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26. November 2011

Ski alpin Skialpin

Fotos: Toto Marti (2), EQ Images

Lara Gut: Erfolgreich auf der Skipiste, ordentlich im Hotelzimmer.

Fotos: xxxxxxxxxxx

CARLO JANKA IM GC-TRAINING SEITE 4 CUCHE UND DIE RIPPCHEN SEITE 16 MARIA HÖFLRIESCH SEITE 20 MISS SCHWEIZ MACHT SKI-STAR HEISS SEITE 24

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EXTRA

Lara

Gut WAS SICH HINTER IHRER TÜR IM HOTELZIMMER ABSPIELT SEITE 8


Fotos: Toto Marti (2)

SKI ALPIN EXTRA

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26. November 2011 Eine Person, zwei Seiten: Didier Cuche als Skirennfahrer und als Metzger.

Seitenwechsel

Didier Cuche als Metzger. Carlo Janka als Fussballer. Für unser grosses Ski-Extra haben unsere Schneestars die Seite gewechselt. VON MARCEL W. PERREN

ennen Sie einen aktiven Schweizer Profi-Fussballer, K der gelernter Metzger oder Mau-

rer ist? Wohl kaum! Während unsere Kicker schon früh alles auf die Karte Sport setzen und damit bereits als Teenies viel Geld verdienen, sagen sich die Skirennfahrer: erst eine «richtige Ausbildung», dann Spitzensport. Nach dem Motto «den Ball immer schön flach halten» lebt auch Didier Cuche. Dass der Romand trotz seiner grandiosen Erfolge nie die Bodenhaftung verloren hat, liegt auch an der knallharten Ausbildung, die er vor seiner Rennfahrerlaufbahn genossen hat. Als Metzger-Lehrling musste Cuche für sehr wenig Geld sehr viel leisten. «Das Leben in der Metzgerei ist viel stressiger als mein jetziges Leben als Rennfahrer», ist der Neuenburger überzeugt. Wie sich Cuche nach 18 Jahren Pause in seinem alten Beruf schlägt, erfahren Sie auf Seite 16.

Janka bleibt am Boden

Während sich Cuche als Metzger versuchte, ging sein Teamkollege Carlo Janka auf Torejagd. Für unser grosses BLICK-Ski-Extra trainierte er für einmal nicht auf Schnee, sondern auf dem Rasen

des Rekordmeisters GC. Der Riesenslalom-Olympiasieger hat bei diesem Experiment eindrücklich bewiesen, dass er mit der Lederkugel per Du ist. Die Beweisfotos gibts ab Seite 4. Was den Lifestyle angeht, bleibt Janka aber ein typischer Skirennfahrer. So residiert er nicht in einem luxuriösen Penthouse, sondern in einer einfachen Wohnung in Obersaxen. In seinen Ohren funkeln keine fetten Brillanten. Und er trägt auch nicht wie viele metrosexuell angehauchte Kicker eine Handtasche. Unsere Ski-Asse: bescheiden und natürlich!

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IMPRESSUM SKI-ALPIN-EXTRA Redaktion, Produktion: Daniel Leu (Leitung), Marcel W. Perren, Sébastian Lavoyer, Max Kern, André Häfliger Artdirector: Jürg Zuberbühler Fotoredaktion: Benjamin Soland, Kathi Bettels, Andrin Bosshard, Toto Marti, Markus Senn, Sven Thomann Korrektorat: Ringier Specter BLICK Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 62 62 Telefax 044 259 66 65 E-Mail blick@ringier.ch Internet www.blick.ch Chefredaktor: Ralph Grosse-Bley Sportchef: Felix Bingesser Geschäftsführerin: Caroline Thoma Leiter Werbemarkt: Beniamino Esposito Herausgeber: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen Druck: Ringier Print Adligenswil AG

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26. November 2011

Beckham-Schuhe an und los gehts! Janka mit den GC-Verteidigern Guillermo Vallori (l.) und Boris Smiljanic.

CARLO JANKA IM GC-TRAINING

«Ich hätte gerne die Siegprämien dieSiegprämien

der Fussballer» Das Herz des Schweizer Skisports schlägt im Fussball-Takt: In der Freizeit von Carlo Janka dreht sich vieles um das runde Leder. GC-Trainer Ciriaco Sforza verpflichtete den Iceman deshalb für ein exklusives Training. VON MARCEL W. PERREN, MAX KERN (TEXT) UND TOTO MARTI (FOTOS)

ls Carlo Janka beim GC-Campus in Niederhasli ZH parkt, A kommt er sich für einen kurzen

Moment ziemlich klein vor. Im Vergleich zum Hummer von Abwehr-Gigant Boris Smiljanic wirkt Carlos Audi RS 3 beinahe wie ein Mini Cooper. Doch die Grössenverhältnisse werden von Hoppers-Kommunikationschef Eugen Desiderato

schnell zurechtgerückt, als er Janka der Mannschaft vorstellt: «Jungs, ich darf euch einen Gast vorstellen, der für uns alle ein grosses Vorbild ist. Obwohl Carlo erst 25 Jahre alt ist, hat er in seinem Sport schon alle wichtigen Titel gewonnen.» Mit einem entsprechend warmen Applaus wird der Ski-Superstar aus Obersaxen GR von seinen neuen Teamkollegen willkommen geheissen. Captain Toko über-

Begrüssung: Mittelfeldspieler Toko überreicht Janka ein GCShirt mit der Nummer 10.

reicht dem Riesenslalom-Weltmeister von 2009 das Trikot mit der Nummer 10. Iceman Janka freut sich sichtlich über diese Geste, gleichzeitig hegt er aber die Befürchtung, dass ihm der Dress des Spielmachers

eine Nummer zu gross ist: «Ich bin zwar ein mega Fussball-Freak, aber spielerisch leider limitiert. Als Kind hat mich der JuniorenTrainer beim FC Ilanz meistens als Aussenverteidiger eingesetzt, weil ich auf dieser Position den gerings-


26. November 2011 Verladen: Janka schickt beim Elfmeterschiessen Davide Taini in die falsche Ecke.

Jankas grösste Gegner Im Kampf um den Sieg im Gesamtweltcup hat Carlo Janka fünf heisse Widersacher aus fünf Ländern gegen sich.

Ivica Kostelic (32)

Der Titelverteidiger aus Zagreb ist der einzige Alpine, der in allen Disziplinen Weltcuprennen gewinnen kann. Sein Problem: Er hat regelmässig Rückenschmerzen.

Aksel Svindal (28)

Der Norweger kämpfte im letzten Winter nach seinem Wechsel von Atomic zu Head mit Problemen in der Materialabstimmung. Doch jetzt hat er das passende Paket gefunden.

Romed Baumann (25)

Er ist Austrias VerlässlichkeitsMinister: Baumann fungiert in vier Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Super-Kombi und Riesen) in den Top 13 der Weltrangliste.

