dem guten Gefühl, diese Tage etwas für das Geringhalten des eigenen Wasserverbrauchs und somit für die Umwelt getan zu haben.

Unser Wasserverbrauch

FOTOS: SHUTTERSTOCK

34

135 Liter pro Tag und Kopf ist die durchschnittliche Marke, an die Herr und Frau Österreicher bei ihrem offensichtlichen Wasserverbrauch herankommen. Das macht schon nachdenklich. Aber wie der Schwimmer in der Toilettenspülung, so steigt auch der tägliche Wasserverbrauch steil nach oben, rechnen wir all das Wasser dazu, das wir als sogenanntes virtuelles Wasser verbrauchen. Diese Einheit gibt an wie viel Wasser im Produktionsprozess unserer Konsumgüter aufgewendet werden muss und schlägt sich in den Gesamtberechnungen ganz schön zu Buche. Dabei entfällt auf Gießwasser, WC-Spülung und Co. gerade mal ein Bruchteil, nur ein Dreißigstel, vom eigentlich verbrauchten Wasser. Mit dem Rest, dem unsichtbaren Wasserverbrauch von 4400 Litern pro Tag und Bundesbürger, hinterlassen wir einen Wasser-Fußabdruck, den es ebenfalls gilt, möglichst gering zu halten.

Virtual Water

Der Begriff „virtuelles Wasser“ wurde Mitte der 1990er vom englischen Geografen John Anthony Allen geprägt, der bei seinen Untersuchungen auf das Bewusstmachen und somit einen zukünftig sparsameren Wasserverbrauch abzielte. In seine Berechnungen bezog er erstmals auch das indirekt verbrauchte Wasser mit ein, um das große Ganze aufzeigen zu können. So belegte er zum Beispiel, dass man für die Produktion von einem Kilo Käse zwar lediglich zehn Liter Milch, jedoch 10.000 Liter Wasser benötigt. In die Bilanz geht auch der auf den ersten Blick verdeckte Wasserverbrauch wie Trinkwasser für die Tiere und die Bewässerung der Felder und Wiesen, die das Futter liefern, ein. Dabei wird zwischen „grünem virtuellen Wasser“ (Niederschlag und natürliche Bodenfeuchte) und „blauem virtuellen Wasser“ (künstliche Bewässerung) unterschieden. Für seine Pionierarbeit zu diesen neuen, aussagekräftigen Messungen erhielt Allen 2008 den Stockholmer Wasserpreis. Angelehnt an seine Forschungen beschäftigt sich heute in erster Linie das Institute for Water Education der UNESCO mit der Bilanzierung virtuellen Wassers. Nun mag sich einer beruhigt zurücklehnen, gewiss der Tatsache dass Österreich mit seinen vielen Flüssen und Seen einen gewissen Wasserreichtum vorweisen kann. Wohl wahr. Nichts desto trotz müssen 68,4 % der notwendigen Wassermenge für Rohstoffe und Konsumgüter importiert werden. Nicht zuletzt aus recht trockenen und

Oktober 2012


36

Virtuelles Wasser

Rubrika

37

Der eigene Verbrauch

Jetzt heißt es aber Mut beweisen und dem eigenen täglichen Wasserverbrauch auf die Schliche kommen: Den Tag beginne ich mit einem kleinen Wiener Frühstück: 1 Semmel (40 Liter), 10 Gramm Butter (64 Liter), 2 Scheiben Käse (200 Liter), 1 Ei (200 Liter), 1 Tasse Kaffee (140 Liter). Dabei entspricht der Kaffee alleine schon einem ganzen Vollbad. Ganz zu schweigen von Ei und Käse ... Heute wird wohl besser geduscht! Zu Mittag muss es schnell gehen: 1 kleiner Salat (50 Liter) mit Tomate (15 Liter), 1 Hamburger (2400 Liter); der setzt sich fest, nicht nur an meiner Hüfte, sondern noch mehr bei meiner Wasser-Bilanz. Dazu gibt es ein Glas Orangensaft (170 Liter). Abends darf´s etwas stilvoller sein: 1 Steak zu 250 Gramm (3875 Liter) mit Bratkartoffeln (300 Liter) und ein großes Glas Wein (235 Liter). Nicht zu vergessen die halbe Packung Schokolade (850 Liter), die bei einem auch recht flüssigen Film – Waterworld – weichen muss.

