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Ausgabe Januar 2017

Mit der Abendzeitung im Bunde: espresso Mediengruppe hat neuen Eigentümer Seite 3 Antworten und Beschimpfungen: Die große Blickpunkt Compliance Umfrage ab Seite 6 Comedy, Klassik und Co.: Veranstaltungstipps für Januar und Februar ab Seite 42

DIE NARREN STARTEN IN DIE SAISON ab Seite 24

Foto: Holger Meilinger

VON INGOLSTADT BIS NEUBURG


THEMA

Blickpunkt | Januar 2017

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Prof. Dr. Balle neuer Eigentümer

espresso MedienGruppe seit Januar mit mehreren Tageszeitungen in einem Boot

Professor Dr. Martin Balle (2. v. l.) ist der neue Inhaber der espresso MedienGruppe. Die Geschäfte führt jetzt Michael Stern (r.): Maria und Hermann Käbisch ziehen sich aus Altersgründen zurück, bleiben dem Unternehmen aber als Berater und journalistisch verbunden. Foto: Kastl (hk) In unserer Dezemberausgabe vermeldeten wir an gleicher Stelle, dass der Donaukurier vom 47-jährigen Verleger an die Verlagsgruppe der Passauer Neuen Presse verkauft wurde. Nun gibt es auch bei unserer Mediengruppe einen Inhaberwechsel zu berichten. Prof. Dr. Martin Balle und seine Cl. Attenkofer‘sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlagsbuchhandlung Straubing KG sind die neuen Eigentümer der espresso MedienGruppe. Der Straubinger Verleger, dem auch die

Abendzeitung in München, die Landshuter Zeitung und das Straubinger Tagblatt gehören, stärkt damit seine Position in der Metropolregion München. Prof. Dr. Balle hat seit Studienzeiten eine Beziehung zu Ingolstadt und freute sich beim Neujahrsempfang der Stadt Ingolstadt über den freundlichen Empfang. Maria und Hermann Käbisch, die bisherigen Inhaber, haben sich nach Erreichen des Rentenalters und wegen der beruflich anderweitig engagierten Kinder zum Verkauf der Titel espresso-Magazin, Blickpunkt und

BAYERNS BESTES entschlossen. Sie werden aber dem Unternehmen in den nächsten drei Jahren als Berater und schreibend (Kommunalpolitik) verbunden bleiben. Die espresso multimedia GmbH wurde nicht veräußert und führt den Buchverlag fort. Bei der zum Jahreswechsel durchgeführten Übernahme wurden nicht nur alle Arbeitsplätze erhalten, vielmehr ist die Einstellung neuer Mitarbeiter geplant. Aus gutem Grund: denn bereits im 1. Quartal 2017 wird Blickpunkt vierzehntägig (statt bisher monatlich) erscheinen. Ein weiterer

Baustein ist der zügige Ausbau des Online-Auftritts für das eigene Ingolstädter Regionalportal. Dieses soll umfangreicher, aktueller und reichweitenstärker gestaltet werden. Neben zahlreichen Medien-Beteiligungen und den sich dynamisch entwickelnden digitalen Geschäftsfeldern gehören zum Medienhaus Landshuter Zeitung / Straubinger Tagblatt 17 regionale Zeitungsausgaben in Niederbayern, der Oberpfalz und Oberbayern, 7 regionale Anzeigenblätter und seit 2014 die Abendzeitung in München.


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LEUTE

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Politik im „postfaktischen Zeitalter“ Oberbürgermeister Christian Lösel begrüßte rund 1300 Gäste zum Neujahrsempfang

Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgte die Stromlos Big Band. Fotos: Kajt Kastl (hk) „Wer im ,postfaktischen Zeitalter‘ Kommunalpolitik betreibt, muss ein unverbesserlicher Optimist sein“, meinte Oberbürgermeister Christian Lösel beim städtischen Neujahrsempfang. „Postfaktisch“ – das ist ein oft gebrauchter Begriff in diesen Tagen. Das Phänomen macht es für Politiker, auch in der Kommunalpolitik, schwer, sachlich Politik zu betreiben. Der politische Gegner arbeitet oft mit Gefühlen, nutzt Wutbürger für sich. Das erfährt auch Oberbürgermeister

Christian Lösel in Ingolstadt und mahnt: „Er (Anm.: der Kommunalpolitiker) muss einfach an die Zukunft glauben – und wenn er ein von Verantwortungsgefühl geleiteter Kommunalpolitiker ist, muss er alles tun, um die rationalen Grundlagen für diesen begründeten Optimismus zu legen.“ Etwa 1300 Gäste hatten sich im Festsaal des Stadttheaters eingefunden, darunter auch Prof. Dr. Martin Balle, der neue Inhaber der espresso-Mediengruppe (siehe Seite 3).


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POLITIK

Blickpunkt | Januar 2017

Die Stadt und ihre Räte

Unsere Fragen nach wirtschaftlichen Verflechtungen: Antworten und Beschimpfungen (hk) Sie sind die eigentlichen Herren der Stadt: die Damen und Herren Stadträte. Während Oberbürgermeister Christian Lösel nach der Bayerischen Gemeindeordnung selbst nur für die „laufenden Angelegenheiten“, also den Routinebetrieb der Stadtverwaltung, zuständig ist, werden alle wichtigen Entscheidungen vom

Stadtrat getroffen. Lösel hat sie als Oberbürgermeister dann nur zu vollziehen. Da stellt sich die Frage, wie unabhängig sind diejenigen, die in Ingolstadt die Macht haben. Leben sie von der Stadt oder arbeiten sie bei einem Unternehmen, das von der Stadt abhängig ist? Wer, wie etwa die Opposition aus SPD, Grünen, Bür-

gergemeinschaft und ÖDP vom Oberbürgermeister wissen will, wie dieser privat sein Geld anlegt, der sollte auch freiwillig bereit sein, über seine Beziehungen zur Stadt Auskunft zu geben. „Transparenz“ ist ja ein Schlagwort, das gerade von den genannten Parteien gern gebraucht wird. Wir haben daher alle Mitglieder

des Stadtrats um Beantwortung der nachfolgenden Fragen gebeten. Quer durch alle Parteien haben wir Antworten, aber auch wütende oder ironische Proteste erhalten. Auffällig war die Zurückhaltung bei den Grünen. Manche Stadträte haben - ironisch oder ernsthaft - weit mehr geschrieben, als uns lieb war.

Unsere Fragen an die Stadträte

teiligt sind (z. B Anstellung bei einer städtischen Tochtergesellschaft)?

Geschäftspartner betreffen (z. B. Auftragsvergabe, Grundstücke im Bereich eines Bebauungsplanes oder Bahnhalt für Audi)?

Mobilhomes an Flüchtlinge (Bericht der SZ über Christian Lange))?

a. Welchen Beruf üben Sie neben Ihrer Stadtratstätigkeit aus? Was ist Ihr erlernter Beruf? Gibt es in Ihrem beruflichen Umfeld Kontakte und/ oder wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften be-

b. Haben nahe Familienangehörige (Partner oder Abkömmlinge) wirtschaftliche Kontakte oder Beziehungen der vorbezeichneten Art? c. Haben Sie als Stadtrat (Stadträtin) über Anträge abzustimmen/abgestimmt, die Ihren Arbeitgeber oder

Thomas Deiser, CSU a. Seit 1994 Geschäftsführer der Deiser Kompetenz für Schuh & Fuß GmbH, Orthopädieschuhtechnik und Bequemschuhhandel in der Innenstadt, Ziegelbräustraße 10

Christian Lösel, Oberbürgermeister, CSU Ich bekleide das Amt des Oberbürgermeisters, diesem Beruf widme ich mich vollständig. Mein ursprünglich erlernter Beruf ist Steuerberater, dieser ruht für die Amtszeit des Oberbürgermeisters. Hinsichtlich aller Ihrer weiteren Fragen kann ich für mich alle Ihre Fragen nachdrücklich mit NEIN beantworten. Dies gilt auch für alle meine nahen Verwandten.

Ausbildung als Orthopädieschuhmacher, dann Orthopädieschuhmachermeister, Schuhmachermeister und Handelsfachwirt. 1. Mitarbeiter der Stadtwerke Freizeitanlagen GmbH (Personal Hallenbad) können sich bei uns gegen Bezugsschein ihre Dienstschuhe für den Nassbereich holen. Diese berechnen wir mit 10 Prozent Abzug auf den regulären Verkaufspreis an die Stadtwerke Freizeitanlagen GmbH. Es handelt sich hier um 5 bis 10 Paar Schuhe jährlich, Umsatz 2016 war 293.- Euro. Diese Regelung gibt es schon über 30 Jahre, früher zwischen den Stadtwerken und meinen Eltern. 2. Ich bin Geschäftskunde der Sparkasse Ingolstadt 3. Ich bin Geschäftskunde der Stadtwerke Ingolstadt. b. Nein. c. Ja, zumindest bei der Bestätigung der Jahresabschlüsse der jeweiligen Tochtergesellschaften. d. Nein.

Hans Achhammer, CSU Dorothea Deneke-Stoll, CSU a. Fachlehrer – Regierung von OBB; Kontakt zu den Stadtwerken habe ich als Kunde. b. Nein. c. Nein. d. Nein.

a. Direktorin des Amtsgerichts Neuburg; Erlernter Beruf: Juristin ( 2 Staatsexamina); Kontakte, wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt und deren Tochtergesellschaften:

d. Erzielen Sie oder ein naher Angehöriger Einkünfte aus Tätigkeiten, die gesellschaftlich nicht unumstritten sind (z.B. Geschäfte unter Einbeziehung von Strafgefangenen (Fall Haderthauer) oder Vermietung von

- Vorhanden, z.B. als Stromabnehmerin, Patientin im Klinikum, Nutzerin der Müllabfuhr (Ich gehe freilich davon aus, dass es hier nicht um solche Kontakte geht.) - Berufliche Kontakte gibt es zB dann, wenn ich als Betreuungsrichterin Betroffene im Klinikum anzuhören habe und ärztliche Stellungnahmen brauche. b. Entsprechend den oben geschilderten, ja. c. Soweit es Anliegen, Anträge ect. an den Freistaat Bayern betrifft, ja. d. Nicht, dass ich wüsste... Brigitte Fuchs, CSU a. Mein erlernter Beruf: Kaufmann (heute Kauffrau), seit der Geburt meiner Kinder bin ich Hausfrau. Meine Tochter ist Hebamme im Klinikum. Alle anderen Fragen kann ich mit nein beantworten. Joachim Genosko, CSU Da ich bereits seit gut zwei Jahren im Ruhestand bin, übe ich im engeren Sinne keinen Beruf mehr aus. Mein erlernter Beruf ist Universitätsprofessor. Alle anderen Fragen des Komplexes a. kann ich mit einem einfachen Nein beantworten. Letzteres gilt auch für die Fragenkomplexe b-d.

Selbstverständlich sind Sie zur Beantwortung dieser Fragen nicht verpflichtet. Aber bedenken Sie bitte, welche Maßstäbe Sie bei anderen anlegen und ob Sie diese auch für sich selbst gelten lassen möchten Nachfolgend die Antworten.

Christine Haderthauer, CSU a. Ich übe den Beruf der Landtagsabgeordneten aus. Mein erlernter Beruf ist Rechtsanwältin. Mit der Vereidigung zur Ministerin im Oktober 2008 war ich gesetzlich gezwungen meine Tätigkeit als Anwältin zu beenden, ich habe sie nach meinem Rücktritt und aktuell nicht wieder aufgenommen. Seit Beginn meiner Tätigkeit als Landtagsabgeordnete hatte ich keine anderen Einkünfte als aus den o. g. Tätigkeiten, derzeit also nur aus dem Abgeordnetenmandat. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirtschaftlichen Beziehungen zu den von Ihnen abgefragten Institutionen/ Firmen/Gesellschaften. b. Nein. c. Nein. d. Nein. Meine Beteiligung an der Firma Sapor endete vor mehr als 13 Jahren. Christina Hofmann, CSU a. Von Beruf bin ich Mittelschullehrerin und übe diesen auch in Vollzeit aus. Neben meinem Beruf und meiner Familie bin ich ehrenamtliche Stadträtin. Mein Stundenplan ist so gestaltet, dass die Sitzungen am Nachmittag in der Regel nicht damit kollidieren. Da die Stadt Ingolstadt Sachaufwandsträger für Schulbauten ist, habe ich täglich damit Kontakt, auch wenn der Sportunterricht in der Sporthalle oder der Schwimmunter-


POLITIK

Blickpunkt | Januar 2017

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Diskussionen im Sitzungssaal, aber auch bei Facebook und in anderen Foren wird politisiert und über unsere Umfrage gestritten.

richt im Schwimmbad stattfindet oder Fahrten zu Betriebserkundungen oder Exkursionen mit der INVG erfolgen. Daneben besitze ich ein Konto bei der Sparkasse Ingolstadt, nutze täglich die städtischen Straßen, bei ernsthafteren Krankheiten oder Unfällen wende ich mich an das Klinikum Ingolstadt. b. Die Oma meines Mannes wohnt seit mehr als 50 Jahren in der gleichen Wohnung der GWG. Unsere Tochter geht in einen Kindergarten eines freien Trägers in Ingolstadt. Wir beziehen unseren Strom, unser Wasser etc. von den Stadtwerken, die Müllentsorgung läuft über die INKB. c. Bei Beschlussfassungen um Sanierungen bzw. Neubauten von Schulgebäuden, da die Stadt Ingolstadt Sachaufwandsträger ist und die Gebäude sowie die Ausstattung finanziert. d. Nein.

der Fragestellung Genannten pflege ich in dieser Tätigkeit nicht. „Kontakt“ zu selbigen besteht nur, wenn sie als Kläger oder Beklagter am Verfahren beteiligt sind. In solchen Fällen bitte ich Kollegen um Bearbeitung, wenn dies geboten ist.

Patricia Klein, CSU

b. Mein Ehemann Tobias Klein ist seit 01.07.2016 Geschäftsführer der städtischen Tochter Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH. c. Da mein Arbeitgeber offiziell nicht das Amtsgericht, sondern der Freistaat Bayern ist, lautet die Antwort „ja“, sofern der Freistaat vom jeweiligen Antrag betroffen ist. d. nein

a. Ich bin von Beruf DiplomRechtspflegerin (FH) und übe diesen Beruf derzeit auch in einer Teilzeittätigkeit am Amtsgericht Ingolstadt in der Zivilabteilung aus. Dort erstelle ich Festsetzungsbeschlüsse über die Verfahrenskosten nach Abschluss der eigentlichen Streitigkeit durch den Richter oder die Richterin. Wirtschaftliche Beziehungen zu den in

Franz Liepold, CSU Mein Beruf ist Bürokaufmann mit Weiterbildung zum Betriebswirt. Nebenbei seit 38 Jahren Verkauf von Wein eines Winzers aus der Pfalz. Die Fragen a. bis d. kann ich mit nein beantworten. Markus Meyer, CSU a. Ich bin derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Projekt der DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Mein „erlernter Beruf“ ist der des Gymnasiallehrers für Englisch, Geschichte und Sozialkunde. Das vorbezeichnete Projekt steht nicht in Beziehung zur Stadt Ingolstadt oder ihren Tochtergesellschaften. b. Nein. c. Nein. d. Nein.

Fragestellung etwas berichtigen, denn neben diesen beiden Tätigkeiten übe ich die Stadtratstätigkeit aus. Ich habe weder zu den Töchtern der Stadt noch zur Stadt selbst wirtschaftliche Kontakte. Auch habe ich in der ganzen Zeit in der ich jetzt Stadtrat bin weder eine Photovoltaikanlage noch eine Thermische Solaranlage an die Stadt und auch an keine Tochter veräußert. Weder meine Frau noch meine Kinder haben und hatten jemals eine wirtschaftliche Beziehung zur vorbezeichneten Art. Auch die Fragen c. und d. kann ich ganz klar mit NEIN beantworten. Wir alle sollten schön langsam mal damit aufhören, dass wir uns nur mit uns selbst beschäftigen. Wenn das so weitergeht sollte man eigentlich sein Mandat niederlegen, es gibt schönere Dinge als Stadtrat der Stadt Ingolstadt zu sein.

Josef Rottenkolber, CSU

Simona Rottenkolber, CSU

Ich habe Chemiefacharbeiter gelernt und habe darauf den Meister in Verfahrenstechnik und Chemie gemacht. Ich arbeite bei Uniper im Labor und seit 1995 habe ich ein Gewerbe angemeldet indem ich Thermische Solar und Photovoltaikanlagen vertreibe. Ich möchte Ihre

a. Zur Zeit keine Berufstätigeit. Ich bin Grundschullehrerin a.D. Nein. b. Nein. c. Nein. d. Nein.


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POLITIK Robert Schidlmeier, CSU

Zu Ihrer Anfrage gebe ich an, hauptberuflich bei der Polizei zu arbeiten. Stadtrat bin ich ehrenamtlich. Zu den anderen Fragen kann ich keine Angaben machen, da diese bei mir nicht zutreffend sind.

Dorothea Soffner, CSU Sehr geehrter Herr Käbisch, ich empfinde Ihre E-Mail als eine bodenlose Unverschämtheit. (Anmerkung: Wir haben uns inzwischen friedlich unterhalten. Frau Soffner: „Bin ein emotionaler Mensch.“) Gerne bekommen Sie eine Antwort von mir und Sie dürfen Sie auch gerne – dann aber bitte nicht zerpflückt – verwenden: Zunächst zu den Fakten: Herr Käbisch, Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Das Interesse einiger Menschen an Geschäften eines Berufspolitikers, wie es der Oberbürgermeister einer Großstadt mit einem Einkommen in B8 ist, zum Anlass zu nehmen im Leben der ehrenamtlichen Stadträte und deren Umfeld rumzustochern und sie damit quasi unter Generalverdacht zu stellen, sprengt jeden Rahmen von seriösem Journalismus. Wir reden von einem Ehrenamt, das sich folgendermaßen gestaltet: Alle sechs Jahre steht nach erfolgreichen innerparteilichen Platzierungen das komplette Familienleben für ein halbes Jahr still. Dann nehmen wir aus unserer Privatschatulle einen fünfstelligen Betrag in die Hand, um uns durch Anzeigen (an denen auch SIE gut verdient haben), Werbemittel, Plakate und viele andere Aktionen auf unzähligen Veranstaltungen und Infoständen der Bevölkerung wie warmes Brot anbieten, damit wir gewählt werden und uns für ihre Anliegen engagieren dürfen. Dann geht es richtig los: Montags Fraktion von 19 bis durchschnittlich

Blickpunkt | Januar 2017 22 Uhr, es kann aber auch um 17 oder 18 Uhr losgehen und bis Mitternacht dauern. Zwei Sitzungen pro Woche, Ausschüsse, Beiräte, Aufsichtsräte etc. macht nochmal sechs bis acht Stunden, wobei die Studien der umfangreichen und oft schwierigen Sitzungsunterlagen gar nicht mitgerechnet werden. Da wir aber gerade in den Aufsichtsräten persönlich haften, ist dies durchaus ratsam und wichtig. Dann sind wir an mindestens drei Abenden die Woche unterwegs, dazu ein Wochenendtermin. Wenn er mit Grußwort oder Rede ist, ist die natürlich ordentlich vorzubereiten. Trinken sollten wir dort tunlichst nicht mehr, einen Blumenstrauß annehmen besser auch nicht. Denn damit wären wir ja bestechlich. Dass Stadtratssitzungen selbst nicht mehr unter sechs, gerne auch mal zehn Stunden abgehen ist auch nicht neu. So etwas wie eine Adventszeit gibt es kaum, denn dann springen wir beflissen von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier in allen Vereinen, Heimen, Verbänden und das nicht wegen der Lebkuchen oder Diabetikerkekse sonders aus tiefster Überzeugung, den Menschen Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Juni und Juli gestalten sich gleichermaßen, in allen Schulen, Vereinen, Wettkämpfen, Zeugnisverleihungen etc. Selbstverständlich sind wir für die Bürger auch telefonisch, elektronisch und persönlich nahezu immer zu erreichen, egal ob beim Metzger oder vor der eigenen Haustür. Für all diese Zeit bekommen wir eine Aufwandsentschädigung, die im Vergleich zum Aufwand absolut lächerlich ist. Und wenn es der Stadt schlecht geht, verzichten wir gerne nochmal auf einen Teil. Aus meinem Umfeld höre ich oft, dass man zwar mein Engagement toll fände, aber persönlich doch lieber Geld verdiene in dieser Zeit, ordentlich sozialversichert sei und sich weder Neid, Häme noch öffentlichem Gezerre aussetzen müsse. Soviel zu den Fakten, die 48 Stadträte gerne auf sich nehmen. Nun haben wir Stadträte uns das alles aus den verschiedensten Motiven selbst ausgesucht, unserer Stadt und den Bürgern zu dienen. Jammern gilt also nicht. Aber Fragen wie die Ihren, schlagen dem Fass irgendwann den Boden aus und wir brauchen uns nicht zu wundern, dass von den Unternehmern, Honoratioren, klugen Köpfen etc. unserer Stadt kaum noch jemand zu bewegen ist, sich politisch zu engagieren. Dies wird sich auch 2020 auf den Listen wieder zeigen und somit erweisen Sie Ihrer Stadt einen Bärendienst. Meine berufliche Tätigkeit und Qualifikation ist hinlänglich bekannt.

Persönlich habe ich intensive wirtschaftliche Beziehungen mit der Stadt. Beispielsweise bin ich nicht nur begeisterter Kunde der COM-IN sondern ich habe persönlich intensive Lobbyarbeit für mein Stadtviertel betrieben, Stände, Unterschriftenlisten etc. organisiert, sonst würden die Hundszeller heute noch per Modem surfen. An allen entscheidenden Abstimmungen habe ich gerne teilgenommen und freue mich nun über den Luxus auch Ihr Magazin online lesen zu können. Auch meine beiden Hunde, die mir sehr nahe stehen, haben geschäftlich mit der Stadt zu tun: Sie nutzen gerne die HundekotbeutelSpender und dafür wird zweifach Hundesteuer geleistet. Auch IN-KB, die Stadtwerke und andere Töchter unterhalten Geschäftsbeziehungen zu mir – teilweise ganz schön anrüchig, besonders in heißen Monaten. Das Klinikum besuche ich nicht nur als Aufsichtsrätin regelmäßig stundenlang, auch meine Angehörigen nutzen diese Einrichtung wenn sie krank sind. Hans Süßbauer, CSU Ich bin pensionierter Kriminalbeamter. Ich habe keine weiteren privaten Einkünfte und hatte nie geschäftliche Beziehungen zur Stadt oder einer Tochtergesellschaft. Dies gilt auch für alle meine nahen Verwandten. Auch die weiteren Fragen kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Albert Wittmann, CSU a. Ich bin Stabsoffizier der Bundeswehr a. D. und von Zivilberuf Diplom Ingenieur (FH) Maschinenbau Alle anderen Fragen zu a) kann ich eindeutig mit Nein beantworten. Ebenso ein klares Nein zu den Fragen b., c. und d. Franz Wöhrl, CSU Ich bin hauptberuflich Landwirt mit Schwerpunkt Gemüsebau und Hofladen in Unsernherrn. Mein erlernter Beruf ist Molkereifachmann, habe dann zum Landwirt umgeschult. a. Da ich Ingolstädter bin und meine Betriebsflächen auch u.a. im Stadtgebiet sind, habe vielfältige Kontakte zur Stadt und deren Töchter: Pflichtkontakte: Ich bin Kunde INKB (Wasser, Abwasser, Müll) und in meiner politischen Tätigkeit Mitglied im Verwaltungsrat der Ingolstädter Kommunalbetriebe

Sonstige Kontakte oder Geschäftsbeziehungen: Ich bin Stromkunde bei den Stadtwerken. Außerdem liefere ich Photovoltaik Strom zu den Stadtwerken. Im Hofladen verkaufen wir Tickets der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft. Von 2008 bis 2014 war ich im Aufsichtsrat der INVG. Über meinen Betrieb läuft auch die Vermarktung der Regionalen Geschenkkörben der „Interessengemeinschaft Regionaler Geschenkkörbe“ der Region an die Stadt. Als Landwirt bewirtschafte ich auch landwirtschaftliche Pachtflächen der IFG und der Stadt. Diese Verträge laufen teilweise seit Jahrzehnten, der letzte Risikopachtvertrag seit 2014. Dieser Risikopachtvertrag ist eine Weiterbewirtschaftung, bis zum anstehenden Wiederverkauf, dieser von mir mit der Stadt vertauschten Fläche. Verkauf bzw. Tausch von landwirtschaftlichen Flächen. Letzter Tausch auf Grund eines Radwegebaus. Gestattungsverträge zum Wegerecht und Arbeitsflächenverträge für Straßenbau. Abrechnung von Wegebauarbeiten auf öffentlichen Feldwegen als Jagdvorsteher und Wegebauvorsitzender. b. Nein c. Nein, im weiteren Sinne kann aber ein Stimmverhalten immer Einfluss auf Andere und auch Geschäftspartner haben, je nach dem was man unter Geschäftspartner versteht. d. Nein Robert Bechstädt, SPD Vorbemerkung: Ich halte es für unredlich, Alt OB Dr. Alfred Lehmann und OB Lösel mit allen anderen Stadträten in einen Topf zu werfen. OB Lösel übt seine Tätigkeit ebenso wie Finanzbürgermeister Albert Wittmann hauptamtlich als Beruf aus. Alt OB Lehmann hat aus seiner Tätigkeit als OB von 2002 bis 2014 Verbindungen, welche ihn mit keinem anderen Stadtrat vergleichen lassen. Angesichts einer Pension aus B 8 ist er wirtschaftlich unabhängig. Dennoch gehörte er mit Verwaltungsrat Sparkasse, Verwaltungsrat IFG und Aufsichtsrat Klinikum den drei einflussreichsten Gremien an. Ein normaler Stadtrat ist höchstens Mitglied in einem dieser Gremien. Ich zum Beispiel gehöre keinem dieser einflussreichen Gremien an. Es sollen also Äpfel mit Birnen verglichen werden. Aber wegen Compliance und Transparenz sei‘s drum. Zu den Fragen: a. Ich übe neben meiner Stadtratstätigkeit den Beruf des Lehrers an einer Mittelschule aus und werde als Bayerischer Beamter nach A 12


POLITIK

Blickpunkt | Januar 2017 besoldet. Was dies finanziell bedeutet, kann jeder im Bayerischen Beamtenbesoldungsgesetz nachlesen. Mein erlernter Beruf ist also Lehrer. In meinem beruflichen Umfeld habe ich keinerlei Kontakte und wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften. Als Mitglied des Planungsausschusses bin ich auch mit dem Bauwesen befasst und habe insofern auch mit dem Bau von Schulgebäuden zu tun, welche die Stadt Ingolstadt als Sachaufwandsträger der staatlichen Schulen zu errichten und zu unterhalten hat. Die Entscheidungen trifft letztendlich jedoch der Stadtrat in seinen Vollversammlungen mit Mehrheitsentscheidung. b. Kinder habe ich leider keine und meine Frau ist bereits in Ruhestand. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Insel e.V., verfügt jedoch weder über Kontakte noch Beziehungen der vorbezeichneten Art. c. Mein Arbeitgeber ist der Freistaat Bayern. Über Anträge, welche den Freistaat Bayern betreffen kann ich im Ingolstädter Stadtrat gar nicht abstimmen, denn dies ist Aufgabe des Bayerischen Landtages und dem gehöre ich nicht an. d. Über Einkünfte aus Nebentätigkeiten verfüge ich über mein berufliches Einkommen hinaus nicht. Solche Nebentätigkeiten und dazu gehören auch Geschäfte müsste ich gegenüber meinem Arbeitgeber dem Freistaat Bayern offenlegen und mir diese vom Freistaat Bayern genehmigen lassen. So schreibt es das Beamtenrecht vor. Anton Böhm, SPD Gerne beantworte ich Ihre Fragen, bestehe aber darauf das hierzu auch meine folgende Bemerkung veröffentlicht wird. Seit wann sind hauptberufliche Ämter wie Oberbürgermeister usw. mit ehrenamtlichen Stadträten in einen Topf zu werfen? Die Ehrenamtlichen leben von ihren Berufen und das ist gut so. Außerdem fordere ich Sie auf auch zu veröffentlichen wie viele Gelder in den Jahren 2015 und 2016 Ihre Mediengruppe von der Stadt Ingolstadt und deren Töchter usw. in Form von Anzeigen u ä erhalten hat und welche Einnahmen Sie durch Parteienwerbung aufgeschlüsselt nach Parteien erzielt haben? Meine Berufe Maschinenschlosser und Arzt für Allgemeinmediziner, weder ich noch Familienangehörige haben irgendwelche Einnahmen von der Stadt oder ihren Töchtern außer Stadtrats“Gehalt“ und Entschädigung als Aufsichtsrat des Klinikum welches

beides aber so gestaltet ist dass ich in meinem Beruf in der gleichen Zeit wesentlich mehr verdienen würde. Trotzdem mache ich es gerne weil ich mich meiner/unserer Stadt und ihren Bürger/innen gegenüber auch aus Dankbarkeit verpflichtet fühle. Mit freundlichen Grüßen Böhm Dr Anton Sogenannte fragwürdige Geschäfte betreiben weder meine Angehörigen noch ich selbst.

b. Nein. c. Ja. d. Nein.

