NewJob 01-2022

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www.karriere-leitfaden.at

Ausgabe 21 - Frühjahr 2022

LEITFADEN für deine berufliche KARRIERE

ALLES WICHTIGE ZUR

JOBSUCHE

SUCHEN & GEFUNDEN WERDEN S t r e s sb-veLrmeeisdesn Stress im Jo

Seite 26

P fl e g eeb e ru fe Zeit für Pfleg

Seite 24

Interview m

#wertschöpfung

Illustration: AdobeStock | jozefmicic

it M a theur ra L e h r eit m Heike Schönbac

Seite 30

#lehre

#karriere

#aufstiegschance



erufliche

eine ­b Leitfaden für d Karriere

#editorial 10 Jahre New Job - oft kopiert aber nie erreicht Das österreichische Erfolgsmodell der Lehre ist die Berufsausbildung der Zukunft und internationales Vorbild. Mit ihr bietet Österreich eine optimale Verbindung zwischen der Vermittlung von praktischen Fertigkeiten, fachtheoretischem Hintergrundwissen und wichtigen Schlüsselqualifikationen. Trotzdem herrscht in fast allen Branchen ein großer Fachkräftemangel und Betriebe suchen händeringend nach qualifiziertem Mitarbeiter_innen und Lehrlingen. Hier setzt die Lehrlingsausbildung an. Lehre hat eine hohen Stellenwert - seit nun 10 Jahren versuchen wir bei NEW JOB diesen Leitgedanken nach außen zu tragen und Jugendlichen Einblicke rund um das Thema Lehre zu geben. NEW JOB blickt hinter die Kulissen in die verschiedensten Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche wie Gesundheitsberufen, Gastronomie, IT-Branche, KFz u.v.m. und thematisiert gesellschaftlich relevante und für die Jugend von heute wichtigen Themen sowie Lehre mit Beeinträchtigung, Lehre mit Matura, Mädchen in technischen Berufen, und gibt Tipps, Tricks und Ratschläge für Bewerbung, Berufsschule und Lehrzeit, Stressbewältigung während der Lehrzeit u.v.m. Das Motto „Lehre hat Zukunft und wird auch immer Zukunft haben“ wird zudem durch die hervorragenden Leistungen der steirischen Lehrlinge bei den Salzburger Austria Skills untermauert und soll Jugendliche motivieren selbst ihre Karriere mit einer Lehre zu starten. Man darf zukünftig auf einen erhöhten Zuspruch der Lehrberufe hoffen. Eine gute Lektüre wünscht,

#inhalt Schulabschluß und jetzt?! Wohin geht die Reise?

06

AustrianSkills Berufs-Staatsmeisterschaften

12

Bewerbung auf Englisch So gelingt es

20

Pflegeberufe Gesundheits- & Krankenpflegeberufe

24

Lehre mit Matura Interview

Unternehmenswebsites Tolle Informationsquelle

30

38

Bewerbungsmythen Auf dem Prüfstand

40

Christian Huemer IMPRESSUM Herausgeber: Christian Huemer, 8055 Graz, Puchstraße 133 | huemer@hcmedia.at Redaktion: Kathi Baumgartner, Christian Huemer, Reinhard Czar, Silke Strasser, Esther Unterweger Erscheinungsort: Graz Anzeigenleitung: Christian Huemer, 0664/1457580, huemer@hcmedia.at Grafik: bluepepper.at | Ing. Peter Jukel Druck: Gravizki zavhod Hrvatske d.o.o., Croatia, 1000 Zagreb

www.karriere-leitfaden.at #3


d n u n e l h Za n e t k FaTEIERMARK S

ng der u d l i b r o V Lehrlinge

Daten: WKO

Polytechnische Schule (33%)

BHS (19%)

11%

Neue Mittelschule, Hauptschule (16%)

Landwirtschaftliche Schule (11%)

16%

AHS (11%)

Metalltechnik

19%

2.022 1.643

1.530

1.252 664

Einzelhandel

Ins tallations & Gebäu detechnik

KFZ-Technik

Elektrotechnik

#4

33%

10%

Sonstige (10%)

f Die fün n te s g fi u ä h e f u r e b r Leh 2021

11%


Die fünf hr häufigs ten Le ei berufe 2021 b Frauen

Die fünf häufigs ten Lehr berufe 2021 bei Männern

Tourismus & Freizeit

2.008

Handel

1. Einzelhandelskauffrau (1.114) 2. Bürokauffrau (452) 3. Friseurin/Stylistin (309) 4. Metalltechnikerin (269) 5. PKA (171)

2.779

Industrie

Gewerbe & Handwerk

6.983

884

356

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Maschinenbautechnik,

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AdobeStock | luismolinero

?!?

#6

WHAT‘S next? Text: Reinhard Czar


Mit Absolvierung der Schulpflicht ist noch lange nicht Schluss. Bis zum 18. Geburtstag gilt seit dem Vorjahr die Ausbildungspflicht – die Möglichkeiten, dieser nachzukommen, sind vielfältig. Es gibt so manchen Meilenstein im Leben eines Heranwachsenden. Der erste Schultag ist so einer, dann der Wechsel von der Volksschule in eine weiterführende Schule. Mit 14 steht wieder ein markanter Einschnitt im Leben bevor, vor allem für jene, die nun vor der Frage stehen: weiterführende Schule oder lieber eine Lehre? Die Entscheidung sollte wohlüberlegt sein und keinesfalls auf Vorurteilen oder veralteten Rollenklischees beruhen. Karriere ist mit einem soliden Handwerk genauso gut möglich, wie man nach der Matura ohne Job (und Perspektiven) dastehen kann. Die Ausbildungswahl der Freunde sollte auch nicht unbedingt als Richtschnur dienen, denn jeder hat anders gelagerte Fähigkeiten und Interessen – und diese gilt es herauszufinden. Eine gute Möglichkeit dafür sind die Tage der offenen Tür, die heute so gut wie jede Schule anbietet und mittels derer man oftmals einen ersten Eindruck gewinnt, ob man in der jeweiligen Anstalt grundsätzlich gut aufgehoben wäre.Bei Interesse an einer Lehre hingegen erhält man über Schnuppertage oder Praktika einen guten Einblick in den betrieblichen Alltag. HIER EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE MÖGLICHKEITEN NACH DEM 14. GEBURTSTAG: Regulär ist die Schulpflicht, die in der Regel neun Jahre dauert, mit dem Besuch der einjährigen Polytechnischen Schule abgeschlossen. Diese bereitet auf

die künftige Berufslaufbahn vor, die in Form einer Lehre begonnen wird. Nach der Lehrabschlussprüfung ist man dann als Facharbeiterin/Facharbeiter qualifiziert. Es besteht auch die Möglichkeit, die Lehre mit Matura in einer dualen Kombination zu verbinden. Bei dieser Sonderform steht später eine universitäre Weiterbildung offen. Die herkömmliche Hauptschule mit der Polytechnischen Schule ist freilich bereits ein Auslaufmodell, das sukzessive durch die Neue Mittelschule ersetzt wurde. Genauso kommt seit Kurzem – zusätzlich zur neunjährigen Schulpflicht – die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre zum Tragen, die mit der Aufnahme einer Lehre erfüllt wird. Die Berufsbildende Mittlere Schule (BMS) ist ein Allrounder, sie bietet Allgemeinbildung und gleichzeitig berufsspezifische Kenntnisse. Nach einer Schulzeit zwischen zwei und vier Jahren können Aufbaulehrgänge besucht werden, die mit einem Diplom abschließen. Die Berufsbildende Höhere Schule (BHS) wird wie die AHS mit einem Reifezeugnis abgeschlossen. Sie bietet zum einen berufsspezifische Kenntnisse auf Maturaniveau, zum anderen berechtigt sie, eine Hochschule (Universität oder Fachhochschule) zu besuchen. Die Dauer beträgt fünf Jahre. Parallel zu den berufsbildenden Varianten höherer Schulen gibt es auch die Allgemeinbildende Höhere ­ Schule (AHS). Im Gegensatz dazu verfügt man mit einem AHSAbschluss zwar ebenfalls über Kenntnisse auf Maturaniveau und die entsprechende Zugangsberechtigung zu den Universitäten, hat aber keine spezifische Berufsausbildung in der Tasche. Im Normalfall folgt der AHS deshalb immer ein Studium.

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jobs.uni-graz.at Bewerbungsfrist 16.02.2022


Was erwartet die Wirtschaft von den

Schulabgängerinnen & Schulabgängern? Diese Frage wird immer wieder gestellt – nicht

ist vor allem eines wichtig: Sich rechtzeitig da-

nur von jungen Menschen, die eine betriebli-

rum zu bemühen, mindestens zwei Jahre vor

che Ausbildung aufnehmen möchten, sondern

Schulen­de. Zur Vorbereitung gehört auch, sich

auch von ihren Eltern, Lehrern und Lehrerinnen.

darüber Gedanken zu machen, was man bereits

Bei der Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf

zu Be­ginn einer Ausbildung mitbringen muss.

Die Erwartungen der Wirtschaft an Schulabgängerinnen und ­Schulabgänger umfassen im Kern drei Dinge:

1 2 3

Die Beherrschung des in der Schule vermittelten Wissens in Fächern wie Deutsch, Mathematik und Englisch (fachliche Kompetenzen)

#8

Persönliche Haltungen und Eigenschaften, die für Arbeit und Beruf wichtig sind, wie z. B. Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit (persönliche Kompetenzen)

Ein positives Sozialverhalten, z. B. die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen Menschen (soziale Kompetenzen)


1

FACHLICHE KOMPETENZEN In Österreich gibt es rund 200 Ausbildungsberufe und mit ihnen eine Vielfalt von Inhalten und Anforderungen. Bei aller Verschiedenheit und fachlicher Differenzierung werden jedoch bestimmte Basiskenntnisse berufsübergreifend vorausgesetzt. Dies sind im Wesentlichen: Die deutsche Sprache Unternehmen erwarten, dass einfache Sachverhalte mündlich und schriftlich klar formuliert und aufgenommen werden können. Im Geschäftsleben muss man sich gut ausdrücken und den richtigen Ton treffen. Das gilt für den persönlichen Umgang ebenso wie für Telefonate und für jede Art von Korrespondenz. Einfache Rechentechniken In allen Berufen ist präzises Rechnen und die richtige Anwendung mathematischer Formeln Grundvoraussetzung. Egal ob im Verkauf, der Buchhaltung, im IT-Bereich oder bei der Programmierung einer Maschine: die Beherrschung der Grundrechenarten, das Rechnen mit Dezimalzahlen und Brüchen, der Umgang mit Maßeinheiten, Dreisatz und Prozent-

rechnen sowie die Grundlagen der Geometrie sind notwendig, um den Anforderungen im Unternehmen gerecht zu werden. Naturwissenschaftliche Kenntnisse Auf dem schulischen Grundlagenwissen in Physik, Chemie, Biologie und Technik bauen vor allem die naturwissenschaftlichen Berufe auf. Freude an den Naturwissenschaften, dem Erkennen naturwissenschaftlicher Phänomene sowie eine positive Grundeinstellung zur Technik gehören in diesem Bereich dazu. Wirtschaftliche Zusammenhänge Wer in das Berufsleben einsteigt, braucht ein Grundverständnis der freien Marktwirtschaft. Hierzu gehört auch, die Rolle der wesentlichen Akteure im Rahmen unserer Wirtschaftsordnung (Unternehmen, Staat, Tarifparteien und private Haushalte) und das Prinzip der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zu kennen. Erste Einblicke in die Realität eines Unternehmens vermitteln Schülerbetriebspraktika.

DEINE LEHRE SO GEHT KARRIERE Starte jetzt deine Lehre in einer zukunftsorientierten Branche! WAS WIR DIR BIETEN: • Eine Vielzahl an spannenden Lehrberufen • Eine moderne und zukunftsorientierte Ausbildung • Umfassende Ausbildung durch Jobrotation und Lehrlingsacademy • Lehre mit Matura und Karrierewege über die Lehrzeit hinaus • Ein stabiles Arbeitsumfeld in einem internationalen Familienunternehmen mit angenehmen Betriebsklima • Social Benefits wie Mittagessenzuschuss, betriebliche Gesundheitsförderung, uvm. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

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Die englische Sprache Englisch ist Weltsprache. Grundkenntnisse helfen in vielen Situationen weiter – im Berufs- wie im Privatleben. Einfache Sachverhalte sollten daher auf Englisch verstanden und ausgedrückt werden können. Die Fähigkeit zu alltäglicher Konversation auf Englisch wird insbesondere in international tätigen Unternehmen erwartet. Digitale Kompetenz Informations- und Kommunikationstechnologien sind allgegenwärtig in der Lebens- und Arbeitswelt. Grundkenntnisse in der Nutzung von rechner- und internetgestützten Anwendungen sind unverzichtbar. Ebenso wichtig ist ein reflektierter und kritischer Umgang mit moderner Technik und Neuen Medien. Politik und Kultur Am Arbeitsplatz ist Teamwork gefragt, dazu gehören Offenheit und Toleranz. Kenntnisse der eigenen Kultur und der Kultur des Anderen fördern gegenseitiges Verständnis. Man sollte daher in Grundzügen vertraut sein mit den wichtigen Etappen der Geschichte Europas und der Welt, relevanten sozialen und politischen Konzepten wie Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Staatsbürgerschaft und Bürgerrechten, aber auch den großen Religionen und Weltanschauungen.

Eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben ist essentiell!

2

PERSÖNLICHE KOMPETENZEN Lern- und Leistungsbereitschaft Die Arbeitswelt befindet sich in ständigem Wandel. Lern- und Leistungsbereitschaft sind Grundbedingung für Erfolg in Ausbildung und Berufsleben, ebenso wie Interesse und Lust an Neuem. Dabei ist Lernen ein lebenslanger Prozess und erfordert von jedem auch die Fähigkeit, das Lernen selbst nach eigenen Ansprüchen zu organisieren. Frustrationstoleranz und Belastbarkeit Misserfolge gehören auch zu einem erfolgreichen Berufsleben. Mit Belastungen und Enttäuschungen umzugehen und diese auszuhalten, will gelernt sein. Wichtig ist, gerade bei Misserfolgen, dass man trotzdem dranbleibt und lernt. Manche Ziele können nicht schnell erreicht werden. Wer zu schnell aufgibt, verspielt Chancen. Qualitätsbewusstsein Ein Bewusstsein für die Qualität der eigenen Arbeit ist Bedingung für Erfolg in Ausbildung und Beruf. Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Konzentration sorgen für hochwertige Arbeitsergebnisse. Hohe Qualität zahlt sich aus – für einen selbst und das Unternehmen. Durch Flüchtigkeitsfehler hingegen kann dem Unternehmen oder der eigenen Person erheblicher Schaden entstehen. Kreativität und Flexibilität Kreativität und Flexibilität sind Ursprung aller Innovationen und damit für die Wirtschaft unverzichtbar. Jedes Arbeitsumfeld bietet Chancen zur Veränderung und Verbesserung. Das fängt bei der Gestaltung der täglichen Arbeitsabläufe oder des eigenen Arbeitsplatzes an und geht bis zur Verwirklichung von neuen Produktideen bei Ingenieurinnen und Ingenieuren. Gefragt ist ein Stück Unternehmergeist: die Fähigkeit, Ideen in Taten umzusetzen.

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SOZIALE KOMPETENZEN Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit Der Erfolg eines Unternehmens hängt immer auch von der Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Die Unternehmensziele können erreicht werden, wenn jeder Einzelne dazu beiträgt, Informationen auszutauschen, Erfahrungen weiterzugeben und Verbesserungsvorschläge zu machen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verlangt Vertrauen, das durch Zuverlässigkeit entsteht. Übertragene Aufgaben müssen auch ohne ständige Kontrolle entsprechend der vorhandenen Leistungsfähigkeit erfolgreich gelöst werden.

3

Konflikt- und Kritikfähigkeit Unterschiedliche Meinungen, Haltungen und Ansichten können zu Differenzen führen. Sie sollten jedoch sachlich und konstruktiv bewältigt werden. Das setzt Kommunikationsund Argumentationsvermögen ebenso voraus wie die Fähigkeit, mit Veränderungen und mit neuen Herausforderungen angemessen umgehen zu können. Neben einem sachorientierten Kritikverhalten gegenüber anderen sollte auch die Fähigkeit vorhanden sein, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen, Fehler einzusehen und sie korrigieren zu wollen. Höflichkeit und Freundlichkeit Umgangsformen, das heißt der wertschätzende und aufmerksame Umgang mit der Kundschaft, den Kolleginnen und Kollegen sowie den Geschäftspartnern, sind die persönliche Visitenkarte im Berufsleben. Wer freundlich ist, hat schneller und leichter Erfolg. Dies gilt für die Beziehungen des Unternehmens nach außen natürlich genauso wie für ein gutes Betriebsklima im Inneren. Toleranz Für ein offenes und angenehmes Miteinander von Menschen ist es wichtig, auch Meinungen und Ansichten gelten zu lassen, die von der eigenen Anschauung abweichen. Andere Haltungen respektieren zu können, die dem demokratischen Wertesystem entstammen, ist für das Berufsleben in einer globalen Wirtschaft notwendig.

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AustrianSkills

Unter den Gratulanten vor Ort waren bei der heutigen Siegerehrung u.a. WKÖ Vizepräsident Philipp Gady und rechts WKO Steiermark Präsident Josef Herk, der bei den Skills nun auch bundesweit eine neue Führungsrolle innehat.