armen Ländern wie Indien, Pakistan und Spanien. Dort findet sich zwar nicht ein solches Wasserparadies wie hier zu Lande, aber das bessere Klima zum Anbau von Baumwolle, Reis und Gemüse. Und auch die Computerherstellung, bei der allein schon ein verschwindend kleiner, zwei Gramm schwerer Micro-Chip eine Menge von 32 Litern Wasser verschlingt, wird bekanntlich außerhalb der Industrieländer vorgenommen.

Water Footprint

Aber die Berechnungen gehen weiter. Hat man erst einmal den tatsächlichen Wasserverbrauch von Produktionsgütern ermittelt, gilt es, die Gesamtmenge an Wasser, die für die Produktion der Güter und Dienstleistungen der Bevölkerung eines Landes benötigt wird, zu bestimmen. In dieser Bilanzierung werden aber eben auch Wassermengen, die außerhalb dieses Landes verbraucht werden, für Güter, die für dieses Land produziert werden, mit einberechnet. Das Water Footprint Network (www.waterfootprint.org), ein Netzwerk von Wissenschaftlern, erarbeitet diesen Wasserverbrauchsindex und arbeitet eng mit der UN zusammen. Österreich hinterlässt mit 1598 m3 Wasser pro Einwohner und Jahr weltweit betrachtet einen überdurchschnittlich großen Wasser-Fußabdruck, welcher zurückzuführen ist auf den hohen Konsum von Industrieprodukten und Fleisch. Eine Wassermenge, die weniger vorstellbar nicht sein könnte. Rechnet man diese jedoch auf eine uns bekannte Einheit um – die Badewanne – so verbraucht jeder Österreicher jährlich 11.410 Badewannen an Wasser; das wiederum entspricht 31 Vollbädern an einem einzigen Tag. Ein Saubermann-Image der ganz anderen Sorte. Die Länder welche die Liste anführen und somit die größten Bigfoots des Wasserverbrauchs darstellen, sind Bolivien, der Niger, die Mongolei, Mauretanien und die USA.

Somit verschlang allein mein Essen schon sagenhafte 8539 Liter. Und am Nachmittag musste auch nochmal ein schwarzer Muntermacher her! Nicht zu vergessen, dass ich an diesem Tag (wie übrigens an jedem) auch noch bekleidet war mit Jeans (8000 Liter), T-Shirt (2700 Liter) und Schuhen aus Leder (11.000 Liter). So, jetzt komme ich aber schon richtig ins Schwitzen und das nicht zu Letzt wegen der zwar atmungsaktiven aber in der Produktion sehr wasserintensiven Baumwolle meiner Kleidung. In meinem Kopf fängt es zu schwirren an. Hätte ich doch zumindest die zweite Tasse Kaffee am Nachmittag weggelassen. Oder sollte ich vielleicht überhaupt Vegetarierin werden? Muss man doch bei einem Kilo Fleisch satte 15.500 Liter virtuellen Wassers verbuchen. Dann muss ich an das Bild, das mir mein Sohn gemalt hat denken, das nicht nur wegen der verwendeten Wasserfarben und seiner Liebe fürs Pritscheln eine sehr feuchte Angelegenheit geworden ist. So schlägt sich die eigentlich recht trockene Angelegenheit von einem Blatt Papier allein schon mit 10 Litern Wasser in meiner Bilanzierung nieder. So, die weitere Summe spare ich mir an diesem Punkt meiner Wasserverbrauchs-Berechnung, wie auch die abendliche Dusche – eine Katzenwäsche muss es heute ebenfalls tun. Und ich denke mir: „Kalorienzählen war einmal! Die Zukunft gehört ab sofort dem Zählen und vor allem dem Reduzieren von verbrauchten Wassereinheiten.“ Auf diesen Schock hin muss dann auch noch die zweite Hälfte der Schokoladentafel dran glauben; mit ein wenig schlechtem Gewissen, das gebe ich zu. Naja, ab morgen zähle ich dann aber, wie das bei einer Diät nun mal so üblich ist...

