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BLICKPUNKT

KW 14, Freitag/Samstag, 06./07. April 2012, Auflage 92.500

www.blickpunkt.in

Die Wochenzeitung für Ingolstadt und die Region

Pasta in Perfektion bietet das neue „Artusiana“ von Katia Garelli und Magda Delanowska.

Neue Bänke für die Innenstadt: Wie die Fußgängerzone sich bemüht, wieder attraktiver zu werden.

Der Audi Fanclub des FC Ingolstadt 04 unterstützt den Verein bei Heimund Auswärtsspielen.





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Zugausfälle an den Feiertagen Wer über die Osterfeiertage vor hat mit dem zu Zug verreisen, kann sich gleich einmal auf längere Reisezeiten einstellen. Wie sollte es auch anders sein, pünktlich zu den Feiertagen – ab Gründonnerstag bis Ostermontag – müssen sich Bahnkunden auf massive Verspätungen einstellen. Der Grund dafür sind Gleisbauarbeiten. Vor allem auf der Strecke München-Ingolstadt-Nürnberg verspäten sich die Züge oder fallen sogar komplett aus. Fernverkehrszüge, die durch Ingolstadt nach München fahren, werden über Augsburg umgeleitet. Die Fahrtzeit verlängert sich somit um bis zu 40 Minuten. Regionalzüge von Ingolstadt an die Landeshauptstadt fallen in den vier Ostertagen komplett aus und werden durch Busse ersetzt - Zwischenstopps gibt es allerdings nicht! Die Bauarbeiten am Gleis werden sich schätzungsweise noch bis ins Jahr 2014 hinziehen. Durchhalten heißt die Devise, denn dann soll sich die Fahrtzeit zwischen München und Nürnberg, um mindestens zehn Minuten verkürzen.

Fröhliche Ostern?

Absolutes Highlight des Ostermarktes am Paradeplatz ist der Brunnen mit tausenden von weiß-blau bemalten Eiern.

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Drei Tage lang haben 20 fleißige Helferlein - zusammen mit der Stadträtin Brigitte Fuchs - im Treibhaus des Ingolstädter Gartenamtes tausende Eier lackiert und aufwendig per Hand bemalt. Und das nur, damit sich die Ingolstädter während der Osterzeit über einen wunderschön geschmückten Osterbrunnen freuen können. Eine Tradition, die inzwischen seit zwölf Jahren zur Stadt

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Nicht jede Stadt darf sich über ein solch handgemachtes Kunstwerk freuen. Doch es dauerte nicht lang und schon wurde - vor allem auf der Internetplattform Facebook - über den kleinen Markt gelästert. Die Fieranten, die sich mit ihren Verkaufsständen um den Osterbrunnen reihen, beklagen zu wenig Besucher. Die Besucher wiederum beklagen die feil gebotenen Waren. Was ist nur los mit dem Ingolstädter Ostermarkt?  Seite 5

Achim Werner und Thomas Thöne könnten beide in den Landtag einziehen Von Hermann Käbisch

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mindest bei Sonnenschein - zum Verweilen einlädt. Das Highlight ist aber natürlich der aufwändig geschmückte Brunnen. Knapp 10.000 Eier stecken zwischen Buchs- und Thuyenzweigen, rund 700 Eier stellen das Stadtwappen – den Panther - dar. Als riesige Krone wölbt sich das Geflecht aus Grünzweigen und weiß-blau gefärbten Eiern über den Ludwigsbrunnen am Paradeplatz. Der Eröffnungstag war durchaus auch ganz gut besucht.

Einigkeit macht stark - wenn sich dieses alte Sprichwort bis zu den Ingolstädter Sozialdemokraten herumsprechen würde, hätten diese eine reelle Chance, im nächsten Landtag mit Achim Werner und Thomas Thöne vetreten zu sein. Aber die Ingolstädter Genossen sind sich nicht grün. So lädt denn Manfred Schuhmann zur Feier seines 70. Geburtstag szwar Oberbürgermeister Alfred Lehmann von der CSU und den Vorstand vom Freundeskreis des Chancen in Eichstätt: Thomas Thöne Georgischen Kammerorchesters (SPD) könnte in den Landtag einziehen

ein, verzichtet aber darauf, einigen Fraktionskollegen die gleiche Ehre zu erweisen. Achim Werner wiederum, der in Ingolstadt 2013 wieder für den Landtag kandidieren will, fragt den Genossen Robert Bechstädt, mit dem ihn alles andere als eine Freundschaft verbindet, ob er denn nicht für die SPD in Eichstätt als Landtagskandidat antreten möchte - um den Fraktionskollegen Thomas Thöne, der in Eichstätt im Gespräch ist, zu verhindern. Dabei könnte Thöne wie einst Schuhmann als Eichstätter Kandidat 2013 ins Par-

lament einziehen. Bei der letzten Wahl genügten Werner 15 734 Stimmen, um in den Landtag zu kommen. In Eichstätt holte SPDKandidat Sven John 2008 9185 Stimmen und scheiterte, weil er außerhalb seines Stimmkreises nur 2607 Zweitstimmen erhielt. Da Thöne gerade in der Region sehr bekannt ist, könnte er mit einem besseren Zweitstimmenergebnis den Sprung schaffen. Als Bezirkstagskandidat erhielt er im Stimmkreis Ingolstadt über 1100 Stimmen - ein großes Potenzial für Landtagszweitstimmen, so dass er für Eichstätt Chancen hätte.

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am Samstag • Künstlerportrait Walther C. Bechstätt am Sonntag • Wie reagieren Autofahrer auf die hohen Spritpreise?

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gehört. In feierlichem Rahmen, mit der Zucheringer Jugendblaskapelle und einer kurzen Ansprache, eröffnete Bürgermeister Sepp Mißlbeck am vergangenen Freitag den Ostermarkt 2012. Verteilt über den Paradeplatz reihen sich kleine Verkaufsstände. Es gibt Haushaltswaren, Süßigkeiten Textilien und sogar einen kleinen italienischen Spezialitätenhändler. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Es gibt einen kleinen Biergarten, der - zu-

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Die Händler am Paradeplatz hätten schon gerne etwas mehr Kundschaft

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MEINUNG

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„Es gibt kein entweder oder“

EDITORIAL

Der Herr der Ringe

IN City-Geschäftsführer Wölfl über die Konkurrenz von Westpark und Innenstadt

monumentales Werk „Herr der Ringe“. Dieser mehrbändige Roman wird von den verschiedensten Protagonisten an einem Stück vorgelesen. Zu den Vorlesern gehört neben Intendant Knut Weber und Kulturreferent Gabriel Engert auch Lydia Nißl, die als Geschäftsführerin des Mitveranstalters Donaukurier in Langers Schlepptau in der städtischen Pressekonferenz erschien und feststellte, dass Literatur, Schreiben und Lesen zur Kernkompetenz ihrer Tageszeitung gehörten - eine Äußerung, die zumindest angesichts des Umstandes, dass sich ihr Haus gerade erst von der eigenen Buchhandlung vollständig getrennt hat, bei anwesenden Journalisten für Stirnrunzeln sorgte. Doch Johannes Langer und das Kulturamt können sich angesichts dieser Partnerschaft einer wohlwollenden Berichterstattung sicher sein.

KOlumne

Notizen aus der Provinz Von Michael Schmatloch Die meisten Menschen, so liest man jedenfalls immer wieder, wären lieber woanders geboren. Schon hier, aber eben nicht hier. Also nicht in dem Ort, aus dem sie wirklich kommen. Gut, Paris oder London würde sich im Ausweis in der Tat besser machen als sagen wir mal Weichering oder Karlshuld. Dabei gibt es Schlimmeres. Nicht viel, aber immerhin. Stellen Sie sich beispielsweise vor, sie kämen aus „Kotzen“ im Landkreis Havelland, dem Gegenentwurf zu Essen sozusagen, oder gar aus „Oberhäslich“ im Weißeritzkreis. Wenn man so etwas unter Geburtsort hinschreiben muss, dann mag es schon sein, dass mancher Zöllner ein hämisches Grinsen aufsetzt. „Prügel“ bei Lichtenfels ist übrigens nicht, wie immer wieder böswillig behauptet wird, der Geburtsort von Bischof Mixa. Fällt mir bei der Gelegenheit nur gerade ein. Was uns eben fehlt, ist die Liebe zur Heimat. Der Stolz auf die Ackerkrume, von der wir stammen. Sind Sie stolz, ein Ingolstädter zu sein, ein Schanzer? Mal ganz ehrlich. Hört ja keiner zu. Oder antworten Sie im Urlaub auf die Frage, wo sie herkommen, auch gerne mal verschämt „Munich“? Wenn ich ganz offen sein soll, ich vermeide es auch gerne, geografisch unnötig genau zu werden. Das geht sogar noch weiter bei mir. Ich habe eigentlich immer einen aufgeklappten Stadtplan in der Hand, wenn ich in die Stadt gehe. Ja, damit mich niemand für einen Einheimischen hält. Es ist ja auch wirklich langsam peinlich. Stellen Sie sich nur mal vor, Sie fliegen mal eben auf eine Schüssel Reis nach Korea und sagen dem freundlichen Grillmeister an der Garküche, sie kämen aus Ingolstadt. Der würde doch glatt nachfragen. „Liegt das nicht bei Pfaffenhofen, der lebenswertesten Stadt der Welt?“ Also ich würde da vor Scham im Boden versinken. Wir als Großstadt,

als aufstrebende Metropole müssen uns von so einem Hopfenkral vorführen lassen. Jetzt wäre es ja beinahe noch schlimmer gekommen. Wirklich. Michelle Lusie sag ich nur. Man stelle sich vor, eine Dorfschönheit aus Weichering wäre „Germanys Next Topmodel“ geworden. Aus Weichering. Hallo??!!?? Da hätten wir uns im nächsten Urlaub anhören können: „Ingolstadt, liegt das nicht bei Weichering?“ Doch da hatte Gott in letzter Sekunde ein Einsehen und hat die Dame aus dem Kader pubertierender Laufsteggören entfernen lassen, von Heidi Klum. Wie sie das gemacht hat, war aber auch wieder fies. Nur weil Michelle Lusie am Laufsteg etwas rustikaler läuft als andere Mädchen und sich etwas ländlicher anzieht. Jetzt hör mal gut zu, Heidi: So läuft man in Weichering eben und so ein Maschenoberteil mit dem dezenten „Blick aufs Mehr“ ist im Donaumoos der letzte Schrei. Seit Jahren schon. Es ist wirklich an der Zeit, dass wir Ingolstädter mal wieder einen oder eine ins Rennen schicken bei diesen dämlichen Castingshows. Einen, der sich nicht unbedingt seinen Terminkalender von der JVA führen lässt. Bei der nächsten Staffel vom „Supertalent“ beispielsweise. Da wird doch in Gottes Namen irgendeiner in der Lage sein, nach dem Genuss von zehn Weißbier den Satz „Wo ist wieder der Schlüssel in den Wäscheschrank? Alles wird bei uns verlegt“ im Kopfstand zu rezitieren. Der stammt übrigens von Michelle Lusie. Ach Quatsch, von Marielusie . . . Fleißer, der auch über die engeren Grenzen ihrer Heimat hinaus weitgehend unbekannten Schriftstellerin. Bis es aber soweit ist, werde ich mich weiter an meinen Stadtplan klammern und im Ausland behaupten, ich käme aus Gerolfing. Denn der „Horsti“ hat seine Castingshows wenigstens gewonnen. Bisher.

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Denken Sie, dass der momentane Ansturm auf den Westpark eher von kurzer Dauer ist oder länger anhalten wird? Welche Auswirkungen könnte dies auf die Innenstadt haben? Wölfl: Der Ansturm war nicht in dem Ausmaß in der Innenstadt spürbar, wie ich zu Beginn vermutet hätte. Ich habe diesbezüglich auch mit einigen Einzelhändlern gesprochen, die meinen Eindruck durchaus bestätigen konnten. Dass die Menschen am Tag der Neueröffnung natürlich neugierig auf den erweiterten Westpark waren, ist nachvollziehbar. Man sollte das Wochenende und die kommenden Tage abwarten, aber ich bin der Meinung, dass sich das Ganze einpendeln wird. Die Leute gehen sowohl in den Westpark als auch in die Stadt. Es gibt kein entweder oder. Die neuen Geschäfte, die der Westpark jetzt hat, sind ohne Zweifel interessant. Allerdings dürfen auch die Stärken der Innenstadt nicht unterschätzt werden und genau auf diese Stärken müssen wir bauen. Das heißt konkret: hochwertige Geschäfte in die Innenstadt bekommen und den Erlebnischarakter dadurch noch intensivieren.

Von Danijela Mitic

Von Hermann Käbisch Johannes Langer weiß, wie man einen Auftritt gut inszeniert. Das hat der Intendant des Altstadttheaters und Kulturamtsmitarbeiter jahrelang als Starkbier-Redner in der Schanzer Rutschn bewiesen. Stark war auch sein Auftritt, als er diese Woche das Programm für die Literaturtage 2012 präsentierte. Nachdem diese städtische Kulturveranstaltung in der Vergangenheit vor sich hin dümpelte und Harald Kneitz im Jahre 2010 verkünden musste, dass das Interesse sinke und damals im Schnitt nicht mal 30 Zuschauer bei den fünf Lesungen gekommen waren, übernahm Johannes Langer das Ruder. War er im letzten Jahr noch auf die Vorarbeiten seines Vorgängers angewiesen, so konnte Langer für 2012 nun erstmals richtig selbst planen. Und er sorgte gleich für einen Paukenschlag: Im Zentrum der Literaturtage 2012 steht Tolkiens

Blickpunkt KW 14/12

Mo.- Sa.: 09.00 bis 21.00 Uhr Sonn- und Feiertags 10.00 bis 14.00 Uhr

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Die Konkurrenz ist stärker geworden für die Innenstadt. Seit der Eröffnung der Westparkerweiterung geht die Diskussion, was die Innenstadt der neuen Einkaufsqualität an der Peripherie entgegenhalten kann, in eine neue Runde. Unsere Mitarbeiterin Danijela Mitic sprach mit dem IN-City-Geschäftsführer Bernd Wölfl über die neue Situation für den Einzelhandel und die Pläne von IN City. Wie gefällt Ihnen der erweiterte Westpark? Bernd Wölfl: Nach dieser langen Umbauphase ist sehr viel Geld in die Hand genommen worden und die Geschäfte, die jetzt zusätzlich vertreten sind, sind teilweise schon tolle Geschäfte. Ich muss zugeben, dass ich einige der Geschäfte auch sehr gerne in der Innenstadt gesehen hätte. Bei der Eröffnung waren erlesene Gäste anwesend und ich habe mich darüber gefreut, dass ich ebenfalls eingeladen wurde. Ich wünsche dem Westpark wirklich alles Gute, aber ich glaube, dass sich die Innenstadt nicht zu verstecken braucht, denn sie bietet ebenfalls gute, große und auch individuelle Geschäfte. Wie kann die Innenstadt auf die Westparkerweitung reagieren? Konnten Sie bei der Eröffnung einige Ideen für die Inennstadt mitnehmen? Wölfl: Eine direkte Reaktion auf die Westparkeröffnung wäre das Falsche. Wir haben ja langfristige Pläne, die wir umsetzen möchten, um die Innenstadt lebenswerter zu gestalten. Dazu müssen wir noch weitere hochwertige Geschäfte in die Innenstadt bringen, um die Attraktivität dadurch zu steigern. Adhoc-Aktionen wären im Moment die falsche Vorgehensweise. Wir haben beispielsweise eine Werbekampagne ins Leben gerufen, die nach Ostern starten wird. Das was die Innenstadt bietet wie zum Beispiel das Echte, das besondere Flair, wie auch den Erlebnischarakter, wird man in einem Einkaufscenter nie vollständig nachbauen können. Aus diesem Grund sollten wir uns auf die Stärken der Innenstadt konzentrieren und keine Angst vor dem Westpark haben. Welche konkreten Verschönerungsmaßnahmen sind in der

Bernd Wölfl hat keine Angst vor dem Westpark. Innenstadt geplant? Wölfl: Wir sind in einem stetigem Austausch mit der Stadt Ingolstadt, die ja für Verschönerungsmaßnahmen verantwortlich ist, und bringen unsere Anregungen mit ein. Wir haben ja bereits die neuen Lampen bekommen und auch die Mülleimer werden sukzessiv ausgetauscht. Zwei Wochen lang stehen jetzt die neuen Bänke und Möbel

Foto: Schmatloch

in der Innenstadt zur Ansicht, die mir persönlich sehr gut gefallen. Diese könnte man auch mit einer indirekten Beleuchtung ausstatten, so dass in der Nacht ein stimmiges und angenehmes Bild herrscht. Auch die Stolperfallen sollen ja demnächst beseitigt werden. Was noch fehlt, um den Wohlfühlcharakter zu verbessern, sind einige Spielgeräte.

Was wünschen Sie sich persönlich für die Innenstadt? Wölfl: Ich würde meine Wünsche gern an unterschiedliche Personengruppen richten. Zu allererst an die Bürgerinnen und Bürger. Ich würde mir wünschen, dass diese wieder mit offenen Augen durch die Innenstadt gehen, denn manchmal werden leider nur die negativen Seiten wahrgenommen. Es gibt so viele schöne Ecken und Punkte, die die Innenstadt zu bieten hat, auf die man gar nicht mehr so stolz ist und die man als selbstverständlich betrachtet. Eine bewusste Wahrnehmung sollte erreicht werden. An die Stadtverantwortlichen hätte ich ebenfalls eine Bitte: nämlich der Innenstadt die Priorität zu schenken, die sie braucht und auch verdient hat. Beispielsweise Projekte in einem Masterplan langfristig umzusetzen. So könnte man mit Spielgeräten beginnen, da diesbezüglich noch einige Defizite bestehen. Auch einen „WagnerNachfolger“ zu finden, wäre ein wichtiger Punkt, der maßgeblich zur Steigerung der Attraktivität beitragen würde.