8 Berufs-Staatsmeister kommen aus der Steiermark Bei den Staatsmeisterschaften der Berufe in Salzburg konnten sich die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer 17 Medaillen sichern, davon acht in Gold. „Ein toller Erfolg, der die hervorragende Ausbildungsqualität in unseren Betrieben einmal mehr unter Beweis stellt“, freut sich WKO Steiermark Präsident Josef Herk, der seit Anfang des Jahres auch Präsident des neu geschaffenen SkillsVereins ist, mit dem die erfolgreiche Entwicklung der Bewerbe nun weiter professionalisiert werden soll. Nach mehrmaliger Verschiebung fanden von 20. bis 23. Jänner die AustrianSkills, die Staatsmeisterschaften der Berufe in Salzburg statt. Rund 200 Jungfachkräfte nahmen in 32 Kategorien am großen Wettbewerb teil, der aufgrund der aktuellen Coronasituation ohne Publikum über die Bühne gehen musste. Berufliche Höchstleistungen gab es trotzdem jede Menge, vor allem von den steirischen Teilnehmern. Insgesamt 17 Medaillen konnte sich das weißgrüne Team in Salzburg sichern, davon acht in Gold - das ist einmal mehr Platz eins im Bundesländerranking.

Florian Rauch, Marvin Gornicec, KNAPP #12

Matthias Winkler, Nico Reiter, KNAPP

Foto: WKÖ

Mit dieser neuen Struktur wollen wir den Schwung der EuroSkills mitnehmen und die Organisation weiter professionalisieren.

Patrick Kügerl, Thomas Stoiser, KNAPP


Fotos: WKÖ/SkillsAustria

Steirische Sieger bei den Staatsmeisterschaften sind Bodenleger Dominik Schwaiger (Karl Fetz e.U.), Dominik Kainersdorfer im Bereich Digital Construction 4.0 (HTBLVA Graz Ortweinschule), Hochbauer Kilian Lupinski (Karl Puchleitner BaugesmbH)), KFZ-Techniker Markus Maier (AVL List GmbH), Metallbauer Thomas Pöllabauer (Willingshofer GmbH), Marvin Gornicec und Florian Rauch (beide Knapp AG) im Bewerb Mobile Robotics, Tischler Wolfgang Ramminger (Tischlerei Hasenburger) sowie Nico Reiter und Matthias Winkler (ebenfalls Knapp AG) bei Robot Systems Integration. Sie dürfen sich über ein Ticket für WorldSkills 2022 bzw. EuroSkills 2023 freuen.

DEINE LEHRE DEINE ZUKUNFT DEINE STADT

achtzigzehn | Foto: © Florian Vallant & Marco Pessl I MMMMR | Bezahlte Anzeige

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Bist du handwerklich begabt, hast einen grünen Daumen oder Lust darauf, im Büro zu arbeiten? Ganz egal, wo deine Stärken liegen – wir bieten dir 15 Lehrberufe in verschiedenen Bereichen und unterstützen dich bei der Lehre mit Matura. Bewirb dich jetzt! facebook.com/grazholding instagram.com/holding_graz


Foto: Schoklitsch

Neues IT-Kolleg in ­Hartberg als Expositur der HTL Weiz ab Herbst 2022 KommR Dr. Erich Schoklitsch

Lehre aktuell Das österreichische Erfolgsmodell der Lehre ist die Berufsausbildung der Zukunft und internationales Vorbild. Mit ihr bietet Österreich eine optimale Verbindung zwischen der Vermittlung von praktischen Fertigkeiten, fachtheoretischem Hintergrundwissen und wichtigen Schlüsselqualifikationen. Durch Bestrebungen der heimischen Wirtschaft, Aufklärungs- und Erziehungsarbeit und sicher auch aufgrund des gesellschaftlichen Wandels in Bezug auf die Lehre und klassische Rollenverteilungen bei der Berufsausbildung, hat sich das Image der Lehrlingsausbildung stark zum Positiven gewandelt - sowohl was allgemeine Zahlen der Auszubildenden betrifft als auch ein klarer Anstieg des Frauenanteils in technischen Lehrberufen. FW-Landesobmann KommR Dr. Erich Schoklitsch vermerkt nach einem pandemiebedingten Rückgang von 8,8 Prozent im Jahr 2020, eine Zunahme von Lehranfängern in der Steiermark von knapp 10 %. „Unter den erschwerten Rahmenbedingungen kann dieser Anstieg gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont Erich Schoklitsch. Metalltechnik ist nach wie vor der Top-Lehrberuf in der Steiermark, und bei Mädchen nach Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin auf Platz 4. Zudem haben sich auch die Nachfrage und Inanspruchnahme der Lehre nach der Matura gesteigert. 655 steirische Maturantinnen und Maturanten befanden sich Ende 2021 in einer Lehrlingsausbildung. Ab Herbst 2022 gibt es zusätzlich mit der Dualen Akademie ein neues österreichweit speziell für Maturanten entwickeltes Ausbildungsprogramm im Rahmen des dualen Systems. #14

Die Pandemie hat dem Zeitalter der Digitalisierung noch einmal einen großen Entwicklungsschub verliehen. Dies zeigt sich auch im steigenden Fachkräftemangel in der IT-Branche. In Hartberg will man diesem Mangel an Fachkräften mit einem neuen Kolleg entgegenwirken. Das neue IT-Kolleg Hartberg wird als Expositur der HTL Weiz geführt und stellt auch einen Großteil der Lehrkräfte für das Bildungsangebot in Hartberg zur Verfügung. „Zusätzlich werden auch Gespräche mit dem Bundesschulzentrum geführt, um Lehrkräfte für die allgemeineren Gegenstände in Hartberg zu finden“, betont Gottfried Purkarthofer, Direktor der HTL Weiz. In vier Semestern werden dort Informatiker mit den Schwerpunkten Systemtechnik, Netzwerktechnik, Projektentwicklung und Software-Engineering ausgebildet und schließen mit einer Diplomprüfung ab. Der Theorieunterricht findet in Hartberg, der Werk-

Foto: AdobeStock | Seventyfour


#code

Foto: AdobeStock | kjekol

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stätten-Unterricht in Weiz statt. Dazu ist ein achtwöchiges Praktikum Teil des Kollegs. Zahlreiche Firmen aus der Umgebung haben sich bereit erklärt, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen, wie z.B. Michaela Ringhofer von Ringana und Thomas Rössler von der Firma TAC aus Schildbach. Im ersten Durchlauf soll das Projekt IT-Kolleg Hartberg für zwei Jahre lang geführt werden, danach findet eine Evaluierung statt. Das neue Kolleg stellt eine dringend benötigte Investition in die Zukunft der heimischen Betriebe dar. Die Vielfältigkeit der Ausbildung ermöglicht eine große Auswahl an Berufen im Bereich der Informatik, wie zum Beispiel Netzwerk-Administration, Software-Entwicklung, Data-Security, Grafik-Design und Multimedia, EDV-Beratung und Online-Marketing. Bewerbungen von Damen sind ausdrücklich erwünscht.

Mit einer Ausbildung in der IT am Puls der Zeit Hier wird Zukunft gemacht: IT steht für „Informationstechnik“ und bietet tolle Karrierechancen. Smartphone-App, Hardware-Entwicklung, Netzwerksysteme oder Anwendersoftware: Die IT ist fixer Bestandteil des Alltags. Die IT-Lehre bietet neben HTL-Abschluss oder einschlägigem Studium ausgezeichnete Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in die Branche der Zukunft. Prognosen zeigen, dass die Nachfrage nach Know-how in der IT ständig wächst. Schon heute fehlen hier rund 3.000 Fachkräfte. Steil nach oben zeigt auch der Anteil an jungen Frauen, die sich für eine vielversprechende Karriere in der IT entscheiden. Wer jetzt in die IT-Lehre einsteigt, hat beste Chancen auf eine Top-Laufbahn mit vielen Aufstiegsmöglichkeiten. Ein zusätzlicher Faktor ist das Gehalt: IT-Fachkräfte verdienen überdurchschnittlich viel.

„Mit einer guten IT-Ausbildung braucht man sich keine Sorgen um die Zukunft zu machen!“ Dominic Neumann, MBA, Obmann Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie

ubit-stmk.at/karriere-mit-it

Schwerpunkte in der neuen IT-Lehre: • • • • •

Software-Entwicklung Netzwerk-Technik Hardware-Technik IT-Security Big Data & Cloud Computing

Drei neue Lehrberufe: • Applikationsentwicklung – Coding • Informationstechnologie – Schwerpunkt Systemtechnik • Informationstechnologie – Schwerpunkt Betriebstechnik


THEMA BEWERBUNGSFOTO

(M)ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Fragen und Argumente wie: „Weshalb so ein Aufwand, es ist doch nur ein Bild?“, „Wer kann sich das noch leisten?“, „Ein schneller Schnappschuss tut es auch!“, „Wem es nicht gefällt, selbst schuld!“ oder „Außer Spesen nichts gewesen, deshalb spare ich mir das Geld“ kommen häufig vor. Hast du dich schon einmal intensiv mit dem Grund auseinandergesetzt, warum das Bewerbungsfoto eine so wichtige Rolle spielt? Stelle dir eine Zeitschrift ohne Bebilderung vor oder eine Tageszeitung mit vielen Bildern verschiedener Menschen, und alle schauen finster drein. Würde Dir das gefallen? Hättest Du noch Lust zum Weiterlesen? Ein vernünftiges Bewerbungsfoto ist so wichtig, weil Du damit einen wichtigen Teil deiner Persönlichkeit, Deiner Einstellung zur Sache und einen Ausdruck Deiner Motivation vermittelst. Du möchtest diese Stelle unbedingt haben, um deine Fähigkeiten in der neuen Firma unter Beweis zu stellen. Das ist ein Grund zur Freude, den man Dir ansehen sollte. Nimm eines deiner alten Bewerbungsfotos zur Hand. Schau es genau an. Was empfindest Du dabei? Wie wirkst Du darauf? Findest Du Dich sympathisch? Was würdest Du beim nächsten Mal anders oder besser machen? HINWEIS: Wenn es Dir nicht gut geht, du große Probleme hast, empfiehlt es sich, den Termin beim Fotografen zu verschieben. In solchen Momenten ist es fast unmöglich, unbefangen in die Kamera zu lächeln. Gute Laune und ein freier #16

Foto: AdobeStock

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dies gilt auch für Ihr Bewerbungsfoto. Gerade bei Ihrer Bewerbung ist ein aussagekräftiges Bild enorm wichtig. Und wir wissen, dass sich viele Bewerber gerade in diesem Punkt ziemlich unsicher sind.

Kopf sind ideale Voraussetzungen für ein strahlendes, sympathisches Endresultat. Such dir unbedingt einen professionellen und fachkundigen Fotografen! Und verwirf die Idee, die Automatenfoto-Box am Bahnhof (oder anderswo) aufzusuchen! Es sei denn, Du spekulierst auf eine Absage deiner Bewerbung:

KLASSISCH IN FARBE ODER DOCH BESSER SCHWARZWEISS? Immer häufiger wird empfohlen, Schwarzweißporträts zu verwenden, die als sehr gute Alternative zu herkömmlichen Farbfotos gelten. Ein farbiges Bild ist dennoch weiterhin aktuell und nicht aus der Mode gekommen. Mit einem Schwarzweißbild lasst du dem Betrachter mehr Platz für Interpretationen. Es eignet sich zum Beispiel hervorragend zum Kaschieren kleinerer Hautun-


ebenheiten (bei Menschen mit blassem Teint wirkt eine Schwarzweißaufnahme optimal). Es lässt Dich auch ein wenig geheimnisvoll erscheinen und verbirgt ein Stück Deiner realen Gesamterscheinung. Wer sich jedoch lieber in Farbe sieht, soll und kann dies so beibehalten.

DIE KLEIDUNG, EIN HEIKLES THEMA Zu tief, zu hochgeschlossen, zu langweilig – die Frage nach dem Kleidungsstil ist für viele eine nervenaufreibende und langwierige Angelegenheit. Mache die Wahl Deiner Kleidung abhängig von der Branche, in der Du Dich bewerben möchtest. Während sich ein Bäcker zum Beispiel nicht mit Anzug und Krawatte ablichten lassen muss, sollte sich ein Versicherungskaufmann schon mehr ins Zeug legen. Da die Modewelt heutzutage ein breites Spektrum an Stilen bietet, fällt die Auswahl des passenden Outfits nicht immer ganz leicht. Was auf keinen Fall geht, sind Brusthaare, die aus der geöffneten Knopfleiste eines Herrenhemdes hervorlugen, sowie gewagte Dekolletés bei Tops oder Damenblusen. Farbe und Stil Ihrer Kleidung sollten Deinem Typ entsprechen. Je wohler Du Dich in Deiner Aufmachung fühlst, desto ungezwungener kommst Du auf dem Bewerbungsfoto rüber.

SCHMINKEN JA, ABER BITTE DEZENT Gegen Make-up hat niemand etwas einzuwenden, wenn es dezent benutzt wird. Kein Arbeitgeber möchte eine Angestellte oder einen Angestellten (wir meinen Männer ebenso wie Frauen), die/der womöglich während der Arbeitszeit den Lidstrich nachziehen muss. Es ist nicht nur dieser Aspekt, der einen negativen Eindruck entstehen lassen könnte. Bühnenreifes Make-up versteckt Deine natürliche Schönheit hinter einer Maske. Dabei hast Du doch nichts zu verbergen, sondern bist eine Frau mit unübersehbaren Reizen, wie ausdrucksvollen Augen, schönen Lippen, gepflegtem Haar? Glaube deshalb jedoch lieber nicht, ein Personaler ließe sich durch Deine Attraktivität beirren, beeinflussen oder überzeugen. Dein künftiger Arbeitgeber ist an Dir vorrangig als seriöser Arbeitskraft interessiert, mit betont sexy Kleidung musst Du deshalb nicht auftrumpfen, es sei denn, der Job verlangt dies ausdrücklich.


MATURA LEHRE

Text: Kathi Baumgartner

DIE QUAL DER WAHL

Hast du dich dazu entschieden, dass du einen Lehrberuf einer akademischen Laufbahn vorziehst? Dann ist schon ein grundlegender Schritt in Richtung Karriereplanung getan! Bei der Suche nach der richtigen Lehre stehen jedoch viele vor der Qual der Wahl. Erfahre hier, wie du in wenigen Schritten herausfinden kannst, welche Lehrstelle zu dir passt.

Lehrstellensuche in 5 Schritten Die Entscheidung für eine Lehre sollte gut überlegt sein. Eine Liste sämtlicher Lehrberufe findest du beispielsweise auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich. Die folgenden Dinge solltest du bei deiner Suche beachten: 1 Hör‘ auf dein Bauchgefühl. Das sagt sich zwar leichter als es oft ist, aber dein Gespür dafür, was dir Freude macht, ist einer der besten Richtungsweiser, wenn es um die Wahl deines künftigen Berufs geht. 2 Befrage dein Umfeld. Oft können Eltern, Familie oder Freunde, die dich gut kennen hilfreiche Hinweise darauf geben, was dir liegt oder wo sie dich sehen. 3 Hol‘ dir Rat von Insidern. Für alles Mögliche greift man heutzutage auf Erfahrungsberichte zurück; sei es die Rezension eines Restaurantbesuchers oder der Bericht über das angesagteste Urlaubsziel. Warum also nicht im Bekanntenkreis umhören, ob jemand vielleicht schon die gewünschte Ausbildung macht oder gar schon im angepeilten Berufsfeld tätig ist. Bei der Befragung der Person ist es wichtig, um ihre ehrliche Einschätzung des Berufs zu bitten. 4 Sammle Erfahrungen. Informiere dich über Angebote zu Schnupperlehren und nutze die Gelegenheit unter realen Bedingungen mehr über den Wunschjob zu erfahren. Denn nur wenn man weiß, worum es bei einem Job wirklich geht, kann man einschätzen, ob man dafür geeignet ist oder die Vorstellungen doch von den tatsächlichen Anforderungen und Tätigkeiten abweichen. #18

WICHTIG

Wichtig bei einer privat organisierten Schnupperlehre ist, dass eine schriftliche Berufspraktikumsvereinbarung

vorliegt,

welche besagt, dass die Interessenten ausschließlich zur Berufsorientierung im Betrieb sind, und demnach weder Arbeitsnoch Entgeltpflicht besteht.

5 Lass‘ dich beraten. Das Angebot an professionellen Berufsberatungen in Österreich ist groß. Daneben bieten beispielsweise auch Berufseignungstests auf diversen Karriereplattformen oder der „Lehrlingskompass“ vom AMS eine gute Möglichkeit, die individuelle Berufseignung herauszufinden. Die „Schnupperlehre“ Wie das Wort schon verrät, geht es hierbei um das Hineinschnuppern in einen bestimmten Beruf. Dabei können Jugendliche für kurze Zeit (längstens eine Arbeitswoche!) die Aufgaben und Tätigkeiten in einem Unternehmen unter die Lupe nehmen und ein Gespür dafür entwickeln, ob es sich um ein Berufsfeld handelt, das eigene Interesse abdeckt und in dem man persönliche Fähigkeiten zum Einsatz bringen kann. Auch erhält man direkten Einblick, wie es tatsächlich in den Firmen zugeht und was der angestrebte Beruf alles beinhaltet. Die meisten Arbeitgeber freuen sich, für angehende Lehrlinge attraktiv zu sein, also: Nur Mut beim Anfragen.


