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Zeit

DIE SCHÖNSTEN DEKOIDEEN FÜR DRI NNEN UND DR AUSSEN

M it to l I nsp i rati o l e n l e c ke r e n n e n & R aus dem Mezepten agazi n


Editorial Jedes Jahr aufs Neue bietet der Herbst ein faszinierendes Schauspiel, wenn sich die Natur am Ende des Sommers zum großen Finale aufschwingt, wenn sich Blüten und Früchte ein letztes Mal in ­i hrer ganzen Pracht und Fülle zeigen, Bäume und Sträucher sich im leuchtenden Blätterkleid präsentieren. Die ersten Nebelschwaden z­ iehen durch die Täler, der Morgentau legt seine Tropfen wie glitzernde Perlen auf Gräser und Wiesen, die wärmende M ­ ittagssonne lässt späte Blüher in den sattesten Farben erstrahlen, während das Laub lautlos auf den nach Pilzen und Moos duftenden Waldboden gleitet. Jetzt ist die Zeit, um durch Feld und Flur zu streifen und dabei seine Sinne von dieser u ­ nvergleichlichen Schönheit betören

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zu lassen. Nur noch für wenige Wochen können wir an diesem einzigartigen Wechselspiel teilhaben, doch gerade das Wissen um seine Vergänglichkeit macht auch einen Teil seines besonderen Reizes aus. Sie lieben diese Jahreszeit ebenso wie wir? Dann lassen Sie sich von unseren herbstlichen Dekoideen anregen und holen Sie sich den Charme dieser ganz besonderen Saison ins Haus.

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Viel Spaß beim Blättern, Genießen und Nachmachen wünscht Ihnen Ihre

Karen Meier- Eber t Redakteurin BLOOM ’s DECO

w w w.blooms.de 2


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Inhalt IM HAU S

4 Alles Pflaume Fruchtige Inspirationen für Ihr Zuhause 46 Goldener Oktober So verleiht gelbes Laub Ihrem Ambiente güldenen Glanz 54 Was nach der Blüte übrig bleibt Unscheinbare Schönheiten neu entdeckt 72 Gefüllte Riesenbeere Kürbisse mit blühendem Inhalt 82 Bunter Blätterwald Raffinier ter Blattschmuck selbst gemacht 90 M ach’s dir gemütlich! Natürliche Kerzenideen für besinnliche Stunden 112 Leuchtende Stillleben Kleine Kunstwerke in den Farben des Herbstes

FESTE & GÄSTE

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10 E rika, der Herbst ist da! Blütenreich aufgetischt für Freunde und Familie 16 W illkommen zum Scheunenfest! Zünftige Tischdeko mit den Früchten des Feldes 26 M it Schirm, Charme und Stiel Kreative Anregungen für Pilzsammler 34 Fundstücke vom Wegesrand Souvenirs vom Spaziergang als Highlights für die Tafel 40 Kürbis-Style Edler Genuss für Augen und Gaumen

LEUTE

60 Wildpflanze Kornelkirsche Kochen und dekorieren mit Kräuterpädagogin Celia Nentwig 66 Mais inspiriert Klaus Wageners Meisterstücke zum Erntedank 76 Herbstlich willkommen! Traumhafte Türkränze von Floristin Dany Eschenbüscher

REPORT

22 D ie Krönung der Ernte Zu Besuch bei den Landfrauen 108 Traum in Violett Ein Ausflug in die Lüneburger Heide

BA L KO N & TE R R A S S E Unser Titemotiv

zeigt , wie aus einem schlichten Tisch und einigen Heidetöpfen eine ansprechende Herbsttafel unter freiem Himmel wird. Noch ein paar dekorative Blätter und Kerzen dazu – fer tig! Wie’s gemacht wird und weitere Ideen f inden Sie ab Seite 10. Jetzt müssen Sie nur noch die ­G äste e ­ inladen!

96 G roßer Auftritt für Statisten Jetzt stehen Gräser und Blattschmuck im Rampenlicht 102 Z eit für Romantik Harmonische Bepflanzungen in zar ten Tönen

KO LU M N E 89 Die Monroe, der Kürbis und ich oder von der Schwierigkeit, mal eben eine nette Kleinigkeit zu zaubern


FE ST E & G Ă„ST E

Auf dem rustikalen Holztisch spielen Heidekraut und buntes Laub die Hauptrolle. Bei stimmungsvollem Kerzenschein lassen sich die letzten warmen Herbsttage entspannt mit Familie und Freunden genieĂ&#x;en.

