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Ausgabe Sommer 2019 Verkaufspreis: €7

Das Magazin für die Weidfrauen Österreichs

THEMA

Testbericht Swarovski ds 5-25*52P Seite 50

THEMA

Rückkehr des Wolfes Beutegreiffer in den Alpen Seite 20

IM PORTRAIT

Birgit Reitbauer

ausgestattet von

Seite 10

www.steirische-jaegerin.at


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Der Vorsatz des Nachsichtgeräts

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VORWORT

Liebe Jagdbegeisterte, liebe Interessierte! Wenn heute von Jagd gesprochen wird, geht’s – ob positiv oder negativ – sofort um DIE JÄGER. Genau dieses Thema sollte man genauer beleuchten. Wenn ein Jagdkartenbesitzer eine Handlung vollzieht, die weder dem Gesetz, noch der Ethik oder dem Tierschutz gerecht wird, ist sofort von Medien und Personen im Allgemeinen die Rede: „Schon wieder die Jäger!“ Man sollte überlegen, ob wir alle immer in einen Topf geworfen werden wollen. Wenn wiederkehrend der Anschein und die Aussage in unseren eigenen Reihen entsteht, es wird nichts gemacht (egal ob Jägerschaft, Jagdliche Vereine oder Gruppen), so sollte auch hier jeder einzelne Jagdkartenbesitzer selbst überlegen, ob er nicht auch einen Beitrag zu unserer Gesinnung Jägerin oder Jäger leisten kann und sich eventuell auch Zeit für Kurse, Schulungen, Seminar oder einfach geselligen Veranstaltungen nimmt. Die gibt es, aber leider nehmen immer wieder dieselben Menschen daran teil. Reden, diskutieren sowie kritisieren – dafür sind die Jagdkartenbesitzer da, die nicht teilnehmen, wenn es um Veranstaltungen und dergleichen geht. Ja, diese glänzen nur mit Abwesenheit. Schaffen wir es nur mehr, uns Zeit für die Jagd und Geselligkeit zu nehmen, wenn’s um einen Abschuss geht!

„Nimm dir Zeit für deine Jagdfreunde, sonst nimmt dir die Zeit deine Jagdfreude“ Ihr Team der Steirischen Jägerin


Jedes Stück ein Unikat

Von Hand gemacht

Seit Jahrhunderten überliefertes Kulturgut ist meine Leidenschaft. Als Hüter der alten Traditionen sammle ich schon zeit meines Lebens historische Dinge, die zum Teil in Vergessenheit geraten sind. In meinem Privatmuseum findet sich viel Schönes, Altes und Nostalgisches von Lederhosen über Messer bis hin zu Schildern und Jagdschmuck.

Aus Liebe zum Brauchtum

Jedes einzelne Sammlerstück erzählt eine eigene Geschichte. Diese authentischen Originale aus dem gesamten Alpenraum dienen als Vorlage für die Unikate, die ausschließlich von Hand angefertigt werden. Ob individuelle Gürtelschließen, Lederhosen mit antikem Muster und passenden Trachtenstutzen, Fuhrmannbestecke mit Monogramm oder traditionelle Hutnadeln: Bei mir gibt es einzigartige Jagd- und Trachtenartikel sowie alpenländische Volkskunst. Wie in der guten alten Zeit. Ich freue mich auf Ihren Besuch, Ihr Reinhard Hickl

Nach Maß: Gewehrsack mit individuellem Motiv und Monogramm. Gefertigt aus sämisch gegerbtem Leder einheimischer Berghirschen.


JAGD- UND TRACHTENGÜRTEL Zünftiges aus Antikleder Alle Jagd- und Trachtengürtel werden aus historischen Treibriemen sowie mit individuellen Koppelschlössern hergestellt. Dabei können Sie aus einer Vielfalt an jagdlichen und traditionellen Motiven wählen oder eine personalisierte Schnalle – beispielsweise mit dem Familienwappen oder Ihren Initialen – anfertigen lassen.

Gürtelschließe Modell ”Erzherzog Johann”

Das Antikleder für unsere besonderen Gürtel stammt von den Treibriemen alter Dresch- und Dampfmaschinen, mit denen früher auf dem Land gearbeitet wurde. Dieses geschichtsträchtige Leder wird im Haus gespalten und individuell angepasst.

Eine große Auswahl an Gürtelschließen finden Sie in unserem Online-Shop: www.jagd-tracht-antik.at


MESSER UND BESTECKE Bestechend schöne Unikate Unsere Messer sind zur Gänze von Hand gefertigt. Aus unterschiedlichen Hornarten wie Gams, Reh, Steinbock, Rothirsch und Mufflon wird der Griff geschnitzt. Monogramme auf der Griffkappe sowie Klingeninschriften sind gegen Aufpreis möglich. Die Scheide wird an das Messer angepasst.

Jagdmesser mit Hirschhorn-Griff

Die Leidenschaft fürs Handwerk und die ausgefeilte Liebe zum Detail machen Reinhard Hickls Produkte zu ganz besonderen, persönlichen Kunststücken.

LEDERHOSEN WIE IN DER GUTEN ALTEN ZEIT Ziagt’s o a g’scheits G’wand! Unsere Lederhosen werden aus sämisch gegerbtem Leder einheimischer Berghirschen gefertigt. Als Vorlage dienen dabei teilweise über 100 Jahre alte Originalmuster, die sich im Besitz von Reinhard Hickl befinden. Die Hosen unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und werden mit detaillierter, aufwendiger Reliefstickerei von bestechender Optik versehen. Auch das passende Zubehör finden Sie bei uns: handgestrickte Garnstutzen mit Modelmustern, Träger, Ranzen sowie Gürtel aus antiken Treibriemen. Für eine authentische Optik werden auf unseren Lederhosen ausschließlich handgefertigte Hornknöpfe verwendet.

Rucksack / Waidsack für Damen und Herren aus sämisch gegerbtem Leder einheimischer Berghirschen Modell Auerhahn Lederhose Mo


EXKLUSIVER JAGDSCHMUCK Wahre Schmuckstücke Hut ab vor diesen besonderen Schönheiten! Hutmodelle nach Originalvorlagen in verschiedenen Farben stehen zur Wahl. Passend dazu: die individuell gefertigten Wildbärte in allen Größen und Variationen, von Hirsch, Dachs, Gams, Mufflon, Hase, Murmeltier, Steinbock und Wildschwein. Besonders schmückend sind die Bartradln, Jagdabzeichen, Hutnadeln, Spielhahnfedern und Federgestecke, ebenfalls von Hand gemacht.

TROPHÄEN FASSUNGEN Jagd•Tracht•Antik HICKL Laimerweg 2, 4822 Bad Goisern Fassung für Schnepfenfedern

Fassung für Fuchshaken

Fassung für Murmelnager

Telefon: 0664-430 44 20 Mail: hicklantik@aon.at www.jagd-tracht-antik.at

Viele weitere Trophäen-Fassungen finden Sie in unserem Online-Shop: www.jagd-tracht-antik.at


38

Problemfall Fischotter

40

Raumnutzung des Rehs

28

Wildtiere in Not

46

Messer

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Nachtsichtgeräte ein Leitfaden

10

Coverstory

20

Birgit Reitbauer

Große Beutegreifer

Wildbiologe Paolo Molinari

34

Cockerspaniel Facettenreicher Vierbeiner

62

Renault Alaskan

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Rotkäppchen

24

Rotwild im Umbruch


I N H A LT

SCHIESSARENA Zangtal Die Schießstätte Zangtal bietet auf 35 ha optimale Übungsmöglichkeiten für Jäger, Sport und Hobbyschützen. SCHROT

COVERSTORY Ab Seite 10 8 WEIBLICHKEIT Seite 16 8 TESTBERICHTE Seite 50

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PISTOLE

IMPRESSUM Herausgeber: Christian Huemer, 8055 Graz, Puchstraße 133 www.steirischejaegerin.at, huemer@hc-media.at Redaktion: Charlotte Klement, Jana Sidenko, Paolo Molinari, Martin P ­ rumetz, Kerstin Reinprecht, Christoph Widakovic, Annette Monschein-Pimeshofer, Kathy Baumgartner, Bruno Hespeler, Christine Lettl, Andreas Zwilak-Hermann, Thomas Schurian, Henry Sams, Christan Huemer Erscheinungsort: Graz Anzeigenleitung: Christian Huemer, 0664/1457580, huemer@hc-media.at Grafik: bluepepper.at | Ing. Peter Jukel Lektorat: reintext.at | Kerstin Reinprecht, BA Vertrieb: Abo, redmail, 8010 Graz, Gadollaplatz 1, steirische Trafiken Coverfoto: bluepepper.at | Ing. Peter Jukel Druck: Gravizki zavhod Hrvatske d.o.o., Croatia, 1000 Zagreb

KETTNER SCHIESSARENA GmbH Schießplatzstraße 12, A-8570 Voitsberg Tel. +43 (0) 2626/200 26-445, zangtal@kettner.com

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GLÜCKSMOMENTE Seite 10


FALSTAFF IST SPRACHLOS Das Steirereck von Heinz und Birgit Reitbauer ist im Restaurantguide mit 100 Punkten wieder einmal Gesamtsieger. Seit Jahren zählt die Pilgerstätte für Feinschmecker konstant zur Weltklasse. Während ihr Mann lieber nach Schwammerln sucht, geht Birgit Reitbauer regelmäßig auf die Jagd. Und atmet durch. Geknöpftes Leinenmieder mit gefältelter Rüsche in Silvergrau mit Lindgrün und einem Hauch von Lobster-Orange Passend als frisches Sommerdirndl, fürs Standesamt oder als Gast zu einer lustigen Runde.

Sie haben einen stressigen Alltag. Würden Sie die Jagd als Auszeit bezeichnen? Es ist vor allem die Zeit, in der ich meinen Gedanken nachhängen kann und den Tag bewusst wahrnehme. Zweimal in der Woche gehe ich auf die Morgenpirsch. Da bin ich schon konsequent und das weiß auch meine Familie. Es sind Glücksmomente, in denen ich auch Kraft für die Arbeit sammle, die danach beginnt. Die Jagd ist ein wunderbares Hobby, für das ich mich schon als Jugendliche interessiert habe. Dann standen andere Dinge im Vordergrund, aber vor fünf Jahren bin ich es dann schließlich angegangen. Eine halbe Stunde im Wald bringt dem Körper zwei Wochen an Elan. Hat Ihr Mann die Jagd auch für sich entdeckt? Er schätzt die Jagd und versteht die Passion dafür. Aber er macht sich dann doch lieber auf die Suche nach Schwammerln oder Pilzen. Wie sehen Sie den gesellschaftlichen Aspekt der Jagd? Wir haben natürlich im Restaurant sehr viele bekannte Persönlichkeiten zu Gast, aber die Jagd sehe ich als etwas absolut Bodenständiges. Mir persönlich geht es da nicht um Netzwerke, sondern um Ruhe und Abgeschiedenheit. Auf die Jagd sollte man gehen, wegen der Sache an sich. Da braucht es nicht immer diese Nebengeräusche. Als ich meine Jagdprüfung machte, wusste das niemand.

TEXT: CHRISTIAN HUEMER FOTOS: PETER JUKEL

Die Jagd als reine Männerdomäne. Stimmt das noch? Kann ich nicht unterschreiben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so was in unserer heutigen Zeit noch Thema ist. Ich wurde von Anfang an, auch von unserem Landesjägermeister Christian Konrad unterstützt und war die erste Frau im Revier. Es ist auch immer die Frage, egal ob Mann oder Frau, wie man

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Leinenleiberl mit duftige ­Blumenwiese-Motiv und Kontrast Schürze. Modell kann auch als Kleid mit Gürtel, ohne Bluse getragen werden und findet so rege Einsatzmöglichkeiten.

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sich als Jäger benimmt. Außerdem bin ich nicht auf den Mund gefallen. Schlussendlich geht es auch immer um Respekt und lebenslanges Lernen. Jagd bedeutet für mich auch, dass man zuhört, Wissen aufnimmt und weitervermittelt. Also ich kenne jetzt keinen Jäger, der den Macho raushängen lässt. Erinnern Sie sich an ein Jagderlebnis ­besonders gut? An den ersten Rehbock erinnert sich wahrscheinlich jeder Jäger. Wenn das Herz rast und die ganze Situation aufregend ist. Oder die erste Gams, der Nebel auf tausend Meter. Letztes Jahr bin ich ganze 18 Mal auf meinen ersten Hirsch gegangen. Obwohl mir der Rehbock lieber ist als der Hirsch.

"Für mich geht es um die Natur und die Qualität, die ich daraus tagtäglich ziehe." – Birgit Reitbauer

Gibt es so etwas wie eine Wunschtrophäe? Überhaupt nicht. Für so etwas bin ich die Falsche. Ich könnte mir auch nie vorstellen, nach Afrika zu fliegen und einen Löwen zu schießen. Das lockt mich einfach nicht. Für mich geht es um die Natur und die Qualität, die ich daraus tagtäglich ziehe. Die Jagd ist ein lebenslanges Hobby, das einen das ganze Leben begleiten kann. Jagd bedeutet für mich nicht, Trophäen zu sammeln. Jagd bedeutet Respekt. Inwiefern fühlen sie sich der Natur als Jäger verpflichtet? Zu hundert Prozent. Wir haben in Österreich das Glück, das wir Produkte, vom Getreide über das Gemüse bis hin zu Wild aus der Natur gewinnen können. Vorausgesetzt man behandelt sie mit Respekt und Nachhaltigkeit. Ein erlegtes Wild hat bis zum letzten Moment ohne Einschränkungen und Stress gelebt. Das gilt leider für viele Tiere, die für die Lebensmittelproduktion in Frage kommen, nicht.

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Die Frage muss sein: Was ist ihr liebstes Wildgericht? Rehbeuschel. Findet man bei uns auch immer wieder auf der Karte. Wild ist an sich überhaupt ein qualitätsvolles Produkt. Im Revier im Tullner Feld gibt es eine eigene Übernahmestelle und wir verarbeiten das Wild auch selber im Betrieb. So schließt sich ein Kreis und damit wird auch bis zu einem gewissen Grad die Region gestärkt. Wird die Qualität von Wild unterschätzt? Der Bezug zu Fleisch an sich hat meiner Meinung nach abgenommen. Hier muss die grundsätzliche Einstellung überdacht werden, weil Fleisch etwas Wertvolles ist, das Geld kostet. Weil es auch um den Menschen hinter dem Produkt geht. Und wenn der seine Arbeit gut macht, wovon wir jetzt einmal ausgehen, dann gehört er dafür entsprechend entlohnt. Ich würde mir mehr Stolz für das Produkt wünschen.

Birgit Reitbauer war beeidruckt vom neuen Range Rover EVOQUE GB PREMIUM CARS GmbH & Co KG, Fabriksgasse 27, 8020 Graz T. +43 (0)316/724343 0, info@gbpremiumcars.com, www.gbpremiumcars.com

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Mehr Respekt

vor der Weiblichkeit!

Martin Prumetz Seit meinen jungen Jahren beeindruckte mich immer schon, mit welchem Respekt und mit welcher Hochachtung so manch erfahrener Berufsjäger über das weibliche Rotwild erzählte. Irgendwie ließ mich das in meiner gesamten Berufsjägerzeit nie wirklich los und so habe auch ich einige dieser beeindruckenden weiblichen Persönlichkeiten durch ihr ganzes Leben begleitet. Bekannte Alttiere zu erlegen, war immer etwas schwierig für mich und so kam ich oft in Versuchung, diese Abschüsse vor mir herzuschieben. Bei kleinen, schwachen, fremden sowie unsympathischen Tieren, die es ja auch unter Rotwild gibt, ging es noch, aber bei den gut bekannten konnte ich mich kaum dazu überwinden. Wenn man über den Winter monatelang täglich mehrere Stunden während dem Füttern unter Rotwild verbringt, bekommt man nicht nur zu den Geweihträgern, die ja meist im Vordergrund stehen, einen engeren Bezug, sondern auch zum weiblichen Rotwild. Und das lehrte mich recht schnell, dass nicht nur bei uns Menschen der gesamte Jahresablauf von der Weiblichkeit enorm stark beeinflusst wird, sondern auch beim Rotwild und vor allem, dass alte Tiere für das Sozialverhalten des gesamten Bestandes von hoher Wichtigkeit sind. So gab es einige unter ihnen, die aus Altersgründen irgendwo, meist in den Futtereinständen, liegen blieben. Diese Alttierkadaver zu finden,

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löste in mir ein zufriedenes, aber auch ein nachdenkliches Gefühl aus, denn ich war ja auch zum Großteil an diesem erfüllten, langen Rotwildleben beteiligt. Aber über ein ganz besonderes Tier, das ich „Weibi“ genannt hatte, möchte ich ausführlicher erzählen. Hinter meinem Diensthaus im einschichtig gelegenen Revier Höll hatte ich mir ein kleines Gatter von etwa einem Hektar errichtet, um Rotwildkälber aufzuziehen und Weibi kam hier zur Welt. Ihre Mutter war ein Kalb der freien Wildbahn, das ich mit der Hand aufgezogen hatte und der Vater stammte aus einem recht guten Zuchtgatter. Leider war dieser Hirsch von Anfang an, als ich ihn zu mir holte, sehr zurückhaltend und nervös gewesen, wovon er auch etwas seiner Tochter vererbte. Sie wurde zwar im Laufe der Zeit sehr vertraut, aber berühren ließ sie sich von mir nie, obwohl wir uns über zwei Jahrzehnte lang fast jeden Tag irgendwo begegneten. Vom Nachwuchs, der im Aufzuchtsgatter geboren wurde, ließ ich manche in meinem Revier frei oder verschenkte sie an Berufsjägerreviere. Gespannt verfolgte ich ihren weiteren Lebensverlauf, doch die wenigsten wurden wirklich alt. Weibi hatte sich prächtig entwickelt und so entschloss ich mich, sie als sogenanntes Übergangstier freizulassen. Freiwillig wäre sie wohl nie aus ihrem Geburtsgatter gekommen. So musste ich sie narkotisieren und brachte sie danach mit dem Motorschlitten etwa einen Kilometer ent-


fernt von der Fütterung in ihre neue Umgebung. Mein Diensthaus, dieses kleine Aufzuchtsgatter und die Rotwildfütterung befanden sich idealerweise innerhalb des etwa 80 Hektar großen Wintergatters. Nach zwei Tagen tauchte Weibi wieder vollkommen nüchtern, aber sichtlich nervös gegenüber der Rotwildfütterung bei ihren Eltern auf. Wenn ich ihr zu nahe kam, drohte sie ins Gatter zu springen, um notfalls mit Gewalt ihren alten Lebensbereich wieder zu erreichen. Doch sie kam schnell in ihrem neuen Lebensraum zurecht, nahm die neue Fütterung recht gut an und wurde auch von ihren freilebenden Genossen überraschend gut angenommen. Hirsche tun sich in solchen Situationen meist wesentlich schwerer. Weibi zeigte bald, dass sie Selbstbewusstsein und Führungsqualitäten hatte. Das gesamte Rotwild war damals am Futterplatz sehr vertraut und auch tagsüber um mein Haus sowie bei der Fütterung immer irgendwo anwesend. Meine Labradorhunde und ich durften uns unter ihnen absolut frei bewegen und das auch während der Brunft. Das hatte ich mir mit viel Feingefühl, enormer Ausdauer und vor allem durch eine sanfte Bejagung, die das Wild eigentlich selbst vorgibt, im Laufe der Jahre zeitaufwendig erarbeitet. Mein intensiver Umgang mit Rotwild wurde immer wieder verurteilt, doch ich lernte dadurch unglaublich viel über diese Wildart und würde es immer wieder genauso machen. Rotwild nur zu jagen, war mir eindeutig zu wenig! Als im Frühling die Setzzeit immer näher rückte, war für mich äußerst schwierig festzustellen: ist meine Ausgewilderte beschlagen, bekommt sie überhaupt ein Kalb oder hat sie schon gesetzt? Diese Fragen blieben länger völlig offen. Öfters hatte ich das schon bei starken Übergangstieren beobachtet, aber bei ihr war es besonders schwierig. In der ersten Maiwoche wollte ich es unbedingt wissen. Ich nahm mir einfach die Zeit und begleitete sie in der Hoffnung, dass sie ihr Kalb aufsuchen würde. Sie ließ es auch völlig gelassen zu, dass ich sie im Abstand von Alle Fotos: Martin Prumetz

Stolz präsentiert Weibi ihr Kalb auf der Hauswiese.

