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SPORT

Blickpunkt | KW10 2017

Bis 2020 in Liga Drei?

Der nächste Ingolstädter Gutenachtlauf findet am 12. März statt

Foto: privat

Die Handballer des MTV Ingolstadt halten an ihren hoch gesteckten Zielen fest

Im Dunkeln ist nicht nur gut munkeln

Die Handballer des MTV Ingolstadt kann man auch beim Familientag am 19. März anfeuern. Foto: MTV Ingolstadt (bp) Bis 2020 in Liga Drei. So lautete die Überschrift eines Blickpunkt Berichts über die MTVHandballer im Jahr 2014. Zeit also, um eine „Halbzeitbilanz“ zu ziehen. Sind die (hoch gesteckten) Ziele erreicht worden, was hat sich personell getan? „Wir sind auf Kurs“, so lautet das Fazit des sportlichen Leiters, Norbert Hartmann. „Wenn wir auch mit einigen Schwierigkeiten und personellen Veränderungen kämpfen mussten, so haben wir doch unsere Zwischenziele erreicht.“ So sind der damalige Abteilungsleiter Achim Mette und auch Trainer Laszlo Ferencz nicht mehr an Bord. Aber die Lilaweißen konnten mit Robert Napast einen echten Handballer und Eigengewächs als Abteilungsleiter gewinnen und mit Dieter Auernhammer steht als Coach auch ein alter Bekannter in Ingolstädter Handballkreisen bis zum Saisonende zur Verfügung. Die erste Mannschaft konnte zwei Aufstiege in Folge feiern und befindet sich momentan in der Landesliga Nord auf dem achten Tabellenplatz. Die männliche A-Jugend führt die Tabelle in der ÜBL an, die weibliche B-Jugend belegt den fünften Platz in der ÜBOL und die Damen sind auf Meisterschaftskurs in der Bezirksklasse. Für den Abteilungsleiter Robert Napast sind diese Erfolgsmeldungen aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: „Wir haben sicherlich schon einiges erreicht. In der sehr stark aufgestellten Landesliga Nord wollten wir uns im ersten Jahr etablie-

ren und mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das ist uns bisher nur zum Teil gelungen. Einige Spiele haben wir leichtfertig vergeben und wenn man weiß, dass mindestens vier Mannschaften absteigen, dann sind wir noch nicht gerettet. Aber die Mannschaft ist stark genug, um den Klassenerhalt zu sichern. Was wir noch nicht geschafft haben, ist die Zuschauer so zu begeistern, wie es diese tolle Sportart verdient hat. Bei Auswärtsspielen im fränkischen Raum sind 200 bis 300 Fans keine Seltenheit.“ Eine Gelegenheit, den MTV-Handballer näher kennenzulernen bietet sich am 19.03. Die AOK Ingolstadt veranstaltet in Kooperation mit der Handballabteilung zwischen 14.00 und 19.00 Uhr einen Familientag zum Thema „Ernährung für Freizeitsportler“ in der MTV-Halle. Im Rahmen dieser Aktion findet auch das Spiel des LandesligaTeams gegen den TV Erlangen Bruck statt. Anwurf ist um 16.00 Uhr. Mit den Erlangern steht noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel zeigten die Lilaweißen ihre bisher schlechteste Saisonleistung und verloren verdient mit 35:22. Bereits um 14 Uhr bestreitet die zweite Garnitur der Lilaweißen ihr Heimspiel gegen die Handballer vom ASV Dachau. Um 18 Uhr muss dann die Damenmannschaft vom MTV ihre vorletzte Hürde nehmen. Als Tabellenführer haben die Mädels von Trainer Ralf Henschker den Tabellenletzten aus vom TSV Mainburg zu Gast und ein klares Ziel vor Augen, die Meisterschaft. Mit einem Sieg könnte man den Sekt schon mal kaltstellen. Für Besucher des Familientags ist der Eintritt frei.