FORUM DER PARTEIEN

Neue Möbel für „die gute Stube“

Brücke über die Staustufe

Möglichkeiten zum Ausruhen

Erdgastankstellen für Ingolstadt

Ingolstadt ist eine grüne Großstadt, die ein wertvolles Kulturerbe hat: Das mittelalterlich geprägte Altstadt-Ensemble ist ein architektonisches Schmuckstück. Allein in der City wurden 100 Millionen Euro in die Gebäude-Sanierung investiert; 37 Millionen Euro stammen von der Kommune unter der Führung der CSU. Diese Zuschüsse für die Städtebauförderung lösten schätzungsweise 600 bis 800 Millionen Euro Sanierungsausgaben von privaten und anderen Investoren aus. Besonders erfolgreich ist das Leerstandsmanagement, das von OB Alfred Lehmann eingeführt wurde. Von insgesamt knapp 70 Sanierungsfällen sind mehr als 50 bereits abgeschlossen. Ein herausragendes Beispiel ist etwa der historische Bauernhof in der Griesbadgasse 23 / Neugasse 2. Nun packt die Kommune die Modernisierung der Fußgängerzone an: Nach dem Austausch der Lampen und der Abfallbehälter werden jetzt die Sitzgelegenheiten erneuert. Die ersten Reaktionen der Bürger auf die neuen Bänke sind durch die Bank positiv. Ganz wichtig ist auch, die Möblierung in den Seitenstraßen aufzupeppen. Dafür setzt sich die CSU Fraktion ein. Paul Lindemann

Bau-Boom in Ingolstadt. Unsere Stadt wächst und somit die Nachfrage an Wohnraum. Wieder und wieder die Frage: Wie steht es mit der Bewältigung des ebenfalls boomenden Verkehrsaufkommens? Der Verkehr aus dem Südwesten muss unter anderem durch das Nadelöhr der Glacis-Brücke geschleust werden. Lange Autoschlangen sind die Folge. Wir, die SPD, bleiben dabei: Es gibt keine Lösung, eine Ultrakurzstrecke für unsere Bürgerinnen und Bürger – über die Staustufe. Eine Brücke lediglich für Busse, kurz getaktet, mit Wegen für Radfahrer und Fußgänger. Eine immense Entlastung für den Verkehr und zugleich ein Naturgenuss. Unabdingbar für die weitere Verkehrsentlastung des Südwestens: die Ab Siedlung von TBI. Und an Stelle der TBI ein Auenerlebnispark mitten in der Stadt. Die CSU/FW Koalition wartet auf einen Tunnel unter der Donau: nicht bezahlbar. Oder auf eine weitere Brücke über die Donau: nicht genehmigungsfähig. Die Lösung der Verkehrsprobleme wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Das müssen die Wählerinnen und Wähler wissen. Dr. A. Böhm

Derzeit wird Gelegenheit geboten, neue Bänke für die Fußgängerzone auszuprobieren. Gutes Design ist wünschenswert, aber die Bänke sollten vor allem ihre Funktion erfüllen: bequemes Sitzen. Dazu gehören auf alle Fälle Lehnen, denn besonders ältere Menschen sollten sich anlehnen können, um sich wohl zu fühlen und ausruhen zu können. Gerade die ältere Generation hat ein ganz besonderes Verhältnis zur Innenstadt. Deshalb sollten wir alles dafür tun, dass diese Menschen auch dann noch am Leben in der Innenstadt teilnehmen können, wenn sie körperlich nicht mehr fit sind. In diesem Zusammenhang wäre auch zu wünschen, dass in den Geschäften die Möglichkeit besteht, sich zu setzen. Nach meiner Beobachtung verschwinden selbst in den Fachgeschäften immer mehr Sitzmöglichkeiten, die es früher selbstverständlich gab. Zwingende Voraussetzung, dass die Stadt auch von älteren Menschen belebt wird, ist die gute Begehbarkeit von Straßenbelägen, die in einem Stadtratsbeschluss vor langer Zeit festgelegt wurde, aber auch die Erreichbarkeit und die Möglichkeit, sich auszuruhen! Christel Ernst

In Nähe der Autobahnausfahrt Ingolstadt-Nord gibt es die Möglichkeit, an einer Tankstelle auch Erdgas zu tanken. Da sich im Jahr 2013 die Palette verfügbarer Erdgasmodelle verbreitert, insbesondere sowohl der neue VW Golf als auch der neue Audi A3 – gefolgt von einem Audi A4 - zusätzlich mit Erdgasantrieb angeboten werden, ist in absehbarer Zeit mit stark steigender Nachfrage zu rechnen. Die ÖDP-Stadtratsgruppe hat deshalb bei unserem OB angeregt, sowohl in Ingolstadt-Süd als auch im Nordwesten in AudiNähe eine weitere Tankmöglichkeit für Erdgas zu schaffen. Erdgas kostet im Vergleich zu Benzin nur etwa die Hälfte, verursacht weniger Schadstoffe und kann auch den CO2-Ausstoß um rund 25% reduzieren. Folglich spricht sich auch die Deutsche EnergieAgentur für eine beschleunigte Etablierung von Erdgas im Verkehr aus. Hinzu kommt, dass die Verfügbarkeit von Erdgas im Vergleich zu Erdöl stabiler ist („Peak Oil“) und Gas vielfältig gewonnen werden kann, bis hin zu der von Audi mit einer Pilotanlage ab 2013 verfolgten Erzeugung von Erdgas aus Windstrom an der Nordsee. Franz Hofmaier


THEMA DER WOCHE

Blickpunkt KW 14/12

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Das Imperium schlägt zurück Nach der Westpark-Erweiterung fühlt sich die Innenstadt einem gewissen Handlungsdruck ausgesetzt Von Michael Schmatloch Wenn ein Innenstadt-Aktivist wie Alois Finkenzeller über Facebook verbreitet, er könne mit den Musterbänken leben, die testhalber vor dem ehemaligen C&A in der Innenstadt aufgestellt worden sind, dann ist das beinahe so etwas wie ein Ritterschlag für die neuen Sitzmöbel. Auf ihnen lastet immerhin eine große Verantwortung. Zusammen mit neuen Lampen und den etwas attraktiveren Mülleimern sollen sie helfen, die Attraktivität der Innenstadt zu heben, auch wenn das ein wenig nach Satire klingt. Immerhin sind sich die Betroffenen klar darüber, dass es doch ein klein wenig mehr braucht, um der erstarkten Konkurrenz im Westpark etwas entgegensetzen zu können. Deswegen plant IN-City auch eine „EmotionsKampagne“ für die Innenstadt, bei der eine „Radlnacht“ nur eine von vielen Maßnahmen sein soll. „Der neue Westpark übt schon einen spürbaren Druck aus“, meint IN-City-Vorstand Thomas Deiser. Aber das sei auch gut so, weil es die Innenstadt zwinge, sich Gedanken über die eigenen Stärken und Vorzüge zu machen. Denn die fünf bis zehn Prozent Kaufkraftabfluss, die Deiser als Negativeffekt nach der Westpark-Erweiterung für die Innenstadt prognostiziert, will er auf Dauer nicht hinnehmen. Er rechnet mit „Verwerfungen“ für ein paar Wochen. Danach werde sich alles wieder einpendeln. Bis dahin will Deiser nicht nur seine Emotions-Kampagne gestartet haben, sondern zudem das Image von IN-City etwas aufmöbeln. „Es wird eine Neuaufstellung geben.“ Die könnte zudem tatkräftige Unterstützung

Der APO-theker Stephan Kurzeder findet die neuen Bänke sehr gelungen. Und zwar alle, nicht nur eine davon. Er wünscht sich, dass alle Variationen in diversen Kombinationen zum Einsatz kommen. Und mit diesem Wunsch steht er nicht alleine. Fotos: Schmatloch erfahren, wenn, wie gemunkelt wird, ein großer Textiler in das ehemalige C&A-Gebäude nahe dem Paradeplatz einzieht. Vorerst indes müssen es die Bänke richten, die bis 20. April in der Fußgängerzone stehen. Petra Kleine bedauert es zwar, dass es keinen ernst zu nehmenden Bürgerentscheid gebe, da eine Abstimmung nur über eine kostenpflichtige Tageszeitung möglich sei. „Auch an den Bänken kein Hinweis, dass man an der Meinung interessiert ist“, meint die engagierte Grüne. Womit sie zweifelsfrei Recht hat.

Denn zum einen wird die Tageszeitung lediglich von einer Minderheit der Ingolstädter Bürger gelesen. Gerade die Meinung der jüngeren Ingolstädter, die in aller Regel keine Zeitungsleser sind, scheint da niemand zu interessieren. Eine Bürgerbeteiligung jedenfalls sieht definitiv anders aus. Das Interesse der Stadt an der Meinung ihrer Bürger scheint ob dieser Feigenblatt-Kampagne in der Tat eher überschaubar. Derzeit werden die Ingolstädter jedenfalls mit „Probesitz-Beiträgen“ geradezu bombadiert. Vielleicht kommt

Eine Einladung zum Probesitzen brauchen die Ingolstädter kaum. Die neuen Bänke werden längst fleißig genutzt und kommen bei den meisten Passanten sehr gut an.

demnächst ja auch noch ein Film mit dem Titel „Sitz langsam jetzt erst recht“ heraus, der final dokumentieren könnte, wie man mit ein paar Tropenholzbrettern von den eigentlichen Problemen der Innenstadt ablenken kann. Auf ein repräsentatives Meinungsbild der Ingolstädter Bürger braucht jedenfalls keiner zu warten. Denn die Abstimmung per Gesäß läuft längst. Die neuen Sitzmöbel werden überaus bereits fleißig genutzt. Und alle, die wir befragten, waren sehr angetan. „Also ich finde die sehr schön“, meint Apotheker

Stephan Kurzeder beispielsweise, „und auch sehr gemütlich.“ Allerdings findet er, dass es bei den gezeigten Möbeln nicht um eine Auswahl, nicht um ein entweder oder gehen kann, sondern um eine Aufstellung in verschiedenen Variationen, um ein sowohl als auch. Und sein Blick auf den Boden vor den neuen Bänken, der von Zigarettenkippen übersät war, lässt ihn nachschieben: „Und da gehören unbedingt Aschenbecher hin.“ Das ist eigentlich selbstverständlich. Denn wer als Raucher eine Pause machen will vom Einkaufsstress,

der wird auch eine Zigarette rauchen. Und Kurzeder wünscht sich viele von diesen Bänken. Da gibt der städtische Pressesprecher Gerd Treffer Entwarnung. Rund 30 Sitzgruppen soll es künftig geben. Bislang sind es lediglich 19. Und auch die neuen Müllkübel, die im Augenblick noch ein fröhliches Duett mit den alten, verdreckten Eimern „singen“, sollen in absehbarer Zeit ausschließlich in der Innenstadt zu sehen sein. Auch Thomas Deiser wünscht sich selbstredend wesentlich mehr Standorte für die neuen Sitzgruppen, die, aufgelockert von Spielgeräten, auch nicht in der Nähe der Häuserfronten aufgestellt werden, sondern kreativ verteilt den Gehbereich auflockern sollten. In Facebook wird derweilen eifrig diskutiert über die neuen Bänke. Einhelliger Tenor: ganz gelungen. Was ebenfalls deutlich wird in der virtuellen Diskussion: Die Bänke sollten bald und in einer konzertierten Aktion aufgestellt werden. „Nicht so eine Stückwerkaktion wie bei den Mülleimern“, liest man. Aber immer wieder auch Kritik am Verfahren. „Hätte man eine Aktion nach dem Motto ,Die Ingölstädter möblieren ihre Stadt‘ draus gemacht, dann hätte das auch wieder die Leute in die Stadt gebracht. Die Möbel durchnummeriert und Stimmzettel an die Passanten. Jetzt heißt es wieder nur ja oder nein. Mit Auswahl oder echter Mitsprache der Bürger hat das wieder nichts zu tun. Ist man in Ingolstadt nicht anders gewohnt“, echauffiert sich ein Mitglied der Aktion Innenstadt. Und SPDStadtrat Thomas Thöne fordert zudem, „bei der Auswahl der Bänke dringend die immer größer werdende Gruppe der Senioren“ im Blick zu haben.

Prominenter Leerstand. Der ehemalige C&A-Standort ist derzeit verwaist. Gerüchten zufolge soll hier möglicherweise ein großer Textiler Einzug halten.

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STADT & REGION

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Blickpunkt KW 14/12

Teilen ein gemeinsames Hobby: Die Mitglieder des Audi Fanclub FC Ingolstadt 04 unterstützen leidenschaftlich gern den Verein.

Foto: Privat

Unterwegs für die Schanzer Kicker Der FC 04 und seine Fans (3): Daheim und Auswärts – der Audi Fanclub FC Ingolstadt 04 ist mit dabei (kr) Aus der Liebe zum regionalen Fußball hat sich in den letzten Jahren ein großer Fanclub entwickelt. Dem Audi Fanclub FC Ingolstadt 04, gegründet 2009, gehören derzeit über 900 Mitglieder an. Dabei täuscht der Name ein wenig: Denn der Audi Fanclub ist ein Fanclub für jeden. Darauf ist der Fanclubvorsitzende Michael Müller stolz. Alles begann mit einer einfachen E-Mail, erzählt Michael Müller. „Ich war mit meinem Sohn oft im Stadion, schon zu Regionalligazeiten.“ Bei diesen Stadionbesuchen traf er nicht nur Kollegen, sondern auch Au-

di-Vorstandsmitglied Frank Dreves. „Ich hatte dann die Idee für einen Fanclub und habe Herrn Dreves angeschrieben und ihn über das Konzept informiert.“ Dreves leitete den Vorschlag weiter und am 9. Oktober 2009 wurde der Audi Fanclub FC Ingolstadt 04 schließlich gegründet. Damals mit knapp 500 Mitgliedern. Heute, zweieinhalb Jahre später, sind es schon 915. „Eine gigantische Zahl, damit habe ich nicht gerechnet“, erzählt Michael Müller hocherfreut. Für Müller ist der Fanclub eine gute Möglichkeit, „den Verein zu unterstützen und sich selber mit einzubringen.“ Den Kontakt mit

den anderen Fanclubs des FC 04 pflegt Müller. So wurde auch in Zusammenarbeit die FanblockFahne gestaltet. „Der Kontakt mit den anderen Fans ist wichtig. Wir alle haben ein gemeinsames Hobby, da bilden sich schon auch neue Freundschaften“, betont er. Der 37-jährige Audi-Arbeiter verfolgt die Entwicklung des FC 04 seit Jahren. „Als Fußballfan hat mich der regionale Fußball stets interessiert. Auf den FC 04 habe ich dann besonders geachtet und die Entwicklung in den letzten Jahren mitbekommen.“ Auch der sportliche Erfolg mit dem Aufstieg in die 2. Bundesli-

ga trug zur Verbundenheit zum FC 04 bei. Mittlerweile steht der Fanclub fast bei jedem Heimspiel in der Kurve. „Der größte Teil des Vorstands steht im Block U und V, also im lautesten Block. Aber unsere Fans sind im ganzen Stadion verteilt.“ Schließlich gibt es auch Mitglieder, die nicht unbedingt die komplette Zeit des Spiels stehen wollen. „Unser jüngstes Mitglied ist genau ein Jahr alt, unser ältestes 75 Jahre“, betont Müller und macht damit deutlich, welch breitem Spektrum der Audi Fanclub die Tür öffnet. „Bei uns sind nicht nur Audi-Arbeiter, sondern auch externe Fans Mitglieder. Bei uns

darf jeder mitmachen, der mitmachen möchte.“ Aber nicht nur bei Heimspielen feuert der Audi Fanclub die Schanzer an, sondern auch auswärts sind die Fans mit von der Partie. „Wir versuchen, so oft es geht Auswärtsfahrten zu organisieren. Da gab es schon einige besondere Highlights“, verrät Müller lachend. Besonders sind für den Vorstand die Fahrten zum Derby bei den Münchener Löwen oder auch längere Touren durch Deutschland. „Wir haben beispielsweise eine Zwei-TagesTour nach Düsseldorf gemacht und auch bei unserer weitesten Reise zum Auswärtsspiel nach

Lübeck waren wir insgesamt zwei Tage dort und haben an einem Tag die Gegend unsicher gemacht“, erinnert sich Müller. Für den FC 04 bibberten die Fans sogar bei minus zehn Grad im Erzgebirge in Aue. Auch für die nächsten Wochen plant der Fanclub bereits mit Auswärtsfahrten zur Frankfurter Eintracht und zum Spiel beim TSV 1860 München. „Für den Saisonabschluss in Braunschweig überlegen wir uns etwas Besonderes. Es soll wohl einen Partybus geben.“ Feiern wollen die Fans am letzten Spieltag in Braunschweig natürlich den Klassenerhalt.

Hilfe in fast allen Lebenslagen Mit neuen Projekten bringt „in-arbeit“ ehemalige Arbeitslose zurück in den Beruf

Vorbereitung auf die neue Aufgabe: Koordinator Marco Harfold lässt sich das von den Bürgerarbeitern erstellte Konzept erklären. (kr) Mit zwei neuen Projekten des Jobcenters „in-arbeit“ ist jetzt das Angebot der Bürgerarbeit in Ingolstadt erweitert worden. „Ingolstädter für Ingolstadt“ ist der Name des einen Projektes, bei dem es vorwiegend um gemeinnützige Tätigkeiten geht. Zudem sind Energiesparhelfer unterwegs, um gerade ärmeren Bürgern dabei zu helfen, die Energiekosten zu senken. Doch die Projekte haben natürlich noch einen anderen Zweck. Durch sie sollen ehemalige Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Hilfe erhielten die neuen Bürgerarbeiter von den Koordinatoren Dana Pieckatz und Marco Harfold. Beide gaben Ideen und Impulse und kontrollierten die Arbeit, mehr aber auch nicht. Beide Projekte laufen seit dem 1. April. Die Planungen liefen auf Hochtouren in den vergangenen Wochen. Seit 1. Januar haben sich die neuen Bürgerarbeiter auf ihre Projekte vorbereitet. Insgesamt 20 ehemalige Arbeitslose umfassen die beiden Projekte, zwölf bei „Ingolstädter für Ingolstadt“, acht als Energiesparhelfer. „Man hat gemerkt, wie sehr sie sich gefreut haben und wie heiß sie auf den Start waren. Und jetzt sind sie mit

Feuereifer dabei“, erklärte Dana Pieckatz. „Es läuft alles sehr selbstständig und frei ab. Ob Flyer, Texte für die Homepage, Ausweise oder weitere Planungen. Alles wird in Eigeniniative gestaltet. Dies führt auch zu einer bemerkenswerten Motivation in der Gruppe“, betont Marco Harfold. Alle so genannten Bürgerarbeiter haben bislang Arbeitslosengeld II bezogen und wurden in einer Aktivierungsphase des Jobcenters ein halbes Jahr intensiv betreut. Konnten sie nicht wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden, half „in-arbeit“ mit dem Projekt Bürgerarbeiter. „Die Idee war, die Arbeitslosen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, was vorher nicht möglich war“, so Pieckatz über das Projekt. Dabei wurden die neuen Bürgerarbeiter drei Monate für ihre neue Arbeit ausgebildet. „Zunächst gab es bei uns im Haus eine Schulung für Kommunikation und Verhalten, danach wurden speziell die Energieberater natürlich noch fachlich geschult“, so Pieckatz. Die Energiesparhelfer sind speziell dafür ausgebildet, Haushalte mit geringen Einkommen zu beraten, wie sie die Energie-

Foto: Reichelt

tet und können so helfen, wenn jemand nicht weiß, wie er wohin gelangt. Außerdem können sie auch den Touristen bezüglich der Sehenswürdigkeiten weiterhelfen“, betont Harfold. Eine weitere große Aufgabe bei diesem Projekt besteht darin, in selbst ausgewählten Routen nach etwaigen Verschmutzungen oder Gefährdungen zu suchen. „Intensiv wird vor allem im Klenzepark und in der Innenstadt gesucht. Dabei halten sie Ausschau nach Verschmutzungen, lockeren Pflastersteinen oder Schildern, die nur schwer lesbar oder gar an Dana Pieckatz einem falschen Ort angebracht sind“, so Pieckatz. Aber auch in den umliegenden gerade billig“, erklärte Harfold. Genau deswegen werden weiter- Stadtteilen und Grüngürteln hin dringend Sponsoren gesucht. sind sie unterwegs. Die InformaDie Energiesparhelfer stehen laut tionen werden anschließend an Harfold in engem Kontakt mit die entsprechenden Stellen der der Gemeinnützigen Wohnungs- Stadtverwaltung weitergegeben. baugesellschaft, denn gerade hier „Auch körperlich eingeschränkte wohnen meist Menschen mit we- Personen können Bürgerarbeiter als Hilfe anfordern. Diese helfen nig Einkommen. Bei dem Projekt „Ingolstädter dann beispielsweise beim Einfür Ingolstadt“ geht es vor allem kaufen und beim Transport der um gemeinnützige Tätigkeiten, Lebensmittel“, erläutert Harfold. die eine Hilfe für die Stadt und Denn genau das haben sich die den Bürger darstellen. „Beispiels- Bürgerarbeiter vorgenommen: weise sind die Bürgerarbeiter mit Sich Zeit nehmen, um zu reden, Busfahrplänen oder Telefonnum- zu vermitteln und vor allem, um mern der Taxizentralen ausgestat- zu helfen. kosten mit einfachen Mitteln senken können. Zudem sind sie mit Steckdosen mit Kippschaltern und Energiesparleuchten ausgestattet, um mit solchen Sofortmaßnahmen kostenlos vor Ort helfen zu können. Gerade hier liegt auch das größte Problem, die Finanzen. „Diese Materialien für die Soforthilfe müssen immer wieder neu beschafft werden und sind nicht

„Alle sind mit Feuereifer dabei“


STADT & REGION

Blickpunkt KW 14/12

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„Ein bisschen Umsatz mache ich ja doch“ Warum die meisten Fieranten des Ostermarktes trotz weniger Kundschaft im nächsten Jahr wiederkommen wollen Von Katharina Gassner Die Lage ist eigentlich optimal. Vor der herrlichen Kulisse des Neuen Schlosses, direkt neben der Tiefgarage am Schloss, was die Ausrede des Parkplatzmangels zunichte macht. Hier findet inzwischen zum 12. Mal der traditionelle Ostermarkt statt. Mit seinen tausenden weiß-blau bemalten Eiern ist der Brunnen natürlich das absolute Highlight des Marktes. Und auf jeden Fall einen Besuch wert. Dennoch klagen die Fieranten über weniger Gäste. Vor allen Dingen während der Woche sind kaum Leute da, berichten die Aussteller. Aber woran liegt´s? Die Meinungen der Fieranten gehen da auseinander. So glaubt Lothar Aprill, der schon seit dem ersten Ostermarkt im Jahr 2000 dabei ist, dass es am Generationswechsel liegt. Aprill bietet verschiedene Haushaltswaren wie Töpfe oder Messer feil. Seiner Meinung nach wird generell auf Märkten nicht mehr so viel gekauft, nicht nur am Ingolstädter Ostermarkt. „Die Jungen kaufen bei uns nicht mehr. Zu meinen Stammkunden zählt hauptsächlich die ältere Generation.“ Von Reinigungsutensilien bis hin zu Stricksocken sind die angebotenen Waren wohl tatsächlich nicht Jedermanns Sache. Auch auf der Facebook-Seite der Aktion Innenstadt wird das Sortiment angeprangert. „Socken und Töpfe haben auf einem Ostermarkt nichts zu suchen“, schreibt zum Beispiel eine Benutzerin.

