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Blickpunkt | KW10 2017

Servus Rudi! Mr. Maßkrugstemmen ist überraschend verstorben

War beliebt bei Fans und Verein: Rudi Iselin. (bp) Die ERCI Anhänger konnten es kaum fassen: Einer der beliebtesten und bekanntesten Panther-Fans ist ganz plötzlich verstorben. Mit Rudi Iselin hat man eine „Kultfigur“ und einen Sympathieträger verloren. Auf der facebook-Seite der ERCI Fans Ingolstadt trafen unermüdlich Beileidsbekundungen ein. „Eine gute Seele des ERCI ist von uns gegangen“, heißt es da oder einfach nur „Ruhe in Frieden“, nachdem in der Gruppe folgende Meldung veröffentlicht worden war: „Hallo liebe Erc Fans. Unser lieber Rudi ist vor wenigen Minuten von uns gegangen. Er erlag an den Folgen einer Hirnblutung. Rudi war in den ganzen Jahren in denen ich ihn kannte immer ein fröhlicher und offener Mensch, dies schätzte ich sehr an ihm.

Foto: Stefan Bösl

Rudi war zudem Erc Fan durch und durch, für ihn war der Erc mehr als nur ein Verein. Ich/Wir werden dich sehr vermissen lieber Rudi.“ Kultfan Rudi war nicht zuletzt wegen seiner Einsätze beim Maßkrugstemmen im Rahmen des Saisoneröffnungsfestes den ERCI-Anhängern ein Begriff. Beim Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins wurde der langjährige Fan auch vom Verein gewürdigt. Vom ERCI hieß es dazu: „Ruhe in Frieden, Rudi! Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod Rudi Iselins erfahren. Wir möchten den treuen Panther-Fan in Ehren halten.“ Deswegen wurde beim Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins auch eine Gedenkminute eingelegt, die Fans konnten sich außerdem in ein Kondolenzbuch eintragen.

Sozialdemokratisches Urgestein SPD Ingolstadt trauert um Hildegard Wirthmüller (bp) Im Alter von 88 Jahren ist Hildegard Wirthmüller in Gerolfing verstorben. Die SPD Ingolstadt trauert um die Frau, die ein echtes SPD Urgestein in Ingolstadt war. Die Schwester des langjährigen SPD-Stadtrats Wilhelm Domke gehörte der SPD mehr als 40 Jahre an. Hineingeboren in eine ursozialdemokratische Familie als fünftes von sieben Kindern, vergaß sie ihre Wurzeln bis zum Lebensende nicht. Aufgewachsen in einer, wie sie es selbst nannte, „primitiven Hütte“, erbaut von den Nationalsozialisten im Rahmen des Wohnungsbauprogramms für kinderreiche und sozial schwache Familien am südwestlichen Stadtrand, erlernte sie den Beruf der Näherin. Einen Namen machte sie sich später weniger als „Politikerin“ denn als Autorin. Aus ihrer Feder

stammen unter anderem die beiden Werke „Ingolstädter Jugend unter dem Hakenkreuz 1933 – 1945“ sowie die Familienchronik „Familie Domke – Das Schicksal einer Ingolstädter Familie 1872 bis 1999“. Als Mitglied des „Ingolstädter Autorenkreises“ trat sie immer wieder mit Lesungen an die Öffentlichkeit. Hildegard Wirthmüller war Zeit ihres Lebens eine unerschütterliche und unbeugsame Kämpferin für die sozialdemokratische Idee, die nicht müde wurde, sich zu Wort zu melden und sich kritisch-konstruktiv einzumischen. Ihrem geliebten Stadtteil Haunwöhr blieb sie treu, bis sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Haushalt nicht mehr selbst führen konnte und in einem Altenheim in Gerolfing ihre allerletzte Lebenszeit verbrachte.

Blickpunkt KW 10 2017  

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