Nach der Schlittenfahrt und noch in der Narkose, kurz vorm Auswildern mit meinen Kindern

etwa 20 bis 30 Meter ein paar Stunden verfolgte. Nur schien sie mein Vorhaben recht bald zu durchschauen und führte mich fast schelmisch in Schlangenlinien durch das große Wintergatter. Zwei Wochen später präsentierte sie mir voller Stolz ihr starkes Kalb, das sicher schon über einen Monat alt war. Von nun an war Weibi gefestigt, hatte eine führende Aufgabe und wurde ein fixer Bestandteil im Umkreis von meinem Haus. Ich habe sie all die Jahre nie weiter als zwei Kilometer abseits vom Haus gesehen. Auch ihrer etwas schwächeren Schwester schenkte ich zwei Jahre später um etwa in derselben Jahreszeit die Freiheit. Nach Öffnung des Wintergatters im Frühling war diese ein Jahr spurlos verschwunden. Nach der völlig überraschenden und unerwarteten Heimkehr gegen Ende April drängte sie unaufhörlich in das noch geschlossene Wintergatter. Nach dem ich ihr freudig das Tor öffnete, setzte sie zwei Tage danach unmittelbar neben ihrer eigenen Geburtsstätte das erste Kalb. Die „Schwester“ wie ich sie nannte, hatte ich beim Auswildern an beiden Lauschern mit jeweils einer roten Marke markiert. In Folge brachte sie 14 Kälber zur Welt und verschwand danach im Alter von siebzehn Jahren auf unerklärlicher Weise. Sie blieb aber immer deutlich schwächer als Weibi, da sie schon als nicht sehr starkes Schmaltier beschlagen wurde und das nie wieder an Gewicht aufholen konnte. So entwickelte sich um mein Haus im Laufe der Jahre ein Kahlwildrudel, in dem Weibi souverän die Chefin war, mit bis zu fünfunddreißig Stück. Einige davon waren Töchter, Tanten und Enkel, die alle vom Gesicht sehr ähnlich und deutlich zu erkennen waren. Für mich war das ein Lebenstraum, der in Erfüllung ging und natürlich ein wertvoller Magnet für die Hirschbrunft. So viele fesche Mädels unmittelbar um mich zu haben, ergab ein unglaubliches Brunftgeschehen. Von

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Weibis einziger Sohn als Jährling und zweijähriger: der „Rehbock“

den siebzehn Kälbern, die Weibi in ihrem fast zweiundzwanzigjährigen Leben zur Welt gebracht hatte, erschoss ich nur eines irrtümlich. Um das zukünftig auszuschließen, markierte ich von nun an die von mir handaufgezogenen Kälber während der kritischen Zeit mit einer pinken Farbe an den Lauschern. So mancher Tourist war verwundert über ein derart gestyltes Rotwildkalb, das auch noch recht vertraut war. Weibi setzte nur ein einziges Hirschkalb und das in der Mitte ihres Lebens. Dieser Hirsch war der beste Jährling, den ich jemals hatte: eine unglaubliche Veranlagung und auch der Körperbau samt Statur war makellos und edel. Als Einjähriger hatte er beidseitig ein langes Mittelende und eine starke Dreierkrone mit langen Enden. Als Zweijähriger zeigte er reguläre vierzehn mit einer starken, doppelgabeligen Viererkrone. Wegen seiner rehbockähnlichen Figur und des Geweihaufbaues nannte ich ihn „Rehbock“. Leider ist er wie auch viele andere gutveranlagte junge Hirsche spurlos verschwunden und auch nie bei einer Trophäenschau aufgetaucht. Nach meiner Erfahrung sind diese besonders gut entwickelten Junghirsche auch

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geschlechtlich früher reif und versuchen sich dadurch in der Brunft oft schon ab dem zweiten Kopf zu beteiligen. Logischerweise wurden sie von den Hauptbrunftplätzen in andere Reviere verdrängt, vielleicht auch irgendwo geforkelt, aber vermutlich meist in den umliegenden, schießfreudigen Revieren als Kahlwildabschuss gemeldet. Irgendwie hatte sich in den jagdlichen Bereichen schon während der letzten Jahrzehnte eine deutlich negative Veränderung eingeschlichen. Rundherum wurden sämtliche Großreviere der Bundesforste aufgelöst und kleinflächig auf viel zu viele Jäger aufgeteilt. Diese neu heranwachsende Jägergeneration war schnell dazu bereit, die Wildbestände für viel Geld wahllos herunter zu schießen. So überraschte auch mich 2010 die Nachricht, dass mein Revier, das besitzmäßig zur Hälfte der Stadt Wien und der Verwaltung Meran gehörte, aufgelöst und geteilt wird. Dadurch wurde auch mein Wintergatter behördlich aufgelassen und meine Stelle als Berufsjäger wurde somit auch nicht mehr gebraucht. Für mich war das eine sehr traurige Tatsache, die ich schlus-

sendlich akzeptieren musste, aber noch schlimmer wäre gewesen, diesen von mir mit viel Herzblut aufgebauten und völlig vertrauten Rotwildbestand um mein Haus im Stich zu lassen und ihn anderen Jägern mit Freude zur Vernichtung zu überlassen. So entschloss ich mich schweren Herzens, das selbst zu übernehmen und ersparte meinem Wild wahrscheinlich unendliches Leid. Das wurde allerdings die schlimmste Zeit meines Berufsjägerlebens, mein mühevoll aufgebautes Lebenswerk selbst wieder zu zerstören. So erlegte ich voller Wehmut in meinem letzten Berufsjägerjahr 90 von 110 Stück und die restlichen 20 Stück kamen immer noch tagsüber vertraut zur Fütterung - wahrscheinlich zur Enttäuschung der staatlich angrenzenden Jagdpächter, denn so mancher hatte sich damals erhofft, den einen oder anderen kapitalen Höllhirsch zu erbeuten. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf. Es war sogar damals im Internet bei Jagdangeboten der Staatsreviere im Nachbargebiet erwähnt worden, dass hier ein Revier mit starken Hirschen aufgelöst wird.


Weibi führte natürlich nach wie vor mit noch einigen anderen vertrauten Alttieren, die ich bewusst übrig ließ, dieses kleine verbliebene Rudel an. Sie vertraute mir immer noch voll, doch sie durchbohrte mich ständig mit fragenden Blicken, die sich schrecklich auf mein schlechtes Gewissen auswirkten. Ich fühlte mich wirklich miserabel und nur dieser eine Gedanke ließ mich das alles durchhalten: wenn ich das nicht vollbringe, kommen andere und erledigen das auf ihre Weise. Wie, wollte ich mir gar nicht vorstellen. Weibi kannte bestens meine Gewohnheiten, meinen Tagesablauf, meine Stimme und alle von mir verursachten Geräusche in dem riesigen Felskessel der einschichtig gelegenen Höll. Sie hatte auch früh gelernt, dass sie außerhalb der Futterzeit nur etwas von mir bekam, wenn sie alleine war. So passte sie mich oft erst am Retourweg völlig verschwiegen von den anderen irgendwo am Rand der Straße ab, um eine Kleinigkeit zu bekommen. Das waren oft sehr vertrauliche und berührende Szenen, die ich nie vergessen werde. Über zwanzig Jahre waren wir uns fast jeden Tag irgendwo begegnet, außer in der Zeit, in der sie brunftig war, da verhielt sie sich irgendwie schon fast anständig, ließ sich nicht beobachten und war wie vom Erdboden verschluckt. Ich hatte auch nie eine Vermutung, wer der Vater ihrer Kälber sein könnte. In meiner Berufsjägerlaufbahn erlegte ich an die 1700 Stück Rotwild, doch dieses Tier, das mir so ans Herz gewachsen war, konnte und wollte ich einfach nicht erschießen. Ein Jahr später bekam ich ihre silberne Hochschwab–Ohrmarke und ihr Unterkiefer vom Erleger. Laut ihres Zahnabschliffes war sie höchsten 14 bis 15 Jahre alt, aber ich wusste ja, dass sie im einundzwanzigsten Jahr gewesen war. Der Rotwildexperte „Vogt“ hatte schon in den Dreißigerjahren herausgefunden, dass sich Sesamkuchen (der Abfall vom Sesamölpressen) fördernd auf das Geweihwachstum und den Knochenaufbau auswirkt, aber auch dadurch den Zahnabschliff verringert. Weibi hatte immer mit den Hirschen mitgenascht und daher war auch ihr Zahnabschliff wesentlich geringer. Auch bei den Hirschen bei meiner Fütterung war der Abschliff immer geringer als das tatsächliche Alter. Weibis Ohrmarke ziert seitdem als Andenken meinen Autoschlüssel-Anhänger und begleitet mich auf vielen meiner Wege. In Erinnerung bleibt mir wohl dieses einzigartige Rotwildtier, das mich einundzwanzig Jahre in freier Wildbahn durch mein Leben begleitet hatte, so lange ich denken kann.

Rendite ist weiblich Frauen sind bei Investmententscheidungen oft erfolgreicher als Männer. „Der Nachhaltigkeitsfokus – sowohl bei Entscheidungen als auch Produkten - spielt dabei laut Heike Huber, Private Banking Beraterin der Hypo Vorarlberg in Graz, eine ausschlaggebende Rolle. Dass Frauen oft die erfolgreicheren Anleger sind, haben Studien immer wieder gezeigt. Sie handeln demnach überlegter, lassen sich von schwankenden Kursen nicht zum ständigen Kaufen und Verkaufen verleiten, sondern bleiben ihrer Strategie treu, heißt es dabei oft. „Auch aus meiner beruflichen Praxis kann ich bestätigen, dass Frauen in ihrer Entscheidungsfindung meist überlegter sind und sich in der Regel genauer und detaillierter informieren. Umso wichtiger ist es dabei mit unseren Kundinnen einen langjährigen Weg zu gehen. Auf diesem entwickelt sich durch aktives Zuhören und bewusstes Zeitnehmen immer mehr gegenseitiges Vertrauen und Verständnis heraus, das die Basis für nachhaltig angelegte Veranlagungskonzepte und abgestimmte tragfähige Lösungen ist. Das wird von unseren Kundinnen sehr geschätzt“, so Huber. Frauen haben ein besonders starkes Interesse daran nicht nur gute Renditen zu erzielen, sondern in Form nachhaltiger Investments auch an die Zukunft zu denken. Laut einer aktuellen Umfrage des US Fondsriesen Morgan Stanley bevorzugen bereits 84% der Frauen nachhaltige Investments. Auch die Vermögensverwaltung der Hypo Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren wichtige Schritte in Richtung nachhaltiger Geldanlage gemacht. Nach gezielten Umschichtungen hat beispielsweise der Hypo Weltportfolio Aktiendachfonds, einer der größten globalen Aktiendachfonds in Osterreich der in fast allen Vermögensverwaltungs-Mandaten der Hypo Vorarlberg eingesetzt wird, 2017 erstmals ein Nachhaltigkeitssiegel erhalten. „Es ist uns wichtig, dass unsere Kundinnen Lösungen wählen können, bei denen der Nachhaltigkeitsaspekt besonders berücksichtigt wird. In der Fondsauswahlliste der Hypo Vorarlberg befindet sich unter einer eigenen Rubrik eine Reihe von nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Wir erarbeiten gerne individuelle Lösungen und berücksichtigen dabei die persönlichen und finanziellen Verhältnisse sowie die Erfahrungen und Kenntnisse“, ergänzt Huber.

Heike Huber Hypo Vorarlberg in Graz heike.huber@hypovbg.at www.hypovbg.at/graz

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des Wolfes linari

in die Alpen Foto: Paolo Mo

Foto: pixabay.com

Die RĂźckkehr des

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Interview mit Wildbiologe Paolo Molinari


INTERVIEW: TIROLER JÄGERVERBAND

Der italienische Wildbiologe Paolo Molinari hat bei zahlreichen Projekten zum Thema „Große Beutegreifer“ im Alpenraum mitgearbeitet. Er sammelte in verschiedenen Ländern Mitteleuropas Erfahrungen mit dem Management von großen Beutegreifern und ist außerdem auf politischer Ebene aktiv. Paolo Molinari erachtet ein Zusammenleben mit dem Wolf als möglich, aber es ist unumstritten, dass dies einige Konflikte mit sich bringt und pragmatische Lösungsansätze notwendig sein werden. JAGD IN TIROL: Wie sind Sie dazu gekommen, im Bereich großer Beutegreifer zu arbeiten? Paolo Molinari: Ich bin in einer Jägerfamilie aufgewachsen und habe mich schon als Kind für die Natur und die Wildtiere interessiert. Daher habe ich mich schon früh dazu entschieden, dass ich Forstwissenschaften studieren möchte. Während meinen ersten Jahren an der Universität wurden in meiner Heimat, den Julischen Alpen in Tarvisio, nach über einem Jahrhundert Abwesenheit, die ersten Luchsbeobachtungen getätigt. Die Tiere stammten von einem Wiederansiedlungsprojekt des Luchses in Slowenien. Dieses Projekt hat mich von Beginn an sehr interessiert und fasziniert. Folglich begab ich mich auf die Spuren dieses Luchses und damit hat langsam alles begonnen. Daraufhin bekam ich die Chance beim Schweizer Luchsprojekt mitzuarbeiten. Bei den slowenischen Kollegen konnte ich des Weiteren meine ersten Erfahrungen im Umgang mit und bezgl. des Managements von Bären sammeln. Danach hat sich das eine aus dem anderen ergeben und immer mehr Projekte und Länder kamen hinzu. Selbstverständlich habe ich mich während all diesen Jahren nicht nur mit den Großraubtieren, sondern auch intensiv mit dem Schalenwild beschäftigt. JIT: Bei welchen Projekten rund um die Thematik der großen Beutegreifer haben sie mitgearbeitet? Paolo Molinari: Das sind wirklich wahnsinnig viele. Meine ersten Erfahrungen mit Bären, Wölfen und Luchsen habe ich bei den dazumal noch jugoslawischen Forsten machen können. Das erste wichtige Projekt, bei dem ich angestellt wurde, war in den frühen 90er-Jahren, das Luchsprojekt in der Schweiz. Danach ging es rapide weiter und es kam eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten dazu. Bis heute habe ich, mit Ausnahme von Afrika, auf allen Kontinenten im Bereich der großen Beutegreifer gearbeitet. JIT: In der Zwischenzeit ist klar, dass die großen Beutegreifer auch in Österreich ihren ursprünglichen Lebensraum zurückerobern. Sind Sie der Meinung, dass ein Miteinander von Landwirtschaft, Jagd, Bevölkerung und Wolf möglich ist? Paolo Molinari: Ich bin absolut davon überzeugt, dass dies möglich ist. Wobei die Bedingungen regional sehr unterschiedlich sein können und man kein Schema X über die ganzen Alpen legen kann. Man kann nicht davon ausgehen, dass alles überall gleich funktioniert bzw. nicht funktioniert. Denn die Nord- und Südalpen und die West- und Ostalpen sind sehr unterschiedlich. Ebenfalls sind die Länder mit ihren Systemen und Kulturen sehr unterschiedlich. Ein Miteinander ist möglich, aber nur, wenn wir ein Gleichgewicht zwischen dem biologisch Notwendigen und der soziokulturellen Tragfähigkeit seitens der betroffenen Bevölkerung finden. Weiters ist eine gewisse Dosis an Pragmatismus notwendig, sodass die Leute bereit sind, dieses Zusammenleben zu versuchen. JIT: In Tirol wird das Thema bzgl. des vorhandenen Lebensraumes für den Wolf sehr kontrovers diskutiert. Wie schätzen Sie das ein? Paolo Molinari: Ich mache viele Vorträge und leite diverse Projekte im gesamten Alpenraum, und überall, wo ich präsent bin, haben die Leute das Gefühl, dass im eigenen Tal, in der eigenen Kulturlandschaft ein Zusammenleben nicht möglich ist. Die Kulturlandschaft in Tirol ist eine besonders intensive und vor allem fragmentierte Landschaft,

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aber dieselbe Landschaft finden wir in vielen Gebieten des Alpenbogens, unabhängig davon, ob diese in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien oder der Schweiz liegen. In der Schweiz finden wir vielleicht die zersiedeltsten Regionen und dort kommen trotzdem Bär, Luchs und Wolf vor. Auch wenn der Wolf etwas Besonderes ist, können wir nicht a priori sagen „Es geht nicht“, denn dies ist sicherlich nicht der richtige Weg, um dieses Thema anzugehen. JIT: Wie sollte in Zukunft die Almwirtschaft organsiert werden, damit es möglich ist, Landwirtschaft in den Bergen bei gleichzeitiger Präsenz von großen Beutegreifern zu betreiben? Paolo Molinari: Das ist die wohl kritischste Frage, die man im Moment einem Wildbiologen stellen kann. Man muss ganz offen sagen, wir haben viele Lösungsansätze, wir haben viele Ideen, wir wissen, dass das eine oder andere sehr gut funktioniert, wir wissen aber auch, dass vieles nicht funktioniert und in gewissen Regionen und unter gewissen Bedingungen überhaupt nicht funktionieren kann. In diesem Punkt sind wir noch mitten im Prozess, Lösungen zu finden, denn es gibt keine Musterlösung, welche wir über den Alpenraum legen können. Wir müssen davon ausgehen, dass es kaum irgendwo sogenannte wolfsfreie Zonen geben wird. Aber auch jene Leute, welche sich über die Wolfspräsenz freuen, müssen verstehen, dass die Alpen kein Freilandzoo sind. Das heißt, wir müssen mit Management und Regulierungen eingreifen, wobei es fraglich ist, ob man Wölfe überhaupt regulieren kann. JIT: Was sind Ihre Erfahrungen in puncto Einflüsse des Wolfes auf das Schalenwild und die Wildschadensproblematik? Paolo Molinari: Das Thema Ökologie bereitet beim Thema Wolf wohl die wenigsten Sorgen. In der Anfangsphase stellt der Wolf für die Jäger vor allem ein psychologisches Problem dar. Es gibt nirgends, mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen, Situationen, wo der Wolf seine Beutetiere so reduziert hat, dass eine Jagd mit großer Freude nicht mehr möglich war. Die Alpen sind fast überall mit hohen Schalenwilddichten bestückt, wir haben teilweise große Probleme mit dem Forst und mit der Erfüllung der Abschusspläne. Der Wolf bedient sich beim Rotwild zum größten Teil beim Kahlwild – für die Jagd eigentlich eher unproblematisch. Ich sehe hier sehr gute Möglichkeiten eines Zusammenlebens, jedoch wird es Zeit brauchen, da die Leute sich erst wieder daran gewöhnen müssen, dass der Wolf sich seinen Anteil nimmt. Überall wo es gute Wolfspopulationen gibt, zeigt sich, dass es funktionieren kann. Es gibt allerdings regional Situationen, z.B. in den Voralpen des Venetos in Italien, wo der Wolf innerhalb relativ kurzer Zeit Muffelwildkolonien komplett ausgerottet hat. Hierbei müssen wir allerdings bedenken,

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dass das Muffelwild dort eine nicht autochthone Art ist, es wurde dort für die Jagd künstlich ausgewildert. Dass der Wolf gerade mit so einer Art aufräumt, zeigt eigentlich, dass das System mit dem Wolf ökologisch betrachtet perfekt funktioniert. JIT: Gibt es einen indirekten Einfluss des Wolfes auf die Waldvegetation? Paolo Molinari: Dies ist bereits durch Studien aus Nordamerika belegt worden. In diesem Forschungsprojekt hat der Wolf die Pflanzenfresser so im Griff, dass sich dies wiederum positiv auf den Wald auswirkt. In Europa hat man das in diesem Umfang noch nicht untersucht, aber es ist eigentlich ganz offensichtlich, dass es einen positiven Nebeneffekt haben muss, wenn der Wolf dazu beiträgt, einen für den Wald angemessenen Wildstand zu erreichen. Wir haben in einer Region in Italien so hohe Rotwilddichten, dass es zu keiner Blütenbildung mehr kommt. Sogar Imker meiden mittlerweile diese Gebiete, da ihren Bienen dort die Nahrung fehlt. Dies ist ein Beispiel, um zu zeigen, wie intensiv eine Überbevölkerung von Rotwild ein Habitat beeinflussen kann. Das sind natürlich spezielle, negative Beispiele. Diese sollen jedoch auch aufgezeigt werden, damit man erkennt, wie weit es kommen kann. Die Jagd ist sicher in vielen Regionen in der Lage, das Schalenwild zu regulieren, aber im Großen und Ganzen macht der Wolf nichts anderes und im Prinzip wäre das eine großartige Hilfe für die Jagd. JIT: Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft der großen Beutegreifer in Österreich? Paolo Molinari: Ich weiß nicht, ob ich mir etwas für die Großraubtiere oder für die Jäger wünschen soll. Ich persönlich bin ein leidenschaftlicher Jäger, bin durch die Jagd zum Beruf gekommen und habe mich auch für die großen Beutegreifer schon immer wahnsinnig interessiert. Ich sehe mit Leid zu, wie die Jagd in der Öffentlichkeit vermehrt negativ wahrgenommen wird. Dies auch, weil es die Jagd nicht geschafft hat, sich zu emanzipieren und über die Monokulturen der jagdbaren Arten hinauszusehen. Ich denke jedoch, dass genau dieser Blick über den Tellerrand der Jagd sehr guttun würde. Das heißt nicht, dass wir jetzt überall die Hirsche mit Wölfen ersetzen wollen, aber zu den großen Beutegreifern generell „Nein“ zu sagen und darauf zu bestehen, dass sie bei uns keinen Platz haben, ist falsch. Was ich mir wünsche, ist, in einem Gebiet zu jagen, wo Schalenwild und Großraubtiere zusammenleben und wo der Jäger wieder eine willkommene Person im Dorf und in der Gesellschaft ist. Ich weiß, dass dies ein großer Wunsch ist und so wünsche ich mir das nicht für mich, sondern für die nächste Generation, jene von meinem Sohn, welcher gerne mit auf die Jagd geht und auch große Freude an Luchsen hat.


