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www.blickamabend.ch Dienstag, 15. Februar 2011 Luzern/Zug, Nr. 32

Chance oder Ciao? Michelle will nach Gottschalks Abgang Deutschland einsacken.  PEOPLE 16/17 Sie habens geschafft Ägypter feiern ihre neue Zukunft. Anderen arabischen und persischen Staaten steht der Umbruch noch bevor.

HEUTE ABEND

6° MORGEN

Berlusconi muss vor Gericht! Scha ein Mädchen, was seine Gegner nie erreichten? Silvio Berlusconi steht vor einem debakulösen Ende.

 AUSLAND 8/9

Neue Männer hat das Land

Fotos: AP/Hasan Jamali, Keystone (2), ZVG

Schaffen sie

Mit einer Mahnwache und Aktionen wollen Schweizer Männer eine Erziehungsgleichstellung erkämpfen.  HINTERGRUND 13

das Unmögliche?

Iraner zünden Autos an, Bahraianer demonstrieren zum ersten Mal, Diktator Gaddafi verspricht Reformen. Und in Algerien, Jemen und im Sudan geht die Jugend ebenfalls auf die Strasse. Die Lunte ist gezündet. Und  NEWS 2/3 die USA hil mit Twitter nach.

Zeitreisen

Heute Ab e n d im TV

In «Butterfly Effect» werkelt Ashton Kutcher in der Vergangenheit an der Zukunft. Schlechte Idee. Aber guter Thriller.  SF 2 23.20


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NEWS

→ SMALLTALK

www.blickamabend.ch

Der Nahe Osten brennt – d

Mit Adrian Amstutz (SVP), Berner Ständeratskandidat und Französisch-Verweigerer

«Je parle le français» Herr Amstutz, Sie haben dem welschen Radio RSR kein Interview auf Französisch gegeben, warum? Es handelte sich um eine Live-Debatte. Dort gehen die Wortgefechte schnell hin und her, und es ist wichtig, die Worte präzise zu wählen. Damit wäre ich überfordert gewesen. Dann ist auch die welsche Arena «Infrarouge» tabu? Ja, da geht es mir wie 90 Prozent der Deutschweizer Politiker. Beim Auftritt von Bundesrat Schneider-Ammann hat sich gezeigt, wie schlecht er sich einbringen konnte. Sie sind in einem zweisprachigen Kanton Ständeratskandidat. Wie gut sprechen Sie Französisch? Je comprends le français et je parle le français. Im Parlament und in der Kommission nehme ich nie Übersetzungen in Anspruch. fr

«Präzision ist wichtig» Kandidat Adrian Amstutz.

Türkei Tunesien

Iran

Irak

Israel

Bahrain Algerien

Libyen

Niger

Ägypten

Saudi Arabien

Sudan Tschad

Oman Jemen

Flächenbrand Proteste in Nordafrika und im Nahen Osten.

EXPLOSIV → In Bahrain starb ein

Mensch. Das Volk aber lässt nicht locker und demonstriert weiter. raphael.diethelm @ringier.ch

B

ahrain trauert. Heute Morgen trugen Angehörige einen 22-jährigen Demonstranten zu Grabe, der gestern, am «Tag des Zorns», getötet wurde. Bei Protesten gegen die Regierung in den schiitischen Teilen des Königreichs. Doch das letzte Geleit wurde mit Tränengas aufgelöst. Erstickt. Laut Al Dschasira ist ein weiterer Demonstrant bei der Trauerfeier gestorben. «Die Lage in Bahrain ist schwer einzuschätzen», sagt Nahost-Experte Erich Gysling zu Blick am Abend. Die Opposition organisiert sich wie zuvor in Tunesien und Ägypten über OnlineDienste. Nur: Hier brennt es gefährlich nah am grössten Öl-Exporteur der Welt, Saudi-Arabien. Seit Anfang Jahr lodert das Feuer der Revolution im arabischen Raum. Die

→ HEUTE DIENSTAG

Zeiten in MEZ.

0.03 Uhr, Washington Die US-Regierung will, dass sich die Banken mittels einer Abgabe an den Kosten der Finanzkrise beteiligen.

7.33 Uhr, Bern Die Reka bietet wieder Günstig-Ferien für alleinerziehende Mütter an. Eine Woche kostet 100 Franken.

5.08 Uhr, Peking China schränkt das Rauchen in Film- und Fernsehaufnahmen massiv ein.

8.32 Uhr, Washington  Das Rendez-vous zwischen dem Kometen Tempel 1 und der Nasa-Raumsonde Star-

Despotendämmerung hat sogar Libyens Revolutionsführer Gaddafi so weit gebracht, dass er Steuern und Zölle auf Lebensmittel streichen und den Wohnungsbau ankurbeln will. «Am brisantesten ist die Lage zurzeit in Algerien», sagt Gysling. In Algier kam es am Wochenende zu gewaltsamen Zusammenstössen, als die Polizei mit 30 000 Mann einen Protestmarsch verhinderte. Doch die Opposition gegen Präsi-

dent Bouteflika lässt nicht locker – und ruft zur nächsten Demo am kommenden Samstag auf. Auch im Jemen, dessen System laut Gysling «auf der Kippe» ist, macht sich das Volk Luft: «Nach Mubarak ist Ali dran», skandier-

ten rund 4000 Menschen auch heute, am fünften Tag in Folge, in Sanaa. Präsident Ali Abdallah Saleh regiert seit 32 Jahren. Im Iran heizen jetzt auch die Amerikaner dem Mullah-Regime ein. Das US-Aussenministerium hat

Algerien

Libyen

Jemen

Bevölkerung: 34,6 Mio. BIP pro Kopf: 7400 $ Arbeitslose: 9,9% Regierung: Militär

Bevölkerung: BIP pro Kopf: Arbeitslose: Regierung:

6,5 Mio. 13 800 $ 30% Diktatur

Bevölkerung: 23,5 Mio. BIP pro Kopf: 2600 $ Arbeitslose: 35% Regierung: Republik

Prognose: «Das Volk ist sehr entschlossen, die Lage am brisantesten. Präsident Bouteflika hat das Militär nicht so stark auf seiner Seite wie etwa in Ägypten. Algeriens Opposition bleibt am Ball.»

Prognose: «Gaddafi wird seinen Geheimdienst – wenn nötig – sehr gut mobilisieren können. Die Chance für eine Revolution in Libyen schätze ich vorläufig als nicht sehr gross ein.»

Prognose: «Der Jemen ist jetzt auf der Kippe, das Regime geschwächt. In dem labilen, anfälligen System könnten entschlossene Demonstrationen in den nächsten Wochen heikel werden.»

dust ist geglückt. In 336 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde näherte sich die Sonde auf 200 km.

10.13 Uhr, Zug  Die aufwendige Suche mit Armee-Helis nach Erich W. und seinen zwei Buben Tim und Lorin aus Neuheim ZG von letzter Woche hat für die Familie keine finanziellen Folgen. Weil ein medizinisches Problem die Ursache für die Irrfahrt war, übernehmen Bund und Kanton Zug die Kosten.

9.16 Uhr, Tripolis/Bern In der Affäre um Hannibal Gaddafi haben sich Libyen und die Schweiz auf den Kanadier Philippe Kirsch als Präsidenten des Schiedsgerichts geeinigt.


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Dienstag, 15. Februar 2011

ie USA heizen ein

Neues aus Absurdistan Kellner wird reich wegen Nippelzwicken Schwul zu sein ist nicht immer einfach; erst recht nicht, wenn Hetero-Witze auf Kosten von Homos gehen. Das musste auch Vincent Ma erfahren. Der 31-Jährige war Kellner im asiatischen Restaurant Yauatcha, einem Gourmet-Tempel in London mit Michelin-Stern. Just hier musste sich der Schwule beleidigen lassen. Seine dünne Arbeitsuniform liess Mas Brustwarzen bei der Kälte hart werSchlechter Witz Kellner den. Und für jedermann sichtbar. Ein Gast kannte gar Ma bekam Schadenersatz. keinen Anstand mehr – und zwickte den Kellner in seine Nippel. Doch damit nicht genug. Sein Boss fragte Ma danach: «Hat es dir gefallen?» Zwei Arbeitskollegen imitierten Sexszenen vor dem Schwulen. Doch jetzt ging Ma vor Gericht. Mit Erfolg: Der 31-Jährige erhielt 21 571 Pfund Entschädigung. «Das kann meine Ehrverletzung aber nicht befriedigen», liess Ma danach verlauten. spj

Teheran Regimegegner zünden Autos an.

Heute Mittag im Internet:

Kinderarbeit bei Apple entdeckt tigte – auf, «seinen Bürgern dieselben Rechte auf friedliche Proteste zuzugestehen wie Ägypten». Dort will Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei noch erleben, dass «der Übergang zur Demokratie gelingt». 

Apple will ein sauberes Image und überprüft deshalb jährlich seine chinesischen Zulieferfirmen. 2010 entdeckte Apple 91 Kinderarbeiter unter 16 Jahren. Im Vorjahr waren es bloss elf Fälle. Der iPhone-Hersteller hat nun die Zusammenarbeit mit einem der betroffenen Zulieferer beendet.

Erich Gysling Hält die Lage in Algerien für am brisantesten.

Sudan

Iran

Bahrain

Bevölkerung: 43,9 Mio. BIP pro Kopf: 2200 $ Arbeitslose: 18,7% Regierung: Militär

Bevölkerung: 76,9 Mio. BIP pro Kopf: 11 200 $ Arbeitslose: 14,6% Regierung: Republik

Bevölkerung: 738 000 BIP pro Kopf: 40 000 $ Arbeitslose: 15% Regierung: Monarchie

Prognose: «Die Gegenbewegung in Khartum ist bisher nicht so vehement. Die Bevölkerung im Norden des Sudan steht offenbar doch in grosser Mehrheit hinter Präsident al-Baschir.»

Prognose: «Der Iran hat eine gut organisierte Opposition. Allerdings ist auch der Staatsapparat gut organisiert, sehr gut sogar. Er dürfte die Opposition vorläufig im Keim ersticken.»

Prognose: «Wie sich die Lage in Bahrain entwickelt, ist schwer einzuschätzen. Im Land gabs immer Spannungen zwischen dem sunnitischen Regime und der schiitischen Bevölkerung.»

10.29 Uhr, Bern Mit dem «Da Vinci» bringt Swisscom ein neuartiges Festnetztelefon für Glasfaseranschlüsse. Via Touchscreen gibts Zugriff auf SBBFahrplan, Youtube & Co. 11.01 Uhr, Kairo Die ägyptische Muslimbruderschaft plant die Gründung einer Partei.

Fotos: Keystone, AP/NASA, RDB, ZVG

einen Twitter-Kanal auf Farsi gestartet. Schrieb in der Sprache des iranischen Volks: «Wir möchten an euren Gesprächen teilhaben.» In einem anderen Tweet forderte die USA den Iran – der heute ein Todesopfer bei Protesten in Teheran bestä-

→ TWEET DES TAGES User @iksuepsilon über Tunesien, Berlusconi & Ruby:

Ich glaube, die #Tunesier wollen nach #Italien um dort den nächsten A.... aus dem Amt zu vertreiben! #Berlusconi #BenAli

12.02 Uhr, Opfikon ZH Vergeblich hat ein 44-jähriger Serbe Kokain im Wert von 35 000 Franken weggeworfen – die Polizei hat ihn dennoch verhaftet.

Top 3

12.30 Uhr, Bern/Paris Die Schweiz darf nur bei den Vorbereitungssitzungen für den G-20-Gipfel dabei sein, nicht beim richtigen Treffen.

Sieger der letzten 24 Stunden: 1. Corinne Müller Ex-Moneygirl und Speedo-Model 2. Christa Markwalder Ex-Ständeratskandidatin Bern 3. Tina Maze Slowenische Ski-Schönheit

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SCHWEIZ

www.blickamabend.ch

Auf die Schiene Nach der Sanierung des Tunnels.

Ausserirdisch Nachrichten aus dem All von Erich von Däniken, Ufo-Forscher und Erfolgsautor

Im Zweifel für Herodot

Keine Lastwagen mehr im Tunnel «Das ist also Sehnsucht» – Das Buch BLICK AM ABEND → Nach dem

Schreibwettbewerb gibts jetzt die besten Geschichten als Buch.

Gewann den zweiten Platz Jungautorin Khader.