Biergarten am Ostermarkt spärlich besetzt. „Man findet hier auch österliche Handarbeiten wie gehäkelte Eierwärmer oder handbemalte Ostereier“, verteidigt Silvia Künkler-Hörmandinger den Markt. „Es ist halt kein Volksfest, sondern ein kleines, schönes Fest. Und hauptsächlich geht es ja

um den Osterbrunnen.“ Gerade wenn das Wetter schön ist, bummeln viele Familien über den Markt. Künkler-Hörmandinger, die mit ihrem Süßwarenstand vor Ort ist, zeigt sich ganz zufrieden mit den Besucherzahlen. Allerdings, räumt sie ein, wür-

de sie sich während der Woche dann doch etwas mehr Kundschaft wünschen. „Jetzt wo auch noch der C&A umgezogen ist, gibt es eigentlich kein Geschäft mehr, wegen dem die Leute bis zum Paradeplatz laufen müssen. Wer nicht gezielt zum Os-

termarkt will, kommt hier nicht mehr zufällig vorbei.“ Auch Maria Staubert, die am anderen Ende des Marktes ihre Bürsten- und Putzutensilien anbietet, glaubt das Problem im Innenstadtsterben zu sehen. „Als die WestparkEröffnung am Donnerstag, Frei-

tag und Samstag gewesen ist, habe ich schon gemerkt, dass weniger Leute da waren.“ Trotzdem will sie im nächsten Jahr wieder kommen, denn „ein bisschen Umsatz mache ich ja doch.“ Gerade für Sonderanfertigungen ist ihr Stand die richtige Adresse, meint Staubert. Ob der italienische Spezialitätenhändler mit seiner Trüffelsalami im nächsten Jahr wieder dabei sein wird, weiß er noch nicht. So richtig begeistert ist er nämlich nicht vom Ingolstädter Ostermarkt: „Während der Woche waren so gut wie keine Leute da.“ Normalerweise sei er im Allgäu unterwegs und mache dort auch immer gute Geschäfte. „Vielleicht müssen mich die Leute hier erst einmal kennenlernen. In diesem Jahr bin ich zum ersten Mal hier in Ingolstadt.“ Die einzigen, die scheinbar wenig bis gar nichts zu beklagen haben, sind die Gastronomen. Essen und Getränke gehen wohl immer. Klar, das Wetter muss mitspielen, damit sich der Biergarten füllt, aber das kann ja niemand beeinflussen. Im Großen und Ganzen scheint der Ingolstädter Ostermarkt zwar nicht für jeden Besucher das ultimative (Kauf-)Erlebnis zu sein, doch tatsächlich sollte wohl der aufwendig geschmückte Osterbrunnen im Mittelpunkt stehen. So sehen das wohl auch viele Besucher, denn als Fotomotiv scheint der Brunnen doch sehr beliebt zu sein.
Bis zum Ostermontag ist das weiß-blaue Prachtstück übrigens noch auf dem Paradeplatz zu bewundern.

Neue Heimat für die Jugend Stadtrat beschließt Bau von Kulturzentrum und Trendsporthalle

Ein neuer Platz für die Jugend: Das innovative Projekt Kulturzentrum Halle 9 wird südlich des Ohrakels entstehen. Foto: nbundm Architekten und Stadtplaner

(kr) Ein weiteres großes Projekt von Kulturreferent Gabriel Engert findet in Reihen der Ingolstädter Politiker großen Anklang. Am Mittwoch beschloss der Stadtrat den Bau des Kulturzentrums Halle 9 und der Jugendfreizeitstätte mit Trendsporthalle in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Ingolstädter Jugend bekommt also eine neue Heimat. Gabriel Engert spricht von einem „innovativen Projekt“.

„Tanzfreie“ sieben Jahre Schanzer Schäfflergarde beim Ehrenabend gefeiert

Rund 200 Meter südlich des Ohrakels wird das neue Kulturzentrum und die Jugendfreizeitstätte entstehen. „Im ersten Bauabschnitt wird außerdem eine Trendsporthalle gebaut und verschiedene Proberäume für Musikbands oder ähnliches errichtet“, so Engert. Teil der Trendsporthalle soll unter anderem eine Skaterhalle sein. Zudem wird es eine Veranstaltungshalle geben. Die Trägerschaft dieser übernimmt laut Engert die Stadt

Ingolstadt, während der Stadtjugendring Träger der Jugendfreizeitstätte wird. 2,1 Millionen Euro wird diese erste Bauphase die Stadt kosten. Insgesamt sind für das gesamte Projekt drei Millionen Euro eingeplant. In Bauphase zwei, so Engert, seien noch weitere Ateliers und Räume, die das kulturelle Angebot erweitern sollen, vorgesehen. „Wichtig und besonders ist, dass hier verschiedene Kulturbereiche zusammentreffen. Dazu wird

STEUERTIPP

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Krankheitskosten: Ärztliches Attest wieder Pflicht derung einer Krankheit dienen können und deren medizinische Indikation daher nur schwer zu beurteilen ist, aufgegeben. Er hatte klargestellt, dass ein formalisierter Nachweis der medizinischen Notwendigkeit durch ein vorheriges amtsärztliches Attest nicht erforderlich sei.

Geehrt: Rudi Schmidl, Marianne Hagn, Udo Ellermann, Sepp Schmidtner und Ingrid Hagn (von links) wurden von Franz Hiermeier für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihre Unterstützung ausgezeichnet. Foto: Lerzer (ml) Beim Ehrenabend der Schanzer Schäfflergarde wurden die Schäffler in der MTV Gaststätte feierlich in die nächsten "tanzfreien" sieben Jahre entlassen. Franz Hiermeier, Leiter der Schäfflergilde (rechts im Foto) begann den Abend feierlich mit einer Ansprache. Im Anschluss sprach auch Alfred Lehmann seinen Dank an die Schäfflergilde aus. "Es gibt Veranstaltungen, die ganz, ganz wichtig sind und es gibt Veranstaltungen, die ganz schnell vorbei sind", so der OB. "Aber dieser Abend gehört natürlich zu den ganz, ganz wichtigen. Ich habe einige Auftritte gesehen

und mich hat es so gefroren, obwohl ich doppelt so warm angezogen war. Meinen allergrößten Respekt!" Dass die Schäffler die Tradition in Ingolstadt bewahren, betonte Alfred Lehmann besonders. "Wir wären ärmer, wenn es die Schäffler nicht gäbe und sind stolz, dass wir sie haben!" Auch Gerhard Bonschab, Geschäftsführer von Herrnbräu, sprach seine Grußworte aus. "Gestärkt durch das richtige Bier, mit dem schönsten Bus der INVG und einer sensationellen Blaskapelle habt ihr Schäffler eine tolle Leistung vollbracht." Zahlreiche Sponsoren der Schäfflergilde wa-

ren anwesend, darunter Dieter Seehofer von der Sparkasse, Hans Binner von der INVG, Vertreter der Firma Audi, Franz Schabmüller, Reinhard Büchl und der Hausschlosserei Dieter Uhlmann. Alle Ehrengäste erhielten zum Dank ein Bild der Schäfflergilde. Für musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein Mailing-Feldkirchen. Insgesamt wurden 135 Schäffler und Mitwirkende geehrt. „Und obwohl das Lied "Aber heid is koid" jetzt schon einige nicht mehr hören können, werden es so manche schon bald wieder sehnsuchtsvoll vermissen", war sich Gerhard Bonschab sicher.

auch Bauabschnitt zwei mit beitragen“, sagt Engert. „Natürlich ist das Zentrum vor allem für die Jugend ausgelegt. Es gibt gezielte Angebote, vor allem eben in kultureller Hinsicht. Das ist ein spannendes und für Ingolstadt innovatives Projekt, auch in Sachen Kreativwirtschaft.“ Das schon länger ausgesprochene Ziel, im Herbst 2013 zu eröffnen, sieht Engert keinesfalls in Gefahr: „Wir können diese Planung sicherlich einhalten.“

Dieser Rechtsprechungsänderung ist der Gesetzgeber im Steuervereinfachungsgesetz 2011 Stefan Schimmer, Steuerberater entgegen getreten. Nunmehr In dem Streitfall ging es um Kos- verlangt der Gesetzgeber formaten für die Behandlung einer lisierte Nachweise, und zwar in Lese- und Rechtschreibschwä- allen noch offenen Fällen. che (Legasthenie). Die Kläger hatten ihren Sohn auf Empfeh- Das Finanzamt lehnte die Berücklung eines Facharztes sowie des sichtigung ab, da nicht durch ein Schulpsychologischen Dienstes vor der Unterbringung ausgestellin einem speziellen Förderinter- tes amtsärztliches Attest nachgenat unterbracht. Ein amtsärztli- wiesen sei, dass die Aufwendunches Attest lag jedoch nicht vor. gen krankheitsbedingt angefallen Die Kläger machten Internatskos- seien. Hiergegen wandten sich ten in ihrer Steuererklärung als die Kläger, die sich auch auf die außergewöhnliche Belastungen geänderte Rechtsprechung des beriefen. geltend, doch das Finanzamt Bundesfinanzhofes lehnte die Berücksichtigung ab. Der 11. Senat des FG Münster wies die Klage ab. Zwar habe der Die Kläger profitierten nicht von Bundesfinanzhof jüngst seine der geänderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2010. Damals hatte der Bundesfinanzhof seine langjährige Rechtsprechung zum Nachweis von Aufwendungen für Maßnahmen, die ihrer Art nach nicht eindeutig nur der Heilung oder Lin-

Rechtsprechung geändert und fordere nunmehr zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit der Unterbringung kein vor der Behandlung ausgestelltes amtsärztliches Attest mehr. Im Streitfall gelte allerdings der durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 eingefügte § 33 Abs. 4 EStG und die hierzu ergangene Verwaltungsregelung (§ 64 EStDV). Darin sei nunmehr unter anderem ausdrücklich festgelegt, dass im Fall einer medizinisch angezeigten auswärtigen Unterbringung eines an Legasthenie leidenden Kindes der Nachweis der Zwangsläufigkeit der Aufwendungen durch ein amtsärztliches Attest oder eine ärztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung zu erfolgen habe. Derlei Nachweise lägen jedoch nicht vor, so dass die Klage keinen Erfolg haben könne. Das Gesetz ist (leider) eindeutig. Es sollten folglich vor Beginn einer Heilmaßnahme entsprechende Bescheinigungen eingeholt werden!

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6 FREMDE FEDER

Kein Osterfrieden in Umbrien

Blickpunkt KW 14/12

Fenster ohne Aussicht Der Ärger in der Moschee über die neue Nachbarschaft ist verflogen

Von Michael Klarner

Um 5.35 Uhr bricht der neue Tag an. Langsam vertreibt die Morgendämmerung die Dunkelheit der Nacht. Schemenhaft werden die Konturen der Umgebung sichtbar, schälen sich Felsen, Bäume und die kleine Burg aus dem Dunst des beginnenden Morgens. Zuerst noch langsam, zögerlich, dann immer deutlicher und klarer wird das enge Tal sichtbar. Irgendwo gegenüber am grünen Hang, versteckt unter Bäumen, beginnt Giovanni sein Tagwerk. Vielleicht heißt er gar nicht so. Vielleicht heißt er auch Francesco oder Lucca. Vielleicht hat er auch keinen Namen - was für den weiteren Fortgang aber vollkommen unerheblich wäre. Wichtig ist vielmehr: Er ist da. Und keiner kann ihn stoppen ... Längst hat sich der Frühling breit gemacht in der Gegend um Orvieto. Die Bäume tragen frisches Grün, die Mimosenblüte neigt sich schon dem Ende zu, die Mandelbäume haben ein weißes Kleid angelegt und die Forsythien recken einen gelben Blütengruß keck dem umbrischen Himmel entgegen. Doch diese vorösterlichen Boten sind ihm einerlei. Auch von der Botschaft des Friedens hält er wenig. Der Ostersegen ist noch nicht gesprochen, doch „urbi et orbi“, das der Stadt und dem Erdkreis gilt, würde ihn in diesem abgeschiedenen Tal in den Hügeln um Orvieto verfehlen. Denn das, was er zu tun hat, hat mit österlicher Ruhe nichts zu tun. Im Gegenteil. Gegen 5.42 Uhr schlägt er zum ersten Mal zu, noch ein wenig zaghaft. 5.43, 5.44, 5.45 Uhr, jetzt hat er seinen Rhythmus gefunden. Dann eine kurze Pause, wohl um sich zu sammeln. Von 5.47 bis 6.05 Uhr hebt er zu einem ununterbrochenen Trommelfeuer an, gnadenlos, mit voller Wucht. Inzwischen ist es Mittag gewor-

den. Die Sonne steht im Süden hoch am Himmel, sanfter Wind sorgt für ein wenig Frische. Beruhigend plätschert der Brunnen im Hof, Bienen summen, von fern mischt sich der Ruf des Kuckucks unter das fröhliche Lied der Vögel. Eigentlich ein Arkadien, ein irdisches Paradies, auf ehedem etruskischem Boden. Wenn er nicht wäre ... Seine Hartnäckigkeit ist andererseits aber auch bewundernswert. Seit Tagesanbruch schalmeit er im Minutentakt ein fröhliches „chicchirichì“ in den umbrischen Morgen. Zwar hat sich seine Schlagzahl bis zum Mittag geringfügig reduziert, sein Organ scheint aber nicht müde zu werden. Die Stärke seines Rufes soll ein Zeichen der Potenz des Hahnes sein, ein Balzruf, mit dem er zugleich sein Revier markiere. Die religiöse Bedeutung des Hahnenschreis kommt mir in den Sinn, jetzt in der Karwoche. „Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben“, wird Petrus von Jesus prophezeit. Milde überkommt mich dabei, österliche Nachsicht, des Hahnes Schreien als göttlichen Plan, zumindest als natürliche Determination zu akzeptieren. Zugleich rachsüchtige Gedanken ob des stundenlangen akustischen Terrors, dem vermaledeiten Hahn seine Federn auszurupfen. „Fremde Federn“ als Trophäe. Oder wie wäre es, heute Abend bei Francesca, der Wirtin der kleinen Trattoria im Dorf, die so kocht, wie nur eine italienische Mama kochen kann, einen pollo al diavolo zu bestellen? Einen feurigen Hahn, mit einem schönen Glas „Gallo nero“? Ich werde darüber nachdenken, aber erst nach dem Mittagsschlaf. Jetzt bin ich müde - zu früh aufgewacht! Das passiert mir zuhause nie ...

Erfolgreiches Geschäftsjahr für Genossenschaftsbanken (kg) Auf ein durchaus erfreuliches Geschäftsjahr 2011 blickt die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG zurück. In allen wichtigen Bilanzkategorien konnten starke Zuwächse verzeichnet werden. Die Bilanzsumme hat im vergangenen Geschäftsjahr die 2-MilliardenMarke überschritten. Deutlich positiv zeigt sich jetzt auch die vor zwei Jahren durchgeführte Fusion. Die Zusammenlegung kann nun als erledigt betrachtet werden. „Für uns ist das Jahr 2011 ein wichtiger Meilenstein, weil wir uns nun wieder intensiver um unsere Geschäfte sowie um die Mitglieder und Kunden kümmern können“, so der Vorstandsvorsitzende Richard L. Riedmaier. Mit mehr als 45.000 Mitgliedern und einem betreuten Kunden-

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volumen von vier Milliarden Euro zählt die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG zu den bedeutendsten Genossenschaftsbanken in Bayern. Im bayerischen Ranking belegt sie sogar den dritten Platz. „Wir werten dies als Erfolg unseres regionalen Geschäftsmodells“, so der Vorstandsvorsitzende. Und der Erfolg zeigt sich auch in Sachen Personal. Mit 610 Mitarbeitern – darunter 46 Auszubildende – gehört das Kreditinstitut zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Region. Wegen der guten Ergebnisse 2011 durften sich die Mitarbeiter sogar über eine Sonderzahlung von durchschnittlich 1,14 Monatsgehältern freuen. Auch in Zukunft will die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG auf höchste Kompetenz und Qualität setzen.