Jankas Rückenprobleme

B

ten Schaden anrichten konnte.» GC-Trainer Ciriaco Sforza (41) ist dennoch von seiner «Neuerwerbung» überzeugt: «An seinen Pupillen kann ich erkennen, wie motiviert er ist. Ein einziger Blick in seine Augen sagt mir mehr als ein 20-minütiges Gespräch.» Dann gehts ab auf den Trainingsplatz, welchen der Manchester-United-Fan Janka selbstverständlich mit einem SchuhModell seines Jugend-Idols David Beckham betritt. Nach einem kurzen Einlaufen demonstriert «Jänks» beim Balltraining mit Boris Smiljanic und Guillermo Vallori, dass er dem

eim Saisonauftakt in Sölden war Carlo Janka im Riesenslalom mit Rang 4 noch bester Schweizer. Doc h seitdem schlägt er sich mit Rückenp roblemen rum. Kleine Muskeln zwischen den Gelenken haben sich entzündet. Der Bündner musste daher trotz eine r schmerzstillenden Spritze mehrere Trainings abbrechen. Janka, der Skirennfahrer: Weltmeister und Olympiasieger im Riesenslalom.

WEITER SEITE 6

Ted Ligety (27)

Im Riesen führt kein Weg am US-Boy vorbei. Das hat er bei seinem Auftaktsieg in Sölden demonstriert. Ligety hat aber auch im Slalom und in der Super-Kombi grosses Potenzial.

Christof Innerhofer (26)

Dass der Azzurri zumindest in drei Disziplinen top ist, hat er bei der WM mit Gold im Super-G, Silber in der Kombi und Bronze in der Abfahrt bewiesen.

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CARLO JANKA IM GC-TRAINING

SKI-WELTCUP 2011/2012 MÄNNER 26./27. 11. Lake Louise (Ka) Abfahrt (26.), Super-G (27.)

2.–4. 12. Beaver Creek (USA) Abfahrt (2.), Super-G (3.), Riesen (4.)

10./11. 12. Val d’Isère (Fr) Riesenslalom (10.), Slalom (11.)

16./17. 12. Val Gardena (It) Abfahrt (16.), Super-G (17.)

18./19. 12. Alta Badia (It) Riesenslalom (18.), Slalom (19.)

21. 12. Flachau (Ö) Slalom

29. 12. Bormio (It) Abfahrt

1. 1. München (De) Parallel-Riesenslalom

5. 1. Zagreb (Kro) Slalom

7./8. 1. Adelboden (Sz) Riesenslalom (7.), Slalom (8.) Silvan Zurbriggen

Sforza (unten l.) ist von Carlo begeistert: «An seinen Pupillen kann ich erkennen, wie motiviert er ist.»

Janka, der mit dem Ball tanzt! FORTSETZUNG VON SEITE 5

«Zehner»-Leibchen entgegen seiner eigenen Ankündigung sehr wohl gerecht wird. Die Kugel klebt ihm beim Jonglieren regelrecht am Fuss, fast jede Ballberührung entspricht einer Liebeserklärung! Das imponiert auch Ex-NatiVerteidiger Smiljanic: «Ich würde mir wünschen, dass ich so gut Ski fahren könnte, wie du Fussball spielst. Ich komme zwar fast jeden Berg hinunter, aber beim brutal steilen Start bei der WMAbfahrt in St. Moritz musste ich passen. Da wurde mir so richtig klar, wie viel Mut und Können ihr Skirennfahrer braucht.» Der Mann mit neun Weltcupsiegen registriert die Worte des sechsfachen Schweizer Meisters mit einem Schmunzeln und verschweigt ihm, dass die Abfahrt in St. Moritz im Vergleich zur Kitz-

büheler Streif einer Mickey-Mouse-Strecke gleichkommt. Stattdessen demonstriert er nun im Duell mit Keeper Davide Taini seine Vollstrecker-Qualitäten – von fünf Penaltys verwandelt er drei souverän. Jankas Fazit nach diesem Elfer-Schocker: «Als England-Fan habe ich mich bis jetzt immer masslos geärgert, wenn die Three Lions bei einem grossen Turnier wieder einmal im PenaltySchiessen rausgeflogen sind. Aber jetzt weiss ich, dass das Tor aus der Sicht des Schützen wirklich ziemlich klein wird, wenn ein guter Goalie drin steht.»

Vorsicht Verletzung!

Stellt sich nur noch eine Frage: Welche Fussballregel würde Janka gerne in den Skisport übernehmen? «Da fallen mir nur die höheren Siegprämien ein. Ansons-

13.–15. 1. Wengen (Sz) Super-Kombi (13.), Abfahrt (14.), Slalom (15.)

20.–22. 1. Kitzbühel (Ö) Super-G (20.), Abfahrt (21.), Slalom (22.)

24. 1. Schladming (Ö) Slalom Marc Berthod

ten wäre es mir ganz recht, wenn die Fifa von uns Skifahrern endlich den Video-Beweis übernehmen würde.» Mit diesem Wunsch verabschiedet sich Carlo Janka von den Grasshoppers. Das Ski-Genie verlässt das Vereinsgelände des Rekordmeisters nicht ohne Wehmut in Richtung Skipiste: «GC hat eine extrem sympathische Mannschaft, ich hätte mich gerne länger bei dieser Truppe aufgehalten. Es ist schade, dass ich als Skirennfahrer wegen der Verletzungsgefahr nur selten selber Fussball spielen darf. Wenigstens kann ich dieser Sportart jederzeit gefahrlos mit der Playstation frönen …»

Video

blick.ch

JANKA IM GC-TRAINING

28./29. 1. Garmisch-Part. (De) Abfahrt (28.), Super-G (29.)

4./5. 2. Chamonix (Fr) Abfahrt (4.), Super-Kombi (5.)

11./12. 2. Sotschi (Russ) Abfahrt (11.), Super-Kombi (12.)

18./19. 2. Bansko (Bul) Riesenslalom (18.), Slalom (19.)

21. 2. Moskau (Russ) Parallel-Riesenslalom

25./26. 2. Crans-Montana (Sz) Super-G (25.), Riesenslalom (26.)

3./4. 3. Kvitfjell (No) Abfahrt (3.), Super-G (4.)

10./11. 3. Kranjska Gora (Sln) Riesenslalom (10.), Slalom (11.)

14.–18. 3. Schladming (Ö) Abfahrt (14.), Super-G (15.), Team (16.), Riesenslalom (17.), Slalom (18.)


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Meine Nächte

ANDREA DETTLING

Der Zufall hat Dettling und Gut ins gleiche Zimmer gebracht. Es entstand eine Freundschaft, in der über alles gesprochen wird: Männer, Musik, Medaillen. Was sich hinter der Zimmertür abspielt – Dettling berichtet.

«

AUFGEZEICHNET VON SÉBASTIAN LAVOYER

«

Weil wir im Alphabet relativ nahe beieinander sind, wurden wir beim Europacup-Rennen im spanischen Candachu in den Pyrenäen ins gleiche Zimmer eingeteilt. In diesen Tagen im Februar 2008 haben wir uns richtig kennengelernt. Erstmals getroff getroffen en haben wir uns schon Jahre vorher bei einem Street-Slalom-Event im Tessin. Ich war 13 Jahre alt und Lara 9, wenn ich mich nicht irre. Mein Vater kannte ihren Onkel. Als sie zu uns ins Team kam, war sie die Junge, die schnell fährt. Zudem ist Lara eine sehr extrovertierte Person, ein Mensch, der auch mal aneckt. Für ältere Fahrerinnen ist es nicht nur einfach, mit einem solchen Talent umzugehen. Aber ich habe sie als fröhliches, energiegeladenes Mädchen kennengelernt. Die Chemie stimmte sofort – insbesondere weil wir die gleiche Einstellung gegenüber dem Sport haben.