B

esser hätte der Zeitpunkt nicht sein können: Pünktlich zum ValenDas Buch für tinstag kam das Buch unterwegs «Das ist also Sehnsucht» gestern bei Thalia in den 39 kurzweilige Geschichten zum Thema SehnHandel. Darin finden sich sucht in einem Buch. 39 zauberhafte, traurige Passt praktisch in jede und heitere KurzgeschichHandtasche. Blick am ten zum Thema wieder. Abend verlost zehn Das Gesamtwerk selbst Ausgaben von «Das ist ist eine Erfolgsgeschichte. also Sehnsucht». StichWir erinnern uns: Blick am wort SEHNSUCHT per Abend führte im vergangeSMS an die Nummer 920 nen Jahr den Kurzgeschich(Fr. 1.50) oder per Telefon tenwettbewerb «Grosse auf 0901 560 049 Sehnsucht schreiben» (Fr. 1.50) oder kostenlos durch, zusammen mit Thaper WAP: m.vpch.ch/ lia, dem grössten BuchBAA52612. Teilnahmeschluss: händler der Schweiz. Knapp 16. Februar, 24 Uhr. 4000 Kurzgeschichten gingen ein, welche die Jury forderten. «Das war schon happig. Fast drei Monate SMS mit SEHNSUCHT habe ich nichts anderes und Adresse getan, als Kurzgeschichten zu lesen», sagte gesan 920 (1.50 Fr./ tern Daniel Erni von ThaSMS) lia. Dass nicht jeder das Zeug zum Autor hatte, ver-

→ VERLOSUNG

Fotos: Keystone, Neue LZ/Eveline Bachmann, Ronny Wittenwiller, Reuters, Kapo Aargau

Unter Historikern gilt Herodot als einer der «Väter der Geschichtsschreibung». Er lebte vor rund 2500 Jahren. Er berichtete, unter den grossen Pyramiden liege ein Teich mit glasklarem Wasser und darin ein Sarkophag. Die Fachleute heute schüttelten ihren Kopf über die Aussagen Herodots. Wasser unter den Pyramiden? Unmöglich. Jetzt wurde der Teich gefunden. Das Wasser ist glasklar, und der Sarkophag liegt tatsächlich mittendrin. Derselbe Herodot behauptet, die Priester in Theben (dem heutigen Luxor) hätten ihm 341 Statuen gezeigt. Sie seien 11 340 Jahren alt. Damals seien die Götter in Menschengestalt auf der Erde gewesen. Damals sollen Götter auf der Erde gewesen sein? Was für Götter? Wir wissen doch alle, dass es keine Götter gibt. Das Wort «Götter» ist ein Missverständnis unserer Vorfahren. Es gibt nur einen Gott. Ich sage dazu: der grandiose Geist der Schöpfung. Mit den sogenannten Göttern vor Jahrtausenden waren Besucher von einem anderen Sonnensystem gemeint. Selbstverständlich nehmen die Fachleute Herodots Aussage nicht ernst. Wer hat nun recht? Mit dem Teich bei der Pyramide lag Herodot richtig. Weshalb sollten ihn die Priester mit den 341 Statuen angelogen haben? lm Zweifelsfalle plädiere ich für Herodot.

steht sich von selbst. Die kürzeste Geschichte ging so: «Ich habe Sehnsucht nach dem 1. Preis.» Gestern dann aber zeigten fünf Autoren, wie man Sehnsucht wirklich gross aufs Papier bringt: Anlässlich der Buchvernissage im Thalia-Store in Basel lasen sie ihre im Buch abgedruckten Texte vor. Auch Marina Khader (26) aus Biel, welche beim Schreibwettbewerb Zweite wurde. «Mit dem Preisgeld von 10 000

Franken kaufe ich mir ein wenig Zeit.» Die Buchpräsentation rundete Anna Rossinelli mit ihrer Band musikalisch ab. Die Baslerin vertritt bekanntermassen im Mai die Schweiz am Eurovision Song Contest in Düsseldorf (D). Nach den Nullerjahren hofft das ganze Land mit Rossinellis Song «In Love For A While» endlich wieder auf Punkte. Wenn das mal keine Sehnsucht ist. rw


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Dienstag, 15. Februar 2011

TUNNEL → Die Alpen-Initiative

fordert eine Gesamtlösung statt «ein Flickwerk am Gotthard». irene.harnischberg @ringier.ch

D

er 30 Jahre alte Gotthard-Strassentunnel muss in den nächsten 10 bis 15 Jahren saniert werden. Das Departement von Doris Leuthard geht davon aus, dass eine vorübergehende Sperrung nötig ist, anders gehe es nicht. Die Alpen-Initiative schlägt heute vor, dass während der Sanierung des Strassentunnels ein AutoVerlad im bestehenden Eisenbahntunnel den Autoverkehr übernehmen soll. Sie plädiert allerdings dafür, dass die Sanierung auf mehrere Winterhalbjahre verteilt wird und der Tunnel im Sommerhalbjahr offen gehalten wird. Ein AutoVerlad mit maximal sechs Zügen pro Stunde und Richtung genüge, um den Autoverkehr im Winterhalbjahr staufrei aufzunehmen, es

brauche keine zweite Röhre, sagt Fabio Pedrina, Tessiner SP-Nationalrat und Präsident der Alpen-Initiative. «Mit einer zweiten Röhre würde nur die Verlagerung sabotiert, das aber will das Volk nicht.» Damit ist der Verein gleicher Meinung wie der Bundesrat, der es ebenfalls als nicht für nötig erachtet, wegen der Sanierung eine zweite Röhre zu bauen. Die Alpen-Initiative schlägt auch vor, dass im Basistunnel definitiv ein Lastwagen-Verlad eingerichtet wird. Dabei müsste

der Verlad, wie ihn der die Sanierung könne raBund für die Zeit der Sanie- scher und kostengünstiger rung des Strassentunnels realisiert werden. Zudem plant, baulich nur wenig entfalle die Dosierung der angepasst werden. Mit drei Lastwagen im Tunnel, was Verladezügen pro Stunde mehr Raum für Autos schafund Richtung könnten alle fe. Im sanierten StrassenLastwagen befördert wer- tunnel sollen dann nur den, die ab 2018/19 im al- noch Lastwagen im Lopenquerenden Verkehr kalverkehr zugelassen noch zugelassen sind. Das werden, schlägt die AlpenGüterverInitiative vor. kehrsverlage- «Es braucht Der Nutzrungsgesetz fahrzeugverkeine 2. Gottrechnet am band Astag Gotthard mit hardröhre.» kann mit der rund einer Idee gar halben Million Lastwagen. nichts anfangen. Der Verein «Dank des Angebots auf Alpen-Initiative leide am der Schiene kann im Stras- Märklin-Syndrom. Die rolsentunnel ein Verbot für lende Landstrasse sei eine Lastwagen erlassen wer- Illusion auf dem Reissbrett, den», sagt Pedrina. Damit liess der Verband verlauwerde der Tunnel sicherer, ten. 

Alpen-Initiative kämp seit über 20 Jahren Der Verein Alpen-Initiative hat seinen Ursprung Ende der 1980-Jahre: Umweltschützer aus den Bergregionen lancierten 1989 eine Volksinitiative, um den Alpenraum vor den negativen Auswirkungen des Transitverkehrs zu schützen. Am 20. Februar

1994 wurde die Alpen-Initiative mit 52 Prozent durch Volk und Stände angenommen. Seither ist der Alpenschutz Bestandteil der Bundesverfassung. Umgesetzt sind die Forderungen allerdings noch nicht. Geschäftsführer der Alpen-Initiative ist Alf Arnold.

Berner untersucht «Fall Lucie» BESCHWERDE → Nach Kritik an den Aargauer Justizbehörden untersucht nun ein ausserkantonaler Staatsanwalt die Rolle der Behörden im Tötungsdelikt Lucie: der ehemalige Präsident des Berner Obergerichts Ueli Hofer. Der zuvor eingesetzte ausserordentliche Untersuchungsrichter war wegen Verschleppung des Verfahrens in die Kritik geraten und hatte seine Tätigkeit niedergelegt. Lucies Familie hatte in der Strafanzeige den Verdacht geäussert, dass Personen des Straf- und Massnahmenvollzugs Dinge getan oder unterlassen hatten, die für den Tod von Lucie im März 2009 in der Nähe von Baden AG mitverantwortlich waren. SDA

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Widmer-Schlumpf gibt dem OECD-Druck nach

Für «bella Italia».

BANKGEHEIMNIS → Bundesrat fürchtet,

wieder auf der schwarzen Listen zu landen.

E

ntgegen des Willens des Parlaments soll die Nennung des Namens und der Adresse von Bankkunden nicht mehr zwingend sein, damit die Schweiz Amtshilfe leistet. Das Bankkonto soll genügen. «Würde die Schweiz ihre Amtshilfepraxis nicht anpassen, könnte sie erneut auf einer schwarzen Liste der OECD landen», sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf heute. Es wären Retorsionsmassnahmen zu befürchten. «Eine

rasche Klärung ist im Interesse des Werkplatzes Schweiz.» Aus Sicht des Bundesrats geht es hier um eine «technische» Anpassung. «Ich hoffe wirklich, dass das nicht auch noch zu einem Wahlkampfthema wird», sagte Widmer-Schlumpf. Das Parlament muss die neue Regelung noch absegnen. Die Bankiervereinigung erwartet, dass die geplanten Anpassungen materiell keinen Einfluss auf die Amtshilfepraxis haben. SDA

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Belagert Eveline Widmer-Schlumpf heute in Bern.

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Kleider werden teurer MODE → Amerikanische Desig-

ner erhöhen Preise für Jeans und Outdoor-Jacken. thomas.ungricht @ringier.ch

W

ir werden bei jeder von unseren Marken die Preise erhöhen», kündigt Eric Wiseman, Chef des Modekonzerns VF, an. VF ist ein Modegigant, zu dem Jeans-

marken wie Lee und Wrangler gehören, aber auch Outdoor-Bekleidung wie North Face oder Taschenhersteller Eastpak. Auch Nike und Levi Strauss haben schon laut über Preiserhöhungen nachgedacht. Erwartet werden

Aufschläge von rund 10 Prozent für die nächste Kollektion. Beobachter rechneten schon seit Wochen mit dieser Anpassung. Die Preise für Baumwolle, Rohstoff für viele Kleider, haben sich innert eines Jahres verdoppelt. Auch synthetische Fasern sind um über 50 Prozent teurer geworden. Die Preisexplosion hat eine Reihe von Gründen: In vie-

len Ländern wurde wegen der lange Zeit tiefen Preise zu wenig Baumwolle angebaut. Oder die Ernte fiel enttäuschend aus. Das weltweit viertwichtigste Anbauland Pakistan wurde letzten Sommer von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Gleichzeitig ist die Nachfrage besonders in den aufstrebenden Ländern Asiens sehr stark. 

Eric Wiseman Kündigt Preiserhöhungen an.

Fotos: ddp images, RDB/Stefan Bohrer, ZVG

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WIRTSCHAFT

Dienstag, 15. Februar 2011

Baumwolle Teurere Rohstoffe schlagen auf die Kleiderpreise durch.

Coop legt weiter zu STEIGERUNG → Der Grossverteiler Coop hat im vergangenen Geschäftsjahr nicht nur die 20-Milliarden-Grenze beim Umsatz geknackt, sondern auch den Gewinn um über 9 Prozent auf 470 Mio. Franken gesteigert. CoopChef Hansueli Loosli bewertet die Zahlen als «sehr gut» angesichts des Preiszerfalls, sinkender Konsumentenstimmung und des Einkaufstourismus ins Ausland wegen des starken Frankens. Auch seien die Löhne erhöht worden.

Gute Laune Coop-Chef Hansueli Loosli.

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AUSLAND

Beliebtheit im Keller Silvio Berlusconi.

www.blickamabend.ch SEX-AFFÄRE →

Bekanntheit gesteigert Ruby dank Affäre berühmt.

Fertig BungaBunga! Jetzt kriegt Italiens Premier einen Prozess. georg.nopper @ringier.ch

D

Silvio Berlusconi muss

vor Gericht

er «Cavaliere» und seine Frauengeschichten bewegen die Öffentlichkeit seit Jahren. Jetzt interessieren sich auch die Richter dafür. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi (74) wird wegen der Affäre um die junge Marokkanerin Ruby wegen der Begünstigung der Prostitution Minderjähriger der Prozess gemacht. Eine Ermittlungsrichterin in Mailand liess heute die entsprechende Anklage zu. Berlusconi soll die damals 17-Jährige für Sex bezahlt haben, so der Vorwurf. Ruby sei in einer Mailänder Villa des Premiers bei einem sogenannten

Lehrerin hatte einen Dreier mit ihren Schülern SEX-SKANDAL → Eine Lehrerin

vernaschte drei Schüler. Bei ihnen zu Hause und in ihrem Auto.

D

ie Aushilfslehrerin Heidi Lewis (41) hatte einen Dreier mit zwei ihrer Schülern. Mit einem dritten Teenager hatte sie Sex im Auto. Im vergangenen Juni begannen die Affären: Vor den Sommerferien tauschte Lewis mit einem ihrer

Schüler der Bay City Central High School im USStaat Michigan die Handynummern aus. Einige Wochen später traf sie den 17-Jährigen zum Sex bei ihm zu Hause. Stolz, seine Lehrerin flachgelegt zu haben, prahlte

dieser vor einem Kumpel mit dem Sex-Abenteuer. Sein Freund glaubte ihm aber nicht – also arrangierte der Teenager ein Treffen mit der Lehrerin und seinem Freund. Die drei trafen sich wieder bei dem Schüler zu Hause und hatten Sex zu dritt. Mit dem Dreier prahlten die beiden wiederum bei einem dritten Schulkollegen. Auch mit

ihm schlief die Sex-Lehrerin. Der 17-Jährige sagte vor Gericht aus, sie hätten Sex auf der Rückbank ihres Jeeps gehabt. Danach flog das Treiben auf: Der dritte Teenager erzählte seiner Freundin von dem Seitensprung. Diese meldete die Lehrerin der Schulbehörde. Nun drohen Heidi Lewis 15 Jahre Gefängnis. Zurzeit ist sie auf Kaution frei. as/fr

Liebt Sex mit ihren Schülern Heidi Lewis (41).

BRIEFMARKE → Nur ihre Verwendung verbindet sie – ansonsten haben die Briefmarken von Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski und diejenige von Diktator Kim Jong-il wenig gemeinsam. Während Nordkoreas Leithammel morgen 69 Jahre alt wird und gefeiert wird, ist Chodorkowskis Konterfei auf der Briefmarke eine politische Provokation. Russland verurteilte den ehemaligen Michail Chodorkowski Oligarchen Chodorkowski jüngst zu 14 JahDas wird Putin ärgern. ren Haft. Jetzt hat die Post in Estland jedoch diese Briefmarke herausgegeben. Neben das «totalitäre diktatorische Regime in Russland» Chodorkowski ist sein ebenfalls verurteilter gekämpft. Kleines Detail: Die meisten Bestellungen Geschäftspartner Platon Lebedew abgebildet. Beder Marke gehen ausgerechnet aus Russland ein. gründung für das Motiv: Die beiden hätten gegen

Kim Jong-il Das wird Nordkorea freuen.