Oktober 2012


Rubrika

Energie

Oberösterreich beläuft sich die Zahl sogar auf 90 Prozent. Weltweit betrachtet werden heute über 16 Prozent der elektrischen Energien durch Wasserkraft gewonnen. Sie stellt damit die wichtigste erneuerbare Energiequelle dar, die zur Versorgung der Bevölkerung beiträgt.

Wer hat’s erfunden

Bereits vor 5000 Jahren wusste man im alten China und im ehemaligen Mesopotamien um die Nützlichkeit von Strömungsenergie mit Unterstützung durch Wasserräder. Später wurden Wasserräder auch im antiken Rom und in Griechenland zum Mahlen von Mehl und zur Bewässerung genutzt. Die Geburt unserer heutigen Energiegewinnung mittels Wasser sollte allerdings erst im Jahre 1767 durch den Bau des ersten Wasserrads aus Gusseisen stattfinden. Der Bau des ersten Wasserkraftwerkes, mit dem elektrische Energie gewonnen wurde, erfolgte allerdings erst 1880 in Nordengland. Das erste Großkraftwerk der Welt entstand 1896 auf der amerikanischen Seite der Niagarafälle. Mit Anfang des 20. Jahrhunderts vergrößerte sich mit der Nachfrage an Strom auch immer mehr das Interesse an Wasserkraft. So viel sich in diesem Bereich bis heute auch getan hat, das Prinzip liegt noch immer in der Energieumwandlung.

Alles fließt

Um aus Wasser Strom erzeugen zu können, muss es sich mit einer gewissen Geschwindigkeit bewegen, sich im Fluss

39

Das Gezeitenkraftwerk

Bei dieser Art von Kraftwerken hat doch wahrhaftig die Anziehungskraft von Mond und Sonne ihre Finger im Spiel, die die Gezeiten und somit eine Strömungsbewegung hervorrufen. Abhängig vom Tidenhub, dem Unterschied des Wasserstandes bei Ebbe und Flut, zeigt sich eine dementsprechend höhere oder niedrigere Energieausbeute. Dies ist wesentlich für die Errichtung solch eines Kraftwerkes, da bei zu geringem Tidenhub die wirtschaftliche Nutzung nicht lohnend wäre. Als von der Natur begünstigt und mit großen Gezeitenunterschieden gesegnet gilt die französische Küste in der Nähe der Stadt Bordeaux. Im Gegensatz dazu herrscht an deutschen Küstenregionen, das Energiepotential ihres Tidenhubs betreffend, eher „Ebbe“. Der Bau von Gezeitenkraftwerken würde hier durch einen zu geringen Ertrag den wirtschaftlichen Aufwand nicht rechtfertigen.

Der Staudamm

Arbeitet ein Wasserkraftwerk mit der baulichen Maßnahme eines Staudammes, so macht man sich hier nicht den natürlichen Fluss des Wassers, sondern dessen künstliche Erzeugung zu Nutzen. Dabei werden Flüsse aufgestaut, um quasi einen künstlichen Höhenunterschied zu erschaffen. Das aufgestaute Wasser wird dann über den Unterlauf des Staudammes in kontrollierten Mengen freigegeben, und wieder in den Fluss geleitet. Dadurch kann mit Hilfe von Turbinen, die sich zwischen dem Auslauf und dem Unterlauf befinden, stets eine konstante, kontrollierbare Menge an Energie, also Strom, erzeugt werden. In Speicherkraft-

Die Kraft des Wassers Alternativen Energien gehört die Zukunft. Und das nicht ohne Grund! Sie sind erneuerbar, also nach menschlichen Maßstäben gemessen nicht aufbrauchbar und regenerieren sich im Ökozyklus immer wieder aufs Neue. Diese sogenannte „grüne Energie“, die aus dem Ökosystem gewonnen wird, um sie daraufhin technischen Abläufen zuzuführen, findet ihre wichtigsten Quellen neben der Solartechnik und der Windenergie vor allem in der Wasserkraft.