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In der Ingolstädter Moschee, der größten Bayerns, hatte es Unmut gegeben. Denn nebenan entsteht ein Gebäude von ContiTemic. Und das verstellt nicht nur den freien Blick auf das Gotteshaus. Aus dem Neubau hat man zudem direkte Einsicht in die Gebetsräume der Muslime. Auch intern hat es deshalb geknirscht. Der inzwischen abgelöste Vorsitzende des Moschee-Vereins hatte dem Bauvorhaben von ContiTemic nämlich zugestimmt, ohne die Vorstandsmitglieder zu fragen. Doch inzwischen haben sich die Gemüter halbwegs beruhigt: Eine Fenster-Dekoration soll den Blick in die Gebetsräume verhindern. Und beim MoscheeVerein wurde der Vorstand neu gewählt. Wie bei Bauvorhaben üblich, sind auch in diesem Fall die Nachbarunterschriften eingeholt worden. Ein „Nachbar“ ist die Moschee in der Manisastraße. Die Unterlagen seien dem damaligen Chef des Moscheevereins, Bektas Pala, vorgelegt worden, und der habe unterschrieben. Das bestätigt Herbert Lorenz, Vorstand der städtischen Tochtergesellschaft IFG, auf Anfrage. Die IFG hat sich neben einem regionalen Investor an dem Bauprojekt beteiligt. Lorenz zeigt sich deshalb „sehr überrascht“ über den Unmut. „Wir haben bisher das beste Einvernehmen gehabt.“ Und seines Wissens habe die Firma, die jetzt den Neubau hochgezogen hat, sogar kostenlos einige Baumaßnahmen an der Moschee miterledigt. Außerdem sei ja die Zu- und Abfahrt zu dem neuen Gebäude auf die der Moschee abgewandten Seite gelegt worden. Anhaltspunkte für Verstimmungen hat Lorenz im Vorfeld jedenfalls nicht feststellen können. Gerade deshalb sah er nun mit „Verwunderung“ die Reaktionen. Aus den Unterlagen, die Bektas Pala unterzeichnet hat,

ging die Größe des geplanten Neubaus klar hervor. „Ich kann mir nur vorstellen, dass vielleicht im Laufe des Verfahrens dann Bedenken gekommen sind“, sagt Lorenz. Und unter Umständen gebe es Sorge beim MoscheeVerein, dass in der näheren Umgebung noch weitere, größere Gebäude errichtet werden könnten, die über das Gebetshaus hinausreichen und die freie Sicht auf selbiges versperren. Doch Lorenz betont, dass es sich eben um ein Gewerbegebiet handelt. Auch bei Conti-Temic ist man

„Die Mächtigkeit des Gebäudes hat die Leute von der Moschee schon etwas überrascht.“ Sprecher von Conti-Temic irritiert. Vor allem weil man bislang stets „ein sehr gutes Verhältnis“ hatte und „in bestem Einvernehmen“ war, so ein Sprecher auf Anfrage. „Wir sind dauernd in Kontakt und helfen uns gegenseitig.“ Dennoch weiß man auch bei Conti-Temic: „Die Mächtigkeit des Gebäudes hat die Leute von der Moschee schon etwas überrascht.“ IFG-Vorstand Lorenz unterstreicht allerdings auch, dass selbst die verweigerte NachbarUnterschrift des Moschee-Vereins den Neubau nicht hätte verhindern können. Denn die Unterschrift bedeute ja lediglich einen Rechtsmittelverzicht. Dennoch hat es im MoscheeVerein gekriselt. Denn der bisherige Vorsitzende, Bektas Pala, hat den Bauantrag unterzeichnet, ohne mit seinem Gremium darüber zu sprechen. Das bestätigt Mehmet Günet, Anwalt in der Ditib-Zentrale in Köln: Pala sei „zu dem Ergebnis gekommen,

dass er dem Bauvorhaben ohne Vorstandsbeschluss zustimmen kann“. Der Jurist hebt aber zugleich hervor, dass die Unterschrift ohnehin nur symbolische Bedeutung hat. Erstens: „Gegen das Bauvorhaben kann man nichts machen.“ Und zweitens habe die Unterschrift von Pala keinerlei rechtliche Wirkung, weil der Kölner Verein Eigentümer des Moschee-Grundstücks sei und nicht der Ingolstädter Verein. Vor zwei Wochen wurde nun der Vorstand des Moschee-Vereins neu gewählt – außerturnusmäßig zwar, aber angeblich nicht in direktem Zusammenhang mit dem Ärger um den unterschriebenen Bauantrag. Unstimmigkeiten im Gremium soll es dennoch gegeben haben. Fakt ist: Der bisherigen Vorstandschef Bektas Pala sitzt nun nicht mehr im Gremium; neuer Vorsitzender ist Idriz Avci. Als Pressesprecher fungiert jetzt Hakan Sirt, er ist zugleich städtischer Beauftragter für den christlich-islamischen Dialog. Offensichtlich sind nun alle Seiten bemüht, die Situation zu beruhigen und die gute Nachbarschaft fortzuführen. So ist man übereingekommen, die Fenster der Moschee mit einer Dekoration zu versehen, die den Blick vom Conti-Temic-Gebäude in die Gebetsräume verhindert. Und Conti-Temic hat Signale ausgesendet, wonach man bei der Finanzierung dieser Dekoration „sehr entgegenkommend“ sein werde. Nach Angaben des neuen Vorstands übernimmt das Unternehmen die Kosten unter Umständen sogar voll. „Ich finde die Lösung mit den Fensterfolien sehr positiv. Hiermit haben beide Seiten einen wichtigen Schritt gezeigt. Ich erwarte auch in diesem Zusammenhang eine sehr vorbildliche Nachbarschaft“, so Hakan Sirt. Auch der neue Vorstand des Moschee-Vereins gibt sich ver-

söhnlich. Unmittelbar nach seiner Wahl erklärte er unserer Zeitung: „Da neue Arbeitsplätze entstehen werden, ist es für die türkischislamische Gemeinde Ingolstadt sehr positiv, dass die Firma Conti-Temic ein neues Gebäude für den deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.“ Die türkischislamische Gemeinde habe keine Scheu, sich zu präsentieren, im Gegenteil: „Die Gemeinde möchte sich öffnen, um den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern.“ Die Unzufriedenheit in der Moschee gründet nach Angaben des neuen Vorstands lediglich darauf, „dass unsere Gemeindemitglieder während der rituellen Gebete sich eventuell nicht konzentrieren könnten“. Aber diese Bedenken würden durch die Fensterfolien vom Tisch geräumt, heißt es weiter. Seit Baubeginn habe die türkisch-islamische Gemeinde ihre Parkplätze als Zeichen der Nachbarschaft der Baufirma zur Verfügung gestellt. „Die türkisch-islamische Gemein-

beziehen ist, einen schneeweißen Audi R8 Spyder. Wer möchte diesen Sportwagen nicht auch einmal fahren? Einem unserer Leser zumindest können wir zu diesem Vergnügen verhelfen, denn wir verlosen eine Probefahrt. Was heißt Probefahrt: Ein ganzes Wochenende gehört der R8 Spyder Ihnen. Es wird allerdings nicht ganz einfach. Denn der Gewinner sollte uns zehn Fragen beantworten, die mit dem E-Book „Vaticano“ zu tun haben.

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„Ich finde die Lösung mit den Fensterfolien sehr positiv.“ Hakan Sirt de hat bis heute eine gute Nachbarschaft gepflegt und wird auch in Zukunft diese positiv weiterführen“, so der neue Vorstand. „Die Zusammenarbeit mit ContiTemic ist für die Gemeinde ein sehr wichtiger Bestandteil und eine sehr gute Angelegenheit.“ „Die Moschee gehört zu den kulturellen Werten in Ingolstadt“, sagt Hakan Sirt. Das werde auch so bleiben, wenn man nun keinen Blick mehr von der TheodorHeuss-Brücke aus auf sie habe. „In Ingolstadt befindet sich die größte Moschee in Bayern und das ist auch als Ingolstädter ein schöner Grund, stolz zu sein.“

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Einsendeschluss ist der 2. Mai. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt in der Blickpunkt-Ausgabe vom Freitag, 11. Mai. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

(bp) Der 11. September 2001 war ein Tag, der die Welt verändert hat. Er war das Motiv für zwei blutige Kriege im Irak und Afghanistan. Die fragwürdigen Verhörund Aufklärungsmethoden der CIA und anderer Geheimdienste werden seit damals als völlig legitim eingestuft. Obwohl sofort nach dem Anschlag auf die TwinTowers und das Pentagon massive Zweifel an der offiziellen Darstellung aufkamen, mehr oder weniger glaubhafte Verschwörungstheorien auch über zehn Jahre danach noch die Diskussionen beherrschen, gingen die Terrororganisation Al Kaida und mit ihr Osama bin Laden als Urheber dieses Anschlags in die Geschichtsbücher ein. Dabei war Bin Laden im Jahr 2001 bereits zwei Jahre tot, auch wenn

die Amerikaner behaupten, ihn erst im Mai 2011 getötet zu haben. Was niemand wissen darf: Bin Laden hat bereits 1999 vor diesem Anschlag gewarnt, hinter dem die USA selbst steckten. Was niemand ahnt: 9/11 war nicht der Höhepunkt, sondern nur eine „bescheidene“ Fingerübung für einen Terrorakt apokalyptischen Ausmaßes. Diese Story, die der Thriller „Vaticano“ von Michele Boscarelli erzählt, beginnt in Ingolstadt. León Dupré, die Hauptfigur des Thrillers, stammt von hier und versucht, ein Buch, über eine Illuminatenzelle in Italien zu schreiben, stößt dabei auf eine ganz andere, unglaubliche Geschichte. Er fährt in dem Roman, der als E-Book im iBook-Store von Apple und bei amazon für 4,99 Euro zu

Frage 7: Wie heißt der Barbesitzer aus Illuminati mit Vornamen?


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Blickpunkt KW 14/12

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Pensionisten-Stammtisch der WTD 61 im Weissbräuhaus

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„Goodback“ Rückenprogramm der Universität Bayreuth startet Ende April 2012 wieder mit neuen Kursen !!! Ende April 2012 startet wieder das erfolgreiche Rückenprogramm der Uni Bayreuth im INJOYmed in Ingolstadt. Das „Goodback-Alles-Gute-für-den-Rücken“-Programm wurde von Wissenschaftlern und Praxisexperten nach dem neuesten Forschungs- und Kenntnisstand entwickelt. Der Kurs wird von vielen Krankenkassen im Rahmen der Präventionsleistungen gefördert. Dieses Programm wird durch die Uni Bayreuth begleitet und ist einmalig in Ingolstadt. Die Kursdauer beträgt 12 Wochen.

schwiegen, besonders wenn ganz ausnahmsweise die Frauen in der Nähe sind“, schmunzelt ein Stammtischfreund. Fußball wird nur am Rande diskutiert; das Bayern-Spiel vom vorangegangenen Abend war gegen 11.00 Uhr noch kein Thema. „Es war eh kein gutes Spiel“, erklärt einer, der sich für Fußball interessiert. Ab und zu macht ein Männerwitz die Runde. Ein Mitglied, das sich oft in Österreich aufhält, erheitert seinen Tischnachbarn mit folgender Geschichte. „Ich habe mal Viagra probiert; hat nichts genützt. Dann habe ich eine zweite Tablette geschluckt und schon hatte ich einen steifen Hals!“ Männer unter sich! Und warum trifft sich der Stammtisch immer im Weissbräuhaus? „Wir waren früher auf dem Viktualienmarkt, aber das war wegen des unbeständigen Wetters nichts. Dann sind wir zum „Hugl“ in die Schutterstraße gegangen, bis der alte Wirt sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat. Hier gefällt es uns. Und der Wirt spendiert immer am Jahresanfang ein Weißwurstessen.“

Start des Abendkurses ist Montag, 23. April 2012 um 19.30 Uhr. Der Vormittagskurs startet am Dienstag, 24. April 2012 um 10.00 Uhr. Jetzt anmelden, und bis Kursbeginn gratis trainieren ! Info und Anmeldungen unter Tel. 0841-55747

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Der Hüftenlendenmuskel: Er unterstützt das Gleichgewicht, indem er das Becken im Verhältnis zur Wirbelsäule bewegt. Die Bauchwandmuskulatur: Sie kontrolliert die Rückwärtsneigung des Oberkörpers und zieht ihn zurück in die aufrechte Position.

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aber nur noch drei in Manching. Doch das ficht den Präsidenten und seine Mannen nicht an: Zwar kommen keine neuen Stammtischbrüder nach, so dass der Altersschnitt jedes Jahr steigt und die Gefahr besteht, dass irgendwann mal alle „weggestorben“ sind. „Aber bei uns hier sterben nicht viele. Wir sind lauter gesunde Leute“, witzelt ein Mitglied. Vielleicht liegt das daran, dass bei diesem Stammtisch nicht „gesoffen“ wird, sondern die Unterhaltung im Vordergrund steht. „Trinken kann jeder, was er will. Viele bevorzugen ein leichtes Weissbier“, berichtet der „Präsident“ und erzählt, dass jedes Mitglied bei einem runden Geburtstag aus der Gemeinschaftskasse – jeder zahlt pro Monat einen Euro ein – drei „gute Flaschen Rotwein“ bekommt. Überhaupt geht es hier sehr liberal zu: Es gibt keine Tagesordnung oder bestimmte Themen, die besprochen werden. „Wir reden auch über unsere gemeinsame Vergangenheit, zum Beispiel unsere langen Auslandseinsätze. Da weiß mancher viel über den anderen, aber wir sind ver-

Auch Schichtarbeiter können problemlos an diesen Kursen teilnehmen, da auch ein VormitGanz gleich, ob Sie jemals Sport betrieben haben, tagsprogramm angeboten wird. Kosten für den in welchem Lebensalter Sie sich befinden (die Teil- 12-wöchigen Gruppenkurs 159,- Euro (Krankennehmer sind zwischen 18 und 75 Jahre alt) oder ob kassenbezuschussung möglich) Sie gesundheitliche Probleme haben: Es wird jeder da abgeholt, wo er sich leistungsmäßig befindet. Der Rücken Die tief liegenden Rückenmuskeln: Die Teilnehmer erwartet ein speziell entwickelter im Detail

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Sie sind allesamt alte Kameraden, aber keine ausgemusterten Soldaten, sondern ehemalige Kraftfahrer der Wehrtechnischen Dientstelle 61 in Manching. Schon um 9.00 Uhr am Morgen treffen sie sich jeden Mittwoch im Weissbräuhaus und bleiben bis gegen Mittag. Ein Stammtisch ohne Frauen, die allenfalls den einen oder anderen Ehemann mal abholen, wenn die holde Weiblichkeit zwischenzeitlich beim Einkaufen in der Innenstadt war. „Auch bei unseren sonstigen Treffen, etwa bei einem Grillfest im Sommer oder gemeinsamen Museumsbesuchen bei Audi oder im Bayerischen Armeemuseum bleiben wir Männer unter uns“, erzählt der „Präsident“ und Gründer Franz Mertl, der den Stammtisch Mitte der 90er Jahre ins Leben gerufen hat. Derzeit gehören 32 Männer zu ihrer Gemeinschaft und 15 bis 18 der Stammtischbrüder kommen regelmäßig mittwochs ins Weissbräuhaus. Ein Problem könnte der Nachwuchs sein, denn es sind ja nur ehemalige Kraftfahrer der WTD 61, die sich hier treffen und das waren mal über 50 Personen, jetzt gibt es

Foto: Käbisch

Eingangs- und Vitalitäts-Check, eine Trainingsempfehlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und eine individuelle Trainingsplangestaltung durch Physiotherapeuten und Fachtrainer für Fitness, Gesundheit und Prävention IHK. Außerdem sind regelmäßige Termine zur Optimierung der Trainingsprogramme, Gruppen- und Einzeltraining für Rückenstärkung und Kurse für Entspannung und Wohlbefinden vorgesehen.

Brustbein

Männer unter sich: Die ehemaligen Kraftfahrer der WTD 61 Manching.

Heimhild Würch, Fachtrainerin IHK, med. geprüfte Ernährungsberaterin, metabolic balance-Betreuerin

Im Bereich Lendenwirbelsäule entstehen am häufigsten Beschwerden aufgrund von Muskelschwächungen. Hier setzt ein gezieltes Training der Mukulatur an.

Schanzer „Frühjahrsputz“ 300 Helfer beim Ramadama-Auftakt in Irgertsheim (bp) Vergangenes Wochenende fiel der offizielle Startschuss für die diesjährige RamadamaAktion. Bürgermeister Albert Wittmann eröffnete den Schanzer Frühjahrsputz 2012 diesmal in Irgertsheim. Alber Wittmann und Thomas Schwaiger, Vorstand der Ingolstädter Kommunalbetriebe, dankten bei der Eröffnungsveranstaltung in Irgertsheim allen freiwilligen Helfern, die das ganze Jahr über im Stadtgebiet im Einsatz sind. Allein am vergangenen Samstag beteiligten sich 300 Helfer, um Ingolstadt von achtlos weggeworfenem Unrat zu reinigen. Interessierte können sich das ganze Jahr über bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben anmelden. Die Kommunalbetriebe

Sorgten für Sauberkeit: In Irgertsheim eröffneten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit 300 Helfern den Schanzer Frühjahrsputz. Foto: oh stellen Handschuhe und Abfallsäcke zur Verfügung und holen den gesammelten Abfall an den vereinbarten Sammelstellen zur umweltgerechten Entsorgung

ab. Als kleines Dankeschön bekommen die Teilnehmer bei ihrer Säuberungsaktion eine Brotzeit und Getränke von regionalen Sponsoren gestellt.

Noch vier Wochen bis zum Start Gewerbemesse Manching diesmal mit 300 Ausstellern (ml) Vier Wochen sind es noch, bis rund 300 Gewerbetreibende aus den verschiedensten Branchen ihre Produkte bei der 17. Manchinger Gewerbemesse vorführen. Organisator Walter Schauß informierte die Aussteller über die Gewerbemesse, die vom 27. bis zum 29. April auf dem Barthelmarktgelände in Oberstimm stattfinden wird. Der Eintritt ist an allen Ausstellungstagen frei. Neben einem Oldtimer-Treffen, einem Teilemarkt und einem Harleytreffen findet auch ein Frühlingsfest statt. Auf einer großen Bühne im Zelt werden verschiedene Künstler für musikalische Unterhaltung sorgen. Auf rund 50 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, im Freien und im Zelt, präsentieren sich Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsgewerbe. Ein weiteres

Walter Schauß informierte über die Gewerbemesse. Highlight ist diesmal, die Messe von oben zu sehen. Für 45 Euro können Interessierte einen Flug mit einem Hubschrauber erleben. Organisator Walter Schauß

Foto: Feldschmid

stellte auch den neuen AusstellerAusweis vor. Damit wird gewährleistet, dass nur angemeldete Aussteller an der Gewerbemesse teilnehmen können.

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Stadt & Region

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Blickpunkt KW 14/12

Gänsehaut im Doppelpack Warum das Theater „Das Monster weint“ in den unbeheizten Kasematten zeigt (kg) So viel sei verraten: Gänsehaut ist garantiert. „Das Monster weint“ hat vergangenen Mittwoch seine Premiere in den alten Gemäuern im Klenzepark gefeiert. Die gruselige Location hat die Dramaturgin und Regisseurin am Stadttheater Nürnberg, Kathrin Mädler, bewusst ausgewählt: „Es sollte ein Ort sein, der den Zuschauer aus der bequemen, distanzierten Haltung im Theatersaal herausreißt. Ein Ort, der atmosphärische Kälte verströmt und selbst noch einmal die Frage stellt, wovor wir uns intuitiv fürchten und wovor wir uns tatsächlich fürchten sollten.“ „Das Monster weint“ fragt, ob wir uns „Das Böse“ vorstellen können und in welchen Masken es auftritt. Das Stück basiert auf den autobiografischen Aufzeichnungen des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, im szenischen Dialog mit Mary Shelleys „Frankenstein“. Dem Zuschauer drängt sich die beunruhigende Erkenntnis auf, dass das, was wir als unmenschlich und monströs bezeichnen, doch nicht so fern von uns selbst, von unserem Alltäglichen liegt. Die Schauspieler Patricia Coridun, Barbara Schmick, Karlheinz Habelt, Ulrich Kielhorn und Lukas

ne Mordtaten lassen sich - aus Sicht der Ereignisse des 20. Jahrhunderts naiv - durch mangelnde Liebe und fehlende Sozialisation begründen. Etwas über 100 Jahre später werden ebenfalls auf einem Höhepunkt der Zivilisation in Auschwitz Menschheitsverbrechen verübt, die nicht mehr vorstellbar sind. Den Täter Rudolf Höß aber zeichnen Biederkeit und Durchschnittlichkeit aus. Er ist eben kein sadistisches Monster, sondern ein Mann, der seine Pferde liebt und sich gewissenhaft um seine Familie kümmert“, erzählt die Regisseurin. Was Höß und Frankensteins Monster eint, ist der Hang zur Sentimentalität, zur Konstruktion von falschen Gefühlen. Beide Täter beschreiben sich als alleinige Opfer der Umstände, sie weinen. „Das Monster weint“ garantiert Barbara Schmick alias „Das Monster“ erinnert sich an früher. Foto: Privat Gänsehaut-Feeling. Allerdings nicht nur durch die Geschichte selbst, denn die alten Gemäuer in Umlauf nehmen die Zuschauer die Geschichte rief. „Mary Shelley (alp)träumte denen das Stück spielt - die Kasemit auf eine szenisch-dokumentarische Reise. Als unerlöste Erzäh- auf dem Höhepunkt der wissen- matten - sind nicht beheizt. Zu Beler und Bewohner eines merkwür- schaftlichen Erkenntnisse ihrer ginn werden zwar Decken verteilt, digen Geisterhauses halten sie sich Zeit ein Monster. Dieses in Ingol- doch eine warme Jacke und ein zunächst an der schaurig schönen stadt erschaffene Monster wird in paar dicke Socken sollten Sie auf Romantik des „Frankenstein“ fest, "Frankenstein" blumig,wohligen jeden Fall einplanen, damit Sie die um dann selbst immer mehr zu er- Grusel erzeugend, beschrieben. schaurigen Erzählungen genießen Karlheinz Habelt führt durch die Kasematten. schrecken vor den Monstern, die Es bekommt ein Antlitz, und sei- können.