Fotos: AP, Dukas, Reuters, ZVG

Einmal Provokation, einmal Wahnsinn


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Dienstag, 15. Februar 2011

Bunga-Bunga-Ritual, einer Polizeibeamten an, um die Form von Gruppensex, da- junge Marokkanerin freizubei gewesen. Sie habe «ab- bekommen. Dies räumte er solut keinen Sex» mit danach sogar ein. Berlusconi gehabt, beteuert Die Mailänder Staatsdie junge Frau. Doch an- anwälte beantragten vor eigeblich sei trotzdem Geld ner Woche ein Schnellvergeflossen. Der Regierungs- fahren gegen Berlusconi. chef selbst behauptet steif Im Falle einer Verurteilung und fest, er habe noch nie drohen ihm bis zu 15 Jahre für Sex bezahlt. Die Vor- Haft. Zu der Affäre Ruby würfe gegen ihn bezeichnet kommen in den nächsten er als gezielte Verleum- Wochen und Monaten auch dungskampagne der Medi- alte Prozesse um Korrupen. tion und Steuervergehen hinzu, die Das Eilverfahren ge- Bei Verurteilung wieder aufgenommen wergen den Redrohen bis den sollen. gierungschef Am Sonnsoll am 6. Ap- 15 Jahre Knast. tag demonstril beginnen. Im selben Prozess muss rierten in Italien Hundertsich Berlusconi wegen tausende Frauen gegen den Amtsmissbrauchs ver- Premier und sein Frauenantworten. Er wird be- bild. «Italien ist kein Borschuldigt, seinen Einfluss dell», skandierten sie. Und: geltend gemacht zu haben, «Wir mögen Sex. Nicht um die Affäre Ruby zu ver- Bunga-Bunga.» tuschen. Nachdem die junNur noch knapp jeder ge Frau im Mai 2010 wegen dritte Italiener bewertet angeblichen Diebstahls ver- derweil die Regierungsarhaftet worden war, rief der beit des stark angeschlagePremier höchstpersönlich nen Ministerpräsidenten bei einem hohen Mailänder positiv. 

Joints für die Chile-Kumpel GRUBEN-HÖLLE → Die Frauen schickten ihren ver-

schütteten Männern in Chile Cannabis in die Tiefe. Lebendig begraben Buch enthüllt neue Geheimnisse.

Ü

ber drei Monate waren 33 chilenische Kumpel in 700 Metern Tiefe eingeschlossen. Dass keiner der Minenarbeiter während dieser Zeit durchdrehte, grenzt an ein Wunder. Jetzt enthüllt ein Buch mit dem Titel «The 33 Men»: Joints und Por-

no-Hefte verhinderten schlimmste Spannungen. In Briefen schmuggelten die Frauen der Kumpels ihren Männern Cannabis in die Gruben-Hölle. Einer der grössten Wünsche der 33 Männer waren jedoch aufblasbare SexPuppen – die Kumpel woll-

ten etwas zum Anfassen haben. Doch die oben wachenden Ärzte entschieden, den Kumpel PornoHefte und Pin-up-Girls in die Tiefe zu schicken. Grund: Sie hatten nicht für jeden Kumpel eine GummiPuppe, sie fürchteten Streit und Eifersucht. Das Buch beschreibt aber auch die gefühlte Unendlichkeit zwischen Hoffnung und Angst. In der ersten Zeit nach dem Minensturz dachten die Kumpel an Selbstmord und Kannibalismus. Offenbar hatten die Kumpel für den Fall der Fälle sogar schon Vorbereitungen getroffen: Ein Kochtopf und eine Säge standen bereit. «Ich dachte daran, wie ich meine Freunde essen würde», sagte Minenarbeiter Mario Sepulveda zum US-Sender CBS. fr

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LUZERN / ZUG

Dienstag, 15. Februar 2011

Fotos: Peter Christensen/Sportarena Luzern, istockphoto

Dauern länger Arbeiten an der Swissporarena.

DROGEN → Schlechte Nachricht für Kiffer: Die Kantonspolizei Uri hat in Gurtnellen eine IndoorHanfanlage ausgehoben. Sie befand sich im Keller eines Wohnblocks. Dort konnte die Polizei über 400 Pflanzen sicherstellen. Der Hanfbauer – ein 56-jähriger Urner – wurde von der Polizei einvernommen. Inzwischen befindet er sich aber wieder auf freiem Fuss. Das Forensische Institut Zürich klärt derzeit ab, wie viel von dem berauschenden THC in den Urner Blüten steckt. dhs

Schon wieder Verzögerungen DEBAKEL → Ein harter Winter

zwingt die Bauarbeiter des neuen Stadions in die Verlängerung. Stefan Dähler und Michael Graber

E

s ist ein Trauerspiel: Auch auf den Start der neuen Fussballsaison ist die Swissporarena nicht fertig. Wie der FCL zusammen mit der Generalunternehmung heute mitteilt, kann das Stadion nicht pünktlich in Betrieb genommen werden. Bereits früher musste

der Termin um ein halbes Jahr verschoben werden. Die ersten Spiele der neuen Saison muss der FCL nun auswärts spielen, der erste Match in der Swissporarena findet neu Ende Juli statt. «Wir haben es unterschätzt, was alles an Bewilligungen für die Inbetriebnahme anfällt», sagt Toni Bucher, Sprecher der Generalunter-

Urner Hanauer aufgeflogen

nehmung ARGE Halter/ lich sei es deswegen, weil Eberli. Zudem sei der De- man kein Eröffnungsspiel zember sehr kalt gewe- vor der Saison austragen sen, und man habe nicht könne. Diesbezüglich habe man die Fühler bereits in betonieren können. Das überrascht, zumal die Bundesliga ausgeBucher noch streckt. im Oktober Bucher: «Wir Bernard Alpgesagt hatte, stäg, Verwalauch ein har- haben es tungsrat der Stadion AG: ter Winter unterschätzt.» «Ich mache könne den Bau nicht weiter verzögern. die Faust im Sack. Weitere Entsprechend enttäuscht Verzögerungen wären nicht zeigt man sich beim FC Lu- zu tolerieren.» Er freue sich zern, verzichtet aber auf aber bereits jetzt auf die – Schuldzuweisungen. Ärger- spätere – Eröffnung. 

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SP-Kantonsrat droht Clubs mit versteckter Kamera FRUST → Aus-

länder müssen draussen bleiben. Damit soll Schluss sein.

I

mmer wieder wird Ausländern der Einlass in einen Nachtclub verwehrt – teils aus undurchsichtigen Gründen. Jetzt soll das Problem angegangen werden. Kantonsrats-Mitglied Lathan Suntharalingam (SP) hat einen entsprechenden Vorstoss eingereicht und fordert Massnahmen.

«Solch eine Erfahrung ist für viele Jugendliche sehr frustrierend.» Man bekomme das Gefühl, in den Clubs nur als Tellerwäscher willkommen zu sein – nicht aber als Gast, so Suntharalingam. Beim Luzerner Regierungsrat stösst das Anliegen auf offene Ohren. Konkrete Massnahmen sind aber noch nicht geplant. Man wolle zuerst das Resultat einer Studie zu diesem Problem abwarten. Für eine genauere Stellungnahme war der Regierungsrat heute Morgen nicht erreichbar.

Suntharalingam ist mit der Antwort des Regierungsrats grundsätzlich zufrieden. Aber wenn das Problem auf die lange Bank geschoben wird, will er selber aktiv werden. «Es wäre denkbar, mal mit einer versteckten Kamera gewisse Türsteher zu filmen», sagt er. Eine weitere Massnahme wäre die Gründung einer Anlaufstelle für Jugendliche, die im Ausgang diskriminiert werden. Denn, so Suntharalingam, «das Problem betrifft nicht nur Ausländer, sondern auch Homosexuelle und Männergruppen». dhs

Nicht für alle zugänglich Nachtclubs und Discos (Symbolbild).


Die Trophäe der SuperNanos ist da: das NanoShuttle.

Am Mittwoch, 16. Februar 2011, gibt’s das exklusive NanoShuttle. Ab einem Einkauf von Fr. 60.– erhält jeder Kunde bei allen Migros-Filialen, Do it + Garden Migros, melectronics, Micasa, SportXX inkl. Outdoor oder auf LeShop.ch ein NanoShuttle – das coole Transportmittel der Nanos. Lass dich auch von den anderen coolen NanoJokern überraschen: Am 23.2. gibt’s den selbst leuchtenden Luxibus, am 2.3. den glitzernden DJ Starlight und am 9.3.2011 den goldenen Megachamp. Jeden Joker gibt es nur solange Vorrat; max. 1 Joker pro Einkauf.

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Nur am 16. Febr ua Jokertag r : !


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HINTERGRUND

Dienstag, 15. Februar 2011

Sorgerecht Auch Männer wollen sich um ihre Kinder kümmern.

Mannzipation für die Kinder

AUFSTAND → Schweizer Männer

tun sich zusammen. Sie wollen eine Erziehungsgleichstellung. irene.harnischberg @ringier.ch

A

ndré Müller ist einer der Väter, der jahrelang für ein gemeinsames Sorgerecht gekämpft hat. 2001 die Trennung, 2008 die Scheidung. Die Mutter erhielt das alleinige Sorgerecht. Im Juli 2008 wanderte sie mit der achtjährigen Tochter nach Holland aus. Müller, der zuvor ein wichtiger Teil im Leben der Tochter war, wusste plötzlich nicht mehr, wo sein Kind wohnte, in welche Schule es ging. Die Mutter verweigerte jede Auskunft. Doch Müller kämpfte und erhielt schliesslich nach einer Klage bei einem holländischen Gericht das

gemeinsame Sorgerecht. Das war allerdings zu spät für seine Beziehung zur Tochter. In den zweieinhalb Jahren unter den alleinigen Fittichen der Mutter hatte sich das Kind vom Vater entfremdet. Trotzdem kämpft er heute für das gemeinsame Sorgerecht. Er tut dies für die anderen Männer. «Väter werden nicht ernst genommen. Jeder Kriminelle hat mehr Rechte als ein Vater», sagt Müller zu Blick am Abend. Die Leidtragenden seien immer die Kinder. Das dürfe nicht sein. Die Kinder hätten das Recht, Kontakt mit beiden Elternteilen pflegen zu können. Er appelliert an die Männer, sich rechtzeitig

Fotos: Keystone (2)

Mehr Teilzeitstellen für Männer Neun von zehn Männern würden gerne Teilzeit arbeiten, zeigt eine von der «NZZ am Sonntag» veröffentlichte Studie aus dem Innendepartement des Kantons St. Gallen. Die Männer befürchten allerdings, dass die Einkommenseinbusse nicht verkraftbar sein oder dass die Teilzeitarbeit negative Auswirkungen auf die Karrieremöglichkeiten haben könnte. 85 Prozent wollen, dass die Angebote für Männer jenen der Frauen angepasst werden.

zu informieren, wenn das ner dagegen, dass SomWort Trennung oder Schei- maruga die Gesetzesvorladung falle. «Männer igno- ge über das gemeinsame rieren zu lange, wenn es Sorgerecht hinausschiebt. in der Beziehung kriselt», «Frau Sommaruga soll mersagt Müller. Es gebe auch ken, wie es ist, wenn einem die Möglichkeiten von Fa- immer wieder Steine in den milientherapien, Eltern- Weg gelegt werden», sagt therapien oder einer eine Oliver Hunziker von der Mediation. «Aber sobald Schweizerischen VereiniAnwälte involviert sind, gung für gemeinsame Elgeht es nur um Kampf», ist ternschaft . Zurzeit stehen Müller überzeugt. Väter mit Fakeln MahnAuch Frauen sind gefor- wache vor dem Bundeshaus. dert. Die Partner- und die «Väter werden Wer als Vater Hilfe Elternebene dürfe nicht nicht ernst sucht, findet sie beispielsvermischt genommen.» werden. «Elweise beim tern bleibt man ein Leben ersten Väter- und Familienlang.» Im Interesse der Kin- haus, das es seit 2009 gibt: der sei es wichtig, dass die dem «Zwüschehalt». In dieEltern einen gemeinsamen sem Haus besteht für Väter, Weg fänden. Auch wenn die von weit her kommen, Kinder erwachsen seien, die Möglichkeit, ihr Beblieben sie gemeinsame suchsrecht wahrzunehmen. Kinder. Sie haben die Möglichkeit, Müller unterstützt auch mit ihren Kindern das Wodie Aktion «Schick en Stei», chenende im wohnlichen die von der Schweizeri- Haus statt im Hotel zu verschen Vereinigung für bringen. gemeinsame Elternschaft Väter hätten es, so die initiiert wurde. Bis heute Erfahrung des geschiedewurden über 1000 Pflaster- nen André Müller, bis heusteine bestellt, die an Bun- te verschlafen, für ihre desrätin Simonetta Som- Rechte zu kämpfen. Mütter maruga adressiert sind. Da- hingegen tun dies schon mit protestieren die Män- lange. Erfolgreich. 

→ GUT ZU

WISSEN

Gemeinsames Sorgerecht In der Schweiz wird jede zweite Ehe geschieden. In vier von fünf Fällen erhält die Mutter das alleinige Sorgerecht. Das soll sich nun ändern. Das gemeinsame Sorgerecht soll zur Regel werden. Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Bild) will in der Gesetzesvorlage nun aber auch noch unterhaltsrechtliche Fragen regeln, was die Vorlage erheblich verzögert. Ihr Ziel ist es, die finanzielle Situation der geschiedenen Mütter zu verbessern. Die Vorschläge stossen bei Männerorganisationen auf helle Empörung. Das Recht des Kindes auf Mutter und Vater sei ein Menschenrecht, hiess es bei der Vereinigung für Gemeinsame Elternschaft. Es sei absurd, dieses Recht von einer finanziellen Regelung abhängig zu machen.


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 Oban, Schottland Unheimliche Begegnung mit einem Staubsauger. Die Kuh macht «muh», der Sauger «schlürf». Hunderte Käufer aus ganz Europa pilgern nach Oban zur Ausstellung der Hochlandrinder. Da will jede Kuh sauber dastehen.

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 Timbiqui, Kolumbien Unheimliche Begegnung im Urwald. Sie haben das U-Boot selber gebaut, die Drogenschmuggler. Acht Tonnen Kokain transportierten sie damit Richtung Mexiko. Bis sie auf kolumbisches Militär aufliefen.