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THEMA 25. ÖSTERREICHISCHE JÄGERTAGUNG

Rotwild im Umbruch TEXT & FOTOS: CHRISTINE LETTL Seite 24


Die Bejagung des Rotwildes ist stets ein aktuelles Thema. Doch welche neuen Einflüsse wirken auf das intelligente und vorsichtige Wild? Klimaveränderungen, Schwarzwild und besonders auch der Wolf verändern nicht nur den Lebensraum des Rotwildes, sondern auch sein Verhalten. Über ganz Europa gesehen haben die Rotwildbestände in den letzten Jahrzehnten stets zugenommen. Dies ist unabhängig vom Jagdsystem und der Überwinterung mit oder ohne Fütterung geschehen. Während dies nicht überall mit Freude beobachtet wird, darf man nicht vergessen, dass auch der Rothirsch im 19. Jahrhundert in vielen Gebieten Europas ausgerottet war oder kurz vor der Ausrottung stand. Nach den beiden Weltkriegen konnte sich das Rotwild aber, wie andere Wildarten, dank der geregelten Jagdausübung und Hegemaßnahmen in seinen früheren Lebensräumen wieder ausbreiten. Etwas später folgten dann das Schwarzwild und nun auch der Wolf. Aktuelle Ausbreitung Trotzdem kommt Rotwild europaweit nur auf 10 bis 20 Prozent seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes vor. Dort jedoch zum Teil in hohen, allerdings nicht unnatürlichen, Dichten. Dr. Friedrich Reimoser fasst in seinem Überblick zusammen, dass aktuell etwa 50 Prozent der österreichischen Landesflächen vom Rotwild besiedelt sind. Aus Sicht des Rotwildes könnte es ohne menschliche Verbauungen über 90 Prozent der Landesfläche als Lebensraum nutzen. Nur Gletscher, steile Felslagen, Gewässer und mit Gebäuden verbaute Gebiete könnte das Rotwild aus ökologischer Sicht nicht nutzen. Das heißt, dass selbst ohne Fütterung die biologische Bestandsobergrenze des Rotwildes noch lange nicht erreicht ist. Jedoch ist die Akzeptanz für solch eine Ausbreitung in unserer Kulturlandschaft nicht gegeben. Daher müssen ganzheitliche Lösungswege und Ziele für die Zukunft des Rotwildes erarbeitet werden, gemeinsam mit allen Betroffenen, auch mit dem Tourismus und der Raumplanung.

Antworten der Genetik Dr. Frank Zachos, Zoologe am Naturhistorischen Museum Wien, befasst sich schon jahrelang mit der Genetik des Rotwildes. Hier zeichnen sich interessante Ergebnisse und Möglichkeiten ab. Die Geschichte der Ausbreitung des Rothirsches ist seit der letzten Eiszeit nachverfolgbar. In Europa gibt es zwei vorwiegende genetische Linien, die nach der letzten Eiszeit Europa wieder großflächig besiedelten: die Westliche Linie (Iberische Halbinsel, Frankreich, Britische Inseln, Skandinavien bis Mitteleuropa und Polen) und die Östliche (Südosteuropa, bis südliches und östliches Mitteleuropa). In Österreich treffen in den Alpen beide Linien aufeinander bzw. überlappen sich. Somit findet sich vor allem die Östliche Linie in Ostösterreich und die Westliche Linie in Westösterreich. Doch auch kleinräumige genetische Studien zeigen interessante Fakten auf. Beispielsweise die Wirkung menschlicher Verbauungen als Barrieren. So wurde u a. in Deutschland festgestellt, dass Autobahnen ohne Wildquerungsmöglichkeiten eine starke bis fast absolute Wanderbarriere für Rotwild darstellen. Schwarzwild hingegen ist mutiger und erfolgreicher beim Überqueren. In Schleswig-Holstein gibt es sogar eine Rotwildpopulation in Hasselbusch mit Inzuchtproblemen, da sie durch Straßen und verbaute Kanäle komplett vom umliegenden Rotwildbestand abgeschlossen ist. Um diesen Bestand zu retten, müssten Wildquerungsmöglichkeiten gebaut werden. Aufgrund des finanziellen und logistischen Aufwandes wurden jedoch noch keine Maßnahmen eingeleitet.

Wechselwirkungen mit anderen Wildarten Wie eingangs erwähnt gibt es natürlich auch Einflüsse von anderen Wildarten auf das Rotwild. Am intensivsten ist sicherlich der Einfluss von Wölfen auf das Verhalten von Rotwild, welcher von Univ.-Prof. Dr. Klaus Hackländer näher erörtert wurde. Wölfe ernähren sich

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Foto: pixabay.com

als Nahrungsgeneralisten zwar von verschiedensten Beutetieren, jedoch macht in Rotwildgebieten dieses meist den Hauptanteil der Nahrung aus. Dabei erbeutet der Wolf als Hetzjäger vorrangig alte, junge, schwache und kranke Stücke. Wenn Österreich mit 39 Wolfsrudeln ausgelastet wäre, die sich ausschließlich von Rotwild ernähren, so würden die Risse, am Fleischbedarf gerechnet, 9 Prozent der österreichischen Gesamtjahresstrecke ausmachen. Der Traum der Jagdgegner, dass Wölfe die Jagd überflüssig machen, ist mit diesen Zahlen jedenfalls ausgeträumt. Jagdlich interessant ist aber vor allem die Frage, wie Wölfe die Verteilung und Lenkung des Rotwildes beeinflussen. Momentan ist bei uns der Mensch der Faktor, den das Rotwild zu vermeiden versucht. Da es im Wald die beste Deckung vor den Menschen findet, ist der eigentliche Bewohner des Offenlandes bei uns hauptsächlich in bewaldeten Biotopen zu finden. Der Wolf kann dies allerdings als Vorteil nutzen, da er von der Beute erst später entdeckt

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wird. Auch Fütterungen werden in Kombination mit dem Wolf problematisch, da sie Wölfen eine optimale Jagdmöglichkeit bieten. Darum muss man sich im Klaren sein, dass die von uns geplante Lenkung des Rotwildes nicht mehr gleich funktionieren würde. Dabei kam auch zur Diskussion, dass die Anwesenheit von Wölfen das Ende der Rotwild-Wintergatter bedeuten könnte. Ebenso müssen die jagdliche Planung und die Jagd mit Hunden bei Anwesenheit von Wölfen völlig neu geplant und angepasst werden. Aktuelles aus der Jagdpraxis Momentan ist es jedoch oft schon eine Herausforderung, das Rotwild, gemeinsam mit anderen Schalenwildarten, so zu bewirtschaften, dass sowohl der Bestand stabil ist als auch Probleme mit Wildschäden vermieden werden. DI Siegbert Terzer berichtete von einem „Best-Practice-Beispiel“ aus der Agrargemeinschaft Nenzing, Vorarlberg. Thomas Zenker von den


Bayerischen Saalforsten beleuchtete die Rotwildbewirtschaftung in Gebieten mit forstwirtschaftlichen Zielsetzungen und Ing. Josef Zandl Bejagungsstrategien des Rotwildes in Gebirgsrevieren mit großen Almflächen. Überall wird eines deutlich: Der Druck auf die Jagd ist hoch und die Akzeptanz für die Anwesenheit von Rotwild schwer zu erarbeiten. Ähnlich verhält es sich auch bei dem Thema Fütterungen und deren Auflassungen. Wie einige andere Redner findet DI Hubert Schatz ganz klare Worte: „Die propagierte Meinung, der Rotwildbestand würde sich ohne Fütterung weitgehend von selbst regulieren, wird durch die Entwicklung der Rotwildbestände in Regionen ohne Fütterung deutlich widerlegt!“ In Südtirol hat sich beispielsweise die Strecke des Rotwildes seit den 1970er Jahren vervierfacht. Die Diskussionen sind die gleichen geblieben, nur das Argument der Fütterung als Ursache ist nicht mehr überzeugend. Wie soll es weitergehen? Welche jagdlichen Lenkungsmaßnahmen schlussendlich zu einer Be- oder Entlastung des Waldes führen, erläuterte DI Dr. Friedrich Völk. Auch das fehlende Fachpersonal für die Regulierung des Rotwildbestandes wurde bemängelt. Mit einer kurzen Hochrechnung wurde aufgezeigt, dass die österreichische Jagdstrecke

des Rotwildes mehr oder weniger den Zuwachs abschöpft, wir jedoch nicht in der Lage sind, diesen zu überschreiten und somit in eine aktive Reduktionsphase überzugehen. Dazu seien Hobbyjäger auch gar nicht in der Lage, denn Rotwild ist, wie auch das Schwarzwild, äußerst intelligent sowie lernfähig und weiß, wie es sich der Bejagung geschickt entziehen kann. Das Resümee der zwei Tage war somit, dass wir mehr ganzheitliches Denken für die Bejagung des Schalenwildes brauchen. Von Seiten der Jagd braucht es noch mehr den Blick für die großräumige Planung und das Bewusstsein, dass Rotwildbejagung ein Knochenjob ist, bei dem wir zu 75 Prozent nur Kahlwild erlegen und im Sinne der Regulierung auch erlegen müssen. Dafür muss auch Akzeptanz von Seiten der Forst- und Landwirtschaft wie auch von der Freizeitnutzung gefordert werden. Mit der Büchse allein wird sich die Diskussion rund um das Rotwild nicht lösen lassen und auch nicht der Umstieg von Fichtenmonokulturen auf klimafitte Wälder. Auch aktuell wichtige Wildkrankheiten sowie die neue Methode des Wildeinflussmonitorings wurden thematisiert. Alle Vorträge bzw. deren Zusammenfassungen sind auf www.raumberg-gumpenstein.at zu finden.

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THEMA

Wildtierverein in größter Not TEXT : KATHY BAUMGARTNER

Mehr als je zuvor braucht der Verein „Kleine Wildtiere in großer Not“ Unterstützung. Kathy Baumgartner hat die Auffangstation am Grazer Hilmteich besucht und mit Obfrau Monika Grossmann über ihr Lebensund Herzensprojekt und die aktuell prekäre Lage des Vereins gesprochen.

Dieser Verein ist ein begünstigter Spendenempfänger (Registrierungsnr.: NT2420) SPENDENKONTO: IBAN: AT472081503100610983 VIELEN DANK!!

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An einem Donnerstagabend in Mitten des Leechwaldes scheint es fast so, als würde ich die Arche Noah betreten. Der graue Himmel und heftige Gewitterschauer sind bezeichnend für das Unglück, das sich derzeit über dem Verein zusammenbraut. Ob diese Arche auch weiterhin schwimmen wird, steht derzeit allerdings in den Sternen. Vieles wurde dieser Tage über das drohende Aus für den im Jahr 2005 ins Leben gerufenen Verein berichtet und die Geschichte erregt die Gemüter. Fakt ist, dass die einzige, regionale Wildtier-Auffangstation ihrer Art am jetzigen Standort nicht weiter betrieben werden darf. Grund ist die fehlende Flächenwidmung „Sondernutzung Zoo“, deren Bewilligung nun im Gemeinderat die endgültige Absage erteilt wurde. Um vorläufig den laufenden Betrieb finanziell aufrecht erhalten zu können, musste ein Großteil der Angestellten entlassen werden und mit 1. Juni wurde schweren Herzens ein Aufnahmestopp für weitere Tiere ausgesprochen. „Es zerreißt mir das Herz, aber dennoch gibt es gleichzeitig viel Kraft zu erleben, wie viel Unterstützung wir von den Menschen bekommen. Auch alle gekündigten Mitarbeiter sind ehrenamtlich weiterhin Tag und Nacht für unsere Schützlinge im Einsatz!“, erzählt Monika Grossmann sichtlich bewegt und verweist auf die weiterhin bestehende 24-Stunden-Notruf-Hotline. Aufgeben ist keine Option! Was 2001 in einer kleinen Privatwohnung mit ein paar verwaisten Eichhörnchen-Babies begonnen hat, hat sich nicht nur als Berufung herausgestellt, sondern auch zu einer Bereicherung für Land und Stadt ent-


wickelt. Um die Arbeit des Vereins weiterführen zu können, wird nun ein neuer Standort benötigt. „Unsere ganze Hoffnung liegt derzeit auf einem Grundstück außerhalb von Graz, für welches die notwendigen Voraussetzungen gegeben wären und dessen Besitzer bereits eine leistbare Pacht in Aussicht gestellt hat. Die Verhandlungen laufen, jedoch bringen eine Übersiedlung sowie der Neuaufbau von Infrastruktur und Gehegen einen großen, finanziellen Aufwand mit sich, der nicht allein durch Mitgliedsbeiträge gestemmt werden kann“, so Grossmann. Während meines Interviews darf ich die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung selbst miterleben. Voll bepackt mit Sachspenden kommt ein Mann um die Ecke und verabschiedet sich mit den Worten: „Wir schaffen das schon! Ich kenne viele Handwerker und Leute, die helfen wollen. Wenn ihr was braucht, lasst es mich wissen.“ Auch erfahre ich, dass rund 80 BewohnerInnen eines Grazer Studentenheims schon ihre Hilfe im Fall einer Übersiedlung angeboten haben. Foto: Grossmann

mit der Jägerschaft besteht ein sehr gutes Auskommen. So sorgen beispielsweise wieder ausgewilderte Rehe aus der Station für Blutauffrischung in, von Inzucht bedrohten, Gebieten. Es gäbe noch so viele wunderbare Anekdoten zu erzählen von der bunten Vielfalt der tierischen BewohnerInnen und dem unermüdlichen Einsatz ihrer PflegerInnen und zahlreichen, ehrenamtlichen HelferInnen. Doch jetzt gilt: Taten sagen mehr als Worte! Mit Ihrer Unterstützung, liebe LeserInnen, können wir helfen, die Geschichte des Vereins weiterzuschreiben und auch in Zukunft verletzten und verwaisten Wildtieren eine reelle Überlebenschance zu ermöglichen. Foto: Grossmann

Helfen wir helfen Wer die Website www.wildtiere-in-not.at oder die Station selbst besucht, wird schnell erkennen, mit wie viel Liebe, Engagement und Wissen dieses Projekt betrieben wird. Und nicht nur die Pfleglinge profitieren davon! Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen wie z.B. „Neustart“ wurde auch schon vielen Menschen zu einem Wiedereinstieg ins Leben verholfen. Auch

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Ein Jagdhund kommt ins Haus! TEXT & FOTOS: CHARLOTTE KLEMENT

Aber es sind nicht nur der Jäger und seine Frau, möglicherweise auch Jägerin, sondern auch noch Kinder da, darunter ein Kleinkind. Ist diese Situation überhaupt zu schaffen? Diese Frage kann mit einem klaren JA beantwortet werden, vorausgesetzt man hat sich im Vorfeld genügend mit den bevorstehenden Herausforderungen, ich würde es nicht Probleme nennen, auseinandergesetzt. Man muss bedenken: nur ein gut erzogener Hund ist für seine Familie, für die Mitmenschen, für andere Hunde und für seine Umwelt erträglich. Um ihn gut und richtig zu erziehen, muss ich über seine Eigenschaften, die der Hund ererbt hat, Bescheid wissen. Fehler, die in den ersten Lebensabschnitten des Hundes gemacht werden, führen nicht selten zu schweren Verhaltensstörungen. Der Hund macht Entwicklungsphasen durch, die in der Wissenschaft folgendermaßen beschrieben werden: Vegetative Phase (1. und 2. Lebenswoche) Das ist eine Fortsetzung des unbewußten Lebens im Mutterleib, dient nur dem Wachsen und der Gewichtszunahme.

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Übergangsphase (3. Lebenswoche) Das ist die Zeit des Übergangs vom reinen Saug- und Schlafstadium zum Entdecken der engeren Umwelt und zur ersten Kontaktaufnahme mit den Wurfgeschwistern. Prägungsphase (4.-7. Lebenswoche) Prägung bedeutet, was jetzt nicht gelernt wird, kann nie mehr nachgeholt werden. Die Sinnesleistungen des Hundes sind voll entwickelt. Der Kontakt zu Artgenossen, zu Menschen und zu Kindern ist jetzt besonders wichtig. Nur dabei sein zu dürfen ist für den Hund jetzt zu wenig. Er will gestreichelt werden, er will spielen. Der Menschenkontakt und auch der Körperkontakt in dieser Phase nimmt ihm später Angst, Aggression und Abwehr vor Erwachsenen, Kindern und Artgenossen. Sozialisierungsphase (8.-12. Lebenswoche) In diesem Lebensabschnitt kommt der Welpe zu seiner neuen Familie. Beim Züchter wachsen die Welpen in der Regel nur mit dem Muttertier auf. Anders als bei einem wildlebenden Rudel, hier spielt der Rüde eine wesentliche Rolle bei der Erziehung der Welpen. In der neuen Familie sollte nun der Besitzer oder die Besitze-


rin die Rolle des Rüden übernehmen. In dieser Phase muss nun festgelegt werden, was dem erwachsenen Hund in Zukunft erlaubt sein wird.