Insolvenzverfahren „Petroplus“ eröffnet Investorensuche läuft auf Hochtouren − Insolvenzverwalter zeigt sich optimistisch (kg) Das Amtsgericht Ingolstadt hat am Montag das Insolvenzverfahren für die Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH eröffnet und den Münchner Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé zum Insolvenzverwalter bestellt. Insolvenzrechtlich ist der Weg nun frei, um mit potentiellen Investoren über eine „übertragende Sanierung“ zu verhandeln. Jetzt kann die Ingolstädter Raffinerie verkauft werden. Die rund 400 Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaft der Schweizer Petroplus Holding AG dürfen vorerst aufatmen.

„Der Investorenprozess ist auf einem guten Weg. Wir erwarten in den nächsten Wochen potenzielle Investoren aus aller Welt, die sich vor Ort informieren und Gespräche führen wollen.“ Erste Angebote lägen bereits vor. „Ziel ist es, die Verhandlungen noch im zweiten Quartal erfolgreich abzuschließen und eine nachhaltige Fortführungslösung zu finden“, teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffé mit. Der Standort sei für Investoren sehr attraktiv, denn ein großer Teil der europäischen Anlagen sei veraltet und

müsse erst einmal für mehrere Millionen Euro saniert werden. In Ingolstadt dagegen gab es erst im vorherigen Jahr eine große TÜV-Revision, bestätigt Susanne Ehrnthaler die Unternehmenssprecherin. Bislang haben sich schon zahlreiche Finanzinvestoren, aber auch international produzierende Unternehmen gemeldet und ihr Interesse an der Raffinerie Ingolstadt bekundet. Seit Mitte Februar arbeitet die Raffinerie in einem optimierten Standby-Betrieb, durch den die

Produktionsbereitschaft und gleichzeitig die Fernwäremzulieferung erhalten bleibt. Durch den Weiterbetrieb und ein Massedarlehen verfügen die drei operativen Einheiten - die Raffinerie, die Vertriebsgesellschaften Petroplus Deutschland und Petroplus Bayern – über die notwendigen Mittel. Seit dem 1. April können auch wieder Löhne und Gehälter regulär gezahlt werden. „Wir brauchen jeden Mitarbeiter für die Fortführung und um den Investoren eine voll funktionsfähige Geschäftseinheit präsentieren zu

Zahlreiche Investoren haben bereits Interesse an der Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt bekundet. 

Gestaltungsbeirat bleibt nicht-öffentlich sesprecher Gerd Treffer, „das will doch niemand.“ Deswegen stellt die Stadtbaurätin nach der Sitzung die Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Vergangene Woche versuchte Petra Kleine, der Öffentlichkeit Zugang zu den Sitzungen des Gestaltungsbeirats zu verschaffen.

2./3. Juni 00

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Foto: Schmatloch

Ingolstädter Piraten wollen Stadtrat und Kommunalwahl 2014 revolutionieren

(ca) Noch vor Monaten wurde die Piraten Partei von vielen Politikern und Journalisten ausgelacht. Nach dem Einzug in den saarländischen Landtag plant die Partei schon ihre nächsten Heldentaten. Die politische Basis in Ingolstadt will mit großen Aktionen und innovativen Themen den kommunalen Wahlkampf 2014 beleben. Die Stimmung beim Parteistammtisch über die neusten Umfragen des Meinungsinstituts Forsa Secondhand Modemarkt war prächtig. „Wir sind von dem Marken-/Vintagemode & Musik Erfolg überrannt worden. Es ist aber nur eine Momentaufnahme“, analysiert der stellvertretende VorSECONDHAND & DESIGNER ITEMS AT REASONABLE PRICES sitzende Jens Stomber das derzeitige Allzeithoch der Partei. Klamotten treffen auf Sein Parteikollege Gerd Fleischer relativiert die Umfragewerte. „Wir CD‘s und Schallplatten jeweils 10 19 Uhr, eventhalle Westpark NACH DEM VORBILD LONDONER SECONDHAND-MODE-MÄRKTE WERDEN BEI "FASHION schauen nur auf die bisherigen MEETS MUSIC“ VOR ALLEM JUNGE MODERNE MARKENSECONDHAND-BEKLEIDUNG UND NACH DEM VORBILD LONDONERWERDEN SECONDHAND-MODE-MÄRKTE NACH DEM VORBILD LONDONER SECONDHAND-MODE-MÄRKTE BEI "FASHIONWERDEN BEI "FASHION Wahlergebnisse und wollen diese MEETS MUSIC“ VORBESCHALLEN ALLEM JUNGE MODERNE UND CD/SCHALLPLATTEN ANGEBOTEN. NEBENBEI DJ‘SMARKENSECONDHAND-BEKLEIDUNG IM HINTERMEETS MUSIC“ VORRARITÄTEN ALLEM JUNGE MODERNE MARKENSECONDHAND-BEKLEIDUNG UND Schon bei den nächCD/SCHALLPLATTEN RARITÄTEN ANGEBOTEN. NEBENBEI BESCHALLEN DJ‘S IM übertreffen. HINTERGRUND DEN RAUM UNDRARITÄTEN EINE COCKTAILBAR SORGT FÜRUND COOLE DRINKS UND TAPAS. CD/SCHALLPLATTEN ANGEBOTEN. NEBENBEI BESCHALLEN DJ‘S IM FÜR HINTERGRUND DEN RAUM EINE COCKTAILBAR SORGT COOLE DRINKS UNDsten TAPAS. Landtagswahlen (in SchlesSOMMER SPECIAL BEI SCHÖNEM WETTER HATGEÖFFNET. AUCH DER AUSSENBEREICH GEÖFFNET. SOMMER SPECIAL BEI SCHÖNEM WETTER HAT AUCH DER AUSSENBEREICH GRUND DEN RAUM UND EINE COCKTAILBAR SORGT FÜR COOLE DRINKS UND TAPAS. wig-Holstein und NordrheinSOMMER SPECIAL BEI SCHÖNEM WETTER HAT AUCH DER AUSSENBEREICH GEÖFFNET. Westfalen) werden wir um die fünf Prozent kämpfen müssen“, betont JEDER KANN MITMACHEN ODER EINFACH NUR der Lokalpolitiker. Die Gründe für FASHIONMEETSMUSIC@GMX.DE VORBEIKOMMEN, STAUNEN UND GROOVEN. 0171 / 6 84 25 93 ANMELDUNGEN FÜR MITWIRKENDE TÄGLICH AB 15 H den Wählerzuwachs kann Jens Stomber zumindest teilweise erkläFASHIONMEETSMUSIC@GMX.DE 0171 / 6 84 25 93 ren: „Es hängt vieles damit zusamFASHIONMEETSMUSIC@GMX.DE 0171 / 6 84 25 93

(kg) Der Oberbürgermeister hält an der Regelung fest: nicht öffentliche Sitzungen des Gestaltungsbeirats. Die Begründung: „Stellen Sie sich vor, Sie wären berufsmäßig Architekt und Ihre Entwürfe würden in aller Öffentlichkeit kritisiert und in Frage gestellt werden“, so der Stadtpres-

können, von der Planung über die Produktion bis hin zu Administration und Vertrieb“, betonte Jaffé. Es gebe daher keine Kündigungen, alle derzeit insgesamt rund 400 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Die stabile Lage aller drei operativen Einheiten ermöglicht es auch, die Verhandlungen mit den potenziellen Investoren ohne akuten Zeitdruck zu führen. So ist nun ausreichend zeitlicher Spielraum vorhanden, um den Investorenprozess zügig und geordnet zum Abschluss zu bringen.

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men, dass die Bürger einfach nicht einverstanden sind, wie Politik derzeit gemacht wird. Wir wollen mehr Transparenz und Demokratie wagen und den Bürger stärker beteiligen. Die Piratenpartei ist kein politischer Außenseiter mehr.“ Transparente Lokalpolitik Obwohl es noch rund zwei Jahre dauert, hat die regionale Parteispitze schon den Landeswahlkampf 2014 in Bayern und Ingolstadt im Fokus. Bereits in diesem Jahr werden die Landeslistenkandidaten erkoren. Dann soll sich auch entscheiden, ob und wer als Kandidat für das Ingolstädter Bürgermeisteramt von der Partei ins Rennen geht. Heiße Anwärter für die möglichen Sitze im Kommunalparlament sind Benedikt Schmidt, Gerd Fleischer und Maximilian Dachs. Sicher ist hingegen schon das Programm, mit dem man angreifen will. Kernthemen werden Transparenz und Mitbestimmung sein. Konkret bedeutet dies, dass das „Abgeordneten-Watch“ in Ingolstadt eingeführt werden soll. „Es ist ein Portal (abgeordnetenwatch.

de), bei dem Bürger online Fragen an den Abgeordneten stellen können“, konkretisiert Piraten-Schatzmeister Maximilian Dachs die Idee. „Das andere Ziel ist das Streaming aus dem Stadtrat, bei dem es derzeit noch Ablehnung gibt. Der Bürger hat derzeit nicht die Möglichkeit, sich die Stadtratsitzungen anzusehen, da diese während der Woche in der Arbeitszeit sind. Es wäre schön, wenn man sehen kann, was dort zu den Themen gesagt wird, die einen interessieren. Etwa was hat die Partei, die ich gewählt habe, dazu gesagt“, so das PiratenMitglied. Aber schon im Wahlkampf will die Parteispitze den etablierten Parteien mit neuen Konzepten mächtig einheizen. „Die Bürger sollen in die Erstellung unseres Programms einbezogen werden. Dabei soll nachgefragt werden, welche Themen gibt es denn, die den Leuten unter den Nägeln brennen, wie kann man diese umsetzen“, verrät Gerd Fleischer die ersten Pläne. Denkbar wären Kummerkästen an den Wahlkampfständen oder Onlineforen. Alle Beteiligten wollen in zwei Jahren das Rathaus entern.

Foto: Privat

Kurioser Leserekord (kg) Etwas ganz Besonderes haben sich die Veranstalter der 19. Ingolstädter Literaturtage ausgedacht. Gleich nach der Eröffnung - am Donnerstag, den 26. April um 18 Uhr in der Harderbastei - wagen sie einen noch nie da gewesenen Rekordversuch. Kurz vorweg: Der thematische Schwerpunkt der Literaturtage liegt diesmal auf „Fantasy-Literatur“. Und mal ehrlich, was passt besser zu Fantasy als der John Roland Reuel Tolkien Klassiker „Herr der Ringe“? So entstand die Idee, als erste Stadt überhaupt, die gesamte Trilogie, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, in einem Stück zu lesen. Dass die vielen hundert Seiten natürlich ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen werden, versteht sich von selbst. Deswegen sollten Sie sich bis mindestens Sonntag, den 29. April Zeit nehmen. Denn so lange wird es vermutlich dauern, die kompletten Bände zu lesen, meinen die Veranstalter. Und damit sich nicht nur ein einzelner Vorleser den Mund fusslig liest, wechseln die Geschichtenerzähler ab. Fest zugesagt haben bisher schon Kulturreferent Gabriel Engert, Donaukurierchefin Lydia Nißl und der Intendant des Stadttheaters Knut Weber. Allerdings werden noch Vorleser gesucht. Wer sich also dazu berufen fühlt, beim Ingolstädter „Herr der Ringe“- Rekordversuch mitzumachen, kann sich bei Johannes Langer (johannes.langer@ingolstadt.de) melden. Wahrlich ein Mammut-Projekt das auch ziemlich viel Ausdauer erfordert, – sowohl von den Vorlesern als auch den Zuhörern. Aber echten „Herr der Ringe“-Fans dürfte das wohl nichts ausmachen. Ach ja und wer dann immer noch nicht genug haben sollte, für den zeigt die Volkshochschule Ingolstadt am Montag, den 30. April alle drei Filme des „Herr der Ringe“. Natürlich steht aber nicht nur der „Herr der Ringe“ im Fokus der 19. Literaturtage. Insgesamt fünf prominente Autoren werden dabei sein und aus ihren Werken lesen. Die bekanntesten Gesichter, die ihre Werke zum Besten geben werden, sind wohl die Fernsehmoderatorin und Bestsellerautorin Sarah Kuttner sowie der Schauspieler Josef Bierbichler. Kuttner liest am 4. Mai im Club MAKI aus ihrem 2011 erschienenem Buch „Wachstumsschmerz“. Bierbichler wird am 10. Mai im Altstadttheater aus seinem Roman „Mittelreich“ vortragen. Die Literaturtage enden am 11. Mai mit einer literarischen Nacht in der Harderbastei. Ingolstädter Autoren lesen bei freiem Eintritt aus ihren Werken.


Lebenslinien

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Das größte Abenteuer ist das Leben Die Suche nach grenzenloser Freiheit und sich führte den Arzt Harald Renninger um die ganze Welt Von Danijela Mitic Er reiste per Anhalter durch die ganze Welt, ritt auf Kamelen durch die Wüste, überquerte auf einem Esel die persische Grenze, betreute als Vorsitzender des Roten Kreuzes nach dem Tsunami in Thailand die Camps mit den Verletzten, sammelte Geld für die Schulausbildung notleidender Kinder und heilte Menschen mit Schlangenbissen in Brasilien. Bereits mit dreizehn Jahren trieb Harald Renningers Freiheitsdrang ihn in die große weite Welt. Naja, für den Anfang zumindest auf die Spitze des 3798 Meter hohen Großglockners, des höchsten Berges von Österreich. Mit 15 folgten das Ötztal in Tirol, danach der zwischen Italien und Frankreich liegende Mont Blanc, das Gebirgsmassiv Monte Rosa in den Walliser Alpen und noch einige mehr. Das größte Abenteuer seines Lebens? „Mein Leben selbst“, antwortet er. „Es gibt eine wichtige Säule in meinem Leben, die meine Philosophie entscheidend geprägt hat: eine Reise nach Afghanistan“, erzählt Renninger. Im Alter von 21 Jahren packte er seine sieben Sachen und reiste per Anhalter nach Afghanistan. Über die Autobahn durch das ehemalige Jugoslawien, Griechenland, die Türkei und quer durch Persien, bis er schließlich sein Ziel erreicht hatte: eines der ärmsten Länder der Welt, viertausend Kilometer entfernt von seiner Heimat. Von dort aus ging es weiter durch die Wüste. Auf Kamelen versteht sich. „Ich könnte einen Roman über meine Erlebnisse schreiben.“ Um seine Eltern nicht in Angst zu versetzen, hatte er sich vor Antritt seiner gefahrvollen Reise einer kleinen Notlüge bedient. Er ließ sie im Glauben zurück, nach Italien zu trampen. Ob seine Eltern ihm nicht auf die Schliche kamen? „Das ist ein Kapitel für sich“, schmunzelt er und verrät nur so viel: „Natürlich haben sie es herausgefunden und dass ich ihnen so einiges zugemutet habe, das ist noch untertrieben ausgedrückt. Aber letztendlich waren sie immer stolz auf mich.“ Renninger sprach kein Wort Arabisch. Das Einzige, das er sich vor seiner Reise selbst beigebracht hatte, war es, bis zehn zu zählen. Trotzdem lernte er unzählige Einheimische kennen und schaffte es, mit ihnen zu kommunizieren. „Ich habe mich mit Händen und Füßen verständigt, mir ging es ja schließlich nicht ums Philosophieren, sondern darum, meine

Harald Renninger berichtet über seine Erlebnisse und der Suche nach sich selbst, die ihn um die ganze Welt führte. Bedürfnisse mitzuteilen. Mimik und Gestik sagen doch viel mehr als tausend Worte.“ So ging er oft einfach in die Küche eines Gasthauses, packte sich das Essen, das ihn ansprach auf den Teller, und versuchte mithilfe von Gesten, den Preis zu eruieren. „Wenn mir das Essen zu teuer war, hab ich es einfach wieder zurück in den Topf gelegt“, lacht der 69-Jährige. Sein Budget von damals 800 Mark, das er sich als Student durch einen Nebenjob zusammengespart hatte, musste für neun Monate reichen. Bis nach Kabul ins Gebiet der Taliban führte ihn seine Abenteuerlust. Diese Erfahrungen haben seine Lebensauffassung in hohem Maße beeinflusst: „Ich bin schon immer ein Minimalist gewesen“, versichert er, „je weniger man hat, desto freier ist man.“ Die Erfahrungen in der Fremde, in Ländern, in denen es weder Straßen noch irgendwelche Transportmittel gab, konnten seine Einstellung nur noch verstärken. Er lebte im Hier und Jetzt, ohne dabei an gestern oder morgen zu denken. Sein Wunsch nach absoluter Freiheit war so groß, dass er unter freiem Himmel oder auch im Heu schlief, ohne Mauern, die

Foto: Mitic

gewachsen ist, bewegte sich in einer Fremde, die für ihn eigentlich keine war. Er wurde ein Teil der Gemeinschaft dieser Menschen. Er war Gast auf Hochzeiten und Familienfeiern und aufgrund seiner hellen Hautfarbe auch eine kleine Attraktion. Insbesondere bei den Kindern, die ihm immer wieder staunend über die Haut fuhren, um sich zu vergewissern, dass seine Hautfarbe auch wirklich echt war. Am meisten begeistert haben ihn die Gastfreundschaft, das Gemeinschaftsgefühl und die Offenheit der Menschen, die er kennen und schätzen gelernt hat. „Ich habe ein völlig anderes Bild von den Afghanen, als die meisten Menschen hier.“ Dass die eine Kalaschnikow und einen Dolch tragen, sei für ihn nichts Ungewöhnliches. „Wie bei uns zu einem waschechten Bayern die Lederhose gehört, trägt ein stolzer Afghane halt seine Waffen.“ Er kehrte mit der Erkenntnis, frei zu sein von jeglichem Materialismus, nach Deutschland zurück. Er hatte sich spürbar vom Leben in seiner Heimat distanziert. Das Wirtschaftswunder sowie das Harald Renninger am 15. August 1977: Auf dem Noshaq West mit einer Gipfel- überschwängliche Konsumverhöhe von 7300 Metern. Foto: Privat halten, das in den 60er Jahren in

ihn schützten. Mutterseelenalllein. Das Einzige, das er immer bei sich hatte: sich selbst, seinen Mut, seinen Freiheitsdrang und eine gewaltige Portion Selbstdisziplin. Die einzige Möglichkeit zur damaligen Zeit, mit seiner Familie in Kontakt zu bleiben, war das Telefon in der Botschaft. „In Afghanistan gab es nicht einmal

das, dafür hatte ich beim GoetheInstitut mehr Glück.“ Doch das Gerät entsprach nicht wirklich dem heutigen Standard. So dauerte es schon mal zwei Stunden, bis eine Verbindung aufgebaut werden konnte, um dann höchstens ein paar Worte mit den Liebsten wechseln zu können. Renninger, der im Gebirge auf-

voller Blüte war, ließ ihn absolut kalt. „Meine Eltern mussten mich sogar regelrecht zwingen, mir eine zweite Hose zuzulegen“, erzählt er lachend. Sein Fokus lag einzig und allein darauf, sein Medizinstudium zu beenden, um den Beruf als Allgemeinarzt ergreifen zu können, der zweiten wichtigen Säule in seinem Leben. Renninger übt seinen Beruf als Arzt, der ihm zugleich Berufung ist, mit voller Leidenschaft aus. Was das Beste daran ist? „Das Resultat meiner Tätigkeit, der Zugang, den ich zu meinen Patienten bekomme, die Erfolgserlebnisse, das unbeschreiblich tolle Gefühl, anderen Menschen zu helfen und ihnen ein Stück meiner eigenen Lebenserfahrung weitergeben zu können“, so der Liebhaber klassischer Musik und französischer Literatur, der bereits seit vierzig Jahren seine eigene Praxis führt und beschlossen hat, erst mit 75 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Zu viel Freude bereitet ihm sein Beruf, der auch gleichzeitig sein Hobby ist. Das, was er getan hat, kann er nur allen jungen Menschen ans Herz legen: „ Geht hinaus in die weite Welt, um euch selbst kennenzulernen. Getreu dem Motto: Der kürzeste Weg zu dir selbst führt um die Welt’. In der Fremde, in der euch niemand kennt und ihr niemanden kennt, da lernt ihr euch selbst erst kennen.“ Die meisten Menschen seien sich nicht darüber im Klaren, welches Potenzial in ihnen stecke. „Wenn man denkt, man kann nicht mehr, dann kann man immer noch“, betont er. Welche Träume und Ziele im Leben kann jemand noch haben, der wie er selbst behauptet „in sein Leben das reingepackt hat, was für zwei Leben reicht?“ Auch als Stadtrat habe er in dreißig Jahren so einiges bewegt, vor allem im gesundheitlichen Bereich. Dieses Jahr werde er sein Amt allerdings niederlegen. Sein einziges Ziel ist es weiterhin, sein Leben zu genießen. „Wäre ich zehn Jahre jünger, würde ich mir schon noch ein großes Ziel setzen“, betont Renninger, der fünfmal die Woche Sport treibt, und kommt dabei ins Grübeln. „Hm . . ., vielleicht gibt es doch noch etwas“, überlegt er, „Arzt ohne Grenzen könnte ich mir vorstellen, vielleicht auf Haiti.“ Und da ist es wieder, das Funkeln in seinen Augen und das Reisefieber, das ihn jederzeit wieder packen und dazu verleiten könnte, sich in ein neues Abenteuer zu stürzen.