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Brandschutz; Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) Versorgungstechnik

Manfred Schuhmann, SPD a. Ist ja bekannt...ansonsten keinerlei Kontakte b. Nein. c. Nein. d. Nein.

Veronika Peters, SPD a. Hauptberuflich bin ich Prokuristin bei der Gebrüder Peters Gebäudetechnik GmbH. Dieses Familienunternehmen arbeitet seit über 100 Jahren für die Stadt. Beispielsweise war Gebrüder Peters von 1903 bis in den 1920er Jahren maßgeblich mit der Elektrifizierung der Stadt Ingolstadt und fast allen Orten in der Region beauftragt. Seit dem Jahr 2000 ist Gebrüder Peters an der COM-IN Telekommunikations GmbH beteiligt.Daneben habe ich mehrere ehrenamtliche Engagements, v. a. im sozialen Bereich. In meinem wichtigsten Ehrenamt sitze ich als gewählte Stadträtin der SPD-Fraktion im Ingolstädter Stadtrat. b. siehe a. c. Nein. d. Nein. Klaus Mittermaier, SPD a. Geschäftsführer des Gesamtbetriebsrat bei AUDI AG; Nebengewerbe: Ingolstädter Holzfassl b. Nein. c. Ja, die meinen Arbeitgeber betreffen (z.B. Audi Bahnhalt) d. Nein. Jörg Schlagbauer, SPD a. Hauptberuflich bin ich freigestelltes Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratmitglied bei der AUDI AG, Aufsichtsrat bei Audi und Vorsitzender der IG Metall VKL bei Audi. Ich habe ursprünglich eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und im Anschluss berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre an der Verwaltungs-und Wirtschaftsakademie studiert. Gibt es in Ihrem beruflichen Umfeld Kontakte und/oder wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften beteiligt sind (z. B. Anstellung bei einer städtischen Tochtergesellschaft)? Ja.

Hans-Joachim Werner, SPD a. Politikbeauftragter von Audi für Bayern und Baden-WürttembergJournalistKontakte der Politikabteilung b. Nein c. Ja, soweit es die Gemeindeordnung zulässt. d. Nein. Sepp Mißlbeck, FW a. Ehrenamtlicher Bürgermeister; Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates von MT-Technologie b. Nein. c. Nein. d. Nein. Markus Reichhart, FW Ihren Fragenkatalog werde ich nicht beantworten. Ich bin der Überzeugung, dass die Beantwortung Ihrer Fragen weder der Transparenz noch dem tatsächlichen Informationsbedürfnis der Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger dienen kann. Die Verwaltung der Stadt Ingolstadt bereitet derzeit Richtlinien vor wie z.B. ein Gremienregister, das dann den Rahmen an persönlichen Informationen vorgeben wird, den ein Stadtrat der Stadt Ingolstadt angeben muss. Peter Springl, FW a. Geschäftsführer zweier GmbHs für Haustechnik und Vorbeugenden

Gibt es in Ihrem beruflichen Umfeld Kontakte und/oder wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften beteiligt sind (z. B Anstellung bei einer städtischen Tochtergesellschaft)? Ja. b. Nein. c. Nein, bisher kein Ausschluss wegen pers. Beteiligung im Sinne von Art. 49 GO, die Arbeitgeber oder Geschäftspartner betreffen. d. Nein. Christian Höbusch , Bündnis 90/Die Grünen a. Aktuelle Tätigkeit: – Seit Anfang 2015 Abteilungsleiter Personenschaden Heilwesen/Krankenhaus/Niedergelassene Ärzte bei der Versicherungskammer Bayern (VKB),- dadurch auch Mitglied einer Arbeitsgruppe beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).Zuvor:- Abteilungsleiter Schäden aus der Privaten Unfallversicherung bei der VKB, dadurch hier ebenfalls Mitarbeit beim GDV und dem Verband öffentlicher Versicherer (VÖV),- Referent Personenschäden Heilwesen & RiskManagement im Krankenhaus bei der VKB,Referent Großschäden aus der KfzHaftpflichtversicherung bei der VKB, – angestellter Rechtsanwalt in den Kanzleien Dr. Volkert & Kollegen und HSK Rechtsanwälte.- Erlernter Beruf: Volljurist (2. Staatsexamen), derzeit mit Nebentätigkeitgenehmigung der VKB auch weiterhin zugelassen als Rechtsanwalt.- Die Angabe, ob Versicherungsvertragsbeziehungen der Stadt Ingolstadt und ihrer Tochtergesellschaften zur Versicherungskammer Bayern bestehen, würde einen Verstoß gegen Datenschutzrecht darstellen. b. Meine Ehefrau, Manuela DallerHöbusch, ist seit 01.10.1995 beim Klinikum Ingolstadt angestellt, seit 2009


10 POLITIK in der DLGM Klinikum Ingolstadt GmbH. Wir haben uns darüber hinaus erst im Frühjahr 2011 kennengelernt. c. Nein. Bisher wurde in keiner Vorlage die VKB genannt, es war auch keine Betroffenheit der VKB erkennbar. Sollte dies der Fall sein, werde ich mich der Beratung und Abstimmung enthalten. d. Nein. Neben meinen Aufwandsentschädigungen aufgrund meines Stadtratsmandates erziele ich nur Einkünfte aus nichtselbstständiger (VKB) und anwaltschaftlicher Tätigkeit.

Blickpunkt | Januar 2017 Christoph Lauer, Bündnis 90/Die Grünen Neben meiner Stadtratstätigkeit arbeite ich als Informatiker bei Audi in der Technischen Entwicklung. Zu meinen Angehörigen möchte ich keine Auskünfte erteilen. Die Firma Audi unterhält vielfältige Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und als Stadtrat habe ich beispielsweise zu den Themen Audi Bahnhalt, Werksdurchfahrt von INVG Bussen und dem Sanierungsvertrag INCampus mitgestimmt. Zu keinem Zeitpunkt hatte mein Arbeitgeber versucht auf meine Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Gesellschaftlich umstrittene Tätigkeiten übe ich nicht aus. Barbara Leininger, Bündnis 90/Die Grünen Ich möchte mich an Ihrer Umfrage nicht beteiligen und dabei ausdrücklich auf die Ausführungen des Oberbürgermeisters in seiner Neujahrsrede verweisen.

Petra Kleine, Bündnis 90/Die Grünen Zu Frage a. und b. Neben meiner aktuellen Stadtratstätigkeit arbeitete ich freiberuflich als Redakteurin für Web, Text und Fotografie. Die Stadt hat einmalig Fotoarbeiten angefragt und erworben (200 €). Ich betreue ein regionales Online-Projekt, das von einer städtischen Gesellschaft geringfügig mit einer Werbeanzeige unterstützt wird. c. Nein. d. Nein Ich verweise zudem und als Teil meiner Antwort auf die Stellungnahme der Fraktion vom 5. Januar, in der wir darauf hinweisen, dass wir Grünen eine Transparenz-Offensive für die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder bereits letztes Jahr gefordert und vorgeschlagen haben. Danach soll es künftig mehr Informationen geben, als je zuvor (z.B. auch über Vereinsämter) und ein besseres Verfahren, das intern und nach außen mehr Transparenz und Sicherheit gibt. Im Ältestenrat wurde dafür, auch auf unseren Antrag hin, zu einer solchen freiwilligen und selbstverpflichtenden Ehrenordnung bereits ein Verfahren vereinbart – in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister und im parteiübergreifenden Konsens.

Herr Dr. Lösel hat darin die Öffentlichkeit informiert, dass sich der gesamte Stadtrat in einer freiwilligen Selbstverpflichtung einer Ehrenordnung unterziehen wird, die mehr Transparenz gewährleisten wird. Das Verfahren zur Erarbeitung der Regelungen läuft bereits seit einiger Zeit, sodass mit einem Inkrafttreten Anfang nächsten Jahres zu rechnen ist. Es ist also ein Comlpiance-Regelwerk in Bearbeitung, das über die von Ihnen gestellten Fragen hinausreichend das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit ernst nimmt und zu einem fundierten Ergebnis kommen wird. Das Alles wurde bereits mehrmals in der Presse so kommuniziert. Ich persönlich setzte hohe Maßstäbe an mein politisches Handeln an. Wenn der gesamte Stadtrat die Öffentlichkeit also noch mit dem Hinweis „Work in progress“ um Geduld bittet – denn dieser verantwortungsvolle und komplexe Prozess braucht nun einmal Zeit und Sorgfalt -, möchte ich Sie ganz persönlich im Dienst der Sache auch um etwas Geduld bitten... Henry Okorafor, Bündnis 90/ Die Grünen/fraktionslos a. Mein Beruf: In den Jahren 1988 bis 1992 habe ich Politikwissenschaft an der Universität Jos, Nigeria erfolgreich absolviert. Abschluss: Bachelor of Science (B.SC.), Note: gut (2.1). 1995 bis 1999 studierte ich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Politik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingol-

stadt, Abschluss: Magister Artium (M. A.) Politikwissenschaft, Note: gut (2.0). Meine Nebenfächer sind Philosophie und Neuere und Neueste Geschichte. April 2013 – Juli 2014 habe ich eine Ausbildung als Automobilbauer (IHK) sehr erfolgreich absolviert bei der Firma Audi AG Ingolstadt. Abschluss: IHK Automobilbauer. 2012 – 2014 habe ein Berufsbegleitendes Fernstudium als Fremdsprachenkorrespondent – Englisch an der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) absolviert. Seit 1999 Selbstständiger Dolmetscher- Übersetzer für Justizbehörden, LKA, Polizei, Zoll, Gerichte und Einwanderungsbehörden. Dolmetschervermittler für Afrikanischen Sprachen.

Sie wissen genau, dass Sie die ehrenamtliche Tätigkeit aller Stadträtinnen und Stadträte mit der hauptamtlichen Tätigkeit des Oberbürgermeisters, des Finanzbürgermeisters und der berufsmäßigen Stadträte der Stadt Ingolstadt nicht vergleichen können. Dies ist aus Compliance-Gesichtspunkten unlauter und nicht zulässig. Ich hoffe, dass Sie Ihre Fragen allen Stadträtinnen und Stadträten gestellt haben. Ich persönlich werde diese Fragen gerne beantworten. Das, was Sie damit tun, ist in meinen Augen ein billiger Versuch, alle Stadträtinnen und Stadträte unter Generalverdacht zu stellen. Diese Verdächtigungen sind unhaltbar und unverschämt.

Es gibt in meinem beruflichen Umfeld keine Kontakte oder wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften beteiligt sind. b. Meine Familienangehörigen haben auch keine wirtschaftliche Kontakte oder Beziehungen der vorbezeichneten Art zur Stadt Ingolstadt. c. Nein. d. Nein. Ich haben mich sehr bemüht diese Fragen gewissenhaft zu beantworten. Ulrike Hodek, BGI a. Ich bin Rentnerin und habe keinerlei weitere Bezüge. b. Mein Sohn wohnt in Herzogenaurach und ist bei der Fa. Siemens angestellt und sonst nichts. Meine Schwiegertochter ist selbständige Kindertherapeutin. Beide haben keinerlei finanzielle Beziehungen zu Ingolstadt. c. erklärt sich aus dem o.G. d. das habe ich nicht! Ihren Fragenkatalog finde ich sehr – milde ausgedrückt – unangemessen! Den gesamten Stadtrat unter Generalverdacht zu stellen, um einige Wenige aus der Schusslinie zu bekommen! Ansonsten schließe ich mich den rechtlichen Ausführungen von Christian Lange an! Christian Lange, BGI Ihre „Offensive“ ist durchsichtig und diskreditiert den gesamten Stadtrat von Ingolstadt. Dieses Verhalten hat mit ehrlichem und objektivem Journalismus in meinen Augen nichts mehr zu tun.

a. Ich bin selbstständiger Unternehmensberater und ausgebildeter Jurist. In meinem beruflichen Umfeld gibt es keine Kontakte/wirtschaftlichen Beziehungen zur Stadt bzw. deren Tochterunternehmen oder verbundenen Unternehmen. b. Meine Ehefrau arbeitet seit 1983 in der Stadtverwaltung und hat dort ihre Ausbildung gemacht. c. Nein. d. Nein. Im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Clear Living GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter ich bin, weise ich darauf hin, dass es sich hierbei aus meiner Sicht nicht um eine „gesellschaftlich umstrittene“ Tätigkeit handelt. Denn ansonsten müsste jede Geschäftstätigkeit von Unternehmen, die bspw. Container oder Tragluftzelte oder Möbel oder andere Gegenstände des täglichen Bedarfs an Kommunen für die Nutzung im Rahmen der Flüchtlingshilfe verkaufen, als „gesellschaftlich umstritten“ betrachtet werden. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht! (Siehe dazu auch die Erklärung von Christian Lange und Jürgen Siebicke über die geschäftlichen Tätigkeiten der CLEAR Living GmbH.)


POLITIK 11

Blickpunkt | Januar 2017 Georg Niedermeier, BGI Ich bin als ehemaliger Mittelschullehrer seit 2011 im Ruhestand und genieße meine Pension. Seit 2014 setze ich mich nach Kräften für die Stadt und ihre Menschen ein,dafür erhalte ich die mir zustehenden Aufwandsentschädigungen der Stadt. Davon zahle ich pflichtgemäß die anfallenden Steuern. Kein Familienangehöriger hat wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt. Ich hoffe,dass auch alle Stadträte der Regierungskoalition ihre Geschäftsbeziehungen zur Stadt offenlegen, nur unter der Bedingung bin ich einverstanden,dass Sie meine Antwort veröffentlichen. Im übrigen finde ich Ihre Vorgehensweise schon grenzwertig. Ich frage mich, ob dies noch mit investigativen Journalismus zu tun hat oder ob das schon in Richtung Inquisition geht.

d. Unabhängig von der Frage, was nun gesellschaftlich „nicht unumstritten“ ist:Nachdem sich uns im Jahr 2001 noch vor Förderung durch ein EEG-Gesetz acht Personen zusammengefunden und die erste Gemeinschafts-Photovoltaikanlage in Ingolstadt auf einem Scheunendach auf den Weg gebracht hatten, reifte rasch die Idee, die noch recht junge Technologie mit einer weiteren Anlage – möglichst auf einem städtischen Dach – weiter voranzubringen. So entstand 2003 die Bürgersolarkraftwerk Ingolstadt GmbH, in der ich einer von acht Gesellschaftern bin. Die Anlage auf dem Dach des Sozialen Rathauses – einziges Objekt der Gesellschaft – wurde durch ausgegebene Genussscheine ermöglicht; über 50 Bürger sind als Genussscheininhaber wesentlich an der Anlage beteiligt. Apropos die 2001 „noch recht junge Technologie“: Mittlerweile boomt eine immer effizientere Photovoltaik weltweit, nur in Deutschland, technologisch einst führend, liegt der Solarmarkt in Trümmern. – Aber wenigstens die erstellten Anlagen entwickelten sich im erwarteten Rahmen. Thomas Thöne, ÖDP

Franz Hofmaier, ÖDP a. Ich bin nach einer Banklehre und einer kurzzeitigen Tätigkeit als Bankkaufmann in den IT-Bereich gewechselt, war dann bei der Allianz Generaldirektion in München, bei der Dr. Hofmann EDV-Beratung in Ingolstadt und zuletzt bis zu meinem Eintritt in die passive Altersteilzeit 2011 25 Jahre bei Audi tätig. Direkte berufliche Kontakte zur Stadt Ingolstadt bzw. zu deren Tochtergesellschaften gab es bei mir bzw. meinem engeren beruflichen Umfeld nicht. b. Nein. c. Ich habe mich als langjähriger (mittlerweile Ex-) Audianer in nun 15 Jahren Stadtratstätigkeit an allen Abstimmungen mit beteiligt, die mehr oder weniger in irgend einer Form Audi mitbetroffen haben. Eine „persönliche Beteiligung“ im Sinne der Bayer. Gemeindeordnung lag ja nicht vor.

a. Ich arbeite seit dem 01.08.2015 als Konfliktberater am Klinikum Ingolstadt. Die Stelle war betriebsintern und öffentlich ausgeschrieben. Nach meinem heutigen Kenntnisstand gab es fast 30 Bewerbungen. Es wurden mehrere Interessenten aus dem Bewerbungsverfahren zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Diese mussten sich einer Auswahlkommission von sieben Personen stellen. Dies waren unter anderem der Geschäftsführer, der ärztliche Direktor, der Pflegedirektor, die Leitung des Personalwesens und ein leitender Psychologe. Der Betriebsrat war in diesem Bewerbungsgespräch ebenfalls vertreten. Zur Frage meines erlernten Berufes teile ich Ihnen mit, dass ich eine Ausbildung im Einzelhandel habe, Krankenpfleger und Rettungsassistent bin. Ferner habe ich eine Berufsausbildung zum staatlich geprüften Sozialsekretär. Berufliche Zusatzqualifikationen habe ich mir erworben durch die Ausbildungen zum Mediator, zum Notfallseelsorger/Kriseninterventionsberater, zum Einsatzleiter Rettungsdienst und zum organisatorischen Leiter im Rettungsdienst, zum Mitarbeiter in der Einsatznachsorge (Critical Incident Stress Management). Vom 01.01.1993 bis zum 31.07.2015 habe ich, bei meinem vorherigen Arbeitgeber, als Fachreferent, eine Konflikt- und Mobbingberatungsstelle geleitet, in der Notfallseelsorge mitgearbeitet. Ferner war ich hier in der Erwachsenenbildung tätig. Zuvor war ich vom 01.07.1983 bis 31.12.1992 als Krankenpfleger beim Krankenhauszweckverband Ingolstadt

beschäftigt. In dieser Zeit habe ich auch als freigestelltes Personalratsmitglied gewirkt. Davor war ich Soldat auf Zeit (6 Jahre) im Sanitätsdienst der Luftwaffe (SanUffz-Schock, SanUffz-Labor, SanUffz ABC/SE-Sanität). Ich habe eine Nebentätigkeitserlaubnis für nachfolgende Tätigkeiten: Freiberufliche journalistische und schriftstellerische Tätigkeit, sowie freiberufliche Tätigkeit als Referent, Coach, Moderator, Berater und Mediator. Persönlich habe ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Geschäftsbeziehungen zur Stadt Ingolstadt, deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften beteiligt sind. Aus meiner beruflichen Funktion als Konfliktberater am Klinikum Ingolstadt heraus, habe ich selbstverständlich Kontakte mit den zuvor genannten Institutionen, dies ergibt sich aus der Tätigkeit heraus. b. Meine Ehefrau, examinierte Krankenschwester, ist Familienmanagerin und leitet sehr erfolgreich unser kleines „Familienunternehmen“, meine Tochter Schülerin und mein Sohn Auszubildender in einem mittelständischen Unternehmen in Gaimersheim. Ob das Unternehmen, in dem mein Sohn Auszubildender ist, Geschäftsbeziehungen zur Stadt Ingolstadt, deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen hat, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften unterhält, ist mir nicht bekannt. c. Aus der ehrenamtlichen Tätigkeit als Stadtrat heraus ergibt es sich, wenn nach der Geschäftsordnung des Stadtrates Vorgänge zur Abstimmung kommen, wie zum Beispiel die Erstellung eines Bebauungsplanes, der die Erweiterung des Klinikums betreffen könnte, dass ich hiermit abstimme. Eine Stimmenthaltung für Mandatsträger sieht die Gemeindeordnung nicht vor. Eine Enthaltung ist in der Gemeindeordnung nur bei persönlicher Betroffenheit vorgesehen. Selbstverständlich nehme ich an Abstimmung und Beratung bei persönlicher Betroffenheit an Abstimmungen nicht Teil. d. Wie schon ausgeführt erziele ich meine Einkünfte als lohnabhängig beschäftigter Mitarbeiter, in der Funktion als Konfliktberater, beim Klinikum Ingolstadt. Wie ebenfalls schon ausgeführt, habe ich eine Nebentätigkeitserlaubnis, die wie folgt lautet: Freiberufliche journalistische und schriftstellerische Tätigkeit, sowie freiberufliche Tätigkeit als Referent, Coach, Moderator, Berater und Mediator. Ob Sie diese Tätigkeit als gesellschaftlich nicht unumstritten einordnen, obliegt Ihrer Wahrnehmung und Einschätzung, sehr geehrter Herr Käbisch.

Simone Vosswinkel, ÖDP a. 1. Frage: Ich bin Angestellte im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2. Frage: Speditionskauffrau, Fortbildung zur Pressereferentin (BVS), Verwaltungsbetriebswirtin (BVS) 3. Frage: Ja (Teilzeit – Zweckverband Müllverwertungsanlage – Anteil Stadt Ingolstadt: 16,66 %) b. Nein, alle meine vier Kinder studieren noch bzw. gehen zur Schule. c. Nein. d. Nein.

Karl Ettinger, FDP a. Freiberuflicher Dozent und Trainer; Betriebswirt Gibt es in Ihrem beruflichen Umfeld Kontakte und/oder wirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Ingolstadt und deren Tochtergesellschaften oder Institutionen oder Firmen, an denen die Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften beteiligt sind (z. B Anstellung bei einer städtischen Tochtergesellschaft)? Nein. b. Meine Abkömmlinge sind teilweise bereits volljährig und mir gegenüber nicht mehr auskunftspflichtig. Auch das berufliche Leben meiner Ehefrau sollte aus meiner Überzeugung nicht Teil der öffentlichen Diskussion sein. Ich hatte und habe mich immer nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung verhalten und stehe in keinem Interessenkonflikt in Bezug zu meiner Stadtratsarbeit. c. Nein. d. Auch, wenn ich „gesellschaftlich nicht unumstritten“ als sehr unklar empfinde: Nein. Ich vermiete keine Mobilehomes an Flüchtlinge und beschäftige keine Strafgefangenen.


12 POLITIK

Blickpunkt | Januar 2017

Fast 80 Prozent haben geantwortet (hk) Kein Stadtrat war verpflichtet, unseren Fragenkatalog zu beantworten. Dennoch haben circa 80 Prozent zur Tastatur gegriffen und Auskunft erteilt oder auch kritisiert. Das Erfreuliche: Zustimmung und Ablehnung gab es in allen größeren Parteien. Der bei Facebook zum Teil erhobene Vorwurf, hier werde für den Oberbürgermeister oder die Rathauskoalition Politik gemacht, ist daher schnell als Blödsinn enttarnt. Gerade eine der heftigsten Kritikerinnen ist nämlich Mitglied der CSU-Fraktion: Dorothea Soffner fand die Fragen eine „bodenlose Unverschämtheit“. Aus ihrer Fraktion haben Eva-Maria Atzerodt, Konrad Ettl, Brigitte Mader, Karl Spindler und Michael Wenzl gar nicht geantwortet. Bei der SPD fehlen Antworten von Sabine Leiß und Petra Volkwein;

Heftige Kritik übte Christian Lange; aber nur Jürgen Siebicke verweigerte die Auskunft. Alle Grünen (auch der fraktionslose Henry Okorafor) antworteten, Barbara Leininger aber nicht auf die Fragen. Sämtliche ÖDP-Stadträte gaben bereitwillig Auskunft. Von den Einzelkämpfern antwortete Karl Ettinger (FDP), während wir von Ulrich Bannert (Rep) keine Nachricht erhielten. Wir zollen allen Respekt, die sich mit unseren nicht angenehmen Fragen Mühe gemacht haben. Auch denen, die mit beachtlichen Argumenten die Angaben verweigert haben. Nicht alle Stadträte waren von unserer Umfrage begeistert, aber eine überwältigende Mehrheit hat geantwortet. Foto: Roelen Johann Stachel und Gerd Werding von den Freien Wählern haben sich nicht gemeldet, Markus Reichhart, die Umfrage kritisiert. Die Mehrheit

der FW-Fraktion zählt also nicht zu den Freunden dieser Art von Journalismus und kann nicht als Auftraggeber verdächtigt werden.

Nun können sich die Ingolstädter Bürger eine Meinung über die wirtschaftlichen Beziehungen ihrer Stadträte bilden. Vermutlich werden die allermeisten Ingolstädter erleichtert feststellen, dass ihre Stadträte nichts zu verheimlichen haben. Das ist gut!

Kritik am Kommentar „Ehrenamt als Alibi“ Siegfried Bauer spricht von unseriösem Journalismus (hk) Heftige Kritik am Online-Kommentar von Hermann Käbisch „Ehrenamt als Alibi“ (jetzt etwas verkürzt auf Seite 54) übt Siegfried Bauer. Antwort auf den Kommentar von Hermann Käbisch Es ist gut so! Stadtrat ist kein Berufspolitiker. Bürger unserer Stadt mit Engagement, bekannt und gut vernetzt in der städtischen Gemeinschaft, werden von uns gewählt, die Belange der kommunalen Gemeinschaft zu organisieren und zu entscheiden. Es ist bewusst als Ehrenamt ausgelegt, jeder kann jederzeit wieder seinen angestammten Platz in der Gesellschaft einnehmen und ist nicht darauf angewiesen, wie so mancher Berufspolitiker im Bund oder in der Landespolitik, wieder gewählt zu werden, weil er sonst nichts kann außer „Politik“! Manche Vorfälle lassen den Wunsch entstehen, dass der in der Öffentlichkeit handelnde Bürger und Stadtrat offenlegt, dass er sein Mandat nicht dazu ausnutzt, sich Vorteile zu verschaffen, die ein Anderer nicht hat. Transparenz und Compliance sind die Schlagworte in diesem Zusammenhang. Ich möchte nun aber auch fordern, dass wir als Bürger uns zurückhalten und Dinge verlangen, die die Menschenwürde unserer Vertreter beschädigen. Sachentscheidungen zu kritisieren ist in Ordnung, aber

dies mit persönlichen Angriffen zu verbinden ist verwerflich. Eine Neiddiskussion anzuzetteln, nur weil ein Stadtrat wirtschaftlich erfolgreich arbeitet, ist kleinkariert. Unsere Regeln, also die Gemeindeordnung und Gesetze setzen den Rahmen, in dem jeder handeln muss. Angestellte der Stadt und ihrer wirtschaftlichen Töchter können nicht Stadtrat sein. Von Entscheidungen, die persönliche Interessen eines Stadtrat betreffen, ist dieser ausgeschlossen. Er darf nicht mitberaten oder auch nicht abstimmen. Nachdem ansonsten im Stadtrat Abstimmungspflicht besteht, ist dies eine weit gehende Einschränkung! Und wenn jemand dagegen verstößt? Wir leben in einem Rechtsstaat und sind stolz darauf. Zuwiderhandlungen gegen bestehende Gesetze werden von unseren Gerichten verfolgt und geahndet und sonst von niemanden, insbesondere auch nicht von der öffentlichen Meinung und auch nicht von der Presse. Sie kann und muß aufklären, aber nicht verurteilen! Seriöser Journalismus hält sich daran. Er stellt keine Fragen nach den Lebensverhältnissen und den Geschäften der Ehepartner oder naher Angehöriger. Wo bleiben die Menschenrechte, wenn andere, und sei es

der Vater oder der Ehegatte, über einzelnen Personen, und seien es nahe Angehörige, in der Öffentlichkeit Auskunft gibt? Er urteilt auch nicht darüber, ob Geschäfte moralisch vertretbar sind. Strafgefangene und Flüchtlinge sind Menschen mit denselben Menschenrechten, dass man sie nicht betrügen darf ist selbstverständlich, aber dafür sind die Gerichte zuständig! Journalisten schreiben öffentlich ihre Meinung. Darum müssen sie auch öffentliche Kritik aushalten. Die Fragen, die in dieser Zeitung an alle Stadträte gestellt werden, beschädigen nach meiner Meinung den guten Ruf des Journalismus. Die Fragen sind populistisch aufreizend, schüren eine nicht akzeptable Neiddiskussion und gefährden so die sicher notwendige Aufarbeitung von Vorfällen, die unsere Gemeinschaft in Ingolstadt tief getroffen hat. Siegfried Bauer, Hildebrandtstr.1, 85057 Ingolstadt Anmerkung Hermann Käbisch: 1. Jeder Stadtrat konnte für sich entscheiden, ob er die Fragen beantworten will oder nicht. Etwa 80 Prozentder Angeschriebenen haben geantwortet, zum Teil sehr kritisch. 2. Wenn ein Stadtrat eine Frage als „unverschämt“ betrachtet hat, durfte

er das sagen und es wird veröffentlicht. 3. Viele Politiker geben im Wahlkampf oder in Interviews freiwillig mehr von sich (insbesondere vom Privatleben) preis, als hier gefragt wurde. 4. Warum bereits eine Frage (also nicht eine Meinung oder eine Tatsachenbehauptung) „unseriöser Journalismus“ sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt viele kluge Köpfe die meinen: „Es gibt keine dummen Fragen – allenfalls dumme Antworten“. Das nehme ich für die Seriosität von Fragen auch in Anspruch. 5. Fragen zu verbieten – das wäre der Anfang vom Ende der Pressefreiheit. „Presse kann und muß aufklären“ – schreiben Sie selbst. Wie soll das mit Frage-Verboten gehen? Ohne Fragen keine Aufklärung. 6. Wenn Sie der Meinung sind, meine Fragen „beschädigen den Ruf des guten Journalismus“, nehme ich das zur Kenntnis. Es ist Ihre Meinung. Ich hoffe nur, Sie verdammen nicht gleich noch die Stadträte, die meine Fragen beantwortet haben. 7. Es war keinesfalls meine Absicht, hier eine Neiddebatte zu Lasten von Stadträten loszutreten. Ansonsten darf ich Ihnen, da Sie mir ja nicht unbekannt sind, meine Hochachtung für Ihr politisches, ehrenamtliches Engagement aussprechen.


Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE

Es geht noch cleverer Moderne Badarmaturen sehen gut aus und sparen zudem noch Energie

(djd) Bei der Einrichtung und Gestaltung des Badezimmers nehmen die Armaturen am Waschtisch, in Dusche, Wanne und Bidet neben den Fliesen und der Sanitärkeramik eine wichtige Rolle ein. Auf die Auswahl der kleinen, aber wichtigen Funktionselemente legen die meisten Badbesitzer daher großen Wert. Doch worauf kommt es bei der Auswahl an, wenn die Armaturen optimal zum Bad und zu den persönlichen Ansprüchen passen sollen? Ästhetische Überlegungen spielen hier ebenso eine Rolle wie funktionale Aspekte. Mut zur Farbe – das Bad wird bunt Badezimmer müssen nicht mehr weiß oder beige sein. Die Fliesen- und Keramikhersteller bieten heute umfangreiche farbenfrohe Kollektionen an. Passend dazu gibt es Handbrausen, wie etwa die „Bossanova“ von KWC. Sie bringen neben dem klassischen Weiß vier kräftige Trendfarben ins Spiel und ergänzen optimal das Farbkonzept des eigenen Traumbads. Mit einem Silikongriff ausgestattet, sind sie zudem besonders griffig und rutschen nicht aus der Hand. Mehr dazu unter www.kwc.de.

Moderne Armaturen sind echte Hingucker. Aber einige davon können noch mehr: Sie helfen sogar beim Energiesparen. Bei KWC-Armaturen mit „Coolfix“-Funktion ist die am häufigsten genutzte Mittelstellung des Bedienhebels nicht mit warmem Wasser, sondern mit der Kaltwasserstellung belegt. Damit wird erst beim bewussten Schwenk des Bedienhebels nach links warmes Wasser zugemischt. Es gibt auch Funktionen, die die Sicherheit verbessern: Seitenbediente Armaturen, bei denen das heiße Wasser nur dann fließt, wenn der Hebel ganz nach hinten bewegt wird. Dadurch kann vermieden werden, dass sich kleine Kinder beim Öffnen der Armatur mit heißem Wasser verbrühen. Qualität zahlt sich auch im Bad aus Qualitätsprodukte zeichnen sich durch Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit mit verlässlicher Ersatzteilversorgung auch noch nach Jahren aus. So hat man mit Sicherheit über lange Zeit Freude an einem technischeinwandfreien Produkt. Reinigungsfreundliche Oberflächen sowie das bewusste Vermeiden von Schmutzkanten sorgen für gleichbleibend gepflegte und hygienische Armaturen.


14 SPORT

Blickpunkt | Januar 2017

Trainer Top, Mannschaft Flop! Die ERC-Fans sind von Chef-Coach Tommy Samuelsson überzeugt, kritisieren jedoch die Spieler

Lob von den Fans: Tommy Samuelsson, Chef-Coach beim ERC Ingolstadt, hat die Panther-Anhänger auf seiner Seite - von der Leistung seiner Mannschaft sind die meisten jedoch enttäuscht. Foto: Jürgen Meyer Von Sabine Kaczynski Mehr als zwei Drittel der Hauptrunde der DEL-Saison sind gespielt, rund 15 Partien müssen die Panther noch absolvieren, bis die Pre-Playoffs beginnen. Mit 53 Punkten liegen die Ingolstädter derzeit auf Tabellenplatz 7, also (noch) auf Play-off-Kurs, der Abstand zum angestrebten Rang 6 ist jedoch schon mehr als deutlich. Zeit, ein kleines Zwischen-Fazit zu ziehen: Wie sind die ERCI-Fans mit dem zu Beginn der Spielzeit neu verpflichteten Trainer Tommy Samuelsson zufrieden? Haben die Neuzugänge eingeschlagen? Was trauen die Anhänger der Ingolstädter ihrer Mannschaft in den Play-offs zu und wie bewerten sie den Saisonverlauf bisher insgesamt? Wir haben uns bei den Fans umgehört: Alexander Ilse, M-Panther: „Die Mannschaft hat noch nicht überzeugt. Nach einem guten Spiel folgen wieder ein oder zwei schlechte Partien. Das Team hat keine Konstanz und kassiert zu viele Gegentore. Erschreckend ist in dieser Saison die Heimschwäche. Die Arbeit des neuen Chefcoaches Tommy Samuelsson an sich ist gut, allerdings lässt

sich nicht nachvollziehen, warum die jungen Spieler ständig in Kaufbeuren eingesetzt werden und Samuelsson dann mit drei Reihen spielen lässt.

Petra Vogl, Die Treuen: „Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann man nur bedingt zufrieden sein. Manchmal sieht man grandiose

Warum hat man talentierten Nachwuchs verpflichtet, wenn man ihn dann nicht zum Zuge kommen lässt? Von den Neuzugängen hat bisher noch keiner überzeugt. Anfang der Saison hat Petr Pohl mächtig losgelegt, aber dann nachgelassen – der einzige gute Neue ist bis jetzt Darryl Boyce. Sollte die Mannschaft in den nächsten Spielen nicht mehr Konstanz und Stabilität bekommen, dann ist spätestens im Viertelfinale Schluss, eventuell auch schon in den Pre-Playoffs. Mein Tipp für den Tabellenplatz zu Saisonende: Rang 7.“

Spiele der Panther, wie zuletzt gegen Berlin, Nürnberg oder Mannheim, die richtig Spaß machen, dann folgen wieder Spiele – meist gegen direkte Konkurrenten oder Teams, die hinter uns in der Tabelle stehen – , die verloren gehen. Der Abstand auf Platz 6 ist leider momentan schon recht groß. Bei den Neuzugängen ist bei Thomas Oppenheimer sicherlich noch etwas Luft nach oben. Darryl Boyce und Petr Pohl wissen zu überzeugen, bei Martin Buchwieser hat man Spaß beim Zuschauen. JeanFrancois Jaques ist vielleicht der

Schwächste unter den Neuzugängen, er müsste seinen Körper mehr in Szene setzen, er hat ja auch schon bewiesen, dass er das drauf hätte. Allerdings bin ich sehr froh, dass der Vertrag mit Tommy Samuelsson verlängert wurde und er die Möglichkeit hat, das Team nächstes Jahr mitzugestalten. Soweit ich es beurteilen kann, leistet er gute Arbeit an der Bande. Wie sich die Panther in den Play-offs schlagen werden, hängt davon ab, ob sie mehr Konstanz ins Spiel bringen können. Zudem müssten auch alle Spieler fit sein, denn einen Ausfall, z. B. von John Laliberte, können wir nicht so einfach kompensieren. Die geringe Kaderdichte könnte folglich ein Grund sein, warum die Panther in den Play-offs nicht noch einen Zahn zulegen können und frühzeitig scheitern. Sollten alle fit sein, traue ich dem Team jedoch einiges zu. Zu Saisonende wird Platz 6 sehr schwer für uns zu erreichen sein, ich sehe uns eher auf Platz 8 und denke, wir müssen leider in die Pre-Play-offs.“ Stefan Knolle, Donaupanther: „Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf nur bedingt zufrieden. Die einzige Konstante im Spiel der Panther ist die Inkonstanz. In vielen


SPORT 15

Blickpunkt | Januar 2017 Begegnungen haben sie ja gezeigt, dass sie es können, doch dann folgen wieder schauderhafte Partien, ohne Laufbereitschaft und Kampfeswillen. Hier stellen wir uns oft die Frage, was in den Köpfen der Spieler so vor sich geht. Die Arbeit von Tommy Samuelsson bewerten wir insgesamt gesehen als gut, aller-

Robin, Schüler (12 Jahre): „Die Leistungen, die die Panther bis zum jetzigen Zeitpunkt abgeliefert haben, sind einigermaßen okay, es hätte aber durchaus auch besser laufen können, da sie einige Punkte liegengelassen haben. Die Arbeit des neuen Cheftrainers Tommy Samuelsson schätze ich positiv ein, auch die Neuzugänge

den Nerven der Fans. Vor allem gegen Mannschaften am Tabellenende spielen wir meistens katastrophal. Das ist übrigens nicht nur meine Meinung, sondern die von vielen Fans. Ich bin ja bei jedem Spiel dabei und höre das immer wieder. Der neue Chefcoach Tommy Samuelsson ist echt eine Bereicherung für den ERC, ich denke, er macht

Steve, Schüler (15 Jahre): „Die Mannschaft spielt in dieser Saison zu unkonstant, daher bin ich unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Spielzeit. Von Tommy Samuelsson als neuem Chefcoach bin ich dagegen echt begeistert: Er macht nicht nur einen sehr guten und kompetenten Eindruck an der

dings muss er mit dem Spielermaterial zurechtkommen, das Herr Ehrenberger verpflichtet hat. Von den Neuzugängen ist für uns Darryl Boyce der Auffälligste. Nach der bodenlosen Vorstellung gegen Krefeld und einem bereits deutlichen Rückstand glauben wir nicht mehr an die direkte Play-Off-Teilnahme. Sollte die Mannschaft allerdings endlich Konstanz in ihre Leistungen bekommen, kann noch einiges passieren. Ich tippe auf Tabellenplatz 7 oder 8 zum Saisonende.“

konnten bislang überzeugen. Ich hoffe, dass sie ihre Form für die kommenden wichtigen Partien halten können. Natürlich wünsche ich mir, dass der ERC Ingolstadt ins Finale kommt, aber für realistischer halte ich eher, dass sie im Halbfinale ausscheiden werden. Mein Tipp für den Tabellenplatz zu Saisonende: Rang 5.“

seine Arbeit sehr gut und versucht, eine gewisse Stabilität in die Mannschaft zu bringen, auch wenn das leider nicht bei allen Spielern fruchtet. Bei den Neuzugängen konnten unglücklicherweise nicht alle überzeugen. Dazu gehören für mich Martin Buchwieser und Darryl Boyce, auch Petr Pohl zeigte nur teilweise, was in ihm steckt. Bei den Play-offs vermute ich, dass im Viertelfinale Endstation ist, weil einfach die Konstanz fehlt – leider. Zum Saisonende tippe ich Tabellenplatz 7 für den ERC.“

Bande, sondern strahlt auch Ruhe aus und wirkt sehr sympathisch. Die Neuzugänge konnten mich im Gegensatz zum Trainer nur teilweise überzeugen: Petr Pohl zeigte bislang eine gute Leistung, aber von Martin Buchwieser und Thomas Oppenheimer muss einfach mehr kommen. Meiner Meinung nach werden die Panther über die Pre-Play-offs ins Achtelfinale kommen, danach ist Schluss. Mehr schaffen wir heuer nicht. Mein Tipp für die Platzierung in der Abschlusstabelle: Rang 7.“

Bianca, Schülerin (14 Jahre): „Mit dem Saisonverlauf bin ich total unzufrieden. Die ewigen Leistungsschwankungen zehren schon sehr an

Bedröppelte Gesichter bei den ERCI-Profis nach der Niederlage gegen die Krefeld Pinguine.

Foto: Ralf Lüger


16 SPORT

Blickpunkt | Januar 2017

Fries: „Sind noch nicht durch!“ Der Abteilungsleiter von Kreisliga-Spitzenreiter TSV Oberhaunstadt, Wolfgang Fries, über die Aufstiegsträume

C-Jugend in der Kreisliga. Wir haben schon über Jahre hinweg sehr gute Jugendspieler und auch hochqualifizierte Jugendtrainer. Irgendwann sollte dann auch der Zeitpunkt kommen, an dem man diese Früchte ernten kann. Dieser Zeitpunkt ist jetzt da. Darüber freuen wir uns wahnsinnig und hoffen natürlich, dass diese Entwicklung so fortgeführt werden kann. Ihre Mannschaft lebt nicht von einem Spieler, hat keinen großen Star. Wo sehen Sie die große Stärke der Mannschaft? Fries: Aus unserer Sicht tritt die Mannschaft sehr geschlossen auf. Ich kann mich an einige Spiele erinnern, bei denen ich selbst überrascht war, wie ballsicher die Truppe war. Sie hat sich auch nicht durch Rückstände oder sehr defensiv stehende Gegner aus dem Konzept bringen lassen, sondern hat versucht, sich mit Ballbesitz Chancen zu erspielen. Es ist auch sicherlich eine unserer Stärken, dass wir nicht diesen einen Spieler haben, der in der Hinrunde 30 Tore geschossen hat, sondern dass wir sehr viele Torschützen haben. Das führt dazu, dass wir nicht so ausrechenbar sind und auch Ausfälle leichter kompensieren können. Schussgewaltig: Tobias Maurer ist eine der Säulen im Team von Trainer Daniel Fries – er kickte bereits als Jugendspieler in der Bezirksliga für den TSVO. Foto: Patrick Roelen Von Patrick Roelen Fünf Jahre am Stück kickte der TSV Ober- und Unterhaunstadt in der Bezirksliga – genauso viele Spielzeiten in Folge treten die Haunstädter nun schon in der Kreisliga an. 2012 stieg der TSV aus der Bezirksliga ab und verpasste seitdem ein ums andere Mal nur knapp den Wiederaufstieg. Die Plätze vier, fünf, vier und neun sprangen für die Männer aus den Ingolstädter Ortsteilen heraus. In diesem Jahr soll es aber nun endlich mit der Rückkehr auf Bezirksebene klappen. Und die Chancen stehen gut, denn nach 16 Spieltagen führt der TSVO die Kreisliga-Tabelle souverän an. Wir sprachen mit Wolfgang Fries, dem Abteilungsleiter der Haunstädter, über das Erfolgsgeheimnis seines Vereins. Herr Fries, wie oft haben Sie sich in der Winterpause bereits die Kreisliga-Tabelle angesehen? Wolfgang Fries: Es hat sich in Grenzen gehalten. Ich denke, zwei-, dreimal dürfte hinkommen, auch wenn wir uns natürlich über die Situation sehr freuen.

Auf den Zweitplatzierten TSV Gaimersheim sind es bereits sieben Punkte Vorsprung. Ist der TSV Oberhaunstadt überhaupt noch einzuholen? Fries: Man muss berücksichtigen, dass die Eichstätter noch zwei Nachholspiele haben, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie die gewinnen werden. Dann wären es noch vier Punkte Vorsprung. Und vier Punkte sind ein Polster, das aus meiner Sicht noch zu gering ist, um sicher durch zu sein. Aber die Ausgangsposition, die sich die Spieler und Trainer erarbeitet haben, ist natürlich super. Wir genießen jetzt einfach den Moment und bereiten uns dann vernünftig auf die Rückrunde vor. Mal sehen, was dann möglich ist. Ihr Kader hat sich im Sommer kaum verändert. Was ist dann im Vergleich zur Vorsaison, die die Mannschaft nur auf Rang neun abschloss, anders? Fries: Die Mannschaft hat sich schon verändert. Aus der A-Jugend sind viele Spieler in den Seniorenbereich gestoßen. Die meisten sind nicht in der ersten, sondern in der zweiten Mannschaft im Einsatz. Das heißt, die Kader

der ersten und der zweiten Mannschaft sind deutlich breiter aufgestellt. Und auch die Qualität ist höher. Es spielen immer wieder drei oder vier Jungs, die im letzten Jahr noch in der A-Jugend waren. Die jungen Spieler haben sich sehr schnell akklimatisiert und haben leistungsmäßig dafür gesorgt, dass mehr Potential in der Mannschaft steckt. Deshalb muss ich da ein wenig widersprechen, denn aus unserer Sicht hat sich der Kader eben schon verändert: Wir konnten die Jungs aus der A-Jugend einbauen. Das ist das Eine. Das Andere ist, dass wir eine brutal junge Mannschaft hatten und haben. Und in jedem Jahr, in dem die Jungs im Seniorenbereich spielen, sammeln sie Erfahrung. Das hat sich jetzt auf vielen Positionen ausgezahlt. Die Männer sind ein Jahr älter, so dass sie nun etwas routinierter auftreten als im Jahr zuvor. Sind Sie selbst von dieser positiven Entwicklung überrascht? Fries: Wir haben es uns natürlich erhofft. Wenn man sich mal die Tabellen in der Jugend anguckt, sieht man, dass wir mit der A- und der B-Jugend in der Bezirksoberliga spielen, mit der

Ettings Trainer Dejan Micic erklärte zuletzt in einem Interview, dass er Oberhaunstadt den Aufstieg wünsche, weil es die Mannschaft in der Bezirksliga packen könnte. Hat er recht? Fries: Wenn die Mannschaft so zusammenbleibt, dann ja. Und so sieht es derzeit auch aus. Wir haben jetzt mit den meisten Spielern und auch dem Trainerstab der ersten und zweiten Mannschaft gesprochen und eine positive Rückmeldung bekommen. Zunächst einmal müssen wir aber den Sprung in die Bezirksliga schaffen, was sicherlich nicht einfach werden wird. Oberhaunstadt hat sich in den letzten Wochen auf Platz eins vorgearbeitet, aber die Situation wird jetzt eine andere sein. Wir starten nun auf der Pole-Position und werden gejagt werden. Das ist mental eine ganz andere Ausgangsposition. Ich traue es der Mannschaft aber zu, dass sie das packt. Und wenn es mit dem Aufstieg klappen sollte, dann denke ich auch, dass wir eine realistische Chance haben, die Klasse zu halten, weil wir nicht abhängig von einem Spieler sind und einen breiten Kader haben. Ein Ligaverbleib wäre im Aufstiegsfall aber sicherlich dennoch eine Überraschung.


SPORT 17

Blickpunkt | Januar 2017

Steib arbeitet am Offensiv-Problem Der Trainer des abstiegsgefährdeten FC Gerolfing kündigt eine knallharte Vorbereitung an

Von Patrick Roelen Das hat man sich beim FC Gerolfing ganz anders vorgestellt: Nach dem Abstieg aus der Landesliga im vergangenen Sommer wollte Neu-Trainer Jürgen Steib in der Bezirksliga oben mitspielen. Doch die Realität sieht nach 18 Spieltagen anders aus. Nur 19 Punkte, Relegationsplatz 18 und eine blutjunge Mannschaft ohne Erfahrung im Abstiegskampf. Als „unangenehm“ bezeichnet Cheftrainer Steib die aktuelle Situation, immerhin „sind wir jetzt schon ein paar Punkte weg“ vom rettenden Ufer – fünf um genau zu sein. Einer ist es hingegen nur, der die Gerolfinger von einem direkten Abstiegsplatz trennt. Keine leichte Aufgabe für den erfahrenen Trainer, der sich der Schwierigkeit der Mission Klassenerhalt bewusst ist und gerade deshalb sagt: „Ob es klappt, weiß ich nicht.“ Steibs Vorteil: Ihm war klar, worauf er sich im vergangenen Sommer einließ, als er kurz vor Saisonende in Gerolfing unterschrieb. Zwar hoffte er damals noch auf den Klassenerhalt in der Landesliga, doch nach dem Abstieg stand fest: Das wird hart! „Ich habe die Liga zwar nicht gekannt, aber es ist nie einfach, wenn man die ganze Mannschaft verliert.“ Eine Anspielung auf die 17 Abgänge im Sommer, auf die mit Dominik Jozinovic, Nicolas Ledl, Den Lovric und Co-Trainer Markus Jörg, der eigentlich die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, aber auf Wunsch seines Chefs reaktiviert wurde, nur vier gestandene Neuzugänge folgten. Der restliche Kader besteht zum Großteil aus Spielern mit kaum/keinerlei Erfahrung im Herrenbereich. Das Durchschnittsalter der Mannschaft beträgt 21,6 Jahre. Viel Einfluss auf die Kaderplanung konnte Steib nicht mehr nehmen, als er im Juni verpflichtet wurde: „Die Personalplanungen waren schon durch, das war viel zu spät.“ Die meisten Spieler hatten sich bereits mit einem neuen Verein auf einen Kontrakt geeinigt. Der Ex-Eichstätter betont jedoch: „Bei manchen wollte ich gar nicht eingreifen oder habe zumindest keinen Wert darauf gelegt.“ Bei anderen hingegen hätte es ihm leidgetan, dass er nichts mehr machen konnte: Florian Ihring (SV Manching) und Fabian Janker (ASV Burglengenfeld) hatten genau wie Sebastian Graßl (VfB Eichstätt) beim neuen Verein bereits zugesagt. Besonders die Abgänge von Ihring und Janker wurmen den Trainer, denn während Graßl mit dem Wechsel in die Bayernliga zumindest einen Schritt

Nachdenklich: Jürgen Steib trainierte den VfB Eichstätt in der Bayernliga und den TSV Rain am Lech in der Regionalliga, mit dem FC Gerolfing droht ihm nun der Absturz in die Kreisliga. Foto: Jürgen Meyer nach oben machte, wechselten die anderen beiden zu Bezirksligisten, verbesserten sich auf den ersten Blick sportlich gesehen also nicht. Zu den Gründen, warum Ihring und Janker wechselten, wollte sich Steib nicht äußern: „Das ist Vergangenheit.“ Vor allem Ihring soll aber Probleme mit dem damaligen Trainer Michael Olah (jetzt Hitzhofen) gehabt haben. Kritiker werfen Abteilungsleiter Harald Steger nicht nur deshalb vor, er habe zu lange an seinem ehemaligen Kumpel festgehalten. Die Spannung zwischen Olah und der Mannschaft sei sogar so weit gegangen, dass die Spieler das Training abgebrochen hätten. Die Folge: Ein Komplett-Umbruch, der nun dazu führt, dass sich die Gerolfinger mit dem Abstiegskampf in der Bezirksliga herumschlagen müssen. Um in der Liga zu überleben, setzt Steib jetzt auf Härte. Bereits in der Woche nach Neujahr läutete der Chefcoach das neue Trainingsjahr ein und setzte im Januar ganze zehn Trainingseinheiten an. Die jungen Spieler müssten widerstandsfähig und fit werden, so Steib, der mit Problemen rechnet: „Es kann durchaus sein, dass das dem ein oder anderen nicht passt und der nicht mitzieht, aber das ist okay.“ Nach eigenen Angaben passte Steib das Training und die Anforderungen an Landesliga-, wenn nicht sogar BayernligaNiveau an. Das alles für das große Ziel Klassenerhalt. „Mit normalen Maßnahmen geht da gar nichts!“, ist sich

Steib sicher und fügt hinzu: „Schau´ ma mal, wer das überlebt.“ Insgesamt kommen die Gerolfinger (inklusive Testspielen) auf 33 Trainingseinheiten bis zum Rückrundenauftakt am 11. März gegen den TSV Rohrbach. Mit dabei sind auch fünf Neuzugänge, die sich im Winter dem FCG anschlossen. Leon Pott wechselt vom Landesligisten SB DJK Rosenheim zu den Ingolstädtern. „Er ist nach einer schweren Kreuzbandverletzung in Rosenheim nicht wie gewünscht zum Zug gekommen. Leon spielt im zentralen Offensivbereich und kann definitiv etwas mit dem Ball“, meint Steib über den 20-Jährigen. Ermin Alagic (20) spielte bis zuletzt beim Kreisligsten DJK Ingolstadt und wurde von Steib im Herbst beobachtet: „Ich finde, dass er eine sehr gute Entwicklung genommen hat. Er ist ein taffer Typ, dessen Charakter mir gefällt. Er könnte auf der linken Außenbahn spielen.“ Der wohl bekannteste Neuzugang ist der 30-jährige Waldemar Stengler, der unter Steib bereits ein Jahr in der Landesliga beim VfB Eichstätt spielte und zuletzt für den TV 1861 Ingolstadt in der A-Klasse aktiv war. „Walde ist dafür bekannt, dass er ein Kämpfer und ein absoluter Teamplayer ist. Er ist sehr flexibel einsetzbar und kann unseren jungen Spielern helfen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.“ Bei zwei weiteren Neuverpflichtungen müsse man abwarten, ob sie sich durchsetzten: Matthias Trost wurde

bei der DJK Ingolstadt kaum berücksichtigt und Philipp Jürgens (ehemals TSV Oberhaunstadt) pausierte zuletzt. Adrian Müller hingegen hat den Verein verlassen. Der Abwehrspieler, der in der bisherigen Spielzeit 15 Mal zum Einsatz kam, davon jedoch nur sechsmal über die volle Distanz, schließt sich dem Landesligisten TSV Aindling an. „Er studiert in Augsburg, Aindling ist von der Entfernung her für ihn deshalb wohl einfacher. Aber er war auch unzufrieden, weil er mehr Einsätze oder sogar einen Stammplatz wollte“, erklärt sein ehemaliger Trainer. Steib jedenfalls fühlt sich mit den Neuzugängen für den Abstiegskampf gerüstet: „Wir können das schaffen. Dazu müssen jetzt aber alle noch einmal eine Schippe drauflegen.“ Was ihn optimistisch stimmt? „Dass Markus (Jörg, Co-Trainer, Anm. d. Red.) und ich Ahnung davon haben, wie man so etwas macht.“ Das große Problem bleibt vorerst: Der FC Gerolfing hat keinen Knipser. Nur 22 Tore nach 18 Spielen sind der drittschlechteste Wert der Liga. Steib ist das bewusst und fordert: „Von Faik Tosun (zehn Spiele, zwei Tore), Dennis Volk (15, drei) oder Artan Halimi (17, drei) muss sich jetzt einer herauskristallisieren, der seine Tore macht und der seinen Platz vorne drin nicht mehr abgibt.“ Für Steib ist dieses Thema die „Schlüsselfrage“ für den Erfolg: „Wenn es uns nicht gelingen sollte, dass ein junger Spieler durchstartet, haben wir ein Problem!“


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Blickpunkt | Januar 2017

Schanzer Nachspielzeit

Der erste Nachhaltigkeitsbericht des FC Ingolstadt 04 ist erschienen Von Sabine Kaczynski Was ist das eigentlich – ein Nachhaltigkeitsbericht? Franz Spitzauer, Geschäftsführer Finanzen und Marketing, und Thorsten Brieger, Leiter Marketing und Merchandising beim FCI, stellten die „Schanzer Nachspielzeit“, unter diesem Titel wurde der Report veröffentlicht, vor. In der Industrie sind Nachhaltigkeitsberichte längst Standard, jedoch ist der FC Ingolstadt 04 erst der vierte Bundesligaverein, der einen solchen Report publiziert. „Der Nachhaltigkeitsbericht ist für alle externen und internen Interessensgruppen ein gebündeltes Werk des FC Ingolstadt 04. Natürlich sind die Profis unser Aushängeschild, aber man erfährt hier auch, was der Verein neben dem Fußballplatz so treibt und bewegt“, erklärt Thorsten Brieger, was der Report beinhaltet. Glück für die Schanzer war, dass just, als man beschloss, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, ein Student beim Verein anfragte, der für seine Masterarbeit genau dieses Thema gewählt hatte. Der FCI nutzte die Gunst der Stunde und so erarbeitete Julius Triebel gemeinsam mit dem Verein diesen Report. Nachlesen kann man dort nun sowohl Fakten und Zahlen, die den Fußball betreffen, aber auch alle sozialen Engagements des Vereins, Mitarbeiter, Resourcen, Fans sowie die Ziele des FCI werden beleuchtet. „Der Nachhaltigkeitsbericht zeigt allen Stakeholdern auf, was der FC Ingolstadt tut“, fasst Franz Spitzauer zusammen. Thorsten Brieger erklärt, wie die „Schanzer Nachspielzeit“ inhaltlich aufgebaut ist: Von der sportlichen, historischen und organisatorischen Entwicklung der Schanzer über das Leitbild des FCI, das „Team hinter dem Team“, also die Mitarbeiter, sämtliche Mannschaften (auch Frauen und das Team der Lebenshilfe) bis hin zur Nachwuchsarbeit erstreckt sich die Thematik des Berichts. Darüberhinaus befasst sich der Report auch mit den Fans, Fanclubs und Fanprojekten, dem sozialen Engagement wie dem „SchanzenGeber“ des Vereins und schließt mit den Ausblicken und Zielen des FC Ingolstadt 04. Für all diese Themenbereiche wurden auch die entsprechenden KPIs, also die Leistungsindikatoren, zusammengestellt und veröffentlicht. „Anhand dieser Fakten können wir auch sehen, in welche Richtung wir uns entwickeln – positiv oder negativ“, erläutert Franz Spitzauer. Ein weiterer

Aspekt ist, dass man durch den Nachhaltigkeitsbericht auch von Aktivitäten der Schanzer erfährt, die sonst nicht im Fokus der Berichterstattung stehen: „Besonders stolz sind wir auf unser Inklusionsteam ,Elf Freunde’, das Fußballteam der Lebenshilfe Ingolstadt, das jede Woche bei uns trainiert und fester Bestandteil im Verein ist“, führt Thorsten Brieger als Bei-

spiel an. Grundsätzlich waren die Ergebnisse und Zahlen, die bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichtes herauskamen, äußerst zufriedenstellend, setzen aber die Messlatte für die Zukunft recht hoch. Mitarbeiterfluktuation und Krankheitstage waren z. B. verschwindend gering. Auch die medizinische Abteilung ist super aufgestellt, Muskelverletzungen und

durchschnittliche Ausfalltage der Spieler sind im Bundesligavergleich rekordverdächtig niedrig – auch solche Fakten fallen normalerweise im Alltag gar nicht auf. Jetzt werden sie durch die „Schanzer Nachspielzeit“ publik. „Wir nehmen die Ergebnisse als gute Basis an und müssen jetzt daran arbeiten, noch besser zu werden“ – so das Fazit von Franz Spitzauer.