EL 42 DIE GRENZENLOSE PERFEKTION

Rangordnungsphase (13.-16. Lebenswoche) In jeder Familie gibt es eine Rangordnung und in dieser Phase muss der Hund auf seinen Rang innerhalb der Familie verwiesen werden. Eine große Hilfe sowohl für den Welpen, als auch für den Hundeführer stellen Kurse dar, in denen der Welpe lernt, seinen Rudelführer anzuerkennen und sich Artgenossen gegenüber normal zu verhalten. Der Welpe ordnet sich nur unter, wenn er die Überlegenheit seines Rudelführers erkennen kann. Rudelordnungsphase (5.-6. Lebensmonat) Da der Hund innerhalb der Familie an letzter Stelle steht, versucht er nun diese zu verbessern. Nun heißt es für den Besitzer durch Spiele, Ausflüge ins Revier, aber auch durch Abrichtung, die Stellung als Rudelführer zu festigen. Pubertätsphase (7. Lebensmonat ) Die meisten Hunderassen werden jetzt geschlechtsreif. Der Rüde hebt den Hinterlauf beim Urinieren, die Hündin wird das erste Mal läufig. Sie hält Ausschau nach Rüden und beginnt mit Hündinnen zu kämpfen. Welpenkauf Beim Kauf eines Welpen sollte es eine Rasse sein, die der Arbeit im Revier angepasst ist. Jagdhunde sind Arbeitshunde und wollen arbeiten. Beachten Sie auch ein paar Kriterien, die für das Zusammenleben wichtig sind: - Größe des Hundes - Beschäftigungs- und Auslaufmöglichkeiten - Geschlecht des Welpen (Rüde oder Hündin) - Erziehung des Welpen - Das Haarkleid (Haare in Auto und Wohnung) - Rassenspezifische Krankheitsdispositionen Die rassenspezifischen Kriterien (Formwert, Leistung, Gesundheit) gibt in Österreich der ÖKV (Österreichischer Kynologenverband) vor. Er ist der Dachverband für die Zuchtverbände der verschiedenen Hunderassen. Aggressives Verhalten gegenüber Kindern Die neue Familie stellt nun für den Welpen sein neues Rudel dar. In diesem Rudel ist er natürlich letztgereiht und das versucht der Welpe so rasch wie möglich zu verbessern. Dieses Bemühen führt auch nicht selten zu Aggressionen. Konrad Lorenz meint: Aggressiv ist ein Verhalten, über das ein Tier einem anderen oder

SEE THE UNSEEN

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dem Menschen gegen dessen Widerstand Dominanz aufzwingt. Der Hund ist ein überaus soziales Wesen. Das heißt: sozial ist jede auf den Artgenossen gerichtete Handlung, die dem Fortbestehen der eigenen Art dient. Wenn ein Hund einen Menschen beißt, müssen wir uns in Erinnerung rufen, dass der Mensch beim Hund mit artspezifischer Prägung Rudelgenosse ist. Bissige Hunde sind das Ergebnis falscher Erziehung und Haltung. Irenäus Eibl-Eibelsfeldt sagt: In erster Linie ist Aggression ein Mittel im Wettstreit um die Mittel zur Lebenserhaltung (Nahrung, Revier) und Fortpflanzung durchzusetzen, Besitz zu verteidigen und sich einen Existenzspielraum zu schaffen. Viele Hundebesitzer sind geschockt, wenn Ihr Hund erstmals sein Futter verteidigt. Die Aggression dient als Mittel sozialer Exploration dazu, den sozialen Handlungsspielraum auszutasten. Es ist zu bedenken, dass die Wurzeln der Aggression in der Natur des Hundes und in der Dynamik des Wolfsrudels liegen. Trennungsangst des Welpen Es ist absolut von Vorteil, wenn Sie Ihren Welpen möglichst viel Zeit am Tag bei sich haben und ihn überall mitnehmen. Damit es aber möglich ist, den Welpen auch sich allein zu überlassen, gilt es Trennungsangst schrittweise zu überwinden. Dabei muss er bereits als Welpe lernen, kurze und in der Folge immer längere Zeiträume allein zu bleiben. Ernährung des Welpen Für ein langes, gesundes Hundeleben ist eine optimale Ernährung erforderlich. Der Hund ist ein Fleischfresser, was nicht bedeutet, dass ihm nur Fleisch angeboten werden darf. Der Wolf, der Vorfahre unseres Hundes ernährt sich sehr vielfältig. Wenn ein Tier vom Wolf gerissen wird, nimmt er nicht nur Muskelfleisch auf. Dabei werden auch Haut, Haare, Borsten, Knorpel, Knochen, Innereien samt Inhalt (Magen-und Darminhalt), Aas, Nüsse, Obst und vieles andere aufgenommen. Heute werden unsere Hunde bereits im Welpenalter mit einem speziellen Alleinfutter ernährt. Ob der Welpe Feucht- oder Trockennahrung bevorzugt, hängt von der Ernährung der ersten Lebenswochen ab und von den Ernährungsgewohnheiten des Muttertieres. Wichtig ist, dass der Hund ein Futter mit einem ausgewogenen Verhältnis der Grundnahrungsstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett erhält mit einem genügenden Anteil an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Es gilt Übergewicht zu vermeiden durch die Aufnahme von zu energiereichem Futter. Ebenso gilt es auf die ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu achten (Wachstum, Haut und Haarkleid, ZahnwechSeite 32

sel). Der Unterschied von Feucht- und Trockenfutter liegt im Wassergehalt. Trockenfutter hat ungefähr 8-10 Porzent Wassergehalt, Feuchtfutter hingegen ungefähr 80 Prozent. Dadurch verringert sich auch bei Feuchtfutter und gleicher Menge der Kaloriengehalt. Auf einen der wichtigsten Nährstoffe darf nicht vergessen werden: Wasser! Neben verschiedenen Aufgaben des Wassers im Körper sind die beiden wichtigsten: - Regulation der Körpertemperatur - Ausscheidung von harnpflichtigen Stoffen über die Nieren Der tägliche Wasserbedarf hängt ab von der Art der Fütterung, von der Umgebungstemperatur und vom Arbeitseinsatz der Hunde. Wassermangel führt nicht nur zu starken Leistungseinbußen unserer Jagdgehilfen, sondern auch zu schweren Erkrankungen verschiedener Organe. Vegane und vegetarische Ernährung ist für den Hund abzulehnen! Vegane Ernährung bedeutet Verzicht auf alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Vegetarische Ernährung bedeutet Verzicht auf Fleischprodukte, es dürfen jedoch Produkte von lebenden Tieren (Milch, Honig, Eier) verwendet werden. B.A.R.F. (Biologisch artgerechtes, rohes Futter) Barfen bedeutet nicht ausschließliche Ernährung mit Frischfleisch. Eine BARF-Ration besteht zu einem hohen Prozentsatz aus rohem Fleisch. Dazu kommen Obst und Gemüse, Eier, Milch. Risiken bei der Rohfütterung sind die mögliche Übertragung von Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Parasiten ). Daher sollte nur kontrolliertes Frischfleisch, keine Schlachtabfälle und keine Aufbrüche an Hunde verfüttert werden. Besonders zu beachten ist auch das hohe Hygienerisiko bei der Fütterung mit rohem Fleisch. Dabei sind alle Futtermittel wie Lebensmittel zu behandeln. Für diese Art der Fütterung wird mehr Platz benötigt, um die Futtermittel zu lagern (Futtermittel müssen stets gekühlt und eingefroren werden) und es bedeutet auch mehr an Arbeit, seinen Hund auf diese Weise mit Nahrungsmittel zu versorgen. Besprechen Sie daher die Fütterung und mögliche Probleme im Zusammenhang damit nicht mit Dr. Google, sondern mit Ihrem Tierarzt! Über die weitere Gesundheitsvorsorge Ihres Jagdgehilfen (Schutzimpfungen, Entwurmungen) wird in einer der nächsten Ausgabe berichtet.

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Die Jagd mit Spaniels TEXT: Mag. H. Nikoll, Präsident des ÖJSpK

Schon vor 1900 züchteten österreichische und deutsche Spanielliebhaber mit Importen aus dem Rasse-Mutterland England. Ab 1883 gab es auch schon ein österreichisches Hundestammbuch, damals noch mit unkontrollierter Zucht. Die erste Eintragung war ein Sussex Spaniel, Besitzer: Ihre k. k. Hoheit Erzherzogin Isabella, Preßburg. Unter den „Frühzüchtern“ waren Dr. Max Buxbaum (Graz), Gräfin Tinti (Schloß Pöchlarn), Dr. Grafi (Budapest) und Rudolf Schober (Wien) der den ersten English-Cocker-Spaniel importierte. Die damaligen Spaniels entsprachen offenbar nicht unbedingt den jagdlichen Anforderungen der hauptsächlich aus Jägern rekrutierten Züchter, weshalb sich 1907 eine Gruppe von Jägern und Spanielbesitzern aus Deutschland, der österreichischen Monarchie und der Schweiz zur Gründung des Jagdspanielklubs mit Sitz in München entschloss. Zweck und Aufgabe des Spanielklubs waren die Hoch- und Reinzucht der Spanielrassen zum Gebrauch als kleiner bis mittelgroßer Jagdhund. Dies wurde auch in

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Foto: Welsh Springer Spaniel/ Foto David Faber, fabshoot.me

den damaligen Statuten festgehalten. Bis zur Festlegung eines gültigen Rassestandards, der den Anforderungen in Wesen und Größe eines Jagdhundes entsprach, wurden noch Kreuzungen mit anderen Spanielrassen zugelassen. Als man der Meinung war, dies erreicht zu haben, gab man einen gültigen Rassestandard für alle Spanielrassen heraus. In periodischen Abständen wurden schon damals Zuchtschauen abgehalten, um zu kontrollieren, ob die Zuchtergebnisse dem Rasseziel entsprachen. Auch wurden jagdliche Prüfungen abgehalten, um den Ausbildungsstand zu überprüfen. Da sich der Jagdspanielklub in dieser Zeit praktisch zu 100 Prozent aus Jägern zusammensetzte, hatten alle das gleiche Ziel: einen gesunden, jagdfreudigen, ausdauernden, für die Jagd geeigneten Hund, der auch noch familienfreundlich ist, zu züchten. Im Klubvorstand 1907 scheint erstmals der spätere ÖJSpK-Präsident Dr. Max Buxbaum als Beisitzer auf. Weiters sind 20 österreichische Mitglieder angeführt, unter anderen Fürst Ypsilanti, Gräfin Lamberg, Freiherr von Thon-Dittmer, Graf Herberstein, um nur einige


Foto: Sylvia Redl

Namen zu nennen. 1908 hatte der JSpK 104 Mitglieder, davon 26 aus der k. u. k. Monarchie. 1909 gab es schon vier Österreicher im Vorstand des JSpK – alle Genannten waren Jäger. Bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Mitgliederzahl auf 163 Personen, davon stammten 36 aus der Donaumonarchie. Bedingt durch die Kriegswirren gab es über Jahre hinweg kaum weitere Einträge österreichischer Mitglieder, bis sich 1927 der ÖJSpK mit 94 eingetragenen Mitgliedern selbstständig machte. Danach ist eine genaue Zahl der österreichischen Mitglieder mangels entsprechender Aufzeichnungen für einen langen Zeitraum nicht mehr feststellbar. Gerne verweise ich an dieser Stelle als Quelle dankend auf unseren „Klubchronisten“ und Autor mehrerer Spanielkompendien, Franz Reisner, der die hier genannten Zahlen und Fakten in mühsamer Kleinarbeit zusammengetragen hat. Ich möchte nun einen großen Sprung in die Gegenwart machen. Der ÖJSpK vertritt in Österreich neun verschiedene Spanielrassen der FCI-Gruppe 8 (Stöberhunde/ Wasserhunde), verfügt über Sitz und Stimme in der fakultativen Kommission für Stöberhunde der FCI und verlangt in seiner Satzung die „besondere Bedachtnahme auf den wesensfesten Begleit- und Jagdhund“. Dementsprechend veranstalten wir jagdliche Prüfungen – von der Jugend- und Anlagenprüfung bis zur Vollgebrauchsprüfung – nach Maßgabe des FCI-Reglements B, verbunden mit der Möglichkeit des Erlangens der Prädikate „Jagdliche Zucht“ und „Jagdliche Leistungszucht“ sowie einer „Bestätigung zur Teilnahme in der Gebrauchshundeklasse“ auf Ausstellungen. Leider endet für viele Hunde mit dem Erlangen des so genannten „Gebrauchshundezertifikates“ gleich wieder die ihnen genetisch inhären-

te Karriere als Jagdhund. Da wir die jagdliche Verwendung unserer Spaniels nicht lebenslang Schritt für Schritt nachvollziehen können, verfügen wir leider über keine statistisch relevanten Zahlen auf diesem Gebiet. Basierend auf den Meldezahlen bei jagdlichen Prüfungen und der Verleihung jagdlicher Prädikate von Würfen müssen wir dabei ganz klar von einem „Minderheitenprogramm“ ausgehen. Strukturell wäre vorstellbar, dass die Ergebnisse der umfangreichen Studie unseres deutschen Kollegenverbandes, des Jagdspaniel-Klub e.V., über die „Zukunft der jagdlichen Zucht“ in mehreren Bereichen prozentuell auch für Österreich passen könnten, auch wenn die Gewichtung bei einzelnen Rassen unterschiedlich sein dürfte. In der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung dominiert hierzulande längst der Spaniel als Familien- und Begleithund, der auch bei neuen Trends wie dem Dummysport zunehmend erfolgreich mitmischt. Auch in nichtjagdlichen Leistungsbereichen wie zum Beispiel als Spür- oder Rettungshunde erweisen sich die Hunde als intelligente und nützliche Helfer. In Jägerkreisen erfreuen sie sich zunehmenden Interesses seitens anspruchsvoller Individualisten, welche die liebevolle Zusammenarbeit mit einem äußerst facettenreichen vierbeinigen Jagdpartner dem Mainstream vorziehen. Diese Qualität ebenso in der Öffentlichkeit darzustellen, wie die vielen anderen Einsatzbereiche erfolgreicher Mensch-Tier-Beziehung, führt zurück zu den historischen und genetischen Wurzeln und ist uns daher Pflicht und Freude zugleich. Informationen unter: http://jagdspaniel.at

Foto: Mag. Regina Nievoll

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Zeichnungen: Hubert Weidinger

Rotkäppchen lebt! Wider den tierischen Ernst Bruno Hespeler

Märchen haben meist, wenn schon nicht einen Kern Wahrheit, so doch zumindest eine Verbindung zur Realität. So ist es auch mit Rotkäppchen und dem Wolf. Als es die Gebrüder Grimm niederschrieben, waren Wölfe in Mitteleuropa schon sehr seltene Erscheinungen, also ideale Wesen, um die sich Garn spinnen ließ. Doch genau genommen spannen die Grimm-Brüder auch nur einen längst vorhandenen Faden weiter. Sie selbst hatten schon den Wolf und die sieben Geißlein erdacht, und bereits 1697 unterhielt der Franzose Charles Perrault die Hofdamen in Versailles mit dem gruseligen Stoff.

gekehrt und mit ihm die Angst. Tausende Tote soll er in Europa hinterlassen haben, schrieb ein Professor in einer Jagdzeitschrift, freilich ohne einen einzigen Fall zu belegen. Dass an Tollwut erkrankte Wölfe gelegentlich Menschen angreifen, ist unbestritten, aber das tun mit dieser Krankheit infizierte Hunde auch. Von denen gibt es tausendfach mehr als Wölfe. Was für ein Glück, dass Österreich seit vielen Jahren tollwutfrei ist! Böse Zungen behaupten überdies, dass rabiate oder eifersüchtige Ehemänner mehr Frauen auf dem (nicht vorhandenen) Gewissen haben als alle Wölfe der Welt zusammen …

Glaubt man der Literaturwissenschaft, hat auch er nur aufgegriffen, was schon rund 2.000 Jahren zuvor auf irgendeinem Schreibpult lag. Egal, der Wolf ist zurück-

Was tun, wenn…? Ja, was soll die Jägerin tun, wenn ihr im Revier ein Wolf begegnet? Befindet sie sich in einer gesicherten Positi-

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on, etwa auf einem Hochsitz, wäre es zweifellos eine Bereicherung, einfach zu beobachten und sich der Seltenheit solchen Anblicks bewusst zu sein. Inzwischen soll es schon Jägerinnen geben, die über ein i-Phone oder Smartphone verfügen. Also ganz behutsam und vorsichtig sein und fotografieren oder besser noch filmen! Damit lässt sich im Kreis jagender und nicht jagender Freundinnen kolossal punkten! Angenommen, der Wolf kommt Rotkäppchen – pardon Diana – auf einer Forststraße entgegen oder steuert sonst irgendwo auf sie zu, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Ganz still verhalten, genießen und schadenfroh lachen, wenn der Wolf ihre Anwesenheit bemerkt und sich in die Hosen macht oder einfach laut „Grüß Gott“ sagen. Fast immer wird der Wolf innerhalb Sekunden seine Höchstgeschwindigkeit erreichen. In vielen Lebensbereichen gelten Frauen als die mutigeren Menschen. Daher, wenn der Aufsichtsjäger nicht mit euch zum Ansitz will, weil er in der Dunkelheit den Weg zum Auto fürchtet, macht ihm Mut, lasst ihn hinter euch gehen! Bleibt schick! Übrigens löst rote Kleidung bei Wölfen keine Aggression aus. Das zu wissen ist wichtig, wenn man zur Gesellschaftsjagd geht. Rotkäppchens Oma hatte ja auch keine rote Mütze auf, als der Wolf sie fraß. Also die signalrote Mütze nicht abnehmen und auch die orange Warnweste tragen, egal ob ihr auf dem Stand steht oder (weil sich die Männer vor lauter Wolfshysterie nicht getrauen) als Treiberinnen durchgeht. Die Farbe Rot wird von den meisten Wildtieren nicht als solche wahrgenommen, ist aber auf Gesellschaftsjagden eure Lebensversicherung. Unbedingt merken: Nachbarschützen sind ungleich gefährlicher als Wölfe! Was tun, wenn Wölfe zu vertraut auftreten? Nun, es gibt mit Sicherheit auch Bastarde, also Haushunde mit Wolfsblut. Viel häufiger sind aber Wölfe, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben, weil sie von diesen gefüttert werden. Auf deutschen Truppenübungsplätzen teilen gelegentlich Rekruten mit Jungwölfe ihre Jausen. Doch wie soll der Wolf wissen, dass sich Soldaten, die auf einem Panzer sitzen, an ihm erfreuen, während andere Menschen nach Pampers Ausschau halten? Was tun, wenn der Wolf sich beim „Ansprechen“ von Menschen schwertut – wenn er seine Scheu verliert? Was, wenn Fotografen und andere Naturfreunden (oder Geschäftemacher) Wölfe anfüttern? Auch wenn jetzt wieder Drohbriefe kommen: Nehmt einen Stein und werft ihn jedem Wolf, der nicht von selbst die Flucht ergreift, „an den Ranzen“. Damit verletzt ihr ihn nicht, aber ihr rettet ihm vielleicht das Leben damit.

Bleibt gelassen Ach, da fällt mit noch ein: Neulich hat ein Jäger gefragt, wie sich der Wolf verhält, wenn wir ein Wild erlegen, vielleicht auch gleich aufbrechen, um anschließend für den Abtransport das Auto zu holen? Was tut er (oder das Rudel), wenn wir den eben erlegten Rehbock im Rucksack verstauen und so zurückpirschen? Gut, theoretisch kann der Wolf das frisch erlegte Wild in die Nase bekommen. Er könnte – aber das ist jetzt schon sehr, sehr theoretisch – sogar anschneiden. Beim Bären kommt das gar nicht so selten vor. Aber Wölfe sind selbst bei großem Hunger am Luder extrem vorsichtig und flüchten, sobald sie den Menschen bemerken. Wir werden sie nicht mehr antreffen. Gefahr für uns besteht sicher keine, weil der Wolf seinen Fund uns gegenüber nicht verteidigt. Der Bär tut das eventuell. Aber auch bei ihm sollten wir daran denken, wie unglaublich scheu er sich am Luderplatz verhält! Wer sich in solcher oder ähnlicher Situation unwohl fühlt, dem sei geraten zu singen. Denkt daran, dass Wölfe kein Englisch kennen, also nur Deutsch; singt „Ähnchen von Tharau“ oder – das klingt martialisch – „Ich schieß den Hirsch“! Wer den Bär meiden will, dem sei geraten, ab und zu mit dem Autoschlüssel zu klimpern, das hilft. Ganz pauschal dürfen wir festhalten: Dort, wo die Menschen immer schon mit Bären und Wölfen leben, reagieren die meisten völlig gelassen. Dort, wo die beiden Arten lange abwesend waren, fühlen sich viele Menschen zwar als alterfahrene Fachleute, haben jedoch Angst. Da muss ich an Bruno und Emma denken, meine beiden Enkelkinder. Sie leben ganz dahinten an der russischen Grenze, am Rande der großen Wälder. Da streifen die Wölfe schon einmal durchs nächtliche Dorf. Bruno weiß, wie ein Wolf ausschaut und Rotkäppchen kennt er auch, aber wenn es im Herbst schon am Spätnachmittag zu dämmern beginnt, spielt er und die Kindern aus der Nachbarschaft immer noch draußen. Niemand denkt sich etwas dabei; auch die „Alten“ sind nicht anders aufgewachsen. Immerhin ist Bruno schon groß und stark – heute, wo ich dies schreibe, feiert er seinen fünften Geburtstag. Warum also soll er sich fürchten?