Zwischenräume malen Die Künstlerin Kathleen Kornprobst will Grenzen weglassen und nicht darstellen, was man sieht (hk) Am liebsten malt Kathleen Kornprobst Menschen. Und die möchte sie erst kennen lernen, bevor sie zum Pinsel greift. Vom Foto abzumalen, das widerstrebt ihr und kommt nur in Frage, wenn ein Auftraggeber den Porträtierten mit dem Bild überraschen möchte. „Ich möchte den Menschen, bevor ich ihn male, beobachten, will sehen, wie er sich bewegt, ob er fröhlich, zurückhaltend oder temperamentvoll ist. Seine Seele und Emotionen kann ich so besser aufnehmen und im Bild intensiver zum Ausdruck bringen“, begründet die Künstlerin ihr Vorgehen. Bei einem Besuch in ihrem Atelier in Gerolfing steht gerade ein Bild auf der Staffelei, das einen Billiardspieler und eine Frau mit einem Hund zeigt. Das Gesicht der Frau wirkt wie ein Foto, das des Mannes ist unfertig, als solches bisher kaum erkenntlich. „Die Gesichter muss ich noch fertig malen: Beim Mann die Gesichtszüge ausführen und bei der Frau die Schärfe herausnehmen.“ Das in Fotoqualität ausgeführte Frauengesicht verändern? „Ja, das ist mir zu realistisch, zu konkret. Um auszudrücken, wie ich diesen Menschen sehe, muss ich „Grenzen“ herausnehmen, Konturen verwischen.“

Keine fotorealistische Darstellung: Die Konturen der Frau im Hintergrund werden noch verwischt Allerdings, so räumt Kathleen Kornprobst ein, unterscheide sie zwischen eigenen Bildern und Auftragswerken. Bei Bildern, die sie für Auftraggeber male, sei sie bereit, manche Kompromisse einzugehen. Dann wird das Bild unter Umständen in der Darstellung der abgebildeten Personen weniger abstrakt, sondern bewegt sich

durchaus im Konkreten, nah an der fotorealistischen Wiedergabe – wenn dies der Auftraggeber oder der Abgebildete so wünschen. Ein Bild nachträglich zu ändern – das ist bei einem Ölgemälde noch verhältnismäßig einfach. Bei einem Aquarell gibt es nur begrenzt die Möglichkeit

Foto: Käbisch

„nachzubessern“. „Ich male auch Aquarelle, nicht so viel wie in Öl, aber doch gern. Beim Aquarell muss man einen Plan haben, man muss ziemlich genau wissen, was man darstellen will. Auch bei den Farben muss man von vornherein überlegen, welche man benutzen will.“ Ganz wichtig ist für Kathleen Kornprobst das Zeichnen.

Bei jedem Bild fertigt sie vorher eine schwarzweiße Skizze. „Damit entwickle ich schon einmal meinen „hell-dunkel-Plan“ für das Bild und ich nähere mich der Form und der Materie durch das Zeichnen an. Auch meine Kursteilnehmer müssen immer einen Block mitnehmen und zeichnen. Ich erlaube es ganz selten, mit einem Foto zu arbeiten. Sie müssen ihre eigene Skizze als Grundlage fertigen.“ Seit 1984 unterrichtet die Künstlerin an den Volkshochschulen in Ingolstadt, Eichstätt und Neuburg. Regelmäßig hält sie auch Malseminare in Deutschland und Italien, dort insbesondere am Gardasee ab. Schon ab 1979 hatte sie in Kolumbien und den USA, wo sie geboren wurde, unterrrichtet. Ihre eigene Ausbildung erhielt Kathleen Kornprobst an der Allerton Federate Art School der University of Illinois, an der St. Martin’s School of Art in London und an der Kunstakademie in Nürnberg bei Professor Voglsamer. Als wichtig für ihre weitere Entwicklung bezeichnet sie Seminare bei Professor Zenzmaier und Professor Ciuha in Österreich, die sie um die Jahrtausendwende in der Galerie Weihergut absolvierte. „Professor Ciuha hat mich sehr geprägt. Ich sagte ihm, ich sei

stehen geblieben und bräuchte seine Hilfe. Ich wolle „Zwischenräume“ malen, nicht das, was ich sähe. Er hat sofort begriffen, was ich meinte. Das, was er mir beibrachte, ist schwer in Worte zu fassen. Annähernd kann man es so beschreiben: Die Grenzen von einer Form zur anderen wegzulassen, eventuell andere Formen zu addieren.“ Eines der bekanntesten Bilder von Kathy Kornprobst hängt in ihrem Esszimmer. Es zeigt kolumbianische Kinder. Dieses Werk zierte im letzten Jahr die Plakate und den Katalog für die Ausstellung der Münchner Kunstgenossenschaft im Haus der Kunst in der Landeshauptstadt. In den eigenen vier Wänden hängen gut sichtbar auch Bilder des Kollegen Mathias Schlüter. Die beiden Künstler haben Bilder getauscht. Mit Schlüter plant Kathleen Kornprobst im Jahre 2013 eine Ausstellung in der Harderbastei. Zunächst stellt sie aber Ende Mai in der Praxis Lindner-Wiening Schrittenloher und im Herbst wieder im Haus der Kunst in München im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung aus. Dort wird vermutlich auch das Werk mit dem Billiardspieler zu sehen sein. Bis dahin muss es fertig sein, lächelt die viel beschäftigte Künstlerin.


Wochenvorschau

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Manege frei

Den ausführlichen KulturPlaner finden Sie unter

www.stattzeitung.in

08.04. - 15.04.2012

KulturPlaner

für Ingolstadt und die Region AUSSTELLUNGEN Bis 17.03.2013

„Leichte Kunst - Meilensteine im automobilen Leichtbau“ Audi museum mobile Ingolstadt Bis 17.06.2012

„Kleine Passion“ - Fotografien und Objekte von Gabriele und Thomas Neumaier Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt Bis 17.06.2012

„Andacht und Zier“ – Gebetbücher und Rosenkränze

Bauerngerätemuseum Ingolstadt-Hundszell

VERANSTALTUNGEN 08.04.2012 // 19:00 Uhr Theater Ingolstadt, Großes Haus

Theater: „Eisenstein“ Stück von Christoph Nußbaumeder 08.04.2012 // 20:00 Uhr Stadttheater Neuburg

Theater: „Zwei wie Bonny & Clyde“ Aufführung des Neuburger Volkstheaters; auch 13., 14., 15.04.2012 08.04.2012 // 18:00 Uhr Paradeplatz Ingolstadt

Ostermarkt; bis 09.04.2012 09.04.2012 // 20:00 Uhr Theater Ingolstadt, Kleines Haus

Theater: „Ernst ist das Leben“ - von Oscar Wilde; auch 14.04.2012 09.04.2012 // 20:00 Uhr eventhalle Westpark Ingolstadt

Konzert: Samy Deluxe & Tsunami Band „SchwarzWeiss Tour Teil 2“ + guests: Motrip 10.04.2012 // 20:00 Uhr MTV-Gaststätte Ingolstadt

Theater: „Der Theatermacher“ - von Thomas Bernhard; auch 12., 13.04.2012 10.04.2012 // 12:30 Uhr Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt

Blickpunkt KW 14/12

Circus Krone gastiert vom 19. bis 25. April auf dem Ingolstädter Volksfestplatz (bp) Der größte Circus Europas gastiert zum ersten Mal nach vier Jahren wieder auf dem Volksfestplatz in Ingolstadt. Von Donnerstag, 19. April bis Mittwoch, 25. April gibt das in München mit einem festen Circusbau beheimatete Unternehmen täglich zwei Vorstellungen. Sie finden Montag bis Samstag um 15.30 und 20 Uhr und am Sonntag um 14 und 18 Uhr statt. Circus Krone beginnt in Ingolstadt seine diesjährige Sommertournee, die ihn durch 30 Städte in Bayern und Baden-Württemberg führen wird. Unter dem Motto „Eine unvergessliche Reise um die Welt“ offeriert Krone eine Mischung aus klassischer Circuskunst und moderner Show. Eine Melange aus Optik und Akustik, perfekter Leistung und opulenter Ausstattung, aus packenden Szenen und besinnlichen Momenten. Das Programm ist umfangreich. Es ist eine echte BungeeSensation aus China zu sehen, eine Mischung aus Schwanensee und Mondlandung. Der „König der Löwen“ präsentiert seine 14 gefährlichen Schützlinge und den einzigartigen weißen Löwen King Tonga in einer spannungsgeladenen Dressurshow. Der schon bei den Zuschauern bekannte weiße Löwe ist neun Jahre alt. Nur 37 dieser Prachtexemplare sind weltweit bekannt. Doch keines davon lebt im Circus. Die Geschichte, wie der weiße Löwe zu Krone kam, klingt wie ein Märchen aus 1001-Nacht: Ein Prinz aus Saudi-Arabien sah Laceys Löwenshow beim Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo und besuchte den Circus Krone. Circus und Löwennummer begeisterten ihn so, dass er Christel Sembach-Krone das wertvolle Tier zum Geschenk machte. Ein wahrhaft fürstliches Geschenk! Ein besonderes Highlight ist die gigantische Elefantenherde mit dem größten Elefantenbullen der Welt. Colonel Joe ist sieben Tonnen schwer, dreieinhalb Meter hoch und 48 Jahre jung. Der indische Elefantenbulle kommt Der größte Elefantenbulle der Welt: Der „graue Riese“ Colonel Joe ist sieben aus Los Angeles. Der gigantische Tonnen schwer, dreieinhalb Meter hoch und kommt aus Los Angeles. Foto: oh

Dickhäuter wird seit 20 Jahren von dem französischen Tierlehrer James Puydebois gehegt und gepflegt. Traumhaft schöne PferdeFreiheitsdressuren von Juniorchefin „Circusprinzessin“ Jana Mandana, eine Klassische Hohe Schule im Tango-Rhythmus, eine Exoten-Parade im Safari-Stil und lustige Seelöwen sind außerdem im circensischen Teil des 180-Minuten-Programmes zu sehen. Nicht zu vergessen ist der mächtige Nashornbulle Tsavo. Riskante Balancen auf dem Todesrad - dargeboten von Crazy Wilson, elegante Jonglagen à la Marlene Dietrich, haushohe Sprünge von der Duplex-Schaukel, temperamentvolle Ikarische Spiele und ein Fliegendes Trapez der Sonderklasse sind akrobatische Highlights. Für den nötigen Spaß zwischen all den Attraktionen sorgen die famosen Musical-Clowns Les Rossyann, die mit viel Humor durch das Programm begleiten. 2005 war für Circus Krone ein Jahr der Jubiläen. Vor genau hundert Jahren entstand der Circus Krone aus einer reisenden Menagerie und vor 85 Jahren wurde der erste Krone-Bau in München eröffnet. Zu Krones riesiger Zeltstadt gehören gegenwärtig fast 400 Menschen, mehr als 250 Tiere, 330 Wohn-, Pack- und Gerätewagen und ein Spielzeit für nahezu 5 000 Personen. Es gibt ein rollendes Circus-Restaurant, ein eigenes Stromaggregat, eine Circus-Schule, eine Betriebsfeuerwehr, eine Mannschaftsküche auf Rädern, Büros und Werkstätten aller Art (Schreinerei, Schlosserei, KFZWerkstätte, Sattlerei, Damen-und Herrenschneiderei). Die Circuskassen auf dem Festplatz werden ab Mittwoch, 18. April geöffnet sein. Kartenbestellungen können auch unter der Telefonnummer 01805 / 24 72 87 erfolgen. Die Kartenpreise betragen 15 bis 40 Euro. Blickpunkt verlost 10 x 2 Eintrittskarten. Weitere Informationen zum Gewinnspiel finden Sie auf Seite 17.

Reihe „Mittagsvisite“: Sauerbruch-Arm 10.04.2012 // 20:30 Uhr Neue Welt Ingolstadt

28. Ingolstädter Kabaretttage: Murat Topal „MultiTool. Der Mann für alle Fälle“ 11.04.2012 // 19:30 Uhr Theater Ingolstadt, Großes Haus

Theater: „Das Wintermärchen“ von William Shakespeare 11.04.2012 // 20:00 Uhr In den Kasematten am Turm Triva, Klenzepark Ingolstadt

Theater: „Das Monster weint“ - Autobiografische Aufzeichnungen des Rudolf Höß 13.04.2012 // 19:30 Uhr Theater Ingolstadt, Großes Haus

Theater: „Winterreise“ - von Elfriede Jelinek; auch 14.04.2012 14.04.2012 // 19:00 Uhr CineStar Ingolstadt

Oper: „La Traviata“ - Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera, New York 14.04.2012 // 15:00 Uhr Stadtmuseum im Kavalier Hepp Ingolstadt, Barocksaal

Benefizkonzert: Romayne Wheeler (Klavier) zu Gunsten der Tarahumara (Eingeborenenvolk in Mexiko) 14.04.2012 // 20:00 Uhr Alte Schweißerei Schrobenhausen

Konzert: Pasión de Buena Vista 14.04.2012 // 21:00 Uhr eventhalle Westpark Ingolstadt

Party: Salsa Nacht 14.04.2012 // 19:00 Uhr Schlosskeller

Zaubershow: Das Catello Menü 15.04.2012 // 19:00 Uhr Theater Ingolstadt, Großes Haus

Solo für Stars: Lesung mit Friedrich von Thun „Novecento - die Legende vom Ozeanpianisten“ 15.04.2012 // 17:00 Uhr Theater Ingolstadt, Festsaal

Familienkonzert: Georgisches Kammerorchester Ingolstadt - „Stars von Morgen“

Hip-Hop vom Feinsten Samy Deluxe kommt am 9. April in die Eventhalle Westpark gement – sowohl gesellschaftspolitisch, als auch persönlich – und mit Intelligenz, Ironie und Humor stellt der 33-jährige Reimexperte, Rap-Poet und Autor sein überragendes Sprachtalent in den Dienst der Sache. Souverän und selbstbewusst fasziniert Samy Deluxe in seinem Element: auf den größten Konzertbühnen und in den exklusivsten Hip-Hop-Clubs, bei „Live Earth“, neben Johannes B. Kerner, Sabine Christiansen oder Stefan Raab im TV und bei der „Deutschlandrevue“ der ARD Samy Deluxe gastiert am 9. April in der Eventhalle Westpark. Foto: oh im Staatsschauspiel Dresden, in Diskussionen mit Ministern oder (bp) Sie wollen Superlative? seines Fachs, sondern auch der bei Workshops mit Jugendlichen Willkommen bei Samy Deluxe. erfolgreichste MC im ganzen in seinem eigenen Verein CrossDer international respektierte Land – und das schon seit über over e.V., als Botschafter des Welt Aids Tages, dazu als Preisund national berühmte Rapper fünfzehn Jahren. Mit einem Höchstmaß an Enga- träger des Comet, ECHO oder ist nicht nur einer der Besten

mtv award, als Künstler, Mann und Vater. Der Hamburger Hip-Hop-Star setzt sich ein, sagt was er denkt und sorgt dafür, dass er gehört und verstanden wird. Konsequent und reflektiert bewegt und berührt Samy Deluxe sein Publikum – seine treuen Fans und alle, die er auf seinem Weg überzeugen kann. Er hat kein Problem, die harten Themen anzusprechen, aber ein Problem, sie nur negativ zu sehen. Denn Samy Deluxe geht voran, emotional und ehrlich – die Reise ins Innere seiner Seele und zum Äußersten der Gefühle geht weiter. Am Montag, 9. April ist der Künstler ab 20 Uhr in der Eventhalle Westpark mit seiner „SchwarzWeiß Tour Teil 2“ zu hören. Einlass ist bereits ab 19 Uhr.

Alpenländische Jodler Christian Muthspiels Yodel Group posaunt im Birdland Jazzclub Neuburg (bp) Am Samstag, 14. April, sorgt Christian Muthspiels Yodel Group für einen brauchtumspflegenden Abend. Seit über zwei Jahren praktiziert der Posaunist Christian Muthspiel eine überaus erfolgreiche Brauchtumspflege mit dem alpenländischen Jodler. Bei der Beschäftigung mit den Jodlern des österreichischen Alpenraums fielen Muthspiel offenkundige Parallelen zu Blues und Jazz auf. Mit ein Grund, warum die aus gänzlich unalpinen Gegenden stammenden Musiker der Yodel Group selbstverständlich mit dem musikalischen Material umgehen.

Die Namen bürgen in der Tat für Spannung: Superdrummer Bobby Previte gastierte bereits mehrmals mit eigenen Formationen im Birdland, E-Bassist Jerome Harris zählt zu den interessantesten Pulsgebern New Yorks, Vibrafonist Franck Tortiller ist einer der versiertesten Instrumentalisten und Big Band-Leader Frankreichs und der Schweizer Matthieu Michel eine der größten TrompetenHoffnungen Europas. Sie alle wollen den „Blues der Alpen“ kreativ als Spielfeld neuer Interpretationen nutzen. Ein Konzert, das Vorurteilen garantiert den Garaus macht.

Christian Muthspiel kommt am 14. April in den Birdland Jazzclub.

Foto: oh


Gastro & Lifestyle

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11 KOCHEN MIT WITZIGMANN

Lammragout mit provenzalischem Gemüse Zutaten für 4 Personen: 1 kg Lammfleisch (Schulter) 2 EL Olivenöl 1 EL Butter Salz, schwarzer Pfeffer 2 TL Mehl 1 EL Tomatenmark 6 geschälte Schalotten 3 Knoblauchzehen, angedrückt 1/2 Liter heiße Gemüsebrühe 1 Bouquet garni (4 kleine Thymianzweige, 1 Rosmarinzweig, 8 Petersilien- oder Basilikumstängel in ein gewaschenes Lauchblatt einrollen und fest mit Küchengarn zusammenbinden)

Das Pasta-Team: Katia Garelli (links) und Magda Delanowska.

