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Samstag, 9. Februar 2019

Unsere Leser haben das Wort! „Fang ma jetzt o zum gendern?!“

Ausgabe 5/19, 2. Februar 2019

Sprache transportiert nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen, Haltungen und Metabotschaften. „Fang ma o zu gendern!?“ würde zum Beispiel kein Bairischsprecher je so formulieren: Die Überschrift entspricht nicht der Syntax unseres Dialekts, klingt manipulativ, gestelzt, aufgesetzt. Ebenso manipulativ, gestelzt, aufgesetzt ist „Gendern“. Denn Sprache ist ein soziokultureller, aus seiner Pluralität heraus lebendiger Organismus. Selbstverständlich ist eine (Behörden-)sprache, die Frauenund andere Geschlechterrealitäten ausklammert, faktisch diskriminierend! Ob man dieser wichtigen Erkenntnis allerdings mit kaum verständlichem Amtsschimmel-Kauderwelsch inklusive noch irritierenderer Satzzeichen gerecht wird, bleibt stark zu bezweifeln. Diktatorische Sprech-, Schreib- und Denkverordnungen von oben herab erzielen selten den gewünschten Effekt. Sie bleiben künstlich, sie nerven irrsinnig und (das ist das Schlimmste) erweisen denen, die diskriminiert werden, auch noch einen Bärendienst. Ich befürchte, dass sich etwas, das nicht gelebt, sondern nur ideologisch gewollt wird, nicht nachhaltig mit Sprache emulgieren lässt. Denn der Emulgator,

auf die Gesamtbevölkerung? – hilft weder ein Lehrstuhl für Gender noch eine Änderung der Sprache. Für mich beides eine unglaubliche Geldverschwendung. Interessanterweise sind die 52 Lehrstühle bis auf einen von Frauen besetzt. Lydia Winner, Stephanskirchen

die faire Gleichstellung aller Geschlechter, fehlt. Ab dem Tag, an dem Frauen, Diverse und Männer gleich viel verdienen, werden wir diese müßige, sich selbst entlarvende Diskussion sowieso nicht mehr brauchen. Margarete Mouqqadim, Rosenheim Ja, geht’s noch??? Da heißt das Schlagwort nur noch „Bildung, Bildung und nochmals Bildung! Aber der gesunde Menschenverstand, den früher weniger gebildete Menschen hatten, fehlt immer mehr. Nichts für ungut! Guenter Czizegg via E-Mail

Leserbriefe geben nicht die Meinung des Verlags wieder. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt oder in Auszügen zu veröffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. Schicken Sie Ihren Leserbrief an redaktion@ Nachdem ich den Artikel blick-punkt.com. gelesen hatte dachte ich, im falschen Film zu sein. Das Ganze ist so überflüssig wie ein Kropf. Es gibt viel wichtigere Dinge, die zu lösen sind. Das ganze ist für mich ein kompletter Blödsinn. Hans Helbich, Raubling Letztendlich läuft es doch immer wieder auf „männlich-weiblich“ hinaus, da es zur Arterhaltung nie etwas anderes geben wird. Die erschütternde Geschichte von David Reimer (1966-2004) spricht Bände! Den bedauerlichen Betroffenen – wie hoch ist der Prozentsatz im Hinblick

Raubling

Herzens-Gespräche im Bürgerhaus Was liegt dir am Herzen? Was tut deinem Herzen gut? Was bedrückt dein Herz? Worüber lacht dein Herz? Olivia Ruhtenberg, Achtsamkeits-, Wahrnehmungs- und Intuitionstrainerin, lädt am Mittwoch, 20. Februar, 19 Uhr, ins Bürgerhaus Raubling, Holzbreitenweg 6 ein, diesen Fragen in der HerzensSprechstunde nachzugehen und sich durch Begegnungen von Herz zu Herz beschenken zu lassen.

Um Zugang zur Sprache unseres Herzens zu bekommen und mehr Gelassenheit im Leben zu finden, wird der Abend mit Übungen aus dem Achtsamkeits- und Wahrnehmungstraining abgerundet. Dieser Abend ist offen für alle, die sich angesprochen fühlen. Der ist Eintritt frei, Spenden willkommen! Anmeldung bis 18.Februar per E-Mail an oliviaru@web.de. Weitere Infos: soziale-stadt-raubling.de

Rosenheim

BrotZAUBER – Erlebnisführung rund ums Brot Diese beliebte „Brot und Bäcker-Tour“ lädt die Teilnehmer am Freitag, 15. Februar, um 15 Uhr ein, das Kulturgut Brot neu zu entdecken. Treffpunkt ist am Mittertor am Max-JosefsPlatz. „Unser tägliches Brot gib uns heute“, der Kernsatz unseres Gebetes ist heute genauso aktuell wie früher. Der Weg vom ersten Getreidebrei und Fladen, dem Urbrot BRANDA bis zu den vielen Brotsorten heute, war lang und mühsam. Die Teilnehmer dieser besonderen Führung schlendern vorbei an der alten Brotbank über die Straße der Bäcker und Brauer im alten Rosenheim. Sie

erfahren Wissenswertes über das hochangesehene Bäckerhandwerk früher und heute. Zum Abschluss besuchen die Teilnehmer die Backstube einer handwerklichen Bäckerei im äußeren Markt, wo sie den Bäckern über die Schulter schauen dürfen. Mit einer frischen Gebäck und einem Getränk endet die Führung dann ganz genüsslich. Jetzt Teilnahme sichern! Karten müssen im Vorverkauf bei der Touristinfo Rosenheim im Parkhaus P1, Hammerweg 1, erworben werden. Weitere Informationen auch telefonisch unter 0 80 31/3 65 -90 61. Weitere Infos: kuko.de.

www.blick-punkt.com

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Mangfalltaler blick - Ausgabe 06 | 2019  

Mangfalltaler blick - Ausgabe 06 | 2019  

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