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THEMA

FISCHOTTER

Foto: pixabay.com

VOM SORGENKIND ZUM PROBLEMKIND

TEXT: CHRISTIAN HUEMER

Der Fischotter, Wappentier des Naturschutzbundes, ist ins Gerede gekommen. Galt der Fischotter einst als Problemkind, wo Naturschützer sich bemüht haben, dafür zu sorgen, dass die Bestände des Fischotters in der Steiermark wieder stärker werden, ist das putzige Tierchen heute ein Problemkind. 2019 ist der Fischotter flächendeckend in problematischen Überbeständen von 1200 bis 15600 Ottern oder noch mehr wieder in der Steiermark vorhanden. Fischotter sehen nicht nur lieb oder süß aus, sie können auch ihr hässliches Gesicht zeigen. Fischotter sind Raubtiere und sie fressen neben Fluss-, Bach- oder auch Teichfischen sowie die ohnehin wenig vorhandenen

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Krebse, Amphibien wie Kröten , Wasservögel und kleine Säugetiere. Darin liegt das Problem. Die Fischotter gehen mit den bereits knapp gewordenen Wildfischbeständen äußerst verschwenderisch um. Allein der Schaden, denn Fischotter in der Mur, selbst im Bereich der Landeshauptstadt Graz, bereits angerichtet haben, ist alarmierend. Fischotter greifen selbst ein Meter große Huchen an, spielen mit ihnen und verletzen sie meist schwer. Die Fische verenden dann an Infektionen und Verpilzungen. Die Otter beißen die Fische an und lassen die Reste liegen, um gleich den nächsten Fisch zu jagen. In der Steiermark sind bereits einige Bäche von den Fischottern leergefischt! Die Steirische Landesregierung kennt das Problem, weiß über den ra-


Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

santen Rückgang der Wildfischbestände Bescheid. Gab es früher in der Mur rund 450 Kilogramm Fisch pro Hektar, sind heute nicht einmal rund 20 Kilogramm vorhanden. Das Reduzieren der Fischotterbestände ist verboten. Die vom Land Steiermark vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune, Fischkäfige etc. sind zum Schutz von Wildfischen in Bächen und Flüssen nicht geeignet und nicht anwendbar. Tierschützer wie der Grazer Naturkämpfer Franz „Huchenfranz“ Keppel fordern vom Land dringend Sofortmaßnahmen, damit die bedrohten Fischarten wie Bachforelle, Äsche, Huchen etc. erhalten bleiben. Die meisten von ihnen stehen ohnehin bereits auf der „Roten Liste“. Einig sind sich die Landesräte für den Tierschutz, Anton Lang und Johann Seitinger darüber, dass ein „natürliches Gleichgewicht“ zwischen Otter und Fischbeständen hergestellt werden muss. Die Fischotter haben längst ihre Raubzüge ausgedehnt und „überfallen“ auch Fischteiche von Züchtern. Selbst elektrische Zäune können die Fischotter nicht aufhalten. Das Land Steiermark hat in den letzten zehn Jahren das Problem noch nicht lösen können. Eine Reduzierung der Otter lehnt Landesrat Anton Lang aber nach wie vor strikt ab. Das könne man bestenfalls bei geprüften extremen Einzelfällen ins Auge fassen, wo Fischzüchter etwa in ihrer Existenz bedroht sind. Dieser Schutzstatus trägt dem dramatischen Rückgang der Art in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rechnung. Otter waren in weiten Teilen der EU und auch in fast ganz Österreich verschwunden. Der Fischotter wurde zum Sinnbild für bedrohte Natur, deshalb ist er unter anderem das Wappentier des Österreichischen Naturschutzbundes und der Berner Konvention. Aber,

Putziger kleiner Räuber: Der Fischotter ist eine Bedrohung für die heimischen Fischbestände. Gab es früher in der Mur rund 450kg Fische pro Hektar, sind heute nicht einmal rund 20kg.

geht es den Fischen nicht gut, wird es auch den Fischottern nicht gut gehen. Wenn die possierlichen Räuber nach wie vor die Bäche und Flüsse leer fischen, wird es bald keine Fische mehr geben und die Fischotter müssten letztlich verhungern. Das wäre allerdings die schlimmste aller Lösungen. Fischzüchter, Naturschützer und andere Experten sind sich einig, dass man rasch über eine Reduzierung der Otterbestände verhandeln muss. Johannes Gepp, Obmann des Naturschutzbundes Steiermark, sagt: „Hier liegt eine Mammutaufgabe vor uns, die Fließgewässerbewirtschafter, Angler, Teichwirte, Wasserbau, E-Wirtschaft und Naturschutz nur gemeinsam meistern können“.

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Foto: pixabay.com

Einfluss der Jagd auf die ­Raumnutzung des Rehwildes TEXT: ROBIN SANDFORT1 FOTOS: PIXABAY

Welchen Einfluss hat die Jagd auf die Raumnutzung unseres Rehwildes? Und wie lässt sich das Wissen über diese Reaktionen für eine intelligente Bejagung nutzen? Feindvermeidung gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Rehwilds. Das Wild musste immer schon seine Raumnutzung an die vorhandenen Prädatoren anpassen. Die offene Wiese und die dichte Hecke werden dabei je nach „gefühlter“ Gefahr unterschiedlich genutzt. Das einzelne Reh muss dabei eine Abwägung zwischen den Vorzügen der saftigen Kräuter und der Möglichkeit eines plötzlichen Todes treffen. Das Risiko und auch die Vorzüge ändern sich im Jahresverlauf und mit den Jagdzeiten. Aus dem Blickwinkel des Rehs entsteht so eine „Landschaft der Furcht“ (Obermair 2014a), die sich aus sicheren und gefährlicheren Bereichen zusammensetzt. Wie aber reagiert das Rehwild heute auf unsere Art der Bejagung? Hat es die Fähigkeiten, sich an veränderliche Gefahrenlagen anzupassen, und wie lange dauert eine solche Anpassung? Die zeitliche und räumliche Verteilung des Jagddrucks

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sowie die Jagdart sollten sich unterschiedlich auf die Raumnutzung des Rehwildes auswirken. Es kann zu direkten und indirekten Effekten kommen. Direkte Effekte wären beispielsweise eine kurzfristige Flucht aus dem engeren Einstand oder eine dauerhafte Abwanderung aus dem Gebiet. Eine Veränderung der monatlichen Streifgebietsgröße oder eine unterschiedliche Nutzung der Flächen innerhalb desselben Streifgebiets sind möglich. Neben diesen direkten Effekten sind aber auch indirekte Auswirkungen denkbar. Mit einer intensiven Jagd können wir die Wilddichte lokal verändern. Die Wilddichte beeinflusst ihrerseits den Anteil von Jahrlingen und Schmalgeißen, die aus ihrem Geburtsgebiet abwandern. Wie weit diese Jahrlinge abwandern, scheint unter anderem auch von der lokalen Wilddichte abzuhängen. Auch das Phänomen der Brunftexkursion einiger Rehgeißen kann indirekt durch unsere Jagd beeinflusst werden. Ein Teil der Geißen verlässt zur Blattzeit kurzeitig ihr Streifgebiet, durchquert mehrere Bockterritorien, bis sie einen nicht mit ihr verwandten Partner gefunden haben. Sie paaren sich teilweise sogar mit mehreren Böcken


und kehren anschließend wieder in ihr angestammtes Gebiet zurück. Und natürlich beeinflusst auch unsere Winterfütterung die Raumnutzung des Rehwilds. Viele dieser Verhaltensweisen sind uns Jägern bereits seit Generationen bekannt. Was soll denn da noch Neues kommen? Tatsächlich stehen wir heutzutage vor einigen neuen Herausforderungen. Eine veränderte Forstwirtschaft schafft deckungsreiche Waldstrukturen und eine hohe Nahrungsverfügbarkeit. In Kombination mit einer veränderten Freizeitnutzung und einem erhöhten Jagddruck erzeugt dies immer öfter eine Situation, in der Rehe trotz steigender Dichten „unsichtbar“ werden (Pfefferle 2012). Eine moderne Rehwildjagd benötigt neue Strategien und Daten, die die Wirksamkeit dieser Strategien überprüfbar machen. Dank eines kooperativen Forschungsprojektes haben wir das Glück, einige dieser aus der Praxis geborenen Fragen mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Die Projektpartner bei dieser Studie sind die Leobner Realgemeinschaft, der Forstbetrieb Kletschach sowie das Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der BOKU. Mitfinanziert wird die Untersuchung von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die zwei benachbarten Forstbetriebe liegen in der Obersteiermark (Bezirke Leoben und Bruck-Mürzzuschlag). Das Projektgebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 2600 Hektar und reicht von 750 bis 1655 Meter Seehöhe. Die Fläche ist zu 95 Prozent bewaldet und wird von einem wüchsigen und deckungsreichen Fichtenwald mit beigemischter Lärche, Tanne und Laubholz dominiert. Die großflächig auftretende Naturverjüngung hat für das Rehwild zu einer Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit und des Sichtschutzes geführt. Die Fragestellungen des Forschungsprojekts sind: 1) Wie wirkt sich die Einstellung der Winterfütterung auf die lokale Rehwildpopulation und die Verbisssituation in den Betrieben aus? 2) Wodurch ist die jagdliche Sichtbarkeit des Rehwilds in den Betrieben beeinflusst und wie lässt sich die Bejagung effizienter gestalten? Um diese Fragestellungen bearbeiten zu können, mussten wir die Raumnutzung des Rehwilds sichtbar machen. Ab dem Jahr 2007 wurden dazu Rehe in Kastenfallen gefangen, beidseitig mit farbigen Ohrmarken markiert und zusätzlich mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Diese Halsbänder zeichnen die Positionen und die Aktivität der Rehe auf und senden diese Daten an unsere Bodenstation in Wien. Zusätzlich wurden in dieser Studie erstmals 30 batteriebetriebene Zeitrafferkameras eingesetzt. Vereinfacht gesagt haben wir 30 „digitale“ Jäger, die vom ersten Büchsenlicht bis in die Abenddämmerung bei jedem Wetter und jeden Tag über drei Jahre aufgezeichnet haben, wann und

wie lange Rehwild „sichtbar“ war. Mithilfe dieser Aufnahmen konnte die jagdliche Sichtbarkeit über den Tages- und Jahresverlauf sowie bei verschieden Witterungsverhältnissen dokumentiert werden (Obermair 2014b). Der Jagddruck wurde durch die Aufzeichnung jagdlicher Aktivitäten wie Ansitz, Pirsch oder Fahrten durchs Revier sowie Erlegungsdaten quantifiziert. Wir konnten so überprüfen, wie sich eine experimentelle Veränderung des Jagddrucks auf die Rehwildsichtbarkeit und die „unsichtbare“ Raumnutzung in Deckung und in der Nacht auswirken. Die Feldarbeit für dieses Projekt wurde mit Dezember 2014 abgeschlossen. Haben wir jetzt schon eine befriedigende Antwort auf unsere vielen Fragen zur Raumnutzung? Nein – aber wir haben erste Ergebnisse und arbeiten weiter an den Daten unserer steirischen Rehe. Die Streifgebiete der Rehe im Projektgebiet sind vergleichsweise klein und die Raumnutzung passt sich dem wechselnden Jagddruck an. Eine vollständige Jagdruhe bis zum August führte – wie erwartet – zu einer stärkeren Nutzung der Freiflächen und einer höheren

Besenderter Rehbock. Foto: Robin Sandfort

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Ergebnisse der Zeitrafferanalyse. An den bis August unbejagten Flächen traten die Rehe stärker bei Tageslicht aus (Obermair 2014b).

Sichtbarkeit des Rehwilds im Vergleich zur zeitgleich bejagten Fläche (Obermair 2014b). Bleibt nur die Frage, ob sich diese erhöhte Sichtbarkeit mit Beginn der Jagd auch nutzen ließ. Im Versuchsgebiet konnte der größte Teil des Abschusses tatsächlich in den drei Monaten (August, September, Oktober) nach der Jagdruhe erlegt werden. Natürlich basieren die Ergebnisse dieser Studie auf lokalen Gegebenheiten und den speziellen Zielsetzungen der örtlichen Jäger und Grundbesitzer und können nicht eins zu eins auf die Situation aller steirischer Reviere angewandt werden.Diese Studie ermöglicht uns aber dennoch einen Einblick in die sonst oft „unsichtbare“ Welt des Rehwilds. Sie zeigt uns auf, welchen Einfluss unserer Jagd auf die Raumnutzung dieser Rehwildpopulation haben kann. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann zu Strategien führen, die den Jagddruck intelligent steuern und es uns ermöglichen, Rehwild auch in Zukunft erfolgreich zu bejagen. Für das Projektgebiet konnten in Bezug auf die Bejagung einige konkrete Maßnahmen aus den Ergebnissen der Untersuchung abgeleitet werden: 1. Konsequente Intervallbejagung (Jagdruhe auf alle Wildarten (wo möglich). 2. Bejagung nur zu Zeiten wenn Erfolg auch möglich ist (Sichtbarkeit, jagdliche Freigabe)! 3. Variation des Jagddrucks (Wechsel der Ansitze und Pirschstrecken). 4. Schaffung von alternativen Jagdplätzen/Schneisen (Grundbesitzer und Jäger).

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Mein besonderer Dank gilt unseren Projektpartnern Bertram Blin (Forstbetrieb Kletschach) und Georg Mattersberger (Leobner Realgemeinschaft). Ohne den unermüdlichen Einsatz der Förster Erich  Temmel und Alexander  Waldmüller sowie ihrer Jäger und Forstarbeiter wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Ich danke Klaus Hackländer für seine Betreuung und Unterstützung und meinen Kollegen Leopold  Obermair und Gerald Muralt sowie zahlreichen Praktikanten für ihre tatkräftige Mithilfe. Für die finanzielle Unterstützung danke ich der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft.

1 Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur Wien, Gregor-Mendel-Straße 33, A-1180 WIEN * Robin Sandfort, MSc., robin.sandfort@boku.ac.at Literatur: Obermair, L., Hackländer, K., Reimoser, F. (2014a): Landschaft der Furcht. Österreichs Weidwerk, 1/2014: S. 8-10. Obermair, L., Sandfort, R., Hackländer, K. (2014b): Plötzlich unsichtbar. Der Anblick, 6/2014: S.20-23. Pfefferle, S. (2012): Was uns sichtbare Schalenwildbestände bringen und wie wir sie richtig bejagen. Abschlussarbeit Universitätslehrgang Jagdwirt/in, Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur Wien#


Abgabe von Waffen und Munition nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

© 2019

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sentliche zu konzentrieren. Ein Sensor im Zielfernrohr erkennt die Position des Spannschiebers und sorgt damit automatisch für das Ein- und Ausschalten des Leuchtpunktes. Zur Vorbereitung des Schusses genügt also ein einziger Handgriff, das Entsichern der Waffe. Damit gewinnt der Jäger Zeit und die nötige Ruhe für einen sicheren Schuss. Die Abseheneinstellung – die Quick Distance Control (QDC) – der Blaser Zielfernrohrmodelle 2.8-20x50 iC und 4-20x58 iC erlaubt eine schnelle und einfache Höhenkorrektur. Ihre höchst präzise und gleichzeitig robuste Mechanik sorgt für dauerhaft zuverlässige Wiederholgenauigkeit. Einzigartig ist die Möglichkeit, die Einstellungen Fleckschuss und Vier-Zentimeter-Hochschuss arretieren zu können. Ein unbeabsichtigtes Verstellen ist somit nicht möglich. Dennoch kann nur mit einem Handgriff die jeweils gewünschte Treffpunktlage eingestellt werden. Auch das Stellrad für den Parallaxeausgleich ist für den Entfernungsbereich von ca. 100 Meter arretiert und kann somit ebenfalls nicht unbemerkt verstellt werden. Das Blaser 1-7x28 iC bietet einen weiteren erheblichen Vorteil für die Jagdpraxis: den Intelligent Variable Dot (IVD), den automatisch zuschaltenden Leuchtpunkt für die Bewegungsjagd. Im Vergrößerungsbereich von 1x bis 4x ist automatisch ein zweiter, größerer Leuchtpunkt aktiviert. Er sorgt für noch einfachere, intuitive Zielerfassung, was den Schuss auf flüchtiges Wild deutlich erleichtert. Damit ist er eine unschätzbare Hilfe bei der Jagd auf wehrhaftes Wild, wenn es gilt annehmendes Wild in Sekundenbruchteilen zu erfassen. Fazit: Alle Funktionen der Blaser Serie sind konsequent auf den jagdlichen Dauergebrauch ausgerichtet worden.


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MESSERSCHARF Messerbaukurs –„Wenn der Vater mit dem Sohne“ Soll man ein Werkzeug beschreiben, welches die Entwicklung des Menschen wie kein anderes geprägt hat, kommt man um das Messer nicht herum. Text & Fotos: Thomas Schurian

Seit der Steinzeit nutzen wir diverse Schnittwerkzeuge um Materialien des täglichen Bedarfs zu trennen, zu zerkleinern. Auch heutzutage hat sich an der Nachfrage nach scharfen Messern und Klingen nichts geändert. Das Bewusstsein für die Qualität hochwertiger Messer scheint sogar zu steigen. Die Nachfrage ist größer denn je und der Vielfalt sind dank moderner Fertigungsmöglichkeiten und Materialien keine Grenzen gesetzt. Für jedes Einsatzgebiet und jeden Geschmack, findet sich das richtige Messer. Abseits der Massenproduktion heutiger Gebrauchsmesser hat das Handwerk des Messermachens einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Immer mehr selbstständige Messermacher und kleine Manufakturen, erwecken dieses alte Gewerbe zu neuem Leben. In dieser Ausgabe dürfen wir einen ganz besonderen Messermacher aus Feldkirchen in Kärnten vorstellen. Thomas Schurian fertigt in seiner Manufaktur exklusive Messer und bedient mit seinen Sonderanfertigungen alle Kundenschichten. Vom Berufsjäger bei der roten

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Arbeit, mit seinem praxisorientierten Anspruch auf Robustheit und Schnitthaltigkeit bis hin zu den Königshäusern der Welt, welche Wert auf höchste Exklusivität und Einzigartigkeit legen. Beispielsweise wird gerade ein Messer für den russischen Präsidenten fertiggestellt, welches allein 800 Stunden Handarbeit aufweist. Ende letzten Jahres wurde dem Gründer der Orange County Choppers Paul Teutul sein OCC Folder übergeben. Harley Davidson Chef Bill Davidson zählt zu den Kunden, sowie die Arabischen Emirate. Um die Marke exklusiv-messer Schurian e.U. zu etablieren, war eine sehr klare Positionierung am Markt erforderlich, sowie der Mut neue Wege zu beschreiten und der Ehrgeiz stets beste Qualität zu liefern. Was Handwerk heißt, soll auch Handwerk sein und so wird bei Thomas Schurian noch höchster Wert auf echte Handarbeit gelegt. Damit die charakteristische Individualität gewährleistet werden kann, werden nur Einzelstücke und Kleinserien gefertigt. Im ersten Entwurf am Papier werden die Vorstellungen des Kunden ästhetisch und


funktional umgesetzt. Der erfahrene Messermacher spürt schon während der Konzeption, wie sich die Form des Griffs später in der Hand des neuen Besitzers anfühlen wird. Handballen werden abgetastet – schlussendlich soll sich das Messer in die Hand schmiegen, während man zufrieden denkt: „ja, das ist

mein Messer!“ Bei der Auswahl der geeigneten Materialien spielt das Anwendungsgebiet und natürlich der Geschmack eine große Rolle. Messer Schurian bezieht nur die besten Stähle und Griffmaterialien, wie Messerstähle von Böhler Kapfenberg, Damast höchster Güte aus Schweden und edle heimische

Griffhölzer, die in Dänemark stabilisiert werden. Für besondere Kundenwünsche gibt es eine große Auswahl an fossilen Materialien wie z.B. Stoß- oder Backenzahn vom Mammut in allen Farben, wunderschöne türkisblaue Koralle oder schneeweißen Walross Zahn. Von der ersten Skizze bis zur Fertigstellung und Übergabe des Messers fallen viele Arbeitsstunden an. Eine spiegelpolierte Klinge ist nur durch stundenlanges Schleifen und Polieren von Hand zu erreichen, doch der kraftraubende Aufwand lohnt. Weitere Veredelungen wie Gravuren, das Einlegen von Gold, Silber, Platin oder Edelsteinen werden von mehreren namhaften Graveuren übernommen. Seit 2013 hat sich ein weiteres Tätigkeitsfeld im Betrieb aufgetan: immer mehr Menschen wollten erlernen wie man sich sein eigenes Messer baut und seitdem werden laufend Messerbaukurse angeboten. Da die Nachfrage stetig wuchs, wurde eine eigene Halle gebaut, um weitere Arbeitsplätze für Kursteilnehmer zu schaffen. Das Konzept ist einfach. Mit Unterstützung des Teams von Messer Schurian fertigen die Teilnehmer in 2 Tagen ihr eigenes Messer. Ganz nach den persönlichen Vorstellungen, mit allen zur Verfügung stehenden Materialien. Es sind keine

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u sehen wie der Vater mit dem Sohn, die Großmutter mit dem Enkel an der Werkbank stehen und voller Stolz ihre Messer bauen, sind für mich die wahren Momente im Leben. Thomas Schurian

mer mehr Firmen melden Interesse an geschlossenen Gruppen für ihre Mitarbeiter und Kunden an. Ob als motivationsstärkendes Teamevent, oder als Incentive für ihre besten Kunden. Daher hat Messer Schurian jetzt neue Kursangebote konzipiert. Zielgruppenorientierte Pakete, ganz individuell auch wochentags buchbar und auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betriebes zugeschnitten. Vom Classic- bis zum Premium-Package, bei dem Abholung und Verpflegung der Teilnehmer, sowie sämtliche Materialkosten inbegriffen sind.