(ma) Wenn der Vollmond den Nachthimmel erhellt (oder theoretisch hinter einer Wolkendecke zu finden wäre), dann treffen sie sich. Sie sind keine „Mondanbeter“ oder Nachtgeschöpfe, sondern begeisterte Sportler. Immer bei Vollmond um 21.30 Uhr geht’s los, dann wird gemeinsam gelaufen. Aus Freude am Sport, aber auch mit einer Botschaft in Sachen Tierschutz. Hinter der Idee des Gutenachtlaufs steckt der Verein Laufen gegen Leiden, der 2014 in München gegründet wurde. Der Ultratrailläufer, Triathlet und mehrfache Ironman Mark Hofmann verbindet mit dieser Initiative die Idee der veganen Ernährung mit dem Sport. Die Ingolstädter Gruppe von „Laufen gegen Leiden“ wird von Daniela Knott geleitet, sie wird auch am 12. März wieder mit dabei sein, wenn sich „Stammläufer“ oder aber auch Neulinge unter der Donaupegel-Anzeige an der Konrad-Adenauer-Brücke (Ecke Parkstr.) treffen, um von dort über die Konrad-Adenauer-Brücke das nördliche Donauufer entlang bis zur Staustufe zu laufen und dann entlang des südlichen Donauufers wieder zum Klenzepark zurückzukehren. Die Runde beträgt etwa 6 Kilometer und ist für Einsteiger wie Vollblutläufer geeignet. Abgehängt wird niemand: „Wir teilen die Gruppe bei Bedarf auch in schnellere und langsamere Läufer ein“, erklärt Daniela Knott. Eine Anmeldung ist übrigens nicht nötig, kommen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat. Jeder Gutenachtlauf ist dabei auch ein Spendenlauf, denn die Sportler spenden – auf freiwilliger Basis – pro Teilnahme einen Euro. Das ist nicht viel, aber weil es diesen Lauf inzwischen in Deutschland, Österreich und

der Schweiz gibt, kommen so pro Monat 1000 Euro zusammen. Und dieses Geld kommt dem Verein „Laufen gegen Leiden“ zugute, der es wiederum an unterschiedlichste Tierschutzorganisationen wie PeTa, Sea Shepherd, Hof Butenland oder die AlbertSchweitzer-Stiftung oder aktuell die Tierretter in Münster weiter gibt. Jedes Mal spielt der vegane Gedanke eine Rolle: „Eine Tierschutzorganisation, die bei ihrem Sommerfest Grillwürstl anbietet, passt da eben nicht ins Konzept“, so Daniela Knott. Grundsätzlich verstehe man sich aber nicht als „missionarische Organisation“, sondern wolle die Idee veganer Lebensführung einfach ins Bewusstsein der Menschen tragen. Das passiert beispielsweise auch durch sogenannte „Kuckucksläufe“. Hier melden sich Vereinsmitglieder in möglichst großer Zahl bei einem Laufereignis oder einer Triathlonveranstaltung an, um als Gruppe (jeder trägt ein Laufen-gegen-Leiden-Shirt) auffällig in Erscheinung zu treten. Wenn so auch noch ein Sportereignis „veganisiert“ wird, also die Verpflegung der Sportler auf eine vegane Versorgung umgestellt wird, dann ist das Ziel so einer Aktion mehr als erreicht. Aber Sport, vielleicht sogar Extremsport und eine Ernährung ohne tierische Produkte, funktioniert das? „Es gibt Sportler, die sagen, dass man mit pflanzlicher Ernährung sogar schneller regeneriert“, erklärt Daniela Knott. Wer sich Anregungen oder Informationen zu diesem Thema holen möchte, kann sich entweder beim Gutenachtlauf ganz unverbindlich austauschen (So., 12.03. um 21.30 Uhr, Donaupegel-Anzeige am Brückenkopf in Ingolstadt) oder reinklicken unter www.laufengegenlei den.de bzw. bei facebook unter www.fb.com/gutenachtlauf

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