Thorsten Brieger (l.) und Franz Spitzauer stellten den ersten Nachhaltigkeitsbericht des FC Ingolstadt 04 vor. Foto: FC Ingolstadt

Die „Schanzer Nachspielzeit“ wird künftig im ca. zweijährigen Turnus erscheinen und ist in den Fanshops und der Geschäftsstelle kostenlos erhältlich und bald auch online auf der FCI-website abrufbar. Foto: Sabine Kaczynski


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„Wir werden Meister!„

Trainer Cenker Oguz ist sich sicher: Manching II gibt die Tabellenführung nicht mehr ab sonsten sind die beiden Mannschaften rein sportlich recht unabhängig voneinander.

Anführer: Manchings U23-Kapitän Patrick Fuchs ist mit nur 22 Jahren schon einer der Erfahreneren. Archivfoto: Jürgen Meyer Von Patrick Roelen SV Manching – Platz eins nach 15 Spieltagen, zwei Zähler Vorsprung bei noch einem Nachholspiel und bislang erst zwei Niederlagen. Nein, gemeint ist nicht die erste Mannschaft der Manchinger, sondern die U23 des Bezirksligazweiten, die sich im Schatten der „Ersten„ zum Topfavoriten um den Aufstieg in die Kreisliga gemausert hat. Mit der zweitstärksten Offensive (43 Treffer) und der besten Defensive (17 Gegentore) überwintert der SVM II auf dem ersten Rang in der Kreisklasse II – vor dem Türkisch SV Pfaffenhofen und dem SV Hundszell. Cenker Oguz, Trainer der Reserve und Manchings Fußball-Abteilungsleiter in einer Person, zeigt sich im Interview selbstbewusst und erklärt, wie aus einem ehemaligen Torhüter sein bester Stürmer wurde. Herr Oguz, Sie sind Tabellenführer der Kreisklasse II. Hatten Sie von Anfang an das Ziel „Aufstieg“? Cenker Oguz: Ich würde lügen, wenn ich Nein sagen würden. Wir wollten bis zum Schluss oben mitzuspielen, wollten also vermeiden, dass wir zur Winterpause auf Platz sechs liegen und keine Chance mehr haben. Dass uns das so gut gelingt, war nicht unbedingt abzusehen, ist aber toll.

Wir sind natürlich hochzufrieden mit der bisherigen Saison. Es gab wohl einen ganz entscheidenden Spieltag für uns: Das war der zweite Spieltag, als wir völlig verdient eine 0:3-Klatsche in Geroldshausen bekommen haben. Diese Niederlage war aus meiner Sicht ganz wichtig, um für die Saison gewappnet zu sein, denn die Fehler, die wir dort gemacht haben, sind uns danach nie wieder passiert. Aus diesem Spiel haben wir letztendlich sehr viel Positives mitgenommen. Seitdem läuft alles nach Plan. Wie sieht dieser Plan aus? Oguz: Es ist die schöne Entwicklung zu sehen, die wir uns erhofft haben. Es ist jetzt drei, vier Jahre her, dass die Jungs aus unserer A-Jugend rausgekommen sind. Sie haben sich jedes Jahr verbessert und belohnen sich jetzt mit 21 Jahren selbst dafür, dass sie in den letzten Jahren so fleißig waren. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass immer wieder junges Blut aus der Jugend nachkommt und dass uns teilweise Spieler aus der ersten Mannschaft aushelfen. Ich weiß noch, als ich vor zwei Jahren das Amt des U23-Trainers übernommen habe: Da galten wir mit dieser jungen Mannschaft als Abstiegskandidat, weil wir keinen Leitwolf und auch keine älteren Spieler hatten. Wir haben also

ausschließlich mit 18-, 19-Jährigen gespielt, standen zur Winterpause aber völlig überraschend auf Platz drei oder vier. Die Saison haben wir dann auf dem achten Tabellenplatz beendet. Das war super, weil wir nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt haben. Im letzten Jahr haben wir dann wieder lange Zeit oben mitgespielt, sind am Ende Fünfter geworden. Jetzt führen wir die Tabelle seit Wochen an und spielen einen sehr ansehnlichen Fußball. Eine tolle Entwicklung! Absolut zufrieden können wir aber nur sein, wenn wir uns am Ende belohnen und den Aufstieg in die Kreisliga schaffen. Das wäre die Krönung einer bislang starken Saison. Welche Rolle spielt bei Ihrem Erfolg, dass die erste Mannschaft in der Bezirksliga auf Platz zwei steht? Oguz: Die erste Mannschaft nimmt dabei keine eigentlich keine große Rolle ein Wir hatten nur bei vier oder fünf Partien einen Spieler aus der ersten Mannschaft dabei. So viel Hilfe haben wir also gar nicht benötigt. Wir halten das ohnehin recht getrennt, trainieren beispielsweise an verschiedenen Tagen. Nur, wenn wir sehen, dass ein Spieler aus der ersten Mannschaft mal wieder Spielpraxis benötigt, setzen wir ihn in der zweiten Mannschaft ein. An-

Christopher Haas ist mit elf Toren Ihr Top-Torjäger, dabei war er eigentlich Torhüter, bis er zu Ihnen wechselte. Wie wurde aus ihm ein Mittelstürmer? Oguz: Das ist eine ganz nette Geschichte. Christopher Haas hat sich im Dezember 2015 bei mir gemeldet und mir gesagt, dass er nicht mehr Torwart, sondern jetzt Feldspieler sein möchte. Er wollte für unsere dritte Mannschaft spielen, hatte aber ganz selbstbewusst darum gebeten, bei uns in der zweiten Mannschaft mittrainieren zu dürfen, um sich zeigen zu können. Er hat sich dann Woche für Woche gesteigert, bis er die Chance bekommen hat, in der zweiten Mannschaft von Anfang an zu beginnen. Seitdem behauptet er seinen Platz da vorne drin und zeigt konstant richtig gute Spiele. Er ist ein klassischer Mittelstürmer. Dieses Gen hatte er wahrscheinlich schon immer in sich. Ich kann ihn für seinen Willen und seinen Fleiß nur loben. Auch als Typ und Leitfigur ist er für uns sehr wichtig. Mit seinen 25 Jahren gehört er ja auch schon zu den Ältesten in der Mannschaft. Zwei der jungen Spieler verlassen im Winter den Verein… Oguz: Das ist richtig. Zum einen Enes Mete, der aus unserer eigenen Jugend kommt und jetzt mal den Schritt in die Bezirksliga zum TSV Rohrbach wagen will. Es ist ganz legitim, dass ein junger Mensch auch mal etwas anderes sehen möchte. Also gar kein Problem. Er soll das probieren. Wenn es klappt, ist das sehr schön. Und wenn nicht, kann er gerne wieder zu uns zurückkommen. Zum anderen wechselt Evra Aydin zu Fatih Ingolstadt. Er war einer unserer Torhüter und erhofft sich dort mehr Spielpraxis. Das ist sein gutes Recht, denn bei uns kam er so gut wie nie zum Zug. Christian Kirzinger ist die klare Nummer Eins und dann ist der Stand für einen Spieler, der frisch aus der A-Jugend kommt, sehr schwer. Abschließend bitte eine kleine Prognose: Wo landen Sie mit dem SV Manching II am Saisonende? Oguz: Ich bin da sehr positiv gestimmt und sage jetzt einfach mal: Wir werden Meister! Wenn das klappt, freue ich mich riesig – für die Mannschaft, aber auch für mich, denn ich stecke in die Aufgabe wahnsinnig viel Herzblut.


20 BILDUNG

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THI intensiviert Zusammenarbeit mit strategischen Partnern in Kolumbien Ausbau der gemeinsamen Projekte in den Bereichen Forschung und Lehre (bp) Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) weitet ihre KolumbienAktivitäten in den Bereichen Forschung und Lehre aus. Nachdem die THI in den vergangenen zwei Jahren bereits einige Forschungsprojekte in dem aufstrebenden Land erfolgreich initiiert hat und mit der EAFIT eine der führenden kolumbianischen Hochschulen als Partnerhochschule gewinnen konnte, sollen die Kolumbien-Aktivitäten nun deutlich vertieft werden. Zur Vorbereitung weiterer Projekte führten nun fünf Vertreter der THI aus dem Forschungs- und Testzentrum CARISSMA, der THI Business School sowie dem Zentrum für Angewandte Forschung intensive Kooperationsgespräche unter anderem in den Städten Bogotá und Medellín. Diese Standorte sind für die THI gleichermaßen interessant: Die aufstrebenden Metropolregionen stehen für die Bereiche Automotive, Produktion und Logistik sowie Retail Management. In Medellín wurden mehrtägige Gespräche mit der Universität EAFIT geführt, die ebenso

Künftig werden vermehrt Gäste aus Kolumbien an der THI verzeichnet werden. Foto: THI wie die THI in den Bereichen Inge- schung. Darüber hinaus identifizierten nieurswissenschaften und internationa- die Partner gemeinsame Forschungsanler Handel stark ist. Im Bereich Handel, sätze im Bereich Logistik und ProduktiMarketing sowie Digitalisierung verfügt on. In Bogotá standen Gespräche mit die EAFIT über modernes Marketing dem Automotive-Forschungszentrum Lab, das komplementär zum Retail Lab TECCNA an. Es soll die kolumbianische der THI gesehen werden kann – ein Automobilwirtschaft dazu befähigen, Ausgangspunkt für gemeinsame Pro- künftig über mehr Eigenentwicklungen jekte in den Bereichen Lehre und For- eine höhere Wertschöpfung vor Ort zu

erzielen. Hier wird das Ingolstädter Team von CARISSMA seine Kompetenzen sowie Industriekontakte im Bereich der Fahrzeugentwicklung einbringen. CARISSMA wird darüber hinaus TECCNA in der Forschungsfrage unterstützen, wie man ungeschützten Verkehrsteilnehmern mehr Sicherheit bieten kann. Eine internationale Kooperation zu diesem Thema wird derzeit aufgesetzt. Gemeinsam arbeiten die Forscher dabei an der Entwicklung und Einführung eines Smartphone-basierten Systems zur Warnung des Fahrers in kritischen Situationen mit Fußgängern, um Unfälle zu verhindern und Menschenleben zu schützen. Auf wissenschaftlicher Seite hat sich Dr. Cristian Lauerer, bis Ende des Jahres als wissenschaftlich-technischer Leiter bei CARISSMA tätig, dieser Kooperationen mit Kolumbien verschrieben. Sein Hauptanliegen: die Sensibilisierung für die „Vision Zero“, dem Fernziel von Null Verkehrstoten.

Mit der EURO Ingolstadt zum Traumberuf Werden Sie Fremdsprachenkorrespondent oder Übersetzer & Dolmetscher (bp) Seit 1985 hat die EURO Ingolstadt mehr als 1000 fremdsprachlich begabte Schulabgänger zum staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten (m/w) oder Übersetzer & Dolmetscher (m/w) ausgebildet. Muttersprachige Lehrkräfte, kleine Klassen, eine angenehme Lernatmosphäre sowie Auslandspraktika garantieren den Schülern interessante Berufsausbildungen mit attraktiven Berufschancen in ganz Europa. Die praxisorientierte Vollzeitausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent dauert zwei Jahre. Die Ausbildung zum Übersetzer & Dolmetscher dauert drei Jahre. Als erste Fremdsprache ist Englisch gesetzt, für die zweite Fremdsprache stehen etwa Chinesisch, Französisch, Italienisch, Russisch oder Spanisch zur Auswahl. Zahlreiche weitere Sprachen können als Wahlfach belegt werden. Vorkenntnisse in der zweiten Fremdsprache sind nicht erforderlich. Die notwendigen fachlichen Kompetenzen werden den Schülern durch die Kurse Wirtschaftskunde und EDV mit auf den Weg gegeben. Alle Fremdsprachenkorrespondenten können nach ihrer Ausbil-

zuholen. Der Einstieg in die laufenden Lehrgänge ist noch möglich. Weitere Informationen dazu auf der Homepage oder am Infoabend jeden Donnerstag um 18.00 Uhr.

Zwei Jahre dauert die Vollzeitausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent. Foto: Fotolia dung ein einjähriges BachelorstudiZulassungsvoraussetzungen sind um, Übersetzer & Dolmetscher ein für Fremdsprachenkorrespondeneinjähriges Masterstudium in ten der mittlere Bildungsabschluss Großbritannien anhängen. Jeden sowie gutes Schulenglisch. Für Mittwoch um 19.00 Uhr finden für Übersetzer & Dolmetscher ist Abiangehende Fremdsprachenkorres- tur, Fachabitur oder der Abschluss pondenten, bzw. jeden Donnerstag zum Fremdsprachenkorrespondenum 19.00 Uhr für Übersetzer & Dol- ten nötig. Die EURO bietet Schulabmetscher, unverbindliche Infoaben- gängern und Berufstätigen die de statt. Möglichkeit, die Mittlere Reife nach-

Des weiteren werden Sprachkurse für Erwachsene angeboten, die mit internationalem Diplom abgeschlossen werden können. Es unterrichten hier qualifizierte muttersprachige Lehrkräfte nicht nur gängige Sprachen wie Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Spanisch. Auch „Exoten“ wie Chinesisch, Finnisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Tschechisch, Türkisch und Ungarisch stehen auf dem Stundenplan. Euro Ingolstadt ist anerkanntes Prüfungszentrum der London Chamber of Commerce and Industry und für viele renommierte Firmen in der Region der kompetente Partner für den firmeninternen Sprachunterricht. Weitere Informationen zur EURO Fremdsprachenschule Ingolstadt & EURO Fachakademie erhalten Sie unter Telefon (0841) 17001 sowie im Internet unter: www.euro-ingolstadt.de


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Beruf mit Zukunft Informationsabend zur Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher

Die Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) im Marienheim in Ingolstadt veranstaltet am Montag, den 16. Januar, um 18 Uhr in der Anatomiestraße 12 in Ingolstadt einen kostenlosen Informationsabend zur Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher. Besucher der Informationsveranstaltung erhalten einen Überblick über die Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalte und Arbeitsmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher. Die Ausbildung ist in die drei Bereiche Sozialpädagogisches Seminar (SPS), Studienjahre an der Fachakademie für Sozialpädagogik und ein Berufspraktikum gegliedert. Studierende erfahren eine fundierte Ausbildung und werden in ihrer Entwicklung zu einer kompetenten Erzieherpersönlichkeit von qualifizierten Lehrkräften bis zur staatlichen Abschlussprüfung begleitet. Wer am Ausbildungsangebot der Fachakademie im Marienheim inte-

ressiert ist, jedoch am Infoabend nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, telefonisch unter 0841 – 149 007–50 oder per Mail an faks.ingolstadt@ggsd.de einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Dienste (GGSD) gründete im September 2015 die Fachakademie für Sozialpädagogik in Ingolstadt. Sie ist eine Bildungsträgergesellschaft mit Angeboten in den Bereichen Pflege, Gesundheit und Soziales mit Sitz in Nürnberg und betreibt in 12 weiteren Standorten in Bayern staatlich anerkannte Fachschulen, Berufsfachschulen und Fachakademien und bietet ein umfangreiches Spektrum an Fort- und Weiterbildungen - von der Helferausbildung bis hin zu akademischen Abschlüssen. Weitere Informationen finden Sie außerdem im Internet unter www.ggsd.de/ingolstadt


22 BILDUNG

Blickpunkt | Januar 2017

Neue Ausbildungsmöglichkeiten im BBZ Berufsbildungszentrum Gesundheit bietet Studiengänge für Physiotherapeuten und Logopäden Nach längerer Vorbereitungszeit sind die Kooperationsverträge mit den Technischen Hochschulen in Regensburg und Deggendorf unterzeichnet und damit der Weg zum Bachelor of Science (B.Sc.) für zwei Ausbildungsrichtungen im Bereich Therapie offen. In Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg können ab dem Schuljahr 2017/18 Schulanfänger(innen) unserer Physiotherapieund Logopädieschule, die die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife haben, den Bachelor Physiotherapie bzw. Logopädie erwerben. Durch den Unterrichtsbesuch und erfolgreichen Abschluss der Ausbildung kann eine bestimmte Anzahl von Credits für das Studium erwor-

ben werden. Zeitgleich absolvieren die Schüler(innen) in diesen drei Jahren parallel zu ihrer Ausbildung Module an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften in Regensburg. Nach den drei Jahren bei uns treten die Studierenden in die zweite Vollzeit-Studienphase ein, die in Regensburg an der Hochschule stattfindet und für Physiotherapeuten zwei Semester, für Logopäden drei Semester dauert. Mit dem Erstellen der Bachelorarbeit endet das Studium, das im Übrigen kostenfrei ist, da es ja keine Studiengebühren mehr gibt. Ein ähnliches Angebot für angehende Physiotherapeuten(innen) mit Hochschulreife und einem Ausbildungsplatz an unserer Schule bietet

die Technische Hochschule Deggendorf, wobei die zweite Studienphase in Deggendorf drei Semester dauert. Das Studium endet mit dem B. Sc. in angewandten Gesundheitswissenschaften – Physiotherapie und ist auch für Bewerber mit Abitur und abgeschlossener Physiotherapieausbildung zugänglich. Schon länger bietet die Katholische Universität Eichstätt einen Studiengang Pflegewissenschaft an, der wie die Studiengänge in Regenburg und Deggendorf ausbildungsintegrierend erfolgt. Als Teilzeitstudium konzipiert, richtet er sich an Schülerinnen und Schüler, die eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzen und eine Ausbildungsstelle an unserer Krankenpflegeschule oder eine bereits ab-

geschlossene Ausbildung in diesem Beruf haben. Neben diesen kostenfreien Studiengängen gibt es an der Technischen Hochschule Ingolstadt breit gefächerte Weiterbildungsstudiengänge im Gesundheitsbereich. Der Studienabschluss Bachelor of Arts (B.A.) im Management in Gesundheitsberufen kann berufsbegleitend schon seit einiger Zeit erworben werden. Neu ist, dass bestimmte Inhalte bzw. Module nun auf unsere Ausbildungsrichtungen abzielen. So kann der Student (die Studentin) zwischen Vertiefungen in Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Radiologie oder Labor wählen Die drei Ausbildungsjahre bei uns können angerechnet werden und verkürzen die Regelstudienzeit um einige Semester. Nähere Informationen zu allen Studiengängen erhalten Sie direkt von Vertretern der einzelnen Hochschulen an unserem Tag der offenen Tür, der dieses Jahr am Samstag, den 4. Februar 2017 von 10 bis 15 Uhr im BBZ Gesundheit am Klinikum stattfinden wird. Neben den Hochschulangeboten informieren wir über die beruflichen Ausbildungen im Bereich der Pflege und Entbindungspflege, über Operationstechnische Assistenz, Med.-techn. Radiologieassistenten und Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

IMPRESSUM Verlag: espresso Publikations GmbH & Co. KG, Wagnerwirtsgasse 8, 85049 Ingolstadt Tel.: 08 41 / 95 15 4–0 Fax: 08 41 / 95 15 4–120 info@espresso-mediengruppe.de www.espresso-mediengruppe.de Geschäftsführung: Michael Stern V.i.S.d.P.: Hermann Käbisch Redaktion: Hermann Käbisch, Sabine Kaczynski, Silke Federsel, Melanie Arzenheimer, Kajetan Kastl, Sabine Roelen, Steffi Bergmüller Redaktion Sport: Patrick Roelen Art und Satz: Jonas Wagner, Nadine Morell, Daniela Kornprobst Akquisition/Marketing: Sabine Bauer: 0841/9 51 54–205 Druck: Mayer & Söhne, Aichach Verteilung: Prospektverteilung Bauer Nächste Ausgabe: 10. / 11. Februar


Neu an der IHK Akademie Ingolstadt

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Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen

Demografischer Wandel, steigende Kosten und wachsende Ansprüche der Kunden setzen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich zunehmend unter Druck. Unternehmen suchen deshalb händeringend qualifizierte und motivierte Allrounder mit Managementkompetenzen. Die Weiterbildung zum/-r Geprüfte/-r Fachwirt/-in im Gesundheitsund Sozialwesen IHK setzt an diesem Bedarf an und eröffnet Mitarbei-

tern aus dem Gesundheits- und Sozialbereich neue Karrierechancen als Fach- und Führungskraft. Die IHK Akademie Ingolstadt bietet diese Weiterbildung berufsbegleitend mit Beginn am 05.05.2017 an. Infos, Beratung und Anmeldung bei der IHK Akademie Ingolstadt, Dr. Florian Habermann Tel. 0841–93871–15, E-Mail: habermann@muenchen.ihk.de, www.ihk-akademie-muenchen.de/ ingolstadt


24 FASCHING

Blickpunkt | Januar 2017

Närrischer Machtwechsel

Lisa Stachel und Daniel Goth übernehmen die Regentschaft in Ingolstadt

Die kleinen und großen Aktiven der Faschingsgesellschaft Narrwalla sind startklar und freuen sich auf eine abwechslungsreiche Saison.

(ma) Jetzt wird’s ernst – obwohl es sich um eine „närrische“ Angelegenheit handelt. Mit dem Krönungsball startet die Narrwalla so richtig in den Fasching 2017. Die Regentschaft übernehmen damit seine Tollität Daniel I. (Goth) und ihre Lieblichkeit Lisa I. (Stachel). Lisa Stachel ist 18 Jahre jung, kommt aus Ingolstadt und absolviert gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Klinikum. Bisher hatte die frisch gekürte Prinzessin noch nichts mit Fasching am Hut. Für sie sei aber nun ein Kinderwunsch in Erfüllung gegangen, sagte die Ingolstädterin bei ihrer Vorstellung. Ihr Prinz hingegen ist „erblich vorbelastet“: Daniel Goth (26 Jahre und von Beruf Anlagentechni-

ker Heizung, Sanitär und Klimatechnik) ist seit drei Jahren im Elferrat der Narrwalla. Der Fasching liegt ihm gewissermaßen im Blut, denn sein Vater war bis vor zwei Jahren noch Standartenträger bei der Narrwalla und sein Bruder Michael war viele Jahre in der Narrwalla aktiv und 2003 bereits Faschingsprinz. Jetzt wurde er als Trainer reaktiviert und verleiht nicht nur der Kinder- und Jugendgarde den nötigen Schliff für die Auftritte, sondern er trainiert nun auch das aktuelle Prinzenpaar – Brüderchen inklusive. „Ich hatte das von Daniel nie erwartet und bin erstaunt, wie begnadet er ist“, schmunzelt Michael Hiebl und ist voll des Lobes für das Prinzenpaar: „Sie

harmonieren sehr gut.“ Mehr als 40 Auftritte werden Daniel I. und Lisa I. zusammen mit der Showtanzgruppe absolvieren. Hut ab! Mit vollen Einsatz haben aber nicht nur die „großen“ Tollitäten und Gardemädels in den vergangenen Monaten trainiert, auch der Faschingsnachwuchs mit dem Kinderprinzenpaar Lukas II. und seine Melissa I. (Lukas Meier und Melissa Griesbacher) ist bereit für die große Premiere im Theaterfestsaal. Mindestens so aufgeregt wie die tanzenden Aktiven dürfte Jürgen Baumgartner sein. Er ist nämlich der neue Hofmarschall der Narrwalla und mit dem Festsaal des Ingolstädter

Foto: Narrwalla

Stadttheaters betritt er gleich die ganz große Bühne. Das Motto der Narrwalla lautet in diesem Jahr übrigens „Heimatsound“ und man darf sich auf eine bayerisch-fetzige Show freuen. Vor dem Krönungsball haben die Ingolstädter Narren traditionell noch einen wichtigen Termin am Rathaus. Samstag Mittag um 12 Uhr knöpfen sie auf den Stufen vor dem Alten Rathaus Oberbürgermeister Christian Lösel den Stadtschlüssel ab. Bereits um 11.30 Uhr trifft sich die Faschingsgesellschaft Narrwalla am Paradeplatz und zieht anschließend über die Ludwigstraße und die Moritzstraße zum Rathausplatz. Zaungäste sind natürlich herzlich Willkommen!

Am Unsinnigen Donnerstag lädt die Narrwalla zum Weiberfasching ins Ingolstädter Stadttheater und nicht nur die Mädels feiern richtig ab.