Vorkenntnisse erforderlich, für alle Altersstufen geeignet. Die Spannweite reicht vom 8-jährigen Schüler bis zur 92-jährigen Pensionistin, von der passionierten Jägerin bis zum Hubschrauberpiloten. Denn was wertvolleres als Zeit gepaart mit Handwerkskunst, kann man nicht schenken“ Was alle Teilnehmer gemeinsam haben ist der Wunsch etwas Schönes, etwas Bleibendes zu schaffen. Nach 2 Tagen hält man sein selbst gebautes Messer in schmutzigen Händen und kann es selbst kaum glauben. Später wird man es seinen Freunden und Bekannten voller Stolz zeigen: „schau her, hab ich selber gemacht!“ Im-

Thomas Schurian www.exklusiv-messer.at

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S C H N I TT I G Feinste Klinge

Messer von GASTON schneiden nicht für ­Massen, sondern werden in Handarbeit und geringer Stückzahl in Deutschland und Österreich produziert. Das Ergebnis sind feinste Klingen aus Damast und langjähriger Handwerkstradition.

Markus Balbach aus Deutschland gilt als Papst der Messerschmiede. Nach altem Schweißbundverfahren schmiedet und faltet er Klingen aus höchstem Qualitätsdamast. Der Werkstoff wird aus mehreren Eisenund Stahlsorten kombiniert und lässt mehrere Strukturen erkennen. Unsere Jagdmesser kommen aus der exklusiven Schmiede, die als eine der wenigen alten historischen Stahl mit Werkzeugstahl verbindet. „Der Fokus ist klar auf den Gebrauch und die Anforderungen des Jägers ausgerichtet“, unterstreicht Beate Arnold, CEO von GASTON J. GLOCK die praktische Ausrichtung der Produkte. Denn Philosophie der Marke ist es, zielorientierte zu entwickeln und dabei die Menschen und die Umwelt in den Mittelpunkt zu stellen. Kontinuierlich wird dabei Stil mit Funktionalität verbunden, um dem Jäger mehr Sicherheit und auch mehr Eleganz zu geben. „Ganz edle Ausführungen werden sogar mit Edelsteinen und Platin versehen“, gibt Arnold ein exklusives Beispiel. Selbst Eisen, aus einem circa 4,5 Milliarden alten Meteoriten, wird bei GASTON zu edlen Damastmessern verarbeitet und erzeugt einen einzigartigen Kontrast der Klinge, welcher mit anderem Stahl nie erreicht werden kann. Weitere Besonderheiten sind etwa die Taschenmesser nach einem Design von 1932, die aus den Büchern einer traditionellen Messerfirma aus Solingen stammen. Alle Messer von GASTON werden ausschließlich in Deutschland und Österreich von Hand hergestellt und jedes einzelne Stück verfügt

über eine Seriennummer. Beate Arnold: „Einige Modelle werden maximal bis zu hundert Mal produziert. Andere wiederrum in einer limitierten Zahl zwischen zehn und 25 Stück gefertigt. Stahl und die speziellen Materialien, aus denen das Heft hergestellt wird, garantieren jeweils ein einzigartiges Exemplar mit Werterhaltung auf Lebenszeit. www.gastonglockstyle.com www.gastonglockstyle.eu

Fotos: Gaston J. Glock

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PRAXSISTEST

Zeitgemäß Swarovski ds 5-25*52P STEYR SM 12 SX 308 Win mit BREEZER OSD TEXT: ANDREAS ZWILAK

Wenn man sich heutzutage für die Anschaffung eines Zielfernrohres entscheiden muss, so ist immer die große Frage, was benötige und möchte ich damit bejagen und zu guter Letzt: Was möchte ich dafür an Geld ausgeben. In diesem Praxisbericht möchte ich Ihnen eine Kombination vorstellen: Die Testkombination bestand aus dem Premium Produkt Swarovski ds 5-25*52P in Verbindung mit dem Repetiergewehr STEYR SM 12 SX mit und ohne Schalldämpfer STEYR BREEZER OSD. Wer kennt Sie nicht, die Diskussion und die Sätze einiger Jäger? „Jo willst dem Wild gar keine Chance geben?“ Ich bin passionierter und aktiver Jäger, betreibe eine Jagdschule und kann alleine durch meine Überzeugung und mein jagdliches Tun sagen: „Nein“. Einer unserer Grundsätze ist der Tierschutz, der alleine aus diesem Grund die Einhaltung eines sofort tödlichen Treffersitzes voraussetzt.

DER TEST In der Testzeit von eineinhalb Monaten konnte ich mit dieser Kombination neun Stück Wild erlegen, zwei Stück Schwarzwild, ein Stück Rotwild, fünf Stück Rehwild und ein Stück Raubwild. Mit Übernahme des Zielfernrohres und der genauen Durchsicht der Beschreibung war mir sonnenklar, dass ich für die Montage, das Einrichten und Einschießen einen Experten hinzuziehen muss, den ich mit WH Jagd Stefan Wiedner in Pingau fand. Wenn ich von „Experte“ spreche, so geht es hier um das Handwerk sowie das richtige Anwenden sämtlicher Justierungen und die Eingabe von Daten, um die Kombination aus Ballistik, Geschwindigkeiten, Geschoßtypen, Abständen und zu guter Letzt das Einschießen auf einem geeigneten Schießstand.

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Zu den Produkten Swarovski ds 5-25*52P Digitale Intelligenz und automatische Haltepunkt; Verlagerung auf (fast) jede Distanz sowie Daten wie aktuelle Entfernung unter Berücksichtigung von Luftdruck Temperatur und Winkel. Auch wird die Angabe der Energie in Joule mit Messung der Distanz im Sichtfeld des Schützen angegeben. STEYR SM 12 SX im Kaliber 308 Win. STEYR Mannlicher SM 12 SX mit Handspannung Kunst-Stoffschaft und der Lauflänge von 558 Millimetern setzen eine perfekte Schussleistung (wie erwartet) für den Test voraus. Abgerundet wurde der Test noch mit Hinzunahme eines Schalldämpfers BREEZER OSD auch aus dem Hause Steyr.

Sofort und ohne weitere Probeschüsse konnten wir am 200 Meterstand ein Schussbild mittels Zielfernrohr Messung auf zwei Zentimeter Streukreis des Zielpunktes erzielen; auch der Streukreis auf 300 Meter kleiner drei Zentimeter aber noch um fünf Zentimeter zu tief im Ziel das mittels schneller Korrektur und Einspielens der Korrekturwerte auf das Zielfernrohr sofort Wirkung zeigte. Fazit des Einschießens: Korrekte Dateneingabe, gute Auflage des Gewehres perfekte Ergebnisse; Zeitbedarf ca. 1,5 Stunden. Auch der Test ohne und mit Schalldämpfer ergab lediglich einen Streukreis vom Mittelpunkt des Zieles von drei Zentimetern. Mit diesem perfekten Ergebnis und dem anschließenden Vertrautmachen der Messmöglichkeit und der Waffe konnte ich mich auf alle notwendigen Schritte zur Jagd auf Wild vorbereiten.

Einrichten und Einschießen Nach Montage und Komplementierung der Komponenten begaben wir uns in das Schießzentrum STEYR ARMS in Wiener Neustadt, das mit den Anlagen über 100/200 und 300 Metern die ideale Voraussetzung zur Ermittlung und Anpassung der Haltepunktlage des Zielfernrohres ds 5 von Swarovski beinhaltet. Sämtliche ballistische Daten wurden in eine eigene APP von Swarovski eingegeben und auf das Zielfernrohr via Bluetooth gespielt. Ich habe mich für den Test für eine Munition von der Fa. GECO 308 Express mit 10,7g/165 grain entschieden, da mit diesem Geschossgewicht allen für das Testvorhaben zu erlegende Wild genüge getan ist. Alles das klingt sehr technisch und kompliziert. Das ist aber nach genauerer Betrachtung nicht wahr, ein einziges kleines Problem musste ich allerdings feststellen: In vielen Schießanlagen ist aufgrund der Dämmung ein unzureichender Netzempfang für das Smartphone und damit ist die Eingabe der Daten an das ZVR mit Hürden verbunden. Nach Eingabe und Einschießen auf 100 Meter wurde eine echte Messung der Geschwindigkeit der Kugel mittels eines eigenen Messgeräts (Radar) von WH Jagd ermittelt und die Daten via Smartphone auf das Zielfernrohr überspielt.

Die Jagd Durch die Möglichkeit, auf große Distanzen messen und schießen zu können, war mir klar, dass ich auf Reviere im Flachland sowie im Gebirge zurückgreifen musste. Aus diesem Grund sei mir auch gestattet, mich bei meinen Jagdfreunden Josi und Franz zu bedanken, die mir die sofortige Hilfe zugesagt haben: Waidmannsdank! So konnte ich mich überzeugen, dass der erste abgegebene Schuss auf Rehwild ein perfekt tödlicher Treffer war: Distanz lt. ZVR 277 Meter mit einer angezeigten Energie von 2024 Joule. Um eines klarzustellen: Mir ist bewusst, dass in der Regel die Distanz auf Rehwild im Bereich bis 200 Meter liegen sollte, da aber der Test zur Schonzeit von Gamswild, die teilweise auf weite Distanzen zu erlegen sind, durchgeführt wurde, musste ich mich entscheiden. Bestärkt durch das positive Ergebnis habe ich mich auf die Reise zu meinem Freund Josi gemacht und bei diesem drei Stück Rehwild zwischen 226 und 389 Meter (!), auf denen laut Berechnung des Haltepunktes der Anzeige im ZVR noch immer eine Energie von 1643 Joule herrschte, erlegen können. Durch dieses Ergebnis bestärkt, trat ich die Reise zu

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Mittels App können bestimmte Parameter abgelesen werden.

Zieles und der Messung, um die Haltelinie in Form des leuchtenden Balkens zu kriegen, konnte ich die Kugel fliegen lassen und erlegte das Schwarzwild. Da ich vom Aufbrechplatz nicht weit entfernt war, dachte ich an ein Nachsitzen von 10 bis 15 Minuten. Mit schnellen, besseren Lichtverhältnissen konnte ich auch in dieser Zeit ein einzelnes Stück Schwarzwild am Getreidefeld ausmachen. Da das Wintergetreide bereits gut bewachsen war, endschied ich mich, diesen Schuss auf 216 Meter abzugeben. Nach einer kurzen Flucht von ca. 25 Metern war im Getreidefeld keine Bewegung mehr sichtbar. Ich konnte am Abend noch einen Rehbock auf 126 Meter erlegen und bedankte mich bei meinem Jagdkameraden für diese tollen Testmöglichkeiten. meinem zweiten Jagdkollegen an, bei dem das Wildvorkommen und die Distanzen ideal waren. Gleich am ersten Abendansitz konnte ich bereits am Zugang zum Hochstand einen Jahrlingsbock im Stangenholz ausmachen und erlegen. Besonders einfach war dabei die Reduzierung der Vergrößerung des ZVR, das auch einer sehr guten Helligkeit versprach. Nach Versorgen des Stückes konnte ich den Abendansitz erst spät antreten und hatte aber das Glück, dass ich in einem guten Revier mit ausreichend Wild war und so ist auch noch bei gutem Schusslicht ein Fuchs aus dem Schilfbereich ausgemacht worden, der auf 165 Meter im Schussknall verschwand. Nach sofortigem Repetieren sah ich in diesem Moment auch einen Knopfspießer, der sichtlich neugierig am Ende des Schilfes stand und verhoffte die sofortige Zielaufnahme und Verstellung von 12- auf 20-fache Vergrößerung. Dies ging bei dem Zielfernrohr perfekt. Einzig die Einrichtung der Schärfe mittels Verstellung war vorzunehmen. Nach guter Schussposition konnte ich auch diesen auf 245 Meter und 2141 Joule erlegen. Am nächsten Morgen war ich bereits um 3.30 Uhr an einem Hochstand und direktem Einwechsel zu einem perfekten Schwarzwild mit Deckung mit perfekt angelegter Kirrstelle aufgebrochen. Die Geräuschkulisse des Schilfs versprach einiges, da fortwährendes Quieken und Schnaupen zu hören war. Die Distanz zur Kirrstelle betrug circa 60 Meter, was mich zu einer 6-fachen Einstellung zwang, da die Lichtstärke des ZVR mit 52 Millimeter Objektivdurchmessers für die Dunkelheit nicht optimal war. Bereits im Grauwerden des Tages waren auch schon drei Stück Überläufer mit geschätzter Größe (kleiner 50 Kilogramm) im Anblick. Bei dieser Jagd habe ich mich für den Schalldämpfer OSD BRREZER entschieden und das war, wie sich gezeigt hat, eine gute Entscheidung. Mit Aufnahme des

Die Nachbereitung Alle Testmöglichkeiten, die ich vornehmen konnte, brachte ich zu Papier und zur Überlegung des FAZITS und der Erkenntnis: Zielfernrohr Swarovski Das Testglas Swarovski ds 5 bis 25*52 ist eine Ausstattung, die dem modernen Tierschutz um perfekte Treffersitzlage mehr als entspricht; natürlich ist aufgrund des doch sehr hohen Gewichtes des ZVR und auch der Montage mit Mittelrohrdurchmesser 40 Millimeter wuchtig wirkend, aber montiert auf der Testwaffe STEYR SM 12 gut kombiniert. Die Vorteile liegen natürlich in der Messung, die auch bedienerfreundlich ist, und im Anzeigefeld alle relevanten Daten liefert. Bei dem Abschuss des Knopfspießers war die Joule-Angabe über 2000 Joule auf großes Schalenwild mehr als hilfreich. Nachteilig ist die Dämmerungsleistung, wobei sich bei schlechtem Licht auch das Ansprechen verschlechtert und eine Schussabgabe fragwürdig werden kann. Bei Verringerung der Vergrößerung um das 7-Fache kann aber noch ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Anzeige im Inneren des ZVR ist variabel einstellbar, muss aber bei Lichtveränderungen angepasst werden, da es keine TAG-NACHT-Einstellung gibt. Der Service und die Auskunft von Swarovski waren vorbildlich, da ich doch viele Fragen an die Techniker hatte, die alle beantwortet werden konnten. Auch ist die Einstellung der verschiedensten Absehen und Balkenstärken via Swarovski App möglich, was auch Personen die Möglichkeit gibt, Gewohntes ins Bild zu bringen. Im Großen und Ganzen ist es ein Zielfernrohr, das mit neuester Technologie ausgestattet ist und es sich wirklich verdient hat, dass man sich die umfangreiche Technik im Fachhandel erklären lässt. Der Preis wirkt

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sicherlich am Anfang sehr hoch, bei Betrachtung der Möglichkeiten der Technik und der sicheren Haltepunktveränderung auf große Distanzen finde ich ihn angepasst. Bei diesem Produkt kann bei Weitschüssen der Zufall des Nichttreffens auf den Schützen beschränkt werden. Waffe STEYR Die Waffe SM 12 SX ist wie gewohnt ein zuverlässiger Partner mit ausgezeichneter Ergonomie; schlicht und einfach in der Handhabung im Handspannsystem auch perfekt und ohne beeinflussenden Klick oder andere Schnappgeräusche bedienbar sowie auch für Jägerinnen leicht in der Handhabe. Die Magazinentnahme und -beladung ist einfach und mit gutem Fassungsvermögen. Natürlich ist die Waffe mit Schalldämpfer und der zusätzlichen Länge weniger führig, da aber dieser Schalldämpfer über die Mündung geschoben und befestigt wird, noch zu bewältigen. Die Schussleistung mit und ohne Schalldämpfer verblüffte mich, da keine wesentliche Änderung der Trefferlage entstand. Bedanken möchte ich mich bei Swarovski Ver-

kaufsleiter Hrn. Kreissl von STEYR ARMS, Hrn. Roland Rieben sowie bei WH Jagdgeschäft Stefan Wiedner in Pingau. Ein Dank ergeht auch an Christian Huemer für die Koordination dieses Tests. Denken Sie daran, machen Sie sich mit der Technik und der Waffe vertraut machen und machen Sie sich ein eigenes Bild von dieser neuen Technologie. Wild zu erlegen, heißt Verantwortung eines perfekten Treffersitzes zu übernehmen und nicht einer Abschätzung auf Glück auf das Stück.

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Technische Daten Swarovski ds 5-25*52P Vergrößerung:

5-25x

Objektivdurchmesser:

48-52 mm

Austrittspupille:

9,6-2,1 mm

Augenabstand:

95 mm

Sehfeld (m/100):

7,3-1,5 / 100

Dioptrienausgleich:

-3 bis +2

Lichttransmission:

83 %

Dämmerungszahl:

16,1-36,0

Treffpunktkorrektur/Klick:

7 mm/100 m

max. Stellweg Höhe/Seite (m/100 m):

1,2/0,7

Länge:

403 mm

Gewicht:

1.090 g

Bei Fragen zu diesem Test können Sie sich gerne bei mir melden oder sich in unserer Jagdschule in Nestelbach bei Graz die nötigen Infos holen. Jagdschule Hirschenhof Andreas Zwilak-Hermann 0664/2740389


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NACHT && NACHT SICHT SICHT TEXT: DR. JANA SIDENKO FOTO: SIGI ERKER Die Schwarzwildbejagung mit Nachzielgeräten ist in einigen Ländern Europas erlaubt. Laut österreichischem Recht ist die Wildbeobachtung mit Nachtsichtoptik genehmigt. Die Nachsichtgeräte erweisen sich bei mondarmen Nächten als sehr hilfreich. Um zu entscheiden, welche Optik man mitnimmt, sollte man die Vorteile und Nachteile verschiedener Nachtsichtgeräte kennen. Grundsätzlich gibt es bei der Nachsichtoptik drei Gruppen: 1. DIGITALE NACHTSICHTGERÄTE In der Nacht verschiebt sich die spektrale Struktur der Strahlung in einen Infrarot-Bereich. Diese Geräte wandeln die Restlichstrahlung und die unsichtbare Infrarotstrahlung der Umgebung in sichtbares Licht um. Das Prinzip ist einer Digitalkamera ähnlich, es wird eine sozusagen überdurchschnittlich sensible Fotomatrize mit erhöhter Infrarotsensibilität (Wellenlänge 0,7-1,5 μm) eingesetzt. Im nahen Infrarotbereich gibt es jedoch außer Sonne keine natürlichen Lichtquel-

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len, deshalb braucht so eine Optik in einer absoluten Finsternis immer eine zusätzliche Beleuchtung (z.B. Laserstrahler) in einer Wellenlänge, die vom Wild nicht wahrgenommen wird, also ab ca. 850 nm, besser noch 915 oder 940 nm. 2. NACHTSICHTGERÄTE MIT RESTLICHT­ VERSTÄRKERN. Das vorhandene schwache Licht wird dabei verstärkt. In diesen Geräten werden Elektronenröhren eingesetzt, die geringe Lichtmengen so verstärken, dass sie mit dem Auge gesehen werden können. Das reflektierende Licht wird also wiederholt verstärkt und vom Infrarotbereich in den nächst sichtbaren Bereich umgewandelt. Die Restlichtverstärker gibt es im zivilen, also nicht militärischen Bereich bisher in drei verschiedenen Generationen, wobei nur die Generationen II, II+ und III gute bis sehr gute Ergebnisse liefern. Die III Generation unterscheidet sich im Wesentlichen von den Generationen II und II+ nur in der Auflösung und einer längeren Lebensdauer. Zwischen diesen beiden Generationen gibt es allerdings keinen enormen Qualitätssprung wie zwischen der I und der II. Die nächste IV Generation befindet sich noch in der Entwicklungsphase.


3. WÄRMEBILDOPTIK Dabei wird eigene Wärmestrahlung der Objekte sichtbar gemacht, wenn deren Temperatur von der Umgebungstemperatur abweicht. Die Nachsichttechnik der ersten zwei Gruppen, vor allem jene mit einem zusätzlichen Laserstrahler, eignet sich bestens, um das Wild in den finsteren, wolkendichten Nächten gut ansprechen und die Entfernung einschätzen zu können. Diese Optik hat auch einen großen Vorteil. Man kann einfach durch das Ansitz-Fenster sehen, ohne es aufmachen zu müssen, was sich in den kalten Winternächten als durchaus angenehm erweist. Nachteilig sind solche Geräte, wenn das Wild erst beim Herankommen ist und im Gebüsch versteckt steht. In so einem Fall lassen solche Nachsichtgeräte dieses Wild nicht erkennen, da sie die Temperaturunterschiede in der Umgebung nicht wahrnehmen können.