Wer von uns zuerst im Hotelzimmer ist, hat die Fernsehhoheit.» Andrea Dettling

Sie wusste ganz genau, was sie will

Dettling über Lara Gut (Bild): «Lara ist eine sehr extrovertierte Person.»

Wir ärgern uns nicht, wenn die andere besser gefahren ist, sondern konzentrieren uns auf unsere eigenen Läufe. Nur weil für uns beide klar ist, dass die Leistung zuerst kommt, funktioniert diese Freundschaft im Skisport. Wenn wir zum Beispiel abmachen auf einen Kaffee, und eine merkt fünf Minuten vorher, dass es zu viel wäre, weil sie müde ist, dann kann sie absagen, ohne dass die andere wütend ist. Sie war schon mit 17 Jahren sehr reif – vermutlich reifer als ich, obwohl ich vier Jahre älter bin. Sie wusste ganz genau, was sie will: die Beste


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mit Lara

2008 haben sich Andrea Dettling (l.) und Lara Gut erstmals getroffen. Seitdem teilen sie sich oft das Hotelzimmer.

SCHWEIZER FRAUEN-KADER

Die 24-Jährige aus Alten dorf ist die zweitjüngste Fahr erin in der Frauen-Nati nach La ra Gut. Ihre Weltcup-Bilanz: 59 Star ein Podestplatz. Am 26 ts, . Januar 2009 wurde sie in Cortina d’Ampezzo Dritte im Su per-G. Die Leidenschaft für den Sk sport hat Dettling von ihr ien Eltern geerbt. Vater Will i ist Trainer bei den Männern in der Europacup-Gruppe. Weg en mehrerer Schuhrandprel lungen im Verlauf der letzten Sa iso muss Andrea diesen Wint n er komplett abschreiben.

werden, an die Weltspitze. Und sie wusste, was sie dafür machen muss. Das ist sehr aussergewöhnlich für eine so junge Fahrerin. Sie hat sich nie gross um die Konkurrenz gekümmert, sondern konzentrierte sich auf ihr Training, die Arbeit mit dem Servicemann, das Skifahren. So konnte sie die Lockerheit behalten, die sie letztlich auch auszeichnet.

Wir tratschen über Jungs

Wie oft wir seit unserer ersten Begegnung das Zimmer geteilt haben? Sicherlich bei mehr als der Hälfte aller Rennen während der letzten bei-

Wohnort Einsiedeln SZ Engelberg OW Arth SZ Schwyz

den Weltcup-Saisons, 1985 also während gut zehn Fabienne Suter Sattel SZ Wochen pro Jahr. Da A-KADER entwickelt sich eine Marianne Abderhalden 1986 Alt St. Johann SG richtige Routine. Fränzi Aufdenblatten 1981 Zermatt VS 1989 Wenn wir erstmals ins Denise Feierabend Engelberg OW 1981 Grindelwald BE Zimmer kommen, Martina Schild sprechen wir zuerst ab, wo wir die nassen Sachen hindurch alle anderen Fahaufhängen, wo wir das Gepäck rerinnen. Aber mit der Zimmerhinstellen. So hat jede ihren kollegin verbringt man eindeutig ‹Raum› im Zimmer. Da herrscht am meisten Zeit. Vor allem vor absolute Gleichberechtigung. und nach dem Nachtessen. Was Wir sind beide ziemlich ordent- wir dann machen? Lernen, Lesen, lich. Meist ist es so, dass mein Fernsehen. Wer zuerst im Zimmer Wecker zehn Sekunden nach ist, hat die Fernsehhoheit. So habe ihrem läutet. Sie geht dann zuerst ich schon ein bisschen Italienisch ins Bad, ich nehme meine Nah- gelernt. Oder wir tratschen über rungsergänzung zu mir. Zum Teil Jungs, lassen auch mal Dampf ab. gehen wir dann zusammen frühWEITER SEITE 10 stücken. Man sieht zwar den Tag

Fotos: Sven Thomann, EQ Images

Andrea Dettling

NATIONALMANNSCHAFT Name Jahrgang Andrea Dettling 1987 Dominique Gisin 1985 Lara Gut 1991 Nadja Kamer 1986


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DENISE FEIERABEND

Im Sommer ImSommer wurdeich wurde ich

neuseeländische

Gute Freundinnen: Andrea Dettling und Lara Gut.

SlalomMeisterin

FORTSETZUNG VON SEITE 9

Musik ist ein häufiges Gesprächsthema. Wir versuchen immer gegenseitig, uns von unserem Geschmack zu überzeugen. Der gemeinsame Nenner beschränkt sich auf die alten Walt-Disney-Songs und Vivaldis ‹4 Jahreszeiten›. Das Zimmer ist unser kleines Zuhause, unser Rückzugsort auf unseren langen Reisen. Da verstellst du dich nicht, wenn es dir nicht gut geht. In Val d’Isère bei der Kombi-WM holte sie Silber, und ich schied beim zweiten Tor in der Abfahrt aus. Das war für mich eine Tragödie. Als sie dann zurück aufs Zimmer kam, meinte sie bloss: ‹Komm, wir gehen eine Crêpe essen.› Sie legte die Medaille hin, schnappte das Portemonnaie – und plötzlich war das Skifahren zweitrangig. Das schätze ich an ihr extrem. In den wichtigen Momenten und den schweren Stunden war sie für mich da.

Fotos: Sven Thomann, Pius Koller

Da war mir klar, dass es so keinen Sinn macht

Gerade weil wir lange von zu Hause weg sind, habe ich Verständnis, wenn Lara das Internet häufig besetzt, um mit ihrem Freund zu skypen. Ich habe meist mit meiner Familie Kontakt gehabt, und das dauert ja nicht so lange. Lara ist viel pragmatischer als ich. Ich bin eher verträumt, kann stundenlang an etwas herumhirnen. Im Sommer hat mich meine Schuhrandprellung so beschäftigt, dass ich an fast nichts anderes denken konnte. Dann habe ich Lara bei der Kleiderabgabe in Düdingen getroffen und lange mit ihr diskutiert. Im Gespräch mit ihr wurde mir bewusst, dass ich mit Schmerzen keine Chance habe, an der Spitze mitzufahren. Da war mir plötzlich klar, dass es so keinen Sinn macht. Ich habe mich entschieden, diese Saison auszusetzen – meiner Gesundheit wegen. Lara ist einfach eine gute Freundin.»

Feierabend: Mit 22 Jahren bereits Teamleaderin bei den Technikerinnen.