I

befinden. Die wird erzielt durch Höhenunterschiede und die Schwerkraft der Erde. Dabei wandelt sich die potentielle Energie des Wasser in kinetische Energie – Bewegungsenergie – um. Sobald fließendes Wasser auf Turbinen trifft werden diese in Rotation versetzt und treiben die Generatoren an, die dann wiederum für elektrischen Strom sorgen. In der Praxis findet sich dieses Grundprinzip der Wasser- oder Hydroenergie, welche sich in mechanische Energie umwandelt, in folgenden drei Modellen wieder:

T E X T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R

ch muss gestehen, als Kind flößte mir der Anblick von Stauseen mit ihren Dämmen immer ein bisschen Angst ein. Rückblickend kann man das vielleicht auch Ehrfurcht nennen. Obwohl ich mir dessen damals nicht bewusst war, da für mich ein Stausee lediglich einen stillen großen See darstellte, konnte ich dennoch die enorme Kraft, die ihm innewohnte, spüren. Eine Kraft, die wie die Ruhe vor dem Sturm darauf wartete, entlassen zu werden ... Heute weiß ich über die energiebringende Stärke und die Möglichkeiten eines in Verbindung mit einem Wasserkraftwerk stehenden Stausees bescheid, und betrachte diesen immer noch – ehrfürchtig.

Land am Strome

Die Tatsache, dass Österreich reich an Wasser ist, besingen wir immer wieder und das mit gutem Grund seit 1947, selbst in unserer Bundeshymne. Dass man im Zuge der Textänderungen 2011 diese Zeile auch bedenkenlos in „Land des Stromes“ umändern hätte können sieht man in den Zahlen der österreichischen Stromerzeugung: Zirka 60 Prozent unseres Stromes werden durch die Wasserkraft und die Speicherung erzeugt. Passieren tut dies in einem der rund 4000 Wasserkraftwerke, die, angetrieben durch Turbinen, unseren täglichen Strombedarf decken. Dabei werden bereits 70 Prozent unserer Fließgewässer für die Energieerzeugung genutzt; in

FOTOS: SHUTTERSTOCK

38

Das einfache Laufwasserkraftwerk

Hierbei wird die natürliche Wasserströmung – zum Beispiel die eines Gebirgsflusses – genutzt, um durch die im Flussbett angebrachten Turbinen nutzbare, elektrische Energie zu erzeugen. Die kinetische Energie durchläuft dabei – wie oben beschrieben – eine Umwandlung durch den Wasserfluss. Bei solchen Laufwasserkraftwerken hält sich der Aufwand für die Errichtung in Grenzen, allerdings auch dessen Ertrag. So spielt diese Energieerzeugung im großen Ganzen keine wesentliche Rolle, da die erzeugte Menge an Strom einfach zu gering ist.

werken kann die gewonnene Energie, wie der Name schon sagt, gespeichert werden und sogar zum Hochwasserschutz eingesetzt werden. Obwohl diese Variante der Energiegewinnung, die mit Abstand höchsten Investitionen fordert, lohnt sie sich auf Dauer, vor allem wenn man die Energieausbeute betrachtet.

