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10 GESELLSCHAFT

ANZEIGE | Blickpunkt | KW10 2017

Sofortmaßnahme für Kurzzeitpflege Stadt Ingolstadt bezuschusst fünf Pflegeplätze

Abenteuer Deutschland Live-Multivisionsshow von Maximilian Semsch am 23. März im Radhaus

Maximilian Semsch berichtet am 23. März von seiner 7500 Kilometer langen Reise durch Deutschland Foto: Semsch

(bp) Erst im Februar hat der Stadtrat verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Kurzzeitpflege diskutiert und einstimmig eine Prüfung beauftragt, deren Ergebnis eine Arbeitsgruppe bis zum Sommer vorlegen soll. Eine Sofortmaßnahme hat die Stadt bereits in dieser Woche vollzogen. Herr Oberbürgermeister, Sie haben in dieser Woche erfreuliche Nachrichten für pflegende Angehörige verkündet. Wie sehen diese aus? Wir schaffen sofort fünf feste Kurzzeitpflegeplätze, die durch die Stadt Ingolstadt bezuschusst werden. Das generelle Problem ist ja, dass den Heimbetreibern durch die Bereitstellung von festen Plätzen ein Defizit entsteht, weil diese nicht vollständig durch die Pflegekassen finanziert werden. Damit nun trotzdem in Ingolstadt feste Kurzzeitpflegeplätze angeboten werden können, ist die Stadt bereit für fünf Plätze vorübergehend dieses Defizit zu übernehmen – bis zu 10.000 Euro pro Kurzzeitpflegeplatz. Das wäre doch eigentlich gar nicht die Aufgabe der Kommune … Das ist richtig, denn das ist ein bundesweites Problem, das in Berlin grundsätzlich zu lösen ist. Bis dahin möchten wir aber unsere Bürgerinnen und Bürger nicht alleine lassen, denn mir ist wichtig, dass Ingolstadt eine soziale Stadt ist. Pflegende Angehörige sollen Unterstützung und Entlastung finden. Es ist hoch anzurechnen, wenn sich Familien mit großem persönlichem Einsatz um ihre Ange-

hörigen kümmern. Eine zufriedenstellende Pflegesituation ist daher ein essenzielles Interesse unserer Bevölkerung – deshalb springt die Stadt Ingolstadt hier ein. Übernimmt die Stadt dann dauerhaft diese Unterstützung? Diese Sofortmaßnahme gilt zunächst einmal bis Ende 2018. Sie verschafft uns Zeit, um weitere Maßnahmen zu prüfen und anzugehen. Ich habe ja bereits ein Gutachten zur generellen Situation der Pflege in Ingolstadt in Auftrag gegeben. Damit steht absehbar eine solide Datenbasis zur Verfügung, auf deren Grundlage wir weitere Lösungsstrategien erarbeiten können, um die Pflegelandschaft in Ingolstadt insgesamt auch auf lange Sicht bedarfsgerecht zu gestalten. Dazu gehört auch, dass wir Abgeordnete und Ministerien auf dieses Problem aufmerksam machen und uns für eine bundesweite Lösung einsetzen. Die Stadt Ingolstadt hat als Sofortmaßnahme zur Sicherung des Angebots von planbaren Kurzzeitpflegeplätzen die Förderung von fünf dauerhaften Plätzen ausgeschrieben. Dies unter der Bedingung, dass damit keine vollstationären Pflegeplätze wegfallen dürfen, die ebenfalls dringend benötigt werden. Als einzige Einrichtung hat sich das HeiligGeist-Spital hierauf beworben und damit auch den Zuschlag erhalten. Mit sofortiger Wirkung stehen dort nun wieder fünf feste Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung.

(bp) Spricht der Münchner Maximilian Semsch (33) von einer Fahrradtour, waren dies bisher keine Sonntagsausflüge, sondern halbe Weltreisen. Seine Radreisen führten ihn bereits 13.500 km von München nach Singapur oder einmal 16.000 km um die größte Insel der Welt – Australien! Bisher fuhr Semsch durch über 30 Länder mit dem Fahrrad und legte dabei rund 60.000 km zurück. Nur von einem Land hatte er bisher kaum etwas gesehen – seinem eigenen. Dies sollte sich 2016 ändern, denn er ist überzeugt, dass das größte Abenteuer oftmals direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann. Auf seiner 7.500 km langen Reise besuchte Semsch in etwas mehr als vier Monaten alle 16 Bundesländer. Der Startschuss fiel am 01. Mai 2016 in München. Deutschland besitzt rund 75.000 km Radfernwege, es ist

somit möglich das gesamte Land zu bereisen, ohne auf der Hauptstraße fahren zu müssen. Semsch sagt: „Bisher hat es mich bei meinen Reisen immer in möglichst entfernte und exotische Länder gezogen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich bisher kaum etwas von meiner Heimat gesehen hatte, außer Autobahnen und Raststätten. Dabei besitzt Deutschland eine der besten Infrastrukturen für Radfahrer. Und so dachte ich mir: Warum nicht mal die unbekannte Heimat entdecken?“ Do. 23.03.2017 um 19.30 Uhr im RADHAUS, Bei der Arena 7, 85053 Ingolstadt Eintritt: 10,- Euro. Bitte rechtzeitig Karten im Vorverkauf besorgen, da der Platz in der RADHAUS-Arena begrenzt ist! Infos per Email unter info@radhaus.de oder telefonisch 0841–8857720.

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