Erst neuseeländische Meisterin, dann ein Fallschirmsprung: Feierabend hat einen aufregenden Sommer hinter sich. Doch ausgerechnet vor dem ersten Weltcup-Slalom zwickt der Rücken. sultat stand im Hintergrund, aber natürlich habe ich mich über den en ersten Titel dieser Saison Sieg gefreut.» So sehr, dass Denise hat Denise Feierabend schon Feierabend abhob. Zur Beloheingefahren. Am 3. September nung warf sie sich mit dem Fallfährt sie im zweiten Lauf von Co- schirm aus dem Flugzeug. ronet Peak klare Bestzeit, setzt sich Den Schuss für die anstrengende an die Spitze und wird neuseelän- Saison holt sich Feierabend im dische Slalom-Meisterin – vor Tarnanzug. Ein Sommer in Grün. ihren Landsfrauen Nufer und Roth- Spitzensport-RS in Lyss und mund. Die beste Neuseeländerin, Magglingen. «Die ersten fünf Sarah Jarvis, kurvt mit über acht Wochen waren hart, aber lehrSekunden Rückstand auf Platz 9. reich. Morgens waren wir in Lyss, Sie haben lernten schiessich nicht versen, den militälesen. Die Slarischen Umlom-Spezialistin gang,Disziplin», erinnert sie sich. erklärt: «Ich bestritt die MeisAm Nachmittag terschaft als geht es zum rennmässiges «Drill-Parcours» Training. Das Renach MagglinDenise Feierabend über die RS VON SÉBASTIAN LAVOYER

D

«

Wir lernten schiessen, den militärischen Umgang und Disziplin.»

gen. Konditionstraining im Sportzentrum. Führungsqualitäten lernt sie als Rekrutin nicht. Obwohl sie diese jetzt gut gebrauchen könnte. Nach den Rücktritten von Camastral, Grand, Bonjour und Gini ist sie mit ihren 22 Jahren so etwas wie das Zugpferd im Technikerinnen-Team. Die Junioren-Weltmeisterin im Slalom (2009) ist der Oldie unter den Schweizer Stangen-Tänzerinnen. Feierabend: «Ich selbst fühle mich nicht als Teamleaderin.» Sie will sich nicht zusätzlich belasten. Vielleicht auch weil der Rücken zwickt. Feierabend: «Ich machte gerade eine dreitägige Pause, bin viel in der Physio und hoffe, dass ich am Sonntag überhaupt starten kann.»


Emmi machtSu

P U B L I R E P O R TAG E

Seit Jahren engagiert sich Emmi im Sportsponsoring. Neu setzt das Unternehmen vor allem auf Skisport – und ist neben seinem Engagement im Weltcup nun ebenfalls offizielle Partnerin von Swiss-Ski. Ein grosser Schritt vorwärts – für beide Parteien.

A

ls führender Schweizer Lebensmittelkonzern der Milchwirtschaft ist Emmi auch international tätig. Dass sich das Unternehmen seit dem Winter 2009/2010 als Partnerin des alpinen FIS-Weltcups engagiert, zielt denn auch stark auf die wichtigen Auslandsmärkte Deutschland, Österreich, Italien oder die USA. Die Emmi-Präsenz an den Weltcup-Strecken ist entsprechend kräftig. Das blau-rote Logo mit der Krone ziert Werbebanden, Torflaggen, Startnummern oder Fanartikel auf und neben den Pisten. Käsemuster oder kleine EmmiGlocken finden als Give-aways reissenden Absatz. An der WM in Garmisch-Partenkirchen war das von Emmi gesponserte Swiss-Ski Fortsetzung auf der nächsten Seite

Vielseitige Partnerin: Das Firmenlogo von Emmi prägt den Ski-Weltcup vielfältig mit. An den Rennen in Val d’Isère mit einer aufblasbaren Glocke im Zielraum (l.), beim Lauberhorn-Event auf den Startnummern. Hier holt Carlo Janka 2010 seine Siegesnummer ab.


Starke Pr채senz: An rund 30 Weltcuprennen war Emmi letzten Winter als Sponsor mit dabei. Auch Fabienne Suter zieht am Riesenslalom von St. Moritz vor dem Emmi-Logo ihre Kurven.

Fotos: Photopress

ter & Co. schnell


Skifest mit Emmi: Wo das blau-rote Emblem mit der Krone prangt, haben die Schweizer Skistars Grund zu jubeln – und die Fans Grund zu feiern. Im gemütlichen Emmi-Chalet von Adelboden 2011 geniessen die Gäste Fondue und Raclette. Emmi führt 2010 ausserdem Silvan Zurbriggen zum Erfolg am Super-G von Val Gardena (l.) – oder begleitet 2010 Didier Défago auf dem Weg zur Startnummervergabe von Wengen.

House «the place to be» – wie übrigens schon 2005 bei der WM in Bormio. An rund 30 Rennen pro Winter ist Emmi als Sponsorin präsent, erstmals bei den Frauenrennen von St. Moritz 2009/2010. Robin Barraclough, Leiter Marketing Emmi Gruppe, bilanziert, dass allein über die Plattform Weltcup mehr als 900 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten das Emmi-Logo sehen: «Eine gewaltige Zahl. Unsere Bekanntheit hat sich durch das Engagement markant erhöht.» Dank seiner Swissness, der Schönheit der Natur und der eindrücklichen Bergwelt passe der Skisport perfekt zur Marke Emmi, sagt Robin Barraclough. «Und wir wollen damit nicht zuletzt unseren Schweizer Ursprung in den Vordergrund rücken.» Nun weitet Emmi das Engagement im alpinen Skirennsport auf sein Heimterrain aus. Seit diesem Jahr ist Emmi auch offizielle Partnerin von Swiss-Ski. Damit möchte das Unternehmen seiner Verbundenheit mit dem Heimmarkt Gewicht geben. Die vorerst auf drei Jahre abgeschlossene Partnerschaft sieht vor, dass die Mittel, die Emmi Swiss-Ski zur Verfügung stellt, nicht nur dem Spitzensport zugute kommen, sondern auch der Nachwuchsförderung. Dass die Arbeit mit den Skistars von morgen für Emmi ein zentrales Anliegen ist, beweist die Firma ausserdem mit Sponsoring des internationalen Nachwuchsprogramms SNOWstar (siehe Artikel). Keine Frage: Die Marke Emmi wird den alpinen Skisport künftig mehr denn je mitprägen.

Fotos Photopress

Fortsetzung von Vorseite


P U B L I R E P O R TAG E Die Albrechts und Guts von morgen? Am Emmi-SNOWstar-Final 2011 jubeln die Kategoriensieger in Malbun (FL).

DANIEL ALBRECHT UND EMMI

Emmi-SNOWstars Emmi beweist als Sponsor des Nachwuchs-Rennformats SNOWstar Herz für die Ski-Cracks von morgen und hat dafür mit Daniel Albrecht den perfekten Botschafter.

U

m den schwindenden Zahlen im Bereich des Nachwuchses im alpinen Skisport zu begegnen, hat der Europäische Skiverband das Projekt SNOWstar lanciert. Dabei handelt es sich um eine neuartige Wettkampfserie für Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer. Die Rennen sind eine Kombination aus Slalom und Riesenslalom sowie Freestyle- und Skicross-Elementen. Die Emmi-SNOWstar-Tour besteht aus vier nationalen Bewerben sowie einem Europafinal. Ein attraktives Rahmenprogramm rundet die Veranstaltungen jeweils ab. Nationale Ausscheidungen gibt es für Österreich, Deutschland und Italien im Salzburgerland,

in Innsbruck und Alta Badia sowie für die Schweiz in Arosa am 24. und 25. März 2012. Am 14. und 15. April 2012 steigt der Europafinal der Besten in Verbier. Teilnehmen an den nationalen SNOWstarEvents können 14- bis 16-Jährige (je nach Veranstalter an den nationalen Bewerben auch Jüngere). Als Botschafter für die EmmiSNOWstar-Tour fungiert Daniel Albrecht. Der 28-jährige Walliser willl mithelfen, die Bekanntheit des Wettbewerbs zu erhöhen und möglichst viele Jugendliche zur Teilnahme zu animieren, wie er im Interview sagt. Infos und Anmeldung: www.snow-star.eu