Die Wärmebildoptik kann im Gegenteil jedes Wild (selbst, wenn es sehr klein ist) noch im Dickicht und sogar im Nebel unterscheiden und gibt somit dem Jäger eine zusätzliche Vorbereitungszeit. Vor dem Kauf eines solchen Geräts ist es wichtig, auf seine Bildfrequenz zu achten. Die Verarbeitung des Ausgangssignals vom Strahlungsempfänger erfolgt je nach Fabrikat mit einer Bildwechselfrequenz von 9 Hz bis 25–60 Hz. Für die normale Augenwahrnehmung sind 25 Hz bereits genügend. Bei einer niedrigen Frequenz wird das bewegliche Wild nicht präzise abgebildet, sondern „zieht“ eine Schleife hinterher, das Bild also verwischt sich. Zu den Nachteilen der Wärmebildgeräte gegenüber anderen Nachsichtgeräten zählt das schwierigere Ansprechen. Wenn das Wild in einem schlechten Winkel zum Jäger steht, im hohen Bewuchs geht oder liegt, verwandelt sich das Ansprechen in eine komplizierte Aufgabe. Außerdem kann man mit der Wärmebildoptik meistens nur schwer Entfernung schätzen. Ein großes liegendes Wild (z.B. eine Sau) auf größerer

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1) Rechtlicher Hinweis: Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Nachtsicht- und Wärmebildgeräten Ihr jeweils gültiges Waffen- bzw. Jagdgesetz. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

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Entfernung schaut gleich aus wie ein kleines liegendes Wild (Kitz, Hase) auf kleinerer Entfernung. Und noch ein Nachteil: Mit Wärmebildgeräten kann man nicht durchs Fenster sehen. Glas ist für Wärme undurchlässig. Die Objektive der Wärmebildoptik werden nicht aus Glas, sondern aus einem seltenen chemischen Elementen, Halbleiter Germanium produziert, welcher Wärmestrahlung durchlässt. Daher kommt im Wesentlichen auch der hohe Preis einer solchen Optik. Binokulare Beobachtungsgeräte sind sehr praktisch, da man mit beiden Augen eine bessere räumliche Wahrnehmung hat und dementsprechend auch das Wild deutlicher erkennen bzw. ansprechen kann. Deren Nachteil liegt darin, dass das zielende Auge geblendet wird. Deshalb sollte man bei einem Monokular Gerät nur mit dem nichtzielenden Auge schauen. Früher oder später, falls die Schwarzwildproblematik in Österreich jedes Maß übersteigt, die Wildschäden enorm werden oder die Schweinepest Gefahr noch näher rückt, könnte es möglicherweise zu einer Gesetzesänderung kommen. In Bayern und Sachsen ist die Jagd mit Nachtziel-Vorsatzgeräten per Sondergenehmigung bereits erlaubt. In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Saarland und

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Brandenburg ist zur Jagd auf Schwarzwild der Einsatz von Taschenlampen erlaubt. Der zielgemäße Einsatz von Nachtzielgeräten wird in anderen deutschen Bundesländern bereits diskutiert. Es könnte ermöglichen, die Schwarzwildbestände zu regulieren und so einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Denn laut Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Deutschland) stellt sich nicht mehr die Frage, ob die ASP nach Deutschland kommt, sondern wann. Tierschutzrechtlich gibt es da auch einige Aspekte, die zu erwähnen sind. Nachtzielgeräte erleichterten es Jägern, im Dunkeln gut platzierte Schüsse anzubringen. So kann man das unnötige Leiden des Wildes vermeiden. Es wird auch ein genaueres Ansprechen des Schwarzwildes und somit eine Vermeidung von „Kollateralschäden“ beim Abschuss von führenden Bachen ermöglicht. Somit wäre diese Information nicht nur für die im Ausland, sondern auch im Inland jagenden österreichischen Weidkameraden wichtig: In Österreich zum Zweck der Beobachtung und im Ausland eventuell auch zur Bejagung. Natürlich soll die Verwendung solcher Geräte das faire, weidmännische Verhalten dem Wild gegenüber nicht ausschließen.

N E

47° 04′ 0″ 15° 26′ 0″


L A DY

– L I N E –

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Die neue Sauer 303

Strecke machen mit Stil

Zum 30. Mai 2019 bringt der älteste Jagdwaffenhersteller Deutschlands eine neue Generation seiner beliebten Selbstladebüchse Sauer 303 auf den Markt. Die neue S 303 verdeutlicht, dass ein stilvoller Auftritt und maximale Effizienz kein Widerspruch sein müssen. Denn die Symbiose aus zeitlosem Design und dem überlegenen technischen Konzept eines Selbstladers schaffen die grundlegende Essenz für die souveräne und effiziente Schalenwildjagd. Schließlich bedeuten Features wie „Nicht-Repetieren müssen“ sowie weniger Rückstoß und Hochschlag vor allem eines: Volle Konzentration auf den präzisen Schuss, um maximalen Erfolg zu erzielen. Die kompromisslos optimierte neue S 303 vereint in diesem Zusammenhang nicht nur zeitlose Eleganz und technische Überlegenheit, sondern auch Zuverlässigkeit und höchste Benutzerfreundlichkeit. Noch benutzerfreundlicher ist Sauers Neue dank serienmäßigen Eigenschaften, wie dem brillant klar brechenden Black Magic Trigger mit einem Abzugsgewicht von gerade einmal 950 Gramm und der durchdachten Magazinsperre MagLock, die das unbeabsichtigte Verlieren des Magazins zuverlässig verhindert. Die in der S 404 Reihe vielfach bewährte und wiederkehrgenaue Sauer Uni-

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versal Montage (SUM) ist von nun an auch das Maß der Dinge für die neue S 303. Dadurch können dieselbe Montage und dasselbe Zielfernrohr sowohl für Sauers Premium Repetierbüchse als auch für die Sauers Premium Selbstladebüchse genutzt werden. Resistenz gegenüber Schmutz und Korrosion im Laufinneren erlangen die Läufe durch eine dauerhafte Hartverchromung. Das Zerlegen und Reinigen ist jetzt ebenfalls einfacher: Mit dem im Hinterschaft integrierten Mini-Universal-Schlüssel, der gleichzeitig als Riemenbügel fungiert, lässt sich der Vorderschaft im Handumdrehen und ohne weiteres Werkzeug abnehmen. Das legt den Maschinenraum in Sekundenschnelle frei und erlaubt die schnelle Reinigung - auch im Revier. In Sachen Zuverlässigkeit gibt es ebenfalls einige innovative Features: Das optimierte Design des Verschlusses und die ebenfalls optimierte Gasentnahme garantieren hohe Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer. Die aus Stahl gefertigte Gasentnahme sorgt zudem für eine gewünschte Kopflastigkeit und damit für optimales Schwingungsverhalten. Das schlanke System im neuen Design in Verbindung mit wahlweise Select Schaft aus Nussbaumholz mit Laser-Maserung oder ultrarobustem und vollergonomischen Polymerschaft machen Sauers Neue neben all den technischen Superlativen zu einer wunderschönen Selbstladebüchse.


Stechmücken ade Wer auf der Pirsch unterwegs ist, hatte sicher schon einmal einen ungebetenen Gast in Form von Stechmücken, Zecken und anderen Insekten mit dabei. Auch Franz Reinthaler, Geschäftsführer von ALP JAGD Stranzinger GmbH, hat als leidenschaftlicher Jäger schon die eine oder andere lästige Erfahrung damit gemacht. Grund genug, um selbst die revolutionäre Anti-Insect-Bekleidung von Pinewood am eigenen Leib zu testen: mit Erfolg. „Ich trage die Bekleidung selbst, wenn ich draußen unterwegs bin. Egal, ob man in der Natur unterwegs ist oder sich bei der Jagd befindet, die Bekleidung hält dank ihrer speziellen Anti-Insekten-Beschichtung die Insekten fern und ist zudem noch pflegeleicht“, so der Geschäftsführer. Funktionshemd und Funktionshose schützen dauerhaft vor Zecken und Stechmücken. Die Behandlung der Textilien ist zudem auch noch umwelt- und hautfreundlich. Beide Kleidungsstücke sind bislang nur bei ALP JAGD erhältlich. www.alp-jagd.at

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Renault Alaskan dCi 190 4WD

Einer der fast ALASKAN

Text & Fotos: Christian Huemer

Auf den Renault Alaskan kann man sich verlassen. Der Pick-up – Renault betritt damit übrigens Neuland – ist das Auto für alle Fälle. Eben einer der fast alles kann. Man hat das Gefühl, das Auto ist einfach da, wenn man es braucht und man kann mit dem Pick-up Pferde stehlen. Der Alaskan holt den Fahrer aus dem schlimmsten Schlamm, da braucht es keine fremde Hilfe, der Alaskan ist da, wenn es etwa ums Siedeln geht und schleppt da selbst große Schränke oder auch die Waschmaschine. Dazu ist der Alaskan ein rauher, aber sympathischer Koloss. Und für Freizeitabenteurer ist der Alaskan sowieso der Hero. Auf die Ladefläche gehen zwei volle Golfausrüstungen sowie das gesamte Zeug fürs Fischen und Campen. Dazu ist der Pick-up noch viel eleganter designt als viele andere. Auch wenn der Alaskan japanische Wurzeln hat, kommt der französische Charme durch. Daran ändert auch der etwas bullige Blick der selbstbewussten Scheinwerferaugen nichts. Bullig aber cool.

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Foto: Ren

ault

Was der Alaskan alles drauf hat: Da wären einmal 190 PS, die den 2,3 Liter Turbodiesel kräftig antreiben und

in etwa 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringen. Das 6-Gang-Schaltgetriebe funktionierte beim Test völlig klaglos, der Verbrauch wäre, sollten die Werksangaben stimmten, mit durchschnittlich 6,3 Liter auf 100 Kilometer nicht ganz so üppig und beim CO2-Ausstoss mit 167 Gramm pro Kilometer ist noch Luft nach oben. Was gibt es noch: u.a. eine Einparkhilfe, Voll-Lederpolsterung, die Vordersitze sind beheizbar, hilfreich ist eine 360-Grad-Kamera, da wären noch ein Tempomat, Keyless Entry. Für ein Nutzfahrzeug, das übrigens in allen Modellvarianten vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat der Alaskan sehr viel Komfort, wenn nicht gar Luxus zu bieten. In der Doppel-Kabinen-Version


TECHNISCHE DATEN RENAULT ALASKAN

Foto: Ford

gibt es viel Platz für Fahrer und Beifahrer. Der Raum im Fond ist eher knapp bemessen und lange Beine werden sich da schwer tun. Auf der großzügigen Ladefläche können 157,8 Zentimeter lange und bis zu 156 Zentimeter breite Gegenstände transportiere werden. Und zwischen den Radkästen ist noch Platz für bis zu 113 Zentimeter breites Ladegut. Der Renault Pick-up kann zudem gebremste Anhänger bis zu 3,5 Tonnen Gewicht ziehen, ohne dass dem 2,3 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel dabei die Puste ausgeht. Beim Fahren gerät das PKW-Gefühl etwas in den Hintergrund und das für den harten Arbeitsalltag auf Baustellen hart ausgelegte Fahrwerk vermittelt eher LKW-Feeling. Der Renault Alaskan wird vermutlich öfters für die Arbeit als zum Spaß gekauft. Durch das moderne Design hat dieser Pick-up optisch schon ein Alleinstellungsmerkmal. Offroad-Qualitäten, komfortable Ausstattung, kräftiger Motor sind die weiteren Pluspunkte. Somit bietet sich der Renault Alaskan als treuer Begleiter auf allen möglichen Wegen an.

dCi 190 4WD Leistung: 140 kW Leergewicht: 2088 kg Anhängelast: 3500 kg Nutzlast: 862 kg Abgasnorm: Euro 6b Höchstgeschw.: 180km/h Kraftstoffverbrauch ges.: 6,9l

Das Testauto wurde uns von Vogl&Co, Wiener Strasse 301 zur Verfügung gestellt.

S-TEC: Ihr Spezialist für Puch G / Pinzgauer / Haflinger Einen solchen Spezialisten gibt es tatsächlich noch! Die Service Technologies GmbH & Co OG (kurz S-TEC) ist der Ansprechpartner im Bereich Puch Kundendienst und die richtige Anlaufstelle für Original-Ersatzteile und jeglichen Instandsetzungsbedarf für die Kultfahrzeuge Puch G / Pinzgauer / Haflinger. Die S-TEC bietet ein umfangreiches Angebot, welches vom Gebrauchtfahrzeugverkauf über Service und Reparatur bis hin zur Generalüberholung nach Werkstandard reicht. Auch Ikonen wie Arnold Schwarzenegger legen Vertrauen in die Hände der Fachwerkstatt von S-TEC. Erst kürzlich hat die Ikone ein Puch Offroad-Fahrzeug bestellt, welches von unseren Spezialisten auf seine Wünsche, speziell zugeschnitten, aufbereitet und hergerichtet wird.

Leidenschaftlichen Offroadern wird für ihren Liebling ein ganz besonderer Service geboten, um die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge zu verbessern und ihre Lebensdauer zu verlängern. Die umfassende Kompetenz und langjährige Erfahrung garantieren eine reibungslose Abwicklung bei Einhaltung sämtlicher Qualitätsstandards. Mit der gleichen Begeisterung und Professionalität, mit der Puch G / Pinzgauer / Haflinger vor Jahrzehnten im Hause Steyr-Daimler-Puch entwickelt wurden, widmet sich das S-TEC-Serviceteam heute jedem einzelnen Kundenauftrag. Es werden über 30.000 Teile-Nummern in Graz gelagert und spezielles Zubehör sowie Ersatzteile für Sie bereit gehalten. Infos unter: https://www.puch.at/de/ersatzteile/

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OFFROAD Eine ­beeindruckende Herausforderung für Mensch und Maschine Wir sind Krawalldackl Offroad-Events und Offroad ist unsere Leidenschaft! Dies in dreierlei Hinsicht. Zum einen die Veranstaltung von Kundenevents, zum anderen das Reisen abseits vom Mainstream. Und dann natürlich auch die Teilnahme an internationalen Trophies. Und dies alles möglichst im Einklang mit der Natur. In den letzten beiden Jahren haben wir uns hauptsächlich auf das Reisen mit unserem Expeditionsmobil Bremach 35 Xtreme und auf die Kundenevents konzentriert. Heuer wurde es wieder mal Zeit, an einer Trophy teilzunehmen und wir haben uns für die Xperience Romania GPS Trophy (Profiklasse) entschieden. Was ist so eine Trophy eigentlich? Im Gegensatz zu einem Rennen nach Roadbook (eine vom Veranstalter vorgegebene Route mit Checkpoints, die anhand der angegebenen Wegbeschreibungen gefunden und möglichst schnell absolviert werden muss) kommt es bei einer GPS-Trophy darauf an, die Route anhand der vorgegebenen GPS-Punkte eigenständig zu planen und dann auch zu finden. Gewinner ist das Team (2 Fahrzeuge), das im Gelände tatsächlich die meisten GPS-Punkte erreicht. Bei Punktegleichheit zählt die schnellere Zeit. Wir haben die Variante GPS gewählt, da diese für uns eine größere Herausforderung darstellt. Jedes Team muss sein eigenes digitales Kartenmaterial der Umgebung mitbringen und es braucht eine Person als Navigator/in, die es sowohl beherrscht, Kartenda-

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ten, Höhenlinien und Wettervorhersagen zu lesen, als auch dann im Gelände den richtigen Weg zu finden, was nicht immer so einfach ist. Wir sind mit zwei Mercedes G 290 TD Prototypen (260 PS, gekürzte Polyesterkarosserie, mechanische und elektrische Seilwinde etc.) an den Start gegangen. Im Durchschnitt sind pro Tag ca. 100 Kilometer in unbekanntem und unwegsamem Terrain zu absolvieren. Geschwindigkeit ist hier eher sekundär, es kommt auf eine perfekte Navigation, fahrerisches Können, haltbare Technik und Taktik an. Schließlich dauert so eine Trophy meist eine Woche. Was uns besonders an diesen Veranstaltungen fasziniert ist, dass trotz des Wettbewerbsgedankens (jeder will gewinnen) auch ein großer Zusammenhalt und eine große Hilfsbereitschaft zwischen den konkurrierenden Teams gegeben ist, egal ob es um Ersatzteile, Unterstützung bei Reparaturen (ja, es ist jeden Tag was zu schrauben), Bergungen oder Teilen der Schnapsvorräte am Lagerfeuer geht. Es sind Gleichgesinnte unter sich und daraus sind schon viele Freundschaften hervorgegangen. Aber auch die wunderschöne Natur und Bergwelt der rumänischen Karpaten (diesmal rund um Sibiu), die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der einheimischen Bevölkerung sind beeindruckend. Wir haben in der Vergangenheit schon oft Top-Platzierungen bei zahlreichen Rennen erzielt. Leider hat dieses Jahr nach einem perfekten Start (erster Platz im Prolog) und mit den meisten Punkten (ex aequo) am folgenden Tag ein Motorschaden bei unserem zweiten Fahrzeug das Aus bedeutet. So was tut natürlich weh, aber wir sind schon wieder voll motiviert und wollen die Challenge nächstes Jahr noch einmal aufnehmen. Nach der Trophy ist vor der Trophy! Um auch Privatpersonen und Unternehmen dieses Offroad-Feeling


näherzubringen, haben wir vor nunmehr 12 Jahren Krawalldackl Offroad-Events gegründet. Inzwischen haben mehr als 6.500 begeisterte Kunden die Offroad-Challenge absolviert und uns zum Marktführer in Österreich gemacht. Als besonderes Erlebnis bieten wir unseren Firmenkunden (Incentive und Teambuilding) einen ganzen Tag in einem unserer vier Gelände. Profi-Instruktoren aus dem Motorsport (Truck Trial Europa- und Vizeeuropameister), eine Vielzahl an unterschiedlichen Fahrzeugen (Mercedes G Prototypen, Ural/TAM 6x6, Argo 8x8 etc.), diverse spannende Challenges, freies Fahren und Outdoor-Cooking vor Ort sorgen für unvergessliche Eindrücke bei unseren Kunden.

Nähere Informationen www.krawalldackl.at

Off-Road-Reifen Bei uns sind Sie richtig!

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Forellenfilet im „Überraschungspackerl“

Die Forelle ist ein vollmundiger, gesunder einheimischer Fisch, der schon vielerorts leicht erhältlich ist. Machen Sie bei der Qualität von Fisch keinen Kompromiss! Wählen Sie ausschließlich frische Fische - und davon die beste Qualität. Man schmeckt es am Teller! Durch diese kreative und besonders schnelle Zubereitungsart kredenzt man den Gästen nicht nur optisch ein Gaumenerlebnis der Sonderklasse! r hein-Pimeshofe Annette Monsc f: au e rs chku Rezepte und Ko t e-mit-annette.a ud fre ns be le w. ww

Zutaten

Die Fischfilets mit klarem Wasser abspülen, mit Zitronensaft beträufeln, halbieren und auf Küchenrolle legen, damit sie abtropfen können. Mit Natursalz und Pfeffer sehr gut würzen. Die Kartoffeln waschen, schälen, in hauchdünne, sehr kleine Scheiben schneiden, Paprika in etwas größere Stücke teilen und Zwiebel fein schneiden. Das Pergamentpapier (8 Stücke) extra auflegen, mit Gemüse incl. Paradeiser belegen, Fischfilet darauf geben, mit Olivenöl und Kräutern versehen und mit Spagat leicht zu einem Packerl schnüren. Das Rohr wird bei 220 °C vorgeheizt, dann auf 200°C zurückgeschalten, die Forellenfilets-Päckchen werden auf dem Blech oder in einer Kaserole je nach Größe ca 35-50 min gegart. Wenn man sich unsicher ist, öffnet man vorsichtig ein Päckchen und sieht nach. Serviert werden sie direkt vom Ofen auf einen mit frischen Rucola, Blattsalaten, Karottenblumen, Kapuziner, Malvenblüten,….garnierten Teller. Diese Art des Zubereitens ist nicht nur kreativ, sondern auch geschmackvoll und gesundheitsbewußt. Mögen eure Gaumen und Herzen erfüllt sein.... Buon appetito!