Fotos: Schmatlich

Die italienische Verführung Im „Artusiana“ von Katia Garelli und Magda Delanowska gibt es perfekte Pasta Von Michael Schmatloch

überzeugend anknüpft. Von Artusi stammt übrigens die Kochbibel Italiens „La scienza in cucina e l‘arte die mangiar bene – Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens“. Zusammen mit ihrer Freundin Madga Delanowska steht sie nun von Dienstag bis Samstag früh ab acht Uhr am Nudelbrett in der winzigen Küche ihres Ladenlokals und macht frische Nudeln, vier, fünf verschiedene Sorten pro Tag. Dazu Saucen und Antipasti. Wenn sie den Laden dann um zehn Uhr aufsperrt, ist die Vitrine gefüllt mit Gnocchi, Panzerotti, Ravioli oder Triangole. Ist das „Artusiana“ nun ein Lokal oder ein Laden? „Beides“, scherzt Katia Garelli, „unsere Kunden kommen, holen sich die frischen Nudelgerichte und kochen sie zuhause.“ Man kann aber zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr auch bei ihr in der Schäffbräustraße essen. „Das ist mehr zum Testen gedacht, zum Probieren, damit man weiß, was wir machen.“ Zwei Tische und

ein paar Barhocker bieten einer Handvoll Gästen Platz. Und im Sommer will sie versuchen, auch vor ihrem Lokal ein paar Tische aufzustellen, wenn sie die Genehmigung dafür bekommt. Auch ihr Angebot soll weiter wachsen. Weine, Käse, Öle und Salami würde sie gerne selbst aus Italien importieren, beste Qualität selbstverständlich. Denn über Qualität ist mir ihr nicht zu diskutieren. Nur die besten Zutaten finden den Weg in ihre Küche, hauptsächlich regionale Bioprodukte, wie beispielsweise die Eier, die sie vom Heindl-Hof in Gerolfing bezieht oder das Fleisch vom Moosladen. Vier bis fünf verschiedene Nudelsorten pro Tag, dazu bis zu sechs Vorspeisen, zwei bis drei Saucen „und täglich einen Kuchen“. Dazu getoastete Tigelle, ein spezielles italienisches Brotgebäck. Das ist das Angebot von Katia Garelli und Madga Delanowska. Und wer das Glück hat, bei der Produktion zuschauen zu dürfen, der schafft es wohl

nur unter einem Höchstmaß an Überwindung, den Laden zu verlassen, ohne auch etwas gegessen zu haben. Intuitiv spürt man, dass dies hier Kochkunst in Vollendung ist. Und dazu gehört die Leidenschaft und die Begeisterung, die Katia Garelli wie selbstverständlich ausstrahlt. Ebenso wie jene charmante Mischung aus Selbstbewusstsein und Bescheidenheit. Nach gut acht Jahren, die sie in Ingolstadt als Lehrerin für Italienisch an der Volkshochschule tätig ist, kann man nun bei Katia Garelli nicht nur die italienische Sprache erlernen, sondern auch die italienische Kunst des Genießens. Ein Glücksfall für Ingolstadt und die Altstadt, ein kulinarisches Highlight, von dessen Klasse es nicht viele gibt in Ingolstadt.

Einer der schnellsten Wege nach Italien führt über die Schäffbräustraße. Dort, wo noch vor einiger Zeit ein kleiner Antiquitätenladen sein Zuhause hatte, schlägt seit etwa zwei Wochen ein italienisches Herz. Und das gehört Katia Garelli, einer überaus charmanten Dame aus Ravenna, die seit gut zehn Jahren mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ingolstadt lebt. Wenn sie von der Emilia Romagna erzählt, von ihrer Mama oder der Oma, beginnen ihre Augen zu leuchten. Von ihnen hat sie die Leidenschaft für das Kochen geerbt, die Begeisterung für frische, handgemachte Pasta. „Ich bin so eine Art Botschafterin für unsere Küche aus der Emilia Romagna“, meint Katia Garelli und lacht, „da kommen die frischen Nudeln schließlich her.“ Artusiana, Schäffbräustraße 3, Vor einem Jahr hat sie damit Geöffnet Dienstag bis Samstag begonnen, hausgemachte Nudeln von 10 bis 18 Uhr. Telefon: 0841für die Ingolstädter Gastronomie 970 711 19. anzubieten. „Das hat aber nicht so geklappt, weil viele Wirte sich nicht die Mühe gemacht haben, diese Produkte einzuführen.“ Ihr Traum indes hat Katia Garelli dennoch nicht losgelassen. Und er erwachte zu neuem Leben, als sie erfahren hatte, dass der alte Laden in der Schäffbräustraße Nummer drei zu vermieten war. „Dieser Laden hat mich magisch angezogen“, beschreibt sie ihren spontanen Entschluss, die kleinen Räume anzumieten und darin ein Geschäft zu eröffnen, das es ihr erlaubt, ihre Leidenschaft für frische Nudelgerichte auszuleben und ihre Botschaft in die Stadt zu tragen. „Artusiana“. Diesen Namen, der zurückgeht auf den legendären Koch aus dem Italien des 19. Jahrhunderts Pellegrino Artusi, hat sie gewählt, um an die Tradition italienischer Kochkunst zu erinnern, an die sie gerne anknüpft, Lediglich zwei Tische stehen den Gästen im „Artusiana“ zur Verfügung, die ihre Pasta gleich vor Ort genießen wollen. 

GEMÜSE DER WOCHE: SPARGEL Rainer Schachtl, Besitzer des Gemüse-und Obstladens Fruitique in der Theresienstraße 9, präsentiert das Gemüse der Woche : Spargel. „Vertraut man einer alten Bauernregel, dann ist der Spargel optimal, wenn er morgens gestochen und noch am gleichen Tag verzehrt wird.“ Wichtig ist, den Spargel vor dem Verzehr zu waschen, um eventuelle Sandreste zu entfernen. Weißen Spargel können Sie mit einem speziellen Spargelschäler schälen. Es sollte dabei keine Stelle ausgelassen werden, da die Schale des weißen Spargels beim Kochen nicht weich wird und dies ist beim Verspeisen nicht gerade angenehm. „Salz ist übrigens die wichtigste Zuga-

be für das Kochwasser“, erklärt Rainer Schachtl und fügt hinzu: „Der Rest wie zum Beispiel Weißwein, Zitronensaft oder Butter ist reine Geschmackssache und nicht zwingend erforderlich.“ In den Spargeltopf sollte man nur soviel Wasser geben, dass die Spargelköpfe noch aus dem Wasser herausschauen können. Der Vorteil liegt darin, dass die Spargelköpfe nur durch den Dampf gegart werden und dadurch nicht zu weich werden. „Weißer Spargel muss je nach Dicke etwa 10 bis 20 Minuten gekocht werden. Er sollte noch einen weichen Biss haben und sich nachdem er aus dem Topf genommen wurde, leicht biegen lassen.

Für das Gemüse: 500 g Kartoffeln 1 Aubergine, mittelgroß 1 Zucchini, mittelgroß 4 Tomaten einige Thymian- und Rosmarinzweige 3 Knoblauchzehen Meersalz 100 g entkernte schwarze Oliven Olivenöl zum Braten 1. Den Backofen auf 160 Grad Celsius vorheizen. Das Lammfleisch in 4 Zentimeter große Würfel schneiden. 2. Olivenöl und Butter im Bräter erhitzen, Lammfleisch darin von allen Seiten etwa fünf Minuten anbraten. Dann mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben, Tomatenmark, Schalotten und Knoblauch dazugeben und weitere fünf Minuten rösten. Mit einem Schuss Brühe ablöschen, Flüssigkeit

einkochen lassen und den Vorgang zweimal wiederholen. 3. Bouquet garni einlegen, abdecken und im Ofen etwa 1 1/4 Stunden garen, dabei immer wieder umrühren und gegebenenfalls noch etwas heiße Brühe (oder Wasser) angießen. 4. Kartoffeln waschen, in Salzwasser kochen, abschütten, abkühlen lassen, schälen und in grobe Würfel schneiden. Das Gemüse waschen und putzen: Die Auberginen im Abstand von 1 cm schälen, „gestreifte“ Frucht in grobe Würfel schneiden. Zucchini ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Die Tomaten vom Strunk befreien, kreuzförmig einschneiden, mit Wasser so lange überbrühen, bis sich die Haut löst, eiskalt abschrecken, enthäuten, vierteln und entkernen und die Viertel nochmals halbieren. 5. Das vorbereitete Gemüse und die Kartoffeln nacheinander separat in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, jeweils etwas Thymian, Rosmarin und angedrückten Knoblauch beigeben, mit Meersalz und Pfeffer abschmecken und herausnehmen, auf Küchenpapier legen. 6. Lammragout aus dem Ofen nehmen, Bouquet garni entfernen, Fett abschöpfen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss das gebratene Gemüse (bis auf die Kartoffeln) mit dem Lammragout mischen, Oliven dazugeben, nochmals zehn Minuten köcheln lassen und mit den Kartoffeln servieren. Anzeige

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TOP FIVE der aktuellen DVD-Erscheinungen 1 Krieg der götter König Hyperion ist auf der Suche nach einer legendären Waffe, die ihm übermenschliche Macht verleihen soll. Damit will er sich an den Göttern rächen und die Menschheit zerstören. 2 REAL STEEL Charlie Kenton war ein erfolgreicher Boxer, bis Roboter die Menschen im Ring ablösten. Plötzlich taucht sein elfjähriger Sohn unerwartet bei ihm auf und sein Leben verändert sich. 3 SLEEPLESS NIGHT Vincent stiehlt Kokain von Drogendealern; Aus Rache kidnappen sie seinen Sohn und wollen ihn ermorden. Auf dem Weg zur Stoff-Übergabe geht jedoch einiges schief. 4 DER GANZ NORMALE WAHNSINN Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) ist Managerin und Mutter zweier Kinder. Sie hat jede Minute doppelt verplant, doch plötzlich gerät Kates ausgeklügeltes System aus den Fugen. 5 ZWEI AN EINEM TAG Der 15. Juli ist das magische Datum, das die schicksalhafte Beziehung von Emma und Dexter prägt. Nicht einmal, sondern immer wieder.

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Frischer Wind fürs Bad Geruchsabsaugung hinter der Toilettenspülung sorgt für angenehme Düfte (djd/pt) Für die Ausstattung ihrer privaten Wellnessoase sind Hausbesitzer bereit, einiges zu investieren, um sich rundum wohl zu fühlen: Edle Fliesen, elegante WC- und Waschtischkeramiken, bodenebene Duschen und Armaturen mit innovativen Designs und Funktionen bestimmen das Bild im modernen Bad. Gestylt bis ins letzte Detail, bieten selbst die Betätigungsplatten für die Spülung des WCs mit dem unsichtbaren Unterputz-Spülkasten vielfältige Varianten und Optionen, um dauerhafte Frische im Bad zu gewährleisten.

ist kinderleicht, die Absaugung wird über einen kleinen Schalter gestartet. Und falls man das Abstellen vergisst, schaltet sich das Gebläse nach zehn Minuten von selbst wieder aus. Frische mit jeder WC-Spülung

So können Auslösungen der WC-Spülung beispielsweise auch für angenehme Frische und Duft im Bad sorgen. Die Geruchsabsaugung verbirgt sich vollständig hinter der Betätigungsplatte, die mit Oberflächen in Aluminium gebürstet und Glas oder Kunststoff in verschiedenen Farben gut zu den aktuellen Badtrends passt. Die Absaugung nimmt unangenehme Gerüche direkt dort auf, wo sie entstehen - in der WCKeramik. Sie saugt die Luft über das Zulaufrohr der WC-Spülung ab und leitet sie zu einem Aktivkohlefilter, der maximal einmal im Jahr zu wechseln ist. Durch kleine Öffnungen rund um die Betätigungsplatte wird die gereinigte, frische Luft zurück in den Nichts als Duft und Frische im Bad: Dafür sorgt die Geruchsabsaugung hinter Raum gegeben. Die Betätigung der Betätigungsplatte des WCs. Foto: djd/Geberit

Geruchsabsaugung lässt sich leicht einbauen Den Einbau einer-Geruchsabsaugung kann der Installateur im Handumdrehen vornehmen dies ist jederzeit auch nachträglich möglich. Einzige Voraussetzung: Beim Neubau oder der Modernisierung des Bads sollte der Bauherr darauf achten, dass der Installateur ein Installationselement für das WC wählt, das für den Einbau vorgerüstet ist. Das kostet nur wenige Euro mehr und hält alle Optionen offen.

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Bauweise in Holz ermöglicht eine individuelle Planung (djd/pt) Beim nächsten Eigenheim wird alles besser: Wer einmal neu gebaut hat, weiß oft genau, welche Dinge er bei einem zweiten Anlauf anders machen würde. Mal ist der Wohnbereich zu klein, mal fehlt ein Raum fürs Hobby oder man wünscht sich im Nachhinein doch eine private Wellnessoase. Doch der Hausbau ist für die meisten buchstäblich eine Entscheidung fürs ganze Leben - umso wichtiger ist eine gründliche Vorbereitung und gute Planung, um sich lange in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen. Wer statt des Grundrisses „von der Stange“ einen Maßanzug sucht, findet dazu etwa mit der Holzständerbauweise vielseitige Möglichkeiten. Die solide und wandelbare Bauweise in Fachwerkart erlebt derzeit eine regelrechte Renaissance - gerade weil sie sich verschiedensten Wohnträumen anpasst. Der Grund für Individuell: Das persönliche Traumhaus erfordert viel Vorbereitung.

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die hohe Flexibilität bei der Hausplanung: Da die Deckenlast über massive Holzständer nach unten geleitet wird, lässt die Statik bei der Gestaltung der Grundrisse und der Fassade alle Freiheiten. Großzügige Wohnbereiche mit einer offenen Küche sind ebenso möglich wie üppig bemessene Glasfronten, die viel Licht ins Haus lassen. Auch später kann sich der Grundriss den veränderten Lebensphasen anpassen, etwa wenn keine Kinderzimmer mehr benötigt werden. Trennwände lassen sich dann leicht umsetzen. Zudem ermöglicht die traditionelle Bautechnik mit dreifach isolierten Glasflächen und einer hochwertigen Dämmung moderne Niedrigenergiestandards. Auch Komfort-Extras wie eine automatische Gebäudesteuerung können ganz nach den individuellen Wünschen installiert werden.

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And the Oscar goes to . . . Audi räumte mit beinahe allen Modellen im März weltweit zahllose Preise und Auszeichnungen ab Modellen den Gesamtsieg. Zu den „Besten Autos 2012“ gehören der Audi A1, A6, Q5 und R8. Darüber hinaus wurde der Audi A1 zum Auto des Jahres gewählt. In der Imagestudie belegte Audi wie im Vorjahr Platz eins.

China „brummt“

Mit Preisen überhäuft: Vorstandschef Rupert Stadler, Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer und Entwicklungschef Michael Dick (von links). (bp) Dass Audi bei bei den diversen Preisen im Automobilsektor in den letzten Jahren immer vorne mit dabei ist, ist eigentlich nichts Neues mehr. Bei der Kür der Zeitschrift „Autobild“, die zum ersten Mal die Lieblingsmarken der Leser ermittelte, entpuppten sich die Ingolstädter allerdings als der große Abräumer. Und auch bei zahlreichen anderen Preisvergaben stand der Ingolstädter Autobauer ganz oben auf dem Podest.

duktgestaltung. Der Audi A6 siegte in den Varianten Avant, Limousine und Allroad quattro. In diesem Jahr begutachteten 30 internationale Experten 4515 Produkte von Herstellern aus 58 Ländern. Allrad des Jahres 
 Die Leser der Zeitschrift „Auto Bild Allrad“ wählten in einer Online-Abstimmung den Audi A4 quattro und den A6 quattro zu den beliebtesten Allrad-Modellen in ihrer Kategorie. Jeweils Platz zwei belegten der Audi Q3, Q5, A6 allroad und R8. Insgesamt 120 473 Leser stimmten über 157 Fahrzeugmodelle in zehn Kategorien ab.

Auto Bild Markenwahl Von allen Automobilherstellern gewann Audi in den meisten Kategorien. In der Kategorie Design siegten der Audi A3, A4, A5 und Internet Auto Award Q3. Bei der Qualität lagen die AuBei der Verleihung des zehnten di-Modelle A1, A4, A5, A6, A7, A8 Internet Auto Awards räumte Auund der Q3 ganz vorne. di vier erste Plätze ab und ist damit bereits zum siebten Mal Mehrfachred dot award: product design 
 Beim diesjährigen „red dot sieger. AutoScout24 verlieh die award: product design“ über- Trophäen für den Audi A1, A3, A5 zeugte Audi mit innovativer Pro- Sportback und den A6. Insgesamt

Fotos: oh

Audi für die beste Großkundenbetreuung unter den Flottendienstleistern ausgezeichnet. Die beliebtesten Dienstwagen waren der Audi A1 bei den Kleinwagen, der A4 in der Mittelklasse, der A6 Connected Car of the Year 2012 
Der Audi A8 ist das „Connected in der oberen Mittelklasse sowie Car of the Year 2012”. Mit dieser der Audi A8 in der Luxusklasse. Entscheidung würdigte die ame- Zu diesem Ergebnis kamen rund rikanische Fachzeitschrift „Con- 6000 Leser, die in zwölf Fahrzeugnected World Magazine“ das brei- sowie neun Produkt- und Dienstte Portfolio an Lösungen, das Audi leistungskategorien ihre Favoriten in der Luxuslimousine anbietet. wählten. Es reicht von hochentwickelten Logistik-Award Fahrerassistenzsystemen über die Audi wurde in Wien mit dem Navigations- und Medienzentrale MMI Navigation plus bis zum länderübergreifend vergebenen Bluetooth Autotelefon online, das Nachhaltigkeitspreis Logistik 2012 den A8 ans Internet anbindet. Die ausgezeichnet. Mit diesem Preis Jury bewertete die Autos nach würdigen die Bundesvereinigung den Kriterien Sicherheit, Bedi- Logistik Österreich und die Bunenkomfort und Vielseitigkeit der desvereinigung Logistik Deutschland die konsequent verfolgte Infotainment-Angebote. Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. Flotten-Award 2012
 Insgesamt fünf Gesamtsiege erAsian Car of the Year Award 2012 zielte Audi erstmals beim diesjähDer Audi A6 ist das beste, neu rigen Flotten-Award des Fachmagazins „Autoflotte“. Dabei wurde eingeführte Auto auf dem asia162 000 Online-Nutzer haben ihre Favoriten aus 351 Modellen in zehn Fahrzeugkategorien ausgewählt.

tischen Markt. Zu diesem Ergebnis kam eine 18-köpfige Jury aus Journalisten, die für die asiatischen Ausgaben der Zeitschrift „Autocar” schreiben. Zur Auswahl standen 45 Autos, die zwischen dem 1. Oktober 2010 und dem 31. September 2011 in mindestens einem asiatischen Markt eingeführt wurden. Car of the Year „Joong Ang“, eine der drei größten Tageszeitungen Koreas, kürte den Audi A6 3.0 TFSI zum Auto des Jahres. 16 Juroren kamen nach zwei Entscheidungsrunden zu diesem Ergebnis. Dabei überzeugte die Experten vor allem das Design und die außergewöhnliche Performance des Audi A6. In der Kategorie „Performance“ siegte der Audi A7. Audi in Mexiko 
 Bei der Leserwahl der Zeitschrift Automóvil Panamericano, Mitglied der Verlagsgruppe Motor Presse, holte Audi mit vier

(bp) Audi bleibt in China weiter auf Erfolgskurs: Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen die Verkäufe in China und Hongkong um 40 Prozent auf 90 063 Automobile. „Mit diesem Rekordergebnis haben wir das erfolgreichste Quartal der Audi-Geschichte in China erzielt“, sagt Peter Schwarzenbauer, Vorstand für Marketing und Vertrieb: „Auch in den kommenden Monaten rechnen wir mit zweistelligen Wachstumsraten für Audi auf dem chinesischen Markt.“ Deutliche Zuwächse verzeichneten der lokal produzierte Audi A4 in der Langversion mit 24 536 Auslieferungen (plus 68 Prozent) und der Audi Q5, dessen Verkäufe sich um 93 Prozent auf 20 870 Einheiten steigerten und damit nahezu verdoppelten. Für weitere Wachstumsimpulse wird der neue Audi A6L sorgen, der dieser Tage als dritte Generation der Langversion auf den Markt kommt. Auch die importierten Fahrzeuge legten um 51 Prozent auf 17 379 Einheiten (ohne Hongkong) zu. Alleine im März stieg der Absatz mit insgesamt 31 505 Auslieferungen ebenfalls auf eine neue Bestmarke. Dies entspricht einem Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereits Ende April blickt die Audi-Welt wieder nach China: Vom 23. April bis 2. Mai wird das Unternehmen gemeinsam mit dem Joint Venture Partner FAW auf der Automobil­messe Auto China 2012 in Peking vertreten sein und unter anderem die neue Generation des Audi A6L präsentieren.