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Dienstag, 15. Februar 2011

Bilder des Tages

Fotos: Reuters (2), AP, Getty Images

 Quezon City, Philippinen Unheimliche Begegnung mit der Hölle. Ein Junge starb, als in einem Slumquartier eine Feuersbrunst wütete. Hilfe? Fehlanzeige. Das Wenige, was die Menschen hatten, ist weg.

 Michoacan-Provinz, Mexiko Unheimliches Schauspiel der Natur. Kein Gewächs einer skurilen Pflanzenart, sondern Hunderte Monarch-Schmetterlinge bilden ein bizarres Gebilde. Tausende sind unterwegs von Kanada nach Mexiko, wo sie die Wärme geniessen.


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PEOPLE

Eigene Show für «Belle Michelle»?

→ HEUTE FEIERN Guildo Horn 

deutscher Musiker, wird 48 … Matt Groening, Erfinder der Simpsons, wird 57 … Philipp Degen, Schweizer Fussballer, wird 28 … David Degen, Schweizer Fussballer, wird 28 …

KARRIERE-SCHUB → Thomas Gottschalks Rücktritt

bedeutet für Michelle Hunziker auch eine Chance. christina.morf @ringier.ch

I

Smalltalk mit … … Michael Rhein (46) Sänger, «In Extremo»

«Ich sehe die Welt in bunten Farben» maja.zivadinovic @ringier.ch

Was würden Sie lieber tun, als mir dieses Interview zu geben? Wir könnten Kaffee trinken gehen. Oder Bier kippen. Sie ziehen mich Ihren Kumpels vor? Klar. Ich kenne ja hier sonst keinen. Ausserdem stehe ich auf neue Begegnungen. Vor allem in Zürich. Eure Stadt ist wundervoll. Jetzt werden Sie kitschig. Nein, nein, nur ehrlich. Zürich ist in Europa meine Lieblingsstadt. Ich überlege mir manchmal ernsthaft, nach Zürich zu ziehen. Musik kann man ja überall machen. Ihre Musik ist sehr düster. Sind Sie ein Schwarzmaler? Ganz im Gegenteil. Ich liebe das Leben, bin Optimist und empfinde die Welt voller bunter Farben. LSD? Nein, nein. Glauben Sie mir, wenn Sie nüchtern und mit offenen Augen durchs Leben gehen, finden Sie das Glück überall. Es liegt auf der Strasse. Plötzlich treffen Sie Menschen und landen in der Kneipe. Sie leben von

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der Musik. Luxuriös? Sagen wir es so: Es geht mir gut. Könnten Sie sich einfach so aus Jux einen teuren Whirlpool leisten? Das liegt drin, klar. Und trotzdem weiss ich, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. «Gold» heisst auch ein Song auf dem neuen Album «Sterneneisen». Genau. Er handelt davon, dass zwei Freunde auswandern, um Gold zu suchen. Als sie es finden, will einer nicht teilen. Worauf ihn der andere tötet. Ich sagte ja, Ihre Musik ist düster. Nicht nur, wir singen auch Balladen. Und trotzdem sind die nie so schnulzig wie die der Backstreet Boys. Zum Glück! Würden Boyband-Songs nicht pausenlos im Radio laufen, würde ich die nicht mal kennen. Das Album «Sterneneisen» von In Extremo ist ab dem 25. Februar im Handel erhältlich.

Lebt gut Michael Rhein.

m Sepetmber 2009 feierte Michelle Hunziker (34) ihren Einstand als Co-Moderatorin bei «Wetten, dass ..?». Doch ob sie auch nach Thomas Gottschalks Abschiedssendung im Dezember noch dabei sein wird, lässt das ZDF offen. «Michelle Hunziker hat einen Vertrag bis Ende des Jahres», heisst es. Am Samstag hatte die schöne Schweizerin Thomas Gottschalk (60) gebeten, seinen Entscheid nochmals zu überdenken. Mit dieser Bitte sorgte sie beim Publikum für tosenden Applaus. Doch auch wenn Michelle den Rücktritt des Showmasters bedauert: Sein Abgang

könnte Michelle Hunzikers ist, hängt davon ab, wer Karriere neuen Schub verlei- Thomas Gottschalks Nachhen. folger wird. Mit dieser Entscheidung Wie «Bild» berichtet, steckt die Moderatorin mit lässt sich das ZDF Zeit. Früdem ZDF in Verhandlun- hestens im Herbst will man gen über die Produktion sich festlegen, wer das eines TVschwere Erbe Films. Aus- Sie diskutiert von Thomas serdem laufen Gottschalk andie Gespräche bereits über treten wird. über eine eige- neue Projekte. Seine letzne Show auf tes «Wetten, Hochtouren. dass ..?» wird am 3. DezemErfahrung hat Michelle ber aus Friedrichshafen Hunziker. Im italienischen über die Bildschirme flimFernsehen moderiert Hunzi- mern. Dann werden die Höker täglich die Show «Stri- hepunkte aus 30 Show-Jahscia la Notizia». Auch als ren gezeigt. Vielleicht wird Schauspielerin ist sie in Ita- es nicht nur für Thomas lien äusserst gefragt. Gottschalk, sondern auch Ob die rassige Blondi- für seine schöne Co-Modene auch 2012 noch bei ratorin aus Ostermundigen «Wetten, dass ..?» dabei die Abschiedsshow. 

Beckham verliert gegen Prostituierte PLEITE → Wegen übler Nachrede und

Verleumdung forderte David Beckham 25 Millionen Schadensersatz. Vergeblich.

D

amit hatte der erfolgsverwöhnte David Beckham (35) nicht gerechnet. Der Fussballstar hatte letzten September gegen das US-Magazin «In Touch» geklagt. Grund: Das Klatschmagazin behauptete, Beckham habe im August 2007 mehrmals Sex mit einer Prostituierten namens Irma Nici gehabt. Das wollte Becks nicht auf sich sitzen lassen, verklagte die Zeitschrift auf 25 Millionen Franken Schadenersatz. Doch davon wollte der Richter Manuel Real gestern im Bezirksgericht Los Angeles nichts wissen und liess Beckham abblitzen. Beckham sei eine Person des öffentlichen Lebens, und Vorwürfe wegen angeblicher Untreue würden die Öffentlichkeit interessieren, erklärte Real.

Ausserdem habe Beckham nicht beweisen können, dass die Geschichte böswillig veröffentlicht wurde. Becks’ Anwalt Richard Kendall will das Urteil jetzt anfechten. Die Behauptungen seien schliesslich unwahr und absolut lächerlich. Das habe man dem Magazin vor der Veröffentlichung auch klar und deutlich gesagt. «Aber wir leben leider in einer Welt, in der ein Magazin Lügen drucken kann und auch noch glauben darf, damit davonzukommen», ärgerte sich Kendall. Nebst der Klage gegen das Magazin hat Beckham auch juristische Schritte gegen die 26-jährige Irma Nici eingeleitet. Schliesslich war sie es, die dem Magazin erzählte, sie habe eine Affäre mit Beckham gehabt. Obwohl dieser be-

Kriegt kein Geld David Beckham. Irma Nici (o.) plauderte über eine angebliche Affäre.

weisen konnte, dass er die Prostituierte nie getroffen hat, muss Beckham die Gerichtskosten selber tragen. Beckham ist seit elf Jahren glücklich mit Ex-SpiceGirl Victoria Beckham (36) verheiratet. Nach drei gemeinsamen Söhnen erwartet das Ehepaar kommenden Sommer erneut Nachwuchs. zvr


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Dienstag, 15. Februar 2011

→ PEOPLE

NEWS

Gitarrist von Slayer krank

Fotos: Michael Bernhard/glampool, Cinetext, Splash News, Keystone, babiradpicture, ZVG/Universal

Michelle Hunziker Bleibt sie bei «Wetten, dass ..?»?

NEW YORK → Die Band Slayer muss ohne Jeff Hanneman auskommen. Der Gitarrist ist krank, hat die Tour abgesagt. Ein fleischfressendes Bakterium setzt ihm zu. Die Krankheit brach nach einem Spinnenbiss aus. Slayer gehen mit ErsatzMann auf Tour, am 13. April spielen sie in Basel.

Kates Kleid versteigert LONDON → Das transparente Kleid, in dem sich Kate Middleton (29) Prinz William (28) angelte, kommt unter den Hammer. Laut Auktionshaus Kerry Taylor soll es für bis zu 15 700 Franken versteigert werden. Kate hatte es 2002 bei einer Modeschau getragen, William bezahlte 300 Franken fürs Zuschauen.

Der nächste Schweizer «Tatort» wird scharf SKALPELL → Der erste Luzerner «Tatort»

ist zu schlecht, muss überarbeitet werden. Doch SF plant schon die nächste Folge.

A

m 14. März geht es in Luzern los mit den Dreharbeiten zum nächsten «Tatort». Dabei ist die erste Schweizer Folge gar noch nicht fertig. Das Schweizer Fernsehen verschob die Ausstrahlung vom 17. April, um den Film mit dem Titel «Wunschdenken» zu verbessern («Blick» berichtete). In einem Monat wird trotzdem schon die nächste Folge gedreht. Ohne die kritisierte Sofia Milos (41), aber wieder mit Stefan Gubser (53). «Skalpell» lautet der Arbeitstitel, Regie führt mit Tobias Ineichen (46) ein Luzerner. «Ich lebe und arbeite seit 20 Jahren in Zürich und im Ausland. Luzern hat sich in dieser Zeit stark verändert, ist viel urbaner geworden», so der Regisseur zu «Blick». «Für mich ist der ‹Tatort›-Dreh auf der einen Seite eine Heimkehr, auf der anderen Seite werde ich meine alte Heimatstadt von einer ganz neuen Seite kennenlernen.» Ineichen hat bereits zwei Münchner «Tatort»-Folgen gedreht,

«Schneetreiben» und «Liebeswirren». Und bewiesen, dass er ein Gespür für starke Stoffe und Bilder hat – wie in der Sequenz mit der halbnackten Schönen, die in «Schneetreiben» vergebens flüchtet. Nur: Vielleicht schneidet sich SF mit «Skalpell» ins eigene Fleisch. Floppt der erste Luzerner «Tatort», wird der zweite nie ausgestrahlt – weil SF dann die Rechte auf 13 weitere Ausgaben der Krimis verliert. zeb

Tiefer Fall Rob Pilatus und Fabrice Morvan.

«Milli Vanilli»-Story wird verfilmt

Regie Der Luzerner Tobias Ineichen drehte bereits zwei «Tatort»-Folgen.

PLAYBACK → Sie waren die grossen Stars der 80er: Rob Pilatus († 33) und Fabrice Morvan (44). Gemeinsam bildeten sie das Duo Milli Vanilli, feierten grosse Erfolge, wurden 1990 sogar mit einem Grammy als beste Newcomer ausgezeichnet. Doch dann kam ihr dunkles Geheimnis ans Licht: Die beiden sangen ausschliesslich Playback, waren in Wirklichkeit nur Tänzer und Models. Es waren richtige Sänger, die im Hintergrund die Stücke für die beiden eingesungen hatten. Das war das Ende von Milli Vanilli. Rob Pilatus verfiel dem Alkohol, nahm Drogen, sass wegen Diebstahls im Gefängnis und starb 1998 an einer Überdosis. Fabrice hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, war 2004 im «Dschungelcamp». Jetzt will der Regisseur Florian Gallenberger (38) die BandBiografie verfilmen. Bereits 2007 war Drehbuchautor Jeff Nathanson (50, «Catch Me If You Can») für dieses Projekt im Gespräch. zvr 


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SPORT

www.blickamabend.ch

Schon zweimal Vierte Lara Gut an der Ski-WM.

→ SPORT

NEWS

Blindenbacher weg aus Dallas EISHOCKEY → Severin Blindenbacher (27, Bild) hat sein NordamerikaAbenteuer beendet und die NHL-Organisation der Dallas Stars verlassen. Der Ex-ZSC-Star könnte innert 48 Stunden von einem anderen NHL-Team übernommen werden, was aber als unwahrscheinlich gilt. Für einen Schweizer Klub wird Blindenbacher in dieser Saison mit Sicherheit nicht spielen. Die Transferfrist lief am 31. Januar ab.

Spylo bleibt ein Bieler

auf Medaillen SKI-WM → Die Schweizer Halbzeit-

EISHOCKEY → Der EHC Biel hat den Vertrag mit seinem Topskorer Ahren Spylo (27) um ein weiteres Jahr verlängert. Der Deutsch-Kanadier schoss in der laufenden Saison in bislang 47 Spielen 18 Tore und gab 19 Assists.

400 Fans bei Favre-Training FUSSBALL → Gegen 400 Fans verfolgten heute Morgen um 10 Uhr in Gladbach das erste Training des neuen Schweizer Coachs Lucien Favre.

Bilanz ist hart. Auch Expertin Vreni Schneider hat wenig Hoffnung. marc.ribolla @ringier.ch

S

ieben Medaillen trauten die beiden Blick am Abend-Experten Marco Büchel und Vreni Schneider dem Schweizer Team an der Ski-WM in GarmischPartenkirchen vor dem Beginn optimistisch zu. Jetzt ist Halbzeit, und mit nur einer Silbermedaille von Cuche in der Abfahrt stehen wir mit abgesägten Hosen

VERBALE ATTACKE → Goalie Sven Ulreich

19.45 19.45 19.45

1. Kloten

46 157:104 103

Z

2. Davos

46 165:99 101

3. Zug

47 162:135 88

4. Bern

47 149:114 88

5. SCL Tigers 47 143:138 73 46 116:121 65

7. ZSC Lions 46 123:145 64 8. Fribourg

47 152:143 63

9. Biel

47 123:162 53

10. Lugano

46 119:146 50

11. Lakers

47 133:176 45

12. Ambri

46 98:157 44

Rastete aus Stuttgarts Philipp Degen im Training.

off bei Stuttgart. Der Schweizer Nati-Spieler Philipp Degen (wird heute 28), stürmte im Training wütend auf Goalie Sven Ulreich (22) los. Ulreich soll nach «Blick»-Infos Degen beleidigt haben. Mit den Worten: «Du verdammter Scheiss-Schweizer!» Beide schweigen zum Vorfall. Eine klare Haltung zu Degens Eskapade haben die Leser von «Blick.ch». Praktisch aus-

nahmslos halten sie seine Reaktion für übertrieben. «Auf dem Rasen wird noch ganz anders gesprochen. Vor allem ist Degen auch ein bekannter Zündbruder. Daher soll er nicht so eingeschnappt tun», meint Christian Brunner aus Uri. Der Zürcher Frank Meier schreibt: «Halb so schlimm! Wie oft werden die Deutschen von den Schweizern arg beleidigt?»