Daniel Albrecht, weshalb die Kooperation mit Emmi? Das Engagement für den Ski-Nachwuchs als Emmi-SNOWstar-Botschafter ist mir ein Anliegen. Dabei muss ich mich aber immer mit einem Partner, dessen Image und auch dessen Produkten identifizieren können, nur so kann ich authentisch sein. Zum Glück bin ich ein grosser Fan von Jogurts und Milchdrinks! Haben Sie ein ganz bestimmtes, persönliches Lieblingsprodukt? Meine absolute Nummer eins ist die Emmi Energy Milk Vanille. Aber auch auf die neuen Milch-Shakes und den Caffè Latte kann ich kaum verzichten. Müssen Sie denn je darauf verzichten? Im Ausland leider manchmal schon, weil wir unterwegs kaum Zeit zum Einkaufen haben. Ich hoffe, dass sich dieses Problem einmal mit serienmässig eingebauten Kühlschränken im Auto lösen lässt …

Fotos: Handout

Piste frei für


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SKI ALPIN EXTRA

26. November 2011

AndieMesser, NACH 18 JAHREN DIDIER CUCHES COMEBACK ALS METZGER

Flinke Finger: Didier Cuche findet findet auch ohne Handschuhe und mit dem Messer die Ideallinie.

So schnittig haben Sie Didier Cuche noch nie gesehen. Der Neuenburger hat kurz vor dem Start in den neuen Weltcup-Winter seine Messer gewetzt und lieferte noch einmal sein Gesellenstück als Metzger ab. VON MARCEL W. PERREN (TEXT) UND TOTO MARTI (FOTOS)

idier Cuche ist genauso konzenD triert wie vor einem Weltcuprennen. Doch diesmal steht er nicht

im engen Rennanzug im Starthaus der Kitzbüheler Streif, sondern im Fleischerkittel in der BoucherieCharcuterie Scheurer in Dombresson NE. Für einmal muss er nicht die starken Österreicher «panieren», stattdessen gilt es, ein Rinderhinterviertel zu zerlegen. Vor 18 Jahren hat er bei der Lehrabschlussprüfung als Metzger eine solche Aufgabe genauso souverän gemeistert wie den Ritt über die Hausbergkante. Aber jetzt muss sich der Super-G-Weltmeister von 2009 vor dem Start bei Metzgermeister Daniel Scheurer erkundigen, welches die Ideallinie auf dem Weg zum edelsten Fleischstück ist. «Weil ich seit 1993 nie mehr als Metzger gearbeitet habe, bin ich nicht mehr sattelfest», sagt Cuche.

«So habe ich die Rezepturen für die feinen Würste vergessen, und ich bin mir auch nicht mehr ganz sicher, wie man das Filet auslöst, ohne es zu verletzen.»

In die Wiege gelegt

Nach einem kurzen Auffrischungskurs mit dem Maître Boucher führt der «Speedier» wieder die feine Klinge. Für das Ausbeinen vom Hals braucht er zwar ein paar Minuten länger, als bei der LAP erlaubt sind, dafür löst er die Knochen derart lehrbuchmässig aus, dass sie schneeweiss (ohne Fleischreste) im Abfalleimer landen. Während er das Nierstück vom Stotzen trennt, kommen im erfolgreichsten Abfahrer der Gegenwart Erinnerungen an seine Jugend auf: «Mein Vater war auch Metzger, und weil es mich als Kind immer fasziniert hat, wenn ich ihm bei der Arbeit zuschauen durfte, habe ich diesen Beruf ebenfalls ergriffen.» ergriffen.» Dann erzählt der Schweizer Sportler des Jahres 2009 nicht ohne

Stolz: «Ich habe meine Ausbildung mit der Note 5,2 abgeschlossen und war damit der beste bes te Metzger-Stift von meinem Jahrgang im Kanton Neuenburg. Ich muss aber hinzufügen, dass in meiner Abschlussklasse nur vier Metzger-Lehrlinge waren.» Viel wichtiger als die Abschlussnote ist für Cuche aber die Tatsache, dass ihm sein alter Beruf die nötige Härte für den Spitzensport mitgegeben hat: «Wenn du es gewohnt bist, bei eisiger Kälte 80 Kilo schwere Rinderviertel herumzuschleppen, kommt dir ein Leben als Skirennfahrer nicht extrem hart vor.»

«

Ich habe meine Ausbildung mit der Note 5,2 abgeschlossen.» Didier Cuche


fertig, los! 26. November 2011

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Cuche stapelt tief: «Weil ich seit 1993 nie mehr als Metzger gearbeitet habe, bin mir nicht mehr ganz sicher, wie man das Filet auslöst.»

Deshalb lehnt der Champion mit 17 Weltcupsiegen dankend ab, als ihm der 60-jährige Metzger Daniel Scheurer für die Zeit nach der SkiKarriere den Chef-Posten in seiner Metzgerei anbietet: «Das wäre mir viel zu anstrengend, schliesslich ist man als Metzger praktisch den ganzen Tag gestresst. Als Skirennfahrer habe ich mich jetzt daran gewöhnt, dass ich nur während den zwei Minuten im Rennen Stress habe.» Harte Arbeit: Das Ergebnis präsentiert Cuche im Laden von Metzgermeister Daniel Scheurer (u.).

Schreiner statt Metzger

Wenn Didier Cuche das Rad der Zeit aber noch einmal zurückdrehen könnte, würde er allem Stress zum Trotz erneut einen handwerk-

lichen Beruf vor der Ski-Karriere erlernen. «Aber vielleicht wäre es diesmal nicht der des Metzgers, sondern der des Schreiners. Nicht zuletzt wegen der Nachhaltigkeit. Wenn dir als Schreiner ein schönes Möbel gelingt, hat dieses über Jahrzehnte Bestand. Eine gute Wurst verschwindet aber meistens ein paar Tage nach der Produktion in irgendeinem Magen …» Weil der Rennfahrer Cuche im Gegensatz zu einer Wurst kein Ablaufdatum besitzt, spricht einiges dafür, dass er uns bis zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi mit feinster Ski-Kost verwöhnen wird.

SCHWEIZER MÄNNER-KADER

NATIONALMANNSCHAFT Name Jahrgang Wohnort Didier Cuche 1974 Les Bugnenets NE Didier Défago 1977 Morgins VS Beat Feuz 1987 Schangnau BE Tobias Grünenfelder 1977 Pfäffikon SZ Carlo Janka 1986 Obersaxen GR Patrick Küng 1984 Obstalden GL Silvan Zurbriggen 1981 Glis VS A-KADER Daniel Albrecht 1983 Fiesch VS Marc Berthod 1983 St. Moritz GR Marc Gini 1984 Chur GR Marc Gisin 1988 Engelberg OW Ambrosi Hoffmann 1977 Davos GR Vitus Lüönd 1984 Sattel SZ Reto Schmidiger 1992 Hergiswil NW Sandro Viletta 1986 La Punt GR Markus Vogel 1984 Beckenried NW


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SKI ALPIN EXTRA

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Daslerntenunsere UNSERE SKI-ASSE: GANZ SCHÖN KLUG! Erst Ausbildung, dann Spitzensport! Wie es sich in der Schweiz gehört, hat der Grossteil unserer Spitzenfahrer zuerst etwas «Anständiges» gelernt.