Fotos: Kajt Kastl


Blickpunkt | Januar 2017

Schön war er der Faschingsumzug der Narrwalla im vergangenen Jahr. Die Beteiligung war trotz Mistwetter hervorragend. Trotzdem gibt es 2017 keine Wiederholung des fröhlichen Events. Und wer ein Fan des Kostümfaschings ist, der hat sich den Unsinnigen Donnerstag sicherlich schon im Kalender notiert. Am 23. Februar wird das Ingolstädter Stadttheater wieder zur fröhlichen Partymeile - und das nicht nur für „wildgewordene“ Mädels. Beginn der großen Sause ist um 20 Uhr. Für die Musik sorgen im Saal

und im Foxer Musikuss, die Moscitos und DJ Tom Taylor. Neben der Narrwalla treten weitere Garden und die Showgruppe „The Flying Grandpas“ auf. Karten im Vorverkauf gibt´s im Zuckerl. Mehr Infos unter: www.narrwalla.de

Karten Letzte n! sicher ch Nur no en rt a k r Flanie ch! li lt ä h er


26 NEUBURG

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Tochter schlägt Vater... zum Ritter! Glanzvoller Krönungsball der Neuburger Burgfunken

Prinzessin Anna-Maria I. und Prinz Dominik II. mit „Ritter“ Hubert Ziegler. (bp) Das war selbst für die altehrwürdige Faschingsgesellschaft der Burgfunken eine echte Premiere: Zum ersten Mal hat eine Tochter ihren Vater zum Ritter von der Hutzeldörre geschlagen! Prinzessin Anna-Maria Ziegler hat ihren Papa Hubert im Neuburger Kolpinghaus formvollendet mit dem Schwert in den närrischen Adelsstand erhoben. So etwas gab es noch nie in der langen Hutzeldörre-Tradition. Seit 1964 wird diese närrische Auszeichnung bereits beim Krönungsball der Burgfunken an eine Person verliehen, die sich als Förderer des Neuburger Faschings verdient gemacht hat. Mit einer Hoheit als Tochter und einem frisch erworbenen Titel als Ritter war es für Unternehmer Hubert Ziegler ein wahrhaft royaler Start ins Jahr 2017. Und weil wir schon bei „Royals“ sind, dann ist auch der Mann nicht weit, der

Das Motto der Burgfunken-Show lautet „007 James Bond – Lizenz zum Tanzen“.

im Geheimdienst Ihrer Majestät im Einsatz ist. In diesem Fall ist das Prinz Dominik Engel, denn das Motto des Showteils von Funkenmarie Ellen Loschinski, Großer Garde und Prinzenpaar lautet im Jahr 2017: „007 James Bond – Lizenz zum Tanzen“. Die Besucher des Krönungsballs waren hingerissen und spendeten königlichen Applaus! Nicht minder gefeiert wurde beim Krönungsball der kleine Hofstaat mit Anne Buckl als Funkenmariechen und Luca Sebjanic und Lena Gottschall als Funkentanzpaar, der dieses Jahr regiert wird von Prinz Benedikt Moosheimer und Prinzessin Madita Beric. Die jüngsten Aktiven können Sie übrigens beim großen Kindergardetreffen am 21. Januar in der Parkbadhalle in Neuburg zusammen mit vielen anderen jungen Narren live erleben (Beginn 14 Uhr).

Fotos: Holger Meilinger

Das Kinderprinzenpaar Madita Beric und Benedikt Moosheimer Alle Termine der kleinen und großen Burgfunken finden Sie unter www.burgfunken.de


GEROLFING 27

Blickpunkt | Januar 2017

Wo der „Moiakäfa“ rockt

Anna Zehentbauer und Daniel Straube regieren die Narren in Gerolfing Einmal Faschingsprinzessin sein – das war schon immer ihr Traum. Und der ist nun für Anna Zehentbauer wahr geworden. Sie regiert als Prinzessin Anna I. das Narrenvolk in Gerolfing: „Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung, denn meine Mutter und meine beiden Schwestern waren alle bei der VFG Gerolfing Prinzessinnen“, erklärt die 23-Jährige. Der Fasching liegt ihr also im Blut und sie selbst hat ihre „närrische Karriere“ in der Saison 2010/11 als Tänzerin in der Garde der Vereinigten Faschingsgesellschaft Gerolfing gestartet. Außerdem ist der Bauchtanz ein Hobby von ihr – natürlich pflegt sie selbiges im Bauchtanzverein Gerolfing. Doch was wäre eine Prinzessin ohne den richtigen Mann an ihrer Seite, also einen Prinzen? Anna I. musste nicht lang nach ihrem Traumprinzen Ausschau halten, denn mit Daniel Straube übernimmt ihr Freund den außergewöhnlichen „Job“. Der 25-jährige Gaimersheimer kann zwar keine Tanzkarriere wie seine Freundin vorweisen, aber auf einer Bühne fühlt er sich absolut wohl, schließlich ist er

Das Gerolfinger Prinzenpaar: Anna und Daniel.

beim Theaterverein Gaimersheim aktiv. Im „wahren Leben“ arbeitet er bei der Audi Werksicherheit und -feuerwehr, nebenbei ist Daniel Straube auch als Rettungssanitäter im Einsatz. Anna Zehentbauer arbeitet als medizinische Fachangestellte in einer kardiologischen Gemeinschaftspraxis in Ingolstadt. Ihren ersten Auftritt haben Anna, Daniel und die Gerolfinger Garde am Sonntag, den 29. Januar. Dann findet das Gardetreffen im Gerolfinger Sportheim statt. Und so richtig rund geht es im Februar: Am 10. und 11.2. lädt die VFG zum Faschingsauftakt ins Schützenhaus, wo sich die Narren wie in den vergangenen Jahren die Geschehnisse aus der Lokalpolitik, aber auch darüber hinaus vorknöpfen werden. Höhepunkt des Gerolfinger Faschings ist dann am 28. Februar (Faschingsdienstag) der Umzug durch den Ingolstädter Stadtteil. Das Motto lautet „da Moiakäfa rockt“. Los geht’s um 14 Uhr. Alle Infos finden Sie unter www.vfg-gerolfing.de


28 FASCHING

Blickpunkt | Januar 2017

Foto: Fotolia

Ran an die Kostüm-Schnäppchen Secondhand-Faschingsmarkt in Hundszell (bp) Die aktion hoffnung geht mit ihren Secondhand-Faschingsmärkten auf Jubiläumstour und stoppt am Samstag, 21. Januar in IngolstadtHundszell. Zusammen mit dem Burundikreis der Pfarrei Herz Jesu präsentiert die Hilfsorganisation auf mehr als 120 Quadratmetern eine große Auswahl an bunten und ausgefallenen Faschingskostümen, Glitzermode, Retroteilen und besonderen Unikaten. Der Reinerlös aus dem Markt ist für die Schulausbildung in Burundi bestimmt. Organisiert werden die Märkte vor allem von ehrenamtlichen Teams in ganz Bayern. „Von Lindau über Passau, München und Ulm engagieren sich Pfarrgemeinden, Vereine und Schulen und stellen mit viel Engagement einen Markt zusammen, der Faschingsnarren wie Secondhand-Fans glücklich macht“, so Gregor Uhl, Geschäftsführer der aktion hoffnung. Bei der Auswahl der Faschingskostüme greift die aktion hoffnung auf einen Fundus von mehreren Tausend Tonnen Secondhand-Kleidung zurück, die sie in ganz Bayern während des

Jahres sammelt. „Die riesige Auswahl, das tolle Engagement und die wertvolle Hilfe für Menschen in Not macht das Konzept bundesweit einzigartig und uns sehr dankbar“, bedankt sich Uhl bei allen Mitwirkenden. Der Reinerlös aus dem Faschingsmarkt kommt der Erweiterung eines Gymnasiums in Yoba, einem Stadtteil Gitegas, in Burundi zugute. Dort werden dringend neue Klassenzimmer benötigt. Die Pfarrei Herz Jesu Ingolstadt ist die Partnerpfarrei von „Maria Chiara Nanetti“ in Yoba und unterstützt diese seit vielen Jahren, zuletzt auch beim Bau einer Aufbau- und Grundschule. „Gerne hilft die aktion hoffnung hier mit und stellt den Reinerlös dem Projekt zur Verfügung. Jedes gekaufte Faschingskostüm leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger Menschen“, motiviert Gregor Uhl alle Käuferinnen und Käufer. Der Faschingsmarkt findet statt am Samstag, 21. Januar von 10 bis 13 Uhr Jugendheim Hundszell, Klausenweg 1, 85051 Ingolstadt-Hundszell

Perfekt in Szene gesetzt Styling Tipps für einen glamourösen Auftritt (bp) Die Ballsaison 2017 hat begonnen! Es glitzert und funkelt in der Region – die Damen und Herren schmeißen sich in Schale. Die lässige Jeans wird gegen den Anzug getauscht und anstelle von Sweatshirt und Co. wird das edle Abendkleid getragen. Komplettiert wird der festliche Look durch die passende Frisur und ein typgerechtes Make up. Letzteres sollte nicht künstlich wirken, frau darf aber durchaus glänzen! Glitzer auf den Wimpern und den Augenlidern liegt absolut im Trend. Dazu sind edle Grautöne angesagt oder auch mal ein goldener Lidschatten. Auf den Lippen darf es in der aktuellen Wintersaison der Farbton „Brombeere“ sein – aber Vorsicht! Diese Farbe ist wuchtig und nichts für „Feiglinge“.

Keine peinlichen Experimente! Wer nie High Heels trägt und sich zum Kleid gleich die ganz hohen Hacken aussucht, der kann das mit Schmerzen büßen (Tipp: Geleinlagen mitnehmen – das kann Wunder bewirken! Zur Not auch flache Schuhe einpacken). Ähnlich siehts beim Styling aus: Auf einmal aus glatten Haaren eine Lockenpracht zaubern, ohne Erfahrung mit dem Lockenstab zu haben, kann sehr peinlich enden. Selbstbräuner sind auch so eine Gefahrenquelle. Und wer sich selten schminkt, der sollte das Make up lieber einem Profi überlassen, als zu riskieren bei einem Schwarz-Weiß-Ball auszusehen, als habe er sich eigentlich auf einen Maskenball vorbereitet.


MANCHING 29

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Ein halbes närrisches Jahrhundert Die Faschingsgesellschaft Manschuko feiert die 50. Saison

Bereit für die Jubiläumsshow: Das Manschuko Prinzenpaar Bastian Buchberger und Rebecca Spiess.

Prinzessin Rebecca und Prinz Bastian sind auch im „wahren Leben“ ein Paar und das Tanzen zählt zu ihren größten Hobbys. Fotos: Manschuko

(bp) Dass Manching eine echte Faschingshochburg in der Region ist, steht außer Frage. Aber in dieser närrischen Saison hat man einen besonderen Grund, den Fasching noch intensiver zu feiern als sonst. 1967 wurde die Faschingsgesellschaft Manschuko ins Leben gerufen, es ist also die 50. närrische Saison für die Manschukaner! Die Ehre, den närrischen Hofstaat anzuführen, haben in der Jubiläumssaison Bastian I. (Buchberger) & Rebecca I. (Spiess). Die kaufmännische Assistentin mit mehrjähriger Manschuko-Erfahrung und der Student der Elektrotechnik sind auch im echten Leben ein Paar. Unterstützt werden sie natürlich von Elferrat und

die Faschingsgesellschaft Manschuko. 1998 hat das Unternehmen (gegründet 1950) dafür den Keltischen Hausorden erhalten. Und ganz aktiv mischten die „Junioren“ der Firma im Fasching mit: Regina Nerb war in der Saison 2006/07 Faschingsprinzessin, ihr Bruder Roland regierte im vergangenen Jahr die Manchinger Narren. Für das perfekte Styling der Garde sorgt seit 2007 der Friseur im Riesenwirt in Manching. Als Haus- und Hoffriseur kümmert sich der Chef persönlich, Michael Bauer, jedes Jahr außerdem um den Look der Prinzessin (und für den Fall der Fälle ist er bei großen Auftritten und Bällen immer mit vor Ort).

Garde. Letztere dürfte in der Region einmalig sein: 11 Gardepaare sind eine echte Seltenheit in einem „Business“, das von weiblichen Tänzerinnen dominiert wird. Die Faschingstradition ist in Manching fest verwurzelt. Und dazu gehören nicht nur die Tollitäten oder Gardepaare, die auf der Bühne glänzen. Zahlreiche Sponsoren und ehrenamtliche Helfer sorgen Jahr für Jahr hinter den Kulissen dafür, dass genügend Finanz- und Manpower vorhanden ist, um Bälle, Auftritte, den großen Umzug und mehr zu stemmen. Seit vielen Jahren unterstützt beispielsweise die Firma Nerb

Nacht der Garden am 20. Januar Für einen besonderen Saisonhöhepunkt sorgt die Manschuko seit vielen Jahren mit der „Nacht der Garden“, die im Ingolstädter Stadttheater veranstaltet wird. Am 20. Januar werden zu dieser Mischung aus Showveranstaltung und Ball (inkl. Verleihung des keltischen Hausordens) die Garden aus Ingolstadt, Eichstätt, Denkendorf und Neuburg erwartet. Natürlich treten auch die Gastgeber auf. Die Band „Red Roses“ sorgt außerdem dafür, dass die Gäste der Veranstaltung selbst das Tanzbein schwingen können. Informationen unter www.manschuko.de


30 KÖSCHING

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Echtes Faschings-Paar

In Kösching regieren Jana Schieferbein und Marco Fritzsche Dass es sich bei einem Faschingsprinzenpaar auch im echten Leben um ein Paar handelt, ist nicht ungewöhnlich. Aber im Fall von Jana Schieferbein und Marco Fritzsche war der Fasching auch noch der Grund, warum man überhaupt ein Paar wurde. Die Regenten der Germanica Kösching haben sich nämlich vor Jahren im Verein kennengelernt und so haben die 20-jährige Lehramtsstudentin und der 25-jährige Bankbetriebswirt über das gemeinsame närrische Hobby zueinander gefunden. Jetzt freuen sie sich als Jana I. und Marci I. über eine ganz besondere Faschingssaison. Eine Köschinger Faschingsdynastie Vor 14 Jahren hat Prinzessin Jana in der Kindergarde der Köschinger Faschingsgesellschaft begonnen. Ein logischer Entschluss, denn sie entspringt einer Familie, die in Kösching für pure Faschingsbegeisterung steht. In der Saison 2017 sind sie und

Das Köschinger Prinzenpaar Jana Schieferbein und Marco Fritzsche mit Garde und Elferrat.


KÖSCHING 31

Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE fünf (!) ihrer Geschwister bei der Germanica aktiv – drei Geschwister in der Kindergarde, zwei in der „großen Garde“ und Jana krönt als Prinzessin quasi diese Familienangelegenheit. Dabei ist sie nicht die erste Hoheit: Michael, Daniel und Mona Schieferbein waren bereits Kinderprinz bzw. -prinzessin, ihre Schwester Nina hatte als Kinderprinzessin und als „große Prinzessin“ bereits die gesamte närrische Karriereleiter erklommen. Den Namen Schieferbein, den kennt man in Kösching aber nicht (nur) wegen des Faschings: Andreas Schieferbein, Vater der aktuellen Prinzessin, leitet seit 24 Jahren eine Anwaltskanzlei in Ingolstadt. Der Fachanwalt für Erbrecht ist außerdem als Marktrat und CSU Fraktionsvorsitzender in Kösching politisch engagiert. Mantelflickerzug am 19. Februar Am 19.02. schlängelt sich der Gaudiwurm erneut durch Köschings Straßen. Faschingsgesellschaften, Vereine und Gruppen aus der gesamten Region werden zu diesem Open Air Ereignis erwartet. Nach den großen Erfolgen von 2013 und 2015 freuen sich die Veranstalter auf den Startschuss für den Mantelklickerzug

Die Kinder- und Jugendgarden der Germanica mit ihren Trainern und dem Kinderprinzenpaar Timo I. und Lea I. Fotos: Germanica Kösching

2017. Nach dem Umzug findet eine große Faschingsparty mit DJ Gandi auf dem Köschinger Marktplatz statt. Der Spottname Mantelflicker für die Köschinger geht übrigens auf eine Legende zurück. Demnach soll ein

Der Mantelflickerzug schlängelt sich am 19. Februar durch Kösching.

Köschinger Ratsherr einen nagelneuen Mantel zerschnitten haben, um einen alten, zerschlissenen Mantel mit den „neuen Fetzen“ auszubessern. Deswegen sieht man auch im Köschinger Fasching immer wieder Ge-

stalten mit langen Mänteln, die mit bunten Flicken besetzt sind. Infos, Termine und mehr unter: www.germanica-koesching.de


32 GESELLSCHAFT

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JA, ich will …

16. Ingolstädter Hochzeitsmesse am So. 22.01.2017 in der Westpark-Plaza Fotos: Hochzeitsmesse Ingolstadt

(bp) Schauen, staunen, planen, informieren, buchen …Wie man stilvoll heiratet und was es zu managen gibt, das erfährt man bei der größten und herzlichsten Hochzeitsmesse der Region. Die große Hochzeitsmesse mit Ausstellern aus den unterschiedlichsten Hochzeitsbereichen,Brautmode-Highlights und einem exklusivem Bühnenprogramm! Zahlreiche Aussteller und Vertreter hochzeitsnaher Branchen nehmen an der etablierten Hochzeitsmesse in der Westpark Plaza teil. Von 11:00 bis 17:00 Uhr werden die neuesten Ideen und schönsten Looks für die Saison 2017/2018 präsentiert. Die Ingolstädter Hochzeitsmesse bündelt klassische Weddingbranchen von Brautkleid bis Trauring und Newcomer-Branchen wie Freie Trauungen, JunggesellinnenAbschiede, Photoboxen und mehr. Aufregende Modenschauen mit Kollektions-Neuheiten Zu den Highlights des Rahmenprogramms zählen die professionellen Modenschauen, die mehrmals auf der großen Show-Bühne im Plaza-Bereich stattfinden: Atemberaubend schöne Brautkleider und trendige Anzüge für den Bräutigam, Accessoires, sowie Floristik- und Frisurenideen für den großen Tag sind zu bestaunen. Love and Glamour halten Einzug und die Westpark-Plaza wird zu einem großen Hochzeitsfest. Verliebte und Festgäste werden vom umfassenden Sortiment der Aussteller begeistert sein. Jede Hochzeit soll einmalig und wunderschön werden, egal unter welchem Thema der besondere Tag vielleicht stehen mag – ob Standesamt, kirchlich, klassisch, bayrisch, im

Vintage-Style …, ob im kleinen oder großen Kreis … Auf der Ingolstädter Hochzeitmesse findet jedes Paar Inspiration für das eigene Fest. Von der klassischen Einladungskarte, über das gewagte Fotoshooting bis zum DJ und dem Brautwalzer – die Ingolstädter Hochzeitsmesse punktet mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Ausstellern. Aussteller aus über 20 hochzeitsnahen Branchen und eine außergewöhnliche Fashionshow garantieren, dass bei den Vorbereitungen nichts schief läuft und die Hochzeit ein unvergessliches Erlebnis wird. Die 16. Ingolstädter Hochzeitsmesse lässt alle Herzen höher schlagen.

Brautstrauß fangen und Gutscheine gewinnen: Mit etwas Glück wird die Hochzeit noch günstiger: Beim Brautstraußwerfen können die zukünftigen Bräute wertvolle Gutscheine der Aussteller gewinnen. Warum lange anstehen? Vorverkauf nutzen Tickets für die große Ingolstädter Hochzeitsmesse kann man und frau . ganz bequem an einer der Vorverkaufsstellen Karten erwerben: Donaukurier-Office (Mauthstraße), im Westpark (Eingang A, Infothek) und an der Tourist Information am Hauptbahnhof Ingolstadt. Der Vorverkauf läuft bereits!

Die Hochzeitsmesse widmet sich den Themen: • Brautkleider • Hochzeitsanzüge • Abendmode • Schmuck mit großer Auswahl an Trauringen • Zahlreiche Hochzeitslocations und Festsäle • Originelle Hochzeitsfrisuren und Styling-Tipps • Beauty • Kosmetik • Haarentfernung und Wellness • Floristik-Ideen • Hochzeitstorten und andere sweet dreams • Professionelle Angebote für Foto • Video und Multimedia • Festorganisation • Unterhaltung • Hochzeitstauben • Live-Auftritte verschiedener Künstler • Theologen für die freie Trauung • Kreative Einladungsund Tischkarten • Bonboniere und personalisierte Geschenke • Limousinen und Oldtimer für die Hochzeitsfahrt • Tanzschulen Mehr Informationen finden Sie unter: www.hochzeitsmesse-in.de


GESELLSCHAFT 33

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Willkommen in der Familien-Tanzschule Das Tanzstudio-Süd bietet Kurse für alle Altersklassen

(bp) Hier herrscht kein Drill und kein Zwang: Im Tanzstudio-Süd in Ingolstadt steht die Freude an Bewegung, Musik und dem lockeren Miteinander im Vordergrund. Und dieser Spaßfaktor hat schon aus dem größten Tanzmuffel einen begeisterten Tänzer gemacht! Ganz ohne Stress. Für Paare stehen im Tanzstudio-Süd die Klassiker Gesellschaftstanz und Discofox sowie spezielle Hochzeitskurse auf dem Programm. Aber auch Tanztrends wie Swing und Boogie Woogie werden angeboten. Solisten sind von Linedance, Jazz Dance, Ballett und einer großen Auswahl an Workshops, wie z. B. Burlesque begeistert. Für noch mehr Spaß und Können sorgen Tanzpartys, Übungsnachmittage und Tanz-Events. Mit 2 Jahren kann‘s schon los gehen Dance4Fun gibt es exklusiv nur im Tanzstudio-Süd. Kinder von 2 – 12 Jahren lernen dort mit Spaß, sich

wird Jazz Dance und Hip Hop angeboten.

Im Tanzstudio Süd steht die Freude an der Bewegung im Vordergrund. tänzerisch zu bewegen. Die besonders Ehrgeizigen und Begabten können in der Dance-Academy speziell gefördert werden – hier steht

die tänzerische Ausbildung im Vordergrund. Für Teens gibt es den Buster Groove Dance Club. Für Jugendliche und junge Erwachsene

Übrigens: Tanzen gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Und dass dieser Sport nicht männlich sei, ist völliger Blödsinn. Das Tanzparkett ist wohl mittlerweile die einzige Fläche, auf der nur die Herren die Aufgabe der Führung haben. Und dass im Tanzstudio-Süd so gerne und mit viel Freude getanzt wird, liegt an den freundlichen und professionellen Trainern, der riesigen Kursauswahl, den fairen Preisen und der besonderen Geschichte dieses Ortes. Schließlich befand sich in der Ostermairstraße über mehrere Jahrzehnte die legendäre Tanzschule von Kurt Cecconi. Der „Meister selbst“ ist immer noch aktiv und lädt im Tanzstudio-Süd immer mittwochs um 19:15 Uhr zum Tanztreff ein. Mehr unter: www.tanzstudio-sued.de


34 FASCHING

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Von Prinzen und Piraten

Die Faschingsgesellschaft REB ist bereit für die närrischen Höhepunkte Einfach Kult – die Piratenparty der REB

Von den Bambinis bis zum Präsidium sind alle Generationen der REB startklar für den Fasching 2017. (bp) Beinahe ein halbes Jahrhundert dauert sie nun schon an, die Faschingsbegeisterung in Reichertshofen und Baar-Ebenhausen. Für die Faschingsgesellschaft REB hat die 49. Saison der Vereinsgeschichte begonnen und mit dem Galaball am 14. Januar im Sportheim Baar nimmt sie jetzt so richtig Fahrt auf. Im Fasching 2017 regieren Prinzessin Nicole II. und Prinz Florian II. Beide sind keine Neulinge, was den Fasching betrifft: Nicole Eckl (21 Jahre) stammt aus Winden und tanzt seit der Gründung der Kindergarde bei der REB. Es ist bereits ihr 12. Jahr (!) als aktive Tänzerin. Respekt! Tanzen, Sport und Fitness sind ihre große Leidenschaft, beruflich ist sie als gelernte Bankkauffrau in der Welt der Zahlen und Bilanzen zu Hause. Dass sie ausgerechnet am 11.11.2016 ihre Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt bestanden hat, war reiner Zufall – aber sehr passend für eine närrische Hoheit. Ihr Prinz kann zwar noch keine 12 Jahre REB-Mitgliedschaft vorweisen, aber Florian Brandmeier hat auch schon eine Saison als Tänzer absolviert. Er wusste also genau, was auf ihn zu kommt – umso mehr freut auch er sich darüber, einmal im Leben als Prinz einen närrischen Hofstaat zu regieren. Der 30-jährige, der in Geisenfeld wohnt und als gelernter Industriemechaniker als Fertigungsfachkraft bei Audi arbeitet,

spielt außerdem Fußball beim SV Ernsgaden, liebt das Angeln und hält sich mit Fitness in Form. Das Prinzenpaar der REB ist wie die gesamte Truppe für einen langen Fasching, der unter dem Motto „Latino Americano“ steht, konditionell bestens aufgestellt. Und dass man auch in voller Mannschaftsstärke und vor allem sicher und pünktlich zu den vielen Auftrittsterminen kommt, dafür sorgt das traditionsreiche Familienunternehmen Stanglmeier Touristik. Und zwar nicht nur während der Faschingszeit: auch bei Ausflügen der REB, bei der alljährli-

chen Kinderfreizeit und bei Skifahrten setzt der Verein auf das Knowhow des Unternehmens. Wer Tagesfahrten, Busrundreisen, Kreuzfahrten und Flugreisen organisiert und Vereinsausflüge plant, ist eben der richtige Profi für die Mobilität einer fröhlichen Faschingstruppe. Sicherheit hat bei Stanglmeier Touristik dabei oberste Priorität: alle Busse werden regelmäßigen Wartungen unterzogen und alle Busfahrer werden professionell geschult (mehr Infos unter: www.stanglmeier.de).

Rund 800 Piraten werden am 24. Februar zur Piratenparty erwartet.

Alle Mann klar zum Entern! Nach diesem Motto treiben die Piraten seit Jahrzehnten ihr „Unwesen“ in Reichertshofen. Vor etwa 40 Jahren hat die REB ihren ersten Piratenball organisiert und die Veranstaltung erlangte schnell echten Kultstatus in der Region. Sich bei diesem Event zu treffen, das ist für viele ein absolutes Muss, selbst wenn man sich lange Zeit nicht sieht. In diesem Jahr müssen die Piratenkapitäne und -bräute allerdings einen neuen Kurs setzen: Erstmals findet die Veranstaltung in der Zweifachturnhalle in der Pestalozzistraße statt und nicht mehr in der Paarhalle (Brandbestimmungen und Co. machen den Umzug notwendig). Aber auch am neuen Standort (es werden 800 Gäste erwartet) wird das riesige Piratenschiff aufgebaut und die 22 Meter (!) lange Schnapsbar ist natürlich wieder mit dabei. Schließlich soll kein Seeräuber an Durst leiden müssen. Damit niemand auf dem Trockenen sitzt, sorgt Getränke Schöttl wie in den vergangenen Jahren als Haus und Hoflieferant der REB für Nachschub. Wer übrigens zuhause schon ein Einstimmungsschlückchen nehmen will (natürlich auch alkoholfrei) kann sich von Getränke Schöttl beliefern lassen, sogar bis ins Wohnzimmer (www.wir-liefern-getraenke.de). Für den passenden Sound bei der Piratenparty am 24. Februar sorgen DJ Brezi und DJ Daniel Melegi und die REB Faschingsgarde ist natürlich mit einer Showeinlage dabei. Einlass: 20 Uhr, Eintritt 8 Euro. Karten gibts ab Montag, 16.1., bei der Sparkasse Reichertshofen und an der Abendkasse.


36 FASCHING

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Vorbildliche Nachwuchsförderung Seit 15 Jahren gibt es eine Kindergarde bei der REB

(bp) Mit ihrer Idee, eine Kindergarde ins Leben zu rufen, lag sie goldrichtig: Vor 15 Jahren hat die damalige REB-Trainerin Manuela Pilz den Entschluss gefasst, den Faschingsnachwuchs speziell zu fördern – mit allem, was die „Großen“ Narren auch haben. Also Prinzenpaar, Garde, Funkenmariechen etc. Ein Prinz war in der ersten Saison der Kindergarde auch gleich gefunden, ihr Sohn Nico übernahm in der Saison 2002/03 als Nico, der Erste – in diesem Fall sogar der Allererste – zusammen mit Sophia I. das Zepter. Die Premiere war äußerst gelungen und die Kindergarde der REB war fortan fester Bestandteil des närrischen Treibens in Reichertshofen und Baar-Ebenhausen. Die Kindergarde umfasst mit den Bambinis (ca. 5–7 Jahre), der Showtanzgruppe (ca. 8–14 Jahre) und der Marschgruppe (ab 14 J.) Angebote für alle Altersklassen. Dazu kommt jedes Jahr ein Prinzenpaar, dass immer

eigentlich bei der Kindergarde anfangen, da waren aber schon alle Plätze ausgebucht. Was macht man dann? Man wird Prinzessin! Tobias Oswald wird im Februar 8 Jahre und wohnt in Reichertshofen, spielte schon bei der Langenbrucker Theatherbühne mit und hat wie seine Prinzessin Musik im Blut. Angekündigt werden die beiden dabei von den Kinderhofmarschallinen Sophie Bauer und Antonella Cosentino.