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Erika, der Herbst

ist da!

Zum fröhlichen Herbstfest bitten Erika, Calluna und buntes Laub zu Tisch. Lassen Sie sich vom Charme der Heide inspirieren und verzaubern Sie Ihre Gäste an einer blühenden Tafel!

Im Blütenkleid aus Sonnenblumen und Besenheide, botanisch Calluna vulgaris, erstrahlen die violetten Kerzen in herbst­l ichem Glanz. Farblich passende Kordel hält alles stilvoll zusammen.

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R EPORT

Ob Weizen oder Triticale, eine Kreuzung aus Roggen und Weizen: Die Getreideart der großen Domkrone bestimmt der jeweils zuständige, jährlich wechselnde Stadtverband je nach regionalem Anbau­s chwerpunkt. Die kleineren Kronen werden aus ge­m ischten Kornsorten gebunden.

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Alljährlich sorgt Thea Großekämper gemeinsam mit ihrem Vorstandsteam für die Ausrichtung des gemeinschaftlichen Erntekronebindens der Region. Wie viele Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung einer Krone nötig sind, ist für Außen­steh­ ende kaum zu erahnen. Bereits Wochen vor dem Binden wird das Getreide von den Bäuerinnen geschnitten, wenn es gerade gelb ist und die Ähren noch aufrecht stehen. Anschließend wird es bündelweise kopfüber in einem luftigen Raum getrocknet und immer wieder umgeschichtet. Nach einiger Zeit werden die einzelnen Halme von Blättern befreit und auf eine einheitliche Länge von etwa zehn Zentimetern gekürzt. In ­Boxen gesammelt, brauchen die Landfrauen sich das Getreide später zum Binden nur noch herauszunehmen. Ursprünglich wurde für jeden Bügel der Krone ein anderes Getreide verwendet: Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Im Kranz wurden ­oftmals alle vier gemischt. Heutzutage ist man nicht mehr ganz so streng und verwendet je nach Ernte­ertrag auch mal nur eine Getreidesorte. Die Gestelle aus Eisen werden zuerst mit Stroh umwickelt und dann dicht an dicht, von oben nach unten, mit den Ähren umschichtet, zuerst die Krone, dann der Kranz. Um die Arbeit zu erleichtern, wird die Krone meist aufgehängt, denn im Stehen wickelt es sich leichter. „Wir achten darauf, dass der Ring schön rund und gleichmäßig umbunden wird und keine Lücken entstehen“, erklärt Walburga Kuck. Zum Schluss können die Kronen noch mit farbigen Bändern, getrockneten Blumen oder Früchten verziert werden. Der Schmuck sollte jedoch nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, damit das Getreide im Mittelpunkt steht. In jedem Jahr wechselt der Hof, auf dem sich die Landfrauen treffen und meist, wie auch dieses Mal, drei Kronen binden: für den Dom zu Paderborn, den Katha­ rinenmarkt in Delbrück und den Speisesaal der BundeswehrPatenkom­panie Augustdorf, zu der schon seit vielen Jahren ­eine enge Freundschaft besteht. Deswegen sind die Soldaten auch an diesem geselligen Tag mit dabei. Sie kümmern sich um das Grillgut für den Abend, an dem die Gemeinschaft und die Ernte fröhlich gefeiert werden und alle sich schon jetzt auf das nächste Jahr freuen, wenn die Landfrauen sich wieder treffen, um den Ertrag des Feldes zu ehren.

Groß und Klein helfen beim Vorbereiten und Binden der Erntekronen. Dabei ist es wichtig, dass die Ähren immer nach oben zeigen. Andernfalls würde, der Überlieferung zufolge, die kommende Ernte zerstört. HerbstZeit

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FE ST E & G ÄST E

Oben: Einige braune Papiertüten und geschickte Hände – mehr braucht es für die schnell gemachten Pilze in angesagter Knitteroptik nicht. Unten: Pifferlinge, Cham­ pignons oder Steinpilze? Wer selbst im Wald sammeln

Pikante

möchte, sollte sich gut auskennen.