DIDIER DÉFAGO

PERREN

Défago galt jahrelang als ewiges Talent. Das lag auch an seiner Ausbildung, erklärte er der «Weltwoche»: «Ich musste immer mehr kämpfen als die anderen. Ich habe neben dem Sport eine Lehre als Hochbauzeichner gemacht. Die Zeichenplatte kam an jedes Rennen mit. Freizeit hatte ich wenig.»

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ANDREA DETTLING

Die Schwyzerin, die diese Saison wegen einer Schuhrandprellung pausieren muss, brach das Gymnasium nach dem zweiten Jahr ab und widmete sich voll und ganz ihrer Karriere als Skirennfahrerin. Sie drückt jetzt wieder die Schulbank.

SILVAN ZURBRIGGEN 2001 schloss er in Engelberg seine Wirtschaftsmatura ab.

BEAT FEUZ

Weil der Emmentaler nicht in einem Klassenzimmer von einer Sportschule sitzen wollte, erlernte er das Maurerhandwerk. Bei der Berufswahl hat ihn auch sein grosses Vorbild Hermann Maier inspiriert, der ebenfalls Maurer gelernt hat.

DOMINIQUE GISIN

Sie gehört zu den intelligentesten Fahrerinnen im Skizirkus. Abgeschlossene Matura, Aufnahmeprüfung zur Kampfjet-Pilotin bestanden, ehemalige Studentin der Physik, Inhaberin der Privatpilotenlizenz.

Foto: Keystone

VON DANIEL LEU UND MARCEL W.

Dominique Gisin: Hat die Aufnahmeprüfung zur Kampfjet-Pilotin bestanden, Inhaberin der Privatpilotenlizenz.


26. November 2011

Ski-Stars

NADJA KAMER

Die Schwyzerin hat eine Bürolehre gemacht. Nach ihrer Skikarriere hat sie aber andere Pläne: «Ich sehe mich später nicht in einem Büro. Vielleicht werde ich als Skilehrerin arbeiten.»

PATRICK KÜNG

Der Glarner hat eine vierjährige Ausbildung zum Polymechaniker absolviert. Weil sein Vater ein Transportunternehmen besitzt, hat Patrick nach seiner «Stifti» auch noch die Lastwagenprüfung gemacht.

CARLO JANKA

LARA GUT

Das Jahrhunderttalent setzte schon früh auf die Karte Skirennsport. Sie gab bereits mit 16 ihr WeltcupDebüt. Macht nebenbei noch (per Fernstudium) die Matur.

TOBIAS GRÜNENFELDER

Der Speed-Spezialist ist gelernter Anlagen- und Apparatebauer. Als 19-Jähriger startete er erstmal s im Weltcup.

FABIENNE SUTER Die Schwyzerin setzte nach ihrer KV-Lehre voll auf den Spitzensport.

Der Iceman hat seine Ausbildung im Büro vom Obersaxer Bauunternehmen Bianchi absolviert. In derselben Firma ist sein Vater als Bauführer tätig, und der Junior-Chef ist Hauptsponsor vom Ski-Club Obersaxen.

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SKI ALPIN EXTRA

26. November 2011

MARIA HÖFL-RIESCH ÜBER IHREN MANN

«Es war Liebe auf den ersten Blick» Der Saisonauftakt in Sölden ist Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch misslungen. Im Interview erklärt sie, woran es lag, wie es um ihre Freundschaft mit Lindsey Vonn steht und wo sie ihre Flitterwochen verbrachte.

VON SÉBASTIAN LAVOYER

Maria Höfl-Riesch, Sie sind sieben Kilo leichter als letzte Saison zum gleichen Zeitpunkt. Was ist passiert? Maria Höfl-Riesch: Die sieben Kilo habe ich im Verlaufe der letzten Saison abgenommen. Das war immer so. Nur diesmal habe ich im Sommer nicht wieder zugelegt. Nicht aus Diätgründen, sondern weil ich aufgrund von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten meine Ernährung umgestellt habe. Zum Beispiel trinke ich den Kaffee jetzt ohne Milch, und abends verzichte ich möglichst auf Kohlenhydrate. War der Gewichtsverlust schuld am enttäuschenden 24. Platz in Sölden? Sicher nicht. Ich habe die letzten Monate hart trainiert, meine Kraft- und Ausdauerwerte sind sehr gut. Ich spüre, dass ich mehr Power habe, und fühle mich auch körperlich besser als vorher. Mir sind in Sölden im zweiten Lauf schlicht zwei grobe Fehler unterlaufen.

Im Gegensatz zu Ihnen gelang Lindsey Vonn der Auftakt nach Mass. Sie gewann erstmals einen Riesenslalom. Wie war es für Sie, Lindsey als Siegerin zu sehen? Durch den Trubel im Ziel habe ich ihren Lauf gar nicht mehr sehen können. Aber sie ist sicherlich stark gefahren. Es soll immer die Beste gewinnen, und das war an diesem Tag ohne Zweifel Lindsey. Ihr Verhältnis zu Lindsey wurde im Verlauf der letzten Saison immer angespannter. Im September kams zur Aussprache. Wie ist euer Verhältnis jetzt? Lindsey ist für mich eine Konkurrentin wie alle anderen auch. Ich gehe ihr nicht aus dem Weg und behandle sie genauso respektvoll und fair.

es gibt auch andere starke Fahrerinnen, die es packen können. Was trauen Sie Lara Gut zu? Es wird interessant sein, wie sie in der zweiten Saison nach ihrer schweren Verletzung zurechtkommt. Aber sie ist noch jung, und ich denke, auf lan-

«

Lindsey ist für mich eine Konkurrentin wie alle anderen auch.» Maria Höfl-Riesch

Im Gesamtweltcup liegt Lindsey jetzt schon vorne. Ist sie diese Saison überhaupt zu schlagen? Wir fahren 41 Rennen in dieser Saison. Davon liegt gerade mal eins hinter uns. Natürlich gehört Lindsey zu den Favoritinnen, aber

ge Sicht gehört sie zu den Kandidatinnen für den GesamtweltcupSieg.

Was halten Sie von Ihrem Schweizer Cheft rainer Tom Cheftrainer Stauff er? Stauffer? Er ist grossartig. Die Reiseplanung, die Koordination von Trainingspisten – das läuft alles wie geschmiert. Er plant lange im


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Rieschs grösste Gegner

Der Kampf um die grosse Kristallkugel. Das sind Marias heisseste Konkurrentinnen im Gesamtweltcup.

Lindsey Vonn (27) Ihr SöldenSieg war eine Demonstration. Erstmals gewann das Ami-Girl einen Riesenslalom. Lindsey ist das Mass aller Dinge im Gesamtweltcup.

Tina Maze (28) Die Slowenin ist eine heisse Kandidatin. Neben der Piste sowieso. Bringt sie Konstanz in ihre Leistungen auf der Piste, ist sie im Kampf um die grosse Kugel ganz vorne dabei.

Lara Gut (20)

In den SpeedDisziplinen fuhr Lara letzte Saison schon wieder vorne mit. Im Sommer hat sie den Stangentanz perfektioniert. Jetzt ist sie heiss auf mehr.