Foto: Gut Purbach

l e f p i g s s u Gen

Lehre beim Koch des Jahres Max Stiegl

Warum hast du dich für eine Lehre in der Gastronomie entscheiden und welche Karriereziele strebst du an Ich habe mich dazu entschieden, weil man Kreativität lernt. Meine Ziele sind mich stetig weiterzuentwickeln, zu lernen und viel von der Welt zu sehen. Was reizt dich am Kochen meisten und gibt es ein besonders schönes Erlebnis aus deinen Berufsalltag Der Nervenkitzel und Teamwork reizen mich. Gäste freuen sich wenn wir ihnen etwas bieten und Gutes tun können. Der schönste Moment ist wenn die Gäste zufrieden sind. Wo haben sie die Ausbildung zum Koch absolviert und was hat Sie an den Beruf fasziniert ? Ich habe mich von meiner Mutter „anstecken“ lassen, diese hatte Köchin gelernt. Die Ausbildung habe ich in Golling an der Salzach absolviert, Gasthof Hubertus. Welche Grundfähigkeiten sollte ein zukünftiger Lehrling mitbringen Teamgeist und Liebe zum Genuss

Felix Hillinger & Max Stiegl

Worauf legen Sie besonderen Wert bei der Ausbildung von Lehrlingen Disziplin, Sauberkeit & Hygiene, gepflegtes Auftreten Welche Eigenschaften braucht ein erfolgreicher Koch Erfolg hat 3 Buchstaben: TUN; man muss großzügig sich gegenüber in vielerlei Hinsicht sein. Was würden sie jungen Menschen raten die sich für eine Ausbildung zum Koch/Kellner interessieren. Einfach in unsere Welt einzutauchen und sich inspirieren lassen, einfach TUN. den Mut zur Veränderung haben. Man kann quasi die Welt umsonst bereisen/sehen, das gibt es sonst in keinem anderen Beruf.

www.jobmitau

WEIL

DIESER DIE

ssicht.at

JOB BESTEN

GESCHIC

HTEN

SCHREIBT

Die Initiative Job mit Aussicht der Sparte Tourismus der WKO Steiermark hat sich zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Chancen und Perspektiven von Berufen im Steirischen Gastgewerbe aufzuzeigen.


So gelingt deine Bewerbung auf Englisch Text: Esther Unterweger Für den Schritt ins Ausland, ob nun für ein Praktikum, Stipendium, den Sommerjob oder deine Traumstelle in einem international agierenden Unternehmen, sprechen viele Gründe: interkulturelle Kompetenzen, internationale Kontakte, Sprachkenntnisse vertiefen und – nebenbei – Berufserfahrung sammeln. Der erste potenzielle Stolperstein: die Bewerbung auf Englisch. Eine simple Übersetzung deiner Unterlagen ist hierbei nicht ausreichend. Denn je nach Land werden unterschiedliche formale Anforderungen gestellt. Auf was du bei einer englischen Bewerbung zu achten hast, zeigen wir dir hier! ALLER ANFANG IST … DAS ANSCHREIBEN Für eine englische Bewerbung brauchst du immer einen Cover Letter, der im Deutschen mit dem Anschreiben bzw. Motivationsschreiben gleichgesetzt ist. Der Cover Letter ist der „Aufhänger“ deiner Bewerbung, hier überzeugst du von deiner Motivation und betonst deine

#20

Kompetenzen. Der Cover Letter besteht neben der Adressierung (Absender – Empfänger – Betreffzeile – Anrede) und der Verabschiedung aus drei wesentlichen Abschnitten: Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung legst du deine Beweggründe für deine Bewerbung offen. DEUTSCH

Ich schreibe Ihnen, um Ihnen mein Interesse bezüglich der Position als (Berufsbezeichnung) auszudrücken, die aktuell bei (Name des Unternehmens) verfügbar ist. ENGLISCH

I am writing to you to express my interest concerning the position as a (name of profession) currently available at (name of company).


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MAIN PART

Im Hauptteil zeigst du deine fachliche Qualifikation, wobei es sich anbietet mit den bisherigen beruflichen Erfahrungen zu argumentieren.

DEUTSCH

Die Position/Der Job stimmt mit meinen Erfahrungen und Kompetenzen überein. ENGLISCH

The position/job fits well with my experiences and competences. Versuche im Schlussteil eine Reaktion beim Ansprechpartner zu erzielen und zeige Interesse an einem möglichen Vorstellungsgespräch. DEUTSCH

Ich freue mich darauf, weitere Details während eines Vorstellungsgesprächs persönlich zu besprechen. ENGLISCH

I will be happy to discuss further matters at an interview.

PERSONAL DATA LEBENSLAUF, CURRICULUM VITAE ODER DOCH RESUMÉ? Auch der Lebenslauf wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich gestaltet und auch benannt. In Nordamerika verfasst man das (Personal) Resumé, welches sich auf eine A4 Seite beschränkt und nur Relevantes zur jeweiligen Stelle enthält, für die du dich bewirbst. In Großbritannien sendet man einen Curriculum Vitae (CV). Im Gegensatz zum Resumé ist dieser ausführlicher und ähnelt eher unserem Lebenslauf. DIE WICHTIGSTEN UNTERSCHIEDE ZWISCHEN LEBENSLAUF, CV UND RESUMÉ Das Bewerbungsfoto ist aus dem klassischen Lebenslauf nicht wegzudenken – bei einem Resumé, wie auch bei einem CV ist es jedoch tabu. Ähnlich verhält es sich mit Datum, Unterschrift und mit persönlichen Informationen. Diese sind bei einem deutschsprachigen Lebenslauf ein Muss, in englischsprachigen wird darauf meist komplett verzichtet.

DEUTSCHE BEWERBUNG VS. ENGLISCHE ­BEWERBUNG In jedem Beruf gelten andere Anforderungen bei der Bewerbung – so solltest du dich unbedingt vorab schlau machen. Damit wir dir den Einstieg erleichtern können, stehen hier die wichtigsten Unterschiede im Überblick: • • • •

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Ein Besuch oder ein Anruf im Unternehmen, und das vor deiner Bewerbung, kann dir Vorzüge bringen. Bei einer englischsprachigen Bewerbung sollte die Anrede immer persönlich sein (Dear Mr…/ Mrs…). In deinem CV solltest du sämtliche Abschlüsse und Kurse inklusive Noten auflisten. Anschreiben (Cover Letter) und Lebenslauf (CV/ Resumé), außer es werden explizit andere Unterlagen verlangt, reichen als vollständige Bewerbung aus. Alle notwendigen Dokumente müssen in beglaubigter englischer Übersetzung vorliegen, einzige Ausnahme sind Arbeitszeugnisse. Deine Bewerbung wird ausschließlich per EMail versendet.


Wir haben für dich die wichtigsten Phrasen zusammengefasst. Einer erfolgreichen Bewerbung auf Englisch steht so nichts mehr im Wege: Mit großem Interesse habe ich die Stellenanzeige … gelesen. It was with great interest that I read the advertisement for …

YOUR BUSINESS ENGLISH IS NOT THE YELLOW FROM THE EGG?

Ich habe seit (Jahr) an der … Universität studiert. I have been studying at … university since (year). Ich denke, ich bin qualifiziert für die Position, weil … I think I am qualified for the position because … In den letzten beiden Jahren bin ich als (Beruf) bei … tätig gewesen. For the past two years, I have been working as a (profession) at … I am eager to take on new responsibilities in a challenging position. Ich bin äußerst motiviert, neue Verantwortungen in einer herausfordernden Stelle anzunehmen. Sehr gerne stelle ich Ihnen bei Bedarf weitere Informationen zur Verfügung. I will be happy to supply any other details you may require.

Lehrlinge WANTED WIR SUCHEN LEHRLINGE FÜR FOLGENDE BERUFE: ■ ■ ■ ■

Werkzeugbautechnik Zerspanungstechnik Maschinenbautechnik Elektrobetriebstechnik

Weitere Jobs findest du unter boehlerit.com/lehrlinge. Jetzt schnell bewerben!

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Foto: Marija Kanizaj/LKH-Univ. Klinikum Graz

Bettenstation (Station C), Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Univ.Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH-Univ. Klinikum Graz

ZEIT FÜR PFLEGE

Gesundheits- und Krankenpflegeberufe Außergewöhnliche Berufe brauchen außergewöhnliche Menschen

Junge SchülerInnen, Quer- und UmsteigerInnen, „Spätberufene“, alle in Ausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark, erzählen, warum sie sich für diese Berufe entschieden haben, was sie motiviert und warum ein Gesundheits- und Krankenpflegeberuf etwas Besonderes ist: Denn viel wird über „die Pflege“ diskutiert – und leider wird oft vergessen, dass der anspruchsvolle Fachbereich der Gesundheitsund Krankenpflege mehr bietet als „die Pflege“. So ist eine Pflegefachassistentin überzeugt, dass der Beruf vielseitig, herausfordernd, abwechslungsreich, erfüllend, überwältigend ist. Sie selbst hat bisher als Pflegeassistentin gearbeitet und bildet sich nun weiter: „Gerade in Zeiten wie DIESEN gibt es Nichts, was mehr Sinn macht!“ Sie weiß, dass viel über die Krise in der Pflege und den Mangel an Personal geredet wird, gleichzeitig aber auch oft betont wird, wie anstrengend der Beruf ist. Für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen ist eines klar: „Natürlich #24

ist der Beruf fordernd, jeder Beruf ist das, wenn ich ihn zu 100% ausübe. Aber was zählt ist meine Überzeugung, dass ich gebraucht werde, die mich jeden Tag aufstehen und zum Patienten gehen lässt! Ein junger Pflegeassistenz-Auszubildender betont, dass alle etwas gemeinsam haben: „Wir arbeiten gerne mit Menschen, lassen uns auf sie ein und mit begegnen allen mit Wertschätzung und tun unser Bestes. Was ihn auch beeindruckt: „Ich wusste nicht, dass auch im Pflegebereich die Digitalisierung und Technisierung immer wichtiger wird, was mir persönlich sehr taugt“. Eine Pflegefachassistenz-Schülerin, die sich ihrem Beruf mit Fokus und Leidenschaft widmen möchte, damit die Patienten wieder zu Kraft kommen und den Weg zurück ins Leben schaffen, ergänzt: „Kein Tag ist wie jeder andere“! Einig sind sich die Auszubildenden, dass bereits die Ausbildung und die zukünftigen Einsatzbereiche sehr vielseitig sind und daher auch ihre zukünftigen Einsatzbereiche im Pflegealltag viel Abwechslung


Foto: Seidl

KOLUMNE „Gerade in Zeiten wie DIESEN gibt es Nichts, was mehr Sinn macht!“ bieten. „Der Pflegeberuf ist einfach spannend“, findet Viktoria, eine PFA Pflegefachassistentin, „und das Arbeiten im Team gibt Sicherheit. Man bekommt zudem viel Anerkennung und Dank von den PatientInnen und KlientInnen zurück!“ Auch die Motivation einer Quereinsteigerin zeigt, wie überlegt diese Ausbildung angegangen wird: Nach 20 Dienstjahren in einem großen Konzern wolle sie sich wieder als Person spüren. Da sie einen Beruf mit Zukunft gesucht hat, wo man Menschen zur Seite stehen kann, ihnen helfen darf und sie pflegen kann, bekennt eine weitere Umsteigerin. Konfrontiert ist man mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Altersgruppen, hört von vielen Lebensgeschichten. Auch die Auszubildenden haben unterschiedlichste Biografien, die sie dennoch in ihrer Berufswahl einen. Da die LehrerInnen aus der Pflegepraxis kommen, ist die Ausbildung qualitativ hochwertig und es wird sehr praxisnah unterrichtet. Der Lehrstoff ist anspruchsvoll, aber die gute Klassengemeinschaft und die engagierten LehrerInnen und PraxisanleiterInnen machen die Ausbildung und den Beruf zu etwas Besonderem. „Am Ende bleibt immer ein gutes Gefühl: Menschen zu helfen und selbst an Herausforderungen wachsen“, sagt eine junge Pflegefachassistenz-Schülerin. Für eine Pflegefachassistentin im 2. Ausbildungsjahr, ist die Pflege ohnehin „ein Traumberuf seit Kindertagen!“

Bettenstation, Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie, Univ.-Klinik für Chirurgie am LKH-Univ. Klinikum Graz Foto: Marija Kanizaj/LKH-Univ. Klinikum Graz

Dr. Karin Pesl-Ulm

ZEIT FÜR PFLEGE

Wieder stehen viele Bereiche unseres Zusammenlebens pandemiebedingt still und Angehörige der Pflegeberufe sind mehr gefordert denn je. Es wird uns bewusst, dass diese Menschen für das Funktionieren und Wohlergehen unserer Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes „lebenserhaltend“ sind. Pflegefachkräfte erleben auch belastenden Momente im Berufsalltag. Doch am Ende des Tages sind es schließlich die positiven Erfahrungen, die einen Pflegeberuf zu einem sinnvollen Beruf machen: beispielsweise die vielen positiven zwischenmenschlichen Erlebnisse, spezielle Genesungserfolge, die Betreuung rund um eine Geburt oder die Arbeit im interdisziplinärem Team und nicht zu vergessen die Gewissheit einen sicheren Job zu haben. Es stimmt mich zuversichtlich, dass Auszubildende der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark den Pflegeberuf als absolut erstrebenswerten, zukunftsfähigen und professionalisierten Fachbereich beschreiben. Das ist enorm wichtig, denn wir brauchen dringend engagierte Menschen, welche bereit sind, diesen Beruf mit Empathie, Respekt, Freude und Motivation auszuüben. Die Einsatzbereiche für Pflegekräfte sind sehr vielfältig und reichen von der Säuglings-, Kinder- und Erwachsenenpflege im Krankenhaus bis zum Pflegeheim oder der Hauskrankenpflege. Für die drei Berufsgruppen Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gibt es im Rahmen von Weiterbildungen und Spezialisierungslehrgängen viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Besonders positiv ist, dass wieder mehr Erwachsene, die sich beruflich umorientieren möchten, Interesse an den pflegerischen Berufen entdecken. Auch Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr nehmen die neue 3,5-jährige Schulform: „Fachschule & Pflegeassistenz“ gerne an. Ein absoluter Trend ist die Digitalisierung im Pflegealltag, die hinsichtlich der Effizienz von Prozessen, Arbeitsabläufen und Tätigkeiten die Pflegeteams unterstützt. Vielleicht ist dies auch für die Jugend in Hinblick auf die Pflege der Zukunft interessant. Denn unser Bestreben ist jedenfalls, dass Menschen erkennen wie bereichernd Pflegeberufe sind und dass es so gut wie für jede Altersgruppe und Biografie eine passende Ausbildung gibt! An den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark sogar kostenfrei. #25


Foto: AdobeStock | koldunova_anna

STRESS-LESS

STRESS IM JOB VERMEIDEN

V

Text: Esther Unterweger

Viele Jugendliche erleben die Lehrzeit als herausfordernd. Für die meisten ist der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt eine bedeutende Veränderung ihrer Lebenssituation, auf die sie teilweise unzureichend vorbereitet sind. Der neue Lebensumstand kann belastend sein: früh aufstehen, acht Stunden arbeiten, neue Eindrücke und Menschen, am Abend lernen für die Berufsschule. Überforderung, Gedankenkreisen, Herzrasen und Stress wirken sich auf die Leistungsfähigkeit aus und können somit sehr gute Lehrlinge sehr schlecht abschneiden lassen. Oft werden nur die Symptome kritisiert und bekämpft, jedoch wird nicht an der Ursache gearbeitet. Die Entwicklung von Selbstvertrauen, Selbstständigkeit und Konfliktfähigkeit wird von Erfahrungen, die während der Lehre gemacht werden, mitgeprägt. Misserfolge während der Lehrzeit können zu gesundheitsschädigenden Problembewältigungsstrategien führen (z. B. exzessiver Alkoholkonsum, Essstörungen). Daher ist die Arbeit(ssituation) eine wesentliche Determinante für die Gesundheit von Lehrlingen. Jugendliche, die Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz oder in der Schule wahrnehmen, wie Zeitdruck, Überbeanspruchung oder Belästigung, berichteten überproportional häufig von körperlichen Beschwerden. Zu den gängigsten Symptomen von Stress gehören: Kopfschmerzen, schnelle Reizbarkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Appetitlosigkeit, Ver-

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dauungsprobleme und Schwindel. Nur weil Stress zum Berufsalltag irgendwie dazugehört, heißt das noch lange nicht, dass man nichts dagegen unternehmen kann. Zudem hat die globale Pandemie der letzten zwei Jahre zusätzliche neue Ängste und Ungewissheiten mit sich gebracht, unter denen auch Jugendliche leiden. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten dem entgegenzuwirken. Hier ein paar nützliche Tipps, wie du lernen kannst mit neuen Herausforderungen und mit Stress im Alltag und während deiner Ausbildung besser umzugehen. In welchen Situationen bist du am meisten gestresst? Ist es während der Ausbildung im Betrieb oder auch zu Hause? Setze dich mit deinen „Stressfaktoren“ auseinander und überleg dir, welche Gewohnheiten sich ändern lassen. •

Wenn du während der Ausbildung mit einem Tätigkeitsbereich überfordert bist, dann bitte jemanden dir dabei zu helfen. Sprich deine Sorgen und Wünsche ruhig offen an. Der Lehrlings-Alltag ist ohnehin sehr stressig. Erlaube dir zwischendurch immer wieder Zeit zum Erholen -wie du dich am besten entspannst, liegt bei dir (Freunde treffen, lesen, Sport etc.) Aktive körperliche Bewegung baut Stresshormone ab. Auch wenn du eher ein Sport-Muffel bist, probiere es einfach mal aus.


Du startest hochmotiviert und ehrgeizig ins Berufsleben und möchtest alle perfekt machen? Mit dieser Einstellung setzt du dich schnell unter Druck und bereitest dir selbst mehr Stress als eigentlich nötig. Gib dein Bestes, aber verlange nicht das Unmögliche von dir selbst! Stress entsteht manchmal nur im Kopf und ist eine Frage der Einstellung. Eine positive Denkweise ist für eine erfolgreiche Stressbewältigung sehr wichtig. Mach dir Gedanken darüber, was dich stresst. Ist es das wert oder regst du dich über eine Kleinigkeit auf?