Eine etwas dickere Haut mutet Degen Hans Gusen aus Zug zu: «In der Hitze des Gefechts wird noch so manches gesagt. Das sind doch Fussballer und keine Warmduscher!» Rückhalt gibt Degen aber Vreni Meier aus der Schweiz. «Schade ist das nicht in der Schweiz passiert, dann wäre es dank des Antirassismusgesetzes angeklagt worden. rib

Fotos: RDB/Sven Thomann, EQ Images, Getty Images

beschimp Philipp Degen im Stuttgart-Training.

Rangliste

6. Genf

da. Besonders weil die Chancen in den bereits ausgetragenen Speed-Disziplinen am grössten waren. Die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Vreni Schneider (46) urteilt zum bisherigen Debakel: «Es ist glücklos gekämpft worden. Die Schweizer waren in allen Rennen nahe dran, das zeigen auch die vier vierten Plätze. An der Spitze ist es

halt so eng, dass nur wenig technischen Disziplinen über eine Medaille ent- sehr düster – vor allem im scheidet.» Frauen-Team. Das sieht Die Leistungen seien oft auch Vreni Schneider so: hervorragend gewesen. Do- «Bei Fabienne Suter fehlt minique Gisin habe in der mir im Riesenslalom die Super-Kombi letzte Überden Slalom «Mit einer zeugung ihres Lebens zum Angriff. gezeigt, und Medaille wirds Das kommt auch Lara schwierig.» auch vom fehGuts Fahrt in lenden Erfolg. der Abfahrt sei nach der Für Lara Gut beginnt es Verletzung wahnsinnig ge- wieder bei null. Wichtig ist wesen. es, dass die Fahrerinnen Die Aussichten, dass es weiter dran glauben und dem Schweizer Team noch den Kopf nicht hängen laszu weiteren Medaillen sen. Aber mit Medaillen reicht, sind aber in den wirds sicher schwierig.» 

Degen als «Scheiss-Schweizer» betitelt

EISHOCKEY NLA 45. und 47. Runde Dienstag, 15. Februar Davos – Lugano Genf – Ambri ZSC Lions – Kloten

Düstere Aussicht


MÄNNER SAGEN: „WOW!“ STIFTUNG WARENTEST SAGT:

“ ”

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SPORT

www.blickamabend.ch

Merkel bringt Milan auf Trab CHAMPIONS LEAGUE → Der 18-jährige Alexander

Merkel hat bei Milan den Durchbruch gescha und nimmts heute mit Tottenham auf. kam als 16-Jähriger aus Stuttgart zu Milans Nachit den ersten beiden wuchs. Sein Debüt in der Achtelfinal-Hinspieersten Mannschaft gab Merlen startet Fussball-Europa kel im Dezember in der CL heute Abend in die entschei- gegen Ajax, als er kurz vor dende Phase der Champi- Schluss eingewechselt wurons League. Beim Hit Milan de. Seither kam er in der Segegen Tottenham (20.45 rie A regelmässig zum EinUhr, im Live-Ticker auf satz, auch von Beginn weg. blick.ch) könnte dabei Ale- Vor zwei Wochen schoss xander Merkel einen gros- er im Cupspiel gegen Bari sen Auftritt haben. Der sein erstes Milan-Tor. Deutsche mit russischen El«Dass ein 18-Jähriger tern hat gute den Sprung Chancen, erst- Er wohnt im bei Milan mals in der Köschafft, nigsklasse in selben Haus kommt nicht der Startauf- wie Inzaghi. oft vor, und stellung der dass ich diese Mailänder zu stehen. Person bin, macht mich Die Besonderheit an stolz», sagt Mittelfeldspieler ihm: Merkel wird nächsten Merkel im «Tagesspiegel». Dienstag erst 19 Jahre alt. Sein Trainer, Massimiliano Bei den Rossoneri ist er Allegri, hält grosse Stücke der grosse Shootingstar auf ihn. «Er hat die Technik, der letzten Wochen. Er weiss sich auf dem Rasen zu marc.ribolla @ringier.ch

M

bewegen, und hat das richtige Timing beim Pass», sagt Allegri. Auch die Zeitungen schwärmen. Die «Gazzetta dello Sport» betitelt Merkel als «Baby-Genie», und für den «Corriere dello Sport» ist er «bereits ein Leistungsträger im Ensemble der Altstars». Scheu vor diesen Altstars hat Merkel – übrigens nicht mit der Kanzlerin verwandt – keine. Er wohnt beispielsweise gleich neben Milan-Sturmlegende Filippo Inzaghi (37), hat eine eigene Wohnung im selben Haus. 

Gutes Timing beim Pass Milan-Youngster Alexander Merkel.

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«Lama-Tiger» Woods wässert das Grün GOLF → Nach einem verfehlten Putt am 12. Loch in der Finalrunde der Dubai Desert Classic passiert es: Tiger Woods (35) spuckt fluchend auf das satte Grün. Damit verstösst er gegen einen wichtigen Verhaltenskodex. Turnierdirektor Mike Stewart bestraft das animalische Verhalten des «Lama-Tigers» mit einer Busse. Mittlerweile hat sich «Geiferi» Woods via

Twitter entschuldigt: «Es war rücksichtslos, und das weiss ich auch. Ich habe mir nichts dabei gedacht, und es tut mir leid.» Nach all den Sex-Affären wird dieses Vergehen weiter am Lack des Profi-Golfers kratzen. Woods (14 Major-Titel) gewinnt auch nach 14 Monaten kein Turnier und landet auf Platz 20. rae Das Video des Spuck-Anfalls sehen Sie auf «Blick.ch».

SMS mit SPORT A, B oder C und Adress Für die neuste Runde im Starquiz von an die 920 e (Fr. 1.50/ Blick am Abend stellt Skistar Daniel SMS). Albrecht (25) eine der limitierten HerrenSkijacken aus seiner Albright-ModeKollektion zur Verfügung. Und so kommen Sie an den exklusiven Preis: Schicken Sie die richtige Antwort mit dem Keyword SPORT und dem entsprechenden Lösungsbuchstaben (z.B. SPORT A) sowie Ihrer Adresse per SMS an die Zielnummer 920 (Fr. 1.50/SMS). Eine Teilnahme ist auch mobil per WAP auf http:// wapteilnahme-online.vpch.ch/ BAA52613 möglich. Und natürlich brauchts Glück, um zu gewinnen! Die Einnahmen fliessen alle in den Sport. Der Scheck geht an die Schweizer Sporthilfe. Teilnahmeschluss: Sonntag, 20. Februar, 24 Uhr. Auf 250 Stück limitiert Skijacke von Albrecht im Wert von 899 Franken.

Fotos: AP Photo (2), ZVG

In welcher Disziplin gewann Daniel Albrecht an der Ski-WM 2007 Gold? A: Kombination B: Slalom C: Abfahrt

Tiger Woods Der geifernde Golfer.


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Dienstag, 15. Februar 2011

→ FORSCHER FORSCHT

Life

250

Vor rund 250 Millionen Jahren starben rund 70 Prozent aller Landlebewesen und über 90 Prozent aller Meerestiere aus. Das grösste Massensterben aller Zeiten (die Dinosaurier kamen und starben erst danach) wurde wohl durch einen Asteroideneinschlag oder Vulkanausbrüche ausgelöst.

Die Welt von

Julia Saner

Darauf sind wir stolz: Das Schweizer Topmodel läu zurzeit nicht nur an der Fashion Week in New York, Julia Saner ist auch in der aktuellen US-«Vogue» in einer Fotostrecke zu sehen. nathalie.bravaccini @ringier.ch

W

in Berlin, New York und Weltweit beliebt Julia Saner läuft en eine Model-WG teilt. ginn Kolle zwei mit sich Paris, wo sie

Musikalisch Am liebste spielt Julia Saner Stücke n aus dem Film «Die fabelh afte Welt der Amélie».

Fotos: Dukas, A1pix, istockphoto, ZVG

Erster Erfolg 2006 gewinnt sie die Stepptanz-Juniorenweltmeisterschaft in der Kategorie «Smallgroup».

Ausgeglichen Damit Saner in Form bleibt, macht sie regelmässig Yoga und Pilates.

Ehrgeizig Zusätzlich zu Model-Karriere will sich ihrer Saner als Schauspielerin versuc hen.

Haute Couture in Paris Julia Saner läuft für Dior in einem himmelblauen Tüllkleid.

ofür andere Jahre lang schuften, hat Julia Saner (19) in Kürze geschafft: Sie ist ein Supermodel. Ihr Sieg beim nationalen und internationalen Elite Model Look vor zwei Jahren war der Startschuss für ein wahrgewordenes Märchen. Eben noch Gymnasiastin, heute Topmodel. Egal, ob für Gucci, Dior oder Chanel: Alle grossen Namen buchten Saner für ihre Shows. Zurzeit läuft sie an der Fashion Week in New York. Die Bernerin gilt als die Entdeckung in der Modelwelt. Und obwohl sie von New York, über Paris nach Mailand und wieder zurück jettet: Das sollte nicht der Höhepunkt dieses Jahres sein. Sondern eine Bildstrecke in der aktuellen US«Vogue». Starfotograf Steven Meisel lichtete die Schweizerin ab. Vor seiner Linse posierte bereits Topmodel Naomi Campbell. Ein Mann, der wahres Potenzial erkennt. Vielleicht sehen wir Saner bald auf der Leinwand. Gerüchten zufolge wird sie in einer Komödie an der Seite von Johnny Depp ein Schweizer Au-pair spielen. Julia Saner – das sind 1,81 Meter Nationalstolz. 


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DIGITAL

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Die totale Kontrolle AR.Drone Digital- Redaktor Christian Weishaupt steuert das Fluggerät via iPhone.

ABGEHOBEN → Das iPhone als

Fernbedienung kennt man. Doch es taugt sogar als Fernsteuerung. christian.weishaupt @ringier.ch

D

as Smartphone kontrolliert unser Leben. Jede Lautäusserung des kleinen Dings wird mit einer Aktion unsererseits quittiert. Würde ein Ausserirdischer unser Verhalten analysieren, würde es ihm

→ GEFRAGT

nicht leicht fallen, zu entscheiden, wer hier der Meister ist und wer der Sklave. Das kann man ändern: Wir wollen die Kontrolle zurück! Mit dem iPhone lässt sich weit mehr als kommunizieren, surfen und spielen. Man kann damit auch steuern. Wir den-

ken nun aber nicht etwa an den Fernseher oder die Hifi-Anlage. Es gibt noch andere Gerätschaft, die sich mit iOS-Gadgets wie iPhone, iPod oder iPad steuern lässt. Dazu zählt das Fluggerät AR.Drone ebenso wie die merkwürdige Robotorkugel Sphero oder der Miniroboter Tankbot. Ausserdem gibt es Apps, mit der sich die Elektronik des ganzen Hauses steuern lässt,

wie etwa CasaRemote oder nigen Abstürzen bei den den via iPhone steuerbare ersten Versuchen – das Styropor-Chassis lässt sich zur Massage-Stuhl. Ein Highlight ist aber Not mit Klebeband ganz gut reparieren – zweifelsohne hat man die die AR.Drone Spektakuläre Bedienung des französieinigermasschen Unter- Flugmanöver – sen im Griff. nehmens Par- ganz leicht. rot, eine Richtig gut Drohne mit den Flugei- wird man aber nur mit genschaften eines Heli- Üben. Mit «Knöpfen» auf kopters. Blick am Abend dem Touchscreen kontrolhat das vierpropellerige liert man die Schubkraft, Fluggerät getestet. Nach ei- steuern lässt sich die Droh-

Der digitale Steckbrief von Kerstin Cook

So viele Freunde habe ich auf Facebook: Das weiss ich nicht.

Mit diesem Gadget telefoniere ich: iPhone.

Meine Lieblingsseite im Internet: Google, weil man da einfach alles finden kann.

Diese Person habe ich in meiner Kurzwahl: Meine Mutter, da ich sehr viel mit ihr telefoniere.

Hier kaufe ich online ein: Weltbild.ch.

So hoch war meine Handyrechnung letzten Monat: 400 Franken! Ich war aber im Ausland.

Betwittern lasse ich mich von: Ich habe keinen Twitter-Account. Das Dümmste, das im Internet über mich zu lesen war: Ich lese generell keine Artikel über mich.

Auf diesem elektronischen Gadget sind meine Geheimnisse gespeichert: Meine Geheimnisse speichere ich im Kopf ab.

Von diesem Gadget träume ich: Von einem DVD-Player im Auto. Das wäre coole Unterhaltung für Mitfahrende. Das ist der meistgespielte Song auf meinem MP3: Queen, «I Want to Break Free» Mein MP3 kann: Meine Laune verändern. Diese Spielekonsole steht bei mir daheim: Play Station 3. Mein liebstes Spiel: Resident Evil.

Miss Schweiz Für Kerstin Cook (21) ging im September 2010 der Traum vom Krönchen in Erfüllung.


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Dienstag, 15. Februar 2011

Fast ein Tablet, halb ein Laptop TEST →Acer versucht mit dem

Iconia Dual Screen einen Spagat. Er gelingt nur teilweise. Tankbot von Desk Pets Das Raupenfahrzeug soll mit einem Preis von rund 20 Franken ein echtes Schnäppchen werden.