Die Kehrseite der Medaille

So sinnhaft und umweltfreundlich dies alles auch klingen mag, so wird von vielen die Nutzung der Wasserkraft als nicht ganz unproblematisch betrachtet. Zu ihrer Gewinnung sind nämlich auch nicht ganz unwesentliche Eingriffe in den natürlichen Zyklus in Form von Staudämmen und Deichen notwendig. Eine Beeinträchtigung von Natur und Landschaft, Zerstörung des natürlichen Fließgewässerregimes und Fischsterben sind die Folge. Betrachtet man die Wasserenergie aber aus einem ökologischen Blickwinkel, so kann man ihre Stromgewinnung durch den nicht vorhandenen CO2-Ausstoß durchaus als wertvoll erachten. Ebenso zeigt sich ein Vorteil im Vergleich zu den ebenfalls erneuerbaren Energiegewinnungsformen der Solar- und Windkraft in der Unabhängigkeit von Wetter und Zeit. Der wichtigste Aspekt liegt aber bei diesem Thema – wie bei so vielen – im richtigen Ausmaß! Oktober 2012


Global Water

Global Water

41

Wasserbett

Der nördliche See-Elefant ist ein ebeno imposantes wie faszinierendes Tier. Bis zu 1500 Meter tief kann er ohne Probleme tauchen. Wissenschaftler aus Japan haben nun auch den buchstäblich tiefen Schlaf der Meeresriesen erforscht. Sie statteten sechs See-Elefanten mit Daten-Rekordern aus und fanden heraus, dass sie sich zum Schlafen einfach umdrehen. Die ersten 140 Meter tauchen sie erstmal mit hoher Geschwindigkeit in die Tiefe. Dann drehen sie sich gemütlich auf den Rücken und trudeln so langsam nach unten, während sie ihren intensiven Schwebe-Schlaf genießen. Bis sie schließlich wie ein fallendes Blatt den Boden des Ozeans erreichen. Ihre besondere Körperform sorgt dafür, dass sie dabei sanft hin und her schaukeln. So schaffen sie in 23 Minuten immerhin ca. 370 Meter.

Global Water

Wasser – weltweites Phänomen und Lebensader von Mensch, Tier und Umwelt

Nur beamen geht schneller

Unsere Zukunft könnte laut Wissenschaftlern die Möglichkeit einer gerade zu rasanten Durchquerung der Meere bieten – per U-Boot. Superkavitationstechnik heißt das Zauberwort. Wenn sich ein Körper unter Wasser mit einer extrem hohen Geschwindigkeit fortbewegt, entsteht ein dem Körper folgender Hohlsog, in dem der Druck so niedrig ist, dass Wasser verdampft und Glasbläschen entstehen: die Kavitation. Gelingt es, einen ganzen Körper, etwa ein U-Boot, in eine solche Blase zu hüllen, wäre eine Fortbewegung mit Überschall-Geschwindigkeit unter Wasser möglich, da der Strömungswiderstand fast gänzlich verschwindet: die Super-Kavitation. Die Schallgrenze unter Wasser beträgt übrigens das Viereinhalbfache der Schallgeschwindigkeit in der Luft. Neuer Rekordspeed wäre dann 5570 km/h! Die russische Marine besitzt übrigens bereits einen Torpedo, der mit dieser Superkavitationstechnik funktioniert. Die tierischen Meeresbewohner werden Augen machen …

T E X T: M A G . N I N A A R T N E R

Weltraum wird Meerraum

NASA goes Ocean. Der „SeaOrbiter“, Vorzeige-Projekt des französischen Architekten Jacques Rougerie, an dem er bereits 40 Jahre arbeitet, soll ein schwimmendes Forschungszentrum mitten im Ozean werden – und eine perfekte Unterwasser-Utopie, ein Raumschiff im Meer. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Das beeindruckende Konstrukt, das von der Meeresströmung angetrieben wird, soll zunächst die Unterseewelt des Mittelmeers, den Klimawandel und den Zustand des Meers untersuchen. 51 Meter hoch ist das Wasserschiff geplant. 31 Meter davon werden sich unter der Wasseroberfläche befinden, die Heimat von acht „Aquanauten“, die in einer Art Luftblase dem Wasserdruck standhalten und bei Bedarf für Untersuchungen ins Meer tauchen sollen. Durch riesige Fenster können die Aquanauten die Welt des Ozeans in fünf Stockwerken beobachten. Vier weitere Stockwerke liegen über Wasser. Neben Einblicke in die Welt des Meeres hoffen Wissenschaftler auch auf neue Erkenntnisse über die Auswirkungen eines solch ausgedehnten Unterwasser-Aufenthalts auf Köper und Psyche des Menschen. Unser Alltag könnte also in nicht allzu ferner Zukunft im Meer stattfinden. Denn ein Leben in Städten unter Wasser ist eben nicht nur eine Szene in einem Science-Fiction-Film.