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; FOTO: MARIJA KANIZAJ

Wenn du nicht weißt, was du tun sollst oder woran es liegt, dann rede mit Menschen, denen du vertraust – oder auch mit deinem/deiner Vorgesetzten. Gespräche helfen dir, herauszufinden, wo die Ursachen liegen. Lässt sich mit Veränderungen am Arbeitsplatz, zum Beispiel bei den Arbeitsaufträgen oder der Zusammenarbeit etwas verbessern? Stress wird oft von uns selbst erzeugt. Grundsätzlich hat Stress die hilfreiche Funktion, uns zu alarmieren. Wird jedoch der Alarmzustand zum Dauerzustand, dann leiden wir unter Stress. Auch progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Meditationsübungen können helfen. Hierbei kann jeder selbst entscheiden, welche Methode ihm oder ihr am meisten zusagt. Ob du dich nun bei einem Meditationskurs anmeldest, einmal in der Woche mit Freunden ins Kino gehst, oder regelmäßig Sport treibst: Hauptsache, du unternimmst etwas zu deiner persönlichen Stressbewältigung.

Foto: Shutterstock

Stress wird oft von uns selbst erzeugt. Gespräche helfen dir, herauszufinden, wo die Ursachen liegen.

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SCHULEN FÜR GESUNDHEITSBERUFE DES LANDES STEIERMARK! Gesundheits- und Pflegeberufe sind ein hochprofessionalisierter, vielseitiger Fachbereich, für den viele engagierte & bestens qualifizierte Menschen gebraucht werden. Wer in der Pflege arbeitet, verfügt über pflegerisches und medizinisches Know-how, trägt Verantwortung und trifft Entscheidungen. Für einen optimalen Einstieg in diese berufliche Zukunft, in Ihrer Region und mit einem sicheren Arbeitsplatz, bietet das Land Steiermark Gesundheits- und Pflegeausbildungen steiermarkweit für Jugendliche nach der 8. Schulstufe, Erwachsene ab 17 Jahren und Pflegefachkräfte an.

Mehr Infos unter www.gesundheitsausbildungen.at


Foto: AUVA

Foto: AK/Graf-Putz

KommR Günther Stangl Vorsitzender des AUVA Landes­ stellenausschusses Graz

In Prävention ­investieren Als Unternehmer ist KommR Günther Stangl ein großer Anhänger der Präventionsberatung durch die AUVA. Stangl, der auch Vorsitzender des Landesstellenausschuss der AUVA ist, sieht das als wichtige Unterstützung der Wirtschaft. Dies passiert sowohl durch gezielte und auf die Firmen individuell abgestimmte Beratung als auch durch allgemeine Informationen zur Unfallverhütung. Die Beratungen erfolgen persönlich oder telefonisch ganz nach Wunsch des Unternehmens. Besonders wichtig ist für Stangl das AUVA-Service für kleinere Betriebe. Im Gegensatz zur gutsituierten Industrie hat ein kleineres Unternehmen gar nicht die Kapazitäten und Mittel Sicherheitskräfte und Präventionsschulungen durchzuführen. Aufgrund dessen bietet die AUVA diese Beihilfe für Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern an. „Ich bin sicher, dass die AUVA ein unverzichtbarer Partner ist, der auch wertvolle Erfahrung und Wissen aus anderen Betrieben mitbringt“, ist Günther Stangl überzeugt.

AUVA-Landesstelle Graz Göstinger Straße 26 8020 Graz E-Mail: GLD@auva.at E-Mail für EFZ-Antrag: efz@auva.at www.auva.at/graz

AK-Präsident Josef Pesserl wirbt für die Lehrausbildung und möchte Mädchen Mut machen, in technische Berufe einzusteigen.

DIE AK KENNT DIE WEGE ZUM ­RICHTIGEN ­BERUF Die Arbeiterkammer bietet schon im Vorfeld der Berufswahl Unterstützung an, und dieses Angebot richtet sich auch an die Eltern, sagt AK-Expertin Barbara Huber: „Denn Eltern spielen bei der Berufswahl eine wichtige Rolle spielen.“ Um den Neigungen des Nachwuchses auf die Spur zu kommen, gibt es für Jugendliche einen Interessentest mit anschließender persönlicher Beratung. Dieser Interessentest ist auch über eine App möglich. Online-Beratung ausgebaut Die Arbeiterkammer hat im Laufe der Corona-Pandemie ihre Onlineberatungen ausgebaut. So ist es möglich, sich einen Termin für das „Bewerbungscoaching online“ zu reservieren, damit von der Bewerbung bis zum ersten Vorstellungsgespräch Hilfe zur Verfügung steht. Alle Fragen werden auch per E-Mail oder telefonisch beantwortet. Auch ist es weiterhin möglich, sich unter Einhaltung der Schutzbestimmungen persönlich beraten zu lassen. Jetzt Lehrplatzsuche Wer einen Lehrplatz sucht oder überlegt die Schule für eine Lehrausbildung abzubrechen, sollte jetzt besonders aktiv sein und bald mit der Bewerbung starten. Die AK berät bei einem Schulabbruch, welche Schulzeiten für eine Lehre angerechnet werden.



Lehre mit Matura

so einfach geht‘s Interview: Esther Unterweger

Unter „Lehre mit Matura“ versteht man die Vorbereitung und teilweise Ablegung der Berufsreifeprüfung parallel zu einer Lehrausbildung im Dualen System. Das Angebot steht seit 2008 allen Lehrlingen zur Verfügung und ermöglicht den Jugendlichen den Zugang zu allen Studien an Universitäten und Fachhochschulen in Österreich. Heike Schönbacher, Teamleiterin im Bildungsmanagement beim WIFI Steiermark, einem der größten Bildungsanbieter Österreichs, gibt detaillierte Einblicke in die Thematik. Warum Lehre mit Matura? Lehrlinge erwerben zusätzlich zu ihrer praktischen Lehrausbildung die Berufsreifeprüfung, somit verfügen Unternehmen über eine größere Anzahl an höherqualifizierten Mitarbeiter_innen. Man sichert sich bessere Karrierechancen und alle Weiterbildungsmöglichkeiten stehen einem offen. Außerdem kann man mit einem höheren Einstiegsgehalt und guten Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens rechnen. Welche Möglichkeiten gibt es für die Lehrlinge? Es gibt insgesamt drei Modelle: das Firmen-, das Arbeitszeit- und das Freizeitmodell. Das erste Modell können sich meist nur große Unternehmen leisten. Die Firma bietet Vorbereitungskurse an und die Trainer kommen direkt ins Unternehmen. Innerhalb des Arbeitszeitmodells besucht der Lehrling Kurse während der Arbeitszeit, beim letzten Modell finden Vorbereitungskurse außerhalb der Arbeitszeiten, also in der Freizeit statt. Was sind die Voraussetzungen? Für die Teilnahme ist ein gültiger Lehrvertrag Voraussetzung. Der Einstieg ist ab dem 1. Lehrjahr möglich. Dieser kann aber auch erst später erfolgen. Welche Kosten entstehen für die Lehrlinge? Gefördert wird in Form einer Lehrgangsplatzförderung, das heißt für die Vorbereitungskurse, Kursunterlagen und Prüfungen zur Berufsreifeprüfung fallen für die Lehrlinge keine Kosten an. Wie ist das Aufnahmeverfahren gestaltet? Seit 1. Juli 2020 gilt die überarbeitete Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung (BMB): Es gibt ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren mit einem Motivationsschreiben, einer Eingangsberatung, einer #30

Potentialanalyse und Vorkursen. Ein individueller Ausbildungsplan wird zusammen vom Bildungsinstitut und dem Lehrling erarbeitet. Wie sieht der Vorbereitungskurs aus? Der verpflichtende Basiskurs umfasst 44 Lehreinheiten in Deutsch, Englisch und Mathematik auf dem Niveau der 8./9. Schulstufe. Der Basiskurs kann auch wiederholt werden, sollte man ihn nicht auf Anhieb schaffen. Danach wird mittels Orientierungs-Checks und Abschlussgespräch entschieden, wer aufgrund von Motivation, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen zum Einstieg in Lehre mit Matura zugelassen wird, also die Vorbereitungslehrgänge in Deutsch, Englisch, Mathematik und einem Fachbereich besuchen darf. Insgesamt kann man mit einem Aufwand von ca. 900 Lehreinheiten rechnen. Wer alle vier Teilprüfungen erfolgreich bestanden hat, erhält sein Maturazeugnis! Wieviel Zeit haben die Lehrlinge? Mindestens eine der vier Teilprüfungen muss vor dem Lehrzeitende positiv abgelegt werden - das bedeutet, dass der späteste Einstieg in das Ausbildungsmodell mindestens 18 Monate vor dem Lehrzeitende erfolgen sollte. Insgesamt haben die Lehrlinge fünf Jahre Zeit, die Vorbereitungskurse zu absolvieren. Die vierte Teilprüfung darf jedenfalls erst nach der LAP und nach Vollendung des 19. Lebensjahres erfolgen. Man kann auch ein Jahr, aber nicht länger, pausieren, wegen z.B. dem Bundesheereintritt. Welche Fachbereiche gibt es zur Auswahl? Für den Fachbereich hat man die Wahl zwischen Betriebswirtschaft & Rechnungswesen, Informationsmanagement & Medientechnik, Gesundheit & Soziales,


Foto: Wifi

Heike Schönbacher Teamleiterin im Bildungsmanagement WIFI Steiermark

senzunterricht und E-Learningeinheiten - auch ein Lernforum ist integriert: Lernen lernen, Kommunikation und Rhetorik, Präsentationstechnik, Arbeitsorganisation und teamorientiertes Arbeiten. Es gibt zudem eine Online-Plattform auf der alle Inhalte, Aufgaben und aktuelle Infos jederzeit abrufbar sind. Maschinenbau und Elektrotechnik. Gesundheit & Soziales, Maschinenbau sowie Elektrotechnik erfordern jedoch einen einschlägigen Lehrberuf als Zugangsvoraussetzung. Wer bietet die Kurse an? In der Steiermark bieten WIFI und bfi Kurse an. Gibt es zusätzliche Unterstützung beim Lernen? Es gibt Einzel- oder Kleingruppencoaching zusätzlich zu den Kursstunden. Coaching ermöglicht intensives Erarbeiten von versäumten Kurseinheiten oder vertiefendes Üben schwieriger Inhalte unter fachkundiger Anleitung unserer Lehrbeauftragten. Die Ausbildung in den vier Prüfungsgegenständen Deutsch, Englisch, Mathematik und dem Fachbereich besteht aus Prä-

Wie verhält es sich mit der Anwesenheitspflicht? Pro Leistungszeitraum muss man eine Anwesenheit von 75% erfüllen werden. Ein Fernbleiben, z.B, aufgrund von Berufsschule, Krankheit oder Montagearbeit, muss mit einem schriftlichen Nachweis entschuldigt werden. Wer die 75% nicht erfüllt, fliegt aus dem kostenlosen Modell raus und kann dann auch nicht mehr zu einem anderen Anbieter wechseln. Wie oft dürfen Prüfungen wiederholt werden? Man darf bei Prüfungen insgesamt viermal antreten. Bei einem negativen Ergebnis muss man aber zwei Monate warten. Was passiert, wenn der Lehrvertrag gelöst wird oder man abbricht? Bei Abbruch fallen dem Lehrling keine Kosten an. Bei Lehrvertragslösung darf man das eine Fach, dass man gerade absolviert, noch fertig machen.

Lehre Baumaschinentechniker in Peggau (m/w)

Baumaschinentechniker in Peggau (m/w)

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Job-ID: 25676

Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH • Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4 • 5500 Bischofshofen Berner Alexander • +43 50809 71041

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Lisa Pischler (Schweißtechnikerin) Fotos: Siemens

MÄDCHEN IN DER TECHNIK Schluss mit verstaubten ­Rollenklischees Text: Esther Unterweger Wenn Jugendliche sich für einen Beruf oder eine Ausbildung entscheiden, sind sie nach wie vor stark durch geschlechtsspezifische Rollenstereotypen beeinflusst. Diese Klischees verhindern häufig, dass die jungen Leute ihre Berufswahl gemäß tatsächlich vorhandener Potentiale und Interessen treffen. Auch heute noch ist die Technik eine Männerdomäne, zugleich suchen Unternehmen in diesen Branchen händeringend nach Fachkräften. Für junge Frauen kann eine technische Berufsausbildung gerade deshalb ein hervorragendes Karrieresprungbrett darstellen. Handwerkliche und technische Berufe und deren Lehrinhalte haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Alte Vorstellungen und Klischees bleiben dennoch verhaftet - hier bedarf es Aufklärung, um mit überholten Vorstellungen aufzuräumen, das Image dieser komplexen und hochtechnologischen Berufsgruppe aufzupolieren und mehr Beachtung auch von Mädchen zu schüren. Österreichweit gibt es einige Initiativen und Projekte zur Stärkung der technischen Interessen und Fähigkeiten bei jungen Frauen und Mädchen, wie z.B. den „Girls Day“. Dieser gewährt erste Einblicke in technische Berufe und erschafft Raum für Mädchen Neues auszuprobieren und die eigenen Stärken und Potentiale zu erkennen. Angesprochen werden sollen junge Frauen, die technisch begabt und begeistert sind, aber vielleicht noch nie in Betracht gezogen haben, eine Ausbildung in diesem Bereich zu wählen. Auch der internationale Siemens-Konzern macht beim „Girls Day“ mit. Das prakti#32

sche Erfahren eines Handwerks nimmt oft die Angst vor Unbekanntem und durch gemeinsames Arbeiten in der Werkstatt werden auch veraltete Berufsbilder neu belebt. Siemens in Österreich steht seit mehr als 140 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Das will man auch in die Lehrlingsausbildung miteinbringen. Aktuell werden knapp 300 Lehrlinge österreichweit bei Siemens ausgebildet, 77 in Graz, 11 sind davon Mädchen. Bei Siemens wird großer Wert auf Gleichstellung undTeamgeistförderung gelegt. Diversity & Inclusion ist eines der Kernthemen der neuen Strategie bei Siemens und soll zukünftig viel stärker und sensibler beachtet werden. Nichtsdestotrotz soll gezieltes Ansprechen von Mädchen schon während der Schulpflicht durch „Rolemodels“ technisches Interesse wecken – durch ansprechen, Fragen klären und Schnuppermöglichkeiten. Vortragende von Siemens werden bei Schulveranstaltungen gezielt von weiblichen Lehrlingen unterstützt, die lebhaft ihren Beruf als z.B. Elektrotechnikerin oder Schweißtechnikerin vorstellen. Als Gütesiegel für die Lehrlingsausbildung wurde Siemens zudem als staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2022 geehrt. „Die Basis für die Qualität unserer Produkte sind von uns gut ausgebildete Facharbeiter:innen. Die Komplexität und Anforderungen an das Fachpersonal steigen stetig, da sich der Grad der Automatisierung, Robotik und Digitalisierung erhöht. Aus diesem Grund ist die Qualität in der Lehre für uns sehr wich-


Fotos: PhilippLipiarski

tig und wir wollen mit hochqualifizierten Facharbeiter:innen auch unseren eigenen Bedarf decken,“ erzählt Rebecca Guth, Ausbildungsleiterin Graz, die ihre Karriere bei Siemens mit einer Lehre als Mechatronikerin begonnen hat. Großen Stellenwert hat auch die betriebliche, persönliche und soziale Weiterbildung der Lehrlinge von Siemens, die in Form von Seminaren, Workshops und Kursen gefördert wird. Hierbei haben Themen wie Gesundheit & Arbeitssicherheit, kaufmännische Kompetenz, persönliche Entwicklung, Unternehmenskultur, technische Unternehmenskompetenz und Team Building Gewicht. Lehre mit Matura, Inklusionsausbildung (in Wien), ausbildungsintegriertes Studium, Auslandspraktika, das Programm Young Professionales für persönliche Weiterentwicklung, verpflichtender Englisch Unterricht u.v.m. trägt zu einer ganzheitlichen Lehrausbildung bei. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ein erster Einblick in die Welt der Technik viele junge Frauen motiviert hat, eine technische Ausbildung zu starten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: die Bezahlung ist oft deutlich höher, die Beschäftigungs- und Auf-

stiegsmöglichkeiten sind meist besser und moderne Maschinen und Computertechnik ersetzen harte körperliche Arbeit. Zudem beginnen Stereotypen sich aufzulösen, weil auch zahlreiche neue Berufe im Technik-Bereich entstehen, die noch nicht geschlechtsspezifisch besetzt sind. Ob diese von Männern oder Frauen ergriffen werden, wird hoffentlich bald einmal egal sein - Hauptsache, mit Talent und Freude. Kontakt & weitere Informationen Siemens Mobility Austria GmbH Eggenberger Straße 31 8020 Graz, Österreich

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Lehre mit Matura

LeistungsPrämien

Seminare und Lehrabschlussfahrt


Foto: AdobeStock/Rawpixel.com

R E B Ü H C Ä R P S E G S G N U B R BEWE Z N E R E F N O K O E ID V R E D TELEFON O

Text: Silke Strasser

Immer mehr Unternehmen möchten Bewerbungsgespräche über Telefon oder Skype führen. Mittlerweile greifen auch kleinere Arbeitgeber oder Arbeitgeberinnen zu diesen Interviewmethoden, um eine Vorauswahl der BewerbungskanditatInnen – ohne großen organisatorischen Aufwand – treffen zu können. Für BewerberInnen selbst ist so ein Gespräch über Telefon oder Skype oft eine neue Erfahrung und bereitet daher Unbehagen. Mit den folgenden Tipps kannst du dich perfekt darauf vorbereiten. Wichtig ist, dass du ein solches Interview genauso ernst nimmt, wie ein persönliches Vorstellungsgespräch in einer Firma. Gelegentlich kommt es sogar vor, dass jemand direkt im Anschluss daran eine Jobzusage erhält. Ein Anruf zu einem Bewerbungsgespräch kann auch überraschend kommen – quasi als Stresstest. Melde dich am Telefon jedenfalls immer mit deinem ganzen Namen. Falls du gerade nicht sprechen kannst, vereinbare einen neuen Termin. Um ein konzentriertes Gespräch führen zu können, benötigst du ein ruhiges Umfeld. Achte darauf, dass niemand das Interview stört und es keine ablenkenden Hintergrundgeräusche gibt. Es ist ungünstig, während des Gesprächs zu essen oder zu rauchen. Lege deinen Lebenslauf und die Stellenanzeige vor dich hin. Halte Papier und Stift griffbereit, um wichtige Informationen festhalten zu können. Ein Glas Wasser kann hilfreich sein bei trockenem Mund. #34

ALS VORBEREITUNG ZU JEGLICHER ART VON BEWERBUNGS­GESPRÄCHEN SOLLTEST DU ... ⊲ ⊲ ⊲ ⊲

dich über das Unternehmen erkundigen, die Stellenanzeige gründlich studieren, Antworten auf gängige Fragen überlegen und mögliche Fragen deinerseits vorformulieren.

