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SPORT

Blickpunkt | KW10 2017 Wir haben nach Meinungen, Gründen und Konsequenzen gefragt. Georg Niedermeier, Stadtrat BGI und bekennender ERC-Fan: „Das frühe Ausscheiden schmerzt den treuen Fan besonders – immerhin

Georg Niedermeier

Foto: BGI

habe ich kaum ein Spiel versäumt – da immer wieder ein sehr wechselhaftes Mannschaftsverhalten gezeigt wurde. Man hatte nie den Eindruck, dass die Mannschaft stabil und fähig ist, über einen längeren Zeitraum Leistung zu bringen. Immer wieder bewahrheitet sich der Spruch: Der Sturm gewinnt Spiele, die Verteidigung Meisterschaften. Die vielen Gegentore zeigen ganz deutlich, dass von Pielmeier (zu viele Fangfehler) angefangen, über die zum Teil überalterten (Köppchen), außer Form spielenden (Kohl, Schopper) und überschätzten Verteidiger (Salcido) die gesamte Mannschaft es am

Verteidigungswillen fehlen ließ. Oft genug wurde vom Gegner ein Spiel gedreht, weil man viele Chancen nicht nutzte bzw. zu nachlässig agierte. Es muss ein umfassender Umbruch stattfinden, von Teilen der Mannschaft angefangen, über den Trainer – die Mannschaft hatte konditionelle Probleme – bis zu der Führung, wobei ich den Sportdirektor nicht ausnehme. Nicht alle Verpflichtungen haben die Erwartungen erfüllt. Es muss auch über die langfristigen Verträge, z. B. von Pielmeier und Buck, gesprochen werden. Sicherlich kann es auch mal eine schlechtere Saison geben, aber man hatte den Eindruck, dass es seit dem Gewinn der Meisterschaft stetig bergab geht. Als echter Fan werde ich mir aber auch für die nächste Saison eine Dauerkarte besorgen.“ Petra Vogl, Fanbeauftragte des ERC Ingolstadt und Fan der ersten Stunde: „Ich bin schon ziemlich enttäuscht, dass wir zum zweiten Mal in den PrePlay-Offs gescheitert sind. In der schönsten Eishockeyzeit des Jahres sind die Panther nicht dabei...Platz 6 wurde auch um 13 Punkte verpasst, somit kann man nicht wirklich zufrieden sein. Ich denke es lag daran, dass zu viele Punkte auf der Strecke blieben, unser eh schon zu dünn besetzter Kader wurde zusätzlich noch durch Verletzungen geschwächt. Das Team musste lange Zeit mit 3 Reihen spielen. Das zehrt an den Kräften. Die Nachverpflichtungen kamen meiner Meinung nach zu spät – und richtig weiterhelfen konnte uns von ihnen auch keiner mehr. Zudem er-

hielten die Förderlizenzspieler zu wenig Eiszeit. Die Frage nach den Konsequenzen ist schwer, ich kann sie kaum beantworten. Es muss alles genau analysiert werden, die gesamte sportliche Leitung blieb hinter den Erwartungen zurück. Man muss hinterfragen, ob die Wahl der Neuverpflichtungen dem Team etwas brachte, ob das Fitness-Level ausreichend war und ob der Trainer wichtige Akzente setzen konnte, die die Mannschaft auch umsetzen kann.“

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Wenn man aber einen Hauptgrund festmachen will, dann waren wohl zu viele Spieler nicht bereit, sich für den Erfolg des Teams zu opfern, und das ist nun mal bei einer Mannschaftssportart unerlässlich. Ich denke auch, der Schnitt und die Maßnahmen nach dem Ausscheiden in den Preplayoffs gegen Straubing im letzten Jahr waren nicht konsequent genug. Das wird uns so heuer nicht mehr passieren.“ Klare Worte, die vermuten lassen, dass wohl einige Köpfe rollen werden. Wen es trifft, dürfte, wie unsere Zeitung erfahren hat, bereits in der am 10. März angesetzten Pressekonferenz verkündet worden sein. Immer aktuell informiert bleiben Sie über www.blickpunkt-ingolstadt.de – hier erfahren Sie sofort, wenn sich die Situation beim ERCI verändert!

Petra Vogl

Foto: Kaczynski

Jürgen Arnold, Beiratsvorsitzender: „Mit dem frühen Ausscheiden des ERC habe ich überhaupt nicht gerechnet, weil unsere Ziele deutlich höher gesteckt waren. Die Enttäuschung und der Schock sitzen immer noch tief. Ich denke die Gründe für das vorzeitige Saisonende sind vielfältig und man muss erst mal alles analysieren.

Jürgen Arnold

Kopf hoch! Wir freuen uns auf die nächste Saison! Die Partner und Sponsoren des ERC Ingolstadt

Foto: Bösl

Blickpunkt KW 10 2017  

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