Elisabeth Görgl (30)

Voraus, informiert uns immer vorzeitig. Typisch schweizerisch. Und das kommt mir mit meiner Art sehr entgegen, weil ich ähnlich bin. Sie haben im Sommer in Zermatt trainiert. Was bedeutet

Sommer eigentlich für Sie als Skifahrerin? Wenn in Europa der Hochsommer beginnt, trainieren wir erstmals im Schnee. Die letzten Jahre in Zermatt. Im August und September reisen wir dem Winter nach

und trainieren in Übersee. Sommer ist für mich im April – direkt nach der Saison. Dann habe ich zwei Wochen Zeit, in den Urlaub zu fahren.

WEITER SEITE 22

Julia Mancuso (27) Sexy Julia flitzte flitzte bei der letzten Abfahrt auf der Lenzerheide allen davon – erster Sieg nach über vier Jahren. Befriedigt ist Mancuso aber noch lange nicht.

Foto: Patrick B. Krämer (2), Keystone (2)

Macht nicht nur auf der Skipiste eine gute Figur: Maria Höfl-Riesch werden für ein Fotoshooting die Haare gemacht.

Jahrelang stand sich das ÖsiMadl mit ihrem Ehrgeiz selbst im Weg. Dann staubt sie bei der WM Gold in der Abfahrt und im Super-G ab.


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MARIA HÖFL-RIESCH

SKI ALPIN EXTRA SKI-WELTCUP 2011/2012

«Das war hart»

FRAUEN

26./27. 11. Aspen (USA) Riesenslalom (26.), Slalom (27.)

2.–4. 12. Lake Louise (Ka) Abfahrt (2.), Abfahrt (3.), Super-G (4.)

10./11. 12. Val d’Isère (Fr) Super-Kombi (10.), Super-G (11.)

17./18. 12. Courchevel (Fr) Riesenslalom (17.), Slalom (18.)

20. 12. Flachau (Ö) Slalom

28./29. 12. Lienz (Ö) Riesenslalom (28.), Slalom (29.)

FORTSETZUNG VON SEITE 21

1. 1. München (De)

Vermissen Sie die warmen Tage nicht? Manchmal ist es schon hart, wenn es zu Hause 30 Grad warm ist, und wir sind in Neuseeland im tiefsten Winter. Aber das Skifahren ist mein Leben. Ich werde in den Jahren danach noch manch schönen Sommer ohne Skifahren erleben können.

Parallel-Riesenslalom

7./8. 1. Bad Kleinkirchheim (Ö) Abfahrt (7.), Super-G (8.)

14./15. 1. Cortina d’Ampezzo (It) Abfahrt (14.), Super-G (15.)

21./22. 1. Maribor (Sln) Riesenslalom (21.), Slalom (22.) Lara Gut

Dieses Jahr verbrachten Sie Ihre Ferien in den Flitterwochen. Wo waren Sie und Ihr Ehemann Marcus Höfl? Wir sind im April für zwei Wochen auf die Seychellen geflogen, auf eine kleine Insel mit ganz wenigen Häusern. Es war der schönste Urlaub, den man sich überhaupt vorstellen kann. Wir haben früh ein bisschen Sport gemacht, dann den ganzen Tag die herrliche Atmosphäre und die Ruhe genossen. Wie haben Sie Ihren Mann eigentlich kennengelernt? Über den Beruf. Ich habe damals das Management gewechselt. Es gab mehrere interessierte Firmen. Dann klingelte eines Tages mein Handy. Ich kannte die Nummer nicht. Es war Franz Beckenbauer. Ich war total überrascht. Er hat mir von Marcus vorgeschwärmt. Dank ihm haben wir uns kennengelernt. Doch am Anfang hatten wir eine rein geschäftliche Beziehung. Keine Liebe auf den ersten Blick? Wenn man rein vom Optischen ausgeht – und mehr hat man am Anfang ja nicht –, dann würde ich es schon Liebe auf den ersten Blick nennen. Sie haben am 14. April 2011 geheiratet. Ein spezielles Datum? Die 14 ist unsere Lieblings- und Glückszahl. Das hat viele Gründe. Zum Beispiel ist die Quersumme unserer beiden Geburtstage 14,

«Das Highlight war, als ich in die Kirche ging und Marcus am Altar auf mich gewartet hat.»

28./29. 1. St. Moritz (Sz) Abfahrt (28.), Super-Kombi (29.)

4./5. 2. Garmisch-Part. (De) Abfahrt (4.), Super-G (5.)

die Hausnummer von Marcus’ Büro ist die 14. Und der Monat April ist der einzige, der bei mir in Frage kam, wegen der Saison-Planung. Weil der 14. April ein Donnerstag war, haben wir an dem Tag standesamtlich geheiratet und erst am Samstag darauf in der Kirche. Ihr persönliches HochzeitsHighlight? Das absolute Highlight war, als ich von meinem Vater in die Kirche geführt wurde und Marcus vorne am Altar auf mich gewartet hat. Das war sehr emotional, der schönste Moment. Wars auch der schönste Tag des Lebens? Ja. Schöner als die Olympia-Siege? Das kann man nicht vergleichen. Das sind zwei Paar Schuhe. Aber auf privater Ebene, abseits der Piste, wars auf jeden Fall der schönste Tag.

Bei Olympia 2010 gewannen Sie, während Ihre Schwester Susanne ausschied. Wie schwierig sind solche Momente? Das war extrem. Ich gewann mein zweites Gold, und sie schied mit Medaillen-Chancen kurz vor dem Ziel aus. Bei mir riesige Freude und bei ihr enorme Enttäuschung. Das war hart. Schmälert das die Freude? In dem Augenblick auf jeden Fall. Ich habe sie getröstet, versucht, ihr den Schmerz zu nehmen. Aber sie war wirklich am Boden zerstört. Erst am Nachmittag konnten wir uns dann zusammen über meinen Erfolg freuen. Wie geht es ihr eigentlich nach dem schweren Unfall in Chile, wo sie sich das Kreuzband riss und das Schienbein brach? Viel besser. Sie hat drei Operationen hinter sich und alle gut überstanden. Sie hat soeben mit der Reha angefangen.

11./12. 2. Soldeu (And) Riesenslalom (11.), Slalom (12.)

18./19. 2. Sotschi (Russ) Abfahrt (18.), Super-Kombi (19.)

21. 2. Moskau (Russ) Parallel-Riesenslalom

25./26. 2. Bansko (Bul) Abfahrt (25.), Super-G (26.)

3./4. 3. Ofterschwang (De) Riesenslalom (3.), Slalom (4.) Dominique Gisin

9./10. 3. Are (Sd) Riesenslalom (9.), Slalom (10.)

14.–18. 3. Schladming (Ö) Abfahrt (14.), Super-G (15.), Team (16.), Slalom (17.), Riesenslalom (18.)

Fotos: Keystone, Reuters

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SKI ALPIN EXTRA

26. November 2011

ZU BESUCH BEI CHRISTOF INNERHOFER

«Nur die Miss Schweiz brächte mich hier weg» Macho und Model! Götti und Gläubiger! Christof Innerhofer (26) ist eine vielschichtige Persönlichkeit. Der König der letzten Ski-WM gewährte BLICK eine exklusive Audienz in seinem Palast. Hereinspaziert! VON MARCEL W. PERREN (TEXT) UND SVEN THOMANN (FOTOS)

as Reich von Italiens Ski-König D liegt in der 3000-SeelenGemeinde Gais, rund zehn Autominuten von Bruneck entfernt. Hier hat er sich nach seinem erfolgreichen Aufstieg in die Weltspitze im Dachgeschoss seines Elternhauses eine schmucke Wohnung bauen lassen. Vor dem Eingang wird der Schürzenjäger von einer jungen Dame abgeschleckt. Bei der Verehrerin handelt es sich um Christof Innerhofers sechsjährige Labrador-Hündin. «Sie heisst Mira und ist die treuste Blondine in meinem Leben. Sie freut sich jedes Mal tierisch, wenn ich nach Hause komme. Und im Gegensatz zu einer zweibeinigen Perle macht sie keinen Terror,

In Gais will Christof bleiben – ausser Miss Schweiz Buchschacher (r.) nimmt ihn bei sich auf.