Wasser-Reich FOTO: SHUTTERSTOCK, SEAORBITER.COM

40

Österreich ist, was seine Wasser-Ressourcen angeht, ein gesegnetes Land. Doch global gesehen ist Wasser ein kostbares, wenn nicht das kostbarste Gut überhaupt. Überall schmelzen die Gletscher, in Zentralasien fast so schnell wie in der Schweiz, so dass die gesamte Wasserversorgung dort extrem gefährdet ist. Den Prognosen nach könnte das zu einer Wasserkrise in der gesamten Region führen, Gewaltkonflikte nicht ausgeschlossen. Bereits ab 2022, so eine Studie amerikanischer Geheimdienste, steigt das Risiko für bewaffnete Konflikte um das Gut Wasser deutlich an. 2040 soll der weltweite Wasserbedarf die vorhandenen Ressourcen bereits um 40 Prozent übersteigen. Insgesamt gibt es auf der Erde etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser, ca. 35 Millionen sind Süßwasser. Davon sind aber nur etwa 213 Tausend Kubikkilometer relativ leicht für den Menschen zugänglich, in Seen, Flüssen und in den rund 45.000 weltweiten Großtalsperren. Den Rest bunkern zum Beispiel Gletscher, das ewige Eis oder Frost.

Oktober 2012


waterworld

Inhalt Rubrika

inhaLt herbst 2012 28 16

20

REDAKTION: MAG. LINA HINTERLEITNER FOTOS: HERSTELLER, DEA DELFIN

Flaschengeist Was wünscht man sich mehr? Außer gutes frisches Wasser vielleicht ... Wie Aladdin aus der Lampe fließt das aus der praktischen großen Trinköffnung der Aladdin AVEO Flasche, die durch modernes Design und Material besticht und ausserdem ganz frei von Bisphenol-A (BPA) ist. Und sollten Sie einmal in Schräglage geraten: Aladdin hält dicht! Ihr Wunsch ist bei dem eleganten „Flaschengeist“ also ganz sicher! Erhältlich im AquaShop, www.aquashop.co.at

Bewegendes 38 Business

Immer dabei

Das neue Jahrtausend brachte Bewegung in die österreichische Firmenwelt: Am 6. September j��hrte sich der „Wien Energie Business Run“ zum bereits zwölften Mal mit einer Rekordteilnahme von 20.556 Läufern und Walkern aus 994 verschiedenen Unternehmen (!) und knackte dabei erstmals die 20.000-er Grenze.

Z

Mit allen Wassern

Der perfekte Begleiter beim Training, im Büro, in der Freizeit ... Eine coole, aber unauffällige Optik, praktisch und unkompliziert im Umgang und eine großzügige “Kragenhalsweite“. Und mit 0,75 Litern gerade richtig. Wenn die Suche nach dem richtigen Partner doch auch so einfach wäre! Die “Kavo Drink Bottle“ gibt`s im AquaShop, www.aquashop.co.at

Hand-lich Alles fest im Griff haben Sie mit dem praktischen Tragegriff für die 19 Liter Aqua AlpinaFlaschen! So lassen sich die Big Packs elegant transportieren, ohne die große Bauchige unbeholfen umarmen zu müssen. www.aquashop.co.at

It´s 5 o‘clock ... Draußen wird es immer kälter, und drinnen immer kuscheliger. Wohlig warm ums Herz und im Bauch wird es einem da bei einer guten Tasse Tee. Das „Tea Time-Konzentrat“ zaubert schnell und einfach ein gutes Heiß- oder Kaltgetränk und kann auch als Fruchtsauce bei Eisdesserts, zum Verfeinern von Buttermilch-Mixgetränken oder als Bestandteil exotischer Cocktails verwendet werden. In 10 verschiedenen Sorten im AquaShop, www.aquashop.co.at