Bedenke, dass sich Mimik und Gestik in der Stimme niederschlagen. Spaziere nicht während des Interviews in deiner Wohnung auf und ab. Nimm in aufrechter Körperhaltung Platz und setze ein Lächeln auf – deine Stimmer wird dadurch freundlicher klingen. Auch eine Einladung zu einem Skype-Interview ist durchaus gängig geworden. Skype ist eine willkommene


Alternative, wenn aus Termin- oder Organisationsgründen ein persönliches Treffen nicht möglich ist. Für Personaler ist es von Vorteil, JobkandidatInnen bei Skype sehen zu können und mit ihnen zu interagieren. Dadurch ist es leichter abzuschätzen, ob er oder sie ins Unternehmen passen könnte. Skype-Termine sind immer fest vereinbart, d.h. du kannst dich auf das Gespräch gut vorbereiten.

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Beachte Folgende Tipps: ⊲

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Bei technischen Störungen solltest du unbedingt Ruhe bewahren. Jeder Personaler weiß, dass solche Probleme auftreten können. In so einem Fall kannst du beweisen, dass du auch in Stresssituationen Nerven bewahren kannst. Es empfiehlt sich aber, schon im Vorhinein ein Prozedere auszumachen: wird das Gespräch über Telefon weitergeführt oder ein neuerlicher Versuch über Skype unternommen? Ist das geklärt, können peinliche Wartezeiten oder Missverständnisse vermieden werden.

Wähle einen seriösen Skype-Namen und ein angemessenes Bild aus. Sorge für eine stabile Internetverbindung und gute Bild- und Tonqualität. Begib dich an einen ruhigen, störungsfreien Ort. Sorge für Ordnung im Hintergrund deines Sitzplatzes. Kleide dich ordentlich. Schalte Störfaktoren, wie das Handy oder Straßenlärm, aus. Setze dich aufrecht hin und kontrolliere deine Mimik und Gestik. Sorge für einen günstigen Lichteinfall, weder zu stark von vorne, noch von hinten.

Mit diesen Tipps und ein wenig Vorbereitung kann dein Bewerbungsgespräch, egal ob persönlich, über Telefon oder Skype, gelingen! Viel Erfolg!

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Corinna H., Lehrling Bautechnisches Zeichnen Kilian K., Lehrling Installations- & Gebäudetechnik

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• Bürokauffrau/-mann • Elektrotechniker/in (Elektro- und Gebäudetechnik) • Elektrotechniker/in (Anlagen- und Betriebstechnik) • Installations- und Gebäudetechniker/in (Gas- und Sanitärtechnik) • Doppelberuf Elektrotechniker/in und Technische/r Zeichner/in • Betriebslogistikkauffrau/-mann


NACHHALTIGE BERUFSAUSSICHTEN

Fotos: Landwirtschaftskammer

MIT EINER AUSBILDUNG IN DER LANDUND FORSTWIRTSCHAFT Verantwortungsvoll, selbstständig und produktiv mit und in der Natur arbeiten – das macht den Beruf des Land- und Forstwirts aus. Mit einer fundierten Ausbildung sind die Berufschancen vielversprechend. Die Lehrlingsund Fachausbildungsstelle der Landwirtschaftskammer Steiermark zeigt, wie es geht!

langt werden und berechtigt zur Meisterausbildung, die die höchste Berufsausbildung in diesem Bereich darstellt. Sie erstreckt sich je nach Sparte über zwei bis drei Ausbildungswinter und verschafft den Absolventen/-innen die notwendige Qualifikation, den Anforderungen eines modernen land- und forstwirtschaftlichen Unterneh-

mens der Zukunft gerecht zu werden. Die Experten/-innen der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle der Landwirtschaftskammer Steiermark geben fachkundig weiterführende Tipps und Informationen über diesen abwechslungsreichen und gesellschaftlich bedeutenden Berufsweg.

Nachhaltige Berufsaussichten mit einer Die Berufsausbildung Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft

Bildung und Ausbildung sind die in der Land- und Forstwirstschaft wesentlichennew Erfolgsfaktoren im Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) Steiermark Berufs- und J Wirtschaftsleben. Geb rade in der sich ständig wandelnFacharbeiterInnenausbildung Die MeisterInnenausbildung ist die höchste BeVerantwortungsvoll,Die selbstständig Die kann Berufs ausbildung den Land- und Forstwirtschaft sind entweder über den Weg einer klassischen dreijährigen rufsausbildung im land- und forstwirtschaftlichen der Loder andüber - und t je nach Sparte über und produktiv in über der Natur Lehre, eine dreijährigein Fachschule den Forst Bereichwir und tschaf erstreckt sich eine qualifizierte berufliche Ausbil- mit und zweiten Bildungsweg (Praxis +h­Arusbildung +dPrüfung) zwei bis drei Ausbildungswinter. L e l i n g s u n F a c h a u s b i l d u n g s s t e l l e ( L F A ) S teiermark – das machterlangt den Beruf des dung und die ständigearbeiten Weiterbilwerden. dung die entscheidenden Größen Landund Forstwirts aus. Mit einer Die FacharbeiterInnenausbildung kann Die MeisterInnenausbildung ist die entweder über den Weg einer klassischen dreihöchste Berufsausbildung im landfür den wirtschaftlichen Erfolg. Gutsind ausgebildete HofübernehmerInnen und Führungskräfte sind ein wichtiges Funfundierten Ausbildung die jährigen Lehre, über eine dreijährige Fachschule und forstwirtschaftlichen Bereich und über den zweiten Bildungsweg (Praxis Die + erstreckt sich je nach Sparte über zwei dament der land- und oder forstwirtschaftlichen Betriebe. Berufsausbildung erfolgt in Die Ausbildung für die angehenBerufschancen vielversprechend. Ausbildung + Prüfung) erlangt werden. bis drei Ausbildungswinter. 15 Sparten (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Obstbau, Gartenbau, Bienenden Land- und Forstwirte/-innen Die Lehrlings- und Fachausbildungsausgebildete und Führungskräfte sind ein wichtiges Funwirtschaft, Ländliches Gut BetriebsundHofübernehmerInnen Haushaltsmanagement, etc.). erweist sich dabei als ebenso vieldament der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Die Berufsausbildung erfolgt stelle der Landwirtschaftskammer fältig und abwechslungsreich wie in 15 Sparten (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Obstbau, Gartenbau, Beratung und Information: Bienenwirtschaft, Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement, etc.). Steiermark zeigt wieLehrlingses geht! und Fachausbildungsstelle der Beruf selbst. Die FacharbeiterBeratung und Information: qualifikation kann durch eine dreibei der Landwirtschaftskammer Steiermark Lehrlings- und Fachausbildungsstelle jährige Lehre, durch Absolvierung Hamerlinggasse 3, 8010 Graz Bildung und Ausbildung sind die wesentbei der Landwirtschaftskammer Steiermark 0316 / 8050 – 1322, lfa@lk-stmk.at einer dreijährigen Fachschule oder Hamerlinggasse 3, 8010 Graz lichen Erfolgsfaktoren im Berufsund WirtInformation: www.lehrlingsstelle.at 0316 / 8050 – 1322, lfa@lk-stmk.at über den zweiten Bildungsweg erschaftsleben. Gerade in der sich ständig Information: www.lehrlingsstelle.at

wandelnden Land- und Forstwirtschaft

#36

Info

sind eine qualifizierte berufliche Ausbil-

solvierung einer dreijährigen Fachschule

land- und forstwirtschaftlichen Unter-

dung und die ständige Weiterbildung die

oder über den zweiten Bildungsweg erlangt

nehmens der Zukunft gerecht zu werden.


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Mit ein paar Klicks erfolgreich zu ­deinem neuen Job

#38

Viele Unternehmen bieten auf ihren Firmenwebsites eigene Karriere-Bereiche, die dir unglaubliche Möglichkeiten und vor allem wichtige Informationen bieten. Mit ein paar Klicks in diesen Karriere-Bereichen erhältst du einen Überblick über Stellenangebote, zahlreiche Social-Media- und Bewertungsplattformen und du findest auch direkt dein Online-Bewerbungsformular. Man kann also sagen, dass der Karriere-Bereich einer Firmenwebsite dein direkter Zugang zu einer erfolgreichen Bewerbung und einem Job ist.

Kleiner Tipp: Nimm dir täglich etwa 10 Minuten Zeit und besuche doch einfach mal den Karriere-Bereich deiner Wunschfirma und bleibe so auf dem Laufenden für dich und deine Karriere! 10 Minuten sind nicht viel Zeit, jedoch wertvoll genutzt!

Diese Karrierepages sind das Flaggschiff vieler Unternehmen in Sachen Mitarbeiterrekrutierung und deshalb findest du dort auch alle für dich wichtigen Informationen auf einen Blick. Im Falle einer offenen Stelle im Unternehmen wird diese zuallererst im KarriereBereich veröffentlicht.

Denn als Erstes wird ein Stellenangebot in den eigenen Firmenkarrierebereich gestellt! Du gewinnst also einen Zeitvorsprung und bist als erster informiert und das ist ganz klar ein Schlüssel zu deinem Job und zu deinem Karrierestart.

Was bieten dir Unternehmens-Karrierewebsites konkret? Das Wichtigste: Aktuelle Stellenangebote und Ausschreibungen


Wichtige Informationen zu: deinen AnsprechpartnerInnen und deinem Anfahrtsweg zum Bewerbungsgespräch: Ist die Karriererubrik einer Unternehmenswebsite professionell gestaltet, was sie zum Großteil ist, findest du gleich alle für dich relevanten Informationen hier – die Kontaktdaten der Personalverantwortlichen, damit auch du dir vorab ein Bild machen kannst und die Beschreibung des Anfahrtsweges zum Unternehmen. Die Art deiner Bewerbung: Sollst du deine Bewerbung per Post, per E-Mail senden oder das Online-Formular nutzen? Die Antwort darauf findest du gleich in der Jobanzeige und du solltest auch die vom Unternehmen gewünschte Form deine Bewerbung zu senden, wählen und nutzen.

Mit anderen Worten gesagt: Klicke dich täglich durch die Karriere-Bereiche deiner Wunschunternehmen, um als erster über eine freie Stelle informiert zu sein. Mache es dir zur Routine täglich 10 Minuten für dich und deine Karriere zu investieren, indem du dich mit wenigen Klicks über deine Wunschunternehmen informierst, denn so gewinnst du einen Vorsprung auf die Konkurrenz, bist bestens über das Unternehmen informiert und wirst bei einem Bewerbungsgespräch unter den anderen BewerberInnen hervorstechen – cool, oder?

Weiterführende Infos zum Unternehmen, der Unternehmenskultur, den MitarbeiterInnen, denn es geht ja auch um einen Gesamteindruck des Unternehmens und um dein Wissen über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst. Je besser du über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, informiert bist, desto gewinnbringender für dich. „Wissen ist Macht“ und für dich der erste Schritt zu einer erfolgreichen Bewerbung und einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch.

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BEWERBUNGS MYTHEN D N A T S F Ü R P AUF DEM Text: Kathi Baumgartner

Noch immer kursieren viele Mythen, wenn es um das Thema Bewerbungen geht. Wir haben uns ein paar dieser Aussagen genauer angesehen und räumen mit einigen Irrtümern auf.

MYTHOS #1 Das Anschreiben – Um und Auf der Bewerbung? Hört man sich bei einigen Personalverantwortlichen um, wird schnell klar: Nicht jeder liest das Anschreiben. Viel interessanter ist meist der Lebenslauf, der schnell einen guten Einblick in die Lebens- und Berufsstationen sowie die Qualifikationen und Interessen des Bewerbers gibt. Somit muss aus dem Anschreiben keine Wissenschaft gemacht werden. Wichtig ist: Keine Tippfehler und kein seitenlanger Roman mit Standard-Floskeln.

MYTHOS #2

Blindbewerbungen sind aussichtslos Auch wenn ein für dich interessantes Unternehmen gerade keine Stellen ausgeschrieben hat, bedeutet das nicht zwangsweise, dass sich eine Initiativbewerbung nicht trotzdem lohnen kann. Oft zeichnet sich, beispielsweise durch Umstrukturierungen oder anstehende Karenzen, bereits Personalbedarf in der Zukunft ab, inseriert wird aber erst später. Die Chancen auf eine Einladung stehen also nicht schlecht, wenn die Firma bereits deine Unterlagen in Evidenz hält.

#40

MYTHOS #3 Masse statt Klasse Der Gedanke „Je mehr Bewerbungen, desto besser!“ scheint bei der Jobsuche naheliegend. Nichts desto trotz gilt eines zu bedenken: Ab einer gewissen Anzahl an Bewerbungen ist es kaum mehr möglich, jedes Schreiben der ausgeschriebenen Stelle und Firma maßgeschneidert anzupassen. Personalisten haben ein gutes Auge dafür, ob das ihnen vorliegende Bewerbungsschreiben offensichtlich an jeden beliebigen Arbeitgeber gerichtet ist. Daher machen 4–5 gezielte, individuelle Bewerbungen mehr Sinn als ein Standardschreiben an möglichst viele Unternehmen zu schicken.


MYTHOS #4

MYTHOS #5

Du musst alle Anforderungen erfüllen Auf der Suche nach dem passenden Job kann es durchaus einschüchternd sein, wenn man die oft hochtrabend klingenden Anforderungen in den Inseraten liest. Die Stellenausschreibungen kann man sich jedoch quasi als „Wunschkonzert“ des Arbeitgebers vorstellen. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen zwingend notwendigen Kenntnissen und Fähigkeiten und „nice to haves“. Während also z.B. das Besitzen eines Führerscheins oder das Beherrschen einer bestimmten Fremdsprache Grundvoraussetzung für einen gewissen Job sein können, ist das abgeschlossene Studium zwar vielleicht von Vorteil aber nicht zwingend notwendig, wenn du trotz fehlendem Zeugnis ein Ass auf diesem Gebiet bist. Geht dies klar aus deiner Bewerbung hervor, steht der Einladung zum Jobinterview somit nichts im Weg.

Privatsache Nicht alle Inhalte, die du im Netz von dir Preis gibst, sind so privat, wie du vielleicht denkst! Nahezu jeder HR-Manager sucht online nach Informationen zu Bewerbern. Gut, wenn er dabei auf ein aktuelles Profil in einem Business-Netzwerk stößt. Schlecht, wenn Fotos von ausschweifenden Parties, Postings mit radikalen Meinungen oder andere kompromittierende Inhalte zum Vorschein kommen. Am besten du googelst mal deinen Namen und beurteilst objektiv die Ergebnisse deiner Web- und Bildersuche. Gefällt dir – aus Sicht eines Dritten – was du siehst? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit für die Überarbeitung der Privatsphäre-Einstellungen in deinen Social Media Accounts. Auch das gezielte Anlegen von Profilen in gängigen Jobnetzwerken wie z.B. Xing oder karriere.at kann deine OnlinePräsenz mit wenig Aufwand ins beste Licht rücken.

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DER ERSTE

EINDRUCK In der Kürze liegt die Würze – das gilt auch für die ­Bewerbung, wo man mit wenigen Worten und in ­knapper Zeit seine besten Seiten präsentieren muss. Text: Reinhard Czar

Was zählt, sind die wahren Werte, sagt man. Stimmt. Aber nicht alle wahren Werte sind im ersten Augenblick zu erkennen. Und genau da greift ein anderes Sprichwort: Der erste Eindruck ist entscheidend. Das sollte man beherzigen, wenn man im Internet, in Tageszeitungen und Magazinen oder auch nur vom Hörensagen seinen Traumjob gefunden hat und sich

#42

diesen sichern möchte. Bei der Versendung von Bewerbungsunterlagen, bei Einstellungsgesprächen und Hearings bleibt meistens gar nicht die Zeit bzw. der Platz, um sich in all seinen Facetten umfassend darstellen zu können. Es geht darum, einen ersten Eindruck zu vermitteln, wobei neben dem erforderlichen fachlichen Wissen heute verstärkt auf die sogenannten Soft Skills Wert gelegt wird: Kann er/sie mit Kollegen umgehen? Kann er/sie auch auf ungewöhnliche Kundenwünsche reagieren? Ist er/sie in der Lage, im Team zu arbeiten?


Diese Fähigkeiten sind es, die bei Einstellungsgesprächen oft unbemerkt gecheckt werden. Denn dass man die fachliche Qualifikation mitbringt, bestätigen meistens die Zeugnisse. Außerdem gibt es oft auch spezielle Einschulungen im Betrieb, wo die spezifischen Anforderungen nähergebracht werden. Das Erste, was ein Personalchef in die Hand bekommt, ist das Begleitschreiben zu den Bewerbungsunterlagen, im Fachjargon auch Motivationsschreiben genannt. Darin erklärt man, warum man sich ausgerechnet für besagten Job bewerben möchte. Während der Lebenslauf ohnehin starren Richtlinien folgt und die Zeugnisse kopiert oder gescannt werden, lässt das Motivationsschreiben ein wenig Platz für Individualität – diesen sollte man nutzen, ohne zu übertreiben. Ein wenig auffallen ist okay, zu viel Abweichungen von der Norm sollte man sich aber nicht gestatten. Ausnahmen bilden da lediglich die ausgesprochenen Kreativberufe, wie z. B. in der Werbewirtschaft, wo ein durchgeknalltes Bewerbungs-

schreiben durchaus Erfolg haben kann. In allen anderen Fällen gilt: Mit gut lesbaren Worten seine Vorzüge in der gebotenen Kürze charakterisieren, auf zu viel Eigenlob verzichten, Selbstbewusstsein an den Tag legen, ohne in Überheblichkeit zu verfallen und: keine Tipp- und Rechtschreibfehler. Denn die zeugen von Schlampigkeit, die man bei keinem künftigen Mitarbeiter haben will. Für das Bewerbungsgespräch gilt: entsprechende Kleidung und gepflegtes Äußeres! Mitbringen sollte man ein wenig Wissen über das Unternehmen und die Branche, falls man wechselt (Internetrecherche!); konkrete Vorstellungen zu Arbeitszeit und Gehalt (gern gestellte Fragen, obwohl man sich beides meistens ohnehin nicht aussuchen kann); ausführliche Begründung, warum man den Job anstrebt. Gegen die Nervosität, die sich häufig in atemloser Rede niederschlägt, hilft folgender Tipp: Wenn man aufgerufen wird, dreimal tief durchatmen, bevor man den Raum zum Gespräch betritt – dann geht einem nicht so schnell die Luft aus.