Fotos: Adrian Bretscher, ZVG

Sphero von Orbotix Bis diese Roboterkugel ins Rollen kommt, soll es noch bis Herbst dauern. Dann aber bietet das 100-Franken-Gerät viele Spiele.

ne dank den iPhone-Sensoren durch neigen und kippen des Geräts. Dies ermöglicht spektakuläre Flugmanöver. Die Drohne lässt sich auch dann noch steuern, wenn sie nicht mehr in Sichtkontakt ist. Hierfür verfügt sie über zwei Kameras, eine nach vorne gerichtet, eine gegen unten. Die Bilder werden auf das Display übertragen – ein Screenshot speichert das Bild im Telefonspeicher.

christian.weishaupt @ringier.ch

I

st es ein Tablet? Ist es ein Laptop? Nein, es ist das Acer Iconia Dual Screen Tablet. Das Gerät gleicht dem Laptop, hat aber keine herkömmliche Tastatur, sondern zwei Touchscreens. Die beiden 14,1-ZollDisplays zeigen 1366 x 768 Pixel an und lassen sich zu einer Ebene aufklappen, sodass man richtig schön Platz hat. Das Gerät verwandelt sich dann in einen grossen Desktop, der sich mit 5-Finger-Gesten über die einblendbare Navigationshilfe «Acer Ring» steuern lässt. Diese sieht ziemlich futuristisch aus und funktionierte im Test ganz gut. Die Software ist im Stil einer Wählscheibe aufgemacht und erlaubt den Zu-

Ausserdem ermöglichen die Kameras auch eine neue Art von Augmented-Reality-Games. So kann man sich etwa mit anderen Drohnen duellieren und sie mit virtuellen Raketen beschiessen – natürlich nur auf dem Bildschirm, während man aber real im Raum herumfliegt. Fazit: Ganz billig ist die AR.Drone zwar nicht, aber die 359 Franken bringen sehr viel Spielspass. 

griff auf Elemente wie Programme, Tastatur und Einstellungen. Surfen und das Betrachten von Multimedia-Inhalten macht damit richtig Spass. Weniger gut geht die Texteingabe auf der virtuellen Tastatur von der Hand: Wer effizient arbeiten will, ist mit einer herkömmlichen Tastatur besser bedient. Auch für unterwegs ist der Iconia nicht unbedingt zu empfehlen, er wiegt satte 2,8 Kilo, die Batterielaufzeit ist mit rund drei Stunden eher schwach – hier muss Acer nachbessern. Unter der Haube: Intel Core i5, 4 GB RAM, 640 GB Festplatte, Windows 7 Premium. Das Gerät ist in der Schweiz unter der Bezeichnung 484G64ns ab 1640 Franken zu haben. 

Nicht Fisch, nicht Vogel Aber zum Surfen ist das Iconia Dual Screen sehr nützlich.

Satire auf dem iPhone NEU → Parasit heisst die neue freche Stimme der Deutschschweiz. Parasit ist eine SatirePlattform fürs iPhone und kommt aus dem Hause Ringier. Die Applikation ist per sofort im iTunes Store erhältlich. Aktuell, bissig, innovativ, manchmal auch ein bisschen beleidigend und provozierend – und tagtäglich mit satirischem Unterton am Puls der Zeit: so tritt die neue, aussergewöhnliche Satire-Applikation Parasit aus dem Medienhaus Ringier auf. Parasit kommentiert und parodiert das aktuelle Geschehen nicht erst im Nachzug, sondern tagesaktuell. Im Basis-Angebot ist Parasit gratis, im Premium-Angebot für monatlich 4.95 Fr. oder 49.95 Fr im Jahresabo erhältlich (1 Monat gratis). 

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→ ARD

16.05 Der Bergdoktor O 16.55 Lena O 17.40 Telesguard O 18.00 Tagesschau 18.15 5 gegen 5 18.40 Glanz & Gloria 19.00 Schweiz aktuell O 19.25 Börse O 19.30 Tagesschau O

16.15 Kinderprogramme 17.35 Hannah Montana 17.55 MyZambo 18.05 Best Friends 18.35 Die Simpsons O U 19.05 Mein cooler Onkel Charlie O U 19.30 Tagesschau

16.10 Verrückt nach Meer 17.00 Tagesschau O 17.15 Brisant O 18.00 Verbotene Liebe 18.25 Marienhof 18.50 Das Duell 19.20 Das Duell 19.45 Wissen vor 8 O 19.55 Börse

20.05 Der Staatsanwalt O Lass die Toten ruhen 21.05 Kassensturz O Teure Markenprodukte / Streit um Arbeitszeugnis / Enteisung am Flughafen / Tomatensuppe im Test 21.50 10 vor 10 / Meteo O 22.20 Club O Mit Drill zum Erfolg: Chinesische Erziehung auch für Schweizer Kinder? 23.45 Tagesschau Nacht 0.05 Sideways U Tragikomödie (USA 2004)

20.00 Fussball O Uefa Champions League. Achtelfinal-Hinspiel. AC Milan – Tottenham Hotspur. Live aus Mailand 23.05 Alpine Ski-WM Das WM-Magazin. Live 23.20 Butterfly Effect U Mysterythriller (USA 2004) Mit Ashton Kutcher, Melora Walters, Amy Smart 1.15 There Will Be Blood U (W) Drama (USA 2007) 3.40 Veronica Mars U Ahoi, Kameraden

20.00 Tagesschau O 20.15 Um Himmels Willen O Jung gefreit 21.05 In aller Freundschaft O 21.50 Plusminus U.a.: Lebensversicherungen 22.15 Tagesthemen 22.45 Menschen bei Maischberger O «Unter Verdacht: Welche Spur führt zum Verbrecher?» 0.00 TTT-extra O Die Berlinale 0.30 Nachtmagazin

→ ZDF

→ ORF 1

→ ORF 2

16.15 Lena O 17.00 Heute – Wetter O 17.15 Hallo Deutschland 17.45 Leute heute O 18.00 Soko Köln 19.00 Heute O 19.25 Die Rosenheim-Cops. Die letzte Fahrstunde

17.05 Die Simpsons O D 17.50 ZiB Flash 17.55 Hand aufs Herz 18.25 Anna und die Liebe 18.50 Alpine Ski-WM O. WM Studio 19.20 Mein cooler Onkel Charlie O 19.45 Chili

17.00 ZiB O 17.05 Heute in Österreich O 17.40 Winterzeit O 18.30 Konkret O 18.51 Infos und Tipps 19.00 Bundesland heute 19.30 ZiB O 19.55 Sport

20.15 Was nun, Ägypten? Umbruch in Nahost 21.00 Frontal 21 Antiken für den Terror / Beeinflusste Richter / Arzt und arbeitslos 21.45 Heute-Journal O 22.15 Pelzig hält sich 23.15 Markus Lanz 0.30 Heute Nacht 0.45 Neu im Kino «The King’s Speech» 0.50 Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund O D (W) Abenteuerfilm (USA 97)

20.00 ZiB 20 / Wetter 20.15 Schnell ermittelt O Marvin Jäger 21.05 Soko Kitzbühel O Kitz-Extrem 21.50 ZiB Flash 22.00 Der Laden läuft 22.45 MA 2412 O 23.15 (23.25) Fussball O Uefa Champions League. Highlights 0.00 ZiB 24 0.20 (0.19) Die Jagd auf den B.T.K. Killer Thriller (USA 2005)

20.05 Seitenblicke 20.15 Universum O (2/2) Aug in Aug mit den Eisbären 21.05 Report O 22.00 ZiB 2 22.30 Kreuz und quer O Wunder 23.20 (23.25) Kreuz und quer O Blick ins Jenseits 23.50 Der geheimnisvolle Schatz von Troja (1/2) O TV-Abenteuerfilm (D 2007) Mit Heino Ferch (Forts.: morgen, 0.15) 1.20 (1.30) Seitenblicke (W)

→ Sat 1

→ RTL

→ Pro 7

16.00 Richter Alexander Hold 17.00 Niedrig und Kuhnt 17.30 Das Magazin 18.00 Hand aufs Herz 18.30 Anna und die Liebe 19.00 K 11 – Kommissare im Einsatz

16.00 Familien im Brennpunkt 17.00 Betrugsfälle 17.30 Unter uns 18.00 Explosiv 18.30 Exclusiv 18.45 Aktuell 19.05 Alles was zählt 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten

16.00 Besser Essen 17.00 Taff. U.a.: Promi Mum: Natascha Ochsenknecht 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons 19.10 Galileo. U.a.: Der Weg der Krankenversicherung

20.00 Nachrichten 20.15 Die Verführung – Das fremde Mädchen Thriller (CR 2010) 22.20 Akte 20.11 Die Akte 20.11 Top-10 zum Abnehmen: Nie wieder das Falsche essen! / Achtung, Schummel-Handwerker! / Raus aus dem Schimmel-Horror 23.20 Die Doku Ich bin 14 und will ein Kind 0.15 Forbidden-TV 1.10 Akte 20.11 (W)

20.15 CSI: Miami D Vertippt 21.15 Dr. House D Krebs oder nicht? 22.15 Psych Gemordet wird immer 23.10 Law & Order D Auch ein hohes Tier bleibt ein Tier 0.00 Nachtjournal / Wetter 0.30 Dr. House D (W) 1.25 Psych (W) 2.15 Familien im Brennpunkt 3.05 Nachtjournal (W) 3.35 Das Strafgericht

20.15 Die Simpsons Debarted – Unter Ratten 20.40 Die Simpsons Bei Absturz Mord 21.10 Two and a Half Men Die Mutterfigur 21.40 Two and a Half Men Ich arbeite für Caligula 22.10 Scrubs – Die Anfänger Unsere Blutsauger 22.40 Scrubs – Die Anfänger Unsere Besten 23.10 TV Total Gast: Bülent Ceylan 0.05 Two and a Half Men (W)

→ 3+

→ Vox

→ Arte

15.55 Die Chaosfamilie. Verschossen 16.55 Menschen, Tiere & Doktoren 18.00 Mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das perfekte Dinner. Marcel / Aachen 20.00 Prominent! 20.15 Goodbye Deutschland! Die Auswanderer 22.15 Unser erstes Restaurant 23.10 Stern-TV Reportage. Mein Kind wird ein Star! – Gewinnen um jeden Preis 0.10 Nachrichten 0.30 CSI: NY (W) 1.20 Law & Order (W) 2.00 Law & Order (W)

19.00 Journal 19.30 Wildes Skandinavien (2/6). Norwegen. Die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. (Forts.: morgen) Themenabend: Die Wegwerfer 20.15 Kaufen für die Müllhalde 21.30 Debatte 22.00 Die Vier O 22.55 (22.50) Die Vier O 23.50 Lounge 0.50 Global 1.20 Kommissar Wallander (W) 2.50 Jung, aktiv und kampfbereit (W) 2.50 Rebellen im Namen der Erde (W) 3.45 Tokyo Freeters (W)

→ 3sat

→ SWR

17.00 Die Kreuzfahrt (2/2). Weisse Nächte am Nordkap 18.30 Nano 19.00 Heute O 19.00 Wetter O 19.20 Kulturzeit 20.00 Tagesschau O 20.15 Meine schöne Tochter U. TV-Drama (D 2005). Mit Erwin Steinhauer 21.45 Schätze der Welt. Valparaiso, Chile. Eine Stadt wie ein Regenbogen 22.00 ZiB 2 22.25 Foyer 23.00 Unser täglich Brot D 0.30 Berlinale-Studio (4/6) (Forts.: morgen, 0.05) 1.00 (21.50) 10 vor 10

16.00 Aktuell 16.05 Kaffee oder Tee? 17.00 Aktuell 17.05 (16.05) Kaffee oder Tee? 18.00 Aktuell 18.09 Börse 18.15 Grünzeug 18.45 Landesschau 19.45 Aktuell O 20.00 Tagesschau O 20.15 Tatort O. Der Tote vom Strassenrand 21.45 Aktuell 21.58 Wetter 22.00 Fahr mal hin. Ein Wintermärchen: die Rheinhessische Schweiz 22.30 Die Apothekerin. Krimikomödie (D 1997). Mit Katja Riemann 0.15 Nachtcafé (W) 1.45 Nachtkultur (W)

16.00 King of Queens (W) 16.30 Scrubs (W) 16.55 Scrubs. Mein erster Tag 17.20 King of Queens. Das Fett muss weg 17.45 CSI: New York. Tödliche Nähe 18.35 CSI: New York. Die tote Meerjungfrau 19.25 Ghost Whisperer. Besessen 20.15 Navy CIS. Falsche Baustelle 21.10 Navy CIS. Auf der Flucht 22.00 Navy CIS. Seadog 22.55 Navy CIS. Die Unsterblichen 23.50 Navy CIS (W) 0.35 Navy CIS (W) 1.20 Navy CIS (W)

→ Kabel 1 16.05 What’s Up, Dad? 16.55 News 17.05 Two and a Half Men 18.00 Abenteuer Leben 19.00 Die SuperHeimwerker 19.30 Achtung Kontrolle! 20.15 Fort Boyard 21.15 Schluss mit Hotel Mama – Die WG 22.15 K1Magazin. Das Öko-Sprit-Märchen – warum kein Mensch das neue Benzin E10 braucht 23.15 K1 Reportage. Retten, Rasten, Rollen – Samstags auf der Autobahn 0.10 Achtung Kontrolle! (W) 1.15 Nightquiz

→ TV�TIPPS DES ABENDS

→ Der Staatsanwalt: Lass die Toten ruhen 20.05 Uhr auf SF 1 Die Aufklärung eines 30 Jahre zurückliegenden Mordes an einer Frau konfrontiert Staatsanwalt Bernd Reuther mit Ereignissen, in die er selbst verwickelt war. Der Fall gerät ausser Kontrolle, Reuther scheint in den Fall tief verstrickt.