T E X T: M A G . L I N A H I N T E R L E I T N E R

iehen wir einmal Bilanz und lassen die vergangenen Jahre Revue passieren: Mit 2.300 Sportbegeisterten ging das Rennen 04 News & Trends 2001 seine erste Runde. Durch stetigen 06 Lebensmittel Nr.in1. „Zulauf“ konnte man im vergangenen Wasser ist Urelement und Basis allen Lebens Jahr bereits eine Teilnehmerzahl von rund 12 Triple A. Ein19.500 Unternehmen vor: von Läufern, alsostellt einer sich Steigerung Geschäftsführerin Wagner-Greiner mehr als Andrea das Achtfache seit Beginn, verim Interview zeichnen. Durch den Umbau des Areals rund um das Ernst Happel Stadion – das übrigens durch seine jetzige Größe und Infrastruktur eine weitere Expansion des Wien Energie Business Runs gewährleistet – kam man letzten 16 Teatime is every Time. Endes nach Jahren der Abwesenheit auch wieder zurück an Trinken Sie Tee, warten Sie ab und werden den Veranstaltungsort – wo alles begann. Sie Quasi zu glücklich einem „After-Work-Run“ machten sich Angestellte 18 Wasser?! am 6.Was September in 3-er Teams auf – männlich, weiblich und mix –15 umnützliche die 4,2 km Wasserweisheiten lange Laufstrecke zu absolvieren, und in der Hoffnung, gemeinsam Siegertreppchen erklimmen zu 20 Ich bin jeden Tag das dankbar! können. Sagenhafteschönste 6.853 Teams gingen dabei den Start! Österreichs Lottofee undan Baby Noah Eine im bunte Menge laufender Werbeträger bewegte sich nicht Gespräch mit PUREAQUA nur im und um das Ernst Happel Stadion, der weitere Streckenverlauf führte die Unbeugsamen auch entlang der Meiereistraße, vorbei am Lusthaus über die Prater Hauptallee und den Marathonweg. Dabei gehörten die Teilnehmer den unterschiedlichsten Firmen und Institutionen aus allen Bereichen der Industrie und Wirtschaft an.

Im Fokus

43

Kleines und Feines rund ums Wasser! Manche nennen sie Wasserflaschen, Teesackerl & Co. Wir nennen sie Wasser-Accessoires ...

Mit 37,52 Minuten war das Team „Vermessung Hiller“ das Schnellste und schlug das sportliche Bundesheer-Team „HSZ – Militärischer 5 Kampf 1“ und das international geprägte Team 24 Der Weg unseres Wassers. der „UN Vienna“ knapp. Gekürt wurden Vonnur der steirischen Quelleaber ins nicht Glasnur die schnellsten Teams, sondernThalheim. auch die teilnehmerstärksten 28 Sagenhaftes Firmen. DabeiNatur, katapultierte Siemens mit 1.104Genüsse: Läufern Kultursich und kulinarische klar an die Spitze, gefolgt von Raiffeisen (933) und der ÖBB Die Geburtsstätte des Aqua Alpina Wassers (815). Sie durften sich über einen Watercooler und Quellwasser in rauen Mengen von Triple A freuen. Ein Wasserspender wechselte sogar den Besitzer, mit dem neuen petrolfarbenen Siemens-Logo. Auch Triple A konnte sich mit vier sportlichen 34 Bigfoot. Teams beim jährlichen Lauf der Unternehmenswelt behaupten. Das virtuelle Wasser Gut zu Fuß aber mit Stock unterwegs waren auch die Teams 38 Walker, Die Kraft Wassers. der Nordic die mitdes klingenden Namen wie „Kaputter Alternative Energien sind die Zukunft Rücken braucht zwei Krücken“ oder „Turboschnecken“ im 40 Global letzten Startblock, nachWater. den Läufern, in Bewegung kamen. WasserFlüssigkeitsdepots & Meer Um nach demWeltweites Lauf die notwendigen wieder aufzufüllen und den Energiepegel nach oben zu treiben, konnte sich jeder Bezwinger des Ein-Zehntel-Marathons an der Triple A-Trinkstation – in Form von Wasserspendern und 42 Derkleinen Business 2012 den praktischen Aqua Run Alpina 0,5l Flaschen – erfri43 Speis, Waterworld. schen. Bei Trank und diversen Showeinlagen fand der Kleines &Füße, Feines rund ums Wasser Abend dann, trotz müder einen gemütlichen Ausklang. So kam neben der sportlichen Betätigung, auch die Unterhaltung für Sportler und Zuseher nicht zu kurz. Ganz nach dem Motto: Run & Fun!