Das REB Kinderprinzenpaar Tobias Oswald und Lisa Roithmayr aus Kindern besteht, die noch nicht in der REB aktiv und sieben oder acht Jahre alt sind. In diesem Jahr

regieren Lisa I. und Tobias III. den Kinderhofstaat der REB. Lisa Roithmayr (8 Jahre) aus Wolnzach wollte

Komplettiert wird der Hofstaat durch Funkenmariechen Julia Berger. Zusammen werden die 38 Kinder etwa 30 Auftritte absolvieren, sie besuchen dabei auch Kindergärten, Schulen und Seniorenveranstaltungen und zu den Höhepunkten gehören natürlich die Einsätze beim Kindergardetreffen der REB am 29.Januar und beim Kinderball am 27.Februar, der erstmals in der Turnhalle Reichertshofen stattfindet. Auf die (überwiegend sehr jungen) Gäste warten eine große Tombola und die Möglichkeit, Luftballons zu mo-


FASCHING 37

Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE dellieren, dazwischen wird getanzt und gespielt. Außerdem kann jeder, seinem Kind bzw. Enkelkind, Freund oder Freundin einen Orden der REB verleihen lassen. Einfach zu Ballbeginn bei der Kasse anmelden! Mehr als „nur“ Fasching 99 Prozent der Teens wechseln bei der REB später in die Große Garde – wenn das keine erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist! Die Faschingsgesellschaft leistet damit außerdem wertvolle Jugendarbeit, die weit

Die großen und kleinen Tollitäten der REB zusammen mit dem Funkenmariechen der Kindergarde Julia Berger.

über ein „Bespaßen“ und Beschäftigen der Kinder hinaus geht. Über das ganze Jahr wird gemeinsam viel unternommen: Osteraktionen, eine Weihnachtsfeier, Sommerausflüge ( z.B. in einen Freizeitpark), ein Sommerfest zusammen mit den Erwachsenen, Skifahrten etc. stehen auf dem Programm. So wird der Zusammenhalt innerhalb der Gruppen gefördert und auch die gegenseitige Rücksichtnahme. So passen die „großen“ Kinder bei allen Auftritten und Events auf die kleinen auf, damit keiner verloren geht.


38 FREIZEIT

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Sportliches Indoor-Spektakel ADAC Hallen-Trial am 28. Januar in der Saturn Arena

Spannung und spektakuläre Zweirad-Duelle gibt es auch in diesem Jahr wieder, wenn die Saturn Arena in Ingolstadt am Samstag, den 28. Januar 2017, ihre Pforten für das vierte ADAC Hallen-Trial öffnet. Bei dem sportlichen Mix aus Fahrkönnen und Geschicklichkeit treten die besten deutschen Motorrad-Artisten gegen die europäische Elite an. Das Hallen-Trial ist dabei deutschlandweit eine einzigartige Veranstaltung, bei der die Zweiradartisten ihr akrobatisches Können unter Beweis stellen. Ihre Aufgabe ist es, meterhohe Hindernisse zu bezwingen, über schmale Stämme zu balancieren und atemberaubende Sprünge zu meistern. Das ADAC Hallen-Trial bietet damit nicht nur packenden Motorsport, sondern vor allem auch eine abwechslungsreiche Show für die ganze Familie. Zwei Wochen vor dem Startschuss steckt das Organisationsteam mitten in der Planung und Umsetzung. Die sechs Hindernisse werden noch am Computer simuliert und anschließend als Miniaturmodell nachgebaut, bevor sie in

Tickets sichern und mit dabei sein

Spektakuläre Sprünge kann man am 28.1. in der Saturn Arena erleben. Foto: Lydia Bauer

Wer jetzt noch mit dabei sein möchte, erhält Eintrittskarten für Erwachsene ab 19,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre können die Veranstaltung bereits ab 10,50 Euro besuchen. Die Tickets sind bei allen an Eventim angeschlossenen Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.eventim.de sowie in allen ADAC-Geschäftsstellen erhältlich. Aktuelle Informationen unter www. hallen-trial.de. Wer das Hallen-Trial aus einer ganz besonderen Perspektive beobachten möchte, hat außerdem die Möglichkeit, VIP-Tickets für die Loge zu buchen. Diese gibt es ausschließlich auf der Homepage unter: www.hallen-trial.de.

Originalgröße angefertigt und in der Saturn Arena positioniert werden. Das bedeutet viel Arbeit, die ohne die tatkräftige Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer vom MC Augsburg, MC Neuburg, AMC Kempten, der MSG Sulzberg und weiterer südbaye-

Gewinnspiel: Wir verlosen 5 x 2 Karten für das ADAC Hallen-Trial am 28.1. in Ingolstadt! Schicken Sie uns eine E-Mail an: loesung@blickpunktwochenende.de (Stichwort: HallenTrial, Einsendeschluss 19.01.2017)

rischer Ortsclubs gar nicht möglich wäre. Unter Leitung von Stefan Behr, dem Trial-Sportbeauftragten des ADAC Südbayern, entsteht zusammen mit dem rund 40-köpfigen Team eine Wettkampfarena, die sich sehen lassen kann.

Ein Hauch von Fernost Das chinesische Frühlingsfest im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt

Das chinesische Frühlings- oder Neujahrsfest gilt in China als der wichtigste Feiertag und läutet Ende Januar 2017 den Start in das „Jahr des Hahns“ ein. Anlässlich dieses hohen Feiertags veranstaltet das Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt im Festsaal des Stadttheaters ein eindrucksvolles Spektakel für die ganze Familie. Vom chinesischen Kulturministerium entsendet, wartet das Ensemble mit fantastischen Tanzchoreographien und Showelementen zu fernöstlichen Klängen auf. Atemberaubende Akrobatik, faszinierende Schattenspielkunst, traditionell chinesische

Musik-, Tanz- und Kung-Fu-Vorführungen lassen das Neujahrsfest zu einem farbenprächtigen Feuerwerk der chinesischen Kultur werden. Feiern Sie zusammen mit dem Ensemble vom „Happy Chinese New Year“ das Frühlingsfest und erleben Sie live die facettenreiche Kultur Chinas! Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Tickets sind ab 19 Euro (zzgl. Gebühren) erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen und auf www.eventim.de Alle Informationen unter: www.audi-konfuzius-institutingolstadt.de


FREIZEIT 39

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Schwitzen wie die Zaren Die neue russische Banja in der THERME ERDING

Mit Platz für über 100 Personen ist sie die größte Blockhaus-Banja der Welt. Schon von außen wird man ins kalte Sibirien versetzt, wenn die „SchneeMacher“ der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental um die Banja eine weiße Winterlandschaft zaubern. Und spätestens beim Eintreten in den Vorraum wird klar, dass dies keine normale Sauna ist. Umgeben von den beeindruckenden Naturstämmen aus sibirischer Zirbe, wird drinnen russische Saunatradition gelebt. Der Chor schmettert „Kalinka“ und die Banjameister zelebrieren den WenikAufguss im klassischen Stil mit gebundenen Birkenzweigen. Der Duft des frischen Birkensuds durchzieht den Raum. Durch die Temperatur von ca. 70 °C sowie die hohe Luftfeuchtigkeit wirkt die Wärme noch effektiver. Und das Schwitzerlebnis ist einfach rundum beeindruckend. Einzigartig im Ambiente, urig im Aussehen Die Banja in Erding ist ein echt russisches Original, im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten im kalten Sibirien im Sajangebirge, östlich von Abakan wurde am 14.09.2016 der „Grundstein“ gelegt. Ein Naturstammhaus zum Saunieren sollte es werden, groß und vor allem einzigartig. Rund eine halbe Million Euro wurden in die Hand genommen,

um die 26. Sauna in der VitalTherme & Saunen zu etwas ganz Besonderem zu machen. Bis zu 200 Jahre alt ist das Zirbenholz, das der Banja das einzigartige Aussehen und urige Ambiente verleiht. Stamm für Stamm wuchs das eindrucksvolle Blockhaus zu seiner stattlichen Grö-

Von hier an arbeiteten russische und deutsche Handwerker Hand in Hand und zügiger als geplant. So konnten rechtzeitig zum Weihnachtsfest am 23.12.2016 die ersten Gäste das neue russische Saunaerlebnis in der THERME ERDING testen und dank der modernsten und ener-

Getrocknete Birkenzweige, die in heißes Wasser getaucht werden, werden auch für spezielle traditionelle Anwendungen genutzt. Fotos: Therme Erding ße heran und mit dem Baufortschritt zog auch langsam der Winter in Sibirien ein – also höchste Zeit zum Aufbruch. Der erste LKW begann seine große Reise Mitte November. Zwei Wochen Fahrzeit, 6800 km und drei Landesgrenzen wurden überwunden, bis die kostbare Ladung sicher in Erding eintraf.

gieeffizientesten Beschneiungsanlage von TechnoAlpin weiße Weihnachten erleben. Offizielle Eröffnung wurde zur traditionellen russischen Weihnacht mit „Väterchen Frost“ am 06.01.2017 gefeiert. Von nun an darf in der VitalTherme & Saunen geschwitzt werden, wie es einst die russischen Zaren taten.

Das Badehaus der Russen in Sibirien Eine Banja (russ. für „Sauna“) besteht oft aus 2 oder 3 Räumen, dem Auskleideraum, dem Waschraum und dem eigentlichen Schwitzraum. Es gibt in Russland zwei Banjaarten, die „Weiße“ und die „Schwarze“ Banja (Rauchsauna). In den Dörfern und auf Bauernhöfen war es oft die einzige Waschgelegenheit. Grundsätzlich ähnelt das russische Bad der finnischen Sauna; allerdings ist der Badeablauf etwas anders. Der Aufguss erfolgt mit so genannten „Wenik“, getrockneten Birkenzweigen, die in heißes Wasser getaucht, einen angenehm frischen Duft verbreiten. Dazu wird der gesamte Körper mit den Quasten abgeschlagen, um die Blutzirkulation anzuregen. Die Luftfeuchtigkeit in der Banja und damit die gefühlte Temperatur hängt sehr stark von der Intensität und Dauer der Wenik Zeremonien ab, die traditionell mit einem Gläschen Vodka und einem herzhaften „sa sdorowje“ (auf die Gesundheit) beginnen. Weitere Infos: www.therme-erding.de Gewinnspiel: Wir verlosen 2 Tagestickets für die VitalTherme & Saunen (inkl. Nutzung der gesamten Thermenwelt). Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: loesung@blickpunkt-wochen ende.de (Stichwort: Therme Erding, Einsendeschluss 19.1.2017)


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Betreuung in der letzten Lebensphase AOK bietet Unterstützung mit dem Palliativwegweiser knapp 400 Pflegedienste mit Schwerpunkt Palliativversorgung und 300 Teams der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) verzeichnet. „In Bayern sind 19 Hospize, davon ein Kinderhospiz, 105 von den Krankenkassen geförderte ambulante Hospizdienste und 47 Teams im Bereich Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung für Erwachsene/SAPV für Kinder und Jugendliche eingetragen“, sagt

(bp) Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen eine besonders qualifizierte Versorgung und Betreuung. Wer dafür nach einer entsprechenden Einrichtung oder nach anderen Hilfsangeboten sucht, findet jetzt Unterstützung mit dem AOK-Palliativwegweiser. „Mit ihm lassen sich über Postleitzahl oder Ortsangabe schnell und umfassend qualifizierte Einrichtungen oder Hilfsangebote zur Hospizund Palliativversorgung in der Nähe finden“, erklärt Rainer Stegmayr, Marketingleiter von der AOK in Ingolstadt. Als erste Krankenkasse ergänzt die

AOK ihre individuelle Palliativberatung mit einem Online-Portal: www. aok.de/palliativwegweiser. Betroffene und Angehörige erhalten dort Informationen über Einrichtungen sowie Beratungs- und Hilfsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung. Die Anwendung steht jedem Internetnutzer uneingeschränkt zur Verfügung. Der AOK-Palliativwegweiser umfasst bundesweit aktuell mehr als 8.000 Einträge. Neben 238 stationären Hospizen und mehr als 600 Palliativstationen in Kliniken sind etwa 1.000 Hospizdienste,

Was ist denn das?

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„Eine Sterbeamme – Ein Sterbegefährte“

„Wenn wir eine weise Frau brauchen, die uns ins Leben hinein begleitet, so brauchen wir einen ebenso weisen Menschen, uns wieder hinaus zu begleiten.“ (Montaigne)

Abschiedsprozess gibt. Probleme im Abschied können sowohl bei Sterbenden, als auch bei denen entstehen, die begleiten (Nahestehende, Angehörige).

Sterbeammen und Sterbegefährten sind dazu ausgebildet, Menschen in Krisensituationen zu begleiten und ihnen eine neue Hoffnung auf Weiterdenken und Weiterhandeln zu vermitteln. Dass dazu ein fester Stand im eigenen Leben notwendig ist, liegt auf der Hand.

Sterbeammen und Sterbegefährten arbeiten frei von jeder Institution und/oder Konfession.

Eine handfeste Lebenskrise stellt dabei immer den Sinn des Lebens (und des Sterbens) in Frage. Deshalb werden Sterbeammen und Sterbegefährten auch dann gerufen, wenn es Probleme in einem

Drei wesentliche Stränge kennzeichnen die Ausbildung und die Arbeit von Sterbeammen und Sterbegefährten: 1) die Entwicklung eines geistig freibleibenden Weltbildes 2) die Verwandlung von Problemen und Ängsten ohne Medikamente (medikamentenfreie Anxiolyse) 3) die Arbeit mit Bildern und Geschichten nach Claudia Cardinal und der Umgang mit Symbolsprache

Stegmayr. Die Nutzer können gezielt nach bestimmten Inhalten suchen, zum Beispiel nach ambulanten Angeboten zur Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Darüber hinaus enthält der Palliativwegweiser weiterführende Informationen zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung sowie zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.


Blickpunkt | Januar 2017

Oberbürgermeister Christian Lösel

In aller Freundschaft Seehofer und Lösel trafen sich Ministerpräsident Horst Seehofer empfing Oberbürgermeister Christian Lösel, MdB Reinhard Brandl und den CSU-Kreisvorsitzenden Hans Süßbauer in der CSU-Landesleitung. Es war – nach Darstellung mehrerer Beteiligter – ein sehr freundschaftliches Gespräch. Der Ministerpräsident, hatte sich, da er aus terminlichen Gründen am Neujahrsempfang der Stadt Ingolstadt nicht teilnehmen konnte, die Neujahrsansprache von Christian Lösel schriftlich zu Gemüte geführt. Ihm sei, so Seehofer, zu Ohren gekommen, dass die Rede bei der Bevölkerung gut angekommen sei. Seehofer gefiel im Besonderen der angeschlagene Ton und die offene Ansprache auch kritischer Themen. Über die Probleme beim Klinikum ließ er sich ausführlich

informieren. Der Ministerpräsident schätzt und verlangt als Parteivorsitzender bekanntlich Bürgernähe und Aufklärung im Dienste der Bürger. Das will er in der Neujahrsansprache wiedergefunden haben. Teilnehmer des Gesprächs berichten, dass dieser Politikstil Lösels ausdrücklich gelobt wurde: „Weiter so!“. Beim wöchentlichen Podcast am Donnerstag erklärte der Oberbürgermeister, dass ihm bei den Turbulenzen am Klinikum das Wohl der Mitarbeiter, deren Sorgen und Nöte sehr am Herzen lägen. Sie müssten mit einer schwierigen Situation umgehen. Es gelte einen vernünftigen und menschlichen Umgang miteinander zu pflegen. Das wolle er auch im Aufsichtsrat des Klinikums zur Sprache bringen.

Fastenmeier im Fokus (hk) Donnerstagabend tagten Aufsichtsrat und Zweckverbandsversammlung des Klinikums Ingolstadt. Auf der Tagesordnung: Heribert Fastenmeier, der beurlaubte Geschäftsführer, gegen den ein Strafverfahren läuft. Die Aufsichtsräte und Zweckverbandsmitglieder sollten entscheiden, ob Fastenmeier (fristlos) gekündigt werden soll. Bei Redaktionsschluss stand das Ergebnis der Entscheidungen noch nicht fest. Sie könne sich aber auf www.

Blickpunkt-ingolstadt.de über den Ausgang der Sitzungen informieren. Bisher ist Fastenmeier, für den bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Vermutung der Unschuld gilt, nur beurlaubt. Er erhält daher noch seine regulären Bezüge. Sein freiwilliger Rückzug vom Amt des Geschäftsführers bedeutet juristisch nicht das Ende seines - die Bezüge sichernden Dienstvertrages.


42 VORSCHAU

Blickpunkt | Januar 2017

Christine Neubauer spielt heißblütige Dame Die Bairische Komödie Wasserburg gastiert mit „Die spanische Gräfin“ in Eichstätt (aha) Das Alte Stadttheater Eichstätt wird am 27. Januar zum Königlich Bayerischen Amtsgericht, Schauplatz der Komödie „Die spanische Gräfin“. Wir schreiben das Jahr 1910. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses wird eine spanische Tänzerin und Gräfin, die angeblich den Männern den Kopf verdreht, von Amtsrichter Zwicknagl vor das Gericht zitiert. Ist sie, wie sie behauptet, die Halbschwester von Lola Montez oder doch eine Hochstaplerin? Die Gemüter der Anwesenden sind extrem erhitzt, ein Tumult bricht los. Dann betritt der studierte Jurist und Schriftsteller Ludwig Thomas den Saal. Für die Komödie „Die spanische Gräfin“

Halbschwester von Lola Montez oder doch eine Hochstaplerin? Die prominente TV-Schauspielerin Christine Neubauer als geheimnisvolle Gräfin, die vor Gericht steht. Foto: Campos

hat sich Autor Jörg Herwegh sowohl von Georg Lohmeiers kultiger Fernsehserie „Königlich Bayerisches Amtsgericht“ (1968 bis 1972) inspirieren lassen, als auch von den satirischen Erzählungen des Volksschriftstellers Ludwig Thoma, der in seinem bürgerlichen Beruf als Anwalt viele denkwürdige Verhandlungen vor einem Amtsgericht erlebt hatte. Gespielt wird dieser Klassiker bayerischen Humors von dem elfköpfigen Ensemble der Bairischen Komödie Wasserburg. Die musikalische Begleitung kommt von der Schöngeisinger Blasmusik. Nähere Informationen: www.kleinkunstbuehne-straubing.de

Humor mit einer Portion „Semf“ Turmschreiber Lesung der CSU am 27. Januar

AUSSTELLUNGEN Bis 30.04.2017 “More Than Red - Passione Ducati“ Audi museum mobile Bis 26.03.2017 André Butzer – „... und sah den Frieden des Himmels“ Bayerisches Armeemuseum im Neuen Schloss Ingolstadt Bis 31.03.2017 „Nord gegen Süd. Der Deutsche Krieg von 1866“ Bayerisches Armeemuseum im Neuen Schloss Ingolstadt 15.01. bis 03.03.2017 „Mein Ingolstadt und Umgebung“ Das Mo – Neue Galerie Bis 11.06.2017 „Praxiswelten. Zur Geschichte der Begegnung von Arzt und Patient“ – Kooperationsprojekt mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt Bis 21.01.2017 „Sonne” Galerie Mariette Haas Bis 26.03.2017 „Kalotten und Marotten“ Lechner Museum Bis 19.03.2017 „Logo. Die Kunst mit dem Zeichen.“ Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt Bis 26.03.2017 „Archäologie Aktuell – Ausgrabungen in Ingolstadt“ Stadtmuseum im Kavalier Hepp Ingolstadt

Turmschreiber Helmut Eckl ist am 27.1. zu Gast im Theaterfestsaal. Foto: Kastl

(bp) Sie gehört in Ingolstadt zu den Kultveranstaltungen in der Faschingszeit: Die Turmschreiber Lesung, die nun schon zum 22. Mal von Brigitte Fuchs organisiert wird. Am Freitag, den 27. Januar, erwartet die Gäste wieder eine witzig-spritzige Mischung aus bajuwarischem Humor, geistreichen Geschichten und viel Musik. Auf neudeutsch würde man ihn den „Headliner“ nennen: Turmschreiber Helmut Eckl aus München ist gern gesehener Gast bei dieser Veranstaltung und wird auch in diesem Jahr das Publikum mit seinen satirischen Geschichten und pfiffigen Gedichten bestens unterhalten. Der

zweite Literat des Abends wird der Ingolstadt Poet und Fastenprediger Martin Dick sein. Ihren musikalischen Senf dazu geben Markus und Stefan, die als Musikkabarett „Siaßa Semf“ oberpfälzischen Humor mit nach Ingolstadt bringen. Aber eine Turmschreiber Lesung in Ingolstadt ist erst komplett, wenn auch Martin Ott mit seiner Kapelle dabei ist. Auf den „Papstpilot“ und seine Musiker kann man sich auch bei der 22. Auflage dieser Veranstaltung freuen. Kartenreservierung unter www.turmschreiberlesung.de oder mittels Reservierungsformular in der CSU Geschäftsstelle, Unterer Graben 77 in Ingolstadt.


VORSCHAU 43

Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE

Heavy Volxmusik

Die Troglauer Buam heizen der eventhalle Westpark ein (bp/aha) Nur ein einziges Mal wollten die sechs Burschen aus der nördlichen Oberpfalz zusammen auf der Bühne stehen und „Heavy Volxmusic“ spielen. Doch die anwesenden Fans brachten sie dazu, nochmals aufzutreten. Und dann noch einmal. Und plötzlich spielten sie knappe hundert Mal im Jahr, hatten nach nur vier Jahren ihren ersten Plattenvertrag bei Sony/BMG in der Tasche. Seither treten sie regelmäßig in den bekanntesten Fernsehshows auf, darunter die ARDSendung „Immer wieder sonntags“. Zudem sind sie Stammgäste im „ZDF-Fernsehgarten“ und auch auf SAT1, RTL, RTL2, MTV zu sehen. Seit 13 Jahren spielen die Troglauer in Originalbesetzung und begeistern ihre Fans in ständig neuen Gebieten. Sie schafften es, den Trailersong für den RTL-Quotenhit „Bauer sucht Frau“ zu liefern und schrieben für Maria Höfl-Riesch den Song „Maria – The Elegance of Speed“, der bei jeder ihrer Zieleinfahrten gespielt wurde und von

Stammgäste im „ZDF-Fernsehgarten“: Die Troglauer. Auch in vielen anderen bekannten Fernsehshows treten die sechs Buam auf. Am 18. Februar gastieren sie in der Ingolstädter eventhalle. Foto: Matthias Schwaighofer

den Troglauern in Schladming live zur Feier ihrer WM-Goldmedaille performed wurde. Alle ihre veröffentlichten Alben konnten sich in den Top 100 Media Control Charts platzieren. Ihr 2014 veröffentlichtes viertes Album marschierte in den Deutschen Charts sogar auf Platz 21 und auch das fünfte Album „EYOH!“ stieg im Juni 2016 auf Platz 26 ein. Ihre Open Airs sind mit rund 6000 Besuchern stets ein überregionales Highlight. Kein Festzelt, kein Oktoberfest und keine Party ohne den „Haberfeldtreiber“ der Troglauer. Diesen Song haben sie sogar vor 66000 Besuchern in der ausverkauften Allianz Arena in München präsentiert. Auch das bekannte „Alpen Flair“ Festival in Natz (Südtirol) rief nach den Troglauern. Dort traten sie zusammen mit Gotthard, Helloween, Heino und den Kastelruther Spatzen auf und werden dort auch 2017 wieder spielen. Doch vorher kommen sie am 18. Februar in die eventhalle und sorgen dort für entsprechende Stimmung.

„Des bin i“

Skydrunk-Sound

Michael Fitz tritt in der neun auf

Aichacher Ska-Pop-Band on tour

Der 58-jährige Schauspieler und Liedermacher Michael Fitz präsentiert seine hintersinnigen Songs am 19. Januar im Ingolstädter Kulturzentrum neun.

Mit seinem aktuellen Album „King & Queen“ macht das Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra am 14. Januar Halt im Altstadttheater. Foto: Maximilian Glas

Foto: Janine Guldener

(aha) Mit seinem mittlerweile sechsten Soloprogramm und acht Gitarren im Gepäck ist Michael Fitz derzeit auf Deutschlandtour. Auf ganz besondere Art und Weise setzt der Musiker, der dem TV-Publikum auch als Tatortkommissar Carlo Menzinger bestens bekannt ist, Themen in Musik und Poesie um. Eindringlich krempelt er das Innere nach außen, bürstet gegen den Strich und lässt sich nicht verbiegen. Mit seinen bayerischen und auch hochdeutschen Texten geht der aus der prominenten Münchner Künstlerfamilie Fitz stammende Schauspieler

und Songschreiber ernsthaft wie humorvoll seinen persönlichen Erlebnissen auf den Grund. In dem zweistündigen Panoptikum, das der Songpoet seinem Publikum offenbart, will er sich zwar treu bleiben, erfindet sich dabei trotzdem immer wieder neu. Das tut er mit großer Leidenschaft und Lebensfreude. Humor sieht er vor allem als die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können. Nähere Informationen: www.michaelfitz.de und www.neun-ingolstadt.de

(aha) Sie wollen die Menschen zum Tanzen bringen. Dieses Bedürfnis hat sich das Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra auf die Fahne geschrieben. Andreas Hager (Akkordeon), Matthias Lesti (E-Bass), Dominik Kneißl (DJ) und Josef Stadlmaier (Gesang) haben die Band 2005 in ihrer Musiker WG in Aichach gegründet. Ihr spezifischer Skydrunk-Sound ist geprägt vom Offbeat der Ska musik, gespickt mit einer Prise Rock und Pop und verschiedenen Einflüssen aus Hip-Hop, Funk, Polka und Reggae. 2008 hat die Band ihre erste offizielle Single auf-

genommen und hat damit Bobby McFerrins Hit „Don’t Worry, Be Happy“ eine Runderneuerung verpasst. Mit ihrem speziellen Soundmix konnten die Jungs schon auf vielen Festivals, darunter das Tollwood in München, das Publikum begeistern. Ihr nun drittes Album „King & Queen“ stellen The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra am 14. Januar im Altstadttheater Ingolstadt vor. Bairisch, modern, verkopft, intuitiv, tanzbar, skydrunk. Nähere Informationen: www.skydrunk.de


44 VORSCHAU

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„Ds passiert alles in dein Birne!“

Satirische Verserl

Die Teddy Show kommt an die Donau

Neugirg liest in der eventhalle

Teddy Teclebrhan tourt derzeit durch Europa. Am 11. Februar präsentiert er sein neues Liveprogramm in der Ingolstädter Saturn-Arena. Foto: Adrian Draschoff

Der oberpfälzer Kulturpreisträger Norbert Neugirg präsentiert seine humoristischen Ansichten am 12. März in der eventhalle Westpark. Foto: (oh)

(aha) Er schlüpft in die Rolle des Ernst Riedler, Antoine, Percy und Lohan Cohan. Er erzählt von alltäglichen Themen wie Freundschaft, Familie, Beruf, Politik, Erfolg und Liebe. Die Rede ist von dem deutschen Schauspieler, Entertainer und Webvideoproduzent Teddy Teclebrhan, bekannt unter dem Pseudonym Teddy Comedy. Mit seinem neuen Liveprogramm „Ds passiert alles in dein Birne!“ präsentiert er eine einmalige Show aus Comedy, Musik und Tanzeinlagen. Humorvoll, etwas verrückt, zweideutig aber immer unterhaltsam möchte Teddy seinem Publikum klarmachen, dass alles, was seine Figuren beschäftigt, wie sie sich verhalten oder wofür sie sich entschei-

(bp/aha) Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell’n, Buchautor und Verserlreimer liest und rezitiert aus seinen Texten. Neueste Gedanken zu den Themen unserer Zeit und dazwischen hintersinnige bis hinterfotzige Reime, mit denen er als Kommandant der Altneihauser bis in die erfolgreichste Fernsehsendung des BR „Fastnacht aus Franken“ vorgedrungen ist. Vom Mittelalterwahn bis zum Umweltwahnsinn, von schrägen Zeitgenossen und skurrilem Weltwitz, es treten Psycherl, Monster, Spießigkeit und mehr auf: Norbert Neugirg balanciert gekonnt zwischen Kabarett und Philosophie und trägt auf seine

den, zunächst in deren Birne beginnt. Der Comedian offenbart, wie seine Figuren ihre Wahrnehmung kreieren und Einfluss auf ihre Realität nehmen. Teddy tourt derzeit mit dieser Show durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 11. Februar gastiert er in der Saturn-Arena. Kultstatus erreichte der Entertainer bereits mit seinem ersten Liveprogramm „Was labersch du...?!“, das er über 100 Mal präsentierte. Auch im Internet ist Teclebrhan sehr gefragt. Sein YouTube Video „Der Integrationstest“ brachte ihm mittlerweile über 30 Millionen Klicks ein. Nähere Informationen: www.eventim.de

unverwechselbare Art mal pointiert, mal kritisch, aber immer furios seine Gedanken vor. Begleiten wird Norbert Neugirg das Trio „Hullerngroove“ aus Franken. Wer dabei traditionelle Volksmusik erwartet, wird an diesem Abend sein musikalisches Wunder erleben. Man darf also gespannt sein auf den oberpfälzer Kulturpreisträger mit seinen bisweilen schrägen humoristischen Ansichten und die Musiker Sigrid Lukas (Akkordeon, Gesang), Rainer Brunn (Gitarre, Gesang) und Norbert Gubo (Kontrabass, Gesang). Nähere Informationen: www.eventhalle-westpark.de

Britischer Jazz The Big Chris Barber Band gastiert in Ingolstadt

Der Vollblutmusiker Chris Barber spielt mit seiner Band am 19. Januar im Audi Forum. (bp) Mit der hochkarätigen Big Chris Barber Band startet die Konzertreihe „Jazz im Audi Forum Ingolstadt“ in das neue Jahr. Der Posaune spielende und singende Gentleman Chris Barber gilt mit rund 16.000 Konzerten und mehr als 50 ehemaligen Bandmit-

Foto: (oh)

gliedern als einer der erfolgreichsten Jazzmusiker aller Zeiten. Der 86-jährige Brite kommt mit seiner Big Band bereits zum sechsten Mal nach Ingolstadt und präsentiert seine beliebte Melange aus Swing, New OrleansJazz, Gospel und Blues.