Kennst du das Gefühl, wenn du etwas schaffst, auf das du so richtig stolz bist? Das ist dein Erfolgserlebnis! Und Erfolgserlebnisse bietet dir die Baulehre: die Lehre für alle, die ihre persönliche Erfolgsgeschichte schreiben möchten. Informiere dich jetzt! www.baudeinezukunft.at

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Fotos: EuroSkills 2021

ukunft.at

Text: Kathi Baumgartner

AUF DIE ZUKUNFT BAUEN Die Lehre am Bau hat viel zu bieten: Top-Gehalt, interessante berufliche Perspektiven und einen sicheren Arbeitsplatz.

Gebaut wird immer! Und am Bau braucht man zu jeder Zeit Leute, die qualifiziert und motiviert sind. Eine gute Ausbildung ist dafür die Grundvoraussetzung. Genau das bietet die Baulehre. Wer sich dafür interessiert, kann aus mehreren Berufen auswählen.

„state of the art“ ist, wird auch in der Ausbildung berücksichtigt, denn die Inhalte passen sich der modernen Berufswelt an. Unter anderem gibt es für alle Lehrlinge ein gratis Tablet, das in der Berufsschule und auf der Baustelle verwendet werden kann.

Berufe mit Zukunft Der bekannteste Lehrberuf am Bau ist sicher der Maurer, aber das war einmal. Im Jahr 2022 heißt der Beruf Hochbauer, denn es geht um wesentlich mehr, als Ziegel aufeinanderzustapeln. Digitalisierung, E-Learning, betriebswirtschaftliches Wissen – das und viel mehr steht am Programm. Zum Hochbauer kommen noch Tiefbauer und Betonbauer (früher Schalungsbauer). Zusätzlich gibt’s auch noch den dreijährigen Lehrberuf „Bautechnische Assistenz“, der technische und kaufmännische Fähigkeiten verbindet. Und wer noch tiefer in das Gebiet eintauchen möchte, dem steht die vierjährige Kaderlehre offen: Sie bietet eine vertiefende baubetriebswirtschaftliche Ausbildung sowie einen zusätzlich wählbaren technischen Schwerpunkt. Besonderes Zuckerl: Für alle Lehrlinge gibt’s ein gratis Tablet, das sie zu Hause und im Job nutzen können.

Top-Verdienst Unschlagbar bei der Baulehre ist der Verdienst: Schon im ersten Lehrjahr winken 1.042 Euro brutto pro Monat, im zweiten Lehrjahr warten 1.563 Euro und im dritten Jahr bekommt ein Baulehrling 2.085 Euro. Bei Absolvierung einer Doppellehre erhält der Lehrling im vierten Lehrjahr 2.344 Euro pro Monat

Der Bau wird digital Der Bau entwickelt sich ständig weiter. Das gilt auch für die Berufe und folglich muss die Ausbildung mit dieser Entwicklung Schritt halten. Was auf der Baustelle bereits

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Foto: Bundesinnung Bau

sgeschichte schreiben möchten.

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MAURER & SCHALUNGSBAUER MAURER & SCHALUNGSBAUER Johannes Ponsold, 4. Lehrjahr Maurer & Schalungsbauer

Foto: Lieb Bau Weiz

Warum hast du dich für eine Lehre entschieden? Es war von vornherein klar, dass ich eine Lehre machen will. Ich wollte mein eigenes Geld verdienen und etwas handfestes erlernen. Eine weiterführende Schule war somit nie wirklich ein Thema. Ich habe dann in mehreren Bereichen geschnuppert und der Beruf des Mauer & Schalungsbauer hat mir am besten gefallen. Was gefällt dir am Beruf? Mir gefällt es, dass ich viel an der frischen Luft bin und das der Beruf so vielseitig ist. Ich bin ab dem Aushub bei der Baustelle involviert und sehe wie Tag für Tag das Projekt wächst. Mir gefällt es außerdem am Ende vom Tag sehen zu können was man geleistet hat. Was gefällt dir an deinem Ausbildungsbetrieb und wie sieht ein Alltag aus? Der Alltag schaut wie gesagt sehr abwechslungsreich aus – Schalung aufstellen, Eisen legen, Betonieren, Mauern, etc. Jede Baustelle hat andere Anforderungen und diese Vielseitigkeit gefällt mir an meinem Beruf. Bei der Firma Lieb Bau Weiz habe ich schon geschnuppert und mir hat es gleich gut gefallen, weil wir ein gutes Arbeitsklima haben und ich von Anfang an sehr viel gelernt habe. Beginnend bei kleineren Projekten wie Einfamilienhäuser bin ich mittlerweile auf deutlich größeren Baustellen im Einsatz. Auch das viele unserer Poliere und Bauleiter schon seit der Lehre im Unternehmen sind hat mir zugesagt.

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Text: Kathi Baumgartner

Zu allererst: Glückwunsch! Du hast es – unter vermutlich zahlreichen weiteren Bewerbern – bis zum Vorstellungsgespräch geschafft. Schon allein dieser Gedanke und das damit eindeutig gezeigte Interesse des Unternehmens an deiner Person kann dabei helfen, die völlig normale Anspannung ein wenig zu lindern. Um die letzten Minuten vor dem Jobinterview sinnvoll zu nutzen anstatt nervös an den Fingernägeln zu kauen, verraten wir dir hier ein paar nützliche Tipps für die Momente vor deinem großen Auftritt. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass du schon für den Weg zur vielleicht künftigen Firma genügend Zeit eingeplant hast und nicht erst in letzter Sekunde dem Personalleiter in die Arme läufst.

#46

Spieglein, Spieglein an der Wand Bilder sagen mehr als tausend Worte. Das gilt auch für den ersten Eindruck den du machst, noch bevor das erste „Hallo“ ausgetauscht wird. Daher empfiehlt sich ein kurzer Besuch im Waschraum. Sitzt das Outfit? Hat sich vielleicht ein Krümel vom schnell noch verzehrten Mohnweckerl zwischen den Zähnen eingenistet? Sind die Fingernägel immer noch so sauber wie nach der morgendlichen Dusche? Falls nein ist jetzt die letzte Möglichkeit um nachzubessern und sich schnell noch ein wenig frisch zu machen. Profi-Tipp: Eine Nagelfeile und Zahnseide finden auch Platz in der kleinsten Hosentasche!

Haltung einnehmen Wenn du schon vorm Spiegel stehst bietet sich auch die Gelegenheit für eine einfache und wirkungsvolle Übung, das sogenannte „Power Posing“: Brust raus, Kinn und Blick nach oben, breitbeiniger Stand und Hände in die Hüften stemmen. Schon die bewusste Wahrnehmung dieser Superhelden-Pose hebt das Selbstvertrauen und lässt dich gestärkt in das anstehende Gespräch gehen. Nimm‘ deine Umgebung wahr Auf einen Termin hinzuwarten kann nervenaufreibend sein, auch wenn es sich nur um wenige Minuten handelt. Fast jeder neigt dazu sich in solchen Situationen ablenken zu wollen, doch Fokus ist


in diesem Fall das Zauberwort! Lass‘ das Smartphone in der Tasche und stattdessen bewusst die Umgebung auf dich wirken. Sei der sympathische Bewerber, der voll und ganz dabei ist und Vorbeigehende freundlich grüßt. Falls deine Hände unbedingt Beschäftigung brauchen: Schnapp‘ dir eine Zeitschrift oder einen Flyer des Unternehmens, falls vorhanden. Raus aus der Bittsteller-Rolle Eine Bewerbungssituation bedeutet Stress – keine Frage. Man steht unter Druck und möchte sich gleichzeitig bestmöglich verkaufen. Dennoch solltest du dir bewusst machen, dass du nicht in der Rolle des alleinigen Bittstellers bist. Ein kurzer Wechsel des Blickwinkels bringt die beruhigende Erkenntnis, dass sich auch das Unternehmen um deine Fähigkeiten und Arbeitskraft bewirbt und sich im besten Licht präsentieren will. Sei dir daher trotz aller Nervosität deiner Stärken und Vorzüge bewusst und zeige deinem Gegenüber was du leisten kannst und möchtest.

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Tief durchatmen und nicht in Hektik verfallen Immer mit der Ruhe Endlich ist es so weit; dein Gesprächspartner trifft ein. Jetzt heißt es noch einmal tief durchatmen und nicht in Hektik zu verfallen. Lächeln setzt bewiesenermaßen Glückshormone im Körper frei und schafft von Beginn an eine positive Atmosphäre, die du nutzen kannst. Unter Stress neigen Menschen auch oft dazu viel zu schnell zu sprechen. Daher achte darauf und bremse dich, wenn nötig mit einem Schluck Wasser, bewusst ein.


Foto: AdobeStock | goodluz

KFZ-TECHNIKER/IN EINE LEHRE IM WANDEL Das Berufsbild des/der Kfz-Technikers/in hat sich mit der stetigen Entwicklung der Automobilindustrie stark gewandelt. Kfz-Technikerinnen kennen sich in allen Bereichen der Fahrzeug-Technik aus, sowohl auf dem Gebiet der „klassischen“ Kfz-Mechanik als auch auf dem der Kfz-Elektronik. Sie analysieren elektrische, elektronische und mechanische Systeme, stellen Fehler und Störungen fest und beheben mit Hilfe computergestützter Messund Prüfsysteme deren Ursachen. Die Lehrausbildung befindet sich aufgrund des schnellen technischen Wandels in einem laufenden Aktualisierungsprozess. Das Auto ist generell - unabhängig vom Antrieb - zu einer komplexen Hightech Maschine geworden. Moderne Sicherheitstechnik und immer mehr Elektronik gehören mittlerweile zum Berufsbild von Kraftfahrzeugtechnikerinnen, daher wird in der Ausbildung ein elektronischer Schwerpunkt gesetzt. Der steigende Anteil an Elektrofahrzeugen auf der Straße kommt noch hinzu. „Die Ausbildung hat sich rasant mitentwickelt. Es sind heute viel technisches Know-how und eine laufende Weiterbildung gefragt,“, so Mst. Thomas Marichhofer, Fahrzeugtechniker und Landesinnungsmeister. Mst. Thomas Marichhofer hat im Moment sechs Lehrlinge in seinem Betrieb in Kapfenberg zur Ausbildung und untermauert die Wichtigkeit einer gut fundierten Lehre. Die Lehre mit Matura ist ebenso eine Option. Außerdem kann die Ausbildung durch zusätzliche WIFI-Kurse und individuelle Ausbildungen seitens des

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Foto: Klaus Morgenstern

Text: Esther Unterweger

Landesinnungsmeister Thomas Marichhofer


Herstellers komplimentiert werden. Die Berufsschulen und Landesinnung arbeiten laufend an Adaptierungen. Die Lehrausbildung verlangt aber nicht nur Mitarbeit, Begeisterung und viel technisches KnowHow seitens des Lehrlings ab, sondern auch des Ausbildners. Mst. Thomas Marichhofer schätzt ein gewisses technisches Grundverständnis und analytische Fähigkeiten, zudem ist regelmäßiges Feedback unabdingbar. Für den erfolgreichen Abschluss einer KFz-Lehre sei es außerdem von Bedeutung, das Erlernte der dualen Ausbildung (Berufsschule und Werkstatt) regelmäßig mit dem Ausbildner durchzusprechen und in der Praxis umzusetzen. Dazu sollten die Eltern in die Ausbildung der Jugendlichen involviert sein. Ergänzend ist die Zuteilung zu einem geeigneten Mitarbeiter wesentlich, um das Erlernte zu vertiefen. Die größte Belohnung nach Abschluss einer erfolgreichen KFz-Lehre ist für Marichhofer die feste Übernahme des Lehrlings in den Betrieb. Dies zeugt nicht nur von der Qualität der Ausbildung, sondern auch des Betriebes und des gesamten Teams. Vor dem Einstieg in den Lehrberuf ist ein Schnuppern oder Praktikum von Vorteil, da die meisten Ausbildungsunternehmen ihre Lehrlinge ohnehin nicht in Bewerbungsmappen, sondern über Praktika finden. Zudem ist es erforderlich als Jugendlicher einen Einblick in das gewünschte Berufsfeld vorab zu gewinnen. „Während des Praktikums kann man schon gut einschätzen, ob jemand das diagnostische Denken beherrscht, und man sieht zugleich, wie gut jemand in ein Team passt“, sagt Marichhofer. „Wenn das Praktikum gut läuft, kann das auch mal eine schlechtere schulische Note ausgleichen.“ Beim steigenden Interesse an Lehrstellen in der Kfz-Branche gab es pandemiebedingt keinen Einbruch. Mit ausschlaggebend dafür mag sein, dass bereits als Lehrling in der Kfz-Technik-Branche gute Verdienstmöglichkeiten winken. Wer mit der Ausbildung zur KfzTechniker liebäugelt, sollte sich also rechtzeitig um Praktika bemühen. Denn ein Selbstläufer ist die Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht, im Gegensatz zu vielen anderen Jobs und Branchen, die unter einem Fachkräftemangel leiden. Das Image eines Lehrberufes allgemein und mitunter der Beruf des KFz-Technikers hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und wurde optimiert. „Die Zeit ist vorbei, in der die Lehre als einzige Alternative für schwache Schüler gehandhabt wurde. Ein guter Handwerker ist sehr wertvoll und ein guter KFz-Techniker muss heutzutage viel können und immer auf dem aktuellen Stand der Automobilindustrie bleiben. Mit einer guten Lehre kann man viel erreichen und die Karriereleiter nach oben klettern“, erzählt Thomas Marichhofer.

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mit erhöhtem Unterstützungsbedarf

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Text: Esther Unterweger

Nach dem Schulabschluss gibt es für Jugendliche in Österreich unterschiedliche Möglichkeiten, wenn es um das Thema Ausbildung geht. Die Entscheidung für eine bestimmte Berufsausbildung fällt vielen schwer, man muss sich über seine Stärken, Schwächen, Interessen, Chancen und Ziele bewusstwerden, um die richtige Wahl zu treffen. Das gilt auch für Jugendliche und Schulabsolventen mit Lernschwierigkeiten, körperlichen Einschränkungen oder anderweitigen Behinderungen. Diese Jugendlichen können ebenfalls eine fundierte Ausbildung erhalten – und darüber hinaus mitunter Förderungen in Anspruch nehmen. Heute wird allgemein anerkannt, dass Menschen mit Behinderungen ein Anrecht auf die vollständige Inklusion in Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben und Arbeitsplätze sowie Lehrstellen entsprechend angepasst werden müssen. „Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, einer Beeinträchtigung, oder einer Behinderung kämpfen oft sehr mit einer Stigmatisierung vor allem wenn es sich nicht um eine klassische, sichtbare Behinderung handelt. Jugendliche sehen sich selbst nicht als behindert, wenn sie erhöhten Unterstützungsbedarf haben und wollen und sollen da nicht in eine #50

„Schublade“ gesteckt werden,“ so Mag.a Ulrike Scheutz, Leiterin Arbeitsassistenz & Jobcoaching bei Jugend am Werk Steiermark. Das Entwicklungspotential bei Jugendlichen ist groß, mit gezielten Förderungen kann viel bewegt und manche Defizite ausgleichen werden. Zu den Förderungen zählen vor allem das Jugendcoaching, die integrative Berufsausbildung, die Lehrstellenförderung und die Assistenz/Betreuung während der Berufsausbildung. Für den Übergang zwischen Schule und Beruf können Jugendliche mit Behinderung oder chronischer Erkrankung Jugendcoachings in Anspruch nehmen. Das Jugendcoaching ist freiwillig, kostenlos und hat zum Ziel, Jugendlichen durch Beratung und Begleitung Perspektiven aufzuzeigen, um einen erfolgreichen Übertritt in das Berufsleben zu schaffen. Zugleich brauchen Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und/oder Behinderung manchmal Anpassungen bei den Inhalten einer Lehre oder benötigen mehr Zeit für den Abschluss. Durch die Integrative Berufsausbildung (IBA) werden die Chancen für den beruflichen Abschluss verbessert, indem angepasste Rahmenbedingungen geschaffen werden (verlängerte Lehre oder Teilqualifizierungslehre). Das Sozialministeriumservice oder auch das Arbeitsmarktservice prüft den Anspruch im Rahmen der Jugendcoachings. Die Lehrausbildung von Jugendlichen, die am Arbeitsmarkt wegen Lernschwierigkeiten oder Behinderung benachteiligt sind oder die an einer Berufsausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder mit Teilqualifizierung teilnehmen, kann durch das Arbeitsmarktservice (AMS) gefördert werden (Lehrstellenförderung bis zu einem Alter von maximal 19 Jahren). Die Förderdauer kann die gesamte Lehrzeit umfassen. Für diese Förderung muss der Jugendliche beim AMS arbeitslos gemeldet sein und es ist ein Beratungsgespräch zwischen AMS und dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin notwendig. Berufsausbildungs-Assistentinnen begleiten und unterstützen mit allen rechtlichen, sozialen und sonderpäda-


Foto: Jugend am Werk

gogischen Belangen vor, während und nach der integrativen Berufsausbildung. „Die Jugendlichen-Arbeitsassistenz ist ebenso kostenlos, freiwillig und organisiert viele Arbeitstrainings und Berufserprobungen in möglichen Betrieben, damit Jugendliche zeigen können über welche Kompetenzen sie verfügen, um abklären zu können, wie sie ins Team passen würden und um mögliche Ängste beiseitelegen zu können. So erhöhen sich die Chancen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf richtig erkannt und gesehen zu werden und die Möglichkeit einen Ausbildungsplatz zu bekommen“, betont Mag.a Ulrike Scheutz von Jugend am Werk Steiermark. Ist eine passende Stelle gefunden worden, kann man über die gesamte Lehrzeit noch zusätzlich durch die BAS (Berufsausbildungsassistenz) oder dem Jobcoaching unterstützt werden wodurch Ausbildungsplätze nachhaltig gesichert werden. Jugendliche tendieren oft zu den klassischen Lehrberufen wie Friseur, Einzelhandel, Mechaniker, Koch etc., dabei gibt es über 200 verschiedene Lehrberufe. Hier muss zusätzlich noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, um die größere Bandbreite sichtbar zu machen. Im Anschluss an die Schule ist es auch schwierig

Jugendliche sehen sich selbst nicht als behindert, wenn sie erhöhten Unterstützungsbedarf haben und wollen und sollen da nicht in eine „Schublade“ gesteckt werden.“ Mag.a Ulrike Scheutz Jugend am Werk Steiermark

für junge Menschen ihre praktischen Fähigkeiten, die eventuell in der Berufswelt gebraucht werden, auszutesten. Mag.a Ulrike Scheutz von Jugend am Werk Steiermark nennt hier „Übungswerkstätten“ als mögliche Lösungen. Zudem sei es Arbeitgeberinnen oft nicht bewusst, dass Menschen mit Behinderungen auch besondere Fähigkeiten entwickeln, die sich als Vorteil in ihrem Arbeitsfeld entpuppen können – auch hier muss angesetzt werden. Viele der Unterstützungsangebote für Jugendliche mit Behinderung haben sich über die Jahre bewährt. Dennoch braucht es der laufenden Vergewisserung, dass diese Maßnahmen den verändernden gesellschaftlichen und demografischen Gegebenheiten auch weiterhin Rechnung tragen. Aus diesem Grund werden Anpassungen bestehender Konzepte ebenso notwendig wie die Entwicklung neuer und besserer Lösungen.