Foto: www.freund-foto.de

4 einheimische Forellenfilets 4 Eßl Olivenöl 1 Zweig Rosmarin oder Salbei oder Zitronenverbene oder Zitronenthymian je nach Geschmack Ausseer Steinsalz (Natursalz) ½ Rote Zwiebel 1 Paprika rot oder gelb 1 Zitrone Pfeffer ca. 600 g Kartoffeln speckig Evtl 3 kleine Paradeiser 8 Stk. Pergamentpapier Spagat

Zubereitung

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Foto: www.schlossberggraz.at

Rehtartar

Grazer Krauthäuptel, Vinaigrette & Spargel

Rehtartar 4x80 g Rehfilet (320g) 1 EL Walnussöl, 1 Zweig Rosmarin, fein gehackt, 1 Zweig Majoran, fein gehackt, 1 Zweig Thymian, fein gehackt, Prise Salz Prise Pfeffer von der Mühle, 5 Stk. Wacholderbeeren, fein gehackt, 1 EL Schnittlauf, fein gehackt

Vinaigrette: 20 g Birnenessig, 60 g Steirisches Kürbiskernöl 1 EL Paprika Rot (in Würfeln geschnitten, ca. 5x5 Millimeter) 1 EL Schalotten, fein gehackt, Prise Salz, Prise Pfeffer von der Mühle, 1 TL Dijon-Senf, 1 TL Wilde Preiselbeeren

Das geputzte Rehfilet mit einem scharfen Messer fein hacken. In eine kalte Schüssel (wenn möglich aus Glas) geben, Salz und Pfeffer hinzugeben, vorsichtig durchrühren, gehackte Kräuter und restliche Gewürze untermengen. Zum Schluss das Öl vorsichtig einrühren, abschmecken und kurz (ca. 2 bis 5 Minuten) im Kühlschrank ziehen lassen.

Alles miteinander zu einer homogenen Masse verrühren und abschmecken.

Grazer Krauthäuptel: 1 Stk. Grazer Krauthäuptel (gewaschen und in vier gleichmäßige Scheiben geschnitten), Prise Salz, 50 g Mehl, 2 Stk. Eier, verquirlt 50 g Brösel, Etwas Öl zum Herausbacken Salat gut abtropfen lassen, leicht salzen und mit der oberen Schnittfläche doppelt panieren. Im heißen Öl bei ca. 170°C vorsichtig herausbacken.

Spargel 4 Stk. weisser Spargel, Prise Salz, etwas frischen Zitronensaft, 10ml Walnussöl Den rohen Spargel auf ein Schneidbrett legen und am Ende gut festhalten. Mit einem Spargelschäler der Länge nach vom Ende beginnend bis zum Kopf feine Streifen abschälen. Vorgang mit allen Stücken wiederholen. In einer Schüssel leicht salzen und mit Zitronensaft und Walnussöl beträufeln und marinieren lassen. Basilikumspitzen zum marinieren. Guten Appetitt wünscht Christoph Widakovic

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Logenplatz in den Weinbergen Kleines Land, große Weine: Erich Polz und Rainer Ogrinigg in der Riede Pössnitzberg. Text: Henry Sams

Wer in der Südsteiermark auf das Gut Pössnitzberg zusteuert, entdeckt eine Landschaft aus Hügeln, Wald und steilen Weinbergen. Die Winzerbrüder Erich und Walter Polz haben dort mit dem Kreuzwirt und 4-Sterne-Hotel ein attraktives Refugium für Feinschmecker, Weinliebhaber und Urlauber geschaffen. Ihr Weingut Polz genießt zudem seit Jahrzehnten Kultstatus, die hohe Qualität der Weine besitzen Weltruf und sind in den besten Restaurants gelistet. Erich Polz wiederum ist ein viel beachteter Winzer, der nicht nur für den Wein lebt, sondern auch für die Jagd. Der leidenschaftliche Weidmann und Connaisseur und sein Gutsdirektor Rainer Ogrinigg hegen und pflegen mit dem Kreuzwirt eine hohe steirische Wirtshauskultur. Der Gast wird hier sprichwörtlich von Natur aus verwöhnt, denn man lässt vorwiegend einfache, gute bäuerliche Produkte aus der Region in die Rezeptkreationen einfließen. Aufgetischt wird eine traditionelle heimische Küche, verfeinert auf zeitgemäße, gerne auf mediterran inspirierte Art. Als vinophile Begleitung empfiehlt man dazu viele ausgesuchte Weine, vor allem aus dem eigenen Weingut wie die spezielle Kreuzwirt-Edition. Erich Polz: „Wein und Essen beeinflussen sich im Geschmack gegenseitig und sollen auf das Gericht ab-

Im Gut Pössnitzberg haben Erich Polz und Rainer Ogrinigg den Dreh herausen, reifen doch im Keller die Polz-Sekte ihrer Vollendung entgegen. Seite 68


Foto: Lehmann

Im Restaurant beim Kreuzwirt genießt man das Weltbild von Trinkspass, Genuss und Leidenschaft.

gestimmt sein, dann macht ein Essen gleich viel mehr Spaß.“ Alte Regeln werden dabei gebrochen wie Rotwein zu dunklen Fleischgerichten, Weißwein zu hellen. „So harmoniert auch ein gehaltvoller Grauburgunder bestens zu feinem Wildbret oder ein fruchtiger Rotwein zu gehaltvollen Fischgerichten“, so Erich Polz. Die Weinauswahl beim Kreuzwirt ist umfangreich, in den Weinarchiven schlummern dort viele Schätze aus vergangenen Jahrzehnten. Und wer es prickelnd vorzieht findet köstlich-frische gutseigene Winzersekte auf der Weinkarte. Weitere Informationen Gut Pössnitzberg Tel: 03454 205 www.poessnitzberg.at

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und mehr...

Sehr erfolgreich war die erstmalige Teilnahme der Steirischen Landesjägerschaft gemeinsam mit dem LIFE-Projekt Ausseerland beim 60. Narzissenfest in Bad Aussee. Von Donnerstag bis Samstag fanden sich Jägerinnen und Jäger aus der gesamten Steiermark in Bad Aussee ein, um beim Pflücken und Stecken der Figur zu helfen. Unter fachkundiger Anleitung von Anblick-Fotograf Thomas Kranabitl, selbst einer der erfolgreichsten Korsoteilnehmer, wurden etwa 70.000 Narzissen gepflückt und eine Figur gestaltet. Der HIRSCHkäfer und der AlpenBOCK als Zeigerarten für intakte Lebensräume begeisterten nicht nur die rund 20.000 Besucherinnen und Besucher, sondern auch die Jury: Beim Stadtkorso schaffte es die Figur auf den 3. Stockerlplatz, beim Bootskorso wurde Platz 4 erreicht. Auch Landesjägermeister Franz Mayr-Meln-

Foto: Zur Verfügung gestellt

Die Steirische Jagd beim 60. Narzissenfest

v.l.n.r: Bgm Gerald Loitzl, LJM Franz Mayr-Melnhof-Saurau, LR Barbara Miedl-Eibinger, LH Hermann Schützenhöfer, Bgm Franz Frosch, Andreas Goldberger

hof-Saurau unterstützte tatkräftig – ein herzliches Danke gilt all jenen, die zum sympathischen Bild der Steirischen Jagd beigetragen haben, das mit dieser gelungenen Aktion präsentiert werden konnte!

Jagd & Fischerei Auf 9300 Quadratmetern Ausstellungsfläche bei 60 Ausstellern aus 12 Nationen fand die 11. Internationale Messefür Jagd und Fischerei vom 12. bis zum 14. April 2019 mit einem vielfältigen Angebot für Jäger und Fischer statt. Führende Dach- und Fachorganisationen sorgten erneut für ein interessante und buntes Messegeschehen, um ein junges Zielpublikum bestens zu informieren. Zudem informierte der Jagdverband über das Projekt der Wiederansiedlung des Luchses in Slowenien. Dem Besucher wurde täglich vieles geboten: von Präsentationen des Büchsenmacherhandwerks über Testfahrten mit Geländefahrzeugen bis hin zu Auftritten der Jagdhornbläser und Jägerchöre aus Kärnten uns Slovenien. Am Samstag organisierten der Kynologenverband Sloweniens und der Mariborer Verein für Jagd und Kynologie die CAC Jagdhundeausstellung. Den krönenden Abschluss machten am Sonntag die 12. Staatsmeis-

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terschaft und die 5. Internationale Meisterschaft im Hirschrufen. Die Messe JAGD UND FISCHEREI wurde von der traditionellen internationalen Oldtimer-Show ­„ AVTO-MOTO-KLASIKA“ begleitet.


Foto: WLJV

v.l.n.r: LJM Norbert Walter, KO Elisabeth Olischar, Alt-Bürgermeister Michael Häupl, Bürgermeister Michael Ludwig, Dompfarrer Toni Faber, BV Markus Figl, Forstdir. Andreas Januskovecz

70 Jahre Landesjagdverband Wien Rund 200 Jägerinnen und Jäger und Gäste folgten der Einladung zum diesjährigen Landesjägertag am 17. Mai 2019, bei dem auch das 70-jährige Jubiläum des Wiener Landesjagdverbandes gefeiert wurde. Die Veranstaltung fand im Festsaal des Alten Rathauses in der Wipplingerstraße statt, an dem historischen Ort, wo vor fast 70 Jahren am 25. Juni 1949 die erste Vollversammlung des Wiener Landesjagdverband abgehalten wurde. Landesjägermeister Norbert Walter konnte zahlreiche Ehrengäste wie LJM Josef Pröll, LJM (NÖ} Roman Leitner, (Bgld.) und Leo Nagy (Verein Grünes Kreuz)begrüßen. In seinem Bericht merkte der LJM an, dass die Kenntnis um die Geschichte hilft, die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft besser zu meistern. Die Jungjägerschule ist neben den Mitgliedsbeiträgen eine der wesentlichen Säulen des Wiener Landesjagdverbandes. Rund 170 Jungjägerinnen und Jungjäger haben 2018 die Jagdprüfung in Wien positiv absolviert. Es wurde auch ein Pilotprojekt mit der MA 49 und der LK Wien im 22. Bezirk vorgestellt. Anhand von Hinweistafeln wird auf die Bedürfnisse der Natur, der Landwirtschaft und der Wildtiere aufmerksam gemacht. Abschließend in seinem Bericht geht LJM Walter auf die vier festen Säulen ein, die die Werte der Jagd widerspiegeln: 1. Das Wild & dessen Lebensräume, 2. Wildbret, 3. Tradition und Bräuche sowie 4. Das Handwerk. Gerade in der urbanen Umgebung Wiens ist es wichtig, diese Werte hochzuhalten. „Unsere Aufgabe muss es sein, die Jagd, die Wildtiere und die Umwelt für kommende Generationen zu erhalten“, so der abschließende Appell von Norbert Walter. Für die musikalische Umrahmung sorgten dankenswerterweise wieder die Wiener Jagdhornbläser-Gruppen, die auch am 2. Juli 2019 um 19 Uhr am Wiener Rathausplatz zu sehen sind.

Abschied in Ehren Beim Frühjahrstreffen der steirischen Jägerinnen in Niklasdorf wurde Loisi Steiner aus dem Bezirk Liezen als Bezirksvertreterin verabschiedet. Loisi war jahrelang für die Jägerinnen aktiv und organisierte viele Veranstaltungen – besonders beliebt waren ihre Wanderungen. Die Landesvertreterin der Jägerinnen Susanna Reisinger bedankte sich recht herzlich im Namen der Jägerinnen mit einem kleinen Präsent für die jahrelange Unterstützung und Arbeit und wünscht Loisi alles Gute für die Zukunft.

Julian mit Assistenzhund Salvador zu Besuch im Tiroler Jägerverband bei LJM Anton Larcher.

Besuch von Salvador Nach der Spendensammlung im Vorjahr mit großzügiger Unterstützung des Vereins Grünes Kreuz und vieler Jägerinnen und Jäger ist Julian Koch nun stolzer Besitzer des Diabetes-Hundes Salvador. Der inzwischen fertig ausgebildete Assistenzhund ist eine unersetzliche Stütze im Leben von Julians Familie geworden. Viel früher als wir Menschen es merken können, reagiert Salvador auf Abweichungen des Blutzuckerspiegels von Julian. Diese zeigt er schließlich den Eltern an und verhilft Julian damit zu einem unbeschwerteren Alltag.


GAULT&MILLAU ­prämiert das beste ­Steirische ­Kürbiskernöl g.g.A. Am 6. Mai 2019 wählte der führende Gourmetguide Gault&Millau aus 20 fachlich vorselektierten Top-Produkten das beste Steirische Kürbiskernöl. Das EU-herkunftsgeschützte Produkt, das ausgezeichnete heimische Rohstoffe und Tradition vereint, wurde heuer zum 14. Mal von einer Fachjury, bestehend aus den besten Köchen Österreichs, darunter Rudolf Obauer, Konstantin Filippou, Silvio Nickol, Max Stiegl, Hubert Wallner, James Baron, Hausherrin Birgit Reitbauer und Gault&Millau Herausgeber Karl und Martina Hohenlohe, verkostet. Insgesamt waren 43 Hauben in der Jury vertreten. Das „Steirische Kürbiskernöl g.g.A.“ war eines der ersten österreichischen Produkte, das mit einem EU-Herkunftsschutz ausgezeichnet wurde. Es garantiert eine gesicherte österreichische Herkunft der Kürbiskerne und die Produktion in heimischen Ölmühlen. Die Gewinner. Auch dieses Jahr fiel die Wahl des besten Steirischen Kürbiskernöls nicht leicht. „Gewonnen hat heuer ein besonders elegantes Öl: feinste Röstaromen und glasklare Kürbiskernaromen vereinten sich im Öl der Familie Kiendler aus St. Georgen an der Stiefing zu einem wohlverdienten Sieger“, so Martina Hohenlohe. Bereits zum zweiten Mal in Folge erreichte die Ölmühle Kiendler in der Verkostung den ersten Rang.

v. l. n. r.: Heinz Reitbauer, Martina Hohenlohe, Geschäftsführer ­Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g. g. A. Andreas Cretnik, Birgit Reitbauer, Karl Hohenlohe

DIE GEWINNER 1. Platz Familie Kiendler aus St. Georgen an der Stiefing 2. Platz Rosemarie Hütter aus St. Ruprecht an der Raab 3. Platz „Steirerkraft“ von Estyria Naturprodukte, ebenfalls aus St. Ruprecht an der Raab.

Genussvolles Lesen ­garantiert

v. l. n. r.: Christoph Widakovic, Waltraud Hutter, Franz Großauer, Christina Dow mit der brandneuen Ausgabe des Schlossberg Magazins.

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Knapp 200 Kulinarik-Fans und lokale Prominenz erstürmten kürzlich den Grazer Schlossberg, um gemeinsam mit der Familie Grossauer-Widakovich bei der Präsentation des 17. SCHLOSSBERG Magazins dabei zu sein. Das unbeständige Wetter konnte dem geplanten Fest dabei keinen Strich durch die Rechnung machen, da kurzerhand der Panoramasaal zum stilechten Biergarten inklusive Jägerecke, Bierzapfhahn und Gartenmöbeln umfunktioniert wurde. Die Gaumen der Gäste wurden mit Schmankerln vom Gösser Erlebnis-Biergarten, wie Steirischem Vitello Tonato, Mangalitza-Schweinsbraten-Burger oder Apfeltiramisu verwöhnt, während Weinverkostungsstände von Esterhazy Wein, Domäne Müller und Andreadis Estates Wines für die Versorgung durstiger Kehlen bereitstanden. Für zünftige, musikalische Untermalung bis in die späten Abendstunden sorgte die Murtaler Musikgruppe „Kobenzer Streich“.


Bergauf Bergab im ­Rebenland ­ ei Herrlichem Wetter konnten die Jägerinnengruppe Die B Füxinnen einen absolut spannenden und Aufregenden Autotesttag auf einer eigens angelegten Teststrecke absolvieren. Vor allem die Möglichkeit nicht nur Beifahrer im steilen Gelände zu sein und das Steuer selbst zu Übernehmen wahr eine große Herausforderung. Als Fahrlehrer und Inhaber des Testgeländes fungierte Hr. Paschek Roman der auch Fahrschullehrer beim Österr. Bundesheer ist und dadurch Knifs und Tricks für die Bewältigung der Fahrzeuge vermittelte. Ein gr0ßer Dank gilt natürlich auch der Firma Autohaus Hirschmugl Gralla die mit einigen Modellen der Autohersteller Fiat/Jeep und Suzuki die Fahrzeuge zum Testen im Gelände zur Verfügung stellte. Sollten auch Sie Interesse haben das Testgelände zu Besuchen finden Sie unter www.gelaendebahn.at nähere Infos. Ein absolutes Muss für Jäger und innen. Der Abschluss fand bei einem Buschenschank statt wo lange über PASAGEN diskutiert wurde. Ein gr0ßer Dank gilt auch Hr. Christian Huemer Inhaber und Herausgeber der Steirischen Jägerin der immer bemüht ist uns Füxinnen bei Aktivitäten dieser Art zu Unterstützen.

Alfred Hermann vom Autohaus Hirschmugl Gralla mit den Füxinen

AKTIV AM SCHÖCKL

holding-graz.at/schoeckl

S-Tec-wo Action und Erlebnis zuhause sind

Info unter www.gamboree.info

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Im Niederösterreichischen Offrod Gelände Hellsklamm fand wieder der Traditionelle Kundenevent der Firma S-Tec ( Puch G ) statt . Den Kunden wurde durch Gernot Tonauer und Team wieder eine Menge Action & Kulinarik geboten . Offroad -Liebhaber aufgepasst: von 11-14 Juli findet ein Mercedes& Puch G -Treffen in Ungarn statt .

Motorikparkour Balance ein kostenloser Geschicklichkeits-Parkour für Groß und Klein am Schöckl-Plateau

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Wetterfleck UND

Jagastock Mit der Veranstaltung „Wetterfleck und Jagastock – Erste Wahl aus zweiter Hand“ in der Seifenfabrik Graz wurde eine Möglichkeit geschaffen, das alte, gut erhaltene, seltene aber auch neue oder moderne Gegenstände am Sektor Jagd in Form eines Jäger- und Raritätenmarktes von mehr als 70 privaten und gewerblichen Anbietern angeboten wurde. Das Ziel, eine Plattform zum Austausch und Verkauf auch für gebrauchte Jagdwaffen zu schaffen, wurde übertroffen und von mehr als 1700 Gästen in zwei Tagen besucht. Auch so konnte der kommunikative Teil und die Geselligkeit bei dem bunten Rahmenprogramm u.a. durch die Jagdhornbläsergruppen der Stadt Graz, der Gruppen aus Ober Radkersburg, den Bläsern aus Krizevski Rogisti oder der Naturholzhorngruppe aus Kresnice, den Oststeirern den Pseirer Spatzen aus Südtirol und der Heuschobermusi aus Sankt Wolfgang bei Goisern bestens übermittelt werden, und zeigte, dass auch Kultur und gemütliches Beisammensein einen großen Anteil der Jäger und dieser Veranstaltung ausmachte.

Was wäre eine jagdliche Veranstaltung ohne gute Kulinarik, die vom Jaga Toni (Team Toni Legenstein) und der Domaines Kilger mit köstlichen Wildgerichten fürs leibliche Wohl sorgten. Auch das Rahmenprogramm konnte mit der Modenschau (Rettl 1868 ) sowie der Jagdhundevorführung mit 16 Jagdhunden und der Sonderschau Geländewagen an beiden Tagen bestens abgebildet werden.

Bedanken möchte ich mich bei allen privaten Ausstellern sowie Fachaussteller und Beteiligten sowie dem Team der Seifenfabrik für die sofortige Bereitschaft bei diesem Event mitzuwirken. Ein besonderer Dank ergeht an unser kleines Organisationsteam und vor allem an meinen Freund Gerd Kaufmann für seinen unermüdlichen Einsatz. Danke den Jägerinnen und Jägern sowie allen Gästen fürs Kommen und für die positiven Rückmeldungen zu dieser ersten Veranstaltung! Auch im nächsten Jahr findet die Veranstaltung „Wetterfleck und Jagastock“ im März/April statt (genauer Termin wird bekanntgegeben). Seite 74


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Steirische Jägerin Sommer 2019  

Das Magazin für die Weidfrauen Österreichs

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