VORSCHAU 45

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Hommage an Falco

Musicalbiografie über die Poplegende aus Wien (aha) Falcos „Rock Me Amadeus“ erreichte 1986 als bis heute einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts. Diesen Welthit und viele weitere wie „Der Kommissar“, „Jeanny“ oder „Out of the Dark“ interpretiert der an der Theaterhochschule Leipzig ausgebildete Vollblutsänger und –Schauspieler Alexander Kerbst in „Falco – Das Musical“. Produzent Oliver Forster widmet dem durch seine eigenwillige Kunstsprache aus Deutsch, Englisch und Wiener Dialekt berühmt gewordenen Falco zum 60. Geburtstag eine bewegende musikalische Biografie. Das Publikum erlebt in dieser zweistündigen Liveshow die Annäherung an die Popikone, aber auch die Abgründe des 1998 verstorbenen österreichischen

Musikers. Das bildgewaltige Musical gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt des Hans Hölzel alias Falco. Die Präsentation der Superhits wird durch schrille und extravagante Tanzeinlagen bereichert und von kunstvollen Projektionen und Originalvideosequenzen umrahmt. „Falco – Das Musical“ ist eine tiefe Verbeugung und leidenschaftliche Hommage an Falcos Leben und Schaffen. Die glamouröse Show der Extraklasse tourt derzeit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 22. Januar gastiert sie im Festsaal des Ingolstädter Stadttheaters. Zum Verwechseln ähnlich: Vollblutsänger und –Schauspieler Alexander Kerbst überzeugt in der Rolle der Kunstfigur Falco in der Show „Falco – Das Musical“. Foto: Marcel Klette

Nähere Informationen: www.falcomusical.com und www.cofo.de

Das Phantom geht um Die Central Musical Company gastiert in Ingolstadt

Attila Falvay, János Fejérvári, Ferenc Bangó und György Éder (von li nach re) gastieren am 31. Januar im Ingolstädter Kolpinghaus. Foto: (oh)

Jubiläumstournee 50 Jahre Kodály Quartett

Nur die schöne Christine rührt das zerrissene Herz der Bestie. Die Geschichte vom „Phantom der Oper“ kann das Publikum am 26. Januar im Festsaal des Ingolstädter Stadttheaters miterleben. Foto: (oh)

(bp/aha) Das Phantom der Oper gehört zu den beliebtesten Musicals aller Zeiten. Die große Originalproduktion von Librettist Paul Wilhelm und Komponist Arndt Gerber auf Basis der weltbekannten Romanvorlage von Gaston Leroux tourt derzeit wieder durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Geschichte von der Bestie, die tief in den dunklen Gewölben der Pariser Oper haust und sein entstelltes Antlitz hinter einer Maske verbirgt, nur von der Musik und dem jungen Chormädchen Christine Daaé ange-

tan ist, wird von der Central Musical Company mit einem vielseitigen Bühnenbild, modernste Licht- und Tontechnik, einprägsamen Melodien sowie authentischen Kostümen in Szene gesetzt. Ein großes Orchester, anmutige Balletttänzer, ein großartiges Gesangsensemble und internationale Solisten machen diese Musicalaufführung zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Nähere Informationen: www.asa-event.de

(aha) Das aus Ungarn stammende Kodály Quartett spielt auf seiner Jubiläumstournee Streichquartette von Beethoven, Haydn und Schubert sowie Werke ungarischer Komponisten. Das Pädagogische Zentrum Ingolstadt und das Diözesanbildungswerk

Eichstätt präsentieren das Quartett am 31. Januar um 19.30 Uhr im Spiegelsaal des Ingolstädter Kolpinghauses. Kartenvorverkauf: Rundbau des Pädagogischen Zentrums Ingolstadt. Kartenreservierung unter Tel. 0841 / 4913–0


46 STADT INGOLSTADT

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Sicherheitsgefühl stärken

In Ingolstadt baut man auf mehr Polizei, Ordnungsdienst und Sicherheitswacht sowie Videoüberwachung (sf) Die öffentliche Sicherheit spielt in Ingolstadt eine große Rolle. Zwar ist die Donaustadt gemessen an der Kriminalitätsstatistik eine der sichersten Großstädte Deutschlands, doch neben den offiziellen Zahlen gibt es noch die so genannte „gefühlte Sicherheit“ der Bürger, die nicht immer unbedingt identisch mit der objektiven Lage sein muss. Um vor allem diese „gefühlte Sicherheit“ der Bürger zu stärken, aber auch um die „tatsächliche Sicherheit“ zu erhalten und zu verbessern, hat man sich in Ingolstadt zahlreiche Maßnahmen überlegt. Dazu gehört mehr Personal bei der Polizei, die Einsätze von Sicherheitswacht und Kommunalem Ordnungsdienst genauso wie mehr Videoüberwachung oder verstärkte Kontrollen bei Veranstaltungen. Wer heuer eine Großveranstaltung wie das Ingolstädter Volksfest besucht hat, hat sie sicher schon bemerkt: die Absperrungen rund um das Festgelände sowie die Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen, die Taschenkontrollen durchführen. Maßnahmen wie diese wurden im vergangenen Sommer in intensiven Gesprächen erarbeitet, um die Sicherheit in Ingolstadt zu erhöhen. Dabei wurde auch erklärt, dass sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger durch die Präsenz von Polizeikräften und Sicherheitsleuten erhöht. Deshalb soll die Ingolstädter Polizei Verstärkung bekommen: 20 weitere Sollstellen wurden der Polizeiinspektion Ingolstadt bereits zugesagt, darüber hinaus möchte der Freistaat Bayern bis 2020 jedes Jahr zusätzlich 500 Polizisten einstellen, die dann an die einzelnen Präsidien verteilt werden – ein Vorhaben, von dem auch Ingolstadt profi-

Mehr Sicherheit auf Ingolstadts Straßen: Die Mitarbeiter der Sicherheitswacht sind seit vielen Jahren im Einsatz. Aktuell werden weitere Ehrenamtliche gesucht. Foto: Polizei tiert. „Es ist wichtig, dass wir Ängste und Sorgen der Bevölkerung wahrnehmen und aufnehmen“, erklärte Oberbürgermeister Christian Lösel in seiner Haushaltsrede. Auch er setze sich für eine „überproportionale Aufstockung der Ingolstädter Polizei“ ein und erklärte, dass er nicht locker lassen werde, ehe „der letzte von uns geforderte Polizist seinen Dienst hier auch angetreten haben wird“. Kommunaler Ordnungsdienst: präventiv und deeskalierend handeln Bewährt hat sich in der Vergangenheit auch der Einsatz der Mitarbeiter vom Kommunalen Ordnungsdienst.

Ihre Aufgabe ist es beispielsweise Lärmbelästigungen, Vandalismus oder Alkoholexzesse zu unterbinden. Die Mitarbeiter handeln präventiv und deeskalierend und rufen bei größeren Problemen die Polizei zur Hilfe. Der Kommunale Ordnungsdienst besteht aus Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens, das direkt dem Ordnungs- und Gewerbeamt der Stadt Ingolstadt unterstellt ist. Er nimmt Aufgaben für die Sicherheitsbehörde im öffentlichen Raum wahr und kann daher auch Verstöße wie das „Wildpinkeln“ oder unerlaubte Müllentsorgung ahnden. Derzeit ist der Ordnungsdienst in der Innenstadt und im Klenzepark unterwegs und das an Wochenenden und Feiertagen zwischen 21.30 Uhr und 6 Uhr morgens. Sein Einsatz wurde erst kürzlich für weitere zwei Jahre vom Stadtrat genehmigt. Sicherheitswacht sucht Verstärkung

Weitere Beamte gefordert: Oberbürgermeister Christian Lösel setzt sich für die Aufstockung der Ingolstädter Polizei ein. Foto: Fotolia

Die Sicherheitswacht besteht aus 14 ehrenamtlichen Mitgliedern, die in der Fußgängerzone, in Tiefgaragen oder Parks unterwegs sind. Sie sind eine Art Bindeglied zwischen Bürgern und Polizei und können Personen anhalten, sie befragen und ihre Personalien feststellen, wenn dies zur Gefahrenabwehr oder zur Beweissicherung notwendig ist. Außerdem können sie bei Gefahr im Verzug einen Platzverweis erteilen. Die Sicher-

heitswacht sucht momentan noch Verstärkung: Bewerber müssen zwischen 18 und 60 Jahre alt sein und können sich bei der der Polizei unter der Telefonnummer 0841/93430 melden. Die Beamten wählen dann geeignete Kandidaten aus, die eine 14-stündige Ausbildung und diverse Fortbildungen erhalten. Videoüberwachung ausweiten Auch prüft die Polizei derzeit gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt, inwieweit man die Videoüberwachung im öffentlichen Raum ausdehnen könnte. Wertvolle Dienste hat schon eine Kamera am Omnibusbahnhof geleistet, die die Polizeiinspektion unterhält und die in Echtzeit Bilder auf die Bildschirme der Polizisten überträgt. So konnte schon so manche Straftat verhindert werden. Eine weitere Anlage gibt es beim Audi Sportpark. Derzeit wird überlegt, welche Plätze man zusätzlich per Kamera überwachen könnte. Dafür könnte die Polizei beispielsweise die Kameras der INVG an den Haltestellen mitbenutzen, denn die Verkehrsgesellschaft hat bereits im Sommer 2015 beschlossen, ein kamerabasiertes Sicherheitssystem im ÖPNV einzurichten. Nachdem der Testbetrieb abgeschlossen ist, findet man künftig Kameras etwa an den Haltestellen Rathausplatz, Schutterstraße, Nord- und Hauptbahnhof, am ZOB, Brückenkopf und Audi Sportpark.


STADT INGOLSTADT 47

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Ob Sozialwohnungen oder Einfamilienhäuser: Durch die vermehrte Bautätigkeit in Ingolstadt wird in den kommenden Jahren eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erwartet. Foto: Fotolia

Spitzenreiter beim sozialen Wohnungsbau

In Ingolstadt ist jede elfte Wohnung eine Sozialwohnung. Die Stadt baut weitere in den kommenden Jahren und weist Bauland auch für Einfamilienhäuser aus. (sf) In Ingolstadt ist Wohnraum sehr gefragt, denn es zieht immer mehr Menschen in die Donaustadt. Um den steigenden Bedarf zu decken, weist die Stadt immer wieder neue Baugrundstücke aus. So entstehen beispielsweise demnächst die neuen Wohngebiete „Am Samhof“ in der Nähe des Klinikums oder „Am Kreuzäcker“ in Oberhaunstadt. Darüber hinaus investiert die Stadt auch sehr stark in den sozialen Wohnungsbau. Bereits jetzt ist jede elfte Wohnung eine Sozialwohnung – damit belegt Ingolstadt den Spitzenplatz im bayerischen Vergleich. Die einen suchen ein Häuschen im Grünen, die anderen möchten möglichst zentral in der Altstadt leben, wiederum andere wünschen sich eine bezahlbare, aber dennoch geräumige Wohnung: Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse beim Wohnen und deshalb versucht die Stadt Ingolstadt auch all diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Verschiedene Pro-

jekte wurden deshalb ins Leben gerufen, die für mehr Wohnraum sorgen und auch die verschiedenen Wünsche der Bürger aufgreifen. Ingolstadt liegt weit über dem bayerischen Durchschnitt Dabei schneidet Ingolstadt im Vergleich mit anderen Städten sehr gut ab: Erst kürzlich hat etwa die LBS Bayern dazu Ergebnisse veröffentlicht. Die Bausparkasse hat Daten des Landesamtes für Statistik ausgewertet und dabei festgestellt, dass in Ingolstadt verglichen mit anderen Städten besonders viele Wohnungen oder Häuser entstehen. Sechs neue Häuser je 1000 Einwohner wurden in Ingolstadt im vergangenen Jahr genehmigt, der bayerische Durchschnitt liegt bei 4,2 Wohnungen je 1000 Einwohner. Insgesamt hat sich in den vergangenen Jahren einiges in Ingolstadt getan: Von 2002 bis 2015 gab es einen prozentualen Zuwachs an neuen Wohnungen von fast 20 Prozent, damit liegt die Donaustadt wieder ganz vorne. Denn durchschnittlich liegt dieser Zuwachs in anderen Städten bei rund 10 Prozent.

Jede elfte Wohnung ist eine Sozialwohnung Auch bei der Anzahl der Sozialwohnungen belegt Ingolstadt einen Spitzenplatz. Denn hier sind 8,9 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert, in Erlangen sind es beispielsweise 8,2 Prozent, in Regensburg 6,3 und in München nur 5,1 Prozent. Damit liegt Ingolstadt wieder einmal weit über dem Durchschnitt von 5,9 Prozent. Von den etwa 63 700 Wohnungen, die es hier gibt, ist jede elfte Wohnung eine Sozialwohnung. Dazu kommen weitere 3200 Wohnungen, die zu vergleichbar günstigen Konditionen von den Wohnungsbaugesellschaften vermietet werden. Nimmt man diese hinzu, dann wäre eigentlich jede siebte Wohnung eine Sozialwohnung. Bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, gerade auch für die sozial schwächeren Bürger – das freut auch den Oberbürgermeister: „Keine andere bayerische Großstadt kann hier einen besseren Wert aufweisen“, sagt Christian Lösel. Auch künftig möchte er den Fokus auf den sozialen Wohnungsbau legen und weiteren sozialen Wohnraum schaffen.

Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erwartet 6000 weitere Wohnungen sollen in den kommenden fünf Jahren in Ingolstadt entstehen, 1900 davon durch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG). Aktuell realisiert die GWG bereits verschiedene Projekte. Etwa den Neubau einer Wohnanlage mit 190 Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten und Tiefgarage an der Peisserstraße (Oberbayerns größtes öffentlich gefördertes Wohnungsbauprojekt) oder den Neubau an der Goethestraße. Hier entsteht eine Wohnanlage mit 45 meist eher kleinen Mietwohnungen und 64 Fahrradstellplätzen – gerade für Auszubildende und Studenten sicherlich ein sehr interessantes Objekt. Ingolstadt kann sich also auf einen deutlichen Zuwachs an Wohnraum freuen, durch den sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt entspannen dürfte. Davon ist auch der Oberbürgermeister überzeugt. „Aufgrund des deutlich höheren Angebots kann man davon ausgehen, dass auch die Preise entsprechend zurückgehen“, ist sich Lösel sicher.


48 STADT INGOLSTADT

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Lutherjahr 2017:

Vielfältiges Programm auch in Ingolstadt zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“

Im Lutherjahr 2017 gibt es zahlreiche Veranstaltungen in Ingolstadt, die sich mit dem Wirken des Reformators auseinandersetzen. (sf) Martin Luther setzte im Jahr 1517 mit seinen 95 Thesen, die als Beginn der Reformation gelten, eine Reformbewegung in ganz Europa in Gange, die zu tiefgreifenden kulturellen und politischen Veränderungen führte. Wie sich die Welt danach veränderte und welche Relevanz dieses Ereignis auch heute noch hat, kann man im Lutherjahr in Ingolstadt bei zahlreichen Veranstaltungen erfahren. Das evangelisch-lutherische Dekanat und die Stadt Ingolstadt haben ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das das gesamte Jahr über interessante Diskussionen und gute Unterhaltung verspricht. Die Veranstaltungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Am Dienstag, 24. Januar, erfahren interessierte Zuhörer beispielsweise im Gemeindehaus St. Matthäus von Regionalbischof HansMartin Weiss, wie es um den Humor bei Luther bestellt war. Am Freitag. 3. Februar, kommen bei einer szenischen Lesung Romanfreunde auf ihre Kosten. Die Ingolstädter Autorin Carmen Mayer hat mit „Das Awaren-Amulett“ einen spannenden historischen Roman geschrieben, der in den Wirren der Bauernaufstände (1525/1526) in Bayern spielt und das Schicksal der protestantischen Landbevölkerung durch die unter Zwang durchgeführte Rekatholisie-

rung schildert. Die Lesung wird von der Autorin gemeinsam mit verschiedenen Schauspielern vorgetragen. Von der Rebellion bis hin zur Flucht: Vorträge im Lutherjahr

wird einen Vortrag zum Thema „Schreit es herab von den Dächern – über den Mut zu sagen, was ist“ halten und auf aktuelle globale Probleme wie Massenflucht und Kriege eingehen. Kunst und Jugendevent

Viele interessante Vorträge gibt es ebenfalls im Lutherjahr zu hören: So referiert etwa Professor Tim Lorentzen am 27. März um 19.30 Uhr zum Thema „Reform oder Rebellion? Evangelische Bewegungen im Herzogtum Bayern“ im Rudolf-Koller-Saal der VHS. Er betrachtet das Wirken der Frauen und Männer, die sich trotz rigoroser Verbote der bayerischen Herzöge für ihren Glauben stark machten und zeigt auf, dass es vor allem Laien waren, von denen die wichtigsten Aktionen ausgingen. Ebenfalls im Rudolf-Koller-Saal zu hören ist auch der Vortrag von Professor Friedrich Wilhelm Graf am 30. März über die Geschichte der Reformationsjubiläen sowie die Rede zur Deutschen Einheit von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am 2. Oktober um 20 Uhr. Professor Manfred Gerwing hingegen beleuchtet Reformation und Gegenreformation genauer. „Johannes Eck und Martin Luther – ein immerwährender Streit?“ heißt sein Vortrag, den man am 9. Februar im Alten Rathaus besuchen kann. Am 13. Juni wird Friedrich Schorlemmer im Gemeindehaus St. Matthäus erwartet. Der Theologe und frühere DDR-Bürgerrechtler

Auch das Thema „Kunst und Reformation“ wird bei verschiedenen Veranstaltungen behandelt. So hält Kirchenrat Helmut Braun am 4. Mai um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Matthäus einen Vortrag zum Thema „Zwischen Gott und der Welt. Kunst im kirchlichen Raum“, Elisabeth Schenk berichtet im Museum für Konkrete Kunst und Design an mehreren Abenden im Juni und Juli zum Thema „Kunst im Umbruch“. Im Kulturzentrum neun hingegen gibt es im September eine Veranstaltung, die sich explizit an Jüngere richtet: „Lutherfutter live“ heißt das Jugendevent, das am 23. September ab 9.30 Uhr stattfindet und bei dem man an Workshops und Diskussionen teilnehmen kann. Außerdem gibt es auch eine große Party mit der Band „Good Weather Forecast“. ZDF-Fernsehgottesdienst und GKO Natürlich gehören im Lutherjahr auch zahlreiche Gottesdienste mit zum Angebot. So findet am 29. Ja-

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nuar um 11 Uhr unter dem Titel „Wenn Thesen Denkweisen verändern“ ein Gottesdienst mit besonderer Musik und Texten statt. Sie sollen zeigen, wie die Reformation sich auf Gesellschaft, Bildung und Politik ausgewirkt hat und zum Nachdenken anregen. Im März (19.3.) wird das ZDF einen Gottesdienst aus der Martinskirche Spitalhof übertragen. Pfarrerin Andrea Wagner-Pinggéra hat eine Predigt über Argula von Grumbach vorbereitet, die sich für die Reformation und die Glaubensfreiheit einsetzte und sich mit ihren Schreiben an die Mächtigen ihrer Zeit wandte. Am Ostersonntag (16.4.) wird ein Kantatengottesdienst um 10 Uhr in der Matthäuskirche gefeiert, in dem Solisten des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt (GKO) ein Werk von Johann Sebastian Bach präsentieren. Auch am Reformationstag werden die Musiker des GKO im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Matthäuskirche um 10 Uhr zu hören sein. Weitere Infos sowie alle Veranstaltungen sind in einem Flyer zu finden, der unter anderem in der Touristinformation am Alten Rathaus und am Hauptbahnhof erhältlich ist. Natürlich auch als PDF im Internet, unter www.ingolstadt.de/reformation oder www.ingolstadt-2017.de


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Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE

2016 hat sich viel in Ingolstadt ereignet. Die wichtigsten Bauprojekte, Veranstaltungen und Erfolge haben wir in einem kleinen Jahresrückblick zusammengefasst. Foto: Fotolia

Vom Sportbad bis zum Fußgängertunnel

Jahresrückblick: 2016 wurden viele wichtige Projekte abgeschlossen und neue begonnen (sf) Das Jahr 2017 hat gerade angefangen und natürlich stehen auch heuer wieder zahlreiche wichtige Entscheidungen, Bauprojekte und Ereignisse an. Was sich im vergangenen Jahr in Ingolstadt getan hat, zeigt ein kleiner Jahresüberblick, der einige wichtige Meilensteine zusammenfasst. Ein geschichtsträchtiges Ereignis beschäftigte die Stadt das ganze Jahr über: 2016 jährte sich die Verkündung des Reinheitsgebots für Bier in Ingolstadt zum 500. Mal. Das besondere Jubiläum wurde mit über 60 kulturellen Veranstaltungen gefeiert (von japanisch-bayerischer Musik bei der „Fasshallenreihe“ bis hin zur Kunstausstellung rund um den Bierbauch). Und natürlich mit dem historischen „Fest zum Reinen Bier“ und dem extra zum Jubiläumsjahr veranstalteten „ZAM“-Fest. Sportbad und Ballspielhallen Gute Nachrichten gab es 2016 für alle Sportbegeisterten in Ingolstadt: Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde im April das neue Sportbad an der Jahnstraße eröffnet, das in die Jahre gekommene Hallenbad Mitte schloss daraufhin für immer seine Tore. Im neuen Sportbad, das laut Oberbürgermeister Christian Lösel zu den modernsten und flexibelsten Sportbädern in Deutschland gehört, gibt es ein Sportbecken mit einer Größe von 50 mal 25 Metern, das mithilfe von Hubwänden in drei jeweils 25

Meter große Einzelbecken unterteilt werden kann. Hinzu kommen ein Lehrschwimmbecken, eine Sprunganlage und eine moderne Saunalandschaft. Ebenfalls in der Fertigstellung: drei moderne Ballspielhallen in Zuchering, Gerolfing und an der Stollstraße, die jetzt genügend Raum für den Schulsport und für Vereine bieten. Veränderungen in der Museumslandschaft Auch innerhalb der Ingolstädter Museumslandschaft hat sich viel getan: Ende Juli konnte der Erweiterungsbau am Deutschen Medizinhistorischen Museum eröffnet werden. Der moderne Bau dient als neuer Eingangsbereich mit Foyer, Kasse und Museumsshop und ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Außerdem gibt es jetzt im Museum genügend Platz für Sonderausstellungen und auch das Museumscafé „Hortus Medicus“ hat mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus seinen Betrieb aufgenommen. Im Juni fand für das Museum für Konkrete Kunst und Design (MKKD) der offizielle Baubeginn statt. In nächster Zeit wird dafür die ehemalige Gießereihalle aufwändig saniert und umgebaut. Dadurch bekommt das Museum eine doppelt so große Präsentationsfläche wie am bisherigen Standort in der Tränktorstraße. 2019 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und die ersten Besucher dort begrüßt werden.

Fußgängertunnel und Fußgängerzone Nun können Bahnhofsbesucher vor Wind und Wetter geschützt vom Parkhaus Ost zum Zug laufen: Der Fußgängertunnel am Hauptbahnhof, der von der IFG Ingolstadt gebaut wurde, konnte Ende 2016 eröffnet werden. Er verlängert den von der Deutschen Bahn errichteten Tunnel um 125 Meter in Richtung Ringsee. Die Arbeiten waren eine große Herausforderung: Um den laufenden Bahnbetrieb nicht zu beeinträchtigen, erfolgte die Tunnelverlängerung in insgesamt fünf Abschnitten zu je zirka 25 Metern. Dabei wurden 22 Gleise untertunnelt. Auch in der Fußgängerzone wird sich in den kommenden Jahren einiges tun: 2016 haben die ersten Arbeiten für die Umgestaltung in den Nebenstraßen begonnen, dort wurden die Leitungen für Wasser oder Gas erneuert. Die eigentliche Neugestaltung soll in fünf Bauabschnitten erfolgen und 2021/2022 abgeschlossen sein. Sie sieht unter anderem neue Aufenthaltsflächen, einen neuen Bodenbelag und als ganz besonderes Gestaltungselement den „Code der Stadt“ vor – auf etwa 60 Informationstafeln aus Metall, die in den Boden eingelassen werden, kann man sich dann über die Geschichte Ingolstadts informieren. Forschung und Digitales Gründerzentrum Wie kann man die Sicherheit im Straßenverkehr weiter verbessern?

Damit beschäftigen sich seit Juni die zahlreichen Mitarbeiter des Forschungs- und Testzentrums CARISSMA, das an die Technische Hochschule angegliedert ist. Die Halle wurde in 18 Monaten Bauzeit errichtet und kostet rund 28 Millionen Euro. Finanziert wird sie vom Bund und vom Freistaat Bayern. Nur einen Monat später folgte ein weiteres wichtiges Ereignis: Ingolstadt erhielt den Zuschlag für ein Digitales Gründerzentrum, das in den imposanten Kavalier Dallwigk in der Nähe des Forschungszentrums CARISSMA ziehen wird. Der historische Bau muss dafür aber noch aufwändig saniert werden. Fahrradfreundliche Stadt Ingolstadt ist allein schon aufgrund der Tatsache, dass der Automobilbauer Audi hier seinen Sitz hat, eine Autostadt, doch auch das Fahrrad wird als Verkehrsmittel immer beliebter. Rund 21 Prozent macht der Anteil der Radler am Gesamtverkehrsaufkommen aus. Eine beachtliche Zahl verglichen mit anderen Städten. Für ihr Bemühen, den Radverkehr durch zahlreiche Maßnahmen zu erhöhen, wurde die Stadt Ingolstadt 2016 als „fahrradfreundliche Kommune“ vom bayerischen Innenminister ausgezeichnet. Eine richtungsweisende Entscheidung aus dem vergangenen Jahr wird bis 2019 Gestalt annehmen – der AudiBahnhalt, ein neuer, dritter Bahnhof, der für den Norden der Stadt entscheidende Entlastung bringen wird.


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Sicher und barrierefrei Bus fahren Reformation und Gegenreformation INVG bietet viele Angebote und Tipps, um die Nutzung angenehm zu gestalten

Zum Themenjahr 2017 gibt es zahlreiche interessante Angebote der ITK in Ingolstadt (bp) Als Sitz der Ersten Bayerischen Landesuniversität war Ingolstadt über Jahrhunderte hinweg geistiges und kulturelles Zentrum Bayerns. Aus der bedeutenden Universität gingen weltberühmte Persönlichkeiten und Vereinigungen hervor, real und fiktiv: Doktor Frankenstein, die Illuminaten und auch der Theologieprofessor Dr. Johannes Eck sind bekannte Beispiele. Insbesondere Eck machte als einer der größten Gegenspieler Martin Luthers Ingolstadt zu einem Zentrum der Gegenreformation. Im Themenjahr 2017 gibt es zahlreiche Veranstaltungen in Ingolstadt rund um Reformation und Gegenreformation.