Fotos: (alle) Grossauer Gruppe

Fischwirt im Urmeer

Lehre mit Weitblick IN DER GROSSAUER UNTERNEHMENSGRUPPE Text: Esther Unterweger

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Der Fachkräftemangel in Österreich ist ein ernstzunehmendes Wirtschaftsproblem. In vielen Branchen wird es immer schwieriger, offene Stellen mit den richtigen Mitarbeiter:innen zu besetzen, so auch in der Gastronomie. In der Küche und im Service finden sich etliche Berufsbilder mit Potenzial und guten Aufstiegschancen, die persönliche Entfaltung und Kreativität zulassen. Hier setzt die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens Grossauer-Widakovich an. Das Motto „Gastronomen aus Leidenschaft“ und ihr Bestreben nach höchster Qualität in allen Belangen wird mit knapp 20 vielfältigen und erfolgreichen Kulinarikbetrieben untermauert. So konnte sich das steirische Familienunternehmen als einer der größten Gastronomen und Veranstalter Österreichs etablieren. Die Familie Grossauer-Widakovich blickt voller Visionen und Tatendrang in die Zukunft. Sie möchte auch die Jugend von den vielen schönen Seiten und Vorteilen, die die Gastronomie bietet, überzeugen und bietet ihren Lehrlingen somit eine umfangreiche Lehrausbildung mit vielen Zusatzleistungen an. Gewappnet mit einer informativen Willkommensmappe steht Lehrlingen und Interessierten die Möglichkeit offen, in alle Facetten ihrer abwechslungsreichen Betriebe einmal „reinzuschnuppern“- von Fine Dining bis zum Biergarten ist alles dabei. Auch der jährliche Lehrlingstag erlaubt nicht

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nur die Gelegenheit sich untereinander kennenzulernen und sich auszutauschen, sondern ermöglicht ebenso einen Tag zum „Reinfühlen“ in alle Teilbereiche der Gastronomie: vom Service, über Küche und Produktion, zu Barkeeper:in, bis hin zur Serviceleitung und Marketing. Das „sich ausprobieren“ stellt einen wichtigen Teil der Entwicklung der Lehrlinge dar und gewährt die Chance sich und seine Fähigkeiten auszutesten. Die Gelegenheit in zwei Bierhäusern, fünf Steakrestaurants, zwei Fischrestaurants, einem Gourmet-Marktstand, einer Pension samt einigen Apartments und einem vielseitigen Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, Biergarten und einer Eventabteilung am Schloßberg/Graz zu schnuppern, ist einzigartig und lässt für Interessierte kaum Wün-

Julia, „Genießerei“


Stefanie Hallemann & Christof Widakovich, „Schlossberg“

sche offen. Lehrlingen werden außerdem Spezialisierungen und diverse Weiterbildungen nach dem Lehrabschluss angeboten, wie etwa der Biersommelier, die Smoker-Ausbildung, professionelles Räuchern oder die Pasta Produktion. Die Lehre mit Matura inklusive Lernhilfen und externer Schulungen sowie finanziell unterstützte Auslandspraktika, z.B. im El Gaucho in München, sind ebenso eine Option in den Grossauer-Widakovich Betrieben. Die HR-Abteilung der Grossauer Unternehmensgruppe unterstützt die Lehrlinge hierbei auf Schritt und Tritt und versucht ebenso Lösungen für individuelle Ausbildungsbedürfnisse zu finden. Zudem organisiert und reguliert sie den reibungslosen Austausch und Organisation der Betriebe untereinander.

Das Küchenteam vom „EL GAUCHO“

Vor knapp einem Jahr wurde auch die Grossauer Mitarbeiter-Akademie gegründet, die auf Inklusion, Weiterbildung und Förderung, speziell auch für ihre Lehrlinge, setzt. Der Leitgedanke ist die Lehrlinge und Mitarbeiter:innen zu motivieren und individuelle Weiterbildung gepaart mit Fachwissen interner und externer Vortragender zu fördern. Die Karrieremöglichkeiten nach der Lehrlingsausbildung sind mannigfaltig und eine Übernahme als fixe Arbeitskraft in einen der 20 Betriebe steht nichts mehr im Weg. Das Bewerbungsmanagement ist online, vereinfacht, speziell auf die unterschiedlichen Betriebe und Lehrbereiche innerhalb der Grossauer Unternehmensgruppe ausgelegt und gewährt Unterstützung für neue Bewerber:innen und Lehrlinge. Initiativbewerbungen sind ebenso willkommen. Für mehr Details und Informationen zu offenen Lehrstellen: www.grossauer-jobs.co.at

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Foto: Spar PG Studios

GENERATION SICHERHEIT: SPAR-LEHRE TRIFFT ZEITGEIST JUNGER MENSCHEN

JETZT LEHRE STARTEN: SPAR STEIERMARK UND SÜDLICHES BURGENLAND BESETZT 100 LEHRSTELLEN Eine Lehre bei SPAR, dem führenden Lebensmittelhändler Österreichs, bedeutet: Ein sicherer Job, Abwechslung und Aufstiegschancen. Derzeit beschäftigt SPAR über 3.240 Lehrlinge im In- und Ausland, davon mehr als 2.630 in Österreich. Damit die SPAR-Familie weiterwächst, werden in diesem Jahr bei SPAR Steiermark und südliches Burgenland 100 freie Lehrstellen in 12 verschiedenen Lehrberufen besetzt. Zahlreiche Sozialleistungen, Prämien von über 4.500 Euro, ein iPad sowie der gratis B-Führerschein oder alternativ ein E-Bike inklusive. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Harmonisches und freundliches Betriebsklima, Wertschätzung und eine hervorragende Qualität der Ausbildung – so beschreiben SPAR-Lehrlinge ihre Ausbildung bei SPAR, dem größten privaten Arbeitgeber und Lehrlingsausbilder in Österreich. Dem gegenüber steht ein eher unsicheres Zukunftsbild junger Menschen, das nicht zuletzt auf der gesamtgesellschaftlichen Situation bzw. globalen Entwicklungen gründet. Die Corona-Krise oder der Klimawandel sind Beispiele dafür. „Die Lehre bei SPAR trifft den Zeitgeist junger Menschen. Wir können der ‚Generation Sicherheit‘ genau das geben: Nach der Ausbildung bieten wir jedem, der seine Lehre bei SPAR erfolgreich abgeschlossen hat und einen sicheren Arbeitsplatz möchte, diesen auch an. Die beruflichen Aussichten in der spannenden und abwechslungsreichen Welt des Handels sind jedenfalls hervorragend“, so SPAR-Vorstand KR Hans K. Reisch.

player, die für Fragen immer da sind, mit Rat und Tat zur Seite stehen und wertschätzend auf Augenhöhe begegnen. Ob in den SPAR-Akademie-Klassen in den Bundesländern oder in der SPAR-Akademie Wien: Praxisnahes Arbeiten wird in der Ausbildung bei SPAR großgeschrieben. Die Lehrlinge lernen während ihrer Ausbildungszeit den gesamten Markt von Grund auf kennen und erhalten von ihren erfahrenen Lehrlingsausbilderinnen und Lehrlingsausbildern regelmäßige Feedbacks. Wer sich abseits des regulären Lehrplans weiteres Wissen aneignen möchte, dem steht ein großes Angebot spannender Zusatzausbildungen wie z.B. Käse- oder Bio-Expert:innen zur Verfügung. SPAR setzt außerdem auf professionelles

Karriere mit Lehre: SPAR bietet Perspektiven Der Berufseinstieg ist herausfordernd, SPAR macht ihn so einfach wie möglich. Lehrlinge treffen auf Team#54

Foto: EVA TRIFFT FOTOGRAFIE


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E-Learning: Über die SPAR-eigene Online-Lernplattform „SEPP“ können Lehrlinge ihr Fachwissen spielerisch vertiefen. Denn bei SPAR weiß man: Gut ausgebildete Lehrlinge sind die Zukunft für das Unternehmen. „Mit dem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsprogramm machen wir unsere Lehrlinge zukunftsfit und bieten berufliche Perspektiven auch nach der Ausbildung. Zahlreiche SPARianer:innen beweisen, dass Karriere nach der Lehre ein erreichbares Ziel ist. In den SPARMarkt- sowie Gebietsleitungen und auch in den verschiedensten Bereichsleitungen sind sehr viele ehemalige SPAR-Lehrlinge zu finden“, sagt Anna Heidarzadeh, BSc, SPAR-Lehrlingsverantwortliche national. Jetzt bewerben: Willkommen in der SPAR-Familie Die SPAR-Familie lebt eine Kultur der Vielfalt, des Miteinanders und der Wertschätzung. Über 120 verschiedene Nationen haben bei SPAR ihre berufliche Heimat gefunden. Wer sich für Lebensmittel interessiert, Freude am Kontakt mit Menschen hat, über sehr gute Deutschkenntnisse verfügt und Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz legt, für den ist eine Lehrlingsausbildung bei SPAR genau das Richtige. Bewerbungen für den Lehre-Start im Herbst 2022 sind ab sofort online über die SPARJobbörse auf www.spar.at/lehre möglich. SPAR-Lehre zahlt sich aus: Über 4.500 Euro Prämien u.v.m. Bei tollen Praxis-Leistungen zahlt SPAR je nach Lehrjahr bis zu 140 Euro pro Monat dazu. Für gute Berufsschulzeugnisse winken Prämien von bis zu 220 Euro im Jahr. So können sich Jugendliche während ihrer Lehrzeit über 4.500 Euro dazuverdienen. Wer während der Lehre gute Praxis-Beurteilungen und in der Schule Vorzugszeugnisse erhält, bekommt von SPAR den B-Führerschein bezahlt oder ein E-Bike geschenkt bzw. im Gegenwert Jahreskarten, Gutscheine für den öffentlichen Verkehr oder Taxigutscheine. Für gute Leistungen gibt es außerdem nach dem Ende des ersten Lehrjahres ein iPad.

SPAR als Arbeitgeber Jobs mit Sicherheit und Jobs mit Zukunft Bei SPAR stehen die Menschen im Mittelpunkt: Die Kundinnen und Kunden sowie die rund 90.000 Menschen, die in der SPAR Österreich-Gruppe tätig sind. Allein in Österreich beschäftigt SPAR über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit ist SPAR der größte private österreichische Arbeitgeber und mit mehr als 2.630 Lehrlingen in Österreich zudem der größte Lehrlingsausbildner des Landes. Bei österreichweit rund 1.580 Standorten finden Lehrlinge immer einen Arbeitsplatz in ihrer Wohnnähe. Weitere Informationen auf www.spar.at/karriere und www.spar.at/lehre.

Sozialministeriumservice Erfolgreich am Arbeitsmarkt! Das Netzwerk Berufliche Assistenz. Menschen mit Behinderungen sind besonders von den Konsequenzen am Arbeitsmarkt betroffen. Die massiven Auswirkungen durch COVID-19 gilt es mit vereinten Kräften abzufedern. Um Menschen mit Benachteiligungen und/oder Behinderung erfolgreich an den Arbeitsmarkt heranzuführen bzw. deren Verbleib im Erwerbsleben zu sichern und zu erhalten, stehen dem Sozialministeriumservice zahlreiche Unterstützungsleistungen und finanzielle Förderungen zur Verfügung. Im Netzwerk Berufliche Assistenz (kurz NEBA genannt) hat das Sozialministeriumservice sechs Unterstützungsleistungen zusammengefasst, die österreichweit von über 180 Anbieter:innen umgesetzt werden. Zielgruppe sind sowohl Menschen mit Behinderung als auch sozial benachteiligte Personen, insbesondere ausgegrenzte bzw. von Ausgrenzung gefährdete Jugendliche, aber auch Unternehmen. NEBA begleitet alle Betroffenen bedarfsgerecht u.a. bei der Jobsuche oder dem Erhalt des Arbeitsplatzes und unterstützt auch Unternehmen bei der Personalakquise oder bei allfällig auftretenden Problemen. Welche NEBA-Angebote gibt es? Das Jugendcoaching richtet sich an Jugendliche ab dem individuellen 9. Schulbesuchsjahr sowie an abbruchsgefährdete Jugendliche unter 19 Jahren bzw. an Jugendliche mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf. AusbildungsFit wendet sich an Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr bzw. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr (für Jugendliche mit Behinderung) und soll vor allem als Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung dienen. Die Berufsausbildungsassistenz (BAS) unterstützt Lehrlinge im Rahmen einer verlängerten Lehre oder Teilqualifikation. Die Unterstützung beginnt bei der Lehrstellensuche oder beim Abschluss des Lehr- bzw. Ausbildungsvertrages. Die Arbeitsassistenz unterstützt bei der Arbeitsplatz- oder Lehrstellensuche, hilft bei der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Bewältigung von Krisen. Mit dem Jobcoaching werden die Stärken von Menschen mit Assistenzbedarf mehr herausgearbeitet und am konkreten Arbeitsplatz trainiert. Das Betriebsservice berät Sie abgestimmt auf Ihren Betrieb, Ihre Anforderungen und Bedürfnisse gezielt über die Möglichkeiten der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und welchen Nutzen Sie daraus erzielen können! Alle Angebote können von den Betroffenen (Jugendliche, Angehörige, Unternehmen) kostenlos genutzt werden.

Infos unter: sozialministeriumservice.at neba.at


DIE HOFER LEHRE: DEINE KARRIERE MIT ZUKUNFT

HOFER bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in eine sichere berufliche Zukunft. 26 Lehrstellen warten 2022 in der Steiermark auf motivierte Jugendliche, die einen Karriereweg mit echten Perspektiven und spannenden Benefits einschlagen möchten. Bereits seit 20 Jahren gibt es sie, unsere HOFER Superlehrlinge. Sie sind ehrgeizig, ihnen ist kein Hindernis zu groß und sie schaffen es HOFER jeden Tag ein Stück besser zu machen. In vielen Filialen in der Steiermark warten auch heuer wieder wohnortnahe Einstiegsmöglichkeiten in eine sichere berufliche Zukunft - echte Karrierechancen inklusive. 20 Jahre HOFER Lehre: Der richtige Weg für dich! Bereits seit 2002 bietet HOFER die Lehre zur Einzelhandelskauffrau und zum Einzelhandelskaufmann an. Die HOFER Lehre wurde Jahr für Jahr weiterentwickelt, professionalisiert und auf den höchsten Standard gebracht. Schritt für Schritt werden die Jugendlichen an die neuen, vielseitigen Aufgaben herangeführt. Die Vielfalt der praktischen Inhalte, von der Regal- und BACKBOX Betreuung im ersten Lehrjahr über das selbstständige Kassieren im zweiten Lehrjahr hin zu den ersten Führungsaufgaben im dritten Lehrjahr, stellt eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicher und ebnet den Weg, um später im Unternehmen durchzustarten. Abwechslungsreiche Ausbildung, attraktives Gehalt Vom ersten Tag an sind die HOFER Superlehrlinge ein wertvoller Teil des Filialteams, die den Raum bekommen Verantwortung zu übernehmen, zu zeigen was sie können und über sich hinauszuwachsen. „An der HOFER Lehre finde ich besonders cool, dass ich jeden Tag mit Menschen #56

Foto: HOFER

Wachse auch du wie Lea Fuchs über dich hinaus und bewirb dich für eine der 26 Lehrstellen in der Steiermark!

arbeite und sie berate, dabei kann ich täglich etwas Neues lernen. Außerdem liebe ich die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen - wir sind ein super Team“, erzählt die 16-jährige Lea Fuchs über ihre HOFER Lehre. Zusätzlich zu einer Top-Ausbildung profitieren HOFER Lehrlinge von innovativen Lehrlingsworkshops, modernem E-Learning Content, actionreichen Team-Events, interessanten Lieferantenbesuchen und der Möglichkeit, die Lehre mit Matura zu absolvieren. On-top gibt es das beste Lehrlingseinkommen im ganzen Lebensmitteleinzelhandel. Das attraktive Bruttomonatsgehalt beträgt 1.020 Euro im ersten Lehrjahr, 1.270 Euro im zweiten und 1.620 Euro im dritten Lehrjahr (Stand 2022). Zukunftssichere Karriere mit der HOFER Lehre Die HOFER Lehre ist die optimale Einstiegsmöglichkeit in eine sichere berufliche Zukunft - echte Karrierechancen inklusive. Engagierten Jugendlichen stehen bei HOFER nach dem Lehrabschluss alle Türen offen, um ihren weiteren Karriereweg als Fach- oder Führungskraft im Unternehmen zu gehen. Zahlreiche unserer Filialleiterinnen und Filialleiter starteten ihre Karriere mit der HOFER Lehre, führen nun ein Team von bis zu 30 Verkaufsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und bilden selbst Lehrlinge aus. Neugierig geworden? Bewirb dich jetzt und starte deinen Karriereweg mit HOFER! Auf karriere.hofer.at gibt’s alle Infos!