Beinahe alle Modelle von Audi haben im März irgendeinen Preis gewonnen, ob bei der Markenwahl von Auto-Bild, beim Internet Auto Award oder als „Asian Car of the Year“.

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(bp) Das Spracherkennungssystem Siri von Apple ist schon eine Nummer für sich. Hat es doch einige wirklich schlagfertige Antworten parat, wenn man ihm einigermaßen „sinnfreie“ Fragen stellt. Noch weitaus lustiger indes ist der sprechende Kater Tom (Talking Tom Cat). Bei dieser kostenfreien App haben Sie ein eigenes Haustier auf Ihrem iPhone, ein überaus amüsantes überdies. Streichelt man die Katze am Bauch, fängt sie an zu schnurren, streichelt man indes ein wenig zu grob, ist sie kurz davor, sich zu übergeben. Wenn man etwas vorsagt, dann wiederholt sie es mit einem witzigen Stimmchen. Man kann den Kater aber auch

von innen an der Scheibe des iPhones kratzen lassen. Das typische widerwärtige Geräusch ist die Folge. Er lässt sich mit einem Glas Milch füttern und sogar kleine Videos mit sich machen, die man dann auf You Tube oder Facebook hochladen kann. Schließlich hat die App auch noch ein paar Funktionen für Katzenhasser. Zieht man den Kater Tom am Schwanz, fängt er ärgerlich an zu jaulen. Gibt man ihm doch lieber ein paar auf die Glocke, so kippt er nach einigen Schlägen bewusstlos nach hinten. Die App ist also vollkommen sinnfrei, aber über alle Maßen unterhaltsam. Talking Tom Cat, iTunesStore, kostenlos.


SPORT

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„Metze“ muss sich gedulden Malte Metzelder hofft weiterhin auf Rückkehr nach Verletzungspause Von Kevin Reichelt Es war bisher nicht das Jahr des Malte Metzelder. Der defensive Mittelfeldspieler, der bisher auf zwölf Saisoneinsätze gekommen ist, steckt weiter mitten im Rehaprozess. Nach seiner Operation am Knie zu Beginn des Jahres kämpft der 29-Jährige derzeit um die Rückkehr. Vor zwei Wochen war es schon fast soweit, doch es gab erneut einen Rückschlag. Während der derzeitigen Serie von elf Spielen ohne Niederlage, gleichbedeutend mit einem Vereinsrekord, scheint beim FC Ingolstadt 04 alles nach Plan zu laufen. Weniger Gegentore, viele Punkte und als einziges Team der Liga noch ungeschlagen in der Rückrunde – Malte Metzelder musste das alles von außen betrachten. Sein letztes Spiel machte der erfahrene Mittelfeldmann im Dezember gegen Aue. Am 26. Januar wurde „Metze“ am Außenmeniskus operiert, seitdem befindet er sich im Rehaprogramm. Das Ende der fußballfreien Zeit war absehbar, doch kam alles nicht so, wie erhofft. „Vor zwei Wochen wäre ich fast wieder im Mannschaftstraining gewesen. Allerdings hat das Knie erneut reagiert und ich musste mein Pensum wieder herunterfahren“, erzählt Metzelder geknirscht. Nun wird

von der Tribüne aus verfolgen, eine Position, die ihm gar nicht gefällt: „Da bin ich noch angespannter. Es ist kein gutes Gefühl, weil ich weiß, dass ich nicht selber helfen kann“, verdeutlicht der Defensivmann seine Lage. Zusehen muss Metzelder auch bei den beiden nächsten Spielen. Zunächst kommt am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) der direkte Konkurrent Alemannia Aachen in den Sportpark, am Mittwoch müssen die Schanzer beim Spitzenteam Eintracht Frankfurt (Anpfiff 17.30 Uhr) antreten. Auf Metzelders angestammter Position im defensiven Mittelfeld hat sich zwar mittlerweile José Alex Ikeng in die Stammelf gespielt, Angst vor dem Konkurrenzkampf hat Metzelder aber nicht: „Es ist klar, dass ich nicht gleich spiele, sobald ich wieder einsatzfähig bin. Ich werde aber versuchen, mein Niveau wieder zu erreichen, dann werde ich auch wieder spielen.“ Malte, der kleine Bruder vom ehemaligen deutschen NationalHoffen auf baldige Genesung: Malte Metzelder muss derzeit von der Tribüne aus zusehen. Foto:Bösl spieler Christoph Metzelder, pflegt zu seinem Bruder den Kontakt: Täglich ist Metzelder jedoch vor Team an die eigene Stärke glaubt. „Natürlich haben wir normalen er weiter in der Reha schuften und sein Programm in den nächsten Ort und versucht in Gesprächen „Wir haben mit diesem Kraftakt brüderlichen Kontakt und telefoTagen wieder steigern, sagt er. „Es den Spielern zu helfen. „Ich bin bisher gezeigt, dass es möglich ist nieren miteinander.“ Allerdings ist schwierig eine Prognose abzu- ja schon länger in Ingolstadt und zurückzukommen, auch wenn steht er nicht in Christophs Schatgeben, weil man nie weiß, wie sich versuche mit meiner Erfahrung man mit dem Rücken zur Wand ten, sagt er. „Ich freue mich für ihn, das Knie bei Belastung verhalten gerade den etwas Unerfahreneren steht.“ Allerdings fordert er seine dass er so erfolgreich ist. Wir haben wird“, erklärt Metzelder. Aller- in dieser Situation zu helfen“, Kollegen auf, jetzt nicht nachlässig beide einen eigenen Weg eingeschlagen. Ich kann sagen, dass ich dings bleibt die Hoffnung auf eine meint Metzelder. Für ihn ist es zu werden. Nun muss er das Geschehen mit meinem sehr zufrieden bin.“ in dieser Phase wichtig, dass das Rückkehr in dieser Saison.

Baumgärtner hadert mit Einstellung TSV Kösching muss gegen SV Karlshuld auf mehrere Stammkräfte verzichten (kr) Unterschiedlicher können die Vorzeichen nicht sein: Während der SV Karlshuld auf Platz Fünf der Bezirksliga keinen Druck mehr verspürt, steckt der TSV Kösching mitten im Abstiegskampf. Beim direkten Duell am Samstag in Karlshuld (Anpfiff 16 Uhr) erwarten beide Trainer ein enges und spannendes Spiel. Thomas Wachs, Trainer des SV Karlshuld, zeigte sich vor dem Spiel am Wochenende zufrieden mit seinem Team. „Die letzten Ergebnisse waren doch sehr positiv.

In der gesamten Rückrunde sind wir noch ungeschlagen.“ Trotzdem sieht der Coach noch Probleme, die sich aus den letzten beiden torlosen Unentschieden heraus kristallisierten. „Wir haben uns viele Chancen erspielt, aber leider keine genutzt. Daran müssen und werden wir arbeiten“, betont Wachs. Respekt hat er vor der Entwicklung des TSV Kösching. „Der Trainerwechsel hat einiges bewirkt. Sie haben sich viel Selbstvertrauen in den letzten Wochen erspielt.“ Gerade deshalb rechnet Wachs

mit einem engeren Spiel als beim 0:3-Sieg im Hinspiel. „Kösching wird auf Konter lauern. Es wird ein enges Spiel, ich erwarte kein Offensiv-Feuerwerk.“ Wachs kann im Spiel gegen Kösching wieder auf Rückkehrer Martin Groh setzen, der die Offensive beleben wird. Ersetzen muss der Trainer dagegen weiterhin Matthias Eberle. Schlimmer hat es da den Köschinger Trainer Roland Baumgärtner erwischt. Neben Andreas Obermeier, der sich im letzten Spiel am Knöchel verletzte, fehlen

auch die anderen Stürmer SaliMoustafa Alitzan und Giuseppe di Terlizzi. So steht Baumgärtner derzeit kein Stürmer zur Verfügung. Am meisten ärgert sich der Spielertrainer allerdings über die Ausfälle von Christian Alzinger und Andreas Steinberger: „Beide sind nicht verletzt, fehlen aber bei so einem wichtigen Duell. Ich bin nicht gerade begeistert. Das ist auch eine Sache der Einstellung.“ Steinberger ist am Wochenende im Urlaub, Alzinger fährt zum Spiel des FC Bayern. Trotzdem will

Baumgärtner in Karlshuld punkten: „Wir haben letzte Woche zwei Punkte verschenkt, die müssen wir uns wieder erarbeiten.“ Dabei wird der TSV nicht sehr offensiv agieren. „Wir werden zunächst versuchen sicher zu stehen.“ Zufrieden war Baumgärtner mit den Leistungen seiner Mannschaft in den letzten Wochen, fordert aber von seiner Mannschaft weitere Punkte gegen den Abstieg: „Wir müssen weiter den eingeschlagenen Weg gehen und weiter um jeden Punkt kämpfen.“

Spielplan Regionalliga 07.04.: 14 Uhr FC Ingolstadt 04 II - Wormatia Worms Landesliga 07.04.: 15 Uhr FC Augsburg II - VfB Eichstätt Bezirksoberliga 07.04.: 15 Uhr SV Raisting - SV Manching 07.04.: 17 Uhr FC Gerolfing - SE Freising Bezirksliga 07.04.: 15 Uhr VfB Eichstätt II - TSV E.Karlsfeld SV Sulzemoos - TSV Oberhaunst. 07.04.: 16 Uhr SV Karlshuld - TSV Kösching Kreisliga 07.04.: 15 Uhr SV Denkendorf - VfB Friedrichsh. Schweitenkirchen - TSV Pförring ST Kraiberg - FC Sandersdorf ST Scheyern - DJK Ingolstadt FC Hepberg - TSV Rohrbach II Großmehring - TSV Wolnzach/M. 07.04.: 17 Uhr Türk. SV Ingols. - TSV Mailing Kreisklasse I 07.04.: 15 Uhr FC GW Ingolstadt - Mindelstetten FC Hitzhofen - TSV Altmannstein FC Arnsberg - FC Gerolfing II DJK Enkering - SV Buxheim TSV Gaimersheim - TV Ingolstadt SpVgg Wolfsbuch - SV Stammham TSV Etting - SV Kasing Kreisklasse II 07.04.: 15 Uhr FC Geisenfeld - SV Karlskron TSV Reichertshs. - FT Ringsee TV Vohburg - TSV Baar-Ebenhs. TSV Reichertshf. - SV Manching II SpVgg Steinkir. - TSV Hohenwart TSV Lichtenau - BC Uttenhofen 07.04.: 17 Uhr VfB Pörnbach - FC Hettenshausen


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Blickpunkt KW 14/12

Panther ohne Druck gegen die Adler ERC-Coach Rich Chernomaz im Interview über die Halbfinal-Serie gegen Adler Mannheim (kr) Am Ende war es gegen die Düsseldorfer EG eine klare Sache. Mit 4:1 gewann der ERC die Best-of-Seven Serie und zog ins Halbfinale ein. Dort stehen die Panther zum vierten Mal nach 2004, 2005 und 2010. Jedes Mal war hier bereits Endstation, das soll sich dieses Jahr gegen die Adler Mannheim ändern. Herr Chernomaz, was haben Sie aus den Spielen gegen Düsseldorf mitgenommen? Rich Chernomaz: Ich denke, unser Überzahlspiel und 5-gegen-5 Spiel hat bereits gut funktioniert. Unser Unterzahlspiel war noch nicht so effektiv, weil Düsseldorf technisch starke Spieler im Kader hat. Man kann aber zufrieden sein, wir haben gut gespielt. Sind gerade diese „special teams“, sprich Überzahl- und Unterzahlspiel, gegen Mannheim wichtig? Chernomaz: Mannheim hat sowohl eine gute Unterzahl-, als

Das bringt einer Mannschaft das Momentum der Serie. Wichtig ist für uns vor allem, dass wir den Heimvorteil auf unserer Seite haben. Darauf haben wir die ganze Saison hin gearbeitet.

auch eine starke Überzahlmannschaft. Sie haben im Viertelfinale gegen Hamburg sechs Überzahltore gemacht und nur ein Tor kassiert. Für uns wird es also extrem wichtig sein, weniger Strafen zu kassieren. Außerdem müssen wir in der Überzahl richtig viel Druck auf sie ausüben.

Spiele den Weg zum Sieg gefunden, das ist wichtig.

Wer sind die Mannheimer Schlüsselspieler? Chernomaz: Gefährlich sind vor allem Ken Magowan, Christoph Ullmann und Adam Mitchell. Sie haben in der Serie gegen die Hamburg Freezers sehr gut gespielt. Chris Lee ist ein richtig guter Verteidiger, auch offensiv. Außerdem ist Fred Brathwaite ein richtig starker Goalie. Allerdings ERC-Coach Rich Chernomaz ist es vielleicht ein Vorteil für uns, dass er mit 39 Jahren nicht mehr Spürt man weiterhin den Druck der Jüngste ist. Drei Spiele in Fünf unbedingt gewinnen zu müssen, Tagen könnten für ihn ein Prooder ist es ein wenig leichter, blem werden. weil man schon das Halbfinale Was erwarten Sie für eine Serie? erreicht hat? Chernomaz: Ich denke, die Spie- Chernomaz: In der Hauptrunde ler können nach dem letzten Spiel gab es eine ausgeglichene Bilanz. etwas befreiter aufspielen. Es ist Sie haben die ersten beiden Spiele jetzt kein Druck mehr da. Gegen gewonnen, wir dagegen die letzDüsseldorf waren wir viel Druck ten beiden. Jedes Spiel war sehr ausgesetzt, sie hatten eine richtig eng. Keine Mannschaft hat einen gute Phase zum Ende der Saison. Vorteil, es wird auch auf KleinigAber wir haben in vier der fünf keiten ankommen.

„Es wird wichtig sein, weniger Strafen zu kassieren“

Wo liegen die Schwächen der Mannheimer? Wie kann man die Adler schlagen? Chernomaz: Sie stehen defensiv sehr gut, aber sie sind läuferisch nicht so stark wie die DEG. Mit unserer Schnelligkeit können wir uns gute Konterchancen erspielen. Wir müssen die Scheibe tief in die Ecke in der offensiven Zone bringen und wir dürfen uns in der neutralen Zone keine Fehler erlauben. Dort agieren sie sehr kompakt. Wie wichtig wird der Start in die Serie sein? Chernomaz: Das erste Spiel ist natürlich gleich enorm wichtig. Volle Konzentration: Rich Chernomaz erwartet spannende Serie.

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Andacht und Zier

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Nächste Ausgabe: 13. / 14. April 2012

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Mehr Meinung für die Stadt!

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Der Herr der Rosenkränze: Adolf Schmidmair erklärt gut. (hk) Eigentlich hat Adolf Schmidmair Zinnfiguren gesammelt und angemalt. Doch dann verstarb 1996 seine Frau Magdalena und hinterließ eine unglaubliche Sammlung von Gebetbüchern und Rosenkränzen. Und diese Schätze sollten 1998 ausgestellt werden. Er hätte an sich nicht so viel damit zu tun gehabt, doch plötzlich erkrankte der für die Ausstellung vorgesehene Führer und Adolf Schmidmair musste „Hals über Kopf einspringen“. Seitdem kennt er sich aus mit Gebetbüchern und Rosenkränzen. Aus seinem Privatbesitz stammt der weit überwiegende Teil der Exponate, die jetzt im Bauerngerätemuseum in Hundszell in der Ausstellung „Andacht und Zier“ bis zum 17. Juni gezeigt werden. Den Rest steuerten Stadtmuseum und Wissenschaftliche Stadtbibliothek bei. „Es gibt Rosenkränze, die nur zehn Perlen haben; die nennt man „Faulenzer“ oder KavalierRosenkränze. Die Männer mussten nämlich nur zehn Vaterunser beten - die Frauen hatten 50 Vaterunser zu vollbringen. Scherzhaft hat man gesagt, weil die Frauen so boshaft seien, müssten sie mehr beten.“ Die Perlen des Rosenkranzes bestehen aus ganz unterschiedlichen Materialien und gaben

Foto: Käbisch

früher Aufschluss über Herkunft und Stand der Person, die den Rosenkranz trug. „Früher durfte man einen Rosenkranz mit Perlen aus Korallen nur tragen, wenn man einen bestimmten Besitz beziehungsweise Rang hatte. Da wurde oft auch getäuscht. Ich habe einen Rosenkranz mit Perlen aus gefärbtem Glas, die wie Korallen ausschauen“, erzählt Adolf Schmidmair. Auch bei Gebetbüchern unterschied man zwischen Beruf, Stand und sonstigen „gesellschaftlichen Merkmalen“. So gab es Gebete für Dienstboden und das „Gebet eines Weibes, das in einer ungerathenen Ehe ist.“ Im Gebet der armen Ehefrau beklagt diese, dass die schönen Zeiten der Ehe vorbei seien, was der Schöpfer, als Allwissender, ja sicher mitbekommen habe. Für Adolf Schmidmair ist nicht das Äußere eines Gebetbuchs das Entscheidende. Ihm kommt es auf den Inhalt an, zum Beispiel auf handschriftliche Eintragungen. „Es gibt auch ein Gebetbuch, in dem stehen die Luftangriffe, die auf Ingolstadt im Zweiten Weltkrieg stattgefunden haben, drin. Weil man das offiziell nicht schreiben durfte, hat man‘s ins Gebetbuch eingetragen.“ Einen ausführlicheren Bericht mit weiteren Bildern finden Sie unter www.stattzeitung.in.

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400g Packung 1kg=4,98

0.

69

*nur in Märkten mit Wünsche Backshop erhältlich.

Gutsherren Schupfnudeln

Kalbfleischleberwurst

Jungbullen-Beinscheiben*

1.

99

Das Dolli-Werk mit Stammsitz in Oberdolling bei Ingolstadt produziert seit über 50 Jahren frische Kartoffelprodukte und Feinkost.

nicht in allen Märkten erhältlich!

4.

49

Brunnthaler

Mineralwasser Amarena Vanille-Tasche* 2 Stück

3 Stück, verschiedene Sorten

Jesuiten-Quelle – natürlich reine Erfrischung aus Ingolstadt. Nordbräu und Jesuiten-Quelle – Ihre Getränke aus der Region Die Traditions-Brauerei NORDBRÄU Ingolstadt ist seit über 300 Jahren eine der bedeutendsten Privatbrauereien in Bayern.

11.

Seit über 125 Jahren steht HERRNBRÄU für altbayerische Braukunst.

8.

99

still oder spritzig je Träger 20x0,5l Flasche +3,10€ Pfand, 1l=0,45

Potatoes*

13.

49

13.

49

49

Herrnbräu Nordbräu

Jesuiten Quelle

Träger 20x0,5l Flasche +3,10€ Pfand, 1l=1,20

je Träger 20x0,5l Flasche +3,10€ Pfand, 1l=0,85

Urtyp Hell

Weißbier

Schorlen

kerrygold

Original Irische Butter 250g Packung 100g=0,48

PANTHERWEISSE

je Träger 20x0,5l Flasche +3,10€ Pfand, 1l=1,35

Unsere Super-Knüller der Woche: 19 69

1.

Herrnbräu

Hell, Dunkel, Leicht, oder Alkoholfrei

0.

Träger 20x0,5l Flasche +3,10€ Pfand, 1l=1,35

0.

0.

33

99

Altmeister

Weinwürzigeroder Kräuter-Essig je 0,75l Flasche 1l=0,92

Sheba

Katzennahrung je 100g Schale

Fränkischer

Bierrettich Stück

KW 15 Gültig von 10.04.12 - 14.04.12

Diese Artikel sind in den mit dieser Werbung gekennzeichneten Märkten der EDEKA Südbayern, Ingolstädter Straße 120, 85080 Gaimersheim, erhältlich. Bitte entschuldigen Sie, wenn die Artikel auf Grund der großen Nachfrage im Einzelfall ausverkauft sein sollten. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen. Für Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Ihren nächsten EDEKA-Markt finden Sie unter www.edeka.de/marktsuche *Nicht in allen Märkten erhältlich.

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