«

Als ich 20 war, hatte ich ein Techtelmechtel mit der hübschen

wenn ich wochenlang keine Zeit für sie habe …» Weil Innerhofer zurzeit sein Dasein als Single geniesst, präsentiert sich die neue Küche in einem ent- Christof Innerhofer sprechend jungfräulichen Zustand. Anstelle von Pfannen Zirkus unterund Töpfen liegen hier Mappen wegs bin, gehen und Ordner herum. «Ich habe in mir ihre Knödeldiesem Raum noch nie gekocht. und Pasta-GeGebrutzelt wird hier erst, wenn richte am meisdie Wohnung erstmals von einer ten ab.» Frau betreten wird», erzählt der Ab und zu Hausherr mit einem spitzbü- trägt der Junior bischen Lachen. auch aktiv zu Darum hält sich der liebenswür- einem Mittagsdige Macho regelmässig einen schmaus der Mama bei. «Ich bin Stock tiefer am Tisch von seiner ein leidenschaftlicher PilzeMama Maria auf: «Sie ist eine Sammler. Es ist schon vorgekomwundervolle Mutter und gross- men, dass ich an einem Tag 28 Kilo artige Köchin. Wenn ich im Ski- Steinpilze gefunden habe.»

Religionslehrerin.»

Erfolgreich war Innerhofer zuletzt auch auf der Suche nach hochkarätigen Geschäftspartnern. Der WM-Held, der in Garmisch 2011 einen kompletten Medaillensatz


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Video

blick.ch

INNERHOFER

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Innerhofer geniesst das Leben in seiner SingleWohnung (l.). Seine grösste Verehrerin ist die LabradorHündin Mira (oben).

gewann, wird neu von Alberto Tombas Ex-Manager Andrea Vidotti betreut, der ihm einen lukrativen Deal mit Edel-Designer Giorgio Armani vermittelt hat. Darum hat der

26-Jährige in den letzten Monaten bei diversen Fotoshootings als Model posiert. «Für einen modebewussten Italiener ist es eine Riesenehre, Riesenehre, wenn er für eine solche Top-Marke arbeiten darf. Zumal ich als Armani-Model Leute auf mich aufmerksam machen kann, die sich ansonsten nicht für den Skisport interessieren.» Dass dem so ist, belegt die Mitgliederzahl seines Fanclubs, die in kürzester Zeit auf 850 angewachsen ist. Der allergrösste Fan ist der vierjährige Rene. Der Sprössling von Christofs Schwester ist gleichzeitig sein Patenkind.

WEITER SEITE 26

Nie mehr das Wichtigste verpassen! Abonniere deine Wunschsportarten und du bist immer informiert, wenn es abgeht. Per SMS automatisch auf dein Handy – egal wo, egal wann.

Ski-News

Für SMS: Senden Sie Ski News an 164 (50 Rp./SMS). Fürs Telefon: Wählen Sie 164 (90 Rp./Anruf und Min.). Fürs iPhone: Senden Sie SMS mit Stichwort iPhone an 164. Für alle übrigen Handys: Senden Sie Stichwort Sport an 164. Mehr Infos unter: www.sport164.ch Sport 164


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26. November 2011

INNERHOFERS ANGEBOT DAS ANTWORTET DIE MISS SCHWEIZ

Eine Gaudi: Innerhofer mit seinem vierjährigen Göttikind Rene.

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«SchöneAugen, toller tollerBody!» Body!» Miss Schweiz Alina Buchschacher schwärmt von Innerhofer – gibt ihm aber trotzdem einen Korb!

Dass der Shootingstar ein sehr fürsorglicher Götti ist, belegt die Tatsache, dass er seinen Neff Neffen en in der trainingsfreien Zeit immer vom Kindergarten abholt. Auf dem Weg dorthin passiert er das Schulhaus, welches in ihm Erinnerungen an die eigene Kindheit aufkommen lässt. «Ich war kein besonders guter Schüler. Wirklich gute Noten hatte ich nur im Sportund im Mathematik-Unterricht.» Danach gesteht der Womanizer, dass er auch nach seiner offiziellen offiziellen Schulzeit noch regelmässig im Gaiser Schulhaus anzutreffen war. «Als ich 20 war, hatte ich ein Techtelmechtel mit der hübschen Religionslehrerin.» Obwohl dieses Verhältnis mit der bibelfesten Paukerin nicht länger als ein paar Monate anhielt, hat Innerhofer nach wie vor einen guten Draht nach oben. «Ich gehe zwar nur unregelmässig in die Kirche, habe in meiner Jackentasche aber immer einen Rosenkranz dabei. Und ich bete meistens, bevor ich schlafen gehe. Gott ist mir sehr wichtig.»

Alina Buchschacher, kennen Sie Christof Innerhofer? Alina Buchschacher: Vom Namen und vom Fernsehen her kenne ich ihn. Wenn einer an einer WM gleich einen ganzen Medaillensatz abholt wie er, ist das schon eine aussergewöhnliche Leistung, die ihn zu Recht weitherum bekannt macht. Ich habe auch von seinem Horror-

sturz im Training gehört und wünsche ihm eine schnelle und gute Besserung! Was sagen Sie zu seinem Wunsch? Soll er die Koffer schon mal packen und zu Ihnen reisen? Sein Wunsch ehrt mich zwar sehr. Aber die Mühe muss er sich nicht machen – ich bin glücklich vergeben! Entspricht er Ihrem Bild von einem Traummann? Christof sieht gut aus. Schöne Augen, toller Body – alle Achtung! Er wird kein Mann von Traurigkeit sein – und es mir bestimmt nicht verübeln, dass ich ihm charmant ein Körbchen geben muss ... INTERVIEW: ANDRÉ HÄFLIGER

Einen Schutzengel hatte Christof zuletzt Anfang November, als er bei einem fürchterlichen Crash im Super-G-Training mit einer leichten Hirnerschütterung und einer Zerrung des Seitenbandes davonkam. «Nach einer Nacht im Krankenhaus konnte ich schon wieder nach Hause, wo mich Mama mit ihren Südtiroler Schmankerln aufgepäppelt hat. Jetzt fühle ich mich wieder wie neu.» Und weil «Inner» daheim in derart guten Händen ist, würde er das Südtirol nur unter besonderen Umständen verlassen: «Ich würde nur dann wegziehen, wenn ich bei der Miss Schweiz einziehen könnte.» Stellt sich die Frage: Alina Buchschacher, haben Sie Bock auf den feschen Christof?

Buchschacher: «Die Mühe muss er sich nicht machen. Ich bin glücklich vergeben.»

Christof, der Sohn (o.): «Sie ist eine wundervolle Mutter.» Christof, der Schüler: «Gute Noten hatte ich nur in Sport und Mathe.»

Foto: Studio 42

Wieder fit dank Mama


Blick Ski-Alpin EXTRA