Pilz-Muffins Zutaten für die Muffins (für ca. 12 Stück): 400 g gemischte Pilze, 300 g Mehl, 1 Pck. Backpulver, 80 g Haferflocken, 4 Eier, 350 ml Milch, 2 Frühlingszwiebeln, 120 ml Öl, Salz und Pfeffer

Zutaten für den Frischkäse-Dip: 250 g Frischkäse, 4 EL Joghurt, 2 Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer, 100 g Schinkenwürfel für die Garnitur

Zubereitung: Pilze putzen, klein schneiden und in etwas Öl anbraten. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und kurz mitdünsten. Eier und etwas Salz mit dem Schnee­b esen verrühren, übriges Öl und die Milch dazugießen. Mehl mit Backpulver und Haferflocken mischen und zusammen mit den Pilzen und Frühlingszwiebeln in die Milchmasse einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. In die Förmchen füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft ca. 25 Minuten backen. Zehn Minuten ruhen lassen. Frühlingszwiebeln klein schneiden und mit den restlichen Zu­t aten den Frischkäse-Dip vermengen, dabei ein paar Ringe für die Garnitur übrig lassen. Schinkenwürfel anbraten und alles auf ­e inem Teller anrichten.

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Angewachsen! Wie in der freien Natur sitzen die aus Papierband und Draht ­g eformten Pilze seitlich am Baumstamm. Die Stiele werden in vorgebohrte Löcher gesteckt und mit Heißkleber befestigt. ­D aneben ziehen edle ­D ahlien die Blicke auf sich.

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I M H AUS Raffiniert bringen die violetten Chrysanthemen das Kürbisorange zum Strahlen. Beim Streifzug durch die herbstliche Natur ist von Lampion­ blumen bis zum Pfaffenhütchen alles mit dabei.

Gefüllte

Riesenbeere Der Kürbis kann mehr als böse Fratzen! Klar, als „Jack O’Lantern“ kennen wir

ihn alle: Ein gruseliges Gesicht hinein geschnitzt und mit einer Kerze zum Leuch­-

ten gebracht. Füllen Sie die Frucht stattdessen jetzt mit S ­ chätzen der Natur. 72


Kleinere Exemplare der Riesenbeere lassen sich dekorativ als Kerzenleuchter in Szene setzen. Dafür werden einfach die Deckel ­a bgeschnitten, die Früchte ausgehöhlt und Teelichter eingesetzt.

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B A L KON & T ER R AS SE

Kriechender Günsel Ajuga reptans ’Atro purpureae‘

Houttuynie Houttuynia cordata

Mahagonigras Uncinia rubra

Struktur im Kübel Ob auffällig gezeichnete, teils sogar mehrfarbige Blätter oder geriffelte, samtige, glänzende oder seidige Oberflächen – Pflanzen mit Struktur sind im Herbst die Stars auf Balkon und Terrasse. Houttuynie und Buntnessel beeindrucken bei­ spielsweise durch ihre leuchtende Farbkraft, die an hellen Standorten besonders intensiv ausfällt. Gräser in Rot- und Grüntönen ver­ leihen gemischten Bepflanzungen vor allem Höhe, während das kleinblättrige Pfennig­ kraut attraktiv über den Topfrand in die Tiefe rankt. Einen weiteren schönen Kontrast­ ­b ilden dunkle glänzende Blätter, wie die des Kriechenden Günsels, zu hellen matten oder sogar f­ ilzigen, wie sie etwa das Graue Heili­ Buntnessel Plectranthus scutellarioides Pfennigkraut Lysimachia nummularia

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genkraut besitzt.

Afrikanisches Lampenputzergras Pennisetum setaceum ’Fireworkse‘

Buntnessel Solenostemon scutellarioides Graues Heiligenkraut Santolina chamaecyparrissus


Blätter

Farbenfrohe so schön wie die üppigsten Blüten

Oben: In der flachen Schale kommen ­g epflanzte Streifen groß raus. Zu den ­A lpenveilchen passen die roten Blatt­ unterseiten des Purpurglöckchens und das attraktive Mahagonigras. Links: Hohe Sonnenbraut und Chrysan­ themen bekommen mit Purpurglöckchen und Pfennigkraut einen frischgrünen Rahmen. Die Blattschmuckpflanzen sollten also möglichst am Gefäßrand platziert werden. Unten: Wie prachtvolle Blüten wirken die Blätter des Fuchsschwanzes in Rot-Gelb-Grün. Wenige Begleiter dazu reichen aus.

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Leseprobe: Herbstzeit | Die schönsten Dekoideen für drinnen und draußen  

Mit seiner üppigen Früchte-, Blüten- und Blättervielfalt verlockt besonders der Herbst zum Kreativwerden. Von der schnell gemachten Dekorati...

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