→ Die Wegwerfer 20.15 Uhr auf Arte Heute gekauft und morgen schon Schrott? Die Haltbarkeit technischer Produkte ist oft kurz. Arte schaut mit der Dokumentation «Kaufen für die Müllhalde» und einer anschliessenden Debatte auf die Wegwerfgesellschaft. Messstreifen zur Überprüfung der Druckqualität v. 290 1.2 quality&more

→ SF 1

www.blickamabend.ch

→ Die Apothekerin 22.30 Uhr auf SWR Die Apothekerin Hella sehnt sich nach einem Mann, einem Haus und einem Kind. Um ihre Ziele ohne die üblichen Umständlichkeiten zu erreichen, beginnt sie, gezielt Menschen umzubringen. – Amüsante, schwarzhumorige Krimikomödie nach dem gleichnamigen Roman von Ingrid Noll.

Impressum

Auflage: 329 418 (WEMF/SW-beglaubigt 2010) Leser: 495 000 (MACH 2010-2, D-CH) Verbreitung: ZH, BE, BS, SG, LU/ZG Adresse: Blick-Newsroom, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich 044 259 62 62, redaktion@blickamabend.ch Chefredaktor: Peter Röthlisberger Stv. Chefredaktor: Michael Perricone Blattmacher: Thomas Benkö Art Director: Stephan Kloter Chef vom Dienst: Balz Rigendinger Leitung Nachrichten: Andrea Bleicher Leitung Politik: Jürg Lehmann Leitung Wirtschaft: Daniel Meier Leitung People: Dominik Hug Leitung Lifestyle: Roland Grüter Leitung Sport: Felix Bingesser Leitung Foto: Tony Merlotti Leitung Layout: Emanuel Haefeli Autor: Hannes Britschgi Lokalredaktion Zürich: 044 259 62 62, zuerich@blickamabend.ch Lokalredaktion Basel: 061 261 90 20, basel@blickamabend.ch Lokalredaktion Bern: 044 259 66 80, bern@blickamabend.ch Lokalredaktion Luzern: 041 240 12 60, luzern@blickamabend.ch Lokalredaktion St. Gallen: 071 220 32 33, st.gallen@blickamabend.ch

Anzeigen-Service: Telefon: +41 44 259 60 50, Telefax: +41 44 259 68 94 Email: blickanz@ringier.ch Internet: www.go4media.ch Geschäftsführerin: Caroline Thoma Leiter Werbemarkt: Beni Esposito Leiterin Lesermarkt: Corina Schneider Leiter Digital Media: Chris Öhlund Druck: Tamedia AG Druckzentrum, Zürich, Büchler Grafino AG, Bern, Ringier Print, 6043 Adligenswil Herausgeber: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen Beteiligungen: Addictive Productions AG, Betty Bossi Verlag AG, Energy Bern AG, Energy Schweiz Holding AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Eventim CH AG, Geschenkidee.ch GmbH, Good News Productions AG, GRUNDY Schweiz AG, Investhaus AG, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, Mediamat AG, media swiss ag, Original S.A., Pool Position Switzerland AG, Previon AG, Presse TV AG, Qualipet Digital AG, Rincovision AG, Rose d’Or AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, SMI Schule für Medienintegration AG, Teleclub AG, The Classical Company AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA, Ringier Publishing GmbH, Juno Kunstverlag GmbH, Ringier (Nederland) B.V., Ringier Kiadó Kft., Népszabadság Zrt., Ringier Pacific Limited, Ringier Print (HK) Ltd., Ringier China, Ringier Vietnam Company Limited, Get Sold Corporation

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TV AB 16 UHR

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BÜCHER

Dienstag, 15. Februar 2011

GEFÜHLE → Der Valentinstag ist

vorbei. Doch der Liebe sollte man mehr als nur einen Tag widmen. Der Roman

rueya.tastan @ringier.ch

Das Liebeskochbuch «Ich liebe dich» Bücher für Schmetterlinge im Bauch.

Viel Liebe schwarz auf weiss Jacob beschliesst zu lieben, Catalin Dorian Florescu, C.H. Beck, 405 Seiten, 30.50 Fr.

Dinner for Two, Susanne Bodensteiner, GU Verlag, 80 Seiten, 18.50 Fr.

Liebesgedichte, Hafis, Insel Taschenbuch, 89 Seiten, 9.90 Fr.

Bei Aphrodisiaka gilt: Scharfes macht scharf. Wenn Sie Ihr Date also nicht ohne Hintergedanken mit einem Dinner verwöhnen, werfen Sie einen Blick in Mutter Naturs Trickkiste. Anregendes wie Chili, Pfeffer und Meerrettich setzen angeblich körpereigene Wirkstoffe frei, die sich wiederum auf die Liebesregionen im Körper auswirken. Eine stramme Spargelstange und saftige Feigen gelten als symbolische Liebeszutaten, die eindeutige Assoziationen wecken sollen. Wer seinem Date ohne Mühe «Linguine mit Feigen in pfeffriger Roquefortsauce» zubereiten möchte, der ist mit «Dinner for Two» bestens bedient. Die Rezepte sind einfach, die praktischen Tipps erleichtern Kochmuffeln die Zubereitung. Und: Die Gerichte verwöhnen alle Sinne und machen Lust auf noch mehr Sinnesreize abseits des Esszimmers. Das ideale Kochbuch für Paare, die am liebsten schon bei der Vorspeise zum Dessert wechseln möchten.

«Jacob beschliesst zu lieben» ist das neue Meisterwerk des Wahl-Zürcher Autors Florescu. Während eines Sturms taucht der Fremde Jacob im kleinen rumänischen Dorf Triebswetter auf. Bei einem Apotheker findet er Unterschlupf und erzählt ihm von seiner Absicht, die einheimische schwangere Elsa Obertin heiraten zu wollen. Ihr ungeborenes Kind ist der Erzähler der Geschichte über Liebe, Verlust und Verrat. Ein sprachgewaltiges und grandioses Familienepos.

Die Liebesgedichte

SMS-Sprüche sind fantasielos. Wer Liebeserklärungen mit Niveau bevorzugt, trägt jene vom persischen Dichter Hafis vor. Seine Liebesgedichte gehören zu den schönsten der Weltliteratur: Selbst Goethe war ein Fan von Hafis’ orientalischer Dichtkunst und nahm sie als Vorbild für den «West-östlichen Divan». Hafis’ Verse preisen die Liebe, die Sehnsucht und die ekstatische Wirkung von Wein: Nichts als nackte Leidenschaft. 

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Herzblatt

Das ist also Sehnsucht Anthologie

Das Lieblingsbuch von Sidonia Küpfer Nachrichten-Redaktorin

Fotos: Plainpicture, ZVG

Ein Känguru für alle Fälle Eine fast alltägliche Wohngemeinschaft: Marc-Uwe, ein Kleinkünstler, der keinesfalls so bezeichnet werden will, lebt mit einem Känguru zusammen. Das Tier ist Kommunist, süchtig nach Schnapspralinen und steht auf Nirvana. Zusammen, manchmal auch gegeneinander, schlagen sie sich durch den Alltag. Umso bissiger sind dafür die Wortgefechte der WG-Partner aus «Die Känguru-Chroniken» von Marc-Uwe Kling: Dabei geht es um die Lage der Nation oder die Tücken des Kapitalismus. Oft aber auch schlicht um die Frage aller Fragen: Wer ist besser – Bud Spencer oder Terence Hill? Die Sprüche, skurrilen Abenteuer und schrägen Ideen des Duos packten mich vom ersten Kapitel an. Das vorlaute Känguru eroberte meinen Alltag und begeisterte auch in meinem Freundeskreis: «Das ist wie damals, als das Känguru ...» – so begannen viele Lacher. Das schafften bislang nur wenige Bücher.

Sidonia Küpfers Lieblingsbuch Die KänguruhChroniken, Marc-Uwe Kling, Ullstein, 12.90 Franken.

Landverlag

Das Buch zum Wettbewerb «Grosse Sehnsucht Schreiben». Jetzt erhältlich in allen Thalia-Filialen und unter www. thalia.ch. Herausgegeben von der Thalia Bücher AG, Blick am Abend und dem Landverlag.

Die KänguruChroniken von

Marc-Uwe Kling, Ullstein Taschenbuch,


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RÄTSEL

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Wochenpreis: 1 × ein Bett «Lille» von Beliani® im Wert von 1298 Franken*! Das Bett «Lille» ist hochwertig verarbeitet und überzeugt mit kompromissloser Qualität und perfektem Design. * UVP: 3590 Franken Verchromte Füsse machen dieses Bett zusammen mit der leicht und modern wirkenden Form zu einem echten Blickfang. Die Versandkosten von 299 Franken sind im Preis inbegriffen. www.beliani.ch

Tagespreis: Ein Reisegutschein vom Türkeispezialisten im Wert von 100 Franken!

Teilnehmen SMS: Senden Sie folgenden Inhalt an die 920 (CHF 1.50/SMS): BAA2, Lösungswort, Name, Adresse. Telefon: Wählen Sie die 0901 591 922 (CHF 1.50/Anruf aus dem Festnetz) Chancengleiche WAP�Teilnahme ohne Zusatzkosten: http://m.vpch.ch/BAA51232

(gratis übers Handynetz)

Teilnahmeschluss: 16. Februar 2011, 24.00 Uhr Teilnahmebedingungen: Mitarbeitende von Ringier sowie von Voice Publishing sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

Lösungswort vom 11. Februar: KAUTION Die Gewinner der Kw 6 werden schriftlich benachrichtigt.

→ BIMARU leicht Conceptis Puzzles

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So gehts:

1 Die Zahl bei jeder 5 0 1 2 2 3 3

Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

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→ SUDOKU → SUDOKU schwierig schwierig

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Conceptis Puzzles

→ KAKURO leicht 6

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Tagespreis: 1 × 2 Benissimo-Lose!

Teilnehmen SMS: Senden Sie SUDOKU, Ihre drei Lösungsziffern (von links nach rechts) und Ihre Adresse an 920 (CHF 1.50/SMS): SUDOKU 583, Name, Adresse Chancengleiche WAP�Teilnahme ohne Zusatzkosten: http://m.vpch.ch/BAA52491 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: 16. Februar 2011, 15.00 Uhr

06010000637

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei müssen zwei Regeln eingehalten werden: Die Summe in jedem Block muss der vorgegebenen Zahl entsprechen. Diese steht bei Zeilen links, bei Spalten oberhalb des Blocks. Pro Block darf jede Zahl nur ein Mal vorkommen.

17 13

Wert: 1190 Franken

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So gehts:

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07010002520

→ SUDOKU mittel

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6 1 2 7 1

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Dienstag, 15. Februar 2011

Das 24 Stunden Horoskop

Illustration: Alain Scherer

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UNTERHALTUNG Heute von der Astrologin Christiane Woelky

WASSERMANN 21.1.– 19.2. Top: Ein günstiger Tag, um etwas an Ihrer Karriere zu basteln. Formulieren Sie schon mal Ihre Vorstellungen und machen Sie einen Termin beim Chef. Flop: Die Kommunikation mit Ihrem Schatz ist momentan leider etwas holprig.

ZWILLINGE 21.5. – 21.6. Top: Merkur steht günstig für Sie. Dadurch haben Sie im Job immer pfiffige Antworten parat und brillieren mit interessanten Vorschlägen. Flop: Halten Sie sich noch an Ihre guten Vorsätze? Klasse! Wenn nicht, greifen Sie heute den Faden wieder auf!

WAAGE 24.9. – 23.10. Top: Mit Ihrem selbstsicheren Auftreten, gepaart mit einer zuvorkommenden Art, nehmen Sie jeden Gesprächspartner im Handumdrehen für sich ein. Flop: Nicht alles läuft glatt, aber Sie bekommen jede Schwierigkeit schnell in den Griff.

SCHÜTZE 23.11. – 21.12. Top: Ihr Gespür für die richtige Entscheidung im richtigen Moment ist einfach klasse. Daraus dürfte sich auch ein finanzieller Vorteil ergeben. Flop: Kümmern Sie sich heute mal um die Dinge, die Sie schon seit längerem erledigen wollen.

FISCHE 20.2. – 20.3. Top: Im Job läuft es wie am Schnürchen – Ihnen bleibt sogar noch etwas Zeit. Also warum nicht mal wieder Ihren Arbeitsplatz gründlich aufräumen oder umgestalten? Flop: Sie sind beim Geldausgeben oft recht spontan.

KREBS 22.6. – 22.7. Top: Heute steht alles Zwischenmenschliche unter einem guten Stern. Sie strahlen viel Freundlichkeit und Toleranz aus, andere begegnen Ihnen wohlwollend. Flop: Ein Problem einfach beiseitezuschieben, ist keine gute Lösung.

SKORPION 24.10. – 22.11. Top: Sie wissen, was Sie wollen, und es fällt Ihnen nicht schwer, sich durchzusetzen. Wenn nötig, kehren Sie Ihre diplomatische Seite heraus. Flop: Räumen Sie kleine Streitigkeiten in der Familie aus, indem Sie sich als Vermittler anbieten.

STEINBOCK 22.12. – 20.1. Top: Sie gehen in diesen Tagen sehr verständnisvoll und einfühlsam auf Ihren Partner ein. Das tut ihm und der Beziehung richtig gut. Flop: Ihre finanzielle Situation ist stabil. Aber Finger weg von waghalsigen Investitionen!

WIDDER 21.3. – 20.4. Top: Dank Merkur ist Ihr Köpfchen heute besonders klar. Eine objektive und sachliche Sichtweise ist insofern für Sie eine Selbstverständlichkeit. Flop: Singles aufgepasst: Neuen Bekannten gegenüber lohnt sich eine gesunde Vorsicht.

LÖWE 23.7. – 23.8. Top: Merkur und Saturn sorgen dafür, dass Sie zielgerichtet und sehr konzentriert an Ihre Aufgaben herangehen. Flop: Uneinigkeit in einem wichtigen Gespräch? Nehmen Sie gleich einen zweiten Anlauf und geben Sie ein wenig nach.

STIER 21.4. – 20.5. Top: Ein guter Tag für alle sportlichen Stiere: Der Mond im Krebs macht Lust auf Bewegung, und Mars versorgt Sie zusätzlich mit viel Energie. Flop: Im Job ist Zusammenarbeit angesagt. Das Einzelkämpfertum macht Sie momentan nicht beliebt.