Barrierefreie Ausstattung: Wenn Rollstuhlfahrer diesen Knopf an der Bustüre drücken, kann eine Rampe ausgefahren werden. Foto: INVG (bp) Barrierefrei mit dem Bus fahren – die INVG macht es möglich: Bereits mehr als 80 Prozent der Fahrzeuge der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft können abgesenkt werden, um den Fahrgästen das Einsteigen an den Haltestellen zu erleichtern. Wer auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, weiß diesen Service sehr zu schätzen. Doch es gilt auch, wichtige Sicherheitsregeln zu beachten. Zwei INVG-Broschüren geben Auskunft.

den. Entscheidend für die Sicherheit der Passagiere ist aber auch das richtige Verhalten. Denn für das Ein- und Ausrollen sowie die sachgemäße Handhabung des Rollators und der Rollstühle im Fahrzeug ist jeder Kunde selbst verantwortlich. Entscheidend ist daher, dass wegen des leichteren Ein- und Ausstiegs möglichst so genannte „niederflurgerechte Bushaltestellen“ genutzt werden, auch wenn der Weg dadurch geringfügig weiter ist.

„Wir arbeiten beständig daran, das Nahverkehrsangebot für alle Kundinnen und Kunden der INVG zu verbessern“, betont Geschäftsstellenleiter Hans-Jürgen Binner. „Auch die Fahrgäste, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, liegen uns sehr am Herzen.“ Seit Jahren baut die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft ihr barrierefreies Angebot aus, damit Rollstuhlbenutzer, Eltern mit Kinderwagen, gehbehinderte und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkte Menschen sowie Senioren mit Rollator sicher, bequem und zuverlässig den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen können.

Tipps und Sicherheitsregeln in Broschüre

Richtiges Verhalten wichtig So wurde vor allem in die Fahrzeuge und Haltestellen investiert: Mehr als 80 Prozent der Ingolstädter Busse verfügen über eine Rampe mit einer sogenannten Kneeling, können also an den Haltestellen abgesenkt wer-

Wegen der höheren Fahrzeugbesetzung sollten darüber hinaus Fahrten in den Hauptverkehrszeiten vermieden werden. Mit einem Rollator oder Rollstuhl ist der Einstieg nur an der zweiten Tür möglich. Die Fahrerinnen und Fahrer der INVG sind im Verkehr umsichtig und vorausschauend, aber unvorhersehbar scharfe Brems- oder Ausweichmanöver sind nie auszuschließen. Daher ist es für alle Passagiere unerlässlich, sich während der Fahrt stets einen festen Halt zu verschaffen und Rollstühle oder Rollatoren zu sichern. Weitere Tipps und Sicherheitsregeln sind in zwei Broschüren zusammengefasst, die im Kundencenter (Mauthstraße 4) erhältlich sind. Informationen über das barrierefreie Fahren mit dem Bus gibt es auch per E-Mail (info@invg.de) oder am Service-Telefon (0841/ 97439333)

Martin Luther bezeichnete ihn einst als „die Sau von Ingolstadt“ – gemeint ist der katholische Theologe Dr. Johannes Eck. Eck lehrte an der Bayerischen Landesuniversität zu Ingolstadt und wurde wegen seines beinahe schon fanatischen Kampfes gegen die Reformation zu einem der größten Widersacher Martin Luthers und zum Feindbild der Reformationsbewegung schlechthin. Im Rahmen der berühmten mehrtägigen Leipziger Disputation im Jahre 1519 forderte Eck Martin Luther offen zum Schlagabtausch, begründete damit die katholische Gegenreformation und machte mit seiner erzkatholischen Lehre die Universität Ingolstadt zu einem Zentrum der Gegenreformation.

Viele Events und Veranstaltungen 2017 feiert man auf der ganzen Welt 500 Jahre Reformation unter Martin Luther. Die Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH (ITK) setzt einen Gegenpol – und lädt alle Besucher dazu ein, wenn die Geschichte im Spannungsfeld zwischen Reformation und Gegenreformation wieder lebendig wird. Das ganze Jahr über finden zahlreiche Events und Veranstaltungen rund um den Widerstreit zwischen Luther und Eck statt. Treffen Sie Dr. Eck „persönlich“ Die ITK bietet darüber hinaus das ganze Jahr über Führungen rund um das Thema Reformation und Gegenreformation in Ingolstadt an. Bei den etwa zweistündigen Streifzügen durch die historische Altstadt geht es zu verschiedenen Orten evangelischer Kirchengeschichte in Ingolstadt und zu Originalschauplätzen des Lebens und Wirkens von Dr. Johannes Eck. Und bei der Erlebnisführung „Jesuiten, Illuminaten & die Sau von Ingolstadt“ kann man mit Akteuren hautnah in die Zeit der Bayerischen Landesuniversität eintauchen – und Dr. Eck „persönlich“ kennenlernen. Alle Infos zum Themenjahr gibt es im Internet unter www.ingolstadttourismus.de/500JahreReformation sowie in der Tourist Information beim Rathausplatz.

Die hohe Schule war das wichtigste Gebäude der Bayerischen Landesuniversität Ingolstadt. Sie rückte durch den Universitätsprofessor Johannes Eck in den Mittelpunkt der Gegenreformation. Foto:ITK


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Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE

Bürgerinitiative erfolgreich

Geld per Smartphone schicken

Hagau soll bis Ende 2017 ans Glasfasernetz angeschlossen sein

Mit Kwitt und der Sparkassen-App geht das einfach und schnell

(bp) Die Zeiten in denen die Bürger in Hagau gelangweilt auf den Ladebalken ihres Internetbrowsers starren, sind vorbei, denn auch sie dürfen sich bald über einen schnellen Glasfaseranschluss freuen. Mit einer Bürgerinitiative gelang es den Bürgern in Hagau l, initiiert durch den Ortssprecher Alois Haas, in Zusammenarbeit mit dem Tochterunternehmen der Stadt Ingolstadt „comingolstadt“, den Glasfaserausbau vorzuziehen. „Die schlechte Anbindung in Hagau ist vielen Anwohnern schon lange ein Dorn im Auge“, berichtet Haas. „Da war es naheliegend, an die comingolstadt heranzutreten und zu versuchen, einen vorzeitigen Ausbau des Glasfasernetzes zu erwirken. Erwartungsgemäß groß war das Interesse und die Beteiligung beim Infoabend im Sportheim Zuchering am 24.07.2016.“ Innerhalb kürzester Zeit viele Verträge abgeschlossen Die comingolstadt bot an, den Anschluss an das Glasfasernetz bis Ende 2017 zu realisieren, sollten sich genügend Haushalte in Hagau für einen Glasfaserdienst der comingolstadt entscheiden. Innerhalb kürzester Zeit hatte Alois Haas gemeinsam mit anderen Helfern 95 Prozent der Grundstücksnutzungsverträge und

eine nicht unbeträchtliche Zahl an Vorverträgen eingeholt. Ein beispielloses Engagement, das die Entscheider bei der comingolstadt beeindruckt und dazu bewogen hat, dem Ausbau grünes Licht zu geben. comingolstadt freut sich über Engagement und Vertrauen „Das ist ein toller Tag, auch für uns“, sagt Siegfried Panzer, der Geschäftsführer der comingolstadt, und fügt hinzu „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Bürgern aus Hagau den Glasfaseranschluss so zeitnah umsetzen können. Es bestätigt uns in unserer Arbeit und spiegelt die enorme Bedeutung eines leistungsfähigen Internets, Telefons und TV-Anschlusses in der heutigen Zeit wider.“ Produktportfolio mit hochmodernen Kommunikationslösungen Das Produktportfolio für Privatkunden umfasst hochmoderne Kommunikationslösungen. So kombiniert das Glasfaser-Premium Paket der comingolstadt einen Telefon-, Internetund TV-Anschluss zum attraktiven Festpreis. Bandbreiten von bis zu 100 Megabits pro Sekunde ermöglichen den Zugang zu modernen Multimediaanwendungen und bieten ein Vielfaches an Qualität und Leistung gegenüber anderen Internetzugangsmöglichkeiten.

Auch Hagau darf sich bald über schnelles Internet freuen. Möglich gemacht hat das eine Bürgerinitiative. Foto: Fotolia

Geld senden im Café: Mit Kwitt kann man das schnell und unkompliziert mit dem Smartphone erledigen. Foto: Fotolia (bp/sf) Kwitt ist eine neue Funktion der Sparkassen-App. Damit können Sie schnell, leicht und sicher per Handy Geld an Freunde und Bekannte senden. Ob beim gemeinsamen Restaurantbesuch, im Café, im Park, im Schwimmbad oder wo auch immer Sie unterwegs sind. So einfach geht es Mit Kwitt verschicken Sie einfach und schnell Geld von Handy zu Handy. Und zwar an jedes deutsche Girokonto. Alles was Sie dafür brauchen, ist die Sparkassen-App mit der neuen Kwitt-Funktion und die Handynummer des Empfängers. Wählen Sie aus Ihrer Kontaktliste einfach den Empfänger aus und senden Sie ihm den gewünschten Betrag. Bis 30 Euro ist dies sogar ohne Transaktionsnummer (TAN) möglich. Der Empfänger erhält dann eine Benachrichtigung. Sollte er nicht bei Kwitt angemeldet sein, bekommt er eine Nachricht mit einem Link auf eine Webseite, auf der er seine IBAN für die Transaktion angeben kann. Übrigens: Mit Kwitt können Sie nicht nur Geld verschicken, sondern auch Geld anfordern. Dazu muss aber auch Ihr Kontakt bei Kwitt angemeldet sein. Natürlich kann man Anforderung auch ablehnen, auf Wunsch auch mit einem Kommentar, warum man der Anfrage nicht nachkommen möchte.

Kwitt ist sicher Kwitt entspricht höchsten Sicherheitsstandards und den Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Daher haben die Verantwortlichen auch die Begrenzung auf 30 Euro ohne TAN bei jeder Zahlung eingeführt, insgesamt kann man täglich ohne TAN bis zu 100 Euro überweisen. Dafür sind dann mehrere Zahlungen nötig. Größere Geldsummen sind bei Eingabe der TAN auch möglich. Wie viel man aber senden kann, hängt vom Tageslimit und den Vorgaben für das eigene Girokonto ab. Gleich ausprobieren und sich jetzt registrieren Wer jetzt neugierig geworden ist und den neuen Service gleich einmal ausprobieren möchte, kann das ohne großen Aufwand tun. Die KwittFunktion findet man direkt in der Navigation der Sparkassen-App. Registrieren Sie sich noch heute, damit Sie diese Funktion auch gleich nutzen können. Sie haben die App noch nicht? Kein Problem, die Sparkassen-App ist kostenlos und Sie können Sie sich im iTunes-Store und Google Play Store jederzeit herunterladen und auf ihrem Smartphone oder Tablet sogleich installieren. Danach einfach loslegen und Geld verschicken oder empfangen - jederzeit und überall.


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Ungezwungen Netzwerken

Startup-Barcamp Ingolstadt im EGZ (bp/sf) Diskutieren, präsentieren, neue Kontakte knüpfen: Im Juni 2017 wird am Wochenende vom 24. bis zum 25. Juni das zweite Startup-Barcamp in Ingolstadt stattfinden. Ungezwungen Netzwerken steht neben Wissenstransfer auf dieser „Unkonferenz“ im Vordergrund. Unkonferenz deshalb, weil die Teilnehmer selbst auch die Vortragenden, Ideengeber, Problemsteller oder ganz einfach Workshop-Teilnehmer sein werden. Die Crowd (das sind alle anwesenden Barcamper) bestimmt nämlich die Inhalte. Im vergangenen Jahr drehten sich die Sessions (so heißen die Workshops) um verschiedene Themen: dazu gehörten etwa Business Model Canvas (eine Methode, die Gründungswillige bei der Entwicklung innovativer und komplexer Geschäftsmodelle unterstützt), Erfahrungsberichte vom Gründer der BFFT, auf Facebook live übertragen, Diskussion zum Digitalen Gründerzentrum oder Selbstverwirklichung. Aber noch zahlreiche weitere Sessions zu unterschiedlichen Schwerpunkten wurden von den Teilnehmern angebotenen und gleichzeitig angenommenen. Eine wirklich gelungene Veranstaltung, findet auch EGZGeschäftsführer Hannes Schleeh. „Wer noch nie auf einem echten Barcamp war, sollte es unbedingt einmal ausprobieren. Aber Vorsicht, es könnte süchtig machen“, sagt er.

Barcamps werden in Bayern immer beliebter Inzwischen verbreitet sich das sehr basisdemokratische Format, sich an einem Wochenende gegenseitig schlau zu machen, auch in Bayern viral. Auf den Demodays von Werk1 und Baystartup in München hatten die Teilnehmer des ersten Startup-Barcamps nur Positives zu berichten. Gerade für Gründer hat sich dieses Format als sehr effizient erwiesen. Die reichlichen Pausen zwischen den Sessions bieten nämlich die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen.

Highlight des Stadtwerke-Jahrs 2016 war sicherlich der neue SWI-Windpark in Oberfranken. Aber auch in anderen Unternehmensbereichen hat sich viel getan – wie der SWI-Jahresrückblick in Zahlen zeigt. Foto: SWI

Das war 2016

SWI-Jahresrückblick in Zahlen: Immer im Einsatz für Stadt und Region

Unterstützer gesucht Firmen, die Gründer beraten oder sich von jüngeren Gründern inspirieren lassen wollen, sind natürlich gerne eingeladen, das Barcamp zu besuchen oder es finanziell zu unterstützen. Goldsponsor sind bis jetzt der BeraterPool Ingolstadt e. V. sowie die DONAT group GmbH, Bronzesponsor die HWK Ingolstadt. Auch die Ingolstädter Agentur Junges Blut sowie die IFG Ingolstadt haben ihre Unterstützung zugesagt. Wer mehr über das Barcamp erfahren möchte, kann sich ausgiebig auf der Internetseite www.startupbarcamp.de informieren. Weitere Infos erhält man auch vom Team des EGZ unter der Telefonnummer 0841 9014–0

(bp) Energie für die Stadt und die Region – das ist die Aufgabe der SWI, dafür sind sie das gesamte Jahr über im Einsatz. Allein mit der Lieferung von Strom, Erdgas oder Fernwärme ist es aber nicht getan. Viele weitere interessante Zahlen machen ein Jahr bei den Stadtwerken Ingolstadt aus. Ein Rückblick auf das Jahr 2016: 245 Baustellen: Neue Stromkabel verlegen, Gasleitungen sanieren oder das Fernwärmenetz erweitern – die Stadtwerke Ingolstadt arbeiten kontinuierlich daran, die Energieversorgungsnetze zu erweitern und die hohe Versorgungssicherheit zu garantieren. Im Jahr 2016 stellten sie dies bei 245 großen und kleinen Baustellen unter Beweis. 682.047 Kilometer: Die Mitarbeiter der Stadtwerke Ingolstadt sind viel auf den Straßen in Ingolstadt und der Region unterwegs. 682.047 Kilometer legten Zählerableser, Monteure, Bauleiter und Kundenberater im Jahr 2016 für die SWI-Kunden zurück. 2.800 Leuchtmittel getauscht und 680 Störungen behoben: Im Auftrag der Stadt Ingolstadt sind die Stadtwerke für die Straßenbeleuchtung zuständig. Im Jahr 2016 tauschten die SWI-Mitarbeiter 2800 Leuchtmittel aus und behoben 680 Störungen an Straßenlaternen – darunter defekte und durch Verkehrsunfälle beschädigte Masten.

Interessanter Austausch: EGZ-Geschäftsführer Hannes Schleeh referiert vor Teilnehmern des Startup-Barcamps. Foto: EGZ

35.613 Kundenanrufe: Mehr als 35.000 Anrufe bewältigten die SWIMitarbeiter im Callcenter und kümmerten sich dabei freundlich und

kompetent um zahlreiche Kundenanliegen: von der Umzugsmeldung bis zur Abschlagsänderung, von der Produktberatung bis zur Rechnungserklärung. 165 Millionen Kilogramm CO2-Einsparung: Die Stadtwerke Ingolstadt zeigen in den Feldern Energieerzeugung und Mobilität großes Engagement für den Klimaschutz. Beispiele dafür sind eine eigene Biogasanlage, der neue SWI-Windpark Hain-Ost und zwei weitere Windkraftbeteiligungen, der aus Wasserkraft erzeugte Ökostrom INstrom aquavolt und der Einsatz für die Elektromobilität. Die 165.000 eingesparten Tonnen CO2 entsprechen den Emissionen eines durchschnittlichen Pkws, der sage und schreibe mehr als 30.000 Mal die Welt umrundet. 12.982 Besucher in beiden Kundencentern: Die SWI-Kundencenter in der Ringlerstraße und in der Mauthstraße sind die erste Anlaufstelle für alle Kunden, die persönliche Beratung wünschen. Mehr als 10.000 Besucher nahmen dieses Angebot in den vergangenen zwölf Monaten wahr und wurden beraten – ganz nach dem SWI-Motto „Besser ganz nah!“. 1.300 neue Hausanschlüsse: Damit die Energie auch ins Haus kommt, benötigt jeder Neubau einen Hausanschluss für Wasser, Strom, Erdgas und/oder Fernwärme. Um das auch in der Boomtown Ingolstadt zu gewährleisten, schlossen die Stadtwerke im Stadtgebiet und in den Umlandgemeinden im Jahr 2016 rund 1.300 neue Verträge für Hausanschlüsse aller Sparten ab.


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Blickpunkt | Januar 2017 | ANZEIGE

Elektroschrott entsorgen leicht gemacht INKB-Container werden gut angenommen (bp) Fast jeder Deutsche schmeißt jährlich 500 Kilo Dinge weg, davon sind 8,8 Kilo Elektroschrott. Vor allem jetzt nach Weihnachten, wenn man neue, moderne Geräte bekommen hat, will man die alten loswerden. Während die Kartoffelschale eine Biotonne, die Zeitung eine Papiertonne hat, gibt es für Elektroschrott aber keine gesonderte Hausentsorgung – doch in den Hausmüll darf und sollte alte Elektronik nicht! Vielleicht sind einigen schon die orange und weißen Container aufgefallen. Mit ihnen haben die Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) einen neuen Versuch gestartet: An drei unterschiedlichen Standorten in Ingolstadt (Buxheimer Weg, Bei der Hollerstaude, Schröplerstraße) haben sie Container für die Sammlung von ausgedienten Elektrokleingeräten aufgestellt. „Mit den neuen dezentralen Sammelstellen wollen wir den Ingolstädtern kurze Entsorgungswege anbieten. Unabhängig der Öffnungszeiten von Wertstoffhöfen und Geschäften kann jeder Elektrokleingeräte in die Container einwerfen“, so Thomas Schwaiger, Vorstand der INKB. Ziel des Versuches ist, die Sammelquote von alten Kleinelektrogeräten zu erhöhen und die Entsorgung über die Restmülltonne zu minimieren. Schließlich schreibt das Elektro- und Elektronikschrottgesetz (ElektroG) vor, dass defekte Geräte, die mit Strom aus der Steckdose, mit Batte-

rien oder Solarzellen betrieben werden, nicht über die Restmülltonne entsorgt werden dürfen. Fachgerechte Entsorgung Anhand der ersten Leerungen konnten die Kommunalbetriebe feststellen, dass die Container gut von den Bürgern angenommen werden. Einige Container waren bereits bei der ersten Leerungsrunde nach drei Wochen voll. Die Altgeräte aus den Containern wurden per Hand sortiert und der Verwertung zugeführt. Mit der sachgemäßen Entsorgung der Elektrogeräte kann man wertvolle Rohstoffe wiedergewinnen. Ferner werden mögliche Umweltbelastungen aufgrund gefährlicher Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel durch Quecksilber, Blei oder Cadmium, vermieden. Wenn diese Stoffe nicht fachgerecht entsorgt werden, gefährden sie Mensch und Umwelt. Noch ein Hinweis der Abfallberater: In die Container gehören Elektrokleingeräte wie Toaster, Föhn, Rasierer, elektrische Zahnbürsten, Handys, Laptops, Wasserkocher oder Bügeleisen und dergleichen. Batterien und Akkus sollen aber vorher aus den Geräten entfernt werden. Weitere Auskünfte erteilen die Abfallberater der INKB unter Tel. 0841/305–3721. Infos sind auch im Internet unter www.inkb.de zu finden.

Spaß für Groß und Klein: die Eisdisco in der Saturn Arena Foto: Stadtwerke Freizeitanlagen.

Zehn Jahre Eisdisco

Das Jubiläum wird am 21. Januar mit einer Party groß gefeiert (sf/bp) Wenn es Samstagabend draußen finster ist, wird an den Reglern der Lichtanlage in der Zweiten Eishalle in Ingolstadt ordentlich geschraubt. Denn dann beginnt die beliebte Disco on Ice – für alle, die bei kühlen Temperaturen gerne eine heiße Sohle auf die Eisfläche legen. Die Veranstaltung erfreut sich bereits seit zehn Jahren großer Beliebtheit. Das Jubiläum feiern die Betreiber, die Stadtwerke Freizeitanlagen, mit einer großen Party am 21. Januar 2017 ab 19.30 Uhr . Vielen erwachsenen Ingolstädtern ist noch der „Discolauf“ aus dem Eisstadion an der Jahnstraße ein Begriff. Gerne erinnern sie sich, als sie sich dort mit ihren Freunden getroffen haben und gemeinsam im Scheinwerferlicht und bei angesagter Musik Schlittschuh gelaufen sind. Was sich früher bereits großer Beliebtheit erfreut hat, kommt auch bei den Jugendlichen heute gut an und so ist die Eisdisco in der Halle 2 regelmäßig gut besucht. Es gibt eine Lichtshow, es legen verschiedene DJs auf und die Besucher können gleichzeitig noch etwas für ihre Fitness tun, indem sie sich auf dem Eis bewegen. Große Party am 21. Januar

Praktische Entsorgungsmöglichkeit für Elektrokleingeräte: die neuen Container der INKB Foto:INKB

Nun gilt es, einen ganz besonderen Anlass gebührend zu feiern: die beliebte Eisdisco in der Saturn Arena und der Zweiten Eishalle wurde am 23. Dezember 2016 bereits 10 Jahre alt und al-

le Besucher können mitfeiern! Denn die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen bedanken sich bei allen treuen Eisdiscobesuchern mit einem unvergesslichen Partyabend am 21. Januar 2017 ab 19.30 Uhr. Die größten Hits und weitere Specials An diesem Abend wird es viele kleine Specials geben, die den runden Geburtstag zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Unter dem Motto „The Best of 10 Jahre Eisdisco Ingolstadt“ werden den ganzen Abend lang die größten Hits des vergangenen Jahrzehnts gespielt. Für die ersten Besucher gibt es außerdem ein süßes Präsent in Form von kleinen Geburtstagstörtchen zu naschen. Außerdem werden unter allen Gästen 10 Euro-Wertgutscheine verlost. Kinderlauf bereits um 16.30 Uhr Aber auch an die jüngsten Eisläufer haben die Verantwortlichen gedacht: Damit auch die kleinen Eisdisco-Fans mitfeiern können, findet an diesem Tag bereits um 16.30 Uhr ein Nachmittagslauf mit Musik und tollen bunten Lichteffekten statt, bei dem gemeinsam mit der Familie auf dem Eis gefeiert werden darf.. Die Stadtwerke Freizeitanlagen stoßen an – auf alle treuen Besucher und auf viele weitere Jahre Eisdisco in Ingolstadt!


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Blickpunkt | Januar 2017

KOMMENTAR

BÖSER BLOG

Von Hermann Käbisch

Von Melanie Arzenheimer

Ehrenamt als Alibi?

Integrationszwang

Als „bodenlose Unverschämtheit“ empfindet Dorothea Soffner (CSU) unsere Fragen zu den wirtschaftlichen Verbindungen der Stadträte zur Stadt Ingolstadt (siehe Seite 6 ff). Schließlich sei Stadtrat ein Ehrenamt.

sind. Meinen Sie, Frau Soffner, eine Mauschelei ist keine mehr, wenn sie von ehrenamtlichen Stadträten begangen wird? Und warum sollen eigentliche auch Ehrenamtliche keine Geschenke annehmen?

Donnerwetter Frau Soffner! Ist Ihnen denn entgangen, wer in Ingolstadt das Sagen hat? Der Oberbürgermeister, weil er Berufspolitiker ist? Ein Blick in die Gemeindeordnung verrät Ihnen: Der Berufspolitiker/Oberbürgermeister einer Kommune ist zuständig für die „laufenden Angelegenheiten“ der Verwaltung und für den Vollzug der Stadtratsbeschlüsse. Die Macht liegt nicht beim Oberbürgermeister sondern beim Stadtrat, der über alle wichtigen Fragen zu entscheiden hat.

Stadtrat zu sein, das heißt, Macht auszuüben. Diese Machtausübung ist nicht von der Form der Entlohnung abhängig. Sie als steuerlich nicht Ungebildete wissen, dass die Einkünfte eines Stadtrats „sonstige Einkünfte“ im Sinne des Steuerrechts sind, die ganz normal der Versteuerung unterliegen – abgesehen von einem Freibetrag in Höhe von circa 2400 Euro jährlich. Und: Das Entgelt eines Stadtrats, der auch in dem einen oder anderen Ausschuss sitzt (von Fraktionsvorsitzenden ganz zu schweigen) liegt höher als der gesetzliche Mindestlohn bei einer Vollzeittätigkeit. Ein Vollzeitjob ist das Stadtratsmandat aber sicher nicht.

Daher ist es extrem wichtig zu wissen, ob Stadträte mit der Stadt „verbandelt“ sind, ob sie unabhängig in ihren Entscheidungen sind. Die Wichtigkeit dieser Maxime unterstreicht die Gemeindeordnung auch dadurch, dass Stadträte von der Beschlussfassung ausgeschlossen sind, wenn sie bei einer Angelegenheit selbst beteiligt sind. Das Gesetz schließt dann nicht nur die Berufspolitiker von der Entscheidung aus – nein, selbstverständlich auch alle ehrenamtlichen Stadträte, die betroffen

SPRÜCHEKLOPFER

Wer wissen will, ob in Ingolstadt gemauschelt wird oder nicht, darf sich von der Bezeichnung „Ehrenamt“ nicht blenden lassen. Wir reden hier von bezahlten Stadträten und nicht von wirklich ehrenamtlichen Menschen, die Behinderte betreuen oder sich anderweitig aufopfern. Und Stadtrat wird man freiwillig – es ist keine babylonische Gefangenschaft.

So wie die in die Kamera lächeln, wollen die wieder in den Landtag.

Tanja Schorer Dreml, Christine Haderthauer (beide MdL) und Bürgermeister Albert Wittmann beim Neujahrsempfang in Ingolstadt. Foto: Kajt Kastl

ist gerade die Stadt mit dem höchsten Durchschnittseinkommen in Bayern und dem zweithöchsten in ganz Deutschland so attraktiv für Primark und Co? Ist der Ingolstädter an sich etwa vermögend, aber geizig? Manchmal könnte man dieses Gefühl haben. Denn wenn es irgendwo Freibier, Kugelschreiber oder Süßes umsonst gibt, ist der Ansturm riesig.

Es ist mal wieder kompliziert. Auf der einen Seite eine nüchterne Statistik, auf der anderen die gefühlte, graue, triste „Realität“. In Ingolstadt liegt das mittlere monatliche Bruttoeinkommen von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bei 4545 Euro. Eine stolze Summe. Und doch tummeln sich hier jede Menge 1-Euro-Shops und Billiganbieter diverser Importwaren von der Matratze bis zum Glitzerfummel. Aber warum

Oder aber sind die „Schicki-MickiSchanzer“ zu Höherem berufen? Also zum Schampus-Frühstück auf dem Münchner Viktualienmarkt zum Beispiel. Und natürlich geht man dann flanieren in der Maximilianstraße (obwohl man sich seine Klamotten doch lieber im Outlet holt). Mega-Parkgebühren wirken da wenig abschreckend – zu Hause ist das freilich ganz anders und überhaupt total furchtbar. Der Prosecco schmeckt in Kitzbühel vermutlich wegen klimatischer Unterschiede einfach besser, auch wenn es die selbe Marke ist und er das Doppelte kostet. Man munkelt ja, von den Schanzer Gutverdienern hätte manch einer außer dem großen Firmengelände eines großen Automobilherstellers noch gar nichts von Ingolstadt gesehen. Vielleicht sollte man in jeden Firmenwagen im Navi einfach eine Fahrt in die Ingolstädter Innenstadt zwangseinspeichern. Das wäre auch eine Art der Integration.

So lang sollte eine typisch bayerische Bratwurst im Regelfall sein.

Heimatminister Markus Söder beim Zukunftsforum der Initiative Regionalmanagement im Kulturzentrum neun. Foto: Arzenheimer


Blickpunkt Januar 2017  

Monatszeitung für Ingolstadt und die Region

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