Aus Liebe zu Österreich

Liquid Future

Inside

Standards

02 03

Inhalt Editorial & Impressum

C R E D I T FSO : TDOESA : DTERLI P F ILNE, AS,HW U ITETNE RESNTEORCGKI E , SBTUESI IENREMSASR R K UTNO U R I S M U S

242

Wasser-Accessoires

Design by Sweden „Gerührt, nicht geschüttelt!“ lautet das Motto dieser innovativen Eiswürfelstäbchen, die nicht nur eine schöne Optik, sondern auch einen kühlen Drink versprechen! Gesehen auf www.designtorget.se

Bauchweh adé! Für unsere Kleinsten sind diese tierisch-flauschigen Bauchwärmer. Heißes Wasser eingefüllt und drauflos gekuschelt. Der kleine Freund springt auch gerne mal raus für eine extra Umarmung. Streicheleinheiten für Körper und Seele! Ein Teil des Erlöses geht an benachteiligte Kinder weltweit. „Pocket Pal Hotties“ mit „Wild Republic Stofftier“, gesehen auf www.foundhomestore.co.uk

Im Regen stehen Die modernen Regenkopfbrausen der Serie „Dream“ von Bossini sind wahrlich ein Wasser-Traum. Niedrig im Wasserverbrauch und mit Energie spendenden Wasserstrahlen, feinstem Wassernebel und regenerierender Farblichttherapie ausgestattet. So lässt man sich zweifelsohne gerne einmal „abregnen“. Exklusiv bei Tenne Bad und Fliesen. www.tenne.at

Auf der Suche nach Nützlichem, Witzigem oder Innovativem rund ums Thema Wasser? Die Lösung ist nur einen Click entfernt. Besuchen Sie den AquaShop auf www.aquashop.co.at


Der Sterntalerhof ist ein Kinderhospiz für Familien mit schwer- und sterbenskranken Kindern. ist eine Raststelle (ursprünglicher Begriff von Hospiz), in der Zuversicht keimen kann. begleitet "seine" Familien, auch – und gerade wenn – am Ende des Weges dieser Familien der Abschied von einem geliebten Menschen steht. verfolgt konsequent seine Mission: Das Gefühl von Unbeschwertheit und Glück für Kinder und deren Familien, die nicht wissen, wie lange es noch ein gemeinsames Morgen gibt! bleibt seinem Credo treu: Es wird eine Familie NIE abgewiesen, nur weil sie sich den Sterntalerhof-Aufenthalt nicht leisten kann. wird als unabhängiger gemeinnütziger Verein seit 1999 liebevoll im Burgenland geführt. verfolgt einen interdisziplinären Ansatz aus Seelsorge, Pädagogik und Therapie, kombiniert mit Therapeutischem Reiten. finanziert seinen Betrieb ausschließlich über Spenden und kann daher nur mit Unterstützung von freiwilligen Helfern bestehen. ist in der Verbindung aus ganzheitlicher Begleitung mit Pferdetherapie einzigartig in Europa!

Spenden hilft. Schenken hilft. www.sterntalerhof.at Das Kinderhospiz

Stolzer Partner: www.designavo.at


PUREAQUA. Das Österreichische Wassermagazin