JUNGFRAU 24.8. – 23.9. Top: Mit dem Mond im Krebs werden heute Gefühle grossgeschrieben. Kommen Sie ruhig etwas mehr aus sich heraus und zeigen Sie Ihre Empfindungen! Flop: Sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren? Legen Sie ein Pause ein!

Christiane Woelky wandte sich vor 27 Jahren ganz der Astrologie zu. Sie hat eine eigene Praxis für Beratungen, Unterricht und Workshops eröffnet und ist seit zehn Jahren Astro-Autorin für Zeitungen und Magazine. Zwei psychologische Ausbildungen (Atemtherapie und NLP) unterstützen ihre Arbeit.

W I TZ E DE S A B E N DS Die Mutter ermahnt Marie: «Man soll nie mit dem Finger auf jemanden zeigen.» Marie: «Ja, aber wieso heisst der Finger dann Zeigefinger?» Susanne fragt ihre Freundin: «Treibst du Sport?»-«Ja», antwortet diese, «ich sammle Briefmarken.» «Aber das ist doch kein Sport», meint Susanne. «Doch, ich sammle ja nur Olympiabriefmarken!» Was ist violett und sitzt zuvorderst in der Kirche? Eine Frommbeere.


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COMMUNITY

Die Singles des Tages Janine sucht ...

«Mein Traummann ist ein spontaner Kindskopf» Alter: 20 Jahre Wohnort: Würenlingen AG Grösse: 1,68 m Beruf: Detailhandelsfachfrau Sternzeichen: Wassermann

Mein Lieblingsgetränk: Tequila Sunrise. Mein Hobby: Snowboarden.

Bubu du bisch mis grösste Gschänk uf dere Erde, bisch das, wo mis Läbe komplet macht! Lieb dich Mami vo eusne zuäkünftige Bucis! Din Patak Hey min Großä. Ich Lieb dich, du liebsch mich. Achli mischlä, achli dräiä, ächli dichtä, achli däzuetue. I chum imr ufs glich. Mer liebet üs. Dini Blondy

Ist sexy: Blonde Haare.

Hey Mitarbeiter des Monats, fehlsch i üsere Mitti vom Atelier! Elfe chum wieder, bisch en mega geile Mensch.

Hey Hipbär. So villi weisch no. So villi uffs. So villi upps. Dankä, bisch da für mich, glichfauls. I lieb di, wäg au denä so vills. Hipbärbaby

Stern, wenn du diese Nachricht siehst, dann weisst du, was ich dich fragen will: Willst du mich heiraten? Dein Fuudi

Ich verliebe mich, wenn: Er es ehrlich mit mir meint.

I love you all

Schatzchäschtli ...

Liebe A Schaaz. Ich bin so froh, dass es di git ich chönt mer kein bessere wünsche! Sit em 10.2. simmer zemme. Din Schaaz

Ein Star, der mich beeindruckt: Orlando Bloom.

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pi. Hoi min liebste Pa d Da Du besch de besti dass d, ha Sc ! ält W vo de l ve so mer eus ned ch gsend. Ich han di K. mega gern! Sarah

He sorry mis Hölzli, will di wieder zrugg mis Herz. Din K uschelbär und treue Begleiter, Henzirohs. Ganz grosse Kuss und Gruss.

für dis Pascalus. Nomau danke änk. sch gsg sta tin len härzige Va i din di be Lie I ha so fröid gha. s. Sandru

Hey liebe Matthis, i ha di zu fescht lieb und ohni di chönnt i nit läbe.y love you.

Törnt ab: Mundgeruch. So verführe ich: Mit meinen Augen. So verführt man mich: Mit einem Kuss am Hals. Kontakt: 1502_janine@bsingle.ch

Willi-Braun sucht ...

«Ich verliebe mich, wenn der Charakter passt» Alter: 18 Jahre Wohnort: Neftenbach ZH Grösse: 1,85 m Beruf: Elektriker Sternzeichen: Wassermann

Hei Ramon min Schatz, du bisch scho sit em 7.7.2010 stehts a minnere Site. Du understützisch mich i all mine Sache, deför möcht i mi bedanke. Ich lieb dich so fest.

Hello Debby Bebih, bisch brutal wichtig für mich, lieb dech zu fest und no meh. Du und kei anderi. Mini super Topfrau. Lieb dech. Din Mongi R Schaadz, wien ich dich liebe und vermissee. Liebe di so fescht. 1o. o2.2o11, mer chan sege, dass es Liebi uf de ersti Blick xsii isch. Love you so much, dini Gioia

Hey Nugi. Dir chamr nüt vormache. Häsch rächt, bisch nit nur äs Prachtexemplar, Güteklasse A. Bisch Güteklasse 1A. I Love You.

Sie möchten jemanden grüssen, jemandem gratulieren, sich entschuldigen oder einfach nur was Schönes sagen, dann senden Sie ein SMS mit GRUSS und Ihrem Text an 920 (70 Rp./SMS). Beispiel: Gruss Caroline, du bist die Beste, dein Dave. Pro SMS 160 Zeichen. Die Besten werden jeden Tag im Blick am Abend abgedruckt. Die Redaktion behält sich vor, Texte zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.

Der Schnügel des Tages

Mein Lieblingsgetränk: Jack Daniels. Mein Hobby: Musik-Boxen. So verführt man mich: Mit einem sexy Blick. So verführe ich: Mit meinem Charme. Meine Traumfrau: Ist kleiner als ich, sportlich und süss. Meine Macke: Ich bin schüchtern. Wenn ich traurig bin: Spiele ich auf meiner Gitarre. Kontakt: 1502_willi-braun@bsingle.ch

Gibts da etwa was zu futtern? Nein, lieber Natif, du wirst gerade fotografiert. Kamerascheu ist er jedenfalls nicht. Ein Bild von Simone Beyeler aus Samstagern Zürich. Schicken Sie ein hochauflösendes Bild von Ihrem Schnügel und einen kurzen Text an: schnuegel@ blickamabend.ch. FacebookSchnügel: Laden Sie das Foto auf unsere Page: www.facebook.com/ blickamabend (erscheint freitags).


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Dienstag, 15. Februar 2011

Streetspy

von Tina Weiss, www.youarebestdressed.blogspot.com

Südafrika-Special

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Die Farben Afrikas Unsere Streetspy-Fotografin Tina Weiss hält sich zurzeit in Südafrika auf und beliefert uns für eine Woche mit bunten Schnappschüssen aus Kapstadt. Während in unseren Breitengraden Grau, Braun und Schwarz den Ton angeben, ist Südafrika farbenfroh und strahlt Fröhlickeit aus. Seien es farbige Tücher auf dem Kopf, bunte Schürzen oder typische afrikanische Muster, die sogar an Baseballcaps zu sehen sind – graue Mäuse findet man in Kapstadt keine, dafür ganz viel Inspiration.

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PJ, Strahlenschutztechniker aus Kapstadt

Aiden, Model undSchauspieler aus Kapstadt

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Hope, Kommunikationskoordinatorin aus Kapstadt

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Lerato, Restaurantinhaberin aus Kapstadt

TV-Kritik Jürg Ramspeck schaut genau hin

Das Fernsehen dreht auf Es kommt mir vor, dass das Fernsehen immer lauter wird. Selbst bewährte Krimiformate wie «Ein Fall für zwei» tauchen ganze Handlungsstränge in ein Synthesizer-Bad, als hätte der Glaube an die Kraft der Bilder das Medium verlassen. Geschweige denn der Glaube an die Kraft des Wortes. Sogar der «Club», Leutschenbachs besinnlichster öffentlicher Service im Abendprogramm, wird symphonisch anposaunt, als folge gleich das «Dschungelcamp» oder Mike Shiva. Die Vorstellung der sechs Gäste, die zu dem gerade aktuellen Thema etwas zu sagen haben, muss das Ohr aus einer Tonflut erst angestrengt herausfiltern. Man begreift nicht, warum die Benennung eines Heimleiters, einer Ernährungsexpertin, eines Islamwissenschaftlers ihre Einhüllung in ein waberndes Background-Rauschen erfordert. Traut man mir nicht zu, mich tatsächlich für Straftäter-Verwahrung, Unterbringung des Sturmgewehrs, Kopftuch ja oder nein zu interessieren? Vielleicht kehren neue Besen bei SRG und SF aber auch ein bisschen im Klangschutt. juerg.ramspeck@ringier.ch

→ DIE FRAGE

DES TAGES

Fotos: René Kälin, ZVG

Wie spontan sind Sie? Andrea (20) Studentin aus Bern Ich bin gar nicht spontan. Ich muss alles im Voraus planen und mag keine bösen Überraschungen. Eine Ausnahme gibts nur, wenn es jemanden schlecht geht und er mich braucht.

Vlonja (24) Studentin aus Zug Mich kann man immer spontanen Aktionen überreden. Wenn mich jetzt ein Freund anrufen und fragen würde, ob ich mit ihm nach Barcelona komme, würde ich in nächsten Zug einsteigen.

Stephanie (20) Studentin aus Winterthur ZH Ich gehöre zur planenden Hälfte der Menschheit. Ausser bei einem Notfall natürlich, da handle ich auch spontan.

Maxine (17) Schülerin aus Stäfa ZH Ich liebe Spontanität. Soll ich hier und jetzt gleich in den kalten Zürisee springen, um es zu beweisen?


Morgen im

www.blickamabend.ch Donnerstag

Mega-Mittwoch

BLICK vervierfacht morgen alle Preise im Säuli-Spiel: bis 47 500 Franken! BLICK verschenkt 5 Megascheine (à je 525 Fr) und 50 Superscheine (à je 41 Fr) für den Mega-LottoJackpot von 17,3 Millionen Franken! Wer morgen nicht mitspielt, ist selber schuld oder schon reich.

Fo to: RD B

Fr. 2.– am Kiosk

Das Wetter MORGEN

8° Freitag

8° Luzern/Zug Temperatur: Regenrisiko: Sonne:

Samstag

7° 50% 0�2 h

Heute vor einem Jahr:

Hochnebel, –2°

Neu in Pornos: Ohne Dings kein Bums.

Glogger mailt … … James Delgado «Moby Dick»-Finder

G O OD

Kondompflicht für Pornodarsteller

GUMMI → Ab sofort

sollen Pornodarsteller in L. A. nur noch mit Kondomen arbeiten.

S

ex vor der laufenden Kamera wird es nur noch mit Kondomen geben: So lautet der Vorschlag der Behörden von Los Angeles. Damit soll die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten

→ DAS LETZTE

eingedämmt werden. Das neue Gesetz wäre das erste, das Sicherheitsstandards in Pornos einführen würde und könnte sich auf die gesamte Erotikbranche auswirken. Darum ist es sehr umstritten. Mehr als zehn Jahre lang überwachte eine von der Pornoindustrie finanzierte Klinik den Gesundheitszustand der Darsteller. Jeder Schauspieler hatte die Pflicht, sich 30 Tage vor dem Dreh einem Gesundheits-

check zu unterziehen. Letzten Dezember musste die Klinik aber schliessen, nachdem ein Darsteller positiv auf HIV getestet wurde. «Diese Menschen sollten Kondome verwenden», sagt Stadtrat Bill Rosendahl. «Wir können unseren Kopf nicht mehr länger in den Sand stecken.» Die Pornoindustrie wünscht sich wiederum Selbstkontrolle. «Das hat jahrelang gut funktioniert», sagt der Produzent Steven Hirsch. abü

Bett-Versager zerrt Katze vor Gericht

Ein Voyeur? Die Katze soll ein Mann beim Sex stören.

In Mailand macht ein 60-jähriger Mann seine Katze verantwortlich für sein Versagen im Bett: Er ging vor das italienische Gericht für Tierrechte und behauptete, der Vierbeiner störe ihn beim Geschlechtsverkehr mit seiner Frau, berichtet «Le Matin». «Diese verdammte Katze spioniert uns aus und nimmt mir die Inspiration», sagt er. Seine 20 Jahre jüngere Frau sieht das jedoch anders: «Die Katze gehört einfach dazu. Die Wahrheit ist, dass mein Mann keine Lust mehr auf Sex hat», meint sie. Der Bett-Versager stellt dem Gericht eine klare Forderung: «Die Katze und meine Frau haben sich gegen mich verbündet. Jagt diesen Voyeur weg von meinen Ehebett, damit ich meiner Pflicht nachkommen kann.» Nach langen Diskussionen fällte der Richter dann auch ein Urteil: Drei Monate soll die Katze vom Ehebett verbannt sein, damit der Mann seine Standfestigkeit wieder beweisen kann. Viel Glück! abü

Fotos: Jim Lo Scalzo/Aurora/Keystone, istockphoto

NEWS !

Von: glh@ringier.ch An: NOAA.Staff.Directory@noaa.gov Betreff: Legende Dear Mister Delgado Dank Ihren NOAA-Forschern wissen wir jetzt, wo das legendäre Walfangschiff 1823 gesunken ist, das den Schriftsteller Herman Melville zu seinem Roman «Moby Dick» inspirierte: 600 Meilen westlich von Honolulu. Es ist ein Buch, das alle heute wieder lesen sollten. Warum? Weil es zeigt: Bevor es Erdöl gab, gab es Waltran. Aus dem wurden Kerzen, Laternen, Seife gemacht. Der Walfang sorgte für Profite wie heute Erdöl. Der Fund heute und das Buch gestern ist eine Parabel auf die Grausamkeit der Menschen zu sich und den Tieren. Mit dem einbeinigen Kapitän Ahab und dem weissen Pottwal, den Ahab jagte. Literarisches Vorbild war das Walfangschiff «Two Brothers». Kapitän war George Pollard. Nach einer Kollision mit einem Wal trieb die Crew Monate ohne Nahrung übers Meer. Als nur vier Seeleute übrig blieben, fiel das Los auf Pollards 19-jährigen Cousin – der aufgegessen wurde. Der Fund heute macht Geschichte lebendig. «Moby Dick» zum Nachdenken. Helmut-Maria Glogger


15.02.2011_LU