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2016

2016 zeichnete eine Studie des Arbeitsmarktservice (AMS) ein verheerendes Bild: Nur acht Prozent der Beschäftigten in ingenieurstechnischen Berufen sind weiblich. Auch heute noch ist die Technik eine Männerdomäne, zugleich suchen Unternehmen in diesen Branchen händeringend nach Fachkräften. Für junge Frauen kann eine Tätigkeit in der Technik gerade deshalb ein hervorragendes Karrieresprungbrett darstellen. Exakt diese Chance hat Sarah Grabar im Vorjahr für sich ergriffen und eine Lehre zur technischen Zeichnerin beim international agierenden Engineeringexperten ZETA, mit Headquarter in Lieboch, begonnen. „Ein Praktikum bei ZETA hat mich damals derart begeistert, dass ich mich für die Lehrstelle zur technischen Zeichnerin beworben habe“, erklärt Sarah. Heute ist sie eine von drei Frauen, die diesen Lehrberuf bei ZETA absolvieren. Insgesamt durchlaufen derzeit 16 Jugendliche in vier Lehrberufen ihre Ausbildung beim Anlagenplanungsunternehmen für die Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie. Anfängliche Zweifel, sie hätte nicht genügend Erfahrung für eine Tätigkeit als technische Zeichnerin, stellten sich für

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Sarah Grabar Technische Zeichnerin im ersten Lehrjahr

Sarah schnell als unbegründet heraus: „Alle Kolleginnen und Kollegen sind hilfsbereit, man bekommt eine äußerst hochwertige Ausbildung – und kann dementsprechend alles in der Praxis erlernen“, weiß Sarah heute. In dieselbe Kerbe schlägt auch Lehrlingsausbilder Kevin Wurm: „Wir bieten hochwertige Einschulungen und einen starken Zusammenhalt im Team, sodass man sehr schnell ein breites Wissen aufbauen kann.“

Ein Praktikum bei ZETA hat mich damals derart begeistert, dass ich mich für die Lehrstelle zur technischen Zeichnerin beworben habe... Die „eigenen Werke“ wachsen sehen Aktuell gibt es bei ZETA für den Lehrberuf der/des technischen Zeichners/in sogar mehr weibliche als männliche Bewerbungen: „Ich finde, dass diese heterogene Mischung aus Frauen und Männern die Arbeit als Team durchaus verbessert“, ist Kevin überzeugt. Was für Sarah den Beruf der technischen Zeichnerin zu etwas Besonderem macht? „Die Kombination. Wir schaffen von Null auf Bauteile in den 3D-Programmen und sehen unsere „eigenen Werke“ wenige Meter daneben in


Wir bieten hochwertige Einschulungen und einen starken Zusammenhalt im Team Kevin Wurm Mechanical Engineering & Lehrlingsausbilder Technische/r Zeichner/in

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der Fertigung wachsen. Das hat natürlich einen gewissen Reiz.“ Bereits in der Lehre steht bei ZETA ein Grundpfeiler der Unternehmensphilosophie im Fokus, wie Lehrlingskoordinatorin Sigrid Leitner betont: „Wie all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern und fordern wir auch unsere Lehrlinge. Aus diesem Grund versuchen wir sie möglichst früh in die Projektarbeit einzubinden und ihnen nach und nach mehr Verantwortung zu übertragen.“ Zugleich stehe ihnen das hochkompetente Ausbilderteam bei ZETA natürlich stets sowohl fachlich als auch persönlich mit Rat und Tat zur Seite. Überhaupt wird Lehre bei ZETA sehr langfristig gedacht. „Unser Ansatz ist es, Fachkräfte auszubilden, die uns auf unserem Wachstumskurs begleiten und unseren Lehrlingen auch nach der Lehrabschlussprüfung ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich persönlich weiterentwickeln und ihr erlerntes Wissen erfolgreich einbringen können“, unterstreicht Leitner. „Daneben ist es uns ein Kernanliegen, mehr junge Frauen für einen Beruf in der Technik zu begeistern.“

AK-Bewerbungscoaching Das Team der AK Steiermark bietet im Rahmen der Bildungsberatung ein individuelles Coaching für Bewerberinnen und Bewerber aller Altersstufen an. Interessencheck Ob Bildungsweg oder berufliche Neuorientierung. Die ideale Standortbestimmung bietet unser Interessencheck. Zielgerichtete Stellensuche Eigeninitiative ist gefragt! Netzwerke, Printund Onlinemedien sowie den eigenen SocialMedia-Auftritt optimal nutzen. Check der Bewerbungsunterlagen Die schriftliche Bewerbung kann über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheiden. Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch Ob Schule, Lehrbetrieb, Beruf oder Studium. Auf Wunsch mit Videoanalyse. Bei Fragen und Terminvereinbarung helfen wir gerne weiter!

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AUCH NACH 25 JAHREN

AM PULS DER ZEIT

Vor einem Vierteljahrhundert begann die Reise der FH CAMPUS 02 in Graz. Eine Reise, die mit der Idee begann, die Bildungslandschaft mit berufsbegleitenden Studien zu bereichern. Diese Idee spielt für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Steiermark nach wie vor eine zentrale Rolle. Auch nach einem Vierteljahrhundert beweist die Fachhochschule ihr smartes Science-Wissen und setzt ein kräftiges Zeichen der Weiterentwicklung. In den technischen Studienrichtungen „Automatisierungstechnik“ sowie „IT & Wirtschaftsinformatik“ werden die

2 neuen Bachelorstudiengänge „SMART AUTOMATION“ und „BUSINESS DATA SCIENCE“ angeboten. Die Studiengänge bieten je 25 Studienplätze, die Zugangsvoraussetzung ist entweder eine Matura, die Berufsreifeprüfung, eine technische Studienberechtigungsprüfung oder eine facheinschlägige Lehre mit Zusatzprüfungen. Die beiden Studiengänge sind somit auch offen für junge Menschen, die den Bildungsweg der Lehre gewählt haben. Wer einen der begehrten Studienplätze bekommen will, muss an einem dreiteiligen Aufnahmeverfahren teilnehmen.


#interview 1 Name: FH-Prof. DI Dr.techn. Udo Traussnigg Position: Studiengangsleiter Automatisierungstechnik WORUM GEHT ES IM NEUEN BACHELOR­ STUDIENGANG? Der Bachelorstudiengang SMART AUTOMATION zielt auf Themenstellungen ab, die unter dem Überbegriff „Industrie 4.0“ bekannt geworden sind. Industrie 4.0 umfasst die Digitalisierung der unternehmensinternen und -übergreifenden Wertschöpfungsketten, aber auch das Produkt- und Serviceangebot der Unternehmen sowie ganze Geschäftsmodelle. Technische Herausforderungen mit digitalen Mitteln zu intelligenten Lösungen zu entwickeln, darum geht es bei diesem Studium.

WIE IST DAS STUDIUM AUFGEBAUT? Das berufsermöglichende Vollzeitstudium erstreckt sich über sechs Semester und die Präsenzzeiten sind auf die drei Wochentage Montag bis Mittwoch konzentriert. In den ersten beiden Semestern steht im Bachelorstudium die fachliche Basis im Vordergrund, ab dem dritten Semester werden die Inhalte immer spezifischer und es ist möglich und sinnvoll, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Mit weiterführender Studiendauer kann einer der Schwerpunkte ‚Product‘, ‚Production‘ oder ‚Process‘ gewählt werden. Und noch etwas ist ganz besonders: Der komplette Studiengang wird in englischer Sprache durchgeführt.

WAS IST DAS ZIEL? Gerade im boomenden Bereich der Automatisierungstechnik gibt es viele heimische Unternehmen, die nicht nur weltweit tätig sind, sondern den Großteil ihrer Projekte für Kunden außerhalb Österreichs durchführen. Deren Erfolg hängt von der Ausführung vieler Tätigkeiten sowohl am Unternehmensstandort, als auch beim Kunden ab. Deshalb wurden bereits bei der Entwicklung des Studiengangs und des Curriculums Unternehmen aus der Branche eingebunden. Die Botschaft an Interessent*innen lautet somit: „Diese Ausbildung ist von der Wirtschaft gewünscht und wurde mit der Wirtschaft entwickelt!“

Foto: Melbinger

FH-PROF. DI DR. TECHN. UDO TRAUSSNIGG

FH-PROF. DI DR.TECHN. STEFAN GRÜNWALD

#interview 2 Name: FH-Prof. DI Dr.techn. Stefan Grünwald Position: Studiengangsleiter IT & Wirtschaftsinformatik WORUM GEHT ES IM NEUEN BACHELORSTUDIUM? Mit der Kernzielsetzung, Absolvent*innen für die Bereiche Software- und Web-Entwicklung, Daten- und Informationsvisualisierung sowie Data Science im Speziellen auszubilden, trägt der Studiengang „Business Data Science“ dazu bei. „Daten zu sammeln ist das eine, sie optimal zu nutzen und in Mehrwert für das Unternehmen umzusetzen, ist das andere. Genau dafür gibt es Business Data Science“, betont Stefan Grünwald, Leiter der Studienrichtung an der FH CAMPUS 02 in Graz. Big Data Science beschäftigt sich mit Methoden, Verfahren, technischen Lösungen und IT-Systemen, welche die Datenflut bewältigen und große Datenmengen in der gewünschten Form verarbeiten können. Nach statistischen Analysen, Entwicklung von Algorithmen, Auswertung und Aufbereitung werden Entscheidungsgrundlagen für das Management, Instrumente für die Prozessteuerung und Tools für digitales Business entwickelt. Zusätzlich stellen sich aufgrund der rasanten Entwicklungen in diesem Bereich auch ethische und rechtliche Fragen. Dabei spielen Big Data, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eine große Rolle. Business Data Science ist das akademische Kompetenzpaket dafür.

WIE IST DAS STUDIUM AUFGEBAUT? Das von Grund auf neu strukturierte und interdisziplinäre Studium ist an der Studienrichtung IT & Wirtschaftsinformatik der FH CAMPUS 02 angesiedelt und berufsermöglichend gestaltet. Das vierte Semester wird in der Unterrichtssprache Englisch abgehalten und bietet zudem die Möglichkeit ein Semester an der Partnerhochschule in Varaždin zu absolvieren. Das sechssemestrige Studium wird mit einem mehrwöchigen, akademisch begleiteten Praktikum in einem Unternehmen abgerundet. In allen Lehrveranstaltungen werden ein starker Unternehmensbezug und somit eine Praxisrelevanz hergestellt. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und nebenberuflich Lehrende bringen ihr Praxiswissen mit ein und bilden den Expertenpool.

WAS IST DAS ZIEL? Mit dem wissenschaftlichen Hintergrund von Data Science wird konkret an Aufgaben, Lösungen und Innovationen im Business gearbeitet. Es kommt darauf an das Potential von Daten zu nutzen, umzuwandeln, um damit Innovationen zu ermöglichen! #61


Foto: Stadt Graz/Eigler

Lernen, lehren, forschen. Lebenslang. Graz zeigt vor, wie dieses Lebenskonzept bestmöglich umgesetzt werden kann. Ein attraktives Bildungsangebot in einer attraktiven Stadt macht einfach Spaß!

Bürgermeisterin Elke Kahr und dem Vorsitzenden des Steirischen Hochschulraums Karl Peter Pfeiffer

STUDY – LOVE – STAY

Mit acht Hochschulen im städtischen Raum verfügt Graz nicht nur über ein hohes Bildungsangebot. Vor allem die engen Kooperationen mit Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur machen Graz zu einer internationalen Drehscheibe und die Stadt zum Hotspot für Studierende.

Ausbildung auf Weltklasse-Niveau War es einst die ehrwürdige Karl-Franzens Universität, die Graz zur Universitätsstadt erhob, blickt man hier mittlerweile mit Stolz auf vier Universitäten und ebenso viele (Fach-)Hochschulen. Neben den „klassischen“ und technischen Studien finden sich die spezialisierten Universitäten für Medizin, Musik und darstellende Kunst sowie die Pädagogischen Hochschulen. Vor allem die Fachhochschulen können auf sehr enge Zusammenarbeit mit Partner:innen im Wirtschafts- und Forschungsbereich verweisen. Nur so lassen sich die Besten aller Studienrichtungen in weiterer Folge auch als Lehrende gewinnen. Forschen für morgen Zahlreiche öffentliche und private Forschungseinrichtungen locken mit Knowhow und Kompetenz. Umso wichtiger ist es, zum Ausgleich einen Lebensraum zu bieten, der auf vielfältige Weise Körper und Geist zur Entspannung einlädt. So erklärt sich der Bezug zahlreicher Grazer:innen zur Stadt ihres Lebens mit drei bewusst gewählt englischen Worten: STUDY – LOVE – STAY

GESUCHT FREIBERUFLICHE:R ­REDAKTEUR:IN GESUCHT

MEDIENBERATER:IN FÜR PRINT-MAGAZINE

HC Media ist ein junges Werbeunternehmen mit Sitz in Graz. Wir verlegen Magazine wie “Die steirische Jägerin“, „New JOB-der Leitfaden für Karriere“ und „E-Mobilität“. Für die Verstärkung unseres Teams suchen wir freiberufliche Redakteur:innen österreichweit.

Wir suchen für unseren Verlag freiberufliche Mitarbeiter

⊲ Selbstständiges Recherchieren und Verfassen von redaktionellen Beiträgen für die Printausgabe sowie digitale Plattformen. ⊲ Berichterstattung über aktuelle Ereignisse. ⊲ Themenfindung sowie redaktionelle Umsetzung. ⊲ Aktive Mitgestaltung unseres Internet- und Social Media Präsenz. * einschlägige Berufserfahrung von Vorteil * Perfekte Deutschkenntnisse und sehr guter Schreibstil * selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten * Führerschein von Vorteil Entlohnung nach Vereinbarung Haben wir dein Interesse geweckt? Wir freuen uns auf deine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen inkl. Textproben! KONTAKT Christian Huemer: huemer@hcmedia.at oder 0664 1457580

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⊲ selbständig und eigenverantwortlich arbeiten ⊲ Beratung von bestehenden Kunden sowie ­Neukundenakquise ⊲ Realisierung von neuen Projekten Ehrliches & nachhaltiges Verkaufen ist für dich keine Methode, sondern eine Lebenseinstellung. Einsatzbereitschaft, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen sind keine Fremdwörter für dich? Bist du neugierig und gehst auf Menschen zu? Du handelst im Interesse der Kunden und bietest ihnen die beste Lösung an? Haben wir dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf deine aussagekräftige Bewerbung inklusive Lebenslauf per Mail. KONTAKT Christian Huemer: huemer@hcmedia.at oder 0664 1457580

e mobilität www.steirische-jaegerin.at

Wir fahren unter Strom


Wir bauen auf eine starke Ausbildung. Im Team. Unsere Lehrlinge und Fachkräfte sind die Zukunft unseres Erfolgs. Mit unserem neuen STRABAG Camp[us] Ybbs legen wir ab sofort nicht nur den Grundstein für eine neue Ära der Lehre bei STRABAG, sondern setzen auch einen Standard bei der Ausbildung für Bauberufe in Österreich. Auf 30.000 m² haben wir im vergangenen Jahr das modernste Ausbildungszentrum der Branche verwirklicht. Am STRABAG Camp[us] Ybbs stehen praktische handwerkliche Inhalte, der Umgang mit Baugeräten und vor allem das Arbeiten im Team im Fokus. In Ybbs kommen ab sofort Lehrlinge aus ganz Österreich zusammen um zu lernen aber auch um Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Land kennenzulernen und Teil der STRABAG Familie zu werden.

Wo liegen deine Stärken? Bewirb dich jetzt und werde Teil unseres Teams!

STRABAG AG Maggstr. 40, 8042 Graz Karl Zitz: +43 316 3131-575 www.karriere.strabag.com


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SPAR als 100% österreichisches Unternehmen ist nicht nur einer der größten heimischen Arbeitgeber, sondern auch größter privater österreichischer Lehrlingsausbildner. Jedes Jahr beginnen 700–900 junge Menschen ihre Karriere bei SPAR in 23 spannenden Lehrberufen und nützen die vielf ltigen Ausbildungsangebote, die ihnen den Weg zu einer zukünftigen Karriere ebnen. Wer Freude am Kontakt mit Menschen hat und offen für Neues ist, ist bei SPAR genau richtig. Prämien während und Aufstiegschancen nach der Lehre gibt‘s genug.

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